Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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BeitragThema: Station 1 - Notaufnahme   Station 1 - Notaufnahme Icon_minitimeSo Jul 22, 2012 3:01 pm

Station 1

Station 1 - Notaufnahme ZpPlFZQzwa

In der Notaufnahme kommen neue Patienten rein, die sofort behandelt werden müssen.
Diese Station befindet sich im Erdgeschoss rechts und immer sind Medic Nins zur Stelle um schnellst möglich zu handeln.


Zuletzt von Sakura Yuki am Di Okt 16, 2012 10:59 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Station 1 - Notaufnahme   Station 1 - Notaufnahme Icon_minitimeFr Okt 12, 2012 8:04 pm

Cf: Erdgeschoss [Eingansbereich]

Frisch angekommen schnappt sich Shion das erst beste Zimmer um dieses zu belegen. Jetzt heiß es nur noch auf die Patientin zu warten die hoffentlich bald kommt damit alles schnell über die Bühne ging. Worauf sie achten musste war eben das Gewicht und die ein paar Vitalwerte. Ob der eine Arzt wegen ihr einen auf Krank gemacht hat? Unheimlich wirkte die Frau ja schon und so hatte Shion etwas Verständnis wenn man das Weite sucht wenn man so eine Patientin bekommt. Mal sehen wie es heute ablaufen wird. Shion besaß einen Dickkopf und zudem, wenn sie es wirklich wollte auch eine Engelsgeduld wenn es darum ging, anderen das Leben schwer zu machen. Sich auf ihren Stuhl platz genommen, legte sie die Akte auf den Tisch um anschließend das Datum und Uhrzeit einzutragen. Dann noch ein paar Kleinigkeiten und dann könnte es ja bald schon losgehen. Langweilig wird es offensichtlich nicht werden. Spritzen mussten wohl auch nicht verpasst werden, da wäre das erst Problem schon mal weg. Das es Leute gibt, die wirklich Panik wegen einer Spritze schoben… Nochmal ein Blick auf die Uhr geworfen um zu sehen, dass sie immer noch so lange hier bleiben muss folg ihre Laune weiter in den Keller.
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BeitragThema: Re: Station 1 - Notaufnahme   Station 1 - Notaufnahme Icon_minitimeDi Okt 16, 2012 10:00 am



Cf: Erdgeschoss; Eingangsbereich

Wie eine unheimlicher Schatten war sie der Frau gefolgt, hatte ihre Bewegung beobachtet, wie sie das Haar und den Kopf trug. Eitel war sie für die Frau auf jeden Fall, dass hatte ihr auch der Namensstress gesagt. Aber wer verschmähte nicht die Menschen von denen er abstammte? Sie erkannte, das es in die Notaufnahme ging, wieso nicht einfach in ein normales Zimmer? Nun es war selten, dass um diese Uhrzeit wirkliche Unfälle Gabe, dinge die wichtig waren. Wichtig, was war schon wichtig. Als ihre Ärztin eintrat blieb sie kurz draußen stehen, blickte den Gang entlang. Hier war niemand und wenn sie die Frau angreifen würde könnte es niemand bezeugen. Dies befriedigte sie ein wenig, sodass sie eintrat und die Tür ins Schloss warf. Es gab einen recht lauten knall, die wand wackelte jedoch nicht. Ihr Bäumchen hatte sich an den Tisch gesetzt und sie sah das sie eine Akte vor sich liegen hatte. Was in ihrer Akte stand, wohl am ehesten wie stur sie war, dass sie Berührungen hasste und Menschen oft schlug, wenn sie berührt wurde. Es war wohl auch vermerkt, dass ihr Körper trotz Nahrungsmangel funktionierte, man fragte sich jedoch wie lange noch. Irgendjemand hatte einmal vorgeschlagen ihr Vitaminpillen zu geben, ein andere zweifelte daran, dass sie diese nehmen würde. Was hatten diese Herrschaften sich schon den Kopf über sie zerbrochen. Wie sie im Raum stand musste man sie zudem als Bedrohung sehen. Sie war groß und hager, ihre Brutalität und Rücksichtslosigkeit war bekannt. Wie hielt das Kind es nur mit ihr auch. War sie hier eingeteilt,weil sie besonders zäh war, oder so freundlich, dass ihre Art auf taube Ohren stieß? Sie würde es wohl gleich sehen, bis jetzt fand sie das Kind eher stur und respektlos. Kein Name nichts. Aber sie kam aus dem gleichen Clan wie ihre geliebte Kage, wie sie zu der Frau stand wusste die Schwertshinobi nicht. Wenn sie direkt verwand waren, ach wieso dachte sie darüber nach. Wenn das Kind sich falsch anstellte, dann gab es eben etwas hinter die Ohre. Ich lasse mir von einem Gör doch nicht den Tag vermiesen. Es gibt immer schöneres als hier in so einem muffig Loch zu versauern während ein Kind mir etwas von Gesundheit erzählt. Also was muss ich machen damit ich wieder gehen kann? ihre Blauen Augen bohrten sich in das Gesicht der Frau, blickten sie finster an und vor allem drängend. Sie wirkte nicht geduldig und nicht vernünftige, eher als würde sie gleich ausrasten, wenn nichts passieren würde. Eine Ausschreitung würde es wohl nur geben, wenn das Mädchen sich stur stellte. Sie konnte Verweigerung nicht leiden. Am schlimmsten waren aber diese Winselnden Menschen, die erst ein Ego bis gen Himmel hatten und dann ganz kleinlaut und bettelnd wurden, wenn sie ein klinge an der Kehle hatten. Aber noch bedrohte sie ihren Gegenüber nicht und würde es auch nicht so schnell tun. Wie sie so mitten im Raum stand, war sie wohl eine auferstanden. Bleich, Augenringe und keiner würde ihr zutrauen, dass sie kämpfe konnte. Doch sie konnte kämpfen und da sie dies tun würde, wenn sie nicht mehr wollte, bewies sie wohl damit, dass sie wieder ihren Dolch zur Hand nahm. Für viele war dies wohl eine drohende Geste, für sie nur Spielerei. So lies sie die Waffe von einer in die andere Hand gleiten, während sie sonst still stand, tot nach vorne sah und auf ihre Untersuchung wartete. Es war als wollte sie sagen, nach mach schon trau dich mich zu provozieren. Doch dies musste man wirklich in diese Ausdruckslose Haltung hinein interpretieren, die mehr sagte, dass ihr alles vollkommen egal war. Der Armreif klirrte leise gegen ihre Klinge und als sie kurz die braune zusammen zog, blitze das Piercing über ihrer Augenbraue auf. Bei zeit würde sie sich erneut piercen lassen, damit sie eine Beschäftigung hatte, wenn sie nur stand und nichts tat.
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BeitragThema: Re: Station 1 - Notaufnahme   Station 1 - Notaufnahme Icon_minitimeMi Okt 17, 2012 7:51 pm

Konzentriert blickte Shion auf das Blatt Papier was vor ihr lag und wollte eigentlich die Standard Zeugs abklappern als die Dame anfing zu reden. Shion wusste wirklich nicht was die Dame da hatte und wieso diese sie so anmachte aber naja, Shion ist ja nicht auf den Mund gefallen.
Am besten indem sie nur was sagen wenn man sie fragt? Sollten sie mich weiterhin nerven werde ich Beschwerde bei meiner Cousine einreichen. Dann können sie ihren Dienst Zukünftig bei den Pflegern abhalten. Genervt seufzte sie und suchte wieder ihren Faden. Dann legte sie die Akte auf den Tisch und schob diese zu der Frau hinüber. Wenn es schnell gehen soll, dann alles ausfüllen und dann sehen wir weiter. Geflunkert wird nicht den ihr eigentlicher Arzt würde dies durchschauen. Dann können sie ihre Waffen und Kleidung ablegen, schnell auf die Waage hüpfen und dann gibt’s dieses typische bla bla und dann sollte es geschafft sein. Umso schneller es ging umso schneller konnten die beiden ihre Wege gehen. Zumal Shion die Frau vor ihr eh kaum ansah. Ein Piercing fiel ihr ja aus dem Augenwinkel ja doch auf. Ihre Waffen auch und diese Unheimliche Aura konnte man auch so wahrnehmen. Doch ihre Größe und dann ihr Gewicht. Der zuständige hat da schon eine sehr komische Patientin. War das mit dem Gewicht schon als Kind so? Darüber finde ich in ihren Akten nämlich nichts. Hatte der Arzt etwa schiss die Frau danach zu fragen? Unter Frauen konnte man das mit dem Gewicht ja erzählen aber gegenüber einem Mann war dies nicht sonderlich angenehm. Die Grünhaarige erhob sich von ihrem Stuhl und lief rüber zu Waage um diese schon mal Betriebsbereit zu machen. Dann müsste sie sich alles merken, eintragen, ein kurzes Gespräch halten und dann sollte es schon gewesen sein.
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BeitragThema: Re: Station 1 - Notaufnahme   Station 1 - Notaufnahme Icon_minitimeDo Okt 18, 2012 10:08 am



Beschwerde bei der Cousine? Michiru begann innerlich zu kochen und dann stieß sie ein kichern aus, dass so verächtlich war als hätte das Mädchen von etwas vollkommen surrealem gesprochen. Sie und als Pflegerin arbeiten. Was Bildete sich diese Kind schon wieder ein? Der Dolch glitt ihr in die rechte Hand und die Schwertmeisterin sah das Kind von oben herab an und bohrte den Dolch neben der Akte ihrer Ärztin in den Tisch. Die Linke lies den Dolch dabei jedoch nicht los und sie beugte sie über den Tisch, stütze die rechte Hand auch auf diesem ab und sah ihrer grünhaarigen finster in die Augen. Mein liebes Kind, säuselte sie eisig in die Richtung der Frau. Ich kenne deine Cousine seit vielen Jahre und sie war nicht immer so berühmt. Denkst du Blut wäre immer dicker als Wasser? Verlass dich nicht darauf, dass sie dich retten würde wenn ich dir mit der Klinge näher komme. Sakura war ein wunderbarer Mensch, aber sie konnte nun einmal nicht überall sein. Wenn sie später zu der Frau gehen würde, ja sie würde wohl ein Wort über dieses Kind verlieren. Wie unverschämt konnte man einer Schwertmeisterin gegenübertreten. Sie sollte lieber ihren Mund halten und ihre Arbeit machen. Michiru zog sich von dem Tisch zurück, hing nun nicht mehr ganz auf diesem und zog die Papiere heran, die sie ausfüllen sollte. Kurzerhand fischte sie irhen Dolch aus dem Tisch und warf ihn mit einer leichten Bewegung so, dass er direkt unter der Türklinge im Holz stecken blieb. Sie wollte nicht, dass jemand herein kam, während sie hier ohne Kleider durch den Raum tanzte. Ihr Körper ging nicht einmal dieses Gör etwas an, aber was sollte man machen. Sie gab ihr die Schlaftabletten und vielleicht hatte sie eine neue Idee für ihren Körper um ihn bei Stange zu halten. Sie zweifelte daran, aber es geschahen in dieser finsteren Welt doch ab und an Zeichen und Wunder. Routiniert schrieb sie auf was man wissen sollte. Ihr Alter, Geburtstag, den Shinobi Ran, dass sie ledig war, eine Tochter vor zu weisen hatte, Clanoberhaupt war sie ja auch. Dann kamen Dinge wie Krankheit, Besonderheiten gab es nicht. Sie erwähnte nur noch ihre Ohrringe und das Piercings, sonst war nichts besonderes an ihr, außer der Hohen Wasserhaushalt. Wieso musste sie jedes Jahr das gleiche aufschreiben? Es änderte sich doch nichts an ihr und brauchte diese Kind diesen Wisch überhaupt? Scheinbar ja und sie schob ihn mit einigem Widerwillen zu ihr auf die andere Seite des Tisches. Die kerbe durch ihren Dolch war gut zu sehen und würde wohl noch ein wenig bleiben. Achtlos begann sie nun ihre Kleider auszuziehen. Der Rock glitt zu Boden kurz darauf die Leggins, ihre Überwurf, sowie ihr ganzer Schmuck, selbst die Ohrringe und das Piercing nahm sie heraus, bis sie wirklich splitterfasernackt im Raum stand. Ohne Scham ging sie zu der Wage und tippte diese an, bis sie null zeigte um sich dann hinauf zu stellen. Das lange dunkle Haar schien schwer im Vergleich zu ihrer hellen ungesunden Haut. Man sah ihre Rippen, könnte sie wohl zählen, die Haut schien so farblos als wäre sie selten an der Sonne gewesen. Natürlich war man in Kirigakure heller als andernorts, doch bei ihr war es wirklich extrem. Ein Blick auf die Wage sagte ihr, dass sie noch immer nicht zugenommen hatte. 47 kg wie immer nichts neues also. Ich habe mir auch keine mühe gegeben mehr zu essen, wenn ich ehrlich bin. Schwach zog sie die Schultern hoch und schritt dann wieder zu ihrer achtlos gestapelten Kleidung und zog sich in aller ruhe vor den Augen der Frau wieder an. Gab es noch etwas das sie tun musste um ihre Tabletten zu bekommen? Als Kind war es auch so. gab sie schulterzuckend zu. Sie wusste ja, dass es an ihrem Vater lag, dieser hatte sie geschlagen, was zu mangelnder Masse geführt hatte. Später hatte ihr Mann diese Rolle übernommen und es war immer mehr zu einer nicht vorhanden Zunahme gekommen. Als Kind hatte man es weniger gesehen, doch nun war es ausgeprägter denn je. Das leiden der jungen Tage lag in ihrem Körper, zeichnete ihren Charakter und ihr Verhalten. Keiner würde diesen doch so simplen Schluss ziehen, denn ihr Vater war weithin als streng gesehen worden, aber nie als jemand der seiner Familie etwas schlechtes antat. Aber darum würde sie sich keine Sorgen mehr machen, viel mehr sollte das Gör sich beeilen und ihr das Rezept ausstellen oder gleich Tabletten überreichen.
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BeitragThema: Re: Station 1 - Notaufnahme   Station 1 - Notaufnahme Icon_minitimeDo Okt 18, 2012 10:00 pm

Warum musste die Frau sie immer als Kind betiteln? Vielleicht sollte Shion auch mal andere Seiten aufziehen. Nennen sie mich nicht immer Kind. Ich bin 17 oder soll ich sie zukünftig Großmütterchen sagen? Schnaubend drehte sie sich weg und tippte mit dem Finger auf dem Tisch und wartete bis die Frau fertig war. Nebenbei hörte sie wie diese sich nach einiger Zeit, ihre Sachen ablegte und dann wenige Sekunden das Gewicht bekannt gab.
Dieses trug Shion ein, auch das es seit ihrer Kindheit so war und kreuzte en paar Kästchen an und schrieb etwas auf. Bald ist es geschafft. Jetzt weiß ich auch wieso der werter Arzt grade Heute Krank geworden ist. Da sie auch ein Kind haben ist es bei ihr auch so mit dem Gewicht? Sie sollte auch mal vorbei kommen und sich durchchecken lassen. Und ich bin bestimmt nicht die erste die es sagt, aber sie sollten dringend was essen. Auf längere Zeit wird es auf die Organe gehen und dann kann es zu Nierenschäden kommen, die anderen geben auch irgendwann nach. Nur weil es jetzt so lange gut ging muss es nicht Dauerhaft so sein. Wurden schon mal die Organe unter die Lupe genommen? Sonst würde ich ihnen einen Termin geben damit sie da mal schnell hin gehen, die Untersuchung über sich ergehen lassen und dann können sie wieder gehen. Shion lief rüber zur Tür, entfernte den Dolch aus dem Holz und warf diesen auf den Tisch. Ich bin gleich wieder da., sagte sie noch und verließ das Behandlungszimmer. Ihr Weg führte sie den Gang hinunter, dann um die Ecke wo ein Schalter war wo sie auch gleich das sagte was sie wollte. Eine Unterschrift und Shion durfte den Weg zurücklaufen. Insgesamt dauerte es ungefähr um die 3 Minuten. Zu manchen Zeiten ging alles schnell und zu anderen kam man nur langsam voran. Die Tür geöffnet und wieder eingetreten legte sie die Tabletten auf den Tisch, fügte die neuen Papiere zur Akte und schob diese beiseite.
Ich gebe ihnen ein paar Tabletten mehr mit. Sollten ihre Schlafprobleme sich verändert haben sagen sie es jetzt. Dann gebe ich weiter und wenn nichts ist, auch gut. Je länger die Frau hier blieb umso böswilliger wurde die ja. Das sah man deutlich an dem armen Tisch der in Mitleidenschaft gezogen wurde. Und so eine Kerbe wollte Shion nicht haben.
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BeitragThema: Re: Station 1 - Notaufnahme   Station 1 - Notaufnahme Icon_minitimeFr Okt 19, 2012 9:07 am



Jetzt war sie also ruhig? Nun gut das Blut nicht immer dicker als Wasser war musste sie doch mehr eingeschüchtert haben. Ein Kind würde sie in den Augen der Schwertmeisterin immer sein, egal wie sehr sie sich dagegen sträubte. Das lächerliche Alter von siebzehn war ein Witz, sie selbst war mehr als doppelt so alt, auch wenn man nur ein Jahr dazu nehmen musste. Der kleine Abschaum wird genau so frech wie der Erwachsene. Ich sollte meiner Liebsten Yuki einmal mitteilen, dass ihre Cousinchen absolut ungezogen ist. Nicht dass ich mich nur über das Volk auslassen könnte, aber diese Kind maß sich zu viel für ihr alter an. Dreckige Menschen, sie sollten doch alle verrecken. Irgendwann bekehre ich sie noch zum Glauben und dann wird es vielleicht einmal schön hier in diesem Dorf. Du bist ein Kind Mädchen sprach sie nun zu ihr und das mit unverhohlener Abneigung. Sie würde diese kleine Ärztin wohl nie ernst nehmen. Nur Yuki war wichtig und sonst niemand. Ihr Cousine war ihr egal, genau so wie ihre Eltern. Nervender weise fing dieser jungspund jetzt auch noch mit dem Gerede über mehr essen an und Michiru verzog grimmig das Gesicht. Konnte man ihr nicht mal etwas anderes erzählen, oder etwas das sie weniger nervte? Essen hier essen da, sie hatte heute morgen um drei doch eine Dumme Nudelsuppe gegessen. War das nicht genug Nahrung? Sie hatte eben keine Hunger und würde auch nichts essen, nicht in naher Zukunft. Sie hatte keinen Hunger, zumindest redete sie sich das ein. Seit Jahren lebte sie mit diesem Loch im Bauch, diesem Gefühl von lehre und Hohlheit. Es war ein Gefühl das sie daran erinnerte noch nicht tot zu sein. Ihr Magen vertrug nicht mehr als etwas Nahrung alle paar tage, ihr Körper fuhr seit Jahren auf einer energiearmen schiene. Es hatte fast 35 Jahre funktioniert und würde wohl noch weiter funktionieren. Wenn sie starb war dem eben so. Wenn sie starb dann für ihre Kage und das würde sie erst, wenn diese auch verging. Sollte Yuki also einmal im Kampf fallen, so würde sie mit ihr fallen. Ihr Leben würde ohne die Frau nicht weiter gehen und sollte auch nicht ohne sie weiter gehen. Ab und an wäre es schön, wenn wir ein leben zusammen hätte.Tiefe Wehmut und ein bekannter Schmerz krochen ihr durch die Glieder, während sie ihren Schmuck wieder anlegte. In ihr begann etwas zu laufen, sich seinen Weg durch ihren Körper zu bahnen. Sacht tropften die tränen ihres Geistes über ihr Herz, den ort wo ihre Gefühle saßen. Doch es war keine Tränen die Schmerz ausdrückte. Dieses nass strich zuerst über den Schmerz und kurz war da etwas kühles, etwas das sie beruhigt. Doch dann kehrte der Schmerz mit einer Heftigkeit zurück, zerriss sie, riss ihre tiefen wunden auf und zog erneut Narben über ihr verletztes Herz. Reflexartig schloss sie die Augen, ihr Kopf begann zu dröhnen als würde man den Luftdruck tausendfach erhöhen. Sie schnappte leise nach Luft, kaum hörbar für die Frau. Irgendwo hörte sie leise ihre Stimme, hörte das sie ging, der Dolch klirrte weite entfernt. Michiru stand wie eine Statur, regte sich nicht, ihre Hand war zu ihrem Schwert gewandert, sie sah aus wie zur Säule erstarrt, bleich und fad und so schwach als würde sie gleich umfallen. Dann riss es sie fort und die Dunkelheit hinter ihren Augen verschwand.

Ein Bild zeichnete sich ab, schemenhaft und verschwommen. Es war ein Wald,d er Nebel hing schwer über dem anbrechenden Tag. Es war kalt und sie fröstelte, obwohl dies nicht möglich war. Wie benebelt bahnte sie sich ihren Weg durch den Wald, folgte einem Instinkt und schritt langsam voran. Ihre Bewegungen waren unkoordiniert, sie taumelte gegen den einen, dann gegen den anderen Baum. Irgendwo hörte sie eine Stimme und dann erkannte sie, dass es die Yukis war. Sie rannte los, ohne zu wissen wohin, spürte die Taubheit in ihren Glieder, wie die Kette ihr schwer gegen die Brust schlug, ihr Magen sich umdrehte, obwohl er vollkommen leer war. Ein Schrei zerriss die stille des Waldes, das rascheln ihrer Kleidung und sie stürzte auf eine Lichtung, stolperte fing sich gerade so und die Schwertmeisterin kam taumelnd zum stehen. Ihr atme bildete kleine Wölkchen, sie suchte die Frau, doch sie war nicht hier. Doch der Schrei erklang erneut, schwoll an und donnerte in ihrem Kopf. Er zerriss jede Sekunde der stille, gab dem Wald etwas grausames, etwas das über ihr herein brach. Der Druck steig an, schwoll zu einer Flut an, begleitet von dem Geschrei der Mizukage. Ihr fielen die Augen zu, dann blinzelte sie erneut, die Augen flackerten, sie sah Yuki an ihrer Seite, das rosa Haar bedeckte das Gesicht der Hozuki. Eine Hand strich ihr sanft über das Gesicht, wischte Tränen weg die sie vergoss, von welchen sie nichts merkte, nichts gemerkt hatte. Jetzt spürte sie ihre eigenen tränen wie sie kalt und stur ihr Gesicht benetzten. Immer wieder war die warme Hand der Kage da, das Geschrei war verstummt doch das dröhnen nicht. Sie sah verschwommen wie ihre Hände nach dem Gewand der Kage griffen, sie rutschte ab und dann fiel sie in ein Bodenloses Loch. Schwarz umhüllte sie, ein eiskalter Wind trug sie hinab in ein Fass ohne Boden, in das nichts.

Ein Stummer Schrei entwich ihrer Kehle. Kein Wort, kein Laut, ihr Mund stand einfach ein wenig offen. Die Tür ging erneut. Wie lange hatte sie hier gestanden? Hölzern machte sie einen Schritt nach vorne, griff nach ihrem Dolch und steckte ihn ein. Das loch holte sie in ihre Normales leben zurück und ihre stimme klang frostiger als noch eben. Wenn ich das nächste mal einen Senju richten soll, lasse ich ihn vorher einen neuen Tisch und eine neue Tür herstellen. Unbewusst machte sie eine pause, besah sich die Frau, doch diese mal glitt ihr Blick einfach hindurch. Sie sah nichts was auf die Verwandtschaft zu ihrer Liebsten hindeutete. Ich brauche keinen Termin zu einer Untersuchung, meine Tochter hat keine Körperlichen Probleme, meine Schlafprobleme haben sich nicht verändert. Nun war es viel mehr routiniert, etwas das sie zu sagen gelernt hatte, aber nicht so meinte auch wenn es alles der Wahrheit entsprach. Sie hielt die Hand auf, wollte ihr4 Tabletten haben, oder ein Rezept. Als sie blinzelte und das nächste mal direkt in das Gesicht des Mädchens sah, schaute sie nicht mehr durch sie hindurch, sodass auch ihre stimme fester klang. Kann ich jetzt gehen?
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BeitragThema: Re: Station 1 - Notaufnahme   Station 1 - Notaufnahme Icon_minitimeFr Okt 26, 2012 12:17 am

Mit der Hand stützte sie ihren Kopf ab und gähnte. Darauf bedacht, die Hand vor dem Mund zu halten und damit die Frau vor ihr nichts zu meckern hat.
Das Interessiert mich nicht und es wird mich auch nie Interessieren egal in was für einer Zeit, Ort, Welt und Dimension.
Hoffentlich war der lästige Termin bald vorbei weil dann könnte sie sich um ein paar andere Patienten kümmern und dann ging es ab nach Hause und sie könnte lernen. Immerhin wollte sie gut vorbereitet sein für die Prüfung und nicht durchfallen. Zumal sie es ihrer Mutter und ihrer Schwester zeigen wollte. Und den ganzen Rest ihres Missrateten Clan. Alles voll mit diesen ach so tollen Trottel mit ihren ach so tollen Bluterbe. Alles Idioten die ohne ihr Bluterbe ganz normale Leute wären und womöglich nichts drauf hätten.
Irgendwann würde sie aus diesem Dorf verschwinden und dahin gehen, wo man ihre Künste braucht. All jene hier nervten sie nur außer ihr Vater. Ihr Vater, ihre Großeltern und das wars auch schon wieder. Alle anderen konnten ihr gestohlen bleiben. Es waren ja doch nur Verräter die einen hinterrücks das Messer in den Rücken rammten egal inwieweit man mit diesen Verwandt oder befreundet war bzw. ist.
Wenn Sie es sagen. Ist ja ihr Kind und geht mich nichts an. Zumal die Frau nicht so wirkte als würde sie lügen um ihr Kind zu schaden.
So grausam konnte hoffentlich nicht mal die sein. Außerdem würde ihre Cousine diese bestimmt nicht beschäftigen wenn sie so böswillig ist.
Von meiner Seite aus gibts nichts mehr oder brauchen sie noch Tabletten? Oder irgendwas anderes? Zu gern hätte Shion ihr empfohlen einen Therapeuten aufzusuchen aber bei ihrer bisherigen Einschätzung würde dieser eher einen brauchen wenn Michiru bei ihm zu Besuch kommt.
Shion trug noch den Namen und die Menge der Tabletten ein um alles ordnungsgemäß zu dokumentieren und klappte das dünne Heftchen zusammen. Da alles wohl fertig war, füllte sie noch ein Rezept aus und legte es auf den Tisch.
Das gehört noch zu ihnen. Sind neue Schlaftabletten die weniger Nebenwirkungen haben.
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BeitragThema: Re: Station 1 - Notaufnahme   Station 1 - Notaufnahme Icon_minitimeSa Nov 03, 2012 8:40 am



Die Art der Frau lies sie wohl wider vollkommen in diesem Leben Ankommen. Ob das gut war oder nun doch nicht mehr. Wer wusste das und vor allem wer hatte die Zeit im Leben um sich Gedanken darüber zu machen ob es richtig war nun hier zu sein. Es fühlte sich nie richtig an nicht bei Yuki zu sein, aber gleich wäre sie ja wieder bei eben dieser wunderbaren Frau und würde sich erst einmal gehörig über ihre unverschämte und auch dreiste Cousine aufregen. Natürlich hatte die Frau gesehen das sie am Gähnen war, aufregen war jedoch sinnlos. Sie konnte es spüren, dass sie der Frau irgendwann, sollten sie sich noch einmal sehen, an die Gurgel gehen würde.Sie konnte Menschen nicht leider, hasste sie gar. Obwohl sie das Gefühl hatte, dass diese Frau auch ein paar Probleme mit Menschen hatte – gut er hatte das nicht, aber bei ihr schien es wirklich so. Yuki hatte nie Umgangsprobleme, während sie selbst ein Eifersuchtspotential hatte, das wohl für ganz Kirigakure ausreichen würde. Aber sie musste sich hier auch keine Freunde machen, dass war die Aufgaben von Yuki, sie passte nur darauf auf, dass diese Freunde sich auch benahmen, wenn sie ihrem Engel nah kamen. Sie konnte nicht von jeder Person den Respekt für die Frau erwarten, den sie an den Tag legte, doch sie konnte dafür sorgen, dass er eingehalten wurde und dies zur Not mit Waffengewalt. Wie oft hatte sie ihren eigenen Leuten schon mit dem Messer gedroht, weil sie die Kage nicht genug respektiert hatten? In ihren Augen hatten schone einige die Grenzen überschritten, am häufigsten sah man das bei diesen Kindern, die sich Genin schimpften. Sie hatte ein loses Mundwerk und nichts mit dem es zu rechtfertigen war. Sie gehörten zu der Personengruppe die noch am meisten Angst vor ihr hatten und dies war nun einmal sehr gut. Angst war neben ihrer Klinge ihre Waffe und so würde es ewig bleiben. Ab und an nahm sie wohl die rolle eines Sensenmannes ein, der auf Auftrag jeden in diesem Dorf und außerhalb holte. Aber jetzt griff sie erst einmal nach ihrem neuen Rezept. Keine oder weniger Nebenwirkungen? Ihr ganzes leben war eine verdammte Nebenwirkung. Schlaflosigkeit, Wassermangel, sie litt doch nur. Wasser war nun auch eine gute Idee, so griff sie zu ihrer Flasche und nahm einen kräftigen Schluck. Es war besser, auf jeden Fall. Sie spürte, dass ihr Geist wieder stärker wurde, nicht so flattrig. Ob diese Chemie wirklich weniger Nebenwirkungen hatten? Normale Tabletten fühlten sich immer wie ein Schlag ins Gesicht an. Sie besaß so viel Wasser im Körper, dass es nicht zu spüren sein sollte, doch scheinbar hatte man ihr von Anfang an Medizin gegeben, die kein normaler Shinobi zu sich nehmen konnte. Wenn ihre Tabletten, die sie heute und noch drei Tage mit Energie versorgen würde, enden würde, dann konnte sie einmal an ein paar stunden Schlaf denken. Doch jetzt dachte sie nur an diese Suppe, welche ihr schwer im Magen lag. Obwohl es nur Suppe war, nun Suppe mit ein paar Nudeln, es war zu viel für sie. Irgendwann würde sie sich wohl Vitamine verschreiben lassen. Helfen würde es wohl nicht, zu keinem Zeitpunkt, aber man konnte alles einmal versuchen. Ihre Augen besahen sich das Rezept schon beinahe kalt und Abwertend, so als hielte sie auch dieses Stück für minderwertig. Man konnte davon ausgehen, dass sie diese Tabletten nur nahm, damit sie ruhe vor der Welt hatte. Immer hier zu sein diese Idioten zu sehen, es war eine Qual für ihren armen Kopf. Vielleicht trug sie nur deswegen diese schwere Kette um ihren Hals, die fast immer zu kalt war und deren Anhänger immer zu an das Leben erinnerte. Es konnte so sein, musste nicht sein, sie dachte nicht über ihre Beweggründe nach und wollte es jetzt auch nicht. Das Rezept lies sie in ihrem BH verschwinden und besah sich die Sakura dann noch einmal mit einem tiefen Blick voller Verachtung. Ich werde nun Bericht erstatten, gab sie eisig von sich und erklärte der Frau damit diplomatisch, dass sie nun Yuki aufsuchen würde. Michiru konnte nur hoffen, dass ihre freche Ärztin nun angst bekommen würde. Wenn nicht, dann eben nicht. Trotzdem würde sie jetzt zu ihrer Frau gehen, zu ihrer Kage. Sie konnte wohl von Glück reden, dass Yuki keinen Mann hatte, sonst wäre sie womöglich amok gelaufen und hätte diese Dorf versucht aus zu radieren. Vielleicht würde auch nur der Mann sterben. Aber genug davon! Der Gedanken schmerzte zu sehr und so dachte sie lieber an das liebliche Gesicht, welches ihr gleich begegnen würde. Kein Wort des Abschieds glitt über ihre Lippen, als sie sich zur Tür umwand, noch einmal prüfte ob alles wieder an Ort und Stelle war. Als dem wirklich so war, öffnete sie die Tür zu, tanzte wie eine betrunkene hindurch und schlich eben so über die noch leeren Flure. Der Tag graute nun langsam. Im Wartezimmer waren noch immer die bekannte Gesicht und jeder wand sich von ihr ab. Gut so, immer nur zu fort mit den Gesichtern. Sacht zog sie sich die Kpauze wieder ins Gesicht und schob sich aus dem Gebäude heraus.

tbc: Eingangshalle
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Aranami Shiori
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BeitragThema: Re: Station 1 - Notaufnahme   Station 1 - Notaufnahme Icon_minitimeMo Jun 26, 2017 8:09 pm

KV: Gasthaus - Schleichender Tod

Die goldenen Iriden der Iryônin beobachteten durch das Fenster des Aufenthaltsraumes die dicke Nebelsuppe, die wiedermal über dem Dorf lag. Kirigakure war nie für besonders schönes Wetter bekannt gewesen und gerade jetzt im Winter waren Sonnentage umso seltener. Viel eher war der Himmel stets wolkenverhangen und das Klima eigentlich wenig einladend. Vielleicht war das für manche sogar ein Argument dafür, diesen Flecken Erde nicht zu mögen. Sie selbst hatte sich über die Jahre daran gewöhnt und zumindest war das weniger anstrengend für die Augen, als ständig strahlender Sonnenschein. Andererseits machte es auch schlechtere Laune, wenn man ohnehin womöglich schon nicht besonders gut drauf war. Ein Seufzen kam leise aus ihrer Kehle, bevor sie in den Apfel biss, den sie vor ihrem Mund mit einer Hand festhielt, während die andere mit dem Arm verschränkt war.
Ihr Blick versank nurnoch kurz in dem Wetter jenseits ihres Arbeitsplatzes, bevor sie sich wieder abwandte und sich auf einem der Stühle im Aufenthaltsraum nieder ließ. Der Tag war bisher nicht besonders stressig verlaufen, sehr ruhig war aber auch etwas anderes. Wohl recht typisch, wenn man bedachte, dass sie den Dienst in der Notaufnahme angenommen hatte. Normalerweise fand sie sich hier hauptsächlich zum lehren ein, seltener um wirklich lange Dienste zu schieben, aber wenn sie doch Zeit zwischen Missionen hatte und im Dorf blieb, bot es sich eben an. Ihre Augen glitten von ihrem Apfel, den sie abwesend weiter aß, während sie hier kurz Pause machte, hin zu der älteren Frau, die mit im Raum saß. Sie war eine der Empfangsschwestern und das schon, seit Shiori sich an dieses Gebäude erinnern konnte. Der Tag an dem sie in ihren Ruhestand gehen würde, wäre wohl ein relativ trauriger.
Die Frau war älter, aber intelligent, gütig und gutmütig. Sie war aber auch streng genug, Störenfriede und Übermütige zurecht zu weisen. In jungen Jahren hatte die Aranami das ein ums andere Mal auf die harte Tour gelernt. Jetzt waren sie nicht nur Kollegen, sondern gingen durchaus auch schonmal freundschaftlich miteinander um, obwohl der Respekt vor der Dame zu groß war, als dass sie eine enge Vertraute werden könnte. "Du hast länger nicht mehr so viel hier gearbeitet", bemerkte die Ergraute und lächelte sanft, als sie Shioris Blick bemerkte und von ihrer Leselektüre aufsah. Die Angesprochene zuckte nur mit den Schultern. "Ich war auf Missionen und hatte Schüler. Die meisten davon kommen im Moment gut ohne mich aus." Ihre Stimme klang ruhig und weniger abwehrend, als sie in ihrem Kopf gewesen war. Sie wollte nicht unfreundlich sein, hatte aber irgendwie das Gefühl, sie müsste sich rechtfertigen.
Auch Yoko zuckte aber mit den Schultern und grinste. "Es ist schön, dich wieder mal hier zu haben", gab sie ihren Gedanken preis und ließ Shiori ebenfalls sanft lächeln. Nach einigen Minuten des Smalltalks entschieden die beiden, dass ihre Pause wohl vorbei war. Die Blauhaarige hielt der Älteren die Tür auf und machte sich gemeinsam mit ihr auf den Weg zur Rezeption, um zu sehen, ob sich Arbeit für sie ergeben hatte. Was mit ziemlicher Sicherheit in einer Notaufnahme der Fall sein würde.

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BeitragThema: Re: Station 1 - Notaufnahme   Station 1 - Notaufnahme Icon_minitimeDi Jul 04, 2017 3:04 pm

KV: Gasthaus -schleichender Tod

„Wo bin ich?“ Der Weißhaarige öffnete das Auge.  „Bleibt liegen, Herr, bewegt euch bloß nicht, sonst platzt und reißt alles wieder auf. Diese Räuberbande hat Euch den Schenkel bis auf den Knochen aufgeschlitzt, Ihr habt viel Blut verloren… Erkennt ihr mich nicht? Ich bin Yuhiro! Ihr habt mich auf der Brücke gerettet, wisst ihr noch? Wir reisten zusammen.“
„Ahaa…“ Er wusste es nicht mehr. Die Erinnerungen an den gestrigen Abend waren  verschwommen, trüb, nicht aufzufinden.  „Habt ihr Durst?“, die Stimme klang besorgt. „Wie der Teufel“ antwortete Hei ehrlich. „Trinkt, Herr, trinkt. Das Fieber schüttelt euch ordentlich. Und dann noch der Nachdurst. Ihr wart ordentlich angetrunken. Wir sind wieder auf den Weg nach Kiri, es geht direkt ins Krankenhaus. Ihr braucht professionelle Hilfe und wir müssen aus den Wäldern raus. Wir müssen jemanden finden, der sich aufs heilen versteht. Was wir euch ums Bein gebunden haben, reicht vielleicht nicht. Es blutet immer wieder…“ Heis Hand tastete den Bereich der Wunde vorsichtig ab. „Yuhiro?“. Er schloss sein Auge wieder. „Ja,Herr?“
„Danke“. Der Kaufmann lächelte. „Legt Euch wieder hin Herr, sonst bricht die Wunde auf und ihr verliert Blut.“ Hei ließ sich auf das Fell zurücksinken, warf den Kopf hin und her, fühlte, wie der Kaufmann ihn mit einem Pelz und einer nach Pferdeschweiß stinkenden Decke zudeckte. Der Wagen holperte, jeder Stoß hallte als rasender Schmerz im Schenkel und in der Hüfte wider. Er biss die Zähne zusammen. Über sich sah er Milliarden Sterne. So nahe, dass es schien, als brauche man nur die Hand auszustrecken. Direkt über dem Kopf, gleich über den Baumwipfeln.  Was war geschehen? Nach Heis nicht ganz überzeugender Vorstellung im Gasthaus Schleichender Tod, war das Weißhaar mit zu Shiori gegangen, wo er nach einem Sake und einer halben Nacht Schlaf früh morgens die Leine gezogen hatte, seine Paar Sachen nahm und weiterziehen wollte. Auf dem belebten Marktplatz traf er auf Yuhiro, einem reisenden Kaufmann, dessen eigentliches Ziel ein Ort im Tetsu no Kuni lag. Durch Heis lockere Art und Unbekümmertheit verstanden sie sich auf der Stelle, ihre gemeinsame Reise schien beschlossene Sache zu sein. Eingedeckt mit genügend Nahrung und reichlich Sake, der bei der Witterung als hervorragende Wärmequelle fungierte, war die Reise ein echtes Gelage. Im Nadelwand, an einer Brücke, die über einen kleinen Bach führte, wurde die Gruppe aus Hei, Yuhiro und seinen Angestellten, Jin, von einer Bande Räuber attackiert. Trotz seines mangelhaften körperlichen und geistigen Zustands konnte Hei die Bande zerschlagen, allerdings wurde er durch den Hieb eines Schwerts übel getroffen, was ihn die Verletzung bescherte.  Der Himmel wurde in erschreckendem Tempo heller, die schwarze Wand des Waldes bekam Konturen, streckte aus der gestaltlosen Finsternis die deutliche, gezackte Linie der Baumwipfel hervor. Die hinter ihr heraufziehende blaue Ankündigung des Morgengrauens ergoss sich den Horizont entlang, löschte die Lampe der Sterne. Es wurde kühler.
„Bewegt euch nicht, Herr. Wir müssen euch den Verband wechseln, denn die Wunde eitert und das Bein schwillt Euch fürchterlich an. Sieht das Übel aus… Wir müssen euch schnell zur Notaufnahme bringen.“ Hei verneinte. „Pfeif auf den Arzt“ stöhnte der freie Shinobi. „Gieß Sake auf die Wunde. Oh verdammt nochmal!! Schon gut, mach‘ weiter.. OooH!! In Ordnung.“ Er pustete. „Der ganze Schenkel, Herr, er ist angeschwollen. Und Fieber habt ihr..“ Der Weißhaarige schnaubte. „pfeif auf das Fieber.“ Yuhiros Blick verfinsterte sich. „Nein. Ihr habt unser Leben gerettet, bei der Verteidigung habt ihr Schaden genommen. Und ich? Was habe ich getan? Dass ich nen Verletzten, wie er bewusstlos war, verbunden hab, auf den Wagen gelegt, ihn nicht hab verrecken lassen? Das ist was ganz gewöhnliches, Herr Shinobi.“
„So gewöhnlich nun auch wieder nicht, Yuhiro. Ich bin schon liegen gelassen worden.. in ähnlichen Situationen.. Wie ein Hund..“ Der Kaufmann schwieg eine Weile mit gesenktem Kopf. „Naja, was solls. Eine widerwärtige Welt ist das ringsumher“, murmelte er schließlich. „Aber das ist kein Grund, dass wir auch widerwärtig sind. Güte brauchen wir.“ Hei schwieg, betrachtete die Fassaden der Gebäude in Kirigakure, während der Wagen zielgerichtet in Richtung Krankenhaus gelenkt wurde. Der Schenkel wurde taub. Er spürte keinen Schmerz.
Die Notaufnahme im Krankenhaus von Kirigakure sah  entsprechend steril, aufgeräumt und – naja- weiß aus. Hei wurde zügig und ohne weitere Umschweife direkt in die Rezeption gebracht, gestützt durch Yuhiro und dessen Mitarbeiter. Das austretende Blut hatte den Verband schon fast vollständig durchdrungen, die Entzündung zugenommen und Heis allgemeiner Zustand sich deutlich verschlechtert. Das Fieber machte ihm schwer zu schaffen. Die Kraft in seinem Körper ging verloren. Die Männer, die den Weißhaarigen schleppen mussten, waren sichtlich bemüht das Gewicht und den Körper des freien Shinobi zu tragen. Der entsetzte Blick der Krankenschwester, die Hei zuerst zu Gesicht bekam, sprach Bände. Sie schlug die Hände vor den Mund zusammen, ihre Augen öffneten sich und kamen hervor. „Oh nein oh nein“.
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BeitragThema: Re: Station 1 - Notaufnahme   Station 1 - Notaufnahme Icon_minitimeMi Jul 05, 2017 3:53 am

Shiori stand gerade mit der Akte einer Patientin in der Hand am Thresen in der Notaufnahme und las darin, welche Medikation von einem Kollegen verordnet worden war. Neben ihr waren noch zwei Helferinnen an der Rezeption, die ältere, mit der sie zuvor ihre Pause beging und die junge Frau, die mit ihnen Dienst hatte. Außerdem wuselten zwei Chûnin irgendwo herum, beide ebenfalls Iryônin, einer davon in Ausbildung. Hinter dem Thresen stehend schenkte sie dem meisten Geschehen davor auch wenig Aufmerksam, besonders dann nicht, wenn man sie nicht direkt ansprach. Flüche und erschrockene Ausrufe hörte man allerdings eher selten, sodass sie tatsächlich blinzelte und aufblickte, als die jüngere der beiden Krankenschwestern die Hände vor dem Mund zusammenschlug und vor sich hin murmelte. Die goldenen Iriden erfassten recht schnell, dass dort drei Männer standen, einer davon offenbar in schlechtem Zustand.
Eben jener hatte auch den Ausruf hervorgerufen und eben jener ließ sie stocken.
Das Hirn der Aranami tat etwas, was es selten tat: aussetzen. Sekundenlang starrte sie die Szenerie lediglich an, ohne zu reagieren. Ihr Blick hing auf dem Verletzten, glitt von dem blutigen Verband über den schlaffen Körper hin zu dem Gesicht, das sie wiedererkannte. Die ältere Krankenschwester pfiff routinemäßig den Chûnin-Iryônin in Ausbildung, einen jungen kräftigen Kerl, herbei und nahm den beiden Männern die Last, indem sie eine Bare heranschafften, auf die man den Verletzten legen konnte. Rasch und ohne ihn viel zu bewegen, machte der junge Mann sich daraufhin auch ein Bild von seinem Patienten, indem er die Wunde untersuchte, den Verband anzupfte und sehen wollte, was da war.
Shiori selbst war in den wenigen Sekunden eine Woche zurückgeworfen worden, hin zu der Mission, auf der sie Hei kennen gelernt hatte. Hin zu dem Abend, wie sie getanzt und gekämpft hatten, wie sie ihn geheilt und hierher eingeladen hatte. Und Dorthin, wo sie einen netten Abend verbracht hatten, bis er einem Mann die Nase brach und anschließend eine eher unterkühlte Stimmung zwischen ihnen gelegen hatte. Dass er am nächsten Morgen verschwunden war, bevor sie aufstehen konnte, hatte das ganze nicht minder verwirrend und irgendwie seltsam gemacht. Es hatte sie auf verwirrende Art und Weise ausgelaugt und ihre Laune für die letzte Woche bestimmt. Die Blauhaarige hatte ein ums andere Mal überlegt, ob sie etwas Falsches getan oder gesagt hatte und ob sie ihn vertrieben hatte. Einen Mann, mit dem sie sich seit langem mal wieder recht ausgelassen unterhalten hatte. Und nun stand er, nachdem sie gedacht hatte, sie würde ihn nie wieder sehen, in offenbar schlechtem Zustand vor ihr.
Als hätte es Klick gemacht, klappte Shiori die Akte zu und reagierte endlich auf das dritte gewimmerte "Sensei...?" ihres Schülers, der verzweifelt die vereiterte Wunde anstarrte, die blutete und den Patienten fiebern ließ. Achtlos warf sie das Dokument auf den Tisch neben sich und nahm die wenigen Schritte hin zur Liege, um das Ganze kurz in Augenschein zu nehmen. "Komm mit, du kannst daran lernen", erwiderte sie knapp, bevor sie den jungen Mann anwies, die Liege mit zu schieben. Ihre Augen musterten immer wieder das abwesende Gesicht des freien Shinobi. Was war ihm zugestoßen, dass er so zugerichtet wirkte? Die ältere Krankenschwester versuchte derweil aus Yuhiro und seinem Angestellten genau das heraus zu bekommen und sie zu beruhigen. Unabhängig davon, brachten sie den Tsuda aber vorerst in ein Behandlungszimmer, um ihm zu helfen.
Die Iryônin gab während der Behandlung stets nur gewohnt knappe Anweisungen an ihren Schüler, der mit ihrer routinierten Ruhe im Nacken ebenfalls weniger panisch wurde und schnell wieder in das Muster des geübten Helferleins fiel. Zunächst blockierte sie das Schmerzempfinden am Bein des Mannes, auch wenn sie sich nicht all zu sicher war, wie viel Bewusstsein er überhaupt noch hatte und ihren Helfer damit beäuftragte, ihn vorerst gänzlich in Narkose zu versetzen. Anschließend machte sie sich daran, den alten Verband abzunehmen und auch die kaputte Hose des Freien zu entfernen, sodass der blanke Schenkel mit dem tiefen Schnitt vor ihr lag. Vergleichsweise fokussiert machte sie sich darüber keine Gedanken, sondern reinigte die Wunde sowohl physisch, als auch anschließend mit Wasser und Chakra, um den Großteil und auch kleine Reste des Eiters aus der Wunde zu entfernen. Die Prozedur war recht langwierig und anstrengend und als sie anschließend die Wunde behandelte, um sie zu verschließen, gab sie sich jede Mühe, trotz der schweren Verletzung so wenig Narbengewebe wie möglich zu erschaffen.
Trotzdem bildete sich ein deutlich sichtbarer roter Strich, nachdem Shiori ihre Augen wieder geöffnet hatte und auf die Haut unter ihren Händen sah, die Hei gehörte. Die Entzündung im Gewebe würde abklingen müssen, die Schwellung zurückgehen und vor allem das Fieber verschwinden müssen. Nach kurzen Anweisungen bekam der neugewonnene Patien eines der hellen Einzelzimmer, in denen er seinen Rausch würde ausschlafen können, gespickt mit einer Infusion von Flüssigkeit und in einem Krankenbett. Einer der Pfleger entledigte den mann letztendlich seiner Kleidung und entfernte das restliche Blut, um den Hellhaarigen anschließend in ein schmuckes OP-Hemdchen zu kleiden und sein frisch verbundenes Bein weich zu betten. Über dem schlafenden Körper breitete er die Decke aus, um den Körper nicht auskühlen zu lassen.
Obwohl sie ausgelaugt und müde war, konnte Shiori sich nicht dazu durchringen, einfach nach Hause zu gehen und ihren Feierabend dort zu verbringen. Die Behandlung von Hei hatte ihre restliche Dienstzeit in Anspruch genommen und anschließend war sie unschlüssig vor dem Zimmer auf und ab gelaufen. Irgendwann hatte sie das Zimmer doch wieder betreten, das Fieber überprüft und alles, was sie aufgeschrieben hatte, was Medikamente betraf. Unschlüssig stand sie letztendlich an dem Bett des Schlafenden und fragte sich, ob sie bleiben sollte. Die Überlegung verlegte sie irgendwann auf den Sessel neben dem flachen Tischchen im Zimmer und die Gedanken machten ihre Lider schwer. Die Aranami schlief ungeplant in dem Sitzmöbel ein, den Kopf auf einer Lehne abgelegt und die eigene Jacke über den Oberkörper als Decke gezogen. Die blauen Haare flossen sanft über ihre Schulter und teils um ihren Körper herum.
Keiner achtete letztendlich darauf, dass sie dort lag. Sie behielt nicht selten Patienten im Auge, die jederzeit Probleme bereiten könnten, sodass es zwar ungewöhnlich sein mochte, dass sie in dieser Stellung einschlief, aber Arbeit war stets genügend da. So kam es, dass erst am nächsten Morgen, als eine Schwester den Raum betrat, überhaupt wieder jemand sie ansah. Die alte Aniko hatte ein Lächeln, das um ihre Lippen zuckte. Sie übernahm selten die Morgenschicht nach der Abendschicht, aber sie hatte einer jüngeren Kollegin einen Gefallen tun wollen. Sie ließ Shiori dort in ihrer Stellage und ging zu dem Bett, fühlte die Stirn des Mannes und untersuchte, ob er noch fieberte, bevor sie sanft die Decke über ihm richtete. Die Blauhaarige seufzte nur leise und bewegte sich kaum in ihrer Ecke, während sie noch an ihrem Halbschlaf festhielt und ihre Lider unruhig flackerten.

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Zuletzt von Aranami Shiori am Do Jul 13, 2017 2:46 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Station 1 - Notaufnahme   Station 1 - Notaufnahme Icon_minitimeMi Jul 12, 2017 2:11 pm

Rückblick. Kurz nach Heis Verletzung.
„Vorsichtig, langsam… Den Kopf stützen… Jin! Stütz ihm den Kopf! Da auf den Wagen!“
„Oh nein, er.. er verblutet! Yuhiro, das Blut drückt durch den Verband!“
„Nicht reden! Los. Vorwärts, Jin, mach hin! Decke ihn mit einem Pelz zu, siehst du nicht, wie er zittert?“
„Vielleicht sollten wir ihm etwas Sake in den Mund gießen?“
„Einem Bewusstlosen? Bist du noch ganz bei Sinnen? Aber gib her, ich muss etwas trinken… Diese Gauner, Hunde, Feiglinge!“
„Herr! Er sagt was!
„Was? Was sagt er?“
„Äh, was unverständliches.. Irgendeinen Namen…“
„Welchen?“
„Shiori..“

Im Krankenhaus:
Yuhiro schlief die ganze Nacht nicht. Nun ja, er schloss hier und da mal die Augen für einige Minuten, eine erholsame Pause war dies aber zu keinen Zeitpunkt. Der freie Shinobi  wiederum war komplett weggetreten, er bekam keinen Teil der Behandlung mit. Der Kaufmann stand in der Schuld des Weißhaarigen. Ihm hatte er sein Leben zu verdanken, denn ohne sein beherztes Eingreifen wären sein Angestellter und Yuhiro selber zum Sterben im Wald zurückgelassen, schlimmer noch, abgestochen worden und es hätte keiner bemerkt. Erst zum Frühling hin, wenn das Wetter umschlug und daraufhin die leblosen Körper freigab.  Die Vorstellung allein löste Unbehagen in Yuhiro aus, wodurch er sich seiner Schuld umso bewusster wurde. In den frühen Morgenstunden, selbst im Krankenhaus war es noch deutlich stiller als zunächst erwartet, ließ den Kaufmann ein Gedanke nicht mehr los. „Warum war Hei mit ihm mitgekommen?“ Mittlerweile konnte er Eins und Eins zusammenzählen. Die Dame, die den Weißhaarigen behandelte, hieß, soweit er mitbekommen hatte, ebenfalls Shiori und die hatte hervorragende Arbeit geleistet. Kurzerhand entschied er sich dafür, der ganzen Sache auf den Grund zu gehen, dem Weißhaar zu Liebe. Obwohl es noch sehr früh war und auch im Krankenhaus noch sehr wenig Bewegung herrschte, ergatterte  Yuhiro ein wärmendes Heißgetränk im Schwesternzimmer, wo er auch einen frisch gebrühten Tee organisieren konnte. Zurück im Zimmer des freien Shinobis, wanderte sein Blick auf den liegenden und abwesenden Hei, der wie ein Ochse schnaubte, den Mund leicht geöffnet hatte und gleichmäßig atmete. Das betroffene Bein war vorschriftsmäßig verbunden. Neben seinem Bett stand Schwester Aniko, die sich  nach dem Öffnen der Tür, dieser zugewandt hatte. Sie erkannte den Weggefährten des freien Shinobis, nickte ihm zu und ging wieder. In der Zimmerecke erkannte Yuhiro die Blauhaarige. Sie schlief oder war im Halbschlaf, da ihre Augen rege Bewegungen machten. Der Kaufmann nahm gegenüber von ihr auf einem freien Stuhl Platz. Den Tee positionierte er vor der Frau auf den kleinen Beistelltisch. „Schwester Shiori? Ich weiß nicht, ob sie wach sind. Hallo?“ Er tastete vorsichtig nach ihrer Aufmerksamkeit. Hei schlief. „Ihr habt bestimmt einige Fragen und ich werde euch selbstverständlich alles erzählen. Hört mir nur zu. Ihr müsst nicht reden. Hei hat sich uns in Kiri angeschlossen, ich sagte , ich könne ihn nicht bezahlen, aber er wollte nichts für seine Dienste haben. Er wollte nur nicht allein sein, sagte er mir. Ich dachte mir nichts dabei, dachte er wolle mich bescheißen. Auf dem Weg zum Tetsu no Kuni, dort war mein nächstes Ziel, da ich ein reisender Händler bin, begannen wir uns zu unterhalten, zu trinken - alles ganz entspannt. Und naja, kurz vor der Grenze wurden wir überfallen…“

Rückblende:
Yuhiro kauerte sich neben das Rad des Wagens, wickelte sich in seinen Umhang. Der Weißhaarige zuckte mit den Schultern. „Bleib unten und sei still.“ Der Klang seiner Stimme war ernst, bestimmend, aber auch etwas dumpf. Der Kaufmann nickte ihm zu, wollte selber nicht sehen, was der freie Shinobi vor hatte zu tun.  Sein Blick fokussierte die eigenen Stiefel, die mit schneebedeckten, sternförmigen Moosstengel, die zwischen den durchgefaulten Brückenbalken hervorwuchsen. Die Sonne ging unter. Er hörte Schritte. Knackende Äste. Stimmen. Der Weißhaarige kam langsam hinter dem Wagen hervor und ging auf die Mitte der Brücke. „Hinter den Wagen. Jetzt.“ Der einäugige Mann sprach,  mit einem leichten Kratzen in Hals, zu Jin, den Angestellten Yuhiros.
Plötzlich fühlte Yuhiro, wie grässlich ihm die volle Blase drückte. Verdammtes Bier, fluchte er in Gedanken. Der Weißhaarige wandte sich wieder ab und ging weiter auf die Brücke. Das am Bord des Wagens festgebundene Pferd schnaubte, wieherte, stampfte mit den Hufen auf die Balken. An Yuhiros Ohr hängte sich eine Schneeflocke. Das purpurgoldene Abendbrot war erloschen, das eben noch über dem Wald gehangen hatte. Der Kaufmann presste die Zähne zusammen, dass es schmerzte. Im Schutz der Dunkelheit, an dem strauchbewachsenen, mittlerweile weißen Hang der Schlucht, kamen menschengroße Silhouetten hervor. Ihr Gang, sonderbar stelzend, knochige Gelenke mit jähen Bewegungen. Die Augen unter den flachen, zerklüfteten Stirnen glänzend rötlich. Zischend kamen sie näher. Der Weißhaarige, reglos wie eine Statue mitten auf der Brücke, hob die rechte Hand, ging in eine Kampfposition. Die abfangende Faust. Die Männer wichen zurück, tauschten Blicke miteinander aus, drängten aber sofort wieder vorwärts, schnell, immer schneller. In ihren dürren Händen hielten sie krallenähnliche Handschuhe, Sicheln, Ketten. Links scharrten Krallen über die Bretter der Brücke. Der nächste Bandit sprang unter der Brücke hervor, und die übrigen stürmten in unheimlichen Sätzen heran. Der Weißhaarige drehte sich auf der Stelle, machte einen Ausfallschritt während er den Ellenbogen gekonnt seinem Tempo anpasste und wie einen Rammbock einsetzte. Der Bandit, der gerade noch im Angriff war, flog über das Geländer der Brücke und zog einen Fächer Blut hinter sich her. Hei sprang mitten in die Gruppe der anderen hinein, wirbelte herum, ein rascher Fausthieb links und rechts. Die Banditen, gekleidet in einer schwarzen Kluft und mit Atemmasken bestückt, ihr Gesicht versteckend, stürzten sich von allen Seiten auf ihn. Yuhiro kroch in sich zusammen, an den Wagen gepresst. Etwas fiel ihm unmittelbar vor die Füße, bespritzte ihn mit Blut. Es war eine lange, eiserne Klaue, deren Klinge blutverschmiert war. Der Kaufmann schrie auf. Er fühlte, wie etwas neben ihm vorbeihuschte. Er duckte sich, wollte unter den Wagen kriechen, doch in diesem Moment packte ihn jemand an Schläfe und Wange. Yuhiro bedeckte die Augen mit der Hand, sprang brüllend und kopfschüttelnd auf und wankte auf die Mitte der Brücke, stolperte dabei über auf den Boden liegende Gestalten. Auf der Brücke tobte der Kampf – Der Kaufmann sah Unmengen Gestalten, ein Knäuel, aus dem immer wieder Angreifer weggetreten, geworfen und niedergeschlagen wurden. „Hilfe!“ heulte er und fühlte, wie scharfe Krallen das Gewebe seiner Kappe durchdrangen und sich fast in seinen Hinterkopf bohrten. „Kopf runter!“, rief der Weißhaarige. Yuhiro presste das Kinn an die Brust und sah aus dem Augenwinkel, wie Hei einen seitlichen Sprung in seine Richtung machte. Dessen linkes Bein zischte durch die Luft, streifte die Kappe. Es folgte ein abscheuliches, nasses Knirschen, woraufhin ihm, wie aus einem Eimer, eine warme Flüssigkeit über den Rücken strömte.  Der Kaufmann fiel auf die Knie, von der ihm im Nacken hängenden, leblosen Last hinabgezogen.  Die nächsten drei Banditen sprangen unter der Brücke hervor. Wie Grashüpfer springend, stürzten sie sich auf den Weißhaarigen. Einer erhielt einen Fausthieb mitten ins Gesicht, der die Atemmaske sofort zerspringen ließ. Der Angreifer tappte noch ein Stück weiter und krachte dann auf die Balken. Ein anderer, von der Verse getroffen, fiel krampfhaft zuckend hin. Die Übrigen ergossen sich über Hei Ameisen, drängten ihn an den Rand der Brücke. Der Nächste flog aus dem Klumpen heraus, nach hinten gebogen, blutzspritzend, zitternd und heulend. Der gesamte Klumpen an schwarzen Gestalten stürzte von der Brücke. Yuhiro ließ sich fallen, schlug die Arme über den Kopf zusammen. Stille. Zerissen vom plötzlichen Schrei eines geänstigten Vogels in der Tiefe des Waldes, inmitten der riesigen Bäume. Dann verstummte auch der Vogel. Yuhiro schluckte, stand mit Mühe auf. Es war immer noch still, nicht einmal die Äste rauschten, der Wald schien vor Entsetzen stumm zu sein. „Ey..“ Der Kaufmann wandte sich um, hob instinktiv schützend die Hände. Vor ihm stand der freie Shinobi, gezeichnet vom Kampf. Er stand nicht aufrecht, irgendwie schief, zur Seite geneigt. „Herr, was ist mit euch?“ Der Weißhaarige antwortet nicht. Er tat einen Schritt, unbeholfen und schwer, das linke Bein nachziehend. Er streckte eine Hand aus, hielt sich am Wagen fest. Yuhiro sah Blut, glänzend und schwarz, über die Bretter rinnen. „Ihr seid verwundet, Herr!“  Hei antwortete nicht, hing plötzlich am Wagenkasten und rutschte langsam auf die Brücke.

Wieder im Krankenhaus.
„Wisst ihr, Hei hat mir und Jin, meinem Angestellten, den Arsch gerettet. Ich weiß nicht was zwischen euch und dem Weißhaar vorgefallen ist, aber anscheinend habt ihr einen bleibenden Eindruck bei ihm hinterlassen. Er hat unter Schmerzen im Fiebertraum euren Namen gesagt, nicht einmal, nein, immer und immer wieder. Ich bin kein Experte in solchen Sachen, aber ihr und er, ihr solltet euch aussprechen .. ich weiß auch nicht.. ich bin nur ein umherziehender Händler, aber ich glaube an das Gute und versuche das Richtige zu tun. Ich schätze ihn al sehr aufrichtig ein und ich bin mir sicher, er versucht, so wie ich, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Gebt ihm eine Chance“.
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BeitragThema: Re: Station 1 - Notaufnahme   Station 1 - Notaufnahme Icon_minitimeDo Jul 13, 2017 3:24 pm

Shiori blinzelte im Halbschlaf unruhig, seit die Tür aufgegangen war und Aniko eingetreten war. Nachdem die Krankenschwester sich versichert hatte, dass es dem Weißhaarigen den Umständen entsprechend gut ging, hatte sie den Raum wieder überlassen. Und damit die gerade wach werdende Frau auch dem ihr völlig fremden Händler. Sie war normalerweise kein Mensch, der ein langes Schlafen verschmähte, aber in dieser Stellung und mit den Geräuschen und offensichtlichen Blicken um sie herum, holte ihr eigener Sinn sie wieder aus der traumlosen Leere. Die Blauhaarige blinzelte zunächst leicht verwirrt in das Halbdunkel des Zimmers im Morgengrauen. Unwillkürlich rieb sie sich die Augen und richtete sich in der gleichen Bewegung auf, als sie ihren Namen hörte. Nicht weniger verwirrt erblickten die goldenen Iriden den Mann, der auf dem Stuhl neben dem kleinen Tisch saß, der sie trennte und sie anstarrte und recht unvermittelt damit begann, einfach auf sie einzureden, ohne auf eine Reaktion ihrerseits zu warten.
Müde und noch im Begriff, richtig wach zu werden, bemühte die Frau sich aber, dem Gesagten zu folgen, während sie sich fahrig durch das Haar fuhr und die Strähne hinter ihr Ohr verbannte, die stets in ihre Stirn fiel, um das Siegel zu verdecken. Hei war also nach seinem Abgang aus ihrer Obhut recht schnell davongelaufen und das nicht allein. Stattdessen hatte er sich Wegbegleiter gesucht, weil er nicht allein reisen wollte. Unwillkürlich keimte in ihr die Frage auf, ob er das immer tat und sie nur eine kurze Reisebegleitung gewesen war, doch sie schob den Gedanken rasch beiseite. Die Erklärung, warum er so zugerichtet und fertig war, war ihr doch wesentlich wichtiger, als das winzige Ego, das in dem Moment auftauchen wollte. Immerhin hatte er sich nicht sinnlos geprügelt, wie sie es beinahe erwartet hatte, sondern anderen Menschen das Leben gerettet und sein eigenes dafür auf's Spiel gesetzt.
Während der Händler sprach, wanderte der Blick der Aranami zu dem Schlafenden.
"Wärt ihr einen Tag später hier gewesen, wäre er womöglich schon zu schwach gewesen, um sich zu erholen. Wer weiß, wie lange es jetzt dauern wird", stellte sie nach einigen Momenten des Schweigens fest. Es war mehr oder minder etwas, was sie dem Mann hatte sagen wollen und andererseits lenkte es von dem Thema ab, das der angeschlagen hatte. Sie wusste nicht, was sie davon halten sollte, dass der Tsuda ihren Namen gemurmelt hatte. Aber ein kleiner Teil von ihr wollte sich darüber schlichtweg freuen, so unerfreulich die Umstände auch war. Ohne es bewusst zu kontrollieren, zuckten ihre Mundwinkel daher zu einem müden, winzigen Lächeln. Er war also doch nicht einfach gegangen, um das nächste Abenteuer zu suchen und alles zu vergessen, was in den Tagen davor passiert war.
"Einen bleibenden Eindruck hinterlasse ich auch häufig bei Schülern. Der ist nur selten gut...", erklärte Shiori letztendlich freudlos und sah den Händler wieder an. "Danke, dass Ihr ihn hierher gebracht habt. Er schuldet euch sein Leben, wie Ihr ihm Eures. Ihr seid also quitt." Ihre Stimme hatte einen leicht sakarstischen Unterton, doch letztendlich war es ernst gemeint. Der Mann sollte sich nicht fühlen, als stünde er auf ewig in der Schuld des freien Shinobi und würde sich daraus nicht mehr freikaufen können. Gewissermaßen hatte er es schon getan. Nach einem weiteren Blick auf den Weißhaarigen seufzte die Iryônin leise. "Ich werde versuchen, mit ihm zu reden, wenn er das möchte. Ich fürchte, ich habe ihn etwas verschreckt beim letzten Mal..." Sie war sich wirklich nicht sicher, ob das der Fall war, aber womöglich war ihre Reaktion auf den Vorfall im Gasthaus tatsächlich zu harsch gewesen. Letztendlich hatte der Mann es verdient und es war nichts Schlimmeres passiert. Dennoch hatte es an dem Abend einen faden Beigeschmack gehabt.
Jetzt war sie nur froh, den Mann lebend und "gesund" wieder zu sehen. "Zumindest kann er mir jetzt nicht wieder einfach so davonlaufen", scherzte Shiori letztendlich leise und griff nach dem Tee, den Yuhiro ihr hingestellt hatte, um daran zu nippen. "Wie ist Euer Name?"

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BeitragThema: Re: Station 1 - Notaufnahme   Station 1 - Notaufnahme Icon_minitimeFr Aug 25, 2017 10:34 am

Yuhiro zuckte mit den Schultern. „Ich begreife diese Dinge zwischen Mann und Frau häufig nicht“. Er nickte mit dem Kopf in ihre Richtung. „Aber ihr habt Recht. Redet mit ihm. Schafft Klarheit, warum auch immer. Verzeiht mir, ich habe mich gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Yuhiro, fahrender Händler.“ Er verneigte sich leicht. „Ihr könnt euch sicher sein, dass ihr dem lieben Hei wohl positiv im Gedächtnis geblieben seid, wenn ich mich rein formell dazu äußern darf.“ Seine Augenbrauen schlugen Wellen. „Und ja, wir sind quitt, sofern man das behaupten darf. Leider werde ich auch nicht länger bleiben können.  Ich wollte mich nur vergewissern, dass es ihm gut geht.“ Er betrachtete die Blauhaarige recht ausgiebig. „Ich glaube, ihr habt eine schlechte Selbstwahrnehmung“, der Mund zu einem Lächeln verzogen. Sein Blick wanderte in Richtung Krankenbett, wo Hei immer noch schlief. Yuhiros Lächeln verschwand und machte Platz für eine ernste Miene. „ Die Welt verändert sich, die Sonne geht unter und der Schnaps geht zu Ende. Was geht eurer Meinung nach noch zu Ende?“ Er räusperte sich. „Tut mir leid, manchmal glaube ich, dass ich den Beruf verfehlt habe. Als Philosoph würde ich mich wohl gut machen“, scherzte der Kaufmann. Er öffnete eine Tasche, befestigt im Gürtel, holte eine kleine Börse hervor, ein winziges Säckchen aus Leder, und schüttelte den Inhalt auf seine Handfläche. Eine Handvoll Geld. „Das lasse ich hier, für unseren lieben Freund. Als Lohn für seine Mühe –„ er hielt inne,  senkte betrübt den Kopf. „- und ein aufgerissenes Bein“. Sein Blick war starr, traurig.      
Hei lag im Krankenbett, die Augen geschlossen. Ihm war warm, sehr warm.  Sein Bein fühlte er kaum, es war fast taub. Oberhalb des Oberschenkels drückte der Verband. Einige Schweißperlen sammelten sich auf seiner Stirn, aber nicht wegen dem Fieber. Der Weißhaarige war in der Lage einiges mitzuhören, den Worten der Anwesenden zu lauschen, er reagierte aber nicht. Seine Gedanken kreisten, kamen nicht zur Ruhe. Mit einer gleichmäßigen, ruhigen Atmung versuchte er, seinen Schlaf vorzutäuschen.  Der Duft von Rosenwasser breitete sich wie eine Umarmung um ihn herum auf. Er mochte das. Es gab ihn ein zufriedenes Gefühl. Ein Grinsen musste er sich verkneifen auch wenn ein leichtes Zucken der Mundwinkel nicht zu verschleiern war.
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BeitragThema: Re: Station 1 - Notaufnahme   Station 1 - Notaufnahme Icon_minitimeFr Aug 25, 2017 9:05 pm

Shiori musterte den Mann, der sich als Yuhiro vorstellte mittlerweile etwas wacher, auch wenn ihr Hirn noch nicht wieder gänzlich auf seiner maximalen Kapazität arbeitete. Dafür, dass er diese Dinge nicht verstand, sprach er ziemlich viel. Und irgendwie auch relativ viel Wahres, dem sie mehr oder minder schweigend zustimmte. Den Kommentar bezüglich ihrer Selbstwahrnehmung verstand sie zwar momentan nicht, behielt ihn aber durchaus im Hinterkopf. Vielleicht würde er ja am Abend mehr Sinn ergeben. Während ihr Blick seinem zu Hei folgte, musterte sie den Schlafenden eine ganze Weile weiter, anstatt ihren Gesprächspartner anzusehen. "Das Leben, irgendwann...", gab sie als Antwort auf seine Frage, obgleich sie keinen Schimmer hatte, worauf er anspielte. Sie war noch nicht wach genug für ernsthafte Gedankenspiele. Aber vielleicht hatte der Gedanke ja sogar etwas, immerhin sollte man Sonne, Schnaps und das Leben durchaus genießen, waren doch nur begrenzte Vorräte vorhanden.
Die Blauhaarige trank den Tee in ihren Händen aus und schnaubte leise, als sie das Säckchen mit Geld sah und verzog die Lippen zu einem schiefen Lächeln. "Ich werde mich darum kümmern, dass er es erhält", versicherte sie. "Euch wünsche ich eine gute Reise und weniger Aufregung als die letzten Tage." Ihre Stimme hatte wieder etwas Festeres und war weniger unsicher als zuvor. "Danke, dass Ihr ihn hierher gebracht habt", hängte sie noch ernsthaft an und sah dem Händler diesmal sogar wieder direkt in die Augen, anstatt ihren Patienten anzustarren. Ihr Gesichtsausdruck zeigte ehrliche Dankbarkeit, denn irgendwo war die Vorstellung, dass der Weißhaarige irgendwo im Wald verreckte, weil keiner etwas darauf gab, ihr alles andere als lieb.
Einige Sekunden hingen ihre Augen noch auf dem sich verabschiedenden Mann.
Langsam erhob sie sich und streckte sich kurz, unterdrückte ein Gähnen und versteckte es hinter der Hand. Anschließend schob sie die Tasse auf dem Tisch etwas beiseite und griff nach ihrem Stuhl, um ihn hin zu dem Bett zu heben, in dem Hei in seinem wunderschönen Dress lag. Über den Gedanken schmunzelnd verzogen sich ihre Lippen zu einem etwas belustigten Lächeln. Die goldenen Iriden waren aber damit beschäftigt, ihn zu mustern. Er schien immernoch zu schlafen, was nicht verwunderlich war. Eine Infektion wie seine nahm den Körper schlichtweg stark mit und verbrauchte viele Kraftreserven, die während der Bekämpfung eben jener Infektion erstmal wieder aufgefüllt werden wollten. Mit einer raschen Handbewegung griff sie nach einem Tuch das neben dem Bett auf dem Beistelltisch lag und beugte sich nach vorn. Vorsichtig und sehr darauf bedacht, ihn nicht einfach zu wecken, tupfte sie den Schweiß von seiner Stirn.
Die Iryônin fragte sich unwillkürlich, ob er träumte.
Während sie das Tuch wieder weglegte, ließ sie sich etwas müde auf den Stuhl sinken und griff mit der rechten Hand nach seinem rechten Arm, der auf der Decke lag. Als wollte sie seinen Puls fühlen, fuhr sie kurz den Unterarm entlang, hielt aber nicht all zu lange inne, bevor ihre Hand auf seiner zum Liegen kam. "Ich vermute du bist nicht der einzige Mensch, der im Schlaf Namen gemurmelt hat", murmelte sie selbst vor sich hin, als wollte sie mit ihm reden. Tatsächlich war sie aber der festen Überzeugung er würde noch schlafen. "Vielleicht hab' ich deinen ja nicht gesagt, aber in meinen Kopf eingemeißelt hast du ihn trotzdem." Womöglich etwas, was sie sogar vor sich selbst nur ungern zugab in diesem Moment. Die Aranami war sich nicht sicher, was sie von ihrer jugendlichen Scheu halten sollte.
Einige Momente fuhren ihre Finger lediglich leicht über die größere Hand, bevor sie ihre Eigene in seine schob und sie schlichtweg dort ließ. "Wovor bist du geflüchtet?", fragte sie sich leise aber ernsthaft bezüglich seines schnellen Abgangs. "Vor meiner Reaktion oder davor, dass sie dir etwas bedeutet hat?" Durchaus ein Gedanke, der ihr gekommen war. Wäre ihm egal, was die Jônin von ihm dachte, warum hätte er gehen sollen? Hei schien nicht wie der Mann, der sich um die Meinungen anderer um sich herum scherte. Aber warum sollte er Angst vor ihr und ihrer Reaktion haben? "Du bist ein faszinierender Mann", murmelte sie letztendlich, den Blick immer noch in seinem reglosen Gesicht und die Hand in seiner.

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BeitragThema: Re: Station 1 - Notaufnahme   Station 1 - Notaufnahme Icon_minitimeSo Sep 03, 2017 1:34 pm

Er bewegte sich nicht, zuckte nicht einmal. Hei betrachtete Shiori zwischen gesenkten Wimpern hindurch und verriet noch immer nicht, dass er nicht schlief. Ich glaube ich habe Angst zu viel für dich zu empfinden. Deshalb bin ich glaube wohl gegangen. Die Angst.. sie lässt mich da draußen am Leben bleiben. Sie ist rational und lässt mich auf meine Umgebung Acht geben. Aber hier, hier habe ich Angst vor Dingen, die ich nicht einmal benennen kann. Wie  wenig begreif ich eigentlich vom Leben oder verschwende ich einen Tag, wenn ich hier bleibe? Durch das offene Fenster erklang ein Poltern, das scharfe Knacken zerbrochenen Holzes und eine bellende Stimme, die falsch und abgehackt den Refrain eines beliebten obszönen Liedes wiederholte. Letzte Nacht fiel Schnee, zunächst schwach, doch bald wurde ein Schneegestöber daraus. Die Fensterscheiben waren durch Schneewehen bedeckt. Der Weißhaarige musste einen plötzlich auftretenden Reflex, den er verspürte, während sich die Frau mit den goldenen Augen über ihn beugte, standhalten. Ihre Nähe wirkte auf ihn magnetisch anziehend. Ihre Aura fesselte den sonstigen Einzelgänger. Am liebsten hätte er Shiori fest an sich gedrückt, ihr gesagt, was er fühlte. Aber er schwieg.
„Ich habe Angst vor dem Tod“, antwortete Hei mit zerbrechlicher Stimme. „Ich fürchte den Tod wie jeder, aber an den Gedanken daran habe mich schon lange gewöhnt, ich gebe mich keinen Träumereien hin. Es ist kein Hadern mit meinem Schicksal, sondern Statistik. Kein Freier Shinobi stirbt an Altersschwäche, Shiori. Nicht im Bett, während er sein Testament diktierte. Keiner. Ich weiß, dass ich in einem nach Mist riechenden Loch sterben werde, zerissen, aber im Krieg will ich nicht sterben, denn das ist nicht mein Krieg.“ Er öffnete sein Auge, das leicht errötet war und die Blauhaarige fest in den Blick nahm. „ Ich habe den Bürgerkrieg in Kumogakure miterlebt, musste an eigener Haut erfahren, wie mir mein bester Freund mein rechtes Auge aus dem Kopf riss, habe gesehen wie der  Shichibi Iwagakure in Schutt und Asche gelegt hat. Ich fürchte den Schmerz und Tod, heute noch mehr als damals.“

„Du wolltest doch wissen, wie das mit meinem Auge passiert ist? Ich erzähle es dir, genauso, wie es in meinen Erinnerungen zurückgeblieben ist. Da waren Donner und Flammen, Lichtpfeile und berstende Feuerkugeln, Gebrüll und Lärm, plötzlich fand ich mich auf dem Boden wieder, auf einem Haufen verkohlter, qualmender Erde, der durchtränkt mit Blut war. Erst wusste ich nicht zu wem das Blut gehörte, bis ich bemerkte, dass meine Sicht irgendwie eingeschränkt war. Es war mein eigenes Blut. Ich spürte keinen Schmerz, weil die Inneren Tore mich dagegen immunisierten, Schaden erlitt ich aber dennoch.  Ich fühlte mich wie ein geprügelter Hund, wie ein Kind, dem man wehgetan hat.“ Sein Auge fokussierte die Zimmerdecke. „Fragst du dich als Kunochi, die für ihr Dorf kämpft nicht manchmal, für was du eigentlich dein Leben riskierst? Für dein Dorf? Für Geld? Die Menschen in ihren Häusern? Den Kaiser? Einfluss und Einkünfte?“ Sein Gesichtsausdruck wirkte leer, seine Hand drückte die, der Kunochi. „Ich bin lange unterwegs gewesen aber jetzt,… jetzt möchte ich mich ausruhen. Eine Pause einlegen. Das verängstigt mich. Ich kenn es nicht.“ Er wandte sich ab, senkte entwaffnet den Blick. „Ich möchte nicht mehr allein sein“, flüsterte er.
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BeitragThema: Re: Station 1 - Notaufnahme   Station 1 - Notaufnahme Icon_minitimeFr Sep 08, 2017 10:10 pm

Shiori erstarrte kurz, als sie die leicht angeschlagene Stimme des Mannes hörte, von dem sie eben noch dachte, er würde schlafen. Der leicht rosige Schimmer auf ihren Wangen bahnte sich sofort einen Weg, als ihr bewusst wurde, dass er ihre Worte gehört und verstanden hatte. Die Blauhaarige schluckte kurz, etwas trocken, doch sie bemühte sich schnell ihre Gedanken auf das zu fokussieren, was der Andere ihr erzählte. Schweigend lauschte sie seinen Worten, hielt seine Hand und strich hin und wieder abwesend mit dem Daumen über seinen Handrücken. Viel zu unsicher, ob sie etwas sagen sollte, ließ sie sich die Worte zunächst weiter durch den Kopf gehen und nahm die Geschichte auf, bevor sie darüber nachdachte, ob und was sie antworten sollte.
"Ich dachte du schläfst...", war alles, was sie zunächst kurz herausbrachte und ihr ein mildes Lächeln abrang. Vielleicht ein wenig der Ausdruck von Überforderung ob der plötzlichen Offenbahrung. Gleichzeitig konnte sie sich des warmen Gefühls der Dankbarkeit aber auch nicht erwehren. Wie froh sie gerade war, sein Gesicht gesund vor sich zu sehen, war ihr fremd und gleichzeitig ein sehr angenehmes Gefühl.
"Ich kenne deine Angst, wie vermutlich jeder, der unser Handwerk irgendwann gelernt hat. Wie jeder, der sein Leben für irgendetwas nutzt, das größer zu sein scheint, als er selbst", gab sie nach einem kurzen Augenblick des Schweigens zu. Ihre goldenen Iriden lagen die meiste Zeit auf seinem Gesicht und wichen nur kurz hin und wieder auf ihre verschränkten Hände aus. "Es ist nicht immer einfach, den eigenen Wert zu finden und eine Aufgabe, der man sich gern hingeben möchte. Ich habe den Großteil meines Lebens für meine Familie und meine Arbeit hier gelebt. Dennoch kam ich nie umhin, mich zu fragen, ob das Dorf das alles allein wert ist." Ihre Stimme war recht ruhig und hatte einen warmen, verständnisvollen Ton. Sie klang mittlerweile deutlich wacher als im Gespräch mit dem Händler, auch wenn ihr Gesicht noch davon zeugte, dass sie eine nicht all zu erholsame Woche hinter sich hatte.
Vermutlich war das aber nichts gegen Heis Erlebnisse.
"Für niemanden ist das leicht, denke ich. Aber was ich aus Erfahrung und eigenen Erlebnissen recht sicher behaupten kann, ist, dass Alleinsein eine bewusste Entscheidung ist, die man treffen muss." Die Aranami hatte nach dem Ableben des Vaters ihres Sohnes selbst diese Entscheidung getroffen und viele Jahre das andere Geschlecht dahingehend gemieden. Sie war nie völlig abstinent gewesen, aber romantische Beziehungen waren schlichtweg nie in ihrem Lebenswandel untergekommen. Den veränderten Blick darauf hatte sie noch nicht all zu lang. Und Heis Aussagen und die Gespräche mit ihm über die Einsamkeit in dieser Welt, hatten sie in der letzten Woche durchaus darüber nachdenken lassen.
Genauso wie der Umstand, dass ihr eigener Zwilling scheinbar an einer Frau hing.
"Du musst nicht allein sein, wenn du es nicht willst, Hei", richtete die Iryônin ihre Worte letztendlich wieder an den Weißhaarigen. "Ich würde mich sehr freuen, wenn du dich dagegen entscheidest, die Einsamkeit wieder zu suchen. Die letzte Woche mit der Ungewissheit und die letzte Nacht - dich so zu sehen - hat mir mehr abverlangt, als ich gedacht hätte", gab sie mit einem schiefen Lächeln zu. "Also ja, ich suche selbst ebenso nach dem Sinn. Aber Menschen, die mir nahe stehen, helfen und sind ein großer Trost in schwierigen Zeiten."

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