Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 [Daizen & Jinpei] Wer hat die Kokosnuss geklaut?

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BeitragThema: [Daizen & Jinpei] Wer hat die Kokosnuss geklaut?   Mi Jun 29, 2016 2:10 pm

[Daizen & Jinpei] Wer hat die Kokosnuss geklaut?
Den wievielten Tag er nun letztlich hier nun letztlich war, wusste Jinpei nicht mehr. Mittlerweile dürfte es sich fast um ein Jahr handeln. Und es war kein leichtes Jahr – ohne Kontakt zur Außenwelt, ohne über das Wohlbefinden seiner noch verbliebenen Familie Bescheid zu wissen. Gemeinsam mit Daizen hatte er das Weite gesucht, als der Kaiser an die Macht kam. Bis heute wusste Jinpei nicht wirklich, was er selbst davon hatte. Als Schatten hätte er weiter durch die Reiche wandern können – ohne Bemerkt oder belehrt zu werden. Mehr durch Zufall war er im „richtigen“ Augenblick an Daizens Seite gewesen, um die Flucht anzutreten und so waren sie hier gelandet. Im Reich der Affen und all ihrer Verwandten. Etwas womit er niemals gerechnet hätte. Niemand in seinem „Bekanntenkreis“ hatte auch nur Ansatzweise etwas affenartiges als Vertragspartner. Aber mit Daizen war es möglich gewesen.

Zu Beginn waren sie hier nur als Flüchtlinge gewesen – Daizen selbst wollte wohl an seiner Kampfkraft üben. Doch für Jinpei selbst gab es hier nichts, was seinen Kampfstil ergänzen könnte. Affen kämpften nicht mit Schwertern. Manch einer ihrer Gattung griff wohl zum Stab als Waffe. Die Meisten jedoch griffen lediglich auf ihre Gliedmaßen zurück. Doch nach einigen Tagen stieß Jinpei auf einen Gedanken, den er schon wieder verworfen hatte. Etwas, was er bisher nur ein einziges Mal vage erspäht hatte. Dafür musste er jedoch mehr machen, als um nach Erlaubnis zu fragen.
Zunächst galt es sich das Vertrauen der Bewohner zu holen. Er musste vorsprechen beim großen Affen. Sein Wort war Gesetz. Dann musste er seinen eigenen Kuchiyose Vertrag mit den Sofakissen lösen und einen neuen Vertrag abschließen. Einen mit den Affen. Als das erledigt war, ging es ans Eingemachte. Während Daizen selbst darin geschult wurde den Kampfstil der Affen mit seinem eigenen zu kombinieren, musste Jinpei lernen zu spüren. Seine Umgebung – den Wind, die Sonne, das Wasser und die Erde um sich herum. Nicht nur ihre materielle Präsenz, wie es bei Wasser und Erde war. Nicht nur das Gefühl wie bei Wind und Sonne. Er musste ihre Kraft wahrnehmen. Die Kraft der Natur in ihrer reinsten Form.
Das Naturchakra – auch genannt Senchakra oder Senton. Die dritte große Kraft, die man in seine Jutsu und seinen Körper einfließen lassen konnte und die nur von einem Bruchteil der Menschheit beherrscht wurde. Kuchiyosewesen – so erkannte Jinpei sehr bald – wurden mit dieser Energie und deren Kontrolle groß. Mit ihr konnte man alles, was man bereits beherrschte, besser machen. Doch nur dann, wenn man die überragende Energie, die nicht mit der Kraft eines Bijû verglichen werden konnte, kontrollieren vermochte.

Jinpei hatte in gewisser Weise bereits Erfahrung mit fremden Energien, auf die man zurückgreifen konnte. Zum einen war da die Erfahrung mit seinen Heilkünsten und der damaligen Klinge Kaifuku. Immer wieder hatte er fremdes Chakra für Heilungen verwendet, da sein eigener Chakrapool nicht genügend Energie aufbringen konnte. Dann war da der Hachibi gewesen – die geschwänzte Bestie in seinem Innern. Alleine die Oberfläche der Kraft anzukratzen hat ihn bereits an den Rand der Zerstörung gebracht.
Sehr genau konnte er sich an den geistigen Kampf zwischen ihm und dem Hachibi erinnern – wie Hände aus rötlichem Chakra nach seinem Verstand, seinem Körper und seinem Geist gegriffen hatten, um ihn zu überwältigen. Mit aller größter Mühe hatte er es geschafft den Hachibi zurück zu drängen, ohne dass jemand – außer er selbst – zu Schaden gekommen war.
Und jetzt saß er hier. Mitten in einem Urwald. Fernab der Zivilisation – sowohl der Zivilisation der Affen als auch der der Menschen. Mit nichts weiter als seiner Beinkleidung wurde er von einer jungen Affendame tief in den Dschungel geführt, bis sie eine heilige Quelle erreicht hatten. Sie nahm am Rand der Quelle Platz und erklärte Jinpei worum es sich handelte. Die Flüssigkeit der Quelle war ein spezielles Öl, welches für die Kuchiyosewesen zwar einen rituellen Hintergrund hatte, aber nicht weiter gefährlich war. Bevor Jinpei sich versah, hatte sie ihn mit ein paar Tropfen aus der Quelle erwischt.

Unfreiwillig wurde ihm beigebracht, was für eine Konsequenz es hatte, wenn man die Kraft der Natur auf die leichte Schulter nahm. Es waren nur zwei Tropfen gewesen, die ihn im Gesicht und auf der Brust erwischt hatten – doch sofort hatte sich das Chakra in seinem Körper breit gemacht und damit begonnen ihn zu verwandeln. Immer mehr und mehr war er selbst zu einem Affen geworden und kurz bevor er sich selbst verloren hatte, schlug die Affendame ihn mit einem Holzstock auf den nackten Rücken.

“Was sollte das?!“, wollte Jinpei aufgebracht wissen und ging wutentbrannt auf die Affenfrau zu, die auf den Namen Wang Yi hörte. Sie lächelte ihn nur leicht spöttisch an und tauchte ihre Hand erneut in die Quelle, um Jinpei erneut zu bespritzen. “Du wolltest doch diese Kraft haben, oder?“ Ruhig hob sie ihre tropfende Hand an, während Jinpeis Blick nichts anderes als genau diese fixierte. “Du magst vielleicht einen Bijû in dir getragen haben UND du magst es vielleicht überlebt haben dich von ihm los zu sagen … aber das hier ist etwas vollkommen anderes.“ Erklärte sie mit ruhiger Stimme und ließ ihre Hand wieder sinken. Jinpeis Züge entspannten sich leicht. “Das hätte man mir auch auf anderem Wege sagen oder zeigen können!“ “Nein. Entweder lernst du es auf die harte Tour oder gar nicht. Du willst lernen, wie man die Natur für sich nutzen kann? Dann hör auf zu jammern und mach dich frei von deinen Gefühlen. Sie stören nur.“
Erneut Tropfen auf der Haut. Jinpei kniff sein verbliebenes Auge zusammen und spürte das Chakra in seinem Innern für Unruhe sorgen. Konnte es denn wirklich so anders sein? Alles was er bisher gespürt hatte, hatte sich irgendwie ähnlich angefühlt. Sogar das Chakra eines Bijûs – so aggressiv und mächtig es einen überflutete – war irgendwie „nachvollziehbarer“ gewesen als das hier. Ein erneuter Hieb mit dem Bambusstock auf seinen nackten Rücken. Er ging leicht aufjaulend zu Boden.
“Setz dich hin. Entspann dich und denk an nichts.“ Wang Yi stand auf und wartete, dass Jinpei tat, was ihm gesagt wurde. Mit zusammengebissenen Zähnen gehorchte er. Doch während er sich auf dem Boden gesetzt hatte, lief sie im Kreis um ihn herum. Schlug mit ihrem Stock wahllos durch die Luft und nicht selten nur knapp an seinem Kopf oder Arm vorbei. Immer wieder zuckte Jinpei zurück oder versuchte gewandt auszuweichen. Selbst in seiner jetzigen Position gelang es ihm gut. Das war etwas, was er konnte.
Enttäuscht nahm Wang Yi vor ihm selbst Platz und schüttelte den Kopf. “Ich hab dir gesagt, dass du dich entspannen sollst.“ Entrüstet zog Jinpei die Augenbrauen zusammen. “Weil ich mich ja auch so gut entspannen kann, wenn du um herum schleichst und mit einem Stock herum fuchtelst.“ Der Unmut war ihm anzusehen. “Und? Hab ich dich mit dem Stock getroffen?“ Ein Moment der Stille. “Nein – ich bin ja ausgew -“ “Nein! Das ist der springende Punkt. Ich habe dich nicht getroffen. Wenn ich sage du sollst dich entspannen, dann entspannst du dich. Wenn du das nicht kannst, dann können wir hier direkt abbrechen.“
Wang Yi erhob sich und schickte sich zu gehen. “Warte - “ Seine Stimme klang nun nicht mehr angespannt sondern ruhig. Er riss sich offensichtlich noch am Riemen, aber auch Wang Yi erkannte, dass er sich Mühe gab. “Wenn ich genau das tun soll, was du mir sagst, dann werde ich das.“
Nach alldem was geschehen war, war es für Jinpei nicht leicht sich irgendwem zu „öffnen“ oder gar zu vertrauen. “Gut. Steh auf.“, verlangte sie. Jinpei gehorchte. “Setz dich.“
Sofort war Jinpei klar, dass Wang Yi jetzt kontrollierte, wie sehr er wirklich gehorchte. Sie spielte quasi mit ihm. Aber er gehorchte. Es ging eine gute Stunde so, dass sie ihn irgendwelche dummen Dinge tun lies, die mit Sicherheit nichts mit der eigentlichen Aufgabe zu tun hatte. Aber Jinpei gehorchte. Lange hatte er einen ausgeprägten Stolz gehabt. Aber ihm war klar, dass dafür jetzt kein Platz war. Entweder er beugte sich oder er brauchte nicht weiter machen.
“Gut – hau ab.“ Sie sah ihn ohne den Hauch von Freundlichkeit an. Irritiert runzelte Jinpei die Stirn und schickte sich bereits zu gehen, ohne zu wissen wohin. “Morgen fangen wir richtig an. Ruh dich heute noch aus.“ Dankbar verbeugte sich Jinpei und verließ die Quelle, um wieder zur Behausung von Daizen und ihm zu gelangen.
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Kato Daizen
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BeitragThema: Re: [Daizen & Jinpei] Wer hat die Kokosnuss geklaut?   Sa Jul 02, 2016 4:02 pm

Kato Daizen, ehemals Artillerie-Kommandant. Ehemals Hokage. Ehemals so etwas wie ein Held und vom Feudalherren Hi no kunis mit einer prunkvollen Yoroi beschenkt. Nun Exilant.
Suirendo, die Kuchiyose-Welt der Affen. Fernab des Zugriffs buchstäblich blutdürstiger Verfolger. Daizen hatte, seiner Meinung nach, so lang ausgeharrt wie möglich. Hatte der Welle von ungünstigen Reformen beim Brechen zugeschaut, dann aber die Flucht ergriffen. Er hatte sich gerade im Rapport mit dem ehemaligen Kiri-Nin Jinpei befunden, als ein Kommando von Samurai und Jashinisten ins Dorf gekommen war. Um zu ´markieren´. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits gewusst, was ´markieren´ war.

Sie nehmen dir Blut ab. Epona tippte auf ihre Armbeuge. Harmlos, nicht wahr? Gib acht, Großer. Du weißt, was Jashinisten mit Blut machen.
Daizen wußte es. Konoha hatte in letzter Zeit genug Erfahrungen mit Jashinisten gemacht. Angeblich wirre, bedauernswerte Geschöpfe und keineswegs Musterbeispiele der Sekte. Nehmen sie von allen Blut?
Nur von jenen, die sich zu kontrollieren lohnen.
Bei wem haben sies getan, als du es beobachtet hast?
Na, bei mir.


Daizen dachte an das Brennen blauer Augen. An ein Feuer von Wut und einen Funken Verweiflung. Es gab ein Schicksal, dem er auszuweichen hatte. Und er war ihm ausgewichen. Hatte bis zuletzt durchgehalten und dann Sarubo in dessen kleinem Botschafter-Büro aufgesucht. Wir haben zu gehen.
Zu gehen? Wohin zu gehen?
Heim zu dir.
Und so waren sie verschwunden, vom Fleck weg. In Sarubos Heimat, ins Affenreich, denn Sarubo war ein Affe, ein Diplomat und Botschafter des Reiches Suirendo, welches den Bijuu Yonbi als Gottkönig verehrte und daher auch mit Konohagakure auf gutem Fuße stand. Ein schräges Arangement, welches nur wenigen Shinobi überhaupt bekannt war. Ein ideales Mittel zur Flucht. Denn niemand würde Sarubo groß vermissen. Oder überhaupt merken, dass er fort war. Sarutobi Ringo am ehesten, doch die Jinchuuriki würde sich lediglich wundern, die Stirn runzeln und dann weitermachen wie bisher.
Niemand scherte sich großartig um Kuchiyose. Sie kamen. Sie gingen. Es passierte, dass sie verschwanden. Und auch Kage verschwanden eben, einfach so. Um sie machte man allerdings etwas mehr Gewese.
Die Welt war voller Wunder und Seltsamkeiten. Man würde sich einen Grund zusammenzimmern. Shinobi hatten Fantasie. Und Samurai konnten nicht sagen, was möglich war und was nicht. Ihr Vorstellungsvermögen, eng wie eine Katzenstirn. Sie würden nehmen müssen, was die Shinobi ihnen lieferten.
Und irgendwann, wenn aller Staub sich gelegt hatte, würde Daizen selbst etwas liefern. Bald. Bis dahin galt es, den Kopf frei zu kriegen und den Geist beschäftigt zu halten.

Daizen saß vor jener Hütte, welche die Affen ihm zur Verfügung gestellt hatten, und modellierte Rauch. Er hockte im Schneidersitz, stieß in gleichmäßigen Atemzügen Qualm aus seinen geblähten Nasenflügeln und starrte grimmig auf die fallenden Schwaden, schiefergrau und nebulös. Daraus würde sich etwas machen lassen...
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BeitragThema: Re: [Daizen & Jinpei] Wer hat die Kokosnuss geklaut?   Sa Aug 20, 2016 11:59 am

[Daizen & Jinpei]
Der Anblick von Daizen, wie er vor der Hütte saß und kleine Rauchwölkchen produzierte, war ein wunderlicher und beruhigender Anblick zugleich. ¬¬¬¬Nach den Strapazen des Tages war es angenehm einen „Gleichgesinnten“ zu sehen, der ihm nicht mit einem Rohrstock verprügeln wollte. Doch wirklich nach Reden war Jinpei nicht direkt zu Mute. Er nahm einfach neben Daizen Platz und sah in den Himmel.  Doch auch, wenn er keine Muße besaß ein Gespräch zu beginnen schüttelte er leicht lächelnd den Kopf. Eine Art Unglaube war in seiner Mimik zu erkennen, dass er noch nicht so recht fassen konnte, was hier vor sich ging – dass sie wirklich so fern ab von der „Heimat“ waren, die sie liebten und schätzten. Wobei Heimat für Jinpei relativ war. Er hatte keine Heimat mehr – in vielerlei Hinsicht.
Am nächsten Morgen machte sich Jinpei früh auf den Weg zu Wang Yi. Er erwartete einen Tag voller Strapazen und wusste noch nicht, was ihn erwartete. Jinpei wusste lediglich, dass es kein Zuckerschlecken war etwas Derartiges zu erlernen. Es gab Menschen, die den so genannten Senninmode perfekt beherrscht hatten – aber diese waren nicht mehr am Leben und nach seinem Wissensstand handelte es sich um eine Lebensart, die man mit dem Senninmode einging. Aber er war bereit sein Leben umzukrempeln, wo es ja nicht mehr möglich war, sein einstiges Leben wieder auf zu nehmen. Vor allem nicht nach dem was sich angekündigt hatte.
Wang Yi saß auf einem Stein, den er zuvor selbst besetzt hatte und schien zu meditieren. Ihr Atem ging ruhig und Jinpei beobachtete sie geduldig. Er hatte keine Ahnung, ob er sie unterbrechen durfte oder nicht und seine Erinnerungen, an seine einstige Ausbildung zum Heiler in Kirigakure war so verlaufen, dass er nicht stören durfte, wenn er auf den Plan trat. Schließlich konnte sich der Lehrmeister noch in einer Operation befinden.
Ohne die Augen zu öffnen, drehte Wang Yi den Kopf in Jinpeis Richtung. “Hallo Jinpei.“, sprach sie mit ruhiger Stimme und deutete auf einen Stein, der vor ihr her gerollt worden war. “Ich soll Platz nehmen?“ “Ja. Wir meditieren erst einmal.“, verkündete Wang Yi und wartete, dass Jinpei Platz nahm. Sie schien zu spüren was Jinpei tat, ohne ihn anzusehen. Jinpei nahm im Schneidersitz Platz und legte die Hände auf seine Beine. Den Rücken gestreckt, wie bei der Meditation, die er manchmal für den Schwertkampf ausgeübt hatte, um zur Ruhe zu kommen. Doch schloss er die Augen noch nicht. Er wusste noch nicht, worauf Wang Yi hinauswollte.
Die Brust der Affendame hob und senkte sich nur langsam und sie schien in einer Art Trance zu sein. Nach 5 Minuten entschloss sich Jinpei das Beobachten zu unterlassen und schloss sein Auge. Die Schwärze ummantelte ihn langsam, während er seine Gedanken nach und nach verbannte – eine Übung, die schwer zu bewältigen war. Sorgen fortschieben, Gedanken an das Hier und Jetzt verbannen. Nur auf den eigenen Puls konzentrieren – im Rhythmus mitzählen, wenn einem danach war. Es war eine Übung seines alten Sensei, um sich auf einen bevorstehenden Kampf vorzubereiten. Nicht körperlich, sondern geistlich. Man musste es schaffen die alltägliche Last von den Schultern zu nehmen und sie nicht zusätzlich mit in den aufbrausenden und belastenden Kampf zu nehmen.

Als ihn die Schwärze vollkommen eingenommen hatte und er nur noch das Rauschen des eigenen Blutes hörte und den Herzschlag mitzählte, rührte sich Wang Yi und stand auf. Jinpei wurde dadurch kurz in seiner Konzentration unterbrochen, versuchte sie jedoch schnell wieder zu finden. Ihm wurde gesagt, dass er meditieren sollte und aus dem Vortag wusste er, dass Wang Yi entschied, wann eine Übung als Abgeschlossen angesehen werden musste.
Plötzlich wurde er nass und er riss das Auge auf und prustete leicht das Wasser aus den Lippen fort. Wie ein nasser Pudel begossen erspähte er Wang Yi mit seiner Wasserflasche, die er mitgenommen hatte. “Meditier weiter. Ich sag, wenn du etwas Anderes machen sollst… du machst das mit der Meditation an sich nicht schlecht … “, kommentierte sie und schloss seine Wasserflasche vorerst wieder. Jinpei fuhr sich kurz mit der Hand über das nasse Gesicht und schloss dann die Augen wieder, um sich einhüllen zu lassen.
Immer wieder fand er in die Schwärze zurück und nachdem er diesen Status erreicht hatte dauerte es nie länger als 1 – 3 Minuten und er spürte ein paar unscheinbare Wasserspritzer im Gesicht oder auf seinem restlichen Körper. Innerlich machte sich eine Befürchtung in ihm breit – eine dunkle Vorahnung worauf das alles hinauslief. Seine Konzentration litt immer weiter und er rutschte etwas unsicher auf dem Stein herum. Aber vorerst wurde seine Befürchtung nicht bestätigt.
Das Spielchen der Meditation und des Nassspritzens wurde über mehrere Tage fortgesetzt, ohne dass sich etwas Tat. Jinpei wusste nicht wieso, aber es war anstrengender Tage lang – mit nächtiger Pause – zu meditieren als Tagelang die Klinge zu schwingen.
Nach mehr als einer Woche – Jinpei hatte mittlerweile einen kleinen Bart bekommen, da es an Rasur Utensilien mangelte – als Wang Yi ihm Morgens körperlich forderte. Das erste Mal. “Wir werden heute ein wenig kämpfen. Ohne Waffen versteht sich…“, erklärte sie ihm. Jinpei wusste zwar nicht wie kämpferisch die Affenwesen veranlagt waren, aber die Tatsache, dass sie ihre Füße wie Hände verwenden konnten, einen Schwanz hatten und zudem den menschlichen Körperbau besaßen, ließen ihn darauf schließen, dass sie kämpfen konnten. Sie griff ihn mit einfachen Schlägen und Tritten an, die Jinpei gut abwehren oder ausweichen konnte. Seine Stärke lag eindeutig im Schwertkampf, aber er machte sich recht gut. Alsbald belagerte Wang Yi ihn mehr mit Angriffen, sodass er selbst keine Chance mehr hatte sie selbst anzugreifen. Er versuchte lediglich noch ihre Angriffe abzuwehren und auszuweichen. Es lag in gewisser Hinsicht in seiner Ehre lange standhaft zu sein. Nach über einer Stunde keuchte Jinpei stark, machte aber weiter. Auch Wang Yi schnaufte nicht gerade leise, als ihre Angriffstirade stoppte und sie auf den Stein deutete. “Hinsetzen und meditieren.“, kommandierte sie und nahm selbst Platz. Der plötzliche Wandel überraschte ihn, aber er gehorchte.
Wie sich mit der Zeit herausstellte, waren das alles Übungen, um seinen Geist und Körper mehr im Einklang zu bringen, um ihn auf das Öl vorzubereiten – ihm zu zeigen, dass er jederzeit seinen Geist leeren musste, um das Senchakra absorbieren zu können. Etwas, was leichter gesagt als getan war. Jinpei tat sich schwer darin, aber er gab sein Bestes.
In den Jahren seines Lebens war es ihm immer schwer gefallen sich von einer Aufgabe schnell auf eine andere zu konzentrieren – das war der Grund wieso er seltenst Heiler und Kämpfer zu gleich sein konnte. Er musste seinen Körper und Geist erst darauf vorbereiten. Von Tag zu Tag wurde er etwas besser, von Woche zu Woche geduldiger und williger zu lernen…
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