Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 Healing Hands [ShiorixAuraya]

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Yuki Auraya
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BeitragThema: Healing Hands [ShiorixAuraya]   Sa Nov 18, 2017 7:56 pm

Ob diese Schmerzen jeh Enden würden? Auraya konnte nicht ausmachen, an welcher Stelle der Schmerz entstand und wo er aufzuhören drohte. Aber es gab weder Anfang noch Ende, es gab keinen Punkt der ihr nicht weh tat. Jede Faser fühlte sich schwer an, jeder Knochen zerrte und wollte sich ausdehnen. Ob sie dabei war zu sterben? In ihrem Kopf gab es einen Punkt der nicht aufhören wollte zu pulsieren. Die Schmerzen wurden mehr und dann wieder weniger. Aber sie hörten nicht auf. In einigen Moment spürte sie nur wie ihr Körper sich vollkommen verkrampfte ehe sie wieder nichts spürte. Sie fühlte sich leicht und dieser Zustand schien unendlich lange anzuhalten. Hin und wieder drangen Stimmen an ihr Ohr. Doch die meisten Zeit war es schwarz um sie herum. Irgendwann stiegen Bilder in ihr auf. Zuerst sah sie nur rot, alles war voller Blut und ihre Schmerzen wurden wieder schlimmer. Überall sah sie Blut, spürte die Schmerzen erneut. Es bildeten sich klare Bilder. Sie sah ihre Schwester, dann ihren Bruder, beide lagen am Boden. Ihr Schwert steckt im Boden und da lagen Körper, viele Körper. Alles fremde Gesichter, alle waren mit Blut besudelt. Sie konnte sich gerade so an der Klinge fest halten, spürte wie etwas in ihrem Körper dabei war zu heilen. Hatte sie nur wegen dem Schwert überlebt? Wo war ihr Schwert jetzt und wo waren ihre Geschwister?  
Mit einmal war sie wach riss die Augen auf und versuchte sich aufzusetzen. Ein Schrei entwich ihr als jede Faser ihres Körpers dabei war sich gegen ihren Willen zu stellen. Sie kam nicht mal einen Zentimeter aus den dicken Kissen hoch. Stattdessen fiel sie einfach wieder zurück, sank ein wenig in sich zusammen und versuchte ihre Umgebung zu erkennen. Nur langsam wurde alles um sie herum scharf. Sie erkannte ein kahles Zimmer. Es roch nach Blumen und von irgendwo spürte sie einen Windzug. Ob sie im Krankenhaus war. Ihr erster bewusster Atemzug brannte in ihrer Lunge. Ein kratzen hatte ihren Hals befallen und sie wusste nicht ob ihre Stimme nicht versagen würde, wenn sie zu sprechen versuchte. Wann hatte sie das das letzte mal im Krankenhaus gelegen. Langsam drehte sie den Kopf und es kostete sie einiges an Beherrschung nicht wieder aufzuschreien. An der Wand sah sie ihr Schwert, jemand hatte die Klinge gereinigt oder war es gar nicht so blutig gewesen, wie sie es geträumt hatte?  Jetzt schienen ihr die Bilder nicht mehr so klar und ihre Erinnerung schien unscharf zu sein.
Was ist nur passiert? Ob mein Kopf aufhört zu Hämmern? Ob es Rian und Mai gut geht? Ob sie aufstehen konnte, wenn sie es versuchte? Sie wog ihre Optionen ab. Alles tat ihr weh und sie würde wohl weitere Schmerzen empfinden, wenn sie versuchen würde aufzustehen. Nein das wollte sie nicht, bei weitem nicht. Sie wollte das dieser Schmerz verging, dass ihr jemand sagte wieso ihr alles weh tat. Hatte eine Mission sie so gefordert sie so eingenommen, dass sie alle drei im Krankenhaus gelandet waren? Oder war sie alleine unterwegs gewesen, war sie alleine auf eine Mission gegangen. Sie wusste es nicht mehr, sie wusste kaum noch etwas. Das letzte an das sie sich erinnern konnte? Das sie ihre Mutter umarmt hatte bevor sie aufgebrochen war. An eine Portion Reis mit eingelegtem Fleisch aber das konnte schon eine Ewigkeit her sein. Passenderweise knurrte ihr Magen. Sie sah und hörte auch keine Uhr, war also vollkommen ohne Zeitgefühl. Wie lange hatte sie geschlafen und wie lange war sie vielleicht sogar bewusstlos gewesen? Zu viele Fragen und keine davon konnte sie sich selbst beantworten. Eigentliche wollte sie den Kopf wieder zurück bewegen, doch die Bewegung fiel ihr zu schwer. Warum fühlte sie sich so schwach? Ob jemand kommen würde? Was sie ihr wohl alles in den Arm gejagt hatten? Schmerzmittel, Beruhigungsmittel irgendetwas damit sie nicht verhungerte? Sie hatte viel zu wenig Ahnung davon, wenn es darum ging, sich selbst zu heilen. Ob sich das irgendwann vielleicht ändern würde? Mit einem tiefen Seufzer drehte sie den Kopf wieder zurück und ergab sich den Schmerzen die erneut über ihr herein brachen.
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BeitragThema: Re: Healing Hands [ShiorixAuraya]   Mi Nov 22, 2017 3:16 pm

Der Aufschrei aus einem der Zimmer ließ die herumwuselnden Pflegekräfte aufsehen wie verschreckte Hühner. Nach einem kurzen Blickwechsel der Belegschaft, die die Dame gehört hatte, kristallisierte sich ein junger Mann heraus, der der Tür am nächsten war und am wenigsten in den Händen hatte, das er fallen lassen konnte. Nur Augenblicke nachdem die neue Patientin sich also verbal mehr oder minder gemeldet hatte, öffnete er die Tür behutsam und steckte den Kopf herein. Der Braunhaarige war relativ groß, aber schlacksig, offensichtlich ein ziviler Mitarbeiter des Krankenhauses und kein Shinobi, wie die meisten Patienten hier. Seine tiefblauen Augen suchten das Gesicht der Yuki, die in dem Zimmer lag und fanden es mit einem Ausdruck, der vermutlich Schmerz bedeutete. Rasch schloss er die Tür hinter sich und ging die wenigen Schritte hin zum Bett, um die Frau behutsam am Unterarm zu berühren und ein sanftes Lächeln aufzusetzen.
"Keine Sorge, ihr seid in Sicherheit im Krankenhaus. Ihr wurdet behandelt und seid außer Gefahr. Aber ihr solltet euch lieber nicht so viel bewegen...", erklärte er recht routiniert in sanfter Stimme und warf einen Blick auf das Krankenblatt. Sein Blick fixierte die Schrift und erkannte den behandelnden Arzt, woraufhin ihm ein leises Seufzen entwich. "Ich werde eure Ärztin benachrichtigen, sie kommt sicher sofort, falls ihr Fragen habt." Mit einem weiteren sanften Lächeln blickte er in Aurayas Gesicht, bevor er den Raum kurz verließ. Nicht all zu viel Zeit verging, bevor die Tür abermals geöffnet wurde und der Mann wieder hereintrat, allerdings folgte er der großgewachsenen Frau mit den blauen Haaren, die also nun Aurayas Ärztin war.
Shiori hatte ihre Zeit zuvor im Pausenraum verbracht und eigentlich gerade etwas essen wollen, als die junge Pflegekraft hereinkam und sie ansprach. Leise seufzend hatte sie sich selbst dafür verflucht, dass sie verlangt hatte, benachrichtig zu werden, wenn die Dame wach wurde, allerdings hatte sie sich das selbst zuzuschreiben. So hatte die Jônin ihr Essen stehen lassen und sich sofort auf den Weg gemacht, dicht gefolgt von Braunhaarig und Schlacksig, der sich nicht ganz sicher war, ob die Aranami sauer auf ihn war. Unbeeindruckt hatte sie das Zimmer betreten und rasch hatten ihre goldenen Iriden das Gesicht ihrer Patientin fixiert. Schnell kamen ihr die meisten Details wieder in den Sinn, die wichtig gewesen waren und es brauchte keinen Experten, um zu wissen, dass sie vermutlich Schmerzen hatte, die kaum auszuhalten waren.
Die Iryônin trat an das Fußende des Bettes und sah die Weißhaarige an. "Schön, dass Ihr wach seid. Wie fühlt ihr Euch?", fragte sie ehrlich interessiert. Die langen blauen Haare ruhten in dem geflochtenen Zopf über ihrer Schulter. Da sie gerade aus dem Pausenraum gekommen war, trug sie keinen Kittel oder ähnliches, da sie ja ohnehin nur reden wollte und sah dadurch vielleicht nicht besonders Arztmäßig aus. Braunhaarig und schlacksig sah zwischen den Frauen hin und her und räusperte sich. "Wollt ihr etwas gegen Eure Schmerzen?", fragte er und deutete auf einige Medikamentenbeutel, die bereithingen. Shioris Blick glitt zu dem Mann und erschien weniger freundlich, als als sie noch Amaya angesehen hatte. "Ich werde Euch entlasten, wenn Ihr Schmerzen habt. Euer Körper hat vorerst genügend mit der bisherigen Medikation zu tun", erklärte sie mit einem eher scharfen Blick an die Pflegekraft. Der duckte sich beinahe bei ihren Worten und atmete etwas angestrengt durch.
Womit hatte er den Dienst mit ihr verdient?

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BeitragThema: Re: Healing Hands [ShiorixAuraya]   Fr Nov 24, 2017 7:56 pm

Ihre Einsamkeit endete als die Tür auf ging und ein Kopf zu ihr herein geschoben wurde. Zuerst war es wirklich nur ein Kopf welcher von einem Mann gefolgt wurde der sie wohl deutlich überragte. Aber irgendwie sah er komisch aus. Seine Größe gepaart mit der Ruhe die er versuchte ihr zu vermitteln irritierten sie ein wenig, während er versuchte sie anzulächeln und sie mit seinen blauen Augen ansah. Sie hatte nicht besonders viel Spielraum für Bewegungen und belies es dabei ihn einfach anzusehen. Überflüssiger weise erklärter er ihr, dass Bewegung keine gute Idee war. Ein heiseres Lachen entfuhr ihr. Was glaubte er wieso sie so geschrien hatte? Nach einem rollen ihrer Augen war er auch schon wieder davon gehüpft und erklärte das er eine Ärztin holen würde. Wenn diese ihr genau das gleiche sagen würde – nein sie wollte nicht daran denken. Nach ihrem seltsamen Pfleger kam nun eine Frau herein die sich durch hübsches blaues Haar auszeichnete. Sie blieb am Ende des Bettes stehen und einen Moment lang sahen sie sich nur an. Auraya war nicht so verwirrt, das sie ihren Gewohnheiten nachgab und versuchte die Schulter zu zucken. Sie blieb einfach liegen, halb betäubt von dem Schmerz der nicht weichen wollte. Grausam, gab sie ehrlich zu. Ihre Stimme kratze noch immer deutlich und sie begann immer wieder zu schlucken, was jedoch genau so weh tat wie der ganze Rest.  Mein Kopf fühlt sich an, als würde er explodieren und ich bin mir nicht sicher ob ich versuchen möchte mich noch einmal irgendwie zu bewegen. Einen Moment schloss sie die Augen und zog tief die Luft ein. Ein brennen ging durch jede Faser und sie spürte das kribbeln an ihren Füßen und Händen. War sie betäubt oder versuchte ihr Körper nur alles zu verdrängen, was sie noch weiter benebeln würde vielleicht waren ihren Medikamente auch einfach gnadenlos.
Blauauge schien zu merken das sie kämpfte und wollte ihr weitere Mittel geben, bekam jedoch sofort eine Rüge. Keine Mittel mehr für sie. Wahrscheinlich würde sie sonst wieder ohnmächtig, ihre Organe schädigen oder Gott weiß was würde passieren. Könnt ihr mir sagen was passiert ist? fragte sie an ihre Ärztin gewandt und starrte einen Moment an die Decke. Was ist mit meinen Geschwistern, sind sie auch hier? Müde sah sie wieder zurück zu der jungen Frau. Was hatte man ihr erzählt, was wusste sie? Aurayas Erinnerungen wollten nicht wirklich zurück kommen. Bei den Schmerzen in ihrem Kopf wären unangenehm Erinnerungen wohl auch nicht das optimalste.  Ich erinnere mich nur an Blut, viel Blut. Der Geruch stieg ihr in diese Nase und sie spürte die aufkommende Übelkeit. Sie hatte sich deswegen noch nie übergeben, aber mit den Schmerzen und den verschwommenen Erinnerungen erschien ihr dieses Gefühl berechtigt. Dennoch zwang sie sich die Galle wieder hinab zu schlucken. Das sie das Gesicht verzog blieb jedoch nicht wirklich aus. Sie hatte Schmerzen, Kummer und Sorgen. Was wäre, wenn ihre Geschwister tot waren? Nein damit konnte sie nicht umgehen und sie glaubte auch nicht daran. Sie hatte die beiden beschützt, da war sie sich sicher. Zumindest schien es ihr ein reales Bild, dass sie mit Kaikai vor den beiden gestanden hatte und bis zum Ende gekämpft hatte. Warum war sie bewusstlos geworden? Sie mussten gewonnen haben, sonst wäre sie wohl nicht mehr am Leben, oder? Es gab zu viele Fragen, so viele Fragen wie Schmerzen. Wieder entwich ihr ein quälender Laut, den sie versucht zu unterdrücken. Sie konnte nichts dagegen tun, außer es ertragen und das war alles andere als einfach. Und wo war ihre Augenbinde hin? Sie lag bestimmt auf dem Nachttisch, ebenso wie die ganzen Reste die sie bei sich getragen hatte. Wie viel von ihren Kleidern noch übrig gewesen war? Könntet ihr mir bitte meine Klinge geben? Langsam und ohne einen Ton von sich zu geben schob sie die Hand unter der Decke hervor, gerade so, dass man die Klinge nur neben sie stellen brauchte. Vorausgesetzt jemand kam dieser Bitte nach. Der Schmerz war nicht normal, schien nicht angemessen zu sein für diese kleine Geste.  Aber sie wollte das Schwert bei sich haben, wenn schon niemand aus ihrer Familie hier war. Ob ihre Eltern kommen würden?
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BeitragThema: Re: Healing Hands [ShiorixAuraya]   Sa Nov 25, 2017 9:56 pm

Shiori hob leicht eine der feinen blauen Augenbrauen, als sie die Worte ihrer Patientin hörte. Grausam war nicht zwangsläufig das, was sie erwartet hatte, aber scheinbar hatte es gewirkt, sie von den Schmerzmitteln abzusetzen, damit sie endlich aufwachte. Anscheinend war der Schmerz in ihrem Körper aber durchaus noch so präsent, dass sie theoretisch welche gebrauchen könnte. Leise atmete die Aranami also durch, während sie weiter zuhörte und nebenbei etwas auf den Zettel notierte, der am unteren Ende des Bettes klemmte, in dem Auraya lag und dazu gedacht war, dass jeder Arzt, der hier Dienst hatte, auch wusste, was der Patient brauchte. Sie vermerkte ausdrücklich, dass die Schmerzen nicht medikamentös behandelt werden sollten. Nachdem das erledigt war, hob sie den Blick wieder und dachte über die Frage der Frau nach.
Ihr Blick glitt nur kurz zu dem Braunhaarigen, der noch im Raum war.
"Ich denke, wir kommen vorerst allein klar. Falls etwas ist, ruft mich", erklärte sie ernst und mit fester Stimme. Der Pfleger sah Shiori kurz überrascht an, bevor sein Blick abermals zu Auraya schweifte und er lediglich nickte. Mit einer angedeuteten Verbeugung machte er auf dem Absatz kehrt und verließ den Raum. Die Iryônin sah ihm kurz hinterher, bevor sie auf die Bitte um das Schwert von dem Bett fortging. Sie kannte dieses Verlangen von ihrem Bruder, ein Schwertshinobi wollte stets und ständig seine Klinge bei sich haben, wenn er ersteinmal vertraut mit ihr war. Ohne einen großen Kommentar griff sie also nach dem heilenden Schwert und legte es neben Auraya ins Bett, sodass sie es mit der ausgestreckten Hand berühren konnte.
"Soweit ich das beurteilen konnte, hat dieses Schwert euer Leben gerettet", gab sie zu und lächelte dabei sogar beinahe sanft. Dieses Schwert war ihr wesentlich sympathischer als Samehada, das sie schon ihr Leben lang kannte und ihr dennoch die Hände zerstach, wenn sie es berührte. "Ich möchte gern zuerst eure Schmerzen behandeln, dann beantworte ich Euch all Eure Fragen", erklärte sie ihr Vorhaben anschließend und nickte leicht. Es würde der Dame sicher leichter fallen, sich zu konzentrieren, wenn sie nicht unendliche Schmerzen ertragen musste. Ohne groß weitere Worte abzuwarten, griff sie daher behutsam mit ihrer Hand an den Arm ihrer Patientin, um ihre Haut direkt zu berühren und schloss ihre Augen. Sie konzentrierte sich auf den fremden Körper und untersuchte ihn routinemäßig, während ihr tiefgrünes Chakra um ihre Hand und den Arm Aurayas floss.
Sie fand die Reste von den geheilten Verletzungen, leichte Entzündungen und einen geschwächten Körper, der alles daran setzte, sich zu erholen. Mit starken Schmerzen war das nur umso schwerer. Nachdem sie sich versichert hatte, dass es keine Brüche im verheilten Gewebe gab, konzentrierte sich die Blauhaarige auf die Schmerzrezeptoren der Yuki und blockierte eben jene. Relativ rasch sollte der Schmerz der anderen abklingen, weniger scharf werden. Dennoch war Shiori darauf bedacht, ihr nicht alle Schmerzen gänzlich zu nehmen. Jedoch wäre das Ganze jetzt wohl eher wie ein starker Muskelkater, der nur dann aufflammte, wenn sie sich all zu sehr bewegen würde, während Atmen und ähnliches aber nicht mehr groß bemerkbare Schmerzen bringen würde. Nachdem sie damit fertig war, zog sie ihr Chakra aus dem fremden Körper zurück und blinzelte kurz.
Ihre goldenen Iriden musterten das Gesicht der anderen Frau. "Besser?"
Anschließend zog sie sich einen der Stühle im Raum hin zum Bett, denn sie ging davon aus, dass sie hier einige Zeit verbringen würde, um die offenen Fragen zu beantworten und womöglich etwas Gesellschaft zu leisten. Das Trauma, das mit solchen Verletzungen und Erlebnissen einherging konnte man oft anfangs schlecht abschätzen. Und auch wenn Shinobi solche Situationen immer wieder erlebten, hinterließen sie alle stets ihre Spuren auf der Seele, was es umso wichtiger machte, sich früh nicht nur physisch um die Patienten zu kümmern, sondern ihnen auch das zu geben, was sie psychisch womöglich am meisten brauchte.
Und das waren bei Auraya im Moment wohl Antworten.
"Mein Name ist Shiori, Aranami Shiori und ich war seit Eurer Einlieferung Eure Ärztin", begann sie also zu erklären. Ihre Stimme war ruhig und angenehm melodisch wie immer. Sie klang weder aufgeregt, noch deutete ihr Ton auf eine andere Gefühlslage hin. Stattdessen versuchte sie Sicherheit zu vermitteln. "Es tut mir leid, dass Ihr so starke Schmerzen erdulden musstet, aber Ihr habt nach eurer OP einige Tage geschlafen. Ich vermute Euer Körper brauchte die Ruhe und die Schmerzmittel taten ihr Übriges. Wenn es also wieder schlimmer wird, werde ich Euch vorerst mit Chakra behandeln, sodass Eure Genesung voranschreiten kann und der Körper nicht mit Medikamenten ausgelastet wird."
Die Arami rief sich ins Gedächtnis, was Auraya soeben gefragt hatte und was genau sie selbst darüber wusste. "Das Blut, an das Ihr Euch erinnert, ist vermutlich nicht nur Eures gewesen. Ihr kamt gemeinsam mit Euren Geschwistern hierher, eine Patrouille hat Euch gefunden, alle schwer verletzt und besonder Ihr dem Tod nahe." Ihre Mundwinkel zuckten leicht. "Nach allem was ich gehört habe, erging es euren Gegnern aber weniger gut." Sie kannte weder Details der Mission, noch wusste sie, was genau passiert war. Das lag aber hauptsächlich daran, dass das für ihre Arbeit völlig irrelevant war. Darum sollte sich irgendein Chûnin-Sessel-Furzer kümmern, der den ganzen Tag mit Akten zubrachte und Shinobi auf die Finger klopfte, damit der Missionsbericht auch bloß reichtzeitig ankam.
"Ich glaube, Euch hat es am schlimmsten erwischt. Eure Geschwister habe ich nicht behandelt, aber nach dem, was ich hörte, sind sie auf dem Weg der Besserung. Ich kann gern jemanden schicken, der sich darüber erkundigt, falls Ihr das wünscht", stellte sie abschließend fest und musterte Auraya anschließend etwas forschend. Was war wohl ihre erste Sorge? Es war schon beeindruckend, dass sie sofort nach ihrer Familie fragte. Ein Charakterzug, den Shiori durchaus als angenehm empfand, denn in ähnlicher Lage gälte ihre Sorge wohl auch zuerst ihrer Familie.

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BeitragThema: Re: Healing Hands [ShiorixAuraya]   Sa Dez 02, 2017 7:53 pm

Der Mann verschwand aus dem Raum und Auraya sah ihm nicht nach. Sie behielt die Frau im Auge. Sie hatte hier das sagen und sie würde alles wissen, wenn nicht sie dann wohl niemand. Ihre Augen begannen zu funkeln als ihre Ärztin sich auf den Weg machte um Kaikai in die Hand zu nehmen. Die klinge war wunderschön, sauber und rein. Jemand hatte sie geputzt und man sah nichts mehr von dem Blut an das Auraya sich erinnerte.  Shiori legte die Waffe neben sie und es waren nur wenig Distanz, bis sie die Finger auf den griff legen konnte. Sie spürte das bekannte vibrieren der Klinge, als würden sie nun eins sein. Ich werde euch in diesem Punkt nicht widersprechen, gab sie zu und streichelte die Klinge langsam mit ihren Fingern. Kaikai war ein Wunder, seitdem sie die Klinge führte. Sie heilte sie mehr und mehr umso öfters sie einen Schlag landete. Während Auraya nicht aufhörte mit der Klinge zu kuscheln, begann die andere sich um ihre Wunden zu kümmern. Die Hand auf ihrer lies sie einen Moment innehalten und sie umschloss Kaikai einfach nur. Es dauerte einen Moment bis sie etwas spürte, doch dann schien das Dröhnen von Schmerzen in ihrem Körper abzunehmen. Es war ein langsamer Prozess und als die Schmerzen dann verblassten waren fühlte sie sich besser. Das leichte streichen über ihr Schwert zog nun nur noch so, als wäre sie zu lange man trainieren gewesen. Wie damals als sie mit ihren Geschwistern übertrieben hatte und danach noch mit ihrem Vater geübt hatte. Sie spürte wie ihr Atmen nicht mehr schwer fiel und spürte dennoch, dass sie jetzt nicht wieder vollkommen in Ordnung war. Ja um einiges, ich Danke euch. Es schien nun  viel einfacher sich in die Kissen sinken zu lassen und einen Moment schloss sie sie Augen. Entspannte sich jetzt da es nicht mehr so weh tat zu atmen. Ein und aus, währen die Blauhaarige sich einen Stuhl heran zog und neben ihr Platz nahm. Nun eben neben ihrem Bett. Auraya schob sich ein wenig im Bett hin und her, rollte sich so auf die Seite, dass sie die Frau besser sehen konnte.  Jetzt  würde sie alles erfahren, was sie wissen musste, jetzt würde sie erfahren ob ihre Geschwister auch überlebt hatten. Sie hoffte es inständig, sie hoffte es mehr als alles andere.  
Während sie halb liegend zu der Frau hinüber sah, begann diese zu sprechen und stellte sich vor. Der Name weckte etwas in ihr doch sie war zu benommen um ihn zuzuordnen. Die Sorge um ihre Familie keimte wieder in ihr auf, drang wieder in ihr Bewusstsein und sie schluckte schwer um sich die Sorge nicht anmerken zu lassen. Ihr Gegenüber blieb ruhig, als sie begann zu schildern. Beileid für ihren Schmerz – doch dieser war nichts wenn sie damit etwas Gutes für ihr Dorf getan hatte. Sie liebte dieses Dorf, versuchte es immer zu schützen und doch. Ihr Schmerz war egal. Ob sie ihre Schmerzen mit Tabletten oder Chakra behandelte war ihr relativ. Dennoch brachte sie ein Nicken zustande. Wenn ihr das für richtig  haltet, werde ich Euer Wort nicht anzweifeln. jemand der sich um sie kümmerte, jemand aus ihrem Dorf, nein diese Leute wollten ihr wahrlich nichts bösen. Ob das Wort Blut ewig an dieses Gemetzel gebunden war? Vielleicht. Noch schlimmer war es, wenn sie dabei das Bild ihrer Geschwister im Kopf hatte. Das blasse Haar mit Blut besudelt, die Kleider schwer, die Waffen ebenso blutig und ihr Körper waren blass. Einen Moment lang stieg Übelkeit in ihr auf. Sie legte sich erst, als ihre Ärztin ihr sagte, dass ihre Geschwister besser davongekommen waren. Ein leiser Seufzer entfuhr ihr als sie hörte das die anderen tot waren. Sie hatten gewonnen, sie hatten gewonnen und überlebt. Auraya war es gelungen ihrem Dorf einen Gefallen zu tun. Erleichterung machte sich in ihrem inneren breit. Es war ein wunderbares Gefühl, unendlich befreiend und ein schmales Lächeln legte sich auf ihre Lippen.  Das wäre sehr freundlich von Euch. Ich wüsste nicht was ich tun würde, wenn die beiden nicht mehr hier wäre. Auraya wäre wohl wirklich dem Abgrund nahe, wenn die beiden nicht mehr bei ihre wären. Sie waren so ein eingespieltes Team, immerhin waren sie zusammen groß geworden, so nahe wie Menschen sich kaum sein konnten. Und bitte lasst ihnen ausreichten, dass sie sich um mich keine Sorgen machen brauchen. Langsam schob sie sich eine vollkommen seitliche Position und zog sich die Decke bis zum Kinn. Die Knie zog sie etwas an, jetzt da bewegen nur noch anstrengend aber nicht mehr todbringend war. So fühlte sie sich sicher, so fühlte sie sich geborgen. Wenn ihr Vater jetzt noch ihr Haar zurück streichen würde, dann konnte sie sofort wieder einschlafen.
Doch als ihre Lieder flackerten und sich kurz schlossen stiegen die Bilder wieder in ihr auf. Ekel erfüllte ihren Mund und sie versuchte sich abzulenken. Also fixierte sie wieder ihre Ärztin. Könnt ihr mir sagen wie schlimm es war? Neben dem Blut erinnere ich mich nur noch daran, dass es sechs von ihnen waren. Ich weiß nicht einmal mehr, was genau unsere Mission war. Sie hielt inne und lies sich wieder auf den Rücken sinken und sah an die Decke. Ihr Schwert lies sie nicht los, umklammerte es nun wieder als wäre es ihr Leben. Ohne Kaikai wäre ich tot. Wie wunderbar dieses Schwert ist. Es ist ein Lebensretter. Wie konnte es sein, dass sie am meisten abbekommen hatte und doch nur noch am Leben war, weil sie ihr Schwert hatte? Mai war körperlich nicht so fit wie sie, sie war sicher schnell zu Boden gegangen. Aber ihr Bruder war eigentlich stark, zäh. Man musste ihn einfach falsch erwischt haben. Zudem war er früher bereits sehr schwach gewesen. Auch wenn er versuchte es zu verbergen, vielleicht war er doch nicht so stark wie er sich immer gab.  Obwohl sie wusste, dass ihr Bruder sich sehr verändert hatte stieg wieder sorge in ihr auf. Die beiden waren in Gefahr gekommen, nur weil sie nicht stark genug gewesen war.
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BeitragThema: Re: Healing Hands [ShiorixAuraya]   Mi Dez 20, 2017 3:19 pm

Die goldenen Iriden beobachteten die Verletzte recht aufmerksam, genau wie ihre Reaktion auf die Informationen bezüglich ihrer Familie. Offenbar war es wirklich eine riesige Sorge für die Frau, dass es ihren Geschwistern gut ging und sie wohlauf waren. Shiori stellte sich eine der zahlreichen Situationen vor, in denen sie die gleiche Sorge um Samegawa gehabt hatte und konnte durchaus verstehen, was wohl in Auraya vorgehen mochte. Da ihr Zwilling ständig die Herausforderung suchte und die Gewissheit von schneller Hilfe in Form seiner Schwester hatte, war er wohl mehr als einmal übel zugerichtet worden. Und ihre Sorge war auch nach all den Jahren nicht geringer geworden. Tief durchatmend erwiderte sie wieder den Blick der Frau, die beinahe wegzudriften schien. Womöglich sollte sie sie schlafen lassen und später wieder nach ihr sehen. Ohnehin würde es vermutlich etwas dauern, bis die Nachricht bei den Geschwistern ankam.
Gerade, als sie sich straffte und aufstehen wollte, fragte die Yuki allerdings nach Informationen zu ihren Verletzungen. Unschlüssig musterte die Blauhaarige sie kurz, bevor sie einige Augenblicke überlegte. "Ihr habt recht eindeutige Zeichen von einem Kampf mit Shinobi getragen. Inner wie äußere physische Verletzungen, Schnitte, Prellungen, aber soweit ich mich erinnere auch einige kleinere Verbrennungen. Vielleicht war unter diesen sechs auch ein Anwender des Katon. Euer Schwert konnte anscheinend die schlimmsten inneren Verletzungen in Schach halten, sodass ihr stabil genug für einen Transport hierher wart." Sie erinnerte sich wieder daran, wie fasziniert sie von dem teilweise frisch verheilten Gewebe gewesen war, das sie gefunden hatte. Zunächst hatte sie vermutet, dass einer der drei Iryônin gewesen war und hier Hand angelegt hatte, bis sie verstanden hatte, welches Schwert die Dame trug.
"Viel mehr kann ich euch leider auch nicht berichten. Wenn ihr wollt, könnt ihr meinen Bericht lesen und die genaue Art der Verletzungen erfahren und wo sie lagen. Womöglich hilft euch das dabei, die Erinnerung wieder zu finden." Mit einem sanften Lächeln auf den Lippen, winkte sie allerdings kurz darauf ab. "Es ist aber völlig normal, sich nach einem Trauma nicht gleich zu erinnern. Der Körper braucht Ruhe und Zeit, sich zu erholen", erklärte die Ältere ruhig und zupfte kurz einen Fussel von ihrem Ärmel, bevor sie sich erhob und Auraya wieder ansah. "Ihr solltet schlafen. Wenn ihr etwas braucht, ruft einfach nach jemandem." Mit einer Hand deutete sie in Richtung des Knopfes neben dem Bett, den die Frau jetzt vermutlich auch würde erreichen können. Ansonsten konnte sie immernoch laut rufen. "Ich werde sehen, was ich über eure Geschwister in Erfahrung bringen kann."
Mit diesen Worten schenkte sie der Anderen ein letztes sanftes Lächeln, bevor sie sich leicht verbeugte und derart verabschiedete. Sie verließ langsam den Raum und schloss die Tür hinter sich, während sie sich geistig eine Notiz machte, in einigen Stunden wieder nach ihr zu sehen.
Die vergingen für Shiori mit Arbeit und wenig Vorkommnissen, nachdem sie ihr Essen vertilgt hatte, welches sie hatte stehen lassen, als sie gerufen worden war. Recht ereignislos verging also ein halber Tag, bevor sie sich wieder auf den Weg in das Zimmer machte und leise anklopfte, bevor sie die Tür öffnete und hereinging, um zu sehen, ob Auraya wach war. Falls sie Schmerzen hatte, würde sie sie immerhin abermals behandeln müssen, bevor sie ihren Dienst für heute beendete. Zu vielen Fragen kam die Jônin allerdings garnicht, bevor die Tür diesmal weit weniger leise aufflog und die Person sich ihren fiesen Blick einfing. Offenbar war das der Person, die weiße Haare und Bandagen, sowie einige blaue Flecke zu ihrem Schmuck zählte, ziemlich egal, denn sie hatte nur Augen für die eigene Schwester im Krankenbett.

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BeitragThema: Re: Healing Hands [ShiorixAuraya]   Mo Dez 25, 2017 7:54 pm

Sie hatte ihr den Gefallen und begann zu erzählen. Sah Auraya wirklich so elendig aus? Vielleicht. Sie hatte keinen Spiegel und es war realistisch, dass man nachdem man dem Tod nahe gewesen war nicht wirklich wunderbar aussah. Aber wen kümmerte das? Sie lebt und das wegen ihres Schwertes. Die Klinge lag wieder unter ihren Fingern und sie hörte nicht auf sie zu streicheln während Shiori begann zu erzählen. Sie hatte Verbrennungen gehabt, Schnitte, Prellungen alles was eben weh tat. Ihre inneren Verletzungen hatte Kaikai in Schach gehalten. Wieder einmal machte sie diese Erkenntnis glücklich.  Während die Blauhaarige weiter sprach und erklärte das sie sich bald erinnern würde hatte Auraya immer stärkere Probleme ihren Worten zu folgen. Obwohl ihr nicht mehr alles weh tat, fühlte sie sich ausgelaugt. Jede Kraftreserve in Ihrem Körper schien verbraucht zu sein und sie wusste nicht wie lange sie brauchen würde um sich wieder fit zu fühlen. Ich danke Euch für eure Fürsorger. Ich denke schlaf würde mir gut tun. Weckt mich sobald ihr etwas über meine Geschwister wisst, bat sie noch und lies sich dann in die Kissen sinken. Die Frau anzusehen war anstrengend und jetzt da sie an de Decke blickte fühlte sie sich müder den jeh. Kaum war sie alleine und die Tür mit einem leisen klicken geschlossen da spürte sie schon wie ihre Augen endgültig zu fielen.
Ihr Schlaf war unruhig. Bilder rauschten vorbei und immer wieder wachte sie auf, ohne das sie wusste, was sie so erschrocken hatte. Dies passiert vielleicht drei oder vier mal. Beim nächsten mal wurde sie jedoch wach, weil jemand in ihr Zimmer trat. Sie wurde jedoch nicht durch das leise öffnen wach, sondern durch das anschließende knallen der Tür, die beinahe gegen die Wand schlug. Der hellhaarigen Frau folgte ein angeschlagener Mann. Mit der Angst ihres letzten Traumes schrack sie auf und stieß einen leisen Schmerzenslaut aus. Beinahe im gleichen Moment sank sie wieder in die Kissen und versucht die Störquelle zu finden. Mai, raunte sie leise, während ihre Schwester zu strahlen begann und sich neben sie auf das Bett setzte. Die Ärztin ignorierte die jüngere Yuki dabei komplett. Ich bin so froh das du wach bist. Als ich zusammen brach warst du noch am kämpfen. Wieso tust du mir das an! Musst du immer bis zum bitteren Ende kämpfen! Das Gejammer ihrer Schwester schien unerträglich laut und grell. Das sich die Jüngere dann noch um ihren Hals warf, machte es nicht besser. Dennoch hielt Auraya still, lies den Schmerz und die Nähe über sich ergehen. Irgendjemand muss doch auf dich aufpassen. Du solltest ihr dankbar sein Mai. Die Stimme ihres Bruders drang zu ihr, doch Mais langes Haar lies nicht zu, dass sie ihn sah, lies auch nicht zu, dass sie ihre Ärztin sah. Erst als sie sich um wand um ihren Bruder an zufunkeln erkannte sie ihn. Beide trugen Verbände und schlichte Kleidung, einfache weite Hosen und Oberteile. Um den Kopf von Rian schlang sich eine Bandage und die Tatsache das er an der Wand lehnte lies ihn zwar lässig wirken, doch sie erkannte sofort, dass er nicht ganz auf der Höhe war. Er war schon immer körperlich schwach gewesen und hatte sich mit dem fixen Gedanken deswegen nur seinen Körper zum kämpfen zu benutzen in ihren Augen keinen Gefallen getan. Er und Mai waren vielleicht gleich fit und sie die am meisten aushielt, hatte auch den größten Schaden erlitten. Kein Wunder das sie noch immer völlig erschlagen in ihrem Bett lag. Einen Moment lang tauschten die beiden Geschwister einen Blick aus, ehe sie sich wieder der Ältesten zu wanden. Was ich sagen wollte. Wir sind froh, das du noch lebst. Ich bin auch froh, dass ihr noch bei mir seid. Aber ihr solltet euch ausruhen. Mai wollte unbedingt nach dir sehen. Natürlich wollte ich sie sehen, gab Mai empört zurück und einen Moment funkelten sich die beiden erneut an, ehe sie damit aufhörten und Mai begann Auraya das feucht geschwitzte Haar aus dem Gesicht zu streicheln. Wirklich fit sahen sie beide nicht aus. Das Trio wäre wohl eine einigen Wochen nicht mehr zu gebrauchen. Erst jetzt spürte sie das noch jemand hier war, den die beiden übergangen hatte.  Vorsichtig neigte sie den Kopf an ihrer Schwester vorbei. Mai, Rian habt ihr meine Ärztin etwa übergangen? Nur mühsam gelang es ihr an Mai vorbei zu schauen und die Frau an zu blicken und ihr ein entschuldigendes Lächeln zu schenken.
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BeitragThema: Re: Healing Hands [ShiorixAuraya]   Do Jan 04, 2018 6:33 pm

Shioris goldene Iriden verfolgten die huschende Bewegung und ihr Blick glitt nur für den Bruchteil einer Sekunde zu der knallenden Tür. Ihre Zähne mahlten kaum merklich aufeinander. Trotzdem entging ihr nicht die Ähnlichkeit der drei weißen Gestalten, die jetzt im Raum anwesend waren und da sie selbst ein Zwilling war, fiel es ihr nicht besonders schwer von zwei bis drei zu zählen. Das Wiedersehen verlief mehr oder weniger herzlich, wobei Auraya eher wirkte, als sei sie die Mutter der Dame mit den längeren Haaren und nicht ihre Schwester. Ob sie mit Samegawa auch so wirkte? Unwahrscheinlich. Der zwei Meter große Muskelprotz mit Samehada auf dem Rücken würde wohl niemals so klein neben ihr wirken, auch wenn sie ihn eben bedingt öfter herumschubste. Die Iryônin verkniff sich ein Augenrollen, atmete tief durch und ging zu der Tür, die sperrangelweit offen stand, um sie leise zu schließen, wie sie es zuvor schon getan hatte.
Ihr Blick glitt prüfend über den Mann der drei.
Wortlos griff sie im Vorbeigehen nach dem Stuhl im Raum und schob ihn hin zu dem Verletzten, der sich offenbar nur schwerlich gut auf den Beinen halten konnte. Sein Körper wirkte allgemeinhin eher zerbrechlich. Anschließend begab sie sich wieder an das Fußende des Bettes und blieb schweigend stehen, ließ die Familienorgie über sich ergehen und zwang sich zum Schweigen. Hätte sie irgendjemand gefragt, hätte sie keinen der beiden hier herein gelassen. Auraya war schwer verletzt und hatte zu viel Glück gehabt, ohne das sie nicht überlebt hätte. Ein Besuch am ersten Tag nach ihrem kurzen Koma? Eher kontraproduktiv. Andererseits verstand sie die im Raum stehenden Gefühle und würde sich vermutlich selbst von niemandem herausschmeissen lassen, wenn ihr Bruder in dem Bett liegen würde.
Glücklicherweise war sie ja selbst Ärztin.
Als sie eben dieses Wort vernahm, sah sie aus ihrer ausdruckslosen Starre auf und erwiderte den halben Blick, den sie von der Yuki vernehmen konnte. Sie zuckte leicht mit den Schultern und nickte, während sie um das Bett herum ging und sich dort stehend positionierte, wo die jüngere Schwester nicht saß. "Das haben sie wohl, sonst wären sie nicht hier", gab die Aranami leise zurück, ließ jedoch ihre Mundwinkel amüsiert zucken, um nicht all zu böse drein zu schauen. "Wie Ihr sehr, sind Eure Geschwister wohlauf und weitaus weniger stark verletzt als Ihr selbst. Ich hätte ein Treffen wie dieses heute womöglich nicht empfohlen, aber da wir nun schon alle hier sind, können Sie sich gern die Zeit füreinander nehmen." Ihr Blick fixierte nur kurz Auraya, bevor sie die beiden jüngeren der Drillinge fest ansah und ihnen einen eindeutigen Blick schenkte.
"Vielleicht können Eure Geschwister auch dabei helfen, fehlende Erinnerungen wach zu rufen. Ich empfehle für heute Abend aber eher ein weniger aufregendes Programm. Erinnerungen kommen wieder und sind nicht wichtiger, als eure körperliche Gesundheit." Ihre Stimme klang bei der Erklärung wesentlich sanfter, da sie keine wirkliche Warnung mehr an die anderen Anwesenden enthielt. Deshalb sah die Blauhaarige auch wieder eher ihre Patientin an, als die anderen beiden. "Wie fühlt ihr Euch? Ich kann Euch nocheinmal die Schmerzen nehmen, wenn sie schlimmer geworden sind. Und ich habe meinen Bericht mitgebracht, falls Ihr ihn euch ansehen wollt", fragte und erklärte Shiori. Sie hob kurz die linke Hand, in der sie einen Papierbogen hielt, der Aurayas Namen und den Bericht über ihre genauen Verletzungen enthielt. Eben jenen platzierte sie auf dem kleinen Beistelltisch neben dem Bett und lächelte sanft.

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