Tamashii no Utsuri

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 Oase Belas

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BeitragThema: Oase Belas   Sa Apr 19, 2014 7:44 pm



Inmitten der sandigen Weiten der Wüste Kaze no Kunis gibt es einen grünen Fleck. Ein Wunder der Natur, dessen Wasser sich die Menschen zunutze gemacht haben und ein Dorf namens Belas aufgebaut haben. Gross ist die Siedlung nicht, aber sie vermag es sich und einige Reisende selbst zu ernähren und bescheidenen, wenn auch etwas teuren Handel zu treiben. Immerhin musste man vor oder nach einer Wüstendurchquerung bei ihnen Halt machen um nochmals Vorräte und Wasser aufzufüllen.
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BeitragThema: Re: Oase Belas   Sa Apr 19, 2014 10:35 pm

cf: Friedhof von Konoha

Endlich, warme trockene Luft und Sand, der unter den Schuhen knirscht. Shouta hatte die Wälder längst hinter sich gelassen, war durch eine Steppe gewandert und zielsicher durch die Dünen gestreift. Fünf Tage hat die Reise durch Konoha und diverse kleine Reiche gedauert, bis er in der Wüste von Kaze no kuni angekommen war. Die reise war so unspektakulär, wie eine Reise nur sein kann. Keine Menschensseele hatte er getroffen und entweder waren die Konohashinobi sehr sehr gut im schleichen und sich verstecken oder sie haben seine Spur bereits im Wald verloren und es aufgegeben. Der Kaminishi hoffte auf Zweiteres. Oder waren sie ihm bewusst nicht gefolgt um Kana zu fassen? Hoffentlich kam sie gut im Dorf an, nochmals so eine Befreiungsaktion wollte er so schnell nicht machen.
Die angepeilte Oase tauchte zwischen den Dünen auf, grün und fruchtbar, wie ein kleines Wunder lag sie vor ihm. Einige Häuserreihen umringten sie und spendeten wohligen Schatten. Ob Epona schon angekommen war? Wohl eher nicht, denn er ist einen ziemlich direkten Weg gegangen und hatte nicht gerade getrödelt. Zielstrebig lief der Verwandelte in das wohl einzige Lokal des Dorfes und setzte sich mit dem Rücken wohlweislich zur Wand und mit guten Überblick auf den Eingang hin. Bald mit einem Glas frischestem Fruchtsaft vor der Nase wartete er nun, bis Epona irgendwann mal hereinschneite. Wahrscheinlich dauert es noch eine ganze Weile, denn er hatte sie weder in den Steppen noch in der Wüste erblicken können und das Gebiet war nicht gerade schwierig zu überschauen. Zur Vergewisserung tastete er nach seiner Tasche, die noch immer an der Innenseite seiner Schenkel hing. Tasche war noch da, die Schriftrolle darin ebenfalls. Damit sollte eigentlich nichts mehr im Wege stehen, ausser sie tauchte nicht auf. Er beschloss ihr ein Zeitfenster von drei tagen zu geben, drüber wurde sie wohl erwischt oder sie hatte sich in der Wüste heillos verlaufen. Ja doch, drei Tage war ein gutes Fenster. Vielleicht sollte er sie auch fragen, ob sie ihm das Jutsu beibringen würde, mit dem sie ihn verwandelt hatte. Nach fünf Tagen als Mädchen herumlaufen war es nicht mehr so schockierend und ausserdem war es äusserst praktisch, falls er sich auf die Schnelle komplett verändern musste. Immerhin konnte man nicht überall hin Perücke und so weiter mitschleppen. Er würde sie sicherlich fragen. Aber dazu musste sie erst auftauchen, nun war Geduld angesagt und kühler Saft.
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BeitragThema: Re: Oase Belas   So Apr 20, 2014 9:45 am

cf: Hauptor von Konoha

Shouta zuliebe hatte Epona, erstmal in Reiselaune, einen schnellen Schritt angeschlagen. Sich selbst zuliebe hatte sie dem Kaminishi ja auch eine halbe Nacht und einen Viertel-Morgen Vorsprung gegeben. Während die Majorität ihrer Einbrecher-Gruppe so schnell wie möglich Land zwischen Konoha und ihnen gewinnen wollte, hatte sie selbst noch ein kleines Schäferstündchen eingeschoben und die Sache einfach ausgegessen.
Spürbare Unruhe hatte es nicht gegeben; die Ausweise waren sorgsam kontrolliert worden, genauer noch als bei der Einreise, doch ansonsten registrierte Epona nichts, was auf den nächtlichen Trubel hinweisen mochte. Interessant. Professionalität machte sich bemerkbar.
Von Jagd-Trupps erblickte Epona keine Spur, zumindest eine ganze Weile nicht; dabei gab sie sich ja sogar Mühe, ob sich ein Blick erhaschen ließ. Hin und wieder erklimmte sie besonders hohe Bäume und suchte nach Bewegungen im Blättermeer. Sie fand nichts. Säße ihr nicht die Zeit im Nacken, möglicherweise hätte sie größere Anstrengungen betrieben und den Körper eines Falken oder einer anderen scharfäugigen Kreatur in Besitz genommen. Rein aus Neugierde. Doch sie ließ es bleiben. Shoutas Situation war schließlich pikant.
Einen einzigen, kitzligen Moment hatte sie: Der Käferschwarm, der sie verfolgt hatte, als sie die dichtesten Wälder hinter sich ließ und der Horizont sich zur Steppe öffnete. Die Insekten umschwirrten sie in einer Weise, die seltsam koordiniert schien: Wie eine Schar Jagdhunde, die aus der Ferne mit Pfeifen dirigiert wurden. Insekten, die einen perfekten Kreis bildeten, waren nicht normal. Einige Tiere landeten auf ihr, und sie schlug sie weg; schließlich wurde sie der Angelegenheit überdrüssig und öffnete eine Dose Rauchgas, der die Käfer vertrieb.
Das war die erste Begegnung Eponas mit einem Konoha-Jagdtrupp, und dies ohne dass sie es überhaupt wirklich wußte. Aburame kannte sie nämlich nicht.

Epona holte unwissentlich ganz gewaltig zu Shouta auf, als sie die ersten Ausläufer der Wüste erreichte: Für eine Handvoll Ryo nahm ein Sandgleiter, der als Frachtschiff unterwegs war, sie auf.
Damit hegte Epona beim Anblick der Oase fast die Hoffnung, vor Shouta eingetroffen zu sein; sie hätten vielleicht eine Wette darüber abschließen können. Gut gelaunt sprang sie von dem Wüstenschiff - das wirklich ein auf Sand fahrendes Segelboot war und kein Kamel - und steuerte direkt das Gasthaus an. Wo sonst sollte man sich auch treffen?
Epona trug ihre gewohnte Reisekleidung, der aus dem ockerfarbenen Umhang bestand, der bis herunter zu den Fußknöcheln ging; darunter trug sie ihre gewohnte Arbeitskleidung. Alles in Allem eine deutliche Verbesserung zu dem, was Shouta von ihr gewohnt war. Die Kunoichi suchte kurz den Gastraum ab; es gab ganz klassisch sehr wenige Frauen hier drin und umso mehr Männer, die sich zu besagt wenigen Frauen umdrehten. Ein junges Mädchen, mit dem Rücken zur Wand sitzend, hatte vermutlich sehr ungewollt die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Den wievielten Fruchtsaft hatte sie sich wohl schon bestellt.
Epona trat an Shoutas Tisch heran, lächelte freundlich. Wie groß stellte sie sich dann vor, ist der Unterschied zwischen einem "Huch" und einem "Aaahhh...", hm? Mit den Zeigefingern deutete sie eine Entfernung von zwölf Zentimetern an. So groß. Sie hängte den Reiseumhang über die Stuhllehne, setzte sich Shouta gegenüber, stützte den Ellenbogen auf den Tisch und die Hand unters Kinn. Kannst du mir den erklären?
Wenn Shouta rein aus dem Äußeren heraus bereits Mutmaßungen angestellt hatte: Nun hatte er sicherlich Garantie.

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BeitragThema: Re: Oase Belas   So Apr 20, 2014 11:04 am

Die Tür ging auf, nicht mal allzu lange nachdem Shouta Platz genommen hatte, lediglich zwei bis drei Stunden. Die Person, die eintrat, hatte bekannte hellblonde Haare war aber in einen dezenten Mantel gehüllt. Solange sie nicht auf den Kaminishi zuging würde er sich wohl nicht zu erkennen geben. Immerhin gab es eine Menge Leute und er wollte nicht das Geld an eine wildfremde Person geben, nur weil sie Epona ähnlich sah. Die Blicke der Männer in der Bar ignorierte er, anscheinend hatten sie es aufgegeben sich zu ihr gesellen zu wollen. Die meisten Leute hier waren Zivilisten und er als Shinobi hatte deshalb auch als Mädchen weit mehr Kraft als die meisten der Barbesucher. Er hatte ihnen dies auch klar gemacht.
Die Blonde Person war an seinen Tisch getreten. Die Begrüssung war dieselbe wie schon damals im Nudelsuppenladen. Shouta schüttelte den Kopf und lächelte zurück, es war eindeutig Epona. "Du warst schneller, als ich erwartet habe. Hattest du eine Begleitung durch die Wüste?", fragte er neugierig. Er wedelte kurz einem der Bediensteten nach einem kühlen Saft für Epona. Sie sah recht staubig aus und war sicherlich durstig. Er will seine Geschäftspartner ja nicht vertrocknen lassen, ausserdem wa sie ihm sympatisch, irgendwie. Ausser, dass sie ihn in ein Mädchen verwandelt hatte, das fand er weniger toll. Immerhin hatte er Kleidung auftreiben können, die für beide Geschlechter gut nutzbar war, so würde es nicht merkwürdig aussehen, wenn er wieder zurückverwandelt war. "Also, die Bezahlung habe ich hier. Aber ich habe noch eine Frage", begann er. "Ist diese Verwandlung eigentlich ein Kekkei Genkai oder kann das jeder lernen? Würdest du es mir beibringen?" Würde sie ihm eine so nützliche Technik einfach so beibringen oder würde sie mehr verlangen? In beiden Fällen war es dem jungen Kaminishi recht, immerhin könnte er die Technik dann dem Clan weitergeben. Vielleicht wurde sie auch ins Standartrepertoire aufgenommen, als freie Shinobi musste man immerhin häufig seine Identität beschützen. Und die Technik machte dies relativ einfach.
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BeitragThema: Re: Oase Belas   So Apr 20, 2014 5:44 pm

Eine Begleitung? wiederholte Epona leichthin auf Shoutas Frage, Nein. Nur eine Mitfahrgelegenheit. Das Geld wars mir wert; ich wollte dich einfach so schnell wie möglich treffen. Dass der Kaminishi ihr einen Saft orderte, nahm sie nickend hin. Eigentlich stand ihr der Sinn eher nach Alkoholischem, doch fürs Erste konnte sie sich auch ihrem jüngeren Gesprächspartner anschließen und sich den Staub aus der Kehle spülen. Während die Kellnerin das Glas vor ihr abstellte, musterte Epona Shoutas Kleidung. Das Sommerkleid hatte er gegen etwas Praktischeres eingetauscht. Es lebe die Unisex-Mode, nicht wahr? fragte sie und prostete Shouta zu.
Die Bezahlung war also da, das freute. Auf die Frage hin, ob Fragen erlaubt waren, nickte Epona etwas gespannter. Und ließ sich die Antwort auch einen kleinen Moment durch den Kopf gehen, nahm einen Schluck von dem Saft und schaute nachdenklich an die Decke.
Kein Kekkei genkai sprach sie schließlich, musterte weiterhin die Decke. Stellte das Glas ab und trommelte rhythmisch mit den Fingernägeln auf den Tisch. Alles, was dich vom Erlernen dieses Jutsu abhält... ist mein Wohlwollen. Sie löste den Blick von der Decke, richtete ihn auf Shoutas grüne Augen. Grinste breit. Stell dir vor. Das hast du sogar. Sie lehnte sich verschwörerisch weiter vor und winkte Shouta mit dem Zeigefinger, es ihr gleich zu tun. So konnte sie ihre Lautstärke drastisch senken. Ich kann dich leiden, weil du pragmatisch denkst und dein Stolz dir nicht in den Weg gerät, wenn du ein Ziel hast. Das imponiert mir ungemein. Darum schenke ich dir jetzt auch mein Gehör; könnte ich dich nicht ausstehen, wäre ich jetzt einfach gegangen für den Wagemut, mich so geradeheraus zu fragen. Freundlich tätschelte sie Shoutas Wange. Keine Sorge. Ich behebe, was ich verursacht habe, und werde dir... vielleicht auch dabei helfen, es selbst zu können. Schauen wir später. Vorher aber mag ich dich was fragen. Erstens. Sie hob einen Finger direkt vor Shoutas Nase. Der Schläger. Was hat er gemacht, als er Kanas Ketten sprengte? Ich wills jetzt endlich wissen.

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BeitragThema: Re: Oase Belas   Mo Apr 21, 2014 11:55 am

Sie hatte also doch eine Führung, war auch klar, sie war sicherlich nicht leichtsinnig genug um alleine in die Wüste zu laufen ohne sie zu kennen und Techniken zu besitzen sich zu orientieren, wenn alles gleich aussieht. "Alkohol bekommt man hier kaum. Ausserdem würde ich bei der Hitze von abraten, es steigt dir bereits nach einem Glas in den Kopf", erklärte er, als hätte er ihre Gedanken gelesen. Hitze gepaart mit Alkohol war meist kein schöner Anblick und auch wenn das Lokal unter der Hand wohl das eine oder andere Bier verkaufte, so war es meist eine warme, lasche Brühe, überhaupt nicht mehr geniessbar. Er sprach da leider aus Erfahrung. Zu Eponas Kommentar zur Mode nickte der Junge lächelnd. Oh ja, er fühlte sich um einiges wohler wieder in Hosen zu sein.
Nun ging es aber ans Geschäftliche. Die Technik war kein Kekkei Genkai, das war gut. Aber würde sie ihm die Technik auch tatsächlich beibringen? Diese Frage stand glücklicherweise nicht lange im Raum. Epona schaute ihm direkt in die Augen und erklärte ihm, dass er ihr Wohlwollen bereits hätte. Geheimnisvoll deutete sie ihm sich näher zu ihr zu lehnen. Etwas verwirrt gehorchte er und hörte zu, was Epona zu erklären hatte. Er bekam von ihr ein gutes Lob, seine Wangen färbten sich dabei rosa und schlussendlich strahlte er Epona glücklich an. Es war zwar ein vielleicht dabei, aber es war kein sofortiges nein. Das war schon ein guter Schritt. Natürlich wäre es unfair nur etwas zu nehmen und nichts zu geben. Eona wollte wissen, was Kôji für eine Technik eingesetzt hatte. Shouta überlegte kurz, wieviel wusste er überhaupt darüber? "Nun, die ganze Grundlage kenne ich nicht. Aber die Technik arbeitet damit innere Tore zu öffnen um schneller und stärker zu werden. Im Prinzip löst man körperliche Blockaden die zum Selbstschutz dienen. Die Schübe sind, wie du gesehen hattest, gewaltig, aber bei zu langer oder zu oftigen Anwendungen wird der Körper schwach und zerbrechlich. Ausserdem dauert das Training Jahre und soweit ich weiss kann man wegen dem gewaltigen Chakraschub auch keine Jutsus mehr richtig anwenden. Es ist gut für Taijutsuka, aber wenn man flexibel bleiben möchte ist es nicht sonderlich praktisch. Man braucht auch eine recht lange Erhohlungsphase und wenn man es falsch macht, kann es einen umbringen", versuchte er sich an einer Erklärung. Natürlich hatte er selbst auch irgendwann Mal die Technik angeschaut, aber da er sich weniger au Kämpfe und mehr auf Spionage spezialisiert hat, war die Technik bei ihm definitiv falsch aufgehoben.
"Ich habe ein Zimmer hier gemietet. Wir können nach oben gehen und du verwandelst mich wieder zurück. Oder möchtest du lieber hier unten bleiben?", fragte Shouta nach ihren Präferenzen. Natürlich waren sie im Zimmer vor fremden Augen geschützt, aber es bestand natürlich für beide ein Risiko, dass sie die andere Person dennoch falsch eingeschätzt haben. Andererseits waren hier unten natürlich eine Menge Menschen, mit Augen, die für bare Münzen wohl noch so einiges ausplaudern würden. Allerdings wäre es wohl etwas kritisch die Rückverwandlung vor aller Augen durchzuführen. Da wäre wiederum das Zimmer geeigneter, wo sie weniger gestört würden.
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BeitragThema: Re: Oase Belas   Mo Apr 21, 2014 12:35 pm

Auf Shoutas Belehrung hinsichtlich Alkohol und Hitze trat ein herausfordernder Glanz in das blaue Auge, das nicht von der überhängenden Haarsträhne bedeckt war. Umso besser, dann braucht man weniger für einen Rausch versetzte sie, als feuerte die Warnung der anderen Blondine nur an, anstatt davon abzuhalten. Epona blieb dennoch bei Saft; wenig hasste sie mehr als Kontrollverlust.
Während Shoutas Ausführungen rund um Kôjis Wunderkunst verzog Epona missmutig das Gesicht. Es klang so gar nicht vielversprechend, wie die junge Teilzeit-Frau da herunterbetete, wieviele Risiken und Einschränkungen auftreten mochten. Taijutsuka, die sowieso keinen Zugriff auf die wunderbare Schatztruhe der Ninjutsu hatten, merkten von den auferlegten Fesseln vermutlich wenig; deshalb konnten sie sich diese Kunst leisten. Für Epona klang das alles nicht mehr so attraktiv, wie sie es sich vorgestellt hatte. Körperliche Blockaden, die zum Selbstschutz dienen, werden gelöst... hm. Der Körper verfügt also über eine Art Zollstelle? Verstehe. Das Mär von dem guten alten Spruch "Selbst wenn du sagst, du gäbst alles, gibst du längst noch nicht alles" ist wohl doch nicht bloß Motivations-Gerede.
Ihre Fingernägel klopften einen schnelleren Rhythmus. Trotzdem. Wenn Kontrolle alles ist... Hmmm... ich lege das Ding trotzdem nicht zu den Akten. Der Jungspund vor ihr genügte ihr dann doch noch nicht, zumal er selbst zugab, nicht alle Grundlagen der Kunst zu kennen. Ehrlich war er, dies zuzugeben. Demnach schwindelte er ihr vermutlich auch nichts vor; seine Infos beeinflussten auch keine Denkrichtung, so wie Epona es einschätzte. Es roch in keinster Weise nach Shogi-Zug oder Manipulation.
Okay befreite sie ihn schließlich von der Pflicht, weitere Erklärungen abzugeben. Sie war nicht glücklich, aber auch nicht wütend. Shouta war ergiebiger gewesen als Kôji, immerhin. Danke dir für deine Eindrücke. Erwarte aber kein Trinkgeld, Schätzchen...
Die erste "Bedingung" war damit abgetan. Die zweite Sache hob sich Epona noch auf; Shouta haderte schließlich noch immer mit seiner Geschlechtsumwandlung und sprach dies auch kurz darauf an. Die Kunoichi nickte knapp und lächelte wieder etwas mehr. Lass uns nach oben gehen entschied sie und leerte ihr Glas, ehe sie sich anmutig erhob und Umhang und Rucksack aufhob. Da sind wir ungestörter. Ihr Selbstbewusstsein war unübersehbar: Sie hatte keine Angst davor, mit Shouta allein zu sein. Dass sie ihn mochte, bedeutete natürlich nicht direkt, dass sie ihm traute; Epona war bereits von mehr Leuten verraten worden, die sie gut leiden konnte, als von Leuten, die sie hasste. Und umgekehrt hatte sie schon mehr Leute betrogen oder gemeuchelt, die sie für eine gute Freundin gehalten hatten als für eine Feindin.
Mit einem Wink hieß sie Shouta, voran zu gehen, und folgte gleich darauf. Ein entäuschter Unterton mischte sich in das Gemurmel der anderen Gäste, als beide Frauen den Weg zum Treppenhaus einschlugen. Als diese Geräuschkulisse verebbte, merkte Epona fröhlich an: Ich bin gespannt, was für einen Eindruck du als Kerl machst.

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BeitragThema: Re: Oase Belas   Mo Apr 21, 2014 3:23 pm

Epona blieb beim Saft. Shouta hätte auch nicht erwartet, dass sie wechseln würde. Immerhin schien sie eher zur Sorte zu gehören, die durch Können und nicht Glück überlebte. Und das eigene Können durch Alkohol zu schwächen war eher dumm. Seine Erklärung über die Tore schien ihr auch weniger zu gefallen. Sie schien weniger daran interessiert zu sein als noch kurz vorher, sah aber nicht aus, als hätte sie die Idee ganz begraben. Aber das war nicht mehr Shoutas Sache. Er hoffte nur, dass sie vorsichtig mit dieser Technik war, sofern sie ein Tutorial finden sollte und sich entschied diese zu lernen. Würde sie überhaupt im verwandelten Zustand funktionieren? Er kannte die Basis für die Verwandlung nicht, behielt man alle antrainierte Fähigkeiten? Sein Shouton konnte er verwandelt nutzen, galt es auch für etwas so belastendes wie die Tore? Ganz zufrieden wirkte Epona nicht, dennoch bedankte sie sich für die Informationen.
Shouta trank sein Glas aus. Epona wollte in das Zimmer gehen. Soweit so gut, selbst wenn er daran glaubte, dass Epona ihre Geschäfte seriös und friedlich abwickelte, so blieb ein Restzweifel übrig. Schliesslich wusste man bei Shinobi nie, was sie wirklich dachten und Epona hatte sich erfahren genug gezeigt. Dachte sie ebenfalls darüber nach, ob Shouta sie wohl hintergehen würde? Oder war sie sich sicher ihn auch auf seinem Heimatterrain besiegen zu können, sollte er irgendetwas Komisches vorhaben? Er war momentan auf der sichereren Seite. Sein Clandorf war in der Nähe und der Gastwirt kannte seinen Clan. Wenn irgendwas passierte, würde er es den Kaminishis umgehend melden, davon war der junge Mann überzeugt. Immerhin war der Zustupf immer eine gute Motivation gewesen. Aber dies musste Epona ja nicht wissen.
Shouta ging voraus und zeigte ihr den Weg. Einmal die Treppe hoch und das zweite Zimmer von dem Gang-Ende links. Das Möbiliar war eher spärlich, das Fenster klein aber es war angenehm kühl im Raum. Zumindest für Shouta war es kühl, für viele andere dürfte es dennoch immer noch siedend anfühlen. Er schnallte den kleinen Behälter an der Beininnenseite los und warf es aus Bett. Die Schriftrolle selbst konnte nur mit einer kurzen Fingerzeichenfolge geöffnet werden. Das würde Epona sicherlich nicht lange aufhalten, sie hatte ihre Fähigkeit im Gefängnis immerhin unter Beweis gestellt, aber zumindest war es ein kleiner Schutz. Der nächste Schritt würde wohl ziemliches Vertrauen fordern, zumindest seinerseits. Er wusste nicht, was es für eine war, die Epona auf ihn einsetzen würde. Er musste hoffen, dass sie ihn nicht einfach überwältigte und sich mit der Belohnung aus dem Staub machte. Aber was würde ihr das bringen, ausser einem ziemlich saurem Clan im Nacken? Wusste er etwas, das sie vielleicht in Gefahr bringen konnte? Vielleicht die Einbrechermarkierungen? Der Verwandelte schluckte. "Okay, verwandel mich bitte zurück", verlangte er mit einem höflichen Tonfall. Er stand ihr Gegenüber und machte sich mental bereit. Hoffentlich ging das gut...
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BeitragThema: Re: Oase Belas   Mo Apr 21, 2014 4:06 pm

Shouta war ja ziemlich schweigsam heute. Unbefangen folgte Epona dem Kaminishi ins Zimmer, warf Rucksack und Umhang auf einen Stuhl und schaute sich zuallererst mal im Raum um. Nett. Einfach, aber es gab wohl Schlimmeres... wenn man danach suchte. Sie schaute zum Fenster hinaus, rein aus Gewohnheit. Sie fand sich nicht in Alarmstimmung wieder, trat unbesorgt auf wie immer. Gelassen trat sie ans Bett heran, beugte sich vor und prüfte die Matratze, indem sie darauf drückte.
Als sie sich wieder aufrichtete und zu Shouta umdrehte, zuckte sie leicht zurück und hob eine Augenbraue. Oh, was ist los? fragte sie leicht ungehalten, Steh nicht steif wie ein Brett. Du siehst ja aus, als erwartest du Schmerzen. Entspann dich, Junge. Sie trat resolut auf ihn zu, legte eine Hand vorn auf sein Dekollete und gab ihm einen leichten Stoß. Setz dich aufs Bett. Wirst du entspannter, wenn ich etwas mehr wie deine Meisterin auftrete? Sie lachte leicht, zog schwungvoll einen Stuhl heran und setzte sich Shouta gegenüber. Aufgepasst... schau hier, Vögelchen. Abrupt hob sie die Hände, Zeigefinger und Daumen angeordnet wie die Seiten eines Vierecks. Sag Ameisenscheiße, Süße.
Shintenshin.

Ein kurzer Übersprung geistiger Energie, und Shoutas Hand ging hoch, ergriff Eponas Schulter und hielt den seelenlosen Körper davon ab, vom Stuhl zu kippen. Epona in Shoutas Körper schob sich selbst etwas weiter zurück, gegen die Lehne. Ließ los, wartete. Kein Rühren mehr, abgesehen von sehr flacher Atmung. Gut... murmelte sie zu niemand besonderem. Weiter.
Wakagaeri no jutsu. Epona ließ Shouta eine genau abgestimmte und -gemessene Menge Chakra schmieden und in Windeseile eine Handvoll Fingerzeichen ausführen. Dann löste sie Shintenshin wieder und sprang zurück.

Mit einem leichten Rucken reagierte Eponas Körper auf die Rückkehr ihrer Seele. Blinzelnd setzte sie sich auf und verkündete mit ausgesuchter Freundlichkeit: Einmal Eier mit Gurken, bitte sehr.
Die Verwandlung in einen jungen Mann würde in den nächsten Sekunden einsetzen. Interessiert verfolgte Epona die Angelegenheit. Mal sehen, wie du aussiehst. Shoutas wahres Selbst kannte sie schließlich nur in Kleid und Perücke.

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BeitragThema: Re: Oase Belas   Mo Apr 21, 2014 5:20 pm

Nervös war gar kein Wort, wie er sich fühlte. Es war wohl unausweichlich, dass Epona dies mitbekam. Sie hatte richtig geraten, er erwartete dass es weh tat. Immerhin hörte es sich eine Geschlechtsumwandlung nicht gerade harmlos an. Sie trat auf ihn zu und schubste ihn mit sanfter Gewalt auf das Bett. Seine Knie gaben an der Bettkante nach und da sass er nun. Epona schnappte sich ebenfalls einen Stuhl und legte ihre Hände zu einem Viereck zusammen. Neugierig und verwirrt schaute er auf die Form. "A-ameisen...scheisse..?", wiederholte er teils nervös teils noch verwirrter als vorher, was sie ihm sagte. Kaum hatte er geendet, spürte er wieder das Schwebegefühl, das er schon im Gefängnisbüro kurz hatte. Dieses Mal kam es erwarteter, dauerte auch länger. Sollte er sich dagegen auflehnen? Nein, lieber nicht. Wer wusste, was dann passieren würde. Vielleicht würde er dann als Hermaphrodite aufwachen, auch nicht gerade sein Lebensziel. Also liess er sie machen, bis sie ihm die Kontrolle wieder zurückgab.
Ausserhalb seiner Gedankenwelt ging es ein kleines bisschen spannender zu und her, nicht viel, aber immerhin. Der Mädchenkörper verlor ein wenig die Rundungen, jedoch nicht vollständig. Natürlich wechselten die Geschlechtsorgane und die Oberweite verschwand. Das Haar wurde wieder zu der kurzen Wuschelhaarfrisur und das Gesicht etwas markanter. Aber, wenn er noch immer lange Haare gehabt hätte, so hätte man ihn noch immer mit einem Mädchen verwechseln können. Zumindest wenn man ein Auge zukniff und schon etwas getrunken hatte. Aber an Höhe gewann er wieder und die Kleider passten nun vollständig. Er hatte vorsichtshalber eine Grösse zu gross gekauft, damit er noch Raum zu wachsen hatte. Das Schwebegefühl verschwand und blinzelnd öffnete der Kaminishi die Augen. Er fühlte sich wieder heimisch in seiner Haut und alles schien am richtigen Platz zu sein. "Endlich... Dankeschön Epona", bedankte er sich lächelnd. "Dann will ich dir deinen Lohn nicht länger schuldig bleiben", sprach er, während er die Schriftrolle aus dem Behälter fischte und sie ihr aushändigte. "Hier, der Code lautet Ratte, Tiger, Drache, Hase, Drache." Damit war die Bezahlung komplett, der Vertrag beendet und die Zusammenarbeit wohl bis zum nächsten Chaos aufgelöst. "Bleibst du die Nacht noch in der Oase oder nimmst du die nächstbeste Mitfahrgelegenheit wieder aus der Wüste raus?", fragte der wieder vollständige Junge neugierig.
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BeitragThema: Re: Oase Belas   Mo Apr 21, 2014 6:15 pm

Epona wartete gleichfalls gespannt darauf, dass sich ein hübscher junger Mann vor ihren Augen entfaltete. Das Resultat war dann aber doch eher... ernüchternd. Zumindest in ihren Augen, denn Shouta erwies sich selbst jetzt aus ausgesprochen feminin wirkend. Zugegeben, vielleicht kam er ihr auch nur jetzt gerade so vor, schließlich kannte die Kunoichi den Kaminishi nicht anders. Sie unternahm halbherzige Anstrengungen, sich ihre leichte Enttäuschung nicht anmerken zu lassen. Bitte sehr, aber dafür nicht entgegnete sie und winkte ab. Ich hab dich ja schließlich in die Sache reingeritten... Ihre Augen hefteten sich neugierig auf die Schriftrolle, als die Bezahlung zur Sprache kam. Ah, bestens. Nun habe ich wiederum zu danken. Ein Code schützte das gute Stück? Hübscher Einfall. Epona nahm die Belohnung in Empfang, ließ sie kurz in der Hand hüpfen und dann ungeöffnet in der Hüfttasche verschwinden. Ich vertraue dir einfach mal informierte sie Shouta, Schließlich weißt du, was ich kann. Und du möchtest offenbar sowenig Ärger, wie ich auch.
Da schau her. Taute der Junge nun plötzlich etwas mehr auf, da er wieder im richtigen Körper war? Auf seine Frage hin, wie die Zukunftsplanung aussah, erhob Epona sich, packte die Lehne des Stuhls und drehte ihn schwungvoll auf der Stelle. Setzte sich wieder hin, breitbeinig, und hatte die Lehne nun vor sich. Sie verschränkte die Arme darauf und bettete ihr Kinn obenauf, ein Bildnis der Entspannung.
Oh, ich hab noch einen Termin erklärte sie, Will zu einem Schwertkampf-Turnier in Mizu no kuni. Dass es sich dabei um ein Teilnehmerfeld voller Shinobi handelte und sich die Sache in der direkten Umgebung Kirigakures abspielte, erwähnte sie mal nicht. Zu verrauensselig musste man ja auch nicht sein. Aber ich werde mich nicht hetzen und bleibe gern noch einen Tag, ehe ich mich wieder auf den Weg machen muss. Wie steht es mit dir? Sie zwinkerte schelmisch. Leistest du mir denn Gesellschaft? Auch wenn wir zwei nicht mehr auf traute Schwesterlichkeit trinken können?

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BeitragThema: Re: Oase Belas   Mi Apr 23, 2014 2:32 pm

Epona wirkte ziemlich enttäuscht. Das Jutsu hatte doch geklappt, oder etwa nicht? Oder lag es an seinem Aussehen? Er war wohl nicht gerade ein Adonis, was hatte sie denn erwartet? Sie musste wohl damit leben, dass er nicht wirklich das männlichste Aussehen hatte, es ist ja nicht so, als hätte sie irgendwas mit ihm anstellen wollen, oder? Etwas verwirrt schaute er sie für den Moment an. Dann erinnerte sich an die Rolle und übergab Epona ihren Lohn zusammen mit dem Code. Sie beshcloss es nicht zu überprüfen, mutig, aber anscheinend vertraute sie seiner Seriosität. Ein bisschen stolz war er darauf, so einen guten Eindruck gemacht zu haben. "Wer weiss, vielleicht benötigen wir deine Dienste irgendwann wieder. Und es wäre unklug sich Personen wie dich zum Gegner zu machen", antwortete er fröhlich. Er hatte ihre Fähigkeiten gesehen. Während sie äusserst talentiert in Diebesfertigkeiten ist, so sind ihre Kampffertigkeiten in der Form minimal. Er selbst war auch nicht gerade ein grosser Kämpfer und sich auf Infiltration fokussiert. Das war wohl der Einzige Grund,warum Kôji mit musste, um seine Kampfschwäche auszugleichen. Die Schlösserknacktechnik war auch ziemlich eindrücklich gewesen, wahrscheinlich zwar nur für ihn, aber sie hatte funktioniert. Aber so oft war er noch nicht an eine Barriere gekommen, die er wirklich knacken musste. Und so oft wollte er nicht in ein Hochsicherheitsgebäude einbrechen.
Nun hatte er seinen Körper wieder in Originalzustand. Damit fühlte er sich wieder um einiges sicherer und zufriedener, auch wenn er zugeben musste, dass er sich in der kurzen Zeit auch etwas an den weiblichen Körper gewöhnt hatte. Aber laut würde er dies niemals zugeben, am allerwenigsten vor Kôji. "Mizu ist direkt in die andere Richtung. Hoffentlich verpasst du das Turnier wegen dem Umweg nicht", äusserte der junge Kaminishi sein Bedenken. "Wobei, man kann auch von hier aus nach Süden und dann über den Seeweg, vielleicht ist das schneller?" Aber anscheinend hatte es die Blonde nicht eilig, zumindest wollte sie noch einen tag bleiben und bot ihm an ihr Gesellschaft zu leisten. "Warum nicht? Zeit habe ich ja. Aber ich befürchte Belas hat nicht sonderlich viel Touristisches zu bieten, da es mehr ein Handelsposten als ein Dorf ist", willigte der junge Kaminishi ein. "Aber für Etwas zu trinken bin ich fast immer zu haben." Ein fröhliches Grinsen zierte sein Gesicht, während er vom Bett aufstand und sich in Richtung Tür bewegte. Kurz vor der Tür drehte er sich nochmals um. "Ach ja, lass dich nicht übers Ohr hauen, wenn du ein Zimmer mietest. Feilsche ein bisschen, sonst nehmen dich die Leute hier kaum ernst. Du bekommst den Raum auch zum halben Preis, den er Anfangs angibt", warnte er die Sitzende. Er war praktisch damit aufgewachsen, aber er wusste nicht, wie es bei Epona ums feilschen stand. Gerissen genug wirkte sie, aber kannte sie diese Geschäftstaktiken hier bereits?
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BeitragThema: Re: Oase Belas   Mi Apr 23, 2014 5:09 pm

Nein, Epona hatte nicht von vornherein in Stein gemeißelt, Shouta in irgendwelche nicht jugendfreien Handlungen zu verwickeln. Gleichsam hatte sie es natürlich auch nicht ausgeschlossen, sondern sich einfach überraschen lassen. Und naja. Sache war, wie sie war.
Er ist niedlich, ja. Aber wie war das mit den Ponys und dem Zähmen von Hengsten? Itsuki hielt offenbar noch gut genug vor.
Nun ja. Matratzensport zu betreiben, war keine Vorausetzung dafür, sich mit Epona abzugeben. Manche Bekannte würden es kaum glauben, doch die Kunoichi konnte sich auch für andere Menschen erwärmen, wenn diese nicht in ihr Beutescheme passten. Und Shouta lag da weit vorn; zumindest, wenn er endlich mal entspannter wurde.
Ich möchte darum bitten versetzte Epona wohlgelaunt, als der Kaminishi andeutete, sie mal wieder anzuheuern. Vielleicht heuere ich ja sogar euch mal an, wer weiß. Habe auch eigene Projekte. Sie zwinkerte, klopfte auf die Hüfttasche. Und Geld auch... vielleicht gebe ich dir diese Rolle ja mal wieder.
Die Bedenken des jungen Mannes, was die Reisezeit anging, wedelte sie locker weg. Keine Sorge, alles in Butter. Mein Zeitfenster ist groß genug. Groß genug für eine kleine Entspannungsfahrt mit einem Luftschiff.
Und dass Belas nichts Interessantes zu bieten hatte... das würde sich zeigen. Die Yamanaka verfolgte, wie Shouta vom Bett aufstand und Richtung Tür marschierte. Sie schaute über die Schulter, als er einwilligte, mit ihr zu trinken, und lachte, als er ihr erklärte, wie tief man hier feilschen konnte.
Wenn das so ist erkläre sie großspurig, unterbiete ich dich noch, indem ich deine Hälfte halbiere. Sie erhob sich gleichfalls. Und hey. Wenns keine Sehenswürdigkeiten gibt... so gibts doch immerhin Menschen, nicht? Sie legte eine Hand auf Shoutas Unterarm und lächelte unternehmungslustig. Spielen wir doch, während wir trinken, ein wenig "Schicksal schubst".
"Schicksal schubst" war ein lustiger Zeitvertreib, welcher eine Art Übungsspiel für junge Genjutsu-Anwender darstellte. Zumindest war dem so, wo Epona ihre Jugend verbracht hatte.

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BeitragThema: Re: Oase Belas   Sa Apr 26, 2014 3:55 pm

Das Interesse an einer Arbeitsbeziehung war wohl gegenseitig. Und die Aussicht auf zukünftige Aufträge äusserst verlockend. Würde sie dann nur ihn auf der Mission haben wollen oder würde sie Kôji ebenfalls mitnehmen? Er hatte zwar einen herben, teilweise sogar fast schon bösartigen Ton an sich, aber immerhin tat er das, was man ihm sagte. Zumindest tat er es im Gefängnis. Dabei machte sich Shouta jedoch keine Illusionen, dass der Mann je Befehle von ihm geben lassen würde, wenn nicht der ganze Clan hinter ihm stehen würde. In dem Falle wäre er so schnell tot, wie ein Frosch im Wüstensand, ziemlich bald. Aber die Mission war glücklicherweise voller Erfolg vorbei und hoffentlich kamen die Clanälteren nicht auf die Idee die beiden permanent in ein Team zu setzen. Da würden wohl beide Parteien rebellieren.
Sie hatte ausreichend Zeit und schien von der Hitze nicht sonderlich gestört zu sein. Sie schien erpicht zu seinen Preis unterbieten zu können. Daran zweifelte der junge Kaminishi nicht, immerhin hatte er noch ein kleines Bisschen für Verschwiegenheit und im Falle dass er hintergangen würde einer Benachrichtigung des Clans draufgezahlt. Aber das musste die professionelle Einbrecherin ja nicht wissen. Er schätzte, dass sie mit einigen Argumenten sicher auf die Hälfte des Preises und mit einem guten Einblick sogar auf einen Drittel kommen würde.
Nun wollte sie ein Spiel spielen. Schicksal schubst? Er kannte so einige Spiele, aber diesen Namen kannte er noch nicht. War es ein spiel, das irgendwann einfach den Namen gewechselt hat oder war es eines, das irgendwann verschwunden war. "Den Namen kenne ich nicht, was ist es für eines?", fragte der Junge teils neugierig, teils auch vorsichtig. Wer wusste schon, was in dem Kopf seiner neuen Trinkpartnerin vor sich ging. "Solange es keines ist, wodurch ich Barverbot bekomme, wäre ich dabei", willigte er dennoch ein. Die Plätze waren noch frei, so nahm er wieder auf den vorherigen Stuhl platz. Falls irgendwer bemerkt hatte, dass ein Mädchen fehlte und stattdessen ein junger Mann herunter kam, so zeigte niemand eine Reaktion. "Noch einen Saft oder irgendwas Anderes? Wie gesagt, mit Alkohol muss man in der Hitze aufpassen", warnte er sie abermals. Bevorzugt würde er keine betrunkene Epona auf ihr Bett tragen müssen. Das stellte er sich eher unangenehm vor. Immerhin ist sie nicht so riesig und schwer wie Reiji damals...
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BeitragThema: Re: Oase Belas   So Apr 27, 2014 10:31 am

Die Art, wie Shouta fragte, hatte etwas höchst Amüsantes an sich: Er war zum Einen interessiert, was hinter dem Spiel steckte, zum Andern aber auch schon misstrauisch, ob es etwas Fieses und Gemeines sein könnte.
Ach je. Er erkennt meinen wahren Charakter ganz erstaunlich schnell. Epona lächelte unverbindlich, während sie auf dem Weg nach unten waren. Kommt drauf an, wie und wie gut du spielst zog sie sich aus der Hausverbots-Geschichte.
Im Schankraum steuerte Epona keineswegs die Theke an; ob sie den Zimmerpreis grandios drücken konnte, wollte sie jetzt noch nicht herausfinden. Das hatte Zeit. Stattdessen ließ sie ihren jungen Kameraden vorgehen und den Tisch auswählen. Beim Durchqueren des Raumes tippte sie gegen Schultern und bat mit entschuldigendem Lächeln um Verzeihung fürs Anstoßen, strich dort über einen Arm und gab vor, es wäre rein aus der Bewegung passiert, genausowenig aus Absicht wie der winzige Hüftstoß mit der entgegenkommenden Kellnerin. Ein konzentrierter Spürsinn-Nutzer oder gar Doujutsuka aus den Uchiha- oder Hyuuga-Ställen hätte allerdings bemerkt, dass jeglicher Kontakt mit anderen Gästen eine winzige Chakraspur am Körper des anderen hinterließ. Spielfeldvorbereitung.
Sie setzten sich wieder an den Platz, wo Shouta bereits vorhin eine so gute Sicht auf den Eingangsbereich genießen konnte. Mutige Wahl. Und noch mutiger war, sie erneut daran zu erinnern, dass Alkohol in Kombi mit Hitze durchschlagende Wirkung haben konnte.
Du bist niedlich konterte sie Shoutas Warnung sanft und lächelte friedlich die Kellnerin an. Gern etwas zum Anstoßen. Was auch immer Sie so haben.
Wie gesagt. Je mehr es reinhaute, umso weniger musste man trinken und umso weniger zahlen. Zum Spiel. Epona lehnte sich auf ihrem Platz zurück, legte die Hände zusammen. Ihre Ärmelstulpen bedeckten die Finger, sodass es nur für konzentrierte Beobachter möglich war, überhaupt zu merken, dass In geschlossen wurden. Ich erkläre es dir so erscholl ihre Stimme per Telepathie in Shoutas Kopf, "Schicksal schubst" bedeutet einfach, dass wir vorhersagen, was in den nächsten Momenten in unserer Umgebung geschieht. Der, der dran ist, gibt an, was gleich passieren wird. Beispiel:
Epona schaute sich um. Ein Gast ganz in ihrer Nähe hatte offenbar etwas Alkoholisches im Becher; seine Hand zitterte ganz leicht beim Heben des Krugs, und sein Blick war auch nicht mehr ganz frisch.
Zwei Tische links von dir, der Mann in rot, der allein sitzt. Ich sage: Der verschüttet jetzt was.
Sie schloss Fingerzeichen. Schickte ein Genjutsu namens Fluch des Ungeschickten herüber. Und schon wars Maleur passiert, und der Gast rief missgelaunt nach einem Tischtuch.
Siehst? Und nun machst du eine Ansage. Epona lächelte unternehmungslustig. Du kannst gemein spielen. Oder freundlich... Was war wohl ihr Favorit?
Mitmenschen als Spielsteine. Allein dies war schon gemein. Andererseits aber war es eben auch eine wunderbare Übung: Hier kamen vorzugsweise Genjutsu zum Zuge, denn sie waren unsichtbar und verstohlen. Gleichsam trainierten die Spieler ihre Beobachtungsgabe; schließlich sorgten Tricks allein nicht automatisch für Erfolg. Man musste Gelegenheiten erkennen und studierte ganz nebenbei seine Umgebung, die umstehenden Leute und deren Verhalten. Was sie jetzt taten. Was sie später tun wollten. Was man tun konnte, um sie zu lenken. Es war manipulativ und unfair gegenüber ungeschulter Zivilisten.
Epona hatte dieses Spiel in ihrer Jugendzeit geliebt.

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BeitragThema: Re: Oase Belas   Mo Apr 28, 2014 9:18 pm

Das Gebot war wohl: Du sollst dich nicht erwischen lassen! Dies kannte der junge Kaminishi schon gut genug. Er war zwar nicht der mutigste, aber er hatte auch schon den einen oder anderen erfolgreichen Streich hinter sich. Und in einem Dorf voller Shinobi war das schon ein kleines Zeugnis. Er wurde allerdings öfter erwischt, als dass er sich davonschleichen konnte, also vielleicht doch kein so gutes Zeugnis. Aber bei einigen Zivilisten sollte es kein Problem sein, unentdeckt zu bleiben.
Epona ging voraus und berührte hie und da einen Gast, die Kellnerin und noch mehr Gäste. Dass es Absicht war, war ihm sofort klar, aber wozu brauchte sie den Kontakt? Das würde er wohl bald sehen. Seine Warnung stiess auf taube Ohren, anscheinend war sie sich sicher. Sie bestellte irgendetwas bei der Kellnerin. Diese schaute sie kurz kritisch an, dann blickte sie zu Shouta. Dieser fügte nur an: "Für mich dasselbe" Ein weiterer kritischer Blick, aber sie verschwand. Shoutas Blick glitt von der Kellnerin, leider keine besondere Schönheit, wieder zurück zu Epona. Sie hatte ihre Finger in den Ärmeln versteckt, sicherlich formte sie ein Zeichen. Kurz danach Hörte er ihre Stimme in seinen Gedanken, wie damals im Nudelsuppenrestaurant. Sie erklärte die Spielregeln und machte es auch vor. Einer der Personen, die sie vorher angestossen hatte, kippte wie auf Kommando seinen Humpen aus. Nach einigen Flüchen verlangte er einen Lappen.
Epona lächelte, allerdings war es kein harmloses Lächeln, man sah ihr an, dass sie etwas vorhatte. Glücklicherweise wusste er, was es war, mehr Leute reinzulegen. Ah, das Spiel kenne ich. Aber es hatte bei uns nicht wirklich einen Namen. Insgeheim war er froh, er war nicht allzu schlecht in dem Spiel und als angehender Spion sollte er dieses auch beherrschen. Er war neugierig, auf was für Ideen die Blonde ihm gegenüber wohl kommen konnte. Er liess seinen Blick über die Anwesenden schweifen. Die Kellnerin hatte dem vorherigen Opfer nun ein Tuch gebracht.
Nahe der Tür war ein junges Pärchen, der junge Mann hatte den Rücken zu Shouta gewandt, das Mädchen schaute etwas gelangweilt in der Bar herum. Damit sollte doch was anzufangen sein. Der Tisch neben dem Eingang. Der junge Mann wird gleich seiner Freundin die Haare verwuscheln, kündigte er an. Unter der Tischplatte formte er einige Zeichen. Eine Fliege schwebte nun über dem Kopf der jungen Dame, als würde sie auf ihrem Kopf sitzen. Prompt bemerkte ihr Freund diese natürlich und wies sie darauf hin. Sie versuchte die Fliege aus ihren Haaren zu bewegen, aber bekam das Tier nicht zu fassen, wie auch? Irgendwann sprang der junge Mann zur Rettung und versuchte die Fliege nun selbst aus den Haaren seiner Angebeteten zu holen, womit er natürlich nur ihre Frisur verwüstete. Damit die beiden nicht noch misstrauisch wurden und der arme Kerl noch einen grösseren Rüffel bekam, liess Shouta die Fliege in eine dunkle Ecke fliegen und verschwinden. Du bist dran, verkündete er grinsend.


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BeitragThema: Re: Oase Belas   Di Apr 29, 2014 11:48 am

Mit einiger Überraschung, die sich auch zweifellos in ihren ebenmäßigen Gesichtszügen niederschlug, kommentierte Epona Shoutas Getränkewahl. Nett von dir, dass du mir sogar dabei Gesellschaft leistest. Trotz der Hitze. Mit einem Lächeln deutete sie an, dass der Spott kein bös Gemeinter war.
Sonderlich bös gemeint waren auch die Scherze nicht, die sich in den nächsten Minuten gegen die ahnungs- und schutzlosen Gäste des Lokals richten sollten. Nachdem Epona es vorgemacht hatte, entdeckte Shouta recht schnell, dass das Spiel wahrlich kein Funkelnagelneues war, sondern eher Alte Schule.
Ich bin gespannt erwiderte Epona in Gedanken und wandte den Blick in die Richtung des Eingangs, wo Shouta seinen Spielzug machen wollte. Ihre Mundwinkel zuckten leicht beim Anblick, der sich ihr bot. Oh, hübsch. Die junge Dame reagierte nicht sonderlich erfreut darauf, dass ihr Partner in ihrem Haar wohl nach Läusen suchte oder was auch immer der Kaminishi dem Kerl da vorgaukelte. Nun jedenfalls bekam er vorrangig böse Blicke dafür.
Epona kniff die Augen zusammen. Und was mach ich daraus? Spaßeshalber kann ich direkt dort ansetzen. Setze ich ihre Haare in Brand, sodass er ihr sein Getränk überschüttet? Aww, das wäre gemein. Und darauf stand sie. Doch... Ach, seien wir freundlich. Sie schloss Fingerzeichen und gab dem reichlich zerknirscht aussehenden Jungen einen Motivationsschub.
Ich sage, er rettet die Sache mit einem Kompliment warf sie ihren sprichwörtlichen Chip, Uuund... um etwas längerfristiger zu spielen: Spätestens heute abend macht er ihr einen Antrag!
Epona hatte jedenfalls keinen Ehering am Finger gesehen; demnach waren sie höchstwahrscheinlich noch nicht verheiratet. Mit einer ausholenden Handbewegung reichte sie Shouta den Zugzwang zurück.
Was genau am Tisch gesagt wurde, war derweil nicht zu erfassen; dafür aber bemühte sich der junge Mann recht gestenreich, mit dem Mut der Verzweiflung praktisch, seiner Angebeteten zu erklären, dass ihre Haare noch immer wunderschön aussahen. Und er verwendete dabei ziemlich blumige Ausdrücke. So zumindest, wenn man den Wortfetzen glauben konnte, die zu Shouta und Epona herüberwehten.

In diesem Moment kam denn auch "was zum Anstoßen". Die Kellnerin überbrachte zwei recht edel aussehende Gläser Wein und präsentierte auch die Flasche. Heute mit der Karawane gekommen erklärte sie.
Epona nickte sofort. Wir nehmen die ganze Flasche.

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BeitragThema: Re: Oase Belas   Mo Mai 05, 2014 10:43 pm

"Kann ja nicht angehen, dass sich nur eine Person betrinkt", antwortete Shouta lachend auf Eponas Kommentar. Er würde sicherlich stoppen, bevor er anfinge doppelt zu sehen und er war überzeugt, dass seine Tischgenossin dies ebenfalls schaffen würde. Wenn nicht, würde sie wohl die Karawane am nächsten Tag verpassen.
Das Spiel war nicht schwierig und das Pärchen nun aber doch leicht aufgebracht. Hoffentlich bekam der arme Kerl am Abend nicht das Sofa.
Die Einbrecherin wollte anscheinend hoch pokern. Ein Kompliment war noch vorauszusehen, aber direkt einen Antrag? Einen Antrag?, fragte er ungläubig, während er auf das Pärchen schaute. Vielleicht.. aber geht das nicht etwas weit? Streiche sind eine Sache, aber Heirat? Ein etwas kritischer blick wurde auf die Blonde gerichtet. Er kannte das Spiel, aber bisher blieb es stets in einem bestimmten Rahmen, wie ein unausgesprochenes Tabu. Aber hier waren die Regeln wohl anders, oder Epona kannte sie anders, jedenfalls schien sie kein Problem damit zu haben zwei Personen entweder sehr glücklich oder sehr unglücklich zu machen, je nach Ausgang der Situation. Die Erkenntnis war wie ein kurzer aber heftiger Schlag ins Gesicht. Er hätte es wissen müssen, er hatte es gewusst. Aber es nochmals vorgeführt zu bekommen, war doch ein anderes Gefühl.
Dann hoffen wir Mal, dass es gut geht..., fügte der Kamainishi an, während der Junge Mann mit den Armen fuchtelnd versuchte seine Freundin wieder zu beruhigen, scheinbar mit Erfolg. Beide setzten sich wieder, die junge Frau war rötlich angelaufen, anscheinend ein Kompliment. Die Runde ging also wieder an Epona.
Zwei edle Gläser wurden vor ihren Nasen positioniert, eine entsprechend teure Weinflasche präsentiert und nach einem Nicken eingeschenkt. Die Flüssigkeit schimmerte verführerisch dunkelrot. "Na, denn. Zum Wohle" Mit diesen Worten hob er das Glas und wartete bis Epona dasselbe hat. Ein helles Klirren ertönte beim Aufeinandertreffen, gute Gläser. Während er an dem Wein schnupperte und dann einen Schluck trank, versuchte er die nächsten Opfer ausfindig zu machen. Da war Eines, eine Dame mittleren Alters, mit voller Kriegsbemahlung und wohl denkend, dass sie noch mit den 20-jährigen Frauen mithalten kann. Lautstark liess sie vernehmen, was dies doch für ein Loch sei. Die Laute, sie wird bald nach einem Träger rufen, kündigte der junge Mann an, während er einige Fingerzeichen ausführte und seinen Blick auf das Kosmetikmonster warf. Bald würde sie sich schwerer und schwerer fühlen, bis sie sich nicht mehr auf den Beinen halten kann. Hoffentlich hatte er die Dame richtig eingeschätzt und sie verstummte nicht einfach vor Schreck, sondern würde weiterzetern.

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BeitragThema: Re: Oase Belas   Di Mai 06, 2014 11:07 am

Etwas weit? Eponas Augen verengten sich einen Moment lang zu scharfen Schlitzen. Prüfend starrte sie Shouta ins Gesicht, ziemlich ernst sogar. Fügte ihrer Mimik noch einen Hauch Fiesheit hinzu und gab sich damit den Anstrich einer wahren Hexe, die gerade überlegte, ob sie noch genug Krötenschleim daheim hatte, um aus dem Jungen vor ihr einen guten Eintopf zu kochen. Gehe ich zu weit? kleidete sie ihre Gedanken nun in eine telepathische Frage, und es klang ein wenig wie: "Willst DU mir sagen, wann ich zu weit gehe?"
Das hielt sie so ein paar Sekunden. Ehe sie sich wieder entspannte, Shouta ein wirklich liebliches Lächeln schenkte und sich zurücklehnte.
Du hältst mich für ein ganz ausgekochtes Weib, was? Es war mehr Feststellung als Frage. Schrägerweise war kein Vorwurf darin zu hören, sondern eher so etwas wie sacht anklingender Triumph. Als gefiele es ihr, so rücksichtslos eingestuft zu werden.
Und dem war ja auch so. Es gefiel ihr wirklich. In diesem Falle aber wurde nicht so heiß gegessen, wie gekocht wurde.
Ich werte das als Kompliment. In diesem Moment aber... bin ich nett. Hältst du mich für so mächtig, dass ich so etwas wie einen Liebeszauber spinne? Ich kann nur anfeuern, ein bisschen ermutigen. ich fächle dem Flämmchen der Liebe ein wenig Luft zu. Aber ich kann nicht anheizen, was nicht da ist.
Wenn er wirklich einen Antrag macht, dann, weil er es von sich aus schon wollte und bisher nur zu trantütig war. Macht ers, gewinne ich einen Punkt. Macht ers nicht... verliere ich einen Punkt. Aber es ist doch ein nettes, hohes Risiko, nicht wahr?

Ihr Grinsen wurde wilder. Und was nun kam, sprach sie nicht über Telepathie. Risiko ist ein Antrieb. Risiko ist mein Antrieb. Gewinn oder Verlust, die Höhe ist egal. Ich mache meinen Schnitt, so oder so. Shouta hatte sie bezahlt. Hätte ers nicht getan, hätten die Geschäfte in ihrer Heimatstadt, die Schutzgelderpressungen und die Unternehmungen ihrer Diebesgilde und so weiter, alle Spesen irgendwann gedeckt. Epona interessierte sich letzten Endes nicht mehr gar so viel für Finanzielles. Nur das Risiko, das kann man mir nicht abnehmen. Je komplizierter, umso risikoreicher. Je risikoreicher, umso spannender. Je spannender, umso besser.
Epona verwandelte sich zurück in die harmlose junge Frau, die sie bis vorhin gewesen war, gut gelaunt und unbeschwert. Und stieß an. Zum Wohle. Sie nahm einen recht manierlichen Schluck und nickte zufrieden.

Shoutas nächster Zug stand damit an. Epona blickte auf das angegebene Opfer, eine Frau mit imaginärem "Frisch gestrichen"-Schild um den Hals. Sie lachte leise. Einen Träger? Oha. Na, schaun wa ma. Wie würde er das wohl anstellen? Sie war gespannt, was Shouta mit seinen Tricks bewerkstelligte.
Vor ihrem inneren Auge spielte sich eine Go-Partie ab. Setzen von Spielsteinen. Vorhin, mit dem jungen Pärchen, hatte sie im übertragenen Sinne ihren Spielstein direkt an Shoutas Steinchen angesetzt. Ihre Hand mit dem neuen Steinchen schwebte für einen Moment auch jetzt wieder über dem Feld, das zu Shoutas letztem Zuge benachbart war. Sie könnte ihm auch dort wieder "nachlaufen".
Ihre Hand im Geiste schwenkte jedoch wieder ab. Warten wir, wie sich das dort entwickelt. Sie konnte später wieder anknüpfen. Zunächst aber gab es ein noch viel zu leeres Feld zu füllen.
Go war letztlich ein ästhetisches Taktik-Spiel. Zumindest war Epona weniger an Taktik interessiert und mehr an dem wilden und zugleich geordneten Muster, das sich am Ende ergab. Im Kern spielte sie gerademal durchschnittlich. Ihr jedoch wars schnuppe, solang das Bild nette Ideen anregte.
Mein Zug. Epona setzte ganz kurz wieder ihre finstere Miene auf. Richte deinen Blick auf... die Kellnerin. Genauer gesagt auf den Gast, den sie gleich bedient.
Die angestellte Service-Kraft kämpfte soeben mit einem wirklich großen Bierkrug; wie es sich der Etikette nach gehörte, näherte sie sich dem Gast, der sie bereits recht ungeduldig anstarrte, von der rechten Seite aus. Dafür musste sie allerdings hinter ihm hergehen, und der Weg war schmal. Ein anderer Gast saß am Nachbartisch, schon recht angetrunken wirkend. Allerdings eher friedlich-lethargisch als aggressiv.
Der Eine kriegt eine Abkühlung, der Andere die Schuld.
Und jetzt gutes Timing.
Epona schloss wieder In, ohne sie sehen zu lassen, indem sie ihre Ärmelstulpen als Tarndecke nutzte. Zuerst wählte sie Sakujou kibou no jutsu, um der Kellnerin eine Fußfessel, die direkt aus dem Boden kam, anzulegen. Die Frau kam abrupt ins Stolpern.
Und eins. Und zwei. Dann ließ sie ihre Stimme im Kopfe des friedlich schlafenden Betrunkenen regelrecht explodieren: AUFGEWACHT!
Der telepathisch Angeschrieene fuhr hoch und rückwärts; er gab der um Gleichgewicht kämpfenden Kellnerin damit den Gnadenstoß, und der Bierkrug leerte sich über dem ungeduldig wartenden Gast.
DAS war jetzt etwas fieser hob Epona gut gelaunt hervor, während der Begossene aufsprang und sich schüttelte, ehe er erst die erschrockene Kellnerin und dann den Betrunkenen gereizt anpampte.

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BeitragThema: Re: Oase Belas   Fr Mai 09, 2014 7:09 pm

Verengte Augen schossen ihm einen scharfen Blick zu. Für einen Moment war er wie eingefroren. Sie fragte ihn, ob sie zu weit ginge. Er konnte nicht antworten, nicht einmal in Gedanken. War dies ihr wahres Gesicht oder nahm sie ihn nur auf die Schippe? Seine Augen weiteten sich wenig, sein Atem stockte kurz. Er sass still da, wie ein Reh, das in Scheinwerfern gefangen wurde. War dies ihr wahres Gesicht? Er wusste nicht wie alt sie war, aber nach der kleinen Szene unter dem Gefängnis zu urteilen nicht mehr die allzu jüngste. Und entsprechende Erfahrung durfte er deswegen erwarten, er selbst hatte schliesslich noch nicht einmal die Zwanzig erreicht, was konnte er schon wirklich über andere Personen aussagen? Einerseits machte sie ihm in dem Moment Angst, fast schon panische Angst. Andererseits war er doch etwas fasziniert. Was hatte sie alles schon erlebt? Was für Erfahrungen hatte sie gesammelt. Aber Momentan überwog das ungute Gefühl und er schaute sie mit leicht schockiertem Gesicht an.
Dann lächelte seine Gegenüber, es war frei von Anklage oder Böswilligkeit. Entspannen konnte er sich dennoch nicht, er schaute sie weiter an, als wolle sie ihm gleich den Kopf abreissen. In den weiteren Worten schwang leiser Triumph mit, war es ihre Absicht gewesen ihm Angst zu machen? Das hatte sie geschafft, er wurde jedenfalls gut daran erinnert, dass er einer erfahrenen Kunoichi gegenübersass und keinem zarten Akademiemädchen. Etwas bleich lauschte er der Erklärung, die in seinem Kopf hallte. Sie hatte dem jungen Mann Mut zu einem grossen Schritt gegeben. Aber dennoch blieb Shouta skeptisch. Er wagte es jedoch nicht mehr seine Meinung zu dem Thema zu äussern, er wollte sie am Ende nicht noch wirklich sauer machen. Er blickte auf das Pärchen, das wieder am plappern war. Sie wären jung, wohl etwas jünger als er. War es wirklich okay?
Die Stimme war nicht mehr in seinem Kopf. Er merkte, dass sie direkt zu ihm sprach. Risiko, schon auf der Mission schien sie recht risikofreudig zu sein, wenn auch immer darauf bedacht die Mission schlussendlich nicht komplett zu gefährden. Er dagegen war eher zurückhaltend bei Gefährlichem. Er plante und hoffte, dass der Plan nicht über den Haufen geworfen wurde, was glücklicherweise relativ selten passierte. "Ich bevorzuge es eher durchdacht, wo nicht vieles schiefgehen kann." Er musste schliesslich den Ruf seines Clanes auch wahren.

Das Thema wurde zum Glück bald geändert, immerhin war er an der Reihe und durfte einen menschlichen Papagei piesacken. Bald würde wohl die ganze Bar im Chaos versinken, jedem Gast würde wohl etwas über die Leber laufen, sei es gut oder böse. Würde man die beiden Blonden irgendwann verdächtigen? Es waren allesamt Zivilisten und Genjutsus waren ihnen wohl ziemlich unbekannt, dennoch könnten sie auf die beiden Aufmerksam werden, wenn sie als einzige nicht von der Pechsträhne betroffen wären. Aber was sollten sie tun? Nachweisen konnten sie ihnen ja nichts und es war schliesslich nicht gerade gebräuchlich jemand als Hexe oder Hexer zu bezeichnen und zu verbrennen, schon nur, weil man das Holz anderweitig brauchen konnte und ertränken wohl die Wasserqualität empfindlich beeinträchtigen würde. Die Alte war am Schwitzen, noch konnte man es der Hitze zuschreiben und das tat sie auch, lauthals.
Nun war Epona an der Reihe bis die Dame reif war. Ihre Opfer waren recht nahe beieinander. Ein friedlich-betrunkener, ein eher genervt aussehender Gast und eine gestresste Servierkraft wurden ausgewählt. Die Prophezeiung lautete, dass einer Nass würde und der andere die Schuld bekam. Gespannt betrachtete der junge Kaminishi aus dem Augenwinkel, was passieren würde. Die Kellnerin stolperte und der Betrunkene schreckte hoch und erwischte im Schub die Kellnerin. Ihr Gleichgewicht war nun komplett hinüber und mit einem kleinen Aufschrei fiel sie auf ihr Gesäss, das Gefäss jedoch auf den wartenden Gast. Amüsiert schaute Shouta zu, wie sich die Kellnerin hastig entschuldigte und dem Gast ein weiteres Bier versprach. Der Betrunkene entschuldigte sich ebenfalls, nur weit weniger eloquent und bekam einen eisigen Blick von dem wartenden Gast dafür. Dieser war nicht schlecht, gab der Junge grinsend zu.
Das bemalte Etwas war in die Knie gegangen und tat ihr Missfallen entsprechend kund, auch wenn nun eindeutig Unglauben in der Stimme mitschwang. Es war ihr klar, dass etwas nicht stimmte, konnte aber nicht sagen, was nicht in Ordnung war. Aber sie hatte noch immer genug an der Bar selbst auszusetzen, anscheinend dauerte es noch eine Weile. Sie tat ihm schon beinahe Leid, dass niemand zu Hilfe geeilt kam. Aber sie war äusserst gut darin die Leute abzuschrecken.

Es war wieder seine Runde, wo gab es wohl Opfer? So viele Leute blieben wohl nicht mehr übrig und die Möglichkeiten waren begrenzt. Einige Betrunkene hatten schon gelitten, das Pärchen, das sich irgendwie immer näher kam, wurde schon aus Korn genommen, die alte Tante und die Kellnerin. Der Barmann wäre sicher ein gutes Ziel. Aber was könnte man ihm antun oder zugute tun, ohne dass Shouta Hausverbot bekam. Dieser wusste schliesslich, dass er Shinobi war. Dafür schien der junge Mann vom Pärchen wieder auf Achse zu sein und lief gerade in Richtung Barkeeper. Sollte er an Eponas Vorhaben anknüpfen? Es wäre sehr einfach, zu einfach sogar. Was solls? Wieder das Pärchen. Die junge Frau wird, wenn der Kerl zurück ist, anfangen zu quietschen vor Freude, kündigte er an. Er wartete, bis der Kerl einige Drinks bekommen und sich umgedreht hat. Sollte er dick auftragen oder es schlicht halten? Warum nicht dick? Immerhin hatte er die Kontrolle für minimalste Strukturen. Er konzentrierte sein Chakra auf das eine Glas, auf Distanz und ohne Sicht war es schwieriger. Aus dem Getränk wuchs langsam ein Röschen mit zartesten Strukturen, ohne Dornen. Das filigrane Gebilde hatte die Farbe des Getränkes angenommen und würde kühl sein, wenn man es anfasste. Wahrscheinlich würde es als gefrorenes Getränk durchgehen, zumindest für Nichtshinobi.

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BeitragThema: Re: Oase Belas   So Mai 11, 2014 11:25 pm

Shouta gefiel ihr.
Er tat Dinge, die viele andere Shinobi - oder Menschen generell - nicht taten. Er reagierte, wie sie es sich erhoffte. Weder flüchtete er sich angesichts ihrer kleinen "Machtdemonstration" in Aggression oder gar Panik, noch ignorierte er ihre doch recht subtile Drohung. Nicht viele Menschen reagierten so auf Epona. Entweder gerieten sie angesichts ihrer Art in Wut und drohten ihrerseits, oder sie bemerkten es gar nicht, wenn eine junge, blonde Frau zart andeutete, wer in einem wirklichen Crash die Hosen anhaben würde.
Eponas Aussehen war praktisch, wenn sie als Dienerin einer Grauen Eminenz unterwegs war. Man hielt sie für einfältig, ganz automatisch, und harmlos. Gleichsam aber gabs auch Momente, da war es besser, stark wirken zu können. Und dafür eignete sich Eponas Lieblings-Aussehen eben doch nicht. Zumindest nicht, wenn man sie nicht schon in Aktion gesehen hatte. Und selbst dann unterschätzte man sie in der Regel weiterhin gnadenlos.
Wie sie es hasste, unterschätzt zu werden. Shouta zumindest tat ihr den Gefallen, sie anzuerkennen, ohne dass sie ihm die Hirnwindungen auf links puhlen musste. Gleichsam bekam er keine Heulattacke. Obwohl er jung war. Viel jünger als sie. Was hatte sie in seinem Alter getrieben? Mit einer Bande minderjähriger Taschendiebe einmal wöchentlich auf dem Schweinemarkt in Kurairoji die übliche "Ernte" abgehalten und die Stände um Schmiergeld erleichtert, sodass der Konkurrenz vom Kürbisverkäufer ein Feuerwerkskörper zwischen die Holzkisten fuhr.
Shouta war weiter als sie, im Relativen gesehen.
Und wenn Epona sich solche aufstrebenden Sternchen anschaute, überkam sie eine hartnäckige Melancholie. Blickte sie mit offener Härte auf ihr Leben, war es so gut wie um. Ihr Jutsu verlängerte keine Lebenszeit. Sie mochte jung aussehen, doch in 20 oder 30 Jahren starb sie sicherlich spätestens an Altersschwäche. Und was von ihr bliebe? Nichts. Ihre Arbeit geschah im Verborgenen, unter falschen Namen und falschen Gesichtern. Es gibt nichtmals einen Beweis dafür, dass ich überhaupt existiert habe.
Epona ließ Shouta mit sanftem Lächeln das letzte Worte, machte nur eine unbedeutende Geste und trank danach einen recht tiefen Zug Wein.

Zurück zum Spiel. Zurück zum Spiel, schnell Ablenkung... Shoutas Zug also. Er wollte wieder mit dem Pärchen arbeiten. Und tat dies diesmal offenbar nicht mit einem Genjutsu, wie Epona bemerkte, als sie sich möglichst unauffällig anders hinsetzte und somit besseren Blick auf das Schauspiel bekam. Was er da zauberte, war ähnlich wie das Kristallding, das Epona vor einiger Zeit an der Gefängnismauer betrachtet und sich daran fast die Nase aufgeschnitten hatte.
Das Ergebnis war eindeutig ein Punkt für Shouta. Das Mädchen freute sich ungemein über das Gebilde im Glas, und dem Kerl sah man - wenn man nicht wie seine Freundin abgelenkt war - zwar die Irritation an, doch er war ja schließlich n Kerl, und da schaute man dem geschenkten Gaul nicht ins Maul. Was dem Mädel gefiel, das konnte nicht falsch sein, und so stellte er ihr stolz das Glas hin und tat, als habe er die Kristallblume höchstselbst aus einem Eisklotz oder so geschnitzt.
Sehr süß... Epona lächelte weiterhin und wandte sich erneut voll zu Shouta. Ihr Blick streifte im Nebenbei die bedauernswerte Frau, die wohl unter simulierter Traglast litt. Ob Shouta es vermochte, das Gewicht der Schminke zu vervielfachen?
Egal. Das Genjutsu schien spaßig, aber die Kristallblume ging Epona gerade nicht aus dem Sinn.
So hielt sie kurz inne, streckte dann die Hand in Shoutas Richtung aus, in einer bittenden Geste und nach oben gedrehter Handfläche. Bist du so lieb... und machst mir auch eine solche Blume? Es klang ein wenig wie Rechtfertigung, was nun folgte. Ich will dir nichts abschauen, keine Sorge... und wenn du es mich ungern zu genau sehen lassen möchtest, ist das für mich in Ordnung. Du hast aber eben... mein Interesse geweckt.
Es war wohl eindeutig: Epona mochte das Spiel kurz aussetzen.
Tust du mir diesen Gefallen?

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BeitragThema: Re: Oase Belas   Do Mai 15, 2014 5:42 pm

Die kleine Diskussion war offensichtlich beendet. Überraschend war, dass er das letzte Wort behalten durfte. Es war klar, dass sie verschiedene Ansichten vertraten und diese nicht ändern würden, jedoch war auch kein Interesse vorhanden die andere Person umzustimmen. Sie hatte beide ihren Standpunkt klargemacht und dieser wurde ohne wenn und aber akzeptiert. Auch wenn er noch immer etwas nervös nach dem Miniausbruch seiner Tischgenossin war, so hatte sich die Situation um einiges beruhigt. Ob sie nun davon abliess grössere Streiche zu machen, bezweifelte der Kaminishi aber, immerhin war es schwierig gegen Naturen anzukämpfen.
Zurück im Spiel, das Mädchen freute sich natürlich ungemein und der junge Mann sagte nichts dagegen. Wie sollte er ihr auch sagen, dass die Kristallblume vor einigen Sekunden noch nicht da gewesen war, sie wuchsen schliesslich nicht einfach so aus dem Nichts, oder etwa doch?Die Blume stiess anscheinend auch bei Epona auf gefallen, zumindest wurde die Aktion als süss bezeichnet. Im Prinzip half er gerade bei Eponas Wette, aber das war ihm egal. Es ging ja nicht darum die Leute zu quälen, ausser der lauten Frau am Boden, sondern Handlungen vorauszusagen unter Zuhilfnahme einiger Techniken.
Epona streckte ihre Hand mit der Fläche nach oben zu ihm hin. Etwas verwirrt schaute er erst auf die Hand und dann auf Epona. Wollte sie Etwas haben, vielleicht auch ein Blümchen? Schon fast etwas bettelnd fragte sie ihn, ob er ihr ebenfalls eine Blume machen könnte. Etwas hastig folgte dann eine Art Rechtfertigung, dass es sie nur interessierte und sie sich nichts abschauen wolle. Shouta schaute seine Gegenüber milde an. Nun, abschauen dürfte schwierig werden, ausser du kannst Kekkei Genkais kopieren, antwortete er gutmütig. Was für eine Blume sollte er ihr erschaffen? Er entschied sich abermals eine Rose zu kreieren. Kurz schaute er sich um und füllte dabei sein Glas wieder etwas auf. Er würde die Menge Flüssigkeit wohl benötigen, er wollte schliesslich keine quietschepinke Rose erschaffen. Der Wein im Glas verdichtete sich und nahm Struktur an, als er Chakra hineinleitete. Glücklicherweise waren es grosse Gläser, sonst wäre es wohl eng geworden und er wollte die Gläser nicht zerstören. Langsam kristalisierten sich dunkelrote Rosenblätter, um einiges grösser als das Röschen des Mädchens, in dem Glas. Schicht um Schicht Blütenblätter legten sich um bereits vorhandene, bis der Wein aufgebraucht war. Nun, unter zuhilfnahme zusätzlichen Chakras, wuchs ein hellrosaner Stiel mit einigen Blättern aus dem Glas heraus. Niemand schaute, also nahm er das fertige Gebilde, ungefähr so gross wie seine Hand, aus dem Glas und betrachtete es. Doch, war ihm recht hübsch gelungen, musste er selbst zugeben. Hier, meine Dame, sprach er in Gedanken, während er Epona die Rose reichte. Vielleicht hatte er zuviel gezeigt, aber es störte ihn nicht weiter. Von einem Schmuckstück war es schwierig auf Kampfstärke zu schliessen, ausserdem hatte er sich Zeit gelassen. Auf das Entstehungstempo dürfte deswegen auch relativ schwierig zu schliessen sein. Vielleicht wollte sie wirklich nur ein Schmuckstück als Erinnerung haben und dazu eigneten sich Kristalle ja bekanntlich äusserst gut.

Techniken:
 

tbc (inplay): [Außenbezirk] Haupttor von Nadeshiko
tbc (mini): [Shouta & Epona] Fortsetzung Oase Belas


Zuletzt von Kaminishi Shouta am Di Jun 17, 2014 7:42 pm bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Oase Belas   Di Mai 20, 2014 2:09 pm

Wer Eponas wahres Alter kannte, und davon gabs wenig Leute genug, wurde des Öfteren davon überrascht, wie interessiert sie letztlich doch sein konnte, wenn es um Ninjutsu ging. Man sollte meinen, eine alte Dame hätte schon soviel gesehen, dass die Neugierde ausgetrieben sein müsste. Nun, zumindest konnte sie sich beherrschen und wirkte nicht allzu kleinmädchenhaft beim Warten. Shoutas Worte nahm Epona vorerst hin, lächelte nur sanft zurück und verfolgte anschließend genau den Entstehungsprozess. Sie wollte jetzt nicht ablenken. Weder den Künstler, noch sich selbst. Schräg verfolgte sie, wie Shouta sein Glas zunächst auffüllte und erst dann mit der wirklichen Kunst begann. Er braucht wohl Nährboden... Offenbar erschafft er den Kristall nicht aus dem Nichts, sondern aus Flüssigkeit. Hatte Shouta im Gefängnis Wasser gebraucht, oder gar Wein? Hatte er sicher nicht dabei... nicht in dem Sommerkleidchen.
Sich Shouta als junge Frau ins Gedächtnis rufend, verkniff sich Epona ein Lachen. Stattdessen verfolgte die das Wachsen der Kunst-Rose, Blättchen um Blättchen wurde eine Blüte geschaffen, in Weinrot.
Mit einem Strahlen im Gesicht nahm Epona letztlich die Rose in Empfang. Dankeschön richtete sie Shouta in Gedanken aus und hob die Rose rätselnd vor ihr Gesicht, kniff ein Auge zusammen und betrachtete das Objekt schärfer, wie ein Kunstkritiker oder Schätzer. Wie hübsch. Du hast ein herausragendes Kekkei genkai, wenn du damit zur Abwechslung auch mal solche Dinge machen kannst. Alle Grundelemente verfügten über die Macht, als Waffe genutzt zu werden. Aber mit welchem davon konnte man schon solche Kristall-Gebilde erzeugen? Mayas Hyouton fiel der Kunoichi ein... doch solche Dinger hielten nie lang, schließlich schmolzen sie unweigerlich. Wie lang würde sich wohl dieser Kristall halten?
Zufrieden legte Epona die Rose beiseite, behutsam auf die Tischplatte. Später würde sie sie in einer Schriftrolle verpacken. Nein, so etwas werde ich wohl nie können übermittelte sie Shouta und griff damit dessen Worte von vorhin wieder auf. Doch ich zitiere da gern meinen alten Meister: "Es ist ein viel spannenderes `Jutsu´, nicht das Chakra zu steuern, sondern die Menschen zu lenken". Dem stimme ich zu. Sie lächelte fein und unschuldig. Ich muss kein Kekkei genkai besitzen, solang ich Leute haben kann, die es besitzen. Mein Meister meinte das "Lenken" übrigens nicht wie hier bei "Schicksal schubst". Sondern offener. So wie du - Und sie streckte galant den Zeigefinger aus - - es vor kurzem getan hast. Du hast dir Leute gesucht, die konnten, was du selbst nicht konntest. Du hast uns gelenkt. Und siehe da, es funktionierte. Jeder ist glücklich.
Sie lehnte sich zurück, strich die ins Gesicht hängende Haarsträhne zurück, woraufhin diese sofort wieder ihren alten Platz einnahm. Hach ja säuselte sie nun mit wirklicher Stimme, So soll es sein, so darf es bleiben...
Und wo waren wir gleich noch?
Sie verschränkte die Hände im Nacken, sodass ihre Finger durch den Pferdeschwanz bedeckt waren, und schloss Fngerzeichen. Deinem armen Opfer wird nun aufgeholfen.
Ein schnelles, aus dem ärmel geschütteltes Genjutsu, welches nicht die arme, von Shoutas Illusion niedergedrückte Frau traf, sondern den Angetrunkenen, der vorhin in dem ganzen Wirbel um das verschüttete Bier von Epona aufgeschreckt worden war. Der Herr war noch gut durch den Wind und desorientiert; wie er sich so umsah und seinen Blick schweifen ließ, blieb er an der Frau hängen, und sie erschien ihm als deutlich jüngeres, aufreizend gekleidetes Busenwunder, das nichtmals eine Unze Make-Up brauchte, um ihre bezaubernde Wirkung zu entfalten.
Es überraschte wohl auch die Frau selbst, mit welch Nettigkeit der Herr ihr unter die Arme griff und sie sogleich zu einem Getränk einlud.
Wir sind wieder freundlich heute, nicht? Epona grinste Shouta an und säuselte in seinem Kopfe: Freundlich, freundlich, freundlich... wer freundlich ist, kommt weiter...

tbc 1: Ins Miniplay
tbc 2: Haupttor Konohagakure

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Spoiler:
 

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