Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen

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Fudo Akari

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BeitragThema: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   So Mai 03, 2015 8:06 pm

=/\= Vor-TS-Zeit =/\=


Das Wasserglas zischte und sprudelte, denn in ihr befand sich ein Standartkopfschmerzmittel. Die zukünftige Nutzerin dieser Medizin saß auf einem Stuhl vor einem Tisch auf welchem besagtes Glas vor wenigen Momenten zum Stehen gekommen war. “Bringt eh nix.“ Nuschelte sie genervt dem Sprudelwasser entgegen, denn ihre Kopfschmerzen rührten nicht von einer Krankheit sondern von ihrer Inaktivität den vergangenen Tag über. Ein wenig lustlos griff sie daher nach dem Trinkobjekt, entleerte es in vorgesehener Weise über ihren Mund und schlurfte direkt in ihr Zimmer zurück. Selbiges sah ein ganz klein wenig unordentlich aus, denn in einer Ecke türmten sich kleine Plastiktierchen – auf der Suche nach einem Fuchs war sie ihre Spielzeugsammlung aus Waisenhauszeiten durchgegangen und in die engere Auswahl hatten es ein Rotfuchs und eine Hyäne geschafft, Letztere war vermutlich eher ein Hund als eine Art Fuchs und daher sah der Plan vor das Objekt wieder auf den Tierhaufen zu werfen, doch bisher hatte sie sich nicht dazu durchringen könnten – was wenn ihr nächster ANBU ein Hyänen-Gesicht trüge? Auch von dieser Tatsache genervt begab sie sich wieder zu Bett und starrte die Decke an. Nach einer Weile blinkten zwei Augen von der Decke zurück und ein grinsender Mund zeichnete sich an passender Stelle darunter, der Rest der Grinsekatze blieb verborgen, doch genügten hier bereits diese Hinweise. “Whoaa was willst du denn? Geh Noriko nerven.“ Für dieses Ding hatte sie ja nun so was von keinen Nerv. “Die ist mit ihrer Partnerin trainieren, deine Mutter ist auf Mission und uns ist langweilig – mach was!“ Akari drehte den Kopf auf ihr Kissen und kniff die Augen zusammen. “Was soll das sein? Ersticken gilt nicht! Mach was Anderes.“ Sie hob ihre Zeigefinger demonstrativ nach oben und steckte sie sich in die Ohren, woraufhin sie dann doch Probleme mit ihrer Nasenatmung bekam, drückte sie doch ihren Kopf im Versuch die Geräusche auszusperren gleich mit nach unten. Genervt und gereizt setzte sie sich auf und drehte sich innerhalb ihres Bettes derart das sie auf ihre Shukaku-Skulptur blicken konnte – made by Ringo Sarutobi. Der Kopf erwachte zum Leben, da die Grinsekatze seine Gestalt änderte und somit eine sprechende Skulptur imitierte. “Lass uns rausgehen, du bist doch so ein Naturbursche, vielleicht findest du dabei einen hübschen Jüngling?“ Sie nahm ihr Kissen und war drauf und dran es auf die Fratze zu schmeißen, zögerte dann aber weil sie die Skulptur nicht zerbrechen wollte, konnte selbige doch vom Tisch stürzen und zusätzlich auch noch Scherben produzieren. “Gute Idee, geh raus und nerve Ringo, der Affe weiß sicher einen Quälgeist zu schätzen.“ Das Grinsen wurde breiter. Wie nervig, selbst um die Katze zum Affen zu bringen musste Akari selbst die Wohnung verlassen. Bei all der Auswahl konnte sie sich auch für einen Waldspaziergang entscheiden und die frische Luft brachte vielleicht auch etwas mehr Antrieb mit sich.
Sie schnappte sich ihr Tagebuch und eine leichte Jacke und verließ ihre Wohnung und zwar ganz bewusst ohne einen Blick in den Spiegel zu werfen – seit dem ersten Tag nach der Re-Versiegelung sah sie darin ohnehin nur Shukaku, musste mit ihrem schlechten Schlaf zusammenhängen.

Auf dem Weg von ihrer Wohnung zum Haupttor sprach sie zum Glück niemand an, obgleich ihr die Situation ein wenig vertraut vorkam, damals nach der Originalversiegelung war sie irgendwie auch schlecht drauf gewesen. Da brauchte es schon einen Wachposten, der sie ohnehin nicht einfach hinausspazieren lassen durfte. “Hey, wohin des Wegs?“ Akari welche sich seit ihrer Rückkehr doch ganz anständig verhalten hatte hoffte das sie das Dorf zumindest ein paar Meter hinter sich lassen durfte. “Luft schnappen. Ich geh auch nicht weit, ihr könnt einen Hyuuga auf die Mauer stellen.“ Der Ältere schien ein wenig Mitleid zu haben und machte das großzügige Angebot, dass sie bis Sonnenuntergang ohne ANBU draußen spielen durfte, doch dann gab es gleich zwei Einheiten für den Preis von einer. Akari versuchte sich an einem Lächeln und bedankte sich so freundlich wie es ihre Laune zuließ. Dann begab sie sich zu einer Waldlichtung, wo sie früher mit ihrer Schwester einmal campiert hatte. “Und wo soll es hingehen?“ Akari war kurz davor gewesen sich einfach auf den Boden zu setzten und bis Sonnenuntergang zu warten, doch irgendwie kam sie einfach nicht dazu. Da die Grinsekatze manchmal einem Wecker gleich 10 x hintereinander die gleiche Frage stellen konnte, führte sie prophylaktisch dann doch ihre Sensor-Technik aus, vielleicht fand sich ja doch noch ein Reiseziel. Erwartungsgemäß gab ihre Technik nach wenigen Augenblicken den Geist auf, doch sie hatte tatsächlich jemanden entdeckt. Mit einem Besuchsziel im Kopf, machte sie sich auf den Weg in die angezeigte Richtung.


Zuletzt von Fudo Akari am Mo Jun 26, 2017 6:24 pm bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   So Mai 03, 2015 11:13 pm

Manchmal, wenn Junji mit seinen  Gedanken in die Vergangenheit zu schwelgen begann, dann gingen ihm immer wieder Bilder durch den Kopf, Sequenzen, die seinem Leben so etwas wie einen Ansporn gegeben hatten. Ansporn war vielleicht das falsche Wort, denn vielleicht war es auch einfach eine Art Bewunderungen, die er Dingen, Erlebnissen oder Ähnlichem zuschrieb, die ihm einfach im Kopf blieben und sich in ihm manifestierten. Eines davon waren ohne Zweifel die geschmeidigen Bewegungen, welche sein Vater im Juuken an den Tag gelegt hatte. Ganz abgesehen von dem Schmerz und der Trauer, die der junge Mann immer wieder mit den Erinnerungen an diese Personen verband, waren es doch solche Bilder, die das Zurückdenken immer wieder ein Stück weit positiver gestalteten. Seit der Jounin denken konnte, hatte er für ihn nur ein Vorbild gegeben und das war nun einmal sein Vater gewesen, der zwar streng und stur in seinen Ansichten, aber rein im Geiste und stark in seinen Taten gewesen war. Von ihm hatte Junji seine ersten Lektionen im Hiden der Hyuuga bekommen und schon früh hatte man dort sein Talent entdeckt und jenes entsprechend gefördert. Heute war er ein vorzüglicher Taijutsuka, der trotz seines jungen Alters ein beachtliches Können aufweisen konnte, welches ihn auch innerhalb seines Dorfes sehr weit gebracht hatte. Viele Dinge waren damit verbunden, nicht nur harte Arbeit und das nötige Durchhaltevermögen seiner Person, auch die ausgesprochen gute Anleitung seines alten Herren hatte mehr als nur geringfügig dazu beigetragen, dass der Schwarzhaarige das Juuken so stark verinnerlicht hatte und auch jetzt, im Tode galt er für seinen Sohn nach wie vor als etwas, wonach es zu streben galt, auf das Junji sein Training projizieren konnte. Es machte ihn stark.

Ansehnlich preschte das Chakra in runden Bahnen aus den Handflächen des Jounin heraus, wo es sich entlud und mit ihnen als Zentrum kreisförmig in alle Richtungen schnellte. Wäre anstellte des Baumes ein Mensch gewesen, wäre das Chakra unmittelbar in seine Tenketsu geleitet worden, um dort, vernetzt mit den inneren Organen, nur durch eine einzelne Berührung an der falschen Stelle fatalen Schaden hervorzurufen. Das Taijutsu der Hyuuga, das Juuken war eine Kunst, die sich nun schon über hunderte von Jahren entwickelt hatte und als die wohl gefährlichste Nahkampftechnik galt, der man gegenüberstehen konnte. Doch so gefährlich sie auch war, ihre Meisterung bedurfte eine unheimliche Menge an Akribie und Genauigkeit, welche man mit einer perfekten Chakra - und Körperkontrolle vermischte, um so eben jenen Ruf zu erhalten, den der Clan der Weißaugen zu verlieren hatte.
Sanft, wie schon der Name des Stils nahelegte, bewegten sich Junjis Hände durch die kühle Abendluft und folgten strickten Übungsfolgen, die man in den ältesten Schriftrollen seiner Vorfahren erlesen konnte. So schnell und so genau, dass man den bandagierten Händen und Armen beinahe gar nicht mehr folgen konnte. Das dunkelbraune Gewand des Jounin war weit geschnitten, besaß jedoch nur einen Ärmel, welcher jedoch dafür umso länger war und wohl im Stillstand weit über die Hand des Trägers hinwegreichte. Sein rechter Arm jedoch war nicht direkt von Kleidung bedeckt, sondern lediglich mit Verbänden, die er schon zu Akademiezeiten genutzt  hatte, um sein Gefühl für das Chakra an seinem Körper zu verbessern. Mittlerweile fiel es ihm zwar mehr als leicht das Chakra überall zu kontrollieren, doch manchmal half es, wenn man sein Chakra auf etwas festen, wie beispielsweise jene Verbände konzentrieren konnte und nicht einfach nur Luft. Markant waren auch die Adern auf seinen Schläfen, die stark hervorgetreten ein Geäst formten, das von seinen tanzenden Haaren umspielt wurde. Es sah schon sehr einschüchternd aus, wie das vernarbte Gesicht noch düsterer wurde durch das aktivierte Byakugan. Durchaus ein Anblick, der seinem Gegner Respekt abverlangte, jedoch auch bei Freunden einen merkwürdigen Beigeschmack hinterließ. Junji aber war allein, zumindest war er dies gewesen, als er seine Bewegungen ausführte, um sein Juuken zu verfeinern, was bereits sehr fortgeschritten war. Als er aber in einer tiefen Atemtechnik ein Ende jener ausgeübten Form fand schloss er die Augen und ließ den Teleskopblick seines Dojutsus einmal durch die Umgebung schweifen, woraufhin er ein bekanntes Gesicht erblickt.
Seine Augen waren geschlossen und auf seinem Mund formte sich ein freudiges Lächeln, denn es war Akari gewesen, die wohl aus reinem Zufall hier seinen Weg kreuzen würde, denn sie schien sich recht zielgerichtet auf ihn zu zubewegen. Mit einem Ruck warf er den weiten Ärmel über seine linke Hand, dass diese von ihm vollständig geschluckt wurde und wischte sich mit der anderen, ärmellosen, den Schweiß von der Stirn. Dann formte er ein einhändiges Tora, um das Shunshin no Jutsu zu wirken und sich vielleicht einen überraschenden Auftritt zu ermöglichen, indem er genau vor der Chuunin auftauchte.
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BeitragThema: Re: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   Mo Mai 04, 2015 8:41 pm

Soweit war es also schon gekommen das Akari freiwillig einen bekannten ANBU aufsuchte, doch die Tatsache das er sich im Wald befand sprach hoffentlich für einen privaten Aufenthalt. Sie selbst durchquerte den Wald um Konoha meistens nur. Früher hatte sie hier gerne ihre Überlebenskünste verfeinert und auch die Grundlagen der Kräuterkunde verinnerlicht, doch in letzter Zeit verließ sie das Dorf ohnehin selten ohne guten Grund und da gehörte ein Waldspaziergang kaum dazu. Nun, zumindest war es hier um einiges ruhiger als direkt im Dorfinneren und wenn sie schon die Gesellschaft eines Mitmenschen genießen müsste, so mochte es auch der eher verschwiegene Koga sein – davon abgesehen wollte sie auch nicht allein im Wald stehen. Sich all die positiven Unterschiede zu ihrem Zimmer vor Augen haltend wählte sie jene Waldpfade die sie zum zuvor erblickten Zielgebiet führen sollten. Das sie überhaupt nicht auf ihren Weg oder ihre Umgebung achtete sondern nur zielstrebig irgendwohin eilte bemerkte sie erst als es plötzlich dunkler wurde. Leicht irritiert blieb sie an Ort und Stelle stehen. Sie war im Wald, demzufolge gab es hier Bäume, Äste und ganz offenbar Ranken oder anderes Gestrüpp das zum Erdboden herabhing. Was auch immer es war, sie stand genau darinnen und wusste zunächst nur das es kein Spinnennetz war. War es eine Pflanze? Die Textur mochte stimmen, denn es war faserig, doch welche Pflanzenranken waren schwarz? Automatisiert hob sie ihre Hand um den Vorhang beiseite zu schieben und bemerkte es dann doch – es waren Haare. Wessen Haare? Nach ihrer Erinnerung dürfte sich nur Koga in diesem Waldabschnitt aufhalten und selbiger sollte noch ein paar hundert Meter entfernt sein, außer ihr Ziel hatte sich bewegt – um dies festzustellen war ihr Radar einfach nicht mehr langlebig genug und sie hatte bei jeder Benutzung das nagende Gefühl es schnell wieder zu beenden um Chakra zu sparen, etwas das ihr früher nie eingefallen wäre. Ach früher – damals als sie das Versiegelungsteam durch die Windgeschosse des Shukaku-Monstrums hindurchnavigiert hatte – damals vor knapp einem Monat oder war es doch schon länger her? Gerade an Tagen wie heute war die Zeit ein zäher Kaugummi, da mochte die Versieglung Jahre oder eineinhalb Tage zurückliegen. Inzwischen befand sich ihre Hand innerhalb dieser zarten einzelnen Fäden die zusammengenommen eine robuste Fläche bildeten und ein Teil von ihr vergas schon wieder, dass dies die Haare einer Person sein könnten. Sie hob auch noch die zweite Hand und schob mit Beiden den schwarzen Teppich beiseite, teilte den Schleier und schritt hindurch. Dann ging sie weiter und blieb wenige Schritte später einfach stehen. Wieso sollten Haare mitten im Wald hängen? Sie drehte sich um und erblickte einen Kopf an dessen Ende der Vorhand herunter hin – war ihr tatsächlich zuvor nicht aufgefallen, ob alle Hyuuga ihre Frisur so unnatürlich lang trugen? Sie ging zurück und blickte zu Koga empor. “Du warst vorhin noch 600 Meter weiter nordöstlich.“ Dann drehte sie sich um und machte sich daran weiter nordöstlich zu gehen – wenn er nicht an diesem Punkt auf sie wartete dann steuerte sie ihn eben alleine an.
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BeitragThema: Re: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   Di Mai 05, 2015 12:20 pm

Man mochte es nicht glauben, doch selten, sehr selten, beinahe nie erlaubte sich auch Junji mal einen Scherz und wie es das Schicksal wollte, erwischte er damit leider immer die völlig ungeeignetsten Zeitpunkte. Eigentlich wollte er so etwas wie ein Lächeln auf Akaris Gesicht zaubern, einfach ein wenig den Ernst aus ihren Zügen nehmen, doch dies gelang eher weniger. Mit den Füßen an einen Ast geheftet, hing der junge Mann wie eine Fledermaus hinab und seine unsagbar langen Haare fielen noch weiter, sodass sie vor der Chuunin eine Art Vorhang bildeten. Sichtlich verwirrt zeigte sie sich, da die dunkle Wand eher unverhofft auftauchte, machte sich aber weniger daraus und stolzierte stattdessen völlig unbehelligt weiter, nachdem sie seine schwarze Mähne beiseite geschoben hatte. Der Jounin hätte es der Jinjuuriki ohne weiteres abgekauft, wenn sie gar nicht einmal bemerkt hätte, dass es sich bei diesem Vorhang um Haare handelte, so gleichgültig, wie sie diesen Umstand aufnahm, doch als er fast schon die Hoffnung aufgegeben hatte, blieb Akari stehen. Ihr Blick suchte ihn, fand ihn und wirkte nicht sonderlich amüsiert, was Junji dazu bracht leicht verlegen die Lippen zu einem dünnen Strich zusammenzupressen. Es war ihm tatsächlich etwas peinlich, doch was geschehen war, war nun einmal geschehen, was sollte man noch dagegen tun. Ihre Worte waren gleichsam wenig erbaulich, was dem Hyuuga ein Seufzen entlockte, dass jedoch kaum hörbar war. Wieder einmal hatte er versagt, nichts anderes sagten seine Gedanken, während ein nachdenkliches Kratzen an der Schläfe dies deutlich untermalte. Die Grünhaarige hatte sich einfach wieder umgedreht und setzte ihren Weg weiter in jene Richtung fort, aus der er gekommen war. Ihre Worte hatte keine Zweifel daran gelassen, dass sie gewusst hatte wo er war, allerdings rätselte der Jounin noch immer ein wenig, ob dies nun eine Aufforderung dazu war, zu verschwinden, oder ihr zu folgen. Oder vielleicht wieder an eben jenen Ort zurückzukehren und dort auf sie zu warten? Vielleicht aber, machte sich der junge Mann auch einfach nur viel zu viele Gedanken, was wohl näher lag als alles andere.
Er unterbrach den Chakrafluss in seinen Füßen, drehte sich im freien Fall einmal um die eigene Achse und kam geschmeidig, sowie elegant wieder auf beiden Füßen am Boden auf. Die Haare lagen etwas ungeordnet auf Schultern, Brust und Rücken, zeigten sich etwas mitgenommen, von der unverhofften Nutzung als Vorhang. Mit geübten Handgriffen brachte Junji dies wieder in Ordnung, während er sich anschickte, seiner Freundin zu folgen. So einfach würde er sich nicht abschütteln lassen, vor allem würde er sich nicht in der nagenden Vermutung zurücklassen, etwas falsch gemacht zu haben. Es gab nichts unangenehmeres und da er im Moment nicht deuten konnte, was sich in Akari abspielte, wollte er dies so schnell wie möglich in Erfahrung bringen, schließlich konnte sie ihm immer noch konkret sagen, dass er verschwinden solle... dann würde er dies selbstverständlich tun. Eigentlich war der Hyuuga nur froh, dass er all das hier gemacht hatte, im Wald und und nicht in der Stadt, wo hundert Leute diese Peinlichkeit mit ansehen hätten müssen. Allerdings war sich Junji ziemlich sicher, dass er so etwas dort auch nicht getan hätte. Schnell wischte er diese Gedanken fort und beschleunigte seine Schritte, da die Chuunin schon einen ordentlichen Vorsprung hatte. Dennoch dauerte es nicht lange, da hatte er sie eingeholt, was bei ihm jedoch etwas anderes bedeutete, da seine Stimme nicht annähernd die Reichweite einer normalen hatte. Also musste der Jounin im Prinzip neben ihr stehen, oder gehen, damit sie verstand was er sagte.
"Sag Akari,... ist... ist alles in Ordnug? Habe ich etwas falsch gemacht?", fragte er etwas unbeholfen und hatte auch einen dazu passenden Ausdruck auf den narbigen Zügen, doch es war ihm völlig ernst.
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BeitragThema: Re: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   Mi Mai 06, 2015 9:02 pm

Frust – Wut die sich nicht steuern oder abbauen ließ. Sie verspürte Frust über ihre Situation im Allgemeinen, im Speziellen und irgendwo gehörte auch Koga dazu, wenn nicht überhaupt jede Person die existierte! Nun gut die Menschheit ließ sich nicht so einfach verdammen, doch ihr Schicksaal ließ sich doch schwer von jenem der Shinobi trennen. Einerseits war sie ein Mitglied dieser Gesellschaft, lebte in einem Dorf, übte einen Beruf aus, entrichtete ihren Beitrag und erhielt dafür ihren Lohn und gleichzeitig beherbergte sie etwas das immer wieder Opfer dieser Kreaturen geworden war, ein mächtiges Wesen das sich unterdrücken und versiegeln ließ und dies konnte nur frustrieren. Akari konnte es verstehen, wenn Shukaku als Bedrohung angesehen wurde und darum dieses Schicksaal ereilte, doch inzwischen wusste sie aus eigener Erfahrung das dies ein ewiger Kreislauf war. Für ihn gab es keine Chance, keine Möglichkeit sich zu rechtfertigen oder zu beweisen das er im verlaufe der Jahrhunderte schlauer geworden wäre und niemand räumte ihm diese Chance ein. Egal ob er danach trachtet alle zu vernichten oder die Koexistenz anstrebte – weder das aktuelle Gefäß noch die Shinobi würden ihn anhören, wichtig war das jenes Wesen weggesperrt blieb. Akari wusste das sie nicht völlig selbstmotiviert diese Gedanken durchdachte und trotzdem hatte sie das Gefühl sich damit beschäftigen zu müssen, denn diesmal war sie selbst daran beteiligt gewesen, hatte Koga gebeten die Versiegelung zu unterstützen und selbst wenn sie nicht wirklich wusste woher, war ihre Entscheidung zu dem Moment richtig und von Erfolg gekrönt. Ob er, Shukaku, sie nun noch mehr hasste? Damals nach der ersten Versiegelung hatte er ihr offenbart sich an denjenigen zu rächen welche ihn verbannt hätten, doch diesmal war sie selbst daran beteiligt gewesen ihn zurückzudrängen – während sie damals einfach nur passiver Zuschauer gewesen war. Möglicherweise war ihr der Sieg auch nur gelungen, weil er überrascht von ihrer Gegenwehr gewesen war und natürlich war ein komplettes Fuuin-Team anwesend gewesen, es hätte weitaus mehr Strategien gegeben ihn zurückzudrängen als für ihn tatsächlich auszubrechen. Demzufolge war Akari die einzige Person die ihm helfen könnte, auf deren Zusammenarbeit er hoffen müsste um eine Chance zu haben, doch anstellte ihr zu schmeicheln verachtete er auch sie – was sollte nur daraus werden und hatte sie es verdient?
Akari führte ihre Gedanken durch den Wald spazieren und nur die Tatsache das sie Koga wiedererkannte hinderte sie daran ihn komplett zu ignorieren und trotzdem genügte es kaum um dem ANBU zu beweisen das sie sich seiner Gegenwart bewusst war. Ihre Gedanken waren nicht komplett bewölkt und eingenebelt, doch es half ihr eindeutig sich auf ein Ziel zu konzentrieren und dort auch ankommen zu wollen, zu müssen. Sie wusste nicht was da in 600 Metern auf sie wartet, höchstwahrscheinlich überhaupt nichts oder der Ort an welchem Koga zuvor gewesen war. Seine Stimme war wie üblich kaum mehr als ein Flüstern und es war weitaus einfacher ihn und seine zögerliche Frage zu überhören, denn sie zu verstehen und zu verarbeiten. Allein die Absurdität der Fragestellung verführte sie fast zu einer einsilbigen Antwort und gleichzeitig zögerte sie weiterhin, denn sie tendierte irgendwie zu einem Jaein. Einerseits hatte er etwas falsch gemacht, genau wie sie auch – sie waren wie selbstverständlich davon ausgegangen den Vorgang zurückzudrängen und das Siegel wieder zu stärken und gleichzeitig gab es keine alternative die Richtig gewesen wäre – niemand wusste wie Groß das Risiko war oder gewesen wäre. Akari kannte diese Art der Gedanken, sie drehten sich irgendwann im Kreis, nahmen einen Teil des Denkens in Anspruch und führten zu einer Art von Depression aus welcher sie zuletzt ihre Stellung im Krankenhaus gekündigt hatte – was von Seiten desselbigen in einen Urlaub umgewandelt worden war und ganz offenbar würde sie demnächst wieder dort arbeiten, war dies doch ihrer Aussage im Inneren der Hokagefelsen geschuldet. Woran konnte sie also diesmal ihren Frust auslassen? Koga war in Reichweite, lief direkt neben ihr her und gleichzeitig wäre er wohl eine jener wenigen Personen die es verstehen würden – nicht aus eigener Erfahrung, aber aus Anteilnahme. Nein, sie war nicht wirklich wütend auf ihn weil er ihr Hilfe zuteil kommen ließ, es war nicht das gleiche Gefühl welches sie damals dazu veranlasste Tenzou aus dem Stehgreif anzugreifen – nicht derselbe Hass und gleichzeitig fragte sie sich ob diese Gefühle überhaupt noch existierten oder sie mit der Neuversiegelung verschwunden waren.
Die Zielstrecke verringerte sich und schließlich kamen sie an und es wurde Zeit für eine Antwort. “Nein.“ Wie konnte er etwas falsch gemacht haben, er war ihr ein Freund, er war immer noch bei ihr und sie hoffte das dies nicht nur daran lag das er als ANBU auf sie aufpassen sollte – nein dafür war dieses Treffen dann doch zu zufällig. Sie warf einen flüchtigen Blick über die kleine Lichtung und da der Ihrige im Umgang mit dem Wald sehr gut geschult war, entdeckte sie überall kleinere Kampfspuren – Blätter die an gebrochenen Stielen hingen, Blüten die zersaust waren und Waldboden der die Spuren von schnell vollzogenen Schrittfolgen trug. War dies ein Trainingsplatz? Sie wollte schon einen Schritt weitergehen, ins Zentrum der offensichtlich stattgefundenen Übung, doch was dann? Ebenso konnte sie ihre unvollständige Antwort vervollständigen, denn ein einfaches Nein konnte ihm wohl kaum genügen. “Ich denke nur ein wenig über Ihn nach. Was hast du hier gemacht? Es sieht ein wenig nach einem Kampf aus, doch der Gegner war wohl die Natur.“ Natürlich war die offensichtlichste Antwort die des Trainings, doch sie musste ihre Gedanken auch erst einmal auf ein völlig anderes Thema zurückführen und dies beinhaltete ebenfalls ihrem Gesprächspartner einzubeziehen.
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BeitragThema: Re: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   Do Mai 07, 2015 5:16 pm

Junji wartete, er brauchte seine Zeit, ehe er seine Entscheidung aufgrund einer Basis traf, in der er sich wohl fühlte. Er wusste selbst, wie wenig er Bezug er zu derartigen sozialen Situationen hatte und so dauerte es, bis sein Abwägen beendet war. Der junge Mann hatte sich dazu entschieden Akari zu folgen und sie direkt auf seinen Eindruck anzusprechen. Wieder nahm er dabei in Kauf, in ein Fettnäpfchen zu treten und wenngleich der Jounin ein eher wortkarger Mann war, so machte er sich wenig aus Spielereien, die wahre Absichten verdeckten. Wenn es um etwas ging, was ihm wichtig war, oder um Menschen ging, die ihm wichtig waren, dann ging er Problemen auf den Grund. Manchmal ungestüm, manchmal vielleicht sogar noch zu zurückhalten aber manchmal verhinderte man auch so frühzeitig Missverständnisse. Sein Gegenüber antwortete ihm nicht gleich, tatsächlich ließ sie sich sogar sehr viel Zeit, Zeit die Junji dazu nutzte, um aus ihrem Antlitz zu lesen. Darin war er gar nicht schlecht gewesen in der Vergangenheit und wenn man es pragmatisch ansetzte, dann lag es nahe, dass die junge Frau innerlich einen Konflikt auszutragen hatte. Wenn man lange mit Antworten zögerte, das tat der Hyuuga selbst nur zu gerne und oft, dann gab es dafür nur wenige Erklärungen. Eine war, dass man seine Worte stets in einem Maß der Bedachtheit wählte, dass man eher einmal nichts sagte, als etwas falsches. Zu gut kannte er Akari nicht, doch sie pflegte nicht den Charakterzug zu haben, der sie überschwänglich zurückhaltend machte, eigentlich machte sie einen engagierten, sogar offen neugierigen Eindruck, der nicht einen Zustand implizierte, der diese Art dauerhaft zur Schau stellte. Eine weitere Möglichkeit war und das schien bei ihr weitaus wahrscheinlicher, dass sie mit etwas beschäftigt war. Einem Gefühl, einem Gedanken, einer Situation, das war dabei völlig unerheblich... es war nur etwas, dass die Klarheit im Geiste absorbierte. Dies führte dazu, dass man Dinge vielleicht aus anderen Blickwinkeln sah, die eine schnelle Antwort auf manche Fragen einfach verhinderte. Jeder Mensch kannte dies, meist wenn er mit einem eigenen Irrtum konfrontiert wurde, oder wenn etwas passiert war, was sehr auf die persönliche Stimmung schlug. Was es aber auch war, Junji drängte nicht, wartete geduldig, denn gerade in solchen Situationen war es wichtig, sich über sich klarzuwerden.
Das Rauschen der Bäume im Wind umspielte sie, das leise knacken ihrer Schritte am verwilderten Röhricht des Waldbodens drang an ihre Ohren. Es war Einklang der Natur, der sie auf ihrem Weg des Schweigens begleitete, ehe dieser etwas unverhofft von Akari unterbrochen wurde. Die einsilbige Antwort war auf seine Frage folgend etwas zweideutig, doch der Hyuuga zeigte wenig Regung auf seinem Gesicht. Diese klare Verneinung mochte sich auf was auch immer beziehen, er war sich sicher, dass auf sie noch eine weitere Erklärung folgen würde. Wieder ließ sie Zeit verstreichen, in welcher das Duo sogar die Trainingslichtung des jungen Mannes erreichte. Tatsächlich kam er oft hier her um seine Fähigkeiten zu verfeinern und über die Jahre konnte man diesen Umstand dem Ort auch ansehen. Es hatten sich Krater gebildet, moosüberwucherte Baumstümpfe und andere unnatürliche Bewuchsrichtungen diverser Pflanzen, doch alles passte sich gut in die friedliche Umgebung ein. Es war geradezu ein Beispiel dafür, wie die Natur in der gegebenen Zeitspanne begann sich alles wieder einzuverleiben, doch dann fuhr Akari wieder fort und seine Aufmerksamkeit legte sich auf sie. Ein schwaches Lächeln stahl sich auf Junjis Lippen.
"Über ihn? Über den Einschwänzigen?", vergewisserte er sich und wandte den Blick von ihr, wieder auf die Weite der schmucken Lichtung, "Und ja, in der Tat, ich habe hier trainiert. Schon seit vielen Jahren komme ich an diesen Ort um meine Fähigkeiten hier zu verbessern. Willst du mir beiwohnen? Vielleicht bringt dich das ja auf andere Gedanken... vorausgesetzt, du willst nicht mit mir darüber reden, was dich bedrückt."
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BeitragThema: Re: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   Sa Mai 09, 2015 9:45 pm

Für Akari lag ihre eigenen Grübelei natürlich auf der Hand und bisher erschien es ihr immer als normal das sie als Jinchûriki über sich und ihr Innenleben nachdenken sollte – also ging sie auch davon aus das ihre Umwelt ihre Stimmung richtig interpretierte, doch natürlich war dies von außen betrachtet recht schwer einzuschätzen, ein Hokage dachte auch nicht immer über sein Dorf nach, genauso wenig wie ein Philosoph den Kopf nur in die Wolken steckte – so gesehen bediente Akari nur das Vorurteil das andere von ihr haben sollten, außer diese gingen natürlich davon aus das sie plötzlich gewalttätig wäre, dies würde wohl, Monster hin oder her, nie zu ihrer Wesensart gehören. Die Freundschaft zu Koga war ihr wichtig, doch sie schätzte es auch mit ihm so offen über Shukaku und Kaori reden zu können, zwei Themen die sie daheim nur selten ansprach und somit, außerhalb ihres Tagebuches, kaum Möglichkeiten hatte sich damit auseinander zu setzen. Sie hoffte das dies ihre Freundschaft nicht irgendwann belastete, immerhin war das Thema keine allzu leichte Kost, doch bisher schätzte sie seine Meinung sehr und selbstverständlich war seine Position als ANBU ebenfalls praktisch – er kannte ihre Akte und wusste bereits über Hintergründe bescheid, die sie somit nicht erst erklären musste. An sich war eine Freundschaft zu einem ANBU doch recht seltsam, diese Elitegruppe war doch recht geheimnisvoll, bis man einen kennenlernte war es nur schwer vorstellbar das so ein Maskenträger ein normales Leben führte oder umgedreht ein normaler Shinobi gleichzeitig dieser Einheit angehören mochte. Hinzu kam ihre eigene Situation, sie wurde stets von diesen Leuten bewacht und beobachtet, da konnte sich schon manchmal ein wenig Paranoia entwickeln, doch seit ihrer Entführung schätzte sie den Sicherheitsaspekt hoch ein und am Ende hieß sie die Hilfe der Hintergrundband willkommen und entdeckte sogar den Menschen hinter einer Fuchsmaske. Akari freute sich das sie beide diesen Schritt gegangen waren – vermutlich der Grund weshalb er ihr immer noch Gesellschaft leistete und darum war es auch falsch ihn länger zu ignorieren, denn dies hatte ein Freund nicht verdient. Der Aspekt ihrer Freundschaft, ihrer wachsenden Vertrautheit half und sie konnte ihre Gedanken soweit bereinigen das es zu einer vernünftigen Antwort genügte. “Ja. Naja ich bin einfach schlecht drauf, aber das war ich nach der Erstversiegelung damals auch. Ich habe Albträume bezüglich der Sache im Hokagemassiv und ich fange an anstelle von meinem Spiegelbild Shukaku zu sehen – was hoffentlich nur stressbedingt ist.“ Diese Hoffnung würde sich in Zukunft als zerschlagen herausstellen, doch durch ihre Bekanntschaft mit der Grinsekatze war sie an solche optischen Gegebenheiten fast schon gewöhnt – konnte diese doch wie der Kopf von Shukaku aussehen. Ja, sie konnten sicher über Shukaku reden, aber die Aussicht einen Hyuuga beim Training zu beobachten schien plötzlich auch verlockend – wie oft passierte das schon?! Da fiel ihr dann sogar sein damaliges Angebot bezüglich des Chakra-Trainings ein, womöglich ließ sich das alles irgendwie verbinden? “Hmm du hast also deinen eigenen Trainingsplatz im Wald. Das passt irgendwie zu euch Masken versteckt zu trainieren und dann noch an so einem schönen Ort.“ Tatsächlich hatte sie noch nie einen ANBU auf den normalen Trainingsplätzen gesehen, doch umgedreht hielt Akari sich dort genauso wenig auf, außer mit ihrem Team natürlich. Sie sollte also auf andere Gedanken kommen? Nun ein wenig Abstand wäre sicherlich nicht verkehrt und sie kehrte ohnehin noch früh genug zu diesem Aspekt ihres Lebens zurück – natürlich war Shukaku immer noch ein Fremdkörper, doch um ihn wirklich beiseite zu schieben sahen sie sich in letzter Zeit zu oft.
Akari ging ein paar Schritte und setzte sich auf einen Baumstamm, dass Moos war angenehm weich und die Erfindung der Waschmaschine ein Segen für die Menschheit. Womöglich konnte sie auch an der frischen Luft, unter dem grünen Blätterdach, in der Natur die sie doch so sehr liebte gleichfalls ein wenig nachdenken, ohne sich auf ihr Zimmer zu beschränken und ruhig war es gleichermaßen. Sie atmete tief ein und stellte zufrieden fest, dass es ihr hier tatsächlich besser gefiel, allein die gute Luft und die sanften Geräusche der Waldbewohner trugen dazu bei ihre Stimmung ein wenig zu heben. Natürlich lag dies auch mit daran das sie sehr positive Erlebnisse mit diesem Wald verband. Hier konnte sie immer beim Überlebenstraining punkten, hier konnte sie Kräuter erforschen und hier hatte sie Ayioma zuerst kennengelernt und beschlossen ihn nie wieder komplett gehen zu lassen, obgleich sie sich seitdem nicht nur ein paar Mal aus den Augen verlogen geglaubt hatten. Bei den Gedanken legte sich dann doch ein kleines Lächeln auf ihre Lippen. Ja, Koga beim Trainieren zu betrachten war sicher ein angenehmerer Zeitvertreib als irgendwo auf dem Boden stur auf den Sonnenuntergang zu warten. Oder war dies eine Einladung zum gemeinsamen Training gewesen? Ihn darauf anzusprechen würde die Situation sich sicher dazu entwickeln lassen, doch wieso eigentlich nicht? “Du hast doch damals etwas von Chakra-Training und freundliche Hyuuga erwähnt, steht das Angebot zufällig noch?“ Sollte er dies positiv beantworte blieb natürlich weiterhin die Frage ob sie dies wirklich wollte, doch da sie ohnehin in Gegenwart eines ANBU war, durfte sie vielleicht dann doch etwas länger zum Spielen bleiben.
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BeitragThema: Re: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   Mo Mai 11, 2015 9:06 pm

Eigentlich musste Akari nichts erklären, wenn man so in der Respektive die Situation besah. Dass es Menschen mal weniger gut ging war normal und gerade eine Frau in ihrer Position hatte nur noch mehr, mit dem sie sich herumzuschlagen hatte. Fast schon tat es Junji Leid, dass er so unsensibel wirken musste, doch vielleicht schätzte er diesen Teil auch einfach nur völlig falsch ein. Wichtig war ihm nur, dass er nicht teilnahmslos herüberkam, denn das würde bedeuten, ihre Freundschaft wäre ihm nicht wichtig und das war ganz und gar nicht der Fall. Mehr Leid tat es dem jungen Mann, dass die Chuunin unter ihrem Schicksal auch innerlich litt. Alpträume... er kannte dieses Gefühl nur zu gut, denn auch er fand niemals ruhigen Schlaf. Die Gesichter seiner toten Familie verfolgten ihn bis tief in seine Träume und ließen ihn schon nach kurzer Zeit aus der Erholung aufschrecken. Wenn Akari sein Antlitz gekannt hätte, als noch nicht seichte Ringe unter seinen leeren Augen weilten, dann würde sie wissen, wie sehr er dies nachvollziehen konnte. Schlafmangel war etwas, dass die Aggressivität in manchen Fällen durchaus antrieb, jedoch auch, ganz im Gegensatz dazu mit Antriebslosigkeit verbunden war und es von Tag zu Tag schwerer wurde, seinen eigenen Willen zu verwirklichen. Nur durch seine Meditationen hatte der Hyuuga seine geistige Disziplin erhalten können, doch auch diese Macht schwand immer mehr und die Zeit würde kommen, da musste sich Junji seiner gebrochenen Seele stellen... doch jetzt noch nicht.
Akari jedenfalls war an diesen Punkt noch nicht, würde ihn wohl auch niemals erreichen, denn ihr schien es keinerlei Schwierigkeiten zu bereiten, offen über ihre Probleme zu reden. Der Jounin aber schaffte es nicht einmal gegenüber sich selbst zuzugeben, dass er trauerte. Noch nicht eine Träne hatte er ob seines Verlustes vergossen und alles tief in sein innerstes Selbst gesperrt... in der Hoffnung auf ewiges Ausbleiben. Er schluckte. Sie sprach völlig offen von ihren Empfindungen und irgendwie fand der ANBU diesen Umstand bewundernswert.
"Ich... verstehe.", entgegnete er schließlich und versuchte aufmunternd zu lächeln, was bei seinem Narbengesicht immer eine besondere Anmut hatte, "Alpträume sind schlimm, doch sie vergehen mit der Zeit."
Eine kurze Pause folgte. So recht wusste Junji gar nicht, ob er überhaupt die Wahrheit sagte, doch er hoffte es innig für sie.
"Und der Rest... nun ja... Vielleicht ist es wirklich Stress. Ablenkung würde dir sicher gut tun."
So wirklich konnte der Hyuuga keine Ratschläge geben, doch irgendwas musste er schließlich sagen und was war schon falsch an Worten mit positivem Charakter? Nichts... so hoffte er wenigstens, doch er meinte es nur gut. Als sie fortfuhr konnte sich der junge Mann ein Kichern nicht verkneifen. Ja, 'die Masken', wie Akari die ANBU scheinbar gerne zu benennen pflegte hatten ihre eigenen Trainingsplätze, offiziell und auch inoffiziell. Er aber hatte kein Problem damit diesen auch mit anderen zu teilen, das hatte er in der Vergangenheit oft getan... mit seinem Vater... doch dieser weilte nicht mehr unter den Lebenden und so war dieser Ort für ihn tatsächlich mit einer gewissen Einsamkeit beseelt worden.
"Das Trainingsangebot steht selbstverständlich noch und ich würde mich freuen, den Part des freundlichen Hyuuga übernehmen zu dürfen."
Tonlos lachte Junji, was jedoch an seiner Stimme lag und bedeutete der Jinjuuriki mit einem Wink seiner freien, nicht von dem Ärmel bedeckten Hand ihr zu folgen.
"Ich bin mir sicher, einige Tricks kann ich dir noch zeigen... Auch wenn es mir nur schwer möglich sein wird, dir unser Hiden beizubringen... nicht zuletzt wegen der strengen Clanleitung, aber es kostet wohl auch Jahre harten Trainings Chakra an jedem einzelnen Tenketsu gleichsam kontrolliert konzentrieren zu können... Dennoch ein paar Dinge finden wir sicher!"
Er machte ein fröhliches Gesicht, da sich der Jounin sehr über die unverhoffte Gesellschaft freute. Schon lange hatte er nicht mehr gelehrt, zumindest nicht einer anderen Person außer sich selbst und er hoffte, dass er darin nicht gänzlich eingerostet war. Leicht wehmütig kamen Bilder von seiner kleinen Schwester auf, die einst unter seiner Ägide ihr bestes gab, um im Juuken besser zu werden. Ihr aber wurde die Chance genommen.
"Wir beginnen mit einem kleinen Shinobi Kumite, um uns aufzuwärmen, würde ich sagen. Ein wenig Chakra im Kampf zu verbrauchen ist nie schlecht um Gefühl dafür zu erlangen und gleichzeitig ist körperliche Belastung ebenso nützlich für das Chakranetzwerk, wie für das Anregen des Blutkreislaufs."
Langsam ging Junji in die Mitte der Lichtung und verfolgte mit leeren Augen, wie Akari ihm folgte und sich ihm gegenüberstellte. Präzise krempelte der junge Mann seinen einzelnen Ärmel ein wenig über die bandagierte Hand und ließ dabei die Chuunin nicht aus dem Blick. Leicht herausfordernd grinste er und als er fertig war hob sich seine Hand vor sein Gesicht um mit dem einhändigen Tora der Zeremonie zu folgen, welche ihnen einst in der Akademie beigebracht wurde.
"Bereit?", fragte er und ließ die Hand sofort wieder sinken. Elegant machte der Jounin einen kurzen Ausfallschritt nach vorn und reckte Akari die linke Handfläche am ausgestreckten Arm entgegen, wobei sich seine Rechte an der Hüfte befand, gleichsam mit der Handfläche nach vorn, doch mit den Fingern gen Boden gerichtet.
"Zeig mir was du kannst!"
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BeitragThema: Re: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   Di Mai 12, 2015 10:18 pm

Erstaunlicherweise machte es ihr nichts aus in seiner Gegenwart von ihren Problemchen zu sprechen, der Hyuuga war ein guter Zuhörer, besaß allerdings nicht genügend Einblick um ihr tatsächlich Ratschläge zu erteilen die über ihre eigenen Versuche hinausgingen – es ließ ihr ein Gefühl der Kontrolle, dass sie mit all dem selbst umgehen konnte. Auf den Kommentar mit den Alpträumen musste sie sein Lächeln schon fast wieder erwidern, diese kleinen Schrecken kannte wohl jeder, kein Shinobi der nicht schon einmal Sorge oder Verlust auf ähnliche Weise verarbeitete, das sie ihn den Nachtschlaf raubten – sofern sie damals in der Akademie die Theoriestunde zum Thema Genjutsu nicht verschlafen hatte nutzten recht viele dieser Techniken ähnliche Mechanismen aus um Angst zu erzeugen. Weiterhin lächelte sie ebenfalls, weil ihre Mutter oder ihre Schwester bestimmt eine ähnliche Formulierung verwendet hätten und sie somit ganz offenbar Allgemeingültigkeit besaß. Ihr Lächeln verbreiterte sich ein Stück weit, da sie ihn mit ihrer Offenheit nicht verscheuchte sondern er ihr womöglich ein Angebot zur Zertreutung machen wollte, womöglich auf ihre nachfolgende Idee einging? Bisher war Akari in ihrer Wortwahl doch eher schroff und abweisend gewesen, lediglich die tatsächlichen Worte das sie allein sein wollte fehlten und sie fehlten mit Absicht, denn alleine sein konnte sie später immer noch – da wollte sie soweit möglich doch lieber in Gesellschaft sein. Am Ende trug sie tatsächlich ein normales Lächeln auf dem Gesicht, denn ein Training schien tatsächlich wie der ideale Zeitvertreib – allein weil es im Gegensatz zum Nichtstun und Sinnieren stand. “Überaus freundlich, kann ich nur bestätigen.“ Sie folgte ihm ein paar Schritte weiter in die Lichtung hinein. Seine Bewerkung über das Hiden der Hyuuga fand sie recht witzig, immerhin würde dies wohl kaum jemand von ihm verlangen und sie glaubte auch nicht wirklich daran das er versuchen könnte es ihr beizubringen, selbst wenn sie über die nötigen Grundlagen verfügte, immerhin galten die Clantechniken nicht umsonst schon fast als heilig, selbst unter jenen die keiner großen Familie angehörten – oder sie selbst war etwas ehrfürchtiger als sonst eingestellt, immerhin sprach er so ganz einfach darüber und trotzdem war es vermutlich längst bekanntes wissen, etwas das ihr vermutlich auf der Akademie beigebracht worden war. Da sie seine letzte Vorführung sprichwörtlich verschlafen hatte, gab es sogar einen weiteren Grund sich auf die Folgen dieser Ansage zu freuen. “Ich gebe es zu, dieser Grad an Chakrakontrolle würde mich schon interessieren, allein weil Iryônin-Techniken auch von einer noch feineren Kontrolle profilieren könnten.“ Dabei dachte sie explizit natürlich schon wieder daran neue Techniken zu entwickeln und vielleicht könnte sie einiges was sie bei ihm lernte tatsächlich verwenden, dieser Gedanke war ihr recht präsent bis er von einem Kumite sprach. “Ein Duell?“ Sie musste erst einmal ihr fragmentiertes Wissen zusammenkratzen, allein weil sie das Gefühl nicht los wurde dies alles schon einmal gewusst zu haben – Taijutsutraining zu Akademiezeiten oder Chunin-Vorbereitungsgrundlagen? Sie nickte lediglich, körperliche Belastung klang nicht verkehrt und großartige Chakrakontrolle musste sie dann wohl auch nicht aufbringen, trotzdem überlegte sie immer noch ein wenig, bis ihr einfiel das sie auch mit Mai einmal trainiert hatte, trotzdem waren ihre Übungseinheiten in Sachen Nahkampf doch recht begrenzt und gleichsam stellte dies wohl das Spezialgebiet ihres Gegenüber dar. Musste sie es eben positiv sehen, zumindest konnte Koga durch seine Erfahrung besser einschätzen wie gut oder miserabel sie sich anstellte  - genau wie jeder andere Shinobi auch, doch dafür war das ganze als Trainings tituliert, sie würde es schon überleben. “Taijutsu ist zwar nicht meine Stärke, aber mal sehn was ich noch so kann.“ Dies sollte dann doch der Vorwarnung dienen, doch vielleicht stellte sie sich auch gar nicht so schlecht an, ein Hyuuga würde dies wohl am Besten einschätzen können. Zunächst spiegelte sie seine Handbewegung lediglich, doch in der Mitte der Bewegung spürte sie eine Art alte Routine, eine automatisierte Abfolge von Bewegungen – etwas das im Körpergedächtnis nach ewigen Eintrainieren zurückblieb. Ganz offenbar war doch noch etwas hängen geblieben und all das, von ihr als eher nutzlos betrachtete Kampfgebaren aus den Akademie- und Genin-Jahren, führte doch zu einem Wiedererkennen. Sie wählte eine Standtechnik die sich auf mittlerem Genin-Niveau befand, ihr aber noch am geläufigsten war und begab sich in Position. Auf seine Frage hin nickte sie bestätigend, “Bereit!“. Ihr erster Gedanke war seinen Arm einfach zu packen, doch dann kam ihr eine länger zurücklegende Lektion in den Sinn, dass man gerade beim Sparring nur in den nötigsten Momenten denken sollte und sonst seine Handlungen dem Moment überließ. Zum Denken hatte sie also immer noch Zeit, wenn sie sich in einer Pattsituation befand und so streckte auch sie ihm die Hand entgegen und umgriff seine Handfläche – die Tatsache das er sich schon in einer Kampfposition befinden könnte komplett ignorierend. “Gerne.“ Die Situation war interessant, ein Training wo sie an ihre Grenzen gehen könnte, es aber nicht zwingend musste – ein Unterschied zu einer Mission und einem Gegner und darum war Akari tatsächlich bereit ihr Bestes zu geben, und natürlich wollte sie auch seine Erwartung nicht enttäuschen, immerhin verband der Titel Jinchûriki einen gewissen Stolz des Trägers – diesen galt es nur noch herauszukitzeln. Hinzu kam, sie war auch eine Fudo, die Ziehtochter der ehemaligen Hokage, jener Person zu der ebenfalls der Hyuuga-Clan aufblickte, wie würde da eine schlechte Performance erst wirken? Die Idee gefiel ihr recht gut, dass auch sie nun eine Familie hatte die sie ehren wollte. Sie ließ ihren Griff nicht locker und fing an nach links zu laufen, zum Glück besaß sie ohnehin keine Idee wie sie gegen einen Hyuuga kämpfen sollte und so musste sie sich daran auch nicht orientieren. Anstelle die angesetzte Umrundung weiterhin durchzuführen nutze sie nach einem Viertel der Strecke den Schwung um mit ihrer freien Hand auf seinen Oberkörper zu zielen, welche sie in der Bewegung zur Faust ballte, fast gleichzeitig ging sie in die Hocke, woraufhin ihr Schlag tiefer gehen dürfte und ihr wohl nicht ganz so geplantes Händchenhalten endete gleichsam. Erwartungsgemäß traf ihre Faust eine seiner Handflächen und sie fühlte sich nach hinten gedrückt. Akari schaffte es ganz gut nicht einfach umzukippen, doch jene Bewegung mit der sie sich wieder aufrichtete wirkte schon etwas verwackelt. Die Wirkung wäre recht schön gewesen, wenn sie nun eine Shinobi-Technik zum Einsatz brächte, doch der Gedanke kam zu spät, denn sie versuchte einen Schlag der nun von seiner Seite aus kam abzuwehren. Sie schaffte es kaum ihre Arme zu Kreuzen um seinem Schlag einen gewissen Widerstand entgegen zu bringen, doch dann lenkte er ihre Verteidigung mit einer drückenden Abwärtsbewegung einfach weg und landete ein paar Treffer an ihrer Hüfte. Optisch mochte es ein oder zwei Schläge gewesen sein, doch ihre Erfahrung sagte ihr, dass es auch mehr gewesen sein könnten, genauer würde sie dies wohl erst bei einer späteren Selbstuntersuchung feststellen, wenn nicht gar durch eine Befragung seinerseits. Sie musste aus seiner Reichweite heraus, also ließ sie sich auf den Boden fallen und machte eine Seitwärtsrolle – blieb die Frage was seine Reichweite überhaupt war. Sie hielt in ihrer Drehbewegung lange genug inne um ihre Hände auf den Boden zu legen, dann wechselte sie die Drehrichtung und machte eine Vorwärtsrolle. Falsch – sie sollte ja nicht fliehen – wie ungewohnt den Angriff voranzustellen. Also drehte sie sich um und schloss mitten in der Bewegung ein sehr bekanntes Seal. Sie tauschte den Platz mit einem der moosbewachsenen Baumstämme und nutze die Entfernung um erneut auf ihn zuzurennen
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BeitragThema: Re: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   Do Mai 14, 2015 11:19 am

Junji reagierte gar nicht darauf, als Akari auf ihre vermeintlich schlechten Taijutsufähigkeiten zu sprechen kam. Es war unter den Menschen weit verbreitet die eigenen Fähigkeiten unter ein eher schwaches Licht zu stellen, nur um danach ein wenig besser dazustehen. Auch er tat das sicher unbewusst bei vielen Dingen, jeder tat dies unbewusst bei vielen Dingen, wenn man einmal von jenen Arrogantlingen absah, die sich im Glanz ihres eigenen Egos sonnten. Dazu gehörten aber weder der junge Mann, noch sein Gegenüber und das war auch gut so. Vermutlich wäre es dann mindestens einem von beiden schwer gefallen eine freundschaftliche Beziehung aufzubauen, doch Bescheidenheit in einem gewissen Grad, jenen Grad den beide zu kultivieren pflegten, wirkte dagegen Wunder.
Das Wissen der Chuunin schien zumindest noch soweit zu existieren in diesem Bereich, dass die die Formalitäten aus der Akademie beherzigte, was davon zeugte, dass sie es zumindest einmal getan hatte und hier nicht völlig ins kalte Wasser geschubst wurde. Eigentlich war es auch schwer vorstellbar, dass man so etwas als Shinobi nie getan hatte, schließlich hatte jeder irgendwo Fähigkeiten in allen drei Hauptbereichen ihrer Kampfweisen, wenngleich man früher oder später andere vernachlässigte, um an einer anderen Stelle stärker zu werden. Nun würde er ja sehen, wie es um Akaris Taijutsu, ja vielleicht sogar Ninjutsu bestellt war und er war gespannt.

Ihr erstes Manöver war das Umfassen seiner nach vorn gereckten Handfläche und ein schnelles Laufen nach links. Junji reagierte minimalistisch defensiv, durch sein aktiviertes Byakugan beobachtend und folgte dieser Bewegung mit geschmeidiger Beinarbeit, die auch in der Geschwindigkeit mit geringem Aufwand zu folgen imstande war. Schnell stellte sich heraus, dass die Jinjuuriki dies als Schwung nutzte, um einen tiefen Schlag auf sein Körperzentrum auszuführen. Sofort löste sich seine Linke aus der Umklammerung und behutsam, fast schon sanft, wie es zum Names des Juuken passte, schob er ihren Angriff damit zur Seite. Allerdings auf eine Art und Weise, dass der Schwung ihres Schlages nach hinten umgekehrt wurde. Der Hyuuga beschloss der Maxime zu folgen auf ihre Angriffe stets Gegenangriffe zu starten, um so das Tempo des Kampfes etwas zu erhöhen und vor allen Dingen etwas Erschöpfung in Akari hervorzurufen! Einen ersten leichten Schlag schaffte sie zu parieren, Chakra strömte aus seinen Händen und verpuffte teils Wirkungslos, aber sichtbar in der Luft um sie herum. Junji aber dachte noch gar nicht daran aufzuhören, denn immerhin musste sein Gegenüber merken, dass sich ihr Gleichgewicht in einer ungünstigen Lage befand. Er zielte etwas tiefer, auf Hüfthöhe und ließ eine folge kleiner Nadelstiche auf sie einsausen, die sie sicherlich nicht wegen der physischen Kraft bemerkte, sondern eher durch die winzigen Mengen an Chakra, die der junge Mann auf Berührung in ihr Chakranetzwerk pumpte, um dort leichte Schmerzen auszulösen, ohne wirklich verletzend zu sein. Die Chuunin bemerkte dies und machte eine flinke Rückwärtsrolle nach hinten, der er nicht nachsetzte, sondern aufmerksam beobachtete, wie sie sogleich wieder die Richtungen wechselte und Fingerzeichen schloss.
Leicht grinste der Jounin, als an Akaris stelle ein Baumstamm auftauchte und plump zu Boden fiel, doch durch sein Dojutsu konnte er genau sehen, von wo sein Gegner kam und musste dafür nicht einmal den Kopf drehen. Ihr Versuch ihn nun blitzschnell von hinten zu attackieren, wurde von einer gleichsam geschwinden Bewegung im Keim erstickt, jedoch erst nachdem ihre Faust auf ihn traf. Junji liebte es das verdutzte Gesicht zu sehen, als sich Gegner schon eines Treffers sicher waren, doch plötzlich zwischen ihrem Schlag und dem Körper ihres Ziels eine Chakraflamme auftauchte, die wie eine Rüstung wirkte. "Zu langsam.", raunte der Hyuuga, an dessen Rücken eine solche Flamme erschienen war und die Faust der Jinjuuriki davon abhielt auf ihn zu treffen. Sogleich begann er sich elegant um die eigene Achse zu drehen, so schnell, dass seine Konturen verschwommen und die blaue Flamme plötzlich rapide anwuchs, bis sie die Größe einer Kuppel erreicht hatte, die sich wie ein Ball um den jungen Mann schmiegte. Akari wurde von einem starken Druck erfasst und schwungvoll nach hinten geschleudert, wo sie es jedoch recht behände vermochte ihre kurze Flugphase abzufangen und nicht plump auf den Boden zu stürzen. Grazil endete die Rotation des ANBU, dessen Haar jedoch durch den Schwung noch etwas weiter flog, ebenso wie der weite Ärmel seiner Kleidung. Um ihn herum hatte sich ein kleiner Krater gebildet, in dessen Mitte er nun stand und wieder, noch immer leicht grinsend wieder in die Grundhaltung des Juuken ging. Diesmal aber war es an ihm anzugreifen und so ließ er nur eine Sekunde verstreichen, ehe sein Anstrum begann. Die Chuunin wehrte sich tapfer, als Schlag um Schlag auf sein einprasselte und das aus Junjis Händen austretende Chakra die Luft um sie herum erfüllte. So oft wie möglich versuchte er, diese Energie in ihren Körper zu leiten und dort leichte Schmerzen auszulösen, um ihre Konzentration zu behindern, vielleicht sogar um ein bisschen ihre Wut zu schüren, denn das gab Kraft, um sich aus solchen Drucksituationen zu lösen.

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BeitragThema: Re: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   Mi Mai 20, 2015 7:50 pm

Da freute sie sich aber, sie könnte einen Treffer landen, denn Koga erweckte nicht den Eindruck als ob er von ihrer Position wusste. Möglicherweise überlegte er einfach aus welcher Richtung der Baumstamm stammte? Solange sie auch nur einen Vorsprung besaß konnte sie den erstrecht nicht mit Denken verschwenden, denn Taijutsu basierte auf schnellen Bewegungen – vieles basierte bestimmt mehr auf Instinkt als auf Überlegungen. Koga führte seinen Abläufe bisher nicht unübersehbar schnell aus, doch vielleicht wollte er auch das sie seine Handlungen sah, sollte sie doch daraus lernen – zumindest konnte sie immer mal wieder den Versuch starten. Richtiges Taijutsu war weit von einem bloßen Faustkampf entfernt und gleichzeitig waren die Fäuste die nächstliegenden Waffen und somit brauchte Akari nur kraftvoll ihren Arm auszustrecken und mit zur Faust geballten Hand dem Rücken ihres Gegners näher kommen – welcher inzwischen möglicherweise absichtlich auf sie warten könnte, immerhin war Koga ein ANBU oder war sie selbst im Verlaufe der Zeit doch besser geworden? Sie glaubte schon den Stoff seiner Kleidung an ihren Fingerknöcheln, da flimmerte plötzlich die Luft. Was war das? Sie drückte dagegen, ihr Schlag musste irgendwo hingehen und sie erkannte sichtbares blaues Chakra. Wo ihre Bewegungsenergie hinverpuffte war ihr nicht klar, doch die Worte des Koga stimmten eindeutig, sie war zu langsam gewesen – vermutlich hatte er sogar auf sie gewartet. Noch bevor sie nachfragen konnte begann er sich plötzlich beständig schneller werdend zu drehen und fast erwartete sie einem Kreisel gleich ein hohes Summen, verschwanden seine Konturen noch zusehends in der schnellen Drehbewegung. Akari beschloss zu reagieren. Sie konnte weg springen, erneut ein Tauschjutsu anwenden oder den Dreh-ANBU von einer anderen Seite attackieren, doch bevor sie wusste was sie genau wollte, wusste seine Technik ganz offenbar genau was ihr Bestimmungszweck war – die wunderschöne Chakrakuppel drückte mit aller Macht nach außen. So kam es Akari zumindest vor, denn sie flog ein Stück weit durch die Luft ohne von Koga selbst berührt worden zu sein, welcher sie zuvor schon einmal von sich wegbefördert hatte, allerdings auf recht konventionelle Art, und hier konnte kaum weniger als ein Jutsu im Spiel gewesen sein und noch dazu in Form von sichtbaren Chakra, welches nicht erst in Form eines Elementes Gestalt annehmen musste. Akari landete auf allen Vieren und begab sich wieder in eine aufrechte Position, zu sagen sie wäre nicht beeindruckt wäre untertrieben – ob solch eine Kuppel auch mit Medic-Chakra möglich wäre und war selbige dann grün? Sie war gerade dabei ein Kunai zu ziehen, da bewies Koga das er nicht zu der langsamen Sorte gehörte und war auch schon ran – woraufhin sie ihre beide Hände schnell hochbrachte im Versuch sich gegen seine schnellen Einschläge zu schützen. Sie kam nicht furchtbar weit, schnell war klar das Koga den Schlagabtausch bestimmte und einfach zurückdrängen konnte sie ihn nicht, nicht ohne das bisschen Deckung das sie besaß aufzugeben, zusätzlich müsste sie bei längerer Exposition den Reflex unterdrückten die Hände einfach schützend auf die Körperstellen zu legen die am meisten weh taten, selbst wenn es sich am Ende lediglich um blaue Flecke handeln sollte, Schmerz waren kein Signal das man mit einem Lächeln auf den Lippen wegsteckte, außer man sah selbst darin einen Nutzen. Während sie also im Versuch beschäftigt war sich zu verteidigen tendierte vieles dazu sich durch einen Gegenangriff aus der Situation herauszuwinden. Sie ließ sich fallen und versuchte ihm in die Beine zu ketschen, doch er wich leichtfüßig aus und kaum hatte sie sich erneut erhoben, verwickelte der Hyuuga sie erneut in einen Handflächen-/Faustkampf. Möglicherweise bräuchte sie auch nur eine zusätzliche Waffe, sozusagen etwas das sie aus der Hand schütteln konnte und somit zumindest einem Überraschungseffekt gleichkäme? Sie versuchte Chakra in den Sprunggelenken zu sammeln und stieß sich in die Luft ab. Dies resultierte entweder darin das das neue Ziel seiner Schläge ihre Oberschenkel wären oder er ihr folgte, darauf achten konnte sie nicht, denn ihre freien Hände mussten Seals formen – für eine geübte Anwenderin waren sie nicht schwer und gingen verhältnismäßig schnell von der Hand und gleichzeitig wäre sie mit der entstehenden Waffe fast geübter als mit einem echten Kunai. Ihre rechte Hand glühte inzwischen grün und selbst wenn sie sich kurz darauf wieder erwehren müsste, ein mit jener Hand erfolgter Kontakt würde ebenfalls nicht ohne Schmerzen verbleiben – denn dort befand sich ein wenige Zentimere langes, jedoch scharfes Chakraskalpell.  

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BeitragThema: Re: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   Mi Mai 27, 2015 9:27 am

Der Schlagabtausch tobte zwischen den beiden jungen Shinobi. Blaues Chakra flog zu allen Seiten in die Luft genau dort, wo Junjis Angriffe von Akari zur Seite geleitet wurden. Es war ein merkwürdiges, fast schon klatschendes Geräusch, wenn die feinen bläulichen Wellen austraten und nach gut einem Meter im nichts verpufften. Doch nicht jeder der Angriffe des Hyuuga konnten abgleitet werden, hin und wieder musste die Chuunin den Schmerz einstecken, als sich ihr Chakra in ihrem Körper mit dem ihres Gegners vermischte. Man konnte es ihr ansehen, dass sie mit ihrer Situation überhaupt nicht zufrieden war und genau das wollte der junge Mann auch erreichen. Wichtig war, dass man in solch einem Kampf unter Druck noch immer handlungsfähig war und man war gespannt, ob Akari dazu imstande war. Junji glaubte daran, denn die Jinjuuriki schlug sich gar nicht schlecht, dafür, dass sie zuvor ihr Licht unter einen Scheffel gestellt hatte, der ihrer Leistung gar nicht gerecht war. Jedenfalls war er gespannt, wie lange es noch so weitergehen würde, denn an aufhören dachte er gar nicht. Immer wieder versuchte sie sich durch kleinere Gegenangriffe von ihm zu befreien, doch um wirklich eine Wirkung zu erzielen, waren diese nicht zielstrebig genug. Es war offensichtlich, dass die Grünhaarige damit haderte, ihre Deckung zu einem Risiko aufzugeben und das konnte der Hyuuga nur zu gut verstehen, denn schließlich wusste man in seinem Clan zu gut, wie unangenehm selbst schwächere Angriffe des Juuken waren. Die Aussicht noch mehr davon zu erfahren, sollte man scheitern, war nicht gerade rosig, allerdings konnte man in einem echten Kampf auch nicht der Bequemlichkeit folgen. Dort was es möglich, dass eine solche Einstellung über Leben oder Tod entschied, wovon sie hier zwar weit entfernt waren, doch auch in einer Simulation war es nie verkehrt über seine vermeintlichen Grenzen zu gehen.
Junji führte eine Reihe von Hieben auf Akaris Körpermitte aus und entging dabei schon einer etwas mutigeren Gegenatacke auf seine Beine gezielt, welche es jedoch nicht vermochte, seine Angriffe einzustellen. Doch sein Gegenüber kam immer mehr an den Punkt, an dem sie emotional bereit war mehr Risiken einzugehen. Es sollte auch nicht mehr lange auf sich warten lassen, da passierte es endlich. Die bandagierten Hände des Jounin  flogen in kurzen Abständen zwei mal auf die Chuunin zu, Chakra flog wirkungslos durch die Luft und verpuffte, was man von ihr nicht behaupten konnte. Mit seinem Byakugan erkannte der junge Mann es in den Füßen seiner Gegnerin. Seine Mundwinkel wanderten nach oben. Ein Sprung würde folgen, was einerseits positiv war, aber andererseits auch mehr als nur unvorsichtig. Sie folgte seinen Vorahnungen, katapultierte sich elegant nach oben und gab ihm im Prinzip ihre Oberschenkel zum Ziel. Der Hyuuga dachte aber gar nicht daran, seinen Angriff auf herkömmliche Art weiter fortzusetzen, denn auch Akari begann Fingerzeichen zu formen. Sofort hielt er inne, brachte seine rechte, vollständig in Bandagen gehüllte Hand in eine Art Krallenform, woraufhin sich die Luft kurz darauf mit einem Flimmern füllte, dass es wirkte, wie über einem offenen Feuer. Junji komprimierte dort eine relativ große Menge Chakra, drehte sich einmal gleichsam elegant um die eigene Achse, um ordentlich Schwung zu holen, wobei er mit beeindruckter Anerkennung die Technik beäugte, welche von der Jinjuuriki ausgeführt wurde. Selbstverständlich kannte er das Chakraskalpell, doch unter der Analyse seines Dojutsu wurde einem erst bewusst, wie mächtig und eigentlich kompliziert genial dieses Jutsu war. Ebenso hatte der Schwarzhaarige es bereits im Einsatz gesehen und wusste dementsprechend um seine Macht. Doch noch musste er sich damit noch nicht auseinandersetzen. Seine Drehbewegung endete damit, dass er seinen rechten Arm mit einem weiten, schwungvollen Ausfallschritt in ihre Richtung katapultierte und mit einem Mal das blanke Chakra austreten ließ. Das Hakke Kusho löste sich aus der Handfläche und war nur durch ein unregelmäßiges, farbloses Flimmern in der Luft zu erkennen, dass mit Wucht auf Akari zusetzte. Jetzt zeigte sich die Gefahr, die ihr Manöver nach sich zog, denn in der Luft selber, war es unmöglich auszuweichen. Nichts war dort, um seine Richtung zu verändern, man war sprichwörtlich der Gravitation ausgesetzt und die ließ sich leicht voraussagen. Stark traf die Druckwelle die Chuunin, die davon erfasst und gute acht Meter nach hinten geschleudert wurde, wo sie unsanft am Boden aufkam. Junji blickte ernst zu ihr, während er in einem tiefen Atemzug wieder in die Grundhaltung des Juuken ging, um darauf zu warten, bis sich seine Gegnerin wieder erhoben hatte.

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BeitragThema: Re: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   Di Jun 02, 2015 9:51 pm

Es gab schon einen Grund weshalb Akari nicht aktiv herausposaunte das sie kämpfen konnte und der hieß Bequemlichkeit. Sowohl als Iryônin denn auch als Jinchûriki bestand ihr Primärziel darin erst einmal selbst am Leben und in Sicherheit zu bleiben – in diesem Punkt hatte sie sich mit ihrem neuen Zustand nicht großartig verändern müssen, tatsächlich gab es nun sogar ANBU die für ihren Schutz zuständig waren – das Leben war angenehm und fand für Akari im Schaukelstuhl statt. Einzig die Art ihres Trainings änderte sich ein wenig, es kristallisierte sich immer stärker heraus das sie erst an ihrer neuen chakrabedingten Einschränkungen, die durch das Siegel bedingt waren, arbeiten musste – allein um sich wieder voll und ganz den Medizinkünsten widmen zu können. Auf ihrer Agneta standen jetzt schon wieder neue Medic-Jutsus, doch diese erforderten die feine Chakrakontrolle die sie derzeit noch vermisste und möglicherweise mit gezieltem Training zurückzugelangen hoffte. Der Tatbestand der puren Spekulation verflüchtigte sich bereites während des gerade stattfindenden Schlagabtauschs – schon die Erschaffung des Chakraskalpells war ihr weitaus einfacher gefallen und sie fühlte sich auch weit weniger depressiv, die Aktivität wirkte sprichwörtlich Wunder. Grund hierfür war natürlich auch der Wechsel der Aufmerksamkeit und die aktive Arbeit ihrem Gegner und gleichsam sich selbst zu beweisen, dass Akari durchaus kämpfen konnte. Bisher war sie natürlich eher von der Devise ausgegangen das sie im Notfall sich wehren könnte, doch selbst bei ihrer Entführung war sie auf die Hilfe von Ayioma angewiesen, der lediglich ein Mitentführer gewesen war um sie zu schützen. Jetzt im Training konnte sie sich aktiv entscheiden zu kämpfen und seltsamerweise gefiel ihr dieser Unterschied, selbst der Umstand das sie unweigerlich mit ihrem mutigen Gegenschlag erneut in seiner machtvollen Verteidigung landen würde, stimmte sie eher positiv. Natürlich konnte Koga ihre Chakraklinge auch mit einem Gegenangriff begrüßen, doch bisher schien der Hyuuga im Kampf eher auf Verteidigung spezialisiert – oder er wollte seine Trainingspartnerin nicht ernsthaft verletzten, obgleich Akari die Lizenz zur Heilung besaß, was nicht hieß das sie sich verprügeln lassen musste. Daher ging sie einfach davon aus das sich das von ihm entfernende Chakraflimmern um eine Gegenmaßnahme handelte. Fakt war jedoch das die Nutzungsabsicht jener Technik für Akari selbst kaum eine Rolle spielte, sie konnte selbiger nicht ausweichen. Ihre Klinge verhinderte das sie sich mit einem Tauschmanöver retten konnte, die Zeit um ihre Technik aufzulösen und erneut Seals zu formen war mehr als gering, allein die komplexen Gedankengänge mochten mehr als genug Zeit verstreichen lassen. In der Luft selbst besaß ihr Fuß, selbst wenn er noch mit Chakra verstärkt war, keine Trittsicherheit und da sie die Flugrichtung änderte um ihm ihr Skalpell zu zeigen, konnte sie auch nicht hoffen auf seinem Kopf halt zu finden, selbst wenn sie Kontakt herstellte. Die Sinnlosigkeit all dieser Überlegungen wurde ihr erst bewusst, als ein starker Gegendruck ihr die Luft aus den Lungen trieb und ihre Sinne registrierten, dass sich ihr fallender Körper genau in die falsche Richtung bewegte. Er hatte sie erneut mit einer ziemlich genial zu beschauenden Technik weggeschleudert und so langsam fragte sch ein Teil von ihr ob es eigentlich eine große Ehre war von einem Hyuuga herumgeschupst zu werden, im wortwörtlichen Sinne schleuderte Koga sie erneut von sich weg. Alle Ehrfurcht zum Trotz versuchte Akari sich dennoch erstmal darauf zu konzentrieren sich in eine Position zu bringen, die bei der Landung den Schaden reduzierte.
Am Ende landete sie doch ziemlich unsanft – Akrobatik war ebenfalls nicht ihre Stärke, doch sie glaubte nicht sich durch einen ungünstigen Fall etwas gebrochen zu haben, wenigstens war sie nicht noch gegen einen Baum oder ähnliches gedonnert. Erstaunlicherweise enthielt ihre Hand immer noch ein wenig Restenergie von der Vorgängertechnik, welche sie mangels Konzentration im Flug aufgelöst hatte, dennoch nutzte sie nun das grünliche Restglühen um mit Hilfe des Shinsatsu no Jutsu ein paar Körperstellen abzufahren die doch ein wenig mehr schmerzten. Das Ergebnis war recht gut, die Mehrzahl der Verletzungen waren zu erwartende Blutergüsse – was sehr gut war, denn die eine Technik die sie nie erlernt hatte war seltsamerweise jene Knochenbrüche zu heilen. Natürlich konnte sie über die nächst höher gelegene Technik gleichfalls diese Calciumbrücken reparieren, doch die effektivste Art war es nicht. Sie war irgendwie seitlich zu Liegen gekommen und setzte sich ihm Rahmen ihrer Selbstuntersuchung auf. Eine der unteren Rippen würde bei etwas mehr Druck wohl einen Haarriss ausbilden, doch darauf konnte sie achten. Sie blickte in Richtung des Hyuuga und begann sich zu erheben, auch als Zeichen das ihr nicht allzu viel fehlte, immerhin war dies hier ein Training. Sie machte sich daran zurückzulaufen und stellte fest das sich ein Fuß leicht verstaucht anfühlte – es war typisch Akari zu vergessen das Training auch mit Schweiß und Schmerz verbunden war, doch ihr Körper neigte wohl schneller zu diesen kleinen Wunden, weil sie nicht durch tägliches Training abgehärtet war, vermutlich konnte selbst ein Ast Akari einen blauen Fleck schlagen. Sie setzte ein leichtes Lächeln auf. “Hyuuga sind bestimmt super Personenschützer. Was passiert eigentlich mit dem Chakra das du beim Sparring in meinem Körper hinterlassen hast? Medic-Chakra setzt ja gewöhnlich eine Wirkung frei, ist das bei deinem ähnlich?“ Möglicherweise waren es ja nicht alles blaue Flecken sondern lediglich eine Folge von der Chakraraverschmelzung? Sie musste auch lächeln, weil dies wieder typisch Akari war, wieso nicht den Kampf mit etwas Wissen ausbremsen? Natürlich hätte sie ihn auch direkt fragen können wie sie an seiner Verteidigung vorbeikommen sollte, doch sie sammelte ja nicht die Schwachstellen ihrer Kampfpartner in einem Katalog, sie probierte sich lieber etwas aus und genoss daher die Sicherheit eines Trainings oder das sie im Ernstfall eben nicht kämpfen musste.  "Ich muss aber selbst zugeben, ich dachte ich wäre schlechter. oder du bist zu freundlich."
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BeitragThema: Re: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   Di Jun 09, 2015 2:36 pm

Akari schlug sich gut, das musste man ihr zugestehen. Sicherlich war bei ihrem Taijutsu noch viel Luft nach oben, doch sie war auch nicht hier, um Junji zu besiegen, oder eben jenes zu üben. Viel eher waren sie hier, um ihre Chakrakontrolle zu verbessern... oder zumindest war sie deswegen hier und er hatte sich bereiterklärt, der Chuunin dabei zu helfen. Das tat der junge Mann auch gern und so hatten sie mit einem Shinobikumite begonnen, einer uralten Tradition, die einen Shinobi auf das Kommende einstimmte oder auch ein Training beendete. In ihrem Fall bedeutete das ersteres, wobei der Hyuuga nicht mit einer so geschickten Gegnerin gerechnet hatte, nachdem sie ihr Licht doch etwas zu sehr unter ihren Scheffel gestellt hatte. Letztendlich hatte Junji sie zwar mit einem Hakke Kusho einige Meter unsanft nach hinten befördert und damit wohl den Kampf beendet, wie man an Akaris Humpeln erkennen konnte, doch auch sie schien von ihren Fähigkeiten überrascht, was ihm ein Lächeln entlockte. Locker ließ der Jounin die linke Hand sinken und kam aus seiner Kampfposition heraus in eine entspanntere Haltung. Ein wenig tat es ihm Leid, dass er sie doch nicht unerheblich verletzt hatte, weshalb er ein wenig rot anlief und sein fragendes Gesicht etwas sorgenvoll verzog, während sie auf ihn zukam. Auf die erste Frage der Jinjuuriki nickte er und kam nun auch etwas entgegen, um seinem angeschlagenen Gegenüber den Weg etwas zu verkürzen.
"Ja, dass wir Hyuuga Chakra in die Körper unserer Gegner leiten hängt eng mit unserer Kampftechnik zusammen. Diese ist nämlich nicht nur daraus bestehend, dass man Tenketsu verschließt oder gar anregt, sonder viel subtiler noch, die inneren Organe über das Chakranetzwerk zu verletzen. Du müsstest es sogar gespürt haben, als ich kleine Mengen an Chakra in deinem Körper freigesetzt habe, es müsste sehr unangenehm gewesen sein.", antwortete Junji und zwinkerte freundlich, ehe ihm auffiel, dass seine Worte vielleicht etwas gefährlich klangen, "Aber keine Angst. Ich habe nur winzige Mengen benutzt, sie waren völlig harmlos. Jedoch siehst du, dass wir das Juuken auf viele Arten einsetzen können, was doch recht flexibel ist."
Der junge Mann ließ seinen Wortfluss ein wenig versiegen, einerseits um das Gesagte wirken zu lassen, andererseits um seine Kleidung ein wenig zu richten, ebenso wie seine Haare.
"Das mit deinem Fuß tut mir Leid.", raunte er dann ein wenig kleinlauter, wenn man das bei dem Zustand seiner Stimme so sagen konnte, doch jedenfalls fühlte er sich so, "Ich hoffe, es geht und wir können mit dem Training fortfahren, denn es gibt noch eine andere kleine Sache, die ich dir zeigen möchte. Du hast dich nämlich, wie ich finde, hervorragend geschlagen!"
Sein Grinsen wurde noch etwas breiter.
"Denn eigentlich wollten wir uns ja deiner Chakrakontrolle widmen und daher würde ich mir wünschen, dass du ein einfaches Jutsu wirkst, meinetwegen ein Bunshin no Jutsu und es dann wieder auflöst. Wenn du das Jutsu wirkst, konzentriere dich genau darauf, wie viel Chakra du nutzt und merke es dir. Daraufhin werden wir ein kleines Experiment machen."
Erwartungsvoll stemmte Junji die Hände in die Hüften. Er plante einerseits nach diesem Experiment ihren Chakrafluss ein wenig anzuregen und im nächsten Versuch abzuschwächen. Auf diese Art und Weise würde Akari sicherlich ein gutes Gefühl dafür entwickeln, wie viel Chakra sie genau aufwenden muss, um dieses Jutsu perfekt und effizient auszuführen.
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BeitragThema: Re: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   So Jun 28, 2015 5:04 pm

Der Rückweg zum Ausgangspunkt dieser Verteidigungs-Maschinerie war nicht sonderlich weit, doch sie konnte den kurzen Gang zusehends genießen, da Koga ihr signalisierte das die Aufwärmphase beendet war. Gut so, ging es also nicht darum sich an ihm die Zähne auszubeißen und gleichzeitig war es auch für sie interessant gewesen diese Tradition wieder aufleben zu sehen – sie hielt einfach zu wenig vom Kämpfen und einen Angriff vollführte sie gleichsam noch viel seltener, wenn überhaupt übte sie sich in der Verteidigung – theoretisch. Nein, der Schlagabtausch hatte ihr seltsam gut getan und dies nicht nur weil eingerostet geglaubte Mechanismen noch zu funktionieren schienen – es hatte tatsächlich Spaß gemacht. Sie war mit einem gewissen Ehrgeiz an die Aufgabe gegangen sich ihres Gegners zu erwehren und die Belohnung war ein glücklich machender Adrenalin- und Endorphin-Schub gewesen, welcher gleichfalls die offenbar verursachten Schmerzen in ihrer Bedeutung heruntergeschraubt hatten. Akari hörte sich die dargebotene Erklärung an und fragte sich ob tatsächlich ein Organ verletzt sein könnte und ob sie stur genug gekämpft haben könnte um diesen Schaden nicht wahrzunehmen – doch bei ihrer kurzen Selbstkontrolle war ihr spontan nichts Schlimmeres aufgefallen und wie zur Bestätigung nahm Koga seinen Worten auch gleich die Zähne. Ob er seine Technik stark abschwächen musste um ihr nicht zu schaden? Sie lächelte ihm bestätigend entgegen und schob die Gedanken das solch ein Trainingskampf auch anders hätte ausgehen können mit Leichtigkeit beiseite – viel spannender war es darüber nachzudenken wie das Chakra eingesetzt worden war. “Beeindruckend.“ Ihr Lächeln blieb bestehen, denn ihr fehlten die Worte. In der Theorie konnte sie sich eine Verteidingungsblase die aus Chakra bestand durchaus vorstellen, doch es war noch einmal etwas anderes dies zu sehen und zu spüren. Ein wenig kam es ihr im Nachhinein schon fast wie ein Privileg vor mit einem Hyuuga trainieren zu dürfen, immerhin waren dies mehr als beeindruckende Techniken gewesen – kaum ein Nicht-Hyuuga dachte wohl jemals daran das eigene Chakrasystem oder das eines Kontrahenten derart zu beeinflussen das die einfachste und effektivste Anwendung von Chakra dabei herauskäme. Es wirkte fast zu einfach, als ob Genjutsu und Elementar-Techniken einfach zu kompliziert waren, aber gerade wegen dieser Kompaktheit als effizient eingestuft wurden. Zu ihrem Glück war eine oberflächliche Wunde, verursacht von einer Elementartechnik, gleichfalls einfacher zu behandeln als die subtile Variante der Chakra-Manipulatoren - ein Segen für die Medizin, dass die Kampftechnik der Hyuuga ein Familiengeheimnis blieb. “Ja. Ich habe es bemerkt und dann wohl ganz gut ignoriert, immerhin kann man sich nicht im Kampf um seine Wunden kümmern und ich hatte auch nicht das Gefühl verwundet oder größer beeinträchtigt zu sein.“ Sie war bestimmt das perfekte Opfer für diese subtile Variante das Chakrasystem zu beeinflussen, doch dies hier war nicht die Übungsstunde des Hyuuga – selbiger war vielmehr der Trainer und lobte kurz darauf auch schon ihre Performance. Akari spürte die Hitze in ihre Wangen steigen - dass sie verlegen wurde war kaum verwunderlich, sie war es derart gewohnt verteidigt und geschützt zu werden, sowie im Hintergrund zu bleiben, dass sie inzwischen selbst nicht mehr damit rechnete erfolgreich Kämpfen zu können. Hinzu kam das sie auch nicht wusste ob es gut war für eine Jinchûriki aktiv zu kämpfen, immerhin wollte sie nicht auf einmal mit Sand um sich werfen – anderseits schien diese Fähigkeit mit Nichten daran gekoppelt zu sein in einer Kampfhandlung auszubrechen, vielmehr steckte wohl eher eine emotionale Komponente dahinter, die bei einem Kampf ebenfalls vorhanden sein konnte. Es ging ihr wohl eher darum das sie niemanden willentlich verletzen wollte, selbst wenn sie die Sandkontrolle hatte – es war einfach keine Fähigkeit die zum Nutzen anderer eingesetzt werden konnte, bisher war der ungewünschte Einsatz immer eine Art von Drohung gewesen und das war nun einmal nicht ihre Art. Als Koga ihren Fuß erwähnte winkte sie lediglich ab. “Hätte mir mit einer Trainingspuppe auch passieren können, obgleich diese nicht so höflich gewesen wäre sich auch noch zu entschuldigen. Gehört eben dazu und ich fand es angenehm herausfordernd.“ Immerhin galt es eine Hürde zu überwinden, einen Verteidiger, etwas das sich nicht mal eben beiseite schieben ließ – ähnlich der Medizin in der man Methode X bei jedem Patienten individuell anwenden musste um ans Ziel zu gelangen. Inzwischen standen sie sich gegenüber, hatten sie sich doch beide aufeinander zu bewegt und somit den Gesamtweg verkürzt. Akari erhielt eine direkte Aufgabenstellung und gleich noch einen Fragebogen mitgeliefert, nicht ganz so ihr Ding, denn einfache Jutsus wirkte ein Mediziner im Normalfall doch eher selten, allein Medic-Chakra zu schmieden war schon wieder eine höhere Disziplin, welche sie auch sehr viel mehr Wertschätzte als die Akademiegrundlagen. Zugegeben, es mochte auch daran liegen das sie nicht die besten Erinnerungen an die Akademie hatte – doch im Allgemeinen wandte sie die Grundlagen entweder intuitiv an oder gar nicht. “Für die Wissenschaft!“ Es war schon fast so etwas wie ein Motivationsruf und der gemeine Bunshin war insofern interessant, da sie ihn tatsächlich kaum einsetzte, er jedoch gute Stellschrauben für den Chakrafluss besaß. Ihre Hände bewegten sich in automatisierten Gesten und schräg vor ihr erschien ein passables Abbild ihrer selbst, dabei achtete sie nicht großartig auf die Kopie sondern auf ihren Chakraverbrauch. Nach einem Moment bildete sie ein ‚Kai’, doch der Bunshin blieb stehen. Machte der das jetzt nur weil sie vor ein paar Nächten an einer Felswand festklebte? Sie konzentrierte sich erneut und die Illusion löste sich in Luft auf. “Vielleicht habe ich etwas mehr als nötig benutzt? Bei den Medizintechniken kommt es eher darauf an eine Anwendung so lang wie nötig aktiv zu halten. Höhere Techniken brechen irgendwann zusammen, oder bleiben etwas länger bestehen. Ich hätte dich genauso gut mit meiner Chakraklinge oder der flachen Hand treffen können. Das ist im Grunde der Hauptgrund wieso ich mich kaum noch im Krankenhaus blicken lasse, auf die Art lässt es sich schlecht praktizieren.“
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BeitragThema: Re: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   So Jun 28, 2015 7:16 pm

Akari war hart im Nehmen und scherte sich wenig über ihren Fuß, weshalb Junji darauf auch nicht weiter einging. Er war nicht der Mensch, der mit übermäßiger Fürsorge auf andere zuging, denn sie waren alle alt genug um selbst zu wissen, was sie konnte, wie sie Dinge verkrafteten und wie nicht. Es amüsierte den Jounin eher, wie sein Gegenüber über den Kampf sprach, denn offensichtlich nahm es die Junjuuriki sehr leicht... wie auch mit ihren Fähigkeiten, was wiederum nicht so gut war. Mehr Vertrauen würde ihr sicherlich gut tun, dessen war er sich sicher, doch auch hier war es nicht seine Aufgabe stets darauf zu pochen, dass sich gegen eine Trainingspuppe sicherlich besser abgeschnitten hätte. Der Hyuuga, wie auch Akari wussten, dass das der Fall war, doch vielleicht meinte sie das auch gar nicht so Ernst. Wichtig war einfach, dass sie sich ein wenig aufgewärmt hatten, ein wenig in die Praxis eintauchten, um schließlich an der hohen Kunst der Chakrakontrolle arbeiten zu können. Ihr Los machte es der Genin nicht ganz leicht, das konnte man sehen. Junji beobachtete den Ablauf ihres Jutsus ganz genau, dass sie auf seine Bitte hin anwendete. Das Bunshin no Jutsu war sehr geeignet dafür, weil sich Fehler in der Nutzung des Chakras an ihm gut ablesen ließen und wie man bei Akari erkannte, nutzte sie viel zu viel Chakra. Sie hatte die Fingerzeichen sicher geformt und auch das Ergebnis war passabel, doch die Dauer und vor allem der Prozess des Auflösens zeigte auf, dass der Fluss der Energie zu unbegrenzt war. So nickte der Hyuuga nachdenklich und schwieg einen Moment ehe er antwortete.
"Interessant.", raunte seine lädierte Stimme schließlich gleich dem Wind, der über sie, über die wankenden Baumkronen hinwegsäuselte, "Du sagst also, dass dir die Konstanz in deinen Techniken fehlt? Dass du nie mit Sicherheit sagen kannst, ob sie tatsächlich nach Wunsch funktionieren, auch wenn du sie eigentlich beherrschst?"
Er machte einen Schritt auf seine mittlerweile geschätzte Freundin zu .
"Lass mich etwas versuchen, ja?"
Seine weißen, von Adern umgebenen Augen fixierten Akari so freundlich wie möglich, um ihr eventuelle Unsicherheiten zu nehmen, wenngleich er schon davon ausging, dass sie ihm vertraute. An ihrem ganzen Körper begann Junji behutsam Chakrapunkte anzuregen, um den Fluss des Chakras zu stärken. Dies würde nicht in mehr Kontrolle resultieren, so viel konnte man bereits sagen, dennoch war dieses Experiment in so fern wertvoll, dass es der Jinjuuriki das Gefühl aufzeigte, wie sich der übermäßige Gebrauch von Chakra auch bei einfachen Jutsus anfühlte, denn schließlich galt es diesen zu sensibilisieren. Dann würden sie beide den Fluss Stück für Stück herunterfahren, bis sie ein perfektes Level für das Bunshin no Jutsu gefunden hatten, eine Stufe, auf der Akari jede Facette dieser Technik kontrollieren können würde. Wenn das geschafft war, dann würde sie genau dies auch auf andere Jutsu anwenden können und schließlich lernen, trotz des Bijuuchakras in ihrem Körper auf ordentliche Art und Weise Techniken zu nutzen.
"Das wäre geschafft.", sprach der Hyuuga am Ende der kleinen Prozedur, noch immer zierte ein Lächeln seine Züge, "Versuche es nochmal. Ich denke du müsstest auf jeden Fall einen Unterschied merken. Du wirst weit mehr Chakra nutzen, weil du den Fluss nicht kontrollieren können wirst, zumindest auf eine Art, dass du es stets merken wirst. Auf dieses Gefühl werden wir uns konzentrieren und es so minimieren, bis wir ein Optimum erreicht haben."
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BeitragThema: Re: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   Mo Jun 29, 2015 8:29 pm

Exprimente waren eigentlich ihr Ding, sie ging gerne dokumentarisch an eine Aufgabe heran und arbeitete eine Lösung aus den gesammelten Werten hervor, doch bisher war sie selbst Forscherin gewesen und nicht das zu erforschende Objekt. Der Hyuuga würde die Daten sammeln und interpretieren und dabei wusste Akari nicht einmal welche Informationen sie ihm anbieten sollte - zumindest konnte sie erst einmal das sagen was ihr wichtig war, dass ihre Medic-Jutsus nicht zuverlässig waren. Dort wollte sie immerhin hin, wieder zurück zu dem was sie einst so gut beherrschte und ihr Lebensinhalt war und wenn dieser Weg über das Bunshin no Jutsu ging, dann beschritt sie ihn gerne – angenehmerweise kritisierte er nicht ihre Ausführung, war ja auch keine Genin-Prüfung und trotzdem hatte sie halb damit gerechnet oder besser gesagt dies gefürchtet. Der Hyuuga betrachtete lediglich ihre Akademietechnik und ging darauf ein, dass sie ihre Medic-Techniken nicht anwenden konnte – was ihr persönlich wichtiger war als ein halbgarer Bunshin. Koga fasste ihre Aussage zusammen und Akari nickte bestätigend. “Ich denke mal du hast da mehr Einsicht als ich, mach nur.“ Brachte sie als Antwort auf seine Frage ob er etwas versuchen dürfte heraus. Auch diesmal klang sie ziemlich locker. Sie hatte ihm schon mal vertraut und diesmal besaß der Hyuuga genügend Zeit ein etwaiges Risiko gründlich zu kalkulieren und er erwähnte auch nichts von Siegel oder Bijuu – also würde sein Versuch verhältnismäßig harmlos sein und ihr im besten Falle helfen. Akari nahm eine Zuschauerrolle ein und betrachtete seine Vorgehensweise, bei der es nicht viel zu sehen gab außer schnelle und gezielte Bewegungen. Es erinnerte sie an Akupunktur und sehr viel mehr Vergleiche wusste sie nicht, denn Chakra war nicht wirklich ihr Gebiet, doch sicherlich musste man kein Hyuuga sein um sich dahingehend Wissen anzueignen.
“Damals hast du meine Chakrapunkte geschlossen und jetzt weiter geöffnet?“ Es war schon seltsam über wie viel Macht dieser Clan doch verfügte und gleichzeitig wollte sie einfach nur wissen was passierte wenn sie erneut die Illusion erschaffte, denn es klang gleichsam spannend und ungewohnt den Chakrafluss nicht kontrollieren zu können – es wäre fast eine neue Erfahrung, immerhin hatte sie schon in jungen Jahren gelernt ihr Chakra zu spüren und zu kontrollieren, war dies doch die technische Anwendung eines Mediziners. Worauf er wohl hinaus wollte? Konnte es sein das sich seit der Vereinigung etwas derart grundlegendes geändert hatte, dass sie irgendwie, den Bijuu, oder dessen Chakra mit einrechnen musste, wenn sie ein Jutsu tätigte?  Egal. Sie führte sich irgendwie erfrischter und sie wollte nun auch wissen was als nächstes passierte. Sie formte die benötigten Seals und konzentrierte sich darauf wie ihre Illusion aussehen sollte. Sie sah recht undeutlich ihr Abbild vor sich stehen und es wurde zusehends unschärfer und verfinsterte sich. Ein paar körperliche Anzeichen, wie ein auftretender Tinitus und ein Schwindelgefühl signalisierte ihr jedoch, dass nicht unbedingt die Technik unsauber sein musste und so beschloss sie sich lieber hinzusetzen, um dem Boden sicherheitshalber etwas näher zu sein. Derweil flackerten fröhlich zwischen 10 und 20 Akari’s in unterschiedlichen Intensitätsstufen um sie herum auf. Was gab es wohl als nächstes zu tun? Hatte Koga nicht etwas von minimieren gesagt, hörte sich unglaublich verlockend an. “Ich bin fürs minimieren, wie mache ich das oder du?“ Sie brauchte ihm kaum zu sagen das er bei einer mündlichen Erklärung wegen ihrer Blutdrucksituation lauter sprechen sollte, denn dafür war seine Stimme ja ganz offenbar nicht ausgelegt – doch sie signalisierte es schon teilweise dadurch das auch sie selbst ihre Stimme etwas erhoben hatte.
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BeitragThema: Re: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   Di Jun 30, 2015 12:23 am

"Ich habe sie nicht weiter geöffnet, ich hab lediglich ihre Funktionsweise mit meinem eigenen Chakra angeregt!", erklärte Junji mit seiner rauen Stimme und einem gegensätzlich freundlichen Gesicht, "Dadurch fließt das Chakra viel stärker, da es weniger gehemmt wird. Ich nehme an, die Funktionsweise ist ähnlich wie bei den inneren Toren, nur ein wenig filigraner."
Er zwinkerte Akari zu, denn er konnte sich vorstellen, dass die Fähigkeiten seines Clans doch etwas merkwürdig erscheinen mussten auf den ersten Blick. Aber eigentlich war er es doch immer so und dafür waren die vielen verschiedenen Shinobiclans auch so gefürchtet. Ihre einzigartigen Fähigkeiten machten sie eben, wie der Ausdruck bereits verrät, einzigartig. Oftmals herrschte der Fehler in den Köpfen der Menschen, dass diese Einzigartigkeit gleichzeitig Stärke bedeutete, doch das sah Junji ganz anders. Er hielt sich nicht für besser, nur weil er ein Byakugan besaß, was zwar sicherlich eine mächtige Fähigkeit war, doch andererseits konnte auch ein ganz normaler Shinobi, ohne die Existenz eines Kekkei Genkai sehr mächtig werden. Der Kampf war nun einmal eine Adaption der Situation und erst die richtige Nutzung eben jener machte wirklich stark.
Akari begann die nötigen, wohl bekanntesten Fingerzeichen ihrer Zunft zu schließen und kurzerhand ploppten überall um sie herum weitere Akaris auf, was der Hyuuga mit einem belustigten Schmunzeln beobachtete. Ganz so schlimm hatte er die Auswirkungen seiner Behandlung jetzt nicht erwartet, doch viel Erfahrung hatte er auch nicht, wenn es um das einberechnen der Chakrareserven eines Jinjuuriki ging. Seine Freundin schien dem ganze wohl eher mit weniger Belustigung entgegenzusehen. Einerseits wurmte es sie wirklich, dass sie all ihre Jutsu nicht mehr wirken konnte wie früher, andererseits schien sie die plötzliche Nutzung einer großen Menge Chakra ein wenig mitzunehmen. In Junjis Erfahrung passierte das allerdings schon mal dann und wann. Auch ihm war es in jüngeren Jahren nicht selten passiert, dass sein Chakra schneller als gedacht aus ihm herausgeflossen war und ihn in großer Erschöpfung zurückgelassen hatte. Akari jedenfalls setzte sich eher schlecht als recht, wohl als vorsorgliche Schutzmaßnahme, was das Grinsen auf dem Gesicht des jungen Mannes breiter werden ließ.
"Gut, das kann schon mal vorkommen bei dieser Trainingsmethode.", beruhigte er die Chuunin und hockte sich neben sie, "Ist mir früher auch andauernd passiert... Allerdings bin ich ziemlich beeindruckt von deinen Chakrareserven. Mit gleich so vielen Doppelgängern hätte ich gar nicht gerechnet."
Aufmunternd legte Junji seine Hand auf ihre Schulter und reichte ihr die Andere, um ihr aufzuhelfen.
"Los, komm schon, das war erst der Anfang! Wir sind noch nicht fertig!"
Sogleich machte sich der Jounin daran, den Chakrafluss wieder einzudämmen. Mit seinem Byakugan hatte er die Mengen ganz gut im Blick gehabt, würde aber für eine optimale Einschätzung wohl noch ein paar Versuche brauchen.
"Die ganze Prozedur werden jetzt so lange wiederholen, bis wir genau die richtige Menge an Chakra haben. Dann werde ich sämtliche Chakrapunkte wieder öffnen, dass sie wie sonst auch funktionieren und du versuchst dich genau dieser Chakramenge aus eigener Kraft zu nähern. Da du das ja bereits einmal konntest, bin ich mir sicher, das geht relativ schnell, aber du musst dich konzentrieren. Wenn du erstmal wieder weißt, wie du mit dem erhöhten Chakradruck des Bijuu dein eigenes Chakra dosierst, wirst du es auch bei jedem anderen Jutsu wieder hinkriegen!"
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BeitragThema: Re: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   Fr Jul 31, 2015 1:13 pm

Übung machte ja bekanntlich den Meister und ihr derzeitiger Sensei schien ernsthaft entschlossen zu sein ihr dabei zu helfen. Dies würde für sie als Lehrling natürlich Schweiß und Arbeit in einem Gebiet abverlangen welches sie normalerweise ganz gut umschiffte, wenn nicht gar ignorierte. Sie wollte nicht wissen wie sich Mai dabei fühlen mussten einen Trainingsplan für Akari erstellen zu müssen, vermutlich kostete dies Nerven. Natürlich ging die Grünhaarige nie soweit sich wirklich stur zu stellen und die Mitarbeit zu verweigern, schon gar nicht wenn sie in diesem Falle selbst um Hilfe gebeten hatte. Nun arbeite sie nicht mit Mai zusammen sondern mit Koga und ihre Mutter wäre sicherlich Stolz über diesen Schritt ihrer Tochter – aktiver nach einer Lösung zu suchen, statt damit leben zu müssen eingeschränkt zu sein. Ihre Begegnung mit Koga war demzufolge ein Glücksfall gewesen, durch seine Hilfe musste sich Mai nicht auch noch mit ihrem Chakra-Training beschäftigen und Akari besaß einfach das Glück nicht länger nach einem Lehrer auf eben jenem Gebiet suchen zu müssen – es hatte auch mit falschen Stolz zu tun, es war schwer sich Hilfe auf einem Gebiet zu suchen, dessen Fachfrau zu sein sie sich eigentlich bisher immer gerühmt hatte. Ein Teil von ihr war bereit gewesen ihre Einschränkungen zu akzeptieren, irgendwie das Beste daraus herauszuholen und dies als ihr Leben zu akzeptieren – ein Leben das auch von Frust geprägt war und vielleicht lag es auch gerade an dieser Einstellung das sie ihr Wissen Jinchûriki zu sein nicht richtig verarbeiten konnte und in Angst vor einem Schatten lebte. Ein anderer Teil von ihr wollte allerdings mehr, mindestens so wie Ringo sein und vielleicht sogar irgendwann den Kampf aufnehmen. Wollte sie diesen Weg beschreiten mussten sie Koga aufmerksam zuhören und vielleicht aufhören sich ständig darüber auszuheulen nicht weiterzukommen, denn hier und heute war die Chance daran etwas zu ändern.
Es war gut das sie Freunde geworden waren, es über das Arbeitsverhältnis hinausging, denn auch wenn Akari ein offener Mensch war, so arbeite sie lieber mit bekannten Gesichtern zusammen, sie mochte die Harmonie die damit einherging mit geliebten Menschen zusammen zu sein.
Daher lauschte sie auch seinen Worten, auch weil sie verstehen wollte was passierte. Ihr Chakrafluss wurde also angeregt? Zumindest konnte sie sich nun mehr darunter vorstellen, auch wenn der Vergleich mit den inneren Toren aus seinem Mund kaum übertrieben klang. Vermutlich musste es für einen Blinden unglaublich schwer sein sich mit Koga vernünftig zu verständigen, doch Akari besaß keine derlei Probleme – ein Umstand der sie vielleicht froh stimmen sollte, immerhin gab es immer Menschen deren Leid größer war als das Eigene. Ihre Aufgabe war es körperliches Leid zu mindern und darum musste sie durch diese Übung jetzt wohl durch und schaffte es auch die erste Aufgabe zu erfüllen in dessen Folge sie sich nicht nur doppelt sondern mehrfach sah – typischer Fall von Doppelgänger. Das es nicht normal sein konnte, dass sie gleich so viele erzeugte konnte sie sich auch denken, doch im besten Fall war dies ihr Maximum und von da an sollte sie sich ohnehin herunterarbeiten – trotzdem war es ganz interessant zu sehen, was passierte wenn man sozusagen einen Großteil seiner Energie in eine Technik steckte. Das sie dieses Erlebnis mit einer Grundlagentechnik machte war wohl ganz gut und sie wusste somit die Expertise des Hyuuga gleich noch mehr zu schätzen, Akari wäre möglicherweise gleich an eine Medic-Technik herangegangen und wäre ob des entsprechenden Levels wohl noch ausgepowerter gewesen, so fühlte sie sich lediglich geschwächt und Koga ermutigte sie auch sogleich weiterzumachen. Als nächstens ging es also darum das er ihren Chakra-Output wieder reduzierte und ihr somit zeigte wie ihre Optimalschwelle auszusehen hatte, woraufhin sie anschließend dieses Niveau selbst erreichen sollte. Die genauen Stellschrauben mochte nur der Hyuuga zu sehen, doch sie vertraute ihm und 20 Minuten später stand vor Akari nur noch ein einsamer Bunshin, ihr Zielparameter.
Im Verlaufe des Trainings neigte sich der Tag langsam seinem Ende und Akari bemühte sich sichtlich die Fortschritte zu sehen und positiv zu bleiben, auch um ihren Sensei nicht dumm dastehen zu lassen, denn wenn er sich soviel Mühe gab musste sie es ihm mindestens gleich tun. Zugegeben war es ein wenig seltsam so genau in sich selbst zu lauschen, im Versuch ihr eigenes Potential wieder neu kennenzulernen und sie musste ja auch nicht bei Null anfangen. Koga führte seine wohl vorerst letzte Prozedur durch und dann lag es an ihr.
Ihr erster Bunshin war doch sehr kontrastarm, doch schon beim zweiten Versuch erhielt ihre Kopie etwas mehr Farbe und war vom Untergrund besser unterscheidbar. Akari konnte sich voll darauf konzentrieren ihren Chakrafluss zu erkennen und selbst zu regulieren, da sie eben jene Grundlagentechnik gut beherrschte, wer hätte gedacht das sie nach ihrer Akademie-Zeit sich doch noch einmal so intensiv mit dem Bunshin no Jutsu beschäftigte?
Innerhalb ihres fünften Versuchs wurde sie ein wenig übermütig, was darin resultierte das sie lediglich die linke Körperhälfte ihres Doppelgängers erschuf, was diese Illusion jedoch glücklicherweise nicht zum Umstürzen brachte, doch ein wenig peinlich war es schon. Zwischendurch gab es sogar etwas zu Essen aus der guten Küche des Konoha-Waldes. Am frühen Abend stand dann eine prüfungsreife Version der Grundlagentechnik vor ihr – zumindest hatte sie mit einem ähnlichen Produkt damals ihre Genin-Prüfung bestanden und auch ihr Sensei schien nicht unzufrieden, stimmlangenmäßig – sein Gesicht brachte mehr Wohlmut zum Ausdruck. Physisch hatte sie sich derweil wieder erholt, war jedoch erschöpft genug um später gut schlafen zu können – Akari war doch ganz zufrieden mit ihrer Leistung und das es wieder Lichtblicke gab. “Danke für den wunderschönen und lehrreichen Tag, ich muss wohl langsam zurück, die Torwache gab mir nur Auslauf bis zum Sonnenuntergang und tatsächlich fühle ich mich fitt für einen ruhigen, traumlosen und erholsamen Schlaf. Ich baue mir auch für jeden Tag Übungen ein, damit ich diese Methode besser verinnerlichen kann. Danke für deine Hilfe und Geduld.“ Das das Training von Erfolgen beprägt war steigerte ihre Stimmung extrem und auch das ihr Siegel sie nicht nervte war mehr als willkommen gewesen.
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BeitragThema: Re: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   Mo Jun 26, 2017 6:16 pm

=/\= Es folgt: Vor-TS-Zeit - 2 Wochen bevor Akari zum Missin-Nin wird =/\=
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BeitragThema: Re: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   Mo Jun 26, 2017 7:08 pm

Routine. Sie hatte ein Ziel vor Augen und wusste gleichzeitig das es nur durch Routine zu erreichen war. Ihr Ziel lag außerhalb von Konoha, aber um es zu erreichen durfte niemand davon etwas ahnen, weder von ihrem Ziel, noch von ihrem Vorhaben und es wäre noch besser, wenn keiner etwas von der Umsetzung erführe, doch für so clever hielt Akari sich selbst nicht. Es gab einen Punkt an dem sie es wissen würden und dann musste es praktisch auch schon zu spät sein. Sie war den letzten Monat mit Vorbereitungen beschäftigt gewesen und wusste schon gar nicht mehr wann sie zuerst angefangen hatte sich auf ihre Flucht vorzubereiten. Irgendwo in ihrem Kopf schwirrte der Gedanke immer herum, lebte beim Treffen mit Ayioma auf, flaute mit wachsender Entfernung ab und dazwischen herrschte ein nagendes Gefühl der Unzufriedenheit und des Verdrusses, der zumeist von Routine und Familienleben unterbrochen wurde oder auch von ihrer Versiegelung. So gesehen war die Versiegelung ein kleiner Segen, denn ihre schlechte Laune konnte sie zumeist auf das Ding in ihr zurückführen und ihre Umgebung tat dies inzwischen ebenfalls, insofern bemerkte niemand, dass sie auch über Ayioma grübelte. Gerade vermehrt grübelte sie ohnehin erst wieder über ihn, seit er sie zuletzt entführt hatte. Sie hätte damals bei ihm bleiben sollen, nicht ins Dorf zurückkehren und sich als Entführungsopfer tarnen, was zugegeben auch nur recht schlecht als recht gelang, immerhin war sie, obgleich es eine echte Entführung gewesen war, irgendwie auch freiwillig mit Ayioma mitgegangen. Doch darum ging es ihr gar nicht. Es ging darum das der Orangehaarige seine Freiheit für sie riskiert hatte – sicher es war ein Auftrag gewesen Akari zu entführen, aber es gab auch eine romantische Komponente. Es lag nicht nur daran, dass Ayioma sie nicht nur aus Liebe geraubt hätte, sondern auch daran das Akari nicht aus Liebe bei ihm geblieben war, sondern nach Konoha zurückkehrte. Der Großteil ihrer Fluchtpläne resultierte daraus, dass sie hätte bei ihm bleiben sollen und stattdessen hier war. Jetzt musste sie also Konoha nicht nur verlassen, sondern wohl auch verraten, um sich und ihm zu beweisen, dass sie ihn, Ayioma, haben wollte. In ihrem Kopf brauchte es diesen Beweis gerade zu. Ihre Liebschaft ging schon viel zu lange und Akari hatte nie klare Position bezogen. Hieß es Konoha oder Ayioma, hatte sie immer Konoha bevorzugt, mit der Option sich weiterhin mit ihm treffen zu können, wenn es ihnen denn gelänge. Der Knackpunkt war nur, dass ihr Liebster sich jedes mal wenn er ihr nahe sein wollte in Lebensgefahr begab, nicht zuletzt weil sein Strafregister anstieg. Allein durch die letzte Aktion mochte ihn Konoha inzwischen fast lieber tot als lebendig erwischen wollten, immerhin hatte er damals mit seinem Missin-Nin-Kollegen Konoha und den Hokage vorgeführt und eine Jinchuuriki entführt. So konnte es nicht weiter gehen. Akari verspürte nicht den Wunsch Ayioma in einer Arrestzelle im Gefängnis von Konoha besuchen zu müssen oder in Zukunft zu seinem Grab zu pilgern und ihre Verbindung war ohnehin schon fast aufgeflogen. Was wenn Akari noch als Köder missbraucht wurde? Was wenn sie auf eine Mission geschickt würde um Ayioma zu fangen? Die Wahrscheinlichkeit schien selbst ihr recht gering, aber die ganze Situation löste sich definitiv nicht auf indem sie Zeit verstreichen ließ. Zeit machte alles nur noch konfuser. Zeit kettete Akari noch enger an Konoha. Zeit hatte ihr eine Familie verschaffte, sie zur Jinchuuriki gemacht und dadurch noch weiter von Ayioma entfernt. Wäre sie früher geflohen, hätte sie ihrem Dorf nur den Rücken zugedreht, aber wenn sie heute ging, dann verriet sie es, weil sie ja Kapital war. Zeit war hier kein Faktor der ihre Situation auch nur irgendwie verbesserte.

Darüber dachte sie nach, während sie auf der Trainingslichtung auf Junji wartete. Diesmal war es nicht er, welcher sie zum Training einlud, sondern Akari hatte den Termin verabredet, aber rein aus Routine heraus war es ohnehin ihr regelmäßiger Trainingstermin, nur das sie nicht immer nur kämpften, sondern auch manchmal einfach nur redeten oder es kombinierte. Routine war der Grund weshalb Akari hier ohne ANBU-Bewachung auftauchen konnte, weil Junji sozusagen gleichzeitig ihre Bewachung war und dies inzwischen alle duldeten. Akari kam zu einem festen Termin hier her und kehrte zum festen Termin in die Mauern Konoha's zurück. Sie hielt sich immer daran, auch nach den Nachwehen um ihre Entführung. Inzwischen waren diese Treffen so vertraut, sie würde sie wohl tatsächlich vermissen, doch eines war klar: Heute wäre ihr letzter Trainingstermin mit dem Hyuuga. Akari hatte sogar ein kleines Picknick mitgebracht. Brot, Wein, Essen. Akari wollte sich einfach verabschieden und wohl auch bedanken und im gewissen Sinne würde dies Junji gleichzeitig zur einzigen Person machen, bei welcher sie sich ein 'Lebwohl' erhoffte.
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BeitragThema: Re: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   Di Jun 27, 2017 1:47 pm

Noch gut erinnerte sich Junji an sein erstes Aufeinandertreffen mit Akari. Die Grünhaarige war Ziel eines seiner ersten Aufträge als ANBU und gleichzeitig auch Ziel großer Brisanz innerhalb der Dorfverwaltung. Aber so war es nun einmal, wenn man das Los eines Jinjuuriki gezogen hatte und es interessierte den Hyuuga tatsächlich, ob es eine freiwillige Entscheidung ihrerseits gewesen war, das Chakramonster in sich versiegeln zu lassen oder gar doch Zwang. Sie hatten darüber selten geredet im Zuge ihrer gemeinsamen Zeit in der sie Junji doch sehr ans Herz gewachsen war, mehr vielleicht als er zugeben mochte. Schon eine merkwürdige Wandlung waren sie in ihrer Beziehung zueinander durchlaufen, zuerst der Auftrag, dann die gegenseitige Freundschaft und was nun? Selten hegte der Hyuuga Gedanken in dieser Form, doch wenn er sie sah, kam er nicht umhin etwas zu bemerken. Er traute nicht seine Gefühle dahingehend näher zu erforschen und wandte sich lieber an den Strohhalm seiner Arbeit, die auf Akaris Bewachung und Training ausgelegt war. Als Meister der Chakrakontrolle hatte er ihr sicherlich sehr helfen können und ebenso im Taijutsu, doch wie sah sie das eigentlich? Gefragt hatte Junji nie, wenngleich das Interesse durchaus da war, doch er stellte sich lieber hundert Feinden, ehe er eine Frage in diese Richtung stellte.
Lakonisch war also ihre Beziehung zueinander, lakonisch und doch von Freundschaft geprägt. Ohne ein Anzeichen der Änderung. Aus diesem Grund war der ANBU auch völlig ohne eine Ahnung zum heutigen Training erschienen, dass heute ein besonderer Tag für Akari war. Es war eigentlich alles wie immer gewesen, nur dass sie in den letzten Tagen immer öfter die Initiative ergriffen hatte ihre Treffen weiter zu frequentieren. Es war durchaus nicht zu leugnen, dass Junji darin eine gewisse Hoffnung begründete, wenn er an sie dachte, doch auch das reichte noch nicht aus sein Schweigen zu brechen. So wartete der Hyuuga etwas abseits des Dorfes, wie sie es immer taten und blickte leer umher, genoss ein wenig die Einsamkeit. Es wehte ein laues Lüftchen, dass angenehm die weite, helle Kleidung des ANBU erfasste und auch seine Haare in Wallung brachte, während er so auf einem Felsen saß, inmitten einer Lichtung.
Als Akari hingegen auftauchte und er ihr zum Gruße die Hand hob, gepaart mit einem kurzen Lächeln, bemerkte er, dass heute etwas anders war. Sie hatte scheinbar einen Korb dabei und sie wirkte weitaus nachdenklicher als sonst, was Junji die Stirn in Falten legen ließ. Die Grünhaarige zögerte nicht, kam näher und er rutschte elegant von seinem Felsen hinab. noch immer etwas verwundert dreinblickend.
"Sieht ja beinahe aus wie ein Picknick.", hauchte er mit seiner lädierten Stimme, als sie unmittelbar ihm gegenüberstand, "Gibt es einen besonderen Anlass?"
Ohne zu wissen, was sich hinter dieser Geste befand fragte der Hyuuga einfach frei heraus, der tatsächlich von einer Trainingsrunde ausgegangen war. Sicherlich übten sie nicht immer, oft redeten sie auch einfach nur, doch so etwas hatte er bei ihr noch nie erlebt. Unterbewusst bemerkte er, wie sogar sein Herz ein wenig anfing zu klopfen vor lauter Erwartung.
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Fudo Akari

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BeitragThema: Re: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   Mi Jun 28, 2017 7:58 pm

Irgendwie war es fast klar gewesen. Junji war mal wieder vor ihr da, also stand sie da nun mit ihrem Korb und kam sich ein wenig verloren vor. Sollte sie ihn erst zum Essen einladen und dann eröffnen das sie das Dorf für immer verlassen würde? Sie nickte erst einmal nur auf seinen ersten Kommentar hin und fand kurz darauf seine Frage ziemlich gut. Ja was war der Anlass? Sollte sie drum herum reden? Sie könnte sagen das sie für eine Weile das Dorf verlassen würde, er könnte annehmen sie hätte eine Mission und wollte ein Abschiedsessen mit ihm einnehmen, soweit so normal, doch wie baute sie dann in diese Geste ihren Abschied für immer ein? Ein Glück das er der Einzige war von dem sie sich verabschieden würde, dabei traf ihn dieses Schicksal nur, weil sie sich noch nicht so lange kannten. Sicher, sie waren inzwischen befreundet, aber ein großer Teil ihrer Beziehung spielte sich auf professioneller Ebene ab. Er war ANBU und ihre Wache, so einfach konnte es sein. Zugegeben neben Ai brachte sie diesem speziellen ANBU noch am meisten Vertrauen entgegen, aber sehr viel mehr konnte nicht dahinter stecken und durfte auch nicht. Wieso sie sich überhaupt verabschieden wollte? So genau wusste sie es nicht. Junji hatte einen Abschied nicht mehr oder weniger verdient als ihre anderen Freunde oder ihre Familie, sie ging einfach nur davon aus das der Hyuuga kein großes Drama daraus machen würde. Er wirkte einfach abgehärtet, die vielen Narben, die monotone Stimme, er erinnerte sie ein wenig an Ai, nur das Ai ihre beste Freundin aus Kindertagen war und daher zu ihrer Familie zählte. Junji hingegen war lediglich ein Arbeitskollege und sein Auftrag war es Akari zu beschützen. Sie würde ihn einfach von diesem Auftrag entbinden, obgleich dies vermutlich gar nicht in ihrer Macht lag. Schön. Es gab also für Akari einen besonderen Anlass, aber vermutlich für den Hyuuga nicht.
Akari versuchte sich ebenfalls an einem Lächeln, schaffte es aber nicht ganz. “Ja. Es ist ein Abschiedsessen. Ich verlasse das Dorf.“ Sie überlegte noch einen Wimpernschlag, doch die Worte sagten alles aus, vielleicht bis auf den Zeitraum. Sie könnte sich jetzt direkt umdrehten und gehen, aber dies war nicht ihr Plan. Es lief darauf hinaus wie verärgert ihr Opfer wäre oder wie verwundert? Sie wüsste selbst nicht wie sie auf so eine Aussage reagieren sollte und würde vermutlich den echten Inhalt verkennen, aber als ANBU und Jounin steckte ja etwas mehr Gehirn beim Schwarzhaarigen, denn bei ihr selbst. Sie streckte ihm den Korb entgegen, ob dies half? “Es ist nichts ausladendes. Wein und Brot. Ich wusste nicht ob wir nur reden oder noch trainieren wollten und meine Neuigkeit sollte auch nicht den Abend bestimmen. Wichtig ist vielleicht noch, dass ich nicht sofort gehe. Ich wollte. Naja. Ich wollte auch danke sagen, dass du bisher so gut auf mich aufgepasst hast. Durch dich war es nicht mehr so unangenehm ständig von ANBU bewacht zu werden. Du hast mir mein Leben schon erleichtert, aber ich denke meine Zeit in Konoha hat ein Ende gefunden und darum gehe ich. Es hat sich einfach in letzter Zeit zu viel verändert und es gibt Jemanden der draußen auf mich wartet.“ Ah. Ja. Kompliziert. Natürlich war Ayioma ihr Hauptgrund, aber jetzt wo sie es ansprach, gewann sie das Gefühl noch mehr Gründe für eine Rechtfertigung finden zu müssen und derer gab es ja erstaunlich viele. Ayioma war nicht der einzige Grund. Sie konnte locker angeben nicht das Dorf in dem sie lebte vernichten zu wollen oder die Menschen die sie liebte. Tatsächlich wäre die Tatsache das sie zur Gefahr werden könnte wohl ein besserer Grund als ihre Liebe zu einem Missin-Nin, aber vielleicht war es auch nur eine willkommene Ausrede. Als müsste sie einen für Konoha akzeptablen Grund aufführen?! Es war ihr leben und dieser Grund zählte für sie selbst mehr als alles andere. Ihr Grund verhinderte keine Schuldgefühle gegenüber denjenigen die sie zurückließ, aber in welchem Leben konnte man schon alle Seiten zufrieden stellen?
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BeitragThema: Re: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   So Jul 02, 2017 6:38 pm

Junji war nicht dafür bekannt sonderlich viele Regungen zu zeigen. Auch in ziemlich ausweglosen Situationen war er die Ruhe selbst und nicht selten damit auch ein Anker für Andere, die weniger gefestigt in ihrer Persönlichkeit waren. In dieser Situation aber konnte selbst der junge Mann aus dem Hyuuga Clan seine völlige Verwunderung nicht verbergen. Ein seltener Anblick bot sich Akari, die den ANBU buchstäblich auf dem völlig falschen Fuß erwischt hatte.
"Wie bitte?", kratzte sein Stimme tonlos wie Kreide auf einer Tafel. Mehr konnte er in diesem Augenblick nicht herausbringen und ließ sich jedes Wort seines Gegenübers noch einmal auf der Zunge zergehen. Es kamen doch zu viele Emotionen zusammen als dass man es so ganz einfach beschreiben konnte, was in dem jungen Mann vorging, der etwas verdattert vor seiner Freundin stand und die Welt nicht mehr verstand. Unterschwellig lachte er sich innerlich für die Hoffnung aus, die er für einige Sekunden gehegt hatte, kaum hatte er den Korb gesehen. Ein Abschiedsessen also? Und es gab jemanden, der auf sie wartete? Gleich zweifach verpassten ihm diese Worte herbe Schläge in den emotionalen Magen. Seine Kiefer mahlten und die Muskeln unter der Gesichtshaut vollführten eindrucksvolle Tänze, zeigten nur noch mehr auf, wie sehr Junji mit der Neuigkeit zu kämpfen hatte.
"Es ....", begann der Hyuuga und atmete einmal tief durch, "es gibt jemanden, der auf dich wartet?"
Jetzt, als er es selbst ausgesprochen hatte, war es wie eine kalte, raue Hand, die sein Herz umschlungen hielt und unangenehm fest zudrückte. Es war als hätte ihn sämtliches Glück dieser Welt verlassen und ließ ihn einsam in einer Welt der Dunkelheit zurück.
Da half auch der Dank nicht, den sie ihm für seinen Beistand ausrichtete und überhaupt, alles was sie sich über die letzten Wochen aufgebaut hatte zerbrach in einem Wimpernschlag für ihn. Gleichzeitig fragte sich Junji aber auch, was sie sich denn überhaupt aufgebaut hatten und ob es nicht schon wieder diese infantile Hoffnung war, die ihm diese Gedanken in den Kopf setzte. Aber wie auch immer alles zustande kam, Akari konnte doch nicht einfach das Dorf verlassen. Widerstand regte sich in ihm.
"Ist dieser Jemand der Grund oder wirklich Konoha? Was haben wir falsch gemacht? Was sind diese Veränderungen von denen du sprichst?"
Während Junji den ersten Schwall seiner unzähligen Fragen ausdrückte, versteinerte sich sein Gesicht wieder zu jener undurchdringlichen Mine, die er Akari gegenüber eigentlich abgelegt hatte. Er hatte keinerlei Verständnis für eine solche plötzliche Wendung der Ereignisse, doch wie er die Grünhaarige so musterte, machte sie keinerlei Anstalten einen etwaigen Scherz aufzulösen.
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BeitragThema: Re: [Vor-/Nach-TS] [Akari und Junji] Begegnungen   Mo Jul 03, 2017 7:50 pm

Jetzt wäre der perfekte Moment um ein Foto für die Nachwelt zu schießen, sowohl um Junji später zu ärgern, als auch sich und andere daran zu erinnern, dass sie ihm diese Gesichtsregung entlockt hatte. Natürlich wäre es auch möglich gewesen in zu küssen, wenn es ihr lediglich um ein komplett überraschtes Gesicht gegangen wäre, doch sie konnte diesen Ausdruck nicht als Bonus werten, denn er war nie ihr Ziel gewesen. Stattdessen zeigte Junji genau die erwartete Reaktion, er war von ihren Worten überrascht um nicht zu sagen schockiert. Gut so. Dann konnte er sie vielleicht schneller vergessen, denn sie würde verschwinden und dies war so sicher wie ihre Medic-Ausbildung oder ihre Suche nach einer Familie. Ayioma war die Person die alles an ihr verstehen würde, ihr neues Selbst und ihr altes Selbst, denn Ayioma liebte sie noch immer. Es waren ja schon Jahre gewesen die sie ihren Freund hingehalten hatte und er liebte sie noch immer, ob mit oder ohne Shukaku, ob Konoha-Nin oder nicht. Dies war doch sicher wahre Liebe und Akari wollte sich endlich zu ihr bekennen. Junji war ihre Test-Person, ihm erzählte sie es zuerst und auf Grundlage seiner Reaktion konnte sie noch einmal überdenken, ob sie ihre Flucht vor allen anderen geheim hielte oder nicht. Das Ergebnis. Jetzt da er es wusste, musste sie noch vorsichtiger agieren um heil aus Konoha herauszukommen und die Spur von Verfolgern abzuwimmeln. Der Gedanke kam ihr erst im Nachhinein das es im Grunde sehr dumm gewesen war Junji die Wahrheit zu sagen, nur weil sie befreundet waren oder besser gesagt gewesen waren, seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen. Akari wusste nicht was es brauchte um eine Freundschaft zu zerstören, aber vermutlich fehlte nicht mehr viel. Einerseits fand sie es schon schlimm, zu sehen das Junji ihre Worte derart zusetzten, klar sie waren extrem hart, aber sie konnte dennoch mit ihm mitleiden. Wäre es anders einfacher für ihn gewesen? Vermutlich nicht. Sie hätte das Thema hinauszögern können, doch wozu? Es war kaum praktikabler erst am Ende ihrer festgesetzten Trainingszeit die derben Abschiedsworte zu sprechen, denn dann würde er sich am Ende noch fragen wieso sie überhaupt erst Zeit mit ihm verbrachte. Also war es so doch besser oder? Vermutlich nicht. Es gab keine richtige Variante für Abschiede, außer vielleicht sie geschahen im Streit, doch selbst dann waren sie vermutlich nicht einfach. Akari fand es gut so, auch wenn sie sich jetzt ansehen musste wie ein Junji im brechenden Zustand aussah, doch er war mental ohnehin eine der stabilen Personen Konohas und darum würde er wohl gut darüber hinwegkommen. So gesehen war es dennoch seltsam wie gemein Akari sein konnte und machte es deshalb ihr Vorhaben, niemanden sonst etwas zu sagen, besser oder schlechter? Junji besaß immerhin noch die Möglichkeit ihr Motiv zu hinterfragen, diese Chance wäre einmalig und sie würde sich auch nicht von ihm abbringen lassen. Darum ging es auch nicht. Vielleicht war es der Wunsch sich irgendwem zu erklären, einer Person die das Endergebnis akzeptieren konnte. Sie betrachtete das verdutzte Gesicht. Schön. Offenbar konnte selbst der Hyuuga es nicht einfach akzeptieren oder lag hinter seiner Reaktion noch was anderes? War es nicht nur der Schmerz das eine gute Freundin diese Worte sprach? Was wenn da von seiner Seite mehr gewesen war? Sie hoffte dem war nicht so. Natürlich hatte Akari schon ab und zu geflirtet, während sie mit Ayioma zusammen war, mit Reijarmo wäre sie fast mehrfach im Bett gelandet, aber sie hatte es immer geschafft sich nicht zu sehr hinreißen zu lassen, immerhin war Ayioma ihr auch treu. Akari sagte also zur Antwort auf seine ungläubige Frage gar nichts und wirkte nur fest entschlossen, sie wollte ihm vermitteln, dass ihr Vorhaben fest stand. Den Korb stellte sie achtlos irgendwo zur Seite, dieser würde seinen Zweck heute wohl eh nicht erfüllen, immerhin glaubte sie kaum das Junji ihr eine gute Reise wünschen würde.
Doch dann überraschte es sie doch ziemlich, dass es ihn so herb mitzunehmen schien, dass es noch jemanden gab. Natürlich wusste niemand im Dorf von Ayioma, aber das es jemanden geben musste erschien selbst ihr logisch, sie musste ja einen Ort haben zu dem sie gehen konnte nachdem sie ihr Dorf verlassen hatte, sonst hätte sie auch hier bleiben können, es ging ja nicht um den Fluchtakt an sich, sie wollte sich auch Draußen ein neues Leben aufbauen. “Ja. Dort wartet jemand auf mich.“ Es kam auch für sie eher überraschend, aber plötzlich konnte sie nicht mehr sagen wer da auf sie wartete, denn es war immer wahrscheinlicher geworden das sie mit dieser Aussage Junji noch mehr verletzen könnte und sie wollte das Dorf nicht mit noch mehr Reuegedanken als ohnehin schon verlassen. Was bildete sich der Hyuuga ohnehin darauf ein diese Anklagen zu stellen, oder kam es ihr nur so vor? Musste wohl so sein. Sie war gerne mit ihm befreundet gewesen und inzwischen wäre es ihr fast angenehmer auch Junji einfach im Unwissen zu lassen und einfach unsichtbar zu werden, doch dies war nun kaum mehr möglich. Andererseits ging sie ja für immer, was interessierte sie da noch die Gefühle anderer? Nein. Akari wollte nun wirklich nicht so tun als wäre sie Gefühlskalt und so tun als würde ihr alles nichts bedeuten, auch wenn sie diesen Eindruck vielleicht hinterlassen würde, aber es war auch eher wichtig was sie selbst von ihrer Entscheidung hielt. Diese Veränderung konnte sie immer noch draußen über sich ergehen lassen, wenn sie denn einträfe, denn sie kannte sich außerhalb eines Dorfes nicht aus. Ohne Ayioma würde sie vermutlich nicht lange überleben, egal ob man hinter ihr her wäre oder nicht. Akari war nicht der Typ für eine Missin-Nin. Vielleicht konnte sie sich eine Weile über Wasser halten, ungefähr den Zeitraum einer ausgedehnten Mission, aber das wäre es vermutlich schon. Was nun. Sollte sie sich umdrehten und einfach gehen? Die Versuchung war groß, denn sie hatte alles gesagt wozu sie her gekommen war und der Abend war sozusagen noch jung, aber Junji würde sie aufhalten, außer er wäre zu geschockt, doch Shinobi wurden mit derartigem Druck regelrecht erzogen, es gab eine ganze Lehrkunst die sich damit beschäftigte Gefühle zu unterdrücken oder sie nicht zu zeigen. Es bedeutete vielleicht etwas, dass sie es vollbracht hatte Junji zu einer Regung zu verführen, aber zu mehr wäre sie wohl heute nicht im Stande, denn irgendwie erschöpfte es auch eine Meinung zu vertreten mit der sie alleine dastand. Dann überlegte sich umzudrehen und ein paar Schritte zu gehen, einfach als Demonstration, da stellte der Hyuuga schon wieder Fragen. Was sollte das? Gewann sie einen Abschiedskuss, wenn sie ihm antwortete? Inzwischen war sie fast sicher, dass sie sich seinen anklagenden Ton nur vorstelle, weil er eben die Fragen stellte die sie nicht hören wollte, wegen solcher Frage wollte sie am Liebste nur ohne jeden Kommentar gehen. Sie blickte zu ihm auf und versuchte ihr Gesicht ausdruckslos zu lassen, was ihr mehr oder weniger ganz gut gelang, denn er machte es ihr einfach, weil er sich ebenfalls hinter seiner Maske zurückzog. Einfach? Das war schrecklich! Ein Teil von ihr wollte nicht das die letzten Tage, nein Monate vergeblich waren, immerhin hatte es sie auch irgendwie Stolz gemacht mit dem ANBU befreundet zu sein und eine Seite hinter der Maske zu sehen. Für einen Moment wurde ihr eigener Blick kurz traurig, dann drehte sie sich um und sprach sprichwörtlich mit dem Rücken zu ihm, als würde es sie nicht länger interessieren, was er von ihrer Entscheidung hielt. “Er ist der Grund. Wir sind schon seit mehr oder weniger drei Jahren zusammen, haben uns aber immer nur heimlich treffen können.“ Sie wollte lieber nicht wissen wie Junji diese Aussage träfe, darum war sie ja auch abgewandt, aber sie konnte ihn auch nicht anlügen oder irgendwen, wenn sie schon anfing ehrlich zu sein, dann musste sie auch dabei bleiben, obgleich sie soeben zugegeben hatte Ayioma Jahre lang geheim gehalten zu haben, irgendwie schon seltsam. Seltsam das sie ihren Freund nie erwähnt haben sollte, aber anderseits war sie mit Junji auch nie zusammen gekommen, also hatte es auch nie einen Grund gegeben. Na super. Sie hätte also so oder so die Beziehung zum Hyuuga abgebrochen? Na dann war der Zeitpunkt tatsächlich egal, wenn der Grund gleich geblieben wäre. Die zweite Frage irritierte sie zunächst, niemand hatte etwas falsch gemacht, da sie nie von ihrem Freund erzählt hatte, doch in Bezug auf die Veränderungen machte die zweite Frage wieder mehr Sinn. “Wenn dann habe ich etwas falsch gemacht, weil ich nicht erkannte das ich nicht gleichzeitig Konoha und einen Freund der nicht zu Konoha gehört, haben kann. Die Veränderungen haben meine Entscheidung dahingehend erleichtert. Natürlich spreche ich von dem Ding in mir. Du weißt ja sicherlich wer meine Vorgängerin war? Hyuuga Kaori. Sie ist durch den Ausbruch gestorben und jetzt steckt ES in mir und fragt sich vermutlich nur, wann es die nächste Ecke von Konoha zerstören kann. Mir ist schon klar das es genug Shinobi in Konoha gibt um Shukaku dreimal zu besiegen, aber darum geht es auch nicht. Mir ist klar geworden das es nicht fair ist das meine Fudo-Familie möglicherweise noch mal einen ähnlichen Verlust erfährt oder das Dorf bedroht wird, weil ich geschützt werden muss. Das bin ich nicht. Diese Art der Verantwortung kann ich nicht übernehmen. Nimm dich. Du wärst sicher auch nicht erfreut, wenn ich wegen eines Ausbruchs sterbe oder eben das Dorf verlasse, aber es läuft fast aufs gleiche hinaus, für dich. Darum ist mein zweiter Grund Konoha zu reduzieren. Die Person die auf mich wartet kann mich nämlich auch beschützen und lieben und tut beides immer noch. Er hat es verdient das ich jetzt Zeit mit ihm verbringe, ebenso wie ich Zeit in Konoha verbracht habe und wenn das Ding irgendwann den Ausgang findet, dann trifft es mit etwas Glück nur eine Person. Ein Schritt. Akari machte doch einen Schritt nach vorn und damit von Junji weg, der sich ja zuletzt in ihrem Rücken befunden hatte. Ihr Grund war irgendwie ein Grund der für sie persönlich nobel klingen sollte, aber er war auch nur für sie selbst bestimmt gewesen, eine Art Motivationsrede. Dazu gehörte irgendwie auch fast eine Demotivationsrede. Sie hatte die anderen zwei Jinchuuriki kennengelernt und erlebt wie selbstsicher diese waren. Die Akzeptanz hatte ihr auch etwas Angst gemacht. Sie wollte nicht das man es akzeptierte. Sie wollte nicht das es alle ok fanden, dass sie dieses Ding in sich hatte und sie bereute es im Moment auch, damals der Versiegelung zugestimmt zu habe, aber da eine Extraktion wohl den Tod bedeuten würde, war dies wohl auch keine rechte Alternative, blieb noch die Flucht zu Ayioma. Er war ja irgendwie auch eine Art kleines Monster mit seinen Tentakeln, sie konnten zwei verliebte Sonderlinge sein.
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