Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 Amaikos Studierzimmer

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BeitragThema: Amaikos Studierzimmer   Do Mai 25, 2017 9:47 am

Training für folgendes Jutsu:

Spoiler:
 

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Für gewöhnlich stockte Amaiko ihre Vorräte an Tinte nur alle zwei Monate auf. Bei diesem Projekt aber verbriet sie einen Großteil dieser Vorräte innerhalb von drei Tagen.
Ihr Handgelenk ziepte, während sie erneut den Pinsel griff. Bereit. Sie hatte längst aufgehört, den mürrischen Tonfall zu kaschieren. Sarutobi Ashitaka schien es sowieso nicht zu interessieren. Er zeigte ihr die Fuuin-Karte, dann legte er sie mit der beschrifteten Seite nach unten zurück auf den Tisch.
Fünf.
Der Pinsel zuckte über die leere Karte, die vor Amaiko lag. Sie zog die geraden Spinnennetz-Fäden des Grundgerüstes zuerst, fügte Tupfen und Schnörkel als Balken ein und zog Schriftzeichen, die eine gerade sehr wünschenswerte Tugend namens "Geduld" ausdrückten, gefolgt von "Schild", "Schutz" und "Abwehr". Kaum fertig, schubste Amaiko das Papier weg und legte ein blankes Papier frei. Gerüst, Balken, Zeichen als Dach und Fachwerk, fertig ist die Laube. Noch eins, noch eins, noch eins.
Der Pinsel klackerte auf die Tischplatte. Amaiko ächzte und setzte sich wieder aufrecht hin. Fertig. Grimmig verfolgte sie, wie Ashitaka die Fuuin an sich nahm und genau betrachtete. Er brauchte nichtmals die Vorlage zum Abgleich. Das erste Blatt bestand die kritische Prüfung, das Zweite auch, das Dritte... doch Nummer Vier verschwand nach einem Schulterwurf im glimmenden Kohlenbecken, welches neben dem Tisch stand. Gräulicher Rauch schnappte hoch, zusammen mit kränklich gelben Flämmchen. Am ersten Tag hatte es Amaiko noch aufgeregt, dass sie den Fehler nichtmals sehen durfte, ehe misslungene Fuuin im Feuer landeten. Nun nahm sie es zähneknirschend hin.
Mache ich wenigstens Fortschritte?
Wir verbrennen nicht mehr alle Siegel, nicht? Ashitaka betrachtete Nummer Fünf, nickte und verbrannte es. Die drei Guten legte er sorgfältig zusammen und auf einen niedrigen Haufen am anderen Ende des Tisches. Bereit?
Bereit...
Zehn.
Der Pinsel tanzte wieder.
Ashitaka hatte ihr nur halbherzig erklärt, warum er sie das Schnellschreiben von Siegeln machen ließ wie eine Anfängerin. Er schätzte, dass sie große Mengen dieser Siegel brauchen würden, wenn das Training erst richtig losging, und er wollte dann nicht Zeit mit der Nachproduktion verbringen. Dies klang pedantisch, aber irgendwie nachvollziehbar. Was Amaiko nicht nachvollziehen konnte, war etwas anderes.
Wenn ich die Schrift etwas länger sehen könnte, dann...
Nein.
Aber -
Nein. Ashitaka nahm die zehn Siegel, fand bereits Mängel an den ersten Dreien und verbrannte sie daher alle. Bereit? Zwei.
So ging es drei Tage lang in einer penibel aufgeräumten Schreibstube, in der zumindest die Versorgung mit Kaffee erstklassig funktionierte, und zwar per Rohrpost. Amaiko stellte fest, dass sich nur äußerst selten jemand aus den benachbarten Büros hier blicken ließ. Sie kannte den Arbeitstag etwas lebhafter. Ashitaka jedoch schien außerhalb der Strömung.
Bereit? Fünf. - Bereit? Zehn. Er war sichtlich erstaunt, als diesmal alle zehn Siegel die Probe bestanden. Ausgezeichnet. Dann jetzt, sprach er und griff in eine Schublade, mit Zeitdruck. Eine Stop-Uhr kam zum Vorschein. Er stellte sie auf eine halbe Minute, bewegte den Daumen zum Start-Knopf. Bereit? Fünfzehn.
Amaiko hätte schwören können, irgendjemand hätte glühend heiße Drähte in ihrer Schreibhand verlegt.

Tags darauf verstand Amaiko zumindest, warum all die Siegelkarten nötig waren. Der Feind von Papier war Feuer, und genau damit bekam sie es zu tun. Zuallererst allerdings blieb ihr die Gefahr von Verbrennungen erspart, denn zunächst galt es, ein Netz zu spannen.
Amaiko folgte den Anweisungen des Lehrmeisters und führte zunächst Fingerzeichen aus. In diesem Zuge hielt sie fünf Siegelkarten bereits in der Hand, zwischen Ring- und Kleinem Finger festgeklemmt. Als sie die Karten freigab, trudelten sie durch die Luft und an zugewiesene Plätze, gelenkt durch das feine Netz aus Kraftlinien, welches sich zwischen ihnen spannte.
Du bist, stellte Ashitaka nüchtern fest, offenbar akzeptabel im Aufstellen einer Grundstruktur.
Ich habe schon Netze für Jikuukan geknüpft, erwiderte Amaiko leicht patzig, denn für sie war dieses Lob kein Wirkliches. Dagegen ist dies hier wie das Knüpfen von Gänseblümchenketten im Vergleich zum Korbflechten.
Soll Korbflechten in dieser Gleichung... besonders anspruchsvoll sein?
... Gebt eben ein besseres Beispiel, wenn Ihr eins habt!
Fangen wir lieber an. Ashitaka hatte einen Stab in der Hand. Mit ihm wies er nun auf einige Siegelkarten. Gänseblümchenknüpferin. Genügt dir der Winkel von hier bis hier, oder möchtest du nachbessern? Nun wäre die Chance.
Amaiko zuckte leicht mit einer Augenbraue. Die Arme vor der Brust gekreuzt, verfolgte sie grimmig die Stockspitze, welche eine Kraftlinie zwischen zwei Karten nachfuhr. Ist etwas an meiner Geometrie auszusetzen?
Sie erscheint mir... jugendlich-forsch.
Hängt Ihr selbst etwa noch einer antiquierten Lehre nach, was Konjunktionen angeht?
Der Winkel ist arg spitz.
Der Fluss ist aber stabil. Satz des Hirinoko, der Dritte.
Stabil ja, doch stabil genug?
Stabil genug, dass ich mit solchen Linien extrastarken Kaffee quer durch ein Haus teleportiere.
Anschaulich. Und damit hüllte Ashitaka seine freie Hand in Feuer und schlug zu; es gab ein kurzes Flackern, und winzige Funken von Blau mischten sich ins Rot, doch dann wurde die Karte versengt und zu Asche verbrannt. Schwarze Flocken rieselten zu Boden.
Amaiko schrie empört auf. Was denn - zu früh!
Nein. Zu spitzer Winkel. Ashitaka nahm wieder seine belehrende Haltung ein. Du hast es hier mit feindlichen Kräften zu tun, daher hinkt dein Steckenpferd mit den Jikuukan. Ein stumpferer Winkel hätte es der Kekkai erlaubt, ein simples Ka no Geki zu schlucken, selbst in diesem Stadium. Er tippte mit seinem Stock auf die nunmehr leere Stelle. Neu konstruieren, bitte sehr.
Amaiko musste das Netz noch insgesamt fünf Male aufspannen, bis ihrem Kollegen die Winkel stumpf genug waren. Währenddessen gnorchelte sie in einer Tour vor sich hin. Hauptsächlich ging es um alte Leute und noch ältere Theorie-Bücher, die allesamt eingemottet und vom Papierwurm gefressen werden sollten.

Schließlich stand die Kekkai, ohne dass Ashitaka die Ankerpunkte sofort abfackelte: Sie maß zwei Meter im Durchmesser und leuchtete andächtig blau. Hübsch, befand Amaiko, Auch wenn Eigenlob stinkt.
In der Tat. Ashitaka hatte soeben einen Schlag mit seinem Feuerhandschuh ausgeführt: Das Feuer war unter den aufmerksamen Augen Amaikos einfach verschwunden, absorbiert. Das blaue Leuchten verstärkte sich an dieser Stelle, und es floss in den nächsten Ankerpunkt.
Dies ist Euer Chakra? Amaiko deutete auf die betreffende Stelle. Nachdem es von der Kekkai geschluckt wurde, steht es nun unter meiner Kontrolle?
Richtig.
Seeehr stark. Amaiko war die Freude anzusehen. Endlich bin ich so weit, dass meine Kekkai mehr können als bloß Abwehren, Abwehren, Abwehren.
Die Funktion der Kekkai ist nach wie vor rein defensiv...
Ja, aber sie blockt nicht nur, sie frisst auch! Sie setzt die Kraft des Gegners ein, um noch mehr zu blocken und zu fressen. Und je mehr der Feind feuert und ballert, umso besser für mich. Es ist die böseste Art von Ironie, hah!
Nun... man kann es wohl so sehen.
Ihr schaut, als käme Euch der Gedanke zum ersten Mal.
Ich betrachte Fuuin und Kekkai von einer rein funktionellen Warte aus.
Was seid Ihr nur für ein Mensch.

Die Ästhetik der Kekkai gefiel Amaiko: Die Schriftzeichen, welche sie zuvor auf die Siegelkarten gemalt hatte und "Geduld", "Schild", "Schutz" und "Abwehr" bedeuteten, floßen auch auf der durchsichtig-blauen Sphäre einher. Die Symbole waren ihrer Meinung nach sogar ein weiterer Anreiz für Gegner, auf die Kekkai zu feuern, was das Zeug hielt - umso besser für Amaiko, wenn der Feind versuchte, mit purer Gewalt durchzubrechen.
Leider hat selbst diese Kekkai Grenzen, hatte Ashitaka daraufhin erklärt.
Ja, das ist mir natürlich klar. Aber... ich meine ja nur?
Gib acht, wem du gegenüber stehst, ehe du ihn provozierst.
Ihr seid ein Spielverderber, Sensei.

Nachdem das Jutsu in seinen Grundfesten stand, ging es an die zweite Stufe. Für diese Übung brachte Amaiko ihre Stöcke mit, jeder etwas kürzer als ihr ausgestreckter Arm und mit Fuuin überzogen. Ashitaka trug ebenfalls ein Paar.
Die Kekkai Jumon Shote lässt sich auch durch Zenjouken eingesetzt werden. Nenne bitte die Vorteile.
Mit Fingerzeichen allein kann ich niemanden auf Abstand halten, wenn er mir zu dicht zuleibe rückt.Amaiko führte einige enthusiastische Luftschläge aus, wirbelte die Stöcke in die Höhe und Tiefe, dann nur den Linken in die Höhe und den Rechten in die Tiefe, dann andersrum und nochmal, nochmal nochmal. Wenn ich das hier tue, aber schon. Außerdem sind Stockbewegungen für Uneingeweihte schwerer zu lesen als Fingerzeichen.
Korrekt. Ashitaka war spontan einen Schritt zurückgetreten. Gehen wir die Manöver für die Kekkai durch. Spiegel! Er nahm Ausgangshaltung ein. Amaiko befolgte das Kommando und tat es ebenfalls.
Erste Schwalbe. Erste Schwalbe! Falkenschlag. Falkenschlag! Ochsenstoß. Schlangenbiss. Kranichschwinge. Vierte Schwalbe, Katzenstand, Schlangenstich, Affenfaust. Das alles? Und noch mehr.
Was am Ende aus dem Ganzen herauskam, wäre sicherlich ein spektakulär anzusehender Wirbelwind geworden, hätte Amaiko all die Drehungen und Wendungen, Schläge und Stiche und Wirbel und Streiche bereits verinnerlicht. So aber wurde daraus nur ein Mahlstrom des Chaos, der um ein Haar für blaue Flecke gesorgt hätte.
Der Handwechsel mittendrin muss wirklich sein?
Ohne wird sich kein Zentrifugal-Prisma im oberen Drittel bilden.
... Na guuut...

Zuletzt stand Amaiko ihr gegenüber. Dein Auftauchen ist unvermeidlich, was?
Na na, entgegnete die andere, und Rauchfädchen kräuselten aus ihren gebleckten Zähnen hervor, Du willst doch wohl nicht die Vierte Wand kaputt machen?
Käme niemals auf die Idee. Amaiko ließ Fuuin-Papiere in die Luft aufsteigen, zog die Zenjouken-Stöcke und führte die stumpfen Enden zu den fliegenden Karten. Mit raschen Schlägen und Schwüngen, Stößen und Stichen schob sie die Karten an ihre vorgesehenen Plätze. Anschließend schlug sie die Stöcke knallend gegeneinander - und die Kekkai formte sich, blau schimmernd und halb durchsichtig.
Ein Rauchgeschoss in Form eines Drachenkopfes riss das Maul auf und schloss die Kiefer um die Sphäre, nur um rasch auf ein putziges Viertel seiner Größe zusammen zu schrumpfen.
So spaßig war der Auftakt. Der Rest des Duells war zu episch, um mit Worten beschrieben zu werden.

1592 Worte Trainings-Text. Ende.
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