Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch

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Hokusai Tenzou
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BeitragThema: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   Fr Jun 09, 2017 11:00 pm


Missionsteilnehmer:
- Sarutobi Ringo (Teamleiterin)
- Hokusai Tatsuhi (Beobachter)
- Yamanka Inochi (Teammitglied) (NPC)

Missionsbeschreibung:
hier

Status der Mission:
aktiv

Part I: Die Auskundschaftung (aktiv)
Part II: (folgt)
Part III: (folgt)
...
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Hokusai Tatsuhi

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BeitragThema: Re: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   Fr Jun 09, 2017 11:37 pm

Es war ein warmer Sommertag. In mitten eines Waldes kam ein Mann langsam zum stehen und ließ seinen Blick gemächlich im Halbkreis wandern. Seine Augen musterten dabei einige Stellen in der Umgebung und huschten dann auf seine Karte zurück. An der Ecke dieser klebte ein Notizzettel, auf dem in feiner Schrift stand:

- Ort des Geschehens: In der Nähe des alten Wasserschreins.

Tatsuhi ließ seine Augen auf den roten, einkreisten Bereich seiner Karte wandern und betrachtete diesen kurz eingehend. Er war sich nicht ganz sicher, ob er sich gerade wirklich an der richtigen Stelle befand. Den kleinen Wasserschrein aus Holz und dem Krug in der Mitte, war ihm sofort aufgefallen. Es handelte sich dabei um eine kleine Gedenkstätte für Reisende. Dennoch hatte er das Gefühl, dass die Aussage der Reisenden äußerst unpräzise war. Der Samurai hasste unpräzise Aussagen und Vermutungen. Genauso wie er es hasste, wenn sich eine Gruppe erst um 9:00 Uhr für einen Auftrag traf. Er stand bereits um 5:00 Uhr auf, trainierte, aß und war um 7:30 Uhr abmarschbereit gewesen. Da er eh davon ausgegangen war die Ermittlung eigenständig vorzunehmen, verließ sich der Samurai nicht auf die Kollegen von Konohagakure. Im Gegenteil. Er hatte schon etwas Recherchearbeit geleistet und sah sich den Ort des Geschehen etwas genauer an. Blöderweise verschwendete er die meiste Zeit damit, dass er mittels einer Karte den abgelegenen Ort im Wald fand. Die Region um Hi no Kuni war für ihn einfach nicht geläufig genug um sofort zu wissen, wo sich der „alte Wasserschrein“ befand. Vermutlich verschwendete er die meiste Zeit damit diesen Ort hier zu finden, nur um festzustellen das rein gar nichts an diesem Ort besonders war.

Der Samurai ging langsam weiter und blieb an einem Baum stehen. Ein paar Kratzer gingen dort entlang. Wie von einem wilden Tier, dass den Baum nur ausversehen streifte. Tatsuhi zog sich dunkle Handschuhe über und betrachtete den Kratzer näher. Von außen musste es äußerlich merkwürdig aussehen, wie er dicht vor dem Baum gelehnt stand und diesen anstarrte. Zudem trug er eine eher traditionelle Kluft, die den Samurai sehr nahekam. In einem Gürtel hing sein Katana und Wakizashi. Mit einem leisen Seufzen richtete er sich wieder auf und zog sein Notizblock hervor. Mit einem Bleistift kritzelte er dort rauf.

- Welches wildes Tier hat 5 Klauen?

Sein Kopf richtete sich daraufhin wieder nach oben, um ein paar weitere Spuren zu erkennen. Allerdings stempelte er gedanklich den Tatort dazu ab, dass hier ein wildes Tier wütete. Mehr jedoch auch nicht. Vielleicht hatten die Wanderer etwas geraucht oder Drogen genommen? Er musste dringend nachfragen, ob es dazu passende Tests gab. Von Monstern einer solchen Art hatte er einfach noch nie gehört und konnte sich nicht vorstellen, dass sie jemals zu einer Lösung deswegen kommen würden.


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Sarutobi Ringo
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BeitragThema: Re: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   Sa Jun 10, 2017 5:29 pm

Ich rieche Käse.
Ah? Den guten Akimichi-Käse?
Den schlechten Käse. Käse, der aus dem Kopf eines Bürokraten getropft, auf den Tisch geplatscht und als Tinte ins Papier eingezogen ist.
Das klingt eklig.
Ringo präsentierte Inotachi den Schrieb, welcher den Auftrag umriss, und tippte auf die Aufzählung von Team-Mitgliedern. Inotachi stützte sich leicht auf die Knie, während er las. Er klickte mit der Zunge. Der Käse hat immerhin einen erlesenen Namen.
Der Samurai, der im Dorf als Diplomat, hatte nicht nur durch pure Anwesenheit für Aufmerksamkeit gesorgt. Sein schlichtes Dasein hätte dafür genügt, ohne Frage, doch sein Name ließ die Ohren der Leute förmlich wachsen und nadelspitz werden. Hokusai. Ringo rollte das Papier wieder ein, stopfte es in ihre Hüfttasche.
Sei auf der Hut, verstanden? Die Sache könnte ein Test sein. Eine Gelegenheit zum vorgetäuschten Verbrüdern mit dem Feind.
Inotachi stellte sich wieder gerade hin. Oh, ich habe eh schon genug Brüder. Keine Sorge, ich halte meine Zunge im Zaum, wenn er irgendwas fragt. Er vollführte eine wedelnde Geste. Meiner Zähne Gehege seie fest verschlossen, komme Hagel, Sturm oder Schnee.
Denke einfach eine Millisekunde nach, ehe du irgendetwas sagst.
Die zwei Chuunin setzten sich in Bewegung zum Tor. Dort sollte sich das Team versammeln, doch Ringo hatte Inotachi bereits etwas früher, nahe des Yamanaka-Anwesens, abgepasst und dem Schwarzhaarigen den Schrieb unter die Nase gehalten. Am Tor angekommen, fanden sie "ihren" Samurai nicht vor, doch die Wache im Häuschen lehnte sich hilfreich über die Theke und wies ihnen den Weg, den der Samurai genommen hatte.
Dieser Beobachter-Samurai ist schon unterwegs.
Dies schluckte Ringo eher quer, Inotachi wars egal. Er klopfte der Sarutobi auf den Rücken. Schau nur, der Schatten des Dorfes eilt uns voraus!
Maul.

Sie machten Tempo. Die beiden Konohas schossen mit Höchstgeschwindigkeit durch das Geäst der Baumkronen und hetzten dem Tatort entgegen. Dem Wasserschrein. Beide kannten diesen Ort von Familienausflügen, die sie sogar gemeinsam unternommen hatten. Ringo erinnerte sich vage daran, während der kleinen Andacht von Inotachi mit Eicheln beworfen worden zu sein.
Am Tatort fanden sie den Samurai.
Jeder Hokusai, dachte Ringo bei dem Anblick des Kriegers, der gerade einen Baumstamm untersuchte, ist wohl so ein Brocken. Wie nun das erste Zusammentreffen gestalten? Sich gelassen geben, unterwürfig vielleicht? Die Beschreibung der Mission sicherte Ringo das Kommando zu, doch vielleicht wollte der Samurai auch nur dabei zusehen, wie sich eine Kunoichi anmaßte, ihm Befehle zu geben, und dann seinen Rang ins Spiel bringen. Sein Titel schlug im ärgsten Falle schließlich alles andere.
Dann machen wir wohl erstmal auf Schön Wetter, hm? Inotachi, über Telepathie direkt in ihrem Kopf. Sie schnaubte, und zwar hörbar, während sie vom Ast sprang und so hart wie möglich auf dem Waldboden landete.
Neun Uhr, sprach sie mit durchgedrücktem Rücken und entschlossener Stimme, am Tor. Das war Uhrzeit, das war Treffpunkt. Sie schöpfte Kraft tief aus dem Unterbauch, um ihre Worte felsenfest werden zu lassen. Sie sollte klingen, als stünde sie unmittelbar davor, einen Eimer wüster Beschimpfungen über ihrem Gegenüber auszukippen. Nicht hier, nicht jetzt.
Sie hörte Inotachis telepathisches Stöhnen, während sie vorwärts schritt und wenige Meter vor dem Samurai zum Stehen kam. Sie kam ihm gerade so nah, dass sie nicht den Kopf in den Nacken legen musste, um Blickkontakt herzustellen.
So macht man das hier. Beim nächsten Mal macht Ihr auch mit?
Scheiße, mein Nacken wird kalt vor Schweiß.
Vielleicht stirbst du jetzt.
Diese Stimme war nicht Inotachi, sondern ein gewisser Anderer, der diese Entwicklung begrüßen würde.
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Hokusai Tatsuhi

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BeitragThema: Re: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   Sa Jun 10, 2017 11:47 pm

Der Samurai richtete sich gerade auf als ein dumpfes Geräusch hinter ihm zu hören war. Er spitzte die Ohren und warf einen beiläufigen Blick über seine Schulter hinweg. Als er die Konohagakure Shinobi erkannte, setzte er jedoch nicht dazu an sich herum zu drehen. Stattdessen kniete er sich noch einmal hin und betrachtete die Spuren vor sich interessiert. Die Frau des Teams ergriff das Wort und schien ihm vermitteln zu wollen, dass er nicht zu der vereinbarten Zeit am Treffpunkt war. Er konnte in ihrer Stimme eine gewisse schärfe erkennen und fragte sich, ob sie gerade versuchte ihn zurecht zu weisen. Tatsuhi stieß leise die Luft hervor und drückte sich langsam nach oben. Gleich danach wandte er sich herum. Eine Hand lag locker auf seinem Katana, während er kurz die Frau von oben bis unten musterte. Sie musste jünger als er gewesen sein und schlug einen solchen Tonfall an? Tatsuhi schwieg kurz und ließ sie aussprechen, während sein Pokerface durchweg auf ihrem Gesicht lag. Er wusste es sehr gut, wie er jemand in Grund und Boden starren konnte. Wie sollte er auf ihre Worte reagieren? Der Samurai entschloss sich für den diplomatischen Weg. Immerhin wollte er ihnen noch ein paar Antworten entlocken.
„Erfreut Euch kennen zu lernen“, erwiderte er auf ihre Worte, ohne wirklich darauf eingehen zu wollen, was sie eigentlich sagte. Er trat gemächlich noch ein paar Schritte auf sie zu und blieb so vor ihr stehen, dass sie gezwungen war ihren Nacken nach hinten zu legen. Natürlich war es eine bewusste Handlung, um ihr mit seiner Größe etwas entgegen zu treten. „Bei uns stellt man sich normalerweise zuerst vor…“, erklärte er und wusste in dem Moment natürlich wer sie war. Eigentlich gab es einiges das er über Ringo wusste. Sie war eine Jinchuriki des Dorfes und ehemalige Schülerin des Hokage gewesen. Zudem war sie eine Zeitlang Missing gewesen. Es war also recht fragwürdig, warum ein solcher Mensch eine so große Verantwortung auf den Schultern trug. Vielleicht konnte er ihr noch etwas aufs Zahnfleisch fühlen? Tatsuhi schob sie an der Schulter beiseite und ging an ihr vorbei.
„Aber Frauen fallen ja eh gerne mit der Tür ins Hause.“ Er blieb vor einem anderen Baum stehen und betrachtete ihn kurz. „Es ist deswegen vollkommen in Ordnung… einem Teammitglied zu erklären, dass er nicht mehr überpünktlich, zuvorkommend und vorrausschauend handeln soll.“ Der Samurai winkte mit der Hand ab. „Ich werde beim nächsten Mal am Treffpunkt natürlich warten. Ganz pünktlich und brav, so wie es in Konohagakure üblich ist.“ Die letzten Worte klangen fast schon etwas abwertend. So als wären die Shinobi alles nur Marionetten, die keinen eignen Willen besaßen. Er wandte sich herum und blickte zu der Frau.
„Also, Ms., wie soll es weiter gehen?“ Natürlich fragte er nicht, weil es ihn interessierte, sondern rein heraus um zu sehen, ob sie eine Ahnung hatte, wie sie hier vorgehen sollten. Immerhin hatte er sich schon umgesehen.
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Sarutobi Ringo
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BeitragThema: Re: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   Mo Jun 12, 2017 2:12 pm

Gut an der Sache: Jeder Anwesende hatte noch seinen Kopf auf den Schultern. Der Samurai bestätigte das Klischee vom Schwertschwinger, der nach Belieben Hälse durchtrennte, schonmal nicht. Dafür gab er sich gänzlich unbeeindruckt, was Ringos Auftreten anging, und drehte die Sache so, als seien die Shinobi - und eine mit der Tür ins Haus fallende Kunoichi besonders - die Unhöflichen, und nicht er, der seine Verabredung am Tor ignoriert hatte.
Und er fand es in Ordnung.
Er fand es in Ordnung, dass Ringo ihn unhöflich wegen völlig einwandfreiem Verhalten maßregelte, weil sie eine Frau war. Und nur deswegen? Seine Parade auf Ringos Attacke war die Schlimmste, nämlich untermauert von purer Selbstgewissheit. Diese Entgegnung war wie eine Wand, an der man nicht hochklettern konnte. Oder?
„Ich werde beim nächsten Mal am Treffpunkt natürlich warten. Ganz pünktlich und brav, so wie es in Konohagakure üblich ist.“
So sprach er, noch immer den beiden Shinobi den Rücken zudrehend, und es lag der Hauch von Abwertung in der Stimme, welche Ringo dazu trieb, Kletterhaken in diese Wand schlagen zu wollen! Sie würde -
...
Der Samurai drehte sich um.
Die Kunoichi, die ihn gerade so herrisch angepflaumt hatte und den Kopf in den Nacken legen musste, um zu ihm aufzuschauen, lächelte ihn an. Es war ein ganz herrliches, offenes, entschuldigendes Lächeln, und voller Ergebenheit senkte sie erst den Kopf, dann den ganzen Oberkörper zu einer tiefen Verbeugung.
Zunächst geht es weiter, sprach sie sanft und richtete sich wieder auf, mit der Vorstellung, welche ich unabsichtlich unterschlug. Dies war ungehörig von mir, und ich bitte zutiefst um Vergebung. Mein Name ist Sarutobi Ringo, mein Kamerad ist Yamanaka Inotachi, und wir sind Chuunin. Dazu abgestellt, mit Ihnen zusammen diesen Fall zu untersuchen. Ich hatte mich schon so auf eine Begegnung gefreut, da war ich enttäuscht, Euch nicht am Tor schon begrüßen zu dürfen, und das hat mir irgendwie den Kopf verdreht. Verzeihung, tausend Male Verzeihung.
Inotachi stand derweil übrigens steif und stockstill. Perfekt ausbalanciert, den Kopf leicht gesenkt. Die Hände vor sich gefaltet... und nur ein Kenner würde darin das Fingerzeichen des Shintenshin erkennen. Denn im letzten Moment, ehe sich Tatsuhi wieder umgedreht hatte, war Inotachis Geist in Ringo gefahren hatte für sie übernommen. Nun flutschte er geschmeidig und geschickt wieder in seine eigene Haut zurück.
Ringo blinzelte; sie lächelte noch immer, wie es ihre Gesichtsmuskeln gar nicht gewöhnt waren, zu lächeln. Sie schüttelte sich ein wenig wie unter einer kalten Brise, ehe sie sich wieder fing - und einen bösen Schulterblick zu Inotachi warf. Doch als sie sich wieder umwandte, lächelte sie wieder. Sie war sauer wegen des Shintenshin, würde sich vor dem Samurai jedoch nicht anmerken lassen, übernommen worden zu sein.
Unser erster Schritt wäre für gewöhnlich die Erkundung der Gegend, sprach sie bedächtig, Doch Ihr habt Euch wohl schon umgeschaut. Habt Ihr etwas Interessantes gefunden? Oder habt Ihr Eure Zeit mit dem Beten am Schrein ver...bracht? Vertrödelt hatte sie sagen wollen, doch am Ende würde Inotachi noch komplett für sie übernehmen. Verdammter Anstands-Wauwau, wenn man so wollte. Und hätte ein Beobachter die ganze Wahrheit mit dem Shintenshin gewusst, hätte dieser wohl angemerkt, dass Inotachi auch ein süßeres Mädchen abgeben konnte als Ringo selbst, rein von der Wortwahl her.

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Hokusai Tatsuhi

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BeitragThema: Re: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   Mo Jun 12, 2017 10:40 pm

Der Samurai wandte sich wieder zu der Frau herum und blickte sie mit einem undurchdringlichen Blick an. Er schien nicht lange diskutieren zu wollen und schon gar nicht erklären zu wollen, warum er nicht auf Konohagakureshinobi wartete. Gerade erwartete er schon, dass er sich eine hitzige Diskussion mit der Jinchuriki leisten würde, als diese völlig unerwartet, mit sanfter Stimme, zu sprechen anfing. Tatsuhi runzelte die Stirn und versuchte zu erkennen, ob sie es gerade sarkastisch meinte. Ihre übertriebene Freundlichkeit war doch fast anmaßend- oder nicht? Meinte sie es wirklich ernst? Es war fast schon etwas traurig, dass er die klischeehaften Beweise, dass Jinchuriki hitzig waren, nicht bestätigen konnte. Es hätte ihm gut gefallen seinem Bericht etwas Würze zu verpassen.
Ihm blieb nichts Anderes übrig als sich ihre zu dick aufgetragene Begrüßung an zu hören. So dick, dass er augenblicklich etwas die Schultern straffte. Tatsuhi räusperte sich etwas und nickte.
„Nun denn – ihr seid nun hier“, erklärte er mit einer etwas ruhigeren Stimme, auch wenn er noch immer so klang als wäre er ziemlich steif. „Ich denke ich kann darüber hinwegsehen, dass unsere erste Begegnung etwas… anders verlief.“ Es klang schon etwas arrogant zu behaupten, dass jemand anders die Schuld bei so etwas trug. Er selbst hätte den Fehler natürlich nie bei sich gesehen und auch nie bei sich gesucht. Wieso sollte es auch falsch sein sich schon einmal die Umgebung anzusehen? Tatsuhi war nicht hier um gemütlich die Eier zu schaukeln, sondern um wahrlich ein paar gute Berichte an den Kaiser zu verfassen. Dieser genoss es natürlich das Drama aus seinen Zeilen zu lesen. Es bestätigte dann nur die These, wie schrecklich Shinobidörfer waren und wie gut es war sie unter Kontrolle zu behalten.

Tatsuhi sah es eigentlich sehr ähnlich. Er hatte aber auch nie andere Ansichten kennengelernt. Es war jedoch äußerst unwahrscheinlich, dass er sich gegen die Entscheidung des Kaisers wendete. Immerhin war er sehr loyal. Der Samurai wurde wieder aus den Gedanken gerissen als die Stimme von Ringo sich bedächtig zu Wort meldete. Er wandte sich herum und musterte sie kurz. Ihr Tonfall klang etwas anders als davor. Eigentlich wollte er niemand der ihm in den Hintern kroch, aber die Frau von eben hatte ihm etwas besser gefallen. Diesen Gedanken hätte er jedoch sofort revidiert, wenn er wüsste, dass hinter dieser Show eigentlich Inotachi stand.
„Ich habe einiges interessantes gefunden“, erwiderte Tatsuhi verkniffen und nickte mit dem Kopf auf einen Baum hinter sich.
„Einige Spuren wirken, wie die von einem Tier… aber mir fällt kein Tier ein, dass in der Region lebt, dass solche Spuren hinterlässt“, erklärte er und blieb dann direkt neben dem angedeuteten Baum stehen. Seine Augen huschten über den Stamm hinweg.
„Gibt es Berichte von ausgebrochenen Tieren in der Gegend? Irgendetwas besonderes?“ Tatsuhi griff wieder die Karte aus seiner Tasche und betrachtete diese. Fast so als wäre er nun der selbsterklärte Anführer dieser Gruppe. „Wir sollten das nahegelegene Dorf noch einmal verhör… fragen.“ Ja, das Wort verhören kam ganz schön oft in seinem Wortschatz vor. Eigentlich wurde jeder von ihm in die Mangel genommen und solange ausgequetscht bis er seine Antworten hatte.
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Sarutobi Ringo
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BeitragThema: Re: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   Sa Jun 17, 2017 10:50 am

Inotachi fühlte sich wie ein wahrer Meister der Inszenierung. Schaut, schaut nur! Alles hört auf mein Kommando! Ein wahrer Yamanaka war er, oh ja. Er war wie ein Junge, der mit Action-Figuren spielte. Wenn er wollte, könnte er Ringo dazu bringen, dem Samurai in die Nüsse zu treten. Oder ihn zu küssen. Muhahaha! Ja, er war ein wenig übermütig angesichts der Situation, deren Wogen er so erfolgreich geglättet hatte.
Der Samurai plätscherte jedoch bereits wieder im bösen Wasser. „Ich denke ich kann darüber hinwegsehen, dass unsere erste Begegnung etwas… anders verlief.“ Neue Wellen. Inotachi stellte sich darauf ein, Ringo erneut zu stoppen, doch die Sarutobi zügelte sich bereits selbst. Sie presste angesichts dieser Freundlichkeit kurz die Lippen aufeinander, verkniff sich jedoch eskalierende Sprüche. Sie hatte eine Verantwortung, und ihre Laune war nach der kleinen Shintenshin-Zwangspause wieder etwas abgekühlt. Oder zumindest teilte sich der Frust nun gleichmäßig zwischen Inotachi und Tatsuhi auf. Da war einfach nicht genug Pulver, um sie explodieren zu lassen.
Gemeinsam betrachteten sie nun die Spuren, welche der Hokusai gefunden hatte. Krallenspuren an einem Baum. Anzahl, Tiefe der Schlitze und Abstand zueinander deuteten wirklich nicht auf heimische Wildtiere hin.
„Gibt es Berichte von ausgebrochenen Tieren in der Gegend? Irgendetwas besonderes?“
Negativ. Ringo trat an den Baum heran, nahm einen Notizblock heraus und legte eine leere Seite auf den Krallenabdruck. Mit einem Bleistift pauste sie die Spur ab. Sie war so groß, dass Ringo mit einem Blatt nur die Hälfte des Abdrucks erwischen konnte und ein weiteres Blatt benutzen musste. Keine Meldungen von verloren gegangenen oder ausgebüxten Raubtieren. Doch dies muss nichts heißen. Sie hielt beide Blätter nebeneinander, um das Gesamtbild der abgepausten Klauenspur zu prüfen, und nickte zufrieden. Doch angesichts von Kuchiyose muss dies ja auch nichts heißen.
Tatsuhi hatte derweil eine Karte hervorgeholt. Offenbar interessierte er sich für eines der nahe gelegenen Dörfer.
„Wir sollten das nahegelegene Dorf noch einmal verhör… fragen.“
Die höfliche Korrektur war etwas zu deutlich, um überhört zu werden. Ringo warf dem Samurai einen neugierigen Blick zu. Jawohl, bestätigte sie dann einfach.
Inotachi war derweil am Boden auf Spurensuche gegangen. Er zeigte auf. Die Spur ist bereits ziemlich verwittert, doch eine grobe Richtung kann man wohl noch erkennen. Er trat an Tatsuhi heran. Darf ich auf die Karte sehen? Danke. Ah, ja... ich glaube, was auch immer wir suchen, ist sogar ungefähr in Richtung dieses Dorfes verschwunden.
Ringo betrachtete die Fußabdrücke. Durch Wettereinflüsse war die Form schon zu verlaufen. Doch die Tiefe überraschte sie: Die Spur war relativ flach. Das Wesen konnte nicht übermäßig schwer sein. Zumindest war es nicht massig genug, um kleine Krater in den Boden zu stampfen. Wie groß mochte es sein? Wie ein Bär? Wie ein Berglöwe? Wie ein Mensch? Doch es hatte Klauen wie Fleischerhaken, und laut Zeugenaussage sogar Saugnäpfe. Das Bild, das sich in Ringos Kopf ergab, war wirr.
Erkundigen wir uns, sprach sie sachlich und blickte zu Tatsuhi. Wie schnell könnt Ihr reisen... Hokusai-san? Den Namen des Samurai betonte sie besonders. Wünscht Ihr ein Reittier? Oder glaubt Ihr, mit rennenden Shinobi mithalten zu können?
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BeitragThema: Re: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   Mo Jun 19, 2017 9:27 pm

Es gab also keine Tiere die ausgebrochen waren. Tatsuhi hätte sich auch wirklich gewundert, wenn es so gewesen wäre. Er stutzte dennoch als Ringo von Kuchiyosen sprach und blickte langsam rüber zu der blondhaarigen Frau. Mit einem Seufzen griff er sich an die Stirn und schüttelte den Kopf.
„Deswegen sollte man solche Tiere auch nicht unter ein Vertrag stellen um sie rufen zu können“, sagte er und schien damit nur eine Sache des Shinobisystems anzweifeln zu wollen. Das es möglicherweise Samurai auch gab, die Kuchiyose besaßen, ließ er einfach außen vor. Es war eigentlich nicht üblich für sie, aber er konnte es nicht gänzlich ausschließen. Fazit war, dass diese Verträge einfach nicht gut waren. Um allerdings ein paar Information aus der Umgebung zu sammeln, schlug Tatsuhi zunächst einmal vor das sie sich das Dorf vornehmen sollten. Natürlich drückte er es etwas höflicher aus. In dem Moment meldete sich auch Inotachi zu Wort, der eine Zeitlang am Boden gehockt hatte und sich die Spuren näher betrachtete. Dann trat der Kerl neben ihn und wollte unbedingt auf seine Karte sehen. Tatsuhi zeigte sie ihm und wartete ab. Die Spuren, die sich der Kerl eben angesehen hatte, waren für ihn nicht eindeutig genug gewesen. Sie sahen aus wie Spuren, die möglicherweise von einem Dorfbewohner stammten – aber nicht von einem Tier. Erneut wanderte sein Blick hinab auf den Boden und er versuchte zu erkennen, um was für eine Spur es sich handelte. Er tat den Gedanken ab. Ob Spur oder nicht – sie mussten das Dorf wenigstens fragen.
„Sag ich ja“, verkündete der Samurai. „Wir müssen ins Dorf.“ Es klang fast so als wäre er auf die Idee gekommen, dass die Fußabdrücke zu dem Dorf führen würden. Als wäre er derjenige, der ihre Mission zum Erfolg brachte. Natürlich wusste Tatsuhi, dass er die Spuren nicht ganz so gut erkannt hatte wie Inotachi. Er faltete die Karte zusammen und steckte sie wieder ein. Im selben Moment sprach ihn Ringo an und fragte nach, wie schnell er reisen konnte und fügte hinzu ob er ein Reittier benötigte. Langsam hob sich seine Augenbraue.
„Mein Pferd steht noch in Konohagakure. Wenn ihr dorthin noch einmal zurück wollt, nur zu… ich werde schon einmal zu Fuß los gehen“, säuselte er. Wieso fragte sie ihn überhaupt, ob er sich ein Reittier wünschte? Sollte er sich eines aus dem Hintern ziehen? Natürlich stellte er es auch so hin, dass er nicht davon ausging selbst sein Tier zu holen, sondern Ringo – Fußvolk -zu schicken. Woher er diese Arroganz nahm? Sie war ihm in die Wiege gelegt worden. Gehörte wohl zu ihm, wie seine Ohren und Nase. „Ich bin gut zu Fuß, also los geht’s!“, rief er schon von etwas weiter weg und fing an langsam zu joggen. Er war vermutlich nicht ganz so schnell wie die Shinobi, aber er war auch nicht gerade langsam. Seine Ausdauer konnte sich sehen lassen… solange hier nicht Staub oder Sand rumflog. Bei seiner Allergie würde er wohl eher röchelnd am Boden liegen und sich wünschen, dass er nicht gleich abkratzen würde!
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Sarutobi Ringo
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BeitragThema: Re: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   Sa Jun 24, 2017 10:55 am

Es war nicht das erste Mal, dass Ringo mit Samurai zu tun hatte. Vor einer ganzen Weile, rund ein Jahr war das schon her, war sie in der Hauptstadt des Feuerreiches gewesen und hatte dortigen Samurai Tricks und Taktiken der Shinobi vermittelt. Als Tatsuhi nun die Kuchiyose kommentierte, fühlte sie sich daran erinnert.
Gewisse Dinge sollte man nicht tun. Man sollte nicht Heimlichkeit und Verkleidungen und Gift setzen gegen Katana und Duelle. Samurai waren nicht naiv, doch sie waren ehrenhaft und darin über alle Maßen ehrlich. Der rituelle Selbstmord, dann und wann auch unter Shinobi vorkommend - wie im Falle des Weißen Fangzahns, dem Vater des berühmten Hatake Kakashi - war unter Samurai weit, weit verbreiter. Im Grunde war das Bild des Samurai als unbeugsamer Krieger, der in der Niederlage tapfer das eigene Leben beendet, sogar verbreiteter als der Samurai, der siegte und lebte. Wenn man an Samurai dachte, dachte man daran... dass sie aufrecht starben, für eine Sache, an die sie bis zuletzt glaubten.
Dem gegenüber stand das Konzept der Shinobi, der auf tückische und verschlagene Weise erzielte Erfolg. Die Ideale waren Welten voneinander entfernt.
„Sag ich ja“, verkündete der Samurai nun. „Wir müssen ins Dorf.“
Ringo blinzelte kurz die Nachdenklichkeiten fort. Konzentration aufs Wesentliche. Ironischerweise bot sie kurz darauf an, Tatsuhi ein Reittier beschaffen zu können. Er verstand den Wink jedoch nicht oder dachte einfach nicht daran, dass sie damit das unerwünschte Kuchiyose meinte. Stattdessen lehnte er ab, auf seine eigene Art.
Ringo schaute zu Inotachi, als der Samurai bereits in Bewegung war und den Pfad entlangtrabte. Das mit dem Pferd war kein Befehl, oder?
Nein, habe ich nicht so verstanden.
Dann ist ja gut. Sie biss sich in den Daumen, bis Blut floss.
Einen Moment später konnte Tatsuhi das Getrappel von Hufen hören, allerdings waren es Unbeschlagene. Zwei gesattelte Spießböcke mit cremefarbenem Fell holten ihn ein. Inotachi ritt ganz standartmäßig und erfreute sich an dem Fortbewegungsmittel, die Augen fest auf den Pfad gerichtet. Er sang dabei halblaut ein Lied. Hey, hey, hey - Ich bin der Goldene Reiter...
Ringo dagegen saß im Damensattel, was bedeutete, dass sie seitlich auf dem Rücken ihres Reittieres hockte. Natürlich wandte sie sich dabei Tatsuhi zu. Es wirkte fast ein wenig zuuu gemütlich.
Ich wiederhole, Hokusai-san, sprach sie, die Hände in den Schoß gelegt. Wünscht Ihr ein Reittier? Obgleich ich bedauerlicherweise keinen Vertrag mit Eurem Pferd habe, könnte ich Euch doch zumindest eine Alternative anbieten.
Sie saugte kurz an ihrer Unterlippe. Sollte sie noch nachschieben?
Und Verzeihung - ich falle wieder mit der Tür ins Haus, wie man es von einer Frau erwartet - aber ist Euer Pferd vielleicht weiß? Ich mag Schimmel nämlich. Rhetorische Pause. Wie man es von einer Frau erwartet.
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BeitragThema: Re: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   Di Jun 27, 2017 7:40 pm

Ein Samurai ging wohl grundsätzlich nicht davon aus, dass er sich abhängig von einem Kuchiyose machte. Ein solcher Vertrag war für Tatsuhi wahrlich nicht denkbar. Das lag wohl daran, dass die Gefolgschaft des Kaisers alles etwas anders handhabte. Gerade auch er wurde so erzogen, dass die Techniken der Samurai das höchste und heiligste waren. Jetzt, wo Tatsuhi öfters mit Shinobi zu tun bekam, stieß er immer wieder auf viele Neuheiten. Für einen traditionellen Mann, wie er es war, schien es im ersten Moment fast etwas magisch zu sein. Dennoch gehörte er auch zu den neugierigen Menschen. Obwohl sich sein innerer, traditioneller Samurai dagegen sträubte das er diese „magischen Dinge“ bewunderte, so konnte er sich inzwischen nicht mehr dagegen wehren, dass er eine gewisse Bewunderung dafür hegte.
Jemand sang.
Die Stimme, so leise sie auch war, nervte Tatsuhi bereits in den ersten Sekunden, wo sie angefangen hatte. Wenig später erkannte er Inotachi, der auf einem Tier saß. Es waren schöne Tiere, dass musste er sich eingestehen. Als aller erstes fragte sich der Samurai jedoch woher diese stammten. In einer fast dämlichen Langsamkeit wurde ihm dann bewusst, dass sie einen Kuchiyosevertrag haben musste. Er war sich sicher gewesen, man würde nur Monster damit rufen. Natürlich wollte er seinem sturen Samuraikopf beibehalten und zunächst einmal das Angebot ausschlagen.
„Schon in Ordnung. Ich benötige kein Reittier. Samurai reiten normalerweise auf Pferden“, erwiderte er joggend und betrachtete noch einmal das Tier auf dem Ringo saß. Die Frau saß in einer fast eleganten Position im Sattel. Er nahm ihre Worte sogar ziemlich ernst, dass sie als Frau auf weißen Schimmeln stand.
„Nicht ganz unüblich von einer Frau auf weiße Pferde zu stehen… es symbolisiert die Reinheit, die eine Frau ausstrahlen sollte“, erwiderte er. Der Satz klang fast wie aus einem Buche auswendig gelernt. „Und nein, mein Pferd ist schwarz. Allerdings mindert es nicht, die beeindruckende Stärke.“ Pferde waren wohl wie Luxusgüter mit denen man prahlen konnte. Ein goldener Ring am Finger mit besonderen Diamanten drinnen.
Tatsuhi griff nach der Karte in seiner Seitentasche und zog sie heraus. Im Laufen warf er einen flüchtigen Blick drauf. Er drehte die Karte etwas und betrachtete dann den Maßstab von dieser.
Der Samurai blieb stehen.
„Es gibt wohl Tage an dem muss ein Samurai wohl Ausnahmen machen… ein Reittier würde mir sehr zusagen.“ Das nächste Dorf war ziemlich weit weg – aber das lag wohl an der Umgebung. Das Dorf war für diese Umgebung wohl sehr nahe. Der Samurai blieb stehen und wartete... .

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BeitragThema: Re: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   Fr Jul 07, 2017 5:37 pm

Ja, mit Samurai konnte man wahrlich gut über Pferde reden. Fast so gut wie über Schwerter. Und der Hokusai-Samurai war stolz auf sein Pferd. Wohl ein wahres Schlachtross, eh?, lautete ihre Antwort, die zugegebenermaßen mit ein wenig Heuchelei daherkam. Sie überlegte nämlich gleichzeitig, was sie von der Geschichte mit der Reinheit ausstrahlenden Frau halten sollte. Gut, es war ein traditionelles Bild... offenbar mochte er das. Und natürlich ist das Pferd eines wahren Mannes ein Rappe. Vielleicht gefielen ihm die Gegensätze zwischen Mann und Frau. Eine gut markierte Grenze, wie zwischen den Farben Schwarz und Weiß.
Während sie erwog, ihn direkt darauf anzusprechen, zog der joggende Tatsuhi eine Karte der Umgebung hervor. Ringo hob leicht eine Augenbraue, das Kinn auf die Hände und die Ellenbogen auf die Knie gestützt, und verbarg ihre aufkommende Schadenfreude hinter einer neutralen Maske. Ah, nun stellt er fest, wie weit es wirklich bis zum Dorf ist. Gleich würde er stutzen, mürrisch und geschlagen dreinblicken, dann stoisch den ganzen Weg hindurch wetzen und verstohlen schaufen und keuchen...
Er stutzte.
Er blieb stehen.
Ringo, überrascht davon, gab Kabibak ein Kommando zum Halten und musste sich kurz am Sattelknauf festklammern, weil sie den Damensitz kein bisschen gewohnt war und der sich ohnehin nicht für abrupte Manöver eignete. Der Spießbock bremste scharf ab und drehte sich Tatsuhi leicht zu, während dieser das Undenkbare tat. „Es gibt wohl Tage an dem muss ein Samurai wohl Ausnahmen machen… ein Reittier würde mir sehr zusagen.“
Ringo starrte ihn an, als hätte er sich soeben in ein sprechendes Pferd verwandelt. Er tut WAS? Er schluckte seinen Stolz herunter?! Es verschlug ihr einen Moment lang die Sprache, denn dieser Entschluss war so völlig unerwartet gewesen... Ähm, machte sie, ehe sie ihren bereits angeritzten Daumen leicht drückte und erneut Blutstropfen hervorrief. Na... natürlich. Nach geschlossenen Fingerzeichen erschien erst eine Rauchwolke, dann kam eine weitere, gesattelte Oryx-Antilope zum Vorschein. Sie war sogar etwas größer und muskelbepackter als Kabibak.
Kapipak, sei ein Weilchen das Streitross des Samurai, sprach Ringo zu dem Tier, wobei sie ihm aus dem Sattel heraus auf die Schnauze klopfte. Sie nickte Tatsuhi zu, nach wie vor sichtlich erstaunt, und ließ Kabibak dann wieder in Gallopp ausbrechen.

Zur Mittagsstunde erreichten die drei Reiter das Dorf.
Die Spur des Monsters war schon seit einer Weile nicht mehr zu verfolgen gewesen; zu sehr hatte sich die Fährte mit den Spuren des alltäglichen Reiseverkehrs vermischt, und seltsamerweise war noch etwas später überhaupt kein Hinweis mehr auf monströse Fußabdrücke zu finden gewesen. Sie hatten gesucht und gesucht, konnten jedoch nicht schlau daraus werden, weshalb sie mangels Möglichkeiten wieder das Dorf ins Visier nahmen. Es lag schließlich nach wie vor in ungefährer Marschrichtung der Bestie, zumindest laut den letzten Spurensichtungen. Und Einheimische nach Beobachtungen zu befragen, war besser, als ziellos im Wald herumzurennen. Die Dörfler kannten die Wälder und bewegten sich täglich in ihnen; sie jagten das Wild und fischten in den Seen, sammelten Pilze und Früchte und Nüsse und Honig. Sie waren ein ganzer Haufen potenzieller Augenzeugen.
Das Eintreffen der zwei Konoha-Nin und des Samurai erzeugte natürlich Aufsehen. Einige Dörfler duckten sich scheu in Hauseingänge oder verdünnisierten sich unauffällig ganz, andere - vor allem Kinder - starrten neugierig auf die Fremden.
Ringo wandte sich an Tatsuhi. Da wären wir, sprach sie das Offensichtliche aus. Interessiert daran, wie sich der Samurai mit gewöhnlichem Fußvolk so schlug.
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BeitragThema: Re: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   Di Jul 11, 2017 8:42 pm

Der Samurai hatte entgegen aller Erwartung kein männliches Pferd. Normalerweise verzichteten Samurai auf weibliche Pferde, weil diese deutlich kleiner waren. Dennoch besaß Tatsuhi dieses Pferd schon seit es ein Fohlen war. Er hatte das Pferd damals großgezogen und eine enge Bindung aufgebaut. Während vielleicht andere Pferde durch Feuer sprangen, weil sie Angst vor den Sporen besaßen, sprang sein Pferd, weil es ihm vertraute.
„Es ist wahrlich ein Schlachtross. Ich kann es Euch gerne zeigen, sobald wir wieder in der Stadt sind“, erklärte er und schien damit nur auf eine gewisse Prahlerei abzuzielen. Es war nicht unüblich das Samurai untereinander damit prahlten, wie teuer und reinrassig ihre Pferde waren.
Diesmal musste er jedoch auf sein Pferd verzichten und nahm zu aller Überraschung das Angebot an das Reittier von Ringo gestellt zu bekommen. Er war zwar arrogant, aber diese Arroganz hatte noch nicht sein Hirn gefressen. Sie würden wegen ihm doppelt so lange brauchen, wenn er kein Reittier besaß. Dann konnten alle guten Beweise längst über den Berg sein.
Der Samurai trat näher zu Kapipak. Er betrachtete das Tier kurz. Dann streckte er seine Hand hin, damit dieses an ihm schnuppern konnte. Zu Tieren war der Samurai merkwürdig sanft. Mit der Hand streifte er der Antilope kurz über die Schnauze und begab sich dann auf den Rücken von ihr.

Gemeinsam mit den anderen ging es los in Richtung des Dorfes. Auf dem Weg dorthin versuchten sie immer wieder Hinweise zu dem „Monster“ zu finden von dem alle sprachen. Sie fanden nichts, wodurch nur das Dorf für sie noch in Frage kam. Ansonsten mussten sie diesen Einsatz vielleicht abbrechen.
Nachdem sie im Dorf ankamen, blickte Tatsuhi zunächst über die Einwohner hinweg. Zuerst spielte er mit dem Gedanken auf dem hohen Ross sitzen zu bleiben. Erneut warf er seine Arroganz über Board und rutschte von dem Rücken der Antilope runter. Er tätschelte dem Tier vorsichtig die Schulter. Ein paar Kinder kamen näher. Tatsuhi wusste das er selbst nicht die Einsatzleitung besaß, aber dennoch blieb er nicht erst lange stehen und besah sich das Schauspiel. Stattdessen ging er an den Kindern vorbei und steuerte auf einen Erwachsenen zu. Eines der Kinder wuschelte er noch durch die Haare. Eine Gestik, die irgendwie vermitteln sollte, dass er nichts Böses vorhatte. Wer Kindern nichts tat, würde anderen auch nichts tun. Bei einem Erwachsenen stehen geblieben, begutachtete er diesen kurz mit seinem Blick. Verbeugen tat er sich jedoch nicht. Fußvolk blieb nun einmal Fußvolk.
„Hallo werter Herr, gibt es hier ein Dorfoberhaupt mit dem man sprechen kann?“, erkundigte er sich dann. „Wenn ja, geleitet uns zu ihm.“ Es war keine Bitte. Es klang eher wie ein Befehl. Vielleicht etwas harsch, aber Samurai waren noch immer Samurai.
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BeitragThema: Re: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   Sa Jul 22, 2017 11:31 am

Der Samurai war offenbar sehr nett zu Tieren. Und ebenso zu Kindern, wie Ringo feststellen durfte, als sie im Dorf ankamen und Tatsuhi aus dem Sattel glitt. Die ungewöhnlichen Reittiere lockten eine Kinderbande an, durch die sich der Samurai gewissermaßen schieben musste. Dabei tätschelte er einem der Kinder sogar den Kopf.
Er hätte auch durchwalzen können wie ein Hirte durch seine Schafe. So hatte Ringo es schon gesehen - und sogar wildere Geschichten gehört von Samurai, die auf ihren Stand noch viel, viel mehr Wert legten und auch schon zum Schwert griffen, wenn sie sich nicht entsprechend behandelt fühlten. Die Sarutobi blieb auf dem Rücken Kabibaks sitzen, als die Kinder begannen, den Spießbock zu streicheln. Erst zaghaft, dann mutiger und eifriger.
Streicheln ja, Ziehen und Zwicken nein, erklärte Ringo ihnen mit strenger Miene und verfolgte aus dem Augenwinkel, wie die Kontaktaufnahme ablief.
Tatsuhi sprach einen der erwachsenen Bewohner an, der sich selbstredend schon tief verbeugte, noch ehe der Samurai das erste Wort auch nur ausgesprochen hatte.
Sofort, Herr!, rief der Mann aus, kam mit höchst nervösem Gesichtsausdruck wieder hoch und wollte sich schon in Bewegung setzen. Dann aber hielt er rasch inne und bedeutete dem Samurai, vorzugehen. Bitte, nach Euch, Herr. Zu dem Haus mit dem roten Dach.
Der Dörfler fürchtete sich offenbar vor dem Zorn des Samurai, sollte er ihm den Rücken zudrehen.
Ringo nickte Inotachi zu, zog die Beine unter den Körper und stellte sich im Sattel auf. Hab ein Auge auf die Böcke.
Jo. Inotachi nickte und salutierte zackig.
Ringo hüpfte über die Köpfe der Kinder hinweg und landete so leichtfüßig, als hätte sie lediglich zwei Treppenstufen auf einmal genommen. Dann folgte sie Tatsuhi zum Dorfoberhaupt.

Besagtes Dorfoerhaupt war ein alter, verhutzelter Mann, der gerade offenbar eine Teezeremonie für sich allein abhielt. Vor der im Holzboden abgesenkten Feuerstelle saß er und bereitete Pülverchen und Töpfchen zu. Er blickte von seinem Tun auf, als der Dörfler den Samurai und die Kunoichi hereinführte, und verbeugte sich im Sitzen.
Erlaubt mir, Herr, sitzen zu bleiben, erbat er, während seine Stirn fast den Boden berührte. In seiner Stimme schwang weit weniger Furcht mit. Meine Beine machen nicht mehr so mit wie früher, weshalb mir das Aufstehen schwer fällt. Offen gestanden hat es mich bereits volle fünf Minuten gekostet, überhaupt in den Lotussitz zu kommen, und ihn nun wieder... aufzubrechen, würde wohl doppelt so lang brauchen.
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BeitragThema: Re: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   Fr Jul 28, 2017 9:46 pm

Es wäre gelogen, wenn Tatsuhi behaupten würde, dass ihn die besondere Aufmerksamkeit und Nervosität des Mannes nicht etwas gefiel. Er konnte sich noch gut daran erinnern, dass er nicht immer so behandelt worden war. Früher kannte man die Samurai nicht wirklich. Manche dachten sogar sie wären eine dubiöse Sekte. Inzwischen würde man sich nicht einmal mehr trauen in der Nähe eines Samurai das Wort „Sekte“ nur ansatzweise in den Mund zu nehmen. Tatsuhi wäre einer dieser Samurai gewesen, die es jemand übelgenommen hätte. Er trat an dem nervösen Mann vorbei und ging mit großen Schritten voran. Sein Gang war Selbstbewusst. Von außen betrachtet glaubte man Arroganz da drinnen zu sehen. Jeder Mensch, der eine gesunde Körperhaltung besaß, konnte jedoch so einen Eindruck hinterlassen. Tatsuhi lief stets mit durchgedrückten Rücken durch die Welt. Ob Ringo und Inotachi mitkamen, wusste er im ersten Moment gar nicht. Er war so sehr darauf fixiert gewesen voran zu gehen, dass er erst bei dem Haus – in dem wohl das Dorfoberhaupt wohnte – sich nach ihnen umblickte. Kaum hatte er die blondhaarige entdeckt, wandte er sich in das Haus und betrat dieses. Dabei musste er ordentlich seinen Kopf einziehen, um nicht an die niedrige Türhängung zu stoßen. Er schritt langsam voran bis er einen Mann erreichte, der im Schneidersitz am Boden saß. Der Kerl beugte sich weit nach vorne, sodass seine Stirn fast den Boden berührte. Tatsuhi schwieg kurz und beobachtete den Mann etwas näher. Zum Glück war er nicht einer dieser Samurai, die einen alten Mann noch dazu zwangen aufzustehen.
„Bleibt sitzen“, erwiderte Tatsuhi ohne das er selbst eine Verbeugung andeutete. Er war nicht hier um freundlich zu sein, sondern um ein Fall aufzuklären. Statt sich zu setzen, verschränkte er die Arme vor der Brust. Natürlich ignorierte er die Tatsache, dass eigentlich Ringo das Sagen hatte und die Fragen stellte sollte, statt er selbst.
„Wir bleiben auch nicht lange. Ihr habt vermutlich von den Vorfall in der Nähe gehört oder? Wir benötigen Informationen dazu… Theorien oder Details. Gibt es Dorfbewohner die vielleicht ähnliche Sichtungen gemacht haben?“ Er sah fragend drein und warf im selben Zuge noch ein Seitenblick auf Ringo, ob sie noch etwas beipflichten wollte.

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BeitragThema: Re: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   Sa Jul 29, 2017 11:08 am

Schweigend war Ringo dem Samurai gefolgt, und sie schwieg auch weiterhin. Sie erwiderte den kurzen Seitenblick Tatsuhis mit einem kaum merklichen Achselzucken, um zu zeigen, dass sie nichts hinzuzufügen hatte.
Die Hände des alten Mannes werkelten geschickt und routiniert mit den Pülverchen und Töpfchen, während er sprach. Für eine Tasse Tee habt Ihr sicherlich dennoch Zeit. Ich würde mich andernfalls fühlen wie ein sehr unhöflicher Gastgeber. Er ließ grünes Teepulver in zwei rot lackierte Porzellan-Schalen rieseln, ohne hinzusehen. Entweder wußte der Dorfvorsteher ganz genau, was er tat, oder der Tee würde arg bitter werden.
Ihr sprecht sicherlich von den Monstersichtungen, die momentan in aller Munde sind. Ja, wir haben davon gehört und uns daher allesamt geeinigt, dass man in der Dunkelheit besser nicht mehr vor die Tür geht. Vielleicht verlegen wir auch das Sommerfest, auch wenn es sehr schade darum wäre... Nun, Zeugen. Hm. Er nahm ein Kesselchen von der Feuerstelle und füllte die Schalen, anschließend rührte er mit einem Quirl aus Bambus kräftig um. Keine direkten Sichtungen, leider. Oder zum Glück, wie man es eben sehen will. Die jungen Leute erzählen ein paar wilde Geschichten, und seit Beginn dieser unglücklichen Geschichte kommen immer wieder Schaulustige, die es begeistert, in einem Dorf zu übernachten, welches "von grausamen Bestien belagert" wird. Seine Finger vollführten einen dramatischen, zittrigen Tanz, als er von der Belagerung sprach. Die Leute sind komisch heutzutage. Tee! Er hob die beiden Schalen und streckte sie in Ringos Richtung. Hier, kleiner Diener, für deinen Herrn und dich. Ich würde mich ja erheben, doch naja, wie gesagt.
Ringo stutzte kurz, trat dann jedoch vor und griff nach den Schalen.
Oh, du bist ja ein Mädchen.
Ringo nahm dem Alten die Schalen etwas gröber ab als eigentlich beabsichtigt, und reichte eine davon an Tatsuhi weiter. Bitte sehr... Herr.
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BeitragThema: Re: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   Do Aug 10, 2017 9:34 pm

Normalerweise war der Samurai nicht für umschweifende Erklärungen zu haben, aber er sah ein, dass sie die Informationen dringend benötigten. Seufzend ließ sich Tatsuhi in den Schneidersitz sinken und stützte seine Arme auf den Knien ab.
„Ich befürchte das wir auch keine andere Wahl haben“, stellte er halb murmelnd fest und beobachtete, wie das Teepulver in die Porzellan-Schalen rieselte. Um sich nicht darauf zu konzentrieren, wie schlecht der Tee vermutlich schmecken würde, blickte er wieder zu dem erklärenden. Er sprach von den Monstersichtungen in der Gegend, die wohl inzwischen ziemlich berühmt schienen. Schauermärchen, die Leute anzogen.
„Nun, wir sind hier um dieses ‚Märchen‘ aufzuklären“, erklärte er. Der Auftrag kam wohl offiziell von Konohagakure. Allerdings war Tatsuhi auch hier, um die Shinobi zu beurteilen um festzustellen, wie fahrlässig sie mit solchen Missionen umgingen. Sein Blick wanderte dabei zu Ringo, die gerade von dem älteren als Diener angesprochen wurde. Ein breites Grinsen, dass er versuchte zu unterdrücken, zeichnete sich auf seinen Lippen ab.
Als sich dann Ringo zu ihm beugte und ihm die Schale reichte, nahm er sie entgegen. Die Feststellung, dass sie ein Mädchen war, brachte nur ein kleines hüsteln über seine Lippen.
„Du hättest mir ruhig sagen können, dass du eine Frau bist“, stimmte er dem alten Mann zu und unterdrückte dabei den witzelnden Tonfall. Vielleicht war der Mann blind? Man konnte doch anhand der zierlichen Gestalt eindeutig sehen das Ringo eine Frau war?
Tatsuhi trank einen Schluck Tee und empfand den älteren Herren als doch sympathisch. Er stellte bald schon wieder das Schälchen ab.
„Wir sind allerdings nicht hier um Tee zu trinken. Im übrigen ist Sarutobi-san nicht meine Dienerin. Sie ist Dorfshinobi aus Konohagakure und soll den Fall klären.“ Er legte seine Hand auf ihrer Schulter ab (falls sie in der Nähe saß). „Es ist deswegen wichtig, dass wir alle Informationen erhalten. Damit es keine Todesopfer gibt. Kennen sie jemand hier im Dorf der schon einmal direkten Kontakt hatte und mit dem wir reden können? Irgendetwas hilfreiches?“
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BeitragThema: Re: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   Sa Aug 12, 2017 11:17 am

Das Fettnäpfchen des Alten war ein Freistoß für den Samurai. Ringo erwiderte Tatsuhis Gewitzel mit einem Schnauben und Augenrollen, ehe sie sich neben ihm, leicht nach hinten versetzt, zu Boden setzte. Am liebsten hätte sie ihm ja in den Tee gespuckt, doch hier verbot sich diese Art von Rache natürlich. Zum Einen war Tatsuhi selbst zu hoch auf der gesellschaftlichen Leiter, und zum Anderen mochte der Dorfälteste es merken und als üble Respektlosigkeit auffassen.
Der Alte reagierte immerhin peinlich berührt. Er wedelte sich vor den eigenen Augen herum, als stünde dort Nebel, den er verwischen wolle. Verzeiht, meine Sicht ist schon seit Längerem getrübt.
Umso beachtlicher, fand Ringo, dass der Tee wirklich schmeckte. Sie nahm einige Schlucke, während sie dem Gespräch lauschte.
Ich verstehe, erklärte der Alte nach Tatsuhis Ausführungen. Seine Hände ruhten nun auf seinen Knieen. Nun, wie gesagt. Viel Hilfreiches habe ich nicht zu bieten, doch Ihr werdet wohl dennoch diesen Dingen nachgehen. Von daher... ich erwähnte die Schaulustigen, die sich im Dorf einquartierten? Ein Mann namens Masamoto, angeblich ein Großwildjäger aus Kaze no kuni, scheucht momentan die Mädchen des Dorfes mit seiner Anwesenheit auf. Er sitzt im "Dicken Tannenzapfen" - unserem Gasthaus - und plant wohl, die Bestie zu fangen.
Ringo hatte einen Schreibblock hervorgeholt und begann, zu schreiben. Masamoto?
Masa. Moto. Ja. Und ansonsten haben wir noch einen unserer Dorfburschen, Satomaru, der immer wieder seltsame Geschichten erzählt. Gewöhnlich berichtet er allerdings von den Feldzügen der Eichhörnchen-Legionen gegen die Stämme der Spatzen, weshalb ich ihn als Zeugen... nicht empfehle.
Ringos Bleistift kratzte übers Papier. Stämme von Spatzen.
Und Lerchen.
Dies schrieb Ringo nicht dabei. Stattdessen schaute sie Tatsuhi von der Seite an. Tja... welchen davon zuerst?
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BeitragThema: Re: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   So Aug 27, 2017 8:46 pm

Der Samurai erfreute sich noch eine Weile über die Reaktion von Ringo, bevor er seine Aufmerksamkeit wieder auf den Dorfältesten heftete. Er war immerhin nicht hier um die junge Frau bloßzustellen, auch wenn ihn dieser Augenblick sehr belustigt hatte. Während Tatsuhi mit Absicht diesen Spaß riss, schien der ältere Mann wirklich an Blindheit zu leiden. Der Samurai nippte vorsichtig am Tee, der köstlich schmeckte. Es gab wohl Menschen, die mit ihrer Behinderung etwas besser umgehen konnten. Sie waren nun aber wirklich nicht hier für Teegespräche, sodass er noch einmal darauf einging welche Informationen der alte Mann zur Verfügung hatte.
Dieser erklärte ihnen, dass es verschiedene Zeugen gab, die sie befragen konnten. Ein gewisser Masamoto und Satomaru. Das Kratzen des Bleistiftes ließ Tatsuhi nach hinten blicken und auf den Schreibblock spähen. Sie hatte ein paar Dinge mitgeschrieben. Im Moment fühlte sich Tatsuhi ein wenig so als hätte er die Leitung der Mission an sich gerissen und Ringo enthoben. Nachdenklich blickte er hinab.
„Ich habe wenig Lust mich mit einem verrückten zu unterhalten. Wir sollten Masamoto nehmen“, erklärte er nüchtern und blickte dann wieder zu dem älteren Mann zurück. Er trank den Tee mit einem Zug aus und erhob sich langsam.
„Vielen Dank für Ihre Kooperation. Wir werden nun nicht länger ihre Zeit in Anspruch nehmen.“ Tatsuhi deutete ein knappes Nicken an, was wohl ähnlich einer Verbeugung sein sollte. Dann wandte er sich herum und ging Richtung Tür. Sie sollten nicht länger abwarten, bevor Masamoto bereits loszog und die Bestie fangen wollte.
„Im übrigen tut es mir Leid. Falls ich deine Ehre beschmutzt habe. Das war vorhin nicht meine Absicht. Ich werde es im Tannenzapfen mit einem Drink wieder gut machen.“ Tatsuhi sprach es an als hätte er Ringo vor einer Menschenmenge bloß gestellt. Als Samurai wusste man jedoch, dass Ehre groß geschrieben wurde.
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BeitragThema: Re: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   Di Sep 12, 2017 12:07 pm

Während sich Tatsuhi etwas schuldig fühlte, ging es Ringo keineswegs so. Sie hatte von Anfang an erwartet, nicht Leiterin der Mission zu sein, und agierte derzeit aus der bequemen Position einer Assistentin heraus. Sie betrachtete es als ihre Aufgabe, Infos festzuhalten und auf Interessantes zu filtern. Als der Samurai erklärte, mit dem Verrückten nicht reden zu wollen, nickte Ringo knapp und versah den Eintrag mit Eichhörnchen-Legionen und Spatzen-Stämmen mit einem ablehnenden Schnörkel, wogegen der Großwildjäger Masamoto dreifach unterstrichen wurde.
Die Freude ist ganz meinerseits, erklärte der alte Ortsvorsteher derweil, während sich Tatsuhi verabschiedete. Ich trinke so selten Tee mit Samurai. Die meisten wollen sich nichtmals kurz setzen.
Ringo lag ein spitzer Kommentar auf der Zunge, doch sie schluckte ihn rasch wieder runter. Sie leerte ebenfalls ihre Tasse und folgte Tatsuhi, nachdem sie sich verabschiedet hatte. Danke für den Tee. Wir melden uns wegen des Monsters später noch einmal.
Ich werde Euch mit noch mehr Tee erwarten. Besserem Tee obendrein.

Draußen überraschte es sie, als Tatsuhi sich entschuldigte. Ringo blickte aus schmalen Augen zu ihm auf und zuckte mit den Schultern. Solche Witze stören mich nicht, entgegnete sie schlicht - und log dabei. Aber einen Drink nehme ich trotzdem gern.
Nicht weit entfernt hatte Inotachi die Lage offenbar unter Kontrolle. Er führte Kartentricks vor und beschäftigte die Kinderhorde des Dorfes.

Im "Dicken Tannenzapfen" wurde die Junge-Erwachsenen-Horde des Dorfes bespaßt. Und zwar durch niemand anderen als den Großwildjäger und Samurai Masamoto, der gerade eine wilde Geschichte zum Besten gab.
Groß wie eine Scheune war dieses Krokodil, und ein Wasserbüffel hätte komplett in seinen Schlund spazieren können, sprach er gerade und ahmte mit seinen Händen ein zahnbewehrtes Maul nach. Durch Moor und Morast und Mückenschwärme bin ich ihm nachgeschlichen, und dann noch die Hitze. Drei Tage lang auf dem Schleichpfad, doch am Morgen des vierten Tages endlich stellte es sich mir zum Kampf! Mit diesem Schwert rasierte ich ihm über die Schuppen, und die waren jede so groß wie ein Teller und dick wie eine Tür, und mit dem anderen Schwert kürzte ich ihm einen seiner Zähne, sodass ich...
Die Geschichte ging noch ein wenig weiter. Masamoto beschrieb farbig, wie er letztlich im Maul des Monsters stand und dessen Kiefer mit bloßen Händen wieder aufstemmte, um einen seiner Jagdgefährten aus dem Schlund des Monsters befreien zu können. Der arme Zeni, er sollte danach nie mehr der Gleiche sein...

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Bild von Masamoto
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BeitragThema: Re: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   Di Sep 26, 2017 7:11 pm

Sie ließen den alten Mann hinter sich. Tatsuhi hielt ihn noch immer für etwas seltsam, empfand aber den Tee als durchaus freundliche Gestik. Er gehörte zumindest nicht zu den Samurai, die so abgehoben waren, dass sie jegliche Art von Freundlichkeit ausschlugen. Vielleicht war er einmal früher so, aber nach dem Tod seines kleinen Bruders änderte er seine Ansichten auf die Welt ein wenig. Es hätte ihn deswegen eigentlich nichts ausmachen dürfen, dass er Ringo in eine peinliche Situation brachte. Immerhin war sie nur eine Shinobifrau. Dennoch spürte er eine gewisse Reue und ließ es Ringo wissen, dass es ihm leidtat. Er lud sie sogar zu einem Drink ein, was wirklich äußerst selten geschah. Zumindest nicht mit Shinobifrauen. Diese Sorte von Frau gehörte nicht zu den angesehensten in seiner Familie. Die bloße Freundschaft zu einer solchen Person wäre schon ein Vergehen gewesen. Glücklicherweise saß seine Familie am Arsch der Welt und niemand beurteilte sein derzeitiges Verhalten hier.
„Gut, dann ein Drink. Dafür hast du mein Wort.“ Das Wort eines Samurai war immerhin sehr viel Wert, auch wenn es sich dabei nur um ein Drink handelte.
Gemeinsam mit Ringo kam Tatsuhi beim dicken Tannenzapfen an. Nachdem er durch die Tür trat und er den anderen als Samurai erkannte, spannte sich seine Haltung sofort an. Es schien fast so als würde ein Stromschlag durch seinen Körper jagen. Er kniff die Augen etwas zusammen und beobachtete, wie der Mann seine wilden Geschichten erzählte und entsprechende Gestiken dazu machte.
Tatsuhi kam langsam näher und hörte zunächst der Geschichte zu. Bereits anhand der Erklärung wurde ihm sehr schnell klar, dass der Typ ein Poser war. Unter den Samurai ein Mann, der seine großen Taten selbst erzählen musste, damit er Aufmerksamkeit bekam. Wäre diese Tat wirklich so groß gewesen, hätte sie bereits jeder gehört und sie wäre in aller Munde.
Mit einer steifen Mimik trat Tatsuhi an den Tisch des Mannes heran.
„Masamoto?“, erkundigte er sich. „Wir sind hier um ein Gespräch mit Euch zu führen, über das Untier das Reisende angreift.“ Er kam sofort auf den Punkt.

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BeitragThema: Re: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   Fr Sep 29, 2017 6:10 pm

Im Dicken Tannenzapfen war sofort klar, wer ihr Mann war - und Tatsuhi wurde seinem Ranggenossen entgegen gezogen wie eine Motte der offenen Flamme. Seine Mimik war steinern. Offenbar gefiel ihm nur wenig an dem, was er hier zu sehen bekam. Er trat sogleich in Aktion und wandte sich an Masamoto, der erst im letzten Moment aufhorchte. Auch die Horde junger Leute stellte neugierig die Lauscher auf. Wer zwischen den beiden Samurai stand, wich sogar zu den Seiten aus, als gelte es, ihnen wie zwei Stieren aus dem Weg zu gehen.
So? Über das Untier wollt ihr sprechen? Masamoto taxierte Tatsuhi kurz; er wog ab, wer im Zweifelsfalle die Oberhand haben musste. Er kam wohl zu dem Schluss, dass er noch immer unangefochten war, und lächelte freundlich, aber auch eine Spur höhnisch. Das trifft sich ausgezeichnet, mein Freund, sprach er und erhob sich, um anschließend seine Lederrüstung und den Schwertgurt zu richten. Dann sah es fast so aus, als wolle er Tatsuhi umarmen. Wollt Ihr ihm etwa auch den Garaus machen, dem Ungeheuer? Fein, fein! Ich sprach soeben von einem meiner letzten Abenteuer, und wisst Ihr, was mir für mein derzeitiges Epos noch fehlt? Ein treuer Gefährte, genau. Er blickte in die Runde, versicherte sich kurz der Aufmerksamkeit der Zuschauer. Mein letzter Gefährte, der gute Zeni, hatte leider nicht das Nervenkostüm, das man braucht, wenn es um Ruhm und Ehre geht. Ihr jedoch scheint aus anderem Holz geschnitzt. Waffenbruder, Schwertbruder, seid auch mein Jagdbruder!
Er hielt ihm die Hand hin, aufdass Tatsuhi einschlagen konnte.
Ringo schenkte dem Ganzen nur halbe Aufmerksamkeit. Sie war zuallererst zur Theke gedackelt und lehnte sich gerade weit vor. Ich bekomme gleich einen Drink ausgegeben, flüsterte sie der Kellnerin dahinter zu. Was auch immer der Samurai dort für mich bestellt: Bringt mir etwas anderes. Bringt mir etwas, das ich niemals bestellen würde, weil mir schon der Anblick des Preises die Tränen in die Augen treiben würde.
Die Kellnerin hob eine Augenbraue. Du siehst diese Spelunke und erwartest, wir hätten hier so etwas wie jahretausendealten Sake?
Lass dir etwas einfallen.
Ich werde schauen, was sich auftreiben lässt.
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Hokusai Tatsuhi

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BeitragThema: Re: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   Sa Sep 30, 2017 8:23 pm

Die Luft brannte förmlich. Es war immer gefährlich, wenn zwei Samurai aufeinandertrafen. Bei den Schwertkämpfern war das Ego immer größer als die Vernunft. Tatsuhi vernahm zu seinem eignen Genugtun, dass die Horde junger Leute sofort vor ihm zurückwich. Niemand wollte ihm im Weg stehen. Nachdem er vor dem Tisch stehen blieb, legte er seine große Hand auf dem Knauf des Katana ab und blickte mit einem Pokerface in die Mine des anderen Mannes. Er ließ sich nichts ansehen. Weder den Spott, noch den Zweifel an Masamoto. In seinen Augen spiegelte sich nur eine frostige Kälte wieder, die mindestens genauso wenig gutes hieß, wie offene Emotionen. Ein Samurai der sein Gegner gefühlskalt anstarrte, war mit Sicherheit keiner der gleichsam Respekt ihm gegenüber besaß. Als Masamoto sich erhob, rührte sich Tatsuhi kein Stück. Er hasste schon jetzt die selbstgefällige Art des Mannes. Normalerweise wusste Tatsuhi wie man diplomatisch mit einer Situation umging, aber in diesem Augenblick war es ihm völlig egal. Obwohl Masamoto womöglich der einzige Mensch war der ihnen vernünftige Information geben konnte. Es behagte ihn zumindest nicht, dass er ihn Waffenbruder oder Schwertbruder nannte.
„Ich bin kein Fan von Geschichtenerzähler“, erwiderte er nüchtern und ging auch nicht auf die Hand ein, die man ihn ungeniert entgegen streckte. „Ich benötige nur die Informationen. Eine eigene Truppe habe ich schon.“ Tatsuhi behielt nach wie vor die Arroganz, dass er glaubte die Informationen zu bekommen, obwohl er sich etwas Flegelhaft verhielt. Seine Finger streiften dabei deutlich über den Knauf seines Katana als Zeichen dafür, dass er nötigenfalls auch dafür kämpfte. Würde sein Gegner nur ansatzweise versuchen sein Schwert zu ziehen, wäre Tatsuhi der erste der ihm sein eignes an die Kehle halten würde.

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BeitragThema: Re: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   So Okt 01, 2017 10:32 am

Masamoto musste wohl spüren, dass er es hier mit einem gleichwertigen, wenn nicht stärkeren Gegner zu tun hatte. Jedenfalls stockte er einen Augenblick lang in seinen Bewegungen, und seine Mimik erstarrte leicht. Das Berühren des Schwertknaufs verstand er als unausgesprochene Warnung.
Sollte er es auf ein kleines Iaido-Duell ankommen lassen? Wer zog wohl schneller blank? Er würde ein Solches definitiv lostreten, wenn er nun Hand ans Schwert legte.
Nein, Masamoto wollte nicht. Stattdessen hob er beide Hände, die leeren Handflächen Tatsuhi zugewandt, und rief: Hoh, sachte sachte, Kamerad! Wir wollen doch nicht gleich bis aufs Blut gehen an diesem schönen Tag, und das Parkett dabei ruinieren! Er lachte, und nach einem Augenblick lachten die Umstehenden ebenfalls. Masamoto zog daraus wohl Selbstvertrauen. Schön, Ihr seid also kein Jagdbruder für mich. Dann aber ein Konkurrent um die Beute, ja? Auch gut, Rivalen sind immer ganz wunderbar für mitreißende Geschichten! Wer weiß, mein Freund und Gegner, vielleicht rettet der eine dem anderen in einem besonders wilden Moment sogar das Leben! Er machte recht deutlich, wem er welche Rolle zugedachte. Alles andere wäre ja nicht sonderlich ehrenwert, nicht wahr? Und wir werden anschließend voller Ernst einander zunicken und das Können des jeweils anderen anerkennen, ehe wir uns sogleich wieder voller Eifer in die Jagd stürzen, nicht wahr?
Ringo verfolgte das Ganze, den Kopf auf der Theke abgelegt. Pisst doch um die Wette. Ob sie Tatsuhi vorschlagen sollte, den Kerl nach Shinobi-Art aus dem Verkehr zu ziehen?
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Hokusai Tatsuhi

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BeitragThema: Re: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   Di Okt 03, 2017 11:02 am

Die Anspannung wurde gedämpft, nachdem Masamoto seine Hände erhob und ihm zeigte, dass er derzeit nicht auf ein Kräftemessen aus war. Sein gegenüber fing an zu Lachen. Tatsuhi tat es nicht. Er blieb weiterhin kühl und besonnen, während der andere weiterhin redete und sich zurechtlegte, was sie fortan waren. Rivalen? Die Augen von Tatsuhi kniffen sich etwas zusammen als er unverfroren behauptete, dass einer dem anderen das Leben rettete. Er verstand, welche Rolle er dabei einnahm und es gefiel ihm keinesfalls. Am liebsten hätte der Samurai sein Schwert gezogen und es ihm an die Kehle gedrückt, um ihm deutlich zu machen, dass er ihn nicht in aller Öffentlichkeit bloßstellen sollte. Zu denken, dass er – der große Samurai – Hilfe benötigte, war fast schon absurd!
„Ihr redet zu viel“, stellte Tatsuhi fest und straffte ein wenig seine Schulter, während sein Handgelenk inzwischen nur locker auf dem Katanaknauf lag. „Ich bin lediglich hier, um Informationen über die Bestie zu erhalten und nicht auf der Suche nach einem…“, er musterte Masamoto sehr deutlich von oben bis unten, so als müsste er erst für diese Scheußlichkeit ein Namen finden. „Rivalen“, er spuckte es fast heraus als wäre es eine Beleidigung mit ihm zu konkurrieren. „Das hier ist kein Wettkampf. Es geht hier nicht darum ein Wildschwein zu jagen und sich mit dessen toten Pelz zu präsentieren.“ Tatsuhi kniff noch etwas die Augen zusammen. „Es sterben Menschen. Also sagt, was für Informationen habt ihr? Jede Minute, die wir sprechen, könnte die letzte Minute eines weiteren Lebens sein.“
Tatsuhi besaß die unbesiegbare Kraft der „ich verbreite schlechte und ernste Stimmung“. Obwohl er erst 30 Jahre alt war, klangen seine Worte, wie die eines sehr erfahrenen und alten Kriegers. Er war tatsächlich nicht darauf aus besser als der andere dazustehen, sondern nur das zu tun, warum der Auftrag ihn her führte.
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BeitragThema: Re: [B-Rang Mission][Ringo x Tenzou] Auf der Pirsch   Di Okt 03, 2017 3:34 pm

„Das hier ist kein Wettkampf. Es geht hier nicht darum ein Wildschwein zu jagen und sich mit dessen toten Pelz zu präsentieren.“
Masamoto schien von dieser Aussage zutiefst irritiert. Die Vorstellung, dass eine Jagd weder ein Wettkampf war, noch dass er sich am Ende mit einem Pelz präsentieren sollte, schien ihm sehr neu.
„Es sterben Menschen. Also sagt, was für Informationen habt ihr? Jede Minute, die wir sprechen, könnte die letzte Minute eines weiteren Lebens sein.“
Hoooh. Masamoto hob die leeren Hände noch etwas höher. Ihr habt Euren eigenen Sinn für Dramatik, ich verstehe das schon. Doch was erhofft Ihr Euch denn von mir? Dass ich... er wollte sagen "... einem Konkurrenten meine Infos gebe?", doch er sagte: ... hier nur müßig herumhocke und Geschichten erzähle, wenn ich stattdessen längst auf der Pirsch sein und Leben retten könnte? Er wandte sich an sein Publikum. Ich würde euch alle sogleich retten, hier und jetzt, wenn ich könnte!
Es gab allgemeinen Jubel.

Ringo war derweil an ein Fenster getreten, welches in eine Seitengasse hinausführte. Die Kunoichi versicherte sich, dass sie unbeobachtet war, und zupfte sich ein Haar aus. Kritisch betrachtete sie es einen Moment lang, dann öffnete sie das Fenster und pustete es nach draußen.
Das Haar schwebte zu Boden - und verwandelte sich in einen waschbärgroßen Chibi-Bijuu. Das vierschweifige, rot bepelzte Wesen starrte aus gelb leuchtenden Knopfaugen zu ihr empor.
Lauf in den Wald und finde das Ungeheuer, zischte sie ihm zu, Komm erst wieder, wenn du wenigstens eine Spur gefunden hast!
Das Mini-Monster grollte, lief dann aber folgsam los.
Ringo schloss das Fenster wieder, trat an Tatsuhi heran und klopfte ihm gegen den Arm. Soeben hatte Masamoto noch ausgerufen: Käme das Monster genau jetzt durch die Tür, ich würde es für euch alle erschlagen!
Tatsuhi-san?, sprach Ringo den Samurai an, Lasst den da. Wenn er ein Rennen möchte, kriegt er es. Ich habe bereits einen Jagdhelfer losgeschickt.
Oh, ihr habt sogar mehrere Jagdhelfer?
Trinken wir was.

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