Tamashii no Utsuri

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 [Tenzou x Sana] Zwiespalt

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Hokusai Tenzou
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BeitragThema: [Tenzou x Sana] Zwiespalt   So Jun 24, 2018 8:43 am

Die kühle Morgenbrise erweckte die Geister. Nur nicht von Tenzou Hokusai, der mit einer Zigarette im Mund am Dorftor stand und auf Sana wartete. Er trug eine schlichte Shinobiuniform, ohne dem Anschein zu erwecken, dass er der Hokage war. Das einzige, was sich zu damals zu seiner Jouninweste unterschied, war, dass seine Kleidung viel sauberer und weniger abgenutzt wirkte. Er ging nicht mehr ganz so oft auf Missionen und musste oftmals Zeit im Büro verbringen. Auch wenn er inzwischen tatsächlich anfing auch Freizeit zu genießen. Das geschah nicht nur mit seinen Töchtern, die er weiterhin liebevoll umsorgte. Er traf sich inzwischen auch mit Freunden, Bekannten und... Frauen. Wobei die Mehrzahl etwas übertrieben gewesen wäre. Tenzou mutierte nun nicht mehr zu einem Frauenaufreißer, der jeden Monat eine andere versuchte zu beglücken. Er ließ den Dingen seinen Lauf und inzwischen wusste er, dass dort auch Frauen waren, die ihn ansprachen. Natürlich fiel es ihm schwerer als früher. Es wäre gelogen, wenn er behaupten würde, dass Mayura nicht noch immer eine Rolle in seinem Leben spielte. Allerdings flaute die frühere Liebe mehr und mehr zu einer sporadischen Freundschaft ab. Er versuchte nicht mehr voller Eifersucht darauf zu blicken, dass sie vielleicht andere Männer traf oder sie beschatten zu lassen, weil er sich um ihre Sicherheit sorgte. Wobei er letzteres trotzdem immer verspürte, die Frau war so verdammt tollpatschig!
Schlussendlich war es an der Zeit, dass sein Leben weiterging. Das hatte er an dem einen Abend mit Asami durchaus verstanden.
Wichtiger war jedoch eher die Mission, die er zu bestreiten hatte. Ein Dorf in einerem ferneren Gefilde von Hi no Kuni legte sich immer wieder mit den Samurai an und wurde damit Mittelpunkt hitziger Diskussionen. Tenzou hatte bisweilen diese Diskussionen im Keim erstickt, aber nun kam es zu einer Auseinandersetzung, die Konsequenzen nachsich tragen konnte, wenn er nicht Eingriff. Er würde zuerst einmal mit den Leuten vor Ort sprechen und ihnen klar machen, welche Auswirkungen ihr ständiger starrsinn besaß.
Begleitet wurde er diesmal von Sana. Die Frau hatte er in den letzten Wochen mehr zufällig kennengelernt. Obwohl sie äußerlich sehr schüchtern war, so wusste er das sie als Anbu eine meisterhafte Arbeit erledigte. Zudem fand er es angenehm, dass sie nicht ganz so oft diskutierte und somit ihn anstrengende Unterhaltungen ersparte.
Der Blick auf seine Uhr verriet, dass sie bald die Uhrzeit erreichten. Gedanklich verglich er Sana einwenig mit Mayura. Während die Weißhaarige immer zu spät kam, glaubte er das Sana vermutlich pünktlich sein würde. Sein eines Auge beobachtete den Uhrzeiger in der Hoffnung, dass sich seine Vermutung offenbarte.

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Minami Sanako

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BeitragThema: Re: [Tenzou x Sana] Zwiespalt   So Jun 24, 2018 7:50 pm

Schon Stunden vor der ausgemachten Zeit war die junge Kunoichi bereits wach gewesen. Ein flüchtiges Frühstück und schon hatte sie sich für den Aufbruch fertig gemacht. Zwar hatte sie ihre Sachen bereits am Vorabend zurecht gelegt, aber ihr schwaches Gedächtnis verlangte, dass sie alles nochtmals kontrollierte. Als dann noch genug Zeit geblieben war, nahm sie ihr Notizbuch und las sich alle Ereignisse der letzten Tage noch einmal durch. Über die anstehende Mission hatte sie nicht viele Informationen, nur dass sie als Geleit mitreiste und keine größeren Zwischenfälle zu erwarten waren. Auch wenn Sanako nicht explizit jedes Detail notiert hatte, griff sie dennoch zu ihrer Anbuuniform und ihrer Maske. Im Prinzip war dies eine Mission wie jede andere, doch ihr Teampartner war diesmal etwas besonderes. Der Hokage selbst hatte sie aufgefordert ihn zu begleiten und eben jener Umstand machte die junge Frau ein wenig nervös. Zwar hatte sie das Dorfoberhaupt in den letzten Tage auf persönlicher Ebene besser kennengelernt, aber dennoch blieb in ihrem Kopf vorherrschend, dass er nicht einfach irgendjemand war. In gewisser Weise fühlte sich eine Mission mit ihm so an, als müsste sie sich um jeden Preis behaupten. Kein Versagen, keine Fehler. Es musste alles perfekt laufen. In eben jener Nervosität verklang sogar die sonst übliche Freude aus ihrem Elternhaus für einige Tage ausbrechen zu können. Mit ihrem Stiefvater wurde es ohnehin unerträglicher und in manch stiller Minute überlegte die Schwarzhaarige wirklich, ob sie vielleicht nicht doch auf eigenen Beinen stehen konnte und in einer eigenen Wohnung zurecht kam. Dann aber vergaß sie wieder irgendwas und ihr Vater verwendete dies um ihr das genaue Gegenteil zu beweisen. Dieser Mann wusste einfach, welche Knöpfe er bei seinem Kuckuckskind drücken musste, um ihr jedes Selbstbewustsein zu rauben.
Auch deswegen war Sana froh, als sie erneut eine kleine Notiz in ihrem Zimmer sah, die sie daran erinnern sollte, dass sie zu einer vorbestimmten Zeit los musste um den Hokage nicht warten zu lassen. Zwar hätte sie noch einige Minuten gehabt, doch die Kunoichi kam lieber zu früh als zu spät. So verließ sie das Haus ohne Rücksicht auf den noch schlafenden Hausherrn zu nehmen. Polternd eilte sie die Treppen hinunter, als sei sie bereits zu spät dran und scheppernd knallte die Tür ins Schloss. Ohne einen Blick zurück, ob sie den Mann damit geweckt hatte, zog sie ihre Maske übers Gesicht und sprang auf das Dach des Nachbarhauses. So kam sie schnell voran und würde das Stadttor vielleicht noch vor Tenzou erreichen können und sich so für eine Zigarette absetzen können.
Gemütlich, der Zeit entsprechend, kam sie aus dem nahen Wald zum Stadttor gelaufen, wo sie die hochgewachsenen Mann schon stehen und auf seine Uhr blicken sah. An sich müsste sie noch vor der ausgemachten Zeit sein, so dass sie sich auch jetzt keine Hektik machte. „Guten Morgen, Hokage-sama.“, hauchte ihre leise Stimme dumpf unter der Maske. „Verzeiht das ich euch habe warten lassen.“ An sich hatten sich die Beiden auf das Du geeinigt, doch da war auch nicht die Rede von einer gemeinsamen Mission gewesen. Während ihrer Zigarettenpause hatte sie lang überlegt, wie sie ihn ansprechen sollte und entschied sich gewohnheitsgemäß für die förmliche, respektvolle Anrede. Immerhin war er ja das Dorfoberhaupt.
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Hokusai Tenzou
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BeitragThema: Re: [Tenzou x Sana] Zwiespalt   Di Jun 26, 2018 2:38 pm

Sein Blick wanderte direkt von der Uhr zu der Anbu herüber. Er musterte kurz ihre Maske und zeigte nicht äußerlich, dass er nicht ganz zufrieden damit war, dass sie als Anbu hier auftauchte. Durchaus war es denkbar gewesen, dass es besser wäre, wenn sie als solche auftrat. Es hatte vielerlei Vorteile. Allerdings wusste der Mann auch, dass ein Anbu in erster Linie ein Zeichen der Aggression sein konnte. Das Bild, dass der Hokage sich nur mit Anbu in das Dorf traute, würde kein guten Eindruck hinterlassen. Immerhin kam er in "Frieden". Tenzou musste sich eingestehen, dass er selbst nicht erwähnte, dass sie keine Anbuuniform benötigte. Vielleicht nahm er derzeit auch zu genau, weil er wusste, dass eine Anbu Uniform auch gleichzeitig bedeutete, dass Sana mit ihm nur halb so nett sprechen würde, wie die Tage zuvor. Das zeigte sich vor allem dadrinnen, dass sie ihn bereits förmlich ansprach. Tenzou nickte zur Begrüßung.
"Kein Grund sich zu entschuldigen. Du bist immerhin pünktlich", erwiderte er und drückte die Zigarette an seinem Schuh aus. Die Kippe ließ er in seiner Westentasche verschwinden. Ohne ein weiteres Wort zu sagen, setzte er sich dann gemächlich in Bewegung. Sie würden noch genug Zeit haben über die "Mission" zu sprechen, auch wenn Tenzou sich erst einmal vornahm, dass die Anbu sich später umziehen sollte.

Gemeinsam mit Sana durchschritt er das Haupttor. Auf dem Weg dorthin begrüßte ihn bereits die Stadtwachen. Tenzou hob seine Hand und grüßte sie kurz. Dann versenkte er die Hände in den Taschen und ging gemächlich weiter. Seine Kinder waren bei seinen Eltern untergekommen. Zugegeben hatte er sie in letzter Zeit wirklich oft da abgeben müssen. Allerdings gab er sich auch die größte Mühe viel mehr Zeit mit ihnen zu verbringen.
Nachdem er mit der Frau schon fast 1 Kilometer gegangen war, wandte er sich leicht zu ihr herüber. Sie hatten bisweilen nur wenig gesprochen.
"Hast du Wechselkleidung dabei?", erkundigte er sich. Der Auftrag sagte zumindest aus, dass sie ein paar Tage unterwegs sein würden.
"Du musst nicht als Anbu gekleidet sein", erklärte er in einem eher barschen Tonfall. "Ich würde es sogar begrüßen, wenn du dich umziehst." Er wandte nun sein Blick wieder rüber zu ihr und lächelte grimmig.
"Wir wollen doch nicht die Dorfbewohner verängstigen."

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BeitragThema: Re: [Tenzou x Sana] Zwiespalt   Mi Aug 15, 2018 6:27 pm

Das Herz der jungen Frau schlug ihr förmlich bis zum Hals und zwang sie ihre Atmung bewusst zu kontrollieren um nicht aufgeregt oder nervös zu klingen. Was bitte erregte sie so? Sanako hatte die Notizen der letzten Tage immer wieder gelesen und viele Details inzwischen auch von selbst in Erinnerung behalten. War es der Mann an ihrer Seite, der sie mit seiner Gegenwart allein etwas durcheinander bringen konnte? Oder war es seine Funktion im Dorf und der damit verbundenen Wunsch, dass ihr diesmal kein Fehler unterlaufen durfte? Beantworten konnte die Kunoichi dies nicht, doch um diesbezügliche Nachfragen zu vermeiden versuchte sie alles um ruhig und gelassen zu wirken. Ich habe Sachen für mehrere Tage, so wie es im Befehl stand., erwiderte ihre leise Stimme und ein scheuer Blick streifte den Mann an ihrer Seite, der mit langsamen Schritten das Dorf verließ. So ganz verstand sie nicht, warum er ihr eben jene Frage stellte. Sie war vielleicht jung, aber hatte doch schon einige Erfahrung gesammelt und auch wenn ihr Gedächtnis nicht hundertprozentig funktionierte, so würde sie doch niemals mit halbherzigem Gepäck auf eine Mission gehen.
Worum es diesmal genau ging konnte sie jetzt im Moment nicht wiedergeben, dazu hätte sie sich den Befehl selbst erneut zur Hand nehmen müssen. Nachfragen wollte sie auch nicht, auch wenn dies vielleicht die Antwort auf die Nachfrage zu ihrer gepackten Kleidung gegeben hätte. Doch auch dies erübrigte sich und zusammen mit seinen Worten, spürte Sana, dass sein blick diesmal auf ihr lag. Der Befehl hat nichts dergleichen vorgesehen., erwiderte sie leise, aber doch selbstsicher. Das war der andere Mensch, der sie sich wagte zu sein, wenn sie ihre Maske über den zarten Gesichtszügen zu tragen vermochte. Ihre dunklen Augen blickten durch die schmalen Schlitze in sein sehendes Auge und ein flüchtiger Blick in sein Gesicht machte klar, dass es sich seinerseits um keine Bitte gehandelt hatte. Aber wenn ihr es wünscht, reise ich zivil weiter. Im Augenblick sah die Minami zwar keine Gelegenheit sich umzuziehen, aber schon aufgrund der Anonymität eines Anbu würde sie wohl schon vor Erreichen des nächsten Dorfes ihre Kleidung wechseln müssen.
Eine ganze Weile zog sich Sanako in ihre gewohnte Stille zurück und blickte nach vorn in die Ferne. Wohin der Weg sie führte, hatte sie vergessen, ebenso, warum gerade sie mit sollte. Sicherheitshalber hatte sie ein paar Schriftrollen eingepackt, in denen sie Bausätze für Sprenganlagen versiegelt hatte. Ob sie dies brauche würde? Das würde sich definitiv zeigen.
Sind eure Töchter in guten Händen?, fragte sie nach einer gefühlten Ewigkeit. Die Namen der Mädchen wollten ihr gerade nicht einfallen, aber sie mochte sie unglaublich gern. Eine der Beiden hatte mit ihr zusammen gezeichnet und das Bild der Kleinen hing nun an Sanas Wand, direkt neben bildlich festgehaltenen Erinnerungen. Eine davon zeigte Tenzou, wie er mit einer Rose in der Hand vor dem Friedhof stand.
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Hokusai Tenzou
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BeitragThema: Re: [Tenzou x Sana] Zwiespalt   Di Aug 21, 2018 7:45 pm

Der Hokusai war ein erfahrener Krieger. Man sah ihm förmlich an, dass er die Mission als gelassene Reise sah, obwohl der Hintergrund durchaus Sorgen bereiten sollte. Dennoch nahm er jedes Wort mit weiter Gelassenheit auf. War er früher mehr grimmig gewesen, wirkte seine Mimik derzeit etwas neutraler.
Tenzou konnte spüren, wie die Frau in seine Richtung sah, auch wenn er nicht in der Lage war die Schlitze der Maske genau zu sehen. Das lag wohl auch daran, dass seine Sehkraft in den letzten Jahren etwas schlechter wurde und er sich diesen Umstand ungerne eingestand. Seine Lesebrille hatte er jedoch bei und bewahrte sie gut in seiner Brusttasche.
"Ja", erwiderte er auf ihre Worte, ob er es wünschte, dass sie zivil weiter reiste. "Ich wünsche, dass du zivil weiterreist. Es gibt keinen Grund, dass du als Anbu aktiv wirst. Außerdem können wir uns so besser unterhalten." Er warf ihr einen vielsagenden Blick entgegen und versenkte dann eine Hand in seiner Hosentasche, die andere führte er an seine Brusttasche um seine Zigaretten hervor zu ziehen. Langsam steckte er sie sich in den Mundwinkel und blickte sich kurz um.
"Vielleicht gibt es hier irgendwo einen Busch, wo du dich umziehen kannst", witzelte der Mann dann, auch wenn der Witz irgendwie schwer grimmig wirkte. In einer anderen Tasche fand er ebenso ein Feuerzeug, um sich seine Zigarette anzustecken. Erst als ein dünner Rauchschwaden von der Spitze in die Luft zog, wandte er sich dann wieder seiner Gesprächspartnerin zu.
"Meine Töchter sind bei meinen Eltern. Wie so oft. Ich hoffe, dass ich in Zukunft etwas mehr Zeit mit ihnen verbringen kann", erklärte er und hob den Blick in den Himmel hinauf. Dann sah er wieder schräg zu ihr.
"Also siehst du hier irgendwo einen Busch zum umziehen?" Ob er die Frage ernst meinte oder nicht, konnte man nicht sagen. Tenzou konnte man zumindest schwer nur durchschauen und er spielte die Rolle mit dem Pokerface schon immer gut.


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BeitragThema: Re: [Tenzou x Sana] Zwiespalt   Di Aug 21, 2018 8:02 pm

Aus irgendeinem Grund verwunderte es die Kunoichi nicht, dass der Hokage darauf beharrte, dass sie ihre Kleidung wechselte. Auf eine gewisse Weise bedauerte sie dies, fühlte sie sich in der leichten Rüstung und der unter der Maske doch ausgesprochen wohl. Niemand konnte ihr schwaches Antlitz sehen. Niemand bemerkte, wenn die Unsicherheit die Oberhand gewann. Wenn man Sanako direkt ins Gesicht sehen konnte, ihre großen dunklen Augen betrachtete, jedes Wort von ihren Lippen laß, dann konnte man in ihr dann Wunsch unsichtbar zu sein, wachsen lassen.
Ich werde sehen, dass ich eine passende Gelegenheit finde., erwiderte sie leise, aber mit fester Stimme. Die Maske machte sie scheinbar zu einem anderen Menschen, als wie jenen, den er bereits hatte kennengelernt. Gut, mit der Zeit hatte sie sich ihm mehr und mehr geöffnet, aber ganz so wie jetzt konnte sie doch niemals bisher sein. Ich finde es garnicht so schlecht, wenn sie mit einem Anbu reisen, Hokage-sama. Vielleicht mag es bedrohlich wirken, da gebe ich ihnen Recht. Aber es ist durchaus auch als Warnung zu verstehen. Auf sanfte Weise gab die Minami dem Dorfoberhaupt Widerwort, auch wenn ihr unlängst klar war, dass dies wenig Sinn und Erfolg haben würde. Er war keiner dieser einfachen Teamkameraden, die man eines besseren belehren konnte. Er war der Mann, bei dem alle Fäden von Konoha zusammenliefen. Man konnte ihn beraten, aber seine Befehle in Frage stellen? Nein, dass stand ihr nicht zu.
Wie wäre es, wenn sie sich einfach umdrehen und aufpassen, dass der Weg frei bleibt. Ich gehe zwischen die Bäume und lege die Uniform ab. Ein leises Lachen begleitete ihre Worte und ein kurzes Nicken ging in Richtung des nahen Waldrandes. Immer wieder sah sie für einen kurzen Moment zu ihm auf und der Anblick, wie sich seine Lippen um den Filter der Zigarette legten, weckten einen kurzen Schauer der Erinnerung in ihr. Ein Bild dazu formte sich nicht in ihrem Kopf, es war vielmehr ein Gefühl, welches diese kleine unbedeutende Geste in ihr wecken wollte. Aber woran genau? Sani hatte sich die meisten Dinge ihrer Treffen notiert, aber Gefühle und Empfindungen ließen sich nicht auf Papier festhalten.
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BeitragThema: Re: [Tenzou x Sana] Zwiespalt   So Sep 02, 2018 7:03 pm

Die Bitte von Tenzou wurde berücksichtigt. Ein schiefes und grimmiges Lächeln trat auf seine Lippen. Offensichtlich sah er es als sein Sieg an, dass sie sich umzog. Als sie dann erwähnte, dass sie es gar nicht so schlecht fand, wenn er mit einem Anbu reiste, zuckte er nur leicht die Schultern.
"Du machst dir ziemlich viele Gedanken um meine Sicherheit... aber vielleicht solltest du daran denken, dass ich der wohl stärkste Shinobi bin", erklärte er, auch wenn er damit vermutlich übertrieb. Er straffte leicht seine Schultern und blieb dann plötzlich stehen. In seinem Mundwinkel glimmte noch immer seine Zigarette. Der Rauch zog sich in dünnen Fäden nach oben. Er aschte leicht ab und blinzelte dann einwenig.
"Wegsehen? Natürlich...", erwiderte er und räusperte sich. Obwohl er nur ungerne den Blick von ihr abwenden wollte, so drehte er sich gemächlich herum. Nun sah sein breites Schulterkreuz direkt zu der Minami.
"Wenn was ist, sag Bescheid. Ich pass einfach auf." Kurz sah er über die Schulter zu ihr und zwinkerte mit dem sehnden Auge in ihre Richtung. Dann drehte er sich wieder herum und wartete einfach ab.
"Du musst dich im übrigen nicht beeilen. Wir haben viel Zeit bis wir ankommen müssen."

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BeitragThema: Re: [Tenzou x Sana] Zwiespalt   So Sep 09, 2018 9:47 am

Ach? Und doch wählt ihr einen Anbu wie mich um euch auf solch einer Reise zu begleiten?, erwiderte sie kess und mit einem leisen lachen, ehe sie eine geeignete stelle im Wald fand und zur linken Seite hin den Weg verließ. In der Anonymität ihrer Uniform konnte sie sich durchaus zu einem frechen Konter oder einem festen Widerspruch hinreißen lassen. Eine Reaktion, die sich die Minami so im Normalfall nur sehr selten abverlangen konnte. Und selbst wenn sie es schaffte mit ihrer leisen Stimme ein Veto zu formulieren, so nahm ihr scheuer Blick und ihre verlegene Haltung ihren Worten das meiste Gewicht der Glaubhaftigkeit.
Zwischen den Bäumen und bedeckt von einigen Wildsträuchern legte sie ihre Uniform ab. Ihr Blick fiel immer wieder zurück zum Weg, ob Tenzou auch wirklich Wort hielt. Abermals überkam sie ein Gefühl von Sehnsucht und als sie für einen kurzen Moment inne hielt, ertappte sie sich dabei, wie in ihr der Wunsch wuchs, dass er sich einfach umdrehte und zu ihr kam. Im besten Fall könnten sie hier einige Minuten für sich haben. Zu gern hätte sie ihm die Zigarette zwischen den Lippen weggezogen und ihre Lippen auf die Seinen gepresst. Zu gern hätte sie ihren knapp bekleideten Körper an seinen geschmiegt und ihm dabei Dinge gesagt, die vermutlich nicht einmal notiert werden mussten, da sie in ihrem Herzen entsprangen und somit nicht im Gedächtnis verankert werden mussten.
Doch statt einen Schritt in eben jene Richtung zutun zog die Kunoichi ihre Maske vom Gesicht und zog sich ihre normale Kleidung an. Ein weißes Shirt, eine schwarze, knielange Hose und die Beinholster. Zumindest das Abzeichen von Konohagakure legte sie an, indem sie sich das schwer verdiente Stirnband um die Hüfte band.
Wie könnt ihr sagen, dass wir Zeit haben, Hokage-sama? Wir sind gerade erst aufgebrochen und ihr wisst nicht, was uns noch erwartet. Ihre Stimme war nun klarer und wurde nicht mehr von der Maske gedämpft. Dennoch war sie nach wie vor sehr leise und im Gegensatz zu vorher, sah sie diesmal nicht zu ihm auf. Ein leichtes Rot zog auf ihre Wangen, auch wenn ihr klar war, dass es bei Tenzou keine Konsequenzen haben würde, wenn sie ihm in solch einem banalen Fall widersprach. Ich möchte euch einfach keine Probleme, oder Schande machen. Gewiss habt ihr alles akribisch geplant. Rasch nahm sie ihre sanfte Rede wieder auf, ehe im Hokage das Gefühl wachsen konnte, dass sie vielleicht an seinen Worten oder Planungen zweifelte.
Mehr denn je wuchs in ihr die Nervosität. Gut, dies war eine Mission wie viele Andere, die sie bisher immer erfolgreich erledigt hatte. Das einzig Besondere war ihr Teampartner und er war auch der Grund, weshalb sie wollte, dass alles ohne Probleme und nahezu perfekt ablief. Er war immerhin der Hokage und nicht nur, dass eine Mission mit ihm Folgen für ihr zukünftiges Ansehen haben konnte, er war noch dazu der Mann, der sich einen Platz in ihrem Herzen geschaffen hatte, einen Platz in ihren Gedanken, der nicht mehr einfach so in Vergessenheit geraten würde. Diese beiden Seiten von Tenzou wollte sie um keinen Preis enttäuschen.
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BeitragThema: Re: [Tenzou x Sana] Zwiespalt   So Sep 16, 2018 8:12 pm

Der Hokage blieb auf dem Weg stehen, während er auf die Frau warte, die ein paar Schritte in die Büsche gegangen war. Er betrachtete die Umgebung einwenig und ließ die Zigarette weiter in seinem Mundwinkel glimmen.
"Hm", brummte er zu den Worten von Sana. "Vielleicht bist du nicht hier, weil du ein Anbu bist?" Er ließ den Grund offen, warum sie ihn auf die Mission begleiten sollte. Vielleicht empfand er ihre Anwesenheit als sympathisch? Andersherum gab es auch derzeit nicht viele Leute, die ihm zur Verfügung standen, also nahm er am liebsten mit ihr vorlieb.
Aus den Gedanken gerissen hob er die Augenbraue und drehte leicht den Kopf über die Schulter um zu Sana zu blicken. Es war mehr ein Reflex gewesen als unbedingt ihre nackte Haut sehen zu wollen. Zugegeben hätte er gegen letzteres nichts einzuwenden, aber er wollte nicht vollkommen ungeniert sein. Nachdem er auf die Entfernung auch nicht viel sehen konnte, drehte er seinen Kopf langsam wieder weg.
"Ich habe viel... sehr viel Zeit eingeplant für unsere Reise", erwiderte er und ein kleines Lächeln zeichnete sich über seine Lippen hinweg. Es wäre gelogen, wenn er behaupten würde keine Hintergedanken zu haben. Dennoch blieb er souverän und ruhig. Die Fassade des Hokages fiel nicht.
Für einen Moment herrschte Stille bei den Worten der Frau über die akribische Geplantheit seiner Mission. Ein leises Räuspern kam von ihm und er rieb sich mit einer Hand kurz am Hinterkopf.
"Bist du fertig?", fragte er stattdessen und warf nochmals einen Blick über die Schulter.
"Und eine Schande bereitest du mir schon nicht... da bin ich mir ziemlich sicher", erklärte er und warf die Zigarette auf den Boden. "Du bist eine gute Kunoichi und ich weiß, dass du mich niemals enttäuschen wirst."

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BeitragThema: Re: [Tenzou x Sana] Zwiespalt   So Sep 30, 2018 3:23 pm

Still und leise, wie es ihre Art war, war zum weg zurückgekehrt und stand bereits im Schatten des Shinobi, als dieser noch erklärte, dass sie ihm keine Schande bereiten würde und das er an sie glaubte. Es tat ungemein gut, solche Worte zu hören. Von Daheim bekam sie derartiges nie gesagt. Gut, wenn sie sich intensiver mit den Geschäften ihres Vaters befasst hätte, hätte er vielleicht einmal ein Lob angedeutet, aber wirklichen Stolz oder Glauben an die junge Frau, würde er wohl niemals zum Ausdruck bringen.
Es ehrt mich, dass ihr an mich glaubt. Ich werde alles in meiner Macht stehende tun um euer Vertrauen nicht zu enttäuschen., fiepste die Dunkelhaarige mit gesenktem Blick, deren monotone Uniform einem weißen Trägertop mit schwarzen Armstulpen und einer schwarzen engen Hose gewichen waren, die ihr bis zu den Knöcheln reichte. Ihr Haar, welches sie zuvor hochgesteckt hatte, reichte nun hinab bis zu ihrer Taille und hing in einzelnen widerspenstigen Strähnen auch in ihr Gesicht.
Wenn ich nicht hier bin, weil ich Anbu bin, warum dann? Ihre Worte waren kaum mehr als ein Hauchen. Vermutlich stand es ihr garnicht zu die Entscheidungen des Dorfoberhaupts zu hinterfragen und doch wagte sie es in diesem Moment, wenn auch nur schwach und leise. Laut ihren Aufzeichnungen verband sie mehr, als nur das Shinobidasein und die Treue zu Konoha. Sanako hatte ihre schriftlichen Erinnerungen durchaus so gedeutet, dass seine Nähe nicht nur beruflicher Natur war. Aber würde er das auch aussprechen?
Wollen wir weiter? Mit einer kurzen Geste, die schnell auch übersehen werden konnte, deutete sie auf den Weg, welchen beide vor sich hatten. Gewiss, sie konnten auch hier stehen bleiben, bis die Sonne am höchsten Punkt stand. Tenzou hatte ja verkündet, dass er genug Zeit eingeplant hatte. Aber Sinn der Sache war dies doch sicher nicht.
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