Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 Wald der Stille

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BeitragThema: Wald der Stille   So Jul 22, 2012 5:08 pm

das Eingangsposting lautete :

Wald der Stille



Der Wald der Stille macht seinen Namen allen Ehren, da dieser so gut wie geräuschlos ist.
Er soll sozusagen tot sein und alles verschlingen.
Kein Mensch traut sich normalerweise in diesen Wald,
da Geschichten erzählt werden, die nicht gerade einem Märchen entsprechen.
Menschen sollen verschwinden, ein Ungeheuer soll sein unwesen treiben,
Mörder sollen hier zu gange sein und noch vieles mehr.
Ob diese Geschichten wahr sind weiß keiner genau, denn keiner will es herausfinden.
Für Nukenins und Flüchtlinge wäre dieser Wald sicherlich ein gutes Versteck,
solange sie nicht selbst zum Opfer werden.

Muhahahahaha!

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BeitragThema: Re: Wald der Stille   Do Jan 16, 2014 6:07 pm

Seine Zielperson ließ sich auf den Boden fallen, sodass die Senbon knapp über ihr hinweg sausten. Kurz darauf verschwand die gesamte Gestalt in einer Rauchwolke, die zweifelsohne durch eine Rauchbombe entfesselt wurde. Jinpei huschte mit schnellen Schritten über den Boden und sprang über Gebüsche, bis er schließlich mitten im Rauch stand, der sich langsam verzog. Er hörte nichts mehr, stand genau an der Stelle, wo zuvor noch die Person am Boden gelegen hatte. Ihn stimmte es zusehend missmutiger, dass sich diese Mörder versteckten, wie feige Hunde. Seine Hand umschloss feste den Griff seines Nodachis und er ließ seine Füße langsam auseinander gleiten, bis er einen festen Stand hatte. Jinpei schloss seine Augen und spitzte die Ohren. Wenn sie irgendwo auftauchen würde, würde er es hören, ohne Zweifel. In seinem Innern lachte der Hachibi lautstark und Jinpei hatte Mühe ihn zu ignorieren und sich auf seine Umgebung zu konzentrieren. Es konnte doch nicht wahr sein, dass dieser Hornochse sein Maul nicht halten konnte. Doch irgendwie gelang es ihm und sein Herzschlag wurde langsamer, sodass er seinen eigenen Herzschlag nicht mehr ablenkend wahrnahm.
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BeitragThema: Re: Wald der Stille   Do Jan 16, 2014 9:17 pm

Als der Bunshin unter der Erde weilte, hatte er wohl den Moment auf seiner Seite, was passieren würde. Wo er auftauchte, erzwang er Jinpeis Reaktion in seine Richtung. Wenn er sich überhaupt zeigte. Aber er musst ja wiederkommen, da seine Atemluft nicht so enorm war wie die eines Rekordtauchers. Zunächst wollte er aber entkommen und keinen Überraschungsangriff ausüben. Dann würde er einfach verpuffen, da der Nahkampf nichts war, was Takaras Voraussetzungen leicht zu händeln boten. So schwamm er durch die Erde einige Meter weg, blieb aber im mittleren Umkreis des Schwertkämpfers. Langsam und möglichst leise stieg der Doppelgänger wieder aus der Erde auf, zwischen den Wurzeln eines breiten Baumes. Dort ließ er seinen Atem entweichen und regelte den Kreislauf ein bisschen. Ohne es zu merken bewegte sich derweil ein kleines Lebewesen direkt vor die Füße des Duplikats. Eine kleine Wolke tauchte auf, dann wurde aus dem Lebewesen der Bunshin, den Jinpei nicht erwischt hatte. Er stand wenige Zentimeter getrennt von seinem Kollegen direkt vor ihm, sah ihn an und nickte ernst. Einige Fingerzeichen wurden rein kommunikativ ausgetauscht, um eine Strategie abzuhandeln ohne zu reden. Ein abschließendes Nicken, woraufhin einer der Bunshin mit Chakra in den Füßen den Baum hoch kraxelte, um aus dem Sichtfeld zu verschwinden. Der andere drehte sich in Jinpeis Richtung. Er kam zwischen den Baumstämmen, Büschen und dem dicken Nebel hervor, wobei der schwarze Mantel sich ein wenig bewegte. Die grauen Augen Takaras lagen im Schatten, auch wenn es nicht die echten waren, wobei sie nach wie vor die feindliche Gestalt kontaktierten. Blickkontakt, Konfrontation. Der Bunshin stand dort, bewegte sich nicht. Eine Distanz von vielleicht 15 Metern. Dann wurden zwei Kunai gezückt, pro Hand eines. Eine feste, bereite Haltung. Der Kopf wurde schief gelegt als eine Art Frage, ob es nun losgehen könne. Er wartete.
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BeitragThema: Re: Wald der Stille   Do Jan 16, 2014 9:43 pm

Jinpei stand dort, die Augen geschlossen, den Herzschlag still und die Atmung sehr kontrolliert, sodass ihm fast nichts entging. Die leichte Feuchtigkeit durch den Nebel. Der leichte Windzug, der auch hier natürlich herrschte. Und weitere Geräusche. Atem! Er riss die Augen auf und wand den Kopf in die Richtung, aus der das Geräusch erklungen war. Zur rechten Zeit, wie es den Anschein hatte, denn zu dem Atem kam nun auch ein leises Pöff und eine neuerliche Rauchwolke. Die erste hatte sich inzwischen verzogen. Jinpei zog eine Hand voll Kunai aus einer seiner Taschen. Diese waren umwickelt mit den nicht zu verachtenden Kibakufuda und er warf sie.

Zwei von Ihnen jagten dem Bunshin hinterher, der sich gerade im Dickicht des Baumes verstecken wollte, die anderen Drei waren auf den Mutigen zweiten Bunshin zugeflogen, der zwei Kunai in den Händen hielt. Er erhob die Hand, die zuvor die Kunai geworfen hatte und bildete ein Fingerzeichen. Dann explodierten alle Kibakufuda zugleich. Ob es jetzt dreist von Jinpei war, dass er gegen diese Doppelgänger, um die es sich anscheinend ja nur handelte, Genintechniken einsetzte? Er konnte es nicht beantworten. Einerseits fragte er sich natürlich, wie das Original war und ob dieses wohlmöglich mehr auf dem Kasten hatte. Irgendwie fieberte er regelrecht, gegen das Original anzutreten. Er hatte keine Lust mehr sich mit irgendwelchen Doppelgängern herum zu schlagen, die nur versuchten Zeit auszuschlagen.

Doch wartete Jinpei nicht ab, wie erfolgreich seine Angriffe gewesen waren. Er setzte zum Sprung an und machte einige große Schritte nach Vorne, wodurch er die Distanz in kürzester Zeit überwand. Nun würde er auch direkt angreifen können.
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BeitragThema: Re: Wald der Stille   Fr Jan 17, 2014 9:46 am

Die Geräusche der Explosionen blieben in einem so stillen Wald nicht unbemerkt. Auch wenn Takara mittlerweile über einen Kilometer entfernt von dem Ort war, wo es gerade leuchtete und knallte, blieb sie kurz stehen und drehte sich um, ob sie auf der Höhe der Baumkronen irgendwas sehen konnte. Sie ihr begleitendes Duplikat beobachtete sie dabei und achtete gleichzeitig auf die Umgebung. Es folgte ein kurzer Wortwechsel, nachdem Takara die Stirn in Falten gelegt hatte. Cordesh wurde zudem gereizter. Das Ganze ging ihm nicht schnell genug. "Offenbar könnt ihr in Partnerarbeit für Bedrängnis sorgen, wenn da jemand zu Explosionen greifen muss", sagte das Original leise und wendete sich dann ab. "Ich werde dich frühzeitig informieren, wenn wir eine dritte Präsenz spüren. Dann folgst du meinen Zeichen." Der Bunshin nickte, dann rannte das Team gemeinsam weiter zum lichten Rand des Waldes.
Der Bunshin, der sich mit Kunai als Ablenkung hatte präsentieren wollen, bekam die Explosion ab. Nicht im direkten Sinn, aber die Druckwelle riss ihn von den Füßen und ließ ihn über den Boden rollen, sodass er verpuffte. Das Duplikat oben in den Wipfeln sprang noch vom Ast, doch auch hier kam die Druckwelle nach und beschleunigte den kopierten Körper, sodass jener unkalkuliert zu Boden geschossen wurde. Nach dem Aufprall blieb auch hier nichts außer einem weißen Rauch über. Der letzte Bunshin lief zwischen Jinpei und dem Paar mit dem Original alleine. Zudem rechnete er sich nun kein Entkommen ein, sondern steuerte auf die Geräusche der Explosionen zu, um dem Feind direkt die Stirn zu bieten. Möglichst auf Distanz und nicht mit riskanten Manövern. Die Schritte wurden schneller, er hastete dem Higashi entgegen. Als das Duplikat eine schnelle Bewegung vor sich in der Nähe ausmachte, änderte es nur leicht seine Richtung, um mit diesem sich bewegenden dunklen Fleck aufeinanderzutreffen. Dabei wurden Fingerzeichen geformt. Und mindestens das Dreifache aus den ganzen Kibakufuda herausgeholt, was eben erreicht worden war. Feuer erhellte die Umgebung im Umkreis von mindestens dreißig Metern, während ein Drachenkopf aus dem Mund des Bunshin kam. Dieser aus Flammen bestehende Koloss brannte Teile von Baumstämmen einfach weg, die ihm im Weg waren, während er das Maul öffnete, welches mindestens zwei erwachsene Menschen gleichzeitig verschlingen konnte. In diesem Maul wollte der Bunshin seinen Gegner gleich sehen. Zeit für große Aktionen blieb ihm nämlich nicht durch das extrem hohe Tempo des Drachens.

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BeitragThema: Re: Wald der Stille   Fr Jan 17, 2014 10:14 am

Jinpei bemerkte zufrieden, wie die beiden Bunshin, die ihn hatten angreifen wollen, in Rauch aufgingen. Seine Vermutung war nicht ganz falsch gewesen. Er griff prüfend in seine Tasche. Die Shuriken, die er zuvor von einem der Bunshin mitgenommen hatte, waren nun ebenfalls verschwunden. Das hieß, dass der Doppelgänger, der ihm zuvor entwischt war, ihm eigentlich gefolgt war, um seine Schritte zu behindern. Es war ihm merkwürdig vorgekommen, dass die Person so drastisch wegkommen wollte, hatte sie es doch geschafft bisher ohne Probleme das Dorf zu infiltrieren, das halbe Dorf in Brand zu stecken und dazu noch zu entkommen. Doch allzu lange konnte er sich keine weiteren Gedanken machen. Aus dem Augenwinkel sah er, wie eine weitere Person direkt auf ihn zu rannte, kluger Weise aber auf ausreichender Distanz stehen blieb und Fingerzeichen für eine Technik formte. Katon oder Doton … was kommt … Aus der Tasche zog er erneut zwei Kunai, die an den Ösen mit Drahtseil verbunden waren. Der feurige Drachenkopf jagte auf ihn zu und Jinpei konnte nicht großartig etwas dagegen unternehmen, außer auszuweichen. Er warf die Kunai rechts und links von sich, behielt die Drahtseile aber in den Fingern und sprang so hoch er es in der kurzen Zeit vermochte. Der Drachenkopf verbrannte unter ihm so ziemlich alles, was brennbar war. Es war somit kein Wunder, die großen Brände in Kirigakure zu sehen. Und bereits die Tatsache, dass sie auf solche Chakramengen zurückgreifen konnte, obwohl es sich hierbei nur um einen Bunshin handelte, waren beeindruckend.

Das Drahtseil rutschte durch seine Finger und wurde länger und länger, während er sich weiter vom Boden entfernte. Die Kunai waren in Bäume geflogen und steckten dort nun fest. Aus der Höhe konnte Jinpei seine Kontrahentin nicht genau sehen, aber er war sich bewusst, dass er hier oben für sie ein gefundenes Fressen sein musste.
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BeitragThema: Re: Wald der Stille   Fr Jan 17, 2014 11:40 am

Während diese nicht gerade ungefährliche Attacke sich ihren Weg durch den Wald fraß, sah der Anwender mitunter vor lauter Feuer gar nicht mehr, was vor dem Drachenkopf lag. Einige Bäume wurden schwärzlich angesengt, Holz splitterte in dunklen Bestandteilen umher, der Nebel wurde aufgewühlt und verschwand teilweise, da er sich erhitzte. Aber bevor irgendwelche Schreie ertönten und das Jutsu für sich weiter nach vorne glitt, achtete der Bunshin auf die Umgebung. Das Feuer entfernte sich, knackte und brutzelte, wobei das Duplikat erhaschte, dass sein Gegner nach oben reiste. Anhand irgendwelche Seile, die mit Kunai in umliegende Bäume befestigt worden waren. Ein Akrobat, hm? Die falsche Takara ging in Angriffsstellung, als sie den Kerl wie eine Fliege im Spinnennetz über sich in der Luft hängen sah. Gut, diese Chakra fressende Attacke hatte kaum was gebracht. Es brannten zwar nun einige Bäume, aber das Ziel war wieder davon gekommen wie eine Ratte, die umher huschte, während sie einen Kadaver verfolgte. Der Boden, auf dem Jinpei eben noch gestanden hatte, brannte nun auch noch, sodass man sich kaum dorthin begeben konnte. So blieb die Flucht nach unten aus, aber auch der Bunshin musste nun eine Attacke mit schrägem Winkel vollziehen. Zuerst folgten zwei flinke Bewegungen unter den Mantel. Zwischen den Fingern hatte das Duplikat nun Shuriken, pro Hand vier Stücke. Es holte Schwung, überkreuzte die Arme und warf die Metallsterne in Richtung der Fäden, an denen der Gegner sich festhielt. Selbst wenn nur ein einziger traf, würde er zur Seite und nach unten wegschwingen, höchstwahrscheinlich in irgendwelche Flammen hinein. Oder das Kunai rutschte aus dem Baum, da diese Waffen nicht wirklich zum Abfedern von Pseudo-Bungee-Jumpern gedacht waren. Kurz nach dem Werfen der Sterne formte der Bunshin wieder Zeichen, richtete sein Gesicht direkt auf Jinpei und formte den Mund wieder rund, wobei anschließend wieder Flammen die Umgebung erhellten. Ein schlanker Feuerstrahl preschte hervor, schräg nach oben, auf den Körper, der sich selbst dorthin manövriert hatte, wo er war. Selbst wenn er sich nun irgendwer umher schwang, drehte der Bunshin einfach das Gesicht, um den Flammenstrahl hinterher jagen zu lassen.

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BeitragThema: Re: Wald der Stille   Sa Jan 18, 2014 12:12 pm

Jinpei entkam dem Feuerodem, welches am Boden sein Unwesen trieb. Dafür war er nun mitten in der Luft, in einer sehr akrobatischen Nummer. Er hatte zwar versucht sich selbst Sicherheit zu verschaffen, indem er eine notdürftige Halterung für Richtungswechsel verwendet hatte, aber seiner Kontrahentin war dies anscheinend nicht gänzlich entgangen. So hatte diese bereits nach kurzer Zeit ein Shuriken aus den Taschen gezogen und nach den Halterungen geworfen. Die von ihm aus gesehen linke Halterung wurde aus dem Baum gerissen, sodass das Drahtseil ohne Spannung nach oben schnellte. Ärgerlicher war jedoch die Tatsache, dass sie nicht auf sich warten lies und sofort ein Katonjutsu abfeuerte. Ein Feuerstrahl sauste auf ihn zu. Er zog an dem verblieben Drahtseil, um sich aus der Schussbahn zu ziehen, doch funktionierte das nicht ganz. Sein linker Arm und sein linkes Bein wurde von dem Feuer erfasst. Er stürzte hinab und landete in dem Geäst eines Baumes. Sofort ließ er von dem Drahtseil ab. Die Äste hatten ein wenig seine Haut aufgerissen, doch das störte ihn nicht wirklich. Wichtiger war aktuell sein Bein und sein Arm, der noch brannte.

Mit der freien Hand riss er sich die Reste vom Hosenbein und die Reste des Ärmels, die in Flammen standen. Darunter war verbrannte Haut zu sehen. Missmutig biss er sich auf die Unterlippe. Während er kurz einen Blick auf die Wunde warf, sammelte der Hachibi bereits seine Kräfte.

Damit der Doppelgänger nicht noch mehr Zeit hatte, irgendwelche weiteren Angriffe zu formen, rappelte er sich auf. Sein Stiefel war in Ordnung und die Verbrennungen behinderten ihn nicht beim Bewegen. Sie brannten nur ziemlich. Bereits zuvor hatte er mit ähnlichen Wunden zu kämpfen gehabt. Er sprang auf und sprang in hoher Geschwindigkeit über die Äste, auf sein Ziel zu. Nach wenigen Augenblicken erspähte er sein Ziel und er sprang aus dem Schutz des Baumes, in dem er gerade noch gestanden hatte. Aus der Schwertscheide zog er sein Nodachi und fiel auf sein Ziel herab, die Klinge erhoben, um sie in Zwei zu teilen. Innerlich brodelte er förmlich, ob seiner Unaufmerksamkeit.
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BeitragThema: Re: Wald der Stille   So Jan 19, 2014 1:08 pm

Er brannte. Das war das, was der Bunshin als erstes mit Genugtuung feststellte, als eines der Drahtseile riss und der Kerl durch die Flammen in Richtung eines Baumes schwang. Das Feuer loderte nach oben, bewegte sich durch den Luftzug seiner Bewegung in seine Richtung und verleuchtete ein wenig die Sicht auf ihn. Das Duplikat wollte sich nun schnell darum kümmern, selbst aus diesem Flammenherd zu entkommen, das es geschaffen hatte. Lediglich hinter ihm war noch ein wenig Weg frei, während vorne alles mögliche in orangenem Licht unterging, wobei der Nebel sich verzog. Einige Schritte nach hinten mit dem Arm vorm Gesicht, dann folgte schon ein Geräusch, sodass der Bunshin sich wieder umdrehte. Sein Blick glitt nach oben in die Bäume, zunächst ein falscher Winkel, dann kam der angesengte Körper zum Vorschein mit einem Schwert. Die Augen weiteten sich, während die Klinge des Gegners von den Flammen beleuchtet wurde. Zeit für große Gegenwehr blieb nicht. Nicht einmal, um irgendwie nach einem Kunai zu fischen, das man gegen das Schwert hätte drücken können. Sein Gegner kam näher und näher, das Duplikat kreuzte die Arme vorm Gesicht, um wenigstens nicht mit einem Schwert mitten durch den Kopf zu verschwinden. Das vertraute Puffen folgte aber sogleich, als die Klinge sich durch ihn gesenkt hatte. Auch das hier war kein Original gewesen. Die echte Takara hatte derweil einen massiven Vorsprung, während der letzte Bunshin an ihrer Seite war. Sie hatten den Waldrand erreicht, der Nebel war verschwunden und endlich kam ihnen normales Sonnenlicht entgegen. Vor ihnen war eine Wiese mit hohem, feuchtem Gras, das bis zu den Knien reichte. Es ging ein wenig abwärts, aber dann ergab sich eine Art weite Ebene, auf der man sich weder flüchten noch verstecken konnte, außer man kraxelte direkt am Boden. Bäume waren weit und breit keine zu sehen. Als Farmer betrachtet wäre das hier wohl ein Weideparadies gewesen. Irgendwo stand in der Ferne sogar ein belangloser Schuppen mit einem Trog. All dies interessierte aber nicht. Der Bunshin und die echte Takara liefen gemeinsam den Hang hinab auf die offene Wiese, während die echte Takara Fingerzeichen formte und kurz darauf dem Duplikat zunickte. "Wir bleiben bei dir." Eine kleine Wolke kam auf, die sich aber sofort lichtete. Takara hatte sich wieder durch eine der simpelsten Techniken verwandelt, wenngleich sie immer noch sie selbst war. Neben dem Bunshin lief nun eine hübsche, brünette Frau in einem blauen Kimono mit grünlichem Bauchband. Ob diese Frau jemandem nachempfunden war, war recht egal, aber so war Takara nicht sofort als die gesuchte Person identifizierbar, während ihr Duplikat immer noch vermummt war. Wie sie es auch wäre, wenn das Henge sich auflöste. Doppelter Schutz. So liefen sie zusammen weiter. Jinpei hatte wenigstens einen Kilometer aufzuholen.

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BeitragThema: Re: Wald der Stille   Mo Jan 20, 2014 10:27 am

Jinpei landete auf beiden Füßen, nachdem sein Ziel in einer Rauchwolke aufgegangen war. Sein rechter Arm und sein rechtes Bein brannten stark, doch jetzt hatte er noch nicht die Zeit sich die Wunden zu lecken. Außerdem war es zwar sehr schmerzhaft, aber auf den ersten Blick würde es ihn nicht in Zukunft behindern, wenn er sich erst in einer Stunde um die Verbrennungen eingehend kümmern würde. So schob er sein Nodachi wieder in seine Schwertscheide und atmete tief durch. Er sah in die Richtung, aus der der Doppelgänger gekommen war. Andere Anhaltspunkte hatte er keine. Also suchte er kurz die Spuren der Person auf dem Boden und rannte dann los. Seine Ausdauer war noch in Ordnung, aber die Verbrennungen zerrten sehr an seinen Kräften. Hoffentlich wollte sein Ziel es ihm nicht unnötig schwer machen. Er hatte kein Bedürfnis herauszufinden, wie es sich anfühlte am gesamten Körper verbrannt zu sein.

Die Stiefel des Schwertkriegers drückten sich in die leicht feuchte Erde und in ihm versuchte der Hachibi mehr und mehr Oberhand zu gewinnen, doch Jinpei drückte den Stier-Tintenfisch-Menschen mit purer Willenskraft zurück und versuchte sich nicht von den impulsiven Gefühlen der Kreatur beeinflussen zu lassen, was zusehends schwieriger wurde. Sein Atem bildete sich in kleinen Wölkchen vor ihm ab und der leichte Nebel durchnässte seine Haare nach und nach. Aber es versprach seinen geschundenen Gliedmaßen auch Linderung der Schmerzen.

Zuletzt trugen ihn seine Füße auf eine große Wiese. Zu sehen war viel und auch wenig. Im Großen Ganzen aber nichts, was sofort seine Aufmerksamkeit erregte.
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BeitragThema: Re: Wald der Stille   So Jan 26, 2014 11:33 am

Es war zumindest für den ersten Schritt eine gute Wahl hier zu bleiben. Theoretisch hätte Takara noch weiterlaufen können, aber ihr ging es auf den Zeiger - auch Cordesh -, die ganze Zeit über jemanden im Nacken zu haben, der im Auftrag des Dorfes ihre Bunshin auslöschte, bis er bei ihr ankam. So hatte sie sich letztlich im Gras in die Hocke begeben und war aus weiter Distanz nicht wirklich auszumachen. Der Bunshin wiederum, der in seiner vermummenten Gestalt war, hielt sich genug auf dieser Ebene und hatte von Takara die Info bekommen, dass Cordesh wahrgenommen habe, wie der Fremde sich genähert hätte. Kurz hatte das Duplikat den Kopf gehoben und eine Gestalt am Hang ausgemacht, die das Ziel sein musste. Ein wenig Kleidung fehlte und Verbrennungen waren auch erkennbar. Der Weg bis zum letzten Gegner war also nicht der einfachste gewesen. Welch Wunder, wenn man auch das Oberhaupt eines Clans vor sich hatte. Zwar jung, aber es musste ja dennoch etwas vorweisen können, um seine Position zu rechtfertigen. Eine Macht hungrige Larve reichte da nicht aus. Aber irgendwie musste es nun auch eine Offensive geben. Wie galant oder notfallartig die war, lag wohl bei dem Bunshin, der sich in vorsichtigen Etappen näherte. Die Hand glitt unter den Mantel, er holte eine weitere Bombe hervor, die sich mit dem Kage Bunshin verdoppelt hatten wie das normale Inventar. Das Duplikat biss etwas ab, erhob sich dann zügig und warf in hohem Tempo die Bombe in Jinpeis Umkreis. Die Wurfparabel zog sich so lang, dass die Bombe sogar noch in der Luft hochging. Es erschien ein grelles, blendendes Licht. Da erübrigte sich die Bezeichnung einer Blendbombe wohl. Sich sicher seiend über Winkel und Richtung blieb der Bunshin in seiner erhobenen Position, formte Fingerzeichen nach und formte den Mund rund, um Katon-Bälle austreten zu lassen. Es waren etwa acht an der Zahl, die aufstiegen und dann in gehörigem Tempo die Richtung der Bombe zu Jinpei verfolgten. Wenn er mit Blinzeln beschäftigt war, sähe er vielleicht noch kurz die Kugeln, ehe sie begannen zu fressen? Ansonsten ging es wohl mit einigen Späßen weiter.

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BeitragThema: Re: Wald der Stille   Di Jan 28, 2014 10:31 am

Er hatte die große Weide erreicht und sah sich um. In der Ferne konnte er gerade eine vermummte Gestalt ausmachen, da flog auch schon ein kreisrunder Gegenstand auf ihn zu. Bevor er jedoch reagieren konnte, ging das Teil hoch und blendete ihn. Verärgert kniff er das Auge zusammen und konnte nichts sehen. Offensichtlich war es schon, dass dies hier zur Abelenkung galt und dass der Doppelgänger nicht vor hatte fort zu laufen. Er begab sich in die Hocke und hörte etwas rauschen. Vorsichtig öffnete er das Auge einen Spalt breit und sah irgendetwas leuchtendes auf ihn zu fliegen. Jinpei sprang mehrere Male zurück, um den Geschossen auszuweichen, wurde aber an der Schulter erwischt. Als wenn er noch nicht genügend Verbrennungen besäße. Der Effekt des Blendens verging und er sah wieder klar. Dann rannte er gerade aus, auf sein Ziel zu und zog aus seiner Tasche Shuriken, die er ohne zu zögern nach Vorne warf. Er hatte keine Ninjutsu. Das würde ihm vielleicht zum Verhängnis werden. Denn so konnte er im Nahkampf so gut wie nichts ausrichten. Nur wenn er es schaffen würde in den direkten Kampf zu gelangen, hatte er eine reelle Chance.
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BeitragThema: Re: Wald der Stille   Di Feb 11, 2014 9:50 am

Die Feuerbälle hatten ihn nicht in ihrer vollen Stärke getroffen, aber sie hatten getroffen. Während Jinpei auf das sichtbare Duplikat von Takara zu rannte, verbarg sich das mit Henge verborgene Original weiter in dem erhöhten Gras. Dennoch ließ sie den Schwertkämpfer nicht aus den Augen. Ihr Duplikat erkannte natürlich die Gefahr sofort und legte beide Hände auf den Boden. Sie wirkte Doro Gaeshi, wodurch eine Erdwand aus dem Boden hervor schoss und Jinpei den weiteren Vormarsch verhinderte. Diese Erdwand schluckte ebenfalls die Shuriken die Jinpei gerade zum Angriff genutzt hatte.

Jinpei, der keine Kraft für eine solche Wand aufbringen wollte, drückte sich kurz vor der Mauer vom Boden ab, um sie so zu überwinden. Gerade oben auf der Mauer angelangt, zückte er erneut Shuriken und warf diese, nun aus einer geringeren Entfernung. Der Doppelgänger tat es ihm nach und es stoben Funken, als die metallenen Wurfsterne gegeneinander prallten und nach links und rechts davon flogen. Der einäugige flog weiter über die Mauer hinweg und zog während dessen erneut sein Nodachi und führte sein Iaidou aus, welches darauf abzielte den Kopf von dem Takara Bunshin abzutrennen. Da er diese Technik bereits zuvor angewandt hatte, rechnete diese jedoch damit und zückte ein Kunai, welches sie schützend in den Weg hielt. Sie war keine prädestinierte Nahkämpferin und würde so wenig tun können.

Die verwandelte Frau, die sich im Gras befand, schrie auf und Jinpei, dessen Aufmerksamkeit sie bisher nicht eingeschlossen hatte, zog den Kopf herum. Ein wunderbares Ablenkungsmanöver, auf welches Jinpei herein fiel. Dass die echte Takara keine Blessuren oder sonstige Gründe für einen solchen Schrei aufwies, war nach einem Wimpernschlag klar. Doch dieser Wimpernschlag genügte, um dem Bunshin einen offensiven Schlag zu ermöglichen. Zunächst zog sie aus der Tasche ein weiteres Kunai und rammte es ihrem Schwertkämpferkontrahenten in den Bauch. Dieser riss überrascht das Auge auf und stöhnte stumm auf. Denn ging der Bunshin durch Bunshin Bakuha in die Luft. Jinpei wurde von den Füßen gerissen, flog mehrere Meter zurück und begrüßte unsanft den Boden. Die Explosion hatte ihn voll erwischt, ihn jedoch nicht erneut in Brand gesteckt. Keuchend wälzte er sich auf den Bauch, um sich hoch zu stemmen. Sein Nodachi war ihm bei der Explosion aus der Hand gefallen. Innerlich kochte er vor Wut, da ihm klar wurde, dass er herein gelegt wurde. Er sah über seine Schulter, nur um zu beobachten, wie Takara, welche wieder ihre wahre Gestalt annahm, auf seine Klinge zuging. Sie schloss ein paar schnelle Fingerzeichen und die Erde erhob sich um Jinpei und schloss ihn ein.

Schmerzerfüllt kniff er die Augen zusammen und zog das Kunai aus seinem Bauch. Die Wunde war unangenehm tief. Sie hatte das Kunai bis zum Griff hinein geschlagen. Die Verbrennungen an seiner Seite, machten die Sache nicht besser und zuletzt noch die Explosion. Wie unaufmerksam er heute war. Aus einer Tasche zückte er ein Knicklicht und es begann zu leuchten. Er warf es auf den Boden. Das bedürftige Licht zeigte ihm jedoch, dass er rund um von Erde umhüllt war. Vorsichtig betastete er die Erde. Sie bewegte sich nicht, schien aber extrem hart zu sein. Sein Nodachi war nicht hier. Aus einer Tasche nahm er eines der Kiba Kufuda und platzierte es. Ein paar Schritte Abstand genommen und das Fingerzeichen geformt. Das Papierstück explodierte, ließ die Wand aber in Takt.

Von Außen begab sich Takara näher an das Kekkai und nahm davor Platz und legte ihre Hände auf das Steingefängnis. Für sie hieß es jetzt nur noch abwarten. Nach und nach würde dem Schwertkämpfer das Chakra entzogen werden, ohne das er ausbrechen würde. Der Wurm in ihrem Bauch war zufrieden, mit der Entwicklung. Auch wenn das hier unter Umständen langwierig werden könnte. Weitere Verfolger hatten sie nicht gehabt, demnach gab es vorerst nichts mehr zu befürchten.

“Du bist schwach und achtest nicht genug auf deine Umgebung.“, sprach der Hachibi und lachte tief auf. Die Gitterstäbe standen noch, waren aber nicht mehr so fest wie zuvor. Jinpei versuchte seinen eigenen Bewohner zu ignorieren. Er nahm im Mitten des Käfigs Platz und wollte gerade seine Wunden versorgen, als er merkte, wie sein Chakra abgesogen wurde. Scheiße …, dachte er, begab sich aber dennoch an seine Wunden. Sein Chakra würde bald erschöpft sein, aber vielleicht würde das seiner Kontrahentin dieses Gefängnis ebenfalls betroffen sein. Seine Hand glomm Türkis auf und er begann seinen Bauch zu heilen, danach sein Bein und seinen Arm. Der Prozess nahm Zeit in Anspruch und Jinpei musste Knicklichter nachlegen, damit er nicht in vollkommener Dunkelheit saß.
Minute für Minute verging und es traten Schweißperlen auf seine Stirn. Sein Chakra floss davon, als wenn es gar nicht existierte. “Alleine kommst du nicht hier heraus, Jinpei-san.“, säuselte der Ochse und sah Jinpei durch die Gitterstäbe an. Ihm lag auch nichts daran, dass Jinpei starb. Sollte er den Schwertkämpfer davon überzeugen können, dass er sein Chakra annahm, würde er außerdem eine Chance erhalten, sich zu befreien, aus diesem Gefängnis aus Fleisch und Blut, welches sich Jinchûriki schimpfte. Jinpei sah den Hachibi an. Wie viele Alternativen hatte er denn? Sein Chakra war fast verbraucht und genügend Kraft, um das Kekkai zu zerbrechen hatte er nicht. Hachibi würde ihm beides geben können. “Wenn du versuchst mich zu übernehmen, werde ich dich aufhalten.“, sprach Jinpei mit einer bedrohlichen Stimme zu dem Hachibi. “Natürlich wirst du das…“, gackerte er, während durch die Gitterstäbe hindurch sein Chakra auf Jinpei zufloss und ihn umhüllte.

Zeitgleich strömte das rötliche Chakra aus seinem Körper und ließ die Knicklichter davon rutschen. Er fühlte sich fitter, aggressiver. Langsam erhob er sich und hielt seinen Kopf. Die Pupille seines intakten Augapfels hatte sich zu einem Schlitz verformt und seine Fingernägel wurden länger.

Takara entging es von außen nicht, dass Jinpei plötzlich neues Chakra besaß. Würde sie unter den vorherigen Umständen weiter das Gefängnis aufrecht erhalten, würde Jinpei in den nächsten Minuten wohl das Bewusstsein verlieren. So jedoch, würde sie nicht lang genug durchhalten. Woher kam dieses neue Chakra plötzlich? Sie löste die Hände und sprang einige Meter zurück. Kurz darauf schlug Jinpei von innen gegen die Steinerne Wand. Seine Kraft war nicht größer, aber sein Körper bewegte sich wie von selbst. Wieder und wieder schlug er gegen sie, bis sie schließlich brach.

Aus dem Loch sah man das rötliche Chakra quirlen und Jinpei trat aus dem Loch heraus. Seine Knöchel bluteten, verheilten aber sehr schnell. Sozo Saisei hieß die Technik. Jinpei selbst wirkte sie nicht, sondern der Hachibi steuerte den Schwertkämpfer nun von Innen heraus, so dass er selbst dachte, er würde eigenständig handeln.

Takara kniff die Augen zusammen. Hatte sie dort gerade einen Jinchûriki vor sich? Die Information, dass Jinpei einer der Jinchûriki von Kirigakure war, war noch recht frisch. Die meisten Bürger hatten diese Information, sprachen darüber jedoch nicht großartig. Jinpei blickte zu seinem Schwert. Er verschwand von der Bildfläche und tauchte neben der Klinge auf. Auf seiner Haut begann langsam eine rötliche Masse zu wabern und er hob die Klinge auf, sah zu Takara und grinste diabolisch. Seine Eckzähne waren ebenfalls länger geworden. Dann rannte Jinpei auf die Nuke los.

Takara, die es nicht wagte, weiter zu zögern, schloss Fingerzeichen und spie einen schwarzen Nebel aus, der Jinpei umhüllte. Nach dem Öl spuckte sie mit Gouryuuka einen Drachenkopf aus, der auf Jinpei zu flog und ihn voll erwischte. Das Öl entfachte sich und machte Jinpei zu einer lebendigen Fackel. Es hieß Heilungskräfte durch Sozo Saisei gegen die Flammen. Es waren ungeheuerliche Schmerzen und kurz sank Jinpei zusammen, zwang sich dann jedoch sich erneut zu erheben. Seine Kleidung brannte, seine Haut brannte, heilte sich und brannte erneut. Unter normalen Umständen wäre sein Chakrapool bereits ausgesaugt gewesen, doch mit Hilfe des Hachibi war dies hier machbar.

Jinpei rannte, noch immer brennend, nach Vorne und schlug mit seiner Klinge zu. Nicht so elegant, wie zuvor, sondern brutal. Die Nukenin wich zwar zurück, wurde jedoch trotzdem an der Schulter erwischt. Eine Wunde platzte förmlich auf und Blut schoss heraus. Zwei sich selbst heilende Wesen in einem Kampf. Cordesh kümmerte sich um die Wunde. Die Wunden um den Schwertkämpfer erloschen schließlich, als er ganz von Chakra umhüllt wurde und ein Schweif an seiner Rückseite zu erkennen war.

Ein Hin und her entbrannte, indem Takara den Einäugigen mit Ninjutsus befeuerte, während er sie immer und immer wieder aufschlitzte. Ihrer beider Wunden heilten sich, doch irgendwann war Takaras Chakra aufgebraucht und sie sackte auf die Knie zusammen. Sie keuchte und Schweiß war über ihre Stirn verteilt. Jinpei schritt auf sie zu und zog ihr ihre Kapuze zurück, sodass er ihr in die Augen sehen konnte. Dann erhob er die Klinge und erneut schlich sich dieses diabolische Grinsen auf sein Gesicht, welches nicht von Jinpei stammte, sondern von dem Bijû in ihm. “Byebye Takara…“, sprach er durch Jinpei und ließ die Klinge herunter fahren.

Leblos sackte Takaras Körper zusammen und Jinpeis Klinge fuhr erneut auf den bereits toten Körper hinab, stoppte jedoch kurz vor dem Ziel. Mit schierer Willenskraft hielt Jinpei nun den Hachibi davon ab weiter zu machen. Die Blutlust des Hachibi hatte Jinpei sehr schockiert, ihn zugleich jedoch wach gerüttelt. In seinem Innern riss er sich von dem Chakra des Hachibi los und bannte ihn erneut in seine Schranken.

Jinpei selbst brach an Ort und Stelle zusammen und ließ sich neben Takara nieder. Er brauchte eine Pause, musste sich erholen. Danach würde er sich und den leblosen Körper zurück tragen.
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Kiobashi Yuzuriha
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BeitragThema: Re: Wald der Stille   Sa Mai 20, 2017 10:30 am

cf: Büro der Mizukage

Die Torwachen hatten sie nett gegrüsst, als Yuzuriha das Dorf verliess, dennoch hatte sie die besorgten Blicke in ihrem Nacken gespürt. Die Shinobis wurden nervös, wenn sie sich ausserhalb des Dorfes wagte. Lag es daran, dass sie sich echte Sorgen um sie machten oder darum, dass man sie dafür verantwortlich machte, wenn sie nicht wieder heil zurück käme? Hatten sie Angst, sie würde sich nicht wehren können, sollte man sie angreifen? Hielten sie sie für schwach? Yuzuriha war sich nicht sicher und seid sie Mizukage geworden war, spürte sie, wie sie immer weniger Menschen ihr Vertrauen schenkte. Immer häufiger fragte sie sich, was andere Leute wohl denken mochten und was sie von ihr hielten. Was sie von ihr als Mizukage hielten. Sie hatte das Gefühl, viele von ihnen waren nicht besonders zufrieden mit ihr. Wahrscheinlich weil sich das ein oder anderen unschöne Gerücht um sie rankte?
Yuzuriha lief voraus, hinter ihr folgte Shin, war wie ihr Schatten. Er wich ihr nicht von der Seite. Bei ihm konnte sie sich zumindest sicher sein, dass er sie nicht hintergehen würde. Ihm vertraute sie ihr Leben an.
Sie waren inzwischen in jenem Wald angekommen, in dem das verfluchte Haus gestanden hatte, das nunmehr nur noch eine abgebrannte Ruine war. Yuzuriha war sich nicht sicher, ob Mumei wirklich diesen Ort hier meinte, aber sie interpretierte seine Worte zumindest so. Wo alles anfing. Hier hatte alles angefangen, oder? Der ganze Albtraum, der sie seid Jahren nicht mehr losliess und sie verfolgte, egal wie sehr sie versuchte, ihn abzuschütteln.
Yuzuriha presste ihre Lippen aufeinander und blickte auf den Boden. Stumm lief sie weiter. Innerlich hatte sie durchaus irgendwie Angst, doch es war gepaart mit einer gewissen Neugierde und auf Aufregung. Sie wollte Mumei nicht wiedersehen und doch wollte sie wissen, wer er war, wie er aussah ... Sie hatte aus ihrer Kindheit nur noch verschwommene Bilder vor ihren Augen. Sie wollte ihn auch sehen, um ihn dann mit eigenen Händen töten zu können. Ihre innere Stimme sagte ihr, dass sie das als Mizukage nicht mehr so einfach tun durfte, sie musste ihn festnehmen und einsperren, einen fairen Prozess gewähren. Doch ihr Herz wollte ihn tot sehen, unter Qualen soll er sterben und das letzte, was er erblicken sollte, waren ihre hasserfüllten Augen.
Yuzuriha blinzelte und hielt an. Sie erblickte einen Baum, dessen Baumstamm um einiges dicker war, als der der umstehenden Bäume. Sie waren auf dem richtigen Weg.
"Wir sind bald da.", murmelte sie an Shin gerichtet, "Shin?", erneut herrschte kurz Stille, sie sah ihm nun direkt in die Augen, "Wenn ich ihn umbringen möchte, wirst du mich daran hindern?", ihre Stimme klang absolut ernst, den es war auch eine absolut ernst gemeinte Frage. Sie war sich nicht sicher, ob er sie aufhalten würde, immerhin sollte sie als Mizukage nicht so unüberlegt handeln. Obwohl unüberlegt nicht wirklich die richtige Beschreibung für diese Situation war. Es war einfach nicht richtig ... Zumindest nicht, wenn man ganz streng nach dem Gesetzt ging. Für ihr Herz war es aber das einzig Richtige.

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Kaguya Shin
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BeitragThema: Re: Wald der Stille   Di Jun 27, 2017 11:19 am

Auch Shin hatte die nervösen Blicke der Wachen wahrgenommen, ihnen jedoch mit einem Blick zu verstehen gegeben, dass sie sich keine Sorgen machen sollten. Er begleitete sie ja und bisher war er von nahezu all seinen Missionen erfolgreich zurückgekehrt. Das er auch keine Ahnung hatte, was sie im Wald erwarten würde und das er keine Ahnung hatte wie er Mumei einschätzen sollte, mussten sie ja nicht wissen. Auch Yuzuriha gegenüber würde er seine Bedenken fürs erste zurückhalten. Normalerweise würde er bei der Jagd auf einen Shinobi wie Mumei anders vorgehen, mehr beobachten, langsamer Handeln, aber er war sich sicher, dass Yuzu zum einen keine Lust auf Warten hatte und es zum anderen eine ihrer wenigen Chancen sein konnte diesen Kerl zu greifen. Manchmal musste man sich eben unvernünftig verhalten, selbst wenn das äußerst gefährlich werden konnte.

Shin nutzte den Weg um sich mental vorzubereiten, noch einmal durchzugehen, was hatte er an Ausrüstung dabei, wo hatte er sie verstaut und was könnte sich wohl als nützlich erweisen. Würde Mumei ihnen auflauern, sie direkt angreifen, würde er reden wollen, würde er überhaupt erscheinen, oder spielte er nur mit Yuzuriha und versuchte sie langsam aber sicher zu zermürben? Es war immerhin nicht das erste mal, dass es eine vermeintliche Spur gab, die sich dann im Sande verlief und Shin hatte das Gefühl, dass es Yuzuriha irgendwann wohl tatsächlich in den Wahnsinn treiben würde, wenn sie nicht so langsam mal eine greifbare Spur bekamen, aber das war nun einmal leichter gesagt als getan. Einen Shinobi zu jagen, den er kannte war schon eine Herausforderung für sich, selbst dann, wenn sein Opfer Spuren hinterließ, aber einen Shinobi der keine Spuren hinterließ und der er nicht einmal kannte? Das war nicht nur schwer, das war ein Ding der Unmöglichkeit. Es wäre also durchaus nützlich ihn endlich mal zu treffen, dann hatte Shin endlich etwas wonach er sich umsehen konnte um der Mizukage eine Spur zu liefern.

Bei ihrer Frage stutzte Shin kurz und sah sie dann forschend an. Er konnte ihren Wunsch nachvollziehen, er fühlte sich jedes mal so, wenn er einen Kaguya jagte, andererseits war das Töten selbiger nur selten eine zufriedenstellende Antwort auf diesen Hass. Andererseits war sie noch deutlich persönlicher an diesen Mann gebunden und vielleicht würde es ihr tatsächlich etwas Linderung verschaffen, wenn sie diesen Mann töten konnte und das nicht nach langer Verhandlung und vielen Verhören, sondern sofort: Es sterben häufiger Abtrünnige in Kämpfen als man denkt und eine Leiche verschwinden zu lassen, wenn sie eine allzu interessante Geschichte zu erzählen hat ist auch kein Problem. Er zuckte kurz mit den Schulter: Nein ich werde dich nicht aufhalten, überleg dir nur gut was du tust und sei dir sicher dabei. Ich kann dich vor Mumei schützen, aber nicht vor deinem Kopf. Zugegebenermaßen klang das wohl ein klein wenig melodramatisch, aber vielleicht war es etwas worüber die Kiobashi nachdenken sollte. Töten war schön und gut, es war einfach und die meisten ausgebildeten Kämpfer kamen damit klar. Eine Person zu Foltern und ihr ein grausames Ende zu bereiten war etwas anderes, etwas womit man erst einmal klarkommen musste.

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Kiobashi Yuzuriha
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BeitragThema: Re: Wald der Stille   Di Jul 25, 2017 8:59 pm

Yuzuriha legte den Kopf leicht schief. Tatsächlich hatte sie bereits damit gerechnet, das Shin sie womöglich davon abhalten würde, Jemanden aus Rachen zu töten, immerhin sollte sie das als Mizukage nicht tun. Sie wusste, das viele Menschen der Aufassung waren, dass das Töten aus Rache generell Nichts war, das man tun sollte, dennoch sah das Yuzuriha in manchen Fällen anders. Doch seid sie den Posten als Mizukage angenommen hatte, wurde sie sich immer mehr bewusst, dass sie sich mehr der allgemeinen Meinung der Bevölkerung anpassen musste: Ob sie wollte oder nicht. Grundsätzlich tat sie das auch, zumindest nach Aussen hin. Innerlich war sie jedoch nach wie vor noch sie selbst und hatte all ihre düsteren und verwinkelten Gedanken, die sie seid eh und je mit sich rumschleppte. Vor allem bezüglich Mumei.
Die Schwarzhaarige sah Shin einfach nur schweigend in die Augen, beobachtete seine Gesichtszüge. Sprach kein Wort. Ihr Kopf wurde dabei noch etwas schiefer. Und dann lächelte sie leicht.
"Gute Antwort.", es folgte ein Nicken, "Ich hätte mich auch nicht aufhalten lassen, weisst du? Aber danke, das du hinter mir stehst in dieser Beziehung. Das bedeutet mir viel."
Es war immerhin nicht selbstverständlich, das Shin auch in dieser Situation voll und ganz hinter ihr stand, doch er war schon seid langer Zeit an ihrer Seite und bisher hatte noch nichts geschafft, sie zu trennen.
Yuzuriha wandte sich wieder von Shin ab und dem Weg zu. Es würde nicht mehr lange dauern, dann wären sie an besagtem Ort. An dem Ort, an dem alles begonnen hatte. Damals vor so vielen Jahren.

Und tatsächlich war es gerade Mal noch ein Fussmarsch von einer halben Stunde gewesen, bevor sie endlich den Platz erreicht hatten. Es war keine Waldlichtung. Ganz im Gegenteil war hier der Wald noch um einiges dichter als bisher. Das Zwielicht war hier allgegenwärtig und die drückende Stille war fast schon zum greifen. Kaum ein Tierlaut war zu hören. Hierher verirrten sich nicht einmal Vögel. Aus einem ihr ungewissen Grund schienen die Tiere nicht gerne hier zu sein. Lag es womöglich an dem Feuer, das damals hier ausgebrochen war?
Sie erkannte die Ruinen des abgebrannten Hauses und vor ihrem inneren Auge schien es, als würde die Vergangenheit wieder Realität werden.
Das Haus stand plötzlich wieder. Sie spürte die kratzenden Fesseln an ihren Handgelenken und die Hand, die auf ihrem Rücken ruhte und sie stetig vorantrieb.
Yuzuriha lief ein eiskalter Schauer über den Rücken. Sie erschrack augenblicklich, Grund waren ihre eigenen Gedanken. Sie hob aus Reflex ihre Arme hoch und überprüfte ihre Handgelenke. Da waren keine kratzenden Fesseln. Natürlich hätte ihr das bereits bewusst sein müssen, als sie ihre Hände überhaupt hatte nach vorne bewegen können. Doch sie musste es mit ihren eigenen Augen sehen.
"Hier war es. Hier hat er mich hingebracht. Hier ist damals dieses Feuer ausgebrochen.", murmelte sie zu Shin, würde er jedoch nicht genau hinhören, würde er womöglich noch nicht einmal verstehen, was sie sagte.

Ein Rascheln liess Yuzuriha aufhorchen. Sofort kehrte ihre Vorsicht als Kunoichi zurück.
"Yuzuriha? Es ist schön, das du tatsächlich hergekommen bist. Lange ists her, nicht wahr?", die männliche, tiefe Stimme setzte zu einer Pause an, die irgendwo aus den tiefen Schatten der Bäume zu den Beiden sprach, "Wie ich sehe hast du Begleitung mitbgeracht. Aber wieso den? Wäre es nicht viel schöner gewesen, wären wir alleine?" es folgte ein Lachen.
Der Schwarzhaarigen standen sofort die Nackenhaare auf, als sie diese Stimme vernahm. Erneut spürte sie einen Schauer. Mumei war hier.

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BeitragThema: Re: Wald der Stille   Sa Jul 29, 2017 3:30 pm

Yuzurihas Antwort überraschte Shin nicht, er hatte nicht wirklich erwartet, dass Yuzuriha vorhatte sich aufhalten zu lassen, andererseits war sie nun mal auch seine Vorgesetzte und eine gute Freundin und wenn sie vorhatte Rache zu nehmen, dann war es nicht seine Aufgabe ihr das zu verwehren, auch wenn er das Gefühl hatte, dass sie es hinterher bereuen würde. Allerdings würde sie es vermutlich so oder so bereuen, ob sie ihn nun tötete oder nicht. Sie musste entscheiden was sie tun sollte und sie musste mit den Folgen klarkommen. Hauptsache war nur, dass das Dorf nicht allzu viel mitbekam, das könnte einen bedauerlichen Präzedenzfall schaffen. Der Plan war also Yuzuriha Mumei töten zu lassen, die Leiche verschwinden zu lassen, ins Dorf zurückzukehren und unter Umständen die Leichen all derer verschwinden zu lassen die blöde Fragen stellten.

Schweigend legten sie den Rest des Weges zurück bis zu der verbrannten Ruine. Shin war bisher noch nie hier gewesen, auch wenn er schon eine ganze Menge von diesem Ort gehört hatte. Es war interessant nun endlich einmal hier her zu kommen und obwohl er sich fast sicher war, dass hier eine Falle auf sie wartete, konnte er nicht umhin einige Schritte auf die Hütte zuzumachen, deren Überreste noch davon zeugten, was hier passiert war. Es war nicht so wirklich viel von dem Haus über, das noch wirklich von den Geschenissen zeugen konnte, aber es reichte aus um einen Eindruck von dem Hass zu bekommen, den Yuzuriha auf Mumei haben musste. Aber Shin wusste auch, dass da noch mehr war als das, eine tiefsitzende Angst vor dem Mann, der sie so lange gefoltert hatte.

Während Shin sich noch den Ort ansah, hörte er wie Yuzuriha hinter ihm irgendetwas murmelte und wollte sich gerade zu ihr umdrehen um sie zu fragen, was sie gerade gesagt hatte, als er etwas anderes hörte. Ein Mann trat aus dem Gebüsch und begrüßte Yuzuriha. Ihrer Reaktion und seinem Auftreten nach, konnte es sich dabei eigentlich nur um Mumei handeln. Er schien nicht sonderlich begeistert darüber zu sein, dass Shin hier war, aber er konnte wohl kaum damit rechnen, dass Yuzuriha hier einfach so alleine bei ihm auftauchte, vor allem nicht nach ihrer Einladung. Außerdem, wenn er auch nur halb so gut war, wie er es bisher angedeutet hatte, dann würde er sogar wissen, dass es eben Shin sein würde, der ihn hier erwartete.

Mit kurzen Schritten bewegte er sich in Richtung Yuzuriha und begutachtete dabei den Mann, der scheinbar tatsächlich persönlich hier aufgetaucht war. Seine Sinne waren angespannt, er glaubte noch nicht daran, dass Mumei einfach nur hier auftauchte und keine weiteren Vorkehrungen getroffen hatte und außerdem wollte er in der Nähe der Mizukagin bleiben. Rache schön und gut, aber ein wenig Vorsicht war sicherlich noch angebracht. Hinzu kam, dass er als ihr Leibwächter hier aufgetreten war und das beinhaltete eine gewisse Verantwortung gegenüber einer Person: Das ist also der lang verschollene Mumei? Er scheint mich nicht sonderlich zu mögen. Obwohl er mit Yuzu sprach, schaute er unverwandt Mumei an und beobachtete den Mann, von dem er schon so viel gehört, den er aber nie zuvor gesehen hatte.

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BeitragThema: Re: Wald der Stille   Sa Aug 12, 2017 1:25 pm

Yuzuriha stockte der Atem, als sie nach so langer Zeit wieder diesem einen Mann gegenüberstand. Sie verband ihn mit ihrer Kindheit, was ihrer Meinung nach etwas war, was nicht sein dürfte. Sie wollte ihn nicht mit ihrer Kindheit verbinden, wollte nicht, das er sie so sehr beeinflusste, in ihrem Denken und in ihrem Handeln und doch tat er es. Er hatte vor so vielen Jahren einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nicht nur an ihrem Körper, auch in ihrem Geist.
Unwillkürlich spannte sich ihr gesamter Körper an. Ihre Hand ballte sich zu einer Faust. Sie verspürte gleichermassen Zorn sowie Angst. Angst davor, wieder das Gleiche zu erleben wie damals. Mumei war für sie seid jeher ein Mensch, den sie fürchtete, das hatte sich in all den Jahren nicht geändert. Und solange er existierte, würde sich das mit Sicherheit auch niemals ändern.
Sie blickte in diese dunklen Abgründe, die seine Augen waren. Schwarz wie die Nacht wirkten sie von ihrem Platz aus. Sein ganzes Äusseres war ungemein gepflegt. Seine Haare waren zurückgestreift, während ein paar auserwählte Strähnen links und rechts sein Gesicht einrahmten. Sein pechschwarzes Haar war mit silbernen Strähnen durchsetzt. Er hatte ein markantes Gesicht und obwohl er mindestens zwanzig Jahre älter als Yuzuriha sein musste, war sein Gesicht kaum von Falten geprägt. Seine Augen waren relativ klein, welche in diesem Augenblick direkt auf sie gerichtet waren. Doch mit das Seltsamste an ihm war seine Kleidung. Ganz ungewöhnlich für einen Shinobi trug er einen Anzug mit Krawatte und Veste. Er wirkte wie ein Geschäftsmann und doch wusste sie, dass er mit Sicherheit kämpfen konnte. Mumei war ein unverschämt gutaussehender Mann, doch Yuzuriha hatte keine Augen für sein Äusseres, den so gut er optisch auch aussehen mochte, war sein Inneres doch verdorben. Den sie wusste noch ganz genau, was er mit ihr damals getan hatte. Wie er sie wie ein Tier in dieser Hütte eingesperrt hielt und wie eine Puppe nach belieben eingekleidet hatte. Meistens waren ihr die Sachen viel zu gross gewesen und während er sie dann einfach nur betrachtet hatte, hatte er seltsame Dinge gemurmelt. Dinge, die sie damals nicht verstanden hatte, doch je intensiver sie nun darüber nachdachte, wurde ihr bewusst, dass all das, was er gesagt hatte, noch viel weniger Sinn ergab, als damals.
Dinge wie 'Nun bist du wieder hier' und 'ich liebe dich so sehr. Besitze ich dich nicht, besitzt dich gar keiner' gesagt hatte, den Yuzuriha war sich absolut sicher, das sie diesem Mann zuvor noch nie in ihrem Leben begegnet war. Vor ihrer Begegnung mit fünfzehn Jahren.

Für einen Moment waren ihre Gedanken gänzlich entrückt, als sie Shins Worte jedoch vernahm, kehrte sie in die Realität zurück. Sie blickte einen Moment zu dem Weisshaarigen und seltsmaerweise wurde ihr warm ums Herz. Sie wurde sich bewusst, dass sie nicht alleine hier war. Sie stand Mumei nicht alleine gegenüber. Und dann kam die Erkenntnis. Auch damals stand sie ihm nicht alleine gegenüber. Ihr Team war damals zu ihrer Rettung gekommen, doch dieser Mann hatte ihren Sensei und ihre zwei Teamkameraden getötet. Einfach so. Er hatte sie nicht gekannt. Sie mussten sterben, weil sie zufällig in ihrem Team waren und sie hatten retten wollen. Sie waren also ungeplante Opfer gewesen. Menschen, die nicht hätten sterben müssen, wären sie nicht dort gewesen. Genau wie Shin. Ihre Augen weiteten sich. Plötzlich wurde ihr ganz kalt und ihre Lippen bebbten. Was, wenn nun das Gleiche geschah?
"Du weisst doch, dass wir es nicht mögen, wenn wir andere Gesellschaft haben ausser uns zwei, Yuzuriha.", sprach Mumei und richtete seine Worte damit nicht an Shin selbst sondern direkt an die Kiobashi, "Du erinnerst dich doch noch, was mit deinen anderen Freunden geschah, weil sie uns gestört haben?", fuhr er weiter aus dem Halbschatten der Bäume fort. Er war noch immer ein gute Stück entfernt. Er stand auf der anderen Seite der abgerannten Ruine des Hauses in dem sie einst gefangen gehalten wurde.
"Ich kann mich gut daran erinnern, ja ...", sprach Yuzuriha dann mit gepresster Stimme. Mehr brachte sie in diesem Moment nicht über ihre Lippen.
"Sag ihm also, er soll nun gehen. Anders als damals gebe ich dir die Chance dazu, ihn fortzuschicken. Wir müssen alleine sein, Yuzuriha."
Die Schwarzhaarige presste ihre Lippen aufeinander. Für einen Moment dachte sie darüber nach, Shin zu bitten zu gehen. Sie wollte nicht, das er wegen ihr starb. Doch dann wurde ihr bewusst, dass sie sich nicht mehr in der Vergangenheit befand. Sie war kein wehrloses Kind mehr und Shin erst recht nicht.
Einen Moment suchte ihre Hand die Seine. Sie streifte mit ihren Fingerspitzen Shins Handrücken wie um sich zu vergewissern, das er noch da ist.
"Nein ... Das werde ich nicht.", sagte sie dann mit wesentlich fester Stimme als zuvor, "Du konntest mir damals Angst damit machen doch ich bin kein kleines Kind mehr! Heute wirst du sterben für das, was du meinem Team damals angetan hast ... Und mir."
Mumei seufzte tief und schüttelte nur leicht den Kopf. Und obwohl Yuzuriha ihm gerade gedroht hatte, ihn zu töten, machte er absolut keine Anstalten, sich auf einen Kampf vorzubereiten. Was liess ihn so sicher sein, dass er keine Angst vor ihr und Shin haben musste ...?

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Kaguya Shin
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BeitragThema: Re: Wald der Stille   Di Aug 29, 2017 5:24 pm

Shin bemerkte, dass Yuzuriha sich neben ihm fast schon verkrampfte. Zugegebenermaßen war auch Shin zumindest unsicher, was er von der Situation halten sollte. Das Auftreten Mumeis war mehr als nur merkwürdig, sein ganzes Erscheinungsbild war nicht das, was man von einem Shinobi erwarten würde. Hatte er erwartet, dass Yuzuriha allein kam und einfach tat was er wollte? Das wäre zum einen verblendet, zum anderen ganz schön anmaßend. Oder aber und bei einem Menschen wie ihm war das nicht mal allzu unwahrscheinlich, er war wirklich so sehr von sich überzeugt, dass er glaubte Yuzuriha empfand etwas für ihn und wollte zurückkehren? Shin hatte schon mit vielen Nukenins zu tun gehabt und das was ihn derzeit am meisten wurmte war, dass er keinerlei Vorstellungen davon hatte, was Mumei wollte, was war sein Motiv hinter all dem und wie tickte der Mann, der da vor ihm stand?
Nach außen hin war von den Überlegungen Shins allerdings nicht viel zu sehen. Der äußere Anschein war der eines gelassenen Shinobi, der zumindest glaubte die Situation unter Kontrolle zu haben. Je nachdem wie Mumei das Ganze aufnahm konnte es verschiedene Auswirkungen haben und vielleicht auch etwas darüber aussagen, wie er tatsächlich zu dieser Situation stand. Entweder er betrachtete das Ganze als Selbstüberschätzung des Kaguyas, oder aber er fing vielleicht an sich Gedanken darüber zu machen, was sein Gegenüber wusste, was ihn so selbstsicher werden ließ. Im schlimmsten Fall würde er den Bluff durchschauen und einfach weiter machen wie bisher, aber zumindest einen Versuch war es doch wert.

Allerdings gab es vielleicht tatsächlich eine Möglichkeit, wie Shin etwas herausfinden konnte, von dem Mumei nicht wusste, dass er darüber Bescheid wusste. Nur ein wenig Chakra in seinen Füßen reichte aus um sich einen Überblick über die Umgebung zu verschaffen. Irgendwie hatte er die Vermutung, dass dieser Mann da vor ihm nicht der einzige hier in der Umgebung war, oder um es genauer zu sagen, er vermutete irgendeine Form Doppelgänger vor ihm, was auch das Auftreten Mumeis erklären würde und wenn er recht hatte, dann würde es ihm außerdem verraten, wo sich der echte Mumei aufhielt, so er denn in der Nähe war. Er hoffte dabei auch darauf, dass Mumei nicht wusste, dass er diese Fähigkeit besaß, aber in Anbetracht dessen, dass eigentlich nur Yuzuriha und er überhaupt wussten, dass diese Technik existierte, war es wahrscheinlich, das Mumei keine Ahnung hatte.

Während Shin sich noch mit all diesen Gedankenspielen aufhielt, begannen Yuzuriha und Mumei ihr Gespräch. Shin hielt sich aus diesem Wortwechsel erst einmal raus und konzentrierte sich weiter darauf die Umgebung im Auge zu behalten. Er traute dem Ganzen nicht und wollte lieber keine Überraschung erleben und zudem war das Gespräch erst einmal Yuzurihas Sache, auch wenn sie sich über ihn unterhielten. Erst als Yuzuriha seine Hand streifte, richtete er seinen Blick auf die Mizukagin und seine Mundwinkel verzogen sich zu einem leichten, aufmunternden Lächeln, während aus der Hand die Yuzuriha abgewandt war, langsam die Klinge von unter seiner Haut in seine Hand glitt. Bevor Mumei etwas auf ihre Aussage erwidern konnte, mischte sich nun auch Shin ein: Pass auf, ich habe zwar keine Ahnung was du eigentlich willst, aber dein Geschwätz wird langsam langweilig. Komm zur Sache. Seine Aussage hatte nichts drohendes an sich, nicht einmal unterschwellig, es war lediglich ein leicht genervter Unterton zu hören. Drohgebärden waren nun wirklich nichts Shin Sache, zumal sie zumeist nichts weiter waren als leere Worthülsen.

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BeitragThema: Re: Wald der Stille   Sa Sep 30, 2017 10:21 am

Genervt von der Einmischung Shins ruckte Mumeis Kopf leicht in seine Richtung und er blickte ihn für einen Moment schweigend an.
"So, du willst also, das ich zur Sache komme?", gab er mit tiefer Stimme von sich und strich sich einige Falten seines Anzuges glatt, "Du bist ein sehr ungeduldiger Mensch. So wie die damaligen Freunde von Yuzuriha. Keinen Augenblick haben sie mir und ihr gegeben. Dabei gehören wir doch einfach zusammen.", sein Blick richtete sich wieder auf die Schwarzhaarige und obwohl sie seine Augen nicht wirklich erkannte, konnte sie spüren, dass er sie in diesem Moment direkt anblickte.
Tatsächlich konnte Shin nichts gross weiteres spüren, den Mumei war im Grunde alleine hier. Er hatte keine Doppelgänger erschaffen, er stand höchstselbst vor den Zwein, auch wenn er dennoch nicht ganz alleine da war. Er hatte etwas mitgebracht.
"Nun gut, dann wollen wir Mal damit beginnen, Störenfriede aus dem Weg zu räumen.", und kaum hatte er diese Worte gesagt, bewegte er sich. Und er bewegte er sich schnell. Er rollte eine Schriftrolle quer über den Boden aus und beschwor daraus etwas. Wegen des Rauchs konnte Yuzuriha zuerst nicht erkennen, was es war, doch allzu lange brauchte sie auch nicht zu warten. Den aus dem Rauch kam etwas hervorgeschnellt. Eine Klinge blitzte und ein Gesicht mit toten Augen raste auf sie zu. Direkt auf sie. Yuzuriha zog erschrocken die Luft ein und hob die Arme vors Gesicht. Zu sehr war sie von den toten Augen eingenommen gewesen. Von diesen Augen, die sie kannte, die sie sofort wiedererkannt hatte. Sie hatte nicht weiter nachgedacht, hatte kein Kampfmanöver zur Verteidigung gewählt und das obwohl sie eigentlich kämpfen konnte. Zu sehr war sie über den Anblickt geschockt gewesen.
Doch die Person, die eben auf sie zugerast war, mit ihren verdrehten Gliedmassen, wechselte etwa zwei Meter vor ihr das Zielt und hielt dann direkt auf Shin zu. Mit einem Hieb versuchte das Ding Shins Kopf zu spalten.
"Shin!", rief Yuzuriha und sah in ihrem Inneren wie sich alles von damals wiederholte. Nur war es nicht Mumei selbst, der ihre Liebsten tötete, sondern ... Ihr Sensei? Es waren die Augen ihres Senseis die sie eben wahrgenommen hatte. Aber wie konnte das sein, er war doch tot. Mumei hatte ihn selbst umgebracht ...

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BeitragThema: Re: Wald der Stille   Mi Okt 11, 2017 7:17 pm

Shin registrierte mit einer gewissen Zufriedenheit, dass er Mumei scheinbar auf die Nerven ging. Es war zwar nichts Besonderes, nur eine Kleinigkeit, aber genervte Menschen tendierten dazu in ihren Handlungen unüberlegter zu werden. Nicht viel, aber manchmal konnte es das Zünglein an der Waage sein um einen Kampf zu gewinnen. Es war also auf jeden Fall ein zufriedenstellender Fakt: Ich schätze die Zeit alleine wirst du nur über meine Leiche bekommen. Ich muss aber sagen, dass ich ernsthaft daran zweifle, dass es dazu kommen wird. Das seine Untersuchung der Umgebung kein Ergebnis ergab, beruhigte schien nicht unbedingt, aber das musste Mumei ja nicht unbedingt wissen. Immerhin konnte Shin sich so auf eine andere, wie auch immer geartete Überraschung vorbereiten, die mit Sicherheit kommen würde. Es sei denn natürlich Mumei war absolut sorglos, dann könnte es auch sein, dass er einfach nur auf pure Kampfkraft vertraute.

Letzteres erwies sich jedoch sehr schnell als falsch und wäre auch nichts gewesen, was nach allem, was Yuzuriha erzählt hatte, zu Mumei passen würde. Stattdessen rollte er eine Schriftrolle aus und beschwor etwas. Sofort nahm Shin eine Abwehrhaltung ein, aber selbst bei alle, mit dem er gerechnet hatte, überraschte ihn die Beschwörung dann doch. Eine Person war der Schriftrolle entwichen und sprang nun auf die Mizukage zu. Gerade als Shin jedoch reagieren und sich als Schild zwischen den Mann und Yuzuriha stellen konnte, änderte der Angreifer seine Richtung und schien nun ihn attackieren zu wollen. Kurz dankte Shin mental seiner eigenen Vorsicht das Schwert bereits jetzt erscheinen zu lassen und riss noch im selben Moment die Waffe hoch um seinen Kopf vor der Spaltung zu bewahren. Kurz krachten die Klingen aufeinander, dann neigte der Kaguya seine Waffe und drehte sich unter dem Schlag weg, sodass er quasi direkt neben Yuzuriha stand.

Menschen die aus einer Schriftrolle kamen, entweder eine Form des Kuchiyose, die Shin nicht kannte, oder aber und das war mit großem Abstand die beunruhigendere Variante: ein Toter. Das Edo Tensei galt im Allgemeinen als verschollen, wenn Mumei es tatsächlich beherrschte, dann würde dieser Kampf vermutlich ganz andere Ausmaße annehmen, als sie ohnehin befürchtet hatten. Zudem war ihm nicht allzu genau bekannt, wie diese Technik funktionierte, was waren die Schwächen und wie genau funktionierten die Toten, die beschworen wurden. Alles was er wusste, war, dass Tote beschworen und zum Kämpfen gebracht wurden. Gerade deshalb hoffte er, dass sie hier einfach nur irgendeinen Beschworenen Verbündeten vor sich hatten: Alles okay bei dir?, fragte er dann in Richtung von Yuzuriha ohne sich jedoch wirklich von ihren beiden Gegnern abzuwenden: Kennst du den auch, oder ist der neu? Shin konnte nur hoffen, dass ihm die Antwort auf diese Frage gefiel.

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BeitragThema: Re: Wald der Stille   Mo Nov 20, 2017 6:33 pm

Mumei reagierte nicht auf Shins Worte. Vielmehr war er nun in die Offensive übergangen und hatte einen Teil seiner Fähigkeiten offenbart. Yuzuriha stockte der Atem, als sie sich bewusst wurde, weshalb ihr diese Augen, diese Gesichtszüge und diese Waffe so unglaublich bekannt vorkamen. Und obwohl sich der Gegner im ersten Moment direkt auf sie zu bewegte, war sie nicht im Stande sich zu rühren. Wie angewurzelt stand sie da, fast schon aphatisch blickte sie in diese Augen und versuchte zu verstehen, wieso das nun geschah. Wieso war ihr ehemaliger Sensei hier? Wieso konnte sie in seine toten Augen blicken?
Wäre Shin nicht hier gewesen, die Situation wäre für sie vermutlich sehr schlecht ausgegangen. Glücklicherweise war sie nicht auf sich alleine gestellt.
Ihr ehemaliger Sensei änderte abrupt die Angriffsrichtung und steuerte dann auf Shin zu. Erst das Krachen der zwei Schwerter riss sie aus ihrer Starre. Sie blinzelte erschrocken und bemerkte, dass sich Shin zwischen sie und den Gegner gestellt hatte. Er stellte ihr eine Frage und sie musste zwei Mal darüber nachdenken, bevor sie ihm eine Antwort darauf geben konnte.
"Ich ...", begann sie und starrte wieder in diese Augen. Sie waren tot und doch erkannte sie sie, "Er war mein Sensei. Er starb damals, als er mich vor Mumei retten wollte.", erklärte Yuzuriha mit gebrochener Stimme. Sie schluckte hart und presste ihre Lippen aufeinander.
"Und nun ist er zurückgekehrt um mir dabei zu helfen, dich wieder zurück in meine Obhut zu führen, meine Liebste.", sprach Mumei mit lauter Stimme und einem fast schon ekelhaft freundlichen Lächeln auf dem Gesicht. Yuzuriha wandte ihren Kopf leicht zu ihm, behielt jedoch den Toten weiterhin im Blick, der sich mit einem Sprung nach hinten aus der Reichweite von Shins Schwert gebracht hatte und jetzt still und starr dastand und zu ihnen herüber starrte.
Yuzuriha trat einen Schritt näher zu Shin. Sie fühlte sich unwohl, in ihr stieg das dringende Gefühl hoch, das sie niemals hätte herkommen dürfen. Wieso war sie auch so dumm gewesen und war der Einladung Mumeis gefolgt? Es konnte nur eine Falle sein!
"Wieso hast du das getan!", sagte sie mit ruhiger Stimme, wer jedoch genau hinhörte, konnte die Verzweiflung nicht überhören, "Wieso hast du aus ihm eine Marionette gemacht?", ihre Augen weiteten sich, "Deswegen haben wir nie die Leiche von ihm gefunden.", und sie hatten auch nie die Leichen von ihren zwei Kameraden gefunden, die damals ebenfalls in ihrem Alter waren. Ein eiskalter Schauer durchlief ihren Körper. Hatte Mumei sie etwa auch ...?
"Wenn es nötig ist, dass dein weisshaariger Freund stirbt damit du mit mir kommst, lässt sich das arrangieren.", er sprach mit herrischer und selbstsicherer Stimme, wurde dann jedoch um einiges weicher und fast schon freundlich als er weitersprach: "Aber keine Angst. Selbst wenn er nun stirbt ... Ich werde ihn dir schenken damit du nicht traurig über seinen Tod sein musst."
Yuzuriha blickte nun gänzlich zu Mumei.
"Was ...?", ihr blieben die Worte im Hals stecken. Doch für vielmehr Worte blieb keine Zeit. Der wandelnde Tote hatte sich wieder in Bewegung gesetzt. Er griff abermals Shin an, zielte mit seinem Schwert auf seine rechte Flanke ... Doch dies war nur eine Finte, den tatsächlich hatte er in der anderen Hand ein Kunai, welches er Shin in den Hals bohren wollte.
Yuzuriha wurde sich bewusst, dass sie auch kämpfen musste, sie konnte nicht alles Shin überlassen ... Doch etwas in ihr sträubte sich dagegen gegen ihren ehemaligen Sensei zu kämpfen obwohl seine Augen leer und ohne Leben waren und er bisher kein einziges Wort gesagt hatte. Er kannte sie nicht mehr. Ein Toter konnte sie nicht wiedererkennen.

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Kaguya Shin
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BeitragThema: Re: Wald der Stille   Mo Nov 27, 2017 11:00 am

Erst auf den zweiten Blick wurde Shin bewusst, dass diese Person weder lebte, noch ein Toter des Edo Tensei war. Vielmehr handelte es sich um eine Marionette, was so gesehen eine Erleichterung war. Die Art und Weise wie sein Puppenspieler auftrat ekelte den Kaguya dennoch aufs Äußerste an. Vor allem seine Reaktion auf Yuzurihas Erklärung es handele sich um ihren ehemaligen Sensei war mehr als nur ekelerregend. Einen Eindruck, den scheinbar auch Yuzuriha hatte, die einen Schritt näher an ihn herantrat. Er warf ihr aus den Augenwinkeln einen Blick zu, wagte es jedoch nicht seinen Blick ganz zur Seite zu wenden. Bisher wusste er zu wenig über den Mann vor ihnen um einschätzen zu können wie viel Aufmerksamkeit er bedurfte und wie viel vielleicht doch eher zu wenig war: Bleib ruhig, du hast ihn endlich gefunden, es war richtig hierher zu kommen. Hab Vertrauen in deine Fähigkeiten, du bist die Mizukage und ich bin ja auch noch hier. Er wird dir nichts antun. Shin sprach gerade laut genug, dass Yuzuriha ihn hören konnte und wirkte dabei doch tatsächlich zuversichtlich. Bisher hatte Mumei noch nichts gezeigt, was ihn in irgendeiner Weise beunruhigte und so gab es keinen Grund nicht zuversichtlich zu sein, vorsichtig zwar, aber doch vorsichtig zuversichtlich. Gleichzeitig hatte er der Mizukage eine Hand auf den Rücken gelegt. Eine beiläufige Geste, die ihr, wie er hoffte, auch etwas Zuversicht gab. Für den Moment wirkte sie nicht unbedingt so, als hielte sie das was sie taten für richtig, aber Shin war sich mehr als nur sicher, dass es genau das Richtige war, es würde mit der Zeit nicht besser werden und Yuzuriha würde sich nur umso mehr fürchten, je länger Mumei herumlief. Außerdem war es nie verkehrt einen Nukenin zu jagen, den man bisher nicht erwischt hatte.

Mumei schien jedoch kein Interesse daran zu haben auf weitere Gespräche zu warten, stattdessen schickte er wieder seine Puppe los. Shin konnte diese Menschen nicht leiden, sie versteckten sich hinter Holz, Metall und Fäden und hatten nicht den Mumm sich selbst im Kampf zu stellen. Ein Verhalten, dass zwar durchaus zu Mumei passen wollte, aber Shin trotz allem nicht schmecken wollte und wenn er ehrlich war, hatte er auch keine Lust sich mit einer Puppe zu prügeln. Sobald Mumei den Sensei wieder auf ihn hetzte, machte er einen Satz nach vorn und duckte sich tief unter den beiden Klingen weg um mit einem Schlag gegen den Unterleib der Puppe zu kontern. Gleichzeitig schoss er aus seinen Fingern die Knochenelemente vor dem ersten Gelenk in Richtung Mumei.  Fast gleichzeitig, oder zumindest wenige Bruchteile einer Sekunde, nachdem er den Angriff auf den Puppenspieler ausgeführt hatte, brachte er sich mit einer schnellen Bewegung nach hinten wieder außerhalb der Reichweite von Yuzurihas Sensei: Wenn du nicht gegen ihn kämpfen willst. Während er das sagte, deutete er in Richtung der Sensei-Puppe: Dann kümmer du dich um Mumei und ich kümmere mich um die Puppe. Aber pass auf und entfern dich nicht zu weit. Er sprach nicht direkt im Befehlston, aber seine Anweisungen kamen schnell und ohne großes Gefühl. Er hoffte, dass Yuzuriha ihm das nicht übel nahm, aber er hatte das Gefühl, dass sie einen kleinen Anstoß brauchte und auch wenn es riskant war sie mit Mumei allein zu lassen, so dürften sie durch die begrenzte Reichweite der Puppenfäden eigentlich trotzdem nicht zu weit getrennt werden, sodass er im Notfall eingreifen konnte. Nicht, weil er sich für stärker hielt, vermutlich war eher das Gegenteil der Fall, aber er hatte bereits mitgekriegt, dass Mumei durchaus in der Lage war die Mizukage mit seinen Psychospielchen zu treffen. Vermutlich war das auch der Grund, warum er hier so selbstbewusst gegen zwei Shinobi ihres Levels vorging.

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Danke an Yuzu für das Set Smile
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Kiobashi Yuzuriha
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BeitragThema: Re: Wald der Stille   Sa Dez 23, 2017 3:30 pm

Sie musste etwas unternehmen. Shin hatte recht. Es war richtig, was sie hier taten. Sie liess Mumei schon viel zu lange einfach gewähren aus der Angst, sie könnte gegen ihn verlieren. Ja, tatsächlich jagte sie ihm schon seid Jahren hinterher und vielleicht hätte sie auch das ein oder andere Mal die Gelegenheit gehabt, auf ihn zu treffen. Doch in Yuzurihas Innerem zog sich etwas zusammen, wenn sie an ihn dachte. An die Zeit, die sie seine Gefangene gewesen war und wie er sie behandelt hatte. So liebevoll und doch so, als gehöre sie ihm, als wäre sie bloss eine Puppe mit der man spielen konnte. Es war verstörend gewesen und diese Tatsache verfolgte sie aus ihrer Kindheit bis heute.
Als Shin dann vorschlug, dass er sich um ihren ehemaligen Sensei kümmern würde, nickte sie sacht.
"Ja.", sagte sie dann tonlos, "Sensei Norubo war ein guter Lehrmeister gewesen. Ich möchte nicht in sein lebloses Gesicht sehen, wenn ich ihm die Klinge durch die Brust ramme. Selbst wenn ich weiss, dass er es nicht mehr ist ...", sie gab sich Mühe, dass ihre Stimme nicht allzu brüchtig klang, doch es war für sie in diesem Moment wirklich sehr schwierig. So stark Yuzuriha sonst in ihrem Auftreten auch war, Mumei sprengte ihr Selbstbewusst sein und liess es in tausend zerbrochenen Teilen auf dem Boden zurück liegen.
Die Mizukage schluckte. Inzwischen hatte sie die Verantwortung für ein ganzes Dorf und sie stand da, starr und durchdrungen von Angst. Sie würde sich schämen, wären noch andere Shinobis bei ihr neben Shin. Er alleine kannte ihre zerbrechliche und empfindliche Seite.
"Tun wirs!", sagte sie dann. Ihre Stimme hatte wieder zu ihrer gewohnten Selbstbewusstheit zurückgefunden. Sie sah kurz zu Shin, bevor sie zwei Schritte auf Mumei zuging.
Dieser taxierte sie mit seinen Augen.
"Ahhh ... So wunderschön.", sagte er leise, doch sie hatte seine Worte dennoch vernommen und sie widerten sie an.
Die Mizukage strechte die Hand vor, hielt ihre Handinnenfläche direkt auf Mumei gerichtet. Ihre Augen verengten sich und in diesem Moment sorgte ein Chakraimpuls dafür, dass sich Windchakra an eben jener Handinnenfläche sammelte, die sie ihrem Feind entgegenstreckte. Innerhalb küzerster Zeit war eine Windsäule entfesselt, die auf ihren Gegner zustürmte.
Mumei war dazu veranlasst, Yuzurihas Jutsu auszuweichen. Er zog an den Fäden seiner Puppe so dass die Puppe synchron mit ihm zur Seite nach hinten auswich.
Yuzuriha jedoch schlug alle Warnungen in den Wind und setzte ihrem Peiniger nach. Ihr Nuibari in der Hand stürmte sie auf ihn zu. Sie würde ihn aufspissen und ausbluten lassen für all die Dinge, die er ihr angetan hatte.
Mit einem Schrei stürzte sich Yuzuriha auf ihn. Mumei wich behände zur Seite aus, so das der tödliche Nadelstich der Kiobashi einen dicken Baumstamm traff anstatt die Brust ihres Gegners.
Wütend zerrte sie ihr Schwert wieder heraus. Mumei jedoch war nicht weiter zurückgesprungen und hatte Abstand zwischen sich und das Schwert gebracht. Vielmehr stand er nun direkt neben ihr. Diese Erkenntnis traf Yuzuriha wie ein Blitzschlag.
"So schöne Augen ...", murmelte er und er stand so dicht bei ihr, dass sie seine leisen Worte hören konnte. Die Mizukage erfasste wieder die Angst, doch so leicht würde sie sich nicht wieder von der Angst überwältigen lassen.
Gerade wollte sie zu einem Schlag mit ihrem Ellenbogen gegen sein Gesicht ansetzten, da spürte sie eine flüchtige Berührung an ihrer Schwerthand. Wie ein Windhauch. Begleitet wurde diese Berührung von gleissendem Schmerz der sie augenblicklich in die Knie zwang. Yuzuriha schrie auf. Nuibari entglitt ihrer Hand und nur indirekt nahm sie wahr, wie die Fuinsiegel, die sich auf ihrem gesamten Körper befanden, rotglühend durch ihren dünnen Stoff der Kleidung stachen.
Was war das nur? Was um alles in der Welt liess sie solche Schmerzen leiden ...? Und was war diese Berührung gewesen? Yuzurihas Verstand war nicht mehr in der Lage, nach Antworten zu suchen, sie konnte nur noch schreien.

Mumei lächelte zufrieden und betrachtete einen Moment wie sich die Frau mit den schwarzen Haaren zu seinen Füssen vor Schmerz auf dem Boden wand. Dann sah er zu Shin. Die Puppe hatte er inzwischen wieder auf Stellung gebracht, so dass sie zwischen Shin und ihm stand.
"Da sie dich so sehr mag, möchte ich ihr nun ein Geschenk machen. Bitte sei also so gut und stirb einfach. Damit Yuzuriha dich behalten kann.", kaum hatte er diese Worte ausgesprochen, liess er seine Puppe abermals auf seinen Feind los.

Yuzuriha keuchte vor Schmerz. Ihre Augen waren leicht aus den Augenhöhlen hervorgetreten. Ihr Blick war starr und ihre Lippen bebbten. Sie hatte inzwischen aufgehört zu schreien. Die Schmerzen hatte leicht nachgelassen, doch sie wusste noch immer nicht, was das zu bedeuten hatte.
Als sie jedoch wie aus weit entferner Ferne Mumeis Worte wahrnahm, wurde ihr bewusst, dass sie Shin helfen musste. Sie griff in eine Seitentasche. Zittrige Finger schlossen sich um ein Kunai das sie mit fahriger Geste hervorholte.
Mumei schien es bemerkt zu haben.
"Na, na meine Schöne. Noch ist er nicht soweit bearbeitet zu werden.", mit seinem Fuss stiess er wie nebenbei gegen ihre Hand. Yuzuriha fiel das Kunai aus ihrem lockeren Griff und fluchte innerlich leise. Ihre andere Hand krallte sich in die Erde. Sie könnte jetzt einfach aufgeben und sich nicht mehr gegen den Schmerz stemmen ... Sich von ihm tragen lassen. Vielleicht würde er dann vergehen?
Doch ein Blick zu Shin liess sie neue Kraft schöpfen. In diesem Moment wurde ihr bewusst, wieviel er ihr eigentlich bedeutete und dass sie ihn längst nicht mehr nur als guten Freund wahrnahm.
Mit neuer Kraft griff sie dem Kunai und stiess es Mumei mit all ihrer verbliebenen Kraft in den Fuss.
Mumei heulte auf vor Schmerz. Er zuckte zusammen, was seine Puppe dazu veranlasste, völlig unkontrolliert durch die Gegend zu schwanken.


Spoiler:
 

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Kaguya Shin
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BeitragThema: Re: Wald der Stille   Sa Feb 10, 2018 11:58 pm

Shin sagte nichts weiter, nachdem Yuzuriha zugestimmt hatte, dass er sich um ihren Sensei, oder besser gesagt die Puppe, die einmal ihr Sensei gewesen war, kümmern sollte. Vermutlich war es besser so, selbst mit dem Wissen, dass es nicht mehr der geliebte Mensch war, war es schwierig mit voller Kraft zuzuschlagen und den Körper zu zerstören, der einstmals jemandem gehört hatte, den man verloren hatte. Er drückte nur noch kurz ihre Schulter, zum Zeichen, dass er verstanden hatte und erwiderte ihren Blick mit einem zuversichtlichen Lächeln. Nicht viel, wenn man ihre Situation bedachte, aber Shin war mittlerweile fest entschlossen zuallererst Kleinholz aus dem Puppenkörper zu machen und sich dann um den Mann vor ihnen zu kümmern, der Yuzuriha so lange gequält hatte.

Noch während Yuzuriha ihr Jutsu anwandte, hatte Shin sich mit einem Sprung wieder in Richtung der Puppe bewegt, die jedoch sofort aufgrund der Ausweichbewegung ihres Beherrschers wieder vor ihm verschwand. Gleichzeitig bemerkte er, dass Yuzuriha genau das tat, vor dem er sie gerade noch gewarnt hatte. Im ersten Moment überlegte sich Shin nur kurz, dass er sie vielleicht nachher dafür tadeln sollte, wofür hatte sie sich einen Beschützer gesucht, wenn der dann nicht mal nah genug dran war. Sorgen machte er sich jedoch erst einmal nicht, immerhin gehörte auch sie zu den Sieben aus den Nebeln und war für gewöhnlich die vermutlich stärkste Kunoichi in Mizugakure. Erst nach ihrem missglückten Schlag, stand auch ihm der Schreck ins Gesicht geschrieben. Nur mit Mühe konnte er sich aus der Reichweite der Puppe bewegen, die Mumei wieder genau zwischen ihn und Yuzuriha in Stellung gebracht hatte, sodass er keine Chance hatte direkt zu ihr zu gelangen. Ärgerlich knurrte der Oinin, während er mehr zu sich selbst als zu irgendwem anders murmelte: Jetzt bist du zu weit gegangen, Mumei! Anders als in seinen anderen Einsätzen war das hier persönlich und ein Blick auf die schreiende Mizukage reichte für ihn aus um bereit zu sein zum äußersten zu gehen. Vermutlich war es nicht sinnvoll und schon gar nicht vernünftig, aber in seiner jetzigen Situation war ihm das vollkommen egal. Ohne die Puppe aus den Augen zu lassen, konzentrierte er Chakra unter seiner Haut und in seinen Knochen. Es war Zeit das Jutsu anzuwenden, dass er selbst für solche Situationen entwickelt hatte. Eine nahezu undurchdringliche Verteidigung, die es ihm ermöglichte die Schläge seiner Gegner weitestgehend zu ignorieren und jemanden in Sicherheit zu bringen.

Während Mumei zu ihm blickte, schoben sich langsam dicke Knochenplatten über seine Haut und trotz seiner Schmerzunempfindlichkeit, atmete schien schwer, ob der Schmerzen, die es verursachte seinen kompletten Körper aufzureißen. Nur am Rande nahm er wahr, dass warmes Blut aus den Wunden floss, die sich nicht schnell genug schlossen. Vermutlich sah er gerade aus, als hätte er eine komplette Schlacht geschlagen und nicht ganz anders fühlte es sich für ihn ein. Ganz hinten in seinem Kopf machte sich jedoch ein Gedanke bemerkbar, der ihm mitteilte, dass es wohl sinnvoll war sich in Zukunft andere Kleidung zu suchen, wenn er noch einmal vorhatte dieses Jutsu anzuwenden. Seine jetzige wurde durch die Knochenplatten aufgerissen und war zudem Blut besudelt, vermutlich würde er kaum eine andere Wahl haben als sie wegzuwerfen.
Der ganze Prozess dauerte nicht lange, aber offensichtlich reichte er aus um Yuzuriha die Möglichkeit zu geben sich aus Mumeis Einfluss zu befreien. Gerade als Shin mit seinem vollen Körpergewicht in Richtung der Puppe sprintete, stieß die Kiobashi Mumei den Kunai in den Fuß und so hatte die schlingernde Puppe kaum mehr eine Möglichkeit sich der geballten Kraft zu entziehen, die der Körper des Kaguyas auf sie ausüben würde. Shin hatte jede Vorsicht fahren lassen und sein einziges Ziel war es an der Puppe vorbei und zu Yuzuriha zu kommen. Daher hatte er ihr nicht nur sein Schwert entgegen gestreckt, sondern würde auch mit seinem kompletten Körpergewicht gegen die Puppe prallen, was sie, so seine Hoffnung, entweder zerstören, oder zumindest arg beschädigen würde. Auf jeden Fall jedoch, dass war spätestens durch Mumeis Ablenkung klar, würde er es bis zu der Dame bringen, die immer noch am Boden hockte.

Kaum hatte er sie erreicht, verschwand zumindest ein Teil des Wahnsinns aus seinen Augen, der vermutlich notwendig war, um zu solch drastischen Mitteln zu greifen. Noch immer bedeckten Knochenplatten und Blut seine Haut, doch in seinen Augen stand mehr als nur ein Hauch Besorgnis, als er sich neben die Kunoichi kniete. Sein Schwert war währenddessen wieder in seinem Arm verschwunden, um sie nicht zu verletzen, obwohl seine Berührung vermutlich trotzdem nicht allzu warm war. Dennoch legte der Kaguya eine Hand um Yuzuriha: Ist alles okay bei dir? Er warf ihr nur einen kurzen Blick zu, der jedoch Bände sprach, bevor er wieder Mumei im Auge behielt. Noch einmal würde er sich nicht von ihm überraschen lassen, oder zulassen, dass er sie trenne würde. Gleichzeitig bot er jedoch Yuzuriha eine Hand an: Kannst du noch weiter kämpfen, oder sollen wir uns zurück ziehen? Zwar war es nicht seine Art einen Nukenin entkommen zu lassen und vermutlich hätte er auch jeden Oinin für ein solches Ziel wie Mumei zurückgelassen, aber er würde Yuzuriha beim besten Willen nicht hier allein lassen. Nicht nur, weil sie viel zu wichtig für das Dorf war, sondern auch, weil er es persönlich nicht über das Herz bringen würde sie zurückzulassen, wo ihr wer wusste schon was passieren konnte.

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