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 [Epona & Masao] Die Abmachung

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Kuroreiki Masao
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BeitragThema: [Epona & Masao] Die Abmachung   Sa Nov 21, 2015 8:40 pm

Man hätte dieses Ding ruhig dreist vor die Nase Konohas pflanzen können - das jedenfalls ist Kuroreikis Masaos Ansicht zu seinem Labor. Immerhin wären die Versuchsobjekte in Form vo ANBU dann von alleine genommen und dieser rege Zufluss hätte seinem Geschäft durchaus gut getan. Leider gibt es aber immer diese Stimmen der Vernunft, welche die Mußestunden des Lebens nun einmal mit Salz und Pfeffer vernichten müssen und die arrogante Glückseeligkeit heraussieben.
Wie dem auch sei: Masao schlug sein Labor folglich nicht vor dem hellen Antlitz des Steinkopf-Dorfes auf, sondern vielmehr im Untergrund Yokuchis, wo er ein zumindest teilweise interessantes Klientel vorfindet. Unter anderem trägt auch ein Vertrag mit Yamanaka Epona Früchte, welche ihm immer wieder neue interessante Personen liefert. Allerdings gibt es da etwas, was den Wissenschaftler an dieser blonden Person immer wieder ein wenig argwöhnisch treibt. Wieso also keine Abmachung treffen?
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Kuroreiki Masao
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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Sa Nov 21, 2015 9:04 pm

Masao fuhr sich angestrengt mit der Hand über die Stirn, während irgendein dahergekommener Hecht ihn vollstotterte und sich entschuldigte und sich... genervt seufzte der Blauhaarige und kratzte sich scheinbar abwesend die Fingernägel. Es war immer wieder das gleiche mit diesen Einfaltspinseln: Sie machten ihre Arbeit nicht gescheit und wenn irgendetwas war, zitterten sie wie Espenlaub. Vor allem aber hatten sie eine so große Angst vor ihm, dass sie sich fast in die Hose machten. Die Augen rollend - was ziemlich grotesk bei ihm aussah - musste Masao sich also auch nun wieder allerhand mit diesem Stottern anhören, was jedem gesunden Menschen bereits um den Verstand brachte. Er war ein kranker Mensch. Was sollte er da erst sagen? "Zum Mitschreiben du kleine, minderbemittelte Laborratte: Dir ist es runtergefallen und du hast aus Versehen was auf den Arm bekommen?" Erschüttertes, nahezu wimmerndes Bejahen folgte. Masao knirschte mit den Zähnen und lehnte sich zurück. "Da dein Arm bisher noch nicht abgefault ist, solltest du vorerst durchkommen." Erleichtertes Ausatmen folgte, der Forscher grinste. "Zumindest für die nächsten Stunden. Hach, das ist viel zu spannend, um es einzugrenzen! Beschreib mir genau wie du dich fühlst--- ah ah, ich sagte nicht, du sollst es mir ins Gesicht sagen du... dummer Mensch! Nimm dir einen Zettel und einen Stift - du kannst nicht schreiben? Ist mir egal. Wenn du mir in einer Stunde nichts vorlegst, seziere ich dich und gehe dem selbst auf den Grund."
So war es meistens, wenn sich ein Gehilfe aus dem Labor hier einfinden musste. Die einen verschütteten etwas, die anderen kamen ungewollt mit irgendeinem Gift oder einer Substanz in Kontakt. Es waren unterschiedliche Gründe, aber ein jeder fürchtete sich davor, in dieses eine Büro zu müssen. Das Büro, in welchem Masao saß. Mit einem schroffen und genervten Wink entließ er den Jungen gerade noch rechtzeitig, ehe er es sich anders überlegte und ihn doch an den Stuhl binden konnte. Vielleicht hätte er es im Normalfall sogar getan, doch heute war es anders: Heute erwartete er Besuch. Eine neue Lieferung, wenn man so möchte. Jedenfalls ging er von letzterem aus.
Mit einem deutlichen Knacken der Wirbel legte Masao den Kopf schief, was sich folglich zieeeemlich ungesund anhörte. Dann kreiste er sein Handgelenk - nochmal ein Knacken - und wiederholte es wohl mit all seinen menschlichen Gelenken, sodass er sich einigermaßen entspannter fühlte (nicht, dass er es jemals konnte). Die Nase rümpfend starrte er zur Tür und nahm schließlich ein kleines Reagenz in die Hand, welches seitlich gestanden hatte. Eigentlich war es gefährlich, aber wie gegen so vieles, hatte Masao auch hiergegen eine natürlich Resistenz. Vielleicht sollte er es ja auf den nächsten Besucher werfen...
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Yamanaka Epona
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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Di Nov 24, 2015 7:15 pm

Nur selten hegte sie ein stärkeres Gefühl, nichts anzufassen und einen Kagebunshin vorzuschicken.
Epona hielt sich für mutig, weltgewandt und bei Bedarf kontrolliert paranoid. Außerdem hielt sie sich für fähig, die Begegnung mit so ziemlich jedem Shinobi auf Erden zu überleben - indem sie den ersten Schlagabtausch heil hinter sich brachte und dann verduftete. Sie rechnete folglich fest damit, alsbald an Altersschwäche zu sterben. In etwa zwanzig Jahren also, was nicht besonders anregend war. Seit geraumer Zeit verspürte sie den Wunsch, nicht bloß Rätseleien zu hinterlassen, wenn ihr Körper in jugendlichem Zustand den Weg aller Greise ging. Jemand hatte Geld und Zeit in ihre Ausbildung gesteckt. Sie sollte es ähnlich tun. Und ihr ging die Zeit aus.
Kurzum: Sie besaß Überlebenswillen. Und der schlug hier Alarm.
Warum war sie trotzdem da? Es gab weniger risikoreiche Verbündete, und die waren auch nicht uninteressant. Doch was an dem Leiter dieses Labors, durch dessen Gänge sie nun wandelte, interessant war, war dessen Neugierde, die der Ihrigen ziemlich gleichkam. Masao interessierte sich für so viele Dinge, und zugleich konnte er eine Menge. Auch Epona konnte viel, doch Masao war... anders aufgestellt. Genauso breit, auf anderen Gebieten. Er war, wie sie, ein Joker. Manchmal ein Springteufel.
Schnöd könnte man auch meinen, es wär die Herausforderung.
Mädchen wollen nicht Ponys reiten, sondern Wildhengste zähmen! Er ist so böse, nur ich kann ihn verändern! Schweigt, elendige Jugend-Hormone!
Nein, das wars nicht.
Ein Diener führte sie. Ein loyaler Kerl, der nicht schlecht über seinen Herrn redete. Er redete eigentlich gar nicht. Wirkte er zusehends besorgt, je näher sie dem Büro kamen? Vor der Tür trat er beiseite, und zwar so, wie es ausgebildete Soldaten tun würden: Er stellte sich an die Stelle, die als Letzte von der aufschwingenden Tür freigegeben werden würde.
Ob man eine Einzelkämpfer-Ausbildung benötigte, um hier zu überleben?
Epona betrat unerschrocken das Büro, die Finger allerdings bereits verschränkt. Für die Einen eine unschuldige Art, die Hände nicht sinnlos schlackern zu lassen, für die andern das Äquivalent der Hand an der Waffe.
Grüße dich, mein lieber Masao, zwitscherte sie, Was tust du Schönes?

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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   So Nov 29, 2015 5:42 pm

Nun, die Idee mit dem Wurf hätte sich durchaus gleich bis sofort bewahrheiten können, denn allzu viele Sekunden verstrichen nicht mehr, bis es an der Tür klopfte und diese nach außen hin geöffnet wurde. Nach außen hin, obwohl Masao keine Fluchtwege und deren regelkonforme Verwendung einhalten musste. Nur für ihn selbst war es ganz gut zu wissen, unliebsamen Besuchern, die da kamen, diese Tür nach außen hin ins Gesicht knallen zu können, wenn er denn lustig war. Außerdem konnten Außenstehende so nur leicht verzögert eintreten und bereits das Weite suchen durch eine andere Tür. Die Augen verdrehend machte er sich nicht die Mühe, sich von seinem Stuhl zu erheben, sondern beobachtete fast stoisch wie immer mehr einer ihm bereits bekannten Person in den Lichtkreis seiner Bürolampen trat. Letztere waren nicht wirklich hell und so konnte man meinen, man machte sich hier die Augen kaputt, insofern man hier arbeiten müsste. Was ihn betraf, so stieß er Luft durch die Nase aus – was einer Art grunzen ähnelte. Es klang ein wenig spöttisch ob dieser Begrüßung. Sicherlich wusste diese Frau, dass er eigentlich nie etwas schönes tat – zumindest nicht für andere – und so schien es ihm irgendwie offenkundig diplomatisch und nichtssagend.
“Tch, mich mit Jämmerlingen und Dummheiten abgeben. Bedauerlicherweise scheint das eine Gewohnheit zu werden... die ich wohl werde unterbinden müssen.“ Letzteren Teil des Satzes sagte er mehr zu sich selbst, als zu seiner neuen Gesprächspartnerin. Dennoch konnte man seine Stimme über die paar Meter, welche den Raum einmal ausmachten, vernehmen. “Andererseits habe ich auf deine Lieferung gewartet, wenn man so möchte – und damit sei gegrüßt. Ich hoffe du bringst mir wenigstens etwas interessantes?“ Er zog eine Augenbraue hoch und hoffte in der Tat, dass die Blonde ihm etwas weniger langweiliges zeigen würde, als diese Konversationen, die er hier sinnlos mit den dümmsten aller Untergebenen führte. Es wäre aufs gleiche rausgekommen, würde er sich die Fingernägel abkauen. Moment, das hätte sogar noch mehr Nutzen gehabt als dieses ganze Hin und Her mit Episteln und Briefen und Berichten und weiß' der Geier. “Wenn nicht, dann wenigstens grundlegende Informationen?“ Die Augenbraue hebend legte er auf seine ganz spezielle Art den Kopf schief, bei welcher man sich immer fragen konnte, wieso es nicht laut knackte oder er sich das Genick brach. Es sah nämlich ziemlich ungelenk und vor allem unbequem aus.
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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Mi Dez 09, 2015 1:35 pm

Der Knabe war so charmant wie immer. Er teilte Eponas allgegenwärtiges Problem, stetig nur mit schwer motivierbaren Untergebenen arbeiten zu müssen. Wobei die Kunoichi glaubte, dass sie sich mit ihren Leuten noch ganz glücklich schätzen durfte... oder halt, ihre Leute durften sich mit ihr ganz glücklich schätzen.
Der Wissenschaftler murmelte noch etwas von "Unterbinden". Klang nicht gut. Epona spitzte zwar die Ohren und lächelte aufmunternd, fragte aber besser nicht weiter nach. Stattdessen verschränkte sie artig die Hände hinter dem Rücken, als sich Masao ein wenig direkter an sie wandte.
“Andererseits habe ich auf deine Lieferung gewartet, wenn man so möchte – und damit sei gegrüßt. Ich hoffe du bringst mir wenigstens etwas interessantes? Wenn nicht, dann wenigstens grundlegende Informationen?“
Das Übliche eben, ging es Epona durch den Kopf. Neugierde und Wissensdurst sind verlässliche Suchten. Unter denen sie selbst litt.
Lässig hob sie die Hand. Meine Lieferung ist ein hübsches, neues Kekkei genkai, erklärte sie. Draußen auf dem Flur wartet ein Mädchen. Warte, ich werde es rasch holen.
Nun, da es sicher war, traute sich Epona, ihre "Lieferung" hereinzuholen. Sie beugte sich auf den Flur und winkte einem etwa vierzehn Jahre alten Mädchen - welches nichtdestotrotz schon eine anschaulich weibliche Figur besaß.
Ich stelle vor: Nagani aus Nadeshiko no sato. Du kennst das Dorf bereits. Es ist diese hübsche Shinobi-Niederlassung in Taki no kuni, wo so gut wie ausschließlich allein Mädchen zur Welt kommen. Und wo ganz allgemein Männer von Frauen geplättet werden, wenn sie versuchen, ihnen einen Antrag zu machen.
Egal. Nagani, zeig dem Mann bitte deine Melonen.

Nagani sah furchtsam-erschrocken auf den Wissenschaftler, langte dann jedoch - in der unerschütterlichen Signatur-Bewegung einer Nadeshiko-Kunoichi - in ihren Ausschnitt. Und beförderte... Kerne ans Licht der Schreibtischlampe.
Kurz leitete sie Chakra hinein, dann legte sie die Kerne auf der Tischplatte ab.
Und siehe da!
Aus den Kernen wurden Melonen. Eine ganze Handvoll.
Na, wenn das nicht toll war?

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Kuroreiki Masao
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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Do Jan 07, 2016 6:17 pm

Melonen. Manche schrien, manche würden jauchzen. Wieder andere zweideutig und mehrdeutige Luftsprünge absolvieren oder aber ein paar Liegestützen machen um gut dazustehen.
Masao wars' egal.
Wie ein Monument aus Stein hatte er die Hände wie eine bestimmte gelbe Simpsons-Figur hinter dem Tisch gefaltet und ahmte dieses strenge Starren fast originalgetreu nach. Wartend. Auf jene Melonen oder was auch immer die Blonde ihm nun verkaufen wollte. Neugierde hier, Neugierde da - es sollte bloß nichts dummes sein und vor allem nichts Weibisches. Für letzteres hatte er nämlich gerade nun wirklich keinen Nerv. Falls es wider seinen Hoffnungen allerdings dennoch entsprechend zutragen würde, befand sich nicht weit von ihm immer noch ein extrem handlungsfähiger Bunsenbrenner, der wieder einmal einen Rundflug durch den Raum antreten durfte. 'Hatte er nämlich schon lange nicht mehr gemacht, der Herr Bunsen Brenner. Für Masaos Verhältnisse. Kurzum: Sechs Stunden.
So hatte die allseits treue Epona also ihre Hände hinter dem Rücken verschränkt, gab ihre Information so Preis, dass der Normalsterbliche durchaus Neugier empfinden würde und winkte schließlich ein Mädchen hinein. Ein Mädchen mit Melonen. Masao hörte zu seiner Rechten, wie gerade die Tür geöffnet wurde. Er musste nicht einmal hinsehen, um die Kinnlade des Jungen klappen zu hören, als Epona fortfuhr und das Mädchen in den Ausschnitt griff. Und so flog er wieder. Der Herr Bunsen Brenner. Er flog und flog und landete blindlinks an der Stirn. Der Junge fiel nach hinten um. Die Tür mit ihm zu. Ende. Als hätte es ihn nie gegeben.
“Nagani aus Nadeshiko. Natürlich kenne ich diese Brutstätte der Tradition und Traumstätte eines jeden Mannes, der nur auf sein steifbeiniges Etwas hört, welches ich ihm bei nochmaliger Aufstellung nur zu gerne....“ Masao unterbrach sich und erhob sich gar, als zwei Kerne zum Vorschein kamen. Eine seiner Augenbrauen stellte fest, dass es doch mal wieder Zeit für einen Höhenflug war und formte einen durchaus kompetenten Bogen. Melonen. Er hatte nichts gegen diese Art von Melonen. “Wo hast du sie angetroffen? Ist sie die einzige der Familie? Hast du sie schon untersucht? Sind es echte Exemplare oder dienen sie vielmehr einem anderweitigen Zweck?“ Masao richtete sein Wort keinesfalls an sein Versuchsobjekt, sondern an die Zwischenhändlerin direkt. Mit überraschend behänden Schritten stand er auf und kam hinter seinem Tisch hervor. Dabei nahm er im Gehen eine dieser Melonen auf die Hand und wiegte sie zwischen Links und Rechts hin und her. “Mädchen, du redest nur, wenn ich sage, dass du reden sollst – damit wir uns gleich verstehen. Ich habe keine Lust mir deine hohe Stimme oder wie auch immer anzuhören und festzustellen, dass das Grillen deiner Stimmbänder viel interessanter wäre, als die Untersuchung deiner Wassermelonen. Falls du den Mund doch aufsperrst, werde ich mit deinen körperlichen Melonen andere Dinge tun und damit meine ich nicht das, worauf umherstreifende Männer in deinem Dorf abfahren – und würdest du mir nun endlich antworten?“ Er wartete nicht gerne. Das war zumindest allgemein bekannt. Allerdings hoffte er nun für das Mädchen, dass sie sich mit dem letzten Abschnitt nicht angesprochen fühlte, denn sonst würde er seine Drohung wahr machen müssen. Epona wurde nun folglich Opfer der hochgezogenen Augenbraue, während die Melone nun in Masaos Händen still hielt.
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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Fr Jan 08, 2016 5:05 pm

Epona hatte die Wahl gehabt: Entweder führte sie dem gesichtsbemalten Wissenschaftler den jungen Burschen mit der Fähigkeit des Baumwolle-in-den-Achseln-Produzierens vor, ohne Zweifel eine Abart des Mokuton, oder das Mädchen. Letztlich war wohl zumindest einer kurz sehr glücklich darüber, dass das Mädchen ausgewählt worden war. Der junge Assistent nämlich, der just in dem Augenblick reinkam, als Nagani die Obstkerne aus dieser ganz speziellen Tasche holte, die von allen Nadeshiko-Kunoichi so reichlich genutzt wurde.
Die Blonde zog scharf die Luft ein, als der Bunsenbrenner flog und den armen Jungen wieder nach draußen beförderte. Uuuh, machte sie, Das tat sicher... puh... Sie schüttelte den Gedanken an den Kopfschmerz rasch ab, um nicht allzu schwach vor Masao auszusehen.
Der Wissenschaftler hatte indes die Sache als seines Interesses würdig empfunden.
“Wo hast du sie angetroffen? Ist sie die einzige der Familie? Hast du sie schon untersucht? Sind es echte Exemplare oder dienen sie vielmehr einem anderweitigen Zweck?“ Er nahm eine der Wassermelonen in die Hand. Seine etwas harsche Wortwahl hinsichtlich männlichen Besuchern Nadeshikos hatte indes dafür gesorgt, dass Nagani erneut bis zu den Ohren hin rot geworden war. Epona legte ihr fürsorglich die Arme auf die Schultern. Sie ist in Gegenwart von Männern noch etwas schüchtern, erklärte sie.
Was Masao nun tat, würde natürlich nicht dazu beitragen, Naganis Schüchternheit vor Männern zu lindern. Besagte Schüchternheit vertiefte sich wohl eher zu Angst, denn Masao besaß eine... äußerst einfühlsame Art, welche das Mädchen dazu brachte, mit riesengroßen und tränenfeuchten Augen in dieses kriegsbemalte Gesicht zu starren und sich rückwärts an Epona zu pressen.
"...– und würdest du mir nun endlich antworten?“
Epona reagierte schnell - sie presste Nagani rasch eine Hand auf den Mund, um zu vermeiden, dass die Kleine aus Panik heraus antwortete.
Sie lebt nach wie vor im Dorf, ist keine Ausreißerin, informierte die Blonde rasch, als gelte es, Masao nur nicht weiter irgendwelche Worte machen zu lassen. Sie ist auch kein Einzelkind. Ob ihre Schwester diese Fähigkeit ebenfalls besitzt, muss man allerdings noch abwarten, denn sie ist noch zu jung.
Untersucht habe ich zumindest schon das Obst, ja.
Sie tätschelte Naganis Wange. Es ist echt. So echt wie alles an einer Nadeshiko-Kunoichi, nicht, Nagani? Nagani errötete erneut. Zum dritten Male. Ihr Chakra wirkt nicht nur auf Melonen. Es wirkt bei Früchten ganz allgemein. Kirschen? Äpfel? Solang es Kerne hat, macht mein Mädchen einen Obstsalat daraus. Du solltest einen Bissen versuchen.
Falls Masao es probierte - oder probieren ließ - würde er feststellen, dass das durch Nagani manipulierte Obst den Nebeneffekt besaß, dass man sich förmlich frischer fühlte. Und auch einen minimalen Chakraschub erhielt, als handele es sich bei dem Obst um eine Miniatur-Version einer Hyorogan.

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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Do Jan 21, 2016 11:18 am

Sie ist in Gegenwart von Männern noch etwas schüchtern. Masao fegte diesen Einwand mit einer ungeduldigen Handbewegung beiseite und rollte gleichzeitg seine goldgelben Iriden. Das interessierte ihn herzlich wenig, denn im Grunde genommen war es ihm egal, ob das Mädchen bis in all ihre Spitzen erötete, oder mit von innen heraus explodierte und sich roter Lebenssaft durch den Raum -.... Mit einem Knacken - was sich definitiv fast nach einem Bruch anhörte - legte er de Kopf schief und fixierte seinen Blick erneut auf dem Mädchen. Das wäre mit Sicherheit auch interessant. Ob es etwas mit ihrem Blut zu tun hatte? Seine Augen funkelten widerspenstig und wichen nicht von dem jungen Ding, während er Epona lauschte. Seine treue Liefertante, wenn man so wollte - wobei die Bezeichung natürlich an Höflichkeit zu Wünschen ließ. Allerdings war der Maskenkerl doch viel zu direkt, als sich darum zu scheren. Immerhin war sie geistesgegenwärtig und hielt dem Mädchen den Mund zu. Masao beugte sich vor, bis weniger als ein Meter ihn von diesem trennte und verengte seine Augen bedrohlich zu schlitzen.
"Wieso errötet sie jedes Mal wie ein abgeschossener Truthahn, he? Tch. Unfähig." Mit einem Blick auf Epona lehnte er sich zurück, legte nun - erneut mit diesem Knacken - den Kopf in die andere Richtung schief und ließ die Melone wie einen Basketball auf seinem Finger tanzen. "Echtes Obst. Man könnte den Welthunger beenden und stattdessen kommst du zu mir. Das ist wunderbar und deshalb habe ich dich vermutlich auch noch nicht seziert. Ob ich allerdings einen Bissen versuche, ist mir schleierhaft, Gevatterin." Genervt seufzte er, hielt die Melona still und rollte erneut die Augen.
Mit zielstrebigen Schritten ging er auf jene Tür zu, hinter welchem das Bunsenbrenner-Opfer - aka der junge Assistent - mit verdrehten Augen lag. Ohne einen Funken Mitgefühl hob Masao den Fuß und tippte ihn genau in die Weichteile - wobei "tippte" hier vermutlich nur verwendet werden konnte, um eine schmerzhafte Vorstellung zu lindern. Man hörte ein ersticktes Keuchen, das mehr einem Jaulen glich. "Aha. Es lebt noch." Ungeduld bückte der Forscher sich und packte den Jungen an den Haaren, sodass er ihn hinter sich wieder ins Labor schleifte. Masao war nicht wirklich körperlich stark, aber das brachte er noch zu Wege; zumal der Junge sowieso kein Dickerchen war. Eher ein schlanker Gartenzaun. Gartenzaun. Masao lachte ob dieses Wortspiels leise und dunkel in sich hinein. Dann hielt er den Kopf des Jungen - an dem eine breite Beule zu sehen war - hoch. Die braunen Augen funkelten das Mädchen treudoof an, nahmen es aber vermutlich nur verschwommen war. "Er wird ihn versuchen. Theoretisch wollte ich ihn für das nächste Experiment benutzen, da er mich aufregt - aber das hier trifft es genauso gut. Immerhin war er vorhin neugierig." Die Schultern zuckend stellte er die Melone auf dem Tisch ab, nahm ein Messer von eben diesem und spaltete sie. Nachdem er ein Stückchen herausgeschnitten hatte, schüttelte er den Jungen, bis die Kinnlade hinunter klappte. Zweifelsohne war er der Meinung, dass er gar zärtlich mit dem Nichtskönner umging. "Mund auf. Gut. Schlucken. Immerhin kannst du etwas -- und starr diese Melonengestalt nicht so an, als ob sie Brüste vom Himmel regnen lassen würde, du missglücktes Helferungetüm." Mit dem Zeigefinger schob er das Melonenstück vollständig in den Mund, während der Assistent schmerzhaft schluckte. "Also. Stirbst du? Wie fühlst du dich? Etwas neues? Ist mir egal, dass du den Mund voll hast und dir schlecht ist. Schau mich nicht so dumm an. Ein Finger deutet an, dass du dich anders fühlst. Wenn du keinen Finger rührst, benutze ich das Messer nochmal an deiner Hand." Ein zitternder Finger hob sich. Masao ließ den Jungen schlagartig los, der daraufhin auf dem Boden zusammen sackte. "Besser...", winzelte er noch klein laut, ehe er sich wieder in die Sicherheit der Bewusstlosigkeit tauchte. Masao nickte und sah Epona erwartungsvoll an. "Ist es immer so?"
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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Fr Jan 22, 2016 5:53 pm

Durch Nagani lief fortwährend ein panisches Zucken. Hätte sie gekonnt, hätte sie sich am liebsten in eine Pfütze verwandelt und wäre im Boden zerronnen. Den Mund zugehalten zu bekommen, half da nicht unbedingt. Ebensowenig wie das Verhalten des Dokto- des Wissenschaftlers. Epona empfand es auch nicht gerade als wohlgefällig, als Masao sein Genick kni-kna-knacken ließ, verzog jedoch keine Miene. Schrulliges Verhalten war etwas, auf das sie selbst gern mal zurückfiel, und was Masao anging, war er eben ein exzentrischer Kerl.
Der durchaus gefährlich werden mochte.
"Wieso errötet sie jedes Mal wie ein abgeschossener Truthahn, he? Tch. Unfähig."
Oh, so war ich früher auch mal, hielt sie fröhlich dagegen. Es kann trotzdem noch was aus ihr werden. Ein weiterer Wink, dass sie das Mädchen gern behalten und nicht an ein Skalpell verlieren wollte.
Während die Blonde recht stabil im Büro stand, wuselte der Wissenschaftler geschäftig umher. Fast schon ein Sinnbild. Epona hielt viel von Stabilität... und außerdem hatte dieser Standpunkt noch nicht versucht, sie zu töten. Also war er sicher. Vielleicht der sicherste Ort im Büro. Masao hatte jedenfalls keinen Bedarf nach Obstsalat und holte seinen Assistenten wieder hervor.
Nagani machte sich wieder frei, zumindest von der Hand, die ihren Mund zuhielt.
Was für ein Experiment?, fragte sie flüsternd und bange.
Bestimmt was Harmloses, Süße, antwortete Epona ebenso leise. Schau sein Gesicht an, vielleicht irgendwas mit Farben.
Nagani zuckte zusammen, als Masao die Melone zubereitete.
Wahrlich, das schaffte man doch wirklich weniger drastisch-spritzig...
Für den Wissenschaftler zu arbeiten, konnte keine leichte Sache sein. Wenn man hier Lohn bekam, dann zu recht. Im Augenblick konnte der Junge sich zumindest glücklich schätzen. Epona beobachtete die Fütterung des Assistenten jedenfalls sorgenfrei.
Sollte er an dem Obst sterben, hängt es sicherlich mit etwas zusammen, was du ihm davor gegeben haben musst, Masao, warf sie gelassen ein. Nur vorsorglich, falls wirklich das Schlimmste eintrat. Dann hatte sie immerhin schon ein Argument gebracht.
Doch der Junge starb nicht, sondern gab ein "Besser" von sich, ehe er wieder in die Bewusstlosigkeit zurückstürzte.
Aaah... ha!, triumphierte Epona bereits.
Masao wandte sich ihr zu. "Ist es immer so?"
Ist es, ist es, bestätigte sie eifrig nickend. Jeder, der das Obst isst, beschreibt das Gleiche. Man fühlt sich einfach... besser. Sie deutete auf die restliche Melone. Vielleicht hast du etwas, womit man das Obst untersuchen kann? Auf Chakra beispielsweise. Bisher konnte ich leider noch niemanden finden, der das Obst mit Spürsinn abtasten konnte. Eigentlich hatte sie das Obst durchaus schon auf Chakra untersucht. Doch dem Spürsinn, den sie durch den Eremiten-Modus erlangte, traute sie noch bei weitem nicht genug, um etwas verlässlich ausschließen zu können.
Jedenfalls finde ich die Geschichte interessant, sprach sie weiter. Nadeshiko ist einfach generell ein faszinierender Ort. Man bedenke den Umstand, dass dort soviel mehr Mädchen geboren werden als sonstwo, und das völlig unabhängig vom Familienstammbaum. Und dass der Großteil dieser Mädchen... nun ja, so ist wie Nagani. Sagen wir es platt, dieser Körper schreit förmlich "Leben! Fruchtbarkeit!". Und dann auch noch Chakra, das Kerne in Obst verwandelt? Irgendwo hängt das doch zusammen, denkst du nicht?

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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   So Jul 10, 2016 10:48 pm

Mit zusammengekniffenen Augen blickte Masao zu seinem Assistenten hinab, der mehr noch ein Häufchen elend war und dem gerade in diesem Moment Fruchtsaft aus dem Mund tropfte. Oder vielmehr am Kinn entlang lief und dann auf seinen Boden tropfte. Jedoch rettete Epona den jungen Mann vor irgendwelchen Anfällen von Allmachtsfantasie, in dem sie weiter das Wort ergriff und aufzeigte, dass auch sie einmal jung gewesen war. »So lange sie nicht so sabbernd Fruchtwasser ablässt...« Ja, Masao hatte den Wink eindeutig verstanden und sicherte Epona somit gerade insgeheim zu, dass das Mädchen vorerst vor seinen Skalpellen sicher war. Vorerst, womit nicht immer gemeint war und schon gar nicht, wenn sie etwas dummes machte. Etwas sehr dummes. Wie etwa sabbern. Oder ihn schief anschauen. Oder mit ihren Mund aufmachen. Oder wieder erröten. Errötete sie nun auf Grund der Bemerkung? Hackartig machte der Freie einen Schritt in ihre Richtung und sah sie mit großen, weit aufgerissenen Augen an - ohne zu blinzeln. Sekundenlang. Dann, genauso hackartig zuckte er wieder mit den Schultern und nahm Eponas Erläuterungen zur Kenntnis.
»Er hat nicht zu sterben, basta. Niemand stirbt hier, bevor ich ihm nicht die ausdrückliche Erlaubnis dazu gebe und selbst wenn, müsste ich dem Arbeitsvertrag nach eine Ehrenurkunde ausstellen, dass er die Ehre hatte, hier - in meinem Labor - zu sterben. Siehst du da draußen die Puppen in den Töpfen? Das ist mein japanischer Garten. Die Früchte dieser Personen wurden einfach... welk Bei letztem Teil der Aussage sah er wieder Nagani an. Nickend hörte er sich schließlich an, was seine Geschäftspartnerin über die Früchte zu sagen hatte. Man fühlt sich besser, hohe Geburtenrate der Mädchen, kein Zufall. Und so weiter und so fort. In der Tat interessant. Sehr interessant sogar, wobei es noch nicht so fabulös wie seine Gesichtsbemalung war. Ob die Kerne unterschiedliche Farben hatten? Masao legte den Kopf schief und kniff die Augen zusammen. »Mein einziger guter Chakrasensor ist leider nicht an den Bunsenbrenner gefallen, sondern direkt hinein. Der Löschzug hat leider auch nichts mehr gebracht. Siehst du? Mir fehlen die Arbeitskräfte, aber ich glaube unten im Kokon müsste noch ein Laborant sein, der mir seine Hilfe angeboten hat.«, überlegte der Mann laut. Was genau mit 'Hilfe angeboten' gemeint war, wollte man an dieser Stelle vermutlich lieber nicht wissen. »Sekunde, ich beehre euch gleich wieder - nichts anfassen hier. Sonst verätzen eure Finger. Genau genommen ist alles irgendwie giftig, aber ihr sterbt ja nicht so leicht.« Von 'genau genommen' bis 'nicht so leicht' murmelte der eigentlich Blauhaarige mehr in sich hinein, sodass man es unter Umständen nicht allzu gut verstand. Dann verschwand er in einer kleinen Nische und wenig später, hörte man einen erstickten Schrei..
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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Do Jul 21, 2016 4:57 pm

Mit Masao zu arbeiten, war manchmal höchst gewinnbringend und aufschlussreich, manchmal aber auch ein Tanz auf dem Drahtseil. Er war schwer zu nehmen, und Epona war sich der Tatsache bewusst, dass ein großer Teil ihres Diplomatie- und Verhandlungs-Arsenals darauf fußte, dass ihr Gegenüber sich entweder zu ihr hingezogen fühlte, ihr imponieren wollte oder es nicht wagte, sich vor ihr daneben zu benehmen. Dies klappte häufig. Sie benahm sich charmant und freundlich, und andere Leute wollten vor dieser zauberhaften Blume nicht wie Rohlinge dastehen.
Vor Leuten wie Iga Yashamaru oder Masao wirkte diese Strategie kein Stück.
»So lange sie nicht so sabbernd Fruchtwasser ablässt...«
Epona blinzelte verdutzt. Du meinst "Saft", nicht "Wasser", oder? Eine Sekunde später winkte sie ab. Rhetorische Frage. Antworte nicht. Vielleicht antwortete er genau deshalb nur umso freimütiger? Ein Bestehen auf "Wasser" würde ihn freilich nicht schlimmer oder wirrer aussehen lassen können als er ohnehin schon war. Es würde das Mädchen schockieren, aber was in diesem Büro vermochte das schon nicht.
»Siehst du da draußen die Puppen in den Töpfen? Das ist mein japanischer Garten. Die Früchte dieser Personen wurden einfach... welk.«
Nagani machte den Mund auf, schloss ihn wieder.
Epona behielt den Mund von vornherein zu. Mit Pflanzen darf man eben nicht zu hart sprechen. Das merken sie, und dann lassen sie die Köpfe hängen.
Die naive Schiene ist gerade der einzige Ausweg.
Masao sprach derweil weiter, von einem Kokon. Auch dies vermochte nicht, ein besseres Kopfkino hervorzubringen. Epona war allerdings durchaus neugierig.
Na, ein Versuch ist es doch wert. Auf die Warnung, nichts anzufassen, während Masao aus dem Raum war, nickte sie artig und brachte Nagani mit einem Klaps auf den Hinterkopf dazu, ebenfalls zu nicken. Nachdem der Wissenschaftler draußen war, seufzte die Blonde hörbar und reichte dem Mädchen einen Apfelkern. Hilf mir mal aus, ich möchte mich besser fühlen.
Eine Sekunde später hatte sie einen hübschen, roten Apfel in der Hand.

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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Do Jul 21, 2016 6:27 pm

Masao verengte die Augen zu Schlitzen. Ein leises Stimmengewirr erhob sich direkt außerhalb seines Sichtfeldes und konzentrierte sich wohl eher darauf, sich vom Zittern abzulenken. Zähneknirschen. Masao knirschte mit den Zähnen, schob den Kiefer vor und zurück. Vor ihm klapperte ein kleiner Mann mit Glatze mit den Zähnen. Als er sich freiwillig meldete, hatte er noch alle Haare besessen, doch mittlerweile hatte er… Blumen auf dem Kopf. Es war mehr oder weniger ein Gänseblümchen, welches im Gehen hin und her wankte und welches dank Masaos verrücktem – Entschuldigung, sagenumwobenen – Experiment angeblich mit Nervenbahnen verbunden war. Jedenfalls erzählten sich das diese minderbemittelten Assistenten. Jedenfalls…. War diese Gänseblume verwelkt. Dieser kleine krähenverfressene Kerl hatte zugelassen, dass es ohne ihn welkte. »Wie kannst du es wagen, du minderwertiger… Pflanzenkübel Die aufgebrachte Stimme des Forschers hallte nicht nur durch das ganze Labor, von dessen Decke leichter Staub rieselte. Nein, sie war mit Sicherheit auch in der oberen Kammer, aka seinem Büro – aka, dort wie das arme Mädchen und Epona standen – mehr als gut zu hören. Vielleicht wackelten auch die Gläser… aber nein, das wäre zu viel des Guten gewesen. Dennoch konnte man ihn wohl unmöglich nicht verstanden haben. Der Mann mit dem welken Blümchen auf dem Kopf legte die Stirn gegen den kalten Steinboden – ein welkes Blatt fiel ab. Masaos Augen zuckten gefährlich und vor Wut zitternd hob er seine Arme, schob sie nach vorn auf den armen Tropf vor. Das war das Signal für die Assistenten, welche sich dem Arbeitsschutz zu Liebe auf ihn warfen. Von hinten.
[Zensur]
Es vergingen ein paar Minuten, ehe die Tür zum Büro aufgeschoben wurde und Masao den Mann am Ohr hinein zog – in Ermangelung des handfesten Gänseblümchens. Mit der geschlossenen Tür, verklangen auch die wehleidigen Laute von unten. Man sah ihm deutlich an, wie eine leichte Zornesfalte in seiner Stirn pochte. Man konnte sich erahnen, wie groß sie noch vor kurzer Zeit gewesen war. Man…. Wollte es eigentlich gar nicht wissen. »Nein, ich werde nicht deine pflanzliche Theorie untermauern. Ja, ich habe Wasser gemeint und …-« Masao verengte die Augen abermals zu Schlitzen. Der Mann neben ihm – der immer noch am Ohr gezogen wurde – stieß einen stummen, panischen Schrei aus und kam wohl dem Gemälde gleich. Nur mit welkem Gänseblümchen. Ein Apfel. Ein roter Apfel. Ein neuer Versuch. Ohne ihn. Sein vernichtender Blick traf das Mädchen aus Nadeshiko, doch was erwartete sie? Nunja, Masao zuckte die Schultern und warf seinen Assistenten mit dem welken Gänseblümchen vor den beiden auf den Boden. Mehr oder minder war es ein Schlittern. Und mit jedem Zentimeter drohte ein weiteres Blütenblatt zu Boden zu fallen, wobei der Mann jedoch seine Hände schützend um sein… Haar legte. »M…M…Meine… D…D…Damen… w…wenn ich um… eine Probe… bitten dürfte…?« Masao schnaubte. »Gib ihm einen Kern, er soll ihn analysieren. Dann soll sie ihn verwandeln, während sie Körperkontakt zu ihm hat – und nein, damit meine ich nicht, dass du dich mit ihm unter dem Tisch treffen sollst.« Der Forscher machte eine wegwerfende Handbewegung – das Handgelenk knackte. Knackte böse und der Gänseblümchenmann zuckte in stumpfer Erinnerung an die unteren Geschehnisse zusammen. Wurde kreidebleich. »Und dann gib ihm das, was rauskommt – aus dem Kern, nicht aus dir Mädchen – in die Hand. Und wehe es ist nichts Interessantes
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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Fr Jul 22, 2016 4:48 pm

Geschrei von unten. Lebhaft gings zu in Masaos Labor-Komplex. Das Arbeiten war sicherlich nicht langweilig hier. Ständig passierte irgendwo was. Die Gärtner-Metaphern waren sicherlich auch irgendein interner Scherz, den sich Chef-Wissenschaftler und Assistenten gemeinsam beim nachmittäglichen Tee ausgedacht hatten.
Ich kann mir das wunderbar einreden. Herzhaft biss Epona vom Apfel ab. Die ermunternde Wirkung stellte sich prompt ein. Ich glaube, Schatz, wir kaufen später noch eine Apfelpresse. Und wenden uns auch noch an die nächstbeste Weinkelterei.
Anderswo spielte sich ein Drama ab, und das unschickliche Wort "Pflanzenkübel" fiel.
Können wir nicht schon jetzt-?
Nein.
Masao gesellte sich wieder nach oben. Im Schlepptau einen Mann... mit... Seltsamer Frisur. Es ist eine seltsame Frisur. - Götter, es ist eine Pflanze, da hilft die schönste Augenwischerei nicht!
Dass Masao angefressen wegen dem Apfel war, merkte eigentlich keine der beiden Damen so richtig. Der Anblick des Assistenten war zu verwunderlich.
»Gib ihm einen Kern, er soll ihn analysieren. Dann soll sie ihn verwandeln, während sie Körperkontakt zu ihm hat – und nein, damit meine ich nicht, dass du dich mit ihm unter dem Tisch treffen sollst.«
Nagani schaute groß. Was auch sonst.
»Und dann gib ihm das, was rauskommt – aus dem Kern, nicht aus dir Mädchen – in die Hand. Und wehe es ist nichts Interessantes.«
Epona bekam sich als Erste der Gäste wieder in den Griff, löste den Blick von dem Gänseblümchen und suchte in ihrem Beutel. Etwas Interessantes? Schauen wir doch einmal. Habe hier genau das Richtige. Sie zog einen Kern hervor - es war ein Winziger, Gelber, Flacher. Diesen drückte sie Nagani in die Hand. Nun mach, wie er sagt. Berühr den Herrn mit der Blume auf dem Kopf und dann gib uns eine Frucht.
Nagani nickte knapp, straffte den Rücken und überwand zum ersten Mal an diesem Tag ihre natürliche Schüchternheit. Sie hob die freie Hand und erwog, wo sie den Assistenten anfassen sollte. Und aus einer Scheiß-drauf-Laune heraus, die man ihr nun wirklich zugute halten sollte, ergriff sie das Gänseblümchen!
Einen Augenblick später ließ sie ihr seltsames Chakra frei; sie war etwas geladener und nervöser als vorhin, und so leitete sie es unabsichtlich nicht nur in die Hand mit dem Kern, sondern auch der Hand mit dem Gänseblümchen.
Aus dem Kern wurde eine orangene Frucht mit Noppen. Eine Horngurke.
Ob das Chakra der Kunoichi auch auf den Assistenten Wirkung hatte? Gewöhnlich war Naganis Chakra nicht bekannt für Wirkung am Menschen. Zumindest hatte noch niemand irgendeine besondere Wirkung festgestellt - doch wer wußte schon, ob nicht das Gänseblümchen irgendetwas Einzigartiges in Gang setzte?


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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Fr Jul 22, 2016 5:06 pm

Die Augen waren weiterhin zusammengekniffen. Die Atmosphäre gespenstisch wissenschaftlich. »Ich entscheide immer noch, was genau das Richtige ist. Wenn ich mich dazu entscheide, dass ein weiter Flug das Beste für bestimmte Individuen ist, so werde ich es auch in die Tat umsetzen.« Oh ja. Man merkte, wie er schlechte Laune hatte und verbreitete. Und der Ursprung dessen lag wohl gerade genau zu den Füßen von Epona. Und den Füßen des Mädchens. Das er eigentlich nicht weiter beachtete. Das hieße, er beachtete sie schon, aber eher für ihre Fähigkeiten, als für ihr Äußeres. Manch einer würde sich nun an ihrem Vorbau orientieren, aber dem Forscher wars egal. So egal, wie ein Rumpeln unten im Forscherlabor. Masaos Blick wandte sich horrormäßig langsam der entsprechenden Tür zu, hinter welcher eine Treppe nach unten führte. Er hatte den Assistenten nach ihrem Angriff befohlen eine athletische und kunstvolle Pyramide zu bilden. Sie war ungefähr so hoch wie zwei Erwachsene… vermutlich nun zusammen gekracht. Vermutlich wurde mindestens einer der Assistenten durch Spritzen aufgespießt. Woher er das wusste? Er hatte die Spritzen vorher auf dem Boden entsprechend ausgerichtet. Man nannte es Massenexperiment. Allerdings würden sie nun wirklich nicht daran sterben. Höchstens würden sie sehr lange Haare bekommen. Mit Sonnenblumen an den Enden der Strähnen – irgendwie musste er ja die welke Blume auf dem Kopf des Mannes retten.
Apropos. Welke Blume. Masao drehte seinen Kopf wieder mit einem Knacken im Genick, sah das Mädchen schief an – als es doch tatsächlich die welke Gänseblume ergriff! Der Forscher riss die Augen auf und man hätte meinen können, er fliegt, so schnell machte er einen Schritt nach vorn. Mit einem breiten Grinsen sog er die Wirkung in sich auf. Sah, wie das Chakra abgegeben wurde. Sah wie der Assistent ein merkwürdiges Gesicht aufsetzte und blau anlief. Erst blau. Dann ausatmete. Der Kern verwandelte sich in eine Horngurke. Interessant. »Ich glaube… ich explodiere«, sprach Subjekt Sensor auf einmal. Allerdings lag es wohl nicht in seinem Körper, sondern…. Das Gänseblümchen wurde immer größer. Größer… und dicker. Schwerer. Es schien Wurzeln in die Haare zu schlage, an ihnen zu zerren. Urgh. Sah böse aus. Wie famos. Masao grinste noch breiter und ehe man sich versah, stand er mit funkelnden Augen direkt vor Mädchen und Assistent, welchem nun eine Horngurkenranke aus dem Kopf schoss. Es leeeeeebte. »In der Tat das Richtige! Los, Pflanzenkübel! Gib Patschehändchen Patschehändchen traf Maskenhändchen. Ohne einen weiteren Laut holte Masao eine Spritze hervor und stach rein. Noch eine Spritze. Wieder. Autsch. Seine Augen funkelten, während er Blut und… Fruchtsaft abnahm. »Kekekeke«, kam es kichernd aus seinem Rachen. Er zog die Schultern hoch und tappste voller Vorfreude zu seinem Schreibtisch, wo er sich daran machte, beides zu destillieren. »Hast du noch weitere Kerne? Ich möchte es sehen – haben sie verschiedene Wirkungen? Dein Apfel. Das Kerngehäuse. Eine erneute Probe. Hah, wie überaus interessssssssssssant Kurzum: Kuroreiki Masao war im siebten Himmel. Aus dem Handgelenk warf er entzückt einen Skalpel, welcher die Ranke des Assistenten durchtrennte. Dieser schrie erschrocken auf, während Masao sich – immer noch kichernd – die Frucht holte und wieder zurück am Schreibtisch ein Messer herausholte.
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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   So Aug 14, 2016 8:50 am

Rummsen vom Untergeschoss her. Erneut. Diesmal ohne den Labor-Chef mittendrin. Epona warf nur einen kurzen Blick Richtung Treppe und unterdrückte einen Seufzer. Es ist wie in einem Mahlstrom hier. Wenn sie "sich selbst mit einem Genjutsu belegte", wie sie gern ausdrückte, und sich alles harmlos vorstellte, dann gings ja noch wunderbar. Doch... der Anblick des bedauernswerten Versuchsobjektes brachte die Kunoichi schon sehr schnell aus dieser selbstauferlegten Illusion heraus. Der Laborkomplex Masaos war wie ein Zoo mit vielen giftigen Tieren und wenig Sicherheitsvorkehrungen. Solche Biester waren meist hübsch und knallig bunt, doch ein falscher Schritt, und man stellte fest, dass die trennende Fensterscheibe nicht erstklassig geputzt, sondern gar nicht da war.
Epona mochte keine Orte, wo der gesunde Menschenverstand höchstselbst ein staunender Zuschauer wurde. Und trotzdem komme ich doch immer wieder her... Auch wenn sie ständig auf der Hut sein musste.
Nagani dagegen hatte keinerlei Spaß, und sie hatte vor allem nur so etwas wie jugendliche Kühnheit, die sie als Schild hochziehen konnte, um das ganze Trara zu ertragen. Diese Scheiß-egal-Stimmung hatte sie dazu verleitet, das Gänseblümchen zu packen, und nun sprang sie schreckhaft rückwärts und an Eponas Seite zurück.
Wa- warum sagt er, er würde explodieren?
Weil das so ist, wenn du Männern an den Stängel fasst.
Nagani verstand nicht.
Aus dem Kopf des Versuchsobjektes sproß derweil nicht mehr bloß ein Gänseblümchen. Die Pflanze hatte sich in die Ranke einer Horngurke verwandelt - offenbar eine eine Symbiose-Wirkung mit dem Kern. Naganis Chakra hatte als Informationsüberträger gewirkt, nicht nur als Katalysator. Und Masao war immerhin hinreichend entzückt, während er mit geradezu diebischer Freude Proben nahm. Sein Kichern war dabei recht... klassisch.
»Hast du noch weitere Kerne? Ich möchte es sehen – haben sie verschiedene Wirkungen? Dein Apfel. Das Kerngehäuse. Eine erneute Probe. Hah, wie überaus interessssssssssssant!«
Epona betrachtete erst den angebissenen Apfel in ihrer Hand, dann warf sie ihn Masao in lockerem Bogen zu. Ich wollte ihn essen, aber gut, bitte sehr. Was weitere Kerne angeht, kann ich ebenfalls noch dienlich sein, Moment.
Nagani wirkte nicht sonderlich erfreut über die Aussicht, weiter im Fokus des gruselig bemalten Mannes zu stehen, doch wer achtete schon darauf. Die junge Dame schielte auf den Kern, den Epona nun hervorholte, und blinzelte. Ist das...?
Hah? Ja, eine dieser Akuma no Mi. Gutes Auge. Epona wandte sich an Masao. Ein wenig enttäuschen muss ich dich ja. Das Obst entwickelt keine besonderen Fähigkeiten, es wirkt alles nur etwas erfrischend und dergleichen. Die Früchte werden immerhin mit Chakra geschaffen, und beim Essen nimmt man es auf.
Wobei du als Wissenschaftler vermutlich mit der Theorie vertraut bist, dass Ausnahmen immer möglich sind. Vielleicht haben wir bislang einfach nicht das richtige Obst gefunden. Nagani, gib dem Herrn dies, er möchte schließlich noch etwas sehen.

Nagani nahm den Kern, diesmal in beide Hände, denn sie wußte bereits, was kam. Sie gab ihr Chakra hinein - und siehe da, im nächsten Moment hielt sie eine melonenförmige und -große Frucht in den Händen. Allerdings war die Musterung... anders. Sie legte die Kreation auf dem Schreibtisch ab und kehrte wieder an ihren Zufluchtsort neben Epona zurück.
An diesem Punkt, Masao-san, sollten wir wohl das Forschen beginnen. Ich hatte gehofft, du hättest irgendwo in deinem Fundus reichhaltigen Wissens Informationen über seltene Früchte und dergleichen.

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Die Frucht:

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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Mo Aug 29, 2016 10:11 pm

Fingernägel. Sie kratzten über die Dielen des Holzbodens, auf welchem sie standen. Hinterließen Kerben in ihrer Anstrengung, wo sie doch dabei nur wenige Zentimeter zurücklegten. Masaos Assistent hatte die Gelegenheit beim Schopfe gepackt, sich zu entfernen und tat wahrlich sein Bestes, um die rettende Labortür zu erreichen. »Schäle den Apfel mit deinen Fingernägeln lieber, anstatt diesen Fußboden. Sonst werde ich dafür sorgen, dass du ihn mit deinen Tränen aufwischst.« Ohne große Umschweife warf der Forscher seinem Angestellten gnädigerweise ein weiteres Skalpell genau vors Gesicht. Gänseblümchenmann wurde ganz welk ums Herz. »Ja, mein Herr und Meister!« Masao brummte und wandte sich wieder seinen beiden ‚Gästen‘ zu. Seine Laune war nicht schlecht, mit nichten. Sie war sogar frohlockend gut – einzig und alleine deshalb, hatte der Assistent keinen körperlichen Schaden davongetragen. Also wunderte es auch niemanden, als der Maskenträger breit grinste und kurz darauf verzückt in die Hände klatschte. »Wissenschaft – ich – habe die Aufgabe, die Ausnahmen zu finden. Perfektion ist langweilig. Wer möchte nicht wissen, wie man etwas Neues erschaffen kann? Reaktionen erforschen? Perfektion ist das Gegenteil von Fortschritt. Wissenschaft ist Fortschritt. Ohne Fehler gibt es keinen Fortschritt.« Ja, der gute Mann war sogar für eine kleine Lehrstunde seiner Ansichten zu haben, was vermutlich eher selten vor kam. Und als ob der Tag nicht besser werden könnte…!
Masaos Augen wurden groß, als er sich erwartungsvoll wieder zu Nagani vorbeugte und wild seine Finger bewegte – als ob er einen nervlichen Schock hätte, dabei war es nur die nicht zu unterdrückende Vorfreude. Etwas Neues zu sehen, wahrzunehmen! Oh, sein Interesse war geweckt, in der Tat. Es war ungemein geweckt, als – eine durchaus interessante Frucht heraus kam. Lila mit einer fast floralen Musterung. Masao runzelte leicht die Stirn, kam ihm als erstes doch etwas Giftiges in den Sinn und damit verbunden die Möglichkeit, weitere Experimente durchzuführen… und ob Gifte auch an Nagani wirkten… Kurz sah er das Mädchen vielsagend an, zuckte dann allerdings die Schultern. »Ein andermal.«, kommentierte er es lediglich. Mit neuem Elan gesellte er sich an den Schreibtisch, nahm die Spritzen, welche er dort platziert hatte. Jene Spritzen mit dem Fruchtsaft und dem Blut des Gänseblümchenmannes, der auf dem Fußboden mehr oder minder in Vergessenheit geriet. » Ich hatte gehofft, du hättest irgendwo in deinem Fundus reichhaltigen Wissens Informationen über seltene Früchte und dergleichen.« »Ja, direkt neben den ausgetrockneten Tierköpfen«, kam die trockene und durchaus ernst gemeinte Erwiderung. Masaos Stimme klang dabei fast ein wenig leer, da er sich vollkommen auf die Frucht konzentrierte – zumindest, bis Gänseblümchenmann ihm den geschälten Apfel hinhielt und Masao kurzzeitig beschloss, den Saft des Apfels mit Hilfe einer Entnahme sowie einer Spritze in jene Frucht zu injizieren.
Ganz plötzlich begann dann eben diese Frucht zu wachsen, hatte Masao doch unwissentlich einen Wurm in jenem gesundem Obst angepiekt, der nun entsprechend reagierte. So rumpelte es heftig, während eine noch viel größere Bohnenranke als die zuvor, das Zimmer fast bis zur Hälfte belegte und das Dach auch noch in Mitleidenschaft zog. Ehe sich das Grüppchen versah – und Gänseblünchenmann aka Sensor einen erstickten Schrei ausstoßen konnte – bildete sich eine Verzerrung in der Luft, in welcher die Bohnenranke verschwand. Masao, welcher zur Seite getreten war, sah nun mit großen Augen nach oben. Auf die Verzerrung. Sah auf die Spritze in seiner Hand. Sah Nagani an. Dann Epona. Nickte ihr zu. »Nun. Du hast etwas gut bei mir.« Es kam einem Blankoscheck gleich, doch auf diesen wurde nicht genauer eingegangen. Masao zwängte sich zur Labortür, riss sie auf und schrie hinunter: »Eins, Zwei und Drei! Angetreten mit Gefolgschaft!« Dem Ruf folgten Assistenten. Es war nicht so, dass Masao sie beim Namen kannte… nein, er vergab einfach Zahlen. Meistens. Eigentlich gab es nur diese Drei und sie wussten, was ihre Aufgabe war. Sie mussten ihrem Herrn dienen und waren gut darin – obgleich Masao den Verdacht hegte, man loste die heutigen drei Unglückskandidaten stets zumindest halbtags neu aus… Nummer Drei war eigentlich jünger als Nummer zwei gewesen… gestern. Und heute früh war Nummer eins noch größer gewesen. »Los, los.«, scheuchte er sie. Die Angestellten bauten eine Pyramide, jeder Teil ihres Körpers eine Stufe. Masao nickte und sah Epona gespielt erwartungsvoll an.
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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Mi Aug 31, 2016 6:53 pm

»Ein andermal.« So sagte der verrückte Wissenschaftler an Nagani gewandt. Das Mädchen, dem der Kontext dazu fehlte, schaute alarmiert. Ihre weibliche Intuition - vielleicht auch einfach nur gesunder Menschenverstand - warnte eindringlich. Besonders davor, nachzufragen.
Epona bekam ebenfalls ihre kryptische Antwort. »Ja, direkt neben den ausgetrockneten Tierköpfen.« Andererseits, nein, diese Antwort war ziemlich geradeheraus. Sie blies ein wenig die Backen auf. Reizend, entgegnete sie mit gezwungenem Lächeln. Darin, Lächeln zu erzwingen, war sie immerhin sehr talentiert, sodass es wohl nicht auffallen würde. Abgesehen davon, würde es den Wissenschaftler interessieren? Dieser war jedenfalls vollauf in seinem Element und tobte sich gründlich aus. Er spritzte und vermengte. Und... hatte einen Grünen Daumen? Es rumpelte urplötzlich los, als hätte die Frucht die grandiosesten Magenbeschwerden seit Ushiwari, Kuchiyose-Booss der Wale, einen unterseeischen und ausbrecherischen Vulkan gefressen hatte, um ein Fischerboot direkt darüber zu retten. Epona wußte von Ushiwari über ihre Kuchiyose, denn der Bosskuchi ihrer Axolotl bewunderte den Bosskuchi der Wale für diese Tat sehr.
Aus der Frucht sproß eine Ranke, ein massiver Stengel, der sich wuchtig in die Höhe brachte und dabei das Dach ausbaute. Er drängte, was im Weg war, einfach nach oben weg, um es sich dann noch einfacher zu machen und einfach ein Wurmloch zu erzeugen.
Eiter und Galle, murmelte Epona, Pisse und Blut.
Zucker, Milch, versuchte sich auch Nagani am Fluchen, Schwarzer Pfeffer, Lebertran.
Scheiße. Sag einfach Scheiße.
Scheibenkleister.
Epona schaute Nagani kurz von der Seite an. Sie hat alles von Mayas Oberweite, aber nichts von ihrer Redeweise. War möglicherweise besser so. Sie wandte sich wieder Masao zu, der äußerst zufrieden war. Epona griente schief. Freut, dass es dir gefällt... auch wenn ich in aller Ehrlichkeit gestehen muss, dass ich mit vielem gerechnet habe, aber nicht damit. Sie trat zögerlich unter das Loch und schaute hinauf, musste dann aber beiseite treten, als Masao drei Angestellte herbei rief und sie neben der Bohnenranke formieren ließ. Willst du dort rauf?, fragte sie auf seinen vielsagenden Blick hin, wog einen Moment lang das Für und Wider ab... und schloss dann Fingerzeichen für Kagebunshin no jutsu.
Einen Augenblick später stand eine Doppelgängerin im Raum. Das Original schlug gleich wieder die Hände zusammen. Spähen und Sondieren, sprach sie ihre Taktik aus. Und versank in Starre. Ihr Körper begann, die strömende Naturenergie wahrzunehmen, und ihr Chakra machte sich daran, das Senton einzufangen und für sich nutzbar zu machen.

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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Sa Sep 03, 2016 9:41 am

Da stand sie nun. Mitten in seinem Labor. Eine riesige Ranke, die durchweg sein Dach entzweit hatte. In den Himmel geschossen war, obgleich sie offenbar nach ein paar Metern zu faul gewesen war und dann eine räumlich-zeitliche Verzerrung gebildet hatte. Masaos Augen verengten sich zu Schlitzen, während er nach unten blickte, wo die Frucht beträchtliche Wurzeln geschlagen hatte. Seitlich machten sich derweil seine Assistenten daran, ihrer Aufgabe wunderschön nachzukommen. Mehr der Gewohnheit nach, ging Masao zur Labortreppe und stellte den Bunsenbrenner vor sie. Machte ihn an. Nur damit sie einen besseren Anreiz hatten, ihr Bestes zu geben. Man sah, er gab ihnen sogar kommentarlos einen Ansporn, während er die Hände wartend in die Hüften stemmte und zu grübeln schien. Was für ein wunderbarer Arbeitgeber. Er glaubte, das Feuer unten im Labor hielten die Assistenten mit Papieren des Arbeitsschutzes in Gang. Perfekte Verwertung.
Auf Naganis Flüche reagierte er gar nicht erst, stattdessen nahm Epona allerdings wieder sein Interesse in Anspruch. Nachdem er ihr nämlich jenen Scheck ausgestellt hatte, wandte sie sich nämlich mit der für ihn rhetorischsten aller Fragen an ihn. Masao hob vielsagend eine Augenbraue. Das Unerwartete sollte man Erwarten.« Mehr sagte er nicht, wobei die Blonde sich bereits an ihr Sennin Jutsu gesetzt hatte. Wortwörtlich. Noch so interessant. Einige wahnsinnige Momente konzentrierten Masaos Augen sich direkt auf den Bunshin und man konnte gar ein abwesendes Grinsen auf seinem Gesicht wahrnehmen. Ja, in der Tat. Das müsste er sich auch einmal genauer anschauen, sah man es doch nicht jeden Tag. Mittlerweile glaubte er, vieles über Eponas Fähigkeiten zu wissen, aber bei weitem nicht alles. Etwas, was man so nicht stehen lassen konnte. Keinesfalls, denn immerhin war sie eine sehr gute Klientin und ein Forscher war gut beraten, in seinem Geschäft möglichst alles über die Klienten wissen zu wollen. Meist überlebte man so nicht lange... Beispielsweise hatte er auch die ersten Assistenten genauestens untersucht. So hatten sie ihm in den ersten Tagen Morddrohungen an die Wand gekratzt. Der zweite sah eine blutige Schrift wie »Mein Herr und Meister... Waruuuuu-« Der dritte hatte es mit großen Augen schnell abgewischt und damit war die Sache erledigt gewesen.
Nickend klatschte Masao in die Hände, als die Assistenten zitternd fertig waren. Mit Sicherheit. Er konnte fliegen. Mit Sicherheit. Sie wussten das. Aber sie widersprachen nicht, so lange er es denn befahl. Sehr loyal. Wahrlich, wahrlich. »Es wird eine neue Expedition. Unter Umständen erwarten uns dort oben explodierende Früchte, Kannibalen oder anders Beiläufiges, welches uns sezieren möchte...« Eine seelische Pause folgte. »Ist das denn nicht wunderbar?« Mit fast kindlicher Freude breitete Masao die Arme aus und sah fast prophetisch hoch zu diesem Wurmloch. »Man sehe es zum ersten Mal! Vielleicht sehen wir es gerade zum ersten Mal! Vielleicht auch zum letzten! Es ist etwas vollkommen Neues, das erforscht werden muss! Seziert! Analysiert!« Jap. Er war im siebten Himmel.
»M-Meister....«, fiepte einer der untersten Assistenten. Der, der dem Bunsenbrenner genau ins Gesicht blicken konnte. Masao runzelte unwillig die Stirn, doch war er außergewöhnlich gut gelaunt. Er rückte den Bunsenbrenner nur beiläufig mit dem Fuß näher. Ein Schrieken verriet die Angst der oberen Assistenten. »Ja?« »Ist... sind dort... Hühner...? Wie Crocky?« »Dein Hühnergott? Den, den ihr immer anbeten und das während der Arbeit? Dem, dem ihr heiligt?« Zustimmendes Schweigen. Masao zuckte mit den Schultern. »Wir werden es sehen. Vielleicht bringe ich euch ein paar Federn mit....« Seeliges Seufzen. Masao liebte es, ihnen Ansporn zu geben. Er würde einfach Drohen, die Federn vor ihnen in den Bunsenbrenner zu werfen. Gut gelaunt stieg er auf den ersten Tölpel und machte sich daran die Bohnenranke zu erklimmen.
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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Sa Sep 03, 2016 11:18 am

Vom schlichten Debattieren in geschlossenen Räumen hin zur Feldforschung. So schnell konnte es gehen. Epona selbst bereitete sich auf das Schlimmste vor. Sie erwählte den Posten des Spähers für sich, auch wenn sie dafür den steinigen Pfad des Eremiten-Modus beschreiten musste. Dieser Zustand war ein schmaler Grat. Man musste achtsam sein, wie man ihn anwendete, und so manche Statue im Blütenbunten Würstengarten Gomamura Teritenhis, des Eremiten aus dem Dünenmeer, verwies auf allzu sorglose Möchtegern-Weise. Epona wollte sicherlich nicht als Gartendekoration enden, auch wenn sie sich sicher war, eine Bereicherung für jeden Springbrunnen abzugeben.
Eponas Kagebunshin übernahm daher den aktiven Part, solang das Original Naturchakra erntete. Die Doppelgängerin trat vor die Meditierende und zog mit einem Wink Naganis Aufmerksamkeit auf sich.
Du warstest hier, bis mein Selbst bereit ist, nachzufolgen. Sie tauschte einen bedeutungsvollen Blick mit der Nadeshiko-Kunoichi. Nagani blieb nicht nur zu ihrer eigenen Sicherheit hier, sondern auch, um der echten Epona den Rücken zu decken. Grund war natürlich ein gesundes Misstrauen vor Masaos Laboratorium. Selbst wenn der exzentrische Herr des Gewölbes, wenn man so wollte, weg war: Seine Versuchsobjekte schienen rege. Masaos Heim war kein Ort für eine ausgiebige Trance.
Masao selbst motivierte derweil seine Mitarbeiter auf gar glühende Weise. Die Doppelgängerin schritt zu ihm und betrachtete die Vorbereitungen des Wissenschafters. »Man sehe es zum ersten Mal! Vielleicht sehen wir es gerade zum ersten Mal! Vielleicht auch zum letzten! Es ist etwas vollkommen Neues, das erforscht werden muss! Seziert! Analysiert!«
In der Kindheit müsst Ihr den Wandertag sehr genossen haben, Masao-san, entgegnete der Kagebunshin höflich, verschränkte die Hände hinter dem Rücken und lauschte den Worten über einen Gott, dem die Mitarbeiterschaft offenbar huldigte. Eine lebhafte Angestelltenkultur, das musste man dem Laboratorium lassen. Eponas eigenes Netzwerk wäre wohl nicht dazu ermunterbar, einer ganz bestimmten Religion zu folgen.
Als Masao die Leiter aus Menschen beschritt, erklomm die Doppelgängerin das Kletterseil aus Pflanzenmaterial. Hühnergott?, fragte sie beiläufig, ehe sie Masao höflich bedeutete, am Rande des Dimensionsrisses zu warten, bis sie selbst vorausgegangen war. Lasst bitte die Dame vortreten. Nur für den Fall, dass uns auf der anderen Seite ein Säurebad erwartet. Damit drang sie auf die andere Ebene vor.
Das Original weiter unten schlug kurz die Augen auf. Mein Bunshin lebt noch, rief sie die Kletterpflanze hinauf. Was auch immer auf der anderen Seite ist, es tötet nicht sofort.
Was der Bunshin wohl sah?

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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   So Sep 04, 2016 12:45 pm

Beflügelt von guter Laune sah Masao die Ranke hoch. Sah diese Verzerrung in der Luft, welcher er deutlich näher kam. Was wohl dahinter steckte? Selbstverständlich konnte es gefährlich werden, das hoffte er sogar. Es war immer interessant, neue Welten zu erforschen. Sie zu entdecken und sich Notizen zu machen - wobei die meisten Armleuchter wohl Blöcke dafür brauchten. Wären sie Laternenmasten gewesen, hätten nicht einmal die Motten sich um sie gesammelt, so kühl und schwach wäre ihr Licht in der lauen Luft der Nacht gewesen. Kopfschüttelnd kam er schließlich oben an, stellte sich mit seinen Haken genau zwischen die Schulterblätter von Nummer Drei - dem Kräftigsten der Sorte. In gewisser Hinsicht. Kurzum: Nummer Drei hielt viel aus. Oder die Männlein, die Nummer Drei darstellten, taten es. »Meine Wandertage fanden in Laborkomplexen statt«, antwortete der Wissenschaftler säuselnd nachdenklich an die Blonde - und ja, es war sogar die Wahrheit. Auf eine so kranke Art und Weise, dass es sogar diesen zersplitterten Verstand des Forschers erklären konnte. Letzterer wedelte die abfällige Frage nun beiseite. »Hühnergott. Sie glauben, dass ein Huhn die Welt retten wird. Ein Kampfhuhn wohlgemerkt. Das beten sie an, denn sie haben nichts besseres zu tun. Man sagt, die Eier wären von Menschen gezüchtet worden und dergleichen... Früher haben sie meinen Bürostuhl angebetet. Sie nannten ihn Den Stuhl Petra, weil ich immer meine weibliche Angestellte darauf setzte, Klingen dran band und sie das Labor habe langjagen lassen. Gänseblümchen hat immer die Schnur wieder aufgerollt und das Spiel begann von vorn.« Gleichmütig zuckte er mit den Schultern, als wäre nichts dabei. Unter ihm erzitterten die Assistenten bei der Erinnerung schier.
»Lasst bitte die Dame vortreten. Nur für den Fall, dass uns auf der anderen Seite ein Säurebad erwartet.« Missmutig verzog der mittelgroße Mann das Gesicht, verschränkte die Arme vor der Brust und rümpfte die Nase nur noch mehr. Nur stehenbleiben tat er nicht. Epona teilte gerade mit, dass der Bunshin noch lebte - Nagani war Masao gerade sowieso egal geworden, sie würde hier ohnehin nicht heraus finden -, da war der Forscher bereits mit dem halben Oberkörper durch das Portal. An anderer Stelle war folglich der gestreifte Kopf zu sehen, während das Wurmloch seinen Körper herrlich für die Augen verdrehte. Masao glaubte den Schrei eines panischen Assistenten zu hören und trat Nummer Drei zielsicher an den Kopf. Säurebad. Pah. Er würde niemandem erlaubten, vor ihm die Luft zu kosten. Nun denn... Er war nicht empfindlich was Gifte betraf und notfalls hätte er auch ein Netz ausbauen können... aber seis drum. Manchmal musste ein Forscher eben gewisse Risiken eing-
Masaos Augen weiteten sich leicht, als er die Landschaft vor sich sah. Es war kein verwahrlostes Gebäude, keine verwahrloste Ebene, keine gottverdammte Wüste und keine vermaledeite... Langweiligkeit. »Wie unausgesprochen interessant Fast entzückt rückte der letzte Teil seines Körpers hinterher, sodass Masao vollkommen durch das Portal geschritten war. Voller Freude zuckten seine Finger, während die goldgelben Augen alles in sich aufsogen.
Sie befanden sich auf einer Art Steg, umgeben von sumpfartigen Tiefen. Das Wasser wirkte seltsam dunkelbraun, einige Seerosenblätter schwommen darüber. Überall waren sie von großen, hohen Bäumen umgeben, deren Baumkronen nur vereinzelt Kontakt zueinander suchten. Kleine Fackeln erhellten scheinbar den Weg des Steges, bishin zum rettenden Ufer an jenen Bäumen. Steg. Ohne Zweifel war es nicht für diese Dinge bestimmt, sondern für Menschen. Eine leise Enttäuschung, aber die wurde wieder wett gemacht. Denn einfach alles schien Übergröße zu haben. Normalerweise hasste er so etwas, doch über ihnen brummte ein drei Meter langes fliegenartiges Insekt hinweg. Der Schwanz war nochmal zwei Meter lang, die Flügelspannweite umso höher... alleine dieser Stachel am Ende des skorpionartigen Schwanzes. Irgendwo in der Ferne erklang ein lautes Knurren, fast wie unter Wasser - und dann... Masao zuckte nicht mit der Wimper, sondern beugte sich weiter vor, als ob er dadurch besser sehen konnte. Ja , dann erhob sich ein wirklich großer Wurm aus dem teichartigen Wasser, spannte das Maul auf, in dem mehrere kreisrunde Reihen von Zähnen sichtbar wurden. Ein Wurm. Es war ein riesiger, großer Wurm! Masao klatschte in die Hände - vielleicht keine so gute Idee, aber er maß diesen Wesen nicht viel Intelligenz zu. Wunderbar! Das hier war ein Tierreich! Ein ganz bestimmtes Tierreich und diese.. Pflanzen überall. Proben! Er musste Proben nehmen! Die Skorpionsfliege wurde derweil von den Zähnen zerfleischt. »Ich muss in diesen Rachen. Ich brauche den Speichel und einen Zahn. Unbedingt Der Mann setzte einen Fuß auf die Wasseroberfläche, um zielstrebig von dannen zu schreiten.
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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Mo Sep 05, 2016 10:05 am

Urzeitlich. Dies war der erste Eindruck, der sich Eponas Doppelgängerin aufdrängte, als sie durchs Portal setzte und direkt erwartete, sofort ausgelöscht zu werden. Stattdessen aber fanden ihre Fäße festen Boden, und kein Schlag oder Stich oder Biss erwischte sie. Ein guter Start.
»Wie unausgesprochen interessant
Dieses Wort. Es jagte Schauer über den Rücken. Die Kagebunshin warf dem Wissenschaftler einen skeptischen Seitenblick zu. Er war beachtlich schnell hier aufgetaucht, kaum ein Augenblick war vergangen. Gerade zog er sich komplett durch das Portal hindurch, welches von der Doppelgängerin scharf im Auge behalten wurde. Ob es sich sogleich wieder schloss? Doch nein, es blieb offen. Entweder war seine Lebenszeit noch nicht abgelaufen, oder die Bohnenranke hielt den Riss aufrecht.
Wenn das Original nachkommt und sich das Ding schließt... nun gut, per Kuchiyose und Gyaku Kuchiyose kämen wir wohl irgendwie zurück. Epona wußte, wie man von Orten wegkam, selbst wenn diese Orte eine andere Ebene waren. Der Kagebunshin war also schon mit ganz anderen Dingen beschäftigt als Masao, der ganz auf Vorwärts ausgerichtet war und begeistert Tier- und Pflanzenwelt begutachtete.

Das Original betrachtete derweil skeptisch die Assistenten. Kampfhahngötter und Bürostuhlrennen. Ihr seid ein seltsamer Haufen.

Das Brummen einer Skorpionsfliege erregte auch die Aufmerksamkeit der Doppelgängerin, die gen Himmel blickte. Ehe dann... ein Knurren folgte. Ein Grollen, anschwellend, und dann platzte das schlammigbraune Wasser auseinander und ein gewaltiger Wurm mit dem Maul eines zähnefletschenden Mahlstroms wuchtete seinen Leib empor, um ebenfalls zu begutachten! Und zu fressen. Das fliegende Insekt gerade eben wurde bereits in einer kleinen Wolke zerfetzter Facettenflügel und splitternden Chitins zerhobelt.
Oh, großer Ohrenkneifer, murmelte der Kagebunshin, und es war unklar, ob sie damit ein Stoßgebet an einen Kollegen eines Hühnergottes schickte oder einen passenden Namen für das Ungetüm zu finden versuchte.
Masao klatschte begeistert in die Hände, wie ein Kind im Zoo! »Ich muss in diesen Rachen. Ich brauche den Speichel und einen Zahn. Unbedingt.«
Der Kagebunshin starrte ihn an. Masao-san? Ernsthaft, Masao-san? Die Augen der Doppelgängerin wurden noch etwas größer, als der Wissenschaftler einen zielstrebigen Schritt vorwärts tat. Nun nicht mehr nur wie ein Kind im Zoo, sondern wie ein reichlich mutiges Kind im Streichelzoo... in den ein Tiger eingedrungen war. Ihr seht ein großes... Ding und wollt ihm ins Maul greifen?
Dagegen konnte sie, offen gestanden, wenig tun. Sie hatte keine echte Ahnung von seinen Fähigkeiten, und gewöhnlich wußte er, was er tat... Sie konnte ihn ohnehin schlecht am Kragen packen und zurückzerren.
Andererseits...
Sie schloss Fingerzeichen. Im Grunde hoffte sie, entweder war der Wurm nur wegen des gefressenen Insektes aufgetaucht oder Masao hatte eine trickreichere Möglichkeit, an das Gewünschte zu kommen, als einfach hochzuklettern und einen Zahn zu pflücken wie einen Apfel. Falls beides nicht zutraf und der Wurm sich Masao als Futter auserkoren wollte, würde die Doppelgängerin ihn elegant aus der Gefahrenzone zerren. Mittels Fûton: Seifu ni yuragu [Windfreisetzung: Schwanken im Herbstwind].

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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Do Sep 08, 2016 8:32 pm

Ganz einfach hätte es werden können. Alles mit nichten ernst und mit nichten so nervenaufreibend. Ganz einfach hätte er sich auf den Wurm zubewegt und wäre in den Rachen gekrochen. Was war schon dabei? Masao hatte nichts dagegen, in Rachen zu kriechen. Es gab einen Anfang. Es gab ein Ende. Immer. Notfalls sorgte er dafür und sprengte sich halb in die Luft. Sich selbst oder er schickte einen Assistenten vor, der ihn dann meist begleiten musste. Und ja, natürlich bot er ihnen anschließend eine Schönheits-OP an – er war ja kein Unmensch. Wahrlich… Es wäre so einfach gewesen – aber nein. Natürlich! Natürlich machte ihm diese grausame, verdorrte Frucht von einem Insekt mal wieder einen Strich durch die Rechnung! Strich! Frucht! Natürlich! Immerhin hatte der Körper des zweiten, sich heranpirschenden Getiers irgendetwas gelborange-leuchtendes, das irgendwie merkwürdig schmatzte… wie es so näher kam. Wie dumm, solche Laute zu verursachen! Bis es jedoch so weit gekommen war, hatte Masao – der erst wenige Schritte gegangen war – umgedreht und den Kopf mit einem lauten Knacken schief gelegt. Fast zeternd stemmte er anschließend die Hände in die Hüften. »Was heißt hier bitteschön ernsthaft? Meine Güte, ich bin hier um zu forschen! So etwas Wunderbares wie den Tod in einem Tierreich kommt man selten so bestialisch genau zu sehen! Außerdem kann ich dann Forschungen anstellen, wie es in dem Ding aussieht! Wie es bezweckt ist und wie ich es benutzen kann!« Masao schnaubte und breitete die Arme aus, während der Wurm sich hinter ihm wieder ins Wasser räkelte. Gefährlich… ins Wasser räkelte.. denn er fiel in ihre Richtung, während die Wassertröpfchen durch die Luft gespritzt wurden. Masao interessierte es nicht. »Benutz mal deinen Baum von Verstand und fang an, das Obst zu pflücken, ehe es faul zu Boden fällt. Was sollte ich hier denn sonst tu-?«
Nun… und das war der Moment gewesen, in welchem sich das zweite Insekt nahe genug herangeschlichen hatte, dass Masao mitten in seiner Rede inne hielt und… ein starkes Pieken in seinem künstlichen Arm vernahm. Der lange, mit einem Sekret tropfende Stachel drang fast mühelos durch die weiße Schicht, drang in das Fleisch darunter und… man hörte es zischen. Ein Teil der weißen Maske löste sich, eröffnete einen Blick auf die dunkel gebräunte Haut darunter – und vor allem darauf, dass die Stachelspitze nicht gerade zart im menschlichen Ärmlein steckte. Masao drehte langsam den Kopf um, blinzelte. Er spürte ein dumpfes Pochen, spürte auch kurz das Aufwallen von Gift… aber das war es auch. Irritiert reckte sein Hals sich mit einem Knacken, sah das Ding an. Das Ding, das zurückstarrte, vermutlich selbst nicht weniger irritiert…. Masao pflückte ein Staubkorn von seiner Schulter, wandte sich wieder an Epona. »Siehst du? Das passiert, wenn man sein Obst zu spät pflückt! Also wirklich, tch. Alles Zeitverschwendung, wenn man wartet. Darf ich bitten? Setzen wir uns endlich in Bewegung – wobei, nein. Vergiss es. Das würde mich nur aufhalte--- Hey, du! Wer hat dir erlaubt, deinen Stachel rausziehen zu wollen!« Ohne mit der Wimper zu zucken, holte Masao mit dem gesunden, menschlichen Arm aus, wobei sich die weiße Masse daran löste und in einer Art weißen klebrigen Fangarmes auf das Objekt von Masaos Begierde zusteuerte. Tatsächlich hatte es sich doch entfernt! Wie konnte es nur! Missmutig fing das klebrige Ende den Fangarm wieder e—Wasser stob auseinander. Masao atmete entnervt aus. »Was ist denn nun schonwieder?!« Das vielzahnige Maul des Wurmes blickte ihn von oben herab an… Ob es bald einen Luftstrom gäbe, welcher Masao zurückziehen und das befestigte Insekt in das Maul des Wurmes stopfen würde? Abermals? Nun, glücklich wäre der Forscher mit Sicherheit nicht darüber, versuchte er doch tatsächlich mit diesem viel zu großen Ungetüm zu diskutieren…

An anderer Stelle ächzte ein Assistent unter den schweren Last, die er immer noch am Rande der Bohnenranke zu tragen hatte. »Hat sie seltsam gesagt?« Die Stimme kam von Reihe zwei. »Ja, ich glaube das hat sie getan…«, stimmte Gänseblümchen in seiner Ecke zu. »…und wieso wundert sie das…?«, kam es von ganz oben. Der Assistent am Boden ächzte erneut. »…sie ist die… Komische… … wir müssen durchhalten, Mannen…« »Auf den Hühnergott! Auf Petra!« Man könnte hinsichtlich des folgenden lauten »Booooooooork« durchaus gerne irritiert den Kopf schieflegen. Nur Gänseblümchen starrte vor sich hin und umschlang seinen Körper zitternd. »….Sie sind schon viel zu lange hier… sie haben sich angeglichen… um zu überleben… Der Meister nennt es Evolution…«


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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Sa Sep 10, 2016 2:06 pm

Masao-san liebte offenbar die Metaphorik von Pflanzen, von Obst und Bäumen. Eponas Doppelgängerin schaute perplex, ehe sie sich darauf einstellen konnte - ein Lapsus ihrerseits, musste man sagen. Obwohl sie es gewesen war, die die Früchte zu Beginn angeschleppt hatte, war der Wissenschaftler doch bei Weitem der Begeisterte gewesen hinsichtlich Botanik. Man bedachte seinen "Garten" und den Mann, aus dessen Schädel ein Gänseblümchen sproß. Als Meisterin der diplomatischen Anpassung hätte Epona sich wahrlich früher darauf einstellen sollen. Die nicht schmeichelhafte Bezeichnung "Baum von Verstand" musste sie sich wohl oder übel gefallen lassen.
Es passierte aber auch so einiges... sie hatte Masao nie im echten Kampf-Einsatz gesehen, und so fragte sie sich gerade, wie bizarr nicht nur der Verstand des Mannes, sondern auch seine Physiognomie sein mochte.
»Siehst du? Das passiert, wenn man sein Obst zu spät pflückt! Also wirklich, tch. Alles Zeitverschwendung, wenn man wartet. Darf ich bitten? Setzen wir uns endlich in Bewegung – wobei, nein. Vergiss es. Das würde mich nur aufhalte--- Hey, du! Wer hat dir erlaubt, deinen Stachel rausziehen zu wollen!«
Eponas Verstand hatte in den Ozean der Naturenergie geblickt. Sogar hinauf, vom Grunde dieses Meeres aus Kraft herauf. Sie hatte geglaubt, dieser Anblick, die Erkenntnis dessen, mochte das Aberwitzigste sein, das sie jemals sehen würde. Sie hatte ihr Füllhorn an seltsamen Fähigkeiten erlebt, etwa den Knaben, der sich selbst die Haut vom Gesicht gezogen hatte und dergleichen. Doch dieser Kumpan hier... Na, er kratzte zumindest am höchsten Platz der Wunderlichkeiten, wie er da den Stich der Mücke hinnahm wie eine dargebotene Hand zum Schütteln und Besiegeln ewiger Freundschaft. Und wie er dann versuchte, das Insekt wieder einzufangen und - wie es ihm auch noch gelang?
Ahm. Epona fühlte sich eigentlich niemals hilflos, wenn es um rhetorische Schlagfertigkeit ging. Aber gerade?
»Was ist denn nun schonwieder?!«
Da kam der Wurm zurück. Der Große. Diesmal nahm er den Wissenschaftler ins Ziel, ohne dass dies Masao sonderlich zu jucken schien.
Die Doppelgängerin seufzte knapp, schloss das Fingerzeichen, und ein kurz aufreißendes Vakuum zerrte den Wissenschaftler beiseite, als das Maul des Wurms sich auf ihn zu stürzen drohte. Zwangsläufig ruckte dabei das gefangene Mückenmonster in die Fänge des Wurms, der auf das Wasser des Tümpels niederging wie der massive Bohrkopf, der er natürlicherweise war.
Mit Verlaub, Masao-san, rief Eponas Kagebunshin, während die Oberfläche des Teiches Wellen schlug, Auf den Verdacht hin, dass Ihr so verdaulich und zerkaulich seid wie jeder andere Mensch, werde ich nicht zulassen, dass der Wurm Euch frisst. Falls Ihr schon so seltsam seid, dies auszuhalten, sagt dies jetzt und ich rette Euch nicht! Sie sprang in die Höhe, als eine Welle unter ihren Füßen platzte wie eine Seifenblase. Hatte sie nur den Eindruck, oder hatte gerade eine winzigere Version des Wurms nach ihrem Fuß geschnappt?
Am besten sagt Ihr mir, was Ihr aushaltet?

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Out: Auf die Assistenten muss ich beim nächsten Post eingehen... über die muss man erst nachdenken...

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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Do Sep 15, 2016 6:36 pm

An dieser Stelle könnte man sich nun fragen, ob Epona bereits Masaos »japanischen Garten« gesehen hatte - ergo Menschen mit äußerlichen Gemeinsamkeiten, deren nunmehrige Skelette in Pflanzenkübeln steckten (oder die Assistenten, die sich in dieser Form tot stellten) -, wenn ihr unter Umständen das Gänseblümchen schon schräg vor kam und nicht mehr aus dem Kopf ging. Bei eben diesem hatte zumindest noch niemand die Lebenssaft heraus gepresst, was Gänseblümchen-Assistent natürlich sehr freuen mochte. Masao war es nach außen hin egal. So egal wie dieser Stachel in seinem Arm, der einfach mal steckengeblieben war und schlappe zehn Zentimeter aus dem Arm in die Höhe ragte. Seis drum, Masao interessierte sich nicht dafür. Hatte schlimmeres gesehen. Wichtig war es nur, dieses Ding bei sich zu halten und das weiße Trugbild nicht aufschnappen zu lassen - was gar nicht einmal so leicht war im Hinblick auf das, was nun folgen würde. Ergo nämlich der bestialische Mundgeruch eines Möchtegernwurmes, der es sich in den Kopf gesetzt hatte, seinen Intellekt in Frage zu stellen. Einfach mit seinem bloßen Auftauchen diese Untersuchung zu unterbrechen!! Masaos Augenlid zuckte gefährlich. »Wirst du wohl damit aufhören, deine seelisch nicht vorhandene Existenz in die Welt hinaus zu schreiiii--«
Ein Vakuum bildete sich, zerrte ihn zurück und mit ihm das Insekt, welches wohl gerade seinen eigenen intellektuellen Höhepunkt hatte: Es erkannte, dass es dem Tode geweiht war. Insekt war traurig. Insekt wurde zerfleischt. Wurm tat's nicht Leid. Masao, der sich nun vorab erst einmal in Sicherheit wiegen durfte, starrte auf die kreisrunden Wellenbewegungen und die Überreste von einem dieser großen Flügel. Lauschte den Worten. Zog die Schultern hoch und verschränkte die Arme vor der Brust, während er ungeduldig mit dem Fuß ins Wasser tippte. Sah seine Begleitung an - und wurde von der Seite von der Welle nass gespritzt, wobei es ihm relativ egal war. ... Dennoch hing eine weitere dieser Miniatur-Wurm-Version am Stachel. Hatte sich festgesaugt. Ein Stachel, in seinem Arm, an dem ein Miniwurm klebte, während Mütterchen gerade ihr Essen verspeist hatte und mit dem verbliebenen Körper abermals durchs Wasser planschte. Neue Welle. Der Forscher sprang in die Luft und leitete Chakra in seine Füße, woraufhin er es sich in einer hockenden Position mit Hilfe von Luftpartikeln bequem machte. Nach unten stierte. Auf den Wurm. Auf die abgesplitterten Flügel. Dann auf Epona. Lange. Stille. Das Augenlid zuckte mehrmals. Zuckte mehrmals, bis sein Besitzer einfach entnervt ausatmete und mit dem Handgelenk knackend abwinkte, als ob man alles vergessen könnte oder als ob es nebensächlich wäre. »Ich muss nicht gerettet werden und ich bin nicht verdaulich. Ich bin nicht stehengeblieben, weil ich lebensmüde bin, sondern aus Neugierde.« Stehengeblieben. Vor einem meterlangen Wurm. Selbstverständlich. »Ich könnte nun schon einen Zahn in der Hand halten, wie diesen Stachel hier.« Ohne mit der Wimper zu zucken, zog er ihn samt Wurm hinaus. Es gab ein schmatzendes Geräusch, Blut spritzte - bei welchem Miniwurm anscheinend in Wallung geriet (interesssaaaant)... und die Wasseroberfläche, welche ebenfalls Blut abbekam - und Masao hielt mit schmerzfreiem Gesicht das gute Stück in seinen Händen. Als Beweis dafür, dass seine Methoden durchaus nachvollziehbar und von Erfolg gekrönt waren. »Weißt du wie lange es dauert, meine Assistenten darauf abzurichten, nicht immer in mein Ohr zu schreien, wenn ich experimentiere? Es dauert endlos lange und diese Endlosigkeit ist eine schier verschwendete Zeit, welche ich nicht mit dem Prinzip meiner Arbeitsweise vereinbaren kann. Tch. Also wirklich.« Missmutig schüttelte er den Kopf. »Nun gut. Für deinergleichen Verstand: Ich kann damit leben, Körperteile zu verlieren. Ich kann sowas einstecken, ohne Schmerzen zu haben... und mit Giften kenne ich mich nicht um sonst gut aus. Hm?« Letzteres war keine Frage. Der Forscher sah nach unten auf die Wasseroberfläche, mit einem Mal interessiert. Denn nicht ohne Grund schienen sich direkt unter ihm - dort, wo der Bluttropfen hineingefallen war - nun ein paar andere Würmer zu tummeln. Nicht so groß, wie der vorige (der ja seine Mahlzeit erhalten hatte), aber vielmehr junge. Sehr junge. Der größte war vielleicht gerade einmal fünf oder sechs Meter lang, wohingegen der kleinste gerade einmal so viel wie Miniwurm aka Unterarmlänge maß. Sie wurden also von Blut angelockt? »Hier, halt mal.« Masao warf Epona Miniwurm mit Fangmaul voraus zu, ohne auch nur darauf zu achten, ob er auf ihr Gesicht gezielt hatte. Gesichter. Wer brauchte die schon. Dann wollte er sich gerade daran machen, als sich in der Ferne ein lautes Summen erhob.

Tatsache war, dass jene "Frischlinge" sich unten im Wasser alsbald verdünnisieren würden. Menschenblut. Benötigt für das Beschwörungsjutsu. Unschön, es in einem Gewässer zu verlieren, wo sich diese Tierchen nur darauf stürzen würden. Oder vielleicht gar etwas größeres? In der Tat war nämlich etwas aufgewacht, hatte den Geruch von Blut wahrgenommen. In erster Linie würde man in der Ferne wohl Nebel erkennen und darin einen bergartigen schwarzen Schemen, der langsam näher rückte. Ob es sich dabei um das Bosstier dieser Würmer handelte? Ergo die größte aller möglichen Ausbeuten? Oder gehörte das Summen einfach nur einen sehr großen Schwarm dieser Insekten? Nun, es würde sich bald herausstellen, denn auf jeden Fall kam dort etwas großes. Oder zahlreiches. Wie man es wollte. Nur würde es klug sein, hier im offenen Gelände zu verweilen?


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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   So Sep 18, 2016 5:49 pm

Die Macht der Wissenschaft. Sie machte Leute unverdaulich? Eponas Doppelgängerin spürte den sacht spitzfindigen Drang in sich, anzumerken, dass unverdaulich nicht gleich unzerkaulich bedeutete und dass es dem Monsterwurm erst hinterher, beim Geschäftchen, auffallen mochte, dass er aus dieser Nahrung keinen proteinhaltigen Nährwert gezogen hatte. Doch... Masaos Augenlider flatterten ohnehin schon wie Schwalben, die den Aufbruch gen Süden verpennt hatten. Sie verkniff sich die Haarspalterei und machte stattdessen einfach nur ein sehr, sehr beeindrucktes Gesicht. Es kostete ein wenig Mühe, nicht den Ekel durchblicken zu lassen, als Masao den Stachel aus seinem Arm zupfte und sein Blut ohne viel Federlesen vergoss.
»Nun gut. Für deinergleichen Verstand: Ich kann damit leben, Körperteile zu verlieren. Ich kann sowas einstecken, ohne Schmerzen zu haben... und mit Giften kenne ich mich nicht um sonst gut aus. Hm?«
Daraufhin schnappte Epona allerdings ein. Ihr hübsches Gesicht verzog sich vor Empörung. Für meinergleichen Verstand? Also Masao-san, soll das eine Anspielung auf Blondinen sein? Ich bin lediglich besorgt um -
Da fiel ihr auch auf, dass das Hm am Schluss nicht mehr an sie selbst gerichtet war. Was war da unten, unter Masaos Schwebetechnik? Egel? Nein, nur noch mehr Würmer, dicke Fäden lebendigen Fleisches.
»Hier, halt mal.«
Eben noch hatte sich Eponas Doppelgängerin daran hochgezogen, dass man sie wegen des Blondinen-Klischees für nicht besonders helle hielt. Nun, in diesem Moment, bediente sie dafür einen anderen Aspekt dieses Frauenbildes: Indem sie sehr erschrocken kreischte, als der Wurm unvermittelt auf sie zuflog! Es gelang ihr mit Müh, Not und sehr beherztem Zugreifen, zu verhindern, dass sich das eklige Ding in ihrer Stupsnase verbiss. KYAAAH! Hoppla! Ihr - das kann man früher ansagen. Außerdem stellt man vor dem Werfen Augenkontakt her, das weiß man doch! Immerhin verfuhr Epona taktisch mit dem Monster: Sie warf es zunächst in die Höhe, schloss dann Fingerzeichen und spie eine Staubwolke aus, durch welche der Wurm hindurchfiel, zurück gen Wasser... doch dort kam er nie an, denn der Staub hatte eine dicke Lage Stoff um das fallende Ungeziefer gebildet, und die Kagebunshin packte das entstandene Bündel, um es demonstrativ auf Armeslänge fernzuhalten. Eingetütet. Meine Möglichkeiten dahingehend sind allerdings nicht unerschöpflich, das vorweg. Das Bündel zappelte schwach. Doton neigte dazu, Wasser aufzusaugen. Ob es dem Wurm in solch trockenem Textil nicht gefiel?
Plötzlich aber...
... war da ein Gefühl.
Epona hatte die Ferne nicht bewusst beobachtet. Nicht auf den wabernden Nebel geschaut. Zumindest nicht direkt. Aber doch irgendwie, aus dem unfokussierten Winkel ihres Blickfeldes. Nun blickte sie hin, auf die dampfende Masse schwebender Feuchtigkeit und das, was sich darin befand.
Masao-san. Sie sagte es leise, nüchtern und alarmierend knapp. Sie deutete auf den Schatten im Nebel, den sie zunächst für eine Erhebung der Landschaft gehalten hatte. Doch Hügel pflegten nicht, sich zu bewegen, Moor hin oder her.
Die Doppelgängerin entschied sich sogleich für einen taktischen Rückzug, stürmte über das Wasser, den Wurm eingepackt im Sack über die Schulter geworfen, und eilte den nächstbesten Riesenbaum empor. Von dort oben aus würde sie ausspähen, was sich da im Anmarsch befand.

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Spoiler:
 

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Epona spricht denkt wirkt Genjutsu


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