Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 Wohnung |Kamiki Yin| Stadtrand

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Kamiki Yin
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BeitragThema: Wohnung |Kamiki Yin| Stadtrand   So Nov 05, 2017 10:43 pm

Achtung groß:
 


Yins Haus, oder eher gesagt das Haus in dem sie mit ihren Adoptiveltern lebt, ist nicht weit von einem der Parks Kirigakures' entfernt. Trotzdem liegt es nicht gerade in der Stadt. Das Häuschen ist hellbraun und besizt nach hinten einen Garten mit Teich, Steinen und ein paar sorgsam gepflegten Blumenbeeten. Auch im Haus drin ist es aufgeräumt und in warmen Tönen gehalten. Man erkennt schnell die Pflanzenvorliebe ihrer Pflegemutter und Yins Hobby das Lesen, denn sobald man reinkommt liegen überall Bücher herum und auf jeder Fensterbank steht eine Blume.

Das Zimmer von Yin geht nach hinten zum Garten heraus und ist so ordentlich wie das restliche Haus.
Ein schmales Bett, Bücherreagale und ein Kleiderschrank befinden sich auf der rechten Seite,
Ein Schreibtisch, ein gemütlicher Sessel und eine kleine Kommode zieren die linke Seite des Zimmers.
Durch ein großes Fenster neben der Schiebetür nach draußen fällt Licht in das Zimmer auf einen hellblauen Teppich. Bilder von ihrer Familie und sie selbst sind im ganzen Zimmer verteilt. Es ist in weiß,blau und grau gehalten.
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BeitragThema: Re: Wohnung |Kamiki Yin| Stadtrand   Mo Nov 06, 2017 1:30 pm

cf: Trainingsplatz 2

Hui, das war wirklich ein Häuschen, alle Achtung. Izanagi hatte zugestimmt, Yin nach Hause zu begleiten, nachdem sie vorgeschlagen hatte, dass sie etwas zu Essen machen würde. Eigenständig kochen sogar. Ja, wie hätte er es denn ausschlagen können, wenn sie so nett war, das zu tun? Immerhin glaubte er nämlich, dass die Dunkelhaarige eine ausgezeichnete Köchin war. Warum das so war, wusste er eigentlich nicht, aber er konnte es sich einfach gut vorstellen. So waren sie also aufgebrochen und weit war es nun wahrlich nicht gewesen. Im Endeffekt fand er es lustig, dass sie sich nun wieder in die Nähe des Parks begeben hatten, denn in eben dieser Nähe befand sich nun einmal das Haus. Ein großes Haus. Ein schönes Haus mit Garten, das groß war. Wirklich groß. Izanagis Mund war deutlich geöffnet, als ob er einen Laut ausstoßen würde. Fast ein wenig theatralisch konnte man meinen - aber zu verdenken war es gewiss nicht. Immmerhin war das wirklich ein großes Häuschen, das sich da vor ihm aufgebaut hatte. Da konnte seine Einzimmerwohnung nun wirklich nicht mithalten. »Ich hab ein kleines Plätzchen in der Innenstadt, hihi. Es ist nicht wirklich groß und meistens bin ich da sowieso nicht.« So hatte seine vorige Antwort gelautet, als Yin ihn nach seinem zu Hause gefragt hatte. Als Izanagi noch klein war, hatte er sich nicht gescheut, querbeet über sämtliches Tempelgelände oder dergleichen zu rennen und hatte damit einige Mönche vor den Kopf gestoßen. Er hatte die Freiheit geliebt, doch ein wirkliches Heim hatte es für ihn nie gegeben. Da fand er seine kleine Wohnung durchaus passend. Ja, sie war im Grunde genommen mehr Heim, als jenes große Gelände in seinen Kindertagen.
Nachdem Izanagi das Haus kurz mit offenem Mund in Augenschein genommen hatte, zog er eine leichte Schnute und legte den Kopf schief. Yin hatte erklärt, dass sie nach dem Ableben ihrer Elternleins nun bei ihren Pflegeelternleins lebte. Wenn Izanagi so darüber nachdachte, war letzteres bestimmt nicht einfach. Ein anderes Haus. Eine andere Familie. Ihm selbst war das alles mehr oder minder egal, doch er konnte sich vorstellen, dass das bei Yin vermutlich nicht der Fall gewesen war, als sie zum ersten Mal das Grundstück betreten hatte. Vor allem aufgrund der Art und Weise wie sie zuvor über ihre Eltern gesprochen hatte. »Das ist ein schönes, großes Haus... Aber bestimmt auch manchmal einsam.« Seine Stimme war ruhig und alles andere als aufbrausend oder auffordernd. Es war mehr eine Bemerkung am Rande, eher nun wieder sein allseits bekanntes Lächeln aufsetzte, das doch eigentlich mehr einem Grinsen ähnelte. »Ich bemühe mich, artig zu sein, ich verspreche es - hihi. Und ich kann dir auch beim Putzen helfen wenn du möchtest. Du hattest Recht damit, dass ich nun wirklich nicht nach Putzen auszusehen scheine, aber ich kann sowas... sogar ganz gut... eigentlich, hihi!« Izanagi hatte Yin seinen Mantel tragen lassen, weshalb einige seiner Haare ihm nass ins Gesicht hingen. Vermutlich wäre es gut, sich zunächst einmal die Haare zu trocken. Die Kleider würden das schon irgendwie von selbst schaffen. Nur die Ohren waren empfindlich... zumindest sagten das immer alle... Der Silberschopf würde sich eher ungerne etwas einfangen, war seine Wundheilung doch nicht allzu spitze.
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Kamiki Yin
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BeitragThema: Re: Wohnung |Kamiki Yin| Stadtrand   Mo Nov 06, 2017 8:42 pm

Sie war erfreut, als Izanagi das Haus ihrer Pflegeeltern bestaunte. Ja, schön und groß war es und gemütlich eigentlich auch, jedoch hatte sie sich noch nie wie Zuhause gefühlt. Damals war das Haus nicht ganz so groß gewesen, aber auch deutlich gemütlicher als dieses hier. Sie biss sich auf ihre Lippe und beobachtete ihn einen Moment, ehe sie einen Schlüssel aus ihrem Umhang nahm und ihm sogleich seinen Umhang wieder gab. Die Tür ließ sich leicht öffnen und gab den Blick auf einen Gang mit großen Fenstern, einer Garderobe und zwei Türen frei. 》Bin wieder da!《 rief sie und klopfte an die linke der zwei Türen ehe sie diese öffnete und Iza hinter sich her winkte. Zwei schon etwas ältere Personen standen in dem Raum, welchen man unschwer als Küche erkennen konnten und schauten auf Izanagi. 》Seny,
Kamui, das ist Karasu no Izanagi. Wir haben zusammen trainiert, nachdem er mich im Park getroffen hatte.《
erklärte sie kurz und Iza wurde von Kamui, dem einzigen Mann im Haushalt, gründlich gemustert, ehe sich ein breites Lächeln auf seine Lippen schlich. "Hallo Izanagi.
Möchtest du was trinken? Oh nein, du bist ja ganz Nass! Komm rein, mein Junge, komm rein!"
sagte eine doch etwas rundliche Frau und zog ihn direkt in die Küche und positionierte ihn vor dem Ofen in dem gerade ein Auflauf briet. Der kleine Wirbelsturm (Senya) lief aus der Küche hinaus und kam mit einer Decke zurück. Derweilen stand Yin etwas verloren in dem Zimmer und schaute herum. 》Wenn es euch nicht stört, würden Izanagi-kun und ich uns gerne etwas zu essen machen... wir sind beide hungrig und auch ziemlich kaputt...《 murmelte sie und lächelte entschuldigend, während sie gegen die Küchenanrichte lehnte. Ihr Adoptivvater bedachte sie noch mit einem strengen Blick, ehe er seiner Frau einen Arm um die Schultern legte und mit ihr aus dem Zimmer ging.
Nachdem sich die Tür schloss, atmete das Mädchen erleichtert auf. Sie schüttelte den Kopf und musste leicht grinsen ehe sie sich daran erinnerte, dass Iza noch was gesagt hatte, bevor sie ihn ins Haus gedrängt hatte. 》Ja... es kann einem schnell groß und leer vorkommen, jedoch hast du ja gesehen wie meine Pflegeeltern drauf sind... Senya ist, nun ja, ein ziemlicher Wirbelwind und kann gut schlechte Laune vertreiben... aber du hast ja gesehen, das geht nicht immer.《 sagte sie ernst im Bezug auf den Park, wo er sie so aufgelöst gefunden hatte. 》Und putzen brauchst du natürlich nicht, keine Sorge.《 lachte sie und hockte sich vor dem Ofen, wo immernoch der Auflauf schmorte. Sie nahm sich ein Handtuch und zog ihn heraus ehe sie ihn auf den dunkelbraunen Tisch stellte. Schnell holte sie noch Besteck und Teller und setzte sich dann an den Tisch. 》Lass es dir schmecken!《
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BeitragThema: Re: Wohnung |Kamiki Yin| Stadtrand   Mo Nov 06, 2017 10:14 pm

Izanagi legte den Kopf leicht schief, als Yin ihm wieder den Umhang überreichte - noch ehe sie die Tür geöffnet hatte und obwohl sie daher noch draußen war. Aber vermutlich war es ihr peinlich, vor ihren (Pflege)Eltern in das Haus zu treten und ein fremdes Kleidungsstück zu tragen. Zumal er der Fremde war, dem das Kleidungsstück gehörte... und immerhin kannte der ein oder andere den ehemaligen komischen Bengel, der nun fast ein merkwürdiger und komischer junger Erwachsener war. Izanagi dachte kurz darüber nach, zuckte dann jedoch einfach die Schultern und setzte wieder sein altbekanntes Grinsen auf. Yin begrüßte derweil ihre Eltern und ehe der Silberschopf sich versah, wurde er auch schon vorgestellt. Vorstellungen... Man musste fröhlich sein. Guter Eindruck - oder? Hm, zumindest sagten das alle. Izanagi lächelte finster-fröhlich und unterdrückte im letzten Moment das ihm eigene Kichern, dass sicherlich noch merkwürdiger gewesen wäre, als er es ohnehin schon war. Vielleicht auch wegen seiner silbernen Haare. Manche Menschen glaubten immerhin, dass silberne oder weiße Haare in der Jugend einen Fluch darstellten. Manche Menschen. Wenige Menschen. Menschen, zu welchen die Elternleins von Yin-Chan nicht zu zählen schienen, wurde er doch mit mehr als nur einfachen und freundlichen Worten begrüßt. »Hallöchen!«, erwiderte er deshalb in ebenso fröhlichen Ton, der gleichzeitig aufgeweckt war. »Ich liebe Earl Grey, aber das muss nicht sein, hihi! Und keine Sorge, ich trockne schon wieder. Hier ist es ja schön angenehm warm, hihi.« Mochte der ein oder andere junge Mann im Haushalt eines jungen Mädchens auch eher eingeschüchtert und verschlossen sein, so hatte Izanagi wie eh und je keine Probleme damit, offen heraus alles anzusprechen, was ihm durch den Kopf ging. Manchmal... war das aufgrund der makaberen Gedanken weniger fördernd, doch hier hatte Yin zum Glück ein gutes Los gezogen. Izanagi war ausnahmsweise wirklich nur höflich und freundlich. So gut es eben bei ihm ging.
Als Yin ihre Eltern aus der Küche bat, bemerkte er allerdings den strengen Blick ihres Pflegevaters. Ob es Beschützerinstinkt war oder Unwollen, aus der eigenen Küche gebeten zu werden, konnte Izanagi nicht genau sagen. Er war ein aufgewecktes Bürschchen, aber alles verstehen musste er ja auch nicht. Dennoch setzte sich in seinem Hinterkopf diese kleine Notiz am Rande fest. Als Yin das Wort wieder an ihn richtete, blickte er zu ihr. »Niemand kann immer fröhlich sein, hihi. Ich ja auch nicht. Manchmal bin ich auch traurig. Bestimmt wegen anderer Dinge als du, aber ich will mir damit selbst auch nie die Laune verderben. Also grinse ich trotzdem und dann ist die Traurigkeit auch schnell vergessen. Wobei das gemeinsam sicherlich besser geht, haha.« Dass er nicht putzen musste, registrierte er mit einem Lächeln, bei welchem er leicht den Kopf schief legte... womit ihm erneut ein paar nasse Strähnen ins Gesicht fielen. Aber... Das Essen sah lecker aus. Dennoch.... Izanagi lief das Wasser im Mund zusammen, doch er brachte es dennoch über sich, nicht zuerst nach dem Essen zu greifen und sich stattdessen übertrieben zu räuspern: »Hast du vielleicht ein Handtuch, damit ich mir die Haare ein wenig trockenreiben kann? Es wäre schade, wenn das arme Aufläufchen.... das seeeeehr lecker aussieht... noch genauso nass werden würde, wie ich. Das geht ja eigentlich gar nicht.«
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BeitragThema: Re: Wohnung |Kamiki Yin| Stadtrand   Di Nov 14, 2017 3:26 pm

Erleichtert seufzte sie auf, als sie an der Gestik ihrer Eltern erkannte, dass sie keine Angst vor dem weißhaarigen Jungen hatten. Ein Glück. Wenn das ihr erster Freund würde, dann würde er dich sicherlich öfters kommen, war das nicht so? Zumindest hatte sie es mal gehört. Gehört, dass man sich traf und allerlei Dinge gemeinsam unternahm. Sie selbst hatte sich in ihren fast 16 Jahren kaum verabredet... war mit anderen Dingen beschäftigt und vorallem auch nicht in der Lage dafür gewesen. Wer hätte sich denn auch freiwillig mit einem Labilen Frack getroffen, das bei einem falschen Schritt einen Anfall bekommen hätte? Eben, niemand.
Dafür aber hatte sie sich auf Training und Bücher konzentrieren können. Wenn sie so überlegt waren Bücher damals ihre Welt gewesen. Egal ob Fantasy, Action oder Sachbücher. Wenn sie las, konnte neben ihr eine Bombe hochgehen und sie würde nichts bemerken, sich jedoch im Nachhinein wundern warum alles um sie herum weg war... Ein anderer Vorteil ihres Bücherwahns war ihr angesammeltes Wissen. Sie wusste beinahe alles über Gen- oder Ninjutsu und beinahe die gesamte Geschichte der Shinobi. Leicht grinste sie. Würde man sie um 3:00 Uhr Nachts etwas zu Genjutsu fragen, so könnte die wie aus dem Efef antworten. Wahrscheinlich hatte sie auch nur aufgrund dieses Wissens bestanden, denn wie jeder ihrer Bekannten wusste konnte sie nichts mit Waffen anfangen.
Mittlerweile waren ihre 'Eltern' weg und sie fragte sich trotzdem, warum ihr 'Vater' sie so angesehen hatte... neidisch war er wohl kaum. Wahrscheinlich dachte er, dass sie jetzt irgendetwas unanständiges machen würde. Sie seufzte leise. Als ob. War es etwa schlimm klatschnass nach Hause mit einem Jungen zu kommen? Nein.
》Das klappt? Ich meine,so zu tun als sei man fröhlich und ist dann fröhlich? fragte sie Skeptisch und begann erstmal den Auflauf anzuschneiden. Der köstliche Geruch zog durch die Küche und in ihrem Bauch rumorte es merklich. Jetzt erst fiel ihr auf wie Hungrig sie überhaupt war. Ohne etwas auf den Tisch fallen zu lassen, schöpfte sie Nudeln und Soße auf seinen Teller und anschließend auch auf ihren Teller bis beide bis zum Rand gefüllt waren.
Als Izanagi wieder das Wort ergriff zuckte sie ansatzweise zusammen ehe sie ihren Blick hob. Auch sie war noch sehr nass und hatte die halbe Küche voll getropft. 》Ehm ja klar.
Gläser sind in dem Schrank und Wasser kannst du die selbst kochen.. Teebeutel sind dort drüben...《
sagte sie und deutete auf zwei Schränke und dem Teekessel, ehe sie sich auf den Weg machte. Wirklich beeilen tat sie sich nicht, war aber innerhalb kurzer Zeit in ihrem Zimmer angekommen.
Sie öffnete ihren Schrank, zog sich ihr weißes Obergewand, die schwarze Leggins und ihren Gürtel an und steckte sich die Haare zu einen Dutt hoch, ehe sie mit einem Handtuch zurück in die Küche lief, Izanagi das Handtuch reichte und sich hinsetzte. Mit einem Nicken bedeutete sie ihm zu beginnen und bagann selber zu essen.
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BeitragThema: Re: Wohnung |Kamiki Yin| Stadtrand   Di Nov 28, 2017 7:23 pm

Sie war schon lustig, wie er fand. »Naja, manche Menschleins konzentrieren sich einfach zu sehr darauf, dass sie traurig sind und vergessen, dass es etwas anderes gibt als nicht traurig zu sein. Ich sehe das jedenfalls immer wieder, hihi. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass es ziemlich gut klappt, wenn man sich einfach nicht darauf konzentriert und andere Dinge tut... was lustiges. Etwas anderes. Ablenkung. Man tut, als ob man fröhlich ist und irgendwann ist man fröhlich...« Wobei das sicherlich bei manchen Situationen nicht so gut funktionierte, wie bei anderen. Oder bei manchen Menschen... manchmal war es vielleicht von Natur aus unmöglich. So unmöglich, wie es für ihn unmöglich zu sein schien, traurig in der Gegend herum zu hängen. Hängen. Ob sich jemals ein Genin am Trainingsplatz aus Versehen mit einem Drahtseil erhängt hatte? Izanagi dachte kurz nach: Mit Sicherheit. Und mit Sicherheit würde Yin auch niemals erraten, dass er gerade über diese Dinge nachgedacht hatte. Lustig.
Allerdings hätte er auch gar nichts erwähnen können, denn im nächsten Moment krakelte sich ein herrlicher Duft vom Tisch aus nach oben in die Luft unter seinen Nasenlöchern, deren Geruchssinn aufjauchzte. Lecker. Es roch ungemein lecker, dieser Auflauf... und in Anbetracht dessen, dass er selbst mit Sicherheit kein so tolles Gericht zaubern konnte und dass ohnehin nie jemand überhaupt für ihn kochen würde, bekam er fast schon... leicht wahnsinnige Sternchenaugen. Ausnahmsweise unterdrückte er es, doch sein Magen gab ein genussvolles Knurren von sich, ehe er sich im letzten Moment besann und es schaffte, das Sabbern hinunter zu schlucken. Schluckte... wobei ihm auffiel, dass Yin leicht zusammengezuckt war. Erst kurz danach sah sie ihn an und er fragte sich, ob er etwas falsches gesagt oder gedacht oder gemacht hatte. War er unhöflich gewesen? Nein, eigentlich nicht. Eigentlich benahm er sich so wie immer... worin ein Problem bestehen könnte. Aber er dachte sich nie etwas dabei und es war einfach seine unbekümmerte Art. Dennoch konnte er sich nicht entsinnen besonders forsch gewesen zu sein. Aus diesem Grund blickte er ein wenig verwirrt drein, als Yin zusätzlich auf zwei Schränke deutete und dann sogar aufstand, nachdem sie ohnehin sein Essen aufgeschöpft hatte. Am liebsten hätte Izanagi sie unterbrochen und beteuert, dass es auch noch bis nach dem Essen warten konnte, doch die junge Dame war schon fort - nur um dann mit einem Handtuch wieder zu kommen. Lange hatte es zwar nicht gedauert, doch sie würde ihn nun sicherlich mit einem Teebeutel und einem Glas entdecken, während das Wasser langsam aufkochte. Wenn es um Tee ging, war er ein Wirbelwind. Entsprechend zerstreut wirkten wohl auch seine Haltung, als er mit einem Danken das Handtuch entgegennahm... und schlussendlich ein paar Schritte vom Tisch zurück ging und seine Haare ein wenig trocken rubbelte. Heraus kam eine Schlafzimmerfrisur aller Wildheit, ergo standen die silbernen Haare noch halb feucht in ein paar Richtungen ab. »Ich hoffe, das ist nicht schlimm. Ich Dummerchen hab nämlich manchmal... hm... Hihi. Die Frisur steht dir. Wir haben beide neue Frisuren, das ist lustig!«
Nach dem Ausruf setzte er sich eifrig wieder an den Tisch. »Guten Appetit, Yin-Chan!«, rief er nochmals fröhlich und machte sich sogleich daran, vom Auflauf zu kosten... und schmolz fast dahin. So sehr, dass er nicht einmal bemerkte, dass sich die Dame vor ihm komplett trockene Sachen angezogen hatte und nicht nur die Frisur etwas anderes war. Aber er achtete ja eigentlich sowieso nie auf Kleidung. Von daher... Izanagi nahm noch einen Bissen. »Das ist... unglaublich lecker! Wirklich! Das ist, als ob man--« Einen super tollen und blutigen Kampf hat? Auf einer blutigen Mission ist? Krähen andere zerpicken lassen kann? Nein, das passte alles nicht. »--zu Hause ist«, beendete er den Satz und fand bei sich, dass der Vergleich durchaus passend war. In der Tat, obgleich er nie wirklich ein "zu Hause" im Sinne von Familie gehabt hatte. Geschweige denn eine Mutter die in einem solchen zu Hause für ihn gekocht hatte. Es war... merkwürdig das zu denken, aber er fühlte sich in der Tat wohl. Entsprechend zufrieden war auch sein Gesichtsausdruck, als er weiter vor sich hin aß. Nicht schnell, nicht übereifrig. Nein, sogar einigermaßen gesittet und mit einem zufriedenen Grinsen auf dem Gesicht, das fast mehr an eine Katze erinnerte, als an eine Krähe.
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BeitragThema: Re: Wohnung |Kamiki Yin| Stadtrand   Sa Dez 16, 2017 7:47 pm

》Ich glaub ich werde es mal ausprobieren.
Obs dann wirklich klappt werden wir dann sehen, nicht?《
versuchte sie zu scherzen und lächelte ihn an. Sie hoffte, dass es helfen wird. Gab es nicht so ein Sprichwort? Seinen Wunsch auszusprechen ist der erste Schritt zur Verwirklichung. Falls nein, so hatte sie es grad erfunden. Yin, die traurige Poetin. Leise gluckste sie und hielt ihre Hand vor dem Mund. Irgendwie hörte sich das witzig an, fand sie.
Izanagi bekam fast Sternchenaugen, als sie den Auflauf auf den Tisch stellte. Hatte er etwa noch nie einen Auflauf gegessen? Oder hatte nich nie jemand für ihn gekocht? Das konnte sie sich um ehrlich zu sein nicht vorstellen... wobei, hatte er nicht gesagt, dass er alleine lebt? Das würde einiges erklären.
Sie war kurz in ihrem Zimmer um sich um zu ziehen, als sie wieder kam und Iza am Amaturenbrett handwerkeln sah. Sie grinste etwas und schüttelte ihren Kopf. Wenn es um Tee geht war er wohl ein reiner Wirbelwind, was. 》Bei Tee bist du wohl sehr schnell...《 lachte sie und warf ihm das Handtuch zu, mit dem er sich eine Igel Frisur machte. Diese ließ ihn deutlich junger und wilder erscheinen als er eigentlich war. Und irgendwie auch... süß. 》Hihi. Die Frisur steht dir. Wir haben beide neue Frisuren, das ist lustig!« Als Antwort zuckte sie nur mit den Schultern und nahm das Kochende Wasser, während Iza sich an den Tisch setzte. Yin nahm sich zwei Tassen und stellte sie auf die Anrichte, füllte das Wasser hinein und anschließend die Teebeutel, ehe sie die Tasse nahm und sich an den Tisch setzte. Den einen schon sie zu Iza, den anderen versuchte sie zu kühlen und pustete auf ihn. 》 Guten Appetit, Izanagi-kun《 murmelte sie und aß schweigend, in Gedanken versunken. Doch als ihr Freund wieder das Wort erhob horchte sie auf. Es ist, als wenn man Zuhause ist... kann ein Essen einem das Gefühl von Zuhause geben? Was ist überhaubt ein Zuhause? 》Iza-kun?
Was ist für dich ein Zuhause...《
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BeitragThema: Re: Wohnung |Kamiki Yin| Stadtrand   Do Dez 21, 2017 10:38 pm

Izanagi war gerade dabei seinen Mund aufzumachen und sich eine neue Ladung des köstlichen Essens reinzustopfen, obgleich ihm noch eine kleine Nudel aus dem Mundwinkel hing. Es schmeckte alles so lecker wie es roch und daher konnte er es kaum erwarten, noch mehr zu essen. Und zu essen. Und zu essen. Die Mönchleins hätten es wohl Völlerei genannt. Trotz alledem hielt er jedoch nahezu schlagartig inne, als er aufblickte und Yins Mimik bemerkte - kurz bevor sie das Wort ergriff. Er befand, dass sie viel zu nachdenklich wirkte, wohingegen sie zuvor noch belustigt einen Kommentar über ihn und den Tee abgegeben hatte. Ja, er war immer schnell gewesen. Allerdings schien sich ihr Gemüt genauso schnell geändert zu haben. Fast ein wenig traurig und das brachte ihn schließlich dazu, den Löffel langsam sinken zu lassen. Er befand, dass er es nicht mochte, wenn Yin-Chan traurig war... oder nachdenklich. Ein Lächeln stand ihr viel zu gut - irgendiwe zumindest. »Iza-kun?
Was ist für dich ein Zuhause..«
Und vielleicht bestand genau hierin das Problem: Weil er vorher gesagt hatte, dass es sich wie zu Hause anfühlte. Yin aber hatte kein "normales" Heim mehr. Zwar war sie bei scheinbar sehr netten Pflegeeltern, aber ihre leiblichen Eltern wandelten nun einmal nicht mehr auf der schönen Erde. Er selbst befand den Tod als nichts schlimmes, doch wenn er sich vorstellte, dass eine ihm nahe Person starb, dann konnte er irgendwo wohl verstehen, dass der Kommentar unangenehme Gefühle ausfühlen konnte. Dennoch machte er gute Miene und lächelte, dieses Mal jedoch fast etwas sanfter und nicht mehr ganz so auffallend fröhlich. Ein wenig lieber, könnte man sagen. »Hm, das ist eine gute Frage. Ich denke ein Ort, an dem ich mich wohl fühle und umsorgt werde - jedenfalls sagen das alle immer. Im Endileinchen kann ich dir die Frage aber denke ich nicht wirklich beantworten, hihi. Die Mönche im Windreich waren die einzigen, die zumindest mal versucht haben, mich großzuziehen und mir irgendwie etwas beizubringen oder Väter für mich zu sein. Väter, hihi. Die meisten haben es aber nicht geschafft.« Er schlurfte die eine hängende Nudel ein und zuckte unschuldig mit den Schultern. »Ich hab dir ja schon gesagt, dass ich bei Mönchen aufgewachsen bin. Ich weiß von den Leuten, die mir ein Heim hätten sein sollen, eigentlich nur, dass sie mich wohl auf der Treppe ausgesetzt haben. Dann haben die Mönchileins mich aufgenommen und sie sind auch die erste Erinnerung, die ich wohl habe... oder war das die lustige Wüstenschlange, die das Kleintier... äh, egal, hihi.« Er versuchte aufmunternd zu lächeln. »Ich wollte eigentlich nur sagen, dass ich es hier schön finde und dass ich denke, dass sich Geborgenheit so anfühlen konnte, wobei das Wort vielleicht dafür auch falsch ist... Hihi... Ich bin zwar in einigen Sachen gut, aber Dinge zu beschreiben, die man nie erlebt hat, ist etwas schwierig.« Wieder lächelte er ehrlich und er dachte sich gar nichts bei dem, was er da sagte: Nämlich dass er praktisch immer alleine war und gedachte, auch alleine zu bleiben - beziehungsweise, dass er für ihn eine einfache Normalität war. »Tut mir Leid, dass ich deine Frage nicht so gut beantworten konnte, Yin-Chan... Ist alles in Ordnung bei dir?«
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BeitragThema: Re: Wohnung |Kamiki Yin| Stadtrand   Mi Jan 03, 2018 1:26 am

Auch wenn sie gerade etwas mies drauf wirkte, war sie es nicht so ganz. Eher im Gegenteil, denn Yin fühlte dich entspannt, fast sogar wohl. Es wundette sie, wie ein Junge ihr das Gefühl von Geborgenheit geben konbte, wo sie ihn vielleicht erst seit drei Stunden kannte? Vielleicht lag es daran, das er sie einfach verstand und sie nicht versuchte zu verstehen oder gar zu ändern. Vielleicht, weil er einfach das komplette Gegenteil zu ihr ist und sich trotzdem nicht beirren ließ. Vielleicht, weil sie sich zum ersten mal geöffnet hatte, weil sie nicht mehr konnte und wollte? Sie schüttelte leicht ihren Kopf, sodass ein paar Strähnen in ihr blasses Gesicht fielen und kurz ihre Haseönussbraunen Augen verdeckten. Gleichzeitig verschloss sie auch jene um ihn nicht anzusehen und nur seinen Worten lauschen zu können, die sie zugleich so aufbringen aber auch beruhigen konnten. Zum gefühlt 10ten mal fragte sie sich, warum er so eine Wirkung auf sie hatte. Warum auf einmal und warum er. Mit einer langsamen Bewgung gab sie ihre Irden wieder frei und lenkte ihren Blick nach oben, direkt in sein Gesicht. Wie immer lächelte er, so als stände gerade eine riesige Torte vor ihm auf den Tisch. Oder seine Raben? Er hatte so friedlich aber auch bedrohlich gewirkt als sie... als sie einen großen Fehler begangen hatte. Den würde sie nie wieder tun, da sie ihren einzigen Freund nicht verlieren wollte. Oder was er auch immer für sie war.
Aufmerksam hörte sie ihm zu, bis er zum ersten mal stoppte und die Nudel gänzlich aß. Ein Zuhause war für ihn ein ort, wo er sich Zuhause fühlte. Für die auch, nur war es auch ein Ort wo ihre Freunde waren. Und ihr Freund war momentan nur Iza. Während sie ihm so in die Augen schauten schimmerten ihre eigenen in einem dunkleren Ton und nahmen von dem gelben Licht ein eher goldenen Ton an. Sie leuchteten wie immer ein wenig traurig, doch eine kleine, warme Flamme schien sich zu entzünden und mit jedem Blinzeln heller und deutlicher zu strahlen. Diese Flamme war Zuneigung und Ehrgeiz.
Während er so erzählte vergaß sie ihre Umgebung und laischte nur nich ihm. Das ticken der Uhr wurde immer leiser und das Licht von draußen schien immer leiser durch die weißen spitzen Gardinen. 》Ich glaube die Eltern nicht zu kennen und bei... Fremden aufzuwachsen ist auch... schlimm.《 begann sie mit belegter und rauer Stimme. Ihr Blick löste sich von seinem Gesicht und glitt durch das Zimmer, während sie sich ein Stück zurück lehnte und der Stuhl knarzte. Naja, dafür das du Familie nicht kennst hast du es gut beschrieben. Denke ich.《 fuhr sie zögernd fort und stützte ihren Kopf auf ihre beide Hände und schloss die Augen und ihr schwarzes Haar fiel wieder vor ihr Gesicht. Sie atmete etwas unruhig, was vielleicht daran lag, woran sie dachte. Es wühlte sie auf und auch das Sorgenvolle nachfragen half nicht wirklich. War denn alles gut? So wie sie lebte? Wie ein Feigling? 》 Nein, nichts ist in Ordnung.《 sie hob ihren Kopf und sah in seine Augen. 》Hilf mir. Trainier mich. Mach mich nicht mehr zu dem Feigling der ich bin, Karasu no Izanagi.《
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BeitragThema: Re: Wohnung |Kamiki Yin| Stadtrand   Sa Jan 06, 2018 10:06 pm

Während Yins Augen die Farbe zu wechseln schienen und sie Izanagi nicht bei ihren Ausführungen ansah, griff er in Pausen immer wieder erneut mit Geschmack zum Essen. Es war einfach himmlisch - aber vielleicht auch nur deshalb, weil er selbst nicht so gut kochen konnte. Wäre sicherlich hilfreich... Ob er ein Kochbuch kaufen sollte? Vermutlich würde er einiges lernen können, denn dumm war er nicht... aber naja-- Izanagis Gedanken wurden unterbrochen, als er dann plötzlich dieses Funkeln in Yins Augen wahrnahm. Nun, es war nicht wirklich ein Funkeln - eher etwas tiefgründigeres, mächtigeres. Wie eine Flamme, die langsam das Licht der Welt erblickt hatte und nun mehr von diesem Sauerstoff ihrer Umgebung ab haben wollte. Nannte man das... vielleicht Leben? Izanagi blinzelte mehrmals, während seine eigenen stahlgrauen Iriden nun jegliche Ablenkung aufgegeben hatten - wäre da zumindest noch eine gewesen - und Yin anblickten. Er fand es ein wenig merkwürdig, dass sie sein Aufwachsen mehr oder minder als schlimm bezeichnete. Dass er seine Eltern nicht kannte. Dass er bei Fremden aufgewachsen war. Das taten die meisten Menschen, ohne dass er dazu wirklich einen Bezug hatte. Ja, es war lustig. Lustig, dass sich alle darüber Gedanken machten und nicht das eigentlich das logische erkannten, was das alles betraf: »Fremde sind sie ja nur so lange, wie man sie auch als solche behandelt, hihi. Ein Fremder hört auf, ein Fremder zu sein und Familie ist doch... eigentlich nur... naja. Blutdings... Verwandtschaft. Da finde ich nichts dabei, hihi. Wirklich. Aber Danke!« Er grinste und hätte vermutlich noch weiter reden können - vor allem im Hinblick auf das Blut in der Verwandtschaft, aber da lauschte er dann doch lieber Yins Worten. Welche ihn überraschten. Wieder wirkte sie zunächst überaus unglücklich, wenn ihr die Haare vors Gesicht fielen und sie sich auf dem Tisch abstützte. Dazu noch dieses unruhige Atmen und es wirkte wirklich so, als ob absolut gar nichts in Ordnung wäre. Izanagi glaubte das ganze ab und an bei traurigen Menschleins beobachtet zu haben und dementsprechend wurde seine Miene auch mittels gekräuselter Augenbrauen umso besorgter.
Dann, fast plötzlich, hob sie den Kopf. Als ob irgendetwas sie aufgeschossen hätte und da war sie wieder... diese Flamme. Nichts war in Ordnung... Aber sie war entschlossen, sich zu ändern. Zu ändern, in dem sie ausgerechnet ihn um Hilfe bot - ja, und genau deshalb überraschte sie ihn. Weil niemand, aber auch absolut niemand ihn wirklich jemals derartig nach Hilfe gefragt hatte. Natürlich, die Aufforderung auf Missionen. Die Zusammenarbeit im Team. Er solle sich anstrengen und mitmachen - wie auch immer das war. Es war vermutlich das erste Mal, dass ein Mensch es wirklich aufrichtig zu tun schien: Ihn um Hilfe zu bitten. Aus diesem Grund blinzelte der Silberschopf ein paarmal, bevor er auch nur daran dachte, zu antworten. Mit dem Zeigefinger kratzte er sich kurz an der Wange - verdattert, ein wenig. Wie er eben gerade war. »Äh... Wow. Trainieren? Und Feigling?« Der Chûnin legte leicht den Kopf schief. War Yin ein Feigling? Er wusste, dass sie Probleme hatte und er wusste, dass sie Ängste hatte... aber war man deshalb ein Feigling? Böses, komisches Rätsel. Hihi. Das war eigentlich lustig. Oder die Ironie darin. Dass sie eben ausgerechnet ihn fragte. Viele hielten ihn ja aufgrund seiner Genjutsu für einen Feigling - zumindest bis sie merkten, dass sie längst in einem gefangen waren. »Ich denke, dass dein... äh... Sensei dir dabei besser helfen könnte als ich, denn der kennt dich ja ganz gut.« So lauteten die ersten freundlichen Worte, die fast eine Absage erahnen ließen. Izanagi war jedoch noch nicht fertig. »Oder hast du ein doofes Verhältnislein zu ihm gehabt? Wenn ja, mach dir nicht drauß. Die meisten sind... Dummköpfchen, hihi. Ich kann dir gerne helfen, aber ich weiß nicht, ob ich dafür der Richtige bin.... viele halten mich merkwürdigerweise für sadistisch.« Tja, wer tat so etwas denn nur? Vor allem, da der Silberschopf gerade wie ein unschuldiges kleines Teufelchen lächelte. »Aber von mir aus können wir direkt damit anfangen, hihi. Du kannst mir vielleicht erzählen, warum du dich für feige hältst? Ich denke nicht, dass du feige bist... Du hast ja gute Gründe für das, was manchmal passiert.« Die Betonung lag auf jenen Briefbomben. Jener Angst. Izanagi fand nicht, dass jemand deshalb feige war. Er würde jemanden deshalb im Kampf provozieren und - klug wie er war - dann die Schwäche ausnutzen... aber das war ja gerade nicht der Fall.
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BeitragThema: Re: Wohnung |Kamiki Yin| Stadtrand   Sa Jan 06, 2018 11:24 pm

Die Flamme in ihren Augen loderte noch immer, begierig nach Hilfe, nach Sauerstoff, der sie am Leben hielt. Dieses kleine Feuerchen loderte auch in Yins Herz, wie widersprüchig es auch sein möge. Die Flamme- Hoffnung- loderte in ihr und versuchte gegen die Dunkelheit anzukommen. Hoffnung gegen Trauer, Angst und Selbstzweifel. Dieser Kampf spielte sich in ihr ab und war auch deutlich an ihrer Körperhaltung zu erkennen. Schon während Izanagi gesprochen hatte, über Fremde und Familie hatte dieses Feuer in ihr gespielt und sie zu jenen Worten getrieben. Ein Fremder ist kein Fremder mehr, sobald man sobald man ihn nicht mehr als solcher ansieht... Kurz dachte sie darüber nach. Darüber, wer für sie überhaupt Fremd und wer Freund ist. Viele waren für sie Fremd, da sie schon keinen mehr über ihre Mauern hat blicken lassen. Kaum einer wusste wie es ihr wirklich ging, dass sie oft schweißgebadet aufwachte und dann sofort in Training flüchtete. Das sie noch oft an ihn und die Zeiten dachte und sich manchmal sehnte ihn zurück holen zu können oder mit ihm gehen zu können. Doch sie wusste das letzteres ein schlechter Wunsch ist und anderen nur noch mehr Leid bringen würde. Das Essen auf dem weiße Teller war schon längst kalt. Keines der weiße Gespenster stieg mehr von dem Auflauf auf und wirbelte durch die Luft, wie Shinobi im Kampf oder Athleten. Auch ihr Tee war schon kalt und stand einsam neben dem Teller.
Yin bemerkte kaum seinen sorgenvollen Kopf als sie ihre Bitte stellte, denn bis dahin hatte sie ihren Kopf noch gesenkt gehabt. Nur als sie ihn wieder hob und ihre Haare zurück strich, konnte sie noch kurz seinen Blick erahnen. Während sie ihm in die Augen schaute wurde die Flamme wieder entzündet und leuchtete umso heller. Heller als zuvor und umso intensiver. Ihre Bitte und ihre Hoffnung in ihn waren fast greifbar, sosehr verzweifelt schaute sie ihn an. Kurz geriet ihre Entschlossenheit ins Wanken, als ihr Bewusst wurde, das sie jene Gestalt, die ihr gegenüber saß, fast noch ein Fremder war. Doch wie hatte er vorhin gesagt? Ein Fremder ist man nur, wenn man als einer angesehen wird. Und das tat sie definitiv nicht. Auch war sie kurz irritiert als er mehrmals blinzelte. Panik kroch in ihr hoch, wie schwarze Schattenndie ihre Hoffnung vernebeln wollten. Gerade wollte sie wieder anfangen, das Wort erheben und ihte Bitte als Irrsinn abtun, als Iza endlich das Wort erhob. Er wirkte überrascht und überrumpelt, was Yin erzittern ließ und die Angst ein wenig steigen ließ. Sie krallte ihre Fingernägel in das dunkle Holz des Tisches und presste ihre Lippen zu einem Strich zusammen und senkte ihren Blick sogleich wieder. Ihre Flamme verringerte sich und griff trotzdem noch nach dem letzten Rest Sauerstoff. 》Mein Sensei kennt mich nicht. Ich denke nicht, dass er mir helfen will oder es überhaupt kann...《 murmelte sie und schaute ihn mit angespannten Schultern an, ehe er fortfuhr.
Diese wenigen Worten erleichterten sie derart, dass sich ein kleines Lächeln auf ihre Lippen stahl und sie anschließend ihre Augen schloss. Das er wie ein Teufel grinste war ihr da scheiß egal. Izanagi wollte ihr helfen. Ihr, das labile Wrack, dem sich keiner annehmen wollte. Die bei jeder Kleinigkeit eine Attacke bekam. Sie freute sich, auch wenn etwas Angst mit mischte.
Seine Frage ließ sie aufhorchen und an die Decke starren.
》Danke, Iza. Das bedeutet mir viel. Warum ich Feige bin, fragst du. Feige trifft es vielleicht nicht ganz, aber ich bin schwach. Schon oft hätte die Chance gehabt dagegen anzugehen oder der Angst ins Auge zu sehen, aber ich versuche oft dem auszuweichen... dem Auszuweichen, was mir bewusst macht wie schwach ich bin. Ich kann nicht kämpfen, ohne das ich Panik bekomme. Dazu könnte ich die Ursache auch schnell auslöschen, aber ich bin zu schwach und zu feige dafür...《 redete sie einfach so los, damit das Gewicht das auf ihrem Herzen ruhte verschwand.
Hinzu kommt, dass ich mir auch hätte Hilfe holen können... oder es selbst hätte versuchen zu lösen können...《
murmelte sie und begann zu zittern. Nicht aber aus Angst oder Kälte, sondern weil sie sich erleichtert fühlte. Der Griff, die Klaue um ihren Herz begann sich zu lösen und sie seufzte leise vor sich her, den Tisch immernoch umklammert.
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BeitragThema: Re: Wohnung |Kamiki Yin| Stadtrand   Mi Jan 17, 2018 8:30 pm

Das war komisch. Izanagi runzelte die Stirn, die Augenbrauen kräuselten sich dabei ebenfalls leicht. Ein Sensei, der seine Schüler nicht kannte? Na, wo gab es denn so etwas? Ein Sensei, der sich absolut gar nicht für seine Schüler interessierte? Der nicht einmal die Jutsuarten kannte, in welchen sie sich spezialisieren wollten? Zumindest hörte sich das nach Yins Wortlaut so an. Vor allem, dass er ihr nicht helfen konnte oder vor allem wollte fand Izanagi komisch. Ob es dafür einen Auslöser gegeben hatte? Sicherlich war kein vom Dorf angestellter Mensch wirklich so idiotisch und... Izanagi dachte über die lustigen Leutchen, die es auf der schönen Erde gab nach und zog den Gedanken zurück. Manche Menschen waren einfach unvorteilhaft gesinnt. Das konnte man wohl oder übel nicht ändern, doch empfand er es dennoch insgeheim sogar als befremdlich - nicht, dass er eine solch vernünftige Emotion nun nach außen gezeigt hätte. Nein, niemals. Man hielt ihn ja nicht für vernünftig und traute ihm erst Recht nicht zu, für andere ein offenes Ohr zu haben oder auch Ratschläge geben zu können. Dass er darin dennoch eigentlich sehr gut war... nun, das interessierte keinen. Genauso wenig interessierte es jedoch auch Izanagi, was andere von ihm dachten. Eigentlich fand er es lustig. Vor allem, weil so das ein oder andere Mal auch der Überraschungsmoment auf seiner Seite war.
Nachdem man also das Kräuseln des Unwillens bezüglich dieser fraglichen Leistung eines Senseis auf seinem Gesicht hatte sehen können, flachten sich die Augenbrauen bei den nächsten Worten der Kamiki wieder ab: Schwäche, ungenutzte Chancen, Ausweichen, Panik und Angst. Es war eine der Geschichten, welche man ab und an wohl in den frühen Jahren der Akademie oder in den ersten Genin-Jahren mitbekam. Angehende oder frischgewaschene Shinobi, die zum ersten Mal mit einem Gegner konfrontiert wurden. Erst als Training, dann aus Ernst. Letzteren Ernst bemerkte man aber auch erst dann, wenn man nicht mehr zurücktreten konnte. Es war wie eine Hürde, die man anschließend überwinden musste: Die Angst. Die Fesseln, die einem im Geiste angelegt wurden und die zertrümmert werden mussten, um wirklich zeitnah als Shinobi agieren zu können. Eben ohne Angst. Ohne Panik. Auf den Kampf bedacht. Izanagi selbst hatte eine solche Angst oder Panik nie verspürt. Merkwürdigerweise schien er so etwas gar nicht zu besitzen und er erfreute sich sogar daran, auf eine möglichst bestialische Art und Weise zu sterben. Denn Kämpfe und Blut waren seiner Ansicht nach nicht nur normal, sondern auch einfach amüsant und lustig. Nein, er hatte keine Angst. Keine Panik. Er zeigte nicht wirklich Schwäche, obgleich man sie ihm gerne voreilig anhängte. Somit hatte er in diesen Problemen, von welchen Yin erzählte, absolut keine Erfahrungen. Vermutlich hatte er auch deshalb erklärt, wohl nicht die beste Person für so ein Gespräch wie dieses zu sein. Allerdings hatte er gesagt, dass er half. Also tat er auch sein Bestes. Versprochen war immerhin versprochen.
»Hm... das klingt für mich danach, als ob du schon Panik hättest, dass ich dich nun auch als schwach sehe, hihi« Izanagi zwinkerte leicht, um ein wenig den Ernst aus der Situation zu nehmen, beziehungsweise das eis zu brechen. Denn in der Tat hörte sie sich nicht nur verzweifelt sondern fast auf eine andere Art und Weise panisch in seinen Ohren an. Er schnalzte mit der Zunge. »Nein, wirklich... Manchmal ist es gesünder, Dingen auszuweichen... ich finde es immer lustig, dass alle denken, dass es immer eine Schwäche ist, nicht kämpfen zu können... Manche sind beispielsweise eher zum Taktiker gediehen und nicht zum Frontkämpfer, hihi... Ich bin ja körperlich auch nicht dazu in der Lage, mich lustig und fröhlich ins Getümmel zu stürzen... ich tue das zwar immer ganz gerne, aber das muss ja nicht immer allzu gut für mich ausgehen. Mein armes Köpflein ist sonst irgendwann... naja... ab.« Er grinste, blickte dann jedoch direkt Yin an. Als er sprach, war seine Stimme bedeutend ernster. Nicht unfreundlicher, doch hatte sie diesen erwachsenen Ton, welchen man Izanagi nicht wirklich zueignete. »Ich glaube du solltest damit anfangen, dich nicht mehr als schwach oder feige zu sehen... ich glaube, du hast irgendwann angefangen, das zu akzeptieren und seither gräbt sich dieser Gedanke in deine Seele wie ein Wurm durch einen Apfel. Zumindest hört es sich für mich so an. Warum hast du also Panik? Ist es wirklich das fehlende Selbstvertrauen oder hast du einfach nur Angst, so zu enden, wie dein Vater und deine neue Familie wieder ins Unglück zu stürzen? Mh... tut mir Leid, wenn ich das so offen anspreche, aber du hast ja selbst gesagt, dass du oft versuchst, auszuweichen...Was ist also die genaue Ursache? Was hält dich davon ab, dagegen etwas zu unternehmen? Nebenbei tust du das ja gerade jetzt - daher ist wohl ein "Gut gemacht" fällig.« Zum Ende kehrte wieder ein kleiner schelmischer Ton in die zuvor ernste Stimmlage zurück.
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BeitragThema: Re: Wohnung |Kamiki Yin| Stadtrand   Mo Feb 12, 2018 12:20 am

Anmerkung: Für die Tippfehler übernehme ich keine Haftung! Bin froh wenn da was vernünftiges rauskommt! (:


Der Blick, der bis eben noch gen Decke gerichtet war, schaute nun wieder Izanagi an. Der Atem der Kamiki ging noch immer unregelmäßig und auch zitterte sie leicht, doch hatte sich ein kleines Lächeln auf ihre Lippen geschlichen.
Leise trommelten die Fingerspitzen der Kamiki auf das dunkke Holz des Tisches und ließ ein stetiges 》Tik-Tok《 von sich vernehmen, doch gab es ihr einen Weg zum abreagieren. War ihr Verhalten eigentlich unschlüssig? Manchmal kam es ihr so vor, als wäre ihr Verhalten nicht nachvollziehbar und etwas verwirrend... immerhin begann sie zwischendurch sowas wie eine Heulattacke zu bekommen und war im nächsten Moment wieder komplett ruhig... der Kopf des Mädchens lehnte sich nachdenklich zur Seite, während sie so darüber nachdachte. Ja, manchmal war ihr Verhalten nicht nachvollziehbar, jedoch hatte das noch nie zu Problemen geführt- soweit sie wusste. Immerhin konnte sie sich ja auf Missionen beherrschen. Und darauf war sie Stolz. Auch darauf, dass sie es endlich geschafft hatte mit jemanden darüber zu reden, wobei das ja nicht so schwer zu sein schien.
Das Trommeln ihrer Finger verstummte und Yin wusste genau genommen nicht, was sie tun sollte. Sie saß einfach nur da. Atmete und dachte angestrengt nach, was sie auf Izas Worte hätte antworten können. Er schien sie nicht für schwach zu halten, weshalb sie sich nicht ganz sicher war, ob sie nun verwirrt oder stolz sein sollte. Imnerhin hatte sie jemanden davon überzeugen können stark zu sein... aber welche Art von stark? Iza hatte Recht, man musste nicht auf einem Feld stehen und starke Jutsu werfen können um als stark gesehen zu werden... Nein, sie fand eher, dass die, die die alle befehligten die stärksten sind. Imnerhin tragen sie die Verantwortung über tausende von Soldaten, die sich auf die Pläne des Taktikers stützen...
Entschuldigend lächelte sie Izanagi wieder an, als ihr auffiel, wie sehr sie mal wieder in ihre Gedanken abgedriftet war und kicherte höflicherweise, als er von seinem rollenden Kopf redete, obwohl sie eher sowas wie 'ist der total bescheuert? Freut sich über seinen Tod!' dachte und in Gedanken verständnislos ihren Kopf schüttelte. Trotzdem konnte sie sich gut diesen Jungen auf einem Schlachtfeld rumflattern sehen, mal hier und dort ein bisschen Kämpfend. Auch wenn sie es sich ein wenig zu albern vorstellte und diesmal richtig lachte. Schnell verebbte dieses Lachen wieder und diese schönen, herzhaften Laute hingen in der Luft, als der hellköpfige Junge wieder begann zu reden und das in einem sehr ernsten Ton. Aufmerksam verschränkte Yin ihre Hände ineinander und stützte ihren Kopf auf dieses Gerüst, während sie ihm lauschte. Ab und an zogen sich ihre Augenbrauen immer weiter zusammen und bildeten eine kleine Kuhle, die ihr einen nachdenklichen Ausdruck verlieh.
》Izanagi, ich habe doch selbst keine Ahnung! Und vorallem nicht wie ich es beschreiben soll!《 giftete sie ihn an und verzog ihr Gesicht widerwillig. 》Ich denke es ist alles und auch nichts davon! Es ist einfach so, dass ich nicht kann
rief sie wie ein in die Enge getriebenes Tier und erhob sich mit einem Ruck. Das war sie wohl auch irgendwie. Eins von ihren Gefühlen in die Enge getriebenes Tier.
Sie wandte ihm den Rücken zu und starrte aus dem Fenster, die Hände auf die Fensterbank gelegt. Ein Buch lag neben ihr und automatisch nahm sie es in die Hand und blätterte wie wild darin rum. 》Es tut mir Leid... das hast du nicht verdient《 sagte sie leise und meinte damit, dass sie ihn so anfuhr, wo er ihr dich half.
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BeitragThema: Re: Wohnung |Kamiki Yin| Stadtrand   Mo Feb 26, 2018 6:22 pm

War es mehr ein Schrei nach dem Ende oder ein Schrei aus Angst? Oder war es einfach ein verzweifelter Schrei, weil sie nicht wusste, was sie denken sollte? Oder wie sie das alles bewältigen sollte? Erst lachte sie, dann überreagierte sie. Izanagi hatte nicht mit der Wimper gezuckt, während er ihr gegenüber gesessen und sich ihren Ausbruch angehört hatte. Erst das Lachen, dann das Anfahren. Fuhr sie ihn an, weil sie wirklich keine Ahnung hatte, was sie tun sollte? Weil sie alles schon versucht hatte? Hm.... oder wollte sie sich selbst vielmehr schützen und verhindern, dass man ihr noch mehr unschöne Wahrheiten an den Kopf warf? Zumindest ging er selbst dem Gedanken nach, dass das Aufführen vom Tod ihres Vaters unschöne Gedanken in ihr wachgerufen hatte. Oder unschöne Erinnerungen. Letzteres wäre sicherlich kein Wunder und genau genommen wunderte er sich, dass sie in diesem Fall noch "milde" aus der Haut gefahren war. Ja, Izanagi hatte in seiner bisherigen "Karriere" im Dorf schon ganz andere Ausbrüche erlebt. Nicht nur auf Missionen wenn jemand starb und man wütend war und nicht damit umgehen konnte. Nein, nein. Auch gegen sich selbst. Vielleicht weil er jenen Tod eher rational nahm... oder weil man sich in ein schemenhaftes Lachen seinerseits reinsteigerte, obgleich er eben dieses gar nicht von sich gegeben hatte. Ja, vieles hatte er schon hingenommen. Viele Leute waren wegen ihm bereits aus der Haut gefahren. Vielleicht saß er ja deshalb mit ruhigem und aufgeklärtem Gemüt vor Yin und schreckte auch nicht zurück, als eben diese aus dem Stuhl aufschreckte und ihm den Rücken zukehrte, indem sie sich vor das Fenster stellte. Vermutlich konnte man draußen den abendlichen Nebel sehen, der sich langsam durch die Gassen schlich und sie in ein etwas zwielichtigeres Licht tauchte.
»Naja, nicht können ist meistens das einfachste, oder?« Mit ruhiger Hand griff er nach seiner Tasse Tee und nahm einen Schluck davon. Fast erinnerte er an einen Diplomaten, der gerade über irgendetwas wichtiges verhandelte, was eigentlich nur ansatzweise wichtig und viel unwichtiger war. Ihre Entschuldigung entschädigte er mit einem Schulterzucken, welches sie ohnehin nicht sehen konnte. Gleichsam waren seine Worte jedoch auch weiterhin nicht boshaft, sondern einfach abgeklärt. Die einzige Ausnahme zum vorigen Fall bestand darin, dass nun die ganze Zeit über die Schmunzeln aus seinen Sätzen verschwunden war und nicht aufzufinden sein würde. Immerhin war es auch ein ernstes Thema. »Du kannst noch so viele Seiten in deinem Buch blättern, aber wenn du blind bist, wirst du keine Antwort finden. Genauso wenn du gleich sagst, dass du es nicht kannst. Es ist einfach, das zu sagen. Es ist einfach zu sagen, dass man gerade keine Zeit hat, wenn jemand klopft. Oder dass man etwas anderes vorhat. Man kehrt mit Ausreden den Rücken und das wars dann: Man ist die Last los. Nur denke ich, dass du langsam schon längst bemerkt hast, dass das nicht mehr so einfach geht. Denn ich denke nicht, dass du es sonst angesprochen hättest, oder?« Erneut ein Schulterzucken. Erneut ein Schluck Tee. Erneut wohlige Wärme in seinem Hals und innere Zufriedenheit.
Die meisten Leute würden niemals glauben, dass er zuhören konnte. Dass er Ratschläge und Hilfe geben konnte. Die meisten dachten einfach immer, dass er ein irrer Geselle war, der sich für nichts als Blut und Mord interessierte. Nun, in gewisser Weise war das zwar auch so, doch das eine grenzte das andere nicht aus - selbst, wenn es in den Ohren mancher Personen durchaus undenkbar und merkwürdig erschien. Izanagi war vermutlich einfach ein abstruser Cocktail von allen möglichen negativen und bösen, als auch verständnisvolleren Eigenschaften. Tja, vielleicht wäre unter anderen Umständen wirklich ein psychopatischer Mörder geworden, wer wusste das schon. Der Fall war es allerdings nicht und darin bestand nun einmal eine Tatsache. »Nichts ist einfach so. Einfach so ist falsch. Es gibt immer einen Grund und den muss man finden. Alles andere sind dumme Entschuldigungen. Habe ich den Nagel auf den Kopf getroffen? Mit der Erinnerung an deinen Vater und wie er umgekommen ist? Hast du davor Angst? Andere ins Unglück zu stürzen? Oder willst du einfach nicht in einem Feuerhagel enden?«
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BeitragThema: Re: Wohnung |Kamiki Yin| Stadtrand   Mi Feb 28, 2018 10:06 pm

Der Nebel wirbelte draußen wie Geister umher und ließ einen nicht weiter als 20 Meter sehen. Mittlerweile war die Sonne untergegangen und der Mond zog seine Bahnen um die Erde herum. Strahlend stand er am Himmel und ließ das Licht auf die Haut der Chuunin fallen, wodurch es nur noch blasser wirkte. Die schwarzen Haare hingen ihr ins Gesicht und verdeckten ohre Augen, die geschlossen waren. Krampfhaft wurden sie zusammengepresst um keine einzige Träne hinaus zu lassen. Auch ihre Atmung ging unregelmäßig und änderte sich auch nicht als mehrmals das reißen von Papier zu hören war.
Während sie so in voller Aufruhr da stand und ihm nicht in die Augen sehen konnte, saß er einfach da und tat nichts, außer den Tee zu trinken. Ihn schien es nicht zu kümmern, dass sie sich so aufführte, sondern zeigte eher sowas wie
.. verständnis. Statt selbst auszurasten saß er einfach da, wartete und dachte nach. Auch machte er sich nicht lustig, wodurch Yin wohl zu tiefst gekränkt und verletzt wäre. Verletzt war sie auch in diesem Moment, jedoch nicht von ihm. Wenn man es überhaupt verletzt nennen konnte. Angst und Wut stiegen in ihr auf. Wut, weil ihr Bewusst wurde wie recht er mit den wenigen Worten hatte. Weil ihr bewusst wurde, wie sehr sie geflohen war, vor dem Schmerz, den sie sich insgeheim selbst zuschrieb und sie von innen auffraß, die ganze Zeit. Angst, weil sie sich fürchtete, wie viel Schmerz auf sie zukommen würde und davor abermals verletzt zu werden.
Ein Schlurchzen stieg ihre Kehle hinauf und eine Träne lief ihre Wange hinunter. Yin lehnte ihre Stirn gegen die kalte Scheibe des Fensters und riss gleich ein ganzes Kapitel aus dem Buch. Es kostete ihr all ihre Kraft jetzt nicht einfach zusammen zu sacken, wie auf dem Trainingsplatz und hemmungslos zu weinen.
》Am Tag als er ging, stand ich an der Verander und winkte ihm wie wild hinterher. Mein Herz war erfüllt von Freude und Sorglosigkeit... ich war noch ein Kind. Ein Kind! Als mein Vater nicht mehr kam... ich hatte nichts mehr was mir halt gab und auch meine Mutter verlor ich. Ich hätte ihr helfen können, doch ich hab es nicht getan. Zu sehr habe ich an mich gedacht. Die einzigen die mir halfen waren Seny, Kamui und Inori-meine Cousine.《 sie ließ ihre Schultern hängen und drehte sich langsam um, jede Bewegung langsam und Kraftlos. Den Blick in die Ferne gerichtet ließ sie sich gegen die Wand fallen und daran hinab gleiten, bis sie vor ihr hockte. 》Ich hab keine Ahnung warum ich dir das wieder erzähle, jedoch hast du Recht. Es fühlt sich an, als hätte ich keinen Ausweg mehr. Ich kann ihn nicht wieder holen, aber es einfach vergessen kann ich auch nicht. Damit leben? Wie geht das...《 sagt sie einfach weiter und ihre rechte Hand krallte sich in den Stoff ihrer linken Brust, das Gesicht abermals verzerrt. 》Jede Erinnerung an ihn fühlt sich an wie ein Stich ins Herz mit einem glühend heißen Pfahl...《 sie seufzte abermals. 》Ich hab doch keine Ahnung. Ja, vielleicht habe ich Angst davor andere zu verletzten oder wieder verletzt zu werden...
Vielleicht verbinde ich das Feuer mit Leid und Unglück, jedoch erinnert es mich in erster Linie an Dad! An Dad, den ich nie wieder sehen kann..《
murmelte sie und schloss die Augen. Was um Himnels Willen erzählte sie nur. Warum floss es heraus wie Blut aus einer Wunde? Sie wusste es nicht, doch fühlte sie sich kraftlos aber in gewisser Weise erleichtert.

(Am Handy geschrieben,sry)
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BeitragThema: Re: Wohnung |Kamiki Yin| Stadtrand   Sa März 10, 2018 11:35 am

Stille herrschte zunächst, während draußen vor dem Fenster die Schwaden - welche das Nebelreich nun einmal charakterisierten - vorbei zogen. Sie schienen geduldig, gingen einfach weiter ihren Weg. Malten ihre Schlieren auf die Welt, während diese weiter ihre eigenen Bahnen zog. Ihre eigenen Lebenskreise und Pfade malte und sich doch eigentlich selbst gar nicht für ihre Bewohner interessierte. Die Natur veränderte sich. Meeresspiegel stiegen oder fielen. Winde stürmten oder waren still. Alles nahm seinen Lauf und man konnte sich manchmal einfach unbedeutend, klein und einfach... kümmerlich fühlen? Ja, vermutlich traf es das ganz gut. Izanagi hatte sich nur als Kind - ganz am Anfang - einsam gefühlt. Ehe ihm die Mönche das Schreiben und Lesen beigebracht hatten. Ehe er seine Krähen als wahre Freunde kennengelernt hatte. Ja, manchmal konnte man sich einsam fühlen, obgleich Izanagi mit diesem Gefühl nicht viel anfangen konnte. Nicht mehr zumindest. Für ihn war man selbst für seine Einsamkeit verantwortlich. Er war nicht einsam, kümmerte sich aber auch nicht wirklich um die Gefühle anderer. Oder um die seiner Mitmenschen. Zumindest oberflächlich nicht... nur in einigen Fällen entsprach es tatsächlich der Wahrheit. Ob er deshalb ein schlechter Mensch war? Hätte er gewusst, dass Yin seine Gegenwart als unaufhaltbar tröstlich verstand, wäre er wohl finster lachend vom Stuhl gekippt. Einfach, weil ihn niemand überhaupt als Mensch betrachtete. Zumindest die meisten nicht. Zumindest nicht viele sahen ihn so. Zumindest... war es ihm gleich. Immer hatte er gefunden, dass Ignoranz gepaart mit Fröhlichkeit ein kugelsicherer Mantel sein konnte, in welchen man sich doch nur betten müsste. Derlei Gedanken gab er allerdings nicht Preis.
Nein, Karasu no Izanagi saß weiter Tee trinkend auf dem Stuhl, während ein Reißen im Raum ertönte. Mit Sicherheit eine Seite des Buches. Herausgerissen, wie eine Seite der Welt. Als ob man sie nicht mehr in eben dieser sehen würde. Einfach so. Es war alles einfach, wenn man wollte. Ein Schluchzen gesellte sich zu dem reißenden Geräusch. Mit Sicherheit hatte Yin es zurückgehalten, so lange es ging. Vermutlich schämte sie sich insgeheim dafür. »Am Tag als er ging, stand ich an der Veranda und winkte ihm wie wild hinterher. Mein Herz war erfüllt von Freude und Sorglosigkeit... ich war noch ein Kind«, begann sie kurz darauf zu erzählen. Sie brandmarkte ihre eigene Ignoranz. Dass sie ihrer Mutter nicht geholfen hatte. Dass sie ihr hätte helfen können. Engstirnig wäre sie gewesen. Nur eine Cousine und ein paar Freunde wären für sie da gewesen. Izanagi sagte nicht wirklich etwas zu dem Ganzen - was sollte er auch sagen? Ihr nun Mut zusprechen? Das war nicht seine Art und Weise, diesen inneren Konflikt zu klären. Genau genommen klärte er mit Ausnahme bei Missionen keinen einzigen Konflikt von Menschen, waren sie doch alle eigenverantwortliche Westen. Nur bei manchen, wenigen, machte er überhaupt eine Ausnahme. Kam auf die Idee, eine solche Ausnahme zu machen. Wie hier, bei Yin. Sie hatte ihm Tee gegeben. Etwas zu Essen. Gerade für eine begrenzte Dauer ein kleines Dach über dem Kopf, das nicht seiner eigenen Nische ähnelte, in die er sich seit Jahren gesellte. Sie war ihm nett erschienen und hatte ihn nicht gleich abgewehrt. War letzteres der Fall, so war es ihm zwar ohnehin egal, doch Yin erschien ihm ehrlich verzweifelt. Und ehrlich nett. Sie war niemand, der es aus neutraler Sicht betrachtet, verdient hatte, was ihr geschehen war. Ja, manche Menschen hatten sehr viel Schmerzen und schlimmeres verdient. Yin gehörte seiner Ansicht nach nicht dazu.
Sie drehte sich zu ihm, ehe sie sich langsam gen Boden sinken ließ. Sie verkrallte sich, verzerrte ihr Gesicht. Izanagi trank noch einen Schluck von seinem Tee, ehe er die Tasse abstellte. Den Kopf schief legte und sie fast neugierig - so schien es - musterte. »...jedoch erinnert es mich in erster Linie an Dad! An Dad, den ich nie wieder sehen kann.« Mit diesen Worten schien sie endlich kleinbei zu geben. Sie schloss die Augen, während alle Kraft aus ihrem Körper zu weichen schien. Sie erschlaffte regelrecht. Es dauerte eine Weile, ehe der Silberschopf den Stuhl nach hinten rückte und sich erhob. Mit leichten, fast tapsenden, Schritten ging er auf sie zu und begab sich vor ihr in die Hocke. Noch immer hatte er diesen teilweise unergründlichen, teilweise neugierigen Blick an sich. Auf sie gerichtet. Sie, die vor ihm am Boden kauerte, während er die Arme auf seinen angewinkelten Beinen abstützte. »Und was genau hast du ihm angetan, dass du denkst, dass du so leiden musst?« Seine Stimme klang weich, fast wie Samt. Er lächelte leicht. »Glaubst du, dass er glücklich wäre, wenn er dich nun siehst? Ich verstehe nicht viel davon, aber du sagtest, dass du dich lächelnd und fröhlich von ihm verabschiedet hast. Ich hatte zwar nicht wirklich Eltern, aber so wie ich es beobachtet habe, wollen sie nur das Beste für ihre Kinder - die meisten jedenfalls. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass du einen schlechten Vater so geliebt hättest.« Izanagi hob vorsichtig ihr Kinn an, damit er ihr in die Augen schauen konnte. Einfach, damit sie nicht weiter auf den Boden blickte und alles selbst in sich hineinfraß. Sie sollte die Welt wieder sehen. »Menschen sterben. Das ist normal. Die einen früher, die anderen später. Manchmal sterben viel bessere Menschen viel schlimmer als viel schlechtere Menschen. Aber so ist der Lauf der Dinge. Man kann ihn nicht ändern. Wer stirbt, der stirbt und wer lebt, der lebt. Es ist auf eine fast schon amüsante Art und Weise einfach. Eine einfache Wahrheit, mit der man sich abfinden muss. Und das hast du noch nicht getan. Du kannst niemals in deinem Leben alle retten oder alle vor etwas bewahren. Vielleicht bin ich zu stoisch, vielleicht nehme ich alles einfach zu leicht hin. Aber...« ... vermutlich wäre er sonst wirklich verrückt geworden. Nur sagte er das nicht. Er schüttelte den Kopf und lächelte. Finster-fröhlich, so wie immer. »Du hast doch immer noch Menschen, denen du wichtig bist. Denkst du nicht, dass sie auch ein wenig Fröhlichkeit von dir verdient haben? Ein wenig lächeln und ein wenig lachen? Du sagst, dass du zu engstirnig gewesen bist, um deiner Mutter zu helfen. Nun... wenn sie sich selbst nicht um dich gesorgt hat, dann war sie eine schlechte Mutter. Oder eine schwache Mutter.« Die Worte mochten hart klingen, doch Izanagi hatte im Gegensatz zu anderen ein eher begrenztes Verständnis von Elterntum. Oder verstand er es aus diesem Grund sogar besser? Man wusste es nicht. »Sie hätte dir helfen sollen, nicht du ihr. Hör auf, dich selbst niederzumachen und fang an, wieder ein wenig an dich zu denken. Hör endlich auf, dem nachzutrauern, das du ohnehin nicht wieder zurückholen kannst. Leb' endlich mal wieder und genieße es. Was bringt es dir, wie ein Trauerkloß die ganze Zeit auf dem Boden zu sitzen und nichts zu tun?« Tatsächlich war letzteres keine theoretische, sondern ernst gemeinte Frage. Aus diesem Grund legte der Silberschopf auch fast schon neugierig den Kopf schief.
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BeitragThema: Re: Wohnung |Kamiki Yin| Stadtrand   Sa Apr 07, 2018 2:31 pm

Yin saß da, wie ein kleines Kind. Wie ein Kind das auf dem Bett hockte, in einee Decke eingewickelt und sich vor dem Monster im Schrank fürchtete. Auch ihre Augen sahen so aus. Groß und ins Leere gerichtet, saß sie vor dem Fenster und hoffte, wie so oft das dieses Gefühl verging. Das Gefühl, wieder in die Tiefe gezerrt zu werden. In einen Tintenschwarzen See, mit Monstern die sie an den Knöcheln packten, wieder in die Tiefe, die Trauer zogen. Doch etwas war anders. Sie wehrte sich. Versuchte an die Oberfläche zu kommen, die Hand zu ergreifen, die Izanagi ihr hinhielt.
 Er sah sie, wie sie war. Nein, eher so wie sie sein sollte. Das Licht, was noch tief in ihr vergraben war. Da irgendwo, zwischen den Mauern und dem Eis in ihren Herzen.  Generell schien es so, als könnt er in sie hinein sehen, als wüsste er, was sie dachte, fühlte und der Grund warum sie so war. Obwohl er sie erst seit einigen Stunden kannte, schien es als  würde er sie schon Jahre kennen. Und das verunsicherte sie ein wenig, aber gab ihr auch das Gefühl endlich loslassen zu können.
Yin hatte keine Ahnung was sie tun sollte, oder gar, was sie fühlen sollte. Wie ein Wirbelsturm kochte alles in ihr. Bilder zogen an ihrem inneren Auge vorbei, Emotionen tauchten sie abwechselnd ins heiße oder kalte Wasser.
DDas Geräusch von Holz auf holz lies Yin aufschrecken und zusammen zucken. Sie hatte nicht damit gerechnet,dass er zu ihr kommen würde, sich gar neben sie setzten würde. Ihr blick wich dem seinen aus und wurde vom Boden angezogen. Noch immer saß sie so verkrampft da, nur das sie ihn nun aus ihren großen Augen ansah. Anders als beim Trainingsplatz zuckte sie nicht weg, oder wich aus, als er sich ihr mit leichten Schritten näherte. Dieses Grinsen. Andere Leute hätten es als gruselig oder unagebracht gehalten, doch gehlrte es zu ihm. Es war da, zeigte dass es ihm egal ist, was andere dachten oder taten, solange keiner seinen Freunden etwas tat. Sanft sprach er zu ihr, so wie man mit einem verschrecktem Tier redete. Yin hörte zu, dachte einen moment nach und schüttelte dann den Kopf. Hatte sie etwas getan, das sie so leiden musste? Nein, eigentlich nicht. Aber das war auch nicht der Grund, warum sie leiden musste, oder? Sie musste nicht leiden, keiner bestimmte das oder wünschte es ihr, aber sie tat es einfach. Sie hatte Angst, litt noch immer unter dem Verlust... Seine Hand berührte ihr Kinn und drängte sie sanft dazu ihn anzusehen. Sein irres Lächeln war verschwunden, auch klang er ernst als er weitersprach. Izanagi meinte, dass sie nucht alle retten konnte, nichtvalle die sie liebte, dass sie dann verrückt würde. Eine kleine Pause dann fuhr er weiter. Öffnete ihr die Augen, dass sie noch Familie hatten, die es ertragen mussten, dass sie sich so benahm, dass sie auch mal wieder lächeln sollte. Irgendwann kam er auf ihre Mutter zu sprechen. Yin schloss ihre Augen und oresste ihre Lippen zusammen. Ihre Mutter war zu schwach gewesen? Nicht sie? Sie wollte Einspruch erheben, doch fuhr er einfach fort. Sein Lächeln stahl sich wieder auf seine Lippen und lächelten sie an. Wie konnte man in so einer situation überhaupt lachen? Lächelte er auch im Schlaf?
Die nächsten Worte waren, wie Yin fand die wichtigsten. Beinahe wie ein Befehl verlangte er von ihrvwieder zu leben. Trichterte ihr ein,dass ihre Mutter die schuldige war, dass sie endlich aufhören sollte sich selbst nieder zu machen. Und stellte ihr die Frage, was denn ihr Verhalten brachte. Es brachte nichts, das war ihr klar. Klar wie der Himmel an dem nun die Sterne glitzerten. Sie antwortete nicht, sondern handelte einfach aus Impuls heraus. Das klwine Mädchen rappelte sich auf und nahm ihn in den Arm, ließ ihn aber ebenso schnell wieder los. Nun hockte sie vor ihm, die Tränen getrocknet und ein ganz kleines Lächeln war zu erahnen. Sie wusste nicht, was sie sagen sollte. 》Deine Fragen... deine Reden... was soll ich darauf antworten, wenn ich es mir selbst nicht beantworten kann? Alles was du sagst klingt... logisch. Hart, aber wahr. Ich verstehe es, hier.《 sie deutete auf ihren Kopf. 》Aber hier nicht.《 sie deutete auf ihr Herz. 》Mir ist klar, dass ich ihn nicht zurückbekommen kann, dennoch will ich es nicht... wahr haben. Ich weiß auch,dass die anderen es nicht verdient haben, dass ich eigentlich lachen sollte und mich freuen sollte und keine panische Angst vor Explosionen...《 fuhr sie fort ubd sah ihn in gewisser Weise hilfesuchend an. 》... aber es ist wie ein Reflex. Ich denke, ich bin einfach noch nicht so weit..  dass es jetzt einfach ein Teil von mir ist?《 fragte sie leise. Sie hatte keine Ahnung, was sie da sagte, ob es einen Sinn ergab, was sie von sich gab, doch sah sie Izanagi nun nicht mehr ganz so geknickt an und lächelte ihn sogar an. 》Ich habe das Gefühl, du siehst wer ich bin... ich verstehe nicht, warum die anderen dich nicht mögen... du bist ein wunderbarer Freund.《

(844 wörter, nicht überarbeitet)
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BeitragThema: Re: Wohnung |Kamiki Yin| Stadtrand   Sa Apr 07, 2018 9:46 pm

Die einen würden ihn bestimmt schlagen. Ihm ins Gesicht schlagen und damit nicht aufhören. Sie würden ihn für seine Worte verprügeln, denn er hatte ihre Verstorbenen beleidigt oder sie zumindest als schwächlich dargestellt. Andere würden ihn anfahren. Was es denn solle. Ob er noch bei Verstand wäre (eine berechtigte Frage) und was er sich überhaupt vorstellte. Was er denn dachte, wer er wäre. Wie er etwas derartiges nur über seine Lippen bringen konnte. Wieder andere würden ihm wohl einfach aus dem Weg gehen und ihn aus ihrem Leben verbannen. Verbannen und nicht einmal mehr eines Blickes würdigen. - Karasu no Izanagi kannte in seinem bisher doch relativ kurzen Leben so einige Reaktionen auf seine Versuche, wenn er anderen helfen wollten. Die einen hatten ihm eine Ohrfeige verpasst, die anderen ihn angeschrien und wieder andere hatten den Kontakt abgebrochen - obgleich letzterer ohnehin nicht existent gewesen war. Izanagi war dergleichen jedoch gewohnt. Er wusste, wie Leute auf seine eigene Person reagierten und wie sie es in der Regel nicht taten. Aber änderte es etwas daran, dass er trotzdem den Mund aufmachte und kein Blatt vor diesen nehmen würde? Nein. Natürlich nicht. Er würde immer sagen, was er dachte und hatte nie gelernt, wirklich Rücksicht auf andere zu nehmen. Ein Einzelkind. Ein Findelkind. Ein Einzelgänger, wenn man so mochte. Doch trotz dessen hatte er sich vor Yin gesetzt und hatte ihr seine Meinung bezüglich ihrer Mutter gesagt. Bezüglich ihrer Lage - wohl wissend, welche Reaktionen er damit auslösen konnte. Dennoch hatte er nicht wirklich gezögert, sondern es ausgesprochen. Warum? Nun, Izanagi war niemand, der sich irgendwelcher Worte verbot, aber eigentlich hatte er einfach festgestellt, dass diese hübsche junge Frau ihr mieses Schicksal und ihre doofen Probleme nicht verdient hatte. Dass sie an einem ganz anderen Ort weilen sollte, als an eben diesem. Also... nun... er hatte es gesagt und hatte sich ebenso für eine Reaktion gewappnet. Und diese Reaktion fiel nun wirklich ganz anders aus, als er es jemals erwartet hatte.
Sie umarmte ihn. Kurz und schmerzlos hatte sie sich ein wenig aufgerichtet und dann einfach die Arme um ihn geschlungen. Izanagi konnte gerade noch einen überraschten Laut vernehmen, ihren Duft einatmen - und dann war es schon wieder vorbei. Vorbei, wobei er nun derjenige war, der die Augenbrauen kräuselte und fraglich blinzelte. Er war es nicht gewohnt, dass er umarmt wurde. Eigentlich umarmte man ihn nie. Wurde er überhaupt schon einmal umarmt? Vermutlich, wenn man ihn in eine Zwangsjacke hatte packen wollen, aber da war er sich nicht so sicher. »...Ich verstehe es hier... aber nicht hier.« Kopf und Herz - die steten Kontrahenten, wenn man so mochte. Yin sprach davon, dass sie es ja eigentlich wisse und dass es die anderen ebenfalls nicht verdient hätten. Doch konnte man es so leicht abstellen? Nein, gewiss nicht. Aber wenn Izanagi so darüber nachdachte, dann hatte die junge Frau noch kein einziges Mal überhaupt einen Versuch unternommen, eben dies zu tun. Zumindest kam es so bei ihm an. »Es... geht ja gar nicht darum, dass du es abstellt. Es geht ja nur darum, dass du einmal damit anfängst und es in Betracht ziehst. Dass du anfängst, daran zu arbeiten«, entgegnete er, nachdem er sich wieder gefasst hatte. Kurz darauf erhielt er aber schon das nächste Kompliment nach der Umarmung: Er wisse scheinbar, wer sie wirklich war. Und dann... dann kam das größte Kompliment von allen, bei welchem Izanagis Augen sich doch deutlich - wenn auch nur kurz - weiteten und er sie eine kurze Weile lang einfach nur etwas verdattert anblickte: »...ich verstehe nicht, warum die anderen dich nicht mögen... du bist ein wunderbarer Freund.« Ja, da war es. Er war ein Freund. Sie verstand nicht, wie man ihn nicht mögen konnte. Er war ein Freund. Ein Freund. Izanagi biss sich auf die Unterlippe und kratzte sich fadenscheinig an seiner Wange. Verunsichert. Er hatte noch nie einen Freund gehabt. Zumindest nicht wirklich. Da waren Leute gewesen, mit denen er sich mal besser und mal schlechter verstanden hatte. Da waren auch Leute, welche er verehrte und für welche er absolut alles tun würde - selbst Verrat (was zum Glück schlecht ging, da Yuzuriha sowieso bereits Mizukage war)... aber wirklich als Freund bezeichnet hatte ihn noch niemand. »Ähm... Ich habe eigentlich nur angesprochen, was ich mir gedacht habe... So wie ich es immer tue - ich glaube das stößt ein paar Leuten nicht allzu gut auf. Leutchen, die ihre lieben Geheimnisse lieber für sich behalten würden... oder keine schlimmen Wahrheiten hören wollen... Ich... bin froh, dass das bei dir nicht der Fall ist.« Bisweilen klang er ein wenig schüchtern und entsprechend fügte er auch recht leise hinzu: »Mich hat noch niemand als Freund bezeichnet. Sowas hatte ich nie.« Immer noch ein wenig "mitgenommen", richtete er sich wieder ein wenig auf und blickte etwas verquer durch den Raum. Wie immer war es die Teetasse, welche ihm halt gab. Kurzum schritt er auf diese zu, trank sie in einem Zug leer und ignorierte das Brennen in seinem Hals. Tee tat gut. Tee war sein Freund.
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