Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 Hafenstadt Iwaki

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BeitragThema: Hafenstadt Iwaki   So Sep 08, 2013 10:08 pm

das Eingangsposting lautete :


Iwaki ist eine kleine Stadt in Küstennähe, die sich auf Personenbeförderung spezialisiert hat. Kleinere Segelschiffe fahren von hier aus über das Meer und haben häufig Shinobi an Board. Gerade solche werden gern übergebracht, da sich die Kleinstadt so finanziert. Demnach gibt es hier einige Seemänner, die Gruppen förmlich einladen, auf ihrem Schiff anzuheuern.
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Di Jul 01, 2014 5:08 pm

Maito wirkte nicht minder schlecht gelaunt als Yuka erwähnte, dass ein Bad warm wäre. Vermutlich dachte sie, er verfrachtete die Frau dort rein damit sie in aller Ruhe entspannten konnte. Das sie jedoch nur da landen würde um zu verhindern das sie sein Hotelzimmer vollkotzte, erwähnte er einfach mal nicht. In der Branche hatte er ständig schlechte Erfahrungen gemacht. Seufzend schüttelte er den Kopf und schleifte Yuka mehr oder weniger Richtung Hotelzimmer. Eigentlich hatte er noch etwas vor gehabt, bevor sein Auftrag begann, aber inzwischen schien sein Abend wieder gelaufen zu sein. Seufzend erreichten sie dann gemeinsam das Hotel, welches kein schwarzes Dach hatte, aber zumindest von außen recht anständig wirkte. Sie gingen gemeinsam die Treppen rauf, wobei Yuka auch hier wirklich lange brauchte bis sie den ersten Stock erreichten. Kôji entschloss sich daraufhin die Frau auf die dritte Etage zu tragen, auch wenn jene sich leicht dagegen wehrte. Inzwischen verstand er jedoch ihre Sätze nicht mehr wirklich. Teilweise waren sie völlig neben der Spur und besaßen keinerlei Zusammenhang. Wie konnte es ihm überhaupt passieren, dass er eine so betrunkene Frau „abschleppte“ ohne seinen Spaß mit ihr zu haben? Es lag wohl wirklich daran, dass es stinkend langweilig war sich mit einer völlig betrunkenen Frau zu vergnügen. Sie würde vermutlich die meiste Zeit destruktiv auf dem Bett liegen, sich beschweren oder aber doch noch alles vollkotzen. Darauf konnte er getrost verzichten. Kôji trug Yuka nach drinnen, sah sich um und platzierte sie dann doch auf seinem Bett. Eigentlich hatte er nicht sonderlich viel Lust auf die Frau zu treffen, wenn er gerade auf Klo musste. Mit rauen Worten befahl er ihr, dass sie liegen bleiben sollte und holte einen Papiereimer um ihn neben das Bett zu stellen. Die Anweisung war eindeutig: Wenn schlecht – dann Eimer. Wenn Toilettendrang – dann Eimer. Der Frau wurde soweit noch die Schuhe ausgezogen und eben die Sachen, die beim Schlafen stören konnten, bevor er sie völlig in Ruhe ließ. Nachdem also die betrunkene versorgt war, fing er an seine Ausrüstung gemächlich zusammen zu sammeln, damit sie nicht herum lag und verstaute sie für den morgigen Tag in seinem Gepäck. Er selbst machte es sich dann so weit wie möglich vom Bett bequem und sprach noch ein paar nüchterne Worte mit Yuka, bevor sie offensichtlich einschlief – oder aber sie war am Alkohol gestorben.


Time-Skip: Nächster Morgen

Kôji war früh erwacht und hatte sich sofort in seinem Zimmer nach Yuka umgesehen. Sie lag noch immer auf dem Bett und schlief offensichtlich. Irgendwie juckte es ihm sehr in den Finger sie ihres Geldes zu erleichtern. Schweigend durchsuchte er dann vorsichtige ihre Taschen nach der Geldbörse, nahm jedoch lediglich den Betrag den sie damals gewettet hatte und legte ihre Portmonee zurück auf den Abstelltisch. Es war eigentlich fast schade, dass er nicht erleben würde wie sie aufwachte und mitbekam, dass sie als Männerhasserin bei einem Mann war. Mit einem bösen Grinsen kramte er noch ein Notizblock aus der Tasche und schrieb dort eine kurze Nachricht drauf. Den Zettel legte er unter ihre Geldbörse, bevor er seinen Seesack über die Schulter warf. Würde sie aufwachen, las sie mit Sicherheit seinen Abschiedsgruß, der lautete: „Für eine Männerhasserin warst du ganz schön wild im Bett. Wir werden uns wahrscheinlich nicht wiedersehen, aber du wirst dich sicher an mich erinnern können. Immerhin hast du sehr laut meinen Namen gestöhnt. Gruß Kôji“. Natürlich schrieb es so überschwänglich und stichelnd wie möglich, immerhin sollte sie einen schlechten Tag davon tragen! Mit einer besseren Laune wie den Tag davor, verließ er dann das Hotelzimmer und sagte unten in der Lounge bescheid, dass die Putzfrau jetzt ruhig aufräumen konnte. Damit würde sie unweigerlich vermutlich auf Yuka treffen. Hoffentlich freute sich die Frau darüber! Mit einem finsteren Grinsen verschwand er dann schlussendlich.

TBC: ??? (noch unbekannt)
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Mi Jul 02, 2014 2:00 pm

Ihr Augenlid zuckte nervös. Mit einer Spannung zwischen absoluter Explosion und bescheidener Ohnmacht. Die Haare waren wild zerzaust, die Klamotten lagen kaum an, waren verrutscht, verzogen, die Schuhe fehlten. Ihr Gesicht war ausgelaugt, pochte hinter jedem Zentimeter Haut vor Kopfschmerz. Doch nun setzte wirklich alles aus. Yuka hielt einen Zettel zwischen den ausgenüchterten Fingern. Dabei zögerte sie, ob sie ihn schreiend zerreißen sollte oder sich selbst eine Schelle verpassen, da sie ihre Grenzen für einen Abend freiwillig vergessen hatte. Es war passiert. Das schlimmste aller Szenarien, wenn sie sich betrank, war eingetreten. Sie wachte in einem fremden Bett auf und hatte die Nacht offenbar mit einer Person verbracht, die Kôji hieß. Auch wenn sie sich nicht so fühlte, als hätte sie große akrobatische Meisterleistungen hinter sich, die für wild ständen, konnte es dennoch sein. Also starrte sie weiter fassungslos auf den Zettel, während sie auf der Bettkante saß. Die Sekunden verstrichen, dann ballte sie die Hand mit dem Zettel wütend zur Faust. Doch sie schlug nicht gegen die Wand, das tat nur unnötig weh. Das hier war auch schon Schmach genug. So zog sie denn ihre Börse herbei, da der Zettel dort gewesen war, öffnete sie und stellte mit einem Schatten auf den Augen fest, dass sie um einiges leichter war. Wo gestern noch genug Scheine an Wechselgeld für die Schifffahrt mit den Azubis gewesen war, prangte nun fast Leere. Man konnte schon sehen, wie Yuka typisch für einen Manga am Hinterkopf ein dicker Tropfen hinunter ging. Sie hatte es gewaltig vergeigt.
Doch dann schrak sie hoch und sprang vom Bett auf. "Scheiße! Die Azubis habe ich ganz vergessen!" Im Eiltempo stolperte sie sich in ihre Schuhe, knöpfte ihre Bluse zu, richtete den Rock und verpackte ihre Utensilien in ihren Taschen. Sie musste schnell noch in ihr eigenes Hotel ehe sie sich am Hafen mit ihren Schützlingen traf. Wenn sie sie sahen, wurde das ein böses Wiedersehen, allerdings durfte keiner erfahren, dass sie sich betrunken hatte und an irgendeinen Fremden geraten war. Das war nicht Yuka Katsuhika, die Leiterin eines Forschungsinstituts und überall anerkannte Medizinerin. Sie hechtete unbeholfen durch das Zimmer und als es dann zur Tür ging, wurde diese bereits geöffnet und sie rannte beinahe in die Reinigungskraft hinein. Es wurde einander angeblinzelt. Die Frau dachte wahrscheinlich aufgrund von dem miesen Aussehen, was Yuka nicht wollte, dass es irgendwer dachte. Sie hob einfach den Finger, als würde sie sie ermahnen wollen und schüttelte dann bedacht den Kopf. "Sie ... haben nie etwas gesehen, ja? Ich bin nie hier gewesen. Bitte tun Sie mir den Gefallen." Verdattert nickte die Putzfrau, ehe sie zur Seite trat und Yuka in einer Staubwolke den Flur hinunter raste.
Nach einigen Minuten und Geflitze durch die Stadt war sie bei ihrem Hotel. Allerdings hämmerten auch die Kopfschmerzen gewaltig auf sie ein, je langsamer sie gen eigenem Zimmer wurde. Als sie vor dessen Tür stand, ging sie beinahe zu Boden wie Schleim, der von einem Berg zur Seite hinab floss. Mit einem peinlichen Gähner trat sie ins Zimmer ein und nahm unterschwellig positiv wahr, wie sauber und ordentlich es hier war. Beinahe unschuldig. Als wäre nie etwas passiert. Doch dafür hatte sie keine Zeit. Sie musste ihre Sachen packen und sich fertig machen. Dies absolvierte sie in etwa einer Viertelstunde, ehe sie entgegen ihrer miesen Verfassung das Hotel wieder verließ, nachdem sie noch ausgecheckt hatte. Ihr holpriger Weg führte dann zum Hafen, wo am Treffpunkt natürlich schon alle Azubis standen. Einige verärgert, andere mit einem überraschten, aber selbstbewussten Grinsen. Yuka verneigte sich in seltenster Demut und entschuldigte sich. "Gomenasai, meine Schüler. Ich bin leider zu spät. Aber wir sollten deswegen umso schneller aufbrechen." Bloß von den Gründen ablenken, warum man zu spät war. Die Gruppe war klein, aber schließlich musste sie auch erst einmal zurück nach Kirigakure. Dort sollte der anstrengende Weg dann auch hinführen.

Timeskip von zwei Tagen

Dass Yukas Weg binnen weniger Tage wiedre zur Hafenstadt führte, war eher ein Fluch und Grund dafür, dass sie sich beim letzten Besuch so exzessiv betrunken hatte. Denn sie wollte diesen gewaltigen Stress einmal vergessen. Aber daraus war nichts Gutes erwachsen. Weswegen sie sich, wo es ihr nun deutlich besser ging, rein hängen wollte. Es gab für sie nicht so etwas wie eine Mission zu erledigen. Die Mission bestand für einen Shinobi aus Konoha lediglich darin sie zum Dorf zu geleiten. Vielleicht den Babysitter zu spielen, weil ihr Heimatdorf ein anderes war. Die Katsuhika war vielmehr dafür bezahlt worden, dass sie mit ihrer Iryônin-Erfahrung und ihren Spezialisierungen ins andere Reich kam, weil es dort offenbar Probleme mit einem seltenen Bakterium gab. Ein Mädchen war erkrankt und beinahe gestorben, man wollte ein Expertenteam. Oder einfach eine Expertin, denn Yuka kam alleine. Theoretisch hätte sie noch selbst ein Team mitbringen können, doch das wurde weder verlangt noch erlaubte es die Lage in ihrer Heimat.
Also hatte sie alles Nötige einen Abend vorher in Kisten zum Hafen bringen lassen, wo es nun auf ein Schiff geladen wurde. Sie selbst hatte ihren Forscherkittel an, darunter ihre normale Kleidung aus Rock, Bluse und Blazer. Wie eine Firmencheffin. Mit verschränkten Armen wartete sie darauf, dass der Inhalt der Kisten fertig überprüft wurde, bevor sie man sie endlich auf das Schiff beten konnte. Irgendwann kam dann eine arme Seele, die sich zu ihr traute und ihren zornigen Blick erhielt. Sie wurde dann mit der Bestätigung, dass alles in Ordnung war, hinauf gelassen. Das Klackern der Absätze ertönte, während sie sich auf dem Kahn in eine ruhige Ecke verzog. Sie wollte Ruhe, da der Tag noch stressig genug werden würde. Hoffentlich begegnete sie hier nicht diesem Kôji, denn es war ihr heute recht gut gelungen endlich zu verdrängen, was in Iwaki passiert sein sollte. Sie war ja die Blöde, die nun den Blackout hatte.

tbc: Kiiro Minato
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Do Jul 24, 2014 2:13 pm

cf: Haupttor von Kirigakure

Im Hafen gabs Oktopusse. Oder besser, Kraken. Riesige Kraken. Die Seeleute sprachen von nichts anderem mehr als dem großen Fang unmittelbar vor Sonnenaufgang; vor der Bucht Iwakis musste es da zugegangen sein wie beim Walfang. Eine ganze Gruppe riesiger Kopffüßer war an die Wasseroberfläche gekommen, allesamt verwirrt und orientierungslos, wies schien, und die Fischer hatten halt ihre Harpunen gegriffen und die Chance genutzt.
Nun gabs fast schon ein kleines Volksfest am Pier, und überall gabs irgendwelche Kopffüßer-Spezialitäten. Vorrangig gegrillt.
Mumon hatte Krakenbein am Spieß.
"Ich mag Krake" stellte der Oi-Nin fest, derweil sein Mundwerk genußvoll fettiges Fleisch verarbeitete. "Mit der richtigen Soße schmeckt es wie Hühnchen. Nur knirschen hier keine Knöchelchen zwischen den Zähnen." Außerdem musste man Krakenbeinen vor der Zubereitung nicht den Kopf abbeißen.
Er wedelte mit dem Spieß in Richtung Chiyoko und saizou, seinen zwei privilegierten Teamkameraden. "Kauft auch was. Esst. Ehe wir wieder auf Dörrfisch-Rationen runter sind. Esst frisch, solangs möglich ist." Er zockelte bereits weiter, in gemütlicher Gechwindigkeit, einem der großen Segelschiffe entgegen, welches sich bereits zum Auslaufen klar machte.

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Out: Wer mag, darf das nebenplayen der Schiffsbesatzung übernehmen etc.
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Sa Jul 26, 2014 4:28 pm

cf: Haupttor von Kirigakure

Die Reise nach Iwaki verlief relativ unspektakulär und ereignislos. Mumon hatte ein paar Gerüchte von Saizou zu hören bekommen und wurde in fast allen verbessert. Da konnte man wieder einmal sehen was die Leute für „Scheiße“ den Tag über erzählten. Chiyoko wurde von dem Genin soweit wie möglich ignoriert, zwar band er sie in Gespräche mit ein aber ihre Art ihm gegenüber gefiel ihm überhaupt nicht. Sie verhielt sich als wäre sie etwas Besseres und nervte ihn bereits nach 10 Minuten. Es ging hier doch immerhin auch darum das sie sich gegenseitig kennenlernten, damit man auf der Mission etwas besser vertrauen fasste? Oder waren sie alle herzlose Gestalten die keinerlei Kontakt zu ihren anderen Mitmenschen pflegen sollten? Saizou überlegte ob es der Weg eines Shinobi war unabhängig von seinen Kameraden zu leben und auch zu kämpfen? Aber war es nicht gerade das was sie stark machte? Die Gemeinschaft? Nach einiger Zeit des Träumens und der Überlegung her bemerkte er Mumon der mit irgendetwas vor seinem Gesicht herum fuchtelte oder besser gesagt bei Chiyoko. Blinzelnd sah sich Saizou in seiner Umgebung um und sah ein paar Menschen die sich um etwas großes herumdrängten. Irgendetwas schien hier besonderes Geschehen zu sein. Der Genin blieb für einen Moment stehen und beobachtete den Verkauf von Krakenbeinen. Er selbst spürte in dem Augenblick, dass er ziemlichen Hunger hatte. Dadurch das er die meiste Zeit auf der Treppe draußen sah, bekam er selten einen Nachschlag. Nicht weil man es verboten hatte, sondern weil er zu stur war nach drinnen zu gehen und danach zu fragen. Das war ein wahrlicher Teufelskreislauf.

Nach der Aufforderung von Mumon sich ebenfalls etwas zu Essen zu holen, wandte sich der Genin zu einen der Stände herum. Er blieb stehen und betrachtete das Angebot. Wahrlich ihm war nicht bewusst gewesen, was man alles mit einem Kraken anstellen konnte. Es gab Kraken-Burger, Kraken am Spieß, Kraken paniert, Kraken-Häppchen und vieles mehr. Zuerst konnte er sich nicht entscheiden, wählte aber den panierten Kraken. Ihm wurde ein gleicher Holzstab in die Handgesteck den auch Mumon hatte. Mit dem Unterschied das sein Krake paniert war. Er wandte sich herum und lief dann rasch seinen Teamkollegen hinterher. »Es muss ziemlich cool sein gegen einen Kraken zu kämpfen«, kommentierte er das Geschehen und beobachtete ein paar Seeleute bei der Verladung ihrer Fracht. Das Schiff welches sie ansteuerten, wirkte jedoch etwas kleiner. Wenn nicht sogar schnittiger. Es hatte ein Einhorn vorne an der Spitze dran, wodurch man auch den Namen des Schiffes ableiten konnte. „Unicorn“. Saizou biss nachdenklich in seinen Krakenspieß und kaute genüsslich auf dem Bissen herum. Es schmeckte tatsächlich etwas nach Hühnchen, aber irgendwie auch wieder nicht. Der Geschmack war dennoch angenehm genug, dass er unbedingt auf dem Rückweg noch einen ergattern musste. Von weiten konnte man bereits sehen wer der Captain des Seefahrtschiffes war. Ein typisch raubeiniger Seemann. In der einen Hand eine Karte und in der anderen eine Rumflasche. Oder war es Wasser? Saizou hoffte das es Wasser war, denn wenn nicht würde die Fahrt mit großer Wahrscheinlichkeit in ein Chaos enden. »Mumon-sama«, sagte er dann zu dem Oinin und deutete mit seinem Spieß auf den alten Mann. Das sama hing er einfach aus Laune mit hinten dran. Der Kerl war immerhin seine Heldenfigur! »Wir sollten uns ein anderes Schiff suchen.«

Seine Augen suchten die Umgebung ab und blieben hier und da hängen, aber ob das überhaupt möglich war sich einfach eines der Schiffe auszusuchen, wusste er nicht. Vielleicht war der Kerl auch ein guter Bekannter des Mannes? Oder der betrunkene Kerl war nicht der Captain und schien nur die Koordination zu übernehmen. Wer wusste das schon? Seine Augen blieben kurz auf Chiyoko hängen, die er noch einmal eingehend musterte. Tatsächlich wusste er nicht einmal ansatzweise was er mit ihr reden sollte. Sie wollte eh nicht ausgefragt werden und bei einem Gespräch wirkte sie eher destruktiv und abweisend. »Ist es denn weit bis zu dem Dorf?« Er sah sich um, wieder eine blöde Frage – aber er hatte auch selten Lust sich schon wieder den Mund verbieten zu lassen. Das er redete, war wieder einmal reiner Trotz!
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Mo Jul 28, 2014 2:31 pm

Das ist widerlich. Das ist einfach nur widerlich. Kraken haben eine ähnliche Gewebsfarbe wie wir Larven und eine sehr ähnliche Viskosität. Wie kann man sie nur essen? Chiyoko teilte Jolinars angewidertes Gefühl, sodass es sich in ihrem Bauch gleich zweimal anfühlte als würde ihr schlecht werden. Einmal ihr selbst und einmal ihrer Larve. Beiden lief es kalt den Rücken runter, als sie mit der Gruppe vor dem Stand angekommen waren. Stolz waren diejenigen, die die Teile des Krakens verschacherten und auf Spieße steckten. Das war unmenschlich. Es war wie die Strafe des eigenen Clanoberhauptes die Larve herausgerissen zu bekommen. Während Mumon beipflichtete, dass man essen sollte, solange man konnte, legte sich bei der Blonden nur ein Schatten auf die Augen. Sie sagte nichts und stand eisern da, während die Jungs genüsslich über den Geschmack philosophierten. Es macht die Teshima deprimierter und deprimierter. Es war als würden sie Jolinar essen und sich über ihren Geschmack unterhalten. Kraken waren Seelenverwandte der Shisei-Larven durch ihre sich ähnelnden Eigenschaften. Schwer schluckte die Wirtin. Die anderen entfernten sich mit ihren Spießen, sodass sie einfach betreten und gar nicht mehr so gefasst murmeln konnte: "Äh- Einfach nur Zander bitte." Der Fisch war vertreten wie einige andere und kam gekocht am Spieß mit Gewürzen zwischen Chiyokos Finger. Sie betrachtete den Fisch und war froh keinen Krake genommen zu haben. Danach wandelte sie wie ein betäubter Schatten voller negativer Gefühle hinter Mumon und Saizou. Der erste Bissen war zittern und zögerlich. Das Kauen auf dem Fischfleisch wurde nicht besser. Nach einigen Minuten waren sie an den Pieren angekommen und begutachteten die Schiffe. Die sekundäre Depression wich aus Chiyokos Gesicht und die beobachtete, was hier zu sehen war. Das Schiff mit dem niveaulosen Kapitän bewertete sie nur mit einem genervten Augenrollen, bevor sie nochmal vom Zander abbiss. "Alles Dilettanten", zischte sie vor sich und kam dann links von Mumon zum Stehen. Sie sah ihn aus dem Augenwinkel an, was aufgrund des Größenunterschied nicht schwer war. Sie schwieg einen entscheidenden Moment lang, ging nirgends auf Saizou ein, da er sich eh auf Mumon konzentrierte und fragte schließlich distanziert: "Lasst Ihr die Besatzung überhaupt am Leben?" Zimperlich sollte er ja nicht sein, wenn Chiko so darüber nachdachte, dass Mumon angeblich schon tausende von Leben genommen haben sollte. Sogar das eines Schwertninjas. Da konnte man wenigstens fragen, auch wenn er ein Oinin war.
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Mi Jul 30, 2014 11:28 am

Mumon hatte schon eine ganze Menge an seltsamen Dingen gegessen. Zu einem weltreisenden Gourmet zu werden, hatte er zwar nie in Betracht gezogen, aber an sich hatte er wohl schon eine gute Grundlage angelegt. Der Kiobashi war zweifelsfrei mit einem leicht zu befriedigenden Gaumen ausgestattet. Es war, als könne er seine Geschmacksnerven ausschalten und so ziemlich alles runterschlingen, was nur Nährwert hatte. Zumindest, wenns drauf ankam. Er saß nicht auf der stillen Treppe wie der Ge-Nin der Gruppe, aber er hatte sich mal während einer Attentat-Mission im Gebälk einer Festhalle aufgehalten. Das Fest unter ihm war über drei Tage gegangen. Es war ein Winterfest gewesen, und sie hatten es mit Bergen von Hirseküchlein gefeiert, und über dem prasselnden Kaminfeuer hatten sich ganze Herden von Auerochsen gedreht. Oben im Gebälk hatte sich Mumon immerhin nahe genug an eine Fackel arbeiten können, um ab und an unvorsichtige Glühwürmchen abgreifen zu können.
Vermutlich war das mit Saizous stiller Treppe vergleichbar.
"Es muss ziemlich cool sein, gegen einen Kraken zu kämpfen", meinte Saizou.
"Vermutlich einfach wie mit vier vor Salzwasser triefenden Ringern", entgegnete Mumon. Und bekam erneut Kopfkino.

Einstmals am Strande von Mizu no kuni. Es hatte geheißen, ein seltsam wirkender Kerl habe sich schwimmend ins Lande eingeschlichen; Fischer wollten ihn hier lagern gesehen haben. Mumon war lustlos umher gestrichen und war urplötzlich überrascht worden, als ein wahrer Riese von Mann regelrecht aus der Brandung geplatzt war.
"Fürchte die Krakentaktik des Aalfischer-Meisters Kato Daizen! Unagi Ryoshi: Takotsubo! Kagebunshin no jutsu!"


Soweit Mumons Informanten recht hatten, war dieser Ableger des Aalfischer-Stils nie aus den Kinderschuhen herausgekommen.
Chiyoko schien sich nicht ganz wohl zu fühlen im Angesichte des Kraken. Vielleicht hatte sie was ähnlich Traumatisches durchgemacht. Dachte möglicherweise auch an grenzwertiges Hentai bei Saizous Vorstellung eines coolen Kopffüßer-Kampfes. Oder es war einfach diese Zeit im Monat, da Meeresfrüchte einfach nicht Ihres waren? Wer wußte das schon. Beizeiten konnte sich Jolinar ja - mit der Teshima als Dolmetscherin - mit dem Kiobashi über das wirkliche "Problem" auseinandersetzen. Er würde der Larve sagen, dass er schonmal Affenhirn auf Eis genossen hatte. Unter anderem.

Mumon ließ sich nicht sonderlich davon imprägnieren, dass seine Kameraden dem Segler-Kapitän nicht sonderlich viel zutrauten. Der Oi-Nin schaute, während er die letzten Fetzen larvenfleischähnliches Krakenfleisch vom Spieß schlürfte, auf das Hinweisschild am Dock, neben der Rampe zum Schiffsdeck.
"Mumon-sama, wir sollten uns ein anderes Schiff suchen."
"Aber dies hier fährt gleich, und es fährt passend."
"Alles Dilettanten."
"Besser als Diletonkel." Er lachte nicht selbst. Vermutlich lachte gar keiner. Mumon ließ sich jedenfalls nicht im Mindesten bremsen. Er erwiderte noch rasch Chiyokos Blick und deren kühle Frage, ob er die Besatzung überhaupt am Leben zu lassen gedachte.
"Solang sie nützlich sind. Und nicht zuviele meiner unglaublichen Spezialtechniken der Kiobashi-Ryu zu sehen bekommen."
Letzteres gabs freilich nicht. Er sagte es auch größtenteils nur, weil Saizou ihm mit dem "-sama"-Suffix schmeichelte. Er schlenderte zu einem ihm entgegenkommenden Mitglied der Crew, welches offenbar - gemessen an seinen vor Kleingeld klimpernden Taschen - für das Verkaufen der Tickets zuständig war. Kurz darauf hatten sie drei Tickets.
"Fahrt dauert ja eh nur nen Tag" sprach er, derweil er seinen Teamkameraden die Pappkärtchen in die Hände drückte.
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Sa Aug 02, 2014 11:57 am

Mumon schien davon überzeugt zu sein, dass sie unbedingt dieses Schiff nehmen musste. Wenigstens war auch Chiyoko eigentlich dagegen oder zumindest klang es irgendwie nach einem Protest? Saizou wusste es nicht so genau, denn das Wort was sie verwendete, befand sich – noch nicht – in seinem Wortschatz. Also musste er es wohl einfach übergehen und glauben, dass es eine Demonstration war. Sie gingen auf das Schiff also zu. Der Oinin – von dem Saizou nicht wusste das er Oinin war – erwähnte, dass alles schon passte und sie gleich los fahren konnten. Eigentlich überzeugte den Genin diese Aussage nicht, wodurch er nur leise ein Kommentar in sich hinein brummelte: »Ich will eigentlich nicht sterben, nur weil wir zwei Minuten nicht warten konnten.« Aber er beugte sich schlussendlich dem Befehl oder besser gesagte der Aussage von Mumon. Sollten sie also auf dieses Schiff gehen und damit ihr Leben riskieren! Zu Hause vermisste ihn eh niemand. Der Gedanke wiederum munterte ihn irgendwie auf. Dementsprechend nahm er sein Ticket entgegen und betrat dann die Einhorn. Die letzten Reste seines Tentakel Spieße wurden im schnellen Zuge ebenso gegessen, bevor er den Holzstab auch über Board warf. Dann verschränkte er seine Hände hinter dem Kopf und schlenderte langsam auf dem Deck entlang. »Mumon-sama… du könntest mir ein paar deiner Kampfkünste beibringen. Die gefährliche Technik um den Nebel rot zu färben… oder irgendetwas um den Feind zu beängstigen«, schlug dann Saizou vor, weil er schon gar nicht damit rechnete das Chiyoko mit ihm reden wollte. Natürlich hätte er auch mit ihr ein Gespräch gesucht, aber sie schien von ihm nicht wirklich erfreut – geschweige denn das sie ihn wirklich respektvoll behandelte.

Der junge Genin ließ sich auf einer der Treppen nieder, die direkt nach oben führten zum Steuerkreuz. Normalerweise wäre er Hell auf begeistert gewesen sich alles anzusehen, aber heute verging ihm irgendwie die Lust daran. Die Tatsache, dass er zu Hause Streit hatte und noch immer als Genin rum lungerte, drückte doch ziemlich seine Stimme runter. Niemand schien wirklich zu schätzen welche Fähigkeiten er hatte. Immerhin entsprang er einem großen Clan und war damit eigentlich nicht anders als seine Geschwister. Oder war es gerade die andere Behandlung die ihm zeigen sollte, dass er potenzial besaß? Einen Champion setzte man zumindest nicht immer auf die Treppe nach draußen bei Wind und Regen. »Chiyoko – könnte auch ein paar Techniken zeigen. Immerhin ist ja auch sie – ach so besser wie ich – als kleiner Genin. Wenn die Mission schon so langweilig werden soll… könntet ihr auch versuchen mir etwas beizubringen. Oder nicht?« Er sah erwartungsvoll zu den anderen und hoffte natürlich irgendwie, dass sie seine Langeweile damit vertrieben.

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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Di Aug 05, 2014 11:20 am

Wenn man nicht die Hälfte deines Clans und meiner Artgenossen abgeschlachtet hätte, würde ich sogar darüber lachen. Aus dem Augenwinkel heraus betrachtete Chiyoko Mumon, der aus ihrem Gezische ein Wort gefischt und umgedreht hatte. Völlig trocken und selbst ungerührt. So erging es allerdings auch ihr selbst und ihrer Larve. Wenn nicht diese Umstände den Nebel schwarz färben würden, dann hätten sie vielleicht wenigstens geschmunzelt. Früher - so schwer das auch klang - war noch Sinn für Humor vorhanden gewesen. Weiterhin definierte Mumon das Leben der Besatzung über ihren Nutzen. Eine Ansicht, die Chiyoko durchaus teilte. So war sie sogar erzogen worden. Eine Gruppe musste funktionieren, und wenn jemand sie durch Einzeltaten gefährdete, wurde er abgespalten und seinem Schicksal überlassen. Damit geschah dem Rest nichts. Das war vor allem ein Aspekt in Bezug auf den Schutz der Shisei-Larven. Unter ihrem schwarzen Mantel legte Chiyoko ihre Hand auf den Bauch, wo das Hautkreuz war. Jolinar war resigniert. Das waren sie beide. Wortlos folgten sie daraufhin dem Teamleiter, der ihnen so etwas wie Tickets entgegen drückte. Sie nahm ihres entgegen ohne auch nur draufzuschauen, steckte es weg und verschränkte daraufhin distanziert ihre Arme. Auf dem Schiff herrschte leichter Wind, der ihren Pferdeschwanz in Bewegung versetzte. Was sie nur darin bestätigte, dass er fest genug saß, um sie nicht zu belästigen.
Auf dem Deck erklang dann wieder die Stimme des Genin, den Chiyoko nicht einmal mit dem Rücken ansah. Sie stand an der Reling und sah sich mit ernstem Gesicht einfach nur Iwaki an. Im Hintergrund war ein schicker Wasserfall zu erkennen, der einen Hauch Melancholie freisetzte. Heru'ur hatte immer von Suiton-Bändigen mit Ayami geträumt, wenn sie die Akademie verließen. Wie schön, dass das schwächere Element ihnen das Leben entzogen hatte. Durch diesen schnellen Gedankengang verfinsterte sich wieder das Antlitz der Blonden. Während Saizou Mumon wegen seiner Tricks bequatschte, wichen ihre Augen umher. Man konnte fast bezweifeln, dass ihre Familie die Nomadentradition weiterführen würde. Es gab kein Oberhaupt, die Regierung hatte den Clan in der Hand und ihre Tante, die im Knast saß, rückte nicht mit der Sprache raus, sofern sie davon erfahren hatte. Hoffentlich hatte das ein Ende, damit sie sich diesem schwarzhaarigen Drecksack widmen konnte, der sie gefoltert hatte. Selbst wenn sie Kibou damit enttäuschen würde, war das eine Aufgabe, die sie nicht nur sich, sondern auch ihrer Familie und den Larven schuldete. Versunken in Rachegelüsten spitzte sie die Ohren, als ihr Name erklang. Binnen einer Sekunde wurden die Augen geschlossen, Jolinar übernahm den Körper, während Chiyoko sich auf der Reling abgestützt hatte, und öffnete die grauen Iriden wieder. Die Larve drehte den Kopf über die linke Schulter, hatte einen finsteren Schatten über den Augen und erwiderte dem Genin als wäre sie eine Mischung aus Orochimaru und eines Uchihas Racheherzens: "Ich werde dir weder meinen Schwertstil noch meine Jutsus zeigen. Aber wenn du willst, kann ich dir meinen Bauch zeigen. Es ist ja nun kaum ein Geheimnis, was sich dort befindet, nicht wahr?" Fast schon zuckte ein bizarres Grinsen durch Chiyokos Gesicht, während Jolinar einfach ihren Unmut preisgab und Lust bekam dem Genin Angst einzujagen, indem er das Hautkreuz zu sehen bekam. Was vorerst Gerüchte über Jahre gewesen waren, dass die Teshima mit eigenartigen Schlagen zu tun hatten, stellte sich bei dem Chaos als richtig heraus, dass sie eine körperliche Symbiose besaßen, die als Kekkei Genkai bezeichnet wurde. Eine Art Organ mit Außenzugang, wodrin der Symbiont saß. Wie eine Puppe zuckte Chiyokos Kopf wieder in normale Position, sodass sie auf das Wasser unter dem Schiff sehen konnte und Jolinar überlegte wie perfide sie gegenüber den Menschen werden sollte.
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Mi Aug 06, 2014 6:09 pm

Leichter Wind wehte, die Luft war durchsetzt vom Geruch des Meersalzes und Seetangs. Möwen kreischten über ihren Köpfen, fanden sich ein in ganzen Schwärmen und warteten darauf, ihren Anteil an den Abfällen ergattern zu können.
Mumon schritt dorthin, wohin es Saizou zog: Natürlich auf eine Treppe. Die Treppe zum Steuerdeck. Der Kiobashi hingegen trat rückwärts an die Reling und hüpfte kurzangebunden herauf, um sich dort nieder zu lassen - nunmehr seine beiden Kameraden endlich überragend. Er ließ die Beine baumeln und verschränkte die Hände, beugte sich entspannt vor und schaute - während Chiyoko landeinwärts auf die Stadt blickte - meerwärts. Vorwärts. Mumon schaute stets vorwärts. Seine Gesichtszüge waren ein Bildnis der entspannten Reiselust, der Kopf im Schal versunken bis zu den Mundwinkeln.
Als der Yuki ihn ansprach, machte er "Hm? Hmmm...". Die Augen wurden ein klein wenig schmaler; offenbar dachte er nach. "Hmmm..."
Chiyoko blieb derweil auch nicht von der Bitte verschont, reagierte jedoch schneller und barscher. Garstiger. Bissiger. Mumon unterbrach sein Denken und schwenkte mit scheelem Blicke zu der Teshima herum.
"Er sagte, er wolle etwas, was die Gegner ängstigt", erklärte er in aller Gemütsruhe, "Und nichts, was ihn selbst ängstigt." Denn Mumon wußte durchaus, worauf die Chuu-Nin anspielte - dass sie gerade von ihrem Symbiose-Partner übernommen war, registrierte er nicht. Schließlich waren beiderlei, ob Mensch oder Larve, gleichermaßen missgelaunt.
Mumon war das Schicksal der Teshima nicht egal. Doch gleichsam war er nicht in besonderer Weise mit ihnen verbunden, und seine Richtung war, wie gesagt, das Vorwärts. Ihm lag gleichsam der Beruf des Seelsorgers nicht, ebensowenig dem jüngeren Shinobi Saizou. Sie konnten beiderlei der Teshima nicht helfen, ihre Gemütslaune nicht wirklich heben.
Auch wenn Mumon darüber nachdachte. Er fand nur kein Mittel. Wüüürde das Mädel nur reden... etwa über den Iga... Mumon war ein Oi-Nin, und sein Bruder Goemon war ein dorfbekannter Weltreisender. Er hatte seine Quellen und Kontakte, zumindest der Bruder, und Mumon müsste ih lediglich ansprechen...
Egal. Der Kiobashi beendete sein Nachdenken und hüpfte wieder von der Reling, stellte sich so hin, dass er linkerhand Saizou hatte und rechterhand Chiyokos Kehrseite. Er stellte sich folglich so, dass sie ganz nebenbei auch was sehen konnte.
"Pass auf. Ehe ich dir was beibringe... musst du mich besiegen..." Er hob die linke Hand, ballte sie zur Faust, hoch sie bis über seinen Kopf... "... Niemand Geringeren als mich, Mumon... im Ching Chang Chong!" Seine Hand schnitt wieder herunter, blieb abrupt vor Saizous Gesicht stehen und formte Schere.
"Glaubst du, du schaffst das?" Er fragte es, als habe er gerade die Aufgabe gestellt, ein magisches Schwert aus einem magischen Stein zu ziehen.

Falls Saizou es versuchte, würde er auf etwas erstaunliches treffen: Mumon würde ihn stetig besiegen. Egal, wie oft sie Schere-Stein-Papier spielen würden - Mumon würde siegen. Denn Mumon schummelte, indem er sich erst unmittelbar nach Saizou entscheiden würde. Seine Reflexe. Seine Augen. Er war ein wahrer Meister darin, Dinge zu beobachten, Bewegungen zu erfassen, so wie hier Saizous Hand, seine Finger, seine Fingermuskeln. Er war in der Lage, seine Wahl innerhalb eines Sekundenbruchteils zu korrigieren; seine Ausbildung hatte ihn zum Master-Skill befördert. Zu einem Killer. Im Ching. Chang. Chong.
Zwischen ihnen flatschte Möwenkot auf Deck. Das Segelschiff machte Leinen los und setzte Segel.
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Sa Aug 16, 2014 5:35 pm

Die Worte von Chiyoko waren ziemlich gruselig. Sie verwirrte den Jungen etwas, sodass er es einfach überging und entschloss die Frau als „meide sie im dunklen“ einstufte. Auch ging sie nicht weiter darauf ein ihm irgendetwas über ihren Schwertstil zeigen zu wollen. Geschweige denn das sie ein Jutsu präsentierte. Offensichtlich wollte sie jedoch ihren Bauch zeigen. Warum auch immer! Langsam sah Saizou zu ihr rüber und runzelte die Stirn. »Du willst dich vor mir ausziehen?«, fragte er dann etwas überrascht und lehnte sich grinsend an die Seite der Wand an. Natürlich war es diese Art von Grinsen die durchaus zweideutig sein konnte. »Es wird mir zwar nichts beibringen, aber… wieso sollte man nein sagen.« Das sie irgendein Symbiont in sich trug, wusste er nicht. Vielleicht schnappte er einmal irgendwelche merkwürdigen Gerüchte über den Teshima Clan auf, aber generell wäre es auch einfach an ihm vorbei gezogen. Solche Details interessierten ihn relativ wenig. Dann glitt seine Aufmerksamkeit zurück auf Mumon, der ihm vorschlug das er ihn besiegen musste um etwas zu lernen. Saizou sprang auf und trat auf den Mann zu. Ching Chang Chong war kein wirklich körperlich anstrengendes Spiel. Somit war der Genin guter Dinge, dass er gewinnen würde. Leider wusste er nicht, dass der Jounin schummeln würde. Oder konnte man das überhaupt so nennen? Er hob selbst seine Hand an und stieß ein: »Mit Leichtigkeit werde ich dich besiegen!«, hervor, ehe die erste Runde startete. Es verstrich eine sehr lange Zeit in der sie gegeneinander „spielte“, aber jedes Mal von neuen verlor Saizou gegen ihn. Es war zum Haare ausreißen. Als schlussendlich etwas Möwenkot auf das Deck landete und seine Schuhe etwas traf, ging er einen Schritt zurück. Missmutig sah er seinen „Helden“ an und schnaubte dann leise auf. »Pf, du schummelst. Ich bin in dem Spiel eigentlich besser. Die Wahrscheinlichkeit das du immer gewinnst, ist viel zu gering bei Ching Chang Chong!« Deutlich etwas übler gelaunt, lehnte er sich dann an die Reling des Schiffes und sah ins Wasser hinab. Das Schiff fuhr los. »Wenn du mir nichts beibringen willst, sag es mir doch. Dann brauch ich mir nicht die Mühe geben«, brummelte er leise und legte sein Kinn auf dem Holz ab um nach unten zu sehen. Der Wind streifte durch seine Haare hindurch. »Wie lange brauchen wir bis wir ankommen?« Er drehte sich herum und sah kurz nach oben. »Ich wollte schon immer mal auf einen Aussichtposten eines Schiffs.« Die Feststellung war völlig unabhängig von dem eigentlichen Geschehen, aber er hatte die Lust verloren etwas beigebracht zu bekommen, wenn er dafür immer verlor.
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Sa Aug 16, 2014 9:51 pm

Mumons verbessernde Worte wirkten nicht wirklich positiv auf Jolinar. Sie formte die Augen zu Schlitzen. Das war wieder klar, dass ein normaler Mensch ohne genetische Veränderung das, was im Clan weitergegeben wurde, als etwas deklarierte, was anderen Angst machte. So war es ja schon seit Jahrhunderten. Es führte zu ewigen Spannungen und Disputen. Hier wurde die nächste Spannung geschürt. Zwei Seelen gleichzeitig gegen sich zu stimmen, konnte ja nicht förderlich sein. Das Grinsen von Saizou brachte die Larve dann aber auch dazu den Jungen zu fixieren und mal wieder eine Stufe tiefer zu stellen, als er für sie ohnehin schon war. Ausziehen? Davon hatte niemand etwas gesagt. Abgesehen davon war der Bauch eines Wirtes stets mit einem Verband verbunden, wenn dieser auf Missionen war. Den zu entfernen wäre nervig, aber wenn es reichte, damit der Genin wusste, wo sein Platz war, wären Jolinar auch solche Mittel recht gewesen. Sie wollte dennoch nicht weiter auf ihn eingehen, zischte einfach auf ihrer Sprache "Hasshak" und bewegte Chiyokos Körper dann von ihm und Mumon weg. Die beiden veranstalteten irgendein Spielchen um die Berechtigung ein Schüler des Älteren zu sein. Warum er nicht einfach Nein sagte, blieb ihr ein Rätsel. Während sie die Männer hinter sich ließ und das Schiff ablegte, ging sie an die vordere Spitze und beugte sich wieder über die Reling. Die Unterarme bei einander schaute sie nun über die weite See, während der Wind ein wenig zunahm und sowohl Zopf als auch Pony seitlich aufschweben ließ. Meinst du, dass sie diesen Anblick vermissen? Sie wollten ihn uns nehmen, also denke ich nicht. Ihr Horizont war viel beschränkter als dieser hier. Wenn deine Tante endlich spricht, wird Naruaki-san erfahren, was alles vor sich ging. Sie wird eine Strafe bekommen und dann sind wenigstens die Verräter aufgedeckt. Wie soll es mit euch Menschen weitergehen? Keine Ahnung. Es gibt immer noch welche, die zweifeln, und welche, die endlich glauben, dass sie eine verdammte Schlampe war. Uns ein Oberhaupt aufzusetzen wird ein Unterfangen wie den Kyuubi bändigen zu wollen. Katsura vielleicht? Sha're ist eine äußerst ruhige und kontrollierte Larve. Tz. Viel zu jung. Egal welche von ihnen. Die Augen wurden geschlossen, der Wechsel wieder vollzogen und Chiyoko hatte die Kontrolle über ihre Körper zurück. Zukunftsfragen über ihren Clan wollte sie sich nun am wenigsten stellen. Kurz strich sie sich ihren Pony hinter die Ohren, dann richtete sie sich auf, um sich mit dem Hintern auf der Reling niederzulassen und schräg darauf zu sitzen. Schweigend streckte die Blonde den Zeigefinger, ließ dort Chakra austreten, das sich zu einer Spitze formte, und kratzte damit auf den Außenplanken herum, sodass man es vom Deck aus nicht sehen konnte. Mit recht wehmütigem Blick kratzte sie wie beim römischen Zählen immer mehr senkrechte Striche in eine Linie und zählte damit ihre verstorbenen Verwandten. Lediglich auf menschlicher Seite.

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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   So Aug 17, 2014 6:18 pm

Warum hätte Mumon Rücksicht nehmen und Chiyokos/Jolinars Versuch mit dem Aufblitzenlassen der Narbe nicht als Versuch deklarieren sollen, dem jüngsten Teamkameraden einen Schreck einzujagen? Es war ja nicht so, dass Mimik und Stimme der Chuu-Nin sonderlich vertrauenserweckend geklungen hatten. Sie hätte wohl kaum auf eine positive Reaktion abgezielt. Die Augen der blonden Kunoichi, die sich zu Schlitzen verengten, nahm der Kiobashi mit aalglattem Gemüt; seine Seelenruhe besaß eine glitschige Schleimschicht, an der so ziemlich alles abrutschte, was die Welt ihm entgegenwerfen mochte.
So spielte er in aller Friedlichkeit Ching Chang Chong gegen Saizou. Gewann und gewann und gewann und gewann und gewann und gewann. Chiyoko verzog sich wieder an ihren Spähposten an der Reling, ließ sich malerisch-romantisch den Wind durch die Haare wehen. Das Schiff legte ab; spaßeshalber ließ die Mannschaft eine volltönende Fanfare aus dem Nebelhorn blasen, und dann gings seewärts. Auf ins Abenteuer!

Und das Abenteuer sollte nicht lang auf sich warten lassen. Denn nicht ohne Grund hatten die heimischen Fischer soviele Kraken unmittelbar vor Sonnenaufgang aus dem Wasser gezogen. Nein, nichts hatte sie angelockt, wie einige der Fischer meinten - in der Tat hatten sich einige Fischerboote untereinander in die Haare bekommen im Streit darum, wessen Köder dieses Kalte Buffet der Natur eröffnet hatte. Nein. Etwas hatte diese schmackhaften Wesen der Tiefsee regelrecht aus ihrem dunklen Heim getrieben.
Und es folgte seiner Beute nach.

Derweil hatte Chiyoko damit begonnen, das Außenbord des Segelschiffes mit einer makabren Zählung zu verschönern und Saizou eingesehen, dass er ein vom Pech Verfolgter war.
»Pf, du schummelst. Ich bin in dem Spiel eigentlich besser. Die Wahrscheinlichkeit das du immer gewinnst, ist viel zu gering bei Ching Chang Chong!«
Mumon verbarg seine grinsenden Mundwinkel unter dem Schal.
»Wenn du mir nichts beibringen willst, sag es mir doch. Dann brauch ich mir nicht die Mühe geben.«
"Ich hab dir grad was beigebracht" erwiderte Mumon aufgeräumt und ohne Wimpernzucken, "Ich schummle nämlich absolut! Ching Chang Chong sollte durch simples Glück gewonnen werden, und wie du ganz richtig erkannt hast, kann ich daher nur garantierte Siege einfahren, indem ich schummle. Er zeigte Schere, allerdings nach oben gerichtet. Oder wars nur das lockere Zeichen für Victory? Somit brachte ich dir nun bei, wie toll ein Sieg durch die Überlegenheit der eigenen Fähigkeiten sein kann. Klasse, was?
Der Ge-Nin zeigte auch Interesse an etwas anderem: Er wollte  wissen, wie lang sie unterwegs sein würden.
Spätestens morgen mittag sind wir da, bei gutem Wind schon in der Frühe. Und wenn du ins Krähennest willst, dann geh doch rauf. Lapidar zeigte er nach oben. Was soll dich schon davon abhalten?

Da kam der Krake. Der Königskrake. Der Kaiserkrake. Ein verflucht riesiger Krake eben. Er näherte sich dem Schiff von unten - von wo auch sonst - und schickte seine Tentakel aus, sich tastenderweise das Außenbord hoch zu arbeiten. Er würde das Schiff in einen tüchtigen Ringer-Griff nehmen, aber er würde es auch langsam beginnen und seine Fangarme achtsam das Deck erkunden lassen...
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Sa Aug 23, 2014 5:17 pm

Chiyoko verlor für Saizou das Interesse. Spätestens als sie sich von der Gruppe zurückzog und der Reling ein neues Graffiti auf ihre Weise verpasste. Er konnte ihr nichts abgewinnen und fühlte sich auch nicht unbedingt aufgehoben in ihrer Umgebung. Diese Frau strahlte irgendetwas Böses aus von dem der junge Genin lieber Abstand hielt. Nicht das sie ihn in den dunklen Straßen von Kirigakure irgendwann auflauerte und umbrachte. Ja, dass konnte er sich tatsächlich vorstellen. Schlussendlich wurde er jedoch von seinen düsteren Gedanken abgelenkt und spielte Ching Chang Chong mit Mumon. In der Zeit ertönte über ihn ein Horn und das Schiff legte von Land ab. Endlich ging die Fahrt los, auch wenn Saizou sich zunächst nicht sonderlich dafür interessierte. Er konzentrierte sich völlig darauf zu gewinnen – schaffte es aber nach knapp 20 oder 30 Minuten nicht wirklich. Mit einem eher angepissten Gemüt ließ er es also bleiben und schnaubte nur leise auf als Mumon ihm tatsächlich erklärte das er was beigebracht bekam dadurch. Der Genin brummelte leise in sein nicht vorhanden Bart, wandte sich von seinem Idol um und verschränkte beleidigt die Arme hinter dem Kopf. »Oder er kann einfach nicht verlieren… und gibt es nur nicht zu«, murmelte er leise vor sich hin und ließ seinen Blick zu dem höchsten Punkt gleiten. Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass er noch nicht auf so ein beeindruckendes großem Schiff gewesen war. Er ließ verlauten, dass er sich gerne das Krähennest ansehen würde und bekam prompt die Zustimmung von Mumon. Damit gewann jener sofort wieder 100 Punkte dazu und war wieder sein blutrünstiger Idol aus dem Nebel. Beeindruckend schnell konnte sich so etwas ändern! Mit einem breiten Grinsen vertrieb er den grimmigen Gesichtsausdruck und kletterte zunächst auf die Reling des Schiffes über den ein breit gefächertes Netz nach oben führte. Wie eine Spinne kletterte gekonnt nach oben und erreichte ungesichert den Mast. Dann ging es weiter nach oben, während sich unten etwas sehr böses zusammen braute.

Saizou erreichte die unterkante des Krähennest, kletterte aber noch nicht weiter sondern warf zunächst einen Blick nach unten. Er ließ seinen Blick umher schweifen und spürte den Wind der sein Haar zerzauste. In dem Augenblick wurde ihm bewusst, dass wenn er nicht Shinobi wurde das ihm eine Piraten Karriere bevorstand. Seine Augen glitten auf den kleinen Punkt unter sich, wo Mumon noch viel kleiner wirkte als davor. Auch Chiyoko wirkte winzig. Von hier oben sogar viel angenehmer als sonst. Als er seinen Blick jedoch aufs Wasser schwenken ließ, runzelte er die Stirn. Kurz rutschte er leicht von dem Seil ab, hielt sich jedoch fest und zog sich wieder hoch. Um dem Schiff herum kräuselte sich das Wasser merkwürdig, während kleine Fühler hervor kamen. Zuerst war sich Saizou sicher, dass er sich diesen Umstand einbildete, aber im nächsten Moment konnte man förmlich spüren wie das Schiff etwas langsamer wurde. Fast so als wäre es schwerer. »Mumon! Da ist was im Wasser!«, rief er nach unten, wobei der Wind verhinderte das alle Worte unten ankam. Der Jounin unten würde, lediglich hören: Da… ist … Wasser. Vermutlich klang es dadurch besonders geistreich. Mit der Hand deutete er nach unten. Die Fangarme des Kraken bewegten sich derweilen immer weiter und erreichten sogar die Reling inzwischen. Ein leichter Ruck ging durch das Schiff als jenes sofort eine Beschleunigung in negativer Richtung bekam. Was so viel hieß wie: Es bremste deutlich ab. Saizou spürte erneut wie seine Füße etwas wegrutschten und klammerte sich rasch enger an das Seil heran. Was zum Teufel war das bitte?
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Mi Aug 27, 2014 8:02 pm

Abseits des Trubels, den die jungen Mannen betrieben, schloss Chiyoko mit der Zählung ihrer Verwandten ab. Trübseligkeit war irgendwie an der Tagesordnung. So wie immer waren ihre Laune und ihre Mimik gezeichnet von dem, was sie verändert hatte. Mit dem letzten Strich am Holz gedachte sie Takara, aber zog keine weitere römische Eins, sondern änderte schlagartig den Winkel und durchzog alle senkrechten Striche mit einem horizontalen wie Nuke-Nin es auf ihrem Dorfzeichen taten. Dann spannte sie die Kiefer an, hob die Hand von dieser Seite der Reling weg und verschränkte die Arme, während ihr Blick auf das Deck glitt. Sie beobachtete Saizou beim Erklimmen des Masts mit dem Krähennest. Irgendwas schien er von dort aus zu rufen, aber sie verstand es natürlich noch weniger als Mumon es sollte. Vielleicht ertönte in ihrem Gehör gerade einmal das Wort Wasser. Was recht offensichtlich war, wenn man davon umgeben war und aus einem Dorf stammte, das dieses Wort im Namen trug. Dann wurde sie allerdings davon abgelenkt, dass das Schiff in seinem Kurs beeinträchtigt schien. Chiyoko ging von der Reling runter, hielt sich daran mit einer Hand fest und verengte skeptisch die Augen. Dass hier was nicht stimmte, war wohl offensichtlich. Es war eher untypisch, dass ein Schiff noch einmal langsamer wurde, nachdem es ausgelaufen war. Die Gefahr, dass es von einem anderen gerammt wurde, das ein- oder auslief, war doch in einem belebten Hafen viel zu hoch. Sogleich bekam sie von ihrer Larve auch einen feinen Hinweis. Chiyoko, ich spüre unterhalb des Decks Vibrationen. Irgendwas bewegt sich dort. Ich bezweifle, dass es der Bordmechaniker oder irgendeine Fracht ist. Es ist größer. Tolle Sache. Sie verdrehte die Augen. Konnte nicht einmal etwas glatt laufen? Sie richtete ihren Blick wieder auf den Yuki. Er hatte eine große Klappe und beschwerte sich, dass sie ihn unterbutterte, obwohl es nicht nötig schien. Dann war da noch Mumon, als Teamleiter und angeblich Stärkster. Zumindest reimte die Teshima sich das so zusammen, weil er den höchsten Rang besaß und am ältesten war. Sollte er dafür sorgen, dass sie sich koordinierten und die Gefahr eindämmen. Sollte Saizou eine Chance bekommen zu zeigen, was in ihm steckte, und dass Chiyokos Bauchgefühl sie täuschte. Das war nämlich oft genug der Fall gewesen. Beinahe bockig rutschte sie mit den Rücken an der Reling hinunter, hockte sich hin, sodass ein Bein angewinkelt und aufrecht war, während das andere gewinkelt auf dem Boden ruhte. Einen Arm ließ sie auf dem linken Knie, damit die Hand in der Luft baumelte. Sie beobachtete einfach das Geschehen. Sollte etwas Dramatischeres passieren als Abnahme der Geschwindigkeit, konnte sie noch früh genug lospreschen.
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Do Aug 28, 2014 8:14 pm

Ziemlich energiegeladen, die Jugend. Mumon beobachtete müßig, wie sich der Ge-Nin den Weg nach oben erklimmte. Saizou ging ganz matrosenmäßig vor und hangelte durch die Takelage. Er musste wohl Spaß haben. Vielleicht, so dachte der Kiobashi, sollte er selbst auch später mal ein wenig durch die Taue rennen. Hier hatte er ja schließlich eine der besten Hindernis-Bahnen vor sich, die man sich nur wünschen konnte.
Mumon war gut darin, geduldig und schweigend Zeit tot zu schlagen. Er ließ seinen Blick noch ein wenig schweifen, sodass er Eindrücke der arbeitenden Mannschaft aufing wie auch der mit jedem Hinsehen trüber herumhockenden Chuu-Nin. Saß da wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Nun ja, solang sie nicht über der Reling hing wie ein Mehlsack auf einem Maultier...
Was fang ich mit dem Weibsbild an?, dachte er trotzdem bei sich. Nicht, dass er glaubte, in irgendwas hinein zu geraten, was die vereinte Stärke dreier Kiris bedürfte. Nein, nein. Und es würde ihn auch nicht umbringen, wenn Chiyoko für den Rest der Reise selig schweigen würde. Andererseits aber genoss Mumon Reisen viel lieber, alsdass er sie verkrampft hinter sich brachte. Chiyokos zusehends stärker werdendes Abkapseln sorgte für äußerst krampfige Atmosphäre.
Mal sehn, was dem guten alten Mumon möglich war... er setzte freilich nicht gerade hohe Summen auf sich. Aber verschlimmern konnte er kaum was.
Soweit hatte Mumon also im Geiste beschlossen, sich in Chiyokos Richtung zu wenden, als ... -
"Da… ist … Wasser!"
Mumon hielt inne. Blickte stirnrunzelnd auf. Zeigte dem Yuki im Krähennest dann nochmals die vertikal gerichtete Schere als Victory-Zeichen und Bestätigung, dass er seine Späh-Arbeit vortrefflich machte. Allerdings, hätte er gesagt, da wäre KEIN Wasser, hätt Mumon es interessanter gefunden.

Das Schicksal wollte einfach nicht, dass er sich der seelengepeinigten Kunoichi zuwandte. Vielleicht hatte irgendein wohlwissender Gott seine Hand im Spiel und verhinderte Schlimmeres. Denn nur einen Moment darauf kamen die glibberigen, labberigen, glitschigen Fangarme über die Reling gerutscht, wabbelten schwerfällig wie Plumpudding auf die Planken.
Alles erstarrte. Die Seeleute blickten alarmiert bis panisch drein, als die massigen, schlangenartigen Leiber aus Krakenfleisch über Deck glitten. Tastend wie Fühler, langsam und bedächtig, als prüften sie mit den Saugnäpfen die Konsistenz des Fangs.
Mumon stand einen Moment lang stockstill. Musterte mit relativer Gelassenheit die Tentakeln, dunkelrosa und fleischig, mit ihren Saugnäpfen und den Verdickungen am Ende zweier besonders massiver Fangarme. Einer der Kleineren bewegte sich rutschend seitwärts auf ihn zu.
Mumon schmiedete Chakra. Oder zumindest hätte ein normaler Shinobi nun Chakra geschmiedet. Mumon dagegen nahm in seinem Inneren die beiden Rohmaterialien des Chakra und drosch es zusammen wie Flint und Stahl. Denn Mumons Art des Chakraschmiedens war eine kranke, abartige Sache. Sensor-Nin beschrieben seine Aura während dieses Vorganges gern als spürsinnigen Frontalangriff, als das Äquivalent zum Kratzen langer Fingernägel auf einer Schiefertafel.
Der auf Mumon zukommende Tentakel hielt inne, als er noch zwei Meter entfernt war. Zuckte unschlüssig vor und zurück, ehe er einen Bogen um den Kiobashi machte und stattdessen anderswo nach etwas... beutemäßigerem suchte.
Mumon bedachte dieses Verhalten mit schrägem Blicke. Auch ohne Spürsinn reagierten Menschen um ihn herum mit leichtem Unwohlsein auf sein Chakraschmieden. Tiere auch. Aber sogar so ein Großes? Er schritt auf einen der anderen Fangarme zu, und das Ding glitt ihm aus dem Wege.
"Hm", machte der Kiri-Nin sinnend. Wandte sich an Chiyoko, winkte ihr. "Steh auf. Blankziehen." Er meinte ihre Klinge, nicht den Bauch.
Der Kapitän richtete indes das Wort an seine Mannschaft. "Ruhig halten, Leute... Lasst euch nicht berühren... Er sucht nach Beute. Lasst euch nicht kriegen..."
"Das reicht mir nicht unbedingt als Gegenmaßnahme", stellte Mumon trocken fest. Aber er war froh, dass das Seemonster zunächst mal sanft prüfte, was es da vor sich hatte.
Einer der Tentakel wickelte sich auch um den Fuß des Mastes.
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Mo Sep 01, 2014 7:10 pm

Mit großen „Schritten“ hatte Saizou den Mast des Schiffes erklommen und damit den höchsten Punkt erreicht gehabt. Zu seinem eignen Leidwesen schien jedoch gerade unten irgendetwas zu passieren, sodass er sich zuerst nicht freute hier oben zu sein. Natürlich war der Nervenkitzel greifbar und die Spannung, die entstand durch das Unbekannte unter ihm, brachte sein Herz heftig zum Schlagen. So fühlte sich also ein Shinobi auf einem wirklich richtigen Einsatz an? Das war gar nicht so schlecht! Der junge Genin schien hier oben wohl als einziger zu sehen, wie die Tentakeln aus dem Wasser über die Reling kletterten. Die anderen wurden erst darauf aufmerksam als es bereits zu spät war. Der Kapitän richtete ein paar Worte an die Mannschaft von dem der Yuki hier oben jedoch so gar nichts verstand. Ob es Befehle waren anzugreifen? Keiner wirkte jedoch wirklich so als planten sie gerade einen Kampf mit diesem… etwas. Dazu kam er zu dem nächsten Problem. Was zum Teufel war das dort unten überhaupt? Saizou hatte noch nie solche riesen Fangarme gesehen, die sich gemächlich und bedrohlich über das Deck bewegten. Immer mehr Arme schlichen über den Boden weg und erreichten bald schon die andere Seite des Schiffes. Was hatte dieses Monster vor? Im nächsten Moment ging ein Ruck durch die Planken und ließ ein paar Seeleute straucheln. Offensichtlich hing sich der Krake mit seinem Körpergewicht auf die eine Seite des Schiffes, sodass es sich langsam zu ihm neigte. Der Genin krallte sich kurz fester an das Seil und starrte mit großen Augen nach unten. Warum zum Teufel tat niemand etwas? Zu seinem eignen Glück konnte er hier oben auch nicht hören, wie unten bereits das Holz zu knirschen anfing, als die Fangarme langsam ihre Kraft auf das Schiff ausübten. Die Ranken schienen jedoch noch immer einen Punkt zu meiden und das war Mumon. Einige Seeleute bekamen diesen Umstand durch aus mit und verschafften sich eine bessere Position um zu überleben. Hinter dem Oinin schienen also gerade die „tapfersten“ zu stehen. Zum einen, weil man durchaus dieses dunkle Chakra von ihm spürte und zum anderen, weil sie ironischerweise Angst vor diesem Kraken besaßen. Das Schiff neigte sich derweilen immer weiter zu Seite, während auch der Mast plötzlich bedrohlich zu knacken anfing. Saizou hob die Augenbraue und spürte, wie förmlich seine Füße den Halt von dem Holz verloren. Er klammerte seine Hände dichter ums Seil und starrte mit einem Funken von weiteren Entsetzen nach unten. Die ersten Fässer fingen an sich knarrend über das Deck hinweg zu schieben, sodass der Kapitän erst einmal Befahl die Ladung zu sichern. Der Yuki konnte hier oben jedoch gerade nicht viel ausrichten, außer vielleicht ein paar Eiszapfen runter hageln zu lassen, aber dafür brauchte er seine freien Hände – die er gewiss nicht hatte. Irgendwo kreischte jemand auf als eine Tentakel ihn langsam über das Deck zerrte, fest umschlungen um seine Beine. Ein langsamer Tod würde ihn vermutlich ereilien wenn der Krake ihn ins tiefe - kalte Wasser zog.
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   So Sep 14, 2014 2:06 pm

Ich könnte mich nun um einen philosophischen Austausch bemühen, da der Krake und sein Volk von der Menschheit genauso gepeinigt werden, wie wir seit unserer Entdeckung. Aber ich schätze, es geht nun in erster Linie darum Gefahren abzuwenden. Nicht den Diplomaten mit weißer Weste zu spielen. Mit einem geöffneten Auge beobachtete Chiyoko zusammen mit ihrer Larve die Extremitäten des von Wasser benetzten Weichtieres, die sich über das Holz schlängelten. Sie wirkten wie eine wahr gewordene Personifikation für die Lebensgeschichte der Shisei-Larven. Nur dass der Knackpunkt jetzt darin lag, dass das nächste Kapitel ohne eine der beiden Seiten geschrieben werden musste. Armes Tierchen. Mumon orderte einen Befehl in Chiyokos Richtung, der mit seinem Pragmatismus durchaus sympathisch wirkte. Nach einem durchschnittlichen Seufzen erhob sich die blonde Kunoichi, wobei sie sich auf ihrem Breitschwert abstützte, als könnte nichts ihre Stimmung trüben. Dann zog sie blank und begutachtete das herrlich glänzende Material der Klinge, die die Antwort auf das sein sollte, was man mit ihr gemacht hatte. Nach einem etwas melancholischen Blick schritt Chiyoko voran, schräg in Mumons Richtung. Was der Kapitän andeutete, reichte ihm nicht. Ihr auch nicht. Zumindest strategisch schienen die beiden halbwegs auf derselben Bahn zu fahren. Mit einem Blick auf Saizou erkannte sie auch, dass dieser etwas unbeholfen wirkte. Er vollführte einen mehr oder minder unfreiwilligen Seiltanz und musste sich der Schwerkraft des Masts ergeben, der sich immer mehr neigte, da das Tierchen im Wasser sein Gewicht einsetzte, um den Winkel klar zu verändern. War dieser Genin denn nicht dazu in der Lage sich einfach mit Chakra zu helfen? Mit entnervtem Gesichtsausdruck legte Chiyoko die freie Hand an den Mund, formte mit den Fingern eine Hälfte eines gedachten Tunnels, damit die Stimme halbwegs gerichtet ankam, und rief dem Jungen entgegen: "Benutz gefälligst dein Chakra und halte dich mit den Füßen am Mast fest!" Dann folgte ein Verdrehen der Augen und sie wandte sich an Mumon. Mit einer flüssigen Bewegung schulterte die junge Frau ihr Schwert und sagte leicht ungeduldig: "Hoffe, du hast nichts dagegen, wenn ich das Schiff wieder in Normallage versetze." Danach machte sie auf dem Absatz kehrt, wobei sie schon Chakra in den Füßen konzentrierte, um auf den Planken den Halt zu finden, den Saizou oben am Seil am wenigsten haben durfte. Forschend suchte Chiyoko die Tentakel ab, um die herauszufiltern, die am dicksten waren, und den einzigen, der die Richtung zum Mast eingeschlagen hatte. Ein wenig Konzentration, sowohl für die Umgebung als auch die eigene Atmung, dann das Einziehen von Luft und Anspannen der Muskeln, um das Schwert zu heben und in einem großen Bogen mit der Schneide auf einen Tentakel runter sausen zu lassen. Die Klinge schnitt hindurch wie durch flüssige Butter. Chiyoko zog das Breitschwert sofort wieder zurück und begutachtete das Resultat, dass der Tentakel zum Mast hin abgetrennt worden war. Wie das Tier nun reagierte, dürfte wohl offensichtlich sein, aber sie war zu überzeugt - oder starrsinnig - um sich davon beeindrucken zu lassen. "Mast: Frei!", folgte ein kurzer Ruf über die Schulter zu Mumon.

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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Sa Sep 20, 2014 9:52 pm

Der Krake nahm das Schiff zusehends stärker in Schwitzkasten. Zuerst wars nur zartes Fummeln, dann gings in durchaus ernstzunehmendes Grabbeln und Grapschen über. Leider war das Segelschiff nicht für solcherlei Flausen gebaut. Mumon Kiobashi beschloss daher, die Anstandsdame zu spielen. Und welche Anstandsdame konnte schon auf ihre Messer verzichten? Der Oi-Nin zog routiniert blank, doppelt blank.
"Hoffe, du hast nichts dagegen, wenn ich das Schiff wieder in Normallage versetze."
"Ich hätte nichtmals was dagegen, würdest du es vorher dreimal rollen lassen." In einem Moment hüpfte er noch heiter in Bewegung, in der nächsten Sekunde verwandelte sich dieses lockere Schreiten in einen hammerschlagartigen Sprint. Mumon tat einen geschmeidigen Spurt, flog übers Deck wie der Schatten einer Möwe und flackte dem Tentakel, der bereits einem Opfer die Beine zusammengebunden hatte, in die Seite. Die Kunai drangen ein, fuhren frei, bissen zu, ließen los, schnappten nieder, brachen aus.
Der Fangarm platzte unter dem Hellen Stich auseinander; kein sauberer Schnitt wie bei dem Hieb, den Chiyoko jeden Moment ansetzen würde. Die für den Fangarm fatale Wunde wirkte eher wie nach einem Hai-Angriff, mehr zerfleischt als zerschnitten. Zuerst griffen die Muskeln reflexartig nur noch heftiger zu, dass der Seemann aufschrie; schlussendlich aber löste sich der Griff der Tiefe.
Mumon folgte einem verrückten Einfall und flog tief über die Schräge, auf die zurzeit tiefer liegende Reling zu. Just, als Chiyoko den Fangarm kappte, der die größten Schwierigkeiten machte. "Mast: Frei!"
"Ver-" Mumon setzte genau jetzt einen Fuß auf die Reling. "-standen." Das Schiff ruckte bockend in die entgegengesetzte Richtung; der Schwung ließ die eben noch gen Wasserfläche gezogene Seite hochschnellen und katapultierte das Leichtgewicht von Oi-Nin dabei himmelwärts. Nun war er nicht mehr nur der Schatten einer Möwe, nun war er wirklich eine, wenn auch eine Schwarze. Im Steigen zog er Kunai, an der Scheitelspitze seiner Steigungskurve warf er mit beiden Händen jeweils sechsmal, und als er zum Runterkommen ansetzte, hatte er noch immer nicht alle Klingen aufgebraucht! Er ging nieder, als wäre er selbst ein Geschoss, einen Herzschlag vor der Landung bereits zweieinhalb Stiche ins weiche Krakenfleisch anbringend.
Mumon landete direkt auf dem aus dem Wasser ragenden Kissenkopf des Kraken und begann, zu tun, was er so ziemlich am besten konnte: Schlitzen, stechen, schneiden, hacken. Er lag bäuchlings auf seinem Gegner, und wohin er auch blickte, sah er nichts als weiches, quaddeliges, nachgiebiges Fleisch. Er begann sein Tagwerk und wurde zu einer menschlichen Fräse, derweil links und rechts die zuvor geworfenen Kunai mit Wucht ins Opfer einschlugen.

Der Krake fuhr angesicht der Gegenwehr ruckartig zurück; sein Griff ließ fast augenblicklich vom Schiff ab, lediglich einige wenige Tentakel blieben noch da und dort hängen. Mehr aus Zufall denn Absicht. Zwei Fangarme, die Durchgehackten, blieben ganz sicher ohne Absicht. Das Meeresungeheuer hatte jedoch nicht vor, umgehend die Flucht zu ergreifen. Stattdessen setzten zwei Tentakel dazu an, wie Fliegenklatschen schwungvoll auszuholen. Sie würden in den nächsten Augenblicken auf das zielen, was zurzeit die größte Nervensäge darstellte. Auch wenn sich der Krake dafür förmlich selbst eine Maulschelle verpassen sollte...

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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Sa Sep 27, 2014 11:21 am

Er hörte von unter sich ein paar Rufe nach oben Schallen. Offensichtlich entschloss sich Chiyoko wieder mit ihm zu reden. Mehr als ein paar raue Befehle gab es jedoch nicht. Saizou glaubte zu hören, dass er sich mit seinem Chakra festhalten sollte. Es war leichter gesagt als getan. Peinlicherweise hatte er sich nämlich vor diesen Übungen gedrückt, auch wenn er die Chakrakontrolle bestens meisterte. Seinem Vater erklärte er zu damaligen Zeiten, dass er das auch alleine hinbekam und konnte damit wohl leider weniger dann glänzen. Sein Gesicht verzog sich grimmig zu einer Grimasse. So viel schwerer als das Hyouten Chakra zu benutzen sollte es nicht sein – oder? Für Sekunden konzentrierte er sich auf seine Füße und schaffte es sogar sich fest zu halten, eher nach oben kletterte in das Krähennest. Dort hockte er sich kurz nach unten und nahm somit Deckung. Ob er Kämpfen sollte? Generell war eine Krake für einen Genin seiner Statur nicht machbar. Außerdem musste er erst einmal wieder runter klettern, bevor er angreifen konnte. Das konnte er gar nicht… wie auch? Dafür benötige er sehr viel Zeit und die hatte er nicht. Wer wusste ob er nicht auch runter fiel? Als Fischfutter wollte er zumindest nicht enden! Er richtete sich also wieder auf und beugte sich aus dem Nest hervor um zu sehen was die Krake gerade machte. Dann sollte er wohl von hier oben einen Angriff starten? Saizou atmete tief ein und aus. Gute Idee! Oder nicht? Rasch formte er ein paar Fingerzeichen und atmete kräftig tief ein um das Hyouten Chakra mit Sauerstoff anzureichern. Dann beugte er sich vor, schloss die Fingerzeichen und stieß ein Eisgemisch hervor, dass etwa Fußball groß war und geradewegs auf den Kopf des Krake steuerte. Der Genin beugte sich weit vor und versuchte zu erkennen ob er auch wirklich traf. Was die anderen derzeit dort unten trieben, wusste er nicht. Vielleicht interessierte es ihn auch nicht so richtig. Abgesehen von Mumon natürlich. Jener war sein persönlicher Held, während die andere Person eher abschreckend - wenn nicht sogar mehr war. Wenn sie als Fischfutter endete, würde zumindest Saizou höchstens Eistränen vergießen. Was irgendwie schon fies war... aber sie war es immerhin auch zu ihm!

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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Sa Okt 04, 2014 12:12 am

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Keinesfalls nervös, sondern recht selbstbewusst und recht offenherzig schlenderte ich durch die Straßen Iwakis.
In meinen Augen war Iwaki eine recht ruhige, vielleicht etwas langweilige Stadt, doch um hier kurz eine Rast von einer langen Reise zu machen, war sie wirklich perfekt. Klar. Iwaki war voller Shinobi, die auf die Schiffe hier angewiesen waren, doch gerade unter Shinobi fiel eine Kunoichi, wie ich es war, kaum auf.
Ich war nicht auffällig gekleidet und sah ziemlich normal aus. Mal abgesehen davon, dass ich es nie lassen konnte, mehr Haut zu zeigen, als nötig.
Ich grinste ein wenig amüsiert über diesen Gedanken und bog in eine Gasse ein, von der ich wusste, dass hier eine schöne Bar gelegen war. Ein bisschen Sake trinken, mit meinen Abenteuern prahlen. Dafür, dass bald der Abend einbrechen würde, war der Tag doch recht gelungen und konnte nun ordentlich gefeiert werden.
Innerlich seufzte ich. Ich war schon seit über zwei Wochen hier in Iwaki. Es wurde Zeit, dass ich allmählich wieder verschwand, bevor noch jemand auf mich aufmerksam wurde, auch, wenn ich das bezweifelte. Trotzdem. Sicher ist sicher.  Ein Gedanke, der mir eigentlich relativ selten durch den Kopf kam, aber ab und an, dachte ich auch mal an dergleichen, wie Sicherheitsvorkehrungen und Vorsicht.
Eigentlich war es für eine Missing-Nin, wie ich es war, doch recht ungünstig lange an einem Ort zu verweilen.
Mit einem triumphierenden Lächeln auf den Lippen lief ich, die Umgebung nicht beachtend, einfach weiter und als mein innerer Orientierungssinn Bescheid sagte, dass hier links die Tür vom Pub war, drehte ich mich..und lief beinahe in eine Mülltonne rein.
Klasse. Doch nicht der richtige Seitenweg!
So eine verfluchte...!" fluchte ich lauthals und machte dampfend wieder kehrt.
Ich hätte doch besser aufpassen sollen. Jetzt durfte ich denn Weg nochmal komplett zurücklatschen! Gott!
So ein Mist aber auch!! schimpfte ich in Gedanken weiter, während ich unachtsam meinen Weg zurückstapfte.
Nein...Ich stockte kurz wieder und blieb stehen. Ich hatte eine dumpfe, relativ verschwommene Vorahnung. Wenn ich hierbleiben würde, würde etwas schiefgehen.
Ich beeilte mich, um zurück zu dem kleinen Markt zu gehen und mir etwas Verpflegung zu holen, ehe ich Iwaki verlassen würde. Es stimmte mich teilweise traurig, wieder weiterzureisen, doch andererseits...Ich wollte noch so viel neue Sachen lernen, ehe ich nach Kirigakure zurückkehrte.
Mit einer neuen Motivation verließ ich Iwaki und machte mich auf dem Weg.

tbc: Küstenwald Furogo


Zuletzt von Shiki Chidatsu am Mo Okt 06, 2014 9:45 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   So Okt 05, 2014 10:04 am

Während Chiyoko nach ihrem Angriff auf den dicken Fangarm, der am Mast geklebt hatte, wieder auf dem Deck zur Ruhe gekommen war, blieb ihr für die nächsten Sekunden nichts anderes übrig als zu beobachten wie Mumon die Bühne des Kampfes an sich riss und der Genin unter ihnen nach wie vor ohne Jutsu im Krähennest hockte, auch wenn er sein Kekkei Genkai zur Schau stellte. Ihre grauen Augen verfolgten zuerst die schwarze fliegende Gestalt, die mit der Absicht das Tier in Geschnetzeltes zu verwandeln ihre Schneidewaffen zückte. Es folgte ein direkter Feindkontakt sowie ein unappetitliches Abenteuer, sodass sie zu dem Eisball guckte, der gerade das Krähennest verließ und durch die Luft sauste. Die Gegenwehr des Kraken erfolgte relativ zügig. Fast schon teilnahmslos stand die Teshima einfach auf dem Deck, beobachtete ihre Kameraden und agierte zunächst kein bisschen. Weil nicht abzusehen war, was in der nächsten Sekunde passieren würde. Dann hoben sich aber zwei weitere Tentakel, die Mumon ins Visier genommen hatten. Er befand sich immer noch auf dem Kopf des riesigen Tieres und entfernte sich entweder sofort, um hoffentlich mit Chakra in den Füßen auf dem Wasser zu landen oder kläglich von einem fischähnlichen Getier erschlagen zu werden. Kurz danach würde er wohl tief gefroren, sodass zumindest seine Leiche in einem guten Zustand zurück nach Hause transportiert werden konnte. Böse Gedanken. Zu böse, Chiyoko kniff die Augen zusammen. War es allzu schlau gewesen von Saizou die Technik dorthin zu schießen, wo Mumon war? Man bedachte, dass das Tier gerade an der Oberfläche war und von zwei Seiten attackiert wurde. Sie selbst wusste nicht, wie es um seine Intelligenz bestellt war, aber wenn es Konklusionen erschließen konnte, würde es wohl darauf kommen, dass es angegriffen werden würde, sobald es auftauchte. Umkehrschluss: Um sich zu schützen, würde es abtauchen. Ob man dadurch Schlimmeres verhindern konnte, eine Verzögerung des Konflikts vermied oder Ähnliches, war der Shisei-Wirtin in diesem Moment egal. Sie schulterte ihr Schwert in einer schwungvollen Bewegung, stieß sich von der Stelle ab, an der sie stand und lief nach vorne zur Reling, auf die sie drauf stieg, um besseren Sichtkontakt zum Körper des Kraken zu bekommen. Auch wenn ihre Illusionen sie im Moment ankotzten, weil sie ihnen keine außerordentliche Effektivität zuschrieb, war das nun die beste Möglichkeit das Vieh an der Oberfläche zu halten. Vielleicht sogar dazu zu zwingen in seinen Bewegungen inne zu halten, um Mumon nicht zu treffen und damit Saizous Attacke gemütlich treffen konnte. So folgten die Fingerzeichen und Chiyoko klinkte sich ins Chakra-System des Tieres ein, das wohl ungehindert vor ihr lag, da es ihr neu wäre, dass ein natürliches Wesen ohne Menschenbezug sein eigenes Chakra lernte zu kontrollieren. So war es wie ein Labyrinth mit nur einer Wand, man konnte geradeaus bis zur nächsten Tier und war schon am Ziel. "Kigakari: Sanchûdoku." Kaum gesprochen, schon gewirkt, sollte es im Körper des Wesens gehörig brummen und blubbern, zumindest in dessen Wahrnehmung. Ob er sich schon einmal übergeben und damit dann selbst verletzt hatte? Chiyoko blieb einfach mit dem Chakra in den Fußsohlen an der Reling kleben und zog den fleischigen Gegner in ihr Genjutsu.

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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Di Okt 07, 2014 2:27 pm

Mumon hatte noch nie eine Hüpfburg erdolcht. Ungefähr so aber kam er sich vor, minus die Schuldgefühle gegenüber der zusehenden Kinderschar. Der Oi-Nin tobte sich aus auf dem schwabbeligen Krakenkopf, glitschte und rutschte über den wabbeligen Untergrund, der Kampfplatz und Gegner zugleich war. Damit zumindest hatte er Erfahrung; schon oft genug hatte er mit Boss-Kuchiyose zu tun gehabt. Epische Kämpfe hatte er bestritten, die sich über Tage und Nächte hinweg erstreckt hatten - meist hatte es gar mehrere Stunden gebraucht, bis das betreffende Monster ihn überhaupt bemerkt hatte. Egal. Mumon verwendete die aus dem Pudding-Fleisch ragenden Kunai-Griffe wie Trittflächen, zog sich an ihnen entlang oder stieß sich tretend davon ab, rutschte auf dem Bauch und paddelte förmlich mit seinen Messern über das Weichtier hinweg, ihm ohne Unterlass dabei Verletzungen zufügend.
So sonderlich effektiv wirkte das Ganze allerdings nicht.
Als ein Schatten auf ihn fiel, warnte ihn sein Instinkt vor der Gefahr von oben. Mumon reagierte, noch ehe er überhaupt richtig hinsah, und zog sich zur Seite.
Der Tentakel ging dicht hinter ihm nieder wie ein gefällter Baum; die Kraft, die Schiffsplanken zertrümmern konnte, schoss eine Druckwelle ab, die Mumon mit Schwung traf und weitertrieb, als wäre er nichts weiter als ein Blatt im Winde. Der Schub fegte ihn jedoch gleichzeitig aus der Schlagbahn des zweiten Tentakel, was wiederum ein Glück war.
Mumons Rutschpartie führte ihn von seinem Gegner herunter und klatschend ins Wasser. Dort dümpelte er einen Augenblick lang scheinbar bewusstlos auf den Wellen, ehe er den Kopf hob und Richtung Krake schaute. Huh.
Nunmehr Zuschauer, durfte er zusehen, wie zunächst der Beschuss von seiten des Schiffes einsetzte: Aus dem Krähennest heraus schoss ein schneeweißes Kugel-Projektil und klatschte auf den Kopf des See-Ungeheuers.
Hyouton dachte der Kiobashi bei sich, mit Yukis kannte er sich ja schließlich aus. Er richtete seine Aufmerksamkeit anschließend auf die einsame Gestalt an der Reling; Chiyoko beteiligte sich nun offenbar auch. Von ihr gingen allerdings keine flashigen Ninjutsu aus; stattdessen wählte sie wohl eine unterschwelligere Angriffstaktik.
Ob das Zucken und Verkrampfen, das Einrollen und Verknoten der Fang-Arme etwas mit ihr zu tun hatte? Jedenfalls verstrickte sich das Monster mit einem Male in eine Art von Ringkampf mit sich selbst, und wäre das Wesen zu Gesichtsmimik in der Lage gewesen, hätte diese Mimik sicherlich Bände gesprochen. Das Biest war sogar ein leichteres Opfer für das Genjutsu, als es jeder Shinobi hätte sein können: Es hob sich plötzlich noch ein Stück mehr aus dem Wasser, offenbarte seine papageienschnabelartigen Kauwerkzeuge. Und übergab sich nicht bloß in der Illusion, sondern wirklich! Hervor quoll wie Wasser aus einem Geysir eine Masse aus Halbverdautem und Tinte!

Mumon entschied, dass er kein Treibgut mehr sein wollte, und sammelte Chakra, zunächst in den Händen und dann in den Füßen. Mit einem Sprung kam er wieder auf die Beine und spurtete übers Wasser. Elegant hüpfte er wieder an Deck. Und schon ist es klar rief er heiter in Chiyokos Richtung, Mit dir will ich niemals kämpfen oder gar streiten. Er blickte auf die Bescherung, die in tintenschwarzer Plörre an der Wasseroberfläche trieb, und den zuckenden und spuckenden Kraken dahinter. Eklig, aber effektiv. Mal sehn. Er richtete seine Aufmerksamkeit auf den Ge-Nin im Krähennest, formte die Hände zu einem Trichter. Ey! Zugehört! Kein Schneeball! Gefrierschmerz! Gehirn-Gefrierschmerz! Verpass ihm Gehirn-Gefrierschmerz!
Mumon biss sich in den Daumen, schloss Fingerzeichen und schmiedete Chakra in größerem Stil. Einen Moment später umhüllte ihn eine Wolke Kuchiyose-Dampf. Alle Mann, zum Krähennest hoch! Greift den Jungen und bringt ihn zum Kraken! Und anschließend wieder zurück! Los!
Aus dem Rauch heraus schossen vier Tengu. Krächzend stiegen sie auf, schwirrten ihrer Bestimmung nach und umkreisten schließlich Saizou in seinem Aussichtspunkt. Einer der Tengu rief: Klarmachen zum Yuyokugenju no jutsu!
Dann würden die vier Vogelviecher ihn schnappen und mit ihm zusammen den Kraken im Nahkampf angreifen, mal nett ausgedrückt.
Mumon schätzte, dass das Meeresmonster als Weichtier besonders anfällig gegen Kälte sein müsste. Hyouton direkt durch die Haut sollte entsprechend effektiv werden.

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Out: tbc in den Outbereich

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