Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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BeitragThema: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeDo Apr 04, 2013 4:52 pm

das Eingangsposting lautete :

Zeit: Vor zirka 3 Jahren

Es war früh am Morgen als Itsuki von einem Auftrag zurück nach Tsukigakure kam. Sein Körper fühlte sich wie durch den Fleischwolf gedreht. Das Ganze war alles andere als planmäßig verlaufen. So wurde er in einem Schwertkampf verwickelt aus dem ein breiter Schnitt unterhalb seines Auges entstand, der beträchtlich blutete. Noch immer suchte er in seinem Kopf den Schuldigen für diese Auseinandersetzung, konnte aber bisweilen nur seine eigene Schwäche dort unterordnen. //Ich sollte erst einmal den Bericht abgeben, bevor ich weiter darüber nachdenke, warum es so verlief//, schoss ihn die Gedanken durch seinen schmerzenden Schädel, während sein Weg über die Dächer von Tsukigakure ging.

Relativ schnell kam der Jônin in dem Unterschlupf der Hyôrin an, wo er seinen mündlichen Bericht abgab und sich einen Moment darüber unterhielt, welche Schwierigkeiten sich über den Missionsverlauf zeigen würden. Das Wortgefecht verlief relativ ruhig ab und fand, mit der Aufforderung die Gesichtsschnitzerei im Krankenhaus zu behandeln, sein Ende. Auch wenn Suki nach diesem Einsatz lieber ins Bett verschwunden wäre, wandte er sich mit einer seufzenden Bestätigung ab.

Als Itsuki nach draußen trat ging gerade die Sonne auf und färbte den Horizont in ein blasses Blau. Ein kühler Wind kam auf und streifte sanft durch seine Haare hin durch. Kurz schloss der Jônin seine Augen und genoss diese Berührung einfach. Dann erst setzte er sich in Bewegung und wischte mit seinem Ärmel einmal über die Wangenseite, wo weiteres Blut aufgetaucht war. Die Wunde schien zu tief zu sein um sich richtig zu verschließen. Die Idee also ins Krankenhaus zu gehen, schien im nach hinein nicht unbedingt schlecht zu sein.

Erst 30 Minuten später erreichte Suki das Krankenhaus und blieb vor dem Gebäude stehen. Sein Kopf neigte sich leicht in den Nacken um es von außen – wie so oft – zu betrachten. Er kam nicht unbedingt gerne hierher, weil er einige dunkle Erinnerungen damit verband. Vor allem sah er in so einem Gemäuer das letzte Mal den Körper seiner Frau. In dem Moment wo er näher darüber nachdachte, spielten sich die Bilder wie ein Film vor seinen Augen ab. Eigentlich hatte Suki sie so tief wie möglich in sich vergraben, aber gerade schienen sie neu aufzuleben.

Mit einem Kopfschütteln verbannte er die Erinnerung zurück in die kleine Kiste tief irgendwo in seinem Gehirn und betrat das Krankenhaus. Mit ruhigen Schritten ging er auf den Anmeldebereich zu, wobei die ersten Menschen die hier ihre Nachtschicht bzw. bald schon Frühschicht anfingen, ihn ungläubig ansahen. Wahrscheinlich war sein Anblick mit dem Blut im Gesicht nicht ganz so freundlich, wie er sonst war.

Als er an dem Pult ankam, räusperte er sich hörbar für die Frau und deutete mit einem Daumen in sein Gesicht. »Könnte sich das Mal jemand ansehen?«, fragte er und lehnte einen Arm lässig an um die Frau fragend anzublicken. Diese schien zunächst irritiert, bis sie begriff was er eigentlich von ihr wollte. »Wir informieren sofort jemanden.«
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeSo Apr 28, 2013 9:23 pm

~ Timeskip um die zwei Jahre ~

Chiharu betrachtete den stammelnden, schwitzenden Jungen vor sich mit gleichgültiger Miene und tippte abwartend mit ihren Fingern immer der Reihe nach auf den Tisch, an dem sie sich abstüzte. Leicht nach vorn gebeugt machte sie vermutlich einen bedrohlicheren Eindruck, als sie sollte, dabei hatte sie dem Jungen schlichtweg eine einfache Frage gestellt. Der kam aber leider nicht auf die absolut einfache Antwort und sah irgendwie aus, als würde er gleich anfangen zu weinen. Schnaubend wandte sie ihren Blick auf ein sich meldendes Mädchen, das die Antwort offenbar wusste und seit geschlagenen zwei Minuten unruhig auf ihrem Stuhl herumrutschte, um auf sich aufmerksam zu machen. Nicht, dass die Iryônin etwas gegen Schüler hatte, die gern zeigten, dass sie etwas wussten, aber dieses Strebertum war ihr einfach nicht geheuer. Sie war sich sicher, dass das Mädchen theoretisch unschlagbar war, aber in einem echten Ernstfall würde es gnadenlos untergehen, weil ihr der Stress über den Kopf wachsen würde. Mittlerweile kannte sie ihre Schüler, kannte die verschiedenen Typen, die alles halbe Jahr hier auftauchten und ihre Kurse besuchten, um gute Noten bettelten und das Wissen wie kleine Schwämme aufsaugten. "Da Gou uns die Antwort nicht sagen kann... Miyuki?", erklärte sie laut genug, damit alle es hören konnten und richtete sich wieder auf, um sich die Antwort des Mädchens anzuhören. Natürlich war die tadellos, wie immer.

Da entgegen diesem Mädchen, das irgendwie jedes medizinische Buch gefühlte dreimal gelesen haben musste, der Rest der Klasse offenbar ebenfalls nicht verstand, was die Blonde für einfach hielt, begann sie mal wieder ein Aufräumen der fehlenden Grundlagen. "Was tut der fremde Körper mit dem Heilchakra, das wir einleiten? Er nutzt es, um körpereigene Heilungsprozesse in Gang zu setzen. Warum müssen wir das Chakra dann leiten? Da ein Körper beispielsweise einen entzündeten Blinddarm nicht selbst entfernen kann und beim zusammenwachsen von Wunden zu viel überschüssiges Gewebe bildet, das hässliche Narben geben würde, wenn wir ihm nicht dabei helfen.", erklärte sie langsam, wandte ihren Blick kurz aus dem Fenster und sah dann auf die Uhr, bevor sie wieder ausdruckslos in die Klasse blickte. "Obwohl der Körper in Stressituationen wie einer Verletzung also richtig handelt, hat er doch nicht den genauen Plan, den wir ihm geben können. Außerdem kann er von sich selbst aus niemals die gleichen Heilungskräfte in kurzer Zeit in Gang setzen, wie wir es können." Der Blick eines Mädchens nach draußen, ließ sie neugierig hinterhersehen und nichts entdecken. Seufzend gab sie auf, beschloss, dass es für heute genug war. "Also gut. Das war's für heute.", erklärte die junge Frau also ruhig, wandte sich von der Klasse ab und kramte ihre Materialien zusammen, ließ sich dabei Zeit. Warum wartete sie eigentlich jeden Tag beinahe sehnsuchtsvoll?

Gerade, als sie sich bückte und einige Blätter aufhob, hörte die Kôshin ein dumpfes Geräusch hinter sich und die dazugehörige Stimme zauberte ihr kurz ein Grinsen ins Gesicht. Sie richtete sich wieder auf, sortierte die Blätter und legte sie in die Akte, aus der sie herausgefallen waren. Dann wandte sie sich an Itsuki und blinzelte, als er das Essen auf dem Tisch platzierte. Die Augenbraue hochgezogen, holte sie zwei Stühle heran, um ihm einen Platz anzubeiten. "Pausen kann man machen, wenn man alt wird.", erwiderte sie trocken und ja, das ließ durchaus auf ihren Unterrichtsstil schließen, der nicht gerade bei allen Schülern beliebt war. Eigentlich war er bei so ziemlich niemandem beliebt, auch wenn sie zugeben mussten, dass sie im Nachhinein viel von Chiharu gelernt hatten und viele Grundlagen hinterher weit besser beherrschten, als sie es vorher konnten.

Seufzend sah sie den Senju also mit verschränkten Armen an und ließ letztendlich doch ein Lächeln Platz auf ihrem Gesicht finden. "Schön dich zu sehen. Was macht der Tag? Die Arbeit? Hikari?" Ziemlich viele Fragen auf einmal nicht? "Oh bitte erzähl mir irgendetwas, das nichts mit dem Krankenhaus zu tun hat oder meinen Schülern, sonst drehe ich heute noch durch. Doppelschichten und danach Unterricht sind die Pest, habe ich das schonmal erwähnt?" Mit beinahe flehendem Gesichtsausdruck blickte sie in die braunen Augen des Mannes, dem sie sich jetzt gegenübersetzte, um neugierig sein Esspaket zu mustern.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeSo Apr 28, 2013 11:00 pm

Kurz beobachtete Itsuki mit einem leicht verschmitzten Lächeln den Rücken von Chiharu, während sie Blätter vom Boden aufhob. Normalerweise hätte er ihr geholfen, aber so einen Anblick bekam man einfach nicht alle Tage. Nachdem sie sich jedoch zu ihm umdrehte, lächelte er einfach nur mit einem Hauch von Unschuld im Gesicht. Er beugte sich zu Seite und fing an die Plastiktüte zu öffnen, aus der er zwei Behälter hervor zauberte, um sie auf den Tisch zu stellen. »Wenn wir also davon ausgehen, dass zumindest ich alt bin, können wir uns die lange Pause einfach teilen«, entgegnete er und schob ihr über den Tisch hinweg einen kleinen Behälter zu. »Falls du es nicht magst, können wir es auch tauschen. Ich habe einfach das genommen, von dem du das letzte Mal schwärmtest.« Er zog ebenfalls vier Holzstäbchen aus seiner Jackeninnentasche, die in einer Servierte eingewickelt waren und legte sie dann neben das Essen ab. Noch immer war er viel zu penibel um die Essstäbchen aus dem Imbissladen zu benutzen, sodass er tatsächlich seine eignen immer mit sich rum schleppte.

Itsuki wandte sich Chiharu zu und legte seinen Kopf leicht zu Seite, als er hörte das sie Doppelschichten geschoben hatte und jetzt unterrichtete. Sie hatten wirklich bemerkenswert wenig Iryônin im Dorf. »Wow, dass sind viele Fragen - setzt dich erstmal hin«, forderte er sie dann auf und ließ sich ebenso, wie sie in einen Stuhl gleiten. »Du willst wirklich in deiner Pause etwas über meine langweilige Büroarbeit erfahren? Nun - es ist... langweilig, aber friedlich. Wir haben noch ein paar Besprechungen zu den letzten Finanzierungspaket und quälen uns gerade durch den Haushaltsplan, aber wenigstens geht es voran«, erklärte er und verzog sein Gesicht leicht zu einer Grimasse. Offensichtlich mochte er solche trockenen Besprechungen nicht wirklich, auch wenn sie notwendig waren. »Wir führen das Ganze zu einem späteren Zeitpunkt fort, sodass ich dachte ich schneie hier mal ein und verhindere, dass du zu Mittagszeiten wieder hungerst.« Er warf einen wissenden Blick zu ihr hoch und packte dann die gebratene Ente aus.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeSo Apr 28, 2013 11:27 pm

"Du bist alles, aber nicht alt, junger Mann.", erwiderte Chiharu trocken. "Trotzdem verbringe ich gern eine überlange Pause mit dir, denn ich habe jetzt eine Freistunde, nur um danach eine Horde Schüler mit in meinen Garten zu nehmen." Während sie ihm das erklärte, blickte sie neugierig den Behälter an und grinste zufrieden, als er meinte, sie habe das letzte Mal von eben diesem Essen geschwärmt. Nun, er war eben doch ein aufmerksamer Mann. Manchmal fragte sie sich, ob andere Frauen die seine früher beneidet hatten, um seine gute Auffassungsgabe. Er war aufmerksam und zuvorkommend und irgendwie immer noch wahnsinnig höflich. Aber wie dem auch sei. Jetzt gehörte ihre Aufmerksamkeit vorerst ihrem knurrenden Magen. So nahm sie die Essstäbchen des Mannes und lächelte über den Umstand, dass es seine eigenen waren. Diese Anwandlung war ihr zuerst arg seltsam vorgekommen, aber mittlerweile war es ihr relativ egal, sie fand es sogar ganz niedlich. Allgemein schien er vieles gern unter genauer Kontrolle zu haben. Kein Wunder, dass Hikari ihn für das einsetzte, was er für das Dorf tat: Organisieren. Den Gedanken vorerst zur Seite schiebend, hielt sie die Stäbchen hoch und sah in die dunklen Augen ihres Gegenübers. "Wenn du mal nicht weißt, was du mir zum Geburtstag schenken sollst, wünsche ich mir hiermit offiziell solche wunderschönen Esstäbchen von dir." Demonstrativ zuckte sie mit einer Augenbraue, bevor sie ihm zuhörte.

Nachdem er geendet hatte, fiel auch der Blonden auf, dass nicht wirklich viel passiert war, ähnlich wie in ihrem Unterricht. Wie er das Gesicht verzog, zeigte nur, dass er das wohl ebenso spannend fand, wie jeder, dem er das heute noch erzählen würde. Total gar nicht. "Ich würde gerne einfach etwas anderes hören, als das Gestotter von unsicheren, unvorbereiteten Schülern und die nervigen Piepsstimmen der Streber.", gab die Iryônin unverwandt zu und verdrehte demonstrativ die Augen, als sie von eben jenen nervigen Schülern sprach, die ihr heute die Laune vermiesten. Nebenbei widmete sie sich ihrem Päckchen, musterte zufrieden den Reis mit dem Hähnchen und dem Gemüse in süßsauerer Soße. "Weißt du... Du bist ein Schatz. Ein ganz Großer.", stellte sie glücklich lächelnd fest. Wie meistens hätte sie sich in der Mittagspause mit ekelhaftem Kantinenessen herumschlagen müssen, vermutlich aber eher garnichts gegessen, weil sie sicher irgendeine Arbeit gefunden hätte, die sie von ihrem Hunger abgelenkt hätte. Demnach zufrieden legte sie die Hände zusammen, bedankte sich für die Speisen und begann, davon zu essen. Es schmeckte köstlich und als ihr eine Idee kam, richtete sie ihre Stäbchen auf ihr Gegenüber und kniff misstrauisch die Augen zusammen. "Führst du irgendwas im Schilde, dass du mich mit solch einem Essen verführst?", fragte sie leise und schmunzelte bei dem Gedanken. So hinterlistig war er ja dann doch irgendwie nicht. "Falls ja klappt es. Falls nicht, kannst du mir erzählen, warum du zum Fenster reinkamst oder besser gesagt, wie es so mit der süßen Chiyoko vom Tresen läuft." Natürlich hatte Chiharu die Blicke bemerkt und war mehr als angesäuert gewesen, denn sie wusste mittlerweile, wie unangenehm Itsuki soetwas war. Außerdem gefiel es ihr garnicht, wenn man sich derart von der Arbeit ablenken ließ.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeSo Apr 28, 2013 11:59 pm

»Ich glaube du würdest mich selbst noch junger Mann nennen, wenn ich 50 Jahre alt wäre«, kommentierte Itsuki mit einem kritischen Gesichtsausdruck und warf einen kurzen Blick durch den Raum hindurch. Er mochte junge Menschen, auch wenn sie ihn immer wieder verunsicherten. Tief im Inneren keimte kurz die Überlegung auf, ob er jemals eigne Kinder haben würde. In dem Alter jedoch schien es fast schon unwahrscheinlich. »Du solltest aufpassen, dass sie nicht schon wieder die Äpfel von dem Baum pflücken«, erklärte er dann nachdenklich und rieb sich mit einer Hand über den Hinterkopf. Sein Experiment Chakrafrüchte zu züchten und das nicht nur kurzweilig, wurde immer wieder durch diebische Kinder beeinflusst, obwohl er es ihnen kaum übel nehmen konnte. Kinder waren eben Kinder. Doch er schob erstmal den Gedanken um die Kids der Stadt beiseite und schloss seine Augen um ein paar Worte über das Essen zu murmeln. Eben die typischen Danksagungen darüber, dass es hier war. Es war keine Sache von Gläubigkeit, sondern einfach nur etwas was ihn sein Großvater mitgab.

Nachdem Itsuki seine Augen wieder geöffnet hatte, blickte er Chiharu entgegen und hob eine Augenbraue. »Du willst Essstäbchen? Das ist ein recht merkwürdiges Geschenk - findest du nicht? Obwohl es mir sicher Arbeit spart auf der Suche nach etwas richtigen zu sein.« Er legte nachdenklich die Stirn in Falten und fischte dabei aus dem Behälter ein Stück der gebratenden Ente um es selbstmörderisch in die süß-sauer Soße stürzen zu lassen. Die Worte, dass sie gerne etwas anderes hören wollte als Gestotterer der Schüler ließ ihn kurz nur Lächeln und den Kopf etwas schütteln. »Gerade deswegen sitzen sie hier. Ich würde es eher bevorzugen ein paar Kindern etwas zu erklären als zusehen wo wir letztes Jahr Geld ausgeben haben.« Der Jônin schwieg kurz und kaute auf dem Stück Ente rum, bevor er jedoch rasch den Kopf schüttelte. Bei seinem Kontrollwahn würde er das vermutlich nicht wirklich gerne. »Obwohl das gerade eine Lüge war.« Itsuki hatte eigentlich in den letzten Jahren noch nie gelogen, selbst wenn es unangenehm wurde. Bei Aufträgen passte er lediglich ein paar Aussagen an, aber ansonsten blieb er bei der einfachen Wahrheit.

Ein Grinsen stahl sich über die Lippen des Hyôrin als er hörte wie Chiharu ihn nannte. »Ja ich weiß, aber du kannst mich auch einfach Itsuki nennen. Schatz hört sich grausam an.« Er hob leicht die Hand um eine abwinkende Gestik zu durchführen bis ein kurzes Schweigen einkehrte. In diesem Moment genoss er jedoch jeden noch so kleinen Bissen. Wie üblich dauerte es unglaublich lange bis er mit seinem Mittagessen fertig wurde. Aber so hatten sie vielleicht einwenig mehr Zeit zu reden oder einfach nur rum zu blödeln. Zumindest ließ die Bewegung der Stäbchen, die auf ihn deuteten ihn kurz verharren und verwundert aufblicken. Dann erkannte er den Spass hinter der Lage und grinste etwas. »Oh - nein. Dafür befinden wir uns am falschen Ort. Hier gibt es nichtmal einen Sonnenuntergang - wie unromantisch.« In den letzten Jahren hatten sie eigentlich eine freundschafliche Schiene geschoben, aber zwischendurch gab es immer Mal solche aneckenden Bemerkungen. Inzwischen wusste Itsuki, dass er sie einfachen machen konnte ohne irgendetwas großes auszulösen. Bei ihren weiteren Worten verzog er nur wieder das Gesicht zu einer Grimasse und warf ihr einen missmutigen Blick zu.

»Sehr - sehr - witzig«, säuerte er und machte mit den Stäbchen eine dementsprechende Handbewegung. »Beim ersten Mal hielt ich es noch für lustig, dass sie fast gegen eine geschlossene Tür gelaufen wäre als sie zu mir blickte. Inzwischen jedoch versuche ich mich vor dieser Frau zu verstecken.« Er rollte angedeutet mit den Augen und bereute es fast schon, dass er zu jedem nett war. Die Frau hatte es eindeutig in den falschen Hals bekommen. »Als ich das letzte Mal unten war, lud sie mich zum Essen ein... und ihr Blick...«, schauderte er und verzog seine Miene. »Ich war eigentlich schon nackt, bevor ich überhaupt ablehnen konnte.« Tatsächlich würde er alles daran setzen sich von Chiyoko fernzuhalten. Gerade so etwas konnte er überhaupt nicht ausstehen. »Ich dachte du kommst gut mit ihr aus... warum sagst du ihr nicht einmal... das sie arbeiten soll?« Ein Grinsen trat auf seine Lippen, weil er wusste, wie Chiharu zu der Frau eingestellt war.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeMo Apr 29, 2013 12:24 am

"Du wirst für mich nie alt werden. Und ich werde sie darauf hinweisen. Tut mir leid, falls es passiert, schonmal im Vorraus.", erklärte Chiharu zwischen zwei Bissen und genoss jeden davon. Irgendwie hatte sie sich unwillkürlich angewöhnt, ebenfalls langsamer zu essen, obgleich sie immer noch meist schneller fertig war, als Itsuki selbst. Sie fand allerdings die Philosophie, mit der er da heranging sehr sympathisch. Vor allem, wenn sie für sie beide kochte, war das mehr als angenehm, denn irgendwie fühlte sie sich dadurch weit mehr gewürdigt, als durch jedes Wort, das ihr jemand sagen konnte, der alles einfach herunterschlang. Auf sein ungläubiges Gesicht bezüglich der Stäbchen lachte sie. "Du musst mir nichts schenken.", stellte sie klar, runzelte dann die Stirn, weil er doch tatsächlich erzählen wollte, dass das Chaos in einem Klassenzimmer ihm lieber wäre, als seine wohlgeordnete Büroarbeit. Glücklicherweise berichtigte der Senju sich selbst, sodass sie einwandfrei weiteressen und ignorieren konnte, was er gesagt hatte. Nuschelnd grinste sie ebenfalls, wirkte aber gleichermaßen irritiert und hielt sich beim Sprechen die Hand vor den Mund. "Wieso hört sich Schatz denn bitte grausam an?", fragte sie leise. Eigentlich war das doch ein ganz sympathischer Spitzname, oder nicht?

Wieder lachte die Blonde, wie eigentlich die ganze Zeit. Er wollte sie also nicht verführen. Nagut. Wäre auch zu schö... seltsam gewesen. Den Kopf schieflegend musterte sie ihn. War er wirklich so ein Romantiker, dass er einen Sonnenuntergang, Kerzenschein und schöne Kulisse brauchte, um zu verführen? Vermutlich verführte er unbewusst mit seiner Art täglich weit mehr, als er wusste, wie es eben auch beim jungen Krankenhauspersonal der Fall war. Die Mädchen träumten von einer Beziehung zu einem reifen Mann und malten sich die abenteuerlichsten Geschichten aus, wie sie an seine Seite finden konnten und wie er sie zu sich nehmen würde, ihre innersten Wünsche erfüllen würde, ihnen Kinder schenken, nachdem er sie... Whatever. Das führte jetzt eindeutig zu weit. Den Kopf über diese Gedanken schüttelnd atmete Chiharu tief durch und aß stumm weiter, während Itsuki berichtete, was es mit Chiyoko auf sich hatte.

Immer wieder kicherte sie bei den Vorstellungen, die seine durchaus bildlichen Vergleiche in ihrem Kopf hervorriefen, auch wenn die Vorstellung von seinem nackten Körper sie sich kurz räuspern ließen. Nicht, dass sie noch verlegen wurde, denn sie hatte seltsam viele Menschen aus Tsukigakure mittlerweile nackt gesehen - auch wenn das bei ihm nicht der Fall war - dass ihr das nicht zwangsläufig etwas ausmachte. Trotzdem war es etwas anderes, ob es ein alter Sack war, der sich bei einem netten, leichten, jungen Mädchen eine Krankheit geholt hatte, weil er sich nicht beherrschen konnte, oder ob es ein attraktiver Mann war, den man gut kannte und sehr gut leiden konnte. Kopfschüttelnd runzelte sie die Stirn und sah den Dunkelhaarigen mit ihren blauvioletten Augen ernst an. "Ich dachte, du bist alt? Warum benutzt du nicht mal deine Weisheit?", konterte sie trocken und nahm einen der letzten Bissen von ihrer Portion. "Aber ernsthaft. Sie ist viel zu verschossen, als dass sie sich von mir reinreden ließe, obwohl sie weiß, dass wir befreundet sind... Du musst es ihr entweder sagen oder - wenn auch das nicht hilft, was ich mir bei der Fanatikerin durchaus vorstellen kann - ihr eine Freundin vor die Nase setzen, die sie hassen kann und von der sie glaubt, dass diese dein neues Weibchen wäre." Kurz schwieg sie, fuhr sich durch die Haare, um sie aus ihrem Gesicht zu befördern. "Frag doch mal Hikari, ob sie mitmacht?" Völlig souverän grinste Chiharu Itsuki ins Gesicht, in dem vollen Bewusstsein, dass er das nicht tun würde.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeMo Apr 29, 2013 12:49 am

»Danke - es ist bisweilen auch nichts passiert. Ich weiß nur nicht wie sich solche Früchte auf jüngere Organismen auswirken. Vielleicht sollte ich Dir mal ein paar andrehen, damit du das überprüfst«, dachte er laut nach und tippte sich nachdenklich mit den Stäbchen gegen die Unterlippe. Er hoffte inständig, dass die Früchte niemanden Schaden konnten, aber bis er das raus gefunden hatte, würde es wohl noch eine Zeit dauern. Itsuki wurde jedoch aus seinen Gedanken gerissen, als Chiharu andeutete, dass sie >Schatz< nicht als grausam empfand. Eigentlich war es das auch nicht. Jahre zuvor hatte er Rin genauso genannt, aber inzwischen kam ihn der Begriff irgendwie falsch vor. Vielleicht weil er inzwischen versuchte jegliche Erinnerungen aus seinem Gedächnis zu verbannen. »Weil sich jedes Pärchen diesen Namen gibt. Es verliert mit der Zeit irgendwie an Besonderheit«, sinierte er und führte die Stäbchen mit einem Stück Ente zum Mund um darauf rum zu kauen.

Das Essen schmeckte wie immer gut, auch wenn er mehr der Mensch war der für sich selbst gerne kochte. Obwohl es fast schon sogar zur Gewohnheit wurde das er bei Chiharu einfach reinschneite und sie beim Essen störte. Und gerade weil er über das Essen gerade nachdachte, verschluckte sich der Jônin an einem kleinen Bissen als er hörte was die blonde Frau vorschlug. Ihm traten Tränen in die Augen, während er leicht anfing zu Husten. »Waf...«, hustete er und verzog das Gesicht zu einer Grimasse. »Das... *hust* mach ich doch... *hust* nicht.« Itsuki rieb sich mit der Hand über die Augen und runzelte kurz angestrengt seine Stirn. Ein wirlklich absurder Gedanke. »Ich bin ein schlechter Lügner und eifersüchtelein können wir nicht gebrauchen.« Der Jônin legte kurz eine Pause ein und schob sein Essen beiseite, damit er noch ein paar Mal vor sich hin hüsteln konnte. »Gerade du selbst, solltest wissen das soetwas nicht funktioniert. Ich erinnere mich da an deinen persönlichen Schatten.«
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeMo Apr 29, 2013 1:05 am

"Ich bin schockiert... Ich... Die einzige Person an die du die Dinger testen kannst, bin ich. Bei jedem anderen handelst du dir eine einwandfreie Backpfeife von mir ein, ernsthaft.", erklärte sie grinsend. Sie würde tatsächlich niemals Menschen als Versuchsobjekte benutzen, auch wenn sie wusste, dass viele Iryônin das anders sahen. Sie hatte Respekt vor dem Leben und seiner Unantastbarkeit, auch wenn sie noch so hart sein mochte. Allerdings konnte sie seine Gedanken zu diesem Spitznamen nachvollziehen. "Durchaus richtig...", murmelte sie aber lediglich, während sie daran dachte, dass sie noch nie jemanden wirklich ernsthaft so genannt und das auch gemeint hatte. Niemals hatte sie jemanden wirklich als ihren 'Schatz' bezeichnet, den sie hüten wollte. Seufzend widmete sie sich weitder dem Essen und stopfte sich freudlos den restlichen Reis in den Mund, der in süßsauerer Soße getränkt war. Der Gedanke hatte ihr ein wenig die Laune vermiest, aber sie schob es vorerst beiseite, wollte ihre Pause mit Itsuki nicht damit verbringen, zu schmollen, weil er etwas gesagt hatte, dass sie auf schlechte Gedanken brachte. Immerhin war sie kein Kind mehr. Ein wenig durstig angelte sie nach ihrer Tasche, da sie nicht aufstehen wollte, kramte eine Wasserflasche hervor, die nichtmal angebrochen war und verriet, dass sie heute noch nichts getrunken hatte... bis jetzt, denn sie öffnete sie.

Beinahe verschluckte sie sich, als der Senju dies tat und lachte, denn sie fand seine fassungslose Reaktion zu witzig. "Warum eigentlich nicht, es wäre die Lösung all deiner Probleme. Und die kurze Phase, bis sie es überwunden hat, wäre besser, als die lange, in der sie jetzt womöglich Patienten gefährdet." Grinsend und kichernd vertrat Chiharu dennoch souverän und völlig ruhig ihren Standpunkt, denn sie hatte die Idee ja absolut garnicht aus dem Nichts gegriffen, oh nein. Denkste.
"Außerdem musst du nichtmal lügen. Die Augen einer verliebten Frau sehen oft mehr, als da eigentlich ist. Da kann eine einfache Geste zu einer handfesten Beziehung führen. Zumindest in ihrem Kopf.", erläuterte die Blonde entschlossen. Dennoch wusste sie, dass sie es ihm nicht würde schmackhaft machen können, solange er noch nüchtern war und er das im nüchternen Zustand vermutlich auch nie ausführen würde. Vielleicht sollten sie einen Trinken gehen? Heute Abend?
Kopfschüttelnd verzog sie das Gesicht, als er auf Shigeru zu sprechen kam. Seit zweieinhalb Jahren ging der ihr jetzt auf die Nerven, oft unvermittelt und in den denkbar dämlichsten Situationen. Aber sie hatte sich damit abgefunden. Wenigstens attackierte er Itsuki nicht mehr grundlos. Nurnoch aus Eifersucht.
"Ich... bin nicht sicher, ob er womöglich aufgeben würde, wenn ich eine wirkliche Beziehung einginge... Beziehungsweise überhaupt ernsthaft etwas mit einem Mann zu tun hätte, der nicht von lauter Schwester begehrt wird." Den letzten Satz zwinkerte sie ihm leicht zu, denn das, was sie davor gesagt hatte, gab deutlich zu viel von ihrer momentanen Situation preis. Wie auch damals, als sie sich kennen gelernt hatten, schreckte der Gedanke an den nervigen Ex-Liebhaber bis heute noch jeden Gedanken an etwaige Verabredungen ab.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeMo Apr 29, 2013 1:29 am

Der Jônin rieb sich noch einmal über die Augen, bevor er sich endlich wirklich gefangen hatte. »Und du willst schockiert sein, über meine Früchte ... du lachst, während ich an einem Stückchen Ente elendig verende«, witzelte er kurz und zog den Behälter mit dem Essen wieder zu sich. Noch immer war er damit nicht fertig und fing deswegen wieder an langsam zu essen. Der Gedanke eine Freundin zu haben oder nur so zu tun als hätte er eine, sah er noch immer mit gemischten Gefühlen entgegen. Konnte ein Mensch sich wirklich sein Lebenslang selbst foltern, indem er sich zwang, jeglichen Kontakt zur Liebe zu vermeiden? Itsuki beantwortet sich das Ganze mit einem nüchternen >Ja konnte er< aber irgendwie machten ihn die Gedanken nicht gerade glücklich. Allein die Zeit mit Chiharu war jedes Mal vom neuen angenehm und dennoch scheute er sich über die rote Linie zu treten, die markierte, dass er nicht weiter gehen durfte. Oder war es schon zu spät? Er hatte in den letzten Jahren die Frau kennengelernt und wusste sie zu schätzen. Selbst mitten in der Nacht konnte er an ihrer Tür stehen und klingeln, egal welches Problem bevorstand. Nicht dass er das machen würde, aber so in etwa definierte er die Zwischenmenschlichkeit von ihnen. Was also lag dort im Weg weiterzugehen? Itsuki stellte sich kurz bildlich einen kleinen hölzernen Kasten vor und runzelte die Stirn, bevor er den Blick zu der blonden hob. Sie schien irgendwie unglücklich zu sein.

Inzwischen kannte Senju den Ausdruck von Traurigkeit in den Augen von Chiharu und stellte nur wieder für sich fest, wie sehr er bereits sich an ihre Gesichtszüge gewöhnte. Er streckte deswegen ein Essstäbchen aus und drückte es ihr mitten auf die Nase. Eine Gestik die er sonst mit dem Finger machte. »Gedanken, wo seid ihr nur wieder«, kommentierte er sanft lächelnd und lehnte sich zurück. Sie schien augenblicklich ihr Verhalten zu verändern, wodurch Suki nur leicht irritiert hinnahm was als nächstes kam. Er belachte es erst einmal und kniff leicht die Augen zusammen. »Was sehen denn die Augen verliebter Frauen? Meistens sehen Sie doch nur das was sie sehen wollen.« Das war wohl irgendeine Weisheit von ihm, die er irgendwann in seinen jungen Jahren mal in Erfahrungen gebracht hatte. Dann jedoch hörte er auf zu Grinsen und betrachtete Chiharu einen Moment lang. In ihren letzten Satz hing etwas schweres. Wenn nicht sogar ein Gedanke der auf beiden Seiten unausgesprochen blieb. Itsuki legte die Essstäbchen beiseite und schüttelte sachte den Kopf. »Wenn du überhaupt ein Date mit einem Mann eingehen würdest. Es ist eine Tatsache, dass weder du - noch ich - überhaupt auf so etwas eingehen.« Der letzte Satz kam tatsächlich nur noch murmelnd, wenn nicht sogar fast flüsternd.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeMo Apr 29, 2013 1:49 am

Chiharu lächelte nur milde über den Witz, war sie doch zu abwesend, bis Itsuki seine Stäbchen direkt auf ihrer Nasenspitze platzierte. Kurz schielte sie, wie sie es beinahe immer tat, sah ihn dann nüchtern an und zog eine Augenbraue in die Höhe. "Wirklich? Musst du meine Nase vollsabbern?" Dass er das nur indirekt tat, weil er die Stäbchen im Mund gehabt hatte, verschwieg sie mal gekonnt, aber die Anspielung war einfach zu gut, um sie nicht trocken auszusprechen. Dennoch kehrten ihre Gedanken wieder zum Wesentlichen zurück: Das Problem Chiyoko, das sich an Itsuki klebte. Er hatte nicht Unrecht, dass die Augen verliebter Frauen gern nur das sahen, was sie sehen wollten. Eigentlich war das immer so. Vermutlich hatte die kurze Liebschaft zu Shigeru überhaupt nur deshalb bestehen können. "Sei ehrlich. Sie weiß, dass sie bei dir nichts erreichen kann. Es ist ein dumme, törichte Schwärmerei. Wenn sie jemanden hätte, auf den sie wütend sein könnte, wenn sie einen Grund kriegen könnte, warum du nicht - wie viele andere Männer - direkt auf sie fliegst, dann würde sie damit abschließen." Die Iryônin beobachtete den Rest ihres Essens und stocherte darin herum, während sie es sich lustlos, beinahe ein wenig traurig zwischen die Lippen schob. Dennoch wandte sie ihren Blick wieder ihrem Gegenüber zu und blinzelte leicht, bevor sie eine Augenbraue in die Höhe zog. Ihre Stäbchen zeigten schwammig auf seine Nase. "Geliebt zu werden kann eine Strafe sein. Nicht wissen, ob man geliebt wird, ist Folter. Und die Suche nach Gründen kann einen verzehren."

Eine Weile schwieg sie, ließ sich die Worte, die der Senju gewählt hatte, durch den Kopf gehen und schüttelte ihn leicht. Warum verbot sie es sich eigentlich? Warum ging sie auf niemanden ein. Zugegeben, niemand stand dort Schlange, jedenfalls nicht, dass sie wüsste, aber bekanntermaßen stand sie da ja gern auf dem Schlauch. Dennoch war sie sich sicher, dass sich irgendwann etwas ergeben hätte, wäre sie dafür zugänglich gewesen. Die Vorstellung aber, dass ihr Anhängsel jemanden wieder so attackieren könnte, wie er es bei Itsuki getan hatte, behagte ihr nicht. Sicher, der Typ war nicht stark gefährlich, oder tödlich, aber irgendwie hatte dieser Vorfall sie doch... abgeschreckt. Seufzend über diese Gedanken sah sie den Mann ihr gegenüber aber wieder an. "Warum eigentlich nicht?", fragte sie ernsthaft. Nicht nur ihn, nach seinen Gründen, denn mittlerweile konnte sie sich denken, dass er es sich einfach untersagte, weil er sich schuldig fühlte, seiner Frau gegenüber oder etwas ähnliches. Dennoch interessierte sie auch das. "Was hindert dich? Warum hast du es nichtmal bei Hikari versucht, die du schon länger kennst... Besser kennst... Was hindert mich, abgesehen von dem dämlichen Stalker, der jedem, den ich auf einen Meter zu nahe komme, gern die Fresse polieren würde." Nachdenklich schloss sie die Augen, stützte ihr Gesicht auf eine Hand und trommelte mit den Fingern der anderen auf dem Tisch herum. "Warum verbieten wir uns das?"
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeMo Apr 29, 2013 2:22 am

»Sei doch froh, dass ich Dir deine Nase nur indirekt ansabbere«, entgegnete er mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen und stellte wohl zum sechsten oder siebten Mal das Essen beiseite um wieder zu Chiharu zu sehen. Ihr Gesicht schien heute stetigen Wechseln zu unterliegen. Mal konnte er Freude sehen, aber dann wieder Trauer. Eine Mischung von beiden, obwohl sich Senju noch nicht sicher war, woran das lag. »Möglicherweise würde sie abschließen. Aber ich tue mir nicht den Stress an irgendetwas zu erfinden, was mir selbst irgendwann zu einem Verhängnis werden könnte«, meinte er nur Barsch zu den Schwärmereien und ließ seinen Blick nach oben an die Decke wandern. Das Thema hatten sie bereits öfters und doch konnten sie Stundenlang darüber philosophieren. Die Liebe ließ sich vermutlich weit auslegen. Innerlich stimmte er jedoch gerade Chiharu zu. Es konnte eine Strafe sein geliebt zu werden. In seinem Fall war es jedoch eher die Strafe, dass er damit kein Ende fand. Das er irgendwo einen Grund suchte oder nicht abschloss. Das dieser Abgrund, der so tief war, nicht überwunden wurde.

Schweigen kehrte ein, sodass das Itsuki mit einem ernsten Gesichtsausdruck sein Essen aufass. Das hatte aber auch gedauert. Sorgfältig beseitigte der Mann den Müll der bei beiden entstanden war und erhob sich dazu kurz. Dann ließ er sich gegenüber von Chiharu wieder fallen und blickte auf, als sie zu sprechen anfing. Es war mehr eine Frage, die ihn kurz zum nachdenken anregte. Nach ein paar Sekunden wusste er jedoch worauf sie genau anspielte und spürte ein flaues Gefühl im Magen. Irgendwann musste die Frage kommen. Viel zu lange hatte sie auf sich warten lassen, aber hier war sie. Die Frage warum er keine Beziehung einging. Am liebsten hätte sich Itsuki aus dem Fenster gestürzt nur um ihr auszuweichen. Bei jedem anderen hätte er es vielleicht sogar in Erwägung gezogen, jedoch nicht bei Chiharu. »Ich kenne deine Beweggründe nicht«, erklärte er dann in einen recht diplomatischen Ton und fuhr sich langsam mit der Hand in den Nacken hinein. Er rieb sich langsam und verlegen die Stelle, während sein Blick umher huschte als Suche er einen Fluchtweg aus dieser Situation. Lügen konnte er eh nicht, dass fiel unter dem Tisch und wenn er jetzt tot umfiel, würde ihn Chiharu eh nur wiederbeleben. Die Wahrheit ließ also nicht auf sich warten. Dennoch hatte er sie seit 6 Jahren nicht ausgesprochen und seine Zunge fühlte sich gerade dementsprechend trocken an. »Ich...«, setzte er dann an und spürte wie sein Herz in seiner Brust zu rasen anfing. »Einen Menschen zu verlieren... - es ist... .« Seine Sätze wirkten irgendwie abgehackt, wodurch er versuchte erst einmal Stille in seinen Kopf zu bekommen. »Das nächste Mal würde ich mich selbst nicht mehr stoppen können. Es würde keinen Ort mehr geben, der keine Erinnerungen mit sich bringt. Es gäbe keine Flucht mehr, kein Leben.« Er verharrte mit seinen Augen auf der Tür und wusste nicht ob man verstehen konnte, was er damit meinte. Das letzte Mal stand er kurz davor einfach das Leben zu beenden, wenn er sich nicht aufgerafft hätte um Konohagakure zu verlassen. Innerlich hoffte Suki das jetzt Chiharu etwas zu ihrem >warum< etwas sagte. Warum sie keinen Freund hatte.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeMo Apr 29, 2013 2:47 am

Chiharu schluckte lautlos, als er ihren Vorschlag, wie es wohl schon öfter geschehen war, barsch ablehnte und zuckte letztendlich mit den Schultern. Was sollte sie tun? Sie konnte ihm nicht helfen, außer, indem sie einmal das Gespräch mit der Dame suchen würde... Vielleicht würde sie sich das tatsächlich ihm zu Liebe antun, obwohl sie nur sehr wenig von der Schwärmerei hielt und vermutlich nicht sehr nett sein würde. Vielleicht war ihre übliche Härte aber auch genau die richtige Medizin gegen törichte Gedanken. Allerdings rückte der Plan in den Hintergrund, als sie seine Reaktion auf ihre Fragen bemerkte. Er empörte sich nichtmal darüber, dass sie - mal wieder - auf Hikari anspielte, da es sie seit sie ihn kannte irritierte, dass die beiden niemals irgendwie angebandelt hatten. Stattdessen schien er unruhig zu werden und wäre sie sich nicht sicher, dass sie es sich einbildete, hätte sie schwören können, dass sein Chakra aktiver wurde, als würde er sich auf einen Kampf vorbereiten. Vermutlich lag das aber einfach an ihrem mittlerweile recht guten Gespür füreinander. Seine ruhigen Worte zu ihren Beweggründen waren wenig überraschend, zeigten aber irgendwo auch seine Nervosität, denn er hätte sonst vielleicht darüber philosophiert. Stattdessen fuhr er sich in den Nacken und schien sich alles andere als wohl zu fühlen. Die blonde Kunoichi war versucht, ihm zu sagen, dass er nicht mit ihr darüber reden brauchte, denn immerhin mieden sie das Thema jetzt schon länger...

Ihre Augen öffneten sich also wieder, sahen ihn weich, gutmütig, warmherzig an. Seine unruhigen Worte zeigten, genau wie sein Verhalten, eindeutig, dass es um mehr ging, als ein Mädchen, das ihn nervte. Sie beobachtete ihn genau, versuchte, sich jedes seiner Worte einzuprägen, denn sie konnte sich denken, dass er es nicht zweimal sagen würde. Stattdessen stammelte er, zunächst etwas zusammenhangslos... aber wenn sie darüber nachdachte, was sie in den letzten zwei Jahren Stück für Stück über ihn erfahren hatte, dann ergab das, was er sagte, irgendwo in der Ferne einen tieferen Sinn. "Du hast Angst, sie... jemanden wieder zu verlieren, mh?", hauchte sie leise. "Du... bist... Du kamst deswegen hierher? Wegen deiner Frau?" Chiharu fiel auf, dass sie in zwei Jahren nie erfahren hatte, wie genau er hier gelandet war. Auch er wusste das nicht genau über sie, sodass sie beide nur vage Vorstellungen vom Leben des jeweils anderen hatten, was die Zeit vor Tsukigakure anging. Sie hatte immer vermutet, dass es am Tod seiner Frau lag, dass er nicht darüber reden wollte, weil es schmerzliche Erinnerungen waren. Aber jetzt hörte es sich eher so an, als sei sie schon vor seiner Reise hierher tot gewesen und die Reise hierher der letzte Ausweg.

Erkennen flammte in den Augen der Iryônin auf und sie starrte Itsuki halbwegs entsetzt an. Ohne, dass sie es groß steuern konnte, langte sie mit der Hand über den schmalen Tisch und patschte ihm gegen die Wange. "Komm bloß nie auf die Idee, dich... Ich schwöre dir, ich verfolge dich bis in die tiefsten Gemächer der Hölle, Senju Itsuki!" Hatte er eben wirklich angedeutet, dass er sich etwas antun würde, wenn er wieder jemanden verlor? Ein wenig brachte der Gedanke, jemanden auf diese Art zu verlieren, sie aus der Fassung. All ihre Freunde und Verwandten waren - wenn sie gestorben worden waren - durch die Hand eines anderen, nicht durch ihre eigene gestorben. Selbstmord war etwas, dass alle um den Mörder herum machtlos und hilflos werden ließ. Unwillkürlich wollten sich Tränen in ihren Augen sammeln, als diese Vorstellung sich manifestierte, aber sie blinzelte sie weg und versuchte, ihren Blick härter wirken zu lassen, als er war. Denn er war hauptsächlich mitfühlend.

"Ich...", murmelte sie, fühlte sich ihm verpflichtet, ebenfalls eine Erklärung zu finden. "Es... als Shigeru damals auf dich los ging... Ich weiß nicht. Vielleicht hat mich das eingeschüchtert, vielleicht ist es auch nur eine Ausrede. Ich habe Angst, dass er aggressiver wird, auch wenn er in letzter Zeit ruhig war... Vermutlich ist meine Angst vor einer etwaigen... Abhängigkeit aber einfach genauso groß..." Tatsächlich war Chiharu eben ein Mensch, der gern allein klar kam und mit der Devise, allein am besten klar zu kommen, bisher ganz gut gefahren war. Trotzdem bereute sie bei jeder Geburt, die sie bei - teilweise zehn Jahre jüngeren Frauen - begleitete, dass sie selbst dieses Glück nie erlebt hatte. So viel brauchte sie dem angeschlagenen Mann aber nicht unbedingt gleich an den Kopf zu werfen. Stattdessen sah sie ihn ernst, flehend an. "Bitte, tu dir nie 'was an.", flüsterte sie eindringlich.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeMo Apr 29, 2013 11:29 am

Ausgesprochen klangen die Worte fast schon albern. Itsuki spürte noch immer das dringende Bedürfnis fluchtartig aus dem Fenster zu verschwinden, konnte aber diesen Impuls gut im Griff behalten. Chiharu wusste also jetzt was seine Beweggründe waren und sie schien ebenso den Hintergrund seiner Zurückhaltung zumindest einwenig zu sehen. Seine Hand zog sich aus seinen Nacken zurück und legte sich langsam wieder auf sein Knie, nur um den Stoff zwischen seine Finger zu drücken. Gerade fühlte er sich gnadenlos schwach. »In dem Monat wo ich Konohagakure verließ, traf ich auf Hikari. Ich schloss mich ihr an und so kam das eine zum anderen. Tsukigakure ist für mich nicht nur eine Stadt. Sie ist ein Anker in diesem Leben«, murmelte er und zuckte langsam mit dem Blick wieder zu Chiharu in deren Augen so etwas wie Entsetzen zu sehen war. Ihre nächste Reaktion kam völlig unerwartet und ließ ihn erstarren.

Ihre Hand traf auf seine Wange, während ein leise klatschendes Geräusch zu hören war. Er starrte sie in diesem Augenblick einfach an und konnte das Mitgefühl sehen, dass sich in ihrem Gesicht abspielte. Ein Mitgefühl das er zuerst verstehen musste. Sein Hals schnürrte sich für einen Moment zu, sodass er nur recht schwer Schlucken konnte. Wäre sein Leben damals zu Ende gewesen, hätte er niemals Tsukigakure beeinflussen können. Schuldbewusst über diesen Gedanken, wandte Suki seinen Kopf und blickte aus dem Fenster. In dem Augenblick fing Chiharu erneut zu sprechen an. Er hatte sich immer gefragt, warum sie keine neue Beziehung einging und wurde aus der Erklärung das sie Shigeru einschüchterte nicht schlau. Inzwischen ging er davon aus, dass sie sehr selbstbewusst war und auch den Patienten gegenüber immer devisen vorlas, aber bei diesem Mann schaffte sie es nicht?

Itsuki lehnte sich zurück als er hörte, dass sie Angst vor einer etwaigen Abhängigkeit hatte. Schlussendlich fügte sie noch einmal an, dass er sich nichts antun sollte. Das flehende in ihren Augen und die Nachdrücklichkeit in ihrem Satz waren kaum auszuhalten. Gerade weil er diesen Blick nicht aushalten konnte, presste er die Lippen zusammen und starrte aus dem Fenster hinaus. Seine Finger streiften kurz nachdenklich über das Holz des Tisches hinweg. »Ich habe nicht vor mir irgendetwas an zu tun. Das Ganze war vor 7 Jahren - ich schulde dem Dorf noch etwas«, sagte er mit trockner Stimme und wandte seinen Blick zurück zu ihr. »Ich weiß es klingt wie ein 9 Mal kluger Spruch, aber ich glaube nicht das dein teuflicher Ex-Lover ein Problem ist. Du bist stark genug ihn einfach die Devisen zu lesen. Was die Sache mit der Angst der Abhängigkeit ist, kann ich nur dunkel erahnen. Du hast mir nie genug erzählt um festzustellen, was hinter Dir steckt. Ich glaube nur, dass du bereits abhängig bist - wenn nicht von einem Menschen, dann von der Stadt. Niemand bleibt an einen Ort lange, wenn er keinen triftigen Grund hat.«

Seine Stimme verklang, hörte sich jedoch noch immer belegt an. Er schwieg einen Moment und fuhr sich mit dem Finger über die Stirnseite, bevor er sich aufdrückte und langsam ein paar Schritte zum Fenster machte. Seine Hände legten sich auf den Sims und streiften dort kurz entlang. Inzwischen trommelten dicke Regentropfen gegen das Fenster. Suki wusste in diesem Augenblick nicht was er fühlen sollte oder wie es Chiharu erging. Der leidvolle Ausdruck in ihrem Gesicht stimmte ihn jedoch nachdenklich. Machte er vielleicht einer anderen Person falsche Hoffnungen? Was war nur los?

Die Art manchmal einfach sich ans Fenster zu stellen und raus zu blicken, schien bei ihm einfach nur ein Weg zu sein besser sprechen zu können. Ein Mann mit vielen dummen Angewohnheiten. »Du bist eine zu kostbare Person, um nicht geliebt zu werden, Chiharu. Werf das nicht wegen so einem dämmlichen Typen weg«, sprach er dann seine Gedanken aus und lehnte die Stirn gemächlich an die kühle Fensterscheibe.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeMo Apr 29, 2013 9:49 pm

Die ganze Zeit über hörte Chiharu ihrem Besucher schweigend zu und versuchte zu verstehen, was er sagte, was er dachte und sich in ihn hinein zu versetzen. Dass Tsukigakure ihm wichtig war, richtig wichtig, das war kaum zu übersehen, denn er steckte viel Arbeit in dieses Dorf und auch wenn er da natürlich nicht allein war, tat er das manchmal mit einer Leidenschaft, die seine sonst so ruhige, etwas gemütliche Art Lügen strafte. Nachdenklich musterte sie aber seine weiterhin eher abweisende Art, denn er sah sie kaum an, starrte die meiste Zeit aus dem Fenster und sprach trotzdem mit ihr. Vielleicht war es einfach eine Abwehrreaktion... Ziemlich sicher sogar. Immerhin hatte er bisher nicht mit ihr darüber geredet und dafür gab es sicher trifftige Gründe. Natürlich nahm er ihre Erklärung nicht einfach hin, sondern zweifelte daran, erklärte ihr, dass sie eigentlich keinen Grund hatte. Außerdem gab er zu, dass er nicht vorhatte, sich etwas anzutun. Seufzend dachte die Iryônin darüber nach und schluckte schwer, als er seinen letzten Satz dem Fenster zu beichten schien. Sie sei eine wundervolle Person, die man lieben müsste? Das sollte er mal einigen anderen Menschen beweisen, die ihn in diesem Moment sicher auslachen würden, wenn sie ihn denn hören könnten.

Nach einer Weile des Schweigens, holte Chiharu tief Luft und setzte zum Sprechen an. "Tsukigakure ist für mich die erste und einzige Heimat, die ich jemals hatte. Ich lebte vorher eher das Leben eines Nomaden. Weder meine Eltern, noch der Mann, der mich später aufnahm, hatten etwas, das sie zu Hause nannten. Und bevor ich hierher kam, wusste ich selbst nicht, was das ist." Es war eine etwas verspätete Antwort auf seine Erklärung, wie er hierher gekommen war, denn sie fühlte sich, als sei sie ihm hin und wieder Erklärungen schuldig. Vielleicht... war sie ihm auch mehr als das schuldig. Ihre Geschichte womöglich. Über ihre Narben hatte sie ihm im Laufe der Jahre die abenteuerlichsten Geschichten erzählt und er hatte offenbar irgendwann verstanden, dass keine davon stimmte und sie damit lediglich suggerierte, dass es eine Zeit war, über die sie partout nicht reden wollte.

Doch seine Worte über ihre Beweggründe machten sie noch unzufriedener mit sich selbst, sodass die blonde Frau ihr Gesicht in ihren Händen vergrub und sich nur langsam über den Kopf in die Haare fuhr, um auf den Tisch zu starren. "Du hast Recht. Ich habe keinen trifftigen Grund, das macht es aber eher schlimmer, als besser. Ich will nicht, dass nochmal soetwas passiert, aber ich bin intelligent genug, um zu wissen, dass nicht jeder Mann so ist, wie er. Trotzdem... hindert mich irgendwas daran und ich kann nicht sagen, ob es daran liegt, dass mein Herz irgendwem gehört, daran, dass ich einfach unfähig bin, jemanden zu lieben oder womöglich daran, dass ich falsch orientiert bin." Freudlos lachte sie über die Vorstellung auf und schüttelte den Kopf. Sie stand definitiv nicht auf Frauen, auch wenn sie durchaus biegsamer Moral war, was das anging. Das waren Jugendabenteuer in den falschen Kreisen gewesen, nie etwas Ernstes. Und jetzt? Ihr Herz gehörte niemandem, jedenfalls nicht, dass sie wüsste. "Vielleicht ist es auch die törichte Vorstellung von einem Richtigen. Was weiß ich. Du hast wenigstens einen Grund, gegen den du angehen kannst. Nicht jeder, den du liebst, wird wieder sterben und dennoch werden einige es tun. Manche vor dir, manche nach dir und sie werden ebenso leiden. Aber sie werden damit zurecht kommen, in dem Wissen, dass du es so gewollt hättest und ebenfalls geschafft hättest."

Seufzend stieß sie den Stuhl nach hinten, sodass er gefährlich kippelte und letztendlich umfiel. Bei dem Krach, den das verursachte, zuckte die Iryônin zusammen und hob ihn wieder auf, um sich zu fassen. Warum war sie plötzlich wütend? Die Wut kam aus ihrem Innern und richtete sich gleichzeitig dorthin. Sie hasste sich selbst dafür, dass sie diese Träume von Familie noch immer nicht los war. Langsam bewegte sie sich ebenfalls zum Fenster, lehnte sich seitlich an das Fenstersims und betrachtete Itsuki, lehnte ihren Kopf gegen das Fenster und zwang sich zu einem Lächeln. "Das Gleiche kann ich dir sagen. Sei nicht undankbar dafür, dass du weiterleben darfst, sondern versuch dieses Leben zu bewältigen, so gut du kannst. Geh aus, such nicht danach, aber wehr es nicht ab, wenn eine Frau sich zu dir hingezoge fühlt." Ihre Augen richteten sich nach draußen auf die Fingerkuppen großen Tropfen, die gegen das Fenster platschten und ein ordentliches Trommeln auf dem Dach hervorriefen. "Und tu dir bloß nie etwas an." Nachdem sie ihn nocheinmal eindringlich, flehend angesehen hatte, wandte sie sich, die Hände zu Fäusten geballt und auf das Sims gestützt, dem Fenster zu und sah abwesend nach draußen.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeDi Apr 30, 2013 5:16 pm

Das sanfte Trommeln des Regens gegen die Fensterscheibe beruhigte sein Gemüt irgendwie. Normalerweise saß er bei so einem Wetter draußen und genoss es, wie der Regen langsam seine Kleidung durchweichen würde. In diesem Augenblick stand er jedoch hinter Glas und beobachtete wie weitunten zwei Schwestern einen älteren Patienten dazu bewegen wollten wieder rein zu gehen. Das Schweigen das inzwischen in dem kleinen Unterrichtsraum lag, wirkte unglaublich schwer und Suki wurde das Gefühl nicht los etwas Falsches gesagt zu haben. Doch dann fing Chiharu zu erklären an das Tsukigakure ihre Heimat geworden war. Sie teilte ein kleines bisschen Geschichte aus ihrem Leben. Drei Jahre und er hatte nie gewusst, wie die Iryônin überhaupt her gekommen war. Zwar schien ein Großteil weggelassen zu werden, aber alles im allen zeigte sich inzwischen, warum sie möglicherweise Angst vor Bindungen hatte. Dennoch schwieg der Jônin erst einmal und lauschte ihre weiterführenden Worte, die sich langsam in seinen Kopf ausbreiteten. Die Tatsache, dass er einen Grund hatte wogegen er angehen könnte, brachte nur ein bitteres, fast unechtes Lächeln auf seine Lippen. Vielleicht hatte irgendwann sein Inneres verstanden, dass es irgendwann einen Moment geben würde in dem er seinen eignen Schatten überspringen müsste. Leider wusste Itsuki nicht wann dieser Moment war und er übte sich in Geduld damit zu warten bis es soweit schien.

Ein Krachen hinter ihm riss ihn aus den Gedanken und ließ ihn heftig zusammenzucken. Er warf einen prüfenden Blick über die Schulter und atmete ruhig aus, als er merkte das die Iryônin den Stuhl umgestoßen haben musste. Sein Puls beruhigte sich langsam wieder, bevor er leise durchatmete und aus dem Fenster wieder sah. Möglicherweise war sie gerade wütend oder verzweifelt. Ihre Stimmenlage spiegelte Unzufriedenheit wieder, die ihn etwas verunsicherte. »Ich bewältige das Leben auf meine Art recht gut«, entgegnete er und warf einen kurzen Seitenblick zu ihr rüber. Er stünde nicht hier, wenn er es nicht geschafft hätte sein Leben hinzubiegen. »Und – wie gesagt… ich bin darüber hinweg zu glauben, dass es nur einen Ausweg gibt. Mein derzeitiges Leben stimmt mich zufrieden. Ich habe eine Arbeit, ein Haus, Menschen denen ich alles anvertrauen würde und ich weiß für was ich kämpfe.« Itsuki warf dabei einen kurzen vielsagenden Blick zu ihr und schob sich gemächlich zum Fenster, durch das er vorhin gekommen war. Seine Hände legten sich beidseitig auf das Sims, wobei ein kalter Wind ihm entgegen peitschte. Er hinterließ Wassertropfen auf seinen Wangen, die ihm langsam über das Gesicht liefen. Nachdenklich blickte er zu Chiharu wieder rüber und schien sie einen Moment abschätzend zu mustern, bevor er auf das Sims des Fensters sprang. Er hielt sich mit einer Hand fest und lächelte dann ehrlich in ihre Richtung. »Wasch all den Selbstzweifel weg, Chi-Chi. Riskiere es etwas zu ändern, wenn es dich unglücklich stimmt. Wenn du merkst, dass es nicht klappt, ändere einfach deinen Weg und versuch es anders«, erklärte er und sammelte derweilen Chakra in seinen Füßen für einen Sprung aus dem Fenster.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeDi Apr 30, 2013 6:22 pm

Leise seufzend erwiderte Chiharu den kurzen Seitenblick, denn er auf sie warf und lächelte leicht. Es war sogar ein wenig belustigt. Natürlich würde er nicht annehmen, was sie sagte, was wusste sie denn schon davon? Wenigstens distanzierte er sich weiter von dem Gedanken, sich etwas anzutun. Leider hatte die Blonde in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass depressive Patienten, die einmal daran gedacht hatte, dazu neigten, sehr viel schneller wieder daran zu denken. Zwar war er kein Patient, aber sie war sich sicher, dass sie den Gedanken so schnell nicht mehr loswerden würde und ihn keinesfalls einfach machen lassen würde, sollte er versuchen, sich etwas anzutun. Dazu war ihr Itsuki einfach zu wichtig geworden, auch wenn ihre Freundschaft völlig zwanglos war. Diese Erkenntnis schmerzte beinahe ein wenig. "Immerhin eine Liebe, die du zugibst und annimmst.", bemerkte die Iryônin leise und lächelte. Sie war froh, dass er sie offenbar in die Menschen mit einbezog, für die er etwas übrig hatte. Es wäre dumm und töricht zu denken, sie sei ihm wichtiger als andere, denn ihr reichte die Vorstellung, dazu zu gehören. Es war ein seltsames Gefühl, das sie vorher kaum gekannt hatte. Nachdenklich lehnte sie sich wieder seitlich ans Fenster und beobachtete, wie er sich zu dem Fenster bewegte, das noch offen stand und ihn zuvor eingelassen hatte. Ein leichtes Schmunzeln bildete sich auf ihrem Gesicht, denn sie hatte noch nie zugegeben, dass sie es mittlerweile absichtlich aufließ, damit er hereinkam. Seine Worte verwirrten sie, denn sie wusste nicht wirklich, was sie damit anfangen sollte. Der Name, den er ihr dabei gab, ließ sie aber das Gesicht verziehen. Rasch überbrückte sie den Abstand, sodass sie schräg hinter ihm Stand und ihn ansehen konnte. "Danke für das Essen. Wir sollten uns allerdings mal wieder länger unterhalten. Über... etwas." All das nuschelte sie in seine Seite, nachdem sie ihn spontan umarmt hatte und wieder freigab. Lächelnd legte sie den Kopf schief. "Ich werde meine restliche Pause nutzen, um dein Anhängsel mal ins Gewissen zu reden, mh? Dann schuldest du mir etwas! Und nenn' mich nicht wieder Chi-chi. Eins reicht."
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeDi Apr 30, 2013 7:23 pm

»Die ich zugebe und annehme?«, wiederholte er säuerlich und verzog kurz missmutig sein Gesicht zu einer Grimasse. Es klang ein wenig, als würde er sich vor anderen verschließen. »Das klingt als würde ich die Leute in meiner Umgebung abstoßen. Dafür bin ich viel zu nett.« Er versuchte wieder leicht zu Grinsen und beobachtete Chiharu als sie näher zu ihm trat. Ihre violetten Augen hatten einen kurzen merkwürdigen Schimmer, über den er jedoch nicht nachdenken konnte. Aus dem nichts heraus wurde er umarmt und kippte dabei fast überrascht aus dem Fenster heraus. Es kam nicht oft vor, dass sie sich umarmten, aber meistens schien es bei Danksagungen zu geschehen. Wie immer schien Itsuki nach so eine Gestik etwas perplex zu sein und brauchte einen kleinen Moment, bevor er sich verlegen räusperte und mit dem Finger über die Schläfenseite kratzte. Ein kurzes nervöses Lächeln trat auf seine Lippen, dass bei ihrem Satz jedoch sofort wieder erstarb. »Wir müssen über etwas reden? Worüber?«, fragte er und ließ es sich nicht nehmen erst einmal auf dem Sims Platz zu nehmen um die Beine einfach raus hängen zu lassen. »Ich habe noch Zeit… zumindest ein kleinwenig. Also schieß los.« Ihm bangte es leicht worauf das ganze hinaus laufen könnte. Ihren letzten Satz überging er deswegen einfach, weil klar war das er wissen wollte um was es gehen sollte. Tatsächlich spürte er sogar ein nervöses Herzpochen in seiner Brust in der Befürchtung das es irgendetwas unangenehmes war.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeDi Apr 30, 2013 7:56 pm

Chiharu musste unwillkürlich lachen. "Viel zu nett. Definitiv. Das bist du. Aber du lässt trotzdem niemanden so nah an dich heran, wie Chiyoko es gern hätte.", erwiderte sie zwinkernd, wollte das Gespräch ein wenig entspannen, indem sie nicht so arg ernste Themen ansprach. Natürlich war sie zum einen ein wenig sauer auf diese Frau, auf der anderen Seite war es eine recht lustige Begebenheit, um den Senju damit zu sticheln und in Verlegenheit zu bringen, ohne es zu übertreiben. Trotzdem wollte sie ihn damit natürlich nicht übermäßig ärgern und beobachtete ihn deshalb lieber genau, auch, wie perplex er mal wieder war, als sie spontan mit einer Umarmung Dankbarkeit ausdrückte. Doch das würde sich wohl nie ändern. Er war eben so und es machte ihn liebenswert.
Viel interessanter war aber, wie neugierig er plötzlich werden konnte, wenn ihn etwas interessierte. So wollte er, statt zu gehen, offenbar lieber auf dem Fenstersims Platz nehmen und sich sofort danach erkundigen, über was sie sprechen wollte. Belustigt verzog sie das Gesicht, eine Augenbraue ungläubig in die Höhe und ein schmales Lächeln zierte ihre Lippen. "Du benimmst dich ja, als könnte es sein, dass ich dir gleich beichten muss, dass ich schwanger bin. Hab' ich irgendwas verpasst?", fragte sie, lachte ein wenig freudlos bei der Vorstellung und musste sich unwillkürlich räuspern. Sie hätte nicht gedacht, dass der Satz so trocken herüberkommen würde und ihr selbst so einen Frosch in den Hals setzen würde. "Wie... auch immer. Es ist nichts Schlimmes... Ich dachte nur, dass du vielleicht gern mehr über mein Leben vor Tsukigakure erfahren würdest... Wenn dir das egal ist, sag es ruhig. Wenn nicht, würde ich es dir aber gern erzählen. Aber nicht hier und jetzt." Ihre Augen musterten ihn genau. Würde er auch nur ein winziges Anzeichen von Unbehagen oder Widerwillen zeigen, würde sie kein Wort mehr darüber verlieren. Trotzdem hatte sie das Gefühl, dass er es wissen sollte.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeDi Apr 30, 2013 8:12 pm

Es stimmte wahrscheinlich was Chiharu sagte, er ließ meistens nicht zu das die Leute sehr nahe an ihm heran kamen. Das lag aber auch unteranderem an der unterschwelligen Angst, die irgendwo tief in seinem inneren ihn beeinflussen konnte. Itsuki lehnte sich mit der Schulter etwas in den Fensterrahmen und starrte sie für einen Moment fast entsetzt an. »Du bist Schwanger?«, fragte er irritiert und verzog das Gesicht zu einer Grimasse als er hörte, dass sie nur einen Spaß gemacht hatte. »Ah… es war nur ein Witz. Obwohl ich gestehen muss, dass ich nichts gegen Kinder habe. Es ist bedauerlich das ich… «, erklärte er und sah für einen Moment nach unten in den Hof des Krankenhauses. »Wie auch immer – ich dachte es könnte etwas sein, was unangenehm ist. Solche Themen kläre ich lieber sofort, als das es schwer im Raum steht.« Mit einem kurzen ernsten Gesichtsausdruck sah er zu Chiharu wieder auf und musterte sie eingehend. Wer wusste schon, was jetzt kam. Nachdem er jedoch hörte um welches Thema es sich drehte, entspannten sich seine Gesichtszüge wieder und er rieb sich schief grinsend über den Hinterkopf. Das Thema beschäftigte ihn immerhin schon etwas länger. »Sehr gerne würde ich mir deine Geschichte anhören. Vielleicht an einem Ort, wo die Wände keine Ohren haben und wo gerade kein Unterrichtsraum in der Nähe ist.« Bei den Wänden bezog er sich dabei auf öffentliche Orte, wie z. B. Restaurants. Immerhin war bekannt, dass sich dort viele Leute rum trieben, die einfach nur neugierig waren. »Sag mir einen Ort und ich werde dort sein.« Itsuki hielt sich erneut im Fensterrahmen fest und wischte sich ein paar Regentropfen aus dem Gesicht.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeDi Apr 30, 2013 8:39 pm

"Schätze es gibt viele Menschen, die gern Kinder hätten und keine haben. Aber hey, noch ist es nicht zu spät für dich, hm?", murmelte Chiharu nachdenklich beobachtete den Regen und wie er Itsuki teilweise benetzte, vor allem in seinem Gesicht. Es verstärkte den kurze Zeit traurigen Ausdruck in seinen Augen und ließ sie seufzen. Ja, auch sie hatte immer Kinder gewollt und sich bis jetzt eben eigentlich eingeredet, dass sie mittlerweile damit abgeschlossen hatte, aber dem war offenbar doch nicht so. Schulterzuckend tat sie den Gedanken aber ab. Sie wurde nicht jünger und es gab leider nicht viele Männer wie Itsuki, die tatsächlich Kinder haben wollten, wenn sie bis jetzt noch keine hatten und in ihrem Alter waren. Mal abgesehen von Shigeru.
Der Gedanke daran, mit dem Kerl ein Kind zu haben, jagte ihr einen unangenehmen Schauer den Rücken herunter und ließ sie den Kopf schütteln. So verzweifelt war sie bei aller Liebe zur nächsten Generation noch lange nicht. Seine Reaktion auf das Thema, das sie mit ihm besprechen wollte, ließ sie lächeln. Es war erleichternd, dass sie nicht das falsche Gefühl gehabt hatte und er womöglich garnichts davon wissen wollte. Zufrieden lächelte sie, nickte leicht, denn auch sie wollte nicht, dass irgendjemand ihnen unbefugt zuhörte. Es war ihr zwar nicht unangenehm, aber für sie war ihre Geschichte etwas intimes, das sie nicht mit jedem teilen wollte. Nachdenklich sah die Blonde den Senju aus den Augenwinkeln an und überlegte, wo sie sich treffen sollten. "Ich weiß nicht. Wo würdest du gern hin?" Gähnend streckte sie sich, sah ihn an und zuckte mit den Schultern. "Übermorgen und den Tag darauf habe ich frei. Wenn du Lust und Zeit hast, kannst du mich besuchen oder ich schneie bei dir vorbei, wenn ich im Garten war. Such es dir aus." Sie übernahm ungern die Entscheidungen für sie beide, weil sie sich nie ganz sicher war, wie wohl sich Itsuki damit fühlte.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeDi Apr 30, 2013 8:58 pm

Ein kurzer grimmiger Ausdruck trat auf das Gesicht von Itsuki als er daran dachte, dass er mit 40 Jahren es für unwahrscheinlich hielt noch Kinder in die Welt zu setzen, aber das war vermutlich ein anderes Thema. Nachdrücklich schüttelte er seinen Kopf und verdrängte damit alle weiteren Gedanken. »Es ist mir normalerweise egal, aber vielleicht sollte ich mal zur Abwechslung dich in deinem zu Hause besuchen«, antwortete er und drückte sich zurück in eine hockende Position. Sein Blick fiel wieder auf Chiharu, sodass Itsuki die Hand ausstreckte und ihr kurz mit dem Zeigefinger gegen die Nase stieß. »Mach Dir jedoch keine zu großen Umstände bitte. Das bin nur ich der zu Besuch kommt.« Der Jônin hob seinen Blick zurück in die ferne und fixierte dabei einen Punkt. Immerhin würde er von dem Fenster aus auf das andere Haus springen müssen. »Ich komme am… hm… übermorgen. Gegen Abend? Nachmittag? Ich habe leider nicht frei, deswegen kann ich nicht genau sagen, wann ich vorbei komme. Es wäre durchaus möglich, dass ich zu spät erscheine, was mir im Voraus bereits Leid tut.« Würde es nichts mehr geben, wäre sein nächster Weg mit einem weiten Sprung nach draußen aus dem Fenster raus.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeDi Apr 30, 2013 10:18 pm

"In meiner Wohnung. Immernoch. Ich habe kein Haus.", berichtigte Chiharu grinsend den Mann und zuckte mit den Schultern. "Ich mein nur, nicht, dass du Platzangst bekommst." Kichernd wirkten ihre Augen langsam weniger bedrückt und sie hatte das Gefühl, dass sie die letzten Stunden Unterricht gut überstehen würde, obwohl sie sie wohl im Regen würde abhalten müssen. Aber zumindest in ihrem übergroßen Gewächshaus wäre es trocken. Seltsamer Zufall ohnehin. Eine winzige Wohnung und doch ein herzlich großer Garten für eine Person. Aber so war sie eben, die Arbeit war ihr Leben und dementsprechend wenig Zeit verbrachte sie zu Hause. Kurz schielte die junge Frau, als ihr auf die Nase getippt wurde. Sie lachte. Sie würde sich keine Umstände machen, denn sie bewirtete gern Gäste, auch wenn sie so gut wie nie welche hatte. "Komm, wann du möchtest. Ich werde dich zum Abendessen einrechnen und mach es dir notfalls wieder warm. Ich bin ja keine geifernde Ehefrau die auf ihren Schwerenöter von einem Mann wartet.", erklärte sie zwinkernd. Tatsächlich fand sie die Vorstellung sogar ziemlich abstoßend. Sie war gern unabhängig und selbst wenn sie jemanden in ihrem Leben hätte, dem sie ihr Herz schenken würde, würde sie nie von ihm verlangen, stets zur richtigen Uhrzeit zu Hause zu sein, allein schon deshalb, weil sie selbst das nie gewährleisten könnte. "Und jetzt entschuldige dich nicht, sondern geh weiter mit Hikari flirten... oder Haushaltspläne schmieden... Wie auch immer ihr das nennt." Grinsend drückte sie ihn nocheinmal, ohne groß auf eine Reaktion zu warten, aber darauf achtend, dass er nicht gleich aus dem Fenster fiel. Danach verabschiedete sie sich mit einem Winken, wandte sich ab und kramte alles zusammen, um den Raum zu verlassen. Einige Augenblicke stand sie noch in der offenen Tür, sah dem Senju nach und lächelte schließlich, um sich auf den Weg zu einem Gespräch zu machen, das seit Monaten überfällig war...

Nach einiger Sucherei in Form von einem Blick in die Aufenthalsräume auf ihrem Weg, fand die Iryônin Chiyoko in dem hinter der Notaufnahme... okay. Eigentlich hätte sie überhaupt nicht zu suchen brauchen, denn das Weib arbeitete ja jetzt schon einige Zeit hier. Seufzend legte sie ihre Sachen ab und musterte die junge Iryônin, die mit der Schwester und Chiharu im Zimmer war. Sollte sie die Schwester hier vor der anderen bloßstellen? Wenn es nach gesellschaftlichen Konventionen ging nicht. Wie um ihre Gedanken zu erleichtern, wurde die junge Ärztin gerufen und so war die Kunoichi allein mit dem Objekt ihrer... Nichtbegierde. "Chiyoko...? Ich würde gern mit dir reden, wenn du ein bisschen Zeit hast..."
Das Gespräch verlief lang und zäh wie Honig, aber am Ende lief das Mädchen immerhin nicht heulend davon, sondern ging gemäßigten Schrittes, allerdings nicht, ohne nochmal vor eine Glastür zu laufen. Seufzend und unzufrieden begab sich Chiharu danach auf den Weg zu ihrem Garten und war froh, dass der Regenguss vorbei war, genau wie das Gespräch, in dem sie einfühlsamer war, als sie gedacht hatte. Der Nachmittag verlief recht entspannt, es gab nur wenig nervenaufreibende Fragen von den Schülern und im Allgemeinen tat sie das ja sehr gern. Erst gegen Abend wurde sie aber fertig, lange nachdem die Schüler gegangen waren. Bei dem Blick zu Itsukis Haus lächelte sie sanft, schürzte, um es zu vertreiben leicht die Lippen. Warum grinste sie manchmal so dämlich töricht? Kopfschüttelnd wandte sie sich auf den Weg nach Hause.

~ Tag digitiert zuuuuuuuuuuu... Übermorgen! ~

Der Vortag war mit lediglich einer Schicht recht entspannt gewesen, sodass sie eigentlich hätte pünktlich aus dem Krankenhaus kommen sollen, leider wollte der Zufall es aber, dass eine groß angelegte Mission schief lief und sie einen der Verunglückten notoperieren musste. So stand sie statt dem Tag noch die halbe Nacht im OP, völlig konzentriert und ohne jegliches Zeitgefühl. Trotzdem musste sie sich nach sechs Stunden geschlagen geben und feststellen, dass sie den Mann nichtmehr retten konnte. Die wenigen Stunden, die er noch gelebt hatte, hatte sie vor dem Zimmer gewacht, das Weinen seiner Frau und seiner zwei Kinder gehört und war mit jeder Minute wütender auf sich selbst geworden, dass sie ihn nicht hatte retten können. Trotzdem gab sie irgendwann zu, dass es nicht ihre Schuld war, aber das veränderte weder die Tatsache, dass sie traurig war, noch, dass sie wütend auf sich selbst war. Nachdem sie den jungen Shinobi für tot erklärt hatte, nahm sie sich endlich die Zeit, auf die Uhr zu sehen und stellte fest, dass es bereits früh am Morgen war. Sie schleppte sich gerädert und müde nach Hause, wo sie lediglich noch in ihr Bett fiel und sich nicht darum scherte, wie früh oder spät es war, lediglich darum, was sie diese Nacht für Bilder vor Augen haben würde.

Als sie wieder aufwachte, war es bereits zwölf Uhr mittags und sie fühlte sich nicht viel besser, als vorher, vor allem Launenmäßig. Einzig der Gedanke an den Abend stimmte sie etwas gnädiger. Dummerweise fiel ihr aber dann erst auf, dass es noch einiges zu tun gab. Zunächst räumte sie auf und machte sich daran, das Putzen nachzuholen, zu dem sie die letzten Tage nicht gekommen war. Letzendlich dauerte beides etwa eineinhalb Stunden, gab ihr aber noch genügend Zeit, zu duschen, einzukaufen und sich danach noch ein wenig auf ihre Couch zu legen. Die Schiebetür zum Schlafzimmer ließ sie geschlossen, während sie vor sich hin döste und den Wecker nach einer Stunde am liebsten an die Wand geschmissen hätte. Trotzdem ging es ihr zumindest Müdigkeits-technisch besser als am Morgen, sodass sie sich entschied, alles für das Essen heute Abend vorzubereiten und sich danach in die Nachmittagssonne auf den Balkon zu setzen, nur um auf der Bank mit den Kissen wieder einzudösen. Dieser einzige Vorzug ihrer Wohnung, der Balkon mit tollem Ausblick, wurde ihr eben leider immer wieder zum Verhängnis.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeMi Mai 01, 2013 12:09 am

An manchen Tagen war das Büro der Kage völlig ausgelastet mit Aufgaben, sodass man bis spät in die Nacht über Akten brütete oder Besprechungen führte. Andere Tage wiederum schienen so langweilig zu sein, dass man dem Gras beim Wachsen zusehen konnte. Heute verließ Itsuki das erste Mal diese Woche pünktlich die Residenz und plante bereits gedanklich was er in der verbleibenden Zeit noch machen konnte. Blöderweise jedoch lief ihn eine ältere Dame über den Weg, die sich abmühte die Einkaufstaschen nach Hause zu bringen. Suki kannte die Frau und wusste, dass es jene war die beim Bäcker die Brötchen verkaufte. Wie immer ließ er sich also dazu verleiten der Dame zu helfen. Damit gingen erst einmal 30 Minuten flöten, die er hätte benutzen können um sich ruhig umzuziehen. Freundlich verabschiedete sich der Jônin von der Frau und steuerte auf direkten Weg in seine Unterkunft. Dort angekommen wäre er fast über einen Haufen von Büchern in seinem Schlafzimmer gestürzt, die sich dort seit einer geraumen Zeit anhäuften. Hierbei handelte es sich vor allem um Aufzeichnungen oder Wissen das er studierte. Leise murmelnd schob er jedoch erst einmal das ganze Papier mit dem Fuß in die Ecke und war relativ froh darüber, dass Chiharu nicht hierher kam. An manchen Tagen sah man deutlich, dass seinem Haus ein gewisser Touch fehlte. Vor allem wenn es darum ging Räume zu gestalten.

Itsuki öffnete seinen Schrank und betrachtete für einen Moment den Inhalt genauer. Merkwürdigerweise besaß er wirklich nichts, was besonders aussah. Denn normalerweise trug er einfach schlichte und schwarze Kleidungsstücke. Genau jene zog er hervor und musterte sie kurz missmutig. Nachdem er sich kurz zweifelnd im Spiegel betrachtete, zuckte der Jônin die Schultern und betrat das Bad um sich die Müdigkeit aus dem Gesicht zu waschen. Tatsächlich half das kühle Wasser wahre Wunder und ließ ihn wacher wirken. Itsuki griff sich eine kleine Schachtel von der Kommode und war noch einmal einen prüfenden Blick hinein. Zwei Essstäbchen lagen dort drinnen mit einer spezifischen Verzierung und in kleiner zierlicher Gravur des Namens von Chiharu. Er hatte wohl die ganze letzte Nacht damit verbracht. Vermutlich hätte der Jônin ihr die auch in den nächsten Tagen einfach gegeben, aber da er heute Abend eh zu ihr ging, war es ein guter Augenblick sie mitzunehmen. Ruhig schob er sich die Schachtel in die Jackeninnentasche und verließ schlussendlich sein Haus. Die Wohnung der Iryônin war ein Stück weit von ihm entfernt. Leider kam er deswegen auch recht spät dort an.

Der Mond schob sich gerade in den Himmel als er an der Wohnungstür der jungen Frau klopfte und auf eine Reaktion wartete. Itsuki fuhr sich noch einmal recht penibel angehaucht über die Jacke und drehte seinen Kopf leicht um hoch zu dem Mond zu sehen. Heute war wieder eine Nacht, die er normalerweise auf dem Dach seines Hauses verbringen würde nur um einfach dort zu liegen und dann zu schlafen. Jetzt würde es jedoch erst einmal ein ruhiger Abend werden.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeMi Mai 01, 2013 12:32 am

Nun, Chiharu hatte noch eine ganze Ecke an Zeit draußen auf dem Balkon verpennt und trotzdem nicht verpasst, dass Itsuki da gewesen war. Zumindest hoffte sie das inständig. Sie hatte sich erschreckt, dass sie erst in der Dämmerung wieder wach geworden war. Dennoch hatte sie sich in die Küche geschwungen, um das Essen noch weiter vorzubereiten und letztendlich auf den Herd zu bringen. Während sie wartete, dass es fertig wurde, steckte sie sich die nervigen Haare aus dem Gesicht und betrachtete sich eine Weile im Spiegel. Sie sah nicht mehr so müde und gerädert aus, aber man sah ihr an, dass sie die ganze Nacht gearbeitet hatte. Sie konnte nicht sagen, woran das lag, aber das war irgendwie immer so. Grundsätzlich wirkten Menschen, die nachts viel arbeiteten in den Augen der Iryônin auch oft müder und älter. Zum Glück war sie bisher zumindest davon verschont geblieben, viel älter auszusehen, als andere Frauen in ihrem Alter. Seufzend zupfte sie an dem Rock den sie trug und zog die Ärmel ihres dunklen Oberteils wieder herunter, die sie zum Kochen hochgeschoben hatte. Danach tappte sie wieder in die Küche, und deckte den kleinen Tisch, der für mehrere Menschen deutlich zu klein würde. Aber für den Senju und sie würde es einwandfrei reichen. So kam es eben auch, dass es bereits dunkel wurde, bevor sie überhaupt fertig war.. Nunja. Er hatte ja gesagt, dass es spät werden konnte und auch wenn sie Hunger hatte, würde sie weiter warten, bis er kam.

Glücklicherweise dauerte es nicht all zu lang und sie hörte, wie er klopfte. Nach noch einem seltsam anmutenden Blick in den Spiegel, lief die Blonde also zur Tür, öffnete sie und lächelte sanft, als sie sah, dass sie sich tatsächlich nicht geirrt hatte. "Ein Glück, ich dachte schon, ich habe deinen Besuch verschlafen.", begrüßte sie ihn und trat zur Seite, damit er eintreten und sie die Tür hinter ihm schließen konnte.
Am ihm vorbeitappend begab sie sich wieder in die Küche, arrangierte alles hübsch auf dem Tisch und nickte zufrieden, als es ihr gefiel. Danach sah sie wieder ins Wohnzimmer und winkte Itsuki zu, damit er ihr folgen würde. "Ich... hoffe du hast Hunger?"
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeMi Mai 01, 2013 1:04 am

Die Tür öffnete sich und dahinter stand die Iyrônin die er in den letzten Jahren als eine sehr gute Freundin wusste. Ihr Verhältnis war mit der Zeit recht warm geworden und so fühlte sich Itsuki in ihrer Gegenwart auch wohl. Er trat bedächtig nach drinnen und setzte ein leicht schiefes Lächeln auf. »Tut mir Leid, dass es so spät wurde. Aber offensichtlich hast du die Zeit auch gut verwendet um… Schlaf nach zu holen? Würde mich in der Tat nicht wundern«, entschuldigte er sich und schloss vorsichtig die Tür, nachdem er seine Schuhe von den Füßen zog. Immerhin wollte er nicht die Wohnung von Chiharu direkt im ersten Moment verdrecken. »Ich bringe gute Laune und einen Bärenhunger mit – es wäre doch schade wenn ich es nicht genießen würde, dass jemand anderes für mich kocht.« Mit den Worten ließ er langsam seinen Blick umher schweifen und erreichte die Küche der jungen Frau. Es roch bereits sehr verdächtig nach gutem Essen und was gab es in dem Leben von Suki schöneres?

Itsuki blieb unmittelbar des Tisches stehen und ließ seine Augen dort rüber wandern. Ein Lächeln zeigte sich auf seinen Lippen, dass viel Ehrlichkeit und Freude zeigte. »Ich freue mich heute hier zu sein«, sagte er in einem leisen Ton und griff in seine Jackeninnentasche um die kleine Schachtel mit dem Essstäbchen hervor zu zaubern, die er der Iryônin hinhielt. Dazu vollführte er eine angedeutete Verbeugung und richtete sich wenig später wieder auf. »Da du dir solche Mühe gemacht hast, verdienst du auch ein ordentliches Geschenk. Ich hoffe es gefällt Dir.« Die Verlegenheit über seine eigene Gestik versuchte er etwas zu überdecken in dem er seine Hände auf die Stuhllehne eines freien Platzes legte. Sein Blick glitt dabei nachträglich über den Tisch hinweg. »Ich hoffe es wird Dir nicht zu spät, du wirkst auf mich etwas Müde – auch wenn es vielleicht an deinem Schläfchen liegen könnte. Nachtschicht? Ich dachte du hast heute frei?« Ein guter Plan so sein Geschenk etwas in den Hintergrund zu rücken.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus   [Vergangenheit Tsukigakure]Krankenhaus - Seite 4 Icon_minitimeMi Mai 01, 2013 1:26 am

"Ich habe dir doch schon erklärt, dass ich nicht deine Frau bin und du mir keine Erklärung für Verspätungen schuldig bist.", entgegnete Chiharu lächelnd auf seine Entschuldigung und nickte leicht, als er fragte, ob sie Schlaf nachgeholt hatte. Ohja, das hatte sie und zwar, obwohl sie eigentlich bereits den halben Tag geschlafen hatte. Dass er gute Laune hatte war kaum zu übersehen und den Bärenhunger konnten sie teilen, aber beides erwähnte sie vorerst nicht, stattdessen beobachtete sie, wie ihm gefiel, was sie angerichtet hatte. "Und ich freue mich, dass du hier bist.", gab sie ehrlich lächelnd zurück. Sie freut sich wirklich, denn nach dem, was in der Nacht passier war konnte sie jede Ablenkung gut gebrauchen und in den letzten Jahren war Itsuki ihr die liebste Ablenkung geworden. Immerhin war er soetwas wie ein Ruhepol, denn auch wenn sie selbst eine stoische Ruhe besaß, die sie bei Bedarf auspacken konnte, schien er doch irgendwie nie negative, aufgeladene Gefühle wie Wut zu verströhmen, wenn sie zusammen waren und oft holte dieser Umstand sie selbst davon herunter. Aber nun, das war eine Sache, derer er sich vermutlich nichtmal bewusst war und gerade deshalb war sie ihm so dankbar dafür. Denn er half, ohne etwas zu tun.

Neugierig musterte die Blonde aber die kleine Schachtel, die der Senju aus seiner Jackeninnentasche hervorzog und ihr ein wenig feierlich überreichte. Was... war das? Unsicher nahm sie es entgegen, wollte es zuerst schütteln, entschied sich aber dagegen, falls etwas Zerbrechliches darin sein sollte. Neugierig löste sie den Decke der Schachtel und sah hinein, blinzelte zuerst verwirrt, bevor sich Erkennen in ihrem Gesichtsausdruck zeigte und augenblicklich Freude in ihren Augen aufblitzte. Nur nebenbei bekam sie richtig mit, was er sagte, dass sie müde aussah und kurz blinzelte sie, als er fertig war, um sich klar zu werden, was er gesagt hatte. "Ich... hatte auch frei, aber als ich gestern Abend Feierabend machen wollte, kamen lauter Notfälle von einer fehlgeschlagenen großen Mission. Keine Ahnung, worum es ging, aber ich stand sechs Stunden im OP und dann..." Chiharu stockte, schluckte leicht bei dem Gedanken daran, was sie die ganze Nacht im Krankenhaus gehalten hatte. Totenwache. Sozusagen. "Nunja... Ich hatte noch zu tun, sagen wir es so." Die Trauer, die kurz in ihren Augen aufgeflammt war, sprach wohl für sich. Sicher, es war bei Weitem nicht der erste Patient, der ihr unter den Fingern wegstarb, aber es war nie ein schönes Gefühl und jeder gute Arzt sollte etwas Mitleid empfinden und trauern, wenn jemand in seiner Umgebung starb. Ein sanftes Lächeln zeichnete sich aber relativ schnell wieder auf ihrem Gesicht ab. "Ich habe den halben Tag Schlaf nachgeholt. Jetzt würde ich einfach gern die Zeit mit dir genießen, so spät es auch werden sollte.", erklärte sie leise, bevor sie wieder auf das Geschenk in ihrer Hand sah. Neugierig nahm sie die Stäbchen aus der Schachtel, legte sie auf den Tisch und musterte die Musterung und die Gravur genauer. Als sie ihren Namen entdeckte, so winzigklein, quiekte sie unwillkürlich vor Freude, schlug sich aufgrunddessen die Hand vor den Mund und sah Itsuki entschuldigend an. Auch wenn sie wusste, wie unangenehm ihm das gern mal war, hoppste sie dem Größeren um den Hals und drückte sich kurz an ihn, um etwas zu nuscheln, dass sich in etwa wie ein "Dankeschön, du bist der Beste." anhörte.
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