Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 Lazarett "zur hängenden Feste" [Area 1 Iryônin]

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BeitragThema: Lazarett "zur hängenden Feste" [Area 1 Iryônin]   Sa Jun 22, 2013 7:08 pm

~ Auf der letzen Stufe der Gärten erstreckt sich ein kleines Plateau, auf dem ein Außenposten zur Sicherung des Umlandes gebaut wurde. Die Feste besteht aus einigen Steingebäuden, die als Warenlager und Unterkünfte dienen, gesichert wird der Komplex durch fünf Meter hohe Steinmauern und an jeder Ecke befindet sich ein 10 Meter hoher Wachturm. Der Zugang zur Feste bildet ein kleines Tor mit Fallgitter.

->Chiharu kümmert sich hier um die schwer Verletzen<-

Hinweis: Feindliche Spieler-Charaktere müssen zunächst die Hängenden Gärten überwinden, ehe sie hierhin gelangen können.~
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BeitragThema: Re: Lazarett "zur hängenden Feste" [Area 1 Iryônin]   Mo Jul 29, 2013 11:22 pm

(cf: Lazarett: Area 2)

°oO(Draußen steht unser heißgeliebtes Dorf auf dem Spiel und was machen wir? Wir verziehen uns! Bah, ich hoffe Kaminoke-hime kann mir verzeihen, im Angesicht dieses hässlichsten aller Feinde den non-existenten Schwanz eingekniffen zu haben, aber wenigstens habe ich es vermeiden können, etwas so dämmliches anzustellen, dass es meine Verbündeten in Gefahr bringt. Nagut, über die Nummer mit der Blendbombe lässt sich streiten, aber es erscheint mir nach wie vor zumindest als halbwegs akzeptabler Ausweg. Naja, lassen wir das erstmal hinter uns. Ich sollte mich jetzt dem vor mir liegenden widmen. Von einem Extrem ins nächste, was? Erst war ich in der Pennbruder-Abteilung und nun in der Klischee-'Beeil dich Johnny, beeil dich!'-Krankenabteilung. Naja, wenigstens etwas Action ohne ernsthaft psychopathische Gegner , deren Haarfetisch mir garantiert noch die eine oder andere schlaflose Nacht bescheren wird!)

Während Yui blutige Auswürfe aus dem Sprechausgang und einen schmerzenden Magen vorzuweisen hatte, konnte Rao aus dem letzten Kampf kaum mehr mitnehmen, als einen angesengten Schopf. Ein Glück, dass sie die Haarhärtung verwendet hätte, sonst wäre die Explosion des Glöckchens garantiert nicht so stark gedämpft worden. So hatte es die Verbündeten reichlich wenig in Gefahr gebracht und mit dem angefackelten Schopf konnte Rao ganz gut leben. Die gute hatte bereits ein Kunai gezogen und schnitt sich das angesengte Haar ganz einfach ab. Somit sah man Rao, die sonst immer langes Haar trug, mal nur mit etwa schulterlangem Haar. Auch ein netter Anblick, aber ihr steht ja sowieso fast alles.
"Bist du schwer verletzt, Senpai? Schauen wir mal, ob wir dir einen Iryo auftreiben können." Senpai. Ein schönes Wort und meist im Dialog zwischen Schülern unterschiedlicher Stufe verwendet. Dass Rao keineswegs eine Iryo-Anwärterin war spielte hier keine Rolle, auch wenn man ihren Aufenthalt hier so werten konnte. Rao war jedoch mehr zufällig in die Rolle der Ponypflaster-Verteilerung gerutscht und jetzt durfte man wohl damit rechnen, dass man ihr zumindest Grundwissen im Heilungs-Bereich zurechnete und abverlangte. Wunderbar! °oO(Hätte sie auch einfach … Wie-auch-immer-san nennen können. Wäre auch höflich gewesen und hätte es nicht so wirken lassen, als sei ich eine Schülerin und damit zu überhaupt irgendwelcher Hilfe hier fähig. Aber nein, ich darf mich mit Pflastern rumschlagen und mir jetzt auch noch von ihr unterschwellig mitteilen lassen, dass sie meine 'Haartricks' nicht mit dem Kaminoke-Clan in Verbindung bringt. Wenn sie überhaupt eine Ahnung von uns hat.)
Es deprimierte Rao etwas, dass Yui nun schon die zweite Person in relativ kurzer Zeit war, die beim Anblick ihrer phänomenalen Haarjutsus nicht sofort an diesen tollen Ninja-Clan dachte, der in Tsukigakure so ziemlich den einzigen ernstzunehmenden Friseurbetrieb besaß. War ihr Clan wirklich so unbedeutent? Sicher, für einen Ninja-Clan mochte es im Grunde von Vorteil sein, wenn kaum einer einen kannte, aber ein wenig Erkenntnis wollte Rao dann doch auf den Gesichtern der Leute sehen. Zumindest bei ihren Verbündeten. (Wenn ich Kaa-san und Tsukikage-sama erstmal beerbt habe, werde ich die Dinge schon richten, ha!)Oo°
Mit einem kurzzeitig etwas abwesenden Gesichtsausdruck wäre Rao beinahe in einen der vorbeieilenden Iryos gerasselt. Was hier unterwegs war, war definitiv mit mehr beschäftigt, als warten, Wände knutschen und Pflaster verteilen. Jep, hier war die Erwachsenen-Abteilung. "Ich bin übrigens Kaminoke Tsuzurao … und habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was ich hier soll." Letzteres kam eher leise nuschelnd über ihre Lippen. Kleine Ge-Nin in großem Chaos, Stoff für epische Geschichten, sicher, aber das Wort 'episch' hatte Rao noch nie leiden können. "Eh, kann sich mal einer um meine Kameradin kümmern? Spuckt Blut. Hat Bauchschmerzen. Kann sich kaum auf den Beinen halten. Ja?" Vieleicht war es von Vorteil, dass nicht gerade vor dem Zelt eines Schwerverwundeten zu rufen, dessen behandelnde Iryos vollauf damit beschäftigt waren, die viele rote Lebenssoße am auslaufen zu hindern.
"Tjaa, du bist die Iryo hier. Müssen wir uns an wen bestimmtes wenden, oder soll ich dich einfach zur nächst besten Pritsche begleiten?" Sich am Hinterkopf kratzend sah Rao zu der einzigen Person, zu der sie in diesem Chaos überhaupt irgendeine Verbindung hatte. Yui möchte ihr reichlich fremd sein, aber wenigstens hatte Rao in ihrer Gegenwart nicht völlig das Gefühl erhabener Nutzlosigkeit.

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BeitragThema: Re: Lazarett "zur hängenden Feste" [Area 1 Iryônin]   Di Jul 30, 2013 12:32 am

Kv: dem anderen Lazarett~

Yui beobachtete das hellhaarige Mädchen neben sich aus ihren Augenwinkeln und wunderte sich noch immer, wie sie die Explosion hatte aufhalten können. Selbst ihre Haare rauchten noch immer, was sie leicht das Gesicht verziehen ließ. Die schönen Haare. Man konnte ja über Shinobi sagen was man wollte, aber Yui war neben ihrem Beruf auch eine Frau und Frauen mochten ihre Haare meist mehr als alles andere. Dass Raos nun am Rauchen waren und ziemlich angesengt aussahen, tat der Furyoku fast schon ein wenig Leid und gerade als sie irgendeinen röchelnden Spruch zusammenbekam, schnitt sich die Genin ihre Haare einfach ab.
Etwas perplex guckte sie auf das Mädchen runter wenngleich sie irgendwo nicht viel größer war als sie. Nicht dass das eine Kunst war. Sie war sowieso eher klein mit ihren 1,61m, aber davon mal abgesehen kam die Rothaarige gerade absolut nicht drum herum auf das Büschel zu starren, welches in wenigen Sekunden den Weg auf den Boden gefunden hatte. Kurz wechselten ihre olivgrünen Kullern zwischen Boden und Mädchen hin-und her, ehe sie blinzelte und sich zum Weitergehen zwang. Immerhin sah sie auch mit kürzeren Haaren nicht wirklich schlecht aus und dass sie alles Mögliche mit ihren Zotteln anstellen konnte, ahnte Yui in dem Augenblick auch noch nicht. Vermutlich empfand sie in dem Moment gerade unheimlichen Respekt für Rao, welche sie, ohne weiter auf ihre verlorenen Haare zu achten, ansprach.
„Huh?“, machte sie fast so als hätte sie nicht verstanden. War sie doch zu sehr von dem ganzen Kram zuvor abgelenkt gewesen, „Äh…achso…nein, ich eigentlich…so schlimm ist das gar nicht. Eigentlich…“, sie biss sich auf die Unterlippe, brach den Blickkontakt ab, während der Geschmack von Eisen durch diese Handlung erneut verstärkt wurde. Ein großartiger Geschmack. Er machte es eigentlich noch viel schlimmer. War er doch fast wie die Bestätigung ihrer Dummheit. „Eigentlich ist die Schmach durch einen einzelnen Treffer ausgeknockt zu werden viel ekliger…“, kurz verzog sie wieder das Gesicht, blieb kurz stehen und atmete hörbar ein und aus, „vielleicht solltest du mich nicht Senpai nennen. Das erste was man eingebläut bekommt ist eigentlich, sich eben nicht treffen zu lassen ich bin daher wahrscheinlich ein absolut schlechtes Beispiel.“ Grimmige Worte die eigentlich nur davon zeugten wie sauer sie auf sich selbst war und wie sehr ihr Perfektionismus unter der Miesere in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Doch bevor sie wirklich darüber nachdenken konnte, erhob sich ihr Schopf, fast so als wär sie hochgeschreckt, musste aber anschließend leise Kichern, was jedoch in einem Röcheln erstarb und von einem Husten begleitet wurde. Dennoch kam sie nicht um ein kleines Lächeln herum. Sie hätte nicht gedacht, dass ihre Begleiterin eine Tsuzurao war. Bei ihrem Auftritt zuvor hätte ihr das eigentlich auffallen müssen, aber offenbar war ihre Kombinationsgabe ebenfalls mit dem Tritt ausgeschaltet worden. „Besser als von dem Kerl drüben…uraghs lassen wir das. Ich bin Yui. Furyoku Yui. Ich würd mich vermutlich wesentlich mehr freuen, würde ich dich in nem anderen Zustand treffen. Immerhin steh ich auf den Friseursalon deiner Familie..is doch deine Familie, oder?“ Definitiv hätte sich die Iryônin in Ausbildung wesentlich anders verhalten, hätte sie Rao unter anderen Umständen getroffen. Vermutlich hätte sie dieses kindische Glitzern in den Augen gehabt, wäre schier aus dem Häusschen und hätte die wenig Jüngere folglich mit irgendwelchen Haarpflegeprodukten zugetextet. Blöd nur, dass sie nach ihrer Ausbilderin suchte, die hier irgendwo…
Die Miene der jungen Frau erhellte sich augenblicklich, als ihr die allzu bekannten violetten Augen unter einigen auffielen. Offenbar wies sie gerade einige Iryônin an, irgendwas zu tun und so wie sie die Frau kannte war das keine Anweisung in Form einer Bitte sondern ein ruppiges…Anweisen eben. „Ich schätze ich hab gefunden was ich suchte.“, murmelte sie, während sie ohne weiteres in die Richtung des halb offenen Zeltes schlurfte mit dem Mädchen an ihrer Seite. Kurz bevor sie vor der Frau ankam, hob sie ihre freie Hand - die andere lang noch immer über ihrem Bauch - und setzte ein mehr oder weniger unschuldiges Lächeln auf, was ihr jedoch irgendwo misslang. Unschuldig vermischt mit Blut im Mundwinkel wirkte einfach wie gewollt und nicht gekonnt. Dass auf der Schulter ihrer Ausbilderin ein Rabe saß - aus dem gleichen Kram was an ihrem Arm klebte  wohlgemerkt - bemerkte Yui zunächst nicht. „Hi Sensei~“, murmelte die Rothaarige und wappnete sich innerlich für das, wovon Yui glaubte das es folgen würde, „Unser Lazarett drüben hat…minimale Probleme.“
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BeitragThema: Re: Lazarett "zur hängenden Feste" [Area 1 Iryônin]   Di Jul 30, 2013 2:29 pm

Kv: Nirgendwo und Überall, sowie Hikaris Einweisung

Anstatt eines ruhigen Tages war irgendwie alles ein wenig hektisch geworden, kurz bevor man ihr die Leitung für ein Lazarett übertragen hatte. Das gesamte Lazarett wohl gemerkt. Einziger Sinn und Zweck? Die ewig währenden Kontrollen zu umgehen, die Patienten wertvolle Lebenszeit kosten könnten und das Vermeiden von Eindringlingen in der Hektik, die sich durch Verletzungen ins Dorf schmuggeln wollten. Tatsächlich gab es sogar welche, die es im Lazarett versuchten. Die ganze Zeit war sie damit beschäftigt, andere Iryônin durch die Gegend zu scheuchen, Zelte aufzuteilen und den Platz pro Patienten im halben Stundentakt zu verringern. Wer nicht schwer genug verletzt war, wurde ohnehin auf die andere Seite des Lazaretts zu den blutigen Anfängern und ihren Helferlein geschickt. Gerade eben erst war ein schwerstverletzter Chûnin hier aber eingetroffen, woraufhin Chiharu sich beinahe zehn Minuten abgemüht hatte, zwei fähige Iryônin zu finden, die die Notoperation durchführen konnten. Letztendlich hatte sie selbst ausgeholfen, bis endlich die Leute kamen, nach denen sie hatte schicken lassen.
Im Lager rannten mehr als nur ein Genin umher, Schwestern, Pfleger, alles was irgendwie Ahnung hatte, wie man einen Verband anlegte oder Wunden reinigte. Die meisten der kleineren Leute erledigten aber Botengänge von einem Arzt zum anderen. Trotzdem tanzten regelmäßig Iryônin an, in dem kleinen Zelt das zur Koordination diente, um sie mit irgendwelchen Fragen vollzuquatschen. Auch wenn es ihr gelang in all der Hektik ruhig und gelassen zu bleiben, um den Leuten zu helfen, so gelang es ihr bei Weitem nicht mehr, zu allen einen freundlichen Ton aufrecht zu erhalten. Sich die blutigen Handschuhe abstreifend und sie in den Müll werfend, hingen ihre blauvioletten Augen kurze Zeit auf dem beinahe bereits übervollen Sack voller medizinscher Abfälle und erst danach richtete sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf die beiden Iryônin, die gerade vor ihr standen und schwitzten. Mit einem recht barschen Ton und einer scheuchenden Handbewegung schickte sie die beiden fort und war das erste Mal seit Beginn für Sekunden allein im Zelt.
Sekunden, wohl gemerkt.
Gerade, als sie es geschafft hatte, sich die Haare fester nach oben zu binden, damit sie sich auch nicht wieder lösen würden, wie gerade eben, schlurfte schon die nächste Person zum Zelteingang hinein. Zwei, genauer gesagt. Ein abschätziger Blick stellte fest, dass sie zumindest eine davon kannte und von dem Anblick, der sich ihr bot, nicht gerade begeistert war. Noch bevor das unschuldige Lächeln ihr auffiel, umrundete die Frau, die seit langem mal Shinobiklamotte trug, weil ihr Kimono einfach nicht Vorteilhaft und ihr zu Schade war, um ihn mit Blut zu beschmieren, den Tisch hinter dem sie gestanden hatte. Ihr Hand griff nach dem Kinn der Jüngeren und musterte sie kritisch, kniff kurz die Augen zusammen, während sie ihre Mundwinkel und den blutverschmierten Arm ansah. "Meine Schüler lassen sich im Kampf nicht treffen.", bemerkte sie tonlos, bevor sie die Jüngere wieder freigab und sich kurz das hellhaarige Mädchen besah. Dass es Probleme im anderen Teil des Lazaretts gab schien offensichtlich.
Ohne weitere Worte zu verlieren, ging die Iryônin zu einigen Hockern und einer Pritsche und bedeutete den beiden, sich hinzusetzen. "Während ich mir das ansehe, kannst du mir erzählen, was passiert ist." Die blonde Frau klang nicht unbedingt unfreundlich, aber durch ihre nüchterne Art hatte man auch nie das Gefühl, dass sie sonderlich freundlich war. Während sie darauf wartete, dass ihre Schülerin sich hinsetzte oder legte, je nachdem, was ihr eher behagen würde, trabten bereits wieder zwei hechelnde Boten den Eingang herein und setzten zum wilden Durcheinanderplappern an, bevor die erhobene Hand der Frau sie inne halten ließ. "Einer nach dem anderen. Rotschopf zuerst.", wies sie die beiden an, ließ sich auf dem Hocker nieder und hörte zu, während sie untersuchte, was der Furyoku fehlte.
Die gehetzten Boten ratterten ihre Berichte herunter und bekamen daraufhin neue Anweisungen. Es war verdammt anstrengend, alles gleichzeitig zu machen, aber es ging im Moment eben nicht anders. Als die beiden nach wenigen Minuten wieder wegwaren, sah Chiharu Yui und Rao an. "Wenn etwas nicht stimmt, muss ich Hikari benachrichtigen, also sprecht. Vögelchen lauscht. Schülerin lässt sich nebenbei behandeln." Seufzend machte sie sich daran, mit der Behandlung zu beginnen und Yui so Schmerzen und innere Blutungen zu nehmen. Auch wenn beides nicht riesig dramatisch und lebensgefährlich schlimm war, brauchten sie jeden Iryônin auf den Beinen und sei er noch so ein blutiger Anfänger.

Jutsu:
 
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BeitragThema: Re: Lazarett "zur hängenden Feste" [Area 1 Iryônin]   Di Jul 30, 2013 4:46 pm

°oO(Ah, der Tag wird nun doch besser. Mag ja sein, dass ich in Mitten eines Lazaretts stehe, in dem ich mich in etwa so gut auskenne, wie Kaa-san bei den Anonymen Übergewichtigen, aber wenigstens ist hier noch jemand der Haartechniken mit dem übertollen Kaminoke-Clan zu verbinden weiß. Egoboost, ich hab dich gebraucht! … hm, da frag ich mich doch glatt, warum mir der Kampf eben, und vor allem dieser widerliche Haarfetischist, so an die Niere gegangen ist, dass ich mich wie bekloppt freue, wenn jemand zu gibt, einen dorfbekannten Clan zu kennen. Bah, geht echt zu Ende mit mir. Und dass in dem Alter! Vieleicht wars auch nur die Begegnung mit diesem Faulpelz, der vermutlich nichtmal weiß, wer oder was ein Daimyo ist, die mich dahingehend verunsichert hat.)

Das Yui Rao komisch angestarrt hatte, weil sie sich ihre Frisur so resolut gekürzt hatte, war ihr kaum aufgefallen. War nicht das erste Mal, dass Rao sich ihres haarigen Anhangs einfach entledigte und bestimmt auch nicht das letzte Mal. Aber sie war ja auch eine Kaminoke, da war es nichts so besonderes, zumindest wenn man erstmal über diesen Umstand Bescheid wusste. "Nimms dir nicht zu Herzen, Senpai." Das Senpai hängte sie nun bewusst noch mit dran. Yui mochte sich als 'unwürdig' betrachten, aber Rao wäre nicht Rao, wenn sie es nicht trotzdem machen würde, aus dem Verlangen heraus, sie ein wenig aufzumuntern. "Vermutlich war das eh so ein Ober-S-Rang-Superschurke, da ists doch keine Schande, getroffen zu werden." °oO(Ok, das Argument ist ein wenig hinfällig, mich hat er immerhin auch nicht getroffen, arghs!)
Während Rao Yui brav nachdackelte, die offenbar wusste wo's langging, machte sie sich Gedanken, wie sie sie noch aufheitern konnte. Viel fiel ihr aber nicht ein. Selbst die Steilvorlage mit der Vorstellung konnte Rao nicht recht für was positives nutzen, denn ehrlich gesagt wusste sie nicht viel vom Furyoku-Clan. Und was sie wusste, waren Schauermärchen, die besonders ihr Cousin Kenta leidenschaftlich gerne vortrug. Mehr als ein "Ja, der Salon gehört meinem Clan. Ist quasi der Familiensitz in Tsuki." war nicht drin. Verfahrene Situation! Man will jemanden aufheitern, aber mehr als belangloser Small-Talk war nicht drin. (Damn you, Small-Talk! Damn you to hell!)Oo° Glücklicherweise steuerten sie einer Person entgegen, die allein schon durch ihre Erscheinung das grauenhafte Grübeln aus Raos Birne ballern konnte, wie es normalerweise nur eine Vollversammlung des Kaminoke-Clans möglich war. Vor ihr stand nun also Yui's Sensei. Raos erster Eindruck festigte sich innerhalb einer Femtosekunde, was noch viel weniger als eine Nanosekunde ist. °oO(Mit der ist wohl nicht gut Kirschenessen.) Strikt wirkte diese Frau auf Rao. Befehle konnte sie wohl gut erteilen, ohne direkt als ständig miesgelauntes Mannsweib abgestempelt zu werden. Die Narben in ihrem Gesicht übersah Rao fast schon. Was viel mehr auf sie wirkte, war ihr Umgang mit anderen. °oO(Von nichtsnutzigen Pennbruder-Iryos, über meine neugewonnene Senpai, direkt zur Godmother der Iryos. Aktivier mal lieber deine besten Manieren, Rao!)
Die Sensei, gleich wie beschäftigt sie auch zuvor gewesen sein mochte, fand jedenfalls umgehend Zeit, sich ihrer Schülerin anzunehmen. Danach war Rao 'dran', aber (Kaminoke-hime sei dank!) an ihr war kaum etwas ernsthaftes zu finden, was ihr jedoch gleichzeitig auch 'die Ehre' einbrachte, Bericht erstatten zu dürfen. Jedenfalls nachdem einige Boten abgefertigt wurden und während die gute Sensei sich um Yui kümmerte. (Ist die echt oder so eine Art Iryo-Roboter?)Oo° Der Gedanke an einen I-1000 Regenerator-Kampfroboter aus der Zukunft verflüchtigte sich rasch, als Rao einen Blick auf die Schulter der Sensei warf und dort eine gar merkwürdige Kreatur erblickte. Es war ein Vogel. Ein Vogel aus … Blut? °oO(Überraschend, selbst für mich, die sich tausend und eine Furyoku-Schauergeschichte von Kenta-kun anhören musste!) Ein kurzes Schütteln folgte und Rao zwang sich in eine etwas professionellere Haltung, während sie auf einem der Hocker Platz nahm und ihren Bericht verfasste. Der musste sogar doppelt gut werden, immerhin würde ihre oberste Chefin davon erfahren, wenn es gewichtigt genug war. "Wir waren drüben im Lu-..." Beinahe hätte sie 'Luschen-Lazarett' gegenüber einer Vorgesetzten gesagt. Peinlich, peinlich! "... im anderen Lazarett stationiert. Es war wenig los, bis zwei Shinobi hereinkamen, von denen einer wohl ernster verletzt war. Furyoku-senpai wollte sich die Sache mal ansehen und ich folgte ihr, zu Beobachtungszwecken." (Und gewiss nicht nur, um blöd daneben zu stehen und zuzusehen, wie die Sache den Bach runter geht!)Oo° "Kurz darauf kamen zwei weitere Tsuki-Nin dazu. Die Situation eskalierte jedoch plötzlich, als der verletzte Shinobi Furyoku-senpai als Geißel nehmen wollte, und sich damit als Infiltrator herausstellte. Die beiden anderen Tsuki-nin bekämpften ihn vermutlich immernoch. Furyoku-senpai und ich zogen uns zurück, nachdem sie einen harten Treffer hatte einstecken müssen und ich reichlich wenig zum Kampf hatte beitragen können." Ernüchternde Bilanz: Ein Gefühl von Nutzlosigkeit, einem unbekannten Vorgesetzten gegenüber zugegeben. Konnte der Tag noch besser werden?
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BeitragThema: Re: Lazarett "zur hängenden Feste" [Area 1 Iryônin]   Di Jul 30, 2013 6:44 pm

Smalltalk über den Friseursalon wäre in dem Moment sicher schöner gewesen, als der Ausbilderin entgegenzutreten, für die man unheimlich viel Respekt hegte. Schon gar nicht wenn man so elendig versagt hatte. Raos Worte hatten diesbezüglich auch nicht viel geholfen. Sicher, Yui hatte gelächelt und irgendwo fand sie die wenig Jüngere auch irre freundlich, aber letztendlich war es eben doch die eigene Dummheit gewesen, sich an den Blauhaarigen so nah heranzubewegen. Dass irgendwas hatte passieren müssen und Brillenface nicht eingreifen wollte, machte es eigentlich nicht besser. Hätte sie ihre Schritte mehr durchdacht wär es wohl anders gekommen. Doch Hätte Wenn und Aber half ihr in dem Augenblick nun auch nicht mehr. Schon gar nicht wo sie nun schon hier angekommen waren.
Unterwürfig verkniff sie sich einen Kommentar, als man ihr Kinn zwischen Daumen und Zeigefinger klemmte und sie damit zwang zu der wesentlich größeren Frau aufzublicken. Die informative Aussage, dass sie eigentlich nicht nur ihre Schülerin war, würde ihr in dem Augenblick genauso wenig bringen wie sich zu rechtfertigen, weswegen sie einfach die Schultern hängen ließ und nickte so gut das eben ging. Anschließend ließ sie sich wortlos auf die Pritsche fallen, wirkte dabei jedoch irgendwo noch zerknirschter als sie es nicht ohnehin schon war. Zu wissen, dass es dumm war sich treffen zu lassen, war die eine Sache, es fast schon ins Gesicht gesagt zu bekommen die andere.
Jedenfalls wollte die Furyoku gerade den Mund auf machen, als zwei weitere Mitarbeiter reinplatzten und sie für den Moment vielleicht sogar vor einer Erklärung retteten, womit sie sich die Worte wenigstens hätte zurechtlegen können. Falsch gedacht. Bevor sie ein weiteres Mal den Mund öffnen konnte, platzte Rao mit der Geschichte heraus und musste auch ausgerechnet betonen, dass sie ausschließlich einen Treffer eingesteckt hatte, bevor das hier passiert war. „Ich wünschte ich wär an Natsus Stelle gewesen. Den Kopf in den Sand stecken wär gerade genau das, was…wie auch immer.“, dachte sie derweil und musste den Impuls unterdrücken, sich die Hand vors Gesicht zu schlagen. Hätte die Kleine nicht wenigstens ihre Großartigkeit erwähnen können? Irgendwas?
Während langsam das warme Heilchakra Einzug in ihren Körper fand, seufzte die Iryônin in Ausbildung leise. Einerseits weil es nicht völlig angenehm war, die Situation jedoch ebenfalls nicht. „Nun…“, murmelte sie, blickte an der offenen Zeltwand entlang, „die Kerle hatten sich mit einem einfachen Henge Einlass gewährt. Ich hab’s durchschaut, als ich die Hand des Verletzten heilen wollte. Nachdem ich sie nur verbunden hab‘. hat er dann gedroht die Leichtverletzten alle zu töten und dann kamen auch schon Ichiya-san und Ishida-san. Sie sind wohl immer noch am Kämpfen.“ Sofern der Blauhaarige denn bemerkt hatte, dass er sich freiwühlen konnte, versteht sich. Den Rest jedoch musste sie ja nun nicht mehr erklären. Das hatte Rao großartiger Weise übernommen. Nicht dass sie es der Hellhaarigen übel nahm vermutlich hätte sie in dem Augenblick auch nicht daran gedacht das Ganze noch etwas auszuschmücken, aber wirklich beruhigen tat sie das auch nicht. „Einige Iryônin haben außerdem angefangen zu evakuieren, oder haben sich selbst aus dem Staub gemacht.“ „Und der großartige Jônin stand genauso großartig daneben.“, beendeten ihre Gedanken das Szenario.
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BeitragThema: Re: Lazarett "zur hängenden Feste" [Area 1 Iryônin]   Sa Aug 03, 2013 9:07 pm

Chiharu seufzte leise, aber recht zufrieden, als sich Yui auf die Pritsche fallen ließ und sie ihre Arbeit machen ließ. Die Verletzung war an sich nicht schwer, aber es war wichtig, dass die Braunhaarige auf dem Damm war, damit sie hier so gut es ging helfen konnte, also machte die blonde Iryônin sich gleich darauf daran, sie zu heilen, die leichte innere Blutung zu stillen, den Schmerz zu nehmen und den Bluterguss durch Anregung der körpereigenen Funktionen abzuschwächen, indem sie das angestaute Blut abführten.
Während der Prozedur, die für Yui sicher nicht unbedingt angenehm war, aber im Nachhinein eben hilfreich, hörte sie schweigend dem zu, was die kleine Genin eifrig berichtete, ziemlich genau sogar. Es war also ähnlich wie hier gewesen, nur war dort drüben im Lazarett kaum jemand, der sofort ein Henge erkannte - wie sie und die Furyoku als Sensorshinobi - und dann auch entsprechend reagieren konnte. Hier waren allerdings scheinbar kleinere Fische gewesen, denn wenn selbst Jônin den Angreifer in Schach halten mussten, war das sicher kein Zuckerschlecken. Nachdenklich lagen die violetten Augen kurz auf der Schülerin, als ihr Heilchakra verklang und sie sich auf dem Hocker aufrichtete und ihre Patientin ansah. Sie ergänzte den Bericht. "Das hast du gut gemacht. Ihr beide.", bemerkte sie, auch wenn die angestrengte Falte zwischen ihren Brauen das Lob mit ein wenig mit bitterem Beigeschmack schmückte.
Sie meinte natürlich, dass Yui das Henge erkannt hatte und sie hierher gekommen waren.
"Meint ihr, sie brauchen Verstärkung oder schaffen sie den Eindringling allein?", fragte Chiharu schließlich, als sie sich erhoben hatte und abwandte, um zurück zu dem Tisch zu gehen, der über und über mit Papier und Schriftrollen bedeckt war. Nach kurzem Kramen hatte sie offenbar gefunden, was sie suchte. Ihre Augen flogen regelrecht über das Blatt, während sie sie danach auf eine Karte richtete, die offenbar das Lazarett zeigte. "Könnt ihr für mich etwas erledigen? Findet diese zwei Iryônin und sagt ihnen, sie sollen mit ihren Helfern zum Lazarett gehen und die restlichen Patienten evakuieren. Ich werde derweil jemanden benachrichtigen und dann müssen wir dafür sorgen, dass wir mehr Platz machen."
Die Stimme der Iryônin war recht nüchtern und kühl und dennoch merkte man ihr irgendwo an, dass das keinesfalls kalte Routine war, was sie hier ablieferte, sondern dass es an ihr nagte und sie erschöpfte. Dennoch würde sie natürlich keine Pause machen. Stattdessen wanderte ihr Blick zu dem Vogel auf ihrer Schulter, der leise krähte und nach wenigen Worten einen Sturzflug auf eine Nachricht unternahm und sie mit sich schleppte, um dann das Zelt zu verlassen. Auf einen kleinen Zettel schrieb sie die Namen zweier Iryônin und zeigte den beiden Mädchen auf der Karte, wo in etwa im Lazarett sie nach den beiden Männern suchen müssten.
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BeitragThema: Re: Lazarett "zur hängenden Feste" [Area 1 Iryônin]   So Aug 04, 2013 4:07 pm

Kv: Hängende Gärten 2

Recht schnell, aber immer darauf bedacht, der wertvollen Fracht in seinen Armen keinen Schaden zuzufügen, hatte Toru die Plateaus überwunden, den Körper der verletzten Frau fest in seinen Armen. Immerhin wäre das Letzte, was ihr gut bekam, wenn er sie irgendwo fallen ließ. Besorgt sah er immer wieder in das reglose Gesicht des recht zugerichteten Körpers und fragte sich, wer ihr das angetan hatte. Ob sie an den Kämpfen beteiligt gewesen war oder eben einfach nur irgendwie dazwischen geraten war. Sicher, sie war keine einfache Zivilistin, so sah sie nicht aus und das Stirnband aus Kumogakure sagte auch etwas anderes, aber dennoch konnte man ja vielleicht irgendwie ungünstig zwischen die Fronten geraten. Außerdem waren nicht alle der Leute, die heute Tsukigakure angegriffen hatten, überzeugt davon, dass es ein schlechtes Dorf war. Mindestens die Hälfte der Leute war aus geschäftlichen Gründen da gewesen, denn es waren eigenständige Söldner, die mit dem Widerstand gegen den Aufbau eines anderen Dorfes an anderer Stelle aber im selben Land, eigentlich nichts am Hut hatten. Das einzige, was sie mit diesem Aufstand verband, war Geld, sinnlos herausgeworfenes Geld für Menschen, die andere Menschen tot sehen wollten aus Gründen, die ziemlich schräg waren oder lediglich auf gekränkter Ehre beruhten.
Seufzend verzog sich der Hyôrin aus seinen Gedanken, konzentrierte sich auf das Lazarett vor ihm und musste leider feststellen, dass es unheimlich voll war, die Wege ziemlich schmal und überall hasteten Boten, Pfleger, Helfer und Ärzte, sowie Iryônin hin und her. Keiner hatte hier wohl eine ruhige Minute, was für die Schwerstverletzten sicher auch nicht gut war. Doch die schlimmsten Fällen waren in den Zelten, draußen unter freiem Himmel gab es wohl nur das, was man ungeschulten Augen zumuten konnte. Doch der offensichtlich gebrochene Arm eines Kindes, der ziemlich unappetitlich verbogen war, war vielleicht auch für solche zu viel. Den Blick abwendend trat er seinen Weg zwischen den Zelten an und nahm sich vor, gleich bei Chiharu nachzufragen, was vorgefallen war, immerhin musste sie das ja gemeldet haben... oder ein anderer Iryônin, aber sie musste es wissen. Demnach suchte er das Zelt, das mit dem Zeichen Tsukigakures geschmückt war und bedeutete, dass sich darin der- oder diejenige befand, der oder die das Sagen hier hatte. Vorrübergehend. Dafür, dass sie im Krankenhaus eigentlich nur eine untergeordnete Rolle spielte, war das immerhin etwas.
Es würde ihr wohl Anerkennung bringen, auch unter den Leuten, die sie sonst nicht wirklich wahrnahmen.
Zielstrebig ging er die schmalen Wege zwischen den Plätzen entlang, wich den meisten Menschen aus, kam aber nicht umhin, die Fremde in seinen Arm mehr als einmal zu schützen, indem er sich umwandte und wer auch immer in ihn hinein rannte, mit seinem Rücken abfing. Der bedankte sich wie üblich nach großen Kämpfen bereits, aber es ging ihm gut genug, um sich zu bewegen und das reichte aus, um hier noch Dienst zu tun, ohne zu jammern und zu meckern. "Wir sind gleich da, halt durch", nuschelte er ruhig, nachdem er im Lager angekommen das Reden zunächst eingestellt hatte, um nicht zu wirken, als rede er mit sich selbst.
Kurz darauf trat er geduckt und ungefragt in das Zelt der blonden Iryônin und stockte kurz in der Bewegung. Seine grauen Augen musterten seine Tochter, die sich gerade von der Behandlungspritsche erhob und verengten sich sehr kurz zu Schlitzen. Er verkniff sich zu fragen, was passiert war, erwiderte den Blick der Frau mit den Narben im Gesicht und deutete mit einer Kopfbewegung auf die Frau in seinen Armen. "Wer ist sie? was ist passiert?", fragte sie kühl, eilte um den Tisch auf ihn zu und tastete an der Hand nach dem Puls der Frau, fand keinen und griff an den Hals, wo er schwach noch zu bemerken war. Sofort bedeutete sie ihm, die Frau auf der Pritsche abzulegen und scheuchte Yui und Rao beiseite, sodass Toru sie ablegen konnte und behutsam darauf achtete, ihr nicht noch mehr Schmerz zuzufügen.
"Ich weiß nicht wer sie ist, ich habe sie zwischen Felsen gefunden, aber sie gehört zu niemandem." Sein Blick bohrte sich kurz in den der Iryônin, die missbilligend das Gesicht verzog und den Kopf schüttelte. "Völlig egal. Yui ich brauche deine Hilfe. Du wirst hier aufpassen müssen, dass alles seine Bahnen läuft. Deine Freundin kann dir auch helfen. Dein Vater wird erledigen, worum ich euch gebeten habe und dann zusehen, dass mein Lazarett wieder sicher wird." Chiharus Stimme klang kühl und ließ keine Widerrede zu. Ihr war völlig schnurz, ob hier jemand im Rang weit über ihr stand oder nicht, wenn jemand was von ihr wollte, dann hatte er dafür etwas zu erledigen. Also zog sie die Abtrennung zu und sah nocheinmal zu ihrer Schülerin. "Wenn jemand etwas von mir will, muss er warten. Was nicht warten kann, musst du entscheiden", bemerkte sie ruhig, bevor sie sich verzog.
Torus Augenbrauen wanderten eine Etage in die Höhe, während er seine Tochter und deren Begleitung ansah. "Ich hoffe, dir geht es gut, hm?", fragte er leise und ließ sich auf einen Hocker fallen, während er erschöpft seufzte. Kurz fuhr er sich mit den Händen fahrig über das Gesicht und durch die Haare, sah an sich herab und auf die Blutflecken, die sein Oberteil zierten, weil er eine blutende Frau getragen hatte.


Zuletzt von Furyoku Toru am So Aug 04, 2013 4:42 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Lazarett "zur hängenden Feste" [Area 1 Iryônin]   So Aug 04, 2013 4:33 pm

cf: Hängende Gärten 2

Die Wunde am Kopf heilte nicht zu, ehe nicht jemand etwas tat. Distanziert betrachtet, um eine Zustandsanalyse zu geben, stand es rund herum schlecht um diesen Körper mit der auffallend dunklen Haut. Diese war zwar oftmals ein Markenzeichen für Kumogakure, aber sie war gerade eher gezeichnet von Wunden, Verletzungen, Deformationen und andere Dinge. Das Einzige, was Selvaria erspart blieb, war eine Waffe, welche noch in ihrem Körper steckte. Es waren keine Kunai, Katana oder Shuriken in ihrem offenen Fleisch vorhanden, die man erst hätte entfernen müssen. Das Schlimmste war spontan eigentlich die Platzwunde an ihrer oberen rechten Stirn unter ihrem zerzausten Pony. Dort musste sie etwas sehr Grobes und Stumpfes getroffen hatten. Wenn es kein mit Chakra gestützter Knüppel gewesen war, war es wenigstens ein Doton-Jutsu gewesen, das sie so stark am Kopf getroffen hatte, dass es sie zur Bewusstlosigkeit getrieben hatte. Vor diesem finalen Schlag waren andere Verletzungen entstanden. Durch eine Schnittwaffe hatte sie entsprechende oberflächliche, aber auch tiefere Wunden an Armen, der Hüfte und sogar der Taille. Man konnte nur von Glück reden, dass eine alte schicksalshafte Narbe an der Schulter nicht aufgegangen war. Dann hätte sie wohl gänzlich zu viel Blut verloren, und wäre kläglich entgegen jeder Hoffnungen ihres alten Partners zwischen den Felsen gestorben. An der Kante des Lebens vorbei geschrammt wie ein Auto mit überhöhter Geschwindigkeit eine Kontrolle übersieht. Hier und da waren noch Prellungen, aber die kamen eher von Faustschlägen und Tritten, als von größeren Angriffen. Auffällig waren aber auch noch Strangulationsspuren am Hals, welche sich durch rote Striemen äußersten. Es war keine richtige Verletzung, jedoch eine Körperstelle, welche wohl aufgrund von strapazierten Pulsadern beruhigt und chakramäßig gestützt werden musste, damit das Herz nicht kraftlos versagte. Jemand hatte sie wohl erwürgen wollen. Der Kampf war wahrlich vielseitig und verheerend gewesen. Doton-Nutzer, Taijutsuka, Kenjutsuka - das dürfte nicht das Einzige gewesen sein, was als Feind auf der Bildfläche erschienen war. Selvaria jedoch spürte aufgrund ihrer Ohnmacht keinen großen Schmerz. In diesem nebulösen Zustand war ihr Geist eigentlich wie betäubt. Sie war gänzlich von der Welt abgeschnitten und konnte nichts zu dem beitragen, was mit ihr geschehen würde. Sie Spätfolgen durch die ganzen Verletzungen müsste sie auch noch erst erkennen, wenn sie außer Lebensgefahr war und die Augen öffnen konnte. In so etwas wie einer Traumwelt befand sich die Sakiyurai von demher nicht. Sie war rein gar nicht ansprechbar, komplett neben sich und lag da wie ein Haufen zertretener Scherben, den jemand gefunden hatte. Was man letztlich noch entdecken konnte, waren zwei Knochenbrücke. Die Bluse, welche Risse hatte, zeigte eine kleine, aber klaffende Stelle. Würde man sie als Arzt weiter öffnen, käme einem eine abgebrochene Rippe entgegen. Eine von vorne rechts von Selvaria aus gesehen war gebrochen, sogar eher durchtrennt worden. Die Antwort darauf war ein Schwertkämpfer, welcher ihr geduckt von der Seite das Schwert dort hinein gestoßen hatte und direkt auf den Knochen aufgetroffen war. Der andere Bruch bezog sich auf eine gesplitterte Elle im rechten Arm. Es war nicht so verheerend, dass der Knochen ganz durch war. Mehr angeknackst mit einzelnen mikroskopischen Fragmenten, die sich ins umliegende Gewebe bohrten. Dies war durch einen starken Gôken-Tritt verursacht worden. Es schien fast schon ein Glückszufall zu sein, dass die Eingeweide selbst, wichtige Organe und die Blutmenge nicht tödlich getroffen worden waren.
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BeitragThema: Re: Lazarett "zur hängenden Feste" [Area 1 Iryônin]   Mo Aug 05, 2013 8:45 pm

°oO(Yay, Achievement unlockend: Leicht unverdientes Lob von Miss Strenger-Look einsacken. Warum hab ich so das Gefühl, ich hätte meinen Bericht, Senpai zu Liebe, ein wenig weniger realitätsnah gestalten können? Hmh, wer weiß. Zum Glück erwartet hier niemand von mir, auf die Schnelle irgendwelche sinnvollen Ausschmücken parat zu haben. Ist nicht mein Stil, immerhin wurde ich als brave Kunoichi erzogen. Berichte werden klar und sachlich abgeliefert, am heimischen Lagerfeuer ist genug Platz für Epik und Ausschmückung. Apropos Ausschmückung: Wird Zeit das andere Lazarett mit neuen Iryos zu schmücken. Warum schickt die nicht einfach ein zwei Jounin mit rein? Naja, mir kanns Wurscht sein. Befehl ist Befehl! Mit der Sensei-san-sama leg ich mich lieber nicht an! Besonders nicht, wenn sie mit einer … Blutkrähe bewaffnet ist. Diese Furyokus sind echt unheimlich, aber was will man von Blut-Schnickschnack auch anderes erwarten?

Ja, in Raos unaufgeklärtem Köpfchen war die Sensei mit der Blutkrähe bereits zur Furyoku avanciert, auch wenn sie es nicht offen aussprach. Stumm, aber artig nickend und Aufmerksamkeit zeigend, betrachtete Rao die präsentierte Karte. °oO(Einfach. Mr Soundso und Mr Dingenskirchen finden, benachrichtigen und zurückdackeln. Dass könnte ein Blinder. Ja, ungelogen. Könnte er. Wenn er sich im Lager erstmal zurecht gefunden hat. Mal sehen, ob Senpai und ich uns verirren und nach diesem Zwergenaufstand skelettiert irgendwo in einer Ecke gefunden werden, weil wir die beiden Iryos ums verrecken nicht finden konnten.)
Doch noch ehe Rao weitere lustige, und tödliche, Enden ihrer persönlichen Storyline spinnen konnte, wurde das Geschehen umgewürfelt. Frechheit! Da kam dieser große Kerl einfach an und meinte, nur weil er eine schöne, und vermutlich halb- bis dreiviertel tote, Frau mit sich herumtrug, ihre Aufgabe schnorren zu können. (Kenn ich den nicht? Ist dass nicht die Grinsebacke die sich als Anzugmensch verkleidet hat und es nicht fertig brachte Tsukikage-sama bei ihrer ultrawichtigen Mission, bei der sie sich warum-auch-immer als Domina verkleiden musste, nicht in mich reinrennen zu lassen? JA! Erwischt! Ick vergess dir nich!)Oo° Aufmerksam wurde wieder in den Beobachtungsmodus geschaltet, nicht das Rao den optisch bereits verlassen hätte. Innerlich verabschiedete sie sich fast schon traurig, von ihrer halbwegs sinnvollen Aufgabe und begann darüber nachzudenken, wie sie ihrer Senpai helfen konnte, dass hier 'alles in geregelten Bahnen' verlief. Sie wusste ja nichtmal, wie das hier im Normalzustand aussah, beziehungsweise ablief. Im Moment sah hier alles stark nach einem Michael-Bucht-Film aus. Nur mit weniger Explosionen. (Ok, dir wurde deine Aufgabe soeben abgenommen und du drohst, nutzlos in der Gegend rumzustehen. Sag was, um deinen Wert zu beweisen! Mach dich nützlich!)Oo°, dachts und zog das letzte Pflaster hervor, dass sie noch hatte. "Eh, mehr kann ich grad nicht beisteuern." Ein Blick aufs Pflaster und Rao seufzte leise. Natürlich hatte sie genau das Pflaster ziehen müssen, dass sie insgeheim behalten wollte, weil darauf so ein mopsiges süßes Flußpferd-Baby drauf war. (Peinlich, nur gut dass ich das nicht ertragen muss. Genieße die peinliche Stille!)Oo° °oO(Fresse!)
Unterbrochen wurde die 'Stille' aber schneller, als sie es sich versah. Hatte sie sich den unangenehmen Moment etwa nur vorgestellt oder hatte sie eh niemand bemerkt? Genoße Anzug-Grinsebacke (guter Spitzname coming soon...) sprach zu Yui und da realisierte Rao erstmal, was die scheinbar Furyoku-Sensei eben gesagt hatte. °oO(Das ist Yui-senpais Vater??? Moment, ist die blonde Sensei dann ihre Mutter?) Unentschlossen, und auch ein wenig verloren, stand sich Rao die Füße in den Bauch (you don't wanna know, how that would look) und versuchte unauffällig einen Blick zwischen Vater-, Senpai- und 'Mutter'-Furyoku hin und her wischen zu lassen. °oO(Zu viele verwirrende Gedanken im falschen Moment! Manchmal wünsch ich mir, mein kluges Köpfchen könnte mehr als im Dauerfeuermodus den intersozialen Kalkül-Phaser auf alles zu richten, was mich ablenken könnte. Konzentrationé!)
Zum besseren konzentrieren hätte sie sich jetzt ja gern selbst geklatscht, aber das käme, in Anbetracht der derzeitigen Situation, sicher mehr als fragwürdig rüber. Daher fasste Rao den Entschluss, einfach der letzten Weisung Streng-Senseis zu folgen und Yui-Senpai zu helfen. Bei was auch immer.
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BeitragThema: Re: Lazarett "zur hängenden Feste" [Area 1 Iryônin]   Mi Aug 07, 2013 4:02 am

Erschreckenderweise kam sie ohne einen Rüffel aus dem Ganzen heraus und als sie sich langsam von der Pritsche aufstand, da sie ja nun eigentlich eine Aufgabe hatte, stürmte ihr wahrhaftiger Vater hinein - mit Fracht natürlich.
Verwirrt hob die Furyoku eine Augenbraue, sah von dem halbtoten Weibchen in die blauen Kullern Torus und wieder zurück. Für normal hätte sie jetzt einen blöden Spruch darüber gemacht, dass er Frauen, welche er ins Bett kriegen wollte, doch bitte anders behandeln solle und weniger zugerichtete potentielle Partner meist besser waren, wenn sie eben in einem Stück waren. Doch sie wusste das dies nicht nur frech, sondern in solch einer Zeit wohl auch geschmacklos gewesen wäre. Außerdem wurde sie im nächsten Augenblick von ihrer Ausbilderin zur Seite geschoben, während die Verletzte auf die Liege gebettet wurde, wo sie zuvor gelegen hatte - weniger in Lebensgefahr versteht sich.
Eigentlich wäre nun der Zeitpunkt zu gehen - eigentlich. Wäre da nicht ihre Neugierde darüber, was ihr Vater mit einem offensichtlich hübschen, aber von Blut überströmten Weibchen machte - in seinen Armen wohlgemerkt. Dass er es heilen lassen wollte war offensichtlich aber das Warum konnte sich bisher nicht erschließen. Wirklich kennen tat sie die Silberhaarige immerhin nicht.
„Huh?!“, schreckte Yui aus ihren Gedanken hoch und sah kurz in die tiefvioletten Augen ihrer Lehrerin, die soeben einen Vorhang jegliche Neugierde verschlingen ließ. Gut, ihre Worte mochten diesbezüglich auch helfen, da ihr gerade allen Ernstes die Leitung über ein komplettes Lazarett überschrieben wurde. Ihr…einer Iryônin in Ausbildung.
Sie stockte und sah etwas unglücklich auf die Trennwand. Der Mund stand ihr offen, hing lose im nirgendwo und hätte vermutlich fliegen verschluckt wäre nicht ihr Vater eingeschritten, welcher ja auch noch unglaublicherweise hier war - warum wusste sie jedoch immer noch nicht. Da Miss-Halbtot nun aber verschwunden war, konnte sie ja nun einen blöden Spruch zum Besten geben.
„Besser, wäre da nicht so’n Typ, der meine Haare umwerfend fand - fast zum todriechen. Beängstigend der Kerl und bei dir? Wer ist…diese durchaus hübsche, junge Frau, welche zufällig von niemand anderem als meinem werten Vater hier her…“, eigentlich hätte sie ja weitersprechen wollen - eigentlich. Doch kaum hatte man ihr ein komplettes Lazarett übergeben, stürmte auch schon wieder ein Iryônin das Oberiryônin-Zelt.
Die Planen wurden wuchtig beiseite gestoßen und ein hektischer Iryônin von eben kam erneut rein, sah sich anschließend nach Chiharu um und runzelte die Stirn, als jene nicht in sein Blickfeld rücken wollte. „Ich müsste mit Kôshin-san sprechen…“, murmelte er und sah von einer Person zur anderen, als seine Augen an dem Erwachsenen hängen blieben. Es war vermutlich naheliegend, dass man sich zunächst an Toru wandte, nicht wahr? Was war sie schon außer seine Tochter und zufällig jemand der nun das Sagen hatte.
„Leider gerade nicht entbehrbar und derweil ist es die Aufgabe von Kaminoke-san und mir das Lager zu verwalten.“, verkündete Yui, als nun der Andere die Stirn runzelte und sie von oben bis unten musterte, das gleiche anschließend mit Rao vollzog. Wahrscheinlich konnte er sich zwei Jungspunde in solch einer Position nicht wirklich vorstellen - man konnte es ihm nicht mal verübeln. „Ich meins ernst. Wenn es irgendwelche Probleme gibt, bin ich Ihre Anlaufstelle.“ Scheinbar half das um ihn zu überzeugen. „Es geht um einen Patienten. Wir müssten eingreifen…“, gab er sich geschlagen und sah fragend zu Yui, die ihn augenblicklich ebenfalls ziemlich fragend ansah. Brauchte man dafür wirklich ihre Meinung „Warum tun Sie’s dann nicht?“ - „J…- Jawohl.“
Damit wollte der Kerl eigentlich abhauen und kurz fragte sich die Furyoku, ob er das nicht hätte von sich aus entscheiden können, als ihr etwas einfiel. „Schick mir außerdem jemanden her, der mir einen aktuellen Lagebericht liefern kann.“, ihre Stimme klang längst nicht so trocken, geschweige denn befehlshaberisch wie die von ihrer Sensei, aber immerhin war sie bereits soweit, dass man tat, was sie sagte. - Schon mal viel wert.
Anschließend schob sie sich kurz aus dem Zelt schaute sich um und musste feststellen, dass das andere Lazarett ihr wesentlich lieber gewesen war. Dort hing wenigstens nicht der eklige Geruch von Eisen und Alkohol in der Luft.
Apropos anderes Lazarett.
Sie schob ihren Kopf wieder herein und musterte ihren Vater von oben bis unten, ehe sie ein keckes Grinsen aufsetzte. „Solltest du nicht meine Aufgabe erledigen? Oh und wenn du einen gewissen schwarzhaarigen Irren sehen solltest, grüß ihn von...- wie nannte er mich? Sunny...ja, genau - grüß ihn nett von mir, ja?“
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BeitragThema: Re: Lazarett "zur hängenden Feste" [Area 1 Iryônin]   Sa Aug 10, 2013 7:10 pm

Out: Sorry ich war sehr... äh... Ideenlos xD Und ich fasse der Vereinfachung wegen mal zusammen, statt mit 2 Accounts zu posten.

Chiharu

Es hatte keinen fachmännischen Blick gebraucht, um zu erkennen dass die Frau, die Toru dort auf den Armen getragen hatte, kurz davor war, direkt über den Jordan zu springen und zwar mit Anlauf. Wäre es anders gewesen, hätte sie ihn verwiesen, eines der Behandlungszelte aufzusuchen aber irgendwo konnte auch sie es nicht über's Herz bringen und einfach irgendwen zurück lassen. Ohnehin: Wozu gab es die verdammten Lazarette, wo sie ihren Dienst schuftete, wenn man alle Verletzten zurücklassen sollte? Sie hätte keine Arbeit und das Lazarett wäre leer. Also hatte die blonde Frau nicht lange überlegt und sich eben dem Schicksal gefügt.
Vielleicht war es auch eine kurze Flucht aus der Organisation. Im Grunde stand ja alles und alles war erledigt, aber alle zehn Minuten kam irgendein Idiot herein und fragte völlig elementare Dinge, bei denen sich die Iryônin am liebsten mit der flachen Hand vor die Stirn schlagen würde, anstatt eine ernsthafte Antwort zu geben. Das hatte ihre Laune in den letzten Stunden auch erheblich beeinflusst. Sie war mit der Zeit noch reizbarer geworden, als sie so schon oft war. Dennoch war sie jetzt einmal in ihrem Element und konnte all das für die Behandlung beseite schieben. Hier lag alles nötige zur Behandlung bereit und was sie brauchte konnte sie Notfalls mit wenigen Schritten erreichen.
So untersuchte sie zunächst die Halbleiche vor sich auf innere Verletzungen, vornehmlich solche, die sie eben nicht sehen konnte, wie den offenen Bruch, die Hämatome, die Schnittwunden, die Platzwunde. Sie fand den Trümmerbruch der Elle und die Würgemale am Hals. Eigentlich hätte man sie sehen können, aber die Frau war angezogen und hatte überall Blut und Dreck. Dementsprechend musste das zunächst beseitigt werden. Zumindest dort, wo sie Schnittwunden hatte, entfernte Chiharu die Kleidung der Frau, desinfizierte alle offenen Wunden und heilte eine nach der anderen. Begonnen mit der am Kopf, die momentan noch am stärksten blutete, folgte recht schnell die Wunde mit der gebrochenen Rippe, die gerichtet und dazu angeregt wurde, sich wieder zusammen zu setzen, während Muskulatur und Haut drumherum wieder Form annahmen.
Es war anstrengend die Dunkelhaarige Schönheit zu heilen und die Blutungen überall unter Kontrolle zu halten, aber da alles recht routiniert funktionierte, kam sie klar. Sie hatte noch kein Chakra verbraucht, außer das geringe Maß, um Yui auf die Beine zu kriegen, sodass sie keine Probleme haben dürfte, was das anging. Sich mit dem Handrücken über die Stirn wischend, fragte die Kôshin sich, ob es klug war, alle Wunden direkt zu heilen, anstatt einige kleinere nur zu verbinden oder zu nähen, insofern es möglich war. Jede Heilung verlangte immerhin nicht nur ihr selbst etwas ab, sondern auch dem Körper, der ja Zellen nachbilden musste und wieder zu sich kommen sollte.
Letztendlich heilte sie auch den Splitterbruch der rechten Elle, sowie das Gewebe drumherum, bis nurnoch das übergroße Hämatom am Arm zu sehen war. Die großen Schnittwunden heilte sie leicht, damit sie klein genug wurden, damit ein Verband reichen würde. Die kleinen Verband sie gleich. Irgendwie widerstrebte es ihr unwillkürlich, die Frau zu nähen, denn die Narben würden die schöne Haut entstellen. Zum Schluss heilte sie die angegriffene Haut am Hals, unterstützte mit ihrem Heilchakra die regeneration der Halsschlagader und wanderte mit ihren Händen letztendlich zum Kopf der Frau, wo sie zu Beginn die Platzwunde geheilt hatte. Sie versuchte die Schwellung einzudämmen, die Schmerzen der Frau zu lindern.
Nach einer gefühlten Ewigkeit konnte die Blonde wohl von sich behaupten, die Fremde zumindest in einen stabilen Zustand gebracht zu haben, auch wenn sie wohl noch einige Heilungen, Ruhetage und vor allem Untersuchungen würde über sich ergehen lassen müssen. Dazu musste sie aber ersteinmal zu sich kommen. Wie die ganze Zeit bereits schweigend, reinigte Chiharu sich letztendlich nocheinmal die Hände, verband alle noch zu verbindenden Wunden und schnaubte letztendlich. Die Frau bräuchte theoretisch keine Kleidung mehr. Dennoch war ihr Körper jetzt geschwächt, noch mehr, als zuvor, auch wenn er stabil war. So warf sie der Frau ein Patientenhemd über, anstatt der zerfetzten, blutigen Kleidung, die sie zuvor getragen hatte und deckte sie mit einer leichten Decke zu, um sich neben sie zu setzen und sie zu überwachen. Wenn keiner aufpasste, konnte sie wohl immer noch kollabieren und letztendlich war ihre Arbeit umsonst.

Toru

Der großgewachsene Kerl beäugte seine Tochter und Rao, wie sie beiseite geschoben wurden und musste feststellen, dass er das Mädchen irgendwoher kannte. Zumindest hatte er sie schon gesehen und irgendwie schwante ihm dabei nichts Gutes. Andererseits war das womöglich an Tagen wie diesen Allgemeinhin so. Was genau sie mit dem Pflaster in der Hand wollte, war ihm nicht klar, aber er überging es einfach im Eifer des Gefechts und ließ sich auf den Stuhl fallen, um seiner Tochter dabei zuzusehen, wie sie dastand mit einer Aufgabe, die ihr wohl zu groß für sie schien. Er ließ die Frage, wer die Frau war, ohne zu murren über sich ergehen und wollte gerade zu einer Antwort ansetzen, als ein Iryônin hereingestoben kam und ihn ansprechen wollte. Der Furyoku grinste, hob entschuldigend die Hände und deutete auf Yui, um dem Kerl klar zu machen, dass er hier garnichts zu sagen hatte, das war nicht sein Revier.
Außerdem wollte er sich nicht mit der wenig charmanten Lehrerin anlegen.
Sein Grinsen wurde aber augenblicklich breiter, als er beobachten konnte, wie die junge Frau nun reagierte. Augenblicklich sah er wieder ihre Mutter vor seinen Augen, zugleich aber leider auch seine Schwester und dennoch überkam ihn ein gewisser Stolz, dass sie so einwandfrei auf den Putz hauen konnte, wenn sie wollte. Es erleichterte ihn insgeheim ein wenig um die Sorgen, die er sich hin und wieder machte, ob sie allein klar kam, wenn er mal wieder nicht da war... oder irgendwann garnicht mehr da war. Seufzend sah er ihr hinterher, wie sie ihren Kopf aus dem Zelt steckte und dann doch wieder umkehrte, wie ein scheues Reh, das nur kurz sehen wollte, ob die Luft rein war.
Ihr Grinsen und die Ansage ließen ihn den Kopf schütteln. Manchmal war sie eben auch einfach wie er selbst. "Ich liebe dich mein Schatz, aber übertreib's nicht.", knurrte er kurz ironisch, bevor er sich abermals nachdenklich durch die Haare fuhr. "Ich habe sie zwischen Felsen gefunden, als ich hierher gerufen worden bin. Lag also auf'm Weg. Und deine Aufgabe müsstest du mir schon erstmal erklären, wenn ich sie erledigen soll." Seine Stimme klang ruhig und wie immer ein wenig belustigt. Dennoch zuckten seine Augen kurz zwischen der Genin und seiner Tochter hin und her. "Soll ich euch was verraten? Ihr dürft jetzt Genin hier reinzitieren und als Boten herumschicken", witzelte er kurz, während er nachdachte, was Yui wohl mit dem Typen meinte, der sie so genannt hatte. Ob es der Angreifer war? So genau waren die Angaben nicht gewesen. Andererseits war er sich sicher, dass die Hyôrin das schon regeln würden, wenn die dort Anwesenden nicht klar kamen.
Dafür saß Itsuki ja immerhin in der Zentrale, um anderer Leute Ärsche herum zu schicken und den eigenen platt zu sitzen. Noch immer auf seinem Hocker sitzend, sah er wieder zu der Braunhaarigen und dann doch wieder zu ihrer Begleiterin, weil er sich dazu weniger verrenken musste. "Was für ein schwarzhaariger Irrer eigentlich?"
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BeitragThema: Re: Lazarett "zur hängenden Feste" [Area 1 Iryônin]   So Aug 11, 2013 12:35 pm

Wenn man von dem benebelten Zustand ausging, in dem Selvaria sich mit ihrer Bewusstlosigkeit befand, schien es beinahe an einen glücklichen Zufall zu grenzen, dass etwas in irgendeiner Art zu ihr durchdrang. Sie konnte es keinesfalls in diesem Moment mit irgendwelchen Bildern vorm geistigen Auge oder mit Worten in ihren Gedanken gesprochen festhalten, aber irgendein Teil ihres schwammigen Bewusstseins regte sich, und merkte, dass sich etwas tat. Übertragen fühlte es sich wohl an als würde eine unbekannte Person mit etwas Weichem über die Haut der jungen Frau fahren, was das geistige Abbild ihres Inneren verwirrt, aber sanft lächeln ließ. Nur entsprach das den Tatsachen nicht. Die Hände, die sich an ihr zu schaffen machen, berührten sie nicht auf solch beruhigende Weise, sondern glühten wohl immer wieder aufgrund medizinischen Chakras auf, um ihre Verletzungen zu heilen, die ihr bei bewusstem Zustand wohl die Schreie höchstpersönlich aus dem Leib getrieben hätten. Allem voran die Wunde am Kopf hätte gebrannt und geschmerzt wie zehn Bullen, die über ihren Kopf gestampft wären. Normalerweise war das auch nicht die Art der Silberhaarigen. Bodenständig, loyal und reserviert wie eh und je, aber sie schrie gewiss nicht herum. Doch hier wäre das beim Aufwachen ohne Heilung - wenn es soweit je gekommen wäre - der eindeutige Fall gewesen. Auch sie hatte keine unbekannte Schmerzensgrenze. Dennoch auch keinen Level, auf dem sie trotz Heilung ungehindert weiter gen Abschied marschierte. Zwar erblickte Selvaria kein schicksalshaftes Licht um die nächste Ecke ihrer letzten gesunden Gehirnwindungen, aber als ihre Sehnerven wieder halbwegs anfingen Signale zu senden, die Zahnräder im Köpfchen sich ein wenig drehten, da sah sie doch ein paar Unterschiede. Zunächst war alles dunkel, die Augen waren natürlich geschlossen. Und es fühlte sich an, als wären nicht ein paar Stiere über sie gelaufen, sondern als hätten sich alle Boss-Kuchiyose der Welt auf sie drauf gesetzt. Vor allem ihr Schädel pochte wie noch nie zuvor. Sie verzog missmutig ein wenig die Stirn, versuchte sich auf ihre Sinne zu konzentrieren und sah eigentlich nur durch ihre Lider hindurch, dass es um sie herum hell war. Sie konnte sich dennoch nicht daran erinnern, was war, also sie bewusstlos geworden war. War es da vielleicht Nacht gewesen? Wie lange war sie nun schon bewusstlos? Mit noch geschlossenen Augen bewegte Sel wenige Millimeter ihre Fingerspitzen, die ein Material verspürten, was eindeutig auf etwas Bettähnliches hindeuteten. Als sie die Hand ein wenig zu sich führte, merkte sie lange Kleidung. Ihre Intuition sagte ihr, dass das nicht ihre Klamotten waren, aber immerhin trug sie überhaupt was und lag nicht wie Eva allein im Walde. Lohnte es sich überhaupt die Augen aufzumachen? Vielleicht käme ein großer Schock, dass sie erblindet sein könnte. Eventuell erklärte sich ihr Kopfschmerz so, dass ihr Hirndruck angestiegen war, und auf die Sehbahnen drückte. Sie würde nichts sehen. Kurzzeitig unter eine Art Druk versetzt, zog Selvaria die Stirn kraus. Quasi das erste Anzeichen für Anwesende, dass sich etwas in ihr rührte. Es ertönte dafür aber noch nicht. Ihre Augenbrauen zitterten vorsichtig, bevor ihre Lider anfingen zu flackern. Sie sah nur ganz kurz, dass es hell war und irgendwie eine Art Decke über sich. Unter freiem Himmel war sie nicht. Dann hielt sie die Augen wieder geschlossen, holte Luft und spürte ein erhebliches Stechen im Brustkorb. Das trieb ihr dann doch verzogene Züge in die Gesichtsmuskeln. Daraufhin öffnete sie aber auch die Augen langsam und erkannte, dass sie in so etwas wie einem Zelt lag. In ziemlich klinischer Kleidung, auf einer Liege zwischen einigen Tischen mit Utensilien, weiter entfernt anderen Leuten und einigen Medizinern, die hier umher sprangen. Mehr oder weniger. Zumindest dachte sie das zu sehen, als sie das Gesicht mit halb geöffneten Augen nach rechts neigte. Wo war sie hier? Wer hatte sie gerettet und geheilt? Ihr Gesicht wirkte ziemlich hilflos und desorientiert. Als sie es wieder drehte, entdeckte sie gewisse blonde Haare, die zu einer Frau gehörten, die sich in ihrer Nähe niedergelassen hatte. Hatte sie das getan? Sel war sich unsicher, ob sie sie ansprechen sollte. Zudem war ihr immer noch sehr schwummrig und jeder Zentimeter Bewegung tat an irgendeiner Stelle ihres Leibes schon weh. Auch das Neigen des Schädels fühlte sich an, als würde man eine Brühe in ihrem Kopf hin und her schütten. Sie musterte die Frau, die offenbar eine Ärztin war, und entschloss sich schließlich zu testen, ob sie selbst überhaupt sprechen konnte. "Wo bin ich hier?", ertönte rau und trocken das erste Mal ihre Stimme.
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BeitragThema: Re: Lazarett "zur hängenden Feste" [Area 1 Iryônin]   Mi Aug 14, 2013 10:03 pm

°oO(Echt super. Wir haben die Verantwortung für ein ganzes Lazarett und Supreme Sensei Furyoku-Ma'am kümmert sich per Privatbehandlung um eine einzige Patientin. Dachte immer, so ein Fall wäre ein Klacks für die Iryo's, aber da lag ich offensichtlich falsch. Gut, hätte mir die Wunden dieser Frau auch mal näher ansehen können, so als angehende Iryo in spe, aber egal. Vieleicht sollte ich mich zunächst nur darauf konzentrieren, Yui-Senpai beiseite zu stehen. Immerhin soll ich ihr ja helfen, das ganze hier zu managen. Ha, Ge-Nin im Management! Wer hät's gedacht? Gut, Kaa-san hats offiziell auch nie weiter gebracht, aber egal. Wayne interessierts?)

Den letzten Gedanken hätte sie sich wohl lieber verkniffen, denn als sie erstmal aus dem Zelt trat um etwas “frische” Luft zu schnappen, sah sie in einem anderen Zelt einen miesgelaunten Kerl mit Cowboyhut böse zu ihr rüberblicken. Kurz schüttelte Rao ihr Köpfchen und sah nochmals hin. Der Kerl war weg. (Haluzies, erster Schritt zum Wahnsinn und damit zur Weltherrschaft!)Oo° Was sie nicht gesehen hatte war, dass der Kerl, seines Hutes von einer Iryo beraubt, auf eine Pritsche gelegt worden war. Man kümmerte sich um ein recht merkwürdiges Problem bei ihm, er konnte nicht mehr aufhören böse, grimmig, oder einfach nur verkniffen durch die Gegend zu starren. Das beendete aber nicht das Kabinett der Kuriositäten. Nein, im nächsten Moment kam schon ein weiterer Bote ans Kôshin-Zelt, bettelnd um Rat und hoffent auf tatkräftige Unterstützung. Der Kerl, ein junger Iryo-Anwärter ersten Lehrjahres, dessen Gesicht keine Sommersprossen mehr enthielt, sondern seltene Fälle von nicht besommersprossten Flecken, konnte gerade noch so abbremsen, sonst wäre er vermutlich in Yui und Rao geknallt. (Das war verdächtig knapp! Ich sags ja; sich anbahnender Running-Gang!)Oo° Hustend und keuchend, und offenbar nicht bester Verfassung, rang er kurz nach Luft. ”Wir kriegen den Kerl in Zelt 43-B einfach nicht stabilisiert! Und Kawashima aufs 43-A gehen die Verbände aus! Ich muss zu Kôshin-san!” °oO(Wie meint der dass mit 'stabilisieren'?) Ging es Rao darauf hin schlagartig durch den Kopf, ehe sie gekont eine Antwort formulierte. Freilich nur im Geist. Auf dem Weg zum Mund vergass sie die Hälfte davon wieder. Die andere Hälfte konnte ihren Verlust nicht vergessen und beging auf Rao's Lippen Seppuku, weshalb aus ihrem Mündchen nurnoch ein verschrecktes "Eh … ähm … also … Kôshin-san … " Sie blickte sich hektisch um. Wer war diese Kôshin-san jetzt gleich nochmal? Der andere Bote hatte diesen Namen ja auch verwendet, also musste die genannte Person irgendwie wichtig sein. Im Zelt hinter ihr waren aber nur Yui-senpais Vater Grinsebacke und ihre Mutter Supreme Sensei Ma'am. Gut, da war noch diese Verwundete, aber wenn diese Kôshin-san ebenfalls eine Iryo war, würde sie sich wohl kaum so zurichten lassen. Selbst Rao wusste, das Iryo's sich nicht im Kampf verwunden lassen durften. Und die da war mehr als verwundet gewesen! Unsicher sah Rao zu Yui-senpai, aber da eilte schon der nächste Bote heran, diesmal ein Mädchen, welcher es wohl gelüstete die unerfahrene Hektik und Panik ihres Vorgänger noch in den Schatten zu stellen. ”Oh Gott, wo ist Kôshin-san? Wir brauchen sie, um in Zelt 23-A zu operieren! Dem Kerl wurde fast der Arm weggesprengt, da ist überall Blut!” kam es schrill von der brünetten Iryo-Anfängerin, die mit ihrer undurchsichtigen Brille irgendwie creppy wirkte. (We're goin' to die, aren't we?)Oo° Ein wenig musste die Kaminoke schon um ihre, sonst so unbeschwerte, Fassung ringen, ehe sie zu einer, diesmal etwas klareren Antwort ansetzte. "Kôshin-san ist … indispuniert." Tolle Verwendung eines Fremdwortes, besonders wenn man gerade keine Ahnung hat, wo genannte Person sein könnte. So hält man sich wenigstens die Option frei, am Ende sagen zu können, man hätte schlicht die Bedeutung des Wortes missverstanden. Würde zwar trotzdem peinlich enden, aber nicht zu sehr. Sieg nach Punkten für Rao! Freddy Freckle und Glasses Girl fanden das natürlich nicht direkt gg und verlangen nun eben von ihr eine Antwort aus dem ff. Immerhin war Rao nun so etwas wie eine Ansprechperson, leider konnte die noch weniger als die panischen, aber wenigstens gelernt hysterischen, Noobs hier. °oO(Ich bin Yui-senpai keine Hilfe, was das Entgegennehmen von Hilferufen anbelangt.) (Ach was. In der Liebe, im Krieg, und besonders im Lazarett, ist alles erlaubt.)Oo° Vorsichtig tippte sie Yui-senpai an, die gerade mit dem Kopf im Zelt steckte und wohl mit ihrem Vater redete. Zu den beiden Bittstellern meinte sie nur "Ich äh … will mir nur rasch eine zweite Meinung einholen!" Sowas sagten die doch immer, in diesen Arzt-Serien!

(OoC: Sorry, hab grad erst bemerkt, dass ich ja dran war, hihi ^^')
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BeitragThema: Re: Lazarett "zur hängenden Feste" [Area 1 Iryônin]   Mo Aug 19, 2013 3:41 pm

„Das Leichtverletzten Lazarett evakuieren sofern das eben möglich ist.“, antwortete Yui recht knapp auf die Frage ihre Vaters hin, der noch immer gemütlich in einem der Stühle thronte, „Dazu sollten wir uns eigentlich zwei weitere Iryônin suchen, warte ich…“
Die junge Dame drehte sich einmal um ihre eigene Achse, suchte mit ihren olivgrünen Kullern nach der Karte, welche ihre Ausbilderin zuvor benutzt hatte. Doch ehe sie dazu kam, jene zu finden, lauschten ihre Ohren vor dem Zelt erneuten Hilferufen, die sich offenbar alle auf Rao abwälzten, während sie hier drin war.
Hatte Chiharu wahrlich so viel zu tun? Vor allem so viel unwichtiges? Wer fragte schon nach Verbänden oder ob man eine Notfalloperation durchführen dürfe? Bekam man nicht etwa beigebracht als Iryônin nicht auch selbst Entscheidungen zu fällen? Bei ihr war das jedenfalls der Fall. Stand direkt nach ‚Lass dich ja nicht treffen in einem Kampf wo du als einzige Medicnin anwesend bist!‘
Jedenfalls ließ Yui ein Seufzen verlauten, ehe sie entschuldigend zu ihrem Vater blickte, den sie offenbar stehen lassen musste. „Warte kurz.“, sie hob den Zeigefinger, zuckte mit den Schultern, ehe sie die Zeltplane beiseiteschob und eine umringte Genin freigab.
„Kôshin-sensei behandelt gerade selbst einen schwierigen Fall.“, meinte Yui kurzerhand und hob dabei beschwichtigend die Hände, „Sofern das abgeschlossen ist, wird sie auch wieder das Kommando übernehmen, solange dies nicht der Fall ist hab ich - ja, das ist kein Witz - hier die Aufsicht.“
Punkt eins geschafft. Nun musste sie die Probleme noch irgendwie lösen. Fragte sich nur wie. Immerhin managte sie nicht tagtäglich eine Masse von heilenden Händen. „Für die Verbände hätte man auch einen einfachen Lehrling schicken können. Gibt genug Lagerstädten dafür.“, warf sie dem Kerl ein wenig barsch entgegen, „Was die zwei Fälle angeht wird der Patient auch nicht stabilisiert, wenn Sie hier weiter rumstehen. Versuchen Sie ihr bestes. Für die Operation…“ Ja, was machte sie da? Sie konnte nachvollziehen, dass man diesbezüglich Hilfe wollte, aber von ihrer Vorgesetzten war dies gerade schwer möglich.
Sie ließ ein tiefes Grummeln verklingen, ehe sie sich an die Schläfe fasste und jene begann zu massieren. Kaum war sie hier schob hatte sie mehr Probleme als vorher. „Ich werde schnellstmöglich einen für die Aufgabe finden. Gehen Sie voraus, bereiten sie alles schnellstmöglich vor und fangen Sie ihm schlimmsten Falle an.“
Damit wandte sich die Furyoku von dem verängstigen Mädchen ab und sah auf die Zeltwand. „Papa? Rao und ich werden dich bis zu den Iryônin begleiten, die dich mit ins andere Lazarett nehmen. Dort ist übrigens auch der schwarzhaarige Irre, der mich angegriffen hat, aber den wirst du sicher noch kennenlernen.“ Und damit ging sie stur in die Richtung zu einigen Zelten derweil auf der Suche nach einem fähigen Shinobi, dem sie die Operation zutrauen würde.
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BeitragThema: Re: Lazarett "zur hängenden Feste" [Area 1 Iryônin]   Mo Aug 19, 2013 6:42 pm

Chiharu

Nun, sie war durchaus nicht taub, aber konzentriert. Dennoch hörte sie natürlich, dass hinter dem schweren Vorhang der etwas Privatsphäre und Stille gewähren sollte, wo sie Mangelware war, einiges vor sich ging. Und sie bemerkte auch durchaus, dass ihre Schülerin es weitesgehend im Griff zu haben schien und selbst deren Freundin nicht nur dumm herumstand. Dass sie nicht viel helfen konnte, war wohl klar, immerhin war sie nichtmal Iryônin oder Anwärterin. Jedenfalls nicht das Chiharu wüsste. Die gähnte kurz verhalten und schüttelte den Kopf, während sie ihren Gedanken nachhing und nur am Rande bemerkte, dass die Frau aufwachte. Dennoch starrte sie sie nicht gleich an, wartete ab, ob sie sich erschrecken würde oder sonstiges.
Aufregung wäre für den geschundenen Körper wohl weniger gut.
So wandte sie ihren Kopf langsam, musterte die Frau mit ihren blauvioletten Augen und musterte sie kurz kritisch. Ob sie die Frage nach dem Ort ihres Befindens ernst meinte? Wäre bei der Kopfverletzung nicht ungewöhnlich. "Tsukigakure", antwortete die Iryônin also nüchtern, steckte sich eine Strähne, die aus ihren hochgebundenen Haaren gefallen war, wieder zurück und schwieg dann kurz, während sie sich umsah, bevor sie ihren Blick wieder Selvaria zuwandte.
"Haben sie Schmerzen? Durst? Hunger?", fragte sie langsam und wartete eine Antwort ab. Würde die Frau erklären, dass sie eines davon hatte, würde sie sich darum kümmern, die Schmerzen mittels Heilchakra zu lindern. Ihr Genjutsu war wohl keine gute Idee für eine so stark zugerichtete Frau. Wer wusste schon, ob sie das als Angriff interpretieren würde. Würde sie Hunger oder Durst äußern, würde sie eben Wasser oder etwas Essbares vorgesetzt bekommen.
"Ihr seid schwer verletzt. Bewegt euch nicht zu viel und versucht zu schlafen. Ich werde wieder herkommen, aber ich habe vorerst anderes zu tun. Sie sind mitten in ein Großereignis gestolpert, junge Dame." Mit ihrem üblichen nüchternen Ton erklärte die Kôshin also, dass sie weg musste und seufzte leise. Wenn die Frau wach war, war sie stabil und würde so schnell schon nicht abnippeln. Da konnte sie getrost weiter ihre Arbeit machen und jemand anderen hier reinschicken.
Schweigend erhob sie sich also von dem Stuhl ließ die Frau damit allein und warf einen Blick auf die Anwesenden. Yui und ihre Freundin, sowie ihr Vater waren gerade im Begriff, sich zu verziehen. Kurz kniff die Blonde die Augen leicht zusammen und ging ihnen nach, sodass sie im Zelteingang stand. "Sie ist wach und stabil. Kümmer dich um das Mädchen, du hast es angeschleppt, Toru. Ich gehe mit deiner Tochter", verkündete sie in ihrem üblicken Befehlston, sah, wie der Hellhaarige sie ansah und zweifelnd das Gesicht verzog, bevor er seine Tochter musterte.
Ohne eine Widerrede zu akzeptieren, bewegte sich Chiharu aber zu Yui und Rao und ging mit den beiden mit. "Im anderen Lazarett sollte die Lage hoffentlich bald im Griff sein, heißt wohl, dass ein paar Leute den Typen in Schach halten oder ihn zumindest handeln können. Wir müssen aber trotzdem die Leute von dort hierher bringen. Zumindest sagte das der Vogel, der vor deinem Vater hier war."


Toru

Es erfüllte Toru gewissermaßen mit Stolz zu sehen, dass seine Tochter irgendwie den befehlshaberischen Ton drauf hatte, den viele seiner weiblichen Familienmitglieder irgendwann an den Tag legten. Dennoch beunruhigte es ihn gleichzeitig ein wenig. Wenn sie so weitermachte, hatte sie ihn irgendwann genauso im Griff, wie Kairi es hatte. Kopfschüttelnd verwarf er aber den Gedanken und hoffte, dass seine Tochter doch etwas mehr nach ihm oder ihrer Mutter kam, als nur nach seiner Schwester und der herrischen Iryônin, die sie in diesen Künsten ausbildete.
Nicht, dass er etwas gegen starke Frauen hatte, aber sie waren anstrengend.
Unwillkürlich glitt sein Blick dabei zu dem Vorhang, der das Zelt abtrennte und hinter dem eine dieser Frauen saß. Nachdenklich schürzte er die Lippen. Er schätzte, sie würde sich sogar mit Hikari anlegen, wenn sie musste. Ganz sicher sogar. Und er würde dann wieder irgendwie dazwischentreten, denn das passierte ihm leider Gottes viel zu oft. Dass er irgendwo dazwischentrat, wo es nicht gut war.
Die Stimme seiner Tochter lenkte seine Aufmerksamkeit aber wieder ab und er dachte darüber nach. Iryônin suchen, die das andere Lazarett aufräumten. Klang nach einer ewigen Suche mit dem Ergebnis, dass man sie ja doch nicht finden würde. Während er darüber nachdachte, war sie dabei, die Probleme der armen Menschen vor dem Zelt zu lösen und Anweisungen zu verteilen, weshalb er sich erhob und sich in den Eingang stellte, die Plane offen hielt. "Zu Befehl, Yui-sama", bemerkte er leise und verzog belustigt das Gesicht. Dennoch machte er keine Anstalten, zu protestieren oder sich zu wehren, das übernahmen andere für ihn.
Chiharu tauchte hinter ihm im Zelteingang auf und verkündete, dass er sich doch bitte um sein Mitbringsel kümmern sollte, solange sie zu tun hatte. Nicht, dass er etwas dagegen hatte, tatenlos in einem Zelt herum zu sitzen, aber jetzt? Und seine Tochter allein herumlaufen lassen, während da weiter dieser Irre irgendwo herumspazierte und...? Kopfschüttelnd musterte er Yui und stieß leise die Luft aus den Lungen. Die Kôshin würde ihm die Hölle heiß machen, wenn er widersprach.
"Passt auf euch auf", verabschiedete er sich also ruhig, ging an der Iryônin-Mutter des Lazaretts vorbei und warf ihr einen eindeutigen Blick zu, bevor er wieder im Zelt verschwand. Schweigend ging er zu dem Vorhang, verharrte kurz und atmete tief durch, bevor er sich dahinter schob und die Frau musterte, die auf der Pritsche lag, offensichtlich verbunden und zugedeckt. Fraglich, ob sie etwas anhatte, er war ja nicht hier gewesen. Zunächst schweigend setzte er sich auf den Platz, den Chiharu vorher beansprucht hatte und sah sie an.
"Mein Name ist Toru, ich habe Euch gefunden", erklärte der Hyôrincaptain ruhig und verzog die Lippen zu einem schmalen Lächeln, um sie nicht zu verschrecken. Er hob sich die Fragen vorerst auf. Erstmal sollte sie zu sich kommen. Womöglich würde sie auch garnicht reden wollen. Aber wenn man sich weiter um sie kümmern sollte, musste er herausfinden, wer sie war, ansonsten blieb ihnen nichts übrig, als sie hier zu lassen, sobald das Lazarett abgerissen wurde.
So lagen seine graublauen Augen schweigend auf ihr.
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BeitragThema: Re: Lazarett "zur hängenden Feste" [Area 1 Iryônin]   Mo Aug 19, 2013 11:04 pm

Verwundert und ahnungslos zugleich lag die Dunkelhäutige an dieses Bett gefesselt vor der blonden Frau, die ziemlich routinemäßig rüber kam. Doch weder dieses Verhalten noch das Aussehen dieser Fremden kamen ihr bekannt vor. Da war nichts, was ansatzweise klick machte oder für einen Schwummer sorgte, der Vertrautheit verlauten ließ. Nicht einmal in Bezug auf sie selbst. Glücklicherweise lenkten aber die Antworten der Iryônin Selvarias Gedanken ab, die sich soeben schicksalsergeben in ihr versucht hatten auszubreiten. Tsukigakure? Was ist das? Wo...? Die Stirn nach wie vor zusammengezogen, konnte sie nichts mit diesem Namen anfangen. Ihr war nicht einmal klar, dass es sich dabei um ein großes Dorf mit einem Kage handelte, der nach außen hin nur ein Jônin war. Nur vertraute Kräfte kannten den echten Titel. Die Sakiyurai gehörte definitiv nicht dazu. Auf die Frage nach Hunger oder Durst reagierte sie aber gleichfalls irritiert. Hunger hatte sie sicher nicht. Dafür war das dumpfe Gefühl in ihrem Brustkorb zu stark. Sie fühlte keinen Magen, sondern nur irgendwas, was da war, aber nicht ... richtig war. Ferner war es einfach der Rippenbruch, der noch spürbar war, obwohl er bereits verarztet worden war. Lediglich ihr Hals meldete sich durch Trockenheit und Schmerzen beim Sprechen zu Wort. Aber bevor Sel irgendwas entgegnen konnte, stand die Blondine auf, gab eine Empfehlung und kleine Informationen, und verzog sich dann. Sie war also schwer verletzt worden, deswegen dieser gesamte fast schon ironische Zustand. Die Taubheit, der Nebel in ihrem Hirn, das schwummrige Gefühl im fast ganzen Körper. Doch was für ein Ereignis? Stimmte irgendwas mit diesem Tsukigakure nicht? Ein Überfall auf die Stadt? Ein Brandanschlag oder dergleichen? Mit pochendem Schädel drehte Selvaria das Gesicht gen Decke des Lazaretts, da sie es vorher geneigt hatte. In was für einer Lage befand sie sich hier nur? Sie konnte sich keinen Fetzen daran erinnern, warum sie hier gelandet war, geschweige denn, wo sie sich befand, wer die Leute waren - wer sie war. Wenn sie ihre eigene Stimme hörte, wusste sie zwar, dass sie es war, aber nicht, zu was für einer Frau diese Tonlage gehörte. Einen kurzen Augenblick später kam wieder jemand zu ihr, der nicht gerade schmächtiger Gestalt war. Er setzte sich, die Silberhaarige öffnete ihre verspannt geschlossenen Augenlider und neigte das Gesicht wieder zu diesem Plätzchen, das wohl Besuchern diente, die sich für sie interessierten. Toru?, hielt sie gedanklich kurz fest, um nicht völlig neben sich zu stehen, wenn sie irgendwie auf ihn reagieren sollte. Die gelben Augen prägten sich das Gesicht gut ein, das gehauptete, sie aus dem Schlamassel gerettet zu haben. Dann erweichten ihre Gesichtszüge und sie sah sowohl zart als auch hilfsbedürftig drein. "Danke, dass Ihr das getan habt", antwortete Selvaria mit einem ehrlichen schwachen Funkeln in den Augen. Sie wusste ja nicht ansatzweise was für eine Natur in ihr steckte, die nur gerade schlief wie ein großer Bär in seiner Höhle während des Winters. "Die Frau ... sagte, wenn ich Durst habe - könnte ich ... trinken, bitte? Mein Hals..." Kurz versuchte sie sich zu räuspern, aber das scheiterte gehörig. Es klang eher wie ein im Sande verlaufendes Kratzen. Schmerzhaft schluckte Selvaria, bevor sie wieder in der Lage war, etwas zu äußern. "Leider kann ich ... mich nicht vorstellen. Ich kann es wirklich nicht." So viel stand schon jetzt fest. Selbst, wenn sie hätte sagen wollen, wer sie war, kam ihr kein Name auf die Lippen, der zu ihr gepasst hätte in dieser Sekunde. Daraufhin schaute sie Toru auch ziemlich traurig an, da sie wusste, dass das schwerwiegende Konsequenzen haben konnte.
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BeitragThema: Re: Lazarett "zur hängenden Feste" [Area 1 Iryônin]   Mi Aug 21, 2013 11:16 pm

°oO(Wie gut eine Senpai zu haben, die im rechten Moment übernimmt. Müssen Profi-Iryonin immer unter Stress arbeiten? Mit einem Ohr den Untergebenen lauschen, mit dem Mund kluge Ratschläge und/oder Anweisungen geben, mit den Händen in irgendwem rumwühlen, mit dem anderen Ohr Patienten lauschen, die zuvor befragt wurden und gleichzeitig noch genug Management hinkriegen, damit auch die anderen Iryo's optimal eingeteilt sind? Scheint nämlich, dass genau dass hier verlangt wird. Keine Ahnung wie Furyoku-Narben-Sensei das aushält, aber sie kann froh sein, dass Yui-senpai schon gut genug ist, ihr einige Aufgaben abzunehmen, die da kommen nämlich ums verrecken nicht allein zurecht. Ich hoffe nur, dass ich … also, falls ich das Iryo-Zeug anfange, das besser hinkriege. Wenn ich genau so faile, wird das üble Nachrede nach sich ziehen. Vonwegen, die doofe Kaminoke und so. Will dem Clan keine Schande machen. Schon garnicht, wenn ich dadurch gespielt vorwurfsvolle, hohn- und spotttriefende Blicke und Sprücke von meinen Baka-chans ernte! Außerdem glaube ich, dass Kaa-san in so einem Fall einfach aufhören würde, mir Clantechniken beizubringen! Und dass kann ich grad garnicht gebrauchen. Also; Fokus, Rao! Konzentrier' dich und lass dich nicht ablenken. Von garnichts!)

Nachdem die Kaminoke staunend zugesehen hatte, wie Yui die Probleme managte, dackelte sie ihrer Senpai stumm hinterher, zunächst kaum mitkriegend, dass die Kôshin/Fakeyoku-Sensei sich ihnen dabei anschloss. Offenbar hatte sie die hübsche Frau von eben bereits zusammengeflickt, oder wenigstens dafür gesorgt, dass jene jetzt viel weniger Schmerzen hatte. Als Chiharu aber davon sprach, dass jemand 'den Typen' hoffentlich in Schach halten würde, bemerkte Rao die andere Blonde und schloss darauf, dass es gerade wieder um das andere Lazarett ging. Ein Gedanke wurde an die von ihr beobachteten Fähigkeiten der Zurückgebliebenen verschwendet und die Kaminoke schüttelte innerlich nur das Köpfchen. (Wir sollten lieber 'ne Spezialeinheit schicken … und einen Putztrupp.)Oo°
Stumm folgte Rao weiter Yui und Narbie-Sensei, die kurze freie Zeit dazu nutzend, sich ein wenig mehr im Lazarett umzusehen. Was so auf dem Weg lag, wurde unter die Lupe genommen. Überall waren Zelte, darin Menschen und viele von denen sogar verwundet. Manche lagen einfach nur da, manche stöhnten und machten gequälte Bewegungen und wieder andere wurden von einigen Iryos umsorgt, mit Spritzen malträtiert und mit Verbänden versehen, wie sonst nur Mumien, kurz vor ihrem Auftritt in irgendeinem 'Fluch des Pharao'-Film. Hin und wieder machten ein paar Statisten-Iryos den Versuch, die vorbeimarschierende Ober-Iryo anzusprechen, brachen ihr Gesprächs-Aufbaumanöver aber dann wieder schüchtern ab. Der geschlossene Formationsgang der drei Iryos, von denen eine garkeine Iryo war und die andere nur Anwärterin, war in dieser halb-apokalyptischen Szenerie wohl eindruckschindent genug, dass ihnen unnötige Eingriffe von der Seite erspart blieben. Auch gut. Sparte Zeit. Brachte zudem den Vorteil, einen kurzen Blick in die Gesichter jener Iryo-Statisten zu werfen, die ihr Bittsteller-Manöver vorzeitig abgebrochen hatten und nun verlegen herumstanden und grübelten, wie sie ihre individuellen Problemchen alleine lösen konnten. Möglichst ohne die weibliche Version des Dr. Cox vor Ort später dazu zu zwingen, ihnen ohne Narkose einen Einlauf zu verpassen, der sich gewaschen hat. Und wer gemerkt hat, dass wir hier bereits bei billigen Scrubs-Anspielungen gelandet sind, der merkt sicher auch, dass der Autor des Posts nicht mehr weiß, was er in diesen Post packen soll.
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BeitragThema: Re: Lazarett "zur hängenden Feste" [Area 1 Iryônin]   Di Aug 27, 2013 5:29 pm

Kaum war ihr das Kommando übergeben worden, kaum hatte sie sich mit dieser Situation abgefunden, kaum hatte sie alles gemanagt, kam ihr Sensei putzmunter aus dem Zelt und machte ihren ganzen Plan zunichte! Ja, plötzlich wurde ihr all diese Verantwortung erneut von den Schultern genommen und ihren anfänglichen Auftrag, zurück in das andere Lazarett zu gehen, hatte sich erneut aufgetan. Pläne änderten sich scheinbar relativ häufig.
„Verstanden.“, meinte die Rothaarige und nickte einmal, ehe sie der Blonden ohne ein Widerwort folgte. Innerlich war Yui zwar gegen die dauerhafte Wechselhaftigkeit ihrer Aufgaben, aber nun lauthals herum zuprotestieren würde weder dem anderen Lazarett helfen, noch ihrem Vater der nun sein Mitbringsel erneut am Hals hatte.
Jene Tatsache ließ die Furyoku ein wenig schmunzeln, während sie über ihre Schulter sah, um ihrem Vater einen letzten Blick entgegen zu werfen. Nicht das sie glaubte, dass in dem Zelt folglich irgendwas mit einer Verletzen laufen würde, jedoch kam sie selten darum herum, ihren liebenswerten Vater ein wenig zu ärgern. „Ihr auch.“, meinte sie und musste leicht zwinkern, ehe sie zwischen Massen an Verletzen und Heiler mit Chiharu und Rao verschwand.
Auf dem Weg in das Lazarett für Leichtverletzte wurden sie - wiedererwartend - ab und an angehalten oder angesprochen, was jedoch schnell abgewendet wurde. Spätestens wenn die Kôshin ihren absolutly not amused-Blick aufsetzte verstummten Stimmen, welche sich mit ihren Besitzern schnell wieder an die Arbeit machten. Es war wahnsinnig bewundernswert wie die Blonde in solch einem Stress überleben konnte wenngleich Yui wohl selbst bereits verhältnismäßig taff war, war es absolut kein Vergleich zu ihrem Sensei.
Selbst bei den Aufräumarbeiten übernahm sie recht zügig die Führung und bedingungslos wurde gefolgt, bis das Chaos sich immer mehr auflöste, Verletzte behandelt wurden und die Sonne sich hinter Wolken langsam zum Untergehen bewegte. Dies war wohl auch der Punkt an dem Rao und Yui entlassen waren und zunächst von der Arbeit freigestellt waren.

Ow: ???
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BeitragThema: Re: Lazarett "zur hängenden Feste" [Area 1 Iryônin]   Mi Aug 28, 2013 10:38 pm

Chiharu

Ohne groß zu fackeln übernahm sie eben wieder, was sie kurzfristig und wenig überlegt abgegeben hatte: Die Verantwortung. Dennoch ging sie mit Rao und Yui den Weg entlang zu den Leuten, die sie finden wollte, brachte die Iryônin dazu, mit ihren Team das andere Lazarett zu räumen und leierte hin und wieder den Transport einiger Patienten ins Krankenhaus an, die dort weit besser behandelt werden konnten und hier weniger im Weg herumliegen würden. Ihr blieben viele notdürftig überlegte Anfragen erspart, die vorher an den Mädchen abgeprallt waren, weil sie einfach viel grimmiger dreinsah und weniger entspannt war, wenn ihr jemand auf den Keks ging.
Der ein oder andere Anfänger bekam eben einen Anranzer, wenn er ihr auf die Nerven ging. Anders als die beiden Mädchen arbeitete die Blonde noch lange Zeit durch, um den Rücktransport der Verletzten zu organisieren und das Lazarett mit dem Abklingen der Angriffe zurück zu bauen. So gab es hier zwar immer weniger medizinische, aber immer mehr organisatorische und körperliche Arbeit, die zu erledigen war. Dennoch bewältigte man natürlich auch das ungefragt, ungelobt und sowieso nicht angesehen. Viel überwältigendes geschah nicht mehr, sodass Chiharu doch recht froh darüber war, dass sie das alles auf die Reihe bekommen hatte, so wie man verlangte.
War ja nicht so, als leitete sie das Krankenhaus und wäre tagtäglich damit beschäftigt, so viele Menschen zu koordinieren. Sie konnte es - offenbar - sonst wäre das Lazarett ja bereits nach wenigen Stunden zusammengebrochen, aber es war irgendwie doch ein riesiger Happen Verantwortung, den sie lieber nicht ständig tragen wollte. Schon garnicht, da nur wenige Leute wirklich mit ihrer Art klar kamen und sie, hätte sie einen wichtigen Posten, diese wohl eher ändern müsste. Irgendwann, als alles beseitigt war, ihre Laune sowie die Überreste des Notlagers, kam auch die Kôshin dazu, durchzuatmen und sich auf den Weg zu machen, um eine Bar zu suchen.

Ow: Raus aus die Plottery.


Toru

Toru ließ sich von der Anspielung und dem Schmunzeln seiner Tochter nicht weiter beeinflussen, als kurz die Augen zu verdrehen und nochmal darüber nachzudenken, als er Selvaria zu betrachtete, wie sie ihm zuhörte und wirkte, als sei ihr alles fremd - was womöglich auch garkein Wunder war, wenn sie nicht von hier kam. Manchmal fragte er sich, was die junge Dame wohl zu einer neuen Frau in seinem Leben sagen würde, schob den Gedanken aber unwillkürlich wieder beiseite. Er und eine neue Frau in seinem Leben. Dazu müsste er ja weniger arbeiten. Ein bitterer Gedanke, aber leider wahr, dass ihm schlichtweg die Zeit dazu fehlte, jemanden außerhalb seiner Arbeit kennen und mögen zu lernen. Nachdenklich verzog er die Augenbrauen.
Den Dank der Fremden nahm er mit einem Nicken zur Kenntnis. Ihn abzulehnen wäre unhöflich und er wusste nicht, was er dazu sagen sollte. War ja in Ordnung, dass er sie gefunden hatte. Immerhin hatte er sich damit über einen Befehl hinweggesetzt, aber irgendwie auch ein gutes Gefühl, sie nicht zum Sterben liegen gelassen zu haben. Auf ihre indirekte Frage nach dem Wasser, sah der Mann sich kurz um, nickte, ging zu den Wasserflaschen und öffnete eine, kam wieder zurück, um sich direkt neben das Bett zu setzen, ihr zu helfen, sich leicht aufzurichten und die Flasche an ihre Lippen zu setzen. Nachdem sie getrunken hatte, schraubte er die Flasche wieder zu und stellte sie neben sich auf dem Boden ab, sollte sie noch etwas wollen.
Ihre Aussage, sie könne sich nicht vorstellen, ließ ihn zunächst die Stirn argwöhnisch in Falten legen, bevor er verstand, was sie sagen wollte. Sie konnte sich nicht vorstellen, weil sie nicht wusste wie. Bei der Kopfverletzung war das vermutlich kein Wunder, wenn sie etwas vergessen hatte, nur doof, dass es ihr eigener Name war. Dennoch blieb er bei ihr, fragte sie mehrere Dinge, erklärte ihr, wo und in welchem Zustand er sie gefunden hatte, dass sie hier aber sicher war und eine Behandlung erhalten würde, bis sie sich erinnern könnte und es ihr besser ging. So saß er noch eine gefühlte Ewigkeit herum, achtete auch auf sie, als sie schlief, bis man auch sie nach Tsukigakure ins Krankenhaus verlegte, wofür er mal wieder seinen Kopf hinhielt.
Innerlich hoffte er nur, dass er dabei keinen Fehler beging.

Ow: Raus aus die Plottery.
Out: Hoff mal, es is ok, dass ich das skippe, aber da dein Char eh bald wieder geht und sie sich sowieso nie wiedersehen, isses ja eh wurscht.
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BeitragThema: Re: Lazarett "zur hängenden Feste" [Area 1 Iryônin]   Fr Aug 30, 2013 11:34 pm

So verging die Zeit mit Benommenheit und wohl mehr oder minder Fürsorge eines Mannes, der sich sicher sein konnte, keine Gefahr vor sich zu haben. Selvaria bekam ihr Wasser, das sie benötigte, und wurde dabei sogar gestützt. Danach folgten weitere Minuten mit geringfügiger Unterhaltung und den nötigsten Fragen, bis der Wortschwall wieder abflaute und die Kopfschmerzen ansetzten. Sie ließ sich wieder in ihre Ausgangslage auf die Liege sinken und schloss die Augen. Die Schmerzen durch ihre Wunden waren noch lange nicht verschwunden. Selbst wenn alles betäubt schien, hatte sie doch fast überall ein dumpfes, taubes und drückendes Gefühl, oder Ziehen, und am Schädel hatte augenscheinlich jemand gebohrt und in ihrem Kopf für Durchzug gesorgt. Jedenfalls konnte sie keinen klaren Gedanken mehr fassen, als die gesunden Minuten ihres Erwachens vorbei waren. Krankenhaus war wohl das Beste und auch das Nötigste.
So wurde sie nach einigen Vorbereitungen und Anweisungen unterhalb der Iryônin, die hin und her huschten, zusammen mit anderen unbekannten Personen vom Lazarett weggebracht. Tsukigakure. Dorthin würde es wohl gehen, da es nach einer wichtigen Stadt klang. Die junge Frau bekam nicht mehr viel mit von dem, was um sie herum geschah, die sie wieder in eine halbe Bewusstlosigkeit abgerutscht war. Zwar nicht zu ihrem Nachteil, aber dennoch so, dass sie nicht wirklich ansprechbar war. Sie sollten sie einfach verlegen und zusehen, dass sie wenigstens an Schmerzmittel kamen. Auch die besten Iryôs konnten irgendwo nicht die hübschen Substanzen dieser Welt wie Morphium ersetzen, indem sie Chakra geladene Hände auf eine kranke Stirn legten und glaubten, so bis zur völligen Genesung beigetragen zu haben. Da musste mehr ran, vor allem bei Schwerverletzten, wie sie nun hinter die Mauern der Stadt kamen. Abgeschieden von den Leichenbergen und der niedergeschlagenen Rebellion, die einer alten gefallenen Blitzstadt die Ehre hatte erweisen wollen. Aber auch diese Ehre versank im Schlachtfeld wie Asche eines Vulkans im neuen Grün des kommenden Tages.

tbc: Krankenhaus in Tsuki
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