Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)

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BeitragThema: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   Fr Jun 03, 2016 8:49 pm

Szene 1
9 Jahre zuvor
-Wurzeln-

"Du bist ja schööön", murmelte Harukaze vor sich hin. Sie befand sich im Wohnviertel Konohas, das Haus ihrer Eltern war nur einen Katzensprung entfernt, aber sie hatte noch keine Lust nach Hause zu gehen. Das Abendessen konnte warten, und wahrscheinlich tischte ihre Mutter wieder ein Fertiggericht auf, weil sie zu faul war Gemüse zu schneiden und anzubraten. Daher saß die 8-Jährige mit den kurzen, dunkelblauen Haaren in der Hocke am Straßenrand und vertrieb sich relativ belanglos die Zeit. Sie war heute eigentlich zu Besuch bei ihrem Großvater gewesen, der ihr wieder einmal gezeigt hat, dass die Welt der Insekten wunderschön sein kann. Wie auch immer hatte er einen Nashornkäfer aufgegabelt. Welch Wortwitz, das Tier hatte selbst eine gewaltige Gabel an der Nase gehabt. Und nun kauerte Haru hier mit einem hellgrünen Käfer in der Hand. Er hatte Pastellstreifen, bewegte sorglos seine Fühler hin und her und setzte einen Moment später zum Abflug an. Das Mädchen blinzelte fasziniert, hörte das sanfte Flattern und sah das Tier schließlich Richtung Sonne schweben. Dann richtete sie sich auf und sah sich kurz um, ob sie noch irgendwo ein Insekt am Körper hatte, doch alles was sie gesammelt oder von Opa auf die Nase gesetzt bekommen hatte, frönte seiner Leben anderswo. Daraufhin wurde ihr langweilig, doch es war auch schon nach 5 Uhr, sodass es sich nicht mehr lohnte irgendwo zu klopfen. Die Freundinnen ihrer Schwester waren alle doofe Akademisten, die gerade mal das erste Fingerzeichen auswendig konnten. Wenn sie dann aber alleine vor ihr standen, bestaunten sie immer die Ältere. Sobald die Schwestern aber zusammen irgendwo auftauchten, ging es nur darum wer der Coolste war.
"Na was soll's. Sei Du selbst, denn alle andere gibt's schon!" Dann fiel ihr Kazumi ein, die gar nicht so weit ab vom Schuss wohnte. Wenn sie sich richtig erinnerte, waren es um die 5 Gehminuten, bei dem alten Yasahada vorbei, der immer mit Pantoffeln warf, wenn jemand es wagte seinen fein geschnittenen Rasen zu betreten. War sie überhaupt Zuhause? War sie noch in der Akademie? Nein, wohl nicht. Um die Uhrzeit fand kein Unterricht mehr statt. Die Sensei waren jetzt alle beim letzten Kaffee oder sprachen darüber mit welchen schwierigen Prüfungsaufgaben sie die künftigen Genin am meisten quälen konnten. Noch war der Abend unbehelligt, Haru für alles offen, was auf sie zukam. Selbst wenn's ihre doofe Schwester war, aber es war definitiv zu früh für Nudeln aus dem Pappbecher heiß gemacht und einfach lieblos abgestellt. So hüpfte sie klischeehaft für ein kleines Mädchen los. Die Straßen waren noch gut einzusehen, nicht verwinkelt, sodass kleine Mädchen sich nicht verliefen. Normalerweise sollte Haru immer um 6 Zuhause sein, aber wer war schon gern brav? Erst nach dem fünften Versuch länger wegzubleiben und zu scheitern entschied man sich doch mal anders. So war sie unterwegs zu Kazumi, allerdings schien das Heim verlassen, nachdem sie angekommen war. Irgendetwas hielt sie davon ab zu rufen oder sich irgendwie bemerkbar zu machen. Sie ging nicht mal an die Tür, sondern starrte die Fenster von der Straße aus an. Vielleicht schickten ihre Eltern sie gleich nach Hause, weil sie wussten, dass Haru zu spät dran war. Oder Kazumi war wirklich in der Akademie. So stand sie ratlos vor dem Pfad, der zur Tür führte.
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BeitragThema: Re: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   Sa Jun 04, 2016 7:55 am

Eigentlich hatte Arisu gedacht, dass der Tag im Großen und Ganzen einfach nur toll werden würde. Klar, sie wusste schon seit heute morgen, dass sie nach einem anstrengenden Tag in der Akademie nach Hause gehen müsste, um ihren Eltern noch beim Aufräumen im Haus helfen musste. Heute stand sozusagen sowas, wie Frühjahrsputz, auf dem Plan. Eigentlich ein Grund, weswegen man sich freuen sollte, so lang wie möglich in der Akademie sitzen zu können. Aber bei Arisu war es eigentlich ziemlich erfreulich. Ihr wurde versprochen, wenn sie ordentlich mithilft, dass sie für ihre Arbeit eine Überraschung bekommen würde. Arisu, mit ihren zehn Jahren, hat sich nicht besonders viel vorgestellt. Vielleicht dürfte sie sich, einen Tag lang, kostenlos, in dem Süßigkeitenladen, in dem ihr Vater arbeitete, den Bauch voll schlagen. Vielleicht würde ihr Bruder sich die Zeit nehmen und mit ihr Trainieren oder vielleicht würde ihre Mutter ihr neues Ninjawerkzeug kaufen.
Dementsprechend war sie sehr erpicht darauf, ihre Aufgabe ordentlich zu machen. Ihre Aufgabe war eigentlich ziemlich einfach. Sie sollte den Boden ein bisschen durchkämmen. Der war vollgemöhlt mit Allem möglich. Alte Unterlagen, Fotoalben und so weiter und sofort. In den zwei Stunden, die sie ungefähr aufräumte, verlor sie sich in ihren Fotoalben und dort fand sie unter Vielem etwas, was ihre Aufmerksamkeit erregte. In einigen Unterlagen fand sie unter Anderem die Blutgruppen. Aus diesen konnte Kazumi herauslesen, dass Ranake und Tsuki Blutgruppe A besaßen und Himiko Blutgruppe 0. Sie selbst hatte bereits ein Bisschen von Blutgruppen gelernt. Alleine auch schon, weil Tsuki sie etwas unterstützte, was so das Lernen von medizinischen Begrifflichkeiten anging. Sie wusste schon sehr früh, was sie unter den Shinobi einmal werden wollte. Und das war Iryonin. Deswegen lernte sie schon sehr früh die kleinen Begrifflichkeiten, die sie trotz ihres jungen Alters schon verstehen konnte. Darunter eben die Blutgruppen und die Möglichkeiten der Vererbung. Aus reiner Neugier sah sie auch bei sich nach. Sie wusste nicht, welche Blutgruppe sie besaß und deswegen wollte sie das nachlesen. Und, was sie laß, versetzte sie schon sehr in Schock. Sie besaß Blutgruppe B und sie musste nicht allwissend sein um zu merken, dass irgendetwas nicht stimmte. Aus Blutgruppe A und 0 konnte kein B entstehen.
Sofort hatte sich Kazumi nach unten begeben und ihre Eltern lautstark zur Rede gestellt. Schnell brach eine lautstarke Diskussion aus, die selbst der noch unerkannte Gast, draußen vor der Tür hören würde. Die Fenster waren angeklappt und dadurch waren Kazumis laute, verzweifelte Worte und die unsicher klingenden Stimmen ihrer Eltern kaum zu überhören. Doch eh man einen richtigen Sinn dahinter hörte, wurde schon die Haustür aufgerissen. Dabei rannte Kazumi beinah in Haru rein. Gerade rechtzeitig konnte sie noch abbremsen und die Jüngere einige Momente entsetzt anstarren. Haru-chan? Ihre Stimme klang unsicher und man hörte heraus, dass ihr beinah zum Heulen zumute war. Schnell schnappte sich Kazumi Harus Hand und zog sie hinter sich her, eh sie das Grundstück verließ. Wir können nicht bei mir bleiben, hauchte sie entschuldigend und ziemlich weinerlich.
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BeitragThema: Re: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   Sa Jun 04, 2016 3:33 pm

Zu dem Versuch sich zu rechtfertigen, wieso Haru vor dem Haus der Natsu stand, kam es gar nicht erst. Sodenn sie gerade noch befürchtet hatte, dass der Lärm, der plötzlich die Wände wackeln ließ, davon kam, dass man für heute keinen Besuch einplant hatte. Dann hätte das Mädchen erwartet, dass Kazumis Mutter vielleicht mit einem erzwungenen Lächeln vor die Tür kam, um ihr bestimmt zu sagen, dass sie nach Hause gehen solle. Temperamentvoll konnte Kimiko durchaus sein, das wusste Haru von den Nachmittagen, an denen die jeweiligen Mütter der Mädchen zu Besuch zusammen saßen und sich super verstanden, weil auch Tsuzune entsprechend ihrer Persönlichkeit ihren Kampfstil gewählt hatte. Mitunter hätten rote Haare besser gepasst anstellte der blauen Mähne. Dann hätte man gleich gewusst mit was für Stimmungskanonen man es zu tun hatte.
Haru war verdutzt davon, dass es in einem Moment noch friedlich und idyllisch war und im nächsten im Haus ihrer etwas älteren Kameradin ein Streit losbrach. Sie verstand noch nicht viel von tiefgreifenden Disharmonien in Familien, was es in diesem Fall sein sollte. In ihrer eigenen Situation war das alles viel zu früh passiert als das sie es hätte emotional wahrnehmen können. Für sie gab es ihren Papa, ihre Mama und den Mann ihrer Mama, der der Papa ihrer Schwester war. Haru war damit so aufgewachsen, hatte sich daran gewöhnt und konnte nur den Kopf schief legen, wenn Eltern sich ernsthaft stritten. Mit 8 Jahren verstand man noch nicht so viel von der Welt.
Kaum einen Augenblick später kam dem Mädchen eine von schlechten Gefühlen durchsickerte Luft entgegen als die Haustür sich öffnete. Umso mehr öffnete Harukaze überrascht die Augen, registrierte, dass es sich um Kazumi handelte und war etwas verwirrt. Sie war unschlüssig, ob sie einfach gehen sollte, weil ihre Gegenwart vielleicht unangebracht war, oder bleiben, weil hier definitiv etwas nicht in Ordnung war. Die Entscheidung wurde ihr abgenommen. Kazumi war gleichermaßen verdutzt, dass die Blauhaarige sich vor ihrem Haus befunden hatte. Des Weiteren packte sie Haru an und bewegte sie hinter sich her, um sie vom Haus wegzubekommen. Sie stolperte unwissend mit, hörte, was Kazumi sagte, aber hatte natürlich keinerlei Ahnung. "Aah- Wa-wa-warte doch! Ich kann nicht so schnell." Die Beinchen versuchten mitzuhalten, bis sie sich wohl genug von dem Haus der Familie entfernt hatten. Im Grunde war Haru nun den Weg wieder rückwärts gelaufen, den sie gekommen war. Sehr effizient, aber es schien hier ja etwas Größeres anzustehen. Etwas aus der Puste entzog Haru Kazumi ihr Handgelenk und blieb an einem hohen, mit irgendeiner Kletterpflanze bewucherten Gartenzaun stehen. Sie ging leicht in die Knie, um sich auf ihnen abzustützen, atmete ein paar Mal tief durch und richtete sich dann auf. Ihr Blick war fragend, von Besorgnis war noch nicht allzu viel zu sehen, weil Kazumi sie regelrecht überfallen hatte. "Was ist los, Kazumi-chan? Sowas habe ich ja noch nie gesehen."
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BeitragThema: Re: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   Sa Jun 04, 2016 5:05 pm

Kazumi wusste gerade beim besten Willen nicht, wo ihr der Kopf stand. Sie war von der aktuellen Situation total überfordert und hatte dementsprechend voreilig das Haus ihrer, scheinbar nicht mehr ganz so leiblichen, Eltern verlassen, ohne ihrer Mutter auch nur noch einmal die Möglichkeit zu geben, sich zu erklären oder Kazumi eben die ganze Wahrheit zu erzählen. Irgendwo hatte Kazumi, jetzt, wo sie wusste, dass es ein Geheimnis gab, Angst, die Wahrheit zu erfahren. Sie fürchtete, dass etwas passieren würde, was sie nicht vorhersehen konnte oder erleben wollte. Eigentlich wollte sie in ihrer Kindlichen Naivität nie wieder auch nur ein Wort mit ihrer Familie wechseln, weil sie fürchten musste, dass, egal was gesagt wurde, Alles Lügen sein würden. KAzumi wusste nicht, ob und wieso sie ihrer Familie noch etwas glauben sollte. Nachdem sie ihren Eltern noch etwas von Lügnern und Verrätern an den Kopf geknallt hatte, stürmte sie aus dem Haus. Tsuki, ihr ‚Bruder‘ war noch unterwegs. Er hatte sich mit Kollegen/Freunden zum Essen verabredet und war dementsprechend noch weg. Stellte sich nur die Frage, wie lange. Und das wollte Kazumi nicht abwarten. Schnell weg wollte sie. In den Wald, an den See, in irgendeine Höhle, es war ihr egal. Hauptsache nur weg von ihren lügenden Eltern und diesem verdammten Haus. Haru war dementsprechend nicht wirklich erwartet gewesen. Hätte Haru noch näher an der Tür gestanden, wäre Kazumi noch in sie gerannt, wäre aber noch schneller weggesprintet, nur, weil sie dann gedacht hätte, dass Haru ihr Bruder sein würde. Aber zum Glück hatte sie Haru noch rechtzeitig erkannt.
Sie packte die Jüngere am Handgelenk. Sie dachte nicht darüber nach, was sie da tat. Einerseits wollte sie zwar alleine sein, andererseits fürchtete sie, dass Haru verwirrt sein würde, von Kazumis Auftreten. Sie wollte nicht, dass Haru eventuell ihre Eltern aushorchte und erfragte, was vorgefallen sei. Also zog sie die Blauhaarige letztendlich hinter sich her. Weit kamen sie nicht, denn Haru war nicht dumm und ließ sich auch nicht so einfach stumm hinter sich herziehen. Das Haru beinah, mehr als einmal fast das Gleichgewicht verloren hatte, hatte Kazumi nicht bemerkt. Ihr ‚Fluchtinstinkt‘ war in diesem Moment einfach etwas größer gewesen. So kam die Blonde auch erst wieder richtig zur Besinnung, als Haru, in Kazumis Augen, ziemlich plötzlich ihr das Handgelenk entzog. Dadurch blieb Kazumi im ersten Moment auch stehen. Sie wagte es nicht Haru anzusehen. Hatte Angst vor ihrer Reaktion und auch, dass Haru sie vielleicht irgendwie als Heulsuse abstempelte. Das traute sie der Jüngeren aber nicht zu. Aber, wie schnell konnten sich Sachen ändern. Vielleicht konnte sich Haru auch nicht in diese Situation rein versetzen. Beide waren eigentlich in sehr schönen Verhältnissen groß geworden. Häusliche Gewalt, Beschimpfungen und Beleidigungen kannten die beiden Mädchen nicht. Darum reagierte Kazumi auch so kopflos. Flüchtend, vor der ungeliebten Wahrheit, biss sie sich ängstlich auf die Unterlippe und wagte es kaum Haru anzusehen. I-Ich… Es tut mir leid, hauchte sie kleinlaut und man musste nicht allwissend sein, um herauszuhören, dass Kazumi kurz davor war, einmal loszuheulen. Für Haru war es also das geringste Problem, den aktuellen Gemütszustand der Älteren zu erfahren. Kazumi war schon immer ziemlich nah am Wasser gebaut und heulte dementsprechend auch ziemlich schnell los. Ich wollte dich nicht überrumpeln, Haru-chan Das stimmte sogar. Sie war selbst ziemlich überrumpelt gewesen, da war es eben keineswegs ihre Absicht gewesen, die Jüngere über den Haufen zu rennen, geschweige denn sie allgemein zu überrumpeln. Es… ist was passiert… Ich scheine gar nicht Hawaru Arisu Kazumi zu heißen…, hauchte sie unsicher und kleinlaut. Meine Blutgruppe stimmt weder mit Himiko noch mit Ranake überein, brachte sie letztendlich heraus, eh sie sich ein leises Schluchzen nicht mehr verkneifen konnte.
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BeitragThema: Re: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   So Jun 05, 2016 1:41 pm

So allmählich blühte es Harukaze, dass hier etwas so ganz und gar nicht stimmte. Sie hatte den Kopf etwas schief gelegt, die Stirn gerunzelt und betrachtete Kazumi aufmerksam. Sie entschuldigte sich für den Überfall, das war für die Blauhaarige allerdings eher von geringerer Bedeutung. Das Ganze musste ja einen Grund haben und es war wichtiger den nun in Erfahrung zu bringen, als ihre Freundin mit irgendwelchen unnötigen Sachen abzulenken. Das wäre ja nur unsensibel und lieblos. Selbst hätte sie auch eine einfühlsame Reaktion erwartet. Man sollte andere ja immer so behandeln wie man selbst behandelt werden wollte. Meistens konnte sie das ganz gut umsetzen. "Alles gut", pflichtete sie deshalb schnell bei. Zumindest zwischen den beiden Mädchen, da sollte sie sich keine Gedanken machen.
Dann veräußerte sie Unsicherheit und wusste wahrscheinlich überhaupt nicht wie sie ihre Fassung behalten sollte. Haru musterte sie genau. Dann ließ sie die Bombe platzen, dass einiges gar nicht so zu sein schien wie sie es alle Jahre lang geglaubt hatten. Ihr Name war gar nicht ihr echter Name? Meinte sie den kompletten Namen oder nur einen Teil? Doch bevor irgendeine Frage aufkam, meinte die Blonde noch, dass die Blutgruppen unterschiedlich waren. Dass es verschiedene gab, hatte Haru mal gehört, aber sie befasste sich weitaus nicht so stark mit dem Thema Medizin und Gesundheit wie Kazumi anscheinend. Sie selbst wusste dagegen nicht einmal wie viele es an sich gab. Fünf? Siebzehn? Drei? Das zu fragen, wäre nun allerdings auch sehr unsensibel.
Haru war selbst nun äußerst irritiert. Sie waren jahrelang, taten es immer noch, im Hause des anderen ein und aus gegangen. Haru kannte Kazumis Eltern und ihren Bruder, Kazumi kannte Tsuzune, Kôjaku und Akizuki. Von Nezumi hatte sie ab und zu mal erzählt bekommen, aber ihn noch nie gemeinsam mit Haru besucht. Das sollte alles auf einer Lüge aufgebaut sein?
"Kazumi", brachte Haru nur kleinlaut heraus und man hörte deutlich, dass sie mit ihr mitfühlte. Ihre Familie selbst war echt, aber sie konnte sich nur zu gut vorstellen wie unglaublich verraten das Mädchen sich nun fühlen musste. Haru richtete sich auf, ging auf die Ältere zu und legte ihre Hände auf deren Schultern. Sie blickte sie kurz mit ihrem einzelnen, sichtbaren Augen an, das vor Mitgefühl schimmerte. Dann drückte sie sie an sich heran und hielt sie einfach nur fest. Sie selbst war sich unsicher, ob das überhaupt half, doch es war die einzige Idee, die ihr halbwegs angemessen erschien. "Weißt du-", begann sie ganz leise während der Umarmung. "Wenn du es mir erzählen willst, bin ich da. Ich höre dir zu." Anschließend ließ sie die Spannung aus den Armen und drückte sie sanft von sich, um ihr wieder ins Gesicht schauen zu können. Dabei hielt sie aber Kazumis Hände bewusst fest, damit sie sich nicht allein gelassen fühlte.
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BeitragThema: Re: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   So Jun 05, 2016 2:50 pm

Wäre diese ganze, aktuelle Situation nicht so ein Schock für sie, dann würde sie sich wirklich stolz auf die Schulter klopfen, dass sie schon nicht angefangen hatte, loszuheulen, während sie noch mit Kimiko und Ranake ‚gesprochen‘ hätte. Geschrien hätte es besser getan. Außerdem konnte man es auch nicht Gespräch nennen. Immerhin war Kazumi fünf Sekunden, nachdem sie ihrer Verständnislosigkeit und ihrer Trauer Luft gemacht hatte, aus dem Haus gerannt. Sicherlich hatten Kimiko und Ranake die Worte erst einmal zu verdauen. Egal, was die Wahrheit war, vielleicht hatten die Beiden es einfach nie geschafft, ihr die Wahrheit zu sagen. Oder in ihren Augen könnte es auch sein, dass sie einfach zu klein und viel zu jung war, um diese Situation zu verstehen. Schnell versuchte Kazumi mit ihren Gedanken von ihren Eltern wegzukommen und Haru half ihr da unwissenderweise besonders. Alleine, weil sie ihre Stimme erhob, riss sie Kazumis aufmerksamkeit auf sich. Es wäre schlimm gewesen, wenn Haru ihr nicht angesehen hätte, dass irgendetwas faul war. Wäre Kazumi gerade nicht am Boden zerstört, wäre sie eher fasziniert, wie Haru genau das tat und das sagte, was sie beruhigte. Vielleicht war Harus ‚Alles gut‘ ein allgemeiner, beruhigender Spruch, wenn sie sich keine Entschuldigungen anhören wollte, aber das bezweifelte Kazumi. Sie kannte Haru lange genug und wusste, dass sie sagte, wenn ihr etwas nicht passte. Ganz anders als Kazumi. Kazumi fand selten den Mut, Jemandem ins Gesicht zu sagen, was ihr gefiel und was nicht. Selbst bei Haru war das so, da sie einfach Angst hatte, sie irgendwie zu verlieren. Darum hatte sie teilweise auch Angst ihr davon zu erzählen, was sie eben gerade festgestellt hatte. Das Schlimmste war eben, sie konnte nicht mal sagen, dass es nur eine Vermutung war. Wie interessiert war sie von Vererbungslehre und Blutgruppen gewesen? Da war eine Verwechslung leider unmöglich.
Der Gedanke, dass wirklich Alles gelogen war, das ihre ‚Eltern‘ ihr jahrelang gesagt hatten, das wollte sie nicht wirklich wahr haben. Die Tatsache tat einfach weh. Das würde zwar sicherlich nichts an der Bindung zwischen Kazumi und Haru ändern und auch nicht, was Harus Familie von Kazumi dachte, aber es war dennoch ein Geschehnis, das niemand berechnen konnte. Harus Stimme brachte sie dazu aufzusehen und war sie nun nur einen Schritt davon entfernt loszuheulen, dann würde sie sehr bald weinen. Alleine sich langsam zu Haru umzudrehen und ihr ins Gesicht zu sehen, versetzte Kazumi schon einen leichten Stich ins Herz. Was sie sich dabei dachte, zu denken, dass Haru sie nun nicht mehr mögen würde, war dämlich, das war Kazumi klar. Nur im Moment machten sich einfach die Zweifel in ihrem Kopf breit. Aber in Harus Stimme war nichts von Ablehnung oder dergleichen zu erkennen. Kazumi hörte lediglich heraus, wie Haru mitlitt, beziehungsweise mit der Älteren mitfühlte. Lange hatte sie sich nicht getraut, ihre beste Freundin anzusehen. Erst, als sie die Hände auf ihren Schulter spürte, blickte sie wieder auf und nun sah sie die Bestätigung. Harus Augen strahlten nur so und Kazumi sah, wie sie mit ihr litt. Die Umarmung, in die die Ältere gezogen wurde, wurde selbstverständlich sofort erwidert. Zitterig schlangen sich die schmächtigen Arme um den Körper der Kleineren, eh Kazumi immer wieder wimmernde und schluchzende Geräusche von sich gab. Leider löste die Dunkelhaarige die Umarmung zu schnell. Zögerlich blickte Kazumi HAru an, eh sie leicht und unsicher lächelte. Nach Antwort suchend verfestigte sie den Druck ihrer Hände, die Harus hielten und dann nickte sie ganz leicht. A-Also… Es gibt Blutgruppen A, B, AB und 0., begann sie zögerlich. Ranake und Tsuki besitzen Blutgruppe A und Kimiko 0. Ich aber besitze B. Blutgruppen werden weitergegeben wie DNA. Aus den Blutgruppen A und 0 kann nur A rauskommen. Aus A und 0 kann kein B werden… Das heißt, sie können nicht meine Eltern sein…, hauchte KAzumi traurig und hoffte, dass sie erstens alles einfach erklärt hatte und zweitens, dass sie ihrer Aufregung wegen keine falschen angaben gemacht hatte. Die Blutgruppen stimmten. Sie hatte nur Angst irgendwas vergessen zu haben, was ihre Vermutung vielleicht widerlegte. Oder vielleicht hoffte sie das?
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BeitragThema: Re: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   So Jun 05, 2016 3:28 pm

Wenn man einen Evolutionsbiologen gefragt hätte, hätte der einem wahrscheinlich alles bis ins Detail der Verklumpung von Blut erzählt, wenn man einfach zwei verschiedene Blutgruppen zusammenmischte, die sich nicht vertrugen. Dass sich Antikörper bildeten und es zu einer Vergiftung kommen konnte, wenn das Blut des anderen auch noch verunreinigt war. Aber für ein 8-jähriges Mädchen war die vorliegende Erklärung genug. Sie versuchte zu folgen, sortierte sich die Buchstaben im Kopf mit kleinen bunten Steinchen und schob diese nach Kazumis Beschreibung hin und her. Das rote Steinchen und das weiße Steinchen konnten also kein blaues ergeben, was in diesem Fall das B war. Dann bestand Kazumis Familie aus weiß und rot, ihr Bruder auch, aber sie war blau. Im Grunde war es ja keine Schande unterschiedliche Blutgruppen zu haben. Man musste lediglich aus medizinischer Sicht darauf achten, dass alles richtig kombiniert wurde bei Transfusionen, doch die Geschichte, die hier mit einher ging, beinhaltete viel mehr als nur ein B.
Haru gnaulte nachdenklich auf ihrer Unterlippe herum, während sie Kazumi festhielt. Ihre Eltern waren nicht ihre Eltern, der Kernsatz von allem, was sie wohl in der letzten Stunde hatte realisieren müssen. Dass es dabei um den Streit im Haus ging, konnte man sich nur ableiten ohne falsch zu liegen. Vielleicht ging es auch noch nicht nur um den Fakt an sich, sondern auch darum, dass Ranake und Kimiko Kazumi schlichtweg nichts gesagt hatten. Es zu verheimlichen war zwar keine Lüge, aber Schweigen machte es nicht besser. Haru mochte sich auch nicht vorstellen, was das alles nun bedeuten sollte für die Zukunft. Kamen irgendwann ihre echten Eltern und nahmen ihr Kazumi einfach weg? Wieso hatten sie sie weggegeben?
Für einen Moment wusste die 8-Jährige nichts zu sagen. Was durfte sie sagen, was konnte Kazumi trösten? "Vielleicht gehen wir erst einmal weg von hier", schlug sie vor. Weg vom Wohnviertel, weg aus der Nähe des Hauses von Kazumis Eltern. Sie ließ eine Hand von ihr los, zog sie dabei nun selbst mit sich, aber langsam genug, dass sie einfach zusammen die Straße entlang gingen. In der Nähe waren Ausläufer von Konohas Stadtpark. Sie wollte zwar nicht mitten ins Zentrum davon, aber wenigstens in die Nähe, um irgendwo eine Bank zu erwischen, auf die sie sich setzen konnten. Ohne auch gleich von Harus Eltern erwischt zu werden, dass sie noch nicht Zuhause war. Es dauerte nicht lange, da strahlten ihnen die ersten Hortensien entgegen unterhalb einer Birke, die einen großen Blätterkegel besaß. Dieser warf einen kühlen Schatten auf eine dunkelbraune Holzbank, die genau zwischen den Büschen stand. Ein Trampelpfad führte daran vorbei in Richtung der großen, weißen Treppe, die auf eine Hochebene führte. Da wollte sie aber nicht hin. "Hier", ließ Haru verlauten. Sie deutete Kazumi sich zu setzen und setzte sich dann direkt neben sie. Dabei ließ sie ihre Hände los, faltete ihr eigenen ineinander und betrachtete sie ratlos. Es brauchte einen Moment, wo sie durchatmete und schließlich wieder in die Augen ihrer Freundin blickte. "Ich glaube, ich hab's verstanden. Das mit dem Blut." Sie kratzte sich kurz an der Schläfe und man merkte wie ihr Kopf arbeitete, um die Ausmaße der Situation zu erfassen. "Das muss schrecklich für dich sein. Zu wissen, dass es irgendwo einen Mann und eine Frau gibt, die eigentlich deine Eltern sind. Ich weiß, vielleicht denkst du, dass ich das nicht nachvollziehen kann. Ich habe lediglich einen Stiefvater. Aber-" Sie wollte eigentlich sagen, dass sie trotzdem versuche für Kazumi da zu sein, doch das hatte sie schon und je öfter sie es sagte, desto egoistischer klang das irgendwann. "Es tut mir leid für dich, Kazumi-chan", murmelte sie traurig. "Bist du wütend auf Ranake-san und Kimiko-san? Also ... wenn du erst mal nicht nach Hause willst, dann kannst du auch gern mit zu mir. Und wenn du Akizuki oder meine Eltern auch nicht sehen willst, können wir zu meinem Papa gehen. Der verpfeift mich nicht. Sicherlich willst du erst mal deine Ruhe vor allen."
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BeitragThema: Re: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   Mo Jun 06, 2016 11:07 am

Kazumi hatte nicht besonders viele Freunde, das wusste sie selbst. Aber in dem Moment war sie froh, dass sie wenigstens eine Gute an ihrer Seite hatte. Eine sehr gute, die sie schon kannte, seitdem sie denken konnte. Sie hatte noch nie wirklich viele Freunde gebraucht und sie wusste auch, dass es schwer werden würde, mehrere Freundschaften aufrecht zu erhalten, ohne dabei irgendjemanden zu vernachlässigen. Deswegen war sie wirklich froh, dass Kazumi zur Zeit wirklich nur Haru zu ihren Freunden zählte. Sie kannte sie blind und durch ihr Einfühlungsvermögen war Haru wirklich die beste Ansprechpartnerin. Auch wenn Kazumi Angst hatte, Haru mit ihrem Kummer zu belasten. Haru war jünger, eigentlich müsste sie für die Schwarzhaarige da sein und sie beschützen und unterstützen. Nicht anders herum. Aber Kazumi, die mit ihren zehn Jahren die Schüchtern- und Unsicherheit in Person war, fand schon immer, dass Haru sich einfach erwachsener verhielt als sie selbst. Und dabei waren zwischen den Beiden anderthalb/zwei Jahre, was schon ziemlich erschreckend war. Kazumi fürchtete sich vor Streit und Lärm, weswegen sie immer brav das tat, was von ihr verlangt wurde. Ihr Ausraster eben, bei ihren 'Eltern' war ein emotional bedingter Ausrutscher. Haru dagegen testete ihre grenzen aus und provozierte ihre Eltern scheinbar gerne mal mit dem, was Haru eben lieber tat. Sprich also, wie in diesem Fall, einfach mal länger draußen zu bleiben. Vielleicht kannten sie das schon von Haru aber Kimiko und Ranake würden wahrscheinlich gerade am Boden zerstört sein. immerhin kannten sie es gar nicht, dass Kazumi mal laut wurde, es seinen sie stritt sich gerade spielerisch mit Tsuki. Aber sie kannten es eben nicht, dass Kazumi länger als eine halbe Stunde weg sein würde. Es gab auch in ihrer Familie Streit. Meistens Lappalien. nachdem Kazumi zurecht gewiesen wurde, hatte sie sich auf ihr Zimmer eingesperrt. aber ihre Eltern mussten nie lange warten, bis sie mit schlechtem gewissen aus ihrem Zimmer kam und dann mindestens ne Stunde an Kimikos, ranakes oder Tsukis Rockzipfel hing. Die Längste Zeit, die sie einmal warten mussten, war eine halbe Stunde und das auch nur, weil kazumi nach zehn Minuten des Heulens eingeschlafen war.
Aber jetzt, wo es so eine ernste Situation war, wollte sie am Liebsten gar nicht mehr nach Hause. Seufzend und leise wimmernd genoss sie die Nähe und die Umarmung ihrer Freundin.
Haru sagte etwas, was Kazumi nur mit einem Nicken bestätigen konnte. Schnell weg von hier. So weit wie möglich weg von ihren Eltern solange es noch ging. Sie war überrascht, dass sie nicht verfolgt wurden. Aber vielleicht hatte Ranake sowas wie Verständnis und hielt seine Frau auf, Kazumi hinterher zu rennen. Nun tauschten die Beiden die Rollen. Hatte Kazumi Haru vor wenigen Augenblicken noch hinter sich her gezogen, wurde Kazumi nun hinter der Jüngeren her gezogen. Kazumi selbst blickte auf den Fußboden und achtete darauf, ihrer Freundin nicht noch in die Hacken zu rennen. Sie liefen nicht lange und dadurch, dass Kazumi ihren Blick nicht gehoben hatte, blickte sie etwas überrascht drein, als sie auf einmal im Stadtpark waren. FRagend blickte sie die dunkalhaarige an, als diese auf eine Bank verwies, auf die sie sich setzen sollte. Sofort tat sie das auch und schwer seufzend ließ sie sich auf das angenehme Holz gleiten. Sofort legte sie den Kopf in den Nacken und starrte in das Blätterdach, das sich über ihremn Köpfen befand. Wenn man Kazumi so sah, würde ein Außenstehender denken, dass Kazumi gerade sehr fix und fertig und ausgelaugt schien. Fast so, als wäre sie gerade von einem Mopp wütender Menschen oder hungriger Bären davon gerannt. das hätte sie lieber vorgezogen, als diese Zweifel ihrerselbst ertragen zu müssen. Haru nahm neben ihr Platz und wirkte sofort sehr nachdenklich. Kein Wunder. Immerhin ließ die Jüngere das nicht los. immerhin wurde sie genauso belogen, wie Kazumi. Sie schien ein paar Augenblicke zu überlegen, eh sie kazumi anblickte. Vorsichtig drehte Kazumi ihren Kopf zu der Anderen und erwiderte den Blick. Zögerlich nickte sie, eh sie wieder gerade aus blickte und ihre Ellenbeugen auf den Oberschenkeln abstützte uund ihren Kopf auf die Handflächen legte. Nachdenklich nagte sie dabei an ihren Fingernägeln. Haru-chan. Ich weiß, dass du das nachvollziehen kannst. Immerhin kennst du mich blind. Du kennst mich und hast die Eigenschaft, dich gut in mich und meine Gefühle hineinzuversetzen. Ich bin sicher, dass du mich sehr wohl gut verstehen kannst, hauchte sie kleinlaut. Haru sagte, dass es ihr leid tat, was sie durchmachte, was Kazumi veranlasste, den Kopf zur Schwarzhaarigen zu drehen und sie leicht anzulächeln. Trauer, Unsicherheit und Verzweifelung spiegelten sich in ihren Augen wieder, weswegen das Lächeln auch nicht so aufbauend wirkte, wie es eigentlich sollte. Ich bin traurig, dass ich das so erfahren musste, sagte sie, eh sie traurig lächelte und aufseufzte. Aber ich Hasse sie nicht. Ich kann das nicht. Immerhin habe ich es ihnen zu verdanken, dass ich meine beste Freundin kennen lernen durfte. Weißt du, wen ich meine?, fragte sie und bedachte Haru dieses mal mit einem überraschend fetten und leich provozierendem Grinsen. Ich überlege es mir. Ich möchte erst einmal nur deine Anwesenheit und deine Nähe genießen, Haru-chan. Wenn ich mich wieder etwas gesammelt habe, werde ich mir überlegen, was ich tun kann, hauchte sie leicht lächelnd. Ist das eine Option? Wir können über BAnales reden. Uns ein Bisschen ablenken
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BeitragThema: Re: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   Mo Jun 06, 2016 5:54 pm

Hatte Kazumi da wirklich Recht? Hatte Haru tatsächlich so viel Empathie? Auch wenn sie davon überzeugt zu sein schien, war sie sich selbst alles andere als sicher. Sie versuchte, was sie für angebracht und möglich hielt, aber sie wollte nicht behaupten Kazumi blind zu kennen. Es gab bestimmt Ecken an ihr, die sie nicht so gut kannte. Wenn nicht, dann sollte es in Zukunft welche geben. Zudem sie ein paar Jahre jünger war. Allein physisch war Kazumi ihr immer um einige Erfahrungen voraus, und wenn es nur um die baldige Entwicklung des Mädchens zur Frau ging. Sofern es aber genügte, um als Freundin für sie in schwierigen Lagen da zu sein, brachte es ihr ein dankbares Lächeln auf die Lippen. Es war genug Anerkennung allein für den Versuch auf die Blonde aufpassen zu wollen.
Anschließend beobachtete Haru das traurige Lächeln von Kazumi als sie darüber sprach, dass sie mit der Lage unzufrieden war, doch keinen Hass empfand. Das hatte Haru aber auch nicht gefragt. Sie wollte nur wissen, ob sie wütend auf ihre Eltern war. Sie erwartete nicht, dass sie sie hasste. Selbst wenn sie sich verraten fühlte, hatten die drei, auch Tsuki, sich Jahre ihres Lebens um sie gekümmert und sie nicht schlecht behandelt. Etwas überraschter guckte Haru dann, als Kazumi ihr diese rhetorische Frage vor die Füße legte. Sie war ihre beste Freundin? Bisher hatte Kazumi das nie so explizit gesagt. Sie spielten ab und zu früher zusammen, aßen mit den Familien gemeinsam Abendessen oder hockten auf dem Akademiegelände in den Pausen gemeinsam herum, doch dass sie wirklich den Wert einer besten Freundin für die 10-Jährige hatte, ging ihr sehr ans Herz. "Das finde ich sehr schön, danke", sagte sie lächelnd und wusste sich gar nicht anders zu bedanken. Ab und zu hatte Haru auch Mädchen mit denen sie gut auskam, aber hatte jemand den Status einer besten Freundin? Mit 8 Jahren war sie wahrscheinlich noch nicht in der Lage zu realisieren, was noch alles dazu gehörte. Vertrauen, Ehrlichkeit, Verlass, Loyalität. Für sie war eine Freundin in erster Linie jemand, mit dem sie spielen konnte, sich gut verstand und viel Zeit verbrachte. Mit den Jahren würde sich ihre Definition eines Freundes wohl noch entwickeln.
Kurz darauf der Vorschlag sich einfach abzulenken, das Ganze sacken zu lassen, Gedanken und Gefühle sammeln, um nicht auseinander zu laufen. Haru nickte bewilligend. "Klar, ja. Kein Problem." Sie lehnte sich entspannt zurück gegen die Banklehne, ließ die Beine schwingen und hatte die Hände etwas ratlos im Schoß gefaltet. Sie betrachtete sie zunächst schweigend, danach glitt ihr Blick zu Kazumi. "Jetzt weiß ich gar nicht so, mit was ich uns ablenken kann. Eigentlich will meine Mutter, dass ich nach Hause komme. Vor 6 Uhr, aber das ist mir jetzt egal. Das wird sie verstehen." Haru seufzte und betrachtete nun ebenso für einen Moment den Baum über sich. Er bewegte sich durch den fehlenden Wind kaum, aber war immerhin ein guter Grund, um den Kopf mal in den Nacken zu legen. Sie ließ ihn erst einmal so. "Manchmal wünschte ich, ich wäre schon älter. Als Kind trauen Ältere einem so wenig zu. Ich sehe oft wie Akizuki sich um die Anerkennung anderer bemüht. Hauptsache alle sehen, dass sie eines Tages besser ist als ich. Dabei mache ich nicht mal ein großes Theater darum, dass ich gut sein wollte. Mein Opa lehrt mich Bescheidenheit. Arroganz hilft keinem weiter. Aber wenn ich etwas älter wäre und mehr vom Leben wüsste, könnte ich dir besser zur Seite stehen." Mit einem peinlichen Grinsen betrachtete Haru Kazumi kurz. "Ich hätte zum Beispiel mein Geld nicht Zuhause vergessen. Sonst hätte ich dir Ramen oder so spendiert."
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BeitragThema: Re: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   Mo Jun 06, 2016 6:56 pm

Wieder einmal erkannte sie, dass sie noch einiges zu lernen hatte. Haru hatte sie wirklich nicht gefragt, ob sie nun ihre Eltern hasste. Aber sie wusste gerade nicht, ob sie wütend war und anstatt ein einfaches ‚Ich weiß es nicht‘ zu sagen, war ihr eben eingefallen, dass sie zum größten Teil dennoch sehr dankbar war, dass sie durch ihre ‚Pflegeeltern‘ Haru kennen lernen durfte, was sie natürlich auch laut sagte. Aber im Moment wusste sie nicht, was sie über ihre Familie denken sollte. Hass war nicht da. Wut verspürte sie. Aber genauso auch Machtlosigkeit, Trauer und auf einmal wurde ihr Herz von Trauer schwer und sie hatte das Gefühl, als wäre ihr gerade mit das Wertvollste in ihrem Leben geraubt wurden. Zumindest dachte sie das so in etwa. So wie ein zehnjähriges, naives Mädchen Gefühle und Emotionen beschreiben konnte. Sie fühlte sich einfach nur vollkommen aus ihrem heilen Umfeld herausgerissen. Sie fühlte sich deswegen nun ziemlich verloren vor. Um sowohl sich, als auch Haru von den unschönen Minuten abzulenken, hauchte Kazumi eine rhethorische Frage heraus, wo sie wirklich hoffte, Haru würde so darauf reagieren, wie sie es letztendlich tat. Haru hatte selbst einige Freunde. Wahrscheinlich mehr als Kazumi selbst, aber Haru war für die Ältere das, was man eben eine beste Freundin nannte. Sie waren Beide nicht die Art von Mädchen, die im Kindesalter schon irgendwelchen Typen hinterher starrten und herum schwärmten. Genauso wenig waren sie beide solche Kinder, die schon in ihrem Alter anfingen, auf Anderen herumzuhacken. Wahrscheinlich, weil Haru auch zu jung war, um sich mit Anderen anzulegen und die Dunkelhaarige selbst war dann auch noch eine der Wenigen, die Frieden in der Klasse suchte und niemals daran denken würde, einen Streit anzufangen. Kazumi dagegen war einfach nur zu schüchtern, um überhaupt auf Leute zuzugehen. Selbst bei Harus Mutter hatte sie geschlagene zwei Jahre gebraucht, um zu raffen, dass sie Tsuzune weder mit ‚Sie‘ ansprechen sollte, noch sie Tsuzune-san oder Tsuzune-sama nennen sollte. Kazumi hatte sich eben ewig nicht getraut, jemand älteres zu duzen. Selbst jetzt rutschte ihr manchmal noch das Sie raus und wurde dann immer etwas schief und warnend angeguckt. Ob von Harus Mutter, da hatte sie nie darauf geachtet. Aber war Kimiko in der Nähe, dann wurde sie von dieser ebenso angestarrt.

Auch war Kazumi dankbar, dass Haru ihr den Gefallen tat und versprach, das Thema vorerst etwas sacken zu lassen und nicht weiter über ihre Eltern zu reden. Vielleicht wäre es besser, ihrem Ärger und ihrer Verzweiflung Luft zu machen aber weder hatte sie dafür den Nerv noch die Energie. Der Schock und die Ungläubigkeit saß noch viel zu tief. Morgen könnte sie sich Gedanken machen… Oder Übermorgen. Sie würde sicherlich die Nacht wieder nach Hause gehen. Aber dabei würde sie einen großen Umweg machen, um ihre Eltern nicht mehr ins Gesicht sehen zu müssen. Und auch, wenn Haru es vielleicht nicht so sah, sie wollte der Jüngeren nicht den ganzen Abend und die ganze Nacht auf dem Schoss hocken. Haru würde es vielleicht nicht stören, wenn sie bei ihr übernachtete, aber vielleicht würde es auch nicht ganzt so schlecht sein, ein bisschen alleine zu sein. Nicht jetzt, aber später. Wenn Harus Abwesenheit von Zuhause nicht mehr zu dulden war. Auch HAru legte den Kopf in den Nacken und blickte in das Blätterdach über ihren Köpfen. Leise lachte sie, als HAru meinte, dass sie jetzt gar nicht wüsst, worüber sie sprechen könnten, um sich abzulenken. Das ist eine gute Frage. Eben hatte ich noch eine Idee. Aber kaum schau ich mir was Beruhigendes an, vergesse ich es wieder mal, lachte sie verlegen. Ja, weil sie zum Baum aufgeschaut hatte, hatte sie mal wieder vergessen, was sie sagen wollte oder eben gedacht hatte. Sie war einfach ein hoffnungsloser Fall. Leicht schüttelte sie über sich selbst den Kopf, eh sie HAru ansah. Ich hoffe Tsuzune-san hat Verständnis für dein Tun. Wenn nicht, dann hole ich mir die Standpauke für dich ab, meinte sie und wieder fiel ihr auf, dass sie es wieder getan hatte. Wie oft wurde ihr schon von mehreren Personen gesagt, dass sie Harus Mutter eben wirklich nur Tsuzune nennen sollte. Leise seufzend ließ KAzumi den Kopf hängen. Sie merkte wieder einmal, wie unterschiedlich die beiden Freundinnen waren. Haru wollte schon älter sein. Kazumi dagegen wollte wieder klein sein. Beziehungsweise jünger, als sie es jetzt eben war. Mir ist es ganz recht, dass man mir nicht zutraut. Ich habe immer Angst, Andere zu enttäuschen, wenn sie mir zu viel zumuten und anvertrauen. So habe ich zum Beispiel immer Angst gehabt, dass du dich irgendwie verletzen könntest, wenn ich mal nicht aufpasse. Immerhin muss ich dich beschützen, obwohl eigentlich ich es bin, die gerne beschützt wird. Ich will irgendwie nie erwachsen werden., meinte sie seufzend. Ma- Kimiko war deiner Meinung. Ich sollte mich freuen, älter zu werden. Irgendwann, so hat sie gesagt, dass es jemanden gibt, den ich ganz dolle lieb haben werde. Aber die Jungs sind alle nur kindisch, dumm und gemein und die anderen Mädchen, das ist reiner Zickenkrieg., meinte sie grummelnd, eh sie Haru aber leicht anlächelte. Du stehst mir doch sehr gut zur Seite. Mehr kann ich nicht von dir verlangen. Du hörst mir zu und bist für mich da. Mehr wünsche ich mir gar nicht. Ich bin ja froh, dass ich überhaupt jemanden zum reden habe, meinte sie lachend, eh sie den Kopf schüttelte. Sei froh, dass du dein Geld vergessen hast. Ich hätte dich arm wie eine Kirchenmaus gemacht. Wenn ich erst mal Ramen vor meiner Linse habe, beginnt das Frustfressen und dann wars das mit deinem erspartem, lachte Kazumi erheitert, als sie sich bildlich vorstellte, wie HArus Portemonnaie auf einmal gähnend leer sein würde
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BeitragThema: Re: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   Di Jun 07, 2016 3:09 pm

Das nahm Haru sicher nicht auf sich, dass Kazumi Mecker ab bekam, die eigentlich für sie gedacht war. Sie wollte auch ansetzen und sagen, dass sie das nicht brauchte, ließ es dann aber bleiben. Darüber nun unterschiedliche Meinungen zu haben, brachte nichts. Kazumi mochte zurückhaltend sein, aber vielleicht war sie gerade in diesem Punkt etwas zielstrebiger. Meistens richtete Haru sich dann doch nach den Wünschen und den Komfortzonen der Menschen um sich herum. Sie fragte stets erst, was Kazumi essen wollte, bevor sie zu Besuch kam, um es ihrer Mutter sagen zu können, damit nichts auf den Tisch kam, was sie nicht mochte. Sie orientierte sich an ihren Gewohnheiten, bat sie selten um etwas, aber bot umso mehr die eigene Hilfe an.
Demnach hätte sie wohl auch gerne geholfen Kazumi etwas jünger zu machen, wenn sie es wollte. Selbst wenn das nur für ein paar Tage so sein sollte. Ihr lauerte da auch eine Idee im Köpfchen, doch sie überlegte aus kindlicher Vorsicht heraus lieber noch etwas, bevor sie nun plötzlich anfing mit Fingerzeichen um sich zu werfen.
Sie betrachtete Kazumi nachdenklich als diese von ihrer Angst und Scheu vor Erwartung anderer erzählte. In dem Moment hätte sie sie fast gern wieder umarmt, um ihr zu versichern, dass keiner von ihr so viel erwartete, dass sie sie auf ganzer Linie enttäuschen konnte. Haru fielen im ersten Moment so Gepflogenheiten wie Ehrlichkeit und Pünktlichkeit ein. Das war ihr wichtig, aber ansonsten erwartete sie doch von ihr nicht, sie sie dahingehend enttäuschte, wenn sie ihr etwas erzählte. "Du enttäuschst mich doch nicht", sagte die Blauhaarige zwischendrin. "Das kannst du glaube ich gar nicht. Die wenigstens wüssten wie sie mir wehtun können. Ich weiß es nicht mal selber wirklich." Daraufhin zuckte sie mit den Schultern und lächelte belanglos. Bisher hatte Haru nicht viele schmerzhafte Erfahrungen gemacht. Niemand hatte sie bisher so verraten wie das nun bei Kazumis Familie passiert war, keiner hatte eine explizite Charaktereigenschaft, die man ständig kritisieren wollte. Lediglich, dass sie mitunter planlos ins Gefecht stürzte, aber das war eine Ninja-Sache, nichts persönliches.
"Mit den Jungs hast du aber Recht. Die Älteren, also so in deinem Alter, sind schon manchmal niedlich. Aber mir ist das egal. Okâ-san hat meinem Otô-san ganz früh sehr weh getan. Ich möchte nicht, dass mir so etwas passiert. Also bleibe ich lieber alleine. Bei meiner Familie oder eben bei dir." Sie erwiderte Kazumis Lächeln aufrichtig und tippte ihr kurz gegen die Schulter. Damit wollte sie verdeutlichen, dass Haru sie auch zu ihren Freunden zählte und sie ihr wichtig war. "Ach, selbst wenn ich dann pleite wäre, das ist egal. Selbst wenn man arm ist, kann man viel geben. Zum Beispiel Liebe. Und man kann anderen trotzdem helfen." Da fiel Haru wieder die Idee ein, die sie vorhin gehabt hatte. Sie grinste Kazumi aufgeregt an. "Hey, da weiß ich was. Komm mal mit." Dieses Mal musste die Aufforderung reichen. Sie wollte das Mädchen nicht wieder mit sich reißen. Sie sprang von der Bank, blickte sie suchend um und entdeckte den Ausläufer eines hübschen Brunnens in der Nähe. Er hatte ein rundes Becken, darin stand eine Wasser speiende Säule, die aber relativ schlicht war. Dorthin begab sie sich und hoffte, dass Kazumi neben ihr blieb. Lächelnd beugte Haru sich über den Rand des Brunnens, auf dem sie sich abstützte. Ihre Reflektion war von den Wellen etwas verwaschen, aber erkennbar. "Jetzt zeige ich dir was. Das habe ich von jemandem aus meiner Klasse. Damit ärgern die Mädchen sich gern auf den Toiletten." Haru formte Fingerzeichen, langsam und bedacht. Dabei fixierte sie Kazumi und versuchte Zugriff auf ihr Chakrasystem zu kriegen. Das war zunächst ein bisschen schwierig, aber klappte hoffentlich. "Los, guck ins Wasser!" Eigentlich wollte Harukaze, dass Kazumi sich selbst als Kleinkind im Wasser erkennen konnte. Dass das Jutsu aber darauf ausgelegt war vielleicht einen übergewichtigen Ramenverkäufer zu erkennen oder eine haarige Spinne, war ihr nicht ganz klar. Es war zwar möglich, aber sie wusste nicht, dass das Jutsu darauf begrenzt war. Wahrscheinlich blamierte sie sich gleich höchstgradig, wenn Kazumi ein Tier sah, vor dem sie sich am meisten ekelte. Dabei meinte sie es nur gut.

Jutsu:
 
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BeitragThema: Re: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   Mi Jun 08, 2016 10:14 am

Kazumi war schon immer eine viel zu gute Seele. Sie wollte eben einfach nicht, dass Haru sich etwas anhören durfte, nur weil Kazumi sie eben aufgehalten hatte. Selbstverständlich wusste Kazumi, dass Haru nur durch Zufall vor ihrer Nase stand und dementsprechend nicht direkt etwas dafür konnte, sollte Harus Mutter es für nötig halten, auszuflippen. Aber dennoch wollte sie, besonders jetzt nicht, dass Haru irgendwie ansatzweise einen Streit mit ihrer Familie haben würde. Und wenn das eben auch nur eine Belehrung und eine Standpauke ihrer Mutter sein würde. aber Haru sagte dazu nichts mehr und diskutierte dementsprechend auch nicht mehr mit derr Älteren, worüber Kazumi größtenteils auch sehr dankbar war. Streit und Meinungsverschiedenheiten waren jetzt das letzte, was sie brauchte und was sie wollte. Ihr saß der Schock mit ihren Eltern noch zu tief, dass sie jetzt keinen nerv dafür hatte, sich mit Haru auch noch verbal auseinander zu setzen. So, wie Haru sich immer um sie kümmerte, bekam KAzumi regelmäßig ein schlechtes Gewissen. So wie Haru immer sich erkundigte, was Kazumi sich wünschte, versuchte Kazumi der Jüngeren ihre dankbarkeit zu zeigen und das auf eine Andere Art, als Haru. So hatte sie Haru auch schonmal zum Essen eingeladen oder eben versucht für die Jüngere zu kochen. KAzumi mit ihren zehn JAhren, war das sogar überraschenderweise sehr gut gelungen, aber auch nur, weil sie stundenlang ihrer Mutter zugesehen hatte, wie man was richtig machte. Letztendlich hatte sie mit ihrer Mutter zusammen für Haru gekocht und das war sogar relativ gut gelungen.
Letztendlich fühlte sich Kazumi dennoch ziemlich schwach. Sie wusste, dass sie Haru alles anvertrauen konnte und dementsprechend sollte sie sich eigentlich besser fühlen, während sie ihr ihren Kummer anvertraute. Aber sie fühlte sich schwach. Die Tatsache, dass in ihrem Kopf herumspukte, dass sie Haru beschützen wollte, wo sie immerhin älter war, machte ihr zu schaffen. Immerhin schaffte sie es nicht wirklich sie zu schützen. Immerhin war sie gerade die, die beschützt wurde und Haru griff ihr immer so sehr unter die Arme, wofür sich Kazumi scheinbar nie wirklich bedanken konnte. So hing sie weiter ihren weniger unschönen Gedanken nach, bis Haru sich zu Wort meldete. Sie sagte, dass sie nicht enttäuscht wurde. Aber wie sie eben selbst sagte, sie wusste nicht mal wenn sie verletzt werden würde. Leicht lächelnd wegen diesem Widerspruch blickte sie Haru an, als diese schon aufsprang und ihr etwas zeigen wollte. Sofort, nachdem HAru aufgesprungen war, folgte Kazumi unbeirrt und blieb mit der Anderen an einem Brunnen stehen. Fragend blickte die Blonde erst in diesen hinein udn dann, wenig später in das Gesicht der Dunkelhaarigen. Du willst mir was zeigen?, wiederholte Kazumi fragend, eh sie in den Brunnen blickte. Ist das so eine Art Genjutsu?, fragte sie vorsichtig und tat letztendlich das, was Haru ihr gesagt hatte. Sie blickte ins Wasser. Einige Sekunden starrte sie in das Wasser, allerdings veränderte sich nach einer Weile das Bild, ihres Spiegelbilds in das sie blickte. Von einer Sekunde auf die Andere starrte Kazumi auf eine, ziemlich riesig wirkende Spinne. Selbst die Kleinsten detaills, die mit menschlichem Auge schwer zu erkennen waren, waren in dieser Illusion genau erkennbar gewesen. Ein erschrockener Schrei entwich der Blonden, eh sie sich vom Brunnenrand wegdrückte und, dem Hintern voran, auf dem Gras landete. Kaum realisierte sie, dass sie umgefallen war, rutschte sie etwas erschrocken vom Brunnen weg. W-Was war das denn?? Was ist das für ein Jutsu gewesen, Haru?!, fragte Kazumi panisch, während sie ihre jüngere Freundin aufgregt und mit rasendem Herzen ansah.
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BeitragThema: Re: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   Mi Jun 08, 2016 2:20 pm

Sie hatte sogar schon richtig geraten, es war ein Genjutsu! Und was für eines! Haru freute sich so, dass es geklappt hatte, bevor sie aus dem Augenwinkel sah, dass sich innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde die Reaktion von Erwartung in halber Zusammenbruch verwandelte. Harus stolzes Lächeln fror ein, ihr Mundwinkel zuckte, weil sie realisierte, dass sie gerade großen Mist baute. Ihre Augen fielen auf ihre Hände. Es war das Fingerzeichen für den Spiegelschliff. Somit hatte sie gerade erfolgreich die Technik mit einer anderen verwechselt, die man ihr beigebracht hatte. Sie hatte nicht die Technik des Spiegelschliffs machen wollen, sondern dieses Märchenjutsu, wo man sich beliebig ausdenken konnte, was man sehen wollte. Dann hätten die Mädchen auch sitzen bleiben können. Haru hätte ihr damit eine Maus oder ein Paar hübscher Schuhe in den Schoß zaubern können. Statt dessen war sie wieder zu ungeschickt sich die Fingerzeichen für das Genjutsu korrekt zu merken und führte das falsche aus. Natürlich ähnelten sich die Zeichen beider Genjutsu bis auf das letzte Zeichen. Und das hatte sie nun so geformt, dass nun mal für Kazumi eine ekelhafte Spinne erschienen war. Durch die Bewegung der Wasseroberfläche hatte es wohl auch noch den Anschein erweckt, dass sie sich bewegte, aber das Mädchen wusste ja nicht, was Kazumi gesehen hatte.
Ebenso panisch griff Harukaze sich in die blauen Haaren, zerrte an ihnen und rief: "Gomeeeenasaaaai!" Sie fiel mutlos auf die Knie und schüttelte den Kopf, als wolle sie vor sich selbst verneinen, dass sie das gerade getan hatte. "Ich bin so doof! Nein, nein, nein! Ich habe die Fingerzeichen vertauscht!" Mit Schmolllippe und einem großen Auge, das kurz davor war Tränen hinaus zu lassen, platzierte Haru vor Kazumi die Hände aneinander auf dem Boden. Sie beugte sich über und legte den Kopf darauf, sodass sie sich ehrfürchtig verneigte. "Gomen. Gomen. Gomen. Gomen." Sie wiederholte das Ganze in Dauerschleife, bis sie keine Luft mehr zum Sprechen hatte und einatmen musste. Danach richtete sie sich zögerlich auf. "Das wollte ich wirklich nicht." Die 8-Jährige betrachtete Kazumi schuldbewusst und bat mit diesem Hundeblick gleichzeitig und Verzeihung. "Ich wollte eigentlich ein anderes Genjutsu benutzen, aber bis auf eines haben beide Jutsus dieselben Zeichen. Eigentlich wollte ich, dass du dich selbst als kleines Kind sehen kannst im Wasser. Es tut mir leid, was du stattdessen sehen musstest. Es kommt nie wieder vor!" Nochmal verneigte sie sich in demütigender Lage auf dem Boden vor Kazumi. Wenn ihr etwas leid tat, dann auch richtig und für immer.
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BeitragThema: Re: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   Do Jun 09, 2016 8:02 am

Durch Harus kleines Genjutsu hätte sich wahrscheinlich jeder erschreckt. Wahrscheinlich sogar die Jungs, die immer lauthals damit prahlten, dass sie vor nichts und niemandem Angst hatten. Es wäre interessant für Kazumi gewesen, wenn sie nicht noch versuchen müsste ihren Herzschlag wieder zu regulieren, sich vorzustellen, vor was die Jungs Angst haben könnten. Wenn man so prahlte, als Kind oder auch als Erwachsener, dann hatte man eben genau eine große Schwäche. Und das war eben die Angst oder man war eigentlich ziemlich dumm, was bei den Jungs wahrscheinlich eher auf Letzteres zutreffen würde. Aber der Gedanke, vor was die Jungs Angst haben könnten, machte Kazumi schon irgendwie neugierig. Sicherlich waren es dann nur irgendwelche, nicht existenten, wesen, wie Geister, der schwarze Mann oder eben das Monster unterm Bett. Oder sie fürchteten sich sogar vor der Dunkelheit. Eigentlich ganz interessant sich das zu fragen. Aber irgendwie machte Kazumi sich viel zu viele Gedanken um Jungs, die das gar nicht verdient hatten, dass man ihnen ansatzweise Aufmerksamkeit schenkte.
LAngsam beruhigte sich Kazumis Herzschlag wieder und jetzt, wo sie nicht mehr ganz das Gefühl hatte, von einer ganzen Riesenspinnenarmee verfolgt worden zu sein, nahm sie auch wieder regelrecht die Geräusche ihrer Umgebung war, welche sich bei genauerem Hinhören stark nach aneinandergereihten Entschuldigungen anhörten. Die Natsu, die ja noch immer am Boden saß, drehte langsam den Kopf zu ihrer Besten Freundin. Diese schien scheinbar ihre Haare misshandelt und an ihnen gezerrt zu haben, denn sie waren zerzauster als zuvor. Sie fiel auf die Knie und schien sogar mehr entsetzt und geschockt zu sein als Kazumi es noch vor wenigen Augenblicken gewesen war. Etwas mühsam richtete sich die Natsu auf, sodass sie nun, im Schneidersitz vor Haru saß und etwas überrumpelt dabei zusah, wie die verzweifelten Emotionen auf ihrer Freundin hernieder stürtzten. H-Haru-chan!, begann sie zögerlich und vielleicht auch ein bisschen zu leise, sodass Haru sie eben eventuell nicht verstehen konnte. HAru verneigte sich ehrfürchtig vor ihr, was sofort dafür sorgte, dass Kazumi knallrot anlief und sich verlegen nach irgendwelchen Besuchern des Parks umsah. Zum Glück war niemand da, beziehungsweise niemand sah in ihre Richtung. schnell rutschte sie zur Schwarzhaarigen und legte ihr eine Hand auf den blauen Schopf. Haru-chan beruhige dich doch, versuchte es noch einmal, eh sie über den Kopf der Jüngeren strich. Zwischendrin erschallte immer wieder ein Gomen, gomen in dauerschleife, bis Haru scheinbar auch mal die Luft ausging. Zum Glück, sonst hätte Kazumi wahrscheinlich nie zu ihr durchdringen können.
Die Jüngere versicherte ihr, dass das Alles keine Absicht gewesen war, weswegen KAzumi leicht lächelte. Jetzt, wo der erste Schock überwunden war, fand Kazumi es sogar ganz lustig. Es ist in Ordnung. Deine Lektion hast du daraus ja auch gelernt, nicht wahr? Üben ist extrem wichtig und wenn du mir noch mal so einen Schrecken einjagst, landet meine zierliche Faust in deinem gesicht, meinte sie 'drohend', während sie kraftlos mit der geballten Faust einmal auf Harus Kopf schlug. Es würde ihr nicht weh tun, es sei denn, haru wäre aus Zucker. Auch die Drohung kam nicht wirklich so rüber, wie vielleicht geplant. Kazumi klang amüsiert und spätestens wenn Haru in ihr gesicht sehen würde, würde sie das Grinsen auf den Lippen der Blonden erkennen können und somit vielleicht auch etwas beruhigt werden können. Dennoch verneigte sich Haru vor ihr, was Kazumi lautlos seufzen ließ. Sie rutschte etwas näher ran und lehte ihre Stirn an Harus Hinterkopf, da diese mit ihrer Stirn fast den Boden berührte. Oi, Haru-chan. Ich sagte doch, gar kein Problem. Eigentlich finde ich das witzig, wie schnell du mich doch dran bekommen hast
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BeitragThema: Re: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   Do Jun 09, 2016 3:06 pm

Ungewohnt weinerlich war Haru in diesem Moment. Man merkte eindeutig, dass sie das nicht gewollt hatte, es zutiefst bereute und hoffte, dass Kazumi sie jetzt nicht dafür hasste. Eigentlich war das Ganze extrem unangebracht, wenn man erachtete in was für einer Lage die Blonde sich an diesem Abend befand. Erst erfahren, dass man wohl adoptiert war oder zumindest von Fremden aufgefunden, dann eine Freundin, die einem einen Herzinfarkt verlieh. Im Grunde war doch jetzt alles, im Keller, was nur im Keller sein konnte. Aus ihren dystopischen Gedanken holte sie dann ein Klopfen auf ihrem Kopf. Mit großen Augen und einem verzogenen Mund hob Haru diesen an. Sie konnte zunächst nicht glauben, was Kazumi da sagte. Sie fand es sogar irgendwie witzig, dass das so schnell funktioniert hatte mit dem Schrecken. Anschließend nickte sie einfach nur hastig. "Ja, hab sie gelernt!" Sie selbst fühlte sich wieder ganz klein und wie ein unerfahrenes Baby, das gerade gestolpert war und dabei auf jemanden drauf gefallen. So ebbten aber die Entschuldigen ab, kein ewig abgespieltes Gomen war mehr zu hören.
Haru kniete schließlich aufrecht vor Kazumi, ließ die Arme energielos hängen und guckte Hilfe suchend zum Himmel. Kannte jemand das Gefühl, wenn man glaubte, dass Missgeschicke nur einem selbst widerfuhren? Entweder lief man genau ran oder verursachte sie komplett selbstständig. Hätte sie nur keine Fingerzeichen geformt. Alleine Harus Anstand gelobte es ihr nun für den Rest des Tages eine reuevolle Freundin zu sein. "Du darfst gern zuhauen, wenn ich so etwas nochmal mache", sagte sie ironisch, aber ohne jeden Anflug von Humor und Witz.
Einen Augenblick später schoss sie auf die Füße und drückte ihre flache Hand wie ein Soldat an die Stirn. "Ich gelobe Besserung und meine Freundin Kazumi nie wieder böse zu erschrecken!" Nach diesem theatralischen Auftritt faltete sie die Hände vor dem Bauch ineinander und beobachtete Kazumi bescheiden. Harus Haare waren nach wie vor zerzaust und kaum in einer hübschen Form wie zuvor, aber das war ihr egal. "Jetzt habe ich dich zwar abgelenkt, aber so wollte ich das eigentlich nicht." Ein langes Seufzen ertönte. Ihre Überlegungen, was sie nun tun oder sagen sollte, prallten fast gegen eine unüberwindbare Mauer. "Nun, wir- ... eigentlich muss ich bald Zuhause sein, aber ich will dich nicht alleine lassen. Aber ich weiß auch nicht, was ich noch für dich tun kann. Gomen." Sie hätte sie ja gern irgendwohin eingeladen, aber Geld war Zuhause, dorthin wollte Kazumi nicht, hatte sie vorhin so gesagt, und Harus Planlosigkeit brachte keine Ideen mit sich. Vielleicht hatte sie aber auch einfach das Glück, dass ihr Patzer Kazumi genug von bösen Gedanken abgebracht hatte?
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BeitragThema: Re: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   Fr Jun 10, 2016 8:31 am

Man konnte KAzumi sowohl vom Gesichtsausdruck, als auch von den Augen her ablesen, dass sie mit der Situation gerade haltlos überfordert war. Für gewöhnlich war sie es, die komplett weinerlich und damit wahrscheinlich auch noch die größte Heulsuse überhaupt war. Deswegen war sie gerade auch mit der völlig fertigen Haru ein wenig überfordert. H-Haru-chan..., versuchte es Kazumi noch einmal, ob die Hände etwas, in der Hoffnung ihr würde etwas einfallen, was sie sagen könnte. Aber in dem Moment fielen ihr nur die Worte ein, die sie schon Haru entgegengebracht hatte. Allein durch diesen untypischen Wandel der Jüngeren und ihrer, nun vollkommen weinerlichen und zutiefst von sich enttäuschten Art, merkte Kazumi schon, dass es ihr leid tat. Ein einzelnes 'Gomen' hätte ihr das wahrscheinlich auch schon gesagt, aber scheinbar war das Alles gerade nicht mit Harus Gewissen vereinbar. Scheinbar fand es Haru für nötig sich zig tausend Mal zu entschuldigen um damit eben ihre Worte zu unterstreichen. Aber es wurde Kazumi unangenehm. Einerseits war sie nicht böse auf Haru und andererseits, ist es eben passiert und Haru konnte daraus lernen und Kazumi genauso. Haru hat gemerkt, dass sie noch an dem Genjutsu üben muss und unbedingt die Fingerzeichen nicht verwechseln darf und Kazumi hat gelernt nicht grundlos in ihr Spiegelbild zu schauen, es könnte sein, dass es sich in eine Spinne oder etwas ekligeres verwandelt. Zum Beispiel sie als einen Erwachsenen Menschen. Bei diesem Gedanken lief es ihr eiskalt den Rücken runter. Gruslige Vorstellung. Leicht kopfschüttelnd versuchte sie diesen ungeliebten, wirren Gedanken wieder fortzujagen.
Kazumi wusste natürlich nichts von Harus Gedanken. In dem Moment dachte sie auch eher, dass Haru zu sehr damit beschäftigt war, sich selbst zu verfluchen und sich wirklich ziemlich oft zu entschuldigen. Nach einer Weile ebbten ihre Entschuldigungen ab und es war den beiden Mädchen sogar möglich, wieder ordentlich miteinander zu reden. Zumindest eben teilweise. Die Tatsache, dass Harus Selbst scheinbar gerade zu in Reue ertrank, machte es Kazumi nicht unbedingt leichter, die Jüngere wieder auf einen Anderen gedanken zu bringen. Leise lachend strich sie Haru über den Kopf, als diese meinte, dass die Blonde wieder zuschlagen dürfte, wenn sie sowas noch mal machte. Genauso gelobte sie Besserung. Kazumi schüttelte leicht lachend den Kopf. Baka..., flüsterte sie amüsiert. Du weißt doch, wie meine Strafen und meine Prügelattacken für dich aussehen., meinte sie breit grinsend, eh sie Haru mit einer Hand im Nacken und mit der Anderen am Rücken an sich ran zog und ihren Kopf auf dem der Dunkelhaarigen bettete. Entspannt seufzend schloss sie die Augen. Wenn du sowas noch mal machst, dann missbrauch ich dich als Kuschelkissen und du wirst mich eine ganze Weile nicht mehr los, drohte sie leicht lächelnd und mit einem vollends entspanntem Gesichtsausdruck. Erst nach einer Weile löste sich die Ältere wieder. Haru war scheinbar immer noch betrübt, dass sie Kazumi zwar ablenken konnte, aber dann eben nicht auf die geplante Art unf Weise. Zudem verkündete Haru, dass sie Heim musste und Kazumi wusste irgendwie, dass das Thema irgendwann kommen würde. NAchdenklich blickte sie die Jüngere an, eh sie leicht lächelte. Ich denke, wenn du nichts dagegen hast, würde ich dich gerne begleiten. Wir können deiner Mutter Alles erklären. Sie wird bestimmt Verständnis haben und vielleicht auch einen Rat, wie ich mich zu verhalten habe. Vielleicht darf ich die Nacht auch erst mal bei dir schlafen?, fragte sie schonmal vorsichtig an. Sie wollte nicht nach Hause. Wenn ihr wirklich die Möglichkeit, bei Haru zu schlafen, nicht gestattet wurde, dann musste sie wohl oder übel im Baum schlafen oder sich gleich die ganze Nacht um die Ohren schlagen. Auch wenn das sicherlich dafür Sorgen würde, dass Kazumi morgen kein Mensch mehr wäre.
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BeitragThema: Re: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   Fr Jun 10, 2016 4:01 pm

Wenn sie gekonnt hätte, hätte Haru wahrscheinlich geschnurrt wie eine Katze. Die Umarmung, in die Kazumi sie letztlich zog, beschwichtigte sie, machte ihr klar, dass doch alles in Ordnung war. Sie seufzte nochmal, dieses Mal erleichtert und gestant sich selbst ein, dass es auch hätte schlimmer ausgehen können. "Hai", sagte sie und nickte zustimmend. "Knuddel mich so oft, wie und wann immer du willst!" Keinerlei Reue, nachdem sie das gesagt hatte, wobei manche das für voll nahmen und so etwas dann als Rechtfertigung anbrachten, wenn sie in der Akademie die Toilettentür aufschlugen und einem um den Hals fielen. Solche Dinge soll es auch schon gegeben haben.
Fortan waren die Wogen wieder geglättet, die Harus Genjutsu aufgeraut hatten. Lediglich ihr eigenes Haar war noch zauselig, aber davon merkte sie nichts. Zuhause kam sie wahrscheinlich erst dazu sich dieser Sache anzunehmen. Das sprach Kazumi nun auch vorsichtig an, wobei Haru sie einfach nur mit dem schief gelegtem Kopf betrachtete. Sie wollte sie begleiten. Da hatte sie natürlich nichts gegen, aber sie wollte Kazumi gleichzeitig auch vor jeglichen Unannehmlichkeiten bewahren, die ihre Familie nun darstellen konnte! Akizuki, die nervend durch den Flur brüllte, eine überraschte Tsuzune, die rein aus Höflichkeit und Anstand zusätzlich für Kazumi einen Teller beim Abendessen bereitstellen würde, ein unsensibler Stiefvater, der wahrscheinlich gleich fragte, warum sie ihre Freundin so spät noch mitbrachte. Entgegen all dieser Gefahren klatschte das Mädchen freudig naiv in die Hände und streckte sie dann Richtung Himmel. "Yoooosh! Übernachtungsparty! Mit all meinen Kissen und Salzstangen! Los geht's!" Fröhlich marschierte Harukaze davon in der Annahme, dass Kazumi sie begleitete. So hatte die 8-Jährige ein strahlendes Lächeln im Gesicht, absolvierte den Weg nach Hause recht zügig und hoffte, dass es noch nicht 18 Uhr geschlagen hatte.
Die Freundinnen kamen nach ein paar Minuten gemeinsam bei dem Haus der Morichika an. Es mutete beim ersten Anblick meistens hoheitlicher als es eigentlich war. Es ähnelte den Clangebäuden der Uchiha, weil es wahrscheinlich zur selben Zeit einst erbaut worden war, doch es befand sich weit ab von irgendwelchem Clanvierteln. Vielmehr war es am Rand der Stadt, nahe der Mauer Konohas, wohinter man schon den dichten Wald, der namensgebend war, erkennen konnte. Das Grundstück war relativ klein. Von der Straße aus führte ein schräger, künstlich angelegter Kiesweg mit Steinplatten zur Haustür. Hier befand sich alles im traditionellen Stil mit Pagodendächern, Papierschiebewänden und kleinen Koi-Teichen, die sich um das Haus zogen. Bambushaine und einige Bäume schmückten das Grün.
Als Haru voran ging und mit einem Fuß die erste weiße Steinplatte betrat, schwand ihrer Fröhlichkeit der Vorahnung, dass bereits ein Schatten im Entrée auf sie lauerte. Sie drehte sich kurz zu Kazumi um, bevor sie die Veranda betraten, legte einen Zeigefinger an die Lippen und deutete an leise zu bleiben. Die Mizushima lief auf Zehenspitzen zur Tür, schob diese langsam und leise auf und spähte hinein. Es war dunkel. Es brannten zwar Räucherstäbchen auf einer Kommode links vom Eingang, sodass klar war, dass jemand Zuhause war, doch es stand keine wütende Mutter vor ihr. Sie atmete entspannt aus und winkte Kazumi heran. "Die Luft ist-" Etwas stimmte nicht. Haru löste ihren Blick von Kazumi und drehte ihren Kopf wieder nach vorne, da trennte ihr Gesicht lediglich einige Zentimeter von dem ihrer kleinen 5-jährigen Schwester. Akizukis blaue Seitenzöpfchen grinsten ihr böse entgegen, während sie die Hände in die Hände gestemmt hatte. Die Schnute war zu einem wissenden Gesichtsausdruck verformt. Haru starrte Akizuki an und wusste, was nun auf sie zukam. "Okāāā-saaaan!" "Urusai!", zischte Haru mit den Händen erneut panisch zwischen ihren Haarsträhnen und deutete ihrer Schwester an die Klappe zu halten. Akizuki nahm es sich sogar heraus die Schiebetür aufzuschlagen. Sie schob nicht sanft, sondern knallte sie bis zur maximalen Öffnung, wobei ihre Augen sich vor Überraschung weiteten, als sie Kazumi erkannte. "E?", kam es nur leise von ihr, wobei sie den Kopf schief legte. Sie wusste, dass das blonde Mädchen eine Freundin von Haru war, aber so selten sie was mit ihrer Schwester zu tun hatte, desto weniger erinnerte sie sich an die Namen der Mädchen, die sie umgaben. Im nächsten Moment sank Haru mutlos auf die Knie, ließ die Arme hängen und ebenso den Kopf. Es war geschehen. Tsuzune kam um die Ecke, verschränkte autoritär ihre Arme und betrachtete ihre Töchter mit einer ungeduldig zuckenden Augenbraue. "Aki, ab dafür. Essen ist fertig. Harukaze-" Wenn der volle Name ausgesprochen wurde, war das ein schlechtes Zeichen! "Du bist zehn Minuten zu spät. Morgen gibt's dafür 100 Liegestütze!" "Hai, Okā-san", säuselte Haru. Sie ergab sich ihrem Schicksal und richtete sich auf. Dabei gab sie ihrer Mutter den Blick auf den Besuch frei. Diese erkannte Kazumi und ihre erziehende Fassade wich einer gastfreundlichen. "Kazumi-chan?" Während Akizuki schon um die Ecke verschwunden war, deutete Tsuzune Haru an ihre Schuhe ausziehen, sodass die blauhaarige Mutter Platz hatte, um Kazumi eintreten zu lassen. Sie hielt die Schiebetür fest und stellte sich seitlich. "Komm rein, Kazumi-chan. Ich wusste nicht, dass Haru noch jemanden mitbringt." In der Erwartung, dass Kazumi ins Haus kam, schloss Tsuzune einige Zeit später die Tür und unterhielt sich kurz im Eingang mit den Mädchen. "Das Essen ist schon fertig, aber du kannst natürlich mitessen, Kazumi. Du kannst dich gern schon mal setzen, du weißt ja den Weg. Und Haru holt das Geschirr." Das war nicht einmal eine Bitte, sondern eine klare Anweisung. So verschwand Tsuzune mit Kazumi ins Esszimmer.
Haru flitzte in die kleine Küche, riss Schubladen und Türen auf, um Teller und Besteck herauszusuchen. Sie schaffte es sogar noch ein Glas auf dem Stapel zu tragen, sodass sie nicht nochmal laufen musste. Das Esszimmer war ein klassisches rechteckiges Zimmer mit Schiebetüren und Tatamiboden. In der Mitte war ein flacher Tisch aus dunklem Holz, der Platz für sechs Personen bot. Tsuzune saß am Kopfende gegenüber der Zimmertür, links Akizuki mit ihrem Vater und rechts wollte Haru sich niederlassen. In weiser Voraussetzung, dass Kazumi sich neben sie setzte, platzierte sie rechts von sich ihren Teller und den Rest. Es gab heute Eintopf. So unkreativ es klang, so komisch sah es auch aus. Haru setzte sich in traditioneller Haltung hin und betrachtete den hohen Topf, in dem eine gelbe Brühe mit verschiedenem Gemüse und ein bisschen Fleisch ihr Unwesen trieb. Tsuzune begann jeden Teller in Ruhe aufzufüllen, während sie Kazumi nochmal ansprach. "Es überrascht mich, dass du nicht Zuhause bist, Kazumi-chan. Du bist natürlich immer willkommen, aber wissen deine Eltern-" "Ich will noch mehr!", grätschte Haru dazwischen. Sie machte dicke Backen. Allerdings war sie nicht gierig oder neidisch, dass sie weniger als die anderen hatte, sie wollte ihre Mutter eher dazu bringen nicht Kazumis Eltern anzusprechen. Sie ahnte, dass das mehr als nur das falsche Thema war. "Nee-chan! Du wirst noch fett!" Dieser liebevolle Kommentar von Akizuki ließ Haru rot werden. Obwohl sie Kazumi gerade beschützen wollte, musste ihre Schwester natürlich so zickig reagieren. Der einzige, der relativ unbeteiligt wirkte, war ihr Vater. Kōjaku guckte relativ entnervt und hatte die Arme verschränkt. "Haru, du isst erst mal auf, bevor du mehr bekommst. Wir sind hier nicht bei den Akimichi." Das war sogar gemein. Er beleidigte gerade einen ganzen Clan, um sein Stiefkind zurechtzuweisen, aber die 8-Jährige wollte am Tisch keinen Streit provozieren. Sie guckte Kazumi entschuldigend aus dem Augenwinkel an und senkte dann brav den Kopf, sodass es keine Widerworte gab. "Herr je. Also, Kazumi-chan, wie geht's dir?" Jeder hatte nun von dem Würstchen-Gemüseeintopf auf dem Teller und entweder Tee oder Wasser im Glas. Synchron wurden die Hände gefaltet und Itadakimasu! gesagt, nachdem Tsuzune ihre Frage an Kazumi gestellt hatte.
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BeitragThema: Re: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   Mo Jun 13, 2016 7:16 am

Zum Glück wusste Kazumi, wie es ihr gelang, Haru und sich aus dieser unangenehmen Dauerentschuldigungsschleife herauszuholen. Sie tat das, was sie im Moment eben tun wollte. Und das war umarmen. Eigentlich wollte sie umarmt werden und diese Nähe spüren, von der sie dachte, dass sie sie nie wieder bekommen würde. Die Tatsache mit ihren Eltern lagen ihr schwer auf den Schultern und auf der Seele. Dieser Schock hatte sich regelrecht in ihre Knochen eingebrannt. Zum Glück kam Haru nicht auf die hirnrissige Idee, ihr zu widersprechen oder sich gar weiter zu entschuldigen. Ein Nicken und das zusätzliche Bestätigen beruhigte Kazumi ungemein. Leicht lächelnd nickte nun auch die Ältere. Wenn deine Okā-sama mich nicht eiskalt vor die Türe schmeißt oder mir eben diese vor der Nase zuknallt, werde ich dich, nachdem ich dich in einer Kissenschlacht voll fertig gemacht habe, knuddeln bis du denkst, ich sei dein verlängerter Arm
Ein leichtes Schmunzeln schlich sich auf Kazumis Züge, eh sie sich von Haru löste. Sie wollte weder Haru noch Tsuzune oder den Anderen irgendwie auf die Pelle rücken. Aber leider waren sie gerade ihr einziger Fluchtweg. Leise seufzte sie deswegen. Hoffentlich konnte sie sich erklären ohne dabei vor allen Anwesenden in Tränen auszubrechen. Den ganzen Weg, vom Park bis hin zu HArus Zuhause schwieg Kazumi nachdenklich und ab und an leicht lächelnd. Nachdenklich war sie, um sich zu überlegen, wie sie es Tsuzune erklären sollte. Sie wollte nicht mit der Tür ins Haus fallen, auf keinen Fall. Genauso wenig wollte Kazumi, dass ihre Eltern kontaktiert wurden und dann noch irgendwann vor der Tür standen. Sie wollte mit dem ganzen Verarbeiten noch nicht anfangen. Sie wollte die Wahrheit nicht wissen und sie wollte sich einreden, dass sie bei Haru übernachtete und das mit ihren Eltern nie passiert war. Sie würde es nicht schaffen, ihren Eltern in die Augen zu blicken. Lächeln tat sie, weil sie Haru an ihrer Seite hatte. Haru war in etwa so, wie ein kleiner Hoffnungsschimmer, ein kleines Licht in der finsteren Einsamkeit. Klingt melodramatisch aber für Kazumi war Haru das. Haru war ihre einzige Freundin und auch der einzige Mensch, mit dem sie offen reden konnte, ohne dabei denken zu müssen, dass sie hinter dem Rücken der Blonden ablästern würde.
Den Weg zu Harus Zuhause legten die beiden Mädchen relativ zügig hinter sich. KAzumi konnte es auch verstehen. Sie kannte Tsuzune ein bisschen und hatte sie mehr als einmal ausflippen und schimpfen sehen. Das wollte Kazumi einerseits nicht miterleben und andererseits auch Haru nicht zumuten. Kazumi bewunderte jedes Mal das Haus von Harus Familie. Besonders den Weg zum Eingang fand sie herrlich. Diese typischen Vorgärten liebte sie unheimlich. Mal ganz zu schweigen von den Pflanzen und dem Teich. Am Meisten liebte sie die Schiebetüren. Sie selbst lebte in einem Haus, in dem es normale Türen gab und die führten auch nur in die Schlafzimmer oder ins Bad. Die restlichen Räume, wie Küche, Wohnzimmer und Esszimmer waren offene Räume und wurden mittels breiteren Türrahmen verbunden. Es gab ansonsten keine Türen. Dementsprechend liebte sie es einfach, die Schiebetüren in HArus Haus einfach nur hin und her auf- und wieder zuzuschieben. Vielleicht kindisch, aber es störte sie nicht. Verwirrt wurde sie aus den Gedanken gerissen, als sich die Jüngere zu ihr umdrehte und sich einen Finger an die Lippen legte. Im ersten Moment etwas verwirrt, raffte sie schnell, dass sie leise sein sollte. Denn ganz ehrlich, Kazumi war vom Garten so begeistert gewesen, dass sie den Schatten, den Haru gesehen hatte, nicht bemerkt hatte. Unvorsichtig wie immer halt. Leise und vorsichtig folgte Kazumi Haru und genauso wie die Dunkelhaarige, seufzte Kazumi auch erleichtert und entspannt aus. Doch die Erleichterung hielt nicht lange. Auf einmal stand da doch tatsächlich Harus kleine Schwester vor ihnen, in der Tür. Etwas erschrocken starrte Kazumi diese an. Sie kannte Akizuki nicht wirklich. Sie hatte sie ab und an mal gesehen und bekam auch von Haru immer nur Schlechtes zu hören. Und Kazumi glaubte ihr. Wieso sollte sie auch belogen werden? Beziehungsweise eben von Haru belogen werden. Gerade als dieses kleine Miststück, was Kazumi niemals sagen würde, sie verpfiff und nach Tsuzune rief, zischte Haru ihrer Schwester entgegen und anstatt, dass diese still blieb, donnerte sie die Schiebetür so sehr auf, dass man denken konnte, ein ausgewachsener Elefant versuchte durch die Tür durchzubrechen. Sofort wurde KAzumi entdeckt und natürlich wurde sie von dieser kleinen Göre verwirrt angesehen. Haru war währenddessen mutlos zusammen gesackt und wenig später hörte sie Tsuzunes Stimme. Etwas teilnahmslos stand die damalige Hawaru da und wartete, was passierte. Haru wurden Liegestütze zur Strafe aufgebrummt und Kazumi selbst brach bei dem Gedanken an einen Liegestütz beinah zusammen. Als Haru sich erhob wurde nun auch die Blonde erkannt. Sofort verneigte sich die Jüngere vor der Mutter. G-Guten Abend, Tsuzune-sama! Verzeihen Sie die Störung!, meinte die Blauäugige höflich, eh sie sich aufrichtete und die Ältere ansah. Sie wurde hereingebeten und sofort folgte KAzumi dieser Aufforderung. Es war auch nicht geplant… ehrlich gesagt, antwortete sie, als sie sich ebenfalls die Schuhe auszog. Wie sie es kannte, wurde sie trotzdem zum Essen eingeladenen. Sie wollte gerade ablehnen, da fing ihr Magen schon verräterisch an zu knurren. Verlegen nickte sie also stattdessen und ging schnurrstracks, mit Tsuzune, ins Esszimmer, wo sie auch Harus Stiefvater und die ungeliebte Schwester noch ordentlich begrüßte. Wieder etwas, weswegen sie Harus Zuhause liebte. Alles war typisch traditionell eingerichtet und im Gegensatz zu Kazumis Zuhause, wo man beim Essen auf Stühlen saß, saß man hier an einem flachen Tisch auf dem Boden. Kurz überlegte sie sich, wo sie sich hinsetzen durfte, doch HAru nahm ihr die Entscheidung ab, als diese bereits einen Teller neben ihren eigenen stellte. Also war klar, dass Haru wollte, dass die Blonde neben ihr saß. Sofort nahm sie auf dem freien Platz platz und setzte sich auf dem Platz rechts neben Haru. Tsuzune begann das Essen aufzuteilen und natürlich schwieg sie nicht. Sofort, als sie nur das Wort Zuhause hörte, zuckte sie merklich zusammen und sah zu der Hausherrin auf. Bevor diese fertig gesprochen hatte, sprach Haru dazwischen, womit Kazumi nicht ganz gerechnet hatte. Verwirrt blickte sie auf, eh sie Haru leicht und erleichtert an. Dankend nickte sie der Jüngeren zu, eh sie ihre aufmerksamkeit dem Eintopf widmete. Die Frage von Tsuzune hörte die Zehnjährige natürlich, setzte aber erst zur Antwort an, als alle ihr Itadakimasu gesagt hatten. So konnte sie sich etwas Zeit kaufen und sich etwas Überlegen. Es… also… Es ist kompliziert… Tsuzune-san, nuschelte KAzumi nachdenklich. Sie verfiel wieder einmal in ihr altes Muster und sprach Alles und Jeden höflich an. Traurig senkte sie den Kopf. Es gibt… Probleme… Zuhause. Niemand weiß, dass ich hier bin. Bitte Tsuzune-sama… Bitte sagt ihnen nicht, dass ich hier bin. Ich möchte wenigstens diese Nacht meine Ruhe und sie wenigstens bis morgen nicht mehr sehen, hauchte sie bittend und wie erwartet war ihr zum Heulen zumute. Ihre Stimme klang schon wieder so weinerlich
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BeitragThema: Re: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   Mo Jun 13, 2016 5:08 pm

Für mindestens drei Menschen am Tisch war der Tag noch in Ordnung. Für mindestens zwei sollte es wohl auch noch so bleiben. Harus Stiefvater hatte angefangen zu essen, genau wie Akizuki. Sie achteten nicht wirklich auf Kazumi. Kōjaku interessierte sich meistens ohnehin eher für seine Tochter und deren Freunde als für Haru und ihre. Ausgeglichen wurde das dann wieder durch Nezumi, ihren richtigen Vater. Der fragte auch mal nach Kazumi, auch wenn er sich kaum an ihr Gesicht erinnern konnte. Es kam einfach viel zu selten vor, dass Vater und Kind sich sahen - geschweige denn Vater und Kind und Freundinnen. Es taten sich irgendwie zwei verschiedene Welten in diesem Raum auf. Haru wusste, was in ihrer Freundin vorging und versuchte sie davor zu schützen irgendwie bloßgestellt zu werden. Tsuzune hatte wohl genug Verständnis für das junge Mädchen, aber spätestens bei den letzten beiden Morichika-Namensträgern war das Interesse am Nullmeridian.
Akizukis Löffel schepperte kurz am Tellerrand. Sie fasste sich an die Lippe und verzerrte schmerzvoll das Gesicht. "Otō-chan!", wimmerte sie mit Tränchen in den Augenwinkeln. Sie hatte nicht gepustet und nicht vom Rand gegessen, war gleich in die heiße Mitte getaucht. Kōjaku drehte sich wortlos zu ihr, betrachtete sie einen Moment und wischte ihr dann mit dem Daumen der linken Hand über die Wange. Anschließend nahm er ihren Löffel und erklärte ihr mit einer Engelsruhe: "Hier. Vom Rand. Und pusten. Innen drinnen ist es noch viel zu heiß." Er sagte es relativ leise und nur zu Akizuki. Irgendwie grenzte er sich schon von der Unterhaltung ab, seitdem Tsuzune nach Kazumis Eltern hatte fragen wollen.
Dann schaffte das blonde Mädchen es relativ gut das eigentliche Thema nicht beim Namen zu nennen und davon abzulenken, indem sie um Diskretion bat und einen Ort zum Schlafen. Die blauhaarige Tokubetsu Jōnin hatte in der rechten Hand ihren Löffel, aber hielt ihn bewegungslos fest, während sie Kazumi zuhörte. Ihr Gesichtsausdruck veränderte sich entschieden. Sie kräuselte die Augenbrauen nachdenklich, presste die Lippen ein wenig aufeinander und konzentrierte sich voll und ganz. Für einen Moment schwiegen alle, nachdem Kazumi geendet hatte.
"Dir ist sicher klar, dass wir dich nicht ewig hier behalten können. Früher oder später kommen sie vorbei und fragen nach dir." Haru betrachtete ihre Mutter argwöhnisch. Hieß das etwa, dass Kazumi nicht bleiben durfte? Dann blieb Haru auch nicht. Dann flüchteten beide nun mal zu Nezumi! Doch glücklicherweise sagte sie noch mehr. "Aber du kannst gern hier bei Haru übernachten. Ich sage auch niemandem was." Ihre Tochter atmete erleichtert auf. Dennoch kassierte sie von Tsuzune einen nachdenklichen, leicht mahnenden Blick. Aus Tsuzunes Sicht war er so gemeint, dass sie sich vielleicht in Angelegenheiten einmischte, die sie nichts angingen. Aber so weit dachte Haru nicht. "Du kannst gern in meinem Bett schlafen. Ich nehme dann den Futon." Ein liebevolles Lächeln hatte Haru danach für Kazumi übrig. Dann begann sie schließlich auch von ihrer Suppe zu essen. Als sie auf ein Stück Kohlrabi biss, schüttelte es sie durch den ganzen Kiefer. Mit vollem Mund fragte sie ihre Mutter: "Okā-san, wie lange hascht du dasch gekocht?" "Du sprichst mit vollem Mund, Nee-chan!", pfiff Akizuki dazwischen. Die bekam von ihrer Schwester nur einen miesgelaunten Blick ab. "Hm, fünfzehn Minuten?" Das war entschieden zu kurz. Man konnte froh sein, wenn die Hälfte des Gemüses im Eintopf durchgegart war. Schweren Herzens schluckte Haru das harte Gemüse herunter. Dann schaltete sich ihr Stiefvater plötzlich ein. Er hatte die Wange in eine Hand gelegt, sodass er etwas müde wirkte, fixierte Kazumi allerdings sehr aufmerksam. "Ich hoffe, dass du nichts verbrochen hast, was wir nachher ausbaden müssen." Herzlose Kommentare wie Haru sie von ihm gewohnt war. Allerdings fuhr Tsuzune ihm dann über den Mund. "Kō-kun!" Er hob abwehrend die Hände. "Oi, oi. Fürsorge in allen Ehren. Aber wenn die eigenen Eltern nicht wissen sollen, wo ihre Tochter sich versteckt, hat sie wohl was angestellt oder? Ich will es mir nur nicht mit Ranake verkrachen." "Halt einfach den Mund. Tu so als wüsstest du von nichts. Alles andere hilft Kazumi nicht." Er verdrehte die braunen Augen und aß einfach weiter. So tat es ihm jeder gleich.
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BeitragThema: Re: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   Di Jun 14, 2016 7:10 am

Das war wahrscheinlich das Einzige, was Kazumi an Harus Stiefvater und ihrer kleinen Schwester mochte. Sie interessierten sich nicht für die Blonde. Sie taten scheinbar, als wäre Kazumi nicht da. Sie aßen Beide in Ruhe weiter, während Tsuzune sich scheinbar ehrlich dafür interessierte, was Kazumi so spät abends hier zu suchen hatte. Zum Glück wurde sie nicht eiskalt wieder rausgeschmissen. Von Tsuzune hatte sie sicherlich nicht so eine schlechte Meinung. Aber von Harus Stiefvater und seinem kleinen Balg schon, wenn Kazumi ehrlich zu sich selbst war.
Kazumi hing etwas an ihren Gedanken, während sie eher wioe eine Statur auf ihre Suppe starrte und überlegte, wie sie ihre ganze Situation erklären sollte, ohne dass sie dabei als total hysterisch oder als Lügnerin abgestempelt wurde. Wenigstens Harus Mutter schuldete sie doch eine Antwort. Immerhin waren Kimiko und Ranake schon seit Jahren ihre Freunde und Kazumi war nicht so hasserfüllt, dass sie ihren Eltern jetzt unbedingt die Freundschaft zerstören wollte. Sie zuckte merklich zusammen, als die Stille, die sich neben den Essensgeräuschen gebildet hatte, auf einmal, plötzlich unterbrochen wurde. Ein Löffel fiel auf den Tellerrand und verursachte dadurch ein helles Klirren. Scheinbar hatte Jemand den Löffel fallen lassen. Noch eh sie erschrocken aufblickte und nach der Quelle des Lärms sehen konnte, hörte sie schon, dass sie scheinbar mit ihrer Vermutung recht gehabt hatte. Harus Schwester hatte sich, zum Glück, verbrüht, wo Kazumi keinerlei Mitleid empfand. Ziemlich unauffällig blickte sie Akizuki böse an, eh sie wieder auf den Teller blickte und dann doch mal auf die Idee kam, etwas zu sich zunehmen. Seltsam. Jetzt, wo sie das Essen vor der Nase hatte, war sie satt. Das war echt schrecklich!
Zögerlich hatte Kazumi Tsuzune sehr grob die Geschichte erzählt, wobei sie eigentlich nur gesagt hatte, dass es Probleme gegeben hatte. Nicht mal ansatzweise hatte sie nähere Details genannt. Diese Stille, die von der Hausherrin ausging hatte irgendwie etwas beruhigendes aber auch war es ziemlich verunsichernd. Nachdem sie ein paar Mal von dem Eintopf, vor ihrer Nase, probiert hatte, hob sie ihren Blick und blickte die Blauhaarige Frau an. Ihr freundlicher Ausdruck wich ziemlich schnell und machte dafür einem nachdenklichen Platz. Lautlos seufzend senkte Kazumi den Blick und rechnete dann doch schon damit, dass sie aus dem Haus geschmissen wurde. Ich möchte doch nicht bei euch einziehen…Tsuzune-san. Morgen früh, sobald ich aufwache bin ich weg, ich verspreche es., hauchte sie traurig, eh sie dann doch leicht lächelte, als ihr versprochen wurde, heute nacht bei Haru schlafen zu dürfen. Ebenso die Tatsache, dass versprochen wurde, dass Tsuzune nichts sagen würde, beruhigte Kazumi ungemein, weswegen sie der Hausherrin sofort ein fröhliches und dankbares Danke entgegen brachte. Aber so toll würde es dann doch nicht werden. Mit einem leichten Lächeln wand Kazumi den Blick auf ihre jüngere Freundin, eh sie breit grinste. Lass uns um den Schlafplatz kämpfen. Wer mehr Federn und weniger Salzstangen gefuttert hat, schläft auf dem Futon, grinste sie zufrieden und auch ein wenig herausfordernd. Schnell mampfte sie die Suppe weiter, wobei sie sowieso so ein Mensch war, der das Gemüse eher einatmete, als draufzubeißen und runter zu schlucken. Sie mochte den Geschmack, der sich durch das Gemüse im Mund ausbreitete, wenn man darauf biss, nicht. Deswegen aß sie ohne wirklich zu kauen. Auf einmal verschwand das Grinsen auf Kazumis Gesicht, als Harus Stiefvater sich jetzt doch auf einmal einmischte. Fragend blickte sie zu diesem und starrte ihn entsetzt bei seinen Worten an. Dachte er ernsthaft, sie wäre so ein missratenes Balg? Diese Worte sollten sie eigentlich nicht kümmern, dennoch schmerzten sie ihr in der Seele. Sie schwieg, obwohl ihr eigentlich doch zum Schreien und zum Weinen zumute wäre. Traurig blickte sie auf den Teller und hörte nur noch mit halbem Ohr zu, was gesagt wurde. Aber schnell wurde es am Tisch wieder leise. Diese Zeit nutzte Kazumi um sich Kôjakus Worte noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen. Nach einer ganzen Weile seufzte die Blonde, eh sie leicht lächelte, was eher ziemlich wehleidig aussah. Ranake und Himiko sind nicht meine Eltern, ließ sie die Bombe mit einem Lächeln platzen. Dementsprechend brauchen sie auch nicht wissen, wo ich bin. Wenn du Angst hast, Kôjaku-san, dich mit Ranake zu verkrachen, dann brauchst du dir keine Sorgen machen., hauchte sie freundlos, eh sie wieder einen Happen von der Suppe nahm. Vielleicht würde es dir ja sogar gelingen, auf deinen jahrelangen Freund einzureden und ihm klar zu machen, was er mit seinem Betrug und seinen Lügen angestellt hat. Wenn er dich nicht auch belogen hat, meinte sie schulterzuckend. Woher sollte sie denn wissen, wie Ranake wirklich tickte? Sie hatte irgendwie das Gefühl, dass ihre damaligen Eltern ihr irgendwie vollkommen Fremd waren.
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BeitragThema: Re: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   Di Jun 14, 2016 7:35 pm

Die Idee gefiel Harukaze sehr. Es weckte ihren Ehrgeiz und erinnerte sie an Motivationsversuche ihres Großvates mit ihm gemeinsam zu trainieren. Es gab immer irgendwelche Belohnungen für die es sich zu kämpfen galt. Selbst wenn es in dieser Szene nur der Schlafplatz war. Sie nickte grinsend bei dem Vorschlag. Nichtsdestotrotz verflog das einen Moment später wieder. Kōjaku versaute die zart gerettete Stimmung gänzlich, indem er Kazumi verdächtigte irgendwas angerichtet zu haben. Dann erwähnte er völlig selbstverständlich ihre Eltern. Gerade bei dem Wort lag der Knackpunkt. Unbehelligt aß Akizuki ihre Suppe, während für einen Moment die gesamte Luft eingefroren zu sein schien. Kōjaku betrachtete Kazumi, Tsuzune wechselte mit ihrem Blick von ihm zu ihr und Haru biss wütend die Zähne zusammen. Allerdings richtete sie ihre Aufmerksamkeit dann auch auf Kazumi, da diese mit einem eher lieblos wirkenden Lächeln zu Tisch sagte, was sie vorhin ihrer Freundin erzählt hatte. Einmal hatte sie sie noch davor schützen können, dass sie Tsuzune antwortete, aber nun brachte sie es so heraus. Die vermeintlichen Eltern waren keine Eltern. Nicht die, die Kazumi geboren hatten.
Die Blonde ging noch auf das ein, was Kōjaku gesagt hatte, doch das besaß für Tsuzune und Haru keinerlei Relevanz. Es waren leer gewechselte Worte, aber definitiv keine Art von Unterhaltung. "Belogen?", fragte der Dunkelhaarige ungläubig und zog skeptisch eine Augenbraue hoch. Während Akizuki nicht zuhörte, presste Haru die Lippen aufeinander. Sie hatte Angst etwas zu sagen. Sie wollte, dass in diesem Moment ihre Mutter irgendwie das Szenario rettete. Damit hier niemand am Essenstisch explodierte. Aber Tsuzunes Mund war lediglich leicht geöffnet, weil sie nicht glauben konnte, was sie da hörte. Es kam nicht in ihrem Kopf an, sodass ihr Mann einfach weiter sprechen konnte. "Selbst wenn Kimiko dich nicht geboren hat, ist sie immer noch deine Mutter", sagte er trocken, aber dafür sehr überzeugt. Mitgefühl ließ er nicht wirklich verlauten, aber betrachtete es rational doch recht vernünftig. "Egal wer wen wo in die Welt gesetzt hat, sind Vater und Mutter doch die, die ein Kind großziehen und ihm ein Zuhause geben." Es kam für einen Moment keine Antwort, geschweige denn ein Kommentar. Kōjaku drehte den Kopf zu Tsuzune und fragte: "Oder seid ihr anderer Meinung?" "Schatz, lass gut sein." Man merkte, dass Tsuzune verunsichert war. Die Nachricht schien auch für sie nicht leicht verdaulich. Zumindest wesentlich schwieriger als für ihren Mann. "Mädchen, ihr könnt gerne aufstehen. Ich wasche ab. Ihr seid sicher müde." In den Worten lag etwas bittendes. Es war keine Feststellung, dass sie zwei vielleicht müde waren, sondern ein Drängen, um dieses unangenehme Aufeinandertreffen aufzulösen. Haru nickte schließlich stumm, legte den Löffel ab und würdigte ihren Stiefvater keines einzigen Blickes. "Danke für das Essen, Kā-san." Ein flüchtiger Blick in Richtung Kazumi sollte andeuten, dass sie beide auf Harus Zimmer verschwinden sollten. Dieses Mal ging die Blauhaarige voran über die Treppe ins obere Stockwerk, schob ihre Zimmertür auf, ließ ihre Freundin rein und schloss sie wieder. Danach lehnte sie verunsichert an der Tür. Von unten hörte man Stimmen miteinander diskutieren. Nach einigen Sekunden hörte man wie Tsuzune einmal laut wurde. Danach war es still. Haru seufzte schwer. "Mir ist nicht nach Kissenschlacht zumute", sagte sie planlos und starrte auf den Boden. Ähnlich wie Kazumi machte das Ganze sie schon wieder traurig. "Gomen für meinen Stiefvater. Besonders nett war er noch nie."
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BeitragThema: Re: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   Di Jun 21, 2016 7:44 pm

out: Ohhhhhhh Sry D: hab gar nicht gemerkt, dass du gepostet hattest >.<
Gomen D: ich war voll darauf fixiert irgendwie mit Kazumis neuer Bewerbung halbwegs zufrieden zu sein QwQ

Sie hatte eigentlich die Sache mit dem kleinen wettkampf nur erwähnt, um Haru wenigstens etwas von der derzeitigen, unschönen Situation abzulenken. Der Gedanke, sich mit Haru gegenseitig Kissen an den Kopf zu donnern, stimmte die Natsu eher müde. Allerdings beruhigte und erfreute Harus Grinsen zeitgleich Kazumis derzeitig ziemlich aufgewühlten charakter. vielleicht war eine Kissenschlacht wirklich nicht schlecht. Sie hatte gehofft, dass Harus Grinsen sie länger fröhlich stimmen würde, doch leider schien ihr unfreundlicher Stiefvater ihnen in den Rücken zu fallen. Es tat ihr weh, was ihr vorgeworfen wurde und um sich zu erklären, ließ sie die Bombe platzen. Doch Kazumi war dumm, wenn sie gedacht hatte, dass Harus Stiefvater ansatzweise verständis zeigte. Davon war nichts zu sehen. Ob er überhaupt positive Charaktereigenschaften besaß? Kazumi konnte auf sein Kommentar nur trost und freudlos lachen. Kimiko hatte sich um sie gekümmert. Zehn Jahre lang, wie wahr. Aber dennoch wurde sie eiskalt zehn Jahre lang belogen. Konnte dieser Erwachsene nicht verstehen, dass sie damit anders umging, als er es vielleicht tun würde? Erwartete er etwa jetzt schon die Disziplin eines Erwachsenen von einem zehnjährigen Kind? Dieser Mann war einfach nur dazu gut, wenn es einen Grund gab, sich selbst zum Kochen zu bringen. Wie gerne hätte sie ihm irgendwas an den Kopf geknallt aber das war nicht ihre Art. Schüchtern, höflich und zurückhaltend. Das war sie. Auch wenn sie Harus Stiefvater am Liebsten den Topf heißen Eintopf direkt ins Gesicht geschmettert hätte, gab sie keinen Ton von sich und starrte nur auf ihren Teller. Was hatte dieser blöde Penner bitte für eine Ahnung?!
Tsuzunes Worte rissen Kazumis Kopf in die Höhe und sofort sah sie die schöne Mutter Harus an, eh Kazumi nickte und sich mit Haru zusammen erhob. Sofort verneigte sie sich vor der Hausherrin. Vielen dank für das Essen, Tsuzune-san. Und vielen Dank, dass ich heute bei Haru schlafen darf., bedankte sie sich, eh sie Tsuzune etwas anlächelte. Sie wollte nicht, dass wegen ihr hier der Familiensegen schief hängen würde. Guten Nacht, verabschiedete sie sich, eh sie Haru folgte. Diese Worte waren eigentlich nur an Tsuzune gerichtet, aber sie hatte es nicht gewagt, ihren Namen daran zu hängen und dementsprechend Stiefvater und Halbschwester Harus zu ignorieren. Auch wenn es diese sicherlich nicht gekümmert hätten. Frustriert, kraftlos und schwer seufzend legte sie den Kopf in den Nacken, als sie in dem Zimmer angekommen waren. Haru verkündete, dass ihr nicht nach Kissenschlacht zumute sei. Wortlos ging sie zu Harus Bett und nahm das Kissen in Beide Hände. Ich kann nicht verstehen, was deine Mutter an so einem Vollidioten findet. Mal ganz ehrlich... Er hat das Feingefühl einer Kettensäge, kann das sein? Blöder Idiot. Unsensibler Penner, knurrte und fluchte sie laut, was man wahrscheinlich nicht von ihr kannte. Ich hoffe Tsuzune-san kann ihm mal den KOpf waschen. Das grenzt ja an seelischer Grausamkeit, knurrte sie, eh sie mit dem Kissen in den Armen zu Haru ging. Schade, dass du keine Lust mehr hast. Wir müssen uns irgendwie ablenken. Von dem Spießer sollten wir uns nicht den Abend versauen lassen. Wir finden sicher was besseres, als Kissenschlacht. Karten spielen oder so, meinte sie grübelnd, eh sie dann mit dem Kissen ausholte und es haru direkt ins gesicht schmetterte. Sofort erfüllte den Raum wirklich gelassenes und erleichtertes LAchen.
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BeitragThema: Re: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   Di Jun 21, 2016 11:09 pm

Sie stand eigentlich nur an der Tür, um sicherzugehen, dass niemand den Eingang in ihre kleine Welt nun öffnete. Der Terror mit ihrer Familie war da draußen, sie war mit ihrer Freundin hier drinnen. Eigentlich ein Grund aufzuatmen und zu denken, dass sie nun alleine Spaß haben konnten mit Gruselgeschichten, Zelten aus ihren Decken oder Fingerzeichnen auf dem Rücken und raten, was das war. Aber der erste Satz, den Kazumi sagte, der grub sich tief in Harus Erinnerung. Es versetzte ihr einen Stich, der sie an die grausame Realität erinnerte. Jeden Tag arrangierte sie sich mit diesem Mann, der ihre Mutter geheiratet hatte. Sie kannte seine Allüren und Manieren. Er war recht streng, selbstbezogen, ehrgeizig, etwas wortkarg, aber äußerst loyal, prinzipientreu und selbstbeherrscht. Jeder mochte diese Eigenschaften auslegen wie er wollte. Die einen fanden Kōjaku kaltschnäuzig, sogar arrogant, andere sahen ihn als kompetenten Kollegen, auf den man sich verlassen konnte. Immer wieder ignorierte Haru mehr oder weniger ihre eigene Meinung über ihn, nur um ihn irgendwie aushalten zu können. Er war da, das war's. Aber nun dachte sie kurz wieder schmerzhaft darüber nach, dass sie es verdrängte zu verstehen, warum ihre Mutter ihn geheiratet hatte. Warum sie Harus Vater Nezumi verstoßen hatten, nachdem sie ihn betrogen hatte. Eigentlich hatte sie sowohl ihn als auch ihre kleine Tochter damals verraten. Trotzdem lebte Haru hier, und nicht bei ihrem Vater. Jeden Tag erschlich sie sich die Illusion einer Patchwork-Familie, die irgendwie lief. Man aß zusammen, sagte einander gute Nacht und half in Not, doch eine liebevolle Umarmung suchte man vergeblich.
Die darauf folgenden Flüche und Beleidigungen machten es nicht besser. Es war nicht so, dass die kleine Haru Kōjaku in Schutz nehmen wollte. Sie fühlte sich vielmehr ertappt und aus ihrem Versteck gerissen. Eisern trainierte sie mit Mutter und Großvater, um aus sich etwas zu machen. Sie wollte sie aber auch stolz sehen. Ihr Dasein definierte sich derzeit durch Anerkennung und Zuneigung, die sie von ihrer Mutter nicht so bekam wie von Nezumi. Und Kōjaku interessierte sich nur für Akizuki. Irgendwie belog Haru sich selbst, das kochte nun einmal mehr hoch wie angebrannte Milch.
Der Kloß in ihrem Hals wurde ganz dick und unangenehm. Eigentlich wollte sie irgendwas sagen, damit er weg ging, aber zu atmen allein machte es schon schlimmer. Sie konnte Kazumi nicht ansehen, weil sie Angst hatte dann schwach zu sein.
Plötzlich bekam sie einen Ruck gegen das Gesicht und erstarrte förmlich. Das war ihr Kissen gewesen. So plötzlich wie der Ruck kam, ließ jener ihre Fassade bersten. Sie wollte nur, dass es alles gut ging, dass ihre Freunde und Familie glücklich waren, und nicht einander belogen. So wie Kazumis Adoptiveltern sie belogen hatten. So wie Haru sich um ihrer Selbstschutz willen belog. Um immer wieder die trockene, schmerzende Zeit zwischen den Besuchen bei ihrem echten Vater zu überbrücken. Sie schien eine kleine Schauspielerin zu sein, deren Bühne nun zusammenstürzte. Das Kissen fiel lautlos auf den Teppichboden, Haru sank langsam daneben auf die Knie und ließ wimmernd den Kopf hängen. Ihre Haare verdeckten gerade so ihre Augen, die sie verstecken wollte. Die Lippen presste sie aufeinander, versuchte ihre Stimme leise zu halten und rieb sich bereits mit einem Handrücken über eins der Augen. "Er-", fing die Blauhaarige mit zitternder Stimme an. "Er ist immer da." Dabei rollte die erste Träne über die Wange, sie hob den Kopf etwas an, sodass man ihr weinerliches Gesicht sehen konnte, und starrte verzweifelt das Kissen vor sich an. "Er ist jeden Tag hier. Er ist stolz auf Aki-chan, er hat sie lieb. Er hat auch Okā-san lieb, aber mich nicht. Ich sehe ihn jeden Tag, und meinen richtigen Otō-chan fast nie!" Sie rang um ihre Fassung, zog schluchzend die Luft ein und ballte die Hände angestrengt zu Fäusten. Sie sah Kazumi Hilfe suchend an. "Ich weiß nicht, warum sie ihn geheiratet hat. Mein Papa ist so ein lieber, netter Mensch!"
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BeitragThema: Re: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   Sa Jun 25, 2016 10:36 am

Eigentlich hatte sie gehofft, dass die traurigen und schrecklichen Ereignisse dieses Tages endlich mal vorbei sein würden. Doch da irrte sich Kazumi gewaltig. Durch die Worte von Harus Stiefvater und auch durch Kazumis unüberlegten Wutausbruch, brachte die Natsu unwissendlich einen Stein ins Rollen, den man nicht mehr aufhalten konnte. Kazumi regte sich kurz, wirklich nur wenige Sätze über den Neuen Mann Tsuzunes auf und diese Worte reichten, um Haru vollkommen aus der Bahn zu werfen. Sie hatte nicht gesehen, dass Haru vollkommen am Boden zerstört war. Was für eine miese Freundin sie doch war. Sie wollte ihrem Ärger Luft machen, was sie auch getan hatte. Doch weder sah sie, was das in Haru auslöste, noch hätte sie einen Weg gesehen, um die Jüngere zu trösten. So tat sie das, was sie im Moment eben unüberlegter weise getan hatte. Sie wollte sich und Haru ablenken. Diesen blöden Stiefvater vergessen und die Nacht genießen, in der sie sich gegenseitig unzählige Kopfkissen an die Ohren schmetterten. Um Haru auch etwas abzulenken, drückte Kazumi ihr nicht etwa ein Kissen in die Hand sondern donnerte es ihr schon mit leichter Gewalt ins gesicht. Kurzzeitig war sie erfreut, dass sie dieJüngere etwas überrumpeln konnte. Aber im nächsten Moment erstarrte sie regelrecht. Das Kissen fiel zu Boden, aber das interessierte Kazumi nicht. Ihre Blicke waren an Haru festgeschweißt. Haru schien auf einmal die Kraft in den Beinen zu verlassen, denn sie sank langsam auf die Knie. Kazumi zuckte alamiert zusammen und kniete sich sofort vor die Jüngere und legte eine Hand auf Harus Schulter, die Andere an ihre Wange. Haru-chan!, sagte Kazumi besorgt und leise und langsam sprach sie. harus Stimme klang nicht nur leise, sondern auch verzweifelt, wenn Kazumi das damals schon so einschätzen konnte. Auf jeden Fall zitterte ihre Stimme, was nur ansatzweise zeigte, wie sich die Dunkelhaarige fühlte. Sie lauschte, was Haru sagte und sie musste mit dem Drang kämpfen, die Jüngere nicht einfach in ihre Arme zu ziehen und ihr den Trost und die Wärme zu spenden, den sie eben scheinbar von ihrem Stiefvater nicht mal ansatzweise bekam und wahrscheinlich auch nie bekommen würde. Aber sie riss sich zusammen. Sie wusste nicht ob das so gut sei. Vielleicht würde eine Umarmung sie abhalten zu reden. Stattdessen aber strich sie immer wieder sanft über Ryuukos Wange und auch die hand, die an Harus Schulter lehnte, strich etwas nach hinten und streichelte der Kleineren sanft über den Rücken. Schnell spürte sie, wie Haru weinte. Wenn sie es nicht herausgehört hätte, dann hätte sie es gespürt, als ihre Hand an der wange der Dunkelhaarigen auf einmal feucht wurde. Sie ließ die Andere ausreden, bis Kazumi verzweifelt angesehen wurde. Ihre Hand an der wange rutschte zu Harus Hinterkopf und zog diese sofort auch leicht an sich. Vorishctig zog sie Haru in eine Umarmung und strich ihr beruhigend über den Haarschopf. Wie konnte ich nur denken, dass meine Situation gerade schlimm ist? Es tut mir leid, dass ich dich und deinen Kummer nicht beachtet habe, Haru-chan, hauchte sie mitfühlend und blickte die Jüngere an. Wieso lebst du denn bei deiner Mutter und ihrem Neuen? Denkst du, man könnte mit ihr reden, dass sie dich vielleicht zu deinem Vater lässt? es muss doch eine möflichkeit für dich geben. Es kann nicht sein, dass deine Eltern vielleicht glücklich sind und du dich, als ihr Kind, dennoch ungerecht behandelt fühlst, nuschelte sie nachdenklich und leise, um Haru nicht ganz so ins Ohr zu brüllen.
Wir Kinder können die Erwachsenen nie verstehen., meinte sie und wollte einen vergleich zu ihrer derzeitigen Situation ziehen. aber sie ließ es bleiben. Sie wollte sich jetzt um Haru und ihren Kummer kümmern. Kann man mit deinem Stiefvater nicht reden. Wenn er dich als Mensch schon nicht liebt, dann sollte er dich als einen Teil Tsuzunes sehen. Du gehörst zu deiner Mutter und wenn er alles an deiner Mutter liebt, dann sollte er auch dich lieben. Immerhin bist du ihr Kind.
Ich meine... Es ist doch einfach nur grausam,wenn er dich weiter so behandelt. Du bist so ein Liebes und fleiiges Mädchen. Es ist klar, dass er seine Tochter abgöttisch liebt. Aber er sollte auch dich lieben. Immerhin bist du ein teil von der Familie

Seufztend legte Kazumi ihren Kopf auf den der Jüngeren. Warum sind die Erwachsenen nur so grausam...? Wollen wir mit den Beiden reden, oder wollen wir uns schlafen legen. Oder wir reden weiter. Erzähl mir, was dir auf der Seele liegt. ich werde versuchen dir eine stütze zu sein und dich zu trösten
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BeitragThema: Re: Haru & Kazumi (Weg zur Freundschaft)   Sa Jun 25, 2016 12:40 pm

Wirklich vergleichen konnte man die beiden Situationen ja auch nicht. Es hing zwar beides mit den jeweiligen Eltern der Mädchen zusammen, aber auf Kazumi prasselte alles schlagartig ein, und Haru lebte so schon seit ihrer Geburt. Sie hatte nicht einmal Erinnerungen daran, dass ihre Eltern einige Monate zusammen glücklich lächelnd durch das Dorf gegangen waren. Während Tsuzune mit einem dicken Bauch Brötchen holte, Nezumi ihre Hand hielt und dachte, dass das seine Liebe des Lebens war. Kaum konnte Haru laufen, konfrontierte Tsuzune ihn dann schließlich mit einem anderen Mann und alles ging den Bach herunter. Es wurde neu geheiratet und als Haru richtig lernte zu sprechen, kam schon ihre Schwester zur Welt. Seit sie klein war, bestand die eigentliche Familie immer aus denen, die den Namen Morichika trugen. Akizuki Morichika, Tsuzune Morichika und natürlich Kôjaku. Sie als Mizushima stand daneben und war lediglich mit ihrer Mutter verwandt. Sie hatte jahrelang um Kôjakus Aufmerksamkeit gekämpft, aber die kleine Akizuki stand immer im Mittelpunkt. Somit fraß sie den Frust auf und versteckte ihn lange, anstelle wie einige andere Kinder groß gegen ihre Eltern zu rebellieren. Das war, was ihr Vater sie lehrte. Tugend. Geduld. Rücksicht. Dass man aber auch mal egoistisch sein musste, um seinem eigenen Glück auf die Sprünge zu helfen, musste sie erst noch bitter lernen.
Die Berührung von Kazumi tat total gut. In diesem Moment war sie fast wie eine große Schwester, die die Sorgen ihrer kleineren verstand und ohne Zoff und Geschwisterzankerei einfach für sie da war. Manchmal wünschte sie sich Kazumi sogar als Schwester. Sie wäre eine so viel bessere als Akizuki gewesen. Vor allem wäre Haru dann nicht selbst die große Schwester, der immer gesagt wurde, dass sie der kleineren ein Vorbild sein sollte. Einerseits wollte sie das nicht, andererseits nahm Akizuki nicht mal an, was sie ihr vorlebte. Sie war ein sturer Dickkopf, der sich nicht für Schwesterlektionen interessierte.
Nach einem Moment, wo Kazumi ausgesprochen hatte, hatte Haru sich einfach an sie gekrallt, ihr zugehört und erschöpft die Augen geschlossen. Sie schaffte es sich wieder zu beruhigen, atmete tief ein und murmelte dann ein "Arigatô, Kazumi-chan." Über Kazumis Schulter blickte sie aus ihrem Fenster über dem Bett. Draußen war der Himmel langsam nachtblau mit letzten grünen Streifen, weil die Sonne verschwunden war. Obwohl es nicht einmal regnete, fühlte der Tag sich mindestens genauso traurig an wie jene, an denen man sich alleine in eine Decke kuschelte, wenn so schlechtes Wetter war. Die Blauhaarige seufzte schwer. Dann löste sie sich und betrachtete die Blonde vor sich mit einem schwermütigen Lächeln. Die Augen waren etwas aufgequollen, aber sie sah gerade sowieso recht fertig aus. "Es ist schon okay, Kazumi. Du hast doch alles erst heute erfahren. Diese Gefühle sind daher überwältigend. Bei mir ist das allerdings schon immer so gewesen. Ich kenn's nicht anders." Zögerlich strich sie sich eine Haarsträhne hinter das Ohr und legte dann die Hände in den Schoß. "Reden möchte ich nicht mit ihnen. Sicherlich würde Okā-san mich trösten, aber es würde sich nichts ändern. Ich kann ja kaum von ihr verlangen, dass sie ihren Mann für mich verlässt. Das wäre selbstsüchtig." Also arrangierte sie sich schweigend damit.
"Mein Papa arbeitet fast immer. Er kann sich nicht um mich kümmern so wie Okā-chan. Sie hat mehr Zeit, und wenn sie mal keine hat, bin ich ja nicht alleine. Sie teilen sich das Sorgerecht oder wie man das auch nennt. Wann ich will und er Zeit hat, kann ich zu meinem Papa. Aber ich sehe ihn nur alle paar Wochen. Dafür ist das die schönste Zeit, die mir überhaupt ein Mensch gibt. Wir spielen Schach, aber ich verliere immer." Sie lachte kurz etwas wehmütig und versuchte ein Grinsen zu unterdrücken. "Oder wir essen Eis, er erzählt mir von seiner Arbeit oder wir besuchen Opa. Das ist immer schön. Er hat einen Balkon voller Blumen und Pflanzen, die ich nicht kenne. Und er sammelt Schmetterlinge." Kinzo und Nezumi waren ihr größer Halt, wenn ihre Mutter komplett versagte. Zu ihrem Opa konnte sie im Notfall immer laufen. Er öffnete ihr die Tür, gab ihr was Süßes und nahm sie auf den Schoß. Obwohl er relativ komisch war. Er erzählte gern Geschichten über das alte Konoha und über die Kindheit ihres Vaters, aber über sich selbst sprach er nie.
Vorsichtig stand Haru auf, wischte sich nochmal über die Augen und ging dann zu ihrem Bett. Sie setzte sich im Schneidersitz auf das Fußende und deutete Kazumi an her zu kommen. "Ich glaube, ich weiß was. Wie wäre es, wenn du dich her setzt? Ich zeichne dann mit einem Finger Kanji auf dein Rücken. Und du errätst, was es heißt. Oder ich male Bilder. Kanji wären aber etwas schwieriger. Je nachdem, was mehr Spaß macht." Sie lächelte Kazumi aufrichtig an und hielt ihren ausgestreckten Zeigefinger hoch, mit dem sie wedelte. Nach dem Spiel war ihr eher zumute als eine Kissenschlacht.
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