Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...

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Inuzuka Hajime
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BeitragThema: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   Sa Jun 24, 2017 7:49 pm

Irgendwo im Randgebiet Hi no Kunis, mitten in einem milden Winter, einige Tage nach dem aktuellen Inplay. Ein kleines, unbedeutendes Dorf von Zivilisten, das von seinem Porzellan lebt, welches es herstellt und von Hand bemalt. Irgendein Reicher verdient sich die Nase golden und lässt die meisten Dorfbewohner dafür bei sich arbeiten, bezahlt sie selbstverständlich nicht wirklich angemessen. Es besitzt einige kleinere Läden, einen Markt, ein größeres Gasthaus und ist alles in allem eher verwinkelt aufgebaut.


Hajime schnaubte leise und starrte in die Dunkelheit der Nacht, die goldgelben Augen davon abhaltend, sich aus Gewohnheit zu schließen. Er stand an einem Fenster, nicht direkt davor, sondern am Rand, sodass er hinaus spähen konnte, aber hinter dem zarten Spitzenvorhang von außen nicht wahrgenommen werden konnte. Seine Schulter lehnte an der Wand, die behandschuhte rechte Hand hing locker herab, die andere steckte in der Hosentasche des Mannes. Vor dem Fenster war nur wenig zu erkennen, es führte raus auf eine der Straßen, die hier so verwinkelt um jedes Haus und dessen Garten führten. Es war eigentlich nahezu unmöglich, überall aufzupassen. Aus diesem Grund hatte er sich darauf verlegt, immer mal wieder durchs Haus zu streifen, leise und ohne Licht. Mitten in der Nacht war er hier in einem Dorf, das er nicht kannte und ihm nichts bedeutete.
Um einen Mann zu schützen, der Schutz vor einem Attentäter gesucht hatte. Seine Geschichte war vermutlich herzzerreißend gewesen, aber eigentlich hatte der Inuzuka nur mit einem halben Ohr überhaupt zugehört. Es war ihm egal, was die Leute von ihm wollten, solang sie nicht die Bösen in der Geschichte waren. Und solang der Preis stimmte. Auch wenn er sein Dorf verlassen hatte und viele das als ehrenlos ansahen, so hatte er zumindest seine Nase nie in all zu zwielichtige Angelegenheiten gesteckt. Auch versuchte er großteils, anderen, ehrlichen, friedlichen Menschen nicht zu schaden. Obwohl er sie deshalb nicht mehr leiden konnte, als andere Personen. Er wollte ihnen nur kein Leid zufügen und sich "ehrlos" verhalten.
Jedenfalls war er auf die Art und Weise bei seiner Durchreise hier gelandet. Der Schwarzhaarige war in dem Gasthaus des Ortes gewesen und hatte sich dort erholt und etwas gegessen. Normalerweise mied er Menschen ja, aber nach den Nervensägen hatte es ihn nurnoch von Konoha fort getrieben, völlig egal, wem er dabei in die Arme sprang. Der Typ, der gerade friedlich in seinem Bett schlummerte, mit Koemi an seiner Seite - die Ninkendame lag vor dem Bett und wachte dort - hatte Hajime angesprochen. Offensichtlich sah er aus, als könnte er irgendwas oder als wäre er zumindest ein Shinobi. Oder Schläger. Jedenfalls hatte er den Auftrag angeboten und nicht all zu viel betteln müssen. Es war eine willkommene Abwechslung von dem Gedanken gewesen, vielleicht doch zu Kana zu reisen und sie zu besuchen. Zu sehen, wie es lief, mit ihrer Tochter?
Abermals schnaubend schüttelte der Missingnin den Kopf. Er wusste selbst nicht, was in den letzten Wochen los war, seit er ihr geholfen hatte und Konoha so nah gewesen war. Es hatte ihn irgendwie dorthin zurückgezogen, weil er plötzlich wieder Sehnsucht verspürte, die er lange nicht gefühlt hatte. Andererseits hatten ihn Abscheu und Unwohlsein wieder fortgetrieben, sodass er rastlos durch die Wälder gestreift und letztendlich doch wieder gegangen war, nachdem er dabei auf zwei "Kinder" getroffen war. Genau diese Reaktionen waren der Grund, weshalb er Kana nicht hatte helfen wollen. Dass er es doch getan hatte, war wohl selbstgewähltes Elend... Und nun stand er hier, einen Dödel beschützend, der sich irgendwie hatte linken lassen und dadurch Zielperson von Attentätern geworden war.
Seine Unschuld hatte er nur all zu häufig beteuert und seine Geschichte hatte plausibel geklungen. Zumindest das, was Hajime bewusst gehört hatte. Ob er das einem Attentäter auftischen sollte? Vielleicht würde er die Person auch einfach vertreiben... Oder es kam niemand und er hatte Geld für's Nichtstun bekommen.

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BeitragThema: Re: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   Sa Jun 24, 2017 8:33 pm

Man hatte ihr diesen Auftrag zugeteilt. Ja, sie durfte ihn sich nicht aussuchen und als Kana gefragt hatte, wieso sie genau diesen Mann töten sollte, hiess es, es ginge um einen Gefallen eines Freundes des Clans. Mehr wurde ihr nicht mitgeteilt. Man versprach ich bloss, dass auch etwas Kopfgeld auf das Opfer ausgesetzt wurde und sie deshalb nicht leer ausgehen würde. Aber der Auftrag wäre wichtig und der Freund des Clans wolle diesen Mann so schnell wie möglich tot sehen. Wer genau dieser ominöse Freund war, war Kana nicht bekannt. Man wollte es ihr auch partout nicht erklären, egal wie oft sie nachgefragt hatte.
Letzendlich hatte sie sich also auf den Weg gemacht, ihre Tochter abermals alleine zurücklassend. Dieses Mal jedoch hatte sie Izumi versprochen, dass sie danach Zeit für sie hätte und sich diese auch nehmen würde. Und dieses Mal tat es Kana tatsächlich auch wirklich leid, dass sie ihre Tochter wieder im Dorf zurücklassen musste, während sie auf eine Mission ging, die mit Sicherheit mindestens drei Tage lang gehen würde. Aber da der Auftrag anscheinend äusserst wichtig für ihren Clan war, hatte sie keine andere Wahl und musste sich dem fügen.

Die Anreise zu jenem eher unbedeutenden Dorf ging länger, als Kana erwartet hatte und während dieser Zeit hatte sie viel zu viel Freiraum für ihre Gedanken. Diese drehten sich in erster Linie um Izumi, aber sie ertappte sich auch immer wieder dabei, wie sie an Hajime denken musste. Meistens ärgerte sie sich dann über sich selbst, verfluchte diesen Mann innerlich und zwang sich wieder an ihre Tochter zu denken. Hajime hatte sich einfach aus dem Staub gemacht. Im Grunde nichts ungewöhnliches, immerhin hatten sie beide, kurz bevor Izumi gekommen war, eine nette, kleine Unterhaltung. Hatte sie es dieser Unterhaltung zu verdanken, das er einfach gegangen war? Sie wusste es nicht. Sie wusste auch nicht, wie dieser verdammte Mistkerl dachte und das machte sie irgendwie wütend. Aber warum? Warum machte sie es wütend, das sie nicht wusste, wie er dachte? Wollte sie das den überhaupt? Machte diese Sache sie deswegen wütend?
Über ihre eigenen Gedanken verwirrt setzte sie ihren Weg fort und wartete dann in einem Gasthaus auf den Einbruch der Dunkelheit. Sie würde den Kerl töten, den Kopf abtrennen und sich dann wieder auf den Rückweg machen. Sie würde wie ein Schatten kommen und wieder verschwinden.
Dazu hatte sie sich einen schwarzen Umhang mit Kapuze besorgt, ansonsten hätte sie sich das mit dem Schatten abschminken können bei ihrer Haarfarbe.

Ihre goldgelben Augen musterten das Anwesen. Hier musste dieser Kerl leben. Man hatte ihr gesagt, das er Porzellan verkaufte und Angestellte hatte, die er völlig unterbezahlte. Kana bezweifelte jedoch, dass das der Grund war, warum man sie hierher geschickt hatte, aber das er kein liebenswürdiger Mensch war, erleichterte die Aufgabe im Grunde noch ... Auch wenn Kana natürlich kein Gewissen hatte und es keine Rolle spielte, ob ihr Opfer unschuldig war oder nicht! Zumindest war sie genau dieser Überzeugung.
Mit festen Schritten eilte sie also durch die Nacht, den Umhang um ihren Körper gelegt, die Haare zu einem Dut zusammengeknotet und die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Ja, sie war fast eins mit dem Schatten ... Aber eben nur fast. Wer genau hinsah, würde mit Sicherheit die eine oder andere Bewegung erkennen.
Kana verschaffte sich Zugung durch die Hintertur in dem sie einen passenden Schlüssel aus Kristall erschuff. Dafür hatte sie zwar Zeit gebraucht, aber diese hatte sie ja durchaus in diesem Moment gehabt.
Im Inneren angekommen horchte sie einen Moment um zu überprüfen, ob irgendwelche Leute in der Nähe waren. Es war jedoch nur die Stille, die sie in diesem düsteren Haus empfing und so machte sie sich durch die verlassenen Gänge und suchte akribisch nach dem Zimmer ihres Opfers das schon bald seinen letzten Atemzug tun würde ...
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Inuzuka Hajime
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BeitragThema: Re: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   Sa Jun 24, 2017 9:37 pm

Es war mehr eine Ahnung, als dass er direkt etwas sah. Hajimes Augen kniffen sich unwillkürlich etwas zusammen und er spähte intensiver in die Dunkelheit, folgte dem Schemen, der um das Haus schlich, durch das Haus und versuchte, einen Blick zu erhaschen. Mehr als, dass derjenige kleiner war, als er selbst, konnte er aber kaum ausmachen. Es war zu dunkel, kaum Licht in den dunklen Seitengassen und er musste sich überlegen, wie er die Sache anging. Scheinbar war nur ein Attentäter auf dem Weg in das Haus und er würde ihn draußen sicher nicht mehr abfangen, sondern wenn dann nur vertreiben. Und würde er den Angreifer dingfest machen, gäbe es sicher noch eine Belohnung rauszuschlagen, die ihm nicht bereits zustand. Seine Schritte trugen ihn leise durch das Anwesen hin zu dem Flur, der geradewegs zu dem großen Herrenschlafzimmer führte. Der Typ musste wirklich reich sein, wenn er hier hauste.
Aber das war Hajime bei der angebotenen Bezahlung bereits klar gewesen.
Er spitzte die Ohren und hörte das leise, kaum vernehmbare Schnarchen durch die Tür, ebenso wie die leisen Schritte seiner Partnerin, die offenbar bemerkt hatte, dass er in der Nähe war. Das leise Knurren von Koemi war kaum zu vernehmen und brachte den Schlafenden dazu, sich kurz am eigenen Schnarchen zu verschlucken. Interessanterweise schien er aber weiter zu schlummern. Der Inuzuka schnaubte leise und zog sich in ein Zimmer nebenan zurück. Die Tür ließ er leicht offen stehen, sodass man vom Flur aus bereits ausmachen konnte, dass es ein leerer Raum für allerlei Tand war. So würde der Einbrecher sicher keinen Blick hinter die Tür riskieren, sondern schnell sein Opfer suchen und rasch an ihm vorbeiziehen.
Die Ohren spitzend hielt der Mann sich daher ruhig, seinen Atem leise und bewegte sich nicht, bis er Schritte im Flur vernahm. Er wartete ab, bis sie seine Tür passiert hatten, zog die eigene Kapuze ins Gesicht und schob sich lautlos aus dem Zimmer. Im Flur angekommen sah er sich kurz nach der Gestalt um, die auf das Schlafzimmer zusteuerte. Seine Schritte trugen ihn rasch hinterher, verursachten aber auf dem teuren Teppich doch zumindest sehr leise, dumpfe Geräusche. Offensichtlich nicht nur für ihn hörbar, sondern sicher auch ein gutes Warnzeichen für den Attentäter. Trotzdem schloss er schnell zu der Person auf und griff nach dem Körper, um ihn, falls möglich, zu Boden zu bringen. Insofern derjenige nicht ausweichen würde, wäre es wohl mehr oder minder ein zu Boden Werfen.
Koemi knurrte derweil lauter im Schlafzimmer, sodass der Hausherr doch tatsächlich aus seinem Bett aufschreckte und den Schlaf der Gerechten aufgab. Stattdessen blinzelte und gähnte er verschlafen, bis er etwas Lärm vernahm. Angestachelt lief er zur Tür und riss sie auf, sogleich zurückgedrängt von der Ninkendame und lediglich Beobachter des Geschehens im Flur.

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BeitragThema: Re: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   Sa Jun 24, 2017 10:02 pm

Der Auftrag hätte schnell erledigt sein können. Sie hätte den Kerl mit einem sauberen Schnitt durch die Kehle getötet und ihm dabei die Hand auf den Mund gepresst, so dass so gut wie kein Lärm entstanden wäre. Dann hätte sie ihm den Kopf von den Schultern gesäbelt um ihn dann in der Metallkiste zu verstauen, den sie extra für solche Aufträge in einer versiegelten Schriftrolle mit sich führte und hätte sich dann wieder aus dem Staub gemacht. Es hätte so einfach und vor allem schnell laufen können ... Wären da nicht diese dumpfen Schritte in ihrem Nacken gewesen, die Kana plötzlich vernahm. Kaum hatte die Weisshaarige realisiert, dass sie nicht mehr alleine war, da spürte sie auch bereits, wie Jemand nach ihr griff. Viel zu überrascht war sie nicht mehr imstande, der Situation ausweichen zu können. Noch halb in der Umdrehung - sie wollte gerade nachschauen, wer ihr da gefolgt war - wurde sie rückwärts zu Boden gerissen, während die Person, die für ihre Misere verantwortlich war, über ihr landete und sie somit auf dem Boden festnagelte.
Atemlos schnappte sie nach Luft, nach dem sie einen unerwartet harten Aufprall auf ihrem Rücken erleiden musste. Für einen kurzen Moment war sie orientierugnslos und nicht im Stande sich zu wehren.
Goldene Augen starrten ihr aus der Dunkelheit der Kapuze entgegen während ihre eigene Kapuze zurückgerutscht war und ihr Gesicht freigelegt hatte. Mit weit aufgerissenen Augen starrte sie in das Gesicht des Angreifers, das jedoch nach wie vor fast vollständig im Schatten lag.
"Du verdammter ...", fing sie an während sich ihre verwunderte Mimik in blanken Zorn verwandelte.
Irgendwo in ihrem Verstand schrie eine Stimme, dass sie diese Augen kannte, dass sie diese Person kannte, aber das Gefühl, in ihrem Auftrag behindert zu werden, überwog im Moment alles und machte sie rasend.
Doch auch dieses Gefühl hielt nicht lange, den gerade als sie ihrem Angreifer zwischen die Beine treten wollte - sie nahm einfach Mal an, dass es ein Kerl war, auch wenn sie es nicht richtig erkennen konnte - öffnete sich die Tür zum Zimmer nebenan und ein verblüffter Mann kam zum Vorschein. Ihr Opfer. Sie hatte es also endlich gefunden. Nach dem sie gefühlt fünfhundert Zimmer abgesucht hatte, stand ihr Kopfgeld vor ihr. Nur lag sie nun kampfunfähig zu dessen Füssen und wurde von dieser Person, die sie irgendwie kannte, auf den Boden gedrückt.
Diesen Geruch ... Diese Augen. Sie kannte ihn und kaum hatte sie sich eine Sekunde auf diesen Gedanken konzentriert, wurde ihr bewusst, wer er sein musste ... Und gleichermassen konnte sie es nicht glauben, ihm hier zu begnenen, in dieser Situation, in dieser Gegenüberstellung.
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Inuzuka Hajime
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BeitragThema: Re: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   Sa Jun 24, 2017 10:43 pm

Hajime erwischte die Schulter seines Ziels, das sich gerade umdrehen wollte und warf den Attentäter mit der Wucht seines Anlaufs zu Boden. Zur Sicherheit warf er sich gleich hinterher und nicht etwa, weil er das Gleichgewicht verlor. Mit der Hand direkt unter dem Hals auf dem Brustkorb und den Beinen neben dem Becken des Leichtgewichts hielt er die Person mit seinem Gewicht am Boden. Die Kapuze rutschte mit dieser Aktion herunter und entblößte weißes Haar, scheinend und zu einem strengen Dutt gezogen, um unter der Kapuze nicht hervor zu schauen und sie zu verraten. Die feinen Züge, die Narbe im Gesicht und die stechenden Augen ließen den Mann in der Bewegung erstarren. Er hatte die freie Hand bereits gehoben, um sein Opfer mit einem Faustschlag ins Reich der Träume zu schicken, als er die Stimme hörte, die ihn zucken und sie anstarren ließ. War ja klar, dass es so kommen musste. Da mied er sie und irgendwie auch nicht.
Und dann tauchte sie unverhofft irgendwo auf, wo er nichts ahnend herumlungerte.
Die Hand des Sechsundvierzigjährigen sank langsam herab, während sein Auftraggeber in der Tür stand und die beiden betrachtete. Der Druck auf Kanas Brustkorb lockerte sich nur leicht, um ihr nicht mehr die Luft zu nehmen. Trotzdem würde er sie nicht einfach so loslassen können. So wie er die Dame kannte, würde sie sofort zu ihrem Schwert greifen, das unter seinem Knie lagerte, und dem Kerl den Kopf absäbeln. "Hinter jedem Kopfgeld her, Kana-chan?", fragte er beinahe mit etwas Belustigung in der Stimme, was den Hausherren etwas panisch nach Luft schnappen ließ. Er trippelte von einem Fuß auf den Anderen und versuchte mit den Armen fuchtelnd an Koemi vorbei zu kommen, die ihn davon abhielt. "Was soll das? Nun schlagt sie schon k.o.! Wofür hab ich euch nutzlosen Trottel bezahlt?!", wetterte der Kerl und schnaubte aufgeregt.
"Ich schlage keine wehrlose Frau. Solang sie mir zuhört und versteht, dass sie dieses Kopfgeld nicht kriegen wird. Der Typ ist reingelegt worden, sagt er zumindest", erklärte der Inuzuka und wandte seinen Blick dabei die ganze Zeit nicht von der Frau unter sich ab. Er zog lediglich die Kapuze von seinem Kopf und seine Lippen umspielte der Ansatz von einem Grinsen. Er hatte sich interessanterweise bisher noch nie in dieser überlegenen Position über ihr befunden und er konnte sich vorstellen, dass das der Kaminishi nicht besonders gut gefiel. "Bist du brav oder muss ich dich weiter festhalten?", fragte er abermals, diesmal tatsächlich weniger belustigt, obwohl die Wortwahl mit Sicherheit dennoch als Spott ausgelegt werden konnte, wenn man wollte.
Der Hausherr schlug die Hände über dem Kopf zusammen. "Keine einzige Münze bekommt ihr! Lasst sie bloß nicht los! Ich bin unschuldig, aber das glaubt sie doch nie!" Seine panische Stimme ging Hajime dezent auf den Senkel und für den Bruchteil einer Sekunde überlegte er, ob er Kana nicht einfach loslassen sollte, damit er das nervige Gelaber loswerden würde. Zumindest darin wäre sie sicher sehr effizient und hätte den Störenfried recht schnell beseitigt.

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BeitragThema: Re: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   Sa Jun 24, 2017 11:56 pm

Die Situation war zum Haare ausreissen. Wieso um alles in der Welt war er hier? Und wieso beschützte er das Kopfgeld? Das ergab alles keinen Sinn. Und wieso kreuzten sich ihre Wege hier? Tausend Fragen schossen Kana in diesem Moment durch den Kopf und seltsamerweise freute sie sich, in Hajimes Gesicht blicken zu können, als dieser die Kapuze zurückschob. Aber es war falsch! er sollte nicht hier sein und vor allem sollte er verdammt nochmal nicht über ihr liegen!
Sie presste ihre Lippen aufeinander verharrte im Moment. Gut hatte sie ihm nicht zwischen die Beine getreten, das hatte er nicht verdient, dieser Meinung war selbst Kana. Jeder andere Mistkerl ja, aber nicht er. Nicht dieser Mistkerl.
"Du verdammter Trottel, was tust du hier?", zischte sie ihn an und ignorierte in diesem Moment den Hausherren gefliessentlich.
Die Rollenverteilung war klar. Sie war die Attentäterin, die darauf angesetzt war, Den Mann des Hauses zu töten, während Hajime anscheinend angeheuert wurde, ihn zu beschützen. Es war, als würde das Schicksal selbst mit der Kaminishi und dem Inuzuka spielen wollen. Als ob es sehen wollte, ob sie sich nun gegenseitig an die Kehle gingen oder doch zusammenarbeiten würden. Doch wäre dies überhaupt möglich?

Während er sie nach wie vor auf dem Boden festnagelte, lauschte Kana zumindest kurz der Unterhaltung zwischen dem Hausherren und Hajime. Der Inuzuka erklärte, dass er ihr begreiflich machen wollte, dass es hier kein Kopfgeld einzutreiben gäbe. Sie lachte kurz auf.
"Ich werde mir den Kopf dieses Mannes holen. Mit oder ohne deine Hilfe, Schätzchen!", entgegnete sie überzeugt und ignorierte dabei die Tatsache, dass sie im Moment eindeutig in der falschen Position war um solche Drohungen von sich zu geben, "Es spielt keine Rolle ob er ein braver Geschäftsmann ist oder ein Scheisskerl mit Dreck am Stecken. Sein Kopf gehört mir.", für einen Moment hatte sie zu ihrem Opfer hochgeblickt, doch die letzten Worte hatte sie direkt an Hajime gerichtet. Ihre Augen suchten die Seinen und ein Lächeln machte sich auf ihren Lippen breit. Es war seltsam, aber irgendwie hatte sie keine Angst. Sie sollte eigentlich Bedenken haben, müsste sich aus dieser wirklich schlechten Lage irgendwie befreien, aber sie fühlte sich nicht bedroht durch Hajime. War es sein Blick oder seine Zuversicht die er hatte, ihr begreiflich zu machen, dass sie hier niemanden töten musste? Sie ging fest davon aus, dass sich der Inuzuka auf ihre Seite schlagen würde.
Und als hätte er ihre Gedanken gelesen, fragte er, ob sie brav sei oder ob er sie weiter festhalten müsse. Kanas Lächeln wurde etwas breiter, bekam schon fast etwas Anzügliches. "Ach bitte.", antwortete sie und verdrehte leicht die Augen, "Inzwischen solltest du mich gut genug kennen um die Antwort zu kennen. Lass mich los und ich werde dir zeigen wie brav ich sein kann."
Tatsächlich war sie ihm aber dankbar, das er zumindest den Druck auf ihre Kehle gemindert hatte ... Hatte sie vielleicht sogar Glück gehabt, dass das Kopfgeld genau Inuzuka Hajime angeheuert hatte? Mit jedem anderen Wächter hätte sie sich nun bekämpfen müssen ... Oder würde Hajime seine Aufgabe tatsächlich so ernst nehmen und sie als ihren Gegner ansehen, wenn sie nicht von ihrem Ziel ablassen würde? Für einen Moment musterte sie den Inuzuka, blickte ihn an, als würde sie damit in seinen Verstand sehen können. Dann schüttelte sie leicht den Kopf. "Es ist eigentlich fast witzig, dass wir uns in dieser Situation befinden, hm? Aber auch nur fast.", erklärte sie dann leise, so dass der Hausherr vermutlich nicht alles verstand, was sie sagte, "Und jetzt lass mich los, Hajime!", legte sie dann mit bedrohlichem Unterton nach und auch ihr Lächeln war verschwunden. Egal wie sich Hajime entscheiden würde, sie würde sich nicht einfach geschlagen geben.
Kana fing an, sich aus seiner Gewalt Hajimes zu befreien. Vielleicht sollte sie ihm trotzdem zwischen die Beine treten ...?
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BeitragThema: Re: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   So Jun 25, 2017 12:45 am

Hajime seufzte leise, als er Kanas Drohungen hörte und fragte sich, ob sie das eigentlich zum Sport gemacht hatte. Irgendwie war es egal, in welcher Situation sie sich befand, sie war immer in der Laune, anderen zu drohen und sie nieder zu machen. Gerade, weil sie unter ihm lag, war das mehr als lustig anzusehen, doch sie ehrlich auslachen konnte er auch nicht. Stattdessen sah er sie lediglich mit einer hochgezogenen Augenbraue an. Sie wollte ihn töten, egal was war, auch über seinen Kopf hinweg? Er war nicht zimperlich, aber nie der Typ gewesen, der solche Aufträge ausgeführt, geschweige denn überhaupt angenommen hätte. Aber so wie er Kana kannte, hatte sie keine andere Wahl gehabt, sondern war hierher geschickt worden. "Das ist also das Ideal, das du deiner Tochter jetzt beibringst, hm? Solang das Kopfgeld stimmt, bringst du ihn um?", fragte er ernsthaft, als sie begann, sich gegen sein Festhalten zu wehren. Er fragte sich, was Izumi jetzt tat, wo sie nicht hier war.
Oder war sie es? Musste er aufpassen, dass sie ihn nicht gleich ansprang?
Unwillkürlich sah er kurz nach oben, lockerte dadurch etwas unaufmerksam seinen Griff und gab der Kunoichi unter sich ungewollt mehr Freiheit. Eher reflexartig, als er spürte, wie sie ihm entkommen wollte, griff er nach ihren Handgelenken und pinnte sie neben ihren Kopf, sodass er wieder über ihr saß und sie anstarrte. "Warum ist ein Kopfgeld auf Euch ausgesetzt?", fragte Hajime laut den Typen, dessen Haut er hier gerade beschützte. Der sah ihn verblüfft blinzelnd an und räusperte sich. Seine Nase schien sich ein wenig in die Höhe zu recken. Er zog sein Nachtgewand zurecht und verschränkte die Arme vor der Brust. "Irgendjemand behauptet, mein Porzellan würde Leute krank machen. Irgendjemand vergiftet Leuten das Essen, damit sie krank werden und schiebt es dann auf mich. Vielleicht ein neidischer Konkurrent oder ein missgünstiger Geschäftspartner... Ich weiß es nicht...", erklärte der blonde Mann entschieden und schnaubte leise, als würde er seine Abscheu bekunden.
Hajimes Augen fixierten Kanas Blick und suchten nach Verständnis. Ob sie den Mann wirklich einfach Köpfen würde, egal was war? "Lass ihn gehen. Ich bin mir sicher er zahlt dir das Kopfgeld dafür." Der Inuzuka sah von der Frau zu dem Mann auf, der ihn verblüfft anstarrte und dann zu Kana sah, um zögerlich das Gesicht zu verziehen. "I-ich bezahle doch keine Kopfgeldjägerin! Nun entledigt euch ihrer schon!" Unschlüssig verzog nun der Missingnin selbst das Gesicht und sah zu Kana. In keinem Szenario würde er sie umbringen. Allerdings konnte er sie auch nicht ewig festhalten. "Ich lass dich jetzt los und wenn du an seinen Kopf willst, musst du vorher Koemis und Meinen holen", stellte er fest, bevor er sie losließ und sich rasch von ihr erhob, um sich vor den Mann zu stellen, den er schützen sollte.
Der seufzte leise und schüttelte den Kopf.
"Nutzloser Trottel... Ich werde doch nicht das Geld ausgeben, dass ich mit dieser gif...günstigen Farbe eingespart habe, um sie loszuwerden! Wozu habe ich euch dann bezahlt?! Nur weil ihr die dumme Kuh kennt... Alles muss man selber machen..." Vor sich hin zeternd, trappelte er hinter Hajime herum, der lediglich Augen für Kana hatte. Er wollte schließlich nicht, dass sie einfach so an ihm vorbeistiefelte. Auch Koemi stand in der Tür und fixierte die Weißhaarige. Dass sie beide genau die falsche Person begutachteten, konnte ja keiner ahnen. Der Hausherr entpuppte sich als meisterlich schlechter Verlierer, mit beachtlichen Kenntnissen im Umgang mit Dolchen. Etwas kleiner als Hajime, aber genauso kräftig, schlang er einen Arm um den Hals des Inuzuka und schob seinen Dolch unter dessen Arm, sodass sein Opfer sich versteifte.
Die goldgelben Augen des Schwarzhaarigen schielten seitlich auf das blonde Haar. Sein Angreifer fixierte Kana und schob den Dolch unangenehm stark an die Haut heran. "Ihr verschwindet jetzt und sorgt dafür, dass die Geschichte von meiner Unschuld verbreitet wird. Ansonsten stecke ich den vergifteten Dolch so tief in die Achsel eures Freundes, dass er gleich hier vor euren Füßen verblutet. Und den Hund nehmt ihr gleich mit!" Koemi knurrte bereits bedrohlich, wagte aber keinen Schritt, weil sie der Haltung ihres Partners ansehen konnte, dass er noch keinen Plan hatte, wie er dem Kerl entkommen sollte.

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Kaminishi Kana
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BeitragThema: Re: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   So Jun 25, 2017 1:32 am

So ist das nicht!, schoss es ihr durch den Kopf, sie brachte es jedoch nicht über ihre Lippen. Nein, eigentlich war sie nicht einmal wirklich auf dieses Kopfgeld aus, eigentlich wollte sie diesen Auftrag nur schnell hinter sich bringen um wieder zurück zu Izumi zu können. All die Jahre die sie verschwendet hatte, waren genug, sie wollte nicht noch mehr Zeit opfern. Aber auch das behielt sie für sich, starrte Hajime bloss in die Augen mit hartem Blick und versteinerten Gesichtszügen. Es war schwer für Kana zu akzeptieren, dass sie sich nun in die Rolle als Mutter eingefügt hatte, sie musste diesbezüglich mit ihrem inneren Selbst kämpfen, dass sie nicht wieder in ihr altes Muster zurückfällt. Das war schwer genug, sie musste es nicht auch noch aller Welt erzählen!
"Das Kopfgeld ist mir egal.", erklärte sie dann gepresst, sprach jedoch nicht weiter. Der Inuzuka reagierte anders, als sie erwartet hatte. Weder entschied er sich, sich gegen sie zu stellen noch auf ihre Seite. Zumindest noch nicht, aber Kana bemerkte den kaum hörbaren Zweifel in seiner Stimme, als er den Herren des Hauses fragte, wieso ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt war. Diesem Wichtigtuer schien es nicht zu gefallen, dass sein Beschützer und diejenige, die ihn töten sollte, sich kannten. Irgendwie verständlich, dennoch war es Kana egal.

Die Situation missfiel dem Hausherren offensichtlich, als Hajime die Weisshaarige dann gegen den Willen seines Auftragebers los liess und sich etwas von ihr entfernte. Das gab Kana die Möglichkeit, sich endlich aufrichten zu können, den so gerne sie auch unter Hajime liegen geblieben wäre ... In jeder andere Situation ja, aber nicht hier mitten auf dem Flur während ein völlig Fremder auf sie niederblickte.
Die Kopfgeldjägerin richtete sich mit schnellen aber dennoch gezielten Bewegungen auf, erwartete aber eigentlich keine Gefahr ... Und wurde im nächsten Moment eines besseren belehrt. In nur wenigen Sekunden hatte sich das Blatt gewendet und war Hajime noch eben der Beschützer des Fremden gewesen, wurde er plötzlich mit einem anscheinend vergiftete Dolch bedroht.
Kana blinzelte überrascht. Blickte einen Herzschlag lang zu Koemi und dann wieder zurück zu Hajime. Ihr Herz machte einen Sprung. Die Situation, in die sie soeben reingeworfen wurde, überforderte für einige Augenblicke ihre Sinne. Sie verstand nicht, wieso dieser Kerl Hajime plötzlich mit einem Dolch bedrohte ... Bis ihr bewusst wurde, dass dieser Mistkerl tatsächlich nicht unschuldig war.
Ihre Hand zuckte zum Heft ihres Schwertes, sie zog es bis zur Hälfte heraus, bevor sie verharrte.
Ihrem Blick war anzusehen, dass sie diese Wendung nicht erwartet hatte und im Grunde überfordert war. Vor allem aber weil Hajimes Leben plötzlich bedroht war. Kana schluckte hart, fing sich wieder und gewann ihre Fassung. Ihr Blick wurde düsterer, ihre Verwirrung wich einer Maske aus Selbstsicherheit. Wenn sie jetzt verschwinden würde, hatte sie keine Garantie, dass dieser Mistkerl Hajime gehen liess. Aber wenn sie hier blieb ebenso wenig. Was konnte sie also tun?
"Dann tu es. Töte ihn, dann steht nichts mehr zwischen dir und mir.", erklärte sie dann mit erschreckend überzeugter Stimme, "Warum glaubst du, sollte es mich aufhalten, wenn du selbst den einzigen Menschen aus dem Weg räumst, der zwischen meiner Klinge und deinem Kopf steht?", sie brachte es sogar zustande, ein arrogantes Lächeln auf ihre Lippen zu zaubern.
Sie sprach Worte aus, die ihr missfielen, dennoch hoffte sie, dass sie ihr Schauspiel überzeugend genug rüberbrachte, damit ihr Kopfgeld es schlucken würde. Natürlich fragte sich Kana auch, was Hajime davon halten würde, ob er ihre Worte glaubte. Aber das war im Moment nichts, das wichtig war, sie durfte auf seine Gefühle keine Rücksicht nehmen, wenn sie diese Situation in den Griff bekommen wollte.

Mit einem hellen Klang schob sich die Klinge aus der Schwertscheide. Sie tat es mit Absicht langsam. Zum einen um selbst etwas Zeit zu gewinnen um innerlich einen Plan B ausarbeiten zu können und zum anderen um ihrem Gegner zu vermimtteln, dass sie augenscheinlich die Situation unter Kontrolle hätte und die Ruhe selbst war. Was sie innerlich mitnichten war. Innerlich wütete ein riesiger Sturm. Ihr Herz pochte wild gegen ihre Brust und ihr Kopf schrie förmlich danach, diesem Mann ihr Schwert in den Leib zu rammen, aber Kana hatte sich unter Kontrolle. Noch. Bloss ihre freie Hand zitterte leicht. Wer sie also genau beobachtete, würde vielleicht sogar die richtigen Schlüsse ziehen können.
Doch was, wenn der Kerl nicht auf ihre Lüge herein fiel? Wie sah ihr Plan B aus? ... Sie hatte dann nur eine Chance. Doch würde Koemi mitspielen?
Für einen Moment sah sie zu der Hündin, versuchte dieser durch einen Blick zu sagen, dass Kana den Hausherren ablenken würde, während Koemi ihn von hinten anfallen sollte. Doch würde Koemi sie richtig verstehen? Und würde sie sich hinter ihn schleichen können ...?
"Also gut, Mistkerl.", sie hob eine Augenbraue, "Ich darf dich doch so nennen oder? Immerhin kenne ich deinen Namen nicht und mit irgendetwas muss ich dich ja ansprechen.", sie sprach ihn mit Absicht mit 'du' an, "Beeden wir dieses Spiel.", jetzt leg endlich diesen verfluchten Dolch weg!, "entweder du stichst mit deinem Messerchen zu oder ich tue es. Mit meinem Schwert. Egal wie du dich entscheidest, tot bist du sowieso schon jetzt.", bitte, Hajime ... tu irgendetwas!, schrie eine Stimme in ihrem Kopf. Sie hatte keine Ahnung ob das, was sie hier tat, irgendetwas bewirkte, tatsächlich sah sie aber auch keine andere Möglichkeit. Sie würde hier nicht einfach weggehen und Hajime seinem Schicksal überlassen ... Oder war es ein Fehler, so zu denken?
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BeitragThema: Re: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   So Jun 25, 2017 2:18 am

Die Situation war alles in allem recht unglücklich und Hajime verfluchte sich gerade innerlich einmal mehr dafür, dass er sich überhaupt mit Menschen abgab. Warum hatte er nicht einen einfachen Transportauftrag gesucht, sondern soetwas angenommen? Es hatte so direkt vor seiner Nase gewedelt, eigentlich hätte er wissen sollen, dass an der Sache irgendetwas faul war. Er hätte am liebsten geseufzte, aber seine Atmung war recht flach und mit so wenige Bewegung für seinen Brustkorb wie möglich ausgestattet. Er hatte nicht vor, sich von einem Taugenichts umbringen zu lassen, der meinte, seine Geldgeilheit derart ausleben zu müssen, dass er auch noch einem Shinobi mit dem Tod drohte. Tatsächlich hatte der seinen Plan nicht gänzlich durchdacht. Was, wenn Kana und er sich eigentlich nicht sonderlich leiden konnten? Womöglich würde sie ihn einfach sterben lassen und ihr Kopfgeld danach einsacken?
Kurz runzelte sich bei dem Gedanken die Stirn des Inuzuka.
Sein Blick hing auf Kana und schielte nur hin und wieder zu seinem Geiselnehmer, der direkt neben, halb hinter ihm war. Sie wirkte tatsächlich spöttisch und als sei ihr egal, ob er Hajime umbrachte oder nicht. Ihre Körpersprache war sogar beinahe perfekt. Trotzdem vertraute der Schwarzhaarige darauf, dass sie schauspielerte und fand auch irgendetwas nicht gänzlich richtig. Da er es aber nicht festmachen konnte, schob er es auf ein Gefühl. Schließlich waren Inuzuka und Mediziner ganz gut darin, die Körpersprache anderer zu lesen, nicht wahr? Der Blonde scheinbar nicht, er mahlte mit den Zähnen und knurrte wütend. Er drückte immer wieder leicht zu und ließ in seinem Druck nach, je nachdem, wie sehr Kana ihn gerade aufregte. Es war tatsächlich ein recht gleichmäßiges Muster, das Hajime beinahe automatisch verfolgte.
"Tu nicht so kalt, Hexe! Irgendwas läuft doch zwischen euch, sonst hätte er dich umgelegt, als er dich sah! Willst du wirklich riskieren, dass er hier vor dir stirbt? Durch deine Schuld? Ist dir das wirklich so egal?" Die Stimme des Hausherren schnippte immer wieder leicht in die Höhe. Er schien keinen bis wenig Auswege zu sehen und er fixierte Kana all zu sehr. In Koemi sah er offenbar weniger eine Bedrohung, was wohl schlichtweg an wenig Ahnung von diesem Clan lag. Die Ninkendame nutzte das, um ihre bedrohliche Haltung langsam und leise aufzugeben und langsam hinter den Mann zu pirschen, nachdem sie Kanas Blick bemerkt hatte. Allerdings war da ein Problem: Würde sie den Typen einfach anspringen, würde er ihren Herren womöglich verletzen und vergiften. Deshalb zögerte sie, was Hajime aus seinen Gedanken holte.
Die goldgelben Augen fixierten die Kaminishi vor sich. Er verzog die Lippen zu einem beinahe sanften Lächeln, als er das Gesicht ansah, was in Anbetracht der Situation etwas deplaziert wirken mochte. "Hah... Witzig... Fast die gleiche Situation, wie damals in der Bar, als wir auf der Jagd nach dem Attentäter waren, der dein Clanoberhaupt umbringen wollte... Weißt du noch? In der Bar..." Der Druck des Dolches an seiner Achsel ließ Hajime verstummen. "Halt die Klappe!", tönte der Blonde. Hajime war nie in genau einer solchen Situation gewesen, geschweige denn mit Kana. Er versuchte die Blonde lediglich an eine Barschlägerei zu erinnern, in der er ihr einen Angreifer entgegen geschleudert hatte, weil er ihn über die Schulter geworfen hatte. Der Plan war, sie zumindest vor dem Folgenden zu warnen.
Der Missingnin wartete den Punkt ab, an dem der Druck des Dolches sich wieder lockerte, griff augenblicklich an den Arm um seinen Hals und zog seinen Oberkörper ruckartig nach vorn. Der Mann, der ihn eben noch halb im Schwitzkasten gehabt hatte, flog über seine Schulter direkt in den Flur auf Kana zu. Unglücklicherweise landete er weniger unsanft, als er sollte, sondern rollte sich beinahe elegant auf dem weißen Teppich ab. Den Dolch noch immer in der Hand, ließ er ihn spielerisch drehen und seine Lippen verzogen sich zu einem hässlichen Grinsen. Ohne weitere Worte ging er auf Kana los, die direkt vor ihm stand und versuchte, sie mit der vergifteten Waffe zu schneiden.

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BeitragThema: Re: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   So Jun 25, 2017 7:17 pm

Nein, ist es nicht!, schoss es Kana durch den Kopf und sie presste die Zähne aufeinander. Natürlich war es nicht egal, wenn er Hajime vor ihren Augen töten würde. Und in diesem Moment wurde der Weisshaarigen bewusst, das Hajime ihr inzwischen alles andere als egal war und das obwohl sie sich so sehr eingeredet hatte, dass er ihr nichts bedeutete.
Ihr Griff um das Heft ihres Schwertes verhärtete sich. Ihre Augen zuckten leicht. Was, wenn sie ihn einfach angreifen würde? Was, wenn dieser blöde Dolch gar nicht vergiftet war und dieser Mistkerl sie gerade so richtig verarschte und dabei auch noch Erfolg hatte?
Mit einem Seitenblick zu der Hündin erkannte, dass sie verstand, was Kana ihr hatte sagen wollen. Doch zu Plan B kam es erst gar nicht, den Hajime hatte eigene Pläne. Dieser erwähnte eine ähnliche Situation in einer Bar. Kana legte den Kopf leicht schief, kaum merklich. Sie fragte sich, von was um alles in der Welt der Inuzuka da in diesem Moment sprach. Das ergab keinen Sinn und dies war eindeutig nicht der richtige Moment um über derlei Dinge zu sinnieren.
Kanas Augen huschten kurz zu dem Hausherren, dann zu dem Dolch und zurück zu Hajime ... Und dann begriff sie, was er meinte. Nur wenige Sekunden später geschah genau das, was Kana dann erwartet hatte. Das Blatt wendete sich erneut und der Schwarzhaarige befreite sich aus dem Schwitzkasten des Fremden in dem er ihn über seine Schulter in den Flur warf.
Kana kam nicht umhin und lächelte anerkennend und sie spürte, wie ihr leichter ums Herz wurde, als sie begriff, dass Hajime nicht mehr in Gefahr war.
Doch wie immer lief nie irgendetwas perfekt. Nie lief irgendetwas so, wie es geplant war.
Der Mann landete viel eleganter und viel leichter auf dem Boden, als erwartet. Kanas Kopf schnellte zur Seite, doch zu langsam. Der Kerl war mit erhobenem Dolch bereits auf sie zugestürmt und versuchte ihr den Dolch in die Seite zu rammen. Mit einer schnelle Bewegung versuchte sie den Schlag noch mit ihrem Schwert abzufangen und mit einem Schritt nach hinten aus der Reichweite zu entkommen, doch sie war zu langsam gewesen. Wäre sie doch bloss aufmerksamer gewesen!
Der Dolch schrammte über ihren Oberarm und hinterliess einen netten, tiefen Schnitt. Als der Dolch ihr Fleisch verliess, zog er Fäden aus Blut hinter sich her und einige rote Tropfen landeten auf dem schneeweissen Boden und den cremfarbenen Wänden.
"Du ... Verdammter ...", sprach sie gepresst und wich mit einem Sprung nach hinten aus um Luft zwischen sich und diesen dolchschwingenden Giftzwerg zu bringen. Er hatte ihren Schwertarm erwischt. Mit der freien Hand griff sie sich an die blutende Wunde, es war mehr aus Reflex. Sie presste die Augen für einen Moment zusammen und taumelte leicht, bevor sie Halt an der Wand suchte. Wenn der Dolch nun wirklich vergiftet war, hatte sie ein Problem.
Sie öffnete ihre Augen nach nur einer Sekunde wieder und in diesen funkelte purer Zorn.
"Du bist tot. Sowas von tot!", sie schrie die Worte förmlich aus ihrer Kehle, schüttelte kurz das Blut von ihrer Hand, schob die Klinge zurück in die Schwertscheide und formte nur wenige Fingerzeichen. Vor ihr materialisierte sich ein Kristall der immer grösser und grösser wurde, bis er so gross wie ihr eigener Kopf war. Mit einem Chakraimpuls liess sie ihn zerbersten. Was nun vor ihr in der Luft hing, waren viele kleine Kristallsplitter. Sie hob die Hand, dessen Arm unverletzt war und richtete ihn auf den Mistkerl. Keine Sekunde später flogen die Splitter auf genau eben jenen Mann zu und da sie sich hier in einem doch relativ engen Gang befanden, war Kana sich ziemlich sicher, dass er ihrer Attacke mit Sicherheit nicht ausweichen konnte.
Kaum hatte sie ihre Kristallsplitter auf ihn niederregnen lassen, liess sie die kristallene Klinge an ihrem Unterarm erscheinen und hastete auf ihren Gegner zu um ihm den Rest zu geben. Würde nichts dazwischen kommen, würde Kana ihn ohne eine Sekunde darüber nachzudenken, töten. Es war der Zorn der sie in diesem Moment antrieb und da sie sowieso hierher gekommen war, um seinen Kopf zu holen, hatte diese Situation eben, das Hajime in Gefahr war und das der Hausherr sie verletzt hatte, sie nur noch mehr angespornt.


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BeitragThema: Re: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   So Jun 25, 2017 10:46 pm

Der Giftwichtel ging auf Kana los und trotz der Vorwarnung, war er schlichtweg zu nah an der Weißhaarigen, als dass die noch reichtzeitig reagieren konnte. Er erwischte sie am Oberarm, sodass ihr Blut von seiner Waffe tropfte. Glücklicherweise entkam sie ihm anschließens vorerst, was Koemi augenblicklich an Hajime vorbeischnellen ließ, sodass sie sich gegen den Mann stürzte und ihn aus dem Gleichgewicht brachte. Der Inuzuka selbst musterte Kana besorgt. Wenn die Waffe vergiftet war, musste er sie schnell behandeln, aber vorher mussten sie dieses elende Aas loswerden. Die Kaminishi jedenfalls schien plötzlich verständlichweise extrem wütend zu sein, dennoch taumelte sie kurz. Unwillkürlich machte der Schwarzhaarige einen Schritt auf sie zu, während der Giftzwerg sich mit Koemi ein Ausweichspiel lieferte, da weder die Hündin sich vom Dolch, noch er sich von ihren Klauen treffen lassen wollte.
Unschlüssig sah Hajime zwischen Kana und Koemi hin und her, während erstere sich bereits wieder fing und offensichtlich Fingerzeichen formte. "Koemi!", rief er seine Partnerin an, um ihr zum Rückzug zu raten. Das weckte allerdings auch die Aufmerksamkeit des Typen, der gerade noch über "die dumme Töle" gewettert hatte. Seine Augen wurden groß, als er Kanas Splitter in der Luft schweben sah und er griff reflexartig an etwas, das er seltsamerweise in der Morgenmanteltasche trug. Noch bevor die Freie Kunoichi ihren Kristallregen auf den Mann niederprasseln lassen konnte, warf er es mit einer schnellen Bewegung auf den Boden. Grauer, dicker Rauch breitete sich augenblicklich in dem dunklen Flur aus, der nur vom Außenlicht des Mondes erhellt wurde. "Bah!", stieß Hajime bei dem beißenden Geruch aus und hielt sich reflexartig die Hand vor die Nase.
Nun türmte diese Parodie auf einen Schutzbefohlenen auch noch!
Hajimes Augen suchten kurz nach denen von Kana, bevor er sich vom Boden abstieß und durch den Rauch der Bombe eilte, begleitet von Koemi, die ihn schnell überholte. Nachdem sie aus der in Augen und Nase beißenden Wolke herauskamen, verfolgten sie die Blutspur auf dem hellen Boden, deren Eisengeruch leider noch nicht für sie wahrnehmbar war. Der Weg führte sie an einigen Räumen vorbei, eine Treppe herunter und letztendlich zum Hinterausgang, den Kana zuvor noch benutzt hatte. Ohne große Worte trennten sich die Wege des Inuzuka und seiner Begleiterin. Er sprang auf eines der Dächer, während die Ninkendame der Fährte folgte, die sie endlich wieder riechen konnte. Recht schnell war der panisch und planlos davonlaufende Giftzwerg zu sehen. Wenn sie eines konnten, dann jagen.
Hajime passte den Weg des Kerls ab, während Koemi ihn vor sich hertrieb und sprang von oben direkt auf ihn, nur um ihn mit einem kräftigen Fausthieb in den Boden zu rammen. Die gepflasterte Gasse riss leicht auf, sodass eine kleine Staubwolke in die Luft stob. Stöhnend wand der Schnösel sich unter Hajime, der direkt seinen Fuß auf dem Rücken des Mannes platzierte, um anschließend den Dolch von ihm zu nehmen. Unschlüssig sah er das Ding an. Ob er es einpacken und auf Gift untersuchen sollte? "Du bist sowas von tot, mein Freund", schnaubte Hajime, während er leise Luft holte und in den Himmel sah. Ob Kana ihnen gefolgt war? Sein Blick glitt zu Koemi, die den Kopf leicht neigte. Hätte sie gekonnt, hätte sie wohl mit den Schultern gezuckt. "Kana dein Kopfgeld wartet!", rief er, völlig egal, wer ihn mitten in der Nacht in diesem Dorf hören mochte. Den konnte sicher sowieso keiner leiden.

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BeitragThema: Re: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   Mi Jun 28, 2017 8:18 pm

Kana blinzelte überrascht als sie mit ihrer kristallenen Klinge ins Leere schlug. Dieser Mistkerl hatte tatsächlich eine Rauchbombe dabei gehabt und hatte sich mit Hilfe genau dieser aus dem Staub gemacht, weshalb Kanas Schlag nicht viel mehr als Luft zerschnitten hatte, nach dem sie mitten in die Rauchschwade gestürmt war, die unerwarterterweise vor ihr aufgetaucht war.
Für einen Moment verharrte die Weisshaarige, bemerkte nicht, das Hajime diesem Giftzwerg bereits nachgesetzt hatte. Ihre Wunde schmerzte, es schien, als ob Jemand flüssiges Feuer darüber giessen würde. Automatisch griff sie sich mit der linken Hand an ihren Oberarm und verzog das Gesicht etwas. Sie musste die Wunde reinigen und ausserdem musste sie schnell Jemanden suchen, der sich mit Giften auskannte und am besten Iryounin war. Sie musste wissen, ob dieser Dolch nun mehr als nur einen Kratzer an ihrem Oberarm hinterlassen hatte.
Nach dem der Rauch sich verzogen hatte, erhellte das Mondlicht den Flur ... Welcher absolut verlassen war.
"Was ...", murmelte sie zu sich selbst und war irgendwie überrascht. Sie hatte zumindest mit Hajimes Anwesenheit gerechnet, tatsächlich war aber im Moment einfach Niemand hier.
Plötzlich hörte sie eine Stimme. Sie musste von draussen kommen. Kana blickte zu einem Fenster und ging zu diesem. Einen Blick hinaus bestätigte, dass sich Hajime dort unten auf dem Weg zur Haustür des Anwesens befand. Und seine Worte liessen sie schmunzeln.
Sie öffnete mit Schwung das Fenster und Sprang zuerst nur in den Rahmen des Fensters. In der Hocke verharrend blickte sie hinunter auf Hajime, Koemi und den Hausherren ... Dessen Namen sie im übrigen nicht kannte, den sie merkte sich nicht jeden Namen ihrer Opfer, auch wenn diese natürlich durchaus auf den Steckbriefen vorhanden waren.
Mit einem eleganten Sprung landete sie dann nicht unweit von Hajime auf dem Weg und ignorierte die Schmerzen, die von ihrem Oberarm ausgingen. Die Aussicht, endlich das Kopfgeld einkassieren zu können um dann zurück zu ihrer Tochter zu können war im Moment viel wichtiger als das bisschen Schmerz.
"Sehr schön.", sagte sie dann und trat zu den Drein hin. Sie ging in die Hocke und starrte ins Gesicht ihres Kopfgeldes, "im übrigen hast du recht. Ich hab vorhin nur geblufft. Hättest du ihm ... "bei diesen Worten deutete sie mit dem Daumen auf Hajime, "etwas angetan, hätte ich dafür gesorgt, dass du es selbst im Tod nicht vergiss, mit wem du dich angelegt hast.", sie lächelte boshaft. Für einen Moment beobachtete sie Hajime und sie fragte sich, was ihn dazu bewogen hatte, sich als Wache für diesen Kerl aufstellen zu lassen. Ob er womöglich knapp bei Kasse war?
Mit der linken Hand suchte sie in ihrer Hüfttasche nach einem Kunai, welches sie dem Fremden nun an die Kehle setzte. Sie hörte seine Worte, sein Jammern und sein Flehen ihn zu verschonen, doch Kana ignorierte all dies und - sollte Hajime nicht dazwischen gehen - schnitt ihm mit einem sauberen Schnitt die Kehle auf. Er starb sofort. Eine kleine Blutlache bildete sich auf dem Steinpflaster und wurde nach und nach grösser. Wie schwarze Tinte die vergossen wurde sah es in dieser mondhellen Nach aus.
Das Kunai wischte sie an den Kleidern des Toten ab, bevor sie ihr Kunai wieder in die Hüfttasche verstaute. Sie benutzte diese Waffen eines Shinobis nur sehr selten. Meist genau für solche Zwecke.
"Irgendwie spielt der Zufall mit uns, hm? Ist doch kaum zu glauben das wir uns hier wieder über den Weg laufen ...", sprach sie dann leicht nachdenklich zu Hajime und sah dann jedoch zur tierischen Begleiterin des Mannes, "Hallo Koemi. Schön dich wiederzusehen.", und tatsächlich meinte sie diese Worte ernst. Die Hündin war Kana sympathisch.
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BeitragThema: Re: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   Do Jun 29, 2017 7:01 pm

Hajime nickte nur leicht, als Kana neben ihm landete, den rechten Fuß immer noch auf dem Kerl und ihn zu Boden pressend. Als sie sich vor den Typen hockte und mit ihm zu reden begann, nahm er den Fuß langsam weg, doch offenbar hatte er ohnehin langsam aufgegeben. Er ging vom Wehren zum Winseln über. Der Inuzuka beobachtete die Weißhaarige vor sich und verspürte unwillkürlich eine sanfte Erleichterung, als sie sagte, sie hätte geblufft. Er war zwar davon ausgegangen, aber es löste eine unbekannte Befriedigung aus, dass sie es offen vor jemandem zugab. Zugegeben, derjenige würde es nicht weiter erzählen können, aber sie wusste ja, dass er selbst es gehört hatte. Diesem Gedanken nachhängend registrierte er Kanas Bewegung kaum, aber er hegte auch keinerlei Ambitionen mehr, dieses Aas von einem Menschen zu retten. Er hatte nicht nur ihn hintergangen, sondern auch die Kaminishi verletzt.
Und wenn sie vergiftet worden war, nur weil er zu dämlich gewesen war, einen guten von einem schlechten Auftrag zu unterscheiden, würde er sich Vorwürfe machen. Auch wenn er sich nicht gern für Menschen interessierte, konnte er kaum leugnen, dass er für Kana mehr empfand als pure Abscheu und den Drang danach, möglichst schnell wieder zu verschwinden. Viel eher fand er ihre Gesellschaft äußerst angenehm, manchmal für seinen Geschmack auch zu angenehm. Ein leises Seufzen entrang sich seiner Kehle, einen Laut den man wohl selten von dem Sechsundvierzigjährigen hörte. Sein Blick hing auf der Blutlache und dem Kopf, bevor er die Stimme vernahm, die ihn wieder aus den Gedanken riss.
Unwillkürlich blinzelte der Schwarzhaarige und sah wieder in die Augen der Frau vor ihm.
"Scheint so", gab er lediglich zurück, was sich wohl darauf bezog, dass das Schicksal mit ihnen spielte. Womöglich war es aber auch so, dass er sich durchaus in ihrer Umgebung herumgetrieben hatte. Wissen brauchte sie das aber nicht. "Hallo Kana, auch schön dich wieder zu treffen. Wie geht es deiner Tochter? Hat sie sich eingelebt?" Die Ninkendame reagierte weitaus offener als ihr Herr, aber sie mochte Kana auch schlichtweg und wenn er nicht reden wollte, übernahm sie das eben. Hajime selbst schnaubte leicht und deutete auf den Toten Körper. "Vielleicht solltest du einpacken, was du brauchst, bevor irgendjemand hier auftaucht", bemerkte er etwas knurrig mit einem Seitenblick auf Koemi. Die ließ sich nichts anmerken und hechelte leicht vor sich hin.
"Ist dein Arm in Ordnung? Wenn der Dolch vergiftet war, könnte das schmerzhaft werden", murmelte er anschließend, die Waffe des Kerls noch immer in der Hand und unschlüssig drehend. "Ich kann es mir ansehen, wenn du willst..."

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BeitragThema: Re: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   Mo Jul 03, 2017 7:41 pm

Für einen Moment beobachtete Kana Hajime, als dieser bloss ein 'scheint so' auf ihre Worte zurückgab. Was er wohl in diesem Moment dachte? Was er wohl von ihr hielt? Ob er es als unangenehm empfand, ihr hier schon wieder über den Weg zu laufen? Sie erinnerte sich an das Gespräch zurück, als sie auf Izumi warteten. Es war zu keinem sehr guten Ende gekommen. Im Endeffekt hatten sie sich Beide gegenseitig gesagt, dass sie sich nach diesem Auftrag auf Abstand halten würden. Oder? Sie war sich nicht mehr sicher, jedenfalls konnte sie sich nicht mehr an die genauen Wortlaute erinnern, es war nur ein Gefühl zurückgeblieben, dass genau das signalisierte.
Für einen Moment hatte sie sich in Hajimes Blick verloren, war währenddessen ihren Gedanken nachgehangen und blickte ihm dadurch womöglich einige Sekunden zu lange in die Augen. Als sie sich dessen bewusst wurde, räusperte sie sich leise, blinzelte und wandte ihren Kopf wieder dem nun Toten zu. Koemi erwiderte die Begrüssung freundlich und erkundigte sich nach Izumi. Kana lächelte unwillkürlich und während sie sprach, trennte sie mit Hilfe des Shoutons den Kopf von den Schultern der Leiche.
"Ihr geht es gut. Denke ich. Sie ist nun endlich wieder Zuhause.", eine kurze Pause, während sie nach der Versiegelungsrolle für den Metallkasten für den Kopf suchte, "Ich fürchte, sie muss sich erst einmal wieder etwas einleben. Aber sie wird sich wieder wohlfühlen, ganz bestimmt. Ich werde dafür Sorgen.", sie lächelte in sich hinein, während sie mit blutigen Händen den abgetrennten Kopf in den Metallkasten legte und den Decke wieder schloss. Kurz darauf verschwand es auch schon wieder in der Versiegelungsrolle. Mit einem Tuch wischte sie sich das Blut von den Händen, bevor sie dann auch die Schriftrolle wegpackte.
Dann stand sie auf und kaum war sie wieder auf den Beinen, schien es, als würde sich alles vor ihren Augen drehen. Nur am Rande hatte sie mitbekommen, das Hajime ihr seine Hilfe angeboten hatte.
Sie blinzelte. Ihr Gesicht verzog sich und sie fand im letzten Augenblick das Gleichgewicht wieder.
"Ich ... aah.", sie schüttelte den Kopf, "es geht schon wieder. Bin wohl zu schnell aufgestanden.", die Wunde schmerzte doch kaum!
Tatsächlich war es, als ob flüssiges Feuer unter ihrer Haut gefangen war und hervorbrechen wollte. Sie biss hinter geschlossenen Lippen die Zähne aufeinander und spannte so unbewusst ihre Kiefer an. Sie hoffte, Hajime würde nicht bemerken, dass es ihr eigentlich mitnichten gut ging. Aber sie wollte nicht schwach vor ihm wirken! Grundsätzlich wollte sie das vor Niemandem, aber erst recht nicht vor ihm. Er sollte sie nicht als Last betrachten, in absolut keiner Weise und zu keinem Zeitpunkt. Und als sie darüber nachdachte, wieso das so war, wurde ihr bewusst, dass sie ihn beeindrucken wollte. Sie wollte ihm ... gefallen? Kana wunderte sich über ihre eigenen Gedanken, bevor sie sie als lächerlich abtat und zur Seite schob.
"Und was hast du ... Nun vor? Nun wo dein Auftraggeber tot ist.", sie lächelte schwach, "tut mir im übrigen leid das ich dafür gesorgt habe, dass dein Auftrag schief ging."
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BeitragThema: Re: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   Mi Jul 05, 2017 3:07 am

Hajime beobachtete auch nach dem ungewöhnlich langen Blickkontakt die Weißhaarige weiter. Dieses skurrile Bild, das sie abgab, als sie lächelnd über ihre Tochter sprach und einen Kopf von einer Leiche trennte, ließ ihn sich unweigerlich schütteln. Manchmal wusste er nicht, was ihn an der Frau überhaupt so anzog, dass er tatsächlich Dinge tat, die er nicht tun wollte. Er war nicht dumm genug, die Anziehung zu leugnen, die ihn dazu gebracht hatte, ihr bei Konoha zu helfen oder hier herum zu springen, als sei es sein Revier. Normalerweise fand er sich auf viel weitläufigeren Reiserouten wieder und nicht zwangsläufig ständig in der Nähe des Dorfes, an das er seine Seele verloren hatte. Unwillkürlich fragte er sich, warum er den Typen dem sicheren Tod durch sie serviert hatte. Vielleicht war sein Ego etwas angekratzt, weil er an ihm vorbei Kana verletzt hatte und er sie eben nicht davor hatte bewahren können.
Andererseits wusste der Inuzuka eigentlich, dass die Kaminishi das nicht brauchte.
Koemi stand etwas abseits von den beiden und behielt das Ende der Straße im Auge, während sie Kana zuhörte. Als sie keine Regungen wahrnahm, gesellte sie sich zu den beiden Menschen und setzte sich an Hajimes Seite, direkt neben sein Bein. Seine Hand fuhr nur flüchtig, aber sanft durch das braune Fell der Ninkendame und sie fiepte kurz leise, kaum hörbar, bevor sie antwortete. "Ich bin mir sicher, ihr schafft das. Sie wirkte wie ein nettes Mädchen und wenn sie merkt, wie sehr du dir Mühe gibst, wird sie das sicher auch zu schätzen wissen", erklärte die Braune ruhig. Wäre sie ein Mensch, hätte sie wohl gelächelt, aber so blieb ihr lediglich treu den Blick der Weißhaarigen zu erwidern und ihm stand zu halten.
Stirnrunzelnd beobachtete der Schwarzhaarige den Taumler und nahm die Worte zur Kenntnis. Er hatte den Drang, sie am Handgelenk zu packen und am Fallen zu hindern, recht instinktiv unterdrückt, denn er hatte durchaus im Kopf, wie ungern Kana Hilfe wollte, nach der sie nicht gefragt hatte. Obwohl sie ja eigentlich nie fragte. Unschlüssig, dass sie nicht auf sein Angebot reagierte, tat er es als wertlos ab und entschloss sich, sie damit in Ruhe zu lassen, insofern sie keine Symptome zeigen würde. Wenn sie keine Hilfe wollte, war das eben so, er war kein Mensch, der sich aufdrängte. Den Dolch mitsamt möglichem Gift versiegelte er dennoch in seiner Waffenschriftrolle. Er winkte daraufhin bezüglich der entschuldigung einfach ab. "Ich habe keinen Plan. Ich könnte dich zurück begleiten. Vielleicht kommen später noch Symptome, du solltest vorsichtig sein. Außerdem findet sich bei euch meistens irgendetwas zu tun", redete er sich selbst und Kana eine gemeinsame Reise in ihr Heimatdorf schön.
Tatsächlich war Hajime nicht sicher, ob es ihr gut ging, weil sie schlichtweg zu gern die starke Frau markierte. Zwar war er sich sicher, dass etwas in ihrem Auftreten seltsam war, aber womöglich lag das auch an der seltsamen Stimmung, die zuletzt zwischen ihnen geherrscht hatte. Er war immerhin recht wortkarg mit ihr und ihrer Tochter bis zum Dorf gereist und anschließend recht tonlos verschwunden. Er hatte nicht das Gefühl gehabt, dass er dort sein sollte, wo die beiden Zeit miteinander verbringen wollten. "Vor allem sollten wir aber vorerst hier weg und zum Dorfrand", stellte er fest und ging nur leicht in die Knie, um wieder auf einem der Dächer zu landen. Nur kurz sahen die goldgelben Augen zurück zu der weißhaarigen Schönheit, bevor er sich abwandte und den Weg zum Dorfrand antrat, wo er auf sie und Koemi warten würde, die noch immer dort saß und nur langsam aufstand, um Kana anzusehen und ihr zu folgen, falls sie sich Hajime anschließen würde.

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BeitragThema: Re: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   So Jul 16, 2017 11:55 am

Wie recht Koemi doch hatte. Doch wie sollte Kana das anstellen? Wie konnte sie ihrer Tochter zeigen, dass sie sich Mühe gab? Machte sie es im Moment richtig oder nicht? Eigentlich wollte Kana eine gute Mutter sein. Anders als früher wollte sie es wirklich, aber sie wusste nicht, ob sie alles richtig machte.
Also nickte Kana bloss auf Koemis Worte.
Das Schwindelgefühl nahm stetig zu und auch wenn sich die Weisshaarige immer wieder einredete, dass es ihr gut ging und es mit Sichheit nur vorübergehende Symptome sind, wusste sie es innerlich eigentlich besser. Für einen Moment sah sie zu Hajime, bevor sie auch bezüglich seiner Worte nickte.
"Ja, lass uns von hier verschwinden. Hier hält mich sowieso nichts mehr und ich sollte möglichst schnell wieder zurück ins Dorf. Izumi wartet und ich möchte sie nicht unnötig lange warten lassen.", sagte sie mit matter Stimme und wandte sich um. Ihr Haar wehte leicht in der aufkommenden Brise, die eben durch das Dorf wehte. Die Nacht war relativ weit fortgeschritten. Ihr war bewusst, dass sie in nur wenigen Stunden vorbei sein würde. Dann würde die Dämmerung hereinbrechen und dann wollte sie nicht mehr in der Nähe dieses Anwesens sein. Auch wenn sie keine Angst davor hatte, als Mörderin dieses Mannes erkannt zu werden, so war es doch besser, wenn man erst gar nichts mehr weiter damit zutun hatte. Sie hatte den Kopf für das Kopfgeld, den Rest des Körpers brauchte sie nicht mehr.
Sie schielte zurück über ihre Schulter zu dem Kopflosen Rumpf und machte ein abfälliges Geräusch. Dieser Mistkerl hatte sie tatsächlich verletzten konnte. Das wollte noch immer nicht wirklich real in ihrem Kopf werden. Reflexartig fuhr ihre Hand zu der Schnittwunde, die wieder etwas zu bluten begonnen hatte. Ihre Handinnenfläche fühlte sich schnell warm und feucht an, aber sie ignorierte diesen Umstand. Für einen Moment verschwamm das Bild der Leiche vor ihren Augen. Sie kniff diese zusammen, schüttelte leicht den Kopf und lief dann los. Mit relativ eiligen Schritten ... Was womöglich der Auslöser dafür war, dass sie im nächsten Moment wie eine leblose Puppe einfach in sich zusammensackte und vornüber auf den gepflasterten Weg fiel.
Kana war in dem Moment ohnmächtig geworden, als sie mit eiligen Schritten hatte weggehen wollen. Nun zahlte sie den Preis dafür, dass sie das Schwindelgefühl und den brennenden Schmerz einfach als nichtig abgetan hatte.
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BeitragThema: Re: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   Fr Jul 21, 2017 9:22 pm

Hajime hielt schon auf dem nächsten Dach inne, weil Kana ihm nicht sofort gefolgt war. Er hatte nur ihre Worte von unter sich noch vernommen, als er auf dem Dach gelandet war und ihr Zögern. Unwillkürlich bemühte er sich, die Sorge in seinem Gesicht zu verbergen, als er sich umdrehte und sie ansehen wollte. Anders als erwartet, schien die Sorge aber durchaus berechtigt zu sein, denn die Augen des großgewachsenen Mannes starrten nur leicht geweitet eine plump umfallende Kana an. Zu weit weg, um sie noch zu erreichen, bevor sie den Boden erreichen würde. Koemi hingegen stand direkt neben der Weißhaarigen frau, den Blutgeruch in der Nase und recht sicher, dass sie nur verbarg, dass es ihr schlecht ging. Die Ninkendame wusste, dass Hajime der Typ Mensch war, der Leuten seine Hilfe nicht aufdrängen würde, selbst wenn er wusste, dass sie angebracht war. Sie wusste aber auch, dass ihm an Kana mehr lag, als eine flüchtige Bekanntschaft und dass er sich hinterher ärgern würde, dass er sie eben nicht angesprochen hatte, wenn ihr etwas passierte.
Glücklicherweise lag ihre Nase da wohl ziemlich richtig.
Glücklich war zwar nicht, wie die Weißhaarige einfach fiel, aber glücklich war Koemis Nähe zu der Frau. So konnte die Hündin sich elegant unter Brust und Kopf der Dame schieben und den Aufprall eben jener Körperteile abfangen. Schlimm genug, dass sie offenbar einfach so bewusstlos zusammensackte, da brauchte sie nicht auch noch Platzwunden und eine Gehirnerschütterung. Nur einen Augenblick später hörte sie den dumpfen Aufprall von Hajimes Schuhen neben sich. "Kana", raunte er ihren Namen, um zu sehen, ob sie noch reagieren würde, stieß aber auf eine offenbar recht besinnungslose Dame. Der Schwarzhaarige schnaubte leise und strich Koemi kurz dankbar über den Kopf. "Hat sie dich verletzt?", fragte er, während er den zusammengesackten Körper von seiner Partnerin klaubte und nach dem Puls der halb auf ihm lagernden Frau suchte. Vorhanden war er, schwach war er dennoch und ihr Kreislauf schien allgemein in keinem guten Zustand, wenn er sie so ansah.
Koemi stand wieder auf und schüttelte sich prüfend. "Alles heil. Aber sie muss versorgt werden", erklärte sie, mit der Schnauze auf ihren Arm deutend, der noch immer blutete und durchaus sichtbar die Kleidung tränkte. Hajime nickte. "Nicht hier", stellte er aber gleich fest und atmete kurz durch. Mit einem Stück Verband aus seiner Tasche band er ihr den Arm oberhalb der Wunde ab, bevor er seinen Arm um die Schultern der bewusstlosen Frau schlang und den anderen unter ihren Beinen hindurchschob. Im nächsten Moment erhob er sich dann aus der Hocke mit der Kaminishi im Arm und schnaubte leicht. "Immerhin kann sie sich jetzt nicht mehr gegen Hilfe wehren", scherzte Koemi und erntete nur ein verbissenes Grinsen von ihrem Partner, der daraufhin wieder auf das Dach von eben sprang und sich bemühte, schnell den Rand des Dorfes zu erreichen. Es brauchte nicht lange, vielleicht 15 Minuten, bis er den angrenzenden Wald einige Zeit durchquert hatte.
Zum Vorschein kam auf einer Lichtung eine etwas heruntergekommene Hütte, die er eigentlich schon lange nicht mehr benutzt hatte. In letzter Zeit, da er hier öfter herumgetigert war, war er aber doch ab und an vorbeigestreunert. So strotzte zumindest nicht alles vor Staub und Spinnweben, als Koemi vorging, um die Tür zu öffnen, sodass Hajime mit Kana im Arm eintreten konnte.
Ohne groß weitere Worte mit seiner tierischen Partnerin zu wechseln, legte er die Weißhaarige auf dem schmalen Bett ab, das den Schmucklosen Raum ebenso zierte, wie ein einfacher Tisch, ein hohes Regal, dessen unterer Teil mit Türen versehen war und zwei kleine Kommoden. Es war ein eher kleiner Raum, der offensichtlich nur zum Schlafen und zur Aufbewahrung von Dingen genutzt wurde. Ein Grund, weshalb der Inuzuka eben auch im Gasthaus gewesen war und nicht hier. Da er dort aber jetzt nicht unbedingt eintrudeln wollte, nachdem sie einen kopflosen Herren auf den Straßen hinterlassen hatte, musste es dashier vorerst tun. Bevor er sich der Vergiftung widmete, schälte der Iryônin die Frau aus der Kleidung, die ihre Wunde verdeckte und deckte den restlichen Körper anschließend mit einer Decke zu, bevor er die Wunder untersuchte. Anschließend holte er sich etwas Wasser, um die Wunde zu reinigen, das Blut von ihrem Arm zu waschen und die Wunde anschließend mit Chakra zu verschließen.
Erst dann beschwor er den Dolch aus seiner Schriftrolle, untersuchte das Gift und machte sich daran, ein Gegenmittel herzustellen, während er regelmäßig überprüfte, ob Kana noch atmete. Ihm war das Gift nicht sonderlich geläufig, aber scheinbar löste es eine allgemeine Schwäche aus, die nach der Bewusstlosigkeit sicher auch irgendwann zum Tod führen konnte, wenn es unbehandelt blieb. Glücklicherweise brauchte er keine ganze Stunde, um es herzustellen und Kana zu verabreichen. Relativ unschlüssig stand er aber anschließend vor einer noch immer bewusstlosen Frau, die in seinem Bett lag und nicht sofort würde weiter reisen können. Mit verschränkten Armen betrachtete er den von zwei Schlafdecken verdeckten Frauenkörper und seufzte leise. "Du wolltest doch Zeit mit ihr verbringen. Jetzt hast du einen Grund dazu", neckte Koemi ihn, die die ganze Zeit über recht schweigend neben dem Bett gesessen und Kana im Auge behalten hatte. Abermals schnaubte Hajime lediglich zur Antwort.
Er verließ wortlos die Hütte, um an der Seite etwas von dem Holz zu holen und den Raum zu wärmen, indem er ein Feuer in der kleinen Feuerstelle in der anderen Ecke der Hütte machte. Koemi hätte wohl gegrinst, hätte sie es gekonnt. Sie ließ sich vor dem Bett nieder und beobachtete ihren menschlichen Partner, der immer wieder einen Blick zu seiner neu gewonnenen Patientin warf. Ihr Arm war nicht mehr abgebunden, die Wunde verschlossen und sauber verbunden, sowie ihr gesamter Körper zugedeckt. Das Gegenmittel brauchte nurnoch seine Arbeit zu verrichten und sie irgendwann aus dem Schlaf zu holen, den sie sicher auch anschließend noch brauchen würde, ob sie das mögen würde oder nicht. Der Sechsundvierzigjährige ließ sich letztendlich auf einen der zwei Stühle am Tisch fallen, legte die Füße auf dem anderen ab und lehnte den Kopf an die Wand hinter sich, während er die Arme vor der Brust verschränkte und aus dem Fenster starrte, um zu warten.

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BeitragThema: Re: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   Di Jul 25, 2017 9:57 pm

Kana bekam natürlich von all der Hilfsbereitschaft Hajimes herzlich wenig mit. Die Ohnmacht hatte sie fest im Griff und nach dem der Inuzuka ihr das selbst hergestellte Gegengift verarbreicht hatte, glitt ihre Ohnmachtszustand in einen tiefen Schlaf über. Tatsächlich schlief Kana ungewöhnlich lange und es war, als würde sie für eine Weile gar nicht mehr aufwachen wollen. Es war, als ob ihr Körper die Gelegenheit nutzte, sich wieder einmal richtig auszuruhen. Einfach nur dazuliegen und den Luxus des Nichtstuns zu geniessen. Wäre Kana bewusst, dass ihr Körper sie in diesem Moment mehr oder weniger austrickste, sie wäre sofort aufgesprungen und aus Protest zum nächsten Auftrag geeilt ... So jedoch blieb sie einfach liegen und genoss die Träume, die sie hatte. Es waren allesamt angenehme Szenen in denen sie sich wohlfühlte. Es waren Träume, aus denen man am liebsten erst gar nicht mehr erwachen wollte. Und in überraschend vielen kam Hajime vor.
Und während sie schlief, lächelte sie leicht.

Es vergingen weitere Stunden, bis Kana vorsichtig die Augen öffnete und im ersten Moment nicht wirklich wusste, wo sie war und wie sie hierher gekommen war. Sie konnte sich auch nicht sofort erinnern, was eben erst vor Kurzem passiert war. Doch als sie den Kopf leicht drehte und Hajime auf einem Stuhl sitzen sah, wurde ihr schlagartig wieder bewusst, wo sie sich erst vor Kurzem herumgetrieben hatte. Sofort musste sie an den Typen denken, dessen Kopf sie zu ihrem Clan bringen musste. Sie tat es nicht nur deswegen, weil sie dafür Geld bekam, vielmehr wollte sie eigentlich so schnell wie möglich wieder zurück zu ihrer Tochter.
Langsam richtete sie sich im Bett auf. Mit doch leicht verwirrtem Blick sah sie sich um. Ihre weissen Haare waren ungebürstet und hingen ihr kreuz und quers übers Gesicht, doch das störte sie im Moment nicht gross. Sie bemerkte, das ihre Arme unter ihrem eigenen Körpergewicht litten. Sie fühlten sich schwach und wacklig an. Ein Gefühl, das Kana nicht mochte. Zu ihrem Unmut musste sie sich eingestehen, dass sie ihre Verletzung auf die leichte Schulter genommen hatte.
"Wo ... Sind wir?", ihre Stimme klang kratzig und war leiser, als sie erwartet hatte, "Und wie lange war ich weg?" Sie erblickte auf die Hündin Hajimes die auf dem Boden direkt neben dem Bett lag.
Nach dem sie sich wieder zurück auf ihren Rücken ins Bett fallen liess, liess sie einen Arm über die Bettkante hängen und streichelte Koemi sanft am Kopf. Das weiche Fell fühlte sich angenehm an zwischen den Fingern.
Sie wusste nicht, wo sie war, aber sie konnte sich bereits denken, wie sie hierher gekommen war. Wahrscheinlich war es irgendein kleines, altes verlassenes Haus, das niemand mehr benutzte und das Hajime entweder eben erst oder schon seid etwas längerem Mal aufgestöbert hatte. Darin war Hajime schon immer gut gewesen. Alte, verlassene Häuser fand er irgendwie immer und überall, und das mitten im Wald!
Kana musste über ihre eigenen Gedanken lächeln, bevor sie dann leise seufzte. Ihre Augen blickte an die schäbige Decke. Das Holz sah von hier aus alt und modrig aus. Würde es überhaupt noch einem richtigen Sturm standhalten?
"Ich nehme an, ich habe es dir zu verdanken, dass ich nun hier liege und nicht tot auf dem Anwesen dieses Idioten.", fuhr sie dann leise fort, "stimmts?", sie sprach, ohne den Blick von der Decke abzuwenden.
Er hatte ihr seine Hilfe wahrlich nicht aufgedrängt und die Weisshaarige wollte lieber nicht wissen, was geschehen wäre, wäre sie erst später zusammengebrochen, wenn sie nicht mehr bei Hajime gewesen wäre. Dann wäre sie vielleicht an Ort und Stelle elendig verreckt. Der Gedanke liess sie das Gesicht verziehen. Das war keine schöne Vorstellung.
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BeitragThema: Re: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   Do Jul 27, 2017 1:06 am

Im Schutz der restlichen Nacht saß Hajime auf seinem Stuhl und wachte über Kana. Hin und wieder verfiel er in einen seichten Halbschlaf, sodass er mit dem Kopf an der Wand beinahe wegdöste. Die Unbequemlichkeit des Sitzmöbels unter ihm tat aber ihr Übriges, um ihn wach zu halten. Ohnehin wollte er nicht wirklich schlafen, sondern sorgte sich darum, dass sein Gegengift auch wirkte und die Dame wieder auf den Damm kommen würde. Ihr Kreislauf stabilisierte sich zwar vergleichsweise schnell, trotzdem war er unsicher, ob der lange Schlaf normal war. Letztendlich entschied er aber, dass sie - zumindest wie er sie kannte - ohnehin erschöpft gewesen war und das Gift nur seinen zusätzlichen Beitrag geleistet hatte. So fiel sein Blick vom Fenster immer mal wieder in das schlafende, lächelnde Gesicht.
Kana sah selten so friedlich aus, wie jetzt und der Inuzuka bemerkte, dass er sie noch nie so gesehen hatte. Entspannt, beinahe glücklich. Sicher, sie war auch mal zum Lachen aufgelegt gewesen und hatte Scherze mitgemacht, meisten war sie aber mit ihrer stoisch ruhig-kalten Art von der Patie. Und meistens lies es sie härter und kälter wirken, als sie eigentlich war. Zumindest hatte er seit jeher den Eindruck, dass mehr hinter ihr steckte, als die taffe Frau, die sie gern nach außen hin zeigen wollte. Womöglich war das auch ein großer Punkt der Faszination an ihr und gleichzeitig etwas, was ihn wahnsinnig machte, wenn sie es mit der Fassade übertrieb.
Unwillkürlich seufzte der Iryônin und wandte den Blick wieder ab.
Er machte sich viel zu viele Gedanken über die Frau, die jetzt dort im Bett lag. Er wusste nicht, ob ihm gefiel, wohin seine Gedanken unterwegs waren und schob sie deshalb die meiste Zeit lieber einfach beiseite. Als es in dem kleinen Haus wärmer wurde, legte er seine Taschen ab und seufzte leise, als die Wärme an seine Haut kroch. Winter war nie seine Lieblingsjahreszeit und auch wenn er in Hi no Kuni mild war, so waren die Nächte doch kalt und die Temperaturen allgemein unbarmherzig. Letztendlich saß er noch eine Weile herum, bevor ihn eine leise Stimme wieder aufmerksamer werden ließ. Er hatte lediglich aus dem Fenster gestarrt.
Recht schnell fanden die goldgelben Iriden aber zu der Weißhaarigen, die ihn angesprochen hatte. Ohne zunächst zu antworten, stand Hajime auf, griff nach einer Flasche mit Wasser vom Tisch und seinem Stuhl. Beides trug er ans Bett und setzte sich auf letzters, bevor er die Flasche öffnete und Kana hinhielt. "Trink", wies er sie an, bis sie ihm die Flasche aus der Hand nahm und er den Deckel neben ihr ablegte. Er hatte den Stuhl zum Bett hin gerichtet und saß quasi direkt vor ihr, die Ellbogen auf den Knien abgestützt. "Wir sind nicht weit weg vom Dorf in einer Hütte im Wald", erklärte er. "War die einzig nahe Alternative zu Stress im dorfeigenen Gasthaus." Tatsächlich wäre dort wohl irgendwann aufgefallen, dass sie etwas mit dem Tod des Mannes zu tun hatten. Und ob man darauf positiv oder negativ reagiert hätte, konnte er ja nicht wissen.
Aus dem Augenwinkel warf der Schwarzhaarige einen Blick über die Schulter zum Fenster. "Es dämmert. Du hast die ganze Nacht geschlafen", erklärte er und wenn man die Ohren spitzte, konnte man wohl die wenigen Vögel draußen vernehmen, die im Winter so früh aktiv waren. Wobei früh wohl relativ war, immerhin ging die Sonne ja auch später auf. Ihre Worte ließen ihn zunächst keine Mine verziehen, bevor er mit den Schultern zuckte. "Du hast Koemi zu verdanken, dass du nicht mit der Nase auf der Straße gelandet bist", gab er zu bedenken, während die Ninkendame am Bettrand weiter vor sich hindöste und sich die Streichleinheit gefallen ließ. Seine Mundwinkel zuckten dabei beinahe amüsiert, denn die Vorstellung, wie sie aufgeschlagen wäre, war doch leicht absurd.
Schweigend sah er der Frau einige Augenblicke ins Gesicht, bevor er eine Hand ausstreckte und ihre Stirn berührte, ihr dabei einige dünne Strähnen aus dem Gesicht streichend. "Fühlst du dich besser?", fragte er ehrlich und hatte beinahe etwas warmherziges in der Stimme, von dem die meisten Menschen dachten, er wäre dazu kaum noch fähig. Meistens klang er ruppig, kurz angebunden und wenig interessiert, selbst wenn er jemanden heilte. Aber es interessierte ihn jetzt nunmal wirklich. Trotzdem runzelte er leicht die Stirn, als er die Hand zurück nahm. "Lüg' mich nicht wieder an, am Ende landest du nur wieder mit dem Gesicht im Dreck." Auch bei all der Wärme hatte seine Tonlage etwas bestimmendes. "Es ist keine Schande, sich von einem Freund helfen zu lassen. Du weißt, dass es von mir ohnehin niemand erfährt", gab er ebenfalls zu.

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BeitragThema: Re: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   So Jul 30, 2017 11:54 am

Kana blinzelte leicht überrascht, als Hajime ihr nicht sofort antwortete, sondern sich sofort samt Stuhl neben sie setzte. Ihre Augen huschten über sein Gesicht und ihr wurde bewusst, das ihr Herz etwas schneller zu schlagen begonnen hat. Sie bemühte sich jedoch, völlig normal zu atmen und ärgerte sich innerlich darüber, das sie ein Verhalten wie ein kleines Mädchen an den Tag legte. Nur ein junges Mädchen bekam noch einen schnellen Herzschlag, wenn es von ihrem Angebeteten angesehen wurde. Zumal Hajime sowieso nicht ihr Angebeteter war ...! Und da Kana bemerkte, wie sie sich innerlich in ihren eigenen Aussagen verstrickte, schob sie den Gedanken schnell beiseite und griff nach der Flasche. Das war eine willkommene Ablenkung. Sie trank etwas davon, bevor sie den Schaubverschluss wieder draufmachte und das Wasser neben ihr Kissen legte. Hajimes angenehme Stimme drang erneut an ihre Ohren und sie nickte sanft, als er erklärte, dass das die einzige Möglichkeit in der Nähe war, abgesehen vom Gasthof.
"Verstehe. Macht Sinn dass du nicht dorthin bist mit einer bewusstlosen Frau. Vor allem wenn jene Frau auch noch den Kopf der frischen Leiche versiegelt bei sich trägt.", ein zierliches Lächeln bildete sich auf ihren Lippen. Auch sie hörte nun das leise Gezwitscher der Vögel draussen und da es Herbst - oder besser gesagt fast schon Winter - war, war die Dämmerung auch entsprechend später. Sie musste also relativ lange geschlafen haben. Eigentlich hatte sie ja vorgehabt, in der Nacht noch in ihr Dorf zurück zu kehren. Izumi wartete bestimmt bereits, sie hatte ihr versprochen sobald wie möglich zurück zu sein. Und nun sass sie hier. In einem schäbigen Haus und einem ebenso schäbigem Bett mit einer Verletzung, die sie womöglich umgebracht hätte, wäre Hajime nicht zur Stelle gewesen. Ihr wurde in diesem Moment bewusst, wieviel sie ihm eigentlich zu verdanken hatte. Und als der Inuzuka erklärte, dass Koemi sie davor bewahrt hatte, sich alle Zähne auf der Strasse aufzuschlagen, war sie auch der Hündin eindeutig zu Dank verpflichtet.
Sie kraulte Koemi hinter dem rechten Ohr etwas intensiver. "Danke, Koemi.", sagte sie mit ungewöhnlich sanfter Stimme. Es war nicht Kanas Ding sich mit grossen und vielen Worten zu bedanken.
Dann richtete sie ihr Augenmerk wieder auf Hajime. Er war ihr ziemlich nahe, so wie er auf dem Stuhl direkt neben dem Bett sass. Und als ob er ihre Gedanken gelesen hätte, überwand er die letzte Distanz zwischen ihnen mit der Hand und legte diese auf ihre Stirn. Er streifte ihr dabei auch eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
"Mir geht es wi-", doch Hajime schnitt ihr das Wort ab. Beschwor sie, nicht noch einmal zu lügen und sich von ihm helfen zu lassen. Kana biss sich für einen Moment auf die Unterlippe. Er hatte im Grunde genommen recht, aber irgendwie war das völlig gegen ihre Art. Dennoch nickte sie leicht und gab sich dieses eine Mal geschlagen.
"Ich fühle mich noch etwas schwach. Es ist, als ob meine Arme und Beine aus Pudding bestünden. Vermutlich würde ich nicht weit gehen können.", erklärte sie dann. Ob er mitgekriegt hatte, dass sie davor eigentlich sagen wollte, dass es ihr wieder gut ginge? Es ging ihr durchaus auch wieder besser als vor der Ohnmacht, aber eben noch nicht wirklich perfekt.
"Aber zumindest fühl' ich mich um einiges besser als am Abend davor. Danke, Hajime. Vermutlich brauch ich einfach nur eine Stunde oder zwei bis sich mein Körper wieder erhohlt hat, dann kann ich mich wieder auf den Weg machen.", sie war sich nicht sicher, ob sie hinzufügen sollte, dass er nicht hier bleiben musste, aber sie brachte die Worte irgendwie nicht über die Lippen ... Denn tatsächlich wollte sie eigentlich, das er hier blieb. Aber war es nicht selbstsüchtig?
"Hast du heute wieder einen Auftrag?", fragte sie dann. Wenn er gehen musste und nicht mehr hierbleiben wollte, würde er mit Sicherheit etwas sagen. Er war nicht die Art Mensch, die nur aus Nächstenliebe handelte. Zumindest hatte sie noch nie diesen Eindruck gewonnen. Bis eben.
Kana schloss für einen Moment die Augen. Es ärgerte sie, dass sie ihre eigenen Gedanken so sehr verwirrten, dabei wusste sie als erwachsene Frau doch eigentlich ganz genau, was all dies zu bedeuten hatte!
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BeitragThema: Re: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   So Jul 30, 2017 5:27 pm

Hajime seufzte leise und verzog die Lippen zu einem schiefen Lächeln. Ja, nicht in der Gasthaus zu gehen war wohl durchaus eine gute Idee und Koemi ließ sich von der Streichelei nur noch weiter in den Schlaf fallen. Wenn beide wach waren, konnte sie die Zeit nutzen, um sich auszuruhen und eben mal nicht Acht auf alle anderen zu geben. Trotzdem fiepte sie kurz zustimmend auf den Dank hin, gab aber nichts weiter von sich, sondern driftete wieder in ihren traumlosen Schlaf ab. Sie war nie darauf aus, großen Dank für ihre Taten zu ernten, war sie doch schon ihr Leben lang mit Hajime unterwegs und der war nunmal kein Typ für große Worte. Dass Kana ihm zunächst weismachen wollte, dass es ihr wieder gut ging, ließ ihn eine Augenbraue hochziehen, doch seine Worte schienen zu wirken. Ihre Schwäche war nicht verwunderlich, daher nickte er nur.
Froh darüber, dass sie es zugab und er es nicht aus ihr rausquetschen musste.
"Ruh dich aus, solange du willst. Gift tanzt nicht einfach wieder freiwillig aus deinem Körper, er muss dafür viel arbeiten. Das kann dich durchaus erschöpfen", erklärte er, während er sie musterte und nach Anzeichen dafür Ausschau hielt, dass es ihr schlechter ging, als sie sagte. Scheinbar war dem aber nicht so und ihre Stirn hatte sich auch nicht sonderlich heiß angefühlt. "Ist dir kalt oder möchtest du sonst irgendwas?", fragte er stattdessen letztendlich, denn seine Sorge wäre wohl erst verschwunden, wenn sie wieder auf den eigenen Beinen stand und nach Hause ging, um sich über seine Art und Weise ihr Hilfe aufzudrängeln aufregte. Aber das würde sicher noch ein zwei Stündchen dauern. Oder mehr, wenn ihr Körper ihr einen Strich durch die Rechnung machte und Ruhe fordert.
Auf die Frage ob er einen Auftrag hatte, schnaubte er leise und schüttelte den Kopf. Sein Lächeln bekam etwas noch schieferes, irgendwie freudlos. "Ich war nicht hier wegen Aufträgen", gab er stattdessen zu und musterte den Gesichtsausdruck der Weißhaarigen einige Augenblicke. Der Inuzuka fragte sich, ob sie die zwei Stunden nicht lieber schweigend verbringen und anschließend wieder getrennte Wege gehen sollten, aber er war andererseits nicht wirklich darauf aus. Unschlüssig rieb er sich müde mit den Händen über das Gesicht, bevor er sich auf dem Stuhl etwas aufrichtete und die direkte Nähe damit auflöste. "Es war eher Zufall, dass ich an den Typen geraten bin. Ich war nur auf der Durchreise, nachdem..." Ja nach was eigentlich. Er hatte seit Konoha kaum noch ein direktes Ziel vor Augen gehabt und ständig irgendwie neben der Spur gelaufen.
Woher das so wirklich kam, wusste er selbst nicht, aber er wusste, dass es ihn hierher gezogen hatte. Deshalb war er auch so wenig großzügig um die Grenzen zum Dorf der Kristallverliebten getigert und doch nie hin gegangen, hin und hergerissen zwischen dem Drang, Kana sehen zu wollen und doch wieder nicht. "Tut mir leid, dass ich nach der Rückreise so kommentarlos verschwunden bin", gab der Schwarzhaarige nach einigen Augenblicken des Schweigens zu, obwohl er nie gedacht hatte, er hätte etwas falsch gemacht. Trotzdem hatte es sich zugleich als falsch, aber auch als einzige Lösung für die Situation angefühlt, die geherrscht hatte. "Ich hoffe, du und Izumi, ihr habt euren gemeinsamen Weg gefunden", bemerkte er anschließend. Im Wald hatte das alles doch noch mehr als holprig gewirkt und irgendwie auch seinen Unmut geweckt. War er dafür dort? Hätte er selbst es nicht besser gemacht? Die Vorstellung, wäre es seine Tochter gewesen, war einfach dort zu real gewesen und hatte wiedermal Gedanken geweckt, die er ewig nicht gehabt hatte.
Er wusste nur, dass er sie in die Arme geschlossen und nicht mehr hergegeben hätte.

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BeitragThema: Re: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   So Jul 30, 2017 9:18 pm

Er klang fürsorglich. So kannte Kana den in sih gekehrten Hajime eigentlich gar nicht. Sie wusste, das er ein Iryounin war und demnach durchaus Menschen mit seinen Fähigkeiten half, aber irgendwie wirkte er dann immer sehr distanziert, selbst wenn er andere Personen behandelte. Gerade wirkte es jedoch alles andere als distanziert oder kaltherzig. Auch wenn er natürlich nicht vor Emotionen sprühte, war da doch eine gewisse liebevolle Art. Oder bildete sich Kana das alles nur ein weil sie es gerne sehen wollte? Sie sah ihm in die Augen. Schweigend. Bis sie dann bemerkte, dass sie auf seine Fragen gar nicht geantwortet hatte. Die Weisshaarige blinzelte und schüttelte denn sanft den Kopf. "Etwas kalt vielleicht, aber ansonsten ist alles in Ordnung. Wie gesagt, fühl' mich nur etwas erschöpft.", erklärte sie dann, immerhin wollte sie ihm nicht unnötige Sorgen bereiten.
Hatte sie sich in Hajime geirrt? War er doch nicht nur der distanzierte Inuzuka, der vor langer Zeit Konoha den Rücken gekehrt hatte? Wenn sie es sich recht überlegte, wusste sie noch nicht einmal, warum Hajime Konohagakure überhaupt verlassen hatte. Er hatte es ihr nie erzählt und sie hatte nie nachgefragt. Sie hatte bisher keinen Grund dafür gefunden, doch plötzlich schien sie diese Frage brennend zu interessieren. Ihr wurde bewusst, dass sie Hajime zwar kannte, aber wie es schien bloss oberflächlich. Tatsächlich konnte sie kaum etwas über ihn erzählen, würde man sie nach ihm fragen. All das wurde ihr in diesem Augenblick bewusst. Daran hatte sie bisher noch nie gedacht.

Als sie dann nachfragte, ob er noch einen Auftrag zu erledigen hätte, erklärte er, dass er nicht wegen Aufträgen hier war. Und das es nur Zufall war, das er dem letzten Auftraggeber über den Weg gelaufen war.
"Achso. Du warst bloss auf der Durchreise.", sprach sie seine Worte nach und fragte sich, wohin er wohl gehen mochte. Ob er an sie dachte, wenn er in der Nähe ihres Dorfes vorbei kam?
Und als sie dann seine entschuldigenden Worte aus seinem Munde hörte, glaubte sie im ersten Moment nicht richtig zu hören. Kana war tatsächlich etwas irritiert gewesen, als Hajime so plötzlich und wortkarg verschwunden war. Sie hatte es auf ihre Unterhaltung am Fluss geschoben und gedacht, das der Inuzuka sie nun endgültig meiden würde. Irgendwie war die Diskussion damals nicht besonders gut verlaufen und es wirkte fast so, als ob Hajime die Schnauze voll von ihr hatte. Doch allem Anschein nach hatte sie sie diesbezüglich geirrt.
Kana machte eine wegwerfende Handbewegung. Ihr Blick glitt an die Decke, weg von Hajime. Sie konnte ihn ja nicht ständig anstarren!
"Schon in Ordnung, Hajime. Du brauchst dich für Nichts zu entschuldigen.", ihre Worte waren nach wie vor lange nicht so energisch und euphorisch ausgesprochen, wie sie es normalerweise tat. Vielmehr merkte man auch an ihrer Stimme noch ihre physische Schwäche an.
"Ja. Izumi wartet Zuhause auf mich. Ich wollte eigentlich so schnell wie möglich zurück zu ihr.", sie lächelte gequält, "eigentlich wollte ich diesen Auftrag gar nicht annehmen, aber das Oberhaupt hat es von mir verlangt. Ich musste also gehen. Und jetzt liege ich hier und Izumi denkt womöglich, ich würde sie wieder im Stich lassen.", sie seufzte leise, dann blickte sie zu Hajime. Für einen Moment musterte sie ihn eingehend. Er war ein Freund. Er hatte sich selbst an ihren Freund bezeichnet und das obwohl sie so wenig von ihm wusste. Aber dennoch hatte auch sie das Gefühl, ihm vertrauen zu können.
"Vermutlich hälst du mich sowieso für dumm das ich die ganze Zeit vor meiner Tochter davongelaufen bin, hm?", hatte sie ihm überhaupt irgendwann einmal ihre Situation erklärt wie es zwischen ihr und Izumi aussah und warum sie sich so von ihrer Tochter distanziert hatte? Kana war sich nicht sicher, ob er es wusste. Ausgehend davon, das sie aber kaum etwas von ihm wusste, wusste er vermutlich auch nicht besonders viel über sie. Ein Umstand, den sie vielleicht ändern sollten ...?
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BeitragThema: Re: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   Di Aug 01, 2017 2:25 am

Durchreise...
So konnte man das, was er getan hatte durchaus auch beschreiben. Letztendlich ging er aber nicht weiter darauf ein, genauso wenig, wie er darauf reagierte, dass sie seine Entschuldigung abwehrte. Er würde kein Wort mehr darüber verlieren, nachdem er diese Worte losgeworden war. Sie wusste jetzt, dass er keine bösen Absichten gehegt hatte und am Ende war das die einzige Tatsache, die ihn irgendwie interessierte. Stattdessen lag seine Aufmerksamkeit auf ihrem Blick an die Decke und ihren wehleidigen Worten über ihre Tochter und den Auftrag, der sie von eben jener weggeholt hatte. Ein wenig unschlüssig runzelte er die Stirn und zuckte mit den Schultern. "Womöglich...", erklärte er. "Oder sie hat einfach nach so vielen Jahren des Aufwachsens in deinem Clan verstanden, wie eine Kopfgeldjagd funktioniert. Und dass nicht jeder Auftrag nach Plan läuft. Schätze sonst wäre sie auch nie in Konoha gelandet..."
Seine Stimme hatte durchaus etwas Sarkasmus inne, obwohl er sich darum bemühte, nicht zu scharf zu klingen. Er hatte das Gefühl, die Weißhaarige hielt diese Worte wirklich für die Realität und es beeinträchtigte sie. Letztendlich wollte er ihr nur etwas klarer machen, dass sie ihre eigene Tochter vielleicht etwas unterschätzte. Immerhin war ein sechzehnjähriges Mädchen kein kleines Kind mehr, das Tag und Nacht bei seiner Mutter sein und irgendwie beschäftigt werden wollte. Vielleicht hatte die junge Dame sogar irgendwie selbst einen Auftrag bekommen und war garnicht zu Hause und wartete auf die Kaminishi. War es nicht sogar etwas selbstgefällig, zu denken, die ganze Welt warte auf einen selbst?
Aber irgendwie passte der Gedanke doch auch zu Kana.
Den Gedanken mit einem Kopfschütteln beiseite schiebend, dachte er über die Frage nach, die die Frau ihm zuletzt gestellt hatte. Beinahe hoffnungsvoll, als würde er ihr sagen, sie sei kein Dummerchen. Der Inuzuka schnaubte und verzog leicht das Gesicht. "Möglich", gab er zu. "Aber ich bin kein Richter, ich bin nicht hier, um dich zu verurteilen. Du wirst deine Gründe gehabt haben, so unsichtbar sie für Andere auch sein mögen." Tatsächlich verurteilte er sie nicht zwangsläufig, er konnte ihre Situation schlichtweg nicht nachvollziehen. Dass dahinter Gründe steckten, war ihm durchaus bewusst. Jeder hatte seine Gründe für sein Verhalten und die meisten Menschen empfanden ihre eigenen Gründe auch als Rechtfertigung für ihre Taten. Ob andere diese Gründe als richtig und wichtig erachteten, stand ja auf einem anderen Blatt.
Der Schwarzhaarige war nicht der Typ, der offen nach solchen Gründen fragen würde. Es interessierte ihn nicht zwangsläufig, die Vergangenheit war in vielen Fällen nicht sonderlich wichtig für das, was geschah. Sie beeinflusste zwar Vieles, aber niemand war ein Sklave seiner ehemaligen Erlebnisse. Trotzdem empfand er es als seltsam, das Thema schlichtweg fort zu wischen und sah Kana daher wieder an, einen Arm auf der Stuhllehne abgelegt. "Wir kennen uns schon so lange und ich habe deine Tochter nie mehr als einige Augenblicke an deiner Seite gesehen. Warum?" Das bezog sich natürlich auf die Zeit vor der Aktion im Wald von Konohagakure, zu der er sich eher impulsiver Weise überreden lassen hatte. Womöglich bereute er das mittlerweile sogar, so sicher war er sich dabei garnicht.

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BeitragThema: Re: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   Sa Aug 12, 2017 11:36 pm

Kana beobachtete Hajime einige Momente lang, während er sprach. Er war irgendwie ein seltsamer Mann. Sein Verhalten war kaum einzuschätzen. Kaum glaubte Kana zu wissen, wie er reagieren würde, überraschte er sie prompt. Es war, als würde sie ihn schon lange kennen und doch im Grunde gar nichts über ihn wissen. Selbst sein Verhalten konnte sie nach all den Jahren kaum richtig einschätzen. Alles, was sie mit Sicherheit wusste war, das er ein sehr in sich gekehrter Mann war, der am liebsten alleine war mit seiner hündischen Begleitung. Ja, manchmal wunderte sie sich darüber, das er ihre Anwesenheit so lange 'aushielt'.
Doch sie war im Moment viel zu erschöpft um gross irgendwelche blöden Kommentare oder Sätze von sich zu geben. Kana war froh, auf einem Bett liegen zu können, selbst wenn es all den Luxus vermissen liess, den sie sich von ihrem eigenen Bett gewohnt war. Die Matratze war mehr schlecht als recht und irgendwie hatte sie das Gefühl, es würde etwas modrig riechen. Das Kissen war durchgelegen und flach, überhaupt nicht mehr flauschig und die Decke hatte Löcher. Alles in Allem ein Bett, dass sich wohl keiner wünschte und doch war sie im Moment froh, überhaupt eines zu haben.
Als Hajime dann fragte, wieso er Izumi kaum an ihrer Seite sah und das obwohl sie sich doch schon relativ lange kannten, war es, als ob er eben ihre Gedanken gelesen hatte. Er dachte also ebenfalls darüber nach? Dass sie sich kannten und irgendwie doch auch wieder nicht?
Langsam wandte sie ihr Gesicht zu ihm. Einen Moment hielt sie inne, bevor sie begann zu sprechen: "Das ist ... Nicht so einfach zu erklären.", und sie war sich nicht wirklich sicher, ob sie ihm diese Dinge überhaupt anvertrauen sollte, doch dann kamen ihr seine Worte von vorhin wieder in den Sinn. Sie könne sich ihm anvertrauen. Was hier gesprochen wurde, würde auch hier bleiben. Leise seufzte sie und fuhr dann fort: "Izumi sollte eine schöne Kindheit haben, immerhin ist sie meine Tochter. Ich habe ich nur das Beste gewünscht. Das war auch der Grund, warum ich sie auf Distanz hielt. Ich bin vieles, aber eine gute Mutter bin ich nicht. Das war mir von Anfang an klar, deshalb hielt ich Izumi auf Abstand. Ohne mich würde sie eine bessere Kindheit haben. Das glaubte ich zumindest.", in ihrer Stimme war keine absolute Bitterkeit zu hören, vielmehr sagte sie es mit Überzeugung. Den tatsächlich war sie ja auch bis vor Kurzem von ihren Worten durch und durch überzeugt gewesen. Erst nach dem sie eine lange Zeit mit einem anderen Mann unterwegs gewesen war um dessen Sohn zu retten, wurde ihr bewusst, wie sehr sie ihre Tochter eigentlich vermisste und dass sie womöglich doch falsch gehandelt hatte. Erst mit der Zeit wurde ihr klar, dass sie Izumi mit ihrer Art verletzt und nicht beschützt hatte. Zumindest wenn man es aus der Sicht der Jüngeren betrachtete.
Erneut seufzte sie, schloss die Augen und schüttelte leicht den Kopf. "Es ist nicht so, dass ich meine damaligen Gedanken für völlig falsch halte. Ich bin keine gute Mutter. Ich meine, ich kann vieles gut. Sehr gut sogar, aber eine gute Mutter kann ich nicht sein. Ich werd' mich wohl noch so sehr anstrengen können ... Aber egal.", sie sah nun Hajime an, forschend, bevor sie fragte: "Wie stehst du eigentlich zu Kinder?"
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Inuzuka Hajime
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BeitragThema: Re: [Kana & Hajime] Maybe you SHOULD start asking...   So Aug 20, 2017 8:16 pm

Hajime runzelte leicht die Stirn, während Kana erklärte, warum er Izumi nie an ihrer Seite gesehen hatte. Der Grund dafür, ließ ihn ein leicht freudloses Lachen ausstoßen, weil er so banal klang, so unsinnig in ihrem Alter und doch war er wohl für jeden präsent, der jemals ein Kind bekam. "Du hast dich also von deiner Angst von ihr wegtreiben lassen", fasste er zusammen und verzog die Lippen zu einem halb herausfordernden, halb schiefen Grinsen. "Niemand wird als gutes Elternteil geboren, Kana. Jeder Mensch hegt irgendwann die Angst, nicht gut genug zu sein. Ob für den Partner, die Familie, den Vorgesetzten oder eben das eigene Kind." Seine Stimme klang weder harsch noch anklagend, sondern eher ruhig, beinahe ein wenig, als würde er einem Teenager etwas über die Welt erklären, nach seinen jahrelangen Abenteuern. Glücklicherweise war sie kein Teenager und er kein Großvater... Zumindest nicht, dass er wüsste. Was ihn unweigerlich seufzen ließ.
"Was ist mit ihrem Vater?"  So wenig sie über ihre Tochter je viel gesprochen hatten, wusste er etwas über deren Herkunft. Er hatte Kana nie als Menschen eingeschätzt, der besonders feste Bande hegte, was die liebevolle Art angeht. Deshalb hatte ihn die Geschichte mit ihrem "toten Ehemann" auch so sehr überrascht. Nunja, jetzt nicht mehr, da sie ihm die Geschichte schlichtweg auf's Auge gedrückt hatte. Er fragte sich, ob die Kaminishi nach soetwas überhaupt jemals gesucht hatte. Vielleicht war sie auch einfach nie fündig geworden und hatte deshalb Beziehungen wie die zu diesem... Kôji?
Unwillkürlich schüttelte der Schwarzhaarige den Kopf über den Gedanken.
Ihre Frage ließ ihn nur wieder beinahe belustigt schnauben und das Lächeln in seinem Gesicht wurde wesentlich freudloser. Die goldgelben Augen wanderten abermals aus dem Fenster, während er den froschenden Blick der anderen vorerst mied. Er war nicht der Typ Mensch, der viel über seine Vergangenheit sprach, ebenso, wie er andere nicht darauf erpresste, viel von ihrer zu erfahren. Andererseits hatte Kana durchaus etwas mit ihm geteilt, das sie angreifbar machte und ihre Frage war nur natürlich. Ein leises Seufzen entrang sich also letztendlich seiner Kehle und er sah die Weißhaarige einige Augenblicke stumm an. "Ich schätze, das Rennen um das schlechte Elternteil würden wir uns teilen müssen", antwortete er letztendlich etwas kryptisch und kratzte sich leicht am Kinn.
Er beugte sich wieder leicht nach vorn, die Ellbogen auf die Knie gestützt und Kana betrachtend. "Wir haben nie über mein Leben in Konoha geredet, nicht?", fragte er eher rethorisch, während er neben sich nach seiner Tasche griff, eine seiner Decken herausholte und sie ebenfalls über Kana ausbreitete. Ein wesentlich weniger löchriges Exemplar als das, was sie eben betrachtet hatte. "Ich hatte kein schlechtes Leben dort und ich habe nichts verbrochen und bin deshalb gegangen. Ich hasse weder das Dorf noch seine Leute. Aber sagen wir... mein Privatleben fraß mehr von mir auf, als mir lieb war." Während der Inuzuka sprach, sorgte er dafür, dass der zierliche Frauenkörper überall bedeckt war und setzte sich anschließend wieder. Vorgebeugt, den Blick auf die eigenen Hände gerichtet, als wäre er beinahe etwas unsicher. "Vielleicht war zu gehen der falsche Ausweg, aber es war nunmal der, den ich gewählt habe. Dass ich dafür meine Kinder hinter mir lassen musste, ist wohl der am schwestern zu schluckende Part..."
Das freudlose, verbissene Grinsen in seinem Gesicht wich nie von seinen Lippen und verbarg recht gut die Trauer in seinen Augen, die nur am Ende seiner Worte wieder den Kontakt zu Kanas goldenen Iriden suchten. Er wollte nicht bemitleidet werden oder den Ausdruck von Missachtung sehen. Letzteres brauchte er wohl kaum zu erwarten, war Kana doch selbst ihr halbes Leben vor ihrer Tochter geflüchtet. Dennoch wusste er nicht genau, was er sehen wollte. Womöglich würde sie ihn ja überraschen.

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