Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 [Dorf] Kikori

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Yamanaka Epona
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BeitragThema: [Dorf] Kikori   Mo Okt 15, 2012 5:11 pm

das Eingangsposting lautete :

Das Dorf Kikori ist allgemein bekannt für seine Tradition des Köhlerns. Holzkohle ist der große Verkaufsschlager der Region. Die Umgebung des 500-Seelen-Örtchens ist daher gekennzeichnet durch baumstumpfübersäte Rodungsplätze und qualmende Meiler. Gleichsam geht die Ortschaft jedoch auch pfleglich mit ihren Wäldern um; man ist durchaus fähig, wirtschaftlich zu denken, und versteht sich darauf, gerodete Flächen wieder zu bewalden.

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Jeder Mensch ist gut,
freundlich und hilfsbereit.
Wenn nicht zu dir, immerhin zu jemand anderem.
Jeder Mensch ist gut.



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Zuletzt von Yamanaka Epona am Fr Nov 07, 2014 4:16 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Mi Jul 31, 2013 9:06 pm

Ein heller, stechender Schmerz explodierte direkt hinter ihren Augen, kurz bevor es schwarz um sie wurde und sie unsanft, ungelenk und ungesund auf dem Boden aufschlug. Für einige Sekunden war sie bewusstlos, der Typ, der sie vom Himmel geholt hatte, wie ein Jäger eine Taube, kam zu ihr, stand über ihr, seine Hand knisterte und er streckte sie bereits verheißungsvoll in ihre Richtung, als die Rothaarige die Stimme ihres Sensei vernahm. Er wollte den Typen offenbar warnen, doch anstatt fertig zu reden, brach er ab. Stöhnend blinzelte die junge Chûnin, spürte wie ein Schmerz in ihrem Rücken explodierte, als sie versuchte, sich zu bewegen. Zwischen ihren Schulterblättern war ihre Weste samt darunter befindlicher Kleidung einwandfrei verbrannt, ein Loch im Stoff und ihr Rücken sah nicht besser aus. Tränen vor Schmerzen unterdrückend presste sie Lippen und Augen zusammen, die Zähne fest aufeinander und versuchte, sich abzulenken. Es knisterte irgendwo, während der Typ, der über ihr stand und dem sie jetzt ins Gesicht sah, inne hielt. Sie schluckte. Seine mit Raiton aufgeladene Faust hing direkt vor ihrem Gesicht. Tief durchatmend sah sie dem Mann in die Augen und suchte nach Worten. "Elender Schweinehund.", presste sie schmerzverzerrt hervor, sah, wie etwas in ihm ausklinkte und er sich bewegte. Innerhalb eines Augenblicks griff er sie an und langte direkt in einen sich verflüchtenden Papierschwarm, während der Doppelgänger ihres Senseis zur Tat schritt und den Typen außer Gefecht setzte.
Neben dem am Boden liegenden Mann formte sich die Rothaarige wieder zusammen, kam auf die Füße, stöhnte abermals vor Schmerzen und sah sich um. Ihr Sensei war offenbar am Ende seiner Chakrareserven angekommen und Haruka redete mit ihm. Vielleicht heilte sie ihn. Hoffentlich war er nicht zu stark verletzt. Kamui kam auf Amaterasu herbeigehetzt, eine Truppe von Schweinchen hinter sich herziehend, brav in einer Formation, als wären sie eine Abteilung beim Militär. "Ich rette dich Harumi-chaaaaaaaaaaaaan!", jappste die Blumerich, parrierte sein Reittier gekonnt vor seiner Partnerin und sah sie besorgt an. "Schweinchentruppe erbittet Erlaubnis zur Heilung. Stillgestanden!" Die Schweinchen plumpsten synchron auf ihren Hintern. "Gestanden nicht gesessen!" Die Schweinchen stellten sich auf und Grunzen wild durcheinander. "Ruhe!" Ruhe.
Wäre ihr danach zu Mute, hätte sie gelacht. "Helft Hayate-Sensei und Haruka-san. Der Rest hilft mir, die Wand da kaputt zu machen.", wies sie stattdessen ihren Heerführer an und griff nach einer der Schriftrollen an ihrem Oberschenkel. Die Okumichi entrollte das Stück Papier. Während sie das Siegel löste, ging sie weiter auf den Mann hinter der flimmernden Wand zu.
Vor ihr türmte sich in einer Rauchwolke ein Haufen Papier. Nach einigen Fingerzeichen geriet alles in Bewegung und formte sich zu zwei Abbildern des hübschen Kyo. Nur eben weiblich. Die Löwinnen aus Papier folgten dem Fingerzeig der jungen Dame, sprangen auf die flimmernde Wand zu, die den Mann umgab. Sowohl die Schweinchentruppe als auch die beiden Löwinnen gingn in Stellung, bevor Harumi den Befehl zum Angriff gab, indem sie selbst Fingerzeichen formte. Ihre Beine lösten sich abermals auf und lagerten an der schmerzenden Stelle an ihrem Rücken an, während sie sich abermals in die Luft erhob, diesmal nicht Gefahr laufend, hinterrücks wieder heruntergeschossen zu werden. Ihre Flügel richteten sich abermals auf das Kekkai und mit allen gemeinsam griffen sie unermüdlich die Barriere an, bis sie brechen würde und die Löwinnen den Anführer der Bande an den Boden pinnen würden, um ihn zum Aufgeben zu zwingen.
Währenddessen kam Kamui auf Amaterasu, gefolgt von vier Schweinchen bei den beiden anderen an. "Habe Befehl nach Verletzungen zu fragen und Notfallheilung anzubieten. Harumi-sama braucht Unterstützung bei der Stürzung der flimmernden Wand, Haruka-san.", erklärte die sprechende Blume in ihrem militanten Blum völlig souverän und beäugte mit ihren Knopfaugen die beiden viel größeren Menschen. Die Schweinchen grunzente zustimmend, während eines sich bereits daran machte, an Hayates Hosenbein nach oben zu kraxeln. Bereits von unten hatten die fachmännischen Bettelaugen erkannt, dass dort auf der Wange ein Kratzer war, der geheilt werden wollte.

Jutsu:
 
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Do Aug 01, 2013 8:22 pm

Man hatte ihn gewarnt, nicht wahr? Er hatte dem Typen definitiv gesagt, was passieren würde, wenn er sich noch weiter bewegte und so tat es dem Uchiha absolut nicht leid als der schlaffe Körper mit einem plumpen Geräusch zu Boden fiel. Hayates Raitondoppelgänger hatte sich aufgelöst und das restliche Chakra in den nun bewusstlosen Handlanger geleitet, aber er wollte ja nicht auf ihn hören - blöd für ihn. Dennoch hatten die Gruppe ihre Mission nun soweit erfüllt - mehr oder weniger jedenfalls. Fehlten nur noch Kleinarbeiten. Den großkotzigen Kerl beispielsweise einsacken, ihn mit seinen Shinobi-Helfern nach Konohagakure bringen und die Kolosse von Dummköpfen dem Dorf überlassen. Die Einwohner würden mit Sicherheit einen ordentlichen Verwendungszweck für ihre Peiniger haben nachdem die Kohlepreise nun auch wieder gewinnbringend sein werden.
Am liebsten hätte er sich jetzt einfach ins Gras fallen lassen doch stattdessen kam Haruka auf ihn zu und sprach ihn an. Dass sein Wohlbefinden weniger zählte als das der Mädchen sollte er der Blondine vielleicht nicht entgegenbringen. „Nun…“, ein Schulterzucken folgte, „ging mir schon schlimmer. Das hier“, er deutete mit einem Finger auf den Schnitt an seiner Wange, „Is‘ wirklich nur n Kratzer. Nix weiter. Allerdings hätte ich nichts gegen eine Chakrapille einzuwenden. War zwar noch nie drogenabhängig, aber die Dinger wirken meist Wunder.“ Ein Zwinkern unterstrich den dummen Witz, ehe eine weitere Stimme seine Aufmerksamkeit auf sich zog. Die Blume von vorhin, die offenbar Harumi gehörte.
Belustigt schaute er auf die Katapultschweinchen, die ihnen vorhin einen deutlichen Vorteil verschafft hatten, während eins von ihnen an seinem Hosenbein hochkraxelte, irgendwann auf seiner Schulter saß und mit seiner putzigen Nase gegen den Schnitt an seiner Wange stupste. Letzteres musste der Jônin mit einem leisen Kichern kommentieren. „Hm. Mehr als das hab‘ ich nicht abbekommen. Bei dir alles in Ordnung, Haruka?“, kurz drehte er seinen Kopf zu dem Mädchen, was neben ihm stand, was das Schweinchen auf seiner Schulter mit einem nervösen Quicken kommentierte. „Oh, tschuldige.“, murmelte er und ließ das Tierchen weiter machen, was auch immer es vorhatte.
„Geh‘ du mal Harumi helfen. Ich werd derweil die ganzen Leute hier abführbereit machen.“, mit diesen Worten wandte er sich ab und auch das Schweinchen hüpfte in seiner kugeligen Form von seiner Schulter zurück in das Heer. Nachdenklich griff sich Hayate derweil an die Wange und musste feststellen, dass sein Schnitt verschwunden war, was ihn den Kopf schütteln ließ. Wenn seine Kuchiyosetruppe mal sowas könnte. Die ollen Pinguine konnten sich ja manchmal nicht mal selbst organisieren.
Ein kleines Seufzen glitt über seine Lippen, während er damit begann zunächst die Kunoichi, welche sich wohl noch immer nicht aus seinem Genjutsu befreit hatte, zu fesseln und mit dem anderen Shinobi fortfuhr.
Währenddessen schien der Boss der Gruppe seine Niederlange bereits zu riechen und war teilweise kreidebleich geworden. Sah übrigens ziemlich seltsam aus so hinter einer grünen Wand. Man hätte fast meinen können, er hätte sich in den nächsten paar Sekunden übergeben wollten. Allerdings wussten solche Menschen meist, wenn sie ein sinkendes Schiff zu verlassen hatten und dem Galgen häufig zu entkommen - metaphorisch jedenfalls.
„Nun, vielleicht seid ihr beide doch nicht so…schlecht wie ich zu anfang dachte.“, ein schlechter Start für das Bequatschen von Mädchen, „Versteht mich nicht falsch…“, er hob die Hände, setzte ein gespieltes Lächeln auf, was ziemlich schmierig wirkte, „…wenn ihr mich hier rausholt, kann ich euch mehr zahlen als euer Dorfoberhaupt euch für diese Mission gibt, versteht ihr? Ich…bräuchte eine neue Truppe und nun…“, die hellen Kullern beäugten die Chûnin von oben bis unten, „…ihr seid definitiv ein guter Fang…wie wärs? Ihr bekämt…25% von dem Gewinn den wir mit diesem gottverdammten Dorf erwirtschaften!“
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Do Sep 05, 2013 2:10 am

Gott, die Schmerzen in ihrem Rücken wurden langsam unerträglich und Harumi wollte lieber garnicht wissen, wie schlimm sie dort aussah und wie schlimm es aussehen würde, wenn es einmal abgeheilt war. Sowas Dummes aber auch. Wer ließ sich schon vom Himmel schießen, wenn er soetwas konnte, wie sie. Ihr Vater würde sie sicher schelten dafür, dass sie sich so dämlich angestellt hatte. Ihr Vater, der ja nur all zu perfekte Söhne hatte und der für ihre Mutter nichmal wenige Wochen getrauert hatte. Nichtmal einen Tag, wenn sie ehrlich war. Die Wut auf ihren Vater ließ die Okumichi das Gesicht verziehen, denn der Typ mit seiner schmierigen Art kam ihr genauso vor, wie ihr Erzeuger. Ohne auf seine Worte einzugehen, attackierte sie die Barriere, bis sie einbrach, die Löwinnen ihn ansprangen, aber nicht verletzten, sondern auf den Boden pinnten, indem sie seine Arme dorthin drückten. Da er gerade aufgestanden war und weglaufen wollte, lag er nun auf dem Bauch, die Nase der Länge nach im Dreck.
Harumis Beine formten sich wieder, während sie langsam zu Boden glitt und schwerfällig beobachtete, wie Haruka, die mit ihrem Löwen noch zur Hilfe gekommen war, den Anführer der Bande fesselte. Damit war die Mission erfüllt, nicht wahr? Plötzlich überkam die Rothaarige eine unglaubliche Müdigkeit, ihre Glieder wurden schwer und die Schmerzen in ihrem Rücken immer unerträglicher, während ihre Beine begannen zu zittern und unsanft unter ihr nachgaben. Auf den Knien zitterte die Welt um sie herum kurz, bevor sie bewusstlos ebenfalls auf dem Boden aufschlug. Ihre Löwinnen hielten inne, ihre Kuchiyose verpufften. Die Papiertiere konnten - da sie eigenständig waren - noch helfen, die Gefangenen zu verladen, doch von all dem bekam die Okumichi nichts mehr mit. Sie erwachte erst am nächsten Tag wieder, war nach ihrer starken Verletzung durch die Schmerzen regelrecht ausgeknockt worden.
Diese Verletzung war auch der Grund für die folgenden Tage im Dorf.
Da Haruka noch Iryônin in Ausbildung war und das Dorf an sich keine Shinobi beherbergte, sondern nur zivile Ärzte, kam Harumi nicht so schnell wieder auf die Beine, wie es in Konohagkure no Sato womöglich der Fall gewesen wäre. Tagelang konnte sie sich vor Schmerzen kaum rühren, zog sich auchnoch eine leichte Infektion und dadurch eine Entzündung der Wunde zu, alles nicht sehr schön, alles kostete die Gruppe Zeit. Zeit, die sie zwar damit verbrachten, dem Dorf wieder auf die Beine zu helfen, doch trotzdem fühlte die junge Dame sich mit jedem Tag, den Haruka und Hayate hier verbringen mussten, wegen ihr, immer schuldiger. So riss sie sich tapfer zusammen, tat alles, was man ihr rat, um schneller zu genesen und hielt sich tapfer zurück damit, Schmerzen zu äußern. So war sie zwar noch nicht komplett genesen, aber sie schafften es ohne Probleme zurück nach Konohagakure. Zwar mochte auffallen, dass sie gern eine Pause mehr machte, aber sie zwang sich doch, kein all zu großer Klotz am Bein zu sein.

Ow: Konohagakure no Sato ~
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Do Sep 05, 2013 4:15 pm

Eigentlich war die Mission relativ gut und schnell verlaufen. So hatten sie allein in drei Tagen den Ort erreicht, das Geheimnis gelüftet und waren mittlerweile soweit, dass sie die Bündel schüren und abzischen konnten - dachte Hayate jedenfalls. Doch selten passierte etwas so wie er sich das dachte. - Eigentlich geschah es sogar nie. Irgendwo kam ihm immer wieder etwas dazwischen, was er so nicht erwartet hätte.
Diesmal war es Harumi, die den Aufbruchsplan zum Scheitern verurteilen ließ. Nicht dass er das jemals so gedacht, oder ausgesprochen hätte. Im Gegenteil. Als sie zu Boden ging und offenbar bewusstlos wurde, ließ er alle Verschnürungen, Verschnürungen sein und kümmerte sich zumindest kurz um sie. Er hatte schlucken müssen, da es ihm wahrlich Leid tat, dass es gerade seine Schülerin getroffen hatte und lediglich er einen einzelnen kleinen Schnitt an seiner Wange erhalten hatte, welcher mittlerweile nicht mal mehr sichtbar war.
Über die Rothaarige gebeugt, half er ihr langsam auf, fühlte den Puls und war einigermaßen erleichtert, als alles in Ordnung zu seien schien. Im ersten Moment hatte er es einfach nur auf die Erschöpfung geschoben, während sich erst später herausgestellt hatte, dass ihr Rücken ihr zu viele Schmerzen bereitet hatte.
Demnach hatte der Rest der Gruppe brav auf die Genesung der Okumichi gewartet und hatte sich derweil selbst nützlich gemacht. Mit Haruka und den Schlägertypen hatten sie neue Plantagen angelegt und dafür gesorgt, dass der Kohlepreis sich bald wieder normalisieren würde. Alles in Allem war ihre Mission also doch sehr erfolgreich gewesen. Die drei, die hinter der Miesere steckten saßen derweil im dörflichen Gefängnis um auf die Auslieferung nach Konohagakure zu warten, während die restlichen, angeheuerten Männer nun mehr oder minder dem Dorf gehörten und für jenes arbeiteten.
Glücklicherweise dauerte es nicht allzu lange, bis sich seine rothaarige Schülerin wieder einigermaßen erholt hatte und sie sich auf den Heimweg machen konnten mitsamt Beute natürlich. Jene würde vermutlich ihre gerechte Strafe dafür erhalten und Hayate hatte den Dörflern versprochen, sich dafür einzusetzen, dass ihnen ein Teil des gemachten Gewinns des Unterschläger wieder ausgezahlt werden würde. Dennoch war er im allgemeinen ganz glücklich nun wieder nachhause zu kommen. Nach einer Mission in das eigene Bett zu fallen, in dem Wissen dass es allen…einigermaßen gut ging, war meist ein sehr schönes Gefühl.
Während des Heimweges ließ es sich der Uchiha jedoch nicht nehmen, auf Harumi acht zu geben und die Pausen ordentlich zu setzen. Alles andere wäre unverantwortlich gewesen. Er machte sich eh schon insgeheim Vorwürfe, dass sie sich verletzt hatte.

Ow: Konohagakure no Sato
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   So Jan 15, 2017 4:23 am

[First Post]

Kikori. Ein Dorf im Feuerreich. Asako hielt sich gerne in diesen Landen auf. Schöne Erinnerungen gab es hier zu erträumen und überhaupt war es immer ein Reich der Zuflucht und der Liebe gewesen. Er hatte durch Zufall von der Notlage des Dorfes erfahren. Eigentlich erfuhr er die meiste Zeit nur irgendwas durch irgendwelche Zufälle, denn weder hatte er groß Kontakte, noch knüpfte Asako längerfristige Beziehungen. Er war eigentlich mehr wie ein Blatt im Wind, das sich von Ort zu Ort tragen ließ, in der Hoffnung, nicht im endlosen Ozean der Bedeutungslosigkeit oder Leere zu verschwinden.
Richtig. Er hatte geschworen, denen zu helfen, die Hilfe brauchten und so führte ihn sein Weg in dieses Dorf. Asako hatte aufgeschnappt, dass hier eine Krankheit umgehen solle, die vordergründig die Lunge befiele. Es war nicht so, dass er nun scharf darauf war, sich anzustecken, aber durch die Fertigkeiten, die Sayuri ihm beigebracht hatte, glaubte er zumindest in der Lage zu sein, die Ursache festzustellen und aufgrund dieser Erkenntnisse auch Linderung zu verschaffen. An sich war das keine große Kunst, wenn man ein ausgebildeter Iryounin war, doch war es auch das erste Mal, dass er seine Ausbildung für eine solche Begebenheit zur Verfügung stellen wollen würde.
Sein Weg führte ihn an einigen Meilern vorbei. Qualmende Haufen aus mit Gras und Moos bedeckten Holzaufschichtungen prägten die Landschaft und verliehen diesem Flecken Land einen, für den ein oder anderen, angenehmen Geruch. Dennoch schienen die Bewohner, dieses Gebietes auch Wert auf die Nachhaltigkeit ihrer Professionsquelle zu legen, denn überall gab es Maßnahmen zum Schutz junger Wälder oder zur Aufzucht von Zöglingen, die dereinst als gesunde Bäume wieder wachsen und ausgesät werden sollten.
Aber eigentlich war Asako das Köhlerhandwerk wirklich egal. Mit entschlossenem Schritt und festem Gang näherte er sich dem Dorfeingang. An sich machte es keinen schlechten Eindruck. Die Menschen gingen ihrem ganz normalen Tagwerk nach und nichts deutete darauf hin, dass irgendwas im Argen lag. Erst bei genauerem Hinsehen, kamen erste Zweifel auf. Farbige Fahnen an diversen Türen, vorrübergehend geschlossene Geschäfte und eine allgemeine Unruhe im Dorf war zu spüren. Dass die Unruhe vielleicht von ganz anderen Ursachen her rührte, mochte zwar so sein, doch Asako glaubte, dass sie auf die bedenklich vermehrten Erkrankungen zurückzuführen waren.

Zunächst aber würde Asako zu einem Verantwortlichen müssen, der ihn über die Lage aufklären könnte. Immerhin hatte er bisher nur Gerüchte aufgeschnappt und keine soliden Quellen gehabt. Mundpropaganda breitete sich bekanntlich schneller aus, als echte Fakten. Und Halbwahrheiten waren in der Regel schlimmer als Unwahrheiten. Er konnte nicht ahnen, was ihm der Ausflug in dieses Dorf am Ende bescheren würde und hätte er es gewusst, hätte er entweder das Weite gesucht oder sich besser vorbereitet.
Da es ihm jedoch nicht bekannt war, begab er sich zunächst mal zur Dorfmitte. Der Mittelpunkt eines Dorfes war in der Regel ein Markplatz oder ein Ort, an dem Volk und Vorsteher zusammen kamen. An sich interessierte sich Asako nicht für die Politik. Auch war es ihm egal, welcher Fürst, Feudalherr oder Kaiser gerade an der Macht war, da es für ihn nur eine Regel gab: Entweder ich helfe jemandem oder halte mich raus. Asako handelte stets nach bestem Wissen und Gewissen und bisher war das seit Sayuris tot, auch nicht der schlechteste Weg gewesen.
Gerade schlenderte er durch eine eher belebte Straße, in der links und rechts Stände waren, als ein paar Halbstarke vorbeirannten. Dummerweise achteten sie überhaupt nicht auf Asako und der schmächtige, eher dünne Shinobi wurde zur Seite gestoßen, als ein Jugendlicher eben noch seinem Fänger entging. Ohne etwas tun zu können, stolperte Asako gegen den nächsten Menschen. Die Frau war gerade dabei irgendwas zu überprüfen, doch Asako fiel mehr oder weniger einfach in sie hinein, wodurch er sich auch noch unglücklicher Weise an ihrem Dekolleté festhielt. Er brauchte nur einen kurzen Moment, ehe er sich wieder aufrichtete und dabei sagte: Huch? ‘Tschuldigung! Er sah der Frau nur kurz ins Gesicht und dann auf die Brust, die er nun los ließ.

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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   So Jan 15, 2017 2:26 pm

cf: Timeksip

Warum genau Kazuhiro nicht gleich mit ihr mit gehen konnte, war Riina noch immer schleierhaft, er hatte sich kurz vor Aufbruch bei ihr gemeldet und gesagt, das sie doch schon einmal vorgehen solle und er nach käme. Sie hätte jedoch niemals damit gerechnet, dass sie bereits im Dorf Kikori wäre bevor er überhaupt zu ihr aufgeschlossen hatte. Was also war so wichtig, das er sie alleine vorgeschickt hatte? Gut, zugegebenermassen war ihr Auftrag in diesem Dorf auch nicht besonders schwierig. Es ging einfach nur um eine Kontrolle der Lizenzen in diesem Dorf, was das Kaiserreich ab und an immer Mal wieder spontan veranlasst um so möglichst die zu überraschen, die mit keinen oder gefälschten Lizenzen rumlaufen. Wenn keiner wusste, wann diese kontrolliert wurden, konnte man sich auch nicht darauf vorbereiten und genau deswegen waren sie hier. Ausserdem hatten sie auch einen Tipp bekommen, dass sich hier einer mit einer eindeutig gefälschten Lizenz herumtreiben sollte. Schwarze Haare, etwa mitte Zwanzig und männlich soll er sein. Natürlich traf diese Beschreibung auf so einige jünge Männer zu, die sich in diesem Dorf derzeit herumtrieben, das bedeutete jedoch einfach nur, dass sie möglichst alle kontrollieren musste, den sie musste diesem Hinweis immerhin nachgehen, ein Befehl des Kaisers, oder zumindest indirekt.

Inzwischen war Riina also in jenem Dorf angekommen, ohne Kazuhiro. Sie hatte sich zumindest eine kurze Pause gegönnt, in der sie etwas gegessen und getrunken hatte, bevor sie sich an ihren Auftrag machte. Den Anfang machte sie auf der Hauptstrasse, hier waren die meisten Leute anzutreffen. Einfach spontan lief sie zu einer Person hin, wies sich als Samurai des Kaiserreiches aus und verlangte die Lizenz. Viele der hier lebenden Bewohner waren natürlich auch gewöhnliche Zivilisten, doch es gab auch den ein oder anderen Shinobi hier.
Gerade hatte sie die Lizenz eines Shinobis kontrolliert, die eindeutig echt war, verabschiedete sich von jener Person und wollte sich zum gehen umdrehen, als ihr prompt jemand mehr oder weniger in die Arme fiel. Überrascht riss sie die Augen auf und stolperte zwei Schritte zurück, da sie nicht damit gerechnet hatte, Jemanden vor einem Sturz bewahren zu müssen.
Erst ein paar Augenblicke später wurde ihr auch bewusst, wo der junge Mann seine Hände hatte und wie unglücklich - oder doch gewollt? - er auf ihrem Oberkörper gelandet war. Bevor sie jedoch etwas gegen den unfreiwilligen Körperkontakt machen konnte, löste sich der Schwarzhaarige bereits wieder und entschuldiget sich rasch. Riina kniff leicht die Augen zusammen und stemmte die Hände in die Hüften. Für einen Moment sah sie ihm nur in die Augen, sie war nicht auf diese Art von Begrüssung gefasst gewesen. Dann nickte sie leicht und ihr Blick wurde etwas sanfte, wenn auch kein Lächeln auf ihren Lippen erschien.
"Pass nächstes Mal etwas besser auf.", erklärte sie und ging einfach Mal davon aus, das er einiges jünger war als sie, da er zumindest danach aussah. Als sie ihn so musterte, wurde ihr dann auch bewusst, dass er auf die Beschreibung passte, wegen der sie auch hier war. War er vielleicht der Ninja mit der gefälschten Lizenz?
"Bist du ein Shinobi? Wenn ja, dürfte ich dann bitte deine Lizenz sehen?", vielleicht hatte der ungewollte Zusammenstoss ja sogar etwas Gutes, vielleicht hatte sie die gesuchte Person ja bereits gefunden?
Und wo blieb eigentlich Kazuhiro ...?
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Mo Jan 16, 2017 1:52 pm

Da hatte sich Asako ja mal wieder ein echtes Glanzstück geleistet. Er sah wieder in das Gesicht, der Frau. Sie sah erfahren aus und schien auch schon ein wenig älter zu sein. Sein Blick zuckte kurz umher und er sondierte die Lage. Sie schien wenig begeistert über seine Begrüßung, entspannte sich jedoch auch sehr schnell wieder. Glück gehabt!
Er beugte noch mal leicht den Oberkörper vor, um seiner Entschuldigung einen physischen Charakter zu verleihen, ehe er weiter gehen wollte. Werde ich, sagte er dabei, doch aus dem Weitergehen  wurde nichts, weil die Dame offenbar noch nicht mit ihm fertig war. Sie wollte seine Lizenz sehen. Asako wurde blass. Eigentlich hatte er nichts zu verbergen, doch jedes Mal, wenn man ihn danach gefragt hatte und auch schon bei der Erstellung seiner Lizenz dachte er an die Zeit zurück, in der er Beniko Sayos Mordwerkzeug gewesen war. Es verunsicherte ihn und obwohl es vollkommen absurd war, dass irgendwer mehr wusste, als er preisgegeben hatte,  bekam er jedes Mal aufs Neue weiche Knie. Meine… Lizenz?, brachte er irgendwie erschrocken oder eher überrascht hervor. Er musterte die Frau kurz, wobei seine Hand schon zu seiner Hüfttasche ging. Sah sie aus, wie jemand offizielles? Hatte sie überhaupt eine Berechtigung, ihn danach zu fragen? Sein Blick zuckte zu dem Kerl, den sie eben auch schon kontrolliert hatte. Na klar. Wäre es nicht der Fall, hätte dieser sich wohl auch schon geweigert oder? Aber natürlich! Ich habe sie gleich hier.
Ohne überhaupt hinsehen zu müssen, zog er den Wisch hervor und hielt ihn ihr mit gesenktem Blick hin. Bleib ruhig! Niemand weiß davon! Du hast es niemandem gesagt und diese Frau kann auch keine Gedanken lesen. Bleib einfach ruhig, Asako. Er biss sich kurz auf die Lippe, aber entspannte sich auch gleich wieder. Nicht gut. Komm wieder runter! Das ist eine ganz normale Routinekontrolle. Wer sollte schon nach DIR suchen wollen. Du bist ein ganz normaler Shinobi, der hier ist um zu helfen. Es ist niemand hinter dir her und deine Vergangenheit, wird dich nicht wieder einholen! Ihm wurde schlecht. Dennoch versuchte er sich nichts anmerken zu lassen. Seine Gedanken kreisten und er redete sich selbst gedanklich gut zu. Doch alles gute zureden brachte nichts und die alten Gedanken an den Mann, der ihm so viel angetan hatte, kämpften sich empor. Töte… Asako schloss kurz die Augen und wartete einfach, was geschehen würde. Er konnte sowieso nichts mehr ändern und es ergab auch keinen Sinn weiter nachzudenken. Was konnte schon passieren? Es war ja nicht so, dass die Lizenz gefälscht war. Eigentlich war doch alles in bester Ordnung.
Asako sah die Frau nun wieder an und lächelte sogar ein bisschen. Er hatte festgestellt, dass ein Lächeln Wunder bewirken konnte. Während seiner Ausbildung hatte er auch lernen müssen, seinen Opfern, bis zum Schluss rotzfrech ins Gesicht zu lügen und bis zum Ende hatte er gelächelt. Sie waren ihm jedes Mal auf den Leim gegangen und so glaubte Asako, dass er zumindest die Kunst des falschen Lächelns recht gut beherrschte. Letztlich erklärte er: Ich bin hier, weil ich hörte, dass eine Krankheit umgeht.

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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Sa Jan 21, 2017 2:32 pm

Der Jüngere entschuldigte sich prompt. Riina sah ihm an, das er es wirklich ernst meinte, sie bezweifelte demnach stark, das er es mit Absicht gemacht hatte. Wahrscheinlich war der unglückliche Zusammenstoss wirklich nur aus purem Zufall passiert. Aber womöglich hatte sie Glück im Unglück? Vielleicht war er ja der Gesuchte, der eine gefälschte Lizenz bei sich hatte. Sie war sich eigentlich ziemlich sicher, dass sie eine Gefälschte von einer richtigen unterscheiden konnte, immerhin wurden sie darin unterrichtet, worin sich diese meist unterscheiden. Man hatte ihnen aber auch gesagt, dass es äusserst trickreiche Täuscher gab, die eine Lizenz unglaublich echt wirken lassen konnten. Diese waren selten, aber es gab sie. Ob Riina auch eine unglaublich gut gefälschte Lizenz erkennen würde? Sie war sich nicht sicher, aber sie war dennoch optimistisch, immerhin wurde bereits erkannt dass jene Lizenz, von jenem Mann, gefälscht sei, also konnte die Fälschung doch gar nicht so gut sein, oder?
Riina war sofort sein nervöses Verhalten aufgefallen, als sie ihn nach seiner Lizenz fragte. Innerlich lächelte sie, war sich bereits sicher, den richtigen Mann erwischt zu haben. Sie stellte sich bereits auf eine Hetzjagd vor, immerhin würde er mit Sicherheit davonlaufen, sollte sich herausstellen, dass seine Papiere nicht echt waren.
Er griff an die Hüfte. Bewahrte er dort seine Lizenz auf? Riinas Augen folgten den Bewegungen des Jüngeren ganz genau. Ihre Hand war angespannt, bereit um nach ihrem Schwert zu greifen, sollte es den nötig sein, dennoch wirkte sie nach aussen gelassen, abgesehen von der leicht angespannten Hand.
Dann zog er die Lizenz. Der Augenblick der Wahrheit war gekommen. Riina hatte sich bereits die Worte zurechtgelegt, wie sie den Betrüger überführen würde, mit was für Worten sie ihn verhaften würde. Ihr Blick fiel auf die Lizenz, welche er ihr unter die Nase hielt und nach kurzer Überprüfung musste sie feststellen, das sie keine erkennbaren Anzeichen einer Fälschung sehen konnte. Ihre Stirn legte sich leicht in Falten, das konnte doch nicht sein? Sie war sich sicher, dass er der Gesuchte war, dieser unglückliche Zusammenstoss, diese Beschreibung die genau auf ihn gepasst hatte ... Und doch war diese Lizenz echt. Oder zumindest wirkte alles an ihr echt. Riina sah von den Papieren auf zu dem Mann, dessen Namen sie nun kannte. Shiroya Asako hiess er. Und während sie noch nachdachte, wie das sein konnte, das er nicht der Gesuchte war, erklärte er, dass er wegen der Krankheit hier war, die umging. Ein weiterer Blick auf die Lizenz verriet ihr, das er ein Iryounin war. Das ergab Sinn.
"Ah.", gab sie von sich und sie wirkte wenig begeistert. Innerlich ärgerte sie sich darüber, das sie sich so schnell auf ihre falsche Intuition verlassen hatte. Er war offensichtlich nicht der Gesuchte.
"Wegen der Krankheit?", wiederholte sie und presste kurz die Lippen zusammen. Ihre Gedanken folgten langsam einem anderen Strang. Sie schob die Pleite von eben beiseite und sah sich kurz um. Auf den ersten Blick wirkte es hier ruhig und nicht verdächtig, doch beim genauen hinsehen erkannte man die nervösen Blicke und die ängstlichen Gesten der Bewohner. Sie fühlten sich sichtlich verunsichert und dachten wohl. Und mit Sicherheit dachte jeder Dritte von ihnen, sie könnten das nächste Opfer dieser Krankheit werden.
Riinas Blick fiel wieder auf Asako.
"Danke, du kannst die Lizenz wieder einstecken.", erklärte sie dann mit gefasster Stimme, "Weisst du etwas mehr über diese Krankheit hier? Wenn deswegen hier bist, hast du mit Sicherheit eine Idee, wie man diese aufhalten kann? Ich bin erst vor Kurzem in dieses Dorf gekommen, eigentlich aus einem anderen Grund, aber ich fürchte dieses Dorf braucht dringend Hilfe.", sie hatte sich auch bereits überlegt, wie sie helfen konnte, leider hatte sie jedoch absolut keine Kenntnisse bezüglich medizinischer Dinge. Hätte sie gewusst, dass dieses Dorf von einer ansteckender Krankheit befallen war, hätte sie Hilfe aus der Hauptstadt mitgebracht.
"Die Krankheit scheint um sich zu greifen. Noch ist keine Panik ausgebrochen, aber wenn noch mehr daran erkranken, könnte es hier sehr ungemütlich werden. Vermutlich verlassen auch schon die ersten aus Angst das Dorf.", was gar nicht gut war. Sie hatte an eine Sperre gedacht, immerhin war es schlecht, wenn die Leute weg gingen von hier und die ansteckenden Viren in andere Städte und Dörfer trugen, aber sie konnte das weder alleine bewerkstelligen noch konnte sie die Leute hier festhalten aus reiner Vermutung, sie könnten die Bakterien bereits in sich tragen. Aber vielleicht konnte Asako ihr da ja helfen ...?
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Di Jan 24, 2017 9:09 am

Es war eine sehr merkwürdige Situation. Asako war sich nun sicher, dass diese Frau hier auf der Suche nach jemandem war. So nervös, wie er zunächst erschienen war und so selbstsicher, wie ihr eigenes Auftreten war, hätte man wirklich glauben können, sie habe gerade einen Fälscher erwischt. Ihre Augen waren seinen Bewegungen gefolgt und Asako musste feststellen, dass es ihm großes Unbehagen bereitete. Er fühlte sich ihr gegenüber vollkommen nackt. Es war wirklich unheimlich, wie sie ihn mit diesem strengen Blick betrachtete, als könne sie ihn mit einem einzigen Wimpernschlag außer Gefecht setzen. Nicht, dass er vorgehabt hätte sich zu widersetzen.
Skeptisch betrachtete sie nun seine Lizenz und schien dabei nach den Anzeichen zu suchen, dass diese gefälscht sein könnte. Vielleicht irrte er sich auch, aber er fand schon, dass es stark danach aussah. Asako wusste, dass er die Lizenz nicht gefälscht hatte, aber das war auch nicht der Ursprung seiner Nervosität gewesen. Er hatte weder bei den Angaben gelogen, noch hatte er groß was weggelassen. Das einzige, was nicht drin stand, war ohnehin ein Jutsu, was er NIE wieder benutzen wollte und so war es eigentlich kaum möglich, dass es jemand herausgefunden hatte. Die zweite Sache, die ihn bei jeglicher Überprüfung seiner Person Unbehagen bescherte, war die Tatsache, zu was man ihn ausgebildet hatte. Aber auch das war so gut wie niemandem bekannt, also woher, hätte sie es wissen können? Asako musterte sie, nachdem er sich erklärt hatte und dann entspannte sich die Lage endlich. Sie schien enttäuscht, nicht gefunden zu haben, wonach sie gesucht hatte und das erleichterte Asako nun deutlich.
Sein Lächeln nahm eine andere Ausstrahlung an und es wirkte nun irgendwie noch freundlicher, wo es seine Augen erreichte. Sie gab ihm die Lizenz zurück und Asako steckte sie direkt wieder ein. Sie fragte ihn nach der Krankheit aus und erklärte ihm auch, dass sie aus einem anderen Grund hier war.
Auch ich bin gerade erst angekommen und wollte mich eben erkundigen, wie die Lage ist, als ich in sie hinein geschubst wurde. Er sah sie dabei freundlich an, hatte aber irgendwie eine steife Haltung. Dass er diese die meiste Zeit über hatte, wusste sie natürlich nicht. Asako stand vollkommen reglos da, nur sein Mund bewegte sich beim Sprechen. Da ich sie meine Lizenz gerade geprüft haben, gehe ich davon aus, dass sie im Dienste des Kaiserreiches hier sind? Vielleicht können wir uns ja zusammen tun und den Menschen hier gemeinschaftlich helfen. Sicherlich würde es mir leichter fallen, mich nach der Sachlage zu erkundigen und Gegenmaßnahmen einzuleiten, wenn ich jemanden wie sie bei mir habe, der mich unterstützt. Immerhin zählte das Wort einer Samurai doch viel mehr, als das eines einfachen Iryonin wie ihm. Und dass sie eine Samurai war, stand für ihn nun außer Frage. Er blickte die Straße hinab und sagte dann: Ich habe gesehen, dass an einigen Türen farbige Fahnen oder einfach Kleidungsstücke hängen, um zu symbolisieren, dass es in jenen Häusern Kranke gibt. Natürlich sollte man den Kranken schnellstmöglich helfen, doch ergibt es keinen Sinn nun kopflos durch die Gegend zu rennen. Vielleicht gibt es eine Quelle oder Ursache für die Krankheit. Diese muss gefunden und unschädlich gemacht werden. Asako hatte in seiner Ausbildung gelernt, dass Krankheiten oft nur Symptome ausdrückten und die eigentliche Ursache ganz woanders lag. Er hatte über Schimmelsporen gelesen, die Lungenkrankheiten auslösten und würde erst eine Diagnose stellen können, wenn er alle Faktoren berücksichtigt hätte. Er war zwar bestrebt jedem zu helfen, der Hilfe nötig hatte, aber er wusste auch, dass er mit seinen wenigen Chakrareserven nicht einfach durchs Dorf spazieren konnte, und alle durch das Saikan Chūshutsu no Jutsu heilen könnte. Zumal der Vorgang der Krankheitsextration doch sehr schmerzhaft für den Patienten war. Außerdem brachte das nichts, wenn die Krankheit wieder ausbrach, sobald er wieder weg war. Wenn die Ursache wirklich Viren oder Bakterien sind, sollten die Bewohner, trotz ihrer Angst hier im Dorf bleiben. Vielleicht reicht es ja schon, wenn die Bevölkerung weiß, dass jemand hier ist, um zu helfen. Auch dazu wäre die Stimme einer Samurai sicherlich hilfreich. Zuletzt sagte er schließlich, indem er den Oberkörper leicht nach vorne beugte: Meinen Namen wissen sie ja jetzt. Shiroya Asako. Dürfte ich denn auch ihren erfahren? War doch auch nur recht und billig oder? Immerhin würde er sie dann auch ansprechen können und die Abstraktheit ihrer Person würde sich auch ein wenig auflösen. Das und der Fakt, dass Asako gern wusste, mit wem er es zu tun hatte, veranlasste ihn zumindest zu dieser Frage.

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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   So Jan 29, 2017 1:16 pm

Als Asako mehr rhetorisch nachfragte, ob sie im Dienste des Kaisers stand, nickte sie leicht. "Richtig, ich bin eine Samurai.", erklärte sie sich dann damit auch ja keine Missverständnisse aufkommen konnten, aber im Grunde hatte Asako die Lage ja bereits richtig eingeschätzt. Ausserdem war es erfreuend zu hören, dass Menschen von weiter weg zur Hilfe hierher eilen. Gut, er hatte erklärte, das er sich zuerst nur die Lage vor Ort anschauen wollte, aber er wirkte zumindest auf den ersten Eindruck so, als ob er ein hilfsbereiter Mensch war. Er hatte ohne grosse Umschweife seine Lizenz gezeigt und antwortete auf Riinas Fragen, er hatte wohl wirklich nichts zu verbergen und inzwischen war sie sich auch sicher, das er nicht der Gesuchte Fälscher war. Leider hatte sie diesbezüglich kein Glück gehabt.
Er fragte nach, ob sie mit ihm kooperieren würde was die Notsituation in diesem Dorf anging. Eigentlich war Riina nicht wegen solchen Dingen hierher gekommen, aber es liess selbst sie nicht kalt, was hier vor sich ging. Wäre es eine einfache Krankheit, eine Grippewelle die ein paar Menschen zur Ruhe zwang, war es etwas anderes, aber dieser Virus, der sich hier rumtrieb, würde mit Sicherheit auch schon bald seine ersten Opfer fordern ... Oder hatte er das vielleicht schon?
Sie nickte also abermals nach dem sie kurz darüber nachgedacht hatte. Aber eigentlich musste sie nicht lange darüber nachdenken. Sie war eine Samurai, es war ihre ehrbare Pflicht den Leuten die Teil des Kaiserreiches waren, zu helfen, egal wie. Solange sie es konnte, würde sie es tun. Und da das Reich Hi no Kunis nun unter dem Schutze des Kaisers stand, galt hier diese Pflicht genau so wie in Tetsu no Kuni.
"In Ordnung. Tun wir uns zusammen.", sagte sie dann und ihrer Stimme war anzuhören, dass sie motiviert war, Asako möglichst gut zu unterstützen.
Sie hörte seinen Erklärungen und Vermutungen zu und sie stellte fest, was für ein glückliher Umstand es war, das ein Iryounin hier war. Sie hätte den Menschen hier so gut wie gar nicht helfen können.
"Ja, über eine Ausgangssperre habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Ich bin derzeit nur alleine hier, aber ich werde versuchen, eine zu veranlassen. Wenn die Krankheit in anderen Dörfer verschleppt wird, könnte das zu einem noch grösseren Problem werden. Isolieren wir dieses Dorf also besser. Auch Reisende sollten wohl vorerst draussen bleiben.", und schlagartig wurde ihr bewusst, dass sie damit selbst in der Quarantänezone bleiben musste, bis die Gefahr beseitigt war. Sie seufzte innerlich. Na da hatte sie sich ja auf etwas eingelassen.
"Ausserdem dürfte mein Kollege auch bald hier eintreffen, er wird mit dann mit Sicherheit unterstützen.", sie würde ihren anderen Auftrag einfach nebenher ausführen und weiterhin nach dem Fälscher Ausschau halten.
Gerade wollte sie sich aufmachen um ein paar Freiwillige zusammen zu trommeln die ihr bei der Absperrung halfen, da fragte Asako nach ihrem Namen.
"Oh.", sagte sie dann und wandte sich wieder vollständig ihm zu, "Entschuldigung, das war sehr unhöflich von mir. Mein Name ist Miyahara Riina.", höflich aber bestimmt hatte sie das gesagt, den eigentlich stellte sie sich grundsätzlich vor. Es war ihr jedoch diesmal entgangen weil sie zuerst die Entdeckung des angeblichen Fälschers abgelenkt hatte und dann die Tatsache, das er es doch nicht war und sie nun zusammen mit einen Iryounin versuchte, ein Dorf voller Kranken zu einem abgesperrten Ort zu machen.
Ja, da hatten sie sich viel vorgenommen.
"Also gut. Kann ich dir irgendwie dabei helfen nach dem Ursprung der Krankheit zu suchen? Ansonsten würde ich nun die Absperrung einleiten."
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Do Feb 16, 2017 12:39 pm

Asako lächelte freundlich. Sie wollte mit ihm zusammen arbeiten. Das war doch schon mal was. Alleine wäre es nur noch schwieriger geworden, die Leute hier in die richtige Richtung zu lenken. Sei es nun eine Seuche oder ein Virus. Freut mich sie kennen zu lernen, Myahara-San. Er überlegte kurz und antwortete auf ihre Aussage, dass Reisende außerhalb bleiben sollten: Ja außerhalb. Oder drinnen. Was so viel bedeutete, wie: Auch wir müssen hier bleiben. Immerhin gab es nun schon mal einen halbwegs soliden Plan.
Vielleicht sollten sie schon mal mit der Absperrung beginnen, damit eine unnötige Verbreitung eingedämmt wird. Es wäre ebenfalls hilfreich, wenn umliegende Ortschaften inspiziert werden könnten, um ähnliche Symptome festzustellen. Vielleicht können sie ihrem Kollegen eine Nachricht zukommen lassen? Dazu mussten sie aber auch erst mal die Symptome herausfinden. Die Krankheit befiel die Lunge. So viel war ihm schon bekannt, aber vielleicht gab es auch andere Symptome, die er lindern könnte, ehe er die Krankheit an sich bekämpfte. Er sah die Samurai an und erklärte: Ich werde dort drüben anfangen. Er deutete auf ein Haus, vor dem eine Farbige Fahne hing. Er hatte so etwas schon gesehen, wenn ansteckende Krankheiten umgingen, hingen die Leute eine Kennzeichnung vor die Tür, um andere zu warnen.
Doch bevor er das tat musterte er seine Partnerin noch einmal kurz und setzte dann ein verlegen wirkendes Lächeln auf. Er kratzte sich am Hinterkopf und sagte: Es gibt da nur noch ein klitzekleines anderes Problem, müssen sie wissen. Er druckste ein wenig herum und schließlich klärte er die Dame auf: Auf dem Weg hier her – ich weiß gar nicht, wie das passieren konnte – ist mir ein kleines Missgeschick passiert. Erneut machte er eine kleine Pause und suchte nach Worten, die er scheinbar nicht fand. Es war nicht so als WOLLTE er die Geduld Riinas strapazieren, aber es war ihm schon ein wenig peinlich. Schließlich holte er tief Luft und sagte es einfach: Ich habe meine Tasche verloren. Er ließ die Aussage wirken und Riina schien erst mal nichts damit anfangen zu können oder war vielleicht zu entsetzt irgendwas dazuzusagen. Er konkretisierte sich: Also meine Medizintasche. Nun war es raus.
Es war kein wirkliches Missgeschick gewesen. Es war eher so, dass er sich mal wieder in eine Lage gebracht hatte, die auf seinen unerschütterlichen Glauben an das Gute in den Menschen zurückzuführen war. Er hatte eine Gruppe von Menschen getroffen, die ein Lager aufgeschlagen hatten. Nachdem sie sich ein bisschen unterhalten hatten, hatten sie ihm angeboten, ihr Lager zu teilen und so hatte Asako natürlich eingewilligt. Eigentlich war er gern allein, aber er mochte es auch, wenn er in Gesellschaft netter Menschen war. Zumindest zeitweilig. Sie hatten ihn ausgefragt, wer er war, wohin er ginge und so weiter und so fort und Asako war natürlich in keiner Form der Gedanke gekommen, dass diese drei ihm was Böses wollen würden. Letztlich waren sie darauf gekommen, dass er ein Shinobi war und so hatten sie es vorgezogen nur das zu stehlen, was er, als er schlief, neben sich liegen gelassen hatte und nicht das, wo er den Kopf drauf gebettet hatte. Sein Katana hatte er natürlich auch direkt bei sich liegen gehabt, schließlich konnte man sich leicht damit verletzen. Außerdem war es ein Andenken an seine Freundin Misaki.
Was nun aber auch egal war, denn ohne die Medizintasche konnte er nur schwer Behandlungen durchführen, außer er benutzte sein Chakra. Er sah nun schuldbewusst auf den Boden. Also… Ohne diese Tasche bin auch eher weniger von Nutzen, als eigentlich geplant. Er lächelte etwas entschuldigend und dann sagte er: Ich werde trotzdem erst mal die Symptome untersuchen. Auch ohne meine Sachen.

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