Tamashii no Utsuri

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 Shiros kleines Straßencafe

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BeitragThema: Shiros kleines Straßencafe   Do Nov 08, 2012 2:56 pm

das Eingangsposting lautete :


by artistwilder

Ein kleines Café in den Straßen von Konoha. Hier kann man sich gemütlich zu Café und Kuchen verabreden. Besonders an sonnigen Tagen trifft man hier viele Leute die Eis essen, oder einen Eiskaffee zu sich nehmen. Ältere Leute nutzen diesen Platz auch oft um das gesehen auf den Straßen zu beobachten oder sich über die neusten Dinge auszutauschen. Der Besitzer ist Shiro, ein netter Mann, der selbst bedient und dessen Frau hinter dem Tresen im inneren steht.

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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   Mi Mai 07, 2014 9:37 pm

Körperkontakt. Er mochte es nicht. Wenigstens schüttelte man ihm nicht die Hand und versuchte sich so zu bedanken. Auch das hatte er schon erlebt – mit dem Ergebnis, dass sie dem Gegenüber von ihm entrissen worden war. Ob Umarmungen, ein Druck auf seinen Handgelenken oder gar auf der Brust... sei es auch noch so freundschaftlich – wobei das natürlich eine reine Frage der Perspektive einer Person darstelle, wie man gut an Fubaki sehen konnte -, es durchfuhr ihn immer dieses Brennen und dieser Schauer. Sicher, seit einem guten halben Jahr wendete sich dieser Makel langsam zum positiven, aber das hieß nicht, das es gut war. Immerhin gab es Dinge im Leben eines Menschen, die man nicht rückgängig machen konnte. Erfahrungen, Bilder, sie alle waren noch da. Die Frage, die er sich gerade stellte und welche alles andere in seinem Kopf verdrängte und weshalb er auch immer noch vor Ort und Stelle stand ohne etwas weiteres zu sagen, war nun allerdings eine andere: Wie sah die junge Frau vor ihm, die vielleicht nur ein paar Jahre älter als er war, ihr Leben? Setsuna war ein Sensor. Er spürte, wie die Erkenntnis an ihm rüttelte und zerrte und wie dieses „Etwas“ in ihr herrinnen, welches er sehr gut als eines der Neun bezeichnen konnte, ihm entgegenschlug mit seiner Aura. Mit seiner bloßen Anwesenheit. So war es kein Wunder, dass sich seine Gesichtsmuskulatur anspannte und sein Blick hart auf Akari lag, während dieses ich bei ihm bedankt hatte und auch der Rothaarigen ausrichtete, dass es ihr gut ging. Jede Bewegung fing er ein, analysierte sie und versuchte zu ergründen, ob er Mitleid empfinden sollte oder nicht. Im Gegensatz zu anderen Menschen musste er nämlich über so etwas nachdenken, da er nicht viel von dergleichen hielt. Er wusste nicht, wann man einfach lächelte oder wann man einfach freundlich hallo sagen konnte. Wann man wütend wurde. Er dachte nach. Zu viel. So war es schon immer gewesen und sein von ihm nicht respektierter Vater bezeichnete es immer als die größte Bürde, die sein Junge trug. Aber er hatte keine Ahnung. So wie niemand um ihn herum seiner Ansicht nach oft eine Ahnung hatte. Sie kannten ihn nicht und er wollte nicht gekannt werden.
Dennoch versuchte er nun seinen Kopf klar zu bekommen und es bei dem Blick hinter seine Brillengläser bleiben zu lassen. Nicht hinter seine Augen. Nicht in seinen Kopf. Ein Zyniker würde behaupten, er wäre perfekt darin. “Ein Törtchen mehr oder weniger macht für die meisten Frauen, die auf ihre Figur achten, einen Unterschied.“, sprach er daher weiter – und sah darin absolut nichts verwerfliches oder etwas, worüber man sich aufregen konnte. Denn immerhin war es seiner Ansicht nach nichts weiter als die Wahrheit und sie waren in keiner Situation, in welcher ihm es Umstände verbieten würden, darüber zu sprechen. Offenbar wollte Akari nichts über ihr Geheimnis Preis geben und auch wenn sie seinen Blick bemerkt hatte, der vielleicht ein wenig wissend gewirkt hatte, so machte er keine Anstalten es wieder aufzugreifen. Er war ein Sensor und nahm Dinge auch war, wenn er sie nicht anblickte. Und denken konnte er sowieso noch, wobei er auch keiner dieser minderwertigen Idioten war, die gleich alles herausplärrten. “Man ist vor vielen Dingen auf der Flucht, aber letzten Endes wird man ihnen nicht entkommen, denn irgendwann holen sie einen ein.“ Eine Aussage zwischen den Zeilen? Man solle es interpretieren wie man wollte. Setsuna ging wieder einen Schritt zur Seite, sodass er sich an den Zaun lehnen konnte. Noch ging er nicht. Die Jinchûriki hatte sein Interesse geweckt und war dies einmal der Fall, konnte er sich so in etwas verbeißen, wie in ein kleines Kind. Er liebte es. Ungereimtheiten, die es aufzuklären galt. Detektivische Fälle. Rätsel. Verborgenes. Das war das Umfeld, in welchem er sich wohlfühlte – was also würde aus dem jetzigen werden? Würde er es für sich entschlüsseln können? Mit einer geübten Bewegung nahm er die Gitarre von seinem Rücken und stellte sie neben sich auf den Boden.
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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   Mi Mai 07, 2014 11:07 pm

Ihr Blick wanderte weiter nachdem sie also den Boden sondiert hatte. Nun da sie sich vergewissert hatte, dass keine Drahtseile, Steine oder andere Hindernisse gefährlich verstreut am Boden abgestellt worden waren, könnte man meinen, dass sie das Interesse an diesen ominösen Begebenheiten verlor. Dem war natürlich nicht so, sie ordnete es aber zwischen einem Biss von ihrem Schokostäbchen und eines Tortenstücks sowohl dem Zufall als auch einer gewissen Verträumtheit zu, dass so viele Leute hier zum Stolpern kamen. Vorrangig Frauen...

Als dann die Bemerkung über Gewicht und Tortenstücke fiel und zusätzlich noch die Erkundigung um ihre erworbene Erdbeertorte kam, sah sie hier eine gewisse Verknüpfung. Eine Verknüpfung von besonderer Dringlichkeit die schwer auf sie einwirkte. Sie nicht nur drängte, sondern nicht einmal mehr vor die Wahl stellte. Und dann fragte sie sich auch noch die Frage aller Fragen mit der eine Frau einen Mann wohlweißlich in eine seiner größten Zwickmühlen bringen kann.
Bin ich zu dick? - Jetzt mal ganz im Ernst!
Mit der Zunge schmeckte sie den letzten Tortenrest den sie gerade verschlungen hatte. Sie konnte sich nur mehr dunkel daran erinnern ob dieses Cremégebilde süßlicher Natur war oder nicht. In diesem Moment schmeckte es bitter wenn nicht gar von Fäulnis befallen. Sicher nicht gut und schon gar nicht mehr wie das Stück das vor der Bemerkung noch fröhlich in ihrem Mund zermahlen wurde.

Somit war nur mehr das ehemalige Stück von Setsuna übrig. Kurze Abscheu, danach schob sie das Stück mit der freundlichsten Miene die sie nun aufbringen konnte weiter an Akari.
Hier bitte,...ich war sowieso fertig! meinte sie dazu.
Das sie sich so leicht von Süßem trennen konnte hätte sie niemals für möglich gehalten. Sie hielt es nicht einmal jetzt für Real was sie da gerade tat. Aus reiner Gewohnheit befingerte sie ihr Päckchen mit den Schokostäbchen, doch als sie merkte das sie im Begriff war eines Herauszunehmen ließ sie die Packung hörbar wieder zuschnappen.
Furchtbar dachte sie nur und schüttelte leicht den Kopf. Kaum merklich natürlich. Wie sah das den aus? Da bot man Torte an und macht solche Gesten hinterdrein?
Weiter im Text:
Als mitten in der Begutachtung ihrer Kleidung, - ob sie sich den dehnte unter ihrer neuhinzugewonnenen Masse -, aufschnappte das dass Mädchen auf der Flucht war, sah sie den Austausch von Namen nun wieder etwas weiter in die ferne rücken, den darauf musste sie natürlich ihre Neugierde besänftigen. Da half es auch nicht den Weisheiten des jungen Mannes zu lauschen der nun noch ein Stück näher abgerückt war. Bei der interessanten Story die nun zu erwarten war, musste man doch aufrücken und an den Lippen der Person hängen. Vielleicht zählte das ja zu einem dieser Unberechenbarkeitsfaktoren dazu die man als Männliche Person gerne zu haben pflegte. Rätselhafte Unberechenbarkeit. Das gelang nur den wenigsten. Ob sowas ihr Geschmack war? Normalerweise hatte sie lieber den sich ihr unterordnenden Pantoffelhelden, während sie das Zepter der Macht schwang.

Nach dieser kleinen Überlegungspause rang sie sich letztlich durch das Mädchen nun zu fragen:
Weswegen glaubst du den, dass dir jemand auf den Fersen ist? Dazu muss es doch wohl eine Begründung geben.
Mikasa begann sich nun die wildesten Geschichten auszudenken und das versuchte sie schnell zutun bevor die Antwort kam damit ihr keine Grenzen im Sinne der Phantasie gesetzt werden konnten.
Vom Raub wichtiger neuer Forschungsergebnisse im Bereich von Genmanipulation über Infiltrationsmissionen und Attentatsversuche bis hin zum simplen Bankraub oder einfach aus Rachegelüsten. Es gab viele Dinge warum man hinter jemanden her sein konnte. Was würde ihr nun präsentiert werden? Als der Junge Mann dann noch kunstvoll seine Gitarre vom Rücken nahm, dachte sie schon das er ein Ständchen anstimmen würde, aber nur kurz, da sich das nicht mit dem Auftreten das bisher an den Tag gelegt wurde deckte. Sie sinnierte weiter über Geschichten aller Art bis es zur Offenbarung kommen würde. Indessen musterte sie das Mädchen nun genauer und hing ihr nun wirklich an den Lippen, wie sie es prophezeit hatte. Wohl um von ihrer vermeintlichen Fettleibigkeit abzulenken die sie ohnehin bald wieder vergessen hatte und wieder ungehemmt im Sektor Süßes und Konsorten zuschlagen konnte.
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Fudo Akari
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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   Do Mai 08, 2014 8:15 pm

Offenbar knüpfte sie mit ihrer Frage bezüglich des Kuchenstückes an ein zuvor geführtes Gespräch an und beobachtete wie die Rothaarigen ganz offenbar der Appetit zu vergehen schien aß sie doch ihren ersten Teller, nach erfolgter Bemerkung ihres Gegenübers, nur noch schwerlich ab – als hege sie plötzlich Zweifel schon das erste Kuchenstück betreffend, nur wozu befand sich dann ein Zweites auf ihrer Tischseite? Die unschöne Bemerkung über die Sache mit der Figur einer Frau blieb von ihrer Seite natürlich nicht ungehört, jedoch zunächst unkommentiert, andernfalls müsste sie ja das Tortenstückchen ablehnen und wer würde es dann verzehren wollen? Akari selbst achtete sehr genau auf ihre konsumierten Lebensmittel und wusste ob ihres Beruffeldes sehr gut welche Kalorien sie im täglichen Shinobi-Leben locker wieder abtrainieren konnte oder gar benötigte. Dies erklärte freilich ihren Appetit auf jenes Stück Torte nicht komplett, ganz davon abgesehen dass sie kaum 20 Minuten zuvor noch damit beschäftigt gewesen war Pizza zu essen, außer sie betrachtete dieses süße Stück Hüftgold tatsächlich als Nachtisch. Sie würde wohl auf ihr Essverhalten achten müssen, denn sie wollte ganz gewiss nicht einer depressiven Esssucht verfallen und sich wortwörtlich mit Essen über den Tag hinwegtrösten, denn bisher empfand sie ihr Gewicht als optimal und angenehm. Demzufolge blieb die Frage nach ihrem Motiv wohl übrig und ließe sich ein Stück Torte mit ihrer Flucht kombinieren? Würde sie nicht vielmehr hier verweilen, Kuchen essend, und somit ihre Flucht beenden oder war sie schon weit genug gereist, hatte genügend Häuserdächer übersprungen, war um genügend Ecken gebogen und könnte hoffen zumindest Senju Hao, ihren neue Teamkameraden abgehängt zu haben? Wollte sie den vermeidlich weisen Worten des Brillenträgers glauben schenken wäre ein dauerhafter Zustand der Flucht wohl angebrachter um sich von ihren Verfolgern nur ansatzweise zu entfernen – Stillstand kontraproduktiv. Hier stand sie aber nun und beobachtete einen Teller, welcher von einer einigermaßen gut gepflegten Hand herübergeschoben wurde. Das schmale Fenster, innerhalb welchem sie noch einen Rückzieher machen konnte, schloss sich  und nun wo Kuchen und Besteck sich an ihrer Tischseite befanden konnte sie auch den letzten Schritt machen und sich einen Stuhl organisieren. “Oh danke! Das ist lieb von dir, Momentchen ich hole mir noch schnell einen Stuhl.“ Sie kündigte ihr Vorhaben lieber an, allein für den Fall der Brillenträger gedächte ihr seinen Stuhl anzubieten. Wenige Schritte später war sie am Nebentisch, welcher unbesetzt ein paar freie Sitzgelegenheiten feil bot. Sie wählte einen Stuhl aus und machte sich auf den Rückweg, allein die Aktion war dazu gedacht ein wenig Abstand zu gewinnen. Denn sie musste sich dann doch der Frage stellen, was wollte sie genau erzählen? Wortwörtlich auf den Fersen war ihr vermutlich nur ihr Teamkamerad und mit ihrer Handlung sich an ihren baldigen Tisch niederzulassen wäre sie einer Konversation mit ihrem ärztlichen Kollegen entkommen. Verfolgt wurde sie von einer Grinsekatze und in Lauerstellung hielten sich wohl ANBU bedeckt und plastisch gesprochen lauerte in ihr noch eine viel größere Bedrohung vor der es zu fliehen oder andere zu schützen galt. Mit dieser Wahl würde sie ebenfalls bestimmen was sie demnächst jenen Fremden Tischgenossen von sich berichten wollte – Entscheidungen, Entscheidungen.  Andererseits musste sie es an irgendwem austesten, sie musste wortwörtlich üben zu sagen wer sie war. Ihr Teamkollege wusste es schon, ebenfalls ein ehemaliger Patient und ihre neuen Sensei, welche derzeit mit Abwesenheit Ansehen erlangten - denn Akari war nicht unbedingt scharf darauf ihre Sensei alsbald wiederzusehen – wussten es gleichfalls. Wie wäre es also sich völlig Fremden zu offenbaren? Zwei Personen welche weder ihre Vergangenheit noch ihre Zukunft teilen würden, sondern lediglich ein Stück Gegenwart begleiteten, ähnlich einem Stücken Torte welches nur einmal gegessen werden konnte?

Akari stellte den Stuhl an jene Ecke des Tisches welche nun ihr Tischende wäre und nahm daraufhin platz. Sie zog sich den Teller mit der Torte heran, legte die Gabel daneben und beschloss – oh Wunder – sich erst einmal vorzustellen. “Dann stelle ich mich mal meinen Tischnachbarn vor. Mein Name ist Termité Akari, ich bin Iryônin und frisch versiegelte Jinjuriki des… Sie legte eine kurze Sprechpause ein, kaum länger als eine Gedankenpause, und in diese platzte natürlich ein Katzengesicht und zog eine ärgerliche Fratze, dann verwandelte sie sich in den schwebenden Kopf des Shukaku und verschaffte sich, aufgrund ihres Respektes vor dem Dämon, etwas Luft. “Akari, liebste Akari. Du sollest ihn wirklich Suna no Keshin nennen, wenn du schon etwas üben willst, üb dies.“ Kurz darauf begann der schwebende Shukaku darüber zu philosophieren wie wohl die Erdbeertorte schmeckte und wurde daraufhin von Akari ignoriert. “…Suna no Keshin. Ich bin vor Vielem auf der Flucht und Einigem werde ich nicht entkommen können, doch ich denke meinen Teamkollegen habe ich in der Stadt abgeschüttelt. Freut mich eurer Stück Kuchen zu essen.“ Vorstellungsrunde ihrerseits beendet und war dies so schlimm gewesen? Der Brillenträger dürfte aufgrund ihrer Offenbarung nicht sonderlich überrascht sein, offenbar ließ er genügend Vorsicht Unbekannten gegenüber walten, sodass die Enthüllung eines Jinjuriki für ihn nicht allzu schockierend sein dürfte. Die Reaktion der Rothaarigen könnte tatsächlich Schock sein, doch wüsste Akari dies natürlich erst genauer, sollte eine passende Reaktion ausbleiben. Inzwischen war sie zu dem Schluss gekommen, dass ihr Kuchenstück zuerst beim Herrn des Tisches gewesen war, zwei Personen mit je einem Stücken Torte, dann in Richtung Naschkatze gewandert war und nun ob der unterschwelligen Kritik bereitwillig an Akari übereignet ward. Natürlich konnte die Rothaarigen auch einfach nur großen Hunger haben, doch würde dies nicht ihren doch recht spontanen Verzicht erklären. Akari hatte ihre Lautstärke ebenfalls ein wenig gedrosselt, wollte sie doch keine Zuhörer von fremden Tischen anlocken und sollte einem ihrer Beobachter oder Zuhörer ihr Kommentar missfallen haben so würde sie dies garantiert noch irgendwie mitbekommen.

out: Die Grinsekatze ist nur für Akari sichtbar, besitzt allerdings die Fähigkeit 1-2 Posts lang bei Personen in Akari's unmittelbarer Nähe aufzutauchen (ist jedoch weiterhin nur für 1 Person gleichzeitig sichtbar) - will sagen, wer will darf sie gerne kurz NPCn.
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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   Sa Mai 10, 2014 3:23 pm

Irgendwo zwischen der Frage, wie viele Schokostäbchen die Rothaarige noch essen wollte und wieso ein Jinchûriki ausgerechnet in ein Straßen-Café flüchtete, hob Setsuna die Augenbraue, während er versuchte, den darauffolgenden Ausführungen zu lauschen. Oder über sein Umfeld nachzudenken, halb zuzuhören und ersteres zu analysieren. Das Straßen-Café war klein, es brachte nichts, sich hier zu verstecken oder dergleichen. Außerdem war es unter freiem Himmel und – um es deutlich zu denken – verdammt übersichtlich. Ein leichtes Päckchen, das man schnüren konnte und sicherlich befanden sich hier nicht allzu viele Shinobi, die gerne ein Tässchen Tee oder dergleichen tranken. Weshalb auch? Die meisten dieses leidigen Berufes standen mehr darauf, sich gegenseitig die Köpfe einzuhauen. Wenn er sich in der Rolle der Frau befinden würde, würde er sofort auf den Trainingsplatz rennen, denn die Chancen als gejagtes weibliches Individuum Aufmerksamkeit und Beschützerhormone „freizusetzen“ standen dort doch ganz gut. Eigentlich war es relativ sicher und so folgerte er einmal daraus, dass es sich bei dieser Flucht nicht um einen Kollegen handelte, der sich tarnte, um die neu versiegelte Jinchûriki zu ergattern und seinem Auftraggeber übergeben. Mit Sicherheit auch keine Umschreibung der Tatsache aus den gleichen Gründen, denn sonst würde die Frau sich nicht mit dieser „Herzenswärme“, bei welcher er die Augen rollte, bedanken und einen Stuhl holen. Letzteres sogar nochmals betonte – er hätte ihr ohnehin keinen hingeschoben, aber es war amüsant zu denken, dass die Frau offensichtlich glaubte, er könnte sich sogleich wieder zu ihnen setzen. Mit nichten hatte er dies vor und an seiner jetzigen Position hörte er gut genug mit, ohne dass er nachfragen oder sich anstrengen musste. Was die Rothaarige betraf, so beäugte er skeptisch, wie sie sich abermals ein Schokostäbchen nehmen wollte, es sich dann allerdings anders überlegte. Natürlich tat sie das, es würde auch keinen guten Eindruck machen. Dennoch konnte man sich wirklich fragen, wie dieser Körper diese Vielzahl von Süßigkeiten verarbeite. Zwar konnte sie vermutlich einen sehr guten Stoffwechsel ihr eigen nennen, der sie nicht im negativen Sinne kräftiger werden ließ, aber hieß das nicht, dass es auf Dauer gut wäre. Gewisse Nährstoffe benötigte man und wenn sich Frau über den Tag hinweg nur von Schokolade, Süßigkeiten, Torten und mehr ernährte, würde sie irgendwann in einem Kampf steen, ohne die nötige Energie zu haben. Vorausgesetzt, das hier war mehr als nur ein Einblick in ihren „Esskalender“. Aber um ehrlich zu sein, wollte er ihn gar nicht sehen.
So rückte er sich letzten Endes also nur die Brille zurecht und verschränkte dann wieder die Arme vor seiner Brust. Wie lange war es her, dass er überhaupt keinen Druck auf dieser haben konnte, ohne sich unwohl zu fühlen? Wie lange war generell der letzte Kampf her? Die Antwort auf diese unter Umständen rhetorische Frage wurde auf später verschoben, denn er erhielt nun Einblicke. Interessante Informationen. Von der Jinchûriki. Über die Jinchûriki. Rätsel, Geheimnisse. Vielleicht gar eine makabre Verschwörungstheorie, die er widerlegen konnte. Die Frage der anderen Frau hatte er einfach ignoriert, denn sie war seiner Ansicht nach vollkommen unnötig. Er war zu beschäftigt, um nochmals die Augen zu rollen, obwohl sie es verdient hätte.
Akari war also der Name. Termité Akari, was vom Vornamen einmal abgesehen nicht gerade heimisch klang, aber oft konnte man sich irren – wenn er sich hier auch selbst oft ausschloss. Dennoch war ihm das nicht wichtig. Bevor er also überhaupt auch nur einen Gedanken daran verschwendete, sich vorzustellen, legte er bei weiterer Ausführung den Kopf schief, weiter auf die Türkishaarige blickend. Es war nicht so, dass er ihren Blick nicht von ihr wenden konnte, aber so galt ihr seine volle Aufmerksamkeit und ihn lenkte nichts ab – jedenfalls bis er kurz etwas wahrnahm, dann aber die Stirn runzelte, da sich an jener Stelle keine Chakraquelle befand. Keine Gabe des Sehsinns besitzend, glätteten sich die einem Jugendlichen sowieso nicht stehenden Falten und er widmete sich wieder der eigentlichen Sprecherin. Sein Unterbewusstsein war auf der Hut. Schließlich, als Akari fertig war, legte er Daumen und Zeigefinger ans Kinn und nahm damit eine Position ein, die vielleicht ein wenig an den „Denker“ erinnerte. “Der Marder also“, war das erste, was er von sich gab und widersprach dementsprechend unwissend dem Rat von Akaris für ihn unsichtbarer Begleitung. “Du wirst das ganze Leben lang vor irgendetwas auf der Flucht sein. Es ist somit in der Tat korrekt, wenn du schlussfolgerst, einigem nicht zu entkommen.“ Fast schien es als ob er sich kurz darauf das erste Lächeln ab rang. Teamkollegen. Richtig, das war immer so eine Sache. Er selbst war im Endeffekt auch immer auf der Suche nach einem ruhigen Platz, aber letzteren fand man nur allzu selten. Selbst heute musste er sich mit seiner ehemaligen Kameradin abgeben und hätte seine Zeit lieber auf irgendeiner abgeschottenen Wiese oder an einen Baumstamm gelehnt hinter einem Buch verbracht. Vielleicht fand er die Jinchûriki gerade in einem seiner etwas sozialeren Momente leicht sympathisch. Dennoch stellte er sich nun eher aus einer Verpflichtung heraus vor. “Mein Name ist Jôcho Setsuna und für diejenigen, welche Personen nach ihren Rängen beurteilen gedenken, ein Chûnin.“ Das er ein Sensor war, sagte er nicht. Genausowenig wie die Tatsache, dass in ihm Nara-Blut floss, obwohl er sich seit früher Kindheit an geweigert hatte das Hiden zu lernen. Sein Blick ging über auf die Rothaarige, welche sich wohl nun ebenfalls vorstellen würde.
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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   Sa Mai 10, 2014 9:51 pm

Was erzählt sie den da?
Mikasa sog die Luft scharf ein als sich Akari als Jinchuuriki vorstellte.
Erzählt man das fremden Leuten einfach so?
Immerhin hat sie ihren Dämon ja gerade erst erhalten. Vielleicht macht man da solche Fehler...
In ihren Gedanken kramte sie nun nach dem bisschen das sie über Jinchuuriki und Bijuus wusste. Wirklich beschäftigt hatte sie sich damit jedoch noch nie. Wie groß war den die Wahrscheinlichkeit unter der Vielzahl an Shinobi die es gab auf einen dieser 9 zu treffen? Gering, genau. Deswegen fand sie das nie sonderlich interessant für sich selbst.
Sie musste sich erst einmal überlegen was sie nun antworten sollte und in dieser Zeit stellte sich der unbeeindruckte Setsuna vor. Anscheinend war das für ihn keine allzu große Neuigkeit und er tat so, als hätte man ihm eröffnet das Morgen die Sonne wieder aufgehen würde. Für Mikasa war das unverständlich, aber sie wurde ja die ganze Zeit schon nicht aus dem Kerl schlau. Und nun kam da eine weitere Person hinzu, aus dieser sie genauso wenig Schlüsse zu ziehen vermochte. Es war zum Heulen.
Als das ganze dann sackte und sie die Situation einigermaßen verarbeitet hatte, entschied sie für sich selbst sich nicht so direkt in diese Sache verstricken zu lassen. Denn als sie zuerst von Akari erfahren hatte das sie auf der Flucht war, da wollte sie sich schon anbieten um zu Helfen. Nun da sie wusste das, dass Mädchen einen Dämon in sich trug, war Mikasa sich sicher, dass sie auch gut allein zu Recht käme.
Was für ein Stress! dachte sie sich als sie das Update an Gedanken zum Fliehen vor Unbekannten finsteren Mächten hörte.
Was für ein Quatsch kam ihr dabei zuerst in den Sinn. Wenn man immer wegrennt lebt man nur in Angst und das ist mindestens genauso schlimm wie ne Niederlage. Aber das gab sie besser nicht zum Besten. Die Gedanken sind frei, bla bla. Außerdem sagt Dad immer: "Wenn du nichts Freundliches zu den Menschen sagen kannst, dann lass es!" Das war einer der wenigen Sprüche an dem man sich auch halten konnte ohne dabei an Schwedischen Gardinen knabbern zu müssen. Und da hatte der Kaufmann doch Recht. Außerdem konnte sie ja nicht immer rumjammern wenn ihr etwas nicht passte. Das Leben ist doch kein Wunschkonzert!

Am besten ich stelle mich auch vor:
Na gut, ich heiß' Mikasa Shingeki und bin auch ein Chuunin. Freut mich euch kennen zu lernen.
Dabei nickte sie beiden zu.
In ihrer Pullover-Tasche befand sich noch immer ihr Süßigkeiten-Päckchen. Die Anzahl der darin befindlichen Schokostäbchen hatte sich drastisch dezimiert. Wenn sie es sich Recht überlegte, war nur mehr eins übrig.
Ein Königreich für Süßes. Sie seufzte und stieß sich vom Tisch ab während sie auf dem Bistrostuhl balancierte um nicht nach Hinten wegzukippen. Sie war nun deutlich gefasster da sie sich der Situation nicht mehr so deutlich hingab. Aus dem Augenwinkel sah sie zum Jungen Mann herüber der sich ihr als Setsuna vorgestellt hatte. Sie war ein wenig enttäuscht das er ein Shinobi war und kein berühmter Gitarrist in einer noch berühmteren Band. Das hätte ihr gefallen, selbst wenn sie sich noch um ein Druckmittel hätte kümmern müssen damit er immer spielte wann sie es wollte. Aber dagegen sprach sein Dasein als Shinobi und ob ihr den eigentlich gefiel was er so spielte. Sie beschloss es vorerst mal dabei bewenden zu lassen. Er sah nicht wirklich so aus als könnte man ihm gefahrlos auf die Pelle rücken und ohne die Gitarre hätte sie das auch nicht in Erwägung gezogen. Wer sich so abzuschotten versuchte, den sollte man nicht stören. Da draußen gibt's noch andre Musiker. sagte sie sich selbst.
Das er noch immer keine Anstalten machte sich zu ihnen zu Bewegen begann sie ihm nun langsam nicht mehr übel zu nehmen.
Ihre Aufmerksamkeit ging nun in Richtung Akari. Diese Verfolgungsgeschichte erinnerte sie mehr an ein Versteckspiel da sie ja annahm gefunden zu werden. Und was dann?
Kam es zum Kampf? Würde sie sich ergeben und ihren angeblichen Schicksal fügen, wie die beiden sinnierten? Brauchte sie nun Schutz von ihr oder jemand anderen? Immerhin war sie ja einer dieser Medic-nins. Sicher waren das überaus wichtige Leute, nur wie war es dann um ihr Kampfgeschick bestellt? Mit dem Chakra das der Bijuu bereitstellen konnte und ihrem Wissen über Medizin, konnte sie sicher eine Armee mit Heiljutsus versorgen. Nur war ihr das im Kampf nützlich? Oder vielmehr als frisch versiegelte Jinchu-kraft, wie war es da um ihre Kontrolle über das Vieh bestellt? Wahrscheinlich nicht allzu gut. Wenigstens hat sie sich den Frohsinn bewahrt.
Wie geht's jetzt weiter mit dir? - nachdem du meine Torte gegessen hast. fügte sie in Gedanken hinzu. Nahm ihr das aber nicht übel. Immerhin hatte sie das Stück ja freiwillig abgetreten.
Ich meine, neben der Tatsache das du dich von deinem beinahe Sturz erhohlen wirst. Wenn du nun etwas konkreter wirst, kann man dir auch helfen. Mikasa betonte konkreter da sie diese Frage nun schon ähnlich gestellt hatte und niemand wirklich darauf eingegangen war. Sie wollte Wissen in welche Gefahren sie sich begab wenn sie mit dem Mädchen weiter Torte aß. Dabei war der besagte Teamkollege wohl das kleinste übel das erscheinen konnte, wie die Rothaarige annahm.
Andererseits war das nicht einfach nur Panik mache? Sie sollte auf ihre Fähigkeiten Vertrauen und sich der Gefahr ordnungsgemäß stellen.
Vorrausgesetzt du möchtest das man dir hilft.
sagte sie nun, was hoffentlich nicht wie ein Rückzieher klang. Wenn sie schon Hilfe anbot, dann sollte sie auch überzeugend auftreten. Tat sie das überhaupt? An diesem Tag war schon einiges passiert und das Chaoskarussell begann sich immer schneller zu drehen.
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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   So Mai 11, 2014 3:19 pm

Ganz offenbar besaß ihr Bijuu nicht das extreme Negativimage welches beispielsweise ein Kyuubi mit sich herumzutragen gedachte. Ihr Einschwänziger war im Vergleich wirklich harmlos und es waren durch seine Ausbrüche auch weitaus weniger Menschen zu Schaden gekommen, doch hieße dies im Umkehrschluss sie hätte ein einfaches Monster erwischt, einfach in der Bedienung? Mikasa stellte eine sehr gute Frage – wie sollte es jetzt weitergehen? Akari führte an sich ein gutes und weiterhin ruhiges Leben, sie war vielleicht auf der Flucht aber nicht in Gefahr und das sie die erste Zeit nach der Versiegelung unter Beobachtung stehen würde war ihr auch bewusst gewesen und nach ihrem verbalen Ausraster, im Büro ihres zukünftigen Sensei, rechnete sie inzwischen ohnehin mit noch mehr prüfenden Augenpaaren. Natürlich war dies ihr persönlicher Spaß ob sie sich nun verfolgt, bedrängt oder beschützt fühlen wollte und sie stellte fest, dass ihr ihre offizielle Vorstellung auch nicht wehgetan hatte, weder Setsuna noch Mikasa wirkten übermäßig bestürzt. Akari gehörte zu Konoha dazu ob sie nun lediglich eine Ärztin, Chunin oder Jinjuriki war und es war ja auch irgendwo wichtig akzeptiert zu werden. Wie ging es nun weiter? Akari war nicht wirklich in das Kaffee gegangen um diese Frage zu klären, natürlich wollte sie ganz gerne ihre alten Fähigkeiten zurückerhalten, lernen trotz des Shukaku weiterhin Iryônin zu sein und darüber hinaus? Die Kraft des Dämonen nutzen um irgendwann medizinische Wunder zu vollbringen? Irgendwann vielleicht, hing ja auch irgendwie davon ab inwiefern sie Jinjuriki blieb oder ähnlich ihrer Vorgängerin irgendwann beim Ausbruch verstarb. Diese Gedanken waren es jedoch nicht für welche sich die Rothaarige zu interessieren schien, doch glaubte diese jetzt tatsächlich Akari wäre auf der Flucht? Immerhin würde Akari sich kaum im Kaffee mit einem Kuchen niederlassen während sie sich mitten im Kampf befände und tatsächlich fing sie, während dieses Gedankenganges, an etwas von dem Erbeerstück zu essen. “Naja mein neuer Teamkollege ist recht nervig, aber nein ich bin nicht wirklich auf der Flucht in dem Sinne das ich in Gefahr wäre. Sagen wir ich flüchte vor dem was ich werden könnte. Konohagakure kann vielleicht ein bisschen Angst vor Ihm haben, aber ich fühle mich hier wohl und das soll auch so bleiben.“ Kryptisch? Sie fühlte sich hier wohl obwohl es inzwischen Personen gab welchen sie fast die Pest an den Hals wünschen würde? Vielleicht musste sie sich einfach nur so wie früher verhalten: freundlich, zuvorkommend, hilfsbereit und dann wäre alles rosaflauschig? Allerdings stimmte was Setsuna sagte ebenfalls, kannte er sich damit genauer aus? Es passte ganz gut zu Akari zu fliehen, sie hielt nicht an und stellte sich einem Gegner, etwas Unangenehmen oder einer Herausforderung zumindest nicht in dem Sinne wie ein normaler kampferprobter Shinobi, denn sie kämpfte lieber um ein Leben, ein bisschen Hoffnung und war im Kern friedliebend. Veränderte sie die Anwesenheit eines Bijuu namens Shukaku dann nicht doch ziemlich heftig? War sie vor Ihm auf der Flucht, demzufolge vor sich selbst? Schwierige, selbstkritische, philosophische Fragen und womöglich noch eine neue Frage. Wer sollte sie später sein? Ein Mädchen das sich von Shukaku steuern ließ oder eine Jinjuriki welche ihren Willen dem Bijuu aufzwang? Wie ging es mit ihr weiter? Akari begann an ihrem Kuchen herumzustochern, wirkte ein wenig in Gedanken, ja als wäre ihr dieser Gedanke erst jetzt gekommen, gut das Mikasa gefragt hatte. Tenzou-sama wollte einen Plan machen, sollte sie sich auf ihn verlassen und ihrem Sensei die Verantwortung überlassen? Sie war hier unter gleichrangigen, unter Chunin und unter Garantie besaßen ihre Tischnachbarn trotzt des kleineren und größeren Altersunterschieds einen ähnlichen Erfahrungshorizont, vom Bijuu ganz abgesehen, wieso nicht fragen? “Ich bin auch Chunin. Hmm also findet ihr es okey mit einem Gefäß gemütlich zu plaudern?“ Akari hätte wohl Angst, weniger das sie beim Ausbruch sterben würde, sondern das dieses große sandfarbene Ungeheurer mal eben alles in eine Wüste verwandeln könnte, umgestalten und vernichten. Da gab es so ein Siegel und das war alles. Ein mächtiges Symbol und dennoch ein paar ehemalige Pinselstriche auf ihrem Bauch, weiterhin sichtbar, wandelbar und scheinbar so dünnwandig im Vergleich zu dem was innerhalb zu hausen vermochte. Shinobi lebten mit der Gefahr, doch deswegen musste man sich dieser ja nicht freiwillig aussetzen. Es war seltsam, doch Akari wollte plötzlich wissen wieso sie akzeptiert wurde, denn sie selbst konnte es auch eher schwer akzeptieren, obgleich sie freiwillig zugestimmt hatte oder war dies lediglich eine subjektive Erlebniswelt? Nicht ihre Umwelt änderte sich, sondern sie selbst?
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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   Mi Mai 14, 2014 9:54 pm

Sie zog die Luft ein. Natürlich zog sie die Luft ein, denn so reagierten wohl die meisten Menschen auf diese neue Errungenschaft an Informationen. Sie sofort verarbeiten konnten nur die wenigsten, denn wenn es einmal ausgesprochen war, sah man etwas anderes als den Menschen vor sich. Letzterer hätte noch so nett sein können, noch so hübsch und zuvorkommend – noch so charmant. War die Information erst einmal an der frischen Luft, so sah man zumindest zeitweise nur noch das Monster. Und das war es, was die Individuen oftmals abschreckte. Ob es ihm genauso gehen würde, wäre er kein Sensor? Das waren Dinge, die er nicht erörterte. Warum denn auch? Die Gegebenheiten waren, wie sie nun einmal waren. Warum sollte man sich bemühen, die Welt zu verändern? Im Endeffekt war es ihm gleich, ob sich etwas veränderte oder nicht. Im Endeffekt war es vollkommen egal. Irgendwo dort draußen würde selbst nach einer Veränderung irgendein Idiot wieder zu der Annahme geleitet werden, es sei vor jener Veränderung besser gewesen. Also würde die Welt sich wieder einpendeln. Es würde wieder irgendwo neu beginnen und so weiterfließen im Strom der Zeit, welcher ihn sowieso nicht interessierte. Märtyrer waren für Setsuna bemitleidenswerte Menschen. Und Weltverbesserer starben sowieso immer früh und konnten nicht viel aus ihrem Leben machen. Zwar war der Jôcho kritisch veranlagt und stellte oft Dinge in Frage, doch hatte er gelernt, gewisse Informationen fast stoisch aufzunehmen. Nur selten machte er den Fehler, aus sich herauszugehen. Nur selten zeigte er Nerven und wenn doch, dann nur, weil ihn eine Situation ungemein mitgenommen hatte. Und wenn sie es sogar sehr tat... dann machte es „Klick“, ein Schalter wurde umgedreht und er würde sich nur noch schwammig an das Darauffolgende erinnern, beziehungsweise es lieber vergessen. Vermutlich würden diejenigen, welche es mitbekommen hatten es auch. Jedenfalls war Setsuna jemand der mit Entscheidungen zurechtkam, Disziplin hatte und sich selbst immer wieder auf die Probe stellte. Aufnahmen, Interpretieren, die Effizienz darin herausfiltern und dann für Kalkulationen verwenden, die dann von anderen ausgewertet werden konnten. Beispielsweise um eine Mission erfolgreich zu beenden. Das war momentan sein Weg, war es schon immer gewesen. Also hatte er bis auf eine kleine Unsicherheit auch diese Information über Shukaku in sich aufgenommen. Einfach so. Stoisch. Monoton. Vielleicht sogar ein wenig desinteressiert wirkend. Arrogant. Immerhin stand er immer noch abseits, spürte genau den Blick der Rothaarigen, welche sich als Mikasa vorstellte, auf sich. Aber kümmerte es ihn? Mit nichten. Was die Leute von ihm dachten, war ihm egal. Seiner Meinung nach, waren die meisten minderbemittelt und in eine falsche berufliche Schublade gesteckt worden. Zu oft kam er bei Missionen zu diesem Entschluss.
Die Frage, wie es nun weiter ging, war allerdings berechtigt – obgleich ihn insgeheim vielmehr das Siegel interessierte, welche das „Monster“ verbarg, wenn man den Ichibi als ein solches Wesen bezeichnen wollte. Monster. Er musste fast ein wenig leidlich schmunzeln. Sie alle hatten doch ihr Monster – und das es kurz darauf um nervige Teamkollegen ging, entlockte ihm fast ein wenig Sympathie für die Jinchuriki. Aber nur fast. Dennoch... sich vor dem fürchten, was man werden könnte. Setsuna kannte diesen Gedanken, diese Angst. Er lebte mit ihr jeden Tag. Manchmal war sie dauerhaft konstant, manchmal wurde sie durch etwas anderes überschattet oder gar verborgen. Letzteres waren die schönsten Momente, doch von ihnen gab es in der letzten Zeit redlich wenig und das vermisste er sogar. Er schloss die Augen, versuchte sich zu erinnern. “Oftmals ist es nicht möglich, keine Angst mehr zu empfinden – in 99,9% der Fälle um genauer zu sein. Es liegt an einem Menschen, einen Weg zu finden, damit zu leben. Angst ist etwas, das immer bei dir bleiben wird. Manche meiner Art würden nun heuchlerische und kindische Sprüche klopfen, dass dies nicht der Fall ist. Wieder andere würden dir verraten, dass du mit Freunden und Familie alles, was dir entgegengeworfen wird, zurückschlagen und überwinden kannst. Beides stimmt nicht. Es liegt einfach nur an dir. Ob du es zulässt oder nicht, das ist deine Entscheidung. Ob du weiterhin die Kontrolle behältst? Das kann dir niemand sagen und wird dir auch niemand sagen können – denn niemand kennt dich besser als du selbst. Und bis du dich selbst genug kennst und weißt, wie du selbst am besten damit umgehen kannst, wirst du dich zurückziehen.“ Vermutlich standen sie an verschiedenen Enden einer Ebene, mit dem Rücken zueinander. Irgendwo hatten sie beide auf dieser Höhe ein Geheimnis und konnten erahnen, wie der andere sich fühlte – aber sie gaben es nicht zu. Eine stumme Einverständniserklärung, dass nie ein Wort darüber verloren werden würde. Nicht direkt jedenfalls. Setsuna nahm die Brille von seiner Nase und merkte sofort, wie es in der Ferne unschärfer wurde. Aus seiner Tasche holte er das Putztuch heraus, mit welchem er die Gläser säuberte, während er fortfuhr. “Vielleicht nicht okay, aber in Ordnung. In gewisser Hinsicht sind wir alle Gefäße. Es gibt sie in Religionen für Seelen oder Körperteile werden in den eigenen Körper versiegelt. So viele Beispiele hierfür rangen sich aneinander. Wieso sollte es also merkwürdig sein, mit einem Gefäß zu reden? Meiner oft unterschätzten Meinung nach ist ein Gefäß nichts schlechtes.“ Zu Ende gesprochen habend, setzte er das Sehgestell wieder auf und blinzelte ein paarmal. Dann schüttelte er genervt über sich selbst den Kopf und dachte ganz bei sich, dass er Gesellschaft verabscheute.
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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   Fr Mai 16, 2014 7:15 pm

out: Hab nen PC organiseren können^^

Sie balancierte noch immer auf dem Bistrostuhl. Nun da man sie informiert hatte, dass keine Horde hochqualifizierter Ninja hinter dem Mädchen her war, um ihr den Bijuu aus dem Innern zu reißen, fand sie die Angelegenheit fast schon zu langweilig. Aber konnte man sich auch auf das Wort von jemanden verlassen der einfach so zugab einen Dämon in sich zu tragen? An ihrer Stelle hätte Mikasa das natürlich für sich behalten. Andererseits hatte sie keine Ahnung was es bedeutete ein Jinchuuriki zu sein,  also befand sie,  dass man das Behandeln konnte wie man wollte, solange man nur mit dieser Information umgehen konnte. Ihr kam die Gesamtsituation irgendwie leichtsinnig vor, obwohl keine Gefahr bestand. Zumindest keine von Außen. Wer wusste den schon wann das Vieh im Inneren von Akari nicht doch einen Ausbruch wagen würde? Nein, sie beschloss sich keine Gedanken mehr um solche Dinge zu machen. Das würde nur zu unnötigen Stress führen und Heute hatte sie immerhin frei...
Der Satz wiederholt sich, hm? stellte sie sich selbst eine Frage um aus diesem gedanklichen Teufelskreis zu entkommen. Von daher waren diese Gefäß-Metaphern erstaunlich treffend für jeden Menschen. Das nahm sie natürlich zur Kenntnis aber mit Ethik und Religion hatte sie sich nicht wirklich anfreunden können. Aberglaube und Vorhersehungen und was es noch alles gab. Warum damit belasten wenn nichts dabei rauskommt? Also nur Theoretisch und nicht greifbar. Davon konnte sie sich nichts kaufen und auch keine Gegner in die Bredouille bringen. Also wozu?
Soviel Gedanklicher Quark...  Am liebsten hätte sie einen Kopfstand gemacht damit sie nicht soviel über Dinge philosophieren musste auf die sie weder Reagieren noch sonst wie Einfluss nehmen konnte.
Sie entschied sich die Arme vor der Brust zu verschränken. Eine unbewusste Geste. Trotzdem signalisierte das nicht Abwehr? Na ja immerhin war sie doch skeptisch was die ganze Situation anging. Dann dachte sie an etwas anderes:
Wenn ich mit meinem Wissen hier jetzt nochmal vorbeilaufen würde, dann würde ich definitiv in keine Bistrostühle mehr laufen.
Schon wieder? Der Bistrostuhl wurde nun allmählich zu ihrer Lieblingsausrede für alles. Sie sah kurz auf eine der Armlehnen, wagte es aber nicht die Verschränkung ihrer Arme zu lösen um die Lehne in Anspruch zu nehmen.
Also im eigentlichen Sinne empfinde ich dich nicht direkt als Gefäß. Sicher das Ding ist in dir drin versiegelt, aber im Endeffekt besitzt du mehr Einfluss darauf als es auf dich.
Sie konnte nur Mutmaßen und eigentlich war sie doch gar nicht bestrebt die Thesen der beiden zu wiederlegen aber irgendwie fand sie, dass ein Mensch - ob Jinchuuriki oder nicht-, den man als Gefäß zu sehen pflegte zumindest etwas trauriges und für sie sofort etwas negativ behaftetes war. Also wollte sie doch zumindest davon ablenken oder Abstand nehmen.
Ich schätze du hast es damit selbst in der Hand ob du wirklich nur ein Gefäß bist, oder aber ob du nicht mehr erreichen kannst! Denn du bist die Barriere die es zu überwinden gilt. Und das ist ja wohl dein Druckmittel gegenüber ... Suna no Keshin.  Den Namen des Dämons sprach sie unsicher aus.
Jedenfalls ist er ohne dich nichts, demnach solltest du Miete dafür verlangen, dass er in dir wohnen darf. Mir würde es nicht reichen eine simple Hülle für eine größere Macht darzustellen. Zumindest nicht wenn ich nicht versucht hätte diese Macht für meine Zwecke zu nutzen. Sie vermied das Wort „Missbrauch“ das sie in den letzten Satz hätte streuen können. Womöglich machte sie Akari noch ein schlechtes Gewissen.
Sie wird sich bereits viel mehr mit sich und der Sache beschäftigt haben müssen, deswegen wird sie es wohl wenig spannend finden was ich da erzähle.
Was sie als Bezahlung fürs Wohnen als angemessen hielt, wusste Mikasa selbst nicht. Soweit reichte ihr Wissen über diese 9 Dämonen nicht aus. Nur das sie sehr mächtig waren und man diese Macht doch wohl kanalisieren konnte, um sie für sich selbst zu benutzen. Das fand sie nun spannend. Irgendwie sah sie diesen Dämon als eine unersättliche Energiequelle und wog nun die Vor- und Nachteile davon ab. Für sie war so ein Ding vielleicht gar nicht schlecht. Ihre lausige Chakrakontrolle fiele dann nicht mehr ins Gewicht. Andererseits wenn sie diese Schwäche noch weiter vernachlässigte klappten ihre Techniken wohl nichtmehr egal wieviel Chakra sie zur Verfügung hätte.
Und der Versuchung dieses Chakra ohne Sinn und Verstand in die Welt zu pulvern würde sie definitiv nicht wiederstehen können. Und wenn schon ein vermeintlicher Vorteil zum Nachteil ausgelegt werden konnte, dann wollte sie gar nicht erst über die negativen Aspekte nachdenken. Ganz im Gegensatz zu dem Mädchen das ihr Gegenüber saß. Sie musste sich mit dem ganzen tagtäglich befassen. Kurz und knapp: Die Sache war nichts für sie und ließ sich zum Glück auch nicht wirklich umsetzen.
Ich wäre ungern nur ein Gefäß für irgendwas. Ich kann mich schlecht in deine Situation hineinversetzen und wahrscheinlich ist das frech wenn ich das so sage, aber ich würde den Dämon als Sprungbrett benutzen wollen, damit er dich nicht benutzen kann. Das ist wol sicher leichter gesagt als getan.
Angst spielt wohl auch eine Rolle im Kampf gegen die (Über)-Macht! das fügte sie nur in Gefanken an.
Wie auch immer es ist ein Alptraum...nur kann man diesen wohl mit viel Aufwand selbst gestalten dafür jedoch nicht aufwachen
Sie stellte sich die Frage, ob sie als Jinchuriki mit ihrem Dämon klar käme. Dann stellte sie sich die Frage ob überhaupt jemand der noch einen klaren Verstand besaß irgendwie mit dieser vernichtenden Last klar käme. Wohl eher nicht. Und doch empfand sie gehörigen Respekt. Immerhin nahm sie selbst schon reißaus wenn sie zwischen den Vor- und Nachteilen abwägte, was lächerlich im vergleich zum Alltag von so einem gepeinigten Jinchuriki war.
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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   Sa Mai 17, 2014 3:56 pm

Falsche Erwartungshaltung oder eher falsche Fragstellung? Wohl eher falsche Generation, denn woher sollten sie, die Chunin, Angst, gar Terror in Anbetracht der Gedanken an einen Bijuu kennen? Nicht einmal vor ihrer eigenen Versiegelung, oder dem eigentlichen Kampf, war ihr damals die Tragweite ihrer Entscheidung bewusst gewesen, jene das sie ein mächtiges Wesen beherbergen sollte. Ihre Vorgängerin war offenbar wunderbar mit ihrem inneren Biest zurechtgekommen, Hyuuga Kaori, die Stellvertreterin der Hokage und ganz offenbar war diese nicht mörderisch oder depressiv mit ihrem Gefäßstatus hausieren gewesen, andernfalls würde ihre Generation anders mit dem Thema umgehen. Bevor sie sich an Shukaku heranwagen könnte müsste sie wohl erst einmal Kaori gerecht werden und demzufolge fragte sie genau die falschen Personen, eine Antwort zum Thema Kaori gab es hier nicht zu finden oder zumindest würde sie nicht danach fragen, nein dies wäre ein späteres Kapitel wert. Kapitel! Als dächte sie bereits in Kapitelüberschriften für ihr Tagebuch, doch würde sie es regelmäßig führen könnte dort ihr Leben notiert stehen und indirekt gäbe es dann auch eine Art Anleitung für das Leben mit dem inneren Dämon. Nun gut, so weit in die Zukunft zu schauen lohnte sich nicht, denn Selbige änderte sich praktisch mit jeder Minuten. In der aktuellen Gegenwart lauschte sie daher den Antworten ihrer Gesprächspartner und kam nicht umhin Unterschiede in der Betrachtungsweise festzustellen. Vermutlich wäre es eine gute Frage für die schriftlichen Chunin-Prüfungen gewesen, denn nicht das allgemeine Thema ‚Bijuu im eigenen Dorf’ fand sich in den Ausführungen wieder, nein vielmehr boten ihre Tischnachbarn ehrliche Einblicke zu ihrem inneren Standpunkt. Zu ihrem Wahrheitsgehalt konnte Akari sich natürlich nicht sicher sein, dafür kannte sie weder Mikasa noch Setsuna lange oder gut genug, doch die Argumente schienen gut zum jeweiligen Chakrakter zu passen und gleichzeitig lernte sie diese Unbekannten ein wenig besser kennen.

Die Sichtweise von Mikasa gefiel ihr dabei ziemlich gut. Sie skizzierte damit ein Wunschdenken, einen nicht perfekten aber erreichbaren Zustand sozusagen ein positives Endprodukt, welches sich nicht nur als Spielball des Dämonen lediglich seine Kraft ausborgte. Die Metapher mit der Miete war ausgesprochen lustig und Akari lächelte daraufhin sogar, denn irgendwie stimmte es, die einzige Alternative für den Sandämon wäre die erneute Verbannung in ein Tongefäß oder schlimmeres gewesen, insofern müsste er Akari tatsächlich dankbar sein - für ihr Angebot ihn aufzunehmen. Allerdings besaß Akari keinen direkten Zugang zu Shukaku um es ihm unter die Nase reiben zu können, noch waren sie beide durch das Siegel zu eingeschränkt. “Miete? Da muss ich mir mal eine Rechnung erstellen, im Moment trage ich ihn ja frei haus spazieren und dabei erlebt er noch soviel mehr als damals in seinem Tongefäß und weit vor mir als Barriere steht natürlich noch das Siegel. Ansonsten, klar habe ich mich für die Versiegelung entschieden um auch meinen Nutzen daraus zu ziehen, dauert wohl nur noch eine Weile.“ Am Ende des Tages bliebe diese Idee für Akari jedoch nichts anderes als eine Variante oder eine Anekdote die sie in ihr Tagebüchlein schreiben könnte, denn sie stimmte eher der Meinung des Brillenträgers zu, denn der Rothaarigen, noch war Akari einfach nicht soweit um tatsächlich über den Tellerrand zu blicken, doch ihre damaligen Gefühle ließen sich freilich nachplappern.

Was Setsuna betraf so blieb sie ihm im ersten Moment eine Erwiderung schuldig und aß stattdessen ihr Tortenstück in Ruhe auf. Es erschien ihr eindeutig einfacher sich mit der Jüngeren zu unterhalten, da deren Ansichten ziemlich weit weg von Akari’s momentaner Wirklichkeit waren. Innerlich konnte sie ihm nur zustimmen, obgleich seine Statistik ganz und gar nicht den traditionellen Shinobi-Lehren zu entsprechen schien, welche Emotionslosigkeit lehrten oder brauchte es jene Lehren lediglich um einen Weg zu finden die Angst zu unterdrücken? Demzufolge bräuchte Akari einen Lehrmeister in Sachen Jinjuriki um aus ihrer Depression herauszukommen und die Frage wo sie solch eine Person finden sollte war noch völlig ungeklärt, wahrscheinlich war jedoch ein anderer Dämonenträger. Hieße dies gleichzeitig die Lösung wüsste einer der anderen beiden Konoha-Jinjuriki? Zumindest konnte sie zunächst erst einmal diese Adressen abklappern, doch Setsuna schien die Genauigkeit seiner Aussage nicht beziffern zu können weil er keine Ahnung über das Thema besäße, wohl eher im Gegenteil. Ein kurzer Gedanke keimte in ihr auf, konnte es sein das er ebenfalls? Nein, woher denn? Akari wusste natürlich nicht ob Jinjurikis sich gegenseitig erkennen oder die Bijuus sich gegenseitig wittern konnten, doch ging sie wie selbstverständlich davon aus eine Art Radar zu besitzen, nicht ihre Sensor-Technik über welche sie derzeit keine ausführbare Kontrolle besaß, eher etwas intuitives. Möglich das er allgemein über das verbreitete Thema der negativen Schicksalsschläge sprach, es gab eine erstaunlich große Anzahl an Shinobi mit tragischen Hintergründen und vermutlich sprach er noch aus Erfahrung. Eine Erfahrung welche Mikasa entweder nicht besaß oder gekonnt versteckte. Einfacher Unterschied zwischen Optimisten und Pessimisten? Ihre innere Gefühlswelt war genau entgegengesetzt und demzufolge mussten beide Gruppen erst erlernen die Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Es fiel ihr nicht schwer ihm zuzustimmen, insofern das sie sich vermutlich nach diesem Ausflug ins Kaffee wieder zurückziehen würde, doch seine zweite Aussage machte sie ein wenig stutzig, erst so genau und danach allgemein und ausweichend? Womöglich war es auch nur ihre eigene Einstellung zu der ganzen Sache oder Setsuna brachte lediglich ein Beispiel, doch Akari war sicherlich kein religiöses Gefäß für die Seele des Schutzkranich des Sandes, wenn dem so wäre müsste sie nur an den passenden Ort der Welt gelangen wo man ihr huldigen würde. “Freunde und Familie können allerdings hilfreich auf dem Weg sein die eigenen Entscheidungen zu festigen und man gewährt ihnen daher ja auch Einblick ins eigenen Leben, aber ich weiß was du meinst und ich betrachte es eher als Fortschritt gerade hier im Kaffe zu sitzen und nicht nur in meinem Zimmer, sozusagen ein kleiner Ausflug in die Außenwelt.“

Demzufolge war es auch nicht weit sich die Frage zu beantworten weshalb sie gerade an diesem Tisch ihr ‚Geheimnis’ preisgab Jinjuriki zu sein, es durfte einfach kein Geheimnis bleiben nicht vor ihrem Dorf, denn ihre Familie wusste es ja schon, Arisu, Mai und Ayioma waren schließlich dabei gewesen. Die Reaktion auf ihre Frage bestätigte ihr zumindest, dass sie nicht zwangsläufig automatisch als Monster gesehen werden musste und selbst wenn, besaß der Mensch die Fähigkeit im gewissen Sinne über seine Vorurteile hinwegzublicken oder sich eine neue veränderte Meinung zu bilden.
“Du hast ihnen die Sache mit dem Siegel erzählt?! Himmel, wenn du wüsstest wie es funktioniert oder gelöst wird würdest du ihnen das auch noch beichten? Geh doch gleich zur nächsten Verbrecherorganisation und heulte ‚Ich weiß gerade nicht was ich mit meinem Leben anstellen soll, habt ihr eine Idee?’ Du bist echt zu vertrauensselig. Bist du schon auf den Gedanken gekommen du hättest allen einen Gefallen getan dich bereitzuerklären? Nein? Oh, warte, darf ich? Darf ich?“ Die Worte kamen von ihrem abgegessenen Kuchenteller, denn dorthin hatte sich das Katzengesicht projiziert und Akari war schon automatisch dabei gewesen die Grinsekatze zu ignorieren, sodass sie am Ende zu langsam hinter seine tatsächlichen Worte kam und seltsamerweise gab es schon keine Katze mehr, als sie zu einer Antwort ansetzen wollte.

Selbige erschien direkt im Blickfeld von Setsuna und zog eine Grimmasse indem sie ihre Beißerchen blitzen ließ. “Berufspessimist? Was nutzt dir eine unsichere Jinjuriki? Aber ich könnte ein gutes Wort bei Shukaku für dich einlegen, immerhin stehen die Chancen offenbar ganz gut, dass sie bei einem Ausbruch vor Angst zurückweicht.“ Natürlich handelte die Grinsekatze gerade nicht im Interesse von Akari, doch sie wollte auch nicht die Gelegenheit verstreichen lasen ihrer bevorzugten Nahrung an die Macht zu verhelfen und dies war nun einmal das pure Bijuu-Chakra und keine Mixtur mit halbgaren Medic-Anteilen, welche ständig in ihrem System zurückblieben, wenn sie versuchte, im Versuch an alte Zeiten anzuknüpfen, Medic-Techniken zu erschaffen, frei nach dem Motto ‚Das konnte ich schon immer, dass muss doch klappen’. Der Floh war flink und konnte im Notfalls seinen Standort auf dem Brillenträger so schnell verändern, dass selbiger kaum mehr feststellen könnte, als das sich etwas auf ihm befände, sofern er überhaupt so gut war.
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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   Mi Mai 21, 2014 10:37 pm

“Stell dich nicht so an. Los, steh auf. Es sind schon ganz andere gefallen. Was ist? Willst du deiner Familie, deinem Clan, Schande machen? Du bist doch sonst auch so intelligent, was nun? Wo ist deine Intelligenz jetzt? Tz, du verschwendest meine Zeit, Setsuna.“ Er hatte die Augen geschlossen und die Hand zur Faust geballt. Vielleicht sah man die Anstrengung in seinem Gesicht kurzzeitig aufblitzen. Anstrengung die es kostete, jene Erinnerung aus seinem Gedächtnis zu erlöschen. Wie eine Kerze auszupusten. Was redeten sie da? Er verstand es nicht. Würde es niemals verstehen. Er war nicht dafür geschaffen, es zu verstehen. Wovon redeten sie? Was redeten sie? Nein, das stimmte alles nicht. Er mochte die Richtung nicht, die das Gespräch genommen hatte. Freunde und Familie. Hilfreich. Das Bijû als Sprungbrett benutzen. Wer sagte einem, dass fremde Macht jemals eine Sprung herbeiführen würde? Wer sagte, dass sie kein Loch in den Boden riss? Es war dumm anzunehmen, dass so etwas überhaupt möglich war. Es war dumm seine Augen vor dem wahrscheinlichen Ausgang der Dinge zu verschließen und es war noch dümmer auf die Hilfe anderer Leute zu vertrauen. Als Setsuna seine Augen wieder öffnete, hatten sie fast einen dünkleren Ton angenommen, doch konnte es auch nur daran liegen, dass er den Kopf leicht gesenkt hielt und seine Strähnen Schatten in sein Gesicht warfen. Mehr Einfluss des Jinchûriki auf den Bijû? Mit nichten. Schon gar nicht, wenn er sich Akaris Auftreten besah. Nicht wirklich sicher. Nicht geschult. Sie war unsicher, hatte nach dem Gefäß gefragt. Gedanklich konnte sie den Ichibi ohrfeigen, wie sie wollte. Es machte ihm nichts aus – aber würde er es tun, würde die Welt sich für sie verdunkeln. In diesem Stadium von so etwas zu sprechen, wie Mikasa es tat, war seiner Ansicht nach reines Wunschdenken. Er war gereizt. Weil er nicht verstand, warum es gerade wieder auf Familie hinauslief. Auf Freunde. Woran lag es? Daran, dass er keine Freunde hatte und wenn doch... dass die einzige Freundin, die er jemals hatte, gerade im Krankenhaus lag und um ihr Leben kämpfte und ihr Vater niemanden zu ihr ließ, sie verrecken ließ? Schon seit verdammten etlichen Jahren?
Setsuna atmete tief durch, wissend, dass er unprofessionell wurde. Er wusste um seine Angreifbarkeit in diesen Tagen. Aber sicher... er hatte das Recht. Oder verspürte er tatsächlich so etwas wie Neid? War es diese Regung? Familie hier. Familie da. Mit Freunden schaffte man alles. Der Pessimist und Schlechtmacher in ihm ließ grüßen – nein, für ihn war es der Rationalist. Fubaki verstand es nicht. Takeo verstand es nicht. Diese beiden schon gar nicht. Niemand schien ihn zu verstehen. Vielleicht sein Onkel. Vielleicht sein Dienstherr. Aber waren diese hier? Nein, sie waren spontan gesagt ganz weit weg und unerreichbar. Er hatte seiner Familie einen Einblick gewehrt in das Leben. Sein Leben. Wie er leben wollte. Wie hatte man es ihm gedankt? Man hatte ihn drangsaliert. Er hatte sich beweisen wollen. Man hatte ihn vor sich knien lassen, um zuzuschlagen. Er war wieder aufgestanden. Man stieß ihn immer wieder zu Grunde. Bis jetzt stand er immer wieder auf – aber der Preis war hoch. Zu hoch, denn manchmal fand er keine Ruhe. Dabei hatte er es versucht. Akzeptiert zu werden. Auf seine Art und Weise. Nur ließ man ihn nicht. Und so war er der Mensch geworden, der nun vor diesen beiden jungen Kunoichi stand.
Aber ja, Mikasa hatte es gegen Ende eingesehen. Es war leichter gesagt, als getan. Für Kontrolle brauchte es Training und für Training einen Lehrmeister. Jemand, der etwas von seinem Werk verstand. “Du glaubst es zu wissen, aber lege dich nicht darauf fest.“ Es war eine fade Antwort, doch so sehr er sich dafür auch hasste, fiel ihm nichts besseres ein. Nein, ihm fiel nichts ein, denn er war damit beschäftigt, sich zu fragen, wann ihm jemals Gesellschaft gut getan hatte – das Ergebnis gefiel ihm nur noch weniger. Er hätte diesen beiden Geschichten erzählen können. Von einem kleinen Jungen und von einer nach außen hin wunderschönen Frau mit pechschwarzem Haar; die allerdings im Licht einen weiten Schatten warf, welcher den Jungen jedes Mal einholte, wenn er versuchte, ihr zu entkommen. Der ihn würgte. Schüttelte. Ja, vielleicht ahnte Akari etwas. Vielleicht konnte sie am ehesten nachempfinden, wie es ihm ging, wenn sie ihn kennenlernte – doch Setsuna fand nicht, dass sie das Recht hatte, es zu wissen. Das war seine einzige Geschichte. Außerdem... in gewisser Hinsicht war es eine Schande, über ein Leben zu richten, dass man ohnehin nicht ändern konnte. Akari war eine Jinchûriki. Konnte man es ändern? Nein. Ihr Lebensweg war vorherbestimmt. Mikasa war vernarrt in Süßigkeiten und optimistisch – konnte man das ändern? Unter Umständen, aber er selbst würde nichts dazu beitragen können. Dafür erschien sie ihm zu willensstark in diesem Moment – wobei hieran vielleicht auch etwas gutes haftete. Mit einem Ruck stand Setsuna schließlich wieder gerade und fuhr sich mit der Hand durch den Nacken. Befreite sich von diesen Ketten, die sich jedes Mal bei einem solchen Thema um ihn schlangen. Noch immer. Konzentration war gefragt. Auf das Wesentliche. Rätsel. Ablenkung. Rätsel. Ablenkung. Nachdenken. Lösen. Probleme. Nicht mehr vorhanden.
Ein fast desinteressierter Blick war es, welcher daraufhin für die Anwesenden mit einem Mal an einem bestimmten Punkt zum Stehen kam. Sich kräuselnde Augenbrauen. Darunter blaue Iriden, die das freche Grinsen einer Katze erkannten, deren Chakraspur er wohl vorhin kurzzeitig erkannt hatte. Einmal da und wieder fort. Auch jetzt nicht von Konsistenz und er fragte sich, woher sie kam. Oder wann sie wieder ging. Unsichere Jinchûriki. Sie nützen nur in dem Falle was, dass man sie wahrhaftig auf Teufel-komm-raus in ein Schlachtfeld schickte, um ein Heer zu vernichten. Ausbruch. Tode. Krieg gewonnen – so oder so ähnlich hatten es sich diverse Personen mit Sicherheit einmal vorgestellt und der ein oder andere sah ihn ihnen immer noch eine Waffe. Er brauchte allerdings genauso wenig ein gutes Wort bei Shukaku. Stattdessen versuchte er die Linien zurückzuverfolgen. Es hatte etwas Gutes ein Sensor zu sein, doch der Punkt, den er suchte, war so klein, dass es anstrengend und schwierig wurde. Immer wenn er glaubte, etwas zu haben, wechselte es den Ort. Er hatte eine Ahnung. Shukaku. Gutes Wort. Jinchûriki vor ihm. Es war logisch geschlussfolgert, woher dieses Ding stammte. “Es ist alles gut und schön. Miete und Macht.“ Seine Augen beobachteten immer noch die Grinsekatze, doch richtete er das Wort an Mikasa und Akari. Sicherlich hätten diese die Augen auf jenes Geschöpf geworfen oder darauf geantwortet, hätten sie die Worte vernehmen können. Schlussfolgerung Nummer zwei abgeschlossen. “Aber etwas zu kontrollieren, das nicht kontrolliert werden will, bringt die meisten Menschen um. Keine Sorge, ich bin es gewohnt, als Pessimist und dergleichen bezeichnet zu werden und wahrlich, ein solcher bin ich auch – aber mach nicht den Fehler, die Augen vor der Wirklichkeit zu verschließen und dir eine rosarote Brille aufzusetzen. Denn dann siehst du nicht die Steine, die es vom Himmel regnet und alles unter sich begraben – dich inklusive.“ Mit einem Ruck wischte er durch das freche Gesicht, auf dass es verschwand. Missmutig war sein Gesichtsausdruck und er schüttelte sich kurz, um was auch immer es war, von sich zu werfen, ehe er sich an die Schläfe fasste. “Trotz allem würde ich dir raten, die Bekanntschaft mit Mikasa zu vertiefen, denn sie scheint einen Optimismus zu offerieren, den du wohl sehr gut gebrauchen kannst.“Im Gegensatz zu mir, denn ich lebe in einer nicht mit Watte überzogenen Welt und kalkuliere mir die Dinge vorher aus, was einfach logischer und besser ist., fügte er in Gedanken noch an. “Nun denn. Mich würde dennoch interessiere, wie du es anstellen würdest, einen Dämonen, wie du seinesgleichen nennst, zu zähmen, Shingeki Mikasa. Wie würdest du so etwas ohne Lehrmeister schaffen wollen? Zu ihm gehen und ihm Schokostäbchen mitbringen, sodass ihr ein hübsches Kaffeekränzchen abhalten könnt? Wahrlich, das würde mich wirklich interessieren. Wie ist deine Theorie, beziehungsweise wie sieht sie aus?“ Mit Skepsis im Blick hob er in Richtung der Rothaarigen eine Augenbraue.
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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   Sa Mai 24, 2014 9:39 pm

Setsunas Bemerkung über ihren Schokostäbchen-Fabel überhörte sie gekonnt. Wutadern standen ihr nicht gut zu Gesicht und aufregen wollte sie sich nicht. Sie hatte etwas behauptet auf das er keine Lebensweisheit hatte, die so Recht passen wollte. Und das, - so stellte sie es sich vor, wurmte ihn natürlich. Da konnte sie ihm schonmal seine "Art" verzeihen.

Sie wägte ab. Was sie nun sagen sollte, was sie für sich behielt und an wen sie ihre Antworten nun Richten sollte.
Antworten,...hm?
Kannte sie diese Antworten? Nicht wirklich. Ihr war die ganze Sache noch zu schwer verdaulich und dabei war in diesem Szenario nun nicht allzuviel passiert. Vielleicht war sie es auch einfach nicht gewohnt. Für sie war die Situation unklar und vielleicht hatte sie sich mit ihren Thesen, -denn nichts anderes war ihr Gebrabbel, zu weit in Dinge vorgewagt, von denen sie wenig verstand. Sie versuchte ihre Denkpause nicht allzulang zu gestalten, aber bevor sie urteilen konnte, musste sie sich Klarheiten verschaffen.
Sie rekapitulierte im Zeitraffer. Unter ihrem roten Haar, im Schädel, war ihr Hirn komplett ausgelastet und dann passierte das was ihr immer passierte, wenn ihr alles zu anstrengend wurde. Sie öffnete ein gedankliches Fenster das sich in ihrem Rechenzentrum befand um zu lüften. Je mehr dunkler "Denkrauch" sich durch dieses Fenster verflüchtigte desto schneller kam sie zum Schluss das es egal war was sie nun sagen würde und sie brauchte auch nicht so viel tam tam um diese nächsten Sätze zu machen, immerhin wird man nicht gleich jedes Wort in die Waagschale werfen und mit Gold aufwiegen wollen. Nun,...bei Setsuna war sie sich nun wieder nicht sicher, anscheinend tat er das sehr wohl. Vielleicht weil er dann eine Gegenteilige Behauptung ausspielen konnte. Sie sah da irgendwie eine Art Ying und Yang Beziehung zwischen ihr und Setsuna. Er war komplett pessimistisch polarisiert und sie selbst? Na, Optimistisch ausgelegt. Das wurde ihr ja nun gerade bestätigt. Ob es besser war so oder so zu sein, darüber wollte sie nicht auch noch befinden. Tat es aber doch in einer anderen Rechenzentrale ihres Gehirns, wo man noch nicht alles zum "Egal-Fensterchen" hinausgeschickt hatte und fand, dass man sowohl Pessimistisch, als auch Optimistisch sein sollte. Eine gesunde Mischung eben. Doch dabei konnte sie es doch nicht bewenden lassen! Man sollte trotz der Ying und Yang - Geschichte eher in die Positive Richtung laufen. Nicht umsonst heißt diese Positiv.
Also mehr wie ein drei zu eins Verhältnis bei der nun der weiße Teile des Symbols den größeren Bereich umspannte. Dabei kam ihr gleich noch ein weiteres Gedankenbild. In diesem zerrte sie und Setsuna an Akari, um ihr die jeweiligen Meinungen aufzuzwingen. Aufzwingen?
Das stimmte nun auch wieder nicht. Richtig, falsch. Oben unten. Links, rechts. Egal.
Sie hatte die beiden nun lange genug auf die Folter gespannt. Mit einem Ruck ließ sie den Stuhl nun wieder in seine normale Position fallen. Statt verschränkter Arme, legte sie diese auf den Tisch und verschränkte nun die Finger ineinander.

Ganz ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Ich weiß nichts über das Leben eines Jinchurikis. Ebenso habe ich nicht allzuviel Schimmer davon, was ein Bijuu durchlebt der Zeit seines Lebens eingesperrt sein Dasein fristen muss. Desweiteren kenne ich das Verhältnis nicht das diese Verbindung beinhaltet. Aber es ist definitiv möglich und ich wollte nur ein Ziel beschreiben das es anzugehen gilt, wenn man seinen Nutzen aus dem Weg ziehen möchte das man da eingeschlagen hat. Es bringt dir nichts in Angst vor dem Bijuu zu leben der in dir wohnt. Vielmehr ziehst du deinen nutzen aus der Angst, um das Tier, vielleicht nicht zu beherrschen, aber um es zur Unterstützung zu zwingen. Wenn du unbedingt einen Lehrmeister brauchst, dann wähle dich selbst als einen aus. Der erste Jinchuriki hatte auch niemanden den er um Rat fragen konnte, also war er sich selbst sein Lehrmeister. Ich denke das es dir nicht viel bringen wird jemanden zu Fragen der sich mit der Materie auskennt, denn dieser Mensch kann die Dinge nur aus einem Blickwinkel beschreiben. Und die Verbindung die inneherscht ist doch immer wieder aufs neue etwas Individuelles aus mehreren Blickwinkeln und Situationen. Vielleicht bleiben die 9 Bijuus immer dieselben, doch die Menschen rotieren ständig um sie herum und jeder ist irgendwie anders als der Vorgänger. Demnach stelle ich es in Frage ob man bei diesem speziellen Thema jemanden braucht der einem alles Vormacht.
Es muss vielleicht jedesmal aufs neue ein anderer Weg gewählt werden um sich einigen zu können.

Ihre Wortwahl hatte sie nun gepflegter aus der Worttruhe gesucht. Ein kleiner Nebeneffekt wenn sie lange über eine Wichtige Antwort nachdachte.
Der einfachste Weg wird wohl sein Freundschaft zu schließen wie ich finde, aber dazu muss die Chemie passen. Wenn das Vieh nicht mit dir reden will, musst du dir schon was überlegen.
Nun flaute ihre gewählte Ausdrucksweise wieder ab. Vielleicht lag das ja an der Pubertät.
Also, gibts keine Antwort auf deine Frage.
Mikasa konnte sich nun vorstellen das es ihn vielleicht zufrieden stellte, dass auch sie selbst keine konkrete Antwort hatte, und gleichzeitig würde es ihn wohl auch ärgern, da er damit keine weitere Antwort für seine "Wörterkiste der Weisheiten" bekommen hatte. Irgendwie tat er ihr Leid. Sie richtete den Blick auf Akari. Sie tat ihr ebenso Leid. Aber beides versuchte sie nicht zu zeigen.
Du brauchst nicht soviel auf meine hochgesteckten Ziele zu geben. Ich kann mir nur schlecht vorstellen wie du dein Leben führst. Aber ein Ziel ist eine Herausforderung und an diesen kann man Wachsen...wenn man nicht vorsichtig ist, auch zerbrechen. Sagte sie nun etwas leiser.
Meiner Meinung nach ist es wichtig Ziele zu haben da man sonst auf der Stelle stehen bleibt. Ob man diese Herausforderung meistert ist im Endeffekt gar nicht so wichtig.
Nun hatte sie eine Lebensweisheit rausgehauen bei der sie sich etwas besser auskannte. Somit strahlte sie noch ein wenig mehr Selbstbewusstsein aus. Sie lächelte leicht, war vorerst zufrieden.
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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   Di Mai 27, 2014 7:47 pm

Mikasa und Setsuna? Da schienen sich ja wirklich Zwei gefunden zu haben, sicherlich nicht im Sinne einer Freundschaft, jedoch eine gewisse Streitkultur schien sich zwischen ihnen zu entwickeln und dies war doch zumindest ein Anfang oder? Er mochte vielleicht im gewissen Sinne ein Einzelgänger sein, riet ihr sich mit Mikasa anzufreunden, doch schloss sich selbst dabei nicht aus, wäre dies in seiner Welt also eine Art Angebot oder interpretierte sie damit bereits zuviel hinein? Egal. Sie war nicht hier um eine neue Freundschaft oder Bekanntschaft zu knüpfen, einzig die Meinung Andere war gerade spannend genug. Eine Frage präsentiert, die Ansichten und Meinungen eingeholt, eine brauchbare Lösung konstruiert und am Ende kam es ohnehin nur auf ihre Entscheidung drauf an und sei es jene, ob sie die hier genannten Vorschläge einbeziehen wollte. Freunde und Familie waren wichtig und vielleicht mochte Setsuna da andere Erfahrungen gemacht haben, da er erstaunlich schweigsam zum Thema war, doch Akari kannte den Wert von Freundschaft und schätzte selbige daher hoch ein. Möglicherweise wäre dies ein Fehler, immerhin war sie nun Jinjuriki und müsste den Wert ihrer Freundschaften als jenes neue Wesen ebenfalls neu bewerten, doch bisher ging sie nicht davon aus das sich groß etwas geändert hätte, immerhin lebte sie jetzt mit Arisu zusammen und ein Ziel ihrer Freundschaft, der Einzug in die Wohnung der Freundin, hatte sie erst in jüngster Vergangenheit erreicht – Akari hatte die Entscheidung, mit dem frischen Wissen das sie versiegelt werden sollte, getroffen. Für sie war das Ganze eher eine Art Beweis, dass ihre Freundschaft auch solch einen Lebenswandel miterleben könnte und daher würde Akari sich in Bezug auf Freundschaft und Familie nur schwer dem Pessimismus ergeben, da müsste es schon etwas handfesteres geben als ein ungutes Gefühl. Selbst Shukaku gegenüber würde sie ihrer Familie treu bleiben, denn diese Familie hatte sie sich selbst ausgesucht, ein Vorteil ein Waisenkind ohne Vorbelastung zu sein. Hingegen ihr Team, da würde sich noch zeigen müssen inwiefern eine Bindung zustande käme. Akari besaß ein Team, doch was sie in diesem erreichen wollte war noch unklar – einzig geklärt schien es zu sein, dass sie innerhalb eines Konoha-Teams nicht mit ihrem inneren Shukaku zurecht käme, da selbiger ihre Teamleader nicht leiden konnte. Doch wie wäre es dann mit einem Lehrmeister? Gedanklich griff sie sich diesen offenkundigen Streitpunkt auf, ja ein Lehrmeister klang nicht schlecht und einfacher als selbst zu versuchen mit Shukaku zurecht zu kommen. Ebenfalls wusste Akari nicht ob es ein Vor- oder ein Nachteil war im frühen Erwachsenenalter dieses Packet aufgeschnürt bekommen zu haben und zumindest diese Antwort würde sie wohl niemals selbst finden, sondern müsste einen Jinjuriki befragen, welcher tatsächlich als selbige Entität aufgewachsen war. Für Akari war ihr Leben als Jinjuriki derzeit nur ein verschlossener Tressor, eine Blackbox in welche sie mit der richtigen Kombination Einblick erhalten könnte. Ein Siegel, Macht, Kraft, großes Wissen, große Stärke, Windkontrolle, Sandkontrolle und alles was sie in Bezug darauf als Jinjuriki ausmachen würde war nicht einmal sie selbst. Ihr selbst schien das Potential zu groß und auch Mikasa gab zu es sich nur schwer vorstellen zu können und trotzdem würde die Jüngere versuchen wollen die Kombination herauszufinden? Was würde denn passieren, wenn sie Shukaku träfe, würde dieser sie nicht eher übermannen? Ein mächtiges uraltes Wesen gegen eine 20-jährige, im bildlichen Sinne grüne Iryônin? Ihre Iryônin-Fähigkeiten waren nicht jene die gebannt waren, doch derzeit war Akari selbst zu unsicher sich an ihr altes Ich heranzuwagen, wie sollte sie dann erst an etwas viel Größeres herangehen? Akari favorisierte eindeutig die Lehrmeister-Methode, unterschiedliche Sichtweisen und Standpunkte waren nicht schlimm, immerhin wollte Akari die Lehren nicht 1:1 umsetzen und es dabei bleiben lassen. Sie konnte ja beispielsweise auch nicht ihre Vorgängerin fragen, jedoch standen ihr mit Mai und Arisu Quellen zur Verfügung welche Kaori gekannt hatten. Akari schob sich ganz bewusst in eine entstandene Lücke der fachfremden Diskussion ihrer Gesprächspartner und erhob sich damit aus dem Kreise der Zuhörer, einem kleine Kreis bestehend aus einer Jinjuriki und möglicherweise Setsuna. “Danke für den Rat, aber ich entscheide selbst welche Bekanntschaft sich lohnt vertieft zu werden und natürlich hängt dies auch nicht nur von mir ab.“ Sie ließ es mit Absicht offen, ob sie sich auf Mikasa oder Setsuna bezog, doch vermutlich auf beide, als Antwort auf seinen Vorschlag und milder Drohung auch die Bekanntschaft mit ihm vertiefen zu können. “Im nächsten Punkte gebe ich Setsuna allerdings recht. Ich finde auch es wäre besser einen Lehrmeister zu suchen, denn selbst zu versuchen mit Shukaku klar zu kommen. Ich bin ja nicht die erste Jinjuriki und kann sowohl aus Fehlern als auch aus Erfolgen anderer lernen. Ich würde also erst eine gewisse Lehrzeit vorschalten und vermutlich müsste ich mich so oder so am Ende alleine mit Shukaku beschäftigen und auch er muss mich erst kennenlernen. Dabei wären die Lehren vermutlich alles nur Vorschläge und Hinweise, ähnlich dem Lernen aus verschiedenen Büchern ohne Praxisbezug oder das Feuerelement von einem Suiton-Meister zu erlernen, welcher nur im Vergleich zum Gegensatz versuchen kann die Sache begreiflich zu machen. Immerhin werde ich nie einem zweiten lebendigen Jinjuriki des Shukaku begegnen, allerdings kann ich Infos zu meiner Vorgängerin einholen. Ihr müsst euch für mich keine Gedanken darüber machen wie ich lernen könnte was ich bin, aber ich bin euch für eure Meinungen sehr dankbar.“ Und während sie dies sagte wurde ihr noch ein Stück bewusster wie wichtig es wohl für ihre Zukunft wäre sich wirklich einen kompetenten Lehrer zu suchen, ähnlich einem Jounin der das passende Gebiet beherrscht, gab es überhaupt Jinjuriki-Jounin? Ha! An wen sollte sie denn diese Frage stellen, an die Grinsekatze? Es war sicher nicht einfach einen Lehrer zu finden, ganz davon abgesehen dessen Kompetenz einschätzen zu wollen, nach welchem Maßstab sollte sie denn vorgehen? Einen passenden Lehrer der innerhalb von Konoha lebte wäre natürlich praktisch, doch die Chancen standen dafür nicht sonderlich gut. Vielleicht sollte sie Daizen-sama fragen ob er ein Team entbehren könnte ihr einen Lehrmeister zu suchen? Nein, das wäre zu egoistisch und ihr Nutzen für das Dorf eine schlechte Ausrede, immerhin konnte sie ja nicht vorhersehen was diese Lehren bringen mochten, am Ende könnte sie lediglich den Wind beherrschen und wäre damit kaum weiter als jeder andere Shinobi mit der entsprechenden Veranlagung. Außerdem konnten sie kaum eine weltweite Suche anstrengen, dies würde nur den Bekanntschaftsgrad einer neuen Jinjuriki in Konoha steigern und irgendetwas sagte ihr, dass dies nicht im Sinne der Sache sein konnte. “Sicher wird es nicht einfach einen Lehrmeister für mein Gebiet zu finden, aber wollte ich mich jetzt alleine auf die Suche nach Antworten begeben wäre Suna als Ort Konoha doch vorzuziehen oder? Allerdings könnte ich nur einmal bewusst die Grenzen unseres geliebten Dorfes überqueren und ab dann wäre ich wohl mit meiner Suche wirklich allein, denn ein flüchtiger Jinjuriki kommt nicht so gut an und ich glaube im Hyuuga-Viertel – dem Wohnsitz der letzten Jijuriki des Shukaku finden sich bestimmt auch nicht viele Aufzeichnungen.“ Hypothetisch genug? Ein Teil von ihr lauerte bereits, wehe es zeigte sich auch nur ein ANBU oder sonst ein Bewacher, dann konnten sie ja mal demnächst zusammen über das Thema Meinungsfreiheit diskutieren und inwiefern ein Jinjuriki diese nicht besitzen sollte. Akari war unsicher, ein wenig gereizt und gehetzt, na und? Gut möglich, dass sie sich ihre Beobachter am Ende nur einbildete, doch sie wollte ihre ganz normale Freiheit als Shinobi dieses Dorfes nicht abtreten nur weil sie auf einmal Jinjuriki dieses Dorfes war.
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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   So Jun 01, 2014 3:33 pm

Die blauen Augen hinter den Brillengläsern verloren die Rothaarige nicht aus den Augen, während diese sichtlich darum bemüht war, eine Antwort zu finden. Oder vielmehr die richtigen Worte? Er würde ihr beides zutrauen, denn einmal ganz von dem Offensichtlich abgesehen, fand er nicht, dass sie ihn bisher mit ihrer Intelligenz begeistert hatte. Oder überhaupt begeistert. Vielmehr waren es ihr Appetit auf Schokolade und ihre Tollpatschigkeit als „Bodeküsserin“ gewesen, wenn man in der Hinsicht überhaupt von Begeisterung reden konnte. Dennoch konnte er nicht umhin, ihre Antwort mit einem abwesenden Nicken zu würdigen, während er sie in seinem Hinterkopf in ihre Einzelteile zerlegte. Natürlich gab es immer Antworten auf andere Fragen. Es gab niemals nicht. Nur manchmal gefielen sie keinesfalls und man verschloss die Augen vor ihnen. So wie Einsamkeit, Tod und Verderben. Schmerz. Das war es, wovor die meisten Leute Angst hatten, doch dabei mussten sie erst lernen sie stoisch zu ertragen und keine Mimik mehr zu verziehen. Denn das machte einen Shinobi aus. Er musste sich eisern an Regeln halten und nach ihnen sein Leben führen. Wenn er das tat, so war der erste Schritt zu einem starken Kämpfer getätigt. Aber natürlich konnte man es auch übertreiben, wofür ihm bereits diverse Beispiele in Millisekunden durch den Kopf schnitten und ihre Spuren hinterließen. Wusste man darüber Bescheid, konnte man das Runzeln seiner Stirn vielleicht als leichtes Schmerzempfinden interpretieren und nicht nur als jene Skepsis, mit welcher er Mikasa bereits vorher beäugt hatte. Ja, wie sollte man aber ein Bijû versuchen zur Unterstützung zu zwingen, ohne es zu beherrschen? Erpressen? Für Erpressung benötigte man Autorität. Autorität hieß für einen Jinchûriki im finalen Fall, dass er sich über sein Bijû hinwegsetzen konnte. Folglich führte es zu Beherrschung. Desweiteren und was ihn nun wirklich nur auf Grund dieser Antwort die Stirn runzeln ließ, war die Tatsache, dass Mikasa behauptete, man wäre unter Umständen sich selbst der nächste. Konnte selbst lernen. Selbst Erfahrungen sammeln und dann wunderbar mit dem Dämon in seinem Leib harmonieren. Und deshalb gäbe es keine Antwort auf seine Frage.
Setsunas Gesicht war in seinen Zügen versteinert. “Deine Ansichten sind gut und schön, aber dennoch... wenn du dir Ziele setzt, musst du sie erreichen. Ist dies nicht der Fall, hast du versagt und es war um sonst. Du rutschst auf der Nahrungskette immer weiter nach unten und bist du einmal am Boden angelangt, geht es nicht wieder nach oben.“ Ob er sich nun verkrampft hatte oder nicht, konnte er selbst gar nicht behaupten. Stattdessen starrte er Mikasa angesäuert an und schüttelte über diese Leichtsinnigkeit – sei sie nun so gemeint gewesen oder nicht – nur den Kopf. Wieso schafften es manche Leute immer in ein Fettnäpfchen wie dieses zu treten? Es war nicht so, dass Setsuna die Rothaarige oder auch Akari nicht leiden konnte, dass er Menschen nicht leiden konnte,... aber manchmal war ihm die Gesellschaft zuwider. Vielleicht suchte er einfach einen „Freundesersatz“, aber wenn dem so war, konnte er wohl noch lange genug suchen. Ja, vermutlich war es besser, er kehrte dieser Gesellschaft vor ihm den Rücken zu und ging wieder seiner Wege. Er kam gut alleine zurecht und er hatte keine große Lust, sich weiterhin mit diesen.... Menschen zu streiten, in dem er versuchte, ihnen Dinge zu erklären und ihre Ansichten zu widerlegen, weil sie für ihn einfach nicht nachvollziehbar und unlogisch waren. Ob er ein Perfektionist war? Vermutlich. Dennoch gab ihm wenigstens Akari im Bezug auf die Bijû-Meister recht, was ihn wiederum ein wenig beruhigte.
“Glauben heißt nicht wissen, Akari. „Bestimmt“ ist kein „eindeutig“. Du kannst es nicht wissen, wenn du dich davon nicht überzeugt hast. Wieso machst du dich nicht einfach einmal schlau, zumal ich mir nicht vorstellen kann, dass du im Olymp des Wissens – der Bibliothek – keine Antworten, beziehungsweise Andeutungen auf dein Suchumfeld finden wirst.“ Beruhigung hieß bei ihm allerdings leider nicht, dass er nicht weiterhin unausstehlich war. Sein Onkel würde vermutlich nun alle um ihn herum beschwichtigen und ihnen versichern, dass er selbst gar kein solch schlechter Mensch war und Setsuna wusste tief in sich mittlerweile, dass er unter Umständen gar damit Recht hatte... aber für ihn war es einfach kein Grund „nett“ zu sein, wenn er nicht nett sein wollte. Höflichkeit, Respekt. Letzteren verlor er nie, wenn es sich nicht um bestimmte Personen handelte, aber just in diesem Moment war Nettigkeit oder Höflichkeit nicht richtig angesiedelt. Und so nickte er nur noch in die entsprechende Richtung, in welcher man die Bibliothek finden würde, würde man die Straße weiter entlanglaufen. “Ich werde mich nun vermutlich auf andere Wege begeben.“
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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   So Jun 01, 2014 7:01 pm

Pfff machte sie. Irgendwie war sie hier auf verlorenen Posten. Zwei Meinungen Drei Leute. Irgendwo war es klar das einer auf der Strecke bleiben würde. Das sie das war mochte ihr im ersten Moment nicht gefallen, aber distanziert gesehen war es ihr schon im nächsten Moment wieder egal. Durch diese Distanz die sie nun zu der Sache aufgebaut hatte, sah sie die Sache wieder entspannter selbst wenn sie das Tau ziehen verloren hatte. Vielleicht konnte sie Akari nicht allzuviel zumuten. Es war ja erdrückend in was sie, Sie hypothetisch hineinzwängen wollte. Andererseits, fehlte die gesamte Zeit der nötige ernst hinter der Sache. Aber wie sollte Mikasa den auch aufbringen können? Sie war nicht betroffen von diesem Geist und sagte schon zum X-ten mal das sie keine Ahnung von diesen Dingen hatte. Vielleicht war sie von vornherein auf einem Schlachtfeld eines Krieges der bereits ausgefochten war und sie vergebens gegen Gespinster die sie selbst projiziert hatte kämpfte. Das Tau ziehen hatte sie verloren, die Schlacht die nie geschlagen wurde, hatte sie verloren. Und den ausgewürfelten Krieg hatte sie schon längst verloren. Verloren, verloren, verloren...was hatte sie eigentlich gewonnen aus den letzten Minuten? Unterhaltung? Na jaa eher nicht. Wenigstens, hatte sie Kuchen gegessen und war satt. ... Das hätte sie zwar auch so haben können, aber... aber...nee da war nichts. Kein Aber das in irgendeinerweise Sinn ergeben konnte.
Sie war zwar gern die Zuhörerin, ebenso die Ratgeberin aber wenn man sie schon solche Dinge fragte von denen sie nicht genug Hintergrundwissen besaß, dann durfte man auch nicht darauf herumhacken das sie nur naive und von illusionen geschwängerte Antworten zum Besten geben konnte. Was erwartete man den von ihr? War sie Konfuzius? Platon? Euklid? Voltair und wie sie alle hießen. Nein, sie war nur ein 15 Jähriges Mädchen. Intelektuell hatte sie kaum mehr vorzuweißen als jeder andere ihres Alters. Intelekt konnte sie in ihrer Familie nur bei den männlichen Mitglieder feststellen. Ihrem Vater, Onkel oder Cousin wievielten Grades auch immer. Die Frauen nahmen eher die Position der Engelchen und Teufelchen an den Schultern dieser Männer ein, indem sie mit Rat und Tat die Dinge zu lenken versuchten. Doch wie groß der Einfluss wirklich war, zeigte sich ja ganz deutlich an ihrer Familiengeschichte. Trotz Liebe, oder gar wegen der Liebe waren ihre Eltern geschieden und Lebten getrennt voneinander nur weil ihre Mutter zu stark an der ihren Meinung festgehalten hatte. Die Macht saß beim Mann das musste man anerkennen. Hier und da heißt es Gleichberechtigung,...doch wo war das wirklich ausnahmslos der Fall? Tja auf Anhieb fiel ihr da kein Beispiel ein. Sie strengte sich auch nicht sonderlich an etwas zu finden. Man wollte sich ja nicht selbst weiderlegen. Das wäre ja die Krönung am heutigen Tage gewesen.
Es nagte an ihr. Macht. Wollte sie wenn sie die Wahl hätte? Natürlich! Wer will das nicht!? Und mit dieser Macht wäre es einfach das System Staat in die vermeintlich richtigen Bahnen zu rücken. Nicht nur das, es wäre möglich wirklich Gleichberechtigung zu erschaffen! ...  begründet auf Anarchie. Nahm sie sich nun den Wind aus den Segeln. Das wollte sie nicht.
Das konnte sie auch nicht.
Diese Zwei... mit ihren Thesen brachten Sie sie heute gehörig zum nachdenken über Dinge mit denene sie sich eher nicht befassen wollte, sondern auf spätere Zeiten verschieben wollte. Zu früh noch. Zu wenig Dinge waren in die Wege geleitet worden. Zu überstürtzt das ganze.
Wo war sie hier nur hingeraten?
Sie brach nun ihre Überlegungen zu sich und der Welt ab.

Sie wuschelte sich mit der Hand durchs Haar und zog sich den Knoten am Band fester der ihre Haare bündelte. Mikasa war der Meinung das er sich gelockert hatte. In Wirklichkeit war das mehr eine Symbolik dafür, dass für sie dieses Thema abgehakt war.
Gerade als sie beschloss die großen Fragen und Gedanken aus ihrem Konferenzzimmer im Gehirn auszusparen, klopften schon die nächsten Gäste an. Freundschaft, Bekannschaft oder wie auch immer das nun ausgedrückt werden wollte. Sie formte den Gedanken zu einem Stück Papier der nun vor ihr auf einem Schreibtisch lag und sie hatte Zwei Stempel in der Hand. Undeutlich konnte sie die letzte Zeile des Dokuments zu Freundschaft und Bekannschaft mit Akari und Setsuna lesen. Auf dem Stempel in ihrer linken war in roter Farbe "Nein" eingraviert. In der rechten mit grün "Ja".
Sie verzog das Gesicht und ehe sie auch diesen Gedanken aussperren wollte, Stempelte sie einmal mit Ja und einmal mit Nein. Das war genauso schlimm wie wenn sie nicht gestempelt hätte. Furchtbar. Jetzt lag das auch noch rum. Wahrscheinlich würden aber die beiden ihr den richtigen Stempel bald in die Hand drücken. Sie tendierte eher zur roten Schrift. Aber das konnte viele Gründe haben. Ihre Haarfarbe war auch Rot, deswegen war es nicht verwunderlich eine Tendenz auf diese Farbe zu haben. Nicht wahr?

Hach ja. Natürlich habt ihr beiden Recht. Es ist viel sicherer und einfacher sich einen Lehrmeister zu suchen. Im Allgemeinen ist es sicher wichtig sich optimal auf diese Aufgabe vorzubereiten. Denn am Schluss wirst du dich leider nur allein der Gefahr stellen können. Sagte sie an Akari gewandt. Mikasa war sich sicher das man Akari schon irgendwie vorbereiten würde. Immerhin war sie eine Waffe fürs Dorf und der Kage würde sich nicht Lumpen lassen die Waffe einsatzbereit zu mach und dann auch zu halten. Vielleicht aber überließ man es auch ihr selbst. Die verhältnismäßig junge Jinchuriki würde wenn die Zeit da war, sicher wissen was sie zutun hatte. Immerhin passierte soetwas ja nicht von heute auf morgen. Es war jedenfalls Unwahrscheinlich... um nichts auszuschließen.
Das sie dabei das Dorf verlassen müsste um Antworten zu erhalten hielt Mikasa für übertrieben aber auf weitere Gefechte im verlorenen Krieg wollte sie sich nichtmehr einlassen. Das man einfach eine Mission annehmen könnte die längere Zeit dauern könnte und zufällig im Zielgebiet der Antworten stattfand fand Akari sicher selbst bald heraus. Schwierigkeit war natürlich solche Rahmenbedingungen zu finden, aber die Zeit hatte sie ja. Andererweise konnte sie ja Vorschläge einbringen. Auch das sagte sie nicht laut. Das war genauso naiv. Man konnte doch nicht einfach zum Kage gehen und ihn bitten eine Mission mit vordefinierten Auflagen auszurufen. Wer nicht fragt wirds nie erfahren.

Und nun wollte sich Setsuna auf den Weg machen. Er deutete leicht in eine Richtung. Und kündigte seine weiter-Reise an. Das fand Mikasa seltsam. Aber sie hatte aufgegeben hinter das Geheimnis dieses Charakters zu kommen. Irgendwelche traumatischen Erlebnisse schon früh in seiner Kindheit die ihn bis heute prägen. Zumindest stellte sie sich das vor. Sie konnte nur Mutmaßen und wären sie nicht so auf das Thema Bijuu fixiert gewesen, dann hätte sie wohl Spaß daran gehabt ihm sein Geheimnis zu entlocken. Aber nun? Die Lust war ihr gehörig abhanden gekommen. Warum musste sie auch hier durchstolpern? Dieses Café...
Sie reckte den Kopf zur Spitze des Gebäudes und kniff die Augen zusammen da sie vom Licht der Sonne geblendet wurde.
...werde ich nicht allzuschnell wieder besuchen. Entschied sie.
Sie hatte nun Frei und schlug sich mit den Problemen die andere hatten herum? Warum das den? - hätte sie bestimmt gefragt als sie heute Morgen aufgestanden war. So schlimm fand sie es auch wieder nicht. Eigentlich hatte es sie doch irgendwo in ihrem Innern unterhalten. Selbst wenn sie das weder aussprechen noch bewusst gedanklich einordnen konnte. Sie ließ sich doch von soetwas nicht den Tag verderben. Hatte sie halt eben keine Ahnung von Dämonen, Geistern, Viechern und sonstigen Chakrabasierten ausgeburten der Finsternis. Na und? Darauf konnte sie pfeifen und befand es für lächerlich worüber sie da diskutiert hatten. Sie waren wohl doch noch alle Kinder. Selbst wenn sie die Jüngste und kleinste der drei war.

Mikasa zupfte an einem Faden der von ihrem Pullover abstand.
Tjaa, ...  sagte sie gedehnt. Nun hatte sie einen Satz begonnen den sie momentan nicht fortzuführen wusste. Sie nahm nun wieder ein Schokostäbchen aus ihrer Pullovertasche und schob es sich zwischen die Zähne. Es schmeckte herrlichst. Gedanken an Übergewicht? Pah. Eigentlich war sie ja weit drunter. Bevor sie Fett werden würde, fror die Hölle ein. Sie grinste lüstern. Warum,sie das tat war ihr selbst nicht klar. Nun eigentlich doch. Aber das wollte sie nichteinmal gedanklich genauer behandeln.
Durch das nesteln um ihren Schokostick hatte sie Zeit genug um ihren Satz zu formen.
...hat mich gefreut euch kennengelernt zu haben. Auf Wunsch gern wieder. Vielleicht finden wir ja mal ein Thema wo wir uns nur einig sein können. Dir Akari wünsch ich viel Glück mit dem Zusammenleben und stell ruhig ne saftige Rechnung an das Vieh aus. Dir, Setsu muss ich wohl kein Glück wünschen du packst deine Dinge sicher. sagte sie Trocken. Und wenn nicht war halt' jemand anderer Meinung. fügte sie in Gedanken an.

Wirklich zum gehen machte sie sich aber nicht auf. Warum den auch? Wo sollte sie den hin? Nachhause? das war doch viel zu langweilig. Da konnte sie wohl nur ihren Vater Gesellschaftlich beglücken... und er war kein guter Gesprächspartner. Und sonst? Unangemeldet irgendwo reinzuschneien war nicht ihr Stil. Vielleicht blieb sie noch etwas hier. Verputzte demonstrativ einen weiteren Kuchen und wartete auf bessere Zeiten. Sie hatte genug zum Grübeln in dieser ominösen "Dinge für später Box" angesammelt. Und vielleicht konnte sie ja diese schlichten Stempel benutzen, die sie gerade kreiert hatte um ein wenig davon abzuarbeiten und nicht solang um den heißen brei zu diskutieren.
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Fudo Akari
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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   Do Jun 05, 2014 7:45 pm

Wie üblich war Akari unsicher und diesmal betraf es wirklich die Tatsache, ob Setsuna mit seiner Aussage auf beide Frauen eingegangen war oder doch nur auf Mikara reagiert hatte. Vermutlich lag es an der Allgemeinheit seiner Worte, denn wer sich Ziele setzt war gezwungen diese zu erreichen und sei es lediglich um das eigene Ego zu streicheln und anderen zu bestätigen, dass man sehr wohl eigene Ziele setzen und verfolgen konnte. Dies war eine der Kernkompetenzen des jeweiligen Lebens eines Individuums und obgleich Akari sehr verunsichert wirkte, so besaß auch sie ihre Ziele, welche sie erreichen wollte und würde. Zu ihrem Glück war ihr Weg recht robust, denn ihr Ziel eine gute Ärztin zu werden war unabhängig von kreuzenden Lebenswegen und einschneidenden Ereignissen, wie ihre Versieglung eines gewesen war. So gesehen brauchte sie sich auch nicht von seinen Worten provoziert zu fühlen, den ihr Primärziel war keines welches einfach erreicht werden konnte und damit abgeschlossen war, Andere mussten beurteilen ob sie eine gute Ärztin war und solange dies nicht der Fall war musste sie an sich arbeiten. Im direkten Vergleich war die Zielsetzung in Richtung Shukaku nur eine Teilaufgabe, sie mochte zwar ihr restliches Leben andauern, doch konnte sie Shukaku und Siegel zur Sicherheit immer herunterstufen. Akari musste sich nicht zum Ziel setzen Herr über ihren Dämonen zu werden und demzufolge brauchte sie auch nicht alle nötigen Ressourcen aufbringen und sich abringen um diese Aufgabe zu beenden. Dies war eine kleine Entscheidung, für sich selbst, nicht für die Ohren ihrer Berater bestimmt, denn irgendwie waren Setsuna und Mikasa in diese Rolle hineingerutscht. Ja, sie konnte ihren Zustand als Jinjuriki als ein Projekt betrachten und Zeit dafür abstellen, müsste aber nicht ihr Leben danach ausrichten. Ob dies im Sinne der Ratgeber war? Unwichtig. Akari war ihnen dankbar für ihren Input zum Thema und ihre Entscheidung daran teilzunehmen. Es roch nach Aufbruchsstimmung und Akari sah keinen Grund, wieso sie nicht wirklich ohne Unterbrechung zur Bibliothek gehen sollte – immerhin war dieser Hinweis sowohl einfach als auch ehrlich. Mikasa stimmte nun ebenfalls der These mit den Lehrmeistern zu und gab sich damit mehr oder weniger geschlagen, in dieser wirklich unwichtigen Diskussion, welche für mindestens zwei Teilnehmer keinerlei Konsequenzen haben würde und für eine Person lediglich einen Ideenaustausch darstellte. Akari hatte aus diesem Treffen beim Straßenkaffee eindeutig viel ziehen können, ein Stück Kuchen sowie Hinweise in Richtung Bibliothek, Lehrmeister und allgemeiner Zielsetzung – unterm Schnitt war ihr Mehrwert das Kuchenstück, denn einen Lehrmeister hatte sie beispielsweise nicht dazu erhalten und Shukaku war immer noch ihr ganz eigenes Problem. Mikasa und Setsuna schienen praktisch leer ausgegangen zu sein, doch konnten sie zumindest entscheiden was sie mit der Information ob des neuen Jinjuriki des Shukaku anfangen wollten, denn selbige Information wäre wohl kaum auf dem Markplatz ans Brett genagelt vorzufinden. Setsuna sprach die Worte des Abschiedes, er befand sich ohnehin die gesamte Zeit in der Position des Reisenden, stehend und nicht bereit sich länger als nötig beim Wortwechsel aufzuhalten – er war keine sehr angenehme Gesellschaft, obgleich er stets höflich blieb. Aus einem Reflex heraus erhob sich nun auch Akari, denn Abschiede hießen Abschied und auch sie wollte nur zu gerne weiterwandern. Mikasa verabschiedete sich höftlich, schien jedoch hier beim Straßenkaffee verbleiben zu wollen - so sei es. “Ich danke nochmals für den Kuchen sowie die Ratschläge, welche in ihrer Allgemeinheit sicherlich in irgendeiner Form ihre Anwendung finden werden. Dann werde ich wohl jetzt die Bibliothek auffsuchen.“

Sie wandte sich in die von Setsuna angedeutete Richtung – natürlich wusste Akari wo sich die Bibliothek befand, doch die Handlung wirkte im Vergleich zu ihrer allgemeinen Passivität gerechtfertigt – da wurde sie in ihrem Bewegungsmoment unterbrochen. Ihr Oberarm leuchtete grün und pulsierte, da hielt selbst Akari in der Bewegung inne, doch nicht weil sie sich erschreckte und jetzt voller Adrenalin in die Notaufnahme sprinten wollte, sondern weil das Verhalten ihres Armes sie ärgerte. Akari war fest davon ausgegangen ihr Notfall-Seal wäre inaktiv und wenn ihr irgendwann aufgefallen wäre, dass sie es immer noch trüge, so hätte sie es eines schönen Tags an der Rezeption abgegeben, in 5 Jahren oder so, denn in Wirklichkeit wollte Akari ihren Beruf ja nicht an den Nagel hängen, auch wenn sie derzeit genau diesen Anschein erweckte. Es gab nicht viele Gründe wieso es sich melden sollte, denn immerhin sollten Ärzte im Urlaub eine kleine Chance erhalten sich frei zu fühlen und Akari befand sich in einem Status der dauerhaften Beurlaubung um nicht die hässliche Phrase ‚nicht akzeptierte Kündigung’ zu benutzen. Aufs Stichwort tauchte auch gleich Dr. Bernhard an ihrer Seite auf, sie standen nicht am Tisch sondern ein wenig abseits, jedoch noch in Hörreichweite zweier Personen. “Dr. Bernhard! Lassen Sie mich raten, ein Langzeitpatient?! Ich bin jetzt schon fast 2 Wochen außer Dienst, wer zur Hölle befindet sich noch in einem Bett, den ich angeschaut haben soll? Wir leben hier nicht im Mittelalter das eine Krankheit 4 Wochen dauert!“ Zum Glück war Akari unter freiem Himmel, denn sonst wäre sie an irgendeine Decke gegangen. Sie liebte diesen Dauerstress, doch sie hatte es sich in den Kopf gesetzt weniger als Null Zeit für diese Sache abzustellen und demzufolge musste sie jetzt einen Kollegen anschnauzen – sie hasste es und damit auch sich selbst. Ihr Kollege wirkte ein wenig schockiert, doch weniger wegen ihrer Reaktion, sondern dass Setsuna und Mikasa diese mitbekommen hatten. “Akari ich bitte dich, hast du das denken verlernt und die Schweigepflicht gleich mit? Es handelt sich um das Mädchen, welches du nach der Behandlung von Kazu-sama übernommen hast und ich würde dich doch bitten das Kind nicht beim Namen zu nennen und deine Schritte zum Krankenhaus zu lenken.“ Sunohara-chan! Akari dachte ihren Namen so intensiv, als hätte sie ihn bereits ausgesprochen und damit wurde ihr auch die Dummheit ihres impulsiven Handelns bewusst. “Mikasa, Setsuna, Sempei-kun. Entschuldigt meinen kleinen Ausbruch. Ich werde mich dann später zur Bibliothek begeben.“ Und mit diesen Worten verließ sie das Kaffee.

tbc: Krankenhaus II

out:
@ Setsuna - mir fiel keine andere Möglichkeit ein, deinen Char über die Zustandsänderung von Madoka zu informieren ^^ ihr könnt gerne im Krankenhaus schon posten und ich schließe mich dann an und du kannst Akari auch insofern mitspielen, insofern du bestimmt ob sie zusammen dort ankommen oder so Wink
@ Mikasa – danke fürs Play Smile
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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   Sa Jun 07, 2014 11:41 pm

Eine kleine Danksagung für die Zuwendung bezüglich der Informationen erhielt er – immerhin, denn er hatte bereits gedacht, dass sein wertvoller Rat in den Augen dieser Generation überhaupt nur noch „unwürdig“ war. Im Endeffekt stimmte dies auch. Allmählich hatte er keine Lust mehr seine Weisheiten an kleinkarierte Köpfe zu verschwenden, die ohnehin nichts aus diesen ziehen würden. Also hatte er sich mit einem höflichen Nicken, das er im Rahmen der Höflichkeit so kurz wie möglich gestaltete, abgewandt und die Nase gerümpft. Weil er genug von der Gesellschaft hatte. Weil er genug von den Menschen um ihn herum hatte, die ihn nun sogar auch noch mit „Setsu“ ansprachen. Im Nachhinein. Etwas, was ihn zum Stillstand bewegte und seine Augen zu Schlitzen werden lies, als er sich mit verzerrtem Gesicht nochmals zu der Rothaarigen umdrehte und ihr eiskalt in das Gesicht blickte. Vielleicht hatte sie es nicht so gemeint und im Endeffekt konnte sie es auch nicht wissen, doch erschloss sich ihm nicht, warum man nicht aus seinem Verhalten hatte lesen können. War es so abwegig, dass er es nicht wirklich mochte, beim Spitznamen genannt zu werden? Zumal, wenn dieser Spitzname vollkommen abstrus war und er ihn sich sowieso nicht ausgesucht hatte. Naja, immerhin war es besser als Setsu-chan oder Setsu-kun... Der Ausdruck in seinem Gesicht verschwand und er atmete tief durch. “Glück zählt nichts. Wenn du es richtig machen willst, solltest du den Menschen Erfolg wünschen. Wenn am Ende bei einer Tätigkeit, einem Vorhaben, generell irgendeiner Handlung nichts positives für dich oder andere wichtige herausspringt, so hat sie ihren Zweck erfühlt. Erfolg ist das, worauf es im Leben ankommt. Des Weiteren kann ich es nicht leiden, wenn man mich mit Spitznamen betitelt, von welchen ich selbst nie Gebrauch machte und nie Gebrauch machen werde – weil ich meinen Namen gerne in einer korrekten Artikulation vernehme. In diesem Falle Setsu-na. Ein angestrengtes Seufzen entsprang seinem Mund, er wollte eigentlich auch nicht zu streng klingen und so missmutig. Aber so war er nun einmal. Um die Meinung anderer über ihn hatte er sich nie wirklich gekümmert. Er selbst war sich doch der nächste. Und so drehte er sich mit einem angedeuteten Abschiedswink zu Miaksa erneut um und ging aus dem Café. Nunja, zumindest fast. Zwar hörte er nicht direkt die ganze Konversation, doch vernahm er die Worte eines Gastes in diesem Café und Akari hatte auch nicht allzu weit weggestanden... Es reichte ihm schon der Zeitpunkt, „Langzeitpatient“ und die Dauer des Krankenhausaufenthaltes. Seine Beine fühlten sich mit einem Mal weich an und sein Gesicht nahm einen kränklicheren Ton an. Langsam, zögernd drehte er sich zu der kleinen Gruppe um. Sein Gesicht machte aus seinen Empfindungen in diesem Moment ausnahmsweise keinen Hehl. Setsuna wusste, von wem sie redeten. Nein, von wem sie reden mussten. Und er wusste auch, dass er eigentlich schon geglaubt hatte, dass dieser Tag niemals kommen würde. Dass er sich damit abgefunden hatte, sich nun wirklich mehr oder weniger unverstanden zu fühlen und vielleicht auch irgendwo ein wenig unvollkommen. Irgendwann zwischen Woche eins und Woche vier hatte er nämlich gemerkt, dass es genau ein Individuum in seinem Leben gab, dass er vielleicht als Freund bezeichnen konnte. Eine junge Kunoichi, die sich mehr oder minder um seine Freundschaft bemüht hatte und das von Anfang an. Die sich in der Akademie vor ihn gestellt hatte, als mal wieder die allzu deutliche Körpersprache gesprochen worden war. Jemand, der ihn einfach nur genervt hatte, bevor das unausweichliche geschehen war. Und nun? Er schluckte, ballte die Hände zu Fäusten und atmete tief durch. Verdaute die ersten Sekunden des „Schocks“, in welchem er sich befunden hatte. Er besann sich auf die Rationalität seiner Gedanken. Darauf, dass es nichts zu bestaunen gab. Sie hatte eine reelle Chance gehabt und sie genutzt, das war nichts besonderes. Warum machte er aber dann nun auf dem Absatz Richtung Bibliothek kehrt und leitete gar Chakra in seine Füße um über die Dächer davonzuspringen?

tbc: Krankenhaus II

Out: Auch von mir ein herzliches Danke fürs Play – an euch beide^^ Abschließend zusätzlicher Dank dafür, dass ihr ihn bis dato ausgehalten habt. Seid versichert, jegliche negativen Äußerungen kommen nicht vom User, sondern vom Charakter, weil er einfach so denkt...^^°
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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   Mi Jun 18, 2014 3:50 pm

Danke hier, danke da. Sie ließ die Szene nun laufen und kümmerte sich nicht mehr um die beiden. Irgendwo erwartete sie, dass sie nun alle auseinanderstoben und ihrer Wege gehen würden...ganz war das nicht der Fall und während Akaris ungehaltenem Auftritt hatte sie Mikasas Aufmerksamkeit wieder. Wenn auch nur für kurze Zeit. Mikasa entschied das sie das nichts anging. Das Mädchen stolperte von einem Problem zum nächsten. Vielleicht täte ihr ja eine Person allein gut die Ratschläge kannte die auch was taugten. Aber bevor sie wieder zu einem leidigen Thema zurückkehrte winkte sie ab. Immerhin folgte nach dem Ausbruch  das verlassen des Bühne. - Fast so als hätte man das Scheunentor geöffnet um den Hühnern die Freiheit zu gewähren.
Der Ort war definitiv nicht Schuld an ihren angenagten Nerven. Sie streckte sich im Stuhl kaute auf einem Schokostick und grinste nun. Sie wusste nicht warum. Ihr war danach. Durch das Blätterdach des Baumes der hinter ihr stand leuchteten Sonnenstrahlen auf ihr Gesicht. Die Schatten umspielten die Lichtquelle. Mit geschlossenen Augen konnte man viel besser die Wärme spüren die die Sonne sendete.
Bevor sie noch einschlief verlagerte sie ihr Gewicht ruckartig nach vorne um den Stuhl der immernoch angewinkelt von ihr balanciert wurde, in die Ausgangslage zu versetzen.
Sie stand auf.
Besah sich das Geschirr das noch immer dastand und nur mehr flüchtig an die vergangenen Bekanntschaften erinnerrte. Sie schob den Stuhl zurück zum Tisch, machte ein Handzeichen zum Mann hinter der Theke von dem sie den Kuchen erworben hatte und machte sich nun auf den Weg Nachhause. Sie konnte sich schon irgendwie beschäftigen oder nützlich machen. Wenn sie es sich recht überlegte sollte sie sich lieber gar auf ihre Mission vorbereiten. Früh Nachts würde sie an einer Teilnehmen. Genau wusste sie noch nicht worum es ging, aber das würde man ihr schon mitteilen wenn es soweit war.
Schnellen Schrittes und mit neuem Ziel vor Augen machte sie einen Abstecher Nachhause um sich angemessen vorzubereiten.

tbc: Domizil der Shingeki
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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   So Jul 24, 2016 1:17 pm

cf: Friedhof von Konoha

Auf dem Weg hier her hatte Haru ihre grüne, klobige Jacke bis zum Kinn geschlossen. Hoffentlich säßen nicht draußen, sondern drinnen in einer warmen Ecke, wo man nicht Angst haben musste eine Blasenentzündung zu bekommen. Den Sommer mochte sie durchaus sehr gern, die Herbstzeit wiederum war einfach nur eklig, nass, grau und kühl. Selten gab es die besagten goldenen Oktober, wo zwischen bunten, abfallenden Blättern noch die Sonne hindurch funkelte. Gerade Karten mit solchen Fotos waren sehr beliebt, aber von Postkarten hielt Haru nicht viel. Man konnte viel zu wenig drauf schreiben. Glücklicherweise hatte sie aber auch niemanden, dem sie schreiben wollte. Alles und jeder, mit dem sie irgendwie zu tun hatte, war hier in ihrer Heimat.
Gerade dort, wo sich so viel ereignet hatte, über das sie gerade gesprochen hatten. Eine Hand lag nach wie vor in der von Kazumi. Sie hatte kein Problem damit wie eine kleine Schwester von ihr irgendwohin gezogen zu werden, sie hatte das ab und an ja auch getan. Die andere Hand war dafür in die Jackentasche geschoben und für einige Minuten schaute Haru nachdenklich zu Boden, sodass ihr Mund hinter ihrem Kragen verschwand. All diese Dinge. Daizen. Die Jinchûriki. Aus dem Leben scheidende Shinobi. Verrat. Ihr Stiefvater. Und dann natürlich noch Liebe. Darauf hatte sie am wenigsten Lust. Natürlich war freundschaftliche Liebe und familiäre Liebe selbstverständlich, aber Haru konnte sich nicht vorstellen jemals einen Mann in ihr Leben zu lassen. Sie war viel zu fixiert auf andere Dinge und suchte gar nicht nach Jungs. Ab gesehen davon fand sie es viel zu früh. Dank ihrer Mutter hatte sie eine Abneigung gegen solcherlei Partnerschaften. Irgendwie traute sie sich nicht zu, dass sie das meistern konnte. Sie würde nur sich oder ihren potentiellen Partner verletzen, das wollte sie nicht. Sie umgab sich lieber entspannt mit ihren Freunden, eben wie mit Kazumi heute. Mit einem sanften Blick zur Seite betrachtete sie ihr Gesicht und die blauen Augen, die zumindest für einen kurzen, stillen Augenblick zufrieden wirkten. Haru wollte nicht glücklich sagen, aber zumindest unbeschwert.
Danach hob sie selbst wieder das Gesicht an und joggte mehr oder minder hinter Kazumi her, was kein Problem für sie war. Sie kamen beide in Reichweite des Cafés, das von außen unscheinbarer wirkte als im Sommer, wenn alle draußen unter bunten Schirmen saßen. Man erkannte, dass Licht im Inneren brannte und dort so einige Köpfe nach vorn geneigt wurden, um eine entgegen kommende Gabel zu erfassen. Oder einen Löffel, je nach Bestellung. Die Mädchen spazierten durch die hübsche Eingangstür und Haru war schon dabei ihre Jacke zu öffnen, während sie sich umsah. Heute war das Wetter nicht allzu schlecht, auch wenn es kalt war. Deswegen waren einige Gäste da, aber es war längst nicht maßlos überfüllt. Das versprach entspannt zu werden. Die 17-Jährige taxierte einen Tisch mit zwei Stühlen, die so standen, dass man sich Auge in Auge und nicht Schulter an Schulter saß, also gegenüber. Sie deutete dorthin. "Setzen wir uns dahin." Frohen Gemüts marschierte sie voran und hängte ihre Jacke über die Stuhllehne. Sie machte kurz Platz, damit Kazumi an ihr vorbei konnte, setzte sich dann und atmete kurz etwas angestrengt aus, da nun die Qual der Wahl bevor stand. Ungefragt nahm sie die einzelne Karte, die auf dem Tisch lag, öffnete sie und drehte sie zu Kazumi, um sie ihr vor die Nase zu schieben. Sie sollte zuerst aussuchen. "Bitte", erfolgte noch kurz, ehe Haru sich zurücklehnte und etwas jungenhaft die Hände am Hinterkopf platzierte, um die Arme entspannt in der Luft zu halten. "Wie unbeschwert." Ein verträumter Blick an die Decke. Haru ließ ihre Augenlider ein Stück weit sinken, als wäre sie mit den Gedanken woanders. Manchmal war es einfach komisch zu erleben, dass man so glücklich und alltäglich im Café sitzen konnte, während woanders Menschen einander töteten. Das war Wahnwitz, aber Realität.
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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   So Jul 24, 2016 3:17 pm

Cf: Der Friedhof von Konoha

Eigentlich war Kazumi eine der Menschen, die es liebten, wenn es warm war. Sie liebte den Sommer und dementsprechend auch die dort auftretenden warmen Sommergewitter. Dementsprechend mochte sie weder den Winter, noch die Kälte. Hätte Haru witziger Weise nicht vor einigen Minuten den Reißverschluss bis zum Kinn zugezogen, hätte die Natsu total vergessen, dass es eigentlich kalt war. Die Blonde störte es kaum, obwohl sie eben nur ihr weißes Hemd mit dünnen, hellbrauen Pullover und einem schwarzen Rock trug. Sie fand es selbstverständlich nicht warm, eher laukühl. Nicht ganz so kalt und daher erträglich. Mit sanftem Lächeln hatte Kazumi den Kopf zu der Jüngeren gedreht. Ist dir kalt? Dann sollte ich dich wohl eher auf eine heiße Schokolade als auf ein Eis einladen, hm? Selbst wenn es draußen hageln, stürmen und schneien würde, würde sich Kazumi dennoch lieber ein Eis bestellen, als irgendwas anderes. Aber das waren eben ihre Ansichten und nicht jeder war so komisch drauf.
Irgendwie war Kazumi auch froh, dass sie noch Harus Hand hielt. Die Jüngere hatte sie noch nicht losgelassen und vorerst hatte Kazumi das auch nicht vor. Es war ihr Problem: Leuten näher zu kommen, das war ihre Schwierigkeit. Aber wenn sie sich mal gedankenverloren eine Hand geschnappt hatte, dann ließ sie die wirklich nicht mehr freiwillig los. Das war Alles paradox, weswegen Kazumi sich selbst fragen musste, ob sie komplett bekloppt war. Aber es tat einfach nur zu gut, HArus Wärme durch den Händedruck zu spüren. Letztendlich sprachen sie den Weg nicht wirklich. Aber das war auch nicht sonderlich schlimm. Zumal KAzumi im Moment sowieso nur an ihren Eisbecher dachte, den sie gleich genüsslich verspeisen würde. Dementsprechend realisierte sie auch nicht, dass Haru sie aus dem Seitenwinkel ansah. Die Blonde sah es aber auch nicht, dass sie die Jüngere die ganze Zeit hinter sich her schleifte und dabei ein so schnelles Tempo aufwies, dass die Mizushima ihr fast hinterherstolperte.
Bei dem Cafè angekommen, schritten die Beiden durch die Eingangstür und Kazumi konnte es sich erst einmal nicht verkneifen und sah sich ehrfürchtig um. Sie war eigentlich ungerne an Orten, wo es sein konnte, das viele Menschen in der Nähe war, aber es gab vieles, was Kazumi nicht mochte und dementsprechend versuchte die Blonde sich deswegen keinen Kopf zu zerbrechen. Hier konnte sie wenigstens schön in Ruhe mit Haru plaudern, oder dass irgendjemand sie störte. Ausgenommen vielleicht der Angestellte, der Bestellungen aufnahm, diese brachte oder eben später die Rechnung bringen würde. Eh sich KAzumi überhaupt überlegen konnte, wo sie Platz nehmen würden, hatte Haru schon einen gefunden und den, zumindest mit ihrem Blick, in Beschlag genommen. Okay, wurde HAru leise geantwortet, als sie auf den erwählten Platz deutete. Haru ließ sie durch und sofort setzte sie sich der Jüngeren gegenüber. Kaum saßen Beide, hielt Haru ihr schon die Karte entgegen, die die Ältere sofort annahm, während sie sich mit einem Dankeschön bedankte. Sie linste etwas auf die Karte, während ihr Harus Haltung ins Auge fiel. Leise kicherte sie, aber keineswegs provozierend sondern sichtlich erheitert. Das liebte sie unter anderem auch an HAru. Diese unbeschwerte Haltung, die sie an den Tag legen konnte. Sie könnte sich niemals so entspannt hinsetzen. Ihre entspannteste Haltung war es wahrscheinlich die Ellenbeugen auf der Tischplatte abgestützt und den Kopf gelangweilt auf den Händen platziert zu haben. Unbeschwert?, fragte sie neugierig nach. Dass du wie ein normaler Mensch entspannt in einem Cafè sitzen kannst?

Out: Im Mini antworte ich heute Abend. Muss gleich meine Sachen packen. Will/Muss in ner Stunde nach Magdeburg (:
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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   Do Jul 28, 2016 3:13 pm

War es nicht gerade dahingehend scheinheilig hier unbeschwert zu sitzen, wenn sie gerade vom Friedhof gekommen waren, wo doch dort so viele Geliebte von ihnen lagen? Manchmal fragte Haru sich nun mal wie sie so weiter durch das Leben hatte gehen können, nachdem sie nach dem Tod ihres Opas einen Zusammenbruch erlitten hatte. Sicher war es ein Erfolg gewesen darüber hinweg zu kommen und damit umgehen zu lernen. Die Erfahrung war wichtig, sie wollte sie nicht missen, aber so unbescholten wie alles manchmal wirkte, drückte die Vergangenheit mitunter umso stärker auf ihre Schultern. Daher legte sie den Kopf leicht zur Seite, nachdem sie an die Decke gestarrte hatte, und betrachtete Kazumi. Sie hatte die Augenbrauen zusammengezogen, wobei man das nur bei einer Seite natürlich sehen konnte. "Gerade diese Normalität ist manchmal komisch", gab sie grübelnd zu. "Wir hasten von Mission zu Mission, werden verletzt, manche umgebracht. Um meinen Vater muss ich zum Beispiel keine Angst haben. Er ist nur Kinderarzt. Aber ich bin im Grunde eine Soldatin. Ein Instrument zum Töten, richtig? Trotzdem ist mir der Tod nicht so bewusst, wie er es wohl sein sollte." Kurz darauf schüttelte sie sogleich den Kopf, löste ihre Arme von ihm und legte die Unterarme auf die Tischkante. "Gomen, das sind doofe Gedanken. Wir sind schließlich für Essen hier, nicht, um uns die Laune vermiesen zu lassen." Es folgte ein warmes Lächeln und Haru gab Kazumi einen Moment, damit sie sich was aussuchen konnte. Als sie etwas hatte, nahm sie die Karte entgegen und blätterte selbst hindurch. Wirklich Lust auf Eis hatte sie wirklich nicht. Eher was leichtes oder saftiges. Wie Käsekuchen. Oder noch besser: Rhabarberkuchen. Den sie über alles vergötterte. Plötzlich scannte sie mit den Augen die Liste auf der Suche nach Gerichten mit R und fand ihn! Rhabarberkuchen, ein Stück, mit oder ohne Sahne. Natürlich mit Sahne! Zufrieden lächelte Haru und legte die Karte beiseite. Sie wartete nun auf die Bedienung, wobei sie erzählte: "Wir sollten öfter hier her kommen, wenn wir in ein Café wollen. Die haben tatsächlich Rhabarberkuchen! Mit einem dicken Klecks Sahne ist das am besten. Wobei ich den dann abtrainieren muss. Ich bin nicht pingelig, was das Essen angeht, aber faulenzen tue ich auch nicht."
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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   Sa Jul 30, 2016 10:03 am

Normaleeweise verstand sie Haru, so auch jetzt. Sie konnte ihren Gedankengang mit der Scheinheiligkeit hier zu sitzen schon verstehen. Eigentlich war der Besuch auf dem Friedhof mehr als nur ein Gang zu irgendeinem Ort. Der Besuch beim Fiedhof konnte für Menschen, die eine geliebte Person verloren hatten, nicht nur emotional belasten, sondern auch psychisch. KAzumi konnte von sich selbst sagen, dass sie viel Erfahrungen sammeln konnte und mustte. Anfangs hatte sie sich zwingen wollen, den Friedhof aufzusuchen. Anfangs in der Hoffnung, dass es das Grab von Kaori nicht gab. Je öfter sie dort hin gegangen war, umso härter traf sie eben die Erkenntnis, dass es Kaori eben wirklich nicht mehr gab. Die ersten Monate war Kazumi nach einem Friedhofsbesuch nicht mehr zu gebrauchen. Sie hatte das psychisch und emotional so fertig gemacht, dass sie nur nach Hause gerannt war und sich stunden lang in ihrem Zimmer eingesperrt hatte. Tsuki und die anderen Beiden, die zu dem Zeitpunkt noch nicht auf Welttournee gewesen waren, haben sich deswegen ziemliche sorgen gemacht, bis Tsuki selbst gesagt hatte, dass es wahrscheinlich Kazumis Art war, sich an diese Situation zu gewöhnen und mit der Tatsache zu leben.
Jetzt, nach über anderthalb Jahren, die KAori nun nicht mehr da war und wo KAzumi noch deutlich mehr Menschen verloren hatte, war der Friedhof für sie ihr Lieblingsort. Sie fühlte sich mit den Menschen verbunden, die sie verloren hatte. Sie selbst wusste eben, wie sich Haru fühlen könnte. Sich immer bewusst zu machen, dass jemand nicht mehr existierte, war schwer und schmerzhaft. GErade deswegen war es gut, dass die Beiden hier saßen. So konnte sich Haru etwas ablenken und sich auf etwas anderes freuen. Es war besser als die Methode, die Kazumi hinter sich hatte.
Aufmerksam lauschte sie Harus Worten und nickte leicht, um zu zeigen, dass sie verstanden hatte. Du hast Recht. Für mich ist diese Normalität normal geworden. ICh war schon eine ganze Weile nicht mehr auf Mission. Ich habe kein Glück mit meinem Teamkameraden. Irgendwie bleibt ein Team mit mir nie lange bestehen. , meinte sie nachdenklich und leicht lächelnd. Es störte sie nicht ganz. Ihr reichte es vollkommen, als tatenloser Chunin ihr Dasein zu fristen, während sie eine uneinschätzbare, tickende Zeitbombe in sich versiegelt herumtrug. Sie war dankbar ihn zu besitzen, keine Frage. Sie war stolt auf das entgegengebrachte Vertrauen und sie wusste, was auf ihren Schultern lag. Eher automatisch legte sie sich die Hand auf den Bauch, auf das Siegel, welches unter ihrer Kleidung versteckt war. Es ist ärgerlich, dass ich kaum auf Mission bin, aber es ist nicht schlimm. Dadurch kann ich sehr viel Zeit zum Training nutzen und ich mache sogar schon Fortschritte., sagte sie bescheiden lächelnd. dass sie eine zweite Kazumi beschwören konnte, klang vielleicht nicht sonderlich spektakulär. Aber die Tatsache, dass diese Kazumi kleine aber feine Unterschiede zu dem Original aufwies, war schon speziell und das war gewollt. Sie war größer, trug ganz andere Kleidung als Kazumi und die Stimme der Kopie war kalt und schneidend wie ein überscharfes Messer. dass diese Kazumi auch nicht die Freundlichkeit in Person war, war vielleicht auch untypisch. Diese Kazumi wurde von Kyubi beseelt. Sie hatte es geschafft, Kyubi einen eigenen Körper zu erschaffen, auch wenn sie noch sehr darauf achten musste, ihm nicht zu viel Kontrolle zu überlassen.
Von ihrem Training losgerissen, und zu dem Thema 'Instrument zum Töten' hingeschubst, lächelte Kazumi versöhnlich und sanft. Ich bitte dich, Haru. Du bist eine Soldatin, wenn du das so nennen willst. Aber deine Aufgabe ist es, dein Dorf zu beschützen. Nicht als Werkzeug zum Morden zu funktionieren. Der Tod begleitet uns immer. Wir sind mit ihm groß geworden und er wird uns ewig verfolgen. Kein Wunder, dass du dir dem Tod kaum bewusst geworden bist. Er ist wie ein Muttermal. Es ist da, aber du bemerkst es kaum, weil du damit groß geworden bist. Klangen ihre Worte logisch? Sie hoffte es. Sie wollte Haru ungerne noch mehr verwirren, als sie es scheinbar schon war. Und du brauchst dich nicht entschuldigen. Wir werden erwachsen. Wir sind nicht mehr die kleinen Kinder, die sich Gruselgeschichten erzählten oder zusammn spielten. Wenn du dir darüber gedanken machst, ist das ein gutes Zeichen. Du zeigst, wie erwachsen du bist, Haru!, versuchte sie die Jüngere etwas zu beruhigen, damit sie kein schlechtes Gewissen bekam. außerdem tat es gut, so darüber zu reden. Sie hatte schon lange niemanden mehr zum Reden aufgesucht. Zumindest nicht ganz freiwillig.
Etwas in der typischen Normalität zurück, besah sich Kazumi die Karte. Sie wurde eigentlich auch sofort fündig. Das Wort 'Erdbeerbecher' fiel ihr sofort ins Auge und sofort war es um sie geschehen. Sie liebte Eis. Besonders Früchteeisbecher. Aber noch mehr liebte sie Erdbeereinsbecher. Leise kicherte sie wenig später über Harus Begeisterung zu dem Rhababerkuchen. Abtrainieren? Du? Haru ich bitte dich, meinte sie leise lachend. So schlank wie du bist? Ich würde eher fast vermuten, dass du mindestens leicht untergewichtig bist, meinte sie kopfschüttelnd.
Während sie das aussprach, kam schon die Bedienung, welche sich respektvoll vor den Beiden verbeugte. Guten Tag, was darf ich Ihnen bringen?, fragte der junge Mann höflich, nachdem er sich aufrichtete. Guten Tag, erwiderte Kazumi ebenso höflich und deutete mit dem Kopf ebenso eine leichte Verbeugung an. Wir hätten bitte gerne einen Rhababerkuchen mit Sahne und einen Erdbeereisbecher ebenfalls mit Sahne, bestellte sie und blickte fragend zu Haru, ob sie noch irgendetwas zu trinken dazu haben wollte. Erneut verbeugte sich der Kellner, notierte sich die Bestellung und ging danach davon.
Ich freu mcih schrecklich, endlich mal wieder in Ruhe mit dir reden zu können. Wie in alten Zeiten, grinste die Ältere breit.
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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   Sa Jul 30, 2016 1:32 pm

Es war erstaunlich wie erwachsen Kazumi geworden war. Für den Augenblick wich die Begeisterung für Kuchen dem sanftmütigen Blick einer dankbaren Seele. Haru lächelte ihre Freundin aufrichtig an, ihr Auge strahlte dabei mit und ließ auf keinerlei Böses schließen. Eine ehrliche Seele, die so eben Stolz empfand, diesen Menschen kennen zu dürfen. Es tat ihr zwar leid, dass sie zum Einen kein andauerndes Team hatte. Durchaus hatte die 17-Jährige mitbekommen, dass das immer wieder gewechselt hatte, weil, leider zu oft, eine Kameradin verstorben war. Kazumi aufzufangen, hatte sich als schwierig herausgestellt, weil Haru die Verstorbenen mitunter kaum gekannt hatte. Doch sie versuchte, was in ihrer Macht stand.
Zum Anderen hatte Kazumi schlichtweg recht, was den Tod anging und was es hieß, ein Ninja zu sein. Ihr Opa würde ihr zustimmen. Die Motivation war jeden zu beschützen und mit der eigenen Stärke den Willen des Feuers am Leben zu erhalten. Aber ob all das wirklich zeigte, dass sie erwachsen geworden waren? Es war natürlich irgendwo ein Kompliment, das sie zu schätzen wusste. Sie wurde irgendwann volljährig, war eine ältere Schwester und musste gar irgendwann in die Fußstapfen ihrer Mutter treten. Vielleicht unterrichtete sie in zwei, drei Jahren schon ihre ersten Genin? Der Gedanke war so abwegig. Sie kam ja manchmal nicht mal mit ihrer Schwester zu Rande, wenn Mutter befohlen hatte ihr irgendwas zu erklären. Darüber konnte sie innerlich nur den Kopf schütteln.
"Danke, du hast mal wieder Recht. Da merkt man, dass du zwei Jahre älter bist. Und mehr durchgemacht hast. Fast wie eine Sensei. Aber lieber als Freundin."
Dann kamen sie doch urplötzlich auf ihre Figur zu sprechen, was Haru eigentlich nur beiläufig erwähnt haben wollte. Sie zuckte peinlich berührt zusammen, hatte einen rosa Schimmer über der Nase und blinzelte. "U-Untergewichtig?" Erschrocken blickte sie an sich hinunter. Ja, sie war dünn. Sie wirkte manchmal mit ihrer Kleidung wie ein Kerl, weil sie nicht viel Oberweite hatte und sich sehr locker und sportlich hielt. Sie zog an ihrem T-Shirt und presste grübelnd die Lippen zusammen. War sie zu dünn? Konnte das sein?
Zum Glück kam der Kellner und sie bestellten dann das Essen. "D-Danke, das ist alles", bestätigte Haru zügig und ließ ihr T-Shirt dabei los. Dann holte sie noch schnell die leichte Verbeugung nach, weil sie die fast vergessen hatte. Schließlich seufzte sie, der Schimmer auf dem Gesicht verschwand genau wie ihre Unsicherheit. "Ich mich auch. Es ist vor allem schön, dass wir einander haben." Im Grunde ein Zugeständnis, dass Haru Kazumis Freundschaft sehr schätzte. "Wer weiß, was noch kommt. Vielleicht hat meine Mutter irgendwann wieder die idiotische Idee Kôjaku in den Wind zu schießen, und sich einen dritten Mann zu nehmen. Und der kommt dann irgendwo aus Taki no kuni, und sie geht dorthin, sodass ich hin und her gerissen sein würde. Hoffentlich nicht. Dann lieber einen Idioten Zuhause als irgendein Phantom, das mir meine Mutter wegnimmt."
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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   Sa Jul 30, 2016 2:56 pm

Es gab wirklich eine einzige Sache, die Kazumi vermisste, wenn sie sich mal wieder in ihre Einsamkeit zurückzog. Und das waren diese Augenblicke, wie jene, die sie gerade hatte. Sie liebte dieses Gefühl, wenn scheinbar jemand zu ihr aufsah, ihre Worte ernst nahm und sie auch nicht als irgendeinen halbpubertierenden Halberwachsenen hinstellte. Der Blick, den Kazumi entgegen geworfen wurde, war schön und ein seltener Anblick in Kazumis Augen. Bis auf Haru waren alle Menschen, die sie kannte und die ihr irgendetwas bedeutet hatten, allesamt älter gewesen. Die einen nur wenige Jahre, wieder ein paar andere über zehn. Es machte schon einen angenehmen Unterschied jetzt mit einer Jüngeren zu sprechen. Wenigstens ein Augenpaar, das zu mir aufblickt, dachte sie sich erleichtert und erwiderte Harus sanftmütigen Blick mit einem liebevollen lächeln. Allerdings erstarb dieser Gesichtsausdruck schnell und auch für nur eine Zehntelsekunde. Hatte sich das Kazumi nur eingebildet? Oder hatte sie tatsächlich eine Stimme gehört, die ihr ein Stellt sich nur die Frage, wie lange dieses Augenpaar noch in der Lage ist, zu sehen... zugeraunt hatte. Versucht unauffällig sah sich Kazumi um, nach Personen, die in ihrer Nähe standen. Schnell rief sie sich zur Ordnung. Wer, zur Hölle, sollte denn bitte in der Lage sein, auf ihre Gedanken zu antworten?
Lautlos seufzte die Blonde. Konnte das der Fuchs gewesen sein? Die Kälte dieser Stimme kam ihr auf jeden Fall bekannt vor. Auch wenn Kazumi versprochen hatte, den Kontakt zu ihrem Biju so gering, wie möglich zu halten, war es dennoch unmöglich Kyubi komplett zu überhören. Immerhin hatte sie Trainiert ihm einen Doppelgänger zu erschaffen. Da war es doch logisch, dass sie Kontakt zu ihm hatte. Auch wenn es kein besonders Freundlicher austausch an Worten war. Zumindest seitens Kyubi.
Leise lachte sie wieder, als Haru ihr Recht zusprach. Verlegen war die Blonde auf jeden Fall.Sie konnte mit Komplimenten einfach nicht umgehen. Danke, Danke! Aber es liegt nicht wirklich am Alter. Ich vermute, es liegt eher an dem, was man durchgemacht hat. All die Trauer und die Verluste haben mir geholfen, anderen Menschen zu helfen, die mit dem Tod nicht so klar kamen. Klar, bin ich älter. Aber wärst du die, die so viel verloren hat, dann würdest du viel erwachsener und viel weiser wirken, als ich. Zumal diese Erfahrung sicherlich nicht ausreichen würde, um mich irgendwie als Sensei oder so zu bezeichnen. Ich bin deine Freundin aus Kindheitstagen, die dich vielleicht fast besser kennt, als deine kleine schwester, meinte sie leicht schmunzelnd. Allerdings war sie plötzlich erschüttert, als sie Haru auf ihre Figur ansprach. Dadurch, dass die Jüngere zusammen zuckte, hatte die Blonde Angst, sie verletzt zu haben. Naja... also... Ich mein... Du bist...so schlank... durch deine Kleidung...finde ich...fällt auf, wie schlank... und so..., stotterte sie nun auch peinlich berührt und verlegen.
ZUm GLück fanden beide etwas ablenkung durch den Kellner. Ich denke nicht, dass deine Mutter so ungerecht sein würde und dich vor die Wahl stellen würde. Sie ist zwar streng, aber selbst wenn sie jemanden finden würde, denke ich schon, dass sie mit dir darüber sprechen würde. Ich glaube auch, sie würde dann eher den KErl überreden hier her zu ziehen, als dich aus deinem gewohnten Umfeld zu reißen...
Aber wer weiß das schon... Menschen sollen ganz schönen Mist machen können, wenn sie verknallt sind
, meinte Kazumi während sie mit den Schultern zuckte. Ich weiß nur, freiwillig würde ich dich auf jeden Fall nicht gehen lassen. Brieffreundschaften sind mir zu unsicher. Ich schreibe eher ungerne Briefe. Es ist schon ein Wunder dass Tsuki nicht ewig auf meine Antworten warten muss
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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   So Jul 31, 2016 3:03 pm

Da war etwas dran. Wenn irgendeiner von ihnen wirklich mal für längere Zeit weggehen würde, dann wären Briefe die unsicherste Methode zur Kommunikation. Es war zwar schön solche Schriftstücke von Menschen zu bekommen, doch es konnte den direkten, gemeinsamen Kontakt nicht ersetzen. Haru hätte selbst nicht immer die Zeit und vielleicht auch nur Lust gehabt Briefe zu schreiben. Zum Schreiben hatte sie nie einen bewussten Bezug gehabt. Klang nicht sonderlich aufregend. "Hoffentlich bleibt uns das erspart, dass sich unsere Wege für lange Zeit trennen", sagte Haru mit einem einseitigen Lächeln. Sie ließ einen Arm entspannt über die Schulterlehne hängen und trippelte mit den Fingern der anderen Hand auf dem Tisch. Vielleicht sah das ungeduldig aus, doch es diente rein zur Ablenkung. Irgendwie musste sie sich selbst im Sitzen bewegen. "Selbst für einen Mann würde ich meine Freunde und Familie niemals verlassen. Geschweige denn verraten." Das war eine kleine Anekdote in Richtung einer anderen Jinchûriki, allerdings nicht böse gemeint. "Kein Mann- ... Niemand ist es wert, dass man hinter sich lässt, was einem das Leben geschenkt hat und den Weg bereit hat. Das wäre doch Betrug, wenn ich mit jemandem mitgehe, und meine Eltern einfach hier lasse. Aber wer weiß. Vielleicht sieht das in zehn Jahren anders aus, wobei ich es nicht glaube." Es konnte immer etwas passieren, was einen vielleicht im Glauben an das eigene Dorf oder eben die Leute, die man liebte, erschütterte. Was so sehr enttäuschte, dass man alles loswerden wollte, was mit dem alten Leben zu tun hatte. Aus dem Augenwinkel sah sie nun eine Bewegung. Der Kellner war nach relativ kurzer Zeit wiedergekommen mit zwei Tellern auf den Händen und Besteck, das darauf lag. Mit einem Lächeln stellte er den Kuchen vor Haru und das Eis vor Kazumi, wünschte guten Appetit und ging dann zu einem anderen Tisch, wo eine Mutter sich mit ihren zwei Kindern niedergelassen hatte. Haru griff sich die Gabel, betrachtete den Kuchen aber noch nicht, sondern drehte die Gabel zwischen den Fingern wie ein Spielzeug. Fast hypnotisch starrte sie darauf. "Da bin ich echt gespannt. Vielleicht bin ich irgendwann zu einer Entscheidung gezwungen, die ich bereue, egal wie ich sie treffe. Zum Beispiel mit meinem Stiefvater. Egal, ob ich mich bemühe, oder es sein, lasse. Es kommt auf dasselbe hinaus. Vielleicht bricht eines Tages wieder ein Bijuu in Konoha aus oder wir werden alle von irgendeinem Clan verraten. Ich will bloß keine Sharingan-Träger laut nennen." Mit einem gelassenen Lächeln piekste Haru die Spitze des Rhabarberkuchens an und gab sich dem Geschmack voll hin. Solange hatte sie keinen mehr gehabt und jedes Mal wieder war es ein Traum zwischen süß und sauer.
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BeitragThema: Re: Shiros kleines Straßencafe   So Jul 31, 2016 3:53 pm

Alleine der Gedanke daran, dass sich der Kontakt zwischen Haru und Kazumi auf ein knappes Minimum reduzieren würde, jagte der Blonden einen eiskalten und unangenehmen Schauer über den Rücken. Es gab zur Zeit Menschen, sehr viele Menschen, bei denen sie eine geringe Kommunikation oder ein minimaler Kontakt nicht stören würde. Aber es gab zwei Menschen, mit denen sie für ewig den Kontakt halten wollte. Und Haru gehörte eben dazu. Mai und Akari waren zwei der Menschen, die Kazumi eben wirklich eher ungern begegnen würde. Einerseits wüsste sie nicht, wie sie mit Akari umgehen sollte und andererseits würde sie bei Mai das schlechte Gewissen plagen. Immerhin hatte sie ihre Adoptivmutter wissentlich und eiskalt angelogen. Etwas überrumpelt kratzte sie sich an der Wange, eh sie leicht den Kopf schüttelte. Leider wissen wir ja nicht, was die Zukunft bringt. Aber hey, es gibt so viele Möglichkeiten, was passieren kann… Bald bist du erwachsen und dann kannst du selbst bestimmen, was du machst und was nicht. Dazu gehört eben auch, ob du in einem Anderen Dorf leben willst oder nicht., meinte sie grübelnd aber leicht zuversichtlich. Aber lass uns nicht vom Schlimmsten ausgehen. Bisher ist das reine Panikmache. Ich glaube kaum, dass es Zuhause Stress gibt, ohne dass du etwas davon mitbekommst. Selbst, wenn du viel trainierst oder oft Missionen hast.
Sanft lächelnd winkte sie also ab. Der Gedanke gefiel ihr nicht und außerdem versaute er die schöne Stimmung. Aber trotzdem, auch wenn sie nichts dazu sagte, so konnte Kazumi Haru mit ihren Ansichten verstehen. Mal ganz abgesehen davon, dass Kazumi selbst noch nie wirklich viel von Männern/Jungs gehalten hat, konnte sie so viel Einfühlungsvermögen aufbringen, dass sie sich in HArus Situation hineinversetzen würde. Selbst wenn Kazumi jemanden hätte, den sie liebte, dann würde sie dennoch nicht Alles in Konoha hinter sich lassen. Mal abgesehen davon, dass das ihr, als Jinchuuriki wahrscheinlich eh kam möglich war.
Der Kellner kam wieder und den bemerkte Kazumi auch erst, als sie auf einmal ihren Eisbecher vor der Nase stehen hatte. Lächelnd hastete sie noch ein ‚Danke‘ hinterher, eh der Kellner schon wieder wegging.
Kurz betrachtete sie ihr Eis, eh sie sich den Löffel schnappte und ein paar Happen von dem Eis probierte. Wie sehr sie Erdbeereis liebte. Entspannt schloss sie kurzzeitig die Augen, eh Haru auf Entscheidungen zu sprechen kam. Sofort sah Kazumi die Jüngere ernst an und lauschte ihren Worten. Ihren Stiefvater als Beispiel zu nennen, war wirklich vortrefflich. Er war ein Paradebeispiel dafür, dass man, egal was man tat, nichts richtig machte. Leider wahr. Oh…Das kenn ich… Ich sollte Daizen-sama meine Dorftreue beweisen. Rate mal, was ich für Entscheidungsmöglichkeiten hatte…, sagte sie und machte eine längere Pause. Ich hatte die Wahl zwischen: Sorg dafür, dass dein Clan, der sich in Kiri befindet, nach Konoha kommt und Sag dich von deinem Clan los und tritt auf dem Erbe deines unbekannten Vaters herum, den du eh nie kanntest Ein schweres Seufzen entglitt ihren Lippen, eh sie etwas frustriert ihr Kinn auf dem Handrücken abstützte. Ich weiß bis heute nicht, ob es gut war, meinem Clan die Möglichkeit zu geben, hier her zu kommen. Ich bin nur die entführte und daher unbekannte Tochter des Clangründers. Ich habe mich ihnen noch nicht mal bewiesen und fordere schon, dass sie hier her kommen
Manch einer aus dem Clan fand die Idee nicht schlecht, wie die Natsu erfahren hatte. Ein paar ihrer Cousinen und Cousins waren voll dafür. Sie wollten mal ein neues Dorf sehen. Wieder Andere, Onkel, Tanten und wer weiß was für Ältere Generationen waren Skeptisch gewesen. Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen, als Haru auf einmal von der Möglichkeit eines Biju-Ausbruchs in Konoha sprach. Kaum merklich zuckte sie zusammen und blickte Haru an. Ich…hoffe mal nicht… dass sowas irgendwann wieder geschieht, meinte sie, eh sie nachdenklich in ihrem Eis herumstocherte. Ich kenne alle Jinchuuriki hier und ich würde einen weiteren Verlust wahrscheinlich nicht aushalten. Na gut, den Jinchuuriki vom Yonbi konnte sie wahrscheinlich kaum als Freundin und Bekannte nennen. Sie kannte sie und sie hat sie schon einmal getroffen…
Aber dennoch wäre es traurig, einen der Ausbrüche noch einmal mitzuerleben. Das eine Mal hatte ihr wirklich gereicht.
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