Tamashii no Utsuri

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 Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet

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Inuzuka Hajime
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BeitragThema: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   Fr Okt 13, 2017 5:40 pm

Tomari ist ein mittelgroßes Dorf im Grenzgebiet zu Hi no Kuni. Es war früher sehr klein und wuchs nach der Ausrufung des Kaiserreiches hauptsächlich durch seine taktische Lage. Es hat für ein Dorf recht gut verstärkte Außenanlagen und auch einen Außenposten, in dem hin und wieder kaiserliche Samurai stationiert sind. Viele Aufträge, die der Kaiser und seine Verwalter von freien Shinobi erledigen lassen, finden hier einen Anfang. Das Dorf hat allerdings relativ viel Durchgangsverkehr und für einzelne Personen ist es daher auch nicht besonders schwer, sich hindurch zu schleichen, ohne einem Kaiserlichen zu begegnen.

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BeitragThema: Re: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   Fr Okt 13, 2017 6:00 pm

Kv: Wald von Konoha + Timeskip + Mini +... Timeskip :'D

Die Beine ausgestreckt, leicht nach hinten gelehnt. Die Arme verschränkt und den Kopf an der Wand hinter sich ruhend beobachtete Hajime durch halb geschlossene Augenlider wie das junge Mädchen mit seiner tierischen Begleiterin herumkabbelte. Er hing seinen Gedanken nach und blinzelte lediglich hin und wieder, wenn er schwören könnte, er würde Yasue sehen. Aber seine Tochter war weder hier, noch war sie ein Kleinkind. Alte Erinnerungen spielten ihm eben manchmal gern einen Streit, besonders nach einem Tag, an dem er vergleichsweise weit gereist war, um einem Auftrag nachzugehen. Er war sich gedanklich nicht mal mehr sicher, wer ihn hierher geschickt hatte, aber es war schon etwas länger geplant gewesen. Deshalb hatte er mit den nötigen Papieren auch kein Problem gehabt, sich an den meisten Kontrollen vorbei zu schmuggeln.
Nun saß er in dem kleinen aber feinen Gasthaus, in dem ihr Auftraggeber wartete.
Oder eher ihre Zielperson. Nach allem, woran er sich erinnerte, war es eine Geleitschutzaufgabe und sie würden wohl irgendeinen Typen begleiten, der in sein Dorf in Hi no Kuni zurückfinden sollte, nachdem er die Hauptstadt des Kaiserreiches besucht hatte. Die Tochter seiner Zielperson spielte auch gerade mit Koemi, was ihm dabei half, sich daran zu erinnern, dass es eben nicht sein eigenes Kind war. Seine goldgelben Augen schielten zu dem Sake auf dem Tisch. Ein Glück, dass sie erst am Morgen weiter reisen würden und er sich für den Rest des Abends hier leise in der Ecke verkriechen konnte, während Koemi eine kleine Attraktion für die Familie spielte. Offenbar war dieser Diplomat länger unterwegs gewesen und hatte deshalb seine Familie dabei. Da zu wenig Samurai verfügbar waren, um ihn weiter zu eskortieren, wäre das folglich nun seine Aufgabe.
Die genauen Einzelheiten würden sie erfahren, wenn alle Teilnehmer anwesend waren.
Wenn er es richtig verstanden hatte, war auch die schwarzhaarige junge Frau eine Freie Kunoichi, die diesen Auftrag mit ihnen in Angriff nehmen würde. Sie saß am Tisch mit der Familie und unterhielt sich mit der Frau des Schutzbefohlenen. Ihr Lächeln wirkte sanft und freundlich, sie trug keine Waffen an sich und machte allgemein eher den Eindruck, als würde sie den Nahkampf meiden wollen. Dafür schien sie sehr gesprächig und bereit zu sein, jedem mit ihrer guten Laune den Tag zu vermiesen. Ob sie so naiv war, wie sie aussah? Der Inuzuka konnte sich nicht entscheiden, denn wenn sie seinen Blick doch mal erwiderte, war da mehr Intelligenz, als er erwartet hatte. Letztendlich gab er sich damit zufrieden, dass er sie nicht näher kennen lernen musste.
Sie mussten nur zusammen funktionieren.
Nach einem weiteren Blick auf das braunhaarige Mädchen, das mit Koemi spielte, seufzte Hajime leise und schloss die Augen für einige Augenblicke, während er weiter abwartete. Die Wärme hier im Gasthaus war weitaus angenehmer, als die immer noch vorhandene Kälte draußen. Der Schankraum war nicht besonders groß und außer ihnen waren noch zwei Samurai anwesend, die den Mann an sie übergeben würden, während nur zwei oder drei andere Kunden im Raum waren. Einer saß an der Theke und sprach mit dem Wirt, während zwei Karten spielten am Tisch daneben. Vermutlich Stammgäste, die der Wirt nicht für die Samurai nach draußen befördert hatte. Schulterzuckend wandte er sich auch davon ab, trank einen Schluck von dem Wasser, das ebenfalls auf dem Tisch stand und wartete darauf, dass die Tür sich öffnete.

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BeitragThema: Re: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   Sa Okt 14, 2017 1:53 am

cf: Dorf des Kaminish-Clans [Timeskip] + Mini [Timeskip]

Was tat man nicht alles, für einen gut bezahlten Auftrag? Es war nicht unbedingt die Regel, das Kana einen Auftrag annahm, der doch relativ weit weg von ihrem Dorf war, doch da sie es mit ihrem Rückweg sowieso gleich verbinden konnte, war es umso praktischer. Die Missionsbeschreibung klang eigentlich ganz einfach. Eine Gruppe aus Shinobi sollte einem Diplomaten und seiner Familie Geleitschutz nach Hi no Kuni geben. Sie sollten ihn Nachhause in sein Dorf bringen, das irgendwo ganz in der Nähe von Konoha lag. Glücklicherweise war ihr Ziel nicht Konohagakure selbst, den dort war die Weisshaarige seit einem bestimmten Vorfall gar nicht gerne gesehen. Und mit Sicherheit nahm es ihr der derzeitige Hokage auch ziemlich übel, dass sie ihn um ein Haar umgebracht hätte. Wäre sie damals nicht so weich gewesen, hätte sie dieses Problem nun weniger am Hals. Aber damit musste sie nun leben. Sie hatte damals einen Fehler begangen und dessen war sie sich auch bewusst. Hätte sie Tenzou damals getötet, wäre sie unter Umständen nicht einmal gefangen genommen worden. So vieles wäre wohl anders verlaufen ...

Die Weisshaarige starrte auf ihren Zettel, auf dem sie sich eine knappe Wegbeschreibung notiert hatte und natürlich den Namen des Dorfes, das sie aufsuchen sollte. Und nicht zuletzt in welches Gasthaus sie gehen sollte. Nun stand sie direkt vor der Tür des Gebäudes, doch bevor sie eintrat, zögerte sie einen Moment. Sie musste an Izumi denken. Es war ihr nicht leicht gefallen, sich alleine auf den Rückweg zu machen, es erschien ihr falsch nun da sie endlich eine Verbindung zu ihrer Tochter aufbauen konnte. Ob Izumi wusste, dass sie sie liebte und dies nun nicht mehr hinter schlechten Ausreden verbarg? Sie konnte es nur hoffen. Sie hatte zwar wieder eine Verbinundg zu ihrer Tochter aufbauen können, doch diese war noch zart und zerbrechlich, dessen war sich selbst Kana bewusst.
Sie seufzt leise und strich sich eine Haarsträhne hinter ihr Ohr. Jetzt war nicht der richtige Zeitpunkt um darüber nachzudenken. Nun musste sie sich auf die bevorstehende Mission konzentrieren. Zwar kannte sie noch keine Details und wusste auch noch nicht, wer ihre Teamkameraden sein würden, doch wenn sie das Geld wollte, musste sie sich zusammenreissen. Kana ist aufgefallen, dass es ihr in letzter Zeit nicht immer leicht fiel, sich auf ihre Aufträge zu konzentrieren. Woran das wohl lag? Sie musste seid einer bestimmten Situation immer an einen ganz bestimmten Menschen denken ...
Die Weisshaarige verzog das Gesicht. Nein, auch das waren nicht die richtigen Gedanken! Entschlossen trat sie ins Gasthaus. Ihr Blick schweifte durch den Raum ... Und sie erstarrte. Der Raum war nicht besonders gross gewesen, deswegen hatte sie sofort das einzig bekannte Gesicht erblickt, das sich hier befand. Das war unmöglich, das konnte nicht bloss Zufall sein! Da sass er! Wie sollte sie diese Gedanken abschütteln wenn genau diese Person hier war, an die sie in letzter Zeit so oft denken musste? Überraschung und ein Gefühl der unvermittelten Freude schienen sich die Waage zu halten. Für einen Moment lächelte sie sogar, ihre Fingerkuppen berührten ihre Lippen. Doch es war nur ein flüchtiger Augenblick, bevor ihr Gesicht wieder ernst wurde. Sie machte einige Schritte auf Hajime zu, ignorierte alle anderen im Raum fürs erste.
"Hajime.", als sie ihn hier eben erblickt hatte, gingen ihr hundert Sachen durch den Kopf, die sie ihm zur Begrüssung hatte sagen wollen, doch all diese Worte und Sätze waren plötzlich weg gewesen, als sie nur noch drei Schritte entfernt vor ihm stand. Aufgelöst in Rauch hatten sie sich und alles was sie über ihre Lippen brachte, war sein Name. Sie sah ihn an, in ihrem Blick lag eine Mischung aus Freude und Unsicherheit und gleichermassen rang sie mit sich selbst, sich ihre Emotionen nicht ansehen zu lassen. Wie sollte sie nun auf ihn reagieren? Er hatte ihr damals gezeigt, dass sie ihm durchaus nicht egal war, doch mit dieser Situation hier hatte sie nicht gerechnet. Ihr nächstes Treffen lief in ihren Gedanken immer so ab, dass sie unter sich waren und nicht von fremden Menschen umgeben!

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BeitragThema: Re: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   Sa Okt 14, 2017 1:44 pm

Er lümmelte noch einige Minuten lediglich in seiner Ecke herum und behielt die Szenerie im Auge. Währenddessen überlegte er immer mal wieder, wer ihn zu diesem Auftrag gebracht hatte, doch es wollte ihm nicht so ganz einfallen. Aber war es letztendlich nicht auch egal? Mit diesem Gedanken fiel letztendlich der Groschen, begleitet vom Öffnen der Tür, die den Blick auf eine Person freigab, die er hier nicht erwartet hatte. Natürlich, es war im Dorf der Kaminishi..., schoss es Hajime lediglich durch den Kopf, als er die langen weißen Haare sah und beinahe darüber gelacht hätte, dass sie zum zweiten Mal zufällig aufeinander trafen. Wie wahrscheinlich war das wohl? Andererseits war es nicht direkte Zufall, wenn sie von derselben Quelle hierauf aufmerksam gemacht worden waren.
Jeder im Raum sah Kana einen Moment an, doch da sie nicht die Letzte war, wandten die Blicke sich rasch wieder ab und widmeten sich ihren Gesprächen. Der Inuzuka hingegen straffte unwillkürlich leicht seine Haltung und setzte sich etwas aufrechter, als sie auf ihn zukam. Er fragte sich, was er wohl zu erwarten hatte. Allgemein hatte er sich seit ihrem letzten Treffen darüber Gedanken gemacht, ob er es überhaupt riskieren sollte, sie wieder zu sehen. Was, wenn sie wütend war und ihn umbringen wollte? Klang nach Kana. Entgegen der größten Horrorvorstellung sprach sie aber lediglich seinen Namen aus und starrte ihn anschließend an. "Kana", gab er zurück und kickte den Stuhl sich gegenüber leicht an, sodass er vom Tisch wegrutschte und sich ihr zum Sitzen anbot. "Schön dich zu sehen", gab er zu.
War es das? Vermutlich hatte er es dich anders vorgestellt.
Eigentlich wollte er nach diesem Auftrag zu ihr gehen, sehen, wie es ihr ging und was weiter geschehen sollte. Und nun saßen oder standen sie hier und wurden in eiskaltes Wasser geworfen. Aber gut, er war anpassungsfähig zu einem gewissen Maße. Er hoffte nur, dass sie ihn nicht wirklich im Schlaf umbringen würde. Noch einige Augenblicke musterte er die Weißhaarige, ohne tatsächlich etwas zu sagen, denn ihm fiel im Moment wenig ein, was andere hören sollten. Doch die Aufmerksamkeit des Raumes legte sich abermals auf den Eingang, als der scheinbar letzte Teilnehmer der Mission seinen Eintritt vorbereitete. Ein Mann, etwas kleiner als Hajime - was keine Kunst war - gerade vielleicht so groß wie Kana und kräftig wie ein Baum. Die Blonden Haare lugten unter der Kapuze hervor und verrieten gemeinsam mit dem jugendlichen Gesicht, dass er noch nicht all zu alt sein konnte. Außer die Jahre waren sehr gnädig mit ihm.
Unwillkürlich warf er noch einen letzten Blick zu Kana.
Der Diplomat klatschte leicht in die Hände, bevor seine Stimme ertönte. Er wechselte wenige leise Worte mit seiner Frau, die daraufhin nickte und ihm einen Kuss auf die Wange hauchte. Anschließend klaubte sie ihre Tochter von Koemi herunter und ging an der Theke vorbei in den hinteren Teil des Gasthauses. Vermutlich sollte das Kind nicht hören, worüber sich die Erwachsenen unterhielten. Die Ninkendame erhob sich und schüttelte sich leicht, bevor sie zu Hajime kam, ihren Kopf leicht gegen Kanas Hand drückte. "Schön, dann sind wohl alle versammelt", gab er bekannt. Er winkte leicht, als wolle er sie heranholen. Hajime erhob sich von seinem Stuhl und kam aus seiner Ecke, um hinter Kana näher an den Kreis der Auserwählten heran zu treten. Er dachte kaum darüber nach, aber vermutlich könnte sie seinen Atem hören, wenn sie wollte.
"Kurosawa Saburo mein Name. Ich nehme an, sie alle wissen, dass ich mit Waffen und anderen Kampfutensilien weniger begabt bin als mit Worten. Deshalb brauche ich ihre Hilfe, um meine Familie wieder sicher nach Hause zu bringen." Der Mann konnte mit Worten umgehen, das hörte man an seiner Sprechweise. Er war gewohnt, dass viele ihm zuhören und er war nicht dämlich. Wenigstens etwas. "Wir werden am frühen Morgen aufbrechen, ein großer Handelswagen mit zwei Pferden steht uns als Tarnung zur Verfügung. Es mag überheblich wirken, aber nach schlechten Erfahrungen ziehe ich die ganz sichere Option vor. Nicht jeder mag, was ich tue, aber das soll nicht ihre Sorge sein. Ihr Ziel ist der Schutz meiner Familie und meiner Wenigkeit."
Hajime verschränkte leicht die Arme vor der Brust und rümpfte kurz die Nase. Wer so sprach, der hatte wohl schon Erfahrungen mit Attentätern gesammelt. Aber letztendlich klang das ganze nach einer recht simplen Aufgabe. "Die Reisezeit beträgt je nach Witterung 3 bis 4 Tage. Ihre Bezahlung erhalten sie, sobald wir vor Ort angekommen sind. Für ihre Verpflegung sorgen wir und hier sind ihre Zimmerschlüssel für die Nacht. Seien sie pünktlich." Mit seinen letzten Worten warf er jedem der Shinobi einen Zimmerschlüssel zu, den jeder recht leicht fing. Abgesehen von der schwarzhaarigen zierlichen Dame, die vorher mit der Frau des Mannes gesprochen hatte. Ihr Schlüssel rutschte leicht über den Tisch, um im nächsten Moment neben Kana und Hajime zu Boden zu fallen. Reflexartig hob er ihn auf und reichte ihn der jungen Dame.
Ihr Lächeln zeigte zum ersten Mal eine gewisse Verschlagenheit, die ihm zuvor nicht aufgefallen war. Kurz blinzelte er verwirrt. "Bestehen noch Unklarheiten?", fragte Saburo und sah sich die Runde an. Hajime zuckte mit den Schultern und schüttelte den Kopf.

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Zuletzt von Inuzuka Hajime am Sa Okt 14, 2017 4:50 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   Sa Okt 14, 2017 3:53 pm

Er begrüsste sie, so wie sie ihn. Nur noch etwas netter. Kana lächelte flüchtig, doch schnell verschwand es wieder, als sie sich dessen bewusst wurde. Einen Moment starrte sie auf den Stuhl, den Hajime ihr hingekickt hatte. Sie setzte sich darauf und begrüsste Koemi in dem sie liebevoll über ihren Kopf streichelte.
"Ja.", erwiderte sie dann auf das 'schön dich zu sehen'. Was war nur mit ihr los? Wieso brachte sie keine schlagfertige Antwort mehr zustande? Seid sie Hajime das letzte Mal gesehen hatte, schien sie irgendwie anders zu ticken, wenn sie in seiner Nähe war. Lag das etwa nur an seinem Kuss? Nein, das konnte es nicht sein. Er war immerhin nicht der erste Mann, der sie geküsst hatte! Dennoch bemerkte sie es selbst, dass sie sich im Moment anders verhielt. Die Weisshaarige presste einen Moment ihre Lippen aufeinander und war Hajimes Blick ausgewichen, tat so, als ob sie sich im Raum umsehen würde, bis sie dann wieder bei seinen Augen hängen blieb.
"Falls du mich dort alleine zurückgelassen hast in der Hoffnung ich würde es nicht überleben, hast du dich geirrt.", sie nahm mit einem Lächeln die Schärfe ihrer Worte, weil sie durch ihr letztes Treffen durchaus wusste, dass Hajime manchmal empfindlich auf ihre Worte reagierte, aber dennoch konnte sie es manchmal einfach nicht unterlassen.
Gerade wollte sie den Mund abermals aufmachen um ihn anständig zu begrüssen, da tat sich was. Hinter ihr ging die Tür auf und ein Mann kam herein. Er erhob das Wort und bat sie alle um Aufmerksamkeit, ausserdem stellte er sich als ihr Auftraggeber vor. Die Person, die es zu beschützen galt und natürlich seine Familie. Kana erwiderte Hajimes Blick eine Sekunde lang, bevor sie sich von ihm abwandte und aufstand. Sie trat ein paar Schritte auf den Mann zu, der etwa ihre Grösse hatte und hörte ihm zu. Zumindest versuchte sie es, den als sie plötzlich den Atem in ihrem Nacken spürte, fiel es ihr deutlich schwerer, sich auf das Gerede des Diplomaten konzentrieren zu können.
Kana wandte ihren Kopf leicht um und blickte aus dem Augenwinkel zu Hajime. Sollte sie ihm sagen, dass sie seine Anwesenheit vermisst hatte? Dass sie gehofft hatte, ihn bald wiedersehen zu können? Nein, das klang irgendwie kitschig und klischeehaft und das würde Hajime mit Sicherheit nicht gefallen!
"Ich hatte schon Angst, mich mit einem Taugenichts rumärgern zu müssen. ich bin froh das du das mir noch unbekannte Teammitglied in dieser Mission bist.", das klang besser. Ja, viel besser! Damit verdeutlichte sie ihm, dass sie froh war, das er hier war, bezog es gleichermassen aber auf die Arbeit. Sie war zufrieden mit ihren Worten und sah wieder geradeaus. Da flog ihr auch schon ein ein Schlüssel entgegen. Fast wäre er ihr an den Kopf geflogen, doch sie konnte ihn gerade noch mit der linken Hand fangen. Anders erging es da der anderen Kunoichi, die wohl ebenfalls in ihrem Team war. Ihr Schlüssel rutschte über den Tisch und fiel vor ihre und Hajimes Füsse. Letzterer hob ihn auf und übergab ihn der Frau. Kana betrachtete sie, musterte sie eingehend. Irgendetwas störte sie an ihr, aber die Weisshaarige konnte im Moment noch nicht richtig sagen, woran sie das festmachen konnte.
"Bestehe noch Unklarheiten?"
Auch Kana schüttelte den Kopf. "Im Moment nicht, nein.", ihr lag die Frage auf der Zunge, ob er auch eine genauere Angabe als 'früher Morgen' hatte, aber sie entschloss sich, einfach vor Sonnenaufgang aufzustehen, das dürfte wohl früh genug sein.
Noch einmal blickte sie zu der Kunoichi, dessen Name sie bisher noch nicht einmal kannte.
"Du bist ebenfalls mit von der Partie, nehme ich an?", sie ging gleich zum 'du' über, "Mein Name ist Kaminishi Kana. Und du bist ...?" ihr lag auf der Zunge zu sagen, dass sie ihr nicht im Weg stehen sollte, aber das konnte sie immer noch, wenn sich die Gelegenheit dazu bot. Im Moment war es wichtiger einfach zu erfahren, wer diese dritte Frau in ihrem Team war.

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BeitragThema: Re: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   Sa Okt 14, 2017 5:14 pm

Hajime verzog die Lippen zu einem provokanten Grinsen, als Kana meinte, sie hätte überlebt. Wenn er sie tot gewollt hätte, hätte er sie in der Straße dieses Kaffs liegen und am Gift sterben lassen. Anders als sie spielerisch andeutete, war er recht froh, sie wieder bei voller Gesundheit zu sehen. Sie schien sich also einigermaßen schnell erholt zu haben. Immerhin würde sie bei halber Kraft kaum soweit reisen, um eine Mission anzugehen. Andererseits würde sie auch verstecken, ginge es ihr denn schlecht. Während er sie noch auf das Gerede ihres Auftraggebers konzentrierte, hörte er ihre leisen Worte und sah leicht nach unten zu ihr. Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass er direkt hinter ihr stand, um den Mann gut verstehen zu können. "Und ich hatte geplant, dass wir und etwas privater wiedersehen, aber hier sind wir, beide um unsere Erwartungen betrogen", murmelte er zurück. "Scheint als hätten wir zwei Jungspunde an der Backe." Mit einem Blick zu der Schwarzhaarigen und dem Blonden versicherte er sich abermals und war sich recht einig: Sie waren beide jünger als Kana und er selbst.
Eine der beiden sprach Kana auch sogleich an, nachdem er ihr den Schlüssel gereicht hatte.
"Yoshida Akane, Kana-san", antwortete die Schwarzhaarige knapp und zeigte ein strahlendes und freundliches Lächeln, wie Kana es vermutlich niemals aufsetzte. "Und wie heißt euer bezaubernder Begleiter?", fragte sie im Gegenzug, während sie auf Hajime deutete. Der hob eine Augenbraue und sah die Dame ungläubig an. "Hajime, Mädchen", erklärte er etwas mürrisch. Für den Bruchteil einer Sekunde schien ihr Lächeln schief zu werden, weil er sie als Mädchen bezeichnete. Aber sie ließ sich nicht all zu viel anmerken, war sie doch eher damit beschäftigt, gut und freundlich auszusehen.
"Wie schön, dass wir uns alle so lieb haben! Fujita Naoki mein Name und ich möchte den Augenblick nutzen, um den Damen meine Bewunderung auszusprechen. Welch bezauberndes Antlitz", mischte der kleinere Blonde sich ein, der nach dem Gespräch mit dem Diplomaten seinen Weg an den Tisch gefunden hatte.
Hajime war versucht, mit den Augen zu rollen, doch er seufzte lediglich leise.
Schweigend wog er den Schlüssel in seiner Hand. "Um 7 Uhr fährt der Wagen ab und ihre Mission beginnt. Bis dahin wünsche ich eine angenehme Nacht", erklärte der Diplomat im Hintergrund noch, nachdem er mit den beiden Samurai noch einige Worte gewechselt hatte. Anschließend ging er zum Wirt und kümmerte sich darum, sein Essen in sein Zimmer zu bestellen, bevor er ebenfalls dorthin verschwand, wo seine Frau und Tochter gewesen waren. "Herrje... so früh", schnaubte Naoki, die Arme hinter dem Kopf verschränkt und das Gesicht zu einer motzigen Mine verzogen, die Hajime das letzte mal bei seiner Tochter im Kleinkindalter gesehen hatte. "Wer ist denn da schon wach...", brummte er weiter vor sich hin.
"Ich schätze, das ist eure Begleitung, Hajime-sama?", brachte Akane in Erfahrung und deutete mit einem Nicken auf Koemi, die interessiert die Gruppe betrachtete und der Frau zunickte. "Koemi", kam sie der Frage nach ihrem Namen zuvor und erntete einige beeindruckte Blicke, weil sie die menschliche Sprache beherrschte. "Ihr seid also ein Nahkämpfer? Ein Inuzuka? Ihr seht so stark aus...", murmelte sie beinahe verträumt vor sich hin und handelte sich abermals einen schiefen Blick ein, den sie mit einem schmollmundigen Lächeln quittierte. Naoki hingegen schielte seitwärts zu Hajime und schnaubte auf diese Aussage seiner neu gewonnen Teamkollegin. "Pff... Stark. Stärker als ich sicher nicht. Ich bin ein wahrer Nahkämpfer!", posaunte er heraus und ließ die Muskulatur seiner Oberarme spielen, wie in einem schlechten Film.
Hajime schnaubte. Er war eindeutig zu alt für diesen Scheiss.
"Du Vogel bist besser morgen wach und anwesend und spielst nicht sinnlos mit deinem Bizeps umher", knurrte er leise. Ihm war danach, einfach auf sein Zimmer zu gehen, doch dabei fiel sein Blick unwillkürlich wieder auf Kana. Wenn er sie jetzt schon sah, wollte er sie nicht zwangsläufig gleich wieder allein lassen. "Hast du schon gegessen?", fragte er daher leiser an die Weißhaarige, mit einem recht genervten Seitenblick auf die beiden anderen Anwesenden.

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BeitragThema: Re: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   So Okt 15, 2017 11:23 am

Kana konnte bloss nicken bezüglich Hajimes Worte. Irgendwie fühlte sie sich völlig fehl am Platz. Wieso um alles in der Welt brauchten sie für diese Mission ganze vier Shinobis? Kana war sich sicher, dass Hajime und sie alleine völlig ausgereicht hätten.
"Das Schicksal mag es uns ganz zufällig treffen zu lassen.", flüsterte sie zurück und ihren Worten lag eine gewisse Verheissung. Tatsächlich könnte man meinen, irgendjemand würde die Fäden in der Hand halten und sie steuern. Das konnte doch nicht nur bloss Zufall sein, dass sie sich nun gleich zwei mal bei einer Mission unbewusst über den Weg liefen.
Eine Zeitangabe gab es dann trotzdem. Um sieben Uhr in der Früh würde es losgehen, damit konnte Kana leben. Sie nickte leicht, hörte gleichzeitig die Klagen Naokis und verdrehte die Augen. Vielleicht sollte sie die zwei morgens in ihrem Zimmer K.O. schlagen damit sie 'leider' nicht an der Mission teilnehmen können. Der Gedanken gefiel ihr und liess sie schmunzeln.
Die zwei Jüngeren stellten sich vor, während die junge Frau Hajime anschmachtete - so kam es Kana zumindest vor - schien der Kerl sich aufspielen zu müssen. Er erwähnte, dass er mit Sicherheit stärker wäre, als Hajime. Das brachte Naoki einen abschätzigen Blick ein.
"Stärker als Hajime? Das bezweifle ich.", erklärte sie und ihrer Stimme war anzuhören, wie wenig sie von diesen Jungspunden hielt.
Anhand Hajimes Worten konnte auch Kana festmachen, das er genau so genervt war wie sie.
"Steht uns morgen einfach nicht im Weg rum, Kinder, in Ordnung? Sowas kann ich nämlich nicht ausstehen.", sie stemmte bei ihren Worten die Hände in die Hüften. Eine Ahnung beschlich sie, dass sie am Ende noch Babysitter für die zwei spielen durften. Und das würde Kana mit Sicherheit nicht tun. Wenn die zwei nicht auf sich selbst aufpassen konnten, würde Kana dafür sorgen, dass sie aus dieser Mission austraten. Egal wie. Ihr war so ziemlich jedes Mittel recht.
Bei Hajimes Worten, die nur an sie gerichtet waren, wandte sie dann endlich ihren Blick von Akane und Naoki ab um in seine Augen zu schauen. Er fragte sie, ob sie bereits gegessen hätte und sie schüttelte den Kopf.
"Bisher noch nicht, nein. Essen wir etwas gemeinsam? Weit, weit weg von dem Kindergarten da?", bei diesen Worten deutete sie mit dem Daumen auf die zwei Jüngeren. Sie sprach relativ leise, aber nicht mit Absicht so leise, dass es nur Hajime hören könnte. Wen also einer der beiden richtig hinhörte, dürfte derjenige Kanas Worte gehört haben.
Sie seufzte leise und kniff für einen Moment die Augen zusammen. Seid dem Vorfall als sie vergiftet wurde, ist einige Zeit vergangen und sie fühlte sich eigentlich auch wieder gut, aber manchmal hatte sie das Gefühl, das Gift noch zu spüren. Aber das konnte nicht sein, Hajime hatte es aus ihr entfernt, da war sie sich eigentlich ganz sicher. War es also bloss eine Einbildung die sie 'spürte' weil sie damals damit gerechnet hatte, an dem Gift zu verrecken?

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BeitragThema: Re: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   So Okt 15, 2017 3:50 pm

Hajime bemühte sich, die Vorstellungen und groben Gepflogenheiten zu wahren und die anderen ansonsten zu ignorieren. Stattdessen musterte er Kana und beobachtete, wie sie ihre typische Arroganz zum Besten gab. Nicht ihre angenehmste Eigenschaft, aber wer war schon ständig angenehm. Dennoch sah er über ihre Schulter hinweg, wie Naoki hinter ihr stand und sie nachäffte. Er stemmte die Hände dramatisch in die Hüften und plapperte ihre Worte in viel zu hohem Ton nach, während die Kaminishi sich bereits wieder an ihn gewandt hatte. Mit einer gehobenen Augenbraue konnt er sich das Zucken seiner Mundwinkel einfach nicht verkneifen. Leider traf der Blonde schon irgendwie ihr typisches Verhalten, trotzdem wollte er sie nicht zwangsläufig ärgern. War sicher nervig genug, dass Akane darüber kicherte und das relativ offensichtlich.
"Ja, lass uns essen", bemerkte er, legte eine Hand auf die Schulter der Weißhaarigen und schob sich zwischen sie und die "Kinder". Gleichzeitig nahm er sie so mit in seine Richtung und versuchte mehr oder minder den blonden Jüngling vor sich selbst zu retten. Kana zu verärgern war in dessen Position sicher nicht der klügste Schachzug. Koemi erhob sich wieder, nachdem sie gesessen hatte und trottete hinter ihrem Partner her. Als der an der Theke mit dem Wirt angekommen war, schob sie sich an sein Bein und sah zum ihm auf. Hajime erwiderte den Blick kurz, bevor er nickte. "Komm nicht zu spät", bemerkte er leise. Die Hündin ließ sich das nicht zweimal sagen, sondern verließ das Etablissement, um das Umland auszukundschaften und ihrem Jagdtrieb nachzugeben, den sie ansonsten stets ausleben konnte.
Immerhin lebten sie die meiste Zeit irgendwo im Wald.
Währen Naoki und Akane sich noch immer kichernd über Kanas Ansage belustigten und sich anschließend weiter unterhielten, kratzte sich der Schwarzhaarige kurz nachdenklich am Kinn. "Wir würden gern auf unserem Zimmer essen", erklärte er, griff nach Kanas Hand mit dem Schlüssel, um die Nummer zu erfahren und sie dem Wirt mitzuteilen. Der sah zu den Jungspunden und dann wieder zu ihnen und nickte mit einem schiefen Grinsen. "Das verspricht wesentlich mehr Ruhe", erklärte er letztendlich mit einem Blick zur Seite auf die Kaminishi und deutete mit einem Nicken hin zu dem Flur, der zu den Räumen führte. "Dauert etwa eine halbe Stunde, ich lass es vorbeibringen", erklärte der Wirt und bedeutete ihnen damit, dass sie gehen konnten, wenn sie wollten - nachdem er ihrer beider Essenswünsche für den Abend aufgenommen hatte.
Ohne groß darüber nachzudenken ging Hajime an der Theke vorbei.
Er warf einen Blick auf seinen eigenen Schlüssel. Die Zimmer hatten aufeinander folgende Nummern, also konnten sie nicht all zu weit voneinander entfernt sein. Nach einem kurzen Weg fand er sein eigens Zimmer und zu wenig Überraschund das der Weißhaarigen direkt gegenüber. "Also. Wie geht's dir? Hast du dich erholt?", fragte er, während er darauf wartete, dass sie ihr Zimmer aufschließen und ihn mit einlassen würde. Immerhin hatte er dem Wirt gesagt, er solle das Essen hierher bringen. Ihm war nicht die Möglichkeit in den Sinn gekommen, dass sie das womöglich nicht wollte. Andererseits war es die beste Option, Ruhe zu haben, wenn sie sich unterhielten. Immerhin würden sie sich die nächsten 3 Tage und Nächte noch zur Genüge mit den Dödeln herumschlagen müssen, die jetzt im Schankraum saßen.

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BeitragThema: Re: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   Di Okt 17, 2017 7:09 pm

Ganz ruhig. Ganz ruhig. Du wirst deine Chance bekommen diesen Kindern zu zeigen, was es bedeutete, sich mit dir anzulegen, sprach eine Stimme zu Kana, welche innerlich brodelte wie ein Vulkan. Ihr Blick war kalt vor Zorn, als sie Naoki anschaute, welcher sie - mehr als schlecht - nachgeäfft hatte und sich nun zusammen mit dem Mädchen darüber lustig machte.
"Diese kleinen, dreckigen Ratten werden noch lernen wie man sich mir gegenüber verhält.", presste sie zwischen zusammengebissenen Zähnen heraus. Ihre Worte waren leise, so dass nur Hajime sie hören konnte. Sie hasste es, wenn man sich über sie lustig machte, das konnte sie nicht ausstehen. Es gab immerhin keinen Grund sich über sie lustig zu machen!
Hajime reagierte jedoch goldrichtig und kam dazwischen. Er erwähnte erneut das Essen, was Kanas Aufmerksamkeit auf ihn lenkte, weg von diesen zwei Kindern, die früher oder später noch ihr blaues Wunder erleben würden.

Hajime hatte das Essen organisiert und es auf ihr Zimmer bestellt. Erst als sie vor der Tür zu ihrem Zimmer standen, bemerkte die Weisshaarige, wie hungrig sie eigentlich war. Leise knurrte ihr Magen. Ihr Zorn war mehr oder weniger verraucht, auch wenn sie diesen zwei Bälgern unten im Schankraum am liebsten direkt ins Gesicht geschlagen hätte. Verdient hätten sie es alle Mal.
Hajime holte sie abermals zurück. Sie blinzelte und sah ihn für einen Moment fragend an, bevor sie sich bewusst wurde, dass er ihr eine Frage gestellt hatte.
"Oh ja. Natürlich.", sie lächelte flrüchtig, "So schnell kriegt man mich nicht klein.", sie schloss bei diesen Worten ihre Zimmertüre auf. Einen Moment starrte sie auf ihren Schlüssel und seltsamerweise schossen ihr die Gedanken durch den Kopf, dass sie es interessant gefunden hätte, wenn sie zusammen mit Hajime ein Zimmer bekommen hätte. Sie schüttelte sachte den Kopf und öffnete die Türe.
"Naja. Eigentlich habe ich es vor allem dir zu verdanken das ich nun hier stehe.", murmelte sie dann. Er hatte sie behandelt, hatte das Gift aus ihrem Körper geholt und dafür war sie ihm unendlich dankbar. Konnte man seinem Lebensretter eigentlich mit irgendetwas klar machen, wie dankbar man wirklich war?
Gerade wollte sie eintreten, verharrte dann jedoch mitten in der Bewegung und sah wieder zu Hajime, bevor sie mit einer Hand ins Innere ihres Zimmers deutete.
"Tritt ein. Ich nehme an, du leistest mir noch etwas Gesellschaft nach dem du dein Essen ebenfalls in mein Zimmer bestellt hast?", sie lächelte vielsagend, "Ausserdem solltest du noch eine Weile in meiner Nähe bleiben. Nur zur Sicherheit. Ansonsten kann ich nicht garantieren das wir morgen zu viert aufbrechen werden.", nur am Rande hörte sie gedämpft die Stimmen der zwei anderen, die sich im Schankraum unten angeregt über irgendwelche Dinge unterhielten, die Kana jedoch von hier oben nicht verstand.
Nach dem Hajime eingetreten war, schloss Kana hinter sich die Türe und sah sich einen Moment im Zimmer um. Es dürfte für diese eine Nacht genügen. Es wies kaum Luxus auf, aber es hatte alles nötige und wirkte soweit sauber. Für eine Nacht genügte es eindeutig.
Ihr Blick streifte das Bett, in dem zwei Personen Platz hatten. Direkt darüber hing ein kleines Gemälde das eine idyllische Landschaft zeigte. Gründ und Blau waren die vorherrschenden Farben. Dann gab es noch einen Tisch und drei Stühle. Ein bequem aussehender Sessel stand in einer relativ finsteren Ecke, den tatsächlich gab es hier bloss ein Fenster im Zimmer und das befand sich links vom Bett oberhalb des Tisches.
Es würde für diese Nacht reichen ...
"Und? Wie ist es dir ergangen?", fragte sie dann nach einer längeren Pause. Sie setzte sich auf einen der Stühle und sah zu Hajime. Eigentlich durfte sie das gar nicht, da sie sich im Moment gerade auf einer Mission befanden, aber sie freute sich auf den Abend mit Hajime. Es war zwar nicht das, was sie sich erhofft hatte, als sie von einem Wiedersehen mit ihm geträumt hatte, aber zumindest hier hatten sie ihre Ruhe.
Kana fuhr mit ihrem Finger einer Linie im Holz auf der Tischplatte nach, während sie darüber nachdachte, wie sie mit dieser Situation im Moment am besten umging. Auf der einen Seite freute sie sich unglaublich, Hajime wieder zu sehen und ja, sie hatte im ersten Moment, als sie endlich alleine gewesen waren, überlegt, ihm um den Hals zu fallen. Aber das kam ihr dann doch irgendwie unglaublich kitschig vor. Ausserdem wusste sie nicht, ob der Inuzuka nun irgendetwas von ihr erwartete. Ihr letztes Auseinandergehen war immerhin nicht unbedingt 'normal' gewesen und vermutlich verlangte dies nun ein aufklärendes Gespräch? Nur fand Kana mitnichten die passenden Worte dafür um das zu beginnen ...

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BeitragThema: Re: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   So Nov 19, 2017 3:48 pm

Hajime musterte Kana und zog kurz eine Augenbraue in die Höhe, als sie meinte, sie bekäme so schnell nichts klein. Unwillkürlich zuckte sein Mundwinkel und er lächelte schief. Vermutlich hatte sie da recht, auch wenn es mit dem Gift vermutlich anders ausgegangen wäre, hätte niemand sie gefunden. Er zuckte auf ihre Frage mit den Schultern, als sie ihn hereinbot und ging an ihr vorbei. "Du sagtest doch du würdest gern mit mir zusammen essen. Und tatsächlich denke ich, dass es von Vorteil wäre, wenn du heute niemanden mehr umbringst", erklärte er und sah zu der Weißhaarigen herab, einen leicht belustigten Gesichtsausdruck zur Schau stellend. Auch sein Blick glitt kurz durch das Zimmer, bevor er sich damit beschäftigte, Kana dabei zu beobachten, wie sie das Zimmer wesentlich genauer inspizierte als er. Ihm waren solche Dinge zu großen Teilen egal, da er seine Zeit ja doch meist in schlechteren Verhältnissen verbrachte.
Wenn ein Raum ein halbwegs bequemes Bett hatte, war das bereits ein Fortschritt.
Natürlich kannte er die Annehmlichkeiten von Häusern trotzdem und wusste sie zu schätzen, er hatte immerhin mehr als die Hälfte seines Lebens in einem Dorf verbracht, aber im Moment war dashier doch ganz angenehm. "Keine Nachwirkungen also?", fragte er eher beiläufig. Ob er auf das Gift oder ihr Treffen anspielte? Wer wusste das schon. Die Kamnishi fand ihren Platz auf einem Stuhl, während Hajime noch stehen blieb und sich unschlüssig über den Nasenrücken rieb, bevor er die Arme vor der Brust verschränkte. Er dachte über die Frage nach, die sie ihm gestellt hatte. Wie war es ihm ergangen? Nicht schlecht, nicht gut, irgendetwas dazwischen. Die letzten Tage waren eher verschwommener Nebel als wirklich real greifbar.
Ohne es groß zu steuern, musterte er das Gesicht der anderen die meiste Zeit.
Seine goldgelben Iriden fixierten ihren Blick hin und wieder und er hatte das Gefühl auf etwas zu warten... Vermutlich Wut oder... Hass? Er war sich nicht sicher, aber wie auch im Schankraum dachte er wieder darüber nach, dass ihm tatsächlich in den Sinn gekommen war, Kana von nun an zu meiden. Nicht, dass es seine Wunschvorstellung war, eher eine Reaktion seinen natürlichen Selbsterhaltungstriebes. Aber seine Instinkte was Menschen und ihr Verhalten betraf waren im Allgemeinen ja recht gut und gerade schien die Weißhaarige keine Mordgedanken zu hegen... oder? Er war sich unsicher. Kana war für ihn gern mal ein Buch mit sieben Siegeln und niemals ein Mensch gewesen, der einfach zu lesen war. Nur manchmal zeigte sie offensichtlicher, was sie eigentlich garnicht zeigen wollte.
Jetzt im Moment schien sie aber genauso wenig aufschlussreich wie seine eigenen Gedanken.
"Auf einer Skala von eins bis zehn, wie sehr muss ich darauf achten, dass du mich im Schlaf nicht umbringst?", fragte er nach einigen Momenten, in denen er sie äußerlich scheinbar nur angestarrt hatte, ziemlich direkt nach seinem Anliegen. Die vorherrschendste Reaktion von Kana auf Menschen und ihre Taten, die er kannte, war nunmal Wut und Aggression und er war sich nicht ganz sicher, ob sie zu Küssen gewesen war, was sie wollte. Zwar hatte sie - hoffentlich freiwillig - eben jene Geste erwidert, kurz, zart... Aber was wenn sie ihre Meinung geändert hatte? Unschlüssig seufzte Hajime.
Genau deshalb mied er Menschen. Alles war kompliziert.
Auch wenn das, was er wollte, alles andere als kompliziert war. Trotz der Möglichkeit, dass sie ihn auf der Stelle köpfen wollte, hatte er sich direkt gegen den Gedanken entschieden, sie nie wieder zu sehen. Er wollte sich lediglich abregen, die Situation mit frischen Augen sehen, Nachdenken, Zeit für sich haben, nachdem er Zeit mit Menschen hatte verbringen müssen, bevor er sie von der Straße gekratzt hatte. Dass er Kana für sich wollte, war für ihn kein Geheimnis, aber was sie von dem Gedanken hielt, war wohl das größte Geheimnis, das sie vor ihm haben konnte.

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BeitragThema: Re: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   So Nov 19, 2017 5:35 pm

Sie kam nicht umhin zu lächeln, als er erklärte, dass es besser wäre, wenn sie heute niemanden mehr umbringen würde. Da hatte er wohl recht, auch wenn sie tatsächlich grosse Lust verspürte diesen zwei Halbstarken unten im Schankraum zu zeigen, was für eine Gefahr sie in ihr weckten, wenn sie sie provozierten. Aber das konnte noch bis morgen warten. Sie würde die Gelegenheit für Rache bekommen und diese würde süss werden. Besonders süss. Der Gedanke liess sie innerlich etwas zufriedener werden und sie beruhigte sich. Sie konnte bis morgen warten, das war kein Problem, vor allem deshalb, weil sie im Moment sowieso etwas viel interessanteres vor sich hatte. Ein Essen mit Hajime. Es war kein romantisches Dinner bei Kerzenschein, mit Sicherheit, aber sie hatte gehofft, ihn endlich unter vier Augen sprechen zu können, den nach dem er sie das letzte Mal verlassen hatte, hatte sie so viele Fragen an ihn. Nein, eigentlich nicht viele, nur eine ganz spezielle. Und diese Frage hatte sie noch nicht einmal ausgereift in ihrem Kopf zusammengesetzt. Nun wo er mit ihr alleine in ihrem Zimmer war, schien es, als könnte sie keinen anständigen Satz zusammensetzten um ihm diese Frage stellen zu können. Oder wollte ihr ihr Verstand einmal wieder einen Strich durch die Rechnung machen? Oder noch besser ... Ihr Stolz.
Genervt über sich selbst verdrehte sie die Augen. Dieses Problem hatte sie nicht das erste Mal, nur war es dieses Mal das erste Mal, dass sie nur zu gerne irgendetwas dagegen tun würde.
"Stimmt. Morgen ist noch genug Zeit für Mord und Totschlag, nicht wahr?", sie lächelte ihn an und schüttelte dann leicht den Kopf, als er bezüglich Nachwirkungen fragte. Sie ging natürlich davon aus, das er das Gift meinte und dachte nicht daran, das er vielleicht auch den Kuss im Sinn hatte. Tatsächlich war die Antwort aber auf beides nicht die Wahrheit. Das Gift war zwar neutralisiert worden, doch ihr Körper hatte nach wie vor damit zutun eben jenes vollständig auszumerzen. So etwas geschah nicht von einer Sekunde auf die nächste. Zumindest ging Kana genau davon aus, den sie fühlte sich meistens Morgens nach dem Aufwachen immer sehr müde und kaputt, so als würde sie während der Nacht nicht einfach nur da liegen und schlafen sondern irgendetwas anstrengendes tun.
Kana lehnte sich leicht zurück und presste kurz die Lippen aufeinander. Hajime stellte ihr dann eine ziemlich direkte Frage und wollte wissen, wie hoch die Chance standen, dass sie ihm in der Nacht den Kopf abriss.
Die Weisshaarige hob die rechte Augenbraue, antwortete jedoch nicht sofort. Ihr Blick glitt an ihm entlang, bevor sie ihre Augen wieder zu seinem Gesicht wandern liess. Sie lächelte leicht, es hatte etwas anzügliches an sich.
"Eins oder Zehn, suchs dir aus.", sie hob die Hand und machte damit eine wegwerfende Handbewegung, "Je nach dem was bei dir was bedeutet.", damit hatte sie ihm natürlich absolut keine klare Antwort gegeben, auch wenn sie davon ausging, das die Zehn bedeutete, dass sie ihm aufjedenfall an die Gurgel springen würde.
Tatsächlich hatte sie das aber nicht vor, den sie hatte den Kuss damals genossen und wäre er nicht sofort aufgebrochen, sie hätte mehr gewollt. Die Pause hatte jedoch unweigerlich dazu geführt, dass sie sich nun beherrschen konnte, als sie ihm unten in der Gastwirtschaft eben wieder begegnet war. Und auch jetzt hatte sie sich ganz gut im Griff, auch wenn es ohne Frage schwer war, seiner natürlichen Anziehungskraft zu wiederstehen.
Sie hob ihren Zeigefinger und deutete damit an, dass er ihr näher kommen sollte.
"Komm etwas näher, dann findest du es heraus.", sprach sie mit vieldeutiger Stimme. Ob Hajime ihre Gesten und Andeutungen verstand? Zwischen ihnen war es schon öfters hitzig geworden und zu Missverständnissen gekommen weil sie sich gegenseitig völlig falsch verstanden. Ob das jetzt wieder eine solche Situation sein würde ....? Kana fragte sich dies wirklich, doch ihre Eigenart hinderte sie daran, mit einfachen Worten für Klarheit zu sorgen. Dieses Prickeln war zu aufregend um es mit direkten Worten einfach zu vertreiben. Würde er auf ihre Worte eingehen und näher kommen ...?

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BeitragThema: Re: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   Mi Nov 22, 2017 4:56 am

Der großgewachsene Mann regte sich nicht wirklich, nachdem Kana seine Frage beantwortet hatte und anschließend ihre flirtende Masche auspackte. Er war sich unsicher, was er davon halten sollte. War es für sie alles nur ein Spiel? Nahm sie das, was passiert war, als Ausrutscher an? Oder womöglich sogar als Türöffner für ein wenig Spaß aber nichts weiter? Unschlüssig runzelte er die Stirn und schnaubte kurz. "Keine sehr präzise Antwort", gab er nur knapp von sich, während er die Andere und ihre Haltung von oben bis unten musterte. Sie wirkte nicht, als nähme sie es ernst, andererseits war es auch schon seit er sie kannte, Kanas Art, ihre Spiele zu spielen. Egal wie ernst die Situation war, sie schien auf diese Art und Weise mit ihren Gefühlen umzugehen, sie irgendwie auch zu zeigen, während sie sie eigentlich versteckte.
Unwillkürlich schüttelte der Schwarzhaarige kurz den Kopf.
Vielleicht sollte er einfach darauf eingehen, das Spiel mitspielen und sehen, was passierte? Andererseits hatte er auch keine Lust, seine Zeit zu verschwenden und am Ende enttäuscht mit leeren Händen dort zu stehen, wo er etwas erwartet hatte. Und es wäre alles nur, weil es keiner von ihnen ehrlich ausgesprochen hätte. Es - was auch immer es war. Andererseits war er auch kein kleines Kind mehr, das enttäuscht von Dannen ziehen musste, weil es nicht bekam, was es wollte. Abermals atmete er hörbar tief ein und aus, erwiderte noch immer den Blick der weißhaarigen Kunoichi und ließ ihn nicht los. Was auch immer sie wollte, er hätte hiernach zumindest Gewissheit und würde nicht länger wie um heiße Kohlen herumtanzen. Da er, um herauszufinden, was sie wollte, vermutlich ihr Spiel mitspielen musste, würde er sich wohl geschlagen geben.
Er selbst hingegen war in der Lage zu sagen, was er wollte.
Und vermutlich war jetzt der bessere Zeitpunkt dazu, als es ihr später vorzuwerfen, als hätte sie es aus seinen Gedanken und seinem Gesicht lesen können. Hajime machte einen Schritt auf die Kaminishi zu und die Falten auf seiner Stirn glätteten sich. Seine Lippen verzogen sich leicht, zu einem beinahe schelmischen Lächeln. Er griff nach ihrem Handgelenk der Hand, die ihn mit dem Zeigefinger gelockt hatte und zog sie mit leichter Kraft auf die Beine, direkt vor sich, um ihr direkter in die Augen zu sehen. "Bevor ich dein Spielchen mitspiele, will ich etwas loswerden", gab er ruhig zu, in seiner typisch tiefen und basslastigen Stimme. "Der Kuss im Wald war kein Unfall. Ich spiele nicht mit dir und ich bin nicht auf schnellen Spaß aus." Für einige Augenblicke schien er in ihren Augen nach einem Anzeichen von Verständnis oder Überraschung... nach irgendeiner Reaktion zu suchen, doch er ließ sie nicht sprechen.
"Auch wenn du ein unfassbar", er seufzte leise, "anstrengender Mensch sein kannst, spüre ich nicht das Verlangen, deine Gesellschaft auf ewig zu meiden." Er gab ihr Handgelenk frei und nutzte die Hand stattdessen, um ihr eine Strähne aus dem Gesicht hinter das Ohr zu schieben. Seine Fingerspitzen kitzelten leicht, wo sie die überraschend zarte Haut der Frau berührten. "Ich meine es ernst mit dir und egal wohin das führen wird, möchte ich, dass du das weißt. Wir mögen unsere Differenzen haben, aber die meiste Zeit über genieße ich deine Gesellschaft tatsächlich und das war..." Sein Blick wich kurz von ihren Augen über ihre Lippen nach unten, bevor er den Kopf leicht schüttelte und sie wieder fixierte. "Mir war lange niemand mehr so wichtig." Die Mundwinkel des Iryônin zuckten, bevor er ein leichtes Grinsen zeigte.
"Trotzdem würde ich dich manchmal genauso gern umbringen, wie du mich ständig", erklärte er in einem recht ironischen Ton, der durchaus darauf anspielte, dass sie ihm in den letzten zwei Monaten öfter mit dem Tod gedroht hatte, als sie überhaupt ein gutes Wort verloren hatte. "Außerdem musst du an Koemi und mir vorbei, wenn du meinen Kopf willst", bemerkte er mit einem Grinsen, was vielleicht sogar noch einen Tick schelmischer war, als davor.

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BeitragThema: Re: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   Mi Nov 22, 2017 9:31 pm

Im ersten Moment befrüchtete Kana, das Hajime ihre Worte wieder völlig falsch aufnehmen würde. Sie hatte sich bereits auf das Schlimmste eingestellt. Hatte sogar wieder damit gerechnet, dass er ausrasten und sie hier einfach alleine sitzen lassen würde. Doch dann glätteten sich seine Gesichtszüge und er lächelte. Das überraschte sogar Kana etwas. Es war nun einmal nicht ihre Art solche Dinge klar und direkt auszusprechen. Gerade wenn es um so wichtige Gefühle ging, mit denen Kana selbst zu kämpfen hatte, weil sie sie oft nicht verstand oder falsch verstand. Hajime machte sich also umsonst Sorgen dass Kana das hier bloss als eine kurze Nummer betrachtete. Würde sie dies, hätte sie nicht solche Probleme sich richtig auszudrücken.
Der Inuzuka tat einen Schritt auf sie zu. Sie spürte wie sich seine Hand um ihr Handgelenk schloss und ohne Gegenwehr liess sie sich auf die Beine ziehen. Sie hob die Augenbrauen und sah ihn tatsächlich für einen Moment überrascht an, bevor sich ein Lächeln auf ihre Lippen schlich.
Sie wollte gerade etwas sagen, hatte bereits den Mund aufgemacht, da kam ihr Hajime zuvor. Er erklärte ihr, was Sache ist. Erklärte, dass er es ernst mit ihr meinte und dass der Kuss im Wald alles andere als ein Unfall war. Das hatte Kana gehofft und war eigentlich auch davon ausgegangen.
Sie liess ihn ausreden. Ihre gelben Augen sahen in die Seinen und als er seine Hand hob um ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht zu streichen, spürte sie dieses Prickeln, dass sie auch damals gespürt hatte. Eine besonders kitschige Frau würde nun von Schmetterlingen im Bauch reden, doch Kana fand diese Umschreibung lächerlich. Dennoch spürte sie, wie sie nervöser wurde. Nicht im negativem Sinne. Vielmehr war sie aufgeregt und gespannt und sie das Verlangen stieg in ihr hoch. Verlangen nach mehr von ihm und seinen Berührungen.
Nach dem Hajime mit seiner kleinen Rede geendet hatte, hob sie erneut den Zeigefinger und legte ihn Hajime auf die Lippen. Dabei blickte sie ihm tief in die Augen.
"Ich schulde dir noch eine präzisere Antwort auf deine Frage, nicht wahr?", ihre Stimme war nicht viel mehr als ein Hauch. Sie liess ihren Zeigefinger wieder von seinen Lippen gleiten. Strich mit eben jener Hand nun über seine Wange und liess sie in seinem Nacken verschwinden, bevor sie leicht auf die Zehenspitzen stand und ihn küsste. Sanft berührte sie mit ihren Lippen die Seinen. Zuerst tastete sie sich nur zaghaft voran. Tausche flüchtige Berührungen aus, bevor sie dem Kuss mehr Tiefe verlieh und intensiver wurde. Es war ein Kuss, der mehr als tausend Worte sagte, den keine Frau küsste einen Mann mit so viel Leidenschaft, würde sie es nicht ernst meinen.
Es verging eine kleine Ewigkeit, bevor sie sich wieder von seinen Lippen trennte. Einen Moment hielt sie inne, nur zwei Fingerbreit von seinem Gesicht entfernt.
"Beantwortet das deine Frage?", mit Worten war sie schlecht in solchen Momenten, doch sie wusste, wie sie es ihm in einer anderen Sprache zeigen konnte. Er hatte ihr klar gemacht, dass es ihm ernst war, nun war es an ihr ihm zu zeigen, dass sie das gleiche fühlte.
"Übrigens will ich nicht nur deinen Kopf.", hauchte sie dann und fuhr mit ihren Fingern am Nacken langsam in seine Haare, "Wenn dann will ich dich ganz."
Und gerade wollte sie zu einem erneuten Kuss ansetzten als es an der Tür klopfte. Kana hielt inne. Sie blinzelte überrascht und dachte ernsthaft darüber nach, das Klopfen einfach zu ignorieren. Wieso um alles in der Welt musste genau jetzt Jemand irgendetwas von ihnen wollen?
"Ihr Essen ist da. Kann ich eintreten?"
"Oh ... Der perfekte Zeitpunkt.", sie atmete aus, "ich ... Sollte wohl an die Tür gehen.", fuhr sie fort, doch im erste Moment erweckte sie nicht den Anschein, als ob sie sich von Hajime trennen wollte. Schlussendlich riss sie sich dann trotzdem los und öffnete dem Bediensteten die Tür, der ihnen ein Tablett mit lecker riechendem Essen brachte.

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BeitragThema: Re: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   Do Nov 23, 2017 4:23 pm

Die Augenbraue des Inuzuka zuckte kurz in die Höhe, als er den Finger auf seinem Mund spürte und er fragte sich, ob sie ihm den Mund verbieten wollte. Doch seine Augen waren fixiert auf ihre Reaktion und ihre Körpersprache und die schien zwar verspielt, aber keineswegs leichtfertig. Ohnehin war er in den nächsten Momenten nicht mehr all zu sehr darauf bedacht, diese Sache weiter zu durchdenken. Immerhin hatte er seinen Standpunkt klar gemacht und sich vorgenommen, schlichtweg zu sehen, was dabei herauskam. Interessanterweise kam keine genaue Antwort, sondern eine Frage, die seine Mundwinkel beinahe in die Höhe zucken ließ. Ihre Hand auf seiner Haut hinterließ ein angenehm warmes Gefühl und ohne großen Widerstand gab er dem leichten Druck in seinem Nacken nach, um der Kleineren entgegen zu kommen.
Ihre Lippen fühlten sich nicht weniger gut an, als er es in Erinnerung hatte und anders als im Wald war es nicht nur eine flüchtige, beinahe zu zarte Berührung. Ohne es bewusst zu steuern legte er seine Hände an ihre Taille und zog den Körper der Frau näher zu sich, nur um den Kuss genauso intensiv erwidern zu können, wie sie ihn angefangen hatte. Kein Spiel also... oder nur eines, das sie länger spielen würden. Alles in allem stimmte ihn diese "Antwort" auf seine Aussage durchaus zufrieden, obgleich es nicht wirklich eine Antwort auf seine vorherige Frage war. Aber wer Kana in seinem Leben haben wollte, der musste sich wohl mit Morddrohungen anfreunden. Unwillkürlich grinste er leicht, als sie seine Lippen freigab und erwiderte den Blick ihrer goldenen Augen. "Nicht wirklich, ich fürchte immernoch im mein Leben", erwiderte er leicht sarkastisch und herausfordernd. Vielleicht würde sie ihm ja weiter antworten, wenn er sie ein wenig piesackte?
Ihre Worte schickten einen sanften Schauer über seinen Rücken und lösten ein neuerliches Schnauben aus, dem er nur von seinem Grinsen den genervten Touch nahm. Tatsächlich schien sie ihn wieder küssen zu wollen, doch noch bevor er seine Augen wieder schließen und ihr entgegenkommen konnte, hörte er die Schritte auf dem Flur und stockte, bevor auch Kana es durch das Klopfen bemerkte. Seine Finger gruben sich nur für den Bruchteil einer Sekunde in ihre Kleidung, bevor er belustigt schnaubte. Perfektes Timing, konnte sie wohl laut sagen. "Geduld zahlt sich aus - so oder so", bemerkte er und nickte leicht, als die Kaminishi meinte, sie müsse zur Tür und sich nur langsam von ihm löste. Immerhin gab er sie ebenso widerwillig frei, aber auch er verspürte Hunger und hatte nichts dagegen, das Essen einzuschieben.
Während er hinter Kana hersah, die zur Tür ging, bemerkte er aber auch, dass der Hunger durch die vorherigen Ereignisse gut in Vergessenheit geraten war. Als die Tür sich öffnete, erschien das Gesicht ein junger Bediensteter mit einem Tablett, welches er der Weißhaarigen sogleich in die Hand drückte. Er brauchte nur wenige Schritte um neben ihr zu stehen und den Kerl anzustarren. Er starrte kurz zurück und versuchte seine Nervosität mit einem Lächeln zu verbergen. "Vielen Dank", erklärte Hajime kurz angebunden, worauf der junge Mann sich aus seiner Starre löste und hektisch nickte. Er wünschte ihnen mehrfach einen guten Appetit und meinte, er wäre in der Küche, falls es etwas zu beanstanden gäbe. Ohne sich zu verabschieden, schob der Iryônin die Tür vor dem Typen zu, bevor er Kana ansah.
"Ich hatte mir unser Wiedersehen im übrigen privater vorgestellt. Nach dieser Mission war mein Ziel dein Dorf, allerdings...", er schnaubte leise, während er wieder zu dem Tisch ging. "Hatte ich vergessen, wo ich von dieser Mission erfahren habe." Den Stuhl, auf dem Kana nicht gesessen hatte, zog er zurück und setzte sich so, dass er ihr quasi gegenüber gesessen hätte. Nachdem sie mit dem Tablett zum Tisch zurückgekehrt war, musterte er die Weißhaarige abermals. Die Stimmung von eben war vorerst verflogen, allerdings konnte er sich nicht vorstellen, dass das nach dem Essen auf lange Sicht so bleiben musste. Währenddessen sollten sie aber vielleicht nicht übereinander herfallen wie wilde Tiere. Bei dem Gedanken zuckten seine Mundwinkel zu einem schiefen Grinsen, bevor er das Essen betrachtete. Es sah gut aus und roch angenehm. "Wie geht es Izumi? Wo ist sie?", fragte er und hoffte indirekt, mit dem Thema ihrer Tochter die Stimmung vorerst abgekühlt zu halten und sich von dem Gedanken an ihre Lippen und den Rest von ihr abzulenken.

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BeitragThema: Re: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   Sa Nov 25, 2017 10:07 am

Als sie ihn geküsst hatte, hatte sie gespürt, dass es nicht nur einseitig war. Hajime hatte ihren Kuss erwidert und anders als im Wald war er intensiv und voller Leidenschaft gewesen. Dummerweise hatte das Schicksal jedoch vor, ihnen heute Abend nicht die Ruhe zu gönnen, die sie dafür gebraucht hätten um weiter zu gehen. Gerade als Kana abermals seine Lippen kosten wollte, klopfte es an der Tür und das Essen wurde gebracht. Das sie im übrigen schon wieder völlig vergessen hatte.
An der Tür angekommen stand ein junger Mann davor und überreichte ihnen das duftende Essen. Und da wurde ihr bewusst, wie hungrig sie eigentlich war. Sie hatte dieses Gefühl nur eben mit einem anderen völlig überdeckt. Nun da sie das Essen roch spürte sie wieder wie ihr Magen anfing zu rebellieren.
Gerade als Kana das Tablett entgegen nehmen wollte, stand plötzlich Hajime neben ihr. Für einen Moment sah sie kurz zu ihm auf, dann sah sie wieder zu dem Bediensteten der sie beide mit seltsamen Blicken ansah. War er noch so jung, dass er nicht verstand, was ein Mann und eine Frau alleine in einem Zimmer womöglich machen wollten? Sie lächelte leicht. Vielleicht war er ja noch Jungfrau. Möglich war es, er wirkte tatsächlich noch sehr jung und irgendwie ... rein?
Schlussendlich schloss Hajime die Tür und beendete damit die leicht peinliche Szene für den jungen Kerl und sah sie an. Er erklärte, dass er ihr Wiedersehen eigentlich anders geplant hatte. Privater, persönlicher. Kana lachte kurz auf und hob eine Augenbraue.
"Ich auch.", erklärte sie dann, "Naja, selbst wenn du dich erinnert hättest, dass du diese Mission von uns hast, hätte es genau so gut sein können dass Jemand anderes als ich geschickt wurde.", sie hielt kurz inne und legte den Kopf leicht schräg. Oder hatte da Jemand seine Finger im Spiel gehabt und sie mit Absicht geschickt? Nein, das war unmöglich, immerhin hatte sie das hier mit etwas anderem verbunden. Sie wischte die Gedanken einfach beiseite und setzte sich auf den freien Stuhl, mehr oder weniger gegenüber von Hajime. Ihr Blick fiel auf das Essen, sie musste sich anstrengen, ihren Kopf auf andere Gedanken zu bringen. Immer wieder spürte sie einem Hauch gleich seine Lippen auf den ihren und seine Hände an ihrer Taille. Sie schluckte leicht und sah zu ihm auf, in sein Gesicht. Es war markant und hatte etwas Hartes, aber genau das gefiel ihr so sehr an ihm. Er sah so verdammt gut aus und vor allem männlich. Und Kana wurde bewusst, dass sie sich plötzlich wie ein kleines, verliebtes Mädchen fühlte. Wie damals, als sie Koichi getroffen hatte, als sie noch jung und naiv war und geglaubt hatte, dass diese Liebe ewig währen würde. Hätte sie vielleicht auch, wäre er nicht zwischenzeitlich gestorben. Aber sie kannte dieses Verlangen und diese Gefühle, die sie inzwischen für Hajime empfand. Sie war sich sicher, dass sie damals bei Koichi dasselbe gefühlt hatte. Das machte sie auf der einen Seite glücklich und auf der anderen Seite fürchtete sie sich davor ... Sie fürchtete sich davor, erneut den Menschen zu verlieren, der ihr so viel bedeutet, sobald sie zwei glücklich wären. Hiess das, Kana musste dafür sorgen, dass sie nie so glücklich wurden damit ihnen das Schicksal keinen Strich durch die Rechnung machen konnte? Ihre Augen wanderten für einen Moment weg von Hajime hin zum Fenster aus dem sie natürlich nichts sah ausser ihr eigenes Spiegelbild da es dahinter stockfinster war. All diese Gedanken machten ihr Angst.
Erst als Hajime dann ein neues Thema begann, blikte sie zu ihm zurück. Was hatte er sie eben gefragt? Wie es Izumi ging, genau!
"Ich denke schon, dass es ihr gut geht, ja.", erklärte sie dann und innerlich tauchte das Gesicht ihrer Tochter auf, "Sie ist nun in Hakkin und ... Lässt sich freisprechen oder sowas.", ihr Blick war leicht verwirrt, "ich wollte sie eigentlich nicht alleine dort lassen, aber sie versicherte mir, dass das in Ordnung wäre und ich mich nicht Sorgen brauche. Wenn es allerdings nach mir gegangen wäre, hätte ich sie sofort wieder mit Nachhause gekommen. Sie war so lange in Konoha gefangen und nun muss sie in Hakkin bleiben.", leise seufzte sie, "Dieses verdammte Kaiserreich bringt alles durcheinander. Wäre es bloss in seinem Rattenloch geblieben wo es herkam.", gegen Ende hin wurde ihre Stimme deutlich von einem Hauch Zorn begleitet. Ja, Kana mochte das Kaiserreich nicht besonders. Vorallem deswegen, weil es ihrem Clan viele Freiheiten nahm und im Grunde die Macht über sie hatte.
Sie griff nach der Gabel und begann damit, etwas Essen in ihren Mund zu schaufeln. Der Gedanke an das Reich machte sie wütend.


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BeitragThema: Re: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   Sa Nov 25, 2017 10:18 pm

"Vielleicht spielt das Schicksal auch einfach gern mit uns", bermerkte er beinahe in belustigtem Ton und zuckte mit den Schultern, während Kana sich wieder zu ihm setzte. Ihr Schweigen irritierte ihn nicht wirklich, manchmal waren Menschen eben kurz in Gedanken und sie blieb dort ja nicht hängen, sondern antwortete ihm und sprach über ihre Tochter. Hajimes Mundwinkel zuckten wieder belustigt in die Höhe. Wie schnell sie von einer Laune in die Andere springen konnte, war immer wieder ein faszinierender Anblick. "Klingt, als könnte sie ganz gut allein auf sich aufpassen", bemerkte er ruhig und in einem Ton, der weder Ironie noch Sarkasmus implizierte. "Wenn sie auch nur ein bisschen nach dir kommt, macht sie jeden fertig, der auch nur versucht, ihr schräg zu kommen." Vielleicht hatten seine Worte etwas ermutigendes, aber tatsächlich lag ein wenig Ironie dahinter. Ihr Image als harter Knochen der keine Hilfe bei irgendwelchen Problemen brauchte, hatte die Kaminishi sich immerhin fein säuberlich über Jahre erarbeitet und aufrechterhalten.
Was das Gespräch über das Kaiserreich anging, sah er sie kurz an und zog eine Augenbraue in die Höhe. Wie wütend sie auf ihr Essen einstach... Es hätte auch ein unliebsamer Mensch sein können. Vielleicht stellte sie sich ja das Gesicht des Kaisers vor? Schmunzelnd zuckte er mit den Schultern und atmete leicht durch. "Ich dachte euer Clan arrangiert sich mit den Samurai? Immerhin lauft ihr noch immer frei durch die Gegend." Mit einer wegwerfenden Handbewegung verwarf er das Thema aber durchaus schnell wieder. Er war nicht hier, um sie aufzuregen und sie würden am Morgen eine Mission für eben jenes Kaiserreich erledigen. Genau genommen hatten sie also nur Arbeit, weil es da war. Die Methoden mochten ja fragwürdig sein, aber irgendwo sorgte dieses "Reich" doch für seine Leute.
Völlig unabhängig davon war ihm das Thema recht gleich, da es ihn kaum betraf. Wen interessierte schon ein alternder Inuzuka, der allein mit seinem Ninken durch die Wälder striff? "Wie auch immer. Du musst dich wohl neben deiner neuen Mutterrolle auch damit anfreunden, dass Kinder erwachsen werden. Izumi ist 16, nicht? Sie wird nicht ewig bei dir bleiben können, sondern irgendwann noch selbstständiger werden wollen." Vielleicht hatte er etwas leicht reden, wo er genau diese Phase niemals hatte durchmachen müssen. Andererseits hatte er genügend Freunde und Bekannte genau dabei früher selbst beobachtet. Nicht zuletzt seine eigenen Eltern, die stets damit gehadert hatten, ihre Kinder aus dem Elternhaus gehen und in die freie Welt ziehen zu sehen, wo sie ihren eigenen Weg suchten.
"Ich bin mir sicher, du findest eine Beschäftigung für die einsamen Stunden ohne deine Tochter", erklärte er letztendlich in einem etwas sarkastischen Ton und mit einem süffisanten Grinsen im Gesicht. Man mochte seine Worte zweideutig auslegen können, genauso gut konnten sie aber auch darauf anspielen, dass die Dame vor ihm erst vor kurzem ihre Mutterrolle überhaupt angenommen hatte. Vorher war sie ja auch beschäftigt gewesen ohne die kleine Dame, nicht wahr? Und Beschäftigungen hatte sie auch gehabt... Unwillkürlich rieb er sich leicht den Nasenrücken und holte abermals den ironischen Unterton hervor. "Vielleicht besuchst du deinen Ehemann in seinem Exil?" Seine goldgelben Augen fixierten sie recht deutlich, während er mit beinahe stoischer Ruhe weiteraß. Genau genommen war die Dame vor ihm ja noch verheiratet, wenn der Andere garnicht tot war. Ob sie den Gedanken jemals ausgeführt hatte? Er bot zumindest viel Raum, sie auf die Palme zu treiben, was ihn unwillkürlich schmunzeln ließ.

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BeitragThema: Re: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   Mo Nov 27, 2017 1:57 am

Kana verharrte einen Moment damit, in ihrem Essen rumzustochern als Hajime meinte, dass Izumi ganz gut alleine zurecht kam, vor allem dann, wenn sie nach ihrer Mutter kam. Mit ihren goldenen Augen musterte sie Hajimes Gesichtszüge. Sie konnte darin keine Ironie oder Sarkasmus sehen, doch in seinen Worten glaubte sie einen unterschwelligen Ton wahrgenommen zu haben.
"Ich nehme das als Kompliment auf.", erklärte sie dann kurzerhand und schob sich etwas Essen in den Mund. Manchmal war sie sich unsicher, ob der Inuzuka das wirklich positiv meint, vor allem wenn es um ihre charakterlichen Züge ging. Sie hatte das Gefühl, dass er sich an einigen davon ziemlich störte, aber vielleicht machte sie auch aus einer Mücke einen Elefanten? Es war schwierig in seiner Nähe. Meistens wusste sie nicht so richtig, wie sie sich verhalten sollte, den auf der einen Seite wollte sie ihn nicht verletzen und auf der anderen Seite konnte sie nicht einfach ihren gesamten Charakter über Bord werfen und sich vollkommen verändern. Das war einfach unmöglich. Nein, Hajime musste mit ihren Macken und Eigenarten klar kommen. Aber wenn sein Interesse an ihr von ehrlicher Natur war, dann wusste er, worauf er sich einliess.
Als er dann erwähnte, dass sich ihr Clan mit dem Reich der Samurai arrangierte, lachte sie kurz und freudlos auf.
"Ja, natürlich. Uns bleibt ja auch nichts anderes übrig. Natürlich arrangieren wir uns mit ihnen. Das ist der Grund, weshalb wir uns noch weitgehend frei bewegen können. Dennoch hat das Kaiserreich die Gewalt über uns. Wenn es wollte, könnte es fast alles verlangen.", Kana dachte daran, dass sie von allen wichtigen Personen aus ihrem Clan Blutproben mitgenommen hatten. Markiert hatten sie sie. Innerhalb des Kaminishi-Clans hatten sie kein Geheimnis draus gemacht, vielmehr wusste es einjedes Clanmitglied damit man für den schlimmsten Fall gewappnet war. Den ihr Clan begegnete dieser Macht mit Respekt. Das Kaiserreich machte nicht alles falsch, aber dass sie sich mit dem Kult des Jashins zusammengetan haben, ist vielen ein Dorn im Auge.
"Egal. Lassen wir das.", murmelte sie dann leise, darum bemüht, sich nicht grösser darüber aufzuregen, ansonsten würden sie den heutigen Abend nicht mehr als schön bezeichnen können. Zwar hatte sie ihn sich sowieso vollkommen anders vorgestellt, aber immerhin hatten sie hier etwas Privatsphäre.
Hajime wechselte glücklicherweise das Thema, auch wenn das, was er sagte, ihr nicht unbedingt besser gefiel. Aber sie wusste, er hatte recht. Sie nickte also langsam.
"Das ist mir bewusst.", erklärte sie dann und lächelte leicht, ihre Wut war mehr oder weniger verflogen, "Es ist nur nicht ganz so einfach. Wie du sagst, ich muss mich an die neue Mutterrolle gewöhnen, nur irgendwie anders, als es andere Mütter tun. Aber wer bin ich schon, sich darüber zu beklagen. Ich bin ja auch selbst schuld an dieser Situation. Dennoch will ich absofort für meine Tochter da sein, wenn sie mich braucht und nenn mich überfürsorglich, aber sie alleine im Herzen des Kaiserreiches zu lassen behagt mir einfach nicht. Du hast doch auch Kinder, du kannst das doch sicher verstehen.", sie zuckte leicht mit den Schultern und ass weiter, bevor sie einen Schluck Wasser zu sich nahm.
Dann erwähnte er, dass sie mit Sicherheit die einsamen Stunden irgendwie ausfüllen konnte ... Und zuletzt brachte er Koji ins Spiel. Als sie das hörte, erstarrte sie abermals während des Essens. Gerade wollte sie sich die Gabel in den Mund schieben, doch langsam liess sie sie wieder sinken und sah zu Hajime, ohne dabei den Kopf richtig zu haben.
"Was? Meinen Ehemann im Exil?", wiederholte sie und es klang irgendwie bedrohlich, "Koji ist tot. Zumindest sein Name und sein Leben wie es war. Glaub mir, ich werde ihn nie wieder sehen. Das ist besser für ihn ... Und für mich.", wüsste ihr Clan, dass sie Koji ein neues Leben ermöglicht hatte, in dem sie ihn für tot erklärt hatte, würde man sie dafür bestrafen und der Tod war dabei nicht auszuschliessen.
"Nein. Ihn werde ich bestimmt nicht besuchen ... Aber ich habe andere Möglichkeiten.", ihre Stimme war freundlicher geworden, versöhnlicher und hatte vor allem gegen Ende hin etwas Zweideutiges.
"Ich kenne da einen Mann. Gross und gutaussehend, weisst du? Ich kenne ihn schon einige Zeit, bisher hatten wir nur noch nie so richtig Zeit gehabt, uns richtig kennen zu lernen.", sie lächelte leicht. Natürlich meinte sie damit Hajime selbst, es machte ihr jedoch Spass, dies nicht offensichtlich auszusprechen. Doch mit Sicherheit würde der Inuzuka verstehen, was sie ihm damit sagen wollte. Nun wo sie sich mehr oder weniger gesagt hatten, dass sie gegenseitiges Interesse aneinander hatten, konnte sie ruhig zugeben, dass sie ihn nun öfters sehen wollte.
Kana beugte sich leicht nach vorne über den Tisch und betrachtete sein Gesicht. Er war wirklich verdammt gutaussehend.
"Ich hoffe, du kannst in nächster Zeit etwas Zeit für mich erübrigen."

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BeitragThema: Re: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   Mo Nov 27, 2017 9:23 pm

Hajime erlaubte sich noch ein letztes leichtes Grinsen und ließ das Thema bezüglich des Kaiserreiches und Izumi dann fahren. Es schien sie aufzuregen und er konnte sie tatsächlich verstehen, was ihre Sorge anging. Wer wusste schon, wie es der Sechzehnjährigen dort ergehen würde? Andererseits hatte er es auch ernst gemeint, als er gesagt hatte, sie könne ganz gut auf sich selbst aufpassen. Das war durchaus eine der Qualitäten, die die beiden Kaminishi-Frauen aufwiesen und die er nicht nur bewunderte, sondern auch gern öfter an anderen erkennen würde. Nur all zu oft war er im Laufe seiner Reisen auf junge Frauen getroffen, die sich lieber beschützen ließen und die Hände in den Schoß legte. Nicht, dass er ein Problem mit einer Beschützerrolle hatte, ganz im Gegenteil. Aber es war doch beruhigend, nicht ständig darüber nachdenken zu müssen, ob Kana tot hinter der nächsten Ecke lag.
Andererseits konnte das durch ihre Kampflust dennoch passieren.
Sie nahm seine Aussage bezüglich Kojis etwas ernster, als er erwartet hatte. Andererseits hatte er sie damit ja quasi bewusst herausgefordert. Er konnte noch immer nicht nachvollziehen, was sie dazu treiben würde, eine solche Geste für jemanden zu vollziehen, der ihr ja nach eigener Aussage völlig gleichgültig war. Vielleicht war es ein wenig die Frage, die ihm im Kopf umherschwirrte, ob sie dort noch irgendwelche Empfindungen hatte, denen sie lediglich nicht nachgab. Nachdenklich musterte er die Weißhaarige, als ihr Ton wieder versönliche wurde und sie ablenkte. "Ich will dich damit nicht ärgern. Mich interessiert nur, ob diese... Sache für dich wirklich so endgültig abgeschlossen ist, wie du sagst", erklärte er sich letztendlich, bevor sie noch genervt davon wäre, dass er ständig von ihrem "ehemaligen Mann" anfing. Offen und ehrlich mit ihr zu sein schien einen positiven Einfluss zu haben.
Und weniger Morddrohungen zur Folge - eher sogar Komplimente.
Unwillkürlich verzog er die Lippen und eine Augenbraue in die Höhe. Meinte sie ihn? Vermutlich, auch wenn er sich selbst nie wirklich als besonders gutaussehend betrachtet hatte. Aber die bodenständige Ader war nunmal stärker als Eitelkeit und großes Selbstbewusstsein bezüglich Äußerlichkeiten. "Klingt nach einem angenehmen Zeitgenossen. Du solltest ihn mir bei Gelegenheit vorstellen", erwiderte er mit einem leisen Schnauben und zwinkerte sogar leicht. Seine gelben Iriden erwiderten derweil den Blick der anderen ungerührt, während sie sich leicht vorbeugte und ihn so eingehend betrachtete. Ohne es groß zu steuern musterte er die Einzelheiten an ihrem Gesicht, die so vertraut waren und die er doch selten so in Ruhe betrachtet hatte. Die goldenen Augen, die Narbe auf der Wange und die helle Haut.
Kana war durchaus keine hässliche Frau und kleine Makel verliehen ihr mehr Charakter, als ihn ein junges Mädchen, dessen Aussehen oft so schön empfunden wurde, je haben würde. Vielleicht war er auch einfach zu alt für ein unbeschriebenes Blatt, sondern suchte jemanden, mit dem er Geschichten, Leid und Sorgen teilen konnte, wie eben auch die Freude über kleine Dinge, die ein Zwanzigjähriger nichteinmal nachvollziehen könnte. Der Inuzuka seufzte leise. Ihre Aussage ließ ihn von ihrem Hals aufblicken und die Gabel auf den beinahe leeren Teller legen. Er zog aus seiner Tasche ein imaginäres Notizbuch hervor, klappte es auf und runzelte die Stirn. "Hmmm... Lass mal sehen... Es ist schon viel geplant", bemerkte er und blieb völlig überzeugend in seinem Spiel, als habe er tatsächlich ein Buch mit notierten Plänen in der Hand. Er zuckte mit den Schultern und setzte einen entschuldigenden Blick auf. "Viel zu tun, tut mir leid... aber vielleicht kann ich etwas davon absagen, wenn du mir überzeugende Argumente lieferst." Abermals zierten seine Züge ein herausforderndes Grinsen und belustigte Augen, während er das imaginäre Buch zuklappte und "auf den Tisch legte".
Anschließend machte er sich daran, den Rest seines Essens zu vertilgen.

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BeitragThema: Re: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   So Dez 10, 2017 2:55 am

Kana war es eigentlich leid über Koji zu sprechen. Das war ein Kapitel, das sie abgeschlossen hatte. Sie hatte natürlich etwas für ihn empfunden, ja. Er war irgendwo eine wichtige Person in ihrem Leben gewesen, aber er war nie der Mann gewesen, der ihr Mann fürs Leben sein würde. Das wusste sie von Anfang an. Koji war ein interessantes aber eben auch sehr anstrengendes Kapitel gewesen und auch wenn Kana viel zu oft ein egoistisches Biest war, so besass auch sie ein gewisses Ehrgefühl und wusste, wann es an ihr lag, eine Wiedergutmachung zu leisten. Koji hatte sie aus dem Gefängnis in Konoha befreit, sie war ihm also eindeutig etwas schuldig gewesen. Durch ihr kleines Täuschungsmanöver mit der Heirat und dem Vertuschen seiner Flucht hatte sie ihre Schuld beglichen. Aber das behielt sie für sich. Sie wollte Hajime nicht in Details einweihen, die ihn später womöglich in Schwierigkeiten bringen konnte. Den je mehr er wusste, desto mehr konnte ihm ihr Clan gefährlich werden. Koji hatte genug Probleme mit dem Kaminishi Clan gehabt, Hajime musste nicht denselben Weg einschlagen. Darauf hatte sie wirklich überhaupt keine Lust.
Als er dann fragte, ob die Sache auch wirklich abgeschlossen ist, sah sie ihm in die Augen, intensiv, bevor sie eine Augenbraue leicht anhob.
"Du glaubst mir nicht?", auch egal. Er musste ihr nicht glauben, solange er sich dadurch nicht anders verhielt. Kana seufzte leise und schob sich eine weitere Gabel voll Essen in den Mund. Die Mahlzeit auf ihrem Teller wurde ziemlich schnell weniger, da sie doch grossen Hunger gehabt hatte.
Glücklicherweise kamen sie dann jedoch auf ein viel angenehmeres Thema zu sprechen. Auf ihn.
Sie lächelte ihn verheissungsvoll an als er erklärte, dass er jenen Typen gerne Mal kennenlernen würde.
"Oh, ich glaube, das lässt sich einrichten.", antwortete sie ihm dann und schob den leeren Teller etwas beiseite. Sie lauschte seinen weiteren Worten und schmunzelte über seine kleine Theatervorstellung. Im ersten Moment hatte sie zwar nicht gleich verstanden, was er mit seiner Hand hatte tun wollen, doch nach wenigen Augenblicken wurde ihr bewusst, dass er mit ihr spielte.
Sie begute sich etwas vor, die Unterarme auf die Tischplatte gelegt.
"Keine Zeit, hmm?", wiederholte sie und schüttelte leicht den Kopf, "wie wäre es damit ...", mit ihrer Hand schob sie seinen fast leeren Teller beiseite, stieg mit einem Knie auf die Tischplatte und überbrückte so den Abstand zwischen ihm und ihr. Kana kam mit ihrem Gesicht ganz nah an das seine. So nahe, dass sich ihre Nasenspitzen berührten und um ein Haar hätte sie der Versuchung nicht wiederstehen können, ihn einfach abermals zu küssen. Doch sie ergriff im letzten Moment die Kontrolle über ihren Körper und verharrte einfach in dieser Position. Mit den Händen und dem einen Knie auf der Tischplatte abstützend und das Gesicht ganz nahe dem Hajimes, so dass sie seinen Atem spüren konnte. Ein heisses Prickeln durchlief sie an der Stelle, wo sie seinen warmen Atem wahrnahm. Sie presste die Lippen aufeinander und atmete tief durch, bevor sie sich langsam von ihm zurückzog. Und diese Geste bedurfte unglaublich viel Selbstkontrolle, den tatsächlich war das Verlangen unglaublich gross sich ihm einfach hier und jetzt hinzugeben.
"Oh ... Na wenn du leider keine Zeit hast ...", antwortete Kana dann mit leicht lasziver Stimme, "... Dann muss ich dir leider sagen, dass du ziemlich viel verpasst."

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BeitragThema: Re: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   So Dez 24, 2017 8:17 pm

Hajime behielt Kana im Auge, während sie ihre laszive Vorstellung gab und sich ihm dann doch wieder entzog. Er schnaubte und schnalzte leicht missbilligend mit der Zunge. "Kein sehr überzeugendes Argument...", brummte er tief, während er sein Essbesteck auf seinen Teller legte und das Klimpern den Raum erfüllte. Seine Augen ließen dabei nicht von der Weißhaarigen ab, von ihrer Nase, die gerade noch seine berührt hatte und von ihren Lippen, die eben noch so deutlich den Atem ausgestoßen hatten. Aber dann hatte sie sie ja zusammengepresst. Während sie also versuchte, ihm zu entkommen und sich interessant zu machen, indem sie ihm versprach, er würde etwas verpassen, grinste er leicht und neigte den Kopf. Der Missingnin hob seinen rechten Arm, stand auf und griff in den Nacken der Dame, die mit ihrem Knie noch immer auf dem Esstisch herumtanzte. Mit sanftem Druck zog er sie zurück.
Zurück auf den Tisch und ihr Gewicht in seine Richtung, nur um ihre Lippen wieder mit seinen einzufangen, wie er es eben nicht gekonnt hatte. Immerhin war sie ihm lieber wieder ausgewichen. Mit sanfter Bestimmtheit fing er sie wieder ein, spürte die zarte Haut unter seiner, während sein Daumen über ihre Wange und ihr Kinn strich. "Wie gut, dass ich dashier eingeplant hatte", erklärte er mit etwas schwerem Atem, nachdem er sich wieder gelöst hatte. Seine andere Hand griff an ihre Taille und zog die Frau quasi über den Tisch direkt zu sich, sodass ihre Körper weit weniger an Distanz zwischen sich aufwiesen, bevor er beide Hände an ihr Gesicht legte. Einige Augenblicke musterte er ihre glänzenden Augen, ihre helle Haut und die zarten Lippen, bevor er eben jene wieder einfing, diesmal leidenschaftlicher als zuvor.
Seine Finger fuhren in die langen weißen Haare, nicht zu fest, aber auch nicht nur sanft.
Hajime spürte, wie seine Finger kribbelten, wo er Kanas Haut berührte und wie sein Körper unter einem sanften Schauer erbebte, als er ihre Körperwärme an seinem spürte. Nun, er hatte dashier zwar nicht wirklich eingeplant, es erschien aber auch keine sonderlich falsche Entscheidung. Eher, als wäre es eine überaus Gute. Die einzig Richtige.
Er versank mehr oder minder einige Augenblicke in der Berührung, zog die Kaminishi unwillkürlich enger an sich heran. "Also? Willst du immernoch vor mir wegrobben oder lieber sehen, wie gut dashier werden kann?", fragte er etwas atemlos und herausfordernd grinsend. Seine Lippen hatten sich abermals von ihren gelöst und er sah leicht auf sie herab, während sein Körper von pulsierender Wärme durchflossen wurde.

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BeitragThema: Re: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   Mi Dez 27, 2017 5:03 pm

Für einen kurzen Moment hatte sie innerlich tatsächlich Angst, dass Hajime sie einfach in Ruhe lassen würde. Sie nicht davon abhalten würde, sich wieder auf ihren Stuhl zu setzten und dann mit der ganzen Sache abzuschliessen. Den Abend damit zu beenden. Ja, für einen winzigen Augenblick hatte sie Angst, dass Hajime zwar Interesse ihr hatte, es aber nicht gross genug war, dass sie es hier und jetzt ausleben würden.
Glücklicherweise hatte sie sich geirrt und als er nach ihr griff und sie mit sanfter Gewalt davon abhielt, sich zurück auf ihren Stuhl zu setzten, sie viel mehr wieder ins eine Richtung drängte, liess sie es mit klopfendem herzen gewähren. Sie verlagerte ihr Gewicht wieder auf den Tisch, blickte ihm dabei tief in die Augen. Sie spürte, wie ihr Herz schneller schlug. Wie ein junges, verliebtes Mädchen dass zum ersten Mal die Nacht mit einem Jungen verbrachte, den sie sehr mochte. Das war ungewöhnlich, stellte Kana fest. Dieses Herzklopfen und diese überschwemmenden Gefühle hatte sie schon lange nicht mehr gehabt. Viel zu lange. Und sie spürte, wie sie dieses Gefühl genoss. Natürlich, würde irgendjemand davon Notiz nehmen, bemerken, dass sie sich wie ein junges, naives Ding verhielt, würde sie dies niemals zulassen. Niemand durfte bemerken, dass Kana nicht immer nur die erwachsene Kopfgeldjägerin war, die sie so gerne der Öffentlichkeit zur Schau stellte.
Kana spürte, wie die Haut prickelte, da wo er sie berührte. Er strich ihr über Kinn und Wange und sie konnte seinen warmen Atem auf ihrer Haut spüren. Ein angenehmer Schauer durchlief sie und sie biss sich auf ihre Unterlippen. Bei seinen Worten lächelte sie, es wirkte herausfordern.
Seine Lippen berührten die Ihren. Es war, als würde er damit ein Feuerwerk der Gefühle in ihr entfachen. Kana schloss unwillkürlich die Augen, liess diesen Moment einfach geschehen und genoss ihn. Sie liess sich fallen, liess sich von diesem Augenblick tragen und streifte zumindest für diesen kurzen Moment die Kana ab, die das Gefühl hatte, dass alles und jeder Augenblick ein Kampf war.
"Du hast das alles also schon geplant? Wie vorausschauend von dir.", antwortete sie dann vielsagend auf seine Worte, nach dem der leidenschaftliche Kuss sein Ende genommen hatte.
Nach einem weiteren Kuss stellte er ihr eine Frage, die sie ohne Worte beantwortete. Vielmehr liess sie sich von der Tischplatte gleiten und setzte sich direkt auf seinen Schoss. Die Arme legte sie ihm auf die Schulter und fuhr mit ihren Fingern sanft über seinen Nacken bis hinauf in sein wunderschönes Haar.
Sie beugte sich leicht vor, küsste ihn auf die Lippen, jedoch nur kurz. Ihre Lippen wanderten weiter. Berührten seine rechte Wange, bevor sie schliesslich seinen Hals liebkoste.
"Ich will definitiv wissen, wie das hier wird ...", hauchte sie gegen seinen Hals, bevor sie mit ihren Küssen fortfuhr.

[Timeskip bis zum nächsten Morgen]

Kana wälzte sich von der einen Seite auf die andere. Ihre Hand berührte etwas Warmes. Diesen Umstand liessen sie flatternd die Augen öffnen und als sie Hajime neben sich im Bett liegen sah, wurde sie sich des gestrigen Abends wieder bewusst. Sie lächelte leicht, fuhr mit ihren Fingerspitzen sanft über seine nackte Brust, bevor sie sich aufsetzte und durch das Zimmer blickte. Es war noch nicht hell. Auf ihre innere Uhr war verlass. Sie wachte meist immer etwa zur selben Zeit auf und das war etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang. Es war die übliche Zeit, um ihre Arbeit aufzunehmen, ausser wenn sie sich ein paar Tage frei genommen hatte. Dann legte sie sich meistens noch einmal hin. Doch auch wenn der gestrige Abend überraschend schön gewesen war und die Begegnung mit Hajime überaus angenehm war, so wusste sie, dass sie nicht hier waren um ein romantisches Wochenende zu Zweit zu genissen. Sie würden heute auf ihre Mission aufbrechen. Unwillkürlich musste Kana an ihre anderen Teammitglieder denken und ihr entspannter und zufriedener Gesichtsausdruck war wie weggewischt. Vielmehr bilckte sie wieder genau so genervt und leicht aggressiv drein, wie sie es zumeist tat.
Von diesen Gedanken angestachelt stand Kana auf und zog sich erst einmal ihre Unterwäsche an.

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BeitragThema: Re: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   Do Jan 04, 2018 4:32 pm

Unwillkürlich starrten die gelben Iriden im Dunkeln auf das weiße Haar, das so sanft über die helle Haut floss und sich seinen Weg bahnte, als sei es ein eigenwilliger Wasserfall. Nicht weniger eigenwillig als seine Trägerin. Ihre Brust hob und senkte sich ruhig, die Lider waren friedlich geschlossen und ihr Gesichtsausdruck schien beinahe etwas glückliches, zufriedenes zu haben. Ohne es wirklich zu steuern, lächelte Hajime selbst sanft bei dem Anblick, der sich ihm bot. Auch wenn seine Mundwinkel nur leicht zuckten, es war ein gewisser Ausdruck von Wohlfühlen. Der Tag war für ihn körperlich nicht anstrengender gewesen, als er geendet hatte und seine Müdigkeit hatte sich so lang in Grenzen gehalten, dass er letztendlich Kana in ihrem Schlaf beobachtete. Wofür sie ihn sicherlich geschlagen hätte, wäre es ihr aufgefallen. Aber vielleicht war sie nach dieser... Aktion ja auch doch mal friedlich gestimmt, was seine Gesten anging.
Unwillkürlich grinste der Inuzuka, bevor er leise schnaubte und sich selbst zum schlafen zwang.

Erst ungewohnte Bewegungen neben ihm, dann das leise Rascheln von Stoff auf Haut und anderem Stoff, ließ den Schwarzhaarigen blinzeln und langsam erwachen. Anders als Kanas Hand an seiner Seite, griff seine eigene Hand auf der anderen Bettseite ins Leere. Nur langsam öffnete er die Augen und blinzelte, bevor der Missingnin den Raum nach der Anderen absuchte. Was er erblickte, ließ ihn mit der Zunge schnalzen, immerhin war die Kaminishi gerade aufgestanden und nackt zu ihrer Kleidung gelaufen. "Hm... ein motivierender Anblick", raunte er leise, setzte sich auf und schwang die Beine aus dem Bett. Einige Augenblicke rieb er sich über das Gesicht und dachte an die letzte Nacht und daran, wieviel schöner es hätte sein können, wären sie nicht hier aufeinander getroffen. Unwillkürlich rümpfte er bei dem Gedanken die Nase.
Ein weiterer Blick zu Kana, deren Gesicht er dann doch auch beachtete, verriet, dass ihre Laune weniger gut war, als am Abend zuvor. Ob sie es bereute? Mit leicht zusammengekniffenen Augen griff er nach seiner eigenen Hose am Boden und zog sie an, bevor er auch seine Stiefel suchte und langsam begann, sich von unten her zu bekleiden. "Änderst du so schnell deine Meinung oder bin ich deinen Ansprüchen nicht gerecht geworden?", brummte er synchron mit dem Zucken seiner Mundwinkel, das wohl andeutete, dass er das ganze nicht zu 100% ernst meinte. Vielleicht ein wenig, aber er war kein unsicheres kleines Mädchen. Vermutlich ging Kana nur mal wieder irgendetwas im Kopf herum, das sie so finster drein blicken ließ.
Rasch klaubte Hajime seine Kleidung vom Boden, zog sich sein Shirt über den Kopf und wühlte durch seine Schriftrollen, um sie an den richtigen Stellen seiner Kleidung zu befestigen. Dennoch warf er immer mal wieder einen unauffälligen, aber aufmerksamen Blick zu seiner Begleiterin. "Das nächste Mal werden wir hoffentlich nicht von Pflichten aus dem Bett geworfen", erklärte er letztendlich, während er den Handschuh in der Hand wog, der seiner rechten Hand zusätzlichen Schutz bot. Er ging die wenigen Schritte zu Kana und streckte behutsam eine Hand nach ihr aus, um sie an der Taille zu berühren und zu sich zu ziehen, insofern sie es zulassen würde. "Aber für heute darfst du mich nochmal hassen, Schneeflöckchen", knurrte er zutiefst ironisch grinsend und presste seine Lippen auf die Stirn der Kleineren, bevor er sich leicht entfernte und sowohl seinen Handschuh als auch den Schulterschutz anlegen würde, um sich bereit zu machen. Immerhin wartete heute eine Aufgabe auf sie.

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BeitragThema: Re: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   So Jan 14, 2018 10:17 am

Kana war gerade dabei, sich ihre Kleidung wieder anzulegen, als sie die Stimme Hajimes vernahm. Kurz hatte sie inne gehalten, über ihre Schulter zu ihm zurückgeblickt und sich ein freundliches Lächeln abgerungen, bevor sie sich wieder darum bemühte, böse auf diese dummen Kinder von gestern Abend zu sein. Sie hasste naive, kleine Bälger und nichts anderes waren sie gewesen. Sie hörte noch genau, wie das Lachen durch den Raum drang, als sie sich über sie lustig gemacht hatten. Das würden sie büssen ... Kanas Finger krallten sich in ihre Bluse, welche sie eigentlich gerade hatte überziehen wollen.
Nach dem sie sich ihre Bluse angezogen hatte, wandte sie sich zu Hajime um, während sie einen Knopf nach dem anderen schloss. Der Inuzuka zog sich nun ebenfalls an und stellte eine Frage, die in Kanas Augen im ersten Moment überhaupt keinen Sinn ergab. Sie hatte erneut in ihren Bewegungen inne gehalten und sah ihm direkt in die Augen. Wollte ihn bereits anschnauzen wieso er so eine dumme Frage stellte, als sie sich bewusst wurde, was er meinte. Ihr Gesicht. Sie wusste, wenn sie innerlich wütend war, dann wirkte sich das meistens auch auf ihren Gesichtsausdruck aus.
Sie rümpfte die Nase und knöpfte weiter ihre Bluse zu. Erst als sie nach ihren übrigen Kleidern griff, sprach sie: "Nein, natürlich nicht.", sie bemühte sich um einen versöhnlihen Tonfall, was ihr tatsächlich auch gelang. Selbst ein Lächeln brachte sie auf ihre Lippen.
"Mach dich nicht lächerlich, Hajime. Die letzte Nacht war ...", sie fuhr sich mit der Zunge kurz über ihre Unterlippe, spürte in diesem Moment wieder seine Lippen auf den ihren. Seine heissen Küsse. Das veranlasste sie, die wenigen Schritte, die sie von Hajime trennten, zu überbrücken und ihn in einen leidenschaftlichen Kuss zu verwickeln. Sie hatte sich dafür auf die Zehenspitzen gestellt, hatte ihm eine Hand in den Nacken gelegt und ihn geküsst. Kostete erneut die Lippen, von denen sie gestern Abend einfach nicht hatte genug kriegen können.
Da sie die Augen unwillkürlich geschlossen hatte, öffnete sie diese nun lanagsam wieder und löste sich von ihm um sich nun ihren Haaren zu widmen.
Sie liess ihn ausreden und musste tatsächlich über seine Worte schmunzeln. Dass sie ihn heute noch einmal hassen durfte. Den Kosenamen, den er ihr gab, überhörte sie einfach.
"Darf ich das, ja? Ich glaube, heute konzentriere ich meinen Hass aber lieber auf Jemand anderen, Hajime.", erklärte sie, während sie mit der Bürste durch ihr weisses, glänzendes Haar fuhr, "Dieser Bengel von gestern hat noch eine Rechnung bei mir offen und glaub mir, die wird er bezahlen.", sie hielt kurz inne, "im übrigen ändere ich meine Meinung nicht so schnell. Ich bin froh, dass wir gemeinsam auf diese Mission gehen ...", ob er verstand, was sie ihm damit sagen wollte?
Nach dem sie sich soweit fertig gemacht hatte, überprüfte sie noch einmal den Sitz ihres Schwertgurtes und stemmte dann die Hände in die Hüften.
"Ich bin bereit.", Frühstück brauchte sie keines. Kana war einer dieser Menschen, die direkt nach dem Aufstehen nie etwas essen konnte.

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BeitragThema: Re: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   Do Jan 18, 2018 1:32 am

Hajimes Grinsen wurde ein wenig breiter aber auch sanfter, als Kana erklärte, dass sie ihre Meinung nicht geändert hatte. Ohne zu widerstehen ließ er sich in den Kuss verwickeln und seufzte innerlich leise, dass er sich damit jetzt nicht ausruhen durfte. Stattdessen würden sie aufbrechen müssen und den Grund für die schlechte Laune der Weißhaarigen besuchen. "Bevor du ihn umbringst, hass lieber mich", bemerkte er trocken, auch wenn sein Gesichtsausdruck durchaus noch den Spaß dahinter verriet. Aber tatsächlich lag auch eine gewisse Ernsthaftigkeit darin. Immerhin würden sie eine Weile mit den jungen Leuten reisen müssen und potentiell Andere abwehren, ohne sich gegenseitig zu zerfleischen. Auch wenn das womöglich jedem schwer fallen würde, wie es gestern schien. Glücklicherweise war er selbst aber begabt darin, Leute schlichtweg zu ignorieren oder eben letztendlich das Weite zu suchen.
Mehr als diese Mission musste er mit den beiden nicht aushalten.
Mit diesen Gedanken musterte er die Kamnishi, die verkündete, dass sie bereit war. Ein letzter Blick streifte ihr Antlitz von oben bis unten, bis er nach seiner Stangenwaffe griff und auf dem Absatz kehrt machte. Der Missingnin öffnete die Zimmertür, ohne zurück zu blicken und ging den Gang entlang, um wieder zurück zu dem Raum zu kommen, an dem er Kana gestern wiedergetroffen hatte. Seinen Zimmerschlüssel hatte er in der Hosentasche, nachdem er ihn nie benutzt hatte. Dennoch würde er ihn ja wieder abgeben müssen.
Im Schankraum bot sich ein recht leerer Anblick. Es war früh, hinter der Bar stand nicht der stämmige Mann vom Vorabend, sondern eine Frau mittleren Alters, vermutlich seine Partnerin oder Angestellte. Sie ging hin und wieder in die Küche, um Frühstück für ihre Gäste zu holen. Der Auftraggeber saß mit seiner Familie an einem Tisch nahe der Bar und aß. Zu seinen Füßen lag Koemi, die sich offenbar nicht die Mühe gemacht hatte, das Zimmer von Hajime zu suchen, sondern stillschweigend mit diesem Raum als Schlafplatz Vorlieb genommen hatte. Jetzt schlief die Ninkendame aber nichtmehr, sondern beobachtete aufmerksam ihre Umgebung. Deshalb fiel ihr Blick auch auf ihren Partner, sodass sie sich erhob und seine Nähe suchte. Nicht aufgeregt, aber doch freudig ging sie auf die beiden Neuankömmlinge zu und schob ihren Kopf unter seine Hand.
Der Inuzuka kraulte das wunderschöne braune Fell kurz und sah sie an.
Es wirkte ein wenig, wie stille Kommunikation, bevor er sich weiter um Raum umsah. Akane saß mit einem Tee an einem Tisch und grinste schief in ihre Richtung, während sie auf die Plätze neben sich deutete. Der Schwarzhaarige suchte den Blick seiner Begleitung und deutete auf den Tisch. Ob Kana sich dorthin setzen wollte? Schulterzuckend holte er sich bei der Dame hinter der Bar selbst einen Tee und setzte sich zu der jungen Schwarzhaarigen. "Einen wunderschönen guten Morgen wünsche ich Euch", erklärte sie zuckersüß an sie beide gewandt und mit einem wissenden Lächeln im Gesicht. Was auch immer sie damit sagen oder worauf sie anspielen wollte: Hajime bekam es nicht mit.
"Eine... entspannte Nacht gehabt?", fragte sie kurzerhand allgemein in die Runde und verlor ihren Gesichtsausdruck nicht. Der Iryônin zuckte mit den Schultern und beschäftigte sich damit, Koemis Hals zu kraulen, während sie an sein Bein gedrückte neben dem Stuhl saß. Der Einzige, der in diesem Bild fehlte, war offenbar der blonde Jüngling, der gestern noch über die frühe Uhrzeit gemosert hatte. Sieben Uhr war die angekündigte Abfahrtszeit gewesen. All zu lange hatte er also nicht mehr, wenn er mitkommen wollte.

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Kaminishi Kana
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BeitragThema: Re: Tomari - Das Dorf im Grenzgebiet   Di Jan 23, 2018 2:48 pm

Nach dem sie ihm mit einem Kuss zu verstehen gegeben hatte, dass sie mit ihm eindeutig zufrieden gewesen war und ihre aktuell schlechte Laune an etwas anderem lag, erklärte Hajime, dass sie lieber ihn hassen sollte, bevor sie einen Mord beging.
Einen Moment lang sah Kana ihn an, mit einem nicht ganz eindeutigen Blick. Dann lächelte sie leicht. "Keine Sorge, wenn ich wollte, könnte ich auch Beides.", sie zwinkerte ihm zu. Inzwischen hatte Hajime sich wohl etwas daran gewohnt, das Kana gerne immer wieder Mal seltsame Witze machte. Sie war froh, das bedeutete weniger Konflikte zwischen ihnen den am Anfang, als sie sich kennengelernt hatten, war ihr Verhalten und seine darauffolgende Reaktion der Grund, weshalb sie nicht wusste, ob sie ihn mögen oder hassen sollte. Letzendlich musste sie sich aber irgendwie eingestehen, dass sie ihn nicht hassen konnte. Nicht richtig zumindest, auch wenn sie von seinem Verhalten manchmal wirklich äusserst genervt war. Aber sie vermutete, dass das auf Gegenseitigkeit beruhte.

Nach dem Kana sich fertig angezogen und ihre Sache gepackt hatte, gingen sie gemeinsam runter. Im Gegensatz zum gestrigen Abend waren kaum Leute hier versammelt. Nur hier und da sass ein Gast an einem Tisch oder vielleicht auch zwei und assen ihr Frühstück. Das taten sie alle ziemlich still, den eine fast schon unheimliche Ruhe hatte sich über den Raum gelegt. Kana liess ihren Blick umherwandern. Der junge Kerl von gestern war nicht mehr zu sehen, doch seine ebenso junge Begleiterin befand sich bereits hier.
Ihre Blicke trafen sich und das Mädchen lächelte. Kana verzog das Gesicht. Einen Moment hatte sie darüber nachgedacht, sich einfach an einen anderen Tisch zu setzten, aber Hajime hatte ihr die Entscheidung erleichtert, in dem er sich einfach dazu gesetzt hatte, nach dem er sich sein eigenes Frühstück geholt hatte.
Kana tat es ihm gleich. Hatte sich bloss ein Brötchen mit ein paar Beilagen dazu bestellt sowie einen Kaffee. Dann setzte sie sich ebenfalls an den Tisch.
Das Mädchen begrüsste sie mit unglaublich süsser Stimme, was Kana um ein Haar zu einem bissigen Kommentar verleitet hätte. Doch sie biss die Zähne zusammen und schluckte die Worte runter. Sie würde noch den ganzen Tag Zeit haben, sich mit diesen naiven Dingern streiten zu können, sie musste es ja nicht gleich früh morgens beginnen. Zuerst würde sie ihr Frühstück geniessen.
Auf ihre Frage hin antwortete Kana nicht sofort. Sie sah einen Moment kurz zu Hajime rüber, wortlos. Dann sah sie wieder zu dem Mädchen, deren Name sie inzwischen bereits wieder vergessen hatte.
"Wie war dein Name noch gleich?", fragte sie deshalb und hob eine Augenbraue, "der muss mir wohl entfallen sein.", auf ihre Frage antwortete Kana nicht. Es ging das naive, kleine Ding nichts an, wie und wo und mit wem sie ihre Nacht verbracht hatte, den sie hatte hinter der süssen Stimme durchaus das Zweideutige herausgehört ... Oder glaubte zumindest es gehört zu haben.
"Ich hoffe der letzte aus der Gruppe kommt nicht zu spät. Ich hasse es zu warten.", sie zuckte mit den Schultern, "wobei ... Wenn wir dann einfach ohne ihn gehen könnten weil er sich verspätet hat, das wäre mir auch ganz recht.", sagte sie und biss dann in ihr Brötchen.

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