Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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BeitragThema: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeSo Mai 26, 2013 9:57 pm

das Eingangsposting lautete :

~ Time after Time ~ 5 Jahre zuvor ~ Irgendwo in Sunagakure ~

Die Welt war zerrissen zwischen Schmerz, Unruhe, Trauer, Wut, all den Empfindungen, die darum rangen, Maemi aus ihrer Bewusstlosigkeit zu holen und sich dabei gegenseitig sabotierten. Keine bekam die Überhand und genügend Zeit, um am Bewusstsein der Hyuuga lange genug zu ziehen und zu zerren, sodass sie endlich die Augen aufschlagen würde. Seit mehreren Tagen - oder kam es einem nur so vor? - lag sie nun bewusstlos in einem Lager, das ihr fremd war, roch Dinge, die ihr fremd waren, spürte Fürsorge, die ihr fremd war. Alles war fremd und womöglich war es genau das, was ihr Unterbewusstsein dazu anhielt, die Bewusstlosigkeit zu halten und jede Regung zu unterdrücken, die versuchte, die junge Frau ans Licht der Welt zu zerren. Stattdessen gab sie sich, wenn ihre Erschöpfung für einige Stunden nachließ, dumpfen, dunklen Träumen hin, die ihr immer wieder vorspielten, was sie seit Jahren mitzumachen hatte. Verletzungen durch Bestrafungen für Ungehorsam waren dabei wohl noch das erträglichste. Immer leicht, immer mit größtmöglichem Schmerz, ohne wirklich Narben zu verursachen. Immerhin wollte man die Schönheit des einst gefundenen Mädchens nicht zerstören, wollte sie noch nutzen und gefügig machen. Die Träume der Zwanzigjährigen waren unruhig, ihre Bewusstlosigkeit wich hin und wieder Schlaf, in dem sie sich stöhnend hin und her wälzte, raunte, sprach, schrie. Ihr Körper wandt sich unter Qualen, die er gar nicht mehr zu durchleben hatte, doch das wusste er noch lange nicht. Ihm war nicht bewusst, dass alles ein Ende gefunden hatte, durch die Hand zweier völlig Fremder. Er spulte in einer Endlosschleife immer wieder ab, was zuvor geschehen war. Jahrelang. Wenn ihr Körper zu erschöpft wurde, fiel sie der Bewusstlosigkeit wieder anheim. Ihr Körper gab ihr instinktiv keine Chance, endlich aufzuwachen.

Es war wieder Ruhe eingekehrt, das Herumwerfen ihres Kopfes hatte aufgehört, doch statt der Bewusstlosigkeit kam nichts. Ihr stand der Schweiß vor Angst und Anstrengung auf der Stirn, ihr Körper fühlte sich an, als wäre sie geschlagen worden, gegen Wände geknallt, umgefallen. Mehrfach. Ihr wurde nur langsam bewusst, dass das nicht nur ein Gefühl, sondern traurige Realität war. Die Augenlider der Braunhaarigen flackerten unruhig, sie atmete flach und zu schnell dafür, dass sie eigentlich liegen und schlafen sollte. Immer wieder verzog sich ihr Gesicht zu einer Reihe von Emotionen, die allerdings kaum positiver Natur waren. Ihre Ohren nahmen nur nebenbei ein Rascheln war, ein unscheinbares Geräusch. Womöglich Stoff, der aufeinander rieb oder Stiefel, die über den Boden glitten. Vielleicht auch eine Tüte, die man ihr über den Kopf ziehen wollte? Angst überkam sie reflexartig, ihr Körper spannte sich noch mehr an, als ohnehin schon. Ihre Muskeln brannten und schrien nach Erlösung von der ewigen Qual. Wieder flackerten ihre Augenlider, ließen das Licht endlich - nach so langer Zeit - an ihre Augen dringen. Ein Geruch, irgendetwas, ein Geräusch, eine Stimme. Irgendetwas hatte sie aus der Dunkelheit geholt. Sie schlug plötzlich die dunklen, braunen Augen auf, kniff sie augenblicklich wieder zusammen. Irgendetwas war anders. Hatte man sie an einen anderen Ort gebracht? Was würde passieren? Schlimmeres? Hatte sie etwas Falsches getan? Sie schluckte, bemerkte, wie trocken und kratzig ihr Hals war und wie unglaublich durstig sie sich fühlte.

Maemi keuchte, wurde sich bewusst, dass das Licht nicht natürlich war, dass sie auf dem Rücken lag und an die Decke eines Raumes starrte. Angst griff abermals wie eine kalte Hand nach ihrem Herz, drückte zu, erweckte ihren Fluchtreflex. Sie konnte sehen! Sie trug keine Augenbinde! Unsicher und zitternd griffen ihre Finger an die Stelle, wo sonst oft ein Stück Stoff gesessen hatten. Da war nichts. Ob sie eingesperrt war? Sie wollte sich bewegen und wusste gleichzeitig, dass sie es nicht wollte. Dennoch tat sie es, ruckartig, wollte sich aufsetzen und kam nichtmal halb in die Höhe. Vor Schmerz und Anstrengung stöhnend ließ sie sich zurückfallen, ihre Augen zuckten panisch umher. Vielleicht... vielleicht sollte sie sich tot stellen? Nein. Das klappte nicht, hatte es noch nie. Sie atmete unruhig, zwang sich aber leiser zu sein, sah sich um. Sie war in einem Raum. Irgendwo war eine Lichtquelle, eine kleine, der halbe Raum lag im Schatten. Der Raum hatte Fenster! Es fiel kein Licht herein... zugenagelt? Ein genauerer Blick ließ sie Sterne erkennen. Sterne. Der Himmel. Was war das? Ein Traum? Ein kraftloses Zittern ergriff ihren Körper. Das war zu schön um wahr zu sein. Ihr Blick glitt an sich herunter. Sie trug Verbände, zahlreiche. Sie trug ein ihr fremdes, weites Oberteil. Es war dunkel. Es war seltsam. Ein T-Shirt? Wann hatte sie soetwas das letzte Mal getragen? Spielte ihr Verstand ihr einfach nur einen bösen Streich? Unsicher sah sie umher, tastete neben sich und bemerkte doch nur, dass sie weich lag, unter einer Decke... ein Kissen unter dem Kopf! Was sollte sie tun? Leise sein und hoffen, dass es schnell vorbei war? Ein Bett hieß nie etwas Gutes...


Zuletzt von Hyuuga Maemi am Do Jul 11, 2013 6:50 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeMo Jul 01, 2013 2:20 am

Maemi lächelte fröhlich und kicherte noch immer etwas verspielt und unschuldig, als sie den Holzfußboden unter ihren Füßen spürte. In dem Raum angekommen trocknete sie sich langsam ab und griff nach der Schriftrolle, stolperte dabei und warf ihre Kleidung ungewollt vom Stuhl. Da sie ohnehin schmutzig war, zuckte sie gleichgültig mit den Schultern öffnete das Siegel ihrer Rolle und breitete sie auf dem Bett aus. Die Lippen schürzend überlegte sie, zog sich frische Unterwäsche, eine bequeme Hose, die nichtmal die Hälfte ihrer Oberschenkel bedeckte und ein zu großes T-Shirt aus der Schriftrolle, rollte sie wieder zusammen und verschloss sie. Sie würde heute nirgendwohin aufbrechen, sondern sich ausruhen, immerhin war sie selbst erst gestern in den Mittagsstunden angekommen. So seufzte sie leise, ließ das Handtuch fallen und stieg in den Slip, bevor sie sich den BH anzog und das Shirt über den Kopf. Die Hose kam zuletzt und war der Wärme geschuldet, die sich draußen bereits langsam entwickelte. Ihre Hände kramten aus ihrer Tasche eine kleine Haarbürste hervor, mit der sie ihre Haare ordnete und dann zu einem unordentlichen Knoten zusammenraffte, sodass sie ihr nicht mehr feucht im Gesicht hängen konnten. Zufrieden, etwas an zu haben, das ihr eben aufgekeimtes Verlangen verbergen würde, kroch sie zurück aufs Bett und ließ sich dort nieder. Am liebsten würde sie nocheinmal schlafen, die Arme des Iryônin um ihren Körper, was ziemlich untypisch für die eigenliche Frühaufsteherin war, die gern Leute aus dem Bett warf.

Doch der Weißhaarige kam wie gerufen ebenfalls aus dem Badezimmer, nur das Handtuch um die Hüfte und setzte sich auf den Stuhl neben dem Bett, eine Schriftrolle auf dem Schoß, in der er offenbar etwas las. Kurz legte sie sich auf die Seite und betrachtete ihn eingehend, während er, ohne sie anzusehen, fragte, wann sie zu ihrem Auftrag aufbrechen wollte. Auftrag? Er meinte wohl die Informationen. Die zierliche Frau rollte sich auf den Rücken und starrte die Decke an. Ihre Laune war augenblicklich abgesunken. "Es ist kein Auftrag. Ich habe die Informationen in Eigeninteresse gesammelt.", stellte sie leise fest und sah ihn aus den Augenwinkeln wieder an. Ohne weiter darauf einzugehen, schwang sie sich wieder aus dem Bett, ging auf den halbnackten Kerl zu, berührte sanft seine Schulter und umrundete ihn langsam. Hinter seinem Rücken angekommen massierte sie kurz ansatzweise seine Schultern, während sie über seinen Kopf hinweg las, was dort stand, denn es interessierte sie. Während ihr bewusst wurde, was es war, wurden ihre Bewegungen fahriger, bis sie auf seine Brust glitt und ihn locker von hinten umarmte. Ihre Lippen presste sie sanft in seine Haare, bevor sie ihre Wange an seinen Kopf lehnte, eine Hand tröstend in seinen Haaren vergrub und leise schnaubte. "Meinst du, das wird Okuri helfen?", fragte sie sanft, leise und versuchte so einfühlsam wie es ihr möglich war, zu klingen. Es tat ihr leid, die Sache mit seinem Sohn und hin und wieder merkte sie sogar, dass er unter der Situation litt, weil er nicht wusste, was er tun sollte, obwohl er Arzt war. "Du wirst ihm helfen können, irgendwann.", murmelte sie tröstend, auch wenn sie sich dabei nicht sicher sein konnte. Sie glaubte daran und vielleicht half das etwas, vielleicht war der Gedanke töricht, aber es half womöglich Jin, sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gab, die man nicht ändern oder beeinflussen konnte, so grausam sie auch waren.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeDi Jul 02, 2013 1:20 am

Jiyu warf einen Seitenblick zu Shika als sie mit einem veränderten Tonfall bemerkte, dass es Informationen waren die sie im Eigeninteresse sammelte. Nun eigentlich hatte sie nicht ganz Unrecht, aber vielleicht sah er es ein wenig wie einen Auftrag an. Sie ging jedoch nicht weiter darauf ein und ließ ihn damit nur dunkel erahnen, dass sie nicht wirklich darüber sprechen wollte. Auch wenn man es nicht sah, blieb jedoch die Sorge um die junge Frau an ihm haften. Denn er hasste es, dass sie diesen Weg alleine ging – gleichermaßen mochte sie aber auch nicht, dass er nie etwas sagte wenn er größere Aufträge verfolgte. Gerade nach seiner letzten blutigen Auseinandersetzung schien es doch ratsam zu sein zwischendurch Hilfe in Anspruch zu nehmen. Als Jin die Hände der Frau auf seinen Schultern spürte, atmete er leise durch, während er seinen Blick nicht von der Schriftrolle löste. Seine Muskeln entspannten sich etwas als ihre Hände über seine Schultern glitten. Dennoch bewirkten sie zumindest diesmal keinen größeren Schauer. Es wäre auch fatal wenn er jetzt schon wieder nach ihr dürstete. Jin spürte dennoch das ihm etwas wärmer wurde, als Shika ihn von hinten umarmte und ihre Lippen auf seine Haare drückte. Zumindest stahl sich kurz ein Lächeln über seinen Mund, obwohl er gerade recht konzentriert wirke. »Ich weiß es nicht. Möglicherweise – aber die meisten Techniken beschränken sich auf andere Organe oder Behandlungsmöglichkeiten.« Die Krankheit seine Sohnes schritt immer weiter voran und schien deutlich an dem Jungen zu zerren. Er selbst konnte nur wenig dagegen tun, außer bei seinen Besuchen zu versuchen seinen Gesundheitszustand zu stabilisieren. Es verlängerte eigentlich immer nur sein Leben und gab ihn für mehrere Stunden etwas Qualität zurück, aber mehr auch nicht.

Kopfschüttelnd warf er zunächst die Schriftrolle auf den Tisch und rieb sich mit beiden Händen über das Gesicht hinweg, bevor er seinen Kopf zurück an ihren Bauch lehnte. »Ich weiß es nicht, vermutlich wird es zu spät sein, soviel Zeit denke ich hat er nicht mehr«, meinte er kurz gepresst und legte eine Hand auf ihren Arm um dort drüber zu streifen. Er schien kurz nachzudenken und schüttelte seinen Kopf als ihm schon wieder bewusst wurde, dass er ihn verlieren konnte. Räuspernd stand Jin von seinem Stuhl auf und löste plötzlich ihre Arme von ihm, weil er befürchtete der Kontakt könnte bewirken, dass er sentimental wurde. Noch einmal glitt seine Hand über seinen Hinterkopf hinweg, während er sich kurz zur Truhe begab in der er noch einige verstaubte Kleidung drinnen wusste. »Ich hatte von ein paar Ruinen gehört, die nicht weit von hier aufgedeckt wurden. Der letzte Sandsturm scheint einiges verursacht zu haben… hast du Lust mitzukommen?«, fragte er und wollte genau wie sie eben von dem eigentlich bedrückenden Thema ablenken. Denn es würde sicher dazu führen, dass er ihm nachgab und seine Gefühle diesbezüglich zeigte. Stark zu sein und zu merken das man mit jedem Schritt weiter dem Ende zusteuert, schien an ihm zu zerren.

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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeDo Jul 11, 2013 9:09 pm

Noch während sie ihn umarmte, sah Maemi Jiyu von der Seite an, beobachtete das matte, völlig freudlose Lächeln, das seine Augen wohl selbst in hundert Jahren nicht erreicht hätte. Sie wusste zwar nicht, wie es war, wenn man so hilflos war, zumindest nicht in dieser Hinsicht, aber sie konnte sich denken, dass ihn das nicht kalt ließ. Immerhin war er kein gefühlsloser Mensch und die wenigen Male in denen sie ihn mit seinem Sohn gesehen hatte, hatten stets gewirkt, als hätten die beiden trotz der geringen gemeinsamen Zeit ein sehr inniges Verhältnis. Seine Worte, dass er nicht wusste, ob etwas davon helfen würde, waren in diesem Kontext nur umso trauriger. Dennoch schwieg sie, sagte dazu nichts weiter, einfach, weil es ihr an Worten mangelte, um ihm dafür wirklich Trost zu spenden. Er sprach meist eher nüchtern von den Behandlungen und er sagte auch nie wirklich, wie er sich dabei fühlte. Selbst jetzt, wenn er erklärte, dass die Zeit wohl zu knapp war, um den Jungen zu heilen, ihn am Leben zu erhalten und aufwachsen zu lassen, zu einem jungen Mann heranwachsen zu sehen, selbst dann klangt er seltsam nüchtern und gepresst. Ob der Weißhaarige mit Absicht nicht zuließ, dass etwas davon an die Oberfläche drang? Wollte er ihr nicht zeigen, dass er sich dabei schlecht fühlte oder war es etwas, womit er sie nicht belasten wollte? Letzteres klang wie ein hehres, aber unnötiges Ziel, Ersteres wäre deutlich beleidigend. Er wusste viel über sie und ihren Schmerz, auch wenn sie nicht darüber sprach. Er hatte sie erlebt, kurz, nachdem sie daraus freigekommen war und sich damals viel darüber anhören dürfen. Jetzt reichte es ihr einfach, sich davon abzulenken.

Die Berührung an ihrem Arm durch seine Hand ließ sie blinzeln, sich bewusst werden, dass sein Kopf an ihrem Bauch lag und ihren Blick dahinwenden. Der Iryônin schüttelte den Kopf, stand auf und löste ihre Berührungen, die sie ohnehin gerade lockern wollte, nachdrücklich von sich. Ihre Hände folgten verwirrt ihrem Blick, blieben auf ihrem Bauch liegen, wie um die Wärme zu halten, die sein Kopf eben an dieser Stelle ausgestrahlt hatte. Tief durchatmend hob sie den Blick, verfolgte, wie er nur im Badetuch bekleidet zu seiner Kleidertruhe ging und sich offenbar etwas zum Anziehen suchte. Dabei wirkte er plötzlich wieder völlig gefasst und es war ein wenig, wie ein Schlag ins Gesicht, denn er hielt ihr quasi einen Spiegel vor. Sie nahmen sich in diesem Punkt beide nichts. Eben hatte sie das Gespräch über ihre Vergangenheit abgewürgt, jetzt er das Gespräch über die seine. Was hatte sie auch erwartet? Und dabei war sie doch eigentlich hier in Sunagakure, um mit ihm oder Kana darüber zu reden und wenn sie die Möglichkeit hatte, kniff sie. Vielleicht lag es daran, dass sie den Gedanken an das eben erlebte Liebesspiel nicht betrauern wollte. Mit schwirrenden Gedanken ließ die junge Frau sich wieder auf das Bett fallen, rückte an die Wand und beobachtete Jiyu weiter, dessen Kehrseite sich brav in dem Badetuch abzeichnete, das sich um seine Hüfte wickelte. Zu schade, dass das gerade nicht Thema war.

Nachdenklich wog sie den Kopf zur Seite, schloss die Augen und dachte über sein Angebot nach. "Ich kann dich ja wohl kaum wieder so zurichten lassen. Aber du solltest deinen Arm noch etwas schonen, nicht?", fragte sie leise, die Augen noch immer geschlossen und drehte sich im Bett auf die Seite, um ihr Gesicht halb im Kissen zu vergraben. "Außerdem muss ich dann wenigstens nicht wieder monatelang..." Seufzend verstummte die Braunhaarige, schlug die Augen auf und starrte die Wand an. Sie war gerade versucht gewesen, eine Anspielung darauf zu machen, dass sie die Intimität die letzten zwei Monate vermisst hatte, in denen sie getrennte Wege gegangen waren. Aber das war keine gute Idee und klang viel zu sehr nach irgendwelchen Gefühlen, die ihm die Pistole auf die Brust setzen sollten. Das war alles nicht, was sie wollte. Abermals seufzend schüttelte sie leicht den Kopf, schlang die Arme um das Kissen und drehte sich in der gleichen Bewegung auf den Bauch, den Blick noch immer zur Wandseite gerichtet. "Sag mir einfach, wann du aufbrechen willst."
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeDo Jul 11, 2013 10:23 pm

Shika setzte sich wieder zurück auf das Bett, zumindest hatte es der Iryônin in seinem Augenwinkel beobachten können. Ob er gerade die Stimmung killte? Ein wenig verflog wohl das eben noch Innere Verhältnis zueinander. Seufzend zog sich Jin zunächst einmal sein T-Shirt wieder über und lauschte der Stimme von der jungen Frau. Dadurch, dass sie sehr leise sprach, musste er sich wirklich explizit auf ihre Stimme konzentrieren. Sie hatte nicht ganz unrecht damit, dass er eigentlich seinen Arm noch etwas schonen musste. Zumindest war er nicht unverwundbar und Dreck würde nicht sonderlich gut sein. Der Vorschlag jedoch etwas zu Unternehmen war wohl der eigene Fluchtversuch vor der Situationen über Dinge zu reden die ihn sentimental stimmten. Er wandte seinen Körper herum und beobachtete die abgewandte Seite der Hyuuga. Sie lag im Bett und kuschelte mit dem Kissen. Gerade wirkte sie nicht so als wollte sie sofort zum nächsten Abenteuer aufbrechen. Jin musste sich selbst eingestehen, dass er gleichermaßen eigentlich nicht wirklich Action brauchte. Dafür war sein Körper im Moment zu müde. Sei es wegen dem Sex oder wegen der Verletzung. Beides würde vermutlich eine Rolle spielen. Gemächlich schob er sich deswegen zu dem Bett und setzte sich langsam an die Seite der Frau. Er schwieg kurz, bedeutend. Normalerweise mochte er nicht die Stille aber ab und zu genoss er es einfach nichts zu sagen. Denn er sprach viele Worte.

»Du wirkst nicht so begeistert von der Idee… es wäre eigentlich nur ein Tagesausflug wert. Eine Ruine eben die der Sandsturm vor ein paar Tagen aufdeckte«, erklärte er ohne wirklich große Entdeckerlust in seine Stimme zu legen. Sein Blick glitt über die Schulter zu ihrem Rücken und musterte ihn kurz. Ob sie sich nicht gut fühlte? Jiyu drehte seinen Körper und beugte sich dann langsam über sie. »Was ist los? Bist du noch müde? Stimmt etwas nicht?«, fragte er in seiner typischen Sorge und legte langsam eine Hand auf ihrem Rücken, nur um sich kurz auf ihren Blutkreislauf zu konzentrieren. Sicher war sicher. Denn Maemi neigte wirklich sehr oft dazu sich irgendetwas einzufangen und genau das dann zu verbergen. Wer wusste ob sie nicht selbst schon Krank war oder Verletzt? Immerhin hatte er nicht nachgefragt wie es ihr ging. Seine Augen glitten also wieder über ihren Körper hinweg, der noch eben ziemlich heiß unter der Dusche an seinen gedrückt war. Tatsächlich musste er kurz wieder an das Thema von Verhütung denken und wanderte mit den Blick auf ihre Hüfte hinab. Er hatte eigentlich nicht explizit nachgefragt was sie meinte, dass er sich keine Sorgen machen musste. Möglicherweise nahm sie irgendetwas… oder sie war… der Gedanke war eigentlich nicht sonderlich schön. »Du musst auch nicht mitbekommen. Shika-Lein. Ich kann Dir Kurei hier lassen damit du nicht alleine bist.« Vielleicht wollte sie sich auch einfach nur ausruhen?
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeDo Jul 11, 2013 10:58 pm

Ein wenig müde und erschöpft ließ Maemi ihre Augen zufallen. Immerhin war sie selbst auch erst am Vorabend hier eingetroffen und leider Gottes brauchte ihr Körper schon immer länger, als der anderer, wenn sie sich regenerieren wollte. Deswegen hatte sie auch nur all zu oft das Gefühl, anderen damit zur Last zu fallen und das war der erste und größte Grund, Verletzungen - die ihrer Meinung nach auszuhalten waren, wie eben eine angeknackste Rippe - zu verheimlichen, solange es ging. Immerhin brauchte sie sich dann auch niemals vorhalten zu lassen, dass sie irgendjemanden aufhielt oder irgendeinen größer angelegten Auftrag. Tief durchatmend beruhigte sie ihren Puls langsam und fragte sich, ob sie einfach wegdösen sollte, damit Jiyu machen konnte, was er wollte, ohne sie sich ans Bein binden zu müssen - außer er wollte eben schlafen, dann musste er sie nunmal aus dem Bett schmeissen. Doch sie spürte, dass die Matratze sich neben ihr senkte, weil der Hellhaarige sich setzte und dennoch nichts sagte oder schwieg. Ihre Sinne richteten sich wie ein spielwütiger Hund sofort alle auf ihn aus, auch wenn sie ihre Augen geschlossen hielt. Aber sie nahm seinen Geruch war, seinen Atem und das Geräusch, wie das Bett leicht unter ihm nachgab, so leise es auch war. Außer ihnen war hier immerhin niemand und auch kein Geräusch, sodass die Stille stets den gesamten Raum ausfüllte. Anstatt dass er etwas sagte, spürte sie zuerst seine Nähe, wie ihr Herz einen Satz machte und eine wohltuende Entspannung sich in ihr breit machte. Er beugte sich über sie und da sie auf dem Bauch lag, war er ihr dadurch herzlich nahe.

Doch seine Frage ließ sie die Augen halb öffnen, nachdenken, was sie antworten sollte. Stimmte etwas nicht? Sie fragte sich immer noch, ob er sie mit seinem Schweigen schützen oder beleidigen wollte, aber das war kein Grund, irgendeinen großen Aufstand anzuzetteln. Die Hand auf ihrem Rücken zwang sie dazu, ihren Puls wieder zu beruhigen, damit er nicht spüren würde, wie stark sie bereits wieder auf seine Körpernähe reagierte. Andererseits war sie sich nicht sicher, ob er nicht erfahren genug war, auch das zu merken. Außerdem war es doch gleich, ob er es merkte, oder nicht. Es machte keinen Unterschied, denn er hatte zweimal gemerkt, dass sie seine Nähe mehr als nur genoss. Seufzend schüttelte sie also angedeutet den Kopf, sogut das eben in ihrer Stellung ging. "Ich bin ein wenig kaputt von gestern und... vorhin... ja... aber... Es ist nichts.", gab sie zu und ließ ihre Lippen zu einem schmalen Lächeln werden, um ihn zu beruhigen. Sie fühlte sich hier einfach zu wohl und zu geborgen, als dass sie all zu schnell wieder wegwollen würde. Andererseits wusste sie auch,d ass sie sich langweilen würde, sollte sie ewig hier liegen, denn sie war nicht der Typ fürs lange Ausruhen. Vielleicht war die Idee womöglich also doch garnicht so schlecht. Sie beide wussten, dass Sandstürme hier keine Seltenheit und unberechenbar waren. Schon morgen könnte die Ruine wieder zugedeckt werden von einer neuerlichen Naturgewalt und die Chance wäre vertan. Schweigend wandte sie sich unter ihm und seiner Berührung um, sodass seine Hand auf ihrem Unterbauch zum Liegen kam und sie seinen Blick noch erhaschen konnte, der an ihr hinabglitt. Was er wohl dachte? Sein Gesichtsausdruck war nicht eindeutig. "Was ist? Gefällt er dir schon nichtmehr?", scherzte sie grinsend, um die Stimmung ein wenig lockerer werden zu lassen, auch wenn es etwas hart wäre, würde er eiskalt mit ja antworten, ohne es wie einen Scherz zu verpacken. Nachdenklich wanderte ihre Hand in sein Gesicht, wo sie seine Nase antippte und Zeige- und Mittelfinger auf seine Stirn laufen ließ, bevor sie den gleichen Weg wieder nach unten zogen, hin zu seinen Lippen. "Ich sagte doch: Sag mir nur, wann du aufbrechen willst. Ich begleite dich, wohin du willst."
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeFr Jul 12, 2013 12:10 am

Wachsam beobachtete der Iryônin die Frau und konnte nur selbst dabei feststellen, dass es ihr offensichtlich gut ging. Abgesehen davon das er natürlich merkte wie schnell ihr Herz plötzlich schlug als er seine Hand auf ihren Rücken legte. Solche Reaktionen hatte er sonst nie wirklich beobachten können oder war er einfach nicht darauf eingegangen? Zumindest bemerkte er es in diesem Augenblick explizit und betrachtete sie deswegen noch einmal eingehend. Was wohl gerade in ihrem Kopf ablief? Jin biss sich auf die Lippe und lauschte ihrer Erklärung, dass es ihr gut ging sie jedoch müde war. Er konnte eigentlich das gleiche von sich behaupten. Denn immerhin hatte er gestern eine anstrengende Reise hinter sich gehabt in der ein Großteil seines Blutes verlor. Ob er im Laufe des Tages Probleme bekommen würde? Seine Gedanken brachen augenblicklich ab als seine Hand auf dem unteren Bauch von Shika plötzlich zum Liegen kam. Die Gestik erinnerte ihn plötzlich alten Zeiten. Damals war Hitomi Schwanger gewesen und er hatte prüfend immer wieder die Hand auf ihren Bauch gelegt nur um den Herzschlag seines Kindes zu spüren. Anmutig und zugleich etwas nachdenklich streifte Jin über den Bauch von Shika in der Überlegung ob sie jemals das Gefühl des Mutter da seins spüren würde. Dann wanderte sein Blick wieder hoch in ihr Gesicht, auch wenn er nicht direkt n ihre Augen sah. Wie immer eben.

»Erwecke ich den Anschein, dass es mir nicht gefällt? Ich glaube du solltest Dir keine Sorgen machen… bei so einem hübschen Hintern kann ich nicht lange wiederstehen«, erklärte er sanft und verharrte mit seinen Fingern auf ihrem Unterbauch wieder. Ebenso wie er berührte sie ihn stattdessen im Gesicht. Auch wenn er nicht ganz schlau aus dieser Gestik wurde. »Oh, ja du sagtest es tatsächlich, aber ich kenne dich. Du lässt gerne die harte Frau raus hängen… und solltest deinem Körper mehr Ruhe gönnen. Er braucht es.« Bei diesen Worten suchte er mit der Hand die Decke um sie führsorglich noch etwas zuzudecken, bevor er ihre Finger an seinen Lippen spürte und leise durchatmete. Es war eine sehr sanfte Berührung und sie behagte ihm. Dennoch wurde er manchmal wirklich nicht schlau aus ihnen beiden. Denn er selbst konnte nicht einordnen was all das bedeutete. Würde er wohlmöglich Shika zum Schluss hin verlieren, weil irgendetwas zwischen ihnen entstand und er es nicht erwidern konnte? Jiyu drückte seine Lippen kurz an ihre Fingerspitzen und lächelte etwas. Seine Hand bohrte sich langsam in ihre Haut an ihrem Unterbauch. Der Gedanke was sich unter den Muskelsträngen befand, zuckend, warm, ließ ihn wieder nach unten blicken. »Nimmst du irgendwelche Medikamente?«, fragte er dann aus dem Kontext gerissen und beobachtete seine eigne Hand. Sanft streifte er eine unsichtbare Linie entlang. »Bezüglich der Verhütung. Ich musste noch einmal daran denken.« Als Arzt wollte man wohl alles über seine Patienten wissen und irgendwie wollte sich der Gedanken nicht lösen, dass diese Mistkerle damals irgendetwas ihr angetan hatten.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeFr Jul 12, 2013 12:36 am

Maemi grinste schief, als Jiyu erklärte, dass ihm ihr Körper gefiel und sie sich darum keine Sorgen zu machen brauche, er könne ihrem Hintern sowieso nicht lange widerstehen. Leise lachte sie, ehrlich erfreut darüber, dass er das sagte, auch wenn es nur im Scherz zu Tage trat. Die Berührungen an ihrem Bauch ließen sie ihn ansehen und mustern, während er sie musterte, sie wieder ansah, inne hielt. Was er wohl dachte, wenn er sie dort berührte? Es war immerhin eine ziemlich eindeutige Stelle und sie kannte den Kerl mit seinem Hang dazu, sich alte Erinnerungen wieder wach zu rufen, sich selbst zu quälen. Auch wenn er das nicht sagte, konnte man es manchmal in seinen Augen erkennen, aber womöglich bildete sie sich das auch nur ein. "Du hast mich nur so abschätzig gemustert", gab sie also als Antwort auf die Frage, ob er den Eindruck machen würde, dass ihm ihr Körper nicht gefiele. Das tat er nicht wirklich, aber seine Blicke konnten wohl jeden verunsichern, auch wenn ihr das mittlerweile nicht mehr so ging. Seufzend verdrehte sie allerdings leicht die Augen, als er den belehrenden Doktor heraushängen ließ. "Blah, blah, blah. Du hörst dich an, als wäre ich schwer krank oder schwanger. Da keines von beidem der Fall ist, bin ich wohl besser dran als du, der gestern gefühlte 100 Liter Blut verloren hat", erklärte sie fest entschlossen, während in ihrer Stimme ein durchaus gespielt gereizter Trotz mitschwang. Sie ließ sich generell ungern sagen, dass sie mehr Ruhe brauchte, denn sie wusste, dass es so war, aber sie hasste diese Ruhe. Sie war einfach kein Mensch, der ewig herumgammeln konnte.

Nebenbei beobachtete sie, wie er sie halb zudeckte, dann seine Lippen, wie sie sich an ihre Finger drückten. Ihre Hand ließ sie wieder fallen, fuhr sich kurz in den Nacken, bevor sie sie neben ihren Kopf auf das Kissen fallen ließ und weiter zu Jiyu aufsah. Seine Hand zog ihre Aufmerksamkeit wieder auf sich, sie sie sich in ihre Haut drückte, sanft aber bestimmt, während sein Blick wieder nach unten glitt. Seufzend bildete sich eine leichte Falte zwischen ihren Brauen. Worüber machte er sich so still und heimlich viele Gedanken? Sie hatte ihm doch bereits versichert, dass er keine Vaterschaft fürchten musste, wenn er mit ihr schlief und beim letzten Mal hatte ihm diese Erklärung doch auch gereicht. Warum jetzt nicht? Seine Frage ließ sie leicht zusammenzucken, denn seine Stimme durchschnitt die Stille und ihre wirren Gedanken, sodass sie kurz verwirrt blinzelte. Medikamente? Ihre Augenbrauen hoppsten ein Stockwerk nach oben. Aber er erklärte sich. Und er fuhr mit seinen Streicheleinheiten der Haut auf ihrem Unterbauch fort. Auch wenn sie nicht wusste, was er damit bezwecken wollte, genoss sie es heimlich, still und leise. Ihre braunen Augen suchten den Kontakt zu seinen und sie fragte sich unwillkürlich, welches Interesse er daran hegte, an diesen Informationen. Sie kam sich ein wenig gekränkt vor, dass er unbedingt nachfragen musste, ihr nicht vertraute und es auf sich beruhen ließ. Fürchtete er sich so sehr davor? Doch die junge Frau ließ sich nichts anmerken.

Ihre Gesichtszüge glätteten sich langsam und ihre Stimme klang ruhig und ausgeglichen. "Warum willst du das wissen? Ich habe dir doch schon gesagt, dass du nichts zu befürchten hast." Ihre Stimme klang recht nüchtern, denn eigentlich hatte sie nie vorgehabt, darüber mit ihm zu sprechen. Es war nie eine Option gewesen, dass das überhaupt nötig war. Da würde sie ja noch eher Kana in dieser Richtung zu Rate ziehen. Tief durchatmend beruhigte die zierliche Person sich, schloss kurz die Augen, bevor sie wieder auf seine Hand sah, die sie noch immer berührte. "Ja, ich nehme Medikamente, falls dich das beruhigt", begann sie ruhig zu erklären, versuchte keinen Vorwurf in ihrer Stimme durchklingen zu lassen und schaffte das auch ganz passabel. "Trotzdem wäre es auch ohne sehr unwahrscheinlich, dass ich schwanger werde, du brauchst dir also keine Gedanken zu machen." Warum das so war, musste sie nicht erzählen solange er nicht fragte. Es würde ihn nur wieder wütend machen, er würde sie am Ende noch dazu zwingen, ihre Informationen preiszugeben und auf eigene Faust die Typen finden und abschlachten, die ihr alles angetan hatten, was sie erlebt hatte. Also schwieg sie sich aus, lächelte sanft und aufmunternd und sah ihn an.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeFr Jul 12, 2013 11:48 am

Ein leises Seufzen kam von Jiyu als er hörte wie Shika über seine Übervorsorge dachte. Nun eigentlich war es ja für ihn nichts Neues, aber irgendwer musste sich Sorgen um sie machen – oder? Der Iryônin machte sich eigentlich seit dem Tag an dem er sie gefunden hatte immer wieder Sorgen. Das konnte er nicht einfach abstellen, obwohl er es schon deutlich versuchte einzudämmen damit sie nicht regelrecht genervt von ihm war. Er hob die Hand zu einer abwinkenden Gestik und schüttelte kurz seinen Kopf. »Schon gut… ich frag schon gar nicht mehr nach«, meinte er lasch und beobachtete dann ihre weitere Reaktionen auf seine andere Fragen. Das Thema schien zumindest nicht das Beste zu sein. Dennoch hatte er es sich oft genug einfach gefragt. Denn er wusste welche Verletzungen sie damals davon trug. Dafür hatte er sie immerhin gründlich genug untersucht. Es schien jedoch richtig zu sein nach zu fragen, einfach weil es unhöflich wäre anderes zu behaupten. »Versteh mich nicht falsch, ich bin nicht beunruhigt«, sagte er und zog seine Hand von ihrem Bauch zurück. »Ich habe lediglich über deine Worte nachgedacht.« Und… sollte die Typen erst recht dafür aufs Korn nehmen. Jeden einzelnen, schoss es ihm im selben Moment durch den Kopf. Sein Blick glitt ziellos umher und blieb dann schlussendlich bei seinem vertrauten Geist hängen. Jener hatte neugierig den Kopf von oben hervor gestreckt und beide beobachtet. Ein stiller Zeitgenosse. Allgemein sprach er auch nicht viel – fast nie.

Kopfschüttelnd rieb sich Jiyu über die Stirn hinweg und drückte kurz noch den Arm von Shika, bevor er sich vom Bett erhob. »Ich werde auch danach nicht mehr nachfragen, es war wie gesagt keine Sorge«, erklärte er und trat gemächlich wieder in Richtung der großen Truhe in dem er nötige Kleidung finden würde. Dadurch das er eine sehr lange Zeit nicht in Suna war, würde sie wohl leicht verstaubt sein. Er zog zunächst Unterwäsche hervor und streifte das Handtuch von seinen Hüften um sie sich unbesorgt anzuziehen. Mit Nacktheit vor seinen Begleitungen hielt er sich zumindest nicht zurück. Dann griff er sich ebenso eine dunkle Hose und Stiefel. »Ich werde draußen noch kurz mit Apo reden. Du kannst dich in der Zeit in aller Ruhe anziehen. Dann können wir los«, meinte er noch und setzte sich eine Sonnenbrille auf die Nase. Seine Augen waren noch immer ziemlich schlecht und vor allem bei Helligkeit konnte er fast gar nichts sehen. Dementsprechend trug er in Suna meistens eine getönte Brille. Apo war der „Sprecher“ der Sandgeister. Wenn Jin nicht da war, schien er ebenso das Sagen hier zu haben. Sie planten meistens Aufträge oder kommunizierten über Einnahmen oder Lebensmittel die man möglicherweise brauchte. Als der Iryônin in Richtung Tür ging, sprang vom Schrank aus Kurai an seinen Rücken, kletterte etwas nach oben und blieb dann auf seiner Schulter sitzen. Auch der kleine schien gerne Abenteuer zu bestreiten. Obwohl Jin nicht unbedingt danach war.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeFr Jul 12, 2013 12:42 pm

Ein wenig unsicher schwieg Maemi. Sie hatte sich über seine Worte wohl zu viele Gedanken gemacht, denn seine Absicht schien irgendwie eine andere gewesen zu sein, als seine Sorgen darüber zu beruhigen, ob er womöglich Vater werden könnte. Nun, sollte sie tatsächlich jemals schwanger werden, dann zumindest nich jetzt und nicht von ihm. Nachdenklich musterte sie Jiyu, der seinen vertrauten Geist ansah, bei dessen Anblick sie sich wiedermal einen verzückten Laut wegen dessen Niedlichkeit verkneifen musste. Immerhin mochte der kleine Wicht es nicht besonders, wenn man ihn mit diversen Adjektiven titulierte, die zwar alle zutrafen, aber wohl offenbar nicht seinem Selbstbild entsprachen. Zweifelnd sah die junge Frau also zu, wie der Hellhaarige wieder aufstand und offenbar zu seinem Tripp aufbrechen wollte. Eigentlich wollte sie im Moment tatsächlich Ruhe, andererseits wollte sie sich nicht langweilen und schon garnicht zugeben, dass sie müde war. Also würde sie brav aufstehen, sich anziehen und mit ihm mitgehen. Bevor es soweit war, beobachtete sie aber lieber, wie er sein Handtuch fallen ließ und sich gemächlich und in aller Ruhe auszog. Wenn er gaffen drufte, durfte sie das ja wohl auch. Dennoch schloss sie kurz nocheinmal die Augen, gähnte verhalten, während sie ihren Kopf leicht im Kissen vergrub und sah den Iryônin dann wieder an, als sie seine Stimme hörte und wie er ihr erklärte, was sie tun sollte, solange er draußen mit Apo reden würde. Seufzend drückte sie sich von der Matratze in eine sitzende Position, während sie zusah, wie Jiyu das Haus verließ.

Kurze Zeit saß sie noch auf dem Bett, nachdem sie die Beine herausgeschwungen hatte, fuhr mit ihrer Hand über ihre mittlerweile verheilte Rippe und stieß leise die Luft aus den Lungen. Immerhin hätte sie heute etwas zu tun und sie beide vielleicht mal wieder ein Gesprächsthema, das weniger bedrückend oder persönlich war. Nicht, dass sie mit ihm nicht gern über persönliche Angelegenheiten sprach, aber es war für sie nicht üblich, sich den ganzen Tag damit in den Ohren zu liegen. Langsam kam die Braunhaarige auf die Beine, suchte nach ihrer Schriftrolle und zog sich ihre übliche Reisekleidung an. Die helle Hose, die helle Bluse, die braunen Stiefel und ihre Taschen. Man wusste in der verlassenen Wüste nie, was auf einen wartete und lieber war sie vorbereitet, als hinterher das Nachsehen zu haben. Ohnehin fühlte sie sich ohne ihre Ausrüstung eher nackt. So überprüfte sie alles stumm, sah an sich herunter und befand sich für fertig, bevor sie einige Zeit nach Jiyu die Tür öffnete und in die beginnende Hitze nach draußen trat. Es wurde Tag und es wurde heiß. Das war Sunagakure und das war die Wüste. Allerdings war das alles der zierlichen Frau tausend mal lieber, als jeder kalte Ort, an dem sie ständig erkältet wäre. Seufzend schloss sie die Tür hinter sich, hob eine Hand mit der Innenfläche nach oben und rief mit einem kurzen Chakraimpuls nach dem Katonchakra mit der großen Klappe. Calcifer brabbelte verschlafen vor sich hin, bevor er blinzelnd Maemi erkannte und stöhnend auf ihre Schulter kraxelte.

"Ich hoffe für dich, dass du etwas Spannendes auf Lager hast, Maemi", grummelte der Feuergeist, fläzte sich breit auf ihre Schulter und fackelte wie immer nichts an ihr an. Für Fremde war das immer wieder ein Schauspiel. "Jin will eine Ruine in der Wüste untersuchen, die vom letzten Sandsturm aufgedeckt wurde. Ich dachte, du könntest das spannend finden", stellte sie leise fest, während sie sich in Bewegung setzte. Die Beine der jungen Hyuuga trugen sie den Weg zurück, den sie letzte Nacht gelaufen war, als sie in der Ferne gesehen hatte, wie Jin das Haus betreten hatte. Lange brauchte sie nicht, um die beiden Männer zu finden, die sie suchte. Anmutig nickte sie Apo zu, während sie Abstand zu den beiden hielt, um ihr Gespräch nicht zu stören. Sie war nie der Typ dafür, sich große Gedanken zu machen, sie tat lieber, was man ihr sagte, wenn sie es musste oder handelte auf eigene Faust. Nicht, dass ihr die Anderen hier egal wären, aber sie war ohnehin weniger etabliert - oder fühlte sich zumindest so - als Kana und Jin. Was wohl eher daran lag, dass die beiden länger hier waren. "Das wir aber auch immer diesem Quacksalber folgen müssen", brummte Calcifer gähnend, sah ziemlich unzufrieden mit der Situation aus, was wohl seinem faulen Wesen entsprach. Seltsam, dass er trotzdem so ein energisches Energiebündel war. "He Kurpfuscher! Beeil dich mal!" Demonstrativ - ohne dem Feuer Schaden zufügen zu können - langte Maemi auf ihre Schulter, als wollte sie ihn verscheuchen. Frech wie er war, züngelte Calcifer kurz auf, sodass sie die Hitze zwar spürte, sich aber nicht wirklich verbrannte. "Du unmögliches Ding. Ich lasse dich gleich hier", nuschelte sie fluchend, was die kleine Flamme verstummen ließ. So faul er auch manchmal war, wollte er doch bei Maemi sein und Abenteuer erleben.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeFr Jul 12, 2013 1:31 pm

Der Iryônin stapfte gemächlich aus der Tür heraus und sah sich draußen kurz um. Die Hitze war bereits jetzt deutlich zu spüren und für ihn wirklich grausam. Er hasste sie über alles und dennoch kam er immer wieder zu diesem Ort zurück, obwohl man es ihm nicht ansah. Denn seine blasse Haut schien niemals wirklich dunkler zu werden als nötig. Schweigend stapfte er durch den Sand hindurch und suchte mit den Augen nach Apo. Ein Mann der völlig zum Kontrast zu Jin stand. Er hatte dunkle Haare, eine dunkle Haut und dunkle Augen. Trotzdem verstanden sich die zwei relativ gut, solange der Iryônin mit seinem Blut ihm nicht zu nahe kam. Denn entgegen aller Erwartung hatte der Ältere ein Problem mit der roten Flüssigkeit. Schon öfters war er bei Verletzungen wirklich sehr zimperlich gewesen. Als er den gesuchten fand, hob er kurz die Hand und winkte um auf sich aufmerksam zu machen. Dann trat er in seine Richtung und erreichte ihn wenige Augenblicke später.

»Jiyu«, begrüßte ihn Apo und war damit einer von wenigen die ihn wirklich so nannten. Es zeigte jedoch die Verbundenheit. Denn Fremde bekamen immer nur >Jin< als Namen zuhören. »Apo… ich habe eine Ruine entdeckt. Gestern Nacht. Sie muss von dem Sandsturm aufgedeckt worden sein. Sollte ich was finden… wird Kurei dich benachrichtigen. Möglicherweise brauchen wir dann Hilfe. Das Zeug könnt ihr dann zum Handeln benutzen.« Er machte eine lasche Handbewegung und griff dabei in seine Tasche um einen Bündel mit Geldscheinen hervor zu ziehen. »Das ist das was ich vom letzte Auftrag habe. Die Lebensmittel werden knapp – ihr solltet versuchen die Tage „einzukaufen“«, führte der Iryônin weiter fort und kratzte sich am Hinterkopf. Apo hob die Augenbraue und nahm langsam das Geld in die Hand um es relativ schnell wieder einzustecken.

Es war irgendwie merkwürdig, dass Jiyu zwischendurch etwas Geld von seinen Aufträgen abdrückte und sie damit unterstützte. Aber das lag wohl hauptsächlich an dem Dank den er damit ausdrückte und die Hilfe für die Menschen die er mochte. Immerhin gab es hier auch Kinder, die meisten waren Waisen und wurden einfach mit aufgesammelt. Die eine oder andere Familie schien es jedoch ebenso zu geben. Sie wurden zumindest deutlich immer mehr und mussten dementsprechend auch anfangen mehr Geld ran zu schaffen. Einige Männer nahmen ebenso Aufträge an und konnten Kämpfen. An guten Tagen trainierten sie zusammen, auch wenn die meisten gegen sein Bluterbe wenig ausrichten konnten. Jin öffnete gerade den Mund um etwas zu sagen, als er hinter sich eine durchaus bekannte Stimme hörte. Kurz warf er einen Blick über die Schulter und musterte das Feuer auf der Schulter von Shika. Glücklicherweise wurde er nie in größere Situation verwickelt in dem es um Feuer ging. Denn er selbst besaß einen unglaublichen Respekt vor größeres.

Seine Augen hefteten sich demnach zurück auf Apo, dem er kurz ein Lächeln schenkte. »Ich werde schon erwartet… wir reden später drüber«, sagte er und klopfte dem Mann auf die Schulter, bevor er sich der Hyuuga zuwandte. Auf seiner Schulter richtete sich Kurei etwas hoch und wartete bis Jin näher zu der Frau trat. Mit einem großen Satz sprang er von Jiyu auf die Schulter von Shika und schnupperte wie immer an dem Feuerchen rum. Vielleicht eine stille Begrüßung unter vertrauten Geistern. Stirnrunzelnd fischte er den Sugar Glider wieder von der Schulter von Maemi, bevor er sich Liebestollig in irgendeiner Tasche bei ihr bequem machte. »Komm Shika-Lein, bevor du mir noch einschläfst.« Er hatte durchaus vorhin mitbekommen, dass sie noch müde wirkte, sodass er sie ruhig damit necken konnte das sie noch immer etwas verschlafen wirkte.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeFr Jul 12, 2013 2:04 pm

"Na endlich, wurde ja auch Zeit, dass du dich mal herbequemst", verkündete Calcifer maulend auf der Schulter von Maemi, die mit verschränkten Armen darauf wartete, dass Jiyu zu ihr kam und vor ihr stehen blieb. Sie beobachtete mit wachen, rehbraunen Augen, wie Kurei von seiner Schulter absprang und mit einem Satz auf ihrer landete. Es war ein seltsames Gefühl, zwei Kuchiyose auf der Schulter zu tragen und kaum Gewicht zu spüren. Das Feuerchen musterte kurz den Nager argwöhnisch, bevor er wie immer bereitwillig Platz machte und mit seiner kleinen Hand winkte, bevor er das Köpfchen des Tiers tätschelte, das ihn beschnüffelte. "Schön dich zu sehen, Kumpel. Musst du etwa auch mit?", fragte Calcifer - ein wenig provokant an die beiden Menschen - während er Kurei weiter beobachtete. Maemi seufzte leise, lächelte aber sanft über die Art der beiden Kuchiyose und hob gerade die Hand, weil sie den Sugar Glider streicheln wollte. Gleichzeitig langte der Hellhaarige allerdings bereits wieder nach dem Tier, hob es von ihrer Schulter weg und sprach sie bereits wieder an. Kurz verzog sie das Gesicht, sah ihn entnervt an und musterte Kurei, den sie gern weiter mit sich getragen hätte. Selbst nach Jahren fand sie das Tier noch unheimlich niedlich und mochte es sehr. Doch offenbar war der Iryônin nicht so begeistert davon, dass er sich in ihre Tasche kuschelte, sondern wollte ihn bei sich haben. Tief durchatmend schüttelte die Braunhaarige also den Kopf. "Ich bin sicher nicht die Erst von uns beiden, die schlapp macht", stellte die Hyuuga zweideutiger fest, als sie es vielleicht beabsichtigte. Ohne eine Antwort abzuwarten, ging sie an ihrem Begleiter vorbei und durch den Sand, der das Laufen erschwerte, wenn man ständig einsank.

"Was hast du eigentlich in seinem Haus gemacht?" Calcifers Stimme an ihrem Ohr ließ die zierliche Frau kurz im Laufen zusammenzucken, denn sie war in Gedanken gewesen und hatte sich nicht darum gekümmert, was um sie herum geschah, während sie den Weg aus dem Lager der Gruppe herausging. Nur kurz blieb sie stehen, schwieg sich über die Frage aus, denn es ging ihr Kuchiyose nichts an und es war nichts dabei, dass sie sich um ihn gekümmert hatte, weil er verletzt und schwach gewesen war. "Was hat Apo gesagt? Und hast du schon eine Idee, was wir in den Ruinen finden?", fragte die Kunoichi, als Jiyu wieder aufgeholt hatte und sie neben ihm herging, in der noch immer aufgehenden Sonne und bereits jetzt die Hitze verfluchte, auch wenn sie ihr lieber war als jedes andere Klima. Vielleicht würden sie in den Ruinen ja ein schattigeres Plätzchen finden. Die Lippen schürzend wanderte sie weiter vor sich her, dachte zurück an die Frage und die Worte, die sie eben noch im Haus gewechselt hatten. Es tat ihr immer noch leid, dass sie ihn so falsch beurteilt hatte. "Vorhin... das... war so nicht gemeint, tut mir leid. Ich... rede darüber einfach nicht gerne und dachte, du weißt... naja... das... du weißt schon", murmelte die junge Frau nach einiger Zeit des Schweigens. Sie wollte ihn nicht beleidigen und ihm den Egoismus vorwerfen, wie sie es vorhin getan hatte, als sei er nur darauf bedacht, um Himmels willen kein Vater zu werden und damit Verpflichtungen oder andere Probleme zu bekommen.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeFr Jul 12, 2013 7:22 pm

Tonlos lachte Jiyu über die Aussage, dass Shika nicht die erste wäre die schlapp machen würde. Das klang fast schon nach einer Herausforderung! Der Iryônin musste jedoch still und heimlich zu geben, dass er nicht sicher war ob er bereits solche Trips verkraftete. Glücklicherweise würde er aber nicht verloren gehen, denn immerhin war die junge Frau an seiner Seite. Genau jener warf er kurz einen Blick zu und ließ dann seine Augen hinter der getönten Brille wieder umher laufen. »Nicht viel, eigentlich gar nichts. Er kam nicht dazu, aber sollten wir was finden, wird er uns helfen«, erklärte er mit ruhiger Stimme und ließ seinen Blick immer wieder umher schweifen. Bei Dunkelheit den Weg zu einem Ort zu finden war etwas leichter für ihn, weil er sich an den Sternen orientieren konnte. Jetzt wo die Sonne alles in ein helles weiß tauchte, konnte er nicht wirklich viel erkennen. Schweigend stapfte er also durch den Sand hindurch auf der Suche nach weiteren Anhaltspunkten als die Stimme der Hyuuga ihn kurz wieder in ihre Richtung blicken ließ. Sie entschuldigte sich für ihre Worte vorhin. Jin nahm es einer Person jedoch nicht lange übel und ließ seinen Blick deswegen wieder umher wandern. »Ich bin gerne Vater. Sowohl bei der Schwangerschaft von meiner Frau als auch jetzt noch freue ich mich darüber. Es hat eine spezielle Note, wenn man seinen eignen persönlichen Groupie hat der einen immer zu anhimmelt.« Ein kurzes Lächeln tauchte auf seinen Lippen auf, bevor er sich nach rechts wandte und eine Düne hoch stapfte.

»Ich hatte nach unserem letzten Mal darüber nachgedacht und wollte keine falschen Schlüsse diesbezüglich ziehen. Damals als ich dich fand, waren mir die Verletzung die du körperlich davon getragen hattest… nun… wir sollten aber vermutlich nicht darüber sprechen. Es ist ein schweres Thema und verdirbt einen nur den Spaß an Abenteuern«, erklärte er und warf einen grinsenden Blick über die Schulter. »Und was möchte man mehr als eine junge hübsche Frau an seiner Seite beim Erforschen von dunklen, heißen … Ruinen«, säuselte er zweideutig und blieb wenig später oben angekommen stehen. Tatsächlich war nicht weit von ihnen eine Ruine zu sehen. Ob es ein altes Gebäude war oder nur ein Haus wusste man nicht. Denn solche Gebilde tauchten hier immer mal wieder auf und verschwanden dann. »Ich hoffe es gibt ein paar Interessante Sachen zu finden – ich weiß es nicht. Einen großen Schatz finden wir heute sicher, ansonsten vergrab ich dich«, erklärte er und ging vor sich hin Lächelnd wieder die Düne nach unten.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeFr Jul 12, 2013 8:38 pm

Maemi nickte stumpf und beobachtete Jiyu dabei, wie er den Weg suchte, war sich nicht ganz hundertprozentig sicher, ob er wusste, wohin er wollte, aber andererseits machte der Kerl öfter den Eindruck, als hätte er keinen Plan, wohin er eigentlich wollte. Nachdenklich fuhr sie sich durch den Nacken und wartete darauf, dass er auf ihre Entschuldigung antwortete und war tatsächlich überrascht, was seine ersten Worte waren. Ein dummer Scherz, aber irgendwie... Ach sie wusste auch nicht, was sie dazu sagen sollte. Es klang beruhigend, dass er gern Vater war, aber es klang nicht danach, als wolle er es wiederholen. War aber auch unwichtig, immerhin würde sie nicht schwanger werden. Ohnehin wäre das eine viel zu große Belastung. Seufzend schob sie den Gedanken beiseite und lauschte weiter einen Worten, folgte ihm auf dem Weg die Düne nach oben und schwieg sich vorerst über das Thema aus. Er wollte es, gerade, als sie darüber nachdachte, ihm es einfach zu sagen, damit er Ruhe gab und sie das Thema nicht wieder anschneiden mussten. Sie erwiderte matt sein Grinsen. Das mit dem Spaß verderben hätte er sich ruhig früher einfallen lassen können, denn jetzt war es ohnehin zu spät. Sie würde sich in den Ruinen vielleicht konzentrieren können, aber Spaß war etwas anderes. Das Brabbeln auf ihrer Schulter nahm sie eigentlich garnicht wahr, so abwesend wie sie hinter Jiyu herging und neben ihm zum Stehen kam. "Eurem letzten Mal?! Bitte was? Wie lange war ich nochmal nicht dabei? Was habt ihr bitte getrieben? Hast du dich an meiner süßen Maemi vergriffen, Quacksalber?!", wetterte Calcifer ungehemmt, denn anders als sie beide hatte er davon nichts mitbekommen und war gern extrem eifersüchtig. Seine Feuerärmchen patschten in das Gesicht seiner Partnerin, um sie zu wecken.

"E u e r l e t z t e s M a l ? !", wiederholte er gedehnt. Die Braunhaarige blinzelte verwirrt, zog die Stirn in Falten und sah den Hellhaarigen missbilligend an. Er hätte sich denken können, dass ihr Kuchiyose einen Aufstand proben würde, wenn es davon erfuhr, nicht umsonst hatte sie es weniger direkt angesprochen, als er. "Vergiss, was du gehört hast, Calci", gab die Hyuuga leise zu bedenken und wollte das Feuer tätscheln. Statt das zuzulassen, flammte es brodelnd auf und stob mit seinen Glubschaugen den Iryônin an. In seinem beschränkten Verstand war wenn überhaupt nur der daran Schuld, wenn zwischen den beiden irgendetwas intimeres abgelaufen war. "Duuuuu... duuuuu... duuuuu... Wicht!", brabbelte er vor sich hin. "Du kannst jede haben, aber nicht meine kleine Maemi! Und dann noch diese billigen Anmachsprüche..." Schnaubend verleierte die junge Frau die Augen, verschränkte die Arme und ruckte kräftig mit ihrer Schulter, sodass Calcifer sich festhalten musste und in seiner Schimpftirade inne hielt. "Halt den Rand", wies sie ihn an, woraufhin das Feuer schlagartig verstummte und lediglich noch eine Geste machte, indem seine winzigen Finger zuerst auf seine Augen deuteten, dann auf den Iryônin und er mit seinem Mund ein stummes "Ich behalte dich im Auge!" formte.

"Lass uns später darüber reden und zuerst einen Schatz suchen. Ich habe keine Lust auf ein Sandbad", bemerkte die zierliche Frau kurz reserviert, aber mit einem wenigstens halbwegs belustigten Unterton, bevor sie sich in Bewegung setzte und sich im Stehen die steile Düne hinabgleiten ließ in den Schatten der Dünen, der den Weg zu der Ruine größtenteils umfing. Das Ding selbst lag allerdings in der prallen Sonne, unweit entfernt. Nach einem vergleichsweise kurzen Fußmarsch erreichten sie also eingefallene Mauern, die aus der Nähe weit größer wirkten, als aus der Ferne. Die Anlage schien größer zu sein, wenn man davor stand. Nachdenklich blieb sie davor stehen und sah Jiyu fragend an, immerhin hatte er hier das Sagen und den Plan.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeSo Jul 14, 2013 4:45 pm

Der vertraute Geist von Maemi war wie immer unverbesserlich. Er schien sich offensichtlich darüber aufzuregen, dass Jiyu eine Nacht mit der jungen Frau verbrachte. Vermutlich sprach die Hyuuga nicht darüber. Er konnte es ihr aber auch nicht verübeln. Denn immerhin plauschte man Bettgeschichten nicht einfach an eifersüchtige Leute weiter und selbst wenn es nur der eigene vertraute Geist war. In dem Augenblick wo er es jedoch aussprach, dachte er nicht wirklich darüber nach, dass er daraus so eine Show machte. Der Iryônin seufzte leise und setzte sich ebenfalls in Bewegung um Shika zur Ruine zu folgen. Solche Erkundungstouren hatte er gefühlte 100 Mal schon gemacht. Denn in einer großen Wüste gab es viel zu entdeckten – obwohl man es nicht glauben konnte. Auch Kurei schien inzwischen neugierig die Nase in die Luft zu strecken um sich immer wieder nach Besonderheiten umzusehen. Jin erreichte die Seite von Shika und ließ kurz seinen Blick gemächlich durch die Umgebung wandern. Irgendwie wirkte sie gerade etwas erwartungsvoll. Denn sie sah ihn fragend an. »Oh… ja… also… wir sollten uns umsehen. Ich habe ehrlich gesagt eine relativ kleine Vorstellung von der Ruine hier. Du solltest aufpassen… möglicherweise ist durch der Sand einiges Morsch.«

[~Time-Skip 1 hour~]
Jiyu hatte als erstes die Gemäuer der Ruine betreten und seinen Blick nachdenklich umher schweifen lassen. Man sah deutlich an den übrig gebliebenen Mauerstücken, wie der Sand sie feinsäuberlich abschliff. Offensichtlich handelte es sich hierbei tatsächlich um ein älteres Exemplar eines größeren Gebäudes. Ob möglicherweise unter dem restlichen Sand um ihnen herum weiteres zu entdecken war? Der Iryônin wusste es nicht, wodurch sie fast eine Stunde erst mal damit verbrachten sich umzusehen. Es stellte sich heraus, dass es eine ältere Kathedrale mal gewesen sein musste, zumindest war die Turmglocke etwas weiter entfernt im Sand ausfindig zu machen. Ein Sturm musste den gesamten Turm zum Einsturz gebracht haben. In kurzer Zeit hatten sie jedoch bereits eine Falltür gefunden, über dessen Schloss der Iryônin zunächst fast gestürzt wäre. Einfach weil es sich unter Sand verborgen hielt. Eine Morsche Leiter führte in das Innere hinein und zeigte tatsächlich einen steinernen Untergrund. Unterirdische Gebilde waren immer recht interessant, zumal man davon ausgehen konnte das möglicherweise auch einige Gänge hier endeten. Mit einem Handzeichen holte er sich die Aufmerksamkeit von der Hyuuga. Gerade als er die Holzleiter betrat und die ersten Stufen nach unten gehen wollte, bemerkte man wie brüchig sie war. Jiyu spürte das Beben der Leiter, das Zittern in den Verankerungen und verharrte. Alles passierte in diesem Augenblick unglaublich schnell. Er wollte nach oben, schaffte es aber gerade nur zwei Stufen weiter, bevor er abrutschte und Shika nach ihm greifen wollte. Als sein Gewicht sich mit auf sie verlagerte, brach aber auch das Holz bei ihr. Sie stürzten gemeinsam… nicht tief, aber es reichte das Jin kurzzeitig sein Bewusstsein verlor.

[Out: Ich hoffe der ist so okay]
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeSo Jul 14, 2013 8:35 pm

Eine Stunde verging eher schleppend, in der sie auskundschafteten, wie weitläufig die Ruine war, was es für eine Gebäude war und was man wohl so finden könnte. Die Glocke war gebrochen, sehr schade, wenn man bedachte, dass niemand mehr jemals ihren schönen Klang würde hören können. Nachdem sie also festgestellt hatten, was es gewesen war, setzte Maemi sich lustlos und etwas müde in den Schatten der Glocke, um Jiyu dabei zu beobachten, wie er die Mauern weiter erkundete. Auf ihrer Schulter brabbelte Calcifer noch immer vor sich her, obwohl er sich mittlerweile damit abgefunden hatte, dass niemand im eine klare Antwort gab. Daraus schloss er, dass er Recht hatte, machte eine Weile seinem Unmut Luft, kam aber letztendlich zu dem Schluss, dass Jiyu immer noch besser war, als Typen, die sie nur ausnutzten und dann verschwanden, denn den Hellhaarigen würde er aufspüren und umbringen können. Inwiefern diese Vision des Feuers realistisch war, sei mal dahingestellt, aber da die beiden offenbar stillschweigend darüber überein gekommen waren, nicht darüber zu reden, gab auch das Katonchakra es irgendwann auf. So brabbelte er seine Partnerin jetzt mit Informationen zu, was sie verpasst hatte, als sie die letzten zwei Monate ohne ihn verbracht hatte und er in Sungakure auf seinem Feuerplatz vor sich hin geschmort war, nur damit sich hin und wieder Kinder und Alte an ihm wärmten. Dann erzählte er gern Geschichten, denn die Sandgeister hörten ihm bereitwillig zu. Anders als Maemi und ihre Freunde, denn die waren irgendwann immer genervt.

Irgendwann sah die Braunhaarige endlich einen Wink ihres Begleiters, dass sie zu ihm kommen sollte und konnte darauf hoffen, dass er etwas Interessantes gefunden hatte. Misstrauisch beäugte sie die Falltür und später auch das Gewölbe, das sich darunter auftat. Ob es eine so gute Idee war, sich da hinunter zu begeben? Andererseits würden sie nie etwas finden, wenn sie es nicht taten und der Trip hierher wäre umsonst gewesen. Außerdem packte ihre Neugier sie doch irgendwie, die Abenteuerlust, die man von ihr viel eher gewohnt war, als Müdigkeit und Faulheit. Dennoch ließ sie Jiyu den Vortritt, im Zweifelsfall würde die Leiter, wenn er sie lädierte, unter ihr weniger wahrscheinlich nachgeben. Und das Ding schrie geradezu danach, dass man es halb zerstören musste, wenn man daran herunterkletterte. Lange warten tat die Hyuuga dennoch nicht, wollte die ersten Schritte machen, als sie spürte, dass etwas nicht stimme, ein ungesundes Knacken hörte und sich instinktiv nach unten wandte, um nach dem Iryônin zu greifen. Da sie bereits zum Abstieg umgewandt war, hatte sie kaum Halt an der Oberfläche, hörte Calcifer einen Schrei ersticken, der wohl vom Schreck herrührte und spürte, wie das Gewicht des Älteren sie nach unten zog. Der Absturz war tatsächlich nicht tief, oder kam es ihr nur so vor?

Irgendetwas federte ihre Aufprall, bevor ein heller Schmerz hinter ihren Augen explodierte, ihre Sicht verschwamm. Für Sekunden drückte sie sich leicht nach oben, blinzelte orientierungslos und bekam nur langsam einen klaren Blick direkt in die Dunkelheit. Hier war es stockfinster, abgesehen von dem Licht, das durch die Falltür nach unten drang. Irritiert richtete die junge Frau sich auf, setzte sich, unbewusst, dass sie direkt auf ihrem Partner gelandet war und jetzt auch saß, sah nach oben und beschirmte die Augen mit der Hand gegen die Sonne, um zu überprüfen, was mit der Leiter passiert war. Einzelne Fetzen des Holzes hingen noch an der Wand, aber den Weg nach oben würde sie nicht bereiten. Maemi blinzelte abermals verwirrt, als sie etwas feuchtes, armes an der Hand spürte, sie von ihrer Stirn nahm und die klebrige rote Flüssigkeit sah. Leise fluchte sie. Sie musste sich den Kopf angeschlagen haben. Erst mit diesem Gedanken dachte sie an Jin, sah sich um, wurde sich dessen bewusst, dass sie auf ihm saß und er sich nicht regte. Mit einem schnellen Satz, den sie wegen des aufkommenden Schwindels sofort bereute, hockte sie neben ihm und patschte ihm mit der sauberen Hand gegen die Wange. "Jiyu, wach auf, komm schon. Das war deine dämliche Idee, also lass mich jetzt nicht allein damit", forderte die Hyuuga energisch, auch wenn ihre Stimme dabei sanft klang, denn sie machte sich ehrlich Sorgen, war froh, dass er atmete.

In einer unweit entfernten Ecke knackte und knirschte es abermals, bevor es knisterte, als habe jemand ein Feuer entzündet. Der Raum wurde von einem warmen Licht plötzlich heller und Calcifer fraß die Energie des morschen Holzes, das in einer Ecke lag und auf dem er gelandet war, fröhlich in sich hinein. "Was für ne glorreiche Landung! Geht's euch gut, Maemi?", rief das Feuer herüber. Maemi sah zu ihm, sah wieder den Weißhaarigen an, neben dem sich ihre blutige Hand abstützte. "Ich weiß nicht, er ist bewusstlos", gab sie leiste zu, griff abermals nach seiner Wange und patschte sanft dagegen. "Meine Fresse, du hast dir aber auch den Kopf gestoßen!" Calcifer deutete mit seinem dünnen Ärmchen vage auf ihre Schläfe oder Stirnseite, so genau konnte man das nicht sagen, aber offenbar hatte sie dort irgendwas.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeMo Jul 15, 2013 12:13 am

Die Dunkelheit lichtete sich nicht gleich sofort, aber er schien auch nicht lange Bewusstlos gewesen zu sein. In dem Moment wo sein Geist in die Realität zurückkam, wusste er jedoch nicht ob die patschende Hand auf seiner Wange – die langsam wirklich penetrant wurde oder ob der pochende Schmerz in seinem Schädel Auslöser seines Erwachens war. Möglicherweise eine Kombination aus beider Begebenheiten. Zuerst nur sehr weit entfernt konnte er auch zwei verschiedene Stimmen ausmachen, die miteinander redeten. Eine davon erkannte er bald schon als die von Shika und die andere war das sprechende Feuer. Die Frau klang besorgt und er wollte zuerst gar nicht mitbekommen, dass sie es wegen ihm war. Mehrere Sekunden, wenn nicht sogar Minuten strichen dahin, bevor sein Gehirn ihm erlaubte wirklich die Umgebung besser wahrzunehmen. Er schaffte es sogar seine Augenlider zu öffnen, an denen Tonnenschwere Gewichte hängen mussten. Nachdem er jedoch ein oder zweimal blinzelte, schien es zu funktionieren. »Shika«, murmelte er kurz benommen und kniff dabei leicht die Augen wieder zusammen als das helle Licht von oben ihn blendete. Von hier aus konnte er deutlich die Falltür sehen und die nur noch in brüchig vorhandene Leiter. »Verdammt… was ist… .«

Er drehte seinen Kopf von einer Seite in die andere und erkannte dann endlich die Hyuuga an seiner Seite. Forschend musterte er ihr Gesicht und wurde sich plötzlich dessen bewusst, dass sie am Kopf blutete. Rot schlängelte es sich von ihrer Stirn über ihre Wange entlang. »Dein Kopf«, nuschelte der Iryônin und drückte sich mühselig in eine aufrechte Position. Sofort als er saß, wurde ihm Schwindelig und gleichermaßen mischte sich ein Übelkeitsgefühl dazu. Ebenso schmerzten einige andere Körperstellen ungemein. Jiyu fuhr sich zunächst über die Brust hinweg und verzog das Gesicht als er an einigen Stellen entlang glitt auf dem er deutlich Druck spürte. Dann tastete er über seinen Hinterkopf hinweg und konnte warmes Blut ausmachen. Wirklich brillant! Der Mann schloss kurz seine Augen und atmete leise durch die Nase durch, bevor er seine Augen zurück auf Shika heftete. Es fiel ihm irgendwie schwer sie direkt anzusehen, auch wenn sie ziemlich dicht neben ihm saß. »Hast du noch weitere Verletzungen oder Schmerzen?«, flüsterte er und hob seine Hand an um vorsichtig ein paar Haarsträhnen von ihrer Stirnseite weg zu schieben. Tatsächlich sah er dort Blut. Wo war sie aufgeschlagen?

Jin hatte Mühe sich wirklich auf das Geschehen zu Konzentrieren und rutschte mühselig etwas näher an die Hyuuga an um sich ihre Augen anzusehen. »Hast du Schwindel? Kopfschmerzen? Übelkeit? Siehst du etwas doppelt?«, fragte er und schien nicht einmal mitbekommen zu haben wo sie sich befanden. Derzeit war wohl seine Aufmerksamkeit direkt auf sie wieder gerichtet. Kurei hatte es etwas eleganter runter geschafft und hopste neugierig zwischen den Holzstücken herum. Er erklomm zunächst Shika und schnupperte an ihrem Ohr um festzustellen ob alles in Ordnung war – auch wenn das wirklich eine sehr stupide Kontrolle war, bevor er wuselig über ihre Schulter kraxelte und vorwurfsvoll seinen Blick Jin entgegen richtete. Dabei verschränkte er langsam die Arme vor der Brust und tappte mit dem kleinen Füßchen auf der Schulter der Frau rum. Natürlich bemerkte der Iryônin seinen Kuchiyosen Geist und rollte leicht mit den Augen. »Es hätte keiner Wissen können, dass die Leiter gleich nachgibt«, brummelte er leise vor sich hin und biss sich auf die Unterlippe. Es tat ihm Leid das Shika eine Verletzung davon getragen hatte – nur wegen ihm!


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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeMo Jul 15, 2013 6:41 pm

Minutenlang saß Maemi an der Seite ihres Begleiters, rief seinen Namen immer wieder, redete auf ihn ein und patschte ihm unaufhörlich gegen die Wange, um ihn endlich wach zu kriegen. Leider Gottes hatte sie ja kein kaltes Wasser hier, das sie ihm einfach über den Kopf kippen könnte, damit er die Augen aufschlug. Ihre Stimme wurde immer drängender, beinahe flehend, denn sie wusste nicht, was sie noch tun sollte, damit er wach wurde, spielte bereits mit dem Gedanken, ihn weicher zu betten und sich umzusehen, um einen Weg hier heraus zu finden und Hilfe zu holen. Glücklicherweise zitterten seine Augenlider unruhig, bevor sie gerade aufstehen wollte. Abwartend biss die junge Frau sich auf die Unterlippe, sah den Weißhaarigen an, wie er blinzelte und verwirrt schien, nicht ganz mitbekam, wo sie waren offenbar. Immerhin erkannte er sie aber, nannte ihren Namen, zumindest hoffte sie, dass er sie erkannt hatte und ihren Namen nicht lediglich im Traum murmelte. Er schien nämlich noch ziemlich orientierungslos, während er hin und hersah, bis er sie tatsächlich ansah, erkannte und offenbar erschrak, denn er faselte von ihrem Kopf und setzte sich viel zu schnell auf. Er schwankte kurz, woraufhin sie reflexartig nach seiner Schulter griff, um ihn nicht wieder umfallen zu lassen. Ziemlich genau beobachtete sie, wie er sich selbst befühlte und offenbar Schmerzen hatte. Nachdenklich runzelte sie die Stirn. Hoffentlich konnte er sich wenigstens behandeln, denn sie konnte das nicht.

Die junge Hyuuga war sich immer noch nicht sicher, ob er ganz bei sich war, denn er redete bisher nur zusammenhangsloses Zeug, bis er die Hand hob, sie fragte, ob sie Schmerzen habe und sie berührte. Ihn abwesend betrachtend schüttelte sie leicht den Kopf, gab dem Drang nach und schlang ihm kurz die Arme um den Hals, um sich an ihn zu drücken. "Jag mir nie wieder so einen Schrecken ein, alter Mann", überging sie seine Frage und gab ihn wieder frei, sah ihn misstrauisch an und auch ihre Hand, die sich eben an seinen Hinterkopf gestohlen hatte. Das war nicht ihr eigenes Blut. Besorgt sah sie wieder den Iryônin an, zog die Stirn leicht in Falten. Er musste sich den Kopf ziemlich hart angeschlagen haben. "Jiyu... Jiyu sieh mich an", forderte sie ihn auf, griff mit ihrer noch unbefleckten Hand nach seinem Kinn und musterte seine Augen. Er schien irgendwie wirklich nicht ganz bei sich zu sein. Ihre Aufmerksamkeit wurde allerdings von seinem Kuchiyose abgelenkt, das auf ihre Schulter kraxelte, sie beschnupperte und dann offenbar seinen Meister tadelte. "Hey Kurei, magst du es dir irgendwo bequem machen?", fragte sie leise, stupste das Tier kurz an und richtete ihre Aufmerksamkeit dann wieder dem Mann zu, der dicht vor ihr saß und bei weitem schwerer verletzt war als sie.

"Jiyu wir sind von der Leiter gefallen. Ich habe mir nur den Kopf angeschlagen, eine kleine Platzwunde, nichts, was nicht verheilen würde. Mir geht es gut. Aber du hast dir den Kopf aufgeschlagen, siehst du? Das ist nicht mein Blut", erklärte die Braunhaarige ruhig, griff nach seiner Hand und zeigte sie ihm, denn mit ihr hatte er sich selbst zuvor an den Hinterkopf gegriffen. "Hast du Schmerzen? Kann ich dir irgendwie helfen? Du solltest fit sein, wenn wir hier wieder rauswollen." Maemis Stimme klang ruhig und gelassen, auch wenn ein genauer Beobachter mitbekommen hätte, dass es einigermaßen gezwungen war. Er sollte sich nicht aufregen, sondern wieder wacher werden.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeMo Jul 15, 2013 8:47 pm

Etwas überrascht wurde der Iryônin von Shika umarmt, offensichtlich weil sie wirklich erleichtert war das es ihm relativ gut ging. Diese Erleichterung machte sie durch den Begriff >alter Mann< Luft, obwohl er gerade erst auf die 35 zuging. Er hob missmutig kurz die Augenbraue und blickte ihr einen Moment lang entgegen. Dann ließ er seinen Blick das erste Mal umherhuschen und betrachtete die Umgebung eingehend. In der Ecke loderte ein Feuer, wodurch er fast automatisch zusammenzuckte und die Stirn tief in Falten legte. Hier unten war Feuer? Erst sehr viel später wurde ihm bewusst, dass das der vertraute Geist von Shika sein musste. Genau jene sprach gerade seinen Namen aus und griff mit ihrer Hand an sein Kinn um ihn eingehend zu mustern. Automatisch wanderten dabei seine Pupillen leicht zu Seite, damit er ihr nicht in die Augen sehen musste. Dann ließ sie sich jedoch von Kurei ablenken, dem es offensichtlich gut ging und der es gar nicht so lustig fand von seinem Meister fast zerquetscht zu werden. Deswegen huschte er über die Schulter von Shika und suchte sich in einen ihrer Taschen einen sicheren Platz. Missmutig sah er dem Fremdgeher hinterher und hob dann seinen Blick wieder der jungen Frau entgegen. Sie erklärte ihm ziemlich sachlich die Situation. So sachlich das er langsam aber sicher auch Verstand was überhaupt gerade passiert war. Bei dem Wort Leiter hob Jin automatisch den Kopf und starrte nach oben. Sie musste wirklich alt gewesen sein.

Seine Aufmerksamkeit wurde jedoch erneut zurück auf die Frau gelenkt, die ihm sagte das es ihr gut ging und woher das Blut in seiner Hand kam. Es war sein eignes! Irritiert fuhr er sich noch einmal über den Kopf und spürte erneut die Wärme die von dort ausstrahlte. »Oh… das… es geht. Ich glaube … es ist nichts was ich nicht heilen kann«, flüsterte er und blickte sich dann erneut in dem größeren Raum um. »Wo sind wir hier? Das ist beeindruckend. Ich habe noch nie einen so großen gut erhaltenen Raum unterhalb von Sunagakure gesehen«, meinte er im Anflug von Abenteuerlust und versuchte sich etwas zu bewegen, aber selbst das wurde zu einem wirklichen Kraftakt. Seufzend lehnte stützte er sich kurz zurück und blickte sich um. »Willst du dir… den Raum schon einmal ansehen? Solange… wie ich mich darum kümmere das es aufhört zu bluten«, erklärte er und deutete auf seinen eignen Kopf. Er wusste nicht wie schnell und wie schwer seine Kopfverletzung war, aber er hoffte das er es schnell behandeln konnte.

Die Umgebung wurde von dem Feuer des vertrauten Geistes weiter erhellt. Eine Menge Sand hatte ihren Aufprall so gut es ging aufgefangen. Irgendwoher musste er rein gerieselt sein. Möglicherweise durch die Ritzen des Holzes. Weiter sah man jedoch auch einige Türen hinter Trümmern hervor blicken und … ja mehrere Särge standen dort – nicht weit von ihnen weg. Möglicherweise wurden dort „heilige“ beerdigt. Vielleicht fanden sie hier einige „Schätze“ oder wertvolle Gegenstände. Jin legte derweilen seine Hand auf den Hinterkopf und versuchte sich selbst darauf zu konzentrieren die Wunde einigermaßen zu verschließen. »Ich will mir nachher deine Kopfverletzung auch ansehen, Shika.«
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeMo Jul 15, 2013 11:16 pm

Maemi atmete erleichtert auf, als sie bemerkte, dass Jiyu offenbar zu verstehen begann, was geschehen war und dass er verletzt war. Zudem war es beruhigend, dass Kurei sich in ihre Hüfttasche verkroch und von dort aus die Welt erleben wollte, anstatt unruhig auf ihrer Schulter herum zu trippeln und sie damit nur noch nervöser zu machen, als sie es ohnehin schon war. Glücklicherweise kam sie etwas zur Ruhe, als der Iryônin verkündete, dass seine Wunde am Hinterkopf offenbar nicht so schlimm war, als dass er sie selbst nicht behandeln könnte und bereits wieder ablenken konnte. Nachdenklich folgte ihr Blick dem Seinen, nahm von dem Raum mehr auf, als wozu er wohl in der Lage war und wandte sich doch letztendlich wieder an ihn, denn ihre Sorge war noch immer präsent, auch wenn sie nicht mehr so arg nervös war. "Wir sind in dem Gewölbe unter der Kathedrale. Vielleicht Katakomben oder geheime Räume. Aber uns könnten hier jederzeit Tonnen von Sand auf den Kopf fallen, auch wenn die Decken stabil sind, also heil dich lieber, damit wir schnell wieder hier herauskommen", erklärte die Braunhaarige leise, sah ihm dabei in die Augen, um zu erkennen, ob er auch wahrnahm, was sie sagte. Natürlich wandte er seinen Blick wie immer leicht ab. Das war sein Markenzeichen. Er hatte sie noch nie... doch. Er hatte sie angesehen. Lautlos schluckte die Hyuuga den Kloß in ihrem Hals herunter und zwang sich, die Gedanken an nackte, sich aneinander reibende Körper beiseite zu schieben und an seinen Blick, der zitternd in ihrem lag. Dashier waren definitiv der falsche Zeitpunkt und der falsche Ort dafür.

Als sie seine Stimme hörte, blinzelte sie kurz irritiert. Sich umsehen? Unsicher nagte sie kurz an ihrer Unterlippe. Es war ihr nicht geheuer unter so viel Sand herum zu laufen, als wäre es nicht lebensgefährlich. Tief durchatmend gab sie dem aber nach. Sie mussten sich so oder so umsehen, wenn sie einen Weg hier heraus finden wollten. Die Leiter war ja leider passé. Also nickte sie lasch, sah ihn durchdringend an. "Wenn etwas ist, ruf mich sofort. Untersuch dich genau, ich habe gesehen, dass dir mehr wehtat, als nur dein Kopf. Und lass dir die nötige Zeit. Mir geht es gut und ich komme allein zurecht." Ihre Stimme duldete keinen Widerspruch und ohnehin drückte sie sich rasch auf die Beine, besiegte ohne zu Wanken den Schwindel durch pure Körperbeherrschung und machte sich auf den Weg zu Calcifer. Der bekam den Auftrag, das Holz zu nutzen, um sich zu vergrößern und den Raum besser auszuleuchten, den er mit Freuden erfüllte, indem er langsam begann, die Holzspaten in seinen Mund zu stopfen und genüsslich zu schmatzen. Es war immer wieder ein seltsames Geräusch. Währenddessen ging Maemi einige Ecken ab, sah sich genau um, kletterte anmutig über Trümmer, immer von einem leichten Schwindel begleitet, der auftrat, wenn sie sich zu schnell bewegte. Doch sie ließ sich nichts anmerken. Das würde schneller vergehen, als Jiyu gucken konnte, da war sie sich sicher.

"Du kannst dir nacher meinen Hintern ansehen, wenn wir hier raus sind", verkündete sie trotzig rufend, während sie über einige Trümmerteile stieg und sich an der Wand festhielt. Ihr Blick glitt umher, während sie nach etwas suchte, das ihnen hier heraus helfen konnte. Stattdessen fand sie aber etwas glitzerndes. Etwas großes Glitzerndes. Ein leiser Laut des Erstaunens entwich ihr, während sie das Gebilde betrachtete, doch der Laut hallte in den Räumen lauter, als gedacht. Vor ihr befand sich ein steinerner Altar voller Gravuren und besetzt mit feinen Edelsteinen, die ihn schillern ließen. Obendrauf stand eine kleine Statue, bei der sie sich nicht ganz sicher war, aus welchem Material sie bestand. Nachdenklich schürzte die junge Frau die Lippen. Wer ließ denn soetwas zurück?
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeDi Jul 16, 2013 8:30 pm

Shika hatte nicht ganz Unrecht, dass sie hier unten durchaus von Tonnen Sand begraben werden konnten. Auch wenn Jiyu glaubte das es nicht sofort passieren würde. Dummerweise dauerte die Heilung ziemlich lange, vielleicht weil sein Körper von gestern noch etwas gerädert war. Zumindest konnte er jedoch die Blutung mit seinem eignen Bluterben sofort stoppen und somit dafür sorgen, dass er nicht gleich einfach umkippte. Zunächst schlossen sich jedoch die Gefäße gemächlich, sodass lediglich am Hinterkopf eine Stelle übrig blieb die unangenehm drein sah. Abgesehen davon das er vermutete eine Gehirnerschütterung nicht wirklich behandeln zu können. Außerdem schien die Hyuuga derzeit nicht wirklich Widerspruch von ihm hören zu wollen, sodass er sich darauf beschränkte auch noch seine Brust zu untersuchen. Mit einem leisen Seufzen legte er sich gemächlich auf den Rücken und bettete seinen Kopf so vorsichtig wie möglich ab. Danach schien er eine Zeitlang gar nichts zu machen, auch wenn seine Hand fühlend über seine Brust ging, umhüllt vom grünen Heilchakra. Er stellte fest, dass eine seiner Rippen eine Fraktur erlitten hatte, ohne das er wirklich wusste wodurch. Denn immerhin landete er vorhin auf den Rücken.

Mehreren Minuten verstrichen und auch wenn er den Bruch nur zur Hälfte behandelte, zog er seine Finger zurück. Nachdenklich drehte er seinen Kopf und beobachtete dann eine Zeitlang Shika die zwischen den Trümmerteilen umher jumpte. Sie verkündete dabei das er nachher ihren Hintern ansehen durfte und brachte ein schelmisches Lächeln auf die Lippen. Behutsam richtete er sich in eine aufrechte Position und fuhr über seine schmerzenden Glieder hinweg. [color=white]»Gib es zu Shika-Lein. Der Ort ist romantisch… ein Feuer in der Ecke… und ein Ort bei dem nur wir zwei sind«,[/color ] erklärte er und rappelte sich langsam auf die Beine. Noch immer war er ziemlich zittrig auf den Füßen, vor allem sah sein Hinterkopf ziemlich schrecklich aus. Durch seine weißen Haare wirkte es etwas so als hätte er sie sich rot getönt. »Nur wir zwei… ganz… ganz… privat.« Natürlich musste er die Situation etwas sehr übertrieben darstellen. Denn in diesem Tonfall klang es tatsächlich etwas merkwürdig. Als hätten sie gerade das Paradies schlecht hin entdeckt. Jin ging ebenso wie Shika ein paar Schritte durch den Raum und blickte sich dabei um. Immer wieder wurde ihm etwa schummerig zu Mute ohne, dass er wirklich die Kontrolle darüber besaß.

Der Iryônin wandte seine Aufmerksamkeit auf die junge Frau herum als sie einen erstaunten Ton von sich gab. Gemächlich ging er in ihre Richtung und blieb dann langsam hinter ihr stehen. »Oh, das ist der Wahnsinn!«, stieß er hervor und runzelte die Stirn dabei. Ob es hier noch Leute gab die sich darum sorgten? Kurz huschte sein Blick umher auf der Suche nach Hinweisen dafür, dass hier ein Mensch war. Denn seien wir doch ehrlich… so etwas ließ man nicht einfach zurück? »Wir sollten es mitnehmen… auch wenn ich nicht sicher bin ob man es möglicherweise nicht vermisst. Dennoch… bin ich misstrauisch. So etwas lässt man nicht einfach zurück. Vielleicht sind in der Nähe doch Menschen die durch den Sand ihre Habseligkeiten versteckt haben.« Der Mann drehte seinen Kopf herum und musterte kurz die Steinern Gräber. Gemächlich ging er auch auf jene zu und blieb direkt daneben stehen. Mit den Fingern staubte er die Inschrift frei und las kurz was dort stand. Irgendein Heiliger war hier begraben und es nicht ganz unüblich das jene mit viel Schmuck vergraben wurden. Ob sie Grabraub begehen sollten? »Hm… das riecht etwas nach Plünderei – hast du ein Problem damit, Shika-Lein?« Möglicherweise gab es andere Grabräuber die das gleiche vor hatten… vielleicht wurden sie in diesem Augenblick schon beobachtet… nur um überfallen zu werden.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeMi Jul 24, 2013 2:05 pm

"Ein Feuer in der Ecke das dir ganz schnell den nackten Hintern verbrennt, wenn du Maemi zu nahe kommst!", wetterte Calcifer aus seiner Ecke und fraß weiter fröhlich Stücke des Holzes in sich hinein, auf dem er saß. So wurde das Gewölbe zumindest ein wenig heller und es für seine Partnerin einfacher, alles zu durchsuchen. "Ich wäre mir nicht so sicher, dass wir hier allein sind. Und dass Kana nirgendwo lauert.", gab diese statt darauf einzugehen ruhig zurück. Sie wollte ehrlichgesagt lieber garnicht wissen, was die Ältere davon halten würde, sollte sie etwas bemerken, aber das war ohnehin nicht wichtig. Denn sie würde es nicht bemerken. Ganz sicher nicht. Seufzend betrachtete die junge Frau während sie inne hielt kurz Jiyu, der offenbar nicht ganz geheilt war und dessen Hinterkopf noch immer rot gefärbt war von der Platzwunde, die er geheilt hatte. Sie machte sich unwillkürlich Sorgen, ob es ihm gut genug ging und sie nicht lieber sofort wieder hier heraus sollten. Kein Schatz konnte ein Menschenleben aufwiegen, schon garnicht seines und das meinte sie nicht im romantischen Sinne. Jiyu war wichtig für alle die hier noch lebten und für weit mehr Menschen, als nur sie selbst. Dennoch musste sie sich von dem Gedanken losreißen, weitergehen und fand, was sie finden musste. Dank Calcifers Größe schillerte der Altar vor sich her, als wolle er sie beide anlocken und wie gerufen kam eben auch der Hellhaarige zu ihr, blieb hinter ihr stehen und sah sich bewundernd das an, was sie gefunden hatte.

Zuerst wollte die Braunhaarige ihm den Kopf waschen, sah aber davon ab, als er bemerkte, dass er doch tatsächlich misstrauisch sei. Na wenigstens einmal war er vernünftig. Einmal in seinem gesamten Leben vermutlich. Nachdenklich schürzte sie die Lippen. Sollten sie es mitnehmen? Es war ihr noch immer nicht geheuer, so sehr sie Abenteuer und das Risiko auch schätzte, wenn es um Leben und Gesundheit ging, dann... konnte sie einfach nur ihr eigenes aufs Spiel setzen und nicht das eines anderen. Seufzend ging sie zu dem Altar, ging drumherum und untersuchte ihn genauer, suchte nach Fallen oder versteckten Mechanismen, aber sie konnte nichts ausmachen. Eine Weile rang sie mit sich selbst, während die Aufmerksamkeit ihres Begleiters bereits von dannen zog und er sich von ihr abwandte. Unsicher nagte sie an ihrer Unterlippe, hob die Hand und griff nach der kleinen Statue, vielleicht zwanzig Zentimeter groß, die aussah, als sei sie aus einem wertvollen Material gefertigt. Sie zeigte eine Frau. Kurz bevor ihre Haut das kühle Material berühren konnte, zuckte sie energisch zusammen, als sie die Stimme des Mannes hörte. Ihre braunen Augen zuckten zu ihm, während ihre Hand in der Luft verharrte. "Jiyu wir sind keine Grabschänder.", gab sie kühl zurück. Jedenfalls hatte sie sich noch nie damit definiert. Sie störte ungern die Ruhe der Toten, denn auch wenn sie nicht abergläubisch war, war sie sich sicher, dass das nie etwas Gutes bringen konnte.

Wieder zu sich selbst findend, heftete ihr Blick sich wieder auf die kleine Statue und sie griff danach, behielt ihre Hand einige Sekunden in erwartungsvoller Stille auf dem Gegenstand, doch es passierte nichts. Maemi stieß die Luft aus ihren Lungen, die sie unwillkürlich und ohne ihr eigenes Wissen angehalten hatte, um sich etwas zu entspannen. Warum sollten sie nicht einmal Glück haben und wirklich eine verlassene Ruine vorfinden, die von niemandem geplündert wurde? Tief durchatmend besah sie sich das Schmuckstück näher, wollte gerade ihre Tasche von ihrer Schulter gleiten lassen, um es einzupacken, als die Figur mit einem hellen Klang zu Boden fiel. Der Kopf der Hyuuga wurde nach hinten gerissen, ihr Körper unsanft an den einer größeren, kräftigeren Person gepresst und sie spürte augenblicklich das kühle Metall an ihrer Kehle. Wäre ja auch zu schön gewesen, wären sie allein hier unten. "Jin, hinter dir!", gab Calcifer von sich, da seine Partnerin ja nicht sprechen konnte und nur er noch vor der zweiten vermummten Gestalt warnen konnte, die gerade zum Hechtsprung auf den Iryônin ansetzte und von der Statur her eher weiblich wirkte.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeMi Jul 24, 2013 4:23 pm

Der Iryônin warf einen Blick von den Gräbern zurück zu Shika die ihm sagte, dass sie keine Grabschänder waren. Nun gut sie hatte irgendwo wirklich recht damit, aber ihre derzeitigen Einkünfte durch die Aufträge war wirklich niedrig. Sie hatten einige Erfolge zu verzeichnen – jedoch fehlte es Jin immer wieder an Geld. Das lag unteranderem daran dass er viel zu oft einen größeren Teil seiner Ryo an die Sandgeister abgab damit sie die Waisenkinder, die sie zwischendurch bei größeren Touren einsammelten, versorgen konnten. Er seufzte leise und tastete vorsichtig über seinen Hinterkopf um noch einmal seine Verletzung zu überprüfen die heiß pochte. Ihm war immer noch etwas Schwindelig wenn nicht sogar leicht schlecht. Offensichtlich eine kleinere Gehirnerschütterung? Jin konnte es nicht sagen, war sich aber sicher, dass es durchaus ein Problem sein konnte oder wurde. Der Iryônin warf noch einmal einen prüfenden Blick seiner Begleiterin zu und musterte ihre Bewegungen eingehend. Ob es ihrem Kopf noch immer gut ging? Nachdenklich drehte er seine Augen nach oben zu der Luke die einige Meter über ihnen hing. Der Sturz war auf jeden Fall nicht ohne gewesen und vermutlich konnten sie sich glücklich schätzen, dass sie sich nichts weiter gebrochen hatten. Nun gut… seine Brust fühlte sich merkwürdig an, aber um das Problem würde er sich später kümmern.

Gerade als Jiyu sich wieder dem Grab zuwenden wollte, hörte er hinter sich ein helles Geräusch. Etwas musste zu Boden gefallen sein. Der Iryônin ließ seinen Blick zu Seite zucken auf der Suche nachdem Auslöser des Klanges, konnte aber in derselben Bewegung nur wenig sehen. Calcifer rief ihm in dem selben Augenblick etwas zu, sodass er seine Augen weitete und mit flinken Fingern an seinen Gürtel griff. Er erhaschte mehrere Senbon und wandte sich der Person zu die auf ihn zusprang und fast unmittelbar vor ihm war. Viel zu Dicht! Warum hatte er sie nicht mitbekommen? Der Iryônin war sonst nie sonderlich nachlässig gewesen! Mit einem leisen Schnauben schleuderte er die ersten zwei Senbon dem Gegner zu um den Angriff möglicherweise abzulenken. Er zielte dabei vor allem auf die Halsseiten ab um mögliche Nervenstränge zu treffen die zur Lähmung führten. Etwas unbeholfen aufgrund seiner eignen Verletzung sprang er noch ein kleinwenig weiter zurück. »Haltet ein! Wir sind nicht auf… «, stieß er hervor, kam jedoch nicht sonderlich weit weil der Feind nachsetzte und ihn damit sehr knapp verfehlte. Erneut beschränkte er sich aufs Ausweichen von Attacken. In der Tasche von Shika raschelte es derweilen, offensichtlich war Kurei erwacht und bekam mit was um sie herum passierte. Der Typ der Shika festhielt raunte ihr derweilen leise zu, dass sie sich nicht wehren sollte weil er ihr sonst persönlich die Kehle durchschnitt. In der Zeit krabbelte Kurei hervor, erklomm den Körper der Hyuuga und versuchte in die Hand des Mannes zu beißen die das Messer umschlossen hielt.

Jin musste erneut einen Schritt zurück springen und drückte die eine Spitze der Senbon in seinen rechten Arm hinein. Er riss die Naht auf die Shika gestern fabrizierte und öffnete somit die eigentlich frische Wunde. Für größere Angriffe würde es wohl nicht reichen, aber immerhin brauchte er das nicht. Warmes Blut floss an seinem Unterarm entlang, bevor er die ersten kleinen Nadeln auf seinen Gegner schoss um ihn zu treffen. Gerade aber schon so ein einfaches Jutsu schien ihm Kraft zu kochen.

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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeMi Jul 24, 2013 5:01 pm

Maemi wurde augenblicklich stocksteif, als sie den anderen Körper hinter ihrem spürte und das Messer an ihrer Kehle, das ihrem Geschmack nach einen deut zu fest in ihre Haut gedrückt wurde. Dennoch verletzte der Kerl sie nicht, raunte ihr mit seiner tiefen Stimme ins Ohr, dass sie sich besser nicht wehren sollte, weil er ihr sonst die Kehle aufschlitzen würde. Wie um dem Nachdruck zu verleihen, drückte er sein Messer ein wenig fester in ihre Haut, sodass ein schmales Rinnsal aus Blut seinen Weg ihre äußerst helle Haut hinab fand. Die Braunhaarige traute sich kaum, zu schlucken, während sie beobachtete, wie die Frau auf Jiyu losging und er lediglich auswich und versuchte, mit den Beiden zu reden, die sie nun angriffen. Leider war sein Versuch weniger von Erfolg gekrönt und es machte die junge Frau wahnsinnig, dass sie nicht besser aufgepasst hatte, aber es brachte nichts, sich jetzt den Kopf darüber zu zerbrechen. Zum Glück hatte sich Kurei in ihrer Tasche verkrochen und mitbekommen, was los war. Als sie das zarte Gewicht spürte, wollte sie das Tier bereits am liebsten küssen, erst recht aber, als ihr eigener Angreifer das Messer fallen ließ. Reflexartig griff sie an die vor ihrem Körper überkreuzten Arme des Mannes, warf ihn mit kräftigem Schwung über die eigene Schulter und so direkt auf seine Freundin zu, die gerade von Jiyu attackiert wurde. Erleichtert stellte sie danach rasch fest, dass Kurei sich ganz eigenständig in Sicherheit gebracht hatte und versuchte, den Schwindel der sich augenblicklich ausgebreitet hatte zu ignorieren.

Ihre Augen entfärbten sich augenblicklich, als sie gesehen hatte, dass der Iryônin sich die Wunde wieder aufriss, die sie am Vortag genäht hatte. Er war im Moment schwächer als sie und wenn einer von ihnen beiden wirklich würde kämpfen können, dann sie. Rasch glitt ihr Blick wieder zu den beiden Angreifern, die sich überraschend schnell zurück auf die Beine kämpfte, auch wenn die Frau angeschlagen schien. Sie war offenbar von Jiyus Jutsu getroffen und unter ihrem Partner begraben worden. Während sie also überlegte, was sie tun sollte, überbrückte Maemi den Abstand zu ihrem Begleiter und stellte sich zwischen ihn und den Kerl, der bereits wieder zum Angriff ansetzte. Weiß Gott, woher er so viele Messer hatte, dass er bereits wieder zwei in den Händen hatte. Ohne lange zu überlegen, konzentrierte die Hyuuga das Chakra in ihren Händen, ließ es über ihre Tenketsu austreten und die Form eines Löwenkopfes annehmen. Gleich darauf machte sie sich daran, den Angriff des Typen abzuwehren, ihm auszuweichen und in einem Schlagabtausch, der eher einem Tanz ähnlich sah, immer wieder seinen Messern auszuweichen. Dank ihres Byakugan konnte sie immer wieder einen Chakrapunkt blockieren, auch wenn sie dabei wesentlich langsamer war, als hätte der Typ keine Messer. Dennoch wurden seine Schritte taumeliger und seine Arme zielloser.

Auch seine Partnerin hatte sich derweil wieder aufgerafft, zückte drei Wurfmesser und schickte sie dem Tsuki entgegen, zielte dabei eher auf Hals und Torso, als auf seine unteren Extremitäten. Währenddessen kam ein dritter Fremder in den Raum, woher genau konnten wohl nur die Angreifer sagen, vermummt wie die beiden anderen, aber eindeutig älter. Er musterte kurz die Szenerie, die sich bot und formte Fingerzeichen, um Maemi, die ihm gerade den Rücken zuwandt, mit einem Fuutonjutsu anzugreifen.

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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeSa Jul 27, 2013 1:24 am

Der Kampf war für den Iryônin nicht unbedingt auf die leichte Schulter zu nehmen. Möglicherweise weil die letzte Verletzung nicht sehr weit zurücklag. Wer konnte jedoch auch wissen, dass hier unten weitere Plünderer waren? Immerhin traf man in der Wüste nicht oft solche Menschen, obwohl Jiyu bereits vermutet hatte nach einem Sandsturm auf solche Gestalten zu stoßen. Er konnte sich jedoch nicht weiter den Kopf darüber zerbrechen, wer die Personen waren gegen die sie kämpften. Denn genau jene zückte drei Wurfmesser. Jiyu hatte auf der Entfernung einige Schwierigkeiten die Umrisse der Person genau zu erkennen. Seine typische Schwäche machte sich hierbei bemerkbar. Außerdem erkannte er gerade eine weitere Person, die von hinten Shika angreifen wollte. Seine Augen weiteten sich leicht. »Shika! Dritter Mann hinter dir!«, brüllte er in ihre Richtung und versuchte den Angriffen der Wurfmesser unbeholfen auszuweichen. Mindestens eine der Klingen bohrte sich in seine Schulter hinein und blieb dort stecken. Mit einem taumelnden Schritt zu Seite und einem dumpfen Keuchen wich er wieder zurück. Ein stechender Schmerz breitete sich augenblicklich an der Stelle aus und schränkte ihn in seinen Bewegungen stark ein. Dennoch hatte der Mann bereits viele Schmerzen ertragen müssen und riss sich unsanft die Klinge wieder aus dem Fleisch raus. Eine merkwürdige Miene zeigte sich in diesem Augenblick auf seinem Gesicht. Ein schiefes Lächeln, das von Finsterkeit überschattet wurde.

Dann griff er nach dem Messer und lief direkt auf die Frau zu. Diesmal schien er auf vollen Konfrontationskurs zu gehen ohne auf Schaden zu achten. Denn es war normalerweise eine Tatsache, dass der Iryônin im Nahkampf relativ wenig Schaden machte. Hier ging es jedoch nicht darum wirklich große Verletzungen der Frau zuzufügen. Dementsprechend bewegte er sich auf sie zu um stumpf mit dem Messer nach ihr zu rammen. Tatsächlich bekam er es auch hin, musste dafür jedoch selbst eine weitere Verletzung einsacken. Ein weiterer Schmerz flammte in seiner Seite auf, ließ ihn jedoch nur etwas Lächeln. Seine Hand umschloss ihr Handgelenk fest und würde es nicht so leicht wieder los lassen, bevor er seine Augen schloss. In dem Moment trat aus der Wunde der Frau mehr Blut hervor als davor. Es schlich sich über seine Finger hinweg und schien sich an seinen Unterarm zu sammeln. Der Iryônin presste die Lippen fest zusammen und atmete inzwischen nur noch abgehackt ein. Dennoch spürte er wie er der Frau weiter Blut entzog. Seine Aufmerksamkeit war dementsprechend zu sehr auf den einen Feind fixiert, als das er seine Aufmerksamkeit auf die dritte Person wenden konnte. Denn genau jene würde ihm selbst zu Verhängnis werden.


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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 7 Icon_minitimeSo Jul 28, 2013 6:30 pm

Maemi war immer noch damit beschäftigt, den Messern des Kerls trotz Schwindel auszuweichen, denn auch wenn er taumeliger wurde und weniger Kontrolle über seinen Körper hatte, so erging es ihr langsam gleich, einfach weil sie sich den Kopf angeschlagen hatte. Hier und da bekam sie also eine oberflächliche Schnittwunde ab, allerdings nichts, was nicht heilen würde, auch wenn es bei ihr eben länger dauerte. Dennoch brachte sie den Kerl irgendwann dazu, dass er nicht aufpasste, kam hinter ihn und schaffte es, ihn mit einem gezielten Tritt in die Kniekehlen auf eben jene Knie zu schicken. Aus Reflex auf Jiyus Warnung drehte die Braunhaarige den Kopf, sah den Mann und wie er sein Chakra formte und in Form zweier Klingen auf sie zuschickte. Glücklicherweise schnell genug wich sie aus, sodass sie den Typen verletzten, gegen den sie eben gekämpft hatte. Der Trug nun ein einwandfreies X in Form zweier Schnitte auf dem Rücken. Zunächst bekam die Hyuuga aber kaum etwas weiter mit, denn der Typ raffte sich trotz Verletzung wieder auf und mit zwei von ihnen an der Backe, hatte sie einfach keine Augen für ihren Begleiter, der sich in den Nahkampf stürzte, nur um sich verletzen zu lassen. Nur am Rande konnte sie sehen, dass die beiden voreinander standen und keiner sich bewegte, die Frau recht rasch erschlaffte. Wenn sie wetten müsste, hätte sie auf sein ekelhaftes Blutjutsu getippt. Es war erschreckend, dass er für so wenig Chakra jemanden augenblicklich um sein Leben erleichtern konnte.

Der kurze Moment der Unachtsamkeit reichte, dass beide Männer vor ihr standen und die junge Frau kaum noch Zeit zum reagieren hatte, aber instinktiv recht schnell in ihr Taijutsu verfiel, die körperlichen Angriffe in atemberaubender Geschwindigkeit durch ihre rotierenden Bewegungen und ihr freigegebenes Chakra abwehren konnte, ohne sich selbst zu verletzen. Die beiden Angreifer taumelten zurück, der dritte war schlau genug, sich zurück zu ziehen an eine höher gelegene Stelle, bevor die Chakradruckwelle des Jutsus am Ende durch den Raum jagte. Der Kerl, der Maemi mit einem Messer angegriffen hatte, flog in einige Trümmer, durchschlug die ersten und gab ein ungesundes Knacken aus der Rückengegend von sich, bevor er gurgelnd in sich zusammen fiel. Maemi blickte nur kurz zu Jiyu, dessen Gegnerin bereits lange zusammengesackt war, bevor sie den Dritten wieder fixierte, der überraschenderweise seine Kunai wegwarf und das Tuch von seiner Nase zog, die Kapuze vom Kopf. "Ich lege mich nicht mit einer hübschen Hyuuga an. Wusste nicht, dass ihr es seid. Verfolge die beiden schon ein paar Tage. Danke, dass ihr meine Arbeit erledigt habt.", gab eine tiefe, ihr bekannte Stimme von sich und sehr langsam ließ der ältere Mann sich vom Deckenbalken wieder zu Boden gleiten. Die Löwenköpfe aus Chakra um Maemis Hände verschwanden wieder, ihre Augen nahmen den natürlichen Braunton an und die Adern an ihren Schläfen traten wieder zurück. Ihr Körper enspannte sich für Sekunden, bevor sie sich zu Jiyu umwandte.

Rasch war die junge Frau bei dem Hellhaarigen, griff nach seinen Wangen und inspizierte ihn kurz, bevor sie bereits das Messer in seiner Seite entdeckte. "Kan er braucht Hilfe. Er war gestern schon schwer verletzt.", gab Maemi leise von sich und wandte ihren Blick in die Augen des jüngeren Iryônin. Der dunkelhaarige Mann mit dem Gesicht, dessen eine Hälfte von hässlichen Brandnarben entstellt war, kam auf die beiden zu und atmete tief durch, während er Jiyu musterte. "Siehst scheisse aus, Jin. Hättest es ihr überlassen sollen."

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