Tamashii no Utsuri

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 [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft

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BeitragThema: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   Mi Sep 12, 2012 6:41 pm

das Eingangsposting lautete :




Eine große Landschaft mit unendlich vielen Wegen sie zu überqueren. Es gibt Felder mit Meterhohem Gras, Blumenwiesen, Grashügel, hier und da eine kleine Gruppe von Bäumen, kleine Wälder, aber doch überwiegend Gras soweit das Auge reicht. Dutzende von Trampelpfaden durchqueren diese Landschaft, eher selten findet man hier einen mehr oder minder festen Weg. Mitten in den Wiesen befinden sich kleine, große bishin zu riesigen Felsen auf denen man es sich bequem machen kann und dazu noch einen schönen Überblick über das Tal hat. Diese Felsen sind noch überbleibsel aus Kämpfen die schon Jahrzente zurück legen, auch sind tiefe Löcher, verdeckt von dem hohen Gras, nicht selten zu finden und man muss aufpassen dass man nicht in eins hineinfällt. Kleine Bachläufe sowie größere Flüsse sind hier ebenso zu finden wie die vielen Tiere die sich über die Jahre das Tal wieder zu eigen gemacht haben. Eigentlich die perfekte Idylle.

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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   So Aug 25, 2013 2:02 pm

Der Iryônin ließ die Hand seines Sohnes los und kniete sich kurz vor ihm hin um ihn anzusehen. Immerhin sollte er Feuerholz holen, sodass Okuri mit Kana gleich alleine war und er wollte ungerne das er ihr auf die Nerven ging. Vermutlich würde er aber genau das tun. »Hör zu, Kleiner. Geh deiner Tante nicht auf die Nerven in Ordnung und lauf nicht so weit weg«, erklärte er und zupfte die Jacke seines Sohnes für einen Moment zurecht, bevor er sich nach oben drückte und einen kurzen Blick noch einmal zu Kana warf. Dann wandte er sich um und verschwand in den Wald. Er hoffte inständig, dass es kein Stress zwischen den zwei gab und beeilte sich lieber die nötigen Hölzer für das Feuer zusammen zu suchen. Vermutlich würde es jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen. Okuri schien sich derweilen nicht viel daraus zu machen, dass man ihm gerade offensichtlich sagte er solle weniger reden. Denn dumm war er immerhin nicht. Dementsprechend verschränkte er seine Arme hinter dem Kopf und schlenderte übertrieben gelassen zu Kana hin. Gespielt unauffällig hockte er sich direkt an den Rand der Schriftrolle und betrachtete die Gegenstände vor sich. Mit großen Augen huschten sie umher auf der Suche nach etwas interessanten, bevor er den Blick zu Kana hob und sie beobachtete. Missmutig darüber das sie schwieg krabbelte er um das Papier herum und setzte sich an ihre Seite.

»Bäume sind normalerweise nicht blau«, erklärte er dann und beugte sich vor um mit seiner Hand einen Topf beiseite zu schieben. »Du hättest sagen, können wenn Dir das Spiel nicht gefallen hat. Ich wollte nur … nicht das ihr schweigt.« Er hob den Kopf und blickte sie von der Seite her an. Dann entdeckte er jedoch ein Messer und bekam fast schon einen diebischen Glanz in seinen Augen. Langsam umrundete er wieder die Schriftrolle und hockte sich dann an der Seite hin, bevor er beherzt zwischen die Sachen griff und ein Messer hervor zog. Er zog es näher zu sich und setzte sich zurück um es vor sich hin zu legen. »Soll ich Dir helfen? Ich kann… Gemüse schneiden oder ich erzähl dir was… du hast ja gesagt du kannst gut zuhören. Oder ich male etwas… hast du Papier und Stifte?« Kurz verstummte er und griff nachdem Messer um es Kana direkt entgegen zu halten. »Suchst du das?« Die Klinge konnte er kaum gerade halten, so schwer war sie für ihn. »Ich kann auch Schweigen… wenn du lieber dich nicht unterhalten willst.« Er streckte seine Hand aus und hielt sie flach offen. »Aber das kostet dich pro Stunde 10 Ryo!« Ein breites Grinsen tauchte auf seinem Gesicht aus, als wollte er sie wirklich gerade ausnehmen. Das er nur ein Spaß machte um die Situation zu lockern, weil sie offensichtlich sich nicht unterhalten wollte, konnte man nicht erahnen.
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Kaminishi Kana
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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   So Aug 25, 2013 9:36 pm

Bei ihrem Vorschlag hatte Kana natürlich nicht in Betracht gezogen, dass sie dann schlussendlich alleine mit dem Kleinen dastehen würde. Kurz betrachtete sie ihn eingehend. Er hatte nicht viel von seiner Mutter geerbt, das meiste hatte er von seinem Vater, vor allem seine zweiverschieden farbenen Augen, welche eine seltsame Wirkung hatten, wenn man sie gemeinsam betrachtete. Aber zumindest blickte Okuri einem direkt an. Sie mochte es überhaupt nicht, dass Jiyu ihr nie direkt in die Augen blickte. Anfangs hatte sie ihn darauf aufmerksam gemacht, aber es brachte alles nichts. Es war nun einmal eine Angewohntheit von ihm und die würde sie ihm nicht austreiben können.
Während sie also die Zelte aufbaute, krabbelte Okuri zu ihr hin und erklärte, das Bäume nicht blau waren. Und dass sie ja hätte sagen können, wenn ihr das Spiel nicht gefiel. Okuri erntete einen genervten Blick ihrerseits, schnell milderte sie ihn aber ab, auch wenn ihr das nur mässig gelang. "Bäume sind nie blau.", erklärte sie ihm dann nüchtern, "Aber das hast du richtig festgestellt, dass ich das nur getan habe, weil ich keine grosse Lust darauf hatte. Ich wollte euch zwei aber nicht den Spass nehmen und hab mitgespielt.", erklärte sie dann und war sich bewusst, dass es nicht unbedingt viel Sinn ergab, wie sie mitgespielt hatte. Tatsächlich war es etwas doof gewesen, bei allem immer mit 'Baum' zu antworten. Leise seufzte sie, sie hatte aber auch keine grosse Lust jetzt darüber zu diskutieren.
Als nächstes überschwemmte der Kleine sie wortwörtlich mit Fragen und offerierte ihr sogar, dass er auch schweigen könne ... Wenn man ihn dafür entlohnen würde. Kana starrte die offene Hand des Jungen etwas skeptisch an, bevor sie das Messer in seinen Händen erblickte. Sofort zuckte ihre Hand nach vorne, bevor sie ihm das Messer entwandt und es zu ihren Sachen zurück auf den Haufen warf. "Kleine Elster! Du solltest keine Messer in die Hände nehmen, Okuri. Wir wollen doch nicht, dass du dich schneidest.", erklärte sie dann, obwohl ihr eigentlich auf der Zunge lag, ihm zu sagen, wie sehr sie es hasste, wenn man einfach ungefragt ihre Sachen nahm. Dann beugte sie sich etwas zu ihm hin und sah ihm in die Augen. "Weisst du, dass du die Augen deines Vaters hast? Sie sind genau gleich.", erklärte sie dann und klang dabei schon fast freundlich. Seltsamerweise gelang es ihr in Gegenwart, aber vor allem in Gegenwart von Okuri, sich zu benehmen und sogar mehr oder weniger freundlich zu sein. Sie lächelte sogar, wenn auch nur dünn und sehr flüchtig. "Du siehst allgemein genau wie er aus. Wie ein kleiner, zweiter Jiyu ... Trotzdem solltest du noch nicht mit Messern spielen. Du kannst mir ein Bild malen.", kurz wandte sie sich von ihm ab und griff nach einem Notizblock und einem Bleistift, welches sie beides Okuri unter die Nase hielt, "Auch das hast du sicher von deinem Vater, nicht wahr? Er malt ja auch sehr gerne ...", sie kniff skeptisch die Augen etwas zusammen, "Hoffentlich übernimmst du nicht all' seine Eigenschaften ... Das wäre wirklich sehr fatal. Hey, Okuri, versprich mir, dass wenn du jemals in ein anderes Mädchen verliebt bist, sie nicht nach einem Tag gleich wieder verlässt, in Ordnung?", wahrscheinlich würde der Kleine nicht verstehen wovon Kana sprach, aber sie konnte ja schlecht jetzt von Sex und derlei Dinge beginnen, Okuri kannte sich damit sicher noch nicht aus ... Auch wenn er sich für sein Alter beachtlich erwachsen anhörte. Kana musterte ihn noch einmal eingehend, bevor sie sich wieder dem Zeltbau zuwandte. Es vergingen einige weitere Minuten, bis das Zelt dann stand. Kana breitete drinnen den Schlafsack aus und warf all ihre übrigen Dinge rein, bevor sie einige Steine zusammen trug, um eine Eingrenzung für das Feuer bauen zu können, welches sie entfachen würden, sobald Jiyu zurück wäre.

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Zuletzt von Kaminishi Kana am Mi Aug 28, 2013 10:27 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   Di Aug 27, 2013 1:17 pm

»Ha!«, stieß Okuri aus als er hörte, dass Kana eigentlich keine Lust auf das Spiel gehabt hätte. Es wirkte fast so als würde er gerade bei etwas gewonnen haben, sodass er breit grinste. »Ich wusste es, aber wir hätten auch etwas anderes Spielen können… ihr habt es ja nur tot geschwiegen! Und Papa hat sich auch so angestellt als wüsste er nicht wie ein Baum aussieht.« Missmutig verzog er kurz sein Gesicht bevor er blinzelnd dem Messer nachsah und die Hände zurück auf seine Knie legte. »Ich bin schon ziemlich groß und nicht blöd genug um mir in die Hand zu schneiden«, säuerte er und klang als würde er gerade schon 18 Jahre alt geworden sein. »Auuuuußerdem… was macht es für einen Unterschied wenn ich ein Messer in der Hand habe und wenn du eins in der Hand hast? Du trägst ja sogar ein Schwert bei dir! Ich werde irgendwann auch eins haben oder so krasse Kristalle erstellen.« Er blickte wieder über die Sachen von Kana hinweg auf der Suche nach etwas anderem interessanten. Denn es war offensichtlich, dass er sich gerade sehr langweilte. Als sich seine Tante jedoch zu ihm beugte, hob er die Augen an und starrte ihr entgegen. Auch wenn er manchmal den erwachsenen mimte, sah man ihm deutlich an wie kindlich er war. Alles schien ein Spiel zu sein und interessant zu entdecken. Dann lächelte er ebenso bei der Erwähnung das er aussah wie sein Vater. »Er meinte ich habe die Nase von Mama und den Mund! Hoffentlich vermisst sie ihn nicht.« Ein weiterer Witz am Rande.

Nach einem kurzen Moment schwenkte seine Aufmerksamkeit jedoch um und er sah begeistert auf den Notizblock den Kana ihm reichte. Rasch griff er danach in der Befürchtung sie könnte es sich wohl anders überlegen und kroch dann auf allen vieren etwas zu Seite. Er legte sich auf den Bauch und setzte den Bleistift an. »Warum sollte ich ein Mädchen in das ich verliebt bin nach einem Tag verlassen? Dann wäre ich ja nicht verliebt in sie… das ist doch ziemlich dumm oder?«, erklärte er nebenbei, während er plötzlich sehr konzentriert und weniger hyperaktiv den Stift bewegte. »Papa… meinte Mal das wenn man verliebt ist alle anderen Menschen egal sind. Man möchte nur für den einen Leben.« Sein Blick richtete sich von dem Papier zu Kana, die mit dem Zeltaufbau beschäftigt war. »Warst du auch schon verliebt? Hast du einen Freund? Oder jemand den du magst? Magst du Papa? Ich glaube er mag dich! Er meinte mal, dass er froh wäre das du da bist. Ich bin auch froh das du da bist. Du kannst ziemlich lustig sein, wenn du es willst… und nicht versuchst Leute mit deinen Blick zu töten. Meinte Papa«, plauderte er fröhlich weiter und malte die nächsten Striche auf den Notizblock. Bemerkenswert gut.

Jiyu hatte derweilen das nötige Holz zusammen gesucht und kam wieder aus dem Wald heraus. Auf seiner Schulter hockte inzwischen Kurai der durch die Nacht aktiver wurde. Er rieb sich die kleinen Äuglein und gähnte einmal kräftig. Dann sah er von weiten bereits Okuri sprang von der Schulter des Mannes und lief mit raschen Schritten auf dem Jungen zu. Mit einem großen Satz landete er auf dem Rücken und kletterte ihm dann auf den Kopf um ebenso auf das Papier zu sehen. Okuri schielte nach oben und grinste. »Schau mal… das bist du«, meinte er zu dem Tier und hob das Papier an. Jiyu hingegen war weniger stürmisch als sein tierischer Begleiter und ließ das Holz gemächlich auf die entsprechende Stelle fallen. Dann zog er seine Jacke aus und beugte sich zu seinem Sohn um sie über ihn zulegen. »Du solltest nicht auf den kalten Boden liegen, Kleiner«, murmelte er und deckte ihn überführsorglich zu, bevor er sich Kana zu wandte. »Wir sollten hier aufpassen… ich habe vorhin ein oder zwei Leute gesehen. Bewaffnet. Möglicherweise nur TsukiShinobi… könnten aber auch andere sein. Vielleicht sollte einer Wache halten nachher?«
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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   Mi Aug 28, 2013 10:53 am

Kana verdrehte die Augen, als der Kleine meinte, dass er gewusst hätte, dass sie das Spiel eigentlich nicht spielen wollten. Aber anscheinend schien auch Jiyu keine besonders grosse Lust auf dieses Spiel gehabt zu haben. Was Kana zwar nicht direkt aufgefallen war, aber Okuri war ja besonders aufmerksam, ihm schien irgendwie einfach nichts zu entgehen. Ob das womöglich daran lag, dass er noch so jung ist oder wohl eher weil er auch dieses fotografische Gedächtnis seines Vaters geerbt hatte? Okuri plapperte fröhlich weiter und erklärte, dass es sowieso nicht schlimm wäre, dass er nun ein Messer in der Hand hielt und dass er später auch ein Schwert haben würde und Kristalle erschaffen könnte. Kana hielt abrupt inne, als sie diese Worte vernommen hatte. Kristalle? Ihr Kekkei Genkai? Langsam wanderten ihre Augen zu dem kleinen Okuri. Sie musterte ihn eingehend, ihr Herz schlug auf einmal schneller als zuvor. Ihr kamen die Worte ihres Clanes in den Sinn. Sie hatten ihr aufgetragen, dass sie den Sohn umgehend zu ihnen bringen soll, wenn festgestellt werden würde, dass er das Kekkei Genkai in sich trug, egal ob er krank oder gesund war. Wäre er jedoch gesund, bevor festgestellt wurde, ob er das Bluterbe trägt, sollte er ebenfalls zum Clan gebracht werden. Kana atmete tief durch und mahnte sich zur Ruhe. Wie zur Bestätigung, dass nur sie das gehört hatte, sah sie sich unaufällig um und hoffte innig, dass der Junge gerade nur irgendwelchen Blödsinn vor sich hergeplappert hatte. Sie wünschte sich, er hätte ihr Kekkei Genkai nicht geerbt. Das durfte einfach nicht sein!
Sie überspielte jedoch ihr Überraschen, in dem sie sich dann zu ihm beugte und ihm erzählte, wie ähnlich er seinem Vater aussah. Darauf hin erwiderte der Junge, dass er auch einiges von seiner Mutter hatte. "Oh sieh an.", sagte Kana dann lächelnd, "Den Mund und die Nase? Dann haben wir auch etwas gemeinsam, deine Mutter und ich sahen absolut identisch aus, musst du wissen. Sie war meine Zwillingsschwester ... Aber ... Wieso sollte sie ihn vermissen, Okuri?", fragte sie dann und war sich in dem Moment nicht mehr sicher, was Jiyu seinem Sohn bezüglich seiner Mutter erzählt hatte. Womöglich hatte er dem Kleinen noch gar nicht erzählt, dass seine Mutter tot war? Sie schluckte und hoffte, dass sie eben nicht irgendetwas kaputt gemacht hatte. Seltsamerweise machte sie sich Sorgen.
Als er dann anfing, zu zeichen, kümmerte sich Kana um den Rest, versiegelte alles, was sie nicht mehr brauchte und wartete dann darauf, bis Jiyu mit dem Feuerholz kam, denn sie hatte das Zelt und alles andere bereits fertig aufgestellt.
Das Thema schwenkte und nun sprachen sie über Liebe und die Ansichten seines Papas bezüglich dessen. Kana verzog leicht das Gesicht. Wenn der Kleine wüsste, was sein Vater alles tat, würde es ihm womöglich den Magen umdrehen. Denn Kana war sich sicher, dass mindestens die Hälfte der Frauen, die Jiyu anbaggerte, schlussendlich sich etwas erhofften, was er ihnen aber nicht geben kann. Doch zu einer Antwort diesbezüglich kam sie nicht mehr, denn der Kleine fragte sie daraufhin etwas, was sie stutzen liess. Seine Worte liessen sie kurz nachdenken, bevor sie eine Augenbraue hob und sich leise räusperte. Dann starrte sie auf den fernen Horizont. "Ich hatte Mal jemanden, den ich liebte. Er hat mir alles bedeutet, wie du es eben so schön erklärt hattest. Wir wollten heiraten, wir waren sogar verlobt. Aber er ist auf einer Reise ... Auf seiner letzten Reise, bevor er bei mir geblieben wäre, gestorben. Seit damals habe ich keinen Freund mehr ... Und das ist tatsächlich schon sehr lange her.", ihr Blick wanderte über die schwach glänzenden Sterne am Firmament, bevor sie zu Okuri blickte, "Oh, aber das solltest du niemandem erzählen, in Ordnung? Auch deinem Papa nicht. Und ... hat das Jiyu wirklich über mich erzählt, ja? Das er mich mag?", sie lächelte leicht, musste daran denken, was er von ihr halten würde, wenn er wüsste, was sie getan hatte, "Ich mag deinen Papa auch, Okuri und dich auch. Und das solltest du übrigens auch für dich behalten. Mit Jiyu muss man manchmal etwas grob umgehen, deshalb die Blicke, aber bei euch sind sie nicht böse gemeint.", in diesem Augenblick wirkte Kana tatsächlich so, wie sie hätte werden können, wenn ihr Verlobter damals nicht gestorben wäre. Sie hätte Kinder bekommen, denn eigentlich liebte sie Kinder, sie gab es nur sehr ungern zu. Die Weisshaarige musterte den Kleinen eingehend, bevor ihr Blick auf das Gezeichnete fiel. Es war zwar noch nicht fertig, sah aber sehr schön aus. "Du kannst gut zeichen, wie dein Vater. Wirklich bemerkenswert.", in diesem Augenblick tauchte Jiyu in der Ferne auf. Kana räusperte sich, sofort fiel das Lächeln von ihren Lippen und sie spannte sich leicht an. Irgendwie fiel es ihr schwer, ihre grobe und emotionslose Art abzulegen, aber Kinder schienen sie irgendwie weich zu kriegen. Ohne dass sie es wirklich zulassen wollte. Sie stand auf, als das kleine Tierchen Jiyus zu Okuri sprang. Kurz darauf beobachtete, wie der Weisshaarige seinen Sohn mit der Jacke zu deckte und dann an Kana wandte. Er berichtete von Leuten, die bewaffnet waren und sie nickte. "In Ordnung, ich kann die erste Wache übernehmen.", erklärte sie dann sachlich, bevor sie nach seinem Handgelenk griff und ihn etwas zur Seite zog, so dass Okuri sie nicht mehr hören konnte, "Ich muss dich etwas Wichtiges fragen, Jiyu.", sagte sie dann mit gedämpfter Stimme, während ihr Blick über seine Schulter zu Okuri wanderte. Der Kleine sollte davon nichts mitbekommen, ihm musste man ja nicht unnötig Angst einjagen. Dann wanderte ihr Blick wieder zu Jiyu, ihr Griff um sein Handgelenk verhärtete sich, als sie begann zu fragen ... "Okuri erwähnte zuvor, dass er später einmal auch so - ich zitiere - krasse Kristalle erschaffen könnte wie ich.", ihre Augen wurden schmaler, "Was bedeutet das? Hast du bei ihm das Shôton feststellen können oder war das nur leeres Geschwätz deines Sohnes? Es ist wichtig, dass ich das weiss. Und vor allem ist es Wichtig, dass sonst niemand davon erfährt.", ob er Verdacht schöpfen würde? Natürlich, so wie sie sich derzeit verhielt und flüsterte, musste Jiyu unweigerlich darauf kommen, dass hinter der Sache mehr steckte. Dennoch war es wichtig, nun wo Okuri womöglich tatsächlich das Shôton hatte, durfte sie es nicht weiter ignorieren. Sie musste es Jiyu womöglich hier an Ort und Stelle sagen, was ihr Clan vor hatte.

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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   Mi Aug 28, 2013 8:01 pm

Okuri spürte nicht, dass sich das Verhalten von Kana änderte, sodass er munter weiter am Boden lag und zeichnete. Warum sollte die Nachricht das er das Bluterbe seiner Mutter hatte auch so besonders sein? Er selbst war sogar stolz darüber, dass er etwas von ihr besaß das er niemals vergessen würde. Dann hob er jedoch lächelnd die Augen und blickte Kana entgegen. »Warum sie ihn vermissen sollte? Wenn ich ihren Mund und ihre Nase habe… ich würde mich darüber aufregen«, stellte er witzelnd fest. »Immerhin braucht sie ihren Mund und ihre Nase… egal wo sie ist.« Sein Finger deutete nach oben in den Himmel, was deutlich aussagte das sie im Himmel war. Dennoch als Kana erwähnte das sie völlig identisch aussahen, schien er kurz zu überlegen. Gemächlich richtete sich der Junge auf und ging ein paar Schritte um die Schriftrolle herum. Er blieb unmittelbar vor ihr stehen und beugte sich dann langsam vor. Seine Augen musterten sie eingehend, bevor er dann beide Arme um sie legte und sie umarmte. Fest drückte er vermutlich die recht verdutzte Frau an sich, bevor er die Hände wieder von ihr löste und breit grinste. »So fühlt sich Mama an wenn man sie umarmt! Okay!« Es schien gerade ein wenig skurril zu sein, aber da er seine Mutter nie kennengelernt hatte und sie beide identisch waren, schien es für ihn naheliegend zu sein das Kana sich dann genauso anfühlte wie seine Mum! Mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht tapste er wieder zurück zu seinen Zeichensachen und legte sich dort auf dem Bauch hin.

Kana fing jedoch wieder anzusprechen, sodass er wieder aufblickte und sie von weiten musterte. Sie erklärte ihm, dass sie durchaus jemand mal geliebt hatte der ihr alles bedeutete. Er war jedoch gestorben. Betroffen blickte er kurz auf das Bild herunter und malte dann langsam weiter. »Ich glaube ich würde Mama auch vermissen«, murmelte er dann und legte sein Kinn auf den Arm hinab. Offensichtlich schien er etwas müde zu sein. Der Weg war auch so schon ziemlich anstrengend zu sein. »Ich schwöre, dass ich es niemanden sagen werde und auch nicht das du Papa magst!« Dann wandte er seine Augen wieder auf das Bild zurück. Tatsächlich hatte er dort Jiyu drauf gemalt, sich selbst, seine Mutter und gleich nach der Erklärung von Kana auch sie. Denn immerhin sollte sie nicht einsam sein. Er radierte die Hand von sich selbst weg und malte sie direkt in die von Kana hinein, sodass es wirkte als hielten sie sich alle an den Händen fest. In dem Augenblick tauchte jedoch Kurei über ihn auf und er lächelte etwas. Im Allgemeinen war er ein unglaublicher Tierfreund und verstand sich mit dem Sugar Glider seines Vaters prächtig. Schweigend über die Worte von Jiyu kuschelte er sich unter die übergroße Jacke und zog die Beine leicht an. Inzwischen war er wirklich sehr müde gewesen und konnte seine Augen nur schwer offen halten.

Derweilen trat Jiyu überrascht Kana hinterher, die sein Handgelenk mörderisch fest umschlossen hielt. Was war los mit ihr? Fragend blickte er ihr also entgegen und runzelte die Stirn. Offensichtlich wollte sie ihn etwas fragen, sodass er schweigend zuhörte das sein Sohn geschwatzt hatte. Seufzend ergriff er sich mit der anderen Hand die Stirn und atmete tief durch. »Ich hatte ihm gesagt er soll nichts sagen«, brummelte er vor sich hin und wirkte kurz etwas übelgelaunt. Als er jedoch einen Blick zu seinem Sohn warf, wurde seine Miene wieder weicher. Seufzend blickte er zurück zu Kana, die er nicht direkt ansah. »Ich habe es irgendwann festgestellt. Mein Clan wollte wissen ob er das Tsuki Bluterbe in sich trägt. Offensichtlich jedoch nicht«, erklärte er nüchtern und musterte die verspannte Haltung von Kana kurz. »Was ist los? Warum ist es so wichtig das es niemand erfährt? Es ist nur ein Bluterbe – warum willst du daraus ein Geheimnis machen?« Er sah nicht den Ernst der Situation – immerhin hatte man ihm nie etwas von dem Clan von Hitomi wirklich erzählt.


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Kaminishi Kana
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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   Do Aug 29, 2013 1:32 am

Jiyu kam mit ihr mit und als sie dann ausser Höhrweite des Jungen waren, hatte Kana ihre Fragen gestellt. Der Weisshaarige hatte darauf erwidert, dass er gesagt hätte, der Kleine solle nichts ausplaudern. Etwas verwundert blinzelte sie, als sie das gehört hatte. "Moment, er plaudert also gerne Dinge aus, die er für sich behalten sollte?", plötzlich wurde ihr unwohl bei der Sache, als sie Okuri etwas persönliches über sich erzählt hatte. Sie fragte sich, ob er das Jiyu erzählen würde ... Womöglich wenn das Gespräch gerade passend war. Kana schüttelte den Kopf und liess ein genervtes Geräusch von sich. Sie hätte lieber die Klappe gehalten! Sie hätte es wissen müssen, dass der Kleine eben doch nur ein Kind war und demnach einfach nicht auf Geheimnise aufpassen konnte. Sie verdrehte kurz die Augen, während sie Jiyu weiterhin zuhörte. Als er dann erklärte, dass Okuri nicht sein Bluterbe hatte, sondern ihres, atmete sie hörbar tief durch. Kurz schloss sie die Augen, genau diese Antwort hatte sie nicht hören wollen! "Nicht gut.", Natürlich fragte Jiyu auch nach, warum Kana sich so seltsam verhielt und sie schüttelte den Kopf. "Vergiss es, es ist ...", sie biss sich kurz auf ihre Unterlippe, bevor sie sich abermals aufmerksam in der Gegend umsah. Dann trat sie näher auf Jiyu zu, so nahe, dass es unmöglich gewesen wäre, dass Jemand anderes die Worte hätte hören können, die sie ihm nun sagen würde. Und sagen musste sie es ihm, denn er musste von der Gefahr wissen, die von ihrem Clan ausging. Schon viel zu lange hatte sie das mit sich rumgetragen. Sie hatte eben gehofft, dass der Kleine das Kekkei Genkai nicht hatte, dummerweise hatte er damit all ihre Hoffnungen zerstört. Ihre Hand umklammerte noch heftiger Jiyus Handgelenk, es schien, als würde sie ihn nicht loslassen wollen.
"Hör mir zu, es ist wichtig, dass ich dir das jetzt sagen. Nun da ich weiss, dass dein Junge das Shôton hat, solltest du etwas Wichtiges über meinen Clan erfahren.", erklärte sie dann und fixierte seine Augen, "Mein ganzer Clan ist verrückt und scheint sich selbst die Aufgabe gegeben zu haben, zu verhindern, dass das Kekkei Genkai nach aussen kommt, ich ... Es hängt mit Hitomi zusammen. Ich .. Wie soll ich dir das erklären.", sie benetzte ihre Lippen mit der Zunge, bevor sie fortfuhr, "Dein Sohn ist in Gefahr. Meine Leute wollen Okuri in die Obhut nehmen. Sie haben mich beauftragt, bei dir zu bleiben. Sobald dein Sohn gesund wäre, sollte ich ihn nach Kaze no Kuni schaffen, sollte ich früher in Erfahrung bringen, dass er das Shôton hat, soll ich ihn umgehend zu ihnen bringen. Generell vertrauen sie mir, es kann aber sein, dass sie mich zur Absicherung auch überwachen, da es mein Vorschlag war, dass ich dich begleite ... Und wenn unser Gespräch eben belauscht wird, dann würde der Clan umgehend von diesen Informationen in Kenntnis gesetzt werden ... Und das darf nicht geschehen!", sie hatte keine Ahnung, wie Jiyu darauf reagieren würde, aber sie wusste, dass er sie dafür womöglich hassen würde. Das Schlimme an der Sache war, dass das noch nicht alles war. Das Schlimmste behielt sie für sich. Abrupt liess sie Jiyus Armgelenk los und atmete tief durch, als sie ein Rascheln vernahm. Ihre Augen huschten umher, war da eben Jemand gewesen ...?

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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   Sa Aug 31, 2013 7:59 pm

Als die Weißhaarige fragte ob sein Sohn immer Dinge ausplauderte, zuckte er nur ansatzweise seine Schultern. Immerhin war Okuri nur ein Kind und normalerweise wusste doch jeder, dass solche immer viel quatschten. »Er ist Kind… noch immer, auch wenn er in seinem Alter mehr kann als andere«, antwortete er gelassen und warf einen Blick zu den kleinsten der Gruppe rüber, der sich inzwischen weiter unter seine Jacke kuschelte. Von weiten her konnte man sofort sehen das er müde wirkte und auch dringend etwas Schlaf benötigte. Grimmig zuckten seine Augen jedoch zurück auf Kana, die in dem Augenblick meinte er sollte es vergessen. Das würde er jedoch nicht! Denn offensichtlich wollte sie ihm etwas verheimlichen und das konnte er überhaupt nicht ab haben. Misstrauisch musterte er sie kurz. »Ich vergesse es nicht – ich vergesse rein gar nichts – was ist los?«, fragte er mit schneidender Stimme und verschränkte seine Arme vor der Brust. Nun gut, es funktionierte nicht ganz immerhin hielt Kana noch immer sein Handgelenk umschlossen. Sie löste jedoch das große Geheimnis um das Problem mit dem Bluterben auf. Seine Gesichtszüge verhärteten sich augenblicklich und er drehte seinen Körper so, dass sein Sohn es nicht sehen konnte.

»Sie verhindern, dass das Bluterbe nach außen gelangt? Hitomi wandte sich vom Clan ab – schon seit unserer Hochzeit hatte sie nichts mit ihnen zu tun. Warum hat sie nie erwähnt, dass unser Kind damit einer Gefahr ausgesetzt wird?«, zischte er leise und deutlich verärgert darüber, dass er nun wusste warum die Weißhaarige bei ihm war. Kurz schoss ihm schmerzlich durch den Kopf, wie sie ihm anbot ihm zu helfen – aber mit welchem Hintergrund? Plötzlich kam ihn seine Wegbegleitung unecht vor. Sie war hier um ihn auszuspionieren. »Wann hattest du vor mir dieses UNWICHTIGE Detail zu sagen?! Wenn sie vor unser Nase plötzlich stehen würden?«, fragte er und trat einen Schritt zurück als sein Handgelenk endlich los gelassen wurde. Man konnte deutlich Enttäuschung in seinem Blick lesen und ja auch fühlte er sich Verraten von ihr. »Wirklich überragend, womit darf ich als nächstes rechnen? Dass sie uns angreifen werden?« Kurz gestikulierte er mit seinen Händen und wandte sich dann von ihr ab um grimmig ein paar Schritte in Richtung Okuri zu machen, der offensichtlich inzwischen schon am Boden schlief. Kana deutete er an, dass sie an Ort und Stelle warten sollte – immerhin musste sein Sohn ins Bett gesteckt werden. Vorsichtig bückte er sich nach unten und wickelte die Jacke um den Körper des Kleines, bevor er ihr anhob. Behutsam und deutlich mit einer aufgesetzten sanften Miene, begab er sich zum Zelt um ihn dort in seinen Schlafsack zu betten.

»Papa ist draußen… und unterhält sich mit deiner Tante… in Ordnung? Mein Freund passt solange auf dich auf… «, sagte er und deutete mit einem Kopfnicken auf Kurei, der ihnen gefolgt war. Jener kletterte zu Okuri und legte sich auf seinen Bauch um sich einzurollen. »Ich hab dich lieb… schlaf gut«, murmelte er und gab ihm einen Kuss an die Stirn, bevor er wieder nach draußen kletterte. Schlagartig änderte sich seine Miene als er sich wieder an die wartende Kana wandte. »Ich will eine komplette Erklärung. Jedes Detail das wichtig ist«, raunte er ihr leise zu und verschränkte wieder die Arme vor der Brust.


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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   Sa Aug 31, 2013 8:53 pm

Kana zuckte leicht mit den Augenbrauen als Jiyu erklärte, dass er nur ein Kind war und Kinder eben Dinge ausplauderten. "Ich weiss dass er noch ein Kind ist, aber danke das du mich noch einmal darauf aufmerksam gemacht hast.", erklärte sie dann mit säuerlichem Tonfall, bevor sie ihn dann emotionslos anstarrte, als er erklärte, dass er nichts vergessen würde und sie fragte, was los sei. Daraufhin erklärte sie ihm alles und er schien zunehmends unzufriedener zu werden. Dennoch wusste Kana, dass sie es ihm sagen musste. Sie wollte nicht, dass sein Sohn in Gefahr geriet oder auch er nicht. Denn obwohl sie sich immer so emotionslos und wohl auch grob gegenüber ihm verhielt, mochte sie ihn dennoch sehr. Das würde sie wohl niemals zu geben - niemals! - aber er war ihr die Jahre über wichtig geworden. Dass er das womöglich falsch verstehen konnte, war ihr bis dato nicht bewusst gewesen. Erst als er völlig verständnislos ihr vorwarf, wann sie vor hatte, ihm dieses unwichtige Detail zu sagen, wurde ihr bewusst, dass sie so eben wohl einen Fehler begangen hatte. Etwas verdutzt - tatsächlich erkannte man in diesem Augenblick kurz diesen Gesichtsausdruck - sah sie ihn daraufhin an. Sie verstand im ersten Augenblick nicht, warum er sauer war. Es war doch nur zu seinem Schutz gewesen! Hätte sie es nicht getan, wäre Okuri womöglich bereits in Händen des Clanes und er mutmasslich tot. Weiter ging es mit einem Vorwurf, dass sie wohl als nächstes angegriffen werden könnte. "Wäre durchaus möglich wenn du weiter so laut redest.", erklärte sie ihm ziemlich trocken. Er machte jedoch ziemlich rasch auf dem Absatz kehrt, deutete ihr jedoch an, dass sie hier warten sollte. Etwas verstimmt verschränkte sie die Arme vor der Brust und verengte ihre Augen leicht. Sie mochte es eigentlich nicht, wenn man ihr Anweisungen gab, aber anscheinend wollte er seinen Jungen ins Zelt bringen damit er schlafen konnte. Also wartete sie geduldig, bis er dann wieder zu ihr zurückkehrte und von ihr eine Erklrung verlangte. Kana seufzte daraufhin. Ihr wurde bewusst, dass sie tatsächlich einen groben Fehler begangen hatte, denn sie wohl irgendwie ausbügeln musste. Nur wie? Wie konnte sie es ihm verständlich beibringen?
"Das meiste weisst du.", erklärte sie daraufhin, "zumindest das, was dich betrifft. Mein Clan ist kompliziert und alt und vor allem egozentrisch. Aber das ist jetzt eher unwichtig.", sie machte eine wegwerfende Handbewegung, äusserlich schien es, als würde der ganze Unmut Jiyus an ihr abprallen, innerlich machte sie sich jedoch die grössten Gedanken, warum er so dermassen verstimmt war, "Es begann mit Hitomi, das hast du richtig erkannt. Mein Clan fand es nicht besonders schön, dass sich meine Zwillingsschwester in einen ... In dich verliebt hat. Generell wäre es ihnen aber recht gewesen, wenn du dich dazu bereit erklärt hättest, bei ihnen zu leben. Das hat Hitomi dir aber mit Sicherheit nie geschildert, nicht wahr? Sie war schon immer ein Freigeist gewesen, die ganzen Regeln in unserem Clan hatten sie wahnsinnig eingeengt, ich als ihre Zwillingsschwester habe das am besten bemerkt. Sie fühlte sich nicht wohl und ich denke, es war wie ein bisschen in einem Märchen als du kamst. Du, der Prinz auf dem edlen Ross rettete sie aus dem Turm, vor den bösen Drachen ... All der Mist eben. Du verstehst sicher, was ich dir damit sagen will. Meinem Clan gefiel das nicht. Das Oberhaupt veranlasste, dass man sie zurückbringt, ich wurde geschickt um mit ihr zu sprechen, ich konnte sie aber nicht überzeugen. Daraufhin ... Nach dem die 'Verhandlungsphase' verbei war hatten sie beschlossen, dass Worte nichts brachten. Also kannten sie nur ein Mittel, damit das Kekkei Genkai nicht in der Aussenwelt verbreitet wurde: Sie musste sterben.", in diesem Augenblick klang ihre Stimme so unterkühlt und reserviert, das man denken könnte, ihr war der Tod ihrer Schwester völlig egal gewesen. Generell war das aber Kanas Art um mit Verlusten und derlei gefühlsvollen Dingen umgehen zu können. Sie fühlte sich wahnsinnig hilflos bei solchen Dingen und hatte immer das Gefühl, völlig die Kontrolle zu verlieren, wenn sie über emotionale Ereignisse sprechen musste. Auch hier, deshalb flüchtete sie sich in ihre eiskalte Maske, die ihr Schutz davor gab.
"Hitomi starb aber nicht sofort.", sollte sie es ihm jetzt sagen, dass sie es war? dass sie Hitomi angegriffen hatte? Nein, das konnte sie nicht tun ... "Wurde mir berichtet und auch du hast mir das erzählt. Mein Clan bekam natürlich auch sofort Wind davon. Jiyu ..", sie trat näher auf ihn zu und fasste ihn an beiden Oberarmen, damit er sich nicht von ihr abwenden konnte, "jetzt gilt ihre Sorge, deinen Sohn zu bekommen. Ich konnte sie davon überzeugen, mit dir zuerst ein Heilmittel zu suchen und darauf zu achten, ob er das Shôton hat oder nicht, denn wenn er es nicht hat, wäre er uninteressant für meinen Clan ... Aber er hat es und ich weiss es.", sie legte eine lange Pause ein, in der sie Jiyu direkt in die Augen sah. Was er wohl in diesem Augenblick dachte? "Ich weiss es und ich weiss nicht, wie lange es dauert, bis es wer anderes aus meinem Clan weiss, wenn dein Junge solche Dinge einfach ausplaudert. Der Kaminishi-Clan hat Spione an jeder Ecke .... Oder zumindest an sehr vielen Orten. Es ist nur eine Frage der Zeit bis sie es rausfinden und dann jagen sie dich." Ob er verstand, wie wichtig diese Sache war? Wie bedrohlich ihr Clan für ihn werden könnte? Ob er sich bewusst wurde, was er sich mit Hitomi alles eingehandelt hatte? Es war eigentlich falsch von ihr gewesen, ihn nicht über serlei Dinge aufzuklären. Es wäre ihre Pflicht gewesen, es ihm zu sagen, nun musste er mit solchen Dingen konfrontiert werden und das obwohl seine Frau schon lange tot war. Gerecht war das nicht, aber Kana war nicht diejenige, die das veranlasst hatte.

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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   Di Sep 03, 2013 11:30 pm

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Starker Optimismus ging von der Frau aus. Alles war mit ihren Fähigkeiten möglich. Ja sie hatte recht und er nickte sacht immer ab. Er stimmte ihr zu und das war nicht einmal schwer für ihn. Ich stimme dir zu, unsere Fähigkeit wird uns helfen, wir sollten Dankbar sein. Es war ironisch, dass ihr Clan nun half voran zu kommen wo sie sich eben beide noch über sie beschwert hatten. Ihre Fähigkeiten waren ein längere Tradition aus Training und Disziplin, waren streng, aber effektiv. Wenn man seine Fähigkeiten beherrschte, dann konnte alles zu einem Kinderspiel werden. So wie er es aus alten Situationen einschätzen konnte, würden sie ohne Probleme durch diese Mission durch gehen. Mit dir zusammen ist alles ein Kinderspiel mein Liebling. Hauchte er leise zu seiner Liebsten. Es tat gut sie so fröhlich zu sehen. Sie war immerhin schon bei ihrem Urlaub mit Kisuke, da konnte man doch nur hoffen, das man ihnen deswegen nicht böse war. Wenn sie sagten, dass es wirklich ihr Sohn warm konnte man die Begierde nach diesem verstehen, aber da sie nicht sagten, dass es ihr Sohn war, sah es wohl anders aus. Hätten sie es jemals zugegeben, dass sie beide als Zwillinge Eltern waren, wer wäre wohl zuerst auf sie zu gekommen um sie anzuklagen? Vielleicht den Kopf ab vom Clan und eine Strafpredigt von der Kage selbst? Was würde auf sie zu kommen, wenn Hitomi Kisuke zu sich nahm? Von ihrem Sohn zurück zur Mission? Wir werden ihn bestimmt finden, ich denke es kommt jemand auf uns zu. Gab er ruhig zu. Er machte sich noch keine Sorgen darum. Was die Leute am Tor von ihr dachten, nun es störte sie beide nicht wirklich, wieso auch? Man tuschelte oft genug über sie, sollten sie doch. Die beiden lebten nur ihr Leben und das war ja wohl nicht verwerflich, oder? Für den ein oder anderen gab es wohl nicht die Möglichkeit zu leben, wie man es wollte. Aber sie beide konnten es in einem gewissen Rahmen und in diesem Rahmen lebte er es sehr gerne. Ich freue mich auch auf ihn, sehr sogar. Er vermisste den Kleinen oft, sah immer zu Hitomi in ihm und wenn er zu ihnen kommen würde, dann könnte wohl niemand mehr seine Idylle zerstören. Das Dorf lag nun hinter ihnen und das saftige Gras begann zu ihren Füßen zu sprießen, als er sich zu Hitomi wand. Schlafen? Ich hätte gesagt wir gehen zu unseren lieben Großeltern. Sie vermissen und bestimmt und Oma hat wahrscheinlich schon einige male ihre Karten neu gelegt. So waren die beiden nun einmal. Sie redeten viel, mochten ihre Enkel und freuten sich über jeden Besuch. Auch wenn diese Besuche rar waren, waren sie dennoch da. Wir wollen immerhin nicht, dass sie beleidigt sind. Außerdem kann Oma gut backen und wir wollten doch Kuchen essen, oder? Er grinste ein wenig vor sich hin und dachte an Zitronenkuchen und Apfelplunder. Wie gerne hätte er jetzt ein Stück Kuchen von Oma.
Davon wurde er schon wieder ganz hungrig nach Schokolade und mampfte wieder ein wenig von Hitomis Schokolade, während sie ihre Pläne erläuterte. Nunja die Pläne kamen nach der Metapher über ihn und einen Hund. Wieso sollte er ein Hund sein? Darüber hatte er nie nachgedacht und es brachte ihn zum grübeln. Er war lieb und zutraulich, dass war keine Frage, aber er war nicht der Freund von Hunden. Vielleicht war er ein kleiner flauschiger Fuchs so ähnlich wie Taotao. Nein er war so wie der kleine süße Wolf im Wachstum. Was hatte sie weiter erzählt, sie plante seit ihrem 12 Lebensjahr zu backen und tat es nicht, wegen ihm? Wie konnte sie nur?! Du hast nicht gebacken, weil du Karriere machen wolltest? Ich hätte immer lieber gebacken als zu trainieren. Da sprach die Frau aus ihm. Man hätte ihn in einen Küche setzten können und er hätte sich Kuchen gebacken, Pudding gekocht und den Hausmann gespielt. Aber ich bestehe darauf so süß zu sein wie Taotao. Hunde werden groß und böse. Taotao ist seit Jahren klein und flauschig. Wie ein süßer Spielball der herum springt. So möchte ich sein ja? Das Kleinkind sprach deutlich aus ihm heraus. Wenn Hitomi ihn wirklich mit Kuchen überschütten würde - er wäre wohl der glücklichste Mensch der Welt. Kuchen, hHmi und das kleine süße Kuschelmonster Isuke, zusammen mit Taotao.  Was stand ihm da bevor? Es schien wie ein Traum, den er bald leben würde. Mit dir werden Träume wahr, weißt du das? Er blieb kurz stehen und lies sich den Wind durch die geflochtenen Haare gleiten. Er stand da wie ein Gentleman, die Hände halb in den Taschen und sah in den strahlenden Himmel. Auch wenn Hitomi ihn geschoben hatte, blieb er stehen drückte kurz seinen Willen aus und gab wenige Sekunden später wieder nach. Es gab Momente die perfekt waren, einfach so, ohne Worte. Das sie die Mutter sein sollte, die ihnen beiden fehlte, nun es versetzte ihm einen Stich, einen tiefen Stich. Eine kleine falte schlich sich auf seine Stirn, jedoch nur sehr kurz. Du bist die beste Mutter, die ich mir vorstellen kann. Wenn du wirklich zu hause bleibst, werde ich dich unterstützen, bei allem was du tust. Ich liebe dich zu sehr, um mich gegen deine Willen zu stellen. Außerdem finde ich die Idee schön, jeden Tag Kuchen zu bekommen, oder Muffins, Schokolade, Törtchen, Torten, Marzipanfiguren, selbst gemachtes Eis - Hatte Hitomi geschnauft? Wahrscheinlich nur eine Einbildung, aber er hörte trotzdem auf von Süßigkeiten zu reden. Bonbons, ja sie konnte Bonbons machen! Sie machte ihn glücklich und er machte sie glücklich. Also lies er sich mitschleifen und lies sich kurz abfallen. Dann machte er ein paar große Schritte auf sie zu, ergriff sie und hob sie mit einem Ruck hoch. Er drückte sie sacht an sich und begann dann ein wenig zu renne, fast schon zu sprinten. Er trug sie durch ein Blumenfeld, wirbelte ein paar Blüten auf und blieb in mitten in einem Meer aus Blumen stehen um Hitomi, welche er in den Armen fest hielt, zu küssen. Ich könnte dich einfach so nehmen und dich an einen weit entfernten Ort zu bringen. Ich liebe dich. Du bist meine Traumfrau Hitomi. Es lag eine tiefe Wärme in seiner Stimme und seine Worte wirkten aufrichtig und klangen voller Zuneigung. Irgendwann lies er sie runter, setzte sie ins Blumenmeer und nahm sie bei der Hand um weiter zu laufen. Sie mussten immerhin ankommen.

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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   Do Sep 05, 2013 7:19 pm

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Sanft lächelte Hitomi ihren Mann an und strich ihm dsanft über den Kopf. Ja ihr clan war mächtig, sehr stark und auch nicht gerade leicht zu durchschauen oder zu besiegen. Aber all die Macht hatte auch Nachteile. Schwerwiegende. Jeder, der die Jutsus zu oft anwendete wurde wahnsinnig, überheblich und herzlos. Es war zwar nicht bewiesen, aber mindestens dreiviertel des Clans waren schon so wahnsinnig und überheblich gewesen oder sind es noch. Je nachdem ob sie schon tot sind oder nicht. Das letzte Viertel waren die clanmitglieder, die das Erbe nicht besaßen, noch zu jung waren um es zu besitzen oder die, die die Stärke hatten, sich gegen die Nebenwirkungen des erbes zu schützen. Und Kiyoshi und Hitomi gehörten zu den Mitgliedern, die stark genug waren um die Nebenwirkungen zu überstehen. Denn solange sie einander hatten, konnten sie nicht besiegt werden. Sie waren die Stärke des jeweils anderen. es ist zwar wahr... Wir sind mächtig... Aber nur solange wir einander haben. Alleine werden wir so wahnsinnig wie Mutter... und Oma und Opa. Und ich will nicht, dass es dir schlecht geht... Das weißt du. Ich liebe dich mein Herz, sprach sie sanft und ruhig aus und kuschelte sich leicht an Kiyoshi. Ich hoffe es stört dich nicht, dass ich wieder damit angefangen habe. Schatz... Ich möchte mal wieder mit dir trainieren... Es gibt noch so viel, was ich von dir lernen will, Niisama..., meinte sie liebevoll und teils auch geheimnisvoll und zweideutig. Sie lächelte ihn vielversprechend an und hauchte dem Blonden einen Kuss auf die wange. Ja man konnte sagen, sie war süchtig nach ihrem Mann. Und das war sie wirklich. Sie kaam nicht ohne ihn klar und wenn sie alleine war, dann durchlitt sie die schlimmste Hölle, die man sich vorstellen konnte. Wahrscheinlich ahnte Kiyoshi das auch. Immerhin wusste er ja fast alles von Hitomi- Sie versuchte ja nicht mal sich ihm gegenüber zu verstellen. Das konnte sie gar nicht. Der ältere Hoshi konnte ihre Gefühle lesen, wie die Zeilen in einem offenen Buch. Doch im nächsten Moment grinste Hitomi ihren Mann frech an und pieckste ihm sanft in die Seite. Kinderspiel? Na wenn du daqs sagst, schatz... Dann will ich sehen wie du dich mit um deinen Sohn kümmerst... Hehe... das schaffst du doch dann locker oder? Jaaaa, grinste sie sanft und liebevoll und kuschelte sich an den Blonden. Wie sie diesen Typen liebte. Sie konnte nicht ohne ihn. Genuso war es auch bei ihrem Sohn. Alleine der Gedanke, dass sie bald bei ihm sein würde, erfüllte ihr Herz mit freude. Aber Genauso schmerzte ihr der Gedanke, Kisuke wieder zu verlassen. War da ihr Gedanke Kisuke mit sich zu nehmen nur eine Verzweiflungstat? War sie denn in der Lage den kleinen Kerl groß zu ziehen? Der Gedanke holte Hitomi auf den harten Boden der Tatsache. Etwas neugierig und auch hilfesuchend sah die Dunkelhaarige zu Kiyoshi. Meinst du ehrlich, ich kann kisuke groß ziehen? Mutter hat doch bei mir versagt... Glaubst du nicht, ich sollte dir die Erziehung in die Hände geben? Du hast immerhin Vaters charakter. Vielleicht kannst du Kisuke besser erziehen. Was ist wenn ich zu skrupellos bin? Was denkst du?, fragte sie nun verzweifelt und umklammerte, wie eine Ertrinkende, Kiyoshis Arm und kniff leicht die augen zusammen. Der Gedanke, die erziehung zu versauen, wie ihre Mutter es bei der Hoshi getan hatte... dieser Gedanke bereitete der jungen Hoshi die schlimmsten Vorstellungen. Sie lehnte sich zweifelnd an den Blonden und gähnte kurz. Zu dem weiteren Gespräch nickte die Hoshi nur ein paar mal. Sie schwieg weiter und genoss die Nähe des Älteren. Zudem auch die Vorfreude ihren Sohn bald wieder zu sehen.
Mit der Zeit erreichten sie eine ganz neue Landschaft. Die schützende Umgebung des Dorfes war verschwunden. Nun zeigte sich unter den Fußsohlen der Hoshi eine weite, grüne Graslandschaft. Die Frage mit der Übernachtungsmöglichkeit war etwas sinnfrei. Natürlich würden sie bei ihren Großeltern schlafen. Sie hatte nur ihre Frage geäußert, um ein paar andere Gedanken zu bekommen. Der Gedanke ihren Sohn endlich wiederzusehen war wunderbar. Aber genauso nervös wurde sie auch. Konnte der kleine Kerl schon laufen? Konnte er schon sprechen? Und wenn ja, welches war sein erstes Wort? Sie wusste nicht wie die physiologische Entwicklung eines Babys verlief. Sie wusste nicht, wann die Kinder sprechen lernten, versuchten zu laufen oder sowas. Kiyoshi... Eine Frage..., begann die Hoshi etwas überraschend und haute sofort ihre Gedanken heraus, die sie soeben hatte. Weißt du, wann kinder laufen, sprechen lernen? Bitte sags mir! Hast du eine ahnung?, fragte sie verzweifelt und drücke such an seine Seite. Ich möchte seine Ersten Sprechversuche miterleben... Ich möchte seine ersten Schritte sehen... Ich möchte die sein, die ihn auffängt wenn er bei seinen Laufversuchen stolpert..., begann sie sehr emotional und krallte sich in seinen Oberarm. Sie wusste, Kiyoshi ging es nicht anders. Immerhin war er mindestens genauso interessiert an seinem Sohn wie hitomi. Doch schnell lenkte Kiyoshi sie ab. Gewollt oder nicht sei mal dahingestellt. Er begann davon zu sprechen dass ihre Oma gut backen konnte. Ja das konnte sie. Und sie war auch eine sehr gute Lehrerin mit sehr vielen Rezepten. Also die Perfekte ansprechperson wenn es darum ging ihre Familie mit Kuchen zu überhäufen. Hitomi konnte sich ein lächeln nicht verkneifen, als er das Entsetzen in den Augen des Älteren sah. War es so schlimm dass sie lieber trainiert hatte als zu backen? Scheinbar schon. Aber nun würde sie sich bessern.Meinst du? Wäre dir Backen lieber gewesen? Das glaub ich dir... Aber wir hatten die Pflicht... Als kinder des Clanoberhauptes war es für die Zwillinge nun mal Pflicht perfekt im umgang mit dem Hoshierbe zu sein- Wie furchtbar. Aber scheinbar kam heute nach jedem negativen gedanken eine sache, die die Hoshi zum lachen brachte. In diesem Fall war es der Gedanke, dass Kiyoshi mit süßen Wolfsohren vor ihr am Boden hockte und mit ihr Kuscheln wollte. So wie Taotao immer mit Kiyoshi kuscheln wollte. Na gut... Dann kein Hund...sondern mein eigenes, riesiges Kuschelmonster? Was meinst du, hm?, fragte sie sanft lächelnd und vollkommen verliebt. Mit mir? Traäume wahr? Ich danke dir... Aber frag mich mal... Ich bin bei dir ein ganz anderer Mensch. Dafür danke ich dir. Ich liebe dich so sehr, sagte die Hoshi verliebt und lehnte sich an den Älteren. Sie genoss seine Nähe und gleichzeitig auch die Wärme, die von ihm ausging. Die ganze Zeit über atte die Jüngere ihn geschoben. Sie wollte einfach nur schnell zu ihrem Sohn. Doch als Kiyoshi stehen blieb, hörte auch das schieben der schwester auf. Sie blickte etwas besorgt zu ihm. Kiyoshi? Alles okay? Wieso bleibst du stehen? Hast du schmerzen?, fragte sie nun besorgt und auch etwas ängstlich. Auch wenn es unwahrscheinlich war, vielleicht hatte sich der Ältere verletzt? Die frage stellte sich dann nur, wenn ja, wie...aber Kiyoshi musste nicht antworten. Es ging sofort weiter mit dem Gespräch und dieses Mal war es das Thema Mutter, die Hitomi werden wollte. Ihre Augen verengten sich etwas und musterten den Älteren. Kiyoshi... Wenn dir meine Entscheidung nicht gefällt Hausfrau zu werden, dann sag es... Bitte. Ich will deine Meinung wissen. Was denkst du davon. Jetzt sags bitte..., bat sie ernst und lehnte sich an den Hoshi. Ich will nicht, dass du einfach ja sagst, auch wenn es dir nicht passt. Bitte was denkst du... Was ist dir lieber... Sags mir bitte., bat sie und seufzte kurz. Aber nicht lange blieben sie so. Hitomi schnappte sich seine Hand und schleifte ihn dann auch schon mit. Doch nach wenigen schritten, rutschte die Hand des Älteren aus ihrer eigenen und Kiyoshi fiel etwas zurück. Verwirrt drehte sie sich um und bevor sie reagieren konnte, kam der andere schon mit großen Schritten auf sie zu. Überrascht quieckte sie auf, als der Ältere sie ergriff und sofort hochhob. Hitomi hielt sich an den Blonden fest und drückte sich etwas an ihn. Ihre Augen schlossen sich fast automatisch und man konnte sehen, wie die Jüngere wegdöste. Aber nicht lange. Kiyoshi trug sie ohne ein Problem, wirbelte sie herum und zeigte der jüngeren doe Aufmerksamkeit die sie sich wünschte. Gähnend schloss sie die Augen und wirkte nun vollkommen entspannt. Den Kuss erwiderte die Dunkelhaarige sofort. Enspannt saß sie da und wartete, während sie den Blonden nicht aus den Augen ließ. Ich liebe dich so sehr. Danke, hauchte sie und folgte dem Älteren weiter, um ihr gemeinsames Ziel endlich wieder zu erreichen und ihr Kind wiederzusehen-

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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   Sa Sep 07, 2013 6:04 pm

Nachdem Jiyu wieder von seinem Sohn wiederkam, blickte er abwartend Kana entgegen um eine Antwort zu erhalten. Er schien wirklich gerade nicht sonderlich gut gelaunt und fühlte sich von Kana einfach nur verraten. Die ganze Zeit hatte sie ihm also vorgespielt das ihr wirklich etwas daran lag mit ihm mitzugehen nur um als Spionin für ihren Clan zu agieren? Der Iryônin ließ sich nicht gerne so sehr vorführen und blickte deswegen relativ finster in die Nacht hinein. Selbst wenn man ihn gerade hören würde, er konnte durchaus schnell reizbar sein und jeden umbringen der seinem Sohn nur 1 Meter zu nahe kam. Dann folgte endlich eine Erklärung und Jiyu musste sehr genau zuhören um zu verstehen welches Problem der Clan wirklich hatte. Sehr langsam klärte sich dann was damals passiert war. Ziemlich schnell veränderte sich sein Gesicht in eine fahle, ausdruckslose Mimik die seine innere Leere wiederspiegelte. Warum hatte Hitomi nie etwas erzählt? Wut staute sich in ihm an, die bedrohlich seine Fäuste zum Beben brachte. Man hatte sie umbringen lassen, damit das Kekkei Genkai nicht an die Außenwelt drang. Blinder Zorn stieg in sein Gesicht, sodass er deutlich schwerer zu atmen anfing und seine Kiefermuskulatur zum Zerreißen anspannte. Im Allgemeinen war Jiyu ein sehr emotionaler Mensch, auch wenn er sich gut verstellen konnte. Trotzdem verbarg er selten eigentlich Unmut, Angst, Trauer oder Freude.

Der Tod von Hitomi flammte in seinem Geist auf und plötzlich schien es Sinn zu geben, was sie ihm zuflüsterte. Gerade als er sich von Kana abwenden wollte, damit man nicht sehen konnte wie sehr er mit dieser Erklärung zu kämpfen hatte, griff sie an seinen Oberarm. Jiyus Blick zuckte auf ihre Hand und diesmal fühlte es sich kein wenig gut an, dass sie ihn aufhalten wollte. Diesmal fühlte es sich wie eine Lüge an, dass sie sich Sorgen um seinen Sohn machte und auch um ihn. Relativ zügig befreite er sich jedoch von ihrem Griff und stieß ihre Hand beiseite. Seine Augen sprachen derzeit bände, auch wenn er nie wirklich in die von Kana blickte. Eine seiner dummen Angewohnheiten. »Ich werde jeden der von deinem Clan meinem Sohn zu nahe kommt umbringen«, knurrte er dann und wandte sich gemächlich weiter von ihr ab. Diesmal sah man nicht was los war. Man konnte nur erkennen, dass er leicht zu zittern schien und die Fäuste fest geballt hielt. »Und nein, Hitomi hat es nie erwähnt. Sie sagte nur irgendetwas bei ihrem Tod… es ergibt Sinn – jetzt.« Was sollte er nun tun? Inzwischen wollte er Kana nicht mehr bei sich haben… zu sehr glaubte er an diesen Verrat. Der einzige Grund warum sie hier war… schien der Clan gewesen zu sein. Sie wusste also nun davon… wie lange war das ganze her? Nicht mal 30 Minuten?

»Ja du weißt es jetzt… wie viele Minuten weißt du es schon?«, knirschte er leise und würde bei Nöten sogar das Nervenkontrolljutsu bei Kana anwenden damit sie diesen Gedanken recht schnell vergessen würde. »Ich dachte wirklich du bist hier, weil dir etwas an meiner Frau lag… weil dir nach all den Jahren etwas an m…«, raunte er dann leise und drehte zwischen zwei Fingern inzwischen einen Senbon. Vermutlich wirkte es gefährlich. Derzeit schien er aus reiner Wut sogar Kana angreifen zu wollen… wenn sie das falsche sagte… wäre sie hinfällig. Er sprach deswegen bewusst nicht aus, dass er dachte sie würde nach so vielen Jahren etwas für ihn empfinden. Zumindest so etwas wie… Freundschaft. Irgendetwas in der Art.»Ich weiß nicht wie du derzeit zu deinem Clan stehst, aber da sie dir ja offensichtlich diese Aufgabe aufdrückten… und du nur deswegen hier bist… «, erklärte er und drehte gemächlich, gefährlich weiter den Senbon durch die Finger. »Ich weiß nicht warum du mir all das erzählst. Es ergibt keinen Sinn. Was willst du von mir? Was willst du hören? Sehen? Ich werde es verhindern, dass du dieses Wissen weiter gibst, solltest du das planen.« Sein Blick ging über die Schulter, bevor der Senbon in seiner Hand zum Stehen kamen.


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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   So Sep 08, 2013 12:52 pm

Kana bemerkte seinen Blick, nach dem sie ihm das alles erzählt hatte. Sie konnte verstehen, dass es für ihn ziemlich seltsam klingen musste und vor allem unglaublich, da Hitomi ihm anscheinend nie etwas von ihrem Clan erzählt hatte. Ein grosser Fehler. Hätte sie es scho damals getan, wäre Jiyu vorgewarnt gewesen. Aber sie verstand auch, weshalb sie es nicht getan hatte, womöglich aus dem gleichen Grund, weshalb sie es nicht getan hatte. Sie hatte Jiyu damit nicht beunruhige wollen. Wieso auch? Sie hatte bis eben noch alles im Griff. der Clan hatte ihr die Aufabe übergeben, den Sohn erst zu ihnen zu bringen, wenn er gesund war und bis die Nachricht sie erreicht hätte, hätte Kana Jiyu alles berichtet und ihm geraten zusammen mit Okuri irgendwo unterzutauchen. Doch nun, da Jiyu und Okuri selbst wusste, dass er das Shôton hatte, verhielt sich das Ganze anders. Womöglich hatte es noch niemand sonst vernommen, das war durchaus möglich und das hoffte Kana auch innig, aber was, wenn es doch Jemand bemerkt hatte? Kana wollte lieber nicht darüber nachdenken, was dann geschehen würde.
Sie erkannte den Wechsel in seiner Mimik, was sie selbst leicht beunruhigte. Zuerst war da eine gewisse Leere zu sehen. Er wirkte so, als wüsste er im ersten Moment nicht wirklich, was er mit diesen Worten tun sollte, ziemlich rasch erkannte sie jedoch Zorn in seinen Augen, unbändiger Zorn. Seine Gesichtszüge wurden härter, seine Kiefermuskeln waren deutlich anespannt. Kana atmete tief durch, sie wusste zwar nicht weshalb er so wütend war, aber sie erkannte, dass er es eindeutig war. Wahrscheinlich war es, weil Hitomi ihm nie davon berichtet hatte und der Clan nun hinter seinem Sohn her war. Durchaus ein Grund um so zornig zu werden, wie Kana fand.
Als sie dann jedoch nach seinen Oberarmen griff und er sie mit einem fast schon angewideren Blick betrachtete, erschrack die Weisshaarige tatsächlich leicht. Kurz darauf befreite er sich auch sofort aus ihrem Griff und schlug ihre Hände beiseite. Etwas verwirrt starrte sie Jiyu an, überspielten diesen Gesichtsausdruck jedoch ziemlich rasch mit ihrer emotionslosen Maske, bevor ihre eindringlichen Augen die seinen fixierten. Sie hörte seine knurrende Drohung und war kurz gewillt an einen bösen, grossen Wachhund zu denken. Gerade wollte sie den Mund aufmachen um ihm zu sagen, dass sie das durchaus verstehen konnte, da sprach Jiyu bereits weiter. Zuerst sprach er von Hitomi, das was jedoch danach kam, war durchaus interessanter. Sie hörte ihm zu, liess ihn ausreden und bei seinen nächsten Worten wurde ihr allmählich bewusst, dass sein Problem eindeutig bei ihr lag. Ihr Blick fiel auf den Senbon, welchen er zwischen seinen Fingern drehte. Kana kniff die Augen leicht zusammen, anscheinend hatte er etwas völlig falsch interpretiert, wie konnte sie ihm das so verklickern, dass er es verstand? Wollte sie überhaupt, dass er es verstand? Wollte sie, dass er wusste, dass sie ihm damit eigentlich nur helfen wollte? Womöglich hatte sie das auch gar nicht wirklich verdient.
Sie seufzte leise und trat einen Schritt auf ihn zu, sie durfte nicht zu laut sprechen, konnte das Risiko nicht eingehen, also musste sie näher zu ihm gehen. Sie verschränkte die Arme vor der Brust, ihr Blick wirkte alles andere als freundlich.
"Jetzt sag mir nicht, du hast das Gefühl, ich würde das hier für meinen Clan tun!", sagte sie vorwurfsvoll und schüttelte den Kopf, "Das letzte, was ich will, ist das der Clan deinen Sohn bekommt. Ich liebte meine Schwester! Also unterstell mir nie wieder irgendetwas anderes. An ihr lag mir sehr viel genau wie an ...", sie schluckte das nächste Wort runter und verdrehte leicht die Augen, bevor sie fortfuhr, "Genau wie an Okuri! Weisst du, warum ich die ganze Zeit bei dir war? Weisst du, warum ich dem Clan den Vorschlag unterbreitet habe, mit dir zu reisen? Wahrscheinlich nicht, aber ich kann's dir auch nicht übel nehmen, du kannst immerhin nicht meine Gedanken lesen.", sie zuckte kurz mit den Schultern. Ob er es überahupt in diesem Zustand verstehen würde? Ob er sich bewusst werden konnte, dass sie eigentlich vollständig auf seiner Seite stand und ihren Clan schon seit Jahren diesbezüglich immer wieder hinhielt? Er kannte ihren Clan kein Stück! Aber Hauptsache er unterstellte ihr, dass sie ihn betrogen hätte.
"Denk was du willst, aber eines ist sicher, ich werde mit diesen Informationen bestimmt nicht zu meinem Clan rennen. Ansonsten hätte ich dir das jetzt nicht alles erklärt. Ich wäre wohl um einiges einfacher davon gekommen, wenn ich mich einfach aus dem Staub gemacht hätte ... Viel besser noch, wieso hab ich wohl die ganzen Jahre über nie von dir verlangt, herauszufinden, was dein Sohn für ein Bluterbe hat? Weil ich es nicht wissen wollte! Weil ich gehofft hatte, dass er nicht das Shôton besitzt, weil er dann ausser Gefahr wäre!", bei diesen Worten lief sie an ihm vorbei und schichtete das Holz auf, welches Jiyu mitgebracht hatte für ein Feuer. Sie setzte sich dazu hin und baute gemächlich eine Feuerstelle, bevor sie mit zwei Feuersteinen funken fliegend ein Feuer entfachte. Dann warf sie einen Blick zurück auf das Zelt, in welchem Okuri friedlich schlief, bevor sie dann wieder zu Jiyu blickte. "Leg dich hin, ich werde die erste Wache übernehmen ... Oder möchtest du lieber zuerst Wache halten?", ihre Augenbrauen zuckte rasch, bevor sie sich bewusst wurde, dass wahrscheinlich beides nicht seinen Wünschen entsprach. Dann stand sie auf, trat direkt vor Jiyu und sah ihm in die Augen, mit ihren Händen umfasste sie seine Wangen und zwang ihn, ihr direkt in die Augen zu blicken. "Oder willst du, das ich gehe? Jetzt gleich? Wenn du das willst und noch immer überzeugt davon bist, dass ich das alles aus Böswilligkeit getan habe, dann sag es mir und ich gehe auf der Stelle ... Aber sieh mir dabei gefälligst in die Augen, zumindest soviel sollte ich dir noch bedeuten!", ihre Stimme klang eisigkalt und vor allem fordernd. Sie war wütend darauf, dass Jiyu tatsächlich glaubte, sie wollte ihm etwas Böses antun, aber wenn er wollte, dass sie verschwand, dann würde sie sich dem nicht wiedersetzten, auch wenn sie es ziemlich fatal fand, wie schnell sich Jiyu gegen sie gewendet hatte und das nach all den Jahren, die sie zusammen mit ihrer Reise verbracht haben. Nach all den Jahren, in dennen sie so viel erlebt haben und sie sich gegenseitig so oft das Leben gerettet hatten. Es ergab für Kana einfach absolut keinen Sinn, dass Jiyu sie verdächtigte, immerhin wäre es oft ein Leichtes für sie gewesen, ihn eines Tages einfach sterben zu lassen und dann mit Okuri zu verschwinden!
Ihre Finger bohrten sich in seine Wange, sie würde ihn nicht los lassen, ehe er ihr nicht eine Antwort gegeben hatte.

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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   Sa Sep 14, 2013 4:42 pm

»Ich unterstelle dir rein gar nichts, deinen Worten zu Folge hat dein Clan mir einen Wachhund aufhetzen wollen und du hast dich einfach als erstes gemeldet«, raunte er und rieb sich mit den Fingern angestrengt über die Stirnseite hinweg. Sein Herz raste in seiner Brust als wollte es einfach heraus springen. Ihre Worte klangen jedoch naheliegend und irgendwie nicht als würde sie ihn anlügen wollen. Schwerfällig presste er ein Seufzen hervor und drehte seinen Kopf nur ansatzweise leicht um ihre rechte Schulterseite zu mustern. Bekanntlich war ihm ein direkter Blick in die Augen unangenehm. Dann folgte ein kurzer Wortschwall, wodurch er ein schlechtes Gewissen bekam und fest auf seine Unterlippe biss. Vermutlich hatte er nicht ganz weiter gedacht und nur die Worte wahrgenommen, die sie zuerst sagte. Alles ergab einen Sinn irgendwie und ihr deswegen zu unterstellen sie würde ihn Verraten war mit Sicherheit nicht richtig, aber er hatte nach so vielen Jahren erfahren warum seine Frau sterben musste. Es war wie ein weiteres Messer in sein Herz, dass ihm unglaublich mit Kälte erfüllte. Betroffen von den Worten Kanas starrte er Sekunden einfach auf den Boden und wusste nicht wie er weiter handeln sollte. Immer mehr verstrickten sie sich in diese dunklen Machenschaften in dem es kein Entrinnen gab. Egal wie er es drehen würde… Okuris Leben war ständig in Gefahr. Selbst wenn sie ein Heilmittel finden würden – danach hätten sie den Clan am Hals. Ob er sich zum Wohle seines Sohnes dem Beugen sollte? Hitomi hätte es nicht gewollt… es gab einen Grund warum sie nicht dort sein wollte und er würde es nicht zulassen.

Seine Gedanken kamen jedoch in die Realität zurück als plötzlich Kana vor ihm auftauchte und mit ihren Händen seine Wangen umfasste. Sie zwang sein Gesicht auf ihre Augenhöhe und starrte ihm für Sekunden direkt entgegen. Sein Puls beschleunigte sich, während in seinem Geist die Augen seines Vaters auftauchten die ihm bohrend entgegen blickten. Er blinzelte angestrengt und atmete mehrmals tief ein. Seine Hände umschlossen ihre Handgelenke und bohrten sich daraufhin in ihre Haut hinein. Wollte er das Kana ging? Ein leichtes Beben ging durch seinen Körper und ließ ihn die Lippen fest zusammenpressen. Wie sollte er sich entscheiden? Wem sollte er noch vertrauen? Bisweilen waren nur Kana und Maemi die einzigen Person die nahegenug an ihm ran durften, der Rest war immer auf einer Ebene gewesen die nur eine Hülle zeigten. Jiyu blinzelte einmal und spürte wie die erste Träne sich langsam zeigte. Ein weiteres Blinzeln und zwei weitere rollten hervor. »Bleib hier… «, murmelte er und hielt ihre Handgelenke noch immer fest umklammert. Langsam streiften seine Hände weiter hoch und legten sich auf ihre um sich zwischen ihre Finger zu schieben. Vorsichtig löste er den Griff von seiner Haut, hielt sie aber fest noch immer umschlossen. »Ich brauche dich. Okuri braucht dich… es ist… ich komme mit der Situation nicht klar. Egal wie rum es läuft, jedes Mal werde ich auf der Flucht sein… oder Okuri. Selbst wenn er gesund wird… ich werde auf der Flucht sein.« Der weißhaarige blinzelte wieder und hob seine Augen in den Himmel. »Ich brauche deine Hilfe, Kana, sonst werde ich auch Okuri verlieren.«
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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   Sa Sep 14, 2013 11:52 pm

Seine Worte zeigten ihr deutlich, dass er ihre Handlung völlig missverstanden hatte. Sie hatte dem Clan sogar den Vorschlag unterbreitet damit sie einen Grund hatte, mit ihm reisen zu können, sie hatte sich nicht freiwillig und als erste gemeldet. Aber das wusste er nicht, wie auch? Er war in nichts eingeweiht, konnte sich wahrscheinlich nicht einmal annähernd vorstellen, was in ihrem Kopf vorging.
Doch als sie ihn dann vor die Wahl stellte und ihm anbot, sofort zu gehen, schien das etwas in ihm ausgelöst zu haben. Für wenige Augenblicke sah er ihr tatsächlich direkt in die Augen, auch wenn sie sich ziemlich sicher war, da einen gewissen Schrecken gesehen zu haben. Kana kniff kurz die Augen etwas zusammen, hielt seinem Blick jedoch stand. Sie sah, wie er die Lippen aufeinander presste, etwas musste ihn stark beschäftigen, aber Kana war noch nie der emotionale Typ gewesen, der sich gross etwas daraus machte. Also blieb sie still und wartete auf eine Antwort seinerseits. Sie hoffte innig, dass er sie nicht wegschicken würde, er bedeutete ihr viel, als Freund und als Weggefährte, aber sie würde es akzeptieren, wenn er sie nicht mehr an seiner Seite haben wollte.
Doch dann geschah etwas, womit die Weisshaarige mitnichten gerechnet hätte. Er weinte. Nicht offenherzig oder laut, sondern still und stumm, aber sie sah Tränen, die über seine Wangen rollten. Überrascht folgte sie kurz den Tränen, die an seinem Kinn kurz hängen blieben und dann auf seine Brust tropften, bevor sie seine Worte vernahm. Er sagte, geh nicht. Kanas Herz setzte kurz aus, die Worte liessen ihr eine grosse Last von den Schultern fallen, denn sie hatte damit gerechnet, dass er sie wegschicken würde. Natürlich war ihr klar gewesen, dass er sie auch irgendwie gemocht hatte, die Jahre in dennen sie gemeinsam gereist waren, waren ja nicht spurlos an ihnen vorbei gegangen, dennoch hatte er so verletzt und betrogen gewirkt, dass sie damit gerechnet hatte, von ihm fortgejagt zu werden. Sie spürte, wie seine Hände an ihre fuhren und sich dann zwischen ihre Finger legten, wie er ihre Hände umfasste. Kana war sich nicht sicher, wie sie darauf reagieren sollte, auch was solche Dinge anging, war sie sehr schlecht. Sie wollte ihre Hände wegziehen, besann sich dann jedoch eines Besseren und blickte ihm weiterhin in die Augen währnd er weitersprach. Als er dann sagte, dass er ihre Hilfe brauchte oder er würde sonst auch Okuri verlieren, versetzte es ihr einen Stich tief im Herzen, denn sie hatte etwas weiteres vor ihm verbrogen, was ihn mit Sicherheit dazu veranlassen würde, sie wegzuschicken und genau deshalb behielt sie es für sich. Sie behielt es für sich, dass sie Hitomi getötet hatte. Dachte nach, was sie ihm nun sagen konnte, bevor sie sanft seine Hand kurz drückte und dann ihre Finger aus seinen Händen löste. "Hitomi hätte es dir sagen müssen.", erklärte sie dann monoton, "Sie hätte dir sagen sollen, auf was du dich mit ihr einlässt. Was für ein Clan hinter ihr steht. Es war nicht richtig von ihr ... Aber wahrscheinlich hätte es nichts daran geändert und ihr hättet genau gleich gehandelt, richtig?" Oh ja, dessen war sie sich ziemlich sicher. Jiyu war zwar ein Frauenheld schlechthin und derzeit schien er das Glück immer wieder bei einer Anderen zu suchen, aber damals bei Hitomi war das anders gewesen und Kana hatte gesehen, dass das echt war, was zwischen ihnen gelaufen war. Deshalb war sie überzeugt davon, dass Jiyu genau so gehandelt hätte, egal was er wusste und was er nicht wusste. Kurz musterte die Weisshaarige ihren Gefährten, bevor sie leise seufzte und ihm eine Hand auf die Schulter legte. Das tat sie nur bei ihm und es war ihre persönliche Art um ihm beizustehen, ihm zu zeigen, dass sie für ihn da war, auch wenn sie es nur auf eine ziemlich schlechte Art und Weise es konnte.
"Ich weiss, dass du auf der Flucht sein wirst und ich weiss auch, dass Okuri in Gefahr ist, deshalb bin ich bei dir ... Bei euch. Es war mein Vorschlag gewesen, dich zu begleiten, damit ich bei dir sein konnte. Hätte ich diesen Vorschlag nicht gebracht, hätten sie dir Okuri wahrscheinlich auf der Stelle weggenommen. Sie wussten auch nicht, dass er krank war ... Das spielte wohl auch einen gewissen Faktor.", sie hielt kurz inne und schüttelte verständnislos den Kopf, "Was ich damit sagen will; Ich helfe dir, Okuri vor meinem Clan in Sicherheit zu bringen und ich helfe auch dir. Ich werde meinen Clan wenn nötig auf eine falsche Spur schicken und solange nur wir davon wissen, dass er das Shôton hat, ist er noch nicht in Gefahr, verstehst du? Am besten bringst du ihn irgendwohin, wo er sicher ist. Wo er womöglich auch von deinen Clanmitgliedern umgeben ist. Einem ... Clan der nicht ganz so exzentrisch ist.", sie verzog kurz den Mund, "Und ich helfe auch dir, wenn du also noch irgendwelche Fragen hast bezüglich der ganzen Sache, dann stell sie mir, ich bin bereit dir fast alles zu erzählen.", mit fast alles meinte sie, dass sie natürlich niemals sagen würde, wer Hitomi umgebracht hatte. Sie würde auch nicht lügen und sagen, Jemand anderes hätte sie getötet, aber sie würde es ihm genau so wenig sagen. Das würde sie für sich behalten und mit sich ins Grab nehmen, so sah zumindest ihr Plan aus.
Dann zwang sie sich ein Lächeln auf die Lippen, was jedoch mehr schief und gequält wirkte, aber es war immerhin ein Lächeln! "Und jetzt leg dich etwas hin und schlaf. Dein Sohn möchte dich sicher neben sich haben. Ich werde Wache halten ... Falls du mir genug vertraust.", sie war sich nämlich im Klaren darüber, dass die Diskussion eben womöglich eben genau daran gerüttelt hatte ... Und sie wusste nicht, dass sie tatsächlich beobachtet wurden. In den Gebübschen schlichen sich einige Banditen rum, die meisten davon konnten kaum mehr als ein gewöhnlicher Genin, aber unter ihnen befanden sich auch ein paar Chûnins und mindestens ein Jônin! Doch noch hielten sie sich zurück und lauschten, schienen auf den richtigen Augenblick zu warten und lauerten in der Dunkelheit der Nacht, während Kana sich an das kleine Lagerfeuer setzte und sich ein Stück Brot mit Käse schnappte um zumindest etwas ihren Magen füllen zu können. Denn inzwischen hatte die Weisshaarige einen nagenden Hunger verspürt, die Diskussion eben hatte sie das Gefühl nur bis eben völlig vergessen lassen. Als sie dann am Lagerfeuer sass, sah sie zu ihm auf und atmete tief durch, bevor sie sprach: "Ich bin froh, dass du nicht gesagt hast das ich ...", doch sie brach abrupt ab, schien ihn für einen Moment völlig verwirrt anzublicken, bevor sie ihre Augen auf das Feuer wandte und die Flammen intensiv musterte. Eben hätte sie etwas völlig verweichlichtest und emotionales von sich gegeben! Seit wann fuhr sei denn bitte auf dieser Schiene?!

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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   So Sep 15, 2013 11:16 pm

Ihre Finger lösten sich von seinen und hinterließen bei ihm ein recht dumpfes Gefühl von Kälte. Manchmal wünschte er sich etwas mehr Wärme ihrerseits, aber die würde er wohl nie erhalten. Stattdessen folgte eine Erklärung das Hitomi ihm hätte sagen müssen, worauf er sich einließ. Kopfschüttelnd verschränkte er die Arme vor der Brust und warf einen Blick in den Himmel zurück. Durch seine schlechten Augen verschwammen die Sterne leicht, aber damit kam er klar. »Es hätte vieles etwas einfacher gemacht, aber sie bestand darauf zu mir zuziehen. Sie an einem Ort festzuhalten an dem sie nicht sein wollte… ich denke nicht das es großartig unsere Lebenseinstellung verändert hätte.« Nach seinem Satz legte ihm Kana die Hand auf die Schulter, sodass er sie kurz ansah, aber die Augen weiter in Richtung Feuer wandern ließ. Wachsam lauschte er ihren Worten und musterte nachdenklich das Flackern. Still schweigend nahm er wahr, dass sie ihm helfen würde und damit ihren Clan verraten würde. Irgendwo tief in ihm spürte er wie dankbar er ihr deswegen war. Zum Schluss fügte sie noch hinzu, dass sie seine Fragen beantworten würde, wodurch er sich ihr ganz zu wandte und beobachtete wie sie sich an das Lagerfeuer setzte. Bisweilen war ihm nie bewusst gewesen, welches Opfer sie für Hitomi und ihn in Kauf nahm. Vermutlich würde sie ein großes Problem haben, wenn es raus kam. Jiyu ballte kurz die Fäuste und musterte den Boden vor seinen Füßen. »Ich vertraue Dir… mehr als du vermutlich gerade glaubst«, murmelte er so laut das sie es gerade verstand.

Schweigend trat er hinter Kana und blickte von oben her auf sie hinab, während das Feuer in seinen Augen einen kleinen Schimmer zeigte. Er selbst war in diesem Augenblick unachtsam, geplagt von Erinnerungen aus der Vergangenheit. In Kana sah er stets Hitomi, sowie in Hitomi stets auch ein Teil von Kana schwebte. Dennoch waren sie Charakterlich völlig verschieden. Kopfschüttelnd tat er es jedoch ab und wollte sich gerade in ihre Richtung Beugen als er ein Geräusch hinter sich vernahm. Alles passierte unglaublich schnell in diesem kleinen Augenblick der Unachtsamkeit. Ein Kunai flog an ihnen vorbei und bohrte sich in das Brot von Kana, bevor man einen leisen Aufschrei hörte der deutlich vom Zelt kam. Das Geräusch drang bis tief unter seine Haut, in seinen Kopf… in sein Herz… und erweckte etwas in ihm, dass man nicht kennen lernen wollte. Ruckartig drehte sich Jiyu herum, während sein Senbon bereits den Weg an den Arm fand. Ein Mann stand dort und hielt seinen Sohn im Würgegriff auf dem Arm. Ein Kunai an seine Wange gerichtet, während weitere Gestalten auftauchten. »Schön ruhig… legt Eure Waffen ab und verhaltet Euch ruhig, dann passiert Euch nichts«, sagte ein Mann und trat hinter dem breitschultrigen Typen hervor. Er war schmal und vermutlich eher der Kopf der Bande anstatt das Muskelpacket. »Wir wollen nur das Geld… gebt es uns und dem kleinen wird nichts passieren. Versprochen.« Jiyu ruckte mit dem Kopf zu Okuri, der inzwischen beachtlich nach Luft schnappte.

»Lass mich… los du… Vollpfosten! Mein Dad und meine Tante töten… .« Weiter kam er nicht, weil sich seine Augen verdrehten. Deutlich das Zeichen für seine Herzschwäche, sobald er sich zu sehr anstrengte, aufregte oder übertrieb kam sein Herz nicht mehr hinterher zu schlagen. Jiyu weitete den Blick, hob den Senbon an und steckte ihn sich in den Mund, bevor er ihm den Typen der sein Sohn festhielt direkt ins Gesicht blies in der Hoffnung das Auge zu treffen. Vermutlich würde in dem Augenblick die Hölle um ihnen herum ausbrechen.
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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   Mo Sep 16, 2013 2:46 pm

Kana hatte mit solch einer Antwort von Jiyu gerechnet. Nichts anderes hätte zu ihm gepasst, er hätte Hitomi selbst dann noch da rausgeholt, wenn es für ihn womöglich den Tod bedeutet hätte. Und obwohl sie das von ihm wusste, obwohl sie ihn in dieser Beziehung gut kannte, verhielt er sich derzeit so, als wäre er manchmal ein wildes Tier, das einfach nur das eine brauchte. Aber Kana konnte natürlich nicht nachvollziehen, wieso er so war, wieso er das so dringend brauchte, aber sie vermutete stark, dass es etwas mit dem Tod ihrer Schwester zutun hatte, denn erst seit diesem Tag schien er so fixiert darauf zu sein, andauernd mit Frauen zu schlafen, aber nie etwas festes anzufangen. Ob er Hitomi noch immer liebte? Ob er ihr noch immer nach hing? Kana kannte die Antwort, sie brauchte sie nicht auszusprechen ... Noch nicht einmal zu denken.
Als er dann erklärte, dass er ihr vertrauen würde, mehr als sie womöglich glaubte, sah sie ihn kurz nachdenklich an, bevor sie ein schmalllippiges Lächeln aufsetzte. "Das ist gut, Vertrauen ist wichtig.", erklärte sie dann, auch wenn Kana tatsächlich eher eine skeptische Person war und vieles in Fragen stellte. Sie war die Art von Person, die erst nach längerer Zeit Vertrauen schloss. Und das hatte bei Jiyu mindestens zwei Jahre gebraucht, aber inzwischen vertraute sie ihm blind. Dass sie seines gerade erschüttert hatte, konnte sie ihm nicht übel nehmen, aber sie war froh, dass er ihr erklärte, dass er ihr vertraute. Innerlich wusste sie, dass sie dieses Vertrauen jedoch bereits ausnutzte, schon die ganze Zeit über. Nicht böswillig, es war wohl ein eher egoistischer Grund.
Sie bemerkte, wie er hinter sie trat, Kana machte jedoch keine Anstalten sich zu ihm zu wenden oder ihn anzusehen. Sie beobachtete weiterhin die flackernden Flammen und fragte sich, wie sie das alles einhalten wollte. Sie hatte Jiyu eben ein gewisses Versprechen gegeben. Dass sie ihn und seinen Sohn vor ihrem Clan schützen würde, Kana hatte dummerweise keinen Plan, wie sie das bewerkstelligen sollte, sobald der Clan Wind davon bekam, dass Okuri das Shôton besass. Womöglich musste sie mit Jiyu diesbezüglich noch darüber reden. Aber nicht jetzt, womöglich wäre es sowieso besser, wenn der Kleine nicht dabei war, man  musste ihm ja  nicht unnötig viel Angst machen.
Gerade wollte Kana einen weiteren Bissen von ihrem Brot nehmen, als ein Sirren an ihre Ohren drang, bevor sie sich jedoch überhaupt im Klaren darüber werden konnte, was dieses Geräusch ausgelöst hatte, wurde ihr das Brot aus den Händen gerissen und irgendwo ins Gras geworfen. Ein Kunai war vorbeigeflogen und hatte ihr sprichwörtlich das Brot aus der Hand gefegt. Reflexartig stand sie sofort auf und ihre Hand wanderte an das Heft ihres Schwertes. Ihre Augen verengten sich zu Schlitzen, als sie einen Schrei wahrnahm. "Okuri!", murmelte sie überrascht und machte einen Schritt nach vorne, doch im nächsten Moment wurde ihr bewusst, dass sie zu spät waren. Ein Mann stand dort, ein Kunai bedrohlich an die Wange des Jungen gehalten, bereit ihn sofort zu töten, sollten sie einen Fehler machen. Kurz blickte Kana zu Jiyu, sie biss ihre Zähne zusammen und hörte aufmerksam den Worten des Mannes zu, welcher aus dem Schatten des anderen Mannes hervortrat. Die Weisshaarige musterte ihn eingehend, er wirkte eher wie der Kopf einer Banditenbande den ein Kämpfer, der die schmutzige Arbeit verrichtete. Sie wollten also Geld! Kana wurde sich bewusst, dass sie derzeit nichts anderes tun konnte, als ihre Waffe tatsächlich abzulegen. Sie zog also ihr Schwert aus der Scheide und liess es einfach achtlos auf den Boden fallen.
Okuri setzte sich zur Wehr, beleidigte die Angreifer, doch lange hielt er es nicht durch, denn seine Herzkrankheit schien ihm fest im Griff zu haben. Mit Schrecken musste Kana feststellen, dass es dem kleinen Jungen nicht mehr besonders gut ging. Und im nächsten Augenblick ging alles recht schnell. Kaum hatte Jiyu zum Angriff angesetzt, da brach wortwörtlich die Hölle um sie herum aus. Der Senbon traff den Typen direkt im Auge, Jiyu konnte beachtlich gut treffen! Kana formte Fingerzeichen, während der Kopf der Bande nach dem Kunai griff, welches bis eben noch an der Wange des Jungen war und wollte es ihm an den Hals setzten. Kana konzentrierte sich und erschuff um den Hals des Jungen eine Kristallschicht, so, dass sie ihn nicht behinderte beim Atmen, ein Kunai jedoch daran abschrammen würde. Kurz darauf hörte man ein schrilles Geräusch, die Kunaiklinge schrabbte an dem Kristall entlang und schlitzte den Jungen anstatt am Hals, an der Schulter leicht auf. Kana war in der Zeit in die Knie gegangen und hatte nach ihrem Schwer gegriffen. Im nächsten Augenblick wehrte sie einen Angriff mit einem Rückhandhieb ab und entwaffnete den Gegner, in dem sie ihm das jämmerlich kleine Kunai aus der Hand schlug. Keine Sekunde später hatte er den Knauf des Schwertes im Gesicht und taumelte rückwärts mit blutender Nase.
"Jiyu, geh zu Okuri, ich kümmere mich um den Rest!", schrie sie dem Weisshaarigen zu, bevor sie sich auf einen Typen stürzte, der ebenfalls mit einem Schwert bewaffnet war. Sie duckte sich unter einem Angriff hinweig und wollte ihm ihr eigenes Schwert in die Beine rammen, dieser jedoch erkannte ihre Absicht und parierte mit seinem Schwert. Laut kreischte der Stahl auf,  bevor Kana die Augen zusammenkniff, ihr Schwert zurückzog und sich mit einem rückwärtssalto etwas von dem Gegner entfernte. Sie sammelte Chakra in ihrer Klinge, bevor der Stahl ihres Nishino von einer dünnen Kristallschicht umgeben war. Nicht mehr ganz so scharf, dafür nun aber umso effektiver in einem anderem Gebiet. Sie schoss erneut auf den Gegner zu, täuschte Finten an und berührte den Gegner immer nur leicht, so dass er keine ernsten Verletzungen davon trug, aber je öfter sie ihn berührte, desto mehr Kristallstaub setzte sich auf ihm ab. Bereits nach wenigen Sekunden war ihr Gegner deutlich langsamer. Inzwischen war sie von mehrern Gegner eingekreist, aber auch auf Jiyu hatten es einige abgesehen. Kana bewegte sich geschickt zwischen den Angriffen hindurch, bekam einen Kratzer auf der Wange und auch einen Schnitt an ihrem Oberschenkel, aber nichts ernstes. Sie hingegen verteilte ihren Kristallstaub auf all ihren Gegnern und schränke somit mit jeder Minute die verging, deren Bewegung immer mehr ein.


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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   Di Sep 17, 2013 7:54 pm

Ein Kristallring schützte den Hals von Okuri vor weiteren Angriffen, dennoch rutschte das Kunai ab und traf den Jungen an seiner Schulterseite. Das Blut das sich augenblicklich zeigte – egal wie gering es war, führte bei dem Iryônin zu einer mächtigen Kurzschlussreaktion. Ein weiterer Senbon bohrt sich schlagartig in den Unterarm des Mannes, riss ihn auf und brachte Blut hervor. Innerhalb weniger Zeit schien dickes Blut seinen Unterarm runter zu rinnen und wenig später sich zu einem langen Stab zu formen. Bald schon entstand daraus eine Klinge, die sich verfestigte. Mit raschen Schritten war er auf seinen Sohn zugegangen und stieß dem erst besten das Blutschwert entgegen. Schmerzen oder Verletzungen die man ihm zufügte, spürte er in diesem Augenblick nicht. Zumindest das Kunai das ihn traf, blieb unbeachtet. Vor sich hin murmelnd, kniete er sich in der ruhigen Minute zu Okuri und fuhr mit seinen Händen über dessen Gesicht hinweg. Rasch überprüfte er den Puls des Jungen und weitete seine Augen für einen Moment etwas. Es war keine unübliche Situation, sodass er die Hände auf den Oberkörper seines Sohnes legte und seine Augen schloss um ihn die nötige Behandlung zugeben, dass sein Herz wieder normal zu schlagen anfing. Grünes Heilchakra erleuchtete kurz die Dunkelheit, führte aber gleichermaßen auch dazu, dass die Aufmerksamkeit auf ihn gelenkt wurde. Relativ rasch, griff ihn ein Typ in den weißen Haaren und zerrte ihn rückwärts zurück. Irgendetwas traf ihn hart an der Brustseite und raubte ihn für Sekunden die Luft. Dann folgte der nächste Tritt und rammte ihn gnadenlos zurück in den Boden.

Im Nahkampf war der Iryônin bisweilen noch nie gut gewesen, zumal er keine besondere Kraft besaß um selbst weg zu kommen. Dennoch würde er nicht einfach aufgeben, wenn sein Sohn in unmittelbarer Gefahr war. Grimmig griff Jiyu nach einem Senbon aus seiner Seitentasche und rammte es dem Mann ins Bein, bevor sein Fußknöchel fest umschloss. Sehr rasch drang das Blut seines Armes in die kleine Wunde des Angreifers und infizierte ihn damit. Innerhalb weniger Minuten würde er Probleme bekommen richtig zu sehen und Übelkeit verspüren. Jiyu rollte sich seitlich von seinem Feind weg und machte sich gar nicht mehr die Mühe auf die Füße zu kommen, sondern war zwei kriechende Augenblicke später an der Seite von Okuri. Wieder legte er seinem Sohn die Hände auf die Brust um ihn mit einem medizinischen Jutsu zu stabilisieren, aber auch das sollte nicht lange anhalten. Ein weiterer Feind rammte von der Seite ein Kunai in seine Rippenseite, sodass ein scharfer Schmerz durch seinen Körper jagte. Das Heilchakra erstarb augenblicklich, bevor ein wütendes Schnauben über seine Lippen kam. Der Iryônin schwieg, wartete und ließ das Blut von dem Kunai gemächlich am Arm des Mannes hoch kriechen. Gleich daraufhin drang es in seine Haut ein und würde sich dort unaufhaltsam vermehren. Bald schon wankte der Mann zurück und verlor seine Waffe. Diesmal beließ es Jiyu jedoch nicht dabei.

Relativ rasch war er auf den Füßen umrundete ziemlich schnell den Feind und sammelte einiges an Blut in seiner rechten Hand. Gleich daraufhin griff er grob an sein Gesicht und presste ihm das Blut direkt an die Lippen. Es war nur ein Bruchteil von Konzentration nötig um in den Mund des Mannes vor zu dringen. Die rote Flüssigkeit würde unaufhaltsam weiter fließen… und sich in den Lungen sammeln. Ja, es wäre vermutlich ein grausamer Erstickungstod, aber keiner… stellte sich zwischen ihn und seinem Sohn.

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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   Do Sep 19, 2013 11:46 pm

Inzwischen hatte jeder der vier Gegner einiges von ihrem Kristallstaub abbekommen. Kana blockte einen Angriff mit ihrem Schwert, eine Staubwolke an hauchdünnen Kristallsplittern stob in die Luft und setzte sich an der Kleidung ihres Gegners an. Im nächsten Moment stellte sie dem Typen ein Bein, als er rückwärts ausweichen wollte. Taumelnd verlor er das Gleichgewicht, doch die Weisshaarige kam nicht dazu, einen weiteren Angriff gegen ihn zu starten, denn hinter ihr hörte sie schnelle Schritte. Geschickt liess sie sich in die Knie fallen, sah, wie über ihr die Faust durch die Luft flog. Im selben Augenblick brachte sie sich mit einem Seitensprung in Sicherheit, während der eine Typ direkt in den anderen rannte und sie zusammen krachend auf den Boden fielen. Doch Kana konnte sich an dem Anblick nicht erfreuen, eine heisse Feuerkugel flog im nächsten Moment auf sie zu. Sie liess sich kurzerhand einfach flach auf ihren Rücken fallen, damit die Kugel über sie hinweg schoss. Glühendheiss brannte sich die Hitze in ihre Haut und versengte ihre Haut und ihre Kleidung leicht. Klatschend krachte die Feuerkugel gegen einen Baum und setzte diesen lichterloh in Flammen. Die Weisshaarige fluchte leise und rappelte sich wieder auf, griff ihr Schwert und stürmte auf den Typen zu, der ihr die Feuerkugel entgegen geschickt hatte. Sie täuschte eine Finte an, schien auf seine Hüfte zu zielene, bevor sie ihre Richtung schlagartig wechselte und ihm eine verhältmismässig tiefe Wunde am Oberarm zufügte. Überrascht hatte dieser aufgeschrieen und starrte sie mit grossen Augen an und da sah Kana ihre Chance, ihn zu schlagen. Sie rammte ihm mit voller Wucht das Knie zwischen die Beine. Wie ein geschlagener Hund heulte dieser auf und stürzte gleichermassen zu Boden. "Ihr Männer vergesst viel zu oft wo eure grösste Schwäche liegt!", spuckte sie ihm entgegen und sah ihn herablassend an ... Und das war ihr grosser Fehler gwesen. Hinter ihr hörte sie einen schrillen Schrei. Sofort wandte sie sich wieder um und sah, wie einer der Typen, die sie zuvor umrundet hatten, nun erneut Jiyus Sohn in den Armen hatte und ihn diesmal nicht nur mit einem Kunai sondern mit einem Schwert bedrohte. Nah hatte er es an seine Kehle gesetzt, eine falsche Bewegung und er würde den Kleinen umbringen. Hinter ihr hörte sie, wie sich der Zusammengekauerte versuchte aufzurappel. Sie wollte sich ihm zuwenden, doch sie war zu spät. Sie spürte einen heftigen Schmerz in ihrer Wade. Ihr Bein knickte ein und ihr wurde bewusst, dass der Bandit, dem sie zuvor in die Weichteile getreten hatte, sich nicht so leicht geschlagen gab. Kana reagierte schnell, griff nach den Haaren dieses Bastards und schnitt ihm die Kehle durch. Heisses Blut spritzte ihr entgegen und benetzte ihr Gesicht und ihren Hals. Der metallische Geschmack des Blutes stieg ihr in die Nase, als sie die Haare wieder los liess und das bisschen Blut an ihrer Klinge an seiner Kleidung abwischte, bevor sie sich wieder umwandte, zu Okuri schaute. Gedankenlos wollte sie sich wieder aufrichten, doch sie hatte die Rechnung nich mit der Wunde in ihrer Wade gemacht. Kaum stand sie, schoss abermals ein Schmerz durch ihr Bein, frass sich durch ihren Körper und liess sie wieder zusammenknicken. "Verfluchter Mist!", murmelte sie mit zusammengebissenen Zähnen und hätte sich selbst dafür schlagen können, so unachtsam gewesen zu sein. Sie atemte tief durch. Der Typ, der Okuri festhielt, erklärte, dass er den Jungen als Geisel mitnehmen würde und ihn erst dann laufen lassen würde, wenn sie ausser Reichweite wären. Aber Kana hatte keine Lust, Glückspsiele zu spielen. Vielleicht würden sie Okuri auch einfach um die Ecke bringen, sobald sie ihn nicht mehr als lebendigen Schutzschild missbrauchen mussten. Deshalb stand sie abermals auf, der Schmerz war nach wie vor da, warmes Blut lief über ihr Bein und ihren Fuss, sie zitterte leicht, aber sie stand. Das Schwert fest in ihrem Griff zuckten ihre Augen kurz. Sie schickte einen Chakraimpuls durch ihren Körper und kurz darauf wandte sie ein Jutsu an. An ihrer Klinge materialisierte sich erneut Shôton-Chakra, dieses Mal diente es jedoch dazu, um die Klinge zu verlängern! In Windeseile hatte sich das Chakra an die Klinge angefügt und in der gleichen Bewegung holte Kana aus und schwang es dem Banditen in die Seite, dabei hatte sie zwar auch Okuri leicht getroffen, aber manchmal musste man solche Dinge eben in Kauf nehmen, um Schlimmeres verhindern zu können. Vor Schreck hatte der Mann Okuri los gelassen. Sofort löste sich das Kristallchakra wieder auf und was blieb war der nackte Stahl ihres Schwertes. Kana zögerte nicht lange, sondern rannte - so gut es eben mit ihrem verletzten Bein ging - auf den Gegner zu. Dieser hatte sich relativ rasch von dem Schlag erholt und wollte wieder nach Okuri greifen, doch die Weisshaarige war genug schnell dort, fasste nach seinem Handgelenk und verdrehte es ihm. Ein Knacken und ein gepresster Aufschrei waren die Folgen, bevor sie ihren Gegner von sich stiess und sich schützend vor Okuri stellte. "Leg noch einmal Hand an diesen Jungen an und ich schwöre dir, du wirst um deinen Tod winseln!", drohte sie ihm mit eiskalter Stimme und fixierte ihn mit einem durchbohrendem Blick.

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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   Mo Sep 23, 2013 11:14 pm

Der Mann starb mit einem gurgelnden Geräusch, bevor sich Jiyu von ihm abwandte und tief durch die Nase durch atmete. Rasch glitten seine Augen umher und suchten seinen Sohn. Er war jedoch längst nicht  mehr an der Stelle, wo er ihn eben zurückließ. Irritiert drehte sich der Iryônin weiter und hörte nicht weit von sich die Stimme von Kana, die aggressiv verkündete jemanden sterben zu lassen wenn man den „Jungen“ anfassen würde.  Für Sekunden dachte er an Hitomi, die fast den gleichen Gesichtsausdruck aufsetzte, wenn sie wütend war. Blinzelnd verdrängte der Mann zunächst die Bilder und näherte sich sehr rasch Kana. Hinter ihr lag ein kleines Bündel aus Kleidung und weißen Haaren. Das dunkle T-Shirt war an einer Seite leicht eingerissen und blutete. Jiyu ließ sich an dem Körper nieder und legte relativ rasch seine Hände auf den Brustkorb seines Sohnes um ihn behandeln zu können. Es würde mit Sicherheit seine Zeit kosten, aber bis dahin vertraute er auf Kana die durchaus besser Kämpfen konnte als er selbst. Ein kurzer Blick in ihre Richtung verriet ihm jedoch, dass sie gleichermaßen verletzt schien. Besorgt legte er die Stirn in Falten und atmete dann tief durch. Wieder senkte er seine Aufmerksamkeit auf den Körper zurück, während sich die Weißhaarige um den letzten Feind kümmerte. Okuri schien es derweilen bereits besser zugehen, auch wenn er noch immer bewusstlos auf der Stelle lag. Der Anblick war für ihn mehr als nur eine Qual, obwohl jenes Gefühl nicht in seinem Gesicht zu erkennen schien.

Nach einer Ewigkeit hob er dann seine Hände an, während er tief durchatmete und seine Jacke mühselig von seinem Körper zog. Jene wickelte er um seinen Sohn und zog ihn dann etwas näher an sich heran. »Ist alles in Ordnung bei dir?«, fragte er dann und hob den Kopf zu Kana hoch. Sie wirkte blass im fahlen Licht des flackernden Feuers. In dem Augenblick wusste Jiyu nicht ob er nicht ob er es schaffte seinen Sohn, Kana und sich selbst ausreichend medizinisch zu versorgen. Ob sie das Krankenhaus von Tsukigakure aufsuchen sollten? Oder direkt seine Verwandte? Sie würde ihm womöglich den Kopf abreißen… vielleicht bekam er es selbst auch hin. »Setz dich hin und lass mich dein Bein sehen… bitte.« Mit einer fahrigen Handbewegung deutete er neben sich und atmete einmal tief durch. Noch immer pulsierte das Adrenalin deutlich in seinen Adern, auch wenn er sich selbst dazu zwang sein Herz zu beruhigen.
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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   Mi Okt 02, 2013 12:44 am

Der Kerl, den sie eben noch bedroht hatte, sah sie mit grossen, hasserfüllten Augen an. Er war noch nicht allzu schwer verletzt und schien deshalb allem Anschein nach zu glauben, noch etwas ausrichten zu können. Er hatte sich aufgerappelt, Kana hatte es zugelassen, immerhin ging ihrer Meinung nach keine grosse Gefahr von einem einzelnen Mann aus. Sie lief langsam ein paar Schritte nach vorne, drängte den Kerl damit weiter zurück, was nur umso besser war, denn damit drängte sie ihn auch weg von Okuri. Ihr eiskalter Blick fixierte die Augen ihres Gegners, ihre Hand krallte sich regelrecht um das Heft ihres Schwertes. So sehr, dass die Knöchel weiss unter ihrer Haut schimmerten, sie spürte, dass sie inzwischen eine recht verkrampfte Haltung angenommen hatte, denn das Stehen tat höllisch weh mit der relativ stark verletzten Wade und auch die anderen Verletzungen - die eigentlich nicht wirklih gross war, aber die Anzahl machte es aus - machten sich auch langsam bemerkbar. Kana drängte ihren Feind dennoch immer weiter zurück, welcher seinereits die Weisshaarige aber auch mit keiner Sekunde aus den Augen liess. Dummerweise hatte Kana nicht soweit nachgedacht, wie es ihr Gegner getan hatte, denn dieser hatte durchaus einen Plang gehabt, warum er sich immer weiter zurückdrängen liess. Kaum war er genug nahe, schob er die Fussspitze unter das nahegelgene Schwert seines gefallenen Kameraden und warf es so gekonnt in die Luft. Noch im Fluge fing er es mit der Hand auf. Kanas Augen weiteten sich, doch er hatte sie unglaublich überrascht mit diesem Manöver. Der Kerl versuchte ihr mit einem heftigen Aufprall das Schwert aus den Händen zu schlagen, doch Kana hatte jahrelange Übung mit Schwertern und wehrte die Attacke ab. Mehr schlecht als recht, denn mit diesem Verteidigungsmanöver hatte sie sich eben zusätzlich noch die Hand verletzt, doch zumindest hatte sie ihr Schwert noch in Händen! Sie spuckte ihm vor die Füsse. "Mistkerl!", kommentierte sie seine Tat von eben, doch dieser liess sich nicht auf ein Gespräch ein, sondern ging zum nächsten Schlag über. Die zwei lieferten sich einige schwertschwingenden Schlagabtausche, während Jiyu im Hintergrund seinen Sohn behandelte. Kana wich aus, genau so, wie sie auch austeilte, nur war sie darauf ausgelegt, ihren Gegner langsam zu töten. Immer wieder kamen dort und hier ein paar Schnittverletzungen hinzu und je mehr er blutete, desto näher kam er seinem Ende ... Es war eine lange, aber durchaus effektive Art zu kämpfen, da Kana ansonsten nicht die Kraft besass und somit einen grossen Nachteil hätte. So glich sie diesen aus.
Mit einem Sprung nach hinten wich sie einem heftig schwingendem Schlag gegen ihren Schwertarm aus, doch ihr Feind setzte ihr nach. Schneller als erwartet - zu schnell! Kana hob ihr Schwert, doch der Kerl hatte eine Finte angetäuscht und fügte ihr eine tiefe Fleischwunde an ihrer rechte Seite in Brusthöhe zu. Da sie den Arm gerade angehoben hatte, hatte es glücklicherweise nur ihren Körper getroffen und ihr Arm blieb somit unverletzt, dennoch kam die Weisshaarige nicht umhin, einein schmerzverzerrten Gesichtsausdruck aufzusetzten und ein Aufstöhnen zu unterdrücken. Die Kopfgeldjägerin rammte ihm geschwind das Knie in den Magen. Eine Aktion, die mit mehr Kraft womöglich mehr bewirkt hätte, aber es hatte ihn genug stark abgelenkt. Kana holte zu einem Schlag aus - zum finalen Schlag, denn an dieser Stelle reicht auch ein saubrer, nicht allzu tiefer Schnitt um den Gegner zu töten. Ihre Klinge beschrieb einen Halbmond und zerteilte die Haut und das Fleisch samt Kehle am Hals ihres Gegners. Feines, warmes Blut spritzte ihr entgegen. Der Blick ihres Gegners änderte sich schlagartig und er starb mit einem unglaubwürdigen Gesichtsausdruck, denn anscheinend konnte er es noch nicht einmal in der letzten Sekunde glauben, dass er eben gestorben war. Mit einem dumpfen Aufprall landete sein Körper plump auf dem Boden. Er war tot. Kana keuchte leise und hielt sich die linke Hand an ihre Fleischwunde seitlich ihres Oberkörpers. Sie taumelte einige Schritte zurück, bevor ihr linkes Bein nachgab und sie auf ihren Hintern fiel. Auf Aufstöhnen begleitete den Anblick, bevor sie etwas in sich zusammensank und sie ihr Schwer aus ihren Fingern gleiten liess. Blut verklebte ihre Haare und veranlassten einige Haare in ihrem Gesicht zu kleben. Es fühlte sich eklig an, in diesem Augenblick hatte sie jedoch völlig andere Sorgen, denn etwa im selben Augenblick, in dem Kanas Bein nachgegeben hatte, hatte Jiyu nach ihrem Befinden gefragt und anscheinend hatte er auch die Wunde an ihrem Bein gesehen. Kana lachte heiser auf und nickte leicht. "Du kannst sie dir gerne ansehen, natürlich.", erklärte sie dann und blieb einfach an Ort und Stelle sitzen, ohne auf seine Andeutung einzugehen, sich neben ihn zu setzten. "Wie geht es Okuri? Ich hab' ihn etwas erwischt mit meiner Attacke ... Aber er dürfte es überlebt haben. Was den Kleinen nicht umbringt, macht ihn stärker, nicht wahr?", sie entschuldigte sich nicht dafür, auch wenn es ihr tief im Innern irgendwo leid tat, dass sie ihn ebenfalls getroffen hatte, denn das war eigentlich nicht ihre Absicht gewesen.

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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   Do Okt 03, 2013 9:44 am

Erst jetzt fiel Jiyu auf, dass Kana nicht nur an ihrem Bein blutete sondern eine gefährliche Fleischwunde auch an der Brust hatte. Murmelnd rutschte der weißhaarige Mann näher an die Frau und musterte kurz ihr Gesicht. Sie wirkte stabil, auch wenn es mit Sicherheit nur eine Frage der Zeit war bis es ihr nicht mehr so gut ging. Dafür war jedoch der Iryônin da, obwohl er derzeit selbst eine blutende Wunde an der Rippenseite hatte. In seinen Augen jedoch nichts, wodurch er sterben würde. Denn ein Körper besaß durchaus genug Blut um nicht gleich den Löffel abzugeben. Dennoch war der Mann nach der langen Reise und der Behandlung seines Sohnes etwas erschöpfter als gedacht, sodass er bereits gedanklich damit spielte das der einfachste Weg ein Krankenhaus war. Zunächst schob Jiyu jedoch den Stoff ihres Beines nach oben und blickte die freigelegte Wund an. Dann sammelte er das grüne Heilchakra in seiner Hand und fuhr damit prüfend hinweg. Er wollte wissen ob die Verletzung möglicherweise noch tiefer ging als sie gerade sahen. Tatsächlich war die Schädigung etwas schlimmer als er dachte, sodass seine Lippen sich zu einem freudlosen Gesicht verschoben. »Ich habe den Kleinen stabilisiert – es war etwas aufwendiger als gedacht. Sein Herz hat geflimmert, eine dumme Eigenschaft von seiner Erkrankung. Deswegen ist er bewusstlos geworden«, erklärte Jiyu so souverän wie möglich und wirkte in dem Augenblick eher wie ein Arzt der, der Mutter des Kindes erklärte das ihr Junge über die Runden kam. Viel zu tief saß die Erkenntnis das er gerade fast seinen Sohn verloren hätte – wiedermal. Diese Begebenheit wiederholte sich in letzter Zeit viel zu oft.

Jiyu atmete leise durch die Nase durch und bündelte sein Heilchakra um die Verletzung langsam zu behandeln. Es war tatsächlich etwas umständlicher und verbrauchte einiges an seinen Chakrareserven. Die Prozedur ging nur langsam voran, was unteranderem daran lag, dass einige Sehnen der Muskeln zerteilt waren. Dennoch kam er auch nicht sonderlich weit, weil er sich gleich danach näher an ihren Körper schob und die Verletzung an ihrer Brust musterte. »Danke, dass du uns beschützt hast«, sagte er dann und legte gemächlich seine Hand auf ihre Brustseite um die Wunde mit seinen Händen soweit es ging zu schließen. Immerhin sollte die Blutung aufgehalten werden, damit sie nicht noch mehr davon verlor. Dummerweise spürte er inzwischen seine eigne Wunde schmerzhaft Pochen, sodass er nach wenigen Minuten die Behandlung kurz abbrach und die Hand tastend über seine eigne Seite schob. Er berührte warmes Blut und musterte dann seine Finger eingehend. »Ich weiß… du wirst es für eine dumme Idee halten… aber wir sollten in ein Krankenhaus. Tsukigakure hat eines der besten. Deine Verletzungen sind bei weiten noch schwerer als gedacht… und es würde sicher einiges an Zeit beanspruchen… es wäre kein Problem normalerweise… .« Mit einem tiefen durchatmen ließ er die Hand sinken und fuhr mit seinem warmen Heilchakra über seinen Unterarm entlang um wenigstens dort die Wunde relativ schlecht zu schließen. Tatsächlich hatte ihn die Prozedur mit seinem Sohn, der Kampf, die ermüdende Reise und auch die Behandlung von Kana gerade einiges an Kraft gekostet. Ihre Wunden waren jedoch mehr notbedürftig behandelt worden. Es ging bestimmt noch immer besser.

Geplanter TBC: Tsukigakure Krankenhaus [wenn du magst können wir direkt hinspringen und überspringen den Weg : )]

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Kaminishi Kana
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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   Do Okt 03, 2013 3:36 pm

Da Kana sich nicht bewegte und einfach sitzen blieb, mühte sich Jiyu zu ihr hin und sah sich ihre Verletzung an ihrem Bein an. Es war eigentlich überraschend, wie schwer ihnen diese nichtssagenden Banditen zugesetzt hatten. Kana war selbst überrascht, wie schlecht sie sich geschlagen hatte. Das bedeutete entweder, sie war wahnsinnig unachtsam gewesen, die Feinde waren stärker als erwartet oder aber sie war schlechter als gedacht in dem, was sie tat. Kana schloss aus Prinzip letzteres sofort aus, da sie schon viel zu lange mit ihrem Schwert kämpfte und mit Sicherheit normalerweise nicht gegen irgendwelche dahergelaufenen Banditen verlieren würde. Während Jiyu die Verletzung an ihrem Bein behandelte, erklärte er ihr, dass er seinen Sohn ausser Lebensgefahr gebracht hatte. Anscheinend hatte seine Herzkrankheit wieder eingesetzt, die der Junge schon von Geburt an hatte.
Tatsächlich spürte sie langsam, wie ihre eigenen Schmerzen grässlich begangen zu brennen und zu ziehen. Es war sehr unangenehm, aber sie war noch nie die Sorte Frau gewesen, die sich davon gleich unterkriegen lassen würde. Sie verzog lediglich das Gesicht etwas und starrte Jiyu relativ böse an - unabsichtlich versteht sich, einfach weil es ihr richtig beschiessen gerade geht.
Dann bedankte er sich bei ihr, dass sie sie beschützt hatte, was von Seiten Kanas her nur ein fast schon abfälliges Schnalzen mit der Zunge ergab. "Dank mir nicht, vor kurzem wolltest du mich noch umbringen.", sagte sie und schenkte ihm einen sarkastischen Blick, er wusste mit Sicherheit, dass es ihre typische Art war, mit Dank umzugehen, denn sie wusste nie so recht, wie sie darauf reagieren sollte. Dann beendete er die Behandlung an ihrem Bein und rutschte noch ein Stück näher. Es war ihr etwas unangenehm, dass er so nah an sie heranrutschte, aus einem Grund, den womöglich beide mehr vewirrt hätte, hätte sie ihn laut ausgesprochen. Aber sie blieb sturr sitzen und liess ihn auch ihre Brustseite behandeln. Dummerweise schien Jiyu aber bereits stark angeschlagen zu sein, die Behandlung von Okuri musste ihn viel Chakra und Kraft gekostet haben, so konnte er keine der Behandlungen zu Ende führen und auch sich selbst nur notdürftig verarzten. Er erkläte, dass es womöglich besser wäre, in ein Krankenhaus zu gehen. Kana fragte sich in diesem Augenblick, warum sie diese Idee für schlecht befinden sollte. Kurzerhand griff sie nach seiner Schulter, stützte sich daran um aufzustehen, griff in der selben Bewegung mit der freien Hand nach ihrem Schwert und steckte es in die Scheide, nach dem sie wieder auf ihren Beinen stand. Kana deutete mit dem Daumen auf Okuri. "Schnapp dir deinen Sohn, dann gehen wir gleich los. Das Zelt und den Rest können wir hier lassen. Ich kauf mir einfach eine neue Ausrüstung.", erklärte sie nüchtern, bevor sie tief durchatmete und mit ihrem Handrücken das Blut mehr schlecht als recht aus ihrem Gesicht wusch. Aber als sie bemerkte, dass es nicht wirklich gross half, liess sie es einfach bleiben. Mit Sicherheit würde man sie im Krankenhaus irgendwie etwas sauber machen. Und so brachen sie auf ... Auch wenn Kana eher schlecht zu Fuss war, da ihr Bein noch immer schmerzte, aber zusammen legten sie den übrigen Weg nach Tsukigakure zurück und kamen auch schon bald im Krankenhaus an, nach dem sie durch das Tor von Tsukigakure geschritten waren.

tbc: Krankenhaus von Tsukigakure

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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   Do Jan 23, 2014 10:03 am

TBC von: 1. Friedhof von Konohagakure
2. Übernachtung mit Akane
3. Beginn: Mehrere Tage nachdem Ereignis in Konohagakure

Wie lange dauerte diese Reise bereits? Insgesamt war der Jônin aus Tsukigakure inzwischen knappe 6 – 7 Monate unterwegs gewesen. Er hatte einige Menschen auf seiner Reise kennengelernt und konnte durchaus sagen, dass sie ihn bereicherte. Natürlich lag seit einer längeren Zeit etwas schwerer in der Luft. Auch wenn er Konohagakure nicht alleine besuchte und dabei eine nette junge Frau in Begleitung hatte, schien der Abschied doch etwas schwer zu fallen. Akane war sehr nett gewesen und hatte ihn daran erinnert, wie frei man sein konnte wenn man keinem Dorf angehörte. Dennoch kehrte er zurück in seine Heimat. Tsukigakure. Für dieses Dorf hätte er vermutlich alles geben. Seine Seele, seine Ehre und sein Leben. Tatsächlich spürte er eine gewisse Vorfreude auf etwas ruhigere Tage und dem Gefühl die Beine in seinem Büro hochlegen zu können. Das sich dort so viel verändert hatte, würde er sich in seinen schlimmsten Träumen nicht vorstellen können. Oder zumindest glaubte er, dass dort alles dem geregelten Gang lief. Itsuki ließ seinen Blick über die weite Ebene der Graslandschaft gleiten, die er bereits so unglaublich oft entlang gelaufen war, dass er jede Ecke auswendig kannte. Ob Hikari oder Saphier ihn vermisst hatten? Vielleicht waren sie bereits der Auffassung gewesen, dass er dem Dorf den Rücken zugekehrte oder sie vertrauten darauf, dass er wiederkam. Eigentlich sprach er bei dieser Reise von wenigen Monaten die er weg sein würde. Viele Dinge waren jedoch passiert und er war schlussendlich viel zu lange an manchen Orten geblieben. Die Reise hatte ihn verändert und ihm etwas wiedergeben was er längst vergaß. Lebensfreude, aber auch die Erkenntnis das sein Leben so vergänglich war, dass er keine Zeit hatte länger zu trauern. Gerade der Tod von Hana hatte ihm gezeigt, dass er viel zu sehr versäßen darauf war etwas zu vermissen, anstatt etwas mehr zu genießen das er hier noch lebte.

Itsuki blickte kurz in den Himmel hinauf und musterte dabei den Sonnenuntergang. Lange würde er zumindest nicht mehr unterwegs sein. Inzwischen schmerzten seine Füße und der kühle Wind ließ ihn frösteln, obwohl er recht robuste Kleidung trug. Vermutlich war er wirklich viel zu lange unterwegs gewesen und hatte verpasst das hier bereits mögliche Winterliche Stimmung herrschte. Sein Haus war bestimmt bereits eingestaubt. Gemächlich wandte er seinen Blick zu Seite und starrte auf den schwarzen Wolf der an seiner Seite dahin trottete. Das Gebiet um Tsukigakure war immerhin ziemlich gefährlich, sodass er sich auf das Gespür seines Wegbegleiters verließ ihn rechtzeitig zu warnen. Der Wolf schien jedoch genauso unmotiviert wie sonst zu sein. Er ließ nur immer wieder seinen Blick von recht nach links wandern und gähnte zwischendurch träge. Wie immer. Itsuki schwieg jedoch darüber und erinnerte sich kurz daran zurück wie er Kokoro kennengelernt hatte. Seine Frau Rin besaß den Kuchiyose bereits seit sie zum Chûnin wurde. Damals war er jedoch eher ein Welpe gewesen und noch recht tollpatschig. Inzwischen gehörte er jedoch Suki und begleitete ihn in seinen einsamen Momenten überall hin. Ein treuer Wegbegleiter!
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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   Do Jan 23, 2014 6:04 pm

First Post

Das Ziel war klar.
Riina beobachtete aus guter Entfernung ihre Zielperson. Mit ihrem Umhang bedeckt kauerte sie in einem Gebüsch und war schier eins mit den Schatten geworden. Ihre bleiche Haut mochte sie noch verraten, hätte sie sich nicht selbst etwas mit Dreck eingerieben im Gesicht und schwarze Handschuhe angezogen. Ihr langes, blondes Haar hatte sie sich hochgesteckt und unter der Kapuzte versteckt, welche sie sich einfach übergezogen hatte und natürlich zum Umhang dazugehörte.
Ihr Ziel war Senju Itsuki. Schon seit er von Konohagakure aufgebrochen war, hatte sie ihn verfolgt und ihn beobachtet. Deswegen war sie so gut. Sie brauchte zwar generell meist etwas länger für ihre Aufträge, dafür studierte sie ihre Beute zuerst, nutzte ihre Schwächen und beseitigte sie dann genau so, wie es ihr Auftraggeber gerne hätte. Lautlos und unauffällig oder mit viel Tumult, jedoch ohne dass sie in Verbindung gebracht werden konnte. Generell genoss sie deswegen viel Aufmerksamkeit gerade im Untergrund. dort kannte man jedoch weder ihr Gesicht noch ihren echten Namen. Immer lief sie mit einer Maske vor Mund und Nase und der Kapuze dort rum, traf sich nur so mit ihren Auftraggebern. Was die Leute wussten, war nur, dass sie eine begabte Samurai war. Wenn sie in ihrer Rolle der Shizuno Emi war, dann war sie jene Samurai, die in den Schatten wandelte, war sie sich selbst, Miyahara Riina, war sie in den Gefielden der Shinobi eine Zivilistin, die zu ihrem Schutz ein Schwert mit sich führte und halbwegs damit umgehen konnte. Mehr nicht. Das war der beste Schutz, denn sie sich hätte wünschen können. Keiner kannte sie und doch war sie in vierlerlei Munde. Bei diesem Gedanken lächelte Riina leicht und zupfte ihre Kapuze zurecht. Riina hatte ausserdem auch den Wolf bemerkt. Dagegen hatte sie ebenfalls etwas gehabt. Um ihren Geruch zu überdecken, hatte sie sich mit Dreck und allerlei anderen Dinen eingerieben, die nach 'Natur' stanken und nicht nach einer menschlichen Person. So war es auch dem tierischen Begleiter des Senju unmöglich, sie ausfindig zu machen ... Oder zumindest ziemlich schwer.
Langsam schlich sie im am Rande des angrenzenden Waldes weiter. Itsuki war relativ weit weg, er befand sich auf der weiten Graslandschaft, für sie war er derzeit nicht grösser als eine Spielfigur, die man in Händen halten konnte, dennoch war es ihr auch möglich, ihm von hier aus zu folgen. Einen gewissen Abstand musste sie sowieso einhalten. Riina hielt kurz inne, ihre Hand verharrte auf ihrem Schwert, bevor sie kurz stehen blieb und nachdachte. Langsam war es an der Zeit, ihrem Plan konkrete Züge zu verleihen. Sie sollte sich diesem Mistkerl näher, der Kumogakure so sehr zugesetzt hatte. Zwar schien er keine Tiere zu verachten, dennoch hatte er nichts für die Menschen übrig, die einst in diesem Land gelebt hatten und das war mindestens genau so schrecklich. Man hatte ihr beschrieben, wie grausam er vor den Toren Tsukigakures gewütet hatte. Wie er die ehemaligen Kumo-Nins abgeschlachtet hatte. Ja, genau diese Worte hatte ihr Auftraggeber verwendet. Er hatte ihr ausserdem erzählt, dass Itsuki nach Aussen hin der nette Kerl spielte, um seine Leute in der Umgebung um den Finger zu wickeln, während eines Kampfes zeigte sich jedoch seine wahre Natur. Riina hatte gehofft, dass Itsuki auf dem Weg von Konoha nach Tsuki womöglich in einen Kampf verwickelt werden würde. Leider hatte sie kein Glück gehabt und noch länger konnte sie nicht warten. Er wäre bald wieder in Tsuki und dann wäre ihre Chance vertan. Also war es an der Zeit, endlich zu handeln. Sie eilte voraus, lief einiges schneller, als Itsuki und liess ihn dann hinter sich zurück. Mindestens einen Marsch von einer viertel Stunde müsste Itsuki zurücklegen, um sie einzuholen.
Inzwischen befand sie sich ebenfalls auf der Graslandschaft, ganz in der Nähe des Trampelpfades, auf dem Itsuki bald entlang kommen müsste. Dort zückte sie ein Kunai und wischte sich mit einer Handbewegung die Kapuze vom Kopf runter. Ihre grünen Augen musterten das Shinobiwerkzeug. Sie hatte es sich extra für ihren Plan besorgt. Tief atmete sie durch, bevor sie den nächsten Akt ihres Planes umsetzte. Sie verletzte sich selbst. Zuerst an ihrem linken Oberschenkel, eine Stichwunde. So, dass sie gut wieder verheilen würde, so, dass sie auch von alleine hätte gehen können - unter Schmerzen, versteht sich - dennoch würde man ihr sicher glauben, wenn sie die arme, schwache, verletzte Frau spielte, die Hilfe benötigte. Zusätzlich fügte sie sich noch einen netten Schnitt an der Wange zu, um es glaubhaftiger zu gestalten. Sie würde behaupten, dass sie von einem Samurai angegriffen wurde. Itsuki wird es ihr sicher glauben ... Sie hatte sich zumindest eine - für sie - ziemlich glaubhafte Geschichte ausgedacht. Dann setzte sie sich auf den Boden und starrte gelangweilt in die Richtung, aus der Itsuki kommen sollte. Würde er in ihre Sichtweite kommen, würde sie sofort übergehen und ihr Schauspieltalent unter beweis stellen. Nun blieb nur noch zu hoffen, dass es klappte! Sollte er ihr nicht glauben, würde sie ihn schlichtweg einfach töten, ohne grosses Aufsehen.

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Sometimes I feel I'm betraying my memory, this time it seems that I'm losing the fight. Finding it hard to be consciously part of life, that's when awareness and dreams start to separate. My train of thoughts got lost somewhere along the way. I'm chasing shadows that cross on my path, repeating visions that dance faster than my mind. Can't stop the rain casting shadows on my parade. --------------

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BeitragThema: Re: [Tal vor Tsuki] Weite Graslandschaft   Do Jan 23, 2014 7:50 pm

Wie immer ließ sich der Senju alle Zeit der Welt um nach Hause zu kommen und schlenderte einfach müde durch die Graslandschaft vor Tsukigakure. Bald würde er sich unter seine Decke kuscheln können und etwas Ruhe von der Reise finden. Am nächsten Tag plante er dann Hikari aufzusuchen, damit sie informiert wurde das er endlich wieder ins Dorf zurückkehrte. Möglicherweise bemerkte die Kage seine Ankunft bereits, auch wenn sich Itsuki sicher war das sie noch etwas warten konnte. Seufzend rieb er sich über den verspannten Nacken hinweg und warf dabei einen kurzen Blick zu seinem trägen Wegbegleiter der seine Ohren immer wieder von einer Seite zur nächsten bewegte. Offensichtlich hörte er viele Geräusche. Einiges Rascheln, aber nichts was ihn alarmierte. Zumindest wusste Suki immer wenn er in Aufruhe war. Gerade wirkte er jedoch eher so als würde er beim Laufen einschlafen. »Du kannst dich gleich ausruhen«, erklärte der Senju freundlich und fuhr dabei kurz über den Kopf des Wolfes. Eine Gestik die ihm zeigen sollte, dass er noch durchhalten sollte. Der Wolf warf ihm dabei einen verkniffenen Blick zu. »In meinem Körbchen? Stellst du mir ein Fressnapf hin?«, fragte er bissig und streckte leicht die Schnauze empor um zu zeigen, dass er sich für etwas Besseres hielt. »Sehe ich aus als wäre ich dein Schoßhund? Ich sollte in deinem Bett schlafen… und du auf dem Boden«, stellte der Vierbeiner fest und schnupperte kurz am Boden um einen Geruch wahrzunehmen den er jedoch nicht kannte. Es war eigentlich nicht besonderes. Hier kamen so viele Menschen vorbei, dass er nicht ansatzweise wusste um wem es sich hierbei handelte. Also vergaß er es wieder.

»Du schläfst in meinem Bett… es ist mit Dir ziemlich eng… du erinnerst dich?« Itsuki warf ihm einen kurzen Blick zu, der ihm vielsagend sagen sollte, dass er gefälligst aufhören sollte sich zu beschweren. Immerhin war er ein Wolf! Und Wölfe gehörten normalerweise sicher nicht ins Bett! Kokoro schnaubte und tapste langsam weiter, bevor er in der Ferne eine Gestalt erkennen konnte. Sofort streckte er die schwarze Nase etwas mehr empor und richtete wachsam seine Ohren auf das Objekt. Wer war das? »Hmm… ich rieche Blut. Wir sollten aufpassen. Nicht das wir noch kurz vor dem Dorf überfallen werden. Du weißt doch… die Kumos sind seit neusten besonders Aufmüpfig«, scherzte das Tier und schlich sich dann wenige Augenblicke später seitlich in ein Busch hinein. Es verschwand vom Weg und schien leise einen anderen zu suchen. Falls das Objekt nämlich feindlich war, konnte er ein Überraschungsangriff starten. Itsuki blieb jedoch ruhig und schüttelte den Kopf. »Warum geht nur jeder davon aus, dass alles was man auf einem einsamen Pfad findet… gefährlich ist«, säuselte er leise vor sich hin und schlenderte dann gemächlich auf die Person zu. Von weiten bereits hob er die Hand. Ein Zeichen zur Freundschaft. »Guten Abend! Ziemlich einsam in diesem Gebiet – nicht wahr?« Itsuki war ein Meister im Smalltalk führen und grüßte grundsätzlich eigentlich jeden Menschen der ihm über den Weg lief. Man kannte ihn wirklich gut in Tsukigakure. Der Mann der immer stehen blieb für jeden.
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