Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 Knochenpass

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BeitragThema: Knochenpass   Sa Feb 02, 2013 12:52 pm

das Eingangsposting lautete :

Spoiler:
 

~ Der Knochenpass liegt unweit Tsukigakures. Am Grunde der Schlucht plätschert ein Flüsschen vor sich hin, links und rechts erheben sich die Felswände. Ein überraschend breiter Pfad lädt zum Wandern ein. Trotzdem gibt es immer wieder Unfälle. Ob der Name der Gegend darauf fußt oder nur zwecks dramatischer Werbung gewählt wurde, ist heutzutage nicht mehr nachvollziehbar.
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Ishida Natsuki

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BeitragThema: Re: Knochenpass   Sa Feb 08, 2014 11:16 pm

Natsuki liess es natürlich einfach zu, das man sie zur Seite schob, immerhin war sie sich bewusst, dass sie nicht die Stärkste war. So überliess sie es gerne dem doch eindeutig stärkerem und älterem Mann, dass er sich um das Problem des Freischaufelns von Rao kümmerte. Und mit Erfolg. Innerst kürzester Zeit hatte er die junge Kunoichi aus ihrem steinigen Grab befreit und sie ans Tageslicht geführt. Natsuki hatte erleichtert durchgeatmet und sich dann einfach an Ort und Stelle auf den Boden gesetzt. Sie liess sich den Kampf im Kopf revue passieren, dachte über ihren eben bestrittenen Kampf nach und versuchte sich so viele Einzelheiten davon einzuprägen, wie sie nur konnte. Jedes Detail war wichtig. Doch was war eigentlich geschehen mit dem Klippschleifer? Was war mit dem Vieh geschehen, das pinke Flammen hatte? Wo waren ihre Gegner eigentlich abgeblieben? Natsu erinnerte sich nicht, wie die beiden verschwunden waren, sie wusste nur noch, wie ein haufen Steine auf sie nieder prasselten, weil das Nagetier irgendwie aus der Bahn gezogen wurde. Wer oder was das verursachte hatte, war ihr schleiferhaft. Und während sie so darüber nach dachte, war Rao wieder auf den Füssen und erklärte irgendetwas bezüglich Iryounindingen. Erst als sie sich direkt an sie wandte, blickte Natsuki auf und blinzelte etwas irritiert, als Tsuzurao meinte, dass sie von ihr noch nicht allzu viel erwarten konnte, da sie noch an den Anfängen ihrer Ausbildung zur Iryounin stand. Das brachte Natsu leicht zum lächeln. Sie nickte daraufhin und sprach: "Ich vertraue dir hiermit mein Leben an ... Oder in diesem Falle mehr meinen Kopf. Der schmerzt ziemlich, ich glaube, ich habe vorhin kurz das Bewusstsein verloren, wenn ich ehrlich bin, weiss ich nicht wirklich, wo unsere Gegner hin sind. Das ist mir irgendwie abhanden gekommen. Ansonsten ist mir leicht schwindelig, aber ich glaube, das renkt sich wieder ein."
Als Rao dann mit der Heilung begann, spürte Natsuki ein sanftes Kribbeln auf ihrem Kopf, das von Sekunde zu Sekunde intensiver wurde. Natsuki presste jedoch einfach die Lippen zusammen und liess die Heilung stumm über sich ergehen. Als die Jüngere dann fertig damit war, schenkte sie ihr ein freundliches Lächeln und ein 'Danke schön'. Natürlich, sie war die Iryounin in ihrer Gruppe und es war ihre Aufgabe dies zutun, aber oftmals wurden Iryounin eindeutig unterschätzt und als zu selbstverständlich angesehen.
Auch Rao fragte daraufhin, was passiert war. Sie schien das also auch nicht ganz mitbekommen zu haben. Natsuki zuckte lediglich leicht mit den Schultern und sah dann erwartungsvoll zu Penpachi rüber. Ob er wohl mitbekommen hatte, was passiert war? Gut wäre es zumindest. Die Steinen schienen sowohl bei Rao wie auch bei ihr selbst an ihren Wahrnehmungsvermögen gefeilt haben. So dass sie sich nicht mehr gross daran erinnern konnten, was mit ihren Gegnern geschehen war. Leise seufzte Natsuki und richtete sich daraufhin wieder auf.
"Wenn wir die Gegner nicht erledigt haben, kommen sie womöglich zu einem späteren Zeitpunkt wieder. Ich weiss zwar nicht, inwiefern diese ... Kreaturen strategisch denken, aber sie wirkten sehr entschlossen.", sie hoffte eigentlich, dass Penpachi oder Tsuzurao noch ein paar wenige Informationen mehr über die hatten, wenn sie erneut angreifen würden, wäre es nützlich, wenn sie die beiden aus dem Weg räumen konnten.
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BeitragThema: Re: Knochenpass   Sa Feb 15, 2014 5:13 pm

Nachdem der letzte Stein geräumt, der letzte Fels gestemmt, der letzte Brocken gewälzt war, trat Tarotachi zurück. Er rollte mit den Schultern und atmete tief durch, inhalierte die freigesetzte Arbeitsenergie aus frischer Bergluft. Tjaja, so ist das sprach er gut gelaunt, Du brauchst einen Trickser, du brauchst einen Heiler, aber du brauchst auch einen Kerl mit Muckis. Der Mönch gab sich ganz seiner gelösten Stimmung hin, da weder der eine Kamerad noch der andere besonders besorgniserregende Verletzungen erlitten hatten. Folglich war alles nur halb so wild. Er überließ es Tsuzurao, den verletzten Natsuki zu behandeln, und betrachtete die Szene von der Seitenlinie.
Beide Kumpane äußerten klitzekleine Erinnerungslücken - und irgendwie fühlte sich Taro erwartungsvoll gemustert. Sollte er nun etwa Analyse betreiben? Oder Zeugenaussagen machen? Uffza, ein Großteil meines Bewusstseins ist mehr damit beschäftigt, griffig-dynamisch-ergreifende Reden zu verfassen und nicht, sich irgendwelche Manöver zu merken. Aber na gut, versuchen wirs. Er kratze sich kurz dort, wo seine Stirn in die glänzende Glatze überging.
Tja, wir hatten den Klippschleifer auch, streng genommen sprach er ungewohnt... ruhig. Dann allerdings flog er. Ja, ohne Flügel, oder vielleicht sprang er auch seitwärts oder so. Kurz darauf kam dieser Umhang-Typ... Nein, vorher meckerte die Ziege und hüpfte von dannen, dann kam das Geheul... nein, das Gekreische, n ziemlich infernalisch-animalisches Welches, kam zwischen dem fliegenden Pelztier... ja. Er klatschte in die Hände. Kehrte zu seinem üblichen freudigen Tonfall zurück.
Der Klippschleifer entkam eurem Duo-Angriff, indem er ziemlich schräg zur Seite hüpfte und verschwand. Danach erscholl ein kläffendes Dämonengeheul, die Ziege reagierte mit Meckern und verschwand gleichfalls. Und daraufhin kam ein Typ in Umhang und Kapuze daher, das Wappen Kumogakures auf dem Pelz. Und apropos Pelz, den Klippschleifer hatte er sogar dabei. Damit floh er wieder, ohne ein Wort. Io. Das wars. Er nahm eine feierliche Gebetshaltung ein und verbeugte sich vor seinen Kameraden.
Mit etwas Glück erledigen wir den Rest des Auftrags ganz unschuldig blümchenpfückend. Mit etwas Pech nerven uns diese entschlossenen Viecherchen weiterhin. Und sofern die Mächte des Universums uns hassen - im Angesichte des in den letzten paar Jahren Passierten will ich dies nicht kategorisch ausschließen - haben wirs neben Fauna auch noch mit menschlichen Gegenspielern zu tun. Was auch immer so interessant an Blümchen ist. Nun ja. Gibt wohl noch mehr Friseur-Geschäfte. Potenziell liegt der Schlüssel allen Gedankens genau dort...? Schulterzucken.
Wie man sah, gab es genug Stoff zum Grübeln. Der Weg zum nächstgelegenen Blumenfeld sollte nicht allzu langweilig werden.
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BeitragThema: Re: Knochenpass   Sa Feb 22, 2014 10:24 pm

(OoC: Platt gesagt, ich hatte iwi drauf vertraut, dass ihr meinen Wink versteht, von wegen 'das erste Feld wäre in der Nähe' und direkt in den von mir erstellten Thread wandert. Aber gut, hab ich übernommen. Post ist am Ende dieses Links ^^)

{tbc: Kangetsu no Kuni - Gebirge Shichiseiken - Kankabe}
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BeitragThema: Re: Knochenpass   So Apr 13, 2014 5:08 pm

TBC von: Bruchbude von Hatake Kazu

Ein Wanderer, ein Tourist oder aber ein Händler. Der Hatake erfüllte die Norm eines Normalsterblichen mit solcher Penetranz, dass man meine könnte er entsprang aus einem Bilderbuch. Fast schon zu gut verkleidet, schien er den Weg in das Dorf Tsukigakure zu suchen um dort sich umzusehen. Es ging hierbei jedoch nicht um das ausspionieren der Militärstärker sondern die reine Neugier von Wettbewerbsstrategie. Wie machte sich das Dorf und wie entwickelte es sich? Immerhin wurde es erst vor kurzen bekannt – oder besser gesagt war es solange in geheimen verborgen, dass die Auffälligkeit doch darin lag warum sie sich dazu entschlossen an die Öffentlichkeit zu treten. Möglicherweise verbargen sie dahinter einen gewissen Plan oder wollten etwas besonders geheimnisvolles schützen? Kazu würde sich zunächst einmal wie ein normaler Tourist in Tsukigakure umsehen und sich ein Bild von dem Dorf machen. Eine feindliche Handlung verbarg sich dahinter augenscheinlich nicht, zumindest hatte der Hatake bereits einige Ausreden parat um völlig harmlos zu wirken. Alles im allen ein typischer Auftrag für einen Spion von Konoha. Dennoch für Kazu verbarg sich hinter der Annahme dieser Aufgabe noch viel mehr. Er hatte vor gut 1 Jahr seine Ehefrau verloren und wirkte seither unruhig. Normalerweise riet man ihn einfach das Leben zu genießen und weiter zu machen. Nachdem er die Trauer überwunden glaubte, fing er sogar an sich mit der gutaussehenden Akademielehrerin zu treffen. Sie kamen sich körperlich näher und schienen vielleicht sogar etwas füreinander zu empfinden. Dennoch brach Kazu diese Liebschaft vor kurzen ab und zog sich davon zurück. In seinem inneren wusste er, dass die Liebe einer anderen Frau seinen Schmerz nicht verdrängt. Vermutlich gäbe es irgendwann eine Person die das könnte, aber diese zu finden würde schwer werden. Kazu öffnete die Landkarte. betrachtete sie in Gedankenversunken näher und setzte sich dann in Bewegung um den Pass zu durchschreiten. Sein Orientierungssinn war in den Bergen ziemlich schlecht, sodass es doppelt solange dauern würde bis er endlich das Tor von Tsukigakure erreichte. Auch dort würde sich die Schwierigkeit eröffnen das er mit seinem gefälschten Ausweis rein kam. Bis es jedoch soweit sein würde, hieß es erst einmal den Weg dorthin zu finden.

TBC nach (Umleitung über Tsukistore): Marktplatz von Tsuki
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BeitragThema: Re: Knochenpass   Sa Nov 08, 2014 6:07 pm

cf: Tal der kleinen Hügel

Rakkaro nahm nicht den Pfad. Der Keiler nahm den Fluss. Wie schon auf dem Weg hin zum Tal der kleinen Hügel, gebrauchte das Kuchiyose-Wesen den Wasserweg als praktische Straße; der Fußweg wäre auch einen Hauch zu schmal für ihn gewesen.
Tarotachi litt. Oh, diese Schmerzen. Seelisch. Oh, diese Schmerzen in meinem Herzen. Er litt. Ich ertrage das nicht. Ich ertrage das einfach nicht! Er litt unter der Trennung zu seiner Waffe. Meine treue Klinge, edler Wanderstock auf dem Wege des Kriegers, in den Händen des Feindes. Oh, Schande. Oooh, Schande. Hätte ich einen Hund, wäre es, als hätten sie meinen Hund.
Der Mönch lag auf dem Rücken des Keilers; seine Wunden waren inzwischen so gut behandelt, wie es seinen Kameraden möglich gewesen war, dies zu tun. Er hatte sich flach hingebettet, sodass er gen Himmel schaute, links und rechts eingerahmt von Felswänden.
Schande, Schande, Schande... murmelte er nochmals, allerdings nur noch halblaut, und hob den Kopf. Seufzte. Immerhin haben wir wohl eine Geschichte zu erzählen stellte er fest, die über bloßes Blumenpflücken hinausgeht. Seiner Wortwahl nach hätte Tarotachi freilich fröhlich klingen müssen. Tat er aber nicht. Die Mission war sicherlich aufregend gewesen, doch der Wildwasserfluss war im Meer der Niederlage gemündet. Rekapitulieren wir, Leute. Wir zogen aus, die Wangetsujoou-Hana zu überprüfen. Wegen des Meteoriteneinschlags. Von wegen, schädliche Strahlung. Das war Aufgabe. Rhetorische Pause. Haben wir Dinge erlebt, die kosmische Strahlung zumindest in Teilen als Ursache haben könnten?
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BeitragThema: Re: Knochenpass   Do Nov 13, 2014 9:04 pm

°oO(Zeit für ein wenig Missions-Gefaziterei. Für das Wort sollts ein Rao-Trademark geben. Ich gehe heut morgen gut gelaunt aus dem Haus, in Erwartung einer recht simplen Mission. B-Rang, aber he … sollte nur ums Pflücken von Blumen gehen. Zu erwarten waren durchaus Überfälle von, im Gebirge verstreut hausenden Kumo-Hinterbliebenen. Bekommen haben wir Angriffe von einem irren Klippschleifer, einem Bergziegenbock mit pinkem Feuer, der in Wirklichkeit ein Mensch war, die Durchsuchung eines verborgenen Tempel-Dungeons, inklusive Bibliothek voller unlesbarer Schriften, einen Kampf gegen wildgewordene Larpler, einen Kumo mit Puppen, sowie einen Endkampf gegen eine Blumengöttin, die ohne ein Wort zu sagen oder ein Jutsu zu wirken ganze Armeen von Tieren an ihre Seite rufen kann. Außerdem gabs böses Gefassel über die Blume, die mein Clan in seine Produkte haut … Liegt das eigentlich an mir, oder sind solche B-Missionen echt schräg? Das letzte Mal gabs ne Klippschleifer-Weltuntergangssekte. Wenn jetzt alle Missionen sooo ausarten überleg ichs mir lieber nochmal, ob ich wirklich Chuunin werden will. Vieleicht ist das Leben als Genin doch angenehmer. Und auch die Vorstellung, die Wette mit Kaa-san zu verlieren und dem ganzen Clan was vorsingen zu müssen, erscheint doch im rechten Lichte betrachtet nicht mehr ganz so unangenehm, wenn die Alternative ein Leben ist, dass mit so üblem Bullshit vollgestopft ist. Ist das der Grund, warum manche Genin ihre Chuunin-Prüfung angeblich bis ins hohe Alter von fünfzig Jahren vermasseln? Weil sie absichtlich schlecht abschneiden, um vor diesem ganzen Humbug geschützt zu sein? Ich muss sagen, ich bin verleitet es ihnen gleich zu tun. Kaa-san kam ja immerhin auch nie offiziel über den Rang einer Ge-Nin und sie wurde dennoch Clanführerin.)

Eine Menge Gedanken schossen durch Raos immernoch braunhaariges Köpfchen, während sie so auf Rakkaros Rücken ritten. Mittlerweile ging es ihr wieder einigermaßen, wenngleich das ständige Auf und Ab ihrem Magen immernoch arg zu schaffen machte. Aber so wie sie ihren zittrigen Zustand und den großen Hunger, der sie überkam, interpretierte, war da jetzt nichts mehr drin, was man noch hätte auskotzen konnen. Das meiste hatte sie zuvor, als sie noch von Natsukis Doppelgänger getragen wurde, ausgespien. Schön weit von sich weg. Trotzdem sah Rao arg mitgenommen aus. Wie sie alle. Die Kaminoke war verdreckt wie ihre Kameraden, dank der doppelten Schlammparty, die sie durchstanden hatten. Abgesehen vom Schmutz, konnte sie einen höllisch schmerzenden Magen vorweisen, wo vermutlich irgendwas kaputt gegangen war, sowie ein leichtes Ohnmachtsgefühl ihr eigen nennen. Bei ihrem kleinen Versuch, den Garten der Blumengöttin zu bestehlen, war sie erwischt worden. Diese komische Frau war direkt auf sie zu gesprungen und hatte sie mit einem Tritt außer Gefecht gesetzt. Glücklicherweise hatte Rao ein paar der Blumen vor Ort bereits eintüten können. Die Gewissheit, zumindest nicht umsonst umgetreten worden zu sein, hielt sie gerade aufrecht und bescherte ihr fast schon ein zufriedenes Lächeln. Nur fast. Im Wesentlichen war ihre Mimik gerade mehr Schmerz als Frohsinn. Was sie bei Bewusstsein hielt war eine ordentliche Ladung Adrenalin. Ihr Typ war gefragt! Ihre Kameraden waren verletzt und Rao musste ihre Iryo-Skills einsetzen. Zum ersten Mal so richtig im Stress. Da waren ihre Probleme schnell vergessen und ganz andere taten sich auf. (Hättest mal lieber einen Verbandskasten mitnehmen sollen. Daran hast du garnicht mehr gedacht, hm? Ein halbes Jahr Iryonin, aber was für Erste Hilfe hast du immernoch nicht besorgt.)Oo° °oO(Steht ganz oben auf meiner Einkaufsliste!)
Nachdem sie ihr Bewusstsein wiedererlangt hatte, hatte sie sich von Natsukis Doppelgänger auf Rakkaros Rücken abladen lassen. Der große Eber bot erstaunlich viel Platz, weshalb Rao Natsuki und Penpachi dort hatte versorgen können. Den ersten Power-Adrenalinschub hatte sie erhalten, als sie Pentais Wunden gesehen hatte. Oder eher die Schwerter, die er mit sich herumtrug. In den Armen. Bei all dem Blut hatte Rao bislang nur feststellen können, dass die Klingen relativ glatt in den Arm geschnitten hatten. Aber wie sollte sie das behandeln? Es überstieg ihre Fähigkeiten bei weitem! Doch wenn Rao eins bisher schon gelernt hatte dann, dass sie keinesfalls voreilig handeln durfte. Den Reflex, die Schwerter aus Pentais Armen zu ziehen, hatte sie unterdrückt. Selbst wenn die Schwerter vergiftet waren, hätte das nichts gebracht. Das Gift hätte bereits genug Zeit gehabt, sich im Körper des Mönchs zu verteilen. Und die Schwerter herauszuziehen bot außerdem die Gefahr, die Wunden weiter aufzuschneiden. Der Blutfluss konnte dadurch sogar noch schlimmer werden. Diese Gefahr bestand auch dann noch, wenn man die Schwerter perfekt herausgezogen hätte. Im Moment lies die Kaminoke die Teile lieber da wo sie waren. Bei ihrer Untersuchung hatte sie ihn aber zumindest notdürftig verbinden wollen. Nur machte das Fehlen von Verbandsmaterial das etwas schwierig. Ein etwas wirres genuscheltes "Mein Verbandszeug muss ich wohl verloren haben..." kam von ihr, ehe sie ihren langen Ärmel losschnitt. Es war einfach Raos Stil nur einen Ärmel zu tragen. Im Moment hätte sie sich zwei gewünscht. Im Ärmel trug sie in der Regel eine Menge Ausrüstung mit sich rum. Kunai, Senbons, Schriftrollen und die Tüten mit den eingesackten Blumen. Das alles hatte Rao hervorgezogen und mit ein wenig Draht an ihrem Gürtel gesichert. Anschließend erging sie sich daran, den Ärmel mit einem Kunai zu zerschneiden. Mit dem freigewordenen Stoff schaffte sie es Penpachis Wunden notdürftig zu verbinden. Auch Natsukis aufgeschlitzten Arm kriegte sie gerade noch abgebunden. Mit Draht und ein wenig Stoff versuchte sie zudem, an den Oberarmen Penpachis, und oberhalb von Natsukis Wunde, den Blutfluss ein wenig abzuklemmen, in dem sie sie engumwickelte. Ein zwei Gürtel wären hier nicht schlecht gewesen, dachte sich Rao währendessen.
Nach getaner Arbeit blieb Rao nicht viel mehr, als sich am Fell Rakkaros festzuklammern und das baldige Ende der Reise abzuwarten.

Hier waren sie nun. Drei arg in Mitleidenschaft gezogene Tsuki-Nin, am Ende einer langen und gefährlichen Mission. Am Rande der Erschöpfung fiel Rao auf, während sie beobachtete wie Rakkaro sich durch den Fluss kämpfte, dass ihre letzte Mission des B-Rangs im Vergleich hierzu das reinste Kinderspiel gewesen war. Gut, sie waren damals hochkarätiger besetzt gewesen, aber dennoch war es allen in allem doch einfacher gewesen. So kam es ihr zumindest vor. Viele Wunden hatten sie nicht zu beklagen gehabt, auch keine Verluste wie den bekehrten Enoumaru. Rao hatte sich damals sogar gut nützlich gemacht, als sie den Dotonka Dai k.o geschlagen hatte. Hier … fühlte sich Rao irgendwie fehl am Platze. Unnütz und ein Hindernis, ein Klotz am Bein ihrer fähigeren Kameraden. Beim ersten Gefecht gegen Beelzepelz hatte Rao sich begraben lassen, im Gefecht gegen die Larpler, Beelzepelz und den Kumo mit den Puppen, hatte sie auch nichts machen können und den Endkampf hatte sie bewusstlos hinter sich gebracht. Gut, es war Teil ihrer Aufgaben als Iryo, hinten zu bleiben und nicht ständig ruhmreich ins Kampfgeschehen einzugreifen, aber dennoch fühlte sie sich mehr den je nutzlos. °oO(Hätten sie statt mir einen fähigen Chuunin mitgenommen, wäre vermutlich alles besser ausgegangen.) (Ob der was an Natsukis aufgeschlitztem Arm hätte ändern können? Hätte er verhindert, dass Pentai-sans Waffen abhanden kommen und seine Arme perforiert werden? Das weißt du nicht.)Oo° °oO(Ja, aber ein besserer Shinobi hätte sich nicht direkt ausknocken lassen! Andere hätten vorsichtiger agiert und nicht nur das baldige Ende der Mission herbeigesehnt. Andere hätten besser mitkämpfen können! Andere häten … ) (Du bist nicht die anderen. Tu' uns beiden einen Gefallen und konzentier dich!)Oo° °oO(... fein. Manchmal bist du mir übrigens echt unheimlich!) (Dito.)Oo°
Pentai-san sprach und addressierte direkt etwas, was sich nicht von der Hand weisen lies. Die kosmische Strahlung. Dass, was sie damals im Einschlagskrater hatten vermeiden wollen. Die Strahlung hatte offenbar trotz der schnellen Versielung des Meteoriten etwas bewirkt. Anders konnte Rao es sich zumindest nicht erklären. "Bei der … Mission einem halben Jahr … hat Tetsu Makusu-san doch was von Hoshi-Gakure gesagt, oder?" Die Zusammenhänge waren Rao nurnoch schwammig im Kopf. Vor der Mission hatte Pentai-san damals ein wenig Brainstorming zum Thema Meteor mit ihnen gespielt. Makusu waren die Fakten über Hoshi-Gakure damals präsenter gewesen als Rao. Zumindest eines wusste Rao von dem Thema noch. "Hoshi hatte seine Kräfte doch auch von einem Meteor. Dieser hat vieleicht auch irgendwas hergetragen. Und dieses 'etwas' beeinflusst sie. Die 'Blumengöttin' und ihre Irren." Beelzepelz, der Kumo mit den Puppen … die ganzen Larpler aus Berogama und auch Enoumaru … sie alle waren zweifellos verseucht. Und das die Blumen was damit zu tun hatten dürfte sich ja auch zweifelsohne herausgestellt haben. Was genau es mit ihnen auf sich hatte, würden hoffentlich die Untersuchungen der Blumen ergeben. Das war ja der eigentliche Sinne und Zweck der Mission gewesen: Blumen zu sammeln, um herauszufinden, ob und wie der Meteor sie beeinflusst hatte. Das 'ob' war wohl geklärt. Nur das 'wie' nicht. Wie genau beeinflussten die Blumen die Leute. Was machten sie mit ihnen und was konnte daraus werden? °oO(Wir haben den Meteor geborgen, aber dennoch eine Waffe an den Feind verloren. Hrmpf … vor einem halben Jahr griffen diese Kumos schon einmal Tsuki-Gakure an. War nicht schön, aber wir habens überstanden. Doch wie stark könnten die Kumos werden, wenn sie die Blume zu nutzen lernen? Die machen doch aus allem was böses! Verdammt...)
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BeitragThema: Re: Knochenpass   Di Dez 16, 2014 10:15 am

Out: Wir überspringen Natsuki mal ein wenig, bis er "Hier" ruft

In:


Tarotachi Penpachi sah es als dezenten Glücksfall, dass auch ihm die von Tsuzurao angesprochene Szene nur halbgar im Gedächtnis rumorte. Andernfalls hätte er sich nämlich Sorgen gemacht, sein Leben zöge vor seinem Inneren Auge vorbei. Dann hätte er jetzt bloß noch ein halbes Jahr an Flashbacks, ehe ihn die Gottheit des Feuerwillens mit der Grillzange von der Roste holte. Das wäre irgendwie deprimierend für den Mauerbauer und Badesee-Ausheber, schließlich gabs noch ne Menge zu tun. Und gewissen Teamkameraden, die sowieso schon mit dem Gedanken der Nutzlosigkeit rangen, würds vermutlich auch nen leichten Schlag in den ohnehin schon gebeutelten Magen geben.
Hm. Ja. Makusu, der wußte viel drüber. Strahlung ist wohl definitiv im Repertoire eines Kometen drinne. Oder schädliches Chakra, oder fauler Atem oder Iltis-Fürze... Was war heutzutage, da alles erforscht und abgeklopft wurde, schon nicht schädlich.
"Hoshi hatte seine Kräfte doch auch von einem Meteor. Dieser hat vieleicht auch irgendwas hergetragen. Und dieses 'etwas' beeinflusst sie. Die 'Blumengöttin' und ihre Irren."
Unterschreibe ich. Der Wandermönch blickte weiterhin müßig gen Himmel, die lädierten und notdürftig verbundenen Arme vor der Brust verschränkt. Wie er bloß aussah - hatte er sich zu lang auf reine Handarbeit konzentriert? Und zu wenig auf wahren Kampf? Sein Senjusatsu staubte möglicherweise ein wenig an; in den letzten Monaten, ach, seit rund einem Jahr vollzog er doch bloß noch Routine. Hatte sich auf dem Pfad des Kämpfers einen gemütlichen Grenzstein gesucht, sich drauf niedergelassen und aß Käsekuchen. So schaute es aus.
Dafür verdiente man dann durchaus auch mal ein, zwei Schwerter durch die Gliedmaßen.
"Hergetragen" ist übrigens ein gutes Wort, sprach Taro nun weiter. Vor einem halben Jahr kassierten wir den Meteoriten schließlich ein. Der Kiesel ist seitdem gut verbunkert, ohne dass großartig was beim Untersuchen bei rum kam. Hätte doch eigentlich alle Probleme im Keim ersticken müssen. Aber nja, pinkes Feuer mag ich nu nicht wegdiskutieren, dafür reicht meine Rhetorik nicht.
Rakkaro pflügte derweil mit unverminderter Geschwindigkeit durch den Pass, in einer Gangart mit möglichst wenig Ruckeln.
Der Stein, der blöde Stein. Er scheint weniger die Wurzel und mehr ein simpler Briefumschlag. Was drin war, ist längst draußen und verursacht großen Ziegenmist. Das kann noch heiter werden. Beim letzten Mal, also zu Hoshis Zeiten, wurde das ganze Brimborium durch einen - wie Makusu auszudrücken pflegte - Dorftrottel "wegrasengant", glaub ich. Oder? Ich muss meinen guten Messdiener später nochmal fragen, ob ers so ausdrückte...
Da war Makusu nämlich gelandet: Er hatte seinen Schwertgurt an den Nagel gehängt und sich stattdessen ein Messdiener-Gewand übergeworfen. Seit einer ganzen Weile ging er nun schon Tarotachi in dessen Feuertempel zur Hand. Dies war freilich auch der Grund, warum niemand wußte, wo er war - schließlich besuchte kein Tsukigakure-Einwohner die Messe.
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BeitragThema: Re: Knochenpass   Do Dez 18, 2014 11:24 pm

°oO(Haarige Scheiße, er hats gesagt! Er hat offen zugegeben dass seine Rhetorik für etwas nicht reicht! Ist das das Ende der Welt? Dass heißt dann wohl, dass in Kürze der Antihaarist seine hässliche Fratze am nächtlichen Himmel zeigt, das weit entfernte Meer sich bluuutroooot färbt und die Erde sich öffnet, um ihr Innerstes nach außen zu wölben! Bei meinem Skalp, ich fange schon an zu denken und Reden zu kreieren wie dieser vermaledeite demagogische Klippschleifer! Und dieser Stein, dieses blöde Monster aus dem Weltenraum, geht mir auch langsam auf den Sack! Eine gemütliche Mission sollte es werden! Und nun sieht es so aus, als müsste ich nach Konoha marschieren, um den verbliebenen inzestgeschädigten Uzumaki-Bengeln die Lehre für ihr dreimal verfluchtes Rasengan aus dem Leib zu prügeln! Geschichte wiederholt sich. Ja, genau. So siehts aus. Da werden wir wohl gezwungen sein, diese Spiralkugel-Scheiße zu lernen und damit das Problem frontal anzugehen. Und ich darf fein im Hintergrund sitzen und zuschauen. Sonst Ende ich wieder mit gerissener Milz, oder Magenschaden oder sonstwas am Boden. Ha! … Was fehlt mir eigentlich? Ein halbes Jahr Lehre und ich kann immernoch nicht feststellen, was mir eigentlich fehlt. Kaminoke-hime steh' mir bei, meine Bauchgegend fühlt sich an alsob … alsob ich von einer Göttin getackelt worden wäre!)
(Etwas aufgebracht, hm? So erlebt man dich ja selten. Ist normalerweise doch mein Part, eh?)Oo°
°oO(Irgendwie muss ich mich ja bei Bewusstsein halten, oder? Wie sonst soll ich das anstellen? )
(Zorn hilft sicherlich. Aber nicht bei der Bewältigung irgendwelcher Minderwertigkeitskomplexe. Ist eher Anzeichen des Kollabierens unter dem wachsenden Druck einer Shinobi-Laufbahn.)Oo°
°oO(Du bist dir viel zu vieler Dinge viel zu bewusst. Hab ich dir dass schonmal gesagt?)
(Nein, aber du belügst dich ja gerne und mit Leidenschaft. Aber wo du mir schonmal zuhörst. Ein Rat: Komm zur weisen Erkenntnis, dass du vieleicht doch noch nicht bereit für Missionen dieses Kalibers bist. )Oo°
°oO(Wie soll ich den sonst besser werden? Erfahrung sammeln? Mich beweisen und alle stolz machen? ... Vor meinem Clan, meiner Mutter, meiner Kage, meinem Spiegelbild? Alle haben so ihre Erwartungen. Ich will doch nur, dass alle zufrieden sind. Mutter erwartet eine klare Richtung in Bezug auf die Bildung meiner Fähigkeiten und würde mir gerne Ninjutsu beibringen, Vater würde gerne mein Nukutedo fördern, Hikari-sama würde mich sicher gerne als große Nachwuchs Iryonin des Dorfes sehen und Natsu-san denkt wohl, seit unserer einen Trainingseinheit, ich wäre recht genjutsugewand.)
(Wieder diese Frage. Da sitzt was in dir und ist der Meinung, du müsstest dich entscheiden. Da murmelt was, es wäre eine schlechte Entscheidung gewesen, Iryo zu werden und einen weiteren Pfad anzuschneiden.)Oo°
°oO(Wie vielgleisig kann ich noch fahren?)
(Tu was du willst. Wer sagt den, dass ich nicht alles machen kann? Du würdest das nicht alles auf dich laden, hättest du garkeine eigenen Ambitionen.)Oo°
°oO(Aber es ist so schwer. Und alle anderen scheinen mir immerzu voraus zu sein.)
(Partiell. Sie konzentieren sich viel zu oft auf einige wenige Pfade und vernachlässigen andere. Du bist nur neidisch, weil sie schon auf einem Pfad weiter sind. Meinst, du könntest auch schon so weit sein. Aber du bist schon relativ weit. Nur teilst du deinen Fortschritt mehr auf.)Oo°
°oO(... und rede mit mir selbst, weil ich niemand anderen zuhören lasse. Verschanzt und eingemauert. Und sobald es mir wieder besser geht, verdränge ich alles, meinem Lächeln zu Liebe. Ich lächle und bewahre die Farce. Ich bin längst nicht was ich vorgebe zu sein!)

Was sich da in Rao zusammen zu brauen begann war gewiss nicht schön. Es war eine Form von nahezu anderweltlich anmutendem Selbsthass und ein kurzlebiger Stimmungsumschwung, hervorgerufen von der Erkenntnis, nichts wirklich weltbewegendes bewirken zu können, und einem unguten Bauchgefühl, dass sich dies so schnell auch nicht ändern würde. Da wurde dann auch schonmal innerlich geflucht, Selbstgespräche geführt und ein neuerlicher Adrenalinschub durch den Körper gejagt. Recht clever, wenn man mal bedenkt, dass sie sich so ein wenig länger bei Bewusstsein halten konnte. Wieder wertvolle Momente gewonnen. Denn eigentlich hätten ihre inneren Verletzungen sie längst ausknocken müssen. Hatten sie anfangs ja auch. Dass sie wieder bei Bewusstsein war glich schon einem halben Wunder. Oder auch ungesundem Pflichtbewusstsein. Wer sonst hätte die Wunden der Kameraden verpflegen könnten? Nein, diesen Gedanken brach Rao lieber vor dem Weiterspinnen ab! In die Richtung wollte sie nicht nochmal. Nicht nochmal die Erkenntnis, dass ihre Anfängerarbeit leicht von den anderen hätte ausgeführt werden können. Lieber krallte sich die Kaminoke etwas fester ins Fell des nach wie vor galoppierenden Ebers und ordnete ihre Gedanken.
Unter der strikten Vermeidung irgendwelchen selbstzerstörerischen Nebengedenkes, konzentierte sie sich wieder auf die Gegenwart. Hier gab es Dinge über den Meteor, seine Wirkung und Fragen der Sicherheit der entwendeten Reliquie schmeißsteiniger Heiligkeit die der Aufmerksamkeit harrten. Raos Stimme erhob sich zunehmend schwerfällig, wie ein verwundeter Soldat aus dem Schützengraben, in dem er zuvor schon einige Nächte und Schlachten ausgeharrt hatte. "Können wir uns sicher sein, dass der Meteor sicher ist? Sicher im doppelten Sinne? Giftlos und wertlos für den Feind? Nur weil die Untersuchungen nichts ergeben, heißt dass ja nicht, dass er ...", ein kurzes Würgen und Husten unterbrach die Rede. Die Kaminoke hielt sich brav die Hand vor den Mund, stellte fest das der Magen nichts festes mehr zum zu Tage fördern hatte und nun stattdessen Tomatensaft, durchsetzt mit grüngräulichem Verdauungsextrakt, feil bot, und fuhr, nachdem das Schüttgut eigenbetrieblicher Schäden irgendwo abgewischt worden war, fort als wäre nichts gewesen. "- harmlos ist, oder? Und selbst wenn er seine tödliche Fracht bereits vollends entladen hat, würde das diese religiösen Spinner daran hindern, einen Versuch zu unternehmen, diese 'hochheilige Reliquie ihres heidnischen Schmeißsteingottes' zurück zu erobern? Wie viele Rebellionen hält Tsuki-Gakure aus? Vor einem halben Jahr haben wir schon einen Angriff abwehren müssen." Und wie sich Rao unwohl erinnerte, hatte sie damals unfreiwillig Bekanntschaft mit diesem creepigen Haarfetischisten gemacht. Zwar nur als Nebendarstellerin, aber trotzdem. Sie wollte nicht wissen, was da noch alles unter der Fuchtel der Kumo-Loyalisten kreuchte und fleuchte. "Und was meinst du eigentlich mit Messdiener? Hat der Vorfahren in Hoshi-Gakure? Kennt der das Rasengan? Wenn ja, er solls mir beibringen. Oder auch nicht. Hat das letzte Mal ja wohl doch nicht für Ruhe gesorgt." Beunruhigende Gedanken zogen gewitterwolkengleich über den Himmel von Raos gerade viel zu düsterem Denkapparat. "Ist es eigentlich möglich, dass die Sache mit Hoshi-Gakure und dieser Meteor irgendwie den gleichen Ursprung haben könnte?" War das richtiges deutsch? Hörte sich falsch an in Raos Köpfchen. Sie driftete ein wenig gedanklich ab. Der Adrenalinschub lies nach und die Kaminoke konnte förmlich fühlen, wie sie schwächer wurde. Einen Moment lang wurde ihr gar schwarz vor Augen, was sie dazu veranlasste, den Eber etwas fester zu packen und ihr schwächer werdendes Stimmchen zu erheben.
"Sind wir bald da? Ich glaube ich ..." Sie würgte sich selbst ab. Ihr mochte gerade das Licht im Oberstübchen ausgehen, wie eine viel zu früh ausgebrannte Energiesparglühbirne, aber sie war sich ihrer Situation noch bewusst genug, um ihre Schwäche nicht offen einzugestehen. Ihre Gedanken rasten. Die Situation war schon grimmig genug, da brauchte man sich nicht auch noch Sorgen um sie zu machen. Ihre Gedanken begannen zu rasen. Weniger wegen eines neuerlichen Adrenalinschubs, denn der blieb aus, sondern eher wegen eines nun einsetzenden Schwächegefühls, dass sich zittrig und mit überraschend rasender Geschwindigkeit in ihr breit machte. Der Griff ins Fell des Ebers wurde schwerer. Wurde er schneller? Die Welt raste an ihr vorbei, die Sicht verwamm und einen Moment wähnte sich die Kaminoke bereits an den Toren des letzten Gartens, wo die Hime einem die Frisur fürs Jenseits verpasste. Mit einem letzten blutigen Huster versuchte sie etwas zum Gespräch beizutragen und war im nächsten Moment auch schon vom Eber gerutscht. Ihr Körper schlug hart am Ufer des Flüsschens auf, dessen Hänge aber etwas steil waren, weshalb sie langsam ins Wasser rutschte und mit den Beinen kurz darauf im Wasser trieb. Der verdreckte und geschundene Körper lag leblos da, die per Jutsu braun gefärbten, und ebenso verdreckten, Haare verdeckten recht zuverlässig den Kopf der Kunoichi und hatten mit steigender Entfernung gar einen beunruhigenden Chamäleon-Effekt, war doch das Ufer des Flusses nicht sandig, sondern so braun und dreckig Raos Haarpracht. So wie sie da lag, konnte man glatt der Meinung sein, da läge eine Kopflose. Etwas Blut kam auch noch hinzu. Es sickerte langsam unter dem Haarteppich hervor. Ein dünnes Rinnsal, welches, der ollen Physik folgend, den Weg hinab zum Fluss fand und im Wasser verschwamm. Die Quelle des Rinnsals war aber nicht Raos Mund, wie man ob des zuvor hochgehusteten Tomatensaftes hätte meinen können, sondern ihr Hinterkopf. Sie war wohl unschön gelandet und würde später mit einem wahren Brummschädel erwachen. Wenn überhaupt. So wie sie da lag, erweckte sie nämlich nicht den Eindruck, sich in naher Zukunft wieder in Bewegung zu setzen.
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Ishida Natsuki

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BeitragThema: Re: Knochenpass   So Jan 18, 2015 4:22 pm

Es war vorbei, doch das typische Gefühl, dass sich in Natsuki ausbreitete, wenn sie eine Mission erledigt hatten, blieb dieses Mal aus. Aber das war auch kein grosses Wunder, immerhin hatten sie dieses Mal keinen Sieg davon getragen. Vielmehr hinterliess all das einen sehr, sehr bitteren Nachgeschmack. Sie hatten es gerade Mal so mit ihrem Leben davon geschafft. Natürlich, sie hatten auch die Blumen, für die sie überhaupt erst auf diese Mission aufgebrochen waren, dennoch war es einfach nur traurig, wenn Natsuki daran dachte, wie schlecht sie dort weggekommen waren. Sie blickte sich während dem Ritt auf dem Eber in der Umgebung um, doch ihre Augen erfassten nicht die felstigen Wände und die wenigen grünen Pflanzen die hier und dort wuchsen, viel mehr hing sie in ihren Gedanken fest und dachte immer wieder an die Szene, die sich ihnen erst vor kurzem geboten hatte. Wie sie sich fast vergeblich gegen die Blumengöttin zur Wehr gesetzt hatten und wie der Ziegenbock sich in einen Menschen verwandelt und ihnen daraufhin geholfen hatte. Irgendwie klang das alles vielmehr wie ein dummes, albernes Märchen als das es der Wahrheit entsprach.

Auch als sich dann Tsuzurao und Tarotachi über die Ereignise von eben unterhielten, beteilgte sich Natsuki nicht daran. Sie hielt sich weiterhin einfach in dem groben Fell des Ebers fest und wirkte betrübt. Tatsächlich hätte sie nicht mit solch einem Ausgang gerechnet, obwohl sie als Shinobi immer auf solcherlei Dinge gefasst sein müsste. Aber das bewies nur wieder einmal, dass sie nur jung war und viel zu lernen hatte. Egal wie schlau sie war, egal für wie clever sie sich hielt, sie hatte nach wie vor noch viel zu lernen und das beinhaltete auch die Lektion einer Niederlage.
Erst als Tsuzurao schwer hustete, holte sie Natsuki damit aus ihren tiefen Gedankengängen zurück. Die Blauhaarige sah zu der Jüngeren und erkannte etwas Rotes. Blut? Ihre Augen verengten sich etwas, doch sie dachte sich nichts weiter dabei ... Und bereute es keine Minute später. Den kurz darauf fiel die Genin vom Eber und plumpste auf den Boden, halb im Wasser. Natsuki schreckte auf, sprang sofort vom Eber runter und landete gekonnt neben der Jüngeren auf dem steinigen Boden. "Tsuzurao, Tsuzurao, geht es dir gut?", blöde Frage eigentlich, in zweierlei Hinsicht. Einmal war sie sowieso ohnmächtig und konnte nicht antworten und andererseits war nach einem solchen Sturz die Frage überflüssig, ob es einem gut ging.
Nach dem Natsuki natürlich keine Antwort erhielt, strich sie der Kaminoke die Haare aus dem Gesicht und erkannte ihre geschlossenen Augen. Sie biss sich auf die Unterlippe und verfluchte sich innerlich, dass sie zuvor nicht besser aufgepasst hatte, dann hätte sie womöglich den Sturz verhindern können.
Natsuki untersuchte kurz das Mädchen nach gröberen Verletzungen und überprüfte auch ihren Puls. Sie lebte aufjedenfall noch, das war zumindest schon einmal sehr beruhigend. Vorsichtig schob sie ihre Arme unter die Kniekehlen des Mädchens und den anderen unter ihren Nacken, bevor sie sie hochhob. Natsuki selbst war nicht die Stärkste und das bemerkte sie in diesem Augenblick. Tsuzurao war nicht schwer, ganz im Gegenteil, sie war kleiner als sie und mit Sicherheit auch leicht für ihre Grösse und ihr Alter, dennoch spürte Natsuki, dass sie die Kleine nicht weit würde tragen können, das lag unter anderem auch einfach an der Tatsache, das auch die Blauhaarige von der Mission ziemlich erschöpft war. Mit einem Sprung - der leider nicht mehr ganz so gekonnt aussah, wie zuvor der Sprung nach unten - war sie wieder auf dem Eber gelandet. Auf dessen Fell bettete sie Tsuzurao und blieb direkt neben dem Mädchen sitzen, um darauf aufzupassen, dass sie nicht erneut runterfiel. Dann blickte sie zu Tarotachi und atmete tief durch. "Lasst uns so schnell wie möglich nach Tsukigakure gehen. Ich glaube, wir können alle etwas Ruhe brauchen und ihr zwei vor allem ärztliche Behandlung.", sagte sie dann und wirkte leicht geknickt. Nach einer solchen Mission war das aber wahrscheinlich auch kein Wunder.

tbc: Tsukigakure
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BeitragThema: Re: Knochenpass   Di Jan 20, 2015 12:25 pm

Welch ein bleiernes Leichentuch von Stimmung. Wäre Tarotachi bloß etwas fitter, hätte er sich mit all seiner rhetorischen Muskelkraft dagegen gestemmt. Die Widrigkeiten der Mission hatten deren Schwierigkeitsgrad schließlich gewaltig erhoben - sie hatten keinen einzigen Jo-Nin in der Mannschaft, und dennoch hatten sie ordentlich was gerissen. Aus dem Blumenpflücken entwickelte sich der Auftakt eines erneuten Flächenbrands, befeuert durch die ewige Frage nach dem wahren Glauben. Einmal mehr stand vor der Tür das Ringen um die Seelen der Anhänger. Und wer war mittendrin? Naja. Meine Handvoll Schutz vor Regen Suchender, mein Messdiener und ich gegen die Botanische Bruderschaft. Pfüh...
Kaum zu glauben, was aus dem göttlichen Schmeißstein geworden war. Taro hätte es sich nicht träumen lassen, dass aus einer Sekte für dotonaffine Nagetiere etwas wirklich Beachtenswertes werden konnte.
Tsuzurao merkte bezüglich des Meteoriten etwas an. Selbst wenn man bislang nichts am außerweltlichen Geröll hatte finden können, so war das Ding noch immer von Wert. Wenn es nichts Fieses mehr ausstrahlte, würde es das Fiese wohl eher anziehen.
Stimmt wohl, stimmt wohl, entgegnete Tarotachi gesetzt, Eine Reliquie bleibt eine Solche, selbst wenns nur n toter Fisch wär, der allmählich anfängt zu stinken. Wieviele Rebellionen hielt Tsukigakure aus? Soviele wie nötig natürlich. Hatte da etwa jemand sein Zutrauen an das jüngste Shinobi-Dorf auf dem Weltenrund im Blütengestöber vergessen?
Ob Raos Gehuste verzog Taro nur ein wenig das Gesicht. Er überlegte, ob sich irgendwo in seinem Gepäck noch Minz-Bonbons fanden. Dass deren Nützlichkeit sich in Kürze erledigen sollte, ahnte er natürlich noch nicht. Rao, unbewusst gegenüber ihrem eigenen Gesundheitszustand, redete noch weiter, sprach von Rasengan und Hoshigakure und Ursprüngen und Hintergründen... und fiel plötzlich runter. Taro nahm dies nicht selbst wahr - er lag schließlich mit bandagierten Armen auf dem Rücken und starrte gen Himmel.
Natsukis Aufschrecken brachte ihn schon eher in Bewegung; er setzte sich soweit auf, wie er es sich erlauben konnte, und schaute dem jungen Shinobi nach, wie der vom Keiler sprang und zu der gestürzten Ge-Nin eilte.
Rakkaro, kehrt machen, orderte Taro. Der Eber bremste, wandte sich im Flussbett um und schrammte mit den Stoßzähnen die Felswand entlang. Im Trott kehrte er zu der Stelle zurück, wo die beiden jüngeren Mitglieder des Teams sich befanden.
"Lasst uns so schnell wie möglich nach Tsukigakure gehen. Ich glaube, wir können alle etwas Ruhe brauchen und ihr zwei vor allem ärztliche Behandlung", stellte Natsuki fest.
Nichts lieber als das, entgegnete Tarotachi, Du hältst sie fest. Und Rakkaro nimmt keine Rücksicht mehr auf Geschüttel. Der Wandermönch setzte sich nun richtig auf. Los, los, los! Schwing den Speck, Schlaglöcher hin oder her! Er biss die Zähne zusammen; da mussten sie nun durch.
Rakkaro kam dem Befehl umgehend nach. Es fuhr ein Ruck durch den massigen Leib. Und nun spritzte das Wasser in tobenden Schwaden links und rechts empor, hallten die Hufschläge an den Felswänden wider und walzte das tonnenschwere Monster von Schwein vorwärts, immer schneller und schneller werdend.
Und letztlich erreichten sie Tsukigakure, heftigst durchgeschüttelt, vor Staub hustend und mit schallendem Ohrenklingeln. Doch immerhin lebend.

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