Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 Knochenpass

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BeitragThema: Knochenpass   Sa Feb 02, 2013 12:52 pm

das Eingangsposting lautete :

Spoiler:
 

~ Der Knochenpass liegt unweit Tsukigakures. Am Grunde der Schlucht plätschert ein Flüsschen vor sich hin, links und rechts erheben sich die Felswände. Ein überraschend breiter Pfad lädt zum Wandern ein. Trotzdem gibt es immer wieder Unfälle. Ob der Name der Gegend darauf fußt oder nur zwecks dramatischer Werbung gewählt wurde, ist heutzutage nicht mehr nachvollziehbar.
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BeitragThema: Re: Knochenpass   Fr Sep 13, 2013 10:16 pm

Tarotachi Penpachi stellte sich Taro seinerseits mit einer höflichen Verbeugung vor, Bitteschön fürs Abblocken. Und nein, dies ist mitnichten Guano. Er klopfte kräftig gegen sein Gepäck. Dann wärs weniger wichtig, äh, gewichtig. Hier sind mehr Steine drin erläuterte der Wandermönch diensteifrig und mit unerschütterlicher Professionalität. Abgesehen davon. Meine Wenigkeit ist zurzeit immerhin damit beschäftigt, einen Berg zu versetzen. Zumindest einen Gipfel. Seine Hände, beredsam wie zwei je fünffingrige Zungen, deuteten an, dass es ein Projekt kleineren Ausmaßen war, welches er hier und jetzt in die Tat umsetzte. Und da wäre Guano doch wirklich eine seltsame "Bausubstanz", nicht wahr?
Mit Bedauern blickte er noch einmal abwärts. Hach. Was solls, Schwund ist immer. Schulterzucken. Opfer mussten gebracht werden. Werte Dame, wohin ziehn sich Eure Wege, wenn ich so dreist fragen darf? Rein zufällig dort entlang? Er vollführte eine schlängelnde Armbewegung in die Richtung, in die er zu gehen gedachte.
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BeitragThema: Re: Knochenpass   So Sep 15, 2013 2:02 am

Tarotachi Penpachi. Was ein Name. Wer sich den wohl in einer seiner besoffenen Stunden ausgedacht hat? Maemi schüttelte über den Gedanken kurz den Kopf und musterte den kahlrasierten Kopf, während er sich verbeugte und ihren Dank offenbar annahm, indem er erklärte, dass er es... naja offenbar nicht gern, aber immerhin hatte er es getan. Leider teilten sie die Auffassung nicht, dass das, was er da umherschleppte Mist war. Er schien seltsam seriös auf ihre eher ironisch gemeinte Frage zu reagieren, was ihm eine zweifelnd in die Höhe gezogene Augenbraue bescherte. Meinte er das etwa ernst? Er trug einen Berg von einem Ort zum Anderen?
"Ihr schleppt also wie ein Trottel den Dreck den ihr irgendwo wegscharrt irgendwo weit weg hin. Muss ja echt spaßig sein. Welchen Sinn hat das Ganze, außer euch zu beschäftigen?" Irgendwie belustigte der Gedanke sie ja schon. Vielleicht war der Typ auch verrückt und man ließ ihn die Arbeit einfach machen, damit man Ruhe vor ihm hatte. Oder er war eben ein unverbesserlicher Exzentriker, der wirklich meinte, er könne einen Berg versetzen. Die Hyuuga bezweifelte das mal.
Recht rasch legte der Mönch ja zumindest sein Bedauern bezüglich der verlorenen Fracht ab. "Tut mir... leid?" Sie hatte sie gerade tatsächlich dafür entschuldigt, dass ihm Dreck runtergefallen war. Dämlich sowas. Auf seine Frage hin stieß sie etwas geräuschvoll Luft aus und schwieg, verfolgte seine Armbewegung und blickte in die Richtung, in die er gedeutet hatte. Eigentlich hatte sie ja gerade hier verschwinden wollen. Aber vielleicht sollte sie sich ja darauf einlassen, sich von einem unerschütterlichen Dreckschlepper belustigen zu lassen... oder was auch immer. "Schätze schon.", antwortete sie also lediglich, ging ohne weitere Worte voraus.
"Wohin führt denn Euch Euer Weg?", entgegenete sie ihre Frage, während sie sich umwandte und rückwärts weiterging, um Taro kurz anzusehen und sich dann wieder herum zu wenden.
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BeitragThema: Re: Knochenpass   Di Sep 17, 2013 11:55 am

Wer anders als eine traditionsbewusste Familie von Aalfischern und Torfsammlern aus der sumpfigen Moorlandschaft Yokuchis hatte sich diesen Namen ausdenken können? Natürlich waren sie allesamt besoffen gewesen, als es um Namensgebung ging. Doch wer konnte sich diesem netten Zungenschlag nicht verweigern, den dieser Name auslöste? Es war eine solche Freude, diesen Namen auszusprechen... dass das Kind relativ bald vor dem Tor des Feuertempels ausgesetzt worden war. Joah. Namen machen Leute.
Idiotie sprach Tarotachi verschnupft, oder das Verhalten wie ein Depp liegt wohl im Auge des Betrachters. Er schien nicht wirklich beleidigt; weder verzog er das Gesicht, noch setzte er dazu an, Maemi doch noch von der Klippe zu werfen. Manch einer hätts wohl getan in der heutigen Zeit. Ebenso wie der Sinn diverser Unternehmungen... doch natürlich liegt ein Solcher vor, jenseits von Beschäftigungstherapie. Wäre doch auch zu dämlich. Der Mönch vollführte eine weit ausholende Geste, als wolle er alles im Blickfeld einrahmen. Seht Euch um. Was gibts zu betrachten? Gebirge latürnlich. Schön siehts aus, nicht wahr? Die Berge, die Täler. Höhen und Tiefen, die gibts überall. So ists gewollt, so solls sein. Nehmen wir aber an, jemand beginnt damit, einen Berg an der einen Stelle abzutragen, ohne an anderer Stelle einen neuen Berg aufzuschütten. Was, wenn das plötzlich jeder so macht?
Wie sähen die Oberarme der Menschen aus, wenn jeder damit anfangen würde, Berge abzutragen?
Was bleibt - wir haben ungefähr den gleichen Weg, also regen wir uns doch einfach mal, langsam ziept es mir im Rücken vom Stehn an derselben Stelle - was bleibt dann, irgendwann, von diesem hübschen Berg-Panorama? Eine einzige, blanke Ebene. Tarotachi setzte sich in Bewegung. Und wie scheiße sähe das aus. Nein nein. Die Welt ist ein Gleichnis. Für jeden Berg gibt es ein Tal, und nehme ich an der einen Stelle einen Gipfel weg, hat er gefälligst an anderer Stelle wieder zu stehen. Andernfalls wird alles einfach flach und lahm. Die Welt braucht ihre Höhen und Tiefen. So wars, so ists, so bleibts fürderhin.
Nun aber wollte er zum Abschluss noch etwas konkreter werden. Höhere Ziele beiseite. Meine Füße tragen mich noch ein wenig den Knochenpass entlang, bis zum Shichiseiken-Gebirge. Ihr habt nicht zufällig etwas mitbekommen von dem Meteoriten, der vor einiger Zeit so spektakulär vom Himmel krachte?
Ein Großteil der Einheimischen hatte ihn zumindest gesehen.
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BeitragThema: Re: Knochenpass   Di Sep 17, 2013 7:45 pm

Maemi grinste breit. "Ich sprach von einem Trottel." Ihre Augen blitzten belustigt, bevor sie ihre Züge dazu zwang sich wieder zu glätten und ihn beobachtete. Er schien sich nicht von ihr beleidigt zu fühlen, was beinahe schon irgendwie beleidigend war. Immerhin hatte sie ihn gerade eigentlich in mehr als einer Hinsicht gekränkt. Doch sie wollte nicht darauf rumhacken und ihrem Retter auch noch miese Laune bescheren, sodass ei schwieg und es hinnahm, während sie seinen Worten darüber lauschte, welchen Sinn diese Unternehmung offenbar hatte.
Unwillkürlich folgte sie seiner Aufforderung, sah sich um. Sah Gebirge natürlich. Inwieweit das schön aussah, war Geschmackssache, aber sie liebte das Gebirge, zweifelsfrei, sie hatte es schätzen gelernt, seit sie sich frei bewegen konnte. Im Feuerreich war es schließlich eher rar gesäht. Die Stirn runzelnd versuchte sie seinen Gedankengängen zu folgen, kam aber nicht umhin, irgendwann den Kopf zu schütteln. Als wäre jeder Mann so dämlich, irgendwo einen Felsen wegzuscharren, um ihn an anderer Stelle wieder zu errichten. Der Typ war wirklich seltsam mit seinen Vorstellungen.
Ohne zu antworten kam sie seiner Aufforderung, sich zu bewegen, nach und ging neben ihm her, während sie sich fragte, warum sie ihm beim lamentieren überhaupt Gehör schenkte. Er mochte ja recht haben, dass die Natur hier schön war und man sie nicht ändern sollte, aber irgendwie schien er sich darum zu viele Gedanken zu machen. "Ihr schleppt aber dennoch Dreck von einem Fleck zum anderen. Ob ihr dabei nun einen Berg abtragt und irgendwo anders einen aufschüttet, ist egal. Ihr solltet ein besseres Ziel haben, als die Landschaft umzubauen, nur um sie zu erhalten. Sonst wäre eure Unternehmung doch weit weniger sinnvoll, als Ihr zu verkünden versucht." Zweifelnd seufzte sie leise, schürzte die Lippen und schob die Gedanken beiseite, die er eben ausgelöst hatte, während sie sich fragte, was sie als nächstes tun sollte.
Ihr blieb nicht viel als Sunagakure.
Doch die Stimme des Glatzkopfes lockte ihre Aufmerksamkeit aus der Gedankenwelt wieder in die Realität und ließ sie ihn anblinzeln. Ein Meteorit? "Ich war nicht in der Nähe. Was ist damit?", fragte sie ruhig und war sich dessen bewusst, dass er sich sicherlich irgendwann zusammenreimen könnte, dass sie weder aus Tsukigakure noch einem Dorf hier stammte. Aber eigentlich konnte ihm das ja egal sein, solange sie friedlich blieb und ihrer Wege gehen würde, nicht wahr? "Hat sicher 'nen schicken Krater geschlagen."
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BeitragThema: Re: Knochenpass   Do Sep 19, 2013 10:41 am

Der Bergpfad knirschte da und dort unter ledrigen Sohlen. Nur zur Sicherheit, der Wandermönch trug heute mal richtige Schuhe; es war nicht seine Hornhaut, die da lautgebend über karstigen Untergrund schroberte. Die hätte zusätzlich schließlich noch Funken geschlagen.
Ein Trottel ist auch nur ein Idiot ohne "i" murmelte er gleichmütig auf Maemis Korrekturanmerkung. Nenn den Köter einen Esel, am Ende ist es... Abrupt hielt er inne, legte die Stirn in Falten. Verdammt, wie ging der Spruch? Hund oder Esel, irgendwas mit treu und doof, ich krieg ihn gerade nicht auf die Reihe. Egal.
Schade aber auch. Rhetorischer Schlagabtausch voll versiebt. Mit wedelnder Hand verscheuchte er dieses Thema; in der Tat wars ihm seit Lebzeiten egal gewesen, ob man seine Meinung von der Welt wirklich begriff oder als dummes Zeug abstempelte. Taro hatte seine Linie, er hatte sie bis hierhin gezogen, auf die Bäume von Hi no kuni und die Dünen von Kaze no kuni und die Moorlandschaften von Yokuchi gemalt. Bis hierhin hatte ihn seine Art zu leben gebracht, und wenn er zurückblickte, von den Bergen Kangetsu no kunis herab auf alles, was er zuvor bereist hatte, dann wußte er: Hier war er, und so war es gut. Irgendwann würde es ihn erneut in den schorfigen Füßen jucken. Aber nicht heute, nicht morgen, vielleicht übermorgen.
Oh, ich habe selbstredend noch andere Projekte und Unternehmungen erklärte er nun beiläufig, um der jungen Dame darzulegen, dass er seine Lebenszeit nicht allein mit Bergversetzen verplemperte. Ein weiterer, großer Punkt in meinen ausufernden Plänen ist die Missionierung dieses Landes hin zum Willen des Feuers. Dieses Schleppen von Dreck hier ist praktisch nur eine Art Ausgleich. Er klopfte mit gehobener Laune gegen sein Gepäck. Denn dieses Bergeverschieben, das verschafft mir wesentlich schneller Erfolgserlebnisse.
Der Meteorit, ja. Dass den nur Ausländer oder Blinde nicht hatten bemerken können, war dem Mönch selbstverfreilich klar. Gleichwohl war er kein sonderlich misstrauischer Kerl. Zumindest kein solcher Bluthund in Menschengestalt, wie es manche Kollegen mit Shinobi-Ausbildung waren und jeden Fremden sogleich in die Feind-Kategorie quetschten, sobald er ihnen über den Weg lief. Noch ein Grund, warum Tarotachi so gern außerhalb Tsukigakures umherstromerte und unsinnige Dinge tat. Er konnte auf Menschen treffen, ohne ihnen sogleich unterstellen zu müssen, Spionage zu betreiben.
Kurz schien Maemi mit den Gedanken anderswo. Bestimmt ganz verzaubert von der Umgebung, der kargen Schroffheit und dem Braun und Grau und dem Himmelsblau. Wer wollts ihr verdenken. Einen schicken Krater, oh ja. Taro gestikulierte ein wenig, als wäre er gerade dabei, ein Stück der Landschaft wie ein Künstler betrachten zu wollen, und formte mit den Fingern einen Rahmen. Passgenau einen, wie ich ihn gern eigenhändig ausgehoben hätte. Leider zu weit weg. Aber das korrigiere ich gerade ja. Nochmals klopfte er auf sein Gepäck. Und wohin ziehts Euch, junge Dame? Nur Durchreise? Treibt die Eile? Ich halte mich für einen wegkundigen Kerl, und nett bin ich obendrein. Soll heißen, ich kenne Abkürzungen und nenne sie kostenlos, ganz im Gegensatz zu gewissen Landstreichern, die hier so durch die Bergpässe mäandern.
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BeitragThema: Re: Knochenpass   Do Sep 19, 2013 11:44 pm

Maemi schwieg sich über den versiebten Schlagabtausch aus und hörte lieber der Umgebung dabei zu, wie sie ihre Zeit verbrachte. Mit knirschenden Steinchen, dem Schreien von Greifvögeln, dem Wind der einem um die Nase wehte, wenn er die richtige Richtung einschlug. Ihr war nicht danach, jemanden bloß zu stellen. Sie wusste ja nichtmal, warum sie - die Hände in den Jackentaschen - überhaupt neben Taro herging. Eigentlich hatte sie sich nur nicht gleich wieder verabschieden wollen, weil sie sich schuldig vorkam, dass er beinahe abgestürzt wär. Das war allerdings irgendwie verflogen. Er war ein extrem seltsamer Kautz und normalerweise nervte sie das bis zum abwinken und sie ging. Vielleicht lag es aber daran, dass sie zu lange allein unterwegs gewesen war, bis sie hier ankam und ihn traf. Die Leute, die sie in letzter Zeit getroffen hatte, waren allesamt Auftraggeber oder Ziele gewesen. Oder Mittelsmänner. Jedenfalls niemand normales.
Und jetzt derhier.
Der war auch nicht normal, aber vermutlich besser, als garnichts. Schweigend, aber seufzend über den Gedanken, musterte sie den kahlrasierten Mann von der Seite und fragte sich, ob er schon immer so war oder erst so geworden ist, oder ob er sie überhaupt und generell für dumm verkaufte. Letzteres erschien ihr etwas unwahrscheinlich, dazu war er zu überzeugend mit all den Muskeln und... Ihre Gedanken schweiften ab! Darüber verzog sie kurz das Gesicht, bevor sich ihre Züge wieder glätteten und sie den Worten des Mannes neben ihr lauschte.
Missionierung hin zum Willen des Feuers? Kam er etwa aus Konohagakure und war irgendsoein Fanatiker? Fragwürdig. Blinzelnd blieb sie stehen, als sie begriff, auf was sie das Wort Missionierung brachte. Sie legte den Kopf leicht schief und sah Taro an. "Seid ihr ein Mönch? Aus dem Feuerreich?" Als sie Jung gewesen war - nicht, dass sie heute alt wäre - hatten ihre Eltern ihr oft Geschichten über die Mönche von Hi no Tera erzählt, gleich nach den Clangeschichten natürlich. Aber die Mönche waren in vielen Geschichten ein Beispiel für Disziplin. Und wenn sie ihn so ansah, machte es womöglich Sinn, was er tat. Oder auch nicht. Aber es wäre doch irgendwie ein interessanter Zufall, hier jemanden aus dem Feuerreich zu treffen. In letzter Zeit schrie irgendetwas in ihr nach ihrer Heimat.
Über den Satz, dass das Berge versetzen ihm schneller Erfolg verschaffte, musste sie im Nachhinein leicht grinsen, bevor sie weiter neben dem Mönch herging, nachdem sie den Abstand wieder aufgeholt hatte. Ein wenig gleichmütig hing sie ihren Gedanken nach, ohne ihre Aufmerksamkeit von ihm zu nehmen. Mit dem Gedanken, dass er von dort stammen könnte, war er doch irgendwo interessanter. Dennoch brachten seine Worte sie wieder dazu, einen kurzen Laut auszustoßen, der wohl einem Lachen ähneln sollte. "Ihr wollt einen Krater, weiter dort... wartet... näher am Dorf? Warum? Und ginge das nicht einfacher, indem man Dotonjutsu verwendet?" Mit einer fahrigen Handbewegung hatte sie hinter sich gedeutet, bevor ihr eingefallen war, was in der Richtung lag und auf das Dorf gekommen war. Wollte er das Ding zu Verteidigungsmaßnahmen umfunktionieren? Eine riesige Fallgrube?
Zweifelnd sah sie den Mann nocheinmal an, hörte seine Worte und grinste abermals, schüttelte den Kopf. "Durchreise triffst. Keine Eile, im Moment nicht", erklärte sie langsam, dachte an ihren letzten Auftrag und zuckte mit den Schultern. "Ich schätze, ich kenne mich gut genug aus. Aber ich wüsste gern mehr über die Landstreicher, die hier herum mäandern. Was tun sie denn so schreckliches?"
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BeitragThema: Re: Knochenpass   So Sep 22, 2013 9:40 am

Ich bin ein Mönch antwortete Taro diesmal ganz unumwunden, aus dem Feuerreich. Genauer gesagt, Wandermönch. Wir Ihr euch wohl schon denken könnt; immerhin wär ich sonst kaum hier, sondern daheim in Hi no Tera. Er seufzte tief. Die Flamme weiß, daheim... daheim ists leichter. Dieses Land hier ist wilder. Ihr wollt nicht wissen, wie schwer es ist, hier vernünftigen Weihrauch zu bekommen, der den Tempelgästen nicht gleich die Sternchen hinter die Stirn bläst. Seine nach wie vor beredten Hände, besser gesagt sein rechter Zeigefinger, bewegte sich zur Schläfe und vollführte Kreise.
Die Beschreibung seines Projektes brachte Maemi dazu, etwas auszustoßen, was er in seinem Optimismus als Lachen hinnahm. Ihr Vorschlag wurde quittiert. Erst mit einem Nicken. Dann mit einem Grinsen. Zähnebleckend. Arbeit mit Doton wär schneller. Praktischer. Besser. Er servierte ihr die kürzeste Antwort, die sie vermutlich von ihm hören würde. Er hob die Hände ein wenig, mit den Handflächen nach oben gedreht, als hielte er etwas Kostbares und betrachte es in allen Einzelheiten. Aber diese Arbeit wäre nicht Meine.
Und welchen Grund brauchte jemand wie Tarotachi Penpachi sonst?

Es klingt wie ein Plan merkte Ringo Sarutobi an, als wäre sie wirklich in der Position, irgendein lobendes Urteil zu fällen. Aber irgendwas stört mich dran.

Was die Landstreicher angeht. Tja. Sie tun nicht viel anderes als sonstwo, schätze ich. Ab und an patroullieren sie hier umher. Von Zeit zu Zeit sehe ich sie und grüße freundlich, daher weiß ichs. Allerdings haben sie es hier sogar ein wenig leichter als anderswo... Hm... Taro schaute kurz über den Rand, die Stirn gerunzelt. Es wäre nun natürlich nett, läge da unten jemand. Nicht nett für den Liegenden, aber nett zum Verdeutlichen, was ich gerade anschneide. Selbstverfreilich, kein Glück. Er deutete in Richtung Abgrund. Nehmen wir halt an, wir wären vorhin abgestürzt und lägen mit durcheinandergeratenen Knochen dort unten. Dann kämen diese Landstreicher an wie die Treibholzsammler an Küste. Eine bequeme Art der Wegelagerei, nicht?
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BeitragThema: Re: Knochenpass   Fr Sep 27, 2013 12:09 am

"Und einen ehrwürdigen Mönch aus Hi no Tera verschlägt es nur hierhin, um ein paar Wilde zum Willen des Feuers zu bekehren? Ich glaube kaum, dass die Leute aus den ruppigen Gebirgen hier wirklich an solche Dinge glauben", begann Maemi zu erläutern, was sie über den Glauben dachte. Zumindest den Glauben hier. In Konohagakure, früher, gab es viele Leute, die stark an den Willen des Feuers glaubten und der Meinung waren, dass er das war, was das Dorf so stark machte. Vermutlich hatte sie als kleines Kind selbst dran geglaubt, wenn man die großen Geschichten der großen Shinobi ausgepackt hatte. Jetzt war es ihr ein wenig zuwider, auch wenn sie oft zugeben musste, dass die Ninja aus diesem Dorf eben doch irgendwie einen ganz eigenen Willen hatte. "Die meisten, die man hier trifft, verehren Raijin und Fûjin. Zumindest die, die ich meistens treffe. Wenn sie überhaupt irgendein religiöses Interesse haben." Ihre rehbraunen Augen musterten den Mönch dabei, wie er die ganze Zeit über wild gestikulierte und seiner Rede damit wohl mehr Ausdruck verleihen wollte.
Er beantwortete ihre Frage leider nur halb. "Das beantwortet nicht, warum ihr es tut, nur warum ihr es auf diese Art und Weise tut", murmelte sie, beobachtete ihn kurz. Es schien ihm überaus wichtig, dass er diese Arbeit mit seinen eigenen Händen verrichtete, was womöglich ein hehres Ziel und ein nobler Ansatz war. Dennoch interessierte sie sich mehr für die Landstreicher, vornehmlich deshalb, dass Aufträge winkten, wenn die sehr nervig waren. Immerhin trieben sich Dorfshinobi nur selten mit solchen kleinen Problemen um, wenn gerade ein Angriff auf ihr Dorf stattgefunden hatte. "Meint ihr, jemand interessiert sich dafür, dass sie aus dem Weg geräumt werden?", fragte sie interessiert, musterte den Abgrund, während sie kurz inne hielt und sich dann doch wieder an ihren Gesprächspartner wandte.
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BeitragThema: Re: Knochenpass   Mo Sep 30, 2013 3:46 pm

Götter und Glaube gibt es in der Welt wie Sand am Meer, sicherlich bestätigte Tarotachi recht trocken. Ist nicht leicht für einen ehrwürdigen Mönch aus Hi no Tera, ein paar Jünger zu finden... aber würd mich das abschrecken, könnte ich auch wieder nach Hause gehen und dort die Abendandacht vor vollständig versammelter Gemeinde halten, anstatt Kräuter von zweifelhafter Qualität in einem Tempel zu verbrennen, der kaum groß genug ist für fünzig Mann und nur bei Regen anständig gefüllt ist, wenn sich vierzig Mann mal eben schnell unterstellen wollen. Und trotzdem sind dann meist noch vier fünf Stühle frei. So war die Welt zu den Missionaren. Tarotachi zuckte voller Gleichmut mit den Schultern, soweit diese Bewegung mit seiner Last auf den Selbigen möglich war. Viele hier glauben an anderes, oder sie glauben an nichts. Für beides werd ich keinen schlagen, das ist sicher. Doch eines Tages, eines schönen Tages, wird man den Schein des Feuerwillens auch hier vernehmen. Auf den Höhen und den Ebenen wie auch in den Tälern, und ich werde mich umsehen und erkennen: Ich habe Großes geleistet! Wieder diese Gestik von gerade. Er breitete die Arme aus, Handflächen nach oben, als erhielte er von seinen eigenen, arg optimistischen Zukunftsplänen eine warme Dusche aus Sonnenlicht spendiert. Diese Pose hielt er einen Moment lang, die Gesichtszüge zu einem fast schon euphorischen Lächeln verzerrt. Dann ließ er die Arme fallen und marschierte weiter, als wäre nichts gewesen.
Klingt komisch, aber womöglich schleppe ich die Steine aus demselben Grunde, aus dem ich hier bin und tauben Ohren predige? Etwas zu erreichen, das ist ein großartiges Gefühl führte er nun weiter aus, wobei Maemis Nachhaken ihn nur für eine Sekunde ins Schlingern brachte. Auf ihre präzisierte Frage hin hatte er sie einen Moment lang scheel angeschaut. Du schaffst etwas. Nicht, weil du gut darin bist. Wenn du gut darin bist, Erde mit Fingerzeichen zu bewegen - wo ist dann die große Leistung darin, es zu tun? Nein, du schaffst etwas, ganz einfach weil du es so willst, und dein Wille lässt dich die Widrigkeiten ertragen und dein Ziel erreichen. Und wenn du dein Ziel erreicht hast, dann wirst du kalt duschen, in einem weichen Bett schlafen, morgens früh aufstehen und dir ein neues Ziel suchen. Und das Leben wird großartig sein, von einem Höhepunkt zum Nächsten. Rhetorische Pause. Darum tue ich Dinge, auch wenn ich darin nicht der Beste bin. Denn so ein Leben, das ist einfach schön.
Zumindest für ihn, Tarotachi Penpachi. Obs seiner jungen Begleiterin einleuchtete? Wenn sie pragmatisch eingestellt war, und so schiens angesichts ihres Nachhakens zu sein, wohl eher weniger. Täglich Energien aufbringen für Aufgaben, die andere Menschen schneller lösen könnten, wenn sie ihnen nur wichtig genug wären, war nichts für praktisch denkende Menschen. Was wohl auch ganz gut war. Würde jeder tagtäglich nur tun, was er wollte, ohne effizient in seinem Tun zu sein, gäbs ja nichts als Chaos.
Das Thema drehte sich den eher greifbaren Dingen des Lebens zu. Den Wegelagerern, die vom Berg Gefallene fledderten und Kiesel schubsten, um Wanderer mit Geröll-Lawinen zu überschütten. Oh, das eine oder andere Kopfgeld dürfte es wohl geben entgegnete Tarotachi aufgeräumt, derweil Maemi selbst in den Abgrund schaute. Immerhin sind sie nervig, diese Kerle. Fahrende Händler beschweren sich alle nasenlang über sie. Irgendjemand würde sicherlich klingende Münze springen lassen, wenn das Gebirge da und dort etwas sicherer werden würde. Er schaute nun seinerseits interessiert. Zu einem gewissen Teil auch amüsiert. Immerhin machte Maemi keinen besonders impressiven Eindruck. Sagt bloß, Ihr wollt ein paar Vagabunden die Ärsche versohlen? Ich sagte zwar "Treibholzsammler", aber ein paar Kerle können auch richtig kämpfen, so hört mans zumindest. Und außerdem verkriechen sie sich so hinterlistig. Er ließ den Blick übers Panorama schweifen, wedelte ein wenig mit der Hand in Richtung der Gipfel. Höhlen, Spalten. Da verkriechen sie sich. Wenns Ärger gibt. Oder regnet. Nervige Gegner wären das, nicht?

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Timeskip und tbc: Friseur-Salon 'Kaminoke-hime no hohoemi'
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BeitragThema: Re: Knochenpass   Mi Dez 04, 2013 7:38 am

Tsuki-Gakure > Friseur-Salon 'Kaminoke-hime no hohoemi'

°oO(Erneut hier, erneut am Knochenpass. Jenem legendären Örtchen, an dem ich meinen ersten Kampf gegen einen ernstzunehmenden Gegner bestritt; Den Bröckel-Bröckel-Lawinenmann! Hmm... nicht der beste Name für einen episch zu nennenden Gegner, aber muss reichen. Bin gerade nicht in der Stimmung, mir einen übercoolen Spitznamen für Dai auszudenken. Hier heißt es immerhin 'Augen auf und Sinne geschärft!'. Schon damals wurden wir urplötzlich angegriffen. Will dass nicht noch mal erleben. Wobei der flugunfähige Doton-Greif schon eine Nummer für sich war! )

So schritt das Dreier-Grüppchen also den Pfad entlang, den man den Knochenpass nannte. Die erste und nächstgelegene Blumen-Sammelstelle befand sich stromabwärts des kleinen Flüsschens, dass sich am Grunde der Schlucht entlang schlängelte. Der Plan sah vor, dem ausgetretenen Pfade hier zu folgen, solange er gleichauf mit dem Flüsschen war. Sobald sich Pfad und Flüsschen jedoch trennten, würde die Gruppe die Schlucht hinab steigen und dem kühlen Nasse dort folgend, den Rest des Weges zum ersten Zielpunkt zurücklegen. So zumindest war Raos Plan, den sie Penpachi unterbreitete, und da der der Vorgesetzte auf dieser Mission war, oblag es wohl ihm, zu entscheiden, ob dieses Vorgehen auch umgesetzt wurde, oder ob letztlich ein anderer Weg eingeschlagen werden sollte. So oder so, die gute Laune des Mönches war angesteckend gewesen und lies auch Rao frohen Mutes daherschreiten. Zeit für ein wenig Small-Talk! "Warum machst du dir eigentlich nichts aus unserem Friseur-Salon?" Eine neugierige, aber in Raos Augen, berechtigte Frage. Dass man sich die Haare auch ungelernt zuhause schneiden lassen konnte, wusste Rao garnicht. Gut, sie kannte heimische 'Beschneidungen', aber eben nur von gelerntem Personal. Dass sowas auch von normalen Leuten einfach so erledigt werden konnte, kam ihr nie in den Sinn.

Und während Rao sich diesem relativ unwichtigen Gedankengut widmete, beschränkte sich ein anderer Besucher des Knochenpasses darauf, die Gruppe aus der Ferne zu beobachten. Hoch oben auf einem Felsvorsprung, der dornenartig aus einer Wand ragte, stand ein Bergziegenbock. Aber nicht irgendein Bergziegenbock, nein, es war ein verdammt alter Bock, dessen Ziegenbart den Boden streifte, dessen geschraubte Hörner zahllose Kerben aufwiesen und der zu allem Überflüss ständig zu brennen schien. Merkwürdiger Anblick, gewiss. Zumal sein weißes Fell davon nicht den geringsten Schaden zu nehmen schien. Das Feuer beschränkte sich auch nicht nur aufs Fell, nein der ganze Ziegenbock war von Flammen umgeben. Im Moment 'köchelte' das Feuer aber eher gemächlich vor sich hin, der alte Bock hatte schon schlimmeres erlebt. Seine Augen folgten unablässig den Tsuki-Nin. Dabei schlossen sie sich übrigens nie, was einen recht unheimlichen Anblick bot. Die Flammen waren ja fast schon zu ignorieren. Die Augen, diese starren, weitaufgerissenen schwarzen Bälle folgten der Gruppe in einer Tour. Und bewegte sich die Gruppe mal ein wenig außer Reichweite, sprang der Bergziegenbock einfach weiter, die Wand entlang und landete immer auf eine, zufällig aus der Wand schießenden Vorsprung. Die Erde meinte es offensichtlich gut mit ihm. Die Erde? Oder etwas anderes? "Sind sie dass?" "Exakta! Welch ein Anblick! Der Bergversetzter und die weiße Hand! Nach all den Jahren, endlich in meiner Reichweite!" Auf einem kleineren Felsvorsprung, direkt über dem Bergziegenbock, hockte ein Klippschleifer. In seinen Augen brannte Feuer, lichterloh und boshaft, und noch viel bedrohlicher als die Lohe, die dem Ziegenbock das Fell erwärmte. Jener schaute zu dem Klippschleifer auf. Seine dröge Stimme erhob sich, passte nicht so recht zu den verstörenden, sich nie schließenden, Augen. "Und wer ist der Dritte? " "Die große Unbekannte in der Rechnung des Sternenhirten! Aber nichts und niemand wird mich, den Messias des Herren der himmlischen Schleudersteine, noch aufhalten!" "... dass da ist eine 'die'? Dass erkennst du auf die Entfernung?" "He? Was? Nein! Ist mir doch egal!"

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Ishida Natsuki

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BeitragThema: Re: Knochenpass   Fr Dez 06, 2013 2:01 pm

cf: Friseur-Salon 'Kaminoke-hime no hohoemi'

Wie lange waren sie inzwischen schon unterwegs? Natsuki hatte das Zeitgefühl irgendwie etwas verloren. Sie waren hoch hinauf gestiegen, Knochenpass nannte sich das Gebiet hier. Interessiert sah sich die Chuunin um, stellte fest, dass die Umgebung ziemlich rau wirkte und fragte sich in diesem Augenblick, wie hier Blumen gedeihen konnten. Oder war es womöglich nur dieser Abschnitt, mit diesen steilen Felsvorhängen, die so karg aussahen, dass sie sich einbildete, hier könnten keine Blumen wachsen? Womöglich war es nur ein Abschnitt und später würde sich eine blühende Blumenwiese offanbare. Die Vorstellung hatte irgendwie etwas belustigendes, sie lächelte still in sich hinein, während sie dem Pfad folgte, dennen auch die anderen Beiden entlang gingen. Unter ihnen, in einer Schlucht plätscherte ein Flüsschen entlang. Das Rauschen war selbst bis hier oben zu vernehmen, das lag aber nicht an der Grösse des Baches sondern vielmehr daran, dass es von Felswänden umgeben war und der Klang dadurch hinaufgetragen wurde.
Es herrschte Stille zwischen den Drei'n. Während sich Raos Laune offensichtlich gebessert hatte und sie nun ziemlich enthusiastisch wirkte, war Natsuki dem Ganze gegenüber noch immer etwas skeptisch. Sie hatte zwar damit gerechnet, das kaum Gegner hier auftauchen würden, aber auf dem Weg hierher hatte sie sich gefagt, warum die Mission dann als B-Rang eingestuft wurde. Sie kam zu keiner befriedigenden Aussage, weshalb sie noch immer darüber nachgrübelte. Man hatte ihnen auch nichts Explizites darüber erwähnt, hätte man sie vor solch wichtigen Dingen nicht warnen müssen? Natsuki konnte nur Ahnungen anstellen und sie vermutete, dass hier oben durch diesen Stein, der vom Himmel gefallen war, sich einiges verändert hatte. Was genau und in welchem Ausmass liess sich noch nicht sagen, aber vielleicht hatten sie auch gleich und konnten unbehelligt die Blumen einsammeln? Womöglich gab es hier oben auch Menschen, die glaubten, aus dem abgestürzten Kometen könnten sie irgendwie Geld rausschlagen. Diese würden die kleine Gruppe dann natürlich als feindlich gesinnt ansehen, immerhin waren sie ebenfalls hier oben in der nähe des Weltall-Gesteins. Aber Natsuki war sich sicher, dass man solche einfachen Situationen auch mit einem gut durchdachten Gespräch retten konnte. Innerlich bereitete sie sich zumindest auf alles vor, auch auf das Schlimmste ... Und so kam Raos Frage ziemlich unerwartet. Sie blickte die Genin an, war sich im ersten Augenblick nicht sicher, ob sie die Frage ihr gestellt hatte, nach dem sie sich aber ins Bewusstsein gerufen hatte, das Tarotachi gar keine Haare auf seinem Haupt hatte, konnte die Frage nur an sie gehen.
"Ich lege nicht so viel Wert darauf, dass es perfekt sein muss. Hauptsache die Haare hängen mir nicht ins Gesicht und stören mich nicht bei der Arbeit.", erklärte sie ziemlich nüchtern, mehr war dem tatsächlich auch nicht hinzuzfügen. Wieso viel Geld ausgeben, wenn sie es billig haben konnte? Man ging nur zu Friseur, wenn man besonders viel Wert auf seine Haare oder seine Friseur legte und da beides nicht auf Natsuki zutraff, sah sie keinerlei Grund, einen Frsieursalon dafür aufzusuchen.
"Dieser Knochenpass ... Weiss einer von euch, woher er seinen Namen hat?", fragte Natsuki dann und war sich nämlich nicht sicher, was sie davon halten sollte. Bisher hatte sie noch keine Knochen rumliegen sehen, daher konnte er also nicht stimmen. Plötzlich drang etwas an Natsukis Ohren. Abrupt blieb sie stehen und sah sich um, ihr Blick glitt forschend durch die Umgebung, betrachtete die groben Felswände und den Pfad, auf dem sie entlanggingen. Sie blickte sogar kurz in den Himmel hinauf, wurde sich jedoch bewusst, dass sie nichts verdächtiges erkennen konnte. Dennoch blieben ihre Züge hart, aufmerksam. Ob es nur der Wind war, der ihr diese gewisperten Worte vorgegaukelt hatte oder ob sie wirklich die Stimme einer entfernten Person gehört hatte, wusste Natsuki in diesem Augenblick nicht recht zu bestimmen.
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BeitragThema: Re: Knochenpass   Mo Dez 09, 2013 3:39 pm

cf: Friseur-Salon 'Kaminoke-hime no hohoemi'

Wie üblich, schritt Tarotachi stramm aus; der Pfad war ihm mittlerweile so vertraut wie ein Vorgarten, das Plätschern des Baches das Zwitschern der Vögelein am Futterplatz und die Felswand eine stets stehende Orientierungshilfe, wenn ihm im Arbeitseifer-Delirium mal die Sicht verschwommen war. Und eine treue Stütze war sie auch - der Mönch hatte während der Zeit des Gipfelversetzens und Abraumschleppens seinen Körper darauf konditioniert, stets zur Seite der Wand hin umzukippen, wenn er denn schon musste.
Ohne Murren hatte der Glatzköpfige Raos Plan zugestimmt, dem Fluss so lang wie möglich trockenen Fußes zu folgen, ehe sich Bergpfad und Wasserlauf trennten und das weitere Vorwärtskommen womöglich etwas beschwerlicher werden würde. Der Knochenpass verfügte immerhin über einen bequemen Fußweg - selbst ein arbeitseifriger Mönch mochte dagegen wenig sagen.
Dass sie beobachtet wurden, war Tarotachi nicht wirklich bewusst. Der offizielle Leiter der Mission verfügte nicht über sonderlich geschärfte Sinne - eher im Gegenteil. Von den drei Tsukis hier war er wohl derjenige, der einen Überraschungsangriff noch am spätesten registrieren würde. Zumindest, wenn dieser Überfall nicht in Form einer Steinlawine daherkam.
Dafür aber war Taro gut darin, zu reden. Und so sprang er relativ selbstverständlich in die Bresche, als die Frage nach dem Namensursprung des Knochenpasses aufkam. Ah, welch eine Frage holte er weit aus, Ja, was sonst mag einem im Kopfe umherspuken, wenn man durch diese bezaubernde Landschaft wandelt? Wie kann es sein, dass ein solch majestätischer Ort den Namen Knochenpass tragen muss? Liegt es an den Unfällen, die hier von Zeit zu Zeit passieren? Ist dem so, weil der Fels "bis auf den Knochen blank" ist? Er klopfte einige Male tüchtig gegen die Steinwand. Tragik des Todes? Poetik der Umschreibung? Was davon stand Pate bei der Namensschöpfung? Wer mags wissen? Wer mags ermessen? Auf meinen zahllosen Wanderungen rauf und runter habe ich lang darüber gesonnen! Erwartungssteigernde Pause. Konnt mich bisher nicht für eine von beiden Möglichkeiten entscheiden. Klingen beide schön. Er warf einen Blick zu Natsuki und Rao. Eigene Gedanken dazu? Was klingt schöner? Treffender? Oder gibts noch ne dritte Möglichkeit? Lasset hören, derweil wir wandeln.
So sprach er, vermutlich dafür sorgend, dass Natsuki nie wieder etwas fragen würde.
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BeitragThema: Re: Knochenpass   Fr Dez 13, 2013 7:36 pm

°oO(Hmh, ich schätze wenn man die Haare lieber kurz trägt, kann man sichs auch … 'fremd' besorgen lassen. Komisch isses trotzdem! Die Arbeit eines Profis ist der eines Amateurs doch alle mal vorzuziehen! )
(Spricht da jetzt die Kaminoke, deren Clan von dieser Profi-Arbeit lebt, aus dir oder eine etwas perfektionistische Rao? Darüber haben wir doch schon geredet! Fang nicht wieder damit an!)Oo°
°oO(Ich wollte eigentlich nur mal so am Rande .. also … die Frage hat mich einfach bewegt! Aber gut, wie du willst. Widmen wir uns lieber überflüssigeren Fragen. Zum Bleistift, warum dieser Ort so heißt wie er heißt.)
(Wirst du jetzt zickig?)Oo°
°oO(Fresse.)

Vieleicht war Rao an dieser Stelle einfach ein wenig eigen, aber Haarangelegenheiten bedeuteten ihr nunmal wesentlich mehr als dem Durchschnittsmenschen, der sein Kopfkraut allenfalls wusch, kämmte und mit dem Glätteisen malträtierte, anstatt ihm überbordenden Respekt zu zollen und es ans Geschenk zu betrachten, wenn da oben alles gesund und fluffig zuging. Was Rao aber so umtrieb, konnte man ihr äußerlich kaum anmerken. Ihr quietschfideler Gang war bestenfalls ein wenig gehemmt worden, ob der Antwort Natsukis. Dass lag wohl daran, dass es schlicht nicht Raos Art war, andere daran teilhaben zu lassen, was sie umtrieb. Das Privileg hatten nur wenige. Und manchen davon behagte diese Einsicht so garnicht. Hinter dem unschuldigen, stets freundlichen und gut erzogenen Äußeren Raos lauerte nämlich wesentlich mehr. Verborgene Aspekte an Raos Persönlichkeit, züchtig in Acht und Bann genommen, auf dass niemand merkt, wie die gute Kaminoke innerlich eigentlich drauf war. Anstatt nun also ihrer Unzufriedenheit Ausdruck zu verleihen und ihre Antwort etwas erbost zu formulieren, blickte Rao einen Moment lang in die Landschaft, sammelte sich und vergass dabei, ihre Aufmerksamkeit aufrecht zu halten. Was Natsuki so zu bemerken hatte, wehte an Rao vorbei wie an Penpachi-san, dessen Aufforderung zum Erklärungsversuchs Rao sich nun anschickte zu beantworten. "Vieleicht hat man hier besonders viele Knochen irgendwelchen prähistorischen Gekröses gefunden? Wobei, dann gäbe es hier wohl mehr Paläontologen. Neuer Versuch, vieleicht waren die ersten Wanderer in diesem Gebiet einfach sehr fantasiereich und sahen in so mancher Felsformation einen Oberschenkelknochen oder sowas? Vieleicht sieht der Pass aus der Luft betrachtet auch aus wie ein Knochen." Rao führte nachfolgend noch einige obsukre Theorien aus und geriet fast ein wenig ins Schwatzen, daher wollen wir hier nicht alles ausführlich aufzählen. Zwischen dem Aufrollen der mittlerweile völlig zu Tode gekauten Theorie eines hier ansässigen heidnischen symbolisch angehauchten Knochenkultes und der Theorie, dass der Name, im japanischen Dokurotouge, vieleicht einfach fehlerhaft gelesen wurde und der Pass in Wahrheit 'Doks Urotouge', übersetzt Doks Umleitungspass, sei und damit nach irgendeinem dahergelaufenem Dok, also Doktor, also Arzt, also Heiler, also irgendeinem verlausten, mit tollen Heilkräften ausgestatteten Bergeremiten benannt wurde.

Während Rao ihre Theorien ausarbeitete, und zunehmend Gefallen daran fand, näherte sich fast schon unbemerkt das Böse. Wobei Böse hier eher im Sinne eines brennenden Bergziegenbocks mit ungeklärten Intentionen und eines leicht dem Wahnsinn verfallenen Klippschleifers gedeutet werden sollte. Der Wind war auf ihrer Seite und trieb den unverwechselbaren Geruch des brennenden Bergziegenbocks von den Tsuki-Nin davon. Leider war es wohl nicht zu vermeiden, dass das ungleiche Gespann, dass sich nach wie vor springend und mit Doton-Felsvorsprüngen vorwärts bewegte, ein paar Geräusche machte. Glücklicherweise schienen jene Geräusche sich kaum vom übrigen Klangbild des Gebirgspfads abzuheben. Trotzdem presste der irdene Kräfte beschwörende Klippschleifer seine Lippen fest zusammen, atmete flach und vermied peinlichst jedes Geräusch beim Bewegen. Nicht dass es einen Unterschied gemacht hätte, Klippschleifer sind ja nicht gerade für ihr lautes rasselndes Atmen oder ihre tyrannosaurusartigen Schrittgeräusche bekannt. Der Ziegenbock gab da schon weniger Acht darauf, unerkannt durchs Gebiet zu kommen und hielt erst an, als er sich auf einem Felsvorsprung, einige Meter über den Köpfen der Tsuki-Nin wiederfand. "So walte deines Amtes, mein brennender Freund! Dann ist die Sicherheit deiner wilden Blumengöttin gewährleistet!" "Wohlan." Und zum ersten Mal schloss der ungewöhnliche Ziegenbock seine Augen. Doch als er sie kurz darauf wieder aufriss, brannte in ihnen die blanke Tollwut. In dem Moment verfärbten sich auch seine Flammen und nahmen einen gar merkwürdigen pinken Farbton an. Sie züngelten fast schon unschuldig auf, bildeten blumenhafte Stichflammen und ließen die Luft um ihn herum flirren. Dann öffnete der Ziegenbock sein Maul, aus den ihn umgebenden Flammen bildeten sich zwei starke männliche Hände. Sie flogen, sie formten Fingerzeichen und mit einer donnernden Stimme gab sich der Ziegenbock zu erkennen. Wobei mit dem zu erkennengeben hier eher eine feurige Begrüßung gemeint war. "Katon: Yamayake no Jutsu!" Aus dem Maul des Ziegenbocks schossen Flammen und regneten hinter der Tsuki-Gruppe auf dem Pfad nieder, den Weg abschneident. Mit einem Sprung, einen Schweif aus pinkem Feuer hinter sich herziehend, bewegte sich der Ziegenbock anschließend von seinem Felsvorsprung und landete auf dem Weg vor der Gruppe, ihnen den Weg abschneidend. Mit den Hufen scharrend und den grimmigen Blick der niemals blinzelnden Augen auf die Tsukis richtend, stand er auf dem Pfad, keinen Hehl daraus machend, dass er jederzeit losstürmen könnte, die Hörner auf die Gruppe gerichtet, um jemanden umzurennen. Brennenderweise versteht sich. Hoch über den Tsukis fuhr nun eine üppig gestaltete Kanzel aus der Felswand und der Begleiter des Ziegenbocks, der Klippschleifer, jener knuffig unschuldige Pelzträger, in dessen Augen die Flammen religiösen Wahns loderten, betrat sie, die kleinen Händen ausstreckend und den Moment auskostend. "So treffen wir uns also endlich wieder. Nach all den Jahren des Hoffens, des Banges, des Pläne schmiedens und der Entbehrungen! So treffen wir uns wieder, bergversetzender, Parolen purer Willenskraft verbreitender und glatzköpfig den Kontrast zu deiner Begleiterin erbringender, abgrundtief den neunundneunzig Makeln des Sternenhirten verfallener Titan! Und auch du, einstmals weißhäuptige, winzerblutäugige, Herrin des wandelbaren Pelzes und scheinheilige, Gift und Zwietracht säende, das wahre Volk des Berges und des Sternenhirtens vom rechten Weg abbringende Entweiherin des dreifach gesegneten Berges! Und auch du … mir unbekanntes Wesen, angehörig dem hust-hust-hust Geschlecht und Überbringerin diverser, für dich sicher nicht ganz unerheblich unwichtiger Nachrichten, derer es sicher viele gibt, deren du aber zu unwürdigt warst und deshalb vom Obersten abkommandiert wurdest, dem siebenfach verfluchten Duo Berginale das Wuji zu sein, dass ihrem Yin und Yang noch fehlte." Der Klippschleifer hustet leise, tat so als trinke er mal eben einen Schluck, wobei er dies aus einem Winkel tat, der für die Tsukis kaum einsichtig sein würde, damit jene nicht sahen, dass er eigentlich nichts zum Trinken dabei hatte, ehe er fortfuhr. "Ihr seit fortan angeklagt Unruhe ins achtfach gesegnete Gebirge der fünffach gesegneten Klippschleifer, dem einzig wahren gepriesenen Volk des Sternenhirten, gebracht zu haben. Vor vielen vielen vielen Jahren, die zahlreich waren und von großer erzwungener Enthaltsamkeit geprägt für diesen letzten Anhänger des wahren Schmeißsteingottes, entweihtet ihr den Gipfel der letzten Zuflucht, störtet das sechzehnfach gesegnete Sanktuarium der letzten überlebenden Klippschleifer, die der Prüfung des Schmeißsteins widerstanden hatten, und wagtet es die alleroberheiligste Reluqie unseres Gottesstaates, den Stein von Iswichtig, zu entwenden. Euch droht der Tod durch die scharlachpinken Flammen Yagigamis, dem Geliebten der Blumengöttin und Richter all jener die das Gebot der sichelblümigen Herrin, nach Friede, Freude und sonntägigem Eierkuchen missachten. Wie plädiert ihr, ihr klumpfüßigen, gebirgsverpestenden Unglücksbringer aus einem Dorf voll waffengewaltigen Irrsinns?" Lang war die Rede des Klippschleifers, aber bei ihm hatte sich viel Zorn angestaut. Sehr viel Zorn. Genug um Seiten zu füllen und sein Zeitgefühl durcheinander zu bringen. Was ihm wie Jahre vorgekommen war, war in der Realität kaum ein halbes Jahr her. In einer anderen, dreidimensionalen Existenzebene mochte ein halbes Jahr gut ein Jahr wert und her sein, für den Klippschleifer aber waren Jahre vergangen. Klippschleiferjahre! Und während jener seine sorgsam vorbereitete Rede hielt, hielt der Bergziegenbock, nun als Yagigami bekannt, weiter Wache. Die pinken Flammen tänzelten blumenartig um ihn herum, formten manchmal aber auch anderes. Gelegentlich schien es gar, als formten die Flammen die Gestalt eines ausgewachsenen Menschen. Eines großen Menschen, mit stattlichen Muskeln, wallendem Haar und einem … Kleidchen, dass selbst die Heldin vom Matrosenmond als lächerlich empfunden hätte. Jenes Bild, welches oft nur kurz sichtbar war, wiederholte sich aber als einziges. Was sonst noch so zufällig von den Flammen geformt wurde, war kaum mehr als frei interpretierbares Fantasiegut. Vergleichbar mit dem, was man in einer Wolke sehen mag. Nur das Bild des Mannes war beständig und wohl von gewisser Bedeutsamkeit geprägt.

Technik des Ziegenbocks:
 

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Ishida Natsuki

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BeitragThema: Re: Knochenpass   So Dez 15, 2013 1:33 pm

Hätte Natsuki gewusst, dass Tarotachi und Rao ihre Frage so auf die leichte Schulter nehmen würden, hätte sie die zwei nicht gefragt. Alles, was sie dadurch bekam, war ungewollten Small-Talk über Theorien, wieso dieser Ort so heissen könnte. Natürlich hatte keiner eine Ahnung, wie er wirklich hiess und so brachte es Natsuki herzlich wenig, dass sie gefragt hatte. Sie hatte gehofft, dass der Name womöglich Aufschluss darauf geben könnte, ob es irgendwelche Besonderheiten in diesem Tal gab, denn immerhin hatte sie gedacht, vorhin etwas gehört zu haben, war sich dessen aber üerhaupt nicht sicher. Generell war sie sehr aufmerksam und hatte wahrscheinlcih auch als Einzige etwas bemerkt, aber da es so ungenau und schwammig war und es genau so gut hätte der Wind sein können, hatte sie es letzendlich beiseite geschoben und es als Irrtum abgetan. Nun lief sie wieder hinter den Zwei her und hörte sich verschiedene Theorien an, wieso dieses Tal diesen Namen bekommen hatte. Sie verschränkte die Arme vor der Brust und seufzte leise, gab jedoch keine Antwort auf Tarotachis Frage, denn das üebrnahm Rao mit weiteren Ideen und Anregungen. So ging es weiter, sie liefen dem kleinen Flüsschen entlang, das fröhlich unter ihnen vor sich her plätscherte und Natsuki verschränkte die Arme vor der Brust, weil sie hoffte, dass die Mission hoffentlich gut ausgehen würde, ohne grosse Komplikationen.
Aber was war schon eine Mission ohne grosse Kämpfe? Das war keine richtige Mission, also geschah, was geschehen musste. Wobei es doch ein sehr suspekter Anblick war, als plötzlich ein brennender Ziegenbock vor ihnen auftauchte, nach dem eine lichterlohe Flammenmauer ihnen den Weg versperrte. Natsuki spürte sofort die Hitze auf ihrer Haut, die von den Flammen ausging. Ihre Augen weiteten sich leicht, der Anblick war doch sehr verstörend. Ihre Körperhaltung spannte sich sofort an, bereit, um einen Angriff zu starten, genau so wie es der Ziegenbock anscheinend tat, denn er hatte die Hörer gesenkt und schien, als würde er jeden Augenblick losstürmen. Doch das war noch lange nicht alles, denn ein weitere Stimme erhob sich, weit über ihnen. Natsuki erlaubte sich einen Blick nach oben, ihre Augen erspähten einen ... Mann? Es wirkte seltsam, wie er da oben in diesem steinernen Vorsprung stand und auf sie hinabstarrte. Fast so, als würde er sie richten wollen. In diesem Augenblick sah Natsuki wieder nach unten zu dem Ziegenbock. Wenn alle nach oben starren würen, hätte niemand mehr den Ziegenbock im Blickfeld, also würde Natsuki ihn im Auge behalten. Dennoch waren ihre Ohren gespitzt und sie hörte jedes Wort, das gesprochen wurde. Auch wenn sie, zugegebenermassen, teilweise etwas wirr waren. Natsuki entschied es bei seiner speziellen Begrüssung so zu belassen und nicht weiter darauf einzugehen. Erst der zweite Absatz wurde erst wirklich interessant. Vor allem aber schien dieser Typ völlig frei zu interpretieren, was sie hier taten und das fand Natsuki überhaupt nicht toll. Nun sah sie doch wieder zu dem Kerl hinauf und musterte ihn eingehend, bevor sie ihre Stimme erhob: "Wir kommen mit keinen bösen Absichten, weder wollen wir euer Sanktuarium verunreinigen, noch wollen wir einen von euch aus dem Weg räumen und erst recht wollen wir euch keinen Stein entwenden, der euch hielig ist.", sie sprach so, als würde sie das Ganze hier zwar ernst nehmen, insgeheim fand sie es aber lächerlich, dennoch wusste sie, das mit solchen Leuten manchmal nicht zu spassen war, weshalb sie ernst und sachlich klang, "Wir sind aus einem völlig anderem Grund hier und würden es begrüssen, wenn das hier ohne grosse Streitigkeiten ablaufen würde. Das würde sowohl uns aber euch zu zugute kommen. Wir lassen euch in Frieden, solange ihr uns in Frieden lässt." Ob das was bringen würde oder ob diese zwei ... Gestalten so verrückt sind und sich auf alles stürzen, was ihnen in dem Weg kommt und nicht zu ihnen gehört? Ein weiterer Blick auf den Ziegenbock zeigte, dass er zwar noch dort stand, aber noch nicht angegriffen hatte. Ausserdem erkannte Natuki, dass sich immer wieder ein Bild in den Flammen abbildete. Es verstörte sie, dass es ein Mann war, der in rosa Flammen gehüllt war. Ein seltsamer Anbilck, der sie doch leicht verstörte, aber sie liess sich - noch - nichts davon anmerken und hoffte einfach innig, dass die zwei einfach abziehen würden und ihnen Glauben schenkten. Aber wie sie das Ganze hier einschätzte, lief es auf einen Kampf hinaus.
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BeitragThema: Re: Knochenpass   Mi Dez 18, 2013 4:01 pm

Gute Ideen. Schöne Ideen. Fantastische Ideen. Fantasievolle Ideen. Abwegige Ideen, gleichwohl grandios in ihrer internen Logik. Sprühende Regenbogenfarben-Ideen. Hirnmolekül-zerfetzende Ideen. Tsuzuraos Denkmaschinerie lief heute wieder auf Fruchtzwergbasis, so schätzte Tarotachi. Gut so. Kreativität war eine Gabe.
Wenn ich mich demnächst so sprach der Mönch, wieder an meine Neuauflage des Reiseführers hocke, Rao-chan, komme ich nochmal auf diese Theorien zurück. Bedächtig schritt er aus. Ja, du bist ein helles Köpfchen. Und das nicht nur obendrauf.
So zockelte die kleine Gruppe dahin, Blumen zu pflücken. Eine arglose Beschäftigung, sollte man meinen. Keine Sache, bei der man Gefahr lief, sich in jeder Sekunde den Hintern anzuschmurgeln. Doch ach, vor das friedliche "Sammle 10 Gebirgskräuter" hatte das Schicksal die lodernde Bergziege gesetzt. Wahrlich. Die guten alten Zeiten. Kamen immer wieder. Zuerst aber kam das Feuer in heißblütig brüllender Flammenwand vom Himmel wie ein schwerer Theatervorhang. Tarotachi spürte die Hitzewelle gleichfalls wie auch seine Kameraden, doch folgten nun einige Begegnungen, die etwas Alltägliches wie eine wegabschneidende Feuerwand als absolut belanglos darzustellen vermochten. Da war die Ziege, aus der Höhe herangaloppierend mit einem Schweif wie eine Sternschnuppe. Wenn auch... pink?
Oh Guano konstatierte Tarotachi dahermurmelnd, Und schauen wirst du die roten Flammen des Feuers, die gelben Strahlen der Sonne und das Orange der glimmenden Kohlen. Gesegnet seiest du im Scheine dieser Farben. Wo sie strahlen, seie der Weg dir sicher. Aber hüte, aber hüte dich... vor dem Pink.
Weise Worte seines Meisters, die er da gerade rezitierte. Als der Geißbock mit donnernden Hufen auf dem Pfad landete, spannte Tarotachi seinen Körper entsprechend an, knackte mit den Kiefern. Aye, die göttliche Prüfung des Jahres steht früh an...
Eine wortgewaltige Rede bombastischen Ausmaßes folgte. Es regnete ehrenvolle Titel und grandios in verbale Pracht gehüllte Taten. Gefolgt von einigen recht harschen Ankündigungen, die sich gut machen würden an einem Gerichtshof. Niemand geringeres als ein Klippschleifer stand dort über ihnen und schlug sie mit seiner Rhetorik förmlich an den Pranger.
Tarotachi zwang sich, seine Augen vom Geißbock zu lösen. Dessen Flammenspiel - und insbesondere die ab und an wiederkehrende Männergestalt in äußerst gewöhnungsbedürftiger Tempeldiener-Uniform - faszinierte ihn zwar und ließ ihn gleichsam Böses erahnen, doch verlangte man da oben auf der prächtigen Kanzel ja nach einer Antwort.
Der, der die Antwort gab, war allerdings erstmal Natsuki. Der Arme. Er hatte das Herz auf dem rechten Flecke, wie er sich da so heldenhaft abmühte, auf Unschuldig zu plädieren. Nach den letzten, diplomatisch-friedlichen Worten des jungen Shinobi wandte sich Tarotachi ihm zu, klopfte ihm gegen die Schulter. Schön gesagt, wirklich. Danke für den Versuch. Er grinste schief. Aber streng genommen haben wir das sehr wohl getan. Das mit dem heiligen Stein. Dem Meteoriten. Damals... in Nagetierjahren wohl vor vielen vielen Jahren. Von daher: Wie gesagt, danke für den Versuch.
Tarotachi wirbelte wieder herum, breitete die Arme aus. Sammelte seine Sonntagspredigt-Stimme. Kleiner Nager, du mein bepelzter Bruder im gemeinschaftlichen Geiste der Weltreligionen! Du Geborener aus den Knochen der Berge, Verehrer des Himmelssteins! Lügen tragen keine Früchte; mein junger Freund, verzeihe ihm, er war nicht dabei dereinst; wir gestehen absolut! Wir gestehen, den mineralisierten Avatar, die steinerne Waffe eures Gottes, deren himmlische Essenz auf eure Heimstatt regnete, genommen zu haben!!!
Innehalten. Die Stimme des Mönches rollte in Echos über den Knochenpfad, fing sich in den Felspalten und kehrte wieder zurück. Einem der Landschaft geschuldeten Wunder war es zu verdanken, dass insbesondere ein Wort sich sehr häufig wiederholte: Gestehen... gestehen... gestehen... stehen... stehen... hen... hen... hen...
Tarotachi ließ das Gesagte noch ausrollen. Dann fügte er in seiner alltäglichen Stimme hinzu: Aber hey. Kommt schon. Das Ding ist gefährlich wie Sau. Glaubt uns das. Unsere Leute habens untersucht. Hier ein wenig was abgeklöppelt, da ein wenig den Bunsenbrenner dran gehalten... ein paar Splitter kleingemörsert... in Säure aufgelöst und so weiter... Es ist nix zum Spielen, Freunde. Glaubt uns das.
Ein gewinnendes Lächeln. Mit fest zusammengebissenen Zähnen aber zischte Tarotachi leise: Was auch immer jetzt passiert, Leute, überlasst mir den ziegenböckigen Avatar der Blumengöttin. Herausforderung auf klerikaler Ebene, ihr wisst schon...
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BeitragThema: Re: Knochenpass   Mi Dez 18, 2013 5:09 pm

(Bist du noch zu retten, du selten dämmliche Ausgeburt einer sich selbst die Finger verbrennenden Feuerwillenshure? Hat dir die Sonne dein Hirn verbrannt, oder wachsen dir deine Haare wie bei einem Infro nach innen? Hast du dir beim schuften das letzte bisschen Intelligenz aus dem Kleinhirn gequetscht, auf dass es mürbe und glitschig aus den Krautblättern tropfen möge, die du da deine Ohren nennst? Ist dir dieses Geständnis von einem deiner imaginären Flughühner zugetragen worden, oder ist es dir auf der Baustelle im Opiumrausch eingefallen? Bist. Du. Noch. Zu. Retten?!?)Oo°
°oO(Ok, immer mit der Ruhe. Pencil-san hatte sicher keine .. äääh seine Gründe, gerade hier und jetzt die Good-Guy-tells-no-lies-Karte zu spielen. Aber, a-aber musste das jetzt so geradeheraus und ohne Verteidigung erfolgen? Naja, dieser Verteidigungsversuch war ja schön und gut, aber hier ist es leider nicht der Gedanke der zählt. Sondern der verdrehte Verstand dieses … Kultistennagetiers! Und jetzt ziehen wir auch noch Natsuki-san da mit rein. Der Gute versteht bestimmt garnicht, wie ihm geschieht. Huu, jetzt verstehe ich, warum die Mission B-Rang ist. Im Gebirge treibt sich wirklich seltsames Volk herum. Vieleicht sollte Hikari-sama hier mal Aufräumkommandos durchschicken! Wir müssen doch unser Territorium sicher halten! Und nicht durchgeknallte Klippschleifer hier herumstreunern und gerichthalten lassen, wie es ihnen beliebt!)

Raos Mine entgleiste etwas, als der Mönch so ehrlich und tadellos sein Geständnis verkündete und es sich dabei nicht nehmen lies, auch noch feinsäuberlich auszumalen, was man im Dorf alles mit dem Stein angestellt hatte. Sie schloss die Augen langsam, wünschte sich, dass wäre alles nur ein böser böser Traum und sah so nicht, wie der Klippschleifer über ihnen jedes Mal zusammenzuckte, wenn Penpachi-san von den Untersuchungen sprach. Vom Abklöppeln, vom Bunsenbrenner, vom Mörser und der Säure. Sie konzentrierte sich lieber darauf, was nun unweigerlich folgen würde. Die Bestrafung. Aber wie ausweichen? Wie reagieren? Hinter ihnen brannten pinke Flammen der Verdammnis, oder was auch immer das war. Vor ihnen stand ein Ziegenbock, der keinen Hehl daraus zu machen schien, dass er sie bald dem 'reinigenden' Feuer zuführen würde. Hörnisch gedrängt, rammender Weise, mit dem Blöcken des Todes! In die Flammen dieses Todesboten wollte sie garnicht schauen, egal was sich da auch für fiebertraumhafte Dinge abspielten! Sie versucht eher krampfhaft sich in der Situation zurecht zu finden. Selbst bei ihrer ersten B-Rang Mission standen die Dinge besser. Da hatten sie wenigstens Raum zum Ausweichen gehabt, als Dai der Dotonka sie angegriffen hatte. Aber auf beengtem Raum mochte Rao garnicht kämpfen. Sie war eine Fernkämpferin, verdammt noch mal und als angehende Iryonin sollte man eigentlich sowieso im Hintergrund stehen. Drei heilige Regeln der Iryos und so. "Eh, Natsu-san?" kam es leise von Rao gen Natsuki. Die letzte Silbe lies sie einfach mal aus. "War jetzt Fuuton oder Raiton gegen Doton effektiv? Diese Klippschleifer können nämlich letzteres. Sehr gut sogar." Leise klopften von ganz hinten die letzten Erinnerungen an Kämpfe gegen Klippschleifer an die Pforte zu Raos Gedächtnis. Sie hatte diese knuffigen Hasen des Unheils schon einmal bekämpft. Nein, mehrmals sogar! Auf Pencil-sans Baustelle in Tsuki und im Krater des Meteoriten. Damals hatte sie die Sekte dieses einen Klippschleifers hier auf ihre Seite geholt, um sie gegen einige Widersacher einzusetzen, die den gefährlichen Meteoriten hatten stehlen wollen. Diesmal war aber keine überredbare Klippschleifermeute zur Stelle. Glücklicherweise aber auch keine Bariton-Anwender, was die Sache irgendwo auch erträglicher machte. Da Penpachi-san sich um den Ziegenbock kümmern wollte, was Rao ihm nur allzugerne und mit gedachtem Handkuss überlies, machte sie sich nun daran Möglichkeiten zu finden, wie man den Klippschleifer besiegen konnte. Im Moment sprühte ihr Köpfchen aber nicht gerade von Kreativität. Der überraschende Auftritt der Feinde hatte das deutlich gedämpft. Vieleicht war es besser, sich erstmal an Natsuki-san zu halten. Vieleicht hatte der ja eine bessere Idee.

Der Klippschleifer selbst machte indess große Augen, lies den Kiefer fallen und rang einen Moment um seine Selbstbeherrschung. Im harten Fels der Kanzel öffnete sich, des komödiantischen Effekts zu Liebe, ein kleines Fach und eine mehrere Meter lange Schriftrolle kam zum Vorschein, entrollte sich und stürzte von der Kanzel, den Abhang hinab und in die Tiefe. Darauf geschrieben waren unzählige Möglichkeiten, die 'Angeklagten' zum Geständnis zu bringen. Ja, er hatte sich fein vorbereitet. Vorbildlich und da torpedierten diese verfluchten Tsuki-nin wieder alles! Zum verrückt werden! Und dabei hatte er extra Tage lang das Schreiben gelernt! Und dann noch alles in feinster und engster Bonsai-Schrift geschrieben. Und dass alles war nun für die Katz'? Ooh, sie sollten büßen und leiden und büßen und nochmals leiden für diese Frevel! Für diese Schmach! Für diese verschwendete Zeit! Und der Klippschleifer hob seine Ärmen erneut. Nun galt es zu improvisieren, denn für diesen Fall hatte er wahrlich keine Notizen und Ideen sammeln können! "So wagt ihr es mir gegenüber zu treten, die Hallen dieses hochheiligen Gerichts mit liderlichstem Erklärungsversuchsgut zu verunreinigen und obendrein von der Schändung unseres mehrfach gesegnetem Reliqiariums zu berichten?!? Wie maßt ihr euch an, über Gefährlichkeit und Richtigkeit eines Geschenkes, sei es der Natur oder des Sternenhirtens, zu entscheiden? Wer gab euch Recht, zu rauben, zu zerstören und zu entweihen und eure durchschaubaren Beschaffungsversuche waffenfähigen Materials zu beschönigen, mit Worten die dem Angesprochenen nur eines erahnen lassen, nämlich dass ihr unter der irrigen Wahnvorstellung zu leiden habt, ihr besäßet das Recht? Aber wir sind es, die vom Sternenhirten besegnet wurden und so wäre es an uns gewesen über die Gefährlichkeit des Geschenkes zu beratschlagen! Und so taten wir es! Und so sangen die sieben Apostel die dreizehn Disputanten nieder und kündeten von der Herrlichkeit des Einflusses des geheiligten Schmeißsteins! Sehet euch nur um! Das ganze Gebirge, ja die ganze Welt, hätte von seiner Aura profitiert! Es war in der Luft, es ist nun im Wasser! Es fließt durch die Lande und segnet die Blumen, gar die Blumengöttin daselbst! Und es hätte die ganze Welt eingehüllt und sel'ges Schimmern und erleuchtete Erhabenheit. Und die Schmeißsteine hätten die Welt vom Schmutz bereinigen können. Selbst ihr hättet einen Platz haben können! Doch stattdessen raubtet ihr, wie ihr Menschen es immer zu tun pflegt. Ihr versagtet nicht nur uns, sondern der ganzen Welt den Segen und den Frieden des allherschenden Sternenhirten! So spüret nun die väterlich-liebende aber strafend-harte Zuchtrute des Herren! Kniet darnieder und bittet um Vergebung. Im nächsten Leben!"

Der Klippschleifer, ein ganz von sich ergriffener Redner, der sich immer gerne in seinen Redeschwall vertiefte und aus dem, seiner Meinung nach, die Stimme des Schmeißsteinlords selbst sprach, rammte seine kleinen Händchen in den Boden der Kanzel. Sie bebte auf und erhob sich, als sich riesiger, überraschend detailverliebt gestalteter Finger aus dem Stein der felsigen Wand bildete. Ein riesiger Finger Gottes war nun zu bestaunen. Lang, dick und entschlossen, die Tsuki-Nin zu Tode zu pieksen. Die Kanzel selbst thronte unheilvoll auf dem Rücken des zweiten Fingergliedes, während der Klippschleifer, der seine Händchen nun beschwörend zusammenschlug, eher wie ein Kranfahrer wirkte, als ein irrer Sektennager.
"Im Namen des Berges, im Namen von mir,
Im Namen des Hirten gerichte ich hier,
Das Geständnis des Mönches, das ist der Beweis,
Und da außer mir keiner besser es weiß,
Ergeht nun das Urteil, so kurz und so knapp,
Die Drei hier sind schuldig, die Rübe muss ab!"

Und so brachte der Klippschleifer den Riesenfinger dazu, zornig auf die Gruppe hernieder zu fahren, wobei zu bedenken ist, dass er dies, ob der Größe, recht langsam tat. Aber immerhin mit dem Gewicht und der Dicke einer tollwütigen Litfaßsäule. Und dieser Finger zielte offenkundig direkt, aber etwas ungezielt, auf Natsuki und Tsuzurao ab. Der Ziegenbock, der bereits vorausschauend mit den Hufen gescharrt hatte, stieß ein schallendes Blöcken aus. Die pinken Flammen loderten auf, bildeten kurzzeitig dutzende grapschende Hände. Und im nächsten Moment fegte der Bock dann los, gesengten Kopfes, direkt auf den Mönch zu. Er war offensichtlich entschlossen, der Entscheidung Penpachis, es allein mit ihm aufzunehmen, entgegen zu kommen. Wortwörtlich.
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BeitragThema: Re: Knochenpass   So Dez 29, 2013 9:12 pm

Das ganze lief irgendwie ziemlich aus dem Ruder. Hatten sie die Mission noch ziemlich locker und lässig angefangen, steckten sie bereits jetzt ziemlich in der Klemme. Ein brennender Ziegenbock hinten und ein Albtraum-kuscheltier schräg gegenüber, halbwegs über ihnen, geradeaus. Natsuki biss die Zähne zusammen. Was nun? Natsuki hatte zuerst auf Diplomatie gesetzt, es musste ja immerhin nicht immer alles gleich ausarten, aber kaum hatte sie ihre Worte über die Lippen gebracht, spürte sie ein Schulterklopfen. Ihr Anführer sprach dann einige Worte zu ihm und überrascht blickte Natsuki den Glatzkopf an. Sie blinzelte, nicht wirklich glauben wollend, was er da von sich gab. Sie waren also schuldig? "Was ...?", kam es unausweichlich aus ihrem Munde und sie legte ihre Stirn in tiefe Falten. Doch Tarotachi hatte bereits weitergesprochen, seine Stimme dem Kuscheltier zugewandt und erklärte nun, dass das, was auch immer hier genau gemeint war, gefährlich war. Natsuki verstand derzeit nur die Hälfte des Gesagten, wenn überhaupt, aber es gab eine gute Erklärung dafür: Sie war nicht dabei gewesen und genau das hatte Tarotachi ja auch erwähnt gehabt. Sie überliess also Tarotachi das Sprechen, konnte sich nur in etwa zusammenreimen, was hier abgelaufen war und was genau das Kernproblem der Sache war, aber da ihr Anführer anscheinend damals dabei gewesen war, war es womöglich besser, ihm das Alles zu überlassen ... Zumal er ja sowieso der Anführer war und das übernehmen musste. Natsuki hielt sich also zurück und beobachtete wieder den Geissbock. Die Flammen waren seltsam, mal abgesehen davon, dass sie pink waren. Also Rao sie dann fragte, welches Element gut gegen Doton war, wandte sie sich der Jüngeren zu. "Raiton. Gegen Doton ist Raiton effektiv.", erklärte sie dann kurzerhand und prägte sich die neu dazugewonnene Information sogleich ein. Ihre Gegner wandten also aufjedenfall Doton an und da Penpachi erklärt hatte, dass ers ich um den Ziegenbock kümmern wollte, würden sie es wohl mit Doton aufnehmen müssen. Der Klippschleifer leierte erneut eine Rede runter, wobei Natsuki gleich das wichtigste heraussiebte, da mindestens die Hälfte des Gesagten unnötige Kleinigkeiten waren, die seine Worte und Sätze einfach nur ausschmückten. Soweit es Natsuki verstand, ging es hier um diesen Meteoriten, der vor einiger Zeit hier herunter gekommen war. Sie mussten zwar nur Blumen einsammeln und hatte dieses Mal tatsächlich nichts mit diesem Gestein zutun, aber anscheinend war damals etwas passiert, wofür sich die hier Ansässigen nun rächen wollten. Etwas überrascht über diese Tatsache, was hier alles abgelaufen war, hob sie eine Augenbraue. Einen Moment war Natsuki wirklich sprachlos, bevor sie sich zu Rao runterbeugte und sie leise fragte: "Was genau lief hier ab? Ich kann es mir zwar in etwa zusammenreimen aber ... Ihr seit schon einmal auf diese Gegner gestossen? Ich nenne sie einfach mal Gegner, sie scheinen mir nicht sehr diplomatisch zu sein. Was für Informationen hast du noch über sie? Alles kann während des Kampfes nützlich sein und ich vermute, einem Kampf können wir derzeit nicht mehr ausweichen. Das Kuscheltier scheint ziemlich wütend zu sein. Ich weiss zwar nicht, auf was sich ihre Ansichten stützen und wieso sie diesen Meteoriten für so wichtig halten, aber irgendetwas muss ihnen ja diesen Gedanken in den Kopf gepflanzt haben. Sie scheinen ziemlich überzeugt zu sein ..."
Tatsächlich bereitete sich Natsuki auf einen Kampf vor. Es erschien ihr nicht mehr so, als würden Worte irgendetwas ausrichten können. Zwar wäre es ihr deutlich lieber gewesen, das auf eine ruhige Art lösen zu können, oftmals war das aber einfach unmöglich, wie eben jetzt. Kurz darauf erbebte das Gestein leicht. Finger bildeten sich unterhalb des Klippschleifers. Es sah ziemlich eindurcksvoll aus, wie er sich des Dotons bediente, Natsuki würde ihn mit Sicherheit nicht unterschätzen, diesen Fehler beging sie so gut wie nie ... Was auch eine Schwäche sein konnte, generell hatte sie damit aber die besseren Erfahrungen gemacht. Sie hörte dann die anprangernden Worte des Kuscheltiers, er befand sie alle drei für Schuldig. Nicht dass sie auf ihre Unschuld plädiert hätte, genaugenommen begang dieses Vieh aber eben auch einen Fehler. Natsuki war damals nicht dabei gewesen, sie wusste über diesem Meteoriten bis vor kurzem so gut wie nichts und doch stand sie nun als schuldig angeklagte vor einem seltsamen Gericht, dass sie zerquetschen wollte. Wortwörtlich.
Der steinige Finger bewegte sich, senkte sich drohend auf Natsuki und Tsuzurao runter. Sie atmete tief durch, glücklicherweise war der Finger ziemlich langsam, so war es keine grosse Kunst, dem Gestein auszuweichen, dennoch ... Was konnte Natsu dagegen tun? Fuuton würde nicht viel bringen. Sie mussten den Klippschleifer direkt angreifen, gegen solch mächtige Doton-Jutsus konnte Natuski sogut wie nichts ausrichten. Womöglich ein Genjutsu?
Sie sah zu Rao. Hoffentlich würde sie auf ihre Unterstützung zählen können. Ein Genjutsu klappte besser, wenn es unerwartet kam, demnach wäre es praktisch, wenn Tsuzurao den Klippschleifer ablenken konnte, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte, damit Natsuki ihr Genjutsu unerwartet und plötzlich anwenden konnte. Es musste passend, im perfekten Augenblick angwandt werden, dann würde es auch sein Ziel nicht verfehlen und den Gegner zumindest für einige Augenblicke ausschalten. Demnach hielt sich Natsuki für den Anfang zurück und hoffte, dass die Aufmerksamkeit auf Roa gelenkt wurde. Sie wich dem Gestein einfach nur aus und sparte möglichst ihre Kräfte.
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BeitragThema: Re: Knochenpass   Sa Jan 04, 2014 9:35 pm

War die Stimmung nicht eine gar Freundliche, so direkt nach einer ehrenvoll-standhaften Geständnis-Szene? Ein Hauch von Nachgewitter-Atmosphäre umwitterte die Kliffs und Klippen des Knochenpasses. Erfrischend. Tarotachi Penpachi blickte himmelwärts, in seinen Augen der überlegene Glanz des moralisch... Überlegenen. Aufrichtiger Stolz straffte seinen Rücken, die Macht der Ehrlichkeit ließ seine Glatze erstrahlen. Von innen heraus. Diese reine, pure Kraft der Spiritualität erschimmerte in zartrosanem Violett - es lag sicherlich nicht an der fliederfarbenem Lichtquelle in Form des Ziegenbocks. Ein Halo in hellem Pastellrot umspielte das Haupt des Wandermönches.
Offenherzige Aufrichtigkeit wußte man hierzulande aber wohl weniger zu schätzen. Zumindest ordnete Tarotachi die subtilen Andeutungen seitens des Klippschleifers so ein. Gab es hier etwa keine Zuschauer, die man mit heldenhaften Handlungen beeinflussen konnte? Keine Jury, bestehend aus einem Dutzend Klippschleifern und einen Querschnitt der Nagetier-Sozialität darstellend? Kein Happy End mit moralinsaurem Beigeschmack und dem Slogan "Leute, Lügen lohnen li-... nicht"?
Eher nicht.
Es kann der Frommste philosophierte Tarotachi Penpachi halblaut, nicht in Frieden strahlende Dinge bergen, wenns dem mondsüchtigen Nager nicht gefällt. Aber welch ein Organ er hat. Seine Lungenflügel müssen mehr als zwei Drittel seiner Körpermasse ausmachen. Vielleicht löste die Strahlung des Schmeißsteins eine praktische Evolution aus? Etwas wie ein dritter Lungenflügel möglicherweise. Oben ging die fröhlich-feindlich-gesinnte Tirade weiter. Besser gleich vier. Vier insgesamt, nicht zusätzlich. Wär zuviel des Guten, und wir wollen uns mit unserer Theoretik nicht in der Fantastik verlieren...
Der Wandermönch sprach hier übrigens nicht zu irgendwem bestimmten - wobei Tsuzurao sich natürlich am ehesten noch einen Reim auf das Philosabbel machen und vielleicht zumindest in Ansätzen die Gedankengänge verfolgen konnte.
Der Klippschleifer da oben feuerte eine Salve Rhetorik ab, zielte auf das klassisch menschliche Stereotyp der Menschheit, die sich aufschwang als Richter und vor allem Gutachter über alles und jeden. Konnte man so unterschreiben, dieses Recht maßten sie sich in der Tat an, diese zweibeinigen rundohringen Felllosen... Ob ich das auch gestehen sollte? Na, besser nicht unterbrechen. Wenn er gehörgangscheinlich auch wirr plapperte, so musste das ja nicht heißen, dass man ihm ins Wort fallen durfte. Am Ende wurd er noch sauer. Und ein zorniger Richter konnte schwerlich unparteiisch...
Oho. Da. Urteilsspruch. Fiel schlecht aus. Daumen runter? Nah, eher ein Zeigefinger. Die berühmten Tausend Jahre des Schmerzes in Doton-Version. Wenn die Sache so schon anfing, wie endete sie wohl?
Und so beginnt es sprach Tarotachi schließlich, als der Feind zum großen Ausfall startete. Die Stimme des Wandermönches intonierte diese Worte auf fast schon beschwörende Weise. Das Abenteuer ruft. Lasst uns antworten!
Der Steinfinger zielte, sofern er nicht einen hinterhältigen Richtugnswechsel vornahm, nicht direkt auf ihn. Gut so. Denn der Geißbock tats definitiv. Tarotachi stampfte wuchtig mit den Füßen auf, verschaffte sich offenbar festen Stand. Komme nur, Gamsbart! erhob er die Stimme zu seiner schönsten Predigt-Lautstärke. Dieses Land hat bereits eine aufstrebende Minderheiten-Religion! Kangetsu no kuni braucht keine sakrale Botanik! Was diese Halde von Schiefer und Flint braucht, ist Licht!
Und es ward Licht. Um Tarotachi herum explodierte eine Aura aus Sonnenlicht.
Feuer brachte ich von Ferne,
dem Biest zur Wehre, dem Mensch zur Wärme!
Raigo Senjusatsu!

Gelbe Flammen, ohne Zischen oder Hitze, verflochten sich zu schwebenden Händen purer Energie. Ein ganzes Dutzend davon präsentierte sich dem anstürmenden Bock in der Geste des Haltens. Tarotachi wechselte aus der Abwehr ins Beten, wobei sein Gesichtsausdruck allerdings alles andere als entspannt und meditierend wirkte. Eher wild und entschlossen. So lasset uns beten! Flamme, erglimme unsere Kohlen! In einem spektakulären Wirbel aus Lachsplatten- und Orangensaftfarben prallten die zwei Priester aufeinander. Fackel, erleuchte unsere Wege! Feuer, erhitze unser Teewasser! Lohe, erwärme unsere Suppensteine! Hände griffen ineinander; Tarotachis Energiehände prellten die feindlichen Griffel beiseite, blockten und stießen. Sie ballten sich dabei allerdings nie zu Fäusten. Oh Gemeinde, besinge mit mir die schmalzigste Stelle: Liebe, entflamme unsere Herzen! Mit einem Whusch! platzte eine weitere Hand, diesmal jedoch groß wie ein Torflügel, aus Tarotachis Aura heraus, schob die pinke Aura des Ziegenbocks vor sich her und schickte sich an, in diesem Aufeinanderprallen der himmlischen Mächte buchstäblich die Oberhand zu gewinnen. Und den Bock mit einem netten Schubs auf seinen Platz zu verweisen.

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BeitragThema: Re: Knochenpass   Fr Jan 10, 2014 8:48 pm

°oO(Raiton, Raiton, Raiton. Ok, dass wäre alles garkein Problem, wenn ich mich mal ein wenig mehr mit diesem Elemente-Kram beschäftigt hätte. Schade nur, dass mein Startelement Wasser wäre und selbst ich weiß, dass das gegen Doton reichlich ineffektiv wäre. Um nicht zu sagen: Nutzlos. Bleibt nur zu hoffen, dass Natsuki-san noch ein paar Asse im Ärmel hat. Der Kerl wird sich seinen Rang doch wohl nicht beim Poker erzockt haben! Hätten uns vor Missionsbeginn doch ruhig mal verständigen können, wer was alles kann und was nicht. Dann könnten wir jetzt problemloser als Team agieren. Aber nein, wir waren ja alle so doof und haben dem B-Rang keinen Glauben geschenkt. Wann war eine B-Rang-Mission jemals gefährlich? Pah! Alsob eine Blumensuche automatisch Gefahrlosigkeit bedeuten würde, gleich welchen Rang sie einnimmt! Mein Clan, genauer gesagt Onkelchen Kentaro, wird sich schon was bei dem Rang gedacht haben. Geben ihr Geld ja auch nicht umsonst aus. Aber ein wenig untertrieben hat ers schon, als er sagte, es würde schon nicht so schlimm werden! Auf den ersten Metern angegriffen werden ist schlimm! Wars zuvor, ists heute, wirds auch in Zukunft sein!)

Pencil-san nahm es also auf sich, sich dem brennenden Bock daselbst zu stellen, während Natsu und Rao damit automatisch die Aufgabe übertragen bekamen, sich um den Klippschleifer zu kümmern. Hätte spaßig werden können, hätte Natsu bereits Erfahrungen mit den Viechern gesammelt. Schien aber offensichtlich nicht der Fall zu sein. Wer konnte es ihm verdenken? Rao war damals ja auch eher zufällig in ihre erste Begegnung mit den Pelzträgern geraten, als sie Pencil-san das erste Mal über den Weg gelaufen war … und dabei seine Schleifsteine rasiermesserscharf geschliffen hatte (Ja, dass ist genau so gemeint, wie es geschrieben steht!). Leider war Rao, was diesen einen Klippschleifer anbelangte, ebenso ratlos wie Natsu selbst. Und was den Bock of Doom anging, so hatte sie zwar schon eine Menge irres Zeug erlebt, aber das war selbst ihr neu! "Es ist ein Klippschleifer, die sehen doch alle gleich aus! Aber ich meine, den hier noch nie getroffen zu haben. Selbst wenn, ich weiß von denen nicht mehr, als dass sie höllischst gut im Doton sind und sich uns damals recht schnell angeschlossen haben. So fies hab ich sie garnicht in Erinnerung!" Der riesige Finger begann sich zu bewegen und senkte sich langsam gen Natsuki und Rao gen Boden. Der Pfad war zwar schmal und neben ihnen gähnte der Abgrund hinab gen Boden der Schlucht, wo der Bach gemütlich vor sich hin plätscherte, aber es gelang Rao dennoch auszuweichen. Schwer war es nicht, aber dass sollte sich noch ändern. Der Klippschleifer oben auf seiner Kanzel schloss weitere Fingerzeichen mit seinen Pfötchen und schon wuchsen stachelartige Dornen aus dem Finger. Eh man sichs versah, lösten sie sich von dem Finger und beschossen Rao und Natsu. Angesichts des plötzlich einsetzenden Beschusses leitete Rao Chakra in ihre Fußsohlen und ging erstmal den Abhang seitlich des Pfades ein Stück hinab, um sich aus der Schusslinie zu bringen. Dass war derzeit die einzige Form von Deckung, die Rao einfiel. "Wir hatten damals eigentlich nur die Aufgabe, diesen komischen Meteoriten einzusammeln. Unsere eigentlichen Gegner damals waren aber Menschen! Diese Klippschleifer-Sekte damals hatte zwar den Stein für sich beansprucht, aber wir konnten sie überreden, ihn uns zu überlassen! Naja, wir haben ihn uns eigentlich eher genommen und die Klippschleifer haben uns beim Kampf gegen unsere menschlichen Gegner untersützt und uns den Stein danach gelassen. Alles ganz legal, wir haben nur keine Quittung für den Stein!"
°oO(Stimmt, hätten wir uns lieber ausstellen lassen sollen. Ist immer besser. Nun aber her mit einer Strategie, Natsu-san verlässt sich auf mich!) (Natsu-chan … aber egal. Wir haben doch vor 'nem halben Jahr mit ihr trainiert. Sie wird wohl ein Genjutsu von uns erwarten. Mehr weiß sie ja nicht von uns.)Oo° °oO(Hör mit der 'Wir'-Scheiße auf! Natsu ist ein Kerl und du bist nur eine Manifestation meines … stimmt, Genjutsu!) Der große Felsenfinger richtete sich langsam wieder auf und reckte sich über den Rand des Abhangs. Offenbar war der Klippschleifer entschlossen zu beweisen, dass es vor seinem Zorn kein Entkommen gab. Glücklicherweise schnallte Rao, dass sie nun handeln musste und sprang wieder den Abhang hinauf. Im Sprung warf sie zwei Shuriken, die sie aus ihrer Gürteltasche genommen hatte und jagte noch ein Genjutsu hinterher. "Kakezan no Jutsu!" Prompt erschienen dem Klippschleifer oben in der Kanzel zig Shuriken und allesamt flogen sie auf ihn zu. Der Finger erstarrte, es flogen auch keine weiteren Felsdornen mehr. Dafür zog der knuffige Pelzträger nun eine massive, seiner Größe angemessene, Felswand vor sich auf. Raos Shuriken prallten nutzlos davon ab, alle zwei. Rao sah zu Natsu, hoffend, dass sie ihm eine gute Vorlage geliefert hatte.

Derweil, thousands of miles away, prallten zwei gottesfürchtige Auren aufeinander. Penpachis Frömmigkeitswert von über neuntausend gegen den brennenden Wahn des niemals blinzelnden Bocks. Seine Augen weiteten sich, falls das überhaupt noch möglich war, als er des heiligen Anblicks eines mächtigen Mönchs wie Pencil-san gewahr wurde, seine pinken Flammen zitterten einen Moment, doch im nächsten loderten sie wieder mit der Intensität eines ungezügelten Buschfeuers. Nachgeben kam nicht in Frage, auch wenn dem Mönch die Oberhand beschieden schien. "Frieden für die Berge, Wachstum für die Blume. Weisheit für die Suchenden, Erleuchtung für den Finder. Und Macht, ewige Macht, dem Gärtner des heulenden Gartens!" erwiderte der Brennende auf das Gebet seines Kontrahenten, perschte ihm entgegen, die Hörner gesenkt, die Flammen stacheltierartig nach außen richtend; feurig, pieksig, gemein! Dann aber sauste eine ungeahnt mächtige Hand, ab gefeuert vom Glaubensfeind, heran und stieß mit der scharlachpinken Aura des Bocks zusammen. Ein animetypisches Leuchten erhellte den Pass, gefolgt vom Donner tausender Gewitter in einem und einem kurzen Beben, dass, von der Stelle des Zusammentreffen ausgehend, sich über die Passstraße ausbreitete und das Gestein zu zittern brachte. Wie in Zeitlupe sah sich der Ziegenbock der Tatsache ausgeliefert, dass ihn die Hand des Feindes ausbremste. Wie ein Wall aus hundertundacht einzelnen Zeigelsteinmauern vermochte es diese lichte Hand den Bock zu bremsen und seinem Eifer einen Riegel vorzuschieben. Dann spielte die Physik plötzlich gegen ihn und die Wucht des Angriffs richtete sich plötzlich gegen den Bock, er flog flatternden Gemächts davon und landete viele Meter die Passstraße weiter, lautstark blöckend, auf seinen vier Ziegenbuchstaben.

Rao:
 

Beelzepelz:
 

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BeitragThema: Re: Knochenpass   Di Jan 14, 2014 11:23 am

Gut, Rao hatte dummerweise keine weiteren Informationen bezüglich der Gegner, da sie angeblich damals auf der gleichen Seite standen. Auch die Tatsache, dass sie ursprünglich den Stein ihnen überlassen hatten und nun doch so verrückt spielten, war eine seltsame Anspielung, aber sie wirkten auch nicht so, als würden sie wirklich mit sich reden lassen. Natsuki wusste also, Worte waren hier unangebracht, sie mussten etwas anderes tun. Kämpfen! Nicht unbedingt Natsukis Vorliebe, aber wenn es sein musste, dann würde sie sich dem auch beugen.
Dem Finger konnte sie relativ leicht ausweichen, sie hatte schon gehofft, dass das alles war, was der Gegner drauf hatte, denn dann wäre er tatsächlich ein Leichtes gewesen, dummerweise hatte sich Natsu geirrt ... Aber damit hatte sie auch gerechnet. Es ist doch meist so, dass man etwas für viel leichter hält und sich die Schwierigkeiten erst später zeigen würden. Und genau so war es auch hier. Die Blauhaarige ging also noch ein paar Schritte nach hinten und legte ihren Kopf in den Nacken, zur Kanzel hinaufblickend. Und da trat sein weiteres Jutsu ins Licht. Dorne aus Doton flogen auf die beiden Shinobis zu. Natsuki reagierte jedoch sofort. Fingerzeichen schliessend, wich sie keinen Schritt zurück, sondern materialisierte vor sich eine Windsäule aus Fuutonchakra. Dummerweise war sie etwas zu langsam gewesen. Mindestens drei der Dorne hatten es noch an der Windsäule vorbei geschafft, bevor sich diese schützend vor Natsuki aufgebaut hatte und den Rest der Dornen abgefangen hatte. Einer der drei Ausnahmen hatte Natsuki am Oberarm getroffen. Es war nur ein Streifschuss, dennoch zuckte die Blauhaarige leicht zusammen und griff sofort mit ihrer linken Hand an ihren rechten Oberarm. Sie war zu langsam gewesen! Sie konnte nur von Glück sprechen, dass die restlichen Dornen an ihr vorbeigeflogen waren und die eine sie nur gestreift hatte. Kurz presste sie die Lippen aufeinander und bemerkte dann, das Rao weg war. Kurz liess Natsuki den Blick umherschweifen und erkannte dann, das Shuriken geflogen kamen. Das musste Rao gewesens ein! Sie startete einen Angriff ihrerseits und das sah Natsuki als ihre Chance, es ihr gleich zutun und sich ihrem Angriff anzuschliessen, ihn zu unterstützten. Da der Klippschleifer unmöglich wissen konnte, was Natsuki sonst noch für Elemente besass, wusste sie schon, welches Jutsu sie anwenden würde. Sie wusste zwar nicht, wie dieses Nagetier auf Genjutsus reagieren würde und ob es überhaupt anfällig dafür war, aber einen Versuch war es wert. Wer es nicht darauf ankommen liess, konnte schlecht in Erfahrung bringen, wie effektiv sie waren. Da Tsuzurao eindeutig keinerlei Informationen diesbezüglich besass, kam es alleine auf einen Versuch an. Fingerzeichen wurden also geformt und während der Gegner zur Verteidigung eine Erdmauer erschuff, erschuff Natsuki ihrerseits ein Genjutsu, das dem Klippschleifer ziemlich real vorkommen dürfte. Über ihm erschien ein mächtiger Feuerball. Allein der Anblick liess nur erahnen, wie heiss und mörderisch die Hitze und die Wucht seines Aufpralls sein würde. Es würde den Gegner ablenken, dummerweise hatte Natsuki keinerlei Raitontechnik zur Hand, weshalb sie es mit Fuuton einfach schaffen musste ... Oder zumindest mit Kunais und Shuriken. Fuuton war zumindest weder besonders gut noch besonders schlecht gegen Doton, weshalb ihr Element zumindest nicht die schlechteste Wahl war. In diesem Augenblick fragte sich Natsuki, was Tsuzurao für ein Element besass ... Wenn sie denn überhaupt eines bereits erweckt hatte? Aber daran zweifelte Natsuki eigentlich nicht. Ihr war Rao damals, vor einem halbe Jahr eigentlich ziemlich begabt vorgekommen.
Egal! Sie musste handeln, denn die Ablenkung würde nicht ewig halten und wenn Rao nichts in der Hinterhand hätte, wäre es dumm, diese Gelegenheit einfach verstreichen zu lassen. Also begab sich Natsuki wieder in die Angriffsposition. Sie sammelte Chakra in ihren Fusssohlen und rannte an die Steilwand, an der auch die Kanzel angebracht war. Sie musste dem Klippschleifer etwas näher kommen. Nach dem sie dem Nagetier bis auf etwa sieben Meter nähergekommen war, schloss sie geschwind Fingerzeichen und sammelte abermals Fuutonchakra, dieses Mal jedoch in ihrer Hand. Mit einer ausholenden Bewegung vollführte Natsuki einen Halbkreis, wobei sich das Fuutonchakra auf der Hälfte des Weges von ihrer Hand löste und in Form einer Sichel auf den Gegner zuschoss. Mit etwas Glück wäre der Angriff genug wuchtig, um den Klippschleifer samt Kanzel von dort oben hinab zu holen, ihr würde es aber schon reichen, wenn es den Klippschleifer etwas in Mitleidenschaft ziehen würde.



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BeitragThema: Re: Knochenpass   Mo Jan 20, 2014 3:51 pm

Jajajaja, Friedensblumen für die Schutthalden, ewige Suche für den Finder schnaubte Tarotachi und gab dabei die heiligen Worte des Bockes dezent falsch wieder. Geh anderswo deinen Garten züchten, hier bist du damit in der völlig falschen Domäne. Du willst gar nicht wissen, was der Durchschnitts-Tsuki-Einwohner mit einem säuberlich gepflegten Beet von Feuerlilien anstellt. Das Rumbohren am heiligen Schmeißstein ist da gar nix - sie zermahlen die Blumen, verstehst? Und machen Pfeffer draus! Pfeuerpfe- Pfe - Feuerpfeffer, und den hauen sie sich aufs Ziegenfilet!
Vielleicht war es ja der Glaube, der Tarotachi wirklich den Sieg im direkten Kräftemessen schenkte. Vielleicht wars auch bloß das Resultat seines unmenschlichen, körperquälenden Trainings. Ja, vielleicht lags simpel am Steineschleppen. Der Mönch selbst hingegen glaubte doch eher daran, dass seine kleine Gemeinde in Tsukigakure ihm Kraft schenkte. Seine Gläubigen glaubten an ihn - ja, alle beide. Gut, vielleicht glaubten auch seine Gläubiger an seine sichere Rückkehr; schließlich schuldete er ihnen noch immer Geld für den Tempel-Ausbau.
So lasset uns danken dem Lichte des heiligen Flämmchens sang er sakral, dass es erlaubt ist, einmal im Monat die Gartenabfälle mit eigener Hand zu verbrennen nicht eingeschlossen Plastik Hausmüll und Altpapier, aufdass die rußigen Reste gar garstiger Pflanzen in rauchigem Opfer zum Himmel aufsteigen! Dann flog der Bock. JA! Gehe hin mit purpurfarbenen Vier Buchstaben!
Das war doch schonmal spaßig gewesen. Dass die beiden Kameraden in Tarotachis Rücken es mit weitaus hinterhältigeren Dingen zu tun bekommen hatten, bemerkte der Mönch freilichst erst jetzt. Seelenruhig beobachtete er Natsukis Spurt die Felswand hinauf, ehe er sich Tsuzurao zuwandte, deren Ausflug nach unten er gar nicht wahrgenommen hatte. Läuft doch gut bemerkte er, Besser als beim letzten Mal, schätz ich. Gut gelaunt trat er näher an Rao heran, dabei einen Blick über die Schulter werfend. Du, ich bleib hier unten. Falls der Bock wiederkommt. Trau ich ihm zu. Dem seine Religion klingt mir wie so ne Trittpflanzen-Kultur, die nich so leicht verduftet. Wie wärs, wenn du derweil mit Natsuki weitermachst? Als hätte Rao bisher was anderes getan. Aber naja, Genjutsu sah man als Unbeteiligter so schlecht. Ist ja schließlich auch nur ein einzelner Nager...
Taros Aura flimmerte noch immer leicht; auf Zustimmung Raos würde er sogleich eine schwebende Hand erschaffen, um Rao wie auf einem fliegenden Teppich hinter Natsuki herzuschicken. Zumindest die ersten paar Meter - anschließend würde sie wohl eher geworfen werden. Aber nun ja. Sie war doch Kunoichi?
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BeitragThema: Re: Knochenpass   Fr Jan 24, 2014 7:02 pm

°oO(Trittpflanzen-Kultur. Weise gesprochen, aber selbst wenn der Bock ein alter gemütlicher Opa wäre, solange er diese Augen hat … diesen irren Blick, ohne auch nur einmal zu blinzeln, will ich nur so weit von dem weg wie möglich! Rosa Flammen hin oder her, der Blick ist einfach abartig! Gut dass Pencil-san mit dem Vorlieb nehmen will. Die Augen sind der Spiegel zur Seele, sagt man doch. Und was ich in seinem Seelenspiegel sehe, ist irgendwie abartig. Vieleicht irre ich mich auch. Ziegenflüsterei habe ich lange nicht mehr betrieben. Bin da etwas eingerostet. Aber zurück zum Geschehen. Was auch immer Natsu-san dem Schleiferchen da eingeflöst hat, scheint ja zu wirken. Abgelenkt ist er jedenfalls, jetzt heißt es zum Angriff übergehen! Natsu-san legt vor, ich ziehe nach. Und Pencil-san scheint mich werfen zu wollen. Ok, ungewöhnlich. Aber mal was neues. Einmal Pencil-Express, bitte!)

So begab es sich im Jahre Drölfhundertzwoundelfzig, dass Rao ihren ersten Freiflug antrat. Ungesichert und in mitten des Schlachtengetümmels. War ihr dabei etwas mulmig? Ja, durchaus. Aber dass versuchte sie zu ignorieren, sich stattdessen auf das Ziel zu konzentrieren. Geschwind hopste sie auf die gespensterhafte Glaubenshand Pencil-sans und fragte sich noch im gleichen Moment, ob sie hier nicht einen Fehler beging. Wie würde Kaminoke-hime, die Kami ihres Clans, über dieses Verhalten urteilen? Vermutlich würde sie es hinnehmen, denn im Bezug auf andere liebenswürdigere Gottheiten hatte sie gegen Kooperation nichts einzuwenden. Doch wie würde Rao später über ihr eigens Verhalten urteilen? Die Hand tat ihr Werk, Rao wurde geworfen und sie wusste umgehend: Sie würde es noch bereuen. Irgendwie, tief in ihrem haarigen Herzen wusste sie es! Und sie wusste auch warum: Sie hatte sich bereitwillig zu einem ballistischen Geschoss machen lassen, sich den irren Gesetzen der Physik ausgesetzt. Und dass auch noch von der Hand eines Mönches, der vermutlich keine Shinobi-Ausbildung genoßen hatte und damit nichtmal die Ausrede anbringen konnte, während des Ballistik-Unterrichts geschlafen zu haben! Zu allem Überfluss war Rao leider nicht im Stande, diese kewle Haarflügel-Nummer abzuziehen, die so mancher Kaminoke drauf hatte und mit der man in dieser Situation sicher einen Klasse Gleitflug hinlegen konnte. Aber es half alles nichts. Augen aufs Ziel hieß es und Rao griff im Flug in ihren langen Ärmel, zog eine kleine Schriftrolle hervor und plante, Natsu-sans Windangriff mit einem kleinen Geschosshagel zu unterstützen. Der Klippschleifer wirkte ja nicht so, alsob er gerade den Drang verspüren würde, sich gegen seine Feinde noch groß zu verteidigen.

Apropos Klippschleifer, der war nicht nur angetan von Natsus duftem Genjutsu. Nein, er war völlig von den Socken, wähnte er hier doch einen zweiten Schmeißstein auf sich zu kommen. Direkt auf sich zu! Dass würde eine Punktlandung auf seinem frömmigen Haupte ergeben! Weit streckte der kleine Nager die Ärmchen aus, riss die Augen auf und lachte manisch-wahnsinnig-gut. "Heiligkeit! Dreifach gesalbte, weltraum-mineralhaltige, göttlich-feurige Heiligkeit! So ward ein zweiter Schmeißstein gen Erde geworfen. An diesem Tage werde ich, der letzte Diener des einen wahren ultimativen gnädigen Gottes die rituellste aller rituellen Schmeißstein-Weihungen erhalten! Ahahahahahaaa!" Das Echo seines Freudenlachens wurde von den Wänden der Schluchten weitergetragen und erklang auch dann noch, als die Situation für ihn so garnicht mehr zum Lachen war. Sein breites Grinsen, die Freude und religiöse Ekstase schwand jäh, als Natsu wieder in seinem Blickfeld erschien, eine ziemlich scharfe Windsichel auf ihn abfeuernd. Sein Zeitempfinden schien sich zu verlangsamen, die Welt dreht sich langsamer. Dann hopste auch noch Rao ins Bild, kurz davor irgend einen Ninja-Horror aus ihrer Schriftrolle zu entlassen. Der gute Klippschleifer hatte nichtmal mehr Zeit zu schreien. Es war schlicht zu spät für ihn. In einiger Entfernung rappelte sich gerade der lodernde Ziegenbock wieder auf, schüttelte sich, lies seinen brennenden Eifer in alter Stärke an seinem Körper entlang züngeln und die Flammen ihn wieder völlig umschließen. So schnell wollte er dann doch nicht aufgeben. Doch dann fiel sein Blick auf die Situation, in der sich der liebe Nager-Prediger befand. Eine Zwickmühle aus dem Lehrbuch! Auf für Yagigami schien sich die Zeit zu verlangsamen. Das dramatische Moment wollte vollends ausgeschöpft werden, weshalb der Ziegenbock zu einem dramatischen, langgezogenen 'NEIN!' ansetzte, aber das Wörtchen verließ seine Ziegenlippen nie. Den kurz vor dem verhängnisvollen Auftreffen der scharfen Windklinge Natsus, schien plötzlich etwas an dem Körper des Klippschleifers zu ziehen. Die Mine des Klippschleifers, immernoch in der Zeitlupe gefangen, verformte sich langsam zu einer überraschten Fratze, entstellt von plötzlich einwirkenden Gesetzen der Physik, die sein Gesicht, ob schnell ansteigender Geschwindigkeit rückwärts gerichtet, flatterhaft wirken ließen. Wie an einer Reißleine wurde Beelzepelz plötzlich zurück gerissen, weg von Natsus Angriff. Erst ein Stück nach hinten, weg von seiner imposanten steinernen Kanzel, und dann mit einem Mal auf einen weiteren hohen, klippenartigen Vorsprung hoch, wo er schließlich aus dem Blickfeld der Tsuki-Nin gezogen wurde. Die Werke des Klippschleifers beganen, ob seiner Abstinenz zu bröckeln. Die schöne Kanzel zerfiel als erstes. Dann der ganze steinerne göttliche Finger.

°oO(Was zur … ?) Rao musste innehalten, in der Luft wohlgemerkt. Im Wurf wohlgemerkt. Die Schriftrolle noch immer haltend, flog sie, Pencil-sans Schwung nutzend, noch ein wenig weiter, krachte dann aber ungewollt in die herabfallenden Trümmer der Werke des Klippschleifers und stürzte mit ihnen wieder hinab auf den Pfad wo alles begonnen hatte. Der Ziegenbock indess sah dem ganzen stumm zu. Bis die Wände der Schluchten und der Boden des Knochenpasses selbst erbebten. Die noch immer hörbaren Echos des Lachens des Klippschleifers wurden mit einem Mal verweht und machten einem lauten unüberhörbaren Heuler Platz. Es war ein wölfisches Heulen, vermutlich. Kenner würden erkennen, dass es ein von einem Menschen nachgemachter Heuler gewesen sein dürfte. Kleine Steinchen auf dem Pfad wurden von der Kraft des Heulers in Schwingung versetzt, tanzten aufgerecht auf und ab, während größeres Gestein ledeglich erzitterte. Yagigami, der rosabrennende Ziegenbock antwortete dem Heuler mit einem Blöcken aus tiefster Kehle, ehe er mit gewaltigen Sprüngen die Klippenwände des Passes hinauf setzte und im Nu in der Ferne verschwand. Über den Köpfen der Tsuki-Nin sprang mit einem Mal eine Gestalt von dem Vorsprung, hinter dem der Klippschleifer Beelzepelz verschwunden war. Die Gestalt trug einen lumpenartigen Umhang, der seine wahre Erscheinung wohl verbergen sollte. Doch erkannte man auf dem Umhang deutlich ein Symbol. Das Zeichen Kumo-Gakures. Unter den rechten Arm geklemmt trug die Gestalt Beelzepelz, der wenig Anstalten machte, sich dagegen zu wehren. Im Gegenteil, er nutzte seine Bewegungsfreiheit eher dafür, sich umzuschauen, wo denn der feurige Schmeißstein geblieben war, den er eben noch gesehen hatte. Das Ausbleiben einer Sichtung machte ihn rasend, weshalb er schon wieder zu einer wortgewaltigen Rede wider den Tsuki-Nin ansetzte, denen er nun auch noch das Verschwinden des zweiten Schmeißsteins anlastete. "Dreimal verfluchtes, von dreckigen Jägern bei der Sauhatz' gefundenes, schmeißsteinentweihendes … !" Man erfuhr nie, als was der Klippschleifer die Tsuki-Nin bezeichnen wollte. Die Gestalt, die ihn trug, hielt nicht an. Sprang erst hinab auf den Pfad, auf dem sich auch die Tsuki-Nin befanden und setzte dann auch schon, mit weiten Shinobi-Sprüngen, auf die gegenüberliegende Seite der Schlucht über, wo die Gestalt kurz darauf verschwand. Ruhe kehrte ein am Knochenpass. Ruhe, wie sie sich für eine 'einfache Blumensammel-Mission' gehören würde. Aber es war wohl klar, dass dies keine gewöhnliche Blumensammel-Mission werden würde. Es war eine Quest! Und gerademal der Anfang war gemacht. Und Rao fand sich unter einem Steinhaufen wieder. Relativ unverletzt, soweit sie es feststellen konnte. Unbequem wars trotzdem. Und ihr dröhnte die Rübe. "Hoft mif hia rauf!" erklang ihre Stimme gedämpft aus den Untiefen des Steinhaufens. Im Gegensatz zu Pencil-san besaß sie nämlich nicht die titanische Kraft, diesen Haufen einfach von sich wegzusprengen!
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Ishida Natsuki

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BeitragThema: Re: Knochenpass   Do Jan 30, 2014 11:55 am

Natsukis Genjutsu schien ein Volltreffer gewesen zu sein. Das Nagetier war abgelenkt und so hatte sie eigentlich damit gerechnet, dass ihr Fuutonjutsu ebenfalls gelingen würde. Und das tat es auch, das Chakra verliess ihre Hand und wurde auf den Gegner zu geschleudert. Das Rao Natsuki noch unterstützen wollte, bekam die Chuunin nicht mit. Ihr Jutsu lief gegen jede Erwartungen jedoch ins Leere. Mit dumpfen Aufschlag frass sich das Fuutonchakra einen kurzen Weg ins massive Gestein direkt oberhalb der Kanzel und löste sich dann auf. Ihr Gegner hingegen war weg. Was genau passiert war, konnte Natsuki noch nicht einmal sagen. Sie bemerkte nur, dass nach kurzer Zeit die felsige Hand und auch die Kanzel selbst zu bröckeln begann und ziemlich schnell sich auch in viele kleine und ein paar grössere Steine auflösten, welche allesamt zu Boden fielen. Überrascht atmete Natsuki aus und versuchte sich noch aus der Gefahrenzone zu begeben, doch einige kleine Steine trafen sie direkt. Mit genügend Konzentration schaffte es Natsuki zwar, sich seitwärts an der Felswand zu halten, doch ein faustgrosser Stein traf sie direkt am Kopf. Kurz wurde ihr Schwarz vor Augen. Natsuki spürte, wie sie den Boden verlor und seitwärts runterfiel. Einige Meter war sie so in die Tiefe gestürzt, bevor sie auf dem Boden unten aufkam, auf dem Weg, auf dem sie zuvor gegangen waren.
Wieviel Zeit mochte vergangen sein? Natsuki blinzelte verwirrt, hauchdünner Gesteinsstaub lag in der Luft, was sie darauf schliessen liess, dass es noch nicht allzu lange her sein konnte. Und kurz darauf hörte sie auch die Stimme Raos. Natsukis Hand fand den Weg an ihren eigenen Kopf, an die schmerzende Stelle und wurde sich bewusst, dass sie blutete. Sie hatte zwar ansonsten keine grösseren Verletzungen, aber die Kopfwunde war nicht gerade klein. Und das nur, weil das Ganze so verdammt überraschend und unvorhergesehen passiert war! Aber mit solchen Dingen müsste sie eigentlich rechnen. Natsuki musste sich das nächste Mal mehr anstrengen. Es nagte an ihrem Stolz, dass sie noch nicht einmal ein paar kleinen Steinchen ausweichen konnte.
Langsam richtete sie sich auf und wischte mit ihrem Arm über ihre Stirn, bevor sie sich aufrappelte und in die Richtung ging, aus der sie die Stimme gehört hatte. "Rao?", rief Natsuki und ging auf den Haufen Steine zu, der mitten auf dem Weg lag. Natsuki fing an, einige Steine weg zu wuchten und schaffte ein kleines Loch. Helles Haar war zu sehen und Natsuki wurde sich bewusst, dass sie alleine die grösseren Steine niemals wegschaffen konnte. "Rao, geht es dir gut?", fragte sie dann sicherheitshalber nach, bevor sie nach dem nächsten Stein griff und ihn ebenfalls zur Seite räumte.
Was passiert war oder gar wo der Ziegenbock und das Nagetier abgeblieben waren, wusste Natsuki nicht. Als der Shinobi samt Tier sich kurz präsentiert hatte, war Natsuki damit beschäftigt, ohnmächtig auf dem Boden zu liegen. Zwar war die Zeit nur kurz, in der sie nicht bei Bewusstsein war, dennoch reichte es, dass sie einen wichtigen Part einfach nicht mitbekommen hatte. Deswegen völlig unwissend fragte sie sich natürlich, wo um alles in der Welt das Nagetier und der Ziegenbock abgeblieben waren.
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BeitragThema: Re: Knochenpass   So Feb 02, 2014 12:37 pm

Gar seltsame Kräfte schienen hier am Werke. Tarotachi beobachtete höflich interessiert den Flug Tsuzuraos, wie es ein verantwortungsvoller Erwachsener zu tun pflegte. Zunächst wirkte auch alles bestens. Das Nagetier war zwei zu eins zahlenmäßig ausgekontert und befand sich in konzentrierter Schussbahn. Doch gleich darauf - in buchstäblich letzter Sekunde - mischte sich offenbar ein weiterer Gott ein: Der, der für horizontale Schwerkraft zuständig war, denn dessen Macht rettete den Klippschleifer aus der Gefahrenzone. Der Mönch staunte nicht wenig. Die Welt ist eine schräge Welche, in der Tat.
Gleich darauf erfolgte Mehreres unisono: Steinschlag, abstürzende Team-Kameraden, ein durch Mark und Bein gingendes Heulen. Tarotachi zuckte sogar leicht zusammen. Beim pandämonischen Geheul, nicht beim Steinschlag. Offenbar lag dem blutgefrierenden Schrei der infernalische Ruf zum Essen zugrunde, denn das Zicklein gab sogleich Laut und hopste hinfort. Doch die böse Vorahnungen weckende Begegnung war noch nicht vorbei: Ein Mantelträger huschte ominös vorbei, offenkundig mit Meister Pelzmütze im Bunde, und er trug die Farben eines lang vergangenen Feindes im Schilde bzw. auf dem Stoffe. Wobei, stop... vor ner Weile hatte der Mönch das Zeichen Kumogakures ja schonmal wieder gesehen.
Ganz ruhig, Taro. Bloß weil du gerade die verdammten Wölkchen gesehen hast, muss das nicht heißen, dass sich die Kumos auch als Blumenschützer betätigen. Oder mit wahnsinniger Fauna im Bunde sind. Der Typ da gerade, dem war einfach nur kalt und er hat halt nen hübsch warmen Mantel gefunden. So einfach ist das.
Tarotachi schlappte nun zu seinen Kameraden; Natsuki betätigte sich gerade als Steineschieber. Und nicht gerade als besonders Guter. Natsuki-kun, mit Verlaub. Der Mönch schob den vorgeblichen jungen Mann sanft, aber bestimmend beiseite. Felsbrocken sind gar feinfühlige Dinger. Es bedarf erfahrener Hände, sie richtig anzufassen. Ich darf daher? Er durfte; mit einem schrägen Seitenblick auf das Rot, was Natsuki da aus der Rübe tröpfelte, machte er sich ans Werk und wälzte Felsen mit einer Kunstfertigkeit, dass es eine Freude war, dabei zuzusehen. Sofern man dazu Muße hatte natürlich. Rao-chan, ich bewundere deine Taktik, unter all diesen Felsen in Deckung zu gehen, doch mir scheint, der Feind ist zur Mittagspause geschritten. Außerdem ist hier draußen eine helfende Hand gefragt; Natsuki leckt leicht. Mit einem herzhaften Hepp! warf er einen besonders großen Brocken über seinen Kopf und in die Schlucht hinunter.
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BeitragThema: Re: Knochenpass   Do Feb 06, 2014 7:37 pm

°oO(Wie überaus praktisch, dass ich nicht unter fortgeschrittener Klaustrophobie leide. Sonst würde mir hier, eingeklemmt unter all diesen Steinen, wahrlich ein wenig unwohl werden. Wobei, tuts tatsächlich. Und klausfrei obendrein! Zauberei! Liegt aber wohl nicht an bisher unerkannten Phobien, sondern eher an selbstverständlichen Urängsten, wie etwa der davor, lebendig begraben und vor der Chuunin-Beförderung unter einem Haufen Ex-Fingersteine dahinzusiechen und an Nahrungs- und Wassermangel zu krepieren, sofern kein eventueller Steinschlag mein finsteres Gefängnis zuvor erschüttert und mich endgültig zwischen den malmenden Mineralmassen zerquetscht. Würde ja bereits eine kurze Schadensanalyse anfertigen, aber leider steckt in dem Wort der Begriff anal und gerade daran will ich nicht denken, Angesichts der Felsecke die mir da zu unangenehm Richtung Pluteus Maximus drückt. Oder wars Gluteus? Narf, zu viel Wissen in meinem Hirn. Konzentriere mich lieber auf naheliegenstes: Etwa den Wunsch auf rasche Rettung. Macht mal hinne da oben! Oder ist dort längs unten? Toll, Orientierungssinn versagt im Angesicht des dunklen Feindes namens Finsternis und Felsversteck. Feige Sinnesbande! Aber solange mein Bewusstsein nicht desertiert ist alles in Butter.)

Bewegung kam in ihre kleine abgeschottete Welt. Gedämpfte Stimmen drangen von außen in ihr Sanktuarium ein. Fast wäre sie auf den Geschmack einer Backslap-Antwort alá “So gut es mir begraben unter Felsen eben gehen kann!” gekommen, und wahrlich ihre innere Rao stand kurz davor die Zügel zu übernehmen und Natsu-san eben jenes zuzurufen, aber Rao besann sich dann doch lieber auf ihre Erziehung und wartete brav ab. Ihre Retter konnte sie später noch zusammenscheißen. Überflüssige Fragen hin oder her, der Moment wollte in jedem Fall clever gewählt sein. Just in diesem Moment begab es sich gar, dass ein Licht in die dunkle Abgeschiedenheit ihres Emocorners fiel und wenig später wurden auch schon naheliegende Felsen beiseite geschoben, oder eher geworfen. Wahrlich, da war ein erfahrener Steinetransporteur am Werk! Als sich Rao endlich wieder gescheit bewegen konnte, kraxelte sie aus dem Schlupfloch in dem sie zwischen den Felsen gelegen hatte und dass erste was sie darauf hin spürte, war ihr Körper. In voller heranreifender Pracht. Und sie spürte, das sich ihr Körperchen darauf vorbereitete von oben bis unten blau anzulaufen. Ein blutiges Zeugnis ihres Heldenmutes konnte sie nicht vorweisen, morgen dafür aber sicher ansehnliche blaue Flecken. "Regel Nummero Dos: Iryos sollten nicht direkt in den Kampf eingreifen. Wird Zeit, dass ich mich dran halte." Jep, vieleicht war sie mit ihrer Rolle als Stütze im Hintergrund besser bedient. Man musste ja nicht ständig vorne mitmischen wollen, egal was ihr Eifer ihr auch eintrichtern wollte. Hinten, in der passiveren Reihe, sollte fortan ihr Platz sein!
Frei von den Fesseln eines irdenen Gefängnises bewegte sich Rao erstmal vom Felshaufen weg und klopfte ihre Kleidung ab. "Danke fürs Rausklamüsern, Leute. Aaalso..." Sie wandt sich an Natsu und musterte ihn mit möglichst professionellem Blick "Kopfwunde, hm? Sonstige Verletzungen? Schwindelgefühl? Schwach auf den Beinen? … Hm, ok. Die Wunde ist nicht gerade auf Kratzer-Niveau, aber mal sehen, was ich so leisten kann. Wie gesagt, gib Acht: Anfängerin!" Das mit dem Aufbauen von Patienten musste sie noch üben. Ihr Iryo-Skill hatte aber auch gerade mal ein halbes Jahr Zeit gehabt zu wachsen. Da konnte man noch kein tsunadiges Level erwarten. Trotzdem tastete sich Rao duch die Blutspur Natsus bis zur Kopfwunde vor und begann angenehm mintgrünes Charka zu produzieren und zur Behandlung in bereits erwähnte Verletzung zu leiten. Leider stand Rao noch kein reichhaltiges Arsenal an Heiltechniken zur Verfügung und ihre Iryo-Ausrüstung hatte sie zu hause gelassen. Warum? Blumen-Pflück-Mission! Wer rechnet da mit sowas? Vieleicht täte man gut daran, den vier Iryo-Grundregeln noch eine fünfte anzuhängen. Allzeit bereit, immer bereit! "Der Klippschleifer ist also verduftet? Dachte wir hätten ihn gehabt, was genau ist eigentlich passiert?" Erinnerungslücken? Rao blinzelte das Gefühl, irgendwas des eben geschehen vergessen zu haben, einfach weg und konzentierte sich auf Natsus Heilung. "Vieleicht haben wir ihn ja in die Flucht geschlagen und können den Rest der Mission in Ruhe erledigen. Das erste Blumenfeld müsste ja bereits in der Nähe sein." Stimmt, da war ja was mit Blumen. Bei dem Gedanken an den eigentlichen Missionsinhalt bahnte sich ein ungutes Gefühl seinen Weg in Raos Hirn. Die Flammen des ominösen Ziegenbocks hatten pink gebrannt. Zwar hatte Rao nie selbst mit den Wangetsujoou-Hanas zu tun gehabt, sie aber schon ein paar Mal in natura gesehen. Sie traten in verschiedenen Farbvariationen auf. Pink war eine davon. Zufall? °oO(Brennender, wahnsinniger Ziegenbock. Das dürfte mit Blumen so viel zu tun haben, wie Yokuchi mit transparenten Geschäften.)

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