Tamashii no Utsuri

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 Ren's Wohnung

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BeitragThema: Ren's Wohnung   So Jan 13, 2013 3:57 pm


Ja, was soll man nun hierzu sagen? Eigentlich fangen wir am besten einmal damit an, dass Ren nicht freiwillig eine solche Wohnung bezogen hat. Ja, eigentlich hätte er sich auch mit etwas schlichterem zufrieden gegeben, doch bestand Kagome darauf, dass er sich etwas gescheites suchte, dass selbst dann noch gut aussah, wenn er wieder alles dahin vegetieren ließ... und da wir alle die Überzeugungskraft der 28-jährigen kennen und auch die Bejahung durch das Temperament der Mutter, hat sich Ren wohl oder übel auch ein wenig in den gehobeneren Regionen umgesehen. Mit einer Mutter als Chefärztin, wenn man so wollte, einer Schwester als ebenfalls erfolgreiche Ärztin,... mit einem hochrangigen Bruder und einem Onkel, der eine Kenjutsuschule leitete, hatte er weiß Gott nicht wenig Geld zur Verfügung beim Kauf, da alle ihm etwas geben wollten, als er auszog. Naja... So landete er mehr oder weniger in dieser Wohnung, welche im Zentrum von Kirigakure liegt und auch ein wenig auf einer Anhöhe, dennoch nicht zu weit oben. So kann er nachts auch mal auf sein Dorf hinabschauen und kurzum: Er hat einfach seine Ruhe... aber wahrscheinlich würde ihm eh niemand eine super Wohnung wie diese zutrauen. Wie gesagt: Er sich selbst auch nicht. Andererseits sieht sie auch wieder größer aus, als sie eigentlich ist... aber das wird auch wieder dadurch relativiert, dass auf dem Boden oftmals seine Kleidungsstücke herumliegen... oder anderer Dinge, welche er zum heimischen Training benutzt - und nein, damit ist nun nicht das "partnerliche" Training gemeint. Wie dem auch sei... Das Wohnzimmer ist gespickt mit einer auffallend schönen und weiten Fensterwand, die sich sogar um die Ecke zieht, wo eine Säule zu finden ist. Möbiliert ist es im modernen Stil: Auf einem dunklen Parkettboden findet man schöne helle Möbel, die dabei um so besser aussehen. Ein gemütlicher Platz. Auch das Schlafzimmer hat eine Fensterwand, wodurch sehr viel Licht hineinfällt - aber natürlich gibt es auch hier Schalusien, welche man benutzen kann. Das Bett ist relativ breit und in ihm liegend kann man auch den Ausblick genießen. Bad und Küche sind im Gegensatz dazu eigentlich relativ unspektakulär. Letztere befindet sich in einer Ecke des Wohnzimmers, aus der es fotografiert wurde und ist somit ganz so gelegen, sodass man nicht davon gestört wird. Alles in allem also ein sehr schönes Apartment, nicht wahr? Einen großen Hehl daraus macht Ren allerdings trotzdem nicht. Er hasst Angeber.
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BeitragThema: Re: Ren's Wohnung   So Jan 13, 2013 5:48 pm

cf: Gartencafé Iruka

Vom Tag her ausgeleiert machte Ren die Tür zu seinem Apartment auf, nachdem er sie aufgeschlossen hatte. Sogleich kam ihm ein muffiger Geruch in die Nase, der wohl daher kam, dass hier und da noch sein ganzes Zeug auf dem Boden herum fiel und auf dem Tisch im Wohnzimmer noch ein nicht fertig gegessener Ramen zu finden war. Nachdem die Tür also hinter ihm ins Schloss gefallen war und er sich die Schuhe ausgezogen hatte, schlurfte er wenig begeistert zu eben jenem Tisch und warf das Überbleibsel an ehemals Essbaren in den Mülleimer, wonach er wiederum das Fenster leicht kippte und die frische Abendluft einatmete. Was war das für ein Tag gewesen? Erst kam er gestresst wieder ins Dorf und trainierte dann... kurz darauf traf er seinen kleinen Bruder auf den Straßen und dann wurde er auch damit vor den Kopf gestoßen, dass Shiemi nicht nur augenscheinlich einen Freund hatte, sondern dass eben diese auch noch leicht... "verrückt" war. Als wäre das dann noch nicht genug gewesen, war er dann auch noch "umgeworfen", des begrabschens bezichtigt worden und hatte dann wiederum eine neue Bekanntschaft mit Chiyoko gemacht. Chiyoko, von der er nicht einmal den Nachnamen kannte, aber von der er wusste, dass sie 25 Jahre alt war - obwohl er sein Alter zuerst genannt hatte und Frauen sich wohl nicht so gerne älter als Männer gaben. Mit einem Seufzen ließ er sich schließlich auf das Sofa sinken und wollte so schnell nicht mehr aufstehen. So lag er also einfach nur da und ließ den Tag abermals vor seinem inneren Auge Revue passieren. Zu gerne wäre er auch so liegen geblieben, doch die Gewissheit dessen, dass er noch duschen sollte, bevor er endlich schlafen ging, hinderte ihn daran. Folglich setzte er diesen nervigen Gedanken, diese dumme Pflicht, in die Tat um und machte sich auf ins Bad. Eine halbe Stunde später - er hatte ein gemächliches Tempo an den Tag gelegt - trat er wieder nur mit einem Handtuch begleitet aus eben diesem. Mit einem Mal streckte er die müden Glieder und tappte Richtung Schlafzimmer davon, wo er sich einfach Shorts herausnahm und eine alte Fließjacke, die er sich anzog, die Kapuze über das noch leicht feuchte Haar. Seine Mutter würde ihn umbringen, wenn sie ihn nun so sehen würde... Nackt bis auf Shorts und eine offene Jacke, wo man die Brust sah. "Du Yakuza ÒWÓ!!!", würde sie sagen. "Was habe ich da nur großgezogen?!"... Oh ja, er hörte sie förmlich in seinen Gehörgängen, doch es war ungemein tröstlich, dass er seine eigene Wohnung hatte. Lässig machte er sich dann auf in die Küche, wo er sich daran machte, einmal in den Kühlschrank zu schauen, wo tatsächlich noch etwas war. Unglaublich. Den Abend mit einem Joghurt beschließend, ließ er sich noch ein wenig im Schneidersitz auf der Couch nieder und las das ein oder andere durch, was es so neues im Dorf gab. Vielleicht sollte er sich demnächst mal wieder eine Mission suchen. Irgendwie verging die Zeit jedoch auch wieder schnell, während er da so saß und so gähnte er bereits bald, weshalb er Unterlagen einfach mal ausnahmsweise in eine Schreibtischschublade packte und letzten Endes seinen Platz im Bett wiederfand. Wie immer landete die Fließjacke auf dem Boden - wie alle Klamotten. Irgendwann würde er einmal aufräumen. Nun hieß es aber schlafen... und das richtig... hatte er die Schalusien runtergemacht? Mit einem leisen Fluchen machte er sich wieder aus dem Bett und tat es - er wollte mindestens bis Nachmittags durchschlafen und dann Abends in diese komische Bar da gehen mit Chiyoko. Mit einem leichten Grinsen schlief er schließlich auch ein... und das nicht später als kurz nach elf Uhr.

~ Schlaf ^__^ ~

Tatsächlich schlief Ren fast bis vier Uhr nachmittags und damit war wohl die meiste Zeit des Tages dahin. Um wie viel Uhr trafen sie sich nochmal? Ach ja genau... gegen zehn Uhr erst. Naja schön, es war immer gut eine halbe Stunde vorher da zu sein und da er nicht wusste, wo genau sich dieses sagenumwobene Lokal nun befinden sollte, da er es normalerweise nicht besuchte, würde er vielleicht eine viertel Stunde länger brauchen. Kurzum hätte er also locker noch fünf Stunden, die er totschlagen musste. Aber erst einmal schlummerte Ren noch eine halbe Stunde, bevor er schließlich die Schalusien wieder hoch machte und hinunter auf das Dorf blickte. Jaja, das war schon ein schöner Ausblick. Dieses triste Kiri-Gakure. Die Augen rollend reckte er sich und machte sich schließlich daran, sich wieder auf die Couch zu fläzen und das mit seinem Frühstück, welches aus Cornflakes und Milch bestand, welche er gern dazu hatte - manche aßen sie ja auch blank. Dazu noch ein wenig Obst und der gesunde Start in den Tag war perfekt. Nachdenklich ging er hier und da nochmals die Akten vom nächsten Tag durch oder machte sich einfach daran noch ein wenig Fern zu schauen oder zu trainieren. Schließlich war es jedoch gegen acht Uhr so weit, dass er sich daran machen musste, Klamotten zu suchen, die er in einer "gehobenen Gesellschaft" anziehen konnte. Gott, er putzte sich nicht gern heraus... das hatte er als Kind noch nie gewollt. Aber gut... heute war etwas "besonderes". Missmutig ging er schließlich gegen halb neun ins Bad und machte sich frisch, zog schließlich die Klamotten an und band sich einen Pferdeschwanz, wobei er aufpasste, dass es sogar ordentlich aussah. Letzten Endes kam er als fast neuer Mensch aus dem Bad. Seine Familie würde in diesem Moment Freudensprünge machen, während er skeptisch an sich hinuntersah. ".... Wird schon passen...", murmelte er und fragte sich, ob er Sakanade mitnehmen sollte. An seinem Gürtel war immerhin eine Schwertscheide... Ach was solls. Das Schwert konnte er immer gebrauchen und ohne es, fühlte er sich sowieso nicht wirklich wie er selbst. Noch einmal skeptisch in den Spiegeln blickend, seufzte er und schritt Richtung Tür, machte gegen zehn nach Neun also nun das Licht aus. Tja, das konnte nun etwas werden. Urgh... Standen im Krawatten...? Egal. Auf in ein neues Abenteuer - juhu.....

tbc: Kirigakure's Sonnenbucht
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BeitragThema: Re: Ren's Wohnung   Fr Mai 31, 2013 10:29 pm

tbc: Straßen von Kirigakura

“Bitte bekomm' keinen Schlag, wenn irgendwo noch Klamotten oder so rumliegen, ich bin nicht so der ordentlichste Geselle... machs dir einfach bequem und fühl dich wie zu Hause.“ Als Ren die Tür zu seiner Wohnung öffnete und mit einer kurzen Pause das Licht anknipste, hoffte er inständig, dass er keinen Saustall vorfand. Beim besten Willen konnte er sich nämlich nicht erinnern, ob er die Wäsche noch in den Wäschekorb getan hatte, aber hey... auf den ersten Blick sah es doch gar nicht mal so schlecht aus – bis auf den Pulli, welches irgendwie auf der Couch rumflog... man musste ja nicht immer in Missionsklamotten herumlaufen. Mit einer Geste bedachte er Chiyoko, dass sie liebendgerne eintreten konnte, während er sich sogleich auf den Weg in seine doch eher kleine Küche machte und den Kühlschrank öffnete, theatralisch nachsah, ob er irgendwo noch etwas Essbares fand oder dergleichen. Nur, um nicht ihren Gesichtsausdruck sehen zu können.... vielleicht roch es hier ja und er bemerkte es nur nicht. Einen Moment, wieso war er überhaupt so nervös? Bei allen Kami, es war nach zwei Uhr nachts... da war so etwas eh scheißegal. Demnach sollte es ihn einfach nicht kümmern. Nachdem der Kühlschrank nun keine großen Leckereien auf die Nacht hergegeben hatte, fand er in einem anderen Schrank ein Päckchen Cracker wieder, welches er Chiyoko lässig zuwarf, was so viel hieß, dass sie sich hier gerne bedienen konnte. “Wenn du Durst hast, kann ich dir Milch, Wasser oder Tee anbieten... die Milch müsste theoretisch noch gut sein, aber ich probier sie vorhin nochmal. Gläser findest du hier ...“[/b] Er deutete auf einen der oberen Holzschränke und öffnete ihn kurz. Gläser, sowie ein Regal weiter unten auch Teller und ebenfalls Becher kamen zum Vorschein. Tassen ebenfalls. Daumen und Zeigefinger ans Kinn legend überlegte er, was es sonst noch wichtiges gab, befand aber, dass es genug war. Den Kühlschrank hatte sie ja nun auch gesehen. “Ah ja. Das Bad ist da vorn, nächste Tür, nebenan das Schlafzimmer. Apropos... keine Ahnung, wie spät es wird, aber generell kannst du das Bett dort beziehen und ich fläz mich auf dem Sofa hin...“ Ren deutete jeweils in jene Richtung, ehe er sich dann aus der Küche begab und dann Richtung Bad ging. Eigentlich brauchte er nach Missionen immer eine kleine Dusche, sonst konnte er nicht wirklich schlafen. Aus diesem Grund würde Chiyoko wohl die nächsten Minuten alleine auskommen müssen. Naja, sie konnte ja die Wohnung erkunden – wobei sie eh nicht so groß war und somit... es gab ja im Notfall auch noch den Fernseher. “Okay, ich werd mich mal schnell duschen und so... wie gesagt, fühl dich einfach zu Hause... Wenn du Fragen hast, dann ruf einfach, ich versuch dich zu hören... Alles klar soweit?“ Mit einem doch eher freundlichen Lächeln begab er sich sogleich in Richtung Bad. Ja, er kam sich selbst ein wenig schnell vor, aber es war auch ungewohnt eine Frau zu einem „ernsteren“ Zweck hier her zu bringen. Bevor er schließlich ganz im Bad verschwand, blieb er nochmal stehen. “Ach jaaaaa.... Block und Stift findest du irgendwo in einer von den Schubladen bei der Küche. An sonsten... ja... Ich bin in spätestens zehn Minuten fertig.“
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BeitragThema: Re: Ren's Wohnung   Fr Mai 31, 2013 11:27 pm

cf: Straßen von Kiri

Eifrig wurde zugehört, gegebenenfalls genickt, ein Ja, okay geäußert oder solche Sachen, als Ren seine Wohnung vorstellte, in die Chiyoko soeben mit ihm eingetreten war. Es war ja schon eine eigenartige Sache so spät in der Nacht bei einem Mann, mit dem man mündlich verabredet nun so etwas wie eine Freundschaft hegte, in dessen Wohnung zu stehen und vermeintlich aus eigener Unruhe noch hier zu bleiben. Schlecht war es keineswegs. Wie der Kitoku sich eingerichtet hatte, gefiel ihr sehr. Es war vielleicht nicht in jedem Detail stimmig, aber dennoch eine schöne, gut ausgestattete Wohnung. Chiko selbst wäre akribischer gewesen, hätte sie ihr neues Heim irgendwann mal aussuchen müssen mit Möbelstücken und allem. Sie selbst besaß ja ein ganzes Haus für sich. Da biss sie jedem die Finger ab, der es wagte, etwas an dem Stil auszusetzen. Nun aber zuckten kurz ihre Ohrspitzen bei Okay, ich werd mich mal schnell duschen. Es war ihr fast peinlich, aber Ren war doch die beste Ablenkung gegenüber allem Übel, die man bekommen konnte in diesem Universum. Chiyoko verkniff es sich sich umzudrehen, sie verschränkte einfach beherrscht die Arme und schluckte, als ihre Wangen kurz rosa aufleuchteten, als hätte man einen Herd hochgedreht und wieder abgestellt. Wenn er duscht mit diesen langen Haaren - weißt du, was das heißt? Ich darf wieder an deinen Softpornos teilhaben, die dieses Mal mit Dusche zu tun haben? Das zwangsweise, aber stell es dir einmal vor: So graziös langes vom Licht geküsstes Haar, das sich feucht von Dampf und Wasser an so eine Körper schmiegt und ... Boah, ist gut jetzt!!! ÒwÓ Kurz darauf drehte Chiyoko sich um, grinste verlegen und sagte einfach: "Okay, ich weiß dann ja, wo du bist." Dieser innere Dialog war ihr gerade beherzt peinlich gewesen, auch wenn Ren von nichts eine Ahnung hatte. Auch wenn 10 Minuten vielleicht schnell waren, musste sie sie nun irgendwie hinter sich bringen oder versucht zu sein durchs Schlüsselloch zu schauen. Allein dieser Gedanke brachte ihr schon wieder eine Jolinar-Facepalm ein. Als Ren zu ihrer Erlösung dann verschwunden war, seufzte Chiko merklich auf. Sie ging erst einmal in die Küche, legte den Kopf mitsamt der Unterarme auf der Küchenzeile mitten im Raum ab und sprach leise mit sich selbst. "Ich halte das hier keine fünf Minuten aus, sobald der da raus kommt. Ich sabber dem doch den Flur voll." "Immerhin hat er dann genug Wasservorräte für die nächsten drei Sommer in Konoha, falls er umzieht und dort eine Dürre herrscht. Sehr witzig. Chiko hob kurz den Kopf an und ließ ihn auf die Tischplatte fallen. Solche verkümmerten Witze waren nutzlos. Letztlich entschied die Wirtin sich, da sie nun auch endlich ihren Traum etwas vergessen hatte, sich einmal das Schlafzimmer anzuschauen. Sie sollte sich ja fühlen, als wäre sie zu Hause. Als tapste sie los, öffnete die Tür und sah einer großen Fensterfassade entgegen und einem ansehnlichen Doppelbett. Zunächst fragte sie sich, ob Ren doch jemanden hatte, der da noch schlief - aber Chiyoko hatte auch ein Doppelbett, die Frage war unnötig. So verplemperte sie ihre Zeit mit Inspektion des Schlafzimmers und mit Untersuchung der Küche. Irgendwann wurde die Badezimmertür geöffnet und als sie sich umdrehte, wirkte es beinahe roboterartig. Fixiert wurden natürlich sofort die Haare, während innerlich Jubel ausbrach. Jolinar hielt sich die nicht vorhandenen Ohren zu, schüttelte den Kopf und Chiyoko lächelte sogar reflexartig als sie den Wohnungsherren in relativ kurzen Hosen und einer offenen Fließjacke vor sich sah. Die Quellen waren nur halb so interessant gewesen. Zwar lächelte sie ganz charmant, nicht aufreizend, aber kam nicht umhin, zunächst mal Augenwanderschaft zu betreiben, die sie doch sogleich wieder abbrach, um nicht verdächtigt zu werden. Innerlich gab sie sich einen Ruck, ging auf Ren zu und fragte etwas leise: "Ich hoffe, es stellt kein Problem dar, wenn ich auch mal eben rein springe. Das verstehst du sicher." Mehr konnte sie auch gar nicht sagen. Mit einem unbemerkten Schlucken bewegte Chiko sich an Ren vorbei ins Badezimmer, schloss die Tür und lehnte sich mit Deckenblick dagegen. Herr je, in welchem Fantasiereich war sie hier gelandet? "Vielleicht schläft er ja schon, wenn ich fertig bin", beruhigte sie sich selbst und begann allmählich sich ihre Missionsgürtel und -taschen abzubinden. Die landeten erst einmal auf dem kleinen braunen Hocker, der sich bot, wobei sie als nächstes ihre Schuhe daneben stellte. Fix gingen dann ihr rotes Top und die restlichen Sachen dazu, die sie alle auf einen Stapel legte. In Unterwäsche bekleidet stand sie dann vorm Spiegel. Die Augen wie immer auf ihr Hautkreuz gerichtet. "Es wird warm, Schatz. Zieh das Kreuz ein kleines bisschen zusammen, damit nichts rein kommt." Das wurde eigentlich immer gemacht, sobald heiße Flüssigkeiten den Körper passierten. So überwand Chiko sich letztlich zur Entfernung ihrer Unterwäsche, was oben rum noch ganz locker klappte. Den BH legte sie auf die erhobene Fläche bei der Badewanne. Aus Neugierde bewegte sie sich erst einmal zur Dusche, öffnete sie und war die Hähne spontan nicht so gewohnt, die sie hier sah. Zwar ähnelten sie denen ihrer Schwestern in deren Wohnung, doch Chiko hatte nur eine große Badewanne. So banal das auch klang, sie hatte Angst das Wasser zu kalt oder zu heiß einzustellen. So probierte sie erst einmal, nachdem sie sich in den Komplex aus Wänden hinein gestellt hatte. Mit halb geschlossenen Augen aktivierte sie den Wasserstrahl, der ein wenig kühler wie vermutet war, weswegen sie kurz quiekte wie ein Mädchen aus Schreck vor einer Maus. Schnell machte sie das Wasser wieder aus. Trotz dessen war eine gehörige Menge herausgekommen, und keine 5 Tropfen. Schnell schüttelte die fast nackte Frau sich, bekam eine Gänsehaut und sah dann mit einem Schrecken an sich herunter. Er war nass geworden. Der letzte Teil ihrer Kleidung, den sie aus Faulheit nicht ausgezogen hatte. "Och neee", maulte sie sich selbst entgegen und trat rückwärts aus der Dusche. Mit Herzklopfen suchte Chiyoko sich ein weißes Handtuch, das sie sich mit einer Hand gegen den Oberkörper drückte, während sie sich mit der anderen in einem Zug den Slip auszog und ihn weglegte. Den konnte sie sicher nicht mehr tragen, obwohl sie ja eigentlich immer noch duschen musste. Immer noch mit dem bescheidenen Handtuch vor ihrem Körper breitete sie es notdürftig aus, dass man ihre Oberweite und das Hautkreuz nicht sah und ging langsam zur Tür. Sie musste es tun - ansonsten kam sie sich echt noch vor wie eine Prostituierte, weil sie gar nichts tragen würde. Nervös legte die Blonde die Finger um die Türklinke, öffnete die Tür und kam halb nass wegen dem Duschunfall aus dem Badezimmer, wo sie letztlich so im Flur stehen blieb, dass Ren sie rein von vorne sah - dachte sie zumindest. Hochrot wurde sie gerade sowieso, als sie ihn vor sich sah, dennoch musste sie schüchtern gestehen: "I-ich habe ... es tut mir leid, aber ich brauche ... was von dir. Der untere Teil meiner ... Unterwäsche ist nass geworden, als ich das Wasser einstellen wollte. Und ich hab nichts mehr, was ich ... für unten anziehen kann. Kannst du mir was leihen?" Das war die wohl peinlichste Situation ihres Lebens neben dem Kauf ihres ersten BHs - und auch des ersten von Katsura. Glücklicherweise - aus ihrer Sicht - ging das Handtuch bis zu den Knien, auch wenn es nicht komplett glatt war, sondern eher an einigen Stellen in sich gefaltet Chiyoko Weichgewebe vom Hals bis zu den Schenkeln verbarg. Das Offenkundigste waren wohl Hüfte und Taille, da reichte das Tuch nicht mehr hin. Beschämt sah sie zu Boden und presste zusammen, was nur ging: Lippen, Beine, Hände zu nervösen Fäusten. Wie konnte aus so etwas ihre verabredete Freundschaft bestehen?
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BeitragThema: Re: Ren's Wohnung   Sa Jun 01, 2013 12:49 am

Was gab es Besseres als eine heiße Dusche nach einer so nervigen Mission wie der letzten? Klar, Kämpfen wäre schlimmer gewesen, doch wenn man ihn hier fragte, so toppte doch nichts das Aufpassen eines kleinen Kindes, welches wirklich vollkommen unerwartete Dinge von sich gab oder tat. Allein das Furzen. Oder das Weinen. Bei einem Gegner konnte man vorher in etwa wenigstens sagen, ob er zum Angriff überging und gegebenenfalls auch wie, oder ob er eher defensiv war... aber ein Kleinkind? Da machte es puff und schon hatte man den Gestank im Gesicht. Letzteres war eindeutig ein Argument dafür, sich schön Gel ins Gesicht zu schmieren und sonst an alle Stellen des Körpers, auf dass von diesen kleinen hinterhältigen Furz nirgends etwas mehr zu riechen war – das wäre ja noch schöner! Nach wenigen Minuten hatte er sich schließlich aus der Dusche entfernt, sich in Sachen Frische hundertprozentig wiederhergestellt. Die Haare waren gewaschen, der Körper roch nach Duschgel... nun fehlen nur – genau – die Shorts, sowie etwas obendrüber... Verdammt, er hatte den Pulli auf dem Sofa liegen lassen und so rausgehen wollte er auch nicht. Da könnte man ja meinen, er wollte sie ins Bett bekommen – naja... schlecht wäre es nicht, sie war sein Typ, aber in Anbetracht dessen, dass sie heute ihre Freundschaft beschlossen hatten.... nein, keine gute Idee. So griff er die Augen rollend zu seiner Fließjacke und zog sie sich einfach einmal über, ehe er die Türklinke hinunterdrückte. “So, da bin ich wieder.“ Aus dem Augenwinkel nahm er war, wie Chiyoko sich langsam umdrehte, was an sich schon amüsant war. Umso amüsanter wäre es gewesen, hätte er die Rötung auf ihrem Gesicht gesehen. „Hätte“ aus diesem einen Grund, da er sich nun sogleich daran gemacht hatte mit dem Reißverschluss zu hantieren – er wusste, weshalb die Jacke einsam und verlassen im Bad hing. Der verdammte Reißverschluss hatte eine Macke und ging nicht mehr so leicht zu, wie er es eigentlich wollte. So stand er nun also mit Shorts und sichtbarem Brustkorb vor Chiyoko, welche sich vermutlich gerade ihren Teil dazu dachte – aber hey, sie waren bereits in den Quellen gewesen, da konnte sie doch unmöglich eine gewisse Scham entwickelt haben. Hatte er sie nicht sogar getragen? Oh ja, das hatte er. Sie hatte ihn diesbezüglich schon gesehen, demnach war es nicht wirklich etwas „neues“ und so würde sie es schon überleben. Selbst, wenn sie manchmal mehr schlecht als recht und schnell errötete. Als er den Reißverschluss endlich bis auf die Höhe der Brust zuziehen konnte, war die Blonde auch bereits auf ihn zugekommen und fragte, ob sie das Bad einmal in Beschlag nehmen konnte. “Klar.“, war alles was er sagte – ihre leise und vielleicht ein wenig belegte Stimme war ihm nicht entgangen.
Die kurze Zeit, die Chiyoko im Bad verbrachte, nutzte Ren damit, sich nun selbst Block und Stift zu holen, sich auf die Rücklenlehne des Sodas zu setzen – wie er es des Öfteren eigentlich tat – und seine Beine nach vorn auszustrecken. Von dort überlegte er sich bereits die ersten Stichpunkte seiner Beobachtungen. Auffällige Aktionen hatte es keine gegeben, oder? Sich eine noch feuchte Strähne aus dem Gesicht pustend notierte er eben dies – wies aber darauf hin, dass bei diesem großen Gelände Kuchiyose als Unterstützung erforderlich gewesen waren. So, was noch? Verdammt, er konnte sich nicht wirklich konzentrieren, wenn eine wohl nun nackte Frau bei ihm in der Wohnung war. Grah, das machte ihn wahnsinnig und hibbelig. Aus letzterem Grund kaute er auch am Ende des Stiftes, während er weiter nachdachte. Am liebsten würde er auf dem Bogen schreiben, dass der werte Herr Ashikaga alles andere als gastfreundlich war, aber man musste ja immer kompetent und so einen Müll bleiben. Von wegen. Zu gerne hätte er diesem Kerl die Meinung gegeigt, aber wie würde sein Vater sagen? Das hatte er ja schon gemacht, in dem er ihm bewiesen hatte, dass er die Mission vollends zur Zufriedenheit abschließen konnte. Somit hatte er die Vorurteile – was auch immer diese waren – entkräftet und konnte mit sich im Reinen sein. Trotzdem... Ren wusste nicht, ob er sich damit zufrieden geben sollte...
Im nächsten Moment öffnete sich jedoch bereits die Tür, wobei... naja... sagen wir es einmal so: Jene Umstände, welche Ren zu Gesicht bekam, führten zu einer Rötung seiner Wangen, sowie auch einem leichten Gefühl in der Magengegend: Tja, vor ihm stand Teshima Chiyoko, mit feuchten Haaren, die sich leicht in der Wärme kräuselten und mit einem Handtuch vor dem Oberkörper, das eben diesen nur spärlich bedeckte. Eigentlich dachte man in Rens Hinsicht, dass es im Sinne der Rötung und Beherrschung nicht schlimmer werden konnte, da er sich schon die Nase zuhielt, aber da er im nächsten Moment zur Seite Richtung Fensterwand blicken musste... Es gab einen Knall und er war rückwärts die Lehne vom Couch hinuntergekippt. Rumps, da lag er. Nun rot wie eine Tomate, was Chiyoko nicht sehen konnte und vollkommen aus dem Konzept gebracht – spiegelte sich doch in jener Fensterwand die hintere Körperansicht der jungen Dame. “... … Schlaf...zimmer...“, ertönte es schwach hinter dem Sofa, wo er immer noch auf dem Boden lag. Allerdings würde die Dame ihn bei dieser Lautstärke wohl kaum verstehen, sodass er sich nun langsam zumindest auf die Knie rappelte, sich eines besseren besann und mehr oder weniger noch stunned zum Schalter für die Rollläden kroch, diesen betätige und er somit zumindest nicht mehr so arg ihre Spiegelung sehen würde... Preiset den Herrn! Wobei... die Mechanik sollte verdammt nochmal schneller machen! Sich nun dezent (nicht) räuspernd, erhob der Schwertshinobi sich mit der verbliebenen Würde nach diesem unerwarteten Abgang und begab sich in einem doch eher steifen Gang Richtung Schlafzimmer, wo er doch tatsächlich eine Shorts holte und diese Chiyoko reichte. “Mehr... hab ich... nicht da... ich denke das genügt dir, oder?“ Es war nicht so, dass er noch nie eine Frau nackt gesehen hatte, doch dieser Anblick hatte seine Reize und er musste sich bemühen seinen Blick auf ihrem Gesicht zu halten.... noch ein Grund, die Shorts über ihre Schulter zu „werfen“ - was er auch sogleich tat. Yay, der Brustansatz wurde wenigstens auf einer Seite besser verdeckt. “Wenn du sonst... nichts mehr brauchst... ich schreibe in der Zeit... den Bericht... vielleicht... ein wenig weiter aus.“ Mit diesen Worten begab er sich, ihr den Rücken zukehrend und eben diesen noch vom Schmerz des Aufpralls mit einer Hand reibend, wieder Richtung Couch, wo er sich dieses Mal korrekt hinsetzte.
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BeitragThema: Re: Ren's Wohnung   Sa Jun 01, 2013 10:47 am

Sie zuckte zusammen, als Ren sich dazu bequemte sein Sofa auf eine sehr unelegante Weise zu verlassen. Nämlich durch einen Fall auf den Boden hinter eben jenes, während sie da stand und fast schon ihm gehen wollte, doch wenn sie sich zu ihm gebeugt oder gekniet hätte, dann hätte sie auch gleich das Handtuch wegwerfen können. Sie fühlte sich in dieser Lage eh so, als würden tausend fremde Hände über ihre Arme streichen, die sie ansahen, weil sie sich tatsächlich soweit vorgewagt hatte wie gerade eben. Doch es schien ja alles passabel zu sein. Ren murmelte was, verschwand kurz und brachte ihr Shorts mit, die er sogleich auf ihrer Schulter ablud. War wohl auch besser, ansonsten hätte sie den Arm bewegen müssen und sie ahnte, dass dies zu viel preisgegeben hätte. Außerdem wurde ihr gerade ziemlich kalt, da sie nicht mehr in dem Bad war, welches noch von warmen Wasserdampf heimgesucht wurde. Hier war normale Zimmertemperatur, die sich gerade wie 10° Celsius anfühlte. "Danke", erwiderte sie nur leise mit einem Roséschimmer der Wangen, dem gesenkten Blick, während Ren sich abwendete, um vielleicht doch noch Konzentration für einen Missionsbericht sammeln zu können. Wenn ihm die nicht schon völlig entfallen war. So ging Chiko möglichst nach vorn ausgerichtet Rückwärtsschritte, bis sie gefühlt beim Bad war, tätschelte nach dem Türgriff und verschwand dann schnell wieder dort, wo sie aus ihrer Pein heraus hergekommen war. Sie stand jedoch erst einmal zwei Minuten an der Tür, um das zu verdauen. Hatte sie sich gerade wirklich nur mit einem Handtuch bedeckt eigentlich nackt einem Mann in auch noch dessen Wohnung gezeigt? Quellen waren eine Sache, da war ein Handtuch mit nichts drunter selbstverständlich, aber hier handelte es sich um die Wohnung eines erwachsenen, nicht schlecht aussehenden Teamkollegens, der gerade offenkundig einen Schockzustand erlitten hatte. Insgeheim hoffte Chiyoko aus positiven Gründen, aber davon wollte sie nach ein paar Sekunden schon gar nichts mehr wissen. Es gab keinen Grund wegen ihr so ... naja, vielleicht war es ihm einfach peinlich. Einfach schlichtweg peinlich. Sie wusste zwar nichts über seine Erfahrungen, aber vielleicht waren es doch wieder zu wenige, um sich damit abfinden zu können, was geschehen war. Letztlich legte Chiyoko das Handtuch weg, die Shorts mit auf die Badewanne und stellte die Dusche dieses Mal sorgsamer ein, bevor sie gänzlich hinunter stieg. Um ein wenig Ruhe zu sammeln, blieb sie in manchen Sequenzen einfach nur mit geschlossenen Augen stehen und verständigte sich auf intimen Niveau mit ihrer Larve. Worüber die zwei sich unterhielten waren keine einfachen Witze zur Situation, sondern Chiko fragte sich ernsthaft, was ihre Larve darüber dachte, dass ihre Wirtin das erste Mal in einer Männerwohnung war, während es das war, was bisher am eheste in eine gewisse Richtung lief. Natürlich sollte mit den Gedanken nicht sofort übertrieben werden, aber Jolinar wollte sie etwas beruhigen, dass das hier kein Parkett zur Partnerwahl fürs Leben war. Sondern einfach nur eine Nacht nach einer Mission mit dem Angebot, zu ihm zu gehen, weil sie es nicht gerade gut gehabt hatte in ihrem Schlaf bei den Ashikagas.
Nachdem Chiyoko sich die langen sandblonden Haare gewaschen hatte, drehte sie das Wasser ab, und verließ letztlich diese Unterwäsche feindlichen 4 Wände mit dem Brausekopf drinnen. Zunächst suchte sie sich eine Bürste, die Ren mit seinem Haar wohl auf jeden Fall hatte. Doch sie wollte nicht so sein, dass sie hier einfach eine DNS mit ihrer vermischte, weswegen sie sich überwand die vorhandenen Haare aus der Bürste zu nehmen, in einen entsprechenden Badezimmermülleimer zu tun und dann kurz die Hände nochmal abzuwaschen. Bevor es aber an ihre Haare ging, trocknete sie sich erst einmal gründlich ab. Ihren schwarzen BH zog sie wieder an, dann folgten die dunklen Shorts von Ren, die eher tief auf ihren Frauenhüften saßen, und sie musste sich erst einmal kurz im Spiegel betrachten, da sie das Gefühl nicht los wurde, er stünde direkt hinter ihr. Es war einfach der Gedanke, dass er das hier sonst trug und nun sie das tat. Aus irgendeinem Grund lächelte sie aber zaghaft. Sie fand Männerunterwäsche süß, wenn Frauen sie mitunter aus solchen Missgeschicken heraus trugen. Langweilig war es natürlich, wenn sie es ständig taten, weil sie ihretwegen in einer Beziehung standen, wo es egal war. Aber nun verband Chiyoko es einfach damit, dass Ren es vielleicht nicht so schnell vergaß, ihr gerade dieses dunkelblaue Exemplar geliehen zu haben. Was ihr aber plötzlich bewusst wurde, dass sie irgendwie das erste Mal, als sie vor einem Spiegel stand, etwas anderes fixierte und belächelte, als etwas, was sie an sich selbst nicht mochte oder das Hautkreuz. Sie hatte einfach den Stoff auf ihrer Taille gemustert und war irgendwie zufrieden gewesen. Eigenartige Sache, aber nun griff sie sich die Bürste und fing an ihr feuchtes langes Haar in eine gewisse Ordnung zu bringen. Den Scheitel setzte sie links an, dass der Pony, wenn er denn vorhanden war, wie üblich strähnig in ihr Gesicht fiel. Der Rest dauerte zwar auch seine Zeit, aber irgendwann waren es nur noch feuchte, aber geordnete Strähnen. Auf Föhnen hatte sie keine Lust, wobei sie nicht mal wusste, ob Ren einen Föhn besaß. Mit einem kleinen Streichen übers Gesicht bewegte sie ihren Pony an die Schläfe, wo er verblieb. In ihrem Missionsgürtel suchte sie rasch nach einem Zopfband, welches sie fand. Die Haare wurden locker zu einem Pferdeschwanz im Nacken zusammengebunden, was man bei ihr eigentlich eher selten sah, da sie ihre wie oft erwähnt nicht mochte und sie ansonsten ihrer Managerin für Auftritte in die Hände fielen.
Nun griff Chiyoko sich eine Verbandsrolle, die sie mit hatte und begann, den Verband an ihren Rippen anzusetzen und so oft herumzudrehen Richtung Hüfte, bis die ganze Rolle um sie gelegt war. So war ihr Bauch nun einbandagiert, nicht zu eng, aber auch nicht zu locker. Normalerweise hatte sie dies immer auf Missionen so, doch nun musste es getan werden, um Ren vor dem Anblick des Kreuzes unter diesen Bandagen zu bewahren. So trug sie nun einen Teil ihrer und seiner Unterwäsche und dazwischen war weiße Bandage. Um es etwas aufzulockern, zog sie seine Shorts etwas runter. Die sollten nicht wie ein Sicherheitsgürtel weit oben sitzen, sondern etwas weiter unten auf der Hüfte, dass man vielleicht sogar noch ihre Lendengegend ein wenig aufblitzen sah. Eventuell wieder ein Blickfang, aber so mochte sie es lieber, als sich komplett am Unterleib vollzukleiden mit Bandage und Shorts. Ihre Sachen packte die Blonde nun zusammen und legte den nassen Slip auf den Badewannenrand, damit er die Nacht über trocknen konnte. Der Rest war ein ordentlicher Wäschestapel, während Kunai und alles Mögliche noch in Taschen etc. verstaut waren. Es würde schon nicht weg kommen. So verließ sie nun das Bad in der Annahme, dass ihr Anblick relativ okay war. Ob Ren es nun noch als ziemlichen Blickfang empfand, dass sie quasi nur in Unterwäsche durch die Wohnung stolzierte, überließ sie mit einem heimlichen Lächeln ihm. Die Schritte leiteten sie vom Bad ins Wohnzimmer zurück. Dort blieb sie stehen, strich sich nochmals den Pony zurecht und verschränkte die Arme im Rücken. Ihr war bewusst, dass die Bandage vielleicht Fragen aufwarf, aber sie würde nicht sagen, was sich dort befand. Entweder war die Antwort auf die eventuell kommende Frage, dass sie darüber nicht sprechen wollte oder es eine alte Narbe sei. Das funktionierte immer. Mit einem zaghaften Lächeln fragte sie nun: "Tut mir leid wegen der Umstände, bist du voran gekommen?" Auf die Antwort wartend setzte sie sich auf das Sofa, auf das Ren sich platziert hatte mit respektablem Abstand neben ihn und gab dann noch einen weiteren Gedanken preis: "Ich find's übrigens ganz nett, dass du mir anbietest, dass ich in dem Bett schlafen darf, aber ich mag es nicht, andere Leute zu verdrängen, dass sie zu Couch-Schläfern werden, auch wenn es nur für eine Nacht wäre. Das Bett ist doch breit genug. Mich würde es nicht stören, es so aufzuteilen, dass du eine Hälfte nimmst und ich die andere." Sie hob mit einem Lächeln beschwichtigend die Arme, als könnte ihr Vorschlag etwas Zwiespältiges beinhalten. "Ich verspreche dir: Ich bin niemand, der im Schlaf jemanden tritt, die Decke stiehlt oder redet." Dann wurde sie wieder ein wenig ernster, sah auf das dunkle Parkett zu ihren Füßen und sprach leise: "Ich will mich nur auch nicht, wenn ich einschlafen will, an das erinnern, was ich geträumt habe. Alleine zu sein wäre nicht sehr schön nach gestern Nacht."
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BeitragThema: Re: Ren's Wohnung   Sa Jun 01, 2013 8:22 pm

Als Chiyoko sich bedankt hatte, ging sie mit schnellen Schritten – welche er umso niedlicher an ihr fand – zurück ins Bad, wo sie sich schließlich fertig machen würde. Erst, als er die Tür gehört hatte, hob er seinen Kopf wieder leicht an, blickte überlegt in jene Richtung, in welcher das Bad lag. Es war wirklich nicht so, dass er noch nie eine Frau nackt gesehen hatte oder fast nackt – das machte ihm nichts aus, wie den wenigsten in dieser Hinsicht „aufgeklärten“ Männern. Eher lag es daran, wie sich eine Frau gab. Wenn sie schüchtern war oder tollpatschig, so hatte dies doch immer einen besonderen Reiz, der ausgeübt wurde. Oder aber man traf seine Traumfrau, dann war das auch etwas anderes sie nur mit einem Handtuch zu sehen, welches spärlich diverse Bereiche des Körpers bedeckte. Es gab so vieles, was man an dieser Stelle noch weiter aufzählen könnte und im Endeffekt war alles irgendwo ein Teil des Grundes, dass Ren so von der Couch gefallen war. Es war eben keine normale Persönlichkeit, welche er in der nächsten Bar aufgelesen hatte, sondern wirklich eine gute Freundin und da hatte es schon... etwas eigenes, wenn eben jenes geschah.
Mit einem tiefen Seufzen und sich selbst nicht mehr damit „belastend“, blickte er nun hinunter auf das Stück Papier vor sich, auf welchem er bereits einige Stichpunkte notiert hatte. Das Gelände war soweit sauber gewesen. Keine Auffälligkeiten – vielleicht einmal ein Rascheln im Gebüsch, welches allerdings auf Tiere zurückzuführen war. Naja... ein Vermerk konnte nicht schaden: Ashikaga Aritomo wies darauf hin, dass die Tiere, welche wohlwollend auf dem Grundstück geduldet wurden, in Ruhe gelassen werden würden. Als Ren nachgesehen hatte, war nichts großes gewesen und hey, das war das einzige Mal, dass es auf der Mission im „Außeneinsatz“ etwas Spannendes gegeben hatte. Mit seiner eher schlampigen Handschrift schmierte er einen Folgepfeil unter seine kleine Auflistung und verzeichnete die Rundgänge ohne größere Probleme, sowie auch nochmals deren Uhrzeit. Zu Verspätungen war es nicht gekommen. Gut, was noch? Ein wenig widerwillig widmete er sich den inneren Angelegenheiten, welchen er sich hatte stellen müssen. So notierte er, dass der Junge ziemlich... nunja... schwierig ihm gegenüber zu sein schien. Am Anfang jedenfalls. So schrie er bei ihm und nur Chiyoko hatte ihn beruhigen können, ihm aber im weiteren Verlauf der Mission ebenfalls gezeigt, wie dies möglich war, sollte einmal der Fall eintreten, dass sie nicht sofort zur Stelle war und er dies übernehmen musste. Auch notierte er, dass die Teshima das Essen kochte und die „Raubtierfütterung“ übernahm und ja, genau dieses Wort schrieb er höchstpersönlich und sogar mit absichtlich einigermaßen feiner und lesbaren Schrift auf das Stück Papier. Ergo: Rundgänge, Verhalten von Yohei, Raubtierfütterung. Hatte er sonst noch etwas vergessen? War etwas zu Bruch gekommen? Nein, nicht dass er wusste. Demnach war die Mission doch relativ erfolgreich zu Ende geführt worden. Gut, dann konnte er ja darauf warten, dass Chiyoko sich wieder aus dem Bad zeigte und dann selbst einmal drüberlas, gegebenenfalls noch hinzufügte, was sie noch für wichtig erachtete. Andererseits brauchten sie auch nur das wichtigste zu schreiben, denn immerhin waren es nur dieser eine Tag gewesen und trotz dem hohen Rang war ebenfalls nichts geschehen. Folglich wäre es seiner Ansicht schon fast in Ordnung, wenn sie ein paar Sätze schrieben. Hm... hatte er sich die Uhrzeit gemerkt? Naja, sie waren vielleicht um kurz vor 23 Uhr zurückgekommen, weshalb sie vielleicht das Haus um elf Uhr verlassen hatten am Ende. Aber wann waren sie noch einmal angekommen in der Frühe? Vielleicht hatte sich Chiyoko das ja gemerkt? Nachdenklich nahm er den Stift zwischen seine Lippen und legte den Kopf schief.
"Tut mir leid wegen der Umstände, bist du voran gekommen?" Als er die Stimme hörte, war sie bereits schon bei ihm, doch sah er zunächst erst überrascht auf, vollkommen aus seinen Gedanken gerissen. Sein Blick glitt erst zur Badezimmertür, wo jedoch keine Chiyoko mehr war. Nur langsam blickte er schließlich neben sich, beziehungsweise wanderte sein Blick durch das Wohnzimmer, bis er sie ausgemacht hatte – und bemerkte, wie sein Herzschlag kurz aussetzte. Da stand sie. Mit seinen dunklen Shorts und ihrem schwarzen BH, der ihre zarte Haut im Licht nur noch besser zur Geltung brachte. Geschweige denn ihre grauen Augen – daran wollte er nun wirklich nicht denken, sodass er ein paarmal blinzelte und kompetent den Kopf schüttelte, sich eine Antwort zurecht legte. “Kein Ding... Naja, ich hab mal zusammengefasst, was ich so beobachtet habe – also nichts – und die Uhrzeit, wann wir in etwa gegangen sind... Dann noch die anfänglichen Probleme meinerseits, die sich dank dir jedoch gelegt haben...“ Letzteres war eigentlich unwichtig für eine Mission, doch wenn er so im Nachhinein nochmals darüber nachdachte, dann war es vollkommen in Ordnung es zu schreiben – weil es noch einmal betonte, dass Chiyoko auf dieser Mission wichtig gewesen war. Nicht nutzlos, wie sie sich selbst vielleicht erdachte. Ehe er sich nun wieder versah, setzte sie sich auch schon neben ihn, wobei sie doch eine gewisse Distanz wahrte – nicht so wie auf den Straßen. Zum Glück sprach sie dann auch weiter, sonst wäre unter Umständen eine eiskalte Stille entstanden. Dennoch entstand diese in seinem Mund weiterhin, als sie sagte, dass sie nicht alleine schlafen wollte. Wenn der Stift noch in seinem Mund gewesen wäre und er ihn nicht vorher noch rausgenommen hätte, dann wäre er wohl spätestens jetzt rausgefallen. Zusammen in einem Bett? Nebeneinander? Wie so... Blümchen? Skepsis breitete sich in seinem Gesicht aus und der kräuselte die Augenbrauen. Das war das, was er am wenigsten erwartet hatte. Da gab er hier schon den Gentleman und dann sowas. Aber okay... sie meinte, sie wollte nicht alleine sein wegen dem Traum. Was sie geträumt hatte, wusste er noch immer nicht, doch schien es für sie wohl schlimm genug gewesen zu sein, sodass er einen tiefen Seufzer entlud. Sie musste schon nicht mehr beschwichtigend und lächelnd die Arme heben... das war nicht nötig. “Okay, Okay, ich habs kapiert... du willst nicht alleine schlafen, weil du einfach total Angst gerade hast, weil du son' Mist geträumt hast. Verstanden. Von mir aus doch... Ausnahmsweise, wobei ich das eigentlich nie bringe. Du könntest es auch erst alleine versuchen und wenn wirklich was ist, dann knipst du halt das Licht an oder kommst her... Naja... Wenns unbedingt sein muss – aber wohl ist mir dabei nicht, das kann ich dir sagen.“ Die Augen rollend schob er ihr schließlich den Block hin. “Hier, les mal... ach ja- weißt du vielleicht, wann wir angekommen sind? Die Uhrzeit in etwa?“
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BeitragThema: Re: Ren's Wohnung   Sa Jun 01, 2013 8:57 pm

Ein wenig wurde Chiyokos Lächeln eingeschüchtert, als sie mehr oder weniger den Selbstzwang aus Rens Stimme heraushörte. Auch seine Worte waren nicht die, wo man nun von Fürsorge oder Wohlgefallen hätte sprechen können. Vielleicht war das Ganze ja doch zu weit gegriffen. Er hatte das Bett angeboten und sie fragte gleich, ob er es teilen wollte aus dem Grund eines miesen Traums. Nachdenklich drehte sie den Kopf nach vorne, zog die Beine zusammen und presste die Lippen sanft zusammen. Dann am auf einmal die Frage nach der Ankunftszeit, die Chiyoko ein wenig aus ihren Gedanken entrissen intuitiv ohne Blick zur Seite beantwortete oder überhaupt auf den Block, der ihr zugeschoben worden war. "Wir sollten um 9 Uhr da sein. Wir waren einige Minuten nach 9 Uhr da." Danach bewegte sie sich aber doch ein wenig nach vorn zu rutschen und ein Blick auf das jungenhafte Gekrakel zu werfen, wo doch tatsächlich als erstes lesbar Raubtierfütterung stand. Chiko verzog das Gesicht und fragte sich, ob damit Yohei gemeint war. Aber verdenken konnte sie Ren das nicht. Je später es wurde, desto krasser war Yohei mit seinen Launen und seinem Verhalten geworden. Hätte man ihm die Nase hingehalten, hätte er wohl grinsend hinein gebissen und sie angesabbert. So entspannten sich die Gesichtszüge wieder und sie lehnte sich erneut zurück, wobei sie die nackten Arme anhob und sich über beide Wangen strich, während sie ihre Augen dabei mitzog, um ein wenig das antretende Schlafgefühl aus ihnen zu vertreiben. Kurz darauf legte sie ihre Hand auf ihren Bauch, die andere neben sich auf die Sitzfläche. "Wir müssen in den Bericht schreiben, dass du deine Lemuren gerufen hast, aber auch, dass es der Hausherrin egal war. Das hebt's einerseits gegenseitig auf, andererseits verschweigen wir ja auch nichts. Es muss aber ebenso rein, dass ich so 1 bis 2 Stunden doch geschlafen habe." Nun sah Chiyoko ein wenig müde zur Seite, wobei ihr Pony ihr ins Gesicht fiel, den sie zuvor weggestrichen hatte. "Mehr wäre es eigentlich nicht." Doch es drängte immer noch etwas gegen ihre Gedanken, das sie vielleicht äußern wollte. Sie formte die Lippen zu einer trübseligen Linie, schaute vom Blatt des Blocks zu Ren und verschränkte locker die Arme auf ihrem Bauch. "Es kann auch bei der Ausnahme bleiben, wenn ich dir so unangenehm bin", wechselte sie mit leisem Ton neben dem Kitoku mit einem Augenschlag das Thema. Seine Äußerungen waren vielleicht nicht böse gemeint, aber dieses Wenn's sein muss klang so gequält, als nötigte er sich selbst dazu. "Es muss nichts unbedingtsein. Wenn dir dabei so unwohl ist, dass du sogar brechen müsstest, würde ich selbstverständlich nach Hause gehen. Aber hey -" Sie stand nun auf, zog den Saum der Shorts nochmals - auf Rens Augenhöhe - zurecht und sah über die Schulter mit einem gezwungenen Lächeln zu ihm. "Manchmal kommt es ja auch vor, dass man sich bei jemandem zu Hause fühlt, ohne wirklich dort zu sein. Ich geh' mal zum Ort deiner Pein." So stakste sie langsam davon in Richtung Schlafzimmer, schaltete dort das Nachtlicht an und überlegte sich zunächst, welche Hälfte ihre sein sollte. Wenn Ren es gar nicht wollte, müsste er nun gar nicht durch die Tür kommen. Sie konnte ihn nicht zwingen, sondern nur bitten. Und es war immer noch seine Wohnung und nicht ihre. Theoretisch musste sie ja eigentlich auf der Couch schlafen, weil sie hier der Eindringling war - so wie sie sich angesprochen fühlte. Schließlich entschied Chiyoko sich für die Betthälfte, die von der Tür abgewandt war und somit weiter im Raum drinnen. Sie schlug die Decke zurück, setzte sich hinauf und platzierte sich zunächst im Schneidersitz auf der Matratze, wobei sie die Augen schloss und das Fingerzeichen Hitsuji schloss ohne jedoch Chakra zu konzentrieren. Es diente nur dazu, Gedanken auszusperren und runterzufahren. Sicher war es schon 3 Uhr.
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BeitragThema: Re: Ren's Wohnung   So Jun 02, 2013 12:10 am

Na immerhin. Die Sache mit dem Missionsbericht schien nun geklärt zu sein, jedenfalls hatte er nun die Ankunftszeit erhalten und zudem noch ein Hinweis darauf, dass er das mit dem Kuchiyose hinschreiben sollte. Allerdings fand er nicht, dass man reinschreiben musste, dass sie eine Stunde geschlafen hatte. Ernsthaft, wie konnte man nur so ehrlich sein? Keinen würde das interessieren, so lange die Mission erfolgreich gelaufen war. Zwei Stunden würde er auf keinen Fall reinschreiben, weshalb er mit Absicht mit dem Schriftzug wartete, bis sie letzten Endes ins Schlafzimmer nebenbei gegangen war... und irgendwie fiel ihm erst jetzt auf, dass sie einen Verband um ihre Magengegend gehabt hatte. Wie selbstverständlich tat sich also nun die Frage auf, was sie denn dort angestellt hatte und ob er vielleicht auch eine alte Narbe verbarg? Oder es war einfach ihr Stil? Wie dem auch sei, viel weiter konnte er sich nicht darüber gedanklich in Fragen auslassen und es versuchen zu erörtern, da Chiyoko wohl oder übel wieder einmal ein ganz anderes Thema aufgeschlagen hatte. “Hey... so war das nicht...“ Doch sie befand sich schon im Zimmer nebenan. Natürlich hatte sie das sogleich wieder auf sich bezogen, dabei hatte er nur Eskalationen und dergleichen verhindern wollen. Nein, er mochte es nicht, wenn neben ihm eine Frau schlief, welche nicht aus andren Gründen ihren Weg ins Bett gefunden hatte. Vielleicht würde er im Trau-- irgendwie kam er sich selbst gerade lächerlich vor. Aber war es denn noch etwas anderes gewesen, weshalb er nicht neben Chiyoko hatte schlafen wollen? Kurzum hatte er wohl einfach nicht nachgedacht, bevor er seine Klappe aufgemacht hatte. Wenn er ihr aber nun diese Wahrheit sagen würde, dann würde sie es am Ende noch darauf beziehen, dass er auch gar nicht mit ihr schlafen wollte, wenn denn jene Möglichkeit bestünde. Vielleicht würde sie das also noch weiter runter machen? Mit einem tiefen Seufzen kritzelte er auf den Block, dass er die Lemuren zur Hilfe genommen hatte – was im Nachhinein auch von den Auftraggebener akzeptiert wurde (normalerweise unterschlug er so etwas, wenn es denn möglich war – was hier auch eigentlich der Fall war, aber Frau Teshima schien es hier etwas genauer zu nehmen) – und auch, dass Chiyoko eingenickt war. Die Dauer schrieb er nicht hinzu, doch das Wort „eingenickt“ hörte sich wirklich vielmehr nach einem Nickerchen von maximal einer halben Stunde an, also keinesfalls jene Zeit, welche die Blonde auf dem Sofa verbracht hatte. Zufrieden legte er den Block nun weg und auf die Küchenzeile – da würde er ihn morgen früh, beziehungsweise später wieder finden. Was nun allerdings kam... Ja...
Mit einem Ruck knipste er das Licht im Wohnzimmer aus, wodurch die Wohnung nur noch durch das schwache Licht im Schlafzimmer erhellt wurde. Mit leisen und gemächlichen Schritten begab Ren sich zu eben diesem, blieb jedoch mit verschränken Armen in der Tür lehnen, als er sah, dass sich die werte Dame im Schneidersitz auf dem Bett niedergelassen hatte. Wohlgemerkt ein Fingerzeichen geformt, doch lies er hierbei jedem das Seine. Manche machten auch ganz andere Dinge, bevor sie sich schlafen legten – da war ein Fingerzeichen nicht die Welt. Eine ganze Weile sagte er einfach nichts, fragte sich, wann sie ihn bemerkte oder ob sie ihn bereits bemerkt hatte. Während er dies tat, musterte er ihre Statur von oben bis unten. Gab es etwas, bei was er brechen musste? Nein, nicht wirklich. Eher im Gegenteil. Ein verschmitztes Lächeln schlich sich auf sein Gesicht, während er die Augen kurzzeitig schloss und sich dann einfach mal tonlos auf der anderen Hälfte des Bettes niederließ und im Gang zu jenem Ausgangspunkt einfach mal die Fließjacke von seinem Oberkörper strich. Wenn sie ihn vorher nicht bemerkt hatte, so hatte sie das wohl oder übel jetzt geschafft, wobei er seine Arme hinter dem Kopf verschränkte und zur Decke hoch blickte. Er ließ sich hierbei mehr oder minder nach hinten umfallen, sodass er lag. “Das war vorhin nicht so gemeint... war ein wenig dumm ausgedrückt, aber ich bin es nicht... gewohnt... so einen Besuch zu haben. Es ist kein Ort der Pein... nur ungewohnt und schön, dass du dich hier wie zu Hause fühlst... hatte ich dich ja auch drum gebeten, oder?“ Um ein Haar hätte er noch gefragt, was mit ihrem Alptraum war, doch besann er sich eines besseren, da er sie nicht daran erinnern wollte. Aus diesem Grund schloss er nun einfach die Augen. “Naja... lösch dann einfach das Licht, wenn du fertig bist... aber vielleicht willst du mir vorher noch erklären, warum du einen Verband trägst? Naja, mussts nicht machen, wenn du nicht möchtest. Aber bevor du im Sitzen einpennst, solltest du dich hinlegen.“
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BeitragThema: Re: Ren's Wohnung   So Jun 02, 2013 12:33 am

Vom entfernten sah Chiko vielleicht so aus, als würde sie meditieren, ihre Haltung verbessern wollen, Chakra bewusst zirkulieren lassen oder ihren Atemrhythmus selbst beobachten wollen. Was nun auch immer das war, was andere darin sahen, war am Ende nichts anderes als eine Beruhigung ihrer eigenen Seele. Der Herzschlag hatte sich völlig entspannt, ihr Atem war sanft, die Gedanken leer gefegt von schlechten Erinnerungen. Dies gelang einem eben nur, wenn man mal für 10 Minuten so tat, als wäre man ein Mönch - nur hier in Unterwäsche, weiblich und in Wohnung eines Mannes, der sich gerade ins Bett gelegt hatte, auf dem die Mönchin saß. Sogleich meldete sich aber diejenige zu Wort, die Gegenstand einer entscheidenden Frage geworden war. Aber nur in Chiyokos Kopf. Du sagst es ihm nicht oder? Es ist viel zu früh dafür, Chiyoko. Selbst wenn ... Wenn was? Ach, es ist nichts Großes, ehrlich nicht. Vorhin im Anwesen, als du bei ihm eingenickt bist, kam ich nicht umhin kurz etwas zu murmeln aus deinem Mund. Es war aber nur ein freundlicher Gruß meinerseits, wirklich. Okay, das ist noch in Ordnung. Aber ich mag es ebenso wenig zu lügen. Du lügst jetzt nicht, du erzählt etwas, um mich zu schützen. Das ist gerechtfertigt. Die Blonde seufzte und strich sich mit der rechten Hand über die Bandage, die sich umgebunden hatte, während sie deutlich merkte, wie Jolinar sich gerade ein wenig bewegte als Reaktion auf die Berührung. Was Ren wohl denken würde, wenn er wüsste, dass die Teshima eine Wirtin für eine Shisei-Larve war? Dass sie so gar nicht normal war und bis ans Ende ihrer Tage ein zweites Leben mit sich trug? Sie sah hinaus aus dem Fenster, erkannte den Blonden in der Spiegelung aufgrund des Nachtlichts und sah ihn durch diese Reflektion an. Ob er es bemerkte, war etwas anderes. Vielleicht, wenn er sie direkt neben sich ansah, wirkte es mehr, als würde sie nachdenklich nach draußen starren. "Ich hab' dir neulich gesagt, dass ich nicht schwanger bin. Das ist also nicht der Grund." Obwohl die Situation ziemlich witzig gewesen war, sprach Chiyoko diese Anekdote ohne Amusement aus. Es war einfach eine kleine Erinnerung an das Thema Bauch. "Wenn ich sage, dass ich anders bin, dann ...", murmelte sie vor sich hin, zögerte und starrte weiter zum Fenster. " ... gäbe es zu viel Spielraum für Interpretationen. Reicht es für dich zu wissen, dass der Grund für mein mitunter schwaches Immunsystem in bezug auf Wärme und Druckempfindlichkeit unter dieser Bandage liegt?" Danach ließ Chiko von ihrem Bauch ab, rutschte nach hinten, während sie die Beine ausstreckte und verkroch sich unter die Decke, die sie bis zum Brustansatz hochzog. Erst nun, wo sie auf Schulterhöhe mit Ren war, drehte sie das Gesicht und registrierte nur nebenbei, dass er ziemlich unbekleidet war. "Es ist auch der Grund dafür, dass mich alte Kameraden auf der Akademie und in der Genin-Zeit als Ausgeburt betitelt haben. Ich trage es mit mir herum, seit ich meinen ersten Atemzug getätigt habe. Das ist ein ... sehr spezielles Thema." Die grauen Augen hoben sich zu den braunen fast wie die eines scheuen Rehs, das einem Hirsch mit verletztem Bein gegenüberstand und hoffte, nicht allein gelassen zu werden.
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BeitragThema: Re: Ren's Wohnung   So Jun 02, 2013 12:24 pm

Zwischenzeitlich fragte sich Ren, ob sie ihn überhaupt gehört hatte, da sie schwieg und auch nicht darauf einging, dass sie sich hinlegen sollte – jedenfalls zunächst nicht. Normalerweise bekam er auf so etwas immer eine Antwort. Eigentlich. Aber vielleicht war sie zu müde, um sich geneckt zu fühlen. Oder er hatte sich doch so schlimm und dumm verhalten, dass sie nun nicht mehr mit ihm redete? Ja, hinter seinen geschlossenen Lidern arbeitete gerade sein Hirn auf Hochtouren, wobei er nicht glaubte, dass er sich in sie hineinversetzen konnte. So blieb er lieber einfach liegen und versuchte, nicht auf der Stelle einzuschlafen – was schwerer war als gedacht in Anbetracht dessen, welche Stunde die Uhr schlug. Im Normalfall war er eigentlich nicht so müde, aber wenn er an die Mission dachte, würde er schlagartig einschlafen. Ernsthaft... Yohei hatte sie ganz schön in Anspruch genommen. Doch gerade als er kurz davor war zu gähnen, schien Chiyoko ihre Sprache wiedergefunden zu haben, entgegnete dass sie zumindest nicht schwanger war. Unter normalen Umständen wäre ihm auch rausgerutscht, dass sie noch gar nicht so weit gekommen waren – als Scherz selbstverständlich. Unter normalen Umständen. Nur hatte die Teshima nicht auserkoren, dass es solche normalen Umstände waren, da sie ohne jeglichen Witz gesprochen hatte. Fast schon war ihr Kommentar zu sarkastisch, als dass Ren die Augen noch hätte geschlossen gelassen. Im nächsten Moment redete sie allerdings bereits weiter und so genoss er es merkwürdigerweise ebenfalls, dabei ihre seichte Stimme zu hören. Irgendwie klang sie wohlig – vor allem, wenn man so hundemüde war. Nur konnte er nicht anders, als die Augen zu öffnen, als sie sagte, sie sei anders und dass es zu viel Spielraum für Interpretationen gab. Als er das hörte öffnete er jene nur nicht, sondern setzte sich bis auf seine angewinkelten Ellbogen auf. Ein wenig verwirrt blickte er sie neben sich an. Schwaches Wärme-und Druckempfidnen? Dafuq? Das war die letzte Erklärung, welche er sich hätte erträumen lassen, beziehungsweise denken können. Ernsthaft. Allerdings kam man nicht auf solch eine Ausrede, weshalb er gerade deshalb annahm, dass sie die Wahrheit sagte. Nachdem sie es von sich gegeben und er nochmal skeptisch die Augenbraue gehoben hatte, lies sie sich neben ihm ins Bett gleiten, beziehungsweise unter die Bettdecke, sodass er seinen Blick nachdenklich wieder abwandte und vor sich gen Fenster sah. “Du meinst also, du hast ne angeborene Schwäche und damit diese rauen Temperaturen da draußen nicht da dran kommen, trägst du... es am Bauch?“ Am Bauch? An jedem anderen Körper-- wobei am Rücken die Nieren waren. Somit war es doch recht plausibel. Den Kopf schüttelnd ließ er sich also wieder ins Bett sinken und blickte dann erneut seitlich zu ihr rüber. Obgleich ihr Ton nicht witzig oder locker gewesen war, musste er nun ein Grinsen aufsetzen. “Sehr speziell sogar – aber speziell zu sein ist manchmal gar nicht so schlecht... Sonst wird’s ja auch langweilig, oder nicht? Also. Dann wünsch ich dir und deinem Befinden mal ne gute Nacht.“ Selbst wenn er Fragen im Kopf hatte, so wollte er an diesem Abend nicht weiter nachhaken.
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BeitragThema: Re: Ren's Wohnung   So Jun 02, 2013 12:46 pm

Man trägt mich nicht am Bauch, sondern drinnen! Und hier ist es bei wohlig und warm bei 37° Celsius Körpertemperatur, kompletter Dunkelheit und gelegentlichen Schaukelwarnungen, wenn man sich heftig bewegt. Jolinar war nicht sehr amüsiert darüber, dass das Gespräch so lief, als wäre sie nichts weiter als ein kleines Anhängsel wie beispielsweise eine Narbe oder ein Muttermal, das Auswirkungen auf die Gesundheit hatte. Jedoch meinte sie das auch nur als kleinen Kommentar am Rande, danach schwieg sie schon wieder mit einem sarkastischen Kopfschütteln und ließ Chiyoko antworten, wo Ren gefragt hatte. "Deswegen trage ich es nicht wirklich am Bauch. In den Quellen war ich ohne Verband - das müsstest du gesehen haben." Kurz zuckten ihre Mundwinkel bei der Erinnerungen, wie sie nach ihrem Handtuch gesucht hatte und wie Ren sich dabei als Barrikade über sie gelehnt hatte. Rückenansicht war da volles Programm gewesen und da hatte sie definitiv alles unbandagiert gelassen. Doch zu einem Grinsen überwand die Teshima sich nicht. Sie begann einfach beherzt zu lächeln; es war so ein kleines Lächeln über die Schulter wie vorhin auf der Straße, das eher liebevoll und gutherzig wirkte wie verschmitzt oder gar zweideutig. "Ich werde es dir wahrscheinlich irgendwann sagen - aber nicht jetzt, in Ordnung?" Dann ließ sie sich soweit im Bett nach unten sinken, dass ihr Kopf mit dem bereits leicht getrockneten Haaren auf dem Kissen lag. Der Blick war an die Decke gerichtet, während die Arme noch über der Decke auf dem Bauch ruhten. "Langweilig wird es nicht, da hast du Recht. Mit einer großen Familie ebenso wenig. Egal, ob jemand aufgeweckt ist oder sich nur an dein Bein stellt und an deiner Hand festhält ohne ein Wort zu verlieren." Bei der ersten Erwähnung dachte Chiyoko an ihre Schwester Katsura und ihren Vater Kotaro, bei letzterer an ihre jüngste Schwester, die so schüchtern war, dass sie kaum sprach, sich immer versteckte und höchstwahrscheinlich von allen noch am meisten Probleme kriegen würde. Denn es waren nicht alle längst so umsichtig in ihrem zärtlichen Alter wie Chiyoko es vielleicht gewesen wäre. Die, die sich nicht behaupteten, waren immer die, die am meisten als Last aufgeschüttet bekamen. Wie sagte man so schön? Die stillsten Seelen seien immer die, die am meisten gelitten haben. Ausnahmen bestätigten natürlich die Regel. "Ebenso gute Nacht. Ich werde hoffentlich normal schlafen können und nicht ... von irgendwas träumen. Danke, dass du da bist." Mit einem letzten dankbaren Blick zur Seite drehte sie sich letztlich von Ren weg, griff zum Schalter der Nachttischlampe, legte ihn um und blieb dann, nachdem sie die Hand herangezogen hatte, unter der Decke ruhig liegen. Es fühlte sich für sie trotz des Ereignisses mit ihrer Kleidung vorhin seltsam vertraut an nun so zu schlafen. Aus irgendwelchen Gründen lächelte sie noch vor sich hin, nachdem Chiko die Augen geschlossen hatte. Es war allein schon etwas Schönes für sie die Bewegungen auf der Matratze neben sich wahrzunehmen. Als eine Art Zeichen, dass jemand da war, der keine Probleme mit ihr hatte - und selbst die Probleme, die sie sich selbst machte, nicht unter den Tisch fallen ließ. Potential für etwas war auf jeden Fall in ihren Augen da. Diese Richtung von Freundschaft hatte zwar gerade erst begonnen mit dieser Mission und ihrer kleinen Heuleskapade bei den Ashikagas, aber das hatte sie in ihren Augen auch näher zusammenrücken lassen.

Out: Ein Timeskip bis zum Morgen wäre wohl gut, den kannst du gern schreiben. Ich fänd's schön, wenn Ren vor ihr wach wird (:
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BeitragThema: Re: Ren's Wohnung   So Jun 02, 2013 6:08 pm

Obgleich für ihn das Thema bereits beendet war und sie sich zur Genüge erklärt hatte, schien Chiyoko es dennoch für nötig zu halten, nochmals das Wort zu ergreifen und noch etwas zu ergänzen. Vielleicht hatte sie die mehr oder weniger rhetorisch gestellte Frage ja falsch verstanden – nein, er war sich sogar sicher, dass sie es falsch verstanden hatte. Naja, immerhin bescherte sie ihm einen Wunschtraum, als er so daran dachte, wie er sich in den Quellen über sie gebeugt hatte. Mit geschlossenen Augen ging eben dies umso besser. “Chiko, hör auf dich verdammt nochmal für alles zu rechtfertigen... mir ists heute Abend echt egal, wieso du einen Verband am Bauch hast, so lang dir das drunter keine Probleme bereitet...“ Eigentlich hatte er nicht so ungehalten oder genervt klingen wollen, aber irgendwie kam ihm dann doch die anhaltende Müdigkeit zuvor, die auch nicht abnahm, da Chiyoko sich damit befasste, lieber noch weiter zu reden, weshalb er dann doch seine Augen wieder öffnete und sie aus deren Winkeln heraus ansah. Sie sagte etwas von Familie, er fand jedoch keinen rechten Bezug dazu. Eine große Familie. Es wurde nie langweilig. Er konnte nicht für alle sprechen, doch wusste er, dass es auch in einer kleinen Familie drunter und drüber gehen konnte. Bestes Beispiel war die seine. Es brauchte nur Kagome, ihn und seine Eltern. Zwar waren sie dann nicht alle komplett, doch man konnte wirklich seinen Spaß haben. Die Kitoku-Männer gegen die Kitoku-Frauen.. Wobei... meistens war er es doch alleine, der seinen Standpunkt und sein Geschlecht verteidigen durfte gegen die Übermacht an Frauen. Kagome war so inbrünstig wie drei Teenager. Seine Mutter von einem ähnlichen Schlag. Nein, da wurde es wirklich alles andere als langweilig, doch wollte er in diesem Moment nicht darüber reden. Stattdessen verzog er nur kurz das Gesicht, ehe er sich wieder hinlegte, wobei er mit einiger Genugtuung wahrnahm, wie das Licht gelöscht wurde. “Wenn ich was merke... werd ich dich einfach wecken - oder dich wieder auf die Stirn küssen...“, antwortete er schließlich auf das, was sie sagte. Ob sie wieder Alpträume hatte, wusste er nicht. Doch wusste er eines: Er war verdammt nochmal müde und wollte einfach nur schlafen. In der Hoffnung, dass er sich morgen wieder fit wie ein Turnschuh fühlte... und dabei hatte er gar sich selbst den letzten Teil seines Satzes unbewusst unterschlagen.

[Schlaf]

Als Ren am nächsten Morgen erwachte, wurde er von dem trüben Licht geweckt, welches durch die Fenster fiel. Stimmt, er hatte vergessen auch hier die Rollläden hinunterzufahren, auf dass sie vielleicht länger schlafen konnten. Ein Blick auf die Uhr sagte ihm, dass er in etwa vier bis viereinhalb Stunden geschlafen hatte, wenn man bedachte, dass es nun dreiviertel Acht in der früh war. Naja... besser als gar nicht, oder? Dennoch fühlte er sich nicht ganz erholt, doch damit musste er an diesem Tag wohl zurechtkommen. Immerhin hatte er nicht schlecht geträumt, war auf einer Mission gewesen und nach Hause gekommen, wo ihn die kleine Shiemi erwartete. Schüchtern. So, wie sie früher war – nicht so... merkwürdig. Es grenzte fast an Verrücktheit, so sehr hatte sie sich verändert. Ach ja, genau... ein Hase hatte ihm dann gedroht, ihn zu töten, weil er ihn schief angeschaut hatte. “Zur Hölle...?“, murmelte der Kitoku müde, ehe er zu seiner Seite blickte – und erstarrte. Da lag Teshima Chiyoko. Schlafend. Und er hatte bis gerade vollkommen vergessen, dass sie ja bei ihm übernachtet hatte. Irgendwie sah sie friedlich aus, wenn sie so schlief. Sehr niedlich sogar, wenn er sich das an dieser Stelle eingestehen durfte. Er hoffte, sie hatte keinen Alptraum gehabt und er sie nur nicht gehört, um sie zu wecken. Das wäre weniger gut gewesen. Trotzdem genoss er es einmal zur Abwechslung unter normalen Umständen nicht alleine aufzuwachen. Sondern einfach zu wissen, dass eine Freundin bei ihm übernachtet hatte. Mit einem Blick auf die Uhr rollte er die Augen und legte sich nun doch wieder neben sie hin, nachdem er sich aufgesetzt hatte. Ein wenig Schlummern konnte er ja noch – oder so tun. Jedenfalls schloss er die Augen wieder.
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BeitragThema: Re: Ren's Wohnung   So Jun 02, 2013 7:31 pm

Es war schon dunkel, während noch letzte Worte Rens an Chiyokos Ohren vorbei gestrichen waren. Ihr war schon irgendwie bewusst, was er da gesagt hatte, und das er es deswegen auch in einem Moment des Schlafens ihrerseits auch irgendwann getan haben musste, aber sie fühlte sich sicher, was nur dazu beitrug, dass sie ohne große Hintergedanken oder Ablenkungen die Nacht über bei ihm schlief. Als schließlich mehrere Stunden vergangen waren und das Licht durch ihre geschlossenen Lider schien, bequemte ihr Hirn sich dazu in Aufwachstellung zu gehen. Auch Jolinar erwachte aus ihrem Tiefschlaf, schloss sich wieder an Chiyokos Bewusstsein an und begrüßte sie nebenbei, während sie die Augen aufschlug. So träge war sie noch nie aufgewacht, obwohl es auch sehr bequem in diesem Bett war. Sie hatte gerade so eine Stimmung nach dem Motto Okay, ich bin wach, aber könnte noch 2 Stunden schlafen, obwohl es nicht nötig ist. Es erklangen jedoch keine murrenden Geräusche, als wäre sie unzufrieden nun nicht mehr zu schlafen. Da die junge Dame keine Ahnung hatte, wie spät es war und auf ihrer Seite kein Wecker stand, musste sie sich anders diese Information holen. Vorsichtig setzte sie sich auf ihrer Betthälfte auf, drehte den Kopf zu Ren und stellte erst einmal fest, dass er die Augen noch zu hatte und da lag, als wäre nie etwas gewesen. Darüber lächelte sie schon und seufzte kurz zufrieden auf, hier sein zu dürfen. Es schien jedoch nicht so, als wäre er schon ansatzweise wach gewesen. Gedankenlos rutschte Chiyoko ein wenig zu ihm, beugte sich mit dem Oberkörper auf der Höhe seines Gesichtes über ihn und stützte sich mit einer Hand am Bettrand ab, während die andere den Wecker so drehte, dass sie endlich die Uhr lesen konnte. Es war 10:15 Uhr in etwa, was mehr oder minder bedeutete, dass sie 6 Stunden Schlaf gehabt hatte. Es war nicht das optimale Maß von 8 Stunden, aber genug, um ohne große Gähnerei aufstehen zu können. Kurz darauf ließ die Blonde den Wecker wieder los, drückte sich mit ihrer stützenden Hand von der Bettkante weg, sodass ihr Brustkorb auch nicht mehr Rens Kopf beschattete, und setzte sich auf ihre Seite. Mit einem kurz müden Gesichtsausdruck rieb sie sich die Augen, fasste sich dann an die Haare, um festzustellen, dass sie trocken waren, und zog das Zopfband heraus, sodass die Strähnen frei über die Schultern ihrerseits fielen. Sie legte es auf den anderen Nachtschrank, blieb aufrecht sitzen mit den Beinen unter der Bettdecke und sah auf den Kitoku neben sich. Ob sie irgendwas tun sollte, um ihn zu wecken? Sicher nicht, das war höchst unhöflich. Aber so eine heilige himmlisch bequeme Umgebung wie das Bett verleitete zur Knuddellaune. Spontan dachte die Teshima an das Jüngste ihrer Kuchiyose. Ob Sir Sweety noch eine halbe Stunde neben ihr liegen wollen würde? Wenn sie es nicht in Erfahrung brächte, würde sie dieser Gelegenheit hinterher trauern. So folgte mit einem dezenten Lächeln, das Vorfreude verkündete, ein Biss in den Daumen, ein paar Fingerzeichen mit wenig Chakra und Chiko drückte ihr Handfläche auf die Decke vor ihren Beinen, da sie mittlerweile im Schneidersitz saß. Es gab ein leises Puff und die Wolke, die entstand, war nicht größer wie ein Kleinkind. Ein komplett weißes Katzenbaby saß vor ihr auf der Bettdecke und sah sie mit zusammengekniffenen Augen an. Zunächst wurde wohl die Situation analysiert und Jojen war so gnädig, leise zu sein. "Was willst du von mir, du Ketzerin?!" Mit einem Lächeln begrüßte Chiyoko den Kater. "Nicht so laut, ja? Ich möchte dich einfach mal wieder bei mir haben und dir vielleicht auch wen vorstellen. Du musst nur zu mir kommen~" So streckte sie die Arme nach vorne aus, um Jojen hochzuheben, doch dieser sprang aufgeschreckt einen Meter zurück und meckerte im fauchenden Ton: "Niemals! Du kriegst mich nicht, du Ungläubige!" Kurz darauf, bevor Chiyoko etwas erwidern konnte, hüpfte der Kater mit seinem kleinen Körper vom Bett und legte ein rasendes Tempo ein, um direkt darunter zu verschwinden. Zu hören war er trotzdem noch. "Sir Sweety, bitte. Komm her." "Erst wenn du vor Zartan-sama in die Knie gehst und deine ewige Loyalität schwörst bis über den Tod hinaus!" Das war gerade eine Forderung, der Chiyoko nicht wirklich nachkommen wollte. Ren vergessend stieg sie aus dem Bett, ging drum herum, da sie damit rechnete, dass Jojen auf Rens Seite geflüchtet war, und ging direkt dort in die Knie auf den Boden. Sie war sicher, dass er tiefer schlief als sie es jemals konnte, weswegen sie kein Problem darin sah, sich nun nach unten zu beugen und den Kopf unters Bett zu stecken, während ihr Unterleib in der Höhe der Bettkante blieb, somit sehenswert für aufwachende Augen eines blonden Mannes. "Jojen, komm sofort her! Das hier ist nicht meine Wohnung, du benimmst dich gefälligst!" Langsam hörte der Spaß auf. Manchmal war dieser Kater, ein Jünger Zartans, stressiger, als Krümel und Knopf zusammen. Der weiße Kater schritt an die Wand, weiter ins Dunkel und fauchte. "Ketzerin! Treibst dich in fremden Wohnungen herum, um deine Triebe zu befriedigen!" Chiko seufzte. Sie brauchte ihm nichts erklären, er glaubte nur, was er wollte. Trotzdem blieb sie in dieser niederen Position, sah ihr Kuchiyose an und versuchte es weiter. "Wenn du raus kommst, kriegst du ein Leckerchen. Versprochen."

Jutsu:
 
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BeitragThema: Re: Ren's Wohnung   Mo Jun 03, 2013 5:34 pm

Mmh... er hätte es wissen müssen. Es war so klar gewesen. Nahezu eindeutig. Eine hundertprozentige Sicherheit vorhanden. Natürlich. Er war wieder eingeschlafen! Dabei hatte er nur schlummern wollen. Einfach noch ein wenig ausruhen, hinlegen. Einfach noch ein wenig der Morgenmuffel sein, welcher man sonst nicht sein konnte. Aber was passierte? Stand er etwa rechtzeitig auf, um den Tag nicht zu verpennen? Nein, weit gefehlt, das Gegenteil war der Fall: Als ob es selbstverständlich wäre, war er nochmal eingenickt, hatte geschlafen und wachte nun, über zwei Stunden später, erst wieder auf. Die feinen Sonnenstrahlen konnten ein Grund dafür sein, dass er nun ein paarmal blinzelnd die Augen öffnete und sich murrend den Handrücken über die Augen legte. Anzeichen eins für alle Anwesenden, dass er wach war. Der zweite Grund für das Aufwachen... nunja... es war die Tatsache, dass ihn irgendjemand mit seinem Geplapper geweckt hatte – und er sogar zwei Stimmen wiederfand. Dabei hatte er nur an eine weitere Person gedacht. Er selbst hatte nicht geredet, folglich war hier noch jemand. Und letzten Endes trug das dazu bei, dass er die Hand genervt von seinem noch schlaftrunkenen Gesicht nahm und sich auf die Ellenbogen setzte. Abermals ein paarmal blinzelnd, sah er neben sich, bemerkte jäh die Abwesenheit einer gewissen Blonden, ehe er erneut einen Laut hörte... der von... unter dem Bett kam? Müde blickte er zur Seite – und hätte sich fast gefacepalmed, wenn es nicht schon so früh am Morgen wäre. Mit einem weiteren Murren – Anzeichen zwei – ließ er sich ungläubig wieder ins Bett fallen, sodass die Matratze wohl auch unter dem Bett leicht nach unten gedrückt wurde – Anzeichen drei und hey, woher sollte er wissen, dass da unten ein Möchtegern-Snowbell sein Unwesen trieb? “Chiko...“, raunte er und strich sich den Schlaf aus den Augen, kümmerte sich aber auch nicht, dass er womöglich vielleicht eine Schlafzimmerstimme zum Besten gab. “...Chiko... dein... Hinteeeeern....“ Bei letzterem Wort entfuhr ihm ein langes Gähnen, woraufhin er die Nacht vor den Mund nahm. Am liebsten hätte er ihr ein Kissen auf den Hintern geworfen, den sie wieder so protzig in die Höhe reckte – aber hey, sie hatte ja seine Shorts an... seine Shorts. Okay, nun würde er das Kissen doch lieber wieder auf sein Gesicht werfen. Dennoch vertrieb er mit einem Kopfschütteln jegliche Art von Gedanken, welche nicht am Morgen in ein Gehirn gehörten und rollte sich der Bettkante entgegen, wobei er schließlich auf dem Bauch landete, sich so drehte, dass sein Körper quer über dem Bett lag und den Kopf auf verschränkten Armen abstützte. Ohne sich etwas dabei zu denken tippte er mit dem Zeigefinger auf ihr Becken, um ihr nochmal zu bedeuten, dass er wach war und sie gerade sah – beziehungsweise ihr Aushängeschild Nummer eins. Das zweite? Wahrscheinlich sein Schwert zwischen gewissen Körperteilen. “Wenn du dich normal hinsetzt, bekommst du auch ein Leckerchen. Versprochen.“ Wow, seine Stimme klang ja fast noch verschlafen. Unter anderen Umständen wäre der Satz mit Sicherheit amüsierter über seine Lippen gekommen, nachdem er ihre letzte Aussage aufgenommen hatte. Nun, allerdings, weitete er die Augen, als er eben diese überhaupt richtig realisierte. Leckerchen? Oh nein! Sie hatte nicht diese beiden perversen Katzen in seiner Wohnung beschworen, oder?! Ne, ne, ne. Genervt hievte er sich hoch, zog sich durch die Bettkante nun über diese und blickte von oben herab kopfüber unter das Bett – und sah etwas... weißes, helles...? Und es sah... kratzbürstig aus...
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BeitragThema: Re: Ren's Wohnung   Mo Jun 03, 2013 6:51 pm

Kaum spürte sie das Tippen an ihrer Hüftgegend, rummste es auch schon. "Ah!", keifte Chiyoko, als sie sich ruckartig bewegt hatte und ihr Hinterkopf Rens Lattenrost grüßte. Jammernd legte sie die Hände über der pochenden Stelle zusammen und hörte ihr kleinen Kater vor Freude Polka tanzen. "Ha! Die Ketzerin wurde vom Allmächtigen mit einer Warnung versehen! Das Fegefeuer wartet auf dich und deinen Freier, du Konkubine!" Nachdem ein letztes Winseln wegen des Schmerzes ertönte, konnte die Blonde kaum auf das eingehen, was Ren gesagt hatte, da sie ihn nicht verstanden hatte. "Verdammt, das schmerzt. Und ein letztes Mal: Hör auf mich als Kurtisane zu bezeichnen!" Nun wollte sie eine Hand von ihrem Schädel lösen, um in einem flinken Griff ihren Kater zu packen, aber dieser wich mit einer graziösen Bewegung der Hand aus und floh sogar zu der Seite, auf der Chiyoko geschlafen hatte. "Bleib ... stehen!" Nun war schnelles Handeln gefragt, da Jojen den Turbo angeschmissen hatte. Und bevor das kleine Knäuel sich in einer Schrankspalte versteckte, musste seine Vertragspartnerin ihn zu fassen kriegen. Egal, was es kostete oder was im Weg stand. Fix kroch sie rückwärts unter dem Bett hervor, hatte diverse Haarsträhnen im Gesicht hängen und auch einen REn vor sich auf dem Bett liegen, welcher wach war. "Jojen!", rief sie dem Schatten, der durchs Zimmer flog, entgegen und sie merkte nur den Windhauch an ihrem Rücken, was bedeutete, dass ihr liebstes Baby den Ausweg ins Wohnzimmer suchte. Stürmisch stand die 25-Jährige auf und preschte hinterher - was im Vergleich zu Ren überaus dynamisch und aufgeweckt wirkte, wenngleich sie auch erst seit kurzem wach war. Erneut rief sie den echten Namen ihres Katers, welcher ihr entgegen rief: "Niemals! Ketzerin! Schmore im Fegefeuer!" In Rens Wohnzimmer erblickte Chiko den Kater auf einem der Sessel, in sprungbereiter Stellung mit zurückgelegten Ohren. Die beiden sahen sich auf drei Metern Distanz wie Jäger und Beute an, wobei diese Beute sich zu wehren wusste. "Einen Schritt ..." "Du kommst auf der Stelle her! Hey!" Chikos Rufen war wohl durch die gesamte Wohnung zu hören, als sie nach vorne stürzte, auf dem Sofa landete, jedoch mit leeren Händen, da Jojen zur Seite gehopst war. Doch sie blieb nicht lange liegen, da der weiße Wirbelwind weiter seine Spur des orthodoxen Hasses zog. Die Chûnin lief flink hinterher, umrundete jegliche Möbel, bis sie feststellte, dass der Kater im Bad keinen Ausweg sah. Die Haustür war außerdem zu und andere Zimmer gab es sonst nicht wirklich zum Flüchten. So fixierte er wieder das Schlafzimmer an, welches die Teshima vor nicht einmal einer Minute verlassen hatte. Sie hatte nur ihren Kater vor Augen, der geradewegs auf Ren, der immer noch auf dem Bett war, zusteuerte. "Stehen bleiben, Soldat!", ertönte die helle Frauenstimme wieder, während die Schritte durch die Tür polterten, durch die sie gerade stürmte. Der kleine Kater setzte zum Sprung an, sah Chiyoko durch einen Schulterblick auf sich zukommen und landete wenige Zentimeter neben Rens Beinen, um sich letztlich wie eine Ratte schnell kriechend hinter ihm zu verstecken. Dieses Manöver nahm die junge Frau zu spät wahr, und sie steuerte mit vollem Tempo auf das Bett zu, wo sie keinen Punkt zum Festhalten hatte, um einen Sturz zu vermeiden. "Oah- pass auf!" Sie flog von den Füßen, kippte nach vorne und riss den Kitoku mit sich um, während sie mit ihrem Schwung, den sie angesammelt hatte, auf dem Bett landete. Es gab zwar ein paar Geräusche des Gestells, doch es hielt, und nun lag nackte Haut auf nackter Haut. Jojen war selbstverständlich rechtzeitig hinter dem Jônin verschwunden, um nicht zerquetscht zu werden. Es hatte nicht immer Vorteile, sich aufzurichten. Chiko atmete angestrengt aus, hatte die Augen geschlossen und merkte ziemlich spät, dass sie eine gewisse Person im wahrsten Sinne des Wortes gerade flachgelegt hatte und auf ihr lag in einer Haltung, wo Eltern ohnmächtig geworden wären, hätten sie den eigenen Sohn so mit einer Frau gesehen. Der weiße Kater kam unter den Kissen hervor, tapselte auf seinen kurzen Beinchen zu den Gesichtern der beiden Personen, die sich gerade aneinander schmiegten, und giftete beide an: "Du bist eine Verräterin, Chiyoko! Du wirst nie niederknien und auf ewig in Ketten schmoren, bis du deine Loyalität schwörst! Und dein atheistischer Liebhaber soll gemeinsam mit dir die Füße des HERRn küssen, damit ihr Gnade erfahrt. Wie heißt du, Ketzer?" Hatte er Ren gerade als ihren Liebhaber bezeichnet? Der Kleine ging wohl nach wie vor von einem alten Mätressensystem aus. Wenn er ein Mensch wäre, wäre er wohl orthodoxer Priester aus einem vergangenen Jahrhundert inklusive König, Burg und Soldaten. Chiko stützte sich derweil mit den Händen rechts und links von Rens Kopf auf dem Bett ab, um sich zu erheben und ihm mit hochroten Gesicht anzusehen. Sie blinzelte ein paar Mal, bevor sie merkte, wie eindeutig das gerade alles auf ihr Kuchiyose wirken musste. Wortlos rutschte sie von ihm runter und setzte sich neben ihn aufs Bett, während sie Jojen zwar nicht packte, aber ihn im Gespräch unterbrach. "Du bist hier der Verräter, Sir Sweety!", zischte sie mit Wangen, die im Roséschimmer getränkt waren. Dabei reckte das Tierchen den Hals arrogant nach oben und tat so, als wäre es ein Adliger. "Ich habe niemanden verraten, du hinterlistige Dirne. Jedoch wird mir einer von euch Ungläubigen nun verraten, wie die Blondlocke hier heißt, damit ich sie zum wahren Glauben bekehren kann. Ansonsten droht das jüngste Gericht!"
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BeitragThema: Re: Ren's Wohnung   Mo Jun 03, 2013 8:34 pm

Ren staunte nicht schlecht, als sich plötzlich ein Fellknäuel aus diesem weißen Fleck heraus entwickelte. Wo seine Sicht vorher noch verschwommen war, so konnte er nun eindeutige Konturen erkennen – und die trugen nicht dazu bei, dass er sich in seiner Wohnung wieder wohl fühlte. Na immerhin waren es nicht jene beiden Kater, wie hießen sie nochmal? Krümel und Knopf? War ja auch egal. Doch ehe er sich versehen konnte und seine Gedanken ausdrücken konnte, stieß sich Chiyoko bereits mit ihrem Hinterkopf am Lattenrost an, fluchte leise und der Kater nutzte die Gelegenheit, um bereits zu verschwinden – Chiyoko im Schlepptau haben. Verdutzt sah Ren auf den Fleck, wo gerade noch etwas gewesen war, während sich die Blonde verrenkte und dann erstaunlich schnell auf dem Boden Fuß fasste. Irgendwie... fühlte er sich wie im Zirkus und dabei hatte er nicht einmal Eintritt bezahlen müssen. Langsam hob er den Kopf wieder, tausende Fragen in seiner Mimik, welche er nun lieber einmal nicht stellte. Es war krank, wie ein Kater gejagt wurde und sprach. Hatte er da wirklich...? Ketzerin und Fegefeuer...? Fauchte dieser Kater wirklich solche Ausdrücke oder hatte er ein Knäuel im Ohr oder so? Ruckartig legte Ren verwirrt den Kopf schief, nachdem er sich aufgerichtet und hingesetzt hatte. Aus seinem Wohnzimmer vernahm er Geräusche, dann war es kurzzeitig still, als ob Hund und Katz in Lauerstellung wären... und kurz darauf ging es schon wieder weiter. Was zur Hölle... ging... hier vor? So früh am Morgen? Da wurde ja der Hund in der Pfanne verrückt! Beziehungsweise wurde er dadurch ein wenig wacher... im Normalfall wäre er nun hinterhergerannt. Wobei letzteres auch nicht wieder nötig gewesen wäre, denn ehe er sich versah landete das Wollknäuel zwischen seinen Beinen, blickte ihn kurz an, dann die kommende Chiyoko. Gedanken. Ahnungen. Sie machten sich in seinem Kopf breit, doch da war der Unruhestifter bereits hinter ihm verschwunden und... Sagen wir es so: Chiyoko schmiss ihn mit vollem Lauf hinten aufs Bett, sodass er unweigerlich seine Hände an ihre Taille legte, als ob er sie noch irgendwie auffangen könnte – natürlich nicht. Das Ende vom Lied? Sie lagen aufeinander und der Kater konnte sich anscheinend keinen Kommentar verkneifen.
Die Worte des Katers konnte er gar nicht wirklich vernehmen, da seine Augen geweitet waren, in die grauen von Chiyoko blickten, welche wohl den gleichen Ausdruck angenommen hatten. Nicht zu vergessen ihre roten Wangen. Auch nicht zu unterschätzen war das matte Licht, welches seitlich durch ihren Vorhang aus Haarsträhnen fiel und es auf eine mysteriöse und doch schöne Art und Weise erhellte, mit ihren ebenen Konturen spielte. Da konnte der Kater in diesem Moment sagen was er wollte... Ren spürte, wie sein Herz kurz einen Zahn zulegte, eher er leicht verkniffen seufzen musste, sich seine Gesichtszüge lockerten und seine Augen sich wieder ein wenig lockerten. Unweigerlich kam ihm der kleine Moment in die Quellen in Erinnerung, wo sie fast in einer ähnlichen Lage war und dann auch der von gestern Abend. Als sie geschlafen hatte. Unbedacht nahm er eine Hand von ihrer Taille und winkelte den Arm an, sodass er mit ihren hinunter hängenden Strähnen spielen konnte. Was er auch tat, mit seinen Fingern, welche durch diese fuhren – und sich nicht daran störten, dass sich vielleicht hier und da ein wenig etwas verwuschelt hatte. Eher im Gegenteil. Wenn er jemals das Wort niedlich gebraucht hätte, dann wohl jetzt. Gleichzeitig trat ein Ausdruck in seine Augen, welcher eine gewisse Wärme Preis zu geben schien – nur ob Chiyoko diesen noch gesehen hatte, wusste er nicht. Er war nämlich gerade dabei kurz über ihre Wange zu streichen, war die Strähnen „hoch“ gefahren und hatte sie dann dort berührt, als sie sich aufsetzte, augenscheinlich auf das reagierend, was das Fellknäuel sagte. Der Schwertshinobi murmelte etwas unverständliches, da der Moment nun vorbei war, setzte sich dann jedoch ebenfalls auf, wobei er sich mit den Armen nach hinten abstützte. Das Haar fiel ihm über Rücken und Schultern.  "Du bist hier der Verräter, Sir Sweety!"
Rens Augen wurden groß. Seine Wangen füllten sich mit Luft. Scheiße! Sir Sweety?! Unweigerlich musste er sich die Hand vor den Mund nehmen und sich eindeutig das Lachen verkneifen. “Wieso nennst du ihn nicht gleich Mein Herz?“ Das Kommentar konnte er sich einfach nicht verkneifen. Da war es egal, was dieser Kater im Nachhinein sagte. Nur fand er es dann fast noch amüsanter, dass er Chiyoko als „Dirne“ bezeichnete und ihn als „Blondlocke“, wo er doch offenbar keine Locken aufzuweisen hatte. Fast schon mit Absicht legte er also erneut eine Hand um Chiyokos Taille und drückte sie an sich, fast als ob es das natürlichste der Welt wäre. “Oooooh...“ Ja, er wollte ihn nun necken. “...Die Blondlocke glaubt aber nicht, dass sie Befehle von einem Kater erhalten muss, der „Sir Sweety“ heißt.“ Es war einfach zu gut! “Was wirst du mir androhen? Aber gut gut... versuche mich zu bekehren. Nenn mich einfach... R. Einfach nur so. Mal sehen, was du zu bieten hast. Vielleicht ruf ich dann nicht mal einen kleinen Kameraden von mir, der mit dir Experimente macht.“ Er meinte keinen anderen als jenen Sprengstoffmeister der Lemuren, während er Chiyokos Taille wieder gehen lies, seinen Arm hinter ihrem Rücken ablegte, wo sich seine Hand verkrampft hatte und wo er sie nun wieder lockerte. Es war das einzige Zeichen von diesem inneren Gefühl, welches er noch gehabt hatte, als sie auf ihm gelegen war, und welches er nun verdrängte. Aber das sah sie ja höchsthwahrscheinlich nicht. Deshalb machte er einfach noch weiterhin eine gute Mimik zu „bösem Spiel“.
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BeitragThema: Re: Ren's Wohnung   Mo Jun 03, 2013 9:15 pm

Selbst als Chiyoko von Jojen immer noch als Dirne bezeichnet wurde, saß sie da wie ein kleines verknalltes Schulmädchen, das sich kaum davon erholen konnte, mit ihrem Traumjungen ein Wort gewechselt zu haben. Es lag jedoch weniger daran, sondern mehr an der Tatsache, wie Ren sie angesehen und sogar von sich aus angefasst hatte. Sie wollte ja kaum etwas wagen, aber je mehr Zeit sie mit ihm verbrachte, desto süßer wurden die Momente zwischen ihnen mitunter. Es war einerseits das kleine Windspiel zwischen Fingerspitze und Haarsträhne, aber auch das kleine Streichen an ihrem Gesicht gepaart mit einem Blick, wie sie ihn kaum von jemand anderem aufgeschnappt hatte als ihrer Familie - bisher. Nun spürte sie sogar noch kurz die Hand um ihre Taille, nachdem sie sich aufgesetzt hatte, was aber mehr dazu diente, so glaubte sie, ihren Kater zu ärgern. Ren machte sich über seinen Namen lustig und stellte seine Drohung oder auch seine Warnung infrage. Dem schenkte Chiyoko aber keine Aufmerksamkeit, da sie den Blick nach links etwas gesenkt hatte und nachdem eine Beobachtung erfolgte, drehte sie ruckartig mit versteiftem Nacken das Gesicht wieder nach vorne. Jolinar... Ja? Sein Bauch, und seine Brust und und ... Ja ja, das heißeste an euren Menschenkerlen ist immer die Leistengegend. Musst du so intime Studien über deine Spezies führen? Das will ich echt nicht wissen. Aber er sieht doch nicht mal so übertrieben aus wie ein paar andere, die gleich so viele Muskeln haben. Das ist mehr so ein Bauch, weißt du ... zum Draufliegen, kuscheln und kitzeln. Zum Küssen, streicheln, kneifen, schlagen, Bomben bauen, Briefe drauf schreiben, Akkupunkturtraining vollziehen... Du bist doof. Lass Ren in Ruhe. Was tat sie? Jolinar grinste siegessicher. Mit ihrem Gelaber hatte sie Chiyoko das typisch schüchterne Lass das, was ich süß finde, in Frieden entlockt. Sie führte ihrer Wirtin doch gern vor, was eigentlich offensichtlich war.
"Du bist ein blasphemischer Lüstling! Gräbst deine Krallen in ihre Seite, kniest nicht nieder vor einem Jünger des HERRn und bist genauso respektlos wie wohl auch Chiyokos Großmutter! Alle halten mich für ein unwichtiges kleines Baby, aber ich bin SIR Sweety VON UND ZU EVILUS!" Jojen wurde immer lauter, weil er sich darüber aufregte, was Ren zu ihm sagte. Er hob sogar gleichzeitig seine Vorderpfoten an und stampfte sie lautlos in die Bettdecke. Es sollte wohl sowas wie ein Klopfen auf eine Tischplatte darstellen, um Respekt einzufahren. "Ihr seid beide verdammte Brut! Schmecket den Zorn eines Jüngers des großen ZARTANS!" Der weiße kleine Kater fauchte und wollte auf Ren zulaufen, aber durch die Bettdecke bekam er kein hohes Tempo, sodass es überschaubar blieb. Vielmehr sprang er durch den Stoff, als würde ein Mensch versuchen durch einen hüfthohen Tümpel zu laufen. Schwerfällig und überfordert. Chiko beobachtete ihr Kuchiyose mit einem sanften Lächeln, weil Jojen nun wirklich aussah wie das Katzenbaby, das er war. Leider übersah die Trennung zwischen den beiden Matratzen, die die Betthälfte symbolisierten und kippte zu weit in die Decke rein, als er weiterhüpfen wollte. So fiel er bis auf die Nase und kniff bemitleidenswert die Augen zusammen. Das war der Punkt, wo jedes Baby Mama oder Papa haben wollte. "Zartan-sama", jammerte Jojen und blieb sitzen, während die Augen groß funkelten. Chiko nahm das Kleine mit beiden Händen aus dem Spalt hoch, da es nun auch nicht mehr flüchtete, und hielt Jojen in die Luft vor sich. Bewusst rückte sie zu Ren heran, lehnte sich gegen seine Schulter und hob Jojen soweit, dass beide fast wie ein Paar auf den Kleinen gucken konnten. "Habt Gnade", murmelte er traurig und bedeckte seine Augen mit den weißen kleinen Pfoten. "Erst wenn du dich beim Lüstling entschuldigst, Sir Sweety. Das hat er verdient." Immer noch mit den Pfoten auf den Augen nickte der Kater. "Verzeihung und Erbarmen in höchster Demut, mein Herr!" "Uuund?" "Ihr seid kein Lüstling, ihr seid ein ehrbarer Großmeister mit einer der schönsten Konkubinen zu eurer Seite, die euch rund um dir Uhr befriedigen kann. Heiligt den Herrn!" "Das war nicht das, was wir hören wollten, du kleines Knäuel!" Chiko ließ den Kater fallen, welcher sogleich hinterlistig grinste. Das war alles nur Taktik seines zartanischen Plans gewesen. Wenn man das Opfer spielte, bekam man immer Mitleid. Jojen ging wieder auf vier Pfoten in Angriffsstellung und sah aus wie ein gewaltbereiter Löwe auf Jagd. "Ich wette, dass deine tänzerischen Künste bei ihm anders zum Einsatz kommen, Chiko-chan, richtig? Mit möglichst wenig Leinen umhüllt und nur für diese Augen bestimmt!" "Wag' es über meine Künste zu urteilen, du weißer Hausdrachen!" "Ach, was? Ich lobe sie doch sogar. Der blonde Ketzer neben dir weiß mir sicher einiges über deinen Hintern als magisches Medium zu berichten oder deine Hüften!" Chiyoko knallte beinahe vor Röte im Gesicht. Das mit ihrem Hintern stimmte sogar ohne, dass Sir Sweety es ahnte. Ihre Augenbraue zuckte wütend, sie hob die Hand, hielt ein Fingerzeichen, wartete und es machte einfach Puff. Es kam noch ein Fauchen aus der Wolke vor ihr, jedoch war Jojen nun sicher wieder bei Zartan, um ihm von seinen Taten zu berichten. Und Chikos Illoyalität zu beichten. Egal wie nah sie dann noch bei Ren saß, sie zog das Kopfkissen, auf dem er geschlafen hatte, vor sich und ließ sich mit ausgestrecktem Körper nach vorne mit dem Gesicht direkt in den Stoff fallen. So lag sie da auf dem Bauch, wohl bewusst, dass ihr Hintern wieder super zur Geltung kam, wenn er so direkt neben Rens Beinen war, und seufzte laut. Danach drehte sie ihm den Kopf zu und erwiderte: "Tut mir leid - dabei wollte ich nur kuscheln."
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BeitragThema: Re: Ren's Wohnung   Fr Jun 07, 2013 10:17 pm

Ren prustete los. Nein, wirklich. Das war wirklich zu viel für ihn – und sollte man ihn noch so für ein Kleinkind halten. Er war nie ganz ernst gewesen, er war eher der sarkastische Typ, der auch reif sein konnte... doch sogar Erwachsene hatten manchmal einfach einen Lachanfall und Rens letzter war schon einige längere Zeit her. Wann es war, wusste er nicht mehr genau, konnte sich nicht einmal daran erinnern, weshalb es wohl eine halbe Ewigkeit her war, dass er sich so amüsiert hatte. So fiel er mehr oder weniger zur Seite, fast vom Bett und hielt sich den Magen, während er einfach nur befreit lachen musste. Mit Sicherheit hatten ihn die wenigsten jemals so zwanglos gesehen. Sie kannten ihn nur als jemanden, der ihnen die Wahrheit unverblümt ins Gesicht sagte oder sarkastische Kommentare riss, die Nase rümpfte. Aber nicht als jemanden, der vom Herzen heraus einfach nur lachen konnte, weil eine Situation gerade einfach nur so urkomisch war. Ja, Sir Sweety setzte doch wirklich allem eine Krone auf! Evilius!! Wie gut das einfach nur war. Der Schwertshinobi bekam sich fast gar nicht mehr ein und strich sich aus den zusammengepressten Augen eine Träne, welche er durch das viele Lachen hatte „weinen“ müssen. Als er schließlich nun auch noch die Pfote so aufsetzte, war es nahezu vorbei mit Ren – zumal er fast vom Bett gefallen wäre, als sich das kleine Ding doch wirklich auf der Bettdecke mehr oder weniger überschlug und in einer unwürdigen Art und Weise schon fast einen Abgang machte. Die Augen wurden größer und größer, man könnte schon denken, dass er gleich anfangen würde zu weinen, allerdings hatte Ren noch nie eine Katze weinen gesehen. Sich immer noch den Bauch haltend blickte er also nun das Tier an, fast schon gespannt, ob der Kleine wirklich weinen würde nein, er war kein Sadist.
Umso unterhaltsamer war es für ihn, als Chiyoko mit dem kleinen doch wirklich die Unterhaltung führte, dass er sich doch bei ihm entschuldigen sollte. Fast niedlich nahm der weiße Evilius die Pfoten vor die Augen. “Nein.“, erwiderte er schlicht und setzte um seine ernstere Fassung bemüht, wieder eine ebenfalls ernstere Fassade auf, fast so als hätte er sie sich mit er Hand von seiner Stirn aus hinunter über die Gesichtsfläche gestrichen. Dann hob er eine Augenbraue und setzte sich wieder neben Chiyoko auf, beäugte den Kater misstrauisch. Wenn man nun aber glaubte, dass er irgendeine ernste und reife Antwort hervorbringen würde, so hatte man eindeutig fehl gelegen. “Ich will hören, dass ich der ehrbarste aller Herren bin, immerhin lasse ich dich hier in meinem „Schloss“ zugegen sein und wer sagt dir bitte, dass nur sie das rund um die Uhr kann?“ Schamgefühl? Er? Nicht wirklich und so stemmte er seine Arme auf den durch die Sitzposition angewinkelten Beinen ab. Erst als Chiyoko Sir Sweety – der Name war einfach zu gut! - auf den Boden plumsen ließ, schien dieser wieder mit Leben erfüllt zu werden. Der Beweis dafür ließ ebenfalls nicht lange auf sich warten, hatte der Kater doch sofort sein kräftiges Mundwerk wiedergefunden. Bei dem Hintern... hatte er allerdings Recht und wenn er so über ihren Auftritt in der Bar nachdachte – doch durchaus, sie hatte ein gewisses Talent vorzuweisen, doch räusperte Ren sich an dieser Stelle schlichtweg und blickte zur Seite... als ob er diese.... Aussage gar nicht gehört hätte. Es würde ihn eh schon alleine lange genug verfolgen, dass er sie fast... nunja. Dass er sich fast zum Affen gemacht hatte mit seinem sülzigen Blick, welchen sie hoffentlich nicht mehr allzu sehr in ihrer Erinnerung erstanden hatte. “Wenn du nicht die Klappe hältst, dann setze ich meinen Hintern gleich auf dein Gesicht oder lass es meine lieben kleinen Tierchen für mich tun!“ Doch war der Kater schon weg, ehe Ren fertig gesprochen hatte. Er war heimgekehrt und naja... hinterließ einen bleibenden Eindruck, weshalb sich Ren angestrengt an die Stirn fasste. Okay, er war lustig, aber auch eine Zumutung. Der Name verriet absolut ganz und gar nichts über „seine Gnaden“ und sein böses, finsteres – ja geradzu abgründiges (Achtung Sarkasmus) – Wesen, welches er an den Tag gelegt hatte. Klar war es lustig, aber wenn man sich zwei Minuten und länger so einen Müll anhören könnte und wie jemand einfach nur Aufmerksamkeit haben wollte, dann war es für Ren irgendwo auch am frühen Morgen zu viel. Einfach zu viel.
Als Ren nun wieder neben sich blickte, lag Chiyoko bereits auf dem Bauch und entschuldigte sich dafür, dass sie ihn beschworen hatte. Naja, mehr oder weniger. “Als ob du niemanden zum Kuscheln neben dir gehabt hättest.“ Mit einem ironischem Ton, gefolgt von einem Kopfschütteln sowie einem Verdrehen der Augen, erhob sich der Blonde aus seiner sitzenden Position. “Ich werde mal nachsehen, was ich noch Essbares fürs Frühstück auftreiben kann... Vielleicht ist irgendwo noch Müsli oder so...“, antwortete er und hatte es dann nur mit Mühe in einem normalen Tempo „eilig“, aus dem Schlafzimmer zu kommen. Nein, ihren Hintern wollte er nun nicht ansehen. Nicht, nachdem er dank diesem dummen kleinen Kater diverse Filmabläufe vor seinem inneren Auge sehen konnte und in der Einbauküche angekommen am liebsten seinen Kopf auf die Tischplatte geknallt hätte – was er allerdings nicht tat.
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BeitragThema: Re: Ren's Wohnung   Sa Jun 08, 2013 1:22 pm

Als ob sie jemanden neben sich gehabt hätte? Chiyoko sah Ren komisch an, als er das von sich gegeben hatte. Irgendwie schien sie nach diesem Reinfall mit Jojen ein wenig zu brauchen, bis sie kapierte, dass er sich selbst gemeint hatte. Dann verschwand er aber auch schon zur Essenssuche, während sie liegen blieb. Das Gesicht drehte die Teshima mit müdem Ausdruck zur Fensterfront des Schlafzimmers, wo man wunderschön raus schauen konnte. Sie blieb wohl einige Minuten so liegen, blinzelte abwesend und merkte erst nach einigen Sekunden wirklich, dass sie es in Wahrheit genoss auf diesem Kopfkissen zu liegen. Aufstehen. Ich mag's nicht, wenn du so liegst. Ohne große Wiederworte erhob Chiyoko sich, als Jolinar ihr mitteilte, dass der Druck vom Bett auf den Bauch auf Dauer unangenehm wurde. Unbewusst strich sie wieder über den Verband, starrte weiter hinaus in den Morgen, der dort wartete, und versuchte zu reflektieren, wen sie hier in den letzten Tagen eigentlich kennengelernt hatte. Er hat so schön gelacht oder? Das klang zumindest so, als täte er es eher selten. Irgendwie süß. Ihr Shinobi lacht sowieso zu wenig, und wir Larven noch weitaus weniger. Ich mach' mich meistens über was lustig, aber da bin ich dann auch alleine mit. Nach ein paar weiteren Sätzen, die die beiden austauschten, stand die Blonde auf und schritt aus dem Schlafzimmer ins Bad, wo sie sich sogleich ihr zusammengelegtes Top schnappte und überzog. Sie war lange genug in ihrem letzten Fetzen Unterwäsche herumgelaufen. Sie behielt aber trotzdem zunächst zur offensichtlichen Entspannung Rens Teil an. Vor dem Spiegel grummelte sie sich selbst entgegen. Zerknittert sah sie nicht aus, aber ihre grauen Augen fand sie einmal mehr müde und bleich, wenn sie erst wach geworden war. Das hasste sie morgens neben ihrem verzausten Sandhaar am meisten. Missbilligend zog sie eine Strähne glatt, aber sah nur dabei zu, wie sie sich leicht verwirrt in die anderen einfand. So verließ sie das Bad wieder ohne groß etwas zu unternehmen und bemerkte nur aus dem Augenwinkel, dass das einzige, was einzeln und allein auf der Badewanne lag, ihr unterer Unterwäscheteil war. Die letzte Hoffnung war, dass er wenigstens trocken war.
In der Küche angekommen, wo Ren sich wohl daran versuchte, etwas Essbares aus den anwesenden Dingen zu machen, blieb sie in der Nähe der mittigen Küchenzeile stehen und legte mit einem kleinen Lächeln den Kopf schief. Zunächst beobachtete sie den Blonden, aber erwähnte dann: "Müsli? Hast du überhaupt schon mal gefrühstückt mit etwas, das du selbst fertig gemacht hast?" Danach kam Chiko auf den Kitoku zu, öffnete von sich aus den Kühlschrank und ging in die Hocke, um ausführlich zu studieren, was sich dort drinnen verbarg. Von einem Männerhaushalt erwartete sie nicht zu viel - egal, ob es Ren war oder nicht. "Du solltest was Misosuppe, Fisch, Natto und Reis versuchen. Das esse ich jeden zweiten Morgen ganz gern. Oder jeden dritten, da zu viel Fisch irgendwann fade schmeckt. Hast du dafür alles da?" Aus ihrer Hocke heraus, hob sie den Kopf an und sah Ren fragend an, da der Kühlschrank für sie hier ein Labyrinth war. Aber wenn sie schon die Gelegenheit hatte, konnte sie ihm ja auch liebevollerweise eine Alternative zu Müsli zeigen.
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BeitragThema: Re: Ren's Wohnung   Do Jun 13, 2013 9:50 pm

Ein voller Kühlschrank sah eindeutig anders aus. Eindeutig. Missmutig hätte Ren ihn am liebsten wieder zugestoßen und aus dem Fenster auf die Straße geworfen. Gedanklich, denn die Kraft dazu hatte er nicht wirklich. Richtig spärlich sah es in dem kalten Kasten aus, er hätte wirklich mal wieder einkaufen gehen können. Gut, hier und da konnte man etwas ausmachen, was sich zum Mittagessen und dergleichen eignen würde... aber wer wollte schon zähes Fleisch und dergleichen am Morgen essen? Wobei... vielleicht mochte das Chiyoko ja, obgleich es die meisten Frauen doch leicht bevorzugten. Wie er auch. Früh Morgen Fleisch? Nein, nicht wirklich. Wenn doch, würde er es wohl gleich erfahren. Merkwürdigerweise schweiften seine Gedanken allerdings auch in den Raum neben sich ab: Wie lange war es her gewesen, dass hier jemand einfach nur als Freundin übernachtet hatte? Wie lange, dass man sich ein Frühstück teilte? Dass es keine peinliche Berührtheit gab? Dass er sich nicht merkwürdig eingeengt in seinem Leben fühlte? Nachdenklich blickte er drein. Seine Gedanken drifteten weiter ab. Zu dem, was beinahe auf dem Bett geschehen war. Dass er sie beinahe geküsst hätte – ja, endlich fasste er den Gedanken fest, hielt ihn und verdrängte ihn nicht. Vielleicht war das ja auch gut so. Denn sonst würde er unbearbeitet irgendwo herumfliegen und dann auftauchen, wenn er ihn am wenigsten gebrauchen konnte. Unbearbeitet – da taten sich wieder Bilder auf. Gereizt lehnte er seinen Kopf gegen einen der Küchenschränke zu seiner Rechten. Schon längst war der Kühlschrank vor ihm nicht mehr das Thema. Schon längst war er froh, dass ihn von dieser Frau mittlerweile immerhin eine Wand trennte und ein paar Meter Luftlinie ebenfalls. Auch, wenn nahezu nicht erwähnenswert. Immerhin. Er hatte gespürt, wie sich die Spannung aus seinen Gliedern gelöst hatte, nachdem er sich wieder auf die Teufelskatze konzentriert hatte, war froh darum gewesen, nun ein anderes Thema zu haben. Besser als das andere … Bei den Kami! Sie sollte aus seinem Kopf raus und aus seinen Gedanken! Das ging doch nicht! Es regte ihn unendlich auf, dass er sich nicht von diesem Ereignis, beziehungsweise dem nahezu sich ereigneten Ereignis (komische Wortwahl), nicht losreißen konnte. Was machte diese Frau nur mit ihm, dass ihm alles so schwer fiel? Ah, vor seiner Nase plötzlich auftauchen.
Ren hatte gar nicht bemerkt, wie die Blonde ihren Sitzplatz im Bett verlassen und sich nun vor ihn gehockt hatte. Oder in die Hocke gegangen war. Zum Glück hatte sie davon abgelassen, sich weiterhin an seine Küchenzeile neben ihn zu lehnen, da kamen nur Fantasien hoch, bei welchen er nur die Augen rollen konnte. Dennoch... der Vorwurf und der Witz in ihrer Stimme war für ihn kaum überhörbar gewesen. “Bitte? Hey, ich bin ein guter Koch – nur manchmal hab ich kaum Zeit dafür!“ Geschweige denn, dass er eine Frau bekochen würde, hatte er nämlich eigentlich noch nie. Allerdings konnte er auch nicht viel sagen und ließ seine Schultern erschlaffen, als sich Chiyoko wie selbstverständlich am Kühlschrank bediente, beziehungsweise eben diesen in Augenschein nahm. Das traf es eher. Eine Augenbraue hebend beobachtete Ren sie aus dem Augenwinkel, bemüht nicht dorthin zu schauen, wo viele andere Männer hinsehen würden. Stattdessen nahm er also wahr, wie sie sich wie selbstverständlich in diese Umgebung einfügte, als ob es ihr eigenes Haus wäre. Sein Blick wurde vom vorherigen genervten weicher, bis seine Züge schließlich veränderten, sich seine Augen minimal weiteten und sich die Lippen leicht öffneten. Nur, als sie ihm schließlich Vorträge brachte und zu ihm hochsah, musste er ein paarmal blinzeln, nur um dann seinen Blick von ihr abzuwenden, letzteres aber hinter einem nun angestrengt geschlossenen Augenpaar zu verbergen. Als ob ihn ihre Aussage irgendwie in seiner Ehre verletzt hätte. Es war gespielt, doch wirkte es vielleicht ein wenig zu ernst. “Theoretisch esse ich morgens nichts wirklich Üppiges, beschränke mich auf gesundes Müsli und Milch... Mehr ist da nicht, aber eigentlich müsste es drin sein...“ Dankbar für die Gelegenheit und Ablenkung war es nun Ren, der – nachdem er sie kurz wieder angesehen hatte beim Sprechen, in einer normalen Weise - dicht neben Chiyoko in die Hocke ging und sich überlegt den Kühlschrank ansah. Er hatte es doch vorhin... ah, da war es. “Also, da ist ein wenig Fisch... Reis müsste noch im Schrank sein, Natto gammelt auch irgendwo rum... und die Misosuppe dürfte auch zu machen sein. Ist ja nicht allzu schwer – wenn du das so oft machst, kannst du es ja machen~“ Nein, Ren konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, nachdem er sich aufgerichtet hatte und nun auch den Reis neben sich auf die Küchenzeile stellte. Kurz nachdenkend ging er schließlich aus dem Küchenareal in Richtung Schlafzimmer, beziehungsweise Bad, um wenig später wieder mit einer dunklen lässigen Trainingshose und einem weißen Shirt zurück zu kommen – das war gleich viel bequemer und der Pferdeschwanz war zum „kochen“ auch besser. Wobei... Wenn Chiyoko kochen würde. Den Kopf schief legend dachte er nach, wobei der lange Pferdeschwanz von seiner Schulter auf den Rücken fiel und eine der beiden langen seitlichen Strähnen, welche sein Gesicht eigentlich umrahmten, in eben jenes fiel. “Gut, Chiko-Chan. Lass uns das Frühstück zubereiten!“

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BeitragThema: Re: Ren's Wohnung   Do Jun 13, 2013 10:32 pm

"Gut", begann Chiyoko, erhob sich, ging in Richtung der Theken, die an der Wand unter den Schränken waren, und knackte die Fingerknöchel. "Man hat übrigens immer Zeit, Ren. Man muss sie sich nur nehmen." Mit einem kleinen Grinsen über die Schulter ging sie dann zu einem der Schränke, um Reis hervorzukramen, was sie auch ziemlich schnell fand und auf die Theke stellte. Fürs Nattô holte sie entsprechend Sojabohnen hervor und fand sogar den entsprechenden kulinarischen Pilz Kôji in der hintersten Ecke, um ein Spezialrezept, das sie von ihrer Oma hatte, kochen zu können. Den Fisch sparte sie sich zunächst, und machte sich erst einmal ans Nattô. "Ich weiß leider nicht, ob du mir da groß behilflich sein kannst. Das Rezept hier ist von meiner Großmutter, der Reis ist mit einer Handbewegung fertig und der Rest ... sieh einfach zu, großer Schwertmeister. Das hier sind andere Künste." Wie konnte man das kommende nun beschreiben? Es passierte wie im Rausch? Als hätte jemand die Zeitraffer verdreifacht? Dort schlug was auf, dort wurde was gemischt, gemixt, gestrichen, hochgewirbelt. Dieses Nattô servierte sie letztlich als Beilage, nachdem sie Pilz und Bohnen gekocht hatte, um es auf zwei Tellern zu verteilen. Den Reis hatte sie in einer Bewegung in einem Topf weiter hinten auf dem Herd fertig gemacht, als wäre es gar nichts gewesen. Ein paar mal rühren, dann landeten schon zwei größere Reishäufchen auf den Tellern. Die Misosuppe dauerte mit ihren einzelnen Bestandteilen etwas länger, aber die Wartezeit fürs Kochen überbrückte die Blonde mit der Zubereitung des Fischs, wovon sie zwei fertig machte, mehr oder minder anröstete, und auf den Tellern platzierte. Nach schätzungsweise 20 Minuten standen die zwei Teller dampfend auf der im Raum stehenden Küchenzeile, Chiyoko hatte die Hände in die Hüften gelegt und seufzte zufrieden aus. Ja, ein wenig hatte sie sich beeilt, aber es war auch ein Kampf in dieser Küche zu arbeiten. Ihre war ihr vertrauter. Mit einem breiten Lächeln, zufrieden geschlossenen Augen und einem schief gelegten Kopf drehte die Teshima sich zu Ren um, und fragte überschwänglich: "20 Minuten in etwa. Und das kannst du nicht aufbringen?" Verspielt streckte sie ihm die Zunge raus und grinste dann. Doch das Amusement wich ein wenig, als sie sich fragte, wo nun gegessen werden sollte. Natürlich konnte man sich hier mit Stühlen an die Zeile setzen, oder ins Wohnzimmer, auch wenn das recht unkonventionell war. "Ach ja - und den kannst du ja nun wieder aufmachen. Kochsaison ist abgeschlossen~" Mit einem unschuldigen Engelsgesicht gesellte Chiyoko sich neben den Kitoku, befreite die von ihr als vom Licht geküsst bezeichneten Haare aus ihrer zurückgezogenen Stellung. Insgeheim begeistert war sie natürlich diesen Adoniswellen wieder so nahe gekommen zu sein, aber luscherte dann einfach nur an Rens Schulter vorbei in sein Blickfeld und tat wieder so, als würde eine Sonne aus ihrem Gesicht geboren werden. Als hätte sie rein gar nichts verbrochen. "Süß darf ich ja sicher nicht mehr sagen. Die Reaktionen fielen bescheiden aus. Aber du siehst mit beiden Frisuren ... formvollendet aus? Oder ist das zu sachlich? Stilvoll, sonnig, entzückend, harmonisch ... Ne, das passt alles nicht." Irgendwie verstrickte sie sich wieder chikomäßig nach einem sicheren Auftritt in widersinnigen Gedanken. Aus ihrer Miene wurde das reinste Fragezeichen. Sie legte den Zeigefinger an den Mund, spitzte die Lippen verwirrt und sah an die Decke. Dann schnippte sie nach ein paar Sekunden und sagte fröhlich: "Genau! Selbst mein Vater würde dich um deine Länge beneiden! ^___^ " Chiko ... Ja? That's what she said.
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BeitragThema: Re: Ren's Wohnung   So Jun 16, 2013 1:00 pm

Und wieder eine Neuerung - von diesen schien es in der letzten Zeit wohl ziemlich viele zu geben. Erst einfach so eine Übernachtung, dann ein verrückter Sadisten-Kater in seinem Schlafzimmer und am Ende durfte er noch zusehen, wie man ihn bekochte. Da konnte er wirklich nur zusehen und als sie ein jenes Kommentar hervorbrachte, verwandelten sich seine Augen nicht in Schlitze, aber wohl eher in Kugeln. Große Kugeln, welche Chiyoko verdutzt musterten. Wobei der Verdutztheit etwas folgte, was nicht allzu gesund war. Aber bevor wir zu diesem Ereignis kommen, sollten wir lieber einmal aufgreifen, was davor war: Ren kam also zurück, blickte Chiyoko beim Kochen zu, welche ihn damit neckte, dass es ja "nur" zwanzig Minuten gebraucht hatte, weshalb er gleich einmal die Augenbrauen hob und mit der Hand eine Fünf in die Luft deutete. "Müsli mit Milch. Maximal 5 Minuten.", entgegnete er in einem schlagfertigen Tonfall, hatte sich danach aber sogleich an die Küchenzeile gestellt, auf welcher ja nun die Gerichte standen. Er hatte zum Frühstück noch nie sonderlich warm oder so üppig gegessen. Gesund und viel, aber nicht auf diese Weise üppig. Skeptisch blickte er also zunächst auf seinen Teller. "Ja schon, aber ich hab nich gern Haare in meiner Suppe... oder Brei... ne,... wie das, was du gekocht hast. Ich hoff es schmeckt' auch. Normal ess' ich sowas gar nicht am frühen Morgen, aber ich glaub ich werd' einfach auf das Mittagessen verzichten." Sah er nicht gerade aus wie ein kleiner Junge, der nun die arme skeptisch vor dem Essen verschränkte, als ob er analysieren würde, ob es giftig war oder nicht? Nah, diese Haltung verlor er lieber wieder und blickte dann zu seiner Seite, wo gerade die Sonne aufging - naja... in gewisser Hinsicht war es auch so, denn die Helle des Morgens bekräftigte den Eindruck von der doch hellen Haarfarbe der neuen Bekannten. Quatsch, sie waren ja Freunde, hatten sie beschlossen. Keine Bekannten - wobei das angenehmer wäre, denn wirklich viel wussten sie ja nicht voneinander. Wie dem auch sei, verlor Ren nun weiterhin kein Wort und um obige erste Sätze einzuleiten, beginnen wir einmal damit, dass er gerade seine erste Probe zum Mund führen wollte, die Lippen schließlich schloss und das Essen im Mund hatte. Danach erst hörte er Chiyokos Erwiderung, danach erst wurden seine Augen rund - nur damit ihm kurz darauf fast das Essen aus dem Mund fiel und er zu schlucken versuchte, was in einem heftigen verschlucken endete. Sollte das nun ein Kompliment sein? Und was meinte sie mit Länge? Man sah, dass ihm kurz eine Röte ins Gesicht stieg und er unter Schmerzen das Essen endlich gänzlich schluckte, sich nichts mehr in die Luftröhre verirrt hatte. Ein wenig schwerer atmend stemmte er sich also nun auf die Küchenzeile und blickte Chiyoko, die unschuldig lächelte, aus den Augenwinkeln heraus an, als ob sie ihn gerade versucht hätte umzubringen. "Das... war... kein... Egal." Sich selbst facepalmed und sich räuspernd, machte er sich schließlich daran, das Essen zu essen, wozu es schließlich auch gut war, verzog dabei jedoch keine Miene und war daran interessiert, den Blick einfach nur nach vorn zu richten. "Du kannst natürlich auch im Wohnzimmer essen...", sagte er nach ein bis zwei Minuten. "... ich machs meist im Stehen... ..... ... also das Essen." Gut, wo war der nächste Küchenschrank? Ah ja, genau vor seiner Stirn - nur würde es nun dumm aussehen, wenn er die Stirn dagegen schlagen würde. Demnach lies das nun lieber. Er wollte noch seine verbliebene Ehre retten. Letzten Endes hatte er schließlich auch fertig gegessen und schob den leeren Teller Richtung Spüle. Dennoch... er sagte nichts, viel zu argwöhnisch hatte sich eine Stille ausgebreitet. Eine Stille auf Grund des Aufwachens, auf Grund der Szene aus dem Bett, auf Grund ihrer Bemerkung, auf Grund ihrer Kleidung, auf Grund seiner Bemerkung... Nein, er schluckte einfach und drehte sich dann um, lehnte sich mit dem Rücken an die Zeile, blickte hinaus auf das im Nebel verhangene Dorf.
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BeitragThema: Re: Ren's Wohnung   So Jun 16, 2013 1:42 pm

Man konnte Chiyoko in der Sekunde in zwei Seiten aufteilen. Die Vorderseite schien zu strahlen aufgrund eines solchen Lächelns und Engelsgesichts. Dann die Rückseite, wo gerade eine dunkle Wolke mit einem fetten Tropfen hing, sodass der Teshima bewusst geworden war, was sie gesagt hatte. Ren schien ebenso plötzlich perplex zu sein, obwohl das Ganze eigentlich nur auf seine Haarlänge ausgerichtet gewesen war. Ja, ihr Vater war ebenso blond, noch etwas weißer, aber konnte seine Haare niemals so lang wachsen lassen, weil er Angst vor den ziehenden Händen seiner vier Töchter hatte. Mehr als schulterlang war nie drin gewesen. Erleichtert war die 25-Jährige dann letztlich darüber, als ihr das Angebot gemacht wurde, im Wohnzimmer essen zu dürfen. Sie wollte schon ihren Teller nehmen und dann in diese Richtung gehen, wobei sie aus Röte kein Wort verlor, als sie in ihrer Laufbewegung erstarrte. Im Stehen? Das Essen ... ja. Ein wenig wie ein Roboter ging Chiyoko weiter zum Wohnzimmer, das sie nun zum Esszimmer deklarierte. Sie ließ sich nieder, hatte den Teller auf dem Schoß mit Stäbchen zwischen den Fingern und bediente sich an dem, was sie zubereitet hatte, bis es weg war, und schwieg. Was letztlich eine Atmosphäre verbreitete, die von beiden wohl nicht gerade erwünscht gewesen war. Danach stand die Teshima mit dem Geschirr wieder auf, stellte es wie Ren dorthin, wo es sauber gemacht werden konnte, und strich sich leicht nervös und bedrückt von ihrem noch Schlaf verwirrten Haare eine Strähne aus dem Gesicht. Dabei hatte sie das Gesicht gesenkt, da Ren in ihrer Nähe an die Küchenzeile lehnte. "Ich ... geh mich mal umziehen", wich sie dieser bedrückenden Atmosphäre letztlich aus, um ins Bad zu verschwinden. "Deine ... Kleidung lege ich dir da irgendwo hin." Mit verschüchterten Schritten huschte Chiko letztlich davon. Sie zog sich schnell ihre Sachen an, was natürlich in erster Linie ihre getrocknete Unterwäsche betraf. Rens Shorts legte sie dabei auf den Badewannenrand, wo vorher ihre Unterwäsche gelegen hatte. Die Haare kämmte sie sich dann auch so zurecht, wie es ging, schnappte sich noch ihre Sachen von der Mission, um sich provisorisch damit anzukleiden, und ging dann aus dem Bad wieder heraus. Was sie nun noch groß hier sollte, war ihr nicht klar. Alles deutete ja nun auf das gänzliche Ende nach einer Mission hin, den Abschied für heute mit dem Marsch nach Hause, um Takara zu erklären, wieso man auswärts genächtigt hatte. Das würde vor allem ihren Vater blendend interessieren. Ob Schwertshinobi so etwas wie eine Note untereinander hatten, dass sie sich gegenseitig witterten? Dann würde ihr Vater Ren auf jeden Fall erkennen, oder zumindest wissen, dass es da jemanden gab. Kopfschütteln verbannte Chiyoko den Gedanken, ging zur Wohnungstür, und blieb da mit ihren Sachen im Arm dort stehen. Sie hatte die Tür bereits geöffnet, als Ren ihr hinterher kam, wie es wohl gesellschaftliche Verpflichtung war, und Chiyoko vor der Wohnungstür dann nochmals stehenblieb. Die Blonde drehte sich um, sah noch immer etwas betreten aus, aber versuchte sich mit einem Seufzen zu beruhigen. Ein paar letzte Worte, wie man immer so schön sagte. "Tut mir leid, wenn ich dir Umstände bereitet habe", war ihr charakteristischer Anfang. Wie immer eine Entschuldigung für etwas, was keiner Entschuldigung bedarf. "Ich werde den Bericht für die Mission dann zu Hause nochmal vernünftig ausschrieben und vielleicht einem Verwandten mitgeben, der zum Kage muss." Und was sollte sie nun sagen nach der formalen Absprache? Es war ja schon ein Entschluss, den sie nun als eine Freundin tätigte. Sie machte einen Schritt nach vorne und konnte ihren freien rechten Arm so heben, dass sie Ren in eine Umarmung zog, wo sie an seinem Ohr kurz gestand: "Danke fürs Dasein." Es war nichts romantisch Langes, sondern was ehrlich gemeintes Kurzes. Chiko ließ den Kitoku dann auch wieder los, ging zurück und hob die Hand zum Winken. "Wir sehen uns bestimmt noch. Bis dann." Dann drehte sie sich um, und verließ den Wohnkomplex, der Rens Wohnung beherbergte, um durch Kiris Straßen zu gehen. Letztlich musste sie ja eigentlich nach Hause.

tbc: Straßen von Kirigakure
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BeitragThema: Re: Ren's Wohnung   So Jun 16, 2013 6:31 pm

Es waren drei kleine Worte gewesen, die sich Ren ins Gedächtnis prägten, nachdem Chiyoko gegangen war. Drei einfache, kleine Worte. Danke für Alles. Das hatte sie gesagt. Sich bei ihm bedankt und sich zuvor sogar noch für "Umstände" entschuldigt - als ob es welche gegeben hätte! Wenn, dann war er hier derjenige gewesen, welcher sie in Bedrängnis gebracht hatte und nicht umgekehrt. Immerhin war sie eine Frau und eine Frau fand es mit Sicherheit komisch, wenn sie auf dem Bett waren und... oder dieses Schweigen! Das war genauso schlimm gewesen. Mit einem tiefen Seufzer hatte Ren die Tür hinter sich geschlossen und blickte in die Wohnung, welche mit einem Mal leer wirkte. Da war kein Kater mehr. Da war keine blonde Frau mehr, welche aus ihrem Hintern immer eine Attraktion machte. Nein, da waren nur noch er und ein Hauch von Luft. Von nichts. Vielleicht sollte er ja Baka beschwören, aber der würde ihn auch nur wieder nerven. Stattdessen machte er sich also daran, sich um den Abwasch zu kümmern und ein wenig aufzuräumen. Viel zu tun gab es eh nichts und er beschloss, dass er ja einfach so mal faulenzen konnte. Kaum hatte er jedoch damit angefangen und kaum war der Duft verflogen, klopfte es an der Tür. Es war ein energisches Klopfen. Zu energisch. Kurzum ein Klopfen, das er nur allzu gut kannte. Entweder er machte nun auf oder die Tür würde fliegen - Kagome oder seine Mutter. Wer mochte das wohl sein und warum war diese Frau hier? Spionierte man ihm nach? "Kitoku Ren! Ich weiß, dass du daheim bist!" Seine Mutter. Fast erleichtert schritt er zur Tür, machte sie auf - und bekam sie vom Schwung aus fast ins Gesicht, wäre er nicht reflexartig einen Schritt zurückgewichen. Vor ihm stand seine Mutter, die Arme unter ihrem Busen verschränkt und funkelte ihn finster an. Shit. Er hatte bestimmt ein Familienessen vergessen, oder? Ein wenig entglitten ihm die Gesichtszüge. Ja, verdammt! Es war ein Abendessen gewesen! Oder Tenshi, die olle Nuss, hatte ihn irgendwie verpetzt! Dennoch hielt seine Mutter abrupt inne: "DU hast am frühen Morgen gekocht? Doch mit Sicherheit nicht!" Ungläubig blickte sie ihn an, schien jedoch dann aus seinem Schweigen ihre Schlüsse zu ziehen und fuhr sich mit der Hand durch das ergraute Haar. Kurisa war schon immer eine Spürnase gewesen - eine sehr begabte noch dazu. Das kam ihr auch in ihrer Karriere als Kunoichi zu Gute. Mittlerweile arbeitete sie allerdings lieber als Ärztin. Ein Seufzen entring ihrer Kehle und sie ließ sich auf das Sofa fallen, wobei Ren einfach nur im Raum stehen blieb. Super. Nun hockte seine Mutter bei ihm in der Wohnung und sinnierte mögliche Tagträume nach, während sie eigentlich gekommen war, um ihm eine vor den Latz zu knallen. Dafür, dass er offenbar nicht zu Hause erschienen war. "Hm... ich habe beim Herausgehen eine blonde Frau gesehen. War sie es?" Diesem Aasgeier erging doch auch nichts. Nicht, dass Ren seine Mutter nicht mochte - im Gegenteil, er fand, dass er eine der besten Mütter überhaupt abbekommen hatte -, aber manchmal... manchmal bekam sie doch zu viel mit. "Teshima Chiyoko.", kapitulierte er vor der nun vielsagend nickenden Miene seiner Mutter, welche kurz darauf nachdenklich wirkte. Irgendwie... schien ihm daran etwas komisch vorzukommen. Irgendwie... schien sie etwas zu wissen, wovon er keine Ahnung hatte. Ihm wurde unwohl zu Mute und mit einem Mal lehnte er sich dann doch lieber gegen die Wand des Zimmers und musterte seine Mutter verwirrt. "Wir... sind Freunde...", begann er zu erklären, doch seine Mutter hob eine Hand. "Ach verdammt, was ist denn! Heb nicht die Hand, sondern erklär mir, das mit ihr ist!" Nun allerdings musste seine Mutter grinsen. Wieso grinste sie? Da kamen die Züge raus, welche er von ihr geerbt hatte, nicht wahr? Die Mundwinkel verziehend verschränkte er wie ein kleiner Junge die Arme vor der Brust und lauschte kurz darauf den Ausführungen seiner Mutter. Ausführungen, welche ihn im späteren Verlauf des Tages nachdenklich und mit einem neuen Blick, sowie auch vielen beantworteten Fragen, seine Wohnung verlassen ließen.

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