Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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BeitragThema: Akademiegelände   Akademiegelände Icon_minitimeMo Sep 23, 2013 8:12 am

Akademiegelände Akademie
Das Akademiegelände liegt gut erreichbar und bildet Jahr für Jahr neue Shinobi aus. Nach dem Unterricht kommen immer noch mal einige Schüler hierher um zu trainieren.
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BeitragThema: Re: Akademiegelände   Akademiegelände Icon_minitimeMo Sep 23, 2013 8:00 pm

Npc: Miharu

Tock, tock, tock eine kurze pause, dann gign es erneut los tock tock tock, Ein weiteres Kunai sirrte durch die Luft, schlug in eine der Trainingsscheiben auf dem Gelände. Zu hause war niemand, ihre Mutter war fort und alleine im Anwesen fühlte sie sich etwas einsam. Also war sie hinaus gelaufen, hatte versucht jemanden zu finden, der mit ihr traineirte, doch da war niemand. so ein Mist, immer sind sie weg, wenn man sie mal brauch, diese nervigen Erwachsenen, grummelnd zog sie die Kunais aus der Scheibe, lies sie locker in den Händen liegen und war f sie erneut. tock, tock, tock, machte es erneut. Einige Kunais verfehlten ihr Ziel, ein weiteres knallte lautstark auf ein Anders, drehte ab und schoss ihr gefährlich wieder entgegen. Maaaaaan, das ist doch, so ein Mist! Fluchend warf sie das Kunai in eine nachlässigen Bewegung gegen die Scheibe. Es blieb stecken, wenn auch nicht wirklich im Ziel. Ihre Mutter sollte mit ihr üben, sollte ihr neue Holztechniken beibringen, Kôhei sollte gegen sie Kämpfen, sie trainieren, ihr ein paar Tricks zeigen. Doch sie waren nicht hier, beide nicht. Allgemein hatte sieh ihn in letzter zeit wenig gesehen. Frustriert sank sie zu Boden und starrte mürrisch die Waffen an, die überall herum lagen. Es war zum Haare raufen. Wie ein Kleinkind zog sie an ihrem lockeren T-shirt und stöhnte mürrisch auf. Dann sprang sie wieder auf, lief umher um die Waffen einzusammeln und begann von neuem. Ein erstes locker frontal, das zweite aus der Drehung, ein drittes aus einem Sprung heraus. Sie alle trafen ihr Ziel und sie war ein wenig zufrieden. Munter hüpfte sie ein wenig umher, sammelte erneut alles ein und sah dann in den Himmel. Es war trotzdem alles unfair. Sie war alleine, niemand war hier und sie wollte etwas tun. Gebt mir Kuchen, grummelte sie vor sich hin. Auch wenn kein Kuchen vom Himmel fallen würde, konnte man ja hoffen, oder nicht? Etwas gegen Kuchen wäre nicht einzuwenden, der von Ihren „Eltern“ war ja seit geraumer zeit gegessen. Wenn die Entschädigung auch gelungen war, sie war zu kurzlebig gewesen. Kuchen grummelte sie wieder und sprang von ihrer Zielscheibe zurück. Aber nicht bevor sie nicht alle ihr Ziel treffen, das nehme ich mir für heute noch vor! Elan schwang aus ihrer Stimme mit, als sie mit den Kunais erneut auf das Holz zielte, welches an einem Baum hang. Tick, tock, tick, tock, tock Alle fünf Kunais hatten ihr Ziel getroffen und sie fühlte sich wie ein Ass. Kein Kôhei der vorbei flog und ihr zeigte, wie es besser ging, keine Mutter die sie ansah und es besser machte, auch wenn sie erst seit kurzem wieder wirklich trainierte. Es war doch zum verrückt werden. Immer diese Erwachsenen, die alles besser konnte. Ihre Waffen im Baum betrachtend stemmte sie schmollend die Hände in die Hüfte und wirbelte Staub vom Boden auf. Irgendwie war doch alles unfair heute.
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BeitragThema: Re: Akademiegelände   Akademiegelände Icon_minitimeSa Jul 19, 2014 1:49 pm

Die Handlung ist mit diversen Parteien abgesprochen worden; Timeskip seit letztem Post ca. 3 Tage

cf: Krankenhaus II

Hart kam er auf dem Boden auf. Im Staub. Sein Gesicht. Keine Luft. Seine Lungen. Schlappatmung. Nein. Keine Atmung. Es wollte nicht. Panisch versuchte er zu husten, doch der Stiefel drückte auf seinen Hinterkopf und damit seinen Kopf in den Dreck. Dreck im Gesicht. Er wünschte sich, es wäre nur körperlicher Schmutz und keine mit einer unglaublichen Schmach befleckte Seele. Er hörte das Grinsen aus der Stimme seines Bruders. “Steh schon auf...“ Aufstehen. Er hatte Recht. Sein verdammter Bruder hatte Recht, denn wenn er nicht aufstand, dann konnte er es gleich vergessen. Alles, für was er so lange gearbeitet hatte. Doch eine andere Stimme sagte ihm, er solle liegen bleiben und es über sich ergehen lassen. Abschalten. Damit er wieder auf die Beine kam. Doch Setsuna wollte nicht. Er hatte Angst vor dieser Stimme. Weil sie ihn ruinieren würde. Weil sie ihn auffressen würde, weil sie all seinen Schmerz zwar auffressen würde, aber auch dafür Sorge trug, dass es ihn innerlich zerriss. Natürlich hatte er keine Gefühle, das sagten sie ihm alle nach... aber Tamotsu war mehr als nur eine Stimme. Er war ein Monster und gegen eben dieses hatte Setsuna genau eine Emotion in zwei Begriffen: Angst und Furcht. Auch jetzt hörte er sie, diese Stimme, die ihn einlullen wollte. Ihm ein Schlaflied sang. Und währenddessen spürte er wie sein Bruder sich dazu entschloss, ihm nicht noch eine Rippe zu brechen. Stattdessen ließ der Druck auf seinem Kopf nach und intensivierte sich auf eine gefährliche Art und Weise auf seinem linken Handgelenk. “Gut, dann eben nicht aufstehen.“ Sasuke beugte sich vor und flüsterte ihm Dinge ins Ohr, die ihn am liebsten hätten Würgen lassen. Es war so abartig geschmacklos. So durchtrieben – und Setsuna fragte sich, wann er aufgehört hatte, an diese „Bruderliebe“ gewohnt zu sein. Wann er sich hatte erweichen lassen, nicht mehr darauf gefasst zu sein. Wann sich verändert. Wann hatte er sein schützendes Schild fallen lassen und sich seinem Verwandten so ausgeliefert? Er wollte nicht. Er wollte nicht vergessen und sich nicht ergeben. Und vor allem wollte er das alles nicht hören.
Am Anfang hatte es gar nicht so schlecht ausgesehen. Sasuke und er waren sich auf der Straße begegnet – zum ersten Mal seit langsam. Sofort musste der Ältere diese Gelegenheit wieder nützen, nur dass Setsuna auf Grund von Shiranamis momentanen Zustand einfach zu gereizt war. Er wusste genau, wem sein kleiner Bruder seinen „Verfall“ zu verdanken hatte. Wer ihn immer wieder drangsalierte und das hatte ihn noch abfälliger als sonst werden lassen. Also hatte sein Bruder ihm einen Kampf vorgeschlagen, um alles aus der Welt zu schaffen – und arrogant wie er nun einmal auch war, hatte Jôcho Setsuna Hiroshi angenommen. Es war ein Blankoscheck gewesen. Verprügel mich so viel du willst. Wie viele Rippen waren gebrochen? Wie viele Tritte gegen den Kopf mittlerweile? Wie viele kleine Schnittwunden am Körper? Setsuna hatte aufgehört zur zählen, dabei war Sasuke es am Anfang gewesen, der überraschenderweise eingesteckt hatte. Ja, es war sogar ein Kampf auf gleichem Level gewesen. Er hatte alles durchschaut, was sein großer Bruder geplant hatte. Hatte jede Falle erkannt – und doch lag er nun hier im Dreck. Weil seine Körperkraft geringer war. Weil das Hiden zu gezielt kam. Weil der Schatten ihn eingeholt hatte und er merkte, wie wenig Kampfpraxis er sich angeeignet hatte. Und Sasukes „Freunde“ gehört hatte, die ihn anfeuerten. Als er das letzte Mal gefallen war, hatte er sich gewünscht, dass wenigstens einer auch ihn anfeuerte. Aber natürlich war es nicht so. Setsuna lag im Dreck und hatte nicht nur Blut von seiner Lippe geleckt, sondern auch gespuckt. Es hätte gut werden können. Immer noch. Aber er spürte die Furcht vor Tamotsu in seinen Knochen. Es ging nicht weiter, doch er war zu stolz aufzugeben. Er stand doch für etwas. Dafür, dass er seinen Bruder vernichtete. Dass er ihn im Kampf besiegte. Nicht töten. Besiegen. Ihm zeigen, was er konnte und nicht wie ein mickriges Insekt im Staub liegen. Wie Takeo. Nicht so schwach sein wie Fubaki. Nicht so.... dumm wie Madoka, wenn sie eine Situation nicht verstand.
Es war ein Ruck und Setsuna wurde zur Seite getreten – wie ein Stück Vieh. Er war ein Lamm auf der Schlachtbank, doch er biss sich auf die Lippe, damit ihm kein Schmerzenslaut entwich. Drei vorneweg. Drei Rippen. Und sein Kopf dröhnte, als ob eine Bombe dort eingeschlagen hätte. Sasuke zog sein Katana und strich es an seiner Hose glatt. Setsunas steckte im Staub. Gemeinsam mit seiner Ehre. Dennoch richtete er sich auf und stieß die Luft dabei aus. Fuhr sich mit dem Handrücken über den Mund. Ein Handrücken, der danach blutig war. Fast erkannte er seinen Bruder nur schemenhaft, denn die Brille hatte er schon länger eingebüßt. “Setsuna, Setsuna... Ich bin froh, dass du deinen Geburtsnamen abgelegt hast, weißt du? Sonst wärst du nämlich wirklich eine Schande. Aber ich wiederhole mich ja nur. Ich wiederhole mich ja nur...“ Angetan seufzte der Größere, strich sich durch die langen schwarzen Haare und lächelte dann wieder sein scheinheiliges Lachen. “....Komisch, dass du... mit meiner Wenigkeit so lange unter einem Dach lebtest und dir bis heute keine neuen Beleidigungen eingefallen sind... Zeugt dies nicht von einem begrenzten geistigen Verstand? Ich würde ja sagen, d--“ Unerwartet traf ihn der Stiefel ins Gesicht und er glaubte etwas knacken zu hören – und wünschte sich kurzzeitig es würde doch sein Genick sein. Dann kam seine Magengrube an die Reihe und dieses Mal konnte er sich keinen Laut verkneifen. Er wurde mürbe und er wollte, dass Sasuke es endlich zu Ende brachte. Nur dachte der Feigling nicht daran, der sich nicht einmal auf einen Kampf auf Augenhöhe mit den gleichen Ressourcen ausmalen wollte. Im Endeffekt war es egal. Sein Gesicht war bereits blutig und er hatte nicht nur am Kopf eine böse Platzwunde. Schade eigentlich. Sasuke beugte sich abermals zu ihm hinunter und Setsuna wusste dieses Mal merkwürdigerweise, dass es das letzte Mal sein würde. Mit einem entschlossenen Ruck trat sein Bruder auf das ohnehin bereits geschundene Handgelenk. Setsuna spürte wie sein Handgelenk wie in Zeitlupe brach. Zersäbelt wurde von seiner Fußsohle, was so erniedrigend war, dass er um ein Haar aus Zorn aufgefahren wäre, als vor Schmerz. Doch es schmerzte. Verdammt. Es schmerzte verdammt stark. So gerne hätte er noch etwas anderes gedacht, nur schaltete sein Kopf auf Durchzug. Die Worte entronnen ihm. Ihm wurde von diesem Schmerz schwarz vor Augen. Langsam. Doch sein Bruder ließ es nicht zu.
Er wurde am Kragen gepackt, unsanft hochgerissen. Der einzelne Arm hielt ihn zitternd in der Luft. Setsuna wusste, sein Bruder würde es auf seine Wut schieben, dabei hatte er sich heute verausgaben müssen. Er hatte ernst machen müssen. Aber es war nur ein Tropfen auf den heißen Stein der Schande. Das war es gewesen. Und mehr nicht. Die Klinge Sasukes blitzte gefährlich in der Sonne auf, als sie an seine Brust gesetzt wurde. Kaum noch nahm er es wahr, musste alles an sich halten, um sich auf das Offenhalten der Augen zu konzentrieren und nicht auf diesen schrecklich pochenden scharfen Schmerz. Es war wie im Handgelenk Zahnschmerzen zu haben. “Na, gut geredet, hast du eh noch nie...“ Mittlerweile waren die Laute der Freunde verstummt, die erst jetzt erkannten, dass Sasuke es offenbar wirklich ernst meinte. Dass er ihn aufspießen würde. Den eigenen kleinen Bruder. Dass er so einen Hass auf eben diesen hatte. Setsuna hatte sich damit abgefunden. Er fand es nur logisch. Sicherlich würde er es an eben dieser Stelle nicht tun, das wusste er... aber wenn er an das Wesen seines Bruders dachte... es versuchte... dann kam ihm der Charakter in Erinnerung und wenn er sich die... Gedankenstränge ins Gedächtnis rief... was dieser Mann getan hatte... und daran ableitete.... Gott, es war anstrengend... aber wenn er es ableitete... dann... dann... was? Mit einem mal rebellierte sein Körper gegen ihn selbst. Versagte ihm die einfachste Funktion, wollte sich in eine Art Ruhezustand begeben, doch Setsuna hielt dagegen stand. Denn wenn er …. es ableitete... was sein Bruder getan hatte.... dann... dann war es... verdammt nochmal nur logisch! Es war logisch das mit ihm zu tun. Weil sie sich beide hassten, ohne zu wissen warum eigentlich wirklich. Es war so heuchlerisch! So verschwenderisch und nicht nur logisch, sondern einfach so verdammt dumm! Mit einem letzten Aufbrausen, weil er Dummheit über alles verabscheute, krallte seine gesunde Hand sich an den Unterarm seines Bruders. Er sammelte Spucke in seinem Mund. “Ein kleiner... Verstand... strebt... d-doch... immer wieder nach dem... Außerordentlichen... nicht wahr?“ Wie dem Unerreichbaren. Wie er Macht auf einem Mal erlangte. Ein schwacher, erbärmlicher Verstand. Der Verstand seines Bruders. Setsuna wollte noch so viel mehr sagen, aber er konnte nicht mehr. Stattdessen spuckte er seinem Bruder ins Gesicht. Blutigen Speichel, nicht einfach nur Spucke. Angewidert hörte er den Laut, den sein Bruder von sich gab und dann spürte er diesen erneuten heißen Schmerz. Nur dieses Mal in der Brust.
“Scheiße, du verdammter Mistkerl! Setsuna!“ Es war Takeos Stimme.
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BeitragThema: Re: Akademiegelände   Akademiegelände Icon_minitimeSa Jul 19, 2014 3:00 pm

cf: Krankenhaus II

Unterwegs war eigentlich nichts Besonderes passiert. Die beiden Mädchen unterhielten sich miteinander, stichelten gegenseitig mit alten Sprüchen und Erinnerungen, aber verstanden sich in solch empfindlichen Momenten doch tadellos miteinander. Also Ninjas schnauzten sie sich gern an und bemaßen sich aneinander, doch diese Schwanzvergleiche brauchte man doch, um sich und andere zu bestätigen. Die Bindung war so wechselseitig und auch feurig, in anderen Momenten dafür umso treuseliger und loyal. Wenn man sich brauchte, konnte man auf den anderen zählen. So schob Rinoka Madokas Rollstuhl, in dem sie zu sitzen hatte, damit sie das Krankenhaus verlassen konnte. Zwar vollzog sie auch immer wieder Übungen mit einem Pflegeteam, damit sie nach und nach ihre Muskulatur stärken konnte, aber es war nichts im Vergleich zu ihrem Training und dem Alltag im Krankenhaus, wo sie lag, lag und lag - und manchmal höchstens saß. So war das Knirschen vom Kies des Weges unter den Rädern eine schöne Abwechselung, genau wie die Farben der Umgebung im Vergleich zum sterilen Weiß und schwachen Akzente durch Holz und Blau.
Gemeinsam waren sie durch die Straßen gewandert, hatten manchmal angehalten, manchmal Albernheiten vollzogen, in dem die eine die andere möglichst schnell eine Straße hinunter jagte. An schien war der Tag unberührt von negativen Ereignissen. Auch wenn Madoka noch irgendwo zermürbt war, ging es ihr besser. Sie hatte sich gefestigt, sich mit einigen Dingen abgefunden und glaubte wieder an mehr als nur an ihren Untergang. Unterwegs waren sie auch alten Gesichtern begegnet, die sie entweder nur grüßten oder anhielten, um zu plauschen. Je mehr Zeit verstrich, desto jünger wurde das Publikum, bis sie gar Takeo begegnet waren. Einem Kerl, der auch mit Setsuna zu tun hatte, den Madoka in dem Moment dieser alltäglichen Idylle irgendwie vermisste. Der fast Gleichaltrige schloss sich dem Duett an, unterhielt sich gleichermaßen in einigen Belängen mit Madoka, schwieg aber auch, wenn Themen wie Jungs und Klamotten aufkeimten.
Schließlich kamen sie an der Akademie vorbei, die bei allen nostalgische Erinnerungen weckte. Madoka deutete an, dass Rinoka sie hinaufschieben sollte, was auch getan wurde. Mit einem Blick und wehmütigem Lächeln fand sie einen bestimmten Baum wieder, unter dem sie öfter gesessen hatte. Dort hatte sie sich auch die erste Male öfter mit Setsuna getroffen, als er noch so klein gewesen war, dass man ihn mit Madokas jetziger Größe hätte den Kopf streicheln können. Es hatte sich einiges an Farben und Baustücken geändert, aber die schweren Pflanzen waren dieselben. Lange konnte die Sunohara sich aber nicht an ihre Kindheit erinnern, wo ihre Mutter auch noch gelebt hatte. Man hörte eigenartige Geräusche und Zurufe von Älteren. Ein Mischmasch einer Gruppe, die irgendwen anheizte. Es klang verdammt schnell nach Zurufen einer Auseinandersetzung. Alle waren gleichsam skeptisch. Mit Takeo voran bewegte sich die Gruppe um das Lehrgebäude in die hinteren Bereiche, die oft zum Training genutzt wurden. Dort entdeckten sie dann ein schauriges Bild. Die Augen weiteten sich fast schon synchron. Rinoka öffnete überrascht den Mund, während Madoka weitaus sichtbarer panisch wurde. Takeo rief etwas, was sie selbst nicht wirklich wahrnahm. Das einzige, was die Schönheit des Tages sofort in Scherben zerbrechen ließ, war das Schwert, das in Setsunas Körper steckte, den sie gerade in den Händen seines älteren Bruders entdeckt hatte. Was war denn nur hier vorgefallen? Er blutete als hätte er ein Dorf alleine gegen zig Feinde verteidigen wollen, während diese Schwachmaten hier standen und wohl aus der Seite des Naras Zurufe ertönen ließen. War deren Moralgefühl über den Arsch ins Klo entkommen? So drastisch musste man es sich ja vorstellen. Das hier war ernst und kein kindlicher Spaß. In dem Augenblick vergaß Madoka alle Vorsätze und Auflagen, die sie für ihre Abwesenheit im Krankenhaus hatte. Sie war ja nicht gelähmt, deswegen stieß sie sich mit aller Kraft von den Lehnen des Rollstuhls ab und wollte nach vorne preschen. Dabei schrie sie aus vollstem Herzen: "Setsuna!" Erst eine Sekunde später würde sie merken, dass das entgegen ihrer Lunge wirkte, die sich dann beschweren und schmerzen würde. Rinoka stand noch hinter dem Rollstuhl, griff nach vorne, erwischte ihre Kameradin aber nicht mehr. "Madoka, halt!"
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BeitragThema: Re: Akademiegelände   Akademiegelände Icon_minitimeSa Jul 19, 2014 3:32 pm

Takeo rannte so schnell er konnte über den verlassenen, staubigen Platz. Natürlich hatte man sich wieder den perfekten Ort für einen solchen Kampf ausgesucht, denn der Unterricht für heute war bereits vorbei und ein wenig verdeckt von allem war die Akademie auch noch gelegen. Eigentlich ein idyllischer Ort, den er gern mit den beiden Damen besichtigt hätte. Im Gegensatz zu früher war er nämlich ein wenig erwachsener geworden, aber immer noch das Kind geblieben. Daher war es auch nicht verwunderlich, dass ihm impulsiv Wut und Zorn statt Angst und Panik ins Gemüt stiegen, als er seinen Teamkameraden wie einen Fleischspieß am Arm dessen eigenen Bruders baumeln sah, der in ihre Richtung blickte. Der junge Chûnin konnte nicht umhin, sich erneut an seine Abneigung gegenüber Nara Sasuke zu erinnern, der nun mit Leichtigkeit die Klinge aus der Brust des eigentlich Schutzbefohlenen zog. Takeo verstand ihn einfach nicht. Wieso tat man dem eigenen Bruder so etwas an? Wieso bekämpfte man sich auf diese Art und Weise? Sicherlich, er hatte Setsuna auch das ein oder andere Mal eine reinwürgen wollen und es unter anderem auch hier und da getan, aber das hieß doch nicht, dass man so mit seiner... Familie umgehen konnte!
“Oh nein. Noch mehr von denen...“ Für eine kurze Zeit vergaß Takeo die abschätzenden Worte, sondern schlitterte neben dem Jônin in den Staub, wo er den Blutenden versuchte aufzurichten. Letzterer kam nicht umhin, Blut auf seine Kleidung zu husten und versuchen zu sprechen, doch Takeo hatte keine Chance ihn zu verstehen. Stattdessen blickten die blauen Augen ihn ohne Ziel an, sodass er sich fragte, ob sein Kamerad ihn überhaupt sehen konnte. Es schmerzte zu wissen, so wenig selbst über die Sichtverhältnisse zu wissen. Es schmerzte, weil er sich gerade dachte, dass der langjährige rationale Idiot vielleicht gar in seinen Armen den Geist aufgeben würd-- Takeo fuhr herum, als er Madoka hörte und wie sie versuchte aus dem Rollstuhl zu pressen. Doch er war es nicht, er antwortete und sich ihr entgegenstellte. “Solltest du nicht an irgendeiner Krankheit verrecken?“

Setsuna schien es, als ob er immer wach wurde und dann wieder in einen Schlaf fiel. Einen Schlaf, aus dem er sich wieder wachkämpfte. Er spürte, wie Takeo – dieser Vollidiot – die Hand auf seine Wunde drückte und ihn am verbluten hinderte. Gerne hätte er hervorgebracht, dass er schon fester drücken musste und wohl nicht einmal das konnte. Aber es ging einfach nicht. Er fand gerade weder Luft zum Atmen, noch zum Sprechen. Gar war es ihm äußert befremdlich, dass es ausgerechnet Takeo war, der sich hier um ihn sorgte und dessen murmelnde Stimme er hörte, die ihn im Diesseits halten wollte, damit er wach blieb. Dumm nur, dass ihn diese Stimme aufregte, weil sie stets nur dumme Kommentare und raue Bemerkungen hervor gebracht hatte... Als er dann jedoch eine andere Stimme hörte, versuchte er rasselnd „Nein“ zu sagen, spuckte stattdessen aber Blut aus dem Mund und kämpfte abermals gegen Bewusstlosigkeit an. Er hörte war Flüche, nahm sie aber noch weniger war, als dass er überhaupt kaum etwas wahrnahm. Stattdessen hoffte er, dass er sich verhört hatte und dass Madoka nicht hier war und das hier nicht sah, weil es ihm so unendlich peinlich war und es so unendlich nutzlos sein würde, wenn sie das alles miterleben musste. Weil sie sich ausruhen sollte. Sie sollte überhaupt nicht hier sein und wie damals bei den Chûnin-Examen, war es auch hier seine erste Sorge, dass sie sich von ihm fern hielt. Weil dieser Gedanke ihn knechtete, wenn er daran dachte, dass sie ihn nicht kontrolliert erlebte. Weil er ihm Angst machte. Weil er dann nicht wusste, was er wirklich tun würde.
Und so packte er Takeo am Kragen und zog ihn zu sich herunter, bis ihre Gesichter nur noch wenige Milimeter trennten. Seine Hand zitterte schrecklich. Er hatte kaum Kraft und doch schaffte er es irgendwie, dass er die Worte herausbekam. “... Lass sie... nicht... nicht... näh...er...“ Er rang scharf nach Luft und lies Takeo los, der aussah, als ob er Sasuke morden wollte. Stattdessen nickte er jedoch nur und biss sich auf die Lippen. Etwas, was Setsuna gar nicht mehr richtig sah, denn er ließ sich zurücksacken in die Arme des unerwünschten und verleumdeten und unwillkommenen Freundes, den er gar nicht als Freund sehen wollte. “Bleib weg.“, sagte eben dieser für sich selbst ungewohnt ruhig und abermals war Setsuna froh, sich in diese freundliche Dunkelheit zu begeben. Schloss die Augen und versuchte irgendwie zu bewerkstelligen, dass er nicht ausgerechnet in den Armen eines Idioten in den nicht auf seine Länge definierten Schlaf fallen würde.

Doch kaum hatte Takeo das gesagt und Sasuke ihm selbstgefällig den Rücken zu gewandt, sich zum gehend wendend, fuhr er die so genannten Freunde des Arschloches an. “Wenn er stirbt, dann mach ich euch dafür verantwortlich! Weil ihr so einen Schiss davor habt, gegen diesen Bastard einzustehen, dass ihr lieber zuseht, wie er seinen eigenen Bruder verprügelt!“ Takeo hatte keine Ahnung, was wirklich vorgefallen war und wie es dazu kam, aber er konnte sich nicht vorstellen, dass Setsuna in Wirklichkeit eingewilligt hatte – sich der Konsequenzen bewusst. Und dass er deshalb vielleicht in keines dieser Augenpaare blicken wollte. Fast leblos lag der „Freund“ in seinen Armen und Takeo schluckte. Sich dessen bewusst werdend, dass er mal wieder keine Ahnung hatte, was er tun sollte – außer wütend zu sein. Hilfesuchend sah er in Rinokas Richtung.
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BeitragThema: Re: Akademiegelände   Akademiegelände Icon_minitimeSa Jul 19, 2014 4:16 pm

Rinoka versuchte sie noch irgendwie zu packen und rief ihren Namen, aber wenn Madoka das sah, was sie gerade sah, und es kein geschmackloses Genjutsu war, dann fing ihr Blut an zu kochen und ihre Augen wurden blind vor Wut. Die Familie von Setsuna ging sie eigentlich kaum was an bis auf Tôki. Sie kannte die Naras kaum und wollte auch nichts mit ihnen zu tun haben, aber wenn sie so mit ihrem Verwandten umgingen, hatten die entsprechenden Exemplaren nichts anderes verdient als das Doppelte, was sie dem anderen antaten. Sasuke wandte sich in Madokas Richtung, die sich erhoben hatte und auf ihn zurennen wollte, aber binnen weniger Sekunden geschahen mehrere Dinge auf einmal. Der Ausruf nach Setsuna hatte viel Luft gekostet, ihre verletzte Lunge wurde überstrapaziert, sodass ein scharfes Stechen durch ihren Oberkörper fuhr. Kurzzeitig dachte sie, dass das Katana von Sasuke auch sie durchfahren hatte, aber was ihr den Atem und die Sprache raubte, war ihr operierter Oberkörper. Parallel zum Aufstehen hatte sie unkontrolliert Chakra in der Faust angesammelt, um so viel Schmerz wie möglich für Sasuke bereitzuhalten. Es war wenigstens eine mittlere Menge, die bei einem Treffer so schmerzhaft hätte enden können wie Setsuna nun physisch degradiert im Dreck lag. Diese Faust im Anschlag mit angespannten Muskeln kam letztlich noch Rinoka dazu, die zwischen den Stühlen stand. Sie sah wie Takeo zu Setsuna geeilt war, der medizinische Hilfe bräuchte, andererseits preschte Madoka auf jemanden zu, der einen höheren Rang besaß und älter war. Sie war außerdem zu schwach. So beeilte sie sich um den Rollstuhl herumzustürmen, sprintete auf die Grünhaarige zu und umschlag ihre Taille mit aller Kraft, um die Richtung ihrer Faust von Sasuke wegzulenken. Das Chakra, welches bläulich um ihre Faust leuchtete, kam daraufhin mit all seiner Energie in der Erde an, die zwischen dem Jônin und den beiden Chûnin war. In der ersten Sekunde ertönte ein schmerzhaftes Stöhnen der Sunohara, in der nächsten hörte man Brechen von Gesteinsschichten, die weitaus tiefer lagen als da, wo Gras wuchs. Die Faust sank einen halben Meter in die Erde und verursachte einen mindestens 15 Meter breiten Krater. Der Boden war aufgebrochen und ein paar Dreckskrümel flogen wie Geschosse durch die Luft. Madoka lockerte ihre Hand, legte beide an Rinokas Handgelenke und rüttelte mit aller Kraft daran, doch in ihrem Zustand war sie ausnahmsweise schwächer als die Ninjutsuka ihres Teams. "Lass mich los! Ich brech ihm das Genick! Nimm deine Hände weg!" Sie brüllte aus Leibeskräften, aber die Weißhaarige hinter ihr ließ nicht von ihr ab. Sie presste das Mädchen an ihre Brust, zog sie mit sich mit, als sie sich aufrichtete, und wollte sie zu Sinnen bringen. "Madoka, vergiss ihn! Du hast keine Chance. Beruhig dich gefälligst. Wir müssen Setsuna helfen!" "Ich helfe niemandem ehe dieses Arschloch von Nara nicht tot ist!" Sie zeterte, kämpfte gegen die Kochiya an und war wirklich dem Wahnwunsch verfallen über ihren Zustand hinauszugehen und dem Jônin so sehr eins reinzuwürgen, bis sie ihm mit ihren Fäusten wenigstens alles gebrochen hatte. Wenn er dann überhaupt nocht lebte. Rinoka hörte, dass Takeo nicht wollte, dass Madoka Setsuna näher kam. Sie begegnete seinem Blick. Sie sollte etwas tun. Sie hatte die medizinischen Fähigkeiten, die jetzt gefragt waren, da der andere Chûnin sonst verbluten würde. So biss Rinoka die Zähne zusammen, spannte ihre Muskeln an, um mit grenzwertiger Mühe Madokas Kraft zu erreichen, drehte sie herum und stieß sie zur Erde. Kurz darauf ertönte ein scharfes Geräusch, das in den meisten Situationen für entsetztes Schweigen sorgte. Die Hand der Weißhaarige prangte bedeutsam in der Luft neben dem Kopf der Grünhaarigen. Ihre Wange brannte, errötete, ihr Blick war geweitet, aber sie war verstummt. Eine Ohrfeige. "Hör auf damit! Du bist nicht besser als er, wenn du so etwas tust! Sei nicht so dumm den Racheengel spielen zu wollen, Madoka. Lass uns Setsuna helfen!" Ihr Kopf drehte sich an der Erde zur Seite, wo sie den Schwerverletzten bei Takeo sah. So sehr das Blut und dieser Körper in diesem Moment ihre Wut schürten, so drückte Rinoka und der Schmerz der Ohrfeige stärker und erhitzte die Sorge in ihrem Herzen. Wie bekehrt stieß sie die Weißhaarige von sich, kroch auf allen Vieren die wenigen Meter bis nach Setsuna und kniete sich anschließend neben ihn. Zu sagen dass er alles andere als gut aussah, war ein schlechter Witz. Sein Blut schien seine Atemluft zu ersetzen, sein Gesicht war vor Schmerzen verzerrt, auch wenn der Bewusstlosigkeit sehr nahe. Das Handgelenk hatte sie noch gar nicht bemerkt. Entsetzlicher war die Wunde im Oberkörper. Die Takeo versuchte zu verschließen, sehr präzise nur mit zwei Händen. Dass dort eine alte Wunde saß, die damals bei den Chûnin-Prüfungen geschlagen worden war, verstand sie in diesem Augenblick nicht recht. Es war einfach nur ein klaffendes Einstichloch aus dem das Leben jede Sekunde entwich. Madoak beugte sich ratlos über den Schwarzhaarige, betrachtete seinen Bauch, seine Brust, sein Gesicht, bewegte hilflos die Hände, weil sie nicht wusste, wo sie ansetzen sollte, brach dann allerdings schon selbst und begann vor allen Anwesenden zu schluchzen und zu weinen. Es war eine bestialische Weise jemanden zu verlieren und noch schlimmer als das Ableben ihrer Mutter. "Setsu", gluckste sie verzweifelt seinen Spitznamen und wusste nicht, ob sie brüllen oder heulen sollte. Schließlich nahm Rinoka die Situation mit Takeo mehr oder weniger in die Hände. Sie stellte sich hin und widmete sich auch den jämmerlichen Gestalten, die Sasuke unterstützten. "Euch ist klar, dass das hier kein Spaß ist, sondern schwere Körperverletzung? Wie kann man nur so asozial sein und so etwas zulassen! Ihr verdient es nicht Shinobi zu sein!" Mit einem verhassten Blick auf Sasuke widmete die 18-Jährige sich schließlich dem Gruppenknäuel am Boden, wo Blut die Hände von Takeo bedeckte. Es sah nach einem schweren Notfall aus. Sie eilte neben den jungen Mann und zischte mit einem ärztlichen Gewissen: "Mach bitte Platz." Keinen Augenblick später hatte sie Setsunas Oberbekleidung aufgerissen und die Wunde entblößt, was Madoka ein Würgen entlockte. Sie hielt sich die Hand vor den Mund und sah zur Seite. Rinoka konnte nichts anderes tun als aus den Kleidungsfetzen eine Kompresse zu knoten und diese um den Bauch des Verletzten zu binden. Schließlich kündigte sie an, dass es nun schmerzen würde. "Achtung Setsuna. Beiß die Zähne zusammen." Dann drückte sie zu, während die Hände aufgrund des Shôsen Jutsus grün leuchteten. Eine Technik, die ähnlich einer Allzwecksalbe vielseitig benutzt wurde. Sie fraß allerdings bei schweren Verletzungen umso mehr Chakra, doch das war in diesem Moment egal. Madoka nahm die Notbehandlung wahr, aber widmete sich in ihrer Auflösung eher Setsuna selbst statt seinem verletzten Körper. Sie legte zaghaft eine Hand an seinen Hinterkopf, hob ihn zitternd an und beugte sich dann tief nach vorne, um ihre Stirn an seine zu drücken. Ihr Gesicht war immer noch verzerrt, aber sie brachte ihm dennoch etwas entgegen. "Bleib hier. Wehe du stirbst. Ich will das nicht."
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BeitragThema: Re: Akademiegelände   Akademiegelände Icon_minitimeSo Jul 20, 2014 9:44 am

Er hörte Schreie oder Rufe. Und dann doch wieder nicht. Und dann realisierte er, dass es fast genau wie damals war. Wie damals vor rund zehn Jahren als seine Mutter meinte, ihn testen zu müssen. Der einzige Unterschied bestand darin, dass sie ihn nicht durchbohrt, sondern ihm vielmehr fast alle Knochen gebrochen hatte. In letzterer Hinsicht konnte er sich gerade noch glücklich schätzen. Wobei... es gab noch einen Unterschied. Dieses Mal waren Leute bei ihm und es überraschte ihn, dass er gerade eher an Dankbarkeit als an die Logik dahinter dachte, dass man einem "Kameraden" in Not einfach helfen musste. Dass es normal war. Vielleicht lag es daran, dass es ausgerechnet diese Personen waren, oder aber daran - was viel wahrscheinlicher war, dass diese Situation in ihren Ursprüngen überhaupt nicht normal gewesen war. Normalerweise tat man so etwas nämlich nicht mit seiner Familie. Das war es jedenfalls, was Takeo immer wieder vorzubringen schien, merkwürdig leise. Oder generell war es das, wovon alle überzeugt waren. Was ihn betraf, so lebte er schon seit seiner Kindheit damit. Heute war es lediglich ein härter ausgefallen als sonst - doch konnte er dabei immer noch nicht behaupten, dass er es nicht provoziert hätte oder schier verlangt.
Setsuna wusste, er war schon längst nicht mehr wirklich bei Bewusstsein. Das einzige, was ihn noch an dessen Oberfläche kratzen ließ, war die Tatsache, dass die Schmerzen unerträglich waren und man ihm gut zuzureden schien. Dass Eine Hand ihn stützte, dann warnende Rufe... Oh, er kannte diese Stimme und so abgeschlagen sein Körper auch war, konnte er doch irgendwie spüren, dass eine gewisse Person wieder entgegen aller Absichten und Bitten gehandelt hatte. Etwas vollkommen dummes tat und dann noch dümmer wurde, in dem sie schluchzte. Jedenfalls glaubte Setsuna, dass sie es tat, aber dann kam schon die nächste Schmerzenswelle. Oder nicht? Er hatte keine Ahnung, aber irgendwer machte sich an seiner Brust zu schaffen. Gepeinigt verzog er das schmerzerfüllte Gesicht, musste daran denken, dass seine Brust nun brach lag und man die ohnehin schöne Narbe darauf sehen konnte. Wenn das Blut nicht alles bedeckte, was er hoffte. Er hasste es... Er hasste, hasste, hasste es. Seinen Mund konnte er nicht öffnen, doch versuchte er zu atmen, was ihm nicht richtig gelingen wollte, schon gar nicht durch die Nase. Also doch den Mund öffnen und es versuchen. Doch er glaubte sein ganzer Körper war taub - bis er eine Stirn an der Seinen spürte. Eine kleine Bitte. Ein flehentliches Versprechen. Er wollte die Augen öffnen, er wollte es wirklich. Madoka sollte wissen, dass er sie gehört hatte, doch andererseits hätte er es sich genauso gut einbilden können. Fiebrig und verkrüppelt wie er gerade hier im Staub lag, war es ihm durchaus zuzutrauen und das wusste er. Vielleicht war er auch schon ganz woanders. Setsuna stöhnte, als die andere Stimme ihn vorwarnte, doch er hatte es nur halb mitbekommen. Vermutlich war sie schon bei der Sache und die pochenden Schmerzen kämpften gegen den Befehl von ihm abzulassen. Gern hätte er gerade eine ganze Armee gegen sie angeführt, um diesen Befehl durchzusetzen. Doch stattdessen ertappte er sich dabei, wie er die Hand heben und Madokas greifen wollte. Natürlich gelang es ihm nicht, sie rührte sich nicht einmal. Aber der Wunsch war da und dass er seinen eigenen Plänen im Weg stand, er schütterte ihn nicht nur, sondern machte ihn wütend. Aber er wollte es unbedingt und man könnte meinen ein "M" käme aus seinem Mund heraus. Gepresst. Aber dann spuckte er schon wieder Blut... zur Seite.. es versuchend... sie nicht besudeln wollend. Gott, eigentlich wollte er sie am anderen Ende Konohas haben. Schon längst dachte er nicht mehr an die Stimme in seinem Hinterkopf, weil diese konnte ihm ohnehin auch nicht mehr helfen.

Takeo wiederum blickte erst ein wenig ungläubig auf Madoka, die er nie wirklich hatte weinen sehen und dann flehentlich zu Rinoka, die sich alle Mühe gab, etwas auszurichten. Er hoffte das Setsuna diese Szene vorhin mit der Ohrfeige nicht mitbekommen hatte und wenn doch, dass er sie vergaß. Vermutlich würde er eh etwas vergessen.... allein die Wahrscheinlichkeit dessen erschreckte ihn, denn sein Teamkollege vergaß nie etwas. Und normalerweise lag er auch nicht so auf dem Boden. "Ich weiß ich rede dir nur in dein Geschäft rein und normalerweise krieg ich dafür ne kühle Abfuhr oder ne selbstverständliche Erklärung von 'nem Idioten... aber wir sollten so schnell es geht ins Krankenhaus, oder?" Hinter sich hörte er ein Schnauben und zuckte zusammen, fuhr herum. Sasuke hatte die Arme verschränkt, doch sein Blick war eigentümlich auf den verletzten Körper und die kleine Gruppe gerichtet. Erst jetzt erkannte Takeo, dass er auch hatte einstecken müssen und dass die Freunde sich bereits verkrümelt hatten. Vielleicht aus Angst nach Rinokas Ansprache. "Jetzt sag bloß nicht, du willst bis zum Ende dabei sein?", keifte der deutlich jüngere fast. Doch anstatt dass er eine Antwort bekam, wandte sich der Jônin einfach mit einem siegessicheren Lächeln ab. Allzu gerne wäre Takeo ihm hinterher gehechtet und hätte ihn spüren lassen, wie es sich anfühlte, ein Schwert in der Brust zu haben. Aber er erkannte, dass ihn das nicht besser machen würde als Sasuke selbst und auch er diesem Drang erlegen war, der Madoka befallen hatte. Außerdem glaubte er kaum, dass Setsuna es gutheißen würde. Das war seine Sache und in die ließ er sich nie eingreifen. Nun realisierte er, wie wenig er über Familiengeschichten des Brillenträgers wusste. Der nebenbei gesagt ohne seine typische Brille ziemlich verletzlich aussah - aber diesen Gedanken fegte er schnell beiseite. "Rinoka-chan... Bevor wir dich auch noch tragen müssen... ich weiß, du tust dein Bestes, aber wir müssen uns wirklich beeilen."
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BeitragThema: Re: Akademiegelände   Akademiegelände Icon_minitimeSo Jul 20, 2014 10:53 am

Wenn Madoka gläubig gewesen wäre, hätte sie in diesem Moment an Setsunas Stirn wahrscheinlich angefangen Stoßgebete zu murmeln. Sie wusste sich nicht zu helfen. Vor einigen Minuten war sie noch mit den anderen beiden durch die Straßen gewandert, hatte sich über alte Zeiten unterhalten, bis sie hier angekommen waren. Nun lag Setsuna halb sterbend auf dem Boden von seinem eigenen Blut besudelt. Sie hielt sein Haupt hoch, drückte es gegen ihr eigenes und versuchte zu ignorieren, was Rinoka derweil tat, um ihm zu helfen. Man merkte sichtlich, dass der Schmerz immer noch durch ihn hindurch fuhr. Er war immer noch nicht bewusstlos, obwohl er höchstwahrscheinlich am Rand zur wohltuenden Schwärze schwebte. Er wandte sich weg, nur um weiter zu husten und zu keuchen, woraufhin Madoka sich erhob und ihn aufgelöst betrachtete. Das war alles andere als rational und kalkulierbar. Eine Situation, die aus den Fugen gerissen worden war, und Setsuna völlig umgekrempelt präsentierte. Deswegen setzte sie der Grünhaarigen auch so zu. Takeo leitete schließlich an, dass erste Hilfe hier nicht alles retten konnte. Das Krankenhaus musste her, in dem Madoka nun schon selbst Wochen ihres Lebens verbracht hatte. Zurück in die neue Heimat, wo Spritzen und Operationen warteten. Tolle Sache. Für den Moment machte die Weißhaarige noch weiter, weil sie glaubte, dass es sonst zu spät sein könnte. Es war angsteinflößend zu sehen wie solch eine Wunde gerissen wurde, die anschließend nicht aufhörte zu bluten. Die Kompresse aus Setsunas Kleidung war schon durchtränkt ehe Rinoka überhaupt die Augen davon abgerichtet hatte. Letztlich hatte Takeo aber Recht und sie mussten verschwinden. So wie Sasukes Freunde, die, statt zu helfen, feige das Weite suchten. Aufgeschmissen hob die Iryônin nun die Hände. "Dann muss ihn irgendwer tragen. I-Ich kann auch nicht alles!" Von ihrer alltäglichen Arroganz abgesehen war das ehrliche Verzweiflung. Die Situation überforderte auch sie, auch wenn sie sich im Gegensatz zu Madoka konzentrieren und beherrschen konnte. Statt in Tränen auszubrechen. Die Grünhaarige wiederum betrachtete auf einmal mit Tränen verschleierten Augen den Brustkorb. Den sie so nie gesehen hatte. Dort klaffte das Loch durch das Schwert, zwischen den Rinnsalen an Blut erkannte sie aber auch alte, verletzte Haut. Kurz strich sie sich mit dem Handrücken über das Gesicht, um besser zu setzen. Eine Narbe. Wann hatte er die bekommen? Sie glaubte nicht so recht, dass das vom Kampf in den Chûnin-Prüfungen gekommen war. Wenn sie sah, was seine Familie mit ihm anstellen konnte. Nun presste Madoka die Zähne aufeinander, ließ Setsunas Kopf vorsichtig sinken und formte Fingerzeichen, woraufhin ein Kage Bunshin auftauchte. Dieser war in besserer Verfassung als sie selbst, aber würde das übernehmen, was Rinoka nicht schaffte. Ohne ein Wort beugte sich das Duplikat, hob Setsuna langsam unter den Armen an und richtete ihn solange soweit aus, bis er ihn wie fast in alten Tagen in der Akademie Huckepack trug. Ein Anblick, der schmerzhaft war, wenn man sich jetzt daran erinnerte. "Gehen wir", schluchzte das Original und richtete sich unter Mangel von Atemluft auf. Rinoka eilte zu ihr und half ihr zum Rollstuhl, wo sie sich erschöpft sinken ließ. Der Bunshin trug Setsuna zuverlässig. Rinoka war Madokas Motor, während Takeo wohl das Stimmorgan sein würde, wenn sie ins Krankenhaus liefen, dass er um Hilfe rief. Auf jeden Fall setzten sie sich in Bewegung, um keine Zeit mehr zu verlieren.

tbc: Krankenhaus II

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