Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 Samegawas Wohnung

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Aranami Samegawa
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BeitragThema: Samegawas Wohnung   Do Jul 06, 2017 12:31 am






//Samegawas Wohnung



Seit mehreren Jahren wohnt Samegawa allein in einer einfachen Dreizimmerwohnung. Diese besteht aus seinem persönlichen Schlafzimmer mit angrenzendem Wohnzimmer. Von letzterem aus hat man Zugang auf einen kleinen Balkon, während sich gegenüber ein kleines Gästezimmer befindet. Ein selten genutztes Gästezimmer will man meinen. Er hatte es damals für fliehende Neffen eingerichtet, die womöglich für eine Nacht lang genug von der eigenen Mutter hatten. Heute wird es aber so gut wie nie verwendet. Ansonsten beherbergt seine Wohnung noch ein kleines Badezimmer und eine ebenfalls eher kleine Küche.

Spoiler:
 

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Aranami Samegawa
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BeitragThema: Re: Samegawas Wohnung   Do Jul 06, 2017 3:54 am

Als sie das Haupttor Kirigakures passiert hatten, war es bereits früher Abend gewesen, weswegen er auch nicht den direkten Weg ins Kagegebäude einschlug, sondern sich dafür entschied, Formalien Formalien sein zu lassen. Yuzuriha von und zu Mizukage würde sicher auch noch am darauffolgenden Tag mit einer umfassenden Berichterstattung zufrieden sein, weswegen er aktuell damit beschäftigt war, die Tür zu seiner Wohnung aufzuschließen. Etwas, was mitsamt Kuchiyose auf dem Arm nur schwer zu managen war. Ganz besonders dann, wenn eben jenes Kuchiyose aktiv damit beschäftigt war aufgeregt an ihm herum zu klettern, seit dem es das große Dorf ‚betreten‘ hatte.
„Argh.“, stöhnte der Schwertshinobi leise, als er den Hai von seiner Schulter herunter zerrte und ihn sich unliebsam unter den einen Arm klemmte. Etwas, worüber es lauthals lamentieren musste, indem es fast schon knurrte, „Psscht, jetzt. Ich lass dich runter, sobald ich diese verdammte Tür endlich…“, in dem Moment schaffte es Samegawa den Schlüssel im dazugehörigen Schloss umzudrehen, ehe er die Tür nach innen aufdrückte und in den kleinen Flur eintrat.
„Ist nix übermäßig besonderes hier, aber du darfst dich trotzdem so wohl wie möglich fühlen.“, er lächelte müde und vermied absichtlich die Phrase ‚wie zuhause fühlen‘. Es wäre sicher geschmacklos gewesen, wo sie aktuell ja mehr oder weniger gar keines mehr besaß. „Das Gästezimmer gehört dir, solange du willst. Ist diese dort.“ Mit einem Kopfnicken deutete er geradeaus auf die halbgeöffnete Tür, ehe er hinter sich die Haustür wieder schloss und mitsamt Hai im angrenzenden Zimmer verschwand.
Bestimmend trat er in sein Wohnzimmer, drückte mit seinem Ellenbogen das Licht an, ehe er zielstrebig auf das Sofa zuhielt und das Kuchiyosetierchen demonstrativ darauf absetzte. „Bis ich euch zurückschicken kann, müsst ihr erstmal mit der Couch Vorlieb nehmen.“ Liebend gern hätte sich der Blauhaarige einfach daneben fallen lassen, stattdessen jedoch drehte er die Heizung voll auf, damit die Wärme schnell in die erkaltete Wohnung kriechen würde.
Anschließend sah er sich ein wenig unschlüssig nach Shiina um. Er war einfach kein besonders guter Gastgeber. Hatte er nie sein müssen und nie gelernt. Immerhin hatte er so gut wie nie Besuch und wenn doch, waren es entweder seine Neffen, Shiori oder sein ehemaliger Schüler. All jene Leute wussten, wo sie was fanden, wenn sie irgendwas bestimmtes benötigten und waren in den meisten Fällen auch nach einigen Stunden wieder fort. „Gibt’s irgendwas was ich dir bringen kann? Oder magst du duschen? Ich mein du kannst machen was du willst. Alles was du in meiner Wohnung findest, kannst du benutzen wie du magst. Ich teile gerne.“, er grinste schief zuckte mit den Schultern, „Wenn dir was nicht passt können wir morgen auch nach nem Hotel gucken, oder so.“ Tatsächlich meinte er das offenbar ernst. Er wollte zwar nicht unbedingt, dass sie direkt wieder geht, jedoch konnte er es gut nachvollziehen wenn die Himura lieber mehr Privatsphäre hätte.
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BeitragThema: Re: Samegawas Wohnung   Do Jul 13, 2017 3:32 am

Shiina hielt eines der beiden Kuchiyose-Tierchen den gesamten Weg über fest an ihren warmen Körper gedrückt und parkte es irgendwann sogar unter ihrer eigenen Jacke, weil sie Sorge hatte, dass ihm nicht warm genug war. Unsicher, ob es nur friedlich schlief oder wirklich Probleme hatte, beobachtete sie es recht genau und bemühte sich, mit Samegawa den raschen Schritt zu halten. So wurde es früher Abend, als das Dorf in Sicht kam, Mauern, ein großes Tor und viele Häuser, Menschen und vor allem Shinobi. Zwar hatte die Blonde bereits andere, kleinere Städte der Shinobi gesehen, aber sie war nie groß in den "richtigen" Dörfern gewesen. Es hatte sie schlichtweg nie dorthin getragen und ihr waren die dort ansässigen Shinobi auch nie besonders nahe gewesen. Obwohl ihre Mutter eine gewesen war, hatte sie sich selbst nie als eine gesehen, obwohl sie ihre Grundlagen kannte und daher auch kein Bedürfnis verspürt, hier irgendjemanden zu besuchen, mit dem sie nichts verband.
Heute war das anders.
Unwillkürlich beobachtete die junge Frau den Shinobi an ihrer Seite noch intensiver, während sie das Tor durchquerten und er sie durch das Dorf führte. Ihr fiel so viel Neues auf, dass sie es zunächst kaum benennen konnte. Waren es die Menschen, waren sie anders oder gleich? Verhielten sie sich anders? Sahen die Straßen anders aus? Shiina sog letztendlich alles in sich auf, ohne es wirklich wahr zu nehmen, war sie doch auch eher etwas müde, leicht hungrig und durchgefroren. Vermutlich hätte der Aranami sie irgendwo stehen lassen können und sie hätte es kaum bemerkt und nie wieder den Weg heraus gefunden. Demnach war sie umso froher, als die beiden einen Wohnkomplex betraten und zu der Wohnung des Blauhaarigen fanden. Ehrlicherweise war sie wenig überrascht, dass er sie hierher brachte, sondern empfand es als positiv.
Im Moment war er für sie das einzig Bekannte und Halt bietende.
Nur ein leichtes Lächeln stahl sich in ihr Gesicht, während er mit dem zweiten Kuchiyose kämpfte und die Tür irgendwie aufbekam. Die Himura folgte ihrem Gastgeber in dessen Wohnung und sah sich zum ersten Mal richtig aufmerksam um. Die Wohnung war klein aber fein und sie inspizierte vergleichsweise neugierig die offene Tür, auf die er gedeutet hatte. Mit etwas Fingerspitzengefühl schaffte sie es, ihren Rucksack vom Rücken neben die ihr zugewiesene Tür fallen zu lassen und gleichzeitig weiter das Kuchiyose zu tragen. Anschließend folgte sie der Stimme ins Wohnzimmer und musterte die Couch und das Tierchen darauf. Am liebsten hätte sie sich dorthin fallen lassen, um die Beine und den Körper zu entspannen, aber ihr Anstand hielt sie vorerst ab.
Von all seinen Fragen leicht überfordert, blinzelte die Blonde Samegawa zunächst an, bevor sie mit kurzer Verzögerung antwortete. "Einen... Tee vielleicht? Mir ist etwas kalt...", gab sie zu und trat von einem Fuß auf den anderen, vor dem Sitzmöbel stehend, das den Bruder des Tierchens auf ihrem Arm beherbergte. "Aber ja, eine heiße Dusche wäre sicher ebenso hilfreich. Nur vielleicht sollten wir jemanden suchen der nach ihm", sie deutete mit einem Kopfnicken auf das Tier in ihrem Arm, "sieht. Nicht, dass es ihm doch schlechter geht, als er aussieht."
Die Frage nach dem Hotel entging der Blonden letztendlich in ihrem verzögerten Antworten und sie seufzte lediglich leise, während ihre Hand das Kuchiyose kraulte.

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Aranami Samegawa
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BeitragThema: Re: Samegawas Wohnung   Di Jul 18, 2017 3:28 am

Tatsächlich stand Samegawa eine kurze Weile unschlüssig in seinem Wohnzimmer und guckte Shiina zunächst fragend an, ehe er etwas verwirrt die Augenbraue hob. Ob sie ihn nicht verstanden hatte? Er wollte bereits den Mund aufmachen, um sich zu wiederholen, als stattdessen doch eine verspätete Antwort von der Blondine kam.
Kurz musterte der Schwertshinobi seine neue Mitbewohnerin, kniff sogar die Lider etwas zusammen, ehe er etwas irritiert den Kopf schief legte. Für einen Moment glaubte der Blauhaarige noch, sie würde gleich noch irgendetwas sagen und den Vorschlag am morgigen Tag ein Hotel zu suchen annehmen, allerdings folgte nur eine etwas bedrückende Stille, die letztendlich von dem Kuchiyose auf dem Sofa mit einem weiteren freudigen Ausruf durchbrochen wurde. Fast als wolle er Shiinas Worten zustimmen.
Unmerklich schüttelte der Aranami den Kopf, ehe er seufzte und abermals die Himura fixierte. Erst in diesem Moment fielen ihm die Ringe unter den Augen auf und Kälte war hin- und wieder auch ein Anzeichen von Müdigkeit. Womöglich hatte sie die Reise nach Kirigakure einfach erschöpft.
Mit dieser Erkenntnis schlich sich ein beruhigendes Lächeln auf seine Lippen. „Ich bin mir nicht sicher, wie gut mein Tee is. Allerdings hat sich auch noch niemand drüber beschwert. Ich denk ich krieg was hin.“, daraufhin deutete er mit einem Kopfnicken auf das Sofa, „Für den Hai kann ich nicht garantieren, aber meine Couch beißt für gewöhnlich nicht.“
Ohne auf ihre Antwort zu warten, wandte er sich ab und verschwand zunächst aus dem Wohnzimmer, um kurz in das Gästezimmer zu verschwinden und die Gästedecke von dem Bett zu nehmen, mit der er kurzerhand zurückkehrte. „Sollte der Tee gar nicht wirken, funktioniert die denk ich auch ganz gut.“, um die Stimmung etwas aufzulockern und um seinen über Jahre aufgebauten Ruf des unmöglichen Verhaltens nicht gänzlich zu verlieren, warf er ihr die Decke einfach mit einem „Fang!“ entgegen. Schnell verließ er den Raum daraufhin wieder und hielt diesmal auf seine Küche zu, wo er nach seinem Wasserkocher fischte und ihn mit Wasser befüllte, während er nach einer Tasse kramte.
„Ich hol meine Schwester gleich mal rüber, sofern sie zuhause ist. Wie gesagt. Iryounin und so. Die versteht hoffentlich mehr davon als ich.“, er hatte seine dunkle Stimme erhoben, gerade soweit, dass Shiina ihn wohl noch hören konnte, während er die Tasse auf der Arbeitsfläche abstellte und nach Teebeuteln kramte. Er hatte seit Jahren keinen getrunken und so gern er der Blondine die Auswahl gelassen hatte, fand er lediglich eine Packung Jasmintee, weswegen er eben auch nicht nachfragte, was sie eigentlich haben wollte.
Achselzuckend warf er den Beutel in die Tasse, ehe er kurzerhand wieder im Türrahmen seines Wohnzimmers auftauchte. „Ich geh‘ kurz rüber. Erschreck dich nicht. Shiori is manchmal…naja du wirst schon sehen. Sie wird dich ebenfalls nicht beißen.“, versprach er mit einem Grinsen und ging zielstrebig den Flur entlang, öffnete die eigene Wohnungstür, ehe er wenige Meter weiter vor einer anderen direkt gegenüber stand.
Der Kerl stopfte seine eine Hand in die Hosentaschen, ehe er mit der anderen gegen die Tür hemmerte. „Jo Shiori? Bist du da? Ich brauch mal deine Heiler-Hände.“, vermutlich musste er gar nicht allzu lang warten, sofern sie eben nicht arbeitete. Womöglich hätte sie den Lärm zuvor sowieso schon mitbekommen und klebte förmlich neugierig an der Tür. Oder eben auch nicht. Manchmal wurde nicht mal er besonders schlau aus seinem Zwilling.
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BeitragThema: Re: Samegawas Wohnung   Fr Jul 21, 2017 9:48 pm

Shiina rang sich ein müdes Lächeln ab, als ihr Gastgeber sie darauf hinwies, dass sie sich ruhig setzen konnte. Unschlüssig starrte sie kurz das andere Kuchiyose an, bevor sie sich sehr langsam und vorsichtig hinsetzte. Derart abgelenkt kam sie auch nicht dazu, die Hände von dem Tierchen in ihrem Schoß zu nehmen, bevor Samegawa bereits die Decke warf, die daraufhin an ihrem Kopf landete und sich über das wachere der beiden Kuchiyose ergoss. Aufgeregt quäkte es los und knurrte, während es panisch versuchte, sich aus dem riesigen Laken zu befreien, das ungefähr fünf mal so groß war, sie es selbst. Rasch versuchte die Himura, ihm zu helfen, doch das panische Wedeln machte das nur schwerer, sodass sie lediglich mit dem Kopf nickte und den Aranami scheinheilig anlächelte, als hätte sie wirklich verstanden, wovon er sprach.
Viel eher kämpfte sie noch einige Augenblicke mit dem Kuchiyose.

Die Tür, an der Samegawa stand, öffnete sich wohl etwas langsamer, als er erwarten mochte, wenn er seine Schwester neugierig hinter der Tür erwartete. Sie öffnete ihm die Tür in für sie recht gewöhnlicher Kleidung, einer schlichten Hose und einem T-Shirt, offensichtlich nicht darauf aus, die Wohnung heute noch zu verlassen. Die Haare flossen ihr offen über die Schultern und den Rücken, wobei sie die typische Strähne aus ihrem Gesicht hinter ihr Ohr strich und damit das Siegel auf ihrer Stirn freilegte. "Auch schön dich zu sehen, Bruderherz", erwiderte sie auf seine Ansage durch die Tür und verschränkte die Arme vor der Brust, während sie ihn von oben bis unten musterte. Er schien keine offensichtlich Verletzung zu haben. "Siehst ganzschön gesund aus, dafür, dass du heilende Hände brauchst", stellte sie fest. Ohne auf eine Erklärung oder große Antwort zu warten, sah sie zurück in die Wohnung, schnappte sich ihren Schlüssel und seufzte leise.
Hinter sich ließ sie die Tür ins Schloss fallen und ihren Bruder stehen, nur um gleich darauf seine Wohnung zu betreten und zielstrebig dorthin zu laufen, wo Geräusche in der Wohnung zu hören waren. Und zwar die, die nicht der Wasserkocher machte. Stattdessen leitete sie ein Quieken und leises Schimpfen ins Wohnzimmer, wo sie zunächst eine Augenbraue unschlüssig in die Höhe zog. Auf der Couch ihres Bruders bot sich ihr ein schlichtweg zu fremder Anblick. Nicht nur, dass dort eine Frau saß, groß, blond, gut gebaut und hübsch, noch dazu hatte sie offenbar ihre Kuchiyose mitgebracht. Zumindest ging sie davon aus, dass sie von der Dame stammten und Kuchiyose waren, denn solche Wesen hatte sie vorher nicht wirklich gesehen. Eines der beiden Wesen lugte jedenfalls aus einer zerwühlten Decke hervor, während das andere im Schoß der Blonden schlummerte.
"Guten Abend", begrüßte sie die Fremde eher tonlos, bevor sie über ihre Schulter zu ihrem Bruder blickte. "Das musst du mir erklären", verlangte sie recht schnell und deutete mit ihrer Kopfbewegung auf die Couch. "Wer von denen braucht denn jetzt Hilfe?"

Shiina hatte noch eine Weile mit dem Tierchen gerangelt, bevor sie es endlich befreite und es freudig quiekte. Leise verfluchte sie es mit nicht all zu netten Wünschen dafür, dass es nicht einfach still gehalten hatte. Unglücklicherweise war das vermutlich auch, was Samegawas Schwester zuerst von ihr hörte. Mit gleichermaßen großen Augen sahen die Blonde und das Kuchiyose auf die blauhaarige Schönheit, die im nächsten Moment in der Tür zum Flur erschien und ungläubig eine Augenbraue in die Höhe zog. Etwas perplex blinzelte die Himura 'Samegawa in Weiblich' an. "G-guten Abend...", grüßte sie leise zurück, war sich aber nicht sicher, ob es die Frau, die offenbar Iryônin war, überhaupt interessierte. Sie redete nämlich recht unpersönlich im gleichen Moment wieder mit dem anderen Aranami.
Etwas unsicher rutschte Shiina auf der Couch leicht umher, zog die Decke von dem wachen Kuchiyose und legte sie um das Schlafende und ihre eigenen Beine. Die Wärme tat ihr gut und am liebsten hätte sie sich einfach hingelegt und ausgeruht. Die Reise schlauchte langsam und der Alkohol am Vorabend tat sein Übriges. Sie war müde und erschöpft, aber letztendlich musste sie dashier jetzt eben noch über sich ergehen lassen. Also räusperte sie sich sanft und deutete auf das Bündel im ihrem Schoß. "Ich denke es braucht Hilfe. Er ist wohl in ein gefrorenes Gewässer eingebrochen und sieht seitdem so aus..."

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Aranami Samegawa
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BeitragThema: Re: Samegawas Wohnung   Di Jul 25, 2017 1:58 am

Und da sage noch mal einer er wäre der mürrische Zwilling!
Samegawa betrachtete seine Schwester zunächst mit seinem gewöhnlichen Schlafzimmerblick und verzog schälmisch die Mundwinkel, ehe er nur die Hand zur Begrüßung hob und gerade etwas sagen wollte. Allerdings schob sich der Körper der Aranami auch schon an ihm vorbei und hielt Schnurrstracks auf seine Wohnung zu. „Zu dem Hallo-Sagen wär ich jetzt gekommen, Schwesterherz. Du lässt mir aber gar keine Zeit dafür.“, murmelte er noch, ehe er umgehend hinter ihr hertigerte und die eigene Tür wieder ins Schloss fallen ließ.
Anders als Shiori bog er jedoch in die Küche ein und goss mittlerweile kochende Wasser in die zuvor herausgestellte Tasse, während er abermals die eher unbegeisterte Stimme seiner Schwester vernahm. Zweifelnd sah er auf und schaute über den Flur hinweg auf den Rücken seiner Schwester, während der Kerl fragend die Augenbraue hob.
„Was muss ich dir erklären? Das ist Shiina und die beiden dort sind sogenannte Landhaie, die offensichtlich meine Kuchiyose werden wollen.“, was seine Schwester konnte, hatte er schon lange perfektioniert. Ähnlich wie sie konnte auch er eine wundervoll tonlose Stimmlage anschlagen, während er sich mit der Tasse in der Hand an seinem Zwilling vorbei drückte und sie kurzerhand auf dem Beistelltisch absetzte. „Das ist Shiori - wie gesagt - meine Schwester. Normalerweise auch nur halb so fremdenscheu wie gerade eben. Ich hab sie trotzdem ganz gern. Shiina war Mittelpunkt der Mission, die ich erledigen sollte. Von wegen gefangene Jashinistin. Allerdings wurd sie selbst von einem verfolgt. Hab ihr angeboten, erstmal mit zu kommen und eben bei mir zu übernachten.“ Die blauen Augen suchten den Blick von Shiori, ehe er gleichzeitig die Arme vor der Brust verschränkte und eine kleine Falte auf seine Stirn trat. Der Telepathie mächtig waren sie wohl beide nicht, allerdings durfte der Schwertshinobi wohl mit Fug und Recht von sich behaupten, seine Schwester einigermaßen zu kennen, um zu wissen, dass ihr irgendwas gegen den Strich zu gehen schien.
Er konnte allerdings nicht einschätzen was genau.
Womöglich hatte sie auch nur ihre Tage - wer wusste das schon. Jedenfalls ließ er die Blondine die Situation erklären, während er damit beschäftigt war, die andere Blauhaarige eingehend zu mustern.  „Wenn ich dich von irgendwas abgehalten hab, kann ich auch ins Krankenhaus laufen.“, bot er an und zuckte entschuldigend mit den Achseln, „Aber ich dachte, du hast Ahnung von vertrauten Geistern und bist gleichzeitig Iryônin. Ganz zufällig wohnst du nebenan, also ne?“ Sein zweifelnder Gesichtsausdruck wandelte sich zu einem schiefen, ernstgemeintem Lächeln, welches er seiner Schwester schenkte. „Ich mein es sind äußerst passende Kuchiyose, oder? Hab mich nie hinreißen lassen, welche zu haben, aber die wären schon ziemlich…super!“ Abermals unterdrückte er solche Worte wie ‚süß‘ oder gar ‚goldig‘. „Magst du sonst auch irgendwas haben? Tee, Wasser? Kann man dir irgendwas helfen?“
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BeitragThema: Re: Samegawas Wohnung   Di Jul 25, 2017 9:28 pm

Shiori beäugte sowohl die ihr Fremde als auch Samegawa recht genau. Sie schnaubte leise, ob seiner Worte, sie sei selten so fremdenscheu wie heute. Sie war nicht fremdenscheu! Er holte sie spät abends aus ihrer Wohnung und erwartete, dass sie begeistert aufsprang und ihm um den Hals fiel? Falsch gedacht, kleiner Bruder..., grummelte sie innerlich vor sich hin und musterte das Kuchiyose in Shiinas Schoß. Es war also nicht gänzlich auf dem Damm und sie sollte es jetzt richten und ansehen. Abermals entrang sich ihrer Kehle ein leiser Seufzer, den sie aber recht schnell wieder unterdrückte. Vielleicht sollte sie sich tatsächlich etwas zusammenreißen, so wie die beiden sich benahmen. "Schon gut", erwiderte sie abwehrend auf die Frage, ob er ins Krankenhaus laufen sollte und sie bei irgendetwas Wichtigem unterbrochen hätte. Auch wenn das ganze eher wie Spott klang, als wie eine Frage.
Schweigend legte sie ihre Hand auf den Boden und beschwor ihr eigenes Kuchiyose, das der Heilung mächtig war und sich durchaus besser mit der Anatomie fremder Kuchiyose auskannte, als sie selbst. Haru ploppte aus einer Staubwolke auf und schlug kurz mit den Flügeln, bevor sie sich vom Boden abstieß und auf die Schulter ihrer Partnerin glitt. Der übergroße Schmetterling verschaffte sich mit den großen blauen Augen kurz einen Überblick über die Szenerie, bevor sie zu lächeln schien. "Wie schön dich zu sehen Samegawa!", gab sie von sich. Etwas schüchtern erwiderte sie dann den Blick der fremden Frau. "Und auch schön Euch kennen zu lernen, Lady-Samegawa, mein Name ist Haru!", sprach die Schmetterlingsdame leise und handelte sich damit das Rucken der Schulter unter ihr ein. "Sie ist nicht seine Freundin", stellte Shiori etwas tonlos fest, bevor sie wieder die beiden ansah. Haru zuckte derweil auf ihrer Schulter zusammen und entschuldigte sich einige Male in ihrer putzigen Stimme.

Shiina sah zwischen den Zwillingen hin und her und staunte ein ums andere Mal darum, wie verdammt ähnlich die beiden sich sahen und wie furchtbar identisch ihre Mimik sein konnte. Vor allem wenn sie beide einen auf grummelig machten. Den Blick seiner Schwester erwiderte sie weniger sicher, als sie es gern getan hätte und war sich dabei recht unsicher darüber, warum das so war. Eigentlich brauchte sie die Schwester des Mannes ja nicht zu fürchten und ihr Kuchiyose schien ebenso keine große Gefahr zu sein, sondern war überaus putzig. Ihr eigenes Lächeln kehrte wieder, als sie die Worte des Kuchiyose vernahm - auch wenn es zurechtgewiesen wurde. "Auch schön dich kennen zu lernen, Haru", erwiderte sie dennoch. "Dieser kleine Kerl hier ist in gefrorenes Gewässer eingebrochen und sieht seitdem nicht mehr sonderlich fit aus", erklärte sie dem anderen Kuchiyose und deutete auf das Wesen in ihrem Schoß.

Haru wechselte kurz den Blick mit Shiori, bevor die nickte und das Kuchiyose sich somit von ihrer Schulter auf die Couch gleiten ließ. Etwas vorsichtig näherte sie sich dem wachen Hai, stiefelte langsam an ihm vorbei und hin zu Shiinas Schoß. Kurz schlug sie aufgeregt einmal mit den Flügeln, bereit zu helfen, sodass sie dem wachen Landhai ihre wunderschönen Muster zeigte. Anschließend konzentrierte sie sich auf das Wesen vor sich und begann, es zu untersuchen.

Shiori sah von ihrem Kuchiyose und der fremden Frau zu Samegawa auf. "Nein danke. Ich werde wieder rüber gehen, wenn er in Ordnung ist", stellte sie fest und rang sich ein müdes Lächeln ab. Dennoch runzelte sie kurz die Stirn und deutete mit einem Kopfnicken zurück zu Shiina. "Ein Jashinist hat sie verfolgt?", wiederholte sie das gehörte. "Woher kommt Ihr?" Die Angesprochene sah von den beiden Kuchiyose auf und erwiderte den Blick der goldenen Iriden sicherer, als sie es vermutet hätte. "Tetsu no Kuni", erwiderte sie wahrheitsgemäß. "Und du meinst deine geliebte ehemalige Teamkameradin duldet eine Dienerin des Kaisers in ihrem Dorf?" Der Blick der Älteren glitt wieder zu ihrem Bruder und war etwas härter, als zuvor. War er wirklich so gutgläubig zu denken, Yuzuriha würde dazu Ja und Amen sagen? Unabhängig davon, was man von ihr als Kage halten mochte, hatte sie ihre Haltung zum Kaiserreich doch immer deutlich gemacht.
Die Aranami schnaubte leise. "Schätze schon, dass sie... super wären..."

Die Blonde selbst wagte nicht, sich einzumischen, obgleich es ihr durchaus in der Zunge juckte, zu erklären, dass sie alles war, aber keine Dienerin des Kaisers. Ihre Treue galt schon immer Menschen und nicht ihren Positionen oder ihrer Macht. Unschlüssig runzelte sie die Stirn. Die Iryônin wirkte angespannt und unfreundlich, anders, als Samegawa sie beschrieben hatte, obgleich er sie irgendwie auch doch so beschrieben hatte. Vielleicht hatte sie einfach einen schlechten Tag erwischt, um die Familie des Mannes kennen zu lernen, der sie aus der Zelle geholt hatte.

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BeitragThema: Re: Samegawas Wohnung   Mo Jul 31, 2017 5:22 am

Ob seine Schwester in diesem Moment lediglich gute Miene zum bösen Spiel machte, konnte er kaum einschätzen. Hin und wieder war Shiori selbst für ihn ein gänzlich unlesbarer Organismus, was jedoch völlig in Ordnung war. Im schlimmsten Fall verstanden sich die Zwillinge blind, nur offenbar eben nicht in diesem Augenblick.
Weiterhin eher mit zweifelndem Blick musterte er die Blauhaarige, während jene letztendlich ohne große Worte ihr Kuchiyose beschwor. Einer der vielen Schmetterlinge. Derjenige, der ihn wohl mochte. Zumindest gab es eine Zeit, in der es eher auf seinem Kopf saß, als auf dem seiner Schwester. Außerdem grüßte es ihn immer liebevoll - so wie jetzt auch. Der Schwertshinobi löste die Verschränkung seiner Arme ein Stück weit und hob lediglich die Hand, ehe er nickte. Zumindest tat er das solange, bis Haru die Blondine mit Lady-Samegawa ansprach. Etwas, was ihn fast aus allen Wolken fallen ließ.
Entsetzt riss der Blauhaarige die Augen auf und machte eine auffällige Handbewegung, die offenbar abwinkend wirken sollte. Gerade wollte er sich vehement dagegen aussprechen, als seine Schwester ihm abermals das Wort abschnitt. Ziemlich düster unterwegs war sie heute die gute Shiori. Abfällig schnaubte Samegawa hingegen und schüttelte anschließend verständnislos den Kopf. „Hi Haru.“, murmelte er hingegen und wandte seine Aufmerksamkeit Shiina zu. Entschuldigend zuckte er mit den Schultern und ließ sich dann mit einem seufzen ebenfalls auf seiner Couch nieder. Allerdings nahm er am anderen Ende platz und beobachtete von dort das Schauspiel der Kuchiyose.
Letztendlich konnte er nicht mehr tun als das. Der Aranami hatte keinerlei Ahnung von dem, was da nun groß geschehen würde, allerdings war er schon ein wenig besorgt um seinen womöglich baldigen Vertragspartner, weswegen seine blauen Augen auf dem Schmetterling ruhten. Zumindest solange, bis seine Schwester abermals entschied, den Mund aufzumachen.
Abschätzig sah er die Aranami an, zog abermals eine Augenbraue hoch und verstand kaum woher das doch eher bissige Verhalten kam. Sicher; er hatte sie am Abend aus ihrer Wohnung geholt und womöglich an einem gänzlich ungestörten Feierabend gehindert. Allerdings war es für den Kerl schon etwas verwunderlich, dass sie sich verhielt wie sie es tat. Eigentlich war sie sonst der Garant für Höflichkeit - zumindest dann wenn man sie ihr entgegen brachte - und wohl gewählte Worte. Gerade war davon jedoch offenbar wenig übrig.
„Meine geliebte ehemalige Teamkameradin? Als ich das letzte Mal nachgesehen habe, nannte sie mich einen Idioten.“, wiederholte er ungläubig, zuckte aber entspannt mit den Schultern, während er aufstand und ein Stück weit auf seine Schwester zutrat, „Wer sagt, dass sie eine Dienerin des Kaiserreichs ist, nur weil sie daher kommt? Normalerweise hinterfragst du wenigstens ein bisschen was. Und überhaupt; was ist dir bitte über die Leber gelaufen? Ist irgendwas passiert? Hab ich deinen Geburtstag vergessen?“ Mittlerweile hatte er die Augenbrauen zusammengezogen und sah fest in die gelben Iriden Shioris, um irgendwas zu erkennen, was die seltsame Stimmung auslöste. Gleichwohl hoffte er, dass sein Scherz zumindest diesmal ankommen würde. Er hatte nicht vor sich mit seiner Schwester zu streiten, allerdings missfiel ihm die aktuelle Stimmung und wenn es etwas gab, womit Shiori ein Problem hatte, schaffte er es lieber selbst direkt aus der Welt. Samegawa diskutierte ungerne, schon gar nicht um den heißen Brei herum.
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BeitragThema: Re: Samegawas Wohnung   Di Aug 01, 2017 3:06 am

Shiori zog eine Augenbraue in die Höhe und lächelte beinahe etwas zynisch. "Nun, das war ja durchaus schon immer ihre Art und hat sie nicht daran gehindert, die höchste Position des Dorfes zu erringen, nicht wahr?" Wie auch in früheren Szenerien - wie beispielsweise dem Eiscafe - klang durchaus durch, dass sie die Kiobashi für keine gute Kage hielt. Aber allgemein war die Blauhaarige ja niemand, der seine eigene Meinung verstellte. Und nachdem im Cafe ohnehin alle der Meinung gewesen waren, dass sie unfreundlich und schlecht mit der geliebten Kage geredet hatte, war ihr gerade relativ egal, was ihr Bruder davon jetzt halten mochte. Sie wusste, dass er mit der schwarzhaarigen Schönheit befreundet war, immerhin trug sie die komische Nadel, obwohl sie auf dem Verwaltungsplatz des Dorfes saß. Ein unterdrücktes Seufzen kam von ihr, als sie seine restlichen Worte vernahm.
"Wer sagt, dass ich nicht hinterfrage, ob sie eine Dienerin des Kaisers ist, indem ich dich frage, wie du dir das vostellst?" Ohne große Mühe hielt sie dem fiesen Schlafzimmerblick ihres Zwillings stand und verzog den Mund dabei beinahe spöttisch. Sie verschränkte die Arme vor der Brust und wandte den Blick wieder zu ihrem Kuchiyose, das Heilchakra auf das andere Tierchen konzentrierte und mit seiner Arbeit beinahe fertig zu sein schien. Nach einem weiteren Seufzer, nahm sie ihre Hand empor und schnippte dem Größeren vor die Stirn. "Hör auf mich hinzustellen, als sei ich ein Monster, kleiner Bruder", knurrte sie leise, aber weniger bedrohlich, sondern beinahe so scherzhaft, wie er geklungen hatte. Ihre leicht beeinträchtigte Laune ließ heute keine großen Scherze zu, aber sie riss sich am Riemen.
Ihre Aufmerksamkeit drehte sich der Blonden zu, die noch immer die beiden beobachtete und den Blick letztendlich blinzelnd erwiderte, nachdem sie Samegawa angestarrt hatte. "Ich wollte Euch nicht beleidigen. Mein Bruder ist nur selten so... ehrgeizig im Sammeln von Begleitern", erklärte sie. "Besonders auf Missionen, die er so lustlos angetreten hat." Mit einem recht eindeutigen Blick sah sie wieder zu dem Größeren und schnippte leicht mit dem Kinn empor, wie um ihn heraus zu fordern. Yoshinobu hätte er sich selbst sicher nicht ins eigene Haus eingeladen.

Derweil öffnete Haru ihre Augen wieder und betrachtete das Tierchen vor sich, welches sie noch ein zwei mal anstuppste, bevor es wach zu werden schien. Zufrieden schlug sie einmal mehr mit den Flügeln, bevor sie auf Samegawas Schulter glitt und sich an ihn schmiegte, wie sie es früher auch so gern getan hatte. "Ich denke er ist in Ordnung, Samegawa-kun", verkündete sie freudig, die Augen zufrieden geschlossen und offenbar glücklich. "Er war leicht unterkühlt und braucht Wärme, Ruhe und vielleicht etwas Futter. Aber es geht ihm gut und er ist morgen sicher schon viel besser drauf!" Nachdem sie derart verkündet hatte, dass ihre Arbeit getan war, sah sie über ihre Schulter nocheinmal zu der Fremden und winkte freundlich, bevor sie Shiori ansah und die lediglich nickte. In einer ebenso imposant kleinen Rauchwolke verpuffte die Schmetterlingsdame wieder, nachdem sie sich verabschiedet hatte. "Auf Wiedersehen, Samegawa-kun und Lady-Samegawa", verkündete sie in einem abrupt endenen Kichern, da sie plötzlich verschwunden war.

"Wie auch immer. Ich werde euch euch selbst überlassen", erklärte die Aranami, sah von ihrem Bruder zu der Fremden und rang sich ein schiefes Lächeln ab. "Wenn er zu aufdringlich wird, habe ich durchaus zwei Gästezimmer frei, gleich gegenüber", erklärte sie mit einem eindeutigen Blick, bevor sie auf dem Absatz kehrt machte. Mit ihrem typisch eleganten Schritt ging die Iryônin hin zur Tür und wartete darauf, dass ihr Bruder ihr folgte, um noch kurz ein Wort mit ihm zu wechseln. Mit der Hand an der Türklinke hielt sie letztendlich inne und atmete leicht durch, bevor sie sich seitlich drehte und den Samehada-Träger wieder ansah. In einer fließenden Bewegung gab ihre Hand die Klinke frei und sie überwand die zwei Schritte zu ihrem Bruder, um die Arme um seinen Körper zu schlingen und ihren Kopf leicht an seine Schulter zu lehnen. "Ich bin froh, dass du unversehrt zurück bist", erklärte sie leise, sodass es vermutlich nur er hören würde. Es dauerte einige stille Augenblicke, bevor die Blauhaarige ihre Stimme wieder erhob. "Sei nett zu ihr, wir reden später, wenn du möchtest."
Mit jenen Worten löste sie sich von dem Größeren, öffnete die Wohnungstür und verschwand in ihrer eigenen Wohnung, ohne noch einen Laut von sich zu geben.


Shiina beobachtete weiter schweigend das Geplänkel zwischen den Geschwistern und war wieder und wieder beeindruckt, wie ähnlich sie sich in ihrer Art sein konnten. Trotzdem verlor sie darüber kein Wort und mischte sich auch nicht wirklich ein, während der Schmetterling das Tierchen in ihrem Schoß heilte. Ihr Blick fiel dabei letztendlich immer wieder auf Samegawa, in der Faszination darüber, wie er zugleich liebevoll und scherzhaft veralbernd wirken konnte. Er schien sich wirklich Gedanken darüber zu machen, warum sich seine Schwester zu verhielt. Das war auch der Grund, warum die Blonde sich entschied, das alles nicht zu ernst zu nehmen. Besonders, nachdem die Blauhaarige sich doch noch entschuldigte. Shiina nickte nur leicht, nahm die Entschuldigung an und verlor kein weiteres Wort darüber. Sie lächelte sogar leicht. Als das Kuchiyose sich davon bewegte und das auf ihrem Schoß sich zu bewegen begann, wanderte ihre Aufmerksamkeit umher.
Abermals hörte sie die seltsame Bezeichnung für sich und grinste unwillkürlich belustigt, schüttelte sogar leicht den Kopf, während sie den Blick wieder hob. Der Schmetterling war bereits verschwunden. Seine Besitzerin wiederum sprach die Himura direkt an und zauberte ihr unwillkürlich einen sanftroten Schimmer auf die Wangen. Wenn er zu aufdringlich wurde? Eher würde sie das... Bei dem Gedanken daran, wie sie versucht hatte, ihn betrunken dazu zu bewegen, mit ihr das Bett zu teilen, wollte sie am liebsten ihr Gesicht in den eigenen Händen vergraben. Glücklicherweise befand sie sich nicht all zu lange in der unangenehmen Situation. Die Zwillinge verließen das Wohnzimmer und sie seufzte sehr tief und angespannt. Unwillkürlich ließ sie sich zurückfallen und etwas in das Sofa sinken, die Decke höher über sich ziehend. Am liebsten wäre sie auf der Stelle eingeschlafen und im Boden versunken.
Leider tat ihr kein Gott den Gefallen, das zu arrangieren.
"Sie ist... nett...?", waren daher auch die einzigen Worte, die von der Violettäugigen kamen, nachdem Samegawa seinen Weg zurück in den gleichen Raum fand. Das schiefe Lächeln in ihrem Gesicht und die Müdigkeit machten vermutlich deutlich, dass sie keinen Schimmer hatte, was sie sonst sagen sollte.

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BeitragThema: Re: Samegawas Wohnung   Mo Aug 07, 2017 4:43 am

Wenn er ehrlich war, hatte er sich noch keine wirkliche Strategie überlegt, mit der er Yuzuriha entgegentreten wollte. Hatte er überhaupt jemals eine Strategie für ein Gespräch? Sein Plan sah eigentlich immer ziemlich gleich aus. Ins Büro platzen, die Wahrheit sagen und möglichst wenig Raum für Diskussionen lassen. In dem Kopf des Blauhaarigen war kein Platz für „Was wäre wenn“ oder „Was könnte schiefgehen“-Fragen, weil er bisher selten damit konfrontiert worden war. Die jeweiligen Kage vor der Kiobashi waren mit seinen Idealen selten aneinandergeraten, oder vielmehr war er nie mit ihnen aneinandergeraten.
Samegawa wollte kein Szenario einfallen, in dem seine ehemalige Teamkameradin es nicht wenigstens in Betracht zog, die Himura aufzunehmen, weswegen er letztendlich einfach mit den Schultern zuckte. Womöglich hätte er weit mehr erwidern können, hielt es aber aktuell für die falsche Lösung. Wenn seine Schwester nicht mit der Sprache herausrücken wollte, was eigentlich der Grund für ihre eher harschen Worte war, beließ er es eben dabei.
Allerdings konnte er es sich nicht verkneifen hin- und wieder die Augen zu rollen und irgendwas Unverständliches zu grummeln, während Haru weiterhin damit beschäftigt war, sich dem Kuchiyose anzunehmen. Er kam auch nicht drumherum mit Shiina einen Blick zu wechseln und entschuldigend mit den Schultern zu zucken. Irgendwie hatte er sich das auch anders vorgestellt, aber womöglich wäre es ja bald vorbei. Der Schmetterling verschwand jedenfalls nach einer kurzen Weile wieder, allerdings nicht ohne dass Samegawa die verbliebene Wolke noch einmal anfunkelte.
Was hatte dieses Ding nur?!
Erwartungsvoll besah sich der Schwertshinobi daraufhin seine Schwester, die - tatsächlich - einen etwas milderen Ton angeschlagen hatte und sich empfahl.
Widerwillig erhob sich der Blauhaarige von seinem Sofa und nickte der Blondine einmal kurz zu, ehe er hinter der anderen Aranami herdackelte. Erneut.
„Hm?“, machte er, als sie innehielt und für einen Moment nichts tat, ehe er sich in einer Umarmung wiederfand, die er zögerlich aber dann doch herzlich erwiderte, „Ich auch?“ er grinste mit einem ironischen Unterton in der Stimme. „Ich geb mir größte Mühe mit dem Nettsein. Aber wenn du mir dann erzählst, was los ist, kriegen wir das sicher hin.“ Die meisten Frauen verstand der Schwertshinobi kaum, seine Schwester hingegen konnte er meistens lesen wie ein Buch. Oder zumindest glaubte er das.
Als er sich von ihr löste, grinste er noch einmal schief und schloss leicht kopfschüttelnd die Tür hinter der anderen Blauhaarigen, ehe er leise seufzte.
Hoffentlich hatte Shiina nun keinen falschen Eindruck von Shiori bekommen. Immerhin hatte er zuvor noch gemeint, dass sie nicht beißen würde. Als er seinen Weg zurück ins Wohnzimmer fand, suchte er relativ schnell den Blick zu seiner Begleitung und seufzte leise, als er ihre womöglich ironisch gemeinten Worte vernahm. „Ist sie…für normal. Wenn sie nicht gerade irgendwas stresst. Keine Ahnung.“, lautete seine eher kryptische Antwort. Allerdings konnte er sich selbst keinen besseren Reim auf das etwas harsche Verhalten seiner Schwester machen, „Vielleicht liegt das Grummelige aber auch in der Familie. Hab nie so genau drüber nachgedacht.“ Seine Stimme hatte einen scherzenden Unterton angenommen und noch während er sprach ließ er sich auf sein Sofa zurückfallen und lümmelte eher auf jenem.
Abwesend kraulte er dem ungeheilten Landhai die Flosse am Kopf und seufzte leise. „Mit einem hat Shiori aber Recht. Ich hab mir noch keine Gedanken darüber gemacht, was meine ehemalige Teamkameradin dazu sagen wird. Von wegen Aufnahme in das Dorf. Ich denke nicht, dass sie groß dagegen argumentieren wird, allerdings ist Yuzuriha auch ein wenig…nett.“, er zuckte abermals entschuldigend mit den Schultern, „Ich bin aber der festen Überzeugung, dass sie’s verstehen wird. Willst du eigentlich schlafen? Es war eine lange Reise und die kurze Begegnung mit Schwester und Schwester-Kuchiyose war sicher ermüdend, Lady-Samegawa.“ Bei seinen letzten Worten grinste er fast schon wölfisch, ehe er ein kurzes kehliges Gelächter losließ. Offenbar über den eigenen Witz lachend, setzte er sich ein wenig auf dem Sofa auf und schüttelte kurzerhand über sich selbst den Kopf.

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