Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 Trainingsplatz II

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BeitragThema: Trainingsplatz II   So Jan 11, 2015 6:19 pm



Ein anderer Teil von einem der großen Trainingsplätze Konohagakures. Hierbei handelt es sich um eine große, teilweise staubige und teilweise mit Gras bewachsene, Fläche. Ab und an durchziehen Wälder das Gelände, das wiederum von einem nicht allzu breiten Fluss gespalten wird. Nahe eben jenes Flusses ist eine dem ein oder anderen bekannte Lichtung mit drei Holzpfählen.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz II   So Jan 11, 2015 6:40 pm

cf: Das Haus der Hokusai's (Timeskip von ca. 1 Woche)

Setsuna nahm die Hand vors Gesicht und unterdrückte auch noch jetzt einen Facepalm, wenn er so daran dachte, wie sein Vater sich heute früh fast an ihn gehangen hatte. Ob er sich nicht lieber ausruhen müsse. Ob er nicht mehr frühstücken wolle. Ob er ihm etwas mitbringen solle, wenn er in der Bibliothek vorbeiging. Seufzend und genervt hatte der Jôcho verneint und dann die Tür fast schon hinter sich zugeschlagen. Es saß ihm wirklich auf, wenn sein alter Herr so überreagierte und versuchte der gute Vater zu werden, welcher er nie gewesen war. Die ganze Woche war es so gegangen und immer wieder hatte Setsuna abgeblockt, nur um dann schließlich zähneknirschend doch etwas von dem Selbstgekochten zu versuchen und sich zumindest über eine kühle Aussöhnung zu bemühen, welche doch niemals so schnell eintreten würde. Der Spalt war in dieser Hinsicht wohl einfach zu groß. Dieser Riss, welcher in die Familie geschlagen wurde, zu tief. Es war also nicht verwunderlich, dass er wirklich lieber zu diesem „Training“ antanzte, anstatt zu Hause zu verweilen.
Trist blickte er sich schließlich auf dem Trainingsplatz um, war sogar ein wenig zu früh dran. Irgendwer hatte einmal geschrieben, dass fünf Minuten vor der Zeit der Pünktlichkeit entsprachen, aber der Name war ihm ausnahmsweise entfallen. Zu viel hatte er gelesen – zu viel ging vielleicht auch in seinem Kopf um. Eben letzterer wurde gehoben, sodass die blauen Augen in den fast gleichfarbigen Himmel hinaufsehen konnten. Tja, hier stand er nun. Das Schwert an seiner Seite, einen „Blindenkampf“ ausfechten müssend, wie es aussah. Selbst mit seinem Onkel hatte er in den vergangenen Tagen nicht geredet, wobei das auch daran liegen könnte, dass eben dieser kurzfristig wie vom Erdboden verschluckt war. Kopfschüttelnd blickte Setsuna sich nun noch einmal um und entschied sich dann dafür, sich gelangweilt gegen einen der Baumstämme zu legen. Das Blätterdach gewährte ihm schon in aller früh ein wenig Schatten von der kommenden Sonne, weshalb es für ihn ein guter Platz war, wenn er denn schon warten musste...
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Hokusai Tenzou
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz II   So Jan 11, 2015 8:11 pm

Cf: Haus der Hokusai

Die eine Woche zu Hause verlief für Tenzou wirklich langweilig. Nachdem Mayura wieder zu Hause war, versuchten sie eine Strategie zu entwickeln den Haushalt gemeinsam zu organisieren. Immerhin konnten sie nicht auf Ewigkeiten abhängig von seiner Mutter sein. Inzwischen lief es viel besser, auch wenn Mayura meistens das Augenlicht ihres Ehemannes ersetzen musste. Am heutigen Morgen ließ sie es sich sogar nicht ausreden ihn zum Trainingsplatz zu bringen, auch wenn er anfänglich dagegen war. Immerhin würde es offerieren, dass er Hilfe von anderen benötigte einen Ort zu finden. In dem tiefsten Inneren von Hokusai war er jedoch irgendwie auch dankbar auf diese hartnäckige Art und Weise seiner Frau. Ihre Hand hatte sich fest mit seinen Fingern verschlungen, wodurch er deutlich ihren Ehering spüren konnte. Sie sprachen über die weitere Planung des Tages und kamen zu dem Ergebnis, dass sie vermutlich ihn gegen Mittag wieder abholen musste. Ansonsten würde er wohl den Weg kaum alleine finden. Als sie dann am Trainingsplatz ankamen, blieben sie stehen und Tenzou drehte seinen Körper seiner Frau entgegen. Neben ihm wirkte sie unglaublich klein und zerbrechlich. Er beugte sich extra weit hinab und spürte die Hände von Mayura in seinem Nacken, bevor sie ihm einen liebevollen Kuss schenkte. "Wir sehen uns später", murmelte er ihr zwischen einem weiteren Kuss zu und richtete sich dann wieder zu seiner vollen größe auf. Ein letztes Mal drückte sie seine Hand, bevor er sich herum drehte und gemächlich in Richtung Setsuna steuerte. Seine Ehefrau hatte ihm noch leise darauf hingewiesen das Jocho bereits auf dem Trainingsplatz wartete. Wie würde der Mann wohl gelaunt sein? Tenzou blieb langsam - vermutlich ein paar Schritte zu weit von ihm ihm - stehen und kniete sich dann auf den Boden. Dort rollte er eine Schriftrolle aus und entsiegelte sie. Zum Vorschein kamen seine Schwerter und der Mantel, den er normalerweise auf Einsätzen immer trug. Er würde ihm heute hoffentlich vor Schnittverletzungen schützen. Nachdem er mit den Fingern ertastete hatte, wo die Gegenstände lagen, warf er Setsuna noch ein trocknes: "Guten Morgen", entgegen. Danach schwieg er wieder und zog sich seinen Mantel über die Schultern. Als er sich aufrichtete, schien er eigentlich wie ein normaler Shinobi zu wirken. Nur das die Augenbinde ihm irgendwie ein merkwürdiges Bild gab. "Wie gut bist du im Schwertkampf?"
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz II   So Jan 11, 2015 8:57 pm

Es dauerte nicht mehr allzu lange, bis Setsuna eine bekannte Präsenz am Rande seines Sensor-Sichtfeldes – wenn man so wollte – wahrnehmen konnte. Oder vielmehr die einzige, denn er glaubte nicht, dass es viele um die Uhrzeit an einen eher abgelegenen Trainingsplatz verschlug. Als er seinen Blick hob, erkannte er natürlich Mayuras weiße Haare, die an sich schon auffällig waren. Der Blinde neben ihr stand ihr allerdings auch in nichts nach, sodass man sie durchaus als ein sehr auffallendes Pärchen bezeichnen konnte. Ein wenig verzog er bei diesem Gedanken die Mundwinkel nach unten, denn damit hatte er noch nie viel anfangen können. Ob nun Familie, Pärchen, Freunde... im Gegensatz zu ersterem ging beides andere, war aber dennoch auf eine gewisse Art und Weise Neuland für ihn. Setsuna beobachtete die Szene nicht weiter, sondern wartete, bis der männliche Part langsam auf den Trainingsplatz schritt.
Wachsam sah er zu, wie die Schriftrolle ausgepackt wurde. Mantel und Schwerter zum Vorschein kamen – und ein Morgengruß in die Luft abgegeben wurde. Und das wortwörtlich, weshalb Setsuna nur die Stirn runzeln konnte und seine Augen verengte. Missmutig fuhr der Jôcho sich mit Daumen und Zeigefinger über seine Augenbrauen und schüttelte nur den Kopf. Hokusai Tenzou – Ehemann und Vater, Berater des Hokage und Jônin von Konohagakure-no Sato – sah in die komplett falsche Richtung. Zumindest nicht zu ihm. Der dunkelhaarige Chûnin räusperte sich und stieß sich vom Baum ab, wobei er immer noch keine Anstalten machte, zu seinem Schwert zu greifen. Er fragte sich immer noch, wie der Hokusai kämpfen wollte und blieb rund zwei bis drei Meter vor ihm stehen. Mit Absicht hörbar. “Ebenfalls einen guten Morgen.“
Setsuna schloss auf Grund des Körperbaus in etwa auf die Stärke des Mannes vor ihm, wenn es auf die körperliche Stärke ankam und legte den Kopf schief. In einen direkten Kampf sollte er sich nun wohl schon einmal nicht verwickeln lassen, beziehungsweise kein Kräftemessen in dieser Hinsicht mit dem Hokusai eingehen. Es war deutlich sichtbar, dass er verlieren würde. Zwar bestand der Jôcho nicht aus Haut und Knochen, setzte aber mehr auf Schnelligkeit und Reflexe, sowie nervige Schnittwunden, als auch brachiale Gewalt. Andererseits würde der fehlende Sehsinn mit Sicherheit diesen Vorteil vorweg nehmen und ihn neutralisieren. Man konnte ohne ein Ziel schlecht die Kraft konzentrieren, ohne sich zu verausgaben. Tat man es doch, war es ein böser Anfängerfehler und Tenzou sah ihm nicht nach einem Anfänger aus.
Erst als man ihn nach seinem Können im Schwertkampf fragte, zog Setsuna seine namenlose Waffe aus der Scheide. Anders als die meisten Kenjutsuka, fand er es einfältig, den Klingen Namen zuzuteilen und nach ihnen zu rufen. Sein Schwert war für ihn besonders, weil er es von seinem Onkel geschenkt bekommen hatte und nicht wie das traditionelle Katana wirkte – nicht, dass Tenzou es hätte sehen können. Es erfüllte Sinn und Zweck und das reichte ihm. “Ganz passabel“, war alles, was er antwortete, wobei es mit Sicherheit eine leere Aussage war. Immerhin war es eine Wertung, welcher der Objektivität der einzelnen Personengruppen zuzordnen war. “Wenn ich mich recht entsinne, so können Sie von Sich mit Sicherheit anderes behaupten.“ Ein wenig war es wie eine Frage formuliert, doch Setsuna erwartete hierauf keine Antwort. Vielmehr bewegte er sich ein wenig im Kreis nach rechts, behielt Tenzou dabei aber im Auge. Auch er würde keine Anfängerfehler machen und ihm beispielsweise den Rücken zukehren. Stattdessen wuchs die Neugierde in ihm auf und er lächelte fast in sich hinein. Vorfreude. Weil er wissen wollte, wie ein Blinder mit dem Schwert kämpfen konnte.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz II   Do Jan 15, 2015 2:27 pm

cf: Takigakure

Nachdem Ringo Sarutobi ihre Takigakure-Mission erfolgreich hinter sich gebracht hatte, widmete sie sich wieder einer ihrer größten Leidenschaften: Tenzou Hokusai. Derzeit hing er allerdings noch viel öfter in ihrem Köpfchen herum als früher. Grund war, natürlich und unvermeidlich, das Geschehen rund um Sairento Hiru. Diese seelenverlassene Ortschaft mit ihren schwefeligen Senklöchern und Schächten und Irren im Herzen der Anarchie. Zweimal hatte Ringo diesen Ort nun schon besuchen dürfen, und mit jedem Vorbeischauen wurde die Gegend gruseliger und unbehaglicher.
Tenzou zu finden, war nicht schwer. Ringos ausgefeiltes Kontaktnetz in der Kage-Residenz sorgte für einen reibungslosen Info-Verkehr. Genauer gesagt, musste sie einfach nur den Kage höchstselbst daran erinnern, wie sie erst letztens gemeinsam das Katon-Jutsu ihres - Ringos - Vaters gemeinsam trainiert hatten. Und hinzufügen, dass ihr vielleicht vor Mai Fudo herausrutschen könnte, wie stümperhaft sich Daizen dabei angestellt hatte. Dass er mehr Training und Übung brauche. Mit ihr - also nicht Ringo, sondern Mai.
Daizen, wohl wissend, dass er dann seines Lebens nimmer froh werden würd, spuckte sogleich Infos wie ein Spielautomaten Münzen.
Dass sich Ringo dem Trainingsplatz näherte, würde natürlich nicht unbemerkt bleiben. Sofern Setsunas Sinne nicht völlig abstumpften, während er sich auf schlichten Schwertkampf vorbereitete, dürfte er sie rasch bemerken. Allerdings auch nur sie allein - der Yonbi in ihr war mit einem derartigen Siegel festgesetzt, dass selbst starke Sensor-Nin kaum etwas von ihm wahrnahmen. Zumindest, solang er fest in Ketten lag. Das Fuuin dieser Jinchuuriki war mit dem Juin verknotet. Dem Juin, welches Ringo in Sairento Hiru erhalten hatte. Erhalten von demselben Wissenschaftler, unter wessen Skalpell auch Tenzou gelegen hatte.
Und genau das sorgte für Ringos erhöhtes Interesse an dem Hokusai: Warum war er noch blind? Was trug er unter seiner Augenbinde? Was zum Nirvana hatte dieser Wissenschaftler-Typ mit ihm angestellt? Und schlimmer: Würde es "nur" bei dieser Blindheit bleiben, oder gabs noch schwerere Folgen?
Ringo verspürte eine gewisse Verantwortung, dies herauszubekommen. Zusammen mit dem Ehrgeiz natürlich, ein tüchtiges Lob zu erhalten, wenn sie mit brauchbaren Infos angerannt kam. Vielleicht würde ja sogar Tenzou selbst ihr dankbar sein, wenn sie etwas Nützliches/Lebensrettendes an Land zog...
Fürs Erste bezog Ringo Beobachtungsposten, rund dreißig Meter von den beiden Trainierenden entfernt, und schaute zu. Stirnrunzelnd verfolgte sie das Geschehen. Was wollen die zwei mit Schwertern? Ernsthaft diese Samurai-Zaubernummer vom Blinden Schwertkämpfer durchziehen? Wer auch immer der Jüngere da war, er dürfte wohl den Spaß seines Lebens haben, einen Vorgesetzten nach Belieben zu pieken.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz II   Sa Jan 17, 2015 10:49 am

Die Stimme von Setsuna kam aus irgendeiner anderen Richtung, sodass Hokusai für Sekunden verharren musste um herauszufinden wo er stand. Schon damals als er auf der linken Seite blind wurde, hatte er angefangen sein Gehör zu schärfen. Er konnte die Umgebung besser wahrnehmen als andere. Dennoch baute er viele Jahre lang auf dem anderen sehenden Auge auf, wodurch er im Moment ein blutiger Anfänger in dem blinden Kampfstil wurde. Hätte er vielleicht mehr damit gerechnet, dass irgendwann der Tag kam an dem er das volle Gesichtsfeld verlor, wäre er möglicherweise bereits damit beschäftigt gewesen zu trainieren. Diese verlorene Zeit musste er mit Setsuna nun nachhalten. Der jüngere von ihnen beiden, schien in der Schwertkunst bewandert zu sein, auch wenn er behauptete das Tenzou besser sein musste. Gerade im Katanakampf schien der Hokusai ein hohes Maß von Selbstverliebtheit zu besitzen. Denn er wusste, dass er gut war - nicht perfekt, aber er war gut! "Ich kämpfe mit dem Katana schon seit ich klein bin", erklärte er und überprüfte noch einmal recht penibel den Sitz seiner Waffen am Gürtel. Über seine Hände wurden Handschuhe gestülpt, die gefährliche Schnittverletzungen hoffentlich vermeiden würden. Zudem schützte sein Mantel vor bösen Attacken des Chuunin. Im tiefsten inneren fragte er sich jedoch, wen Setsuna beschützte. Denn gleichzeitig würde Tenzou sich erst daran gewöhnen müssen im Kampf blind zu sein und damit sein Gegner auch gut zu treffen. Natürlich würde er dem Mann nicht verletzen wollen, aber wie schnell konnte er ihn falsch treffen, wenn er es nicht sah? "Ich sollte dich vorwarnen, dass ich zwar gut hören kann, aber wenn ich dich angreife, vermutlich nicht sonderlich... kontrolliert sein werde.", erklärte er und zog zunächst nur ein Katana hervor. Das längere von den beiden, konnte er mit beiden Händen besser umschließen. Wie so vieles an ihm, besaß der Knauf der Waffe ein Fuin. Eine geringe Menge seines eignen Chakras strömte dadurch. Vermutlich würde der Hokusai inzwischen eine Art Signalfackel für jeden Sensorshinobi darstellen. Auf seiner rechten Brustseite klebte ein Fuin, dass durchgehend Chakra speicherte. Keine große Menge pro Tag, aber so viel das ein Depot sich ansammelte. Die linke Brust - direkt am Herzen - besaß eine andere Art von Chakra. Wenn man es genau unterscheiden konnte, so floß dort das Chakra von Mayura durch das Fuin. Eines das im Rhytmus ihres Herzens zu pulsieren schien. Tatsächlich war es ihr Pulsschlag, der jedoch für den Jounin nur schwach spürbar sein sollte. Eine Art Kribbeln in der Brust, wenn man es genau betrachtete. Tenzou ging ein paar Schritte vor und richtete die Klinge auf Setsuna - nun gut sie schien an ihm vorbei zu deuten, aber eigentlich plante er sie direkt in seine Richtung zu drehen. "Würdest du kurz meine Klinge berühren?" Netterweise fragte er nach, ansonsten wäre er auf die Idee gekommen planlos in der Luft herum zu stochern um den Mann kurz zu pieken, damit sein Chakra in das Fuin wanderte. Das würde ihn die Arbeit ersparen Setsunas Position erraten zu müssen, weil sich das Schwert dann automatisch auf ihn ausrichtete. Schlussendlich konnte er noch ein Jutsu verwenden bei dem er das Katana nach ihm feuerte. Wenn der Chunin also nicht nett war, wurde er bestraft! Das sie bei diese Training auch einen Zuschauer hatten, wusste er nicht. Hätte er jedoch ahnen können, dass Daizen einfach plauderte, wäre er sicher seinem Freund auf den Tisch rum gesprungen. Sich von einem jungen Mädchen erpressen zu lassen... .
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz II   Mo Jan 19, 2015 8:28 pm

Prüfend kräuselte Setsuna seine Augenbrauen und hätte wohl die Arme vor der Brust verschränkt, würde sein Schwert ihn nicht daran hindern. Er zog seine Schlüsse aus Tenzous Aussage im Bezug auf die Tatsache, dass er bereits als kleines Kind angefangen hatte, mit dem Schwert zu kämpfen. Im Gegensatz zu ihm, war der Brillenträger mit seinen damaligen zehn Jahren fast schon ein Teenager gewesen – als sein Onkel ihn zu sich genommen und ihm beigebracht hatte, mit dem Schwert umzugehen. Gewiss hatte es bessere Schüler in der Auswahl gegeben, immerhin hatte Setsuna weder eine hohe Körperkraft oder eine überdurchschnittliche Geschwindigkeit, noch gute Augen, um sein Ziel anzuvisieren. Nein, er trug eine Brille und musste sich eher auf seine Auffassungsgabe und Voraussicht verlassen. Letzteres war auch der Grund, weshalb er die Gegner lieber vor dem Kampf analysierte.
Folglich war sein Augenmerk auch zunächst auf die Waffe gerichtet, welche einen eigenen Chakrafluss aufwies, welchen Setsuna jedoch nicht genauer spezifizieren konnte. Augenscheinlich musste es ein Fuin sein, der Sinn und Zweck lag vermutlich in der Anwendung. Was es genau bewirkte, konnte er nicht sagen – oder zumindest noch nicht. Was er zu erwarten hatte, war hingegen deutlich klarer. Tenzou war nicht nur einen Kopf größer als er, sondern hatte auch mehr Erfahrung sowie körperliche Kraft. Setsuna musste also einen Vorteil daraus schlagen, dass er unter Umständen flinker war – auch auf Grund der optischen Benachteiligung seines Trainingspartners, wenn man so wollte. Weiterführend bemerkte er eine neue Präsenz, ordnete das aber eher seinem Unterbewusstsein zu, da er a) innerhalb des Dorfes war, es b) folglich also normal war, hier Leute zu treffen; c) kein Kampf irgendwo entbrannte, weshalb Feinde im Dorf sein konnten und d) es auch keine ihm ungemein vertraute Signatur war – beispielsweise die von seinen Teamkameraden, Madoka, seines Onkels oder seines Bruders. Bei letzterem fuhr ihm ein leichter Schauer über den Rücken, als er an die Szenen des Akademiegeländes dachte.
“Etwas anderes hätte mich auch überrascht, da sie optisch gesehen keinen sehr vertrauenserweckenden Eindruck machen“, entgegnete Setsuna schließlich nüchtern und hob dabei fast provokativ eine Augenbraue. Dann legte er den Kopf leicht schief und verzog die Mundwinkel nach unten. Es misfiel ihm, sich nun darauf einzulassen, das Schwert zu berühren, wenn er zuvor ein Fuin daran ausgemacht hatte. Einerseits konnte man es einfach für einen Wink halten, damit Tenzou wusste, wo er war, aber andererseits... Schließlich zuckte er mit den Schultern. Ohnehin kämpfte er nicht gerne und für Tenzou war es vielmehr ein Training. Er musste so und so damit klar kommen, weshalb sie wohl einen Kampf recht realistisch gestalten sollten. Dort würden sich die Klingen immerhin auch berühren – auf kurz oder lang wäre das immer der Fall. Der Gedanke behagte ihm zwar ganz und gar nicht, doch der Jôcho hob die Klinge an und strich damit ganz leicht über das Metall des Hokusai. “Also?“, fragte er letzten Endes, während seine Augen die gegnerische Klinge nicht aus den Augen ließen. Setsuna machte sich auf den ersten Angriff gefasst – ihn ungerne selbst ausführend.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz II   Di Jan 20, 2015 1:10 pm

Ringo ließ sich ins Gras fallen und schaute dem Treiben gespannt zu. Was sollte das wohl werden? Duellierten sie sich nun ernsthaft? Mit scharfen Klingen? Das gab der Sache Realismus und die Würze von Gefahr, ohne Zweifel. Sie wandte ihre Aufmerksamkeit dem Gegner zu, den sich Tenzou ausgewählt hatte. Brillenschlange. Lahme, lustlose Bewegungen - zumindest erschien dies einer im Taijutsu gedrillten Kunoichi so. Der Kerl agierte ohne sichtbaren Biss. Agieren an sich schien nicht sein Spaß zu sein - als Tenzou ihn aufforderte, seine Klinge mit der eigenen Waffe zu berühren, tat ers fast zögerlich.
Er will die Position erfahren, dachte Ringo bei sich, Malt sein Geist nun ein Bild? Wenn ja, wie detailliert ist es? Sie kannte es von sich selbst und vielen anderen, welche in der Kampfkunst bewandert waren: Das Bild im Kopf. Die imaginären Auren aus Farben, welche die Bedrohungsbereiche des Gegners aufzeigten.
Die Farben grün, gelb und rot waren für Ringo eine allgemeine Sache. Rot umfasste in diesem Augenblick Tenzou und Setsuna wie zwei Käseglocken; ihr Radius betrug die Länge ihrer Arme und Klingen. Tenzous Rot überlappte sich mit Setsunas Radius in dem Moment, da sie einander ihre Klingen küssen ließen. Es war der absolute Bedrohungsbereich, in dem die Luft am dünnsten war und der Unterschied zwischen Leben und Tod Sekundenbruchteile ausmachte.
Bei Schwertkampf-Duellen war es zumindest ganz zu Anfang langweilig, die übrigen Farben hinzuzufügen. Gelb umwaberte die zwei kreisrunden roten Auren der beiden Kämpfer wie eine Rauchwolke. Denn Gelb kennzeichnete jeden Bereich, den ein Kämpfer mit einigen Schritten erreichen konnte - oder mit Jutsu.
Masamune Takatanes Aura war immer pures Gelb, ging es Ringo durch den Kopf, Bei ihm gab es kaum Rot. Aber auch kein Grün. Wenn er angriff, sah mans kommen ud konnte reagieren. Doch er konnte mit einem Angriff auch sofort überall zuschlagen. Fernkämpfer eben.
Tenzou und Setsuna waren beiderseits Schwertkämpfer, zumindest genau jetzt. Natürlich aber... blieb die Frage, wie sich Tenzous Behinderung auf das Rot und Gelb auswirken sollte.
Und auf das Bild in seinem eigenen Kopf. Es kommt drauf an, wie oft er schon mit diesem Jungen gekämpft hat. Kennt er seine Muster? Kann er rein aus dem Gehör auf die Figuren schließen, die sein Gegner bildet? Ringo selbst wußte, dass es nicht unmöglich war, ohne gute Sicht zu kämpfen. Wenn ihr Rauch das Kampffeld vernebelte, sah sie den Feind kaum im Ganzen. Sie sah das Bein, auf das sich der Gegner stützte, den ausgestreckten Arm, die grobe Form des Rumpfes im Dunst. Daraus ermittelte sich ihr Bild: Wo war die Hand, der Fuß, die Waffe, die sie nicht sah? Wo war der Kopf, die Kehle, auf die sie zielen wollte?
Wie gut konnte Tenzou dieses Bild malen, wenn er völlig blind war? Ringo beschloss, dass sie nicht nur hier sein wollte, um die Augen ihres ehemaligen Meisters zu observieren. Sie konnte auch... genau jetzt ein Bild malen.
Sie langte an ihre Hüfttasche und holte ein kleines Notizbuch hervor, ohne den Blick von den beiden Kämpfern zu heben.
Seit sich deren Klingen zum ersten Mal berührt hatten, waren kaum Augenblicke vergangen.
Und der Sehende ließ den Blinden die Initiative ergreifen. Reaktion lieber als Aktion, dachte Ringo, Lahm. Kannte sie den Typen nicht von irgendwoher? Vielleicht in Begleitung von... Madoka...? Das war lang her...
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz II   Fr Jan 30, 2015 8:26 pm

Als das Chakra des Mannes durch seine Klinge lief, konnte er spüren wie sich sein Katana augenblicklich in eine Richtung bewegte. Es zeigte ihm an, wo Setsuna stand und vermittelte ihn eine gewisse Sicherheit. Ein kleines Lächeln tauchte auf seinen Lippen auf, wodurch der blinde Mann einen Anschein von Überheblichkeit vermittelte. "Ich werde keine Gnade walten lassen im Kampf. Das solltest du vielleicht auch nicht", erklärte er dann und straffte seine Schultern um sich zu seinen 2 Metern aufzurichten. Natürlich sah das Bild vermutlich von weiten skurill aus. Ein Blinder, der in den Schwertkampf gegen jemand anderes trat. Jeder hätte diesen Trainingskampf für völligen schwachsinn gehalten. Selbst Mayura hatte er nicht gesagt, was genau er hier plante. Es hieß nur, dass er sich für ein Gespräch mit jemand verabredete. Schlussendlich würde immerhin das Verletzungsrisiko viel höher sein als wenn er sehen konnte. Selbst dort konnte es jedoch für Setsuna recht gefährlich werden. Für ihn ging es jedoch hauptsächlich darum zu hören, wie ein Gegner sich auf ihn zu bewegte. Er musste erfahren, wie er Feinde anhand ihrer Bewegung ausmachen konnte um sie besser lokalisieren zu können und Angriffe abzuwehren. Natürlich würde niemand zulassen, dass er blind zurück in den Dienst kam. Selbst Daizen erwähnte mehrmals, dass er einen Schreibtischplatz bei ihm sicher hatte, aber sicherlich keinerlei Möglichkeiten mehr bekam in den aktiven Dienst zu kommen. Das war ein ziemlicher Schlag ins Gesicht. Für ihn brach damit eine Welt zusammen. Sein ganzes Leben beschränkte er sich stets darauf der beste Kämpfer zu werden und Konohagakure zu dienen. Schlussendlich sollte ihn dieses Geschehen dann einen Strich durch die Rechnung ziehen? Das konnte und wollte er irgendwie nicht auf ihn sitzen lassen. Auch wenn seine Ehefrau ihm mehrmals versuchte aufzumuntern und darauf appelierte, dass er auch einfach für die Familie da sein konnte. Sein tiefstes Ego trieb ihn jedoch nach draußen hier her. An dieser Stelle wo er mit erhobenen Katana dastand und Setsunas Bewegungen verfolgen wollte. Als das >Also< von seinem Gegner kam, richtete Tenzou seinen Körper in diese Richtung aus. "Mach dich bereit... und halte dich nicht zurück."

Ein rauer Wind wehte kurz über das Feld hinweg und wehte etwas Staub auf, während Tenzou seine Klinge merkwürdig offensiv hielt. Seine Waffe war geradewegs auf Setsuna gerichtet und schien auf magischeweise immer wieder mit zu gehen. Der Jounin setzte die ersten Schritte voran. Langsam und bedacht darauf achtend zu spüren wie sich seine Waffe ausrichtete. Er wirkte eher wie ein Anfänger der gerade das Gehen lernte. Dann nachdem er sich vergewisserte, dass alles passte, schnellte er vor und holte zum ersten Schlag offensiv auf Setsuna aus. Es war Kraft dahinter und auch irgendwie eine gewisse Präszision - die für einen Blinden sicher überhaupt nicht möglich wäre. Das sie einen Zuschauer hatten, wusste er nicht. Aber er hätte Ringo sicher angefahren, dass sie sich nicht so anschleichen sollte!
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz II   So Feb 08, 2015 8:47 pm

Hatten sie seinen Onkel nicht früher belächelt? Wie er ihn, Setsuna, mit zu sich geholt hatte? Um ihm den Kampf mit dem Schwert beizubringen, sodass er sich endlich wirklich im Kampf bewähren konnte? Setsuna hatte es nie wirklich verstanden, was den alteingesessenen und geachteten Shinobi dazu gebracht hatte – und gedankt hatte er ihm dafür auch nie wirklich. Vermutlich lag letzteres einfach daran, dass er nie ein große Logik hinter eben jenen Aktionen des heute fast Vierzigjährigen gesehen hatte. Vielmehr noch eine Verzweiflung oder ein Mitleid. Beides etwas, was der Jôcho zutiefst verabscheute, im Bezug auf seine Person nicht haben wollte. Doch sein Onkel hatte es geschafft, ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Dass er ihn trainierte, weil er wirklich glaubte, dass Setsuna etwas konnte, wofür andere vielleicht auch nicht geeignet waren. Den waren Grund ahnte der Dunkelhaarige wohl bis heute nicht, doch nicht zuletzt hatte sein Onkel ihn mit dem Wissen gesättigt, dass er im Ernstfall auch gefährlich sein konnte.
“Nun. Ich hätte mich auch nicht damit begnügt, wenn Sie Gnade hätten walten lassen. Letzteres würde nämlich bedeuten, dass Sie mich als Gegner nicht ernst nehmen – und mit Verlaub, das sollten Sie.“ Setsuna wollte sich auf keinerlei Provokationen einlassen und er wusste selbst auch, dass Tenzou mit dem Schwert vermutlich durchaus geschickter umgehen konnte als er... dennoch hatte er die Wahrheit ausgeprochen. Denn Schnelligkeit und Kraft war manchmal nicht alles. Manchmal musste man im richtigen Moment angreifen, aus den Bewegungen des Gegners die nächsten Angriffe herauslesen und die Schwachstellen finden. All das hatte nichts mit dem geschickten Schwingen eines Schwertes zu tun. Andererseits wusste der Hokusai dies – hoffentlich – genauso. Was das Bereitsein betraf, so war Setsuna dies. Schon seit längerem. Einzig und allein die Klinge seines Gegenübers ließ ihn kurz nachdenklich werden. Augenscheinlich hatte sie sich auf ihn ausgerichtet, nachdem sie mit seinem Chakra gespeist worden war – oder vielmehr mit seiner Signatur. Folglich funktionierte sie unter Umständen wie seine Fuin im Hinblick auf seine Sensorfähigkeit. Einmal markiert, würde man den Weg dorthin immer noch finden. Folglich sollte er auf der Hut sein.
- und er war froh, dass er es war, als Tenzou den ersten Schritt machte. Mit einem so kräftigen Schwung hatte der Jôcho bei einem Blinden wirklich nicht gerechnet. Er schien wild entschlossen zu sein, allen Zweiflern das Gegenteil zu beweisen. Nur mit Mühe und beiden Händen am Schwertgriff konnte Setsuna den ersten Hieb abblocken, spürte aber dabei sogleich den Schmerz in seinen Handgelenken. Letzteres ließ verlauten, dass es keine gute Idee war, solch einen Schlag nochmal schlichtweg abzublocken. Ergo musste er sich auf seinen Stil verlagern und eben dieser bestand darin sich seitlich an Tenzous Klinge vorbeizudrehen und seine Klinge über die des Hokusai entlang schlittern zu lassen – Richtung Körper, wobei er natürlich nicht glaubte, ihn tatsächlich zu treffen. Der Hokusai würde durch die Berührung in der Klinge spüren und auf Grund der Lautstärke und des Drucks merken, wo genau sich der Feind befand und wie nah er ihm war. Also verlegte sich Setsuna darauf sein Gewicht auf den anderen Fuß zu verlagern, um nach dem wohl sicheren Ausweichmanöver sein eigenes einzuleiten.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz II   Di Feb 10, 2015 6:24 pm

Tenzou mochte niemandem erzählt haben, was sich hier abspielen sollte. Um zu verhindern, dass es Zuschauer gab, die dieses Schauspiel als Farc ansehen würden. Doch es hatte nicht geklappt. Irgendwen hatte selbst er informieren müssen, und so gab es nun sehr wohl einen Zuschauer, der dieses Schauspiel für eine Farce hielt.
Oder sich zumindest ein Bild von der Angelegenheit machte.
Redet nicht, sondern kämpft endlich. Ringo Sarutobi saß im Gras, das Notizbuch auf den Knien, vier Wachsmalstifte in den Händen: Rot, gelb, grün und weiß. Blubbert nicht von Gnade, blabbert nicht von Zurückhalten oder keinem Zurückhalten. Königin Zuschauerin hatte nichts für diesen Logenplatz bezahlt, aber sie wollte trotzdem unterhalten werden!
Blut! Blut! Blut! Boah, meine Erdbeerwoche naht wieder...
Ein frischer Wind spie eine tanzende Böe übers Feld.
Dann Vorstoß. Bewegung. Dynamik. Tenzous massiger Körper ging vorwärts, das Katana nach vorn wie ein Wespenstachel.
Setsuna begegnete dem Stich blockenderweise. Dem Gesichtsausdruck nach unklugerweise.
Tut wohl weh, wenn man dem seine Schubkraft von vorn nimmt.
Das konnte Ringo mit einem guten Satz eigener Erfahrung schlussfolgern...

[...]Tenzou sagte nichts, sondern schlug sie. Er schoss durchs Katon hindurch und verpasste ihr einen Faustschlag. Sie sah ihn nicht kommen. Nur im letzten Moment, und da war sie viel zu überrascht von diesem Zuge. Was hatte sie erwartet? Dass er diese Kunst, die sie in Gedanken an ihn selbst gestartet hatte, vielleicht mit der gleichen Kunst beantwortete? Dass er ihr den Gefallen tat und sie voll nahm?
Stattdessen fegte er durchs Katon hindurch, wegen dieser dummen Rüstung, die er ihr noch nie gezeigt hatte, und er schlug sie mit solcher Wucht, dass sie erneut den Boden unter den Füßen verlor und schwarze Sterne und weißes Nichts hinter ihren Augen implodierten - oder was das alles nicht irgendwie andersherum?
Vorn und hinten war eins. Oben und unten dasselbe. Aufschlag auf Beton war weich, Ringos Hände kamen vor ihren Füßen auf, sie wirbelte herum, stand zu ihrer eigenen Überraschung richtig rum.
Dort hinten rollte ihr Katon aus. Grell, bunt, blau und grün und gelb und pink. Was? Tenzou stand davor.
Angriff. Weiter. Jetzt.
Fingerzeichen. Vier, fünf, sechs, sieben. Tiger, Drache, Hund, Esel, Möwe, Schabe, Tinitus, Kopfschmerz-Milbe. Chakra sammeln, und ausspeien. Statt Feuer kam Wasser, eine winzige Fontäne, seltsamerweise in der kugeligen Form einer Sonne, und zerplatzte unmittelbar vor ihren Füßen. Dampf stieg von der Pfütze auf. Immerhin, das Wasser kochte. Brachte das noch was?
Ringo blickte auf, blinzelte, schlug der Länge nach hin.[...]


Ja, Tenzous Schläge konnten Welten verrücken.
Ringo setzte den roten Stift auf und bekritzelte einen schmalen Korridor direkt vor Tenzou, um dessen Schlagkraft dor zu verdeutlichen.
Derweil glitt Setsuna förmlich an der feindlichen Klinge entlang.
Ringo malte Setsunas Strichmännchen kurzentschlossen Schmetterlingsflügel.
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Hokusai Tenzou
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz II   Di Feb 17, 2015 10:13 pm

Das Geräusch der Klingen, die aufeinander schlugen, schien Musik in den Ohren von Tenzou zu sein. Innerhalb weniger Sekunden schien sein trüber Geist wieder zu erwachen und jegliche schlechte Laune einfach zu verschwinden. Er lauschte sehr deutlich nach dem Ton und merkte sich den Klang schon einmal vor. Bereits davor war er für sein gutes Gehör bekannt und konnte selbst noch wütendes Gemurmel von Mayura gegen den Wind hören. Auch wenn er möglicherweise es dann ignorierte, wenn sie sich gerade stritten. Der Schlag wurde jedoch von Setsuna parriert und abgefangen. Dennoch spürte er das der junge Mann den Schlag nicht ganz so gut wegsteckte, wodurch sich doch ein fast böses Lächeln auf seinen Lippen zeigte. Wären seine Augen nicht verdeckt gewesen, so hätte man vermutlich jetzt ein provokantes Aufblitzen gesehen. Der Kampfgeist, der ihn gewinnen lassen wollte. Er hörte das Geräusch einer Klinge, die über seine eigne entlang glitt und einen schneidenen Ton von sich gab. Erst jetzt fiel ihm auf, dass die Geräusche der Kampfhandlung ihm bekannt vorkamen. Die Vorstellung, wie eine Klinge über seine glitt, musste er nicht sehen um zu wissen, dass es so war. Der Hokusai zeigte plötzlich ein finsteres Lächeln über die doch schnelle Erkenntnis, die er sich gewünscht hatte. Er konnte Blind kämpfen. Nicht vielleicht perfekt, aber er war in der Lage! Tenzou drehte seine Klinge in sodass die spitze Kante nach oben deutete und damit kleine Funken entstanden, die über den Lauf sprangen. Gleich daraufhin leitete er eine ziemlich große Menge Katon-Chakra hindurch, wodurch seine gesamte Klinge davon eingenommen wurde. Glühend rot leuchtete sie auf und würde bei Berührung mit Sicherheit auch Brandverletzungen hinterlassen. Tenzou konnte in dem Augenblick nichtmal ansatzweise ahnen, dass auch Setsuna diese Fähigkeit besaß. Nur das er ein anderes Element durchschickte... was schlussendlich zu einer skurillen Explosion führen könnte. Gerade wollte Hokusai jedoch bewirken, dass er zurückweichen musste.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz II   Di Feb 24, 2015 9:25 pm

Nun, Setsuna hätte vermutlich wenig überzeugt dreingeschaut, hätte ihm jemand erzählt, man würde ihm an anderer Stelle gerade Schmetterlingsflügel malen. Er fand nichts Gutes oder Positives an solchen Spielchen und Zeichnungen, waren sie doch realitätsfern und dientem keinen Zweck. Selbst wenn sie zur Einprägung von Erinnerungen auf ein Blatt gekritzelt wurde, würde er es doch als recht fragwürdig titulieren und die Augen rollen. Vermutlich sich sogar einfach wegdrehen und gleichgültig eine neue Richtung einschlagen.
Was diesen Moment allerdings betraf, so wären Flügel vielleicht nicht schlecht gewesen. Setsuna spürte regelrecht, wie die Wucht in seinen Armen in schmerzlichen Wellen abklang. Man konnte kaum sagen, dass Tenzou schwach gebaut war. Eher im Gegenteil: In diesem Hieb hatte wirklich viel Kraft gesteckt und da der Jôcho eher schmächtiger gebaut war, war es keine gute Idee gewesen, den Hieb einfach roh abzublocken. Wirklich keine fabelhafte Handlung und er ärgerte sich darüber, dass er überhaupt auf diesen stumpfsinnigen Gedanken gekommen war. Wahrhaft ärgerlich. Was jedoch noch umso ärgerlicher war, war die nächste Aktion des Hokusai. Erwartungsgemäß hatte dieser nämlich das Schlittern der Klinge vernommen, welche auf seinem Schwert entlang und gefährlich gegen Körper glitt. Mit einer Art wissenden Besorgnis nahm er das dunkle Lächeln war, während seine Klinge nach oben abgeleitet wurde. Nach oben, folglich wäre er offen – aber nein, Tenzou hatte einen anderen Plan mit ihm. Setsunas Fußgelenke hatten sich schon ruckartig im Staub des Platzes drehen und seine Beinmuskulatur ihn mit Wucht von der Bedrohung entfernen wollen – doch allzu schnell war dies nicht möglich. Zumindest nicht schnell genug und Tenzou erweckte sehr glaubhaft den Anschein, es ernst zu meinen. Nicht um sonst wurde die Klinge von Katon-Chakra umzogen. Nun gut. Möglichkeit A) war einen neuen Angriff zu wagen und kleinbei zu geben. Möglichkeit B) bestand darin, entgegenzusetzen. Bei ersterer würde er seinen jetzigen Posten aufgeben und gegebenenfalls das Ziel eines Jutsus darstellen. Möglichkeit B erschien ihm im Hinblick auf die Kräfteverhältnisse allerdings auch nicht gerade rosig und erstrebenswert. Allerdings könnte er vermutlich das Jutsu abblocken und entgegenwirken. Die Gedanken im Kopf des Brillenträgers überschlugen sich und er spürte einen dumpfen und leichten Schmerz in jenem Handgelenk, welches erst vor kurzem wieder einigermaßen verheilt war. Entscheidung getroffen.
Mit nicht gerade erfreuter Miene leitete Setsuna sein Raiton-Chakra in die Klinge. Mit Sicherheit könnte man es hinter geschlossenen Lidern hell aufblitzen sehen – bei einem ganzen Verband war es aber unter Umständen unsicher. Setsuna drückte sein Schwert gegen das Tenzous und musste hierbei alle körperliche Kraft aufwenden, die er hatte – im Vergleich mit Tenzous vermutlich eher ein Federhauch anstatt ein ernstlicher Widerstand. Dennoch rieben sich die Chakran gegenseitig schier auf und so war es kein Wunder, dass man wenig später ein gefährliches Zwischen von Feuer und Donner hörte und sich doch schier eine kleine Explosion zwischen den Klingen bemerkbar machte. Bemerkbar. Setsuna biss sich mit einem Laut, der einem “Tch“ glich, auf die Unterlippe. Dieses Mal entschied er sich wirklich für den Fluchtweg. Allerdings gab es dennoch einen ansehnlichen Knall und einen Impakt, der einem den Wind unschön ins Gesicht schlug. Nichts richtig ernstes. Grimmig lächelnd blickte der Jôcho auf die von wenigen kleinen Rauchschwaden umgebene Klinge. “Nun, offensichtlich handelte es sich um eine explosive Mischung.“ Er wiegte den Griff seiner Waffe in der Hand, übergab sie schließlich in die andere und putzte sich die Partikel an der Kleidung ab. Dann richtete er sich wieder auf und ging in Stellung.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz II   Mi Feb 25, 2015 5:23 pm

Ob sie dem Schmetterling die Flügel wieder kürzen sollte? So wirklich schwirren wollte er grad neben nicht. Nichtmals, als sich Tenzou-chan anschickte, das Flatterdingchen mit einem Streichholz zu jagen. Oder eher einem Sturmfeuerzeug!
Aaach du je... Es kam Ringo nur ganz leise über die Lippen, im Selbstgespräch. Da wollte jemand die Welt aber brennen sehen. Vor ihren Augen ging der Hokusai mehr oder minder aufs Ganze und verschärfte die Spielregeln eines Schwertkampf-Duells. Heizte die Temperatur bedenklich an - und Setsuna war offenbar gekommen, um zu bleiben. Parierte, gleichfalls mit Chakra und aufgedrehtem Strom.
Explosion. Gelb und orange und rot und weiß und blakend und zuckend! Feuer und Blitz, das ist kein Witz...
Blinzeln. Wo hab ich den Spruch her?

Feuer und Blitz, das ist kein Witz! Hah, hah, hah!

Halt die Klappe.
Ringo verdrängte das Tier in ihr. Es fiel der Sarutobi nicht schwer, den Bijuu zu ignorieren. Derweil erreichte die Druckwelle sie, zerrte an Haaren und Stoff. Sie hielt sich schützend einen Arm vors Gesicht. Da darf man sich nun fragen, ob da ein Juin am Werk ist, dachte sie bei sich, über den Ärmel hinweg blinzelnd und auf Tenzous Gesichtsausdruck schielend. Immerhin war das hier schon mehr als trockene Schwertschwing-Übung. An sich war sie etwas zu weit weg, um wirklich etwas ausmachen zu können, aber... grinste er?
Dann ist es kein Juin. Juin war der Griff eisiger Finger um Herz und Hirn. Es brachte niemanden dazu, Zähne zu zeigen, ob zum Lachen oder Knurren - zumindest Ringo nicht. Solche Emotionen wurden unter dem Juin rasch verdrängt - es war kalt und präzise und forderte von seinem Träger dasselbe.
Andererseits... neigte Tenzou nicht zum Grinsen. Bedeutete das vielleicht irgendwas...?
... Detektivarbeit ist ja so dämlich. Hobby-Detektivin Ringo wurde gaaaanz behutsam bewusst, dass sie SO nie zu einem Ergebnis kommen würde.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz II   Mi Feb 25, 2015 6:41 pm

Ein merkwürdiges Geräusch klang an die Ohren von Tenzou. Auch dieses kannte er, obwohl er Schwierigkeiten hatte es irgendwie einzuordnen. Erst Sekunden später schob sich das Gesicht von Mayura vor sein inneres Auge. Sie benutzte oftmals Raiton-Chakra für ihre Angriffe. Techniken des Hatake-Clan. Das Geräusch war das Frizzeln und Krizzeln von Raiton, dass sich an sein Katon ran machte. Er kannte das Ausmaß einer solchen Reaktion und entschloss sich gerade noch selbst dazu, ein paar Schritte zurückzuweichen. Dennoch entstand eine Explosion zwischen ihnen beiden und ließ Tenzou zusammenzucken. Man bemerkte, dass er das Ausmaß dieses Angriffes nicht sehen konnte und deswegen eine recht defensive Haltung annahm. Das Katana quer gehoben, sein Kopf wurde durch sein Arm geschützt, während seine Stirn tiefe Falten schlug. Ein paar Vögel stiegen schreckhaft aus dem naheliegenden Baum hoch und verschwanden meckernd Richtung Dorf. Tenzou lauschte in die Stille hinein und spürte wie sein Katana sich erneut auf seinen Gegner ausrichtete. Ein schiefes Lächeln zeigte sich auf seinen Lippen. Es war kein freundliches, sondern wie immer grimmig. "Guter Konter. Ich hatte nicht erwartet, dass du derartig reagierst", erklärte er in einem forschen Tonfall und richtete erneut sein Katana auf ihn. Der Kampf tat wirklich gut, auch wenn vermutlich Setsuna mehr schaden nahm als er selbst.

In der nächsten halben Stunde wetzten Setsuna und Tenzou ihre Klingen aneinander. Immer wieder schallte das Geräusch zweier Klingen über den Platz. Metall, dass auf Metall schlug. Katon das sich mit Raiton biss. Es war mehr ein Duell geworden als ein Trainingskampf. Dennoch versuchte Tenzou nicht zu übertreiben. Er wollte den zukünftigen Momo nicht umbringen! Erst nachdem ihre Klingen sich erneut miteinander kreuzten und der Hokusai einen Schnitt unterhalb seiner Wange spürte, sprang er zurück. Schweiß stand auf seiner Stirn, er atmete schneller. "Ich glaube... für heute dürfte das Genügen", erklärte er und ging ein paar weitere Schritte zurück, damit Setsuna nicht noch nachsetzen konnte. "Ich hoffe du stehst mir öfters als Trainingspartner zur Verfügung du scheinst Kompetent zu sein." Kompetent war eigentlich schon falsch ausgedrückt. Er kam nach solanger Zeit ohne Training doch schon ordentlich ins Schwitzen. Jetzt hieß es jedoch erst einmal, dass Training beenden und darauf warten das man ihn abholte. Wenn er pech hatte, vergaß Mayura ihn und er saß hier solange bis ihr mitten in der Nacht voller Sorgen einfiel das sie ihn vergessen hatte. Das konnte sehr rosig werden!
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz II   Mi Feb 25, 2015 9:03 pm

Setsuna fuhr sich mit dem Handrücken über die Nase und blickte kurze Zeit später darauf hinunter. Ruß war zu sehen und es wunderte ihn nicht einmal. Immerhin hatte die Explosion sie wohl beide sichtlich... überrascht? Nein, so konnte man es nicht nennen, viel eher hatten sie nicht damit gerechnet, dass sich die Klingen so lange aneinanderreiben würden, bis eine solches Vakuum entstand und ihnen doch glatt durch Frisur und Körper fegte. Was den Jôcho betraf, so hätte er um ein Haar seine Brille verloren und das wäre mit Sicherheit gleichbedeutend mit dem Sieg des Hokusai gewesen. Ob man es nämlich wissen wollte oder nicht: Setsuna war kurzsichtig und ohne seine Brille wäre er wohl auf diese Distanz aufgeschmissen gewesen, standen sie doch einige Meter voneinander entfernt. Aber immerhin wäre ihm dieses Gesicht erspart geblieben, wenn auch nicht der Kommentar. Das indirekte Lob ließ ihn kalt und er ging wieder in Kampfstellung. “Nein, wie sollten sie auch ohne Sicht und Beobachtungsgabe erahnen können.“, setzte er nüchtern zurück. Eine angemessene Bemerkung auf diesen direkten und unnachgiebigen Tonfall des Hokusai. Wäre Setsuna leichter zu reizen gewesen, hätte sein Gegenüber vielleicht nicht in eine gleichgültige Miene geblickt, sondern eine Zornesfalte auf der Stirn entdecken können. So aber legte Setsuna kurz den Kopf schief und begab sich mit Tenzou erneut auf den Vormarsch – wissend, dass ihm ein paar seiner Körperteile schmerzten und das bewusst.
Dennoch schickte er sich nicht an, weniger stark in den Kampf zu gehen und die Klingen trafen erbittert aufeinander. Setsuna verlagerte sich darauf den Stil seines Onkels zu nutzen und mit Stichen zu kontern, wovor er geschickt der anderen Klinge auswich. Natürlich ging das nicht lange gut und bald hatte er den ersten oberflächlichen Schnitt an der Hüfte, der allerdings nur leicht brannte. Wo sie konnten setzten sie das Chakra ein, hielten gegeneinander und Setsuna merkte schon bald, dass er schon zu lange kein ernsthaftes Training betrieben hatte. Vielleicht machten sich aber auch der lange Krankenhausaufenthalt und der Nachhall der Verletzungen bemerkbar. So war es kein Wunder, dass er wohl deutlich schneller atmete als zuvor und seine Atmung erst wieder an die Normalität anpassen musste, ehe er sprechen konnte.
Ein angestrengtes Lächeln, aber nicht allzu freundlich gemeintes Lächeln, schoss auf seine Lippen und das Schwert wurde wieder in die Scheide gesteckt – zu Hause würde es gereinigt werden. “Mich ehrt die Einladung.“ Gleichgültigkeit, er hätte sich genausogut wegdrehen können. Ein Lob war vielleicht in Tenzous Aussage vorhanden, aber Setsuna wusste es besser, als sich wie ein kleiner Pudel mit so etwas begießen zu lassen. “Dennoch: Ich habe bislang noch keinen Shinobi gesehen, der sich so auf das blinde Kämpfen versteht, wie Sie. Meines Wissens nach, sind Sie kein Sensor? Folglich haben Sie meine Bewegungen anhand von Erfahrung und möglichen Schemata abgeleitet?“ Falls dem so war, war er beeindruckt. Vor allem, da es eine gänzlich neue Welt war, plötzlich nichts mehr zu sehen. Mit der Hand fuhr sich der Dunkelhaarige anschließend über die Stirn und strich sich die Haare zurück, pustete nach oben auf den Schweiß, der sich gebildet hatte. Ein erfrischender kleiner Windzug belohnte ihn später weiterhin für seine Mühen. “Normalerweise kämpfe ich nicht oft“, fuhr er schließlich fort. “Ich praktiziere Training eher für mich selbst.“
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz II   Do Feb 26, 2015 4:01 pm

Das Notizbuch landete im Gras, die Wachsmalstifte auch. Der Wind strich über die Seiten und entblößte nur sekundenlang noch das frisch gezeichnete Bild zweier kämpfender Männer, welches über und über mit rot und gelb und grün überzogen war.
Ringos erste Worte an ihre zwei Observierungs-Objekte waren mehr Knurren als alles andere. Lob ihn nicht so! Das bekam Setsuna ab. Einen verbalen, fiesen und hinterhältigen Schlag in den Bauch, wenn man so wollte. Grußlos, unangekündigt. Er mochte sie gespürt haben, wie sie da gesessen hatte über die letzten, langen Minuten hinweg, und nun aufstand. Doch vermutlich ging der barsche Tonfall doch etwas über die Erwartungen des jüngeren Ranghöheren hinaus. Du hast noch keinen gesehn? Dabei trägst du ein Gestell auf der Nase, dass du was siehst! Sie stapfte grimmig an ihm vorbei - es hätte nur noch gefehlt, dass sie ihn weggeschubst hätte.
Aus dem Weg mit deinem Zahnstocher.
Ob Tenzou missbilligend reagierte - ob auf ihre pure, uneingeladene Anwesenheit oder "nur" auf ihren Tonfall - war der Sarutobi gerade einerlei. Nicht bremsen lassen. Wenn der Befehlsketten-Reflex erstmal zubeißt, komm ich nicht mehr dazu, ihn zu verdreschen.
Ringo brauchte den moralischen Schwung, den sie gerade glühend im Magen trug. Wenn sie Tenzou zu Wort kommen ließ und er ihr befahl, wieder abzuhauen, bekam sie keine Chance.
Also zuvorkommen. Zunder auf die Buchse.
Lobhudel nicht, als wäre er der Blinde Samurai Satoichi, versetzte sie, Du hast ihn ja auch nicht gefordert! Wenn ihr so trainiert, wunderts mich nicht, wenn Tenzou mit Binde in den aktiven Dienst zurückkehrt und glaubt, er könne wieder Ärsche treten.
Sie schloss Fingerzeichen. Begann am ganzen Körper zu rauchen.
So kämpft man nicht mit jemandem, der nicht sehen kann, knurrte sie Setsuna an. Die Rauchschwade trieb derweil ungeachtet der Windrichtung auf ihre linke Seite - für Tenzou natürlich rechts - und manifestierte sich als ebenso grantelig dreinblickende Kunoichi, die sich sogleich in Bewegung setzte. Tenzou in langsamem Schritt zu umrunden gedachte.
Ich zeig dir, wie man mit jemandem kämpft, der nicht sehen kann, sprach der Bunshin.
Das Original war stehen geblieben. Still und schweigend. Eneut die gleichen Fingerzeichen schließend. Rauch ausstoßend. Rechts von ihr tauchte ein weiterer Bunshin auf, schritt gerade außerhalb Tenzous direkter Schlagreichweite an seiner linken Seite entlang.
So kämpft man, sprach der zweite Bunshin mit jemandem, der nicht sehen kann!
Raschelndes Gras.
Und ich tu dir auch nicht den Gefallen, sprach das Original, ohne sich von der Stelle zu rühren, dein Schwert anzufassen, führte der erste Bunshin rechts von Tenzou aus. Das kenn ich nämlich schon, versetzte der zweite Bunshin.
Das Ding zielt nämlich auf einen.
Und alle drei zugleich: Training - ist noch nicht - beendet!
Rechts trat der Bunshin kräftig aufs Gras.
Doch links schoss der Bunshin mit einem Fußfeger vor.
Training ist noch nicht beendet. Das kennst du auch! In Bewegung kommen, alter Mann... lass sehen, ob du aus Spaß grinst oder weil das Juin da ist!
Ringo war entschlossen, Tenzou keinen Grund fürs Grinsen zu geben.
Nach nettem Duell gibts nun einen Kurs in Hinterhältigkeit.

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BeitragThema: Re: Trainingsplatz II   Do Feb 26, 2015 8:47 pm

Setsuna schien möglicherweise eine weitere Trainingsrunde mit ihm eingehen zu wollen. Zumindest hatte Tenzou das Gefühl, dass er nicht abgeneigt wäre und zustimmen würde, wenn er ihn danach fragte. Somit musste er sich nicht die Mühe machen irgendwen zu finden, dem er die missliche Situation mit seinen Augen erklären müsste. Der Jounin ließ sein Katana in der Halterung an seinem Gürtel verschwinden und nickte nachdenklich auf die Fragen des jungen Mannes: „Ich bin kein Sensor. Zweierlei Dinge haben mir geholfen. Mein Katana…“, wollte er gerade erklären als eine Stimme plötzlich über den Trainingsplatz schallte. Der Hokusai verstummte in seinen Worten und versuchte anhand der Stimme zu hören um wen es sich dabei handelte. Sofort wurde ihm bewusst, dass es sich dabei um Ringo handelte. Natürlich erkannte er die Stimme seiner ehemaligen Schülerin oder besser gesagt sein „Nachhilfeproblem“. Sie hatte damals Schwierigkeiten gehabt das Katon ordentlich zu bändigen und so fiel Sondertraining für sie an. Tenzou hatte viel Zeit mit ihr verbracht, sodass er sie vermutlich immer erkennen würde. Dennoch zogen sich seine Augenbraue tief zusammen, während er versuchte anhand ihrer Bewegung zu hören, wo sie sich derzeit befand. „Du hast uns beobachtet?“, raunte er, schaffte es aber nicht gegen die aufgeregten Worte von Ringo anzukämpfen. Stattdessen hörte er gleich hinter sich eine weitere Stimme und gleich daraufhin noch eine. Ringo war überall. Nein, dass kann nicht sein. Entweder sie bewegt sich oder… , schoss es ihm verwirrt durch den Kopf, während er den Kopf anfänglich noch hin und her bewegte. Schlussendlich blieb er jedoch starr und lauschte nach den Bewegungen der Frau. Es raschelte rechts von ihm, sodass er seine Aufmerksamkeit kurz in die Richtung lenkte, dass ein Angriff von links daraufhin kam, wusste er nicht sofort. Ein Tritt traf ihn in der Seite und ließ seinen Kopf kurz herum schwenken. Gleich daraufhin folgte ein nächster Angriff, wodurch er nach hinten sprang und auswich. Letzteren schien er gehört zu haben. „Du spielst mit dem Feuer“, knurrte er und zog seine schweren Schutzhandschuhe aus. Er warf sie zu Boden und ließ auch gleichzeitig seinen Mantel von den Schultern gleiten. Beide Kleidungsstücke schienen wie Tonnen zu Boden zu fallen. Die Gewichte würden jeden anderen in den Bewegungen einschränken. Hokusai schien entgegen aller Erwartung dann jedoch 'normal' schnell zu sein. Mit den Fingern formte er rasche Fingerzeichen. Es dauerte nicht lange und er ließ seine Hände rasch zusammen klatschen. Rotes Katon-Chakra hüllte Augenblicklich seinen Körper ein. Die Luft fing zu flimmern an. Er hörte ein Rascheln. Also drehte er sich, völlig unerwartet versuchte er mit einem tiefen Kick die Beine seines Feindes weg zu hauen. Alles was ihn berührte, würde sicherlich ein Problem bekommen.

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BeitragThema: Re: Trainingsplatz II   Sa Feb 28, 2015 11:54 am

Klappt doch. Ringo hatte den Haken geworfen, und nun hing er fest. Mit grimmiger Zufriedenheit sah sie Tenzou nach der ersten Plänkelei zurückweichen und abzulegen begann. „Du spielst mit dem Feuer.“
Wenn nicht ich, versetzte das Original kurz angebunden, Wer sonst?, beendete einer der Bunshin. Mit dem vertrauten Flattern von Vorsicht im Magen beobachtete die Sarutobi, wie sich der Hokusai seiner Schutzkleidung entledigte. Für gewöhnlich ein Zeichen, dass ers ernst meinte. Der Mantel schleuderte ein wenig Staub auf, als er am Boden landete - Ringo hatte ihn schon einmal an sich genommen und als Schutz gegen einen Splitterregen verwendet. Er war schwer, und er war praktisch.
Aber nicht für diese Art von Kampf. Was sich hier abspielen würde, machte keine Splitterschutz-Weste nötig. Der Eine kannte den Kampfstil des Andern. Warum nur neigte Ringo so sehr dazu, sich die Giganten als Gegner zu wählen, die Bären im Wald, die Spitzenjäger in der Nahrungskette, wenn sie selbst doch bloß ein Schleichjäger war?
Auf der einen Seite ein Bär mit dröhnendem Grollen, auf der anderen Seite bloß ein fauchender Luchs.
Was wäre dann Setsuna? Buntspecht, der zusehen darf. Tut mir leid, Brillenschlange, aber mit deinem Zahnstocher-Schwert fällt mir einfach nur ein Specht ein...

Tenzou schloss Fingerzeichen. Umgab sich mit einem neuen Mantel. Die Katon-Rüstung.
Die wieder. Über dem Ding hatte Ringo bereits gebrütet. Leider war ihr die Katon-Rüstung erst einmal über den Weg gelaufen - sie konnte die Hitze nur jetzt und hier einschätzen und daraus ihre Schlüsse ziehen. Reichte ihre Hitze-Resistenz dagegen? Wenns mir jetzt so entgegen schlägt... dürfte das Niveau zu hoch liegen.
Blick zum Bunshin links. Besagter Bunshin schaute gerade ebenfalls zu ihr. Es gab zwischen Bunshin keine Gedankenübertragung - doch ihre Gedankengänge waren gleich. Da müssen wir zuerst dran.
Doch da ergriff Tenzou Initiative - wirbelte herum und trat zu! Der Bunshin, der das Ziel dieses Angriffs war, riss die Augen auf vor Überraschung, prellte zurück, tat einen Hüpfer, um über das Knie hinweg zu kommen... doch vergebens. Der Kick ließ das Ringo-Duplikat herumschwirbeln und im nächsten Moment zu Rauch zerfallen.
Ey! Zieh dein blödes Schwert gefälligst!
Wollte Tenzou etwa mit Taijutsu spielen anstelle Kenjutsu?
Aktion. Aktion. Schnell, schnell, schnell!
Der übrig gebliebene Bunshin schloss Fingerzeichen, holte tief Luft und schoss Rauch aus seinem Munde - eine dichte Schwade, welche sich wie ein wütender Fliegenschwarm um Tenzous Körper legte, sich sogar komprimierte!
Die echte Ringo dagegen sammelte ihr Katon, um Verbrennungen präventiv zu vermeiden. Tenzous Rüstung würde sie nicht vom Nahkampf abhalten! Es ist frustrierend. Die ganz normalen Tricks der Großen muss ich mit voller Leistung überwinden...
Sie sprintete los, sprang hoch ab! In den Rauch, auf Tenzous Schultern! Sie spürte die Hitze. Hölle! Sprang einfach wieder ab - eigentlich hatte sie die Augenbinde nehmen wollen, doch zunächst musste sie herausfinden, ob ihre Hitzeabwehr der Katon no Yoroi standhalten konnte.
Ringo landete abseits, rollte noch ein wenig weiter auf Abstand, sprang wieder auf. Dampf stieg in Schlieren von ihren Füßen. Sie atmete einen weiteren Schwall Dampf aus dem Mund aus. Die Menge an Dunst beunruhigte sie.
Soviel Dampf-Ausstoß... Diese Katon-Hülle frisst meine Resistenz so schnell, trotz des Rauchs.
Erfahrungsgemäß konnte Ringo Katon bis Rang C überstehen. Die Rauchkunst des Bunshin, die Tenzou einhüllte, dämpfte Katon um einen Rang herunter - folglich war Tenzous Technik so hochgradig, wie sie aussah.
Hier wird kein Ringkampf draus...
So simpel und geradlinig, deine Technik..., ätzte sie geringschätzig. Und so effektiv.

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BeitragThema: Re: Trainingsplatz II   Sa Feb 28, 2015 2:55 pm

Das letzte Mal als Tenzou gegen Ringo kämpfte, war sie sein Feind. Sie hatte sich starrsinnig dagegen gewehrt mit nach Konohagakure kommen zu wollen. Natürlich konnte er es als ihr ehemalige Lehrmeister nicht zulassen und musste sie zurück ins Dorf holen. Diesmal standen sie jedoch als Verbündete gegenüber – zumindest sollte es so sein. Innerlich schien Hokusai sie dennoch als Feind auszumachen. Das Gefühl staute sich innerhalb weniger Sekunden zusammen und ließ den Gedanken nicht zu, dass sie schon viel gemeinsam erlebten. Nachdem Tenzou die erste Drehbewegung vollführte, hörte er das vertraute Puff-Geräusch, dass andeutete das ein Bunshin sich gerade auflöste. Erneut zeigte sich dieses merkwürdige Lächeln auf seinen Lippen. Es schien fast so als glaubte er schon gewonnen zu haben. Dann plötzlich spürte er wie ein Körper auf seine Schultern sprang. Den Rauch konnte bisweilen nicht sehen, nur hören. Ein leises dampfendes Geräusch umhüllte ihn. Das etwas, was ihn da auch immer ansprang, verschwand wieder von seinen Schultern. Tenzou spürte erneut die aufkeimende Wut, dass sie ihn gerade lächerlich machte und nur mit ihm spielte. Er griff nach seinem Katana, auch wenn es nicht als Waffe dienen würde. Die blanke Wut musste mit Fäusten beglichen werden. Er lauschte in die Umgebung, hörte irgendwo ein Geräusch und wandte sich ruckartig in ihre Richtung. Wie ein Raubtier das seine Beute für Sekunden aus den Augen verloren hatte und wieder fand. „Nach so langer Zeit sind deine Worte kein Stück erwachsener geworden. Du scheinst aus deinen Niederlagen nicht zu lernen. Wir beide wissen, dass du nicht gewinnen kannst.“ Harte Worte. Waren das Tenzou seine? Es klang nach seiner Stimme, aber sie wirkte nüchtern – nun gut, betrachtete man es im großen und ganzen. Tenzou war nie wirklich gefühlvoll gewesen, also würde man den Unterschied nur daran merken das sich seine Tonlage weniger grimmig anhörte. Sie wirkte eher distanziert, überheblich und provokant. Fast schon aggressiv. Dann hob er das Katana und warf es tatsächlich in die Richtung in der eben das Geräusch hörte. Die Klinge schleuderte durch die Luft, raste vermutlich sehr knapp an der Frau vorbei und würde bewirken das sie sich in eine Richtung bewegen musste um auszuweichen. Genau diesen Moment passte er ab, wartete das sie sich bewegte und sprang dann wie ein Raubtier los. Seine Faust segelte von unten her wie ein Kinnhacken auf sie zu. Er hörte ein Geräusch, ihre Stimme – vielleicht auch nur ein überraschter Atemzug, um zu wissen wo ihr Kopf war. Seine Hand rammte sich an ihren Hals, drückte seine Finger tief in ihre Haut und hob sie geradewegs in die Luft. Man konnte sehen, wie seine Muskeln sich anspannten und er fest zudrückte. Er dachte nicht darüber nach, dass er Ringo damit umbringen konnte, sondern er wollte sie damit umbringen. Es dauerte nicht lange und der Körper erschlaffte. Sei es das sie erstickt war oder das er so fest zudrückte das ihr Genick brach. Er wusste es nicht. Es war ihm egal.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz II   So März 01, 2015 2:24 pm

Er zieht blank. Oder? Ringo betrachtete angespannt Tenzous Körpersprache - es wies herzlich wenig auf das Juin hin. Nichts, was sie wirklich deuten konnte. Hff... Wenn mein Verdacht völlig daneben liegt, hab ich mich hier umsonst in die Nesseln gesetzt.
Tenzou fuhr zu ihr herum. „Nach so langer Zeit sind deine Worte kein Stück erwachsener geworden. Du scheinst aus deinen Niederlagen nicht zu lernen. Wir beide wissen, dass du nicht gewinnen kannst.“
Genau das habe ich bereits gelernt, dachte sie bei sich, nickte jedoch still ihrem Rauch-Doppelgänger zu. Dieser ergriff daraufhin das Wort. Was wir beide wissen, ist, dass du immer älter wirst. Lächeln. Und ich immer besser.
Juin wollte immer gewinnen. Dem Juin war Zwischenmenschliches egal. Juin wollte Sieg, wollte Triumph. Es mochte keine Sticheleien.
Tenzou selbst mag sie natürlich auch nicht. Wenn diese Angelegenheit nichts weiter werden würde als eine Blase, die in Wohlgefallen platzte, würde sie sich ganz schön was anhören dürfen.
Da warf Tenzou das Katana.
Ringos Sinne kehrten schlagartig ins Hier und Jetzt zurück.
Schwirrender Stahl. Der Bunshin war das Ziel, wich um Haaresbreite aus.
Finte. Springen eines Körpers. Eines großen,schweren Körpers.

Der Bär donnerte durchs verbergende Dickicht hindurch, hinterließ nichts als Brennholz.

Unvermittelter Ansturm - ein rücksichtsloser Angriff, dem der Bunshin nur haarscharf entkam, dabei jedoch in der Tat einen scharfen Atemzug tat, der dem Hokusai ausreichte, um sich ein Bild zu verschaffen. Seine Hände packten die Kehle des Ringo-Duplikats.
Holla. Ringo riss überrascht - oder besser, erschrocken - die Augen auf. Immerhin bekam man es nicht oft zu sehen, was sie nun sah: Sich selbst, gewürgt und vom Boden hochgehoben von dem Kerl, in den man in hoffnungsloser Liebe verknallt war. Es hatte etwas extrem Verstörendes, den Hi-Bunshin bei diesem Kampf zuzusehen - einem zappelnden, lufttretenden Überlebenskampf, der mit dem allmählichen Erschlaffen der Bewegungen endete... Es war schlicht übelkeitserregend. Soviel schlimmer als jeder andere Tod, der den Bunshin einfach nur hätte verschwinden lassen.
Und wäre der Bunshin nicht, hätte er jetzt mich dort.
Im tiefsten Inneren flehte Ringo darum, dass dies das Juin war, und nichts sonst.
Der Bunshin starb derweil - er verlor seine Farbe, dann seine Festigkeit, zerfaserte in den Händen Tenzous zu einer Rauchgestalt.
Ringo schoss von der Seite heran, mit einem weiten Satz. Jetzt! Tadamuki no katei oni! Ein Arm aus Suiton brach aus ihrem wirklichen Arm heraus, als sie haarscharf an Tenzou vorbei, förmlich über seine linke Schulter hinweg, flog. Der Wasserarm streckte die flüssigen Finger durch die Feuerrüstung, verlor dampfend an Fülle, schnappte dennoch die Augenbinde und riss sie in Ringos Weiterfliegen mit sich.
Ringo rollte die Landung ab und wirbelte sofort wieder herum. Und jetzt zeig mir was! In ihr ballten sich eine seltsame Form von Aufregung und pure Panik zu einem aufdrehenden Gemisch.

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Hokusai Tenzou
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz II   So März 01, 2015 3:42 pm

Die Worte über sein Alter schien Öl ins Feuer zu kippen. Blitzartig hatte er zum Gegenangriff ausgeholt und hielt Ringo über seinen Kopf hinweg gedrückt. Seine Finger fest um ihren Hals geschlossen. „Wiederhole es noch einmal, was du gesagt hast… ich glaube ich habe es nicht gehört“, zischte er leise und schien der festen Überzeugung zu sein, dass er Ringo festhielt. Über seine Hand lief etwas hinweg. Ob es Blut war? Im nächsten Moment verschwand die Frau aus seinen Finger. Kein Blut, ein Fake. Sie versteckt sich vor mir… feiges Mädchen! Tenzou knurrte leise auf und lauschte erneut in die Umgebung. Wo befand sie sich? In dem Moment konnte er etwas ausmachen und drehte sein Kopf in die Richtung. Es war keinesfalls so schnell, dass er reagieren konnte. Ein zischendes Geräusch ertönte. Wie Wasser das auf einen heißen Herd fiel. Dann riss etwas an seinem Kopf, wodurch er leicht ins schwanken kam. Der Druck um seine Augen nahm mit einmal ab. Helles Licht stach ihm entgegen und ließ ihn weitere Schritte taumeln. Für einen Moment wurde ihm schwindelig, während eine verschwommene Umgebung um ihn herum lag. Mühsam blinzelnd hob er seinen Kopf an. Seine Augen wirkten verändert. Selbst das sonst blinde, weiße Auge, durchzogen schwarze Adern. Noch zeigte sich die grüne Iris seiner natürlichen Farbe. Die Umgebung lag verschwommen vor ihm. Schemenhafte Gestalten, die sich um ihn herum bewegten. Es war hell – schien die Sonne heute? Dann spürte er einen dumpfen Schmerz, der durch seinen Kopf zog. Tenzou drückte kurz seine Hand an seine Stirn und blickte nach unten. Die Umgebung schien sich für Sekunden zu drehen, während er unbeholfen ein paar Schritte machte. Offensichtlich war der Prozess des Juin noch nicht richtig 'beendet'. Der Jounin schloss für Sekunden seine Augen, schien wie versteinert zu sein. Der Schmerz hörte auf, was blieb war diese rasende Wut. Das Gefühl, dass Ringo für diese Situation schuld war. Sie hatte es provoziert, mit ihrer dummen naiven Art. Als er seinen Kopf hob und seine Hand senkte, starrten Ringo zwei schwarze Augen an. In ihrem Zentrum lagen die unnatürlich wirkenden Iriden des Mannes. Es gab keine Ähnlichkeit mehr zu Tenzou. Der Jounin fragte sich in dem Augenblick nicht, warum er sehen konnte – warum er besser sehen konnte als davor. Erneut sah man das Lächeln auf seinen Lippen erwachen. Dadurch das man nun seine Augen erkannte, wusste man, dass es nicht freundlich war. Im allgemeinen wirkte er kühl und regungslos. Gemächlich schritt Tenzou zu Seite und ließ dabei nicht seinen Blick von Ringo gleiten. Ein Raubtier, dass seine Beute anstarrte. „Du willst einen Kampf? Du bekommst ihn.“ Dann lief er auf sie zu. Geradewegs durch. Es gab keine Taktik spezielle Jutsus anzuwenden, sondern er rannte einfach auf sie zu um sie mit einem Faustschlag von den Füßen zu holen.
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz II   So März 01, 2015 5:15 pm

Das waren keine Augen, die sie kannte. In gewisser Weise eine Erleichterung. Andererseits wurde aus dem Spiel, dem Training, nun wirklicher Ernst. Ringo erhob sich langsam und wachsam, dem Juin ins Auge blickend. Buchstäblich. Wie hatten sie es dahin bekommen? Sicherlich nicht auf die leichte und schmerzlose Art.
Auch mein Juin war nicht schmerzlos aufgesetzt, dachte sie. Spürte eine Phantom-Nadel zwischen ihren Schulterblättern in die Haut eindringen und schüttelte sich.
Der Hokusai hatte sich derweil offenbar damit arrangiert, ohne Augenbinde zu sein - und seinem Starren nach konnte er sehen.
Das Juin. Wo es Ringo die Fähigkeit gegeben hatte, echtes Feuer zu schaffen, verlieh es Tenzou sein Augenlicht wieder.
„Du willst einen Kampf? Du bekommst ihn.“
Ich bedaure sehr, dich so zu sehen, entgegnete Ringo milde. Später verzeihe ich dir alles, was du bis jetzt zu mir gesagt hast und noch sagen wirst.
Als er kam, wich sie zurück - ohne ihm den Rücken zuzukehren, sprang sie nach hinten weg, Fingerzeichen schließend. Luft holend, Chakra sammelnd und einen Fisch ausspeiend!
Name: Suiton: Takedakeshii sakana.
Der Fisch war etwa so groß wie ein Hund, titschte auf dem Boden auf und sprang Tenzou direkt entgegen, seine Angrifftaktik eine Mischform aus Beißen und Bodycheck.
Ringo wirbelte zu dem Zuschauer herum.
Setsuna.
Vierauge! Jetzt ists ernst! Mit deinem Vorgesetzten stimmt was nicht! Sie setzte sich nun doch etwas schneller in Bewegung, derweil ihr Fisch-Jutsu Tenzou zumindest abbremsen sollte. Hilf mir, ihn wieder runter zu kriegen!
Jetzt könnten die dummen Blitze doch mal für was nützlich werden!

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BeitragThema: Re: Trainingsplatz II   Mi März 04, 2015 7:35 pm

Ein tiefes Knurren entwich den Lippen von Tenzou. Er hatte 1000 Worte auf der Zunge. Sie bedauerte ihn und verzieh ihm was er jetzt sagte? Wer sagte, dass er das wollte? Immerhin war es Ringo, die damals aus dem Dorf verschwunden war. Für was? Die Qualen des Juin zu haben? Derzeit wusste er nicht, dass er selbst davon betroffen war. Das Gefühl der Aggression schien ihm die Kontrolle zu rauben. Er fragte sich nicht, warum er plötzlich gestochen scharfe Bilder wahrnahm. Für ihn gab es nur Ringo, die ihren alten Meister herausforderte. Ringo, die Konohagakure verlassen hatte. „Verschwendete Zeit“, knirschte er leise mit den Zähnen und konnte wahrnehmen, wie sie mehrere Fingerzeichen formte. Seine Augen huschten durch die Umgebung und im selben Moment sprang er mehrere Schritte zurück, dabei formte er sofort die nächsten Fingerzeichen. „Spielereien.“ Gleich danach stieß er eine große Rauchwolke aus, die sofort den hundegroßen Fisch mit einhüllte, während er natürlich auch vorsah Ringo mit einhüllen zu wollen. Wenige Augenblicke später, schlidderte er nach hinten und ließ seine Zähne geräuschvoll zusammenschlagen. Ein knackendes Geräusch war zu hören, die wenige Augenblicke später eine Kettenreaktion auslöste. Eine Explosion, die heiße Asche in die Umgebung spie und dabei vermutlich den Fisch mit sich riss. Es störte ihn dabei nicht, dass dabei möglicherweise die Umgebung in Mitleidenschaft gezogen wurde. Er selbst wich sogar kein Schritt zurück und ließ die heiße Welle der Explosion auf sich wirken. Zwar würde er sich keine Verbrennung zuziehen, aber es brannte in seinen Augen. Tenzou verengte die Lider leicht und versuchte zu erkennen, wo sich Ringo befand.

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[Out: Ja ich warte jetzt auf Setsuna : P]
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz II   So März 08, 2015 6:03 pm

Wenig beeindruckt hatte Setsuna die neu angekommene Blonde angeblickt, welche Tenzou und ihn recht unfreundlich und lautstark attackierte – für ihn immer ein Zeichen für mangelnden Intellekt, wenn es ums Kämpfen ging. Und tatsächlich verstand er es nicht, weshalb manche Leute unbedingt ihre Klappe aufreißen mussten, nur damit ein jeder sie hörte. Folglich rollte der Jôcho die Augen und stieß genervt einen Schwall Luft aus, wobei er sich im gelichen Atemzug ein paar Strähnen aus dem Gesicht pustete. Derweil stapfte die „Dame“ recht grimmig an ihm vorbei und ging sogleich in die Offensive über. Genau in diesem Moment hatte Tenzou zu einer Erklärung ansetzen wollen, stattdessen wurde er jäh mit Bunshin unterbrochen.
Setsuna hob eine Augenbraue, als die Bunshin von allen Seiten in den Angriff übergingen und Tenzou zunächst einen Tritt in die Seite bekam. Die Kontrahenten schienen sich derweil zu kennen, wie er aus der Mimik und Wortwahl gelesen hatte – nun, es sei denn die junge Frau war lebensmüde. In gewisser Hinsicht konnte letzteres aber auch sehr gut sein, wie sie an den Kampf ging. Vollkommen übermotiviert, wie er bei sich dachte und auch vollkommen unüberlegt. Unterschätzte sie Tenzou gar, da er blind war? Wollte sie ihn provozieren? Ihm etwas abverlangen? Setsuna hatte schon lange aufgegeben nicht mehr an die Dummheit eines Individuums zu glauben und so hielt er diesen lebensmüden Aspekt durchaus für möglich. Erst Recht, als die Kunoichi nach oben sprang, auf die Schultern – trotz der Katon-Rüstung. Nun, womit wurde sie bedient? Mit dampfenen Füßen. Erneutes Augenrollen.
Von seiner Position aus, war Setsuna relativ sicher, von den Ausschweifungen des Kampfes, hatte ein Tuch aus seiner Tasche gezogen und strich damit über seine für ihn schmutzigen Klinge. Die glasklaren, blauen Augen ließen dabei den Kampf jedoch nicht aus ihrem Blickfeld. Stattdessen sog er jede einzelne Bewegung in sich auf und hatte beispielsweise auch nicht schlecht gestaunt, als Mantel und dergleichen mit lautem Knall zu Boden gefallen waren. Nun allerdings konnte man sich kaum noch um dampfende Füße und verwandte Situationen scheren. Mit seiner Sensorik spürte er das Katon-Chakra beider Personen, spürte die hellen Flammen... und kam irgendwie auf den Gedanken, dass eine Flamme schon bald nicht mehr züngeln würde. Die Augen verengend beobachtete Setsuna das Schauspiel, das ihm sich bot: Eine ruckartige Bewegung und eine sehr provokante Tonlage, die jener der Frau in nichts nachstand. Gleichzeitig aber erschien ihm Tenzou merkwürdig besessen und verändert. Hatte er nicht erkannt, dass er der sichere Sieger dieses Kampfes war? Wieso also diese Kraftverschwendung? Es war unsinnig und einfach... unklug. Beiah enttäuschend, wenn er so an den eigenen Kampf mit diesem Mann zurückdachte. Vermutlich nicht einmal beinahe enttäuschen – nein, das war es... und mit einem flauen Gefühl verengten sich die Augen des eigentlichen Nara zu Schlitzen. Immerhin erkannte er sehr wohl die Ähnlichkeit in der darauffolgenden brutalen Abfolge an Szenenbildern.
In der Tat, vermutlich hätte das Mädchen Tenzou nicht alt nennen sollen, doch selbst dann, preschte er hervor, sodass Setsuna schon das Knacken eines Genicks zu hören glaubte. Natürlich wäre es nur der Bunshin gewesen, doch spätestens jetzt war klar, dass dies kein einfacher Kampf war. Kein einfaches Training. Tenzou hatte sich provozieren lassen und das Ziel aus den Augen verloren. Selbst von seinem Standpunkt aus, konnte er es ohne weiteres erkennen – und fühlte sich das Chakra nicht auch ein wenig anders an? Setsuna biss sich missvergnügt auf die Unterlippe, als der Wasserarm die Augenbinde vom Kopf des Hokusai riss. Ohne Umschweife des vorige Ziel, so viel war klar und ebenso war es nicht überraschend. Was wollte sie allerdings mit bezwecken? Sichtlich musste Tenzou mit dem Lichteinfall kämpfen, doch nicht so sehr, als dass er ernsthaft in Gefahr geriet – was man nicht von der Frau sagen konnte. Am liebsten hätte der Brillenträger sich vermutlich die Hand an die Stirn geklatscht und den Kopf geschüttelt. Ungeschickt. Unklug. Provokation, aber für was? Ahnte sie nicht die Schwäche oder wollte sie wahrlich nur mit dem Feuer spielen, wo sie denn schon nur Rauch hervor brachte? Letzteres war ebenfalls etwas, was er sich im Hinterkopf behalten würde, denn auch das hatte er noch nicht gesehen. Die Neugierde hielt ihn am Platz – und so hörte er dieses leise Knurren, welches einem Tier ähnelte. Einem Tier und keinen Menschen.
Ein kleines Surren in Setsunas Hinterkopf bereitete ihm kurzzeitig Kopfschmerzen, weshalb er sich auch an die Schläfe fasste. Der Blick der schwarzen Augen war mörderisch. Eine Gänsehaut konnte er einem auf die Arme treiben und so tat er es auch. Schwarz wie die Nacht oder der Tod? Egal was, aber Mordlust würde als Ausdruck im gleichen Atemzug fallen. Selbst er, der sich nicht viel aus seinen Mitmenschen machte, erkannte die Presche, in welcher sich die Blonde befand. Engstirnig und dumm, den Gegner so zu reizen – wenn das überhaupt noch Tenzou war. Letzteres flüsterte eine kleine Stimme in seinem Hinterkopf. Da half alle Milde nichts mehr. Das hier hatte ganz andere Maße angenommen. Und ein Suitonfisch half wohl wenig, um das Temperament zu kühlen.
So hätte sich Ringo also schließlich nicht nach um umdrehen müssen, um zu sagen, dass mit seinem Vorgesetzten etwas nicht stimmte. Setsuna hatte bereits in seinen Daumen gebissen und legte seine Hand auf den Boden, wo eine Rauchwolke entstand. Kurz fragte er sich, ob er damals bei den Examen auch so ausgesehen hatte, kannte er doch die Beschreibung seines Onkels, welche er ihm nach längerem Verlangen endlich anvertraut hatte. Schon immer ein Shinobi des Zwecks, besannen sich Setsunas Gedanken jedoch nun erst einmal darauf, die Situation einigermaßen wieder ins Ruder zu bringen. “Setsu-“ Die Maulwürfin, welche in der Staubwolke erschienen war, kam nicht weiter. “Halt die Explosion auf!“ Ein kurzer Befehl, die Maulwurfdame sah den Rauch und hörte das Knacken – eine großer Erdwall wuchs aus dem Boden des Trainingsplatzes hervor und ließ die Explosion mit einem lauten Knall vor ihnen abprallen. “Ich brauch dich auf der anderen Seite. Du weißt warum.“ Die Maulwürfin zog die Stirn besorgt in Falten und blickte die blonde Dame an – folgte allerdings dann den Anweisungen. Aiko war immer auf die Sicherheit aller bedacht und sah es nicht gern, wenn sich liebe junge Leute in Gefahr brachten. Setsuna wandte sich an Ringo, hatte jedoch drei Kunai gezückt und behielt die Erdwand im Auge. Er glaubte kaum, dass Tenzou sich davon aufhalten lassen würde. Bezweifelte es gar sehr stark. “Wenn du uns alle schon in diese unsinnige und unglücklich dumme Lage bringst, dann lass dein Mundwerk einmal etwas vernünftiges sagen und kläre mich auf. Du scheint es ja regelrecht hierauf angelegt zu haben. Zweite Sache: Wie siehts mit deinem Suiton aus? Brauchbare Nässe oder nur Geschosse?“ In Anbetracht der Umstände war seine Stimme alles andere als freundlich – wer könnte es ihm ausnahmsweise verdenken? Derweil würden seine Kunai vermutlich einen Angriff aufhalten können.
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