Tamashii no Utsuri

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 [Hikyuden] Depot Sendou

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Yamanaka Epona
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BeitragThema: [Hikyuden] Depot Sendou   Di Aug 23, 2016 2:33 am

- Das Depot Sendou, ein durch die Brüder Kishibee und Yuribee geführtes Handelsunternehmen. Das Gelände umfasst ein Bürogebäude, welches gleichsam über die Wohnungen der beiden Chefs verfügt, sowie mehrere Lagerhäuser. Auch ein Stall mit Zugpferden sowie ein Hangar für Kutschen und Karren findet sich hier. Das Areal ist geräumig; für besonders große Mengen zu transportierender Waren kann sogar der Innenhof zu einem Landeplatz für Luftschiffe erklärt werden. -

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Satonaka Amaiko
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Di Aug 23, 2016 4:00 am

cf: Konohagakure, Shinobis Nightlife

Hektisches Treiben auf dem Gelände des Depots: Gerade war ein Luftschiff auf dem Innenhof gelandet, und die Angestellten waren eifrig damit beschäftigt, Kisten und Säcke in den Bauch des Himmelsgefährts zu packen. Ein Mann, um den die Arbeiter bewusst einen großen Bogen machten, schaute sich das Ganze an und schnaubte dann und wann jemanden an. Ohne Zweifel der Chef. Oder zumindest ein Chef, denn es gab ja zwei.
Amaiko fragte sich, ob der mürrische Anschnauzer der Klient war. Sie selbst befand sich noch jenseits des Geländes, saß mit überkreuzten Beinen auf einer Backsteinmauer und betrachtete das Beladen von weitem, quasi von den Zuschauerrängen aus. Das Luftschiff sah toll aus. Einige Kinder saßen ebenfalls auf der Mauer, nur etwas entfernt, und zeigten auf das massige Ungetüm, welches sich doch wie schwerelos in die Höhe begeben konnte. Amaiko fand, dass dieses Fortbewegungsmittel viel zu selten genutzt wurde, und fragte sich, ob sie die Reise wohl auf einem Wolkensegler antreten konnten. Immerhin war doch schon einer da, warum also nicht?
Im Augenblick wartete Amaiko noch auf ihre Kollegen, die ebenfalls am Depot eintreffen sollten. Sie holte die Unterlagen hervor und prüfte noch einmal die Adresse. In der Hauptstadt des Feuerreiches war sie bislang nur selten gewesen, von daher hätte es sie nicht überrascht, wenn sie sich ordentlich verfranst hätte. Aber nein, sah doch alles richtig aus.
Um sich die Zeit zu vertreiben, prüfte sie ihre Ausrüstung. Kleine Tintenfäßchen aus Glas, Keramik und Bambus kamen zum Vorschein, und sie schaute nach, ob jedes einzelne Behälterchen noch genug Flüssigkeit enthielt. Auch die Pinsel prüfte sie, fand einen arg Verkrusteten und warf ihn in einen nahebei stehenden Mülleimer. Sie brauchte vernünftiges Handwerkszeug! Die Siegelmeisterin, die Amaiko in Konoha kennen gelernt hatte, stellte ihre Pinsel sogar selbst her. Aus ihren eigenen Haaren! Amaiko zupfte an einer Haarsträhne und erwog, dies auch mal zu versuchen.

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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Mi Aug 24, 2016 12:45 am

~ Einstiegspost:

Interessiert betrachtete Rena das Luftschiff aus der Ferne. Es war gewaltig.
Die junge Frau mochte diese Konstrukte, vor allem wegen dem Zusammenspiel physikalischer Elemente, das nötig war, um sie zum Fliegen zu bringen.
Rena verspürte die Sehnsucht, wieder einmal in die Lüfte zu steigen – das letzte Mal war lange her. Überhaupt hatte sie sich, seitdem sie hier in Konohagakure war, viel zu wenig Zeit für sich und ihre Wünsche genommen. Meistens war sie mit Arbeit beschäftigt gewesen, da ihr dies Freude bereitete und sie das Geld benötigte und ansparen wollte. Trotzdem nahm sie sich nun vor, bald ein paar freie Tage einzulegen, etwas herumzureisen und zu überlegen, was sie in ihrem Leben noch alles erreichen wollte.
Aber eines nach dem anderen. Zuerst war nun diese Mission an der Reihe.
Lächelnd betrachtete Rena das rege Treiben rund um das Luftschiff. Das Geschäft schien zu laufen.
Nun galt es, ihre Teamkollegen ausfindig zu machen und kennen zu lernen – jedes Mal ein interessanter Teil der Mission.
Renas Blick glitt über den Bereich rund ums Gelände. Auf einer Mauser sassen Kinder, die offensichtlich Freude am Luftschiff zu haben schienen, aber wohl kaum ihre Gefährten sein würden. Ein Stückchen weiter sass eine Frau, die an etwas herumhantierte. Rena kniff die Augen zusammen, konnte aber keine Details erkennen. Da sie sonst niemanden in der Umgebung ausmachen konnte, der nicht zu den Handelsleuten oder den Grünlingen zu gehören schien, war die Wahrscheinlichkeit gross, dass jene Frau eine ihrer Teamkameraden sein würde.
Rena schaute an sich herunter, überprüfte, ob ihre Kleidung immer noch sauber war und zupfte diese an manchen Stellen zurecht. Dann warf sie sich ihr langes, blaues Haar über die Schultern, straffte ihre Schultern und setzte sich in Bewegung.
Beim Näherkommen konnte sie erkennen, dass die Frau vermutlich in ihrem Alter war. Rena musterte sie von oben bis unten. Sie sah gesund und gepflegt aus. Nicht dass es für die Mission von Bedeutung wäre, aber auch die Kleidung war hübsch, Rena mochte diese Farben. Da die Fremde zudem leicht gerüstet war, spekulierte die Blauhaarige, dass sie wohl über gute Reflexe verfügte. Das wäre natürlich ideal – Rena schätzte solche Teamkameraden, da diese ihre eigenen Schwächen ausglichen.
„Hallo.“, grüsste sie knapp, aber in freundlichem Ton, als sie schliesslich einige Schritte neben der Unbekannten stehen blieb.
„Im Auftrag von Sendou Kishibee?“
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Ishihara Ryosuke
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Mi Aug 24, 2016 7:50 am

cf: Konohagakure, Shinobis Nightlife

Es war soweit. Ryosuke hatte die Hoffnung innerlich schon halb aufgegeben, seine Schwester wiederzusehen, den tatsächlich hatte das Schicksal ihm bisher ein ums andere Mal einen Strich durch die Rechnung gemacht. Er hatte oft versucht, sie in ihrem neuen Zuhause in Konohgakure aufzusuchen und nie hatte er sie angetroffen. Natürlich, er hätte ihr auch ein Schreiben zukommen lassen können, doch zu Anfang hatte er sich eingeredet, dass er sie schon persönlich antreffen würde, er bräuchte nur etwas mehr Geduld und danach hatte er es als eine Art Herausforderung gesehen. Eigentlich dumm, aber er wollte sie lieber gleich persönlich treffen, ihre Reaktion sehen, wenn sie ihn nach so langer Zeit wiedersah. Er hatte sich oft gefragt, ob sie dachte, das er tot wäre. Er hatte das nie geglaubt, wider jeglicher Behauptungen hatte er daran geglaubt, das sie noch lebte. Und er lag richtig, den tatsächlich lebte sie noch. Er fand heraus, das sie in Konohgakure ein neues Zuhause gefunden hatte, was nicht zuletzt ein Grund war, weshalb er sich dazu entschlossen hatte, ebenfalls dorthin zu ziehen. Es war mitnichten der einzige Grund, aber es war einer, der eine grosse Rolle bei der Entscheidung war.
Und nun war es soweit. Endlich hatte das Schicksal sich dazu entschieden, das sich die beiden Geschwister wieder trafen. Wieviele Jahre mochte es inzwischen her sein, das er seine kleine Schwester nicht mehr gesehen hatte? Es kam ihm gefühlt wie ein Jahrzehnt vor, oder sogar noch länger.
Ryosuke seufzte leise und sah sich auf dem Platz um. Ganz in der Nähe war ein Luftschiff. Tatsächlich war er noch nie in seinem Leben mit einem solchen Ding gefolgen. Irgendwie behagte ihm dieser Gedanke nicht, hoch in die Lüfte aufzusteigen, wo ein Mensch im Grunde nichts verloren hatte. Aber er hatte auch gehört, es soll ein unbeschreibliches Gefühl sein. Einmalig eben. Der Blauhaarige stand dem Ganzen trotzdem noch skeptisch gegenüber.
Da er der Anführer dieser Mission war, hatte er auch die meisten Informationen bezüglich des Auftrages erhalten. Er wusste, wer mit ihm in ein Team gesteckt wurde, und ja, das Team gefiel ihm soweit. Es bestand aus Satonaka Amaiko, seiner lange verschollenen Schwester, Ishihara Rena und ihm selbst. Angenehme Gesellschaft also ... Oder zumindest hoffte er das, den tatsächlich konnte er nicht vorhersagen, wie Rena charakterlich nun ist. Früher verstanden sie sich wunderbar, aber war das nach all den Jahren noch immer so ...?

Der Ishihara beobachtete das Treiben, sah einige Kinder auf einer Backsteinmauer und etwas weiter rechts daneben Amaiko ... Und Rena. Wie angewurzelt blieb Ryosuke für einen Moment stehen und sah die Person an, die seine kleine Schwester sein musste. Da sie ihm den Rücken zugewandt hatte, sah er nicht, ob es sie wirklich war, aber ihr langes, blaues Haar verriet sie im Grunde schon von Weitem. Sie musste es sein. Sein Herz schlug etwas schneller. Endlich war es soweit, endlich würde er seine Schwester wieder sehen. Und dieser Gedanke entlockte ihm ein Lächeln. Mit festen Schritten ging er auf die zwei Frauen zu.
"Ich hoffe, ihr wartet noch nicht allzu lange auf mich, tut mir leid, das ich etwas zu spät bin.", erklärte er dann und wirkte dieses Mal nicht ganz so nüchtern, wie es sonst seine Art und Weise war. Amaiko nickte er kurz zur Begrüssung zu, bevor er seinen Blick auf seine Schwester wandte. "Rena ...? Es ist schön dich nach so langer Zeit wieder zu sehen.", erklärte er dann und wartete eine Reaktion ihrerseits ab. Er war nicht der Emotionalste und es fiel ihm schwer, mit dieser Situation richtig umzugehen. Mit Sicherheit sah man ihm das auch an. Er war nicht der Typ Mensch, der mit stürmischen Umarmungen um sich warf, dennoch hatten die Worte, die er eben ausgesprochen hatte, etwas warmes und erleichterndes an sich. So, als ob eine schwere Last von seinen Schultern gefallen wäre. Und ja, am liebsten hätte er Rena in diesem Augenblick umarmt, aber wer weiss ... Vielleicht wollte sie das ja auch gar nicht? Deshalb hielt er sich zurück, vorerst.

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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Fr Aug 26, 2016 5:39 am

Ich glaube, bessere Tinte sollte ich mir auch besorgen. Amaiko blieb in ihrer eigenen, kleinen Gedankenwerkstatt vertieft, während sie ihre Ausrüstung prüfte. Sagte nicht mal jemand im Malkurs, irgendwelche Salze könnte man in die Farben mischen? Oder wars Erde von Gräbern? Irgendwas war da, aber nur beim Bannen oder Versiegeln, nicht für Jikuukan... oder lieg ich einfach völlig daneben?
Amaiko grübelte. Wenn Erde von Gräbern, dann von welchen Gräbern? Von Mördern oder Unschuldigen? Von zu Unrecht Verurteilten vielleicht.
Eine Bewegung weckte sie aus der intensiven Tagträumerei. Sie sah auf und blickte verwirrt drein, als die blauhaarige Dame sie so förmlich ansprach. Ihr Köpfchen arbeitete, dann riss sie die Augen weit auf und sprang von der Mauer.
Hey, Hallo!, rief sie freudig aus, Warum so förmlich? Willst du testen, ob ich dich noch erkenne? Amaiko grinste breit. Ziemlich lang her, Ryoko! Sie betonte das ko ganz besonders; so hatte sich Ryosuke damals genannt, als er seiner Schwester einmal sehr sehr ähnlich gesehen hatte.
Entsprechend verdutzt war Amaiko dann, als sie über Renas Schulter hinweg den wirklichen Ryosuke erblickte. Oh?, machte sie. Der Gesichtsausdruck ihres Kameraden war ernst. Irgendwie... feierlich, und daher trat sie einen Schritt zurück und blickte verwirrt und aufmerksam zwischen den beiden Blauhaarigen hin und her.
Einige Fragen brannten ihr auf der Zunge, doch die Atmosphäre schien nicht passend, um sie genau jetzt hinauszuquäken.

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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Di Aug 30, 2016 4:46 am

Rena schien die Fremde mit ihrem Gruss aus den Gedanken gerissen zu haben. Etwas verwirrt sah diese sie an, ehe sich ein Lächeln auf ihrem Gesicht breit machte und sie Rena freudig mit dem Namen Ryoko begrüsste.
Rena zuckte bei der Silbe 'Ryo' zusammen. Augenblicklich flammte vor ihrem inneren Auge das Bild ihres Bruders auf. Traurig schob die junge Frau dieses weg - mit diesem Teil ihres Lebens hatte sie abgeschlossen und nun war nicht der richtige Zeitpunkt, um sich in Erinnerungen zu verlieren.
Aber was war mit dieser Fremden los? Sie spricht mich so vertraut an... verwechselt sie mich wohl mit jemandem?
Dann wich das Lächeln aus dem Gesicht der Unbekannten, irgendetwas schien sie zu verstören. Die Blauhaarige wollte gerade etwas erwidern, als sie hinter sich eine vertraute Stimme vernahm.
Rena erstarrte. Die Stimme ihres Bruders! Ryo!
Sie hatte das Gefühl, dass ihre Sinne ihr einen Streich spielten, dass sie gerade ihre eigenen Wünsche auf diese Stimme projizierte - immerhin hatte sie vor wenigen Sekunden an ihren Bruder gedacht. Und Ryosuke war tot, er konnte gar nicht hier sein! Rena hatte zwar nie einen physischen Beweis für den Tod ihres Bruders gehabt, doch sie wusste, dass er zum Zeitpunkt der Zerstörung Iwagakures dort gewesen war. Und wenn man sich das Ausmass dieser Zerstörung angesehen hatte, dann liess dies keine andere Schlussfolgerung als den Tod zu. Dies hatte sich Rena mit der Zeit eingestehen müssen.
Und nun verspürte die junge Frau wieder Hoffnung - Hoffnung mit dem bitteren Beigeschmack von Angst. Rena wollte nicht enttäuscht werden, doch sie wusste zugleich, dass sie nicht umhin kam, sich der Wahrheit, die sich hinter ihr befand, zu stellen. Also drehte sie sich, mit Herzklopfen und vor Aufregung steifen Gelenken, langsam um.
Und da stand Ryosuke, ihr Bruder. Lebend und unversehrt.
Die ganze Anspannung löste sich auf und wich einer Mischung aus Unglaube, Freude und Wut - Wut auf sich selbst, da Rena ihren Bruder bereits aufgegeben hatte.
Die junge Frau spürte, wie ihr die Tränen in die Augen schossen. Angestrengt hielt sie diese zurück und ballte die Fäuste. Sie konnte doch jetzt nicht weinen!
Doch es halt nichts, zu viele Emotionen überwältigten sie in diesem Moment und ehe sie sich versah, eilte sie auf ihren Bruder zu. Als hätte sie Angst, dass Ryosuke wieder verschwinden könnte, krallte sich die Blauhaarige in seine Kleidung und sah ihn fassungslos an.
Wo warst du? Wie kannst du hier sein?
So viele Gedanken rasten durch Renas Kopf und alles, mit dem sie abgeschlossen zu haben glaubte, kam nun wieder in ihr hoch.
Aufgewühlt vergrub sie ihr Gesicht an Ryosukes Brust und begann leise zu weinen.
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Fr Sep 09, 2016 10:23 pm

Amaiko sagte in diesem Moment nicht viel, eher schien sie sich aus der derzeitigen Situation zurückziehen zu wollen weil sie wohl bemerkt hatte, dass sich hier etwas erinnerungswürdiges ereignen würde. Vielleicht ahnte sie auch schon, dass das ein Wiedersehen zweier Geschwister war, die sich seid langer Zeit wiederfanden? Er wusste natürlich nicht, was in Amaiko in diesem Augenblick vorging, aber er war ihr dankbar, dass sie so schnell und vor allem so gut reagierte.
Je näher Ryosuke den Zweien kam, desto klarer wurde es, dass die andere Frau seine Schwester sein musste, Ishihara Rena. Die Frau, die er schon so lange gesucht hatte und dessen Tod er einfach nicht hatte akzeptieren wollen. Und es war auch richtig so gewesen, seine Hartnäckigkeit wurde tatsächlich belohnt, in diesem Augenblick, auch wenn Ryosuke es mitnichten hier erwartet hätte. Erst als er die Informationsbeschreibung der Mission erfuhr und die Teammiglieder überflogen hatte, wurde ihm klar, dass das Wiedersehen mit seiner Schwester nun endlich unausweichlich stattfinden würde.

Und kurz nach dem er die Beiden angesprochen hatte, drehte sich Rena auch um. Ryosuke konnte ihr endlich nach so langer Zeit wieder einmal ins Gesicht sehen. Sie war älter geworden, reifer und noch viel hübscher. Auf eine Art und Weise war ihm dieser Anblick seltsam fremd, was aber kein Wunder war, immerhin hatte er sie nun seid Jahren nicht mehr gesehen und doch war da diese Vertrautheit. Immerhin war es immer noch Rena, seine kleine Schwester und auch wenn sie sich äusserlich durchaus etwas verändert hatte, so konnte er doch noch gewisse Paralellen zu früher erkennen.
Ein ehrliches Lächeln schlich sich auf seine Lippen und als er ihre Tränen sah, wusste er, das auch sie sich freute, ihn wieder zu sehen.
Rena kam auf ihn zu und als sie weinend ihr Gesicht an seiner Brust vergrub, legte er tröstend seine Arme um sie.
"Es tut mir leid, kleine Schwester. Es tut mir wirklich leid.", erklärte er dann und schloss für einen Moment die Augen, genoss einfach diesen Augenblick, endlich seine kleine Schwester in den Armen halten zu können. Ein unbeschreibliches Gefühl war das, gemischt aus Erleichtertung und unglaublich viel Freude. Ryosuke war grundsätzlich kein Mensch der grossen Emotionen, doch trotzdem war ihm in diesem Augenblick anzusehen, dass er unglaublich glücklich war.
"Ich habe seid der Zerstörung Iwagakures nach dir gesucht, Rena. Ich war eine Weile in Tsukigakure, konnte jedoch keine Spur von dir finden. Erst vor Kurzem erfuhr ich dann, dass du hier in Kooha lebst. Ich zog hierher und doch verpasste ich dich immer.", erklärte er dann, "Aber jetzt habe ich dich endlich gefunden. Wie geht es dir?", er strich ihr sanft über den Kopf, genoss noch einen Moment die Nähe zu seiner Schwester, bevor er sie dann mit sanfter Gewalt etwas von sich schob. Sein Blick glitt für einen Moment zu Amaiko, er wirkte entschuldigend, immerhin musste sie sich in diesem Augenblick sicher etwas ausgegrenzt fühlen. Dann blickte er wieder zu der Blauhaarigen und lächelte leicht. "Aber was meinst du mit, wie kann ich hier sein? Ich bin nicht bei der Zerstörung Iwagakures gestorben, Rena. Und du glücklicherweise auch nicht. Nur Vater und Mutter ...", er führte den Satz lieber nicht zu Ende, das würde den ansonsten so angenehmen Moment zerstören, "wie auch immer. Ich bin froh dich endlich gefunden zu haben.", er strich ihr kurz mit dem Daumen über die Wange und wischte somit eine Träne weg, "Ich vermute, ich sollte euch noch vorstellen: Amaiko?", er sah zu der Lilahaarigen, "Das hier ist meine kleine Schwester Rena. Und Rena?", er deutete auf Amaiko, "das ist Satonaka Amaiko, eine gute Freundin die mit mir aus Tsukigakure hierher gezogen ist. Im übrigen denke ich, werden wir ein gutes Team abgeben für die bevorstehende Mission.", erklärte er, den auch wenn er endlich wieder seine kleine Schwester gefunden hatte, durften sie nicht vergessen weshalb sie hier waren. Sie hatten einen Auftrag zu erfüllen und diesen sollten sie demnächst angehen, ansonsten würde der Kunde unzufrieden sein.

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Satonaka Amaiko
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Sa Sep 10, 2016 2:33 am

Kleine Schwester? Amaiko verfolgte aufmerksam die gefühlsgeladene Begrüßung zwischen Ryosuke und der Kunoichi, die sich mit tränenden Augen in dessen Kleidung krallte. Als fürchte sie, jemand käme vorbei und zerre ihn wieder weg, oder er könnte einfach wieder verschwinden.
"Erst vor Kurzem erfuhr ich dann, dass du hier in Konoha lebst. Ich zog hierher und doch verpasste ich dich immer."
Die Satonaka spitzte die Ohren. Ah, darum?, dachte sie bei sich. Während des Wiederfindens der Geschwister hielt sich Amaiko artig im Hintergrund, als Zuschauerin. Und wäre irgendjemand in diese Szene geplatzt, hätte sie besagten Störer weggesprengt. So gehörte sich das. Außerdem... erfuhr sie auf diese Weise ein wenig mehr.
"Ich bin nicht bei der Zerstörung Iwagakures gestorben, Rena. Und du glücklicherweise auch nicht. Nur Vater und Mutter ..."
Wenn Amaiko ehrlich war: Sie hatte von der Zerstörung Iwagakures gehört wie jeder andere auch, und sie hatte auch gewußt, von wo Ryosuke kam. Doch hatte sie diese Teile je zu einem einzigen Bild zusammengefügt? Irgendwo vielleicht, im Hinterstübchen, doch mit Ryo darüber gesprochen hatte sie nie. Sie wußte wenig, irgendwie, wie ihr zumindest gerade vorkam. Hatte dergleichen auch nie gefragt...
Sie schnappte aus diesem Gedankengang, als Ryosuke auf sie deutete. Lächelnd trat sie vor und verneigte sich vor Rena. Freut mich, dich kennen zu lernen, Rena-chan. Sie grinste von ihr zu Ryo, vielleicht ein wenig zu breit, als wolle sie die eigenen trüben Gedanken wegwischen. Man sieht es. Ihr seid wahrlich Bruder und Schwester. Ich hielt sie erst für dich, ehrlich gesagt.
Dies musste schräg klingen. Rena mochte dies als eine seltsame Art von Humor werten...

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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Mo Sep 12, 2016 12:42 am

Rena war in diesem Moment so froh, ihren Bruder wieder zu haben, dass sie beinahe vergessen hatte, dass die beiden gar nicht alleine waren.
Als sie Amaikos Blicke auf sich spürte, linste sie etwas beschämt zu ihr hinüber. Was mochte die Fremde nun wohl von ihr denken? Dass sie eine unkontrollierte Heulsuse war? Rena musste sich nun wohl besonders bemühen, ihre Professionalität in dieser Mission zu beweisen.
Nachdem Ryosuke sie sanft von sich schob, lächelte Rena ihm kurz zu und erklärte ihm, dass es ihr gut gehe. "Ich habe mich inzwischen gut in Konoha eingelebt. Zuvor war ich in einem kleinen Dorf, am Rande Hi no Kunis und…", Rena biss sich auf die Lippen. Es gab so vieles zu erzählen. Und so vieles, dass sie ihren Bruder fragen wollte. Er schien verwundert darüber, dass sie ihn für tot gehalten hatte. Und insgeheim schämte sich Rena auch etwas dafür. Er hatte nach ihr gesucht und sie hatte einfach irgendwann aufgegeben! Warum hatte sie ihn bereits abgehakt gehabt? Weil es für sie alles einfacher gemacht hatte? Und wo war Ryosuke zum Zeitpunkt der Zerstörung Iwagakures gewesen? Wurde er schwer verletzt, hatte er eine schwierige Zeit gehabt?
So viele Fragen brannten auf Renas Zunge und sie hätte sich nun am liebsten mit ihrem Bruder hingesetzt und über all die offenen Angelegenheiten geredet. Aber dies war nun leider der falsche Zeitpunkt. Das Thema war viel zu emotional und sie waren hier, um eine Mission zu erfüllen, nicht um sich in Erinnerungen zu verlieren. Rena begnügte sich darum erstmal damit, ihren Ryo wieder bei sich zu haben, dies war die Hauptsache. Die Details dazu mussten warten.
Glücklich und erleichtert strahlte sie ihn an - er sah wirklich gut aus, stattlich und gesund. Sie würde ihn jetzt jedenfalls nicht mehr ausser Sichtweite lassen. Zufrieden lächelnd strich Rena Ryosukes Kleidung glatt, in die sie sich zuvor gekrallt hatte und zupfte alles kurz zurecht. Dann wandte sie sich an Amaiko, die das Geschehen immer noch interessiert beobachtete.
"Freut mich ebenfalls, dich kennen zu lernen, Amaiko", erwiderte Rena, als die beiden Frauen einander vorgestellt wurden, "und ich entschuldige mich für meinen Gefühlsausbruch." Die Blauhaarige verneigte sich tief.
"Man sieht es. Ihr seid wahrlich Bruder und Schwester. Ich hielt sie erst für dich, ehrlich gesagt."
In Renas Kopf begann es zu rattern. Etwas verwirrt sah sich an sich herab und blickte dann zu Ryosuke herüber. Wir sehen uns ja wirklich ähnlich, aber ich bin eine Frau und Ryo ist ein Mann... wie kann man uns da verwechseln?! Die Verwirrung war Rena ins Gesicht geschrieben und sie wusste nicht, was sie nun von dieser Aussage halten sollte. Gespannt spähte sie zwischen Ryosuke und Amaiko hin und her und hoffte auf eine aufklärende Reaktion ihres Bruders.
Rena interessierte sich nun wahnsinnig dafür, wo und wie er Amaiko kennengelernt hatte. Immerhin bezeichnete er sie als gute Freundin, nicht einfach nur als Bekannte… und sie waren zusammen nach Konoha gekommen! Scheinbar hatten sie schon viel zusammen erlebt und Rena wüsste nun zu gerne, was das alles gewesen war. Ihr Neugier war geweckt und wenn sie nicht ihr letztes Stückchen Professionalität hätte wahren wollen, hätte Rena die beiden wahrscheinlich mit Fragen bombardiert.
Aber nun hiess es erstmal, den Ball flach zu halten. Der Tag war noch lang und Rena blieb genügend Zeit, Ryos gute Freundin etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und gelegentlich eine Frage in die Runde zu werfen.
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Ishihara Ryosuke
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Sa Sep 17, 2016 12:40 pm

Deshalb hatte er sie nicht gefunden. Rena erkärte, das sie ihre Zeit vor Konoha in einem kleinen Dorf am Rande des Reiches verbracht hatte. An einem solchen Ort hätte er sie wohl niemals gefunden. Es war leichter, in solch grossen Dörfern wie Konoha Jemanden zu finden, weil man hier gezielt suchen konnte, anders war es in kleinen, völlig unbekannten Dörfern, von deren Existenz viele noch nicht einmal Kenntnisse hatten. Hätte er es früher gewusst, hätte er sie dort aufgesucht, Tatsache war jedoch, das er wusste, das er dieses Dorf wohl mit Sicherheit nicht kannte. Er kannte im Grunde kein einziges Dorf in Hi no Kuni ausser Konoha selbst. Demnach spielte es auch absolut keine Rolle, was er getan hätte, wenn er gewusst hätte, wo sie war ...
Ryosuke lächelte seiner kleinen Schwester kurz aufmunternd zu. "Verstehe. Wichtig ist nur, das wir uns jetzt wiedergefunden haben und das wir uns nun nicht mehr aus den Augen verlieren.", erklärte er einfühlsam auf ihren nicht beendeten Satz.
Nach dem er Amaiko und Rena miteinander bekannt gemacht hatte, erwiderte die Lilahaarige darauf, dass sie zu Anfang Rena für ihn gehalten hatte. Er war sich an dieser Stelle absolut nicht sicher, ob er dies nun als Kompliment auffassen sollte oder eher als Beleidigung, Tatsache war aber, das er seiner Schwester zum verwechseln ähnlich aussehen konnte, wenn er diese vermaledeite Jutsu anwandte. Und mit Sicherheit war seine kleine Schwester durch Amaikos Worte nun verwirrt.
"Ich weiss, die Ähnlichkeit ist verblüffend.", erklärte er dann nüchtern und verfiel somit in seine ursprüngliche und normale Rolle zurück. Er war mitnichten ein gefühlskalter Mensch, dennoch sah man ihm seine Emotionen nicht sofort an, er hielt diese meist zurück, versteckte sie hinter einer Maske die meist Professionnalität, Gelassenheit und Nüchterneit ausstrahlte. Er hatte sich dies im Laufe der Zeit als Mitglied der Spezialeinheit angewohnt, den diese Art von Maske war für seine Arbeit unabdingbar.
Ryosuke drückte die Schulter seiner Schwester noch einmal sanft wie um sich noch einmal im vollem Umfang bewusst zu werden, dass sie wahrhaftig hier war und er sich all dies nicht nur einbildete, bevor er sich um sah.
"So. Wo ist den unser Auftraggeber? Hat er sich verspätet ...?", er versuchte sich nun auf die bevorstehende Mission zu konzentrieren, tatsächlich fiel ihm dies aber sehr schwer, da er derzeit tatsächlich viel lieber reden wollte. Aber Auftrag blieb Auftrag, die Mission musste erfüllt werden, immerhin hatten sie sich dazu verpflichtet.
Als er dann ihren Auftraggeber in einiger Entfernung erblicken konnte, staffte er seinen Körper und lief auf diesen zu. Tatsächlich wusste Ryosuke nämlich noch nicht mit Sicherheit, auf welche Art sie nun reisen würden. In dem Dokument, das man ihm übergeben hatte, stand nur, dass es sich um einen Transport einer Ware von Punkt A nach Punkt B handelte. Da sie sich hier auf einem Flugplatz befanden, war es durchaus plausibel die Luftroute zu nehmen, sicher konnte Ryosuke sich diesbezüglich aber nur sein, wenn er den Auftraggeber befragte.
"Guten Tag, Kishibee-san.", er verneigtes ich angemessen vor dem Mann, "wir sind die Shinobis aus Konohagakure welche mit eurer Mission beauftragt wurden. Wie sehen die Einzelheiten über den Transport der Ware aus, sobald wir diese ungesehen aus dem Gebäude entfernt haben?", er ging mit Absicht nicht ins Detail, immerhin war es durchaus möglich, dass Ohren lauschten, die nichts mitbekommen sollten.

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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   So Sep 18, 2016 9:37 am

"Ich weiss, die Ähnlichkeit ist verblüffend." So reagierte Ryosuke äußerst geschickt auf Amaikos Anmerkung, die - hoch und heilig versprochen - ohne jeden bösen Hintergedanken ihre Zunge verlassen hatte. Nein, die Kunoichi wollte ihren Kollegen vor seiner Schwester wirklich nicht in Kalamitäten bringen, und so griente sie bloß gut gelaunt vor sich hin und verzichtete auf weiteres Nachbohren. Renas Entschuldigung wegen des Gefühlsausbruchs hatte sie ebenfalls lächelnd abgetan.
Dafür keine Entschuldigung. Wenn man jemals einen Gefühlsausbruch haben darf, dann wohl genau jetzt.
Ryosuke legte derweil einen professionellen Gang ein und erkundigte sich nach dem Auftraggeber, der auch kurz darauf aufschlug. Kishibee, ein Mann mittleren Alters mit schwarzen Haaren, die allmählich ergrauten, und einer kleinen, aber nicht zu übersehenden Menge an Körperfülle erschien auf der Straße, wobei er sich umblickte wie ein gehetztes Tier. Er warf stetig achtsame Blicke auf jenen Mann, der auf dem Platz, beim Beladen des Luftschiffes, so einen herrischen Ton anschlug. Dieser Mann sah Kishibee übrigens sehr ähnlich.
Ryosuke sprach den Klienten sogleich formvollendet an, wobei er gar einige Daten aus der Missionsbeschreibung hinzufügte. "Wie sehen die Einzelheiten über den Transport der Ware aus, sobald wir diese ungesehen aus dem Gebäude entfernt haben?"
Amaiko lehnte sich ein wenig in Richtung Rena. Schau ihn dir an, wie viele Worte er machen kann, wenn es um den Job geht. In der Freizeit muss man ihm alles aus der Nase ziehen. Ein wenig übertrieben, diese Aussage, doch Ryosuke konnte sich gerade halt nicht wehren. Der Klient, einem Schweißausbruch nahe, begrüßte seine Shinobi in aller Knappheit und ging gleich ins Wesentliche.
Genau. Ungesehen!, zischte er, wobei er nicht aus Böswilligkeit zischte, sondern der Geräuschtarnung wegen. Die Ware, in meinem Büro liegt sie. Beim Reinkommen gleich rechts. In einer Holzkiste, die einen Fellbezug trägt. Hab sie als Hocker getarnt. Geheim, streng geheim! Erneut flackerte sein Blick zum Vorplatz, wo sein Bruder gerade einen Arbeiter zu sich winkte, in dessen Kiste blickte und ihn dann weiterschickte. Paranoider Bastard. Meinen Bruder meine ich. Er hat was gewittert, und nun kontrolliert er jedes Stück Fracht, dass den Hof verlässt, wenn nicht sein Stempel drauf sitzt. Er deutete mit gestreckten Zeigefingern auf die Konoha-Nin. Wir werden das Luftschiff nehmen. Doch meine Ware, die Kiste, der getarnte Hocker, muss an Bord, ohne dass mein Bruder sie zu sehen bekommt, klar?!
Amaiko horchte auf. Ah? Das ist einfach. Fröhlich zeigte sie eine Schriftrolle vor, in der sich ein Tobidogou, also ein Aufbewahrungssiegel befand. Verpacken wir sie halt -...
Nein! Kishibee schrie fast. Zuckte zusammen und fuhr gedämpfter fort: Nein! Keine Siegel, keine Zauberei. Nein, nichts. Auf keinen Fall! Er wedelte fahrig mit den Händen. Nein nein nein nein! Kein Versiegeln der Kiste, kein Irgendwas mit der Kiste, kein Keine-Ahnung-was-ihr-Shinobi-mit-Kisten-macht mit der Kiste. Der der der der Inhalt muss wirklich, darf nicht... Kishibee schüttelte sich ein klein wenig bei dem Gedanken, irgendetwas möge mit der Kiste passieren. Kein Versiegeln, Besiegeln, kein Beschwören, kein Verschwören, kein Teleportieren oder Zeitreisen oder sonstwas.
Amaiko fragte sich, in welcher Jutsu-Sparte man Besiegeln und Verschwören lernte.
Erste Aufgabe also: Holt die Kiste, bringt sie aufs Schiff, ohne gesehen zu werden. Er schaute auf die Uhr. In einer Stunde legen wir ab.

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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Do Sep 22, 2016 4:27 am

"Ich weiss, die Ähnlichkeit ist verblüffend."
Rena hatte eigentlich auf eine ausführlichere Antwort gehofft. Aber anscheinend hatte sich ihr Bruder diesbezüglich nicht sehr geändert – wenn man detaillierte Informationen wollte, musste man sie ihm alle einzeln aus der Nase ziehen. Rena öffnete gerade den Mund, um gezielt nachzuhaken, als sich Ryosuke mit einem sanften Schulterdrücker von ihr abwandte und nach dem Auftraggeber Ausschau hielt.
Schweigend klappte Rena den Mund wieder zu und äugte zu Amaiko hinüber, die still vor sich hin grinste. Rena fand es beunruhigend, wenn andere Leute Dinge wussten, die sie nicht wusste. Dies gab ihr das Gefühl, nicht alles unter Kontrolle zu haben – ein äusserst unerträglicher Zustand.
Sie blickte ihrem Bruder nach, als er in professioneller Manier auf den Klienten zuschritt, ehe sie folgte. So schnell liess sie sich nicht abwimmeln. Früher oder später, würde sie ihre Antworten schon noch bekommen, dies nahm sich die Blauhaarige fest vor.
Während Ryosuke den Klienten förmlich begrüsste, hatte sich Amaiko zu Rena herübergebeugt: "Schau ihn dir an, wie viele Worte er machen kann, wenn es um den Job geht. In der Freizeit muss man ihm alles aus der Nase ziehen."
Die Iryounin musste ein wenig schmunzeln. Amaiko sprach aus, was Rena gerade erst gedacht hatte.
"Ja,", erwiderte sie mit gesenkter Stimme, "manchmal ähnelt er einem wandelnden Tresor."
Sie lächelte Amaiko zu und konzentrierte sich dann auf den Auftraggeber. Dieser gab inzwischen eifrig zu verstehen, worum es bei der Mission ging: Eine Kiste, getarnt als Fellhocker unbemerkt auf das Luftschiff zu bringen. Ohne "Zauberei", in einer Stunde.
Rena beäugte Kishibee kritisch. Er war dermassen nervös, dass es beinahe ansteckend war. Der Inhalt der Kiste musste einen sehr hohen Wert für ihn haben und Rena fragte sich, was sich wohl dort drin befinden mochte. Gleichzeitig machte sie sich Sorgen um den Gesundheitszustand ihres Klienten; sein Verhalten war gar nicht gut für Herz und Kreislauf. Bevor der arme Kerl nocht einen Kollaps erlitt, fülte sich die Iryounin verpflichet, ihm ein wenig gut zuzureden.
Sie versicherte sich, dass der Bruder des Klienten gerade nicht herüber sah und beugte sich dann zu Kishibee vor. Mit leiser Stimme erklärte sie aufmunternd: "Wir kümmern uns mit aller Sorgfalt und Diskretion um Ihre Ware, Kishibee-San. Sie ist bei uns in guten Händen."
Das Hauptproblem sah Rena im neugierigen Bruder. Sie zweifelte stark daran, dass dieser einen fellenen Hocker nicht genauer unter die Lupe nehmen würde, wenn man diesen vor seiner Nase auf das Luftschiff trug. Darum wollte der Klient wohl, dass der Kontrollfreak die getarnte Kiste gar nicht erst zu sehen bekam.
Vielleicht wäre hierzu einfach eine simple Ablenkung sinnvoll? Zwei komische Käuze jedenfalls, diese Brüder.
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Sa Okt 01, 2016 9:07 pm

Ryosuke wurde bereits im ersten Moment klar, das dieser Auftraggeber anstrengend werden würde. Alleine wie er erklärte, dass man seine Waren ungesehen in das Luftschiff bringen sollte, liess keine Zweifel zurück, das er irgendwie leicht paranoid war. Nein, leicht war eine Untertreibung. Er war durch und durch paranoid.
Ryosuke nickte leicht und liess den Kerl ausreden. Viele Worte, viele Wiederholungen. Im Grunde hätte ihm eine kurze Erklärung und Anweisung gereicht. Er wollte also keine Jutsus. Für ihn war das magischer Schnickschnack dem er absolut misstraute. Das konnte Ryosuke absolut nicht nachvollziehen, immerhin waren sie doch Shinobis und Jutsus waren ein Bestandteil von ihnen, damit arbeiteten sie nun Mal. Aber wenn es der Wunsch des Auftraggebers war, dann mussten sie es entweder genau so erledigen oder den Auftrag abbrechen. Zweiteres kam nicht in Frage. Das hatte er vor langer Zeit schon einmal getan und das hatte unglaublich schwere Folgen nach sich gezogen. Ein kurzer Blick in Amaikos Richtung. Sie konnte natürlich nicht wissen an was genau er in diesem Moment dachte, aber es war unter anderem wegen ihr, weshalb er kurzzeitig in einem tiefen Schuldenberg gestanden hatte.
Dann konzentrierte er sich wieder auf den Schwall an Informationen des paranoiden Mannes.
"In Ordnung.", erklärte Ryosuke dann, nach dem die Worte abgeebt waren, "wir werden diesen Auftrag gleich angehen. Verlasst Euch auf uns.", erklärte Ryosuke wortkarg und fragte sich, was sich dieser Mann vorstellte, was man alles mit Jutsus tun konnte. Besiegeln und Zeitreisen? Wäre ja schön, könnte man tatsächlich in die Vergangenheit reisen mit einem Jutsu! Dann könnte er so einiges in Ordnung bringen, aber das war ihnen leider nicht möglich. Es gab Dinge, die selbst Jutsus nicht Imstande waren, zutun.
Ryosuke unterliess es jedoch, dem Auftraggeber zu erklären, dass sie vieles, von den Dingen, die er aufgezählt hatte, sowieso nicht machen konnten. Er wollte sowieso gar keine Jutsus, wieso also wertvolle Zeit auf eine solche Erklärung verschwenden?
"Ist Euer Büro verschlossen?", fragte er dann noch nach. Bei dieser Paranoia gut möglich. Wo der Standort lag, hatte er bereits vorher abgeklärt, immerhin war das kein Geheimnis.

Nach dem er Antwort auf seine letzte Frage bekam, wandte er sich von dem Mann ab und ging wieder zu seinen zwei Teamkolleginnen. Er steckte die Hände in seine Hosentaschen und wirkte tatsächlich ein kleinwenig genervt.
"Also gut. Es wird etwas komplizierter als ich gedacht habe. Ich vermute, ihr habt das meiste mitangehört?", immerhin standen sie ja nicht weit weg, "Wir müssen also ohne Aufsehen etwas in dieses Luftschiff transportieren ... Ohne die Hilfe von Jutsus.", erklärte er so leise, das nur die Zwei ihn hören konnten, "ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie wir das bewerkstelligen sollen, aber irgendwie muss das klappen. Prägt euch den Platz hier gut ein, dann werden wir im Büro einen Plan ausmachen. Dort lässt es sich auch besser reden, ohne das man Angst haben müsste, belauscht zu werden."
Gesagt, getan. Nach dem sie sich noch einmal die Umgebung angesehen hatten, führte Ryosuke die Beiden zu dem Büro. Der Fellhocker stand genau dort, wo der Auftraggeber es beschrieben hatte. Nach dem die Tür hinter den Drei'n ins Schloss gefallen war, verschränkte Ryosuke die Arme vor der Brust und dachte nach.
"Es wird schwer das Ding hier ungesehen am Bruder des Auftraggebers vorbei zu schmuggeln. Der ist womöglich noch paranoider ... Jemand eine Idee?"

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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   So Okt 02, 2016 12:58 am

Da waren sich zwei einig. "Ja, manchmal ähnelt er einem wandelnden Tresor."
Ein Mann aus Stahl, Frost und Stille, bekräftigte Amaiko Rena in der gleichen, gesenkten Tonlage. Derweil führte der Klient seine Auflagen aus, und er hatte eine Menge hinsichtlich Jutsu zu sagen. Amaiko, die als Expertin für Siegel und Raum-Zeit-Jutsu dabei war, hörte mit gespitzten Ohren dabei zu, wie ein Großteil ihrer Trickkiste mit einem metaphorischen Nicht erwünscht!-Stempel versehen wurde. Gefolgt von vielen kleinen Nein! Nein! Nein!-Stempeln.
Rena machte den freundlichen Versuch, den Klienten zu beruhigen. Sie versprach Sorgfalt und Diskretion, woraufhin Kishibee immerhin kurz stockte. ... Freut, erwiderte er nach kurzem Schweigen. Er wirkte ein wenig, als habe man ihm Wind aus den Segeln genommen. Als habe er Widerworte erwartet, seie mit angezogenen Schultern gegen eine Tür angerannt, und diese Tür seie unverhofft aufgesprungen, ehe er sie aufstoßen konnte.
Ryosuke ging in die gleiche Kerbe wie seine Schwester, indem er widerspruchslos erwiderte, man könne sich auf sie verlassen. "Ist Euer Büro verschlossen?"
Kishibee starrte den Shinobi an, als seie dieser wahnsinnig, etwas anderes zu erwarten. Er drückte dem Konoha-Nin einen Schlüssel in die Hand. Widerstrebend tat er das, und kaum lag der Schlüssel in Ryos Hand, deutete er mit dem Zeigefinger darauf. ... Er sah aus, als wolle er den Shinobi anweisen, ja keine Wachs-Abdrücke für eine Schlüsselkopie anzufertigen. Doch er hatte nicht genug Gegenwind erhalten, um derartig barsch zu werden. Stattdessen kam er mit: Wieder gut abschließen. Zweimal!
Dann zog er von dannen.
Ryo wandte sich missmutig an seine Kameradinnen. Er fasste die dezente Problematik der Unternehmung zusammen, wobei Amaiko ihn mitfühlend anlächelte. Schließlich war Ryosuke der Anführer.
Sie gingen kurz darauf gemeinsam ins Büro, und Amaiko marschierte stracks auf die fragliche Kiste zu. Ein Hocker?, sagte sie fast vorwurfsvoll, In welcher Welt ist dies hier ein Hocker?
Die Kiste war ein Würfel mit einer Kantenlänge von einem Meter, und bezogen war er mit Rindsleder, welches noch immer Fell trug. Das Tier war offenbar weiß gewesen, mit braunen Flecken. Amaiko klopfte sanft mit den Fingerknöcheln auf den Deckel.
"Es wird schwer das Ding hier ungesehen am Bruder des Auftraggebers vorbei zu schmuggeln. Der ist womöglich noch paranoider ... Jemand eine Idee?", sagte Ryosuke gerade.
Amaiko zog eine Grimasse, ehe sie aufs Geratewohl vorschlug: Wir nehmen eine größere Kiste und setzen einen doppelten Boden ein? Die Kunoichi sah aus, als wisse sie selbst, dass man solch große Gegenstände nur... schlecht in doppelten Böden schmuggeln konnte.

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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Fr Okt 07, 2016 5:52 am

Rena lächelte Amaiko zustimmend zu, ehe sie ihre Aufmerksamkeit auf ihren Bruder richtete. Er schien leicht genervt und nicht gerade begeistert vom Klienten und dessen Auftrag zu sein. Rena zog mitfühlend die Augenbrauen hoch. Sie konnte das gut verstehen, immerhin schien diese Mission ziemlich mühselig zu werden. Armer Ryo, dass ausgerechnet er heute Teamleiter sein muss.

Nachdem sich Kishibee-san verabschiedet und Ryosuke die Sachlage erläuterte hatte, ging Rena zusammen mit den anderen beiden ins Büro des Klienten.
Unübersehbar war dort die Hauptrequisite der heutigen Mission platziert. Rena betrachtete den fellenen Hocker mit fragendem Blick. War dies tätsächlich Kishibee-sans ernst? Rena hatte sich diesen vermeintlichen Hocker eindeutig ein wenig kleiner und dezenter vorgestellt – aber dieses protzige, gefleckte Ding schrie ja geradezu nach Aufmerksamkeit.
Neugierig gesellte sich Rena zu Amaiko, als diese gerade mit den Fingerknöcheln auf die Kiste klopfte, und begutachtete das Unikat genauer.  
Währenddessen fragte Ryosuke die beiden Frauen nach einer Idee, woraufhin Amaiko spontan antwortete: "Wir nehmen eine größere Kiste und setzen einen doppelten Boden ein?"
Rena sah überrascht zu der Kunoichi hinüber. Ein doppelter Boden? Etwas verwirrt runzelte die Blauhaarige die Stirn. Sie wusste nicht so recht, ob dies nun Amaikos Ernst war oder nicht - ihrem Blick zu urteilen traf wohl eher letzteres zu. Darum tat Rena dies einfach mal als Scherz ab und lächelte ihrer Teamkollegin zaghaft zu. Sie scheint manchmal wirklich eine etwas seltsame Art von Humor zu haben.
Dann bückte sie sich, schob ihre Hand unter die Kiste und hob sie mühselig ein klein wenig an, um das Gewicht einzuschätzen. "Ganz schön schwer, das Ding", murmelte sie ächzend und zog ihre Hände wieder unter der Kiste hervor, "mich interessiert es ja brennend was wohl da drin ist. Es wird ziemlich schwierig, diesen Möchtegernhocker ohne Hilfe unserer Jutsus auf das Schiff zu bringen."
Rena erhob sich und umrundete die getarnte Kiste einmal, um sich ein genaueres Bild von ihr zu machen, ehe sie den beiden Kameraden ihre Gedanken mitteilte: "Als Kishibee-san erwähnte, dass sein Bruder alles kontrolliert, was nicht seinen Stempel trägt, war meine erste Idee, irgendwie an diesen Stempel ran zu kommen und den Hocker mit diesem zu versehen. Aber jetzt, wo ich dieses Ding hier gesehen habe, bin ich davon überzeugt, dass das nicht funktionieren würde. Wenn der Bruder seinen Stempel auf einen solchen Fellklotz gesetzt hätte, würde er sich mit Sicherheit daran erinnern."
Rena sah Ryosuke und Amaiko abwechselnd an, ehe sie fortfuhr: "Da wir keinerlei Jutsus anwenden dürfen, kommen wir nicht umhin, diese Kiste ganz simpel auf das Luftschiff zu tragen oder auf einem Wagen zu rollen – an Kishibee-sans Bruder vorbei. Und dieser würde wohl kaum darauf hereinfallen, dass es sich bei dieser Kiste um einen Hocker handelt. Also ist die einzige Möglichkeit, die ich momentan sehe, den Bruder unseres Klienten abzulenken. Und zwar mit einer solchen Dringlichkeit, dass er seinen Platz augenblicklich verlassen muss. Und dermassen unerwartet, dass er auch keine Zeit findet, einen Stellvertreter zu platzieren. Und in dieser Zeit muss die Kiste an Bord gelangen und an einem Ort abgestellt werden, wo sie auch während des Flugs nicht auffällt."
Rena wusste, dass Ablenkungen dieser Sorte nicht einfach waren und später oftmals Misstrauen hervorriefen. Und ohne die Anwendung von Jutsus würde es noch schwieriger werden. Wenn Kishibee-san doch bloss nicht solche Angst vor Jutsus hätte!
Rena hielt kurz inne und überlegte. Vielleicht würde er es ja gar nicht merken, wenn sie trotz seines Verbots ein paar Jutsus anwenden würden? Es wäre definitiv sicherer.
Unsicher äugte Rena zu ihrem Bruder herüber. Sie wusste nicht, ob er sich diesbezüglich geändert hatte, aber früher war er immer eine pflichtbewusste Persönlichkeit gewesen, die sich an Regeln und Vorschriften gehalten hatte. Zudem war er heute der Teamleiter und trug die Verantwortung für jegliches Handeln, weshalb die Blauhaarige nicht wusste, ob sie ihre Idee wirklich äussern sollte. Dennoch hatte Rena gelernt, dass es manchmal besser war, auf manche Vorschriften zu verzichten, wenn dies zu einem besseren oder sichereren Ergebnis führte. Und angesichts dieses paranoiden Bruders schien es ihr diesmal wirklich vernünftiger zu sein. Was würde es denn nützen, wenn sie die Kiste mit herkömmlichen Methoden an Bord zu bringen versuchten und dadurch das Risiko, entlarvt zu werden, deutlich erhöhten?
Mit ihrem Unschuldsblick sah Rena erst zu Amaiko und dann zu Ryosuke und fügte vorsichtig hinzu: "Oder wir ignorieren Kishibee-sans Vorschriften und wenden unsere Jutsus an… es wäre die sicherste Variante und er würde bestimmt nichts davon merken. "
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   So Okt 16, 2016 3:32 am

Ryosuke musterte den Hocker genau, während er mit anhörte, was seine zwei Gefährtinnen zu sagen hatten. Amaiko schlug vor, mit einem doppelten Boden in einer Kiste zu arbeiten. Ganz ernst nahm der Blauhaarige diese Worte jedoch nicht, da dieser Vorschlag unmöglich ernsthaft gemeint gewesen sein kann. Solch einen grossen Gegenstand war ungeeignet für einen doppelten Boden, das würde sofort auffallen. Er seufzte leise und strich sich mit den Fingern durch sein blaues Haar. Das war eine schwere Aufgabe, womöglich noch schwerer, als wenn sie die Kiste vor hunder Feinden sichern müssten.
Während er selbst über Ideen nachdachte, sah er zu seiner Schwester. Unwillkürlich musterte sie abermals und konnte noch immer nicht ganz glauben, das sie nun wahrhaftig vor ihm stand. Sie war hier, neben ihm, sie lebte und ging nun mit ihm auf Mission. Etwas, das er sich eine Weile lang nur noch erträumen konnte. Er hatte die Hoffnung mitnichten gänzlich augegeben, doch der Funke war sehr klein geworden und wäre um ein Haar verschwunden. Er konnte nicht sagen, wie lange er noch an dem kleinen Funken Hoffnung festgehalten hätte, hätte er nicht gehört, das seine Schwester womöglich in Konohagakure wäre. Das hatte alles rumgerissen und als er die Gerüchte auf ihre Wahrheit überprüfte und tatsächlich erfuhr, das sie im Dorf in Hi no Kuni lebte, hatte er wieder vollständig daran geglaubt und alles in Bewegung gesetzt, um zu ihr gelangen zu können.
Und nun stand sie vor ihm, leibhaftig und obwohl sie so viel älter geworden ist und sie sich schon so lange nicht mehr gesehen haben, sah er in ihr noch immer seine kleine Schwester von damals. Das war etwas, was sich wohl nie ändern würde. Sie war ihm über all die Jahre nicht fremd geworden, wovor er sich doch ein kleinwenig gefürchtet hatte.
Rena schlug dann jedoch etwas vor, was ihn aus seinen eigenen Gedanken riss. Er sah sie für einen Moment nachdenklich an. "Damit würden wir uns aber starfbar machen. Wir sind daran gebunden so zu arbeiten, wie es der Auftraggeber von uns verlangt.", sagte er dann, auch wenn er selbst nicht so ganz von seinen Worten überzeug zu sein schien. Er verschränkte die Arme vor der Brust und sah den Hocker an, so als ob sich das Problem damit von selbst lösen würde, wenn er ihn nur lange genug mit seinem Blick herausfordern würde. Natürlich tat sich jedoch nichts dergleichen.
Der ANBU sah sich einen Moment in dem Raum um. Auch hier war nichts zu sehen, was ihnen hätte weiterhelfen können.
"Mir fiele nur ein, das eine von euch zwei den Bruder womöglich ablenken könnte.", erklärte er dann und war sich nicht sicher, wie er die nächsten Worte formulieren sollte, den tatsächlich war ihm selbst der Plan auch nicht so recht geheuer, "immerhin ist er ein Mann und wenn wir nicht völliges Pech haben, dürfte eine hübsche Frau wie ihr es seid, ihn mit Sicherheit gut ablenken können.", hatte er die Worte richtig gewählt? Er war sich nicht sicher, ob sie verstanden, was er damit sagen wollte, er wollte aber auch nicht sagen 'geht hin, macht ihm schöne Augen, verführt ihn und lasst ihn dann fallen'. Irgendwie kam ihm das falsch vor.
Er sah von Rena zu Amaiko und wieder zurück. "Ich würde gerne nur im äussersten Notfall, falls uns kein anderer Plan einfällt, auf das zurückgreifen, was du vorgeschlagen hast, Rena. Das wir Jutsus anwenden gegen den ausdrücken Wunsch des Auftraggebers."

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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Mo Okt 17, 2016 8:40 pm

Ganz ernst nahm Amaiko ihren Vorschlag in der Tat nicht... allerdings erst, nachdem sie ihn ausgesprochen hatte. In dem Moment, da er ihr im Köpfchen aufgeleuchtet war, erschien er durchführbar. Kaum aus dem Munde aber wurde ihr doch klar, dass solche Spielchen mit Schuhschachteln vielleicht gerade noch gingen, nicht aber mit Kisten, die man als Hocker tarnte. Manche Leute erklärten wohlwollend, Amaiko würde mit dieser ungefilterten Planungs-Strategie sämtliche Ecken und Winkel an Möglichkeiten ausfüllen. Selbst die dümmste Idee kam raus, aufdass vielleicht ein anderer Anwesender einen nützlichen Funken daraus griff und in etwas umsetzte, was wirklich funktionierte. Weniger wohlwollende Leute fanden, Amaiko redete einfach zu viel und zu schnell.
Rena gab ebenfalls eine Idee in die Runde, die direkt auf den Friedhof der Pläne wanderte: Das Klauen des Stempels und das eigenmächtige Abstempeln der Ware. Doch ja, dafür war das Biest einfach zu extravagant.
Amaiko ließ sich seufzend auf der Hockerkiste nieder, während Ryosukes Schwester die Alternative nahelegte: "Also ist die einzige Möglichkeit, die ich momentan sehe, den Bruder unseres Klienten abzulenken." Möglichst drängend, möglichst kompromisslos. Oder... Rena schaute mit großen Rehaugen in die Runde. "Oder wir ignorieren Kishibee-sans Vorschriften und wenden unsere Jutsus an… es wäre die sicherste Variante und er würde bestimmt nichts davon merken."
Wäre das Leichteste, erwiderte Amaiko, allerdings wie die andere Kunoichi in sehr bedächtigem, zaghaftem Tonfall. Sie schielte bereits in Richtung des Anführers, wohl wissend, dass dessen rechtschaffene Gesinnung bei solchen Spielen etwas... im Weg sein konnte. Gibt es kein Prinzip wie "Brich dir lieber den Finger als das Bein"? Sie verzog das Gesicht. Nein, was anderes, Tauben auf Händen und Spatzen auf Dächern? Ach, keine Ahnung.
Ryosuke war sowieso unerschütterlich.
"Damit würden wir uns aber strafbar machen. Wir sind daran gebunden so zu arbeiten, wie es der Auftraggeber von uns verlangt."
Amaiko kniff die Augen zusammen und grinste unschuldig. Jaaa, Ryo-samaaa..., säuselte sie. Und fügte leise, flüsternd, summend und daher scher, schwer verständlich für Rena hinzu: Das Trauma von damals wirkt noch naaahaaach... Fang sie und ich eheliche sie bla bla bla bla blaaa... Sie sah sehr selbstzufrieden aus, denn gerade dachte sie daran, dass sie es immerhin geschafft hatte, Ryosuke zu einem Vertragsbruch zu bringen. Das hatte ihn damals schwer getroffen, immerhin stand sein Ruf auf dem Spiel. Und was tat das Mädel, welches ihm diese Probleme aufgehalst hatte: Grinste vor sich hin, weil er so freundlich gewesen war, es für sie zu tun. So warn se, die Weiber.
Der ehemalige Vertragsbrüchige war nun dran mit Vorschlag. Er schaute sich im Raum um, starrte auf den von der Satonaka in Beschlag genommenen Sitzplatz und kam schließlich auch nur so weit wie seine Schwester, indem er ebenfalls eine Ablenkung vorschlug. Und das, was er hinzufügte, nannte man gemeinhin Honigfalle.
"Immerhin ist er ein Mann und wenn wir nicht völliges Pech haben, dürfte eine hübsche Frau wie ihr es seid, ihn mit Sicherheit gut ablenken können."
Amaiko ließ sich diesen Vorschlag kurz und nüchtern durch den Kopf gehen, zuckte dann gleichmütig mit den Schultern und nickte. Klingt nach einem machbaren Plan, entgegnete sie und schaute zu Rena auf. Aber wer von uns beiden solls machen?

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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Fr Okt 21, 2016 8:37 pm

"Damit würden wir uns aber strafbar machen. Wir sind daran gebunden so zu arbeiten, wie es der Auftraggeber von uns verlangt."
Rena hätte wissen müssen, dass ihre Idee bei Ryosuke nicht gut ankommen würde und abprallte, wie ein Vogel an der Fensterscheibe. Für eine kurze Zeit huschte ein leicht missmutiger Blick über ihr Gesicht - sie mochte es nicht, wenn ihre ernst gemeinten Ideen einfach so abgewiesen wurden.  Und unter normalen Umständen hätte Rena an diesem Punkt eine langwierige Diskussion begonnen, so lange, bis sie ihre Idee durchgeboxt hätte...
Aber heute war kein normaler Tag. Sie hatte ihren totgeglaubten Bruder nach vielen Jahren wieder getroffen und sie wollte dieses schöne Ereignis nicht kaputt machen, indem sie nun einen Aufstand verursachte und Ryosuke damit verärgerte.
Also setzte Rena eine wohlwollende Miene auf, atmete kurz tief durch und schwieg, ehe sie zu Amaiko hinüberblickte. Wenigstens sie schien von dem Plan nicht gänzlich abgeneigt gewesen zu sein und hatte Rena sogar noch ein wenig dabei unterstützt. Überhaupt wirkte die lilahaarige Kunoichi um einiges offener und lockerer als Ryosuke, man könnte fast schon sagen, dass sie in ihrem Auftreten das absolute Gegenteil darstellte. Rena freute sich, dass ihr Bruder eine gute Freundin gefunden hatte, die seiner formellen Art ein wenig entgegenspielte. Amaiko pflegte einen sehr vertrauten Umgang mit Ryosuke und abermals fragte sich Rena, wie die beiden sich kennengelernt hatten und wie nah sie sich wirklich standen. Immerhin war Ryosuke ihr Bruder und sie wollte wissen, was er in den verstrichenen Jahren alles erlebt, mit wem er sich abgegeben hatte und wie es ihm dabei ergangen war. Renas Vater hatte oft behauptet, dass sie viel zu neugierig war und sich in Dinge einmischte, die sie nichts angingen. Rena selbst, sah dies anders. Sie kümmerte sich gerne um andere und fand sehr wohl, dass die Freuden oder Leiden ihrer Liebsten auch sie etwas angingen. Neugier war hierbei gerechtfertigt.
Umso mehr spitzte Rena dann auch ihre Ohren, als sie hörte, wie Amaiko etwas Unverständliches vor sich hin säuselte - leider konnte sie kein einziges Wort heraushören. Aufmerksam äugte Rena zwischen Amaiko und ihrem Bruder hin und her, ehe sie sich beiläufig neben die andere Kunoichi auf den Hocker setzte und kurz an den Riemen ihrer Stiefel zog, so als wollte sie deren Sitz ein wenig festigen. In Wirklichkeit beabsichtigte Rena mit dieser Aktion, Amaikos Worte nächstes Mal besser zu verstehen, sollten dann noch mehr aus ihr heraussprudeln.
Dann sah sie Blauhaarige zu Ryosuke, der nun seine Idee verkündete: Eine der beiden Frauen sollte dem Bruder des Klienten schöne Augen machen und ihn so ablenken.
Rena fragte sich, was sie davon halten sollte, dass ihr Bruder lieber eine der beiden Damen als Köder benutzte, als die Regeln zu brechen...
Aber so ist er eben.
Rena dachte kurz nach und ging mögliche Szenarien in ihrem Kopf durch. Die Aktion könnte klappen.
Amaiko stimmte ebenfalls zu und warf gleichzeitig die nächste Frage in den Raum: Wer von beiden sollte die Falle spielen?
Rena sah nachdenklich an sich herunter und schielte dann zu Amaikos tiefem Ausschnitt hinüber. Das Outfit der lilahaarigen Kunoichi war für ein solches Vorhaben definitiv besser geeignet. Im Vergleich zu Rena war sie nicht von oben bis unten dicht eingepackt. Zudem konnte sie sicherlich mit ihrer aufgeschlossenen Art punkten.
Doch wiederum verspürte Rena den Drang, die Aufgabe selber anzupacken. Sie übernahm die Verantworung am liebsten selbst und schob diese ungern auf jemand anderen ab.
"Ich melde mich freiwillig.", entschied Rena dann knapp, ohne weiter darüber nachzudenken, während sie ihre Kollegen abwechselnd ansah. "Ich werde ihm etwas schmeicheln und ihn dann ablenken, damit ihr unbemerkt die Kiste an Bord bringen könnt."
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Fr Okt 21, 2016 9:26 pm

Für einen Moment herrschte Stille nach dem er den Vorschlag Renas abgelehnt hatte. Er wusste nicht, was in ihr vorging, immerhin war es lange her seid er seine Schwester das letzte Mal gesehen hatte. Vielleicht hatte sie sich charakterlich ja auch komplett geändert? Er wusste nicht, was sie alles erlebt hatte, demnach hätte alles möglich sein können.
Nach dem er dann seinen Vorschlag offenbarte, schienen die zwei Frauen aber gar nicht Mal unbedingt abgeneigt davon zu sein. Das wiederum überraschte Ryosuke doch etwas. Er hatte mit mehr Wiederstand gerechnet, mit bösen Blicken und Äusserungen, das sein Plan sexistisch sei. Tatsächlich schienen die Beiden aber sogleich zu überlegen, wie man diese Aufgabe am besten in der Praxis umsetzten konnte und Amaiko fragte, wer von Beiden das den übernehmen sollte. Etwas perplex von dieser guten Aufnahme seines Planes sah er von Amaiko zu Rena und wieder zurück. Da hatte er die Zwei wohl etwas falsch eingeschätzt. Am Ende würden sie sich noch darüber freuen, dem Bruder ihres Klienten schöne Augen machen zu können!
Es war letzendlich Rena, die sich freiwillig meldete und erklärte, dass sie den Bruder ablenken würde. Ryosukes Blick blieb an ihr hängen und in dem Moment wurde ihm bewusst, das er im Grunde seinen eigenen Plan am schlechtesten fand. Dennoch hatte er ihn ausgesprochen und er wurde anscheinend nicht schlecht aufgenommen, also konnte er jetzt nicht dagegen schiessen nur weil er seine eigenen Pläne plötzlich für schlecht hielt.
Er nickte also leicht und etwas zögerlich. "In Ordnung Rena.", eine Pause folgte, "Und du bist dir sicher, das du das übernehmen möchtest?", wie es eben Pflicht für einen grossen Bruder war, schlug in ihm der Beschützerinstinkt an.
"Wenn wir drin sind, gebe ich dir ein Zeichen, dann musst du dich von ihm lösen und dich ebenfalls ins Luftschiff schleichen.", er kramte kurz in einer Seitentasche und holte dann einen kleinen Ohrstöpsel raus, "tu den hier ins Ohr, dann kannst du mich hören. Der Ohrstöpsel dürfte nicht zu sehen sein, gerade wenn man lange Haare hat.", ein Vorteil der meisten Frauen, nebenbei betrachtet. Er stockte für einen Moment und dachte dann darüber nach, ob es nicht doch vielleicht klüger war, sich nicht wie die Kiste aufs Schiff zu schleichen, sondern sich vielleicht anders eine Mitfahrgelegenheit zu organisieren. Eben auf dem gleichen Schiff, aber gegenüber dem Bruder des Klienten nicht erwähnend, was ihre wahren Absichten der Überfahrt wären.
"Entweder wir schleichen uns also auf das Schiff und sind ungebetene und vor allem ungesehene Gäste während der Fahrt oder aber wir überlegen uns eine Geschichte, weshalb wir ebenfalls auf dieses Luftschiff gehen, natürlich ohne das der Mann weiss, das wir wegen der Kiste an Bord sind ... Von der er ja sowieso nichts weiss.", Ryosuke sprach mehr oder weniger seine Gedanken gerade laut aus, weswegen seine Worte womöglich für die eine oder andere etwas verwirrend klingen mochte.
Er hoffte ausserdem, das sie während der Überfahrt etwas Zeit hatten für sich und er mit Rena über die vergangene Zeit sprechen konnte. Sofern sie nichts anderes zutun hätten.
Er sah wieder zu seinen beiden Teamgefährtinnen. "Was meint ihr?", er war zwar der Teamanführer, dennoch hörte er auch gerne die Meinungen seiner Mitglieder, den nur weil er das Team anführte, bedeutete das noch lange nicht, das nur er gute Ideen hatte.

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Satonaka Amaiko
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Sa Okt 22, 2016 9:01 pm

Dass Ryosuke von seinem eigenen Plan nicht viel hielt, ahnte Amaiko nicht. Sie sah es, wie Rena wohl auch, einfach pragmatisch. Im Einsatz war Täuschung und Ablenkung immer legitim, ob man dies nun durch Jutsu, Rauchbomben oder eben Schauspielerei erreichte.
Rena hatte sich inzwischen neben Amaiko auf die Hocker-Kiste gesetzt. Dass sie sich dadurch gleichzeitig auf die Lauer legte, ahnte Amaiko nicht. Als Ryos Schwester sich direkt für die Aufgabe der Ablenkung meldete, hatte sie nichts dagegen. Der werte Teamleiter allerdings hakte sicherheitshalber nochmal nach.
Von mir aus darf sie gern, erklärte Amaiko sofort. Bin es eh leid, dass man bei solchen Aktionen fast immer als erstes auf mich schaut. Als wär ich eine so begnadete Schauspielerin. Amaiko war noch nie so ganz dahinter gekommen, dass man keine erstklassige, wortgewandte Gesprächspartnerin sein musste, um einen Mann abzulenken.

Nachdem Rena mit einem Funkgerät ausgerüstet war, stellte Ryosuke die nächste Frage in den Raum. Amaiko legte leicht den Kopf schief. Es wäre arg anstrengend, wenn wir die Kiste beschützen und gleichzeitig noch eine Geschichte für uns aufrecht halten müssten. Ich finde, darum sollte sich unser Auftraggeber kümmern. Sie tat einen beiläufigen Wink. Stellt er uns eben als Wachen für die gesamte Ladung vor. In Wirklichkeit aber liegt unser Hauptaugenmerk natürlich auf diesem Schätzchen hier. Sie klopfte mit den Handknöcheln gegen das Holz, blickte auf und grinste. Klienten müssen auch mal ran, so ab und an, finde ich.
Sie lehnte sich leicht zurück, verschränkte die Hände im Nacken, diesmal erheblich selbstbewusster wegen ihres Vorschlags.
Rena hatte derweil leider Pech; diesmal lag der kleine Wink mit dem Zaunpfahl nicht in Gemurmel, sondern einfach nur in diesem letzten Satz. Ryo würde der Verweis darauf, dass er nicht alles für seinen Klienten erledigen musste - oder konnte, mehr sagen.

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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Di Okt 25, 2016 2:59 am

"Und du bist dir sicher, dass du das übernehmen möchtest?"
Rena musterte ihren Bruder genau, als er ihr diese Frage stellte. Er schien nicht mehr ganz so überzeugt von seiner Idee zu sein, wahrscheinlich, weil er immer noch dachte, die Verantwortung für seine kleine Schwester übernehmen zu müssen.
"Ja, ich bin mir sicher.", bezeugte die Blauhaarige daraufhin und nickte entschlossen.
Dann nahm sie den Ohrstöpsel entgegen, musterte ihn kurz und setzte ihn ein, ehe sie mit den Fingern durch die Haare strich, um diese etwas besser vor dem Ohr zu verteilen. "Passt."
Ryosuke erklärte soeben seinen weiteren Plan, nämlich nicht als blinde Passagiere, sondern als gewünschte Gäste an Bord zu sein. Amaiko führte diesen Gedanken weiter und erläuterte ihre Ansichten.
"Ich stimme dem ebenfalls zu", erklärte Rena schliesslich, "es macht es um einiges einfacher und sicherer, wenn wir uns nicht verstecken müssen. Und da wir Berufskleidung tragen, hat es Sinn, wenn wir uns als Wache ausgeben. Zudem wäre es unpraktisch, wenn ich dem Bruder des Klienten nun schöne Augen mache und er mich später - falls er auch mitfliegt - zufällig an Bord entdecken würde… das wäre mehr als auffällig. Wenn er hingegen schon zu Beginn weiss, warum wir auf dem Schiff sind, dann gibt es keinen Grund, misstrauisch zu sein. Und ich habe zugleich einen Vorwand, mit ihm in Kontakt zu treten: Ich stelle mich ihm vor, schmeichle ihm ein wenig und mache ihm schöne Augen. Der Wache der Fracht wird er bestimmt seine Aufmerksamkeit schenken."
Rena ging ihre Worte nochmals im Kopf durch. Es würde die Paranoia des Bruders des Klienten mit Sicherheit besänftigen, wenn die Wache sich bei ihm vorstellte und ihm das Gefühl vermittelte, auf seiner Seite zu sein. Falls der Bruder ebenfalls mitflog und Rena ihn zuvor halbwegs überzeugen konnte, dann würde er ihnen an Bord vielleicht etwas weniger nachschnüffeln. Und falls er auf dem Boden blieb - umso besser.
Rena sah ihre Teamkollegen abwechselnd an und wartete auf das Ok ihres Bruders. Sie war nun motiviert, diese Aufgabe anzupacken und wollte beginnen.
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Sa Okt 29, 2016 10:35 pm

Als Amaiko erwähnte, das sie es leid war, das man bei solchen Aktionen immer zuerst auf sie kam schaute er sie für einen Moment prüfend an. Er war sich sicher, dass das an einem anderen Grund lag und nicht an ihrem schauspielerischem Talent, aber das behielt er für sich. Sollte sie weiterhin in diesem Glauben bleiben, wäre vermutlich sowieso besser. Den Ryosuke musste sich eingestehen, das Amaiko sehr gut bestückt war. Natürlich ein Traum für fast jeden Mann und vermutlich hätte sie auch die etwas besseren Chancen gehabt als Rena, aber seine Schwester schien sich beweisen zu wollen. Das war für Ryosuke in Ordnung. Zwar gefiel es ihm immer noch nicht, das es sie war, die es tat, aber sie war inzwischen erwachsen geworden, das musste er einsehen. Für ihn war es dennoch schwer, diese Sache zu akzeptieren. Er hatte sie verloren, als sie noch beschützt werden musste, als er sich noch für sie verantwortlich fühlte und jetzt war sie erwachsen geworden, einfach so. Es war nicht ganz einfach diese Tatsache zu akzeptieren, er hätte Rena so gerne aufwachsen gesehen, aber er musste sich vor Augen führen, das es für sie genau dasselbe gewesen sein musste. Das Leben war eben kein Zuckerschlecken.
Er sah wieder zu seiner Schwester und lächelte sie leicht an. "In Ordnung. Wenn du dir sicher bist, dann bin ich es mir auch.", etwas, das er früher oft zu seiner kleinen Schwester gesagt hatte um ihr zu zeigen, das er hinter ihr stand und im Notfall eingreifen würde. Nur war es diesmal so, dass er nicht unbedingt eingreifen und ihr helfen konnte. Aber vermutlich waren diese Gedanken überflüssig, sie würde sich gut anstellen.
Die beiden taten daraufhin ihre Meinung kund und beide waren sie dafür, das sie als Wachen für die Fracht angagiert werden sollten. Ryosuke sah dies auch so, dennoch hatte er ihre Meinung hören wollen, immerhin hätten sie auch eine bessere Idee haben können.
Er nickte also leicht nach dem beide ihre Vorschläge und Sätze beendet hatten. "In Ordnung. In etwa so habe ich es mir ursprünglich auch gedacht und das dürfte dann auch die beste Variante sein.", er kramte abermals in seiner Tasche und reichte dann auch Amaiko einen Headset-Stöpsel, "für dich.", für einen Moment sah er ihrin die Augen und für diesen winzigen Moment blieb die Zeit stehen, bevor er sich wieder von ihr abwandte und sich leiste räusperte.
"Also gut. Ich werde vorausgehen und mit unserem Klienten reden. Er wird uns als Wache angagieren.", er tat sich selbst einen Stöpsel ins Ohr. In diesen Headsetstöpsel war sogar ein Mikrofon integriert, weshalb Rena und Amaiko also sein Gespräch mit dem Klienten ganz leicht mit anhören konnte.
"Ihr bringt die Kiste in die Nähe des Luftschiffes, so dass der Weg möglichst nähe der Ladeluke ist, damit dann Amaiko und ich schnell mit dieser Kiste darin verschwinden können. Ich werde nun zuerst zu unserem Auftragsgeber geben und ihn informieren, das wir uns als die Wache ausgeben, natürlich von ihm angagiert. Soweit alles klar?", er wartete einen Moment ab, falls eine der Zwei noch Fragen hatte, "gebt mir kurz über Funk Bescheid wenn ihr mit der Kiste in Position steht. Sobald ich dann bei der Kiste bin, löse ich Rena ab, welche dann ihren speziellen Auftrag ausführen kann.", er wartete abermals einen Moment, bevor er dann in die Hände klatschte und beiden aufmunternd zulächelte, "Gut, beginnen wir! Viel Erfolg euch." Und mit diesen Worten machte er sich auf den Weg ihrem Klienten verklickern, dass dieser sie als Wache angagiert hatte.

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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Mi Nov 02, 2016 3:03 am

Klang ja wie eine entspannte Reise. Amaiko, sowieso schon in sehr lässiger Körperhaltung, stellte sich voller Vorfreude auf eine Fahrt mit einem Luftschiff ein. Wenn man Probleme am Fließband löste, versetzte sie dies immer in Hochstimmung. Je mehr Lösungen auf einmal, umso besser. Dann stellte sich für sie alles so sonnig und reibungslos dar.
Und dann kam sie immer auf doofe Ideen. Sie dachte an die Kiste, auf der sie hockte. Und deren Inhalt. Der so unglaublich speziell war. Während die Ishihara-Geschwister letzte Hand an ihre jeweilige Planung legten, plante Amaiko also bereits etwas Eigenes. Vielleicht kann ich die anderen als Komplizen gewinnen. Ihr Blick landete auf Ryo. ... Naja. Ihre Augen wanderten weiter zu Rena. Schon eher. Zurück zu Ryo. Dafür würde er mich glatt vom Schiff schmeißen. Obwohl... Nein, täte er nicht.
Schließlich wurde die Feinabstimmung beendet, und Ryosuke holte auch einen Ohrstecker für Amaiko hervor. Sie setzte sich wieder ordentlich hin und streckte die Hand hin, um das winzige Funkgerät in Empfang zu nehmen. Dankeschön, sprach sie glücklich. Prombt hatte sie ein schlechtes Gewissen, darüber nachgedacht zu haben, Ryo quasi zu hintergehen mit ihrem Interesse an der Kiste. Umso freundlicher fiel ihr Lächeln aus, das sie ihm nun schenkte.
Die beiden Kunoichi des Teams würden die Kiste nun also in Stellung bringen, während der Teamleiter die kleine Nebenbaustelle übernahm, die ein reibungsfreies Aufhalten auf dem Schiff ermöglichen würde. "Soweit alles klar?"
Amaiko erhob sich, strich gelassen ihre Kleidung glatt und nickte zackig. Alles klar, erwiderte sie fröhlich. Dir auch viel Glück mit dem Klienten.
Kurz darauf war Ryo losgezogen, und Amaiko stellte sich auf eine Seite der Kiste.
Komm, wir heben sie zusammen. Du dort, ich hier. Eins, zwei... wopps! Das Wopps! mochte klingen, als würde etwas schrecklich schief laufen, eigentlich war es aber nur eine Variante von Hau ruck. Die Kiste erwies sich nicht gerade als leicht, war offenbar aber auch nicht mit Ziegelsteinen gefüllt. Stattdessen gab es ein sanftes, weiches Wonk, als sich etwas im Inneren der Kiste verschob. Es klang nicht wie Porzellan oder sonst etwas Zerbrechliches. Eher wie etwas... Hartes, aber Nachgiebiges.
Amaiko schaute neugierig an der Seite der Kiste herunter, als erwarte sie, etwas wie Schleim mochte unter dem Wildlederbezug hervorsuppen. Was natürlich nicht passierte. Hm, machte sie. Ich bin schlecht im Raten, Rena-chan, wandte sie sich unschuldig lächelnd an ihre Kollegin, während sie sich bereits in Bewegung setzten. Was denkst du, was wir hier haben?

Der Klient befand sich derweil im Hangar: Sendou Kishibee beorderte die Männer, welche Kisten aus der Lagerhalle gebracht werden mussten.
Auf dem Hof wiederum war dessen Bruder, Yuribee, sozusagen auf Kontrolldienst. Er überwachte, dass die Arbeiter auch ja die richtigen Waren aufs Schiff luden.
Wie man sehen konnte, lag Paranoia also durchaus in der Familie.

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Out: Während Renas Post können wir die Kiste bereits in Position bringen, dann kann Rena sich direkt an ihre Aufgabe begeben, wenn sie mag ^^

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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Do Nov 03, 2016 5:50 am

"In Ordnung. Wenn du dir sicher bist, dann bin ich es mir auch."
Ryosukes Worte waren wie Balsam für Renas Seele. Es tat gut zu wissen, dass er ihr immer noch vertraute, obwohl so viel Zeit vergangen war und er nicht wissen konnte, ob und wie sie sich inzwischen geändert hatte.
Sie konnte es noch immer nicht fassen, dass er lebte und wollte ihn eigentlich gar nicht mehr aus den Augen lassen. Als die drei Teampartner die letzten Details besprachen, wanderte Renas Blick deshalb immer wieder zu ihrem Bruder. Sie genoss es, ihm beim Reden zuzusehen und dabei seine Mimik und Gestik zu studieren. Dies gab ihr das Gefühl, all die verlorenen Jahre zumindest ein bisschen aufholen zu können. Vor ihrem inneren Auge flackerten immer wieder Bilder aus der Kinder- und Jugendzeit auf und Rena wollte sich am liebsten für einen Moment in diesen Erinnerungen verlieren. Doch als Ryosuke sich schliesslich an Amaiko wandte und ihr einen Ohrstöpsel übergab und als sein Blick ein winzig kleiner Augenblick zu lange auf ihren Augen ruhte, horchte Rena auf. Augenblicklich stoppten ihre Gedanken und all ihre Sinne richteten sich auf das Bild vor ihr. Amaiko schenkte Ryo daraufhin ein freundliches Lächeln und Ryo löste sich mit einem dezenten Räuspern aus diesem Moment. Neugierig sprang Renas Blick rasch zwischen ihrem Bruder und Amaiko hin und her, so als erwarte sie noch etwas, das sie nicht verpassen wollte.
Aber da kam nichts mehr.
Stattdessen setzte sich Ryosuke ebenfalls einen Ohrstöpsel ein und begann die letzten Anweisungen zu verkünden, die Rena aber nur noch halbherzig mithörte. In ihrem Kopf begann es nun mächtig zu rattern.
Hatte dieser Blick etwas zu bedeuten? Sieht Ryo in Amaiko möglicherweise mehr als eine gute Freundin? Und sie? Weiss sie davon? Denkt sie vielleicht das gleiche? Oder bilde ich mir das alles gerade ein?
Fragen über Fragen. Jemand anderem wäre dieser kurze, sonderbare Moment vielleicht nicht aufgefallen, aber Rena besass ziemlich feine Sensoren für derlei Angelegenheiten – insbesondere, wenn es um eine Person ging, die ihr nahestand.
Als Ryosuke sich verabschiedete, sah sie ihm nachdenklich nach, ehe sie von Amaiko aus den Gedanken gerissen wurde, die sich auf einer Seite der Kiste platzierte.
Rena kam nicht umhin, die Kunoichi regelrecht anzustarren. Bisher war sie hauptsächlich dadurch interessant gewesen, weil sie eine gute Freundin Ryos zu sein schien und Rena wissen wollte, mit wem er gerne seine Zeit verbrachte, wie es ihm dabei ging und was er in den vergangenen Jahren erlebt hatte. Aber vielleicht war da auch mehr... und wenn dem so wäre, wusste Rena noch nicht so recht, wie sie dazu stehen sollte.
Aber nun – auch wenn ihr dies momentan gar nicht passte - musste sie sich auf diese Mission konzentrieren. Sie neigte dazu, sich zu sehr in etwas zu verbeissen und die Kunoichi wollte nicht, dass ihr dies bei der kommenden Aufgabe im Weg stand.
Rena löste den Blick von Amaiko und stellte sich auf die andere Seite der Kiste, um beim Hochheben helfen zu können. Gemeinsam setzten sich die beiden Frauen in Bewegung, als Amaiko fragte: "Was denkst du, was wir hier haben?"
Na, wenn ich das wüsste, schoss es durch Renas Kopf. Ihre Gedanken drehten sich hierbei nicht um den Inhalt der Kiste, sondern wanderten sogleich wieder zu der sonderbaren Szene, die sie gerade eben beobachtet hatte. So, Schluss jetzt! Ich muss mich auf die Mission konzentrieren! Wahrscheinlich bilde ich mir einfach alles nur ein und sehe Dinge, die ich momentan nicht sehen will.
Um irgendetwas geantwortet zu haben und weil es gerade das erste war, das ihr in den Sinn kam, erwiderte die Blauhaarige halbherzig: "Gemüse und Obst vielleicht."
Im selben Moment bereute sie dies aber… So etwas Dummes rauszulassen! Als ob der Klient wegen Gemüse und Obst eine Wache engagieren und dies vor dem Bruder verstecken würde.
"Nur ein schlechter Scherz…", Rena lächelte Amaiko verlegen zu, "… zumindest scheint es nicht zerbrechlich oder empfindsam zu sein, sonst hätte uns der Klient mit Sicherheit davor gewarnt. Vielleicht etwas von persönlichem Wert… eine Sammlung oder sowas…?" Wäre sie nicht gerade dabei, eine Kiste zu tragen, hätte Rena an dieser Stelle mit den Schultern gezuckt. Momentan interessierten sie andere Dinge mehr, als der Inhalt dieses Unikums.

Kurze Zeit später waren die beiden Kunoichi an einer geeigneten Stelle angekommen, um die Kiste vorläufig zu platzieren. Das Plätzchen befand sich unweit der Ladeluke und war durch gestapelte Holzpaletten vor den neugierigen Blicken Yuribees geschützt.
"So, das passt doch gut hier... ", murmelte Rena zufrieden, stellte die Kiste mit einem Ächzen ab und nickte Amaiko bestätigend zu. Auf dem Weg hierher hatten die beiden Frauen das Gespräch Ryos mit dem Klienten schweigend mitgehört und wussten, dass er sich nun daranmachte, zu ihnen zurück zu kehren. Rena funkte ihm deshalb kurz ihren Aufenthaltsort zu.
Als Ryosuke zurückkam, liess Rena nochmals unauffällig den Blick zwischen ihm und Amaiko hin und her springen, um bloss nichts zu verpassen. Dann hörte sie zu, was ihr Bruder zu sagen hatte, ehe sie zwischen den Platten durch zu Yuribee hinüberspähte.
Rena seufzte innerlich, zupfte dann ihre Kleidung zurecht und verabschiedete sich von ihren Teamkollegen: "Los geht’s. Gebt Bescheid, sobald ich mich von Yuribee-san lösen kann."

"Guten Tag, Yuribee-sama", grüsste Rena Yuribee, als sie nur noch wenige Meter von ihm entfernt war, um seine Aufmerksamkeit zu erregen. Selbstsicheren Schrittes ging sie auf ihn zu und schenkte ihm ihr freundlichstes Lächeln.
"Wenn ich mich vorstellen darf, mein Name ist Ishihara Rena, Chuunin im Dienste Konohagakures.", die Blauhaarige deutete auf ihr Konoha-Abzeichen, das an ihrem Mantel befestigt war und verbeugte sich anschliessend etwas tiefer, als es ordnungsgemäss sein müsste. Von allem, was sie bisher über Yuribee gesehen und gehört hatte, lag es nahe, dass er einen Hang zum Narzissmus besass; er kontrollierte die Tätigkeiten seines Bruders, vertraute ihm nicht und stellte seine eigene Meinung über seine. Und diese Rolle, diese vermeintliche Überlegenheit schien er sogar zu geniessen – weshalb Rena beschloss, an diesem Punkt anzusetzen.
"Meine Teamkollegen und ich wurden von Eurem Bruder als Wachen für das Luftschiff engagiert. Doch unter uns gesagt…", Rena sah sich kurz verstohlen um, als wolle sie sicherstellen, dass sie nicht belauscht wurden und beugte sich dann mit gedämpfter Stimme ein wenig zu Yuribee vor, "… Kishibee-san wirkt derzeit etwas zerstreut. Ich habe Euch von weitem beobachtet und Ihr scheint ein Mann höchster Kompetenz zu sein. Deshalb komme ich mit meinem Anliegen zu Euch."
Rena sah ihn mit Rehaugen bedeutungsvoll an. Und ehe er Gelegenheit hatte, etwas zu erwidern, fuhr sie sogleich fort: "Ich sah gerade eben einen mir Unbekannten dort herumschleichen…", die Kunoichi deutete mit der Hand auf ein Gebäude, von dem sie vermutete, dass es sich um Yuribees Büro handelte, "…und er schien sich Eintritt verschaffen zu wollen. Als ich mich ihm genähert habe, hat er sich mittels eines Ninjatricks in Luft aufgelöst und ich konnte ihn daraufhin nicht mehr finden… denn ich darf mich leider nicht ausser Sichtweite des Luftschiffs begeben."
Natürlich war diese Geschichte erfunden, doch Rena hielt sie für geeignet, um Yuribees Aufmerksamkeit für eine Weile vom Luftschiff und dessen Fracht abzulenken. Sie sah ihn weiterhin eindringlich an und fuhr beiläufig mit den Fingern durchs Haar: "Auch wenn meine Aufgabe eigentlich nur dem Schutze des Luftschiffs gewidmet ist, hielt ich es für bedeutend, einer bemächtigten Person, wie Euch, davon zu berichten."
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   So Nov 20, 2016 3:59 am

Äusserlich gelassen lief er mit dennoch raschen Schritten ihrem Auftraggeber entgegen. Es galt, die Notwendigkeiten schnellstmöglich abzuklären. Es war wichtig, das Kishibee eingeweiht war und dem auch zustimmte. So paranoid wie er war, hegte Ryosuke jedoch die leisen Zweifel, das er sogar etwas dagegen haben könnte. Wenn dem so wäre, würde Ryosuke improvisieren müssen, anders würde es nicht gehen, anders durfte es nicht sein! Sie mussten als Leibwache für den 'normalen' Transport eingestellt werden und eigentlich war es doch eine logische Aktion, vor allem wenn die Gebrüder so ängstlich waren, wie diese zwei es waren?
Ryosuke stellte fest, das seine Befürchtungen nicht eintrafen, Kishibee erklärte sich einverstanden und versicherte, das er dafür sorgen würde, das sie als Leibwache für den Transport an Bord kommen würden. Ryosuke war sich zwar nicht ganz sicher, ob dem Auftraggeber diese Wendung der Mission gefiel oder eher das Gegenteil, aber es war ihm im Endeffekt auch egal. Wichtig war, dass sie glatt über die Bühne ging.

Amaiko und Rena hatten sich in der Zwischenzeit bereits auf Position gebracht. Ryosuke war mit Kishibee so verblieben, das sie alle drei zu ihm zurückkehren würden, sobald die Kiste an Bord geschmuggelt war. Rena musste den Bruder eben nur lange genug ablenken, damit Ryosuke und Amaiko rein und wieder raus kommen würden. Der Blauhaarige hatte auch an passende Klamotten gedacht, immerhin würden sie zu sehr auffallen, in dem, was sie derzeit trugen. Vor allem Amaiko.
Als er die zwei Frauen erreichte, musterte er die Lilahaarige daraufhin noch einmal eingehend und stellte fest, das seine Entscheidung richtig war. Sie würde eindeutig bei dieser Aktion in dieser Kleidung aufallen. Deshalb hatte er sich auch noch rasch von Kishibee unauffällige Arbeitskleidung besorgen lassen, die von gefeuerten Arbeitern stammen und derzeit nicht benötigt wurden. Sie mochten Amaiko wohl etwas zu gross sein, aber das war wohl das kleinste Problem
Er lächelte Rena kurz aufmunternd zu und legte ihr die Hand auf die Schulter. Er nickte leicht, als sie sagte, das sie ihr Bescheid geben sollten, wenn sie sich von ihrem 'Opfer' lösen konnte.
"Machen wir. Viel Erfolg, kleine Schwester.", mit diesen Worten liess er sie gehen und blickte ihr für einen Moment noch nach, bevor er sich an Amaiko wandte.
"Nun müssen wir schnell sein. Hier, nimm die Kleidung und zieh sie entweder über deine jetzige oder zieh dich um. Was dir lieber ist. Wir müssen unauffällig sein.", er selbst liess seine Hose an, legte jedoch seine Oberkleidung ab und streifte ein dunkelgrünes Arbeitshemd über, was die meisten Arbeiter hier trugen.

Nach dem auch Amaiko sich umgezogen hatte - oder eben auch nicht? Je nach dem, wie sie sich entschieden hatte - gingen sie zu Schritt zwei über. Ryosuke stellte sich auf die eine Seite der Kiste und sah sich kurz um. Es wurden immer Mal wieder Dinge ins Luftschiff getragen, Mal waren es kleinere Dinge, mal etwas grössere. Einen Moment verharrte er, bis er sah, worauf er gewartet hatte. Da war ein Gemäde, es war relativ gross, die perfekte Ergänzung für ihre Tarnung.
"Wir schauen, das wir im Schutz dieser Fracht dort hineingelangen.", er sah Amaiko in die Augen, sein Gesichtsausdruck war absolut ernst, "konzentrier dich, wir dürfen uns nicht auffällig verhalten. Wir sind normale Arbeiter hier, die diese Fracht in das Luftschiff tragen müssen. Wir sollten schnell sein, aber nicht zu auffällig schnell. Alles klar? Dann kanns losgehen.", er nickte ihr kurz zu und der nächste Schritt ihres Planes setzte sich in Bewegung.
Ryosuke kalkulierte ihren Weg so ein, dass sie tatsächlich leicht versetzt schräg direkt hinter dem Gemälde auf das Luftschiff zuliefen. Sie kamen dem Bruder Kishibees und seiner eigenen Schwester immer näher. Für einen Moment hatte er n ur Augen für die Blauhaarige. Er versuchte zu hören, was sie sagte, wollte wissen, wie sie es anstellte, damit der Typ auch wirklich abgelenkt war. Nicht, weil er ihr diese Aufgabe nicht zutraute, sondern weil der typische Beschützerinstinkt als grosser Bruder Alarm schlug. Aber er unterdrückte den Instinkt, sich neben seine kleine Schwester zu stellen und ging seiner eigenen Aufgabe nach, zusammen mit Amaiko ... Und hoffte einfach, das Yuribee auch wirklich nur Augen für Rena hatte.

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