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 [Hikyuden] Depot Sendou

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Yamanaka Epona
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BeitragThema: [Hikyuden] Depot Sendou   Di Aug 23, 2016 3:33 pm

das Eingangsposting lautete :

- Das Depot Sendou, ein durch die Brüder Kishibee und Yuribee geführtes Handelsunternehmen. Das Gelände umfasst ein Bürogebäude, welches gleichsam über die Wohnungen der beiden Chefs verfügt, sowie mehrere Lagerhäuser. Auch ein Stall mit Zugpferden sowie ein Hangar für Kutschen und Karren findet sich hier. Das Areal ist geräumig; für besonders große Mengen zu transportierender Waren kann sogar der Innenhof zu einem Landeplatz für Luftschiffe erklärt werden. -

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Satonaka Amaiko
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Fr Nov 25, 2016 4:26 pm

Zunächst starrte also Ryo, dann starrte Rena, weil Ryo gestarrt hatte. Beiderlei Starrerei ging an Amaiko weit vorbei. Hatte keinen rechten Sinn für Solcherlei. Genug mit der Eierei.
Es ging ans Kistenheben. Rena durfte in der Schätzfrage vorlegen, wählte zunächst Obst, zog dann aber zurück. "Vielleicht etwas von persönlichem Wert… eine Sammlung oder sowas…?"
Vielleicht eine Sammlung von Wärmekissen, sponn Amaiko den Faden weiter. Sie setzten sich bereits in Bewegung, und sie rüttelte die Kiste ein ganz klein wenig. Die sind nicht leicht, aber auch nicht zu zerbrechen. Und eine Oma könnte sie besticken. Achselzucken. Wer weiß? Vielleicht hat unser Klient vor, die Wärmekissen-Sammlung von Oma zu verkaufen, aber sein Bruder hat was dagegen. Sie klang zum Einen vergnügt bei dem Gedanken... zum Anderen aber schien sie es nicht als völlig lächerlich zu betrachten. Ihrer Stimmlage nach hielt sie diese Idee für absolut möglich. Hatte auch schon allerhand gesehen.
Kurz darauf befanden sich die beiden Frauen draußen, hinter einigen Holzpaletten allerdings in Deckung. Rena befand, dass es hier wohl sicher war für die Hocker-Holzkiste, um geparkt zu werden. Ryo tauchte einen Moment später auf, einen Packen Klamotten in der Hand. Nachdem Rena losgezogen war - Amaiko hatte ihr ein Viel Spaß mit auf den Weg gegeben - bekam sie einen Teil dieser Klamotten auch gleich in die Arme. Huh?
"Hier, nimm die Kleidung und zieh sie entweder über deine jetzige oder zieh dich um. Was dir lieber ist. Wir müssen unauffällig sein."
Oh. Ein wenig skeptisch hielt Amaiko noch inne, während Ryo bereits seine Oberbekleidung ab- und das Arbeitshemd anlegte. Schulterzuckend fügte sie sich und machte es sich einfach. Sie stieg zunächst in die Overallhose, dann zog sie sich das Hemd über den Kopf - beides schlabberte ordentlich an ihr, als wäre sie in Kartoffelsäcke gekrochen. Ihre Fingerspitzen kamen gerade so aus den Ärmeln hervor. Stirnrunzelnd betrachtete sie den Aufzug.
Unpraktisch, murrte sie, wobei es nicht direkt an Ryo gerichtet war, sondern an die Allgemeinsituation. Fingerzeichen würden hier drin echt schwer werden. Sie führte die Hände zusammen, demonstrativ vor Ryos Gesicht, und zeigte auf, wie sich ihre Finger im Stoff verhedderten, ehe sie sich treffen und verknoten konnten. Nach einem Moment Gefuchtel und Gefichtel hörte sie aber damit auf, seufzte schwer und fand sich damit ab. Aaaber gut, dafür bin ich nun unauffällig.
Weiter gings mit dem Tragen der Kiste. Nun hatte Amaiko natürlich das andere Geschwisterteil als Partner. Ryo durfte manövrieren, und er wählte den extra-sicheren Weg des Schleichens. Ja, ein wahrer Profi vertraute nicht bloß auf die Wirksamkeit seiner Verkleidung.
Wäre Amaiko etwas schnepfischer, hätte sie an dieser Stelle wohl geunkt, obs ihm nicht schon reichen würde, dass er sie in Sackkleider gesteckt hatte. So aber nahm sie den Plan, sich hinter einem Gemälde ins Schiff zu schleichen, fröhlich hin.
"Konzentrier dich, wir dürfen uns nicht auffällig verhalten. Wir sind normale Arbeiter hier, die diese Fracht in das Luftschiff tragen müssen."
Jawohl jawoll, entgegnete sie halb summend, dann scherten sie auch schon im Blickschutz des Gemäldes ein. Amaiko lehnte sich prompt ein wenig zurück und schielte an der Seite des Bildes vorbei dorthin, wo Rena ihren Teil zum Gelingen der Mission beitrug.

Yuribees Blick raste bereits seit einer ganzen Weile nur noch von Kiste zu Kontrollblock zu Kiste zu Kontrollblock zu Kiste zu Kontrollblock zu Frau zu Kontroll- die Frau stand nicht drauf.
Sogleich fuhr sein Blick wieder aufwärts, wo sich Rena gerade verbeugte und vorstellte.
Aaah... ja?, antwortete er gedehnt, etwas zu überrascht, um sich wortgewandt vorzustellen. Dass die Kunoichi sogleich weitersprach und berichtete, passte ihm ziemlich gut, um sich zu sammeln. Er runzelte die Stirn, als die Dame erklärte, von seinem Bruder angeheuert zu sein. Er runzelte generell die Stirn, wenn sein Bruder eine Aufgabe übernahm.
"… Kishibee-san wirkt derzeit etwas zerstreut. Ich habe Euch von weitem beobachtet und Ihr scheint ein Mann höchster Kompetenz zu sein. Deshalb komme ich mit meinem Anliegen zu Euch."
Yuribees Stirn glättete sich wieder. Seine Stirn glättete sich generell, wenn ihm eine Aufgabe anvertraut wurde, die für seinen Bruder zu hoch schien. Dass eine junge Dame ihn dabei so vertrauensvoll anschaute, war selbstredend auch ein sonniger Moment.
Ausgezeichnete Entscheidung, lobte er sogleich.
Als Rena ihm etwas vorflunkerte, entgleisten seine Gesichtszüge gleich wieder. Dies taten sie generell, wenn von Ninja-Zauberei die Rede war.
"Als ich mich ihm genähert habe, hat er sich mittels eines Ninjatricks in Luft aufgelöst und ich konnte ihn daraufhin nicht mehr finden… denn ich darf mich leider nicht ausser Sichtweite des Luftschiffs begeben."
Verfluchte Ninjatricks, entgegnete er hochfahrend und stierte in Richtung des Gebäudes, auf welches Rena gedeutet hatte, als könne er durch Wände blicken, wenn er die Augenmusmkulatur nur stark genug anstrengte.
"Auch wenn meine Aufgabe eigentlich nur dem Schutze des Luftschiffs gewidmet ist, hielt ich es für bedeutend, einer bemächtigten Person, wie Euch, davon zu berichten."
Ausgezeichnete Entscheidung, gleich zu mir zu kommen. Ausgezeichnete Entscheidung! Yuribee war nun ganz von der Stelle in Bann geschlagen, an welcher der vermeintliche Einbrecher gescheitert war. Mein Bruder wüßte in so einem Augenblick gar nicht, was zu tun wäre. Er schwieg einen Moment lang. Nachdenkend, was nun zu tun war. Schließlich setzte er sich in Bewegung, Rena mit dem Klemmbrett einen Wink gebend. Kommt mit. Ein Ninja erkennt einen Ninja, nicht wahr? Ich gebe Euch Erlaubnis, den Eindringling zu jagen, anstatt das Schiff zu bewachen! Er hielt diesen "Nur ein Wolf kann einen Wolf fangen"-Gedanken für recht scharfsinnig. Außerdem gefiel es ihm, Rena einen neuen Befehl zu geben, den sein Bruder nicht erteilt hatte. Und wo wir schon dabei waren: Mein Bruder hätte Euch von vornherein erlauben dürfen, im Zweifelsfall die Verfolgung aufzunehmen. Tse! Kettet Euch stattdessen mit einer unpraktischen Order quasi am Schiff fest. Er war nie die hellste Kerze im Ständer, pflegte Mama schon zu sagen.

Ich glaube, was sie macht, macht sie gut. Amaiko grinste Ryo zu. Dann grinste sie einen der Arbeiter an, die das Gemälde trugen. Dieser hatte von sich aus Blickkontakt aufgenommen.
Und was macht se?
Den Chef ablenken, damit wir vernünftig die Sachen einladen können natürlich.
Ah ne? Ja, dann macht ses jut.
Die Konoha-Nin lösten sich aus dem Windschatten des Gemäldes, als sie die Rampe hinauf ins Innere des Schiffes gelangten und die Bilderträger sogleich rechts abbogen. Amaiko schaute sich in dem geräumigen Frachtraum um.
Okay. Wohin nun? Laden wir es dort ab, wo wir es wiederfinden können, sobald wir in der Luft sind? Vielleicht sollten wir die Kiste dann in eine unserer Kajüten bringen, wo wir besser auf sie achten können.
Natürlich hegte Amaiko den Hintergedanken, sich die Kiste noch etwas genauer anzusehen, sobald die Fahrt begonnen hatte. Da wäre es unpraktisch, wenn die Ware unter etlichen anderen Truhen außer Reichweite gestapelt werden würde. Aus Rücksicht auf Ryo äußerte sie diese Pläne allerdings nicht.
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Do Dez 01, 2016 4:06 pm

"Kommt mit. Ein Ninja erkennt einen Ninja, nicht wahr? Ich gebe Euch Erlaubnis, den Eindringling zu jagen, anstatt das Schiff zu bewachen! "
Rena atmete innerlich auf. Auch wenn sie ihre Flunkerei durchwegs für eine gute Idee hielt, hatte ein kleiner Teil von ihr dennoch befürchtet, dass Yuribee die Lüge nicht abkaufen würde. Ganz zu schweigen von dem Szenario, das sich dann hätte abspielen können. Aber anscheinend hatte der Köder die gewünschte Wirkung erzielt und Yuribees Adlerblick hatte sich von den Arbeitern und deren Fracht gelöst.
"Ich danke Euch ergebenst, Yuribee-sama."
Zufrieden und mit einem ernsten Nicken setzte sich die junge Frau also ebenfalls in Bewegung und folgte dem Bruder ihres Klienten. Auch wenn sie nun zu gerne einen Blick in Richtung Ryo und Amaiko geworfen hätte, liess sie es bleiben. Sie wollte Yuribee keinen Grund geben, wieder in jene Richtung zu spähen. Darum vertraute sie also einfach darauf, dass bei ihren Teamkollegen alles rund lief und spielte ihr Schauspiel hier noch ein wenig weiter.
Beim vermeintlichen Büro Yuribees angekommen, eilte Rena zu der Stelle vor einem Fenster, an der der imaginäre Ninja seine imaginäre Flucht vollzogen hatte. "Hier hat sich der Schurke in Luft aufgelöst."
Mit vorgetäuschtem Eifer machte sich die Blauhaarige sogleich an die Arbeit. Zuerst betrachtete sie mit prüfendem Blick die Tür, das Fenster und die Umgebung des Gebäudes, ehe sie in die Hocke ging und mit den Fingern über den erdigen Boden strich. Als würde sie im Dreck irgendetwas erkennen können, nahm sie ein wenig der trockenen Erde auf den Daumen, begutachtete ihn mit konzentrierter Miene und nickte dann wissend. Schliesslich legte sie beide Hände flach auf den Boden und schloss ihre Augen, so als würde sie irgendetwas erspüren wollen.
Rena kam sich zwar ziemlich dämlich dabei vor, aber sie war der Meinung, dass eine Hauch Dramatik jedes Schauspiel ansehnlicher machte. Und irgendwie fand sie das ganze auch ziemlich amüsant. Sie musste sich deshalb Mühe geben, dass ihr konzentrierter Gesichtsausdruck nicht einem belustigten Lächeln wich.
Nach einigen Sekunden nickte Rena also erneut bestätigend, erhob sich und sah Yuribee bedeutungsvoll an: "Der Schurke hat sich nicht nur in Luft aufgelöst, sondern sogleich wegteleportiert. Das heisst, er könnte inzwischen überall sein, eine Verfolgung ist so nicht mehr möglich…", Rena seufzte und schüttelte ein wenig den Kopf, "…hätte euer Bruder doch bloss das ganze Gebiet patroullieren lassen und nicht nur das Schiff."
Doch die Kunoichi bereute es sofort, dass sie letztere Worte ausgesprochen hatte, denn sie befürchtete, dass Yuribee Kishibee wohl demnächst an die Gurgel gehen würde. Aber Rena nahm zugleich an, dass dies wohl öfters der Fall war und nicht zu sehr ins Gewicht fallen würde. Zudem hoffte sie, dass dieser imaginäre Vorfall Yuribee vielleicht eine Lehre war und er seine Aufmerksamkeit in Zukunft etwas weniger der Fracht und den Arbeitern widmete, den armen Kerlen. Oder aber er drehte nun völlig durch und setzte überall Wachposten auf…
Rena würde es ihm zutrauen.
Deshalb war es höchste Zeit, ihm eine Beschäftigung zu geben: "Vermutlich handelte es sich bei dem Schurken um einen Spion oder um einen Dieb. Vielleicht von der Konkurrenz? Ich empfehle euch, zu überprüfen, ob in diesem Gebäude hier noch alles dort ist, wo es sein sollte, Yuribee-sama."
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Sa Dez 03, 2016 3:39 pm

Was auch immer Rena getan hatte, es hatte Erolg gezeigt. Innerlich war er stolz auf seine Schwester. Sie hatte es geschafft, den Kerl von dem Schiff wegzulocken und das auf eine ziemlich kluge Art und Weise. Sie hatte sich die paranoide Angst der beiden Gebrüder zu Nutze gemacht und ihn so dazu veranlasst, sich mehr auf sein Büro und den nicht existierenden Ninja zu konzentrieren als auf die Fracht. Demnach hatten es Ryosuke und Amaiko auch relativ einfach als sie über die Laderampe an Bord des Schiffes kamen. Erleichtert atmete Ryosuke dann aus und sah sich für einen Moment in dem sehr grosszügigen Laderaum um, welcher allerdings bereits auch schon mindestens bis zur Hälfte mit Dingen vollgestopft war.
Amaikos nächste Frage war gut: Wohin nun mit dieser Kiste? Sie musste irgendwohin, wo Yuribee das Ding auch während der Fahrt nicht sehen würde. Amaiko erklärte, dass man die Kiste doch in ihre Kajüte bringen könnte, nur wusste Ryosuke noch nicht, welches ihre Kajüte war. Dummerweise hatte er dies nicht bedacht zu fragen, als er ihren Auftraggeber bezüglich ihres weiteren Vorgehens in Kenntnis setzte.
"Eigentlich eine gute Idee, nur weiss ich nicht, welche unsere Kajüte ist.", erklärte er dann leise und verschränkte die Arme vor der Brust. Ihnen blieb also doch nichts anderes übrig, als die Kiste hier irgendwo sicher unter zu bringen.
"Ihr seid neu, oder?", fragte dann einer der Gemäldeträger von eben und grinste die Beiden an. Wahrscheinlich dachte er, das sie neue Mitarbeiter waren, weil sie die Arbeitskleidung trugen. Hatte Ryosuke also gut daran getan, diese mitzubringen.
Der Blauhaarige nickte leicht. "Richtig, ist unser erster Tag hier."
"Und euch wurde nicht gesagt, welches eure Kajüte ist, wenn ich das richtig verstanden habe? Sorry, wollte euch nicht belauschen, aber das hab ich gerade zufällig mitbekommen.", er grinste etwas breiter, "das passiert hier ständig. Die Leute kriegen hier nie richtige Anweisungen, nur wenns um die Frachtlagerung geht, sind sie penibel genau. Ihr könnt euch eine Kajüte aussuchen die frei ist. Tatsächlich wird einem keine zugewiesen. Nehmt euch einfach eine, die frei ist." er legte Amaiko einen Arm um die Schulter und zupfte etwas an dem viel zu grossen Overall, "Ich schlage euch vor, die Kajüte ganz hinten im Gang zu nehmen auf der rechten Seite. Ist die angenehmste und eben erst frei geworden. Die ist sehr beliebt, wenn ihr schnell seid, er wischt ihr sie vielleicht noch.", ein eindeutiges Zwinkern in Amaikos Richtung, "Der Overall steht dir übrigens sehr gut, Süsse, auch wenn er etwas gross ist.", mit diesen Worten liess er von der Lilahaarigen wieder ab, verabschiedete sich von den Beiden und ging seiner Tätigkeit nach. Ryosuke hatte die Szene mit gemischten Gefühlen beobachtet, hatte sich jedoch innerlich ermahnt einfach still zu bleiben. Als der Mann dann ging, spürte, wie Ryosuke innerlich tief aufseufzte vor Erleichterung. Die Info, das sie sich eine Kajüte aussuchen konnten, machte es aufjedenfall einfacher.
Er wandte sich an Amaiko und deutete in die Richtung, in der er die Kajüten vermutete. "Nun gut, dann lass uns das Ding in eine freie Kajüte bringen. Wir sollten schnell machen, ansonsten fliegt Renas kleine Flunkerei vielleicht auf."

Gesagt, getan. Die zwei beeilten sich besagte Kajüte aufzusuchen und tatsächlich war diese auch frei. Sie verstauten das Ding hinter der Tür, so das es nicht gleich gesehen wird, wenn man hier reinspäht, stellten dann das Schild an der Tür auf 'besetzt' um, so das niemand auf die Idee kam, hier einfach hereintzuplatzen und verliessen dann das Schiff wieder über die Laderampe.
Während sie auf dem Weg zu den Kisten waren, wo Ryosuke seine Kleidung versteckt hatte, funkte er Rena unauffällig über ihren Headset-Stöpsel an und teilte ihr mit, das die Kiste sicher verstaut war und sie von Yuribee nun ablassen konnte. Er teilte ihr auch mit, das sie sich bei dessen Bruder treffen würden, also bei ihrem Auftraggeber und von dort aus weiter operieren würden. Da sie als Wache von Kishibee eingestellt waren, erschien das nur logisch.
"Soweit so gut.", murmelte er dann so, das es nur Amaiko hören konnte, "Jetzt müssen wir nur noch als Wache auf das Schiff und dafür sorgen, das mindestens einer immer in der Kajüte bleibt.", erklärte er dann und war sich durchaus bewusst, das sie zwar einen schwierigen Teil hinter sich hatten, sie sich deswegen noch lange nicht zurücklehnen konnten.

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Satonaka Amaiko
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Mo Dez 05, 2016 11:15 am

Sie mussten die Kiste offenbar doch nicht hier im Laderaum zwischenlagern. Einer derGemäldeträger half freundlicherweise aus. Amaiko gab ein leises Schnaufen von sich, als ein mächtiger Arm um ihre eher schmalen Schultern gelegt wurde, lächelte ansonsten aber weiterhin freundlich... und nur ein ganz klein wenig angespannt. Lag nicht an dem Arbeiter direkt, sondern an dessen genereller Geste. Löste bei der ehemaligen Nadeshiko-Kunoichi einen Impuls aus, dem eigentlich nur noch ein gesäuseltes "Hab dich gefangen!" zuzufügen wär, um die Flucht-Mechanik in Gang zu setzen.
Flucht-Mechanik war schon in Vorbereitung. Amaikos Hand, die dem Gemächt des Arbeiters am nächsten war, ballte sich bereits halb zur Faust. Ein "Hab dich", und ihr Arm würde ganz von selbst eine Bewegung machen wie beim Ausschütteln von Socken, die frisch aus der Waschmaschine kamen.
Der Arbeiter und seine Eier hatten jedoch Glück. Er wählte seine Worte so, dass "Hab dich" erst gar nicht darin vorkam, auch nicht in etwas wie "Hab dich eben gar nicht gesehen" oder so. Alles Auslöser, alles Minen auf dem Felde.
"Der Overall steht dir übrigens sehr gut, Süsse, auch wenn er etwas gross ist."
Dankeschön. Amaikos Stimme war dagegen sehr zwanglos. Finde ich aber auch.
Als der Arbeiter ging, lehnte Amaiko sich leicht in Richtung Ryos. Und an mein Geheimfach komm ich auch nicht. Er wußte, welches sie meinte.

Rena hatte derweil viel Spaß. Und Yuribee auch. Immerhin wurde er gerade aufgewertet und sein Bruder niedergemacht.
"…hätte euer Bruder doch bloss das ganze Gebiet patroullieren lassen und nicht nur das Schiff."
Ohne Zweifel. Yuribee schüttelte den Kopf bei solch offenkundiger Verfehlung in der Befehlsgebung. Zugleich machte er sich eine geistige Notiz für mehr Wachen. MEHR.
"Vermutlich handelte es sich bei dem Schurken um einen Spion oder um einen Dieb. Vielleicht von der Konkurrenz? Ich empfehle euch, zu überprüfen, ob in diesem Gebäude hier noch alles dort ist, wo es sein sollte, Yuribee-sama."
Hartes, knappes Nicken. Muss wohl, ja. Ohne Zweifel! Der Kübel ist gebrochen, da beißt die Maus keinen Faden ab. Der Kuchen ist gegessen, jemand muss die Suppe auslöffeln, die mein werter Bruder uns nun eingebrockt hat. Damit wandte er sich um, mit den Fingerknöcheln wohlklingend knackend. Den nehme ich mir zuerst vor!
Gleich darauf bekam Rena die Order von ihrem Bruder.
Im Hintergrund erhob sich Gebrüll. KISHI!!!

Ryosuke und Amaiko hatten die Kajüte in Beschlag genommen; nun waren sie wieder auf dem Weg zurück, raus aus dem Schiff.
"Jetzt müssen wir nur noch als Wache auf das Schiff und dafür sorgen, das mindestens einer immer in der Kajüte bleibt."
Läuft doch alles wunderbar, gab Amaiko gut gelaunt ihre Meinung ab. Zur Bewachung der Kiste fällt uns schon noch was Schönes ein. Doppelgänger, Fallen an der Kajütentür und so weiter... Wir toben uns richtig aus.
Die beiden trafen sich mit Rena bei Kishibee. Ihr Auftraggeber kam gerade aus dem Bürogebäude, Schweiß lief ihm von der Stirn. Er wollte die drei Shinobi zunächst anschreien, doch dann entsann er sich seiner eigenen Geheimnistuerei und wurde sehr, sehr leise. Dabei blieb er aber auch sehr, sehr panisch.
Schrecklich, schrecklich, schrecklich... Wir hatten einen Dieb auf dem Gelände! Im Büro!, hauchte er den Konoha-Nin zu. Die Ki- der Hocker ist weg! Ich habe nachgesehen!
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Mi Dez 14, 2016 12:36 pm

"Muss wohl, ja. Ohne Zweifel! Der Kübel ist gebrochen, da beißt die Maus keinen Faden ab. Der Kuchen ist gegessen, jemand muss die Suppe auslöffeln, die mein werter Bruder uns nun eingebrockt hat." Damit wandte er sich um, mit den Fingerknöcheln wohlklingend knackend. "Den nehme ich mir zuerst vor!"
Rena sah Kishibee mit grossen Augen nach, als sie in ihrem Ohr die Stimme ihres Bruders vernahm. Er und Amaiko hatten die Kiste sicher verstaut und nun würden sich alle drei bei Kishibee treffen.
"KISHI!!!"
Rena zuckte zusammen. Oweh, jetzt geht’s rund. Zum Glück habe ich Ryo und nicht Yuribee als Bruder. Die Kunoichi schnitt eine bemitleidende Grimasse und funkte ihrem Bruder ein "Alles klar" zurück.

Währenddem Rena wartete, konnte sie im Hintergrund die Stimmen Yuribees und Kishibees vernehmen. Worte konnte sie keine verstehen, versuchte es aber auch nicht. Sie tat so, als würde sie alles hier nichts angehen und spähte stattdessen unschuldig in Richtung Luftschiff.
Als Ryosuke und Amaiko bei Rena ankamen, hätte sie gerne noch kurz mit ihnen darüber geplaudert, wie alles gelaufen war. Aber dazu blieb keine Zeit, denn Kishibee eilte sogleich aus dem Bürogebäude, ein panischer Ausdruck im Gesicht.
Ohje, Yuribee scheint ihm sehr zugesetzt zu haben. Rena spähte an Kishibee vorbei und versuchte im Hintergrund dessen Bruder auszumachen, konnte ihn aber nirgendwo sehen.
"Schrecklich, schrecklich, schrecklich... Wir hatten einen Dieb auf dem Gelände! Im Büro!", hauchte Kishibee den Konoha-Nin zu. "Die Ki- der Hocker ist weg! Ich habe nachgesehen!"
Ernsthaft? Rena sah ihren Auftraggeber fassungslos an. Der arme Kerl nahm gleich an, dass das Objekt des imaginären Diebstahls seine Kiste - getarnt als hässlicher Hocker - war, anstatt zuerst zu fragen, ob sie die Kiste nicht bereits aufs Schiff getragen hatten. Die muss wirklich Gold wert sein.
Die Kunoichi schenkte ihren Teamkollegen ein schwaches Lächeln, beugte sich dann zu ihrem Klienten vor, und erklärte in gedämpfter Lautstärke: "Es ist alles gut, Kishibee-san. Euer Hocker befindet sich sicher an Bord. Meine Kollegen haben soeben dafür gesorgt. Nicht wahr?" Rena blickte abwechselnd zwischen ihrem Bruder und Amaiko hin und her.
Sie verzichtete vorerst darauf, Kishibee dafüber aufzuklären, dass der Dieb bloss erfunden war – für den Fall, dass Yuribee doch noch irgendwo lauerte. Und weil sie Kishibee nicht sagen wollte, dass der Rüffel, den er gerade erhalten hatte, eigentlich ihre Schuld war.
Hauptsache, er weiss seine Kiste wohlbehütet.
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Fr Jan 13, 2017 7:55 pm

Bisher lief alles glatt. So gefiel es Ryosuke. Er hatte einen zufriedenen Gesichtsausdruck, als Amaiko und er zurück zu Kishibee gingen um sich wieder mit Rena zu treffen. Damit wäre ihr Team wieder komplett und sie konnten den weiteren Verlauf des Auftrages in Angriff nehmen. Im Grunde war es möglich, das diese Mission sehr ruhig verlaufen würde, die Chance bestand, aber Ryosuke bezweifelte stark, dass es so laufen würde. Die wenigsten Aufträge liefen wirklich so, wie sie sollten, er war bereits überrascht, dass bisher alles so reibungslos lief.
"Hallo Rena.", er nickte seiner Schwester kurz zu. Sie hatte gute Arbeit geleistet, er hatte gut daran getan, ihr zu vertrauen. Er würde es ihr gegenüber zwar nicht laut aussprechen, tatsächlich hatte er aber so seine Zweifel gehabt. Nicht, weil sie seine Schwester war, sondern weil er sie schon so lange nicht mehr gesehen hatte, er konnte nicht wissen, inwiefern sie sich in der Zwischenzeit veränder hatte. Früher war sie sehr zuverlässig gewesen, das konnte sich in der Zwischenzeit jedoch geändert haben. Realistisch betrachtet konnte Rena sich allerhand an schlechten Charaktereigenschaften angeeignet haben. Er war zu sehen, dass sie bisher mehr oder weniger die Gleiche geblieben war, nur eben einfach erwachsener. Und das liess ihn innerlich auch etwas stolz auf seine kleine Schwester sein.
Doch ihre kleine Wiedervereinigung wurde bald schon vom Auftraggeber selbst unterbrochen, denn dieser kam panisch zu ihnen angerannt und erklärte, dass ein Dieb hier sein Unwesen treibt und die Kiste weg sei. Ryosuke verschränkte die Arme vor der Brust und blickte für einen Moment kurz zu Rena, bevor er wieder zu Kishibee blickte. Doch seine Schwester übernahm den Part der Aufklärung und berichtete, dass die Kiste bereits sicher verstaut war. Ryosuke nickte zu Bestätigung.
"Der Hocker ist sicher, keine Sorge.", fügte er noch hinzu, "Wann hebt das Luftschiff ab und wie lange werden wir etwa an Bord bleiben?", er mache eine kurze Pause, "und wenn Sie erlauben, würden wir dann umgehend wieder an Bord gehen und unseren Auftrag weiterführen damit ihr Hab und Gut sicher am gewünschten Zielort ankommt."
Aber was sollte schon gross passieren auf einem Luftschiff? Vielleicht verlief dieser Auftrag ja wirklich Mal einfach nur angenehm ruhig.

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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Mi Jan 18, 2017 8:44 pm

Kishibee war ein Mann voll sprühender Energie, vermutlich angetrieben durch mehrere Liter Kaffee am Tag. Diese Energie legte er in jeden einzelnen seiner irren Blicke, die von Rena zu Ryo und wieder zurückflogen. Als der Teamleiter der Kistenwächter schließlich die Entwarnung seiner Kollegin bestätigte, entspannte sich der Händler... unmerklich.
Hah? Wann wir abheben? Fahrig nestelte er in seiner Tasche herum, zog eine Uhr hervor und klappte sie auf. ... Sobald alles eingeladen ist, gab er dann eine Auskunft, für die eine Uhr irgendwie nicht nötig gewesen wäre. Was die Dauer der Reise angeht, mag dies zwischen zwei Tagen und einer Woche pendeln; es hängt vom Wind ab. Er zuckte mit den Schultern und winkte ab. Natürlich, geht wieder an Bord und richtet euch ein. Erst jetzt schien ihm aufzufallen, dass Ryosuke und Amaiko Arbeiter-Kleidung trugen; er blinzelte leicht verwirrt, dann trabte er wieder davon.
Amaiko schaute fröhlich in die Runde, die Hände gemütlich in der Bauchtasche der Arbeitshose versenkt.
Fein, sprach sie, Dann hüten wir mal die Kiste, nicht?

In der Kabine trat Amaiko zunächst zum Bullauge, das in die Bordwand eingelassen war, und schaute hinaus. Gleichsam stieg sie aus der Arbeiterkleidung heraus, unter der sie schließlich noch ihre übliche Kleidung trug, und warf sie in eine Ecke. Sonderlich lang konnte sie die Kiste jedoch nicht in Ruhe lassen. Nach einem flüchtigen Blick auf das Treiben draußen wandte sie sich dem Hocker wieder zu, klopfte mit den Fingerknöcheln darauf und schaute unschuldig in die Runde.
Nun... Immerhin kann man bestimmt wunderbar Karten auf diesem Ding spielen.
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Sa Jan 28, 2017 3:27 pm

Rena war wirklich froh, dass der erste Teil der Mission mehr oder weniger glatt verlaufen war. Sie wusste momentan nicht, was noch Schlimmes passieren könnte. Normalerweise langweilten sie Missionen, denen es an Spannung fehlte. Aber angesichts der Tatsache, dass sie nun ihren Bruder nach langer Zeit wiedergesehen hatte, war es ihr sehr recht, wenn es ruhig zu und herging. So ergab sich sicherlich die Möglichkeit, ein wenig zu plaudern. Die Kunoichi brannte regelrecht darauf, alles zu erfahren.
Rena wechselte einen flüchtigen Blick zwischen Ryo und Amaiko und musterte letztere dann, während diese den Hocker erneut begutachtete.
"Nun... Immerhin kann man bestimmt wunderbar Karten auf diesem Ding spielen. "
Rena runzelte die Stirn. Sie wäre nicht auf die Idee gekommen, nun Karten zu spielen, aber es war sicherlich gut, wenn man sich ein wenig beschäftigte. Immerhin besass die Kabine – von den Bullaugen einmal abgesehen – nur einen Eingang und es war unübersehbar, wenn sich hier jemand Zutritt verschaffen wollte. Rena wusste beim besten Willen nicht, warum sich der Auftraggeber solche Sorgen machte.
"Ich habe keine Karten dabei…", erwiderte die Kunoichi schliesslich mit einem Lächeln, "… aber ich bin auch dafür, dass wir uns ein wenig beschäftigen, während wir hier Wache schieben. Immerhin ist da nur eine Tür, durch die jemand hineinschleichen könnte… und die haben wir gut im Blick."
Rena äugte vorsichtig zu Ryosuke hinüber. Sie war überzeugt davon, dass Amaiko voll und ganz dabei war, wenn es darum ging, sich die Zeit zu verschönern. Aber bei ihrem Bruder war sie sich da noch nicht so sicher – dafür war er einfach zu pflichtbewusst. Sie konnte sich gut vorstellen, dass er alle drei soldatisch im Raum positionieren liess, nur um darauf zu warten, dass jemand kam, um jenes hässliche Unikum zu stehlen. Rena warf der getarnten Kiste einen verächtlichen Blick zu und setzte sich dann darauf, um sie nicht länger ansehen zu müssen.
"Wir könnten uns doch Geschichten erzählen. Über das, was uns in den letzten Jahren bewegt hat. Das lenkt nicht wirklich ab, aber ist sehr unterhaltsam", murmelte Rena beiläufig, währenddem sie sich den Raum genauer ansah – in der Hoffnung, irgendwas zu entdecken, das ihr weitere Argumente fürs Geschichtenerzählen liefern könnte:
Die Kabine wirkte ordentlich und sauber, so als wäre sie frisch geputzt worden. Rena konnte keinen Staub erkennen, die Bullaugen waren nicht getrübt und der hölzerne Fussboden wirkte frisch gewachst. Rena wollte gerade mit ihrer Fussspitze über das glatte Holz reiben, als sie direkt neben sich und der Kiste etwas auf dem Boden liegen sah. Neugierig kniff die Kunoichi die Augen zusammen und betrachtete das kleine Etwas. Es sah aus, wie ein Apfelkern, nur doppelt so gross und irgendwie leicht verbogen... und bunter. Nicht übertrieben bunt, aber es schillerte dezent in mehreren Farben. Interessiert hob Rena das kleine Ding hoch und rief, ohne weiter nachzudenken: "Seht mal, wie lustig das hier aussieht!"
Die Kunoichi betrachtete ihre Beute selbst genauer und überlegte, was es wohl sein könnte. "Vielleicht ist es aus der Kiste gefallen...", mutmasste Rena mehr zu sich selber, als zu den anderen, "...immerhin ist es hier sehr sauber und dieses Ding liegt sicherlich noch nicht lange hier. Und das Fell ist ja auch nur drumrum gespannt und könnte auf der Unterseite noch eine Stelle uneingefasst gelassen haben."
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   So Jan 29, 2017 2:57 pm

Ryosuke atmete tief durch als sie zu dritt, samt der Kiste, in ihrer beschlagnahmten Kabine waren und augenscheinlich alles richtig gemacht hatten. Es schien, als würde die Mission diesmal tatsächlich wie nach Plan verlaufen, das stimmte den Blauhaarigen positiv und dies wirkte sich auch auf seine Laune aus. Er war nicht mehr so stark angespannt, konnte sich selbst dazu bewegen, einfach etwas lockerer zu werden und lächelte leicht, als Amaiko meinte, dass man auf dem Hocker ganz gut Karten spielen könnte. Er dachte in keiner Sekunde daran, dass sie dies womöglich ernst gemeint hatte. Ryosuke lies sich auf das eines der zwei Betten in der Kabine fallen und wurde sich bewusst, dass das ein mittelgrosses Probelm darstellte.
"Wir haben im übrigen zu wenig Betten, meine Damen.", ihm wurde bewusst, dass der Arbeiter, der ihnen die Kabine vorschlug, ja auch davon ausging, sie wären bloss zu zweit. Nun waren sie jedoch zu dritt, "Ich melde mich freiwillig und werde diese Nacht auf dem Boden schlafen.", wenn er den nicht gerade Wache stand. Grundsätzlich hatte er aber vor gehabt, dass die Wache ein Kagebunshin übernehmen würde. Sie selbst sollten sich die Ruhe gönnen, immerhin war es durchaus möglich, das sie später noch mehr gefordert wurden.
Als Rena dann erklärte, dass sie keine Karten dabei hatte aber durchaus dafür war, die Zeit etwas zu vertreiben, sah er zu ihr auf. Einen Moment dachte er darüber nach, immerhin hatte er die Leitung des Teams inne. Wenn etwas schief ging, wurde er dafür verantwortlich gemacht, aber wie auch Rena konnte auch er keine Gefahrenstelle erkennen. Der Raum war klein und übersichtlich, es gab nicht viele Ecken und Nischen, in denen man sich hätte verstecken können, da waren blöss die Wandshränkte, die für die Kleidung der hier nächtigenden Personen.
"In Ordnung. Wir können uns gerne die Zeit etwas vertreiben, aber davor überprüfen wir den Raum gründlich. Dann erstellen zwei von uns Drei einen Bunshin. Einer patroulliert in der Nähe dieser Kabine durch das Schiff, der andere kümmert sich um die übrigen Ladung, die wir ja nun offiziell bewachen sollen.", er hatte sich auch überlegt, einen Bunshin direkt vor die Tür zu stellen, aber das würde zu viel Aufmerksamkeit erregen, "der Dritte spart sein Chakra für Notfälle.", gesagt, getan. Ryosuke stand auf und überprüfte die Wandschränke, aber wie zu erwarten war, sprang ihm hier kein verborgener Dieb entgegen, der sich die Kiste aneignen wollte. Kishibee war einfach übertrieben paranoid, aber das war genau das Problem und was Ryosuke etwas nervös werden liess. Bei etwaigen Probleme würde der Auftraggeber sofort durchdrehen und ihnen die Schuld geben, deswegen war es wichtig, jegliche Probleme im Keim zu ersticken.
"Amaiko und ich werden die Bunshin stellen, du sparst dein Chakra, Rena.", erklärte er in gewohnt neutralem aber dennoch strengen Tonfall, immerhin ging es hier um eine wichtige Mission.

Als dann alles soweit zu seiner Zufriedenheit erledigt war, gönnte auch Ryosuke sich wieder etwas Entspanntheit und setzte sich abermal auf das Bett. Er beobachtete für einen Moment Rena, die gerade etwas untersuchte. Es interessierte ihn in diesem Moment jedoch nicht gross, was das war, sondern vielmehr wollte er über das sprechen, was seine Schwester davor erwähnt hatte: Geschichten.
Für einen Moment beobachtete er seine verloren geglaubte Schwester einfach. Und endlich konnte er es sich auch wirklich mit seinem Gewissen vereinbaren, sie einfach in Ruhe zu mustern und sich zu freuen.
In ihm kam das dringende Bedürfnis auf, aufzustehen, zur Rena hinzugehen und sie in die Arme zu schliessen. Und bevor er sich dessen wirklich bewusst war, fand er sich genau dabei wieder. Er hatte sich vor seine Schwester gekniet und sie in die Arme geschlossen. Hatte die Augen geschlossen und einfach nur ihre Nähe und die Tatsache, sie wieder in die Arme schliessen zu können, genossen. Nun, da sie endlich etwas Zeit für sich hatten, konnte er sich auch endlich voll und ganz auf die Freude konzentrieren, die er zuvor unterdrückt hatte. Die Freude, endlich seine Schwester wieder zu haben.
Er wusste nicht, wieviel Zeit verging, während er sie einfach nur schweigsam in den Armen hielt, bevor er dann wieder von ihr abliess und sie anlächelte. "Du willst also ein paar Geschichten austauschen?", fragte er und sah dann zu Amaiko, "ich habe nicht viel interessante Dinge erlebt, aber wie ich diese Frau da kennengelernt habe, ist mit Sicherheit eine Geschichte wert.", mehr nebenbei blickte er nun auf das Etwas, was Rena in Hände hielt, "sieht aus wie ein Kern, oder? Vermutlich ist es wirklich aus der Kiste gefallen. Was wohl die Ladung ist?", als er wieder in das Gesicht seiner Schwester blickte, fuhr er fort, "Wenn wir dir eine Geschichte erzählen, dann musst du uns aber eine erzählen. Ich will wissen, wo sich meine kleine Schwester so lange rumgetrieben hat.", er atmete tief durch, "Es tut mir leid, dass ich dich die ganze Zeit über nicht gefunden und im Stich gelassen habe. Es tut mir wirklich leid."

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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Sa Feb 04, 2017 12:48 pm

Amaiko wußte schon, warum sie den Missionen mit Ryo gelassen entgegen sah. Er bewies seine Qualitäten gerade, indem er zum Einen den harten Schlafplatz auf dem Boden wählte - er sagte, "diese Nacht", doch irgendwie hatte Amaiko den Verdacht, er würde auch für kommende Nächte das Bett ablehnen - und zum Anderen stetig den Auftrag im Blick behielt. Er gab rasch Kommando aus, dass zwei Leute Kagebunshin stellen und der Dritte sein Chakra sparen würde.
Jawohl, Ryo-san, entgegnete Amaiko übertrieben förmlich und schuf rasch einen Kagebunshin, der mit einer kleinen Rauchwolke im Raum erschien und sich sodann mit Ryos eigenem Doppelgänger absprechen würde, wer in den Laderaum gehen würde und wer die Rundgänge übernahm.
Außerdem würde Amaikos Doppelgängerin einen Alternativvorschlag machen. Sie würde Ryos Doppelgänger verschwörerisch in die Seite boxen und dann halblaut in sein Ohr raunen: Fühlst du dich auch so ausgenutzt, wenn man dich derartig zur Arbeit abstellt? Lass uns streiken! Oder besser, lass uns auch Kagebunshin machen und sie arbeiten lassen.
Danach würde sie natürlich die Zunge herausstrecken, es als Scherz hervortun und artig zum Wachdienst gehen.

Das Original verfolgte derweil aufmerksam, wie Rena mit einem Kern herumspielte, den sie offenbar vom Boden aufgelesen hatte. Er war interessant gefärbt und recht dick; die Kunoichi vermutete, er könnte aus der Kiste gefallen sein.
Ryo unterstützte den Gedanken seiner Schwester und überraschte Amaiko irgendwie damit, dass auch er Interesse an dem Inhalt der Kiste äußerte. Zumindest stellte er sich diese Frage laut und war auch nicht sonderlich beunruhigt darüber, dass sie etwas vom Inhalt bereits in Händen hielten. Sie witterte eine Chance, ihre Neugierde zu befriedigen, und streckte die Hand nach dem Kern aus.
Darf ich ihn einmal haben?, bat sie und nahm den Kern zwischen Zeige- und Mittelfinger, um ihn genau zu betrachten. Ich bin so etwas wie die Sachverständige für Obst, musst du wissen. Sie grinste zu Ryo hin. Er kann es bestätigen.
Amaiko musterte den Kern kritisch, hielt ihn dicht vors Gesicht. Die Zungenspitze erschien im linken Mundwinkel. Ist mir unbekannt, stellte sie dann fest. Wahrscheinlich keine Nuss, sondern eher eine Frucht wie ein Pfirsich oder eine Aprikose. Höchstwahrscheinlich eine Frucht mit einem einzigen Kern. Falls mehrere Samen, wie bei einem Apfel, dann müsste es ein ziemlich großes Ding sein.
Spielerisch ließ sie den Kern in ihre hohle Hand fallen und wechselte kurzentschlossen in das andere Thema, welches Rena angeschnitten und Ryo weitergeführt hatte. Um Geschichten ging es, und Ryo schien sehr daran gelegen, etwas von seiner Schwester zu hören. Gleichzeitig bot er sein Kennenlernen mit Amaiko als Geschichte an.
Ohne es groß verbergen zu wollen: Amaiko hatte große Lust, die Geschichte sofort zum Besten zu geben. Gleichzeitig aber klang Ryo schon sehr begierig darauf, von seiner Schwester zu hören. Jedenfalls hielt Amaiko höflich die Zunge im Zaum, als Ryosuke seine Entschuldigung an Rena richtete.
Als es wieder angemessen war, zu sprechen, ergriff Amaiko das Wort. So sehr mir die Geschichte mit dem Kennenlernen auf der Zunge brennt... Es scheint, als würde es Ryosuke zu sehr auf die Folter spannen, wenn wir mit dieser Geschichte anfangen würden. Daher fange ich mit etwas Kurzem an und reiche dann an Rena weiter, ja?
Sie ließ den Obstkern über die Finger wandern wie ein Taschenspieler seine Münze, warf ihn dann hoch und fing ihn wieder auf, verbarg ihn in der hohlen Hand und tat, als wäre er plötzlich verschwunden, ehe sie ihn - natürlich nur im Rahmen des kleinen Zaubertricks - hinter Ryosukes Ohr wieder erscheinen ließ.
Lasst mich ein bisschen angeben..., sprach sie mit beschwörerischer Stimme, ... und einen kleinen Trick aus meinem Heimatdorf Nadeshiko zeigen. Eins, zwei... Hopp! Sie klatschte die Hände zusammen, schoss ein wenig Chakra in den Kern... und einen Moment später wucherte Fruchtfleisch um den Kern, bildete Lage um Lage und schwoll auf die Größe einer Ananas an. Dann bildete sich die Außenhaut, welche ganz ähnliche Farbenspiele zeigte wie der Kern, der nun im Inneren der frisch geformten Frucht saß.
Amaiko präsentierte Rena stolz das Ergebnis. Überraschung!
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Fr Feb 10, 2017 12:37 pm

Rena nickte zustimmend, als Ryosuke die Aufträge verteilte und blieb nachdenklich auf dem vermeintlichen Hocker sitzen, während ihre beiden Teamkollegen die Bunshins formten und losschickten. Es war gut, wenn sie ihr Chakra sparte, immerhin war sie die Iryounin des Teams. Falls irgendjemandem an Bord etwas zustiess, war es hilfreich, wenn sie genügend Kraft vorrätig hatte.
Den eben gefundenen Kern geistesabwesend zwischen den Fingern drehend, merkte Rena erst gar nicht, dass ihr Bruder sich ihr genähert hatte. Es gab momentan so vieles, das sie beschäftigte und worüber sie ständig nachdachte. Erst, als er sich vor ihr hinkniete und sie in die Arme nahm, wachte die Blauhaarige aus ihren Gedanken auf. Etwas überrascht, aber überglücklich über diese liebevolle Geste, erwiderte sie die Umarmung ihres Bruders und drückte ihn sanft. Sie musste sich bemühen, dass ihr aus Freude nicht erneut die Tränen kamen und blinzelte ein paar Mal.
Als Ryosuke dann von ihr abliess, strahlte die junge Frau über beide Ohren und fühlte sich für einen Moment wieder wie ein kleines Mädchen.
Ihr Bruder verkündete anschliessend, dass er auch dafür wäre, Geschichten auszutauschen – und sogar erzählen würde, wie er Amaiko kennengelernt hatte. Renas Aufregung stieg und sie sah freudig zu der anderen Kunoichi hinüber. "Wenn wir dir eine Geschichte erzählen, dann musst du uns aber eine erzählen. Ich will wissen, wo sich meine kleine Schwester so lange rumgetrieben hat."
Die junge Frau nickte lächelnd: "Natürlich, auch ich habe vieles erlebt. Vielleicht nicht unbedingt Spannendes, aber Dinge, die mir viel bedeuten." Auch wenn Rena darauf brannte, mehr über Ryos Vergangenheit zu erfahren, so verspürte sie gleichzeitig auch ein Bedürfnis, ihre Geschichte mit ihm zu teilen. Seit sie wieder in Konohagakure war, hatte sie keine ihr nahestehende Person mehr getroffen, der sie all ihre Erlebnisse hätte erzählen können. Der Austausch mit anderen fehlte ihr und nun, da ihr Bruder wieder bei ihr war, wollte Rena ihm so gerne alles anvertrauen. Sie wollte von ihrer zweiten Familie berichten und ihrem Aufenthalt dort, von ihrem verstorbenen Verlobten und von ihren Plänen, den Shugonin Juunishi beizutreten und sich für eine bessere und geordnetere Welt einzusetzen. Und sie fragte sich gleichzeitig, was er wohl davon halten würde.
"Darf ich ihn einmal haben?"
Amaiko riss Rena aus ihren Gedanken und diese überreichte der anderen Kunoichi mit einem Nicken den Kern. Als sie erklärte, dass sie Expertin für Obst war, zog Rena etwas verwirrt eine Augenbrauhe hoch und sah ihren Bruder fragend an.
Amaiko fuhr fort und gab zu, dass sie die Frucht nicht kenne. Zudem pflichtete sie den beiden Geschwistern bei und war ebenfalls dafür, Geschichten auszutauschen. Rena freute sich darüber, mehr über Amaiko zu erfahren. Denn auch wenn man von der Tatsache absah, dass sie Ryosuke etwas zu bedeuten schien, war sie mit Sicherheit eine interessante Person.
"Einverstanden. Dann leg mal los, Amaiko.", ermunterte Rena die andere Kunoichi. Dann sah sie gespannt zu, wie diese den Kern künstlerisch über die Finger wandern liess und anschliessend so tat, als würde sie ihn hinter Ryosukes Ohr hervorziehen. Rena liess ein leises, kurzes Kichern ertönen und beobachtete das Schauspiel interessiert weiter. Und plötzlich klatschte Amaiko in die Hände und sofort begann darin eine Frucht heranzuwachsen. Rena riss die Augen auf, so als könne sie nicht glauben, was sie da sah und sprang munter vom Hocker auf.
"Sie mal, Ryo!", hauchte sie erstaunt und zupfte am Ärmel ihres Bruders, "… sie hat den Kern in Obst verwandelt!" Als hätte er es nicht selbst gesehen, deutete Rena mit der Hand auf die Frucht in Amaikos Händen und lächelte freudig. Der Einsatz von Chakra war für sie als Kunoichi eigentlich nichts Besonderes, aber sie wäre nie auf die Idee gekommen es als Wachstumsbeschleunigung für Obst zu verwenden. Es war ein simpler Trick, aber dennoch raffiniert und nützlich und dies faszinierte Rena.
Sie trat etwas näher und begutachtete die fremde Frucht genauer.
"Sieht interessant aus. Schmeckt vielleicht auch dementsprechend." Nun konnte sie verstehen, dass ihr Auftraggeber ein riesiges Theater aus der ganzen Sache veranstaltet hatte. Es konnte gut sein, dass dieses Obst eine seltene Züchtung und deshalb sehr wertvoll war. Rena war der Kiste einen neugierigen Blick zu und fragte sich, wieviele von der Sorte wohl dort drin liegen mochten.
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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   So Feb 12, 2017 12:51 pm

Nach dem Ryosuke seinem inneren Impuls nachgegeben und Rena endlich richtig in die Arme geschlossen hatte, hatte er sich zufrieden wieder zurück auf seinen Platz gesetzt, welcher auf dem mehr oder wenigern bequemen Bett war. Und als er in das Gesicht seiner Schwester sah, erkannte er, das auch sie sich freute. Zu viele Jahre waren vergangen, zu viele Tage hatte er seine Schwester nicht gesehen und zu viele Momente hatte er in Angst daran gedacht, dass sie womöglich tot sein könnte. Aber er hatte die Hoffnung nie wirklich aufgegeben und auch wenn er irgendwann nicht mehr aktiv nach ihr gesucht hatte, so brannte tief in ihm drin nach wie vor der Wunsch, sie endlich wieder bei sich zu haben. Und nun war sein Wunsch endlich in Erfüllung gegangen. Viele Jahre hatte es gedauert und dennoch fühlte es sich in diesem Moment, wenn er ihr ins Gesicht blickte, an, als wäre er wieder zehn Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt worden. Zu dieser Zeit hätte keiner von ihnen damit gerechnet, dass solch ein Unglück Iwagakure heimsuchen würde. Hätte Ryosuke es gewusst, hätte er seine Eltern retten und Rena vor diesem Unheil bewahren können, doch womöglich war es in so manchen Fällen auch ein Segen nicht zu wissen, was in der Zukunft war ... Oder? Dennoch wünschte sich Ryosuke manchmal, er könnte die Vergangenheit ändern und das obwohl er ein sehr rationaldenkender Mensch war. Aber auch er liess sich ab und an Mal von seinen Träumen in eine anderen Welt hinfortreissen, auch wenn dies eher selten geschieht.

Der Mittelpunkt der Gruppe wurde dann aber der seltsame Kern, den Rena gefunden hatte. Amaiko nahm ihn der Blauhaarigen ab und betrachtete das seltsame Ding eingehend. Und als sie erklärte, das sie eine Expertin auf diesem Gebiet war und von ihm indirekt seine Zustimmung einforderte, nickte er leicht.
"Stimmt, sie kennt sich ziemlich gut mit Obst aus. Denke ich.", so ganz mitbekommen, was sie wirklich wusste und was nicht, wusste er dann doch nicht, den oftmals, wenn sie anfing über Obst zu sprechen und was sie damit alles anstellen konnte, schweiften seine Gedanken ab und er betrachtete einfach nur noch gedankenabwesend ihr hübsches Gesicht.
Erst wenn sie dann eine Frage stellte oder zu Ende gesprochen hatte, wurde Ryosuke dann bewusst, dass er sich hatte gehen lassen und jedes Mal nahm er sich vor, dass das nicht mehr vorkam ... Aber in Amaikos Anwesenheit war er diesbezüglich oftmals einfach nur machtlos. Er lächelte innerlich über diesen Umstand. Das war gleichermassen frustrierend wie auch irgendwie angenehm.
Und nach dem Amaiko ihren kleinen Trick vorgeführt hatte, schien vor allem Rena sehr beeindruckt von diesem zu sein. Aber auch Ryosuke fand es immer wieder interessant, zu was Chakra alles in der Lage war. Man konnte Dinge damit anstellen, die man niemals für möglich gehalten hätte. Er hätte ja auch nie im Leben daran gedacht, mit Chakra aus einem Kern Obst heranwachsen zu lassen, alleine auf diese Idee zu kommen zeugte von Einfallsreichtum.
"Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass das Ding gut schmeckt.", erklärte Ryosuke dann nach dem auch er es eingehend angeschaut hatte. Es sah wie Obst aus, aber irgendwie auch nicht. Seltsame Farben liessen es irgendwie unappetitlich wirken. Zumindest für ihn.
"Ich frag mich, was das für Obst sein soll, das hab ich noch nie in meinem Leben gesehen.", fuhr er dann fort und betrachtete nach wie vor das Ding in Amaikos Hand, "vielleicht hat es unser Auftragsgeber ja selbst irgendwie ... gezüchtet?"

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BeitragThema: Re: [Hikyuden] Depot Sendou   Sa Feb 18, 2017 2:31 pm

Wenn man Renas Einstufung von "interessant" als positiv deutete, hatten die Geschwister wohl unterschiedliche Vorstellungen davon, wie dieses frisch entstandene Früchtchen in Amaikos ausgestreckter Hand wohl schmecken mochte. Die Schwester schien jedenfalls nicht abgeneigt von dem Obst, während Ryosuke das Ding nicht besonders appetitlich zu finden schien.
"Ich frag mich, was das für Obst sein soll, das hab ich noch nie in meinem Leben gesehen. Vielleicht hat es unser Auftragsgeber ja selbst irgendwie ... gezüchtet?"
So eine Art wertvolle Kreuzung?, hakte Amaiko auf Ryos Aussage hin nach, während Rena erneut neugierige Blicke auf die Kiste warf. Ein Hybrid aus... keine Ahnung, Apfel und Birne, vielleicht noch ein Schuss Pflaume? Sie deutete auf einen Streifen der Regenbogenfarben. Also, wegen dem Blau da. Lila-blau. Dafür, dass Amaiko eine Frau war, war sie wirklich schlecht mit den Abstufungen von Farben.
Naja. Sie nestelte in ihrer Tasche und förderte ein Schälmesser zutage. Was den Geschmack angeht, gibt es bekanntlich nur eine Möglichkeit, näheres zu erfahren. Keine Sorge schon einmal, wandte sie sich sogleich an den Team-Chef, Wir können mit dieser Frucht wirklich machen, was wir wollen. Der Kern, der wohl unserem Klienten gehören mag, steckt sicher und unversehrt darin. Das Fruchtfleisch, die Schale, das kommt alles nicht von irgendwo, sondern ist im Grunde aus meinem Chakra geschaffen. Also ganz unseres. Sie griente fröhlich. Weil ich so gönnerhaft bin, euch etwas abzugeben.
Sie begann, das Obst zu schälen; die Haut war unerwartet fest, fast schon ledrig. Und dick war sie wohl auch, denn Amaiko musste ein wenig kratzen, um auf Fruchtfleisch zu stoßen. Die Schale ringelte sich in einer hübschen Girlande ab.
Diese Kunst, aus Chakra und Kernen Obst zu schaffen, gibt es in Nadeshiko ab und an, informierte Amaiko dabei. Außerhalb habe ich bislang noch niemanden angetroffen, der sie beherrscht. Es ist wohl kein normales Ninjutsu, das man einfach so lernen kann... Warum nur hat man sich damit noch nicht beschäftigt? Ich meine, was weiß man nicht alles für Legenden über Sharingan und dieses Rinnegan und Wasweißichgan... Aber findet mal jemand eine altehrwürdige Steintafel über die Kunst, Obst zu schaffen? Solche Künste können Hungersnöte beenden, immerhin! Wer weiß, vielleicht gibt es irgendwo auch wen, der macht aus Milch Käse, indem er seine Hand reinsteckt. Zwischen ihren Fingern blitzte endlich etwas hervor, was eine weichere Konsistenz zu haben schien. Fruchtfleisch gefunden! Anders bedacht, was wäre das für Käse. Stinkekäse am Ende, eine Bio-Waffe! Vielleicht ganz gut, dass es das in meiner alten Heimat und all meinen Folge-Heimaten nicht gab.
Dann kam, umgangssprachlich, der Dolchstoß für Ryosuke.
Dein Bruder, sprach Amaiko Rena nämlich an, ist mich damals übrigens besuchen gekommen, in Nadeshiko. Du kennst dieses Dorf vielleicht, wo fast nur Frauen leben? Falls nicht, nicht schlimm. Sie lächelte breit. Ryo jedenfalls fiel auf wie ein bunter Hund. Und dazu musste er auch noch einen Auftrag erledigen. Nicht wahr?
Blick zu Ryo, voller Unschuld.
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