Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 Hiroki's bescheidenes Hüttchen

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BeitragThema: Hiroki's bescheidenes Hüttchen   Mo Jul 21, 2014 10:09 pm





Hiroki's Hütte liegt abseits von Tsukigakure, sehr sehr weit abseits sogar. Sie befindet sich auf einem Berg, etwas nördlich von Tsukigakure. Wer den großen Hiroki treffen möchte, der muss schon eine kleine Wanderpartie in Kauf nehmen. Jedoch ist hier der perfekte Platz für seine Ziegen, da diese nicht nur super gut klettern können, nein hier wächst auch schönes saftiges Gras. Wer von Hiroki etwas geschmiedet haben will, der muss schon den langen Weg in Kauf nehmen und ihn persönlich treffen.

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BeitragThema: Re: Hiroki's bescheidenes Hüttchen   Mo Jul 21, 2014 10:30 pm

Firscht Poscht.

Es war ein sehr schöner neuer Tag angebrochen. Die Sonne lachte, die Vögel zwitscherten und die Berge sangen ihre Lieder. Hiroki wurde durch das Määh'en seiner Lieblingsziege, Löwenzahn geweckt. Das Tierchen machte seine Laute zuerst am Fenster, klopfte auch bisschen dagegen jedoch wachte der Riese nicht auf. Mh, was also tun? Geschickt und intelligent wie Löwenzahn doch war, kletterte er das Hüttchen nach oben in den Dachboden, wo er durch ein Fenster einstieg und nach unten hopste. Dabei alle Türen aufmachend, kam er in Hiroki's Zimmer und hüpfte auf das Bett. Er Määh'te nochmal ganz laut und fing an dem Glatzi, übers Gesicht zu lecken damit er aufwachte. So wollte man doch immer geweckt werden, Hiroki öffnete seine Augen und sah das Tierchen. Er richtete sich auf und lächelte, nahm ihn und knuddelte ihn erstmal feste Haha, das du auch immer einen Weg in Hiroki's Haus findest. Hiroki weiß ganz genau was du willst. Die Ziege määh'te zur Bestätigung und Hiroki hüpfte aus dem Bett. Er machte einige Dehn und Streckübungen, trank ein Glas frischer Ziegenmilch, zog sich an und nahm seinen Hirtenstab. Schnell aus dem Hüttchen gelaufen, trommelte er seine Ziegen zusammen und schaute sich um wo sie denn hingehen könnten. Schnell merkte er jedoch das die Wolken dichter und bedrohlicher wurden und deswegen war es klüger heute etwas näher zu bleiben, damit die Ziegen schnell wieder ins Trockene kommen konnten. Deswegen ließ er sie heute nur kurz vor dem Häuschen grasen. Er selbst holte einen Stuhl aus seinem Haus, stellte ihn auf der Wiese ab und setze sich drauf. Dazu nahm er sich ein bisschen Butter, Brot und Schinken und fing an sich ein kleines Frühstück mitten auf dem Land zu machen. Hach, was war das Leben schön
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BeitragThema: Re: Hiroki's bescheidenes Hüttchen   Di Jul 22, 2014 6:45 pm

First Post

Es war schon ein kleines Paradies, wenn man sich umdrehte und den Teil des Hügels, welchen man bereits hinter sich gelassen hatte, nach unten blickte. Das Erklimmen war noch nicht vorüber, doch schloss Jun die Augen und atmete die frische Luft ein. Gerne spürte sie auch den frischen und unverpesteten Wind auf ihrem Gesicht. Im Gegensatz zu Orten, die von einer großen Menchenmenge bewohnt wurden, stand hier eindeutig kein Gestank oder dergleichen hierin. Philosophen hätten fast behauptet, es roch nach Freiheit und ja, vielleicht hatten sie Recht. Schon oft hatte sich die Grünhaarige nämlich ausgemalt, was wäre, wenn sie den vielen Leuten gänzlich den Rücken kehren würde und auf ein Landhaus zog. Mit Sicherheit ein friedliches Leben und deshalb dachte sie auch nicht direkt an die reine Funktionsweise der Hütte, um Ziegen hüten zu können. Stattdessen verzog sie die Munwinkel leicht nach unten, als ihr wieder einfiel, warum sie es noch nicht getan hatte: Wer den Rücken kehrte, konnte nicht hoffen, etwas zu verändern. Eine neutrale Haltung bedeutete keinen Respekt, sondern eher, dass man sich nicht interessierte, während gewisse Dinge weitergingen. Weitergetrieben wurden. Jun liebte Frieden, aber mit Sicherheit würde sie ihn zu ihren Lebzeiten nicht mehr erleben. So realistisch war sie schon.
Als die Hütte in Sicht gekommen war, hatte Jun kurz nochmal an ihre Hüfte gegriffen, wo man deutlich die Umrisse eines sorgsam eingewickelten Katana wahrnehmen konnte. Lederbändchen hielten es zusammen, was wohl ein wenig altmodisch wirkte - schließlich hätte sie es auch einfach in eine Scheide stecken und ungeachtet der möglichen Wetterverhältnisse hierher bringen können. Aber das würde sie nicht tun, denn die Klinge an ihrer Seite war ihr viel zu kostbar. Es war ein altes Katana, welches sie auf dem Dachboden gefunden hatte und deren Griff schneeweiß war... ihr einfach wunderschön vorkam. Irgendwie hatte diese Unschuld sie an ihre Schwester erinnert, weshalb sie sich dachte, dass sie die Klinge Makani nennen und wieder instand setzen lassen würde. Es war ein merkwürdiges Vorhaben, aber Jun kam es nur rechtens vor. Sie konnte ihre Schwester auch ehren, wenn sie selbst schon mehr Glück in ihrem kleinen Leben gehabt hatte als eben diese. Dennoch blieb sie im nächsten Moment mitten auf dem Weg stehen, als sie den Mann sah, der offensichtlich die reine Natur genoss. Unsicher blickte Jun erneut hinter sich. "Guten Tag." Natürlich bemühte sie sich laut zu sprechen, doch sie war es nicht gewohnt und so klang sie unter Umständen ungewollt ein wenig schüchtern. "Sind sie Tatakai-san? Mein Name ist ... Jun. Ich würde gerne... etwas in Auftrag geben." Vorsichtig nahm sie das gut eingepackte und verwahrte Stück von ihrer Seite, sodass er sogleich wusste, dass es offenbar etwas mit Waffen zu tun haben musste.
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BeitragThema: Re: Hiroki's bescheidenes Hüttchen   Mi Jul 23, 2014 12:55 am

Wäre nicht der verflixte Regen gewesen, der bald kommen würde wäre der Tag doch perfekt. Die reine wunderschöne Sonne, seine Ziegen die ihr Gras futterten, der Wind der einem um die Ohren blaß und ein gutes Frühstück. Zuerst schmierte sich Hiroki seine Scheibe Brot mit seiner selbstgemachten Butter voll. Dann legte er ein Stückchen Schinken drauf und ließ eben jene Scheibe verschwinden. Dann wiederholte er den gleichen Prozess, fügte aber diesmal Erdbeermarmelade auf die Scheibe statt Schinken. Mh.. Erdbeere.
Der Tag sollte noch vielversprechend werden, denn gerade als Hiroki das Erdbeermarmeladenbrötchen gegessen hatte, tauchte ein Grünhaariges Wesen bei seiner Hütte auf. Donnerwetter! Er bekam ja nicht sehr oft Besuch, da sein Hüttchen doch etwas abseits von Tsukigakure lag und die meisten machten sich nicht die Mühe, den langen Fußmarsch auf sich zu nehmen und fingen ihn lieber im Dorf ab, wenn er mal einkaufen oder verkaufen war. Er schaute kurz zu dem jungen Mädchen und musterte sie. Sie trug eine Kapuze.. konnte er darunter etwa grüne Haare sehen? Grüne Haare! Das sah man nicht oft!  Das war was besonderes! Und das merkten auch die Ziegen. Bevor die ziegen jedoch zum Zuge kamen, immerhin sind die in der Postreihenfolge etwas weiter unten, antwortete Hiroki erstmal auf die Frage von Jun. Er wischte sich mit einer Serviette den Rest Erdbeermarmelade aus dem Schnauzer und lächelte, während er fröhlich sprach Ja, vor dir steht Tatakai Hiroki, seines Ranges Chuunin! Was kann Hiroki denn für dich tun, junges Fräulein? Bevor sie jedoch zur Antwort kam, kamen jetzt die zwei Ziegen zu Worte. Zwei von der allerfrechsten Sorte schlichen sich ganz unbeholfen an Jun heran. Die eine Ziege stupste mit ihrem Kopf an Jun's Hintern, während die andere Ziege leicht an ihrer Kleidung zerrte - alle drei nur mit einem einzigen Ziel. Diese grünen Haare zu erreichen! Denn für diese simplen Wesen sahen die grünen Haare von Jun doch nach etwas essbarem aus und unter der Kapuze konnte man nicht genau sehen das es Haare war. Hiroki sprang sofort auf, das ging ja mal gar nicht. Er kam sofort zu Jun und scheuchte die beiden Ziegen mit einer Handbewegung weg Husch Husch, zurück zu euren Kameraden, hört auf unseren Gast anzuknabbern! Die beiden Ziegen määh'ten und verschwanden nachdem sie getadelt wurden blitzschnell wieder in ihrer Herde. Hiroki schaute zu Jun und sagte leicht lächelnd Entschuldige bitte. Wenn die Kleinen jemanden nicht kennen sind sie immer gleich so neugierig. Aber Scherz beiseite, du sagtest du wolltest etwas bei Hiroki in Auftrag geben? Neugierig sah er zu dem Katana an ihrer Seite und schaute drauf. Dann zeigte er mit einem Finger hin und fragte nochmal zur absoluten Sicherheit Das da?
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BeitragThema: Re: Hiroki's bescheidenes Hüttchen   Do Jul 24, 2014 7:54 pm

Jun blinzelte ein paarmal, als sich dieser hühnenhafte Mann vor ihr erhob. Aber noch mehr musste sie sich beherrschen, bei seinem Stimmorgan nicht zusammen zu schrecken. Entweder es lag daran, dass sie so bedächtig sprach, oder dass er ihr einfach auf diesem Hügel umringt von Tälern vielleicht doch ein wenig groß vor kam und sie es sich einbildete. Oder seine Stimme war so laut. Schließlich stellte er sich also als Tatakai Hiroki vor, womit klar war, dass sie an der richtigen "Adresse" gelandet war - dennoch blickte sie unsicher hinter sich. Hier war weit und breit keine andere Hütte dergleichen, die sie sehen konnte und man hatte ihr den Weg ja auch so beschrieben. Wie ein einzelner Siedler lebte er hier und baute sich seine Welt inmitten von Ziegen auf, die nun auf sie zukamen, beziehungsweise sie anstuppsten. Dieses Mal zuckte sie doch zusammen, blickte dann auf die Knopfaugen und ließ selbst zu, dass sich die ihren weiteten. Ziegen. Sie hatte keine Angst vor ihnen, aber wenn drei auf einmal auf sie zu kamen und sie ein Katana in den Händen hielt - egal wie friedfertig sie sich sah -, war das eine andere Sache. Zumal sie offenkundig an ihrem Haar interessiert waren. Sicherheitshalber zog sie die Kaputze noch tiefer in ihr Gesicht, blickte dann zu Hiroki, der zu ihr aufgeschlossen hatte. Jun wusste, sie musste keine Angst haben, weil er hühnenhaft wirkte. Eher schien sein Schnurrbart - für viele Männer die absolute Perfektion der Männlichkeit - gerade zu seine fröhliche Ausstrahlung zu vervollkommnen. Sie konnte nicht anders, als sie fast an einen älteren Herrn zu errinern. Mit Großvaterqualitäten. Nur glaubte sie nicht, dass das jemand hören wollte, der.... nicht so alt war? Schwierig einzuschätzen und am Rang machte sie sowas generell nie fest. Für sie war jeder so gut wie der andere. Ränge bedeuteten ihr da nicht wirklich etwas.
"Uhm... Ja?" Ein wenig perplex klang sie, ihre Stimme und dementsprechend leicht verdattert war auch ihr Gesichtsausdruck - im Hintergrund bewegten sich Ziegen. Die sie vorher noch anknabbern wollen. Man könnte meinen, sie wäre schüchtern, als sie das halbe Gesicht hinter ihrem Rollkragen versteckte, obwohl dem eigentlich nicht so war. "Schon gut... Und ja... ich würde gerne dieses Katana in Auftrag geben... ich habe es eingewickelt, aber glaube nicht, dass es noch schlimmer aussehen könnte..." Langsam öffneten ihre Hände geübt das Päckchen und förderten eine gar leicht rostige Klinge zu Tage, die eindeutig schon bessere Tage gesehen hatte. "Ich habe es nur mit Öl und viel Geduld aus der Scheide bekommen..." Schneeweiß war der Griff und auch die Klinge hatte sich einen Bruchteil ihres alten Glanzes bewahrt. Ein mattes Lächeln breitete sich bei diesem Gedanken auf ihrem Gesicht aus. Dann reichte sie die Klinge dem Schmied. "Was meinen Sie...? Kriegen Sie es wieder hin?"
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BeitragThema: Re: Hiroki's bescheidenes Hüttchen   Fr Jul 25, 2014 1:08 am

Hiroki war ein kleines bisschen über Verhalten von Jun verwundert. War sie etwas schüchtern? Beeindruckte Hiroki sie? Nun, das meiste an Beeindruckung das er hervorbrachte war durch seinen Schnauzer, aber nur bei dem männlichen Geschlechte, nicht bei den Weibchen. Er war zwar ein gigantischer Typ und für japanische Verhältnisse ist Hiroki wirklich ein Gigant, aber sah doch nicht böse aus? Deswegen wunderte es ihn schon ein bisschen das sie so schüchtern war. Nichtsdestotrotz war Hiroki ein freundlicher Geselle, der keinesfalls böse Gedanken hegte. Nachdem die Ziegen von Jun verscheucht wurden, erklärte sie warum sie hier war. Es ging also wirklich um das Katana das sie dabei hatte. Als sie es auspackte staunte Hiroki nicht schlecht! Das Katana sah wirklich gut aus und den Verhältnissen entsprechend war es das auch noch. Es gab durchaus bessere Zeiten für das Schwert und der Zahn der Zeit hatte auch jenes zerfressen - aber für Hiroki war das wahrscheinlich kein Problem. Hiroki entwich ein nachdenkliches Hm Bevor er eine ultimative Antwort darauf gab. Er nahm ihr das Schwert kurz ab und legte es in beide Hände, begutachtete es genau. Der Griff brauchte nur eine kleine Polierung, dann war dieser wieder voll dabei. Das Problem war die Klinge. Hiroki trat einen Schritt von Jun weg und hielt das Schwert mit einer Hand. Er vollführte einen horizontalgen Schlag damit. Dann vollführte er einen vertikalen Schlag mit dem Schwert. Er hielt es weiterhin in der Hand, während die andere Hand sachte über die Klinge - und vorallem die scharfe Stelle fuhr. Hiroki gab das Katana wieder in die Hand der jungen Chuunin zurück während er daraufhin sagte Das ist ein sehr schönes Katana das du da hast. Das größte Problem ist zweifelsohne die Klinge, sie ist matt, leicht gerostet und würde wohl nichtmehr viele Hiebe aushalten. Dennoch lächelte er sie an als er das Schwert in ihre Hände legte. Seine Hände stemmte er an seine Hüfte und sagte fröhlich und optimistisch Aber nichts was Hiroki nicht hinkriegen würde! Kaum waren diese Worte gesagt machte es auch schon Platsch. Ein leichtes, nicht so lautes Platsch allerdings. Ein sehr leises Platsch sogar. Das Platch eines Regentropfens. Die Wolken am Himmel hatten sich endgültig entschieden auf die beiden herabzukommen und Hiroki merkte das als erster wenn ein paar Regentropfen auf seine Glatze prasselten. Sofort sprach er Mh. Es fängt an zu regnen. Komm doch rein, du willst doch nicht nass werden. Lächelnd öffnete er die Tür für Jun, sodass sie eintreten konnte. Als sie drin war, meinte Schnauzerman nur zu ihr Hiroki ist gleich da, Hiroki bringt nurnoch schnell seine Ziegen ins Trockene! Mach du es dir derweile bequem Kurz vorher noch im Türrahmen stehend, konnte man nun vom Fenster aus sehen wie er seine Ziegen schnell in den Stall brachte. Tja, was gab es hier? ein paar Stühle, einen Kamin, eine Couch. Setz dich nur hin Jun!
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BeitragThema: Re: Hiroki's bescheidenes Hüttchen   Sa Jul 26, 2014 10:43 am

Leicht skeptisch musterte Jun den Mann, der ihr nun das Schwert aus der Hand nahm und es wog. Es beurteilte. Sie sah nicht hin, als er die beiden Züge machte, hatte doch schon genug Waffen in ihrem Leben gesehen, die auf Schärfe und Verletzungen ausgerichtet waren. Stattdessen hob sie den Kopf und blickte hoch in den gräulichen Himmel, wobei ihre Kapuze leicht nach hinten rutschte. Sie wusste, es war lächerlich, sich das zu fragen, aber dennoch würde sie nur allzu gerne wissen, ob ihre Schwester sie nun sehen konnte. Ohne Verdruss bemerkte sie etwas Feuchtes an ihrer Wange, doch es war keine Träne. Jun hatte gelernt, sich in der Gegenwart anderer keine Blöße zu geben. Stattdessen nahm sie die Klinge wieder mit einem Nicken und einem kleinen Lächeln entgegen. “Danke, dass Ihr euch darum kümmert, Tatakai-San.“ Normalerweise war Jun eher weniger förmlich, doch sie fand diesen Mann und seine Art einfach erfrischend, weil sie nicht so sehr in das Lebensbild passte, dass sie sich Tag um Tag von einer Gesellschaft machen musste, der sie überdrüssig wurde. Kampf hier, Kampf da. Es gab ja nicht schöneres. Blicke, Beleidigungen, Intrigen... manchmal glaubte sie, nur das Schlechte mitzubekommen. “...Ich habe es um ehrlich zu sein.... auf dem Dachboden gefunden...“ ... und mich gefragt, ob mein Vater es irgendwann für meine Schwester oder meinen Bruder hat anfertigen lassen, hätte sie gerne hinzugefügt, doch fand sie nicht, dass sie sich einem anderen Menschen derart öffnen sollte oder auch konnte. Hätte Hiroki im nächsten Moment den Regen nicht erwähnt, hätte sie ihn vielleicht gar vergessen und wäre wirklich einfach stehen geblieben um nass zu werden und sich vermutlich eine Erkältung zu holen. Dankbar nickte sie also und lies sich ins Haus bringen, wo ihr versichert wurde, dass man gleich wieder da war. Dort angekommen ließ Jun ihren Blick durch den Raum schweifen oder vielmehr durch die einfache Hütte. Sie war auf eine ganz eigene Art bescheiden und einfach friedlebend. Keine Spur vom Zahn der Zeit. “Gemütlich“, schoss es ihr durch den Kopf und sie ging ans Fenster, um diesen Mann zu beobachten, der lieber Ziegen befehligte als Menschen. Eigentlich mal eine schöne Abwechslung. Sie fragte sich nur, wie es kam, dass diese Tiere alle auf ihn hörten. Waren sie dressiert? Wie lange hatte er sie schon? Seit der Geburt? Gar eigens aufgezogen? Jun kam nicht umhin, zu behaupten, dass sie sich hier in dieser Abgeschiedenheit ebenfalls wohl fühlte. Vielleicht würde sie irgendwann einmal wirklich diesem Lebensweg folgen, wenn sie die wilden Jahre hinter sich gebracht hatte. Wenn sie irgendwie mit irgendetwas zufrieden sein konnte – was noch eine lange Zeit dauern würde. So aber stand sie immer noch Fenster, bis der Mann mit Schnurrbart wohl wieder in die Hütte kommen würde. “Es ist schön hier. So... ruhig.“
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BeitragThema: Re: Hiroki's bescheidenes Hüttchen   So Jul 27, 2014 2:55 pm

Es dauerte nicht lange bis die Ziegen wieder in den Stall gebracht wurden und das Wetter schon richtig mieß wurde. Es fing an wie aus Kübeln zu regnen und Hiroki musste noch schnell einer außreiserischen Ziege hinterherrennen bevor er diese dann auch in den Stall bringen konnte. Ha, Sommerregen war halt schon immer so jemand der total auf den Regen stand. Aber Hiroki konnte das gerade nicht erlauben, ab und an war es mal ok, aber nicht immer. Sommerregen määhte enttäuscht und ließ sich von dem großen starken Mann reintragen, weil sie sich ja eh nicht wehren konnte. Traurig wurde sie also in den Stall verfrachtet, während Hiroki nur wieder in sein Hüttchen steigte. Er ergriff schnell ein kleines Handtuch und wischte sich damit über das Gesicht und die Glatze, ein bisschen Regen hatte er schon abbekommen. Er blickte freundlich zu Jun, die immernoch am Fenster stand. Er schaute sich etwas um Nun, Hiroki hat zwar nicht viel, aber mach es dir doch gemütlich! Kann Hiroki dir etwas anbieten? Tee, Ziegenmilch? Etwas zu essen? fragte er geschwind, während er so in seiner Küche herumzeigte.
Er setze sich zu an den Tisch, mit einem Tässchen warmer Ziegenmilch, für sich selber, schaute dabei Jun an. Sie sagte das hier so ruhig ist. Hiroki grinste jedoch nur und zeigte nach draußen Haha, manchmal ist es hier ruhig. Aber Hiroki sagt dir, jedes Mal wenn der Regen vorbei ist und die Sonne genau auf diesen Berg scheint Er ging ans Fenster und zeigte auf einen der großen Berge im Hintergrund hört man die Berge singen! Naja, ob man sie wirklich hören sieht ist debattierbar, aber Hiroki glaubte ja an so viele Sachen. Und es war eine schöne Vorstellung, immerhin war der Gesang der Berge doch etwas was etwas schönes sein könnte. Aber du hast schon Recht. Es ist sehr ruhig hier. Aber Einsam ist Hiroki niemals! Er hat immer all seine Ziegen bei sich. Sie sind wie eine Familie für Hiroki! Lächelnd sah er dabei zu Jun und setze sich wieder an den Tisch, trank einen Schluck von der Ziegenmilch und setze dann wieder weiter an dem Katana an Du sagtest du habest das Katana auf dem Dachboden gefunden. Erzähl mal ein bisschen vom dem Schwert, wer hat es davor getragen, wer hat es dort verwahrt und so weiter. Gute Schwerter haben alle Geschichten Dann schaute er auf das Schwert. Er würde wohl damit anfangen wenn der Regen vorbei ist, bei Regen Schmieden is immer so ne Sache..
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BeitragThema: Re: Hiroki's bescheidenes Hüttchen   So Jul 27, 2014 4:24 pm

Jun hatte eine Augenbraue gehoben, als sie den schwerfällig wirkenden Mann hinter der Ziege her rennen sah, um diese einzufangen. Etwas, was ihm auch glückte und eine kurze Zeit später befand er sich auch schon wieder - kaum feucht - in der Hütte. Mit einem dankbaren Nicken setzte sie sich. Es war merkwürdig, jemanden in der dritten Person erzählen zu hören und man kannte es eher aus früheren Tagen - manchmal tat es auch ihr Clanoberhaupt, wenn er sich irgendwo behaupten musste. Niemand mochte das so gerne, denn es erinnerte sie an Monarchie und die hatten sei nun einmal nicht mehr. Jedenfalls erzählte ihr Vater davon, dass dieses Verhalten so war. Nur bei Hiroki erkannte sie keine Herrschsucht oder dergleichen. Nein, es schien einfach zu seinem Charakter zu gehören, den sie als sehr angenehm empfand. Normalerweise redete sie kaum etwas, aber hier wurde sie fast schon wirklich zum Sprechen animiert. Nicht mit durchbohrenden Fragen, die sie beantworten musste, sondern viel eher auf eine natürliche und ungezwungene Art und Weise, der sie sogar gerne entgegen kam. Kurzum fühlte sie sich in dieser heimischen Gegend fast ein wenig geborgen. Alles andere schien in die Ferne gerückt zu sein. "Ein Tee... vielleicht... Danke", antwortete sie und schenkte dem Älteren ein aufrichtiges Lächeln, bis sie ihren Kopf drehte und auf die nun mit Regen verhangenen Berghänge blickte. "Das... glaube ich ihnen aufs Wort. Hier muss es wirklich sehr schön sein. Vor allem mit dieser Gesellschaft - wenn sie einem nicht das Haar vom Kopf fressen möchte - ich hoffe, Ihnen ist es nicht so ergangen." Letzteres fügte sie mit einem etwas verdrossendem Gesichtausdruck hinzu - selbstverständlich mit Blick auf seine Glatze. Schnell wieder wegschauen und den Gedanken verdrängen.
Doch eben dies wäre gar nicht nötig gewesen, denn der Schmied selbst half ihr umgehend dabei, als er zunächst Familie erwähnte und dann schließlich nach der Geschichte des Katanas fragte. Nachdenklich senkte sie das Haupt. "Ich glaube, es hat keine richtige Geschichte. Woher es genau kommt, kann ich nicht sagen, aber vermutlich hat mein Vater es dort verstaut, um es irgendwann meiner Schwester geben zu können... Vielleicht auch meine Mutter, ich habe wirklich keine Ahnung über seine Herkunft. Naja... es ist jedenfalls nicht gepflegt worden, weil..." Eine kurze Pause und sie überlegte, wie sie jene Situation am besten umschrieb. Das Reden fiel ihr bei der Schwester immer noch schwer. "... er oder sie keine Zeit mehr dafür erübrigen konnte." Oder es einfach zu schmerzhaft war. "Vielleicht ist es aber auch ganz anderes und es hat dem vorherigen Besitzer des Hauses gehört - wir sind ja zugezogen und stammen nicht aus diesem Reich, auch wenn es noch jung ist." Das war ebenfalls eine Möglichkeit. Eine, die ihr sogar noch viel lieber war. Seufzend lehnte sie sich leicht zurück, als ob sie diese Rede angestrengt hatte. "Vielleicht muss seine Geschichte auch erst noch geschrieben werden."
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BeitragThema: Re: Hiroki's bescheidenes Hüttchen   So Jul 27, 2014 6:17 pm

cf: Anwesen der Hiroymiya

Der Weg war wirklich weit, von Tsukigakure nach hier oben. Aber es lohnte sich immer wieder. Eiji vertraute dem Schmied, der dort in der Hütte in den Bergen hauste. Seine Arbeit hatte den jungen Mann mehr als überzeugt und das hieß schon was. Nicht jedem vertraute er seine Waffen an, denn sie bedeuteten ihm viel. Das Wakizashi des Schwertpaares war noch so gut wie unversehrt, aber das Katana hatte auf seiner letzten Mission einiges abbekommen. Nichts was man nicht wieder hin bekäme, aber so konnte der Shinobi nicht vernünftig damit kämpfen. Außerdem war ihm das Katana am wichtigsten. Sora hatte es ihm geschenkt, als er das erste Mal mit ihn trainierte. So stolz auf etwas war Eiji noch nie gewesen und deshalb kam er auch sehr häufig hier her zu Hiroki. Unnötiger Weise schüttete es wie aus Eimern. Der Blonde war schon ziemlich durchnässt und seine Haare klebten ihm im Gesicht. So steuerte er zielstrebig auf die einsame Hütte zu und klopfte an. Hoffentlich war überhaupt jemand da. Sonst war er den ganzen Weg umsonst gegangen und musste unverrichteter Dinge wieder zurück ins Dorf. „Hiroki-san?“ Eiji sprach selten jemanden mit Vornamen an, seine Erziehung befahl ihm stets Höflichkeit zu wahren. Den Schmied allerdings kannte er schon länger und sie gingen ungezwungen miteinander um. Es war für den jungen Hiromiya eine willkommene Abwechslung, nicht förmlich sein zu müssen. Er ahnte ja noch nicht, dass Tatakai nicht allein in seinem Haus war, sondern Besuch hatte. Eiji schüttelte seine Haare, denn sie tropften fürchterlich. Eine Erkältung konnte er nicht gebrauchen und die blieb ihm hoffentlich auch erspart. Seine Shinobikleidung schütze wenigstens den restlichen Körper größtenteils vor dem Regen.
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BeitragThema: Re: Hiroki's bescheidenes Hüttchen   Di Jul 29, 2014 2:30 am

Jun wollte also Tee, huh? Hiroki huschte sofort zu seinem Teelager. Naja, nicht direkt Lager, eher eine nette geschmeidige Ansammlung an Tee. Aber nur von einer Sorte - grüner Tee. Denn Hiroki kaufte nur grünen Tee, der schmeckte am besten und spaßeshalber konnte er sich dann mit seinen Ziegen gleichstellen, wenn eben jene ihr grünes Gras fraßen und er seinen grünen Tee. Er setze sofort einen auf, nachdem Jun danach gefragt hatte, immerhin war sie hier Gast! Und Hiroki legte großen Wert darauf das eben jene sich hier wohlfühlten. Das Thema ging wieder zu den Ziegen und der Tatsache das sie einem doch die Haare vom Kopf fraßen. Hiroki musste unweigerlich anfangen zu lachen als ihr Blick auf seine Glatze fiel. Hahaha, keine Sorge Jun-chan! Hiroki's liebe Ziegen sind nicht der Grund, warum Hiroki keine Haarpracht trägt. Er nannte sie jetzt Jun-chan weil sie doch schon etwas niedlich und schüchtern war, er hoffte das es passen würde mit dem Namen er wollte ihr ja nicht zu nahe treten. Er lehnte sich kurz zurück und sagte dann, erzählerisch Der Grund warum Hiroki keine Haare ist folgendes: Hiroki hat in seinen jüngeren Jahren die Mönche aus Hi no Terra besucht und ein bisschen von ihrer Philosophie übernommen. Außerdem wird man langsam alt, da verschwinden die Haare doch sowieso. Er konnte nur über diese Aussage lächeln, ihm war es egal ob mit oder ohne Haare, aber ohne war irgendwie doch besser. Außerdem machte es ihn sympathischer, findet ihr nicht?
Hiroki begutachtete nochmal das Schwert nach Jun's Geschichte und merkte das es ihr etwas an die Nieren ging und sie irgendwas .. nicht sagen wollte. Heikles Thema wahrscheinlich. Hiroki lächelte nur sanft und sagte aufbauend Dann liegt es wohl an dir die Geschichte des Schwertes zu schreiben! Hast du schon einen Namen? Gute Schwerter haben Geschichte, aber nur die besten haben auch einen Namen! Er trank einen Schluck Ziegenmilch und seine Stimme hatte es aufbauendes. Etwas freudiges. Immerhin sollte sie nicht trauern, nicht in seinem Haus oder seiner Gegenwart!
Gegenwärtig hörte man auch im Hintergrund ein kleines Pfeifen. Die Teekanne war fertig! Er nahm sie runter von der heißen Platte und schüttete den Tee zu dem Teebeutel in die Tasse und reichte sie Jun. Mit einem leichten Lächeln sagte er Bittesehr, schöner warmer grüner Tee. Vorsicht heiß! Letzteres eher zum Spaß, es gab ja soviele die sich gerne an sowas verbrühten. Etwas das den Moustachemann unterbrach war die Tatsache das er gerade von draußen etwas gehört hatte. Eine Stimme. Eine vertraute Stimme! Diese junge, kräftige Männerstimme konnte doch nur einem Gesellen in ganz Tsukigakure gehören. Er stand auf, ging an die Tür und öffnete sie, schwups da stand er schon! Hiromiya Eiji, einer seiner besten Kunden und ein netter junger Kerl. Auf Hiroki's Gesicht kam ein Lächeln, er war froh das er hier Besuch kam, sogar noch viel mehr als eigentlich gedacht. Eiji-san! Freut Hiroki das du ihn besuchen kommst. Komm schnell rein, du willst doch nicht krank werden! Er ließ den Tokubetsu Jounin eintreten und reichte ihm sogleich ein Handtuch um seine Haare abzutrocknen. Nebenbei schüttete er auch ihm eine Tasse mit leckerem grünen Tee ein, dann setze sich Hiroki wieder hin. Er sah zu den beiden jüngeren und meinte nur freudig Soviel Besuch hat Hiroki schon lange nicht mehr bekommen. Jun-chan, das ist Eiji-san. Eiji-san das ist Jun-chan. Er nahm sich einfach so heraus die beiden miteinander bekannt zu machen wenn sie sich nicht kannten, immerhin war das hier ja sein Haus und da durfte man sowas. Sein Blick glitt wieder zu Eiji und er fragte mit einer skeptisch-spaßigen Stimme Nah, kommst du wieder um etwas bei Hiroki in Auftrag zu geben oder kommst du ihn auch mal so besuchen, ohne Hintergedanken? War natürlich nu als Spaß gemeint, immerhin freute er sich immer wenn er etwas für andere Leute tun konnte. Und Eiji zahlte immer gut
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BeitragThema: Re: Hiroki's bescheidenes Hüttchen   Di Jul 29, 2014 6:10 pm

Jun sah Hiroki dabei zu, wie er ihren Tee aufgoss und nahm ihn schließlich dankbar entgegen. Eigentlich mochte sie Tee, war aber in letzter Zeit aus ihr unerfindlichen Gründen immer weniger dazu gekommen, solchen zu trinken. Vor allem grüner Tee war gut - nicht süß, ein wenig bitter für manche Zungen und doch wunderbar. Er schien ihr einfach ausgeglichen und Ausgeglichenheit war etwas Gutes. So war Hirokis Warnung schließlich mehr oder minder unnötig gewesen, doch schenkte sie ihm dafür ein winziges Lächeln. Auch, als er auf seine Haarpracht anspielte, die offensichtlich vor den Ziegen sicher geblieben war. Nur als er Mönche und Hi no Terra erwähnte, horchte sie interessiert auf und hob gar leicht eine Augenbraue. Sie hatte schon von so manchem Mönchsorden gehört und der ein oder andere war - wenn sie sich recht entsann - auch in den Diensten des Tsukikagen. Nebenbei hatte auch er eine Glatze. "Woraus besteht diese Philosophie?", fragte sie dennoch interessiert, bevor sie leicht pustete und dann leicht an ihrem Tee nippte. Tatsächlich war er wie erwartet sehr heiß, aber sie würde wohl auch noch zumindest so lange hier sitzen, bis das Wetter sich gebessert hatte.
Nur bei dem Schwert war sie sich unschlüssig, da sie das Gesicht leicht verzog. Mittlerweile hatte sie sich an die Stimme gewöhnt, obwohl sie Hiroki nicht wirklich auf ein Alter schätzen konnte. Vielleicht Mitte bis Ende vierzig? Vermutlich sah er durch die Glatze wirklich ein wenig älter aus, wobei diese Frage sie natürlich nicht vom Kern des Themas ablenkte. Ein tiefer Seufzer entwich ihrer Kehle. "Ich bin nicht gut darin, anderen einen Namen zu geben..." Ob sie es Makani nennen sollte? So wie ihre Schwester? Oder doch lieber nach ihrer Ahnin "Yuki". Die schneeweiße Farbe der Waffe schien ja mehr als nur gut zu passen. Oder sie kombinierte beides und machte daraus ein Makaniyuki. Oder Yukimakani. Beides hörte sich recht passabel in ihren Ohren an, aber wenn sie daran dachte, die Klinge selbst zu schwingen, fühlte es sich nicht richtig an. Demnach schüttelte sie ihren Kopf. "Und wer bin ich, dass ich einem Schwert eine Geschichte geben kann, wenn sein Zweck doch im Offensichtlichen besteht: Töten. Irgendwann ist diese... Klinge blutbefleckt und ich sehe zu, wie auch das Weiß durchtränkt wird, habe sie sogar noch eigens dafür schärfen lassen?" Ein wenig lauter als zuvor hatte sie gesprochen, doch senkte nun schuldbewusst den Blick. "Es tut mir Leid, ich wollte nicht abfällig von ihrer Kunst sprechen und ich weiß, dass man andere mit Klingen auch beschützen kann... doch dieses ganze Thema ermüdet mich einfach, weil man nie schlauer daraus wird." Im Endeffekt sehnte sie sich nach Zuflucht und Frieden. Nicht nur für sich selbst, sondern für alle - aber das konnte sie unmöglich laut sagen. Nicht, weil sie fürchtete, Hiroki würde sie auslachen - irgendwie schien er ihr nicht der Typ dafür zu sein. Eher weil er ihr gerade wirklich offen und nett gegenüber war, ihr sogar selbst von seiner Vergangenheit erzählt hatte. Wenn auch nur ein kleiner, undeutlicher Bruchteil. Sie wollte ihn nicht mit ihren Ansichten belasten - und ohnehin klopfte es im nächsten Moment an der Tür, wonach ein dunkelblonder junger Mann eintrat. Der ziemlich durch den Wind schien - bildlich gesprochen. Die nassen Haarspitzen klebten schier an seiner Stirn und Jun blickte ihn deshalb vermutlich einen Moment länger an als zwingend notwendig. Weil sie daran dachte, dass er wohl besser ihr Glück gepachtet hätte und noch im Trockenen angekommen wäre. Hiroki stellte ihn als Eiji vor und Jun kannte diesen soweit sie wusste aus der Hiromiya Familie, waren sie doch reiche Kaufleute. Mit ein paar Verfehlungen, doch das änderte auch nichts mehr an der Tatsache, dass sie keine gute Meinung von ihnen hatte.
Irgendwie tat ihr Hiroki Leid, als er über die Häufigkeit von Besuchen redete und ihm schließlich auch Tee anbot. "Freut.", sprach sie schlicht und nippte wieder an ihrer Tasse, ohne ihn weiter anzublicken. Vielleicht merkte Hiroki, dass Jun sich mehr in sich selbst zurückgezogen hatte und unter Umständen gar ein wenig kühler wirkte, aber das lag einfach daran, dass sie nicht gut mit Gleichaltrigen konnte - naja, so ungefähr.
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BeitragThema: Re: Hiroki's bescheidenes Hüttchen   Mi Jul 30, 2014 12:30 am

Draußen goss es ununterbrochen. Es schien, als habe der Himmel seine Schleusen geöffnet, um sich gänzlich zu entleeren und das nur für Eiji. Vielen herzlichen Dank da oben. Was hab ich nur getan, um eine solche Strafe zu erhalten? Dieses unbarmherzige Wetter hatte er nun wirklich nicht verdient. Oder sah das jemand anders? Vielleicht war es, weil er gestern vor seinem Bruder einfach eingeschlafen war und zuvor noch … verdammt, was hatte er nochmal zu ihm gesagt. Dem jungen Shinobi dämmerte es wieder und sogleich überkam ihn das schlechte Gewissen. Ob es Raijin sehr verletzt hatte? OK, er hatte es verdient, das schlechte Wetter. Du Idiot, kannst dich doch sonst so gut zusammenreißen. Maßregelte er sich selbst. Geschieht dir recht, dass du nun hier stehst wie ein begossener Pudel.
Es dauerte nicht lange, dann ging die Tür der Berghütte auf und ein freundlich lächelnder Tatakai Hiroki begrüßte den Begossenen herzlich. Diese Geste vertrieb alle anderen Gedanken und Eiji erwiderte das Lächeln ehrlich, nicht gespielt höflich wie es häufig der Fall war. Er nickte zustimmen auf das Angebot des Riesen – wahrlich, wahrlich, Hiroki war groß. Eiji musste ein ganzen Stück zu ihm auf sehen. „Oh nein, das will ich wirklich nicht“, erwiderte er dann zum Thema Krankheiten und sputete sich den trockenen Raum zu betreten. Nachdem er die Tür hinter sich geschlossen hatte, bekam er ein Handtuch gereicht und Hiroki bereite sogar einen Tee für ihn vor. Der schmackhafte grüne Tee des Schmieds, war Eiji eine willkommene Aufwärmung. „Vielen Dank“ Er trocknete seine Haare so gut es ging, zumindest klebten ihm nun nicht mehr die ganzen Strähnen im Gesicht. Erst jetzt bemerkte er die weitere Person im Raum und hielt sofort inne, nahm das Handtuch in die Hand und… da kam ihm Hiroki zuvor. Der Ältere stellte sie bereits einander vor, allerdings nur mit Vornamen. Jun… ihm fiel kein Nachname ein, der dazu passte, dabei kannte er viele in Tsukigakure ansässige Familien. Jun… da regte sich nichts in seinen Erinnerungen. Sie musste doch in irgendwelchen Akten aufgetaucht sein. Aber nein, es klingelte nicht. Vielleicht wurde der Achtzehnjährige auch langsam vergesslich – wohl kaum. Wäre seine Großmutter hier, würde er nun eine Schelte bekommen, ihm mit dem Fächer eins überziehen. Nein, so extrem natürlich nicht, aber bei ihrer Persönlichkeit fühlte man sich hin und wieder geschlagen - erschlagen. Dass Jun ihn zuvor länger angesehen hatte bekam der Blonde nicht mit, nur ihre jetzige Haltung. Eiji sah trotz dem nicht vorhandenen Augenkontakt zu ihr, nickte leicht während einer angedeuteten Verbeugung. „Hiromiya Eiji, es ist mir eine Ehre“ seine Worte klangen aufrichtig und das waren sie auch. Er freute sich immer neue Bekanntschaften zu machen, gab es doch so viele bemerkenswerte Persönlichkeiten und er begegnete jedem ohne Vorurteile. Wunderlich, dass er dennoch kaum richtige, wahre Freundschaften führte – Vertrauen war eben ein heikles Thema. Die junge Frau, Eiji schätze sie in seinem Alter, schien allerdings weniger daran interessiert ihn kennen zu lernen.
Der Blonde wandte sich also vorerst wieder an den Gastgeber, neben dem er Platz nahm um sich einen Schluck des köstlichen Tees einzuflößen. Zuvor zog er jedoch die nasse Jacke aus und legte sie über die Stuhllehne. Hiroki sprach ihn auf sein Kommen an und der Hiromiya musste unweigerlich Lächeln, während er sich leicht verlegen an den Hinterkopf packte. „Deine Künste sind zu gut, um sie nicht bei jedem Besuch zu nutzen, Hiroki-san“ sanft zog er sein Katana aus dessen Saya. Es war eine schlichte Waffe, ohne große gar kunstvolle Verzierungen, aber durchaus hochwertig. Sie sah gepflegt und sauber aus, Kampfspuren waren allerdings deutlich sichtbar. „Die Klinge hat diesmal ganz schön was abbekommen“ … und er selbst auch, aber das sah man ihm im Gegensatz zu seiner Waffe heute nicht mehr an. Beinahe wehmütig lag sein Blick auf dem Katana, welches er nun dem Schmied hinhielt. Es hingen so viele Erinnerungen an diesem Schwert, dass er lieber nicht darüber nach dachte was er machte, wenn die Schäden irreparabel waren. Allerdings nahm sich der junge Shinobi ziemlich schnell wieder zusammen und lächelte sanft. „Ich hoffe, es bereitet dir nicht allzu viel Arbeit.“

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BeitragThema: Re: Hiroki's bescheidenes Hüttchen   Fr Aug 01, 2014 12:44 am

Jun fragte nach der Philosophie der Mönche, ein durchaus interressantes Thema für Außenstehende. Hiroki war zwar kein vollwertig eingeweihter Mönch, jedoch hatte er dort ein bisschen gelernt und ein paar Aufgaben für die Mönche getan, als er viele Jahre später weiterreiste. Naoki überlegte kurz, aus seinem Mund welcher von seinem Moustache verdeckt wurde entwich ein kurzes Mh. Zum kurzen Nachdenken, als er dann jedoch die Hand auf den Tisch legte und sprach Im Grunde geht es um die Ablehnung von Gewalt und das Beschützen im Allgemeinen. Die berühmtesten Techniken der Mönche sind die Kekkai, die Barrierenjutsu. Außerdem werden den Mönchen des Tempels Demut und die Bereitschaft sich aufzuopfern gelehrt - daher rühmt die Glatze. Die Mönche leben ohne Haarpracht, ohne viel Reichtum, ohne Schmuck, ohne gesellschaftliche Zeichen die einen voneinander unterschieden. Ganz demütig wollen sie die Schwächeren und Armen mit ihren Techniken beschützen und sie den Weg des Friedens lehren. Hiroki überlegte kurz ob er Jun etwas anvertrauen sollte, eine Geschichte. Jedoch erwähnte sie bereits das sie der Klinge weder einen Namen noch eine Geschichte geben wollte, immerhin wurde sie mit Blut befleckt werden. Hiroki hörte aufmerksam zu, sein Blick war nun etwas ernster. Er lehnte sich ein bisschen nach vorne, sagte sanft dabei Jun, ich möchte dir etwas anvertrauen. Hiroki kommt aus einem Clan in der Wüste des ehemaligen Windreiches. Hiroki's Clan ist sehr kampfeslustig, viele Krieger und Mörder vertritt er. Hiroki wollte nie ein Teil des ganzen sein und Hiroki verließ den Clan daraufhin. Natürlich verschwieg er die TAtsache das er von seinem Vater eine Klippe runtergeworfen wurde, wie käme das denn an? Immerhin wollte er hier kein Mitleid haben und rechtfertigen wollte er sich auch nicht Was Hiroki damals an den Mönchen so fasziniert hatte war ihre Bereitschaft für jeden da zu sein. Sie kannten Hiroki ja nicht, Hiroki hätte auch ein Räuber sein können. Dennoch lehrten sie Hiroki ihre Techniken und gaben Hiroki Unterkunft, Speis und Trank. Sein Blick glitt auf seine Schmiedeutensilien, dann wieder zu Jun. Ein kleines Lächeln formte sich auf seinen Lippen und er sagte Und Hiroki möchte auch seinen Teil dazu beitragen zu beschützen. Ich mache die Rüstungen, ich helfe den Menschen bei ihren Häusern wenn sie Probleme haben, ich beschütze die Leute mit den Barrierenjutsu der Mönche und ich schmiede die Schwerter die das Dorf verteidigen werden. Er legte seine rechte Hand auf ihre Hand, lächelte sie dabei an und sagte nur geschwind Es gibt immer zwei Seiten einer Medallie. Achte immer darauf, das du das beste daraus machst und folge der Seite die für dich am besten erscheint. Ein durchaus weiser Ratschlag, denn sie bestimmt schon abertausende Male gehört hatte, aber das war ja nicht unbedingt das Thema
So, nachdem Eiji den Raum betrat, der das ganze hier oben wahrscheinlich nichtmal mitbekommen hatte, wurde ihm Aufmerksamkeit gewidmet. Er zog sein schönes Schwert aus der Scheide, wahrlich eine Meisterarbeit, das erkannt man sofort. Wenn auch nicht von Hiroki, so hatte er oft mit diesem Schwert gearbeitet, kannte die Balance und die Tücken und deswegen war das für ihn quasi kein großer Aufwand mehr. Dennoch steckte er immer viel Herzblut in die Arbeiten für den jungen Eiji - immerhin war er ein guter Kunde und Freund und für den Nachwuchs mussten die Schwerter scharf sein. Er fuhr mit dem Finger leicht über die Klinge, schaute Eiji an und sagte spaßeshalber mit einem Lächeln Die Klinge hat ja viel abbekommen, hast du damit Bäume gefällt? Grinsend schaute er ihn an und legte die Klinge vorsichtig zu der von Jun und sagte voller Bereitschaft Hiroki kennt dein Schwert mittlerweile so gut, das ist für Hiroki kein Problem mehr! Sein Blick wanderte auf die beiden Klingen, hui hatte er gleich zwei Restaurieraufträge für zwei junge Kunden. Er nahm sein Glas Ziegenmilch und legte es neben die Spüle, während er zu Eiji sagte Achja, hat Hiroki es dir schon erzählt? Mondblume hat Wurf bekommen! 2 gesunde Lämmchen hat sie auf die Welt gebracht! Hast du eine gute Idee für einen Namen? Mondblume war eine Ziege von Hiroki, eine gute starke festige Ziegenmutter die wusste was sie wollte und immer irgendwie neben Hiroki stand und mit ihm seuftze wenn mal wieder alles außer Kontrolle geriet bei den Tierchen. Er schaute zu Jun, huch! Er hatte ja nur Eiji angesprochen, sie durfte sie keinesfalls ausgeschlossen fühlen. Auch zu Jun wandte er einen Blick und sagte Mondblume ist eine von Hiroki's Ziegen. Hast du auch eine Idee? Wenn ihr wollt könnt ihr euch jeweils einen Namen für die Lämmchen raussuchen! 'Das bot er den beiden jungen Erwachsenen an und wenn sie älter waren könnten sie sie besuchen kommen und er könnte zeigen wie das mit Ziegen so funktioniert.
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BeitragThema: Re: Hiroki's bescheidenes Hüttchen   So Aug 03, 2014 3:57 pm

Jun hatte Hiroki aufmerksam zugehört, als dieser begonnen hatte, von der besagten Philosophie der Mönche zu sprechen. Meistens stellte man sich vor, dass Mönche einfach einen Tempel bewachten, hier und da ein paar Statuen und dann einfach ein ruhiges Leben fristeten. Aber hinter den Mönchen, bei welchen Hiroki nicht wenig Zeit seines Lebens verbracht hatte, schien mehr zu stecken. Sie wären für andere da und versuchten den Weg des Friedens zu vermitteln - damit Gefahren nicht entstanden. Barrierejutsus, um diese abzuwenden, wenn ersteres nicht gefruchtet hatte. Den Weg des Friedens... Jun seufzte tief und dachte darüber nach. Ein Leben in Demut. Das sagten so viele von sich. Viele sagten, sie würden opferbereit sein und alles für ihre Freunde tun und dergleichen... dabei lebten sie selbst in Saus und Braus. Eigentlich schenkte sie solchen Geschichten selten direkt Glauben, aber Hiroki hatte etwas vertrauenswürdiges an sich und was er ihr als nächstes sagte, unterstrich das Ganze nur nochmal: Ein Clan im ehemaligen Kaze-no Kuni. In der Wüste. Lauter Krieger und Mörder – es war wirklich nicht zu glauben, dass dieser Mann vor ihr von dort abstammte. Ein Ziegenhirte und Schmied, der sich sogar jetzt um sie kümmerte, während er einen kleinen Schwenk hinüber zu eben jener Schmiedekunst vollführte und ihr auch seine Hand auf die ihre legte. Nunja, vielleicht eher eine Pranke. Jun wünschte sich dennoch, sie könnte diese Mönche kennenlernen und fragte sich zugleich, ob es für eben diese schlimm wäre, wenn sie sich ihnen anvertraute. Ob das, was sie mit sich herumschleppte, nicht zu viel Last wäre... Sie wünschte sich wirklich manchmal jemanden, mit dem man darüber reden konnte...
Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. Achte immer darauf, das du das beste daraus machst und folge der Seite die für dich am besten erscheint. Zwei Seiten. Welche? Krieg und Frieden? Tod und Leben? Hass und Liebe? “Wenn Sie mir so viel über sich selbst verraten, dann fühle ich mich schlecht... Sie sind genau wie diese Mönche: Sie kennen mich nicht und irgendwie sind sie trotzdem …. lieb und nett zu mir...“ Nachdenklich hatte sie das Kinn dann auf die Faust gestützt – nur um wenig später einen Neuankömmling zu begrüßen und wieder an ihrem Tee zu nippen. Sie achtete nicht wirklich darauf, was der Hiromiya sagte – der sich dann auch als eben solcher vorstellte -, sondern dachte weiter an Hirokis Worte. Irgendwie wirkte er wirklich wie ein Großvater und sie fragte sich, ob sie ihm wirklich von Dingen erzählen sollte, von denen niemand wusste. Zumindest niemand außerhalb ihrer Familie – selbst diese in gewisser Hinsicht nur annähernd. Immerhin hatte der Ältere auch nicht nachgehakt, als sie gestockt hatte – noch ein sympathischer Aspekt. Aber dann war da wieder dieses Gewissen, das sie plagte, würde sie es erzählen und so würde sie es wohl dabei bewenden lassen.
Fast aus den Gedanken wurde sie gerissen, als Hiroki ihr und Eiji eröffnete, dass sie doch seine beiden Ziegen benennen könnten. Ziegen. Babys. Jun blinzelte ein paarmal und unterdrückte das Klischee, das bei so süßen kleinen Tierchen wohl weit verbreitet war. Kurz unterdrückte sie den kindischen Gedanken, die Ziege „Eiji“ nennen zu lassen und biss sich auf die Unterlippe. “Huh... müsste ich dann nicht erst wissen, ob das Lämmchen ein Männchen oder... Weibchen ist?“ Wie immer man das nun auch gerade nannte. Jun kannte sich auf diesem Gebiet ja sicherlich kaum so gut aus wie der Hirte vor ihr. Dennoch überlegte sie im nächsten Moment, denn immerhin konnte sie sich ja einen männlichen und einen weiblichen Namen ausdenken. Oder einen neutralen? So wie ihr eigener – der des Öfteren für Missverständnisse gesorgt hatte. Aue. Heide – Heidi? Nein. Zugegeben, sie war sich unsicher und man sah ihr an, dass sie sich ernstlich darüber Gedanken machte. Schließlich stand sie mit dem Tee in den Händen auf und lief ein paar Schritte zum Fenster. Bewegung tat immer gut und im Stehen konnte sie manchmal besser denken – weshalb genau wusste sie nicht. Benji? Der Spitzname ihres kleinen Bruders – aber der passte offenbar nicht... Vermutlich machte sie sich sowieso viel zu viele Gedanken darum. Andere würden sie mit Sicherheit auslachen. Aber auch Ziegen verdienten schöne Namen – fand sie. “Butter... flocke? Oder Himmelfalter? Ich habe eigentlich... so gut wie noch niemandem einen Namen gegeben.“ Sah man einmal von ihrer lieben Schlange ab, die sich hier aber – vielleicht auch zum Glück – gerade nirgendwo herum schlängelte. Entschuldigend zog sie die Schultern leicht hoch und versuchte sich an einem Lächeln, was ihr aber misslang. Kurz traf ihr Blick dabei auf Eiji, mit dem sie nie wirklich etwas zu tun gehabt hatte – keine Besonderheit. “Fällt dir etwas ein?“ Unter Umständen war er besser darin als sie. Am Ende ging es zu zweit vielleicht doch besser... oder sie machte daraus eine viel zu große Sache.
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BeitragThema: Re: Hiroki's bescheidenes Hüttchen   Di Aug 12, 2014 1:58 pm

Der junge Mann sah Hiroki konzentriert zu, wie dieser das Katana begutachtete. Er versuchte aus der Mine des Älteren zu erkennen, wie es um das Schwert stand. Es würde nicht ewig halten, dessen war er sich bewusst. Ob es ihm wohl irgendwann im Kampf zerbrach und gleichsam sein eigenes Ende bedeutete? Eiji hoffte dieser Tag lag noch in weiter Ferne. Aber wenn, dann wollte er im Kampf sterben, für sein Dorf, für seine Familie, für alle die ihm etwas bedeuteten und nicht an der Schwäche seines Herzens. Vielleicht führte aber auch eins zum anderen. Wer wusste das schon. Das Lächeln des Schmiedes gab Eiji Erleichterung. Mit dem Schwert Bäume gefällt? Schön wäre es. Der junge Blondschopf senkte leichten den Blick und betrachtete erneut die Klinge. „Hm~ wenn es doch nur Bäume gewesen wären …“ es klang reumütig. Die letzte Mission hatte dem Shinobi erneut gezeigt wie leicht es ihm doch viel anderen das Leben zu nehmen. Sicher, er hatte seinen Schutzbefohlenen und sich selbst ‘nur‘ verteidigt, aber die Notwendigkeit des Tötens war immer fragwürdig. Sich zu viele Gedanken um ein solches Thema zu machen tat nicht gut. Es lastete eine Menge auf den jungen Schultern und sich so etwas auch noch aufzubürden, würde ihn früher oder später brechen. „Hiroki kennt dein Schwert mittlerweile so gut. Das ist für Hiroki kein Problem mehr!“ Eiji nickte zustimmend und erleichtert. Das war der Grund warum er sein Schwert nur Tatakai Hiroki anvertraute, niemand kannte es besser als als dieser Schmied und der Hiromiya selbst. Sein Blick richtete sich nun auf die andere Klinge, neben welcher seine nun lag. Sie war etwas in die Jahre gekommen und wohl länger nicht benutzt oder gar gepflegt, aber sie fiel dem jungen Mann sofort auf. „Eine schöne Klinge. Wem gehört sie?... Ich irre mich wahrscheinlich, aber sie hat Ähnlichkeit mit einem Katana, das ich in Mizu no Kuni gesehen habe.“ Es war nicht dasselbe Schwert aus seinen Erinnerungen, der Griff war nicht weiß gewesen, aber die Form und Verarbeitung hatten deutliche Gemeinsamkeiten. Vielleicht auch nur ein Zufall. Eiji hatte ein gewisses Auge für Katana, war aber längst kein Spezialist auf diesem Gebiet, da fehlten ihm wohl doch noch ein paar Jahre Lebenserfahrung.
Als Hiroki dann erwähnte seine Ziege Mondblume habe zwei putzmuntere Lämmchen bekommen, trat in die blauen Augen des jungen Mannes ein erfreutes Strahlen. „Das ist ja wunderbar. Ich hoffe Mondblume geht es auch gut und die Geburt war nicht all zu anstrengend für sie.“ Eiji wusste, dass die Ziegen von Hiroki gesund und kräftig waren, vor allem Mondblume zählte zu den besonders robusten, aber eine Geburt war immer eine Herausforderung und barg eine mögliche Komplikationen. Hin und wieder hatte er dem Älteren schon ausgeholfen, denn da war er sich gegen aller Annahme nicht zu fein für. Man schätzte den jungen Hiromiya auf Grund seiner Abstammung des Öfteren falsch ein, woran er selbst mit Sicherheit nicht ganz unschuldig war. Eiji sah Jun zum, wie sie sich erhob und zum Fenster ging. Sie schien sich Gedanken über passende Namen für die jungen Zicken zu machen. Als die Gleichaltrige dann zu ihm hinüber sah, trafen sich für einen kurzen Moment ihre Blicke. Seine Mine rührte sich allerdings nicht, sie wirkte neutral. Dann wandte der Blonde sich am Gastgeber zu. „Nur wenn du sie uns vorher zeigst. Wir können ihnen ja schlecht Namen geben ohne sie vorher gesehen zu haben. Sonst passen sie wohlmöglich gar nicht zu den Zicklein. Ist diesmal auch ein Bock dabei?“ Erwiderte der Blonde auf Hirokis Namensfrage und Juns Aufforderung. Eiji war auch nicht sonderlich begabt im Namen vergeben, aber vielleicht fiel ihnen etwas ein, wenn sie die Kleinen sahen. Der Regen hatte bereits nachgelassen, in den Bergen war das Wetter eben sehr wechselhaft. Sie konnten mit Sicherheit bald rüber in den Stall gehen und den Ziegen einen Besuch abstatten, ohne nass zu werden. Der junge Tokubetsu Jônin nahm erneut einige Schlucke von dem köstlichen Tee. Das Gebräu rann seine Kehle hinunter und erfüllte ihn mit wohliger Wärme. Es gab nichts besseres bei schlechtem Wetter.
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BeitragThema: Re: Hiroki's bescheidenes Hüttchen   Di Sep 02, 2014 1:47 am

(Sorry für die super-lange Wartezeit x____X Reallife hat mich gemobbt)

Für Hiroki war das ein sehr großes Kompliment, das Jun ihn mit den Mönchen verglich. Immerhin tat er alles um so gut wie möglich für andere da zu sein und die Lehren der Mönche weiterzugeben. Umso mehr bei einer jungen Frau die einen sehr traurigen Blick hatte - das konnte Hiroki schon von Weitem erkennen. Irgendwas war mit ihr los das nicht stimmte, aber der Moustache-Muskel-Mann wollte da nicht nachhaken, es war ihre Angelegenheit und wenn sie ihn nicht um Hilfe bitten würde, sollte er sich auch nicht einmischen. Die Worte von Eiji allerdings klangen nicht traurig, eher reumütig. Achja, der junge Shinobi war ja erst neulich wieder auf einer Mission gewesen, nicht wahr? Kann es sein das auf der Mission etwas Schlimmes passiert ist? Tod eines Verbündeten? Musste er jemanden zurücklassen? Hat er selbst jemanden getötet? Wusste Hiroki nicht, konnte nur aus den Worten des Hiromiya ein bisschen raushören das etwas schlimmes passiert ist. Der Blonde bekam von Hiroki eine Pat auf die Schulter und ein Lächeln. Mehr sagte/wollte er dazu nicht wirklich sagen, denn das sollte nicht das Thema sein. Aber der Glatzköpfige wollte nur das sich der Teengar ein bisschen besser fühlt. Bevor er die beiden Schwerter dann wegpacken konnte, immerhin war seine Schmiede ganz woanders, unterhielten sich die beiden Jüngeren noch ein kleines bisschen selbstständig. Als Eiji dann die Frage aufbrachte ob es seiner Ziege gut ging, verdrehte Hiroki gespielt die Augen und musste ein bisschen grinsen. Dann sagte er spaß-seufzend, mit einem Lächeln Eiji, glaube Hirokji wenn er das sagt: Hiroki ist sich sicher das diese Ziege ihn noch überleben wird... Dabei musste er ein bisschen lachen, immerhin war Mondblume mittlerweile wirklich aus den jungen Jahren draußen und immernoch topfit. Da war es absolut möglich das diese Ziege noch viele viele Jahre in dieser Welt verweilte, weswegen Hiroki diese lustige Anspielung machte. Groß selbst daran glauben tat er nicht, aber ein Spaß muss sein.
Hiroki lächelte weiterhin, über die Tatsache das Jun nicht wusste wie man die Ziegen allgemein so nannte. Eiji wusste es - immerhin kannte er ihn besser. Eine Geiß und einen Bock, jeweils. Geiß ist die Bezeichnung für die weibliche Ziege und Bock die für die männliche. Beim ersten Satz schaute er zu Eiji, seine Frage damit beantwortend. Da es grade so gut zusammenpasste, wechselte sein Blick nach einer Pause zu Jun und mit dem zweiten Satz wurde auch ihre Frage beantwortet. Aber da es anscheinend wirklich besser war, wie der Blonde bereits erwähnte, die beiden kleinen Tierchen selbst erstmal zu sehen, packte der Tatakai die beiden Schwerter und öffnete die Tür nach außen. Also, dann lasst sie uns doch gleich mal anschauen! Dabei kann Hiroki auch gleich eure Schwerter in die Schmiede bringen. Er packte die beiden Schwerter und hielt sie unter seinem Arm, während er nach draußen ging, um sein Haus herum Richtung Stall wo die drei Ziegen liegen würden. Der Stall war sehr großräumig aufgebaut, immerhin wollte der Tatakai das seine Tierchen sich gut bewegen konnten. Mondblume lag da und fütterte die beiden Jung-Ziegen mit ihrer Milch. Als sie Hiroki erblickte, mähte sie laut auf und war glücklich den großen Mann zu sehen. Dann sah sie die beiden anderen Gäste in dem Stall und schaute sie an. Eiji kannte sie, von irgendwo her aber Jun hatte sie nocih nie gesehen. Hiroki zeigte auf die beiden kleinen Lämmchen und lächelte Das sind die beiden. Jun, das ist Mondblume, Mondblume das ist Jun. Hinter dem Rücken, gab Hiroki der kleinen Jun ein paar leckere Kräuter und flüsterte zu ihr Gib Mondblume die Kräuter. Zum kennenlernen. Einfach handaufmachen. Die Kräuter waren ein paar gesunde, die er in den Bergen gefunden hat. Das konnte Mondblume jetzt sicher gebrauchen.
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BeitragThema: Re: Hiroki's bescheidenes Hüttchen   Mi Sep 10, 2014 8:20 pm

(Kennen wir doch alle - kein Thema, bin momentan ja auch etwas langsam zu Gange^^° Daher auch ein "Sorry" von mir)

Jun blickte mit ihrer Teetasse in der Hand zwischen den beiden Männern hin und her, welche sich eindeutig schon länger kannten und ihre ganz eigenen Vergangenheiten mit sich herum trugen. Die eine vielleicht ein wenig düsterer, als die andere. Aber wer war sie, darüber zu richten. Offenbar waren die letzten Tage bei dem Jüngeren allerdings nicht sehr erfolgreich gewesen, oder vielmehr traurig. Die Grünhaarige wusste, wie man Reue und vielleicht auch einen kleinen Teil von Trauer aus einer Stimme herausfilterte, kannte sie beides doch gut genug. Sie wusste, wie man sich dann anhörte und wie man es überspielte, aber davon sagte sie nichts. Im Gegensatz zu anderen Menschen wusste sie hier ihren Mund zu halten – womöglich aber auch nur deshalb, weil diese vertraute Atmosphäre zwischen den beiden sonst gebrochen wäre. Wie friedlich Menschen doch eigentlich sein konnten. Immer wieder war es ermutigend und erschütternd zugleich, wenn man sie beobachtete. Im nächsten Moment lief sie jedoch etwas bleich an und hätte um ein Haar die Tasse fallen gelassen. Merklich kauerte sie sich zusammen und senkte den Blick sowie Kopf, sodass ein paar Strähnen ihr Gesicht verdeckten.
“Vielleicht... kommt es dir nur so vor.“ Man merkte sichtlich das Unbehagen in ihrer Stimme. In der Tat konnte es sogar aus Mizu-no Kuni stammen. Jun hatte keine Ahnung von was er redete, aber die Erwähnung des Nebelreiches gepaart mit ihrem Wissen um die Auffindung dieses rostigen Kunstwerkes, führte nicht gerade zu guten Eingeständnissen. Jun verleugnete gerne ihren Clan, doch dessen Wurzeln konnte sie nicht herausreißen und verbrennen. Das war unmöglich. Umso erleichterter war sie also, als es wieder um die Ziegen ging und sogleich hellte sich ihr Gesicht wieder etwas auf – genauso wie Eijis Augen zuvor, wie sie im Nachhinein bemerkt hatte. Ziegen. Kleine Ziegen.
Ein schwaches, mattes Lächeln schlich sich auf ihr Gesicht, als sie den Kopf wieder hob. “Sagen Sie so etwas nicht.“ Wäre sie zerbrechlicher, hätte sie wohl auch nun wieder eine Anspielung für sich selbst erlebt, aber so war sie schon lange nicht mehr. Sonst würde sie nicht mit offenen Augen durch die Welt laufen können. Umso schöner war es also, als ihnen angeboten wurde, wirklich in den Stall zu gehen und die kleinen Neugeborenen zu sehen... wobei... wenn Hiroki sie schon darüber aufklärte, wie man sie trennte.... also das Geschlecht... Was war dann... nannte man es auch Neugeboren? Sie wusste es nicht, aber aussprechen musste sie es ja auch nicht. Schließlich nickte sie Hiroki also im Bezug auf die Schwerter zu und ging mit den beiden Männern aus dem Haus – wobei sie zu Eiji einen etwas größeren Abstand ließ, als unbedingt notwendig. 'Lag zum einen vielleicht an seiner kühlen Haltung, könnte man meinen. Aber vielmehr bestand der Grund darin, dass ihr die vorherige Erwähnung unangenehm war und so hoffte sie, dass er keine spitze Bemerkung über seine Lippen kommen lassen würde, wie manche Idioten in seinem Alter oder gar darüber.
Als Hiroki die beiden Ziegen dann im Stall vorstellte, schlich sich ein kleiner Sonnenstrahl in Juns Herz. Die beiden waren wirklich niedlich. Normalerweise sagte sie so etwas nicht, aber hier war es dennoch der Fall und so schloss sie sie womöglich auch noch gleich ins Herz. Klischee. Egal. Der Ältere drückte ihr schließlich ein paar Kräuter in die Hand. “....Geben...? Ich kümmere mich normalerweise... nicht um Tiere... aber okay... einfach hinhalten...“ Sie würde ihr schon nicht die Hand abbeißen. Diese Ziege, die Hiroki überleben würde. Diese Ziege, die vielleicht in dieser Hinsicht ungeahnte Kräfte hatte...- Wenn sie weiter so darüber nachdachte, dann würde sie wahnsinnig. Mit einem unsicheren Lächeln sah sie schließlich von Hiroki zu der Ziege und hielt ihr schließlich die Hand mit den Kräutern hin, ging dabei noch ein wenig in die Hocke. “Hier, meine Liebe... Schau mal, die sind für dich.“ Einen Namen brauchten sie noch. “... Sonnkind.... Aber ich bin der Meinung, immer noch schlecht darin... zu sein. Naja... Was meinst du, Mondblume, hm?“
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BeitragThema: Re: Hiroki's bescheidenes Hüttchen   Di Sep 23, 2014 6:17 pm

(und ich hab verpeilt dass ihr geschrieben habt e.e' sry)

Es war nicht nur die Nachricht von Mondblumes Nachwuchs, die die Miene des Blonden aufhellte und ihn von den schweren Gedanken befreite, sondern auch Hirokis aufmunternder Schulterklopfer. Diese Art von Beistand war es, die dem Jungen Zuhause fehlte. Eiji bekam zwar jede nur denkbare materielle und finanzielle Unterstützung -immerhin hatte seine Familie einen hohen Stand und die nötigen Mittel- und man hatte das Gefühl, vor allem seine Großeltern standen hinter ihm, aber alles was das hervor brachte war Druck. Der große Schmied war da anders, er stütze einen ohne eine Gegenleistung dafür zu verlangen – ohne Hintergedanken. Dafür schätzte ihn der junge Mann.
Das Thema, welches sie als nächstes anrissen, war  offensichtlich auch nicht sonderlich geeignet als Smalltalk. Denn Eiji fiel auf, dass sich Jun etwas komisch verhielt, als er ihr Schwert ansprach – es war ja allem Anschein nach ihres. Sie verfiel beinahe in einen Schockzustand, so kam es dem jungen Mann jedenfalls vor. Sein Blick ruhte einige Augenblicke auf ihr, nicht bohrend oder aufdringlich, eher nachdenklich. Als die Grünhaarige seine Aussage dann mit einem Irrtum abtat, wurde Eijis Miene undruchsichtiger, aber er hakte nicht nach. Er war niemand der bei unangenehmen Themen auch noch nachbohrte. Vielleicht lag es an seiner Erziehung. Interessieren tat es ihn schon, was hinter diesem plötzlichen Verhalten steckte. Ob es wohl etwas mit ihrer Familie zu tun hatte, ihrer Vorgeschichte? Aber Eiji zerbrach sich darüber nicht den Kopf. Wenn es nötig war, würde er es schon noch früh genug erfahren. Außerdem war er nicht viel besser mit seinen Geheimnissen. So trug wohl jeder sein eigenes Päckchen mit sich herum – manche auch eher einen schweren Sack.
Also lieber wieder zurück zum Thema süße Ziegenbabys, das schien immerhin allen zu gefallen. Es waren diesmal also beide Geschlechter beim Nachwuchs vertreten, wie sich gerade herausstellte. Hiroki forderte die beiden Jüngeren auch sogleich auf, sich die Zieglein im Stall anzuschauen. So konnten sie ihnen mit Sicherheit einfacher ein paar Namen verpassen. Eiji ging mit Hiroki zum Stall, Jun folgte mit kleinem Abstand. Durch den Eingang tretend machte der Blonde gleich im Anschluss ein paar Schritte zur Seite, damit Jun ebenfalls hineinkommen konnte und sie nicht alle so eng beieinander standen. Sein Blick aber galt Mondblume und ihren Kleinen. Mit einem Lächeln begrüßte er die Ziege, sie kannten sich ja bereits. Eine der kleinen Zieglein hüpfte, nachdem es dem Besuch bemerkt hatte und das Milchtrinken unterbrach, munter durch die Gegend. Ein quirliges kleines Ding, dachte sich Eiji, das war vermutlich der Bock. Er war schwarz und hatte ein paar lustige kleine weiße Pünktchen auf dem Rücken. „Wie wäre es mit Sterntänzer für den kleinen Mann?“ sagte er an Hiroki gewandt. Das war das erste was ihm in den Sinn kam. Namen waren wirklich eine knifflige Sache. Aber er fand ihn ganz passend. Juns Namensvorschlag passte sogar auch dazu. Sonne, Mond und Sterne, das war doch eine gute Kombination.
Eiji blieb weiter im Hintergrund und sah der Gleichaltrigen dabei zu, wie sie ein paar Kräuter an Mondblume verfütterte. Die kleinen Ziegen sollten sich nicht bedrängt fühlen. Seine Gedanken schweiften allerdings etwas ab, ihm kam nun doch wieder Juns vorheriges Verhalten in den Sinn. Es kam ihm schon irgendwie seltsam vor. Aber wer war er, dass er über sie urteilen konnte. Sie hatten sich gerade erst namentlich kennen gelernt. Eiji kannte weder ihre Lebenssituation noch war ihm sonst irgendetwas über das Mädchen bekannt. Er wusste nur, dass die grünen Haare und ihre rötlichen Augen eine Seltenheit waren und nicht gerade unauffällig. Sie waren hübsch. Eiji fand nicht, dass man so etwas mit einer Kapuze verbergen musste. Jun allerdings schien eher nicht auffallen zu wollen. Er sah sie weiterhin an, vielleicht einen Moment zu lang. Doch in seinen Augen war schwer zu lesen, was in ihm vorging.
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BeitragThema: Re: Hiroki's bescheidenes Hüttchen   Sa Dez 06, 2014 11:02 pm

(Sorry, ich hatte verpeilt, dass Hiroki "aufs Eis" gelegt wurde v.v)

Small TS

Nachdem sie also den Ziegen einen Namen gegeben hatten, hatten sie sich noch ein wenig mit Hiroki unterhalten und Jun fand, dass er wirklich ein sehr netter Mensch war. Nicht gestellt, sondern einfach natürlich. Vor allem für sie war letzteres sehr wichtig, denn hatte sie ein bestimmtes zweifelhaftes Gefühl – wie bei so ziemlich allen Menschen – baute sie schnell eine Mauer der Unerreichbarkeit um sich auf. Selbstverständlich war sie das bei weitem nicht, aber nicht jeder musste wissen, welches Chaos in ihr tobte und dass sie in eben diesem Chaos manchmal doch Ordnung fand.
Schließlich hatte Hiroki jedoch erwähnt, dass er noch ein paar Aufträge in der Schmiede hatte, welche unbedingt getätigt werden mussten – sozusagen wollte er „mehrere Eisen im Feuer“ haben. Ein wenig enttäuscht hatte Jun daraufhin ihr Verständnis ausgedrückt und nochmal kurz mit ihm wegen ihres eigenen Auftrages mit ihm gesprochen. Sie wusste, sie würde diese Berghütte vielleicht des Öfteren aufsuchen, wenn sie eine Pause von dieser ganzen heuchlerischen Gesellschaft benötigte, die nur Honig um Münder träufelte, nur um schließlich ein Messer in den sich abwendenden Rücken der vorher zufrieden gestellten Person zu rammen. Nein, Jun war nicht wirklich bereit, anderen Menschen großes Vertrauen entgegenzubringen und es gab nur wenige – wie Hiroki – die es schafften, sie unvoreingenommen anzutreffen.
Letzten Endes standen sie wohl mehr oder weniger vor der Hütte, während der Himmel gerade deshalb in all seinem tristen Grau zu protestieren schien. Na immerhin regnet es nicht mehr und ich komme mit einigermaßen trockenen Füßen nach Hause... Oder vielleicht auch nicht. Denn nach Hause wollte sie nicht wirklich. Ihre Mutter würde sie unter Umständen wieder merkwürdig ansehen oder irgendjemand anderes war zu Besuch und wollte sie verhätscheln und zum Lachen bringen. Haha. Sehr lustig. Ohne die Miene zu verziehen blickte Jun also zur Seite, wo wohl der Hiromiya stehen würde, nachdem er die Hütte verlassen hatte.
Viel wusste Jun nicht über diese Familie, aber was man hörte, sprach häufig in mehreren Bücherbänden zu ihr. Geldsüchtig und teilweise nicht wirklich sozial, wobei das nicht für alle Mitglieder galt. Dennoch empfand die Mehrheit sie wohl eher als zu feudal und hochnäßig. Eingebildet. Ob das auch auf dieses junge Exemplar vor ihr zutraf, konnte sie noch nicht sagen, doch hatten die vergangenen Momente auch nichts Gegenteiliges gezeigt. Wie immer war Jun misstrauisch und verschränkte die Arme vor der Brust. Leicht verzogen sich ihre Mundwinkel, während sie mittlerweile schon wieder ihre Kapuze ins Gesicht gezogen hatte, sodass man die für viele unheilvollen rötlichen Augen erkennen konnte. “Du bist nicht so, wie sich die Leute deine Familie vorstellen, oder?“
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BeitragThema: Re: Hiroki's bescheidenes Hüttchen   So Dez 07, 2014 2:42 pm

Hiroki hatte sich nach der Namengebung für die kleinen Ziegen und einer entspannten Plauderei unerwartet verabschiedet. Es war zwar schade, aber die beiden Jüngeren wollten ihn natürlich nicht von der Arbeit abhalten. Eiji hatte bei seiner Ankunft nicht einmal damit gerechnet, dass der Riese überhaupt in seiner Berghütte vorzufinden war, geschweige denn er Zeit für ausschweifende Gespräche hatte. Das war dem Hiromiya allerdings auch nicht wichtig, er freute sich über jede kleine Begegnung mit dem sanften Hünen. Wie Jun sich nun fühlte, wusste er jedoch nicht. Immerhin schien sie Eijis Anwesenheit nicht gerade zu feiern. Vielleicht hatte der Blonde auch nur einen falschen Eindruck. Ihm war bewusst wie missverständlich er auf andere wirken konnte – manchmal verstand er sein Verhalten selbst nicht. Jun gegenüber war er bis jetzt höflich gewesen. Möglicherweise wirkte es auf die junge Frau zu förmlich, arrogant, gar bürokratisch oder geheuchelt. Eiji viel es nicht immer leicht zwischen dem erwarteten Verhalten seiner Familie und dem normalen Umgang mit Freunden, Mitmenschen zu wechseln. Von Akeno bekam er dies betreffend häufiger eine Predigt. Aber die Erwartungen der Hiromiyas an ihren jungen Sprössling waren hoch und Eiji wollte sich nicht auch noch darin enttäuschen. Ja, er hatte hin und wieder den Glauben seine Eltern enttäuscht zu haben – ihren Ansprüchen an einen gesunden, standhaften Nachkommen nicht gerecht zu werden.

Der Blonde holte seine Jacke aus Tatakais Hütte, die dort über der Stuhllehne zum Trocken hing. Als er die Tür von außen hinter sich schloss und sich Richtung Tsukigakure wandte, war er doch etwas erstaunt die Grünhaarige dort noch stehen zu sehen. Seine Erwartung war eine andere. Nachdem sie zuvor kaum ein Wort mit dem jungen Tokubetsu Jônin wechselte, war dieser davon ausgegangen sie sei schon gegangen. Sich die nun trockene Jacke anziehend blickte Eiji nachdenklich zu Jun. Ihre Haare waren bereits wieder von der Kapuze bedeckt. Schließlich schloss der junge Mann zu der Kunoichi auf. Sie hatten Glück, das Wetter meinte es wohl mehr oder weniger gut mit ihnen. Es regnete nicht. Die grauen Wolken hingen allerdings gefährlich tief zwischen den Bergen. Ein launisches Wetter hier oben, aber so war es immer. Als der Blonde neben Jun zum Stehen kam, sah diese ihn an. “Du bist nicht so, wie sich die Leute deine Familie vorstellen, oder?“  stellte sie ihre Frage an ihn. Eiji blickte ihr währenddessen in die auffällig roten Seelenspiegel. Es regte sich nicht viel in seinem Gesicht, nur eine Augenbraue hob sich für einen kurzen Moment leicht an. Eine merkwürdige Frage. Oder doch nicht so abwegig? Dafür, dass Jun zuvor kaum mit ihm sprach, war sie nun erstaunlich direkt. „Das kommt darauf an, wie die Leute sich meine Familie vorstellen.“ Eiji konnte sich ziemlich sicher sein, was sein Gegenüber damit meinte. Er leugnete nicht, dass seine Familie vielen Leuten mit gewisser Gleichgültigkeit begegnete. Die Hiromiyas hatten einen hohen Stand und das zeigten sie auch, zumindest die ältere Generation.
Das Wort 'Leute' hob er beim Sprechen besonders hervor. Warum? Weil er wissen wollte, ob sie genauso dachte. Es hieß schließlich der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Sein Bruder, Raijin war da wohl die große berühmte Ausnahme. Aber Ausnahmen bestätigten bekannterweise die Regel. Eiji wandte seinen Blick gen Heimat und brach somit den Blickkontakt ab. „Man sollte nicht alle unter einen Hut stecken und dennoch kann ich den Einfluss meiner Erziehung nicht leugnen… Aber ich hoffe doch, dass ich mehr als nur ein Erzeugnis meiner Familie bin.“ Der Blonde steckte seine Hände in die Taschen der Jacke, weil er sonst nicht wusste wohin damit. Den Kopf in Richtung Himmel erhoben, um die schnell vorbei ziehenden Wolken beobachten zu können, schwieg der Hiromiya kurz. Aus irgendeiner unergründlichen Laune heraus, kam ihm Juns rostiges altes Schwert in den Sinn und ihre Reaktion auf die Frage nach dessen Herkunft. Der junge Mann neigte den Kopf leicht zu der Grünhaarigen und sah sie aus dem Augenwinkel an. In seinen zuvor noch recht ernsten Zügen mochte man nun ein leichtes Lächeln erahnen. „Ich für meinen Teil, werde nicht gern anhand meiner Abstammung beurteil. Du vermutlich auch nicht, oder? Es sollte keine Anspielung auf ihre Familie sein oder gar ein Vorwurf.
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BeitragThema: Re: Hiroki's bescheidenes Hüttchen   Sa Dez 13, 2014 12:52 pm

Jun erkannte, wie der Blonde die Augenbraue hochzog. Vermutlich hatte er nicht gedacht, dass sie ihn darauf ansprechen würde, doch da hatte er sich geschnitten. Wenn er wüsste, wie direkt sie manchmal sein konnte, würde er merken, dass er gerade noch glimpflich davon gekommen war. Aber in diesem Fall wollte sie einfach nur wissen, was nun wirklich der Realität entsprach. Die Geschichten der Leute oder das höfliche, wenngleich auch leicht arrogante Auftreten des Jungen, hinter welchem in kurzen Moment vielleicht mehr gesteckt hatte. Sie tippte darauf, dass die Geschichten der Leute nur zur Hälfte ausgedacht waren, aber meist hatten sie auch einen wahren Kern. Irgendetwas trieb die Menschen immer zu Dummheiten und dieser Junge war vermutlich auch keine Ausnahme. Dennoch hatte sie diese Frage gestellt.
Keine Miene verzog sich, als Hiromiya Eiji ihre Worte als Antwort benutzte - vielleicht hätte ein anderer gelacht, aber nicht sie. Weil sie nicht mehr viel lachte und lieber in sich gekehrt war und hier doch eigentlich gar nicht hingehörte. Wie immer benutzte sie kurz darauf ihre bewährte Taktik des düsteren Auftretens, des eindringlichen und auf manche finster wirkenden Blicks, sowie des Schweigens. Sie wusste nicht, ob es das war, was den jungen Mann zum Reden brachte oder ob er von sich aus fortgefahren wäre. Und mit seinen Worten zeigte er ihr eine Seite, die sie nur allzu gut von sich selbst kannte: „Man sollte nicht alle unter einen Hut stecken und dennoch kann ich den Einfluss meiner Erziehung nicht leugnen… Aber ich hoffe doch, dass ich mehr als nur ein Erzeugnis meiner Familie bin.“
Zum ersten Mal hoben sich ihm gegenüber nun ihre Augenbrauen und das weiß in ihren Augen vergrößerte ein wenig seine Fläche. Das Erzeugnis einer Familie sein - sie wusste genau, was er meinte und wie es sich anfühlte. Jun konnte zwar nicht genau ergründen, ob ihrer beider Empfinden identisch war, doch sie kannte es, wenn man in einer Art Loch steckte und sich fragte, ob man überhaupt wirklich dazu gehörte. Oder ob dieses Knäuel an Familie wollte, dass man es tat und nicht ein anderer. Bestes Beispiel hierfür wäre wohl ihre Mutter, aber die Grünhaarige hatte damit abgeschlossen. Sie wollte nicht mehr in diesem dunklen Loch sitzen, denn man konnte in der Dunkelheit nicht stark sein. Jedenfalls sie nicht.
Und als ob Eiji ihre Gedanken lesen konnte, sprach er auch sie darauf an. Dass sie nicht gerne anhand ihrer Abstammung beurteilt wurde, genau wie er. Wie Recht er dabei hat..., dachte sie bei sich und wandte den Kopf von ihm ab. Wollte ihn nicht ansehen, denn er hatte ins Schwarze getroffen. Sie hasste es ihrem Clan untergeordnet zu werden, vor allem deshalb, weil sie sich durch ihn wie ein Monster fühlte. Aber das konnte sie dem Blonden natürlich nicht sagen - generell vertraute sie sich nie jemandem an, war sich selbst immer die nächste. Vielleicht lag es unbewusst auch daran, dass in ihr immer noch jemand war, der niemandem zur Last fallen wollte. "Du bist das Erzeugnis deiner Familie. Nichts wird jemals an dieser Tatsache etwas ändern. Vielleicht fühlt es sich nicht so an, als ob du dazu gehörst. Vielleicht denkst du, du bist anders. Aber biologisch gehörst du so zu deiner Familie, wie Hände zu einem menschlichen Körper." Jun strich sich seine Haarsträhne aus dem Gesicht, welche sie störte, und steckte ihre Hände dann ebenfalls wieder in die große Bauchtasche ihres Pullovers. Leicht zog sie ihre Schultern hoch, als ob ihr kalt wäre. Aber das war nicht der Fall - dieser Kerl sollte nur nicht auf die dumme Idee kommen, sie danach zu fragen. "Du kannst dich zwar von ihnen in deinem Wesen unterscheiden, aber eine Geburt macht aus dir einen Angehörigen. So ist das nun einmal - aber erwarte von mir nicht, dass ich dich respektiere, weil deine Familie vielleicht angesehen ist. Das ist mir um ehrlich zu sein vollkommen egal." Eine kleine Pause folgte und sie atmete tief durch. "Ich bin keine Weltenverbesserin - eher im Gegenteil -, obgleich sie mich ankotzt. Aber abgesehen davon, wie wir geboren werden, entscheiden wir immer noch selbst, was wir sind. Die meisten verkriechen sich hinter fadenscheinigen Reden und Pflichten, dabei sind sie Angsthasen, die lieber wegsehen. Lieber lassen sie sich kontrollieren und unterwerfen, anstatt einmal zu denken - aber das geht hier wohl zu weit. Was ich damit sagen will: Nein, ich werde nicht gerne nach meiner Familie gefragt oder beurteilt. Ich hasse es schier. Aber man kann selbst entscheiden was man ist und sich nicht in eine Nische drängen lassen." So wie sie es fast hatte mit sich selbst getan. Den Platz ihrer verstorbenen Schwester einnehmen... wie gutmütig und doch... so verwerflich im Hinblick auf ihre geistige Gesundheit. Die Kurosawa sah den Hiromiya von der Seite her an und befand, dass er vermutlich ein besserer Mensch war, als er nach außen hin vorgab. Schon allein sein kleines Lächeln... Sie konnte nicht anders, als es nun leicht zu erwidern, wie bei einer kleinen Verschwörung. Im Grunde genommen ging es ihnen beiden nämlich - obgleich anderweitiger Gründe - gleich.
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BeitragThema: Re: Hiroki's bescheidenes Hüttchen   Sa Dez 20, 2014 5:48 pm

„… biologisch gehörst du so zu deiner Familie, wie Hände zu einem menschlichen Körper.“ Eiji schluckte unbehaglich, was man durchaus missverstehen konnte. Er fing sich aber binnen Sekunden wieder und ließ sich nichts weiter anmerken. Das war ein sensibles Thema für ihn. Nicht etwa, weil er befürchtete nicht von seiner Familie abzustammen, das wäre Unfug. Die Ähnlichkeit war schließlich kaum zu übersehen – vor allem zwischen ihm und seinem älteren Bruder. Aber das Äußere war ihm egal, viel eher wollte er ihnen in anderen Dingen gleichen. In ihrer Stärke. Eiji wollte auf viele Weisen stärker sein, aber vor allem körperlich. Es war noch nicht einmal die Art Kraft mit der man Bäume ausreißen konnte, die er sich wünschte. Er wollte keine Automaten durch Gegend werfen können wie Raijin oder eine derart beharrliche Ausdauer im Schwertkampf aufweisen, die Sora an den Tag legte. Einfach nur einen gesunden Körper, dass würde ihm schon reichen. Aber ihm war klar, dass das niemals eintrat. Vielleicht war es das Beste, er fand sich mit seiner Situation ab, akzeptierte seine Schwäche. Allerdings war er  dazu vermutlich noch nicht bereit. Ob er es jemals sein würde? Mit all den mustergültigen Leitbildern vor sich, denen er niemals das Wasser reichen konnte. Natürlich waren auch seine Brüder nicht perfekt, das war niemand. Aber war es nicht häufig so, dass die Jüngeren ihren großen Brüdern nacheiferten. Ja, da war die Sache mit der Familie wieder. Irgendwie kam man nicht von ihnen los.
Jun redete im Gegensatz zu vorhin erstaunlich viel, sie schien sich schier in Rage zu reden. Der Blonde lauschte vorerst nur ihren Worten, ohne darauf zu reagieren. Irgendwie hatte sie ja Recht, mit ihren Aussagen. Es war jedoch einfach so etwas zu sagen, die Umsetzung dagegen fiel schon schwerer. Dem Hiromiya lag viel an seiner Familie und er tat einiges für sie. Auch solche Dinge, die ihm selbst nicht sonderlich zusagten. Sicher verbog er sich auch einige Male, ganz besonders für seine Großeltern. Eiji stellte sich häufig die Frage, warum das alles. Auf eine zufriedenstellende Antwort war er nicht gekommen. Sich zu verstellen, war anstrengend und irgendwie belastend. Dem jungen Shinobi fehlte es vermutlich noch an Lebenserfahrung und charakterlicher Festigkeit, um sich von niemandem beeinflussen zu lassen. In seinen achtzehn Lebensjahren lagen ihm schon so einige Steine im Weg und das hatte seine Standfestigkeit immer wieder beeinflusst, insbesondere weil er versuchte mit allem alleine klar zu kommen. Er wollte niemandem zur Last fallen.
Eiji bemerkte das Jun, nachdem sie seinem Blick erst ausgewichen war, nun sein Lächeln sogar erwiderte. Das Thema Familie war bei Beiden wohl ähnlich kompliziert. Die Grünhaarige jedenfalls machte es mehr als deutlich. Vielleicht war es besser nicht weiter darauf einzugehen.  "Ich kenne deine Familie nicht, also kann ich dich dahingehend auch nicht bewerten. Und um dich über sie auszufragen mangelt es mir wohl an Aufdringlichkeit", stellte er klar und zuckte gleichgültig mit den Schultern. Er war nicht gewillt ihr ein unangenehmes Thema aufzuzwingen und zu privat die Angelegenheit, um sie weiterhin Gegenstand des Gesprächs zu machen. Er kannte das Mädchen doch erst seit heute – von kennen konnte eigentlich nicht einmal die Rede sein. Wieso sollte er also mit ihr über seine familiären Probleme reden?
Stattdessen befand der junge Mann ein anderes Thema für besser geeignet. Eiji wollte kein unangenehmes Schweigen aufkommen lassen. "Das Katana, das du Hiroki-san hergebracht hast, ist ziemlich außergewöhnlich" damit meinte er nicht etwas das Aussehen, viel eher das Werk an sich. Es war ein Meisterstück. "Kannst du damit umgehen?" Er selbst liebe Kenjustu so sehr, dass er immer neugierig war, wenn die Möglichkeit bestand einen Gleichgesinnten vor sich zu haben.

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BeitragThema: Re: Hiroki's bescheidenes Hüttchen   Mi Dez 31, 2014 3:00 pm

Der junge Hiromiya schien nicht viel zu sagen haben, was seine Familie betraf – aber das wunderte Jun eigentlich nicht. Immerhin sah er auch nicht wie ein offenes Buch aus, sondern eher eins mit sieben Siegeln. Vielmehr schien er eher darauf bedacht, möglichst wenig zu reden und sich dann im Stillen mit daraus folgenen Vorurteilen auseinander zu setzen. Wäre Jun eines der Mädchen gewesen, die dauernd nur lächerliche Partys und Alkohol, hätte sie ihn mit Sicherheit nicht auf eine solche eingeladen. Wie gut, dass sie sich glücklicherweise nicht dazuzählen konnte. Dennoch verzog sie leicht die Mundwinkel, denn sie hatte ausnahmsweise wirklich ein Gespräch aufbauen wollen, was aber wohl nun nicht hatte sein sollen. Nun, dann eben nicht.
Jun zuckte mit den Schultern, als er schließlich erwähnte, ihm würde es an Aufdringlichkeit mangeln. Ja, vermutlich tat es das, aber ihr eigentlich auch. Sie hatte vielmehr nur etwas nettes sagen und ihm zeigen wollen, dass er selbst um sich entschied. Aber offenbar hatte man sie mal wieder falsch verstanden. Teilweise kotzte sie das echt an. Immer hieß es, sie schloss sich selbst aus, aber nie würdigte jemand den kleinen Ansatz, welchen sie immer in solchen Momenten tätigte. Es war wie ein Tropfen Wasser auf heißen Stein. Und langsam hatte sie es satt. Allerdings konnte der Hiromiya nichts dafür oder für seine Art, mit welcher er sich wohl bezüglich seiner Familie gelernt hatte abzufinden und deshalb sah sie davon ab, einen Kommentar diesbezüglich von sich zu geben.
Kurz darauf fragte er sie jedoch nach dem Katana, welches sie bei Hiroki abgegeben hatte. Jun stieß heiße Luft aus und machte ein murrendes Geräusch. Natürlich konnte sie damit umgehen, es war nicht so, dass sie diese Dinge wissenlos mit sich herumschleppte, weil es ihr so passte. Es war nicht so, dass sie ein Museum zu Hause besaß, wo sie jene Klingen ausstellen konnte und damit ihr Geld verdiente. Aber gut, im Endeffekt war es vielleicht auch nur der Versuch eines Gesprächsaufbaus und des damit verbundenen Themenwechsels. “Außergewöhnlich trifft es ganz gut...“, begann sie und zog die Schultern unbewusst höher, als ob sie frieren würde. Dabei war es gar nicht der Fall. Eiji konnte nicht wissen, dass dieses Katana eng mit einer Familientragödie zusammenhing. “Wenn man es genau betrachtet... ist es wie ein Erbstück. Es ist nicht das meine, aber ich kann es nicht mit ansehen, wenn eine so wundervolle Klinge irgendwo verkommt. Daher dachte ich, ich nehme Hiroki-sans Dienste in Anspruch. Abgesehen davon kann ich einigermaßen gut mit Waffen umgehen, ja.“ Jun erwähnte natürlich nicht, dass sie eigentlich sogar sehr gut mit Waffen umgehen konnte, was ihr Vater ihr immer wieder sagte. Aber sie sah sich nie selbst auf diesem Ross und da sie Kämpfe ohnehin verabscheute, gab sie auch nie mit ihrem Können an oder praktizierte es in aller Öffentlichkeit. Nur wenn sie in große Not geriet, griff sie zur Waffe. Ohnehin dauerte es eine Weile, bis sie sich überhaupt auf einen Kampf einlassen konnte und deshalb sahen sie viele als schwächlich und kindlich an. Nur fragte sich die Grünhaarige immer wieder, was daran so falsch sein konnte, nicht kämpfen zu wollen? Immerhin endete es oftmals im verkorksten Leben des anderen. Oder dessen Familie. “Du scheinst ja selbst genug Kenjutsu zu praktizieren, nicht wahr? Jun blickte abwesend das Tal hinunter. “Wir sollten zurückgehen, ehe es wieder zu regnen beginnt...“
TBC: Tsukigakure
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