Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 [Zukunfts-Play] Mauern und Monster

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Sarutobi Ringo
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BeitragThema: [Zukunfts-Play] Mauern und Monster   Mo Dez 25, 2017 12:18 pm

~ Zukunfts-Play zwischen zwei Jinchuuriki ~
Acht Jahre sind seit der Machtergreifung des Kaisers vergangen, und der eisige Umgang zwischen Festland und Mizu no kuni hat sich zu einem offenen Krieg erhitzt. Die östlichen Provinzen des Kaiserreiches sind umkämpft.
In Ho no kuni, dem Land der Segel, sieht Mizu no kuni eine geeignete Position für einen Brückenkopf. Kaiserliche Taktiker haben den Wert des Segelreiches jedoch ebenfalls längst erkannt und eine Kette von Befestigungsanlagen errichtet. Die sogenannte Kumakai-Linie, benannt nach dem befehlshabenden Architekten, erstreckt sich meilenweit an der Küste entlang und sichert sowohl Hafenstädte als auch natürliche Anlegeplätze.
Mizu no kuni hat die Herausforderung dennoch angenommen und entsendete einen mächtigen Flottenverband, welcher kaiserlichen Spionen nicht verborgen bleiben konnte.

P.S. Dieses Play ist lediglich ein Gedankenspiel und in keinster Weise für das Ingame relevant et cetera et cetera.

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Sarutobi Ringo
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BeitragThema: Re: [Zukunfts-Play] Mauern und Monster   Mo Dez 25, 2017 5:35 pm

Zum sicherlich zwölfen Mal in fünf Tagen sah sie dabei zu, wie die Geschützmannschaften ihre Katapulte und Speerschleudern aufbauten. Wie sie Spannarme zusammenschraubten, Munitionskisten bereitstellten, Gewichte wuchteten und Kurbeln drehten. Ein Samurai mit Offiziers-Abzeichen beaufsichtigte die Handwerker und raunzte das arme Schwein zusammen, das die Kiste mit den Kibakufuda nicht ordentlich unter der Sonnenschutzplane abgedeckt hatte. Er blaffte, in der Mittagshitze würde sich das elendige Zeug selbst entzünden, und das wäre alles höchst unschön.
Sarutobi Ringo war es leid, zusammen mit all dem Kriegsgerät herumgekarrt zu werden, die Küste hinauf und wieder hinunter. Mal hieß es, die Flotte des Wasserreiches seie am Südkapp gesichtet worden, einen Tag später berichtete ein Späher von Feinden im Golf nördlich von Shigaruso. Und nun sollte der Feind hier erscheinen. Doch kein Segel am Horizont, nur Fischkutter dümpelten herum, von Möwen umschwärmt.
Während sie sich hinter den Zinnen die Füße vertrat, bemerkte Ringo wieder den glatzköpfigen Priester mit dem Jashin-Symbol auf der Stirn. Er lief ihr stetig nach wie eine Anstandsdame. Sie vermutete, dass er es war, der eine Phiole mit ihrem Blut bei sich trug. Wenn ich heute also etwas Dummes tun will, dann ziele ich zuerst auf ihn. Wenn schon ausrasten, dann sollte der Spaß auch lang dauern. So plante sie jeden Tag, seit vier Jahren. Seitdem sie ins Blickfeld der kaiserlichen Truppen geraten war, seitdem man sie aus Konoha weggeholt hatte und an der Frontlinie entlangschleifte. Dabei hatte sie geglaubt, es würde ihr nur nützlich sein, eine vollwertige Jinchuuriki zu werden. Sie lebte nun schon ein ganzes Jahrzehnt mit dem Bijuu, und das machte sie durchaus besonders in der heutigen Zeit. So viele Jinchuuriki starben viel früher. So wie Uzumaki Iyona, so wie Fudo Kazumi. Insbesondere Kazumis Tod hatte damals geschmerzt. Ringo hatte gespannt verfolgen wollen, wie sie den Kyuubi meisterte - mit dem Ansatz, Freundschaft zu schließen. Eine Konter-Maßnahme gegenüber ihrer Philosophie vom stetigen Kampf. So zuversichtlich hatte sie ausgesehen.
Und was blieb am Ende. Nur das Gleiche.
Ringo hatte aufgehört, den Weg anderer Jinchuuriki zu verfolgen. Sie hatte auch schon keine echte Ahnung mehr, wer mit wem verflucht war. Es spielte keine Rolle.
Samurai ächzten unter der Schwüle. Einige zogen die schwersten Teile ihrer Plattenpanzer aus und rieben sich mit Tüchern ab, die rasch schweißgetränkt waren und beiseite geworfen wurden. Kleine Kinder sammelten den Müll auf, wenn sie Kürbisflaschen mit Trinkwasser aus dem Proviant-Quartier schleppten.
Gib mir eine. Ringo fischte mit der linken Hand eine Flasche. Um sie zu öffnen, klemmte sie sie zwischen Arm und Körper ein und drehte dann den Verschluss. Eine rechte Hand fehlte ihr schließlich. Genauer gesagt war der rechte Ärmel bis zum Schultergelenk leer.
Sie kannte noch den Namen des Samurai, der hatte testen wollen, ob sich Jinchuuriki wie Eidechsen regenerieren konnten. Man hatte ihr anschließend gesagt, sie sollte den Namen des Samurai vergessen, doch so wie Jinchuuriki keine abgeschlagenen Arme regenerieren konnten, konnte sie den Namen auch nicht vergessen.
Ihre Augen glitten über den Wehrgang. Zu einem Samurai namens Iodasunai Dakaro. Wenn ich heute also etwas Dummes tun will, zuerst den Priester... und dann den dahinten. So ging es jeden Tag.

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BeitragThema: Re: [Zukunfts-Play] Mauern und Monster   Do Dez 28, 2017 1:38 pm

[Bild von Hisanobu folgt demnächst]

Iwai Hisanobu war dem Kaiser treu ergeben und für ihn stellte es eine Ehre dar als Jinchuuriki für ihn in den Kampf zu ziehen. Selbst wenn dies bedeutete, dass er von einem Ort zum nächsten gehen musste, weil die gegnerische Flotte immer wieder an einem anderen Standpunkt gesichtet wurde. Warum genau diese Informationen so unglaublich oft falsch waren, wusste er nicht, er schob es jedoch auf irgendwelche Leute, die ihre Arbeit nur halbherzig verrichteten. Ganz anders als er. Er war mit Herzblut bei der Sache und würde selbst sein Leben geben um dem Kaiser zum endgültigen Sieg zu verhelfen. Hisanobu lächelte grimmig. Er würde aber erst dann selbstlos in den Tod gehen, wenn er sich sicher sein konnte, dass man seine Fähigkeiten nicht mehr bräuchte. Ausserdem war er sich durchaus bewusst, dass der Tod für ihn nicht in Frage käme, den dann müsste man ein neues Gefäss für den Gobi finden und die Urgewalt dieses Monsters wollte er dem Kaiserreich nicht antun. Mit Sicherheit, Hisanobu verstand sich inzwischen gut mit seinem Mitbewohner. Das Chakramonster hatte ihm oft den letzten Nerv geraubt, doch letzendlich hatte Gobi überzeugen können, mit ihm zu kämpfen anstatt gegen ihn. Er hatte die Ehre erhalten, ein Verbündeter dieser Urgewalt zu werden und darauf war er stolz. Denn dadurch war auch der Kaiser auf ihn aufmerksam geworden. Er hatte bemerkt, was für eine unglaublich praktische Waffe er war als Jinchuuriki, der seinen Bijuu unter Kontrolle hatte. Und Hisanobu war gerne bereit, diese Geheimwaffe zu sein.

Kokuou regte sich in ihm. Bis eben hatte sie geschlummert und ihn mit ihrer Stimme in seinem Kopf in Ruhe gelassen.
"Wieder eine Fehlmeldung?", fragte sie desinteressiert. Hisanobu zuckte leicht mit den Schultern. "Werden wir bald sehen."
Der Mann, der so gut wie immer nur schwarze Kleider trug, so auch heute, erkannte etwas vor ihm eine Frau. Man hatte ihm gesagt, dass er hier auf eine weitere Jinchuuriki stossen würde und als er fragte, wie er sie erkennen würde, wurde ihm gesagt, sie hätte nur noch einen Arm. Das musste sie sein.
Hisanobu betrachtete sie einen Moment aus der Ferne. Fragte sich, was wohl geschehen sein mag, dass sie nur noch einen Arm hatte. Und ob sie damit wohl noch irgendwie nützlich im Kampf gegen Kirigakure sein konnte. Aber die wichtigste Frage war: Hatte auch sie ein Bündnis mit ihrem Bijuu geschlossen?
Hisanobu trat einige Schritte vor und gesellte sich in einigem Abstand zu der blonden Frau. Er sah sie jedoch nicht an, grüsste sie auch nicht. Ja, seine Manieren liessen zu wünschen übrig, aber das war ihm egal. Es gab Wichtigeres als höfliche Floskeln die man nur deswegen austauschte, weil es so Brauch war.
Er verschränkte die Arme vor der Brust und starrte hinaus aufs Meer, als er fragte: "Ein Arm? Kannst du so überhaupt noch kämpfen? Wenn du mir im Weg stehst und mich aufhälst, kann ich keine Rücksicht auf dich nehmen.", nun wandte er sein Gesicht ihr zu, "Damit du vorgewarnt bist."

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BeitragThema: Re: [Zukunfts-Play] Mauern und Monster   Do Dez 28, 2017 8:19 pm

Sie war etwas zu beschäftigt damit, sich den Moment auszumalen, in dem sie vielleicht beschloss, dass Ri-chan heute keine Lust mehr hatte, brav und artig zu sein. Dadurch wirkte ihr Gewerkel mit der Wasserflasche ungeschickt. Und sie bemerkte den sich nähernden Typen auch erst, als dieser eine eigentümliche Art von Begrüßung abgab.
Ihr Kopf fuhr herum. Der Kerl blickte aufs Meer hinaus, während er sich über sie beschwerte? Hätte er ihren Arm nicht direkt angesprochen, wäre sie im Glauben gewesen, er spräche mit jemand anders. Doch wem sonst sollte er solch freundliche Worte auch entgegenbringen. Und dann schaute er sie doch noch an.
"Damit du vorgewarnt bist."
Ihre Brauen schossen in die Höhe. Oh, gleichfalls einen schönen Tag, versetzte sie gedehnt, Ja, ich genieße ein wenig die Sonne, danke der Nachfrage. Geringschätzig wanderte ihr Blick an dem Fremden herauf und herunter. Wer bist du, dass du dich so lieb nach mir erkundigst? Wer warnt so nett, hm? Sie schlenkerte lässig mit der Flasche herum, als erwäge sie, ihr Gegenüber damit zu schlagen. Ihr Blick sprach Bände. Mir ist langweilig. Fang einen Streit mit mir an.
Ringo wußte, dass sie nicht der einzige Jinchuuriki auf der Mauer war. Ein weiterer Verfluchter gehörte zu den Truppen, welche sich je nach Meldung über die Festungslinie bewegte. Kein Konoha-Nin, das hätte man ihr gesagt... oder anders ausgedrückt, es wäre ihr im Gedächtnis geblieben.

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BeitragThema: Re: [Zukunfts-Play] Mauern und Monster   Sa Jan 13, 2018 11:11 pm

Einen Moment fragte sich Hisanobu, ob die Frau ihre Worte tatsächlich ernst meinte. Genoss sie tatsächlich die Sonne während sie hier auf den Feind warteten? So aussehen tat sie zumindest. Und er würde es ihr ziemlich schlecht anrechnen, wenn sie ihre Worte tatäschlich ernst gemeint hatte.
"Sie meint es nicht ernst.", erklärte Kokuou dann wissend und rieb ihm damit wieder einmal unter die Nase, dass sie als Bijuu die Menschen besser verstand, als er als Mensch. Er kniff grimmig die Augen zusammen, bevor er Ringo musterte und dann die Flasche erkannte, die sie rumschwenkte. Sie hatte zuvor vergeblich versucht, diese mit nur einer Hand zu öffnen.
Ohne ein Wort zu sagen, ging er einen grossen Schritt auf sie zu, griff nach der Flasche und nahm sie der blonden Frau aus der Hand. Mit einem schnelle Handgriff hatte er die Flasche geöffnet und hielt sie ihr dann wieder hin.
"Iwai Hisanobu.", stellte er sich dann mit tiefer Bassstimme vor, "Und du bist Sarutobi Ringo, richtig? Der Jinchuuriki des Yonbi.", er blickte auf ihren fehlenden Arm. Einen Moment wirkte es so, als ob er sich wieder desinteressiert von ihr abwenden wollte, als ob das Gespräch für ihn nun erledigt sei. Doch dann verschränkte er die Arme und deutete mit einem Nicken auf ihren Armstumpf.
"Was ist passiert?", fragte er dann unvermittelt. Er fragte sich, ob sie mit nur einem Arm überhaupt eine Hilfe sein konnte auf dem Schlachfeld. Konnte sie noch kämpfen? Sie war eine Shinobi. Brauchte sie nicht beide Hände, um Fingerzeichen zu schliessen? Er war immerhin etwas vergleichbares, auch wenn er eindeutig der richtigen Sache diente und das mit Stolz, während es die meisten aus Konohagakure taten, weil man sie zu ihrem Glück zwang. Diese sturen Böcke wollten einfach nicht begreifen, dass der Kaiser der richtige Herrscher war. Unter seiner Macht würde das Volk Frieden finden. Doch bevor dieser Frieden entstehen konnte, musste man die Menschen, die diese Vision nicht sahen, zu ihrem Glück zwingen. Was genau in Ringos Kopf vorging wusste er natürlich nicht, aber er ging davon aus, das auch sie nur unter Zwang das tat, was das Kaiserreich von ihr verlangte. Wie die meisten aus Konohagakure. Den auch wenn Hisanobu nicht ganz einverstanden war, dass der Kaiser seine Macht mit Hilfe der Jashinisten ausgebaut hatte, so sah er doch die Notwendigkeit. Die Fähigkeiten dieser fanatischen Gäubiger war nützlich und gleichermassen furchteinflössend ... Selbst für ihn.

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BeitragThema: Re: [Zukunfts-Play] Mauern und Monster   So Jan 14, 2018 4:47 pm

Ringo hätte gern einen Grund gefunden, ihn zu hauen. Mit der Flasche. Doch der Kerl "entwaffnete" sie stattdessen mit grober Höflichkeit, öffnete die Flasche und reichte sie wieder zurück.
Ihre Augen waren zu Schlitzen verengt. Danke, Hisanobu-san. Sie nahm einen Schluck, während ihr Gegenüber direkt seine Karten offenlegte. Er wußte, wer sie war. Nun gut, warum sollte er auch nicht. Korrekt, bestätigte sie kurz angebunden, nun aber auch ein wenig neugierig. Sie blickte an dem riesigen Kerl empor, der seinerseits an ihr herabblickte.
Er fand also ihren fehlenden Arm interessant. Ringo schaute hin und tat überrascht. Oh, ich wollte abnehmen, erwiderte sie und grinste unschuldig. Nein, eine Verwundung im Kampf. Eine kurze Pause trat ein; sie hob den Zeigefinger. So zumindest lautet die offizielle Geschichte. So soll ich es sagen, wenn man mich fragt. Ihr Grinsen erlangte eine zusätzliche Nuance. Eine Boshafte. Eigentlich aber wollte jemand sehen, ob Jinchuuriki in der Lage sind, Körperteile zu regenerieren. Dieser Jemand hat seine Neugierde erfolgreich stillen können. Wer dieser Jemand ist, ist streng vertraulich; würde ich dir das erzählen, würde man testen, ob Jinchuuriki eine Enthauptung überleben könnten.
Gemächlich schaute sie wieder aufs Meer hinaus. Ihr Blick streifte kurz erneut den Samurai namens Iodasunai Dakaro, der etwa hundert Meter weiter an den Zinnen lehnte.
Welcher Einheit gehörst du an, Hisanobu?, fragte sie. Einer Geschützmannschaft vielleicht, bei den Katapulten? So kräftig, wie du mir die Flasche abgenommen hast, scheinst du gut geeignet, an einem Hebel zu ziehen. In ihrer Stimme lag keine Spur von der Geringschätzigkeit, die man bei der Wortwahl hätte vermuten sollen. Sie klang einfach nur... freundlich.
Von Osten her zog eine einsame Wolke über den azurblauen Himmel. In mehreren Kilometern Höhe verließ ein Flugobjekt diese natürliche Deckung, vom Boden aus zunächst nur als winziger, schwarzer Fleck auszumachen.

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BeitragThema: Re: [Zukunfts-Play] Mauern und Monster   So Jan 14, 2018 6:35 pm

Über ihren Witz konnte er nicht lachen. Grundsätzlich hatte er einen eher kargen Humor, es war demnach nicht leicht, ihn mittels eines Witzes zum Lachen zu bringen. Da musste man definitiv den absolut richtigen Schalter umlegen. Als sie dann den wahren Grund nannte, weshalb sie nun einen Arm weniger besass, empfand er doch etwas Mitleid mit ihr. Hisanobu rümpfte leicht die Nase. Ob er vielleicht sogar wusste, wer ihr den Arm abgenommen hatte um zu testen ober nachwuchs? Er kannte viele Leute, viele wichtige Leute und vielleicht auch diese Person. Ihn hatte man allerdings nie für solche Versuche benutzt. Er fragte sich, ob Ringo einfach nur Pech hatte oder ob sie einfach 'entbehrlich' für das Kaiserreich war. Tatsächlich war im Grunde jede Person entbehrlich bis auf die wirklich wichtigen Menschen wie den Kaiser selbst und seine treuen Berater. Sie waren die Säulen des Reiches, sie mussten standhalten und das Dach stützten, dass sonst einstürzen würde. Sie, die Soldaten, waren nichts weiter als Bauern, die es klug einzusetzten galt.
"Und ein Finger als Versuchsobjekt hätte da nicht gereicht?", stellte er trocken fest. Den auch wenn seine Loyalität durchaus dem Kaiserreich gehört und diese ungebrochen war, so war er auch Realist. Eineng anzen Arm dafür hätte man niemals opfern müssen. Ein einzelner Finger, der Kleine beispielsweise, hätte gereicht und hätte sie nicht so sehr eingeschränkt. Als menschliche Waffe hatte sie so einen grossen Teil ihrer Flexibilität verloren, das war nicht gut. Ein Soldat, der nicht gut kämpfen konnte, war nutzlos im besten Falle. Wenn es ganz dumm käme, würde er seine eigenen Leute behindern.
Als sie dann fragte, welcher Einheit er angehörte, blickte er hinaus aufs Meer. Wieder liess er sich Zeit mit einer Antwort. Das war typisch für ihn. Er liess sich gerne Zeit, manchmal sogar richtig viel. Er wusste auch, dass das andere Leute sehr ärgerte. Es war ihm allerdings egal.
"Wir gehören derselben Einheit an, vermute ich Mal.", erklärte er dann langsam, "Ich bin ebenfalls ein Jinchuuriki, diene jedoch seid ich denken kann dem Kaiserreich.", das letzte musste er sofort klarstellen. Er war immer loyal gewesen im Gegensatz zu dem Konohapack.
Hisanobu wandte sein Gesicht wieder Ringo zu. Musterte sie kurz und verschränkte dann die Arme vor der Brust.
"Kannst du mit nur einem Arm kämpfen?", fragte er dann geradeheraus, "Den ich meinte meine zuvor ausgesprochenen Worte absolut ernst. Ein Soldat mit nur einem Arm kann zur Gefährdung aller anderen werden. Selbst wenn du ein Jinchuuriki bist schränkt dich das doch sicher stark ein.", es war eigentlich keine Frage, es war mehr eine Feststellung.
Hisanobus Worte klangen tatsächlich nicht besonders net, aber auch nicht abschätzig. Er sprach einfach nur genau das aus, was er für die Wahrheit hält in einem absolut pragmatischem Tonfall. Er hielt nicht viel davon, sich hinter Nettigkeiten zu verstecken. Mit höflichen Floskeln und vorgetäuschter Freundlichkeit kam man nie weit. Nur die unverblümte Wahrheit hatte ihn seid jeher weitergebracht.

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BeitragThema: Re: [Zukunfts-Play] Mauern und Monster   Mo Jan 15, 2018 6:08 pm

Zum Lachen war ihrem Gegenüber wohl nicht zumute. Vielleicht hatte er einen schlechten Tag? "Und ein Finger als Versuchsobjekt hätte da nicht gereicht?"
Mir schon. Ringo schlug einen beiläufigen Tonfall an. Dem neugierigen Jemand jedoch nicht. Wer weiß. Vielleicht spekulierte er, die Sache müsste mir nur ernst genug sein. Vielleicht dachte er, ich bräuchte nur die richtige Motivation, und spannende neue Fähigkeiten würden sich entfalten. Vielleicht... lag es aber auch an mir. Ihr Blick verschränkte sich mit dem Hisanobus, und ihr Lächeln nahm einen seltsam... manischen Zug an. In ihrer Stimme schwang ein Zischen mit, scharf wie das Sirren eines Schwertes, ehe es einen Arm abtrennte. Vielleicht war es einfach nicht taktisch von mir gewesen, zunächst Widerworte gegeben zu haben. Daran mag es liegen...
Für einen langen Moment schien sie in ihrem Innersten am Rande eines Abgrundes zu wandeln. Eines Abgrundes, in dessen Tiefen der nackte Wahnsinn lauerte. Sie löste den Blick von Hisanobu, um sich umzuschauen. Wo war der Priester, der sie im Zweifelsfalle stoppte? Dort drüben. Wo war der neugierige Jemand? Da hinten. Nur für den Fall. Beachte die Reihenfolge. Sonst wird es zu schnell vorbei sein. Falls es heute passiert.
Irgendwann würde es passieren. Sie hatte Angst davor, und sie freute sich darauf.
Doch vorerst wurde sie wieder klarer. Klar genug, um ihrer neuen Bekanntschaft wieder mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Als sie sich nach seiner Einheit erkundigte, überraschte er sie.
Oh, machte sie erstaunt, Der bist du. Eine Neuigkeit, die sie erst einmal verdauen wollte. Nun hatte er aber definitiv ihre Aufmerksamkeit, wurde zu mehr als einer Gelegenheit, zu quatschen und zu sülzen. Nun hatte er vielleicht wirklich etwas zu erzählen, das sie interessierte.
Unverblümt fragte er, wie es um ihre Kampffertigkeiten bestellt war. Gar nicht so unfreundlich war er dabei. Andere Leute waren schon barscher gewesen. Manche hatten gar sauer geklungen, als wären sie beleidigt, dass Ringo aus Fahrlässigkeit ihren Körper, der ja schließlich eine mächtige Waffe darstellte oder zumindest enthielt, beschädigt hatte.
Es war anfangs schwierig, erwiderte sie freundlich, diesmal sogar ernstlich nett klingend, ohne boshaften oder hämischen Unterton. Doch der Mensch passt sich an, wenn es schwierig wird, nicht? Sie klemmte die Flasche unter die Achsel. Ich habe einen Cousin. Er beherrscht einhändige Fingerzeichen. Und zumindest für ein einziges Jutsu konnte ich mir dieses Talent aneignen.
Ihre Hand formte ruckend Fingerzeichen.
Und aus dem Stumpf entsprang plätschernd ein Wasserstrahl, der sich rasch zu einem Arm formte, eine schlanke Hand und Finger ausbildete, die sich wie zur Probe zur Faust ballten und wieder entspannten.
Damit kann ich alles machen, was man so mit Händen macht, erklärte sie und hielt Hisanobu das Suiton-Gebilde hin. Ich kann sogar Fingerzeichen damit ausführen. Oder Mikado spielen. Oder auch... Leute an empfindlichen Stellen berühren. Sie grinste wieder so seltsam. Das hat auch Neugierde ausgelöst. Gewisse Jemande wollten wissen, wie sich das anfühlt. Niemand wollte es mehr wissen, nachdem ich Wasser aus einem pfeifenden Kessel verwendet hatte.

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Jutsu ist abgeleitet von diesem hier:
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BeitragThema: Re: [Zukunfts-Play] Mauern und Monster   Di Jan 16, 2018 7:07 pm

Hisanobu lauschte Ringos Worten, sagte jedoch nichts dazu. Er wusste nicht, in was für einer Situation sie damals gewesen war. Vielleicht hatte sie es ja auch verdient gehabt, gleich den ganzen Arm abgehackt zu bekommen? Er kannte weder sie noch die Situation von damals. Er wusste nur, dass es nicht unbedingt vorteilhaft war, einem Gefäss solch eine Schwäche zuzufügen. Wahrscheinlich war Ringos Peiniger damit sogar ein grosses Risiko eingegangen. Hatte er einen Ausbruch provozieren wollen? Hatte die Grenzen austesten wollen?
"Vielleicht wollte er das arme, kleine Mädchen aber auch einfach nur leiden sehen.", meldete sich die seidenweiche Stimme Kokuous zu Wort. Hisanobu rümpfte die Nase. Das mochte natürlich auch ein Grund sein. Er selbst tat es nicht ungerne. Das Töten. Es erfüllte ihn mit Stolz, wenn er die Feinde seines Kaisers niedermachte. Es war ein befriedigendes und gutes Gefühl, wenn man wusste, dass man damit von Nutzen war, jedoch hatte er noch nie Genugtuung am Foltern gefunden. Er tötete schnell und erbarmungslos. Wer auch immer sich mit Ringo befasst hatte, hatte vielleicht tatsächlich Spass daran gehabt, sie einfach nur leiden zu sehen.
"Sag' ich doch.", hörte er es amüsiert in seinem Verstand. Er ignorierte aber auch Gobi. Zwar würde Ringo vermutlich verstehen, mit wem er sich unterhalten würde, dennoch musste er im Moment keine Unterhaltung mit dem Bijuu führen. Auch wenn inzwischen miteinander klar kamen, so spürte Hisanobu nach wie vor eine gewisse Abneigung gegenüber Kokuou. Immerhin hatte sie seine kleine Schwester bei ihrer Befreiung getötet. Das hatte er ihr bis heute nicht verziehen. Und Gobi hatte es ihm bis heute nicht wirklich verziehen, dass er ihr neues Gefäss geworden war. Es war ein stiller Hass, doch er beruhte auf Gegenseitigkeit. Da sie es aber eingesehen haben, dass es besser für beide Parteien war, zu kooperieren, taten sie es.
Als Ringo dann auf seine Frage antwortete, sah er anstelle ihres leeren Ärmels plötzlich eine Hand. Eine Hand aus Wasser. Und als Ringo auch an dieser Stelle versuchte, mit Humor zu glänzen, regte sich in Hisanobus Gesichtszügen nichts. Er verzog noch nicht einmal leicht die Mundwinkel. Sah einfach nur auf ihre Hand und fragte sich, ob man damit kämpfen konnte. Sie sah nicht besonders ... kräftig aus.
Sein Blick glitt wieder zu ihrem Gesicht.
"Beeindruckend ... Aber immerhin.", gab er dann mit seiner tiefen Stimme von sich, "Dann scheinst du zumindest nicht hilflos auf dem Kampffeld zu sein. Hätte mich auch gewundert wenn man einen nichtsnutzigen Jinchuuriki aufs Kampffeld geschickt hätte."
"Ein Jinchuuriki ist nie nutzlos solange er einen Bijuu hat, der mit ihm kooperiert.", säuselte die Stimme in ihm drin. Nun verzog Hisanbou tatsäclich leicht das Gesicht. Kokuou mochte recht haben, doch die Frage war, ob Ringo und ihr Bijuu überhaupt miteinander klar kamen.
"Wie stehts zwischen euch?", fragte er dann direkt, "Zwischen dir und Yonbi."
"Yonbi!", gab Gobi von sich, "Wieso müssen wir genau mit diesem Affen zusammenarbeiten. Ich mag ihn nicht. Bitte teile dies dem Gefäss dieses dümmlichen Affen mit."
"Nein.", sagte er nun und er hatte es bisher immer noch nicht richtig verstanden, dass er eigentlich auch einfach in Gedanken antworten konnte. Nein, wenn Hisanobu Kokuou antwortete, tat er dies stehts immer noch über den normalen Weg. Dafür hatte er schon viele seltsame Blicke kassiert.
"Spielverderber!"
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BeitragThema: Re: [Zukunfts-Play] Mauern und Monster   Sa Jan 20, 2018 4:12 pm

Was denn, wieder kein Lacher? Nichtmals ein Schmunzeln? Kein Zucken im Mundwinkel? Ein Kerl wie ein Schrank, eine Mimik wie aus Ziegeln gestapelt.
Wobei, vielleicht liegts auch an mir. An meinen Sprüchen.
Hisanobu gab nun seine Meinung über ihren Arm ab.
"Beeindruckend ... Aber immerhin."
Ihre Augenbrauen wanderten aufwärts. Immerhin? Na, wenigstens hast du ein Beeindruckend vorweg geschoben.
"Hätte mich auch gewundert wenn man einen nichtsnutzigen Jinchuuriki aufs Kampffeld geschickt hätte."
Sie grinste schief. Irgendwer fände den Anblick vielleicht witzig. Und Lachen ist gesund für die Moral. Kaum waren diese Worte heraus... biss sie sich auf die Zunge und senkte den Blick. Tut mir leid, ein Ausrutscher. Ein unnützer Spruch.
Ihr Humor hatte sich seit der Zeit am Kaiserhof gewandelt. Angepasst. Meist lief es so, dass jemandem etwas Fieses oder Schmerzhaftes passierte, und sie schnarrte ein böses Sprüchlein. Häufig war sie selbst für das kleine Missgeschick verantwortlich. Manche Samurai waren der Meinung, dies seie eben Shinobi-Werk: Nervig und hinterhältig. Manchmal kamen ganze Grüppchen junger Samurai zu ihr und fingen ein Gespräch über etwas Sinnloses an, und dabei wartete alles mit großer Spannung darauf, dass irgendwem etwas passierte. Für sie war es wohl ein Spiel. Ringo war die Flasche, und sie wurde gedreht.
Kurzum: Die Leute, die von ihr zum Lachen gebracht wurden, waren häufig Arschlöcher.
Es sagte wohl etwas aus, wenn Hisanobu nicht losgeierte.
"Wie stehts zwischen euch? Zwischen dir und Yonbi."
Sie blickte ihn einen Moment lang an. Zeigte Verwunderung, als er ein zusammenhangloses "Nein" äußerte, aber fragte nicht nach. Sie war Jinchuuriki. Es brauchte nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, wem das Nein gegolten hatte.
Unsere Liebe, erwiderte sie gedehnt, ist so frisch wie am ersten Tag. Will heißen, er hofft auf meinen Tod. Sterbe ich, stirbt auch er. Doch im Gegensatz zu mir sammelt sich sein Leben irgendwo neu, und auch nach jahrelangem Zusammenleben gefällt ihm diese Vorstellung noch immer.
Ringo seufzte ein wenig melancholisch. Der Bund mit meinem Bijuu ist Kampf. Wir haben eine philosophische Lehre angewendet, die sich "Der Wahre Jinchuuriki" nennt und von einem gewissen Iro Katsura verfasst wurde. Dabei geht es um... Harmonie und Balance. Sie vollführte einige vage Wellenbewegungen mit den Händen, als sammle sie etwas aus der Luft und vermische es zwischen ihren Handflächen zu einem Ball. Allerdings nicht zwischen ihm und mir. Sondern nur mit mir. Mit mir selbst im Reinen nehme ich mir von Yonbi, was ich brauche. Das ist meine Technik.
Neugierig blickte sie an Hisanobu hoch. Und du?

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