Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 [Hafenstadt] Kiiro Minato

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BeitragThema: [Hafenstadt] Kiiro Minato   So Jun 29, 2014 7:38 pm

Kiiro Minato ist ein größerer Umschlaghafen Hi no Kunis und nebenbei auch für seinen großen Fischmarkt bekannt. Von überall her kommen Fischer um hier ihre Ware feil zu bieten und nach guter alter Tradition beim Bieten den Auktionator zu kneifen. Die reichsten Fischhändler Kiiro Minatos erkennt man angeblich an ihrer ausgeprägten Daumen-Zeigefinger-Muskulatur mit der sie einer Legende nach Fischdieben die Hände abkneifen. Kein Wunder, dass das Wappentier Kiiro Minatos ein Krebs ist. Ein gelber Krebs mit Konoha-Stirnband, denn als Kultfigur gilt hier der vierte Hokage, Namikaze Minato. Vermutlich mehr wegen seines Vornamens, als wegen irgendwelcher Beziehungen die der gelbe Blitz zu Lebzeiten zu diesem Städchen gehabt haben dürfte.

Vom großen Hafen-Viertel aus führen drei Straßen ab in die Stadt. Die Südstraße führt ins Gewerbegebiet, die Weststraße in die Altstadt, wo viele kleinere und größere Läden locken, und die Nordstraße endet im Wohnviertel, welches wiederum zwei Teile besitzt. Das obere Wohnviertel wird ausschließlich von reichen Händlern und Aristokraten bewohnt. Im unteren Wohnviertel haust das gemeine Volk. Im Zentrum der Stadt findet man das Wahrzeichen Kiiro Minatos; eine riesige Krebsstatue, vergoldet mit Konoha-Stirnband. Es handelt sich natürlich um das Wappentier, dass gemeinhin Minato-chan genannt wird. Ob dies der Grund ist, warum sich Kiiro Minato seit Jahren in einem Rechtsstreit mit Konoha-Gakure befindet? Für die Bewohner ist jedenfalls eines klar: Minato-chan muss bleiben! Egal wie verbissen die Shinobi auch versuchen, dem Bilde eines ihrer Hokage zur Liebe, daran was zu ändern!

Dank der relativen Wichtigkeit dieses Hafens veranlasste der Daimyo Hi no Kunis vor kurzem, die Stadt mit einem üppigen Schutzwall auszustatten. Die Bauarbeiten laufen noch, aber drei Torhäuschen, die aus Gewerbegebiet, Altstadt und Wohnviertel führen, stehen bereits, wenngleich sie noch mit reichlich Zierrat ausgestattet werden sollen. Auf den Straßen schieben eigens ausgebildete Feuerreich-Gardisten Wache. Aus gerüstet mit einem Standart-Katana der Marke 'Billig=Will ich!' und schier grenzenlosem 'Minato-Eifer' sind diese Wachen der Alptraum des unorganisierten Verbrechens. Fürs organisierte reichts derzeit leider noch nicht. Irgendwo mussten die Stadtherren ja sparen. Außerdem, wer würde es schon wagen, hier organisierte Verbrechen zu begehen?


Zuletzt von Inuzuka Azunagi am Mi Feb 11, 2015 6:49 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Hafenstadt] Kiiro Minato   So Jun 29, 2014 7:39 pm

[cf: Konoha-Gakure - Marktplatz]

Ein Tag später

°oO(Aaah, Kiiro Minato. Der Duft der See, ehrlichem Dockarbeiterschweiß und … wäh … Fisch! Fischgeruch! Zu intensiv! Vieleicht sollte ich mir die Nase zu halten. Bei dem Gestank merkt man ja garnicht, was um einen herum passiert! Und dass, wo ich doch gerade heute meine Nase brauchen werde. Mrs. Superwichtig-VIP muss ja eskortiert werden. Ha, dass ich das nochmal erleben darf. Kiri-Gakure schickt uns jemanden zur Unterstützung. Diese Quacksalber müssen ja verzweifelt sein, mit ihrem Bakterienquatsch und so. Naja, solang in Konoha keine Epidemie ausbricht solls mir recht sein. Besser meine Kinder wachsen ohne gesundheitsgefährdende Seuchen in ihrer Umgebung auf. Soll lebensverlängernd wirken, sowas zu meiden, hab ich mal gehört. Ich hoffe nur, ich muss nicht allzu sehr Babysitter spielen. Man weiß ja nie, bei diesen Nebelspinnern! Versuchen doch garantiert irgendwelche Infos von uns zu klauen. So ganz klammheimlich. Ha, aber nicht mit mir! Der reiß ich ganz smooth den Popo auf, wenn sie dass versucht.)

Hier stand er nun. Azunagi Inuzuka. Ein Riese von einem Mann. Fast zwei Meter groß und damit alle anderen hier herumwuselnden Männer überragend. Muskulös wie ein Dockarbeiter war er auch noch, aber gekleidet war er ganz anders. Sein langer weißer Mantel streifte fast den Boden, wirkte heute aber viel lebendiger als gestern noch, als er diese beiden Gestalten in Konoha getroffen hatte. Dass lag vor allem daran, dass Camillo, der den Mantel mimte, heute zur Abwechslung mal wach war. Seine Munterkeit brachte den Mantel eins ums andere mal dazu, sich ein wenig merkwürdig zu bewegen, entgegen dem Wind zu flattern. Sah komisch aus, wars auch und bescherte dem Konoha-Nin mehrere verwirrte Blicke, die jener jedoch alle nicht bemerkte. Aus Missionsgründen trug er heute wie gewohnt ein langärmeliges dunkelgrünes Shirt und seine standartisierte Shinobi-Weste, Konoha-Style versteht sich. Sein Stirnband, eigentlich, wie es der Name schon dezent andeutete, als Stirnprotektor gedacht, zierte seinen rechten Oberschenkel. Was die Platzierung seines Stirnband anging, war Azunagi ein wenig eigen. Er trug es immer mal wieder woanders, einfach weil er nicht auf Stirnbänder stand und er sich nie daran hatte gewöhnen können, es an der vorgesehenen Stelle zu tragen. Aporpos tragen: Seine Riesenschriftrolle trug er heute nicht mit sich. Wozu auch? Die war für seine Kartenkünste gedacht und die würde er für diese Missions zweifelsfrei nicht brauchen. Daher hatte er auch seine mittleren Schriftrollen, die normalerweise am Gürtel dem Einsatz harrten, zuhause gelassen. Der Rest war trotzdem dabei, Sinn hin oder her, Azunagi war zu faul gewesen, das restliche Zeug extra aus der Weste zu räumen, wo es sowieso sicher und problemlos mitgeführt werden konnte.  
"Isse bald da~a?" kam es von seinem weißen Mantel und der schwarze Pelzkragen richtete sich etwas auf um Azunagis Wangen anzuditschten. Camillo war ungeduldig. Sie waren alleine hier und warteten einfach darauf, dass irgendeine Kiri-Tussi sich dazu herablies, endlich von ihrem Schiff zu kommen, vermutlich mit Tonnen an Gepäck. "Ich bin kein Hellseher." antwortete der rote Riese, während sein eines verbliebenes Auge den Hafen absuchte. Verfehlen konnte ihn die Klientin ja kaum. Die Beschreibung ihrer Eskorte war präzise auf Azunagi zugeschnitten gewesen und Verwechselungen waren ausgeschlossen. Oder gab es hier noch andere rothaarige Riesen mit einem Auge und Konoha-Dress? "Du kannst riechen! Sehr gut sogar! Erriech sie! Peil sie an! Orte!" Die scheinbar körperlose Stimme wurde quengeliger und die Tatsache, dass Azunagi antwortete sorgte in seiner Umgebung für etwas mehr Verwirrung. Die Frage 'Mit wem redet der Kerl da?' stand den Hafenarbeitern überdeutlich ins Gesicht geschrieben. Wie mit einem Textmarker. "Wenn ich sie kennen würde, würd' ichs versuchen. Tu' ich aber nicht. Außerdem: Hier riechts überall nach Fisch. Wie soll ich da eine spezifische Frau erschnüffeln?" Das erheiterte den Quälgeist Camillo wieder ein wenig und er lachte keckernd auf, sehr zum Gaudium lauschender und gaffender Arbeiter, die Gefallen an dem sprechenden Mantel gefunden hatten, nachdem ihre kleinen Hafenarbeiterhirne herausgefunden hatten, wer da sprach. Zumindest, bis sie von einem rüstigen Vorarbeiter mit fettem Schnauzbart, unter Androhung einer imaginären Peitsche, zurück an die Arbeit geschickt wurden. ”Nüh abo ganz flink hia! Oda isch mach ösch Boine!”
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BeitragThema: Re: [Hafenstadt] Kiiro Minato   Mi Jul 02, 2014 2:23 pm

cf: Hafenstadt Iwaki

Nach etlichen Stunden Seefahrt setzte der Kahn schließlich am gegenüber liegenden Festland an. Wieder eine von so vielen Hafenstädten, die von kleinen Hafenfamilien am Leben gehalten wurde. Fast schon taten sie Yuka leid, dass sie nicht in den großen Städten der Feudalherren und Kage lebten, denn dort hatte an wirklich ein hübsches, vor allem geschütztes Leben. Anders als hier, wo einem jeder Freak begegnen konnte. Die Blonde stand mit verschränkten Armen draußen an Deck und musterte den Steg, wo das Schiff angelegt hatte. Überall wuselten arme unbedeutende Seelen herum, bis jemand bei ihr ankam und meinte, dass man ihr Gepäck nun an Land getragen hätte. Sie nickte lediglich stumm, ehe ihre Füße sie auch von diesem Schiff trugen. Sie ging die ausgelegte Holzplatte bis zur Hafenstraße runter, wo ein Vorarbeiter sie mit einem Händeschütteln empfing und verdeutlichte, wo welche Kiste stand. Die Holzteile sahen schwer aus, aber es war auch wichtiger Kram für die medizinischen Begebenheiten vorhanden. Als hätte Konoha keine eigenen Utensilien. Haben sie ja auch nicht. Schließlich zückte Yuka eine leere Schriftrolle, in der sie mit wenigen Fingerzeichen die Kisten versiegelte. Wer mochte hier schon mehrere Kilogramm in Holzkisten verscharrt bis nach Konoha tragen? Diese Stadt war sicherlich auch noch einige Stunden Fußmarsch entfernt. Immerhin waren sie noch an der Ostküste und Konoha lag Richtung Erdreich im Innenland.
Nach der Versiegelung sah Yuka sich nach dem Shinobi um, der für sie sowohl Schutz als auch Orientierung bedeuten sollte. Ein einzelner Mann, den man ihr aber kurzfristig nicht näher beschrieben hatte. Sie musste sich darauf verlassen, dass er sein Stirnband irgendwo sichtbar trug. Erst einmal ging sie aber von dem Schiff weg, sodass ihre Absätze wieder hörbar auf dem Asphalt zu klackern begannen. Die honigfarbenen Augen schlichen die grauen Gestalten entlang, die hier wuselten, bis das Gesicht ganz nach links gedreht war und die Katsuhika doch einen auffälligen, großen Mann erblickte. Sie kniff die Augen zusammen, erkannte eine eigensinnige Narbe, die muskulöse Statur und den spezifischen Sinn für Mode. Wenn das da irgendwo echtes Fell war, dann bekam er gleich schon einmal die erste Ohrfeige. Yuka besaß über zehn Haustiere, darunter auch Kuchiyose. Würden die davon hören, würden sie diesem Herren einen nächtlichen Alptraum bescheren. Letztlich sah sie dann auch das Stirnband, das eher unten saß, weswegen sie mit einem schweren Seufzen schnell wieder woanders hinsah. Das musste der Typ sein. Wer hatte denn auch schon Mitleid mit ihr?
So marschierte Yuka auf den Konoha-Ninja zu, wobei ihr weißer, auffälliger Kittel ein wenig nach oben schwebte. Ihr Gesicht war ernst und nicht gerade freundlich aufgelegt. Die letzten Tage gaben ihr auch keinen Grund dazu. Und dass die Eskorte ein Mann war, war auch kein Grund. Sie genoss Gesellschaft mit Vorsicht, sobald sie nicht weiblich war. Und wem verdankten wir das? Dem werten Tetsuya, der weiterhin in Kiri lebte als wäre nie etwas zwischen ihnen passiert.
"Ich nehme an, dass Ihr der Shinobi aus Konoha seid, der mich dorthin begleiten soll, richtig?" Sie verschränkte bewusst die Arme, legte den Kopf schief und musterte ihn aus der Nähe nochmals skeptisch. "Ich hoffe, dass Ihr ausreicht, um bis zum Dorf zu gelangen. Ich habe keine Lust in Takigakure raus zu kommen." Ein defektes Navigationsgerät war das Letzte, was sie gebrauchen konnte. Vor allem konnten die in Konoha das nicht gebrauchen, wenn die Lage so dramatisch schien, wie sie es in ihrem Schreiben ausgedrückt hatten. Gemäß der Höflichkeit stellte die Blonde sich am Ende ihrer Mini-Tirade dann aber auch vor. Allerdings ohne die Hand zu reichen oder sich zu verbeugen. Dafür war sie in erster Linie zu stolz. "Ich bin Yuka Katsuhika, die Iryônin aus Kirigakure."
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BeitragThema: Re: [Hafenstadt] Kiiro Minato   Do Jul 03, 2014 4:27 pm

°oO(Ich weiß schon, was dieses Pfeifen im Hintergrund verursacht. Dass ist Tsunade die mit doppelter Schallgeschwindigkeit im Grab rotiert. Dass ausgerechnet Konoha, die Iryo-Heimat, fremdländische Hilfe beantragen muss … welch Ironie des Schicksals. Bleibt nur zu hoffen, dass unsere Mannschaft sich bis zu unserer Ankunft in Konoha aufgerafft hat und diese Erreger-Geschichte doch noch selbst gelöst hat. Dann könnte ich die Iryonin breitens Grinsens wieder zum Hafen zurückeskortieren. Aber irgendwas sagt mir, dass das Schicksal es nicht so nett mit mir meinen wird. Vermutlich kriege ich eher die volle Packung nervige Ärztin mit Reinlichkeitskomplex und so. Bah. Eine Erinnerung an meine Eltern. Wette die waren sogar dabei, als dieser 'Notruf' verzapft wurde. Würde denen glatt zutrauen Konoha so eine Schande zu bereiten. Aber nun erstmal Augen aufs Ziel. Mein feines Näschen witterte eben einen Anflug von Chakra!)

Tatsächlich zuckte die Nase des Inuzuka auf, als die Kiri-Nin ihre Ausrüstung, oder eher ihre Kisten, versiegelte. Selbst in mitten dieses geschäftigen Hafens war es für ihn ein leichtes Chakra zu erkennen, selbst wenn es nur geringe Mengen waren. Die Iryonin war also eingetroffen und, Wunder oh Wunder, sie kam direkt auf ihn zu. Damit konnte Azunagi schonmal seine Sorge streichen, jetzt irgendein verwirrtes Brillenvieh suchen zu müssen, ehe es angesichts des keimreichen Hafens einen Herzinfakt erlitt und krepierte. Nicht getrichen wurde ledeglich das 'Vieh' vom Brillenvieh. Eine Brille trug das Weibchen nicht, dafür sackte Azunagis Launenvorat direkt in den Keller, als sie ihn musternd anglotzte und ihre gesamte Haltung in eine einzige misstrauische Aufforderung zum In-die-Fresse-schlagen verwandelte. 'Vieh' traf es als irgendwo doch ganz gut, zumindest im Azunagis ersten Eindruck der Frau zu beschreiben. Leicht würde dass zwischen ihnen nicht werden.
Abermals zuckte des Inuzukas feines Näschen auf, das eine grüne Auge starrte die kleinere Frau finster an und der Riese prägte sich geschwind die Geruchsnote der Frau ein. Zumindest als ersten Eindruck. Aber mehr würde er in kürze schon bekommen. Dafür war gesorgt. "Inuzuka Azunagi." War seine knappe Antwort auf ihre Vorstellung. Kein Grund für übertriebene Höflichkeits-Floskeln. Sie verschwendete keine Zeit dafür, warum sollte also er? Der Nachname allein sollte der Frau ja eigentlich schon signalisieren, dass er den Weg problemlos finden würde,aber ein wenig nachsticheln war doch noch erlaubt. Irgendwo war es wohl für sie beide nicht von Nachteil diese Situation ein wenig aufzulockern, wenngleich Azunagi sich nicht viel 'Auflockerung' von dieser Frau verhoffen konnte. Dafür wirkte sie doch zu steif und zu stolz. "Ein zartes Pflänzchen wie sie würde ich bis nach Kusa-Gakure schleppen. Aber unabhängig von letztlich zu findenden Zielort muss ich jetzt erstmal ihre gesamte Ausrüstung überprüfen. Kooperieren sie lieber gleich hier, dann können wir die Eingangsformalitäten am Tor von Konoha erheblich verkürzen." Azunagi verschränkte die Arme gelassen hinterm Rücken und wartete darauf, dass die Kiri-nin seinen Worten eilfertig nachkam und ihre Ausrüstung offenlegte. Dann konnte Azunagi nicht nur beim Ent- und Versiegeln ihr Chakra näher kennenlernen, sondern sich auch ihren Geruch, anhand ihrer Sachen, besser einprägen. Beides würde ihm helfen die Frau im Auge zu behalten, auch wenn sie außerhalb seines Sichtbereits verweilte. Er war immerhin nicht nur hier um sie zu eskortieren, sondern auch um sie in Konoha zu bewachen, während sie arbeitete. Fals sie auf dumme Gedanken kam, würde er es merken und einschreiten können. "Ich bin sicher sie wissen bereits, wie sie sich in Konoha zu verhalten haben, aber lassen sie es mich dennoch einmal erklären, einfach damit ich was in meinen kleinen unbedeutenden Missionsbericht schreiben kann. Erstens: Ich werde in Konoha nicht von ihrer Seite weichen. Zweitens: Sie werden in Konoha brav an den Orten verweilen für die sie eine Aufenthaltsgenemigung haben. Drittens: In Konoha-Gakure findet gerade keinerlei Tag der offenen Tür statt. Viertens: Ihre Ausrüstung wird auch bei ihrer Abreise untersucht werden. Fügen sie sich dem bitte." Der dritte Punkt war Azunagis heimlicher Favorit.
Währendessen, an einem weit weit entfernten Ort: Camillo spielet seine rollte als weißer Mantel Azunagis verzeugend, flatterte, wenn auch nicht immer ganz im Wind, und hielt erstmal gepflegt seine Schnauze. Ihm entging aber nicht der Blick, den die Frau ihm zuwarf. Oder eher, seinem Pelzkragen. Er mochte schlecht sehen können, aber wirkte doch recht suspekt auf ihm. Leise wie ein Lüftchen flüsterte er Azunagi zu "Psst, ich glaub die ist scharf auf meinen Pelzkragen! Lass nicht zu, dass sie ihn mir wegnimmt." Er mochte nur ein falscher Mantel sein, eine verwandelte Kuchiyose und in Wahrheit ein Kollektiv aus drölfzig Fledermäusen, aber hieß noch lange nicht, dass er nicht um seine körperliche Unversehrtheit bangen durfte. Azunagi erwiderte nichts auf den gehauchten Kommentar, was für den Mantelprinzen ein klares Signal war. °oO(Ah, er will die Geisterstimmen-Schiene fahren. Ein Klassiker! Ich rede einfach weiter und mal sehen wie schnell die gute Frau glaubt, sie hört Gespenster! Hihihi...)
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BeitragThema: Re: [Hafenstadt] Kiiro Minato   Sa Jul 05, 2014 12:04 pm

Die Clans in ihrer Heimat kannte sie in- und auswendig. Es gab davon nicht weniger als in Konoha, sie hatten alle ihre besonderen Traditionen und vor allem Fähigkeiten. Es gab die einen Wesen, die besondere Mediziner brauchten, weil ihr Körper so derart anders war, es gab die, die sich bei einem Schlag in Wasser verwandelten, jene, die es mit einer geheimen Technik geschafft hatten ewiges Leben zu erreichen, auch wenn sie irdisch starben, die, die mit ihren Knochen Waffen produzieren konnten und noch viele mehr. Dass in den großen Dörfern überhaupt Platz für die ganzen Angehörigen war, war ein Wunder. Konoha dürfte es ähnlich ergehen, auch wenn Yuka da nur die Clans kannte, die sich spätestens im vierten Weltkrieg einen Namen gemacht hatten. Irgendwie waren die hinter den Blättern ja immer die Protagonisten gewesen, die sich von den anderen Arsch putzen ließen. Mit Uzumaki konnte jeder etwas anfangen beispielsweise. Als sie nun aber Inuzuka hörte, musste sie für einen Augenblick grübeln. Dabei sah sie ihre Betreuung weiterhin skeptisch an, doch es war ihr klar, dass er irgendeinem Clan angehörte. Inu, Inu - Inuyaka? Inumichi? Inuzuki? Inuzuka! Die, die nach nassem Hund riechen. Genaaau, das waren die, die immer mit Hunden ihr Leben verbrachten und die Nase von ihnen bei Geburt transplantiert bekommen haben mussten, denn kaum jemand, der normal war, hatte so gute Schleimhäute. Trotzdem war es irgendwie ein Trost, dass jemand aus einem Clan sie begleitete, der den Weg auch blind finden würde. Wenn man Himmelsrichtungen denn an Gerüchen ausmachen konnte.
Dann wollte er sie allerdings überprüfen, bevor sie endlich aufbrachen. Hatte sie diese Prozedur nicht schon eben auf dem Schiff hinter sich gebracht, wo die Kisten minutenlang durchgesehen und der Inhalt abgehakt worden war? Jetzt nochmal. Dann sollte er das tun. Sie würde ihm den Zettel vor die Füße schmeißen, alles wieder entsiegeln, und er konnte sich dort einwühlen, bis er erstickte. Wobei sie andererseits natürlich die Sicherheitsmaßnahmen verstand, da sie eine Kunoichi aus einem rivalisierenden Dorf war. Dennoch musste man ihr auch zugute halten, dass das Krankenhaus wollte, dass sie antanzte. So war sie in erster Linie als neutrale Medizinerin in das Boot eingestiegen und nicht als Ninja, der vielleicht Infos abklauben würde. Doch die Paranoia war in dem Beruf normal. "Schön, wenn Ihr Eure Zeit damit hier und jetzt verschwenden wollt. Ich habe weder eine Klinge der sieben Schwertshinobi dabei noch einen versteckten Kage Bunshin eines Oinin." Gelangweilte Ironie am Rande, woraufhin Yuka aufhörte ihre Arme zu verschränken. Schließlich kamen sie zu den Sicherheitsvorkehrungen und Regeln, die sie einzuhalten hatte. Sie hörte sie sich geflissentlich an. "Da bin ich ja beruhigt, dass ein großer, starker Mann stets in meinem Schatten wandelt. Schade nur, dass ich keinen brauche. Ansonsten einverstanden, solange Ihr mich nicht davon abhaltet meine Arbeit zu machen. Wenn ich mit den Ärzten oder dem betroffenen Mädchen sprechen möchte, um die es wohl auch gehen wird, dann könnt Ihr Euch eine Toilettenpause nehmen. Das sind einerseits vertrauliche Informationen, die der Schweigepflicht unterliegen, andererseits Fachgebiete, von denen süße Pudel nichts verstehen." Anschließend griff Yuka in ihren Kittel und holte mehrere Schriftrolle heraus, die sie einzeln vor Azunagi ausbreitete, sodass er die Fuuin lesen konnte, die darauf platziert waren. Unter einigen stand in stinknormaler Tinte sogar, was versiegelt war, weil es recht viel Kleinkram war. "Verbandsmaterialien, medizinische Substanzen, Desinfektionsmittel, Alkohole, Arztwerkzeuge, Narkotika, Schmerzmittel, Fachbücher. Zelt, Decken, Essen, Wasser, Flaschen, Geschirr ..." Sie zählte und zählte die belangloseste Dinge auf. Für diese Mission hatte sie ihre Schriftrolle mit den Bomben sogar Zuhause gelassen, sondern dürfte sie nun erklären, warum sie Fernzünder, Blut- oder Pyritbomben dabei hatte. Schließlich tat Yuka die Rollen wieder zurück, nachdem sie drei Stück von ihnen erläutert hatte. "Und falls es Euch interessiert, trage ich am Leib nur die Waffen, die Ihr eigentlich auch haben solltet. Kunai, Shuriken, Senbon, Siegelpapiere. Ansonsten kann ich Euch auch noch gerne über mein Make-Up und meine Tampons aufklären."
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BeitragThema: Re: [Hafenstadt] Kiiro Minato   Mo Jul 07, 2014 11:17 pm

°oO(Es braucht keine Schwertheini-Waffe oder einen Profi-Bunshin, wenn man selbst ein Profi und womöglich auf einer Mission ist, bei der man Kämpfen eher aus dem Weg gehen sollte. Aber gut; Wenn ich Standart-Belehrungen von mir lassen muss, dann darf sie auch standartmäßiges zurückballern. Macht mir nichts aus. Von dem was ich hier sehe scheint auch nichts wirklich auffälliges versiegelt worden zu sein. Unauffälliges wohl auch nicht, aber da kann man sich ja nie sicher sein. Wir werden ja schon noch sehen, ob sie diesen Hilferuf nicht irgendwie ausnutzen will. Einen Mensch beurteilt man nach seinen Taten, nicht nach seinen Worten. Apropos Worte: Ich hoffe sie kommt mit meinem komplizierten Nachnamen zurecht. Nicht dass sie mich am Ende noch Inuyasha nennt! Zugegeben, als Halbdämon hätte ich sicher noch eine badassigere Aura, aber ich denke ich kann darauf verzichten, Jahre lang per magischem Pfeil an einen Baum gefesselt zu werden. Würde mich schon übel anpissen wenn ich aufwache und plötzlich sind meine Kinder älter als ich.)

Der Inuzuka nahm sich seine Zeit die Schriftrollen zu betrachten. Er ging die einzelnen Fuuin durch, dachte sich sein Zeug dazu und nahm dabei jede einzelne Spur zurückgebliebenen Chakras vom Yuka auf. Auch ihr Geruch war noch deutlich an den Schriftrollen zu erriechen. Alles in allem konnte sich der Mann mit dem Feuerhaar nicht bescheren. Die Aufnahme der 'Personalien' war für ihn gut verlaufen. Fals jemand versuchen würde, Yuka unterwegs durch einen bösen Doppelgänger auszutauschen und sich somit nach Konoha reinzuschleichen, würde er das in Windeseile bemerken. Und ja, er hatte solch jämmerliche Versuche schon erleben müssen. Und die meisten, naja bislang eigentlich alle, hatte er noch zu den Zeiten erlebt, als Gyoushi noch unter den Lebenden weilte. Der Fairness halber musste man aber auch sagen, dass solche Versuche in der Regel von Kusa-Nin oder Taki-Nin unternommen wurden. Mit anderen Worten von Leuten die verzweifelt versuchten ihr Dorf wieder wichtig zu machen. So verzweifelt, dass sie völlig übersahen, was es bedeutete den Weg eines Inuzukas zu kreuzen.
Während der Riese sich die Schriftrollen ansah, übernahm Camillo, immernoch in Gestalt eines schlichten weißen Mantels, die selbstverständliche Aufgabe des Beobachtens von Yuka. Nur für den Fall. Beobachten ist dabei wortlich zu verstehen. Man könnte sauch sagen, er warf ein Auge auf sie, den tatsächlich öffnete sich ein Auge auf dem Rücken Azunagis. Ein Mantel mit Auge? Eine Fledermaus die sehen kann? Konnten sie tatsächlich. Nicht besonders gut, aber sie konntens. Aber Sinn der Sache wars ja auch eher, ein wenig abzuschrecken. Vieleicht auch erschrecken. Azunagi selbst ahnte davon nichts. Camillo bildete sich einfach ein, der Große würde schon zustimmen. Tat er immer. Außerdem musste hier ja wer Leben ins Geschäft bringen.
"Richtig, ich bin ein süßer kleiner Pudel. Flirten sie aber nicht zu viel mit mir. Immerhin kommt der Teufel gerne in Gestalt eines Pudels." Zumindest war der Schreiber von 'Goethes Faust' dieser Meinung. Was vermutlich der Grund war, warum kein Schwein sich an seinen Namen erinnern konnte. Azunagi erhob sich nun langsam, das Auge auf seinem Rücken verschwand dabei übrigens, und nickte nur knapp, um zu signalisieren, dass alles mit Yukas Ausrüstung in Ordnung war. Somit konnte sie ihre Schriftrollen wieder an sich nehmen. "Sie können mich gerne über alles aufklären was ihnen so in den Sinn kommt. Unterwegs, versteht sich. Und wo ich das Thema schon so genial auf diesen wichtigsten aller Missionspunkte gelenkt habe: Wir werden die alte Hijin-Handelsstraße ansteuern und den Großteil der Reise auf ihr verbringen. Sofern nötig, können wir unterwegs bei ein zwei Dörfern Rast machen. Ich würde es allerdings bevorzugen, dass Ganze in einem Rutsch durchzuziehen. Wenn sie nicht mehr können, machen sie sich einfach kreischend bemerkbar. Ich lasse sie gerne von einem Bunshin tragen. Wir folgen der Hijin-Straße bis nach Fuanshima und unternehmen anschließend einen Querfeldeintrip bis nach Konoha. Dass klingt jetzt vieleicht ein wenig kurz, aber keine Sorge: Es ist lang genug." Lang genug damit eine Laborratte mal wieder ordentlich frische Luft bekommt und lang genug, um Azunagi mal wieder einen schöne Wanderung zu bescheren. Hoffentlich spielte das Wetter mit. Falls es zu regnen begann würde sich diese herzallerliebste Frau sicher, angesichts seines Clans, zu diesem uralten über Hunde und deren Geruch wenn sie nass waren hinreißen lassen. Stimmte natürlich nicht, Azunagi roch lecker, egal in welchem Zustand, aber sicher war sicher. Er wusste nämlich noch nicht, wie sehr ihn solch ein Kommentar, zur richtigen Zeit angebracht, aus dem Munde dieser Frau anpissen würde. Er hatte bei ihr ein übles Gefühl. Nicht unbedingt eine Vorahnung drohender Gefahr. Eher befürchtete er, dass sie die eine alptraumhafte Schreckensvision sein könnte, die ihm die Laune diese Woche entgültig abschießen könnte. Die Erwähnung von Tampons hatte ihn ja schon hart getroffen, wenngleich er sein möglichstes getan hatte, es sich nicht anmerken zu lassen. Allein dieses Wort hatte ihn daran erinnert, wie alt seine Tochter Tsume doch schon geworden war und dass auch sie dieses eklige Zeug jetzt brauchte. Seine Frau ging damit ja relativ gelassen um, aber dass zählte nicht, da sie eine Aburame war. Azunagi beschäftigte es Tag und Nacht, was auch der Grund war, warum Camillo auf dieser Mission wohl sein möglichstes tun würde, um ihn zu erheitern. Koste es Yuka was es wolle! "Na wenigstens hat sie Alkohol dabei. Damit kannst du notfalls das menschliche Verdrängungs-Ritual praktizieren." kam es staubtrocken, und nach wie vor scheinbar körperlos von Camillo. Azunagi reagierte so, wie er immer auf die Scherze seines Kuchiyose-Partners reagierte, wenn er auf Mission war: Nämlich garnicht, das Vorrecht der ganz großen und ganz erfahrenen. Er war im Serious-Modus und damit immun gegen die nervigen Umtriebe seines Mantelpartners.
"Wohlan den, Mylady, lasset uns voranschreiten." kam es nun etwas übertrieben vom dem Riesen und mit ebenso übertriebener Gestik wies er Yuka in Richtung einer der Hauptstraßen, der gen Altstadtviertel. Er würde ihr schlicht folgen wie ein böses Omen und dabei tunlichst versuchen, sein Aura ein wenig zu dämmen. Nur falls sie ein Sensor war. Jene werteten Azunagis Chakrakreislauf nämlich häufig als aggressiv, Vorzeichen eines baldigen Angriffs und böser Hintergedanken. War natürlich nur selten wirklich so. Er hatte einfach fiese Gedanken, manche davon künstlich um seine wahren Beweggründe zu verschleiern. Durchaus real war allerdings das kurzzeitig in ihm aufflackernde Verlangen, Yuka in der Wildnis einfach das Genick zu brechen. Irgendwo hatte ihn das mit dem Pudel wohl doch tiefer getroffen...
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BeitragThema: Re: [Hafenstadt] Kiiro Minato   Mi Jul 09, 2014 2:13 pm

Flirten? Der unterstellt mir tatsächlich, ich würde flirten? Dem würde mal ein ökologisches Spielzeug aus Bambusrohr und darin verschlossenen Hummeln im Hintern gut tun. Bei diesem einfachen Satz mahlten Yukas Kiefer schon aufeinander. Es war eine Sache, wenn Männer einfach gefestigt waren in ihrer Persönlichkeit, aber eine andere, wenn sie die verbale Einladung zum Armdrücken aussprachen. Aber ihre Methoden mündeten dann immer gleich in Manipulation bis hin zu Ohrfeigen, weil sie so etwas bis aufs Blut nicht ausstehen konnte. Männer waren Abschaum, egal welchen Rang sie bekleideten, was für ein Leben sie zu haben pflegten und an was sie glaubten. Allesamt - mit Ausnahme ihres Vaters. Dieser war kein Mann, er war Gott. Zumindest in Yukas bescheidener Welt als Feminismus, Erfolg und 24/7-Arbeit.
Dann kam Azunagi darauf zu sprechen, wo sie überall lang wandern würden. Vieles davon war Yuka nicht sehr vertraut, da sie immerhin ihr Leben in einem gänzlich anderen Reich umgeben von Wasser führte. Diese großzügigen Laubwälder außerhalb der Hafenstadt, die am Horizont bereits zu sehen waren, war sie so nicht gewohnt. Es war keine fremde Welt, aber auch nicht ihr Alltag. Die Handelsstraße klang zwar relativ gemütlich, da sie schätzte, dass es dort geschäftiger wäre als im einsamen Wald durch Blätterkronen zu hüpfen, doch Vorfreude konnte auch schnell umschlagen. Vor allem bei ihr.
"Ich möchte so schnell es geht ins Dorf. Eine Rast kostet nur unnötige Zeit - und Eurem Auftraggeberdorf scheint es ja durchaus dringend zu sein, dass ein Bakterium eingefangen wird, nicht?" Die Frage klang einerseits bissig, andererseits selbstbewusst und rhetorisch, weil die Antwort klar sein müsste. Man hatte einen Erreger in irgendeiner Wohnung, der keinen Namen trug und von gewöhnlichen Helferkräften nicht hatte isoliert werden können. Wohl hatte sich das Personal auch zunächst auf die betroffene Patientin beschränkt, sodass für die Wurzel des Übels weniger Ressourcen übrig blieben. Letztlich war so ein Krankenhaus auch schnell ausgelastet, hatte Dauerpatienten und Notfälle, da konnte man nicht alles Personal auf eine Sache ansetzen. Das wusste Yuka aus eigener Verantwortung gegenüber ihrem Labor. Die wichtigsten Experimente brauchten immer die Überwachung von ihr oder ihrer Schwester, während andere Dinge hinten anstanden, auch wenn sie vielleicht organisatorisch wiederum wichtig waren.
Letztlich marschierten sie dann doch los, nach einer einladenden Geste sowie den Worten des Abschieds zum Hafen. Yuka zog eine Augenbraue prüfend hoch, sah über ihre Schulter, als sie mit den Händen im Kittel an ihm vorbei ging, und ging dann voran, die Straße, sie ihr angezeigt worden war. Sie hoffte beinahe, dass Azunagi dabei merkte, in wessen Schatten er nun zu laufen hatte. Zumindest kam es ihr so vor, als sie einen Moment vor ihm war, dass sie mindestens, wenigstens, wenn nicht sogar - auf jeden Fall - auf einem höheren Level war. Selbstgefälligkeit gegenüber der anderen "Rasse", die mit den äußeren Geschlechtsteilen, war schon immer typisch für die Blonde gewesen. "Wenn wir schon solange aneinander gezwungen sind, nutzt doch die Stille der Stunde und erzählt irgendwas. Als ein Clanangehöriger ist das Leben sicher spannend. Ein Inuzuka, hattet Ihr gesagt. Die mit den Hunden tanzen. Ich gestehe, ich mag Tiere. Ich besitze selbst diverse Haustiere, darunter ein 13 Jahre alter Hund namens Kato."
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BeitragThema: Re: [Hafenstadt] Kiiro Minato   Do Jul 10, 2014 11:54 pm

°oO(Na dass kann ja heiter werden. Gebunden an eine Frau, die mich offenkundig eher als ihre Bespaßung während der Reise sieht, den als ernstzunehmenden Leibwächter. Mrs. Facharzt ist in ihrem Fachbereich sicher Fachfurie vom Dienst. Hmh, vermutlich streng genug um ganz furchtbare und gemeine Worte aus den Mündern ihrer Untergebenen zu locken, solange sie nicht hinhört versteht sich. Jene Untergebenen werden die Zeit ohne sie vermutlich tierisch abfeiern. Wer könnts ihnen verübeln? Bei dieser Frau werden sämtliche Alpträume wahr die ich nur haben kann. Eine Iryonin … bah, deren Schlag kenne ich. Vermutlich genau wie meine Eltern. Tausend Worte um den Zustand eines Patienten zu umschreiben und hinterher wissen die Angehörigen immernoch nicht, dass es sich im Kern um einen hoffnungslosen Fall handelt. Ich weiß schon woher der vielbeschworene Dauerstress im Krankenhaus kommt: Von den vielen Ausreden die die da tag-täglich aufbringen müssen! Wenn die ihre Aussagen gegenüber Bürgern, die nicht in die okkulte Geheimkunst des Ärzteblablas eingeweiht sind, auf einen Satz mit knappen leicht verständlichen Worten reduzieren würden, wäre das Problem mit der Überlastung vom Tisch. VOM. TISCH! Aber nein, die Damen und Herren drücken sich ja so gerne gewählt aus. Bah. Schlimmer sind nur Politiker, deren Vorstufe die Ärzte ja sind.)

Der rothaarige Riese lies die Frau einmal, des Anstands wegen, im Glauben, die wäre hier die Überlegene. Ihre ganze Körperhaltung sagte da schon genug aus. Azunagi hielt sich geflissentlich im Hintergrund auf und verschwendete seine Zeit lieber mit nützlichem Zeug, etwa dem im Auge Behalten der Umgebung. Man wusste ja nie, wann ein Strauchdieb, oder hier eher Straßendieb, aus dem Gehölz gesprungen kam und zum Tanz einlud. Azunagi nahm seine Aufgabe, trotz der eher unlieblichen Zielperson, recht ernst. Das hielt ihn aber nicht von etwas Smalltalk ab. Zugegeben, dass Thema 'Inuzuka-Clan' war nicht wirklich ein tolles zum Einstieg, aber wohl besser als garnichts. Zumindest konnte man der Frau zu Gute halten, dass sie informiert sein wollte. Das schätzte Azunagi. Nur würde er deswegen noch lange nicht mir irgendwelchen brauchbaren Informationen rüberkommen. Das wäre ja auch gelacht! "Ohja, der Inuzuka-Clan ist super. Bester Clan überhaupt. Hier könnte ihre Werbung stehen. Süffig im Abgang, mit dezenten Anklängen von Waldboden." Die letzten beiden Sätze entnahm einer einer Reklametafel, die er im Vorbeigehen förmlich abgescannt und auf interessantes untersucht hatte. Bis auf die Vermisstenanzeige eines kleinen Mädchens, dass eine Katze namens Mimi suchte, war aber nichts dabei. "Wo wir gerade schon bei interessanten Themen sind: Wir werden natürlich so schnell wie möglich zum Ziel vorstoßen." Beim Gebrauch des Wortes 'vorstoßen' schweiften seine Gedanken kurz ab. Wie schnell würde eine knallharte Feministin das wohl im sexuellen Sinne werten und ihm böses Gedankengut unterstellen? Wer weiß. War Yuka eine Feministin? Solch ein Urteil konnte sich Azunagi noch nicht erlauben. Vieleicht später. "Wir sollten aber auch in Betracht ziehen, ..." fuhr er fort, als wäre nichts gewesen "... dass es für das Dorf vorrangig von Bedeutung ist, DASS sie überhaupt mal ankommen. Wir könnten einfach voranstürmen, aber ich würde lügen wenn ich sagen würde, dass man im Feuerreich blinden Auges durch die Botanik springen kann, ohne irgendwann mal in ein kleines Banditennest zu laufen. Wenn jemand Wind von ihrem Kommen bekommen hat, und jetzt total wild auf eventuell mitgeführte vertickbare Medizin ist, täten wir wohl gut daran, auch mit ein wenig Umsicht voranzuschreiten. Die wissen vieleicht nicht, dass Konoha eine umwerfend tolle Eskorte zur Verfügung gestellt hat. Das könnte zu Hinterhalten verleiten. Also lieber Vorsicht als Nachsicht." Da brauchte man nichtmal besonders viel strategisches Vorwissen um zu solchen Schlüssen zu kommen. Dass Konoha Hilfe aus dem Ausland anforderte, blieb garantiert nicht ungehört. Lauscher gabs doch überall. Und wenn eine wichtige Fachärztin antanzte, gab es immer den einen oder anderen Mafioso, der gerne ein Stück vom Kuchen abschneiden wollte. Was Yuka auch immer mitführen mochte, in den Händen dubioser Gestalten würde es schon Geld genug einbringen. Lieber blieb Azunagi eine gewisse Zeit auf der längeren, aber dafür sichereren Straße, als in der Wildnis alle Richtungen gleichzeitig im Auge behalten zu müssen. Waren sie erstmal näher an Konoha ran, würden sie die direkte Route immernoch nehmen und mit etwas höherem Tempo vieleicht noch Zeit gutmachen können. "Erzählen sie doch einmal etwas von sich. Ladys first und so. Sie haben Haustiere? Mehrere sogar? Finde ich sehr interessant." Interessant im Sinne von: Und die leben alle noch? "Erzählen sie mir doch etwas über ihren Kato." Kato der Hund, wat ne Überraschung. Das MUSSTE einfach in Azunagis Missionsbericht aufgenommen werden. Würde den Hokage sicher brennend interessieren.
Während Azunagi darauf hoffte, dass die Frau das Erzählen übernahm, zog an den beiden die Altstadt von Kiiro Minato vorbei. Schone altehrwürdige Bauten kamen und gingen. Der Geräuschpegel indes flaute nicht ab. Die Hafengeräusche wurden durch Baugeräusche ersetzt. Je näher Yuka und Azunagi dem Tor kamen, desto mehr hörten sie von den fleißigen Arbeitern, die die neuen Stadtmauern hochzogen. Die Torhäuschen standen ja schon. Bauarbeiter trugen lange Holzbalken, sowie quadratische Steinblöcke, Fässer und Kästen voller unidentifizierbarer Handwerksutensilien an ihnen vorbei. Das Tor selbst war im Moment geschlossen. 'Wartungsarbeiten' konnte man auf einem Schild vor dem Tor lesen lesen. "Schleichts euch, dat Door muss jeschmiert werden. Zefix nochema, die Schaniern usm Nordn funzn net. Quietscht wied Sau, muss usgwechsld wern! Wenn I den Sepl erwisch, der mia die fazapft had, dem gebi eine Gnagwatschn dasser buis Hikyudn fladdert!" kam es in übelstem Dialekt aus dem Munde des Vorarbeiters. Vermutlich waren die Worte sogar an Yuka und Azunagi gerichtet. Sicher konnte man sich nicht sein, die Sonnenbrille des breitgebauten Vorarbeiters verhinderte eine Einschätzung wer jetzt eigentlich angeschaut wurde. Dass und die Tatsache, dass die Hälfte seines Gesichts von einer Zeitung verdeckt wurde, in der der eifrige Held der Arbeit seinen Informationsdurst zu löschen versuchte.
"Super. Kiiro Minato, bekannt für inkonsistente Dialektik und quietschende Tore. Wie stehts mit den anderen Toren?" "Gwerbejebiet get, do hommas einfach uf stehen glossn. Wohnviatl kennter gnign, do isses au zu." Der Inuzuka nickte und sah Yuka feixend an "Stören wir die eifrigen Bubn und Madln nicht beim Arbeiten und gehen wir brav außenrum, ok? Ist ja nicht weit." Kiiro Minato mochte von sich selbst behaupten, eine im Entstehen befindliche Metropole zu sein, war aber immernoch ein Fischerhafen, Fischerdorf und dass auch erst seit etwa dreißig Jahren. Groß waren ledeglich die linguistischen Differenzen der Bewohner, da in Kiiro Minato zwei recht unterschiedliche Dialekte aufeinanderprallten. Die beiden Reisenden mussten wohl an der Mauer entlang ins südliche Gewerbeviertel gehen und dort das Tor benutzen. Entweder dass, oder sie gingen über die Mauer. Was bedeuten würde, geradewegs durch eine geschäftige Baustelle zu wandern, den fertig waren die Mauern noch nicht. Sie wurden noch hochgezogen, geputzt, verputzt, gestrichen und und und. Und an den Torhäuschen war ein weiteres Schildchen zu sehen, dass auf frische Farbe hinwies.
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BeitragThema: Re: [Hafenstadt] Kiiro Minato   Sa Jul 12, 2014 6:53 pm

Er benahm sich ein bisschen merkwürdig. Yuka drehte ihr Gesicht leicht über die Schulter und betrachtete Azunagi aus dem Augenwinkel. Einerseits dachte er geflissentlich an Auflagen, betete sie runter, damit sie sich verstanden, was sie durfte und zu lassen hatte, andererseits schien er auch irgendwie einen gespannten Geduldsfaden zu haben. Es kam ironisch rüber, als er selbst über seinen Clan zu sprechen begann. Anschließend die Wortwahl, die sie die Augen leicht angewidert schließen ließ. An wen war sie da nur geraten? Waren die in Konoha alle so drauf? Lag das am Schatten der Laubwälder um das Dorf herum? Verschrumpelte da das Gehirn, weil es nicht genug Sonne bekam? Was der Braunhaarige dann noch hinzufügte, fiel der Forscherin dafür nicht wirklich auf. Die Wortwahl ging im Schwall des Kontextes selbst unter. Wenn jemand Jüngeres es vielleicht ausgesprochen und dann noch eindeutiger geklungen hätte, dann wäre sie eventuell sogar stehen geblieben, um von ihrem Absatz Gebrauch zu machen - und sie scheute nicht damit anzugreifen. Verteidigen konnte sie sich also doch mehr oder minder. Selbst wenn sie und Azunagi von einem, wie er es ansprach, Banditennest angegriffen werden sollten. Man konnte nun in diesem Moment darüber grübeln, ob dieser Ninja Unfähigkeit kaschieren wollte, indem er zur Vorsicht mahnte, ob Hi no Kuni zu schlecht darin war Verbrecher im eigenen Land festzusetzen oder es einfach langweilige Realität war. Aber wenn Yuka so an Zuhause dachte, war es da gerade nicht besser. Da keimte das Verbrechen sogar direkt in der Hauptstadt und sprengte ein gesamtes Viertel samt Bewohner zu Tode. Wenn die Leute hier davon wüssten, würden sie sich sicherlich einen Vorteil daraus gönnen. Egal wie gut sie mal alle miteinander konnten - Rivalen waren sie dennoch.
"Wie Ihr meint", kommentierte Yuka den Vortag also lediglich und verschränkte die Arme, während sie weiterging. "Mehrere, ja. Kato ist einer von denen, die schon länger bei mir leben. Er ist ein normaler Hund, denn ich habe auch einige vertraute Geister aufgenommen, die entweder verstoßen worden sind oder ihren Vertragspartner verloren haben. Kato hat langes weißes Fell, das ihm bis über die Augen geht. Zudem ist er sehr groß und springt einen zur Begrüßung gern an. Er ist etwas treudoof, aber das macht ihn so liebenswert." Während Yuka so von ihrem Hund erzählte, wurde der Ton in ihrer Stimme deutlich weicher, was wohl nicht zu überhören war. Es war ein Thema, das wirklich aus dem Herzen kam und sie mal nicht erzürnte. Egal ob ein Mann danach fragte. Tiere verbanden die Menschen doch ohnehin irgendwie. Sie kamen dann aber auch schon bei einem Tor an, das unpassierbar schien. Die Blonde sah daran hoch, beobachtete die Arbeiter und anschließend die Männer, wie sie miteinander redeten. Der vom Fach in einer Quasselei, die keiner verstehen konnte, und Azunagi mit einem passendem Kommentar dazu. Yuka hob beide Augenbrauen und wunderte sich über solche Konversationen. Beinahe fühlte sie sich wie ein Ausländer. Wie ein richtiger Ausländer. Sie sollten schließlich außen rum, weil hier die Bauarbeiten nicht abgeschlossen waren. Da ihren Ohren verborgen blieb, was dieser Herr von gerade gesagt hatte, nickte Yuka ungewohnt gehörig. "Was auch immer." Sie setzte sich in Bewegung, schloss kurz die Augen und grübelte, was diese Provinzen für komische Bürger hatten. Das war Zuhause anders. Wo es außerdem kühler war. Wo der Nebel wöchentlich in der Luft hing. Nachdem sie sich von dem Dialekt-Heini getrennt hatten, fragte Yuka: "Sprechen hier alle so? Auch in Konoha? Wenn ja, müsst Ihr übersetzen."
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BeitragThema: Re: [Hafenstadt] Kiiro Minato   Di Jul 15, 2014 7:36 pm

°oO(Ui, dass flutscht die Dünnpfiff. Haben wir also ein Thema gefunden, mit dem wir den Drachen zähmen können. Tiere. Ha, manchmal ists so einfach. Ich sags ja; jede Frau hat ihren Schwachpunkt. Shizuko-chan hetzt gerne Hirschkäfer aufeinander, Tsume-chan liebt es wenn ich Überstunden schiebe und ihre 'Freunde' nicht weiter behellige und Rinne-chan kriegt man mit Süßskram zum quietschen. Selbst ein abgehärtetes Weib aus dem Nebel, mit Gletscherherz und Säure in den Adern, lässt sich von irgendwas erweichen. Da wünsche ich mir doch glatt, mehr inuzukahafteres Wissen mein eigen zu nennen, dann könnte ich sie mit tierwissenschaftlichen Fakten beschäftigt halten. Naja, Smalltalk wird reichen müssen. Smalltalk und Übersetzungsarbeit. Wobei, streicht das 'Übersetzungs', dass wird nur Arbeit. Wer versteht den schon diese Hinterwäldler? Die verstehen sich doch teilweise nichtmal mehr selbst! Und in Kiiro Minato kommt das schlimmste vom schlimmen zusammen.)

Vom abgesperrten Tor aus führte der Weg nun an der im Bau befindlichen Mauer vorbei und eine Straße entlang die auf der anderen Seite von einer Häuserreihe gesäumt war, deren Bewohner ihre Fenster versiegelt und verrammelt hatten, um dem Baulärm zu entgehen. Die armen Leute. Bauten ihre Häuschen nichtsahnend am Stadtrand und dann, wie aus dem Nichts, entschied man eine Mauer vor ihren Fenstern hochzuziehen. Jenes Bollwerk gegen konventionelle Nicht-Shinobi-Aggressoren, deren Kürzel allein schon verriet wie gefährlich sie waren, würde den Bürgern in der Nähe angenehmen Schatten spenden. Schatten und herzhafte Rufe des Wachwechsels vom Mauerpersonal, dass, so die Mauer einmal fertiggestellt war, auch des Nachts das Bollwerk bewachen würde, damit niemand uneingeladen hier hereinschneite. Niemand, außer Shinobi natürlich. Apropos Shinobi: Als Azunagi seine Stimme wieder erhob, um das Gespräch über Tiere und deren allgemeine Tolligkeit fortzusetzen, klang es nicht nur so, alsob er sich die Nase zu halten würde, es war tatsächlich so. Grund dafür war schlicht, dass die bereits fertiggestellten Mauerabschnitte auch schon fleißig von eifrigen Malershänden angestrichen wurden. Und irgendwie roch die dafür verwendete Farbe bestialisch! Ein furchtbarer Chemie-Cocktail der einem in der Nase biss. Besonders, wenn man Inuzuka hieß! "Übersetzer brauchts meist eher im Süden Hi no Kunis. Das wird noch besser, hoffe ich jedenfalls. Lieber würde ich hündisch übersetzen. Oder wölfisch, wobei es bei letzterem tatsächlich auch Dialekte gibt." Ja, man glaubt es kaum, auch Tiere pflegen ihren Dialekt und zeigen damit stolz, welchem Land sie entstammen. Das war auch der wahre Grund für Streitigkeiten unter Tieren. Die Mär vom 'Revierstreit' oder dem Streit um ein begehrtes Weibchen war doch nur Augenwischerrei. In Wahrheit waren es Verständigungsprobleme, die Tiere immer wieder aneinander geraten liesen. Die Betonung eines einfachen trivialen 'Wuff's unterschied sich von Revier zu Revier und konnte unter Umständen über Leben und Tod entscheiden! Yuka konnte sich glücklich schätzen, Azunagi dabei zu haben, der solche Unterschiede noch feststellen und beachten konnte. Also, falls sie mit wilden Wölfen aneinander gerieten. "Wenn sie so viele Tierchen zu hause haben, würden sies bei den Inuzuka lieben. Wir haben alles. Kleine Hundchen, große Wolfshunde und die allesvernichtenden Komodo-Pudel." Jene waren eine gefährliche Kreuzung. Größtensteils Pudel, aber ausgestattet mit unheimlicher Aggression und scheißhauszerfressendem Speichel. "Ihr Kato ist übrigens nichts gegen unsere Wolfshunde, nur so als Anmerkung. Ich weiß zwar nicht, was sie als 'groß' empfinden, aber wir haben Tiere, die teilweise sogar mir im Stehen das Gesicht abschlecken können." Was ihn kurzzeitig wehleidig an seinen verlorenen Tierpartner Gyoushi erinnerte. "Stimmungskiller..." kam es schnarrend und körperlos wie eh und je von Camillo, welcher die Gedanken seines Herrchens nur zu genau kannte.
Wenig überraschend kam am Ende der Straße nun schon das Tor des Gewerbegebietes in Sicht. Kiiro Minato war eine kleine Stadt und der Übergang zwischen Altstadt und Gewerbegebiet war nahezu unbemerkt von statten gegangen. Was größtenteils daran lag, dass die Geschäfte hier in altstädtischen Gebäuden angesiedelt waren. Eigentlich war die ganze Stadt eine 'Altstadt', aber zwecks der Unterteilung in feste Bezirke, so unsinnig dass bei einer Kleinstadt wie dieser auch sein mochte, hatte man als Altstadt eben den ältesten Stadtteil ausgesucht. Im Gewerbegebiet war es zur Zeit angenehm ruhig. War gerade irgendeine Pause? Das Tor jedenfals standt sperrangelweit offen. Zwei Feuerreichgardisten hielten Wache, mit traumwandlerischer Sicherheit. Sprich; schlafend.
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BeitragThema: Re: [Hafenstadt] Kiiro Minato   Sa Jul 19, 2014 1:09 pm

Bauarbeiten waren ein Graus für alles und jeden, der es liebte in fertigen Gebäuden seinem Job nachzugehen. Sie störten nicht nur die Konzentration, wenn es sich um Renovierungen handelte, sondern machten Räume unbenutzbar für einen bestimmten Zeitraum. Hinzu kamen immer außerplanmäßige Verzögerungen, Fehler, Zusatzkosten und unmotivierte Lehrlinge, während alles eingesaut wurde, was nur ansatzweise auf einen faustgroßen Pinsel passte. Wenn sie hier weg waren, wäre Yuka froh. Umso mehr, wenn sie wieder Zuhause war, denn dort gab es zwar auch einige Baustellen, allerdings war ihr Labor tadellos fertig und bedurfte keine solcher Arbeiten. Es wäre eine Schande wenn doch. Gleichermaßen, wenn man dort Übersetzer für regionale Dialekte brauchte. Das Feuerreich war ausnahmslos größer als das Wasserreich, aber musste es sich deswegen gleich wie ein außerirdischer Planet verhalten? Manchmal konnte man doch ganz froh sein einfach nur von grenzenlosem Wasser umgeben zu sein.
Sogar Hündisch und Wölfisch. Bitte? Yuka hob verwirrt eine Augenbraue, allerdings klang das gar nicht so fremd, da Kuchiyose auch ihrer Sprache mächtig waren und durchaus eigene Bedeutungen von Wörtern besaßen, die sie dem homo sapiens erklären mussten. Erklären dürfte ein eigener Artgenosse baldig aber wohl, was bei den Inuzuka los war. Aus Geschichten und etlichem anderen kram hatte sie ja schon gehört, dass die mit Hunden und Wölfen vertraut waren und Jutsus benutzten, aber Komodo-Pudel? Das klang wie eine Kreuzung aus einem Waran und einem kleinen Taschenhündchen. Man musste sich nur einen Körper des jeweiligen Tieres vorstellen und den Kopf austauschen. Das wäre eventuell ein interessantes Genetikexperiment, aber Yuka glaubte auch nicht, dass es bei dem Clan so krass zuging. Es war eher ein Name als eine Artvermischung, richtig? Oder?
Schließlich kamen sie am Ende der Straßen an oder vielmehr der baufälligen Gebiete, wo man irgendwie hier raus kam. Ein Labyrinth aus schwitzenden Bauarbeitern und Schutt mit Rauche in der Luft sowie stinkender Farbe. Selbst jemand ohne empfindliche Nase verzog das Gesicht. Aber eventuell auch, weil die arbeitenden Männer hier keine Bilderbuchmodel waren. Wenn das Oberteil fehlte, platzte nur eine von Haut eingefasste Kugel über den Hosenbund. Was wurde bloß aus dieser Spezies? Waren nur noch Shinobi in der Lage einen gestählten Körper zu haben? Auch wenn hier nun welche standen, die vielleicht so etwas wie Wachen waren, fehlte ihnen doch die gewisse Ausstrahlung. Yuka verschränkte seufzend die Arme. "Ich hoffe, dass Ihr da keine Tiere kreuzt, deren Keimzellen gar nicht aufeinander passen. Komodo-Pudel klingt nach Echse und Hund in einem. Schon schlimm genug, dass wir in unserer Tierpraxis Zuhause Kuchiyose-Chimären haben, die einem mit ihren Verhaltensweisen den Magen umdrehen können." Grübelnd strich sie sich das Haar zurecht, ehe die Geduld durch diese jämmerlichen Erscheinung von Ninjas weiter strapaziert wurde. Die Finger gruben sich in den weißen Kittel an den Armen, bevor die Katsuhika nach vorne wegbrüllte wie der Bürodrache, der sie war. "Braucht ihr erst Bandwürmern in euren Ärschen, die euch wachbeißen, damit ihr richtig arbeitet?!"
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BeitragThema: Re: [Hafenstadt] Kiiro Minato   Di Jul 22, 2014 7:57 pm

°oO(Freude schöner Göttertropfen, die Wachen sind im Delirium. Oder schlafen einfach nur. Wunderbärchigst! Und dass vor unserem Gast! Was mag die jetzt von Hi no Kuni denken? Meh, sicher nichts gutes. Toll. Blamiert uns doch gleich vor der ganzen Welt! Hätte ich nicht Eskorte zu spielen, würde ich mir glatt die Zeit nehmen, mich persönlich um die beiden zu kümmern. So musses jetzt leider bei einer Verwarnung bleiben. Für mehr bleibt keine Zeit, da wird mir die Dame mit dem zarten Stimmchen sicher zustimmen. Ich werde mir den Vofall also einfach mal merken und in meinen Bericht schreiben. Überdeutlich und mit roter Tinte. Und einem Totenschädel und einer schlechten Bewertung unserer inländischen Wachdienste. Auch wenn wir hier am Arsch Hi no Kunis sind, Wachen müssen ihre Job richtig machen. Nicht auszudenken was eine wie Yuka anrichten könnte, wäre sie mit feindlichereren Absichten hier und fände die Wachen pennend vor.)

Geweckt von der donnernden Stimme Yukas erwachten die Wachen herrlich erfrischt aus traumlosem Schlummer. Wie vom Blitz getroffen schreckten sie auf, blickten einen Moment verwirrt durch die Gegend und erblickten schließlich die Frau im Kittel und den Mann mit der auffällig Narben. Es dauerte noch ein wenig, man konnte förmlich hören wie sich die Zahnrädchen in ihrem Kopf wieder in Gang setzten, aber schließlich besannen sie sich doch noch ihrer leidigen Pflicht als Torwachen und nahmen Haltung an. Bevor sie etwas sagen oder auch nur denken konnten, hatte Azunagi bereits die Arme ausgestreckt, beide an der Schulter gepackt und sie zu sich gezogen. Seine Mimik konnte man als versucht freundschaftlich bezeichnen, mit angeflanschtem Grinsen. Es blieb da aber leider nur bei einem Versuch den sein finsteres Gesicht verzerrte sich recht bald zu einer grausam ungehaltenen Maske und jedwedem Sensor-Ninja wäre es spätestens jetzt kalt den Rücken hinuntergelaufen. In ihm brodelte eine ganz fürchterliche Mischung aus Wut und Mordsucht. Zum Glück hatte der große Rothaarige sich bestens unter Kontrolle. Dass wussten aber die Wachen nicht und reagierten einigermaßen panisch als sie so grob an den muskulösen Körper dieses ganz und garnicht wohlgestimmten Jounins gepresst wurden. "Bandwürmer … Dass wäre doch mal was. Aber wisst ihr was, Jungs? Ich habe gerade leider keine Zeit welche aufzutreiben und auch meine Begleitung wird dafür gerade nicht zu haben sein. Aber keine Sorge. Wir kommen wieder. Und wenn ich sie wieder bei ihrem Schiff abgeladen habe, können wir uns in aller Ruhe über Disziplin unterhalten." So viel dazu. Manche Leute musste man ein wenig ängstigen. Und ein Blick in Azunagis grünes Auge des Todes reichte, um die Wachen schlagartig so wach wie noch nie werden zu lassen. Nachdem der Große seinen Griff gelockert hatte, nahmen die beiden Wachen eine vollendete militärisch zackige Haltung an und kamen ihrer Pflicht nach, den beiden eine schöne Weiterreise zu wünschen. Azunagi neigte den Kopf leicht in Richtung Yukas und signalisierte ihr, dass es weitergehen konnte. "Komodo-Pudel sind natürlich nicht wirklich eine Kreuzung aus Echse und Hund. Nein, sie sind einfach nur sehr aggressive Pudel mit einem absolut tödlichen Speichelfluss." Als wäre nichts gewesen führte Azunagi die Unterhaltung fort. Um das Verhalten von Torwachen konnte man sich später kümmern. Wenn Konoha mal nicht von vieleicht tödlichen Killer-Bakterien heimgesucht wurde. "Die Sache mit den Kuchiyose-Chimären klingt übrigens recht interessant. Erzählen sie mir doch mehr darüber. Was haben sie den alles? Stierwürmer? Haihühner? Oder gar einen Möter?" Aus dem Munde jedes anderen Mannes hätte so ein Satz vermutlich provokant gewirkt. Alsob er ihre Behauptung, sie hätte zu hause Chimären, nicht ernst nehmen würde. Der Mann, der diesen Satz glaubhaft rüberbringen konnte war leider gerade nicht da, weshalb es auch aus Azunagis Mund entsprechend ungläubig wirkte. Aber zumindest konnte man noch eine Spur Interesse erkennen. Der rothaarige Inuzuka war zwar noch nie einer richtigen Chimäre begegnet, aber seine Dôgus waren im Bereich der Kuchiyose doch schon etwas besonderes, waren sie doch nur Doton-Anwendern zugänglich. Freilich, über seine Doton-Kuchiyose würde er nicht einfach so sprechen, immerhin war Yuka immernoch eine Kunoichi eines anderen Dorfes, aber wenn es in der Wildnis zu einem Überfall kommen würde, würde der Große vermutlich gewillt sein, seine Dôgus ein wenig zu präsentieren. Nicht alle. Ein paar würden reichen. "Beschäftigen sie sich neben der Medizin auch noch mit der Pflege von Kuchiyose-Wesen? Ein wenig merkwürdig, ich war der Meinung, die haben alle ihr eigenes Kuchiyose-Reich." Mit Kuchiyose-Bäumen und Kuchiyose-Sträucher und Kuchiyose-Wiesen wo sie Kuchiyose-Ball mit ihren Kuchiyose-Geschwistern spielen konnten. Und bevor Azunagi noch mehr Kuchiyose-Gedanken spinnen konnte, betraten Yuka und er bereits die alte Handelsstraße Hijin.

[tbc: die alte Hijin-Handelsstraße]
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BeitragThema: Re: [Hafenstadt] Kiiro Minato   Mi Feb 11, 2015 7:23 pm

(cf: Konoha-Gakure -> Krankenhaus)

°oO(Zurück in Kiiro Minato. Endlich. Nun kann ich mich dieser Furie entledigen und die relative Ruhe des Shinobi-Alltags wieder willkommen heißen. Kein elendes Gekeife von chronisch untervögelten Mannsweibern mehr! Kein miefiger Fischgeruch mehr … ok, streichen wir das. Sind ja wieder in der Hafenstadt. Uuuuund der Fischgeruch wird bereits wieder an mein zartes Näschen getragen. Wunderbärchigst. Mein Launenvorat beginnt wieder zu sinken. Und er sinkt sogar noch mehr, wenn man bedenkt, dass wir eventuell noch aufs Schiff warten müssen. Und warten muss ich ja mit, den solange sie nicht mit dem Schiff ablegt, steht sie per Auftrag ja noch unter meinem Schutz-Schrägstrich-Aufsicht. Huzzah! Mehr Zeit mit der menschenfressenden Vulkangöttin. Naja. Ich sollts als Probe zum Beweis meines Durchhaltevermögens ansehen. Ja, dass klingt gut. Sollte ich mir merken.)

Wo sie gestern erhobenen Hauptes aus dem Tor Kiiro Minatos schritten, waren sie heute drauf und dran, einzutreten. Yuka und Azunagi waren nach wie vor gezwungen, gemeinsam zu Reisen. Sehr zum beiderseitigen Glück sollte ihre Reise aber hier enden. Hier würden sich ihre Wege trennen. Früh morgens waren sie aufgebrochen, waren noch vor den ersten Händlern und Banditen auf den Straßen unterwegs gewesen und hielten nun auf Kiiro Minato zu. Am Ende der Straße sah man die Stadt bereits aufragen. Der frische Geruch des Morgens wurde bereits von fischigem Olfaktoriat geschwängert und die im Bau befindlichen Mauern der Stadt waren schon zu dieser Stunde erfüllt von geschäftigem Treiben. Leider waren es keine Menschen, die da herumwerkelten, sondern Vögel. Eine Schar äußerst fies dreinblickender Möven hatte die Nacht wohl auf den vielen Gerüsten und Gerätschaften der Bauarbeiter verbracht und sich dabei wohl auch nestbautechnisch zu schaffen gemacht. Die ersten Arbeiter der Schicht trudelten ein und hatten so ihre Mühen damit, das fiese Vogelviechzeug dazu zu bewegen, das Weite zu suchen. Ohne das Yuka oder Azunagi es mitbekamen, wurde hier eine Schlacht epischen Ausmaßes gefochten. Die tapferen Bauarbeiter, angeführt von Vorarbeiterin Retsu Raireki, gegen die fiese Mövengang 'Hanesô', angeführt von einem gewissen Gôtô, einer ungewöhnlich großen Möve die in dieser Schlacht zwar ihr Leben lassen sollte, dafür aber der Vorarbeiterin Retsu zuvor die Augen auspicken würde.
Am Tor standen nach wie vor Gardisten des Feuerreiches Wache. Diesmal sogar putzmunter. War aber wenig verwunderlich, immerhin hatten die Wachen gerade erst ihre Posten bezogen. "Sind ziemlich früh dran. Wann kommt ihr Schiff?" fragte Azunagi beiläufig, während sie auf das Tor zuhielten. Der Jônin brauchte nur seine Papiere vorzuzeigen und schon wurde den frühen Besuchern Einlass gewährt. Hinter dem Tor begann das Gewerbegebiet Kiiro Minatos. Vom Tor aus brauchte man eigentlich nur der Hauptstraße zu folgen, um zum Hafen zu kommen. Links und rechts der Straße herrschte bereits emsige Geschäftigkeit. Läden öffneten, Verkäufer stellten ihre Auslagen hinaus und Azubis putzen den Gehweg vor den Geschäften. Ein kleiner Junge im graubraunen abgetragenen Kimono, und dazu mit ernsthaft unpassender Schiebermütze, lief mit frischgedruckten Zeitungen herum und rief laut ”Extrablatt! Extrablatt! Möven übernehmen Kontrolle über Stadtmauer! Extrablatt! Pachtmeister Kuwamura mokiert sich über Schatzmeister Togajin! Der neuste Klatsch und Tratsch des Stadtrats! Extrablatt! Kaufen sie den Krebsigen Anzeiger!”
Die Stadt erwachte zu neuem allmorgentlichen Leben. Der Fischgeruch, der vom Hafen herwehte, wurde zeitweise vom angenehmen Duft frischen Backwerks überschattet, als ein Nahrungsmittellieferant auf einem Fahrrad vorbeiradelte, stehts bemüht die gewaltige Lieferung, die er wackelig auf seinen Rücken geschnallt trug, nicht zu verlieren. Der Fahrradbote war wohl auf dem Weg zu den Mauern. Zweifellos, um den Arbeitern ihr Frühstück zu bringen. Er wusste ja nicht, dass sein Backwerk restlos den marodierenden Möven zum Opfer fallen würde. Der Lieferant selbst relativ unbeschadet retten können. Aber dass war eine andere Geschichte. Yuka und Azunagi blieb vorerst nichts anderes, als die Straße entlang zu gehen.
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BeitragThema: Re: [Hafenstadt] Kiiro Minato   Mi Feb 11, 2015 8:01 pm

cf: Krankenhaus von Konoha

Wohl besser als Azunagi gelang es Yuka die Gerüche der Stadt zu ignorieren, die sich in ihre Nüstern gruben wie die Stachel penetranter Mücken während der Nacht in weiche, zarte Haut. Sie hatte sich während der Reise möglichst distanziert, Unterhaltungen gemieden und freute sich bereits auf die Abreise. Natürlich nicht im Rahmen des Patriotismus, dass sie Hi no Kuni nicht leiden konnte, doch nach nur einem Tag, wo sie nicht im Institut gearbeitet hatte, fühlte sie schon Sehnsucht nach ihrem Labor und ihren männlichen Stiefelleckern, die unter ihr leiden mussten, aber trotzdem taten, was sie wollte, weil das Institut ihr und ihrer größeren Schwester gehörte. Als sie dann nun über den Asphalt der Straßen balancierten, hatte Yuka ihren schicken weißen Kittel wieder an, um sich von der grauen Masse (wichtigerweise) abzuheben. An einem Marktstand hatte sie sogar stehen bleiben müssen. Sagte Azunagi natürlich nichts, als wäre sie verpflichtet, ihm für jede Aktion Bescheid zu geben. Sie gab für einen einzigen Gegenstand in diesem Reich für einige Sekunden freiwillig ihr Geld her: Diese geile Sonnenbrille. Mit epischem und autokratischem Stil setzte sich die Blondine das scharfe Teil auf die Nase. Wie es nicht anders sein durfte, fuhr ein schärfender Blitz nochmals über die Gläser, als sie den Kopf anhob und geradeaus sah. Schließlich drehte sie sich wieder zu Azunagi mit verschränkten Armen und fühlte sich ihm nun tausendfach überlegen. Egal ob made in Konoha oder Yokuchi, die Brille machte einfach den Unterschied.
"Wenigstens dem Kapitalismus kann ich hier etwas helfen, wenn schon nicht der Evolution." Trockener, scharfzüngiger Kommentar. Sollte eigentlich heißen, dass es Yuka nicht erlaubt war hier auf der Stelle Platz für die Evolution zu schaffen. Azunagi wäre das erste Ziel dieser leicht faschistischen Säuberung gewesen. Nicht nur, weil er ein Mann war, sondern weil er einfach er war. Wenn Yuka jeden Mann hassen würde, weil er nur ein Mann war, dann wäre sie ja irgendwann sogar lesbisch geworden. Aber das war sie ja nicht. Schnurstraks marschierte sie mit dem Typen weiter Richtung Hafen, schob dabei ungewohnt unelegant die Hände in die Kittetaschen und rümpfte die Nase Richtung Himmel. Oh ja, sie fühlte sich wunderbar überlegen. Man sah ihre Mimik nun nicht einmal mehr zur Hälfte. Sonnenbrillen waren eine Maske. Als sie dabei so nachdachte, kam die Blonde darauf, dass Azunagi doch ein Inuzuka war. Hundeaffinität und so. Und die Aktion, dass er sie einfach in die Erde eingeschlossen hatte, hatte sie ihm immer noch nicht verziehen. Sie hatte sich gezügelt ihm ins Gesicht zu schlagen wegen der Mission. Aber zum Abschied hinterließ sie ihm gern etwas. Sie hatte da auch schon eine Idee, doch die behielt sie erst einmal für sich. Am Hafen angekommen stand die große Dame einfach da, wie im Rampenlicht der aufgehenden Morgensonne. Der Kittel wurde vom Küstenwind nach hinten getragen, schlackerte wunderbar und die Haare erhoben sich wie goldene Luftwellen. Ging es heroischer?
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BeitragThema: Re: [Hafenstadt] Kiiro Minato   Sa Feb 14, 2015 2:09 pm

°oO(Ein Glück, das dies unser letzter gemeinsamer Tag ist. Die letzten Stunden gar? Minuten, hoffe ich doch. Alles was diese Frau macht, endet nur damit, dass ich sie weniger leiden kann als zuvor. Ob das auf Dauer fortsetzbar ist? Ein ständig sinkender Antipathie-Level? Ich meine … sie muss ja nur eine Sonnenbrille kaufen, und schon bin ich am explodieren. Diesmal schafft sies sogar, Neid und Eifersucht wachsen zu lassen. Garr! Diese Frau ist einfach zu allem fähig. Fast allem. Vor allem zu negativem Zeug. Wie kann sie es nur wagen, sich so eine geile Sonnenbrille zuzulegen, nur um mich zur Weißglut zu treiben? Toll … jetzt muss ich warten, bis sie weg ist und mir auch eine kaufen. Und den Standbesitzer unter Todesandrohungen dazu 'überreden' diesen Vorfall schleunigst wieder zu vergessen. Wenn sie jemals rauskriegt, was ich wirklich von dieser Sonnenbrille halte … nein! Lieber nicht dran denken! Die Schmach könnte ich nicht vergessen. Sie darf niemals erfahren, dass ich mir auch so was kaufen würde. Sie darf niemals erfahren, dass ich finde, dass Shizuko die Sonnenbrille super stehen würde. Und Shizuko darf niemals erfahren, wer mich zum Kauf dieser Brille angeregt hat.)

Das Gesicht des Inuzukas blieb ein Hort grimmer Gesichtsausdrücke. Während er innerlich gerade schwer mit der Erkenntnis zu kämpfen hatte, dass er die Sonnenbrille, welche sich Yuka gerade gekauft hatte, als unglaublich cool empfand, schien er äußerlich gerade nicht zu wissen, welche der zweihunderteinundsiebzig möglichen Knurrfassaden er zur Schau tragen sollte. Letztlich entschied sich die Gehirnabteilung Elf-Achtunddreißig, zuständig für Gesichtsbewegungen in Abstimmung mit dem Büro für innere Machtkämpfe, für das Aufsetzen einer leicht genervten finsteren Mine. Wie so oft, musste Azunagi damit nichtmal wirklich eine Lüge im Gesicht tragen, war er doch wiedereinmal vom Verhalten der Katsuhika genervt. Andererseits war dieser Gesichtsausdruck natürlich auch kein vollkommen ehrlicher, fehlte hier doch auch eine gute Portion Verwunderung, bezüglich des Umstands, dass so coole Sonnenbrillen so billig, und gerade an diesem aller Orte, erstehbar waren, sowie ein Schuss Eifersucht auf die gekonnte Selbstinszenesetzung Yukas. °oO(Genieß die Sonne, solange du noch kannst. Bald schon bist du hoffentlich wieder in deinen nebelgeschwängerten Landen und fern jedes Sonnenstrahls!)
Stumm folgte der Inuzuka der verhassten Sonnenbrillenträgerin zum Hafen und positionierte sich still und leise hinter ihr, auf das Schiff wartend und den Moment von Yukas Abreise herbeisehnend. Immer, wenn man am Horizont ein Schiff auf dem Meer auftauchen sah, glaubte Azunagi schon, jenes verhoffte Schiff käme an. Doch erspähte sein scharfes Auge nach einiger Zeit dann leider zu oft, dass es nur ein weiteres Frachtschiff war, aus fremden Landen kommend, aber leider nicht aus jenen Häfen, zu denen die Klientin zurückkehren sollte. "Ich nehme an, für sie geht es nun zurück in die heimelige Sicherheit des eigenen Labors? Hoffe, sie konnten etwas Erfahrung bei diesem … 'Feldeinsatz' gewinnen. Nehmen sie für den nächsten Gang durch bewaldtes Gebiet lieber ein Paar fester Schuhe mit. Es sei den, sie verfügen insgeheim über eine geheime Bewegungstechnik für Stilettos." Der Gedanke daran, eine Taijutsuka würde auch im Kampf Stilettos tragen, und dabei eine besondere Fortbewegungsweise zur Schau stellen, erheiterte ihn einen Moment. Das Bild einer Dame im feinen Abendkleid, die elegant, aber dann irgendwie auch verdammt rambo-artig, durch Heerscharen von Feinden stieß und den gegnerischen Anführer mit ihren Absätzen todpiekste, zog an seinem inneren Auge vorbei und setzte sich in seinen Hirn fest. Darüber würde er wohl noch auf der gesamten Rückreise zu kichern wissen.
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BeitragThema: Re: [Hafenstadt] Kiiro Minato   Mo Feb 16, 2015 10:08 am

Versuchte er es ernsthaft mit Smalltalk? Gerade er? Yuka bewegte die Augen in Richtung aus der die Stimme kam. Als hätte sie Lust gehabt sich mit ihm zu unterhalten. Einem Mann. Einem Inuzuka. Einem Konoha. Einem evolutionärem Unfall. Der Pest. Mit Cholera-Ebolie-Ödem. Aber sie hatte nach dieser anstrengenden Zeit noch weniger Lust sich jetzt wieder mit ihm anzulegen. Und noch weniger Lust irgendwelche Fremden anzusprechen. Beispielweise diese schnarchenden Wachen an der Mauer der Stadt. Heute waren sie wach gewesen, doch am Tag zuvor hatten sie die Wachsamkeit des Feuerreichs perfekt demonstriert. Nämlich so gut wie gar nicht. Seufzend verschränkte die Blonde die Arme und wählte das kleinere Übel. Abwesend sah sie sich nach irgendwas zu sitzen um. Ein Fass am Hafen tat es schon, das glücklicherweise nur vier Meter entfernt einsam neben einer leeren Kiste thronte. Hinauf gehockt in gerade Haltung sah sie aufs Meer hinaus und entgegnete: "Ja, dorthin geht es zurück. Doch ich pflege die Bezeichnung Institut. Die Labore sind nur ein Bruchteil meiner Arbeitsumgebung." Über den Kommentar mit ihrer Bekleidung konnte sie unter der episch-cool-göttlichen Sonnenbrille indes nur die Augen verdrehen. "Dort springe ich auch nicht durch Bäume, sondern nur durch lange, sterile Hallen und Flure. Dass ihr hier so vor Grün erstickt, ist ja nicht mein Problem." Da hatte sie es lieber schlicht und trostlos, als ständig so ein Meer aus Bäumen vor der Fresse zu haben, das einem nicht nur das Sonnenlicht nahm, sondern auch, wie man gemerkt hatte, Orientierung und günstige Wegrouten. Während dessen konzentrierte sich Yuka doch wieder auf etwas anderes. Heimlich und präzise formte sie im Schoß ein paar niedliche Zeichen, schlich sich mit ihrem Chakra in das von Azunagi ein und dachte sich mit einem Grinsen im Hinterkopf: Kaori no michi no Jutsu. Es war eine Kindertechnik, nur ein Spielzeug. Yuka räusperte sich am Ende des Jutsus unauffällig, um die Hände dann an den Rand des Fasses abzustützen. Azunagi dürfte sich derweil einen vertrauten Hundegeruch einbilden, der von irgendwoher kam. Ob es nasser Pudel, Familienhund oder aggressive Töle war, konnte ja egal sein. Einbildungen erweckten verschiedene Assoziationen. Ob er sich denn doch so leicht ablenken ließ, wenn es ausnahmsweise kein Kampf war?

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BeitragThema: Re: [Hafenstadt] Kiiro Minato   Mi Feb 18, 2015 8:34 pm

°oO(Sie springt nicht durch Bäume, sondern durch Hallen und Flure? So steril die auch sein mögen, dass würde ich doch zu gerne mal mit ansehen. Hmhmhmm. “Gummi-Yukas .. hüpfen hier und dort und überall..” Ach ja. Da kommen Erinnerungen wieder hoch. Und Ohrwürmer. Lästig. Müsste mich eigentlich dafür rächen, dass sie mir diese Musik wieder ins Hirn gezaubert hat, auch wenn sie eigentlich nichts dafür kann. Trotzdem. Könnte mit ihr ja das Labyrinth-Spiel spielen. Ist eigentlich nur was für zu züchtigende Ge-Nin, aber skilltechnisch scheint sie sich ja sowieso auf der selben Ebene zu bewegen. Mal abgesehen von der ganzen Iryo-Sektion natürlich. Wo ichs aber gerade so schön von Skill habe … riecht meine skilltastische Nase da nicht gerade was? Ja … ein Geruch. Ein bekannter. Ein Geruch, den ich schon lange nicht mehr … Moment mal. Ne-ne-ne-ne. Sie hat nicht! Dass ist jetzt nicht dein Ernst, Schnalle!)

Die Fingerzeichen Yukas bekam Azunagi tatsächlich nicht mit. Er war ihr nur stumm zum Fass gefolgt und hatte sich anschließend wieder damit begnügt, in andere Richtungen zu schauen. Meist aufs Meer hinaus, in der Hoffnung, das lang ersehnte Schiff zu erspähen. Doch die allzeit bereiten sensorischen Fähigkeiten Azunagis bekamen sehr wohl mit, dass Yuka da Chakra schmiedete. Für irgendwas. Hätte sie etwas ernstes vor, bekäme er das schon früh genug mit. Viel wars ohnehin nicht. Und in das Bild, welches sich der Inuzuka von der Katsuhika gemacht hatte, passte ein allzu lethaler Angriff auch nicht. Als er jedoch realisierte, was sie getan hatte, wankte er kurze Zeit zwischen Wut und Resignation. Wut, weil er nicht glauben konnte, was sie da abzog. Und Resignation, weil er sich eingestehen musste ihr nichtmal einen etwas aufwändigeren oder clevereren Trick wert zu sein.
Was Azunagi da roch, genjutsubedingt, war die unverkennbare Duftnote seines verstorbenen Tiergefährten, Gyoushi. Eine wirkliche Festlegung des zu erschnüffelnden Geruchs war wohl nicht von Yuka aus erfolgt. Konnte garnicht sein, immerhin war es völlig unmöglich, dass Yuka diesen Geruch kannte. Geschweige den so einfach und perfekt nachbilden konnte. Azunagis Hirn ratterte eine eiskalte Analyse herunter. Das Genjutsu, in dem er sich befand, war eines niederem Rang. Der Effekt war simpel und die Illusion zog Informationen aus seiner Erinnerung, ohne große Kontrollmöglichkeit Yukas. Konnte er ihr noch böse sein? Natürlich. Selbst wenn es nicht beabsichtigt gewesen war, so hatte sie ihn doch an etwas erinnert, was er lieber verdrängen mochte. Und Unwissenheit schützte ja vor Strafe nicht. Nur die Reaktion … die musste jetzt angemessen sein. Sich einfach umzudrehen und Yuka ins Gesicht zu schlagen, würde jetzt zwar seine niederen Gelüste befriedigen, aber doch eine gewisse Professionalität missen. Zweifellos glaubte sie, er wäre der typische Taijutsuka, ohne jeden Skill in den Bereichen Chakrakontrolle und Genjutsu. Wer konnte es ihr verübeln? So sah Azunagi eben aus. Und nicht grundlos, hatte er diese Erscheinung doch bewusst gewählt. Seinen Kampf gegen die Banditen hatte sie nicht mitbekommen, wusste aber wohl, dass er zumindest ein wenig Doton beherrschen musste. Glaubte sie, er beherrsche viel Taijutsu, ein wenig Ninjutsu, aber kein Genjutsu? °oO(Spielst mit mir, he? Ein Zeichen der Zuwendung wirds wohl kaum sein. Eher der bemitleidenswerte Versuch eines vermeindlichen Alpha-Tieres, sich spielerisch über ein Rudelmitglied zu stellen.)
Der Inuzuka stand mit dem Rücken zu Yuka. Mit einem leichten Anflug von Trauer sog er den vertrauten, aber leider eingebildeten, Geruch Gyoushis ein letztes Mal in seine Nase, ehe er klammheimlich mit der rechten Hand ein simples Kai ausführte und Yukas Genjutsu mühelos brach. Seine Pose änderte sich kaum, stand er doch mit verschränkten Armen da. Von Yukas Position aus war nicht einsehbar, was er da mit den Händen machte. So dürfte sie kaum mitbekommen, dass er mit einer Hand nun selbst Fingerzeichen runterratterte. Langsam drehte er sich danach zu der Katsuhika um, die Hände vor der Brust verschränkt und seine Absichten in keinsterweise offenbarend. "Entschuldigen sie mich kurz, muss da mal eben einer kleinen olfaktorischen Begebenheit nachgehen." Konnte man so deuten, dass Azunagi noch immer unter Yukas Genjutsu stand und nun jenem Geruch nachgehen wollte, der ihm angeblich noch immer vorgegaukelt wurde. "Bin gleich wieder da." Der Inuzuka wandt sich ab und ging ein paar Schritte von Yuka weg. Sein Genjutsu aktivierte sich, hatte er es doch gerade auf seine Stimme gelegt. Nun, da er sich von ihr entfernte, erhoben sich unbezwingbar hohe Mauern um Yuka herum. Ein Labyrinth bildete sich, dessen genauer Aufbau Yuka natürlich ohne ein wenig herumirren verborgen bleiben wird. Die Wände würden sehr realistisch auf Yuka wirken und erfolgreich die Sicht auf den Inuzuka versperren, der sich garnicht so weit von ihr entfernt hatte und darauf achten würde, immer außerhalb ihres eingeschränkten Sichtfeldes zu bleiben. °oO(So wie ich sie kenne, wird sie das Genjutsu auch direkt brechen wollen. Aber vieleicht überrascht sie mich ja und versucht, es zu lösen.) Für den Fall, dass sie versuchte, es zu lösen, würde Yuka vieleicht dem einen oder anderen Schrecken begegnen. Denn Passanten, die hier und da immer wieder mal den Hafen entlang spazierten, würden Yuka, falls sie ihnen im Labyrinth begegnete, als monströse Minotauren erscheinen.

Technik/en:
 
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BeitragThema: Re: [Hafenstadt] Kiiro Minato   Sa Feb 21, 2015 11:43 am

Yuka nahm Azunagis Stimme wahr, drehte ihre Augen aber nicht in irgendeine Richtung, sondern sah weiter auf das Meer hinaus. Selbst wenn sie ihm in diesem Moment glaubte, dass er dem Duft folgte, den er sich einbildete, musste man nicht unbedingt wachsam bleiben, um die jämmerlichen Tricks zu durchschauen, die sie sich gerade gegenseitig an den Kopf warfen. Fast schon gelangweilt seufzte sie, als der Größere von sich gab, dass er etwas nachschauen müsse. Sie hatte eindeutig von ihm gedacht, dass er ein klassischer Taijutsuka war, der maximal mit einem Element und den Standardattacken aufwarten konnte. Kai war bei einigen auch noch drin, aber meistens nicht auf einem hohen Rang. Dass es tatsächlich noch Männer gab, die sie überraschen konnten, war doch beinahe ein Wunder, nicht?
Sie hatte ihn fast schon als belanglose Nebensächlichkeit eingestuft, als sie dann doch merkte, dass da irgendwas nicht stimmte. Und was mochten Iryônin mit Genjutsu-Fokus am allerwenigsten? Wenn sich andere daran machten in ihrem Chakrahaushalt herumzufuschen. Yuka saß nach wie vor auf ihrem Fass, befand sich aber plötzlich eingemauert irgendwo, was nicht mehr als Hafen identifizierbar war. Für einen Augenblick musste sie natürlich sondieren, was los war, aber die Situation hatte sich viel zu rabiat geändert, um logisch und rational zu sein. Azunagi wollte sie verarschen. Mit einer leicht verdickten Blutader an der Schläfe und geschlossenen Augen kickte sie den Kerl aus ihrem Chakranetzwerk. "Kai." Sie hatte Lust ihn in das Tier zu verwandeln, das er am meisten hasste, damit er tagelang als Katze oder sonst was herum tigerte. Das war ihr stärkster Trick, heimtückisch, bisschen billig, aber gut. Doch das kostete sie zu viel Energie und zu viel Mühe für solch einen Wurm. Als sie unter der Sonnenbrille nun wieder die Augen öffnete, war das Labyrinth verschwunden. Sie war von dem Fass nicht einmal aufgestanden, wie sie es jetzt tat. Mit verschränkten Armen drehte sie sich um neunzig Grad zur Seite und blickte über die Schulter zu dem Konoha-Nin. Kein Lächeln, keine Reaktion auf irgendwas. Genau wie er war sie wohl einfach nur resigniert. Sie konnte ihn nicht einmal mit billigen Tricks an der Nase herumführen, weil er auch in Genjutsu bewandert war. Wie konnte er es wagen?
"Ich schätze keine Idee wie man die Wartezeit angenehmer gestalten könnte als durch billige Tricks?" Sie hätte sich fast gerne arrogant das Haar über die Schulter geworfen, weil ihr Kai, das wusste sie aus dem Bauchgefühl heraus, besser war als seines. Also wenn sie die Intensität ihrer Jutsus nach oben geschaukelt hätten, hätte sie am Ende gewonnen. Weil sie das schon vorher wusste, war ihr das zu langweilig. "Ich würde-" Im selben Augenblick wurde die Iryônin von dem vertrauten Kreischen einer Möwe unterbrochen. Sie hob den Blick gen Himmel, die Sonne brach sich auf den Gläsern und hob automatisiert einen Unterarm zum Landen des Vogels. Aus einem schnellen Abflug heraus verkrallte sich eine übergroße Möwe in Yukas Unterarm. Dieser wurde von der Kraft zurückgestoßen, aber das war nur ein kurzer Intervall. Es folgte Flügelflattern, um Halt zu finden, danach hatte die Blonde plötzlich einen Vogel auf dem Arm sitzen. Mit einem überraschend herzerwärmendem Lächeln sah sie das Tier an, schob die Sonnenbrile auf den Kopf und streichelte es über den Rücken. "Ohayô, Motoki." Ein Blick zum Fuß bestätigte eine Botschaft, die aus Kirigakure festgemacht worden war. Sie zog das Zettelchen aus der Röhre und las sich die Kanji durch. Bis zu deiner Rückkehr habe ich im Institut die Stellung gehalten. Sobald du wieder da bist, musst du sofort an die Arbeit. Die Arbeit stapelt sich. Außerdem hat die Kommission ein finales Treffen stattfinden lassen. Sie ziehen bald ab. Yuika. Kaum ist man nicht da, bricht Zuhause der Krieg aus. Wenn auch nur auf dem Papier. Seufzend zerriss Yuka den Zettel und ließ die Stücke achtlos zu Boden fallen. Ihre Möwe Motoki setzte sich auf ihre Schulter und fixierte Azunagi mit den stechend gelben Augen. "Wenn mein Botentier hier ist, kann mein Schiff nicht mehr weit sein. Ich schätze, dass Ihr Euch schon auf den Weg machen könnt ... Danke für die Eskorte." Vielleicht bemerkte man, dass das Lächeln, das sich wegen Motoki gebildet hatte, beim Anblick Azunagis eher ein beherrschtes Zucken war. Im Hintergrund hörte man schon die nächste Sirene eines Frachters, der in den Hafen einziehen wollte. Es waren die bekannten Farben des Schiffes, das Yuka her gebracht hatte. Sie blickte sich danach um, setzte ihre Sonnenbrille auf und winkte Azunagi über die Schulter ohne ein Wort zu sagen. Die paar Minuten, bis das Schiff hier war, konnte sie alleine verbringen. Und endlich wieder nach Hause fahren. Ohne nervige Männer, die sie in Erdknästen einschlossen.

tbc: Kirigakure

Jutsu:
 
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BeitragThema: Re: [Hafenstadt] Kiiro Minato   Sa Feb 21, 2015 2:43 pm

°oO(DAS war eine Idee für die Wartezeit, du Spielverderberin! Wenn dir langweilig ist, versuche dich an einem Labyrinth. Habe ich meinen Genin auch gerne gesagt. Endete zwar immer damit, dass lange Reisen noch länger wurden, aber wenigstens haben sie so einer nach dem anderen eingesehen, dass man sich nicht über Langeweile beschwert, sondern sie wie ein Mann nimmt. Damit dürftest du doch eigentlich wenig Probleme haben, gell? Ach egal. Wie's aussieht, bin ich dich ohnehin bald los. Endlich. Wünschte, dieses Möwenvieh, könnte sie einfach packen und direkt nach Kiri fliegen. Dann hätte ich direkt ein Problem weniger. So muss ich aber wohl trotzdem noch warten, bis das Schiff eintrudelt. Könnten uns ja die Zeit damit vertreiben, deine Möwe zu braten. Obwohl, wenn du noch mehr futterst, entwickeln deine Brüste irgendwann sicher ein Eigenleben, falls sies ingeheim nicht schon haben. Mögen sie dich im Schlaf erwürgen. Oder zerquetschen.   )

Als Yuka das Genjutsu einfach brav, wirkte Azunagi nicht wirklich erstaunt. Zu erwarten wars ja gewesen. Nur hatte er irgendwo doch noch gehofft, dass Yuka eine menschliche Seite hatte und wenigstens versuchte, sich auf seine Illusion einzulassen. Er hatte ja zumindest auch so getan, als falle er auf ihren Geruchsscheiß herein. Kein Anstand, diese Kirinesen! Da musste er eben mit knallhartem Feuerreich-Pflichteifer dagegenhalten und beweisen, dass er der bessere Shinobi war! Folglich scherte er sich einen Dreck um ihren Versuch, ihn frühzeitig aus ihrer Nähe zu verweisen und wartete still und stramm auf die Ankunft des Drachenfrachters. Jener schob sich gemächlich durch den Hafen, ging irgendwann am Kai längsseits und lies sich vertäuen. Die Frachtluken öffneten sich und Yuka konnte endlich den Grund und Boden Hi no Kunis verlassen. Ihre letzten Worte kamen sogar fast einem ernstgemeinten Dankeschön gleich. Aber nur fast. Der Dank verlor etwas an Wert, wenn man das zuckige Lächeln auf Yukas Zügen betrachtete. Kaum vorstellbar, dass die Katsuhika ihm jemals richtig danken würde. Mit Händeschütteln oder noch schlimmer (zumindest für sie) mit einer Verbeugung.
Als das sonnenbebrillte Ungetüm endlich an Bord verschwunden war, lösten sich auch für Azunagi seine vertraglich geregelten und verpflichtenden Missionsanweisungen. Sollte sie wider aller Erwartungen nicht an Bord bleiben, sondern ihm nachschleichen und spionieren wollen, würde er sie fortan behandeln, wie man jeden Kiri-Nin ohne Fahrschein in Hi no Kuni behandelte … liebenswürdig und erdknastig. Mit einem erlösten Seufzen wandt sich der große Inuzuka ab und verließ erstmal den Hafen. Auf dem Weg musste dann erstmal ein Zwischenstopp sein. Ging nicht anders. Das Henge no Jutsu wurde gewirkt, eine auffällig unauffällige Gestalt gewählt und nun endlich der Sonnenbrillen-Verkäufer aufgesucht, dem Yuka zuvor ihre endcoolomatische Sonnenbrille abgekauft hatte. Unter falschem Namen wurde nun selbst eine Sonnenbrille erstanden und mitgenommen. °oO(She must never know!) Erst weit außerhalb der Stadt, in sicherer Entfernung zu allen Wachen, Arbeitern und Möwen, wagte es Azunagi wieder seine wahre Gestalt anzunehmen und die Sonnenbrille aufzusetzen. Mit erneuerten Coolheitsenergien machte sich auf, zurück nach Konoha. Ein Bericht wollte abgegeben werden und eine Familie wartete sicherlich schon sehnlichst auf die Rückkehr des Hausherren.

(tbc: Konoha-Gakure - Hokage-Felsen)
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