Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 Gartencafé Iruka

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BeitragThema: Gartencafé Iruka   Mi Jan 09, 2013 7:09 pm





Beim Gartencafé Iruka handelt es sich um ein großzügiges Etablissement mit großem Innenbereich und idyllischem Außenbereich. Draußen sind dunkle Tische und Stühle symmetrisch aufgereiht. Die Sonnenstrahlen werden vor allem im Sommer immer von riesigen Standschirmen zurückgeworfen, welche eine Art umgedrehten Deckel als Fläche tragen. Um den Essbereich herum befindet sich ein erhöhter Kleingarten mit Bäumchen, Hecke, Springbrunnen und weiteren Kleinigkeiten. Mauer und Boden sind in orangefarbenem Marmor gehalten. In dem riesigen Café selbst gibt es eine große Speisetheke mit freundlicher Bedienung, großzügigen Sitzecken Indoor-Bäumen. Alles wirkt jung und frisch, während sich hier am liebsten Familien, befreundete Geschäftspartner und sonstige genießerische Charaktere tummeln.
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BeitragThema: Re: Gartencafé Iruka   Mi Jan 09, 2013 7:25 pm

cf: Heiße Quellen

Nun saßen sie hier zu dritt an einem der dunklen Glastische unter einem der Schirme mit doch vier Stühlen. Chiko beugte sich peinlich weit runter, um ihr Gesicht hinter der auf der Platte aufgestellten Speisekarte zu verstecken, die sie zu 180° aufgedrückt hatte. Haruka saß mit überschlagenen Beinen, locker angelehnt mit der Karte im Schoß und blätterte ganz normal. Wie suchte Ren sich ein Dessert aus? Vorsichtig zog Chiyoko die linke Hälfte der Speisekarte ein wenig zur Nase, um mit einem Auge einen Blick auf ihn zu werfen. Hm ... immer noch dachte sie an diesen kleinen Kuss an ihrem Hals. Bevor ihre Wangen rot wurden, breitete sie die Kartenhälften zur vollen Breite wieder aus und versteckte wieder ihr Gesicht, wenngleich sie eigentlich gar nichts darin las. Haruka hielt derweil eine Seite in der Hand fest. "Ich glaube, ich nehme einen weißen Tee und eine Eisschale mit extra Waffel und Bananeneis. Dazu noch Karamellsoße. Was nehmt ihr?" Skeptisch blätterte Chiyoko eine Seite um. Sie hatte sich noch gar nichts ausgesucht, obwohl ihr Magen schon grummelte. Irgendwo fand sie ein Gericht mit heißen Kirschen und Zimt - bäh, nein. Die rechte Seite war verlockender. "Ich nehme eine Schale Erdbeereis mit richtigen ganzen Erdbeeren drauf und einen Schuss Sahne. Mein Getränk will ich immer noch." Schnell blätterte sie noch weiter und entdeckte ein kleines Häppchen, das sie noch essen wollte. "Und eine flambierte Banane. Als kleines, warmes Gericht, weil ich heute so wenig gegessen habe." Chiyoko klappte die Karte zu und legte sie auf die von Haruka, die auf der Tischplatte ruhte. Beide sahen Ren an und warteten auf seine Entscheidung. "Du musst natürlich kein Eis nehmen. Wir entscheiden uns nur dafür, weil die Sorten hier selbst gemacht sind und das Eis göttlich schmeckt. Auch mit den ganzen Extras. Wenn du willst, kannst du auch eine komplette Mahlzeit nehmen." Sie war dabei die Hand zu heben. Oooooh nein! Chiyoko machte gar nichts, sondern ließ es sofort über ihre Lippen kommen: "Geht auf mich. Such dir aus, was du willst." Ha, der Triumpf war Haruka nicht sicher! Verwirrt sah jene sie an, aber das war ihrer jüngere Schwester gleich. Sie konnte auch Verantwortung übernehmen verdammt. Wenn schon nicht für ihre Gesundheit, dann doch wenigstens finanziell. Das vielleicht schon, aber du übernimmst keine Verantwortung dafür, was du Ren gleich antust oder? Hä? Wieso? Volle ganze Erdbeeren. Eine Banane. Wenn du das isst. Vor seinen Augen. Mein Gott, wir gehen essen. Das wird doch kein Softporno, wenn er mich Früchte essen sieht. Das wäre ja abnormal, wenn jeder das tun würde. Was glaubst du wohl, warum Kotaro-sama es so mag, wenn Naora-sama Kirschen isst? Chiyoko sagte darauf nichts. Allein dieser Gedanke war eklig. Es waren ihre Eltern. Kotaro war zwar sehr romantisch und charmant, aber so was wollte sie nun auch nicht unbedingt wissen.
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BeitragThema: Re: Gartencafé Iruka   Mi Jan 09, 2013 7:50 pm

Er mochte solche Orte nicht. Das war das erste, was er dachte. Er wollte nicht an diesem bescheidenen Ort sein, wo sich all dieses snobistische Gesindel nur so über den Haufen lief. Da kamen welche, da saßen welche, da unterhielten sie sich in Anzügen über das Wetter, da forderten sie einander zum Duell.... ja, seiner Fantasie war hier in dieser Hinsicht keine Grenzen gesetzt. Ein Gartencafé. Bisher war Ren noch nie in einem gewesen - aber nun wusste er, dass eben dies auch so schnell nicht wieder passieren würde. Überall dieses Gerede und meine Güte... Geschäftspartner. Gut betuchte Familien. Man sah hier nicht gern offenkundig Shinobi, so kam es ihm vor - wie gut, dass er ja nur Sakanade dabei hatte und seine Kleidung nicht gerade zweckmäßig erschien. Nein, er mochte diesen Laden nicht, der ihm etwas Vornehmes vorheuchelte. Heuchler-Laden. Das war der perfekte Ausdruck dafür. Allerdings schienen sich Chiyoko und Haruka nicht daran zu stören, dass er wenig begeistert durch dieses Café hinaus zu dessen Gartenareal schlürfte. Warum um alles in der Welt hatte er sich hierzu überreden lassen? Wieso hatte er ihnen nicht Kagome vorgeschoben - oder im Restaurant Tenshi ...? Wieso war er hier? Eine gute Frage, auf welche er keine Antwort hatte, doch war er sich gewiss, dass er bestimmt genauso schnell wie er gekommen war, auch wieder hier verschwinden würde. Folglich setzte er sich wenig motiviert an jenen Tisch, wo sie ihre Karten bekamen. Karten. Zum Blättern. Mit allen möglichen Variationen. Die Leute hier hatten doch alle keine Eier - und damit meinte er nicht das Essen. Das wäre perfekt für einen Gaylord, einen Tutu-Meister. Oh ja. Aber nicht für ihn um den Willen der Kami! Eisschale. Bananeneis. Waffeln. Erbdeeren. Bananen.... doppelte Portion Sahne- GAWD! Er kam sich vor wie in einem falschen Film. Einen Samurai, welchen man nach England in das nobelste aller Restaurants entsandt. In voller Kampfmontur. Am besten noch Blutspritzer dazu. Aber diese genervte Ader da auf seiner Stirn, verbarg er. So irgendwie jedenfalls. Was ihn aber vor allem auch zusätzlich nervte, war die Tatsache, dass Chiyoko ihn unschuldig hinter der Karte anblickte, bevor sie bestellte. Dann musste er wieder an jene Begebenheiten denken und sich die Errötung verkneifen - keine leichte Angelegenheit. Nein, wirklich nicht. Und dann noch das, was sie bestellte. Da konnte sie auch gleich die männliche Bedienung nach anderweitigen Mitteln fragen. Anderweitig. Doch konnte er schon lange, was sie konnten - Herrgott nochmal, sie sollten ihn nicht so erwartungsvoll anschauen! Da fehlte nur noch ein gleichzeitiges "Und duuuu, Ren-kun?". Dann würde er ausflippen. Sich räuspernd, nahm er schließlich eine steife, aufrechte Haltung ein und blickte instinktiv Chiyoko an. "Ich nehme einen Nussbecher", erklärte er dann kurz darauf und hob eine Augenbraue. Ja, was sie konnte, konnte er schon lange - sie sollte nur nicht so unschuldig tun. Haruka blendete er dabei vollkommen aus..
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BeitragThema: Re: Gartencafé Iruka   Mi Jan 09, 2013 8:26 pm

Lag da mal wieder eine Herausforderung in der Luft? Bei Rens Blick und Stimme war Chiyoko sich nicht sicher, als er seine Bestellung aufgab. Haruka winkte derweil jemanden her, dem sie sagte, was sie alles wollten. Dieser nickte höflich, schrieb es sich auf und verschwand im Innenbereich, um die Arbeit in Auftrag zu geben. Haruka hatte ihre Hände auf ihren Schenkeln ruhen, zog ein wenig am Saum ihres Kleidchens und war unsicher, was sie sagen sollte. Chiyoko kratzte derweil mit einem Fingernagel an einem ihrer anderen Hand herum, um ein kleines ungerades Stück wegzumachen. Die Arbeit sah höchst kompliziert aus. Nach diesem unbehanglichen Schweigen lehnte die jüngere Teshima sich zurück, ließ ihr Haar über die Stuhllehne fallen, indem sie den Kopf schüttelte und sah auf die anderen Gäste. "Wenn ich mich recht erinnere, ist Shins bester Freund hier Stammkunde", sagte sie ausdruckslos. Haruka schenkte ihr augenblicklich Aufmerksamkeit, blickte ihre Schwester stirnrunzelnd an und dann in die Richtung, in die ihr Blick sich richtete. Doch da saßen nur einige unwichtige Paare und Partner. Als sich die schwesterlichen Augen wieder trafen, hatte Chiko wieder ihr Ich-war-es-nicht-Lächeln aufgesetzt. "Man, das war ein Witz." Stumm verdrehte Haruka die Augen, während ihre Schwester anfing, mit den Fingerchen an der Tischkante zu trippeln als wäre sie Schlagzeugerin. "Hat sie auch Hunger?" Als diese Frage erklang, hielt Chiyoko plötzlich inne. Sie? Langsam schüttelte sie den Kopf. Nein, Jolinar war wieder bei Kräften. "Okay, das ist gut", murmelte Haruka. Okay, irgendwie war die Atmosphäre merkwürdig eingeschlafen. Plötzlich zuckten aber alle rund herum zusammen, als ein lautes Scheppern ertönte gefolgt von einem explosiven Donnern und von aufwehendem Rauch aus der Eingangshalle des großen Cafés. Irgendwas war gerade geschehen. Haruka war schon halb aufgestanden, dann stoppte sie, als eine Stimme schrie. Chiyoko war fast vom Stuhl geflogen vor Schreck und hatte sich dabei gerade noch so am Tisch halten können. Verdattert drehte sie den Kopf herum. "Ich sage es dir ein erstes und ein letztes Mal! Versuch noch einmal meinen Schwestern zu nahe zu kommen und ich breche dir die Wirbelsäule, indem ich deine eigenen Hände mit Chakra-Fäden dazu benutze, nachdem ich sie dir mit einer Küchengabel abgestochen habe! Hast du mich gehört?!" Irgendeine Jungenstimme ertönte, die ein wenig patzig klang. "ICH SAGTE, OB DU MICH GEHÖRT HAST?! Oder muss ich dir das Trommelfell durch die Nase ziehen, damit du mit deiner eigenen Zunge dessen Geschmack spüren kannst, nachdem ich sie dir aus der Fresse gezogen habe?!" Es ertönte ein weiteres Rumms, und ein etwa 16-Jähriger flog im hohen Bogen durch die Eingangstür nach draußen in eine Reihe von Tischen. Aus dem Rauch heraus gestapft kam eine knallblonde 18-Jährige mit blauen Augen kräftiger wie jedes karibisches Wasser. Sie hatte die Fäuste geballt, die Zähne zusammengepresst und machte große Schritte. Um ihre Finger verblassten die letzten Angriffsspuren eines Nintais mit ihrem Element. Es war eindeutig: Es handelte sich um Katsura Teshima. Dem blonden Wasserteufel von Kirigakure. Zumindestens nannten ihre Feinde sie so. "Katsura-chan!", rief Haruka und winkte. Die kleine Dame hielt schnaufend inne und hatte den Blick eines Bullen im Gesicht. Dieser passte perfekt zu ihr, wenn sie sauer war. "Was ist?! Ich habe keine Zeit für Teekränzchen!" "Beweg deinen Arsch, sonst bewege ich dich", konterte Chiyoko mit einem geschlossenen Augen und einem sicheren Lächeln. Und sie wusste genau, was für eine Schwäche Katsura in Genjutsus hatte. Ein Schnippen und sie tat, was sie sollte. Mit einem rot angelaufenen Kopf bewegte sie sich zu ihren Geschwistern. Diese saßen wieder, danach fiel der Blick auf den Fremden. "Ist Kirigakures Herzpolizei wieder unterwegs?" Ihr keckes Grinsen verriert, dass sie glaubte, eine ihrer Schwestern hatte was mit Ren. Oder war auf dem besten Weg dorthin. "Bitte, sei höflich. Das ist Ren Kitoku", sagte Chiyoko reserviert und deutete danach auf den letzten leeren Platz am Tisch neben Ren und Haruka. Maulig setzte Katsura sich. "Was gibt es denn? Ich war gerade dabei, diesem Trottel die Haut über den Arsch zu ziehen, den er sowieso nicht zu haben schien." "Was war denn los?" "Dieser Idiot hat mir an den Hintern gefasst, gesagt, wenn ich im Bett so gut bin, wie ich kämpfe, wäre ich attraktive Beute und könnte ihn sehr glücklich machen. Und das alles vor einer Kellnerin, mit der ich gerade zugange war!" Katsuras Griff schloss sich eisern um die Stuhllehne. Sie war kurz davor wieder aufzuspringen, wobei der Angesprochene sich schon mit humpelnden Bewegungen davon machte. "Und ... was hast du getan?" "Ihm den Stuhl in den Rücken geschlagen, den Tisch mit ihm halbiert, die Dekopflanze als Wurfgeschoss auf seine Knie verwendet ..." Haruka machte eine abschneidende Handbewegung. Das reichte ihr. Chiyoko grinste aber. "Du weißt ja anscheinend perfekt mit Männern umzugehen", ließ sie ihren Sarkasmus freien Lauf. Katsura grinste blöd, aber legte dann den Fokus auf Ren. "Du bist also Ren. Wenn du Kanaille Eins schon kennst und Kanaille zwei, ich bin Nummer drei. Na gut okay. Ich bin eine von Chiyokos Schwestern. Katsura." Die Sprechende zog an ihren Taijutsu-Handschuhen und ließ die Knöchel knackten. "Hast du dir schon eine ausgesucht?" Mit einem empörten Blick schnellte Haruka nach vorne. "Katsura! Benimm dich endlich, sonst muss ich Mutter wieder sagen, dass du, selbst wenn du 18 bist, nicht mal auf Ayami aufpassen kannst. Ich muss schließlich ehrlich mit ihr sein. Was glaubst du eigentlich?" Katsura nickte selbstbewusst und tat, als wäre sie unschuldig. "Hey, ihr sitzt zu zweit mit einem Kerl am Tisch. Da darf man ja wohl fragen, wer hier als nächstes die Glocken läuten lässt. Das letzte Mal ist ja echt schon Jahrzehnte her." Chiyoko schlug sich gegen die Stirn. Meine Fresse, ihre Schwestern waren peinlich. Im nächsten Moment kamen aber schon zwei Kellner mit den Gerichten. Sie wurden sorgsam platziert und Katsura lehnte sich lächelnd zurück. "Wow, da will aber jemand verdammt süß sein", säuselte sie mit einem Blick auf Chiyokos Essen. Diese hatte sich gerade eine Erdbeere an den Mund geführt und ließ diese mit der Spitze zwischen den Lippen, als sie skeptisch eine Augenbraue hochzog. "Hm?" "Vergiss es, ess einfach. Also~" Sie wandte sich voller mädchenhafter Neugierde an Ren und lehnte sich sogar in seine Richtung. "Wie alt bist du? Wie groß? Was hast du für einen Rang? Bist du single? Magst du blonde Haare am liebsten und Genjutsus oder mehr Iryônin-Kram? Sag schon!" Immer noch mit der Beere zwischen den Lippen beobachtete Chiyoko das Szenario. Katsura war nervig. Haruka trank derweil erst einmal seufzend ihren Tee.
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BeitragThema: Re: Gartencafé Iruka   Mi Jan 09, 2013 9:04 pm

//Nussbecher, ja richtig. Vielleicht hätte ich eine weitere Andeutung machen sollen - dann wäre mir jetzt nicht so spießig langweilig zu Mute...// Gelangweilt hatte Ren den Kopf auf der Tischplatte schief gestützt und musste mal wieder das Verlangen unterdrücken in aller Öffentlichkeit seine Nase zu popeln. Etwas, was die meisten Anwesenden hier wahrscheinlich als eine schreckliche Verletzung der geheiligten - nein -, gelobpreisten Etikette ansehen würde. Whatever. Der Witz von Chiyoko schien deutlich fehlgeschlagen, da weder Haruka noch darauf aufgriff, noch er - zumal er nicht wirklich fand, dass das lustig war. Was wollte Chiyoko damit bezwecken? Wollte sie sehen, dass er vielleicht eifersüchtig auf Shin war? Beziehungsweise, dass er ihn am liebsten aus der Luft holen und zerreisen würde? War sie jemand, der solche Anspielungen machte? "Ein Scherz? Ich hoffe du tanzt nur und versuchst keine zu machen, weil ich habe daran gerade keinen Scherz gesehen - obwohl mich die Frau da hinten an Shin erinnert." Ren hob eine Augenbraue, als er eine Frau sah, die wirklich vom Gesicht her Shin ähnlich sah. Vielleicht war es ja seine Mutter. Oder aber es war sein Vater, der sich als Frau verkleidete. Oder ein armer Shinobi, der mal auf eine Frauenmission musste, weil ein Mangel an Kunoichi gerade das größte Problem war. Wie er damals. Kami... weg mit diesen Gedanken. Die verdammten Kleider waren viel zu eng gewesen und hatten an bestimmten Stellen tatsächlich gezwickt. Den nächsten Kommentar von Haruka fand er allerdings komisch, weshalb er sich reflexartig auf dem Boden umsah, ob dort eine Katze oder dergleichen saß. Natürlich bückte er sich nicht, sein Blick wanderte nur auf den Boden. Vielleicht hätte er ja irgendetwas gesehen, wenn es im nächsten Moment nicht so einen Knall gegeben hätte, dass einigen der Gäste Höhren und Sehen vergingen. Hätte er die Stimme nicht gehört, sondern nur Lautstärke und Wortwahl gewusst, so hätte er vermutet, dass Kagome ihnen doch aus den heißen Quellen gefolgt war - sogar die Ausdrücke und schließlich die Tatsache, dass ein Mann des Weges geflogen kam... lustig. Was dieser Mann wohl für Gedanken hatte? Blutete da seine Nase? Hatte er Rippen gebrochen? Ren wusste es nicht, doch aus reinem Mitgefühl heraus, wollte er sogar kurzzeitig aufstehen und ihm einen Stuhl vom Nachbartisch zur Hand geben. Beziehungsweise... zum Rücken oder mit was auch immer der Kerl da aufgekommen war. Vielleicht hätte es ihn gebremst. Andererseits war die Ausstattung doch wirklich zu schade und Frauen hatten bekanntlich immer Gründe für solche Aktionen. Letzteres hatte er schon sehr früh in seiner Kindheit erfahren... müssen. Haruka war von der kleinen Runde die erste, welche die "Neue" begrüßte, deren blondes Haar Ren als erstes ins Auge fiel. Sie hatten hier irgendwo ein Erdloch, aus dem sie alle kamen - oder? Denn die Tatsache der Haarfarbe, der Augenfarbe und dann noch der vertrauten Aussprache des Namens... ja, das war doch bestimmt... Bingo. Sie stellte sich als die Schwester vor, die dritte im Bunde. Also, wo war der Geheimgang, die Falltür auf dem Boden? Bevor sie sich aber als solche vorstellte, mutmaßte sie doch tatsächlich noch etwas von einer Herzpolizei. Ren kannte diese Art von Frau - die zugegeben seeeehr häufig in seiner Familie vertreten war. Auch schilderte sie alle möglichen "Dinge", welche sie mit ihrem... Auserkorenen getan und was er zuvor mit ihr gemacht hatte. Oder vielmehr bei ihr. ".... Nationaler Feiertag der Schürzenjäger oder was is' los?", kommentierte Ren das ganze aufmerksam. Ja, es wurde doch tatsächlich einmal interessant in diesem Gartencafé. Und ja, er war erst einmal hier gewesen. Na und? Es war bisher trotzdem langweilig. Gewesen. Bei Katsuras nächstem Satz hätte er aber womöglich ein Getränk ausgespuckt, als er sie hörte. Ausgesucht? "What the fu... Nein und vielleicht habe ich ja auch keine Intention..." Prüfend und skeptisch blickte er sie an, lehnte sich ein wenig weiter vor - wie eine Aufforderung zu einem Duell der Blicke - nein, nicht der Schatten. Nur der Blicke. Sie erinnerte ihn wirklich an Kagome. Die beiden würden sich blendend verstehen - oder taten es bereits. So viel bekam er in der letzten Zeit ja nun wirklich nicht mit. Allerdings musste er sich ein Lachen verkneifen, als sie das mit den Glocken erwähnte und Chiyoko sich gegen die Stirn klatschte, während Katsura noch einen Kommentar bezüglich der Erdbeeren und der Banane in die Welt setzte. Gerechtfertigt. Ren selbst betrachtete seinen eingetroffenen Nussbecher. Seine Wahl war doch recht krank, aber auch provokativ gewesen. Sich immer noch leicht vorlehnend, drehte er den Kopf in Richtung Katsura, welche es ihm nun gleich tat. Da war es. Ein Blickeduell. Prüfende Blicke. "Älter als du, größer als du - Single mit der Ansicht, dass das Leben so bleiben sollte." Eine Pause folgte. "Das kannst du gerne herausfinden mit dem Kampfstil und blonde Haare? Ich hab nichts gegen sie, wobei ich sie zu hell auch nicht mag. Ein wenig dünkler ist doch ganz schön und stört nicht so, wenn die Sonne drauf scheint - und man wird nicht so oft gesehen. Nächste Frage, nun von mir..." Wieder folgte eine Pause, wobei diese rein auf künstlerischer Ebene, beziehungsweise auf der beabsichtigten Spannung, beruhte. ".... soll das ein Jobinterview oder so werden?"
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BeitragThema: Re: Gartencafé Iruka   Mi Jan 09, 2013 9:37 pm

"Nicht wirklich. Ich will nur wissen, wer du bist. Ob ich dich hassen soll oder ob ich dich mag. Aber ich glaub, ich mag dich und damit bin ich nicht alleine." Grinsend schlug Katsura Ren gegen die Schulter und schlug dann mit einer geballten Faust in ihre dafür bereit gehaltene eigene Hand. "Sugoi!", quietschte sie glücklich und blinzelte Haruka an. Diese stellte ihre Tasse auf den Tisch und legte den Kopf gekonnt reserviert, aber auch autoritär schief. "Versuche gar nicht erst, Essen zu ergattern, Katsura. Von keinem. Mit deinem Verhalten klappt das so ganz bestimmt nicht. Lerne endlich, dich entsprechend zu benehmen, sonst wärst du auf der Kinderstation, während ich arbeite, perfekt aufgehoben. Oder braucht ihr noch eine Pockenimpfung?" Mit einem versteckten Grinsen, das für Haruka selten war, begann sie ihr Eis zu essen. Damit war es also raus, dass sie Iryônin war. "Ich will gar nicht wissen, worum es geht oder was du da sagst. Ich bin dagegen und meine Antwort lautet Nein." Bockig verschränkte die 18-Jährige die Arme. "Pädagogisch anspruchsvoll bist du jedenfalls nicht." "Du bist einfach körperlich nicht beabsprucht genug, meine Liebe." "Ich verzichte dankend." "Du verzichtest nicht, du verdrängst und unterdrückst. Ich schwöre, eines Tages vergewaltigst du einen Mann." Haruka verschluckte sich und begann röchelnd zu husten. Als sie sich einigermaßen wieder gefangen hatte, blickte sie ihre Schwester entsetzt an. "Ich schwöre bei all deinen verdammten Verletzungen, die du dir unnötig zugefügt hast, dass ich eher Vaters Katana heirate, als so etwas zu tun!" Nervös tupfte sie sich Eis vom Kinn. Meine Güte, Katsura nahm kein Blatt vor den Mund. Grinsend drehte diese sich weiter. Nun war Chiyoko dran. Diese war bei der dritten Erdbeere und schluckte gerade mit den Augen auf ihr Eis gerichtet. "Hey, kann ich irgendeinen Vibsi-chan mal von dir haben? Ich leih dir auch Kaminokes Abenteuer." Mit einem überheblichen Ich-hab-dich-lieb-Grinsen hatte Katsura die Arme auf den Tisch gelegt. Haruka hatte aufgehört zu kauen und blickte wieder geschockt. Chiyoko hob derweil nur den Blick an und wirkte recht bedrohlich. Wie konnte sie es wagen, Vibsi anzusprechen? Der sollte niemals Thema irgendeiner Unterhaltung sein. Wieso wusste sie das überhaupt? Bestimmt hatte sie geschnüffelt und sie entdeckt. Und die Sexromane von Katsura wollte sie sicher nicht lesen. Das Kamasutra-Buch zu ihrem 22. Geburtstag hatte gereicht. Sie hatte es von einer 11-Jährigen bekommen, verdammt! "Diese Geschichten interessieren mich so sehr wie dein Masturbationsbedürfnis. Und du kriegst weder Vibsi noch wen anders." Das war schlagfertig. Trocken probierte Chiyoko ihr Eis. "Ren, wenn Chiko 26 wird, solltest du ihr Kaminokes Abenteuer schenken. Am besten noch Nanokes Leidenschaften. Sehr gute Werke mit ... Aaaah, iiiih!" Katsura hatte plötzlich Erdbeereis mitten auf der Nasenspitze. Chiko versteckte gerade noch den Löffel unterm Tisch, den sie als Katapult missbraucht hatte. Pfeiffend blickte sie in den Himmel. "Lass das", murmelte Haruka und trat Chiyoko unterm Tisch. Diese sah zerknautscht zu ihr und schoss auch ihr ein Stück Eis auf den Unterarm. Ein empörtes Zischen folgte und Haruka kniff Chiyoko in die Fingerspitze, wo sie verhältnismäßig empfindlich war. "Aua!" Sie zog ihre Hand zurück und steckte den Finger in den Mund, um den Schmerz zu lindern. Doofe Schwester! Katsura hatte sich gerade das Eis abgewischt als sie sich ein Staredown mit Chiyoko lieferte. Diese ließ den Finger bei dieser Western ähnlichen Duellsituation sehr langsam zwischen ihren Lippen rausgleiten und zog den Löffel in die Luft, Katsura ihre Faust. Haruka ging mit beiden Händen dazwischen. "Schluss jetzt! Ihr seid schlimmer als Zecken auf Sake!" "Du bist nicht unsere Mutter", sagten Chiyoko und Katsura gleichzeitig, während Haruka die Augenbrauen hochzog. Ihr Blick fiel auf Ren und sie lächelte entschuldigend. Katsura verschränkte die Arme und murmelte was von Älterenrecht. Chiyoko machte sich über ihre Banane her, aber warf aus dem Augenwinkel auch einen Blick auf den Blonden. "Das Schlimmste hast du hinter dir", sagte sie ihm mit einem Grinsen. "Es sei denn, meine liebe Schwester kommt auf die Idee, dich nicht zu mögen." Diese zog die Stirn kraus. "Heh, Ren ist cool, halt den Mund. Ich würde ihn erst angreifen, wenn er keine von euch aussucht." Ein genervtes Stöhnen entfuhr Haruka, bevor sie ihren Tee leerte.
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BeitragThema: Re: Gartencafé Iruka   Mi Jan 09, 2013 10:12 pm

"Soll ich nun weinen oder mich glücklich schätzen?", entgegnete Ren wenig beeindruckt, von Katsuras plötzlichen Einvernehmen darüber, dass sie ihn mögen würde. Wow. Das war ja ganz was neues. Eigentlich hatte er nie Probleme mit irgendwelchen Menschen gehabt. Gut, sie waren oft ein wenig kantig, doch sie wussten alle, was sie an ihm hatten. Diejenigen, mit welchen er am häufigsten stritt, wohl am meisten. Denn diese waren seine besten Freunde. Bezog man eben dieses nun auf seine Familie, die sich dauernd stritt und inbesondere auf Kagome, so konnte man da doch eine wunderbare Liebe erkennen. Aber natürlich wollte das keiner von ihnen zugeben. Niemand. Und doch wussten sie es alle. Als die Fehde zwischen den Geschwister schließlich begann ihren Lauf zu nehmen, beschloss Ren sich ein wenig zurück zu lehnen und von seinem Nussbecher zu kosten. Tatsächlich schmeckte das Eis wirklich gut, aber das wollte er hoffen. Wie viel kostete das eigentlich? Moment, hatte Chiyoko ihn eingeladen? Stimmt, das hatte sie. Aber er würde sie nicht bezahlen lassen, wo käme er dann nur hin? Klar, er hatte die Quellen bezahlt, aber er war auch ranghöher. Zumal er sich unmännlich fühlte, würde eine Frau seine Rechnung mit bezahlen. Noch ein Grund, keine Beziehung zu führen. Es würde wegen Rechnungen doch schon Streit geben, oder etwa nicht? Wie dem auch sei: Katsura wollte Essen geben - da sollte sie sich einfach mal Essen bestellen, nicht wahr? Immerhin war das ein Café und in einem solchen wurde bekanntlich auch Essen serviert. Ob nun Eis, Kuchen oder sonstige Leckereien. Naja. Süßes eben. Haruka war also Iryônin und wie es schien hatte Katsura das gleiche Amt - hatte Chiyoko nicht irgendetwas erwähnt, dass sie eine private Ärztin hatte? Offenbar also Haruka, okay. Das Rätsel wäre dann schon einmal gelöst. Wobei Rätsel relativ war, nicht wahr? "Interessant. Nur glaube ich kaum, dass du ein Katana heiraten kannst... ich würde dir da gerne meinen großen Bruder anbieten, aber der will unbedingt seine Beziehung retten, die allerdings schon längst auf verlorenem Posten steht.", kommentierte Ren Harukas Idee von einer Katanaheirat, die auf eine Aussage Katsuras folgte, die... ach, was sollte es. Sollten sie doch einfach-- Hatte sie da... Eis auf der Nasenspitze? Moment, versteckte Chiyoko gerade etwa... und hatten sie davor irgendetwas von Pornos gesagt? Und von...Vibsi?! Leute wir sitzen in einem Café und in keinem Laufhaus!// Aber hm... sollte er es ihr schenken? Sein verdatterter Gesichtsausdruck wich dem Schieflegen seines Kopfes. Kranke Zusammenkunft. Eindeutig. Die eine war wie Kagome. Die andere halb... und Haruka erinnerte ihn leicht an Raijin - daher auch der Gedanke. Moment, die beiden würden zusammen ein schönes Paar abgeben. Gut. Er war kein Kuppler. Vielleicht lag er auch falsch. "..... Ich ess nen Nussbecher und du lutscht an ner Bananerum... und wir reden von Masturbationsbedürfnis... eine andere hat Erdbeereis im Gesicht zum Aufschlecken... ich frage mich, ob wir hier gerade richtig sind...", murmelte er grimmig vor sich hin und beobachtete weiter den Streit, während die beiden sich einen Staredown-Deluxe lieferten. Das war ja wirklich wie Kagome vs. Kagome gerade. Naja. So fast. Nur war er gerade froh, dass er nur eine große Schwester hatte, die diesen Namen trug. Verdammt, wo war Raijin zum Schlichten, wenn man ihn einmal brauchte. Aber vielleicht sollte er das ja mal übernehmen. Haruka schien ein wenig ratlos zu sein, aber wer konnte es ihr verübeln, als sie die Schwester so angingen? Ren verzog die Mundwinkel ein wenig und bemittleidete die Älteste unter ihnen, da er genau wusste, wie es war, wenn sich zwei Familienmitglieder stritten und man nichts dagegen tun konnte - beziehungsweise hatte Raijin ihm erzählt, wie es war. Er selbst hier war ja immer unter den Streitenden gewesen. Ein Blick auf Chiyoko folgte, die verführerisch an ihrer Erdbeere gegessen hatte. Daran erinnerte er sich noch genau, doch genervt und belustigt zugleich irgendwo auch. "Ich dachte sie wäre schon auf die Idee gekommen - siehst du - und ehrlich gesagt... suche ich mir keine Freundinnen aus, also entspannt euch bitte einmal alle. Ich bin der letzte der sowas sagt und derjenige, der dieses Café jetzt nicht so kosmisch toll findet, aber..." Ein Räuspern folgte und wenn man sich umsah... nunja... Blicke lagen auf diesem Fleckchen Erde, an dem sie sich gerade befanden.
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BeitragThema: Re: Gartencafé Iruka   Do Jan 10, 2013 7:14 pm

Die Runde verstummte augenblicklich, als hätte Rens Nase wie ein Clownschuh gequietscht. Katsura blinzelte ihn verwirrt an, Haruka hatte die Augenbrauen hochgezogen und sah ihn an und Chiyoko hatte ihren Löffel im Mund und sah ebenfalls zu ihm. Als hätten alle Schwestern einen Gedanken. Der sich um Ren drehte. Aber sie schienen unterschiedlich zu sein. Harukas Wangen waren leicht gerötet, Katsura sah ein wenig überrascht aus und Chiyoko ein bisschen enttäuscht. So schwiegen sie eine gefühlte Minute, sahen ihn an und verharrten als hätte wer die Zeit angehalten. Ren musste sich vorkommen, als stünden hungrige Zombies vor ihm, die rateten, ob sie ihn fressen sollten oder doch nicht. "Du bist ziemlich zurückhaltend." "Vielleicht auch einfach höflich, aber auch vorlaut." "Humor hast du auf jeden Fall." Die Zombies waren zur Zeit genauer genommen Sha're, Anise und Jolinar. Alle drei Teshimas hatten sich soeben von ihren Symbionten übernehmen lassen und diese Sprachen nun ohne ihre Wirtinnen zu verraten, aus ihnen heraus mit Ren, um die Situation zu glätten. Katsuras Körper wurde durch ihre Larve Sha're in eine neugierige, aber süße Position gerückt. Sie stützte beide Ellbogen auf dem Tisch ab, bettete ihr Kinn in den Händen und sah Ren so an. Chiyoko, oder mehr Jolinar, verschränkte die Hände am Hinterkopf und legte ein Bein über das andere. Haruka, beziehungsweise Anise, verschränkte die Arme und legte mit einem süßen Lächeln den Kopf schief. "Du willst ernsthaft eine Teshima verkuppeln? Weißt du überhaupt, was du damit deinem großen Bruder antun würdest? Mieses Selbstbewusstsein ist in unserer Familie, wenn ich mich nicht irre, eine Erbkrankheit. Das fängt bei den Frauen an und endet bei eigentlich ... allen. Nur jeder kaschiert es anders, oder? Und ... dein Bruder würde nicht wollen, dass er sich damit abmühen muss, eine junge, kaputte Frau wieder aufzuheitern, damit sie auch sich selbst genießen kann. Diese Mühe sollte er lieber in eine Frau stecken, die er bereits hat." Das waren viele Worte für "Haruka". Aber Anise war grundlegend gesprächiger, vor allem, wenn es um Haruka ging und um offensichtliche Sachen, die der Clan selbst versteckte. Die Larven sprachen mitunter offen über die Probleme ihres Wirtes, um ihm mitunter Hilfe aufzuzwingen. "Katsura" nickte derweil zustimmend und schaukelte ihr Köpfchen träumerisch. "Ach, so eng sollte man das aber auch nicht sehen. Außerdem hat Ren gerade das gesamte Gespräch zwischen uns abgeschossen oder vielmehr den Streit beendet oder?" Grinsend machte Sha're das restliche Eis von Katsuras Nase weg. "So schlecht fand ich das gar nicht. Die Themen waren sowieso viel zu persönlich. Wenngleich man mit uns kaum über Normales reden kann." Nun lachte Jolinar und blickte am Rand des Schirms über sich hinweg zum Himmel. "Na kommt schon. Sarkasmus ist lustig, wenn er nicht ausartet. Aber wenn es dich so sehr stört, Ren, dass ich und meine ... Geschwister jegliche Themen so wild diskutieren, hören wir natürlich auf. Im Gegensatz zu anderen wollen wir dich ja nicht verscheuchen. Da habe ich persönlich weitaus Besseres im Kopf, als das zu tun." Was hast du da gesagt? Mädel! Du vielleicht, aber wenn er denkt, ICH sage das, ist das schon wieder pervers. Denke einmal nach! Jolinar ignorierte Chiyoko, die motzend in ihrem eigenen Kopf gegen die Stirn hämmerte. "Ani-chan, begleitest du mich vielleicht nach Hause? Ich habe für heute genug ... Nintais geübt. Zwar an lebenden Objekten, aber dennoch. Und Takara-sama will sicher wissen, wo die Brut wieder bleibt." "Natürlich. Mach ich. Danke, dass wir dich begleiten durften ... Chiyoko. Wir warten zu Hause auf dich." Die beiden Symbionten standen mit ihren Wirtskörpern auf und stellten sich nebeneinander. Anise kramte Geld für Chiko heraus und legte es ihr vor die Nase. "Das reicht für meine Mahlzeit, damit du sie bezahlen kannst." Dann wandte Anise sich an Ren. "Einen wunderschönen Abend noch. Hoffentlich sieht man sich mal wieder. Vielleicht nicht unbedingt, um gewisse Geschwister kennenzulernen, aber vielleicht wegen anderen Ereignissen. Bis dann." Anise lächelte fröhlich, winkte und Katsura tat es ihr gleich. Die beiden gingen lachend davon. Jolinar hatte ein breites Grinsen im Gesicht. "Ach, es ist schön, Geschwister zu haben, nicht? Es ist aber echt interessant, dass du Haruka verkuppeln wolltest. Beziehungsweise ... einen Vorschlag gemacht hast. Wie sie gesagt hat, wäre das aber eher ein Fluch für deinen Bruder. Der würde bei dem inneren Abgrund mancher Familienmitglieder von mir eher jodeln, um sein Echo zu testen, als den Nerv zu haben, sich mit einem von uns abzugeben. Na ja." Seufzend schloss Jolinar die grauen Augen von ihrer Wirtin, sodass diese wieder ihren Körper übernahm. Das Lächeln verlief im Sand und Chiko blinzelte kurz. "Ich hasse das", grummelte sie. "Stammesversammlungen meine ich", meinte sie mit einem entschuldigenden Gesichtsausdruck. Sie wollte von den Larven ablenken und deren Auftritt. Einfach mit der Aussage, sie hasste es, wenn sich vor Fremden zu viele Verwandte mit ihr tummelten. Das war immer peinlich. "Ich habe ja gesagt, dass ich bezahle. Ich gehe kurz nach drinnen zum Kellner und begleiche die Rechnung, bin sofort wieder da, wenn du nicht weglaufen willst." Langsam stand Chiyoko auf und war gerade noch dabei, Harukas Geld zu sammeln, bevor sie sich ins Innengebäude aufmachte, um für ein paar Minuten das Essen abzubezahlen.
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BeitragThema: Re: Gartencafé Iruka   Do Jan 10, 2013 9:23 pm

Hatte... er... irgendwie... eine Morddrohung ausgesprochen? Oder warum verstummten sie alle? Das war doch noch aufsehenerregender, als alles andere, oder etwa nicht? Da hatten sie davor noch lautstark konkuriert und nun.... nun schwiegen sie und sahen ihn als, sodass man denken könnte, er säße in Unterwäsche am Tisch. In Shorts. Das letzte Mal als er so an einem Tisch gesessen und nicht alleine gewesen war, war beim Essen gewesen. Daheim. Bei seinen Eltern. Nach einer Mission, weil er zu faul und "abgeranzt" gewesen als die Energie zu verschwenden und sich nach dem Aufstehen noch anzuziehen - er hatte sich damals ja sowieso gleich wieder ins Bett verflüchtigt. Nun schien das ganze aber wirklich kranke Formen anzunehmen: Jeder Mann mochte es, wenn Blicke auf ihn gerichtet waren, aber diese Weise... und diese Stille... Irgendetwas in ihm sagte, dass er aufstehen und ganz langsam ohne ein Kommentar und mit gleichgültiger Miene weggehen sollte. Einfach so. Es war wie in einem Film: Er stand auf. Kurze Zeit später rannte er - und die Jäger kamen hinter ihm her, um ihn zu zerfleischen. Wie beruhigend, dass er Sakanade sein Eigen nennen durfte. Katsura war die erste, welche sich in eine niedlichere Position begab und den Kopf auf beide Ellenbogen stütze - während Chiyoko einfach die Arme verschränkte und die Beine überkreuzte. Von letzterer wusste er, dass sie das öfter machte. So hatte zum Beispiel auch Shin ihren Hintern noch besser "observieren" können. Aber noch viel schlimmer war, dass sie alle gleichzeitig gesprochen hatten - beziehungsweise kurz nacheinander und dass sogar nun Haruka nicht mehr schüchtern, sondern lieb lächelte. Okay, wo war die versteckte Kamera. Das war ja gerade wie in einem schlechten Porno. Wahrscheinlich würden sie gleich wieder ihre Meinungen nacheinander über irgendetwas kund tun. Aber nein, nein. Das wäre einfach zu kran... Haruka war die erste, die etwas sagte. "Und wenn... schon..." Leicht zögernd riss er sich mit seinen eigenen Worten aus der Starre. "... wenn eine Frau wenig Selbstbewusstsein hat, ist es die Pflicht des Mannes - der umso selbstbewusster sein sollte - eben diese aufzubauen. Andersherum ist es für einen selbstbewussten und lauten Mann gut, eine schüchterne Partnerin zu haben, die ihn manchmal bremst.... und habe ich gerade ein Date ausgeschrieben oder was? Ich habe nur gemeint, dass das durchaus etwas "Nettes" werden könnte mit euch beiden. Oder ist mangelndes Selbstvertrauen nicht das einzige Gegenargument?" Er hörte sich an wie ein mieser Kuppler. "Zumal ich nicht glaube, dass ihr wenig Selbstbewusstsein habt. Ihr habt es nur noch nicht gefunden und braucht jemanden, der euch anschubst. Zum Beispiel war es bei Katsura der Junge, der sie schief angeschaut hat.... wir wissen ja alle, was darauf folgte und was nun wirklich nicht wenig selbstbewusst aussah." Aussage zu Ende, doch ehe er damit fertig war, kam auch schon eben jene Genannte wieder zu Wort, weshalb er doch ein wenig skeptisch war. Kranke Scheiße. Redeten sie nun wirklich wieder von der Leine her weg? Aber apropos Selbstbewusstsein: Bei Haruka war es wohl ihre Schüchternheit, die sie insgesamt hatte. Bei Chiyoko war es ihr Äußeres und bei Katsura... naja,... vielleicht würde er das nun erfahren. Aber er war sich sicher, dass jede von ihnen sich für nichts schämen musste - naja... er kannte sie kaum, doch auf den ersten Blick befand er es einmal so. Komischerweise redete Katsura aber leicht anders von ihrer Wortart her. Wo war diejenige mit dem Blumentopf und den Schlägen geblieben? Litt sie unter Stimmungsschwankungen? Schizophrenie vielleicht gar? Komische Sache, aber bei Chiyoko hatte er auch einmal ganz kurz einen solchen Eindruck gehabt.. apropos: Sie lachte. Da war wieder dieses herrliche Lachen. "Besseres? Na dann bin ich aber einmal gespannt~", antwortete er nur gespielt, aber musste kurz darauf die Augen rollen. Er fühlte sich gerade wie vor einem Tribunal, weshalb er sich den nächsten Löffel Nusseis in den Mund schob... und es laaangsam auf der Zunge zergehen ließ. "Und mich soll diese Unterhaltung stören? Ne, tuts nicht - oder hast du schon aus dem Restaurant vergessen, dass ich so etwas wie Scham nicht kenne? Ich habe nur einen Einwand gebracht, weil ich dachte, es interessiert euch vielleicht, dass Nachbartische hier sehr wohl mithören können. Aber gut, du kannst gerne weiter über Vibsi-Chan diskutieren, während hinter dem Busch vielleicht ein 14jähriger dabei masturbiert, in dem er sich dich nackt vorstellt." Ein unschuldiges Lächeln trat auf sein Gesicht, welches einem Jugendlichen gehören konnte, der noch keine Schandtat in seinem Leben vollstreckt hatte. Allerdings kräuselte er seine Augenbrauen nachdenklich, als die beiden anderen so plötzlich gingen. War Katsura erst nicht gerade zu ihnen getreten? Naja, ihm sollte es egal sein, oder? "Wünsche ich euch auch.", kommentierte er jedoch gedankenlos, als das Wort "Brut" fiel. Ein wenig... merkwürdig in diesem Zusammenhang. "Einem von euch? Ich werde das Gefühl nicht los, dass ihr mir da etwas verschweigt. Katsura war gerade auch ein wenig... merkwürdig... und die Wortwahl "Brut"... aber egal, ich wills gar nicht erst wissen - nur glaub mir: Raijin hätte wahrscheinlich seinen waren Spaß daran, sie aufzubauen. Er ist ein guter Kerl..." Hörte man gerade heraus, dass Raijin für ihn selbst wie ein Vorbild war? Gott, war das peinlich. Als Chiyoko schließlich entgegnete, dass sie bezahlten wollte und aufstand, um ins Innengebäude zu gehen, lehnte sich Ren auf seinem Stuhl zurück und packte sie am Handgelenk, als sie neben ihm vorbeilief. "Ich will dich nicht beleidigen, aber wenn du das Essen zahlst, fühle ich mich unwohl, beziehungsweise beleidigt." Mit der freien Hand kramte er lustlos in seiner Tasche und hielt ihr schließlich Geld hin. "Bittesehr - oder willst du mit Vibsi-chan bezahlen?" Breit grinsend sah er sie an, ließ jedoch dann ihr Handgelenk los. "Geez... tut mir Leid, ich fand das einfach sehr... amüsant."
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BeitragThema: Re: Gartencafé Iruka   Fr Jan 11, 2013 12:02 am

Okay, er hatte den Auftritt der Symbionten also gewittert. Aber hoffentlich Jolinars Lachen für das von Chiyoko gehalten. Wenn er nicht über den Teshima-Clan Bescheid wüsste, würde sie das Geheimnis auch noch eine Weile hüten. Eventuell einige Monate. Mindestens. Wenigstens, denn sonst könnte sie Verrat riskieren, aber daran wollte sie nicht denken. Nicht jetzt. Ein wenig perplex drehte sie sich zu ihm, als sich seine Finger um ihr kleines Handgelenk schlossen. Ren hatte wirklich große Hände. Na ja, aber hatten Kerle das nicht immer? Sie wollte ihm ganz normal antworten, dass es eine Einladung war, aber errötete dann intensivst, als er andere Zahlungsmittel nannte. Nein. Nicht er auch noch. Katsura war schon genug mit diesem Thema infiziert worden. Bedächtig setzte sich die Teshima wieder und versuchte mit ruhigen Gesten, aber hochrotem Kopf eines klar zu stellen: "Bitte vergiss das meiste, was Katsura gefaselt hat. Sie redet viel, wenn sie kann und jemand zuhört. Und diese Dinge ... Sie erzählt gern Märchen, egal wie sehr die einem Softporno ähneln. Können wir es dabei bitte beruhen lassen?" Chiyoko fühlte sich fast, als würde sie über den Erhalt ihres Clananwesens diskutieren. Es war jedoch einfach ein drastischer Eingriff in ihre Privatsphäre. Solche Witze fand sie nicht witzig. Vor allem, da sie keinerlei aktive Erfahrung anderweitig hatte. Dann sollte man passivere Wege nicht so veralbern. Schließlich hatte sich aus diesen Geschäftigungen ein eigener Industriezweig entwickelt. Sogar der durfte sich doch jetzt beleidigt fühlen. Deswegen lächelte Chiyoko auch nicht bei Rens Spruch. Auch wenn er es amüsant fand. Sie blieb ernst, aber wechselte dann das Thema auf die Einladung. Sie verschränkte die Arme und lehnte sich zurück, während die Kopffarbe abebbte. "Warum fühlst du dich beleidigt? Du bist doch gar nicht abhängig von mir, wenn ich dich einmal zu etwas einlade. Und wenn es deinen Stolz ankratzt, tut es mir leid, aber ich bin ein erwachsener Mensch, der gern freundlich ist und Essen geht. Man sollte nicht festlegen, ob es angebracht ist, als Frau zu bezahlen. Wenn du bezahlst, kann ich mich beleidigt fühlen, dass du die Einladung relativiert hast. Was machen wir nun?" Mit einem neckischen Schmollmund legte Chiko den Kopf schief. Ein wenig Zeit hatten sie ja noch. "Ich werde mich nicht zum x-ten Mal auf deinen Schoß setzen, keine Sorge. Dich aber auch nicht angreifen, keine Angst. Aber ein Kompromiss ist nötig. Ich will dich nicht beleidigen, du willst hoffentlich so süß bleiben, wie du es bist. Das willst du doch oder?" Dass ihre Frage keine andere Antwort wie offensichtlich zuließ, war durch den zuckersüßen Unterton wahrzunehmen. Chiyoko rutschte ein wenig in ihrem Stuhl umher und wartete auf eine Antwort. Finanzielles und männliche Ehre regeln. Das waren Nachmittagshobbies, die ihre Mutter ihr niemals abkaufen würde.
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BeitragThema: Re: Gartencafé Iruka   Sa Jan 12, 2013 11:41 am

Ren musste breit grinsen, als Chiyoko so rot anlief - noch röter und man könnte denken, sie wäre eine Tomate... oder aber sie würde gleich in Ohnmacht fallen, weil ihr etwas so verdammt peinlich war. Letzteres stimmte wohl, aber nicht im Bezug auf die Ohnmacht. Diese ereilte die junge Blonde nämlich nicht, sondern sie ersuchte sich zu rechtfertigen, dass Katsura oft dumme Sachen sagte. Und das glaubte er ihr sogar. Ihre kleine Schwester hatte doch ein wenig aufbrausend gewirkt, aber dann wiederum auch kindlich, sowie unschuldig. Beides sehr gute Eigenschaften, wenn er so darüber nachdenken sollte. Wenn sie sich in der Welt diese Eigenschaft weiter behielt, so würde sie es vielleicht weit bringen, ohne irgendwann an Depressionen zu verkommen. Beziehungsweise würde sie aus diversen Situationen lernen, aber hoffentlich nicht diese Attribute eines Kindes verlieren. Denn diese waren es, die einem zwar manchmal das Leben schwer machten, aber im anderen Sinne auch gleichzeitig so viel schöner. Von den Menschen in der Umgebung ganz zu schweigen. Dennoch schlug diese eigentlich positive Grundstimmung gerade unweigerlich zu einer negativen um. Chiyoko wirkte seiner Ansicht nach ein wenig verspannt und versuchte deutlichst das Thema zu wechseln, oder aber einfach das angesprochene Thema zu untergraben. Er sah ihr an, dass sie eindeutig nicht darüber reden wollte... Vielleicht war er doch zu weit gegangen und sie war nicht so offen wie manche andere Menschen. Beziehungsweise... er würde auch nicht über diverse Dinge reden wollen. Klar, er war hier freier und offener als andere, aber... Würde er das wirklich sagen? Naja, es gab Dinge, die keinen anderen etwas angingen, aber befürchtete sie etwas, wenn sie es ihm erzählte? Fakt ist, dass er nun wusste, dass Chiyoko ihm nicht sofort alles preis gab und es mit ihrer Familie etwas auf sich hatte... Apropos Familie. Vielleicht würde ein Nachname schon reichen... "Ganz ruhig, ich hab gesagt, dass es ja auch egal ist - naja... jedenfalls dass ich es nicht wissen will. Bleib nicht immer an Gesprächsfetzen hängen..." Er hatte doch gleich darauf wieder das Thema gewechselt. Nun war sogar er ein wenig ernster, da er selbst wusste, dass er doch ein wenig zu weit gegangen war. Obgleich er sich nicht in sie hineinversetzen konnte. Dennoch sah man ihm die Stimmungsveränderung nun an. Zumal Chiyoko darauf plädierte, dass einer von ihnen wohl beleidigt sein würde - jedenfalls verstand er es so und Unrecht konnte er ihr da auch nicht wirklich geben. Da wirkte nun auch der Schmollmund nicht, obgleich er süß war. Ren blieb ernst. "... Bezahl eben, aber dafür mach ich es die nächsten zwei Male, wenn wir irgendwann essen gehen sollten - insofern ich mich nochmal hier herschleppen lasse..." Der letzte Teil der Aussage war deutlich leiser gesprochen, sodass er sich schon fast sicher sein konnte, dass Chiyoko eben diesen nicht gehört hatte. "Wie wäre es also, wenn wir das als Kompromiss nehmen und zu deiner Erinnerung, hast du dich nie freiwillig auf den Schoss gesetzt, wobei ich diese Formulierung ein wenig komisch finde... Ein paar Stunden vergangen und schon werden Andeutungen geschoben - man könnte fast Dinge assoziieren~" Endlich. Da war wieder der leise Hauch von Amüsement, der durch seine Stimme drang. Immerhin etwas weniger ernst. Dennoch war er nicht weiter auf ihren niedlichen Unterton eingegangen. Offenbar dachte sie, dass sie damit wieder alles zurecht rücken könnte, was sie allerdings auch etwas durchschaubarer machte, wie er fand. Ob das aber der Wahrheit entsprach, würde er unter Umständen noch herausfinden. "Also... Wollen wir nun bezahlen und von hier verschwinden... oder aber Wurzeln schlagen und die Senjû immitieren? Was bevorzugst du?"
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BeitragThema: Re: Gartencafé Iruka   Sa Jan 12, 2013 11:59 am

Chiyokos Lächeln schwand ein wenig, aber war immer noch schwammig verhanden. Mit leicht skeptisch schief gelegtem Kopf hörte sie Ren zu. Aha. War das Einzige, was sie dazu dachte. Offenbar konnte sie diesen kleinen Konflikt nicht wirklich zur Seite schieben. Männer und ihr Stolz waren manchmal härter als ... Nein. Nein. Ohne Lockerheit griff Chiyoko wieder zu ihrem Geld und dem Geld ihrer Schwester, wobei sie aufstand und den Stuhl langsam zurückschob. Sie blieb noch neben Ren stehen und verschränkte wissend die Arme. "Hier her zu gehen war ein Vorschlag meiner Schwester. Und ich mag dieses Café wegen seiner Speisen, nicht wegen seiner schnöseligen Umgebung. Ich fühle mich da genauso fehl am Platze wie du wahrscheinlich. Wenn du hier nicht mehr hin gehen willst, ist das okay. Du musst das nur deutlicher sagen und nicht immer durch unterschwellige Bemerkungen wie Ich bin nicht so scharf drauf, dahin zu gehen äußern mit dem Gedanken, andere würden da sofort drauf anspringen. Aber wie man seine Meinung sagt, weißt du bestimmt besser als ich. Immerhin bist du ja der Mann." Mit einem Augenrollen drehte Chiko Ren den Rücken zu und ging ein wenig schnell zum Eingang des Gebäudes. Drinnen trat sie an einen Kellner heran, entschuldigte sich für Katsura und bezahlte das teure Vergnügen, in dieser snobistischen Umgebung essen zu dürfen. Die Ryo-Summe war schon beachtlich gewesen, aber dafür, dass Chiko sich geschworen hatte, die nächsten Tage nichts mehr zu essen, war das doch okay gewesen. Für diese Nahrung von dieser Qualität würde sie jedes Versprechen, das sie sich selbst gab, brechen. Mit dem Portmonnaie in der Gesäßtasche kam sie wieder raus stolziert und trat zu Ren an den Tisch. "Wir können nun gern verschwinden oder muss ich der Dame beim Aufstehen helfen, hm?" Mit einer versteck belustigt hochgezogenen Braue blickte die stehende Chiyoko auf den sitzenden Ren. Ja, das war ein provokanter Spruch direkt in sein Gesicht, weil er anscheinend die Unmännlichkeit nicht verkraftet hatte, eine Frau bezahlen zu lassen. Immer diese Pascher. Nebenbei kreuzte sie im Stand die Beine, wie sie es so gern machte, um sich ein wenig eleganter zu fühlen. Ich würde wetten, dafür landest du wirklich noch einmal über der Schulter. Eher klau ich ihm sein Schwert, kapiert? Aww ja, das könnte lustig werden. Chiko-chan klaut Ren-kun das große Brotmesser und lässt ihren Papi glauben, sie wäre ein Schwertshinobi~ Kurz fiel Chiyokos Blick durch dieses Gelaber von Jolinar auf Sakanade an Rens Seite, aber dann sah sie ihm wieder ins Gesicht.
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BeitragThema: Re: Gartencafé Iruka   So Jan 13, 2013 1:00 am

Sollte das ein Blickduell werden? Ren wusste es nicht ganz, denn viel Zeit zum Überlegen hatte er nicht wirklich. Stattdessen schien Chiyokos Lächeln zu schwinden - was zu erwarten war, nach dem was er los gelassen hatte. Tja, man konnte nicht immer von ihm das Honigkuchen-Getue des Amüsements und der Belustigung erwarten. Wo kämen da alle hin? Man würde ihn vor allem nicht respektieren. Wieso als auch mal nicht einen Blick auf eine seiner anderen Facetten erhaschen lassen? Wieso nicht einmal zeigen, dass er durchaus sehr ernst sein konnte - nicht nur wütend. Okay, ernst... wer das als ernst sah, hatte ihn noch nie in einem nachteiligen Kampf erlebt. Oder wenn er wirklich... wütend war. Das in den Quellen war ja so gut wie nichts gewesen. Hatte er überhaupt irgendwann einmal einen Wutausbruch gehabt? Ja, irgendwann bei Tenshi, oder? Naja, das war ja auch egal. Jedenfalls konnte er nicht umhin, ihr mit dem Blick zu folgen, als sie sich dann langsam erhoben hatte. "Du verteidigst das Restaurant mehr, als deine Unschuld, wenn ich da so an den Trainingsplatz denke...", kommentierte er ihre Aussage monoton, wohlwissend, dass das eine Beleidigung deluxe sein konnte - wenn man denn so empfindlich war. Andererseits wusste man, dass Ren oft solche Vergleiche heranzog, sie ein wenig so meinte, aber sie eigentlich nur der "Veranschaulichung" dienten, um etwas klar so stellen. Wo andere Bienchen und Blümchen nannten, war Ren... ein wenig direkter. So war er nun einmal und das würde Chiyoko bestimmt auch gleich erfahren haben. ".... Ja, ich bin ein Mann." - und deshalb reagierte er auch entsprechend auf diverser ihrer Aktionen. Alle von diesem Tag wollte er nun nicht aufzählen, doch als er ihr so hinterhersah, musterte er ihr Rückbild nochmals von oben bis unten. Wieso war er sich so sicher, dass er die nächste Zeit im Dorf "schöner" verbringen würde und sich auf eine Heimkehr nach einer Mission richtig freuen konnte? Verrückt. Als sie wieder kam hatte sie offenbar bezahlt, sowie auch diese "kritischere" Miene wieder abgeschafft. Stattdessen war sie wieder der verspielteren gewichen, wie es ihm schien, weshalb er plötzlich die Augenbrauen hob. Vorhin hatte sie auch die Augen gerollt... irgendwie fühlte er sich da halb verarscht. "Das kannst du versuchen, aber dann würde ich dich auf den Schoss ziehen und dich in aller Öffentlichkeit versohlen, dass du laut aufschreist - oder stöhnst, in den Augen anderer." Seine Mimik war vollkommen ernst und jeder Außenseiter, der keinen der beiden kannte, hätte wohl nun geschockt geblickt... und so ging es einige weitere Sekunden, bevor Ren sich die Hand vor den Mund nahm, um sich das Lachen zu verkneifen. "Ich hoffe, du hast nicht ernsthaft geglaubt, dass ich so etwas machen würde.... ... und komm nicht auf die Idee deine Finger an Sakanade zu legen - so schön schmeichelnd sie auch sein könnten." Perplex legte er eine Hand an Sakandes Griff, nachdem er aufgestanden war. "Wohin denn nun, Prinzesschen?", fragte er also neckend, um das Thema zu wechseln. "Theoretisch bin ich so müde, dass ich mich gern aufs Ohr hauen würde zu Hause, aber ich kann dir wohl schlecht anbieten, mitzukommen - oder? Und keine Sorge, das ist keine 0815-Anmache.... Gut, manchmal vielleicht, aber heute nicht - und das liegt nicht an dir..... - Also?"
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BeitragThema: Re: Gartencafé Iruka   So Jan 13, 2013 1:43 am

Hatte sie diese bildhafte Darstellung gerade ernsthaft aus seinem Mund gehört? Ernsthaft? Wollte er sie verarschen? Na ja, in dem Kontext wollte er das wirklich. Und das bestimmt nicht nur mit einer Hand, wenn Chiko ihm Glauben schenkte. Mit perplex geweiteten Augen wich sie einen Schritt zurück und hielt ihre angewinkelten Arme vor ihren Oberkörper. Nicht ernsthaft oder? Aber was anderes geschah auch noch. Die 25-Jährige legte vorsichtig ihre linke Hand über ihre Nase und atmete leise ein, wobei ein ziemlich schniefendes Geräusch entstand, das Ren aber nicht hörte, weil sie nur probierte, wie es gerade klang. Bei den Brüsten ihrer Tante, seit wann hatten ... Frauen ... Nasenbluten? Oder vielmehr Flowerbleeding. Chiko war wahrlich eine bestimmte Unschuld in Person und wenn sie sich noch bestimmtere Dinge ausmalte, wusste sie natürlich nicht, wie das in der Praxis eigentlich sein würde. Daher, da Blümchen ja so sehr für Zärtlichkeit und Unwissenheit stehen, würde wohl eher ein niedlicher Schwall roter Blümchen aus ihren Nasenlöchern schießen - das war angenehmer. Trotz allem, was sie gerade innerlich tat, würde sogar ihren Vater schockieren. Chiko, bitte. Ich fühle mich observiert, wenn du den Amazonas mitten im Café eröffnest. Dafür ist heute abend noch mit Vibsi-chan Zeit, nicht? Ich äh ... habeda habeda ... da ... das ... er ... ich ... Ich kann die Schleusen nicht mehr lange dicht halten, wenn du dir weiter diesen Schweinkram vorstellst! Er hat ... gesagt ... stell dir doch nur mal vor, Jolinar. Nein, ich lehne diesen Gedanken genauso ab wie Heru'urs Idee eine Mobbingversicherung für Symbionten aufzumachen. Jedes Mal, wenn unser Wirt uns disst, muss dieser 100 Ryo ins Schweinchen werfen. Ich wäre zwar reich, aber du wärst arm. Sau arm, höhö~ Bei dem Flachwitz konnte Chiyoko sich wieder ein wenig mehr konzentrieren. Skeptisch entfernte sie ihre eigene Hand von ihrem Näschen und stellte schockiert fest, dass dort echt ein kleines Rinnsal voller Rot vor sich hin trocknete. Eilig holte sie ein Taschentuch aus einer Kleidertasche und putzte sich akribisch die Nase. Konnte sie sich entschuldigen, indem sie das auf ihren vermeintlich schwachen Kreislauf schob? Ren würde ihr sicher ansehen, dass sie log, da das Blut von der Nase nun direkt in ihre Wangen schoss. Das Taschentuch wanderte wieder in die Tasche. "Es gäbe schlimmere Anmachen als so eine", lenkte Chiko mit einem gezwungen Lächeln von ihrer Nase ab und verschränkte hinterrücks ihre Arme. "Dir beim Schlafen zuzusehen wäre jetzt nich das spannendste Kapitel meines Lebens, vielleicht ganz schön, aber es wäre weder ein Trainingsplatz noch ein Quellenbesuch." Wieder erinnerte sie sich wie in einer Diashow an jegliche Avancen, während denen Chiko irgendwelche Balzgestiken mit ihrem Hinterteil vollführt hatte. Mittlerweile kam sie sich arg peinlich vor. "Es wäre vielleicht besser, wenn ich für heute erst einmal nach Hause gehe. Katsura schreit deinen Namen wahrscheinlich schon durchs gesamte Anwesen und mein Vater wird mich stalken, bis ich ihm endlich das sage, was er hören will. Sei froh, dass du gleich in Ruhe schlafen und den Tag vergessen kannst. Mir wird das nicht so schnell gegönnt sein." Mit einem makaberen Lächeln, das eher einer Entschuldigung glich, legte Chiko eine Hand an ihren Hinterkopf. Den Tag sollte er vielleicht nun nicht vergessen, aber am besten die Zeit, die er mit ihr verbracht hatte, weil manche Sachen doch einfach scheiße gelaufen waren - und sie war der Auslöser gewesen.
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BeitragThema: Re: Gartencafé Iruka   So Jan 13, 2013 3:17 pm

Rens Augen weiteten sich, als sie doch tatsächlich verhängnisvoll nach einem Taschentuch suchte und ihn damit erst Recht auf die Nase aufmerksam machte. Bei allen Göttern, hatte sie sich gerade ernsthaft in Gedanken vorgestellt, dass er... ?!?! Perplex fiel ihm glatt die Kinnlade herunter, wonach er noch versuchte, etwas zu sagen, aber schließlich sein Kinn fasste und es wieder in die ansehnlichere Position des geschlossenen Mundes beförderte. Mit der Hand griff er sich an die Stirn, fuhr damit hoch in sein Haar. "Jaaaaaa...aaaa ... .....", kam es nur langsam und gedehnt von ihm, während er sich leicht an den Tisch hinter sich lehnte - nun fehlte nur noch, dass dieser unter seinem Gewicht zusammenkrachte, aber das war eher unwahrscheinlich. Immerhin hatte er schon fast Untergewicht für seine Größe. Ihr gezwungenes Lächeln half immer noch nicht, egal wie sehr sie sich bemühte. Ren konnte es gerade so an sich halten, nicht noch einmal seine Kinnlade fallen zu lassen bei der Perplexität dieser Gedanken. Da konnte sie vorher noch so unschuldig tun... so peinlich auf ihren Vibsi-chan reagieren: Hallo? Sie hatte sich gerade allerhand in ihren Gedanken vorgestellt und Ren wollte - auch in Erinnerung an die heißen Quellen - nicht wissen, wie "intensiv" diese waren. Wir war das noch einmal mit ihrem Hintern gewesen? Oder wie sie nackt in die Quellen gestiegen war? Facepalm accomplished, war das nächste, was man nun über ihn sagen konnte. Ernsthaft. Irgendwie raubte ihm dieser Tag die Nerven. Ruhig ausatmen. Genau. Genau so. Durchatmen. Ganz tief. Das entspannte und machte den Kopf wieder frei von Vorstellungen, welche Chiyoko gerade in ihm hervorgerufen hatte. "Jaaaa..." Kami, das hatte er schon gesagt. ".... sollte ich aber irgendetwas von heute... "vergessen"? Wenn ich so darüber nachdenke, dann war der Tag doch wirklich ereignisreich und um ehrlich zu sein bin ich froh, dich kennengelernt zu haben - ist wirklich amüsant mit dir. Mal abgesehen davon, dass du mich teilweise in kurzer Zeit schon leicht auf die Palme gebracht hast." Mit einem kleinen Ruck stieß er sich folglich nun vom Tisch ab und grinste sie wieder an, wobei er ihr eine Hand auf den Kopf legte und ihr wie einem kleinen Kind durchs Haar wuschelte. "Und es ist doch immer schön, wenn der Name bekannt ist~ ich hoffe nur, er wird nicht verrufen. Naja... wir sehen uns dann morgen Abend nehme ich an. Ja, ich hab die Einladung nicht vergessen und werde das auch nicht tun... irgendwo wird sich schon was brauchbares zum Anziehen finden lassen. Man sieht sich Chiko-chan." Mit diesen Worten ging er schließlich an ihr vorbei und damit auch aus dem Café. "Nebenbei Danke fürs Bezahlen." Und mit just diesen Worten verschwand er in Richtung seiner eigenen Wohnung, nachdem er noch einmal kurz stehen geblieben war um das zu sagen. Also... morgen Abend. Bis dato konnte er noch schön schlafen~


tbc: Wohnung.
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BeitragThema: Re: Gartencafé Iruka   So Jan 13, 2013 3:53 pm

Was war das denn für eine Geste bitte schön? Chiyoko durch ihre Schlammhaare zu wedeln? Mochte er etwa diese erdige Farbe? Skeptisch berührte sie ihre Zotteln, als Ren sich verabschiedet und zum Gehen aufgemacht hatte. Dieses wuschelige Gefühl war ja süß gewesen, aber das hatte sonsti immer nur Kotaro bei ihr gemacht. Als sie Bonbons haben wollte ... Denk nicht einmal daran, Bonbons jetzt zu perversieren. Damals war die Kindheit noch schön und unschuldig gewesen, wo niemand auch nur gewagt hätte, über Süßigkeiten zu Schmunzeln. Selbstverständlich tun das heute auch nur die Wenigsten. Brav, Frau Schöpferin. "Bis Morgen", sagte Chiyoko noch leise und verwundert, als Ren ging. Sie bewunderte noch seine Rückenansicht und schwelgte wieder in der Vorstellung dieser langen Haare. Ihre waren zwar etwas kürzer, aber in denen da konnte man sich bestimmt super verkrallen. Bei was auch immer - natürlich nur bei schönen Dingen. "Nur bei den schönsten", flüsterte Chiyoko vor sich hin. Ja, die Schönsten, die sie sich gerade ausmalte. "Ich denke nicht immer an das eine." Schmollend drehte sie sich in Richtung nach Hause Weg und verschränkte die Arme. War da jemand bockig, weil eine ubiquitäre Macht Dinge sagte, die vielleicht nicht stimmten? "Ach, sei ruhig und geh mir ein Lied suchen, das ich nachher singen kann." Okay, damit hielt sich weder diese Macht noch Chiyoko weiter mit unnötigen Beschäftigungen auf. Die Macht besuchte ihren Freund, den Gugelhupf, und Chiko ging nach Hause.

tbc: Clananwesen
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BeitragThema: Re: Gartencafé Iruka   Sa Feb 16, 2013 4:45 pm

Kv: Nordtor von Kirigakure no Sato

Yaten lächelte gleichmütig und schwieg den Weg vom Dorftor über zum Gartencafé Iruka. Hatte da in ihren Worten nicht eine gewisse Drohung mitgeschwungen? Mutig, in einem Dorf voller Shinobi, die sie aufknüpfen würden, wenn sie versuchte, einem Mitglied dieses Dorfes zu schaden. Noch dazu einem Schwertshinobi. Aber ohnehin war er sich relativ sicher, dass sie zwar eine nicht zu unterschätzende, aber dennoch händelbare Gefahr abgab und er sich keine Sorgen über ein etwaiges Attentat zu machen brauchte. Immerhin war er ständig auf der Hut, lange genug Personenschützer gewesen und auch selbst Attentäter, um zu wissen, worauf er achten musste, um nicht aus dem Hinterhalt überrascht zu werden. Im Bezug auf hübsche Damen hatte er nicht zuletzt auch aus Erfahrung gelernt. Immerhin war er nicht immer ein recht gleichmütiger Mann gewesen, sondern irgendwann einmal ein feuriger Jungspund, auf nichts anderes aus, als den Kageposten und gab dementsprechend großspurig an. Aber wie dem auch sei. Er führte Anjaly zu dem Café und seufzte beinahe bedauernd, als er ihren Arm wieder freigab, um die Tür auf zu halten und sie vor sich eintreten zu lassen. Offensichtlich war dieses Etablissement gut genug für sie, denn sonst würde sie wohl kaum eintreten.
"Ihr seid mutig.", gab er zu verstehen, während er die Braunhaarige zu einem Tisch geleitete, der eine Sitzecke und zwei Stühle aufzeigte. Kurz überlegete er, ihr einen Stuhl anzubieten, wartete letztendlich aber lediglich ab, bis sie saß und setzte sich dann ebenfalls, auf die eine Seite Sitzecke. Sie war immerhin kein Date, auch wenn das für manche so Aussehen mochte und für ihn eine Freizeitbeschäftigung war, während er gleichzeitig eine mahnende Stimme im Hinterkopf hatte, dass er auf der Hut bleiben sollte. "Ganz allein in einem Dorf, das nicht eure Heimat ist, hm?", nahm er seine Aussage vom Weg zum Tisch wieder auf und überlegte kurz, was er denn erzählen könnte. "Wie auch immer. Bevor ich euch mit einem Schwall an Worten übergieße, der keine für euch wichtigen Informationen enthält, fragt einfach." Er lehnte sich zurück, einen Arm auf die Lehne hinter seinem Rücken und wohl weniger steif und aufrecht, als manch andere, gerade zivile Person hier. Aber er machte sich nichts aus etwaigen Blicken, er war stolz, Shinobi zu sein und ließ sich das auch nicht madig machen.
Als die hübsche, blonde Bedienung an ihren Tisch trat und sich danach erkundigte, ob sie behilflich sein könnte und was sie ihnen bringen dürfte, gab sich Yaten mit einem grünen Tee zufrieden und übergab dann Anjaly das Wort.
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BeitragThema: Re: Gartencafé Iruka   Sa Feb 16, 2013 5:09 pm

cf: Nordtor

Sieht aus, als müsse man dem historischen Prestige einen Ausgleich schaffen so pompös wie das hier aussieht. Na ja. Die kurzen Gedanken daran, wie Kirigakure sich entwickelt hatte, drängte Anjaly wieder zur Seite. Es sah vergleichsweise gut und auch größer als von außen aus, sodass man sich vielleicht kleiner fühlte als man eigentlich war, aber immerhin auf gewisse Weise auch abgeschottet von anderen. Nicht so, dass Tisch an Tisch gestellt war und man dem nächsten Gast mit dem eigenen Hintern schon an seinem saß. "Eine Portion Dorayaki, bitte", bestellte Anjaly sich mit einem dankbaren Lächeln. Mit Maronencreme gefüllte Pfannkuchen hörten sich sündhaft süß und begehrenswert an. Sie probierte sie einfach mal, aber ohne groß etwas zu trinken. Als die Bedienung verschwand, lehnte die Arishima sich in ihrer Sitzgelegenheit zurück, legte die Hände auf den Tisch und formte sie zu einer sanften Faust. Dabei sah sie Yaten mit einem leicht schief gelegten Kopf an und lächelte weiterhin. "Es wäre auch nicht ganz so vorteilhaft jemanden aus Kiri selbst als Außenkontakt zu benutzen denke ich. Da ist es schon ganz gut aus Yokuchi zu kommen", entgegnete Anjaly auf die Aussage, sie wäre alleine hier, wo sie nicht her käme. Danach nahm sie die Arme auch schon vom Tisch und verschränkte sie gemütlich unter ihrem Vorbau. "Es wäre interessant mal zu wissen, wie es um die Mizukage selbst steht und vielleicht die wichtigsten Shinobi aus Euren Reihen. Habt ihr momentan viel Kontakt zu Yokuchi-Shinobi?" Nebenbei schlug sie ein Bein über das andere und wirkte somit recht würdevoll und elegant, aber mit dieser Armverschränkung auch unverschämt eindeutig. Da es nun auf das Geschäftliche zuging, wurde ihr Lächeln eher zu einem geduldigen Gesicht statt zu einem Allerwelts-Hallo-Grinsen.
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BeitragThema: Re: Gartencafé Iruka   Mo Feb 18, 2013 2:09 pm

Out: Sry, dass ich jetzt erst poste ~ Musste n wenig überlegen und war am Wochenende nicht viel zu Haus.

Yaten beobachtete sein Gegenüber herzlich genau, denn die Frau war ihm alles andere als geheuer, so lieb sie auch sein mochte - oder zumindest aussah. Ihr Anliegen allein machte sie potentiell gefährlich und er konnte sich nicht vorstellen, dass es normalerweise seriös war, wie sie an ihre Informationen kam und wofür sie sie nutzte. Was hatte sie den zu bieten, für das, was sie wissen wollte? Was nutzte eine einzelne, gelinde gesagt, relativ unbedeutende Person eine Dorf wie Kirigakure no Sato, so stark, dass es rechtfertigen würde, interne Informationen freizugeben? Fragwürdig, ziemlich fragwürdig. Er musterte die Bedienung, sah ihr nach, als sie mit der Bestellung davondackelte und zuckte mit den Schultern. "Ich bezweifle, dass ihr so vertrauenswürdig seid, wie ein Dorfshinobi. Und ich wette, es gibt genügend Shinobi hier, die euren Fähigkeiten locker das Wasser reichen können und deutlich bessere Informanten abgeben würden, aus dem einfachen Grund, dass man sie unter Kontrolle hat.", erklärte der Kaguya belustigt. Was dachte sie sich denn? Das sie hierher kam und einfach irgendjemand auspacken würde, freundlich erzählen würde, was hier so los war und sie wieder abdampfen konnte? War ja mal lächerlich. Wenn sie so seriös wäre, würde sie zur Mizukage persönlich gehen, dort Bericht abliefern und Informationen einstreichen und fertig. Er mochte manchmal nicht alles ernst nehmen, aber dumm war er nicht.
"Ich wüsste nicht, inwiefern das Befinden der Mizukage von Bedeutung ist und was hochrangige Shinobi euch zu interessieren hätten. Ihr könntet sie selbst fragen, wenn das von Bedeutung wäre und was Yokuchi angeht, müsstet ihr ja bestens im Bilde sein." Diese Frau war irgendwie fragwürdig. "Ihr kommt her mit Nichts und wollt Informationen, die nichtmal jeden im Dorf etwas angehen. Was wollt ihr wirklich, junge Dame?", fragte er ernst, hatte aber im Gegensatz zu ihr immer noch ein belustigtes Lächeln auf den Lippen. Sicher war das Gespräch gerade etwas ernster, aber das war kein Grund böse drein zu schauen.
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BeitragThema: Re: Gartencafé Iruka   Mo Feb 18, 2013 4:49 pm

Wie skeptisch diese verdammten Kiri-Nin auch immer sein mussten. Sobald etwas nicht nach Fisch roch, war es potentiell gefährlich. Ja klar, und sie war ein Skelett, das sich wohl am Ufer bewegte, obwohl es längst verrottet war. Genervt verdrehte Anjaly die Augen, wobei sie das erste Mal auch ihr Lächeln verlor, wobei sie mit dem Bein, das sie über das andere geschlagen hatte, ein wenig wippte. "Ich würde ja zu Eurem verehrten Oberhaupt gehen, wenn es dann da wäre", begann sie eher resigniert und strich sich dabei eine Haarsträhne hinter das linke Ohr. Musste sie sich all die Jahre, seit sie hier ein und aus ging, immer noch für ihre Präsenz rechtfertigen? Dieser Kerl war ja schlimmer als eine überspitzte Schwiegermutter eines Sowieso-Niemals-Verlobungskandidaten. "Ich komme weder aus dem Nichts noch gehen mich diese Informationen nichts an. Fragt gern nach, ich bin seit mehreren Jahren so etwas wie eine Außenbotin für Euer Dorf. Verzeihung, wenn wir uns in all dieser Zeit noch nie kennen gelernt haben, aber Mäuse schlüpfen auch mal gern für ein Stück Käse durch Türen hindurch, während der Käsegeber ganz lieb zu ihnen ist." Sie wollte die Abhandlung zwischen sich und dem Dorf etwas verniedlichen, damit diese zitternde Spannung, die in der Luft lag, etwas verschwand. Meine Güte, es existierte wirklich ein Abkommen. Anjaly wäre niemals in ein Dorf gekommen, wenn sie alles von Punkt 0 an hätte fälschen müssen. Sie hätte ja sogar für ihre Persönlichkeiten deren alten Job annehmen müssen, um ohne Abhandlung mit den Dorf-Oberhäuptern deren Bote sein zu dürfen. Und für die Mizukage war es damals in Ordnung gewesen, dass sie sich eine zusammengereimte Identität ausgedacht hatte. Diese kleine Lüge des eigenen Ursprungs hatte zwar niemand durchschaut, aber offiziell stammte Anjaly aus Yokuchi, hatte einige Jahre in Mizu no Kuni und den anderen Reichen verbracht, und kannte sich so aus. Zudem hatte sie auch schon Treue bewiesen, indem sie Aufträge ausgeführt hatte. Was sollte dieses Theater? "Von den Formalitäten her bin ich kein schwarzes Schaf, keine Sorge. Ich bin vor mehreren Jahren aus Yokuchi hergekommen, nachdem ich zuletzt in Kangetsu no Kuni gewesen war. Da ich alle Reiche ziemlich gut kenne und wie ein Maulwurf durchgewühlt habe, kann ich ziemlich gut erraten, wo die Erde herkommt, die man mir vorsetzt. Was eignet sich also besser als ein Kontakt für das Dorf: Ein Shinobi, der weit herum gekommen ist, sich auskennt und einen Vertrag mit Kiri geschlossen hat? Oder die eigenen Leute, die mit ihrem Hintern hinter den Stadtmauern aufgewachsen sind und das erste Mal gerade einmal ein Reich zu Gesicht bekommen?" Kurz seufzte sie. Wahrscheinlich musste die rosahaarige Dame, die hier das Sagen hatte, ihre Anwesenheit selbst bestätigen. Verdammte Skepsis. "Ich leugne sicher nicht, Blut an den Händen kleben zu haben, aber das haben wir alle, auch Frau Mizukage. Schließlich bestehen manche Aufträge sogar nur darin ein Attentat auszuführen, wenn es Euch darum geht." Nun rutschte Anjaly nach vorne, legte die Unterarme auf dem Tisch ab und beugte sich an die Tischplatte heran. "Ihr müsst mir ganz sicher keine Infos geben, die Ihr nicht geben wollt. Mir würde sogar schon eine Einschätzung reichen, ob es dem Dorf soweit gut geht oder irgendetwas droht, wo Ihr Hilfe gebrauchen könntet. Falls Ihr mir aber wirklich nicht traut ..." Sie breitete ihre Arme aus, winkelte sie leicht im Bogen und zeigten so schon ziemlich auf ihren Brustkorb. "Durchsucht mich doch. Vielleicht habe ich ja ein Kunai zwischen meinen Brüsten, mit dem ich meine Initialien ins Kagegebäude ritzen wollte. Dann hättet Ihr mich ertappt." Die kleine Ironie, die da mit schwang, ließ Anjaly schon grinsen. Herr je, es gab doch sogar Shinobi-Kollegen, die Yaten selbst nicht kannte. Und bei denen war er nicht so misstrauisch, mutmaßte die Arishima. Waren Stirnbänder denn immer noch alles, was zählte? "Aber wenn ich es mir recht überlege", seufzte die junge Frau nach einem Weilchen, "Verschwende ich nur meine und auch Eure Zeit. Ihr wollt bestimmt weder das sagen, was ich wissen mag, noch kriege ich so das, was ich wissen will. Es wäre wohl besser direkt zum Kagegebäude zu marschieren und die eigene Ankunft zu melden oder sowas. Vielleicht sieht man sich mal - unter freundlicheren Umständen." Sie legte ein wenig Ryo auf den Tisch und stand dann wieder auf, um letztlich mit verschränkten Armen aus dem Lokal zu spazieren. Diese Ungeduld wollte sie nicht noch weiter strapazieren.

tbc: [nach erlaubtem Timeskip: Stadttor]
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BeitragThema: Re: Gartencafé Iruka   So Jun 16, 2013 1:01 am

[Kommt von: Straßen von Kirigakure ]
Auf dem Weg in Richtung des Etablissements wägte Jiyu gedanklich ab, welche Worte für die nächste Erklärung sich nicht allzu traurig anhörten. Eigentlich war es für ein sehr emotionales Thema, aber der Abend sollte nicht von kleinkarierter schlechter Laune zerstört werden. »Für mich ist das Thema Familie recht kompliziert«, erklärte er dann ehrlich und hielt Kameko mit einer kleinen Verbeugung die Tür auf, um ihr als erstes Einlass zu gewähren. »Meine Frau starb vor Jahren und mein Sohn lebt bei seinen Großeltern. Als Reisender habe ich nicht sehr viel Zeit mich um ihm zu kümmern. Im Allgemeinen scheint ein Kind auch meistens abschreckend auf die Umgebung zu sein«, führte er dann weiter und erinnerte sich, dass es einige Frauen gab die nach seiner Erläuterung ihn mit größerer Vorsichtig behandelten. Trotzdem wollte er Kameko nicht anlügen, denn sie schien auch so ein sehr ehrlicher Mensch zu sein. »Ich führe kein wirkliches normales Leben bin mir aber sicher, dass irgendwann ein Mensch an meiner Seite bleiben wird.«

Sie erreichten gemeinsam das Innere, wo Jiyu die ersten Angestellten freundlich grüßte und sich kurz erkundigte ob es Plätze gab, die sich draußen befanden. Gemächlich folgte er den Weisungen und warf dabei einen prüfenden Blick über die Schulter zu Kameko. »Ich hoffe, dass es dich nicht stört das ich einen Sohn habe oder gar schon mal verheiratet war. Viele finden diesen Faktor bei einem netten Abendessen plötzlich recht unangenehm. Du solltest jedoch wissen, dass es heute Abend hauptsächlich ein wenig nettes Zusammensein geht – in welcher Art auch immer es aussehen wird.«  Mit einem seichten Lächeln in ihre Richtung blieb er draußen stehen und ließ seinen Blick umher wandern, bevor er einen Stuhl leicht zurück zog um ihn Kiri zu Recht zu rücken. Tatsächlich erzählte er den meisten Dates überhaupt nichts über sein privates Leben und wiegelte meistens ab, wenn es um das Thema Familie ging. Nur diesmal hatte er wenig Lust sich eine anständige Lüge auszudenken. Denn so etwas hatte die junge Frau nicht verdient, geschweige überhaupt, dass er in Erwägung ziehen sollte über das Essen hinaus zu gehen. Bei so einer wunderschönen Frau, konnte er aber nichts anderes als Charmant zu sein.

»Deinen Worten jedoch zu Folge – zumindest erinnere ich mich an vorhin. Hast du wenig Glück mit Männern in der Umgebung? Siehst du vor eine Familie zu gründen oder suchst du derzeit jemanden der mit dir diesen Wunsch teilt? Normalerweise findet man selten das was man wirklich sucht«, fing er an zu erklären und zwinkerte ihr leicht zu. »Manchmal kommt etwas ganz anderes plötzlich.«
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BeitragThema: Re: Gartencafé Iruka   Di Jun 18, 2013 10:11 pm

cf: Straßen von Kirigakure

Nachdem Kameko ihre Vermutung schon angestellt hatte bekam sie durch die Antwort von Jin gewissheit. Der kleine war ein vertrauter Geist, wohl jedoch kein sonderlich starker. Der Mann hatte dem kleinen Tier das leben gerettet und seither wurde er von Kurai begleitet. Eine freundschaftliche Beziehung wie es den Anschein machte. Es war sicherlich angenehm so etwas in der Art wie ein Haustier bei sich zu haben. Ich nehme an, man fühlt sich in Gegenwart von einem Freund dann auch nicht einsam auf den Reisen. erklärte es Kameko nur zu sich selbst. Es war wohl die naheliegenste Vermutung. Somit was es auch nicht nötig von Jin eine Antwort auf das zu geben was Kame einfach so vor sich hin “labberte”. Ruhig ging das kleine Gespräch weiter und es kam zu einer Frage von Kameko deren Antwort ein wenig auf sich warten lies. Nachdem sie die Fragen gestellt hatte entdeckte Jin auch schon ein kleines Lokal. Manche hätten sicherlich die Vermutung angestellt das er alles nun verschleiern wollte doch Kameko dachte so weit eigentlich nicht. Es war wohl zufall das er genau in diesem Moment das lokal sah. Noch bevor sie überhaupt antworten konnte lief er auch schon schnurstraks an ihm vorbei. Ich denke wiedersprechen ist nicht mehr möglich. meinte sie nur leise lachend um ihn ein wenig zu verunsichern bevor sie ihm auch schon in das Lokal folgte. Doch auch bis hierhin hatte Jin nicht auf die Frage zur Familie reagiert, ob er es einfach nur überhört hatte oder mit seinen Gedanken schon das Lokal untersuchte?

Als sie jedoch an der Tür ankamen öffnete Jin diese sorgfältig und sehr charmant mit einer Verbeugung. Seine Worte jedoch verunsicherten die Jounin ein klein wenig da es wohl ein schwieriges Thema für den Mann war. Als er dann erzählte wieso war Kameko innerlich schon ein wenig erschrocken. Nicht nur das er eine Frau hatte die verstorben war, er hatte auch einen Sohn den er allem anschein nach kaum zu sehen bekam. Es war eine Merkwürdige Situation in der sich Kameko dabei befand, sie wusste nicht so ganz wie sie darauf antworten konnte. Während Jin sich nach einem Platz erkundigte blieb Kame hinter ihm stehen ohne ein Wort zu verlieren. Seit langem dachte sie wirklich ernsthaft darüber nach was er gesagt hatte. Sie versuchte zu erkennen ob es wirklich so locker für ihn war oder ob er im inneren doch sehr daran knabberte. Vielleicht hatte er sie deshalb hier zu eingeladen? Was konnte einen Menschen besser von den Sorgen ablenken als fremde Gesellschaft. Es war ein merkwürdige Gedanke den Kameko entwickelte während die beiden zu ihrem Platz liefen. Auch auf das was er danach sagte fand sie keine direkte Antwort. Alles was er erhielt war ein vollkommen neutraler Blick. Es war weder abweisend zu sehen noch fröhlich, wie konnte man dabei auch fröhlich sein? Nachdem der Reisende ihr den Stuhl zurecht gezogen hatte ließ sie sich langsam darauf nieder bevor sie wartet das er ebenso platz genommen hatte. 

Nachdem er nun all das erzählt hatte wollte er die Aufmerksamkeit wieder auf Kameko lenken. Er sprach sie erneut auf ihr eigenes Liebesleben an, doch seine Anspielung verlief sich dieses mal ein wenig weil ihre Gedanken noch immer an dem Zuvor hingen. Zwar sah sie ihn an, doch war es ein Blick der wohl aus durchdringend angesehen werden konnte. Als er zu ende gesprochen hatte stützte die Frau sich auf dem Tisch etwas auf um in eine Aufrechte sitzposition zu gelangen. Ich muss sagen, diese Geschichte hat mich ein wenig erschrocken. führte sie ihre ersten Worte etwas ernster als zuvor an bevor sie mit einem hörbaren Atemzug etwas Gedankenlast sozusagen wegzuschicken schien. Ich frage mich ob du diese Geschichte wirklich schon verarbeitet hast. Du siehst deinen Sohn wohl sehr selten, ich nehme einfach mal an das eure Beziehung dadurch auch etwas....nun...merkwürdig ist. Entschuldige wenn ich falsch liege, ich möchte dich nicht beleidigen, aber solltest du dann nicht eher bei deinem Sohn sein, als weiterhin dein Leben als Reisender fortzusetzen? Kameko war keine Mutter, doch sie hatte schon viel mit Kindern zu tun gehabt und sie war in ihrer Rolle fast immer einer Art Elternrolle gleich. Auch wenn die Kinder das wohl nicht so sahen, aber sie selbst sah ihre Aufgaben und Pflichten ähnlich dennen der Eltern. Immerhin war sie als Jounin ein Vorbild und jene Person die sie ausbilden sollte. War es für ihn also wirklich ok einfach so weiter zu machen?

Vielleicht war diese Frage ein wenig hart für Jiyu, so dass sie einfach zu dem etwas unwichtigeren Thema abschweifte damit er Zeit bekam darüber nachzudenken. Glück mit den Männern, ich denke einfach auf manche Sorten von Männern bin ich abschreckend. Ich habe Power und Selbstvertrauen, ebenso weiß ich was ich mir wünsche. Ich denke die Mehrzahl kommt damit nicht so recht klar. meinte Kameko ruhig während sie vor sich auf den Tisch blickte. Sie erinnerte sich noch wie man sie als Kind schon immer angesehen hatte. Sie war nicht wie ein typisches Mädchen gewesen. Sie war gut im Physischen Kampf, dort sogar den Jungs überlegen. Dazu kamen ihr ziemlich kurzen Haare und hin und wieder hielt man sie für einen Jungen. Ich war als Kind etwas zu jungenhaft. Hatte auch meist eher Freunde, anstatt Freundinnen. Irgendwie wurde ich dadurch ein wenig öfter für einen Jungen gehalten. Vielleicht hängt das manchen noch im Kopf, immerhin sind die meisten in meinem Alter auch mit mir zur Akademie gegangen. Die sehen dann halt das jungenhafte Mädchen das die Jungs im direkten Duell oftmals leicht besiegen konnte. meinte sie etwas Gedanken versunken. Natürlich war es nicht so extrem schlimm das sie einen mächtigen Knacks davon erlitten hatte. Aber es wäre eine Erklärung warum sie bei den meisten in Kirigakure keine Chance hatte.

Dann jedoch neigte sie ihren Kopf wieder nach oben um dem Mann ins Gesicht zu sehen. Sie war sich bei dieser Frage einfach nicht sicher und um sicher zu gehen war es von Bedeutung zu fragen, nur er kannte die Antwort. Wieso hast du mich hier her ausgeführt? Ich werde den Gedanken nicht los das du dich vielleicht nur ablenken willst. Die Jounin hatte es vorausgeschickt, das sie eben Selbstvertrauen hatte, so war es kein Wunder das sie solch eine Frage direkt nach außen schickte. Vielleicht würde Jin sich nun etwas abgewiesen vorkommen. Doch musste Kameko das ganze einfach sicherstellen um zu wissen woran sie bei diesem Menschen war.
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BeitragThema: Re: Gartencafé Iruka   Di Jun 18, 2013 11:06 pm

Normalerweise vermied Jiyu geschickt das Thema Familie, konnte aber auch selten darüber einfach Lügen. Er war ein Mensch der sich verstellen konnte, es aber die meiste Zeit vorzog sein wahres Ich zu zeigen. Das langanhaltende Schweigen von Kiri ließ ihn vermuten, dass sie seine Antwort möglicherweise nicht gerne hörte. Ob es ein Grund wäre für sie dieses „Date“ auszuschlagen? Der Iryônin würde es mit Fassung nehmen, denn er war jemand der mit aller Art Menschen zurechtkam. Zumal dieses Treffen auch ein unterschwelliger Dank für ihre Hilfe war. Erst einmal setzte sich jedoch Jiyu hin und lehnte einen Arm lässig über die Stuhllehne hinweg um abwartend zu seinem gegenüber zu blicken. Die Frau lehnte sich in diesem Augenblick auf den Tisch und erklärte das sie die Geschichte etwas erschrak. Es war natürlich keine unbedingt angenehme Begebenheit das seine Frau starb und sein Sohn zurückblieb, aber alles hatte seinen Grund. Entweder er fand ein Heilmittel und schenkte dem kleinen das Leben oder er würde nur ein paar Jahre mit ihm verbringen können, bevor er starb. Auch wenn man vermutet hätte, dass er für die Antwort etwas Zeit benötigte, lag sie ihm bereits einfach auf der Zunge. »Manchmal gibt es nur eine Möglichkeit wie man sein Leben führt. Meine besteht da drinnen zu reisen und mein medizinisches Wissen zu erweitern«, erklärte er und dachte kurz darüber nach wie sein Sohn hieß. Sein Name stand eigentlich auf seinem Unterarm der Blick jedoch darauf wäre etwas zu auffällig. Verflucht sollten alle Namen sein! »Ich möchte ungern diesen Abend hier verderben, aber auch Dir gegenüber Ehrlichkeit wahren. Er ist Krank und ich bin auf der Suche nach einem Heilmittel«, beendete er dann seine Erklärung und lehnte sich zurück. Damit hatte er eigentlich schon zu viel gesagt und gab sich gedanklich bereits einen Stoß in den Nacken. Wenn das so weiter lief, würde es vermutlich kein Date mehr werden, sondern er rutschte einfach in die >FriendsZone<. Einmal dort und er würde nie wieder raus kommen!
 
Kiri nahm seine Aussage erst einmal auf und beantwortete die Fragen die er ihr gestellt hatte. Sie erläuterte, dass sie kein Glück mit den Männern besaß, obwohl es für Jiyu schwer vorstellbar war. Eine Frau mit Power und Selbstvertrauen stand mit beiden Beinen im Leben, warum sollte man so etwas meiden wollen? Natürlich gab es in der heutigen Zeit die Art Männer, die gerne die Oberhand besaßen, aber der Iryônin konnte sich noch nie damit wirklich anfreunden. Warum sollten Frauen nicht die gleichen Rechte besitzen wie Männer? Charmant wie er also war, lächelte er einen Moment ihr entgegen. »Möglicherweise hast du recht, dass die Leute noch die damalige Person betrachten. Dann sind sie jedoch alle in der Zeit ziemlich zurückgeblieben. Ich sehe derzeit eine durchaus attraktive Frau mit einer selbstsicheren und selbstbewussten Körperhaltung. Du bist niemand der sich vergräbt sondern sehr offen scheinst, sonst wäre ich wohl niemals hier angekommen«, merkte er an und rieb sich mit den Fingern über die Kinnseite hinweg um Kiri noch einmal eingehend zu betrachten. »Viele Menschen bemerken nicht wie sich ihre Umgebung verändert, sodass sie durchaus in der Vergangenheit leben. Da ich aber nur dein jetziges Ich kenne oder zumindest das was du mir zeigst bzw. was ich bis eben zu sehen bekam, würde ich behaupten können das Gegenteil zu beweisen.« Gerade als er sich etwas vorbeugte um ihr ein weiteres Kompliment entgegen zu bringen, hörte er ihre Frage und verharrte in seiner Bewegung. Worauf wollte sie hinaus?
 
Jiyu stützte seine Unterarme auf dem Tisch ab und blickte der jungen Frau für einen Moment entgegen. Wie immer schweiften seine Augen leicht seitlich ab, was wohl ziemlich typisch war für ihn. Mit einem leichten Kopfschütteln fuhr sich der Iryônin über das Kinn hinweg. »Ich führe dich aus, weil du mir geholfen hast. Es ist ein Dankeschön, wie vorhin erwähnt. Das durch unser Treffen eine gewisse Ablenkung entsteht, ist wohl automatisch bedingt. Was kein Wunder ist... du bist eine attraktive Frau mit Charakter und ich ein attraktiver Mann der gerne mit solchen Personen essen geht.« Damit lächelte er wieder ihr entgegen und lehnte sich locker zurück in seinem Stuhl. »Sollte es dir jedoch unangenehm sein zu einem Essen eingeladen zu werden, steht es Dir natürlich offen das du auch ablehnst und gehst. Ich würde es jedoch persönlich bedauerlich finden. Ich empfinde deine Anwesenheit als durchaus angenehm.« Natürlich bestand jetzt die Möglichkeit das Kiri einfach aufstehen würde und ging, aber er würde es hinnehmen müssen und mit Stil den Korb einsacken.
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BeitragThema: Re: Gartencafé Iruka   Sa Jun 22, 2013 8:54 pm

Im Bereich Familie hatte Jin allem anschein nach bereits einiges mitgemacht. Nicht nur das seine Frau gestorben war, auch mit seinem Sohn schien er weniger Kontakt zu halten, wie auch bei seinen ständigen Reisen. Natürlich stellte sich Kameko dabei die Frage wie es denn zwischen den beiden aussah. Als er jedoch antwortete kam keinerlei Reaktion von Kame. Er sprach davon das es nur bestimmte Möglichkeiten gab sein Leben zu Leben und er nunmal Reisen musste um dies zu tun. In ihren Augen war es eine Ausrede. Der Mann drückte sich einfach vor den Pflichten als Vater. Er hatte Angst diese Bürde allein zu nehmen und so flüchtete er davon. Ihre Augen verrieten das sie dem ganzen etwas abgeneigt war. Es war einfach etwas das sie so nicht nachvollziehen oder gut heißen konnte. Was er dann jedoch sagte ließ sie wieder in ihrem Gedankengang einige Änderungen vornehmen. Er tat es weil sein Sohn krank war und er nun ein Heilmittel sucht? Die blonde Frau musste kurz schlucken während sie sich in ihrem Stuhl zurückfallen lies und ihn mit etwas großen Augen anstarrte. Kurz darauf neigte sich ihr Kopf zur Seite und senkte sich ein wenig. Das sie vorher so gedacht hatte, als sei er einfach nur Feige sich der Herausforderung zu stellen. Es waren zwar nur Gedanken die er nicht gehört hatte. Aber es machte ihr kurzzeitig ein wenig zu schaffen. Ich....das wusste ich nicht. Entschuldige bitte, ich dachte schon.....nun....ähm, vergiss es. Sie wusste einfach nicht so recht was sie sagen sollte außer das es ihr Leid tat. Sie hätte das Thema wohl nicht ansprechen sollen um so eine Bedrückte Stimmung am Abend herbeizuführen. Nun jedoch konnte man es nicht mehr ändern, so musste sie damit klar kommen. Langsam richtete sich die Frau wieder in ihrem Stuhl wobei sie ihren Gegenüber wieder ansah. Das er sie nie direkt ansah war etwas das sie kaum bemerkte...vielleicht passiv, aber nicht aktiv.

Zumindest kam es zur Ablenkung als sie wieder von Kameko und ihrer Kindheit sprachen. Allem anschein nach verstand ihr was genau der Grund sein konnte. Die Jounin wollte den Leuten damit natürlich keine Vorwürfe machen, es konnte auch einfach sein das sie die Frau einfach nicht attraktiv oder sonst etwas fanden, aber glücklich war sie darüber natürlich nicht so wirklich. Auf seine Worte hin konnte Kame fröhlich lächeln. Das er es so sah war doch wirklich etwas das sie gern einmal hörte. Als Teenager gab es einfach immer nur wieder Körbe für sie. Danke das du das so siehst, Jin. Ich möchte den Männern damit keine Vorwürfe oder so machen, ich bin ja selbst Schuld für mein Auftreten von damals. meinte sie nur weiterhin lächelnd zu ihm. In diesem Moment jedoch kamen ihr Bilder aus der Vergangenheit vor die Augen. Ich glaube es war vor 17...oder 16 Jahren. Ich war damals unglaublich verliebt in einen Kerl der zwar ein paar Monate jünger war aber zu dieser Zeit genau meinen Typ getroffen hatte. Ich hätte alles getan damit er mich beachtet. Allerdings hat er das nicht, so habe ich selbst die Initiative ergriffen und ihn angesprochen. Naja, er hat mit abblitzen lassen. Er war zwar freundlich dabei....aber es war dennoch schwer hinzunehmen für mich. Ich hatte damals noch sehr kurze Haare, wohl kürzer als jetzt. Doch nachdem ganzen wolle ich ein Mädchen werden das auch beachtet wurde, so wollte ich sein wie die anderen. Ich hab mir die Haare lang wachsen lassen, trug öfters Röcke und Kleider und versuchte mich auch Mädchenhafter zu verhalten. Auf Missionen habe ich mich oft schwächer gemacht als ich war, damit ich gerettet werden konnte oder so. Aber letztlich hat es nie geholfen. Die meisten haben mich halt schon gekannt und kauften mir dieses Theater nicht ab. Deswegen ändert sich das auch jetzt wohl nicht, aber was solls. sprach die Kirinin einfach darauf los ohne große Scheu, während sie bei der Erzählung mit dem Finger auf dem Tisch kreise zog und diesen dabei etwas beobachtete. Dann jedoch blickte sie wieder in die Richtung des Jounin mit einem kleinen lächeln. Außerhalb von Kirigakure finde ich bestimmt einen guten Fang. meinte sie daraufhin einfach nur.

Nun, Kameko war kein negativer Mensch. Was sollte sie auch anders tun? Sich verkriechen und hoffen das irgendwann ein Prinz auftauchte der genau sie gesucht hatte? Wie sollte er sie überhaupt finden oder wahrnehmen wenn sie sich aus Lustlosigkeit zurückziehen würde. Nein, selbst wenn sie niemanden finden würde, brauchte sie nicht so zu denken. Als Kame jedoch ihre eher aggressive Frage stellte wurde Jin ruhig. Es war sicher ein kleiner Schlag so eine Überlegung zu hören...aber sie wollte sichergehen. Seine Antwort darauf war ruhig aber auch einfach und logisch. Natürlich gab es eine Ablenkung dabei, aber tat er es gezielt deswegen? Er wollte sich einfach bedanken und er sah wohl in ihr eine attraktive Frau. Sollte sie wegen der Befürchtung nun aufstehen? Sie wartete einige Zeit mit der Antwort bevor sie ihren Ellbogen auf den Tisch stützte und ihren Kopf etwas schief gegen die Hand legte. Ich bin kein kleines Mädchen mehr von 16 Jahren...nicht viel Älter aber Älter. Natürlich hast du auch schon deine Beziehungen gehabt in jüngeren Jahren, wie ich auch...wenn du wohl mehr glück hattest. Ich mache mir dabei nichts vor, also werde ich auch nicht gehen weil du vor unserem Kennenlernen gelebt hast. kam es weiterhin freundlich aus ihrem Mund. Es war dumm sich etwas vor zu machen, das wäre so als wünschte man sich mit 40 Jahren noch eine Jungfrau der niemals eine Freundin gehabt hätte oder so. So hob Kameko nun ruhig die Hand um eine Bedienung zu rufen damit sie bestellen konnten....
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BeitragThema: Re: Gartencafé Iruka   So Jun 23, 2013 11:38 pm

Etwas irritiert nahm Jiyu war, dass sich Kameko bei ihm entschuldigte. Jedoch aus einem für ihn nicht ersichtlichen Grund. Hatte sie etwas Falsches davor gesagt? Mit einem leichten Kopfschütteln und einer abwinkenden Gestik jedoch, wiegelte er die Situation etwas ab. »Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, es ist nicht deine Schuld«, erklärte er sich und konnte sich beim besten nicht vorstellen, was genau sie zu entschuldigen versuchte.  Der Iryônin nahm es jedoch einfach hin, weil er nicht der Typ Mensch war der an solchen Abenden schlechte Stimmung schob. Gerade auch nach solchen Geschichten wusste er, wie schwer die Luft sein konnte die um einen rum entstand. Die Ablenkung auf ihre Kindheit kam damit wohl gerade recht. Ein fröhliches Lächeln, dass Kameko irgendwie noch freundlicher wirken ließ, trat auf ihre Lippen.  Diesmal bedankte sie sich für das Kompliment und schien sich selbst die Schuld in die Schuhe zu schieben, dass sie solch ein Auftreten an den Tag gelegt hatte. »Du bist inzwischen eine erwachsene Frau, dass was du damals getan hast, kann man Dir wohl kaum bis heute nachhängen lassen«, erklärte er in einem skeptischen Tonfall und dachte darüber näher  nach. Es war tatsächlich gar nicht so untypisch, dass bekannte Gesichter meistens Veränderung die sich über Jahre vollzogen niemals wahrnahmen. Dann erklärte sie jedoch etwas Näheres aus ihrer Kindheit, wodurch offensichtlich wurde, was wohl passiert war.
 
Kameko war zirka 16 Jahre und hatte sich in einen Typen verschossen. Jener hatte sie abblitzen lassen, wodurch sie glaubte durch lange Haare, Röcke und Kleider sowie Mädchenhaftes Verhalten würde sie „ansehnlicher“. Jiyu griff diese Tatsache eher mit etwas Traurigkeit auf und beobachtete die kreisenden Bewegungen ihres Fingers auf den Tisch. Langsam beugte sich der Mann nach vorne und legte seine warme Hand auf ihre, um sie damit zu zwingen mehr oder weniger aufzuhören bzw. auch aufzusehen. »Es mag etwas kitschig klingen, aber der Mensch der dich so nimmt wie du bist, ist der richtige für dich. Ob kurze Haare, lange Haare oder merkwürdige Eigenheiten man soll dich als Person lieben lernen und nicht als das was man sieht«, erklärte er und lächelte leicht ihr entgegen. Dann zog er seine Hand wieder zurück und lehnte den Arm fast lässig über die Stuhllehne hinweg. Die kurze aggressive Frage und seine Antwort darauf, schien für einen Moment tatsächlich die Umgebung in Schweigen zu hüllen. Ob sie wohl ein Problem damit hatte? Er wusste es ehrlich gesagt nicht, denn dafür kannte er Kameko einfach noch nicht lange genug. Auch wenn ihn das nicht großartig störte, denn immerhin schien sie doch eine nette Abendbegleitung zu sein. Eine die wohlmöglich gleich verschwand? Jin stellte sich eigentlich schon auf einen Korb ein, als die Jônin aus Kirigakure etwas anderes darlegte.
 
Sie erklärte, dass sie kein kleines Mädchen mehr war und sich auch selbst nichts vormachte. Ebenso wollte sie offensichtlich bleiben und unterstrich diese Gestik in dem sie die Bedienung rief damit sie die ersten Bestellungen aufnehmen konnte. »Oh, jung siehst du aus, aber das steht dir«, erklärte er und beobachtete wie die ältere Frau auf sie zukam. Ihre Hände schienen etwas zittrig zu sein, wenn nicht sogar geschwollen von Gicht oder Rheuma. Auf den ersten Blick konnte man das nicht so gut sagen, aber als Iryônin betrachtete man solche Umstände wohl immer zuerst. Trotzdem schwieg er kurz und ließ die Dame zuerst die Bestellung machen. Immerhin gehörte es sich als echter Gentleman nicht sich vorzudrängeln. Außerdem lud er Kameko heute Abend ein, sodass sie ruhig auch als erstes durfte. Abwartend blickte er zu der alten Frau und räusperte sich dann, ehe er seine eignen Sachen bestellte. »Einmal Sake bitte und gebratenen Reis mit Gemüse«, erklärte er sachlich und etwas lauter, damit die Frau ihn auch hören konnte. Denn gerade davor hatte sie bereits deutlich gezeigt, dass sie nicht verstand was er wollte. Die ältere nickte etwas und wandte sich dann um, um davon zu humpeln.
 
Mit einer leicht skeptischen Miene wandte sich der Iryônin zurück an Kiri und murmelte dabei, dass die alte Frau wohl zum Inventar bereits gehörte. Dann betrachtete er die Jônin wieder nachdenklich. »Wie lange wartest du inzwischen auf den richtigen? Oder wartest du nicht? Deine Erklärungen hören sich immer etwas … entschuldige das ich das sage… verzweifelt an. Ein wenig als hättest du ständig Pech mit irgendwelchen Bekanntschaften. Sehen wir mal von mir ab.« Ein kurzes Grinsen schob sich auf seine Lippen und bei den letzten Worten zwinkerte er Kameko zu. Natürlich war es wirklich etwas überheblich zu sagen, dass er „besonders“ oder „anders“ für sie wäre. Geschweige denn für einen Glücksfall für sie, aber er besaß schon immer ein gesundes Selbstvertrauen.
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