Tamashii no Utsuri

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 Gasthaus in den Bergen

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BeitragThema: Gasthaus in den Bergen   Sa Feb 25, 2017 10:12 am

~ Ein namenloses Gasthaus in den Bergen. Ein großer, kreisrund angelegter Gemeinschaftsraum mit einer Feuerstelle in der Mitte bildet den Kern des Gebäudes. Es gibt hier keine Tische oder Stühle; stattdessen bildet der Holzfußboden rund um die Feuergrube abgestufte Bänke, auf denen man sitzen kann. Dank eines Rostes kann man hier auch grillen.
Das Gasthaus erzieht zur Selbstständigkeit. Es gibt eine kleine Verkaufstheke, welche auch bis spät in die Nacht noch geöffnet hat. Es gibt keine wirkliche Bewirtung, doch wer mag kann hier Brot, Ziegenkäse oder rohes Fleisch kaufen (natürlich für den Grill). Außerdem kann man Schlafsäcke etc. ausborgen.
Bei Einbruch der Nacht legt der Herbergsvater zum letzten Mal Holz nach; wer danach noch ein Feuer haben möchte, muss Brennholz kaufen (natürlich an der Theke). Sind mehrere Reisegruppen hier, ist das Bezahlen des Holzes in der Regel eine Gemeinschaftssache. ~

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BeitragThema: Re: Gasthaus in den Bergen   Sa Feb 25, 2017 10:38 am

cf: Bergwälder

Vor der letzten, großen Lauf-Etappe hatte Epona in ziemlich bunten Farben ein Gemälde ihrer Genjutsu-Fähigkeiten gemalt. Amaya hatte ein wenig... überfahren gewirkt, als die Ältere ihr prophezeite, wie mächtig sie aussehen würde, wenn sie beim nächsten Mal kämpfen würden. Schließlich hatte die Eponas Fähigkeiten gelobt und als nützlich empfunden, im Großen und Ganzen aber eher wie jemand gewirkt, der anerkannte, dass dieser eklige Käfer da ein wirklich gutes Heilmittel aus seinen Schleimporen absonderte... letztlich aber doch ziemlich eklig war und gerade nicht näher untersucht werden musste. Jedenfalls nicht von ihr.

Der erste Tag der Reise neigte sich dem Ende zu; die beiden Kunoichi erreichten schließlich die Herberge. Epona war inzwischen die Lust aufs Rennen vergangen. Dies konnte man auch sehen, vor allem, wenn man selbst ein ausdauernder Läufer war und wußte, wie Seitenstiche und sich sanft ankündigende Krämpfe aussahen.
Ein Gasthaus, stellte Epona mit hörbarer Erleichterung fest, Endlich... ich meine, nicht, dass ich nicht noch laufen könnte, doch die Sonne geht bereits unter... Komm, ich gebe das Abendessen aus.
In der Herberge selbst herrschte ein wenig Leben. Ein halbes Dutzend Leute, vier Männer und zwei Frauen, saßen am Feuer beisammen und blickten auf, als Amaya und Epona eintraten. Das Gepäck der anderen Reisegruppe lag ebenfalls herum; neben Rucksäcken stapelten sich Rüstungsteile, wie Samurai sie verwendeten. Ihre Schwerter trug die Gruppe entweder am Gürtel oder hatte sie neben sich auf dem Boden liegen.
Zwei der Männer nickten knapp. Epona erwiderte die trockene Geste, neigte dann leicht den Kopf und flüsterte Amaya etwas zu. Ich schätze, wir haben Glück. Wenn es hier noch mehr wehrhafte Leute gibt, werden potenzielle Attentäter es sich zweimal überlegen, uns heute nacht zu stören. Es würde wohl auch unseren Doton-Freund von vorhin abschrecken, den Trick mit der abstürzenden Klippe erneut zu versuchen.
Es wäre arg optimistisch, zu glauben, man könne mit so einem Manöver großen Schaden anrichten - abgesehen von dem Gebäude, welches danach natürlich nur noch Kleinholz wäre. Doch dafür hätte der Angreifer es dann auch mit der Wut sämtlicher Bewohner zu tun.
Natürlich mochte es hier auch Komplizen geben, doch dies war eher unwahrscheinlich. Letztlich hätten die Attentäter wissen müssen, wohin Amaya und Epona unterwegs waren, denn es gab viele Möglichkeiten, wie man in der Bergwelt Tetsu no kunis die Nacht verbringen konnte. Und diese sechs Samurai waren offenbar schon lang vor ihnen hier angekommen, was dagegen sprach, dass sie in irgendwelche Pläne gegen Amayas Klientin involviert waren.
Leute, die nach ihnen hier eintreffen mochten, waren natürlich etwas anderes.

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BeitragThema: Re: Gasthaus in den Bergen   Fr März 03, 2017 11:29 pm

cf: Bergwälder

Der nächste Abschnitt der festgelegten Reiseroute führte die kleine Gruppe durch die luftigen und kalten Höhen des namenlosen Gebirgspasses. Amaya war froh, dass sie die zügige Reisegeschwindigkeit an dieser Stelle durchhalten konnte. Aufgrund der intensiven, körperlichen Betätigung schwitzte sie unter ihrer sportlichen Kleidung - trotz des eisigen Gebirgswindes, der ihr um die geröteten Wangen wehte. An dieser Stelle hatte sie bereits bemerkt, das Epona mit ihr gut Schritt halten konnte und das ermöglichte es ihr, sich ohne weitere Bedenken auf den Weg und die Umgebung zu konzentieren. Dennoch wusste sie, dass mit der Kälte nicht zu spassen war. Obwohl sie sich sicherlich noch ein paar Stunden gefahrlos im Freien aufhalten konnten, wenn sie weiterhin in Bewegung blieben.
Über das Angebot der Blondhaarigen wollte die Schwarzhaarige sich in diesem Augenblick weniger Gedanken machen. Sie wollte die Sache nüchtern betrachten. Alles weitere lenkte sie ohnehin nur von ihrer eigentlichen Aufgabe ab und daher blieb sie eher wortkarg und wollte beharrlich an dieser Stelle blieben. Amaya preschte die Handelsstraße entlang, als würde das Ziel in der Ferne das Einzige sein, dass in ihrem Leben in diesem Augenblick existierte.
Sicherlich war sie erleichtert, als sie das erste Etappenziel am Horizont zwischen den Bäumen ausmachen konnte: Ein dreistöckiges Haus, dass am Rande der Straße inmitten der Wildnis gebaut wurde und den Reisenden als Unterkunft dienen sollte. Von außen machte das Haus mit seinem massiven Holzbeschlag einen passablen Eindruck und der qualmende Schornstein vermittelte ihr eine gemütliche Atmosphäre, sodass sie sich bereits insgeheim auf die Rast freute. Die Chuunin blieb vor dem Gebäude stehen und genoss die Aussicht an einem Abhang, der in dieser kalten Jahreszeit mit hohem Schnee bedeckt war, doch im Frühling sicherlich im freundlichen und frischem Grün erstrahlte. Die Sonne war dabei, hinter einer nahen Bergkette zu verschwinden und der Himmel leuchtete in einem eigentümlichen Abendrot. Die Chuunin hielt an dieser Stelle bedächtig inne, atmete einmal tief durch und fühlte die leichte Müdigkeit, die sich in der Muskulatur ihrer Gliedmaßen breit machte. Sie fragte sich, ob sie eine ruhige Nacht haben würde, oder ob weitere Assassinen es wagen würden, die kleine Reisegruppe zu stören. Sie rechnete damit, dass die eine Hälfte der Nacht wahrscheinlich wieder einmal spähend an einem Fenster oder auf dem Dach verbringen würde. Sie würde diese Sache später mit Kanjaku besprechen. Nachdem sie vor dem Haus stehen geblieben waren, richtete sie einen Seitenblick über ihre Schulter und sprach mit kräftiger Stimme zu ihrer Auftraggeberin.
"Da wären wir - für heute haben wir das Teilziel hinter uns gebracht. Hoffen wir mal, dass die Nacht für uns erholsam wird und uns keine unangenehmen Überraschungen erwarten."
Epona betrat sogleich die Herberge, woraufhin ihr Amaya auf den Fuß folgte. Die Schwarzhaarige schwieg und hob eine Augenbraue, als sie die Samurai erblickte, die sich im Aufenthaltsraum versammelt hatten. Sie wusste sofort, warum sich ihre Klientin auf ihre Unterstützung bauen konnte.
Die Ehre geht einem Samurai über alles. Er würde sich lieber in sein Schwert stürzen, als seinen Ruhm aufzugeben. Von Selbsterhaltung halten die Kerle in der Beziehung eher wenig. Epona kann sich gewiss auf ihre Unterstützung verlassen, vorrausgesetzt sie wissen, WEN sie hier vor sich haben.
Sie konnte sich an dieser Stelle ein leichtes Lächeln nicht verkneifen.
"Ja... " sprach sie schließlich unbedarfter Weise aus. "Lass uns an dieser Stelle ruhig etwas essen. Ich denke wir können uns an dieser Stelle sicherer fühlen."
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BeitragThema: Re: Gasthaus in den Bergen   So März 05, 2017 5:32 pm

Epona erwog, einen Axolotl zu beschwören. Die kleinen Kuchiyose-Geschöpfe waren in der Lage, einen Schleim abzusondern, der im Grunde wie Heilsalbe wirkte. Es ersetzte gewiss kein Heiljutsu, half jedoch in der Ruhezeit. Und gerade jetzt, wo sich zarter Muskelkater daran machte, seine Krallen in Eponas Waden zu schlagen, kämen sie wohl gerade recht. Wenn sie bloß nicht so eine Schweinerei machen würden!
Mit ihrer Leibwächterin befand sich Epona derzeit in ziemlichem Gleichklang. Beide wollten der nächtlichen Kälte entkommen, beide empfanden die Herberge als durchaus zumutbar, und beide verspürten Hunger.
Fein, entgegnete Epona auf Amayas Einwilligung zum Essen und dem Gefühl der relativen Sicherheit. Sie wählte eine Stelle aus, die etwas von der Samurai-Gruppe entfernt war, und ließ mit erleichtertem Seufzen Rucksack und Mantel fallen. Bin eine alte Frau, hab Rücken, murmelte sie nur halblaut, für Amaya aber durchaus verständlich. Dann marschierte sie zur Theke und kaufte zwei Portionen rohes Grillfleisch. Einen halben Laib Brot gab es dazu. Derartig ausgerüstet kehrte sie zu Amaya zurück.
Ich hoffe, du magst Gegrilltes? Im besten Falle kannst du vielleicht sogar grillen? Ich würde nicht behaupten, dass ich es nicht kann, würde jedoch auch nicht behaupten, dass ich nicht ab und an etwas fabriziere, das von der Konsistenz her weniger Steak ist und mehr Grillkohle.
Vorerst sprach Epona die Fotos, die sie von einem der Angreifer erbeutet hatten, nicht an. Im Grunde hoffte sie sogar ein klein wenig, Amaya würde vielleicht nicht mehr interessiert daran sein und gar nicht mehr fragen.

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BeitragThema: Re: Gasthaus in den Bergen   So März 12, 2017 10:39 pm

Die Schwarzhaarige schaute sich kurz in dem halbbelichteten Raum um, ehe sie ich neben Epona an den Esstisch setzte und ihren kleinen Reiserucksack neben den Holztisch stellte. Sie überschlug ihre Beine, stützte sich entspannt mit einer Hand auf der Tischkante ab und ruhte ihren Kopf auf der Fläche ihrer Hand. Sie wusste, dass sie sich an dieser Stelle nicht unbedingt "kniggegerecht" verhielt, doch das kümmerte sie weniger. Augenscheinlich blickte sie hinüber zu der Feuerstelle, doch aus den Augenwinkeln heraus beobachtete die Männer und Frauen, die an diesem Ort anwesend waren.
Amaya fühlte sich etwas griesgrämig in der Gegenwart der Samurai. Dennoch hatte sie weniger die Absicht, die Männer auf sich aufmerksam zu machen.
Sie wollte ihre Ruhe haben und gedachte sich ruhig zu verhalten. Sie schenkte Epona, der sie zu diesem Zeitpunkt gegenübersaß ein schiefes Lächeln. Die derzeitige Situation empfand sie als "möglicherweise problematisch", schließlich hatte sie Schwierigkeiten den Jashinisten, den Samurai und den sonstigen Gefolgsleuten ihr vollstes Vertrauen zu schenken. Der Gedanke an ihre Gesellschaft löste einen leichten Frust bei ihr aus. Am liebsten wäre ihr es, wenn sie das Alles ignorieren und gleich zu Bett gehen könnte, doch dann richtete Epona das Wort an sie mit einem Apell. Sie erinnerte sich, dass sie selbst verdammten Hunger in der Magengrube verspürte.
"Ja, okay .... ich werde mich gleich darum kümmern und ein paar Fleischstücke auf den Grill werfen."
Außerhalb ihres Berufes verhielt sich die Frau normalerweise nicht sonderlich serviceorientiert, aber sie wollte an dieser Stelle kein Drama aus der Situation machen. Vielleicht begründete sich ihr Innerer Widerwille aber auch darin, dass sie sich gedanklich wie emotional schon im Feierabend befand. Außerdem fehlten ihr die aufgeschlossenen und freundlichen Gefühle zu der ominösen Frau.
Sie blickte an sich hinab, als sich ihre Klientin daraufhin mit ihrem Kuchiyose bei der Regeneration behalf. Die Taijutsuka sich selbst hatte sie derzeit weniger den Eindruck, dass sie derzeit medizinische Unterstützung benötigte. Der Umgang mit Anstrengung und Schmerz zählte zu ihrem Alltäglichem Brot, sodass ihr ihre derzeitigen Verwundungen kaum Sorgenfalten auf die Stirn trieben. Dennoch wollte sie achtsam mit ihrem Körper umspringen, sodass sie sich doch um die auffällige Reißwunde an ihrer Hand kümmern wollte.
Außerdem hoffte sie, dass sie in dem Gasthaus später einen Duschraum finden würde. Nach diesem Gewaltmarsch hatte sie sich eine Pause verdient, doch es reichte wenn sie ihre strapazierte Muskulatur in der Nacht schonen würde. Ihre Muskulatur war eine solche Reisegeschwindigkeit gewohnt, sodass dem Schmerz sicherlich eine Massage und etwas Wärme Abhilfe verschaffen würde.
Die Taijutsuka schnappte sich ihren Rucksack und kramte einfaches Verbandszeug, eine Schere und eine Flasche mit Desinfektionsmittel hervor. Sie richtete sich von ihrem Stuhl auf, schaute sich um und schlenderte gemütlich zu der Feuerstelle und den danebenstehenden Theke, wo es Fleisch und Käse zu kaufen gab.
Sie hielt die Hand mit der Wunde unter das fließende Wasser des Waschbeckens an der Theke. Die Blutung hatte zu diesem Zeitpunkt aufgehört und sie fühlte sich, nach einer vorsichtigen Berührung der äußeren Wundstelle, bis auf den üblichen Heilschmerz, unauffällig an. Sie besprühte sie leicht mit dem Desinfektionsmittel und wickelte die Bandagen mehrfach um ihren Arm. Sie hoffte das die Wundheilung über Nacht zu einem guten Resultat führen würde.
Anschließend richtete sie ihre Aufmerksamkeit auf die eigentliche Aufgabe, die Epona ihr hatte zukommen lassen. Gemächlich schlenderte sie zum Kaminplatz und setzte sich dort auf den Fußboden, auf diesem einen weicher Fellteppich aufgerollt worden war.
Dort angekommen, stocherte sie zunächst mit einem Schürhaken geistesabwesend im Feuer herum, und betrachtete wie die Flammen dazu tanzten und die Funken sprühten, bis sie sich zurücklehnte und mit ihren Händen sanft die Wadenmuskulatur bearbeitete, damit diese sich nicht verhärten würde. Sie warf einen raschen Blick über die Schulter zu Epona.
"Mh, was willst du eigentlich haben? Die Auswahl ist nicht sonderlich groß - was die Sache recht einfach gestaltet. Es gibt Brot, Käse und Fleisch!"
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BeitragThema: Re: Gasthaus in den Bergen   So März 19, 2017 12:03 pm

Kleines Out: Epona erwägt nur, ihre Kuchiyose zu rufen, tut es aber nicht, weil sie zuviel Sauerei machen würden ^^ Nicht weiter wild aber.

~~~

Als artige Leibwächterin übernahm Amaya dankenswerterweise den Grilldienst. Zuvor verarztete sie sich noch. Epona schaute ihr geduldig dabei zu, wie die Konoha-Nin mit einfachen Mitteln und recht routiniert wirkenden Handgriffen die oberflächlichen Wunden versorgte, die sie im Rahmen ihres Jobs erlitten hatte.
Ausnahmsweise schwieg die blonde Kunoichi für eine verhältnismäßig lange Zeit, blickte mal von hier nach dort, von Amaya zu der Samurai-Gruppe und dann wieder im Raum umher. Da das Gasthaus Rustikalität an vorderste Stelle setzte, gab es allerdings kaum etwas zu betrachten. Keine Bilder hingen an den Wänden, und die Fenster boten auch keinen nennenswerten Ausblick mehr, nachdem die Nacht hereinbrach und die Welt draußen in Dunkelheit hüllte. Da und dort gab es geschnitzte Grafitti, die von gelangweilten Gästen stammen mussten und nicht entfernt worden waren. Es standen Dinge dort wie "Sato und Daisuke waren hier" oder "Yasha hat ein Echsengesicht." Hohe Poesie also.
Epona horchte auf, als ihre Kameradin das Wort ergriff. Amaya war inzwischen zur Feuerstelle marschiert und widmete sich der Zubereitung des Essens.
Grundsätzlich werde ich alles essen, was sich sowohl durch Farbe als auch Härtegrad von Kohle unterscheiden lässt, erwiderte Epona bescheiden. Wenn du mutig bist und Pluspunkte sammeln möchtest, wage dich an ein leicht angewärmtes Brot mit einem scharf angebratenen Stück Fleisch, auf dem wiederum etwas Käse zerschmolzen ist.
Dass sich Amaya nicht ganz wohlfühlte, hatte Epona dank jahrelang geschulter Menschenkenntnis erfasst. Dass es an den Samurai liegen mochte, wirkte wie eine nahe Erklärung. Die Yamanaka entschloss sich spontan dazu, ihre Leibwächterin schon einmal mit ihren Fähigkeiten vertraut zu machen, und konzentrierte sich auf sie.
Terepashi no jutsu.
Die Verbindung ward hergestellt. Epona sprach auf mentalem Wege und ohne jeden äußeren Laut direkt in Amayas Geist hinein. Und natürlich begann sie diese Unterhaltung klassisch mit:
Nicht erschrecken. Vermutlich fiel dies schwer. Bist du rein zufällig mit der Geist-Kommunikation der Yamanaka vertraut? Falls ja, wunderbar. Falls nicht, wird es ja Zeit, denn während der kommenden Reise-Etappe mag es taktisch und praktisch sein...
Man konnte esdurchaus als kleine, gemeine Absicht von Epona auslegen, Amaya ausgerechnet während ihrer Tätigkeit als Grillmeisterin anzusprechen und nicht freundlich zu warten, bis sie damit fertig war.

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BeitragThema: Re: Gasthaus in den Bergen   Mi März 22, 2017 11:04 am

Sry, da war ich wohl etwas unachtsam beim schreiben, denken und äh... erinnern. ^^"
Wenn ich das nächste Mal so zerstreut bin, schreib mir einfach eine PN und ich editiere das. xD
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"Pluspunkte? Eh?" Amaya lachte herzhaft auf.
Für was gibt's dann Minuspunkte?
Sie zwinkerte, als ihr Blick von Epona abgewandt und der Feuerstelle zugewandt war. Schlussendlich hob Amaya amüsiert eine Augenbraue, warf ihrer Auftraggeberin einen etwas längeren Schulterblick zu, ehe sie betont seuftze.
"Naja ..." An dieser Stelle machte Amaya eine bedeutungsschwangere Redepause, sie wollte die nachfolgenden Worte und ihre möglichen Folgen betonen. Ihren entschlossenen Blick richtete sie dabei wieder ins Feuer. "Ich kann dir für nichts garantieren. Ich bin keine gute Köchin."
Normalerweise habe ich für solche Dinge keine Zeit. Aber wenn ich jetzt die Gelegenheit dazu habe.
"Das Fleisch auf den Grill zu legen dürfte aber nicht allzu schwer sein. Naja, lass dich überraschen!"
Sie lächelte beschwingt, als sie Aufstand um sich zwei flache Holzteller von dem sauberen Geschirrstapel zu nehmen, diese neben dem Feuerstelle auf einem kleinen Tisch aufgebahrt lagen.
Wenn ich etwas esse, dann kaufe ich es mir fertig zubereitet oder ich achte darauf, dass ich es roh essen kann. Nudeln, Reis, Gemüse, Früchte, Nüsse ... ab und zu ein bisschen Fisch. Es gibt viele Dinge die leicht zu kochen sind, lecker schmecken und dem Körper gut tun. Ernährungsbücher weisen einem bei der Suche hilfreich den Weg ...
Mit dem Teller in der Hand stiefelte sie gespannt zu der Kühltheke und nahm von dort zwei dicke Brotscheiben, zwei Schälchen gewürfelten Ziegenkäse und zwei rote Fleischstücke, die in einer luftigen Folienhülle eingewickelt waren und in ihrer würzvollen Marinade schwammen. Sie nahm noch Messer und Gabel für zwei Personen mit, sowie eine längliche Grillgabel und machte sich wieder auf den Weg zu ihrem gemütlichen Platz vor dem Feuer.
Dort angekommen, entschied sie spontan, da ihr Magen an dieser Stelle anfing zu grummeln, dass das Feuer und die Glut die richtige Temperatur hatte. Sie brauchte es nicht weiter anfachen.
Mit geschickten Fingern befreite sie das Fleisch von der Folie, piekte es mit der Grillgabel und legte es auf den Gitterrost, der sich über der Feuer befand.
Jetzt heißt es abwarten und Tee trinken ... darf ich dem Fleisch beim Brunzeln zusehen.
An dieser Stelle schaute sie gebannt ins Feuer und spürte, wie sich ihr Geist begann zu leeren. Ihre Gedanken verstummten und ihre Gefühlswelt wechselte in einen ruhigen und entspannten Zustand. Sie blinzelte, als sie nach einiger Zeit in dieser harmonische Ruhe eine Präsenz bemerkte, die nicht zu ihrem üblichen empfinden passte. Die Frau spürte, wie sich ihr gesamtes Innenleben vor dem Fremdkörper zurückzog und dass der Wachhund in ihrem Inneren Welten an dieser Stelle wachgerufen wurde. Sie beobachtete und hielt inne, da sie wusste, dass sie diesen Prozess an dieser Stelle nicht aufhalten können würde. Oder vielleicht wollte sie ihn an dieser Stelle nicht aufhalten und vielmehr austesten, wie ihre Begleitung reagieren würde, wenn sie Bekanntschaft mit ihrem bärbeißigen Willen machen würde, der sie knurrend an dieser Stelle begrüßen würde. Sie warf einen bedächtigen Blick zu der Yamanaka, als sie ihre Stimme schlussendlich in ihrem Geiste vernahm. Sie überlegte kurz und hielt inne. Sie wollte an dieser Stelle versuchen, den Kontakt zu wahren und ihre Gedanken an die Frau zu senden.
"Es fühlt sich seltsam an." meinte sie an dieser Stelle. "Aber es ist in Ordnung. Ich denke, ich kann damit ganz gut umgehen."
Amaya fragte sich, wie die Yamanaka sich an dieser Stelle fühlen möge.
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BeitragThema: Re: Gasthaus in den Bergen   Sa Apr 01, 2017 3:33 pm

Sie erschreckte nicht. Die Yamanaka-Fähigkeit war ihr wohl zumindest vom Hörensagen her bekannt. Bedächtig blickte Amaya sich um und suchte Blickkontakt, ehe sie eine Antwort formulierte. Epona lächelte daraufhin und nickte kaum merklich. Sehr schön. Viele Leute, die ich zum ersten Mal auf diese Weise anspreche, schaffen es nicht, eine ordentliche Antwort zu geben. Entweder sprechen sie weiterhin laut, oder sie schaffen zwar die Telepathie, schreien mir dafür aber nur so in den Geist. Sie musste an eine gewisse Kaminishi denken, die es - vermutlich völlig absichtlich - vorzog, lauthals zu schreien, wenn Epona per Telepathie Kontakt zu ihr aufnahm. Auf diesem Wege können unserereins zwar nicht die Trommelfelle platzen, doch irgendwie tut es trotzdem weh, wenn das Gegenüber... zu laut denkt.
Dem Tonfall nach fand Epona dies durchaus amüsant.
Gefühle kamen über Terepashi nicht hinüber. Epona konnte über diese Brücke also nicht bemerken, dass Amaya ein wenig die Stacheln aufstellte. Rein zufällig ging die Yamanaka als nächstes auf dieses Thema ein. Nur zur Beruhigung seie gesagt, dass ich dir gerade übrigens nicht in den Kopf blicken oder gar deinen blanken Gedanken lauschen kann. Mein Chakra strahlt im Grunde lediglich Worte in deinen Geist hinein. Und erlaubt im Umkehrschluss dir das Gleiche. Keine Sorge also wegen deiner Privatsphäre. Dein Geist liegt keineswegs nackt vor mir.
Ihr Blick wanderte kurz zu der kleinen Gruppe lagernder Samurai, die sich allesamt recht müßig und bequem auf ihren Ruhelagern lümmelten. Einer von ihnen blickte, den Kopf auf den Rucksack gebettet, jedoch auch gern mal in Richtung der beiden Kunoichi.
Zu einer ordentlichen Anwendung der Telepathie braucht es natürlich noch ein wenig mehr. Den ersten Schritt hast du sofort getan. Etwas spannender ist jedoch der Zweite: Telepathisch kommunizieren, gleichzeitig jedoch nicht aussehen wie jemand, der sein Gehirn mit Wurzelrechnung überanstrengt. Im besten Falle schweigen wir uns dabei - für Zuschauer - nicht einmal an, sondern unterhalten uns praktisch auf zwei Ebenen zugleich. Glaubst du, das bekommst du hin?
Epona sprach sehr geduldig und freundlich. In ihrer Gedankenstimme lag die Art von Langmut, die sich ein Lehrer über jahrelange Erfahrung im Erklären und Lehren erarbeitete.
Gleichsam sprach sie Amaya jedoch auch richtig an. Dabei klang sie erheblich lockerer.
Glaubst du, morgen bleibts so kalt wie heute?

~~~

Edit am 26.4.: Aufgrund Abbruch des Plays tbc nach Konohagakure, genauer Link wird nachgeschoben.

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Kuroreiki Masao
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BeitragThema: Re: Gasthaus in den Bergen   Do Okt 12, 2017 6:53 pm

cf: Des Kaisers Würde [Gasthaus]

Nun, die Sache hatte sich also endlich erledigt. Die Sache mit jenen Assistenten, welche es doch immer wieder schafften, ihn aus seiner Ruhe zu locken und ihn aus unerfindlichen Gründen quer durch die Shinobi no Sekai zu katapultieren. Wahrlich, er sollte sie sich alle der Reihe nach aufstellen und dann... Dinge tun lassen. Auf dass sie seinen Zorn spürten - und die Tatsache, dass man sich bei einer einfachen Beschaffung eines Textes nicht so jämmerlich anstellte. Ja, Masao hatte vor Wut gekocht, als er auf seine kleine Reise aufgebrochen war, um Sato aus den Fängen des jungen Shugonin Juunishi zu befreien. Diese Wut hatte sich zwar nicht wirklich ganz gelegt, doch immerhin hatte er einiges erfahren - vielleicht auch etwas, um ein gewisses Mitglied dieser Einheit demnächst erpressen zu können? Nun, so weit wollte er in diesem Moment nicht denken, denn er wüsste nicht, was es ihm im Augenblick nützte. Er befand sich auf der Heimreise, hatte nicht wirklich etwas Geschäftliches mit diesem Pack in der sagenumwobenen - nicht - Hauptstadt zu schaffen. Genau genommen fand er jenes Pack nämlich nur allzu langweilig und engstirnig. Ohne Wenn und Aber einem Kaiser folgen, der das Gleichgewicht auseinander reißt und sich nicht um die Folgen schert. Aber ja, Shinobi waren böse. Natürlich. Alle waren böse und alle... es ermüdete ihn. Diese jämmerlichen und mickrigen Erbsenhirne, die so gerne eine Bohne sein wollten. Masao konnte nur die Augen rollen und den Kopf darüber schütteln. Gerne war man das Mittel zum Zweck. Aber was machte das Mittel, wenn es nach Erreichen des Zwecks nicht mehr gebraucht wurde? Nun... es konnte ihm ja eigentlich egal sein. So lange niemand seine Geschäfte ruinierte. Wahrlich... es fehlte nur noch, dass ein weiterer Kaiser-Mann oder eine weitere Kaiser-Frau Möchtegern-Aufseher in seiner Gegenwart spielte.
Masao knackte mit dem Kopf und trat in das Gasthaus ein, in welchem er eine kurze Zeit einkehren würde. Nicht lange, nur ein paar Happen wollte er zu sich nehmen. Zwar war er sowieso untergewichtig, aber man musste sich ja nicht gleich auf die Knochen abmagern. Der Körper benötigte Energie und heute hatten die äußeren Umstände einfach zu sehr an seinen Nerven und an jener großen geistigen Energie gezehrt, die er sein Eigen nannte. Masao ließ seinen Blick kurz durch den Raum schweifen. Ein paar Menschen waren hier, alle sahen sie relativ normal aus - und viele von ihnen blickten ihn kurz an. Manche länger, offenbar mal wieder überrascht aufgrund seines Äußeren. Erneut konnte er diesbezüglich nur die Augen rollen. Alles Einfaltspinsel, die absolut keine Ahnung haben. Ohnehin war es ihm mehr oder weniger egal. Sollten sie denken, was sie wollten - so lange sie ihn in Ruhe ließen war letzteres absolut kein Problem. Mit gezielten Schritten ging Masao auf die Theke zu und kaufte sich ein paar Scheiben Brot und Ziegenkäse - rümpfte dabei jedoch die Nase. Zu solch einem Gaumenfrust ließ er sich ja nicht alle Tage hinreißen. Zusätzlich musste er den Käse auf dem Brot auch noch selbst grillen. Er hätte Gänseblümchen und Sato lieber die Ohren langziehen und sie mitschleifen sollen, anstatt sie voraus zu schicken. Wirklich... dieser Tag war nur von Ärgernissen gekrönt.
Missmutig wartete Masao ab, bis sein Mahl fertig zubereitet war. Als beides zu seinen Wünschen zubereitet war, verfrachtete er sich in eine der hinteren Reihen, wo keine weiteren Leute um ihn herum saßen - nun, seiner Erfahrung nach, würde sich daran auch in der nächsten Zeit nichts ändern. Und ja, er wollte tatsächlich gerade einen Bissen tätigen, als etwas seine Aufmerksamkeit erlangte, was ihn am liebsten das Brot mit seinem feurigen Temperament zu verbrennen. Konnte er denn nie seine Ruhe haben?
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Miyahara Riina
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BeitragThema: Re: Gasthaus in den Bergen   Sa Okt 14, 2017 2:09 am

cf: Dorf Kikori [Timeskip]

"Verstehe.", sagte Riina mit belegter Stimme und betrachtete das Wasser in ihrem Glas. Sie hatte es zur Hälfte ausgetrunken und nun starrte sie den Rest einfach nur noch an. Die Worte der Person, mit der sie sich gerade unterhalten hatte, liessen sie sehr nachdenklich werden. Kiyomi war eine ihrer letzten Kontaktpersonen die ihr noch geblieben waren. Als sich Riina damals in den Untergrund zurückgezogen hatte, hatte sie ein Netz aus Kontaktpersonen gesponnen, doch allzu viele davon waren nun nicht mehr übrig geblieben. Das lag daran, weil sie sich nun als Samurai der Öffentlichkeit endlich ohne Bedenken zeigen konnte. Seid der Kaiser die Macht übernommen hatte, wurden die Samurai nicht mehr vond en Shinobi unterdrückt und konnten endlich in Erscheinung treten. Natürlich war es nie eine wirkliche Unterdrückung gewesen, dennoch war damals klar gewesen, wer das Ruder in der Hand gehalten hatte. Die Shinobi waren eindeutig in der stärkeren Position gewesen, doch dies hatte sich nun geändert. Die Samurai hatten an Stärke gewonnen durch den Kaiser und die Zusammenarbeit mit den Jashinisten. Zwar wusste Riina nicht wirklich, was sie von diesen fanatischen Gläubigern halten sollte, dennoch war sie über die Wendung nicht unglücklich.
"Und du bist dir ganz sicher, dass er noch Kontakt mit ihnen hat?", fragte sie noch einmal nach. Kiyomi nickte bloss. Sie war etwas jünger als Riina. Ihr schwarzes, bis zum Kinn reichendes Haar glänzte und ihre rehbraunen Augen waren gross und freundlich. Kiyomi war eine angagierte junge Frau, die weiterhin mit Riina zusammenarbeiten wollte, obwohl sie ihr gesagt hatte, dass es nicht mehr unbedingt nötig wäre. Womöglich sah Kiyomi in Riina sogar eine Art Freundin?
"Mamoru besucht sie immer Mal wieder. Bisher konnte ich jedoch noch keine Details in Erfahrung bringen, wozu diese Besuche dienen.", fuhr sie fort und Riina lehnte sich seufztend im Stuhl zurück. Sie liess ihren Blick durch den Raum schweifen und erblickte einen etwas seltsam aussehenden Kerl, der sich anscheinend nicht gerne der Öffentlichkeit zeigt. Oder zumindest nicht sein Gesicht. Er erweckte jedoch nur einen kurzen Moment Riinas Interesse. Neben all den anderen Gästen hier im Berggasthaus hatten sie mit als einzige einen Tisch und zwei Stühle, den Kiyomi war sehr vorasschauend gewesen und hatte diese Gegenstände versiegelt in einer Schriftrolle mitgebracht.
Die Blonde sah wieder zu der Jüngeren. Ob sie ihr verbieten sollte, weiterhin als ihre Kontaktperson zu fungieren? Was, wenn sie sie mit dieser Sache in Gefahr brachte? Ihr waren diese Besuche von Mamoru nämlich nicht geheuer.
Riina ahnte nicht, dass ihre Vergangenheit sie früher wieder einholen würde, als sie es für möglich gehalten hätte ...

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BeitragThema: Re: Gasthaus in den Bergen   Sa Okt 14, 2017 11:13 am

cf: Von Konoha zurück, eigentlich nie fort gewesen

Sie hatte den Yamanaka-Clan überlebt, ohne gevierteilt zu werden. Eigentlich sollte sie im Augenblick auch noch in deren heiligen Archiven sitzen und Nachhilfe in den Grundlagen-Theorien der Clankunst erhalten. Doch sie hatte sich vorerst abgemeldet. Ein anderes Projekt hatte sich ergeben. Eine Frucht war reif zum Pflücken, und für diese spezielle Frucht verließ Epona sogar eine Bibliothek. Denn gelang diese Ernte, konnte sie einer ganz speziellen Samurai-Familie einen Obstkorb schicken. Rädchen würden geschmiert werden, und Teile in der großen Maschinerie würden sich bewegen.
Auf der Reise durch die Berge hatte Epona überschlagen, was dieses Unternehmen sie schon gekostet hatte. Etliche Gefallen waren eingetauscht worden, um die Samurai-Frau ausfindig zu machen. Geld-Reserven, die noch aus ihrer Zeit in der Unterwelt stammten, waren nötig gewesen. Irgendwie war das Ganze teurer geworden als erwartet.
Und genau darum gehe ich nun ja auch selbst.
Sie hatte schon Meister der Täuschung für weniger Vermögen aus dem Boden gebuddelt. Eine Schwertkämpferin wie Miyahara Riina hätte leichter aufzuspüren sein müssen. Irgendetwas an ihr machte die Sache schwieriger, als sich gehörte.
Epona betrat das Gasthaus. Riina war an zwei Orten gesichtet worden, welche - auf der Karte verbunden - eine grobe Richtung gaben. Ein Fischen im Trüben, und sie hatte schon drei andere Gaststätten abgeklappert. Die Suchende musste sich den Jubel zurückhalten, als sie die Tür aufstieß, kalte Bergluft ins warme Innere rauschen ließ und das Gesuchte vorfand.
Riina saß, zusammen mit einer anderen Dame, an einem Tisch, den sie sich offenbar selbst mitgebracht hatten. Dadurch ragten sie bereits aus der kleinen Gruppe Anwesender hervor. Für Epona waren sie dadurch sogar auffälliger als Masao, und dies sprach Bände. Den Forscher und Bekannten bemerkte sie erst einen Moment später, und er hatte sie wohl auch erblickt.
Grüß dich, wandte sie sich an ihn, nachdem sie die Tür wieder geschlossen und zu ihm hinmarschiert war. Sie legte Rucksack und Mantel ab. Lang nicht gesehen. Wann war das letzte Mal wohl, über ein Jahr sicherlich, und da war es Sommer, oder?
Sie zog die Handschuhe aus, richtete sie der Wärmequelle entgegen. Frühling wars, und sie war so blöd, Hi no kuni einzutauschen gegen Tetsu! Anstelle die ersten Frühblüher betrachten zu dürfen, zog sie hinauf in die Berge, wo die Murmeltiere gerade erst aufwachten.
Kuchiyose no jutsu. Epona ritzte ihren Daumen mit einem Kunai, schloss Fingerzeichen und rief einen kleinen Molch hervor. Der Axolotl war ein Paket aus Wonne, Fröhlichkeit und Schleim, der im Grunde wirkte wie eine Handcreme.
Bei der Kälte reißt mir alles, stellte sie im Plauderton in Masaos Richtung fest. Sie gebrauchte den Axolotl wie einen Schwamm und wendete ihn in ihren Händen hin und her. Die kleine Amphibie quietschte vor Glück.
Sollte sie die Sache wohl direkt angehen?

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BeitragThema: Re: Gasthaus in den Bergen   So Okt 15, 2017 10:40 am

Essen. Nie war er jemand gewesen, der vorzeitig etwas zu sich nahm. Der in die Küche hechtete oder zu einer anderweitigen Bude - nur, um so schnell wie möglich etwas zwischen die Zähne zu bekommen. Obgleich dies vermutlich gesünder für seinen teilweise doch sehr drahtigen Körper gewesen wäre. Was passierte also folglich, wenn Masao wirklich einmal Hunger hatte und etwas zu sich nehmen wollte? Genau, man sollte ihn nicht stören. Der Maskenträger hatte die Mahlzeit gerade an seine Lippen geführt, als die Worte ertönten. »Grüß dich«, sagte sie. »Lang nicht gesehen. Wann war das letzte Mal wohl, über ein Jahr sicherlich, und da war es Sommer, oder?«, fuhr sie fort. Und dass die Kälte ja so unnachgiebig wäre, das kam auch noch hinzu. Smalltalk, der vom Einreiben der Patschehändchen begleitet wurde. Masao hatte in seiner Bewegung inne gehalten. Die goldgelben Augen funkelten noch minder böse zu der blonden Frau hinüber, die sich erdreistet hatte, ihn bei seiner Mahlzeit zu stören. Eine Mahlzeit, die wirklich daran lag, dass er sich verpflegen sollte und dass schon ein wenig Hunger aufgekommen war. Aber scheinbar konnte er an diesem Tage nicht einmal das erwarten. Dabei hatte er sich nun wirklich schon eine der weniger gut besuchten Berghütten ausgesucht, wenn man so wollte. Wie klein war die Welt, dass er seine "Zulieferin" nun hier ertragen musste? Nun, ertragen traf es nicht ganz, konnte er ihr doch durchaus eine gewisse Kompetenz zuschreiben. Auch die Unterhaltungen waren tatsächlich manchmal interessant und Früchte tragend. Dennoch... Das hieß nicht, dass er sie sehen wollte, wenn er seine eigene Ruhe vorzog. Die einzige Ausnahme wäre natürlich ein weitere "Lieferung" gewesen oder Sonstiges, was für ihn von Interesse wäre. Allerdings fiel letzteres und damit das Interesse aus der Gleichung. Wurde weggekürzt. Yamanaka Epona durchlöcherte keine Gasthäuser, wusste sie doch genau, wo sie ihn beizeiten finden konnte. Außerdem erweckte sie nicht den Eindruck der Eile. Die Folge?
Masaos Mundwinkel verzogen sich weiter nach unten, während die Augenbrauen sich leicht zusammenzogen. »Ich finde es auch überaus schade, dass du diesen Berg erklimmen musstest«, antwortete er und Epona erhielt nicht mal wirklich eine Begrüßung. Zunächst zumindest. Die Augen rollend hob er kurz die Hand und winkte ab. So viel Begrüßung... Assistenten, welche die schlechte Laune kannten, dürfte die Kinnlade herunterfallen. Auf sie wäre vermutlich der Bunsenbrenner hernieder gekracht. »Wenn du meine Ruhe schon störst - und ich davon ausgehe, dass du nicht meinen kompetenten Rat in irgendeiner deiner Angelegenheiten suchst -, was führt dich hier her, Frau?« Es war mehr eine beiläufige Frage, doch Masao war der kleine Blick aufgefallen. Ein Blick, welcher wohl jeder tätigte, immerhin besaß das Ziel einen Tisch. Einen Tisch und zwei Stühle. Die einzigen dergleichen Gegenstände im Raum und damit nicht ohne Grund, das Zentrum der Aufmerksamkeit für jeden Ankömmling. Masao interessierte der Tisch doch herzlich wenig, insofern er nichts mit einem möglichen Vorhaben zu tun hatte. Eine der beiden Personen kam ihm bekannt vor, doch er glaubte aktuell nicht, dass sie es würdig war, wenn er in seinem Kopf nach dieser Erinnerung gräbe.
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BeitragThema: Re: Gasthaus in den Bergen   Di Okt 17, 2017 10:41 am

Leicht würde das hier nicht werden. Epona setzte den kleinen Axolotl auf ihrer Schulter ab. Der Molch blickte dabei rückwärts, seine schwarzen Knopfäuglein waren auf Riina und deren Gefährtin gerichtet.
Was mich herführt, ist nichts, was für dich von Bedeutung wäre. Epona sprach in vertraulichem Plauderton. Kein Jinchuuriki, kein spannendes Kekkei genkai, keine Obskurität oder Obszönität irgendwelcher Art. Und ich störe dich auch eigentlich nur, um dir genau das zu sagen. Sie richtete einen ernsten Blick an ihn, senkte die Tonlage zum Flüstern. Immerhin kennen wir uns, und wir sind einander ähnlich, nehme ich an. Du maskierst dich mit Farbe und Lack, meine Maske sind Fleisch und Blut. Wir sind beide neugierig... und launisch, und gerade diese Launenhaftigkeit sorgt dafür, dass wir in Dinge geraten, die uns keinen persönlichen Gewinn bringen.
Kurzum: Was ich hier mache, ist wichtig für mich.
Sie schloss Fingerzeichen zum Kagebunshin no jutsu - einen Augenblick später erschien eine Doppelgängerin hinter ihr. Manche anderen Gäste ruckten erschrocken hoch, anderen war dieser Zaubertrick nur ein misstrauischer Seitenblick wert.
Das Original streckte gemächlich die Beine lang. Solltest du den Wunsch verspüren, dich auf irgendeiner Seite einzumischen, Masao - bei was auch immer passiert -, dann gib mir als Kollegin und Zulieferin doch bitte die Chance, das erste Angebot abzugeben, ja?

Die Doppelgängerin marschierte derweil selbstbewusst auf den Tisch der beiden Samurai-Frauen zu. Seitdem Maya nicht mehr dabei war, gestaltete sich alles schwieriger. Kagebunshin wurden nun viel öfter eingesetzt, und insbesondere bei einer Ronin kam man nicht um solche Maßnahmen herum. Für Außenstehende mochte es wirken, als wolle die blonde Kunoichi einfach nur eine Schau abziehen und mehrere Gespräche zugleich führen.
Einen wunderschönen Tag wünsche ich, sprach sie nun, als sie vor dem Tisch der beiden Frauen stand, mit weicher Samtstimme und blickte freundlich von einer zur anderen. An den Rehaugen der Schwarzhaarigen blieb der Blick hängen. Sicherlich bist du ein Herz, wandte sich die Doppelgängerin an Kyomi, und leihst mir deinen Platz? Ich möchte gern mit deiner Tischgefährtin sprechen. Damit gingen ihre Augen zu Riina. Es geht um einen Auftrag, der im Grunde allein von Euch erfüllt werden kann, wie man so schön sagt.

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BeitragThema: Re: Gasthaus in den Bergen   Mi Okt 18, 2017 10:22 pm

Nur aus den Augenwinkel hatte Riina das Kommen einer weiteren Person bemerkt. Es hatte sie jedoch nicht weiter interessiert, immerhin steuerte sie mehr oder weniger direkt auf Jemand anderen zu. Sie war einfach ein weiterer Gast in diesem Gasthaus in den Bergen ... So schien es zumindest im ersten Augenblick.
Riina wandte ihre Aufmerksamkeit wieder Kiyomi zu, als diese erneut begann zu sprechen: "Soll ich mit Mamoru in Kontakt treten und versuchen herauszufinden, was seine Beweggründe sind für seine Besuche? Er weiss von unserer Verbindung nichts. Ich könnte also ohne Probleme sein Vertrauen gewinnen.", das Lächeln unterstrich Kiyomis Zuversicht. Sie war ein fleissiges Bienchen, das überraschenderweise unglaublich loyal war. Riina wusste nicht einmal, mit was sie sich diese überschwengliche Loyalität verdient hatte. Kiyomi war einiges jünger als sie und sie hatte ihre Eltern verloren. Es war Riina gewesen, die den Shinobi damals zur Strecke gebracht hatte, der für den Tod der zwei verantwortlich war. Vielleicht war das der Grund? Kiyomi hatte Niemanden mehr. Ihre ältere Schwester ist angeblich vor vielen Jahren davongelaufen und verschwunden. Freunde hat Kiyomi kaum und ihre Eltern sind nun seid über einem Jahr tot. Klammerte sie sich vielleicht deswegen so sehr an Riina? Die Blonde dachte einen Moment nach. Wenn sie alles richtig zusammenzählte, dann müsste Riina in etwa das Alter haben, das Kiyomis grosse Schwester hatte. Die Samura lächelte innerlich. Vielleicht sah sie in ihr ihre grosse Schwester? Zwar sprach Kiyomi immer schlecht von ihr, doch ihre Worte sprachen mehr als nur Hass aus. Sie hatte ihre Schwester geliebt.
"Riina?", fragte sie dann und die Blonde schüttelte den Kopf, als ihr einfiel, dass Kiyomi sie etwas gefragt hatte.
"Nein, besser nicht. Er wird es bemerken.", sagte sie dann und beobachtete das Glas mit Wasser, das vor ihr stand. Noch immer war es halbs ausgetrunken. Was sollte sie bloss tun? Sollte sie es vielleicht einfach ruhen lassen? Aber Mamoru ging ihr nicht aus dem Kopf. Wieso besuchte er sie nur so häufig ...?
"Einen wunderschönen Tag wünsche ich", eine fremde Stimme drang an Riinas Ohr und während Kiyomi mit überraschtem Blick die Fremde musterte, sah Riina sie eher skeptisch an. Sie liess sie jedoch aussprechen und als ihre Kontaktperson sie fragend anschaute, nickte Riina nach kurzem Nachdenken.
"Lass sie sich hinsetzten.", sagte sie dann mit nüchterner Stimme.
Kiyomi indess stand auf, rollte eine Schriftrolle aus und beschwor somit einen weiteren Stuhl, auf welchen sie sich dann setzte. Jedoch nicht bevor sie ihn direkt neben Riina gestellt hatte. Nun sass Riina einer fremden Frau gegenüber, rechts neben ihr Kiyomi. Langsam beugte sie sich etwas über den Tisch vor.
"Einen Auftrag den nur ich erfüllen kann, hm?", wiederholte sie dann. Diese fremde Frau schien sie zu kennen, Riina kannte sie hingegen gar nicht. Was mochte dies zu bedeuten haben? Das machte sie nur umso skeptischer, jedoch hatte ihr Gegenüber auch ihr Interesse geweckt als diese von einem Auftrag sprach, den nur sie erfüllen könne.
"Wer sind Sie?", fragte Kiyomi dann und in ihrer Stimme schwang Missgunst mit. Sie empfand das Verhalten der Fremden anscheinend nicht für gut, vielmehr störte es sie, dass sie unterbrochen wurden.
Riina hatte kurz zu Kiyomi geschaut, bevor sie wieder die Blonde vor sich anblickte. "Wie mir scheint, eilt mir ein gewisser Ruf vorraus, wenn mich Leute kennen, die für mich völlig fremd sind."

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BeitragThema: Re: Gasthaus in den Bergen   So Okt 22, 2017 10:22 am

Eponas Kagebunshin bedachte Kyomi mit nachdenklichem Blick. Die Jüngere machte zwar zunächst artig Platz, holte dann jedoch einen dritten Stuhl hervor und setzte sich wieder an den Tisch. Epona sah diesen Tisch als Spielfeld, und sie wollte keine dritte Mitspielerin. Anmerken ließ sie sich dies jedoch nicht. Noch nicht. Und sie konnte auch nichts unternehmen, was nicht völlig überzogen gewesen wäre. Zumindest waren die Möglichkeiten momentan noch unverhältnismäßig.
"Einen Auftrag den nur ich erfüllen kann, hm?"
Ihre Augen fokussierten Riina. Ja, erwiderte sie sanft, wollte schon weitersprechen. Die Dunkelhaarige mochte jedoch nicht still sein und fragte, wer sie sei. Sie klang misstrauisch, geradezu beschützerisch. Epona warf ihr einen Blick zu, der ihre schlechte Laune unverschleiert zeigte.
Gleich. Keine Seide, keine Weichheit. Unverhüllter, harter Stahl lag in der Stimme. Doch diese Klinge wurde rasch wieder verhüllt, sobald sie sich wieder Riina zuwandte.
"Wie mir scheint, eilt mir ein gewisser Ruf vorraus, wenn mich Leute kennen, die für mich völlig fremd sind."
Unter Meinesgleichen seid Ihr weithin bekannt, in der Tat. Sie war entschlossen, das Rehauge nun außen vor zu lassen. Und knüpfte ein telepathisches Band zu Riina. Sie schickte zunächst nur einen einzelnen Namen hindurch.
Miyahara Kenta.
Laut sprach sie, sich ebenfalls ein wenig vorlehnend: Bei diesem Auftrag geht es um Gesetz und Recht. Sind Euch diese Worte ein Begriff, Riina-san? Sie verfolgte aufmerksam das Mienenspiel der anderen. Über das telepathische Band kroch eine weitere Frage.
Hast du ihn ermordet?

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BeitragThema: Re: Gasthaus in den Bergen   Mo Okt 23, 2017 11:30 pm

Nein, das tat sie nicht. Tat sie es doch? Nein... doch, sie wagte es tatsächlich. Masaos Blick verfinsterte sich merklich, als Epona doch tatsächlich näher getreten war und unglaublicherweise eine Unterhaltung begann - wenn man es denn so nennen konnte. Eigentlich hatte er gerade sein Brot essen wollen. Brot, welches er eigentlich nie aß. Weil er eigentlich sehr selten aß - was man ihm ansah. Ja, er hätte wirklich sehr gerne dieses Brot essen wollen - aber nein. Es war ihm nicht vergönnt. Stattdessen musste er sich also diverses Vokabular anhören, welches in einem ihm viel zu übermütigen Mund zu Sätzen geformt wurde. Nichts was von Bedeutung wäre und wohl nichts, was seinem allgemein gängigen "Handlungsprofil" entsprach, wenn man es denn so formulieren würde. Nun, damit hatte Masao auch nicht gerechnet. Obgleich es schon interessant war, dass dies derartig heruntergespielt wurde, hatte Epona doch den ein oder anderen interessanten Fall vorzuweisen. Beispielsweise die Tatsache, dass ihm einmal eine Person zugeliefert worden war, welcher er ein gewisses Mal verpasst hatte. Dennoch stimmte auch diese glorreiche Erinnerung ihn nicht weniger missmutig und der Forscher konnte nur die Stirn runzeln. Verärgert runzeln, denn er wurde wieder gestört. Wie den gesamten Tag schon. Ein Tag, welcher nun wahrlich nicht nach seiner Vorstellung verlief. Zwar mochte er Überraschungen und keine offensichtlichen Verhältnisse, doch auch diese hatten irgendwann zur Genüge seinen Tagesablauf bestimmt. Gerade hatte er also nichts anderes im Sinn, als sich diese Pause zu gönnen und schließlich in seinem "Feierabend" zu frönen - nicht, dass er dergleichen jemals wirklich machen würde.
Epona fuhr ernst damit fort, dass sie sich kennen würden und dass sie beide einige Gemeinsamkeiten teilten. »Tch. Unfug«, war so ziemlich alles, was er zu sagen dafür übrig hatte. Natürlich war er nicht wie sie und sie nicht wie er. Niemand konnte sich jemals ereifern, auf seine Intelligenz zurückgreifen zu können oder auf seinen Verstand. Es war lächerlich, obgleich er gut sagen konnte, dass Epona immer noch eine der "besseren" Bekanntschaften in seinem Umkreis darstellte. Vermutlich lag es daran, dass er sie noch nicht abseits diverser Erläuterungen zurecht gewiesen hatte. Allerdings hatte alles einmal Grenzen und dass sie sich als "ähnlich" bezeichnete... Masao schüttelte den Kopf... und hob anschließend eine Augenbraue, als sie auf die Wichtigkeit ihres "Einsatzes" hinwies. Nun, das klang schon wieder interessanter, doch er registrierte es vielmehr nebenbei. Sicherlich hatten viele Menschen ihrer Ansicht nach "wichtige Dinge" zu erledigen, aber diese Dinge waren seiner Ansicht nach meist weniger wichtig. Entsprechend markierte er sich im Kopf lediglich eine Notiz darüber. »Mir ist dein ernster Blick gleich. Ebenso deine ausführliche Erklärung, was dein Treiben hier angeht.« Eine fadenscheinige Aussage, welcher Masao selbst nicht viel Bedeutung zuwies. Zumindest, bis Epona ihm ein halb theoretisches Angebot machte, bei welchem er nur die Augenbrauen heben sollte.
»Solltest du den Wunsch verspüren, dich auf irgendeiner Seite einzumischen, Masao - bei was auch immer passiert -, dann gib mir als Kollegin und Zulieferin doch bitte die Chance, das erste Angebot abzugeben, ja?« Eine Doppelgängerin war zuvor erschienen - in dem Moment, als Masao tatsächlich seinem ersten Bissen an diesem Tag ergreifend nahe gekommen war. Nun, daraus wurde nichts. Denn diese Doppelgängerin schritt zum einzigen Tisch des Gasthauses, während Epona jene Aussage traf. Nun, da sieh mal einer an. Forscher hob beide Augenbrauen. Goldgelbe Augen funkelten leicht. Leichtes Grinsen bildete sich. »Oh, ich bin immer interessiert an neuen Angeboten, doch fällt dein aktueller Kurs gerade in die Tiefe, hältst du mich doch bei meinem wohlverdienten Mal auf, Frau.« Ja, sie musste schon mehr bieten, als alte Gefallen einzuholen. Gewiss hatten sie die ein oder andere alte Geschichte hinsichtlich Kollegin und Zulieferin, aber Masao war nun einmal der Mensch, der er war: Vermutlich kein Guter. Nur einer, der nun vollends seine Neugierde auf die beiden Personen richtete, zu welchen sich Eponas Bunshin gesellte. Herrje, es schien keine angenehme Unterhaltung zu werden - zumindest vor allem nicht für die jüngere der beiden Frauen. Was war es, das Epona haben wollte? Und woher kannte er die ältere Frau nochmal? Masao rollte die Augen. Unwichtig. Zumindest so lange sie ihn nicht vollends beim Essen störten. Endlich tat er den ersten Biss.
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BeitragThema: Re: Gasthaus in den Bergen   Sa Okt 28, 2017 2:05 pm

Riina bemerkte die Unterhaltung zwischen der richtigen Epona und dem seltsam gekleideten Kerl nicht, so wusste sie auch nicht, das sie vor sich im Grunde nur einen Bunshin hatte, nicht mehr und nicht weniger.
Aber sie bemerkte dafür, die stimmlichen Unterschiede, wenn sie mit ihr sprach und wenn sie mit Kiyomi redete. Sie schien zu Riina freundlich, fast schon wohwollend zu klingen hingegen bekam die Schwarzhaarige nur harsche, wortkarge Sätze ab. Was mochte diese Fremde dazu veranlassen, mit ihr so freundlich zu reden während sie es mit ihrer Begleiterin völlig anders handhabte?
"Unter Meinesgleichen seid Ihr weithin bekannt, in der Tat."
Da war wieder die Skepsis. Riinas Augen funkelten leicht und sie hütete sich davor zu fragen, was sie mit 'Meinesgleichen' miente. Die Samurai hatte eine Zeit gehabt, in der sie vorwiegend im Untergrund agiert hatte. Das war damals einfach nicht anders gegangen. Ihre Adoptiv-Familie hatte sie verfolgt und die Samurai waren grundsätzlich nicht besonders gerne gesehen gewesen, gerade in Shinobi bevölkerten Landen. So war Riina im Grunde gar keien andere Möglichkeit geblieben und war abgetaucht. Nun da die Samurai jedoch ihre Stärke und ihre Ehre wiedererlangt hatten und über den Shinobi standen, musste sie sich nicht mehr verstecken. Noch nicht einmal vor ihrer einstigen Familie. So glaubte sie zumindest.
Und keine Sekunde später hörte sie seinen Namen in ihrem Kopf, ausgesprochen mit der Stimme der fremden Frau. Riinas Augen verengten sich kaum merklich und ihre Gesichtszüge wurden härter. Ihr ganzer Körper spannte sich leicht an, sie versuchte es sich jedoch so gut wie mögilch nicht anmerken zu lassen. Woher kannte diese Frau seinen Namen? Und vor allem, was genau wusste sie über ihre Beziehung zu diesem Verstorbenen? Und wieso war ihre Stimme in ihrem Kopf? Den Riina war sich sicher, sie hatte ihre Lippen nicht bewegt! Sie musste eine Kunoichi sein. Verdammte Shinobi!
Erneut hörte sie ihre Stimme, dieses Mal jedoch nicht in ihrem Kopf. Kiyomi beugte sich leicht vor und wollte gerade etwas sagen, als Riina sie davon abhielt. Sie schüttelte leicht den Kopf und bedeutete ihr damit, dass sie sich zurückhalten soll.
Dann wandte sich die Samurai an die fremde Frau.
"Was genau willst du von mir und wer bist du? Es ist nicht besonders höflich wenn man den Namen seines Gegenübers kennt, seinen eigenen aber verschweigt.", sie hatte auch das zweite Mal die Stimme in ihrem Kopf gehört. Sie fragte, ob sie Kenta getötet hätte. Ihre grünen Augen musterten die Frau vor sich. Sie wirkte jung. Jünger als sie selbst und zierlich. War sie ein Gegner? Sie musste vor ihr offensichtlich auf der Hut sein. Reflexartig liess Riina ihre Augen durch den Raum gleiten. Sie musste wissen, wer sich sonst noch hier befand und ob sie auf Unterstützung zählen konnte, sollte es Hart auf Hart kommen. Ihre Augen streiften den seltsamen Mann. Für einen Moment erweckte er ihre Aufmerksamkeit, doch beim genauen hinschauen, bemerkte sie noch etwas viel Interessanteres ... Da war diese Frau, die direkt vor ihr sass. Als ob sie eine Zwillingsschwester hatte.
Riinas grüne Augen fuhren zu der Fremden ihr gegenüber zurück. Sie wirkte keinesfalls amüsiert.
"Von was für einem Auftrag sprichst du? Rede Klartext oder ich muss dich bitten aufzustehen und zu gehen. Zeit für lächerliches rätselraten habe ich nicht!"

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BeitragThema: Re: Gasthaus in den Bergen   Sa Okt 28, 2017 4:05 pm

Wenn sie wollte, konnte Epona eine sehr beredsame Mimik vorweisen. Sie konnte so warmherzig lächeln, dass ein Eiswürfel zu einer Pfütze wurde, und dabei so kalt dreinstarren, dass die Pfütze gleich wieder gefror. Und als Masao vielsagend grinste, tat sie genau das. Ihr herzallerliebstes Lächeln blieb, doch von der Nasenspitze aufwärts sickerte die Freundlichkeit aus ihren Gesichtszügen.
Mein Kurs fällt, sprach sie mit hörbar tieferer Stimme und herber Betonung, weil ich dich dabei störe, wie du ein Butterbrot isst?
Ziemlich rasch nahm die Situation einen ziemlich schlechten Verlauf. In Epona stieg Ärger auf, auf sich selbst. Hätte sie die lebende Leinwand bloß einfach ignoriert. Diese Option hätte sich nun als besser herausgestellt. Denn nun machte Masao den Eindruck, als wäre er allein wegen der Ansprache interessiert an dem Ganzen.
Es ist wie ein Münzwurf, sagte die Blonde sich, Wie ein Münzwurf. Oder wurde sie übereifrig? Nein, das würde ja bedeuten, sie hätte einen Fehler gemacht.
... Fein. In Eponas obere Gesichtspartie kehrte das Weiche, Freundliche zurück. Genieß zunächst mal dein Mahl... Mann. Sie gab ihm noch eine sanfte Berührung am Ellenbogen mit, dann rutschte sie auf Abstand, legte ein Bein übers andere und faltete die Hände im Schoß. Sie wandte sich dem Lagerfeuer zu, als wolle sie einfach nur die wohlige Wärme des Feuers genießen.
Über die Berührung war Geistchakra in Masaos Körper geflossen. Ein Energiewesen, das man auch als "Schulterteufelchen" bezeichnen konnte, nistete sich in den Gedanken des Wissenschaftlers ein. Und erinnerte zart daran, dass die strohhaarige Nervensäge durchaus schon ein paar seltsame, interessante Typen angeschleppt hatte.

Auf Eponas Schulter saß nach wie vor der Axolotl, dessen Name übrigens Puun war. Puun hatte kleine, süße Knopfaugen. Als Riina herschaute, erwiderte er den Blickkontakt, ohne zu blinzeln. Er lächelte sogar und zeigte seine Knorpelzähnchen, auch wenn es eher unwahrscheinlich war, dass die Samurai-Frau diese auf die Entfernung sehen konnte.

Eponas Doppelgängerin verfolgte aufmerksam das Mienenspiel der anderen Frau. War da ein sanftes Fallen der Gesprächstemperatur zu spüren? Nicht, dass sie besonders warmherzig gestartet wären. Riina sagte mit ihrem Körper nur wenig aus. Vor allem Ärger. Eine Art Ärger, wie Epona ihn von Samurai kannte, die ihre Yamanaka-Künste erlebten und sich verächtlich abwandten. Ja, Samurai mochten Shinobi-Künste nicht. Und die Yamanaka-Techniken spiegelten mit den Bodensatz wieder: Unsichtbar, hinterhältig, tückisch. Ein muskelbepackter Mann benahm sich wie ein Huhn, weil eine schmale Frau es so wollte.
Riina hielt ihre Kameradin davon ab, sich einzumischen. Statt zu antworten, wollte sie zunächst selbst etwas wissen.
Die Doppelgängerin seufzte leicht. Ja, das ist natürlich wahr. Dann aber blickte Riina wachsam im Raum umher. Erspähte das Original, welches sich allerdings auch nicht wirklich versteckt hatte. Und wurde nun erst recht misstrauisch.
"Rede Klartext oder ich muss dich bitten aufzustehen und zu gehen. Zeit für lächerliches rätselraten habe ich nicht!"
Epona-Bunshin seufzte nochmals, schien sich zu sammeln und verschränkte die Hände auf der Tischplatte. ... Fein. Ihr Blick wanderte von Riina zu Kyomi, wieder zurück. Anstatt Rätsel zu raten, spielen wir eben ein Tauschspiel. Antworten gegen Antworten. Und ich beginne. Mein Name...
Ihre verschränkten Finger öffneten sich in der Geschwindigkeit eines Fingerschnippens zu einem Fenster. Dieses war auf Kyomi gerichtet.
... ist Yamanaka, Epona. Falls das Shintenshin sein Ziel erreichte, würden diese Worte aus Kiyomis Mund kommen, während Epona-Bunshin mit leerem Blick erstarrte, gehalten nur von antrainierter Körperspannung. Und Kiyomi würde zudem auch noch die Hand auf Riinas Waffenarm legen, um sie davon abzuhalten, vielleicht ihr Schwert zu ziehen. Ich bin von den Shugonin Juunishi. Und der Klient dieses Auftrags ist die Miyahara-Familie. Sie möchten dich gern sehen.
Epona-Bunshin hatte sich sehr bewusst für Kiyomi als Opfer des Shintenshin entschieden. Riina selbst wäre theoretisch die bessere Wahl, natürlich, doch wirkte die Blonde nicht wie ein günstiges Ziel. Sie machte eher den Eindruck, als würde sie den Eindringling mit einem Wutschrei wieder rauswerfen und dann erst recht sauer sein.
Zugegeben... wenn ich in Untergebene fahre, nehmen das deren Anführer auch nie besonders gelassen hin.

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Epona spricht denkt wirkt Genjutsu


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Kuroreiki Masao
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BeitragThema: Re: Gasthaus in den Bergen   Mo Okt 30, 2017 7:22 pm

Erstaunlich. Dieses Spiel der Mimik, welches er in Eponas Antlitz bemerken konnte, als sie sprach. Es war nicht wirklich offensichtlich, doch Masao entging nicht, wie das Lächeln auf ihrem Gesicht nahezu komplett aus den ach so schönen Augen wich - nein, nicht wirklich. Mehr oder minder war es ihm egal. Es war interessant, dass es ihr scheinbar zusetzte, hielt er sie doch sonst für recht... nun, geduldig traf es wohl in einem neutralen Wortschatz am Besten. Als sie zustimmte, dass er sein Brot essen konnte, grinste er leicht. Ein freundliches Grinsen war es nicht wirklich, doch gleichsam rechnete er es ihr immerhin an, dass sie ihn nun speisen ließ. Obwohl... Masao schätzte es nicht wirklich, wenn man ihn ohne Grund berührte. Oder wenn man ohnehin vertraulich tat. Folglich schätzte er es nicht, wenn man ihn auf eine fast vertraute Art und Weise berührte. Als ob sie alte Freunde wären... aus diesem Grund wusch sich sein Grinsen wohl so schnell von seinem Gesicht, wie das Lächeln die Augen der blonden Frau vor ihm zuvor verlassen hatte. Was ihn allerdings nicht verließ, waren in den nächsten Momenten gewisse... Erinnerungen. Ein kleines Flüstern im Hinterkopf seiner Gedanken, welches ihm davon berichtete, dass Epona ihm schon den ein oder anderen Gefallen erwiesen hatte. Eine Lieferung hier. Eine Person da. Ein Geheimnis, welches man gar gemeinsam lüften konnte oder auch ein gemeinsam erlangter Fortschritt. Masao, der in diesem Moment endlich in sein Brot biss und kaute, runzelte leicht die Stirn, ehe sich seine Augenbrauen zusammenzogen. Ihm erschien es äußerst unlogisch, dass er diese Gedanken nun hegte. Nicht, weil sie nicht wahr waren, sondern weil sie ihm gerade nichts nützten. Er brauchte nichts von der Frau. Keinen Gefallen. Keine Hilfe. Keine neue Lieferung oder sonst etwas. Folglich wären es verschwendete Gedanken und Kuroreiki Masao verschwendete seine Gedanken nie. Wenn, dann kam immer etwas Sinnvolles dabei heraus.
Folglich war es also kein Wunder, dass er weiter kaute und währenddessen unnachgiebig die oftmalige Gefährtin musterte, die sich zu ihm gesetzt hatte. Schonwieder so ein Wort. Gefährtin. Masao verzog die Augen zu Schlitzen, als sein Blick auf die großen Knopfaugen traf, die auf der Schulter der in Zweifel Gezogenen residierten. Nein, diese Gedanken kamen nicht seinerseits und er wusste um die Geschichte des Nachnamens, welchen sich die Frau zu Eigen machte. Folglich.... der Forscher krallte die Finger in sein Brot und verspeiste es kurz darauf nahezu genüsslich. »Falsch. Dein Kurs fällt, weil du dich erdreistet hast, Frau. Niemand darf ungestraft mein Köpfchen betreten - obgleich Deinesgleichen ihn sowieso nicht verstehen wird.« Wovon er tatsächlich überzeugt war. Und das hatte nicht nur verrückte Experimente zu Grunde, sondern die vielen Partikel einer ereignisreichen Vergangenheit, welche sich dort angesammelt hatten. Sollte Epona also wirklich einmal versuchen, in seine Seele einzudringen, würde sie wohl wirklich mit Chaos und Unverständnis konfrontiert werden. Masao leckte sich mit der Zunge über die Unterlippe. Der letzte Geschmack der groben Mahlzeit verschwand und zerging, während er sich leicht vorlehnte und die Finger auf der Höhe seines Kinns ineinander verschränkte. Ein perfektes Pult um eben jenes Kinn darauf abzustützen und die Frau vor sich zu mustern. Sowie ihren Bunshin, der sich da gerade an andere Gäste wandte. Masao tat kurz letzteres, dann ersteres. »Du scheinst heute einiges an Interesse mitgebracht zu haben. Nun interessiert es mich aber wiederum, was dich so dumm macht, mir alte Gefallen in Erinnerung zu rufen. Benötigst du also doch einen Gefallen? Oder verlangst du anderweitige Dienste, auf dass ich mich an die Seite deiner geistigen Betonwand schlage?« Mit dem altbekannten Knacken legte er den Kopf schief. Er grinste wieder leicht, doch es war mal wieder alles andere als freundlich. »Dir ist bewusst, dass ich es nicht schätze, wenn man mich zu manipulieren versucht.« Kurz blickte er zur Bunshin und den beiden Damen. Nun, unter Umständen würde sich nun doch etwas ergeben. Nur vielleicht nicht so, wie Epona es sich vorstellte.
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Miyahara Riina
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BeitragThema: Re: Gasthaus in den Bergen   So Nov 12, 2017 4:34 pm

Riina wollte Antworten. Und sie bakm welche. Doch auf eine andere Art und Weise, als sie es sich vorgestellt hatte. Den der Name der Blonden kam nicht von ihr selbst, sondern von ihrer Begleiterin. Überrascht über diesen Umstand blickte Riina zur Seite und erblickte Kiyomi. Sie sah noch genau gleich aus, doch in ihren Augen erkannte sie, dass sie nicht mehr sie selbst war. Yamanaka Epona. Yamanaka sagte ihr durchaus was und nun verstand sie auch, was das alles hier war. Und auch, was die Stimme in ihrem Kopf zu bedeuten hatte. Das waren Clantechniken der Yamanakas. Nun ergab das Alles natürlich einen Sinn, auch wenn Riina nicht besonders davon angetan war.
Doch viel interessanter war, was danach kam. Epona war hier, wegen ihnen. Wegen ihren Adoptiveltern die sie schon seid langem tot sehen wollten. Riinas Hand ballte sich zu einer Faust. Für einen Moment verharrte sie einfach nur still und liess ihren Blick abermals durch den Raum schweifen. Sie hatte keinen aus ihrer ehemaligen Familie ausmachen können, doch was, wenn die Miyaharas noch mehr Leute geschickt hatten? Sie durfte nicht hier bleiben, musste von hier verschwinden, aber zuerst musste Epona ihre Kameradin wieder freigeben.
Ihr Blick glitt zu Epona zurück, schärfer als je zuvor.
"Verschwinde aus ihrem Kopf oder ich sorge dafür, dass du keinen mehr hast.", damit sagte sie nicht, dass sie ihn ihr abschlagen würde, aber sie konnte dafür Sorge tragen, dass man das hier als Verbrechen auslegen würde.
"Das kann ich mir denken, dass sie mich gerne sehen würden, aber das interessiert mich nicht. Ich habe mit dieser Familie abgeschlossen und sie sollten das gleiche tun. Du kannst ihnen diese Nachricht gerne überbringen, Yamanaka Epona.", sie betonte ihren Namen mit Absicht mehr als die Worte davor und sprach auch etwas lauter. Riina stand abrupt auf und schüttelte Kiyomi an der Schulter. Hoffentlich würde diese närrische Kunoichi von ihr ablassen!
"Kiyomi, wir gehen. Diese Frau hier hat nichts Wichtiges zu sagen. Reine Zeitverschwendung.", oder doch nicht? Wusste Epona vielleicht irgendetwas Wichtiges, dass sie gegen die Miyaharas einsetzten konnte? Sie konnte nicht öffentlich gegen sie ins Feld ziehen, genau so wie sie sie nicht selbst um die Ecke bringen konnten. Es war ein Spiel hinter verschlossenen Türen, das im Geheimen gespielt wurde, geschützt vor den Augen der Öffentlichkeit. Die Frage war nun jedoch, warum war Epona hier? Hatte Riina eben etwas zu übereifrig gehandelt?
Sie blickte sie noch einmal an, dann sah sie zu der anderen Frau, die genau gleich aussah. Diese verdammten Spielchen dieser Shinobis! Einer der Beiden musste ein Doppelgänger sein, nur welcher der Beiden war es? Und warum hatte sie hier überhaupt einen Bunshin beschworen, wenn sie doch nur reden wollte ...? Skepsis schlich sich in ihre Mimik und Riina wollte sich gerade aufmachen, aus dem Gasthaus zu gehen. Egal, selbst wenn Epona etwas wusste, es wäre besser, nicht mit Leuten zu verkehren, die von ihnen geschickt wurden.

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Sometimes I feel I'm betraying my memory, this time it seems that I'm losing the fight. Finding it hard to be consciously part of life, that's when awareness and dreams start to separate. My train of thoughts got lost somewhere along the way. I'm chasing shadows that cross on my path, repeating visions that dance faster than my mind. Can't stop the rain casting shadows on my parade. --------------

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