Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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BeitragThema: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeSo Mai 26, 2013 9:57 pm

das Eingangsposting lautete :

~ Time after Time ~ 5 Jahre zuvor ~ Irgendwo in Sunagakure ~

Die Welt war zerrissen zwischen Schmerz, Unruhe, Trauer, Wut, all den Empfindungen, die darum rangen, Maemi aus ihrer Bewusstlosigkeit zu holen und sich dabei gegenseitig sabotierten. Keine bekam die Überhand und genügend Zeit, um am Bewusstsein der Hyuuga lange genug zu ziehen und zu zerren, sodass sie endlich die Augen aufschlagen würde. Seit mehreren Tagen - oder kam es einem nur so vor? - lag sie nun bewusstlos in einem Lager, das ihr fremd war, roch Dinge, die ihr fremd waren, spürte Fürsorge, die ihr fremd war. Alles war fremd und womöglich war es genau das, was ihr Unterbewusstsein dazu anhielt, die Bewusstlosigkeit zu halten und jede Regung zu unterdrücken, die versuchte, die junge Frau ans Licht der Welt zu zerren. Stattdessen gab sie sich, wenn ihre Erschöpfung für einige Stunden nachließ, dumpfen, dunklen Träumen hin, die ihr immer wieder vorspielten, was sie seit Jahren mitzumachen hatte. Verletzungen durch Bestrafungen für Ungehorsam waren dabei wohl noch das erträglichste. Immer leicht, immer mit größtmöglichem Schmerz, ohne wirklich Narben zu verursachen. Immerhin wollte man die Schönheit des einst gefundenen Mädchens nicht zerstören, wollte sie noch nutzen und gefügig machen. Die Träume der Zwanzigjährigen waren unruhig, ihre Bewusstlosigkeit wich hin und wieder Schlaf, in dem sie sich stöhnend hin und her wälzte, raunte, sprach, schrie. Ihr Körper wandt sich unter Qualen, die er gar nicht mehr zu durchleben hatte, doch das wusste er noch lange nicht. Ihm war nicht bewusst, dass alles ein Ende gefunden hatte, durch die Hand zweier völlig Fremder. Er spulte in einer Endlosschleife immer wieder ab, was zuvor geschehen war. Jahrelang. Wenn ihr Körper zu erschöpft wurde, fiel sie der Bewusstlosigkeit wieder anheim. Ihr Körper gab ihr instinktiv keine Chance, endlich aufzuwachen.

Es war wieder Ruhe eingekehrt, das Herumwerfen ihres Kopfes hatte aufgehört, doch statt der Bewusstlosigkeit kam nichts. Ihr stand der Schweiß vor Angst und Anstrengung auf der Stirn, ihr Körper fühlte sich an, als wäre sie geschlagen worden, gegen Wände geknallt, umgefallen. Mehrfach. Ihr wurde nur langsam bewusst, dass das nicht nur ein Gefühl, sondern traurige Realität war. Die Augenlider der Braunhaarigen flackerten unruhig, sie atmete flach und zu schnell dafür, dass sie eigentlich liegen und schlafen sollte. Immer wieder verzog sich ihr Gesicht zu einer Reihe von Emotionen, die allerdings kaum positiver Natur waren. Ihre Ohren nahmen nur nebenbei ein Rascheln war, ein unscheinbares Geräusch. Womöglich Stoff, der aufeinander rieb oder Stiefel, die über den Boden glitten. Vielleicht auch eine Tüte, die man ihr über den Kopf ziehen wollte? Angst überkam sie reflexartig, ihr Körper spannte sich noch mehr an, als ohnehin schon. Ihre Muskeln brannten und schrien nach Erlösung von der ewigen Qual. Wieder flackerten ihre Augenlider, ließen das Licht endlich - nach so langer Zeit - an ihre Augen dringen. Ein Geruch, irgendetwas, ein Geräusch, eine Stimme. Irgendetwas hatte sie aus der Dunkelheit geholt. Sie schlug plötzlich die dunklen, braunen Augen auf, kniff sie augenblicklich wieder zusammen. Irgendetwas war anders. Hatte man sie an einen anderen Ort gebracht? Was würde passieren? Schlimmeres? Hatte sie etwas Falsches getan? Sie schluckte, bemerkte, wie trocken und kratzig ihr Hals war und wie unglaublich durstig sie sich fühlte.

Maemi keuchte, wurde sich bewusst, dass das Licht nicht natürlich war, dass sie auf dem Rücken lag und an die Decke eines Raumes starrte. Angst griff abermals wie eine kalte Hand nach ihrem Herz, drückte zu, erweckte ihren Fluchtreflex. Sie konnte sehen! Sie trug keine Augenbinde! Unsicher und zitternd griffen ihre Finger an die Stelle, wo sonst oft ein Stück Stoff gesessen hatten. Da war nichts. Ob sie eingesperrt war? Sie wollte sich bewegen und wusste gleichzeitig, dass sie es nicht wollte. Dennoch tat sie es, ruckartig, wollte sich aufsetzen und kam nichtmal halb in die Höhe. Vor Schmerz und Anstrengung stöhnend ließ sie sich zurückfallen, ihre Augen zuckten panisch umher. Vielleicht... vielleicht sollte sie sich tot stellen? Nein. Das klappte nicht, hatte es noch nie. Sie atmete unruhig, zwang sich aber leiser zu sein, sah sich um. Sie war in einem Raum. Irgendwo war eine Lichtquelle, eine kleine, der halbe Raum lag im Schatten. Der Raum hatte Fenster! Es fiel kein Licht herein... zugenagelt? Ein genauerer Blick ließ sie Sterne erkennen. Sterne. Der Himmel. Was war das? Ein Traum? Ein kraftloses Zittern ergriff ihren Körper. Das war zu schön um wahr zu sein. Ihr Blick glitt an sich herunter. Sie trug Verbände, zahlreiche. Sie trug ein ihr fremdes, weites Oberteil. Es war dunkel. Es war seltsam. Ein T-Shirt? Wann hatte sie soetwas das letzte Mal getragen? Spielte ihr Verstand ihr einfach nur einen bösen Streich? Unsicher sah sie umher, tastete neben sich und bemerkte doch nur, dass sie weich lag, unter einer Decke... ein Kissen unter dem Kopf! Was sollte sie tun? Leise sein und hoffen, dass es schnell vorbei war? Ein Bett hieß nie etwas Gutes...


Zuletzt von Hyuuga Maemi am Do Jul 11, 2013 6:50 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeDo Mai 30, 2013 4:02 pm

Ein kurzes Lächeln zeigte sich auf den Lippen von Jiyu, während er abwartete, dass Shika langsam wieder in die Realität zurückkam. Ihr Körper schien noch immer geschwächt zu sein, wodurch man deutlich die Müdigkeit nicht nur in ihrem Gesicht lesen konnte, sondern auch in der Tonfall ihrer Stimme. So gab der Mann ihr die nötige Zeit die sie brauchte bis sie antworten konnte, darauf bedacht raus zu finden wie es ihr ging. »Ich werde mich gleich um deinen Rücken kümmern, dann isst du etwas und kannst direkt weiter schlafen«, erklärte er und verharrte für einen Moment mit der Hand auf ihrem Rücken. In der Position war es ihm kaum möglich an ihre Verletzung ran zu kommen, wodurch er gleich zwangsläufig sich aus dem Bett quälen musste. Erst einmal beobachtete er jedoch den leichten rot Schimmer auf ihren Wangen und konnte nicht anders als breiter zu Grinsen. Solche menschlichen Reaktionen empfand er immer für sehr angenehm, zumal es ihr einen fast niedlichen Touch gab. Danach erklärte sie, dass sie durchaus wusste wer er war und das er sie gerettet hatte. Eigentlich waren es Snow und er, aber zwangsläufig blieb er wohl erst einmal Ansprechpartner für diese Rettungsaktion.

Die zaghafte Berührung an seiner Nase und dann an seine Wange ließ ihn stutzen. Für einen Moment verharrte er in seinen Bewegungen und blickte ihr direkt entgegen. Dann griff seine Hand nach ihrer, umschloss sie und drückte sie behutsam. Diese Handlung tarnte er mit einem raschen Satz seinerseits, wobei er einen leichten besorgten Unterton drunter mischte. »Du hast zum Glück wieder warme Hände. Ich hoffe du frierst inzwischen nicht mehr«, erklärte er und löste seine Finger von ihre, bevor er sich gemächlich nach oben drückte. Vorsichtig schob er sich über sie hinweg und kniff erneut die Augen zusammen als die Sonne hell in seine Pupillen stach. Mit einem Seufzen trat er ein paar Schritte weiter zum Tisch und griff sich die Sonnenbrille um sie auf seine Nase zu schieben. »Bleib am besten so liegen, damit ich an deinen Rücken kann«, sprach er dann weiter und holte aus dem kühlen Versteck einen Apfel hervor. Obst hielt sich im Verhältnis nicht besonders gut in der Sonne, wodurch er sich glücklich schätzen konnte überhaupt noch solche Kostbarkeit hier zu haben. Kurz rieb er sie an seinem T-Shirt sauber und trat zurück ans Bett.

Vorsichtig beugte sich Jiyu wieder über die Frau hinweg und legte in ihre leicht geöffnete Hand den Apfel hinein, ehe er sich neben dem Bett auf die Knie sinken ließ. »Der Schmerz wird gleich besser sein… entspann dich einfach. Du solltest vermutlich heute noch etwas schlafen. Am Abend solltest du jedoch ein paar Schritte machen, damit dein Kreislauf gemächlich wieder in Gang kommt.« Der Iryônin schloss kurz die Augen und brauchte einen Moment länger sich auf sein Heilchakra zu konzentrieren. Normalerweise war er am Morgen recht schwer wach zu bekommen, aber die letzten Nächte waren im allgemeinen nicht sonderlich mit viel Schlaf behaftet. »Nicht erschrecken«, hauchte er von hinten an ihr Ohr, bevor er seine Hand gemächlich unter die Decke schob und sich den Weg unter das T-Shirt suchte. Dann legte er sie direkt auf die schmerztreibende Stelle und begann seine Behandlung. Es war für ihn schwer zu sagen, woher sie diese Verletzung bekam, konnte sich bei dem Umgang der Männer jedoch vorstellen, dass viele ältere Verwundungen durchaus eine Rolle dabei spielten.

Sein Heilchakra hielt etwas länger als gestern an, weil er hoffte das damit der Schmerz für weitere Stunden verbannt wäre. Eigentlich würde er lieber einen Blick auf ihre Verletzung werfe, wusste jedoch das sie eher ein Problem mit dem Ausziehen hatte, wodurch er nicht weiter danach fragte.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeFr Mai 31, 2013 1:35 am

Seine Worte waren bereits Erlösung an sich und der Gedanke daran, dass er ihren Schmerzen ja wirklich ein Ende bereiten konnte, machte es erträglicher darauf zu warten. Dennoch vergrub sie noch ihr Gesicht, vor allem, als er nach ihrer Hand griff und sie drückte. Seine Finger fühlten sich nicht mehr unangenehm heiß an, weil ihre eigenen warm und durchblutet waren. Auf seine Worte hin konnte sie nur verschüchtert den Kopf schütteln, denn seine Berührun schickte ihr ein Kribbeln den Arm hinauf über ihren schmerzenden Rücken. Doch so schnell sie kam, so schnell ging sie auch wieder und er drückte sich in eine höhere Position. Beinahe vermisste Maemi seine Präsenz neben sich bereits, bevor er überhaupt weg war. Es war schön gewesen, jemanden neben sich zu wissen, der die Hand über sie hielt, der aufpassen wollte, dass ihr nichts geschah. Am liebsten hätte sie dieses Gefühl ständig, den ganzen Tag lang und von jetzt an für immer. Es war beruhigend, gab ihr Hoffnung darauf, irgendwann wieder normal leben zu können, wenn erstmal alles überwunden war. Es ließ sie leicht lächeln.

Dennoch vergrub sie ihr Gesicht wieder, als er sich über sie stützte, ihr mit dieser Bewegung näher war, als vorher, genauso wie bereits am Abend zuvor. Er war vorsichtig, das merkte sie und genau das machte es erträglich, dass sie stets für den Bruchteil einer Sekunde keine Bewegungsmöglichkeit hatte. Sie fühlte sich nicht eingeengt. Neugierig wandte sie sich aber leicht um, wollte ihn eigentlich gerade ansehen und ergründen, was er tat, zuckte aber wie geschlagen zurück, als er sagte, sie solle so liegen bleiben, damit er an ihren Rücken herankam. Natürlich tat sie, was er sagte, nagte leicht auf ihrer Unterlippe und hoffte, dass er nicht böse war, weil sie sich hatte umdrehen wollen. "T-tur mir leid...", murmelte sie beinahe ein wenig ängstlich, kniff die Augen zusammen und wartete auf eine Rüge, doch es kam nichts dergleichen. Stattdessen hörte sie nur seine Schritte auf dem sandigen Boden, hörte, dass er wieder zu ihr kam und ans Bett trat. Doch selbst da tat er nichts, als sich leicht vorzubeugen, über sie hinweg, sodass er ihr wieder näher war. Sein Zielt war aber nur ihr einen Apfel in die Hand des verbundenen Unterarms zu legen, sodass sie völlig perplex auf den Apfel starrte. Er hatte sie gerade dafür belohnt? Sie blinzelte und wurde dich bewusst, dass es ihm vielleicht garnicht aufgefallen war, atmete tief durch und versuchte, sich zu entspannen.

Seine Stimme an ihrem Ohr verhinderte das allerdings kurz wieder, denn die feinen Härchen in ihrem Nacken stellten sich augenblicklich auf und wieder lief ihr ein Schauer den Rücken hinab. Seine Worte von zuvor würden sich niemals so einbrennen, wie diese, sodass sie zunächst vermutlich etwas steif war, als er unter das Oberteil fuhr, das ihren Körper bedeckte, doch sie versuchte durchzuatmen, sich zur Entspannung zu zwingen und die Augen zu schließen. Als ihre Atmung endlich fruchtete, ließ auch der Schmerz mit Jiyus Hilfe nach, sodass sie sich rasch stark entspannte und sich sofort wieder wohler fühlte. Die Behandlung dauerte länger, als am Vortag und sie hoffte inständig, dass es nicht daran lag, dass irgendetwas mit der Wunde war. Immerhin war sie prädestiniert dafür. Vielleicht wollte er ja aber auch nur sicher gehen. Schweigend ließ sie ihn also machen, heftete den abwesenden Blick an die Wand. "Musst du sie dir ansehen...?", fragte sie leise, etwas unsicher, ob sie wirklich wollte, dass er ihren unbekleideten Rücken sah. Auf der anderen Seite - wurde ihr unvermittelt klar - dass er das bereits alles gesehen haben musste, als sie bewusstlos gewesen war. Außerdem war er Arzt nicht? So schön sie es sich auch redete: Er war ein Mann. Männer hatten ihr schreckliches angetan und auch wenn sie ihm jetzt vertraute, wusste sie nicht, wie weit genau.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeFr Mai 31, 2013 12:42 pm

Hinter der Sonnenbrille lagen die Augen des Mannes verborgen, während er sich völlig darauf konzentrierte sein Heilchakra auf die Verletzung strömen zu lassen. Die Schwellung würde langsam zurückgehen und auch die angegriffen Sehnen langsam wieder entspannen. In der Behandlung selbst fragte Shika ob er sich die Wunde ansehen musste, wodurch er nachdenklich überlegend die Stirn in Falten legte. Normalerweise würde er durchaus einen Blick darauf werfen um zumindest auch augenscheinlich festzustellen, dass es keine Komplikationen gab. Trotzdem war er sich nicht sicher, wie sie darauf reagieren würde schon gar nicht weil es offensichtlich war, dass sie Nähe sehr verkrampft hinnahm. Erneut musste er darüber nachdenken, was man dieser Frau angetan hatte und wie lange sie wohl schon dort war. Gerne würde er ihr die Erinnerungen nehmen und damit die Angst aus ihrem Gemüt verbannen. Leise Seufzend dachte er dabei an die Technik, die er derzeit entwickelte um nicht nur sein Gehirn zu beeinflussen, sondern auch das der anderen ob er ihr damit helfen würde?

»Ich würde mir die Verletzung gerne ansehen, aber ich weiß, dass du das nicht magst. Es kann noch ein Tag warten, sodass du dich ausruhen könntest«, erklärte er und hörte hinter sich kurz leise Geräusche zu ihm schallen. Als er den Kopf drehte entdeckte er seinen vertrauten Geist, der gerade auf der Suche nach etwas essbaren war und das gesamte Lager durchwühlte. Die Nacht über hatte er vermutlich draußen verbracht um dort die Wüste zu erkunden, aber tagsüber war es ihm selbst viel zu heiß.»Kurai«, zischte Jiyu und erhob sich von seinem Platz um ein paar Schritte in die Richtung des Sugar Glider zu machen. Rasch fischte er den kleinen zwischen zwei Dosen hervor und sah ihm missmutig an. »Du hast nichts im Lager zu suchen, das haben wir doch schon mal besprochen«, murmelte er ihm zu und setzte das kleine Tier dann auf seine Schulter, nur um den letzten Apfel aus der Dunkelheit einer Verdeckung zu fischen. Er griff sich ein Messer dazu und schnitt ein großes Stück raus, bevor er dieses zwei teilte und eins davon Kurai in die kleinen Pfötchen drückte. Danach legte er beides wieder zurück und wandte sich seiner Patienten wieder zu.

Es brauchte nicht viele Schritte um wieder an ihrer Seite zu sein und die Decke etwas höher zu ziehen, damit ihr Körper wieder verdeckt wurde. Danach ließ er sich an der gleichen Stelle, wie am Vortag nieder und beobachtete kurz den nagenden Partner. »Kann ich dich etwas fragen? Du musst darauf nicht antworten, aber… ich habe darüber schon eine Weile nachgedacht«, fing er dann an und blickte hinter der Sonnenbrille nach oben an die Decke. Aus seiner Seitentasche, die er die Nacht wohl nicht abgelegt hatte, griff er ein Senbon und steckte ihn sich wieder in seinen Mundwinkel zurück. Nachdenklich kaute er auf der Spitze herum und drehte den Kopf der Frau wieder zu. »Wie lange bist du bei diesen Leuten gewesen und wie bist du zu ihnen gekommen? Ich kann mir vermutlich nur dunkel ausmalen, was sie dir angetan haben, aber dennoch würde ich es gerne wissen.« Seine Frage hing für einen Moment einfach im Raum. Er wollte die Informationen wissen um gegen sie vorzugehen. Dafür musste er jedoch etwas mehr über sie wissen. Möglicherweise ihre Vorgehensweise oder wie sie arbeiteten. »Ist das eines von vielen Lagern? Oder arbeiten sie alleine?«
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeFr Mai 31, 2013 7:46 pm

"Du hast sie schon gesehen, oder? Ich meine... als ich noch nicht wach war. Irgendjemand muss mich verbunden haben.", stellte Maemi nüchtern fest und fragte sich, ob ihr das irgendwie half. Es war tröstlich, dass er sie zwar offenbar ohne Kleidung gesehen hatte, aber nichts getan hatte, das an das heranreichte, was man ihr Jahrelang angetan hatte. Wobei... wenn er es getan hätte, wüsste sie es dann überhaupt? Sie war nicht bei Bewusstsein gewesen, andererseits konnte sie aber auch nichts feststellen und Jin wirkte nicht unbedingt wie ein Typ, der sich an wehrlosen Frauen zu vergreifen brauchte. Er wirkte eher wie ein Charmeur, der die Frauen erst wehlos machte. Aber das war wohl ein anderes Kapitel. "Wenn es dann schneller und sicherer heilt, kannst du... es dir ansehen...", murmelte sie, mit der deutlichen Angst in der Stimme. Die Angst war aber nur teilweise durch ihn ausgelöst, denn sie wusste um ihre relativ schwache Immunabwehr und ihre langsamen Selbstheilungskräfte. Sie hatte sich als Kind bereits mehrere Infektionen eingefangen, weil man typische Kinderwunden wie ein aufgeschlagenes Knie nicht ernst genommen hatte. Oft bekam sie dann Fieber und lag tage- wenn nicht sogar wochenlang flach. Das wollte sie jetzt auf gar keinen Fall. Immerhin merkte die junge Frau jetzt schon, wie schwach ihr Körper war. Kaum war sie eine halbe Stunde wach, war sie bereits wieder müde und ihr Körper fühlte sich allgemein matt an. Dennoch schluckte sie schwer, legte den Apfel neben sich und drückte sich dann nach oben, um sich wieder kraftlos gegen die Wand gleiten zu lassen. Diesmal tat ihr Rücken dabei garnicht weh, was sie erfreute und überraschte.

Nachdenklich musterte sie den Apfel und sah dann zu Jiyu, der offenbar einem Geräusch nachging und dann ein Wort zischte, das sie nicht ganz verstand. Kurai? War das ein Fluch, der ihr nicht bekannt war? Irgendeine Redensart? Weder noch offenbar, denn er griff in das Lager, aus dem er zuvor den Apfel und noch weiter zuvor die Suppe hervorgezaubert hatte und hielt plötzlich einen kleinen Nager in der Hand, den er sch auf die Schulter setzte und wieder zu ihr kam. Sie biss vorsichtig in ihren Apfel, während sie das Tierchen dabei beobachtete, wie es ein Stück Apfel zwischen seinen Pfötchen hielt und offenbar genüsslich daran herumknabberte. Sie legte den Kopf leicht schief. "Der ist aber hübsch... Ist er... dein vertrauter Geist? Oder ist er nur ein Haustier?", fragte sie relativ neugierig und offenbar weniger nervös und unsicher, als zuvor. Sie war noch immer in den Schlafsack eingehölt, hatte die Decke aber neben sich gepackt und saß an der Wand. "Und uhm... du musst immer noch nicht an der Wand sitzen...", murmelte die Hyuuga, bevor sie langsam weiteraß und immer weiter das Tierchen beobachtete. Es ließ sie lächeln, denn am liebsten hätte sie es gestreichelt, aber man wusste nie, was für Eigenarten solch ein süßes Dingelchen hatte. Er konnte genauso gut bissig und böse sein.

Seine Worte, ob er sie etwas fragen konnte, ließen die Braunhaarige zunächst verwirrt die Stirn runzeln, da sie nicht wusste, warum er sie um Erlaubnis fragte, aber recht rasch dämmerte ihr, was so ein ernstes Thema sein konnte, das sie womöglich nicht besprechen wollte. Sie schluckte den Bissen des Apfels herunter, schweig, sah das Obst an und schien augenblicklich in Gedanken zu versinken. Sie wollte nicht daran denken, aber seine Fragen waren nachvollziehbar und berechtigt. Dennoch konnte sie sie im ersten Moment garnicht beantworten, sie musste sich zwingen, daran zurück zu denken und sich zu erinnern, obwohl sich ihr Hirn nach Leibeskräften wehrte. Sie wandte den Blick durchs Fenster und blinzelte in die Helligkeit. "Ich war 16 Jahre alt, damals, in Konoha... Jetzt dürfte ich... 20 sein.", murmelte sie ein wenig unverständlich, denn dass es wirklich vier Jahre gewesen sein sollten - nur vier Jahre - das kam ihr extrem surreal vor. Es erschien ihr eher wie ein halbes Leben, das sie verbracht hatte oder doch eher ein ganzes... die Ewigkeit. Viel zu viel Zeit ihres Lebens jedenfalls. "Sie haben mich entführt und offenbar hat niemand nach mir gesucht." Ihre Stimme klang mittlerweile seltsam nüchtern. Vermutlich lag es daran, dass sie versuchte, ihre Gefühle gerade einfach zu verdrängen und so nicht irgendwann womöglich in Tränen auszubrechen - schonwieder. Ihre rehbraunen Augen suchten seinen Blick, kurz bevor sie die Lider senkte, auf ihre Hände in ihrem Schoß starrte und so ihre langen Wimpern den Blick verbargen. "Da waren noch mehr Mädchen... Frauen... Nicht immer die gleichen... Nicht immer die gleichen Männer..." Die Bilder vor ihrem inneren Auge beschleunigten ihren Puls, ihre Atmung und trieben ihre glänzende Flüssigkeit in die Augen, aber sie blinzelte sie tapfer weg.

Nur einige Zeit schwieg sie und sagte nichts, bevor ihr Blick entschlossener wurde und sie Jiyu wieder ansah. "Ich will sie kriegen, irgendwann. Ich will, dass sie bezahlen, für das, was sie tun..." Ihre Augen glühten vor heißem Hass auf Männer, die ihr Viel zu viel genommen hatten. Viel zu viel Zeit ihres Lebens, viel zu viele Gelegenheiten. Eine halbe Kindheit. Etwas zu fest biss sie sich auf die Unterlippe, wandte den Blick wieder auf ihre freie Hand, die sich in die Decke krallte, während die andere noch immer den Apfel hielt.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeFr Mai 31, 2013 8:50 pm

»Es wird dadurch nicht schneller heilen. Wir bekommen es auch so hin«, entgegnete er in einem ruhigen Ton und zog gemächlich seine Knie dichter zum Körper um ebenso seine Arme drum zu schlingen. Der Sugar Glider hingegen missbrauchte ihn als Klettergerüst und krabbelte an seinem Ohr über den Kopf hinweg um auf die andere Schulterseite zu kommen. Mit einem leisen Seufzen schielte Jiyu kurz nach oben und spürte wie der kleine Nager dann endlich seinen Weg gefunden hatte. Von dort spähte er auf ihren gemeinsamen Besuch und musterte sie eingehend. Zwar schien sein vertrauter Geist nicht zu sprechen, zeigte aber durchaus menschliche Züge und verstand alles was man ihm sagte. Bei Fremden wirkte er jedoch regelmäßig zurückhaltend. Die Frage über seinen vertrauten Geist ließ ihn andeutungsweise Lächeln und dann den Blick auf Shika wenden. Tatsächlich hatte er Kurai damals gefunden und gesund gepflegt, wodurch das eine zum anderen kam. Seitdem trennten sich die Wege der zwei eigentlich gar nicht mehr. »Vertrauter Geist, auch wenn er immer bei mir ist«, antwortete er und streifte dem Nager langsam mit dem Finger durch das Fell, bevor er aufblickte zu der jungen Frau und seicht den Kopf schüttelte. »Schon okay, ich sitze hier unten relativ bequem«, erklärte der Mann dann weiter und winkte leicht mit der Hand ab.


Als ihre Erklärung folgte, schwieg der Iryônin jedoch und lehnte seinen Kopf zurück an die Wand. Seine Augen schlossen sich hinter der Sonnenbrille, während jedes Wort in seinem Kopf genau abgespeichert wurde. Vermutlich eher unbewusst, aber er würde sich genau an ihrem Klang erinnern. Sie war 4 Jahre dort gewesen und schien etwa 20 Jahre inzwischen zu sein. Die Geschichte wirkte für ihn wie ein „typisches“ Frauenlager bei dem Männer sonst welches Schindluder trieben. Dann wurde seine Aufmerksamkeit auf den beschleunigten Puls und ihre Atmung geheftet. Er selbst spürte das Blut in ihrem Kreislauf zirkulieren und öffnete deswegen seine Augen. Wachsam glitt sein Blick zu der Frau, die ihm nach einer Weile verkündete, dass sie die Männer kriegen würde. »Weißt du wo ihr Lager ist?«, fragte er dann und drückte sich gemächlich auf die Beine um ein paar Schritte auf und ab zu gehen. Sein Blick glitt kurz hinter der Sonnenbrille nach draußen um dort die Menschen zu mustern. Wo würde Kana derzeit sein? Sie war inzwischen ziemlich lange unterwegs, sodass er sich tatsächlich Sorgen um sie machte.

Leise seufzend wandte er sich jedoch erst einmal um und blickte zu Shika rüber, die noch immer in seinem Schlafsack eingerollt saß. »Wenn du magst, kann ich Dir morgen die Umgebung etwas zeigen oder wir gehen nachher, wenn es etwas kühler ist ein paar Schritte draußen umher. Bewegung sollte Dir zumindest gut tun«, erklärte er nachdenklich und lehnte gemächlich den Kopf schräg. »Zuerst solltest du aber noch etwas schlafen, du siehst müde aus«, beteuerte er und ließ sich langsam auf dem wohl einzigen Stuhl im Raum nieder.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeSa Jun 01, 2013 2:09 am

Maemi legte den Kopf leicht schief, sah Jin ein wenig irritiert an, war aber doch gleichzeitig froh, dass es nicht sein musste, dass sie sich jetzt gleich vor ihm entblößte. Vielleicht wäre es in ein paar Tagen weniger krampfig, ein wenig erträglicher und er ihr sympathischer, auch wenn er das ohnehin schon war. In ein paar Tagen war sie sich aber womöglich sicher, was seine Absichten waren und sie konnte entspannter an solch ein Unterfangen rangehen. Womöglich. Vielleicht erhoffte sie sich auch zu schnell zu viel und es würde nur noch schrecklicher oder mindestens genauso schlimm, wie es heute auch wäre. Aber das war nicht von Bedeutung, nicht jetzt, nicht hier, nicht heute. Jetzt konnte sie sich entspannen, ihren Apfel langsam aufessen und bemerken, dass ihr das schon beinahe zu viel war. Doch anstatt sich gleich wieder hinzulegen, musterte sie den Hellhaarigen und hörte sich seine Worte an. Er wollte nicht zu ihr kommen und erklärte, dass das Tier ein vertrauert Geist sei, der ihn allerdings die ganze Zeit über begleitete. Interessant. Das Tierchen krabbelte auch wie gerufen über seinen Kopf, um sie anzustarren, während die Braunhaarige ihrerseits zurückstarrte. Dennoch schwieg sie vorerst, auch auf seine Frage, ob sie wusste, wo das Lager der Männer war, die sie gefangen gehalten hatten. Wusste sie das? Sie schüttelte trübseelig den Kopf. "Nicht, ohne direkt davor zu stehen.", bemerkte sie leise. Sie würde sich auf Informationen Anderer verlassen müssen. Dennoch war sie fest entschlossen, diese Typen irgendwann zu kriegen und zu beenden, was sie taten. Das hatte sie sich bereits am ersten Tag ihrer Gefangenschaft geschworen und nur weil sie jetzt frei war, würde sie all die anderen Frauen und Mädchen nicht im Stich lassen. Immerhin war sie selbst bis vor Kurzem noch dort gewesen und sie wettete darauf, dass jede Andere alles in ihrer Macht stehende tun würde, um ihr zu helfen, wäre es andersherum gewesen. Dennoch schob sie die Gedanken vorerst beiseite, hörte sich den medizinischen Rat an und nickte. Sie war müde. Sehr müde. Unglaublich ausgelaugt und kaputt. So ließ sie sich umplumpsen, zog die Decke über sich und vergrub ihr Gesicht wieder altbekannt, um die Augen zu schließen und ihre Atmung ruhiger werden zu lassen. Irgendwann würde sie ihm für alle das danken und ihm zurückzahlen, was er für sie tat. Da war sie sich sicher...

~ Timeskiptime und ich bin schuld ~ 4 Jahre später ~ In einem kleineren Dorf ~

Maemi schürzte die Lippen, tippte entnervt mit der Fußspitze im Takt ihres Herzschlages auf den Boden, bis sie das Gewicht von einem Bein auf das andere verlagerte und wieder auf die Uhr sah, die an der Wand des Foyers hing. Der Typ an der Rezeption musste ja schon echt genervt von ihr sein, weil sie gefühlte zwanzig mal danach gefragt hatte, ob Jiyu vorbeigekommen war und er dennoch jedes Mal höflich verneinte. Da waren sie gerade wieder aufeinander getroffen und wollten sich früh morgens treffen und der undankbare Kerl kam mal wieder zu spät. Es war für die junge Frau immer wieder unbegreiflich, sie war ein Frühaufsteher und stets zu früh da, nur um sich aufzuregen, wenn Leute auch nur eine Minute zu spät kamen. Sie war allerdings im Bezug auf einige kulanter. Dennoch war eine Stunde Verspätung ohne Nachricht nicht okay, wirklich nicht.

Vermutlich deshalb stand sie mittlerweile im Eingangsbereich des kleinen Gasthauses, in dem sie beide für diese Nacht Quartier bezogen hatten. Die dumpfe Vermutung, dass er nicht im Bett sondern in der Bar verschwunden war, um eine Frau für sich zu suchen, war offenbar eingetroffen, denn was sonst sollte ihn aufhalten, außer die Möglichkeit, am Morgen noch ein Schäferstündchen zu ergattern? Grimmig verzog sie das Gesicht, sah aus dem übergroßen Fenster auf die belebte Straße des kleineren Dorfes. Hier gab es wirklich nicht viel mehr als Zivilisten und Informanten und zwielichtige Gestalten. Ersteres und Letzteres hatte sie seit ihrem Aufenthalt hier bereits zu Genüge getroffen. Den einen Informanten, den sie eigentlich gesucht hatte, hatte sie nicht erwischt - bis jetzt. Die Braunhaarige schwor sich, dass sie den kleinen Mistkerl, der mit ihrem Geld abgehauen war, ohne die verabredeten Informationen zu liefern, finden und aufknüpfen würde. Der konnte was erleben! Genau wie Jiyu!
Was fiel dem Kerl ein, sie so lange warten zu lassen?

Ihre braunen Augen erblickten einen anderen Mann in der Lobby, der sie seit geraumer Zeit anstarrte und jedes Mal mit einem roten Schimmer im Gesicht den Blick abwandte, wenn sie seinen Blick auffing. Was war los? Sie trug nichtmal irgendetwas, das sonderlich aufreizend war. Ihre Hose und ihre Bluse waren Model "Das trägt Maemi ständig", auch wenn der Ausschnitt Letzterer womöglich durch den offenen Knopf etwas tiefgründiger war. Schnaubend wandte sie sich ab, strich sich einige Strähnen aus dem Sichtfeld, um wieder die Treppe anzustieren, die zu ihren Zimmern nach oben führte. Wenn er nicht bald kommen würde, würde sie ihm das Ding irgendwann noch abhacken, ohja! Dann würde er sich nie mehr verspäten!
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeSa Jun 01, 2013 3:03 am

Die Nacht über hatte Jiyu eigentlich relativ gut geschlafen, auch wenn er nerviger weise öfters als sonst aufwachte um kurz einen Blick auf die Uhr zu tätigen. Immerhin wollte er zumindest ein paar Stunden Schlaf einfordern, bevor er sich seine Sachen schnappen würde und rasch das Weite suchte. An seiner Seite lag ein nackter Frauenkörper, die halb verdeckt unter einem Stoff ruhte und offensichtlich noch schlief. Neben dem Bett lagen ihre Kleidungsstücke verstreut und würde ihn wohl einiges an Zeit kosten seine hervor zu fischen. Solange die Frau jedoch davon nichts mitbekommen würde, war ihm das soweit es gehend recht. Jiyu hatte wie immer am Abend zuvor eine junge Lady in einer Bar aufgegabelt und ein paar Drinks ihr spendiert. Nach bereits wenigen Komplimenten schien sie einen Gefallen an ihm gefunden zu haben und forderte ihn zum Tanzen auf. Der Alkohol gab ihr dabei wohl den Rest, wodurch sie beide bald schon eng aneinander geschmiegt dem Rhythmus folgten. Es ließ also nicht auf sich warten, dass sie sich küssten und bald in seinem Zimmer gemeinsam landeten. Natürlich benutzte er bei der Buchung des Raumes nicht seinen echten Namen und plante ebenso nur eine Nacht zu bleien. Die Frau mit dem Namen Noriko wusste davon natürlich rein gar nichts. Jin war sich noch nicht sicher, wie sie überhaupt zu ihm eingestellt war, rechnete aber das sie beide eh nicht mehr miteinander sprachen.

Als er am drauffolgenden Morgen zum vierten Mal erwachte, entschloss er sich das es Zeit wurde wirklich aufzustehen. Je früher er sein Zeug zusammen suchte umso früher konnte er sich mit Shika treffen. Vermutlich wartete sie überpünktlich auf seine Ankunft und würde unglaublich genervt dreinschauen. Jiyu lächelte einen Moment über diese Vorstellung und drückte sich behutsam aus dem Bett. Die Decke rutschte dabei von seinen eignen Körper runter und entblößte die gleiche Nacktheit wie bei seiner Nachtbekanntschaft. Lautlos schlich sich der Mann deswegen um die Schlafstätte herum, sammelte zuerst Unterwäsche und dann größere Kleidungsstücke auf. Rasch zog er alles über und befestigte seine Schriftrollen ordentlich am Gürtel, bevor er sich schleichend in Richtung Tür begab. Ein Abschiedsgruß würde es vermutlich nicht geben und auch keine Entschuldigenden Worte. Nicht unbedingt eine Tat die er als freundlich betitelte, aber die letzten Male einer Frau so etwas zu erklären, scheiterte immer wieder. Diese Lösung lag doch eigentlich bei einer so kurzen Begegnung auf der Hand? Oder erhoffte man sich nach einer Nacht bereits die große Liebe? Jin wusste es nicht, konnte aber auch nicht weiter darüber nachdenken.

In die Holztür seines Zimmers rammte sich ein Kunai, das dicht an seiner Wange vorbei gezischt war und einen Schnitt darauf hinterließ. »Sag mal wo willst du hin?«, fragte die Stimme der Frau recht klar und ließ ihn in seiner Bewegung verharren. Jiyu verzerrte das Gesicht zu einer Grimasse und wischte sich langsam über die Wange hinweg. »Frühstück besorgen«, log er dann und wandte sich freundlich lächelnd um. Eigentlich musste man ihn diese Visage abkaufen, denn das tat sonst jeder, aber aus einem unbekannten Grund schien die Frau es nicht zu glauben. Sie stand in einem Slip und verschränkten Armen mitten im Raum. Das er überhaupt nicht mitbekommen hatte, wie sie aufgestanden war, wunderte ihn fast schon. Ungläubig verzog Noriko die Augenbrauen zusammen und trat langsam in seine Richtung. »Und du schaffst es nicht einmal mich zu wecken oder mir Bescheid zu sagen?«, säuselte sie und blieb unmittelbar vor ihm stehen.

Mit einem aufgesetzten Lächeln beugte sich Noriko vor und gab ihm einen zärtlichen Kuss. Etwas überrascht blinzelte der Iryônin verunsichert und runzelte die Stirn ohne diese Gestik zu erwidern. Eigentlich hätte er schon wissen müssen, dass es nur ein Vorwand war, aber in diesem Augenblick war er einfach zu überrascht gewesen. Im selben Moment kam das berühmte Knie zum Einsatz, dass jeder Mann fürchtete. Der Schmerz der sich augenblicklich in seinem Unterleib ausbreitete, war mörderisch. Mit einem dumpfen Stöhnen sank er in die Knie und hielt sich dabei die Hände auf die schmerzende Stelle. »Verdammt… für was war das?«, knirschte er leise und legte kurz die Stirn zu Boden. Sie hatte wirklich fest zugetreten und ziemlich präzise getroffen, dass ihm fast sogar die Luft weg blieb. Ein kurzes Übelkeitsgefühl stieg sogar in seinem Magen auf und ließ ihn weiterhin schwer einatmen. »Das fragst du noch? Ich könnte dir 100 Gründe aufzählen. Allein die Tatsache das du abhauen wolltest. Niemand schläft mit mir und haut einfach ab.« Jiyu presste die Augen für einen Moment zusammen und schüttelte angedeutet den Kopf. »Liebe auf dem ersten Blick gibt es nicht«, knirschte er zurück und wurde daraufhin von der Dame fast sanft zu Seite gestoßen. Im Moment konnte er sich auch relativ wenig wehren.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeSa Jun 01, 2013 11:18 pm

[NPC ~ Noriko]

Es war mal wieder ein Abend ganz nach ihrem Geschmack gewesen und wohl nicht zuletzt wegen der ausufernden Aktivitäten im Zimmer und dem zu sich genommenen Alkohol hatte sie eine sehr, sehr ruhige Nacht hinter sich. Genauer gesagt hatte sie geschlafen wie ein Baby, die ganze Nacht, ruhig und gelassen, tiefenentspannt und zufrieden mit sich und der Welt. Alles war perfekt gewesen. Bis der Kerl aufstand und ohne auch nur einen Laut von sich zu geben abhauen wollte. Natürlich war sie hinterhergegangen, hatte sich zumindest ihren Slip im Laufen wieder angezogen, hatte sich lautlos eines ihrer Kunai aus ihrer Tasche gegriffen und dem Mistkerl hinterhergeworfen. Natürlich landete es punktgenau direkt neben ihm und ritzte ihm lediglich die Wange auf. Die darauffolgende Konfrontation wollte er auch noch schmierig abwiegeln, doch das ließ die exotische Schönheit nicht mit sich machen. Er bekam ein Knie dorthin, wo er es verdient hatte, obgleich nie und nimmer die gesamte Kraft der Taijutsuka darin lag, denn dann wäre es wohl kritisch geworden, dieses Ding in Zukunft noch zu benutzen. Beinahe zufrieden beobachtete sie, wie er zu Boden ging und seine dreiste Frage stellte, die sie ihm wütend beantwortete. Was erlaubte er sich, so mit ihr umzugehen? Niemand verführte sie zu einer Nacht und ging dann einfach. Niemand. Auch kein hellhaariger Schönling, der unglaublich gut das konnte, was er tat. Aber das stand ja nun weniger zur Debatte. Stattdessen presste er irgendetwas von Liebe auf den ersten Blick und deren zweifelhafter Existenz hervor. Liebe auf den ersten Blick? Sicher nicht. Sie war nicht verliebt. Aber er würde hier nicht einfach so wegkommen. Liebe konnte man lernen.

Beinahe sanft stieß sie ihn zur Seite, sodass er etwas wehrlos auf dem Boden zum Liegen kam. »Du wirst schon lernen, wie man eine Frau wir mich zu behandeln hat.«, säuselte sie leise, während sie neben ihm niederkniete, die Lippen an seinem Ohr und ihre Stimme nicht mehr als ein Hauchen. Oh er würde lernen, was sie zu bieten hatte und dass er der war, der verlieren würde, wenn er jetzt ging. Beinahe sanft fuhr sie ihm mit einer Hand durch die Haare, während die andere auf seiner Brust zum Liegen kam. Sie hob den Kopf, verzog die vollen Lippen zu einem zarten, beinahe unverschämten Lächeln und musterte den Mann mit seinen zusammengekniffenen Augen kurz. »Was? Willst du mich nichtmal ansehen? Heute Nacht konntest du doch garnicht genug davon bekommen.«, raunte sie leise, fuhr mit ihrer Hand seinen Oberkörper herunter, um die feinen, femininen Finger beinahe sanft unter seine zu schieben, scheinbar liebevoll. »Aww, das muss weh tun...« Ihre Stimme klang ein wenig, als redete sie mit einem kleinen Kind, das sich das Knie aufgeschlagen hatte, während ihre Hand sanft darüber strich, als sei es lediglich ein blauer Fleck. So halb über ihm gestüzt und unbekleidet, bot sie ihm absichlicht den Anblick, der ihm gestern noch so gut gefallen hatte. Wäre doch gelacht, wenn es das nicht wieder täte!

[Maemi herself ~]

Jin ich kastrier dich irgendwann, ich schwöre es. Mit einem stumpfen Messer, damit du es auch ja nie wieder einsetzen kannst, du Schweinehund. Mich für ein billiges Mädchen warten zu lassen! Maemi tobte in Gedanken und auch äußerlich war ihr die Aufregung über ihren Kollegen anzusehen, denn sie lief vor dem großen Fenster, neben dem sich der Wartebereich mit einigen Sesseln und bequemen Couchen, sowie kleinen Tischen befand, auf und ab. Die Arme hatte sie unter der Brust verschränkt und ihre Finger krallten sich unsanft in die eigenen Arme, um etwas von der Wut auszulassen, die die ganze Zeit schon in ihr brodelte. Seit über einer Stunde wartete sie jetzt! Vor über einer Stunde wollte er hier sein! Und der Mistkerl gab nichtmal eine Nachricht ab. Dass ihm auch etwas zugestoßen sein könnte, kam ihr überhaupt nicht in den Sinn, denn Frauen waren für ihn noch nie eine Bedrohung gewesen. Ohnehin begnügte er sich in so kleinen Dörfern doch eher mit unbescholtenen Zivilistinnen, da die einfacher wieder los zu werden waren. Schnaubend kam die Braunhaarige zum Stehen, stierte die Treppe an, als würde das den Hellhaarigen herbeizaubern und schnaubte abermals, als nichts geschah.

Wütend darüber stampfte sie zu einer schwarzen Ledercouch, ließ sich darauf nieder und überschlug die Beine, um abwartend mit dem in der Luft hängenden Fuß zu wackeln. Nie wieder. Nie wieder würde sie sich mit ihm irgendwo treffen, wo er ein Mädchen abschleppen konnte. Dann würde er sie für das Weib wenigstens nicht sitzen lassen. Aber was sollte sie jetzt tun? Sie konnte sich ja wohl kaum hoch begeben und einfach stören, das war auch wieder nicht die Lösung. Zumal sie sich den Anblick seines nackten Hinterns lieber vorerst ersparen wollte, denn der war nun wirklich nicht unappetitlich. Das Gesicht verziehend schob die junge Frau den Gedanken beiseite und atmete tief durch, um die Aufgebrachtheit und die Nervosität aus ihren Gliedern zu bannen. Ihre Aufmerksamkeit richtete sich wieder auf die Umgebung, wo gerade eine kleine Gruppe sichtbar wurde, die in das Foyer eintrat. Offenbar waren es reisende Händler, denn sie checkten gemeinsam ein und machten sich dann im Wartebereich breit, um auf ihre Zimmer zu warten, die noch vorbereitet wurden. So gesellten sich einige Leute in die Umgebung der Hyuuga. Als ein ziemlich fetter, schwitzender und gaffender Kerl sich neben sie pflanzte, rollte sie die brauenen Augen. Das wirst du mir büßen Jiyu, tausendfach.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeSo Jun 02, 2013 12:14 am

Die Situation war für den abgekarteten Iryônin relativ neu und auch keine die er vermutlich jemals wiederholen wollte. Zumindest nicht in diesem unangenehmen Ausmaß. Noch immer pulsierte ein pochender Schmerz unter seiner Gürtellinie und verwehrte ihm somit wirklich großartige Bewegungen. Natürlich würde er nicht einfach Kampflos aufgeben und versuchte sich bereits mit einer Hand etwas aufzurichten, aber auch diesmal gelang es ihm nicht. Stattdessen schoben sich die Lippen der Frau an sein Ohr und flüsterte ihm zu das er lernen würde, wie er eine Frau zu behandeln hatte. Das klang im Ansatz schon überhaupt nicht gut für ihn, sodass er die Lippen zu einer Grimasse verschob und den Kopf leicht wegdrehte als ihre Hand durch seine Haare streifte. Er brauchte dringend einen Plan der ihn aus dieser Situation bringen würde. Leider wurde seine Aufmerksamkeit im selben Moment wieder von der Frau in Anspruch genommen, dessen Hand sich langsam über seinen Oberkörper bewegte. Ihre raunenden Worte brachten ein leises Schnauben über seine Lippen, bevor er spürte wo ihre Finger zum Ruhen kamen. Reflexartig zuckte er zusammen und starrte ihr mit verkniffen Augen entgegen. Die Situation hätte ihm wohl möglich gefallen, wenn die Frau ihm nicht vorher das Knie zwischen die Beine gerammt hätte und gerade wie ein Raubtier über ihm hängen würde.

Kurz Schwieg Jiyu und konnte nicht verhindern, dass seine Augen kurz, fast nervös, auf ihren Körper wieder runter glitten. Er durfte sich nicht ablenken, schon gar nicht von so einer Frau. Denn ihre Berührungen würden vermutlich genau das bewirken. Man konnte hierbei von Glück reden, dass der Schmerz des Knies noch immer Oberhand gewann. Relativ schnell griff er erst nachdem einen Handgelenk und dann nachdem anderen, um ihren nach vorne gestützten Körper in einer Seitwärts rolle unter seinem zu bringen. Seine Knie drückte er umständlich neben ihre Hüfte und fixiert ihre Arme neben ihrem Kopf. Noch immer zog der Schmerz in seinen Magenhinein konnte, aber relativ gut für ihn verkraftet werden. Die Jutsus die er sonst verwendete, waren viel unangenehmer. Kurz atmete Jiyu tief durch und musterte dann die Frau unter sich. Warum musste sie so verdammt gut aussehen? Er beugte sich runter, fast als wollte er sie küssen und heftet seine Lippen nun seinerseits an ihre Ohren. »Du solltest nicht versuchen mich aufzuhalten, Sugar«, stieß er ihr entgegen und suchte dann mit einer Hand an seinem Gürtel nach einem Senbon. Er hatte normalerweise keine wirklich großen Waffen und beschränkte sich auf medizinische Jutsus, zumal er die Frau nicht töten wollte. Das lag ihm einfach nicht.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeSo Jun 02, 2013 1:20 am

[NPC ~ Noriko]

Eine ganze Zeit musterte sie genau die Reaktionen ihres nächtlichen Liebhabers, sodass Noriko seine verkniffenen Augen bemerkte, aber auch seinen Blick, der deutlich ihren nackten Körper untersuchte und mit Sicherheit gefallen daran fand. Zufrieden lächelte sie, ein wenig frech vielleicht, verstärkte sanft den Druck etwas, um ihm keine Schmerzen, sondern Wohlbefinden zu bereiten und ihn wieder auf den richtigen Kurs zu bringen. Nicht abzuhauen, sondern hier zu bleiben und das Bett mit ihr zu teilen, nämlich. Gerade wollte sie ihre Hand wieder heben, um ihm mit sanfter Gewalt das Gesicht zu ihr zu drehen, doch er war schneller, ergriff das Handgelenk und auch das zweite, das in seinem Schritt ruhte. Er reagierte dabei schneller als gedacht, rollte sie durch seine körperliche Überlegenheit zur Seite und begrub sie unter seinem Körper. Ein beinahe zufriedenes Raunen über diese neu gewonnene Dominanz entglitt ihrer Kehle, während ihre Arme über ihren Kopf gepinnt wurden und sie sich beinahe spielerisch unter ihm wandt, um ihm einen wunderbaren Ausblick auf ihre nackte Oberweite zu schenken, die sich im Takt ihres leicht beschleunigten und flacheren Atems hob und senkte. Wenn er kein Unmensch und ein Mann war, würde ihm das doch wohl gefallen, nicht? Immerhin hatte er es in der Nacht noch stetig beteuert.

Zufrieden nahm sie also zur Kenntnis, wie er sich herabbeugte und offenbar endlich Vernunft annahm. Gierig reckte sie ihm ihre Lippen entgegen, doch anstatt seine warmen Lippen auf ihre zu senken, stieß er eine Herausforderung aus, die sie kichern ließ. »Du solltest lieber nicht versuchen, mit mir zu spielen.«, schnurrte sie, hob ihren Unterleib an, um ihn an seinen zu schmiegen und beobachtete, wie eine seiner Hände ihre losließ, um offenbar etwas zu suchen. Das verdächtige Rascheln klang in den Ohren einer Kunoichi vertraut nach einer Waffentasche. Kurz kniff sie die Augen zusammen, rekte sich, um einen Kuss auf seine Lippen zu hauchen und sanft in seine Unterlippe zu beißen, bevor sie sich unvermittelt und mit einer Kraft, die sie normalerweise keinem Mann zeigte, mit dem sie das Bett teilte, von ihm losriss. Sie war trainierte Kunoichi, Taijutsuka und nicht unbedingt gebrechlich. Deshalb sah sie ja auch so verdammt gut aus! Ihre Arme jedenfalls stießen gegen seine Schultern, sodass er wieder umfiel, während ihre Hände bereits nach seinem Gürtel griffen, um ihn zu öffnen und aus der Hose zu ziehen, alles in einer überraschend schnellen Bewegung. Sie tat das offenbar des Öfteren. Der Gürtel fand seinen Weg um seine Handgelenke, die sie mit einer Hand die ganze Zeit beschäftigt hatte. Schnaubend verknotete die Dame die provisorische Fessel und schob die Waffentasche achtlos beiseite. Wie lange das Gebilde halten würde, konnte sie nicht sagen, sie war keine Fesselexpertin.

»Und jetzt, mein Lieber...«, begann sie leise an seinen Lippen zu säuseln, »Werden wir zwei ein wenig Spaß haben.« Ob er es erwiderte oder nicht, ihre Lippen senkten sich auf seine, fingen sie in einen kurzen Kuss ein, bevor sie begann, über sein Kinn nach unten zu wandern, während ihre Hände sich daran machten, seinen Oberkörper von störendem Stoff zu befreien. Gierig erkundete sie seine Haut mit den Lippen und freute sich tierisch darauf, was sie mit ihm anstellen konnte.

[Maemi herself ~]

Man denke sich Flüche an Jiyu und Warterei im Foyer.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeSo Jun 02, 2013 2:10 am

Noch nie in seinem Leben hatte er eine solche Frau kennengelernt, geschweige überhaupt das er in so eine Situation gekommen wäre. Dummerweise waren diese Gedanken nicht mit positiver Überraschung befleckt. Denn anstatt auf seine Warnung zu hören, kicherte Noriko auf und schien seine Aussage als eine Art Herausforderung zu sehen. Bei ihren Worten spannte er kurz seinen Kiefer an und spürte wie sich ihr Becken kurz an seines schmiegte. Jederzeit wäre er auf so eine Anspielung eingegangen, nur heute hatte er anderes im Kopf. Sie hatten einen wichtigen Auftrag zu erledigen und Maemi sollte eigentlich im Foyer auf ihn warten. Stattdessen würde sie wohl mit einer deftigen Verspätung belohnt, die er vermutlich nicht einmal wettmachen konnte. Vermutlich konnte er sich dann die nächsten Wochen anhören, wie verantwortungslos er war. Dennoch hatte er sich nicht ausgesucht, dass seine Abendbekanntschaft ein Raubtier auf Jagd war.

Jene holte ihn ebenso schon wieder aus den Gedanken raus und hauchte ihm einen fast zarten Kuss auf die Lippen. Dann biss sie ihm im selben Moment sanft in die Unterlippe und brachte ihn erneut völlig aus dem Konzept. Warum war sie überhaupt so verdammt hartnäckig? Die Frau entpuppte sich als wahres Monster und stieß mit einer unglaublichen Kraft gegen seine Schultern, wodurch er nach hinten stürzte. Unsanft prallte er auf den Rücken und stieß einen unschönen Fluch dabei auf. In derselben Bewegung löste sich bereits sein Gürtel von der Hose und wurde rasch entwendet. Jiyu versuchte sich aufzurichten und wurde erneut auf dem Boden festgenagelt, allein von einer Hand gehalten! Gestern Abend hielt er sie noch für recht zart und hatte ihr derartige Komplimente gemacht. Heute war sie völlig anders aufgelegt und fesselte ihn tatsächlich die Handgelenke zusammen.

Die Situation fand damit eine recht unschöne Wendung und ließ den Mann kurz das Gesicht zu einer Grimasse verziehen. Er rutschte ein paar Meter auf dem Rücken von ihr weg, stieß aber gleich daraufhin gegen die Wand und presste seinen Kiefer fest zusammen. Sie beugte sich vor, blieb dicht vor seinen Lippen stehen und flüsterte leise genau die Worte, die er eigentlich erhoffte nicht zu hören zu bekommen. Noch vor wenigen Stunden hatte er ihren Kuss für durchaus gutschmeckend bezeichnet in diesem Augenblick brannte er jedoch wie eine Zitrone auf seinen Lippen. Sein Herzschlag beschleunigte sich bei den weiteren Berührungen seiner Haut, die entgegen aller Erwartungen fast angenehm waren. Er atmete tief durch, schloss für einen Moment die Augen und zwang sich selbst dazu nicht seinen Körper die Oberhand dieser Situation zu lassen. Ansonsten würde er nachher noch gefallen dran finden. In seinem Geiste rief er sich auf, dass Shika auf ihn wartete und er dringend hier weg musste, was im Anbetracht der Fesseln wirklich schwierig war.

Die Küsse auf seiner Haut wurden penetranter und wanderten gemächlich an seiner Brust entlang. Heiß wie Feuer jagten sie eine Gänsehaut nachdem anderen über sein Körper und ließen ihn kurz verharren. Wie einfach wär es sich dem Gefühl wieder hinzugeben? Es war nicht unangenehm, auch wenn die Situation gezwungen wirkte. Ruhig ließ er die Bewegungen von Noriko zu, als hätte er es aufgeben sich gegen sie zu wehren. Ihre Lippen und auch ihre Hände gingen weiterhin auf Wanderschaft um seinen Körper aus dem Stoff zu befreien. Jene Zeit nutzte er jedoch um die Gürtelfessel zu lösen und vorsichtig eine Hand daraus zu lösen. Der Reißverschluss seiner Hose ertönte, doch diese Bewegung ließ er schon gar nicht mehr zu. Seine Hand ballte sich zu einer Faust und rammte sich an die Stirnseite der Frau. Vermutlich nicht so effektiv, wie eigentlich geplant, aber er war auch normalerweise kein Boxer.

Dann befreite er sich in der Überraschungsphase von dem Körper und rappelte sich rasch auf. Eine Hand hielt dabei seine Hose fest, damit sie durch den Gürtelverlust nicht rutschte, während er versuchte in Richtung Tür zu kommen. Er würde sogar in diesem Augenblick das Fenster nehmen, eben das was in der Nähe war, um einfach zu verschwinden. Möglicherweise traf er auch auf Maemi dabei. Jene konnte zumindest mehr Kampfkraft aufbringen als er selbst.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeSo Jun 02, 2013 3:31 am

[NPC ~ Noriko]

Oh dieses Katz und Maus Spiel war etwas Herrliches und wenn Noriko ehrlich war, dann machte sie das gerade unheimlich an und es wäre doch gelacht, wenn sie den netten Typen unter sich nicht ebenfalls dazu kriegen würde, dass ihm gefiel, was sie tat. So machte sie sich friedlich weiter daran, seinen gesamten Körper nocheinmal mit Hilfe ihrer Hände und Lippen zu erforschen. Zunächst nur seinen Hals, bis sein Oberkörper von nervigem Stoff wieder befreit war und sie sich seiner Brust und nördlicheren Regionen widmen konnte. Immer wieder atmete sie tief ein, sog seinen Duft auf und konnte garnicht genug von der Vorstellung bekommen, nocheinmal das zu tun, was sie letzte Nacht getan hatten. Unwillkürlich jagte ihr das einen Schauer über den Rücken, denn sie spürte, dass er nichts mehr tat, um sich zu wehren, sich nicht bewegte und kurz zog sie sogar in Erwägung, ihn zu entfesseln. Allerdings fand sie zu viel Gefallen an der dominanten Rolle in ihrem Liebesspiel und so wie sie ihn diese Nacht kennen gelernt hatte, wollte er die gern tragen. Selbst wenn er das gut konnte, wäre es vielleicht nicht falsch, ihm einmal zu zeigen, dass es auch anders sein konnte.
So kundschaftete sie friedlich weiter, glitt langsam an ihm nach unten, küsste sich ihren Weg zu seinem Bauchnabel und liebkoste jeden Zentimeter Haut tausendfach. Ihre Hände waren bereits wieder am Ort der Begierde angelangt und sie öffnete gelenk den Knopf, um mit einer Hand hinein zu huschen und in der gleichen Bewegung mit der anderen den Reißverschluss zu öffnen, um mehr Spielraum zu haben. Wirklich dazu kommen tat sie nicht, denn im nächsten Moment spürte sie unsanft eine harte Faust auf ihre Schläfe treffen und die Wucht ließ sie zur Seite fallen.

Während die dunkelhäutige Dame noch orientierungslos blinzelte und taumelte, glitt sie ungewollt von Jiyu herunter, griff sich an den Kopf und spürte bereits jetzt ein dumpfes Pochen. Dennoch zeigte sich ein lüsternes Grinsen auf ihrem Gesicht, ein wenig verzerrt und womöglich irre. »Nun hör schon auf, dich zu wehren!«, raunte sie angriffslustig, sah zu, wie er sich aufrappelte und reagierte recht langsam. Trotzdem bekam sie während seiner ersten Schritte noch eines seiner Fußgelenke zu fassen, zur Not sein Hosenbein und brachte ihn derart zu Fall, um sich benommen nach oben zu drücken und mit einem kurzen Schütteln ihrer violetten Haarpracht die Benommenheit loszuwerden. Raubtierartig kletterte sie wieder über den halbbekleideten Mann, ließ sich auf ihm nieder, sodass er sich nicht ohne mehr Kraftaufwand umwenden können würde und rieb zufrieden ihre Brust an seinem Rücken. »Wir haben doch gerade erst angefangen, Darling.«, säuselte die Irre Liebhaberin, fuhr mit ihren Händen an seinen Seiten herunter, um sich wieder ihrem Zielort zu nähern und das Objekt ihrer Begierde mit Streicheleinheiten und sanftem Druck dazu zu bringen, seinen Besitzer zu neuerlichen Aktivitäten zärtlicher Art mit ihr zu überreden.

[Maemi herself ~]

Schnaubend rückte Maemi noch ein Stück weiter von dem lüsternen Fettsack neben sich ab, legte stöhnend vor Wut den Kopf in den Nacken und schloss die Augen, um sich auf sich selbst zu konzentrieren und sich zu beruhigen. Es wurde immer später und später und Jiyu war immer noch nicht aufgetaucht. So langsam war ihr in den Sinn gekommen, dass es ja durchaus sein könnte, dass ihm irgendetwas zugestoßen war, so seeeeeehr gering die Wahrscheinlichkeit im Bett eines Hotelzimmers auch war. Vielleicht hatte er sich geschnitten, war gestürzt, hatte sich das Ding gebrochen... irgendwas Schmerzhaftes? Der letzte Gedanken ließ sie den Kopf schütteln, um das schadenfrohe Grinsen zu besiegen, bevor sie den Kopf leicht nach links und rechts wog, bis ihr Nacken ein befreiendes Knacken von sich gab. Daraufhin öffnete sie die Augen wieder, seufzte ergeben und aktivierte ihr Byakugan, um nach oben zu starren und eine Weile herum zu suchen, bis sie Jiyu fand. Das war deshalb so schwer, weil direkt auf ihm noch ein Chakrakreislauf lag. Wut keimte in der Hyuuga auf und sie machte sich nicht die Mühe, genauer zu untersuchen, was dort los war, gab es auf. Während ihre Augen sich wieder braun färbten, Konturen bekamen, sprang sie bereits auf und über die Tische die ihr mitsamt den angekommenen Gästen im Weg waren, um die Treppe zu erklimmen und das Zimmer zu suchen, das ihr Partner bezogen hatte.

Zwischen ihren Brauen zeigte sich eine verärgerte Falte. Eine halbe Stunde war ja noch human, aber über eine Stunde und er lag immer noch mit dem Flittchen auf dem Boden und machte sich eine schöne Zeit? Das ging entschieden zu weit! Rasch erreichte sie das Zimmer, klopfte energisch gegen das Holz, lauter, als es hätte sein müssen, um seine Aufmerksamkeit zu erreichen. "BEWEG DEINEN NACKTEN ARSCH HIER RAUS ODER ES SETZT WAS!", brüllte die Braunhaarige halb durch die Tür, hämmerte noch eine halbe Minute dagegen, bevor es ihr zu blöd wurde. Wenn er wollte, hätte er schon geöffnet. Chakra im Fuß, ein Schritt zurück ein gezielter Tritt und die Tür flog aus ihrem Angeln, barst und gab vermutlich einige Splitter frei, doch Maemi ließ sich nicht stören. Sie stapfte wütend über das Holz, kam so direkt vor dem scheinbar liebevoll kuschelnden Haufen an. Beherzt griff sie der Tusse in die Mähne, zerrte sie von dem Hellhaarigen herunter und ignorierte das penetrante Schreien, das sie von sich gab. "Halt die Klappe Schnepfe.", raunte sie, versetzte der Dame einen Stoß, mit dem sie gegen die Wand taumelte und sich den Kopf abermals anstieß. Gleich darauf ging sie zu Jiyu und stieß ihn unsanft an. "Steck dein Ding sonst wo rein, aber lass mich nie wieder über eine Stunde darauf warten, dass du damit fertig wirst, Mistkerl!", raunte sie wütend. Dabei konzentrierte sie sich nicht mehr auf die Tussi, immerhin waren das meistens Zivilistinnen, die ihr nichts entgegen zu setzen hatten. Deshalb bemerkte sie auch nicht, dass die Größere sich aufraffte, hinter sie schlich und sie in einem schraubstockartigen Griff einschloss. »Mhm, noch eine Spielpartnerin.«, säuselte die Irre und streckte ihre Zunge heraus, um einen feuchten Abdrick hinter dem Ohr der jungen Frau zu hinterlassen. Die Augen weitend ergriff diese die Arme, die sie umschlangen, schob sie nach oben über ihre Brust und beugte sich mit einem Ruck nach vorn, um die Braut über ihre Schulter direk Jiyu entgegen zu werfen. "Was geht denn mit euch?!"
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeSo Jun 02, 2013 1:44 pm

Die Hand von seiner abendlichen Bekanntschaft ergriff sein Fußgelenk und hielt ihn mit solcher eine Kraft fest, dass er zu Boden krachte. Schmerzhaft prallte er zuerst mit dem Kinn auf und verzog dabei sein Gesicht zu einer Grimasse als er einen eisernen Geschmack im Mund vernahm. Offensichtlich hatte er sich gerade auf die Unterlippe gebissen, die nun etwas blutete. Hinzu kam ein unangenehmer Schmerz der seinen Kiefer hinauf zog und leichte Tränen kurz in seine Augen trieb, die er mühselig weg blinzelte. Ein fast unterdrücktes, leises Stöhnen entrang sich seinen Lippen, während sich der Körper der Frau auf seinen Rücken schwang. Ihre Brust rieb sich dicht an ihm entlang und zeigte noch einmal deutlich auf was sie in diesem Katz und Maus Spiel hinaus wollte. Er war einfach die Beute mit der sie spielte. Ihre Stimme an seinem Ohr jagte eine Gänsehaut über seinen Rücken, während er fast ergeben sich kaum unter ihr bewegen konnte. »Du bist Irre«, stieß er hervor und drückte sich kurz daraufhin etwas auf, schaffte sich aber nicht unter der Frau zu drehen. Jene bewegte ihre Hände mit penetranter Begierde auf seine Hüfte zu und verschwand unter ihm.

Jiyu verzog sein Gesicht hilflos zu einer Grimasse als er spürte, dass sein Körper auf die Reize und die Berührung langsam zu reagieren schien. Sein Puls beschleunigte sich und ein warmes Gefühl hinterließ jede ihrer „Zärtlichkeit“ bei ihm. Kontrolliert atmete er immer wieder tief durch und lehnte kurz seine Stirn auf den Boden ab. Gerade als er glaubte sich einfach hinzugeben, hörte er ein energisches Klopfen an der Tür. Seine Gedanken waren sofort wieder in der Realität, während sein Gehirn die wütende Stimme von Shika vernahm. Er versuchte sich wieder nach oben zu drücken, wurde aber von der jungen Frau auf seinem Rücken wieder zu Boden gedrückt. »Verdammt, lass deine Pfoten von mir!«, knurrte der Iryônin widerspenstig und zuckte im selben Moment zusammen als die Tür aus den Angeln flog. Seine langjährige Wegbegleiterin schien nicht bester Laune zu sein. Glücklicherweise zerrte sie jedoch die Frau von seinem Rücken runter und raunte ihr ein paar Worte zu. Er wurde nun natürlich auch Opfer ihrer Laune und bekam einen unsanften Stoß in die Seite. »Halt mir lieber dieses…«, entgegnete er und drückte sich in eine aufrechte Position bevor Shika bereits im Schraubstock griff der kranken Nachtbekanntschaft landete.

Was war nur los mit dieser Frau? Warum hatte er nicht mitbekommen welche krankhaften Züge sie hatte und die Finger von gelassen? Sein neues Beuteschema sollte Shinobi Damen inzwischen ausklammern. Nachdem Jiyu es endlich schaffte auf die Beine zu kommen, wischte er sich kurz das Blut von den Lippen und wurde im selben Moment von dem entgegen geworfenem Körper der Frau wieder umgerissen. Das wievielte Mal fand er sich in einer Stunde wieder am Boden wieder? Kurz benommen von dem unsanften Schlag mit dem Kopf auf dem Holz drückte er die gierige Braut von sich weg. »Anstatt sie mir entgegen zu werfen, halt sie lieber von mir fern!«, raunte er und schaffte es tatsächlich in der zurückrutschenden Bewegung seine Hose wieder zu schließen, auch wenn es deutlich schwerer ging als davor. Normalerweise konnte er durchaus kämpfen, jedoch waren seine Jutsus meistens mit einigem Schaden behaftet und nicht besonders „sauber“. Umständlich drückte er sich wieder nach oben und schwankte ein paar Schritte zurück um vor der Frau zurück zu weichen.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeSo Jun 02, 2013 3:11 pm

Maemi war verwirrt. Was war das denn hier bitte für eine Zirkusveranstaltung? Erst räkelten sie sich verliebt auf dem Boden und bekamen die Finger offenbar nicht voneinander, dann wollte das Weib sie in ihr Spielchen einbeziehen und nun redete Jiyu doch eher davon, dass sie es ihm vom Leib halten sollte. Was war denn passiert? Die Stirn runzelnd sah sie ihn an, wie er von der dunkelhäutigen Schönheit wegrutschte und sich mühsam die Hose zu machte. Dennoch hatte er offenbar eben noch gefallen an dem Spielchen gehabt. Kopfschüttelnd wandte sie ihren Blick von seinem Schritt auf das Weib, das benommen gerade wieder zu sich kam, sich umsah und langsam auf den Hellhaarigen zukroch, gierig mit den Händen nach seinem besten Stück angelte und sich auf seinen Schoß zog. Was ging mit der Tussi nur nicht ganz richtig? Wütend ging die Braunhaarige auf das nächtliche Sexualpärchen zu, sammelte eine geringe Menge Chakra in ihrer Hand und stimulierte einen Chakrapunkt in ihrem Nacken. Augenblicklich erschlafften all ihre Muskeln, sie verdrehte die Augen und kam auf Jiyus Brust zum Liegen. "Was für ein krankes Spiel habt ihr denn bitte gerade gespielt?", fragte sie missmutig, zog das Miststück von ihm herunter, klemmte sich die Arme über die Schulter und hievte sich das Weib darüber, um es zum Bett zu schleppen und dort unsanft abzulegen, die Decke über ihren nackten Körper zu decken und sich dann wieder abzuwenden und schnaufend vor dem Iryônin in die Hocke zu gehen. Kurz musterte sie ihn eingehend, untersuchte ihn auf Verletzungen, bevor sie sich wieder aufrichtete, ihm ihre Hand anbot und mit sich auf die Beine zog.

Nachdenklich schürzte sie die Lippen, berührte seine, die immer noch blutete, vorsichtig mit ihren Fingern. "Ernsthaft, war das ein neues Sexspiel von dem ich nichts weiß? Sind deine Vorlieben plötzlich gewandert oder warum holst du dir eine Kunoichi ins Bett und dann auch noch eine, die offenbar Taijutsuka ist?", fragte sie, schüttelte den Kopf und schnaubte abermals, bevor sie umherging und sich bückte, um Jiyus Klamotten zusammen zu suchen, seinen Gürtel aufzuheben und auch seine Waffentasche. Mit allem bepackt ging sie wieder zu ihrem Weggefährten, sah ihn schräg an. "Lass mich nie, nie wieder so lange warten!", presste sie immer noch wütend hervor und reichte ihm nach und nach seine Sachen, damit er sich anziehen konnte und sie endlich den Blick auf seinen nackten Oberkörper und die rutschende Hose verlor. Danach wandte sie sich von ihm ab, sah sich um und schüttelte abermals den Kopf, ging zum Fenster, um nach draußen zu sehen. Einige Leute waren stehen geblieben, denn offenbar war der Aufruhr, den sie gerade verursacht hatte, nicht unbemerkt geblieben. Nicht zuletzt die eingetretene Tür hatte einen riesen Lärm gemacht, als sie aus den Angeln geflogen und dumpf zu Boden gefallen war.

"Ich schwöre dir, irgendwann schneid ich dir das Teil einfach ab, ernsthaft. Du bringst uns nur in Schwierigkeiten.", stellte die Hyuuga nüchtern fest, verzog das Gesicht und sah zu der Violetthaarigen zurück, die friedlich schlummernd in dem Bett lag und sich in die Kissen und Laken kuschelte. Interessante Vorlieben hatte der feine Herr Iryônin da ja gezeigt. Größer, dunkelhäutiger und offenbar weit sexversessener, als sie selbst. "Ist ja beinahe beleidigend für die Frauenwelt, dass dir sowas gefällt."
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeSo Jun 02, 2013 3:57 pm

Seine Nachtbekanntschaft ließ einfach nicht locker und war bald schon wieder auf seinem Schoß, sodass er mit verzogener Miene die Frau versuchte von sich weg zu drücken. »Würdest du bitte…«, stieß er gequält hervor als endlich Shika sich ebenso einschalte und den Körper der dunkelhäutigen mit einem geübten Handgriff erschlaffen ließ. Jiyu stieß erst einmal angestrengt die Luft aus den Lippen und warf ihr einen dankbaren Blick entgegen, als er die dunkelhäutige von ihm entfernte. Bevor er jedoch aufstand, legte er zuerst seinen Kopf in den Nacken und versuchte seine verkrampften Muskeln zu entspannen. »Danke… ich dachte schon ich werde sie nicht mehr los«, murmelte er und sah zurück zu der Hyuuga, die sich inzwischen vor ihm hinkniete. Ihren musternden Blick erwiderte er, auch wenn seine Augen wie immer ein kleinwenig zu Seite wichen. Einen Blickkontakt zu halten, konnte er nach 32 Jahren immer noch nicht. Dann erhob sich der Iryônin mit der Hilfe der Frau und räusperte sich etwas über die Situation. Immerhin besaß er auch so etwas wie das Gefühl von Peinlichkeit, dass er in so etwas reingerutscht war und gerettet werden musste.

Die Finger der Hyuuga die seine Lippen sanft berührten, lenkte seine Aufmerksamkeit jedoch wieder zurück in die Realität, sodass er blinzelnd ihr entgegen sah. Innerlich war er tatsächlich froh darüber, dass er sich auf sie verlassen konnte und sie wohl gerade seinen „nackten“ Hintern rettete. Was ihn wieder darauf hinwies, dass er eigentlich seine Hose schließen sollte. Rasch versuchte er alles unterhalb seiner Gürtellinie so gut es ging zu verstauen und verzog dabei zum erneuten Male das Gesicht zu einer Grimasse. Das lag unteranderem daran, dass die dunkelhäutige es tatsächlich geschafft hatte, seinen Körper dazu zubewegen auf ihre Berührungen einzugehen. Dennoch spielte auch noch der Tritt eine Rolle, der ihn sicher noch ein paar Stunden Freude bereitete. »Ich war im Inbegriff zu gehen als sie ein Kunai nach mir warf und mich davon abhielt«, antwortete er dann auf die Frage der Hyuuga und griff nachdem Gürtel den sie auf den Armen hatte.

Langsam aber sicher richtete Jiyu seine Kleidung wieder her und zupfte sich immer wieder vorsichtig im Schritt rum. Seine Begleiterin beschwerte sich hingegen, dass er sie nie wieder warten lassen sollte. Es war in der vergangen Zeit wirklich oft passiert das der Mann unpünktlich erschien, aber wohl nie mehrere Stunden. Hierbei sprachen sie lediglich von wenigen Minuten. »Außerdem wusste ich nicht, dass sie so ein Biest ist. Es stand nicht gerade auf ihrer Stirn, dass sie mich beim Verlassen des Raumes halb umbringen will«, säuerte er weiter und zog sich dann schlussendlich die Waffentasche noch zurecht. Sein Blick glitt kurz Maemi hinterher die zum Fenster ging, bevor er selbst einen Blick in den Spiegel warf. Durch seine helle Hautfarbe konnte man natürlich einiges mehr sehen als ihm persönlich lieb war. Ein dunkler blauer Fleck war an seinem Kinn entstanden, ebenso zierte noch etwas Blut sein Gesicht im Bereich der Wange und seiner Unterlippe. Leise seufzend bewegte er sich kurz ins Bad und lauschte dabei Maemi. Er sollte ihre Drohung wohl ernstnehmen, dass sie ihm irgendwann sein Teil abschnitt, aber ob sie daran Gefallen finden würde?

Eine Ladung kaltes Wasser wusch nicht nur die Blutreste aus seinem Gesicht, sondern die Bilder von abgetrennten Gliedmaßen. »Ich glaube nicht, dass wir beide daran Spaß finden würden!«, rief er wie immer recht friedlich und keinesfalls provokant aus dem Bad raus. Er trocknete sich zunächst das Gesicht ab und trat dann langsam zurück in das verwüstete Zimmer. Vermutlich musste er die Tür ersetzen, aber alles war ihm lieb als eine halbverrückte Frau die auf ihn rum… ritt. Gemächlich trat der Iryônin hinter Shika und sah für einen Moment ebenso nach draußen um festzustellen wie viel Aufsehen erregt wurde. In dem Dorf schien es wohl nie so viel Krach zu geben, sodass sich eine bedenkliche Traube an Schaulustigen gebildet hatte. »Wunderbar. Wir sollten uns rasch aus dem Staub machen, Shika«, murmelte er ihr zu und drehte sich wieder herum. Dabei hörte er noch durchaus ihr Kommentar über die Beleidigung der Frauenwelt. »Mir gefällt vieles«, entgegnete Jiyu und warf dabei einen bedeutenden Blick über die Schulter zu ihr zurück. Ein freches Grinsen stahl sich über seine Lippen, bevor er rasch das Weite suchte und über die Trümmer hinweg auf den Gang trat. Der Geschäftsführer kam in diesem Augenblick ihnen entgegen und beschwerte sich über das zerstörte Inventar. Natürlich beteuerte der Iryônin, dass er alles unten zahlte und quälte sich an der Rezeption noch einmal damit ab die Rechnungen zu begleichen.

Mit einer deutlich leeren Geldbörse verließ er das „Hotel“ und warf einen säuerlichen Blick dabei der Hyuuga zu. »Beim nächsten Mal zertrümmere bitte nicht die Türen. Es hat mich mein halbes vermögen gekostet sie zu ersetzen«, murmelte er und schlurfte ein paar Schritte die Straße entlang. Selbst das Laufen war noch recht unangenehm und machte ihnen beiden bei dem Auftrag hoffentlich keine Probleme. Wenn sie ihn überhaupt noch rechtzeitig bekamen. Denn sie hatte fast um zwei Stunden den Gesprächstermin verpasst, sodass es unwahrscheinlich war das der Auftraggeber wartete. Jiyu sah sich bereits ohne Geld unter den nächtlichen Himmel übernachten, weil er sich kein Zimmer mehr leisten konnte. Seufzend zog er ein Senbon aus seiner Tasche, steckte es seitlich in seinen Mundwinkel und kaute darauf rum. »Wir sollten vielleicht direkt weitergehen. Eine Verspätung von 2 Stunden wird uns den Auftrag sicher versaut haben. Wenn wir Glück haben, schaffen wir es noch ins nächste Dorf bevor es dann dunkel wird.« Erneut zupfte Tsuki zwischen seinen Beinen rum und schnaubte missmutig auf. Wie konnte eine Frau nur solche Schmerzen verursachen?
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeSo Jun 02, 2013 4:32 pm

Na offenbar war sie ja einmal in ihrem Leben gerade richtig gekommen und hatte Jiyu davor bewahrt, der Frau weitere Momente der tiefsten Wonne zu bereiten. Oh welch grausame Qual das mit Sicherheit für ihn gewesen wäre und er war ja grundsätzlich der letzte, der Spaß daran hatte, seinen Körper dafür zu benutzen, wofür er offenbar gemacht war. Tief durchatmend und schweigend überging Maemi den Dank, nickte nur stumm auf seine Erklärung hin und wartete dann am Fenster darauf, dass er fertig wurde, denn er verschwand immerhin ohne ein Wort im Badezimmer. Sicher musste er sein zu hübsches Gesicht wieder herrichten, damit die Ladies ihm auch diese Nacht wieder um den Hals fielen und ihre Betten mit ihm teilten. Ein leichtes Lächeln schlich sich auf ihre Züge, während sie daran dachte, wie oft er das tat und was Kana ihm jetzt vermutlich dafür angetan hätte, wenn sie ihn so auf dem Boden mit der Tussi gefunden hätte. "Du solltest froh sein, dass ich hier war und nicht Kana.", stellte sie ruhig fest, seufzte leise und schloss die Augen, während sie immer noch mit unter der Brust locker verschränkten Armen vor dem Fenster abwartete, dass er sich das Gesicht wusch und abtrocknete. Seine Worte, die er rief, ließen sie schmunzeln. Tatsächlich wüsste sie einige spaßigere Aktivitäten mit dem Ding zu absolvieren, aber die Gedanken vertrieb sie lieber schnell wieder aus ihrem Kopf, bevor der Iryônin sie ihr noch an der Nasenspitze ansehen würde. Immerhin kam der gerade aus dem Badezimmer und trat direkt hinter sie, um über ihre Schulter aus dem Fenster zu sehen und ebenfalls die Menschentraube zu erblicken, die verwundert gaffte, sich aber zumindest wieder teilweise zu zerstreuen schien, denn immerhin war seit einigen Minuten kein Krach mehr zu hören und so auch kein Grund mehr vorhanden, dämlich zu gaffen. Sie wandte sich ebenfalls rasch ab, um dem Hellhaarigen zu folgen, der sie bedeutungsvoll ansah und erklärte, dass ihm vieles gefiel, bevor er sich aus dem Staub machte. "Offenbar sind üppige Behänge ja aber eher dein Fall!", rief sie ihm hinterher und beeilte sich, um zu folgen, nur um im Flur direkt in seinen viel zu großen und breiten Rücken zu rennen. Männer!

Leicht irritiert trat sie zurück, linste an ihm vorbei und schenkte dem Geschäftsführer ein entschuldigendes, unschuldiges Lächeln und ersparte Jiyu damit eine Predigt darüber, wie teuer die Tür gewesen war. Der Mann lief nämlich dick rot an und rieb sich verlegen den Hinterkopf, um stammelnd die Beteuerung anzunehmen, dass alles bezahlt werden würde. Offenbar hielt er sie beide für ein Pärchen, das eben etwas... wilder im Umgang miteinander war. Kichernd tappte sie dem Älteren hinterher, berührte ihn während er an der Rezeption mit dem Begleichen der Rechnung kämpfte, sanft an der Hüfte, hauchte ihm im Vorbeigehen einen Kuss auf die Wange und winkte dem Geschäftsführer dann brav zu, bevor sie sich aus dem Staub machte, das Foyer mit all den Gaffern verließ und draußen auf den Tsuki wartete, der sicherlich nicht begeistert von dem Preis war, der ihn das alles abverlangte.
Wie erwartet trat er wenig später mit einem säuerlichen Blick an sie heran und erntete doch nur ein unschuldiges, braves Lächeln. "Aww, ich lade dich heute Abend ein, wenn du keine spendable Lady findest, die ihr Bett mit dir teilt, um dich morgen früh daran fest zu binden, wie einen Lustsklaven.", säuselte die Braunhaarige in einer liebenswürdigen Tonlage, strich dem Größeren dabei beinahe zärtlich über die Wange und kniff sanft hinein, während sie den blauen Fleck musterte, der sich an seinem Kinn bereits zeigte und auch diesen mit der Hand vorsichtig berührte. Schien ja zumindest noch ganz zu sein.

Nachdenklich musterte sie ihn aber, zog eine Augenbraue in die Höhe und heftete ihren Blick kurz auf seinen Schritt, an dem er ständig herumzupfte, während sie vor ihm stand und es zumindest vor den Augen aller Gaffer in der Traube verbarg. Mit einer Kopfbewegung deutete sie dorthin und sah ihn ungläubig an. "Wirklich? Mitten hier? Hat sie dir also doch gefallen? Ich wette, wenn ich nicht gekommen wäre, hättet ihr es weiter getrieben wie die Karnickel.", kommentierte sie weniger liebenswürdig als eben und vermutlich etwas barsch. Immerhin war das doch kein Umgang, sich direkt vor eine Frau ständig im Schritt herumzueiern! Also sowas! Und dabei war Jiyu doch sonst so gut erzogen. Nachdenklich musterte sie ihn, hörte seine Worte und schwieg kurz, während sie ihn anstarrte. Irgendetwas nervte sie. Seufzend wurde ihr bewusst was, sodass sie ihm ins Gesicht griff, die Senbon aus seinem Mund zog und mit einem behutsamen Griff um ihn herum wieder in seiner Tasche verschwinden ließ. "Du bist unmöglich, dass du die Dinger ständig ansabberst. Die sind zum Kämpfen und nicht zum Kauen da. Vielleicht solltest du aber auch einfach eine Frau werden, damit du dir andere Dinge in den Mund... okay. Der war wirklich niveaulos..." Grinsend unterbrach die Hyuuga sich selbst bei einer Anspielung auf sein reges Sexualleben. Sie fragte sich manchmal, ob er sich überhaupt Gedanken darüber machte, was das alles bewirken konnte. Ungewollte Schwangerschaften, Krankheiten, Fesselspielchen... Tote. Seufzend nickte sie aber, sah die Straße entlang und zuckte mit den Schultern. "Du hast wohl Recht und ich hab' keine Lust mir auf Waldboden den Arsch abzufrieren.", nuschelte sie leise, denn sie würde sich garantiert nur wieder erkälten, wenn sie im kalten, feuchten Wald schlief und fror und generell keine Lust hatte, mit all dem krabbelnden Getier.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeSo Jun 02, 2013 5:21 pm

Tatsächlich konnte der Iryônin von Glück reden, dass Maemi ihn gefunden hatte und nicht ihre feurige Begleitung die ihn vermutlich bildlich verprügeln würde. Beide Frauen gehörten jedoch inzwischen irgendwie zu ihm, sodass es ihm nicht einmal viel gestört hätte. Abgesehen davon, dass sie Tage lang ihn tot schweigen würde und er den Alleinunterhalter spielte. Maemi war in diesem Fall etwas anders gestrickt, auch wenn ihn tatsächlich der Kuss auf die Wange irritiert hatte. Ebenso blickte er für einen Moment länger zu ihr als sie fast zärtlich die gleiche Stelle mit den Fingern berührte. Gerade heute blieb diese Gestik in seinem Kopf haften und brachte ihn zum Nachdenken. Erst sehr viel später reagierte er deswegen auf ihre Aussage, dass sie ihn heute Abend einladen würde, wenn er keine Lady fand die mit ihm das Bett teilte. Wie sozial sie doch war! Ein wenig kam er sich sogar von ihr verarscht vor. »Oh, wie nett und spendabel die große Heldin noch ist. Wohl möglich darf ich sogar in einem Bett schlafen und nicht auf dem Boden?«, erwiderte er auf ihren säuselnden Ton und ließ fast unruhig den Blick durch die Menge gleiten. Allein Shika schien jedoch mitzubekommen warum.

Erneut schenkte er seiner Begleiterin einen zusammengekniffenen Blick und ging gemächlich weiter um sich von der großen Menge am besten zu entfernen. »Vermutlich wäre es eher wie bei einer Jagd abgelaufen. Ich war dabei die Beute und sie das Raubtier«, seufzte er niedergeschlagen und schien nicht ganz erfreut darüber zu sein, dass sie die ganze Zeit darauf rum hackte. Immerhin hatte er sich seine körperliche Reaktion auch nicht selbst ausgesucht. Dann griff jedoch Shika nach seinem Senbon und ließ diesen wieder in seiner Tasche verschwinden. An manchen Tagen fragte er sich tatsächlich ob man sie beide wirklich nur als Wegbegleiter betrachtete. Denn so wie sie sich verhalten, glichen sie fast schon einem alten Ehepaar. »Ich bin relativ froh darüber ein Mann zu sein. Immerhin hättest du dann sonst nichts über mich zu meckern«, bemerkte er friedlich und kniff ihr dabei ungeniert in die Rückseite, bevor er einen Schritt vor ihr auswich. Immerhin hatte sie selbst Schuld, wenn sie ständig solche sexistischen Bemerkungen machte.

Sie gingen gemeinsam die Straße entlang und würden bald schon das kleine Dorf verlassen. Vermutlich war es aber auch besser so. Denn bald würde das Monster aufwachen und sicher nach Rache dürsten. Ob sie nun die Jagd begann? »Du müsstest dir auch nicht auf dem Waldboden den Arsch abfrieren. Ich habe einen Schlafsack bei, abeeer… du hast davon gesprochen mich einzuladen. Also werden wir wohl nicht das Problem haben«, entgegnete der Iryônin und versenkte seine Hände in den Taschen. Sie gingen gemächlich nebeneinander her und steuerten zurück auf den Hauptweg, der sie in die nächste Stadt bringen würde. Jiyu war sich nur nicht sicher ob es die richtige Richtung war. »Hast du deine Informationen bekommen, die du gesucht hast? Oder müssen wir uns an jemand anderes wenden?«, fragte er nach einer Weile des Schweigens und warf einen Seitenblick zu ihr. Immerhin zupfte er sich nicht im Schritt rum, was wohl daran lag, das er seine Hände in den Hosentaschen zu Fäusten ballte. Lange würde er diese Haltung jedoch nicht beibehalten, weil bald schon die Sonne durch das Blätterdach über ihn schien.

Der Iryônin zog seine Sonnenbrille aus der Jackeninnentasche und schützte sich damit vor der Helligkeit, die jedes Mal vom neuen schmerzhaft für seine Augen war. Dann wandte er seine Aufmerksamkeit wieder Shika zu und musterte sie von der Seite eingehend. »Ich hoffe die Frau hat Dir vorhin keine Verletzung beigebracht? Sie hatte dich ziemlich unsanft eingeklemmt«, bemerkte er und musterte kurz ihre Halsseite. Irgendwo griff bei ihr immer der Beschützerinstinkt wieder ein.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeSo Jun 02, 2013 5:53 pm

Maemi seufzte ergeben. "Wenn es sein muss, kannst du in meinem Bett schlafen und ich auf dem Boden. Muss ja nicht sein, dass du deine Kronjuwelen heute auch noch verkühlst. Irgendwann brauch ich sie nicht mehr abzuschneiden, wenn das so weitergeht...", murmelte sie vor sich her, während sie ihm folgte und neben ihm herging. Beinahe lachte sie laut los, als er erklärte, wie das Spielchen vermutlich eher abgelaufen wäre. Eine seltsame Vorstellung. Eigentlich hielt sie ihn doch eher für den dominanten Part einer nächtlichen Vereinigung und fragte sich, ob er auf dominante Weibchen stand oder eher weniger. Dass er aber weder mit Kana noch mit ihr je etwas angefangen hatte, ließ die Vermutung zu, dass dem nicht so war. Andererseits... Kana war die Schwester seiner verstorbenen Frau und sie selbst und er hatten... ein seltsam und undurchsichtig abgestecktes Revier, das sie verteidigten, wenn der andere es überschritt. Eine magische, unsichtbare Grenze quasi, die ihrer Arbeit zu Gute kam. Das Gesicht verziehend schob sie die Gedanken daran beiseite, dass sie sich eigentlich ständig neckten und angingen, als seien sie bereits ewig ein Paar und uralt. Aber dem war ja wohl eher absolut nicht so. Sie waren Weggefährten, Partner, womöglich Freunde. Er war ihr Lebensretter, aber mehr auch nicht. Seine Worte holten sie wieder in die Realität und ließen sie aus den Augenwinkeln zu ihm aufsehen. "Ich kann an Frauen noch viel mehr herummeckern, als an dir, aber vielleicht ist es gerade deswegen gut so, dass du keine von den Schnepfen bist.", bemerkte sie leise, wandte ihren Blick wieder nach vorn und schnappte erschrocken nach Luft, als er ihr in den Hintern kniff. Sie war einen Schritt zur Seite gehoppst, hielt sich unwillkürlich die Hände schützend vor das Hinterteil und sah ihm Stirnrunzelnd nach, wie er das Weite suchte, weil er genau wusste, dass sie es nicht leiden konnte, wenn er sie einfach anfasste. Wäre er näher gewesen, hätte sie ihm dafür vermutlich eine gescheuert. "Lass die Finger von mir, alter Knacker!", wetterte sie gegen ihn und verzog das Gesicht, nahm die Hände von ihrer wohlgeformten Kehrseite und ließ sie in den äußeren Taschen ihrer Jacke verschwinden, um weiter neben Jiyu herzugehen.

"Du weißt genau, dass ich immer friere, egal wie viele Decken du um mich herum packst.", säuerte sie leise, als er meinte, er habe einen Schlafsack dabei. Das hatte sie auch. Zwei sogar. Dennoch war sie nie in der Lage, eine Nacht zu verbringen, in der sie nicht fror, wenn sie draußen schlief oder es kalt oder sogar nur kühl im Raum war. Sie brauchte die Hitze einfach, hatte sich zu sehr an die Tagestemperaturen in der Wüste gewöhnt. Der einzige Vorteil dabei war, dass sie Männern nie vorzuspielen brauchte, dass sie gern gewärmt werden wollte und dass sie hohe Temperaturen klaglos ertragen konnte. Viel zählen tat das aber leider eben nicht. So ging sie eine Weile schweigend neben ihm her, auch als er seine Fragen stellte. Sie dachte an den schmierigen kleinen Kerl, der ihr so zwielichtig erschien, dass er sie eigentlich schonwieder gar nicht mehr betrügen konnte. Leider hatte er es aber getan, war mit dem Geld abgehauen und hatte die Informationen mit sich genommen. Der Ausdruck im Gesicht der jungen Frau war härter geworden und ihr Lächeln war verschwunden, während ihre Augen stur geradeaus auf dem Weg blieben. "Er ist nicht gekommen, wie vereinbart. War wohl ein Betrüger, keine Ahnung.", murmelte sie leise. Sie mochte es nicht, zu verlieren und es zuzugeben war ohnehin schon immer die Hölle für sie. So presste sie ihre Zähne aufeinander, dass es knirschte und spürte, wie ihre Kiefermuskulatur sich angestrengt verspannte. Wieder ein Tag mehr, an dem Frauen und Mädchen leiden mussten. In all den Jahren hatten sie es noch immer nicht fertig gebracht, diese Leute zur Strecke zu bringen. Einige kleinere Fische, ja, sie hatten sogar ein paar Frauen befreit, aber die, die ihr selbst all das angetan hatten, rannten immer noch frei irgendwo herum. Ungestraft.

"Tch...", stieß die Hyuuga entnervt aus, fuhr sich mit einer Hand durch die nussbraunen Haare und schob sie so aus ihrem Gesicht, bevor sie wieder versuchte, ein Lächeln aufzusetzen und etwas freundlicher zu wirken. Immerhin machte der Andere sich nur Sorgen und wollte sie nicht verärgern, konnte ja auch nichts dafür, dass der kleine Wicht abgehauen war, ohne ihr Informationen zu hinterlassen. Seine Frage nach ihrem Wohlbefinden ließ sie das Gesicht aber wieder verziehen. "Wenn sie mir mit ihren übergroßen, nackten Möpsen nicht den Rücken verunstaltet hat, dann geht es mir gut. Sie hat einfach ein wenig fest zugedrückt.", nuschelte sie vor sich hin, verschwieg dass ihre Rippen unter dem Druck geschmerzt hatten und sie ihr die Luft aus den Lungen gepresst hatte. Sie wusste nicht, ob der Schmerz lediglich von einem blauen Fleck an ihrer linken Seite kam, aber sie ging davon aus. Ansonsten sah man ihr ohnehin nichts an. Sie würde nicht wegen einem Wehweh-chen anfangen rumzuweinen und ihn sie untersuchen lassen. "Warum stehst du eigentlich auf diese Melonen?" Mit einer ausladenden Geste deutete sie etwas übertrieben die Größe der Brüste der Violetthaarigen an und musste dabei eingestehen, dass ihre eigene Oberweite - wenn es hochkam - die Hälfte des Busenwunders war. Zweifelnd schürzte sie dabei die Lippen. Es war nicht so, dass sie ihre Brüste für zu klein hielt, aber wenn man deswegen mal zurückgewiesen wurde oder einen Kerl sah, der lieber eine Großbusige nahm, nagte es doch ein wenig an den Gedanken.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeSo Jun 02, 2013 7:54 pm

Kopfschüttelnd tat er ihren Satz ab, dass er in ihrem Bett schlafen durfte, während sie sich mit dem Boden begnügen würde. Das Ergebnis wäre nachher nur, dass sie sich erkältete und mit hohen Fieber das Bett hütete. »Wir beide wissen, dass es eine denkbar schlechte Idee ist, wenn du auf dem Boden schläfst«, entgegnete er mit einem ernsten Gesichtsausdruck und würde sich tatsächlich selbst sogar in einem Schlafsack irgendwo hin kuscheln, damit es gar nicht erst zu so einem Problem wurde. Dennoch würde er sich erst Gedanken machen, wenn es soweit war. Erst einmal konzentrierte er sich darauf nach der Kneif-Attacke etwas Abstand zu Shika zu lassen, weil er eigentlich wusste sie mochte es nicht. Grundsätzlich trieb er die Frau jedoch gerne einmal in den Wahnsinn, um einfach ihr Gemüt etwas anzustacheln. Ein leises fast kindisches Kichern kam über seine Lippen als er das wettern vernahm und er den Kopf in ihre Richtung drehte. Normalerweise benahm er sich eigentlich nur so, wenn sein Sohn in der Nähe war und dann gab es wirklich viel Blödsinn was die zwei anstellten.

Sein Grinsen erstarb jedoch, als er hörte, dass der Mann nicht gekommen war und offensichtlich sie betrog. Die Tatsache stimmte ihn nachdenklich und ließ ihn kurz etwas grübelnd nach oben sehen. Irgendwo verspürte er das dringende Bedürfnis den Mann ausfindig zu machen und ihm sein dämliches Gesicht einzuschlagen, weil er glaubte Shika so etwas antun zu können. Selten hatte jedoch jemand erlebt, dass er wirklich mal die Kontrolle über sein Handeln verlor. Denn genauso selten versuchte er sein Bluterbe zu nutzen, dass ihn teilweise einiges an Blut kosten konnte. »Irgendwann werden wir ihn aufspüren und dann wird es bereuen«, flüsterte Jiyu leise und warf einen kurzen Seitenblick zu Maemi rüber um festzustellen wie es ihr gerade ging. Das Thema war für sie so zerbrechlich wie Glas und verstimmte sie immer wieder, sodass er Zurückhaltung zeigte. Trotzdem musste sie darüber sprechen, damit sie wusste sie wäre damit nie alleine. Jin würde vermutlich sogar einen Blutschwur für sie leisten um ihr Leben zu beschützen. Blinzelnd über diese Gedanken rieb er sich über den Hinterkopf und stieß ein leises Seufzen hervor.

Das Thema veränderte sich jedoch im selben Moment, wo sie anfingen über Vergangenheitsprobleme rum stocherten. Sie sprachen über monströse Brüste und warum er sich gerade die dunkelhäutige Frau aussuchte. Eigentlich hatte er keine Vorliebe für solche Körperrundungen, aber er würde auch nicht Nein sagen, wenn eine derartige Frau ihr Interesse bekundete. Räuspernd sah er zu seiner Begleitung rüber und musterte sie kurz von der Seite her. Es war tatsächlich schwer über dieses Thema näher zu sprechen. Die körperliche Nähe zu einer Frau gab ihm das Gefühl wenigstens für eine Nacht etwas Glück zu empfinden. Irgendwo schien er nie erwähnt zu haben sich meistens recht verloren zu fühlen und die wärmer einer anderen Person einfach spüren zu wollen. Jiyu stieß mit dem Fuß recht lustlos ein Stein vor sich her und musterte nachdenklich den Boden. »Ich habe mich nicht explizit nach großen Brüsten umgesehen, sondern einfach nach einer Frau die… auf mich reagiert hat«, erklärte er und griff erneut nach einem Senbon, den er sich seitlich in den Mundwinkel steckte.

»Das warme Gefühl eines sich rekelnde Körpers und die heißen Küsse auf der Haut… es ist wie ein Abenteuer für eine Nacht.« Damit verstummte er und dachte an die Nächte mit seiner Frau. Sein fotografisches Gedächtnis hatte vor allem ein Nachteil. Nicht zu vergessen. Alles wirkte als wäre es erst gestern und jede Nacht wollte er diesem Gefühl von kälte entliehen. Die Bilder ihres Blutes an seinen Händen drangen in sein Gehirn und ließ ihn kurz die Farbe aus dem Gesicht verlieren. Kurz durchfuhr ihn ein zittern und ließ seine Hände zu festen Fäusten ballen. Er nannte so etwas Flashback, auch wenn er eigentlich jederzeit auf diese Erinnerung zugreifen konnte.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeSo Jun 02, 2013 9:49 pm

"Tja, das müssen wir dann wohl in Kauf nehmen, damit du gemütlich schläfst.", bemerkte Maemi zwinkernd. Sie hatte keine Scheu sich zu erkälten, dazu war sie viel zu oft so schon angeschlagen. Ihr Ärger über ihn war ohnehin größtenteils schonwieder verraucht und so würde sie ihm vermutlich tatsächlich ein Bett überlassen, wenn es denn überhaupt nötig sein sollte. Es wäre im Zweifelsfall auch nicht das erste Mal, dass sie eines der Polstermöbel teilen würden. Selbst als sie sich noch nicht so gut gekannt hatte, hatten sie das getan, auch wenn es damals eben eher die Notlösung gewesen war, um sie zu wärmen. Leise seufzte sie. Die Jahre bei den schrecklichen Kerlen hatten sie wirklich anfällig für jeden Scheiss gemacht. Doch sie wollte nicht schonwieder an diese denken, war froh, das Thema mit dem nervigen Burschen hinter sich gebracht zu haben, der einfach abgedampft war. Sie wog leicht den Kopf von einer Seite zur anderen, hatte beide Hände wieder in den Taschen ihrer braunen Lederjacke verstaut und vergrub ihren Mund und ihre Nase in dem breiten und langen roten Halstuch, wie es ihr eben eigen war. Seine Feststellung, dass sie den Typen irgendwann finden würden und er es dann bereuen würde, ließ sie etwas unverständlich brummen, aber es war nicht wichtig und sie machte sich nicht die Mühe, es lauter nocheinmal zu sagen. Es klang zustimmend, das reichte, auch wenn sie stark daran zweifelte, dass sie sich die Mühe machen würden, den kleinen Fisch wirklich ausfindig zu machen und ihm die Leviten zu lesen. Viel zu viel Arbeit für augenscheinlich zu wenig Ertrag. Wenn er etwas gewusst hätte, wäre er nicht kackendreist mit der Anzahlung abgehauen.

Immer noch nachdenklich schürzte sie die Lippen, verborgen durch das Halstuch und sah ihn erst an, als er begann zu reden. Er hatte sich geräuspert und eigentlich ging sie davon aus, dass er nicht antworten würde, weil es ihm entweder peinlich war oder er einfach nicht darüber reden wollte. Womöglich hatte er ihre Frage einfach auch nicht ernst genommen. Stattdessen überlegte er offenbar nur, kaute wieder auf einer Senbon, was sie die Augen verdrehen und schnauben ließ. Er antwortete ehrlich und das war seltsam. War das Thema denn so ernst geworden? Plötzlich? "Schätze, jetzt wärst du froh, wenn sie nicht auf dich reagiert hätte... Oder war die Nacht gut genug, um den Morgen zu ertragen?", nuschelte sie fragend und war tatsächlich ein wenig neugierig, wie er das sah. Vielleicht hatte die Frau im Bett ja auch grandiose Qualitäten gehabt, die leicht über ihr irres Wesen hinwegtäuschten. Andererseits war es auch gut möglich, dass der Alkohol sein Übriges getan hatte, damit sie sympathischer wurde... Oder sie war betrunken zahm wie ein Kätzchen. Allerlei Bilder und Szenerien tanzten vor den Augen der Braunhaarigen, denn anders als ihr Weggefährte hatte sie zwar nicht die Gabe, sich alles fotoartig einzuprägen, aber sie hatte eine verdammt gute Imaginationskraft und musste sich eigentlich jeden Scheiss, den man ihr erzählte oder den ihre Gedanken ihr vorgaukelten. So eben auch jetzt. Den nackten Jiyu mit dem nackten Weib in allerlei akrobatischen Posen und mit eindeutigen Geräuschen dazu. Kopfschüttelnd zwang sie sich, diese Vorstellungen loszuwerden und sich nicht schonwieder an der roten Nasenspitze ansehen zu lassen, was sie dachte. Die war nämlich unter dem roten Tuch verborgen.

Seine Worte ließen sie ihn aus dem Augenwinkel wieder beobachten und sie seufzte leise. "Ein warmer Körper neben sich und alles was dazu gehört. Schätze, das gefällt jedem Menschen auf dieser Welt. Ob man es nun als Abenteuer sehen mag oder als tägliche Ration einer Droge der anderen Art.", kommentierte sie seine Aussage und beobachtete ihn weiter. Sie hatte so ihre Theorien, warum er das tat, aber direkt danach gefragt hatte sie nie. War auch kaum nötig, immerhin bekam sie oft genug mit, dass Kana es absolut nicht toll fand, dass ihr Schwager nach dem Tod seiner Frau ständig mit anderen Weibern rummachte. Lag nahe, dass das alles etwas miteinander zu tun hatte. Ob er sie dadurch vergessen wollte oder verdrängte? Vermutlich. Irgendetwas in der Art, aber das ging sie im Grunde genommen ja absolut nichts an. Dennoch bemerkte sie, das er kurz erzitterte, wie seine Hände sich zu Fäusten ballten und er alle Farbe aus dem Gesicht verlor. Sie blieb stehen, griff nach seinem Arm und erst jetzt wurde ihr bewusst, dass sie bereits nicht mehr im Dorf waren, sondern es verlassen hatten und zwischen den Feldern drumherum und dem Waldrand standen. "Geht's dir gut?", fragte sie ruhig, während ihre braunen Augen ihn musterten und ihre Hand ihn sanft in die Wange kniff, um ein wenig Farbe hinein zu kriegen. "Du weißt, dass du mit mir reden kannst, wenn du willst." Ihr Blick wurde eindringlicher, auch wenn sie mitlerweile wusste, dass er ihn nicht erwidern würde, so würde er doch sehen und spüren, dass es ihren Worten Nachdruck verlieh.

Die junge Frau nahm ihre Hand wieder zurück, zupfte das Tuch von ihrer Nase, sodass es nurnoch ihr Kinn verdeckte und ließ kurz den Blick umherschweifen, sprach weiter, ohne den Hellhaarigen vor sich anzusehen. "Ich weiß, dass Kana da nicht drauf steht, aber vielleicht solltest du eher daran denken, dir irgendwann wieder jemanden zu suchen, der an deiner Seite bleibt, als jede Nacht nach etwas zu suchen, das dich vergessen lässt, was du nie vergessen wirst.", bemerkte sie leise, zog das Tuch nach einer Weile wieder nach oben, steckte die Hand zurück in die Jackentasche und wandte sich halb ab, um den atemberaubenden Blick in die Ferne zu genießen. Etwas, das sie am Reisen liebte, waren solche Landschaften. Ein leichter Windstoß wehte ihr die Haare durcheinander, schien damit zu spielen und die Strähnen im Wind tanzen zu lassen.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeMo Jun 03, 2013 12:00 am

Für einen Moment lag der Wald völlig in der Stille, während der Wind durch die Blätter raschelte und eine friedliche Ruhe vorgaukelte. Jiyu blieb automatisch stehen als Shika nach seinem Arm griff, während er seinen Geist auf ihre Stimme konzentrierte. Das sanfte Kneifen in die Wange ließ ihn dann blinzelnd die Augen auf sie heften ohne, dass er sie wirklich ansah. Zuerst realisierte das betäubte Gehirn von Tsuki nicht, dass sie ihn gerade fragte ob alles in Ordnung war und bot gleichermaßen an das er immer mit ihr reden konnte. Tatsächlich fragte sich der Iryônin warum sie sich nie über solche Dinge unterhielten. War es ihm möglicherweise peinlich oder fühlte er sich schwach deswegen? Die junge Frau ließ es jedoch nicht darauf beruhen, sondern sprach in einem leisen Tonfall weiter. Sie merkte an, dass er irgendwann sich wieder jemand suchen sollte, der an seiner Seite blieb, anstatt etwas zu suchen, das ihn vergessen ließ, was er nie vergessen würde. Sein Herz schlug für einen Moment nicht mehr im selben Takt, während seine Sonnenbrille leicht auf seine Nasenspitze rutschte und seine Augen starrend auf den Rücken von Shika blieben. Leider sagte ihm seit längeren eine leise Stimme, dass er sich jemand neues suchen musste, aber alle Frauen waren bisweilen einfach durch das Raster gerutscht. Niemand schien wirklich an seine Seite zu passen.

Jiyu blieb einfach auf der Stelle stehen und beobachtete, wie ein leichter Windstoß durch ihre Haare spielte. Es gab ihr etwas Anmutiges und ruhiges, dass den Iryônin belehrte er könne nicht einfach den Kopf gerade in den Sand stecken. Er seufzte leise, versenkte seine Hände in den Hosentasche und ging der jungen Frau gemächlich nach. Auch wenn er nicht zu ihr aufholte, lief er leicht versetzt hinter ihr und konnte so noch laut genug mit ihr sprechen. »Manchmal muss man nicht suchen um etwas zu finden, manchmal findet das gesuchte einen selbst«, erklärte er und wusste selbst nicht so recht, was er von diesem Satz halten sollte. Es war mehr ein Spruch aus einem Buch, dass er mal gelesen hatte, aber irgendwie passte es gerade. »Ich weiß, dass Kana nicht sehr viel davon hält, aber das liegt auch daran das es ihre Schwester war und sie es meinem Sohn gegenüber unverantwortlich hält«, entgegnete er dann zu ihrer Aussage und rieb sich dabei mit der Hand über den Hinterkopf entlang. Vermutlich war es sogar so, aber irgendwo musste er seine Gefühle verarbeiten können. Selbst damals als er Shika im Arm hielt, damit ihr warm werden sollte, verdrängte dieser Moment kurzzeitig sein Gefühl und er glaubte etwas Frieden zu finden.

Nacht für Nacht fürchtete er um die Einsamkeit und die Stille die sein Herz einnahm. Es war grausam, wenn das eigne Gehirn zu diesem Zeitpunkt gegen einen selbst arbeitete. Gedanken und Bilder die nicht ruhten. Erlebnisse die einfach nicht vergessen wurden. Alles schien zusammenzuhängen. Jiyu ließ nachdenklich seinen Blick umher gleiten und holte wenig später wieder zu Shika auf, damit er neben ihr laufen konnte. Irgendwo war er gerade froh, dass sie hier war, nur allein mit ihrer Anwesenheit brachte er sie auf andere Gedanken. »Möchtest du irgendetwas in der nächsten Stadt machen?«, fragte er dann und warf einen Seitenblick auf sie. »Ich glaube es gibt dort eine Taverne mit heißen Quellen und guten Essen«, beendete er dann seinen Satz und lächelte schief. Etwas Entspannung könnte ihnen beiden gut tun, auch wenn Jiyu sich nicht sicher war ob sie wirklich darauf einging. Vermutlich würde er sonst selbst die Örtlichkeit abklappern.

Der Weg führte immer weiter geradeaus und zeigte einige Arbeiter auf den Feldern. Normale Leute die ehrlich etwas taten. Davon hatten sie auch einige bei den Sandgeistern, die lieber friedlich lebten und von den Teilerträgen der anderen profitierten. Irgendwie hatte jedoch in diesem Gebilde eine Aufgabe. Sunagakure war vermutlich der einzige Ort bei dem er vermied eine Frau rum zu bekommen, vielleicht eine Sache von Respekt. Jiyu fuhr sich mit den Fingern durch die weißen Haare hindurch und schob seine Sonnenbrille langsam wieder nach oben. »Vielleicht bekommen wir in der Stadt ebenso noch einen neuen Auftrag. Zumindest ist dort einiges an Drecksarbeit zu erledigen.«
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeDi Jun 04, 2013 2:52 am

"Stimmt wohl. Wer zu verkrampft sucht, der übersieht, was an ihm vorbeizieht.", murmelte Maemi, während sie sich langsam wieder in Bewegung setzte und ihr durchaus bewusst war, dass der Andere nur langsam hinter ihr herkam und sich anschloss. Dennoch redete er mit ihr, verkündete, dass Kanas Problem logischerweise darin bestand, dass seine tote Frau ihre Schwester gewesen war und da irgendwo immer noch ein Kind war, das diese Frau geboren hatte. Natürlich war das durchaus ein Knackpunkt, selbst wenn sein Sohn nicht todsterbenskrank wäre... oder vor allem dann. Womöglich würde sich das Problem so irgendwann von selbst... Die Hyuuga schüttelte energisch den Kopf. Wie konnte sie so über ein Kind denken? Jiyus Sohn war sein Ein und Alles und nur wegen ihm lastete er sich das alles überhaupt erst auf. Die Reisen, das ständige Suchen nach einer Lösung für ein ganz persönliches Problem, während er sich nebenbei noch um andere kümmerte. "Vielleicht täte auch deinem Sohn eine reguläre Familie gut. Aber... wer wächst heute schon noch normal auf...", gab die Braunhaarige also von sich, dachte an ihr eigenes Erwachsenwerden und wie sie es verbracht hatte. Das alles überschattete die Erinnerungen an ihre Kindheit. Dennoch wollte sie nicht darüber nachdenken, verdrängte es weit weg, wie sie es immer tat. Wenn ihr irgendetwas passierte, dann verdrängte sie es. Es klappte gut und wenn sie keine Gedanken und keine Energie an schlimme Überbleibsel aus ihrer Vergangenheit verschwendete, dann konnte sie prima leben.

In Verbindung mit den verschwundenen Gedanken wartete sie kurz, sodass er zu ihr aufholen konnte und wischte das Thema vom Tisch, indem sie ihm ein strahlendes, nahezu umwerfendes Lächeln schenkte. Sie war fröhlich, froh, dass sie mal wieder mit ihm unterwegs war und dass sie etwas zu tun hatten und all die kleinen Rückschläge waren deoch nichts, gegen das, was sie vor sich hatten, oder? Seine Frage ließ sie nachdenklich den Blick abwenden, bevor sie ihn wieder ansah, weil er mit ihr redete. Die Auskunft über eine Taverne mit heißen Quellen ließ ihre Augen leuchten. Heiße Quellen! Wie lange war sie nicht mehr in der Lage gewesen, einen solchen Luxus zu genießen? Dennoch schlich sich ein schelmisches Grinsen in ihr Gesicht. "Du willst mich ja nur wieder nackt und schwitzend sehen, gib's ruhig zu, Jin.", kommentierte sie seinen Vorschlag, während ihr Grinsen breiter wurde. "Aber ich habe nichts dagegen einzuwenden. Heiße Quellen sind für mich Grund genug, dorthin zu gehen, auch wenn ich am Ende allein bin und du mit einer großbusigen Lady verschwindest." Ihm die Zunge herausstreckend deutete sie abermals diese riesigen Möpse der Dunkelhäutigen an, die ihn vor kurzer Zeit noch wie eine Raubkatze belagert hatte und verführen wollte. Eigentlich hatte es eher gewirkt, als wollte sie seinen Lebenssaft auch ohne sein Einverständnis aus ihm herauspressen. Der Gedanke ließ sie leise Kichern, bevor sie den Kopf schüttelte. "Geplant habe ich nichts, nein. Du hast meine volle Unterstützung bei allem, was du vor dir hast."

Kurze Zeit sah sie sich um, während sie sich dem Waldrand näherten und wandte sich dann wieder Jiyu zu, der sich durch die Haare fuhr und davon sprach, dass sie sicher einen Auftrag oder eben simple Drecksarbeit finden würden. "Es geht doch nichts über gute alte Drecksarbeit, oder? Dafür leben, leiden und lieben wir. Immerhin ist das unser täglich Brot.", bemerkte sie etwas ironisch, nahm ihre rechte Hand aus der Jackentasche und boxte ihm beherzt gegen die Schulter, bevor sie leise auflachte und sie wieder zurückverfrachtete. Eine Weile sahren ihre braunen Augen ihn von der Seite an, um abzuschätzen, ob er wieder gut drauf war, aber irgendwie schien er ganz okay zu sein. So bemerkte sie auch nicht, dass sie langsam den Wald erreichten und erst der Schatten von Blättern in ihrem Gesicht machte sie aufmerksamer. Leider zu spät, denn die Wurzel eines Baumes hatte sich auf den Weg geschlichen und so stolperte die junge Frau und war im Begriff, glorreich auf die Nase zu segeln.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeDi Jun 04, 2013 11:32 am

»Vermutlich würde es ihm gut tun, aber wer kümmert sich dann um den Rest?«, stellte er die Frage in den Raum ohne das er darauf eine Antwort wissen wollte. Eigentlich war es klar, dass es darauf auch nichts zu erwidern gab, denn seine Meinung stand fest. Wenn er die letzten Jahre mit seinem Sohn verbrachte in dem er nichts tat, würde es ihn irgendwie zerstören. Vielleicht wollte er aber auch einfach die Hilflosigkeit damit überdecken und als Vater nicht wahrhaben das es möglicherweise gar keine Rettung gab. Kurz kam das drückende Gefühl auf, wie Okuri niemals erwachsen sein würde. Hart schluckend verdrängte er die Gedanken, während er sich voll und ganz auf Shika konzentrierte. Auf ihrem Gesicht lag ein breites vielsagendes Lächeln. Dann kam natürlich die Unterstellung, dass er sie gerne nackt und schwitzend sehen würde. Sofort stellte er sich bildlich vor und schob ein langsames Grinsen auf seine Lippen. »Das sollte dich ehren. Außerdem bist du eine sehr junge, hübsche Frau mit einem bezaubernden Lächeln. Wenn sie es natürlich gerade nicht hinter dem Schal verbirgt«, entgegnete er und wandte seinen Blick von ihr ab. Er sah hinter der Sonnenbrille in die Umgebung und rollte dann mit den Augen als sie erwähnte er würde mit einer vollbusigen Lady verschwinden.

Seufzend wandte er seinen Kopf wieder ihr entgegen und schnipste ihr dann mit dem Finger gegen da Ohr. »Du stellst mich ja als richtiges Monster da. Wenn es dich beruhigt, verspreche ich Dir… dich heute Abend nicht einfach sitzen zu lassen und glaub mir das bereust du sicher«, erklärte er und verschränkte missmutig über ihre Aussage die Arme hinter den Kopf. Mit seiner Zunge schob er dabei den Senbon zwischen seine Lippen hindurch und kaute dabei lässig weiter rum. Wie konnte er auch seine Begleitung alleine lassen? In einer heißen Quelle? Trotzdem kicherte Shika weiter, wodurch er ihr einen vorsichtigen Seitenblick schenkte und die Augenbraue hob. Sie beteuerte gerade, dass er ihre volle Unterstützung hatte, bei allem was er vorhatte. Nun… so viel war eigentlich noch gar nicht geplant, abgesehen davon das er schon wieder grausame Ideen bekam, wie er in den heißen Quellen nach Frauen Ausschau hielt. Er stieß angestrengt die Luft aus und schwieg für mehrere Minuten einfach um seine Konzentration auf etwas anderes zu lenken.

Glücklicherweise sprach Shika unbeeindruckt weiter und erklärte ironisch, dass es nichts über die gute alte Drecksarbeit gab. Dann stieß sie ihm mit der Faust gegen die Schulter und verfiel wie er ins Schweigen. Einen kurzen Moment gingen sie einfach nebeneinander her. Noch immer schien die Sonne über ihnen im Blätterdach und warf ein paar Schatten auf sie runter. Eigentlich ein wunderbar warmer Tag. Gerade als Jiyu selbst feststellte, dass er sich relativ zufrieden fühlte, vernahm er im Augenwinkel die etwas hastigere Bewegung von Shika. Reflexartig drehte er sich zu Seite und versuchte noch rechtzeitig nach ihr zu greifen. Blöderweise schwankte ihr Körper jedoch bereits leicht vor, sodass er nur ihre Hüfte bekam und seine Hände fest in den Stoff vergrub. Trotzdem stolperte er in derselben Bewegung selbst etwas mit und hoffte inständig, dass sie nicht übereinander hinweg flogen.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeDi Jun 04, 2013 7:33 pm

"Sehr jung? Das kommt dir nur so vor, weil du so alt bist.", brummte Maemi lächelnd und zog sich das Tuch wie auf Komando wieder auf die Nase, weil er ja eben erst kritisiert hatte, dass sie ihr Lächeln so gern verbarg. Das war eben so, immerhin nuckelte er auch gern an Senbon und sie konnte sich nicht vorstellen, dass das angenehm war, wenn man als Lady versucht war, ihm näher zu kommen. Sein breites Grinsen sagte ja wohl alles. Wie gut, dass er nicht von sich behaupten konnte, durch Kleidung hindurchsehen zu können. "Ich habe aber nicht die allseits beliebten Riesenmöpse.", hackte sie flötend weiter auf dem Thema herum. Es war ein Scherz, nicht, dass sie wirklich darunter litt. Sie hatte weit andere Qualitäten und war sich dessen durchaus bewusst. Dennoch konnte sie es sich eben nicht verkneifen, auch mal Scherze darüber zu machen und seine Vorlieben zu hinterfragen. Andererseits war sie sich fast sicher, dass Jiyu selbst eine halbwegs hässliche Dame noch abschleppen würde, wenn er betrunken genug war und keine andere mehr in Aussicht war. "Trotzdem danke, Charmeur. Dir muss man ja nicht sagen, dass du gut aussiehst, das weißt du von selbst." Letztendlich war sie ja doch nicht undankbar, auch wenn sie vielleicht auf ihr Aussehen vertraute, hörte sie gern, dass das nicht ungerechtfertigt war. Seine Beteuerung, er würde sie nicht allein lassen, nahm sie eher geteilter Meinung auf. Zum einen wollte sie das nicht von ihm verlangen und er sollte ruhig seinen Spaß haben, wenn er denn wollte und dazu kam, zum anderen war er sicher nicht standhaft genug, um dieses Versprechen einzuhalten, wenn sich ihm eine gute Möglichkeit darbot. Daher schenkte sie ihm einen Seitenblick mit einem Hauch von "Als ob" und einer hochgezogenen Augenbraue. Andererseits kamen ihr schonwieder Bilder in den Sinn, wenn sie daran dachte, wie man seine Worte noch auslegen konnte. Sie würde es bereuen, wenn er bei ihr blieb? "Meinst du etwa, ich finde dann später keinen Schlaf?", fragte sie mit einem vieldeutigen Grinsen, das leicht aus dem Halstuch hervorstach. Oh wie gerne reizte sie ihn auf diese Art und wusste doch, dass am Ende immer wieder einer die Notbremse zog, egal, wer es auf die Spitze trieb.

Ihr glorreicher Akt der Hinsegelung wollte ansatzweise von ihrem Begleiter vereitelt werden, doch der stolperte selbst, erwischte sie von vornherein nur halb. So drehte die Braunhaarige sich im Fallen leicht, kam trotz dem Rudern ihrer Arme, deren Hände sie nichtmal richtig aus der Jackentasche bekommen hatte, ziemlich hart und unsanft auf dem Boden auf. Sie zischte, denn ihre linke Seite war genau die, die von dem Angriff der großbusigen, dunkelhäutigen, violetthaarigen Katzenlady lädiert war und jetzt durchfuhr sie der Stich des Schmerzes bis zur anderen Seite hin. Da offenbar auch der Hellhaarige das Gleichgewicht verloren hatte und sich durch ihren Hinfall nur schwer hätte fangen können, segelte er hinterher, fiel aber wesentlich leichter. Stöhnend wandt die Hyuuga sich unter ihm auf dem Rücken und presste ihre rechte Hand fest auf die linke Seite, als könne sie den Schmerz damit aufhalten. "Gott bist du schwer... Nicht nur groß...", presste sie hervor, versuchte sich an einem Lächeln und es wurde sogar etwas. Sowas Dämliches konnte einem auch nur passieren, wenn man mal wieder nicht aufpasste und einfach so im Gespräch durch den Wald dackelte. Glücklicherweise hatte die Lädierung einen Vorteil: Sie wurde sich nicht bewusst in welcher Stellung sie jetzt hier herumlagen, dass sie nicht wegkam, ohne dass er sich bewegen würde und wo sie sich berührten. Gelinde gesagt, war ihr das auch total egal.
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BeitragThema: Re: [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver.   [Vergangenheit || Jiyu & Maemi] Life-saver. - Seite 2 Icon_minitimeDi Jun 04, 2013 8:21 pm

Leider kam Jiyu gar nicht dazu auf ihre provokante Aussage etwas zu erwidern. Auch wenn es ihm auf der Zunge gelegen hatte, dass sie heute Nacht mit Sicherheit kein Schlaf finden würde. In den letzten Jahren gab es ein paar Situationen in denen sie sich etwas nahe kamen, aber niemals die unsichtbare Grenze überschritten hatten. Es war einfach ein gegenseitiges anstacheln oder Reizen. An manchen Tagen fragte sich jedoch der Mann ernsthaft, warum er bei Shika immer eine Notbremse zog. Still und heimlich dachte er sogar darüber nach, ob sie etwas Gefährliches für seine Seele war und ob die Nacht nicht viel zu viele Veränderungen zwischen ihnen bringen würde. Manchmal redete er sich auch einfach ein, dass sie zu jung war, aber tief in seinem inneren blieb es wohl einfach eine dämliche Ausrede. Die Situation nahm jedoch erst einmal seine Aufmerksamkeit in Anspruch. Denn blöderweise war er unsanft auf der Frau gelandet und quetschte sie gerade halb unter sich ein. Der Senbon den er eben noch im Mund hielt war zuerst leicht an Maemi geprallt gewesen und hatte mit Sicherheit irgendwo einen kleinen Stich hinterlassen, wobei Jiyu noch nicht feststellen konnte wo. Denn er selbst hatte das kleine Metall unsanft kurz am Rachen abkommen.

Seine Augen weiteten sich einen Moment, bevor er mit seinen Fingern nach dem Senbon fischte und es zurückzog. Er hustete etwas und spürte den eisernen Geschmack der sich in seinen Mund ausbreitete. Dennoch schien die Verletzung nicht wirklich schlimm zu sein, wobei er bei eignen Problemen auch relativ gut versorgt war durch sein Bluterbe. Jiyu ließ den Senbon neben sich zu Boden fallen und stützte sich mit den Händen langsam nach oben. »Ist alles in Ordnung?«, fragte er ohne wirklich mit den Gedanken zu spielen sich aufzurichten, stattdessen fixierte sein Blick ihre linke Seite. »Was ist mit deiner Seite, Shika?«, fragte er direkt und hatte durchaus mitbekommen wie sie schmerzhaft das Gesicht verzog. Ob er ihr gerade die Rippe gebrochen hatte? Eine seiner Hände legte sich auf ihre, sehr sanft und vorsichtig schob er dann seine Finger dort drunter. Dann hob er seinen Blick und sah ihr direkt ins Gesicht. Wie immer glitten seine Augen leicht nach links, wobei er bei dem Sturz wohl seine Sonnenbrille verloren hatte. Sie lag unweiten von ihnen entfernt. Etwas Blut zeigte sich in seinem Mundwinkel, obwohl es ihn offensichtlich nicht sonderlich störte. Vermutlich wäre es durch seine helle Hautfarbe auch nicht aufgefallen. Dann tastete er mit den Fingern über ihre Rippe.
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