Tamashii no Utsuri

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 [Dorf] Suichimura

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Yamanaka Epona
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BeitragThema: [Dorf] Suichimura   Sa Dez 22, 2012 3:56 pm

das Eingangsposting lautete :

~ Ein winziges Einhundertseelen-Dorf, welches einst als Handelsposten gegündet wurde und sich daher fernab der größeren Städte befindet. Es liegt nahe der großen Reiserouten und erwirtschaftet sich seinen Lebensunterhalt durch Handel, Gastronomie und Obdach für Wanderer. ~



Im Zuge des Plots "Erstarkung des Jashinismus" hat sich dieser Ort in ein Schlachthaus verwandelt. Leichen liegen auf offener Straße, ehemals verrammelte Haustüren sind zerborsten und zersplittert. Es gibt keine Anzeichen von Ninjutsu, wie etwa Brandspuren, auffällige Erdverwerfung oder Sonstiges.

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Yamanaka Epona
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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   Fr Jun 14, 2013 12:49 am

NPC:

Die Botschaft zahlreicher Horror-Filme bewahrheitete sich: Mit dem Nebel kamen wahrlich schräge Sachen. Böse Fingerknöchelchen, solchen ähnlich, die Akainu und Kumpel gern zum Murmeln verwendet hatten. Und orangerote Schneeflocken, die höllisch brannten, wenn man sie mit dem Mund einfing. Der junge Jashinist stieß einen durchdringenden Schrei aus, als er sich Zunge und Gaumen versengte. Haha haha! Haha haha! Haha-wärghs! Er kam ins Stolpern, derweil er für einen kurzen Moment lang würgte und spuckte. Selbst einen Giftzwerg und von dunklen Mächten Gesegneten schien es nicht zu behagen, Funken zu schlucken. Natürlich hielt das Gekeuche und Geröchel nicht lang an, doch von da an beschränkte sich Akainu auf inneres Lachen.
Von Geräuschtarnung war trotzdem nicht wirklich was zu bemerken. Seiner Höchstgeschwindigkeit tat der Nebel nicht sonderlich gut; er kachelte an einer Stelle sogar frontal gegen einen Schornstein. Au! Fingerknöchelchen klackerten auf die Stelle, wo eben noch sein Kopf gewesen war. Ein Kunai mit Kibakufuda hintendran fuhr in den Schornstein und explodierte. Die Druckwelle erfasste ihn und schubste ihn kurzerhand vom Dach.
Der 17-Jährige überschlug sich, wirbelte in der Luft herum wie eine Katze und landete sicher auf allen Vieren. Joppa! Akainu, Meister zu Lande und in der Luft, Herr der Dächer! Nichts bringt - wärghs!
Dämliche rote Schneeflocken. Eilig gings jedoch weiter, derweil Knöchelchen und diverse Wurfgeschosse hinter ihm in die Hauswand sirrten. Akainu sprintete quietschvergnügt die Straße hinunter - der Nebel hinderte ihn auch jett nicht an seiner höchsten Geschwindigkeit, und so zwiebelte er ab und an gegen Regentonnen oder ähnliches.
Wie gesagt. Geräuschtarnung? Nein danke. Einen wirklichen Plan hatte er scheinbar auch nicht - irgendwie hoffte er ja, einer der Shinobi würde sich etwas zu weit vorwagen und ihm de Chance zum Angriff geben, ohne dass die andern sofort mit Störfeuer eingriffen. Solang hieß die Parole eben lauf lauf lauf.

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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   Sa Jun 15, 2013 2:46 am

Funktionierte doch wie geschmiert! Zumindest schien es so, ehe ihn ein Teil Midoris Jutsu streifte. Das lästige Bündel Katonchakra traf ihn an seiner linken Gesichtshälfte. Glücklicherweise direkt auf die Maske, was das brennende Gefühl auf der Haut etwas minderte, dennoch flog sein Kopf augenblicklich in die entgegengesetzte Richtung. Die Dinger hatten doch einen enormen Druck hinter der minimalistischen Fassade. Beeindruckend. Fand auch sein Kiefer, den er sich verstohlen rieb und kurz zurechtrückte. Doch da flog auch schon der nächste Übeltäter an. Diesmal konnte er ihm aber locker ausweichen in dem er sich wegduckte. Was viel wichtiger war: nicht nur ihn hatten die Dinger erwischt, nein, auch dem Kleinen schien es nun sichtlich schwerer zu fallen. Jedenfalls veranlasste er eine gehörige Geräuschkulisse die den Jônin nicht nur erahnen ließ, wo er sich befand. Er und seine Klone setzen sich also in Bewegung, wandelten in die Richtung aus der die Geräusche zu kommen schienen. Nun würde er ihn definitiv finden und einkesseln. Samegawa hatte genug von dem Versteckspiel, den dummen Albereien und den Fluchtversuchen. Jetzt würde er den Jungen auffordern ihm zu sagen, was er hier tat und was hier vor sich ging.
Der Jônin hechtete über die Dächer, während seine Abbilder den Weg durch die Gassen wählten, direkt jene, die von schallendem Lärm nur so zu schreien schien. Ein Grinsen schlich sich auf die Züge, während er im Nebel locker von dem Dach sprang. Sein Schwert im Sprung bereits wieder vom Rücken nehmend baute sich das Original Samegawas direkt vor dem hechtenden Kind auf, platzierte sein Schwert so, dass er vermutlich gegen laufen würde, während der Rest seiner Abbilder den Rückweg blockierten. „Endstation, Kleiner.“, murmelte der Blauhaarige in den Neben hinein, den er nun langsam lichten ließ. Hoffentlich würden nun seine Gefährten ebenfalls in den Nahkampf überwechseln. Oder zumindest antanzen. Zu viert konnten sie den Zwerg vielleicht einschüchtern sodass er reden würde.
Seine grinsende Visage durchdrang den Nebel, sein Schwert hielt er breit vor sich. Selbst wenn er fliehen würde, hätte er noch die Möglichkeit einen gezielten Schwerthieb zu setzen dafür war er wahrlich schnell genug. Wäre jedoch keine schöne Variante. Samehadas Schuppen waren beim besten Willen keine schöne Alternative. Doch Samegawa hoffte, dass er sich einschüchtern ließe. Es würde es einfacher machen – für sie und für den Jungen. Dass der es nur auf den Nahkampf abgesehen hatte, dass konnte der Jônin noch nicht ahnen, aber bei dieser Gruppe wäre der Punkt wahrscheinlich auch keine so schlimme Ausflucht.
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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   So Jun 16, 2013 10:07 pm

Midori schnaubte entnervt. Offensichtlich war keiner - abgesehen von Samegawa - so intelligent zu verstehen, was sie mit dem Katon bezweckt hatte. Seltsam, wo Hiroshi doch bereits ettliche Kämpfe mit ihnen beiden bestritten hatte und dann kam er zu ihr, nachdem sein Jutsu an Dächern, Schornsteinen und anderen Hindernissen abgeprallt war und erklärte ihr, ihr Jutsu sei kein kluger Schachzug gewesen. Dabei war der Typ jetzt umso lauter! Und man hätte ihn prima auch im dichtesten Nebel finden können. "Nicht dein klügster Gedanke heute.", kommentierte sie kurz trocken, während sie der Geräuschkulisse folgte, so wie es Samegawa tat und den Oinin dabei mit sich zog. Gleich darauf kam auch noch Junko, beschwerte sich ebenfalls. War sie denn jetzt Mutter Theresa?
Noch nie hatte sie einen Gruppenleiter gehabt, der ihr gesagt hatte, was sie im Kampf tun sollte, außer es waren vorher Formationen ausgemacht worden. Und das hatten sie nicht. Weil die Grünhaarige eigentlich davon ausging, dass sie sich lange genug kannten. Und jetzt? Jetzt kamen die beiden wie kleine Kinder zu ihr und wollten wohl am liebsten noch wissen, wie sie ihren Kopf halten sollten, um zu hören, wo der Typ war? Schnaubend sprang sie vom Dach. "Das war das Ziel. Hättet ihr eure Ohren benutzt, wärt ihr bereits im Nahkampf.", brummte sie entnervt, bevor sie sich von beiden löste, ihr Katana zog und auf ein Dach sprang, das oberhalb von Samegawa und dem Fremdling lag. Während der Nebel sich lichtete, hielt sie sich geduckt, um - sollte er flüchten wollen - ihm den Weg in verschiedene Richtungen (vor allem oben) abschneiden zu können. Würde er es wagen, mit einem Sprung zu flüchten, würde sie ihm entgegenspringen und ihn auf das nächste Dach pinnen.
Da bis jetzt aber nichts dergleichen geschah, sondern Samegawa lediglich mit dem Jungen sprach, huschten ihre Gedanken kurz zurück. War Hiroshi von ihr abgelenkt, oder warum erkannte er nicht, was hinter ihrem Jutsu für eine Absicht gesteckt hatte? Kurz keimten Zweifel in ihr auf, ob sie beide noch zusammen Missionen bestreiten sollten, aber andererseits war das jetzt nicht wichtig. Ihr Fokus legte sich wieder auf den kleinen Störenfried und sie hoffte, dass die anderen bald auf die Idee kamen, ihn festzunehmen. Immerhin konnte er dann immer noch genug Fragen beantworten.
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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   So Jun 30, 2013 6:43 pm

OOC: Sorry für den arschkurzen Post, aber es soll doch mal weitergehen


Hiroshi hätte sich mit der flachen Hand gegen den Kopf schlagen können, als Akainu deutlich laute Geräusche machte und so im Nebel wohl recht einfach auffindbar war. Kaum war Midori aufs nächste Dach gesprungen stürmte Hiroshi hinterher, schnallte seine Sense auf dem Rücken fest und ließ zwei lange Knochen aus seinen Unterarmen wachsen, ließ sie jedoch dort fixiert. Anders als Midori blieb er nicht oberhalb von Samegawa und Akainu stehen, sondern wählte einen anderen Weg, lief kurz weiter und sprang dann vom Dach, lief eine Gasse entlang und tauchte dann einige Schritte hinter Akainu auf. " Absolute Endstation. " ergänzte er Samegawa und riss die Knochen aus seinem Oberarm, hielt die beiden Knochenschwerter in einer Angriffspose. So würde der Typ sicherlich nicht entkommen können. Nach vorne und Hinten standen Samegawa und Hiroshi, oben waren Midori und Junko, zur Seite lagen Mauern. Schachmatt könnte man sagen, auch wenn das bestimmt zu hoch gestochen war, irgendwie fanden solche Typen doch immer einen Ausweg. " Du hast zwei Möglichkeiten, sterben oder reden, klar? Mach das hier nicht so kompliziert und lass das rennen einfach sein, wir bekommen dich so oder so. " Hiroshi fixierte Akainu und würde bei der kleinsten Bewegung, die eine Flucht oder einen fiesen Trick andeutete, reagieren und ihn festpinnen. Dazu bereitete er bereits ein paar Knochen vor, die er dem Jashinisten dann durch die Gliedmaßen in den Boden rammen würde, ihn quasi kreuzigte und so Bewegungsunfähig machte. Klang nach einem recht guten Plan, so zumindest in Hiroshis Kopf. Vielleicht hatte Midori als Teamführerin auch andere Pläne, die sie sicherlich zeitnah ausführen würde.
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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   Mo Jul 01, 2013 6:00 am

Der Kerl schien seinen schädel manchmal echt nicht zu benutzen. Da hockte man schon mal im Nebel und selbst Junko, die manchmal auch echt nicht den Mund halten konnte, hätte in so einer Situation die Klappe gehalten, beziehungsweise nicht so rumgeschrieen, wie Akainu es tat. Der würde noch sich sonst was einfangen, wenn er nicht endlich mal den Mund geschlossen halten würde, um zu verhindern, dass einer dieser wunderschönen Feuerblüten sich in seiner Lunge absetzte. Doch scheinbar schien er nicht nur seine Lautstärke unverändert zu lassen, nein er behielt auch seine Geschwindigkeit bei, was dazu führte dass er einmal irgendwo gegenkrachte. Irgendwie Armer kerl. Er begriff es scheinbar echt nicht. Und Akainu rannte einfach munter vor den Vier Kirinin weg und langsam aber sicher verlor die Grünhaarige die Nerven für das ganze Geschehen. Ach herrje... Sag bloß, du bist schon am verzweifeln. Du hast auch mal mehr ausgehalten... hehe, meldete sich der Sanbi und aus Junkos Mund kam nur ein seufzen. Was sollte sie denn sagen? Isobu zog sie doch eh nur auf und egal was sie sagen würde, die schildkröte würde ihr doch eh die Worte im Mund rumdrehen. Sie antworte nicht darauf. Stattdessen kümmerte sich lieber, um das was gerade vor ihren Augen abging. Okay... mehr oder weniger. Durch den Nebel konnte sie nichts sehen. Klar sie konnte der überlauten stimme ihres Gegners folgen aber vielleicht war er aus Grund so laut um die Kirinin in irgendeine Sicherheit zu wiegen. Wer wusste das schon? Allerdings machte sich Samegawa da schon auf den Weg Akainu zu verfolgen und Junko bekam nur nebenbei Midoris Worte mit. Ihre Augenbrauche begann gefährlich zu zucken aber mehr war da auch nicht.Tschuldigung, dass ich mich dazu Äußere, warum ich nichts unternehmen kann oder warum ich noch nicht zum Nahkampf übergehe, blaffte die Jüngste gedanklich als Kommentar zu Midoris Worten. Liebend gerne wäre die Grünhaarige in den Nahkampf übergewechselt. Aber durch den Nebel sah sie nicht genug um wirklich sicher in den Nahkampf zu wechseln. So langsam lichtete sich der Nebel und Junko folgte natürlich gleich samegawa, Hiroshi und Midori. Allerdings blieb sie mit Midori auf dem Dach, über Akainu stehen. Sie sollte ja, ob sie wollte oder nicht, bei Midori in der Nähe sein. Die Beiden Männer aus dem Team richteten nun die Worte an den Jashinisten und die Kura selbst war neugierig, wie Akainu nun reagieren würde. Ob er überhaupt jemals aufgeben und sprechen würde?
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Yamanaka Epona
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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   Mo Jul 01, 2013 11:05 pm

NPC:

Er rannte, und rannte, und rannte. Akainu war ziemlich gut in Form; immerhin hatte er auf diese Weise auch das weite Meer zwischen dem Inselreich und dem Festland überwunden. Zugegeben, mit mehreren Zwischenstopps auf Fischerbooten, Schwimmbojen und in den Wellen dümpelndem Treibgut. Aber hey, jeder Champ verdiente sein Nickerchen, nicht wahr?
Dies hier war leider nicht die endlose Weite des Meeres; der Jungspund konnte hier nicht queren und kreuzen, ohne auf nichts anderes zu stoßen als ein paar Wellenbrecher. Fernab der grenzenlosen Leere kachelte man eben doch gegen so Manches; neben Regentonnen, Hauswänden und Geschwadern glühend heißer Schneeflocken gab es auch riesige Schwerter, die aussahen wie monströse Feilen!
"Endstation, Kleiner!"
Niemals! Akainu beschleunigte sogar noch auf dieses kurze Stück. Akainu, Meister der Hinterhältigkeit, kennt kein Halt! Er kennt nur den hammerharten Durchbr-... Samehada schmetterte ihm frontal entgegen, schnörkellos und effektiv. Blut und Stoff und Haut und Fetzen von Fleisch drifteten in einer fast schon anmutigen Weise aufwärts, derweil der Getroffene in einer flacheren Kurve dahinsegelte, rücklings aufschlug.
Zur gelinden Überraschung der Beobachter federte Akainu jedoch nach einer Sekunde des Schlidderns schon wieder hoch. Die Schnitte und Schlitzer von Samehadas Schuppenkleid hatten keinen nennenswerten Eindruck hinterlassen. Wohl auf der Kleidung, doch nicht am Körper. A- A- Akainu, Experte des Comebacks, kennt kein Halt, nur die Kehrtwen- Die Knochenklingen des Kaguya nagelten ihn sogleich an den Erdboden, indem sie seinen Körper sauber durchstießen.
Für einen Moment Röcheln. Stöhnen. Schmerzensschreie. Dann irres Gelächter, welches mehrere Augenblicke in Anspruch nahm, ehe sich der mehrfach zu Tode Verwundete und natürlicherweise im Sterben liegen Sollende beruhigt hatte. Hah... hah... hah... Er schaute einen Tacken zu gelassen an den grausig anzusehenden Spießen entlang, welche ihn wirken ließen wie einen geplünderten Party-Igel. Das is jetzt scheiße... Blut sammelte sich in seinen Mundwinkeln, floß über seine Wangen. Doch er wirkte nach wie vor so quicklebendig, als würde er noch immer durch die Gegend peesen. Wenngleich ihm wohl leicht die Puste fehlte; er gröhlte nicht mehr, obwohl ers offenbar gern getan hätte. Steckte einer der Knochen in seiner Lunge?
Ziehs wieder raus, Drecksack bat er freundlich, allerdings wirklich mit pfeifendem Unterton, als fehle ihm der Schub an Puste. Ich will dir ins Gesicht spucken.

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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   So Jul 14, 2013 6:44 pm

"Halt!", rief Midori, eine Hand nach dem Störenfried ausgestreckt, als würde es etwas dagegen helfen, dass er Samehada mit voller Breitseite kassierte. Sie sollten den Jungen nicht töten, sondern festnehmen! Es wäre selten dämlich den Einzigen, der wusste, was hier geschehen war, einfach über den Jordan zu schicken, ohne eine ordentliche Befragung durchgeführt zu haben. Außerdem war hier nicht der richtige Ort, um den Knirps zum Reden zu bringen. Anstatt von seiner demolierten Vorderseite erschrocken zu sein, gröhlte der Jungspund weiter, kam auf die Beine, völlig frei von Schmerzen offenbar und kachelte zu Boden, kurz bevor er Hiroshi überhaupt erreichen konnte. Der Kaguya hatte dem Jungen die Knochenklingen tief ins Fleisch gerammt, sodass er im Boden steckte. Die Augen der Iryônin weiteten sich, denn so wie die Dinger dort steckten, wäre der Typ tot, wenn sie nicht bald etwas dagegen tat.
Ohne groß nachzudenken ließ sie sich vom Dach fallen, glitt auf die Knie und wollte nach Akainu greifen, der im nächsten Moment in irres Gelächter ausbrach. Die junge Frau wich vor Schreck zurück, fiel mit dem Rücken gegen die Hauswand hinter sich und verengte ihre Augen zu Schlitzen, während sie beobachete, dass der Typ noch immer große Töne zu spucken schien, obwohl er tödlich verletzt war - mehrfach. Was war das für ein grausames Jutsu, das ihn am Leben erhielt? Oder war das alles eine Illusion? Die Worte des Jungen klangen, als sei er quietschfidel, abgesehen von dem pfeifenden Ton, der wohl von einem verletzten Lungenflügel herrührte. Nervös fuhr sich die Grünhaarige mit der Zunge leicht über die trockenen Lippen, betrachtete den Typen. Kurz glitt ihr Blick fragend zu Samegawa, Hiroshi und auch Junko, bevor sie sich dem Verletzten wieder zuwandte. "Warum lebst du noch?", fragte sie sehr leise, aber unverwandt. Eigentlich war es eher eine rethorische Frage an sie selbst, denn sie konnte es sich medizinisch bei aller Liebe nicht erklären. Andererseits war es vorerst irrelevant und würde sicher später erklärt.
Ihr Blick glitt wieder zu Samegawa. "Wir verpacken ihn ordentlich und bringen ihn nach Kirigakure. Er müsste tot sein. Ich bin mir sicher, Yuki will das untersuchen." Ihre smaragdgrünen Iriden suchten nach Zustimmung in den Gesichtern der anderen und fand sie glücklicherweise auch. Keiner von ihnen mochte wohl länger als nötig hier bleiben, bis irgendjemand aufgeräumt hatte. Aber das war nicht ihre Aufgabe, das würden andere übernehmen. Lautlos schluckend betrachtete sie nocheinmal die Gasse in der auch noch die Spuren der Zerstörung und des Mordens zu sehen waren. Sie wandte sich ab, wartete darauf, dass ihre Teamkameraden den Jungen fesselten und als schönes Paket verschnürten. Sie überlegte, rang sich dazu durch, zumindest seine Lunge und die lebensgefährlichen Verletzungen zu heilen. Woher sollte sie sich sicher sein, dass er sonst die Reise zurück ins Dorf überlebte? Nachdem sie damit fertig war, verzog sie angewidert das Gesicht. Sie hatte einem Mörder geholfen. Womöglich das Leben gerettet und so gern sie auch jedem half, das war eigentlich nicht ihr Ziel.
"Gehen wir nach Hause", murmelte Midori leise, bevor sich das Team aufmachte, um das Dorf endlich hinter sich zu lassen und diese Mission abzuschließen.

Ow: Kirigakure

Out: Hoffe das ist in Ordnung, denke wir wollen alle endlich fertig werden^^
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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   Sa Jul 20, 2013 9:31 pm

Unbeeindruckt lauschte der Jônin noch kurz den heldenhaften Worten des flinken Kerls, dachte jedoch nicht, dass er wirklich weiterrennen würde. Für so blöd hielt er eigentlich niemanden gerade weil der Schuppenpanzer seiner ‚Klinge‘ durchaus bekannt war. Offenbar nicht bei dem freakigen kleinen Jungen. Denn er stoppte nicht. Weder mit dem Gebrabbel, noch mit dem Gerenne. Nein, im Gegenteil; er rannte sogar direkt in Samehada rein, was die bläulichen Augenbrauen beim Zusammenstoß kurzzeitig in die Höhe schießen ließ. Die Überraschung hielt aber nicht lang, da er sich mehr instinktiv gegen den Stoß stemmen musste. Obgleich der Typ wie ein Fliegengewicht erschien hatte er tatsächlich einen Affenzahn draufgehabt, womit sein doch recht weiter Rückfall wohl kaum eine Verblüffung darstellte. Dennoch Samegawa beim besten Willen nicht, warum er dies getan hatte. Er wollte ihn lediglich aufhalten - einschüchtern -, aber doch nicht umbrin-
Die sonst so desinteressiert dreinblickenden türkisen Kullern weiteten sich. Der Kleine war nicht tot. Er erhob sich sogar kurzerhand, fast so als wäre nie etwas passiert…als würden die ganzen blutenden Schrammen an seinem Körper keine Bedeutung haben. „Was…“ - bist du. Wollte er jedenfalls tonlos fragen, als sich die tiefe Stimme in ein Grollen wandelte, „tust du?!“ Er hatte dem Jungen selbst gar tödlich verletzt, aber nicht vorsätzlich. Er hätte nie zugeschlagen - nicht mal wenn er wirklich vorgehabt hätte zu fliehen. Stattdessen hatten sie nun eben das erreicht was sie nicht weiterbringen würde; den einzigen Zeugen getötet, der wusste was hier geschehen war. Wortlos wollte der Blauhaarige einen Schritt auf den Oinin zugehen, wollte ihm am liebsten seine Dummheit in Form eines Schlages in die Visage aufzeigen, als vom Boden ein Röcheln kam dichtgefolgt von einer Lache, die selbst ihm einen Schauer über den Rücken jagte. Es dauerte keine Sekunde, da lag sein Augenpaar auf dem blutüberströmten Körper am Boden, der tatsächlich lachte.
Er war 33 Jahre alt, hatte die meiste Zeit damit zugetragen Shinobi reihenweise sterben zu sehen, hatte sie teilweise selbst getötet, aber das, was sich ihm auf diesem Boden vor ihm bot, ließ ihm kurzzeitig das Blut in den Adern gefrieren. Nicht mal etwas entgegen konnte der Blauhaarige - einfach nur stumm dastehen, zusehen wie sich ein totgeglaubter Körper im Dreck wandte, fast so, als wolle die Seele noch nicht weichen. Ob es ein Iryôninjutsu war? Prüfend sah er zu Midori, die jedoch ähnlich fassungslos wirkte. Sie wusste also höchstwahrscheinlich auch nicht was vor sich ging, wenngleich ihre Worte vernünftig klangen. Vielleicht würde sich dieser Umstand ja noch klären…zunächst heilte die Jinchuuriki jedenfalls die Verletzung, was zwar nötig war, aber er dennoch irgendwo missbilligte. Der Kleine war ihm nicht geheuer. Auch als er sich zu ihm runterbeugte, um ihn zu fesseln hatte er noch diesen fahlen Geruch von Blut an sich, was er verloren hatte und was ihn doch eigentlich menschlich machen musste. Doch nach alldem konnte man wohl kaum menschlich - nein; sterblich - sagen.
Stillschweigend warf er den Jungen mit einer gewissen Abneigung über die Schulter und folgte anschließend seiner selbsternannten Schwester. „Wollen wir hoffen dass irgendwer ne Antwort auf das hier hat.“

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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   Di Jul 30, 2013 7:27 pm

Auch wenn dieser Akainu der Feind und Gegner der Kiri-Nins war, so war die Art des Shinobis schon irgendwie sehr erheiternd. Er immer mit seinen lockeren Sprüchen, seiner scheinbar grenzenlosen Energie und so weiter… Aber leider war er nun mal der Feind. Uhuuu…. Das klingt ja extrem interessant. Spinnt klein Junko zukunftspläne? Schade du suchst dir immer die falschen Kerle aus…beziehungsweise triffst immer die Falschen Typen… hehe, stichelte die Riesenschildkröte und sofort hatte die Jinchuuriki das starke Bedürfnis Isobu in zwanzigmilliarden Einzelteile zu zerlegen. Diese olle Schildkröte mit ihren dummen Anspielungen. Ich weiß nicht, was in deinem Kranken Hirn vor sich geht, aber die Mission scheint dich sehr fantasiereich und zickig gemacht zu haben… Sag bloß du bist auf irgendwas eifersüchtig, Zicke, antwortet die Grünhaarige der Schildkröte und konnte sich ein Kichern echt nicht verkneifen. Das war doch süß. Nun ja… in der Situation, in der sich die Kirinin gerade befanden, war Junkos Kichern sicherlich falsch zu verstehen. Immerhin konnten die Höherrangigen ja nicht ahnen, dass sie gerade mit Isobu angeeckt war und nicht etwa irgendwie an Akainus langsamen Sterben erfreut war. Allerdings richtete sich die Aufmerksamkeit der Grünhaarigen dann wieder auf den am Boden Liegenden und auf ihre Teammitglieder. Irgendwie tat ihr mehreres leid. Zum einen hatte sie nicht wirklich viel auf dieser Mission zutun gehabt und genauso tat ihr der halbtote Kerl am Boden leid. Wahnsinn… das ich nicht lache… Du als gehasstes Gefäß von mir, zeigst dennoch Gefühle. Das ist kindisch. Denk doch mal nach… Wie viele Menschen der kleine Kerl getötet hat. Ich weiß noch genau, wie viel Hass du verspürt hast, als du mit Midori nach überlebenden gesucht hast. Und jetzt? Jetzt tut dir der Mörder noch leid. Du bist echt naiv…und so herrlich berechenbar…, kam es zutiefst belustigt von der Schildkröte und während sich Junko mit Isobu ‚unterhielt‘, bekam sie auch nicht wirklich mit, was bei Midori und Samegawa lief. Mal ganz davon abgesehen, dass die Ge-Nin auch nicht bemerkte wie Akainu langsam aber sicher verblutete und starb. Hätte sie es erst richtig realisiert, dann hätte sie es sicher nicht so schnell weggesteckt. So wie es jetzt aussah, stand sie einfach nur etwas abseits und sah zu Midori und Samegawa. Erst als die Beiden an ihr vorbeiliefen, schreckte die Kura leicht auf. Verwirrt nlickte die Grünhaarige zu den Älteren und legte ganz leicht den Kopf schief. Wer soll denn jetzt noch etwas davon wissen, was hier passiert ist…? Die Dorfbewohner sind alle tot. Es gab keine Überlebenden. Und Akainu…ist mausetot und uns erzählen, was hier abgegangen ist kann er auch nicht mehr...Ihr könnt nur hoffen, dass Kirigakure Shinobi hat, die sich auf das alles einen Reim machen können… Und du solltest dich langsam in Bewegung setzen. Deine Teammitglieder hauen dir eiskalt ab…, hörte Junko Isobus Stimme in ihrem Kopf und sofort setzte sich die Genin in Bewegung und folgte den anderen Dreien.

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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   Di Feb 28, 2017 4:04 pm

Seit den Geschehnissen von vor über 2 Jahren, hat das Dorf Suichimura vieles durchgemacht. Nachdem der Jashinist von Shinobi aus Kirigakure verhaftet worden war, wurde das Dorf gesäubert und ein Denkmal für all die Toten errichtet. Es gab nur sehr wenige Überlebende, die den Schrecken verkrafteten. Sie hatten sich Großteils in die Umliegenden Waldgebiete geflüchtet und waren sehr verstört zurückgekehrt.

Eine Zeit lang kamen regelmäßig Shinobi aus dem großen Dorf hierher, um beim Wiederaufbau des Dorfes und der Behandlung von Traumata und Verletzungen zu helfen. Nur langsam fassten die Bewohner wieder vertrauen. Einige suchten das Weite und kehrten nie wieder zurück. Wenige Mutige wollten ihre Heimat auch nach diesem Massaker nicht aufgeben. Nach etwa einem Jahr waren die Spuren beseitigt und abgesehen von einigen heruntergekommeneren Häusern am Rand des Dorfes zeugt nurnoch das große Denkmal auf dem Marktplatz von den Geschehnissen.

Mittlerweile ist das Dorf wieder belebter, neue Menschen fanden hierher und leben ihr ziviles Leben im Schutz des großen Dorfes und damit vor dem Kaiserreich. Viele hier sind froh, dass der Jashinismus in Mizu no Kuni keinen Einzug gefunden hat, sodass das Dorf auch immer wieder flüchtige des Kaiserreiches empfängt, aufgrund seiner relativ nahen Lage zur Küste. Zur Sicherheit meldet es allerdings mittlerweile auch die kleinsten Unruhen in der Gegend an Kirigakure no Sato selbst, sowie sie auch jeden Neuankömmling weitermelden und gegebenenfalls festhalten.

.: Firstpost . . .

Ein giftgrünes Augenpaar war nur all zu genau damit beschäftigt, die große, hübsche, blonde Frau zu betrachten, die hinter Gittern und mit gefesselten Händen noch immer elegant sitzen konnte. Die langen blonden Haare lagen der Frau über eine Schulter, während der Rest den Rücken hinabfloss und auf der schnöden Holzbank zum Liegen kam. Shiina schnaubte leise, als sie spürte, wie ihre Wache sie betrachtete und erwiderte den Blick mit ihren violetten Iriden leicht trotzig. Sie versuchte sich zu beherrschen, aber dieses Dorf war einfach die Hölle. Es war kaltes, unangenehmes Wetter draußen. Auch wenn sie aus Tetsu den Schnee gewohnt war, so war es hier doch wesentlich nass-kälter, als es das dort jemals war. Diese Kälte kroch einem bis unter die Haut und vernichtete jedwede Wärme.
Aus diesem Grund hatte die Himura auf ihrer Flucht auch Hilfe in einem kleinen Dorf gesucht. Dass sie dort, nachdem sie ihre Geschichte Preis gegeben hatte, sofort überfallen und festgehalten werden würde, hatte sie nicht erwartet. Zwar waren alle hier nur Zivilisten, aber offenbar hatten sie zumindest teilweise halbe Ausbildungen als Shinobi oder waren zumindest zuverlässige Schläger. Gegen 3 ausgewachsene Männer hatte jedenfalls auch sie sich nicht mehr wehren können. Noch dazu hatte ihr die Reise vom Tempel ins Ungewisse in den Knochen gesteckt.
Jetzt saß sie hier, in einer Zelle, als wäre sie ein Verbrecher, weil der Dorfvorstand davon überzeugt war, dass sie einen Jashinisten mutwillig hierher geführt hatte, um das Dorf auszurotten. Ihre Augen glitten umher, während sie ihren Gedanken nachhing. Was für eine absurde Geschichte. So stark jemand auch war, wie sollte er dieses ganze Dorf einfach so ausrotten? Außerdem würde sie das niemals zulassen! Allerdings hatte ihre Beteuerung nicht viel gebracht, offenbar vertraute man Fremden hier eher weniger. Unwillkürliche rutschte sie auf der harten Holzbank in eine etwas angenehmere Sitzposition. Dennoch behielt die Frau ihre aufrechte Haltung bei. Sie würde sich nicht unterkriegen lassen und schon garnicht mit einem Jashinisten unter eine Decke stecken! Immerhin war sie selbst auf der Flucht vor dem gruseligen Kerl.
Ihre Ablehnung, der Shugonin Jûnishi beizutreten war bei ihm nicht gänzlich auf offene oder willige Ohren gestoßen. Ihre teilweise Shinobiausbildung hatte sie dafür quasi prädestiniert, war sie doch in Tetsu aufgewachsen und groß geworden und war mit dem System vertraut und nicht dagegen. Wogegen sie allerdings war, waren diese Fanatiker und ihre blutige Religion. Und dieser Umstand hatte sie auch mehr oder minder von dem Ort vertrieben, der jahrelang ihre Heimat gewesen war. Trauer darüber hatte sie noch keine empfunden, allerdings war dafür bisher auch keine Zeit gewesen. Viel eher drehten sich ihre momentanen Gedanken darum, wie sie hier herauskommen sollte. Wenn der Typ ihr wirklich weiter folgen würde, hätte sie ein riesiges Problem, denn vermutlich würde er ihr tatsächlich Leute verletzen, um sie zu finden. Und im Nachhinein könnte das durchaus aussehen, als wäre all das geplant gewesen und sie stecke mit ihm unter einer Decke.
Ein leises Seufzen entrang sich ihrer Kehle. Der Vorstand des Dorfes hatte ihr erklärt, man habe Kirigakure bereits benachrichtigt und erwarte spätestens in den Abendstunden jemanden, der sich mit dem "Problem" - also ihr - befassen würde. In Ermangelung einer Möglichkeit, sowohl Metallgitter zu zerstören, als auch gleichzeitig die Wache und ander auftauchende Aufpasse in Schach zu halten, war sie also gezwungen, auf einen "Problembewältiger" zu warten.

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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   Mi März 01, 2017 5:24 pm

Kv: Timeskip [Irgendwoher]

So richtig wollte ihm nicht in den Sinn kommen, warum man ausgerechnet ihn darauf angesetzt hatte, eine angebliche Gehilfin eines Jashinisten zu begutachten. Das letzte Mal, dass er in Bedrängnis gekommen war, einen solchen zu bekämpfen war mittlerweile schon eine Weile her. Unglücklicherweise schien sich die Umstände der Umgebung nicht geändert zu haben. Schon vor zwei Jahren war er einmal hier gewesen. Mit dem Unterschied, dass in der Dorfmitte kein reges Treiben stattgefunden, sondern ein Berg an Leichenteilen geprangt hatte. Kinder, Frauen, Männer, Blut und in Mitten alldem ein kleiner, garstiger Kerl, der aus allen Poren Tod geschrien hatte.
Aus seiner Kehle waren nur abartige Lacher gekommen, verächtlicher Spott für die ganzen unschuldigen Opfer.
Samegawas Blick war düster, verdeckt von einer tiefhängenden Kapuze. Auf seiner Stirn lag eine tiefe Falte, seine Lider hatten sich zu Schlitzen verengt. Mit nur wenig Worten hatte er immer wieder den Wisch vorgezeigt, den man ihm ausgestellt hatte, um sich in dem Dorf auszuweisen, ehe man ihn in die richtige Richtung geschickt hatte. Eine massive Baute aus Stein mit einer großen Eisentür empfing ihn und ein letztes Mal holte er seine Genehmigung für all das hier aus seinem mantelartigen Überwurf. Kurz blickte man ihn fragend an, ehe er leise grummelnd die Kapuze zurück zog und finster zurück schaute. Ein zögerliches Nicken der Wache - oder was auch immer der Typ darstellte - folgte, ehe man den Aranami eintreten ließ.
Begrüßt wurde er von einem kleinen Raum, der eine überaus karge Ausstattung besaß und nicht nur kalt wirkte, sondern es auch wirklich war. Wenn er es sich recht überlegte war es vielmehr nur ein Flur. Eine dunkle Treppe führte ein Stück weit herunter. Vermutlich zu den Zellen.
Zwar besaß das Gebäude keinerlei Fenster, aber auch offenbar keine Heizung und anstatt dass ein warmes Feuer den Raum erhellte, tat dies ausschließlich eine flackernde Lampe, die ekelhaft grelles Licht ausstrahlte.
Trotzig schob er seine Hände in die Taschen seiner Hose, wodurch sein Umhang ein Stück weit aufschlug, ehe er die Treppenstufen mit wuchtigen, nachhallenden Schritten hinunter schritt. „Yo. Kannst vorerst gehen. Ich übernehm ab hier.“, es war weder eine Bitte, noch ein Befehl, aber als er abermals auf einen irritierten, grünäugigen Blick drauf, rollte er vielsagend mit seinen eigenen blauen Iriden. „Tch. Ich bin der Kirishinobi, den ihr verlangt habt. Ich will mit ihr reden.“ Sein Gegenüber zuckte nur mit den Schultern, öffnete gerade den Mund während er eine einladende Handbewegung machte. In dem Moment schnitt der Aranami ihm das Wort ab. „Alleine!“, seine dunkle Stimme schnitt durch den Raum, erklärte mit der Stimmlage, dass er keine Widerworte hören wollte. Wie die Unbekannte in der Zelle reagierte, konnte Samegawa nicht sagen. Eine massive Wand aus ähnlichem Stahl wie die angedeuteten Gitterstäbe, verdeckte aktuell noch seine Sicht auf die einzelne Zelle, die sich hier unten befand.
Der grünäugige Mann hingegen grummelte nur etwas Unverständliches und drückte sich mit einem grimmigen, wiederwilligen Blick an ihm vorbei, um sich weiter oben in dem kühlen Flur niederzulassen. Für den Schwertshinobi selbst war nun ein Stuhl direkt vor der Zellenwand freigeworden, auf den er zuhielt, sich jedoch nicht hinsetzte. Seine blauen Augen fielen auf einen weiblichen, aufrecht sitzenden Körper, wanderten direkt in ein seltsam violettes Augenpaar.
Theatralisch legte er seinen Kopf schief und starrte sie durchdringend an. Ehrlichgesagt musste er heimlich zugeben, dass er etwas anderes erwartet hatte. Die Erinnerung an das wilde Lachen holte ihn für den Bruchteiler einer Sekunde erneut ein, ehe er sich wieder zu voller Größe aufrichtete und die Blondine von oben herab ansah. „Nicht ganz das, was ich erwartet habe, nachdem man mir gesagt hat, dass ich’s mit ner Jashinistengeschichte zu tun habe. Die letzte war weniger…gefasst und mehr…irre, verrückt, wahnsinnig.“, er zog die Worte seltsam in die Länge, eher er selbst durchtrieben grinste, „Man sagte mir ich soll das hier untersuchen. Was kannst du mir also erzählen?“, kurz hielt er inne, ließ sich dann aber auf den Stuhl niedersacken, auf dem er lässig zurückgelehnt durch die Gitterstäbe hindurch sah.

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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   Do März 02, 2017 2:36 pm

Nach einem eher trotzigen Anstarrwettbewerb hatte der Wachmann sich letztendlich doch dafür entschieden, dass sie keine Faxen machen würde und setzte sich. Was sollte sie auch tun? Ihre Hände waren hinter ihrem Rücken gefesselt, eine Tür aus starkem Eisengitter hielt sie in einem kleinen Raum, der lediglich die karge Holzbank besaß, auf der sie sich niedergelassen hatte. Nachdem also beide Parteien sich eher mich sich selbst beschäftigten, verging die Zeit nur noch langsamer und ließ Raum dafür, dass Shiina ihren Gedanken nachhing. Sie machte sich unwillkürlich Sorgen, ob der Typ ihr immer noch auf der Spur war und dieses Dorf tatsächlich angreifen würde. Allerdings hatte sie momentan keine wirklichen Optionen, etwa zu tun.
Als aus dem oberen Stockwerk - dem Erdgeschoss - Geräusche zu hören waren, atmete die Blonde tief durch und schnaubte beinahe freudig. Wurde ja auch Zeit, dass endlich mal etwas passierte. Der Kopf des beinahe eingenickten Wachmanns schnippte in die Höhe und was folgte war eine eindrucksvolle Machtdemonstration. Die violetten Augen der Frau verfolgten den Mann, der mit den Händen in den Hosentaschen die Treppe heruntergekommen war. Er kommandierte ihren Wachmann schlichtweg hinfort, ohne, dass der auch nur einen einzigen Einwand bringen konnte. Ob der Mann einen hohen Rang und viel Ansehen inne hatte? Oder war die Angst dieses Schwachkopfes nur zu groß, die Befehle eines Shinobis in Frage zu stellen?
Letztendlich wurde auch ihr seine Aufmerksamkeit zu Teil, was die Himura unwillkürlich etwas aufrechter sitzen ließ. Ganz im Gegensatz zu ihm. Schien ein harter Hund zu sein. Zwangsläufig drängte sich ihr die Frage auf, ob er hier war, um sie zu foltern, wurde jedoch zunächst als unwahrscheinlich abgestempelt.
Shiina erwiderte stumm den Blick, der ihr zugeworfen wurde und eine gewisse Verwunderung zum Ausdruck brachte. Genau wie die Worte, die auf den Blick folgten. Das hübsche Eisblau ließ seinen Blick beinahe noch kälter und stechender Wirken, als es seine Mine und Verhalten ohnehin schon taten. Seine Worte hatten einen saloppen Klang. Ob er auf sie herabsah? Ihre Augen nahmen einen etwas schärferen Ausdruck an, als sie sie leicht zusammenkniff und ihre Schultern straffte. "Nicht mehr, als ich diesen Menschen hier bereits gesagt habe. Sie haben meine Worte allerdings auf eine gänzlich unerwartete Art und Weise interpretiert", gab sie nach kurzem Schweigen zurück. Sie hatte sich kurz überlegt, eine etwas schnippischere Antwort zurück zu werfen. Die Wache hatte sie einfach zu lang provoziert.
"Ich bin auf der Flucht vor einem Jashinisten. Ich bin nicht seine Gehilfin und ich habe ihn nicht willentlich hierher geführt. Ich weiß nichtmal, ob er noch hinter mir her ist", erklärte sie den Grund ihres jetzigen Aufenthaltes in Kurzfassung. "Ich hoffe, dass dem nicht so ist, ansonsten könnten die Vorstellungen dieses Dorfvorstandes wohl Realität werden, wenn er mich einsacken will." Ihre Stimme nahm bei diesen Worten einen etwas härteren Ton an, obgleich sie nicht zwangsläufig unfreundlich wurde. Sie klang allgemein eher neutral, als wütend, wie sie es gern wäre. Immerhin grenzte es an Frechheit, wie man sie hier behandelt hatte. Wieso nahm man eine Reisende einfach so fest?
"Ist es in Mizu no Kuni üblich, Neuankömmlinge hinter Gitter zu werfen und ihre Hände auf dem Rücken so festzubinden, dass sie kaum durchblutet werden?", warf Shiina letztendlich doch eine etwas gereizte Frage in den Raum, während sie etwas mit den Schultern wackelte. Es war mehr als unbequem hier die ganze Zeit zu sitzen und ihre Arme begannen zu schmerzen.

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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   Mo März 06, 2017 7:02 pm

Irgendwo konnte Samegawa nachvollziehen, weswegen die Dorfbewohner Suichimuras solch drastische Maßnahmen ergriffen hatten, nachdem die Blondine abermals ihre Geschichte darlegte. Vielleicht wäre ihr das in einem anderen Abschnitt Mizu no Kunis nicht wiederfahren, womöglich hätte man ihr woanders direkt den Vorschlag unterbreitet, sich mit Kirigakure auseinanderzusetzen. Immerhin war dieses Stück Land noch immer gegen alles, was der Kaiser in seinem ach so großartigem Reich so alles anstellte.
Ganz besonders seine eigene Unterstützung hätte die Unbekannte wohl bekommen.
Der Aranami hasste diese Religion, konnte nicht ausstehen, wofür sie stand. Niemand verdiente Unsterblichkeit. Niemand. Schon gar nicht für den Austausch anderer Leute Leben.
Während die Frau sprach, entspannte sich seine Mimik ein wenig, wenngleich seine blauen Augen noch immer direkt auf ihr lagen. Sie beobachteten die Körpersprache der Unbekannten und versuchten zu überprüfen, ob sie die Wahrheit sprach. Nicht dass er in dem Bereich viel Erfahrung hatte. Samegawa war weder ein Sensorshinobi, noch in irgendeiner Weise im Verhör ausgebildet, weswegen er sich lediglich auf sein Bauchgefühl verlassen konnte.
Und das sagte ihm, dass er das Verhalten seines Gegenübers irgendwo für rational befand. „Hm.“, machte er nach einer kleinen Pause, ehe seine Aufmerksamkeit auf die gefesselten Hände fiel, über die sie sich zuvor beschwert hatte, „In einem anderen Dorf hättest vielleicht mehr Chancen gehabt, eine angenehmere Unterkunft zu finden.“ Es folgte jedoch keinerlei Erklärung, was er eigentlich mit seinen Worten meinte, ehe der Blauhaarige schlicht und ergreifend aufstand und erneut an die Gitter herantrat. Aus seiner Tasche, die an seinem Gürtel befestigt war, fischte er nach einem Kunai und nickte mit einem aufmüpfigen Kopfnicken auf ihre Arme. „Dreh dich um. Wenn deine Geschichte stimmt, hast du keinen Grund mich anzugreifen.“, seine Stimme hatte nicht mehr diesen herausfordernden Unterton inne, sondern wirkte ausnahmsweise einmal ernst, wenngleich wohl eine unterschwellige Drohung mitschwang.
Wenn die Blondine es jedoch irgendwie durch die Freiheit ihrer Hände schaffen sollte, die Zelle unter Einsatz der eigenen Körperkraft zu verlassen, müsste er sich wohl Gedanken über einen Plan B machen. „Was will n Jashinist überhaupt von dir? Hast seine Drecksreligion so dermaßen beleidigt, dass man dir jetzt über den halben Kontinent für n bisschen Befriedigung des Glaubens folgt?“, der Blauhaarige machte kein Geheimnis aus seiner Abneigung gegen den seltsamen Kult und sprach sich offenkundig dagegen aus. Wenn sie wirklich auf der Flucht vor einem Anhänger war, würde sie dies wohl kaum stören und vielleicht erfuhr er so mehr über die Umstände ihres Aufenthalts in Mizu no Kuni.
Noch immer hielt er das Kunai durch die Gitterstäbe und wartete darauf, wofür sich sein Gegenüber entscheiden würde.

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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   Di März 07, 2017 12:50 pm

Ein verwirrtes Stirnrunzeln war zunächst das Einzige, was Shiina zu Stande brachte. Inwiefern war dieses Dorf hier denn anders, als andere? Womöglich eine Frage, die sie gestellt hätte, wäre sie in einer besseren Position gewesen, aber vorerst bemühte sie sich darum, zuzuhören. Ihr Blick wanderte nach oben, als der großgewachsene Kerl sich aufrichtete und an die Gitterstäbe trat, um das Licht zu verdunkeln, das von dort hereinfiel. Misstrauisch beäugte sie seine Hände und das Werkzeug, das er aus seiner Tasche fischte. Sie betrachtete das Kunai. Eines der Werkzeuge, die sie nur von ihrer Mutter kannte und von anderen Shinobi, viel weniger aber von dort, wo sie herkam. Seine Worte aber ließen sie abermals die Stirn runzeln.
"Wer versichert mir, dass du mir dein Kunai nicht in den Rücken rammst?"
Ihre Stimme klang leicht aufmüpfig, denn seine Drohung war durchaus nicht zu überhören gewesen. Warum stellte man sie nur unter solchen Generalverdacht, etwas Schlimmes getan zu haben? Vielleicht war ihr Weg hierher ja doch nicht das Richtige gewesen. Unschlüssig zögerte sie also, bevor sie aufstand und tief durchatmete. Er war immernoch einen ganzen Kopf größer als sie selbst, was sie nicht zwangsläufig mehr beruhigte. In Sachen Kraft war er ihr wohl oder übel überlegen und wenn es dazu kommen sollte, dass sie sich befreien müsste, würde sie auf ihre Schnelligkeit vertrauen müssen. Aber vorerst hoffte sie, das ganze diplomatisch zu lösen.
Ein letztes Mal erwiderten ihre violetten, großen, ausdrucksstarken Augen den Schlafzimmerblick, während sie an die Stäbe trat. Mit einem recht eindeutigen, beinahe etwas bedrohlichen Blick, wandte sie ihm ihren Rücken zu und entblöste die mit Seil gefesselten Hände auf ihrer Kehrseite. Seine Worte und Fragen zu dem Jashinisten hörte sie sich ziemlich genau an. Der Blauhaarige schien mit dem Jashinismus auf Kriegsfuß zu stehen. Was er ihm wohl getan hatte? Sie war davon ausgegangen, dass der allgemeine Konsens war, dass kein Jashinist hierher Fuß setzte. Immerhin gehörten sie zum Kaiserreich und das lag mit diesem Land hier doch gewissermaßen im Clinch? Unschlüssig schürzte sie die Lippen und spürte das befreiende Gefühl, nachdem er ihre Fesseln zerschnitten hatte. Das Seil fiel zu Boden und ihre rechte Hand rieb unwillkürlich das linke Handgelenk.
Sie tat das bewusst noch mit dem Rücken zu Samegawa, bevor sie sich wieder drehte.
"Man wollte mich rekrutieren. Für die Shinobi-Einheit des Kaisers", erklärte die junge Frau mit verschränkten Armen, als sie den Mann wieder ansehen konnte. "Zu dieser Rekrutierung gehört allerdings eine Markierung durch Jashinisten. Und dem habe ich nicht zugestimmt." Ihr Blick glitt kurz an Samegawa vorbei hin zu der Treppe nach oben. Er bekam nichts Dramatisches, aber der Grund für ihre Ablehnung dessen war eben kein einfacher. Recht schnell kam die Blonde aber wieder aus ihren Gedanken zurück und schüttelte den Kopf. "Wie auch immer. Dieser Anwerber ist offensichtlich sehr hartnäckig und sieht meine Abreise als Flucht vor dem Kaiserreich an... Was es gewissermaßen nun auch wurde..."
Diesen Gedanken auszusprechen, hatte sie bisher noch nicht gewagt. Immerhin bedeutete es, dass sie ihre Heimat hinter sich gelassen hatte und vermutlich so schnell auch nicht zurückkehren würde. Dennoch verbot sie sich, in diesem Gefühl zu versinken. Stattdessen zog sie sich am Kragen wieder heraus, lehnte den Kopf an einen der Gitterstäbe und sah etwas herausfordernd zu dem Aranami auf. "Letztendlich habe ich nur dann keinen Grund, dich anzugreifen, wenn du mir hilfst, hier heraus zu kommen", stellte die Himura letztendlich deutlich fest und ließ ihre Mundwinkel ebenso herausfordernd zucken, wie ihre Stimme es hatte klingen lassen.

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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   Di März 14, 2017 2:14 am

Mit einem gezielten Schnitt durchtrennte Samegawa das Seil was nunmehr zu Boden fiel und nicht mehr als Fessel dienen konnte. Seine Sinne waren in dem Moment gefasst auf jegliche Regungen des weiblichen Körpers, der unmittelbar in seiner Nähe stand. Sie hätte nur nach seiner Hand greifen und ihm das Kunai aus der Hand reißen, oder Chakra für irgendeinen Angriff schmieden müssen.
Es folgte jedoch keine jener Taten. Stattdessen erklärte sie die misslichen Umstände ihrer aktuellen Situation.
Die blauen Augen verfolgten die wenigen Bewegungen, realisierten den Blick auf die Treppe, was er nur mit einer hochgezogenen Augenbraue kommentierte. So richtig schlau wurde er aus seinem Gegenüber nicht, allerdings war er zunehmend davon überzeugt, dass sie die Wahrheit sprach. Sie machte auf ihn den Eindruck als wäre sie jemand, der nichts mehr zu verlieren hatte - außer vielleicht das eigene Leben, woran man für gewöhnlich eigentlich hing.
Für einen Moment wog der Blauhaarige die Worte der Blondine ab, durchdrang sie mit seinen blauen Augen, ehe sich seine Mundwinkel abermals zu einem schiefen Grinsen verzogen. Er blinzelte, stieß einen kleinen Schwall Luft aus, der fast wie ein kleines Lachen klang und zuckte mit den Schultern.
Es war skurril. Für eine Gefangene hatte diese Frau verdammt viel Selbstbewusstsein und war stolz genug, ihm gegenüber eine Forderung zu stellen. „Bewundernswert.“, stieß er mit einem Kopfnicken hervor. Das Grinsen erhellte seine Mimik, „Die Sache ist die; ich wurde deswegen hergeschickt - um dich hier raus zu holen. Bisher hast du gute Chancen, dass ich die Stäbe zwischen dir und mir verschwinden lasse. Die Frage ist nur…was dann? Mein Auftrag ist ziemlich simpel.“ Der Jounin zuckte mit den Schultern, beugte sich ein kleines Stück weit vor, so dass ihre Gesichter nur von jenen Gitterstäben getrennt wurden. Mittlerweile befanden sie sich auf Augenhöhe, ehe er weiter sprach „Ich soll dich nach Kirigakure überführen. Bisher glaub‘ ich deine Geschichte, aber was ist dein Plan, sobald ich dir hier rausgeholfen habe?“
Der Aranami richtete sich wieder zu voller Größe auf und sah abermals auf sie herab. Dreh- und Angelpunkt war nun tatsächlich ihre Antwort. Würde sie einfach mitkommen, wäre es wohl für alle Beteiligten das einfachste. Auf der anderen Seite konnte er verstehen, dass sie aktuell nicht das größte Vertrauen gegenüber diesem Stück Land besaß, was sie ohne weiteres hinter Gitter gepfercht hatte. „Im Übrigen; Samegawa.“, meinte er nur knapp, „Schau: ich soll dich nicht als Gefangene überführen. Nicht zwangsläufig.“ Das Grinsen verschwand abermals aus seinem Gesicht und die letzten Worte füllte er mit genügend Aufrichtigkeit, welche er selten für irgendwen außer seiner Schwester übrig hatte.

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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   Di März 14, 2017 10:56 pm

Shiina seufzte leise, beinahe ergeben.
Der Kerl schien nicht halb so verfahren, wie der Rest des Dorfes und er erklärte auch, dass es doch eine reelle Chance für sie gab, mit seiner Hilfe hier heraus zu kommen. Ihr Kopf ruhte weiter seitlich leicht an einem der Stäbe, die sie trennten, als der Blauhaarige sich herunterbeugte und seinen kalten Blick auf ihre Augenhöhe brachte. Sein Gesicht war so nahe, dass sie es sich kaum verkneifen konnte, es genauer zu mustern und seine Worte eher nebenbei aufzunehmen. Auch wenn sie wachsam war, nicht unvorsichtig, fiel ihr das glatt rasierte Gesicht auf und all das, was einem offensichtlich Angst einjagen sollte. Der kalte Blick, die Kiefermaske, die schmalen Züge und Lippen. Diese... Flossenmalerei an seinen Augen machte seinen Blick nur irgendwie... finsterer. Womöglich würde es bei anderen lächerlich wirken, aber irgendwie hatte der hier es geschafft, dass er einen ganz ansehnlichen Menschen abgab.
Trotz trotteliger Accessoires.
Beinahe etwas ertappt blinzelte sie dagegen, als er sie direkt fragte, was sie vor hatte, nachdem sie diese Zelle verlassen hatte. Was ihr Plan war? Ihr Blick bekam kurz etwas Ratloses. Ihr Plan war gewesen, hier Zuflucht zu finden, aber wie genau und wo genau - darüber hatte sie sich bis jetzt noch wenig Gedanken machen können.
Recht schnell fasst sie sich aber wieder, zog den Kopf zurück und richtete sich ebenfalls wieder auf, wie es auch der Mann tat, der sich als Samegawa vorstellte. Zumindest ging sie davon aus, denn was sonst, sollte er einfach so in den Raum werfen? Ihre violetten Iriden untersuchten seine Gesichtszüge und fanden eine angenehme Aufrichtigkeit. Sie selbst zuckte kurzerhand leicht mit den Schultern. "Shiina", erwiderte sie ebenso knapp, "Und einen genauen Plan für... hiernach", sie deutete auf den kleinen Raum und sich herum, "Hatte ich nicht. Ich habe Zuflucht gesucht und bisher Keine gefunden. Wenn du mich nicht in Fesseln legst und mir versprechen kannst, dass mir das in Kirigakure nicht blüht, folge ich dir."
Sie blickte ihm ziemlich direkt in die Augen und wich auch nicht zurück. Sie hatte keine abwehrende Haltung mehr, sondern hatte die verschränkten Arme aufgelöst und die zarten Hände an das Gitter zwischen ihnen gelegt. Einen Augenblick herrschte recht eintönige Stille zwischen ihnen. Womöglich wog er ab, wie vertrauenswürdig sie war, allerdings hatte die Himura ihm keinen Grund gegeben, ihr zu misstrauen. Zumindest hoffte sie das inständig.
Kurz danach war Lärm zu hören.
Ziemlich eindeutiger Lärm von Rufen und Schritten oberhalb dieser Etage, in der man sie eingesperrt hatte. Recht schnell öffnete sich die Tür am oberen Ende der Treppe und jemand lief herunter, begleitet von Stimmen von außerhalb, deren Inhalt aber kaum bis garnicht zu entziffern war. Der Typ, den Samegawa zuvor noch verjagd hatte, weil er mit der Gefangenen allein sprechen wollte, kam die Treppe herunter gestürzt und stolperte in seinem Eifer beinahe in den Rücken des großen Mannes. Glücklicherweise stoppte er noch und stieß lediglich leicht gegen ihn und das große Schwert auf seinem Rücken. "Er greift das Dorf an! Ihr Komplize ist hier! Er sucht sie...!", stieß er beinahe etwas atemlos aus und strafte die Blonde mit einem vernichtenden und verachtenden Blick, den sie beinahe tonlos erwiderte.
Unwillkürlich wandte die Himura sich an ihren neu gewonnenen Vertrauten. "Bitte, ich schwöre, dass er hinter mir her ist und mir nicht helfen will." Ihre violetten Augen hatten einen festen Ausdruck, auch wenn ihre Worte beinahe flehend klingen könnten. Die Stimme der jungen Frau war fest und alles andere als bedürftig. "Lass mich raus, lass mich helfen! Diese Zivilisten können gegen einen Shinobi nichts ausrichten!", bat sie abermals. "Ich werde dir danach nach Kirigakure folgen - In Fesseln, wenn es sein muss. Aber diese Menschen brauchen Hilfe und ich werde nicht zusehen oder hier versauern, während ich etwas tun könnte!"

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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   Mi März 22, 2017 1:02 am

„Shiina.“, wiederholte er in seiner eigenen tiefen Stimme und nickte ihr aufrichtig zu fast so als wolle er nur bedeuten, dass er sie verstanden hatte. Verstanden hatte er tatsächlich. Entweder war sie eine begnadete Lügnerin, oder ihr war es ernst, einen Zufluchtsort zu finden und er war sich sicher, mit Kirigakure würde sie sicher solch eine finden. Nicht zuletzt dadurch, dass sie offenbar Informationen über das Kaiserreich besaß, gegen das man hier zu Lande noch immer vorging.
Eine kleine Stimme in seinem Kopf fragte sich an dieser Stelle vielleicht, ob sie nicht auch einfach ein verdammt guter Spitzel war, welcher mit einem abartigen Schauspieltalent gesegnet war, jedoch verbannte Samegawa diesen Gedanken ganz schnell wieder aus seinem Kopf. Die Blondine hatte ihm ein gewisses Vertrauen entgegengebracht und nun war es an ihm, dieses ein Stück weit zurückzugeben. Immerhin hatte er nichts zu verlieren. Im schlimmsten Fall würde er ihr gegenüberstehen und das war etwas was er - seinem enormen Ego sei Dank - wohl oder übel in Kauf nehmen würde. Er war sich sogar sicher, dass sie einen gar keinen so schlechten Kontrahenten abgeben würde. Die Frau besaß etwas Stolzes an sich, hatte ihn in den letzten Minuten mit Ehrlichkeit überzeugt und hatte dabei eine enorme selbstüberzeugende Haltung beibehalten, die auf ihn ein Stück weit herausfordernd gewirkt hatte.
Mit einem letzten eindringlichen Blick in die seltsam farbigen Augen trat er ebenso an die Gitterstäbe heran. Es trennten sie nur wenige Zentimeter, die hauptsächlich durch den Höhenunterschied definiert wurden und er hätte schwören können, dass er mittlerweile ihren leisen Atem nahezu hören konnte.
Nahezu. Wäre da nicht das plötzliche Getöse gewesen, welches stattdessen an seine Ohren trat. Es war eine Mischung aus Kampfgeräuschen, verängstigten Schreien und Füßen, welche durch schneebedeckte Straßen stapften - flüchtend. Womöglich hätte er sich in diesem Moment gerne umgedreht und seine volle Aufmerksamkeit der Tür am Ende des Aufgangs gewidmet, unglücklicherweise stieß in dem Moment etwas gegen sein Schwert. Fast zeitgleich vernahm er die Stimme des Wachtypens, den er zuvor fortgeschickt hatte und Samegawa kam nicht drum herum tadelnd mit der Zunge zu schnalzen. „Tch.“, sein Blick verfinsterte sich abermals und er guckte nur starr über seine Schulter, ehe er den Blick des Kerls traf. Gerade wollte der Jounin etwas erwidern, allerdings kam er nicht dazu, da ihm die Blonde in der Zelle das Wort abschnitt.
Lediglich seine Iriden wanderten herum, so dass er sie aus dem Augenwinkel betrachten konnte und sie hätte womöglich alles sagen können. Seine Entscheidung stand längst fest und nur selten ließ sich der Mann von etwas anderem überzeugen, aber er hielt es ihr zumindest zu Gute, dass sie offenbar ernsthaft helfen wollte. „Gib‘ mir die Schlüssel!“, zischte er und ließ keinen Raum für irgendwelche Wiederworte. Offenbar brauchte es auch keinerlei große Überzeugung. Fast eifrig überreichte er Samegawa das Schlüsselbund und musste offenbar andere Vorstellungen davon haben, was er eigentlich plante.
Wortlos drehte der Blauhaarige daraufhin den Schlüssel in dem großen Eisenschloss herum und hörte ein befriedigendes Klickgeräusch, ehe er die Zellentür aufriss und die nun nicht mehr Gefangene durchdringend ansah, jedoch durchtrieben grinste. „Dann treten wir diesem Fanatiker mal in den Hintern. So sehr, dass er sich wünscht sterben zu können.“
Hinter ihm ertönte ein vorwurfsvolles „WAS?!“ das er jedoch gepflegt ignorierte und den Typen einfach im Umdrehen zur Seite schob. „Sieh zu, dass dieser ‚Komplize‘ keine Unschuldigen tötet und leite die Evakuierung in den hinteren Stadtteil ein.“, rief er ihm nur über die Schulter zu, ehe er die Treppe hoch strotzte und durch die noch immer offene Tür nach draußen.
Ihn traf nun auch die Sicht zu den überaus erschreckenden Geräuschen. An ihm hetzten einige Dorfbewohner vorbei, andere versuchten die Situation unter Kontrolle zu bringen, aber alle rannten sie in eine Richtung. „Sieht so aus als müssten wir einfach dort entlang.“, während er sprach, nahm er sein Schwert von seinem Rücken und deutete mit Samehada in die Richtung, aus der die meisten Dorfbewohner zu kommen schienen.

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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   Mi März 22, 2017 9:08 pm

Die violetten Iriden beobachteten die Reaktion des Mannes, dessen Atem sie eben noch beinahe auf ihrem Gesicht gespürt hatte. Es hatte die Situation nicht weniger spannend gemacht, allerdings hatte der Neuankömmling im Raum dafür gesorgt, dass jedweder Gedanke an eben geführte Gespräche mehr oder minder hinfort gefegt wurden. Shiina gab sich keine Mühe, dem verachtenden Blick des Wachmannes Beachtung zu schenken, sondern fokussierte sich darauf, Samegawa zu überzeugen. Allerdings schien der sich entschieden zu haben und ließ sich die Schlüssel geben. Beinahe freudig, wären die Umstände besser, seufzte die Himura und trat tief durchatmend einen Schritt von der Tür weg, die sie in ihrer Freiheit einschränkte. Der Blauhaarige drehte den Schlüssel und ließ jenes Metall aufschwingen, sodass sie die Zelle verlassen konnte. Ihr Blick glitt nur beiläufig über den entsetzten Mann, der von dem Größeren beiseite geschoben wurde.
Stattdessen erwiderte sie das Grinsen mit einem beinahe belustigten Blick, obgleich der sich der Ernsthaftigkeit der Situation recht schnell wieder anpasste. "Ich weiß nicht genau, ob er ein Unsterblicher ist und den Todesfluch beherrscht. Allerdings ist das durchaus im Bereich des Möglichen, du solltest ihm also keine freiwillige Blutspende geben", stellte sie fest, während sie dem Aranami nach oben folgte und im Vorbeigehen ihre Schriftrollen und Taschen von dem Tisch klaubte, auf den man sie geworfen hatte, nachdem sie eingefangen worden war. Im Laufen wurde es zum echten Akt, die Halterungen zu befestigen, glücklicherweise blieb der Andere aber nocheinmal draußen stehen, um sich zu orientieren. Die Blonde sog die kühle Winterluft in ihre Lungen auf und schloss für einen Moment die Augen, nachdem sowohl ihre Taschen, als auch ihre Schriftrollen wieder da saßen, wo sie sollten.
Shiinas Blick fiel auf das Schwert, das er von seinem Rücken holte und sie kam nicht drumherum, es zu mustern, während sie nickte und neben ihm im Laufschritt den Weg zum Dorfrand aufnahm. "Du trägst eins von diesen legendären Schwertern", stellte sie recht trocken fest, "Du bist also ein passabler Schwertkämpfer. Meine Stärken liegen ebenfalls eher im Nahkampf. Allerdings weiß ich, dass er Ninjutsu beherrscht." Sie hatte recht schnell alle relevanten Informationen abgerufen, die sie über den Kerl im Kopf hatte, der vor einigen Wochen aufgetaucht war, um sie anzuwerben. Vor zwei Wochen war er dann gekommen, um ihre Antwort entgegen zu nehmen und ihre Ablehnung hatte ihn nicht erfreut. Er war weiter freundlich geblieben und hatte versucht, sie zu überzeugen. Letztendlich hatte er ihr sogar ans Herz gelegt, das Angebot anzunehmen, wenn sie wollte, dass es allen ihr Lieben gut ging.
Das war der Punkt gewesen, an dem sie gegangen war.
Und nun lief sie dem Typen direkt in die Arme. Die Menschen um sie herum wurden weniger und zwischen einigen älteren Häusern kam ein kleiner Platz zum Vorschein, auf dem ein Mann in dunkler Kleidung und Kutte stand, deren Kapuze er aber abgestreift hatte, um einen kahl geschorenen Kopf zu entblößen. Er war in etwa so groß wie Shiina, aber offensichtlich kräftig. Seine Aufmerksamkeit lag auf einem kleinen Mädchen, das vor ihm stand und ihn mit kindlicher Unschuld musterte. Er lächelte sein strahlendstes Lächeln, ging in die Knie und sprach offenbar mit ihr. Shiinas Augen wurden unwillkürlich ein wenig weiter, als sie eine gewisse Angst um das Kind überkam. Sie war sich recht sicher, dass er ihr nichts tun würde, allerdings würde er sie vielleicht benutzen, wenn man sie ihm nicht zuvor wegnahm.
"Er nutzt auch die Kusarigama an seinem Gürtel. Lass dich nicht entwaffnen, er schien damit ganz gut umzugehen", war ein letzter Rat an Samegawa, bevor sie ihre Schrittgeschwindigkeit anzog und zu den beiden Personen auf dem Platz schlitterte. Ihre Hand fuhr dazwischen, gerade als der Jashinist dem Mädchen ins Gesicht tatschen wollte. "Finger weg!", zischte sie lediglich und zog sich mit dem Mädchen einige Schritte zurück. Das Mädchen machte große Augen und sah zu der hübschen Frau auf, die sie gerade halb nach hinten getragen hatte. Sie wusste nicht ganz was vorging, hatte ihre Mutter im Gewimmel zuvor verloren. Trotzdem war der Mann ihr nicht geheuer gewesen und sie war ganz froh, jetzt an einem anderen Rockzipfel zu hängen.
"Shiina, meine Schöne. Wie wunderbar dich wieder zu treffen. Es hat ein bisschen gedauert, den Weg hierher zu finden, tut mir überaus leid. Aber jetzt bin ich ja da und kann dich zurückbegleiten!" Das aalglatte, obgleich freundliche, Grinsen des Mannes hätte manche Menschen wohl geblendet, wenn sie nicht gänzlich Schlimmes erwarten würden. In der üblichen Freundlichkeit, mit der sich der Jashinismus im Kaiserreich präsentierte, erhob er sich wieder von seinem Knie und breitete die Hände aus. Sein Blick wanderte zu Samegawa und wieder zurück. "Freut mich, mein Name ist Keisuke. Ich wollte diesem süßen Fratz dort nur helfen, ihre Mutter wieder zu finden, meine Freunde!"

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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   Mo März 27, 2017 12:00 am

Nur über seine eigene Leiche würde dieser Idiot von Kultist etwas von seinem Blut erhalten. Ehe er seinem Gegner die Kontrolle über seinen eigenen Körper überließ, würde der Blauhaarige eher selbst sein Leben beenden wollen, wenngleich er sich in seinem Kopf einen weitaus glorreicheren Ausgang für den wohl folgenden Kampf ausmalte. Womöglich war es seine eigene Arroganz - sein übermäßig großes Ego -, die Gedanken an eine Niederlage eher selten zuließ. Das hier war nicht das erste Mal, dass er auf einen Jashinisten treffen würde und in gewisser Weise erwartete er einen gewissen Widerstand.
Kämpfen selbst war so viel einfacher wenn man zwischen Gut und Böse unterscheiden konnte, wenn es keinerlei Grauzonen gab und man sich nicht ständig fragen  musste, ob man jemanden nun töten dürfe, oder eben nicht. Wenn jemand sein eigenes, oder die Leben in seiner unmittelbaren Umgebung bedrohte, entschied er sich eben definitiv dafür, dass man denjenigen bekämpfen durfte und nichts anderes würde er machen.
„Ich habe nicht eins von diesen legendären Schwertern, ich habe das legendäre Schwert schlechthin.“, raunte er und tatsächlich schwang in seiner Stimme etwas Entnervtes mit, das man unter Umständen bei anderen Menschen als so etwas wie Empörung hätte einstufen können. Samegawa hingegen schenkte seiner Begleitung nur einen eher zweifelnden Seitenblick und reckte sein Kinn ein Stückweit in die Höhe. Allgemein hatte er sich bei Shiinas Kommentar merklich körperlich aufgebäumt und war ein wenig schneller gelaufen „Und ich bin nicht nur ganz passabel, sondern mit Abstand der Beste von den sieben Typen, die man Schwertshinobi nennt.“ Er hatte die Augen zusammengekniffen und er meinte wahrhaftig jedes Wort so, wie er es sagte. Ein leises Schnaufen entfuhr seinen Nasenlöchern, welches wohl ein wenig eingeschnappt wirkte.
Spätestens jetzt trieb ihn ein unheimliches Verlangen an, diesen Verfolgertypen in Grund und Boden zu stampfen. Shiina hatte - wahrscheinlich gänzlich ungewollt - seinen Stolz ein Stück weit angebrochen und irgendwo fühlte sich der Jounin dadurch herausgefordert sein Können unter Beweis zu stellen. Das nächstgelegenste Ziel dafür war eben dieser Jashinist, von dem er nicht einmal wusste, wie er aussah. Der letzte war ein Jüngling gewesen, kaum gealtert. Allerdings bezweifelte er, dass alle Anhänger dieser Religion so aussahen.
Gemeinsam lief der Aranami mit seiner Begleitung durch den Schnee und mittlerweile kam ihnen auch niemand mehr entgegen. Die Straßen wirkten fast wie leergefegt und ehe sich der Blauhaarige versah, kamen sie an einem größeren Platz an, auf dem sich zwei Menschen befanden. Der eine bückte sich gerade zu einem Kind hinunter. Womöglich hätte er dem ganzen nicht die größte Aufmerksamkeit geschenkt, ehe Shiina ihn auf die Waffen aufmerksam machte, welche der Mann in Kutte trug.
Der Schwertkämpfer brauchte nur wenige Sekunden mehr, ehe er reagierte und hinter der Blondine herhastete. Es dauerte jedoch einen Moment, ehe er die Situation verstand. Im ersten Augenblick war er ein wenig besorgt um das Mädchen und er sah zu, wie sie sich unsicher hinter Shiina versteckte, ehe er sich an den Mann wandte, welcher nunmehr ein seltsam freundliches Grinsen aufgesetzt hatte.
Samegawa mochte ihn jetzt schon nicht, jedoch hielt er es für keine sonderlich gute Idee, sofort ein Kampfgeschehen einzuleiten. Letztendlich befand sich eine Unschuldige in unmittelbarer Nähe. Schützend trat er einen Stück vor, baute sich zu voller Größe auf und stierte auf den vermeintlichen Jashinisten nieder. Sein Schwert hielt er ein wenig gesenkt, schob es aber zwischen sich und den Unbekannten. „Die Freude ist nicht wirklich auf meiner Seite und putz dir das Grinsen von deiner Fresse.“, erwiderte er finster und man hätte sicher alles in seiner Stimme finden können, jedoch keinerlei Interesse für diplomatische Verhandlungen und nette Worte, „Ich sag’s dir nur einmal. Am besten wär’s für dich, wenn du verschwindest und nie wieder auch nur einen Fuß in dieses Land setzt.“ Letztendlich wollte der Jounin nicht wirklich, dass der Kerl verschwand, vielmehr wollte er den Kampf, das Adrenalin, das Gefühl, das verteidigen zu können, was ihm wichtig war. Jedoch nicht, solange das Kind in der Nähe war. Ein falscher Einsatz eines Jutsu oder ein unglücklich platzierter Hieb mit seinem Schwert reichte, um das Leben eines Zivilisten auszulöschen und das war beim besten Willen nicht in seinem Sinne. Schon gar nicht wollte er das Blut eines naiven Kindes an seinen Händen wissen, weswegen er versuchte Zeit zu schinden.
„Und bevor die Frage aufkommt…“, er hob seinen freien Arm und deutete mit ausgestrecktem Daumen hinter sich, „Du gehst entweder ohne sie, oder ich mach dir dein Leben zu einer schlimmeren Hölle als es deine Religion ist.“

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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   Sa Apr 08, 2017 1:17 pm

Shiina hielt eine Hand am Körper des Mädchens, das schräg rechts hinter ihr seinen Platz gefunden hatte. Sie war nicht besonders alt, vielleicht 8 bis 10 Jahre alt und offensichtlich verstört von dem Geschehen um sie herum. Sie verstand nicht so ganz, warum so viele Menschen weggelaufen waren, voller Panik und Angst, manche sogar schreiend. Der Mann schien ihr garnicht so angsteinflößend zu sein, schließlich lächelte er die ganze Zeit. Trotzdem war ihr das Lächeln nicht ganz geheuer und die nette blonde Frau hatte sie ja zum Glück von da weggeholt.
Jene Frau sah jetzt auf sie herunter, nachdem der fremde Mann sich zunächst mit dem großen Blauhaarigen beschäftigte, der sich schützend vor ihnen aufgebaut hatte. Er erinnerte sie an ihren Papa. "Alles in Ordnung bei dir? Bist du verletzt?", erkundigte sich die Blonde und lächelte sanft, um ihre eigene Nervosität zu vertreiben und dem Kind nicht noch mehr Angst zu machen. Der Rotschopf nickte zaghaft und drückte sich noch etwas fester an ihr Bein. "Wir finden deine Mutter, ja? Wir müssen nur erst diesen Mann loswerden", versichte sie anschließend mit ruhiger Stimme leise. Ihr Gesicht und ihre Körpersprache drückten dabei eine Sicherheit aus, die half, zu glauben, was sie sagte.
Bevor die Himura auf die Worte des Jashinisten reagieren konnte, war der Kirigakure-Shinobi bereits zwischen sie gesprungen und hatte sich schützend vor ihnen aufgebaut. Sie kam nicht umhin, das in gewisser Weise zu bewundern. Er kannte sie kaum und er hatte keine Ahnung, wer das Mädchen war, aber er schützte dennoch, was er für schützenswert hielt. Seine harschen Worte ließen sie kurz eine Augenbraue in die Höhe ziehen und die Ohren des Mädchens zuhalten, aber dennoch war sie dankbar für seine Unterstützung. Wäre sie allein, würde Keisuke vermutlich alles versuchen, sie zur Rückkehr zu überzeugen und sie würde trotz Stolz und Unwillen womöglich einknicken.
Nicht aber so, wie die Dinge jetzt standen.
Sie war fest entschlossen, Samegawa nach Kirigakure zu folgen und ihm seine Hilfe hier zu vergelten. Immerhin schuldete sie ihm quasi etwas, weil er sie aus einer Zelle geholt hatte. Auch wenn sie da genau genommen nur gelandet war, weil dieses Land etwas paranoid schien. Dennoch legte sich ihre Aufmerksamkeit wieder auf den kleineren der beiden Männer und ihre Augen erwiderten seinen Blick fester als zuvor. "Du musst mich nirgendwohin begleiten, Keisuke. Ich habe wie du siehst einen Wegbegleiter gefunden", erklärte sie zunächst sanfter, als der Aranami. "Ich habe meinen Weg hierher aus freien Stücken gewählt und du hast kein Recht, mich hier weg zu zwingen." Man könnte meinen, sie überzeugte sich mit diesen Worten auch etwas selbst, obgleich sie wesentlich sicherer klang, als man glauben sollte.
Die Auseinandersetzung mit der Endgültigkeit ihrer Entscheidung würde noch folgen müssen.
"Verschwinde. Geh deiner Wege und lass die Leute hier in Frieden!"
Jene Leute, die nicht mehr panisch wegrannten, sondern nun einige bewaffnete Wachen zurückschickten, die den Platz langsam von allen Seiten einrahmten. Sie ließen lediglich den Weg aus der Stadt hinaus offen und beobachteten interessiert, was geschah. Offensichtlich hatten sie realisiert, dass noch kein Kampf stattgefunden hatten und auch keine Lust darauf, ihr Dorf jemandem wie Keisuke einfach zu überlassen. Oder die Shinobi völlig schutzlos allein zu lassen.

Keisuke selbst verzog das Gesicht leicht angewidert, als Samegawa sich zwischen ihn und Shiina stellte, die gerade mit dem Kind sprach. Man musste der Schönheit lassen, dass sie mit Menschen umzugehen wusste. So wie sie ein Händchen für Kinder hatte, so hatte sie offensichtlich auch den armen Tölpel mit ihrem Charisma überwältigt, sodass er ihr half.
Sture Kirigakure-Shinobi, die sich dem Einfluss des Kaisers nicht beugen wollten.
Nach einem leisen zischen glätteten sich seine Gesichtszüge wieder und er fixierte den aggressiven Reder der beiden. "Warum so unfreundlich? Ich habe mich nur vorgestellt und mein Anliegen präsentiert. Shiina hier wäre eine wunderbare Ergänzung für die Shinobi des Kaisers und sie weigert sich vehement dieses Privileg anzunehmen", erklärte der Glatzkopf mit einem leichten Stirnrunzeln und stützte die Hände in die Seiten, ohne sein Lächeln gleich wieder aufzusetzen. Offensichtlich ließ der Mann mit dem großen Schwert sich nicht blenden, also würde er es auch nicht weiter versuchen.
Die Worte Shiinas ließen ihn leise seufzen. Ihm war selten ein so sturer Mensch begegnet, der grundlos einen Groll gegen den Kaiser hegte. Sie hatte nie einen Grund genannt, den er hätte ausmerzen können, sondern war einfach davon gelaufen, als er etwas nachdrücklicher geworden war. Nun spielte sie sich hier auch noch als Beschützer der Menschen auf, obwohl er nichtmal irgendetwas getan hatte. Keisuke war gänzlich unzufrieden mit der Situation. Vielleicht hätte er ihre Verfolgung schon lange aufgeben sollen... Allerdings würde das seine Quote versauen. "Hör zu, Schwertmeister", sprach er diesmal mit Samegawa direkt. "Ich habe keine Ahnung, weshalb du meinst, mene Religion sei eine Hölle oder schlimmeres, aber hier geht es nicht um mich, sondern um deine neue Freundin."
Unzufrieden mit der Gesamtsituation schnaubte er leise und verschränkte die Arme wieder vor der Brust. Eine seiner Fußspitzen tippte unruhig auf dem Boden herum, sodass der Schnee platt gedrückt wurde. "Sie sollte sich im Klaren sein, dass sie als Verräterin am Kaiserreich gelten wird, wenn sie sich jetzt entscheidet, zu gehen. Dass sie ihre Freunde nie wieder sehen wird. Ihren alten Meister. Ich werde niemandem hier etwas tun, aber sie soll auch nicht unvorbereitet in ihr Unglück laufen..." Der Jashinist wählte seine Worte mit bedacht und versuchte, seine Bedenken so endgültig wie möglich klingen zu lassen. Er wusste, dass die Frau irgendwo ein weiches Herz hatte, das an ihrem alten Leben hing.
Vielleicht würde er genau diesen Punkt an ihr erreichen.

Shiina spürte viel in ihrem Kopf, viele Gedanken und Erinnerungen und den Kloß im Hals, den Keisuke mit seinen Worten auslöste. Sie war zwei Wochen lang vor ihm auf der Flucht gewesen, ohne je ein Wort darüber zu verlieren. Vermutlich wusste er nichtmal, weshalb sie weggelaufen war. Sie spürte das schutzsuchende Mädchen an ihrem Bein und die kleine Hand, die sich in ihre schob. Unwillkürlich sah sie nocheinmal nach unten und in die hoffnungsvollen Augen. Sie atmete tief durch und schüttelte leicht den Kopf. "Wenn das der Preis für ein freies Leben ist, das nicht in deinen Händen liegt, zahle ich ihn", erklärte sie etwas unklar. Vermutlich verstand Keisuke im ersten Moment nichteinmal, was genau sie meinte. Nur wenige Shinobi, die er bisher angeworben hatte, hatten überhaupt eine Vorstellung von der Markierung.
Shiinas furchtbare Erlebnisse und Erinnerungen aber hatten sie geprägt. Und so hoffte sie nun, dass sie mit allem, was sie aufgab, auch etwas abschließen könnte. Sie drückte die kleine Hand in ihrer etwas fester und suchte mit den violetten Iriden kurz den Blick Samegawas. Recht schnell wandte sie sich aber wieder ab und versteckte die Betroffenheit, die sich breit machen wollte, indem sie sich ansah, wie die Dorfbewohner signalisierten, dass der Besucher offensichtlich nicht willkommen war.

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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   So Apr 09, 2017 3:57 pm

Der Griff um sein Schwert verfestigte sich und Samegawa musste jeden kleinen Nerv in seinem Körper anstrengen, um seinem kleineren Gegenüber nicht brutal die blanke Faust ins Gesicht zu rammen. Seine freie Hand war tatsächlich zu einer Faust geballt, die sich kaum merklich immer mal wieder lockerte, ehe seine Fingernägel erneut so hart in seine Handfläche drückten, dass man das Weiß an den Knöcheln hervorstechen sehen konnte.
Das einzige, das ihn davon abhielt, den Wunsch seines Körpers in die Tat umzusetzen war das Wissen um das unschuldige Mädchen, was er lieber in Sicherheit wissen wollte, ehe er vorschnell handelte. Dennoch wartete in ihm nur etwas auf den einen kleinen Fehltritt des Jashinisten, den er als Grund nutzen konnte, anzugreifen. Unglücklicherweise verhielt er sich ruhiger, als es der Aranami erwartet hatte, was er mit einem leisen Grummeln kommentierte.
„Sie hat den Beitritt gerade ein weiteres Mal abgelehnt.“, antwortete er harsch mit gereizter Stimme und beugte seinen Oberkörper ein wenig vor, sodass er zwar noch nicht auf Augenhöhe mit dem Fremden war, aber fast schon in seine persönliche Distanzzone eindrang. Angespannt stieß er den Atem über seine Nasenflügel aus, was ein schnaubendes Geräusch verursachte. Eine Geste, die unter anderen Umständen womöglich einschüchternd gewirkt hätte, jedoch schien sein Verhalten keinerlei Wirkung bei dem Kerl zu haben. Stattdessen besaß der Typ ein eher ruhiges Auftreten, welches lediglich ein wenig getroffen von seiner Aussage bezüglich der Religion wirkte.
Das einzige, was er ablegte war das scheinheilige Grinsen.
Ganz überzeugt war er aber immer noch nicht davon, dass er das nächste Schiff in Richtung Kaiserreich alleine anheuern würde. Offenbar glaubte der Kerl noch immer, er würde einfach aus dem Dorf herausspazieren und das gefolgt von der Himura, der er weiterhin beharrlich eben jene Berufung aufschwatzen wollte. Kurz tauschte er einen Blick mit ihr über seiner eigenen Schulter hinweg, ließ sie jedoch sprechen und womöglich verstand er an dieser Stelle nicht ganz, was sie eigentlich sagen wollte, aber den Wunsch nach einem freien Leben konnte er definitiv aus ihren Worten lesen. Das war alles was er hatte hören wollen, weswegen er sich abermals an den Unbekannten wandte
Mit einem dumpfen Geräusch ließ er sein Schwert in den Schnee sinken und stützte sich halb an dem Griff ab, ehe er den letzten Schritt wagte und ziemlich sicher nach dem Kragen des Kerls krallte. Mit einem einzigen schnellen Zug in seine Richtung stolperte der Jashinisten einen Schritt nach vorne und klebte im nächsten Moment fast Stirn an Stirn mit Samegawa. „Vielleicht hast du Recht und meine Stellung zu deiner Religion spielt echt keine Rolle, aber ich hab die halben Drohungen satt. Sie hat dir ihre Antwort gegeben, also verschwinde.“, jedes einzelne Wort besaß einen zischenden Unterton, da er aus eher zusammengekniffenen Kiefern sprach, während seine Mimik noch immer ziemlich düster wirkte.
Für einen Moment sah ihm sein Gegenüber nur in die Augen und tatsächlich überlegte Keisuke, ob er noch ein weiteres Mal probieren sollte, die Blondine zu überzeugen, dass die Shinobiarmee des Kaisers eine weitaus bessere Alternative war, als die Flucht vor ihr. Wären sie alleine und stünde nicht dieser überaus angepisst wirkende Kirigakureshinobi zwischen ihnen, hätte er wohl eine weitere Chance genutzt, die Vorteile dieser Situation hervorzuheben, allerdings musste er sich wohl geschlagen geben.
Leise seufzte der Glatzköpfige, griff bestimmend nach der Hand Samegawas und entfernte sie mit einem Blick in die blauen Augen von seinem Kragen, ehe er nickte. „Ich respektiere diese Entscheidung. Vorerst.“, sein Blick heftete sich ein weiteres Mal an die Himura, „Aber ich fürchte es war die Falsche, meine Liebe.“ Tatsächlich sprach seine Mimik so etwas wie Mitleid aus, mit dem er die Blondine kurz betrachtete. Ob es nun echt oder gänzlich geheuchelt war, konnte man wahrhaftig nicht erkennen, jedoch verschwand sein Gesichtsausdruck als er sich zurück an den Schwertshinobi wandte. „Ich halte mein Wort und verlasse nun dieses Dorf. Es war mir eine Freude - auch wenn ich untröstlich feststellen musste dass sie nur auf meiner Seite liegt.“, das scheinheilige Grinsen kehrte auf seine Züge zurück und in seiner Stimme lag ein gewisser Unterton von Sarkasmus, jedoch war er bereits einige Schritte zurück gewichen und drehte sich auch in Richtung des Dorfausganges, auf den er zügig zuschritt. Keisuke wusste, wann er eine Diskussion verloren hatte und es war an der Zeit, sich anderen Dingen zu zuwenden.
Samegawa hingegen sah dem Kerl noch angespannt hinterher und stierte auch eine gewisse Weile einfach nur ins Leere. Irgendwas war einfach nicht richtig. Er hatte sich bereits auf einen Kampf eingestellt. Stattdessen hatte sich der Kerl zurückgezogen und ihm den Rücken zugekehrt. Es wäre ehrlos gewesen ihn anzugreifen und das war eines der wenigen Adjektive, welches keineswegs auf ihn zutraf.
Frustriert grummelte der Blauhaarige abermals irgendetwas Unverständliches, ehe er sein Schwert mit einem einzigen kunstvollen Schwung zurück in seinen Tragegurt fallen ließ. Erst dann drehte er sich zu der Blondine und dem Mädchen um, welches immer noch nicht von ihrer Seite gewichen war. Behutsam ging der Jounin in die Hocke und war damit leider immer noch größer als das Kind, wenngleich er eher auf Augenhöhe war, als sonst. „Sieht so aus als würde der komische Mann erstmal nicht wiederkommen. Shiina hat dir versprochen, dass wir deine Mutter finden, also lass uns gehen, mh?“ jegliche Schärfe war aus seiner Stimme verschwunden und das einzige was blieb war ein neckisches, ehrliches Grinsen, ehe er sich wieder zu voller Größe aufrichtete.

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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   Mo Apr 10, 2017 12:06 am

Shiinas Anspannung und Nervosität wurden nicht geringer, während sie bemerkte, wie angespannt der Blauhaarige vor ihr stand. Dennoch kam sie nicht umhin, einen Gedanken daran zu verlieren, wie er gerade zwei völlig Fremde beschützte, allein mit seinem Auftreten. Eine Eigenschaft, die durchaus bewundernswert für sie war und eine, die nicht jeder besaß. Dennoch kehrten ihre Gedanken recht schnell wieder zum Geschehen und dem Gespräch zwischen den Männern zurück. Sie wusste nicht, was sie noch sagen sollte, um Keisuke zum Gehen zu bewegen und sie hatte keine Ahnung, wie lange sie seinen Worten widerstehen konnte. Auch wenn sie sich sicher war, dass sie dem Kaiser nicht dienen wollte, keine Drecksarbeit erledigen wollte und schon garnicht ihr Leben in die Hände von Jashinisten legen wollte, so war sie dennoch unsicher.
Sie würde ihre Lieben vermissen.
Allerdings war das kein Grund, die Unterstützung, die sie nun so rasch erfahren hatte, zu verschmähen. Denn als hätte er bemerkt, dass sie Angst hatte, einzuknicken und diese Konversation keineswegs weiterführen wollte, machte er von seiner körperlichen Überlegenheit gebrauch. Das Mädchen an dem Bein der Himura zuckte zusammen, wegen der schnellen und plötzlichen Bewegung, doch sie presste sich nur weiter an die Frau, die völlig ruhig blieb. Ihre violetten Iriden fixierten die Männer. In dem Moment, als der Aranami das große Schwert in den Schnee hatte sinken lassen, war sie sich sicher, dass er nicht zuerst angreifen würde.
Und sie kannte Keisuke. Er würde den Ruf des Kaisers und seiner Helfer nicht beschmutzen, jedenfalls nicht mit solch einer Menge an Zeugen. Außerdem merkte er, wann er unerwünscht war. Leider war sie nicht in der Lage gewesen, ihm das so deutlich zu zeigen, wie der Träger Samehadas das jetzt für sie tat. Und offensichtlich wirkte das.
Verblüffung machte sich in den Gesichtern der Dorfbewohnerschar um den Platz breit, als der Mann angab, ohne Weiteres gehen zu wollen. Die Blonde hingegen hatte das erwartet, sodass ihre Aufmerksamkeit mehr den Worten des Glatzkopfes galt. "Ob sie falsch war, wird sich zeigen...", entgegnete sie dem Mann in Gedanken noch und sah sich einmal mehr um, bis ihr Blick an dem Shinobi aus Kirigakure hängen blieb. Der sah dem Mann lange hinterher und entspannte sich nur langsam. Nachdem die Situation weniger gefährlich schien, machte man sich daran, die Dorfbewohner wieder aus ihren Häusern zu rufen und zu erklären, dass alles in Ordnung sei und niemand verletzt.
Währenddessen kam Samegawa auf sie und das Mädchen zu, das halb hinter ihr stand. Sie beäugte den Mann mit großen Augen und traute sich zum ersten Mal wieder hinter der Frau hervor. Sie nickte eifrig und griff auch nach einer seiner Hände, sodass sie Shiina und Samegawa gleichermaßen an den Händen fasst und zwischen ihnen stand, nur um fragend drein zu blicken. "Vielen Dank für deine Hilfe", bemerkte die Dreißigjährige sanft und leise, sodass es nur der Mann mit dem großen Schwert hören würde. Das Mädchen wiederum blickte zwischen ihnen hin und her, bevor sie einige Schritte nach vorn ging und beide mit sich zog. Nach einigen Augenblicken kamen zwischen den Menschen, die nun zum Platz gingen und sich teils bedankten, ein Mann und eine Frau hervor. Letztere stürzte sich auf das Kind, das sofort ihre Hände von dem Aranami und der Himura löste, um die Arme um den Hals ihrer Mutter zu schlingen.
Der Mann nahm beide kurz in den Arm, bevor er sich aufrichtete und Samegawa und Shiina ansah. "Danke für Eure Hilfe!", platzte es aus ihm heraus, bevor er die Hände verschränkte und seine Freude etwas zu zügeln versuchte. Sein Blick geriet an Shiinas violette Augen und kurz schlug er ihn nieder, bevor er seufzte, tief durchatmete und sie wieder ansah. "Es tut mir leid, dass ich Euch nicht glauben konnte. Wir haben hier viele schlechte Erfahrungen mit Jashinisten gemacht. Verzeiht meine Vorsicht. Ich lasse all eure Sachen wieder zu Euch bringen, wenn noch etwas fehlt!" Die Blonde neigte den Kopf ergeben und lächelte sanft. Wenn es hier früher mit Jashinisten Probleme gegeben hatte, waren diese Leute ihr vielleicht garnicht so unähnlich.
Sie schenkte dem Dorfvorstand also etwas Aufmunterndes. "Ihr wart nur vorsichtig", gab sie ruhig zurück, denn dass es nichts war, konnte sie kaum behaupten. Trotzdem war sie kein nachtragender Mensch. "Und bitte! Falls Ihr den Weg nach Kirigakure heute nicht mehr antreten wollt, seid unsere Gäste. Wir haben guten Sake und angenehme Musik, sowie weiche Betten für Reisende und Helfer!"

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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   Do Apr 13, 2017 2:12 am

Als das Mädchen ungehindert nach seiner Hand griff, durchströmte es den Mann kurzzeitig mit einer gewissen Wärme, die jeglichen Missfallen an dem nicht zustande gekommenen Kampf nichtig machte. Es gab nicht viel, das ihn ernsthaft, fast schon liebevoll lächeln ließ, aber die Naivität eines Kindes würde das wohl immer irgendwie schaffen. Letztendlich musste er sich wohl damit zufrieden geben, dass die Situation für das Dorf soweit gut ausgegangen war und offenbar keiner verletzt worden war.
Außerdem war die Himura noch immer hier.
Bei ihren Worten sah er von dem Kind in ihrer Mitte zu ihr auf und sah mit dem gleichen Lächeln in die violetten Augen der Frau, ehe seine Mimik wieder von einem kecken Grinsen durchzogen wurde. Locker zuckte er mit den Schultern und nickte ihr zu. An sich brauchte er kein Dankeschön. In seinen Augen hatte sich die Blondine ohnehin entschieden nicht mit dem Kerl mitzugehen und dafür brauchte sie seine Hilfe beim besten Willen nicht.
„Offenbar darfst du erstmal bleiben. Umso besser für mich; vielleicht bietet sich also doch noch ne Gelegenheit um meine Worte über meine Genialität unter Beweis zu stellen.“ Bei jedem anderen Kerl wären jene Worte wohl als einfache Flirterei durchgegangen, Samegawa hingegen schaffte es die neckischen Worte mit einem gewissen ernsten Blick zu unterstreichen, der sich zumindest in seinen Augen abzeichnete. Er hatte ihre Untertreibung ala nur passabel sein nicht vergessen und würde später auf jeden Fall noch darauf zurückkommen - nachher! Irgendwann!
Nicht in diesem Moment jedenfalls. Das Mädchen zog sie ein Stück weit mit sich, ehe sich aus der Gruppe an Menschen zwei hervortaten und auf sie zu hasteten. Schnell schloss sich die Familie in die Arme, ehe der Mann das Wort an die beiden Shinobi erhob. Heute dankten ihm offenbar verdammt viele Menschen - für nichts. In seinen Augen hatte Samegawa wirklich nichts übermäßig Gravierendes getan und irgendwie war es ihm ein klein wenig unangenehm, weswegen er abermals nur nickte und seine Hände in die Taschen seiner Hose stopfte.
Nachdem sich der Mann mit seiner Frau und dem Mädchen empfahl, sah er tatsächlich etwas unschlüssig zu der Blondine hinüber. „Bis auf, dass ich dem Typ nicht die Fresse einschlagen durfte, war das eigentlich n ganz erfolgreicher Tag für dich, hm? Eingesperrt, ausgebrochen, von allen Dingen freigesprochen. Sieht so aus als müsst ich dich nicht gefesselt nach Kirigakure überführen.“, und wieder hätten seine Worte womöglich einen flirtenden Unterton haben können, jedoch war seine Stimme ziemlich gefasst und nach außen hin, wirkte er nicht, als würde er scherzen. Eine seiner Hände hatte er beim Sprechen in den Nacken gelegt und er wirkte tatsächlich ein wenig ratlos. „Im Endeffekt muss ich dich nicht mal überführen. Du kannst tun und lassen was du willst. Willst du die Nacht hier bleiben?“ Letztendlich würde er wohl von Shiinas Antwort ausgehend seine Abreise planen. An sich hätte er nichts dagegen, bis Morgen zu warten und den Abend in der Gesellschaft der Blondine ausklingen zu lassen - offenbar kam sie mit interessanten Geschichten daher -, jedoch würde er sich wohl eher direkt auf den Weg machen, sollte die Frau nicht mit zurück nach Kirigakure kommen wollen.  

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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   Do Apr 13, 2017 10:43 pm

Shiina sah Samegawa während seiner Aussage lediglich an und dachte darüber nach, wie er das Kind eben angelächelt hatte und es dann auch kurze Zeit mit ihr getan hatte. Er schien Kinder zu mögen, insofern sich von einem Kind darauf schließen ließ. Aber da das Mädchen keine Besonderheiten hatte, ging sie mal davon aus, dass es okay war, diesen Wesenszug als allgemeingültig zu betrachten. Ein Wesenszug, der ihr im übrigen gefiel.
Sie war selbst ein Mensch, der gut mit Kindern klarkam und irgendwie erwärmten sie immer ihr Herz.
Seine Worte verwirrten sie dennoch etwas, denn auch wenn sein Ton einen zaghaften Flirt vermuten ließ, sagte seine Körpersprache und die Mimik etwas anderes. Er grinste zwar, aber es wirkte eher ernsthaft herausfordernd und wie ein Versprechen darauf, dass er ihr zeigen würde, dass er besser war, als sie dachte. Ihr Kopf neigte sich leicht zur Seite.
Hatte sie etwa sein Ego angekratzt?
Ein leicht verschmitzter Ausdruck trat auf ihre Züge.
Dennoch nahm sie das Gespräch mit dem Mann wahr, bevor er mit seiner Familie und dem Angebot davonlief. Die Arme der Blonden verschränkten sich locker vor ihrem Körper, während sie den Leuten nachsah. Erst die Worte des Blauhaarigen ließen sie blinzeln und seinen Blick erwidern. Er schien etwas unschlüssig zu sein, was er jetzt mit ihr machen sollte, immerhin stellte sie nun relativ sicher keine Gefahr für das Fleckchen Erde hier dar.
Dennoch hinterließen seine Worte trotz dem Ton einen bitteren Nachgeschmack.
"Mein altes Leben, meine Heimat Freunde und Familie aufgegeben und viele Wege zurück versperrt", ergänzte sie seine Aufzählung und verzog leicht das Gesicht. "Ich bin im Grunde obdachlos", bemerkte sie mit einem spitzen Lachen, weil ihr die Ironie der Situation erst in den Sinn kam, als sie es aussprach. Ihre violetten Augen versteckten sich einige Sekunden hinter den Lidern der Dame, während sie durchatmete.
"Hast du garkeine Angst, dass dir jemand in den Hintern tritt, weil du mich nicht mitgebracht hast?", fragte sie und wurde sich bewusst, wie schnell sie von ihrer höflichen Anrede völlig natürlich zum Du übergegangen war. Vielleicht lag es an der lockeren Art des Schwertshinobis, aber es war keineswegs unangenehm. Es schuf zumindest die geringe Basis an Vertrautheit, die sie gerade nötig hatte, um nicht durch alle Gedanken und neuen Gegebenheiten einen mittelschweren Nervenzusammenbruch zu erleiden.
Nicht, dass sie anfällig dafür war.
Aber heute war doch irgendwie mehr passiert und endgültig geworden, als sie gewohnt war. Trotz vieler Reisen war ihr Leben bisher eher ruhig gewesen. Auf seine Frage hin schürzte sie die Lippen und zuckte leicht mit den Schultern, bevor sie nach oben zu ihm nickte. "Möchtest du dich ausruhen? Ich würde dennoch gern mit dir nach Kirigakure gehen, wenn das möglich ist", gab sie zu. "Ich war zwei Wochen auf Reisen ohne Rast und einen Tag in einer Zelle. Ich könnte Erholung gebrauchen, aber auf einen Tag mehr oder weniger kommt es auch nicht an." Ihre Stimme hatte etwas Belangloses, auch wenn das was sie sagte, das nicht gänzlich war. Sie würde sich tatsächlich gern ausruhen.
Letztendlich schnippte sie und deutete mit ihrem Zeigefinger auf den Schwertträger. "Aber ich schulde dir ein gutes Essen für deine Hilfe und ich bin mir sicher, dir tut keiner etwas, wenn du etwas später nach Hause kommst, nicht?", stellte sie eher rethorisch fest. Womöglich hatte er eine Frau zu Hause? Familie, Kinder? Womöglich würde ihm tatsächlich jemand einen Arschtritt verpassen, wenn er nicht rechtzeitig heim kam. Dennoch - ohne sich wirklich Gedanken über solche Möglichkeiten zu machen - nahm sie den Größeren kurzerhand am Arm und ging mit ihm im Schlepptau zu jenem Gasthaus, das so angepriesen worden war. Er konnte ja etwas sagen, wenn er nicht wollte, oder?
War schließlich alt genug... hoffte sie!

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Aranami Samegawa
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BeitragThema: Re: [Dorf] Suichimura   Sa Apr 15, 2017 12:37 am

Es kam nicht oft vor, dass Samegawa nicht wusste, wie genau er sich in der Gegenwart einer anderen Person verhalten sollte, jedoch gab ihm Shiina gerade jeden Grund dazu, sich nicht in seinem gewohnten Element des Selbstbewusstseins zu wissen. Er war nicht der mitfühlendste Organismus, aber er verstand ganz gut, was die Blondine eigentlich aussagen wollte und in gewisser Weise fühlte er irgendwo mit ihr. Eigentlich wollte er nicht wirklich unhöflich sein und ein Stück weit sollten seine zuvor gewählten Worte schon aufheitern, auch wenn er das wahrscheinlich nicht hatte rüberbringen können.
Aufmerksam beobachtete der Blauhaarige den Wandel in ihrer Mimik und überlegte in dem Moment, ob er noch etwas sagen sollte, wenngleich ihm auch nichts wirklich in den Sinn kommen wollte, was man zu jemandem sagte, dem zuvor bewusst geworden war, dass man mehr oder weniger die eigene Heimat hinter sich gelassen hatte. Glücklicherweise normalisierte sich das Verhalten der anderen wieder, was ihn leise durchatmen ließ.
„Angst hm?“, mit einem Schulterzucken und einem abfälligen Kopfschütteln fasste er wieder Fuß in dieser Konversation, „Seltenes Wort in meinem Sprachgebrauch, aber nein. Die einzige, die sich überhaupt traut mir in hin und wieder in den…“, kurz stockte er und zog über die Formulierung eine Augenbraue hoch, ehe er ungehindert weiter sprach, „Hintern zu treten ist meine Schwester. Nerviges Ding, aber meistens aushaltbar.“ Allein für diese Aussage hätte er wohl genau einen solchen kassiert, aber was Shiori nicht wusste, wusste sie eben nicht. Zumal die andere Aranami sicher auch nicht selten Scherze auf seine Kosten machte.
Die Frage nach dem Verbleib seiner  neuen Bekanntschaft blieb jedoch im Raum stehen. Zumindest solange, bis auf seine eigene zuvor gestellte Frage eine Gegenfrage folgte, die er zunächst nicht ganz zu ordnen konnte, wenngleich sich seine Verwirrung auflöste, sobald sie weitersprach. Augenblicklich trat das schiefe Grinsen auf seine Züge zurück und ein Teil von ihm war ganz froh zu hören, dass sie plante mit nach Kirigakure zu kommen. Die Frau wirkte auf ihn nicht gänzlich uninteressant und bisher hatte sie es außerdem noch nicht geschafft, ihm großartig auf die Nerven zu gehen, was im Grunde schon eine gewisse Leistung war. Es dauerte eine Zeit, ehe man seine ungeteilte Aufmerksamkeit auf sich zog, aber irgendwas an Shiina faszinierte ihn. Womöglich war es der Mut, die eigene Heimat hinter sich zu lassen, als es von einem gefordert war? Der geringe, neckische Unterton in ihrer Stimme? Der Aranami konnte es nicht mit Gewissheit sagen, aber er war auf jeden Fall gewillt, dem auf den Grund zu gehen.
Sie überraschte ihn abermals, als sie ihn kurzerhand am Arm packte - mit einem angenehm festen Griff - und einfach voraus ging, um das Gasthaus aufzusuchen, ohne dass er ihr wirklich eine Antwort gegeben hatte. „Sieht nicht so aus, als hätte ich eine andere Wahl und zu einem guten Essen sag ich nicht nein.“, die Überraschung in seinem Gesicht war schnell wieder gewichen und zurück blieb eine entspannte Mimik. Nach nur wenigen Schritten schloss er zu ihr auf und machte sich sanft von ihr los, während sie in die Richtung des Gasthauses liefen.

Drinnen angekommen richteten sich einige aufmerksame Blicke von Dorfbewohnern auf sie, die sich wahrscheinlich hier her zurückgezogen hatten, oder nach dem raschen Ereignis den Tag mit etwas Alkohol beenden wollten. Im Übrigen etwas, was er in kürzester Zeit auch vor hatte. Nicht dass er sich betrinken wollte, aber das ein oder andere Glas würde er nicht ausschlagen. Gläser waren es auch die erhoben wurden und durch den Schankraum tönte ein einstimmiges Prost, welches wohl auf die beiden Shinobi gesetzt wurde.
Samegawa musste grinsen und hob sogar die Hand, als wolle er die Leute grüßen, ehe er sich an Shiina wandte und auf einen freien Tisch deutete. Wäre er alleine, hätte er sich vielleicht zu den Dorfbewohnern gesellt, aktuell hielt er es aber für sinnvoller, etwas über die Blondine zu erfahren. Zumal sie durch ihre zuvor erwähnte Obdachlosigkeit womöglich auch das ein oder andere in Erfahrung bringen wollte.
Zielstrebig ging der Schwertshinobi auf den Tisch zu, ließ sich auf einem der Stühle nieder und wartete auf sein Gegenüber dasselbe zu tun. „Du stammst also aus dem jetzigen Kaiserreich, mh?“, fragte er kurzerhand, ohne zu neugierig wirken zu wollen. Er war sicherlich nicht der höflichste Mensch auf Erden, aber auch er hatte irgendwo Taktgefühl und er hielt es für falsch, sein Gegenüber mit allzu persönlichen Fragen zu löchern. Stattdessen wollte er einfach ein lockeres Gespräch beginnen und ihr die Möglichkeit geben, das zu erzählen, was sie eben wollte.

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