Tamashii no Utsuri

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 [Hikyuden] Depot Sendou

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Yamanaka Epona
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BeitragThema: [Hikyuden] Depot Sendou   Di Aug 23, 2016 3:33 pm

das Eingangsposting lautete :

- Das Depot Sendou, ein durch die Brüder Kishibee und Yuribee geführtes Handelsunternehmen. Das Gelände umfasst ein Bürogebäude, welches gleichsam über die Wohnungen der beiden Chefs verfügt, sowie mehrere Lagerhäuser. Auch ein Stall mit Zugpferden sowie ein Hangar für Kutschen und Karren findet sich hier. Das Areal ist geräumig; für besonders große Mengen zu transportierender Waren kann sogar der Innenhof zu einem Landeplatz für Luftschiffe erklärt werden. -

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Satonaka Amaiko
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Fr Nov 25, 2016 4:26 pm

Zunächst starrte also Ryo, dann starrte Rena, weil Ryo gestarrt hatte. Beiderlei Starrerei ging an Amaiko weit vorbei. Hatte keinen rechten Sinn für Solcherlei. Genug mit der Eierei.
Es ging ans Kistenheben. Rena durfte in der Schätzfrage vorlegen, wählte zunächst Obst, zog dann aber zurück. "Vielleicht etwas von persönlichem Wert… eine Sammlung oder sowas…?"
Vielleicht eine Sammlung von Wärmekissen, sponn Amaiko den Faden weiter. Sie setzten sich bereits in Bewegung, und sie rüttelte die Kiste ein ganz klein wenig. Die sind nicht leicht, aber auch nicht zu zerbrechen. Und eine Oma könnte sie besticken. Achselzucken. Wer weiß? Vielleicht hat unser Klient vor, die Wärmekissen-Sammlung von Oma zu verkaufen, aber sein Bruder hat was dagegen. Sie klang zum Einen vergnügt bei dem Gedanken... zum Anderen aber schien sie es nicht als völlig lächerlich zu betrachten. Ihrer Stimmlage nach hielt sie diese Idee für absolut möglich. Hatte auch schon allerhand gesehen.
Kurz darauf befanden sich die beiden Frauen draußen, hinter einigen Holzpaletten allerdings in Deckung. Rena befand, dass es hier wohl sicher war für die Hocker-Holzkiste, um geparkt zu werden. Ryo tauchte einen Moment später auf, einen Packen Klamotten in der Hand. Nachdem Rena losgezogen war - Amaiko hatte ihr ein Viel Spaß mit auf den Weg gegeben - bekam sie einen Teil dieser Klamotten auch gleich in die Arme. Huh?
"Hier, nimm die Kleidung und zieh sie entweder über deine jetzige oder zieh dich um. Was dir lieber ist. Wir müssen unauffällig sein."
Oh. Ein wenig skeptisch hielt Amaiko noch inne, während Ryo bereits seine Oberbekleidung ab- und das Arbeitshemd anlegte. Schulterzuckend fügte sie sich und machte es sich einfach. Sie stieg zunächst in die Overallhose, dann zog sie sich das Hemd über den Kopf - beides schlabberte ordentlich an ihr, als wäre sie in Kartoffelsäcke gekrochen. Ihre Fingerspitzen kamen gerade so aus den Ärmeln hervor. Stirnrunzelnd betrachtete sie den Aufzug.
Unpraktisch, murrte sie, wobei es nicht direkt an Ryo gerichtet war, sondern an die Allgemeinsituation. Fingerzeichen würden hier drin echt schwer werden. Sie führte die Hände zusammen, demonstrativ vor Ryos Gesicht, und zeigte auf, wie sich ihre Finger im Stoff verhedderten, ehe sie sich treffen und verknoten konnten. Nach einem Moment Gefuchtel und Gefichtel hörte sie aber damit auf, seufzte schwer und fand sich damit ab. Aaaber gut, dafür bin ich nun unauffällig.
Weiter gings mit dem Tragen der Kiste. Nun hatte Amaiko natürlich das andere Geschwisterteil als Partner. Ryo durfte manövrieren, und er wählte den extra-sicheren Weg des Schleichens. Ja, ein wahrer Profi vertraute nicht bloß auf die Wirksamkeit seiner Verkleidung.
Wäre Amaiko etwas schnepfischer, hätte sie an dieser Stelle wohl geunkt, obs ihm nicht schon reichen würde, dass er sie in Sackkleider gesteckt hatte. So aber nahm sie den Plan, sich hinter einem Gemälde ins Schiff zu schleichen, fröhlich hin.
"Konzentrier dich, wir dürfen uns nicht auffällig verhalten. Wir sind normale Arbeiter hier, die diese Fracht in das Luftschiff tragen müssen."
Jawohl jawoll, entgegnete sie halb summend, dann scherten sie auch schon im Blickschutz des Gemäldes ein. Amaiko lehnte sich prompt ein wenig zurück und schielte an der Seite des Bildes vorbei dorthin, wo Rena ihren Teil zum Gelingen der Mission beitrug.

Yuribees Blick raste bereits seit einer ganzen Weile nur noch von Kiste zu Kontrollblock zu Kiste zu Kontrollblock zu Kiste zu Kontrollblock zu Frau zu Kontroll- die Frau stand nicht drauf.
Sogleich fuhr sein Blick wieder aufwärts, wo sich Rena gerade verbeugte und vorstellte.
Aaah... ja?, antwortete er gedehnt, etwas zu überrascht, um sich wortgewandt vorzustellen. Dass die Kunoichi sogleich weitersprach und berichtete, passte ihm ziemlich gut, um sich zu sammeln. Er runzelte die Stirn, als die Dame erklärte, von seinem Bruder angeheuert zu sein. Er runzelte generell die Stirn, wenn sein Bruder eine Aufgabe übernahm.
"… Kishibee-san wirkt derzeit etwas zerstreut. Ich habe Euch von weitem beobachtet und Ihr scheint ein Mann höchster Kompetenz zu sein. Deshalb komme ich mit meinem Anliegen zu Euch."
Yuribees Stirn glättete sich wieder. Seine Stirn glättete sich generell, wenn ihm eine Aufgabe anvertraut wurde, die für seinen Bruder zu hoch schien. Dass eine junge Dame ihn dabei so vertrauensvoll anschaute, war selbstredend auch ein sonniger Moment.
Ausgezeichnete Entscheidung, lobte er sogleich.
Als Rena ihm etwas vorflunkerte, entgleisten seine Gesichtszüge gleich wieder. Dies taten sie generell, wenn von Ninja-Zauberei die Rede war.
"Als ich mich ihm genähert habe, hat er sich mittels eines Ninjatricks in Luft aufgelöst und ich konnte ihn daraufhin nicht mehr finden… denn ich darf mich leider nicht ausser Sichtweite des Luftschiffs begeben."
Verfluchte Ninjatricks, entgegnete er hochfahrend und stierte in Richtung des Gebäudes, auf welches Rena gedeutet hatte, als könne er durch Wände blicken, wenn er die Augenmusmkulatur nur stark genug anstrengte.
"Auch wenn meine Aufgabe eigentlich nur dem Schutze des Luftschiffs gewidmet ist, hielt ich es für bedeutend, einer bemächtigten Person, wie Euch, davon zu berichten."
Ausgezeichnete Entscheidung, gleich zu mir zu kommen. Ausgezeichnete Entscheidung! Yuribee war nun ganz von der Stelle in Bann geschlagen, an welcher der vermeintliche Einbrecher gescheitert war. Mein Bruder wüßte in so einem Augenblick gar nicht, was zu tun wäre. Er schwieg einen Moment lang. Nachdenkend, was nun zu tun war. Schließlich setzte er sich in Bewegung, Rena mit dem Klemmbrett einen Wink gebend. Kommt mit. Ein Ninja erkennt einen Ninja, nicht wahr? Ich gebe Euch Erlaubnis, den Eindringling zu jagen, anstatt das Schiff zu bewachen! Er hielt diesen "Nur ein Wolf kann einen Wolf fangen"-Gedanken für recht scharfsinnig. Außerdem gefiel es ihm, Rena einen neuen Befehl zu geben, den sein Bruder nicht erteilt hatte. Und wo wir schon dabei waren: Mein Bruder hätte Euch von vornherein erlauben dürfen, im Zweifelsfall die Verfolgung aufzunehmen. Tse! Kettet Euch stattdessen mit einer unpraktischen Order quasi am Schiff fest. Er war nie die hellste Kerze im Ständer, pflegte Mama schon zu sagen.

Ich glaube, was sie macht, macht sie gut. Amaiko grinste Ryo zu. Dann grinste sie einen der Arbeiter an, die das Gemälde trugen. Dieser hatte von sich aus Blickkontakt aufgenommen.
Und was macht se?
Den Chef ablenken, damit wir vernünftig die Sachen einladen können natürlich.
Ah ne? Ja, dann macht ses jut.
Die Konoha-Nin lösten sich aus dem Windschatten des Gemäldes, als sie die Rampe hinauf ins Innere des Schiffes gelangten und die Bilderträger sogleich rechts abbogen. Amaiko schaute sich in dem geräumigen Frachtraum um.
Okay. Wohin nun? Laden wir es dort ab, wo wir es wiederfinden können, sobald wir in der Luft sind? Vielleicht sollten wir die Kiste dann in eine unserer Kajüten bringen, wo wir besser auf sie achten können.
Natürlich hegte Amaiko den Hintergedanken, sich die Kiste noch etwas genauer anzusehen, sobald die Fahrt begonnen hatte. Da wäre es unpraktisch, wenn die Ware unter etlichen anderen Truhen außer Reichweite gestapelt werden würde. Aus Rücksicht auf Ryo äußerte sie diese Pläne allerdings nicht.
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Ishihara Rena

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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Do Dez 01, 2016 4:06 pm

"Kommt mit. Ein Ninja erkennt einen Ninja, nicht wahr? Ich gebe Euch Erlaubnis, den Eindringling zu jagen, anstatt das Schiff zu bewachen! "
Rena atmete innerlich auf. Auch wenn sie ihre Flunkerei durchwegs für eine gute Idee hielt, hatte ein kleiner Teil von ihr dennoch befürchtet, dass Yuribee die Lüge nicht abkaufen würde. Ganz zu schweigen von dem Szenario, das sich dann hätte abspielen können. Aber anscheinend hatte der Köder die gewünschte Wirkung erzielt und Yuribees Adlerblick hatte sich von den Arbeitern und deren Fracht gelöst.
"Ich danke Euch ergebenst, Yuribee-sama."
Zufrieden und mit einem ernsten Nicken setzte sich die junge Frau also ebenfalls in Bewegung und folgte dem Bruder ihres Klienten. Auch wenn sie nun zu gerne einen Blick in Richtung Ryo und Amaiko geworfen hätte, liess sie es bleiben. Sie wollte Yuribee keinen Grund geben, wieder in jene Richtung zu spähen. Darum vertraute sie also einfach darauf, dass bei ihren Teamkollegen alles rund lief und spielte ihr Schauspiel hier noch ein wenig weiter.
Beim vermeintlichen Büro Yuribees angekommen, eilte Rena zu der Stelle vor einem Fenster, an der der imaginäre Ninja seine imaginäre Flucht vollzogen hatte. "Hier hat sich der Schurke in Luft aufgelöst."
Mit vorgetäuschtem Eifer machte sich die Blauhaarige sogleich an die Arbeit. Zuerst betrachtete sie mit prüfendem Blick die Tür, das Fenster und die Umgebung des Gebäudes, ehe sie in die Hocke ging und mit den Fingern über den erdigen Boden strich. Als würde sie im Dreck irgendetwas erkennen können, nahm sie ein wenig der trockenen Erde auf den Daumen, begutachtete ihn mit konzentrierter Miene und nickte dann wissend. Schliesslich legte sie beide Hände flach auf den Boden und schloss ihre Augen, so als würde sie irgendetwas erspüren wollen.
Rena kam sich zwar ziemlich dämlich dabei vor, aber sie war der Meinung, dass eine Hauch Dramatik jedes Schauspiel ansehnlicher machte. Und irgendwie fand sie das ganze auch ziemlich amüsant. Sie musste sich deshalb Mühe geben, dass ihr konzentrierter Gesichtsausdruck nicht einem belustigten Lächeln wich.
Nach einigen Sekunden nickte Rena also erneut bestätigend, erhob sich und sah Yuribee bedeutungsvoll an: "Der Schurke hat sich nicht nur in Luft aufgelöst, sondern sogleich wegteleportiert. Das heisst, er könnte inzwischen überall sein, eine Verfolgung ist so nicht mehr möglich…", Rena seufzte und schüttelte ein wenig den Kopf, "…hätte euer Bruder doch bloss das ganze Gebiet patroullieren lassen und nicht nur das Schiff."
Doch die Kunoichi bereute es sofort, dass sie letztere Worte ausgesprochen hatte, denn sie befürchtete, dass Yuribee Kishibee wohl demnächst an die Gurgel gehen würde. Aber Rena nahm zugleich an, dass dies wohl öfters der Fall war und nicht zu sehr ins Gewicht fallen würde. Zudem hoffte sie, dass dieser imaginäre Vorfall Yuribee vielleicht eine Lehre war und er seine Aufmerksamkeit in Zukunft etwas weniger der Fracht und den Arbeitern widmete, den armen Kerlen. Oder aber er drehte nun völlig durch und setzte überall Wachposten auf…
Rena würde es ihm zutrauen.
Deshalb war es höchste Zeit, ihm eine Beschäftigung zu geben: "Vermutlich handelte es sich bei dem Schurken um einen Spion oder um einen Dieb. Vielleicht von der Konkurrenz? Ich empfehle euch, zu überprüfen, ob in diesem Gebäude hier noch alles dort ist, wo es sein sollte, Yuribee-sama."
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Sa Dez 03, 2016 3:39 pm

Was auch immer Rena getan hatte, es hatte Erolg gezeigt. Innerlich war er stolz auf seine Schwester. Sie hatte es geschafft, den Kerl von dem Schiff wegzulocken und das auf eine ziemlich kluge Art und Weise. Sie hatte sich die paranoide Angst der beiden Gebrüder zu Nutze gemacht und ihn so dazu veranlasst, sich mehr auf sein Büro und den nicht existierenden Ninja zu konzentrieren als auf die Fracht. Demnach hatten es Ryosuke und Amaiko auch relativ einfach als sie über die Laderampe an Bord des Schiffes kamen. Erleichtert atmete Ryosuke dann aus und sah sich für einen Moment in dem sehr grosszügigen Laderaum um, welcher allerdings bereits auch schon mindestens bis zur Hälfte mit Dingen vollgestopft war.
Amaikos nächste Frage war gut: Wohin nun mit dieser Kiste? Sie musste irgendwohin, wo Yuribee das Ding auch während der Fahrt nicht sehen würde. Amaiko erklärte, dass man die Kiste doch in ihre Kajüte bringen könnte, nur wusste Ryosuke noch nicht, welches ihre Kajüte war. Dummerweise hatte er dies nicht bedacht zu fragen, als er ihren Auftraggeber bezüglich ihres weiteren Vorgehens in Kenntnis setzte.
"Eigentlich eine gute Idee, nur weiss ich nicht, welche unsere Kajüte ist.", erklärte er dann leise und verschränkte die Arme vor der Brust. Ihnen blieb also doch nichts anderes übrig, als die Kiste hier irgendwo sicher unter zu bringen.
"Ihr seid neu, oder?", fragte dann einer der Gemäldeträger von eben und grinste die Beiden an. Wahrscheinlich dachte er, das sie neue Mitarbeiter waren, weil sie die Arbeitskleidung trugen. Hatte Ryosuke also gut daran getan, diese mitzubringen.
Der Blauhaarige nickte leicht. "Richtig, ist unser erster Tag hier."
"Und euch wurde nicht gesagt, welches eure Kajüte ist, wenn ich das richtig verstanden habe? Sorry, wollte euch nicht belauschen, aber das hab ich gerade zufällig mitbekommen.", er grinste etwas breiter, "das passiert hier ständig. Die Leute kriegen hier nie richtige Anweisungen, nur wenns um die Frachtlagerung geht, sind sie penibel genau. Ihr könnt euch eine Kajüte aussuchen die frei ist. Tatsächlich wird einem keine zugewiesen. Nehmt euch einfach eine, die frei ist." er legte Amaiko einen Arm um die Schulter und zupfte etwas an dem viel zu grossen Overall, "Ich schlage euch vor, die Kajüte ganz hinten im Gang zu nehmen auf der rechten Seite. Ist die angenehmste und eben erst frei geworden. Die ist sehr beliebt, wenn ihr schnell seid, er wischt ihr sie vielleicht noch.", ein eindeutiges Zwinkern in Amaikos Richtung, "Der Overall steht dir übrigens sehr gut, Süsse, auch wenn er etwas gross ist.", mit diesen Worten liess er von der Lilahaarigen wieder ab, verabschiedete sich von den Beiden und ging seiner Tätigkeit nach. Ryosuke hatte die Szene mit gemischten Gefühlen beobachtet, hatte sich jedoch innerlich ermahnt einfach still zu bleiben. Als der Mann dann ging, spürte, wie Ryosuke innerlich tief aufseufzte vor Erleichterung. Die Info, das sie sich eine Kajüte aussuchen konnten, machte es aufjedenfall einfacher.
Er wandte sich an Amaiko und deutete in die Richtung, in der er die Kajüten vermutete. "Nun gut, dann lass uns das Ding in eine freie Kajüte bringen. Wir sollten schnell machen, ansonsten fliegt Renas kleine Flunkerei vielleicht auf."

Gesagt, getan. Die zwei beeilten sich besagte Kajüte aufzusuchen und tatsächlich war diese auch frei. Sie verstauten das Ding hinter der Tür, so das es nicht gleich gesehen wird, wenn man hier reinspäht, stellten dann das Schild an der Tür auf 'besetzt' um, so das niemand auf die Idee kam, hier einfach hereintzuplatzen und verliessen dann das Schiff wieder über die Laderampe.
Während sie auf dem Weg zu den Kisten waren, wo Ryosuke seine Kleidung versteckt hatte, funkte er Rena unauffällig über ihren Headset-Stöpsel an und teilte ihr mit, das die Kiste sicher verstaut war und sie von Yuribee nun ablassen konnte. Er teilte ihr auch mit, das sie sich bei dessen Bruder treffen würden, also bei ihrem Auftraggeber und von dort aus weiter operieren würden. Da sie als Wache von Kishibee eingestellt waren, erschien das nur logisch.
"Soweit so gut.", murmelte er dann so, das es nur Amaiko hören konnte, "Jetzt müssen wir nur noch als Wache auf das Schiff und dafür sorgen, das mindestens einer immer in der Kajüte bleibt.", erklärte er dann und war sich durchaus bewusst, das sie zwar einen schwierigen Teil hinter sich hatten, sie sich deswegen noch lange nicht zurücklehnen konnten.
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Satonaka Amaiko
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Mo Dez 05, 2016 11:15 am

Sie mussten die Kiste offenbar doch nicht hier im Laderaum zwischenlagern. Einer derGemäldeträger half freundlicherweise aus. Amaiko gab ein leises Schnaufen von sich, als ein mächtiger Arm um ihre eher schmalen Schultern gelegt wurde, lächelte ansonsten aber weiterhin freundlich... und nur ein ganz klein wenig angespannt. Lag nicht an dem Arbeiter direkt, sondern an dessen genereller Geste. Löste bei der ehemaligen Nadeshiko-Kunoichi einen Impuls aus, dem eigentlich nur noch ein gesäuseltes "Hab dich gefangen!" zuzufügen wär, um die Flucht-Mechanik in Gang zu setzen.
Flucht-Mechanik war schon in Vorbereitung. Amaikos Hand, die dem Gemächt des Arbeiters am nächsten war, ballte sich bereits halb zur Faust. Ein "Hab dich", und ihr Arm würde ganz von selbst eine Bewegung machen wie beim Ausschütteln von Socken, die frisch aus der Waschmaschine kamen.
Der Arbeiter und seine Eier hatten jedoch Glück. Er wählte seine Worte so, dass "Hab dich" erst gar nicht darin vorkam, auch nicht in etwas wie "Hab dich eben gar nicht gesehen" oder so. Alles Auslöser, alles Minen auf dem Felde.
"Der Overall steht dir übrigens sehr gut, Süsse, auch wenn er etwas gross ist."
Dankeschön. Amaikos Stimme war dagegen sehr zwanglos. Finde ich aber auch.
Als der Arbeiter ging, lehnte Amaiko sich leicht in Richtung Ryos. Und an mein Geheimfach komm ich auch nicht. Er wußte, welches sie meinte.

Rena hatte derweil viel Spaß. Und Yuribee auch. Immerhin wurde er gerade aufgewertet und sein Bruder niedergemacht.
"…hätte euer Bruder doch bloss das ganze Gebiet patroullieren lassen und nicht nur das Schiff."
Ohne Zweifel. Yuribee schüttelte den Kopf bei solch offenkundiger Verfehlung in der Befehlsgebung. Zugleich machte er sich eine geistige Notiz für mehr Wachen. MEHR.
"Vermutlich handelte es sich bei dem Schurken um einen Spion oder um einen Dieb. Vielleicht von der Konkurrenz? Ich empfehle euch, zu überprüfen, ob in diesem Gebäude hier noch alles dort ist, wo es sein sollte, Yuribee-sama."
Hartes, knappes Nicken. Muss wohl, ja. Ohne Zweifel! Der Kübel ist gebrochen, da beißt die Maus keinen Faden ab. Der Kuchen ist gegessen, jemand muss die Suppe auslöffeln, die mein werter Bruder uns nun eingebrockt hat. Damit wandte er sich um, mit den Fingerknöcheln wohlklingend knackend. Den nehme ich mir zuerst vor!
Gleich darauf bekam Rena die Order von ihrem Bruder.
Im Hintergrund erhob sich Gebrüll. KISHI!!!

Ryosuke und Amaiko hatten die Kajüte in Beschlag genommen; nun waren sie wieder auf dem Weg zurück, raus aus dem Schiff.
"Jetzt müssen wir nur noch als Wache auf das Schiff und dafür sorgen, das mindestens einer immer in der Kajüte bleibt."
Läuft doch alles wunderbar, gab Amaiko gut gelaunt ihre Meinung ab. Zur Bewachung der Kiste fällt uns schon noch was Schönes ein. Doppelgänger, Fallen an der Kajütentür und so weiter... Wir toben uns richtig aus.
Die beiden trafen sich mit Rena bei Kishibee. Ihr Auftraggeber kam gerade aus dem Bürogebäude, Schweiß lief ihm von der Stirn. Er wollte die drei Shinobi zunächst anschreien, doch dann entsann er sich seiner eigenen Geheimnistuerei und wurde sehr, sehr leise. Dabei blieb er aber auch sehr, sehr panisch.
Schrecklich, schrecklich, schrecklich... Wir hatten einen Dieb auf dem Gelände! Im Büro!, hauchte er den Konoha-Nin zu. Die Ki- der Hocker ist weg! Ich habe nachgesehen!
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Ishihara Rena

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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Mi Dez 14, 2016 12:36 pm

"Muss wohl, ja. Ohne Zweifel! Der Kübel ist gebrochen, da beißt die Maus keinen Faden ab. Der Kuchen ist gegessen, jemand muss die Suppe auslöffeln, die mein werter Bruder uns nun eingebrockt hat." Damit wandte er sich um, mit den Fingerknöcheln wohlklingend knackend. "Den nehme ich mir zuerst vor!"
Rena sah Kishibee mit grossen Augen nach, als sie in ihrem Ohr die Stimme ihres Bruders vernahm. Er und Amaiko hatten die Kiste sicher verstaut und nun würden sich alle drei bei Kishibee treffen.
"KISHI!!!"
Rena zuckte zusammen. Oweh, jetzt geht’s rund. Zum Glück habe ich Ryo und nicht Yuribee als Bruder. Die Kunoichi schnitt eine bemitleidende Grimasse und funkte ihrem Bruder ein "Alles klar" zurück.

Währenddem Rena wartete, konnte sie im Hintergrund die Stimmen Yuribees und Kishibees vernehmen. Worte konnte sie keine verstehen, versuchte es aber auch nicht. Sie tat so, als würde sie alles hier nichts angehen und spähte stattdessen unschuldig in Richtung Luftschiff.
Als Ryosuke und Amaiko bei Rena ankamen, hätte sie gerne noch kurz mit ihnen darüber geplaudert, wie alles gelaufen war. Aber dazu blieb keine Zeit, denn Kishibee eilte sogleich aus dem Bürogebäude, ein panischer Ausdruck im Gesicht.
Ohje, Yuribee scheint ihm sehr zugesetzt zu haben. Rena spähte an Kishibee vorbei und versuchte im Hintergrund dessen Bruder auszumachen, konnte ihn aber nirgendwo sehen.
"Schrecklich, schrecklich, schrecklich... Wir hatten einen Dieb auf dem Gelände! Im Büro!", hauchte Kishibee den Konoha-Nin zu. "Die Ki- der Hocker ist weg! Ich habe nachgesehen!"
Ernsthaft? Rena sah ihren Auftraggeber fassungslos an. Der arme Kerl nahm gleich an, dass das Objekt des imaginären Diebstahls seine Kiste - getarnt als hässlicher Hocker - war, anstatt zuerst zu fragen, ob sie die Kiste nicht bereits aufs Schiff getragen hatten. Die muss wirklich Gold wert sein.
Die Kunoichi schenkte ihren Teamkollegen ein schwaches Lächeln, beugte sich dann zu ihrem Klienten vor, und erklärte in gedämpfter Lautstärke: "Es ist alles gut, Kishibee-san. Euer Hocker befindet sich sicher an Bord. Meine Kollegen haben soeben dafür gesorgt. Nicht wahr?" Rena blickte abwechselnd zwischen ihrem Bruder und Amaiko hin und her.
Sie verzichtete vorerst darauf, Kishibee dafüber aufzuklären, dass der Dieb bloss erfunden war – für den Fall, dass Yuribee doch noch irgendwo lauerte. Und weil sie Kishibee nicht sagen wollte, dass der Rüffel, den er gerade erhalten hatte, eigentlich ihre Schuld war.
Hauptsache, er weiss seine Kiste wohlbehütet.
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Fr Jan 13, 2017 7:55 pm

Bisher lief alles glatt. So gefiel es Ryosuke. Er hatte einen zufriedenen Gesichtsausdruck, als Amaiko und er zurück zu Kishibee gingen um sich wieder mit Rena zu treffen. Damit wäre ihr Team wieder komplett und sie konnten den weiteren Verlauf des Auftrages in Angriff nehmen. Im Grunde war es möglich, das diese Mission sehr ruhig verlaufen würde, die Chance bestand, aber Ryosuke bezweifelte stark, dass es so laufen würde. Die wenigsten Aufträge liefen wirklich so, wie sie sollten, er war bereits überrascht, dass bisher alles so reibungslos lief.
"Hallo Rena.", er nickte seiner Schwester kurz zu. Sie hatte gute Arbeit geleistet, er hatte gut daran getan, ihr zu vertrauen. Er würde es ihr gegenüber zwar nicht laut aussprechen, tatsächlich hatte er aber so seine Zweifel gehabt. Nicht, weil sie seine Schwester war, sondern weil er sie schon so lange nicht mehr gesehen hatte, er konnte nicht wissen, inwiefern sie sich in der Zwischenzeit veränder hatte. Früher war sie sehr zuverlässig gewesen, das konnte sich in der Zwischenzeit jedoch geändert haben. Realistisch betrachtet konnte Rena sich allerhand an schlechten Charaktereigenschaften angeeignet haben. Er war zu sehen, dass sie bisher mehr oder weniger die Gleiche geblieben war, nur eben einfach erwachsener. Und das liess ihn innerlich auch etwas stolz auf seine kleine Schwester sein.
Doch ihre kleine Wiedervereinigung wurde bald schon vom Auftraggeber selbst unterbrochen, denn dieser kam panisch zu ihnen angerannt und erklärte, dass ein Dieb hier sein Unwesen treibt und die Kiste weg sei. Ryosuke verschränkte die Arme vor der Brust und blickte für einen Moment kurz zu Rena, bevor er wieder zu Kishibee blickte. Doch seine Schwester übernahm den Part der Aufklärung und berichtete, dass die Kiste bereits sicher verstaut war. Ryosuke nickte zu Bestätigung.
"Der Hocker ist sicher, keine Sorge.", fügte er noch hinzu, "Wann hebt das Luftschiff ab und wie lange werden wir etwa an Bord bleiben?", er mache eine kurze Pause, "und wenn Sie erlauben, würden wir dann umgehend wieder an Bord gehen und unseren Auftrag weiterführen damit ihr Hab und Gut sicher am gewünschten Zielort ankommt."
Aber was sollte schon gross passieren auf einem Luftschiff? Vielleicht verlief dieser Auftrag ja wirklich Mal einfach nur angenehm ruhig.
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Satonaka Amaiko
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Mi Jan 18, 2017 8:44 pm

Kishibee war ein Mann voll sprühender Energie, vermutlich angetrieben durch mehrere Liter Kaffee am Tag. Diese Energie legte er in jeden einzelnen seiner irren Blicke, die von Rena zu Ryo und wieder zurückflogen. Als der Teamleiter der Kistenwächter schließlich die Entwarnung seiner Kollegin bestätigte, entspannte sich der Händler... unmerklich.
Hah? Wann wir abheben? Fahrig nestelte er in seiner Tasche herum, zog eine Uhr hervor und klappte sie auf. ... Sobald alles eingeladen ist, gab er dann eine Auskunft, für die eine Uhr irgendwie nicht nötig gewesen wäre. Was die Dauer der Reise angeht, mag dies zwischen zwei Tagen und einer Woche pendeln; es hängt vom Wind ab. Er zuckte mit den Schultern und winkte ab. Natürlich, geht wieder an Bord und richtet euch ein. Erst jetzt schien ihm aufzufallen, dass Ryosuke und Amaiko Arbeiter-Kleidung trugen; er blinzelte leicht verwirrt, dann trabte er wieder davon.
Amaiko schaute fröhlich in die Runde, die Hände gemütlich in der Bauchtasche der Arbeitshose versenkt.
Fein, sprach sie, Dann hüten wir mal die Kiste, nicht?

In der Kabine trat Amaiko zunächst zum Bullauge, das in die Bordwand eingelassen war, und schaute hinaus. Gleichsam stieg sie aus der Arbeiterkleidung heraus, unter der sie schließlich noch ihre übliche Kleidung trug, und warf sie in eine Ecke. Sonderlich lang konnte sie die Kiste jedoch nicht in Ruhe lassen. Nach einem flüchtigen Blick auf das Treiben draußen wandte sie sich dem Hocker wieder zu, klopfte mit den Fingerknöcheln darauf und schaute unschuldig in die Runde.
Nun... Immerhin kann man bestimmt wunderbar Karten auf diesem Ding spielen.
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Sa Jan 28, 2017 3:27 pm

Rena war wirklich froh, dass der erste Teil der Mission mehr oder weniger glatt verlaufen war. Sie wusste momentan nicht, was noch Schlimmes passieren könnte. Normalerweise langweilten sie Missionen, denen es an Spannung fehlte. Aber angesichts der Tatsache, dass sie nun ihren Bruder nach langer Zeit wiedergesehen hatte, war es ihr sehr recht, wenn es ruhig zu und herging. So ergab sich sicherlich die Möglichkeit, ein wenig zu plaudern. Die Kunoichi brannte regelrecht darauf, alles zu erfahren.
Rena wechselte einen flüchtigen Blick zwischen Ryo und Amaiko und musterte letztere dann, während diese den Hocker erneut begutachtete.
"Nun... Immerhin kann man bestimmt wunderbar Karten auf diesem Ding spielen. "
Rena runzelte die Stirn. Sie wäre nicht auf die Idee gekommen, nun Karten zu spielen, aber es war sicherlich gut, wenn man sich ein wenig beschäftigte. Immerhin besass die Kabine – von den Bullaugen einmal abgesehen – nur einen Eingang und es war unübersehbar, wenn sich hier jemand Zutritt verschaffen wollte. Rena wusste beim besten Willen nicht, warum sich der Auftraggeber solche Sorgen machte.
"Ich habe keine Karten dabei…", erwiderte die Kunoichi schliesslich mit einem Lächeln, "… aber ich bin auch dafür, dass wir uns ein wenig beschäftigen, während wir hier Wache schieben. Immerhin ist da nur eine Tür, durch die jemand hineinschleichen könnte… und die haben wir gut im Blick."
Rena äugte vorsichtig zu Ryosuke hinüber. Sie war überzeugt davon, dass Amaiko voll und ganz dabei war, wenn es darum ging, sich die Zeit zu verschönern. Aber bei ihrem Bruder war sie sich da noch nicht so sicher – dafür war er einfach zu pflichtbewusst. Sie konnte sich gut vorstellen, dass er alle drei soldatisch im Raum positionieren liess, nur um darauf zu warten, dass jemand kam, um jenes hässliche Unikum zu stehlen. Rena warf der getarnten Kiste einen verächtlichen Blick zu und setzte sich dann darauf, um sie nicht länger ansehen zu müssen.
"Wir könnten uns doch Geschichten erzählen. Über das, was uns in den letzten Jahren bewegt hat. Das lenkt nicht wirklich ab, aber ist sehr unterhaltsam", murmelte Rena beiläufig, währenddem sie sich den Raum genauer ansah – in der Hoffnung, irgendwas zu entdecken, das ihr weitere Argumente fürs Geschichtenerzählen liefern könnte:
Die Kabine wirkte ordentlich und sauber, so als wäre sie frisch geputzt worden. Rena konnte keinen Staub erkennen, die Bullaugen waren nicht getrübt und der hölzerne Fussboden wirkte frisch gewachst. Rena wollte gerade mit ihrer Fussspitze über das glatte Holz reiben, als sie direkt neben sich und der Kiste etwas auf dem Boden liegen sah. Neugierig kniff die Kunoichi die Augen zusammen und betrachtete das kleine Etwas. Es sah aus, wie ein Apfelkern, nur doppelt so gross und irgendwie leicht verbogen... und bunter. Nicht übertrieben bunt, aber es schillerte dezent in mehreren Farben. Interessiert hob Rena das kleine Ding hoch und rief, ohne weiter nachzudenken: "Seht mal, wie lustig das hier aussieht!"
Die Kunoichi betrachtete ihre Beute selbst genauer und überlegte, was es wohl sein könnte. "Vielleicht ist es aus der Kiste gefallen...", mutmasste Rena mehr zu sich selber, als zu den anderen, "...immerhin ist es hier sehr sauber und dieses Ding liegt sicherlich noch nicht lange hier. Und das Fell ist ja auch nur drumrum gespannt und könnte auf der Unterseite noch eine Stelle uneingefasst gelassen haben."
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Ishihara Ryosuke
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   So Jan 29, 2017 2:57 pm

Ryosuke atmete tief durch als sie zu dritt, samt der Kiste, in ihrer beschlagnahmten Kabine waren und augenscheinlich alles richtig gemacht hatten. Es schien, als würde die Mission diesmal tatsächlich wie nach Plan verlaufen, das stimmte den Blauhaarigen positiv und dies wirkte sich auch auf seine Laune aus. Er war nicht mehr so stark angespannt, konnte sich selbst dazu bewegen, einfach etwas lockerer zu werden und lächelte leicht, als Amaiko meinte, dass man auf dem Hocker ganz gut Karten spielen könnte. Er dachte in keiner Sekunde daran, dass sie dies womöglich ernst gemeint hatte. Ryosuke lies sich auf das eines der zwei Betten in der Kabine fallen und wurde sich bewusst, dass das ein mittelgrosses Probelm darstellte.
"Wir haben im übrigen zu wenig Betten, meine Damen.", ihm wurde bewusst, dass der Arbeiter, der ihnen die Kabine vorschlug, ja auch davon ausging, sie wären bloss zu zweit. Nun waren sie jedoch zu dritt, "Ich melde mich freiwillig und werde diese Nacht auf dem Boden schlafen.", wenn er den nicht gerade Wache stand. Grundsätzlich hatte er aber vor gehabt, dass die Wache ein Kagebunshin übernehmen würde. Sie selbst sollten sich die Ruhe gönnen, immerhin war es durchaus möglich, das sie später noch mehr gefordert wurden.
Als Rena dann erklärte, dass sie keine Karten dabei hatte aber durchaus dafür war, die Zeit etwas zu vertreiben, sah er zu ihr auf. Einen Moment dachte er darüber nach, immerhin hatte er die Leitung des Teams inne. Wenn etwas schief ging, wurde er dafür verantwortlich gemacht, aber wie auch Rena konnte auch er keine Gefahrenstelle erkennen. Der Raum war klein und übersichtlich, es gab nicht viele Ecken und Nischen, in denen man sich hätte verstecken können, da waren blöss die Wandshränkte, die für die Kleidung der hier nächtigenden Personen.
"In Ordnung. Wir können uns gerne die Zeit etwas vertreiben, aber davor überprüfen wir den Raum gründlich. Dann erstellen zwei von uns Drei einen Bunshin. Einer patroulliert in der Nähe dieser Kabine durch das Schiff, der andere kümmert sich um die übrigen Ladung, die wir ja nun offiziell bewachen sollen.", er hatte sich auch überlegt, einen Bunshin direkt vor die Tür zu stellen, aber das würde zu viel Aufmerksamkeit erregen, "der Dritte spart sein Chakra für Notfälle.", gesagt, getan. Ryosuke stand auf und überprüfte die Wandschränke, aber wie zu erwarten war, sprang ihm hier kein verborgener Dieb entgegen, der sich die Kiste aneignen wollte. Kishibee war einfach übertrieben paranoid, aber das war genau das Problem und was Ryosuke etwas nervös werden liess. Bei etwaigen Probleme würde der Auftraggeber sofort durchdrehen und ihnen die Schuld geben, deswegen war es wichtig, jegliche Probleme im Keim zu ersticken.
"Amaiko und ich werden die Bunshin stellen, du sparst dein Chakra, Rena.", erklärte er in gewohnt neutralem aber dennoch strengen Tonfall, immerhin ging es hier um eine wichtige Mission.

Als dann alles soweit zu seiner Zufriedenheit erledigt war, gönnte auch Ryosuke sich wieder etwas Entspanntheit und setzte sich abermal auf das Bett. Er beobachtete für einen Moment Rena, die gerade etwas untersuchte. Es interessierte ihn in diesem Moment jedoch nicht gross, was das war, sondern vielmehr wollte er über das sprechen, was seine Schwester davor erwähnt hatte: Geschichten.
Für einen Moment beobachtete er seine verloren geglaubte Schwester einfach. Und endlich konnte er es sich auch wirklich mit seinem Gewissen vereinbaren, sie einfach in Ruhe zu mustern und sich zu freuen.
In ihm kam das dringende Bedürfnis auf, aufzustehen, zur Rena hinzugehen und sie in die Arme zu schliessen. Und bevor er sich dessen wirklich bewusst war, fand er sich genau dabei wieder. Er hatte sich vor seine Schwester gekniet und sie in die Arme geschlossen. Hatte die Augen geschlossen und einfach nur ihre Nähe und die Tatsache, sie wieder in die Arme schliessen zu können, genossen. Nun, da sie endlich etwas Zeit für sich hatten, konnte er sich auch endlich voll und ganz auf die Freude konzentrieren, die er zuvor unterdrückt hatte. Die Freude, endlich seine Schwester wieder zu haben.
Er wusste nicht, wieviel Zeit verging, während er sie einfach nur schweigsam in den Armen hielt, bevor er dann wieder von ihr abliess und sie anlächelte. "Du willst also ein paar Geschichten austauschen?", fragte er und sah dann zu Amaiko, "ich habe nicht viel interessante Dinge erlebt, aber wie ich diese Frau da kennengelernt habe, ist mit Sicherheit eine Geschichte wert.", mehr nebenbei blickte er nun auf das Etwas, was Rena in Hände hielt, "sieht aus wie ein Kern, oder? Vermutlich ist es wirklich aus der Kiste gefallen. Was wohl die Ladung ist?", als er wieder in das Gesicht seiner Schwester blickte, fuhr er fort, "Wenn wir dir eine Geschichte erzählen, dann musst du uns aber eine erzählen. Ich will wissen, wo sich meine kleine Schwester so lange rumgetrieben hat.", er atmete tief durch, "Es tut mir leid, dass ich dich die ganze Zeit über nicht gefunden und im Stich gelassen habe. Es tut mir wirklich leid."
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Satonaka Amaiko
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Sa Feb 04, 2017 12:48 pm

Amaiko wußte schon, warum sie den Missionen mit Ryo gelassen entgegen sah. Er bewies seine Qualitäten gerade, indem er zum Einen den harten Schlafplatz auf dem Boden wählte - er sagte, "diese Nacht", doch irgendwie hatte Amaiko den Verdacht, er würde auch für kommende Nächte das Bett ablehnen - und zum Anderen stetig den Auftrag im Blick behielt. Er gab rasch Kommando aus, dass zwei Leute Kagebunshin stellen und der Dritte sein Chakra sparen würde.
Jawohl, Ryo-san, entgegnete Amaiko übertrieben förmlich und schuf rasch einen Kagebunshin, der mit einer kleinen Rauchwolke im Raum erschien und sich sodann mit Ryos eigenem Doppelgänger absprechen würde, wer in den Laderaum gehen würde und wer die Rundgänge übernahm.
Außerdem würde Amaikos Doppelgängerin einen Alternativvorschlag machen. Sie würde Ryos Doppelgänger verschwörerisch in die Seite boxen und dann halblaut in sein Ohr raunen: Fühlst du dich auch so ausgenutzt, wenn man dich derartig zur Arbeit abstellt? Lass uns streiken! Oder besser, lass uns auch Kagebunshin machen und sie arbeiten lassen.
Danach würde sie natürlich die Zunge herausstrecken, es als Scherz hervortun und artig zum Wachdienst gehen.

Das Original verfolgte derweil aufmerksam, wie Rena mit einem Kern herumspielte, den sie offenbar vom Boden aufgelesen hatte. Er war interessant gefärbt und recht dick; die Kunoichi vermutete, er könnte aus der Kiste gefallen sein.
Ryo unterstützte den Gedanken seiner Schwester und überraschte Amaiko irgendwie damit, dass auch er Interesse an dem Inhalt der Kiste äußerte. Zumindest stellte er sich diese Frage laut und war auch nicht sonderlich beunruhigt darüber, dass sie etwas vom Inhalt bereits in Händen hielten. Sie witterte eine Chance, ihre Neugierde zu befriedigen, und streckte die Hand nach dem Kern aus.
Darf ich ihn einmal haben?, bat sie und nahm den Kern zwischen Zeige- und Mittelfinger, um ihn genau zu betrachten. Ich bin so etwas wie die Sachverständige für Obst, musst du wissen. Sie grinste zu Ryo hin. Er kann es bestätigen.
Amaiko musterte den Kern kritisch, hielt ihn dicht vors Gesicht. Die Zungenspitze erschien im linken Mundwinkel. Ist mir unbekannt, stellte sie dann fest. Wahrscheinlich keine Nuss, sondern eher eine Frucht wie ein Pfirsich oder eine Aprikose. Höchstwahrscheinlich eine Frucht mit einem einzigen Kern. Falls mehrere Samen, wie bei einem Apfel, dann müsste es ein ziemlich großes Ding sein.
Spielerisch ließ sie den Kern in ihre hohle Hand fallen und wechselte kurzentschlossen in das andere Thema, welches Rena angeschnitten und Ryo weitergeführt hatte. Um Geschichten ging es, und Ryo schien sehr daran gelegen, etwas von seiner Schwester zu hören. Gleichzeitig bot er sein Kennenlernen mit Amaiko als Geschichte an.
Ohne es groß verbergen zu wollen: Amaiko hatte große Lust, die Geschichte sofort zum Besten zu geben. Gleichzeitig aber klang Ryo schon sehr begierig darauf, von seiner Schwester zu hören. Jedenfalls hielt Amaiko höflich die Zunge im Zaum, als Ryosuke seine Entschuldigung an Rena richtete.
Als es wieder angemessen war, zu sprechen, ergriff Amaiko das Wort. So sehr mir die Geschichte mit dem Kennenlernen auf der Zunge brennt... Es scheint, als würde es Ryosuke zu sehr auf die Folter spannen, wenn wir mit dieser Geschichte anfangen würden. Daher fange ich mit etwas Kurzem an und reiche dann an Rena weiter, ja?
Sie ließ den Obstkern über die Finger wandern wie ein Taschenspieler seine Münze, warf ihn dann hoch und fing ihn wieder auf, verbarg ihn in der hohlen Hand und tat, als wäre er plötzlich verschwunden, ehe sie ihn - natürlich nur im Rahmen des kleinen Zaubertricks - hinter Ryosukes Ohr wieder erscheinen ließ.
Lasst mich ein bisschen angeben..., sprach sie mit beschwörerischer Stimme, ... und einen kleinen Trick aus meinem Heimatdorf Nadeshiko zeigen. Eins, zwei... Hopp! Sie klatschte die Hände zusammen, schoss ein wenig Chakra in den Kern... und einen Moment später wucherte Fruchtfleisch um den Kern, bildete Lage um Lage und schwoll auf die Größe einer Ananas an. Dann bildete sich die Außenhaut, welche ganz ähnliche Farbenspiele zeigte wie der Kern, der nun im Inneren der frisch geformten Frucht saß.
Amaiko präsentierte Rena stolz das Ergebnis. Überraschung!
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Fr Feb 10, 2017 12:37 pm

Rena nickte zustimmend, als Ryosuke die Aufträge verteilte und blieb nachdenklich auf dem vermeintlichen Hocker sitzen, während ihre beiden Teamkollegen die Bunshins formten und losschickten. Es war gut, wenn sie ihr Chakra sparte, immerhin war sie die Iryounin des Teams. Falls irgendjemandem an Bord etwas zustiess, war es hilfreich, wenn sie genügend Kraft vorrätig hatte.
Den eben gefundenen Kern geistesabwesend zwischen den Fingern drehend, merkte Rena erst gar nicht, dass ihr Bruder sich ihr genähert hatte. Es gab momentan so vieles, das sie beschäftigte und worüber sie ständig nachdachte. Erst, als er sich vor ihr hinkniete und sie in die Arme nahm, wachte die Blauhaarige aus ihren Gedanken auf. Etwas überrascht, aber überglücklich über diese liebevolle Geste, erwiderte sie die Umarmung ihres Bruders und drückte ihn sanft. Sie musste sich bemühen, dass ihr aus Freude nicht erneut die Tränen kamen und blinzelte ein paar Mal.
Als Ryosuke dann von ihr abliess, strahlte die junge Frau über beide Ohren und fühlte sich für einen Moment wieder wie ein kleines Mädchen.
Ihr Bruder verkündete anschliessend, dass er auch dafür wäre, Geschichten auszutauschen – und sogar erzählen würde, wie er Amaiko kennengelernt hatte. Renas Aufregung stieg und sie sah freudig zu der anderen Kunoichi hinüber. "Wenn wir dir eine Geschichte erzählen, dann musst du uns aber eine erzählen. Ich will wissen, wo sich meine kleine Schwester so lange rumgetrieben hat."
Die junge Frau nickte lächelnd: "Natürlich, auch ich habe vieles erlebt. Vielleicht nicht unbedingt Spannendes, aber Dinge, die mir viel bedeuten." Auch wenn Rena darauf brannte, mehr über Ryos Vergangenheit zu erfahren, so verspürte sie gleichzeitig auch ein Bedürfnis, ihre Geschichte mit ihm zu teilen. Seit sie wieder in Konohagakure war, hatte sie keine ihr nahestehende Person mehr getroffen, der sie all ihre Erlebnisse hätte erzählen können. Der Austausch mit anderen fehlte ihr und nun, da ihr Bruder wieder bei ihr war, wollte Rena ihm so gerne alles anvertrauen. Sie wollte von ihrer zweiten Familie berichten und ihrem Aufenthalt dort, von ihrem verstorbenen Verlobten und von ihren Plänen, den Shugonin Juunishi beizutreten und sich für eine bessere und geordnetere Welt einzusetzen. Und sie fragte sich gleichzeitig, was er wohl davon halten würde.
"Darf ich ihn einmal haben?"
Amaiko riss Rena aus ihren Gedanken und diese überreichte der anderen Kunoichi mit einem Nicken den Kern. Als sie erklärte, dass sie Expertin für Obst war, zog Rena etwas verwirrt eine Augenbrauhe hoch und sah ihren Bruder fragend an.
Amaiko fuhr fort und gab zu, dass sie die Frucht nicht kenne. Zudem pflichtete sie den beiden Geschwistern bei und war ebenfalls dafür, Geschichten auszutauschen. Rena freute sich darüber, mehr über Amaiko zu erfahren. Denn auch wenn man von der Tatsache absah, dass sie Ryosuke etwas zu bedeuten schien, war sie mit Sicherheit eine interessante Person.
"Einverstanden. Dann leg mal los, Amaiko.", ermunterte Rena die andere Kunoichi. Dann sah sie gespannt zu, wie diese den Kern künstlerisch über die Finger wandern liess und anschliessend so tat, als würde sie ihn hinter Ryosukes Ohr hervorziehen. Rena liess ein leises, kurzes Kichern ertönen und beobachtete das Schauspiel interessiert weiter. Und plötzlich klatschte Amaiko in die Hände und sofort begann darin eine Frucht heranzuwachsen. Rena riss die Augen auf, so als könne sie nicht glauben, was sie da sah und sprang munter vom Hocker auf.
"Sie mal, Ryo!", hauchte sie erstaunt und zupfte am Ärmel ihres Bruders, "… sie hat den Kern in Obst verwandelt!" Als hätte er es nicht selbst gesehen, deutete Rena mit der Hand auf die Frucht in Amaikos Händen und lächelte freudig. Der Einsatz von Chakra war für sie als Kunoichi eigentlich nichts Besonderes, aber sie wäre nie auf die Idee gekommen es als Wachstumsbeschleunigung für Obst zu verwenden. Es war ein simpler Trick, aber dennoch raffiniert und nützlich und dies faszinierte Rena.
Sie trat etwas näher und begutachtete die fremde Frucht genauer.
"Sieht interessant aus. Schmeckt vielleicht auch dementsprechend." Nun konnte sie verstehen, dass ihr Auftraggeber ein riesiges Theater aus der ganzen Sache veranstaltet hatte. Es konnte gut sein, dass dieses Obst eine seltene Züchtung und deshalb sehr wertvoll war. Rena war der Kiste einen neugierigen Blick zu und fragte sich, wieviele von der Sorte wohl dort drin liegen mochten.
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   So Feb 12, 2017 12:51 pm

Nach dem Ryosuke seinem inneren Impuls nachgegeben und Rena endlich richtig in die Arme geschlossen hatte, hatte er sich zufrieden wieder zurück auf seinen Platz gesetzt, welcher auf dem mehr oder wenigern bequemen Bett war. Und als er in das Gesicht seiner Schwester sah, erkannte er, das auch sie sich freute. Zu viele Jahre waren vergangen, zu viele Tage hatte er seine Schwester nicht gesehen und zu viele Momente hatte er in Angst daran gedacht, dass sie womöglich tot sein könnte. Aber er hatte die Hoffnung nie wirklich aufgegeben und auch wenn er irgendwann nicht mehr aktiv nach ihr gesucht hatte, so brannte tief in ihm drin nach wie vor der Wunsch, sie endlich wieder bei sich zu haben. Und nun war sein Wunsch endlich in Erfüllung gegangen. Viele Jahre hatte es gedauert und dennoch fühlte es sich in diesem Moment, wenn er ihr ins Gesicht blickte, an, als wäre er wieder zehn Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt worden. Zu dieser Zeit hätte keiner von ihnen damit gerechnet, dass solch ein Unglück Iwagakure heimsuchen würde. Hätte Ryosuke es gewusst, hätte er seine Eltern retten und Rena vor diesem Unheil bewahren können, doch womöglich war es in so manchen Fällen auch ein Segen nicht zu wissen, was in der Zukunft war ... Oder? Dennoch wünschte sich Ryosuke manchmal, er könnte die Vergangenheit ändern und das obwohl er ein sehr rationaldenkender Mensch war. Aber auch er liess sich ab und an Mal von seinen Träumen in eine anderen Welt hinfortreissen, auch wenn dies eher selten geschieht.

Der Mittelpunkt der Gruppe wurde dann aber der seltsame Kern, den Rena gefunden hatte. Amaiko nahm ihn der Blauhaarigen ab und betrachtete das seltsame Ding eingehend. Und als sie erklärte, das sie eine Expertin auf diesem Gebiet war und von ihm indirekt seine Zustimmung einforderte, nickte er leicht.
"Stimmt, sie kennt sich ziemlich gut mit Obst aus. Denke ich.", so ganz mitbekommen, was sie wirklich wusste und was nicht, wusste er dann doch nicht, den oftmals, wenn sie anfing über Obst zu sprechen und was sie damit alles anstellen konnte, schweiften seine Gedanken ab und er betrachtete einfach nur noch gedankenabwesend ihr hübsches Gesicht.
Erst wenn sie dann eine Frage stellte oder zu Ende gesprochen hatte, wurde Ryosuke dann bewusst, dass er sich hatte gehen lassen und jedes Mal nahm er sich vor, dass das nicht mehr vorkam ... Aber in Amaikos Anwesenheit war er diesbezüglich oftmals einfach nur machtlos. Er lächelte innerlich über diesen Umstand. Das war gleichermassen frustrierend wie auch irgendwie angenehm.
Und nach dem Amaiko ihren kleinen Trick vorgeführt hatte, schien vor allem Rena sehr beeindruckt von diesem zu sein. Aber auch Ryosuke fand es immer wieder interessant, zu was Chakra alles in der Lage war. Man konnte Dinge damit anstellen, die man niemals für möglich gehalten hätte. Er hätte ja auch nie im Leben daran gedacht, mit Chakra aus einem Kern Obst heranwachsen zu lassen, alleine auf diese Idee zu kommen zeugte von Einfallsreichtum.
"Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass das Ding gut schmeckt.", erklärte Ryosuke dann nach dem auch er es eingehend angeschaut hatte. Es sah wie Obst aus, aber irgendwie auch nicht. Seltsame Farben liessen es irgendwie unappetitlich wirken. Zumindest für ihn.
"Ich frag mich, was das für Obst sein soll, das hab ich noch nie in meinem Leben gesehen.", fuhr er dann fort und betrachtete nach wie vor das Ding in Amaikos Hand, "vielleicht hat es unser Auftragsgeber ja selbst irgendwie ... gezüchtet?"
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Sa Feb 18, 2017 2:31 pm

Wenn man Renas Einstufung von "interessant" als positiv deutete, hatten die Geschwister wohl unterschiedliche Vorstellungen davon, wie dieses frisch entstandene Früchtchen in Amaikos ausgestreckter Hand wohl schmecken mochte. Die Schwester schien jedenfalls nicht abgeneigt von dem Obst, während Ryosuke das Ding nicht besonders appetitlich zu finden schien.
"Ich frag mich, was das für Obst sein soll, das hab ich noch nie in meinem Leben gesehen. Vielleicht hat es unser Auftragsgeber ja selbst irgendwie ... gezüchtet?"
So eine Art wertvolle Kreuzung?, hakte Amaiko auf Ryos Aussage hin nach, während Rena erneut neugierige Blicke auf die Kiste warf. Ein Hybrid aus... keine Ahnung, Apfel und Birne, vielleicht noch ein Schuss Pflaume? Sie deutete auf einen Streifen der Regenbogenfarben. Also, wegen dem Blau da. Lila-blau. Dafür, dass Amaiko eine Frau war, war sie wirklich schlecht mit den Abstufungen von Farben.
Naja. Sie nestelte in ihrer Tasche und förderte ein Schälmesser zutage. Was den Geschmack angeht, gibt es bekanntlich nur eine Möglichkeit, näheres zu erfahren. Keine Sorge schon einmal, wandte sie sich sogleich an den Team-Chef, Wir können mit dieser Frucht wirklich machen, was wir wollen. Der Kern, der wohl unserem Klienten gehören mag, steckt sicher und unversehrt darin. Das Fruchtfleisch, die Schale, das kommt alles nicht von irgendwo, sondern ist im Grunde aus meinem Chakra geschaffen. Also ganz unseres. Sie griente fröhlich. Weil ich so gönnerhaft bin, euch etwas abzugeben.
Sie begann, das Obst zu schälen; die Haut war unerwartet fest, fast schon ledrig. Und dick war sie wohl auch, denn Amaiko musste ein wenig kratzen, um auf Fruchtfleisch zu stoßen. Die Schale ringelte sich in einer hübschen Girlande ab.
Diese Kunst, aus Chakra und Kernen Obst zu schaffen, gibt es in Nadeshiko ab und an, informierte Amaiko dabei. Außerhalb habe ich bislang noch niemanden angetroffen, der sie beherrscht. Es ist wohl kein normales Ninjutsu, das man einfach so lernen kann... Warum nur hat man sich damit noch nicht beschäftigt? Ich meine, was weiß man nicht alles für Legenden über Sharingan und dieses Rinnegan und Wasweißichgan... Aber findet mal jemand eine altehrwürdige Steintafel über die Kunst, Obst zu schaffen? Solche Künste können Hungersnöte beenden, immerhin! Wer weiß, vielleicht gibt es irgendwo auch wen, der macht aus Milch Käse, indem er seine Hand reinsteckt. Zwischen ihren Fingern blitzte endlich etwas hervor, was eine weichere Konsistenz zu haben schien. Fruchtfleisch gefunden! Anders bedacht, was wäre das für Käse. Stinkekäse am Ende, eine Bio-Waffe! Vielleicht ganz gut, dass es das in meiner alten Heimat und all meinen Folge-Heimaten nicht gab.
Dann kam, umgangssprachlich, der Dolchstoß für Ryosuke.
Dein Bruder, sprach Amaiko Rena nämlich an, ist mich damals übrigens besuchen gekommen, in Nadeshiko. Du kennst dieses Dorf vielleicht, wo fast nur Frauen leben? Falls nicht, nicht schlimm. Sie lächelte breit. Ryo jedenfalls fiel auf wie ein bunter Hund. Und dazu musste er auch noch einen Auftrag erledigen. Nicht wahr?
Blick zu Ryo, voller Unschuld.
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Do Feb 23, 2017 1:41 pm

Währenddem Rena die getarnte Kiste musterte, versuchte sie abzuschätzen, wie viele Kerne wohl dort drin Platz haben mochten und wie hoch deren Wert war. Aber sie kam auf keinen schlüssigen Nenner, immerhin kannte sie sich mit Obsthandel nicht aus und im Schätzen war sie auch nicht gerade eine Eins. Deshalb wandte sie sich wider Amaiko zu.
Diese hatte inzwischen begonnen, die Frucht mit einem Messer zu schälen. Und nebenbei verkündete sie feierlich, dass sie mit dem Fruchtfleisch machen konnten, was sie wollten – Worte, die Ryosuke mit Sicherheit beruhigen würden. Rena lächelte und beobachtete ihn von der Seite. Er schien der Frucht gegenüber zugleich interessiert, als auch skeptisch zu sein. Ganz ihr Bruder eben.
Die junge Frau widmete ihre Aufmerksamkeit wieder der anderen Kunoichi und beobachtete gespannt, wie sie die zähwirkende Haut abzuschälen und dabei von ihrer Heimat, dem besonderen Obst-Jutsu und dessen Nutzen zu erzählen begann. Auf die Aussage hin, dass das Wachsenlassen von Obst Hungersnöte überwinden könnte, pflichtete Rena mit einem begeisterten Nicken bei. Sie fand, dass es sinnvoll wäre, die Leute in solchen Jutsus zu schulen. Denn im Krieg fand der Kampf ums Überleben nicht unbedingt auf dem Schlachtfeld statt. Wenn Rena jemals eine höhere Position bekleiden sollte, dann würde sie sich für sowas einsetzen. Die junge Frau machte sich in Gedanken eine Notiz und beschloss bald ein wenig nach solchen Jutsus zu recherchieren.
"Dein Bruder", riss Amaiko Rena schliesslich aus ihren Gedanken, "ist mich damals übrigens besuchen gekommen, in Nadeshiko. Du kennst dieses Dorf vielleicht, wo fast nur Frauen leben?" Rena schüttelte überrascht den Kopf.
"Falls nicht, nicht schlimm. Ryo jedenfalls fiel auf wie ein bunter Hund. Und dazu musste er auch noch einen Auftrag erledigen. Nicht wahr?"
Rena sah von Amaiko zu Ryo hinüber: "Oh, wirklich? Es war doch sicherlich aufregend, der Hahn im Korb zu sein." Die Blauhaarige grinste und stupfte ihrem Bruder dabei mit dem Ellbogen neckend in die Seite.
"Was hast du dort gemacht? Warst du wegen Amaiko dort oder hast du sie dort erst kennengelernt? Und wenn letzteres zutrifft, warum bist du dort überhaupt hin? Zufall oder Absicht?" Rena lächelte Ryosuke munter an. Die Fragen sprudelten regelrecht aus ihr raus. Nun witterte sie die Chance, alles zu erfahren - und die wollte sie nutzen.
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   So Feb 26, 2017 5:51 pm

Amaiko schien ihn schon zu kennen, den sie erklärte rasch, dass das Fruchtfleisch kein Diebstahl war, immerhin war es nur der Kern, der das  Hab und Gut ihres Auftraggebers war. Ryosuke lächelte leicht, sie brachte ihn immer wieder zum lächeln.
"Schon gut. Den einen Kern wird er vermutlich auch nicht vermissen, immerhin ist er ohne unser Zutun rausgefallen.", oder zumindest hat Niemand mit Absicht versucht, aus der Kiste irgendetwas zu entwenden. Ryosuke ging auch stark davon aus, dass Kishibee, falls da nur Kerne drin waren, diese nicht alle gezählt und protokolliert hatte. Und selbst wenn, wie Amaiko erklärt hatte, assen sie nur, was die Lilahaarige mit ihrem Chakra hergestellt hatte.
Darauf folgte eine längere Rede darüber, das Amaikos Jutsu Hungersnöte beenden könnte. Der Blauhaarige hörte einfach nur zu, während er in Gedanken jedoch an einem völlig anderem Ort war. Er beobachtete die beiden Frauen abwechslend. Die eine war nun eine sehr gute Freundin und die andere seine lang vermisste Schwester. Sie waren ihm Beide sehr wichtig. Er war auch froh, dass sie sich charakterlich nicht so stark verändert hatte, dass er sie nicht mehr wiedererkennen würde. Ganz im Gegenteil war sie mehr oder weniger geblieben, wie sie war.
Erst als Amaiko dann von Nadeshiko anfing zu erzählen, kehrten seine Gedanken ins Hier und Jetzt zurück. Und als seine Schwester ihn dann fragte, ob es nicht schön war, der Hahn im Korb zu sein, hob er überrascht die Augenbrauen. Im ersten Moment wusste er tatsächlich nicht, was er darauf antworten sollte.
"Nein.", sagte er dann, "Das war ich nicht. Ich war nicht alleine da. Ich war wegen eines Auftrages damals in Nadeshiko. Ich weiss nicht, kennst du das Heiratsystem in Nadeshiko, Rena?", fragte er, jedoch ohne auf eine Antwort zu warten fuhr er fort, "Wer eine Frau Nadeshikos in einem Zweikampf besiegt, der darf sie heiraten. Die Frau muss denjenigen heiraten, der sie besiegt hat.", für einen Moment schielte er zu Amaiko, dann sah er wieder zu Rena, "Ich war dort, weil mein Auftragsgeber selbst nicht kämpfen konnte. Ich sollte für ihn eine Frau besiegen. Er hatte sich Amaiko ausgesucht."
Seine Erklärung beantwortete auch Renas andere Fragen. Es war tatsächlich Zufall gewesen dass sie sich kennengelernt hatten und wenn er an diese Zeit so zurückdachte, fiel ihm auf, was er alles hätte anders machen sollen. Im Grunde hätte er diesen Auftrag einfach nicht annehmen dürfen, andererseits hätte er so nie Amaiko kennengelernt. Vielleicht hatte diese Mission also doch etwas Gutes an sich gehabt? Arm hatte sie ihn aufjedenfall gemacht, wenn er daran dachte, wieviel Geld er hatte zahlen müssen, weil er sich einmal gegen seine eigenen Prinzipien gestellt hatte. Das war ihm damals eine Lehre gewesen. Ob Amaiko sich noch daran erinnerte? Ob sie wusste, wieviel Geld er im Grunde für sie ausgegeben hatte?
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Di Feb 28, 2017 11:21 am

Da hatten sie wirklich eine nette Geschichte, die Rena von Anfang an einen guuuten Eindruck davon vermitteln würde, mit welch abstrusen Situationen ihr Bruder gern mal zu tun hatte. Während Ryosuke das Heiratssystem des Kunoichi-Dorfes Nadeshiko knapp und simpel zusammenfasste, schaute er kurz zu Amaiko, als wolle er sich vergewissern, dass das Gesagte richtig war.
Amaiko schaute von Ryo zu Rena und nickte sehr, sehr langsam. Japp.
"Ich war dort, weil mein Auftragsgeber selbst nicht kämpfen konnte. Ich sollte für ihn eine Frau besiegen. Er hatte sich Amaiko ausgesucht."
Amaiko nickte eifrig. Japp! Sie grinste leichthin und tätschelte Ryosukes Knie. Er hat es nicht wirklich verstanden, das muss dazu gesagt werden. Oder zumindest hat er die Feinheiten der Regeln nicht wirklich verinnerlicht, ebenso wie sein Auftraggeber. Nicht wahr? Seelenruhig schnitzte sie ein Stück Fruchtfleisch aus dem Obst, spießte es mit der Messerspitze auf und reichte es Ryosuke hin. Danach tat sie das Gleiche für Rena. Hier, die erste Runde zum Probieren. - Jedenfalls haben sowohl sein Auftraggeber als auch er selbst da etwas durcheinander gebracht. Man kann nämlich nicht einfach einen Stellvertreter hernehmen und sagen "Du machst die Arbeit, ich das Vergnügen". Nein, nein... Sie wedelte ein bisschen mit dem Obstmesser, wie ein Professor in einer Vorlesung mit einem Zeigestock. Und natürlich sprach sie auch ähnlich abgeklärt und gelassen über Dinge, die Rena vielleicht... verunsichern mochten. Nachdem diese kleine Fehleinschätzung offenbar wurde, sagte ich: Entweder kämpft der Auftraggeber selbst, und wenn er gewinnt, werde ich seine Ehefrau. Oder aber, Ryosuke vertritt seinen Auftraggeber in aller Hinsicht. Sowohl auf dem Schlachtfeld, als auch, so er gewinnt, im Bett.
Sie lächelte Rena zu. Magst du raten, was er machte?
Ryosuke konnte es dann gleich übernehmen, Renas Rate-Versuch zu beantworten.
Und in der Tat, Amaiko wußte selbstredend von dem Schuldenberg, in den sie Ryosuke geschubst hatte. Das Ergebnis des Ganzen hatte sich ja vor ihren Augen ausgetragen. Am Ende hatte sie zu ihm gemurmelt: Die Gunst einer Frau ist teuer, tjaja.
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Sa März 04, 2017 1:16 pm

Rena beobachtete ihren Bruder aufmerksam, als er auf ihre Fragen antwortete und anschliessend das Heiratssystem Nadeshikos erklärte. Die junge Frau hielt dies für eine sehr merkwürdige Tradition, ja sogar schon unmoralisch und frech. Wer kam auf eine solche Idee? Rena mit ihrem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hatte für sowas gar kein Verständnis und es entsprach überhaupt nicht ihren moralischen Prinzipien.
Wenn sie sich vorstellte, dass sie irgendeinen dahergelaufenen Typen heiraten musste, nur weil er sie im Zweikampf besiegt hatte, bekam sie sofort Gänsehaut. Sie würde vermutlich tagtäglich trainieren, um möglichst stark zu werden und nicht Gefahr zu laufen, gegen den Falschen zu verlieren. Aber was, wenn das jemand aus gesundheitlichen Gründen nicht konnte? Eine Frechheit, wirklich!
"Ich war dort, weil mein Auftragsgeber selbst nicht kämpfen konnte. Ich sollte für ihn eine Frau besiegen. Er hatte sich Amaiko ausgesucht."
Rena reckte den Kopf und darin begann es zu rattern. Ihre Gedanken drehten sich darum, was diese Aussage wohl alles bedeuten könnte. Hatte Ryo also wirklich gekämpft und gewonnen? Dann müsste Amaiko ja mit dem Auftraggeber verheiratet sein? Aber was macht sie dann hier? Ist sie weggelaufen? Das hätte ich wohl getan. Oder hat Ryo verloren? Und warum hat er sich eigentlich auf eine solch ungebührliche Mission eingelassen? Rena warf ihrem Bruder einen verärgerten Blick zu.
Ist das überhaupt legitim, dass einer kämpft und der andere dann Anspruch auf die Frau erhebt? Das ist noch unerhörter als dieses ganze System an sich.
Fragen über Fragen. Und bevor Rena weiter spekulieren konnte, brachte sich Amaiko ins Gespräch ein und bestätigte die letzten Gedankengänge der Blauhaarigen: Es war nicht möglich, das Besiegen einer der Damen in Auftrag zu geben und diese anschliessend selbst zu heiraten. Rena war froh, dies zu hören – wo kämen sie denn da hin?
Amaiko hatte die Frucht inzwischen in Stücke geschnitten und reichte beiden Geschwistern je eines. Rena nahm es nachdenklich entgegen und wollte sogleich ihre Empörung über die Nadeshiko-Tradition kundtun – doch die andere Kunoichi war erneut schneller und fuhr fort:
"Nachdem diese kleine Fehleinschätzung offenbar wurde, sagte ich: Entweder kämpft der Auftraggeber selbst, und wenn er gewinnt, werde ich seine Ehefrau. Oder aber, Ryosuke vertritt seinen Auftraggeber in aller Hinsicht. Sowohl auf dem Schlachtfeld, als auch, so er gewinnt, im Bett. Magst du raten, was er machte?"
Rena öffnete den Mund, doch es kam erstmal kein Ton heraus. Ihre Gedanken rasten und sie wusste nicht so recht, was sie darauf antworten sollte. Also begann sie stattdessen ihre Moralpredigt zu halten:
"Dieses ganze System ist Unsinn! Das kann man doch nicht machen! Wer kommt auf eine solche Idee? Sicherlich irgendwelche Rambos, die sich dadurch erhofft haben, jede gewünschte Frau zu bekommen, weil sie anders als durch Zweikampf nicht in der Lage waren, ihre Gunst zu gewinnen. Und was, wenn eine Frau gar nicht in der Lage ist, richtig zu kämpfen - die könnte ja leicht von jedem besiegt werden und müsste diesen dann heiraten? Das ist doch ungerecht und unerhört!" Rena warf Amaiko einen zugleich entsetzten und fragenden Blick zu. Dann wandte sie sich an ihren Bruder und fasste ihn mit der freien Hand an der Schulter. "Wieso hast du es überhaupt in Betracht gezogen, dich auf eine solch unmoralische Mission ein zu lassen, Ryo? Sowas sollte man nicht unterstützen." Sie rüttelte ihn leicht, als wäre er nicht ganz bei Sinnen und gestikulierte währenddessen empört mit der Hand, die die Frucht hielt, in der Luft herum. "Stell dir einmal vor, du würdest in der Haut dieser Frauen stecken. Das ist doch grässlich, wenn man jeden Tag aufsteht und Gefahr läuft, dass irgendeiner dahergelaufen kommt, einen besiegt und heiraten will! Heiraten sollte man nicht aufgrund eines Zweikampfes, sondern aus Liebe." Dann hielt Rena inne und erinnerte sich an die tiefe Zuneigung, die sie vorhin in den Augen ihres Bruders beobachten konnte, als er Amaiko angesehen hatte. Hatte er den Auftrag angenommen, weil er damals in sie verliebt gewesen war? Aber nein, das ergibt keinen Sinn, dann hätte er das nicht in eine Mission verpacken müssen.
Und selbst dann wäre es aus Renas Sicht nicht in Ordnung gewesen.
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Sa März 04, 2017 2:13 pm

Ja, das entsprach der Wahrheit. Tatsächlich wusste Ryosuke lange nicht einmal, was er in Nadeshiko no Sato überhaupt tun sollte, sobald er dort war. Erst als sie das Dorf damals erreicht hatten, hatte sein Auftraggeber ihm erklärt, was Sache war. Natürlich war Ryosuke nicht besonders begeistert gewesen, aber er war ein sehr gewissenhafter Mensch wenn es darum ging, Aufträge zu erledigen. Und das war ebenfalls ein Auftrag gewesen ... Vom Dorf selbst ausgestellt! Also musste bereits dort irgendetwas schief gelaufen sein. Im Nachhinein hätte er natürlich abklären können, ob der Auftraggeber bereits Iwagakure selbst nicht eingeweiht hatte, aber es war ihm dann irgendwie auch egal gewesen. Die Sache hatte sich dann ereldigt gehabt, nach dem er den Auftraggeber mit seinem eigenen Geld entschädigt hatte.
Amaiko liess Rena raten, was Ryosuke getan hatte, nach dem rausgekommen war, das dieser Auftrag so gar nicht funktionierte, doch anstatt darauf zu antworten, schien sie andere Pläne zu haben. Rena liess sich zuerst über das System Nadeshikos aus - wobei Ryosuke zu Amaiko schauen musste, da er sich daran erinnerte, dass er damals auch nach dem Sinn des Systems gefragt hatte - und danach wandte sie sich noch direkt an ihn. Ihre Worte waren anprangernd und irgendwie verletzte ihn das etwas, dass sie tatsächlich dachte, dass er diesen Auftrag im erntferntesten Sinne für gut befand. Dennoch liess er sich ausreden, spürte ihre Hand auf seiner Schulter und hörte die eindringlichen Worte. Bemerkte den fixierten Blick, der ihre Worte nur umso mehr unterstrich. Was sie nicht wusste war die Tatsache, das er durchaus wusste, wie es war, als Frau in Nadeshiko zu sein. Nicht dort zu wohnen, aber dank des Jutsus - das er so sehr verachtete - war auch er in den Genuss dieser Spezialität des Dorfes gekommen, wenn auch nicht für lange.
Nach dem seine Schwester mit ihrer Moralpredigt fertig war, legte er beschwichtigend seine eigene Hand auf die ihre, die noch immer auf seiner Schulter lag und drückte sie sanft.
"Ich weiss, das Heiratssystem ist unverständlich. Das ist schon lange her, seid ich diesen Auftrag damals angenommen habe, es war mein erster Auftrag nach dem ich zum Jounin ernannt wurde. Ausserdem war es ein offizieller Auftrag des Dorfes gewesen. Mir ist bis heute schleierhaft, wie der Auftraggeber von damals diesen Auftrag überhaupt durchgebracht hat. Ich wurde auch nicht über alle Details von Anfang an unterrichtet. Erst als wir in Nadeshiko waren, wurde mir alles enthüllt. Und eine Mission ist nun einmal eine Mission, es gibt viele Dinge, die mir nicht gefallen, aber die ich tun muss, weil sie Teil meiner Arbeit sind.", erklärte er mit ruhigen Worten, "Amaiko hat jedoch klargestellt, dass das so nicht funktionierte. Mein damaliger Auftraggeber bestand dennoch weiterhin darauf, das ich den Auftrag fortführe, ansonsten würde er mich dem Dorf melden. Das hätte mir einen ziemlich schlechten Ruf eingebracht.", er stoppte für einen Moment und dachte an die Situation zurück, bevor er leise seufzte und fortfuhr, "schlussendlich kam es dann so, dass ich durchaus verstand, was in Amaiko vorgehen musste. Ich habe mich geweigert gegen sie zu kämpfen, immerhin war es auch nicht mein Ziel gewesen sie zur Frau zu nehmen. Ich ging nicht dorthin, um eine Ehefrau zu bekommen sondern um eine Mission zu erfüllen.", er lächelte leicht, behielt die weiteren Details für sich.
"Du siehst also, Amaiko musste weder den Auftraggeber noch mich heiraten. Aber tatsächlich hat es sie dann wohl später erwischt. Irgendein anderer Kerl kam wohl ins Dorf und hat sie sich zur Frau genommen.", für einen Moment sah er wieder zu ihr und da realisierte er erst, dass die Lilahaarige ihm etwas entgegen hielt. Es war ein Stück der Frucht die sie zuvor hatte entstehen lassen. Er zögerte, nahm es dann dennoch dankend an. Er betrachtete die unbekannte Frucht eingehend, schnupperte etwas dran und musste feststellen, dass sie irgendwie nach nichts roch. Dann biss er unverwandt rein, kaute auf dem Fruchtfleisch und schluckte runter. Schmeckte irgendwie leicht bitter und zugleich süsslich. Irgendwie schmeckte es lecker und irgendwie auch nicht. Ryosuke verzog das gesicht und hustete leicht. Er wusste nicht so recht, was er davon halten sollte.
"Jedenfalls ist sie inzwischen wieder unverheiratet, nicht wahr?", doch was Ryosuke mehr zu schaffen machte, waren Renas letzte Worte. Die, das man nur aus Liebe heiraten sollte. Das entpsrach absolut der Wahrheit, aber er hatte das Gefühl gehabt, in Renas Gesicht eine gewisse Regung bemerkt zu haben. Da er aber nicht besonders gut in solchen Dingen war, war er sich nicht sicher.
Er ass einen weiteren Bissen der Frucht und verzog abermals das Gesicht. "Das Zeug ist komisch.", sagte er dann, "Rena, was ist den bei dir passiert? Was hast du in den Jahren erlebt, in denen wir voneinander getrennt waren?", fragte er vorsichtig ohne auf etwas gezielt anzuspielen. Er war sich nämlich nicht sicher, ob er das zuvor richtig interpretiert hatte.
Das die Frucht, in dem Moment, als er den ersten Bissen genommen hatte, mit ihm etwas machte, bemerkte Ryosuke in diesem Moment nicht. Tatsächlich bewirkte sie jedoch, dass er nichts mehr für sich behalten konnte, es war eine Art Wahrheitsserum. Fragte man ihn etwas, würde sein Verstand unwillkürlich die Wahrheit sprechen, ohne das er gross darüber nachdenken konnte, ob er es überhaupt preisgeben wollte oder nicht.
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   So März 05, 2017 10:35 am

Renas Entsetzen war ein wenig... unerwartet. Zugegeben, vielleicht war Amaiko auch schon etwas zu abgebrüht, nachdem sie in besagtem System aufgewachsen war. Bis zu ihrer ersten Ehe hatte sie die Jagd verbissen-ironisch durchlebt, anschließend hatte sie eine Freundin aus dem gleichen Dorf an der Seite gehabt - genauer gesagt war Raika sogar zusammen mit Amaiko vom gleichen Kerl besiegt worden, und somit hatte es eine höchst... große Hochzeitsfeier gegeben. Jedenfalls hatte Amaiko das Dorfsystem Nadeshikos fast immer nur mit Frauen besprochen, die ebenfalls aus diesem Dorf stammten. In Tsukigakure und auch jetzt, in Konoha, ging sie mit dem Thema nicht hausieren. Sie sprach es nur im kleinen Kreise an, wie eben jetzt mit Ryo - und damit auch Rena, denn wem wollte man sonst vertrauen wenn nicht der Schwester eines so guten Kerls wie Ryo?
Renas Empörung war eine kleine Welle, die Amaiko vor Überraschung den Kopf einziehen ließ. Sie schaute drein wie ein Reh im Scheinwerferlicht, während die erzürnte Rena über sie hinweg Ryo mit Fragen bestürmte.
"Dieses ganze System ist Unsinn! Das kann man doch nicht machen! Wer kommt auf eine solche Idee? Sicherlich irgendwelche Rambos, die sich dadurch erhofft haben, jede gewünschte Frau zu bekommen, weil sie anders als durch Zweikampf nicht in der Lage waren, ihre Gunst zu gewinnen."
Ahm... Ungewohnt kleinlaut hob Amaiko die Hand, aber nur halb. Sie wollte gerade einwenden, dass es eigentlich Frauen gewesen waren, welche dieses System eingeleitet hatten. Ein System, wie es in der Welt glücklicherweise einmalig war.
Amaiko hielt in ihrem Versuch, das Wort zu ergreifen, inne, als Rena beherzt zulangte und begann, Ryo zu rütteln. Besser abwarten. Rasch senkte sie die Hand wieder und tat, als wäre nichts gewesen. Ryosuke wußte Bescheid über die Geschichte, er würde das Ganze aufklären.
"Stell dir einmal vor, du würdest in der Haut dieser Frauen stecken."
Eine Mischung aus Schluckauf und Lachen hickste in Amaikos Kehle. Sie presste die Lippen aufeinander und konzentrierte sich zwecks Ablenkung genau auf die wilden Bewegungen, welche das Obststück in Renas Hand vollführte.
"Das ist doch grässlich, wenn man jeden Tag aufsteht und Gefahr läuft, dass irgendeiner dahergelaufen kommt, einen besiegt und heiraten will! Heiraten sollte man nicht aufgrund eines Zweikampfes, sondern aus Liebe."
Ja, das ist schon eine gewisse Tortur, wenn man merkt, dass man es anderswo leichter haben kann. Amaiko genoss es sehr, ohne derlei Sorgen aufstehen zu können. Gerade verebbte Renas verbaler Sturmlauf, und sie hielt inne, um ihren Bruder prüfend anzuschauen. Nun war der Moment! Ryo würde nun garantiert das Heiratssystem erklären, so wie Amaiko es ihm dereinst ja auch erklärt hatt-...
"Ich weiss, das Heiratssystem ist unverständlich."
Amaikos Kopf ruckte herum. Huh? Ich habe es doch gut erklärt! Sie war nicht böse, auch nicht enttäuscht. Sie war eher einfach verdutzt, dass sie das System nicht nachhaltig in Ryos Kopf hatte erklären können.
"Du siehst also, Amaiko musste weder den Auftraggeber noch mich heiraten. Aber tatsächlich hat es sie dann wohl später erwischt. Irgendein anderer Kerl kam wohl ins Dorf und hat sie sich zur Frau genommen."
Japp. Amaiko hob die Schultern wie zur Entschuldigung, lächelte beschämt und biss das Obststück, welches sie für sich selbst herausgeschnitten hatte. Mich und Raika. Kaum waren diese drei Worte heraus, zuckte sie leicht zusammen; wo kam das her? Rasch lächelte sie Rena überfreundlich an und winkte ab. Eh, das... ist für die nächste Geschichte. Ja, die nächste!

Draußen machten sich die Arbeiter derweil an die Arbeit, abzulegen; es war alles verladen, und so wurden die Rampen eingezogen und die Ankertaue gelöst. Die komplexe Maschinerie des Luftschiffs, welche das Gefährt bislang lediglich aufrecht gehalten hatte, begann nun mit der Schwerstarbeit, das Luftschiff in die Höhe zu bringen.

Ryo sprach indes weiter. "Jedenfalls ist sie inzwischen wieder unverheiratet, nicht wahr?"
Ja, schon lang, antwortete Amaiko gelassen. Der letzte und erste Ehemann ist längst verstorben. Er war ein richtig prahlerischer Kerl, allerdings hatte er leider auch genug Macht, um diese Prahlerei zu etwas... Berechtigtem zu machen. Unvermittelt lag ihr auf der Zunge, dass Raika und sie bei diesem `Unglücksfall´ ein klein wenig die Finger im Spiel hatten. Doch ihre Reaktion war vorbildlich; sie schob sich rasch den Rest des Obststücks in den Mund.
Langsam, langsam! Ich bin in vertrauenswürdigem Kreise, doch von so einem Stimmungstöter plaudert man trotzdem nicht!
Aber wie gesagt, für die nächste Geschichte.
Ryosuke biss gerade ebenfalls von seinem Stück ab, ein weiteres Mal. Er empfand den Geschmack als `komisch´. Amaiko mochte diese Einschätzung unterschreiben. Es hatte etwas von einer sauren Zitrone, war gleichzeitig aber auch enorm süß. Eine Geschmacksrichtung hätte die andere doch eigentlich mildern sollen, stattdessen aber kamen beide eher nacheinander, jeweils mit ziemlicher Wucht.
So zumindest war es für die Satonaka. Gleichzeitig kam natürlich auch ein winziger Schwung belebenden Chakras herüber; dies lag an Amaikos Technik, nicht am Obst selbst.
Schließlich war die Reihe an Rena, eine kleine Geschichte beizusteuern. Sofern sie wollte, jedenfalls. Aufgerüttelt wirkte sie schon einmal...
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Fr März 10, 2017 9:23 pm

Rena liess ihren Bruder nicht aus dem Augen, als er zu ihren Fragen und Anschuldigungen Stellung nahm, jederzeit bereit eine weitere Welle der Moralpredigt loszulassen. Die Blauhaarige hatte es sich im Laufe der Zeit angewöhnt, sich immer auf einen verbalen Gegenangriff bereit zu machen und erwartete deshalb schon beinahe, dass Ryosuke ihr widersprechen würde. Aber stattdessen gestand er, dass er das Heiratssystem Nadeshikos ebenfalls unverständlich fand und dass er damals nicht genau gewusst hatte, worum es in der Mission gegangen war.
Rena dachte über seine Worte nach, ohne den Blick von ihm ab zu wenden. Es stimmte, dass das Dorf die Missionen manchmal ein wenig schwammig formulierte. Und so wie sie ihren Bruder kannte, würde er sich nicht freiwillig auf so etwas einlassen – deshalb hatte sie die Tatsache, dass er dies eben doch getan hatte, auch so erzürnt.
"Schlussendlich kam es dann so, dass ich durchaus verstand, was in Amaiko vorgehen musste. Ich habe mich geweigert gegen sie zu kämpfen, immerhin war es auch nicht mein Ziel gewesen sie zur Frau zu nehmen. Ich ging nicht dorthin, um eine Ehefrau zu bekommen sondern um eine Mission zu erfüllen."
Rena zog bei diesen Worten fragend eine Augenbraue hoch. Was meint Ryo damit, dass er durchaus verstand, was in Amaiko vorgehen musste?
Doch bevor sie eine Frage stellen konnte, fuhr Ryosuke bereits fort und erklärte, dass Amaiko den damaligen Auftraggeber zwar nicht heiraten musste, aber später dafür einen anderen. Rena löste schliesslich den Blick von ihrem Bruder und sah stattdessen mit einer Mischung aus Entsetzen und Mitleid zu Amaiko hinüber. Und sie fragte sich gleichzeitig, was denn inzwischen aus genanntem Ehemann geworden war. Immerhin hatte Ryosuke erzählt, dass Amaiko mit ihm nach Konohagakure gekommen war. Wenn sie einen Ehemann hatte, dann müsste sie doch…
Rena hielt in ihren Gedanken inne. Etwas ungläubig sah sie zu ihrem Bruder, der gerade von der unbekannten Frucht kostete und dann wieder zu Amaiko. Sind die beiden etwa verheiratet? Aber wieso hat er sie dann als gute Freundin vorgestellt und nicht als Frau? Oder hat er ihr geholfen, von dem anderen Mann wegzulaufen?
Rena spürte die Aufregung erneut aufflammen. Hier gingen seltsame Dinge vor sich!
Nicht zu wissen, was vor sich ging, versetzte sie in einen sehr unangenehmen inneren Stress. Amaiko verstärkte diesen auch noch, in dem sie eine weitere unbekannte Variable in den Raum warf: Den Namen Raika.
Wer ist das?, schoss es durch Renas Kopf. Aber anstatt die Frage laut auszusprechen, sah sie Amaiko lediglich durchdringend an, so als würde sie die ganze Wahrheit aus ihr rauslesen können - was natürlich nicht funktionierte. Die Lilahaarige schien es zu bereuen, diesen Namen genannt zu haben. Doch wieso?
"Jedenfalls ist sie inzwischen wieder unverheiratet, nicht wahr?", entgegnete Ryosuke, womit er Renas Aufmerksamkeit wieder auf sich lenkte. Dies bedeutete wohl, dass ihr Bruder und Amaiko wirklich nicht verheiratet waren, denn dann würde er wohl kaum so leichtfertig darüber sprechen. Sie beobachtete ihn, wie er einen weiteren Biss von seinem Obststück nahm und sah dann auf jenes in ihrer eigenen Hand. Ohne weiter darüber nachzudenken biss die Blauhaarige hinein. Irgendwie schmeckte es seltsam und Rena konnte den Geschmack nicht so recht einordnen.
Während sie kaute, linste sie zu Amaiko hinüber, die sogleich Ryosukes Aussage bestätigte. Und dies tat sie mit einer solchen Gelassenheit, dass Rena automatisch annahm, dass es ihr kein Stück leidtat, dass sie ihren Ehemann los war. Die Blauhaarige konnte ihr dies nicht mal verübeln. Aus ihrer Sicht war es einfach schrecklich, wenn man einen Mann heiraten musste, nur weil er einen im Kampf besiegte. Dabei verflog die Möglichkeit auf ein gemeinsames Leben mit der Person, der man wirklich an seiner Seite haben wollte.
Rena konnte sehr gut mit den Frauen in Nadeshiko mitfühlen, denn auch ihr war die Hochzeit mit dem Mann den sie liebt verwehrt geblieben. Nicht weil sie einen anderen heiraten musste, sondern weil ihr Verlobter gestorben war. Manchmal ist das Leben doch wirklich ungerecht!
"Rena, was ist denn bei dir passiert? Was hast du in den Jahren erlebt, in denen wir voneinander getrennt waren?"
Diese Frage traf Rena direkt an der aktuell verwundbarsten Stelle. Sie sah ihren Bruder prüfend an und ahnte noch nicht, dass die Frucht zusammen mit ihrer momentanen inneren Unruhe ihre Wirkung zu entfalten begann.
"Ich bin verlobt!", schoss es schliesslich aus Rena heraus und sie sprang aufgeregt auf.
Überrascht über ihre eigene Reaktion sah die junge Frau abwechslungsweise zwischen ihrem Bruder und Amaiko hin und her. Was war das denn?
Und ohne, dass sie etwas dagegen machen konnte, fuhr sie auch schon fort: "Mit einem Samurai! Ein toller Mann mit dem hübschesten Lächeln überhaupt! Aber er ist inzwischen tot, ich konnte ihm nicht helfen… ich hasse das, das ist so ungerecht!"
Rena verspürte plötzlich das starke Bedürfnis alles los zu werden, was sie schon so lange hatte jemandem erzählen wollen. Sie konnte im Moment nicht anders, als einfach alles auszuplaudern, was sie gerade beschäftigte.
"Die Liebe sollte eine Chance haben dürfen! Der Tod und Nadeshikos Heiratssystem sollten da nicht dazwischenfunken!" Bin ich etwa betrunken?
"Mir wurde die Gelegenheit verwehrt. Aber du, du hast noch die Möglichkeit, Ryo. Nutze sie! Du solltest…"
Bevor Rena weitersprechen konnte, schob sie sich den letzten Bissen der Frucht in den Mund und beschäftigte diesen somit eine Weile mit kauen.
Dann sah sie unsicher zwischen ihrem Bruder und Amaiko hin und her. Jetzt bin ich wohl wirklich übergeschnappt.
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   So März 12, 2017 4:35 pm

Amaiko hielt sich zurück, schnitt das Thema ihrer verflossenen Ehe nur sehr knapp an und schob es dann auf ein ander Mal. Auf eine spätere Geschichte, wie sie es nannte. Ryosuke wusste mit Sicherheit auch nicht alle Details darüber, er wusste jedoch in etwa, was geschehen war. Ganz im Gegenteil zu Amaiko hatte Ryosuke jedoch diesen Kerl bewundert. Er war in Tsukigakure sehr berühmt gewesen, ein starker, kluger und vielseitiger Shinobi der mit seinem Können so manche Hilfe geleistet hatte. Dass er arrogant war, hatte Ryosuke nie wirklich bemerkt, womöglich hatte er aber auch einfach grosszügig drüber hinweggeschaut? Die ganzen Dinge, die so positiv waren, überwogen das Negative, weshalb er wohl nicht bemerkt hatte, das der ehemalige Ehemann Amaikos durchaus ein Prahler war. Vermutlich bekam man diese Eigenschaft aber als Ehefrau auch mindestens doppelt so gut mit, als wenn man ihn nur ab und an Mal auf einer Mission traf und sein Können staunend bewundern durfte.
Doch als Rena dann sagte, dass sie verlobt sei, schien es, als würden diese drei Worte 'Ich bin verlobt' Ryosukes Kopf komplett leer fegen. Ohne es kontrollieren zu können, sah er erstaunt zu ihr und wusste im ersten Moment nicht, was er sagen sollte. Er wusste ja noch nicht einmal, was er davon halten sollte! Ihm war klar, dass es irgendwann soweit kommen würde, aber er war der Meinung gewesen - damals - dass er als grosser Bruder den Mann zuerst kennenlernen würde, bevor sich seine kleine Schwester mit diesem verlobte. Dabei ging es nicht um eine bestimmte Person, vielmehr ging es darum, dass all dies nun während der Zeit passiert war, in der er Rena verloren geglaubt hatte. Er hatte nie die Chance gehabt, diesen Mann kennenzulernen, in den sich seine kleine Schwester verliebt hatte, irgendwie wurde ihm dadurch nur umso bewusster, wieviel Zeit seid dem Unglück vergangen war und das er viel aus dem Leben seiner Schwester verpasst hatte.
"Verlobt?", wiederholte er aus mangelnder Wortwahl. Sein Kopf war nach wie vor irgendwie einfach leer.
Und als Rena fortfuhr, wurde das Erstaunen nur umso grösser als sie erwähnte, dass sie mit einem Samurai verlobt war.
"Was?", entfuhr es ihm und er presste für einen Moment die Lippen aufeinander. Er wollte es eigentlich etwas vorsichtiger angehen, aber er war zu perplex. Sie hatte sich tatsächlich auf einen Samurai eingelassen? Im Grunde die Feinde Konohas? Natürlich, offiziell standen sie auf derselben Seite, aber auch nur, weil das Kaiserreich Konoha einfach überannt und eingenommen hatte. Ihnen war gar keine andere Wahl geblieben als sich zu ergeben und in das System einzufügen.
"Wie ... Ich meine was ...", er schüttelte leicht den Kopf und fing sich wieder halbwegs, "Ich meine, warum? Warum ein Samurai? Ich meine, wie kommst du überhaupt dazu gross in Kotankt mit diesen Unterdrückern zu kommen?", den letzten Teil des Satzes hatte er weniger laut ausgesprochen, damit diese Worte auch ja nicht diesen Raum verlassen würden, man konnte ja nie wissen, wer alles an der Tür stand und lauschte. Er ging zwar nicht davon aus, dass da wirklich Jemand stand, aber Vorsicht war besser als Nachsicht.
Ihre anderen Worte liessen ihn jedoch überrascht aufhorchen. Sie hatte es zwar nicht explizit ausgesprochen, aber ihr Verlobte war allem Anschein nach nicht mehr unter den Lebenden. Er schluckte hart. Und die Worte, das er noch immer die Gelegenheit dazu hatte, verwirrten ihn nur umso mehr, die indirekte Geste, dass Rena damit wohl Amaiko gemeint hatte, bekam der Blauhaarige erst gar nicht mit.
"Ich ehm .. Was?", gab er dann von sich und sammelte sich abermals, "Gelegenheit für was? Ich bin im Moment etwas verwirrt, muss ich gestehen. Ich ...", er war zuvor wohl schon etwas taktlos gewesen, Ryosuke riss sich deswegen zusammen und sah für einen Moment hilfesuchend zu Amaiko, bevor er sich wieder seiner Schwester zuwandte.
"Was redest du den da? Du hast doch auch noch die Gelegenheit. Ich meine, es tut mir leid zu hören, dass deine Verlobung kein glückliches Ende genommen hat aber ... Das bedeutet doch nicht, das du nun den Rest deines Lebens einsam bleiben musst.", war das richtig? Er war in solchen Dingen nicht gut! Er war nicht feinfühlig genug, womöglich lag das Frauen grundsätzlich besser, aber er war wohl auch für einen Mann nicht besonders einfühlsam, auch wenn er sich ehrlich darum bemühte.
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   So März 19, 2017 2:02 pm

Unvermutet kam ein wenig Dampf in den Kessel.
Auf die Frage, wie es Rena so ergangen war, reagierte Ryos Schwester mit einem verbalen Paukenschlag, dessen bloßes Aussprechen sie scheinbar ebenso aufregte, wie es ihren Bruder schockierte. Zunächst vielleicht positiv, dann eher... nicht so positiv, wenn man Ryosukes gedämpftere Worte hinsichtlich seiner generellen Meinung zu Samurai richtig auffasste.
Amaiko zuckte bei diesen Worten jedenfalls leicht zusammen und versteifte sich; sie witterte natürlich das Schwarzpulver, welches in dieser Aussage stecken konnte. Und während sie Ryosukes dezente Abneigung gegenüber Samurai teilte, war sie doch überrascht davon, dass ihr Kollege diese Abneigung so unverblümt und offen aussprach. Den üblichen, gefassten Eindruck machte er gerade jedenfalls nicht.
Als er sie hilfesuchend anblickte, konnte sie im ersten Moment nur große Augen machen. Was sollte sie tun, ihn zum Schweigen bringen? Könnte ich tun, schoss es ihr durch den Kopf, Ich könnte ihn mit Raiton schocken. Aber soll ich das?! So interpretierte sie den leicht hilflosen Blick des Mannes jedenfalls, doch seit wann brauchte Ryo Hilfe, seine Zunge im Zaum zu halten? Er war so ziemlich der diplomatischste Kerl überhaupt, wenn man sich in Amaikos Bekanntschaftskreis umsah.
Ryosukes folgende Worte wirkten jedoch nicht wirklich so. Durchzogen von einem Hauch Verzweiflung, mochte man schon fast sagen.
Amaiko hob rasch beide Hände, sodass je eine Innenfläche zu einem der Geschwister wies.
Halt, stop! Dünnes Eis, Freunde, dünnes Eis! Sagte man sowas, wenn ein Hyouton-Nutzer anwesend war? Amaiko verspürte den Drang, dies zu fragen, doch andere Worte drängten etwas kräftiger nach draußen. Zunächst wandte sie sich Rena zu.
Tut mir leid, Rena, dass ich so... naja... nebenher über die Sache mit meinem Ehemann gehoppst bin. Hätte ich gewusst, dass du was Ähnliches... naja... Tut mir leid! Sie schüttelte leicht den Kopf, lehnte sich zurück. Große Güte, war heute irgendwas im Essen oder was... Das sagte man halt so.
Ihr Blick flog zu Ryo. Und du sahst eben aus, als flehtest du mich an, dich mit einem Donnerschock ruhig zu stellen. Zumindest sah ich das so, keine Ahnung, soll ich immer noch, ich bin voll unsicher gerade, und irgendwie - Du drückst dich sonst wirklich viel freundlicher aus!
Rasch fuhr sie wieder zu Rena herum.
Nimm ihm bitte keine Worte krumm, die er gerade von sich gibt; ich glaube, bei ihm plätschert gerade einfach nur alles raus, was ihm im Kopf rumschwirrt, und irgendwie... bei mir auch? Bei dir auch? - Moment! Nun brach es sich jedenfalls auch bei ihr Bahn. Amaiko atmete einige Male tief durch, um Ruhe in ihren Gesprächsfluss zu bringen. Sie legte die Fingerspitzen an die Schläfen und massierte sie kräftig, als hätte sie Kopfschmerzen. Dabei war das nicht der Fall, es war eben eher... Naja, das Plätschern war schon eine ganz gute Metapher.
Rena, ka- kannst du mich oder Ryosuke vielleicht auf irgendwelche Gifte untersuchen?
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Do März 23, 2017 8:17 pm

Mit einer Mischung aus Trauer, Ärger und Enttäuschung presste Rena die Lippen zusammen, als sie Ryosukes Reaktion beobachtete. Er reagierte nicht so, wie sie sie sich das gewünscht hatte – überhaupt hatte sie sich diese Situation die ganze Zeit über anders vorgestellt. Auch wenn Rena während der letzten Jahre gedacht hatte, dass ihre Familie tot ist, hatte sich die junge Frau in ihren Tagträumereien oft ausgemalt, wie sie ihren Verlobten ihrer Familie vorstellen würde und wie diese ihn mit offenen Armen empfangen würden. So wie sich das eben gehörte – zumindest Renas Meinung nach.
"Ich meine, warum? Warum ein Samurai? Ich meine, wie kommst du überhaupt dazu gross in Kontakt mit diesen Unterdrückern zu kommen?"
Unterdrücker?, schoss es durch Renas Kopf. Sie sah ihren Bruder fassungslos an, der anklagende Unterton in seiner Stimme verletzte sie und sie wusste überhaupt nicht, was sie dazu erwidern sollte. Mit verärgerter Miene beobachtete sie, wie Ryosuke zu Amaiko sah und folgte seinem Blick. Die Kunoichi schien das Gespräch bis jetzt aufmerksam verfolgt zu haben, hatte sich selbst aber nicht eingemischt. Dies war Rena recht, denn sie ging davon aus, dass Amaiko wohl eher für Ryosuke Partei ergreifen würde, als für sie. Also widmete die Blauhaarige ihre Aufmerksamkeit wieder ihrem Bruder.
Dieser stammelte einige Worte vor sich hin und schien mit der Situation ein wenig überfordert zu sein. Er sagte, dass Rena doch auch noch weiterhin die Gelegenheit auf eine glückliche Beziehung hatte und nicht für den Rest ihres Lebens alleine sein musste.
Natürlich wusste sie dies selbst, aber in jetztigen Moment wollte sie solche Worte nicht hören, sondern hatte auf ein wenig mehr Mitgefühl gehofft. Trotzig verschränkte sie die Arme vor der Brust, funkelte Ryosuke wütend an und wollte bereits zum Gegenangriff übergehen, als Amaiko plötzlich eingriff und beschwichtigend die Hände hob.
"Tut mir leid, Rena, dass ich so... naja... nebenher über die Sache mit meinem Ehemann gehoppst bin. Hätte ich gewusst, dass du was Ähnliches... naja... Tut mir leid!"
Rena fuhr herum und funkelte nun Amaiko an, ehe ihr Blick ein wenig sanfter wurde, als ihr bewusst wurde, was die Lilahaarige eben gesagt hatte. Entschuldigungen hatten immer etwas Besänftigendes an sich und eine solche zu hören, beruhigte Rena zumindest ein wenig – selbst wenn es von der falschen Person kam. Denn auch wenn Amaiko das Gespräch zuvor auf das Heiratsthema gebracht hatte, war Rena nicht wirklich wütend auf sie. Eigentlich war sie vor allem wütend auf sich selber, weil sie die anderen mit ihrer Geschichte einfach so überrumpelt hatte und auf ihren Bruder, weil er völlig anders reagiert hatte, als sie sich das gewünscht hätte. Und Rena reagierte sehr empfindlich, wenn die Dinge nicht so liefen, wie sie wollte, steigerte sich zu schnell in etwas hinein und konnte dann ziemlich zickig werden.
Enttäuscht über die ganze Situation hörte sie Amaiko zu, die wie Ryosuke zuvor einige Worte vor sich hin stammelte. Warum stammeln denn bloss alle?
Und plötzlich fragte die Lilahaarige, ob Rena sie auf Gifte untersuchen könnte.
Gifte?, Rena begriff zuerst nicht, was Gifte mit der aktuellen Situation zu tun hatten, bis es ihr ebenfalls dämmerte: "Ja, vielleicht ist unser Verhalten deshlab so... deplatziert" Rena betonte das letzte Wort absichtlich und warf ihrem Bruder dabei einen letzten verärgerten Blick zu, ehe sie auf Amaiko zuging. Mit erwachtem Iryounin-Instinkt packte die Blauhaarige sie am Handgelenk und zog sie rüber zum Bett.
"Hinsetzen, bitte", bat Rena knapp und drückte die andere Kunoichi sanft auf die Matratze. "Ich sehe nun einmal nach, was sich finden lässt."
Dann überlegte die Blauhaarige kurz, während sie Amaiko musterte. Da sich hier an Bord wohl kaum ein Labor befand, konnte Rena nicht mit Sicherheit herausfinden um welches Gift – falls denn eines vorhanden war – dass es sich handelte und was seine Bestandteile waren. Aber sie konnte zumindest untersuchen, welche Organe betroffen waren und ob Gefahr bestand. Da die drei Teamkollegen hauptsächlich in ihrem Verhalten auffällig waren, beschloss Rena zuerst beim Gehirn zu beginnen.
Also trat sie vor Amaiko, legte ihr beide Hände seitlich an den Oberkopf und konzentrierte sich, um in ihren Handflächen eine kleine Menge Chakra zu formen. Dieses liess sie dann langsam in das Neuronensystem bis hin zu den Synapsen vordringen, um dort die Aktivität der Nervenschaltkreise zu erfühlen. "Wie fühlst du dich? Tut irgendwo etwas weh? Ist etwas anders als sonst?", fragte Rena Amaiko sachlich und konzentrierte sich während deren Antwort auf die Geschehnisse in ihrem Gehirn.
"Die Nervenimpulse in jenen Hirnarealen, die fürs Sprechen und die Kommunikation zuständig sind, machen deutlich weniger Umwege, als es normalerweise der Fall ist.", informierte Rena ihre Teamkollegen. Dann liess sie von Amaikos Kopf ab und legte ihr eine Hand auf Höhe der Leber auf und tastete diese mit ihrem Chakra ebenfalls nach Anomalien ab. Das gleiche Prozedere wiederholte sie dann bei Herz, Lunge, Niere und den Lymphen und nickte schliesslich zufrieden: "Aber die Organe funktionieren alle normal. Es scheint sich bloss um eine psychoaktive Substanz zu handeln, die bis jetzt keine gefährlichen Symptome verursacht. Aufgrund unseres Verhaltens und der seltsamen Hirnaktivität vermute ich sowas wie ein Wahrheitsserum… ein schöner Mist."
Rena wusste zwar nun, dass alle Worte die gefallen waren nicht mit Absicht mit solcher Unbesonnenheit in den Raum geschleudert worden waren, aber dass sie Wohl oder Übel die Wahrheit verkündet hatten.
Die Kunoichi schluckte ihren Frust runter, sah zu Amaiko - Ryosukes Blick wich sie absichtlich aus - und fuhr dann fort: "Ich könnte die zuständigen Substanzen aus dem Magen extrahieren - das würde die Wirkungszeit verkürzen. Jene Teile, die aber bereits in den Blutkreislauf aufgenommen wurden, bleiben allerdings dort und der Körper muss diese selbst abbauen… was hoffentlich nicht allzu lange dauern dürfte. So sicher bin ich mir da aber ehrlich gesagt nicht, da ich die genauen Bestandteile nicht kenne."


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Ishihara Ryosuke
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   So Apr 02, 2017 1:23 am

Er sah seiner Schwester an, dass er sie mit seinen Worten verletzt hatte. Er hatte es nicht gewollt, hatte die Worte eigentlich nicht aussprechen wollen und doch waren sie über seine Lippen gekommen. Einfach so. Ohne es wirklich kontrollieren zu können und doch entsprachen sie absolut der Wahrheit. Ryosuke konnte nicht fassen, dass Rena sich genau einen Samurai ausgesucht hatte. Ausgerechnet einen Samurai ... Aber Ryosuke wäre nicht er, wäre er nicht rational. Auf der anderen Seite war ihm durchaus bewusst, dass er nicht alle Samurai in einen Topf werfen konnte, Shinobis taten auch nicht immer das Richtige und er wollte auch nicht für die Dinge verantwortlich gemacht werden, die andere Ninjas zu verschulden hatten.
Ryosuke schluckte hart und sah seine Schwester einfach nur an, hatte im Moment keine Worte, wusste nicht, wie er sich ausdrücken sollte. Es geschah tatsächlich nicht oft, das Ryosuke so sehr aus der Fassung geriet, aber das Wiedersehen mit seiner so lang verschollenen Schwester schien ihn völlig aus der Bahn geworfen zu haben.
Und dann sprang Amaiko ein. Sie versuchte zu retten, was noch zu retten war, erklärte Rena, das er eigentlich nicht so unfreundlich war. Das stimmte, aber auf der anderen Seite war er noch nie der Typ Mensch gewesen, der für jede Situation die absolut passenden Worte parat hatte. Er war kein guter Menschenkenner und im Trösten war er auch noch nie besonders gut gewesen.
Ryosuke seufzte leise, stützte die Unterarme auf seine Oberschenkel und liess seinen Kopf für einen Moment hängen, blickte mit seinen Augen auf den Boden zwischen seinen Füssen. Wieso hatte er nicht einfach den Mund gehalten? Aber das war es ja ... Irgendwie konnte er nicht einfach den Mund halten. Das war mitunter das Problem gewesen und nun war er mit seiner Schwester, kaum hatte er sie wieder gefunden, auf die schiefe Bahn geraten. Er hatte ein schlechtes Gewissen, wusste aber nicht, wie er es zum Ausdrucken bringen sollte.
Amaiko fuhr fort. Nur mit einem Ohr hörte er ihr zu, war ansonsten in seinen Gedanken vertieft gewesen, darum bemüht, nach passenden Worten zu suchen. Als die Lilahaarige Rena dann darum bat, sie beide nach Giften zu untersuchen, horchte er jedoch auf. Er hob seinen Kopf leicht und blickte zu den beiden Frauen.
"Gift?", wiederholte er und sah Amaiko an, "Wieso auf Gift?", er verstand nicht so richtig, hatte er einen Teil des Gespräches verpasst, als er so tief in Gedanken versunken gewesen war?
Rena tat, um was sie gebeten wurde und untersuchte natürlich Amaiko, wich seinem Blick gekonnt aus. Ryosuke biss sich auf seine Unterlippe und atmete tief durch, bemüht um seine Fassung. Er war ihr nicht böse, er wollte das Gesagte nur irgendwie wieder gerade biegen. Und als das Wort 'Wahrheitsserum' fiel, wurde ihm auf einen Schlag bewusst, wieso er so unbesonnen drauf los geplappert hatte.
"Ein Wahrheitsserum? Wie um alles in der Welt ...", sein Blick fiel auf die Kiste. Die Frucht. War dass die Fracht, die so geheimnisvoll und wertvoll war? Die Kishibee so unbedingt vor seinem Bruder verstecken wollte?
"Rena? Kannst du mit irgendeiner Möglichkeit dieses ... Gift - oder Wahrheitsserum, was auch immer das ist - mit der Frucht in Verbindung bringen, die wir eben gegessen haben? Hast du die Möglichkeit, die Frucht ebenfalls zu untersuchen? Ich weiss, klingt dumm, aber ist das möglich? Ich vermute, die Fracht von Kishibee ist ungewöhnlicher, als wir es uns hätten vorstellen können.", er erhob sich von seinem Platz vom Bett und überbrückte die paar Schritt Entfernung zu seiner Schwester, bevor er fortfuhr: "Es tut mir leid, dass ich so unbedacht drauf los gesprochen habe. Und ja, in dem Moment, als ich es sagte, entsprach es der Wahrheit, aber ich bin mir sicher, du kennst dass, wenn man spricht, bevor man nachdenkt.", er würde dieses Wahrheitsserum nicht als Ausrede nehmen, "So ging es mir eben. Es tut mir leid, was passiert ist und ...", er brach ab. Was sollte er noch sagen? Würde das hier überhaupt zu irgendetwas Nütze sein? Er sah abermals zu Amaiko. Irgendwie hatte er sich das hier völlig anders vorgestellt, er hatte sich aber auch nicht gedacht, das er Rena wiedertreffen würde, zumindest nicht hier.
Nur nebenbei hatte Ryosuke bemerkt, dass das Flugschiff inzwischen abgehoben hatte und nun schon weit oben im Himmel sein musste. Die Reise hatte begonne und er hatte es sich gleich zu Anfang mit den zwei Frauen verscherzt, den Ryosuke war sich sicher, dass auch Amaiko von seinem Verhalten nicht besonders begeistert war.
"Ein Wahrheitsserum also, hm? Testen wir es, ob es wirklich funktioniert, damit wir uns sicher sein können. Wenn es stimmt und wir unter solch einem Einfluss stehen, sollten wir uns nicht aus dieser Kabine entfernen. Wenn wir den falschen Leuten über den Weg laufen, könnte uns das unseren Erfolg der Mission kosten.", er sah von Amaiko zu Rena und wieder zurück, "Es ist zwar keine Wiedergutmachung, aber weil ich mich eben wirklich dumm angestellt habe, dürft ihr mich etwas fragen, das ich beantworten muss. Irgendetwas. Am Besten etwas, dass ich vermutlich lieber nicht mit der Wahrheit beantworten würde, damit wir sicher gehen können.", er verzog leicht das Gesicht und bereute den Vorschlag bereits jetzt, "Wenn es stimmt und wir tatsächlich unter einem solchen Serum stehen, müssen wir uns in regelmässigen Abständen testen. Rena?", er sah zu ihr, "denkst du, der Effekt wird sich lange halten, wenn du das extrahierst, was du eben erwähnt hast und nur der Rest übrig bleibt?"
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Satonaka Amaiko
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Do Apr 06, 2017 2:35 pm

Die Möglichkeit, dass Gift im Spiel war, brachte in Rena Tatendrang hervor. Umgehend nahm sie die Sache in die Hand und erkor sich Amaiko als erstes Untersuchungsobjekt aus. Ein Umstand, der Amaiko nicht sonderlich behagte, doch im Schnellschuss hatte sie sich ebenso angeboten wie Ryosuke, von daher... Kurz darauf saß sie jedenfalls auf dem Bett und verfolgte versteift, wie Rena Informationen für eine Diagnose sammelte.
"Wie fühlst du dich? Tut irgendwo etwas weh? Ist etwas anders als sonst?"
Amaiko zog leicht die Stirn kraus. Ich rieche Minze, erklärte sie bedächtig. Fügte dann jedoch hinzu: Aber das rieche ich eigentlich immer, wenn ich mit medizinischem Chakra in Kontakt komme. Eigentlich hätte sie mehr auch nicht gesagt, doch da war noch was... das wollte raus. Und... außerdem verspüre ich die große Angst davor, Rena-san, dass du irgendeinen Grund findest, mir eine Spritze geben zu müssen. Eine Angst, die so tief verwurzelt war, dass Amaiko sogar auf die ehrenvolle Anrede mit "-san" verfiel.
Rena konnte immerhin schon etwas aus den Hirnfunktionen schließen. Sie formulierte ihre Erkenntnis sogar in einer Art, die für medizinische Laien gut verständlich war. Leider war sie in ihrem Tun noch nicht fertig, sondern unterzog nun auch noch andere Körperstellen der Untersuchung. Amaiko schaute ihr dabei zu, warf auch einen Seitenblick auf Ryo, der in sich gekehrt abwartete, und lehnte sich etwas vor. Er ist wirklich ein Guter, flüsterte sie Rena zu, Nimms ihm nicht zu übel, wirklich... Ob dieser Versuch des Schlichtens etwas nützte, würde sich erst später zeigen müssen. Vorerst war natürlich die Quelle für den kleinen Lagerkoller wichtiger, der das Team so plötzlich heimgesucht hatte.
Und was sorgte schneller für Panik als ein Wahrheitsserum?
"Ich könnte die zuständigen Substanzen aus dem Magen extrahieren - das würde die Wirkungszeit verkürzen. Jene Teile, die aber bereits in den Blutkreislauf aufgenommen wurden, bleiben allerdings dort und der Körper muss diese selbst abbauen… was hoffentlich nicht allzu lange dauern dürfte. So sicher bin ich mir da aber ehrlich gesagt nicht, da ich die genauen Bestandteile nicht kenne."
Amaiko erbleichte leicht. Uh... Wie genau würdest du sie extrahieren?, fragte sie und lächelte nervös. Ich meine, wo kämen sie raus? Aus einer natürlichen Öffnung, oder würdest du mir... Sie zog mit der Spitze des Zeigefingers eine Linie quer über ihren Bauch, als hielte sie ein Skalpell, und schaute dann höchst alarmiert.
Derweil war Ryosuke wieder wach geworden. Die Wortwahl seiner Schwester hatte ihn aufmerksam werden lassen. Rasch zog er die letzte Verbindung zu der Fracht, die sie zu bewachen hatten.
"Hast du die Möglichkeit, die Frucht ebenfalls zu untersuchen? Ich weiss, klingt dumm, aber ist das möglich? Ich vermute, die Fracht von Kishibee ist ungewöhnlicher, als wir es uns hätten vorstellen können."
Amaiko witterte ihre Chance, dem Ausnehmen zu entkommen. Vielleicht könntest du ja daraus etwas mischen, fügte sie hoffnungsvoll hinzu.
Ryosuke erhob sich gerade von seinem Sitz und trat zu seiner Schwester hin. Nun, immerhin versuchte er eine Entschuldigung, scheiterte aber eben am eigenen Anspruch. Oder anders gesagt, er schaffte ja wirklich eine Entschuldigung, wollte aber offenbar noch mehr sagen, ohne dies zu können, weil es ihm nicht genüge erschien. Und als stände er irgendwie im Soll, bot er sich nun sogar als Versuchskaninchen an, um Renas Theorie zu bestätigen.
"Es ist zwar keine Wiedergutmachung, aber weil ich mich eben wirklich dumm angestellt habe, dürft ihr mich etwas fragen, das ich beantworten muss. Irgendetwas. Am Besten etwas, dass ich vermutlich lieber nicht mit der Wahrheit beantworten würde, damit wir sicher gehen können."
Das, pflichtete Amaiko interessiert bei, ergibt Sinn. Immerhin könnte es auch sein, dass wir gerade einfach nur drauflos plappern, ob dabei die Wahrheit gesagt wird oder nicht. Ich meine, die Reaktion vorhin, da hat Ryo auch nur etwas Neues erfahren und fühlte den Drang, abrupt und ohne großes Nachdenken zu reagieren. Sie erhob sich vom Bett und trat vor Ryosuke. Dabei strahlte sie ihn fast schon mutwillig an. Oh je, so viele Ideen, und keine einzige davon kann ich lang genug festhalten, um sie dir hinzuhalten, Ryo! Sie grinste schief, trat dann beiseite und winkte Rena.
Ach, komm. Ich lasse dir den Vortritt, Rena. Frag du ihn etwas, immerhin ist er dein Bruder.
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