Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 Küstenabschnitt

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BeitragThema: Küstenabschnitt   Do Jul 10, 2014 7:32 pm

Ein kleiner Abschnitt der Küste von Mizu no Kuni, erstreckt sich in östlicher Richtung. Hier wird der Strand teilweise bis zu 500 m breit und liegt malerisch eingebettet zwischen majestätisch aufragenden Klippen und Felswänden. Die wiederum einen natürlichen Schutz gegenüber dem tosenden Meer bietet. In dieser Gegend ist die See eher ruhig, dennoch wehen oft kalte Winde, die beinahe gepsenstisch wirkende Nebelschwaden mit sich bringen. Man kann nie genau sagen, wann der Nebel aufzieht, es geschieht von jetzt auf gleich und meist ist es ein paar Minuten später wieder klar.
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BeitragThema: Re: Küstenabschnitt   Do Jul 10, 2014 7:54 pm

Die Überfahrt war größten Teils Ereignislos. Jinpei hatte seinen Fahrer darum gebeten, dass er ihn nicht wieder nach Iwaki, der Küstenstadt bringen sollte, sondern abseits davon. Küste ohne Bevölkerung. Er hatte nach seinem Training keine Lust auf irgendjemanden zu stoßen. Vor allem nicht auf irgend jemanden, der ihn möglicher Weise kannte und sich dafür interessieren könnte, was er außerhalb von Kirigakure getan hatte. Die Küste war bereits in Sicht und Jinpei zog seine Sachen zu sich und überprüfte, ob alles saß wie es sollte. Er hatte den Kapitän bereits vorab bezahlt, sodass er ihm nichts mehr schuldig war.

“Wenns nichts ausmacht, halt ich hier. Dann kann ich leichter wenden.“, sprach der alte Mann und sah dabei Jinpei an. Dieser nickte und erhob sich, stieg aus dem Trimaran und sammelte sein Chakra in den Füßen, um Halt zu finden. “Danke... Ich hoffe, dass Sie eine gute Heimfahrt haben werden.“, sprach Jinpei und wand sich damit ab. Seine linke Hand lag auf seinen beiden Katana. Gefühlt hatte er sie lange nicht geschwungen, doch jetzt wo er sie bewusst berührte und nacheinander ein Stückchen aus der Scheide zog, während seine Füße ihn über das Wasser trugen, erinnerten sich seine Hände an das Gewicht der Klingen, an ihre Eleganz und es dürstete ihn danach sie zu schwingen. Doch nicht hier. Dafür hätte er auch noch Zeit, wenn er wieder in Kiri war. In seinem geliebtem Heim mit seinen beiden Schwestern und sicherlich auch bald wieder seiner Ehefrau. Sein Blick fuhr erneut zur Küste und aus seiner Tasche meldete sich sein kleiner Begleiter, welcher hin und her zappelte. Leicht verdrehte Jinpei die Augen und öffnete die Tasche leicht und direkt schoss das braune Fellbündel hervor und landete platschend im Wasser, nur um kurz darauf seine Kräfte zu sammeln und zu fliegen. Nicht sonderlich hoch, nur etwa auf Jinpeis Kniehöhe, aber hoch genug, um nicht erneut nass zu werden. Kaum hatte er die gewünschte Höhe erreicht, schüttelte er sich wie ein Hund und machte Jinpei nass.

Nach einer Minute hatte Jinpei den Strand der Küste erreicht und Mokomoko schoss über den Sand, ließ eine kleine Windhose entstehen, die umher wehte. Unweigerlich lächelte Jinpei ein wenig, bei dieser Lebensenergie. Er ahnte ja nicht, dass er bereits erwartet wurde. Wie auch. Niemand sollte eigentlich von seinem Aufenthaltsort wissen und er vertraute dem alten Kapitän, dass er nichts verraten würde. “Und was jetzt?“, brummte Hachibi aus seinem Innern und peilte Jinpei an. Dieser zuckte nur mit den Schultern. Ich weis es ehrlich nicht. Vielleicht ein wenig umher wandern oder ein Gasthaus aufsuchen... vielleicht auch weiter trainieren. Wonach mir grade der Sinn ist., dachte Jinpei in sich hinein, sodass nur Hachibi ihn hören konnte. Den Namen des Ungetüms hatte er bisher nicht erfragt. Für Jinpei war es klar, dass Hachibi sein Name sein musste. In Zukunft würde er es vielleicht erfahren, falls er auf die Idee kommen sollte danach zu fragen.
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BeitragThema: Re: Küstenabschnitt   So Jul 13, 2014 11:24 am

Kommt von: Outgamebereich - Wald der Stille - Empfangsbereich

Maya schaute ungerührt den kalten, peitschenden Winden ins Antlitz, ehe sie einen Moment später genervt seufzte und eine Sakeflasche mit den Zähnen entkorkte. Sie befand sich hoch oben auf den imposanten Klippen und war so ungeschützt dem Wetter ausgesetzt. Nicht, dass es sie großartig kümmern würde. Den Alkohol ungeniert an die Lippen gesetzt, trank sie die Flasche in einem Zug leer. Sie musste sich tatsächlich halb betrinken, um für das das nun anstehende in Stimmung zu kommen. Denn momentan hatte sie die Ausstrahlung einer  faulen und zudem sehr gereizten Priesterin, der dieser ganze Mist hier überhaupt keinen Spaß zu machen schien. Am liebsten hätte sie Epona schlichtweg erwürgt, als die Blondine freudig hüpfend und mit Sopranstimme säuselnd, ihr den Steckbrief unter die Nase gehalten hatte. Einmal mehr verteufelte die schwarzhaarige die Kontakte ihrer Partnerin, da schlussendlich selten was brauchbares bei rum kam. Maya stieß einen leisen Fluch aus und ließ sich schließlich im Seiza nieder, legte Shion behutsam neben sich und atmete dann einmal tief ein. Die Sakeflasche schmiss die schwarzhaarige leicht gereizt über den Rand der Klippe, während ihre Lungen sich mit salziger Luft füllten. Völlig unpassend für die Szenerie, trug die jung wirkende Frau ihre Schuluniform, schließlich brauchte sie sich nicht vor der Kälte zu fürchten. Es ging ihr dreihundert Meter gegen den Strich, dass es an ihr hängen blieb, hier den Babysitter zu spielen, während sich die Blondine verspätete. Sollte sie Epona villeicht mal etwas mit der Drachenkopflanze kitzeln, damit diese endlich mal schneller zur Stelle war? Ey! Sie wollte diesen Scheiß hier nicht alleine machen, da es einer Erniedrigung ihres kriegerischen Stolzes gleich kam, sich ausgerechnet mit diesem Subjekt befassen zu müssen. Grimmig blickte die schwarzhaarige zum Horizizont, während eine weitere Böe an ihrem Körper rüttelte. Maya hatte ihre mentale Stärke längst bis zum Maximum hoch gezogen, da es neben der Jagd auch noch galt, hunderte Rachegeister in Schach zu halten, die alle ihren Körper übernehmen wollen. Als Medium hatte man es nicht leicht aber die Priesterin wollte es auch nicht anders. Ein leises Rascheln erklang, als die Frau aus den Tiefen ihrer Ausrüstung eine mittelgroße Kristallkugel zu Tage förderte und diese vorerst in ihrem Schoß ablegte. Ein weiterer befreiender Atemzug folgte, ehe die Frau ihre geistigen Kräfte sammelte und  damit begann, sich zu konzentrieren. Ihre Zielperson war am Arsch, soviel war sicher. Mit einem gehässigen Grinsen dachte sie an jenem Sumpf zurück, als sie zum ersten Mal in ihrem Leben einem Ungeheuer begegnet war. Seine Form war die einer Schildkröte und es starrte eine unheilbringende Bosheit aus, die Maya vor Verzückung fast hätte fröhlich werden lassen. Durch Epona erfuhr sie schließlich, dass es sich um ein Bijuu gehandelt haben musste aber sowas tangierte sie nicht sonderlich. Sie sehnte sich nach dieser alles verichtenden Macht und jener Bosheit, die alle in Angst und schrecken versetzen. Die Priesterin hatte diese uralte Präsenz gespürt und sich an ihr ergönzt, war sogar freudig auf diesem Ungeheuer herum geklettert. Tja und jetzt galt es, eben ein solches Teil um zunieten, ehe man es verschleppte. Der Steckbrief forderte Higashi Jinpeis Kopf und Maya war mehr oder minder gewillt, diesen zu bringen. Es mochte ein hämischer Witz des Schicksals sein, dass sie ausgerechnet jenen Mann jagen sollte, der nun offiziell als Jinchuuriki gehandhabt wurde. Sie empfand daran keine Freude, denn dieses Subjekt hatte nichts von der unvorstellbaren Grausamkeit eines entfesselten Bijuu. Er wirkte eher wie ein Schoßhund, der nichts alleine konnte und ausgerechnet sowas schwaches musste sie jagen! Die Priesterin grummelte verärgert, sie kannte dank dem Swordninturnier nun Jinpeis Aura und würde ihn so kinderleicht orten können, doch war dies nichts kriegerisches. Maya begann zunächst damit, ihr Chakra zu sammeln, ehe die Fingerzeichen geschlossen wurden, damit das Chakra auch geschmiedet werden konnte. Ihr Augenmerk richtete sich auf die Kristallkugel, während das Jutsu frei gesetzt wurde. Sie war gespannt, wo sich der Hase vor der Schlange versteckt hielt, denn das Aufspüren würde nicht lange dauern. Sie hasste die Spionage abgrundtief aber das bedeutete nicht, dass Maya sie nicht dennoch auch beherrschte. Schlussendlich war es ihrem Dasein als Medium zu verdanken, dass sie mit Übernatürlichem und Dämonen besser zurecht kam, als der Stromrechnung. Die Jagd  war eröffnet und hoffentlich auch schnell vorbei, denn die Frau hatte wichtigeres zu tun.

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BeitragThema: Re: Küstenabschnitt   So Jul 13, 2014 3:17 pm

cf: Luftschiff-Linie Hi no kuni - Mizu no kuni

Die Kraft aus der Leere kam zu ihr. Schlich sich aus den unsichtbaren Ecken und Winkeln dieser Dimension, stahl sich aus den Schatten des Schilfsgrases und dem Gewebe der Welt, trottete herbei wie ein großer, schwarzer Hund. Ein Hund, der mächtig und zottig war wie ein Moschusochse, und der genauso roch. Die Kraft aus dem Nichts legte sich leider nicht neben ihr nieder, sondern kam stets mit Wucht. Das Biest wälzte sich förmlich über sie, eben noch ignorant und nichtmals spürbar, plötzlich überwältigend riesig und erdrückend.
Epona Yamanaka wurde einfach nicht warm mit dem Eremiten-Modus. Die Naturenergie anzulocken, war nicht mehr allzu schwer. Als Berufsakrobatin verstand die Diebin viel von Körperbeherrschung, und so brauchte es mittlerweile auch nicht mehr gar soviel Zeit, in völliger Ruhe zu versinken. Das Locken übernahm ihr Chakra; Epona ließ es aus ihrem Körper fächeln, unsichtbar und unscheinbar. Es erregte die Aufmerksamkeit des Senton, und die Naturenergie kam zu ihr. Wie bei jeder bisherigen Berührung fühlte Epona sich einfach nur überrollt, erstarrt von schierer Tonnenschwere einer Masse, die eben noch nirgends war und plötzlich überall.
Auch jetzt gelangs ihr nicht, das zottige Tier namens Senton zu bändigen. Er war zahm, dieser Hund, dieser riesige schwarze Köter. Zumindest war er nicht gefährlich, aber er hörte auch nicht, sondern tat mit ihr, was er wollte. Er schenkte ihr Aufmerksamkeit, als wolle er sie in den Boden selbst pressen.
Im Luftschiff hatte es besser funktioniert. Dort oben in der Höhe des Wolkenmeers war der Druck des Senton schwächer gewesen, und es war ihr gelungen, sich zu bewegen. Fingerzeichen zu schließen. Zu kämpfen. Gegen die Wand ihrer Kabine allerdings nur, und sie war sich ungeschickt und plump vorgekommen wie mit Gewichtsmanschetten.
Was ihr an roher, eigener Kraft und Chakramasse mangelte, musste Epona mit Einfühlung und Chakrakontrolle wett machen. Das war die Hürde, und sie war schwer zu nehmen, mit Stacheldraht umwickelt und höher als jedes verdammte Dach in jeder verdammten Stadt.
Epona blinzelte, packte in ihrem Inneren den zotteligen Hund namens Senton und stieß ihn von sich, damit er sich zurück auf sein Plätzchen begab oder wohin auch immer er gehen wollte. Er verließ sie, und sie holte einen tiefen, rasselnden Atemzug.
Die Freie erhob sich aus dem Sand der Düne, klopfte ihn ab und marschierte die Klippe hinauf.

Sie fand Maya hoch oben auf der Klippe, grimmig wie ein Wintermorgen. Ihre Leibwächterin freute sich nur über die wenigsten Aufträge. War fast ebenso schlimm wie der Senton-Hund. Nur weniger plüschig, und Mayas Widerspenstigkeit äußerte sich auch nicht derartig erdrückend. Die Kurayami war einfach grausig gelaunt.
Nun zieh keine Flappe sprach Epona sie an, Du hattest deinen Urlaub. Und deinen Spaß. Nun ist eben wieder Arbeit angesagt. Mit dem Knie stupste sie die am Boden sitzende Kameradin an. Du könntest dieser Arbeit auch Spaß abgewinnen, weißt du? Denk einfach daran... dass wir von nun an einen Kurs einschlagen, der dir sowieso besser gefällt. Sie ging neben Maya in die Hocke, eine Hand auf deren Schulter gestützt. Die Blond schaute gleichfalls in die Kristallkugel, während sie weitersprach. Diese Sache wird uns vermutlich in Ärger stürzen. Mit der Heimlichkeit dürfte es bald vorbei sein. Wir werfen Würfel am großen Spieltisch.
Und dies bedeutete weniger Versteckspiel, mehr Kampf. Es würde wohl vorbei sein mit all den geheimen Identitäten und dem Ignorieren der Shinobi-Dörfer, die bislang nichts anderes gewesen waren als träge dahinstapfende Titanen am Horizont, die keinerlei Bezug hatten zu der Welt, die Epona regierte.
Eponas eigene Welt war zu klein geworden.
Im Kristall tat sich was. Der Jinchuuriki wurde sichtbar.

Epona hatte sich den Jinchuuriki anders vorgestellt. Dämonischer. So sah er ganz und gar nicht aus. Verwegen, hart, abenteuerlich vielleicht wirkte er. Aber nicht so, als würde ein solches Biest in ihm hocken wie das, was man ihr beschrieben hatte.
Ein Tintenfisch mit den Armen eines Muskelprotzes und dem Kopf eines Ochsen? Wirklich?
Dagegen war die monströse Chakra-Essenz des Sanbi, die sie vor Ewigkeiten im Sumpf bekämpft hatten, geradezu human gewesen.
Der besagte Jinchuuriki erreichte nunmehr Land. Der seltsame Untergebene des Auftraggebers hatte den Aufenthaltsort des Jinchuuriki nur grob eingegrenzt; wo genau er sich nun befand, mussten die zwei Damen selbst ermitteln. Mayas Kristallkugel-Weissagung war ein Anfang. Epona zeigte darauf. Bitte drehe den Blickwinkel. Ich möchte vom Meer aus die Küstenlinie sehen. Mit der Hand, die nicht auf Mayas Schulter lag, hob sie Sand auf. Vermengte ihn mit einer kleinen Menge ihres eigenen Chakra und rollte es zu einer Kugel. Einer Kugel, in die sich letztlich Chakra fügte, welches Epona nach dem Schmieden durch ihren linken Augapfel hatte fließen lassen. Einen Augenblick später verschob sich ihr Sichtfeld. Epona schloss das linke Auge, schaute sich selbst dabei zu. Warf das Auge auf ihrer Handfläche, geschaffen aus Staub und Chakra, in die Höhe wie einen Gummiball.
Epona ließ das Auge schweben, steigen, gute einhundert Meter hoch, wo es gegen den Wind ankämpfen musste. Dann schickte sie es noch weiter aufs Meer hinaus, schloss auch ihr rechtes Auge, um sich nicht bis zur Übelkeit zu irritieren. Sie öffnete es nur noch ab und an für einen Augenblick, um das, was sie an Landmarken sah, mit dem Blickwinkel in der Kristallkugel abzugleichen.
Falls sie eine herausragende Landmarke fand, etwa eine besonders geformte Reihe von Klippen, die sie auch in der Kristallkugel sah, konnte sie ermitteln, wo das Gesuchte gerade an Land gegangen war.
Es ist schwer, in dieser Karglandschaft etwas zu finden, was erinnerungswürdig und auffällig aussieht stellte sie trocken fest. Die Ödnis der Küste machte ihr persönlich die Späharbeit nicht so leicht wie sonst.

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BeitragThema: Re: Küstenabschnitt   Mi Jul 16, 2014 9:56 pm

Man stupste sie recht schwul von hinten an, was die Priesterin dazu nötigte, genervt die Augen zu verdrehen. Yamanaka Epona hatte also endlich ihren Arsch bewegt und das Einsatzgebiet betreten. Natürlich so süffisant wie immer, erinnerte die Blondine daran, dass diese Arbeit auch andere Bahnen annehmen konnte. Maya hoffte es sehr, denn ansonsten würde sie hier gleich noch einpennen. Da hatte Quallenfischen ja sogar mehr Adrenalinpotential, als das öde absuchen sämtlicher Landstriche Mizu no Kunis. Was für Ärger? Fragte die Priesterin rethorisch, ohne sich die Mühe zu machen, ihren lakonisch anmutenden Unterton zu vertuschen. Das starren auf eine Kristallkugel ist ungefähr so aufregend, wie dein Sexleben. Sie seufzte leise und verlagerte dann ihr Gewicht, damit Epona sie nicht zu Fall brachte. Die Yamanaka stütze sich nämlich einfach an ihrer Schulter ab und hockte sich dann hin, den Blick ungeniert auf die Kristallkugel gerichtet. Sie folgte den Blicken ihrer Partnerin, als diese endlisch schnallte, wer die Zielperson war. Ich habe auch einen größeren Fisch erwartet aber was solls. Du hast den Mist angefangen und ich bade ihn halt mit aus. Allzu lange dauert diese bescheuerte Jagd hoffentlich nicht. Die Priesterin tat, worum man sie bat und leitete weiter Chakra in ihre Kunst, damit der Blickwinkel sich vom Meer ausgehend, auf die Küstenregion richtete. Irgendwie sah der beschissene Strand noch immer gleich aus und so rechte Erkennungsdmerkmale ließen sich auch nicht finden. Im Inneren der Kurayami brodelte es auch so schon aber für Geduldsarbeiten war sie momentan nicht großartig zu gebrauchen. Sie schaffte es noch, Epona dabei zu zusehen, wie diese einen Ball aus sand formte und diesen schließlich in einen Augapfel verwandelte. Es gab schon seltsame Jutsu aber so mussten sich eben jene Sterbliche behelfen, die nicht über die Macht des Jenseits verfügten. Apropo Jenseits! Die Priesterin erhob sich aprupt, als sie aus nächster Nähe ein Geräusch vernahm und dann jäh zusammen zuckte, weil ihr Vertragsgeist Sotetsu ihr unsanft in die Seite piekste. Ärger nicht wieder Epona chan. Ich habe deine Anwesiungen befolgt und Informationen der Spionagegeister eingeholt. Sie sind in einem Radius von 10 km ausgeschwärmt und durchkämmen nun das ganze Gebiet von außen nach innen. Die geographischen Begebenheiten aus der Kristallkugel würden jedenfalls zur Region passen. Während ihr Vertrauter besorgt zum Himmel hinauf schaute, gab Maya einen kurzen Wink Richtung der Blondine. Es gibt Neuigkeiten. Die Geister grasen alles im Unmkreis von 10 Kilometer ab und Sotetsu hat den Standort des Opfers eingrenzen können. Laut ihm muss das Viech hier in der Region sein, es gilt also nur noch, jeden Stein um zu drehen. Sie konzentrierte sich stärker und versuchte so, das Bild in der Kristallkugel sos charf wie möglich zu getalten. Hauptsache die ganze Aktion war bald gegessen, sonst würde was sehr unschön sterben!
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BeitragThema: Re: Küstenabschnitt   Do Jul 17, 2014 10:27 am

"Aufregend" wie mein Sexleben? Epona blinzelte ärgerlich, gab aber nur einen knappen Biss der verbalen Art zurück. Und das von dir, daher erzähl ich dir gleich erstmal was dazu. Deine eigene Schuld.
Zunächst aber musste der Späh-Apparat in Stellung gebracht werden. Epona versuchte ihr Daisan no me, Maya unterstützte per Kristallkugel.
Karge Küstenstriche. Grau und fahlgelb und dunkle Wellen mit weißen Gischtkronen. Die Städte waren ein so viel besseres Jagdgebiet für die Kristallkugel der Priesterin; im Dunstkreis der Zivilisation gab es immerhin unverwechselbare Marken in der Umgebung. Im leichtesten Falle Straßenschilder. Hier aber gab es entnervend wenig.
Abrupt stand Maya auf; Epona wäre um ein Haar unsanft zu Boden gefallen, kippelte in ihrer Hocke und konnte sich gerade so noch abstützen. Ey. Missmutig schaute sie mit ihrem einen, offenen Auge auf die Schwarzhaarige, verzichtete aber auf weitere Worte. Ihre Leibwächterin befand sich gerade ganz eindeutig schon in einem anderen Gespräch.
Kurz darauf setzte Maya sie über die neueste Entwicklung in Kenntnis; die Priesterin hatte ihre Geister ins Spiel gebracht.
Gut erwiderte Epona kurz angebunden, erhob sich und klopfte das Bisschen Staub, der an ihrem Hintern klebte, beiseite. Gleich darauf konzentrierte sie sich wieder auf ihre Kunst, ließ ihr kleines Himmelsauge so hoch wie möglich steigen.
So ergriff sie nach einem Moment plötzlich wieder das Wort. Du hast es ja herausgefordert stellte sie gnadenlos fest, Dann bring ich dich mal auf den neuesten Stand, ja? Mein Sexleben ist nämlich sehr viel aufregender als der Blick in deine Kristallkugel, und ich sag dir auch, wieso. Es klang wie eine Mischung aus Fröhlichkeit und eiskalter Drohung. Vor gar nicht so langer Zeit, du, was für ein netter Abend führte Epona dann auch sogleich ihre "Bestrafung" durch und lehnte sich wieder an Maya; das Aufrechtstehen rettete das schwarzhaarige Busenwunder nicht vor ihrer Kollegin. Direkt nach einem Einbruch; mein Chakra war so gewaltig im Keller, ich hätt´ nichtmals mehr ne Wand hochgehen können. Aber wir hatten dafür Wein, Fertigsuppe, nach wenigen Gläschen derbst was im Tee... und dann taten wirs auf dem Küchentisch.
Man hörte es deutlich, wie sehr sich die Blonde darüber im Klaren war, dass Maya derlei Geschichten nicht die Bohne interessierten. Im Gegenteil; Plauscherei über derlei Trivialitäten regten sie sogar auf.
Die Rettung Mayas kam in Form eines Geister, der das gesuchte Objekt letztlich gefunden hatte. Als Epona darüber informiert wurde, hörte sie umgehend auf, ihre Geschichte in den buntesten Wasserfarben auszumalen. Sie beendete auch Daisan no me, welches sich hoch oben in der Luft in Staub zurückverwandelte.
Oh? Sehr gut, dann setzen wir uns mal in Bewegung... zwei Dinge allerdings noch. Zunächst holte sie ihren erdbraunen Umhang hervor, warf ihn sich über. Es folgte ein Biss in den Daumen, das Schließen von Fingerzeichen. Eine kleine Wolke von Rauch, welche die Blonde völlig einnebelte.
Jetzt können wir.

Der Vorteil an der kargen Landschaft war, dass man zumindest ungehindert spurten konnte. In schnellem Tempo ging es die Linie der Klippen entlang, dem Ziel entgegen.
Schlussendlich standen die beiden Frauen dem gesuchten Jinchuuriki gegenüber; sie schauten schlicht von der hohen Krone der Klippe aus auf ihn herunter.
Epona atmete hörbar ein. Für wenige Augenblicke bereute sie es, sich nicht doch verwandelt zu haben. Das gegenwärtige Aussehen war schließlich ihr Liebstes; und nun setzte sie es in einem ernsten Kampf aufs Spiel. Doch es war nötig; sie wollte sich schließlich ohnehin nicht mehr vor der Welt verkriechen, also würde sie nun immerhin handfest dazu gezwungen sein. Hinter ihr stürzten die Brücken der Vergangenheit ein; es gab kein Zurück mehr.
Sie grüßte den Jinchuuriki nicht, sondern blieb stoisch ruhig und ernst. Betrachtete ihn aufmerksam von oben herab. Du gehst vor sagte sie schließlich zu Maya, und ziehst dein Ding. ich spiele mit.
Der Plan war einfach und erprobt. Maya durfte nun, da es an ihr Fachgebiet ging, die Führung genießen.

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Out: Jinpei darf nun posten.
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BeitragThema: Re: Küstenabschnitt   Do Jul 17, 2014 11:09 am

Jinpei hatte dem kleinen Kuchiyose, welches umher rannte, leicht lächelnd zugesehen und war einfach an Ort und Stelle geblieben. Eilig hatte er es nicht, wieder nach Kirigakure zu rennen. Zu schön war die Ruhe hier, das Rauschen des Windes und Tosen des Meeres. Es beruhigte ihn innerlich zu wissen, dass man hier an dieser Stelle nichts von ihm erwartete, nicht wollte, dass er irgendwelche Ideale vertrat. Ob als Ehemann, als Bruder zwei kleiner Schwestern, als Jinchûriki oder ehemaliges Aushängeschild von Kirigakure. Die Last all dieser Bürden, fiel einfach von ihm herab. Für viele mochte dies keine wirkliche Bürde sein, für ein Ideal gerade zu stehen, doch ihn strengte es an. Natürlich war sein Jinchûriki Dasein nichts, was er abwerfen konnte, aber da der Hachibi sicher hinter seiner Pforte verschlossen war, brauchte er sich einen Moment lang nicht um den Ochsen zu kümmern.

Die Ruhe sollte jedoch nicht ewig währen. Durch das Rauschen des Windes und das Aufschlagen der Gischt konnte er etwas hören. Abgehackter, zorniger. Schritte. Er versuchte das Geräusch ausfindig zu machen und gerade als es geschafft hatte, war das Geräusch verebbt. Auf der Klippe vor ihm ragten zwei Personen heraus. Er kniff das Auge etwas zusammen, um zu erkennen, wer sie waren. Aber auf die Distanz war das zunächst nicht möglich, wenngleich ihm ein ungutes Gefühl beschlich. Er ließ seinen Rucksack zu Boden gleiten, beobachtete, wie die zwei weiblichen Gestalten auf ihn herab sahen, bewaffnet. Seine beiden Klingen, die zu seinem Daishô Kampfstil gehörten waren in die linke Seite seines Gürtels geschoben. Die linke Hand glitt über die beiden Schwertgriffe, die rechte ballte sich kurz zur Faust. Dass sein Kuchiyose noch immer herum tollte, ignorierte er. Was er nicht ignorieren konnte, war die Aufregung, die in ihm aufkeimte. Der Hachibi schien sich zwar nicht auf zu regen, aber doch irgendwie gespannt nervös zu sein, was folgte. Er für seinen Teil erkannte Maya, die dort oben stand, sofort. Trotz der Entfernung. Was hatte das wohl zu bedeuten? Hachibi interessierte sich eigentlich nicht für die Belange innerhalb der Welt, doch er hatte nichts zu tun, außer in seinen Gedanken zu schwelgen.

Also wieso nicht etwas nachdenken. Maya war bei diesem mehr oder minder ehrwürdigem Turnier gewesen, welches dazu gedacht gewesen war, einen neuen Schwertshinobi für Kirigakure zu ernennen. Doch hatte sie nicht gewonnen. Ein anderer, der aktuell weit weg war, hatte gewonnen. War es ein Rachefeldzug? Das konnte man wohl vermuten. Rache an Kirigakure üben, weil sie nicht gewonnen hatte und nun ein ehemaliges Aushängeschild für Ehre und Schwertkünst dafür richten? Für normal Sterbliche waren das wohl nennenswerte Überlegungen. Diese Überlegungen würde auch Jinpei anstellen, sobald er Maya einmal erkannt hätte. Aber Hachibi glaubte nicht, dass es so etwas simples war. Wenn dem so gewesen wäre, dann würde man doch dafür sorgen, dass es irgendwelche Zeugen gab, oder?

“Kann ich euch helfen?“, rief Jinpei den beiden Frauen entgegen und strich weiter über die Griffe der beiden Klingen. Jetzt erkannte er Maya. Es behagte ihm nicht sie dort oben zu sehen. Sie war stark – ob sie alleine eine Bedrohung für Jinpei war, wagte er jedoch an zu zweifeln. Einen direkten Kampf hatte er mit ihr nicht gehabt, aber er traute sich selbst genug zu, dass er nicht einer einzelnen Person unterlag. Da war die schon bessere Frage, wer die zweite Frau dort oben war.
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BeitragThema: Re: Küstenabschnitt   So Jul 20, 2014 4:28 pm

An ihrer Sakeflasche nippend, ignoroerte Maya das Gezappel ihrer Partnerin stoisch. Diese brachte ihr Auge derweil in Position und machte sich auch sonst bereit für das Gefecht. Die Priesterin jedoch schaute unbekümmert zu den nebelverhangenen Wolken hinauf und wünschte sich einmal mehr, ihr Leben würde endlich enden. Mit dem älter werden und der Zunahme ihrer Stärke, sehnte sich Maya noch immer so qualvoll nach einem starken Kämpfer, der es schaffte, sie aus diesem langweiligen Leben zu befreien. Sie würde nur an sich selbst zugrunde gehen, das wusste sie und dennoch wäre es eine schöne Empfindung gewesen, mit aufrechtem Haupt, blutverschmiert und aus unzähligen Wunden blutend, im Angesicht dieses starken Kriegers zu sterben. Die Luft wäre geschwängert von grimmiger Euphorie, die Maya nur spürte, wenn sie richtig in einem Kampf auf Leben und Tod verwickelt war und sich ungebremst ihrem Gegenüber offenbaren konnte. Doch solche Menschen waren rar und bis dato hatte sie all diese glorreichen Helden überlebt. Der Wahnsinn fraß an ihrer Seele, so wie sich der Drachengott an ihrem Fleisch labte. Der Tod bedeutete nichts, ebenso wenig wie dieses dämliche Leben. Selbst die Arbeit mit Epona war nur ein Tropfen auf den heißen Stein, der einen Moment lang das düstere Gemüt der Priesterin ab zulenken vermochte. In 45 langen Lebenszyklen gefangen, gab es nicht einen Moment, indem Maya ernsthaft der Gedanke kam, dass sie unterliegen konnte. Darum war die Welt nun ihr persönliches Schlachtfeld geworden, wie eine Plage zog sie darüber hinweg und hinterließ eine Schneise aus Tod und Verzweiflung. Wenn keiner kam, um sie zu stoppen, so würde sie dieses Land eben dem Untergang weihen, auf dass die Saat des Bösen sich tiefer in die Seelen der Lebenden fressen würde. Entweder man riss das Übel mit der Wurzel aus, oder wurde von diesem verzehrt. Eine einfache Gleichung und doch ging sie nie auf.

Hier stand sie also, hoch oben auf irgend so einer bescheuerten Klippe und dazu verdammt, Fangen mit einem Jinchuuriki zu spielen. Wie tief konnte man eigentlich sinken? Zumal Epona sie erneut mit ihrem Liebesleben zuquatschte, weil Maya es angeblich ja nicht anders wollte. Schnell kippte sich die jung wirkende Frau den Rest des Sake in den Rachen, um die blumige Sprechweise der Blondine halbwegs überleben zu können. Ihre dunklen Iriden ruhten längst nicht mehr sehnsüchtig auf dem weiten Himmelszelt, sondern hatten sich zu Schlitzen verenkt und musterten nun grimmig Epona. Jene Frau berichtete on ihren Erlebnissen und rpahlte damit, dass sie es aufn Küchentisch getrieben hatten. Die Priesterin zuckte nur arglos mit den Schultern und fügte ein gelangweiltes "Und?" an. Ich bin über die Vorgänge bestens informiert, schließlich ist die Kristallkugel nicht nur für Feinde bestimmt. Das Lächeln, welches Epona streifte, war durchaus von kalter Natur aber ohne das typisch Böse, was sonst so Mayas gelächle zierte. Die Yamanaka drohte ihr und die schwarzhaarige gab diese Geste postwendend zurück. Man mag es nicht glauben aber ich verschaffe mir ab und an auch ein Bild von deinem Treiben. Es grenzt schon fast an Ironie, dass du vor der Welt wie ein Schatten erscheinst, ohne Materie oder Gesicht und ich dich dennoch so einfach finden kann. Wäre ich dein Feind, hatte deine Ära nicht lange bestand. Daher unterhalte mich mehr, viel mehr! Die Priesterin wadte sich ab und schritt weiter auf das Ende der Klippe zu. Der kalte Wind peischte ihr durch Gesicht, Haare und Kleidung, dennoch empfand sie diese klirrende Wildheit geradezu als angenehm. Ein letzes Mal wandte sie sich Epona zu, suchte die Blondine und heftete ihren Blick schlussendlich auf diese. Verschone mich daher mit solchem Gewäsch oder ich ärgere Itsuki das nächste Mal etwas mehr. Mir ist momentan nicht nach deinen Spielchen zumute. Der Kampf gegen Mumon hat eine Flamme entfacht, die längst zu erkalten droht und das macht mich unglaublich wütend. Ich will nicht wieder eine Dekade warten müssen, um diesen Hochgenuss erneut kosten zu dürfen. Daher gebe ich dir ausnahmsweise einen Rat mit auf den Weg. Sie wartete einen Moment ab, bis Epona ihre Kmapfvorbereitungen beendet hatte und setze dann den Monolog fort. Diese Jagd wird nichts von einem jener schönen Kämpfe haben, die ich so schätze. Ich habe für diese Aufgabe nur tiefste Verachtung übrig und will daher mein Gemüt nicht lange mit diesem Mist belasten. Steh mir also nicht im Weg rum. Ziemlich angepisst endete das Gespräch, weil Epona bereits los zu preschen drohte und Maya ihr so nachsetze. Es wurde alles gesagt und sie schätze ihre Partnerin so ein, dass diese mit den Worten etwas anzufangen wusste. Kein ruhmreicher Kriegstanz zu Ehren von Ryuujin dono, den sie so anmutig mit Mumon getanzt hatte. Erfüllt von der Anerkennung zu ihrem Gegenüber, hatte sie sich nach so langer Zeit fallen lassen können. Den Jinchuuriki jedoch würde sie mit der Grabeskälte des Jenseits zerquetschen. Dieser stillen Erkenntnis folgend, setze die schwarzhaariige ihren Weg entlang der Küste fort.

Wie lange sie gelaufen waren, konnte sie nicht sagen. Jedoch fiel die Erschöpfung des langen Suchens jäh von ihr ab, als Maya an den Rand der Klippen trat und jenen Mann erblickte, den zu knechten es galt. Ein grässlich Blick erfüllte ihre Augen, als Epona ihr den Vortritt ließ. Die Priesterin war erfüllt von purer Mordlust und erwiederte daher auf den Zuruf des Opfers nur eine knappe Phrase. Ja, das kannst du! Sprich dein letzes Gebet und krepiere einfach. Zorn erfüllte den Verstand der Priesterin, als sie die Drachenkopflanze mit kalkulierter Genuaigkeit ein paar Meter in die Luft warf. Ihr Chakra war im Nu geschmiedet, der Biss in den eigenen Daumen tief, so dass der rote Lebenssaft ungehindert fließen konnte. Sie schloss eine kurze Reihe an Fingerzeichen und drückte dann ihre Hand auf den Boden. Die schwarzhaarige würde die Jagd eröffnen und ihrem Opfer ein Grab spendieren, damit Jinpei sich gleich mit dem Gedanken anfreunden konnte, worin er nach dieser Konfrontation liegen würde. Während der Erdboden plötzlich unter dem Typen aufbrach, nahm die Priesterin ihre Waffe seelenruhig wieder in Empfang. Der Stahl der Drachenkopflanze blitze kalt auf, als seine Besitzerin ihre Kraft sammelte und schließlich mit einem kleinen Sprung in die Tiefe sauste. Zu ihrem Glück war der Hang nicht sonderlich steil und so gelange sie mit wehendem Rock halb rustchend, halb springend hinab zum Strand. Der Reigen des Todes hatte begonnen und sie war gespannt, wer am Ende noch stand.

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Tamashii no Utsuri
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BeitragThema: Re: Küstenabschnitt   So Jul 20, 2014 9:26 pm

Ein gleichmütiger Seufzer war während Mayas eindringlicher Worte über Eponas Lippen gekommen. Wärst du mein Feind sprach sie formell, wäre nicht nur meine Ära schon längst Staub, sondern ich selbst auch. Das ist schlicht und ergreifend sicher. Mehr. Maya wollte mehr Unterhaltung. Werde ich dir bieten hatte die Blonde gelassen wiederholt, Wenn nicht heute, dann aber doch schon sehr bald. Auch das ist sicher.
Was weiter folgte, hatte die Freie hingenommen, ohne mit der Wimper zu zucken. Mit der unleidlichen Art ihrer Leibwächterin bestens vertraut, konnte sie die drohende Wortwahl der Priesterin nicht mehr sonderlich schocken. Früher hatte diese Blutlust-Rhetorik sie zum Frösteln gebracht, und mehrfach hatte sie damals erwogen, sich doch lieber einen anderen Bodyguard zu beschaffen. Doch Maya Kurayami hatte ihren Wert ebenso wie ihre Eigenarten, und man musste die Menschen nehmen, wie sie waren.
Maya wollte es schnell hinter sich bringen. Offenbar hatte sie der Kampf im Nebel gegen den schwarzen Kurzen höher aufgepietscht, als Epona es erwartet hatte. Sie kannte Mumon; vor einigen Jahren noch ein routiniert heißer Favorit bei den Wettrennen im Dachlaufen, wie sie auch heute noch überall in den Städten stattfanden. Dass er auch eine so brilliante Klinge führte, hatte sie nicht wirklich erwartet.
Mayas Rat jedenfalls war ein Leichter.
Ich werde nicht im Wege stehen. Nein. Sie würde zu dem werden, das ihrem Wesen umso besser entsprach. Kein Frontkämpfer, sondern etwas viel trickreicheres.

So kam es also an der windgepeitschten Küste Mizu no kunis zum Zusammentreffen. Für Maya war es ein nötiges Opfer ihrer Freizeit, für Epona eine Arbeit, die massig Lohn und Wissen versprach.
Epona beobachtete ruhig, wie Maya ihre Naginata hoch in die Luft wirbelte, Fingerzeichen schloss. Und den Kampf mit dem Auftakt begann, ein Grab zu beschwören, in welches der Jinchuuriki direkt hineinfallen könnte. Es war kein Doton, welches den feuchten Küstenboden da umwühlte; es war "echte" Graberde, die sich nun mit dem Matsch und Schlamm Mizu no kunis vermischte.
Gleich darauf witschte Maya ihre Waffe aus der Luft und fegte den Hang hinab. Epona wartete einen Augenblick, dann folgte sie nach; langsamer, verhaltener, wie eine Gemse von Stein zu Stein hüpfend und nicht wie ihre Partnerin einer Lawine gleich dem Ziel entgegenstürmend.
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BeitragThema: Re: Küstenabschnitt   So Jul 20, 2014 9:45 pm

Jinpei sah kühl aus, als die Worte von Maya ihn erreichten. Letztes Gebet? So gläubig war er nicht. Aber wenn sie wollte, dass er ein Gebet sprach, dann ein Kurzes. “Tod, heute nicht ...“, wandte er sich an den Gott des Todes höchst persönlich. Jinpei war nicht bereit das Zeitliche zu segnen, den Löffel abzugeben oder sonstiges in der Richtung. Die Frau warf ihre merkwürdige Lanzenwaffe in die Höhe und formte schnell Fingerzeichen. Unter Jinpei tat sich ein Abgrund auf. Dieser berühmte Moment, wenn man haltlos war – wenn man auf einem Stuhl kippelte und plötzlich nach hinten kippte. Der Moment des Fallens, wenn man Hellwach wird. Seine Beine fuhren auseinander, die Füße gruben sich in die Erde und bremsten seinen Fall. Breitbeinig hing er dort und beförderte sich dank Kawarami und ein wenig Körperkraft wieder aus diesem plötzlichen Grab hinaus, landete einen Meter dahinter und umschloss mit seiner rechten Paradehand nun fest den Griff des Wakizashi. Sollte sie kommen, sollten sie kommen. Beide. Maya und ihre Begleitung rannten auf ihn zu, Maya mit ihrer Lanze bewaffnet und anscheinend bereit für einen Angriff.

Völlig außer Acht gelassen war in dieser Sekunde das kleine Fellknäul, welches sie beinahe über den Haufen rannten. Maya flog in seinen Augen regelrecht hinweg, kurz gefolgt von Epona. Doch bevor diese ihn auch überqueren konnte, quiekte er laut auf und aus Furcht explodierte das Fellknäul – oder betrieb ein wenig die Vermehrung, sodass die blonde Dame auf einem kleinen Teich von braunem Fell landen dürfte. Sturz oder eine Rutschpartie waren die häufigen Folgen von solchen Aktionen.

Der Jinchûriki tat es Maya gleich und sprang nun über das Grab, auf sie zu rennend. Verstecken gab es nicht. Umkehren gab es nicht. Sein Rücken wies keine Narben auf. Das nicht ohne Grund. Er wich vor keinem Gegner zurück. Nicht aus Furcht, nicht weil er ihm unterlegen war – aus keinem Grund. Und dies durfte die Frau spüren. Man legte sich nicht leichtfertig mit einem Higashi an.

Sein Wille berührte sogar den Hachibi, sodass er leicht schmunzeln musste. Er war gespannt, wie dieser Kampf ablaufen würde. Zu Gunsten des Jinchûriki? Zu Gunsten der Angreifer? Oder vielleicht sogar zu seinen eigenen Gunsten? War das hier der Moment, in dem er ausbrechen konnte und endlich wieder frei sein konnte? Oh, welch süße Verlockung nun ebenfalls anzugreifen – doch nicht jetzt. Nicht zu früh handeln. Der Zeitpunkt würde sicherlich kommen, wenn Jinpei verletzt sein würde oder unachtsam sein würde. Mit Sicherheit. Die Chakrakontrolle des im Vergleich jungen Schwertkämpfers war verdammt gut, sodass er nicht nur Hachibi in Schach halten konnte, sondern auch noch Jutsus verwenden konnte. Doch wie sah das aus, wenn er verletzt war? Letztes Mal, als er gegen diese Teshima kämpfen musste, hatte Hachibi ihm ein wenig geholfen. Aber dieses Mal?
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BeitragThema: Re: Küstenabschnitt   So Jul 27, 2014 5:02 am

Die Welt stand still. Es war die berüchtigte Ruhe vor dem Sturm, als der träge Drache sich endlich erhob und seine Schwingen ausbreitete, ein letzes Mal zum Himmel empor brüllte und schließlich seine Kraft sammelte und hinauf gen Horizont stieg. Der Drachengott hatte viel zu lange auf der faulen Haut gelegen und sich im Jenseits nen bunten gemacht. Es war Zeit, dass seine Priesterin ihren Herren wach rüttelte, damit jenes Untier weiter nach Verdammnis und Tod gieren konnte. Daher dürfte es wohl keinen wundern, dass die schwarzhaarige im Nu jene letzen Meter überwand, die sie von ihrer Beute noch trennten. Der Typ war sogar so lebensmüde und sprang ihr regelrecht entgegen, die Hände bereits an die Waffen gelegt. Maya verdrehte genervt die Augen, denn ständig hatte sie nur dämliche Schwertfuchtler als Gegner. Bestand die ganze Welt eigentlich nur noch aus nem Meter Stahl und übersteigerten Egos? Es schien jedenfalls so! Einen wilden Fluch ausstoßend, ignorierte sie alles, was hinter ihrem Rücken geschah, denn ihr Fokus ruhte ungerührt auf dem Typen. Ihre Füße fanden in dem teilweise festen Untergrund einen guten Stand, so dass Maya mit Shion spielerisch leicht ausholen konnte. Die 1,90 m lange Drachenkopflanze mit beiden Händen packend, stieß sie ihren liebsten Gefährten blitzschnell nach vorne. War der Typ zu langsam, so würde der Drache bereits sehr schnell das erste Blut kosten. Derweil machte sich Maya allerdings keine Sorgen um ihre blonde Partnerin. Diese wurde ja schließlich nur von einer Horde häßlich aussehender Viecher angegriffen. Wüsste sie es nicht besser, so hätte die schwarzhaarige diese braunen Dinger glatt mit Scheiße verwechselt. Der Auftakt für das Trauerspiel stand, es galt nur noch, eben jenes schnell zu beenden.
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BeitragThema: Re: Küstenabschnitt   Di Jul 29, 2014 4:48 pm

Derweil die zwei Hauptdarsteller dieser Show dazu ansetzten, in einem energiegeladenen Krachen aufeinander zu prallen, erlebte Epona eine Begegnung der anderen Art: Deutlich gemächlicher in Mayas Spuren dahinlaufend, bremste sie scharf ab. Kam ohne sonderliche Schwierigkeiten zum Stehen. Und schaute mit einem Ausdruck purer Überraschung auf das, was sie für fliegende Matschflöckchen gehalten hatte - kleine Erdklümpchen, durch den festen Schritt des schwarzhaarigen Busenwunders vor ihr hochgeschleudert. Huh?
Nein. Was da vor ihr in dichtem Pulk in geringer Höhe waberte, schwebte, zirpte und quietscherte, war kein Matsch. Eher eine Kreuzung zwischen Wollknäuel und Erdkartoffel. Wo kams her? Wars schon vorher da?
In kleiner Entfernung fluchte Maya, unmittelbar vor ihrem Angriff. Epona hörte auf, die kleinen Wusels anzustarren wie eine Plüschtiersammlung, und scherte links aus, eilte schlicht an der kleinen Masse von Flauschis vorbei. Ließ sie beiseite.
Epona schlug einen Kreisbogen - Jinpei war der Mittelpunkt dieses Kreises, und sie lief auf dem Rande dieser Figur, wenn man so wollte. Auf dem äußersten Rand einer geometrischen Figur, die sich in ihrer eigenen Vorstellungskraft entfaltete: Direkt um Jinpei herum gab es eine rote, kreisförmige Sphäre. Darum herum färbte ihr Kopfkino den Bereich gelb - und noch weiter weg setzte sie eine grüne Kreisbahn.
Die Kunoichi nahm ihre Position in der äußeren, grünen Bahn ein. Dieser Bereich stand für Sicherheit; ihrer ersten Einschätzung nach war sie hier völlig außerhalb der feindlichen Reichweite. Je nach Beobachtung konnte sich dieser Bereich natürlich ausweiten oder verkleinern. Schwertkämpfer hatten nur eine geringe rote und gelbe Zone, dafür massig Grün, wenn man nicht näher als eine Handvoll Meter herankam - Ninjutsuka waren in allererster Linie überall voller Gelb.
Maya besaß übrigens auch einen Bereich im Kopfkino der Blonden. Deren rote Zone war nur dezent größer als die Jinpeis, bedingt durch die größere Reichweite der Naginata.
Nun galt es, zu schauen, wie Jinpei sich schlug. Epona lief jedenfalls zur Rechten des Jinchuuriki entlang; aus Reflex hatte sie diese Richtung gewählt, als sie der Augenklappe ansichtig geworden war.
Dass er schwieg, überraschte sie. Was, kein Protest? Keine Frage nach dem Warum? rief sie daher.
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BeitragThema: Re: Küstenabschnitt   Di Jul 29, 2014 5:40 pm

Das Auge von Jinpei fixierte sich auf das dunkelhaarige Busenwunder, welches mit einer Lanze seinen Körper pfählen wollte. Welch Ironie. Hinter ihr breitete sich sein kleiner pelziger Freund in kurzer Weile weit aus, indem er sich verdoppelt, vierfacht, achtfacht und vielfachte, bis es nach einem kleinen, braunen Fellmeer aussah. Doch dafür hatte er nicht viel Zeit. Zu nah war inzwischen die Brünette gekommen und die Blondine war sowieso vor dem Mokomokomeer abgebremst und ausgewichen. Oder vielmehr außen herum gerannt. Dadurch war sie zu weit von ihm entfernt, als dass er sie hätte angreifen müssen, wie es ihm lieb gewesen wäre. Nein, das war eindeutig nicht möglich.

Brünett bremste und stach nach vorn, in seine Richtung. Die Reichweite war um einiges länger, als die seiner beiden Katana, ganz gleich welches er gewählt hätte. Sein Nodachi, welches er seit einiger Zeit nicht mehr mit sich trug, wäre hier die ideale Antwort gewesen... doch es musste auch so gehen. Die Lanze … Speer … Hellebarde … diese Waffe schoss gerade auf ihn zu, wie man es erwarten konnte. Jinpei entschied sich für ein recht einfaches Ausweichmannöver. Nicht etwa, dass er aus der Reichweite sprang oder die Waffe parierte. Nein, er schoss eigentlich weiter auf sie zu. Nur lies er sich zuvor zu Boden fallen und schlitterte die letzten 1,90m und folgende wie ein Fußballspieler bei einer Grätsche über den feuchten Sand. Seine Kleidung wurde besudelt. Wie unangenehm.

Als er kurz vor Maya ankam, blitzte Stahl auf und er sprach ruhig das Wort seiner liebsten Technik. “Iaidou...“, war das Wort und beschrieb die Technik des Blankziehens. Die Technik, die primär gegen Ninjutsuka zum Einsatz kam und sie daran hinderte, dass sie Fingerzeichen formen konnten. Die Klinge schnitt durch die Luft und mit ihrem Eigengewicht versuchte er das Knie unter der Hellebardenlanzenspeer-Waffe aufzuschlitzen, damit ihr Stand schlechter wurde. Keine besonders schwere Wunde, aber ein Schwertkämpfer hätte darunter zu leiden.

Doch blieb er während des Schnittes nicht einfach neben Maya liegen. Das Trägheitsgesetz der Physik lies ihn weiter rutschen und nachdem er hinter Maya angekommen war, richtete er sich wieder auf. Seine Klinge, das Wakizashi, wieder sicher in der Schwertscheide verstaut. Der Sand wurde hinter ihm etwas aufgewirbelt, als er zum Stehen kam und sich Maya gegenüber sah, Epona nun auf seiner linken Seite stehend – die Seite ohne Augenklappe. Es war ihm nicht entgangen, dass die Blondine sich einen Vorteil aus seiner Augenklappe erschleichen wollte. Was war ihre Profession? Leider ließ sich so überhaupt nicht von ihrem Äußeren auf ihren Kampfstil schätzen. Sie sah nicht dick aus. Trainiert … aber das war im Grunde jeder Shinobi, der ein Stirnband trug … welches bei beiden Damen fehlte. “Blondie, Gründe mich zu jagen gibt es wohl viele. Wenn ihr mir nicht von euch aus antwortet, werde ich es aus euch heraus holen, wenn ich fertig mit euch bin...“, sprach Jinpei und ließ seinen Blick abwechselnd zwischen Maya und Epona hin und her gleiten, darauf achtend, ob Maya erneut zum Schlag ausholte oder die weit entfernte Epona irgendwelche Fingerzeichen formte.

Die taffen Worte gingen auch nicht an Hachibi vorbei, der allerdings nur glucksend lachen konnte. Er befand für seinen Teil, dass Jinpei wohl kein schwacher Shinobi war, aber auch nicht so stark, dass er es mit Leichtigkeit mit zwei Shinobi aufnehmen konnte … vor allem, da er Maya bereits beschränkt hatte erleben dürfen. Er selbst war gespannt, wie der Kampf verlaufen würde und wann er seine Spielzeit bekam, um wirklich auf zu räumen.
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BeitragThema: Re: Küstenabschnitt   So Aug 03, 2014 7:55 pm

Wie ein wütender Bär, den man schwer verwundet hatte, knurrte Maya auf. Ihr Fuß fasste in jenem Moment festen Stand im Sand, als die Priesterin bemerkte, dass ihr Opfer nicht mitspielen wollte. Sie gab den Versuch auf, wild voran zu preschen, in der Hoffnung, Shion würde treffen. Stattdessen ergriif sie die Drachenkopflanze mit beiden Händen, um die volle Gewalt über das todbringende Stück zu behalten. Ehrlich gesagt, kam sie sich verarscht vor. Kein ehrenhafter Krieger rutschte unter seinem Kontrahenten durch, so wie es diese niedere Kreatur eben tat. Mit glühenden Hass in den Augen verwünschte die Frau seine Ahnen und spuckte ziemlich männlich auf dessen Stammbaum. Glaubte er ernsthaft, eine Kriegerin des Drachengottes würde sich von solch einem bescheuerten Zug verunsichern lassen? Drauf gepisst! Die schwarzhaarige hörte die geflüsterten Worte, erkannte am knirschen des Drecks, wo er sein musste und zum Schluss verriet das klirren einer ziehenden Klinge den Standort des Gegners. Ihr marineblauer Rock wehte zuckersüß im Winde herum, als die Priesterin Kraft in ihren Füßen sammelte und einen halben Meter zurücfk trat. Es war ihr scheißegal, wenn man sie verletze, ausweidete oder massakrierte, solange sie die süße Euphorie des Kampfes kosten konte. Aber das hier war nichst weiter als eine Farcè. Sie trat zurück, während der Mann sich wohl aufrichtete und im nächsten Moment würde er Shions Maul vor Augen haben! Die Priesterin setze zu einer halben Drehung an, so dass die Drachenkopflanze der Bewegung spielerisch folgen konnte und somit einen Halbkreis beschreibend, vor dem Gegener auftauchte. Es war schon praktisch, dass Epona sich selbst in Position gebracht hatte, denn die Blondine hüpfte zwar noch immer in sicheren Gewässern rum aber zumindest hatte sie nun die Chance, das in dieEcke gedrängte Viehzeug zur Schlachtbank zu führen. Jinpei saß ein wenig in der Falle. Nach vorne aus zu brechen war eine dumme Idee, da Shion quer auf ihn zusauste und er schon einen gewagten Limbodance hinlegen musste, um den zu entkommen. Oder aber er ging der Yamanaka ins Netz. Maya war es sowas von Wurst, hauptsache siefingen diesen Vogel endlich ein. Schließlich wollte sie weder sein dämliches machogequatsche hören, dass andeutete, er würde mit ihnen fertig werden, noch wollte sie länger diese schwächliche Visage ertragen. Im Augenblick spielten beide Frauen nur Fangen mit ihm, es sollte lieber nicht auf Schiffe versenken hinaus laufen.

Out: Jinpei bitte gib Techniken oder Jutsu in Spoiler an.^^"
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BeitragThema: Re: Küstenabschnitt   Di Aug 05, 2014 2:05 pm

Was zunächst nach einem klassischen Zusammenprall der Waffenmeister und einem gekreuzten Kuss der Klingen aussah, wandelte sich nur einen Augenblick nach dem Ansturm des Jinchuuriki in ein recht verwegenes, höchst spektakuläres, aber auch ungemein haariges Manöver. Der Kiri-Nin entging der Naginata, ohne einen Kratzer davon zu tragen, und startete eine spannend anzusehende Grätsch-Attacke. Die sich jedoch gleichfalls nicht bezahlt machte; Maya wich ihrerseits aus.
Zuviel Übermut dachte Epona bei sich, Solch ein Trick funktioniert nicht auf diesem Kampf-Niveau. Das sogenannte Tunneln-und-Tranchieren war zweifellos heldenhaft, doch um bei einer Kämpferin wie Maya greifen zu können, hätte deren Beinarbeit schon durch Granit-Stiefel lahmgelegt werden müssen.
Solche Manöver waren gut, um deutlich schwächere Angeber blöd dastehen zu lassen. In einem echten Duell waren sie bestenfalls waghalsig.
Epona wußte aus Erfahrung, wie die Kurayami nun attackieren würde. Und mischte mit. Sie hatte freilich keine Zeit, in diesen kurzen Momenten ihre Position zu wechseln; falls sie in Jinpeis Blickwinkel war, dann war das eben so, und sie würde damit leben müssen. Ihre Hände fanden vor ihrem Bauch zusammen; da sie einen Umhang trug, waren die individuellen In, die nun geschlossen wurden, zwar verborgen. Dass es aber generell Fingerzeichen gab, verhinderte der Stoff allerdings nicht - wenngleich er natürlich auch nicht hauteng war. Aber die gefalteten Hände vor dem Bauch ließen sich ja doch nicht so leicht kaschieren...
Ikamono Chishio.
Epona spielte die Karte, welche imaginäre Wundenreißen sollte: Sie zielte darauf ab, Jinpei eine höchst real scheinende Schnittwunde zu verpassen, welche im gleichen Winkel schneiden würde wie die Naginata Mayas - selbst wenn er der Schwertlanze völlig ausweichen würde oder auch parierte. Fokus legte Epona dabei auf Sehsinn und natürlich Schmerzzentrum.
Unsichtbare Klingen rund um die wirkliche Waffe dachte Epona heiter, Mal sehen, wie weit seine Fantasie reicht.
Wie lang aber Maya noch bei gewöhnlichem Duell blieb? Ihr schien der Kerl an sich zu missfallen; Epona war an sich zwar scharf drauf, mehr über Jinchuuriki zu erfahren, schätzte aber auch einen raschen und unkomplizierten Abschluss. Von ihr aus musste die Leibwächterin das Biest nicht erst rauskitzeln - sie konnte gern direkt zubeißen mit ihrem kältesten Zahn. Je eher sies ins Rollen brachten, umso besser.

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BeitragThema: Re: Küstenabschnitt   Sa Aug 09, 2014 12:16 pm

Jinpei war doch verwundert, dass sein Angriff nicht funktioniert hatte. Natürlich war es waghalsig und riskant gewesen, ja vielleicht sogar dumm. Doch bei der Geschwindigkeit, mit der Maya und er selbst aufeinander zugelaufen waren und der Trägheit, die ein Körper nicht sofort abbremsen lässt, hatte er wirklich geglaubt, dass sein Angriff zumindest eine kleine Wirkung erzielt hätte. Maya musste sich von Anfang an darauf vorbereitet haben, so aus zu weichen, sonst wäre es ihr nicht gelungen – zumindest besaßen nicht viele solche guten körperliche Konditionen, dass sie nach einem Sprint und einem wuchtigen Schlag nach vorne, direkt zurück springen konnten.
Lange Zeit, um darüber nach zu denken, hatte Jinpei jedoch nicht. Nachdem er wieder auf die Füße gekommen war, wirbelte Maya bereits im Halbkreis herum und schwang ihre Waffe in der gleichen Bewegung mit sich. Die Waffe flog ca. auf Brusthöhe auf Jinpei zu und würde ihm vermutlich herbe Verletzungen zufügen, sollte er den Angriff einfach ignorieren. Er zog erneut sei Wakizashi und führte die Klinge in den Weg der Drachenkopflanze. Die Wucht, die von Maya ausging, stieß ihn dabei noch ein gutes Stück zurück und Funken stoben auf, als Eisen auf Eisen schlug und einander schnitten.
Doch was war eigentlich mit dieser anderen Frau, die hier war. Aus dem Augenwinkel konnte er nicht beobachten, was sie eigentlich tat und bekam so auch nicht mit, dass sie unter ihrem Mantel gerade Fingerzeichen geformt hatte. In dem Glauben, dass der Angriff von Maya keinerlei Wirkung gehabt hatte, außer dass sie ihre übermenschliche Kraft demonstrierte, wunderte er sich immens, als auf seiner Brust ein tiefer und langer Schnitt aufklaffte. Er riss das Auge vor Schmerz auf und wagte einen Sekundenbruchteil an sich herab zu blicken, um die rote Flüssigkeit an sich herunter laufen zu sehen. Seine linke Hand presste er auf die Brust. Das Blut fühlte sich heiß und schmierig an – Blut eben. Maya konnte ihre Waffe mit Hien verlängern? Er sah kein Chakra, wie konnte das sein?! Das Hyoton bestand zu einem Teil aus Fûton, dadurch war es durchaus möglich, dass sie ihre Waffe ummantelt hatte, aber es schien so vollkommen abwegig und passte seiner Ansicht nach so überhaupt nicht in ihr Muster von brutalen Angriffen, wie der gerade ausgeführte.
Dass die Blondine damit etwas zu tun hatte? Ein kleiner Schimmer war in seinem Innern, dass sie damit etwas zu tun haben konnte, doch nicht, dass es sich um ein Genjutsu handelte. Dafür kannte er sich mit dieser Kunst zu wenig aus. Das leichte Gackern vom Hachibi, in seinem Bauch machte die Sache auch nicht hilfreicher. Er lachte Jinpei aus! Mistfiech!
Jinpei schob dieses Mal sein Wakizashi nicht zurück in seine Schwertscheide, sondern hielt es in einer verteidigenden Haltung vor sich, um den nächsten Angriff von Maya bereiter ab zu fangen. Dabei blieb er so stehen, dass er Epona im Blickfeld hatte, nicht dass sie sich plötzlich hinter ihn bewegte.
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BeitragThema: Re: Küstenabschnitt   Do Aug 14, 2014 10:48 am

Out: Kleiner temporärer Wechsel in der Postreihenfolge, damit der zeitliche Ablauf der Aktionen besser passt. Nach mir also Maya.

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Geglückt. Anhand Jinpeis Reaktion las Epona den Erfolg ihres Genjutsu ab; sie hatte ihn damit schonmal erfolgreich zum Bluten gebracht. Wenn auch nur in seinem Kopfe... Egal. Der Jinchuuriki tat daraufhin jedenfalls etwas, was für die beiden Frauen eine Art Initialzündung darstellte: Er wechselte in die Defensive. Taktisch, das wars sicherlich. Der unvorhergesehene Treffer war etwas, was der jüngere Kämpfer wohl erst einmal verdauen und in seine Überlegungen einbeziehen musste.
Freu dich. Ich gebe dir noch mehr zu denken. In Eponas Augen glänzte Tatendrang auf, als der Kiri-Nin aus der Angriffshaltung in die Verteidigung fiel. Rasend schnell wägte ihr Kampfgespür ab, wofür die Zeit blieb und wofür nicht. Aus dem Sichtfeld entkommen? Nein, damit würde sie Chancen verdaddeln. Außerdem... dann sah er nun eben ihre Fingerzeichen. Sie hatte allein schon Glück gehabt, dass er sie nicht schon bei der falschen Wunde erwischt hatte.
Epona lächelte gewinnend, schloß erneut vor ihrem straffen Bauch und unter ihrem Umhang Fingerzeichen - die leichte Wölbung im Kleidungsstück konnte sie dabei nicht kaschieren. Auch wenn sies rasend schnell machte. Ihre Finger waren wahre Iaido-Killer...
Mokuton rief sie, so wie Jinpei zuvor sein Iaido angekündigt hatte.

Senju Itsuki schrieb:

Über ihn zogen Wolken hinweg, die die verschiedensten Formen hatten. Der Jônin ließ in dem Augenblick einfach seinen Geist freien Lauf und starrte nach oben. Seine Muskeln zeigten ihm bereits länger an, dass er eine Pause durchaus verkraften konnte. Dennoch wollte der Senju nicht aufgeben. Er hatte in Tsukigakure mit der neuen Planung des Jutsu angefangen und versuchte es auf seiner Reise umzusetzen. Gesellschaft bekam er hierbei von Epona, die nicht weit von ihm saß und etwas vor sich hin döste. Wie jeden Abend, wenn sie ein Nachtlager aufschlugen und er anfing zu üben. Meistens beobachtete die Blonde Frau ihn bei seinen Künsten oder aber sie beschäftigte sich mit irgendetwas anderes. Itsuki empfand es als sehr angenehm, dass er nicht alleine sein musste und wusste es zu schätzen das er zwischendurch ein Wort mit der Frau wechseln konnte. Sie war ihm wirklich sympathisch geworden. In den letzten Wochen schien er sie immer mehr als eine Art Freundin zu betrachten, die er aus alten Zeiten kannte. Natürlich zwischendurch brachte sie ihn ziemlich aus dem Konzept, vor allem wenn sie sich viel zu dicht zu ihm lehnte, aber inzwischen hatte er sich an diesen Umstand bereits gewöhnt...

Kara~Meru Yanaki!
Copycat. Genau dieses Jutsu wars, welches Itsuki Senju vor ihren eigenen Augen stetig geübt hatte. Mokuton aus erster Hand. Und nun spiegelte sie es.
Sakujou Kibou. Ein Exemplar der Schule der Fessel-Illusion. Früher hatte sich die Blonde gern mit Eisenketten beholfen, auch mit Schlangen oder Spinnweben. Nach der von Itsuki unfreiwillig erteilten "Trainingslektion" jedoch war sie zu etwas viel Spannenderem übergegangen.
Epona Yamanaka trat fest mit dem Fuß auf; Schlick und Schlamm spritzten zu beiden Seiten hinfort, als flohen sie vor ihrer Stiefelsohle.
Und ein Holzbalken platzte aus dem Erdboden wenige Meter vor Jinpei, spaltete sich in mehrere, dicke Planken und Ranken auf. Sie verfolgten und umtosten ihn in einem Wirbel aus Holz und Rinde und setzten dazu an, sich um seine Glieder zu schlingen.
Epona lächelte fein. Seit der Begegnung mit Itsuki hatte sich ihr Fessel-Spiel nie imposanter und dennoch realitätsnah gezeigt.
Die Falsche Wunde blieb übrigens; die Chakrakontrolle der Kunoichi war ein fein geschliffenes Werkzeug, geschult schon seit ihrer Kindheit. Es kostete sie keinen übermäßigen Schweiß, mehrere Illusionen, gerade des Ranges C, aufrecht zu erhalten.
Mayas Zug. Die vollbusige Priesterin verstand hoffentlich den Wink mit dem Gartenzaun; für gewöhnlich zelebrierte ihre Partnerin die unterstützenden Genjutsu ja doch eher im Geheimen und Heimlichen. Reagierte auf das Tun ihrer Partnerin, ohne dass diese sich großartig einen Kopf machen musste. Nun aber war das Signal gegeben, ausnahmsweise mal Eponas Manöver zu folgen.

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BeitragThema: Re: Küstenabschnitt   Do Aug 21, 2014 2:57 pm

Der Drache lag noch immer auf der Lauer, mit angespannten Museln jederzeit dazu bereit, los zuschlagen. Sie ließ ihre Beute keinen Moment aus den Augen, während Epona den Hinterhalt vorbereitete, in den sie ihr Opfer treiben würde. Maya brauchte nicht zu wissen, was ihre Partnerin tat. Ihr Instinkt und das Wissen über die Persönlichket der Blondhaarigen taten schon ihr Übriges. Beide Frauen hatten den Jinchuuriki in die Zange genommnen, während die schwarzhaarige ihn mit purer Waffengewalt in die Ecke drängte und seine Möglichkeiten einschränkte, würde die zweite seine geistigen Atribute senken. So agierten sie normalerweise, mit einer Mischung aus roher physischer Gewalt und psychischen Fallenstellen. Was erwartete dieser Wurm auch? Die Priesterin schulte sich tagtäglich in ihren Künsten, denn es verging kein Tag, an dem sie nicht kämpfte oder zumindest trainierte. Sie war fast doppelt so alt wie der Mann vor ihr, auch wenn man es äußerlich ihr nicht ansah. Ihr ganzes Leben war ein Schlachtfeld gewesen, dass sie schon in Kindertagen ungewollt betreten hatte und bis dato nicht verlassen wollte. Alle wunderten sich immer, wie sie es denn schaffte, solch eine wuchtige Waffe zu führen, wo sie doch augenscheinlich nur eine Frau war. Für die Männer ein, als schwächlich klassifiziertes Wesen. Maya spuckte auf diese Ansichten, denn nicht viele opferten soviele Jahre, um an ihren Künsten zu feilen. Sein eigenes Können unter den menschenunwürdigsten Bedingungen bis an seine Grenzen zu treiben und daran zu wachsen. Sie hatte nicht viele abgeschottete Jahre in einem Tempel zugebracht, um den Seelenfrieden zu genießen, sondern die Zeit genutzt, um ihr Hyouton zu meistern und sich seelisch zu stärken, damit ihr Verstand den Stimmen jener Rachegeister stand hielt, von denen sie ein Leben lang verfolgt wurde. Dass ausgerechnet Epona ihren Weg kreuzte, war schon ein Glückstreffer. Sie hasste diese Frau ebenso abgrundtief, wie sie jene respektierte. Ihre Arten zu kämpfen waren grundverschieden, ob es nun am Alter oder den eher ruchlosen Mitteln lag, konnte Maya nicht sagen aber sie blieb bei der Blondine, weil diese ihr immer neue Herausfordrungen und Kämpfe verschaffte. Solange würde sie die Yamanaka mit ihrem Leben verteidigen, auch wenn diese immer wieder unsanft daran erinnert wurde, dass ihr Bund sehr brüchig war. Einen Drachen legte man nicht in Ketten, man bestach ihn mit kostbaren Schätzen und erkaufte sich so einen gewissen Halt.

Shion traf klirrend und Funken speiend auf das Washizaki des Gegners, der ihren Angriff lieber geblockt hatte, statt selbst an zugreifen. Deswegen konnten sie ja erst so agieren, weil sich das Lämmchen lieber feige zurück zog, statt sich zu wehren. Maya blickte jedenfalls sehr spöttisch drein, als Jinpei sich langsam zurück zog, darauf bedacht, dass sein Messerchen auch weiterhin zwischen dem eigenen Körper und der Drachenkopflanze stand. Die schwarzhaarige setze ihm nicht nach, sondrn hielt ein paar Meter Distanz zu dem Kirinin, weil sie vermutete, dass Epona den Wink mit dem Grabstein verstand und nun endlich mal in Aktion trat. Sollte sie lieber, dnn sonst würde die Yamanaka ihr blaues Wundr erleben. Glück für sie, die Blonde schritt zur Tat und schien irgendwas aus zu hecken, was Maya nicht weiter verfolgte. Ihr Blick blieb ungebrochen auf Jinpei gerichtet, damit sie auch weiterhin die Oberhand behielt und ihr auch nichts entging. Daher bekam sie auch unvermittelt mit, wie das Lämmchen erschrocken die Augen aufriss und mit schmerz verzerrter Miene an sich herab blickte. Oho? Ein Genjutsu von Seiten der Yamanaka? Was es auch genau war, es ging der Priesterin am Arsch vorbei und während das Lämmchen sich die Hand auf die Brust drückte und das Washizaki zittrig in ihre Richtung hielt, trat sie nur ein wenig auf ihn zu. Ein paar Meter trennten die beiden Kämpfer noch, doch Maya ging nicht zum Angriff über, sondern rammte Shion mit dem Waffenblatt voran in den Boden. Ein hämisches Grinsen zierte ihre Züge, während die Frau ihr Chakra schmiedete und es schließlich mit den dazu gehörigen Fingerzeichen formte. Die Priesterin nutze den Umstand, dass sie am Strand waren, denn hier herrschte eine brauchbare Luftfeuchtigkeit. Sie entließ Shimo in die Freiheit, auf dass sich der Raureif in einem Umkreis von 100 m um Maya ausbreiten konnte. Am Anfang würde man nichts von der Technik bemerken, da Shimo sich erst langsam auf Steinen, Sand oder gar der Kleidung nieder ließ und so dafür sorgte, dass der Körper langsam auskühlte. Die Temperatur würde langsam aber kontinuirlich sinken, während der Raureif sein Kleid aus Eisblumen über alles warf und mit jeder Minute die verstrich, weiter an Kraft gewann. Was anfänglich nur als süßer Reif daher kam, würde bald die beißende Kälte des Eises mit bringen, Bewegungen hemmen oder sogar das Atmen erschweren. Nichts war fieser, als eisige Atemluft, gespickt mit winzigen Eiskristallen. Maya würde einfach Jinpei weiter umkreisen, wie ein Geier das Aas und darauf warten, dass der Raureif zu wirken begann. So nahm sie die Drachenkopflanze wieder auf und begann, vor diesem auf und ab zu gehen. Er sollte seinen Blick ganz auf sie fokusieren, damit Epona nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit stand. Sollte er wieder erwarten sich zu wiederspänstig anstellen, war die Priesterin sich nicht zu schade, ihm doch wieder mit der brachialen Gewalt ihrer Kampfkunst zu Leibe zu rücken. Auch wenn es auf Kosten von Eponas Jutsus geschah.

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BeitragThema: Re: Küstenabschnitt   Fr Aug 22, 2014 2:28 pm

Was hier geschah, gefiel Jinpei überhaupt nicht. Nicht nur, dass er gerade einen Querschnitt über die gesamte Brust einkassiert hatte, nein, nun platzte auch noch etwas vor ihm aus dem Boden. Und wenn sein Auge in nicht trügte, war das keines Wegs Eis, Erde oder Wasser, was da auf ihn zu schoss. Es war Holz. Mokuton?! Das stammte auf keinen Fall von der Vollbusigen schwarzhaarigen vor ihm. Als Arzt wusste er genug über Implantationen, als dass zwei Kekkei Genkai im gleichen Körper sich negativ auf die körperliche Verfassung ausübten und Maya sah nicht etwa so aus, als wenn sie aus dem letzten Loch pfiff. Unabhängig von dieser Tatsache stieß Maya ihre Hellebarden artige Waffe in den Boden vor sich, Schnittblatt voran, und formte Fingerzeichen. Genau solche Momente konnte Jinpei perfekt nutzen, um kritische Wunden am Gegner aus zu führen, doch da das Holz sich zwischen Maya und Jinpei auf ihn zu bewegte, konnte er nicht einfach auf sie zu preschen und sie mit einem Iaidou angreifen. Im Gegenteil, er musste sich vorerst aus ihrer beider Reichweite bewegen. Sowohl der Reichweite von Maya, als auch der Reichweite des Holzes.

Jinpei hechtete mit schnellen Schritten nach Links, während Maya noch ihre Fingerzeichen schloss und floh so vor dem Holz, sich wohl bewusst, von wem aus dieses Holz sich bewegen musste. Und auf eben jene Person bewegte er sich mit seinen Schritten gerade Wegs zu. Maya war mit ihren Fingerzeichen beschäftigt und nicht so schnell wie Jinpei, das hatte er inzwischen zu Genüge bemerkt. Die rechte Hand war immer noch um das Wakizashi geschlossen, während seine Linke in einem Beutel am hinteren Ende seiner Kleidung verschwand und kurz darauf drei Shuriken auf Epona schleuderte, sie dazu zwang in eine Richtung aus zu weichen. Zeitgleich bewegte er sich weiter auf die blonde Frau zu. Mit ziemlicher Sicherheit würde Maya im schnell hinterher setzen und versuchen ihn aus seinem Ansturm zu reißen.

“Muss ätzend sein gegen Frauen zu kämpfen.“, gab der werte Insasse zum Besten. Musste das ausgerechnet jetzt sein? “Weist du, ich könnte dir helfen.“, brummte er und rutschte etwas hinter seinen Gitterzellen hin und her. “Du müsstest mich nur ein bisschen raus lassen und ich könnte dir einen immensen Vorteil verschaffen. Dich mit Chakra versorgen … je nach dem wie viel du mich helfen lässt auch mehr als nur das.“ Die zweite Hälfte des Satzes hatte er mit einer kurzen Unterbrechung von sich gegeben. Ja, vermutlich würde Hachibi ihm nicht wenig helfen können – aber Jinpei konnte nicht. Zu tief war ihm ihm noch der Schock darüber, wie Hachibi versucht hatte die Gewalt über Jinpeis Körper an sich zu reißen. Und außerdem war das nicht der erste Kampf, den Jinpei gegen mehr als einen Gegner bestritt.

Seine Ohren hörten, wie sich die Holzstämme hinter ihm her bewegten. Das Jutsu von Maya konnte er noch nicht bemerken, doch da sich sonst keine Geräuschquelle entwickelt hatte, ging er zunächst einmal davon aus, dass es sich bei ihrem Jutsu um keine direkt offensive Technik handelte, bei der er befürchten musste im nächsten Augenblick von Eiszapfen aufgespießt zu werden. Die Distanz zwischen Jinpei und Epona war natürlich nicht in einem einzigen Hechtsprung zu überwinden. Dafür hatte die blonde Frau im Mantel sich zu sehr in Sicherheit gebracht. Doch irgendwie wurde Jinpei das Gefühl nicht los, dass sie die eigentliche Gefahrenquelle war und nicht Maya, die mit ihrer Waffe wohl Felsen zu Staub werden lassen konnte, einen See in Binnen von Sekunden einfrieren lassen konnte.

Ich werde deine Hilfe nicht brauchen … ich habe einen Plan. Aber dafür brauche ich etwas Vorbereitungszeit und bis die vorbei ist, würde ich es begrüßen, wenn du mich nicht störst., gab Jinpei nun an den Hachibi zurück und sah ihn verbissen durch die Gitterstäbe hindurch an. Ich bin Schwertkämpfer und Arzt, kein Monster, dass mit Ninjutsus um sich schmeißt oder Felsen zertrümmert. Ich nutze meine Fertigkeiten und werde auf das zurück greifen, was ich erlernt habe!
Hachibi rutschte wieder etwas herum und stützte seinen Kopf auf seine Faust. “Na, da bin ich aber gespannt... Du willst aber nicht dieses Fellknäul dort benutzten, oder?“, lachte Hachibi. Jinpei sah ihn nur Emotionslos an. Die Fellknäule, seine Kuchiyose, wuselten noch immer um her und bewegten sich, trotz der Gefahr, langsam auf die Kämpfenden zu, weil sie nun neugierig wurden, was ihr Meister dort trieb.
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BeitragThema: Re: Küstenabschnitt   Di Aug 26, 2014 9:01 am

Die Lage lief gut an.
Epona hatte allerlei wilde Geschichten über Jinchuuriki gehört, Gerüchte und Gruselgeschichten aus der Epoche von vor zwei Jahrhunderten und noch weiter zurück. Von Monstern in Menschengestalt war die Rede, von der Macht einer Bestie aus purem Chakra, deren Energie durch das Nadelöhr des menschlichen Körpers gepresst wurde. Man schrieb diesen Jinchuuriki, selbst wenn es schon seit Jahrzehnten keine wirklich berühmten Bijuu-Bändiger mehr gegeben hatte und nichts die Halbwahrheiten und Fantasie-Konstrukte unterfütterte - zumindest nicht außerhalb der Shinobi-Dörfer, gewaltige Kräfte zu. Nicht bloß körperliche Leistungsfähigkeit und Durchschlagskraft, sondern auch Dinge wie Genjutsu-Immunität und den Zugang zu Mischelementen.
Dieses Exemplar hat wohl keine Immunität entwickelt dachte Epona bei sich, derweil sie Jinpeis Ausweichmanöver im Auge behielt. Jedenfalls schlägt er gut auf meine Illusionen an. Sowohl die Schnittwunde als auch die jagenden Baumstämme und -Äste wirkten offenbar einwandfrei. Im Geiste arbeitete sie fleißig daran, ihrem Gegner stetig passende Bilder zu liefern: Schlangengleich wälzten sich die Holzplanken über den Boden, fuhren sausend durch die Luft, knarrten, wenn sie sich bogen und ihm nachsetzten.
Eponas Genjutsu hätte ihr theoretisch erlaubt, das Opfer direkt zu fassen, augenblicklich in seine Muskeln zu krallen. Doch die Beute chancenlos zu fassen war eine Anfänger-Taktik in den Augen der Kunoichi, oder ein Zug für verzweifelte Situationen. Sie hatte schon oft erlebt, wie die Unfehlbarkeit einer Illusion die größten Zweifel schürte oder überhaupt erst hervorbrachte. Nein, wenn man schon Ninjutsu illusionierte, mussten diese auch ausmanövrierbar sein... zumindest eine gewisse Zeit lang.
So gönnte sie dem Jinchuuriki das Fangen-Spiel, hielt ihn gleichsam von Maya ab und betrachtete seine Bewegungen.
Er ist gelassen. Zahlenmäßige Unterlegenheit scheint ihm nicht fremd zu sein.

Sie zuckte nur sekundenbruchteikurz zusammen, als Jinpei von Maya abließ, auf sie selbst einschwenkte und Shuriken auf die Reise schickte. Oh Nein! rief sie aus, jedoch viel zu theatralisch. Auf mich?!? Das Lachen konnte sie noch recht gut unterdrücken, nur der Schalk in ihrer Stimme war säurehaltig genug, um ein Loch in einen Betonklotz zu ätzen.
Sicherlich war Jinpei ein flinker Schwertkämpfer. Seine Gegnerin aber war gleichfalls flink und wendig, und obendrein tückisch und erfahren. Was ein purer Schwertkämpfer auffuhr, konnte sie händeln.
Epona sah die Shuriken fliegen, und ihre Hand schoss ins Freie, ergriff den Umhang an ihrer Schulter und warf ihn in großer Geste von sich, ein Eckchen jedoch festhaltend, als schüttelte sie eine Bettdecke aus! Der Stoff wischte flatternd durch die Luft, und mit dumpfem Pang - Pang - Pang landeten die drei Shuriken im Stoff, wo sie sich verhakten und verfingen. Eingefangen wie Käfer in einem Schmetterlingsnetz.
Und schlimmer. Epona lüftete eine weitere Sproße in ihrer taktischen Erfolgsleiter.

Yamanaka Epona schrieb:

Oh? Sehr gut, dann setzen wir uns mal in Bewegung... zwei Dinge allerdings noch. Zunächst holte sie ihren erdbraunen Umhang hervor, warf ihn sich über. Es folgte ein Biss in den Daumen, das Schließen von Fingerzeichen. Eine kleine Wolke von Rauch, welche die Blonde völlig einnebelte.
Jetzt können wir.

Links und rechts auf den Hüfttaschen der Kunoichi hockten zwei Molche, Schleim triefte aus ihren Mäulern. Zuerst feuerte Puun, der links saß: Ein Mini-Geschossfeuer aus Schleimkugeln entlud sich aus seinem Mäulchen, mehr als ein Dutzend Bubbletea-Bubbles durchsiebten die Luft, sich dem Schwertkämpfer in die Bahn zu werfen.
Zeitlich um wenige Momente nach hinten versetzt, um also auch ein potenzielles Ausweichmanöver Jinpeis miteinzuberechnen, feuerte auch Chuun. Nochmals hagelte es schleimige Klebebomben!
Und zu allem Überfluss schloss Epona, derweil sie Richtung des offenen Meeres rückwärts fortsprang, ein einhändiges Fingerzeichen. Du bist ein aalglatter Hund, was? Sie grinste, eine klare Erwiderung auf seine konzentrierte Miene. Und das Mokuton krachte zwischen ihnen aus dem schlammigen Boden. Es war ein regelrechter Zaun, der sich da erhob; sowohl von vorn als auch von links und rechts und schräg links und schräg rechts und halb links und halb rechts!
Diesmal würde Epona es durchaus ernsthaft drauf ankommen lassen, Jinpei zu fangen. In hölzerne Fesseln der Illusion wollte sie ihn schlagen. Sie wollte sehen, was er in der verzweifelten Situation einer Festnahme tat. So viele Menschen entwickelten in solchen Momenten ungeahnte Kräfte purer Willensstärke, andere Menschen griffen tief in sich und beförderten beachtliche Mächte und Fähigkeiten an die Oberfläche. Es war... nicht alltäglich, aber auch nicht neu für einen Genjutsu-Anwender.
Absolut ungewöhnlich aber war wohl Eponas Motiv: Sie wollte genau das sehen. Sie wollte sehen, was der Kiri-Nin mit dieser entschlossenen Miene der Ruhe aus seinem Innersten holen würde. Sie wollte sehen, was zum Vorschein kam, wenn diese stoische Maske zerbrach...

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BeitragThema: Re: Küstenabschnitt   So Sep 07, 2014 4:07 pm

Es war lästig. Das alles war nur eine Farcé und keinesfalls ein echter Kampf. Sonst hätte sie schon ganz andere Geschütze gegen diesen Milchbubi aufgefahren. Er schien echt zu denken, dass beide Kontrahenten dämlich waren, ansonsten würde er seine Zeit nicht mit solchen halbherzigen Kinkerlitzchen verschweden. Mayas Miene verdüsterte sich, als der Mann dem Mokuton Genjutsu davon sprang und dazu ansetze, Epona zu attackieren. Der Priesterin entlockte es nur ein genervtes Seufzen, denn statt als Bodyguard zu fungieren und die Blonde zu beschützen, setze sie Jinpei im gemächlichen Schritt nach. Kein hektischen Gerenne und auch kein halsbrecherischer Angriff. Die Yamanaka würde mit solch Spielereien selbst fertig werden, ansonsten hätte sie nie solange an der Seite der schwarzhaarigen überleben können. Mit fehlgelenkten Waffen kannte sich Epona schließlich aus. Ihr flog schlimemres um die Ohren, wenn Maya zum spielen raus durfte. Ihre Partnerin schien das ähnlich zu sehen, denn so ganz konnte sie die schneidende Belustigung in ihrer Stimme nicht bändigen, als sie das Vorhaben des Opfers vernahm. Ab da ging auch alles ziemlich shchnell, denn Blondie wehrte die Geschosse mit ihrem Mantel ab und setze zu einem Konter an. Nicht nur, das Jinpei wortwörtlich grade Schleim fressen durfte, denn die beiden Molche deckten ihn großzügig mit diesem Mist ein. Nein! Er bekam auch die volle Wucht des Mokuutongenjutsu um die Ohren gepfeffert! Alles was Maya zu tun brauchte, wahr die Distanz ein zu dämmen und ihn zu beobachten. Auch jetzt noch umkreiste sie das Lamm wie ein Geier, darauf bedacht, das zu sehen, was anderen verborgen blieb. Das Monster. Sie war kein Sensor und dennoch konnte sie die Präsenz dieses Viechs wahr nehmen, ja fast riechen. Es kostete einen hohen Preis, das Leben eines Mediums zu führen aber wer war sie schon, dass sie sich von solchen Belanglosigkeiten in die Scheiße reiten ließ? Die Priesterin strahlte pure Ignoranz aus, denn sie fürchtete den Bijuu nicht. Stattdessen erhöhte sie lieber den Chakraaufwand für Shimo, damit der Raureif damit begann, sich bissiger in alles zu krallen, was hier kreuchte und fleuchte. Es kam ihrer Technik nur zugute, dass die Molche alles glitschig nass werden ließen, denn so schritt die Kälte schneller fort, als zuerst angenommen. Die Winteraura bewegte sich mit der schwarzhaarigen mit, sodass auch im übrigen Gelände winterliche Merkmale zu erkennen waren. Immer dort, wo sie wandelte. Nicht mehr lange und es würde bitterkalt werden, in diesem Sinne drang ein hämisches Lachen aus der Kehle der Frau. Breitbeinig stellte sie sich ein paar Meter entfernt vor dem Jinchuuriki hin und amüsierte sich köstlich auf seine Kosten. Willst du das Monster nicht raus lassen? Es zerrt doch jetzt schon an seinen Ketten und ich will etwas Unterhaltung. Vielleicht bekomme ich ja sogar einen anderen Eindruck von dir aber so, wie es jetzt läuft, ist meine Zeit hier nur verschwendet. Schwache Menschen können nicht stärker werden, ohne etwas wichtiges zu opfern und viele haben nicht den Mut dazu, unbekannte Wege zu beschreiten. Ich halte dich für solch einen schwachen Menschen. Klatschte die Priesterin jenem Mann an den Kopf, während sie nun vollends lustlos geworden, dabei zu sah, wie langsam alles mit Frost überzoen wurde. Zeit schinden waren normalerweise niccht ihr Stil aber solch billigen Konfrontationen auch nicht ihr Daseinszweck. Das würde Jinpei nun am eigenen Leib zu spüren bekommen, denn die Luft war bereits geschwängert von der bissigen Kälte des Winters.
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BeitragThema: Re: Küstenabschnitt   So Sep 07, 2014 7:01 pm

Jinpei beobachtete die Parade der blonden Frau. Sie schwang ihren Umhang um sich herum, welcher die Shuriken abfing. Auf die Distanz war es lächerlich gewesen so einen Angriff ernst gemeint los zu lassen. Aber selbst auf lächerliche Angriffe musste man reagieren, wenn man sie weiterhin als lächerlich deklarieren wollte. Ein einzelner unbeachteter Shuriken konnte den Tot bedeuten und somit hatte Epona natürlich gut getan, sie nicht einfach zu ignorieren. Doch einen Bruchteil schien etwas anders zu sein, als sie bemerkt hatte, dass Jinpei seine Taktik geändert hatte. Eine Schrecksekunde lang quasi. Aber was war da anders gewesen?
Viel zu theatralisch rief sie aus, was eine Person mit hitzigerem Gemüt sicher hätte erboßen lassen. Der Schwertschwinger reagierte jedoch nicht auf diese Bemerkung und schritt weiter voran. Der Umhang der Blonden schwang zur Seite und aus ihrer Hüftgegend schoss etwas auf Jinpei zu. Was der Auslöser war oder wie viele Geschosse es in der Tat waren, konnte Jinpei mit nur einem Auge wahrlich nicht erfassen. Ein Dutzend oder drei Dutzend... es waren zu viele, um sie einfach ab zu tun. Sie schossen dort zu Jinpei, wo er sich befand. So entschied er sich seine geradlinige Bewegung ein wenig abzuändern. Einen leichten Bogen beschrieb sein Pfad jetzt. Doch die zweite Salve an Geschossen, die etwas versetzt zu der ersten abgefeuert worden war, hatte dies wohl bedacht und so trafen zwei grünliche (Out: hoffe einfach mal, dass sie grün sind, weil ich nirgends ne Farbe gefunden habe Very Happy ) Geschosse seine linke Schulter – oder besser gesagt den darüber liegenden Haori. Sein schöner Haori! Die Kugeln zerplatzten beim Aufprall und ein kleiner Spritzer klatschte an seine Wange.

Mit einer wehenden Handbewegung warf er den Haori ab, um etwa ätzenden Substanzen entgegen zu wirken... wobei... der Spritzer auf seiner Wange brannte gar nicht. Keine Säure? Ein Täuschungsmanöver? Er fuhr sich mit dem linken Handrücken über die Wange und wischte sich die Substanz einfach weg. Keine Wirkung … aber augenscheinlich hatte er sich zulange mit der Substanz aufgehalten. Denn um ihn herum ragte nun ein hölzerner Käfig auf, der zwar nach Oben hin und in die Richtung von Maya offen war, ansonsten aber recht stabil aus sah.

Maya hielt eine Rede, die Jinpei nur halbherzig beachtete. Die Umgebung um ihn herum schien kälter zu werden. Sein Blick hing jedoch weiterhin auf Epona. Er biss sich leicht auf die Unterlippe. “Maya, hör auf Reden zu schwingen. Du willst den Bijû sehen? Dann bekämpf mich ohne deine blonde Freundin. Dein Kampfstil ist lächerlich und es ist nicht verwunderlich, dass du ohne eine der Klingen aus dem Turnier gegangen bist.“ Sein Blick wand sich von Epona ab. “Eins gegen eins. Wenn du es schaffst mich zu verletzen, kannst du deinen heiß ersehnten Bijû sehen ...“

“Taffe Worte, Kleiner...“, gab Hachibi in seinem Innern zum Besten. Hmm... Hachibi verlagerte etwas sein Gewicht und setzte sich wieder aufrecht hin. “Also ich glaub ja nicht, dass sie dich alleine herausfordern wird... Sie haben dich zu Zweit angegriffen, in dem Wissen, dass ein Jinchûriki selten freiwillig auf unsere Macht zurück greifen will.“ Der riesige Ochse gackerte lachend auf. “Also ist die Schwarzhaarige entweder bewusst am bluffen oder sie bekommt gar nicht mit, was ihre blonde Begleitung eigentlich leistet, während sie irgendwie ihre Waffe herum wedelt und Reden schwingt ...“

Jinpei blinzelte. In der Tat schien Maya nicht so ganz mit zu bekommen, was ihre Kollegin tat... Woran mochte das wohl liegen? Das Wakizashi von Jinpei lag nach wie vor in seiner rechten Hand. Das Katana noch in der Scheide. Mit der freien linken Hand fuhr sich Jinpei erneut über die Brust. Der Schnitt war nicht von Maya ausgegangen, soweit er es beurteilen konnte... wobei er sich da auch irren konnte... nein, das Risiko war zu groß, um voreilig Schlüsse zu ziehen.
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BeitragThema: Re: Küstenabschnitt   Do Sep 11, 2014 7:20 pm

Es stand ein Gigant am Strand. Ein turmhoher Oni mit einem baumstammschweren Schwert. Kohlschwarz die Haut, steinhart die Muskelmasse. Ein Wesen aus Leere und dem grauen Feuer des Jenseits, zum Wüten geschaffen und zum Töten geboren. Ein Herrscher von Blut und Eisen.
Um ihn herum erhob sich der Leib des Drachens. Jiao Lung, das Biest aus dem Meer, mit der Gletscherkälte im Herzen. Frostnebel dampfte aus seinen geschlitzten Nüstern, und Raureif perlte aus all seinen Schuppen. Sein schlangenartiger Körper beschrieb einen Kreis um den Oni. Gerade jenseits der übermannslangen Klinge.
Zwei Urgewalten aus den Legenden.
Über allem schwebte ein Falke, und dieser Falke hatte blaue Augen.

Hab ihn.

Das Genjutsu hatte zugeschnappt, und einmal mehr geriet der Kampf ins Stocken. Epona entspannte sich minimal, als erkennbar wurde, dass Jinpei nicht sofort einen Ausbruchsversuch starten würde. Mit rechts hielt sie noch immer das Fingerzeichen - ein nutzloses Ding übrigens, denn dieses Genjutsu musste man nicht in aller Ausführlichkeit per Fingerzeichen steuern. Um ehrlich zu sein, konnte sich Epona nichtmals mehr daran erinnern, ob Itsuki das Vorbild ihrer Täuschung so hatte steuern müssen. Sie empfand es aber so oder so als richtig.
Die linke Hand hielt weiterhin den Umhang. Während Jinpei sie durch die Holzstäbe hindurch ansah, warf sie ihrem Mantel einen prüfenden Blick zu. Dort, wo die Shuriken eingedrungen waren, war der Stoff offenbar trocken; sie steckten zwar fest, doch es zeichnete sich keine Feuchtigkeit um diese Stellen herum ab. Folglich waren sie wohl auch nicht vergiftet. Das war gut zu wissen; sie würde ihn sich also gefahrlos wieder überwerfen können.
Der Jinchuuriki war den Schleimgeschossen zu großen Teilen entkommen; doch immerhin hatte er seinen Haori abgeworfen. Das war immerhin ein kleiner Brückenstein. In Kürze würde Kleidung noch sehr praktisch werden. Allerdings nur trockene Kleidung.
Denn ganz gleich, was Jinpei von Maya hielt. Oder ob er glaubte, in Epona das wahre Große Übel erblickt zu haben, gerade weil sie unscheinbarer und verstohlener wirkte. Der wahre Drache war nicht die Blonde.
Ein Falke konnte keine solche Todeszone erschaffen. Das konnte nur ein Drache.
Die Kunoichi überlief ein leichtes Frösteln; die feinen Härchen auf ihren Armen - nackt bis auf die Stellen, die von den Siegelbandagen bedeckt waren - stellten sich in einer Gänsehaut auf. Das lag nicht allein darin begründet, dass es ein frischer, wolkenverhangener grauer Tag an der Küste des Wasserreiches war. Nein, es war ihre Partnerin. Der Frostgeist ging um und weihte diesen Pfuhl aus Watt und Riedgras für sich.
Die Axolotl fühlten die Kälte gleichfalls.
Es ist zwar kalt quietschte Puun mit glockenhellem Stimmchen, Aber Befehl ist Befehl piepste Chuun zur Antwort. Die Axis waren zweifelsohne diejenigen, die ohne entsprechende Gegenmaßnahmen als Erste die volle Wucht von Mayas Shimo spüren sollten.
Mit der Kunst der Kurayami setzte ein Countdown ein. Das Vorspiel des Kampfes, der Auftakt der Schlacht, wandte sich dem Ende zu.
Die Pfützen im Watt überzogen sich bereits mit einer milchigen Frostschicht.

Der Jinchuuriki war offenbar erneut in die Defensive - oder zumindest etwas anderes als die Offensive - gedrängt worden. Er schaute in Eponas Richtung, richtete seine Worte jedoch an Maya, die mit ihren Worten provozierte. "[...] Dann bekämpf mich ohne deine blonde Freundin. Dein Kampfstil ist lächerlich und es ist nicht verwunderlich, dass du ohne eine der Klingen aus dem Turnier gegangen bist."
Epona seufzte verdrossen. Jinpei provozierte also seinerseits.
“Eins gegen eins. Wenn du es schaffst mich zu verletzen, kannst du deinen heiß ersehnten Bijû - ...“
Nein. Eponas Wort stieß nieder, ruhig und hart. Dies ist kein Turnierplatz. Wir sind nicht hier, um uns irgendeine Art von Ehre anzueignen. Wir sind hier nur für eines. Für den Bijuu. Tut mir leid, Jinchuuriki. Doch wir müssen dir deine Persönlichkeit und deinen Ruf aberkennen. Du magst ein ehrenhafter Kämpfer sein. Doch hier und jetzt werden wir all dies ignorieren. Du bist nur ein Behälter. Für das, was wir wollen.
Sie verlagerte ihr Gewicht, kaum merklich, aber entschlossen.
Es geht weder um Ehre noch Ruhm. Tut mir leid, doch du fällst für nichts anderes als den Willen eines dir und mir völlig Fremden und meiner eigenen Neugierde.
Doch davon ab. Hör auf meine Kameradin. Kontere ihren Rat nicht mit "lächerlich" oder sonstwas. Sie meint es ernst. Ohne deine Schwertmeisterschaft leicht schätzen zu wollen; du wirst verlieren, wenn du deine Schiene nicht wechselst.

Ein Blick aus dem Augenwinkel. Die Fellknäuel. Sie trudelten und taumelten dem Kampfplatz entgegen, jedoch schwebten sie so langsam und bewegten sich die Shinobi allesamt zu schnell; ob diese Biester eine echte Bedrohung darstellten konnten oder nicht, sie waren vermutlich so oder so noch immer außer Reichweite.
Du bist sicher stark. Doch du kannst einfach nicht tanzen wie wir.
Er konnte Maya angreifen. Sie aber nicht schnell genug überwältigen, denn die Schwarzhaarige war zweifelsfrei in der Lage, lang genug gegen zu halten, bis Epona dem Kiri-Nin in den Rücken fiel. Denn obgleich Maya sogar noch die Jüngere der beiden Frauen war; sie war dennoch mehr als eineinhalb Jahrzehnte älter als Jinpei. Eine nette "Nebenwirkung", wenn man mit Epona zusammenarbeitete.
Er konnte auch Epona angreifen. Die jedoch zeichnete sich durch ähnliche Geschwindigkeit aus wie er selbst - er konnte also weder das eine Gewicht noch das andere hart genug treffen, ohne vom jeweils unbehelligten Gewicht in den Rücken getroffen zu werden.
Besser, er handelte schnell.
Denn Mayas Hyouton-Frostzone kroch mit lähmenden Gliedern in Muskeln und Fleisch.
Entwickle dich weiter schloss Epona, oder geh unter.
Der Holzkäfig schlug zu. Diesmal mit aller Macht des Genjutsu: Schattenschnell schossen grobe Mäuler auf langen Hälsen aus dem Holz hervor und fingen Jinpei an Armen und Beinen. Zuvor hatte Epona aus Freude am Realismus die Chance gegeben, zu entkommen. Nun aber nicht mehr. Jinpei würde sich höchstens noch ein einziges Mal zum Ausweichen aufraffen dürfen - danach aber würden sich die Holzplanken schlicht so schnell bewegen, dass es kein Entkommen mehr geben konnte.
Er würde festgenagelt werden, wo er stand.
Und die Axolotl gaben wieder Feuer; sie ließen ihre Schleimgeschosse derartig hageln, dass es dem Jinchuuriki nunmehr vorkommen durfte, als rase eine ganze, blassgrüne Wand auf ihn zu!
Es begann nun. Richtig. Epona wars satt. Ihre Genjutsu, vorrangig die Falsche Wunde, nutzten nur wenig. Der Feind war agil und schwer imprägnierbar. Zu ruhig, zu durchdacht vorgehend. Es kostete sie bislang zwar nicht wirklich viel Chakra, dafür aber eindeutig Konzentration. Konzentration, die sie in den nächsten Momenten für sich selbst aufwenden musste, um in der Kälte von Mayas Raureif nicht an Geschicklichkeit einzubüßen... Die Zeit des Genjutsu-Vorspiels musste einfach ein Ende haben.



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Out-Anmerkung: Falls Jinpei sich an irgendeiner Stelle mitten in Eponas Rede dazu entschließt, zu handeln, wird Epona Hör mir bis zuende zu! sagen und dann sofort das Genjutsu zuschnappen lassen etc.
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BeitragThema: Re: Küstenabschnitt   Di Sep 16, 2014 7:35 pm

Es mochte zwar stimmen, dass ein Falke einem Drachen nicht Herr werden konnte aber zu dessen Beute wurde er auch nicht. Lieber folgte das faule Untier dem klugen Vogel in bessere Weidegründe, wo er seine Kraft mehren und seinen Gelüsten frönen konnte. Es war ein lauschiges Dasein, denn Gefahr wurde Dank dem Gefiederten Gefährten schnell erkannt und gar einfach eliminiert. Der Falke genoss den Schutz des Drachen und vielleicht ja auch seinen Respekt, weil er dem ungemütlichen Zeitgenossen Gesellschaft leistete, seine Launen aushielt und sich sogar mit der feindlichen Kälte arrangierte, ja, sogar hinter dem Geschuppten aufräumte und ihrer beiden Spuren verwischte. Es war ein Geben und Nehmen, daraus erschloss sich für beide Seiten Vorteile. Das war das Eis, aus dem ihr Arbeistverhältnis gemacht war und bis dato irgendwie von niemandem verstanden wurde. Der Haori fiel zu Boden und holte Maya zurück in die Realität ihres belanglosen Seins. Das Stimmengewirr um sie herum erstarb langsam,, da alle Parteien ihren Text herunter geleiert hatten und nun abwarteten, was geschehen würde. Echt jetzt? Man forderte sie zu einem Duell auf Leben und Tod heraus? Mit "Ehre" und allem pipapo? Die schwarzhaarige hätte sich am liebsten Shion in den Bauch gerammt, um der absurden Peinlichkeit dieser Situation zu entgehen. Der Jinchuuriki verkannte seine Lage, schoss mit scharfen Worten zurück, ohne sich darüber im klaren zu sein, in welcher Sackgasse er sich befand. Umso aufbrausender die beiden Personen um sie herum wurden, desto schweigsamer, gar lebloser wurde Maya. Es bedurfte nicht immer eines rasenden Berserkers, um sich den eigenen Sarg selbst zu zimmern. Im Falle der Priesterin ging gerade sämtlicher Kampfeswille sterben, was sie aber nicht davon abhielt, Shimo weiter aufrecht zu halten. Die jung wirkende Frau blickte verdrossen zum Horizont hinauf und fragte sich einmal mehr, wann diese langweilige Existenz, auch ihr Leben genannt, endlich enden würde. Sie sehte sich danach an die Seite des Drachengottes zurück zu kehren, um ein neues Zeitalter bestehend aus Kampf und Krieg im Jenseits ein zu leiten. Für einen Augenblick lang glaubte die Frau, am Himmel würde ein Falke vorbei ziehen, doch das war wohl blos ein Trugbild. Mit einem Seufzen lenkte sie ihre Iriden und damit auch ihre Gedanken wieder auf die aktuelle Szene.

Ihr konstant abgegebenes Chakra hatte den Raureif gut gefüttert, während Blondies Weichtiere die Umgebung weiter einseiften. So kam es, dass der Winter langsam aber stetig Einzug hielt. Vereinzelte Pfützen wurden von tanzenden Schneekristallen bedeckt, ehe der Frost seine Krallen in jede erdenkliche Flüssigkeit schlug und so dafür sorgte, das die Luft immer mehr vom Hauch des Eises geschwängert wurde. Es band den Dunst an sich, feine Wasserpartikel, Schweiß Blut und auch die ausgestoßene Atemluft. Wer mit einem Drachen spielen wollte, sollte sich auf ein Reich aus Schnee und Eis einstellen. Maya hatte all diese Kinkerlitzchen einfach nur satt und so manifestierte sich ihr Zorn in einem göttlichen Willen! Die Temperaturen begannen rapide gen Null zu sinken, an ihrer eigenen Kleidung zeichnete sich bereits das zarte Kleid der Eisblumen ab, die sich sogar über ihre Haut und durch ihr Haar wanden. Es kümmerte die Priesterin nicht, denn der Winter war ihr Verbündeter und somit konnte er ihr nichts anhaben. Was den Rest der Belegschaft betraf, war ihr egal. Epona konnte auf sich selbst aufpassen und war mit ihren Manövern gut genug vertraut, während der Jinchuuriki so blöd gewesen war, sich die Oberbekleidung vom Leib zu reißen. Ein Anfägerfehler, für den er zittern sollte. Wortwörtlich, denn der Griff von Väterchen Frost war ein derber und so würde Jinpei nun das Ausmaß ihres Jutsu kosten. Es war bald aus mit dem großen Reden schwingen und dem nervigen herum gehopse. Daher breitete Maya auch die Arme aus und hieß ihren Gefährten lachend Willkommen. Es kommt nicht oft vor, dass ich einer Meinung mit meiner Partnerin bin aber sie trifft den Nagel auf den Kopf. Für mich ist die Sache damit gegessen. Ein paar Eissplitter rieselten an ihrem Oberteil herunter, als die schwarzhaarige Shion fester packte. Jeder Depp konnte heutzutage ein Schwert führen, doch wieviele Shinobi hatten Stangenwaffen? Selbst wenn sich dieser Großtuer noch so sehr anstrengte, er würde die Drachenkopflanze nicht lange führen können, weil sie einfach zu schwer war oder zu unhandlich für ungeübte. Das urteil war gefällt, die Priesterin musste es nur noch vollstrecken.
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BeitragThema: Re: Küstenabschnitt   Di Sep 16, 2014 8:37 pm

Der Kampf war nicht so, wie er ihn sich gewünscht hatte. Seine eigene Unterzahl war dabei nicht einmal das eigentliche Problem! Es kam einfach zu keinem ordentlichen Schlagabtausch. Die Blondine war darauf getrimmt aus der sicheren Entfernung zu agieren, die Schwarzhaarige schien hingegen eine vollbusige Henkerin zu sein. Sie besaß anscheinend eine gewaltige Körperkraft und eine recht ungewöhnliche Waffe. Jedoch hatte sie letztere bisher nur minder zum Einsatz kommen lassen. Den Gedanken von ihr zu den Waffenkünsten, hätte er gerne in einer Diskussion ausgefochten, doch leider waren Gedanken nicht zu hören … zumindest nicht für ihn. Alles in Allem schien es den Anschein zu haben, als wenn der Kampf überhaupt nicht zu großen direkten Konfrontationen kommen würde. Jinpei konnte von sich selbst nicht einmal behaupten groß angestrengt zu sein, gar geschwitzt zu haben. Seine eigentliche Angriffswaffe steckte noch in der Scheide, auf seine Iryôninkünste hatte er bisher nicht zurück gegriffen und Doc Ock war auch noch nicht zum Schlag gekommen … oder wie auch immer er selbst es ausdrücken würde. Seine Muskulatur war ja noch nicht einmal warm geworden! Wobei ihm just bei diesem Gedanken etwas auffiel. Sein Atem schlug Nebelschwaden vor seinem Gesicht. Im Eifer des Gefechts, wenn bisher auch nicht sehr aufregendem, wenn man von den Holzbalken absah, hatte er den Temperaturfall nicht wirklich bemerkt. Doch jetzt bemerkte er ihn. Und nicht nur sein Atem schien sich in der Temperatur bemerkbar zu machen. Die kleinen Sprints hätten ihn eigentlich schon auf Temperatur für waghalsigere Manöver bringen sollen. Doch davon war nichts zu sehen. Es wurde inzwischen bitter kalt.

Doch leider war das nicht das Einzige, was es zu bemerken gab. Während die Temperatur zunehmen abnahm, ergriff die Blondine das Wort. Er unterbrach sie nicht, blieb sogar stehen, da selbst Maya sich nicht die Mühe machte einen Muskel zu rühren. Faules Stück ..., dachte er zu sich selbst gewandt und lauschte aufmerksam der Erörterung der Blonden. Sie sprach davon, dass es hier nicht um Ehre ging und dass sie keine Rücksicht darauf nehmen würden, ob er mit Ehre handelte oder ohne. Hier würde für sie nichts gelten. Kein Rang oder sonstiges. Hier war Jinpei für sie nur das Gefäß mit einem Chakrabiest im Innern. Das kränkte Jinpei schon, wenn er ehrlich war. Doch würde auch das hier keine Rolle spielen. Auch wenn es ihm nichts einbrachte hier noch groß zu Wort zu melden, konnte er es sich nicht verkneifen. “Ich bin nicht für andere ehrenvoll oder tugendhaft oder was dir noch so an Worten einfällt... ich bin es für mich und ich würde mich selbst nicht so bezeichnen.“, er wartete einen Moment. “Ich bin mir schlicht weg selbst treu.“, endete er. Kurz darauf brachen aus der Umgebung Holzmäuler und Holzbalken aus dem Boden und umschlossen Jinpeis Arme und Beine. Er versuchte zu reagieren, veränderte leicht seine Position, sodass er etwas defensiver stand – doch es half nichts. Natürlich nicht, denn es war ein Genjutsu. Die Vermutung war noch nicht gefestigt genug, dass er darauf wirklich kam. Seine Bewegungen waren gestoppt und er konnte sich nicht mehr rühren.

Maya betonte, dass für sie die Sache hier gegessen wäre. Jinpei schnaubte, obwohl ihm bitter bewusst wurde, dass die Lage nicht gerade förderlich für ihn war. Aus der Ferne konnte er sehen, dass sich feine weiße Schicht auf Maya bildete, die über den Boden hinweg auf ihn zu kroch. Jinpei war nicht vollkommen oben Ohne. Sein Haori war ein Kleidungsstück gewesen, welches den Oberkörper bedeckte. Darunter jedoch trug er nur noch wenig Stoff, die seinen Oberkörper, nicht aber seine Arme bedeckte. “Noch stehe ich... “, sprach er und sein Gesicht verzerrte sich etwas, als er an den Illusionsholzbalken zerrte. “Es wäre so einfach.“, beteuerte der Hachibi. Jinpei haderte einen Moment. Nein ..., dachte er an den Hachibi gewandt.

Aus der Richtung der Blondinen hörte er außerdem etwas. Und das Geräusch kannte er bereits. Gerne wäre er jetzt elegant ausgewichen, doch die Ranken hinderten ihn daran. Diese kleinen Geschosse, die bereits seinen Haori versaut hatten, trafen ihn nicht zu Hauf an der Rückseite und prasselten ebenso neben ihm und ein Stück hinter ihm ein. Jetzt auch wurde ihm die Bedeutung der Kugeln bewusst. Sie waren feucht! Und diese Kälte schien mit den Bällchen wunderbar zusammen zu funktionieren.

Seine kleinen Kuchiyose, welche in ihrem felligem Trupp immer näher gekommen waren, scharten sich nun um Jinpei herum. Das Fell, flauschig und weich, strich über seine Hosenbeine. Diese kleinen, oft nervtötenden Wesen … “Moko … hüll mich ein!“, befahl er und die kleine Kavellerie aus Fellknäulen begann an Jinpei hinauf zu kriechen. Die eigentliche Idee war es, dass sie ihn mit ihrer Körpertemperatur und Masse warm halten sollten und vielleicht sogar vor einem Angriff von Maya schützen sollten, sollte es tatsächlich zu einem kommen … doch bemerkte er dank ihnen noch etwas anderes. Und zwar, dass sie geradewegs durch die Holzbalken krabbelten. Nicht darüber her und auch nicht darunter her. Geradewegs hindurch.
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