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 [Epona & Masao] Die Abmachung

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Kuroreiki Masao
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BeitragThema: [Epona & Masao] Die Abmachung   Sa Nov 21, 2015 8:40 pm

das Eingangsposting lautete :

Man hätte dieses Ding ruhig dreist vor die Nase Konohas pflanzen können - das jedenfalls ist Kuroreikis Masaos Ansicht zu seinem Labor. Immerhin wären die Versuchsobjekte in Form vo ANBU dann von alleine genommen und dieser rege Zufluss hätte seinem Geschäft durchaus gut getan. Leider gibt es aber immer diese Stimmen der Vernunft, welche die Mußestunden des Lebens nun einmal mit Salz und Pfeffer vernichten müssen und die arrogante Glückseeligkeit heraussieben.
Wie dem auch sei: Masao schlug sein Labor folglich nicht vor dem hellen Antlitz des Steinkopf-Dorfes auf, sondern vielmehr im Untergrund Yokuchis, wo er ein zumindest teilweise interessantes Klientel vorfindet. Unter anderem trägt auch ein Vertrag mit Yamanaka Epona Früchte, welche ihm immer wieder neue interessante Personen liefert. Allerdings gibt es da etwas, was den Wissenschaftler an dieser blonden Person immer wieder ein wenig argwöhnisch treibt. Wieso also keine Abmachung treffen?
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Kuroreiki Masao
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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Mo Sep 26, 2016 7:42 pm

So. Sie reagierten also auf Blut – höchst interessant, wenn auch nicht gerade sehr überraschend. Masao beachtete das Getue hinter sich nicht weiter, sondern wedelte scheinbar beschwichtigend-entschuldigend mit dem Handrücken über seine Schulter hinweg. Es war nicht beschwichtigend oder entschuldigend gemeint. Es war mehr so ein »Jaja, Ruhe jetzt«. Da die Zustände von Eponas Gesicht für ihn allerdings eine verständliche – und vermutlich nicht allzu sozialkonforme – Nebensächlichkeit darstellte, waren ihm sämtliche Reaktionen hierauf egal. Stattdessen wandte der Forscher seinen Blick von den Würmern hinweg wieder zu den übergroßen Bäumen, den übergroßen Würmern, der Art und Weise wie sie nach dem Blut zu gieren schienen. Ja, die Züge des Forschers wurden fast nachdenklich, während Epona ein Jutsu anwandte, um sein Belegexemplar entsprechend zu verstauen – zu diesem Zweck hin, als er etwas hinter sich wahrnahm, drehte er sich sogar um, merkte ein Ansprechend und eine Untersuchung dessen für später vor. Mit oder ohne das Einverständnis der Blonden. »Dann sollte jemand daran arbeiten, sie weiterzuentwickeln. Stillstand ist widerwärtig.« Obgleich er Nachdruck in diese Worte legte, kamen sie in erster Linie doch etwas abwesend rüber. Masao verschränkte die Arme, hob dann wieder seinen Blick und betrachtete die Nebelwand vor seiner Nase.
»Masao-san.« Ja, er spürte es auch. Obgleich es nichts mit Spüren zu tun hatte, sondern vielmehr mit der Tatsache, dass sich dort hinten etwas zu bewegen schien. Man hörte das Brechen von Ästen und das Rauschen von den kleinen Wellen, die von Bewegungen ausgelöst worden waren. Fast gemütlich schienen sie über die Oberfläche dahinzuplätschern und ihren Weg ans Ufer zu finden. Masao musste nicht nach unten blicken, um zu wissen, dass sich die Würmchen verzogen hatten. »Ich bin genial und konzentriert, aber nicht blind für meine Umgebung.«, blaffte er unfreundlich zurück, wobei sich Epona in diesem Moment wohl bereits aus dem Staub gemacht hatte. Fast empört stemmte der auf dem Lufthocker befindliche Forscher die Hände in die Hüften. Es fehlte nur noch, dass er sich aufplusterte. »Ja. Fliehe vor meinem glorreichen Verstand auf den fruchtbaren Baum deiner Erkenntnis, Frau. Husch.« Augenrollend machte er eine Handbewegung, ließ dann seinen Kopf deutlich knacken und betrachtete die Wunde an seinem Arm, welche die Fliege hinterlassen hatte. Sie war zwar groß, aber Masao hatte kaum nennenswerte Schmerzen empfunden, wenn überhaupt. Die bräunliche Haut war unter der Tinktur rötlich-blau verfärbt, ließ auf Gift schließen. Gut. Vielleicht konnte er später daraus etwas gewinnen, obgleich er es bezweifelte. Blinzelnd bei diesem Gedanken sah Masao überlegend in Eponas Richtung. Genauer gesagt in die Richtung des Riesenbaumes. Eines sehr großen Baumes. Wo irgendwo sein nächstes Versuchsobjekt in Sachen Stachelgifte der Riesenfliegen saß – und ja, man konnte diesen Gedanken durchaus in seinen Augen aufblitzen sehen.
Allerdings, so würde er sich später denken, hatte die Blonde immerhin zur rechten Zeit die Beine in die Hand genommen. Als Masao sich nämlich wieder dem Gewässer zuwandte, so war der beachtliche Schatten sehr nahe gekommen. Sehr nahe in dem Sinne, dass Masao nur noch wenige Meter entfernt von der Nebelwand war. Und diese Nebelwand war groß und gehässig und angefeuchtet und überhaupt war dieses Ding eine immense Platzverschwendung. Tch. Das ging mal gar nicht! Masao widerstand dem Drang jedoch, sich aufzuplustern. Stattdessen beugte er sich vor, fast in den Nebel hinein. »Komm raus. Ich will mir nicht die Mühe machen, da rein zu kommen.«, murrte er. Spitzte die Ohren und formte mit der Hand seitlich eine größere Ohrmuschel. Beugte sich weiter vor – und hörte dann das schwere Atmen und das Klacken von Reißzähnen. Gewaltigen Reißzähnen, sodass es eher wie das Aufeinandertreffen von Steinwänden klang, als von einem Gebiss. Genug. Masao lehnte sich wieder zurück und sah stirnrunzelnd die Silhouette an. Das Wasser bewegte sich weiter. Schwappte. Etwas hatte sich ruckartig in Bewegung gesetzt und er glaubte, etwas zerteilte den Nebel. Das war dann der Moment, in welchem Masao sein Chakra unter den Füßen auflöste und sich fallen ließ. Gerade rechtseitig, denn etwas ekelhaft klebriges spuckte über ihn hinweg. Es dampfte widerwärtig und verursachte Unschönes auf dem nächsten Baumstamm. Säure. Masao landete auf der Wasseroberfläche, sah sich kurz um, fasste die Situation ins Auge. Dann formte er Fingerzeichen, ergänzte den feindlichen Nebel mit Hilfe des Kirigakure no Jutsu mit seinem eigenen.
Kurz darauf folgte er Epona schlussendlich auf dem Baum – und saß auf einem Ast still. Allerdings suchten seine Augen den großen Berg im Nebel ab, während er das Ende seines weißen Haori zuvor mit einem Seitenblick in Augenschein nahm, welches von der Flüssigkeit leicht in Mitleidenschaft gezogen worden war. »Es reagiert auf Blut. Also schneide dich nirgends. Es bleibt abzuwarten, ob es gegebenenfalls noch Wärme wahrnehmen kann. Oder sich anders orientiert. Allerdings hat es Übergröße Es klang angewidert. Wie ein Fluch. »Hast du von hier aus anderes erkennen können? Oh.«
In diesem Moment stimmte das Tier im Nebel ein ohrenbetäubendes Gebrüll an, welches schlichtweg auch das Wasser voran preschte. Masao fasste sich an das Ohr. »Nun ist es auch noch laut Es klang wie eine höllische Verwünschung, wobei man es vermutlich kaum verstehen konnte. Und dann… dann regnete es Wasser, als ein Schwanz auf die Oberfläche peitschte. Der Nebel verschwand durch den Impuls einige Sekunden und man sah einen grauen und scheinbar rauen, feuchten Körper im fahlen Licht aufblitzen. Allerdings verhüllte der Nebel die Gestalt sogleich wieder. Interessant. »Egal, wie dieser Tag endet. Vergiss das Säckchen. Ich brauche das. Ideen?« Masao drehte sich in die Richtung um, wo er seine Begleitung vermutete, schien in Anbetracht der drohenden Gefahr gelassen. Es war ja nicht so, dass neben ihnen gerade ein Riesenwurm mit Riesenzähnen und Ätzschleim ausrastete.

Jutsu:
 
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Yamanaka Epona
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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Do Sep 29, 2016 12:24 pm

Husch. Er sagt mir gerade Husch? Eponas Kagebunshin warf einen reichlich irritierten Blick über die Schulter, während sie unbeirrt weiter auf einen Uraldriesen flüchtete. Im Zweifel suche man die Höhe, und Epona war zum Einen Expertin im Entkommen und zum Anderen ziemlich am Zweifeln. Von daher! Auf den Baum, auf den Baum, auf den Baum. Sie kam sich generell nicht sonderlich zerbrechlich vor, doch gegenüber dem unerschrockenen und schmerzunempfindlichen Masao fühlte sie sich wie eine feine Vase aus Porzellan neben einem... einem Kunststoffbecher, der vom Tisch fallen konnte, wie er wollte.
Natürlich, sie war bloß ein Bunshin. Theoretisch hätte sie sich das Ding also auch nach der Mao-Methode anschauen können: Sich dem Neuankömmling in den Rachen schmeißen und seine Zähne zählen, bis es Puff machte. Doch die Doppelgängerin war sich stets der Prioritäten bewusst. Epona liebte Infos, und verpuffte Bunshin sammelten keine Infos. Ergo lautete das Kredo, so lang zu überleben wie möglich.
Handele wie das Original, nicht wie ein Konstrukt aus Chakra. Gib dir alle Mühe, zu überleben. Wenn sie sich übermütig gab, würde dies nur die Gefahrenkalkulation verzerren. Das Orignal musste schließlich anhand der Überlebensfähigkeit des Bunshin beurteilen, wie brenzlig hier alles war, und wenn sich die Doppelgängerin aus Jux und Tollerei umbrachte, war das keine nützliche Aussage.
Wie ein Eichhörnchen am Stamm klebend, verfolgte die Doppelgängerin nun das Geschehen: Masao hatte Mut im Leibe, das musste zugegeben werden... oder war sein Verstand wirklich schon zu verdreht? Knackste er vielleicht gerade jetzt völlig weg? Das wäre höchst unschön, wenn er gerade hier und heute sein Urteilsvermögen völlig den Bach runtergehen lassen würde.
Das Wesen stand dort, umwabert von Schwaden, wie eine Klippe. Welch ein Monster.
Zur Größe kam dann offenbar auch noch ein Spezialangriff. Die blonde Kunoichi im Baum staunte nicht schlecht, als ein Strahl Säure Masao nur knapp verfehlte, einen Baumstamm im Nu zerfraß und sogar den hartgesottenen Wissenschaftler zum zeitweiligen Rückzug zwang.
Es folgte eine rasche Lagebesprechung. Masao hatte offenbar nichts Hilfreiches erkennen können; es stand nichtmals fest, mit welchen Sinnen dieses Monster arbeitete. Was klar wurde, war, dass es zu brüllen vermochte.
Eponas Bunshin verzog das Gesicht, als sich das infernalische Röhren aus dem Nebel erhob.
"Nun ist es auch noch laut." Und es war massiv. Für wenige Augenblicke fetzte die Nebeltarnung auseinander, und was sich zeigte, war zu gewaltig, um von menschlichen Augen in einem Blick erfasst zu werden. Masao wurde vom Jagdfieber erfasst, wie es den Eindruck machte. "Egal, wie dieser Tag endet. Vergiss das Säckchen. Ich brauche das. Ideen?"
Die Bunshin schaute auf das Säckchen aus Doton-Stoff, in dem schwächlich ein filigranes Insektchen zappelte. Schulterzuckend hängte sie es an einen nahen Ast.
Ideen, um einen extradimensionalen, monströsen... Sumpfbewohner zu fangen, bestenfalls in Euer Labor zu verfrachten, Masao-san? Sie fasste die Situation nur spaßeshalber zusammen. Seiet überrascht. Ja, ich hätte da durchaus eine Idee. Es war eine ziemlich schräge Idee, aber eben auch eine sehr schräge Situation. Säure kommt dabei zum Glück nicht in die Quere. Was mir vorschwebt, hat kein Problem mit solchem Kram. Wir warten allerdings noch auf mein Original. Ich selbst wäre nicht imstande, ihn zu beschwören.
Klang das nicht vielversprechend?

An anderer Stelle wäre Epona um ein Haar als formschöne Steinstatue geendet, als die Assistenten ein vielstimmiges Hühnergackern anstimmten wie eine Anrufung um Kraft. Sie hatte mit herzlich viel gerechnet, doch dieser... Chor-Gesang hätte sie fast der Naturenergie zum Fraß vorgeworfen.
Hühner... Gott, ah? Epona beschloss in diesem Moment, genug Kraft geschöpft zu haben, und erhob sich in vollendeter Geschmeidigkeit aus dem Schneidersitz. Die Bewegungen waren geradezu bedächtig langsam; er Eremitenmodus verlieh noch nicht übermäßig viel Kraft, doch wann immer Epona ihn anwendete, fühlte sie sich dennoch seltsam... überdreht. Als würde sie zuviel Kraft aufwenden für die leichtesten Dinge, wenn sie sich nicht absichtlich zügelte. Rostfarbene Flecke bildeten sich auf der Haut zwischen Augen und Brauen.
Ein faszinierender Haufen seid ihr, doch verzeiht. Ich lasse euch nun allein. Sie tat einen Wink in Richtung ihrer jüngeren Kollegin. Nagani, du bleibst. Für dich habe ich einen Spezialauftrag. Sie führte das übliche Kuchiyose-Prozedere aus, ergo einen Biss in den Daumen und Fingerzeichen. Was im nächsten Moment in ihrer Hand erschien, sah im ersten Moment aus aus wie eine dicke grüne Wurst mit schleimiger Pelle, hatte jedoch vier Beinchen, ein Schweifchen und ein fröhliches Gesichtchen.
Epona drückte Nagani den handlichen Axolotl auf. Bitte sehr, das ist Chuun. Du behältst ihn bei dir, bis er verschwindet. Falls er verschwunden ist, dann liegt das daran, dass ich ihn beschworen habe. Das ist unser Zeichen, verstanden? Wenn dies passieren sollte, dann... benutzt du das hier. Sie streifte ihren blutigen Daumen an einem Taschentuch ab. Mein Blut als Basis für Kuchiyose. Aber dann klecker nicht, sondern gebrauche so viel Chakra wie möglich, verstanden? Es taucht dann kein kleiner Molch auf, sondern was Großes. Du bist mein Notfallplan, falls sich der Dimensionsriss schließt.
Nagani starrte angeekelt auf den Molch und das Taschentuch, nahm beides aber trotzdem. Zu- zu Befehl.
Ein glockenhelles Stimmchen, ein wenig wie eine Kinderrassel, ertönte: Zu Be-Feeeeeeeeehl! Das kam von Chuun. Schleimbläschen stiegen gen Labordecke, einige drifteten auch vorwärts und zerplatzten am Gänseblümchen.

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Kuroreiki Masao
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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Do Sep 29, 2016 7:13 pm

»Argh, sie schaut uns an. Wieso schaust sie uns an?« »Spüre das Huhn, Frau! Spüre das Huhn!« »Ey halt die Schnauze, Renichi. Und hör endlich auf, uns mit diesem Wunschtraum zu quälen« Oh ja. Sie hatten einen Wunschtraum. Einen wundervollen, großen Wunschtraum, welchen sie verfolgten – und zwar den Traum einer besseren Welt. Einer Welt, in welcher sie nicht mehr geknechtet werden würden. Eine Welt, in der sie alle auf einer Hühnerfarm lebten und dem großen Hühnergott – Wallpurga, es war eigentlich eine Göttin, aber die Emanzipation hatte wohlbekannt noch nicht stattgefunden in jenen Köpfchen – huldigen konnten. Eine Welt, in welcher sie immer noch dienten und dann auch noch dem gleichen Mann. Denn eigentlich waren diese verwirrten Köpfchen ganz glücklich und hingen an ihrem Religionsführer, ohne sich dessen bewusst zu sein. Zumindest nicht in der Realität. Lediglich in ihren Wunschträumen hingen sie der Vorstellung nach, dass Masao wirklich so etwas wie ihr Messias sein konnte. Und genau deshalb plusterte sich Renichi auch nun wieder auf, wollte diesen Wunschtraum leben und seinen Genossen einen Ersatz bieten. »Halt doch selber den Rand, da oben. Gänseblümchen! Mein Hintern juckt, so tue etwas!« Unsicheres Gelächter. »Kann ihn jemand bitte runterstoßen? So ganz einfach? Hier irgendwo hat der Chef doch noch den Bunsenbrenner gehabt.« Die Herzen der Assistenten setzten einen Moment aus. »Der Bunsenbrenner. Du meinst Holger, die Pein. Er brennt dir die Gefühle aus der Seele.« Gänseblümchen schlug andächtig die Hände zusammen. Assistent in der Mitte sah auf Nagani. »Ich schaue dich nun an, um sie nicht anzuschauen, denn alles ist besser, als angeschaut zu werden, während man zurückschaut. Ganz sicher… K-Könntest du mir mal die Nase kratzen…?« Im nächsten Moment flog an Reihe Nummer zwei etwas vorbei, welches verdächtig nach einem Tierchen aussah, dass der Meister gerne benutzen würde, um… Die Pyramide der Assistenten schrie gemeinsam auf und geriet gefährlich ins wankten. »What shall we do with the drunken sail--« »R.U.H.E.! Sonst erschlag ich dich mit den Überresten dieser überdimension—Ich will so eins.« »BLASPHEMIE!« Und dann fiel sie um, die Pyramide. Fiel um ob dieses ungeheuerlichen Gedankens, dass jemand ein solches Kuchiyose anstatt einem Huhn haben wollte. Ja, so ging sie nieder. Brach in sich zusammen mit einem lauten Aufschrecken. Der Stuhl Petra hinter dem Schreibtisch stand weiterhin.
Gänseblümchen war wohl der einzige, welcher der Unterhaltung wirklich gefolgt war, immer noch vollkommen in sich zusammengesunken und erschöpft. »Keine Sorge. Der tut dir nichts, sonst hätte sie ihn dir nicht gegeben. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob jemand anderes dir nichts tun würde…« Nachdenklich sah er zum Dimensionsriss, runzelte die Stirn und sah zu Epona. »Seien Sie vorsichtig… dort oben ist etwas großes und bösartiges… das Bösartige ist bis zu einem gewissen Punkt eigentlich normal, aber das… hat Übergröße.« Wieder ein Aufschrei von den Assistenten am Boden. Übergröße. Ein Fluch. Schlechte Laune. Endlose Qualen. Bork! Gänseblümchen hingegen beobachtete weiterhin Epona, nahm das sonderbare Chakra war und kratzte sich am Hinterkopf. Das kannte er auch noch nicht, beziehungsweise hatte er bisher lediglich davon gelesen oder gehört. »Ich passe mit auf sie auf. Das Mädchen.«

Während die Pyramide also zusammengebrochen war und Gänseblümchen die Assistenten am Boden zählte und sah ob sie alle noch lebten und niemand sich an Laborutensilien aufgespießt hatte, starrte Kuroreiki Masao – oberster Beauftragter der Hühner im Wunschtraum der Assistenten – auf diese schiere Nebelwand hinaus. Der Schrei hatte durch den schieren Druck die Luft schlagartig zerrissen, ebbte nun jedoch ab. Immerhin konnte man so wieder ein Wort verstehen und der Wissenschaftler drehte sich zu der Begleitung um. Er hob eine Augenbraue ob ihrer Zusammenfassung, was so viel wie Unverständnis ausdrückte. Immerhin fand er nichts Ungewöhnliches an einer Situation wie dieser. Genau genommen hatte er bereits wesentlich schlimmere überstanden und zusammengefasst seiner Meinung nach, war das dort oben einfach ein wild gewordenes Versuchsobjekt, dem er noch seinen Stempel aufdrücken musste. Ein Versuchsobjekt, das sich glücklich schätzen durfte von seinem genialen Verstand analysiert zu werden. Obgleich er sich zuerst in Sicherheit begeben hatte, denn immerhin brachte es nichts, von Reihen an riesengroßen Zähnen zerfleischt zu werden. Wobei… Nein. Das hatte das Tierchen sich nicht verdient. Erwartungsvoll verschränkte er die Arme vor der Brust. »Dein Original. Interessant. Nein. Vergiss das. Vorhersehbar, denn du als Bunshin besitzt kaum die nötige Stärke – obwohl ich überrascht bin, dass ein einfältiger Bunshin bisher überleben konnte. Wohl durchdacht, das muss man deinem Original lassen.« Er legte den Kopf schief, lauschte dem Hauch einer Andeutung eines Plans und rümpfte die Nase. Danach verengten seine Augen sich zu Schlitzen und eine Zeit lang sah er die Blonde einfach nur an, scheinbar überlegend, welchen Teil ihres Körpers er als erstes in eine puppenartige Waffe umbauen sollte. Masao nahm allerdings wieder Abstand von diesem Gedanken. Ein Bunshin war das nicht wehrt und so kehrte er ihr schlichtweg den Rücken zu und schritt den breiten Ast entlang, auf welchem sie hinter der grünen Bekleidung des Baumes residierten. Der Nebel breitete sich mittlerweile immer weiter aus, wie ihm auffiel. Und damit kam ihm auch eine Idee. Der Wurm wurde vom Blut angelockt, doch hatte er erst angegriffen, als er sich vor gegen den Nebel gelehnt hatte. War es also möglich, dass der Wurm seine Umgebung deutlicher mit Hilfe des Nebels wahrnahm? Gut möglich. Keine Augen. Blind. Sensor mit Hilfe des Nebels. Masao nickte langsam. »Gut, das ist sehr schön. Wenn der Plan nicht klappt, kann ich deine Enttäuschung auflösen und mich selbst der Säure bedienen, deren Bekanntschaft du so missen musstest. Tch.« Die goldgelben Augen suchten die nahe Umgebung ab. Masaos eigener Nebel schien schier aufgenommen zu werden. Er glaubte gar, der Nebel des Wurms bewegte sich auf sie zu. »Es ist mir außerdem scheißegal, wen du beschwörst, Frau. Hauptsache du tust es bald und verschwendest nicht weiter meine Zeit. Ich habe dich als nützliche Begleitung mitgenommen, nicht als Fußabtreter… Wobei. Ich könnte dein Original auch empfangen und in den Rachen dieses Dinges werfen, während ich mir hole, wozu ich gekommen bin. Ah!«
In diesem Moment brummte es über ihnen und tatsächlich war es ein… Schmetterling. Auch er war deutlich größer, maß einen guten Meter. Angenervt warf Masao die Hände in die Luft, während sich das Insekt neckend am Baumstamm niederließ. Am liebsten hätte er sich nun wieder aufgeregt, doch es gab wichtigere Dinge und so kehrte der Ernst zurück in die Miene des Forschers. »Pass auf den Nebel auf. Der Wurm schlägt nicht wild um sich. Er muss wissen, dass wir außer Reichweite sind. Siehst du diese Schwaden? Wir sind außerhalb von ihnen und erst, als ich mich ihm fast hinein näherte, feuerte er seine Säure. Sobald etwas mit Chakra ihn berührt, könnte er wissen, dass wir hier sind. Das ist allerdings nur eine Theorie.«
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Yamanaka Epona
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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Fr Sep 30, 2016 6:08 pm

Hühner. Epona warf der Assistenten-Formation erneut einen zweifelnden Blick zu. Sie einen schrägen Haufen zu nennen, wirkte untertrieben. Scheinbar hatten all diese menschlichen Labormäuse schon so viel Unaussprechliches ertragen müssen, dass sie sich völlig aus dem rationalen Sein verabschiedet hatten. Sich eine eigene Welt zu zimmern, mochte eine Art Schutzmechanismus sein.
Nagani war überhaupt nicht angetan von der Situation. Kann ich wirklich nicht einfach mitkommen?
Bedaure. Epona tätschelte mitfühlend die Schulter der Jüngeren, blieb jedoch bei ihrem Plan. Du bist hier die Einzige, der ich wirklich trauen kann. Ihre rostfarben umrahmten Augen huschten über die personifizierte Chaotik, die sich gerade in inneren Streitigkeiten verbal zerpflückten.
Gänseblümchen war einer der wenigen, der die beiden Kunoichi wirklich in einer Weise ansprach, auf die man wirklich reagieren konnte. Er gab seine Meinung zu dem, was die Dimensionsreisenden erwarten mochte.
»Seien Sie vorsichtig… dort oben ist etwas großes und bösartiges… das Bösartige ist bis zu einem gewissen Punkt eigentlich normal, aber das… hat Übergröße.«
Ach, machte Epona sorglos, Stimmt, du bist ja ein Sensoriker, nicht wahr? Wo sie es erwähnte... rief sie ihren eigenen Spürsinn wach, der mit dem Sennin-Modus einher ging, und erfasste, dass der Assistent sie gerade mit seinem Sensor fokussierte. Gefällt dir, was du siehst?, fragte sie schnippisch, hob den Blick zum Dimensionsriss und verengte die Augen, um ebenfalls einen sensorischen Blick in das Unbekannte zu werfen. Man merkte wohl recht deutlich, dass sie es nicht gewohnt war, mit Spürsinn arbeiten zu können.
Was sie erspürte, war... undurchsichtig, grob gesagt.
Übergröße kann ich wohl bestätigen, ja, murmelte sie, Fingerzeichen schließend. Du passt mit auf das Mädchen auf? Freundlich von dir. Sie grinste böse, während sich Doton als Staub von ihren Händen löste, sich auf Kniehöhe sammelte und eine frei schwebende, offenbar stabile Platte formte. Wehe, wenn nicht. Denn sonst teste ich mal aus, was passiert, wenn ich dir an deinen Stengel greife. Schon Naganis Chakra hat dir... nicht unbedingt Freude bereitet, wie mir scheint. Möglicherweise ist mein eigenes Chakra, so wie es jetzt ist, noch etwas drastischer.
Sie trat auf die Erdplatte, stieß sich davon ab, sprang in die Höhe - und die Platte verwandelte sich in Staub, der von Wind getragen hinterher eilte, um sich erneut zu verfestigen, wieder als Trittstein genutzt zu werden und erneut in pulverisierter Form hinterher zu jagen.
Epona schoss durch den Riss.

Im Reich des Sumpfes und der riesigen Insekten unterhielt sich Eponas Kagebunshin weiter mit Masao.
»Dein Original. Interessant. Nein. Vergiss das. Vorhersehbar, denn du als Bunshin besitzt kaum die nötige Stärke – obwohl ich überrascht bin, dass ein einfältiger Bunshin bisher überleben konnte. Wohl durchdacht, das muss man deinem Original lassen.«
Die Bunshin kniff leicht die Augen zusammen, wie sich auch die Augen des Wissenschaftlers verengten. Das... werte ich als Kompliment, entgegnete sie bedächtig, als wäre sie sich nicht ganz sicher, wie man die Worte ihres Begleiters auffassen durfte oder sollte. Von seinem abschätzigen Blick ganz zu schweigen.
»Gut, das ist sehr schön. Wenn der Plan nicht klappt, kann ich deine Enttäuschung auflösen und mich selbst der Säure bedienen, deren Bekanntschaft du so missen musstest. Tch.«
Als Bunshin mochte die Doppelgängerin das Wort ´Auflösen´ nicht sonderlich. Anders gesagt, man könnte diese Wortwahl als Drohung interpretieren.
»Es ist mir außerdem scheißegal, wen du beschwörst, Frau. Hauptsache du tust es bald und verschwendest nicht weiter meine Zeit. Ich habe dich als nützliche Begleitung mitgenommen, nicht als Fußabtreter… Wobei. Ich könnte dein Original auch empfangen und in den Rachen dieses Dinges werfen, während ich mir hole, wozu ich gekommen bin. Ah!«
Nun ist es etwas... offensichtlicher eine Drohung.
Eees..., sprach sie sehr langsam, ... ist Euch bewusst, dass ich kein Lakai-...
»Ah!«
Was nun wieder? Die Doppelgängerin spähte hoch, auf einen Schmetterling. Einen Schmetterling in Hundegröße. Oh, na wunderbar.
Derweil sprach Masao weiter, und der Doppelgängerin wurde bewusst, dass es ziemlich zwecklos wäre, mit dem Wissenschaftler über Benimmregeln in Gegenwart von Bunshin und der Abwesenheit von Originalen zu debattieren. So, wie man vor einem Bunshin nicht über das Original lästert, plant man vor einem Bunshin auch nicht das In-Rachen-werfen des Originals. Ach, egal. Stattdessen lauschte sie seinen Ausführungen bezüglich des Nebels. Und witterte die Chance, etwas tun zu können.
Eine Theorie, die sich prüfen lässt, sprach sie und schloss Fingerzeichen, wobei sie etwas schnippisch hinzufügte: Ich bin zwar nur ein Bunshin, aber ein wenig kann ich trotzdem. Yurei no jutsu: Daisan no te.
Chakra wirbelte von der Bunshin fort, jagte über den Ast, auf dem sie standen, und bildete aus toter Rinde und Staub eine frei in der Luft schwebende Hand, welche sich im nächsten Moment auf den Weg nach unten machte. Wie ein kleines Geschoss schwirrte sie auf den Nebel zu.
Die link Hand der Doppelgängerin war derweil schlaff geworden und hing offenbar nutzlos herunter.
Die Chakra-Hand erreichte den Nebel, drang ein... und rief eine Fontäne aus Säure hervor. Und schon war die Hand nicht mehr. An der echten Hand der Doppelgängerin entstand allerdings kein Schaden, als das Leben in diese Gliedmaße zurückkehrte. Offenbar Theorie bestätigt, stellte die Bunshin fest.

Derweil erreichte das Original den sumpfigen Ort, hielt auf ihrer in der Luft stehenden Erdplatte inne und bewunderte die Szenerie. Urzeitlich, stellte sie fest. Es war der gleiche Eindruck, den auch schon der Bunshin gehabt hatte - natürlich, was auch sonst. Eponas Blick und Spürsinn fiel sogleich auf den massiven Berg, von Nebelschwaden umspült. Da sich die Doppelgängerin noch nicht aufgelöst hatte, wußte sie nicht, dass sich dieses... Ding wirklich bewegte. Was sie aber wußte, war, dass es Chakra dünstete. Es war ganz offenbar kein Sumpfhügel.


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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Mo Nov 21, 2016 8:29 pm

Man nehme einen Wurm. Einen Wurm, der sehr – wirklich seeehr – viele Zähne besaß und außerdem sehr schüchtern war. Dieser Wurm fristete sein Leben tagein tagaus im gleichen, tristen Sumpf. Bewegte sich unter Wasser, schwamm vor sich hin und zerfleischte hier und da einmal ein Lebewesen. Bei sich hielt der Wurm das für nichts Besonderes, doch fragte er sich tatsächlich, ob sein Leben einen höheren Zweck hatte. Einen höheren, sehr philosophischen Zweck. Oder war die Frage nur philosophisch? Im Endeffekt war es egal, denn er wusste immerhin, dass er existierte. Nur fragte er sich, welche Kraft ihn genau in diesem Umfeld existieren ließ. Der Wurm—»Gäääääänseblümchen! Wach…. AUF Schreie. In seinem Ohr. An seinem Ohr? Es hieß an, oder? Langsam dämmerte ihm, dass er Kopfschmerzen hatte. Ein leichter Luftzug fegte über sein Gesicht. Nur vorsichtig und unter großer Anstrengung konnte er die Augen öffnen, die schweren Lider heben, die sich doch so sehr bemühten, ihren Dienst zu quittieren. Federn. Er sah riesengroße Federn. Sie wurden in der Luft über ihm geschwungen. Assistent A blickte zu Assistent R und Assistenten drei und acht sahen doch tatsächlich ein wenig erleichtert aus. »Ich…. Was…«, stammelte Gänseblümchen. »Da brat mir doch einer ein Huhn…« »BLASPHEM--« Die Stimme erstarb. »Dich hats doch tatsächlich umgehauen.« Gänseblümchen blinzelte. Blinzelte mehrmals. »Keine Sorge. Du warst nur ein, zwei Minuten K.O.« Ausgeknockt. Warum…? Ah, er wollte das Mädchen--- »Nagani-San? Sind Sie in Ordnung?!«, rief er. Hechtete hoch…. Und schlug seinen Kopf am Bunsenbrenner an, der doch tatsächlich an der Tischkante stand und frech auf ihn hinunter gegrinst hatte. »Auweia… Nun fängt er schon wieder an…. Erst diese Drohung mit Chakra und Stengeln… und dann sowas… tztztz…«

An anderen Orten zerfetzte ein nicht ganz unbedeutender und wahrlich nicht philosophischer Wurm gerade eine dritte, nicht wirklich körperliche, Hand. Masao zog die Stirn kräftig in Falten und rümpfte die Nase. Er hatte auf Anhieb Recht behalten. »Das ist enttäuschend. Absolut enttäuschend Wie langweilig. Wie… unwissenschaftlich. »Ich weiß ja, dass ich genial bin, aber dieses Individuum hat seine Karten viel zu leicht auf den Tisch gelegt. Es ist so simpel Kopfschüttelnd breitete er die Arme aus, wobei er einem kleinen Äffchen, welches gerade neugierig unter einem Blatt hervorgelugt hatte, seinen Handrücken ins Gesicht schlug. Äffchen sah Sterne und begab sich wieder in sein Blätterbett. »Pah!« Kurz schnaubte der Forscher, stemmte die Hände in die Hüfte – hielt inne. Hielt inne und kniff die Augen zusammen, war dort unten doch etwas gewesen. Am Dimensionsriss – oder irrte er? Nein! Er irrte nie! »Ich glaube, deine konstruktivere Variante ist angekommen… und deutlich effizientere. Du bist aus meinem Dienste entlassen.« Wahrlich…. Nein, er scherte sich wirklich nicht um die Etikette bei Bunshin.
Genau genommen schämte er sich so wenig um die Etikette bei Bunshin, wie sich der Wurm auf die Höflichkeitsfloskeln verstand. Beispielsweise hieß er andere nicht einfach so friedlich willkommen, sondern stieß erneut einen ohrenbetäubenden Schrei aus, der sich diesmal so anhörte, als ob Messer an Schiefertafeln entlang glitten. Oh ja, es hörte sich schrecklich an. Wirklich, es tat in den Ohren weh und wenn man sich im Nahkampf befunden hätte, hätte es einem wohl das Trommelfell zerrissen. Für Masao vermutlich nicht das erste Mal, kein sehr schöner Gedanke. Ja. Dieses Ding war laut. Es war berechenbar und…. Doch vollkommen neuartig. Immerhin das blieb eine famose Sache. Er musste es analysieren, vielleicht konnte er es verbessern. Seine Eigenarten nutzen. Beispielsweise könnte er… Wurm ließ sich nicht erneut bitten. Wurms Nebel erreichte in diesem Moment wohl das blonde Original und entschloss sich, dass es doch einmal gut wäre, Säure in alle Richtungen zu spucken. Einfach, weil es konnte – oder war der Wurm intelligent? War der Schrei in Wirklichkeit so etwas wie ein Würgegeräusch des Wurms gewesen? Vermutlich würde den Schaulustigen noch etwas Zeit bleiben, dies genauer zu erforschen. In diesem Moment jedoch, hörte man etwas durch die Luft fliegen. Leckere, klebrige und extrem gefährliche Säure, welche man lieber nicht abbekommen wollte.
Masao kniff die Augen zusammen, als der Schrei verstummt war, richtete seinen Blick auf den Nebel und tatsächlich zeichneten sich darin schnelle Schatten ab. Alarmiert – oder vielmehr begeistert – riss er die Augen auf, grinste und machte Fingerzeichen. Im nächsten Moment klatschte er beide Hände aufeinander, woraufhin sich die weiße Schicht an seinen Unterarmen löste und nach vorn schlug, ein Netz bildete. Ein Netz, welches in seiner Masse dicht genug war, die Säure zu sprenkeln. Somit bekam Masaos Haori nicht einen vollen Klecks ab, sondern zumindest wurde er nur löchrig ruiniert. Gut. Ruiniert. Genau genommen fraß sich die Substanz durch, doch Masao war viel zu fasziniert davon, als dass er die Kleidung sofort auszog. Stattdessen drehte er sich triumphierend zu dem Duplikat um. »Stell dir vor, du machst hieraus Bomben! Die Wirkung wäre verheerend, insofern du sie als normale Rauchbomben tarnst! Ich muss eine Probe davon haben! Ich muss wissen, woher es kommt. Ich muss es auseinandernehmen und analysier--« Er kniff ein Auge zusammen und verzog die Mundwinkel. Dann sah er auf seine beiden unter dem Haori nun eher gebräunten Unterarme, während die Masse hinter ihm langsam zurückfloss. Schmerzen. Es waren Schmerzen. Er spürte Schmerzen, die ihn nervten. Wie überaus hervorragend! Das hieß, diese Säure war perfekt! Sie war stark! Sie war… ein böses Werkzeug. Innerlich lachte er, während er den Haori auszog und einfach zu Boden fallen ließ. Dann rieb er sich die feingliedrigen maskenfreien Hände aneinander und grinste umso mehr. Vermutlich hätten die Assistenten geschrien. »Auf zu deinem Original. Und her mit der Theorie. Ich erwarte nur noch Erfolge. Dieser Wurm wird seziert.«

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Yamanaka Epona
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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Sa Dez 03, 2016 4:43 pm

Die Assistenten erlebten wohl des Öfteren gewisse Offenbarungen. Zum Beispiel die Erkenntnis, dass es höhere Wesen als sie gab, denen sie einfach nur zu egal waren, um von ihnen ausgelöscht zu werden. Gerade mochte "Gänseblümchen" etwas in dieser Art durchleben. Nagani hatte keinerlei Vorstellung von dem, was der Blumentopf-Assistent vernommen haben mochte. Soweit sie es verfolgen konnte, hatte Epona zumindest nichts weiter Greuliches getan, als böse Sprüchlein zu klopfen.
Mir? Mir gehts bestens, erwiderte sie hastig, als sich der Assistent nach ihrem Wohlergehen erkundigte - aus offenkundiger Panik heraus - und im nächsten Moment einen neuerlichen Unfall hatte. Sie trat zögernd näher. Aber Ihnen geht es wohl nicht so gut. Sie tat, was auch eine gewisse andere Nadeshiko-Kunoichi sehr häufig tat, und griff in ihren Ausschnitt, der traditionsgemäß ein Geheimfach beinhaltete. Sie holte einen Apfelkern hervor, leitete Chakra hinein und verwandelte ihn in einen Apfel. Bitte.

Von einem grauenerregenden Aufschrei begrüßt. Epona wurde nicht zum ersten Mal auf diese Weise willkommen geheißen. Dass auf das Gebrüll direkter Schleimbeschuss folgte, war dann aber doch... na, grenzwertig.
Geistesgegenwärtig und halb taub ließ sich Epona nach hinten kippen - die kleine Erd-Plattform, auf der sie stand, kippte fügsam mit und stellte sich nun als Schild auf, welches die Säure fleißig aufsog. Einen Moment später fraß sich das ekelhafte Zeug jedoch schon durch die Erdschicht. Epona blickte nach "unten" und bemerkte diese Misslichkeit, und mit einem Fluch stieß sie sich ab, ließ das Erdbrett zerfallen und schuf ein Neues, indem sie kräftig ausatmete und Erde schnaubte. Ganz, wie es sich für Doton-Nutzer gehörte, ne? Schliddernd beförderte sie sich etwas auf Abstand, während ihre Ohren klingelten und der Spürsinn ihr allerlei Getier vermeldete, welches sich offenbar in diesem Tümpel befand. Als etwas aus einer Welle heraus nach ihr schnappte, fühlte sie sich ungut wie eine Libelle über einem sommerlichen Teich.
Besser hochziehen.
Sie schwebte in die Höhe, sorgsam den nebelumtosten Klotz von Hügel-Monster im Auge behaltend. In wenigen Momenten würde sie auf Masao treffen.

Masao malte sich derweil aus, was man mit der Säure anfangen konnte. Ein wahrer Wissenschaftler war man eben erst, wenn man seine neueste Entdeckung zu einer Waffe umfunktionierte.
Ohne Zweifel, entgegnete der Bunshin gedehnt. Dass Masao sie nicht allzu voll nahm, motivierte sie nicht gerade dazu, auf den eifrigen Redefluss des Wissenschaftlers einzugehen... doch dann zuckte sie zusammen. Weil er seinen Haori ablegte. Sie zuckte so heftig zusammen, dass sie sich auflöste.

Kurz darauf kam Epona, im Schwebeflug, ins Taumeln, als die Erinnerung bei ihr einschlug.

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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Mo Feb 27, 2017 5:45 pm

Wie kam es eigentlich, dass man tagein tagaus in diesem Hause von Drohungen umgeben war? Erst ein Stuhl, dann der Bunsenbrenner, dann sezierfreudige Grinsekatzen (die bloße Gebilde seiner armen Einbildung waren, die dem Alltag entfliehen wollten) und schlicht und einfach der pure Wahnsinn, der ihn aus allen dunklen Ecken angaffte. Nur, um ein Stück seines Verstandes zu kosten. Dabei hatte Gänseblümchen-San wirklich nur einfach ein guter Mitarbeiter sein wollen. Von Anfang an. Ja, er hatte sich reingekniet und hier und da sogar diverse Mängel an seinem Arbeitgeber übersehen – wie beispielsweise Arbeitsschutz, Mitgefühl, einen gesunden Menschenverstanden und so weiter. All das, nur um seine Arbeit genießen zu können. Wirklich. Er hatte sich Mühe gegeben und nun… nun fand er sich wieder vor dieser großen Tür, auf der Realität stand und die er nur öffnen musste. Gedanklich. Hinter ihr wären Waffen des Widerstands, Schilde der Vernunft, Erklärungen der Menschenrechte. Aber konnte er sie öffnen? Er wusste es nicht, fühlte sich doch so unsagbar klein. »Das… ist alles sehr verwirrend…«, murmelte er. Sehr verwirrend. Wie immer. Aber er versuchte diese Verwirrung meist zu ignorieren und tat einfach so, als ob alles ganz normal und ganz einfach wäre. Nur manchmal, wenn ihm doch jemand mal ein festes Brett auf den Kopf knallte und ihn seines Verstandes beraubte, so sah er diese Tür. Diese Tür, die so vieles bedeutete und… Jemand hielt ihm einen Apfel vor. Einen sehr schönen, saftigen, roten Apfel. Gänseblümchen-San hatte gar nicht gemerkt, woher dieser Apfel gekommen war oder weshalb es ihn gab, doch ihn umgab eine Aura von jenem wünschenswerten Mitgefühl. Oder von Akzeptanz. »Ah! Eine Träne! Gänseblümchen! Alles wird gut! Wir haben dich gerettet!« »Äh… gerettet? Vor was denn, bitte…«, murmelte eine zweite Stimme sehr fragwürdig – verstummte jedoch im nächsten Moment wieder. In Gänseblümchens Gedanken verpuffte die Tür und er nahm den Apfel dankend entgegen. »Das ist wirklich… sehr zuvorkommend… Haben Sie vielen Dank, Nagani-San.«

Währenddessen starrte Kuroreiki Masao – berühmtester Verfechter jener Tür, sicherlich – auf das Wölkchen, dass sich da vor ihm gebildet hatte. Ein Wölkchen, dass ehemals das Anhängsel seiner Erkundungstour in diesem übergroßen Reich gewesen war. Verpufft war sie. Einfach so. Ohne seine Erlaubnis! Der Forscher schnalzte missbilligend mit der Zunge – ignorierte vollkommen, dass der große Wurm alles daran setzte, das Original mit seiner Säure zu pulverisieren. Stattdessen wurde sein Blick von einem der Schmetterlinge abgelenkt, der in diesem Moment nicht weit entfernt auf einem breiten Ast landete und… Masao blinzelte und verengte die Augen zu Schlitzen. Eine Blüte. Auf dem Ast war doch tatsächlich eine große Blüte, die ihn angezogen hatte. Folglich könnten die Bäume als Lebensraum dieser großen Falter dienen. Oder vielmehr als eine Erweiterung ihres Lebensraumes. Wenn er da so an den großen Wurm dort unten im Wasser dachte… Zurück zum Text.
Zusammengefasst hatte er herausgefunden, dass der Nebel so etwas wie das Sichtfeld des Wurmes markierte. Über dieses nahm der Wurm andere Chakren – also Personen – wahr und konnte seine Angriffe im Nebelfeld unglaublich genau koordinieren. Oder einfach einen Rundumschlag machen, was deutlich weniger Intelligenz benötigte. Unter Umständen kündigte er weiterhin seine nächste Säureattacke mit einem lauten Schrei an, das Menschen in direktem Umfeld wohl das Blut aus den Ohren hervorlocken konnte. Die Säure an sich wiederum war hochgradig gefährlich, wenn sie ihm bereits Schmerzen zufügte. Folglich bot sie ein sehr interessantes Versuchsobjekt und barg für ihn zahlreiche Einsatzmöglichkeiten, hantierte er doch ohnehin gerne mit Giften. Vielleicht konnte sie sogar dem ein oder anderen ‚Opfer‘ auf die Sprünge helfen, litt es denn gerade unter einer Art Erinnerungsverlust.
Gut. Er musste an Speichel, Lunge, Zahn und sonst was von diesem Wurm dran kommen. Wenn es lebte. Wobei sie es auch gleich töten konnten, dann müsste er es nur im Hier und Jetzt sezieren. Fraglich war allerdings, wie lange der Dimensionsriss das aushielt. Am besten war also—Masao wurde in seinem Gedankengang unterbrochen, als das Original auf ihn zugeflogen kam. »Das wurde auch Zeit. Denkt die Welt denn, dass ich mich ewig mit Banausen beschäftigen kann? Also wirklich.« Die Hände in die Hüften stemmend hob er eine Augenbraue, beobachtete das Original… als es doch auf einmal taumelte. Aha. War er denn nun von Unfähigen umgeben? Ohne Zweifel musste es vom Bunshin kommen, der sich aufgelöst hatte. Ohne Zweifel.
Würmchen im Sumpf gab wieder Geschrei von sich, offenbar alarmiert. Ob gut oder schlecht, schien in diesem Fall relativ, denn für sie beide hatte es wohl die gleiche Bedeutung. Masao sah auf das Ungetüm hinunter und streckte abwesend die Hand zum Original aus – als ob er bei der Landung behilflich sein wollte. In Wirklichkeit winkte er sie aber heran und bedeutete damit eine Eile. Das Ungetüm bäumte sich auf. Langsam. Allmählich. »Offenbar sieht es uns als Eindringlinge oder Fressen. Leckeres Fressen, hat es doch dein wunderschönes Chakra kosten dürfen.« Es klang sarkastisch – vielmehr wie ein »Mal wieder gut gemacht.«. »Ich würde einen Tipp abgeben und sagen, dass uns gleich die nächste Welle von Säure trifft, wenn es darauf bedacht ist, uns einfach irgendwie…« Masao hielt im Satz inne, sein Blick glitt auf den Haori, der gerade „zu Ende“ dampfte. »Weg. Siehst du die hohe Baumkrone dort hinten? Los.« Mit diesen Worten machte er eine Handbewegung und im nächsten Moment saß er auf seinem kleinen ‚Sockel‘ aus Fuuton-Chakra in der Luft, darauf bedacht, zu jenem Ziel zu gleiten. Dort angekommen würde er Epona wohl über ihre Gedanken bezüglich des großen Kolosses ausfragen.
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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   Fr März 03, 2017 3:53 pm

Eine Dimension mit zahlreichen, unmöglichen Anblicken. Das gilt für alle Kreaturen gleichermaßen, so dachte Epona, Für die Tiere und auch die Menschen. Wobei sie Masao bislang nie wirklich als... Mensch klassifiziert hatte. Doch offenbar war er einer, und zwar... nun ja.
Die blonde Kunoichi spürte, dass die Naturenergie, welche sie abgeschöpft hatte, allmählich dünn wurde. Sie würde die Schale wieder in den Strom halten müssen, um auf Leistung zu bleiben. Gerade in diesem Moment schien es jedoch keine gute Idee, sich auf der schwebenden Erdplatte zum Meditieren niederzulassen, und so begab sie sich auf Abstand, von zerfallender Plattform zu neu gebildeter Plattform springend. Dabei wandte sie sich von dem Monster ab - dank des Spürsinns hatte sie den Wurm gewissermaßen noch immer im Blick - und hatte im nächsten Moment schon Masaos missgestimmte Worte im Ohr.
»Offenbar sieht es uns als Eindringlinge oder Fressen. Leckeres Fressen, hat es doch dein wunderschönes Chakra kosten dürfen.«
Sie starrte ihn an und rollte mit den Augen. Ihr lag besserwisserweise auf der Zunge, dass das Naturchakra generell überall um den Wurm und sie alle herum war und ihr Chakra deswegen gar nicht besser schmecken könne. Dann dachte sie an die veraltete Metapher vom Eremiten-Modus, der wie ein Eis wäre, das man mit Minze verfeinert hatte. Vielleicht veränderte abgeschöpftes Naturchakra ja doch seine Geschmacksrichtung?
»Ich würde einen Tipp abgeben und sagen, dass uns gleich die nächste Welle von Säure trifft, wenn es darauf bedacht ist, uns einfach irgendwie… Weg. Siehst du die hohe Baumkrone dort hinten? Los.«
Epona sah die Krone, nickte knapp und schnellte darauf zu. Höhe gewinnen, Abstand vergrößern, ein immer schlechteres Ziel bieten.
In der Baumkrone setzte Epona auf, landete halbwegs elegant und seufzte tief. Dabei inhalierte sie in einem kräftigen Atemzug die modrige Luft und verbiss sich mühevoll ein Husten. Sie war fast versucht, ihre eigene Atemluft aus Fuuton zu erschaffen, verzichtete dann jedoch auf diesen Luxus. Stattdessen nutzte sie den Spürsinn, um Masao zu lokalisieren und ein telepathisches Band zu ihm zu knüpfen. Dann legte sie die Hände vor dem Unterleib zusammen, senkte das Kinn und vertiefte den Körper in eine meditative Haltung. Sie schloss auch die Augen, deren rötliche Umkränzung inzwischen stark geschrumpft war.
Kaum in der neuen Welt, begegnet uns ein beachtlicher Brocken von einem Wattwurm als Begrüßungskomitee, hm? Die Stimme erklang direkt in Masaos Geist. Eine sehr lebendige Dimension, das gebe ich zu. Überall krabbelt und schwimmt und summt es. Ihre Mundwinkel zuckten leicht, ehe sie fortfuhr: Deinen Haori hat offenbar die Säure gefressen. Bist du ansonsten... unverletzt? Sie hatte ja hingeguckt, war aber nicht wirklich in der Lage gewesen, Masaos Körper so... rational zu betrachten.

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BeitragThema: Re: [Epona & Masao] Die Abmachung   So März 19, 2017 4:21 pm

Die Baumkrone war nicht mehr fern, als Masao durch die Luft zurückblickte auf den Nebel. Den Nebel, der gerade jenen Baum erreichte, welchen sie zuvor ihren Zufluchtsort genannt hatten – gewollt oder ungewollt. Wäre noch etwas von ihnen übrig, würden sie nun mit Sicherheit von Säure verätzt werdet. Verätzt. Es war nicht gerade ein Ende, welches jemandem wie ihm gebührte. Nein, vielmehr würde er entweder mit einem großen „Knall“ sterben, oder aber ein gewisses Geheimnis erkunden. Generell hatte sich Masao jedoch nie so wirklich mit seinem eigenen Tod beschäftigt. Eigentlich ging er sowieso immer davon aus, zu überleben und etwas, was andere Risiko nannten, war ihm fremd. Mehr noch, für ihn war Risiko ein kalkulierter Plan und wer bitteschön, könnte das besser als er? Niemand sollte sich über ihn erheben und wenn es doch mal eng kam, dann war er nicht so dumm, auf einen Kampf einzugehen. Nein, nein. Das wäre höchst dumm.
» Kaum in der neuen Welt, begegnet uns ein beachtlicher Brocken von einem Wattwurm als Begrüßungskomitee, hm?« Masao hob den Kopf an und blickte wieder nach vorn, um festzustellen, dass seine Begleitung die sichere Baumkrone wohl bereits erreicht hatte. Natürlich hätte er sich auch sehr beeilen können, aber wenn er das tat, dann verlor er bisweilen die Chance, etwas vielleicht nützliches oder Interessantes zu beobachten. Daher glitt er nicht schnell durch die Luft, sondern wohl bedacht. Bei Eponas Wortwahl rümpfte er die Nase. [color=slategrey]»Du solltest dir angewöhnen, manches mit einer gewissen Distanz zu betrachten. Oder ich schaue dabei zu, wie die Säure dir gewisse Gesichtspartien versetzt – ob du dann noch summen kannst?« Masao flog eine Kurve in der Luft und kam gegen Ende fast zum Stillstand. Der Nebel lag in größerer Entfernung und es war fast so, als wollte er sich zurückziehen – zumindest könnte man das annehmen, wäre da nicht im nächsten Moment ein lauter Schrei gekommen. Der Forscher kniff bei diesem schrillen Laut die Augen zusammen, konnte aber auch sagen, dass der Laut anders klang als zuvor. Nicht herrisch oder gebieterisch, sondern vielleicht eher warnend? Alarmiert? »Alarmierend.«
Es war nur ein Wort, welches der Maskenträger ausspuckte. Und es verging vielleicht eine Sekunde als es unter ihm zu Blubbern begann und im nächsten Moment etwas die Wellen deutlich aufpeitschte. Man sah einen Körper, Masao ließ sich fallen – und ein kleineres Tier sprang mit offenem Mund über ihn hinweg. Er hatte es nicht mehr weit zu Epona, daher entschloss er sich für einen Sprint. Nur dumm, dass er sich nun nahe der Wasseroberfläche wieder gefangen hatte. Nahe der Wasseroberfläche, was bedeutete, dass er eine leichte Beute war. Eben dies schienen nämlich auch die Kindeswürmer der großen Platzverschwendung zu denken. Zwei solche tauchten nämlich direkt in seiner Flugbahn auf, sodass er sie nur knapp noch umrunden konnte – wobei sie ein paar Tröpfchen auf seinen Unterarm sprenkelten. Masao reagierte schnell und riss sich den schwarzen Ärmel ab, ehe die Säure ganz durchdringen konnte. Durch die Kurve war er nun weiter von Epona weg, doch das machte nicht viel aus. Masao gewann wieder an Höhe und hörte schon – nun hinter sich – neue Würmer auftauchen. Der Forscher formte Fingerzeichen, woraufhin ein weißes Geflecht entsprang. Normalerweise war es eher klein und diente zur Bestrafung von vorlauten Kommentaren, doch nun war es nicht nur fein, sondern auch deutlich größer. Genau genommen so groß, dass er – bedauerlicherweise – auch Masse aus seinem Gesicht entfernen musste. Etwas, was er absolut verabscheute und was seine Laune nur noch verschlimmerte. Zudem sie ihm auch noch den Hut in der Eile vom Kopf gefegt hatten!
Das Netz war zwar durchlässig, doch von der großen Masse konnte er sich mit einem großen Schwung entfernen. Um nicht weiter Ziel des Angriffes zu sein, warf er zudem nach ein paar Metern drei Rauchgranaten, die so seine ‚Flucht‘ tarnten. Letzten Endes kam er ein wenig „gezeichnet“ bei seiner blonden Begleitung an, fehlte ihm doch im Gesicht größtenteils die Maske, von der nur noch kleine Bestandteile übrig waren und zudem einer seiner Unterarme auch von Kleidung auf eine zerrissene Art und Weise befreit war. Die blauen Haare schimmerten leicht von aufgepeitschter Nässe, während er sich ein Glühwürmchen vom – dunkler als vermutlich erwarteten – Arm schnippte. Er sah zu Epona. »Unverletzt scheinbar schon – es sei denn, im nächsten Moment hab ich keine Haut mehr auf dem Rücken.« Kurz fuhr er sich prüfend mit der Hand an den Rücken – kleinere Mengen musste er ja nicht unbedingt spüren -, doch die Kleidung schien zumindest dort in Ordnung zu sein. Die Nase rümpfend wischte er sich ein paar nasse, tiefblaue Strähnen aus dem Gesicht. »Ich sollte sie alle sezieren und von meinen Assistenten rösten lassen. Beides bei lebendigem Leibe. Und dann verfüttere ich ihre Eingeweide an…« Masao unterdrückte die Zornesfalte, was jedoch die Finsternis auf seinem Gesicht nicht minderte. Er war wütend. Eindeutig. »Auch unverletzt?« Eine klaue Pause folgte, in welcher er seinen Blick nach oben schweifen ließ und dann zu ihrer rechten. Dort hinten konnte man etwas massives erkennen, vielleicht ein noch größerer Baum. Gleichsam flogen dort jedoch einige Schmetterlinge hin. »Gut. Wenn der Wurm nochmal schreit, könnte ich mich in seinen Mund begeben und ihm die Zunge rausschneiden. Ein Zahn ist mit ein wenig Kraft schnell gebrochen. Oder herausgesprengt. Andernfalls könnten wir uns auch ein kleines Exemplar holen und es im Labor heranzüchten. Das erscheint mir sogar eine gute Idee zu sein… Aber Zunge und Zahn des großen – und gerne noch mehr – benötige ich trotzdem für Nachforschungen…. Einer meiner Assistenten könnte hineinkrabbeln…« Er schnitt eine Grimasse. »Vorhaben? Pläne? Ich hab nicht ewig Zeit.« Masao blickte wieder hinunter und verschränkte die Arme vor der Brust, als überlege er. Dabei nahm er natürlich gegebenenfalls keine sonderbaren Blicke wahr.

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