Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 [Dorf] Kikori

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Yamanaka Epona
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BeitragThema: [Dorf] Kikori   Mo Okt 15, 2012 5:11 pm

das Eingangsposting lautete :

Das Dorf Kikori ist allgemein bekannt für seine Tradition des Köhlerns. Holzkohle ist der große Verkaufsschlager der Region. Die Umgebung des 500-Seelen-Örtchens ist daher gekennzeichnet durch baumstumpfübersäte Rodungsplätze und qualmende Meiler. Gleichsam geht die Ortschaft jedoch auch pfleglich mit ihren Wäldern um; man ist durchaus fähig, wirtschaftlich zu denken, und versteht sich darauf, gerodete Flächen wieder zu bewalden.

_________________
Epona spricht denkt wirkt Genjutsu


Jeder Mensch ist gut,
freundlich und hilfsbereit.
Wenn nicht zu dir, immerhin zu jemand anderem.
Jeder Mensch ist gut.



Goose:
 


Zuletzt von Yamanaka Epona am Fr Nov 07, 2014 4:16 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Mi Jul 31, 2013 9:06 pm

Ein heller, stechender Schmerz explodierte direkt hinter ihren Augen, kurz bevor es schwarz um sie wurde und sie unsanft, ungelenk und ungesund auf dem Boden aufschlug. Für einige Sekunden war sie bewusstlos, der Typ, der sie vom Himmel geholt hatte, wie ein Jäger eine Taube, kam zu ihr, stand über ihr, seine Hand knisterte und er streckte sie bereits verheißungsvoll in ihre Richtung, als die Rothaarige die Stimme ihres Sensei vernahm. Er wollte den Typen offenbar warnen, doch anstatt fertig zu reden, brach er ab. Stöhnend blinzelte die junge Chûnin, spürte wie ein Schmerz in ihrem Rücken explodierte, als sie versuchte, sich zu bewegen. Zwischen ihren Schulterblättern war ihre Weste samt darunter befindlicher Kleidung einwandfrei verbrannt, ein Loch im Stoff und ihr Rücken sah nicht besser aus. Tränen vor Schmerzen unterdrückend presste sie Lippen und Augen zusammen, die Zähne fest aufeinander und versuchte, sich abzulenken. Es knisterte irgendwo, während der Typ, der über ihr stand und dem sie jetzt ins Gesicht sah, inne hielt. Sie schluckte. Seine mit Raiton aufgeladene Faust hing direkt vor ihrem Gesicht. Tief durchatmend sah sie dem Mann in die Augen und suchte nach Worten. "Elender Schweinehund.", presste sie schmerzverzerrt hervor, sah, wie etwas in ihm ausklinkte und er sich bewegte. Innerhalb eines Augenblicks griff er sie an und langte direkt in einen sich verflüchtenden Papierschwarm, während der Doppelgänger ihres Senseis zur Tat schritt und den Typen außer Gefecht setzte.
Neben dem am Boden liegenden Mann formte sich die Rothaarige wieder zusammen, kam auf die Füße, stöhnte abermals vor Schmerzen und sah sich um. Ihr Sensei war offenbar am Ende seiner Chakrareserven angekommen und Haruka redete mit ihm. Vielleicht heilte sie ihn. Hoffentlich war er nicht zu stark verletzt. Kamui kam auf Amaterasu herbeigehetzt, eine Truppe von Schweinchen hinter sich herziehend, brav in einer Formation, als wären sie eine Abteilung beim Militär. "Ich rette dich Harumi-chaaaaaaaaaaaaan!", jappste die Blumerich, parrierte sein Reittier gekonnt vor seiner Partnerin und sah sie besorgt an. "Schweinchentruppe erbittet Erlaubnis zur Heilung. Stillgestanden!" Die Schweinchen plumpsten synchron auf ihren Hintern. "Gestanden nicht gesessen!" Die Schweinchen stellten sich auf und Grunzen wild durcheinander. "Ruhe!" Ruhe.
Wäre ihr danach zu Mute, hätte sie gelacht. "Helft Hayate-Sensei und Haruka-san. Der Rest hilft mir, die Wand da kaputt zu machen.", wies sie stattdessen ihren Heerführer an und griff nach einer der Schriftrollen an ihrem Oberschenkel. Die Okumichi entrollte das Stück Papier. Während sie das Siegel löste, ging sie weiter auf den Mann hinter der flimmernden Wand zu.
Vor ihr türmte sich in einer Rauchwolke ein Haufen Papier. Nach einigen Fingerzeichen geriet alles in Bewegung und formte sich zu zwei Abbildern des hübschen Kyo. Nur eben weiblich. Die Löwinnen aus Papier folgten dem Fingerzeig der jungen Dame, sprangen auf die flimmernde Wand zu, die den Mann umgab. Sowohl die Schweinchentruppe als auch die beiden Löwinnen gingn in Stellung, bevor Harumi den Befehl zum Angriff gab, indem sie selbst Fingerzeichen formte. Ihre Beine lösten sich abermals auf und lagerten an der schmerzenden Stelle an ihrem Rücken an, während sie sich abermals in die Luft erhob, diesmal nicht Gefahr laufend, hinterrücks wieder heruntergeschossen zu werden. Ihre Flügel richteten sich abermals auf das Kekkai und mit allen gemeinsam griffen sie unermüdlich die Barriere an, bis sie brechen würde und die Löwinnen den Anführer der Bande an den Boden pinnen würden, um ihn zum Aufgeben zu zwingen.
Währenddessen kam Kamui auf Amaterasu, gefolgt von vier Schweinchen bei den beiden anderen an. "Habe Befehl nach Verletzungen zu fragen und Notfallheilung anzubieten. Harumi-sama braucht Unterstützung bei der Stürzung der flimmernden Wand, Haruka-san.", erklärte die sprechende Blume in ihrem militanten Blum völlig souverän und beäugte mit ihren Knopfaugen die beiden viel größeren Menschen. Die Schweinchen grunzente zustimmend, während eines sich bereits daran machte, an Hayates Hosenbein nach oben zu kraxeln. Bereits von unten hatten die fachmännischen Bettelaugen erkannt, dass dort auf der Wange ein Kratzer war, der geheilt werden wollte.

Jutsu:
 
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Do Aug 01, 2013 8:22 pm

Man hatte ihn gewarnt, nicht wahr? Er hatte dem Typen definitiv gesagt, was passieren würde, wenn er sich noch weiter bewegte und so tat es dem Uchiha absolut nicht leid als der schlaffe Körper mit einem plumpen Geräusch zu Boden fiel. Hayates Raitondoppelgänger hatte sich aufgelöst und das restliche Chakra in den nun bewusstlosen Handlanger geleitet, aber er wollte ja nicht auf ihn hören - blöd für ihn. Dennoch hatten die Gruppe ihre Mission nun soweit erfüllt - mehr oder weniger jedenfalls. Fehlten nur noch Kleinarbeiten. Den großkotzigen Kerl beispielsweise einsacken, ihn mit seinen Shinobi-Helfern nach Konohagakure bringen und die Kolosse von Dummköpfen dem Dorf überlassen. Die Einwohner würden mit Sicherheit einen ordentlichen Verwendungszweck für ihre Peiniger haben nachdem die Kohlepreise nun auch wieder gewinnbringend sein werden.
Am liebsten hätte er sich jetzt einfach ins Gras fallen lassen doch stattdessen kam Haruka auf ihn zu und sprach ihn an. Dass sein Wohlbefinden weniger zählte als das der Mädchen sollte er der Blondine vielleicht nicht entgegenbringen. „Nun…“, ein Schulterzucken folgte, „ging mir schon schlimmer. Das hier“, er deutete mit einem Finger auf den Schnitt an seiner Wange, „Is‘ wirklich nur n Kratzer. Nix weiter. Allerdings hätte ich nichts gegen eine Chakrapille einzuwenden. War zwar noch nie drogenabhängig, aber die Dinger wirken meist Wunder.“ Ein Zwinkern unterstrich den dummen Witz, ehe eine weitere Stimme seine Aufmerksamkeit auf sich zog. Die Blume von vorhin, die offenbar Harumi gehörte.
Belustigt schaute er auf die Katapultschweinchen, die ihnen vorhin einen deutlichen Vorteil verschafft hatten, während eins von ihnen an seinem Hosenbein hochkraxelte, irgendwann auf seiner Schulter saß und mit seiner putzigen Nase gegen den Schnitt an seiner Wange stupste. Letzteres musste der Jônin mit einem leisen Kichern kommentieren. „Hm. Mehr als das hab‘ ich nicht abbekommen. Bei dir alles in Ordnung, Haruka?“, kurz drehte er seinen Kopf zu dem Mädchen, was neben ihm stand, was das Schweinchen auf seiner Schulter mit einem nervösen Quicken kommentierte. „Oh, tschuldige.“, murmelte er und ließ das Tierchen weiter machen, was auch immer es vorhatte.
„Geh‘ du mal Harumi helfen. Ich werd derweil die ganzen Leute hier abführbereit machen.“, mit diesen Worten wandte er sich ab und auch das Schweinchen hüpfte in seiner kugeligen Form von seiner Schulter zurück in das Heer. Nachdenklich griff sich Hayate derweil an die Wange und musste feststellen, dass sein Schnitt verschwunden war, was ihn den Kopf schütteln ließ. Wenn seine Kuchiyosetruppe mal sowas könnte. Die ollen Pinguine konnten sich ja manchmal nicht mal selbst organisieren.
Ein kleines Seufzen glitt über seine Lippen, während er damit begann zunächst die Kunoichi, welche sich wohl noch immer nicht aus seinem Genjutsu befreit hatte, zu fesseln und mit dem anderen Shinobi fortfuhr.
Währenddessen schien der Boss der Gruppe seine Niederlange bereits zu riechen und war teilweise kreidebleich geworden. Sah übrigens ziemlich seltsam aus so hinter einer grünen Wand. Man hätte fast meinen können, er hätte sich in den nächsten paar Sekunden übergeben wollten. Allerdings wussten solche Menschen meist, wenn sie ein sinkendes Schiff zu verlassen hatten und dem Galgen häufig zu entkommen - metaphorisch jedenfalls.
„Nun, vielleicht seid ihr beide doch nicht so…schlecht wie ich zu anfang dachte.“, ein schlechter Start für das Bequatschen von Mädchen, „Versteht mich nicht falsch…“, er hob die Hände, setzte ein gespieltes Lächeln auf, was ziemlich schmierig wirkte, „…wenn ihr mich hier rausholt, kann ich euch mehr zahlen als euer Dorfoberhaupt euch für diese Mission gibt, versteht ihr? Ich…bräuchte eine neue Truppe und nun…“, die hellen Kullern beäugten die Chûnin von oben bis unten, „…ihr seid definitiv ein guter Fang…wie wärs? Ihr bekämt…25% von dem Gewinn den wir mit diesem gottverdammten Dorf erwirtschaften!“
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Do Sep 05, 2013 2:10 am

Gott, die Schmerzen in ihrem Rücken wurden langsam unerträglich und Harumi wollte lieber garnicht wissen, wie schlimm sie dort aussah und wie schlimm es aussehen würde, wenn es einmal abgeheilt war. Sowas Dummes aber auch. Wer ließ sich schon vom Himmel schießen, wenn er soetwas konnte, wie sie. Ihr Vater würde sie sicher schelten dafür, dass sie sich so dämlich angestellt hatte. Ihr Vater, der ja nur all zu perfekte Söhne hatte und der für ihre Mutter nichmal wenige Wochen getrauert hatte. Nichtmal einen Tag, wenn sie ehrlich war. Die Wut auf ihren Vater ließ die Okumichi das Gesicht verziehen, denn der Typ mit seiner schmierigen Art kam ihr genauso vor, wie ihr Erzeuger. Ohne auf seine Worte einzugehen, attackierte sie die Barriere, bis sie einbrach, die Löwinnen ihn ansprangen, aber nicht verletzten, sondern auf den Boden pinnten, indem sie seine Arme dorthin drückten. Da er gerade aufgestanden war und weglaufen wollte, lag er nun auf dem Bauch, die Nase der Länge nach im Dreck.
Harumis Beine formten sich wieder, während sie langsam zu Boden glitt und schwerfällig beobachtete, wie Haruka, die mit ihrem Löwen noch zur Hilfe gekommen war, den Anführer der Bande fesselte. Damit war die Mission erfüllt, nicht wahr? Plötzlich überkam die Rothaarige eine unglaubliche Müdigkeit, ihre Glieder wurden schwer und die Schmerzen in ihrem Rücken immer unerträglicher, während ihre Beine begannen zu zittern und unsanft unter ihr nachgaben. Auf den Knien zitterte die Welt um sie herum kurz, bevor sie bewusstlos ebenfalls auf dem Boden aufschlug. Ihre Löwinnen hielten inne, ihre Kuchiyose verpufften. Die Papiertiere konnten - da sie eigenständig waren - noch helfen, die Gefangenen zu verladen, doch von all dem bekam die Okumichi nichts mehr mit. Sie erwachte erst am nächsten Tag wieder, war nach ihrer starken Verletzung durch die Schmerzen regelrecht ausgeknockt worden.
Diese Verletzung war auch der Grund für die folgenden Tage im Dorf.
Da Haruka noch Iryônin in Ausbildung war und das Dorf an sich keine Shinobi beherbergte, sondern nur zivile Ärzte, kam Harumi nicht so schnell wieder auf die Beine, wie es in Konohagkure no Sato womöglich der Fall gewesen wäre. Tagelang konnte sie sich vor Schmerzen kaum rühren, zog sich auchnoch eine leichte Infektion und dadurch eine Entzündung der Wunde zu, alles nicht sehr schön, alles kostete die Gruppe Zeit. Zeit, die sie zwar damit verbrachten, dem Dorf wieder auf die Beine zu helfen, doch trotzdem fühlte die junge Dame sich mit jedem Tag, den Haruka und Hayate hier verbringen mussten, wegen ihr, immer schuldiger. So riss sie sich tapfer zusammen, tat alles, was man ihr rat, um schneller zu genesen und hielt sich tapfer zurück damit, Schmerzen zu äußern. So war sie zwar noch nicht komplett genesen, aber sie schafften es ohne Probleme zurück nach Konohagakure. Zwar mochte auffallen, dass sie gern eine Pause mehr machte, aber sie zwang sich doch, kein all zu großer Klotz am Bein zu sein.

Ow: Konohagakure no Sato ~
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Do Sep 05, 2013 4:15 pm

Eigentlich war die Mission relativ gut und schnell verlaufen. So hatten sie allein in drei Tagen den Ort erreicht, das Geheimnis gelüftet und waren mittlerweile soweit, dass sie die Bündel schüren und abzischen konnten - dachte Hayate jedenfalls. Doch selten passierte etwas so wie er sich das dachte. - Eigentlich geschah es sogar nie. Irgendwo kam ihm immer wieder etwas dazwischen, was er so nicht erwartet hätte.
Diesmal war es Harumi, die den Aufbruchsplan zum Scheitern verurteilen ließ. Nicht dass er das jemals so gedacht, oder ausgesprochen hätte. Im Gegenteil. Als sie zu Boden ging und offenbar bewusstlos wurde, ließ er alle Verschnürungen, Verschnürungen sein und kümmerte sich zumindest kurz um sie. Er hatte schlucken müssen, da es ihm wahrlich Leid tat, dass es gerade seine Schülerin getroffen hatte und lediglich er einen einzelnen kleinen Schnitt an seiner Wange erhalten hatte, welcher mittlerweile nicht mal mehr sichtbar war.
Über die Rothaarige gebeugt, half er ihr langsam auf, fühlte den Puls und war einigermaßen erleichtert, als alles in Ordnung zu seien schien. Im ersten Moment hatte er es einfach nur auf die Erschöpfung geschoben, während sich erst später herausgestellt hatte, dass ihr Rücken ihr zu viele Schmerzen bereitet hatte.
Demnach hatte der Rest der Gruppe brav auf die Genesung der Okumichi gewartet und hatte sich derweil selbst nützlich gemacht. Mit Haruka und den Schlägertypen hatten sie neue Plantagen angelegt und dafür gesorgt, dass der Kohlepreis sich bald wieder normalisieren würde. Alles in Allem war ihre Mission also doch sehr erfolgreich gewesen. Die drei, die hinter der Miesere steckten saßen derweil im dörflichen Gefängnis um auf die Auslieferung nach Konohagakure zu warten, während die restlichen, angeheuerten Männer nun mehr oder minder dem Dorf gehörten und für jenes arbeiteten.
Glücklicherweise dauerte es nicht allzu lange, bis sich seine rothaarige Schülerin wieder einigermaßen erholt hatte und sie sich auf den Heimweg machen konnten mitsamt Beute natürlich. Jene würde vermutlich ihre gerechte Strafe dafür erhalten und Hayate hatte den Dörflern versprochen, sich dafür einzusetzen, dass ihnen ein Teil des gemachten Gewinns des Unterschläger wieder ausgezahlt werden würde. Dennoch war er im allgemeinen ganz glücklich nun wieder nachhause zu kommen. Nach einer Mission in das eigene Bett zu fallen, in dem Wissen dass es allen…einigermaßen gut ging, war meist ein sehr schönes Gefühl.
Während des Heimweges ließ es sich der Uchiha jedoch nicht nehmen, auf Harumi acht zu geben und die Pausen ordentlich zu setzen. Alles andere wäre unverantwortlich gewesen. Er machte sich eh schon insgeheim Vorwürfe, dass sie sich verletzt hatte.

Ow: Konohagakure no Sato
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Shiroya Asako
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   So Jan 15, 2017 4:23 am

[First Post]

Kikori. Ein Dorf im Feuerreich. Asako hielt sich gerne in diesen Landen auf. Schöne Erinnerungen gab es hier zu erträumen und überhaupt war es immer ein Reich der Zuflucht und der Liebe gewesen. Er hatte durch Zufall von der Notlage des Dorfes erfahren. Eigentlich erfuhr er die meiste Zeit nur irgendwas durch irgendwelche Zufälle, denn weder hatte er groß Kontakte, noch knüpfte Asako längerfristige Beziehungen. Er war eigentlich mehr wie ein Blatt im Wind, das sich von Ort zu Ort tragen ließ, in der Hoffnung, nicht im endlosen Ozean der Bedeutungslosigkeit oder Leere zu verschwinden.
Richtig. Er hatte geschworen, denen zu helfen, die Hilfe brauchten und so führte ihn sein Weg in dieses Dorf. Asako hatte aufgeschnappt, dass hier eine Krankheit umgehen solle, die vordergründig die Lunge befiele. Es war nicht so, dass er nun scharf darauf war, sich anzustecken, aber durch die Fertigkeiten, die Sayuri ihm beigebracht hatte, glaubte er zumindest in der Lage zu sein, die Ursache festzustellen und aufgrund dieser Erkenntnisse auch Linderung zu verschaffen. An sich war das keine große Kunst, wenn man ein ausgebildeter Iryounin war, doch war es auch das erste Mal, dass er seine Ausbildung für eine solche Begebenheit zur Verfügung stellen wollen würde.
Sein Weg führte ihn an einigen Meilern vorbei. Qualmende Haufen aus mit Gras und Moos bedeckten Holzaufschichtungen prägten die Landschaft und verliehen diesem Flecken Land einen, für den ein oder anderen, angenehmen Geruch. Dennoch schienen die Bewohner, dieses Gebietes auch Wert auf die Nachhaltigkeit ihrer Professionsquelle zu legen, denn überall gab es Maßnahmen zum Schutz junger Wälder oder zur Aufzucht von Zöglingen, die dereinst als gesunde Bäume wieder wachsen und ausgesät werden sollten.
Aber eigentlich war Asako das Köhlerhandwerk wirklich egal. Mit entschlossenem Schritt und festem Gang näherte er sich dem Dorfeingang. An sich machte es keinen schlechten Eindruck. Die Menschen gingen ihrem ganz normalen Tagwerk nach und nichts deutete darauf hin, dass irgendwas im Argen lag. Erst bei genauerem Hinsehen, kamen erste Zweifel auf. Farbige Fahnen an diversen Türen, vorrübergehend geschlossene Geschäfte und eine allgemeine Unruhe im Dorf war zu spüren. Dass die Unruhe vielleicht von ganz anderen Ursachen her rührte, mochte zwar so sein, doch Asako glaubte, dass sie auf die bedenklich vermehrten Erkrankungen zurückzuführen waren.

Zunächst aber würde Asako zu einem Verantwortlichen müssen, der ihn über die Lage aufklären könnte. Immerhin hatte er bisher nur Gerüchte aufgeschnappt und keine soliden Quellen gehabt. Mundpropaganda breitete sich bekanntlich schneller aus, als echte Fakten. Und Halbwahrheiten waren in der Regel schlimmer als Unwahrheiten. Er konnte nicht ahnen, was ihm der Ausflug in dieses Dorf am Ende bescheren würde und hätte er es gewusst, hätte er entweder das Weite gesucht oder sich besser vorbereitet.
Da es ihm jedoch nicht bekannt war, begab er sich zunächst mal zur Dorfmitte. Der Mittelpunkt eines Dorfes war in der Regel ein Markplatz oder ein Ort, an dem Volk und Vorsteher zusammen kamen. An sich interessierte sich Asako nicht für die Politik. Auch war es ihm egal, welcher Fürst, Feudalherr oder Kaiser gerade an der Macht war, da es für ihn nur eine Regel gab: Entweder ich helfe jemandem oder halte mich raus. Asako handelte stets nach bestem Wissen und Gewissen und bisher war das seit Sayuris tot, auch nicht der schlechteste Weg gewesen.
Gerade schlenderte er durch eine eher belebte Straße, in der links und rechts Stände waren, als ein paar Halbstarke vorbeirannten. Dummerweise achteten sie überhaupt nicht auf Asako und der schmächtige, eher dünne Shinobi wurde zur Seite gestoßen, als ein Jugendlicher eben noch seinem Fänger entging. Ohne etwas tun zu können, stolperte Asako gegen den nächsten Menschen. Die Frau war gerade dabei irgendwas zu überprüfen, doch Asako fiel mehr oder weniger einfach in sie hinein, wodurch er sich auch noch unglücklicher Weise an ihrem Dekolleté festhielt. Er brauchte nur einen kurzen Moment, ehe er sich wieder aufrichtete und dabei sagte: Huch? ‘Tschuldigung! Er sah der Frau nur kurz ins Gesicht und dann auf die Brust, die er nun los ließ.
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   So Jan 15, 2017 2:26 pm

cf: Timeksip

Warum genau Kazuhiro nicht gleich mit ihr mit gehen konnte, war Riina noch immer schleierhaft, er hatte sich kurz vor Aufbruch bei ihr gemeldet und gesagt, das sie doch schon einmal vorgehen solle und er nach käme. Sie hätte jedoch niemals damit gerechnet, dass sie bereits im Dorf Kikori wäre bevor er überhaupt zu ihr aufgeschlossen hatte. Was also war so wichtig, das er sie alleine vorgeschickt hatte? Gut, zugegebenermassen war ihr Auftrag in diesem Dorf auch nicht besonders schwierig. Es ging einfach nur um eine Kontrolle der Lizenzen in diesem Dorf, was das Kaiserreich ab und an immer Mal wieder spontan veranlasst um so möglichst die zu überraschen, die mit keinen oder gefälschten Lizenzen rumlaufen. Wenn keiner wusste, wann diese kontrolliert wurden, konnte man sich auch nicht darauf vorbereiten und genau deswegen waren sie hier. Ausserdem hatten sie auch einen Tipp bekommen, dass sich hier einer mit einer eindeutig gefälschten Lizenz herumtreiben sollte. Schwarze Haare, etwa mitte Zwanzig und männlich soll er sein. Natürlich traf diese Beschreibung auf so einige jünge Männer zu, die sich in diesem Dorf derzeit herumtrieben, das bedeutete jedoch einfach nur, dass sie möglichst alle kontrollieren musste, den sie musste diesem Hinweis immerhin nachgehen, ein Befehl des Kaisers, oder zumindest indirekt.

Inzwischen war Riina also in jenem Dorf angekommen, ohne Kazuhiro. Sie hatte sich zumindest eine kurze Pause gegönnt, in der sie etwas gegessen und getrunken hatte, bevor sie sich an ihren Auftrag machte. Den Anfang machte sie auf der Hauptstrasse, hier waren die meisten Leute anzutreffen. Einfach spontan lief sie zu einer Person hin, wies sich als Samurai des Kaiserreiches aus und verlangte die Lizenz. Viele der hier lebenden Bewohner waren natürlich auch gewöhnliche Zivilisten, doch es gab auch den ein oder anderen Shinobi hier.
Gerade hatte sie die Lizenz eines Shinobis kontrolliert, die eindeutig echt war, verabschiedete sich von jener Person und wollte sich zum gehen umdrehen, als ihr prompt jemand mehr oder weniger in die Arme fiel. Überrascht riss sie die Augen auf und stolperte zwei Schritte zurück, da sie nicht damit gerechnet hatte, Jemanden vor einem Sturz bewahren zu müssen.
Erst ein paar Augenblicke später wurde ihr auch bewusst, wo der junge Mann seine Hände hatte und wie unglücklich - oder doch gewollt? - er auf ihrem Oberkörper gelandet war. Bevor sie jedoch etwas gegen den unfreiwilligen Körperkontakt machen konnte, löste sich der Schwarzhaarige bereits wieder und entschuldiget sich rasch. Riina kniff leicht die Augen zusammen und stemmte die Hände in die Hüften. Für einen Moment sah sie ihm nur in die Augen, sie war nicht auf diese Art von Begrüssung gefasst gewesen. Dann nickte sie leicht und ihr Blick wurde etwas sanfte, wenn auch kein Lächeln auf ihren Lippen erschien.
"Pass nächstes Mal etwas besser auf.", erklärte sie und ging einfach Mal davon aus, das er einiges jünger war als sie, da er zumindest danach aussah. Als sie ihn so musterte, wurde ihr dann auch bewusst, dass er auf die Beschreibung passte, wegen der sie auch hier war. War er vielleicht der Ninja mit der gefälschten Lizenz?
"Bist du ein Shinobi? Wenn ja, dürfte ich dann bitte deine Lizenz sehen?", vielleicht hatte der ungewollte Zusammenstoss ja sogar etwas Gutes, vielleicht hatte sie die gesuchte Person ja bereits gefunden?
Und wo blieb eigentlich Kazuhiro ...?
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Mo Jan 16, 2017 1:52 pm

Da hatte sich Asako ja mal wieder ein echtes Glanzstück geleistet. Er sah wieder in das Gesicht, der Frau. Sie sah erfahren aus und schien auch schon ein wenig älter zu sein. Sein Blick zuckte kurz umher und er sondierte die Lage. Sie schien wenig begeistert über seine Begrüßung, entspannte sich jedoch auch sehr schnell wieder. Glück gehabt!
Er beugte noch mal leicht den Oberkörper vor, um seiner Entschuldigung einen physischen Charakter zu verleihen, ehe er weiter gehen wollte. Werde ich, sagte er dabei, doch aus dem Weitergehen  wurde nichts, weil die Dame offenbar noch nicht mit ihm fertig war. Sie wollte seine Lizenz sehen. Asako wurde blass. Eigentlich hatte er nichts zu verbergen, doch jedes Mal, wenn man ihn danach gefragt hatte und auch schon bei der Erstellung seiner Lizenz dachte er an die Zeit zurück, in der er Beniko Sayos Mordwerkzeug gewesen war. Es verunsicherte ihn und obwohl es vollkommen absurd war, dass irgendwer mehr wusste, als er preisgegeben hatte,  bekam er jedes Mal aufs Neue weiche Knie. Meine… Lizenz?, brachte er irgendwie erschrocken oder eher überrascht hervor. Er musterte die Frau kurz, wobei seine Hand schon zu seiner Hüfttasche ging. Sah sie aus, wie jemand offizielles? Hatte sie überhaupt eine Berechtigung, ihn danach zu fragen? Sein Blick zuckte zu dem Kerl, den sie eben auch schon kontrolliert hatte. Na klar. Wäre es nicht der Fall, hätte dieser sich wohl auch schon geweigert oder? Aber natürlich! Ich habe sie gleich hier.
Ohne überhaupt hinsehen zu müssen, zog er den Wisch hervor und hielt ihn ihr mit gesenktem Blick hin. Bleib ruhig! Niemand weiß davon! Du hast es niemandem gesagt und diese Frau kann auch keine Gedanken lesen. Bleib einfach ruhig, Asako. Er biss sich kurz auf die Lippe, aber entspannte sich auch gleich wieder. Nicht gut. Komm wieder runter! Das ist eine ganz normale Routinekontrolle. Wer sollte schon nach DIR suchen wollen. Du bist ein ganz normaler Shinobi, der hier ist um zu helfen. Es ist niemand hinter dir her und deine Vergangenheit, wird dich nicht wieder einholen! Ihm wurde schlecht. Dennoch versuchte er sich nichts anmerken zu lassen. Seine Gedanken kreisten und er redete sich selbst gedanklich gut zu. Doch alles gute zureden brachte nichts und die alten Gedanken an den Mann, der ihm so viel angetan hatte, kämpften sich empor. Töte… Asako schloss kurz die Augen und wartete einfach, was geschehen würde. Er konnte sowieso nichts mehr ändern und es ergab auch keinen Sinn weiter nachzudenken. Was konnte schon passieren? Es war ja nicht so, dass die Lizenz gefälscht war. Eigentlich war doch alles in bester Ordnung.
Asako sah die Frau nun wieder an und lächelte sogar ein bisschen. Er hatte festgestellt, dass ein Lächeln Wunder bewirken konnte. Während seiner Ausbildung hatte er auch lernen müssen, seinen Opfern, bis zum Schluss rotzfrech ins Gesicht zu lügen und bis zum Ende hatte er gelächelt. Sie waren ihm jedes Mal auf den Leim gegangen und so glaubte Asako, dass er zumindest die Kunst des falschen Lächelns recht gut beherrschte. Letztlich erklärte er: Ich bin hier, weil ich hörte, dass eine Krankheit umgeht.
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Miyahara Riina
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Sa Jan 21, 2017 2:32 pm

Der Jüngere entschuldigte sich prompt. Riina sah ihm an, das er es wirklich ernst meinte, sie bezweifelte demnach stark, das er es mit Absicht gemacht hatte. Wahrscheinlich war der unglückliche Zusammenstoss wirklich nur aus purem Zufall passiert. Aber womöglich hatte sie Glück im Unglück? Vielleicht war er ja der Gesuchte, der eine gefälschte Lizenz bei sich hatte. Sie war sich eigentlich ziemlich sicher, dass sie eine Gefälschte von einer richtigen unterscheiden konnte, immerhin wurden sie darin unterrichtet, worin sich diese meist unterscheiden. Man hatte ihnen aber auch gesagt, dass es äusserst trickreiche Täuscher gab, die eine Lizenz unglaublich echt wirken lassen konnten. Diese waren selten, aber es gab sie. Ob Riina auch eine unglaublich gut gefälschte Lizenz erkennen würde? Sie war sich nicht sicher, aber sie war dennoch optimistisch, immerhin wurde bereits erkannt dass jene Lizenz, von jenem Mann, gefälscht sei, also konnte die Fälschung doch gar nicht so gut sein, oder?
Riina war sofort sein nervöses Verhalten aufgefallen, als sie ihn nach seiner Lizenz fragte. Innerlich lächelte sie, war sich bereits sicher, den richtigen Mann erwischt zu haben. Sie stellte sich bereits auf eine Hetzjagd vor, immerhin würde er mit Sicherheit davonlaufen, sollte sich herausstellen, dass seine Papiere nicht echt waren.
Er griff an die Hüfte. Bewahrte er dort seine Lizenz auf? Riinas Augen folgten den Bewegungen des Jüngeren ganz genau. Ihre Hand war angespannt, bereit um nach ihrem Schwert zu greifen, sollte es den nötig sein, dennoch wirkte sie nach aussen gelassen, abgesehen von der leicht angespannten Hand.
Dann zog er die Lizenz. Der Augenblick der Wahrheit war gekommen. Riina hatte sich bereits die Worte zurechtgelegt, wie sie den Betrüger überführen würde, mit was für Worten sie ihn verhaften würde. Ihr Blick fiel auf die Lizenz, welche er ihr unter die Nase hielt und nach kurzer Überprüfung musste sie feststellen, das sie keine erkennbaren Anzeichen einer Fälschung sehen konnte. Ihre Stirn legte sich leicht in Falten, das konnte doch nicht sein? Sie war sich sicher, dass er der Gesuchte war, dieser unglückliche Zusammenstoss, diese Beschreibung die genau auf ihn gepasst hatte ... Und doch war diese Lizenz echt. Oder zumindest wirkte alles an ihr echt. Riina sah von den Papieren auf zu dem Mann, dessen Namen sie nun kannte. Shiroya Asako hiess er. Und während sie noch nachdachte, wie das sein konnte, das er nicht der Gesuchte war, erklärte er, dass er wegen der Krankheit hier war, die umging. Ein weiterer Blick auf die Lizenz verriet ihr, das er ein Iryounin war. Das ergab Sinn.
"Ah.", gab sie von sich und sie wirkte wenig begeistert. Innerlich ärgerte sie sich darüber, das sie sich so schnell auf ihre falsche Intuition verlassen hatte. Er war offensichtlich nicht der Gesuchte.
"Wegen der Krankheit?", wiederholte sie und presste kurz die Lippen zusammen. Ihre Gedanken folgten langsam einem anderen Strang. Sie schob die Pleite von eben beiseite und sah sich kurz um. Auf den ersten Blick wirkte es hier ruhig und nicht verdächtig, doch beim genauen hinsehen erkannte man die nervösen Blicke und die ängstlichen Gesten der Bewohner. Sie fühlten sich sichtlich verunsichert und dachten wohl. Und mit Sicherheit dachte jeder Dritte von ihnen, sie könnten das nächste Opfer dieser Krankheit werden.
Riinas Blick fiel wieder auf Asako.
"Danke, du kannst die Lizenz wieder einstecken.", erklärte sie dann mit gefasster Stimme, "Weisst du etwas mehr über diese Krankheit hier? Wenn deswegen hier bist, hast du mit Sicherheit eine Idee, wie man diese aufhalten kann? Ich bin erst vor Kurzem in dieses Dorf gekommen, eigentlich aus einem anderen Grund, aber ich fürchte dieses Dorf braucht dringend Hilfe.", sie hatte sich auch bereits überlegt, wie sie helfen konnte, leider hatte sie jedoch absolut keine Kenntnisse bezüglich medizinischer Dinge. Hätte sie gewusst, dass dieses Dorf von einer ansteckender Krankheit befallen war, hätte sie Hilfe aus der Hauptstadt mitgebracht.
"Die Krankheit scheint um sich zu greifen. Noch ist keine Panik ausgebrochen, aber wenn noch mehr daran erkranken, könnte es hier sehr ungemütlich werden. Vermutlich verlassen auch schon die ersten aus Angst das Dorf.", was gar nicht gut war. Sie hatte an eine Sperre gedacht, immerhin war es schlecht, wenn die Leute weg gingen von hier und die ansteckenden Viren in andere Städte und Dörfer trugen, aber sie konnte das weder alleine bewerkstelligen noch konnte sie die Leute hier festhalten aus reiner Vermutung, sie könnten die Bakterien bereits in sich tragen. Aber vielleicht konnte Asako ihr da ja helfen ...?
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Shiroya Asako
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Di Jan 24, 2017 9:09 am

Es war eine sehr merkwürdige Situation. Asako war sich nun sicher, dass diese Frau hier auf der Suche nach jemandem war. So nervös, wie er zunächst erschienen war und so selbstsicher, wie ihr eigenes Auftreten war, hätte man wirklich glauben können, sie habe gerade einen Fälscher erwischt. Ihre Augen waren seinen Bewegungen gefolgt und Asako musste feststellen, dass es ihm großes Unbehagen bereitete. Er fühlte sich ihr gegenüber vollkommen nackt. Es war wirklich unheimlich, wie sie ihn mit diesem strengen Blick betrachtete, als könne sie ihn mit einem einzigen Wimpernschlag außer Gefecht setzen. Nicht, dass er vorgehabt hätte sich zu widersetzen.
Skeptisch betrachtete sie nun seine Lizenz und schien dabei nach den Anzeichen zu suchen, dass diese gefälscht sein könnte. Vielleicht irrte er sich auch, aber er fand schon, dass es stark danach aussah. Asako wusste, dass er die Lizenz nicht gefälscht hatte, aber das war auch nicht der Ursprung seiner Nervosität gewesen. Er hatte weder bei den Angaben gelogen, noch hatte er groß was weggelassen. Das einzige, was nicht drin stand, war ohnehin ein Jutsu, was er NIE wieder benutzen wollte und so war es eigentlich kaum möglich, dass es jemand herausgefunden hatte. Die zweite Sache, die ihn bei jeglicher Überprüfung seiner Person Unbehagen bescherte, war die Tatsache, zu was man ihn ausgebildet hatte. Aber auch das war so gut wie niemandem bekannt, also woher, hätte sie es wissen können? Asako musterte sie, nachdem er sich erklärt hatte und dann entspannte sich die Lage endlich. Sie schien enttäuscht, nicht gefunden zu haben, wonach sie gesucht hatte und das erleichterte Asako nun deutlich.
Sein Lächeln nahm eine andere Ausstrahlung an und es wirkte nun irgendwie noch freundlicher, wo es seine Augen erreichte. Sie gab ihm die Lizenz zurück und Asako steckte sie direkt wieder ein. Sie fragte ihn nach der Krankheit aus und erklärte ihm auch, dass sie aus einem anderen Grund hier war.
Auch ich bin gerade erst angekommen und wollte mich eben erkundigen, wie die Lage ist, als ich in sie hinein geschubst wurde. Er sah sie dabei freundlich an, hatte aber irgendwie eine steife Haltung. Dass er diese die meiste Zeit über hatte, wusste sie natürlich nicht. Asako stand vollkommen reglos da, nur sein Mund bewegte sich beim Sprechen. Da ich sie meine Lizenz gerade geprüft haben, gehe ich davon aus, dass sie im Dienste des Kaiserreiches hier sind? Vielleicht können wir uns ja zusammen tun und den Menschen hier gemeinschaftlich helfen. Sicherlich würde es mir leichter fallen, mich nach der Sachlage zu erkundigen und Gegenmaßnahmen einzuleiten, wenn ich jemanden wie sie bei mir habe, der mich unterstützt. Immerhin zählte das Wort einer Samurai doch viel mehr, als das eines einfachen Iryonin wie ihm. Und dass sie eine Samurai war, stand für ihn nun außer Frage. Er blickte die Straße hinab und sagte dann: Ich habe gesehen, dass an einigen Türen farbige Fahnen oder einfach Kleidungsstücke hängen, um zu symbolisieren, dass es in jenen Häusern Kranke gibt. Natürlich sollte man den Kranken schnellstmöglich helfen, doch ergibt es keinen Sinn nun kopflos durch die Gegend zu rennen. Vielleicht gibt es eine Quelle oder Ursache für die Krankheit. Diese muss gefunden und unschädlich gemacht werden. Asako hatte in seiner Ausbildung gelernt, dass Krankheiten oft nur Symptome ausdrückten und die eigentliche Ursache ganz woanders lag. Er hatte über Schimmelsporen gelesen, die Lungenkrankheiten auslösten und würde erst eine Diagnose stellen können, wenn er alle Faktoren berücksichtigt hätte. Er war zwar bestrebt jedem zu helfen, der Hilfe nötig hatte, aber er wusste auch, dass er mit seinen wenigen Chakrareserven nicht einfach durchs Dorf spazieren konnte, und alle durch das Saikan Chūshutsu no Jutsu heilen könnte. Zumal der Vorgang der Krankheitsextration doch sehr schmerzhaft für den Patienten war. Außerdem brachte das nichts, wenn die Krankheit wieder ausbrach, sobald er wieder weg war. Wenn die Ursache wirklich Viren oder Bakterien sind, sollten die Bewohner, trotz ihrer Angst hier im Dorf bleiben. Vielleicht reicht es ja schon, wenn die Bevölkerung weiß, dass jemand hier ist, um zu helfen. Auch dazu wäre die Stimme einer Samurai sicherlich hilfreich. Zuletzt sagte er schließlich, indem er den Oberkörper leicht nach vorne beugte: Meinen Namen wissen sie ja jetzt. Shiroya Asako. Dürfte ich denn auch ihren erfahren? War doch auch nur recht und billig oder? Immerhin würde er sie dann auch ansprechen können und die Abstraktheit ihrer Person würde sich auch ein wenig auflösen. Das und der Fakt, dass Asako gern wusste, mit wem er es zu tun hatte, veranlasste ihn zumindest zu dieser Frage.
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Miyahara Riina
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   So Jan 29, 2017 1:16 pm

Als Asako mehr rhetorisch nachfragte, ob sie im Dienste des Kaisers stand, nickte sie leicht. "Richtig, ich bin eine Samurai.", erklärte sie sich dann damit auch ja keine Missverständnisse aufkommen konnten, aber im Grunde hatte Asako die Lage ja bereits richtig eingeschätzt. Ausserdem war es erfreuend zu hören, dass Menschen von weiter weg zur Hilfe hierher eilen. Gut, er hatte erklärte, das er sich zuerst nur die Lage vor Ort anschauen wollte, aber er wirkte zumindest auf den ersten Eindruck so, als ob er ein hilfsbereiter Mensch war. Er hatte ohne grosse Umschweife seine Lizenz gezeigt und antwortete auf Riinas Fragen, er hatte wohl wirklich nichts zu verbergen und inzwischen war sie sich auch sicher, das er nicht der Gesuchte Fälscher war. Leider hatte sie diesbezüglich kein Glück gehabt.
Er fragte nach, ob sie mit ihm kooperieren würde was die Notsituation in diesem Dorf anging. Eigentlich war Riina nicht wegen solchen Dingen hierher gekommen, aber es liess selbst sie nicht kalt, was hier vor sich ging. Wäre es eine einfache Krankheit, eine Grippewelle die ein paar Menschen zur Ruhe zwang, war es etwas anderes, aber dieser Virus, der sich hier rumtrieb, würde mit Sicherheit auch schon bald seine ersten Opfer fordern ... Oder hatte er das vielleicht schon?
Sie nickte also abermals nach dem sie kurz darüber nachgedacht hatte. Aber eigentlich musste sie nicht lange darüber nachdenken. Sie war eine Samurai, es war ihre ehrbare Pflicht den Leuten die Teil des Kaiserreiches waren, zu helfen, egal wie. Solange sie es konnte, würde sie es tun. Und da das Reich Hi no Kunis nun unter dem Schutze des Kaisers stand, galt hier diese Pflicht genau so wie in Tetsu no Kuni.
"In Ordnung. Tun wir uns zusammen.", sagte sie dann und ihrer Stimme war anzuhören, dass sie motiviert war, Asako möglichst gut zu unterstützen.
Sie hörte seinen Erklärungen und Vermutungen zu und sie stellte fest, was für ein glückliher Umstand es war, das ein Iryounin hier war. Sie hätte den Menschen hier so gut wie gar nicht helfen können.
"Ja, über eine Ausgangssperre habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Ich bin derzeit nur alleine hier, aber ich werde versuchen, eine zu veranlassen. Wenn die Krankheit in anderen Dörfer verschleppt wird, könnte das zu einem noch grösseren Problem werden. Isolieren wir dieses Dorf also besser. Auch Reisende sollten wohl vorerst draussen bleiben.", und schlagartig wurde ihr bewusst, dass sie damit selbst in der Quarantänezone bleiben musste, bis die Gefahr beseitigt war. Sie seufzte innerlich. Na da hatte sie sich ja auf etwas eingelassen.
"Ausserdem dürfte mein Kollege auch bald hier eintreffen, er wird mit dann mit Sicherheit unterstützen.", sie würde ihren anderen Auftrag einfach nebenher ausführen und weiterhin nach dem Fälscher Ausschau halten.
Gerade wollte sie sich aufmachen um ein paar Freiwillige zusammen zu trommeln die ihr bei der Absperrung halfen, da fragte Asako nach ihrem Namen.
"Oh.", sagte sie dann und wandte sich wieder vollständig ihm zu, "Entschuldigung, das war sehr unhöflich von mir. Mein Name ist Miyahara Riina.", höflich aber bestimmt hatte sie das gesagt, den eigentlich stellte sie sich grundsätzlich vor. Es war ihr jedoch diesmal entgangen weil sie zuerst die Entdeckung des angeblichen Fälschers abgelenkt hatte und dann die Tatsache, das er es doch nicht war und sie nun zusammen mit einen Iryounin versuchte, ein Dorf voller Kranken zu einem abgesperrten Ort zu machen.
Ja, da hatten sie sich viel vorgenommen.
"Also gut. Kann ich dir irgendwie dabei helfen nach dem Ursprung der Krankheit zu suchen? Ansonsten würde ich nun die Absperrung einleiten."
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Do Feb 16, 2017 12:39 pm

Asako lächelte freundlich. Sie wollte mit ihm zusammen arbeiten. Das war doch schon mal was. Alleine wäre es nur noch schwieriger geworden, die Leute hier in die richtige Richtung zu lenken. Sei es nun eine Seuche oder ein Virus. Freut mich sie kennen zu lernen, Myahara-San. Er überlegte kurz und antwortete auf ihre Aussage, dass Reisende außerhalb bleiben sollten: Ja außerhalb. Oder drinnen. Was so viel bedeutete, wie: Auch wir müssen hier bleiben. Immerhin gab es nun schon mal einen halbwegs soliden Plan.
Vielleicht sollten sie schon mal mit der Absperrung beginnen, damit eine unnötige Verbreitung eingedämmt wird. Es wäre ebenfalls hilfreich, wenn umliegende Ortschaften inspiziert werden könnten, um ähnliche Symptome festzustellen. Vielleicht können sie ihrem Kollegen eine Nachricht zukommen lassen? Dazu mussten sie aber auch erst mal die Symptome herausfinden. Die Krankheit befiel die Lunge. So viel war ihm schon bekannt, aber vielleicht gab es auch andere Symptome, die er lindern könnte, ehe er die Krankheit an sich bekämpfte. Er sah die Samurai an und erklärte: Ich werde dort drüben anfangen. Er deutete auf ein Haus, vor dem eine Farbige Fahne hing. Er hatte so etwas schon gesehen, wenn ansteckende Krankheiten umgingen, hingen die Leute eine Kennzeichnung vor die Tür, um andere zu warnen.
Doch bevor er das tat musterte er seine Partnerin noch einmal kurz und setzte dann ein verlegen wirkendes Lächeln auf. Er kratzte sich am Hinterkopf und sagte: Es gibt da nur noch ein klitzekleines anderes Problem, müssen sie wissen. Er druckste ein wenig herum und schließlich klärte er die Dame auf: Auf dem Weg hier her – ich weiß gar nicht, wie das passieren konnte – ist mir ein kleines Missgeschick passiert. Erneut machte er eine kleine Pause und suchte nach Worten, die er scheinbar nicht fand. Es war nicht so als WOLLTE er die Geduld Riinas strapazieren, aber es war ihm schon ein wenig peinlich. Schließlich holte er tief Luft und sagte es einfach: Ich habe meine Tasche verloren. Er ließ die Aussage wirken und Riina schien erst mal nichts damit anfangen zu können oder war vielleicht zu entsetzt irgendwas dazuzusagen. Er konkretisierte sich: Also meine Medizintasche. Nun war es raus.
Es war kein wirkliches Missgeschick gewesen. Es war eher so, dass er sich mal wieder in eine Lage gebracht hatte, die auf seinen unerschütterlichen Glauben an das Gute in den Menschen zurückzuführen war. Er hatte eine Gruppe von Menschen getroffen, die ein Lager aufgeschlagen hatten. Nachdem sie sich ein bisschen unterhalten hatten, hatten sie ihm angeboten, ihr Lager zu teilen und so hatte Asako natürlich eingewilligt. Eigentlich war er gern allein, aber er mochte es auch, wenn er in Gesellschaft netter Menschen war. Zumindest zeitweilig. Sie hatten ihn ausgefragt, wer er war, wohin er ginge und so weiter und so fort und Asako war natürlich in keiner Form der Gedanke gekommen, dass diese drei ihm was Böses wollen würden. Letztlich waren sie darauf gekommen, dass er ein Shinobi war und so hatten sie es vorgezogen nur das zu stehlen, was er, als er schlief, neben sich liegen gelassen hatte und nicht das, wo er den Kopf drauf gebettet hatte. Sein Katana hatte er natürlich auch direkt bei sich liegen gehabt, schließlich konnte man sich leicht damit verletzen. Außerdem war es ein Andenken an seine Freundin Misaki.
Was nun aber auch egal war, denn ohne die Medizintasche konnte er nur schwer Behandlungen durchführen, außer er benutzte sein Chakra. Er sah nun schuldbewusst auf den Boden. Also… Ohne diese Tasche bin auch eher weniger von Nutzen, als eigentlich geplant. Er lächelte etwas entschuldigend und dann sagte er: Ich werde trotzdem erst mal die Symptome untersuchen. Auch ohne meine Sachen.
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Sa Feb 25, 2017 9:34 am

Während Asako meinte, dass sie doch schon einmal die Absperrung einleiten sollte, überlegte Riina bereits, wie sie dies in die am besten in die Wege leitete. Sie brauchte aufjedenfall Unterstützung dabei, sie konnte unmöglich allein ganzes Dorf absperren, selbst wenn es nicht besonders gross war. Und Asako hatte andere Dinge zutun, abgesehen davon wäre er alleine auch keine grosse Hilfe. Sie musste Jemanden im Dorf aufsuchen, dessen Name Gewicht hatte, auf den die Leute hören würden. Diesen einen Menschen musste sie finden und überzeugen, ihnen zu helfen. Dann würden sich schnell weitere Leute finden, die sie unterstützen würden.
"In Ordnung. Es dauert nicht lange, dann wird hier niemand mehr ein und aus gehen.", erklärte sie und nickte leicht. Sie lächelte nicht, ihr Gesicht wirkte ernst, das lag aber vor allem an der derzeitigen Situation, immerhin war die Lage sehr ernst. Dennoch waren ihre Worte nicht kühl oder distanziert, sie war absolut gewillt mit Asako zusammen zu arbeiten. Sie würde auch Kazuhiro benachrichtigen, allerdings wusste sie noch nicht wie. Sie hatte immerhin kein tolles Kuchiyose, wie so viele Shinobi es hatten, um es mit einer Nachricht los schicken zu können. Vielleicht einen Dorfbewohner damit beauftragen? Aber dann müsste er ja das Dorf verlassen ... Ihr würde schon noch etwas einfallen!
Als Asako dann jedoch etwas sagen wollte, sich aber nicht traute, hob sie fragend eine Augenbraue. Sie wartete und nickte leicht, um ihn aufzufordern, weiter zu sprechen. Das tat er auch, auch wenn etwas widerwillig. Er spannte sie auf die Folter, vermutlich weil er es nicht unbedingt sagen wollte? Und dann war es raus. Zuerst verstand Riina tatsächlich nicht, was er ihr damit sagen wollte, doch als er erklärte, das er seine Medizintasche nicht mehr hatte,  kam unwillkürlich ein "Oooh", über ihre Lippen, "Verstehe. Du hast sie verloren. Weit von hier entfernt? Soweit ich weiss, bist du der einzige Iryounin weit und breit.  Ich kann rumfragen, aber ich vermute, wir werden kein Glück haben. Man hat nie Glück, wenn man es Mal braucht.", sie rollte kurz mit den Augen, den sie hasste diesen Umstand, nie war einem das Glück hold, wenn man es brauchte, "Wenn es nicht unweit war, leite ich die Absperrung in die Wege und wir gehen deine Tasche zu Zweit suchen. Die Krankheit wird wohl auch ein paar Minuten warten können.", auch wenn es vermutlich besser wäre, wenn Ergebnisse so schnell wie möglich erzielt wurden. Aber mit Sicherheit würden sie schneller an jene Ergebnisse kommen, wenn Asako seine Tasche hatte. Um das Ganze zu beschleunigen, müssen sie es also kurzweilig aufhalten ... Falls er sie den irgendwo in der Nähe verloren hatte.
Riina seufzte leise, bevor sie leicht hustete und mit ihrer Hand vor ihrer Nase wedelte. Es war ihr etwas Rauch in die Nase gestiegen, in diesem Dorf kein Wunder, auch wenn die viele Arbeiter ihre Arbeit derzeit ruhen liessen, weil sie krank waren.
Sie hustete noch einmal, bevor sie dann die Hände in die Hüfte stemmte und sich umsah.
Sie hatte bereits eine Idee, wessen Name hier das grösste Gewicht hatte, immerhin kannte sie die Leute hier etwas, auch wenn nicht persönlich sondern eher durch 'hören und sagen'.
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Sa März 04, 2017 9:53 am

Es war nicht wirklich weit weg und auf dem Weg dorthin gab es ja auch keine anderen Dörfer, was bedeutete, dass die Gefahr einer Ausbreitung der Krankheit durch die beiden ziemlich gering war. Allerdings war Asako sich nicht sicher, ob er die dreisten Diebe wieder finden würde. Sie könnten ja schon über alle Berge sein. Seine Kollegin aber schlug direkt vor, ihm zu helfen. Asako lächelte wieder und lauschte ihrem Plan. Wenn sie die Absperrung in die Wege leiten wollte, konnte er sich ja wenigstens schon mal die Kranken ansehen. Ein bisschen erleichtert war er schon und nickte dann. Ich danke ihnen!
Und gerade, als die beiden loslegen wollten, sah Asako sie noch einmal leicht besorgt an. Auch sie hustete. Das war nicht gut. Wenn sie wirklich krank war, wäre es vielleicht doch besser, die Stadt nicht zu verlassen? Sie schien das jedoch sehr locker zu nehmen, ganz so, als habe es nicht die Krankheit, sondern etwas anderes zur Ursache gehabt. Asako würde es beobachten. Jetzt Panik zu machen, erschien ihm nicht richtig und war auch nicht sein Stil.
Dann bis gleich. Wenn sie alles geklärt haben, treffen wir uns wieder hier, ja?
Damit ging er nun endlich zu dem Haus der kranken Leute. Er klopfte höflich aber bestimmt an und nach einigen Augenblicken ertönte eine krächzende Stimme von drinnen: Ja, bitte?
Guten Tag! Ich würde gerne rein kommen und die Kranken untersuchen, wenn sie nichts dagegen haben.
Sind sie ein Arzt?
Asako lächelte. Er fand, dass ein Arzt nicht das gleiche war, wie ein Iryounin, außerdem sah er sich nicht als solchen. Er half jenen, die Hilfe brauchten. Er ließ sich zwar auch bezahlen, allerdings immer nur so viel, wie die Leute entbehren konnten. Geld an sich war ihm nicht wichtig und er brauchte auch nicht viel. Er hatte keinen hohen Lebensstandard und lebte von der Hand in den Mund.
Ich bin hier, um zu helfen.
Die Frau machte die Tür auf und Asako sah sofort, dass es ihr furchtbar ging. Sie hatte wohl schon einiges durchgemacht und Asako traute es sich kaum zu fragen. Jedoch wurde sein Gesicht nun ernst, als er sich erkundigte: Wie viele Personen hier im Haus, sind krank? Die Frau senkte den Blick und ging einfach ins Innere des Hauses. Asako flippte die Schuhe von den Füßen und folgte ihr. Im Gemeinschaftsraum des kleinen Wohnhauses lagen vier …Leiber. Die Frau, die ihn hergeführt hatte, setzte sich auf einen Stuhl, wo sie ein wenig Handarbeit gemacht hatte. Das Bild war schrecklich, Asako wusste auf den ersten Blick nicht mal, ob die vier überhaupt noch am Leben waren. Sofort machte er sich ans Werk. Er kniete sich neben einen Mann, der in seinem Alter war. Dieser atmete flach und hatte Fieber. Asako fühlte den Puls und untersuchte den Mann. Das Rasseln in der Lunge war kein gutes Zeichen und der Körper des Mannes war sehr geschwächt. Er brauchte dringend Hilfe. Asako musste sich wirklich zusammen reißen. Er ging reihum die Leute ab und irgendwann sah er wieder zu der Frau auf. Wie lange sind sie schon krank? Die Frau hustete einen Moment, ehe sie antworten konnte und erklärte Asako dann, dass es vor zwei Wochen mit ihrem Sohn angefangen habe. Dann wurde ihre Tochter und deren Mann krank und schließlich auch ihr eigener Ehemann und sie. Sie können ihnen doch helfen, nicht? Asako senkte den Blick und sagte: Ich werde alles versuchen, was in meiner Macht steht. Aber erst, brauchte er seine Ausrüstung zurück. Er erhob sich nun wortlos und ging wieder hinaus. Die ganze Zeit hatte er ein Tuch vor dem Gesicht gehabt und atmete nun wieder frei, als er draußen war. Nun wollte er auf Riina warten.
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Di März 07, 2017 4:01 pm

[FIRSTPOST]

Es spielte keine Rolle, wie sehr sein verdammter Arbeitgeber von Kaiser davon überzeugt war, man möge anderen Shinobi mit der Kontrolle ihrer Lizenzen auf den Keks gehen. Wenn seine Tochter am Morgen verheult auf der Couch saß, konnte der Rest der Welt sich weiterdrehen wie er witzig war - ohne ihn.
Kazuhiro hatte seine Begleitung darüber in Kenntnis gesetzt, dass er ein wenig mehr Zeit benötigen würde und Riina schon einmal vorgehen solle. Jene hatte etwas irritiert reagiert, hatte diese Bitte jedoch auch nicht hinterfragt, worüber er ganz froh gewesen war. So ganz sicher war er sich nicht gewesen, ob er ihr hätte sagen sollen, dass seine Tochter mit einem Beziehungsproblem wichtiger war, als sein Job. Womöglich hätte die Blondine verstanden, dass solche Momente in seinem Leben wichtiger waren, als die Überprüfung von korrektem Schriftverkehr.
Vielleicht aber auch nicht. Immerhin hatte sie keinerlei Kinder und hatte manchmal die Eigenart, ihre Berufung ernster zu nehmen als den besagten irrwitzigen Rest der Welt.
Der Aragane grinste schief bei dem Gedanken.
Mittlerweile war er in der Nähe des Dorfes. Seine Schwester hatte ihn irgendwann abgelöst und ihm versichert, dass sie Nodoka ein wenig ablenken würde. Kazuha hatte ihn fast aus der Tür geschmissen und ihm ziemlich klar zu verstehen gegeben, dass er immer noch einen Auftrag zu erfüllen hatte. Unglücklicherweise war es nur nicht ganz einfach gewesen, ohne Riina jenen Auftragsmittelpunkt auch zu finden.
Sicher; er war selbst schon ziemlich viel rumgekommen, aber nachdem er sein Luftschiff verlassen hatte, wusste er nur etwa die Richtung, in die er musste. Nach einigem Rumgefrage war er einem offenen Feldweg gefolgt, der sich eine ganze Zeit lang lediglich wandte, aber anscheinend keinerlei Ziel besaß. Zwischenzeitlich hatte er sogar überlegt, abermals umzukehren, als ihm eine kleine Gruppe von drei Passanten auffiel. Sie saßen ein wenig abseits des Weges und so war er einfach auf sie zugegangen. Offenherzig hatte er gefragt, ob die drei wissen, wo er hinmüsse und hat gleichzeitig ein paar Ryô gezückt, wenn sie ihn hinführen würden.
Offenbar die richtige Entscheidung.
Er war die letzte Stunde nicht alleine gewesen, hatte angenehme Begleitung gehabt und war sich noch nicht im Klaren darüber, dass die drei im Laufe der Zeit noch wichtig werden würden.
Gemeinsam passierten sie den Eingang des Dorfes Kikori und augenblicklich sah sich der Braunhaarige nach einem bekannten Gesicht um, in der Hoffnung Riina irgendwo zu sehen. Stattdessen jedoch wurde hinter ihm ein gewisses Getuschelt laut. „Hast du den Kerl gesehen, der eben in das Haus gegangen ist?“, fragte einer seiner Wegbegleiter, „Du meinst den mit der nutzlosen Tasche, die wir gestern gest…-“ Weiter kam der Kerl nicht, da ihm einer seiner Partner tadelnd auf den Hinterkopf schlug, um ihn offenbar zum Schweigen zu bringen.
Kazuhiro seufzte leise.
Er kannte solche Typen zur Genüge. Immerhin war er kein dümmlicher Jüngling, der noch nie etwas von reisenden Plünderern gehört hatte. Schon als sie sein Geld angenommen und dämlich auf seine Frage gegrinst hatten, wusste er an welchen Schlag Leute er hier geraten war, aber das spielte zu dem Zeitpunkt keinerlei Rolle. Es interessierte ihn schlicht und ergreifend nicht, was andere Menschen mit ihrem Leben so alles anfingen. Schon gar nicht, wenn er davon profitierte und nichts Näheres davon mitbekam.
Hatte er nur leider gerade. „Gestohlen haben, hm?“, vollendete er den Satz seiner Begleitung und legte den Kopf schief, ehe er einen nach dem anderen musterte. Eigentlich war er nur hier, um Riina zu finden und seinen Job zu erledigen, jedoch wusste er nunmehr von einer Straftat. Eine die sich hoffentlich schnell beseitigen ließ. „Ich bin mir sicher, euch ist mittlerweile bewusst, dass ich dem Kaiserreich angehöre, nicht wahr?“, er ließ die Worte kurz sacken und sprach nach einer kurzen Pause weiter, „Gebt mir die Sachen und ich regel die Geschichte, ohne euch weiter zu behelligen. Anderenfalls erfährt meine Vorgesetzte davon, die sicher nicht so leichtfertig mit dem Thema umgehen wird.“
Seine dunkle Stimme war nett, wirkte gar ein wenig neckisch, während er den Arm ausstreckte und erwartete, dass man ihm die gestohlenen Dinge aushändigte. Er lächelte sogar schief, während seine drei Gegenüber sich prüfend anblickten, sicher aber offenbar geschlagen gaben. Sie gaben ihm eine Tasche und wandten sich mürrisch murmelnd von ihm ab, ehe sie in einer Seitengasse verschwanden.
Kazuhiro grinste nur und besah sich das Dorf. Abermals in der Hoffnung den blonden Schopf seiner Kollegin irgendwo zu finden, die hoffentlich nichts von seinen seltsamen Methoden mitbekommen hatte.

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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   So März 12, 2017 2:23 am

Nach dem sie sich von Asako getrennt hatte, hatte sie besagte Person aufgesucht, von der sie glaubte, dass deren Stimme das meiste Gewicht in diesem Dorf hatte. Und damit hatte sie richtig gelegen. Es war der älteste und - wie man sagte - weiseste Mann in diesem Dorf. Er war im Grunde die Stimme der Vernunft und wenn man einen Rat brauchte, ging man zu ihm. Und trotz seines hohen Alters wirkte er noch sehr lebendig und agil, nicht was man einem so alten Mann zugetraut hätte. Tatsächlich war es aber so, den Riina konnte sich von diesem Umstand selbst überzeugen, als sie sich Auge um Auge ihm gegenüber befand. Ein fast schon ekelhaft freundliches Grinsen auf den Zügen des alten, faltigen Gesichts liess Riina kurz die Augen zusammenkneifen. Sie mochte übertrieben Freundlichkeit nicht besonders, vor allem dann nicht, wenn sie offensichtlich übertrieben wirkte.
"Meine Hilfe brauchen Sie also, Frau Samurai?", fragte er und sprach wohl mit Absicht nicht ihren Namen aus, den diesen hatte sie ihm genannt. Und als er weitersprach, verschwand sein breites Grinsen und ein ernster Gesichtsausdruck trat an dessen Stelle: "Ich sehe den Grund für die Isolation dieses Dorfes ein. Gerät die Krankheit in Umlauf, die hier - vermutlich - ihren Ursprung nahm, würde das zu einer Katastrophe führen."
Riina seufzte innerlich erleichtert. Sein Grinsen war ihr zwar unsympathisch, aber zumindest schien er zu verstehen, wie wichtig die derzeitige Situation war und wie man sich verhalten sollte. Er traf die richtige Entscheidung und gab ihr die Zustimmung, alles in seiner Macht stehende zutun, dass kein Mensch dieses Dorf verliess. Er versicherte ihr, dass es keine physische Absperrung wie einen hohen Zaun oder gar eine Mauer bräuchte. Das ganze Dorf hörte auf seine Worte und wenn er sagte, niemand sollte es verlassen, so würde auch jeder innerhalb dieses Dorfes bleiben.
Riina hatte zwar ihre Zweifel, jedoch schenkte sie ihm wegen mangelnder Zeit und Material Glauben. Es wäre durchaus einfacher, wenn es so einfach wäre. Dennoch bat sie ihn, die Personen aufzusuchen, denen er am meisten vertraute und sie an wichtigen Orten aufzustellen. Zumindest diese Art der Überwachung musste vorhanden sein und wenn es nur für ihr eigenes Gewissen war. Der Älteste gab ihr seine Zustimmung und grinste wieder. Riina hatte sich leicht angewieder von ihm abgewandt, sie konnte nicht verstehen wie man in solch einer Situation überhaupt grinsen konnte. Das war fast schon, als würde er all die Kranken hier verspotten.
Während des Gespräches mit dem Ältesten hatte sie immer Mal wieder gehustet. Ihr Hals kratzte leicht, doch sie schob es weiterhin auf den Umstand, dass es nichts Schlimmes war. Das es nichts Schlimmes sein konnte.

Nach einiger Zeit kam sie an den vereinbarten Ort zurück und erspähte bereits aus der Ferne Asako wieder. Wie abgemacht hatte er an jenem Ort gewartet. Sie nickte innerlich leicht und sprach sich selbst gut zu, dass sie diese Situation meistern würde ... irgendwie. Sie hatte immerhin Hilfe von Asako, auch wenn sie diesen noch nicht wirklich kannte. Aber war das nicht grundsätzlich ihr grösstes Problem? Sie kannte hier Niemanden, was das Unterfangen, diese Krankheit einzudämmen, um ein vielfaches erschwerte. Natürlich hatte der Älteste ihr seine Hilfe zugesichert, das bedeutete jedoch nur, dass sie einem alten Greis trauen musste, der übertrieben freundlich grinste. Ob sie diesem Kerl überhaupt trauen konnte? Da erschien ihr Asako doch um ein vielfaches vertrauenswürdiger.
Sie kam mit schnellen Schritten auf ihn zu und band sich währenddessen ihre Haare mit einem Band zu einem Pferdeschwanz zurück. Im Moment störten sie ihre blonden, langen Haare nur und würden ihr in den Weg kommen.
"Ich habe Massnahmen zur Absperrung eingeleitet. Ich hoffe, sie sind so effektiv, wie ich es mir erhoffe.", erklärte sie und ging nicht weiter auf Details ein, "Nun gehen wir deine Tasche suchen, in Ordnung? Damit du möglichst schnell und gute Hilfe leisten kannst. Diese Leute sind auf dich angewiesen. Ausserdem werde ich mir überlegen, wie ich eine Nachricht an den Hof des Kaisers schicken kann, ohne dass Gefahr der Ansteckung besteht. Wir werden hier Hilfe benötigen.", sie machte eine kurze Pause, "In jederlei Hinsicht."
Für einen Moment hielt sie sich die Hand vor den Mund und unterdrückte den Drang, erneut zu husten. Sie wollte Asako nicht verunsichern, immerhin ging es ihr ansonsten gut. Husten alleine konnte allerlei Ursachen haben.
Die Aufmerksamkeit ihrer Augen wurde von Asako auf eine bestimmte Situation gelenkt, als sie bemerkte, wie einige Typen mit einem bestimmten Mann sprachen und diesem dann eine Tasche übergaben, nur um kurz darauf zu verschwinden.
"Hey!", sprach sie laut und ihre Worte gingen in ein kurzes Husten über, "Hey!", rief sie erneut, doch die Typen waren weg. Sie hoffte, dass diese nicht das Dorf verlassen würden, immerhin konnten sie auch infiziert sein.
"Kazuhiro!", sagte sie dan und atmete tief durch, "Endlich bist du da.", ihr Blick fiel auf die Tasche, "Was war das eben? Hier ist ... Wo soll ich anfangen? Hier ist eine Krankheit ausgebrochen, Kazuhiro. Jeder, der sich hier befindet, darf das Dorf bis auf weiteres nicht verlassen.", für einen Moment schwieg sie und sah dem ihr nun einzig bekannten Mann stumm in die Augen bevor sie fortfuhr, "Die Krankheit ist vermutlich tödlich.", sie wandte sich an Asako, "Oder liege ich falsch und schätze die Sitaution gefährlicher ein, als sie ist?"
Innerlich hoffte Riina darauf, das Asako genau das sagen würde, aber irgendwie hatte sie das Gefühl, dass sie mit ihrer Vermutung ins Schwarze treffen würde.
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Di März 14, 2017 12:01 pm

Nach seinem Hausbesuch begab sich Asako zu dem Ort, wo er sich mit Riina treffen wollte und nach kurzer Zeit, kam sie auch schon – ihr Haar zurückbindend – auf ihn zu. Sie wirkte streng und ernst, jetzt wo die Haare zurückgebunden waren und Asakao lauschte ihren Worten. Er hätte nicht gedachte, dass die Lage SO ernst war und er wusste, dass er nicht alle retten konnte. Besonders Alte und Kinder würden es schwer haben. Außerdem machte ihm auch Riinas Hustenreiz Sorgen. Er senkte den Blick. An ihr würde man den Verlauf der Krankheit studieren können… Er sah zur Seite. Wirklich Asako… Das ist so was von unmoralisch. Schäm dich! Er wurde jedoch auch wieder schnell aus den Gedanken gerissen, als Riina ihr gehustetes „Hey!“ ausstieß. Sein Blick folgte dem ihren und er erspähte einen Mann, der freundlich lächelte. Sie schien ihn zu kennen und Asako hatte nicht gesehen, wie sich seine einstigen „Reisegefährten“ verkrümelt hatten, weil er ja mit dem Rücken zu ihnen gestanden hatte. Jetzt jedoch ging er mit Riina auf den Mann zu, der etwa im gleichen Alter wie sie war und musterte ihn. Er lauschte zunächst auch noch Riinas Ausführungen und fasste dann die Medizintasche in die Augen. Reglos musterte er diese und antwortete auf Riinas Frage bezüglich der Krankheit: „Die Krankheit befällt vermutlich nicht nur die Lunge, sondern auch andere Organe. Der Hustenreiz ist nur ein erstes Indiz einer Ansteckung. Fieber, Schwäche, Appetitlosigkeit bis hin zu Schwindel, Ohnmachtsanfällen und einem akuten Kreislaufversagen, das bis zum Tode führt, zeichnen den Krankheitsverlauf.“ Er sagte es so sachlich, als ginge ihn das überhaupt nichts an. „Das ist jedoch nur eine erste Einschätzung. Um genauere Erkenntnisse zu erlangen, brauche ich Patienten in unterschiedlichen Stadien. Der Verlauf muss dokumentiert werden. Außerdem habe ich erst sechs Erkrankte gesehen.“ Er sah Riina bedeutsam an und musterte sie. „Sie eingeschlossen.“Er wollte ja wirklich keine Angst schüren und vielleicht hatte sie auch was gänzlich anderes, aber  er konnte sich weder auf Hypothesen verlassen, noch konnte er unnötige Risiken eingehen. Wenn sie sich angesteckt haben sollte, so war es absolut unerlässlich, dass sie das Quarantänegebiet nicht verließ und sich mit den Erkrankten in einen Bereich begab, wo sie keine Gesunden Menschen anstecken konnte. Es war auch noch nicht sicher, ob nicht auch Tiere den Erreger übertragen konnten und um was für eine Infektion es sich handelte. „Zur Behandlung benötige ich meine Ausrüstung. Tests müssen durchgeführt werden.“ Einen Moment noch schien er zu überlegen und dann sagte er trocken: „Womit ich beim Thema wäre.“ Er sah zu dem Mann mit der Medizintasche in der Hand und lächelte dann. „Das da ist meine Tasche.“
Er ließ es erst mal so stehen und sah dann wieder zu dem Fremden, der Riina ja aber offensichtlich zu kennen schien. Asako machte sich zumindest die Hoffnung, dass er seine Tasche also ohne Kampfhandlungen wiederbekommen könnte. Außerdem sah der Mann vor ihm ja auch wirklich sehr nett aus. Er machte überhaupt nicht den Eindruck, als wäre er an Schwierigkeiten interessiert. Asako wusste allerdings auch von sich selbst, dass er eine miserable Menschenkenntnis hatte. Manch einer würde ihn fast als naiv bezeichnen, dabei wusste Asako es doch eigentlich besser. Er wusste, wie verdorben die Menschen sein konnte und er wusste, dass hinter jeden freundlichen Geste das abscheuliche Gesicht des Verrats und der Gewalt liegen konnte. Hatte er zuletzt nicht auch selbst das unschuldige kleine Mädchen gemimt, nur um dann mit nichts weiter als einem gewöhnlichen Stift zu morden? Und hatte er selbst nicht auch genug Trauer und Zorn verursacht?
Doch auch wenn dieser Mann hier oder auch Riina ihn wirklich hintergehen wollten, so würde er ihnen eine Chance geben, es nicht zu tun. Er hatte es satt immer nur das Schlechte zu sehen und genau aus diesem Grund wollte er ja auch dieses bessere und freundlichere Leben führen, was er im Moment tat. Er wollte ehrlich und aus tiefstem Herzen anderen helfen und es erfüllte ihn nicht nur mit Freude, die Früchte seiner Arbeit betrachten zu können, sondern gab ihm auch das Gefühl, etwas zu bewirken.
Doch all diese Gedanken waren nur so flüchtig, wie ein Wimpernschlag und weit weg von dieser Situation. Er entschied einfach den Schritt zu tun: „Dürfte ich meine Tasche wieder haben?“ Er wollte gar nicht erst wissen, wo der Mann sie her hatte. Die Leute konnten sie ihm ja freiwillig ausgehändigt haben, da er keine Blutspuren erkennen konnte, oder er hatte sie ihnen gestohlen. Was auch immer der Grund war, wieso dieser Mann die Tasche hatte, Asako wollte es nicht wissen. Hoffentlich hatten die Räuber nichts daraus entfernt oder zerstört.
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Mo März 20, 2017 2:11 am

Kaum hatte der Aragane an seine Vorgesetzte gedacht, kam auch schon ein blonder Schopf rufend auf ihn zu. Riina wirkte auf den ersten Blick ein wenig aufgewühlt und womöglich etwas außer Atem? Zumindest hustete sie, was Kazuhiro lediglich mit einer gehobenen Augenbraue kommentierte. Kurz folgte er ihrem Blick und sah den drei Kerlen hinterher, die eben in einer der Seitengassen verschwunden waren, ehe er sich ihr wieder zuwandte und achtlos mit den Schultern zuckte.
„Sie haben mich herbegleitet.“, meinte er nur und sagte damit zumindest die halbe Wahrheit, verschwieg jedoch den Rest. Er hatte ohnehin keine Chance, sich groß zu rechtfertigen, da die Miyahara ihm kaum Zeit dafür ließ. Sie setzte ihn mit wenigen Worten in Szene und machte auf ihn tatsächlich einen eher angespannten Eindruck.
Kazuhiro schenkte seiner Vorgesetzten einen zweifelnden Blick, ehe er sie von oben bis unten musterte. Er bezweifelte, dass sie scherzte. Riina scherzte selten und über tödliche Krankheiten wohl schon gar nicht. Augenblicklich verfinsterte sich seine Mimik. Er runzelte die Stirn, baute sich zu voller Größe auf und atmete einmal tief durch. Wenn diese Vermutung zutraf, mussten sie wahrhaftig etwas tun und eine Möglichkeit finden, gegen diese Miesere anzukämpfen.
Gerade wollte der Braunhaarige etwas erwidern, als seine Aufmerksamkeit auf den jungen Mann überging, welcher nur unmittelbar größer war als die Blondine. Ihn hatten seine kurzweiligen Wegbegleiter eben gemeint und offenbar waren er und Riina sich nicht gänzlich unbekannt. Kazuhiro musterte den Unbekannten eine Weile, während er sprach und legte sogar ein wenig neugierig den Kopf schief.
Der Kerl besaß eine bizarre Nüchternheit in seiner Stimme, die seine Erklärung so unwirklich erschienen ließ, sodass Kazuhiro schlichtweg einen Moment benötigte, um überhaupt den vollen Garant seiner Aussage nachzuvollziehen. Die braunen Augen folgten Asakos Blick, welcher der Miyahara galt. Hatte er gerade tatsächlich gesagt, dass womöglich auch sie krank sein könnte? „Riina?“, in seiner Stimme schwang augenblicklich eine gewisse Sorge mit und er musste sich regelrecht zwingen, nicht näher an sie heran zu treten. Ihre Beziehung war kompliziert - war es schon immer gewesen - und er bezweifelte stark, dass sie in dem Moment sein Mitleid wollte. Der Aragane kam trotzdem nicht drumherum, zumindest seinen freien Arm anzuheben, mit dem er sie fast hätte umarmen wollen, es im letzten Moment aber doch ließ.
„Geht es dir gut?“, fragte er stattdessen und nun war er derjenige, der nervös war. Die Situation gefiel ihm nicht und er hatte in seiner Vergangenheit bereits genug mit Krankheiten zu kämpfen gehabt. Sein Vater hatte es dahingerafft. Jahrelang hatte er nur zusehen können und war nicht in der Lage gewesen, irgendwas gegen das Voranschreiten zu tun. Er wollte schlichtweg einfach nicht, dass der Blondine ebenfalls so etwas wiederfuhr. Niemandem wünschte er so etwas.
Für einen Moment verharrte er in diesen Gedankengängen, ehe die Stimme des unbekannten jungen Mannes ihn zurück ins Hier und Jetzt holte. Er wollte seine Tasche zurück. „Oh…“, stieß er tonlos aus, „Sicher, hier. Hoffentlich ist noch alles da.“, der Aragane zwang sich zu einem kleinen Lächeln, welches seine Augen jedoch nicht gänzlich erreichte. In ihnen lag noch immer die Sorge, wenngleich er sich zunehmend zwang, ruhig zu bleiben. Es würde niemandem etwas nützen, wenn er aus der Haut fahren würde, zumal an dieser Stelle wohl noch nichts verloren schien.
Tief durchatmend wurde seine Mimik wieder fester und kurz nickte er, als hätte Kazuhiro irgendwas verstanden. Es war jedoch vielmehr für sich selbst. „Wir verhängen also eine Ausgangssperre. Wir sollten außerdem Infizierte und solche, die gesund sind trennen - so unschön das auch sein mag. Du… wie ist dein Name?“, er nickte n Asakos Richtung, „Bist du ein Iryounin? Oder zumindest etwas Vergleichbares? Gibt es weitere verfügbare Iryounin im Dorf?“ Er brauchte einen Überblick, eine Einwohnerliste, eine mögliche Quarantänezone, die einigermaßen eingerichtet war, um mögliche Kranke zu isolieren und er brauchte verdammt noch mal Zeit! „Wie viel Zeit lag zwischen ersten Erkrankungserscheinungen und dem aktuell schlimmsten Status der Betroffenen?“, seine Stimmlage war ernst und innerlich wog er breites ab, wie lange es dauern würde, Verstärkung anzufordern. Würden sie überhaupt Verstärkung erhalten? Wenn die Krankheit mit einem Epidemieverdacht daher kam, stellte der Aragane es ernsthaft in Frage, inwiefern das Kaiserreich direkt eingreifen würde.

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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Sa Apr 01, 2017 3:48 am

OoC: Ich entschuldige mich für die Wartezeit. :/

Riina war froh, das Kazuhiro endlich hier war, auch wenn sie sich bewusst war, das er im Grunde nicht viel gegen die Krankheit selbst ausrichten konnte. Und es machte ihr auch etwas Angst, dass er sich ebenfalls anstecken könnte, es war im Grunde ein Zwiespalt, sie war froh, ihn um sich zu haben, gleichermassen wäre es aber in ihren Augen besser gewesen, wenn er diesem Dorf fern geblieben wäre. Wahrscheinlich war es für jeden Einzelnen besser, dieses Dorf nicht zu betreten, jeder Mensch mehr, bedeutete ein potenzielles Opfer. Das stellte das grösste Problem dar und Riina hoffte, das der Älteste des Dorfes seine Worte hielt und seine loyalsten Leute dazu abstellt, das Dorf abzuriegeln. Sie musste einfach darauf vertrauen, das er seine Sache gut machte, immerhin hatte sie zu wenig Leute hier, selbst nun da Kazuhiro hier war. Aber sie würde bei Gelegenheit üperprüfen, ob er ihren Anweisungen nachgekommen war.
Sie lächelte Kazuhiro leicht an, war erfreut ihn endlich wiederzusehen. Ja, ihre Beziehung war kompliziert. Sie hatte sich an den Gedanken inzwischen gewöhnt, das er und sie Freunde waren, nicht mehr und nicht weniger, auch wenn sie tatsächlich in der Vergangenheit einmal mehr als nur Freundschaft wollte. Aber das war lange her und auch wenn es nicht einfach war, so hatten sie Beide es irgendwie geschafft, die Freundschaft dennoch beizubehalten.
Nach dem Riina den Braunhaarigen begrüsst hatte, kam auch Asako hinzu und erläuterte den Verlauf der Krankheit. Was er jedoch danach hinzufügte, liess sie für einen Moment verwirrt dreinblicken. "Ich?", wiederholte sie ungläublig. Für einen Moment schien sie tatsächlich nachzudenken, bevor sie den Kopf schüttelte und eine wegwerfende Handbewegung machte. "Nein, nein. Du meinst das Husten, nicht wahr? Das ist nichts. Das ist mit Sicherheit nur eine allergische Reaktion auf irgendwelche Pollen oder so.", und als wollte die Situation ihre Worte mit Lügen starfen überfiel sie erneut ein leichter Hustenanfall. Tatsächlich war Riina leicht allergisch gegen bestimmte Pollen, was sie jedoch nicht wusste: Dieses Mal war nicht die Allergie die Ursache ihres Hustens.
In Kazuhiros Augen sah sie die Sorge, nach dem Asako erwähnt hatte, dass womöglich auch sie erkrankt war. Sie sah auch die Gesten, er wollte sie berühren, womöglich sie umarmen? Aber er hielt sich zurück. Riina war ihm dafür dankbar, Mitleid war im Moment das Letzte, das sie gebrauchen konnte, immerhin war sie nicht erkrankt und davon war sie absolut überzeugt.
Kaum merklich nickte sie Kazuhiro zu, man konnte den Blick und die Geste nur richtig deuten, wenn man sie kannte. Und der Aragane kannte sie mit Sicherheit gut genug um zu verstehen, was sie ihm damit sagen wollte. Er ging danach absolut sachlich an die Sache ran und fragte nach einigen Details bezüglich der Krankheit.
Und während Asako seine Tasche zurück bekam, antwortete Riina ebenfalls sachlich und nüchtern: "Die Ausgangsperre habe ich bereits in die Wege geleitet. Leider sind wir nur zu Zweit, deswegen habe ich den Dorfältesten um Hilfe gebeten. Er trommelt in diesem Moment seine fähigsten und verlässlichsten Leute aus dem Dorf zusammen und stellt sie an den wichtigsten Orten auf.", sie hielt kurz inne, dachte darüber nach, zu erwähnen, das ihr das Verhalten trotz der Höflichkeit des Dorfältesten etwas seltsam vorkam, verwarf den Gedanken dann jedoch wieder, "In diesem Dorf gibt es, soweit ich weiss, keine weiteren Iryounin, nur einige Personen, die medizinische Kenntnisse haben, jedoch keinerleich Shinobiattribute aufweisen.", ging sie weiter auf Kazuhiros Fragen ein und überliess es Asako selbst, sich vorzustellen. Auf die letzte Frage hatte Riina jedoch keine Antwort.
"Ich - und ich glaube auch Asako? - bin noch nicht allzu lange hier im Dorf, einige Dinge müssen noch abgeklärt werden und-", ihre Worte gingen in ein Husten unter. Sie wandte sich etwas von den Zwein ab und hielt sich die Hand vor den Mund. Ihr Hals krazte leicht, er fühlte sich gereizt an. Dennoch glaubte sie nicht, dass sie sich angesteckt hatte. Das war doch unmöglich, sich in so kurzer Zeit anzustecken. Davon war sie fest überzeugt - sie zog es jedoch nicht Erwägung, dass sie bereits auf dem Weg hierher mit dieser Krankheit in Kontakt gekommen war, dachte noch nicht einmal daran, dass dies eine Möglichkeit war. Solange es bei einem Husten blieb und die anderen Symptome, die Asako erwähnte, ausblieben, würde sie auch dabei bleiben und nicht daran glauben, dass sie ebenfalls ernkrant war.
Riina atmete tief durch und wandte sich wieder Kazuhiro und Asako zu. "Wichtig ist auch, herauszufinden, ob diese Krankheit natürliche Ursprünge hat oder womöglich ...", sie hielt kurz inne, liess ihren Blick für einen Moment durch die Umgebung schweifen, "Oder womöglich mit voller Absicht in die Welt gesetzt wurde."
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Mi Apr 05, 2017 9:12 pm

Asako sah Riina weiterhin ausdruckslos an, als sie so vehement gegen seine Annahme lenkte. Sie schilderte sofort, was es mit diesem Dorf, soweit sie es hatte feststellen können, nicht stimmte und dass es sich bei ihrem Hustenreiz nur um eine Allergie handelte. Klar… Asako nahm es erst einmal hin und sagte nichts dazu. Sie konnte glauben was sie wollte. Spätestens jedoch bei der Einteilung in kranke Personen und gesunde Menschen, würde er versuchen, sie davon zu überzeugen, dass sie eine Gefahr für andere da stellen würde.
Asako stellte außerdem fest, dass die Aussage des Dorfältesten, seine besten Leute aufzustellen eventuell auch ins Wanken geraten könnte, eben weil jeder bereits infiziert sein könnte, wichtig wäre nur, dass niemand das Dorf heimlich verlässt, zu allem anderen konnten sie niemanden hier zwingen. Wenn gesunde Leute ihre Angehörigen sehen wollten, konnten sie sie nicht einfach fern halten, allerdings war Asako der Ansicht, dass diese Leute dann auch in der Quarantänezone bleiben müssten. Es würde schwer werden, die Dörfler und die Gäste des Dorfes unter Kontrolle zu bringen.
Ein neuer Hustenanfall schüttelte Riina durch und Asako sah sie nun an, als wolle er sie fragen, ob sie ihre Einschätzung bezüglich ihrer Pollenallergie nicht noch mal überdenken wollte. Er legte dazu den Kopf leicht schief und zog die Brauen etwas hoch. Sie tat aber gar nicht so als ob. Zumindest äußerte sie sich nicht dazu. Asako holte also tief Luft und ließ sie kontrolliert wieder ausströmen. Wer war er, einer Samurai zu widersprechen?
„Wie Miyahara-San bereits erwähnte ist mein Name Asako. Shiroya Asako. Haben sie vielen Dank für das hier. Herr…?“ Er hielt die Tasche kurz hoch. Zwar wusste er, dass der Mann Kazuhiro hieß, aber er konnte ihn ja nicht einfach mit dem Vornamen anreden. Zumindest nicht, wenn dieser es nicht selbst angeboten hatte. „Ja, ich bin ein Iryounin und als solcher werde ich selbstredend versuchen, dieses Problem schnellst möglich zu lösen. Ich kann noch nichts Genaues über Inkubationszeit und den genauen zeitlichen Verlauf der Krankheit sagen, da ich, wie Miyahara-San bereits richtig vermutet hat, erst vor einigen Minuten angekommen bin. Ich hörte jedoch schon vor einer Woche von diesem unglücklichen Umstand hier. Es ist also möglich, dass bereits Infizierte dieses Dorf verlassen haben, noch ehe wir eintrafen.“ Er deutete kurz zu dem Haus mit der infizierten Familie. „Da drin sind jedenfalls Kranke, in meinem Alter, die nach zwei Wochen schon kaum noch am Leben sind. Was immer wir tun, wir sollten es schnell machen. Wenn es hier noch mehr Leute gibt, die sich mit Medizin auskennen, würde ich sie gerne mit einspannen, denn eine Behandlung der Symptome könnte uns Zeit verschaffen, die Ursache zu finden.“ Er sah noch mal zu Riina. Er überlegte, ob es wirklich ratsam war, ihr mitzuteilen, dass sie ein Risiko für gesunde Leute da stellte. Aber sie wäre ein gutes Forschungsobjekt. „Sie sind ein Unsicherheitsfaktor.“ Er griff in seine Tasche und holte ein paar Tropfen hervor. „Noch ist es Reizhusten. Das hier hilft dagegen. Wenn Fieber und Auswurf hinzukommen, sollte auch ihnen klar sein, dass es keine Allergie ist.“ Er gab ihr das Fläschchen. Es würde das Kribbeln im Rachen zumindest eindämmen und den eventuell gereizten Hals beruhigen. „Wir brauchen ein großes Lazarett.“
Asako ließ kurz den Blick schweifen und erklärte weiter: „Ich würde das Untersuchungslabor, gerne von dem Infiziertentrakt fern halten, dennoch aber isoliert vom Rest des Dorfes. Wenn die Keime durch die Luft übertragen werden, ist es hinderlich, die Untersuchungen auf ein eventuelles Antiserum in einer verseuchten Umgebung durchzuführen. Er war wirklich sehr froh, dass er in diesen beiden Unterstützung finden würde. Es wäre ihm sicher schwer gefallen, all das selber zu organisieren. Zumal er ja auch nur ein einfacher Mann war und auf keinerlei Grundlage eine Befehlskette einführen könnte, um alles reibungslos über die Bühne zu bringen. „Bis ich näheres weiß, sind Atemmasken hilfreich.“ Er zog eine solche hervor. „Oder ein simples Tuch vor den Atemwegen.“ Er kam sich fast albern vor. Mit seinen jungen Jahren diesen beiden hier aufzuzeigen, wie die Welt funktionierte. Es kam ihm sogar fast ein wenig respektlos vor, aber gesagt war gesagt. Er musterte wieder Riina. „Besonders sie.“
Er kramte in seiner Tasche und schaute nach, ob noch alles da war. Er würde zunächst mal ein Paar Blutproben von der Familie analysieren. Er hatte zwar schon eine Analyse mit der Hilfe seines Shinsatsu no Jutsu bei dem Sohn der älteren Frau durchgeführt, das hatte ihm aber auch nur den Hinweis gegeben, dass der Erreger zwar vorrangig die Lunge befiel, vermutlich gerade WEIL er durch die Luft übertragen wurde, aber auch, dass im weiteren Verlauf weitere Organe befallen wurden, was irgendwann zu einem multiplen Organversagen führen konnte. Insbesondere, wenn die Patienten schon alt waren. Er wusste deswegen noch immer nicht, was genau der Erreger nun aber war und woher er kam.
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Sa Apr 08, 2017 11:36 pm

@Deborah: Wenn du magst kannst mal auf den Abend skippen, wo wir soweit alles organisiert haben. ^^

Es war verwirrend. Während Riina ihm versicherte, dass es ihr gut ginge, betonte der Iryounin neben ihr immer wieder, wie wenig er doch an eine Allergie glaubte und genau das hinterließ bei dem Aragane ein gewisses Gefühl der Unsicherheit. Er gab sich zwar Mühe, dies nicht groß nach außen zu tragen und viel mehr die Zielstrebigkeit beizubehalten, die diese Situation wohl bei weitem mehr erforderte, jedoch kam er nicht drum herum, die Blondine ein weiteres Mal zweifelnd zu mustern. Mittlerweile kannte er die Frau sein halbes Leben lang und auch irgendwas in ihm wollte daran glauben, dass es tatsächlich nur ein einfacher Fall von Pollenreaktion war, aber wie wahrscheinlich war das schon?
Selten spielte das Leben fair und nur in den wenigsten Fällen waren es die einfachen Erklärungen, die zutrafen. Seine Lebenserfahrung hatte ihm meist offenbart, dass man mit vielem zu rechnen hatte, wann immer ein unbekannter Faktor im Spiel war. Sicher; ein kleiner Teil in ihm wollte an die Einfachheit des Hustens glauben, sein Bauchgefühl hingegen hielt eine Ansteckung für plausibel genug, um sie zumindest nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.
„Ich hätte einfach zuhause bleiben sollen…“, dachte er missmutig und fuhr sich zerstreut durch die Haare. Ehrlichgesagt hatte er gehofft, doch sehr schnell wieder bei seiner Familie und allem voran bei seiner Tochter zu sein, jedoch schwand diese Hoffnung mit jeder verstreichenden Sekunde. Offenbar wurde seine Expertise - die er wahrhaftig nicht besaß - hier gebraucht. Kazuhiro verstand einiges davon, andere anzuleiten und wenn er wollte, konnte er andere mit stichhaltigen Argumenten überzeugen, jedoch besaß er kein besonderes medizinisches Wissen. Er konnte ein Pflaster über einer Wunde platzieren oder einen Verband legen allerdings bezweifelte er doch stark, dass diese Fähigkeiten ihn hier weiterbringen würden.
Resigniert seufzte er leise und wandte sich gezwungen von der Blondine ab. „Kazuhiro. Mein Name lautet Aragane Kazuhiro. Ich bin Mitglied der kaiserlichen Shinobigruppierung und Riina unterstellt. Meistens jedenfalls.“, lautete seine eher gezwungene Vorstellung. Unter anderen Umständen hätte der Braunhaarige womöglich gescherzt und eine anzügliche Bemerkung über Stellungen gemacht. Es war ihm nur kein bisschen nach scherzen zu Mute. Im Gegenteil. Irgendwas an der Art und Weise wie unbefangen der junge Mann neben Riina wirkte, störte ihn mehr, als er zugeben wollte. Der Doshin erwischte sich sogar dabei, wie er abschätzig auf Asako herunter blickte und jedes einzelne gesprochene Wort in seinen Gedanken hinterfragte. Nicht dass der Mann dem Iryounin nicht glaubte - das tat er auf jeden Fall - allerdings konnte er nicht besonders viel mit dieser ausgeklügelten Nüchternheit anfangen. Der Shiroya wirkte nicht unhöflich und doch gefiel ihm irgendwas an dem Ton, den er anschlug nicht. Womöglich weil er leichtfertig über das Leben von gleichaltrigen sprach und immer wieder auf eine mögliche Erkrankung im Falle seiner Vorgesetzen zurückkam.
„Wir sind alle Unsicherheitsfaktoren. Das ganze Dorf, jeder, der das Dorf in den letzten zwei Wochen verlassen hat - sofern deine Aussage stimmt - ist ein solcher Unsicherheitsfaktor.“, obwohl seine Stimme kaum die Tonlage gewechselt hatte, war seine Mimik ausdruckslos und wer ihn kannte, hätte sich wohl über das fehlende sanfte Lächeln gewundert, „Einer mehr oder weniger macht in dem Falle auch keinen Unterschied. Konzentrieren wir uns erst einmal auf das Wesentliche. Ich bin keine Hilfe in medizinischen Dingen, Riina auch nicht. Wir sehen, was wir tun können und setzen die geforderten Rahmenbedingungen, allerdings bezweifel ich, dass uns jeder hier sang und klanglos helfen wird.“ Sicher; sie konnten einfach einen kaiserlichen Wisch zücken und die restlichen medizinisch Bewanderten dazu zwingen, in einem Lazarett verschiedene Krankheitsbilder zu überprüfen, jedoch würde er diese Möglichkeit niemals in Betracht ziehen. Keinen Unschuldigen würde er dazu treiben, sein Leben auf’s Spiel zu setzen, nur weil das Kaiserreich - in dem Falle er und Riina - das gerne so hätten. „Außerdem hat meine Vorgesetzte nicht ganz Unrecht. Wir werden die Leute befragen müssen, was hier eigentlich vor sich geht. Nirgendwo bricht einfach mir nichts dir nichts eine zunächst unheilbare, tödliche Krankheit aus. Wer weiß was dahinter steckt.“

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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   So Apr 09, 2017 9:55 pm

Es störte Riina, wie Asako immer wieder erwähnte, dass sie sich angesteckt hatte. Das glaubte sie nicht. Nein, sie wollte es nicht glauben und vielleicht, wenn sie auch nur fest genug daran glaubte, liesse sich vielleicht die Wahrheit verbiegen? Tief in ihrem Inneren hatte sie ebenfalls Angst, dass sie sich angesteckt hatte. Es kam ihr zwar etwas seltsam vor, dass es so schnell geschehen war, aber ganz von der Hand zu weisen war es nicht.
Dennoch nickte sie bloss auf Asakos Worte, als dieser ihr erklärte, dass sie ein Risikofaktor darstellte und sich mindestens ein Tuch vor die Atemwege umbinden sollte.
Als Kazuhiro dann erklärte, dass sie im Grunde alle Risikofaktoren waren und ihr damit indirekt zustimmte, dankte sie ihm still. Sie war froh, dass zumindest er nicht gleich vom Schlimmsten ausging und ihre Worte ignorierte.
Nach dem Asako die Sachlage erklärt hatte und damit bewies, dass er auf seinem Gebiet absolut nicht unerfahren war, lag es an Kazuhiro und ihr die Dinge zu organisieren. Sie hoffte nur, dass Kazuhiro mit seinen Bedenken falsch lag und die Menschen hier hilfsbereit waren, die, die noch nicht erkrankt waren.

[Timeskip von einem halben Tag bis zum Abend]

Riina fühlte sich ausgelaugt und müde. Sie lehnte sich an eine Hauswand in einer ruhigen Seitengasse und schloss die Augen. Ihr Atem ging inzwischen schwerer und sie merkte, wie jede Bewegung sie mehr Kraft kostete, als es eigentlich sein sollte. Dröhnende Kopfschmerzen hatten sich vor ein paar Stunden erst schwach angekündigt und waren von Stunde zu Stunde immer intensiver geworden.
Sie hatte Kazuhiro angewiesen, auf Asakos Wunsch hin ein Untersuchslabor zu organisieren. Natürlich war es nicht möglich, innerhalb von ein paar Stunden ein richtiges Labor zu errichten, aber sie hatte ihn angwiesen zu improvisieren und etwas zu finden, das unter diesen Bediegungen am besten passt.
Sie selbst hatte sich aufgemacht um erneut mit dem Dorfältesten zu sprechen. Sie hatte überprüft, ob er, wie vereinbart, seine Leute an bestimmten Fixpunkten aufstellen liess, erstellte mit Hilfe des alten Mannes eine Liste der kranken, schwer kranken und - noch - gesunden Dorfbewohnern und fragte nebenbei auch herum, ob kurz vor Ausbruch der Krankheit irgendwelche merkwürdigen Dinge passiert seien. Diese Anweisung hatte sie auch Asako und Kazuhiro gegeben. Auch die Beiden sollten sich umhören, den auch wenn eine Krankheit im Normalfall niemandes Verschulden war, so war das Krankheitsbild in dieser Situation etwas zu eindeutig. Zu schnell waren zu viele erkrankt und auch wenn Riina keine Medizinerin war, so weckte es dennoch ihre Alarmsignale. Selbst wenn es sich doch nur um 'normale' Umstände handelte, so hätte sie zumindest im Notfall Massnahmen einleiten können, hätte die Krankheit keine 'natürlichen' Umstände.

Nun lehnte sie mit dem Rücken und dem Hinterkopf an der Hauswand und wischte sich mit dem Handrücken über die Stirn. Der Husten war nicht besser geworden. In der ersten Stunde, nach dem Asako ihr das Mittel gegeben hatte, schien es, als ob es angeschlagen hätte, doch kurz darauf kam der Husten zurück, mit mehr Kraft als zuvor. Und mit dem Husten fingen auch die Kopfschmerzen an. Mittlerweile pochte ihr ganzer Kopf und ihr Hals fühlte sich staubtrocken an. Sie hatte sich irgendwo im Dorf eine Feldflasche mit Wasser organisiert und hatte sie bereits in wenigen Minuten fast bis zum letzten Tropfen geleert. Inzwischen war sie sich bewusst, dass diese Reaktion nicht bloss die der Allergie sein konnte. Sie wusste, Asako hatte recht und irgendwie ärgerte sie das.
Sie stiess sich leicht von der Mauer ab und machte sich auf zum Treffpunkt, den sie bei Sonnenuntergang vereinbart hatten. Es war wichtig, das sie drei in Kontakt blieben, damit sie alle immer auf dem neusten Stand waren, so konnten sie alles am besten organisieren und überwachen.
Hustend und mit einem Tuch vor Mund und Nase lief sie auf den grossen Dorfbrunnen zu, der ihr Treffpunkt darstellte und überlegte sich, wie sie weitervorgehen sollte. Einfach ins Bett legen konnte sie sich nicht, das war unmöglich.
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Fr Apr 21, 2017 10:28 am

Asako folgte den Bewegungen und Blicken der beiden Personen vor ihm. Sie kannten sich. Sie kannten sich vermutlich sogar so gut, dass sich der Shinobi um die Samurai sorgte. Asako vermerkte sich in seinem Hinterkopf, dass er vielleicht besser manchmal den Mund hielt. Nicht dass er sich das nicht schon sehr oft vorgenommen hätte, so neigte er doch hin und wieder dazu einfach zu sagen, was er dachte. Manchmal ist es besser zu schweigen, bevor man andere mit seinen Worten verletzt, Asako. So hallte es in seinen Gedanken Sayuris Stimme wieder. Sie hatte ihm viel beigebracht. Sie hatte ihn nicht nur ausgebildet, sondern ihm auch Wertvorstellungen antrainiert, doch es war schwierig. Manchmal hatte Asako auch einfach gar keine Ahnung, wie sich andere in seiner Umgebung fühlten.
Er betrachtete die Situation jedenfalls stumm und nüchtern und schließlich nickte er. „Ja, wir alle könnten bereits infiziert sein.“ Das war jedenfalls nicht von der Hand zu weisen. Des Weiteren hatte er ebenso Recht damit, erst mal die Leute zu befragen und Informationen zu sammeln. Asako hatte den Blick nun gesenkt und als alles geklärt war, drehte er sich halb von den beiden Weg und sah auf den leergefegten Platz vor ihnen. Er suchte nichts bestimmtes, aber dann sagte er überraschend mitfühlend und Kazuhiro damit seinem "zunächst" zustimmend: „Sie ist nicht unheilbar.“ Davon jedenfalls war ER scheinbar sehr überzeugt.

[Time skip]

Nach dieser Unterhaltung widmeten sich die Drei ihren Aufgaben. Asako suchte sich seine Leute zusammen, mit denen er an der Krankheit forschen konnte und mehr oder weniger bereitwillig, halfen sie ihm ein Labor einzurichten. Auf Anweisung des Bürgermeisters und der Kaiserlichen, schienen sie sich zumindest effizienter zu zeigen, als gedacht.
War das Verhältnis zu Anfang noch gespannt, zwischen Asako und seinen Mitarbeitern, so schienen sie nach und nach aufzutauen. Die freundliche Art, außerhalb der Forschung und die nüchterne Sachlichkeit, während seiner Arbeit, schien großen Anklang zu finden und schon bald glaubte man fest daran, das der Iryounin ein Heilmittel finden könnte.
Asako war noch einmal bei der Familie gewesen und hatte sich mehrere Abstriche verschiedener Körperflüssigkeiten besorgt. Er wollte ganz sicher gehen und so hatte er von allen fünf diverse Proben in seinem notdürftigen Labor. Er stellte mehrere Nährmedien her und benutzte dafür alle möglichen Glasschälchen, die er auftreiben konnte. Petrischalen, waren hier Mangelware. Die Proben würden warm stehen müssen über Nacht und es gab hier kein vergleichbares Wärmefach, wie in einem echten Labor. Er würde sich schon was einfallen lassen.
Noch hatte er kein Jutsu angewandt, da er kein Jutsu beherrschte, was Krankheiten heilen könnte und das einzige was ihm einfiel, war Giftextraktion, aber das würde er erst versuchen, wenn er wusste, ob der Organismus durch ein Gift von Bakterien oder Pilzen heimgesucht würde. Wäre die Seuche einem Virus zu Grunde liegend, wäre das sinnlos. Seine Hände machten all diese Dinge fast alleine, obwohl er sich auch sehr konzentrierte, doch schließlich wurde es Zeit. Er und seine beiden Kameraden hatten sich ausgemacht, sich wieder zu treffen, um zu berichten. Er hatte zwar noch absolut keine Ergebnisse, aber vielleicht konnte er am nächsten Morgen bereits etwas vorweisen.  Er zog seine Handschuhe aus und ließ den Kittel im Zimmer zurück, wie auch den Atemschutz und die Brille. Er schlüpfte schnell aus dem Labor und erklärte seinen Mitarbeitern: „Die Proben sind angesetzt, morgen wissen wir mehr.“ Er ließ die Luft langsam ausströmen und rieb sich die Augen. „Schluss für heute.“ Er band sich draußen ein Tuch um Mund und Nase, was er vor dem Labor an einen Nagel gehängt hatte und zog sich auch einen neuen Kittel an, den er hier organisiert hatte.
Er ging auf ziemlich genau gerader Strecke zum Brunnen und wartete keine halbe Minute, als Riina und auch schon hustend auf ihn zu kam. Er wollte gerade ansetzen etwas zu sagen, als er an seine Gedanken vom Mittag dachte. Besser schweigen und ihr nicht auf die Nase binden, dass ich Recht hatte. Er sah sie einfach nur an. Auch Kazuhiro war pünktlich da und so konnten sie ihre Erkenntnisse austauschen. Asako wollte es einfach schnell hinter sich bringen und sagte nüchtern: „Ich habe nicht viel mehr herausgefunden, als ich ohnehin schon wusste. Erstes Auftreten der Hustenanfälle vor ungefähr 2 Wochen. Drastische Zunahme des Krankheitsbildes und keine Sicht auf Besserung. Jedoch scheint es, dass die Patienten noch ziemlich lange im letzten Stadium verweilen, ehe sie sterben. Ich erfuhr von vier Toten. Darunter auch ein Kleinkind." Asako schien das jedoch wenig zu rühren, so machte es zumindest den Anschein. „Ich habe die Abstriche der Kranken im Labor und warte auf Ergebnisse.“ Damit schien sein Bericht abgeschlossen.
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Aragane Kazuhiro
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   So Apr 30, 2017 12:23 am

Kazuhiro war bis eben kaum bewusst gewesen, wie schnell der restliche Tag doch eigentlich an ihm vorbeigezogen war. Es war so viel zu tun gewesen, dass er jegliches Zeitgefühl fast gänzlich verloren hatte und erst jetzt spürte er die eigene Erschöpfung in seinen Knochen. Mentale und Körperliche. Es war anstrengend gewesen, die vielen verängstigten Menschen hier zu beruhigen und gleichzeitig dazu zu bringen, ihm zu helfen.
Bei einigen der Familienangehörigen von Kranken war er auf die verschiedensten Gefühlsausbrüche gestoßen und selbst für ihn war es schwer gewesen, auf jeden einzelnen richtig einzugehen. Viele von ihnen hatten Antworten verlangt, die er ihnen jedoch nicht hatte geben können, andere hingegen fürchteten selbst krank zu werden und sperrten sich daher gegen das Mithelfen, was alles nur schwieriger gemacht hatte. Die verhängte Ausgangssperre hatte er auch häufiger erklären müssen, während er innerlich nach einer Möglichkeit der Kommunikation mit umliegenden Dörfern hatte suchen müssen.
Ganz nebenbei hatte er eine ehemalige Lagerstelle für die in den naheliegenden Minen geförderte Kohle ausräumen lassen, um dort notdürftig so viele Infizierte unterzubringen, wie nur möglich. Die Lagerhalle war etwas außerhalb des Dorfes gelegen und von einigen kleinen Bergen umgeben, was Kazuhiro als perfekte Ausgangslage eingestuft hatte.
All jene Arbeit hatte die Sorge um seine Vorgesetzte ein Stück weit übertüncht, unglücklicherweise trafen ihn jene Gefühle mit einem herben Schlag erneut, als er sie an dem ausgemachten Treffpunkt vorfand. Ihr halbes Gesicht lag hinter einem Tuch versteckt und doch konnte er erkennen, wie ihre Gesichtsfarbe gewichen war und umso näher er an den Brunnen trat, desto mehr Anzeichen für eine gravierende Erkrankung erkannte er.
Der Aragane schluckte hart und abermals kam ihm in den Sinn, dass das Leben eben nur selten fair spielte und man sich nicht oft auf Banalitäten verlassen konnte. Wenn etwas geschah, dann geschah es ohne jegliche Vorwarnung, begleitet von einer drastischen Kraft, die einem jeglichen Boden unter den Füßen wegriss. Abermals traf diese Tatsache leider ein und selbst er konnte das Offensichtliche nicht mehr leugnen. So ungern er das auch wollte, aber Ignoranz wäre das Letzte, was der Braunhaarige in solch einer Situation akzeptieren würde. Wenn Asako auch Recht behielt in seiner Annahme, dass ihre Lage nicht komplett ausweglos wäre, hätten sie eine gute Chance auf eine Heilung.
Eigentlich war es genau das, was er der Miyahara ins Gesicht sagen wollte, allerdings eröffnete der Iryounin das Gespräch. Mit Fakten, die ihm keineswegs gefielen. Seine Miene verzog sich zu einem gequälten Gesichtsausdruck, der so etwas wie Bitterkeit in sich hatte. Für einen kurzen Moment lagen seine braunen Augen hart auf dem Dunkelhaarigen. Er hatte die fehlende Anteilnahme vorhin schon einmal wahrgenommen und gleichzeitig überreagiert. Zumindest für seine Verhältnisse. Hinter jeder Fassade steckte etwas größeres, etwas, was für ihn aktuell nicht greifbar war und wenn sein Gegenüber so mit der Situation umzugehen vermochte, war Kazuhiro der Letzte, der jene Haltung hinterfragen würde. Allerdings traf ihn der Tod eines unschuldigen Kindes und der Aragane war einfach kein Mensch, der so etwas auf die leichte Schulter nahm.
Sollte sich sein Verdacht bestätigen, schwor er sich in eben jenem Augenblick, dass er selbst dafür sorgen würde, dass die Übeltäter zur Rechenschaft gezogen werden würden, allerdings half ihnen das in dem Moment auch nichts. Sie durften ihr Ziel auf keinen Fall aus den Augen verlieren. „Die Vorkehrungen für ein Lazarett sind getroffen und die meisten Erkrankten sind bereits verlagert worden.“, antwortete er ruhig, ehe er sich der Blondine zuwandte und ein Stück auf sie zuging, ehe er unmittelbar vor ihr stand und ihr in die Augen sah. Auf seinen Lippen fehlte noch immer das herzliche Lächeln, was sonst sein Markenzeichen war. Stattdessen lag in seinen tiefen braunen Kullern so etwas wie Ernsthaftigkeit gepaart mit offenkundiger Sorge. „Riina. Ich sag das nicht gerne, aber du solltest ebenfalls erstmal in die Quarantänezone. Die Medikamente haben nicht angeschlagen und du siehst…“, seine Stimme brach ab, kurz huschte sein Blick fast beschämt auf den Boden. Er wollte ihr das eigentlich nicht offenbaren. Sicherlich zweifelte sie nur noch nicht an der eigenen Gesundheit, weil er zuvor Partei für sie ergriffen hatte. Kurz schloss er seine Lider, ehe er sie abermals mit festem Blick ansah, „Du siehst verdammt noch mal nicht gut aus, aber ich verspreche dir, wir finden eine Lösung, aber bitte verschlimmere deinen Zustand nicht weiter und ruh dich aus. Bitte.“

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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Fr Mai 05, 2017 10:11 am

Es war vorauszusehen, wie Asako und Kazuhiro reagieren würden. Sie war sich inzwischen selbst bewusst, dass sie sich angesteckt hatte. Sie hustete, kniff die Augen dabei zusammen und spürte eine gewisse Übelkeit, die sie mit Müh' und Not wieder runterkämpfte. Ihre Glieder fühlten sich schwer wie Blei an und ihr Kopf schien nur noch sehr schwer einen Gedanken fassen zu können. Es war, als wäre er in dicken, trägen Nebel gehüllt.
Die Blonde atmete schwer, bevor sie Asako und Kazuhiro zur Begrüssung nickte. Der Schwarzhaarige ergriff dann als Erster das Wort und erklärte, was er in Erfahrung gebracht hatte. Immerhin etwas Glück im Unglück. Er erklärte, dass man relativ lange im letzten Stadium verweilte, bevor man starb. Das gab Riina zumindest etwas Motivation und die Gewissheit, nicht gleich tot umzufallen.
Dann wandten sich ihre Augen zu Kazuhiro. Sie erkannte seinen Blick, bemerkte die Sorge in seinen Augen, weswegen sie matt lächelte und sie sprach, nach dem er gesprochen hatte: "Ich weiss.", sie hustete, "Ich hab' es selbst bemerkt, dass das keine normale Grippe sein kann, keine Sorge.", sie war ein rational denkender Mensch und würde sie sich das nun nicht selbst eingestehen, wäre es einfach nur eine Lüge.
Für einen Moment lehnte sie sich einfach nur an den Brunnen und atmete, bevor sie erneut zu sprechen anfing: "Bevor ich mich hinlege, müssen wir jedoch noch etwas Wichtiges besprechen. Zuerst eine Frage an dich, Asako.", sie sah ihn an, "Was sind die typischen Symptome für das letzte Stadium? Ich denke nicht, dass ich diese bereits aufweise, aber bitte macht mich darauf aufmerksam, sobald es soweit ist ...", die Worte hatte irgendwie einen sehr bitteren Nachgeschmack, "und wie lange ... 'verweilt' man dann in diesem Stadium, bevor man stirbt?", Riina hatte nichts davon, wenn sie die Worte beschönigt, deswegen sprach sie es einfach geradeheraus. Sie wusste, dass sie an dieser Krankheit sterben konnte, nichts daran würde es ändern, auch keine schönen Worte. Deshalb wollte sie die Fakten hören, wollte wissen, in was für einem Zustand sie sich befand und wie lange sie noch Zeit hatten, ein Heilmittel zu finden. Nicht nur für sie, sondern für alle Infizierten.
Sie hustete abermals, hielt sich die Hand vor den Mund über das Tuch und sah für einen Moment schweigend auf den Boden, bevor sie ihren Blick wieder den Zwein zuwandte.
"Ausserdem habe ich hier eine Liste mit den allen Bewohnern, aufgeteilt in 'krank', 'schwer krank' und 'noch gesund'. Ich weiss nicht, ob euch das etwas hilft, aber ich habe sie den Dorfältesten erstellen lassen.", sie überreichte die Liste Kazuhiro, "Und dann noch etwas Wichtiges.", ihre Augen wurden schmaler, ihre Stimme war zwar etwas schwach, wurde in diesem Moment jedoch deutlich intensiver, "Ich habe noch keine konkreten Beweise dafür gefunden, aber mein Gefühl sagt mir, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Die Krankheit hat sich unglaublich schnell verbreitet. Ist das normal, Asako?", fragte sie dann an ihn gewandt, "Wir sollten etwas intensivere Nachforschungen anstellen. Vielleicht wurde die Krankheit ja nicht auf normalem Wege in dieses Dorf gebracht ...", mit Sicherheit wussten die Beiden, was sie damit andeuten wollte.
Sie hatte die Anwohner gefragt, diese hatten jedoch von keinen allzu seltsamen Dingen im Dorf gesprochen. Ab und an waren Fremde hier, die einen Zwischenstopp einlegten. Einige davon waren sehr unfreundlich gewesen, deswegen erinnerte sich eine Frau sehr gut daran. Sie hatten alle Dorfbewohner mit bösen Blicken gemustert, hatten sich einfach nur am Dorfbrunnen etwas ausgeruht und waren dann wieder gegangen. Seltsam war es nur, weil sie keinen neuen Proviant oder dergleichen gekauft hatten und eben so unfreundlich waren, mehr aber auch nicht.
Riina hatte dem keine besondere Bedeutung zugesprochen, genau so wie bei all den anderen Dingen, die sie erzählt bekommen hatte. Einmal soll anscheinend auch ein Streit zwischen zwei Familien ausgebrochen sein, wovon eine dann überstürzt aus dem Dorf ausgezogen sei. Aber auch das klang nun wirklich nicht nach etwas, das eine Krankheit auslösen würde ...
Vielleicht hatten ja Kazuhiro oder Asako eine Idee?
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Shiroya Asako
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BeitragThema: Re: [Dorf] Kikori   Sa Mai 13, 2017 12:19 pm

Es war offensichtlich wie sehr sich Kazuhiro um seine Kollegin sorgte und es war auch offensichtlich, dass sie sich bereits infiziert hatte. Wie schnell die Krankheit bei ihr fortschritt, war jedoch wirklich … außergewöhnlich. War sie vorher schon irgendwie mit ihr in Berührung gekommen? Asako musterte sie und wendete schließlich den Blick zu Kazuhiro, als er berichtete, was er den tag über getrieben hatte. Das Lazarett außerhalb der Stadt war eine hervorragende Idee. Und Asako war schnell und trainiert genug, um die Distanz in Windeseile zwischen Labor und Lazarett zurücklegen zu können, also war das kein Problem.
Dann wendete Asako sich Riina zu und lauschte ihren Ausführungen. Dieser harte Tag hatte zusätzlich an ihr gezehrt und hatte die Symptome verschlimmert. Vielleicht ging es ihr deshalb so schlecht und vielleicht würde es sich über Nacht mit Ruhe und Medikamenten etwas beruhigen. Er würde sie ganz besonders im Auge behalten. Jetzt jedoch wollte er zunächst seine Einschätzung mitteilen: „Soweit ich es beurteilen kann, zeigt die Krankheit bei ihnen einen besonders schnellen Verlauf. Vielleicht liegt es an der Dringlichkeit der Lage, die ihnen Stress bereitet oder sie sind zuvor schon mit Infizierten in Kontakt geraten. Wobei auch noch nicht klar ist, wie sich die Erreger verbreiten und in welcher Geschwindigkeit sie sich vermehren. Um ihre Frage zu beantworten: Das letzte Stadium lässt die Betreffenden mit hohem Fieber, daraus resultierenden Kopfschmerzen und blutigem Auswurf in einen bewusstseinsgestörten Zustand verfallen. Meist sind die Kranken nicht mehr in der Lage zu Essen, zu trinken oder gar aufzustehen. Es ist unterschiedlich, wie lange die Erkrankten im letzten Stadium verweilen. Bei Zugabe von Fiebersenkenden Maßnahmen und viel Ruhe scheint der Zustand ungefähr eine Woche unverändert. Die Betroffenen sterben schließlich jedoch an Dehydrierung und Herz-Kreislauf-Versagen.“
So wie er es sagte, klang es, als würde er eine Vorlesung in einem Hörsaal halten und nicht direkt damit in Berührung stehen. Er einfach weiter Riinas Ausführungen und nickte bedächtig. Er erklärte: „Eine Seuche oder Epidemie hat immer einen speziellen Auslöser. Dass sich eine derart schwerwiegende Krankheit auf dieses eine Dorf konzentriert, legt die Vermutung nahe, dass sie Recht haben.“ Asako würde versuchen den beiden, mit seiner Fachkenntnis zur Seite zu stehen und verschränkte nun die Arme. Er sagte: „Auslöser für so etwas kann es viele geben. Verseuchte Tiere, denen die Erreger nichts anhaben können, Sporen, Tröpfchen-Infektion aus der Luft, verseuchtes Trinkwasser, verdorbene Nahrungsmittel, wobei sich die Erreger meist in einer Art von Nahrung befinden.“ Auch er war nicht so naiv, zu glauben, dass diese Krankheit von anderen Menschen absichtlich verursacht wurde. Aber eigentlich wollte er es nicht glauben Er unterstellte niemandem von vorn herein böse Absichten und doch, glaubte er auch an diese Theorie. Die beiden Kaiserlichen hatten Recht. SO eine Seuche brach nicht einfach so irgendwo aus, vor allem dann nicht, wenn es keinen Grund dafür gibt. Weder herrschte hier große Armut oder großes Elend, noch wies sonst etwas auf natürlich entstandene Gefahrstoffe hin.
Asako sah zum Brunnen. Er sprach weiter: „Wenn es wirklich ein Anschlag auf dieses Dorf ist, wäre es am effizientesten, das Trinkwasser zu vergiften. Hat jemand von euch aus dem Brunnen getrunken?“ Bisher hatte Asako aus seiner eigenen Trinkflasche getrunken. Und er hatte sich auch noch nicht geduscht, seit er hier angekommen war. Er überlegte genauer und sagte schließlich: „Ich halte das Wasser für sehr wahrscheinlich. Beim Duschen oder heißen Baden steigen Wasser Tröpfchen auf, was die massive Schädigung der Lungen erklären würde. Interessanter wäre, ob die Giftstoffe ab einer bestimmten Temperatur nicht trotzdem denaturieren.“ Er überlegte kurz. „Sofern es wirklich am Wasser liegt. Ich schlage vor, dass fürs erste nur Wasserflaschen benutzt werden, ehe wir nicht genaueres wissen.“ Nun sah Asako zurück zum Labor. Es wäre um einiges einfacher, wenn die Krankheit wirklich einen konkreten Auslöser, wie vergiftetes Wasser hätte. Erstens könnte er das Gift dann sehr viel leichter analysieren und zweitens konnte ein Kontakt damit viel einfacher vermieden werden. Wäre doch gelacht, wenn er diesem Dorf nicht helfen könnte. Er würde diese Seuche heilen und seinem Ziel einen großen Schritt näher kommen.
Asako senkte den Blick nun und sah vor sich auf den Boden. Seine Arme sanken wieder neben seinen Körper, als er die Verschränkung löste. All das Leid, das hier verursacht wurde. All der Schmerz und das Leid, was noch geschehen würde und all die Toten, die hier noch begraben werden würden… Das war nicht richtig. Wer immer das hier getan hatte, würde dafür bestraft werden. Und wenn sich herausstellen würde, dass es doch einen natürlichen Ursprung gab, wäre es umso besser.
Er sagte zunächst nichts weiter dazu und schließlich aber gab er seine Gedanken doch preis: „Ich werde diese Epidemie besiegen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Das schwöre ich!“ Als er den Blick nun wieder hob, sah er überaus zornig und auch entschlossen aus. Er war fast wie ausgewechselt. So wie Asako jetzt aussah, hatte er nichts mehr mit dem ruhigen freundlichen Mann gemein. Wenn es etwas auf dieser Welt gab, was Asako wirklich verabscheute. So war es das Töten.
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