Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 Hafenstadt Iwaki

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BeitragThema: Hafenstadt Iwaki   So Sep 08, 2013 10:08 pm

das Eingangsposting lautete :


Iwaki ist eine kleine Stadt in Küstennähe, die sich auf Personenbeförderung spezialisiert hat. Kleinere Segelschiffe fahren von hier aus über das Meer und haben häufig Shinobi an Board. Gerade solche werden gern übergebracht, da sich die Kleinstadt so finanziert. Demnach gibt es hier einige Seemänner, die Gruppen förmlich einladen, auf ihrem Schiff anzuheuern.
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Kiobashi Yuzuriha
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Sa Mai 17, 2014 10:50 am

Alle stellten sich brav vor. Zwar hatte Chiyo eher im Dunkeln gelassen, was nun ihre Schwächen waren, aber das war in Ordnung. Yuzuriha kannte in etwa das, was Chiyo konnte und was nicht. Von all den Mitgliedern konnte sie sie am besten einschätzen, auch wenn das natürlich auch bei ihr mit Sicherheit nicht immer ganz stimmen würde. Sie kannte Chiyo noch lange nicht so gut, wie zum Beispiel ihr Bruder Mumon. Es kristallisierte sich auch heraus, dass sie keinen einzigen Iryounin haben. Yuzuriha fuhr sich etwas verstimmt durch die Haare, als sie sich das bewusst wurde. Eine solche Mission ohne Iryounin anzutreten war verrückt. Ein Glück dass sie zumindest verrückt war, aber galt dies auch für den Rest? Hoffentlich hatte einjeder von ihnen mindestens doppelt so viel Medizinzeug bei sich, wie normal, den ohne Iryounin würden sie das mit Sicherheit gebrauchen.
Nach dem sich - bis auf Squalo - jeder vorgestellt hatte, erklärte nun Jinpei einige interessante Dinge. Es ging hauptsächlich um die Jashinisten. Yuzuriha hörte interessiert zu und verschränkte die Arme vor der Brust. Sie hatte bereits von Jashinisten gehört, aber sie war noch nie einem gegenüber gestanden. Sie beteten einen Gott an, der Tod und Verderben guthiess und seine Jünger damit sogar noch belohnte, sollten sie besonders brutal sein. Yuzuriha war ihnen gegenüber geteilter Ansicht, aber niemals würde sie sich ihnen anschliessen, so viel stand fest. Sie glaubte nicht daran, dass ein solcher Gott existierte.
Auch Jinpei hob noch einmal hevor, dass sie keinen Iryounin dabei hatten und wies daraufhin, dass sie aufpassen mussten. Dann vollführte Jinpei einige Handzeichen und beschwor ein flauschigen Fellball mit Augen. Sie starrte das niedliche Ding an und kam nicht umhin zu lächeln. Das war also Jinpeis Kuchiyose? Das Ding war niedlich, bei solch einem Vertrag hätte sie mit Sicherheit auch zugestimmt. Yuzuriha nahm eines der Mokomoko nur allzu gerne entgegen und musterte es dann eingehend. Die grossen, hellen Augen und das flauschige Fell, gepaar mit den kurzen Ärmchen und Beinchen gab ein wirklich sehr putziges Bild ab. Yuzuriha starrte dann überrascht zu Jinpei, als dieser meinte, dass sie es knebeln sollte. "Knebeln? Wird es uns wohl so gehörig auf die Nerven gehen, dass das nötig ist?", fragte sie mit einem ironischen Grinsen, bevor sie das Viech in ihre Reisetasche steckte.
Und dann meldete sich auch Squalo zu Wort. Er hatte den Hinweis von Jinpei anscheinend beherzigt und erwähnte nun auch seine Stärken und Schwächen. Er war also einer der sieben Schwert Shinobi - wohl neu, den sie kannte ihn noch überhaupt nicht - und beherrschte Genjutsu. "Interessante Kombination.", sagte sie nüchtern auf seine Worte, bevor sie sich leicht strafte und einen Schritt vorging. "Danke für deine Informationen, Jinpei. Wir werden sie mit Sicherheit gut im Kampf gegen die Jashinistsen gebrauchen können.", sagte sie, ihre Stimme klang jedoch beiweitem nicht so freundlich, wie es ihre Worte waren. Yuzuriha ging noch einmal alles durch den Kopf, damit sie sich all die Stärken und Schwächen jeweils merken konnte. Als Anführerin musste sie immerhin manchmal schnell reagieren können, wenn es um die Einteilung ihres Teams ging. Dann wandte sie sich dem Steg und somit dem Schiff zu und lief darauf zu. Ihre Schuhe klackten dabei leise. "Wir brechen sofort auf, folgt mir.", sagte sie mit bestimmter Stimme und war somit die erste, die sich aufs Schiff begab.

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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   So Mai 18, 2014 6:27 pm


Chiyo wusste, dass die Art und Weise ihrer Fähigkeitenbeschreibung nicht wirklich auf Beifall traf. Eher im Gegenteil: Vermutlich nahm man es ihr übel, dass sie ihre eigentlichen Teamkameraden über diese Dinge im Dunkeln las, aber ihrer Ansicht nach war es der einzig richtige Weg. Sie war eine Oinin-Lehrling und hatte gelernt, nicht so leicht zu vertrauen. Sollte sie nun also alles hinausposaunen? Einfach so? Auf Grund ihres Alters hatte sie noch nicht gelernt, gewisse Dinge abzuwickeln und sich nicht an die Regeln zu klammern – denn letztere waren ihre Zuflucht in brenzligen Situationen. Nach ihnen würde sie handeln und so hielt sie sich auch daran, ihre Schwächen niemals Preis zu geben. Schwächen machten verwundbar und dann würde auch das dickste Eis nicht mehr ihr Leben retten. So einfach war das und aus diesem Grund sagte sie sich, dass es vollkommen egal war, was die anderen deshalb von ihr dachten. Hatte Jinpei nicht sogar erwähnt, dass es größtenteils Einzelaktionen werden würden? Bei dieser Erinnerung glitt ihr Blick wieder auf Kameko, welche sich ebenfalls als Higashi vorgestellt hatte. Eine wohlgemerkt unsichere Jinchûriki. Zurückhaltend und höflich. Dazu kamen noch die Worte ihres Familienangehörigen, die nicht gerade sehr aufbauend wirkten. Chiyo war nicht wirklich eine Frohnatur oder dergleichen, aber in diesem Moment schenkte sie Kameko ein aufbauendes Lächeln. Vielleicht lag es auch daran, dass man sagte, ein Team sei nur so stark wie das schwächste Mitglied... dennoch erschien ihr es in diesem Moment als richtig. Kurz darauf wandte sie ihre Aufmerksamkeit aber wieder den Informationen zu, welche sie alle durch Jinpei bekamen. Jashinisten. Sie hatte bereits diese dunklen Erzählungen über eine solche Gruppierung vernommen und hätte es unter Umständen vermieden, ihren Weg zu kreuzen. Aber diesen Luxus an Umständen hatte sie nicht, weshalb sie nickte, als Jinpei ihnen wichtige Anmerkungen mit auf den Weg gab. Festsetzen. Nervenbahnen durchtrennen. Damit würde sie keinerlei Probleme haben, wenn sie an ihre Klinge und an die innere Kälte ihrer Venen dachte. Festfrieren war möglich. Eine Fußfessel kreieren. Oder gleich die Gliedmaßen ertauben lassen und die Nerven lahmlegen. Hier war sie sich sicher. Nur runzelte sie bei der Erwähnung im Bezug auf Verletzungen die Stirn. Ja, sie waren hier ohne Iryônin, aber Verletzungen konnte man nicht vermeiden. Gut, vielleicht sollten die Jashinisten nur nicht Blut lecken und Jinpei hatte dies damit gemeint, aber ein Kampf brachte automatisch Verletzungen mit sich, wie Chiyo wusste. Diesen aus dem Weg gehen konnte sie nicht. Das einzig Gute daran war wohl die Tatsache, dass sie es gewohnt war, sich in waghalsige Angelegenheiten zu stürzen – manchmal auch ein wenig vorschnell. Entsprechend wich zunächst kein Kommentar aus ihrem Mund und ihre Züge entspannten sich sichtlich. Sie mochte es, wenn sie mit Tatsachen konfrontiert wurde, mit deren Hilfe sie sich auf eine Mission gut einstellen konnte. Und das tat sie auch. Letzten Endes setzten sie sich auch in Bewegung – das Fellknäuel ignorierte sie einmal, da sie wusste, dass sie auf dem Boot wohl selbst ihren Begleiter zu sich holen würde. Für ihn würde sie alle Konzentraton benötigen und wie es aussah, musste sie sich nicht mit Jinpeis Kuchiyose auseinandersetzen. “Du musst wissen, Kameko-san. Alter hat nichts mit Rängen zu tun und Ränge nicht mit dem Alter. Es kommt teilweise nur auf die Erfahrung an. Vielleicht schnappt sich der frühe Vogel den Wurm, aber erst die zweite Maus bekommt den Käse.“ Chiyo hatte das Bedürfnis gehegt vor der Ankunft noch ein paar freundliche Worte an Kameko zu richten. Vielleicht würde sie dadurch Mut fassen – jedenfalls hoffte sie das. Auf eine solche Mission sollte man mit Selbstvertrauen gehen, nicht mit Selbstzweifeln. Andernfalls würde es sehr gefährlich werden.

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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Mo Mai 19, 2014 6:09 pm

Die ganze Zeit über, in der sich die Anderen unterhielten, wo Kamekos Aufmerksamkeit mal nicht so wichtig war, blickte sich die Genin immer wieder fragend an. Diese Unruhe von ihrem Biju machte sie ja wahnsinnig! Kann ich die nicht einfach fragen, wer noch ein Biju in sich trägt?, fragte Kameko die Schildkröte deutlich genervter und ungeduldiger, worauf sie von der Schildkröte nur ein abwertendes Schnauben hörte. Das war doch ein Schnauben oder? Obwohl... Konnte eine Schildkröte schnauben? Bist du noch ganz klar in der Birne?! Vergiss es! Nein du fragst nicht!, zeterte die Schildkröte sofort in dem Unterbewusstsein der Higashi. Seufzend kratzte sich die Genin am Hinterkopf und schüttelte entnervt den Kopf. Isobu war echt schlimm drauf wenn sie ihre launischen Phasen hatte, beziehungsweise nicht wusste, was sie eigentlich wollte. Na schön, na fein. Dann eben nicht. Aber hör auf mich mit deinen komischen Verhaltensweisen wuschig zu machen! Ich sollte mich eigentlich auf Mission konzentrieren und nicht auf deine Nervereien, dass irgendwo hier einer deiner Brüder steckt. Also beschäftige dich unauffällig, so dass ich nichts mitbekomme, knurrte Kameko still und heimlich in sich hinein, sodass nur sie und Isobu wirklich wussten, was ineinander vorging. Von Isobu kam nur ein leeres Grummeln und danach war erst einmal nichts mehr von der Schildkröte zu hören. Zum Glück.
Kameko hörte genau zum richtigen Zeitpunkt wieder zu. Und zwar bei der restlichen Vorstellung aller anwesenden Teilnehmer. Makotos Stärken und Schwächen kannte sie schon. Relativ zumindest, so lange wie sie sich schon kannten. Auch die restlichen, anwesenden Damen zeigten ihre Stärken und Schwächen offen. Zumindest relativ. Den Neuankömmling, Squalo, stauchte Kameko erst einmal freundlich und höflich zusammen, was ihn dazu brauchte wenig später auch seine Stärken und Schwächen zu offenbaren. Sie hatte auch kurz eine Sekunde sich nur auf Jinpei fixiert und diesen zu der Mission angesprochen. Fragend blickte sie ihn an und schritt auf ihn zu. Durch meine dämliche Kaa-san durfte ich erst sehr spät zur Akademie... Und genauso spät wurde ich erst Genin... Also so dolle Schuld bin ich nicht, verteidigte sich Kameko schnell. Sie verteidigte sich nicht vor Jinpei. Er wusste ja schließlich von ihr. Vor Makoto rechtfertigte sie sich auch nicht. Aber vor den Anderen, die sie nicht kannten. Sie hatte keine Lust gleich als ‚Idiot’ oder ‚ungeschickter Nichtskönner’ dastehen, nur weil sie mit achtzehn/neunzehn Jahren noch immer Genin war. Kurz lehnte sie sich an den Higashi. Sie durfte das! Wie viel Zeit hatten sie denn in letzter Zeit gehabt? Kaum welche. Erst war er auf Mission gewesen, dann war dieses blöde Event gewesen und jetzt? Jetzt musste Kameko auf Mission und wer weiß bitte, wie lange die auch noch geht. Du kannst dich manchmal so herrlich, grausam hart ausdrücken... Ohne Rücksicht auf verluste..., merkte die Higashi kleinlaut an und lehnte sich weiter an ihren Mann, während sie die Augen schloss und ein bisschen die Zeit genoss, die sie noch mit Jinpei hatte. Als Jinpei meinte, dass er der Einzige war, der bis jetzt die ehre mit einem Jashinisten hatte, ruckte sie mit dem Kopf weg und verschränkte die Arme vor der Brust. Faaaaaaaaaaalsch! Ich hatte auch schon mal mit einem Jashinisten zutun. Da war ich mit Midori-san und Samegawa-san auf Mission gewesen, sagte sie und blickte danach zu Yuzuriha. Also wenn sie Fragen zu Jashinisten haben, Yuzuriha-san, dann kann ich gerne weiterhelfen. Die Mission liegt zwar schon einige Monate zurück, aber an dieses kranke Erlebnis werde ich mich wohl immer erinnern., verkündete die Genin sofort, nachdem sie Jinpei korrigiert hatte. Danach fasste ihr Mann noch einmal Alles zusammen, was man über und von einem Jashinisten wissen sollte.
Daraufhin gab er wenig später auch noch ein paar letzte Ratschläge an das Team gewandt, eh er seinen Rücksack aufhob und ihn schulterte. Er deutete auf einen Steg und sofort begann Kameko zu schlucken. Jetzt ging los... Obwohl sie Jinpei doch lieber nicht alleine lassen wollte. Jinpei rief seine Kuchiyose und sofort begannen Kamekos Augen zu strahlen. Wie gerne hätte sie den kleinen Mokomoko aus Yuzurihas Händen gerissen und ihn die ganze Zeit durchgeflauscht, nur um etwas von Jinpei bei sich zu haben. Aber sie ließ es lieber bleiben. Sonst wäre sie wohl als Kleinkind abgestempelt worden. Auf einmal spürte sie einen Blick auf sich. Über die Jahre hinweg hatte sich Kameko gewollt oder ungewollt eine Art Instinkt angewohnt. Sie merkte immer sofort wenn Blicke auf ihr lagen. Ob es nun neutrale, respektlose oder sogar respektvolle Blicke waren, konnte sie nicht einschätzen. Aber sie merkte es, wenn sie angesehen wurde. Langsam hob Kameko den Blick und sah Chiyo direkt an. Was denkst du Chiyo-san? Besorgt?, fragte sie sofort und ihr Blick war überraschender Weise dieses Mal nicht deutbar. Jetzt wirkte sie auf einmal nicht so unsicher wie zuvor. Das war bei ihr immer so. Wenn sie jemanden nicht kannte, dann war sie so gut wie immer so misstrauisch und mit Vorurteilen gespickt. Ihre Augen verengten sich leicht. Hoffentlich würde sich Chiyo nicht als so eine schreckliche Frau herausstellen, wie ihre Mutter es war. Kameko schüttelte den Kopf und lächelte Chiyo leicht an. Ich hoffe du unterschätzt mich nicht, nur weil ich Genin bin. Ich habe jemanden bei mir, der vielleicht nervig ist, aber wenn ich sie brauche hilft sie mir., sagte sie geheimnistuerisch. Ich frag mich wen du meinst... Du hast doch nur deinen Mann... Und der bleibt nicht ewig hier...außerdem ist es ein ziemlich harter Schlag unter die Gürtellinie ihn ‚sie’ zu nennen., grübelte Isobu in ihrem Kopf. Ich meinte dich du dämliche Garnelenschildkröte, fauchte sie sauer. Oh… war das Einzige, was der genialen Schildkröte herausrutscht. Als sie Chiyo aber lächeln sah, also sah, dass diese sie anlächelte. Das war sie absolut nicht gewöhnt. Zwar hatte sie ihre neue, bessere Familie, bestehend aus Jinpei und den anderen beiden Mädchen, aber sie war es von völlig Fremden einfach nicht gewöhnt. Vorsichtig lächelte Kameko die Yuki an, eh sie sich am Kopf kratze. Tut mir leid. Ich war vielleicht etwas gemein...vorschnell... Ich weiß deine Worte zu schätzen. Danke… Ich weiß, meine Zeit wird irgendwann kommen... Irgendwann werde ich allen zeigen, dass ich zwar nur eine Genin bin, aber dennoch taffer sein kann als ein Jonin., grinste sie breit und drehte sich danach wieder zu ihrem Mann. Denk an dein Versprechen. Du hast versprochen, dich sofort auszuruhen. Also mach endlich eine Pause und lass dich nicht von deinem Ochsenkumpel ärgern, okay?, lächelte sie, küsste Jinpei kurz, eh sie ihn breit und frech angrinste. Und drück mir die Daumen.

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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Di Mai 20, 2014 8:42 pm

Makoto war wohl jemand der hier in der Runde eine wichtige Rolle übernehmen würde. Denn als alle ihre Stärken und Schwächen preis gegeben hatten, begann sein Geist sich immer mehr damit zu beschäftigen, wie er am besten Gegen einen Jashinisten kämpfen sollte. Immerhin waren die Guten unsterblich und das bedeutete, das man sie nicht wirklich umbringen konnte. Außer man schafft es sie zu enthaupten und ihren Körper zu zerstückeln und zu vergraben, nur dann würde ein Jashinist irgendwann sterben. Zumindest glaubte der Blonde dies. Er überlegte weiter und spürte nun in seinem inneren wieder ein unwohles Gefühl das sich stätig immer mehr zeigte. Er wusste zwar von was das kommen konnte, jedoch wusste er nicht, das diese Gefühle immer so intensiv waren und sich damit befassten, ihn wahnsinnig zu machen. Aber da der Natsu ein wirklich frohe Natur war, ließ er sich von so einer Magenverstimmung nicht die Laune vermiesen und behielt sein typisches Lächeln bei, das wahrlich sein Markenzeichen war. Nun jedoch war seine Aufmerksamkeit wieder im hier und jetzt, denn er wollte die Schwächen von Squalo mitbekommen, der scheinbar auch darin bewandert war, Illusionen zu erschaffen, die so manche Menschen die Vernunft rauben konnten. Somit waren es doch zwei Genjutsu bewanderte Personen, die hier anwesend waren. Somit war das Taijutsu nicht das einzige auf das sie sich verlassen konnten. „Mit Verlaub Squalo-san, ich finde es nicht angebracht Kameko so anzugehen, immerhin sind wir ein Team. Bedenken sie das und noch was, es ist besser im Team zu wissen, welche Stärken und Schwächen der Gegenüber besitzt, um eine perfekte Komposition zwischen Teampartner zu finden. Ich denke, da sage ich ihnen nichts unbekanntes.“, sprach er mit ruhiger Stimme und mit einem Lächeln auf den Lippen, auch wenn er wusste, das dies vielleicht ein Nachspiel haben konnte. Aber dieses Risiko konnte er ohne Probleme und ohne Mühe eingehen. Nun kam der Rang von Kameko zu sprechen und ihr Mann schien doch ziemlich regoros darauf zu reagieren, sodass Makoto doch etwas verwundert war. Niemals hätte ein Mann so handeln dürfen, aber scheinbar wollte er sein Gesicht waren und zeigen, das er auch in der Beziehung die Hose an hatte. Auch jetzt war der Drang da, etwas zu sagen, was der Chunin nun auch gleich tun wollte. „Nun wenn ich meine These ausstellen dürfte, wieso du ausgewählt worden bist, um diese Mission zu bestreiten... dann würde ich folgendes sagen: Und zwar, du hattest schon mal Kontakt mit den besagten Glauben und kannst und so wichtige Informationen liefern, umso mehr wir über sie wissen, um so effektiver können wir sie bekämpfen, meines Erachtens... Ups jetzt hab ich etwas ausgeplaudert das nicht vielen bekannt ist. Aber gut... wollen wir mal normal weiter machen...“ Nun kam das auch zu sprechen was Makoto kurz angesprochen hatte, aber hier konnte nun genauer darauf eingegangen werden und der Blonde machte sich erneut geistige Notizen. Auch wenn ihm die Aussagen eigentlich viel zu knapp waren und somit nicht viel Informationen lieferten. Aber was er wissen musste, war dabei, was wiederum gut war. Nun war es wieder soweit es ging erneut um den Rang der jungen Kameko aber diesmal waren es eher Worte, die nicht gemein gemeint waren, sondern etwas aufbauend, weswegen Makoto nichts dazu sagen wollte. Aber das die Grünhaarige natürlich darauf reagierte, war wohl jeden klar, so auch das Makoto nun leise wie eine Katze zu ihr schritt und sie von hinten in die Seite pickst und nun etwas zu ihr sagen würde, dass sie vielleicht interessieren würde. „Kameko-chan, Schwesterchen~“ begann er nur und hörte auf weiter zu sprechen. Vielleicht würde sie selbst merken, das Makoto mit ihr in einer ruhigen Minute sprechen wollte oder sie würde sich wieder köstlich darüber aufregen, das er sie in die Seite gepiesackt hatte, da sie da ja ziemlich kitzlig war.

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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Mi Mai 21, 2014 1:30 pm

Die Unterfangung schien nun endlich Fuß zu fassen und Jinpei horchte aufmerksam den letzten Worten der Mitglieder. Und sogar Squalo rückte nun etwas mit der Sprache heraus, zudem was seine Stärken waren. Dass sowohl Squalo, als auch Makoto davon überzeugt waren, dass sie kaum Genjutsus besaßen, amüsierte Jinpei etwas. 2/5 besaßen die Fähigkeit mit Genjutsus umzugehen. Das war bereits eine Person mehr, als Jinpei verlangt hätte. Er mochte die Illusionskünste nicht, aber es war gerade für diese Mission ideal. Die meisten Schwertkämpfer, so wie er selbst, waren nicht sehr geübt im Umgang mit Illusionen. Und er konnte sich nicht vorstellen, dass es bei Anhängern des Jashin Kults anders sein sollte. Generell hatte er bei seiner ersten Konfrontation mit einem ihrer Vertreter nicht bemerkt, dass sie nennenswert Chakra verwendet hätten.
Yuzuriha erkundigte sich noch, ob das Knebeln wirklich nötig sei. Jinpei lächelte nur leicht. Während dessen hüpfte sein Kuchiyose aus seinem eigenen Arm und sah sich mit großen Augen um und begann urplötzlich los zu rennen, um sich irgendetwas genauer anzusehen. Mit geschickter Hand zückte Jinpei ein Kunai und warf es dem kleinen Fellknäuel vor die Füße, sodass es nur ein paar wenige Zentimeter im Boden steckte. Wie erstarrt blieb er stehen und drehte sich langsam um. Die Augen groß, glasig und wässrig. Jinpei hob einen ermahnenden Finger und Mokomoko ließ den Kopf hängen und kugelte sich unglücklich zusammen. “Es sind süße Kerlchen, aber man sollte sie im Auge behalten, sonst sind sie auf und davon … Ich bin mir sicher, dass ihr die Missionen erfolgreich bestreiten werdet.“

Jinpei erwiderte den Kuss seiner Frau kurz und dann strich er ihr über den Kopf. “Passt auf euch auf … Makoto? Wenn Kameko etwas zustößt, mach ich dich dafür verantwortlich.“, sprach er nun mit finsterer Stimme und überhaupt nicht mehr professionell. Aber Makoto würde wissen, dass er in gewisser Hinsicht die Position als Beschützer von Jinpei übernehmen musste. Er beobachtete die einzelnen Mitglieder der Unterfangung, wie sie das Schiff betraten und los fuhren. Dann, als das Schiff bereits ein Stück zurückgelegt hatte, nahm er das verbleibende Mokomoko auf die Schulter und atmete kurz durch. Sein einziger Begleiter, wenn man so wollte. Er strich sich über den Mund und überlegte. Eigentlich hatte er sich vorgenommen weit weg zu gehen, um zu trainieren, wovon seine Frau nicht einmal etwas wusste … doch würde er dann im Notfall schnell genug unterwegs sein, um wirklich noch Hilfe zu leisten? Die Antwort war nein.

Er bewegte sich ein Stückchen, bis er einen Mann mit einem kleinen Schiff sah. Ein Trimaran. Der Schwertkämpfer verstand nicht viel von der Schifffahrt, aber das Gefährt sah interessant aus. “Entschuldigen Sie, kann man ihr Schiff chartern?“, fragte Jinpei nach und bewegte sich auf den Seemann zu. Dieser, die Zeit und die See ins Gesicht geschrieben, wandte sich von seinem Trimaran ab, an dem er gerade ein wenig herum gewerkelt hatte. “Wer will das wissen?“, erkundigte er sich. “Ein ehemaliger Schwertshinobi aus Kirigakure.“
Der Mann musterte Jinpei eingängig. “Kann man denn einem Schwertkämpfer eine Bitte abschlagen? Nicht, wenn man seine Hände behalten will, oder?“, witzelte er. Dann streckte er die Hand aus und schüttelte die von Jinpei. “Ryota.“ “Jinpei.“ Ryota nickte. “Und, wo soll es hingehen?“, wollte Ryota nun wissen. “Eine kleine Insel. Unbewohnt. Keine spezielle …“ Langsam nickte Ryota und besah sich Jinpei. “Und das hat mit dem ehemalig zu tun?“ Jinpei nickte. “Aber anders, als ihr denkt. Ich bin nicht auf der Flucht. Aber es ist wohl besser, wenn ihr nicht mehr erfahrt.“ Ryota nickte und zuckte dann mit den Schultern. “Nun, wenn ihr zahlen könnt ist das kein Problem.“ Jinpei zückte seine Geldbörse und der Seemann nickte und setzte mit Jinpei die Segel.


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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   So Jun 15, 2014 2:07 pm

TBC von: Kaminishi Clan

Die Reise verlief anstrengender als Maito sich hätte selbst träumen können. Der Streit mit Kana hing ihm ständig im Kopf, während er darüber nachdachte ob sie wirklich mit ihrem Vater über dieses Thema sprach oder ob sie es ließ. Für ihn könnte es nicht gut enden, wenn sie es tatsächlich in Erwägung zog. Derzeit durfte er sich jedoch von solchen Details nicht ablenken lassen. Wichtig war zunächst einmal das er dieses Balg von dem Weißhaarigen Kerl fand. Dummerweise wurde ihm heute Morgen noch berichtet, dass er offensichtlich fliehen konnte. Er hatte versucht Kana zu erwischen, aber sie war bereits ebenfalls unterwegs. Ob sie damit etwas zutun hatte? Kôji spürte ein kurzes Aufflammen von Eifersucht in seiner Brust. Immerhin glaubte er noch immer das Kana was mit Jiyu hatte, wobei sie es sehr akribisch abstritt. Aber sie war sechs Jahre mit ihm unterwegs gewesen! Eine so verdammt lange Zeit! Im Moment spielte jedoch die übliche Eifersucht einfach eine Rolle. Sie führten keine Beziehung, geschweige denn das da irgendein Funken von Gefühl zwischen ihn war. Maito empfand natürlich noch etwas für sie, aber das konnte er sehr schlecht nur verpacken. Die Worte >ich Liebe dich< zu sagen, würde er niemals wagen. Vielleicht wenn er auf dem Sterbebett lag, aber das würde so schnell nicht passieren! Der Nuke aus Konohagakure blieb mitten auf dem Hafengelände stehen und ließ gemächlich seinen Blick umher wandern. Auf seinem Rücken trug er einen Seesack mit allen nötigen Gegenständen die er brauchte. Wechselkleidung, Geld usw. Mit Versiegelungen schlug er sich nicht rum. Sein äußeres Erscheinungsbild wirkte gepflegt und keinesfalls runtergekommen. Natürlich vermittelten die Tattoos etwas raues, schienen aber einfach nur kunstvoll zu sein.

Nachdem sich Kôji zunächst einmal orientierte ging er gemächlich auf die Suche nach einem Hotel. Er würde heute Nacht hier bleiben und vermutlich danach schauen, ob er Spuren von diesem Einfallspinsel fand. Immerhin war er hier irgendwo in der Nähe gefangen genommen wurden. Warum er ausgerechnet in Mizu no Kuni steckte, wusste der Mann nicht aber er würde seine Spur weiterhin verfolgen. Nachdem für Kôji klar war, welches Hotelzimmer er bekam – auch wenn nicht das beste – ging er direkt weiter. Er wollte sich die Stadt ansehen und sich in einem der hiesigen Pubs einen Drink genehmigen. Das brauchte er einfach auch einmal zumal er dadurch am besten abschalten konnte. Nachdem er eine gefühlte Ewigkeit durch die Gegend umherlief, entdeckte er auch einen relativ belebten Ort. Die Tür stand offen, wodurch es recht einladend wirkte und man deutlich die Geräuschkulisse von innen vernahm. Schweigend trat der Mann zunächst nach drinnen um die Umgebung skeptisch zu begutachten. Der Pub war voll. Es gab kaum mehr freie Plätze aus zu machen und die meisten Tische waren mit mehreren Grüppchen belegt. Kôji rümpft leicht die Nase, zog die Augenbrauen schlecht gelaunt zusammen und entdeckte einen Platz an der Bar, der gerade frei wurde. Ein Mann stand auf und zog sich die Hose etwas höher. Er schwankte. Mit zügigen Schritten drängte er sich an ihm vorbei und setzte sich einfach hin. Als der betrunkene ihn anranzen wollte, gab es nur einen bösen Blick, woraufhin er seine Ruhe hatte. »Einen Whiskey«, säuselte er dann zu dem Barkeeper und lehnte seine Ellbogen auf den Tresen ab. Jeweils links und rechts von ihm saß eine Frau. Die eine starrte ihr Glas an, während die andere mit dem Rücken zu ihm saß und freudig mit einer anderen Frau schnatterte. Er hasste diese Art von weiblichen Geschöpf. Die Vielschwätzigkeit war so unglaublich schrecklich!

Nachdem der Mann sein Glas bekam, trank er zuerst einmal einen großen Schluck und fuhr sich dann durch seine Haare hindurch. Ein paar Strähnen hingen immer wieder etwas lose in seinem Gesicht und verdeckten etwas seine Augen. Kurz musterte er die andere Frau neben sich. Ob er heute ein Gespräch für sollte? Irgendwie tief in seinem inneren dachte er kurz wieder an Kana, die ihm vorwurfsvolle Worte hinterher schmiss. Er schüttelte den Kopf und brummte vor sich hin. Hinter ihm ertönte plötzlich Lärm. Mit einem knappen Blick über die Schulter erkannte er zwei Leute die miteinander rangelten. Kôji rollte genervt die Augen und schüttelte seinen Kopf. »Was für Primaten… «, brummte er vor sich hin und wandte sich erneut herum. Wieso gab es in solchen Bars eigentlich immer Ärger mit betrunkenen?
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   So Jun 15, 2014 2:43 pm

Zweiwöchiger Timeskip

Es hallten so viele Stimmen in ihrem Kopf wieder, dass sie gar nicht mehr zählen wollte, wie vielen Menschen sie in letzter Zeit begegnet war. Sie konnte sie schon gar nicht mehr zuordnen. Der Kage hatte sein Amt geschmissen und einem neuen Platz gemacht, der selbst noch nicht einmal seine wichtigsten Untergebenen benennen konnte. Bijuu wechselten die Gefäße wie Kinder das Karussell. Ein Clanviertel wurde in die Luft gesprengt, während sie selbst ein Mädchen aus den Fängen eines ekelhaften Typen gerettet hatte. Dabei war sie an ihre Grenzen gegangen. Sogar darüber hinaus, als sie zurück waren und das Dorf in Flammen und Rauch unterging. So viele Tote, die sie nicht kannte. So viele Schreie. Und so viele Patienten, die sie ausnahmsweise in ihr Labor aufgenommen hatte, weil das Krankenhaus ausgelastet gewesen war. Schließlich die ganzen Kollegen, wenn sie von ihrer großen Familie absah. Darunter die Azubis. Mit denen war sie hier. Yuka war mit fünf Auszubildenden ihres Labors auf eine subventionierte Mission gegangen, die es benötigte, um die Iryônin zu Forschern auszubilden. Theoretisch hätte auch ihre ältere Schwester diesen Job übernehmen können, aber die jüngere Katsuhika empfand es als Chance, um dem Stress in Kirigakure für ein paar Tage entfliehen zu können. Zwar immer noch mit Arbeit, aber immerhin hatte sie schon mal nicht mehr den bissigen Geruch von verbranntem Baumaterial in der Nase. Das konnte auch einfach nicht gut für ihre Schleimhäute sein. Auch wenn sie gleichzeitig keine Dermatologin war. Ihre Fachgebiete bezogen sich auf molekulare Ebene. Allerdings konnte sie sich nicht einmal mehr darauf konzentrieren. Heute war der letzte Abend, bevor sie morgen gen Mittag zurück nach Kirigakure gehen würden. Die Azubis hatten frei und sollten sich einen angenehmen Abend machen, während Yuka ... irgendwas anderes tat. Ihren Job als Sensei hatte sie bis vor einigen Stunden absolviert, nun brachen unterdrückte Gefühle, zu viel Stress, zu wenig Schlaf und alle anderen miesen Dinge über sie hinein.
So hatte sie sich nur in eine unbedeutende Spelunke zurückgezogen, die so gefüllt war, dass sie selbst in der Masse unterging. Immerhin besaß sie ja auch kein allzu auffälliges Aussehen. Honigblondes langes Haar, bernsteinfarbene Augen, eine mehr als weibliche Statur. Sie hatte weder eine dunkle Blitzreich-Haut noch grüne Augen oder pinke Haare. Unstimmig war vielleicht ihre Kleiderwahl, da sie ansonsten ein gepflegtes Kostüm trug mit Blazer und Rock. Den Rock hatte sie auch ein, welcher ihr knapp bis zu den Knien ging. Allerdings hatte sie keine Jacke oder dergleichen an, sodass ihr Oberkörper nur von einer langärmligen weißen Bluse geschmückt wurde. Diese hatte sie auch schon ungewohnt tief aufgeknöpft. Das kam davon, wenn der Alkohol die Blutgefäße weitete und die Poren öffnete, sodass man das Gefühl hatte, einem wäre unerträglich warm. Oder es lag einfach an der Alkoholunverträglichkeit, die Yuka hatte. Mehr als ein Whiskey-Glas verkraftete sie nie. Und sie hatte bereits das zweite zur Hälfte geleert. Ohne irgendwas zu sagen oder irgendwas zu denken, kippte sie den Rest runter. Sie schob das leere Glas zum Barkeeper und rieb sich dabei ungeniert mit dem Handrücken die Augen. Zwar war ihre Sicht noch klar, aber sie merkte, dass sie morgen starke Kopfschmerzen haben würde. Aber das war egal, solange sie heute mal alles vergessen konnte. Während der Service dafür sorgte, dass der nächste Schuss des flüssigen Goldes im Glas landete, sah Yuka im selben Moment wie ihr Sitznachbar über ihre Schulter, weil dort ein paar Leute wohl eine Auseinandersetzung hatte. Es ertönte lediglich ein genervtes Seufzen, aber als sie sich wieder normal hinsetzen wollte, musterte sie einmal kurz denjenigen, der neben ihr saß. Wirklich groß für einen Kerl. Selbst für einen Kerl. Und immer noch größer als sie. Und sie war schon größer als eigentlich alle Frauen. Wirkte so aber immerhin nicht schwach oder sensibel. Das wollte sie nämlich nicht sein. Was alle sehen sollten, war eine selbstbewusste Selbstständige, die Führungskraft besaß und von allem unabhängig war. Am liebsten wäre sie manchmal sogar ein Mann, dann wäre sie weniger empathisch und egoistischer. Keiner würde es ihr Übel nehmen.
Dann kam das dritte Glas Whiskey, sie zog es mit einem dankbaren Lächeln heran und genehmigte sich sofort den im Rachen beißenden Geschmack. Nun dröhnte das Ethanol wirklich in ihre Venen. Angestrengt stöhnte Yuka, lehnte sich mit dem Rücken an die Lehne des Barhockers, ließ den Kopf in den Nacken fallen und hatte dabei ihr Glas auf dem Schoß. Wer wusste, was mit ihr passierte, wenn sie ihre eigenen Grenzen ignorierte und einfach mal maßlos war? Selbst wenn sie sich wem an den Hals schmiss, sich mit wem schlug oder einfach unter der Theke bewusstlos wurde - es war besser, als heute auch nur noch einen Gedanken an Kiri, seine Ninja, ihre Arbeit oder irgendwelche nervenden Leute zu verschwenden. So hing sie mehr oder minder im Stuhl, goss den Rest des Glases irgendwann nach ohne den Kopf zu heben und richtete sich erst nach einigen Minuten wieder auf. Ihr Blick glitt nach links, zu dem anderen Whiskey-Trinker. "Der Erste heute Abend?", fragte sie angeheitert und überschlug die Beine, wobei sie die Arme provokant vor der Brust verschränkte. "Da hast du noch einiges nachzuholen. Sofern dein Magen größer ist als dein Kopf."
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   So Jun 15, 2014 7:42 pm

Nachdem Maito seine Aufmerksamkeit wieder auf seinen Drink richtete, betrachtete er nachdenklich die Flüssigkeit in dem Glas. Wie viel würde er heute davon runterstürzen? Der Unterhaltung mit Kana zu urteilen, würde er sich womöglich nicht einmal mehr an diese Frage mehr erinnern. Ein grimmiges Lächeln tauchte auf seinen Lippen auf, während er das Glas anhob und einen kräftigen Schluck von nahm. Als er es wieder auf den Tresen abstellte, hörte er eine angeheiterte Stimme links neben sich. Kurz warf er einen Seitenblick zu der Frau rüber um zu sehen ob sie wirklich mit ihm gesprochen hatte, bevor er sich leicht ihr entgegen wandte. Seine Augen musterten sie kurz eingehend, während auch sein Blick auf ihre Beine runter ging als sich jene überschlugen. Er schaute wieder hoch und blickte der Frau mit einer skeptischen Miene entgegen. War das eben eine Beleidigung gewesen oder nur eine angetrunkene Bemerkung? Vielleicht sogar eine Herausforderung zu einem Trinkduell. Ein überhebliches Lächeln formte sich auf die Lippen des Mannes, während er lässig seine Arme auf die Theke lehnte. »Es klingt für mich als hättest du schon einige Gläser hinter Dir«, bemerkte er leicht spöttisch und warf ihr dabei einen sehr vielsagenden Blick zu. Immerhin wirkte sie schon einiges erheitert. Vielleicht war sie schon angetrunken? Da sie sich noch relativ kontrolliert bewegte und eine recht gute Aussprache besaß, glaubte er nicht das sie schon bereits zu tief ins Glas geschaut hatte. Wer wusste jedoch wie trinkfest diese Frau überhaupt sein war?

Kôji dachte für einen Moment darüber nach ob er wirklich ein Gespräch mit ihr anfangen sollte oder ob er sich einfach seinem Drink widmete in seiner typisch unhöflichen Art. Er entschloss sich seine Aufmerksamkeit der Frau zu widmen, die relativ dicht neben ihm saß und irgendwie falsch in diesem Raum wirkte. Sie wirkte auf ihn nicht wie eine Dauertrinkerin. Dafür schien ihre Kleidung zu gepflegt zu sein. »Ich frag mich nur gerade, was es dich interessieren sollte wie groß oder wie viel mein Magen verkraftet«, führte er dann das Gespräch weiter und drehte seinen Rücken gegen die Theke, sodass seine Beine in den Raum ‚hingen‘. Durch seine Größe musste er immer etwas sehen, wohin mit den Stelzen. An der Bar konnten vermutlich nur Kleinwüchsige richtig sitzen! »Du wirkst nicht wie eine Frau, die hier sein sollte. Nichts für ungut. Deine Visage passt nicht in diesen Raum. Entweder du betrinkst ein Problem oder du hast vor demnächst Alkoholikerin zu werden.« Er machte eine kurze bedeutende Pause und warf ihr noch einmal einen musternden Blick zu. »Vielleicht habe ich auch gerade deinen betrunkenen Freund vertrieben. Sollte er wirklich dein Freund gewesen sein, sei froh darüber. Er war nicht gerade sehr anschaulich.« Schweigen folgte darauf, er trank noch einen Schluck von dem Drink. Mit seiner Art konnte er viele Menschen vertreiben. Er war offen und besaß ein unfreundliches Mundwerk. »Ich tippe ja eher auf die Alkoholikerin«, frotzelte er zynisch und zwinkerte ihr grimmig zu. Ob sie sich bereits jetzt wünschte nicht ins Gespräch gekommen zu sein?

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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Mo Jun 16, 2014 4:37 pm

Wie sie so in ihrem Barhocker hing, konnte man eigentlich meinen, dass sie entweder frisch verlassen worden sei oder wirklich einfach abhängig vom Konsum derartiger Getränke war, die sie gerade so zurichteten. Immerhin waren mittlerweile nur noch die Reste des Goldes im Glas vorhanden, umgarnten die Eiswürfel dort drinnen und schimmerten im gedämpften Licht dieser rauchigen Spelunke. Wenn Yuka daran dachte, was für Leute sie sonst immer umgaben, dann wirkte sie hier wahrlich wie an der falschen Adresse. Wenn sie sich ein Glas genehmigte, dann meist auch nur Zuhause, im bequemen, aber teuren Sessel, wo ihre Haustiere sie beglückten. Mit einem Fuchs konnte sie Gespräche wie mit einer besten Freundin führen, ein heroischer Ziegenbock spielte wie ein 5-Jähriger auf ihrem Teppich und eine psychisch gestörte Henne legte Eier auf ihrem Esstisch. Gut, das war vielleicht gerade das einzige, was sie vermissen würde. Ihr Heim mit ihren ganzen Babys. Wo keine Iryônin und Forscher ein und ausgingen, Männer und Shinobi genauso wenig. Aber dass sie sich gerade mit einem ihrer Hassobjekte zu unterhalten schien, verschwamm mit jedem Tropfen Ethanol in ihrem Körper. Die Furie war für heute Abend mehr oder minder betäubt.
Als der Fremdling dazu ansetzte, dass er über ihr Gesagtes nachdachte, drehte Yuka mit einem viel zu lockeren Grinsen das Gesicht zu ihm. Sie ließ einen Arm seitlich vom Stuhl hängen, während der andere immer noch in ihrem Schoß ruhte, wo sie ihr Glas festhielt. Noch konnte sie es ja. Der Typ versuchte anschließend herauszufinden, warum sie hier war. Oder ging zumindest gelangweilt irgendwelchen Vermutungen nach. Yuka musste schmunzeln. Dann hob sie ungeniert die Beine an, legte die nackten Waden auf der Theke ab, sodass den Servicekräften ihre Absätze entgegen lächelten, lehnte sich weiter zurück und spielte mit dem Daumen am Glasrand ihres Whiskeys. Schlechte Manieren schien man hier gewohnt zu sein, denn es sprach sie keiner auf ihre Extremitäten auf der Theke an und es sah auch keiner wirklich angeekelt in ihre Richtung, als würde sie sich als Frau völlig daneben benehmen.
"Als hätte ich es nötig Probleme zu betrinken", blaffte sie mehr oder weniger gehässig mit geschlossenen Augen, wobei sie ihren Pony richtete. Anschließend bewegten sich die goldenen Iriden in die Richtung des großen Mannes und strahlten durchaus die gewohnte Selbstsicherheit der Medizinerin aus Kirigakure aus, die sich ihr eigenes Imperium geschaffen hatte. "Ich bin nicht abhängig. Ich kann es mir gar nicht leisten mich irgendeiner Sucht hinzugeben." Sie setzte das Glas wieder an, trank aus und stellte es auf der Theke neben ihren Beinen ab, wonach sie dann unter der ausreichend gefüllten Bluse die Arme verschränkte und in sich hinein lachte. "Ich sollte mich beleidigt fühlen, dass du ernsthaft diesen Idioten von gerade als meinen Freund vermutet hast. Als hätte ich so jemanden nötig." Es erklang ein Seufzen, das irgendwie erleichtert, aber auch abfällig wirkte. Yuka sah ihren Gesprächspartner mit einem schiefen Lächeln wieder an und schüttelte den Kopf. "Von euch Drecksäcken habe ich niemanden nötig. Wenn ich ein Problem betrinken müsste, müsste ich wegen jedem Mann auf diesem Planeten einen heben. Da würde ich ja alle Register an Promille im Blut brechen. Passt du denn eher hier her? Falls du auf 'ne Frau gehofft hast, das Bordell ist links am Straßenende. Ansonsten begegnen dir hier nur billige Händler, Raucher und Süchtige." Yuka wechselte kurz von einem Bein auf das andere, indem sie es auf das jeweils andere umlegte. Ihr Lächeln schwand, als sie sich an ihre Aufzählung erinnerte. "Na ja, und Ausnahmen wie mich."
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Mo Jun 16, 2014 8:22 pm

Der Mann verfolgte mit seinen Augen die Beine der Frau, die sich langsam auf die Theke legten. Er musterte sie eingehend und ließ seinen Blick gemächlich weiter nach oben wandern. In dem Moment fragte er sich tatsächlich ob es noch unhöflichere Menschen auf dieser Welt gab als er selbst. Die Tatsache der Antwort, ließ ihn leicht schief Grinsen. Ohne sich die Mühe zu machen seinen Blick zu verbergen, wanderten seine Augen wieder zurück zu der Frau. Sie erwähnte, dass sie es nicht nötig hätte ihre Probleme zu betrinken und das sie sich eine Sucht nicht leisten konnte. Kôji deutete ein Kopfschütteln an, während seine Hand gemächlich über das dunkle Holz der Theke strich. Man sah sehr deutlich wie alt die Bar war und das hier schon viele Biergläser einen Rand auf das Holz gezeichnet haben mussten. Er winkte etwas ab und schüttelte seinen Kopf. »Wer sich für seine Trinkgewohnheiten Rechtfertigen muss der zieht es zumindest in Erwägung oder ist auf guten Wege Alkoholiker zu werden«, zog er sie dann leicht provokant auf und hob sein Glas erneut an seine Lippen. Mit einem Zug leerte er den Whiskey und bestellte mit einem leichten Winkdeut direkt ein neues. Gleich daraufhin wanderte sein Blick wieder auf die Frau zurück, die er eingehend betrachtete. Sie hatte die Arme vor der Brust verschränkt, wodurch ihre Oberweite bei weiten noch besser zur Geltung gebracht wurde. Was wohl Kana dazu sagen würde, wenn sie mitbekam das die Brüste einer anderen Frau betrachtete? Ob sie eifersüchtig wurde? Zu seiner eignen Genugtuung ließ er es nicht aus ein wenig länger den Anblick zu genießen, bevor er zurück in die Augen der Frau sah. Mit Sicherheit würde es die Kaminishi nicht einmal Jucken, wenn er fremde Frauen angaffte.

Schnaubend griff Kôji nach seinem neu befüllten Glas und trank einen Schluck davon. Man konnte es nicht genau einschätzen, warum er so gerade reagierte. Vielleicht sogar auch, wegen der Aussage über ihren Freund. Wer wusste das schon? Eins konnte er jedoch nach dem kurzen Gespräch bereits sagen. Die Fremde hatte ein deutliches Problem mit Männern. Es erinnerte ihn irgendwie erneut an Kana, die ständig etwas an ihm auszusetzen hatte. Sein Verhalten war natürlich nie beispielhaft gewesen und teilweise so provokant, dass man keine andere Wahl bekam als böse auf ihn zu sein. Aber es schien nie ein Grund zu sein sich von ihm zu trennen. Kôji verdrängte diesen Gedanken jedoch und überlegte ob er nicht wirklich in das Bordell um die Ecke ging. Dann konnte er bezahlten, guten Sex bekommen und brauchte sich keinerlei Gedanken darüber zu machen, dass man ihm irgendetwas übel nahm. Die Erwähnung über die Auswahl hier, ließ ihn dann kurz leicht böse Grinsen. Es konnte nur heißen, dass er gleich noch einen weiteren gemeinem Kommentar von sich gab. »So? Du bist also eine Ausnahme? Nach deiner Beschreibung also bist du entweder ein billiger Händler, ein Raucher oder eine Süchtige. Und nein ich habe auf keine Frau gehofft. Ich glaube ich kann behaupten, dass Frauen genau solche Drecksäcke sind, wie du Männer gerade beschreibst«, säuselte er und trank einen weiteren Schluck seines Drinkes.

Das Glas fand seinen Weg auf den Tisch zurück, während er einen missmutigen Blick der Frau schenkte. »Frauen sind einfach unglaublich launisch. Zuerst stöhnen sie den Namen von Dir und dann ist man nur noch das Arschloch für eine schnelle Nummer«, bemerkte er in einem grimmigen Tonfall und gestikulierte dabei entsprechend mit seinen Händen. »Ich würde also wetten, dass ich einige Drinks mehr hätte als du, wenn es darum geht für jede Frau einen heben zu müssen.« Er sah ihr vielsagend entgegen und lehnte sich dann lässig wieder mit dem Rücken gegen die Theke. Mit einer Hand glitt er durch seine Haare und sah ihr entgegen. »Die Frage ob ich hier hergehöre ist eigentlich unwichtig. Dieser Ort dient einfach nur dazu etwas zu trinken und weiß der Teufel was zu tun. Vielleicht werde ich später auch einfach das Bordell besuchen… ich habe ja jetzt den Tipp bekommen. Wobei ich mich frage, woher du weißt das es dort liegt.« Seine Augen blitzten provokant in ihre Richtung. Man konnte deutlich den Unterton hören, dass er ihr mit dieser Aussage fast ein wenig unterstellte dort her zu kommen. Die typische Art von Kôji ein Gespräch zu führen. Dann drehte er seinen Kopf jedoch weg und zeigte nur dieses schmächtige Lächeln auf den Lippen, dass eine gewisse Überlegenheit vorgaukeln sollte. »Nichts für ungut, ich denke mit Sicherheit nicht darüber nach dass du von dort kommst«, fügte er dann zu seiner Aussage hinzu, wodurch noch viel deutlicher wurde, dass er es eigentlich doch dachte. »Seien wir jedoch ehrlich. Was macht eine Frau in einer Bar von billigen Händlern, Süchtigen und Rauchern – wenn sie nicht auf der Suche ist nach unkomplizierten Männern.« Er hob die Hand und schnipste ihr leicht gegen die Stirn. »Dieser Ort ist für Mädchen wie dir gefährlich. Suchst du Gefahr? Oder was ist der Anlass in diesem grässlichen Ort dich zu betrinken?«

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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Mo Jun 16, 2014 9:17 pm

So? Ich bin also ein Drecksack und ein Alkoholiker gleichermaßen? Wie Yuka auf dem Barhocker hing und die Arme verschränkt hatte, sah sie nun eher aus dem Augenwinkel auf den Fremden, statt direkt zu ihm. Die Worte, die er von sich gab, waren alles andere als charmant. Nicht, dass sie in dieser Einrichtung Charme von irgendwem erwartete, aber von ihrem Abend erwartete sie etwas anderes als Männer, die sie an Tetsuya erinnerten. Dieser hier trug zwar keine Brille, besaß kein grünes Haar und auch kein himmlisch unschuldiges Lächeln, aber es reichte, dass er dasselbe Geschlecht hatte. Und sich dann noch soweit raus wagte Frauen zu pauschalisieren und über Yuka direkt diverse Unfreundlichkeiten fallen zu lassen. Auch wenn sie betrunken war, hatte sie immer noch einen recht klaren Sinn für Arschlöcher. So wie dieses, das ihr wohl alles andere als eine Gesellschaft sein wollte. Eher skeptisch beobachtete die 38-Jährige den kräftig gebauten Typen, wie er sich an seiner Bestellung vergnügte. Mit mehr oder minder Aufmerksamkeit, was er dort trank. Irgendwie ahnte die ebenso charmante Furie in ihr bereits, dass er weitaus weniger Alkohol vertragen würde, als sie schon intus hatte. Dafür würde sie sorgen. Sie wusste wie. Dafür musste sie ihn weder ansehen noch berühren. Es reichte, dass er hier neben ihr war.
Als er anfing über die Launen der Frauen zu reden, nahm Yuka wieder die Beine vom Tresen. Sie setzte sich normal mit überschlagenen Schenkeln auf den Stuhl, drückte den Rücken durch, stützte die Ellbogen auf dem abgenutzten Holz und ließ den Fuß wippen, der nicht auf einem Holzteil des Stuhls ruhte. Dabei hatte sie die Augen geschlossen und ein ebenso selbstsicheres Lächeln aufgelegt. "Dann hast du auch nicht mehr zu bieten, mein Lieber. Einen Namen, um deine Abscheulichkeit benennen zu können, und diverse Dinge, mit der die Natur dich verfluchte. Schon schade, wenn man sich seiner Intelligenz nur im geringen Maße bedienen kann, ich bedaure dich." Yuka musste irgendwie auflachen, als sie ihren typischen Hass auf das andere Geschlecht wieder ans Tageslicht treten ließ. Sie waren alle irgendwo gleich, wenn sie sich nicht auf Vernunft und Ehre berufen konnten. Dann zählten nur die Genitalien, die Sinne zum Befriedigen und das nächste potentielle Ziel. Wäre sie unmoralischer, würde sie vielleicht wagen Embryonen zu züchten, die so etwas wie ein drittes Geschlecht hatten. Eines, damit Frauen sich aussuchen konnten, was sie wollten. Damit träte aber eine Rassenpolitik zu Tage, die niemand verantworten konnte. Deswegen war es einfach eine zynische Utopie.
Dann schwenkte die Unterhaltung irgendwie Richtung Bordell, das Yuka aus Kenntnis über die Stadt, weil sie für eine Gruppe Azubis verantwortlich war, einfach kannte. Stadtpläne anzuschauen war eine Sache, dann aber unterstellt zu kriegen, dass man einen Beruf aus diesem Metier verfolgte, eine andere. Es brauchte einen Moment, aber je mehr Worte fielen, desto mehr Blut pochte durch eine Ader an Yukas Schläfe. Mehr und mehr, sie wollte sich zu ihm drehen, da kam ihr die Hand von dem Typen entgegen und er schnippte ihr tatsächlich über die Augen an die Stirn. Natürlicherweise zuckte sie, verschloss für einen Moment die Augen und zog dann das Gesicht zurück. Wohlgefallen sah im Anschluss definitiv anders aus. "Fass' mich nochmal an und ich lass dir deine Galle hochkommen", schnauzte Yuka, rieb sich kurz über die Augenbrauen und nahm dann gemächlich Abstand. Wenn sie sich im Nahkampf mehr trauen würde, dann würde sie ihm noch mehr hochkommen lassen als nur die Galle. Ein Schlag von ihren Kurai Jutsus und sie könnte ihn betäuben, wo sie wollte. Allerdings sprach seine große Erscheinung dagegen sowie die Tatsache, dass sie hier alleine war und ansonsten nicht wirklich etwas Offensives zu bieten hatte. Deswegen trieben solche Frauen es immer über die Hintertür, so falsch das auch klang. Sie waren nicht feige, sondern gewieft. Auch wenn sie gereizt wirkte, bediente Yuka sich nun einfach einem simplen Plan, damit auch die Worte dieses einen, belanglosen Mistkerls ein Ende fanden. Sie tat für einen Moment so als würde sie aus ihrer Rocktasche an der Seite, wo der Kerl es nicht sah, Geld für die Drinks herausholen. Allerdings formte sie stattdessen ein paar feine Fingerzeichen und konzentrierte sich auf den Chakra-Pol, der ihr gerade missfiel. Die Manipulation war mehr als einfach. Irgendwie musste die Katsuhika dabei dämlich grinsen, als das letzte Zeichen da war und dann seine Wirkung entfaltete. Einige Sekunden später nahm sie aber wirklich ein paar Ryo hervor, die sie über die Ladentheke schob. Dabei stand sie auf, schob den Hocker zurück und sagte grinsend zur Seite: "Ich suche hier nach nichts, arbeite hier nirgends und lebe hier auch nicht. Vielleicht bin ich ein Drecksack, aber sicherlich kein so ... schmutziger wie du. Ich schätze, du verträgst doch weniger als ich?"

Jutsu:
 
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Di Jun 17, 2014 6:39 pm

Natürlich bemerkte Maito den Wandeln der Stimmung und beobachtete ihn fast mit grimmiger Freude. Er wusste das seine Art anderen sauer aufstieß und stets irgendwie für Unmut sorgte. So hielt er sich Menschen immer auf Abstand und konnte gleichzeitig amüsierend feststellen, dass es sie doch etwas verletzte. Ein gutes Gefühl. Es gab ihm etwas Genugtuung das ein anderer Mensch sich gerade ebenso schlecht fühlte, wie er. Die Unterhaltung mit Kana setzte ihm immer noch etwas zu. Er warf zunächst jedoch einen Seitenblick auf die Fremde, die mit geschlossenen Augen dasaß und ein selbstgefälliges Lächeln zeigte. Maito war beeindruckt das sie ihm nicht schon längst das Glas ins Gesicht schüttete. Ihre Worte klangen irgendwie provokant, aber merkwürdigerweise trafen sie den Mann nicht wirklich hart. Sie bedauerte ihn, wodurch er nur das Glas anhob und einen weiteren Schluck trank. Die gleiche Art besaß doch auch Kana. Dafür hatte er schon einen dicken Pelz entwickelt. »Spricht dort der Neid? Die Natur hat doch eigentlich die Frauen verflucht. Ich kann nichts dafür das deine Reproduktionsorgane nach innen gekehrt sind. Glaub mir Eure launischen Verhalten im Monat gehen mir auch auf die Nüsse. Aber ich lass dich einmal in diesem jämmerlichen Glauben Überlegen zu sein. Verschwende ruhig deine Zeit mich zu bedauern, während ich in deinem Hass bade«, erwiderte er gelassen und machte eine wegwerfende Handbewegung. Er verkniff sich zu sagen, dass er glaubte sie würde eh nur eine der Frauen sein die seinen Namen zum Schluss stöhnten und ihn dann später als Arschloch betitelten. Immerhin waren seine vorherigen Worte auch schon beleidigend genug. Ihm war es relativ egal ob man ihn derartig behandelte oder auf ihn starrte. Dafür hatte er einfach zu viel erlebt und bereits gehört. Solche Worte stießen bei ihm auf taube Ohren. Erst einmal zumindest. Es gab sicher einige Worte die viel mehr bei ihm einschlugen als die hier.

Sein Finger schnipsen gegen ihre Stirn stieß gleichermaßen auf Wut. Genau das was er damit provozierte. Er schenkte ihr ein böses Lächeln und schien sich nicht weiter über ihre Worte zu sorgen. Auf seiner Brust trug er ein Todesmal, wieso also sollte ihn stören wenn man ihm drohte das ihm die Galle hoch kam? Das die Frau gerade tatsächlich ein Jutsu auf ihn anwendete, bemerkte er noch nicht. Zu sehr trank er den Whiskey weiter und genoss die Tatsache, dass sie verstimmt war. Es war fast so als würde er Kana gerade ärgern – der Gedanke gefiel ihm durchaus. Damit konnte er etwas seiner Wut abbauen. In dem Moment wo er darüber nachdachte, fuhr ein stechender Schmerz in seinen Magen hinein. Kôji umschloss sein Whiskeyglas augenblicklich fester und spürte das elendige Gefühl von Übelkeit in ihm aufsteigen. In dem Moment tauchte die Stimme von der Fremden auf, die sich erhob. Sie erklärte das sie ein Drecksack war, aber kein so schmutziger wie er. Anfügend schien sie ihm unter die Nase zu reiben das er weniger vertrug als sie. Ein verbissenes Lächeln trat auf seine Lippen. Er zwang sich zur Selbstkontrolle und drehte sich ihr zu. Man sah ihm nicht an das etwas nicht stimmte. Seine Augen bohrten sich in ihrem Blick. »Nicht ich bin derjenige der geht, sondern du - Prinzessin«, erklärte er gezwungen lässig und lehnte seinen Rücken gegen die Theke. Es kostete ihn eine Menge Selbstkontrolle sich nicht zeigen zulassen, dass der Schmerz in seinem Bauch sich wie ein heftiger Tritt anfühlte. Aber er hatte schon vielerlei anderer Schmerzen vertragen. »Und das du darüber urteilen kannst, das ich ein schmutzigere Drecksack bin als du… das ist nicht so schwer wie du gerade glaubst. Das gehört zu meinem Ruf.« Er hob das Glas und deutete ein Gruß damit an. »Bis dann, Süße. Bedauerlich das du gehst… ich hatte eigentlich bereits im Geiste dich betrunken nach Hause zu bringen. Pass gut auf dich auf – wer weiß was für schlimmere Drecksäcke dich in der Dunkelheit erwarten werden.« Klang dort ein kleiner Schimmer von Drohung? Etwas Angst machen, dass er sie vielleicht nachts überfiel? Natürlich würde Kôji so etwas nicht tun, aber die Frau kannte er eh nicht und sie war gerade dabei zu gehen. Zumal diese selbstgefällige Lächeln auf ihren Lippen ruhig weichen durfte.
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Mi Jun 18, 2014 2:10 pm

Yuka genoss mit dem Blick aus dem Augenwinkel heraus, dass das Jutsu seine Wirkung entfaltete, obwohl es lächerlich einfach war. Jeder Genin hätte das bei einem Erwachsenen geschafft. Was hier zumindest klarstellte, dass es sich wohl um einen Taijutsuka handelte - bei dem Körperbau. Und nicht um jemanden, der sonderlich viel Erfahrung mit Illusionen hatte. Oder mit Kai. Dennoch schien er genug Disziplin bereitzuhalten sich zusammenzureißen, die Miene möglichst nicht zu verziehen und weiter auf cool zu tun, während Worte seinen Mund verließen, die daraufhin deuteten, dass er dachte sie würde gehen. Sie stand einfach an der Bartheke, Hocker zurückgeschoben, hatte sich vorgebeugt, die Ellbogen aufgestützt und den Kopf in den Händen gebettet. Während man ihre Getränke abrechnete, was eher sporadisch passierte, da viel los war und das hier auch kein allzu seriöses Etablissement, konnte Yuka sich weiterhin auf den Brünetten konzentrieren. Oh, ein schmutziger Ruf also. Gut, dass sie ihn vielleicht nicht besser kannte. Für einen Moment sah die Katsuhika nicht mehr auf ihn, sondern schloss benommen ihre Augenlider und merkte, wie der Whiskey in reinster Form durch sie schwamm. Nicht dass es so etwas wie Blutersatz wäre, doch es fühlte sich an, als hätte sie ihr Chakra gegen etwas Besseres ausgetauscht. Deswegen verzog sie auch das Gesicht abwesend zu einem zufriedenen Grinsen. Fast gar keine Spur mehr von dem Groll, den sie gerade gehegt hatte, weil der Typ sie berührt hatte. Die Promille brauchten nur einige Minütchen, um in ihren Gehirnwindungen anzukommen und vor der Leber Halt zu machen, die streikte. So schnell konnte sie den Kram nicht abbauen. Bei dem Enzym, was Yuka mangelte, dauerte es eh viel länger. Mit dem Gefühl, dass es gar nicht vorhanden wäre.
Sie war in diesem Moment so sehr auf die aufgerissenen Schmetterlingsflügel ihres prinzenhaften Whiskeytraums fixiert, dass sie dem Nuke-Nin nicht richtig zuhörte. Irgendwas von betrunken Geistern, die er nach Hause bringen wollte. Drecksäcke in der Dunkelheit. Stimmt, das waren Geister. Zumindest in den Büchern. Aber sie war keiner. Und hatte auch gerade alles andere im Kopf als sich zu verflüchtigen. Auf der Straße fiel sie in ihrem Zustand ja noch mehr auf als ohnehin schon. Und sie wollte den Azubis lediglich in katerhafter Verfassung begegnen und nicht betrunken. Dann wurde sie verrufen und ihre Schwestern bekam die alleinigen Anteile an dem gemeinsamen Forschungsinstitut. Wobei sie das Yuika auch gönnen würde. Sie besaß eine Verfassung, die Männer erst verzauberte, aber dann in den Abgrund stürzte, weil sie doch eine knallharte Geschäftsfrau war. Irgendwie hatte sie so eine Spur mehr Erfolg als Yuka mit ihrer hasserischen Schiene gegenüber dem anderen Geschlecht. Dass sie über so etwas überhaupt nocht nachdenken konnte. Plötzlich hörte sie nur ein Schnipsen, blinzelte verwirrt und hob den Kopf aus den Händen. Ein Barkeeper hatte ihr vor die Augen geschnipst, um sie mehr oder minder zu wecken und schob ihr Wechsel-Ryo über den Tresen. Mit einem kecken Grinsen nahm sie die entgegen, aber verlor mit jeder Sekunde mehr die Kontrolle. Einige der Münzen begann sie zwischen den Fingern zu drehen, aber wusste nicht einmal welchen Wert sie besaßen. Sie schaffte es noch das Geld in ihre Rocktasche zu schieben, aber dann hatte sie wirklich schon das Gefühl, dass irgendeine unsichtbare Schwerkraft auf ihre Schultern hämmerte. Yuka stand immer noch an der Theke, im 90°-Winkel nach vorne gebeugt und bettete ihre Stirn auf ihren Unterarmen. Sie würde nicht gehen. Sie konnte gar nicht gehen.
"Geister", murmelte sie zusammenhanglos, weil sie sich nur noch an Fetzen erinnerte, die der Typ neben ihr gesagt hatte. Anschließend erhob die Blonde sich wieder ein bisschen, aber hatte kein Gefühl mehr für Hemmungen, Grenzen oder eigene Werte, die sie vorher noch mit irgendwelchen Techniken verteidigt hatte. Das Genjutsu dürfte mittlerweile auch wieder abgeklungen sein. Immerhin hatte sie einige Sekunden einfach stumm an der Bar gestanden und den Einstrom des Ethanols genossen. Sie sah ihren Sitznachbarn mit einem schiefen Grinsen an, das sich keiner Schuld bewusst war. Ihr Winkel schien eine eindeutige Widmung einzunehmen, da sie sich ihm näherte und die Arme schon zu einer Geste vorschnellen ließ. Vielleicht war es auch einfach nur ein Reflex, damit sie nicht stürzte. Das konnte bei ihren Absätzen schmerzhaft werden. Yuka schlang die Hände um einen der Männerarme, drückte ihren Oberkörper gegen den Besitzer und legte das Kinn auf der fremden Schulter ab. Nun konnte man sie offiziell als betrunken bezeichnen. "Ich gehe nicht", säuselte sie glücklich und hatte dabei die Augen zu. "Da draußen sind doch Geister. Und es ist dunkel, nicht? Ich hab' Angst alleine."
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Mi Jun 18, 2014 4:34 pm

So schnell wie seine Übelkeit und sein Magenschmerz kam, so schnell nahm er auch wieder ab. Er entspannte sich deutlich wieder und atmete tief durch. Noch immer wusste er nicht genau was das eben gewesen war, aber er machte sich auch keinerlei Gedanken darum. Ihm ging es immerhin inzwischen besser. Seine Unbekannte Gesprächspartnerin ging nach seinem Worten jedoch noch immer nicht. Mehr schien sie ihren Körper weiter auf der Theke zu betten und dabei bestimmte Rundungen deutlich hervor zudrücken. Kôji musterte die Dame kurz und runzelte die Stirn. Sie schien von der bösen und Angriffslustigen Frau eine gnadenlose Wendung zu vollziehen. Zuerst dachte er sie würde ihn nur für dumm verkaufen aber tatsächlich schien bei ihr inzwischen der Alkohol zu wirken. Der Mann schnipste mit dem Finger und deutete dem Barkeeper an das er ihm etwas nachgießen sollte, während er sich gemächlich wieder der Blonden zuwandte. Sie murmelte etwas über Geister und schien dabei irgendetwas von seiner Aussage falsch verstanden zu haben, wobei Kôji wirklich dreimal überlegen musste wann er dieses Wort einsetzte. Nachdem er nicht rausbekam wann er es sagte, tat er den Gedanken ab und entschloss sich die Frau für nicht mehr ganz voll zu nehmen. Gerade als er sich ihr wieder mit dem Gesicht zu wandte, bemerkte er das sie sich bewegte. Zuerst unscheinbar und langsam, aber dann kippte sie mehr oder weniger in Seine Richtung. Ihre Arme schlangen sich fest um seinen herum, sodass ihr Oberkörper den Weg näher zu ihm fand. Kôji zuckte mit den Augen auf ihre Brüste hinab und starrte auf das zusammengequetschte Gebilde. Dann legte sich das Kinn noch auf seine Schulter, was im Anbetracht dessen das er wirklich groß war, wirklich einfach ging. Daraufhin verkündete die Unbekannte, dass sie nicht gehen würde wegen irgendwelcher Geister die draußen waren. Ebenso wollte sie ihm wirklich weiß machen das sie Angst im dunklen hatte. Der Taijutsuka runzelte die Stirn und starrte sie zweifelnd an. »So – So? Die Männerhasserin will mir tatsächlich weiß machen, dass sie Angst im dunklen hat?«, fragte er und lehnte seinen Körper zurück auf die Theke, dass sie sich gerade an ihn heran lehnte schien ihn relativ wenig zu stören. Abgesehen davon das er überlegte ob sie mit Absicht ihre Brüste an ihn heran drückte. Er spielte tatsächlich mit dem Gedanken den Zustand der Braut auszunutzen um sie nach Hause zu bringen. »Kann es sein, dass du ziemlich besoffen bist – Süße?«, fügte er dann feststellend hinzu und trank erneut sein Whiskey aus. Er versuchte den Griff der Frau etwas von seinem Arm zu lösen, spürte aber das sie sich derzeit viel zu fest an ihn heran drückte. Seine Augen hefteten sich auf ihr Gesicht und musterten es erneut. »Ich glaube es wird Zeit für dich, dass du diese Bar verlässt, Sugar. Sonst schleppt dich hier noch irgendein besoffener Kerl ab und nutzt deine Hilflosigkeit aus«, riet er ihr dann an und drückte erneut etwas mehr gegen ihren Arm, damit sie ihn los ließ. Irgendwie schien sie ihn von einem Moment des Hasses, plötzlich gern zu haben oder aber ihr Verhalten war dem Alkohol zuzutragen. Hatte sie womöglich nur darauf abgezielt? Er war sich darüber nicht so ganz sicher und seufzte dementsprechend genervt auf. Wieso passierte ihm eigentlich so etwas ständig?
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Mi Jun 18, 2014 5:46 pm

Es war irgendwie stützender als diese Bar, die nur eine platte Ebene darstellte und maximal unbequeme, splittrige Holzsäulen bot, um sich festzuhalten. Nun, wo drei Whiskeys ihre Wirkung entfalteten, konnte Yuka froh sein, dass sie nicht schon desorientiert zu blinzeln begann. Andererseits hatte sie in diesem Zustand auch den subjektiven Vorteil, dass sie sich um nichts Gedanken machen musste. Ob das peinlich war? Spielte keine Rolle. Ob sie jemand sah, den sie kannte? Egal. Ob sie morgen miese Konsequenzen ziehen musste? Was kümmerte sie das jetzt. Dass ihre Eltern enttäuscht wären? Die waren eh nicht hier. So hing sie bei irgendeinem Fremden an der Schulter, hielt ihm umklammert, um damit sie nicht zu Boden sank und stellte im Kopf die fantasievollsten logischen Zusammenhänge her. Geister, Dunkelheit. Das war erst der Anfang für das bunte Abenteuer im Kopf. Es zählte die aktuelle Sekunde, nicht die nächste oder die am nächsten Morgen. Auf die rhetorische Frage erwiderte Yuka nichts, bis sie merkte, dass da jemand gegensteuerte und von sich weg haben wollte. Nach einigen Versuchen rutschte sie von dem Mann weg, ging unbewusst einige Schritte rückwärts und stieß dann eher sanft an den Barhocker, wo sie drauf gesessen hatte. Wie zuvor schon benommen versuchte die Blonde Platz zu nehmen und schaffte das sogar. Der Hocker war beim Rückwärtsschieben vom Aufstehen etwas seitlich gerückt, sodass die beiden Gäste sich recht gut frontal ansehen konnten. Normal zur Bar gerichtet war ja eh keiner von ihnen.
Yuka nahm also wieder ihren alten Platz ein, überschlug dieses Mal langsam die Beine unter dem Rock, ließ den oberen Fuß wippen und einen Arm mehr als selbstbewusst über die Stuhllehne hängen, sodass der Stoff ihres Oberteils sich spannte. Einige Haarsträhnen hingen ihr quer im Gesicht, die sie gar nicht als störend empfand, sondern widmete sich weiter dem Nuke aus der Ferne. "Kann sein. Vielleicht sein. Vielleicht nicht, gomen", verbesserte sie sich. Das Sprachzentrum war schon etwas verwirrt von der ganzen Sache. Ein gehässiges Grinsen oder irgendein Lächeln fehlte im nächsten Moment, als Yuka sich selbst auf die Füße sah. Abwesend musterte sie ihren Schuh, bewegte den Fuß hin und her und erzählte so nebenbei. "Vielleicht will ich das ja. Das Hauptziel ist ja schon erreicht. Siehst du ja. Komisch drauf und redet mit Leuten, die sie nicht kennt. Wenn du willst, Großer, nenn' mich Yuka." Eigentlich sollte das nicht wie eine Einladung klingen. Die Katsuhika reihte nur mehrere Dinge unbewusst aneinander. Einen wertlosen Gedanken, die Feststellung, dass sie sich schon endlich betrunken hatte, dass es offensichtlich war und dann stellte sie sich simpel vor. Nun ließ sie ihren Fuß ruhen, legte den Kopf in den Nacken und atmete angestrengt hörbar aus. "Heute soll's mir egal sein. Is' doch sonst immer so viel. Yuka-chan hier, Yuka-sama da, Frau Doktor, Frau Kunoichi, Frau bla bla bla. Ganz zu schweigen von Frau Ex. Ne, das heißt ja Exfrau. Ach, Mist." Wenn sie aber an ihren Ex dachte, dann war es ihr Freund. Verheiratet waren sie nie. So weit war es ja nicht gekommen. Yuka hob das Gesicht und beobachtete für einen Moment ihr Gegenüber. Er wirkte irgendwie grimmig, selbstbezogen, vielleicht sah man auch eine Spur von Verstimmtheit, die irgendwo grollte. Offensichtlich war aber in erster Linie, dass der Kerl mehr Enzyme hatte, um Alkohol abzubauen. "Biste' auch hier, um wenigstens einmal alles zu vergessen? Ich würde wetten entgegen meiner Erfahrungen gibt's bei dir keine Tusse, die du vergessen musst. Also umgedacht, weißt du? Ich bin nicht lesbisch. Als würde ich so etwas einer Frau geben." Mit einem schrägen Lächeln sah Yuka einmal kurz selbst an sich hinab, ehe sie die Räumlichkeit um sich beobachtete, da ihr nichts anderes einfiel. Diverse Leute, mehr Kerle als Frauen, alle um die 30 und älter. Fast wie eine schlechte Single-Party. "Man sind die alle schmächtig", grummelte sie beinahe über die männlichen Gäste.
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Mi Jun 18, 2014 7:13 pm

Nachdem er seine betrunkene Sitznachbarin dazu bewegte, wieder den eignen Platz einzunehmen, wirkte er weniger grimmig. Natürlich blieb er weiterhin der böse Mann der sich keinerlei Emotionen eingestand. Was nicht hieß das man mit ihm nicht sprechen konnte. Generell lockerte der Alkohol auch seine Zunge, zumal er sich gerade nach etwas Abwechslung sehnte um Kanas Worte schnellstmöglich zu verdrängen. Noch immer war er von dieser Frau so sehr abhängig, dass er sich selbst dafür hasste. Dadurch das diese schräge Gestalt neben ihm nun auftauchte, wurde er zumindest für ein paar Minuten mal abgelenkt. Vielleicht weil die Person unglaublich merkwürdig auf ihn wirkte. Von einer Minute wechselte ihr böses Charma, in eine anhängliche Frau und dabei blieb es schlussendlich nicht. Sie wurde etwas redseliger. Zuerst kommentierte sie irgendeine Aussage von ihm, wobei sich Kôji inzwischen gar nicht mehr so sicher war welche davon. Sein Blick glitt zu ihr rüber und bemerkte durchaus den angespannten Stoff ihres Oberteils. Er musterte ihn eingehend, erneut ohne wirklichen Anstand dabei zu haben. Wieso auch nicht. Immerhin besaß er weder eine Beziehung noch eine Ehe, sodass er die Freizügigkeit solcher Blicke durchaus kommentarlos genießen konnte. Dennoch schob sich der Gedanke an Kana zurück. Die Nacht mit ihr… - er griff nach sein neu befülltes Whiskeyglas und kippte es weg. Fast sinnbildlich wollte er damit die Erinnerungen an seine Exfreundin wegkippen und wandte sich der Frau komplett zu. Sie stellte sich als Yuka vor, sodass sie zumindest nicht länger unbekannt waren. Zuerst schwieg der Mann und betrachtete sie kurz, bevor er selbst seinen Mund öffnete. »Kôji«, stellte er sich dann mit einem dumpfen Tonfall vor und vermied es ebenfalls bewusst seinen Nachnamen auszusprechen. Kopfgeldjäger würden dann erst recht wissen wer er war und woher er kam. Immerhin gehörte er inzwischen zu einer internationalen Bingo Book Liste. Dennoch dachte er im Moment auch nicht wirklich über eine Gefahr nach – immerhin war sein Gegenüber zuerst hier gewesen.

Jene – die im übrigen ja Yuka hieß – schien sich gerade genervt über irgendetwas Luft zu machen. Kôji konnte noch nicht einordnen wohin dieses Gespräch führen würde, aber er konnte heraushören das sie Kunoichi sein musste. Das wiederum bedeutete, dass er etwas mit seiner Wortwahl aufpassten musste. Immerhin konnte es auch gut sein, dass sie aus Konohagakure kam. »Klingt als wärst du einer dieser Shinobi? Welchem Dorf gehörst du an?«, fragte er dann in einem ebenso angeschlagenen Plauderton und bestellte sich derweilen noch einen Drink. »Du scheinst eine fähige Ärztin zu sein, wenn du dich derartig über solche Ansprachen aufregst… ich hielt von Ärzten nie etwas«, säuselte er und nippte ein wenig an seinem Glas. Tatsächlich hatten Ärzte ihn damals als Dienstuntauglich geschrieben und erklärt das eine Operation zu gefährlich wäre, sodass sein ganzes Leben als Shinobi ins Chaos stürzte. Nachdem er Missing wurde, schloss er sich irgendwann dem Kaminishi Clan an, wo die hiesigen Iryônin ihn behandelten. Natürlich riskierte er dabei sein Leben und es kostete unglaublich viel Kraft wieder anzufangen zu laufen, aber es lohnte sich. Was schlussendlich blieb war eine Narbe an seinem Rücken. Zumindest konnte er wieder arbeiten! Auch wenn das Siegel auf seiner Brust ihn ebenso noch dazu einschränkte und vermutlich irgendwann doch umbrachte. Wer wusste das schon. Der Maito kam zurück in die Realität und bemerkte das er eben tiefgründig darüber nachdachte was für ein Sinn er im Leben noch hatte. Er warf einen skeptischen Blick rüber zu Yuka.

»Warum ich hier bin?«, hinterfragte er dann noch einmal und lehnte seine Wange auf die Hand. Er musterte sie mit einem Anflug von Müdigkeit im Blick. »Ich schätze du liegst falsch mit deiner Annahme. Ich versuch eine Frau zu vergessen, wobei ich das seit sechs Jahren versuche. Alkohol hats bisweilen nie geschafft«, säuselte er und warf damit über den Haufen, dass er normalerweise nicht viel sprach. Gerade wars aber auch wirklich egal. Die Frau ihm gegenüber kannte er nicht. Sein Blick glitt an ihr vorbei und richtete sich ebenfalls auf die anderen Kerle. Tatsächlich waren hier nur ein paar schmächtige Typen unterwegs. Kôji grinste etwas und lehnte sich zurück. »Ich wette 2000 Ryo, dass du es nicht schaffst das einer von den Typen hier in der Bar dich küsst«, sagte er dann und warf ihr einen provokanten Blick rüber.
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Do Jun 19, 2014 4:33 pm

So wie Yuka in ihrem Stuhl hing, konnten einige echt denken, dass sie schlechtere Absichten hatte als einige andere Anwesende. Sie scherte sich nicht darum, was hinter ihr saß, wer an ihr vorbei lief und ob die Servicekräfte vielleicht ein Auge auf sie hatten. Sie widmete sich dem Kerl vor sich, den sie nicht mehr länger als Fremden betiteln musste. Er verriet zu Teilen, wer er war, und ließ Yuka den Kopf schief legen, wobei sie dann doch wieder anfing abwesend mit dem Fuß zu wippen. "Ah, Kôji also. Kurz und prägnant. Ich mag solche Namen." Vielmehr war das eine allgemeine Aussage über kurze Vornamen und kein Geständnis, dass sie Kôjis Namen im Speziellen mochte. Sie musste sich ja nur selbst anschauen. Sie hatte auch einen zweisilbigen Namen, wenngleich ihr Nachname dann mit doppelt so vielen Silben aufwartete.
Dann leitete er sich aus ihren Sätzen doch tatsächlich ab, dass sie Ärztin und Ninja war. Oh, saß ihre Zunge so locker? Die Blonde musste übertrieben auflachen und antwortete dann: "Dein Gespür leitet dich nicht fehl. Jônin, Iryônin, Beraterin der früheren Mizukage, spezialisierte Forscherin - aus Kirigakure no Sato. Übrigens bin ich weniger als Ärztin tätig, sondern widme mich viel lieber dem Fortschritt, indem ich als Wissenschaftlerin arbeite." Da war so etwas wie Selbstgefallen zu hören. Es ging um sie, da freute sie sich. Sie konnte einem Kerl ihre Ränge und Berufe vortragen, wie sie in ihrer Vielschichtigkeit nur wenige Frauen ausübten. Solange hier in dieser Bar keine anderen Iryôs anwesend waren, konnte sie sogar recht zufrieden darüber sein, dass sie unerkannt blieb. Ihr Forschungsinstitut war über die nationalen Grenzen hinaus bekannt, selbst wenn sie es zusammen mit ihrer Schwester leitete. Rufschädigung wäre nichts Feines.
Kurz betrachtete Yuka Kôji eingehender, als er dann plötzlich von falschen Annahmen sprach. Da war angeblich doch eine Frau, die er seit Jahren vergessen wollte. So ein Typ? Sie rechnete ihm nur an seinem Äußeren an, dass einige Weiber ihm nachliefen, doch fragte sie sich vielmehr, wer sich so einen Kerl als Freund aussuchte. Entweder war es eien Macho verliebte Braut, die total abhängig von der Anerkennung eines selbstverliebten Idioten war, oder sie besaß genau denselben Charakter, keiner wollte dem jeweils anderen einen Gefallen tun, aber wenn's um's Bett ging, fanden sie doch immer zueinander. Das waren die einzigen Reime, die man sich so machen konnte. Wobei sich dieses jahrelange Vergessen ziemlich nach Yukas Lage anhörte. Ihr ging es mit Tetsuya nicht anders. "Es is' eigentlich ganz leicht, Kôji. Steigere dich in etwas anderes hinein, was dich deine Mitmenschen fast gänzlich vergessen lässt. Nicht saufen - aber ich nehme beispielsweise meine Arbeit. Ich habe, statt zu heulen, mir ein Imperium aufgebaut. Und der Neid meines Ex' ist mir sicher. Dieses Schwein." Bei der Vorstellung an sein Gesicht schloss die Katsuhika genervt die Augen, verzog angewidert das Gesicht und schüttelte den Kopf. Beziehungen gehörten verboten, sie brachten nur Unglück und machten abhängig. Na gut, die Ehe ihrer Eltern duldete sie galant, aber das war auch eine völlig andere Generation.
Dann fiel ein Grinsen auf, welches mit einer Wette einher ging. Fragend und skeptisch zugleich drein schauend blickte sie den Nuke wieder an, der ernsthaft Geld dafür bot, dass sie irgendeinen Kerl hier dazu nicht kriegen würde ihr einen Kuss zu geben. Bei dem Blick auf die Männer hier kam ihr ja fast schon die Galle hoch, als hätte sie ein Genjutsu auf sich selbst gewirkt. Ehrlich angekotzt schüttelte sie partout den Kopf und verschränkte abwehrend die Arme. "Vergisses'. Ich kenn' das. Erst die Wette, dann macht man's, aber kriegt nie einen Ryo zu sehen, weil sich der andere nur amüsieren wollte, dass man so etwas dummes wirklich gewagt hat. Eher würde ich 5000 Ryo wetten, dass du nicht gegen eine Frau kämpfen würdest. Als Shinobi versteht sich. Wenn du diese, von der du redest, nicht einmal vergessen kannst. Aber mir soll's egal sein." Yuka löste die Verschränkung ihrer Arme, rutschte mehr oder weniger vom Barhocker und versuchte dann Halt zu finden, weil sie nun doch den Ausgang der Spelunke suchte. Hier war es allerdings so voll, dass sie kaum den oberen Türrahmen des Ausganges erkennen konnte. So stand sie mehr oder weniger neben Kôji mit dem Rücken zu ihm gewendet, sah sich schweigend um und wusste nicht, wo sie hier raus kam. Durch den Alkohol hatte sie ja schon vergessen, wie sie rein gekommen war. Auch wenn es billig war, so fragte sie dann einfach mit einem hilflosen und von sich selbst enttäuschten Blick über die Schulter: "Kommst du mit raus?"
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Do Jun 19, 2014 7:37 pm

Nachdem Yuka feststellte, dass sein Name kurz und prägnant wäre, zuckte er nur sehr lustlos mit den Schultern. Es war für ihn eigentlich nicht wirklich Besonders, geschweige denn das er es erwähnenswert empfand. Für ihn war der Name nur ein Titel, der ihn irgendwie in der Welt beschreiben sollte. Das ist Kôji, groß, böse… und 2.000.000 Ryo Kopfgeld-Wert. Schön dich kennenzulernen Frau Doktor, tauchte daraufhin eine Stimme in seinem Geiste auf und klang wie immer ordentlich böswillig. Maito konnte diesen Tonfall gedanklich schon nicht mehr abstellen. Zu sehr hatte ihn die Umgebung geprägt und zu dem gemacht, was er heute war. Da blieb nicht viel Platz für etwas Gefühlvolles. Er trank somit erneut einen Schluck seines Whiskey und leerte das Glas erneut mit einem Zug. Inzwischen war er sich schon nicht mehr sicher, wie viel er überhaupt bestellte. Diesmal ließ er es deswegen bleiben noch einmal den Barkeeper darauf anzusprechen, sodass er einfach nur seine Sitznachbarin anblickte. Jene erklärte grade, dass sie die ehemalige Beraterin der Mizukage war und gleichzeitig ebenfalls offensichtlich eine angesehene Iryônin. Zumindest konnte sich nicht jeder Beraterin nennen und gleichzeitig auch noch spezialisierte Forscherin. Für Maito spielten Rangtitel keine Rolle. Er war dadurch nicht besonders beeindruckt oder zeigte einen Ausdruck von Verwunderung für sie. »Klingt nicht als wärst du erfolgreich gewesen, wenn du nur ehemalige Beraterin bist«, erwähnte er lasch und drehte nachdenklich sein Glas in der Hand. Er hasste rum Prahlerei. »Rangtitel sind für mich von weniger Bedeutung. Hast du in einem Shinobi System ein Bluterbe… hast du automatisch einen Namen. War deine Familie davor schon als Kämpfer berühmt… dann wirst du es auch sein… also nichts was ein wirklich stolz machen sollte.« Ruhig stellte seine Hand das Glas wieder ab, während er sich leicht gegen die Theke lehnte. Seine Augen hefteten sich zurück auf die Frau.

Ihre Unterhaltung setzte sich fort und irgendwie kamen sie tatsächlich auf Kana zu sprechen. Natürlich nicht namentlich, aber dennoch wusste der Nuke das es hierbei um die Kaminishi ging. Ihren Tipp das er sich in etwas reinsteigern sollte, belächelte er nur grimmig. »Das ist kein Tipp. Es verlagert das Problem einfach nur und verdrängt den Mechanismus es zu verarbeiten. In den Momenten, wo man besonders einsam ist… wo keine Arbeit… kein Ziel das man erreicht hat… präsent ist… in dem Moment weiß man das man dieses Problem einfach nur verdrängt hat.« Ein kurzer Anflug von Emotionen, dann jedoch sah man wieder diesen lässigen Gesichtsausdruck. Er gähnte etwas, als hätte er gerade eine besonders langweilige Geschichte erzählt und war relativ froh darüber dass sie direkt auf seine Wette zu sprechen kamen. Eigentlich ein faires Angebot. Das sie es ausschlug, ließ ihn grimmig dreinsehen. Er hätte gerne gesehen, wie sie den einen oder anderen Kerl rum bekam, aber offensichtlich hatte sie keine Lust darauf. »5000 Ryo? Dann gib mir schon mal das Geld. Mich hält nichts auf das weibliche Geschlecht zu bekämpfen«, erklärte er säuerlich und warf ihr einen eindeutigen Blick zu. Tatsächlich war er der Typ Mann der es nicht einsah einen übertriebenen Geist von Gentleman zu entwickeln um die Frauenwelt sanftmütig zu verwöhnen. Bei ihm gab es nur eine Frau, die verwöhnt wurde und das war höchstens seine Freundin. Die dann aber auch froh sein konnte, wenn er mal etwas netter war. Ansonsten behandelte er alles gleich schlecht.

Yuka stand nach dieser Erklärung auf – zwar nicht sofort aber offensichtlich wollte sie gehen. Er musterte ihren Rücken kurz und heftete seine Augen kurz nach unten. Dann sah er wieder hoch und runzelte die Stirn. Tatsächlich fragte die Männerhasserin ausgerechnet ihn ob er mit raus kam. Nachdenklich kratzte er sich am Kinn, zuckte mit den Schultern und bezahlte seine Getränke. Dann rutschte er von dem Barhocker runter, versenkte seine Hände in den Taschen und ging voran in Richtung Ausgang. Im Gegensatz zu der Frau fand er den Weg auf anhieb und brauchte auch nicht lange irgendwie suchen. Bei seinem Körpermaß überragte er die meisten Leute. Die einzige Höflichkeit die man heute von ihm erwarten konnte, war das er die Tür für Yuka offen hielt. Ansonsten würde er wohl weniger den Gentleman mimen. Nachdem er raus trat, atmete er die frische Luft tief ein und ließ kurz geräuschvoll seinen Rücken knacken. Er rieb sich kurz über die Stelle, die er sich damals verletzte und streckte seine müden Knochen. »Du verträgst wohl doch nicht so viel, wie du behauptest – was?«, stichelte Maito dann und blickte Yuka entgegen. Als er ihren unsicheren Gang bemerkte, seufzte er nur leise. Ob er anbieten sollte sie nach Hause zu bringen?
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   So Jun 22, 2014 1:14 pm

Sie hätte sich vielleicht noch über so einiges aufregen können, was er von sich gegeben hatte, nachdem sie aufgestanden war, allerdings fehlte ihr dazu die Konzentration auf die Worte, andererseits die Lust sich dieser Emotion hinzugeben. Yuka war eher abgelenkt und enttäuscht, dass sie die Tür nicht sofort sah. Sie hätte Kôji verbessern können, dass die Kage ehemalig geworden war und nicht sie selbst, da diese das Amt wohl auch aufgrund ihrer psychischen Probleme abgegeben hatte. Andere sagten, sie wäre einfach abgehauen und hätte alles hingeschmissen. Sie, als eine ihrer engsten Vertrauten, glaubte das aber nicht. Sie war so kampfbereit gewesen wie kaum eine Frau vor ihr. Wäre wohl eine super Gegnerin für diesen Kerl hier gewesen, der auch nicht davor scheute Weiber zu bekämpfen, die ihn provozierten und angriffen. Hemmungen fehlten ganz offenbar. Gut, Yuka hatte auch keine Probleme damit beide Geschlechter zu bekämpfen. Männer zog sie sogar gerne durch den Dreck, doch ihre Rolle war die einer Supporterin, sodass sie auf Missionen trotz Rang und Niveau stets auf andere angewiesen war. Sie konnte sich nur geringfügig aggressiv verteidigen, ansonsten nur ablenken, festsetzen und medizinisch unterstützen. Doch das sah sie keineswegs als Mängel. Ausgeliefert waren ihr dann eben diese Muskel- und Schwertfreaks, die keinerlei Genjutsu beherrschten.
Schließlich bewegte der Braunhaarige sich, nachdem sie gefragt hatte, ob er mitkäme. Erst als er stand, bemerkte Yuka wie viele Köpfe größer er eigentlich war. Da stierte sie erst hin, als hätte sie eine neue Welterkenntnis erlangt, die sie nicht kapierte. Dann folgte sie ihm aber recht benommen, da er den Weg zu kennen schien. Draußen, an der mehr oder weniger frischen Hafenluft, demonstrierte Kôji sein Knochenwerk, bei dem Yukas Augen lediglich zuckten. Die Geräusche konnte sie von Physiotherapien und anderen Dingen, trotzdem waren sie unangenehm wie das Knacken von Fingergelenken, wenn man dies nicht selbst tat.
Dann piekste es wieder. Verbale Provokation unter freiem Himmel zwischen bei Betrunkenen - gut, einer vielleicht angeheitert -, das war kein sonderlich produktiver Abend. Yuka streckte sich kurz, schloss dabei die Augen, richtete sich ein wenig das zerrüttete Haar und sah dann zu dem Typen, der gerade meinte sie würde doch weniger vertragen. Wenn sie es richtig verstanden hatte. "Normalerweise nur ein Glas, yepp", plärrte sie die Wahrheit locker heraus. "Danach sehe ich Regenbögen und krieg' Kopfweh", erzählte sie weiter und grinste Kôji blöd von der Seite an, als hätte sie einen tollen Witz erzählt. "Oder ich seh' komische Riesen, die hier nichts zu suchen haben." Natürlich wusste sie kaum etwas über seinen Rang oder Hintergrund, sodass das vielleicht gerade beunruhigend wirkte, aber eigentlich meinte sie nur eine Anspielung auf das betrunken nach Hause bringen, dass er vielleicht lieber ein Bordell hätte suchen sollen statt eine Bar. Letztlich musste Yuka kurz gähnen, wobei sie sich eine Hand vor den Mund hielt, danach das Gesicht senkte und die Augen eher halb auf hatte statt ganz auf. "Ich denke mal entweder bleibst du hier stehen und zählst Sterne oder folgst mir, bis ich an meinem Ziel ankomme. Oder du schlägst was anderes vor."
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   So Jun 22, 2014 11:51 pm

Nachdem Kôji ohne weiter nachzufragen an die frische Luft getreten war, hatte er sich zu Yuka herum gedreht. Seine Arme verschränkte er langsam vor der Brust, während er sie etwas in ihren fahrigen Bewegungen beobachtete. Sie wirkte auf ihren Beinen nicht wirklich sicher und Maito musste unweigerlich daran denken, dass sie im nächsten Moment einfach umkippte. Sie bestätigte ebenfalls die Annahme das sie nur wenig vertrug, auch wenn der Gedanke das sie nur ein Glas benötigte ziemlich belustigend war. Damit konnte man sie wirklich schnell abfüllen. »Wieviel Gläser hattest du jetzt? Dann siehst du wohl inzwischen viele Regenbögen?«, fragte er und ließ seine Augen kurz durch die Dunkelheit wandern. Er war stets auf der Hut von den Schatten einer solchen Straße. Hinter jeder Mauer konnte ein Kopfgeldjäger lauern, wobei er sich inzwischen etwas zu paranoid vorkam. Als Yuka hinzufügte, dass sie komische Riesen sah die hier nichts zu suchen hätten, blickte er wieder zu ihr. Seine Augen huschten kurz umher, fanden aber keine andere Person sodass sie wohl ihn meinen würde. »Ich glaube nicht, dass du in der Verfassung überhaupt diesen Umstand einschätzen kannst, Prinzessin«, säuselte er brummig und rieb sich durch die Haare hindurch. Was sollte er jetzt machen? Er hatte eigentlich geglaubt die Frau hätte einen Grund das sie rausging, aber es stellte sich wohl eher als kurzer Smalltalk da. Vermutlich würde sie im nächsten Moment einfach verschwinden und er vergrub sich in der Bar wieder um sich doch noch eine Frau aufzureißen. So schwer war das in einer Bar nicht wirklich. Als dann Yuka – die noch etwas Fremde – anfing zu sprechen, sah er wieder zu ihr zurück. Sie erklärte das er entweder hier stehen bleiben sollte oder aber folgte bis zu ihrem Ziel. Und dann? Würde er vermutlich irgendwo am Arsch dieses Dorfes stehen und den gesamten Weg wieder zurück latschen. So stellte man sich einen Abend vor. Er seufzte genervt. »Jaja. Ich folge Dir ein paar Schritte«, erklärte er und deutete ihr an das sie sich in eine Richtung in Bewegung setzen sollte. Als sie erneut vor sich hin schwankte, griff er etwas grob nach ihrem Unterarm, hielt ihn mit der Hand fest umschlossen und stützte sie mehr oder weniger. Es war keine wirklich nette Geste, sondern einfach nur eine „wenn du fällst, mach ich mich ebenfalls zum Affen also Fall gefälligst nicht!“-Geste. Gemeinsam setzten sie sich also in Bewegung in die Dunkelheit hinein. »Wo musst du hin? Sag mir nach was ich Ausschau halten soll… «, brummte er etwas grimmiger gelaunt und sah sich immer wieder nach irgendwelchen Anhaltspunkten einer Unterkunft um.

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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Mo Jun 23, 2014 2:24 pm

"Huh, bei den Gläsern müsste ich schon alles um mich herum in bunten Texturen sehen. Geht aber noch", lallte sie mehr oder weniger neben Kôji, der sie letztlich packte und damit mehr oder minder stützte. Die Absätze waren in dem Zustand nicht sehr förderlich. Der Alkohol noch weniger, aber sie hatte es ja so gewollt. Immer mehr, immer dichter, bis sie unzurechnungsfähig war. Zwar war der Griff an ihrem Arm nicht unbedingt bequem, aber so stürzte sie nicht und konnte mit halbwegs krummen Rücken weitergehen. Da kam er sogar wirklich mit. Sie musste blöd grinsen. Nie so blöd wie sonst. Wenn sie überhaupt grinste, dann ja nur aus Selbstgefallen, Zynismus und schwarzem Humor. Dieser flackerte mehr oder minder auch durch. Man hörte das Klackern ihrer Schuhe auf dem Asphalt der Straße nahe des Hafens. Er fragte nach Anhaltspunkten. In Yukas Kopf sah es aber aus wie auf einer halb zerstörten Blumenwiese mit fliegenden Nilpferden und Taijutsu-Katzen, die Poker mit Menschen spielten. Eine wundervolle Fantasie. Anhaltspunkte. Allein das Wort war ein Rätsel. Kurz blieb die 38-Jährige stehen, sah sich um und schien wirklich zu überlegen. Sie richtete sich sogar etwas auf, damit sie nicht ganz so kaputt wirkte. Ein langes, geseufztes "Hmmm" verließ ihren Mund, wobei sie in die Nacht und an den Straßenlaternen vorbei blinzelte. "So'n normales Holzhaus mit ... zwei, drei Stockwerken. Ein schwarzes Dach." Ob das die Adresse zu ihrem Hotel war? Oder vielleicht das Bordell, welches sie beim Studieren der Stadtkarte entdeckt hatte? Eventuell landeten sich damit auch beim Lagerhaus um die nächste Ecke. Nein, sie war sich sicher. Damit kam sie zu ihrem Bett, dass sie jetzt gebrauchen konnte. Sie war voll und konnte mit sich selbst nichts mehr anfangen. "Am Hafen entlang. Dann irgendwann links." Sie setzte sich in Bewegung und zog Kôji mehr oder minder nach sich, wobei sie nochmals schwer seufzte und irgendeinen Angelpunkt für ein Gespräch suchte. "Hm, du wirkst nicht wirklich böse, weißt du?" Irgendwie kam sie darauf. Nicht aus Dingen, die er erwähnt hatte, sondern aufgrund der kurzen Auseinandersetzung über die zwei weltlichen Geschlechter und weil Yuka Männer sonst so verdammte. Nur ausnahmsweise jetzt nicht. Gar würde sie ihm unterstellen, dass er doch nicht kämpfen würde. Doch nun würde sie nicht einmal mehr das Genjutsu von vorhin hinbekommen. "Groß und grummelig, aber nicht böse. Gib' mir 'nen Grund zum Fürchten." Danach musste sie auflachen und dachte mit halb geschlossenen Augen nur an ihre innere Blumenwiese. Los, Neko-sama. Der hat ein Full-House!
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Di Jun 24, 2014 8:01 pm

Die Frau war fertig mit der Welt. Kôji verstand zwar noch immer jedes Wort von ihr, aber inzwischen wusste er das sie unglaublich besoffen sein musste. Er bemitleidete sich innerlich bereits selbst, dass er überhaupt der Frau nach Hause half. Das war für seine Verhältnisse schon viel zu nett, aber vielleicht lag es daran das sie sich vorhin so merkwürdig hasserfüllt benahm. Persönlich betrachtete liebte er das Spiel mit dem Feuer. Frauen die keinerlei Standhaftigkeit besaßen, waren für ihn nur schwach. Dementsprechend faszinierte ihn Kana. Ihre Art der Unerreichbarkeit hatte einen gewissen Nervenkitzel für ihn. Sie ließ sich nichts sagen und würde ihm immer ihren Unmut spüren lassen. Eine Person die ordentlich Feuer besaß. Ob er in Yuka seine Ex-Freundin sah? Ihre Hasserfüllte Art besaß Ähnlichkeiten, aber gerade wurde ihm bewusst das die Blonde keinesfalls Kana sein würde. Dafür war sie einfach gerade schwer ernst zu nehmen. Vor allem die Erklärung zu ihrer Behausung blieb für ihn eher ein Rätsel als wirklich eine Erkenntnis wonach er suchte. Er ließ seinen Blick schweifen und erkannte mehrere Holzhäuser und schwarze Dächer. Vermutlich wimmelte die Gegend davon. Mit einem säuerlichen Blick starte er sie kurz an. »Ernsthaft? Hier sieht jedes beschissene Haus aus wie ein Holzhaus«, knurrte er leise in ihre Richtung und blieb für einen Moment stehen damit er sich erneut orientieren konnte. Als Yuka dann erwähnte das er nicht wirklich böse wirkte, sah er dann zu der Frau und kniff leicht die Augen zusammen. Direkt danach folgte, dass er ihr einen Grund zum Fürchten geben sollte. Ob er darauf eingehen sollte? »Spiel nicht mit dem Feuer, Süße. Du könntest dir deine zarten Finger daran verbrennen«, knirschte er dann leise und zog sie direkt wieder am Arm mit. Schweigend zerrte er die Frau zunächst weiter und sah sich immer wieder nach dem Haus von ihr um. Wieso um alles in der Welt tat er das überhaupt? »Die Dunkelheit ist unscheinbar. Wenn du sie mit mir vergleichst… ich bin um einige schneller als sie. Um einiges gefährlicher. Ich bin ein böser Mann, der einer Frau wie Dir sehr wehtun kann… also beschwöre es nicht herauf. Ich neige nicht dazu, zu zögern wenn man mich darum anfleht«, knirschte er in ihre Richtung und wirkte keinesfalls erfreut das sie gerade so ein Spiel spielte. Würde sie sterben wollen, ja er würde nicht zögern.
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   Sa Jun 28, 2014 8:34 pm

War das so? Eigentlich sahen die Häuser doch sehr unterschiedlich aus. Zumindest wenn Yuka versuchte sich zu konzentrieren. Sie kniff die Augen merklich zusammen, musterte ihre Umgebung, während sie neben Kôji stolperte und stellte fest, dass die Dächer eindeutig Nuancen hatten. Die waren nicht alle gleich. Einige waren auch nicht aus Holz, sondern aus Backstein oder waren sogar verputzt. Oder verwischten schon solche Konturen, dass sie gar nichts mehr erkannte? Eigentlich brauchte sie ja keine Brille und ihr Blick war durch das Mikroskop in ihrem Labor geschärft - oder vollständig davon gekrüppelt wie eine gebrechliche Oma, die vor Angst die Flucht ergriff. Dann geleitete er sie weiter und kam auf ihre daher Geschwafeltes zurück. Ein Grund zum Fürchten. Sie blickte träge nach vorne und hörte gerade so, dass sie lieber nichts provozieren solle. Er sei zu gefährlich und wohl zu kaltherzig. Ohne zu zögern würde er ihr zeigen, wenn sie weiter darauf herum ritt. Böse Männer. Mussten die wirklich immer so böse sein? Ach, sie waren ja alle gleich. Nervige Gestalten, die nur mit einem Organ denken können. Yuka seufzte laut, während sie mit ihrer Begleitung weiter am Hafen entlang ging. Irgendwann bogen sie doch ab und die Helligkeit durch die Lichter am Pier schwand. Es war nicht finster, doch die Augen mussten sich an die neue Lichtschwäche gewöhnen, sodass sie doch froh sein konnte, dass sie nicht ganz alleine war. In diesem Zustand konnte sie sich nicht gescheit verteidigen, sollte was sein. Oder sie irgendwas heraufbeschwören. "Die Dunkelheit ist schnell ... und Feuer? Hast du was von Feuer gesagt?" Sie konnte nicht mehr wirklich folgen, denn mit dem schwindenden Licht verschwand auch irgendwie ihre Aufnahmefähigkeit. Da die Worte in ihren Gedanken den Abfluss hinunter gespült wurden, blieb Yuka bewusst stehen, entzog Kôji kurz ihren Arm und rieb sich die Schläfen im Stehen. "Aaah", murrte sie vor sich hin, hatte die Augen zu und sah gequält aus. "So 'ne Scheiße." Angestrengt öffnete sie wieder die Augen, sah sich in der Straße um, die aussah wie alle anderen und dann wieder zu dem Braunhaarigen. Sie blickte ihn als, als wäre er gerade erst aufgetaucht. Verwundert, aber dann entspannte sie sich wieder. "Lustig oder? Ich hatte erwartet, dass ... ich in der Bar einschlafe oder ..." Die Sätze wurden immer langsamer und gedehnter gesprochen. "Ich es vor diesem Mist ... ins Hotel schaffe. Ich hab' keine Ahnung, was ich nun machen soll. Hm ... Mir ist langweilig." Orientierungslos ging Yuka einige Schritte nach vorne entlang der Straße. Sie stolperte eher auf ihren Absätzen, dann kam sie an einer kaputten Straßenlaterne zum Stehen, lehnte sich dagegen und hielt sie mit den Händen fest. Dabei legte sie den Kopf in den Nacken, da das Metall schön kühl war. Aus der Entfernung sah es irgendwie wie eine Stangentänzerin aus, die gerade ihren Auftritt genoss. Eine Momentaufnahme davon. Aber Yuka seufzte einfach nur. "Böse ist wirklich böse", säuselte sie noch vor sich hin.
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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   So Jun 29, 2014 1:08 am

Seine Gesprächspartnerin war inzwischen keine Gesprächspartnerin mehr. Sie schien derartig betrunken zu sein, das er im Moment sogar bezweifelte sie könne links und rechts von einander unterscheiden. Kôji wirkte leicht genervt von der Wendung seines abends und notierte sich gedanklich, dass er beim nächsten Mal das Bordell nahm bevor er sich eine völlig betrunkene Frau andichtete. Das würde bezahlt, schnell und professionell sein. Keinerlei Sorge von Gefühlen und mit Sicherheit eine gewisse Befriedigung. Der Gedanke war eigentlich nicht allzu schlecht, dennoch warf er einen Seitenblick auf Yuka. Jene entzog sich gerade seinem Arm und rieb sich die Schläfen. Ob sie Kopfschmerzen hatte? Darauf konnte er wetten. Wer derartig betrunken war, durfte mit großer Wahrscheinlichkeit damit rechnen einen Brummschädel zu bekommen. Das war reiner Erfahrungswert. Kôji blieb jedoch zunächst stehen und beobachtete die Frau in ihren unsicheren Schritten. Ihre Absätze wackelten als würde sie über einen bewegten Boden gehen. Ihre Haltung wirkte nicht sehr grazil, fast schon hilflos und in der Dunkelheit wirkte sie dadurch nur umso verletzlicher. Der Nuke sah sich auf der Straße kurz um und erkannte, dass sich keinerlei Leute in der Umgebung befanden. Solche Frauen wurden doch schnell Opfer von irgendwelchen Verbrechern. Männer die nur das eine im Kopf hatten. An diesem Ort gab es mit Sicherheit viele Menschen davon – eigentlich sollte es ihm nicht einmal interessieren ob Yuka davon betroffen war. Derzeit hatte er jedoch auch nichts anderes zu tun und blieb zunächst nur der stille Beobachter. Ihr Verhalten war irgendwie sehr merkwürdig. Kôji wurde nicht wirklich schlau daraus. Ihre Worte wirkten nicht wirklich lustig, geschweige denn das er das Bedürfnis verspürte darüber zu Lachen. Es gab ihr eher ein Bild von Hilflosigkeit. Als sie jedoch erwähnte, dass ihr langweilig sei und sie keine Ahnung hatte was sie nun tun sollte, runzelte er nur die Stirn. Ob er sich aus dem schneiderziehen konnte in dem er einfach abhaute? Er rollte etwas mit den Augen und ging auf Yuka zu. Die Frau kostete ihm wirklich einige Nerven. Nachdem er die geringe Distanz zwischen ihnen überwandte, blieb er vor ihr stehen. Bei seiner Größe sah er üblicherweise auf Leute hinab, auch diesmal traf sie ein eher herablassender Blick. Sie schien sich jedoch relativ wenig dafür zu interessieren, sodass er mit der Hand grob nach ihrem Kinn griff und es ihm zu drehte. »Hör zu Prinzessin. Du gehörst ins Bett. Ich habe nicht den Nerv dazu den Stadtführer zu spielen oder gar dein Entertainer«, erklärte er mit rauer Stimme und starrte ihr mit einem sehr angefressenen Blick in die Augen. »Ich werde dich jetzt mit ins Hotel schleppen. Dort verfrachte ich dich in die Badewanne und du pennst dein Rausch aus. Dann haust du morgen früh ab.« Er kniff leicht die Augen zusammen, wartete und ließ dann ihr Kinn los, bevor er ihren Arm wieder umschloss. Dann zog er sie mit in Richtung Hotel. Er wusste nicht ob sie das wirklich wollte, aber in diesem Zustand landete sie eher irgendwo in einer Gasse und wurde da womöglich erst Recht Opfer. Ob seine Handlung Mitgefühl war, konnte man nicht erahnen. Normalerweise besaß er so etwas nicht und würde einen Teufel tun es sich andichten zu lassen. Sein Hotel war in der Nähe, vielleicht gehörte es zu den gesuchten auch. Er war sich gerade bei den wirren Worten der Frau nicht einmal wirklich darüber sicher. »Passiert dir das öfters? So betrunken wie du bist, wirkst du wirklich wie eine Alkoholikerin. Du scheinst kein Tropfen zu vertragen. Entweder weil du trocken bist oder weil du nie trinkst. Dein Verhalten ist derzeit wirklich sehr bedenklich.« Das traf den Kern etwas bei der Sache, auch wenn sich Maito noch immer nicht sicher war wieso er Yuka überhaupt mitnahm. Abschleppen wollte er sie keinesfalls. Betrunkene Frauen waren schrecklich im Bett!


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BeitragThema: Re: Hafenstadt Iwaki   So Jun 29, 2014 9:03 pm

Dass der Abend gelaufen war, sollte sich wohl innerhalb der nächsten Minuten verdeutlichen. Yuka wusste selbst nicht mehr, was sie mit sich anfangen sollte, da ihr netter Genfehler, der dafür verantwortlich war, dass sie kaum das Enzym zur Alkoholverarbeitung ausbildete, nun in voller Blüte zu Tage trat. Die Sätze, die sie sprach, wurden träge. Ihr Kopf lief auf Sparflamme. Ihre Wahrnehmungen waren getrübt. Sie konnte sich nicht mehr wirklich an wichtige Dinge erinnern und sie vernünftig nach außen tragen. So sah sie auch recht unkonzentriert drein, als Kôji ihr Gesicht fixierte und sie mit einem alles anderen als entspannten Ton mit seinem Vorhaben konfrontierte sie irgendwohin zu bringen, damit sie sich erholen konnte. Wobei erholen vielleicht auch das falsche Wort war. Sühnen passte vielleicht besser. Diese Gewissenlosigkeit aufgrund des ganzen Stress' und Leids, das in Kiri passiert war, einfach einen Abend dem Alkohol zu frönen, obwohl es einem nicht gut tat. Die Rechnung würde sie wohl am nächsten Tag kriegen. Kater, der sich durch Venen und Muskeln zog wie träger Schlamm, der trocknete und sich immer enger um einen zog.
"Bad? ... Hm, das klingt schön. Schön warm. Okay." Der Gedanke daran entspannte sie irgendwie und spülte auch schon vorzeitig Kôjis Genervtheit den nächsten Abfluss hinunter. Sie merkte daovn nichts und konzentrierte sich, für ihre Verhältnisse, nur auf das Wesentliche. Da packte er sie wieder und es sollte in Richtung eines Hotelszimmers gehen, das wohl weniger ihr gehörte. Ob sie etwas dagegen hatte bei einem fremden Mann den Rausch auszudünsten? Dazu konnte sie kein Statement abgeben. Genau genommen war es ihr sogar gleich, da ihre Perspektive nicht weiter reichte als die nächsten zehn Minuten. Der Horizont war von Alkoholnebeln verdreckt und verdunkelte die innere Sonnenscheinwelt. Wenn es denn da so viel Sonne gab. Eher könnte man sich eine alte Burg vorstellen, auf der Scheiterhaufen brannten und den Himmel erhellten. Wer dort alles brannte, war ein Spiel der eigenen Fantasie. Doch nun war Yuka immer noch auf ihrer Wiese mit Kampfkatzen.
So stolperten sie diese dunklen Wege entlang, Yuka mehr als Kôji. Dieser war sicherlicht weitaus gefestigter unterwegs. Er war größer, wurde mit mehr Masse zum Erdboden gezogen, vertrug mehr Alkohol und sein Charakter schien trotz des Whiskeys auch noch gefestigter. Auf die Frage, ob ihr das öfter passiere, schüttelte Yuka einfach den Kopf und lief freiwillig weiter mit. "Ach nö. Wenn das so wäre, wär's ja endlos peinlich. Ich trinke manchmal gerne am Abend ein Glas. Eines. Nur eines." Je kürzer die Sätze wurden, desto gedehnter sprach die Blonde auch schon wieder. Mit der Hand, deren Arm Kôj festhielt, deutete Yuka mit dem Zeigefinger nach oben. Sie wollte nochmals unterstreichen, dass sie nur ein Glas vertrug. Dann ließ sie den Finger wieder hängen und seufzte. "Das ist ein Fehler. In meinem Erbe. Wie heisses nochma'... DNS. Deswegen immer nur eins." Wahrscheinlich die wichtigste Information, die der Braunhaarige sich über diese Frau vorstellen konnte. Dass sie genetisch bedingt viel weniger Alkohol vertrug ehe sie auf den Tischen tanzte und sich Leuten an den Hals schmiss, egal aus welchen Gründen.
Den Weg bis zum Hotel murmelte Yuka irgendwelche Dinge vor sich hin, die weder persönlicher noch sonstiger Natur waren, die Relevanz besaß. Sie stellte verwundert fest, dass die Häuser sich immer mehr glichen, fragte sich, warum Kôji sie nicht so schnell wie die Dunkelheit selbst machte, wenn er immerhin noch schneller war, und summte ein Lied aus Kirigakure vor sich hin. Schwierig war sie, schwieriger wurde sie, doch der Gedanke an ein Bad erschien wirklich betäubend. Sie säuselte weniger und träumte ein wenig, statt vor sich hin zu plärren und vielleicht sogar davon zu laufen.
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