Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 Akari's Jutsus

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Fudo Akari
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BeitragThema: Akari's Jutsus   Fr Jun 21, 2013 8:42 pm

Gesamtzahl - Fuuin Shōsen = 7710 Wörter

“Habe ich Sie richtig verstanden? Mindestens eine Woche Ruhe und danach eine halbe Woche nur leichte Arbeiten?! Ich bin doch kein Farmer der im Schaukelstuhl seinem Getreide beim Wachsen zuschaut! Sofern dieses Bein nicht gebrochen ist werde ich es ja gefälligst benutzen dürfen! Sie sind wohl eine dieser Ärzte denen ihr Kittel zu Kopf gestiegen ist? Vermutlich haben Sie sogar die Zeit die gesamte Woche nur faul rumzusitzen, doch ich bin übermorgen zu einer Mission eingeteilt!! Ich will sehen wie sie zur Hokage gehen und ihr sagen, dass der Auftrag ins Wasser fällt, na los!!!!!“
 
Wild gestikulierende Hände zerpflückten während der gesamten Tirade die Luft. Ihr Patient besaß selbstverständlich zwei Beine und beide standen unter ständiger Anspannung. Nur die Schwäche in seinem verwundeten Gliedmaß hinderte den Shinobi daran aufzustehen und dennoch stand er während der zweiten Hälfte seines Monologs drohend vor ihr. Einbeinig war er aufgestanden und den halben Meter über den Tisch welcher sich zwischen ihnen befand gesprungen. Nun stand er drohend vor ihr. Einem Flamingo gleich stand er wenige Zentimeter vor ihrem eigenen Stuhl und Spukte unverhohlen seine Drohung aus, ihr mitten ins Gesicht. Akari konnte wirklich nicht sagen das ihr diese Situationen sonderlich Spaß machten. Es war nie leicht mit einem Shinobi das Entlassungsgespräch zu führen. Dabei waren sie am Anfang alle immer sehr froh darüber das Krankenhaus verlassen zu dürfen, ihre Freiheit zurückzugewinnen, sofern sie in einem Krankenzimmer eingesperrt gewesen waren. Praktisch Jeder ließ sich sofort zu einer Mission einteilen, als gelte es die Freiheit zu feiern, zu genießen, mit den Freunden draußen wieder Abendteuer zu erleben. Sie waren allesamt Kinder und manche waren Schlimmer, kaum mehr als Tiere. Zu einem Abschlussgespräch gehört nun einmal der erste Hinweis es ‚ruhig’ angehen zu lassen. Vielen musste sie am Entlassungstag erzählen, dass sie weiterhin Physiotherapie absolvieren mussten, ihren Körper erst langsam erneut belasten sollten und vor allem dem Heilungsprozess eine faire Chance einräumen mussten.
 
Akari besaß jedes Recht zurückzuschreien, die Fassung zu verlieren. Als wüssten ihre Patienten nicht, dass der Heilungsprozess mit der Entlassung eben noch nicht abgeschlossen war. “Es stimmt, die Wunde ist fast geschlossen und darum sind Sie medizinisch gesehen kein Akut-Patient mehr, weshalb wir auch hier sitzen und dieses Entlassungsgespräch führen. Es gibt keine Tablette die Ihnen diese Erholungsphase abnimmt. Meinetwegen könne Sie auf Ihre Mission, doch danach werden wir uns womöglich erneut hier sitzen sehen.“ Und dabei sprach sie noch gar nicht die Möglichkeit an zu jenem Zeitpunkt eine neue Wunde vor sich sitzen zu sehen, sondern vielmehr dieselbe welche sie in den vergangenen Stunden behandelt hatte, einfach weil sie der sofortigen Belastung nicht standgehalten hatte. Es gab nun einmal keine Wunderpille für die kleinen Wunden, die dennoch keine Nebensache darstellten, selbst die Hyōrōgan waren dazu nicht in der Lage.
 
Die Iryônin waren auch nicht die persönlichen Heiler vom Dienst, die wegen einem blauen Fleck zu Hilfe eilten und trotzdem wurde es so oft verlangt. Medizinische Lappalien tauchten genauso regelmäßig im Krankenhaus auf wie echte Notfälle und SIE sollten gefälligst Gewehr bei Fuß stehen. Immerhin tauchten die Herrschaften der Oberschicht auf, weil ihre eiserne Shinobi-Disziplin versagte und sie beispielsweise mit einer schlecht heilenden Kniewunde nicht mehr von selbst volle Leistungsfähigkeit erreichen konnten. Trotzdem diese Menschen dann meistens einsahen, dass sie dem Heilungsprozess eine faire Chance einräumen mussten, erwarteten sie dennoch nicht viel weniger als eine Sofortheilung ihrer Schäden. Akari hatte sich die schwere Aufgabe selbst gestellte. Sie wollte ihren Patienten eine ganz eigene Art von Disziplin beibringen. Innerhalb des Dorfes waren so viel nur so unglaublich nachlässig und sahen sofort ihr Training oder ihre Laufbahn gefährdet, wenn es nicht augenblicklich weiter ging. Manchmal fragte sie sich was so ein Shinobi nur mitten im Einsatz tat, wenn es ihn zwackte, holte er dann eine Schriftrolle hervor und beschwor einen Medic-Nin, welchen er unter Mordandrohung zuvor versiegelt hatte? So etwas wie einen persönlichet Feld-Iryônin war nicht ständig vor Ort selbst wenn auf jeder Mission einer der seltenen Medic-Nin mitgeschickt wurde, so wäre dieser Gedanken pure Illusion. Wahrscheinlicher war eher das die Shinobi im Kampfeinsatz irgendwo Verbandsmaterial hervorzauberten und sich selbst verarzteten. Ja Akari kannte auch ein paar dieser Menschen, die anschließend als Patient im Wartezimmer landeten.
 
Noch immer stand ihr Patient gefährlich nah vor ihr, die Fäuste in Anspannung geballt doch lauschte er auch ihren Worten. Ein Hauch Anstand verbat es ihm noch seine behandelnde Ärztin tatsächlich anzugreifen.
 
“Hören Sie. Ein Shōsen wäre die Lösung. Doch kein Arzt in diesem Krankenhaus wendet es außerhalb von Notfällen an und außerhalb finden Sie gleich noch weniger. Dies ist keine Technik die man wie ein Akademie-Jutu herumschleudern kann oder es tagtäglich mehrfach zur Schau stellt. Es gibt mindestens 20 Patienten pro Tag deren Blessuren allein diese Kosten nicht rechtfertigen und das Tadara sei no Jutsu, tatsächlich eine Grundlagentechnik, ist in diesen Fällen zu schwach.“
 
Akari machte mal wieder genau das falsche. Sie hielt kurz einen Strohhalm hin und erklärte kurz darauf weshalb sie diesen wegziehen musste. Sie wusste doch bereits wie dieser Patient auf ihre Aussagen reagieren würde. Doch auch am Ende dieses Tages würde sie ohne blaue Flecke ihre Schicht beenden, denn sie war nicht der Feind, sie sprach nur unangenehme Wahrheiten aus. Viele Shinobi, bis auf Genin und Akademiestundenten, verstanden ihre Aussagen am Ende so wie sie tatsächlich gemeint waren und nicht etwa als falsche Masche und gegen einen Genin konnte sie sich gerade so noch verteidigen.
Auch ihr aktueller Patient besaß ein Einsehen, statt mit der Faust auf ihr ungeschütztes Gesicht oder ganz woandershin zu schlagen öffnete sich seine Hand und strecke sich ihr entschuldigend entgegen.
 
“Ich habe wohl ein wenig überreagiert, es tut mir Leid. Gäbe es so ein simples Wundermittel, sie hätten es mir sicher bereits gegeben und ich kann schon verstehen, dass die Ärzte hier ihre Wunderwaffe nicht wie Pflaster verteilen. Kann ich meinen Fehltritt irgendwie wieder gut machen? Womöglich Sie zu einem Essen einladen?“
 
Oh wie bitter süß diese Reue in ihren Ohren klang und dennoch war sie selten so ernst gemeint wie sie ausgesprochen wurde. Wohin würde so ein Essen nur führen? Würden sie danach ein Paar werden und zusammen auf Mission gehen? Er als Kämpfer und sie als seine Persönliche Ärztin? Somit besäße er eine Iryônin immer an seiner Seite und Akari war zusätzlich nicht gerade hässlich! Akari beließ es bei einem Lächeln und dem Händedruck und verabschiedete ihren Patienten, für dieses Mal.   
 
Den Rest des Tages assistierte sie bei einer OP und vertröstete um die 10 Akademie-Stundenten, jeden einzeln, jeder Junge wollte seinen Charme bei ihr austesten. Doch am Ende obsiegte selbstverständlich Akari und ein paar der kleineren Verletzungen heilte sie tatsächlich mit einem Lächeln auf den Lippen. Am Ende des Tages war sie doch immer mit ihrem Tageswerk zufrieden, selbst wenn sie eine Menge Leute verärgert hatte. Ja eine Art Pflaster für Jedermann würde diese ständigen Diskussionen doch um einiges erleichtern und andere Auszubildenden würden ebenfalls von mehr Zeit für ihre Studien und weniger Nervenkrieg mit ihren Patienten extrem profitieren.


out: Wörter = 1150 - Einführugnspost - 1/5 - Fuuin Shōsen


Zuletzt von Akari am Mo Mai 05, 2014 7:45 pm bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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Fudo Akari
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BeitragThema: Re: Akari's Jutsus   So Jun 23, 2013 1:37 pm

Ganz am Anfang ihrer Forschung konnte Akari wirklich kein Wunder gebrauchen oder  Geistesblitze welche die Konzentration unterbrachen. Denn sie empfand die Tätigkeit, welche sie schon seit einem halben Tag ausübte, das Lesen, inzwischen zunehmend als anstrengend und nervig. Demzufolge konnte sie jetzt wirklich keine Ablenkung gebrauchen, und eine Bibliothek war im Grunde einer jener Orte wo Stille herrschte, Ruhe, Frieden, gefühlte Konzentration, ähnlich einem Operationssaal. Ja die Räumlichkeiten selbst, mit den unzähligen Regalen voller Bücher und Schriftrollen, wirkten fast wie ein heiliger Ort den es voller Ehrfurcht zu betreten galt. Mit der wohl winzigen Ausnahme das Mitarbeiter der Bibliothek ihre heiligen Hallen regelmäßig durchstreiften um die hier meditierenden Gäste auf Einhaltung ihrer Regeln hinzuweisen. Obwohl sie selbst streng nach Vorschrift hier ihr Dasein friststete gehört sie dennoch seit ungefähr 10 Minuten zu den Unruhestiftern, denn sie war mitten in der Buchlektüre eingenickt und missbrauchte um die 120 Seiten als Kopfkissen. “Verzeihung, Madame….Sie….ähm das Buch….“ Ungefähr derart klangen die Worte, welche durch ihr einschlafendes Bewusstsein dämmerten und eine wohl eher andrainierte Disziplin der panischen Wachsamkeit vor Testfragen ließ sie spontan die Augen aufschlagen und den Oberkörper zurückschnellen. Kerzengerade saß sie in ihrem Stuhl und starrte einen seltsam langen Moment apathisch vor sich in die Leere, bis sie sich der Person neben ihr zuwandte und blinzelte. .“Ja? Was gibt es?“ Ihr Entschluss, dass ein Notfall sich wohl dringlicher anhören mochte verhinderte ein kontrolliert energisches Aufstehen ihrerseits, ein recht glücklicher Zufall, schien ihr ‚Wecker’ sich doch ein wenig von seinem Vorhaben durch ihre Oberweite ablenken zu lassen. “Sie können die Bücher auch ausleihen, doch schlafen ist hier nicht erlaubt.“ So total unsinnig war diese Regel sicherlich nicht doch wohl eher ein wenig unpraktisch, bedachte sie die Größe ihres Appartements und die ungefähr 10 verschiedenen Regale mit Lesestoff. Doch zunächst entschuldigte sich Akari erst einmal für ihr Fehlverhalten und die Unannehmlichkeiten welche sie offenbar bescherte, als wäre ihre Anwesenheit ein öffentliches Ärgernis!

Wirklich ärgerlich war doch wohl eher die Tatsache, dass ihr ein ziemlich hilfreicher Gedanke im Halbschlaf gekommen war. Den halben Tag war sie hier hochkonzentriert gesessen und hatte alles über das Shōsen, was sie ohnehin inzwischen fast besser kannte als manche Buchautoren, gelesen was es zu finden gab. Allein diese pausenlose Widerholung der Fakten hatte am Ende ihren Erschöpfungszustand ausgelöst, da es einfach keine neuen Erkenntnisse gab, außer eventuell sie schrieb ein paar Korrekturen in 1-2 schlecht verfasste Werke. Sie hatte nach einer bereits bekannten Möglichkeit gesucht ihr Ziel zu erreichen, einen Weg das Rad nicht neu zu erfinden und war gescheitert. Wie sie es drehte und wendete, der direkte Körperkontakt zwischen Medic-Chakra und Haut ließ sich nicht umgehen. Es gab hier absolut keinen schriftlichen Nachweis, dass es möglich war geschmiedetes medizinisches Chakra überhaupt anders zu verwenden als im direkten Kontakt. Ja es gab sogar einen Hyuuga der versucht hatte aus seinen Handflächen grünliche Kugeln zu verschießen in Anlehnung an die Handhabung von elementaren oder Ninjutsu-Techniken. Das Ergebnis war ernüchternd, wenige Augenblicke nach Trennung vom Chakrasystem des Iryônin löste es sich praktisch in Luft auf. Jener Hyuuga war jedoch stur genug gewesen diese nutzlose Technik auch noch zu perfektionieren und schaffte es am Ende sein grünliches Chakra auf eine 5 Meter entfernte Zielscheibe zu schießen, befand sich an dieser Stelle ein Mensch so ließ sich nach wissenschaftlicher Erkenntnissen immerhin noch nachweisen das 10% eines jeden Jutsus überhaupt ankamen und mehr oder weniger selbigen Wirkungsgrad entfalten konnten. Mit anderen Worten ein abgefeuertes Shōsen heilte, sofern es an der richtigen Stelle aufkam mit müh und Not einen Kratzer. Zumindest war dies überhaupt ein Ergebnis, sofern man vor lauter Erfindungsreichtum nebenbei total vergaß, dass ein A-Rank Jutsu in eine fast schlechtere Kopie eines bekannten D-Rank Jutsus abgeschwächt worden war.
Jene Idee welche ihr also im total verpennten Zustand gekommen war, hieß Fuuin. Jene Technik die in klassischer Weise auch eingesetzt wurde um unhandliche Gegenstände, Personen oder Bijuu in transportable Schriftrollen zu versiegen. Nun gut sie hatte noch nie davon gehört das lebende Menschen auf diese Art aufbewahrt werden konnten, doch wieso auch nicht? Leichen und Haustiere wurden ebenfalls so transportiert. Ja sogar für ihre eigenen Zwecke schien diese Idee praktikabel, denn es gab Siegel welche Chakra aufsaugten oder selbst einen Vorrat an Energie besaßen um eine komplizierte oder zeitintensive Technik zu unterstützen. Sehr gut, auf diesen Grundlagen ließ sich doch sicherlich aufbauen. “Ach wären Sie so freundlich die Bücher zurückzuräumen? Dies sollte doch eine Ihrer Aufgaben sein oder? Die Schriftrollen auf den zwei Nachbartischen gehören auch noch zu mir dazu. Ich bin mich dann in die Fuuin-Abteilung ihrer wunderbaren Bibliothek vergraben. Wo befindet sich diese denn?“

Gesagt getan, ein Mann ein Wort und ihre Bücher waren fort. Zumindest würde ein etwaiger Nachfolger ihrer Tische im Medizin-Bereich einen sauberen Arbeitsplatz vorfinden, Akari selbst war einen Raum weiter gezogen und klapperte bereits die Überschriften der Regale ab um sich einen groben Überblick zu verschaffen. Am Ende des Tages war sie zu der Überzeugung gelangt das es recht einfach sein sollte ein Fuuin zu entwickeln welches Medic-Chakra aufsaugte und vermutlich verpuffen ließ. Sie war bedauerlicherweise nicht dahinter gekommen was mit den Techniken passierte, die beispielsweise ein Element-Fresser-Fuuin so verfrühstückte. Gab es denn irgendwo eine geheime Gilde von Gelehrten, welche das Siegelpapier für jedes Element herstellten, ausschnitten oder bemahlten, damit eine ahnungslose Anwenderin, wie sie eine war diese einfach nur aus dem Ärmel schütteln und per Chakra aktivieren brauchte? Offenbar hatte sie es in ihrem Arbeitseifer geschafft die Grundlagenlehren zu überspringen. Sie musste an die ihr unbekannten Siegeltechniken anders herangehen als an ein ihr bekanntes Gebiet. Kurz vor der offiziellen Schließungszeit lieh sie dann doch ein paar Bücher zum Thema Grundlagen aus und verbrachte die Nacht mit ihnen.

Am nächsten Tag war sie nicht unbedingt sehr viel schlauer obwohl sie doch jetzt mehr oder weniger unwichtiges Wissen über gerade und ungerade Siegel besaß. Unwichtig in dem Sinne, dass sie damit nichts anzufangen wusste. Offenbar hätte sie sich in ihrer Kindheit auch noch mit Fuuin beschäftigen müssen um in der heutigen Zeit das Grundkonzept verinnerlich zu haben. Nun blieb also die Frage, wollte sie Jahre mit dem Studium verbringen oder sich eine Person suchen, welche das von ihr gesuchte Wissen bereits besaß und anwenden konnte, unter dessen Anleitung sie mehr oder weniger in der Lage sein würde vorhandene Jutsus zu erlernen, bekanntes Wissen anzuwenden? Es war schon schwer genug aus der Unmenge an Informationen herauszufinden ob es Siegel gab die Chakra speichern und wieder abgeben konnten, auch wenn sicherlich nicht unmöglich. Und auf einmal mitten in der Mittagszeit des 5. Tages war da auf einmal das Hitotabanoya no Jutsu. Nachdem sie nach dem Essen zu ihrem Platz zurückgekommen war lag es dort. Die Technik war interessant zu lesen. Über Siegel wurde ein Bannkreis geschaffen welcher mit Ninjutsus derselben Kategorie aufgeladen werden konnte, welche sich anschließend über selbigen manifestierte und in eine gewünschte Richtung freigelassen wurde. Somit entstand praktisch eine gestärkte, gebündelte Supervariante und in Gedanken malte sie sich bereits die Wirkung für medizinische Anwendungen aus. Nach reiflicher Überlegung gelange sie jedoch zu den Parallelen des Chikatsu Saisei no Jutsu, jener Regenerationstechnik welche ebenfalls mit einem Siegel arbeitete und garantiert Energien verschiedener Nutzer bündeln konnte. Außerdem war es tatsächlich praktischer als sich einen verstärkten Shōsen-Energiestrahl vorzustellen der auf jemanden abgefeuert wurde und ihn womöglich noch durchbohrte, dafür aber augenblicklich das entstandene Loch heilte. Tatschlich war diese Vorstellung amüsant genug, dass Akari kichernd und lachend aus der Bibliothek verwiesen werden musste mit der Begründung sie würde ein hysterisches Verhalten an den Tag legen. Genau! Sie wühlte von Regal zu Regal und fand am Ende heraus das es eine jener mystischen Siegeltechniken bereits in der medizinischen Praxis gab. Also wenn dies nicht ein großer Witz war, zumal sie das Chikatsu selbst erlernt und zumindest ein paar Mal während einer großen OP mit angewandt hatte, selbst wenn sie mehr oder weniger nur als Chakra-Batterie mithelfen durfte.

So kam es das Akari, obwohl verstimmt durch ihren ausbleibenden Erfolg, fröhlich durch das Geschäftsviertel von Konoha spazierte. Im Nachhinein war es einfacher diese ganze Idee abzustempeln und in eine total peinliche Geschichte für den allgemeinen Tratsch unter Kollegen zu verwandeln. Es war ärgerlich sich 5 Tage mit einem Wissensgebiet zu beschäftigen und nicht das Gefühl zu haben vorangekommen zu sein. Es bleib doch alles beim Alten. Medizinisches Chakra benötigte Kontakt mit dem erzeugenden Chakrasystem um stabil gehalten zu werden, so einfach war es. Dann konnte es sogar wie ein Skalpell unter der Haut des Patienten bewegt und gesteuert werden, wobei es vermutlich die Haut als Medium verwandte um mit dem System des Medics in Kontakt zu bleiben oder eben das Chakrasystem des Patienten wie auch immer. Sie hatte herausgefunden das es ohne diesen Kontakt höchst instabil war und Schluss. Keine Entdeckung die nicht auch jemand anderes hätte machen können, zusätzlich hatte sie für sich entdeckt zu wenig über Siegeltechniken zu wissen und damit war die Pointe erreicht. Im Märchen würde sie nun vermutlich die nächsten 200 Jahre sich das Wissen aneignen und anschließend die Sensation überhaupt entdecken. Es war kurzum frustrierend genug im Sinne einer hysterischen Übertreibung einen Witz in der ganzen Sache zu erkennen. Es war ein großer Spaß eine Entdeckung nicht machen zu können!!

Doch dann kam sie an einem Laden vorbei der Siegelpapier verkaufte und spazierte hinein dem Ergebnis dieser Entscheidung komplett offen und sei es, dass sie am Ende den Ladenbesitzer erdrosselte oder ihm einen Witz erzählte. Vor einem Regal mit der Überschrift ‚Chakraspeicherndes Siegelpapier’ blieb sie stehen und rieb sich verwirrt die Augen. Soeben schien sich alles in einen äußert schlechten Scherz zu verwandeln und sie ging zur Theke um ein paar ernste Worte mit dem Besitzer zu wechseln, mit dem Inhalt das in keinem Buch auch nur erwähnt zu seien schien das man chakraspeicherndes Siegelpapier kaufen konnte! Doch zuvor setzte sie sich im Schneidersitz auf den Boden und ging ein paar Atmungsübungen durch. Kurz darauf ließ es sich gleich viel entspannter reden, bei einer Tasse Tee und ein paar Süßigkeiten. Es stellte sich heraus das der ‚Meister’ sein Papier mit einer Technik versah die es chakraspeichernd machte, eine einfache Technik die jeder Fuuin-Anwender bei der Erschaffung eines nun sagen wir einmal Ankoiri mitto - Seishitsuhenka no Kentanka ebenfalls verwandte. Allein dies löst schon ein gewisses Rätsel, welches die Bücher ihr aufgegeben hatten. Ein Shinobi war also in der Lage nur ein passiver Anwender eines Seals zu sein und es nur zu aktivieren, dabei verfügte es bereits über einen vorprogrammieren Zweck, oder es von Grund auf selbst zu gestalten. Danke. Nun musste sie also nur noch einen Weg finden das von ihr erwählte Shōsen, oder womöglich doch ein anderes medizinisches Jutsu mit einem chakraspeichernden Siegel in Einklang zu bringen.

Es folgten interessante Nachmittage, gefüllt mit Tee und interessantem Gesprächstopf aus der Praxis.


out: Wörter = 1770, Trainingspost zum Thema Medic - Siegelwissen - 2/5 - Fuuin Shōsen


Zuletzt von Akari am Di März 18, 2014 2:27 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Akari's Jutsus   Sa Jun 29, 2013 10:33 pm

In den folgenden Tagen lernte Akari so einiges, unter anderem das ihre neue Bekanntschaft dem trockenen Theoriewissen viel Würze hinzuzufügen vermochte. Tatsächlich schien sie einen Experten was Siegelpapiere betraf aufgetrieben zu haben, kaum verwunderlich führte dieser doch einen entsprechend unter Shinobi bekannten Laden. Nur Akari welche sich  bisher nie groß mit dem Thema beschäftigte war diese Anlaufstelle zunächst fremd gewesen. Im Nachhinein kam ihr ihre Vorgehensweise doch ziemlich ungeschickt vor, ohne eine Ahnung oder genügend Vorwissen die Bibliothek durchforstet zu haben. Allein das Gebiet der Papierherstellung, Bearbeitung sowie die passenden Grundlagentechniken, nicht zu vergessen die für sie interessierenden Eigenschaften wie die Speicherung von Chakra mochten niedergeschrieben viele Bücher füllen, doch schon die direkte Beantwortung, ihrer zugegeben recht stümperhaften Fragen, machten bereits einen gefühlten Unterschied von Stunden aus. Klar Papier war oft sehr geduldig und es musste ein Gespräch auch nicht unterbrechen um einen Stammkunden zu bedienen, welche offenbar das Recht besaßen zu jeder Tages- und Nachtzeit den Meister zu konsultieren, allerdings lag ja auch genau hier der Unterschied. Bei den ersten Unterbrechungen war sie fast versucht ungehalten zu wirken, empfand sie selbst ihr eigenen Anliegen doch als ziemlich wichtig, doch stellten sich viele der ungebetenen Gäste als ANBU heraus, welche naturgemäß nicht während der Öffnungszeiten vorbeischauen wollten oder konnten. Davon abgesehen verbrachte die Grünhaarige wie angedeutet nicht nur Nachmittage sondern ganze Abende und auch Nächte mit ihrer neuen Wissensquelle und dieser fühlte sich tatsächlich ziemlich geschmeichelt so genau ausgefragt zu werden. Doch statt nur das Wissen abzuspeichern und sich Notizen zu machen, wie in der Bibliothek geschehen wollte sie diesmal aktiv Entwicklung betreiben. Vor dem großen Schritt der Erschaffung etwas Neuen erfolgte zunächst jedoch das Erlernen des bereits bekannten.

Ziel der ersten aktiven Einheit war das altbekannte Jibakufuda Kassei auseinander zu nehmen. Es galt die Technik zu verstehen wie ein Siegel allein durch Chakra aktiviert werden konnte, immerhin tat es vermutlich auch eine am Jibakufuda angebrachte Zündschnur. Die Übung bestand jedoch nicht darin das Siegelwissen zu sezieren, wie es die Kryptoanalyse praktizierte, ihr Interesse lag schließlich nicht darin zu erlernen Holz aus der Entfernung in Brand zu stecken oder Explosionsmischungen zu kreieren. Hauptaugenmerk galt dem Schritt das Siegelpapier mit einer Signatur zu versehen, welche per Chakrazufuhr aktiviert werden konnte um einen Effekt auszulösen. Banal gesagt, ein Schriftzeichen welches mit chakragesättigter Tinte auf das Siegelpapier gemalt wurde. Keine so schwere Übung oder? Mit der richtigen Tinte unter Garantie nicht! Die richtigen Hilfsmittel vereinfachten eine Übungseinheit ungemein und schon bald wusste Akari immerhin um den Zielmechanismus besser bescheid. “Ich sehe wie das Schriftzeichen reagiert, wenn ich das darin gespeicherte Chakra aktiviere, allerdings wollte ich nicht auf die Anwesenheit von Spezialtinte angewiesen sein. Gäbe es denn noch eine andere Variante diesen Schritt zu erreichen beispielsweise ein Handzeichen?“ Gespannt wartete sie auf eine Reaktion. Garantiert wäre ihr eine Schriftrolle mit der Antwort irgendwann in die Hände gefallen, wodurch sie nicht Gefahr gelaufen wäre ihren Lehrmeister eine ihm unangenehme Frage zu stellen, allerdings war dieser Ladenbesitzer sehr geduldig. In der Tat war es möglich mit einigem Fingerspitzengefühl an Chakrakontrolle das Papier mit einer Aktivierungssequenz zu versehen, sogar variabler Komplexität. Für Akari war jedoch jetzt schon klar, dass sie ihr Produkt der Öffentlichkeit zugänglich machen wollte und somit sollte selbst ein Akademiestudent oder ein Schwerverwundeter welcher kaum noch ein Seal zu Formen vermochte das Siegelpapier aktivieren können. Da sie medizinisches Chakra speichern und abrufen lassen wollte, lag die Lösung für dieses kleine Startproblem jedoch erstaunlich schnell auf der Hand. Allein der Kontakt mit dem Chakrasystem, egal auf welche Art und Weise, würde dazu führen das Medic-Chakra freizusetzen da es sich von diesem magisch angezogen fühlte. Gerade im Bereich der Erfindungen und Zufälle eröffneten Lösungen manchmal nur neue Wege die in ein Problem mündeten und selbiges sollte sie sogleich in Angriff nehmen.

Der zweite Schritt ihres Ausfluges in die geheimen Grundlagen der bekanntesten Techniken der Welt war ein Picknick. Auf Arbeit wurde selbstverständlich schon wieder getuschelt sie hätte ein Date, einen neuen Lover, die Akari-Sucht. Blieb noch die Frage war sie krank oder steckte sie mit jenem Attribut die Männer ihrer Umgebung an? Dieser Zustand war jedoch schwer zu umgehen, entweder sie selbst verguckte sich oder das Gegenteil geschah und offenbar handelte es sich, laut dem Buschfunk, um den Besitzer des ‚Siegelringes’, um den Namen des Papierladens preiszugeben. An jenem Wochenende brachte Akari also einen Korb mit in den Laden, gefüllt mit Nahrungsmitteln und Getränken. Ihr Lehrmeister stellte diesen auf ein großes Stück Papier und legte dazu ein paar Pinsel und ein Buch. Anschließend formte er ein paar jener Fuuin-Zeichen die sogar Akari auswendig kannte, das Tobidôgu und unversiegelte besagte Schriftrolle. Als nächstes legte er auf ein kleines, quadratisches Papier, einen Haufen Nägel, Kunai und Shuriken und wies seine Schülerin an diese zu versiegeln. Spannenderweise rollte ihr Sensei die Picknick-Decke einfach nur unterm Arm zusammen und sie verließen sein Geschäft. Ziel der kurzen Reise war eine sehr dekorative Wiese mit einem Wasserfall samt Flusslauf, welche sich durch selbige schlängelten. Mit bedacht breite ihr Lehrmeister die Decke aus und ließ sich dabei offenbar alle Zeit der Welt, genoss nebenbei die Landschaft und verlor ein paar Worte darüber. Dann wies er Akari an die Schriftrolle mit dem Korb zu öffnen. Zur Antwort erhielt er eine verwirrt dreinblickende Iryônin. In der Akademie war sie wahrlich nicht die gesamte Zeit aufmerksam gewesen, doch konnten Schriftrollen denn nicht nur von derjenigen Person geöffnet werden, welcher sie versiegelt hatte? Vor dieser Frage aller Fragen versuchte Akari dennoch ihr Glück und leitet Chakra in das Seal, welches den Verschlussmechanismus bildete. Erwartungsgemäß geschah rein gar nichts. Die Frage auf den Lippen blickte sie zu ihrem ‚Date’ auf und erblickte ein paar Waffen und einen Haufen Nägel welche er fasziniert zu betrachten schien. Es stellte sich heraus, dass er einfach allein durch die Beobachtung wie sie ihre Schriftrolle versiegelte seine Schlüsse daraus zog wie diese zu öffnen war. Demzufolge hieß die Lektion offenbar, dass Fuuin mit steigendem Bekanntheitsgrad auch leichter missbraucht werden konnten. Akari würde also Vorsicht walten lassen müssen oder eines Tages könnte jemand das Wissen um ein Pflaster-Jutsu missbrauchen um unwissenden Anwendern Schaden zuzufügen. Demzufolge müsste sie eine Technik versiegeln, die nicht jedem zugänglich war und nur schwer manipulierbar. Während des Essens überlegte Akari nun also ob das Shōsen nicht zu unsicher wäre. Für dieses Jutsu sprach der Seltenheitswert. Im Grunde beherrschten nur Iryônin und höherrangige Shinobi, wie beispielsweise ANBU diese Technik. Zusätzlich sahen nicht viele den Sinn darin sich durch die halbe Medizin zu prügeln nur um eine Heiltechnik zu erlernen. Es gab auch nicht allzu viele Menschen die per Knopfdruck zwischen normalem oder elementarem Chakra und medizinischem Chakra hin und her schalten konnten, noch dazu auf hohem Niveau. Somit war der Kreis derjenigen welche das Jutsu an sich manipulieren konnten ziemlich gering gehalten, schätzte sie einfach mal ein. Die Versiegelungstechnik selbst war jedoch nicht so furchtbar kompliziert und daher anfällig. Akari zog daher für sich den Schuss, dass sie die Siegel eher wie ein Geheimnis behandeln wollte, oder zumindest deren Herstellung nicht in Gegenwart eines Unbekannten vollführten würde. Das Shōsen selbst musste das Mittel der Wahl bleiben, um nicht die Popularität der einfachen Siegel-Variante in die Höhe zu peitschen. An dieser Stelle entschied Akari zusätzlich, dass sie sich nicht die Mühe machen würde eine komplett mobile Variante des Shōsen Jutsu zu erfinden. Die Gefahr, dass das Medic-Chakra vom Medic-Nin oder gar dem Nutznießer gesteuert werden könnte wie ein präzises Operationswerkzeug war einfach ein zu hohes Risiko, es verringerte sich auch nur kaum sollte das Medich-Chakra eigenständig agieren. Ein Iryônin sollte weder aus 2 km Entfernung eine Operation durchführen noch diese Option einem verwundeten zur Verfügung stellen oder gar einem Manipulator. Trotzdem würde sie es sich nicht nehmen lassen sich über die entsprechenden Möglichkeiten zu informieren.

Um ihre Technik nun tatsächlich zum ersten Mal zu kreieren fehlte also nur noch ein praktischer Schritt, denn die Theorie war wortwörtlich halb gefrühstückt. Sollte sich in Zukunft jemand an ihre Siegeltechnik setzen, jene Person würde sich hauptsächlich wohl nur mit diesem Aspekt rumschlagen, denn alles zuvor gewesene bildete jenen Teil der Theorie der später als bekanntes Hintergrundwissen kaum von Grund auf durchgekaut werden müsste. Das gebildete grünliche Chakra musste irgendwie innerhalb eines Siegels gespeichert werden. Auf diesem Gebiet gab es jedoch reichlich Literatur und gutes Anschauungsmaterial, immerhin konnten ganze Elementargruppen nicht nur in eine Schriftrolle gebannt sondern auch aus dieser befreit werden. Die graue Theorie hatte sie bereits in der Bibliothek nachgeschaut und auch halbwegs verstanden, ebenso verstand sie das Problem des Medic-Chakras sich aufzulösen sobald es ein Chakrasystem verließ. Was auch immer der genaue Grund für dieses Verhalten war, womöglich lag es auch einfach nur nicht in der Natur dieser Chakra-Art stabil zu sein. Jedes Element-Chakra ließ sich zu etwas neuem Formen und blieb je nach kontinuierlich hinzugefügtem Chakra stabil. Ein Feuerball war solange ein Feuerball, bis er auf ein Ziel traf und sich dadurch destabilisierte, Punkt aus. Eine Tatsache, etwas dessen Grundlagen man verstehen konnte, aber nicht musste um zu wissen das es so war. Zur Erschaffung des grünlichen Chakras war eine haargenaue Kontrolle erforderlich, wohingegen für Elemente eine Elementaffinität die Vorraussetzung stellte. Genjutus profitierten ebenfalls von einer genauen Kontrolle, doch sie manipulierten die Wahrnehmung und besaßen selbst keine physikalische Form. Noch am ähnlichsten schien der Vergleich mit einem schlichten elementlosen Ninjutsus auszufallen, doch dessen Entstehung und Kontrolle basierte schon fast allein darauf das die Chakraknoten eines Ninjas diese Energieform bildeten und kontrollierten, sofern sie nicht total falsch lag mit dieser These. War also jede spezielle Chakraform eine Umwandlung und Verfeinerung des normalen Chakras? Es fehlten ihr einfach die Akademie-Grundlagen um dies zu verstehen und die Lösung hieß nicht noch einmal die Schulbank zu drücken! Dieser Schritt der für sie selbst so schwierig zu seien schien könnte ein Anderer in Handumdrehen lösen, doch all dieses Wünschen halft ihr ja auch nicht weiter. Sie musste durch Probieren die Lösung finden und demzufolge bildete sie jene Seals die in ihrem Ergebnis das Shōsen erschufen. Vor ihr lagen chakraspeichernde Siegel ihres Lehrmeisters, denn ihre eigenen könnten bisher nur gespeichertes Chakra freigeben, jedoch nicht binden. Sie hoffte sich von einem ersten Erfolg rückwärts heranarbeiten zu können und so hielt sie ihre glühende Handfläche an das Papier. Das Siegelpapier reagierte wie ein sehr langsamer Schwamm, es saugte das grünliche Chakra auf und nahm selbst die entsprechende Farbe an, bis ihre Hand nicht mehr von einer Aura umgeben wurde sondern der Zellulosestreifen. Dieser Prozess dauerte grob geschätzt eine halbe Minute und ungefähr die selbe Zeit dauerte es bis sich das Glühen am Boden beruhigte und die normale Papierfarbe übrig bleib. Ihr Meister aktivierte anschließend das Siegel, woraufhin es erneut zu Leuchten begann und einen Wimpernschlag später erlosch. Da sie sich für diese Übung in seinem Labor befanden gab es tatsächlich seltsame Instrumente welche zu vermessen mochten über wie viel Ladung ein Papier verfügte. Ihres war komplett leer. Genauer gesagt es war wertloses Altpapier. Zahlenmäßig gab es keinen Nachweis, dass der Zellulosestreifen irgendeine nützliche Eigenschaft besaß. Ihr Lehrmeister versuchte sogar mit seinem recht hohen Wissen der Krypotanalyse noch irgendetwas zu entdecken doch Fehlanzeige. Mit dem nächsten Seal verlief es nicht viel anders, außer dass sie die Aktivierungssequenz mit Tinte hinzufügten. Am Ende blieb ein leeres Blatt zurück, es war milde gesagt ein wenig schockierend. Es würde keine Möglichkeit geben ein genutztes Seal wiederzuverwenden oder neu aufzuladen, sollte es sich nur halbherzig entladen was offenbar nicht der Fall zu sein schien. Beim nächsten Versuch schnitt Akari sich in den Finger und wickelte das selbstgemachte Pflaster um die kleine Wunde. Ihr Finger leuchtete kurz grün, der Schnitt war Vergangenheit, übrig blieb ein Streifen weiß. Ganz im Sinne einer Versuchsreihe testeten sie als nächstes wie lange das Seal das Chakra im ungenutzten Zustand speicherte und kamen auf ernüchternde 20 Sekunden. Allerdings beruhte dieses Ergebnis weniger auf genauen Messungen, eine Stoppuhr tat es auch. Akari wickelte ihren Finger einfach nach einer gewissen Wartezeit ein und sah wie es, das Siegel, sich rot färbte ohne irgendeine andere Reaktion gezeigt zu haben, es gab nicht einmal einen Hinweis wie das Chakra verschwunden sein sollte. Anschließend hatten sie schlicht und ergreifend die Zeit gestoppt und somit endete eine, auch wenn nicht ganz erfolgreiche, erste Testreihe des Fuuin Shōsen.  

out: Wörter = 2020, Erfindung Teil 1 - 3/5 - Fuuin Shōsen


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BeitragThema: Re: Akari's Jutsus   So Jun 30, 2013 6:19 pm

Wie ein Hund schüttelte sie sich und ohne viel dagegen unternehmen zu können spürte sie wie ihr gesamter Körpern vom Zittern der Muskeln erfasst wurde und wortwörtlich bebte. Ein deutliches Zeichen das sie gerade dabei war ein wenig zu übertreiben? Ihr Puls raste, ihre Hände verkrampften schon seit ein paar Sekunden, der Schweiß stand ihr nicht nur auf der Stirn und das Gefühl ausgesaugt zu sein zerrte an ihren Nerven. Völlig fertig mit der Welt ging sie vor ihrem Arbeitstich in die Knie und versuchte sich dennoch irgendwie mit den Ellenbogen abzustützen, oben zu halten. “Wieso verdammt noch mal kann ich mich nur so gut konzentrieren?! Sturheit! Hast du schon das Pflaster erfunden das Chakrareserven verdoppelt? Nein?! Arrrrrggggg“ Schimpfte sie mit sich selbst, denn es gab niemand anderen zum Schuldzuweisen. Sie war einfach nur dumm gewesen. Die Neugier und Experimentierfreunde hatte sie gepackt und ihr Lehrmeister war auf Arbeit, nicht das sie dies stören würde, warum auch? Sie war keine 12 und Medizinerin, da erzähle noch einmal jemand sie wüsste über ihren eigenen Körper nicht bescheid, genau dies war jedoch ihr Argument gewesen. Ihr selbst gegenüber! Konzentriert war sie mit ihrer aktuellen Aufgabe beschäftigt gewesen, sie wollte ganz langsam einen kontinuierlichen Chakrafluss erzeugen und diesen in das Siegelpapier leiten. Diese Rechnung fand jedoch wie üblich ohne genügend Wissen statt und mit einem relativ großem Stück Siegelpapier, alle kleineren Exemplare waren im Verlaufe des Vormittages dem Papierkorb zugewandert. Soweit war alles nach Plan gelaufen sie konzentrierte sich darauf den Abstrom stabil zu halten, doch bereits nach ein paar Sekunden kämpfte sie gegen einen Widerstand an. Der genaue Grund war unklar, ob es das Papier war oder ihr Jutsu, normalerweise benutzte sie das Shōsen schließlich ganz anders. Die Anwendung beim Menschen fühlte sich schon etwas anders an, die Energien schienen sich zu verteilen. Die kleineren Siegelpapiere reagierten ein wenig anders, sie saugten das Chakra praktisch auf, womöglich bis ihre Kapazität erreicht war. Zumindest gingen sie davon aus Akari und ihr Meister. Nun gut er wusste darüber bescheid und sie stocherte mit Vermutungen solange herum bis die Erklärung folgte wieso eine Annahme denn richtiger wäre als eine zuvor getätigte. Sie konnte sich sein Verhalten nur wie folgt zusammenreihen. Offenbar stieß sie mit ihren Fragen in Gebiete vor die er selbst nur ungern beantwortet mit welchem Grund auch immer. Das bauchgroße Papier zuzuschneiden war ihr nicht in den Sinn gekommen mit einem großen Stück ließen sich immerhin auch großflächigere Wunden abdecken, so der Gedanke. In Vergessenheit geraten war allerdings die nicht gerade unwichtige Tatsache, dass sie keine Möglichkeit besaß den Füllzustand eines Siegels zu messen, genau es leuchtete grün, wenn es voll war oder am laden oder wieso auch immer! Im Nachhinein könnte es eine optische Täuschung gewesen sein! Sie war nun einmal keine ausgebildete Siegel-Meisterin und spielte dennoch ganz allein mit den Sachen der Großen. Kurzum sie war bereits erschöpft gestartet und das Siegelpapier gab ihr den Rest indem es sie wortwörtlich aussauge. Das gespürte Hindernis bei der Ausübung ihrer Aufgabe war ein Warnzeichen gewesen, eines welches sich leicht ignorieren ließ, war die Aufmerksamkeit woandershin gerichtet.
Inzwischen kniete sie vor ihrer Arbeitsplatte und nur noch ihre Augen vermochten über die Tischkante zu blicken. Da lag es und es leuchtete nicht einmal grün! Es verachtete sie und schien zu rufen ‚schau her ich habe noch Reserven ätsch.’ Gemeinheit! Papier war geduldig. Papier war grausam. Nur wenige Augenblicke später kippte sie schnaufend auf den Boden, vermutlich war’s die Schwerkraft, irgendwer war immer am Fall beteiligt. Immerhin konnte sie diesen Stunt als gefährlich klassifizieren, schaffte bestimmt auch nicht jeder. Irgendwo befanden sich für solch einen Zweck doch noch Hyōrōgan, der Garant für nutzlose Energieverschwendung, die Entschuldigung für Vieles. Wie dumm war sie eigentlich gewesen? Ein A-Rank Jutsu wie ein Kunai immer wieder auf eine Zielscheibe zu werfen. Würde ihr ein Patient davon erzählten sie würde ihn in Gedanken verprügeln. Sie versuchte sich umzublicken sah aber nicht viel mehr als den Holzboden auf welchem sie zu liegen gekommen war. War sie eigentlich hart aufgeschlagen? Blutete irgendwo eine Platzwunde? Wie konnte sie davon so kurz darauf schon nichts mehr wissen? Ah genau dort war das Tischbein, es lag in ihrem Blickfeld. Auf dem Boden der Tatsachen zu liegen stellte sich bald als ziemlich langweilig heraus. Also begann sie von 100 rückwärts zu zählen, irgendwo auf dem Weg zur Null würde sie schon das Bewusstsein verlieren.

Einen Tag später durfte sie ihr Krankenhaus verlassen. Peinlich berührt ließ sie die tägliche Pflege über sich ergehen, denn offenbar waren auch noch Krämpfe hinzugekommen die abklärungsbedürftig schienen. Da sie sich aber weiterhin noch kurz vor dem Ziel oder einem Teilziel wog wollte sie nicht so schnell aufgeben, oder gar ein paar Ruhetage einlegen. Stattdessen mischte sie sich im Labor eine Art Hyōrōgan-Kautabakmischung zusammen und ging ihren Lehrmeister besuchen. Es stellte sich jedoch heraus, dass dieser auf Geschäftsreise war. Seine Hinterlassenschaft war ein Paket mit um die hundert chakraspeichernde Siegel, zugeschnitten. Die nächsten Tage übte sie mit dem zweifelhaften Geschmack von zu lang gekautem Hyōrōgan im Mund, doch zumindest fühlte sie sich nicht zu stark belastet um ihr Übungspensum durchzuhalten. Von der Arbeit war sie seit dem Zwischenfall sowieso freigestellt. Ganz langsam schien sie auch den Dreh herauszubekommen wie die Haltbarkeit der Siegel verlängert werden konnte. Mit der Idee des kontinuierlichen Chakrastroms war sie immerhin schon auf 5 Minuten gekommen. Zwischendurch schlich sich noch kurz die Befürchtung ein, dass es nicht am Siegelpapier lag sondern am Jutsu und sie womöglich eine völlig neue Variation entwickeln müsste, kein angenehmer Gedanke. Sie wollte nicht an Altbewährtem herumdoktern. Würde dies doch nur zu Streit zwischen Kollegen führen oder der gesamten Iryônin-Gilde, davon abgesehen dass sie keine Zeit mehr hätte ihre Technik überhaupt fertig zu erfinden oder an den Mann zu bringen.
Zum letzten Mal für diesen Tag formte sie also die Seals für das Shōsen, ein Zeichen nach dem Nächsten, langsam und bedacht. Nebenbei suchten ihre Augen eine der aufgeschlagenen Schriftrollen ab, welche sie inzwischen zu Rate zog. Dem letzten Handzeichen in der Sequenz folgte ein Neues, frisch extrahierte Information von der Rolle, anschließend die Aktivierungssequenz für das Siegel. Stoppuhr in Bereitschaft wartete sie zunächst die bekannte Zeitspanne ab, Erfolg, 30 Sekunden später, Fehlschlag. Sie drehte die komplette Sequenz um und auf einmal hielt das Siegel für 5:30 Minuten die Ladung stabil. Wo war da nun der Unterschied gewesen? Musste wohl mit dem neuen Symbol zusammen hängen oder auch nicht. Sehr schön, welche Art von Meister beschäftigte sich nun mit Handseals den sie fragen könnte? Zusätzlich bestand weiterhin das Problem das sie vorbereitete Siegel verwandte statt diese selbst herzustellen. Grübelnd schob sie sich ein neues Stück Kautabak in den Mund. Auch in dieser Nacht war es nicht einfach mit einem Problem im Kopf ruhig einzuschlafen.

Tags darauf sah man sie die Akademie besuchen, die Bibliothek, erneut die Akademie, den Markt, einen Laden welcher Siegelpapier verkaufte und schon war es wieder Schlafenszeit. In ihrer Ratlosigkeit verwandte sie sogar ihr Sensor-Jutsu um einen ANBU aufzuspüren, welcher ob ihrer Frage mit einer Drohung antwortet, stellte sich heraus sie störte bei einer Observation. So ein ANBU zeigte ja auch nie offensichtlich ob er gerade arbeitet oder nur einen Rundgang absolvierte. Da ihr so langsam die Optionen ausgingen beschloss sie mit ihrem Sensor-Jutsu ihre eigene Arbeit zu überwachen und verfolgte wie das Siegelpapier sich mit Chakra vollsog. Erwartungsgemäß in umgedrehter Reihenfolge zur Erschaffung desselbigen. Ein paar Schriftrollen später stellte sich heraus, dass dieses Verhalten gar nicht erwünscht war. Woher der Autor das wohl wusste? Also variierte sie erneut die Art und Weise wie sie ihr Chakra in die Handfläche strömen ließ, oder ob sie sich dem Papier schnell oder langsam näherte. Sie veränderte den Winkel und zog einmal sogar das Charka aus dem Papier zurück. Am Ende blieb nicht viel mehr übrig als einen Handstand zu machen und das Jutsu mit den Füßen zu formen. Ob ihr ein Hyuuga auf die Sprünge helfen würde? Einen Tag später war sie zwar in einem der berühmten Viertel des Dorfes zu Gast, anschließend jedoch kaum einen Schritt weiter. Sie brauchte ein Wunder, eine Eingebung oder eine andere Beschäftigung. Sie entschied sich für letzteres und wandte sich der Herstellung von Siegeln zu.

Ganz so trocken wie befürchtete schien dieses Thema auch gar nicht mehr zu sein, außerdem mangelte es an Alternativen. Wie nicht anders zu erwarten gab es auch hier einen einfachen Weg. Man tauchte das Papier in chakraversetzte Flüssigkeit und ließ es anschließend trocken oder cremte man es ein?! Ein paar dieser Erfindungen schienen ihr fast aus derselben Verzweiflung heraus entstanden zu sein, welche sie momentan selbst antrieb. Als nächstes nahm sie sich ein Buch vor welches ihren Siegel-Meister als Autor auswies. Er beschrieb ein paar ihr unbekannte Zeichenkombinationen, wies diese jedoch als bekannt in der Szene aus, weil ja auch alles so bekannt war suchte sie sich auch dumm und dämlich! Ohne groß darauf zu achten was sie eigentlich genau mit ihren Händen anstellte formte sie die soeben gelesenen Zeichen nach und schmiedete der Anleitung entsprechend Charka. Der nächst Schritt war umzublättern, denn obgleich das Buch gut geschrieben war, dem Druck war dies wohl relativ egal gewesen. Dementsprechend unerwartet beobachtete Akari wie die Seite in ihrer Hand transparent wurde und kurz darauf ihren alten Zustand annahm. Selbstverständlich war sie nun umso gespannter auf die niedergeschrieben Erklärung. “Huch das war ja einfach. Das Papier nimmt nun das von mir erzeugte Chakra besser an, weil ich es mit meiner Signatur geprägt habe?“ In ihrer Verwunderung sprach sie ihre Missetat laut aus und stand schnell vom Tisch auf. Nicht das sie noch auf die dämliche Idee käme in die Seite ein Medizin-Jutsu einzuschleusen. Der Nachfolger würde sein grünes Wunder erleben. Jemand hinter ihr sprach den Namen einer unbekannten Technik, woraufhin die Buchseite das Schauspiel wiederholte. “Was ist mit den Siegelstreifen passiert, dass du schon überlegst meinem Buch die Seiten zu entreißen?“ Doch ihr Lehrmeister zeigte mit einem Lächeln eher seine Anerkennung ob ihrer Leistung. Anschließend erklärte er ihr, dass die Herstellung von charkaspeicherndem Papier ein individueller Lernprozess war, der umso besser funktionierte wenn man den Trick nicht vorgeführt bekäme.  

An diesem Abend gut zu schlafen stellte für Akari überhaupt kein Problem mehr da. Auf ihrem Nachttisch lagen Zeitungsschnipsel welche sie mit Hilfe der immer noch eher neuen Technik dazu gebracht hatte Chakra anzunehmen, für genau eine Sekunde. Soviel zum Thema Spezialpapier, doch den Dreh schien sie raus zu haben. Ihr Lehrmeister scherzte bereits ob sie nicht Teilzeit führ ihn arbeiten wolle, sie könnte ihm die Herstellung von 2% seiner Ware abnehmen. Die Stoppuhr wanderte dorthin zurück wo sie hergekommen war. Inzwischen hielt das Fuuin Shōsen eine Stunde durch.    

out: Wörter = 1760, Erfindung Teil 2 - 4/5 - Fuuin Shōsen


Zuletzt von Akari am Di März 18, 2014 2:27 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Akari's Jutsus   So Jul 07, 2013 3:35 pm

Markteinführung, ein guter Titel. Könne die Überschrift zu einem Buch sein, kein Buch über Wirtschaftswissenschaften, ein Buch über Erfindungen. Nein mit einer neu erfundenen Technik ließe sich kein Buch füllen, sie war kein Meister auf ihrem Gebiet, kannte sich höchstens auf dem Einen ein bisschen besser aus und begann das Andere frisch anzukratzen. Seltsam sich einem unbekannten Gebiet zu nähern indem man etwas Neues schaffte, oder normal? Selbst wenn das Fuuin Shōsen am Ende vor der Zulassung scheitern sollte, das Krankenhaus oder ein Kage es für schlecht befände, so erfüllte es für Akari seinen Zweck. Jenen sich in die Materie der Fuuin hineingewunden zu haben an der grauen Grundlagenliteratur vorbei, mit der Hilfe eines wohlwollenden Lehrmeisters, sich in komplett neue, kalte Gewässer zu stürzen und mit neuen Erkenntnissen aufzutauchen. Schatzsuche, Tiefseelehrgang dies wären passende Titel für ihre Schaffensphase gewesen doch nun war sie tatsächlich an einer Art Ende angelangen, Markteinführung. Sie war sich ihrer Sache ziemlich sicher, auch dieser Schritt würde gelingen immerhin waren alle anderen Hürden überwunden. Nur noch die Kritik eines Konkurrenten mochte da zerschmetternd wirken doch um ihr Werk zu vernichten käme diese zu spät. Ein Buch, nein ein einfacher Text, brauchte jedoch nicht nur einen Titel sondern auch einen Inhalt und sei es zunächst nur eine Reklame. Es war Zeit einen Blick in die Zukunft zu werfen. Wie sollte ihre Technik im fertigen Zustand aussehen? Ihre Erlebnisse und Erfahrungen, Erfolge und Niederschläge sollten als eine Art Richtrahmen auftauchen.  

'Dieses Siegel wird durch einen Medic-Nin erstellt und das darin gespeicherte Chakra kann von jedem Ninja freigesetzt werden. Für jede Verwendung muss ein chakraspeicherndes Siegel hergestellt und mit dem Shōsen Jutsu geladen werden. Dieses Medic-Chakra lässt sich jedoch nicht für die Ewigkeit versiegeln sondern löst sich nach 1 Tag auf. Ein Siegelpapier enthält eine Ladung des Medic-Chakras und wird bei Aktivierung komplett verbraucht. Das Siegel kann wie ein Pflaster direkt auf die Wunde gelegt/geklebt werden und heilt diese innerhalb weniger Augenblicke. Hierbei wird alles geheilt was das Siegelpapier bedeckt und keine Operation erfordert.'

Kritisch betrachtete sie das Blatt Papier auf welchem sie eine Zusammenfassung ihres Schaffens festzuhalten gedachte und las die Zeilen nochmals durch. Es klang ganz gut, befand sie, nicht perfekt allerdings würde es wie gesagt kein Buch füllen müssen. Ohnehin sah es auf den zweiten Blick wie eine Benutzungsanleitung aus, der Aufdruck eines Produktes, Sicherheitshinweise. Für den Anfang genügte es jedoch. Ihr erstes Interesse galt schließlich dem Krankenhaus und da sie dort arbeitete würde sie als Lehrer und Referenz zur Verfügung stehen. Es fehlten also nur noch zwei Schritte zum Sieg. Zum einen musste die tatsächliche Wirksamkeit am Objekt, den vielfältigsten Verletzungen, Menschen und anderen Lebeweben gezeigt werden, zum Anderen war die angestrebte Lebenszeit von 1 Tag noch nicht erreicht. Dies waren jedoch kaum mehr als nur Kleinigkeiten im Vergleich zum Gesamtprozess und kämen damit wahrlich fast einem metaphorischen Spaziergang gleich.

Im Krankenhaus angekommen setzte sie sich zum Etappenziel im ersten Versuch jede Verletzung mit dem Fuuin Shōsen behandeln zu wollen. Ihr war zwar schon bewusst, dass nur offene Wunden behandelt werden könnten, doch sie wollte keine positiven oder negativen Besonderheiten unberücksichtigt lassen. In Ruhe bereitete die Grünhaarige fünf Pflaster vor und bat ihren ersten Patienten zu sich, einen alten Bekannten. Den ersten Moment musste sie sich zusammenreißen mit dem vor ihr sitzenden Mann und nicht mit seinem Knie zu sprechen, immerhin fürchtete sie fast körperlich eine Verschlechterung des Befundes. “Genau die Frau die ich treffen wollte. Es wird Sie freuen zu hören, dass ich die 1 ½ Wochen Ruhepause nach bestem Wissen eingehalten habe. Jetzt verspüre ich eine gewisse Steifheit im Gelenk, doch bitte ich höflichst zuerst um eine Diagnostik.“ Die unausgesprochenen Worte ‚bevor ich mich wieder auf sie stürze’ schwangen fast hörbar mit, trotz der Tatsache das Akari’s Gehirn sie nur ob ihrer Erfahrung ergänzte. Anschließend klärte sie ihn über ihre heutige Behandlungsmethode auf und untersuchte zunächst gründlich sein Kniegelenk. Die Iryônin wählte ein Siegel welches die inzwischen verheilte oberflächliche Wunde abdeckte, da der Schaden sich jedoch nur noch innerhalb des Gelenkes befand geschah nach ordnungsgemäßer Aktivierung erwartungsgemäß gar nichts. Das Siegel gab seine Ladung frei, doch nach einer Kontrolle gab es keine offensichtliche Änderung. Die sachgemäße Führung des grünlichen Chakra einige Zeit später löst jedoch das Problem und ihr Patient verließ mit voller Beweglichkeit die Praxis. Anschließend folgte ein älterer Zivilist mit einer Kopfplatzwunde, hier bat sie eine Schwester die Chakra-Aktivierung durchzuführen. Ein grünliches Schimmern schien einem optischen Reiz gleich den Heilungsvorgang zu begleiten, im Ergebnis war die Wunde Vergangenheit. Wieso Akari heute so unterschiedliche Patienten in ihrem Zimmer begrüßte? Diese Frage wurde ihr im Verlaufe des Tages noch öfters gestellt. Ihr letzter Patient war ein Ninjahund mit einer Bisswunde, welcher nach Ermunterung durch seinen menschlichen Partner ebenfalls in der Lage war das Pflaster zu aktivieren, zur allgemeinen Erstaunung. Den Abend verbrachte sie damit ein erstes Seminar mit den Grundlagen ihrer Erfindung vor ihren Kollegen und Lehrlingen zu geben.

Den nächsten Tag überwachte sie die Fortschritte ihrer ‚Schüler’ denn mit ihrem eigenen täglichen Erschaffungspensum von 5-10 Fuuin ließ sich keine Massenware produzieren, zumindest das Krankenhaus sollte doch versogt sein. Da Akari im Rahmen ihres Unterrichtes mehr oder weniger dazu gezwungen war ihre Erlebnisse in Worte zu fassen, um dass Wissen ihren Kollegen zugänglich zu machen, führte sie zu Anschauungszwecken die verschiedenen Schritte zur Gestaltung des Jutsus jedem einzeln vor. Ihre Kollegen besaßen ihrerseits unterschiedliche Verständnislevel über Fuuin und somit stiegen sie unterschiedlich schnell hinter das Geheimnis ihrer Erfindung. Akari achtete jedoch auch drauf, dass ihre Lerngruppe nicht das Rad, wie sie es getan hatte, neu erfinden musste sondern nur die nötigsten Schritte erfuhren um das Jutsu auszuführen. Hier zeigte sich auch eine erstaunlich einfache, gar universelle Wahrheit, Übung macht den Meister. Denn nicht nur ihre Kollegen verbesserten ihre Fähigkeiten, auch Akari schien den Chakra-Seal-Transfer unbewusst zu verfeinern und erhöhte somit fast nebenbei die gewünschte Lebensdauer des Pflasters.  Alle Punkte und Ziele erreicht saß sie glücklich am Ende eines langen Arbeitstages auf ihrem Bett, eine Liste in der Hand und hackte die von ihr erreichten Punkte ab, fast als hätte es immer einen genauen Plan für dieses Jutsu gegeben.

out: Wörter = 1010, Abschlusstest - 5/5 - Fuuin Shōsen
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BeitragThema: Re: Akari's Jutsus   Sa März 29, 2014 2:21 pm

Gesamtzahl - Kekkai: Fuuin Shōsen: 4559 Wörter

Name: Kekkai: Fuuin Shōsen
Rang: A
Typ: Fuuin Shōsen, unterstützend
Chakrakosten: hoch, kontinuierlich (Aktivierung mit Shōsen Jutsu)
Lernvoraussetzung: Wissen: Fuuin Shōsen, Chikatsu Saisei no Jutsu
Anwendungsvoraussetzung: mind. 2 Fuuin Shōsen, Shōsen Jutsu
Beschreibung: Diese Technik dient dem gezielten zusammenflicken des Patienten, der anschließend wieder einsetzbar ist. Sie spart Zeit, Energie und vor allem Iryônin.
Es können maximal zwei Personen mit leichten Verletzungen (mind. 4 Siegel) oder eine mittelschwer verletzte Person (mind. 2 Siegel) vor Ort behandelt werden. Leichte Wunden (oberflächliche Stichwunden) können innerhalb von Sekunden (20-60) heilen. Operationen, die für mittelschwere Verletzungen (tiefe Stichwunden) notwendig sind werden beschleunigt (Behandlungsdauer bis zu 15 Minuten), werden aber aufgrund der Hektik nur grobschlächtig versorgt. Wunden können jederzeit wieder aufgehen (Verwundeter-Char bestimmt darüber; Spieler des NPC). Schwere Verletzungen (Organverletzungen) benötigen bis zu 1 Tag. Es wird dringend empfohlen sich anschließend komplett untersuchen zu lassen, da diese Technik auch geringe Schäden beim Patienten verschleiern oder verursachen könnte. Diese Technik kann durch mehrere Iryônin unterstützt werden, dies erhöht den Erfolg der Behandlung, nicht aber die Geschwindigkeit.
Zunächst sollte der Patient grob eingeschätzt werden, um den Energieaufwand optimal festzulegen (unabhängig vom Aufwand entladen sich alle beteiligten Siegel komplett). Mindestens zwei Fuuin Shōsen werden an entgegengesetzten Enden des Patienten angebracht (z.B. Kopf und Fuß, Lage des Patienten spielt keine Rolle, wohl jedoch die Maße der Siegelpapiere).
Der Iryônin aktiviert die Siegel über ein Shōsen Jutsu und kann dieses wie einen Strahl frei über den Patienten bewegen, wo der Strahl verweilt kann die geballte Energie der Shōsen für Heilung oder Operationen genutzt werden. Hierbei zirkuliert das Chakra zwischen den Siegeln beständig in einem gleichmäßigen Strom, der vom Anwender-Shōsen gezielt gesteuert und gelenkt werden kann.


Inzwischen kannte Akari den Text schon auswendig, so oft hatte sie ihn schon zu Papier gebracht und korrigiert ganz zu schweigen von den unterschiedlichsten Varianten ihres ausformulierten Jutsu. Die aktuell angegebenen Heilfähigkeiten schwankten beträchtlich, in einer der ersten Versionen sollte ihre Technik Organverletzungen innerhalb von Minuten heilen, die aktuelle Variante dehnte die Behandlungszeit auf einen Tag aus und am Ende würde nicht einmal Akari selbst darüber entscheiden was machbar und durchführbar war, nein sie schrieb derzeit an einem Aufsatz für ein Bewertungskomitee, welches beurteilen sollte ob sie ihr Jutsu überhaupt entwickeln dürfte. Offenbar griff sie nach Ansicht so Einiger nach den funkelnden Sternen, denn sie musste nicht nur das ganze Prozedere für die Entwicklung eines Medizinprodukts durchlaufen, wie es damals beim Fuuin Shōsen der Fall gewesen war, plötzlich interessierte sich auch noch die Medizingeschichte für ihre Idee, weil sie mit dieser das renommierte Chikatsu Saisei angriff. Ihr Vorsatz für die Zukunft bestand eindeutig darin kleinere Brötchen zu backen, anstelle das Rad innovativer gestalten zu wollen. Sie musste höllisch aufpassen nicht mit alten Gepflogenheiten und Traditionen in Konflikt zu geraten oder sie gar zu brechen. Selbst ein Fuuin-Komitee hatte sich kurzfristig gebildet, da sie vom Wirbel der Medizinabteilung überrascht beschlossen hatten an ihrem Jutsu musste mehr dran sein, was eine Überprüfung erforderlich machte, wie erwartet wurde ihre Technik jedoch als Weiterentwicklung ihrer Ursprungstechnik abgenickt und genehmigt. Das Genehmigungsverfahren jagte ihr schon ein wenig Angst ein, sie musste es bestehen oder konnte ihre Forschung gleich vergessen und ohne entsprechende Gelder und Probanten blieb ihr lediglich ein jahrzehntelanges Selbststudium mit Rekrutierung Freiwilliger im Rahmen von genehmigten Missionen, kurzum Bürokratie war lästig und Akari gehörte zu der großen Anzahl Menschen die sich davor aktiv sträubten und sich vom Termin anschließend überraschen ließen, trotz intensiver Vorbereitung.
Sie war ein Nervenbündel und fühlte sich in die Zeit der Chunin-Prüfungen zurückversetzt, genau wie damals rechnete sie fest damit nicht zu genügen und erhoffte sich dennoch ihr Glück. Akari sammelte ihre Unterlagen ein und machte sich auf dem Weg zum Tagungsraum des Krankenhauses, von ihrem aktuellen Standpunkt aus gesehen eine halbe Etage entfernt und somit vor der Wohnungstür liegend. Erwartungsgemäß war der Raum nicht komplett gefüllt, sie sah Stationskoordinatoren, ein paar Chefärzte, Pfleger, Sekretärinnen, jene die sich zwar für die Anhörung interessierten aber nicht erscheinen konnten schickten Repräsentanten und hier betrachtete Akari zunächst nur die anwesenden Gäste, dass Komitee selbst bestand aus 10 Personen, je fünf Vertretern der Ethikkommission, welche vermutlich ihren späteren Arbeitsaufwand abschätzen wollten, die restlichen Personen waren ihr, auch deren Position, unbekannt. Einer kurzen Vorstellungsrunde folgte, die Vorstellung ihres Konzeptes, welches wiederum von einem Fragenkatalog gefolgt wurde. Wieso ihre Erweiterung notwendig wäre, ob sie jene Meister die das Chikatsu Saisei beherrschten in Verruf bringen wollte und das sie den tieferen Sinn einer medizinischen Versorgung durch ein Krankenhaus verkenne, wenn sie der Feldmedizin solche Mittel zur Verfügung stellen wollte. Sie fürchteten, dass durch ihre Technik die Ressourcen aus dem Krankenhaus abgezogen würden und Akari konnte dem auch nicht viel entgegensetzen, natürlich wollte sie selbst am Liebsten im sicheren Konohagakure arbeiten, mit ihrer Technik wäre gerade sie ein Leckerbissen für die Auftragsvergabe von kritischen Missionen und um ihre Technik im Einsatz zu beweisen würde selbstverständlich von ihr verlangt werden solch eine Mission anzunehmen. Diese Anforderung war besonders hinterhältig, wusste doch so ziemlich jeder Kollege wie ihre Einstellung zum Thema Feldmissionen war eher ablehnend, im Notfall gehorchend. Trotzdem fiel ihr dieses Zugeständnis nicht schwer, nahm sie eben öfter am aktiven Dienst teil, war dem Hokage vermutlich ohnehin nur recht und billig, als ausgebildete Shinobi besaß Akari zumindest ein Minimalmaß an Selbstverteidigungsstrategien und war nicht nur eine Belastung für ein Team, von ihren anderen nützlichen Fähigkeiten im Bereich der Sensorik ganz abgesehen. Akari gab nicht gerne zu wohl auch das Zeug zum ANBU gehabt zu haben, theoretisch zumindest, gut im Aufspüren zu sein war vermutlich nicht alles und bisher war sie glücklich mit ihrer Lebensart und dem gewählten Weg. Das Gespräch dauerte am Ende fast einen halben Tag, denn Akari wurde nie müde praktische Beispiele für die Überlegenheit ihrer Technik zu finden, sei es im Feld oder sogar in der Intensivmedizin im Krankenhaus. Ihr Jutsu besaß das Potential in zeitkritischen Situationen anpassungsfähig zu sein und dies hatte es dem großen Bruder tatsächlich voraus und dies war der Grund für die Annahme ihres Antrags, als nächstes würde die Ethikkommission die ersten Prüfungsrunden einleiten. Dieses Projekt versprach auf so vielen Ebenen zeit- und kraftintensiv zu werden, sie hoffte der Erfolg würde den Aufwand einspielen. Die direkte Vorgängertechnologie war leider nicht wirklich auf dem breiten Markt gelandet sondern immer noch ein Nischenprodukt und vermutlich gab es kaum eine Person die das Fuuin Shōsen öfter als Akari selbst einsetzte, womöglich sollte sie in Zukunft darüber nachdenken sich Schüler zu nehmen um ihre Lehren zu verbreiten. Hierfür müsste sie allerdings zum Jounin ernannt werden, alles nicht so einfach, da entwickelte sie doch lieber eine neue Variante der Akutmedizin und machte sich aufgrund der Komplexität vermutlich zu einer der wenigen Experten, spannende, aber auch deprimierende Aussichten. Lange konnte sie ihren Erfolg jedoch nicht auskosten, auch für Akari wartete der Alltag nicht länger als unbedingt nötig und schon war sie wieder Ärztin mit weniger als genug Zeit um eine Kaffeepause einzulegen.  


Wörter = 865 (Jutsu nicht mitgerechnet) - Kekkai: Fuuin Shōsen Teil 1/x


Zuletzt von Akari am Mo Mai 05, 2014 7:44 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Akari's Jutsus   Di Apr 01, 2014 9:00 pm

Luftsprünge waren angesagt, allerdings nicht mitten im OP, dafür steckte sie auch derzeit zu sehr in den Gedärmen eines Fremden, mit beiden Händen! Ein wenig seltsam war es schon, da stand sie mit einem Chrakraskalpell in der führenden Hand und mühte sich ab eine altmodische Appendektomie durchzuführen, mühsam war der altmodische Prozess den sie aus Anschauungsgründen gewählt hatte und ein verspäteter Lehrling entschuldigte sich mit der Neuigkeit ihr Jutsu-Antrag wäre angenommen, sollte sie sich jetzt freuen? Akari lächelte freundlich und bedankte sich für das Update, dann setzte sie die OP fort als wäre nichts passiert, für Luftsprünge war in ihrer Pause immer noch Zeit. Luftsprung war nicht gerade untertrieben, denn nur fünf Stunden später klebte sie unter der Decke und grinste wie ein Gecko der gerade eine fette Fliege verspeist hatte. Zum Glück war ihre Schicht tatsächlich vorbei und somit gab es eine recht gute Begründung für ihr seltsames Verhalten, denn sie vollführte sozusagen einen Deckenspaziergang. Sie würde nicht gerade den Stein der Weisen erfinden oder den Jungbrunnen mit Wasser versorgen, dafür würde sie ihre Technik nicht auslegen können, ja sie hatte fast das Gefühl sehr viel weniger als geplant erreichen zu können, in ihrer Vorstellung wäre es ein würdiger Ersatz für das Chikatsu Saisen gewesen, allerdings tendierten übergroße Projekte dazu zu scheitern oder nie fertig gestellt zu werden und Akari wollte schon ihr erstes Kekkai zeitnah erfinden und nicht erst mit 60 die Vollendung feiern. Nun gut, sie konnte ja versuchen es immer weiter zu entwickeln, zu verbessern, es zu ihrem Lebenswerk machen und sie war noch jung, sie durfte träumen. Dieser erste Schritt war dennoch ein Meilenstein, sie durfte anfangen, sie entwickelte ihre eigene Technik weiter und dies könnte ihr keiner nehmen, es wäre wie ihr persönlicher Iryônin-Weg. Sie war so energiegeladen, sie könnte ihre Technik in diesem Augenblick erfinden und beenden, doch war es selbstverständlich besser zunächst ein paar Vorbereitungen für den nächsten Tag zu treffen. Sie löste sich von der Decke und spazierte ein paar Etagen aufwärts, zum Büro des ärztlichen Direktors, anschließend ging sie auf ihre Stationen und organisierte sich Freizeit, gab einfache Patienten an vielversprechende Assistenzärzte ab und schaute im Labor vorbei um ein paar Kulturen anzulegen, welche sie in ein paar Tagen und Wochen für Testzwecke brauchen würde. In der Nacht war an Schlaf freilich nicht zu denken, also erschuf sie Fuuin Shōsen, zwar ließe sich nicht wirklich ein Vorrat anlegen, immerhin hielten ihre Pflaster maximal einen Tag, doch immerhin würde sie im Rahmen ihrer Forschung mindestens zwei Stück verbrauchen. Offen gesagt war dies Energieverschwendung und Akari hoffte insgeheim im Verlauf einen Weg zu finden die Energie des Shōsen zu erhalten und sei es nur zum Eigennutz um die Forschung effektiver zu gestalten. Sie schaffte es sechs Fuuin Shōsen zu erstellen und fiel schließlich mit der nötigen Bettschwere eines ausgebrannten Workaholics ins Bett.

Am nächsten Morgen hatte sie eindeutig zu wenig geschlafen, war allerdings schon wieder putzmunter und voller Tatendrang, gleichsam war es Zeit für den ersten Versuch. Sie schaltete ein Diktiergerät hinzu, da sie bedauerlicherweise für das Shōsen Jutsu beide Hände benötigte und nicht gleichzeitig Notizen machen konnte, zum Ausgleich konnte sie sich auf die Durchführung ihrer Technik konzentrieren und im Nachhinein musste sie dies als Pluspunkt verbuchen, denn wer etwas Neues erschaffen wollte musste schon bei der Sache bleiben. Sie bewegte ihre rechte Handfläche, welche grünlich schimmerte, langsam in Richtung geladenes Siegelpapier und spürte dabei einen leichten Widerstand. An der Tischkante befand sich eine Reißzwecke und Akari nutzte ihre freie Hand um sich in den Zeigefinger zu pieksen, welcher einmal punktiert leicht blutete. Anschließend entfernte sie ihre Primärhand aus der Reichweite des Siegels, bis es keinerlei vertrautes Chakragefühl mehr gab. Sie hielt den blutenden Finger über das Siegel und diktierte richtig beobachtend, dass sich überhaupt nichts tat. Natürlich konnte sie diese Schritte auch rein hypothetisch und gedanklich vollziehen, doch sie wollte sich einfach nicht eine zufällige Entdeckung entgehen lassen, dass Unbekannte konnte nicht im Vorfeld genau seziert werden, sondern es galt sich langsam daran anzunähern. Ein Bluttropfen landete auf dem Siegelpapier und als wäre dies ein geheimes Zeichen näherte sie sich mit ihrer Rechten diesmal der linken Hand an. Das Ziel war klar, sie durfte weder den Finger auf das Siegelpapier ablegen, noch eine gewisse Reichweite zum aktiven Shōsen unterschreiten, sonst würde sie den gewünschten Effekt nicht bemerken und eines der Shōsen ihre Wunde heilen, wobei sie sich dies gleichsam erhoffte oder besser gesagte einen Mischeffekt. Akari diktierte, beobachtete und stellte fast zu spät fest, dass ihr punktierter Finger geheilt war. Ganz offenbar bräuchte sie eine größere Wundfläche, allein um einen Unterschied erkennen zu können. Ihr Kunai war schnell griffbereit und sie nahm es in den Mund um es wie ein Werkzeug gebrauchen zu können und schnitt sich in die linke Handfläche. Ein Nachteil hatte die Sache allerdings, sie tropfte ihren Schreibtisch mit rotem Lebenssaft voll und der Schnitt war doch ein wenig tiefer als geplant, wer operierte schon an sich selbst herum, da war sie wohl etwas ungeübt. Der Zweck heiligte hier sozusagen die Mittel und wirklich leiden würde nur ihr Schreibtisch, doch sie konnte ihn anschließend ja erlösen. Diesmal befand sich ihre Handfläche über dem Siegelpapier und, als wollte sie sich selbst abklatschen, bewegte sich ihr Gegenstück gründlich schimmernd auf diese zu. Akari beschrieb ihren Diktiergerät wie sich das Gefühl des Widerstandes verringerte und ca. 1 cm vor der verwundeten Handfläche sich gar in einen Sog verwandelte. Optisch gab es nicht sehr viel mehr zu sehen als das die Haut sich heilte. Akari wusste mit ziemlicher Sicherheit, dass ihre aktive Technik dabei war die Wunde zu heilen, doch bemerkte sie deutlich, dass sie nicht die komplette Energie abgab, welche zur Heilung nötig wäre. Sie blickte an ihrer Hand vorbei und betrachtete das Siegelpapier, welches ebenfalls einen leichten grünlichen Schleier trug, ebenfalls ein Zeichen der Aktivierung. Ihre Kriterien waren Erfüllt, es gab keinerlei Hautkontakt zum Siegelpapier, also musste es höchstwahrscheinlich vom gegensätzlichen Shōsen aktiviert worden sein. Nachdem ihre Hand geheilt war, nahm sie ein paar Messungen am Siegelpapier vor, es war erwartungsgemäß leer und unbrauchbar. Den Rest des Vormittags verbrachte sie mit unterschiedlichen Testreihen. Sie reduzierte jenes Chakra welches sie selbst zur Heilung beisteuerte auf ein Minimum, sodass es ähnlich einem Laserpointer lediglich auf das Ziel zeigte, den Rest übernahm das ferngelenkte Siegelpapier. Unterbrach sie den Kontakt bewusst heilte die Wunde lediglich an der zuletzt angezeigten Stelle und selbstverständlich verbrauchte sie bei jedem Versuch ein Fuuin Shōsen, selbst wenn sie die Energie nicht komplett verbrauchte, war dies doch die Natur der Siegelpapiere ihre Ladung vollständig abzugeben. Auch fügte sie sich unterschiedliche Wunden zu, am Unterarm, am Oberschenkel und sogar am Hinterkopf. Bei dieser Versuchsanordnung musste sie nach einem zuvor überlegten Protokoll vorgehen und legte das Siegelpapier jeweils in die unmittelbare Nähe der Verletzungen, den Erfolg musste sie dann doch in einem Spiegel betrachten. Am Ende des Vormittages blutete ihr Hinterkopf immer noch, Oberschenkel und Arm waren allerdings geheilt. Sie ignorierte ihre Kopfwunde und verbrachte die restliche Zeit damit sich Notizen zu machen, anschließend besuchte sie einen Kollegen und holte sich etwas zu Mittag.  Ihr Kollege brachte den Vorschlag auf ein Tierexperiment umzusteigen, statt das Rätsel im Selbstversuch lösen zu wollen. Akari beschloss beim Essen darüber nachzudenken, erinnerte sich jedoch immer wieder an Noriko, der Katze ihrer Mitbewohnerin und konnte sich daraufhin nicht mehr zu einem Tierexperiment durchringen, wobei es natürlich wichtig wäre zu erfahren, ob ihre Technik auch der Ninneko ihrer Mitbewohnerin nützlich sein könnte. Diese Testphase würde sie jedoch erst einmal verschieben, immerhin war sie hier in einem Krankenhaus, hier gab es genügend echte Patienten die sie nutzen könnte.

Es sollten noch ein paar Tage mit Selbststudien vergehen und auch die Zellkulturen kamen zum Einsatz bis sie die gewünschte Zufallsentdeckung dann doch noch machte. Natürlich floss diese Entdeckung sofort in ihre Publikation mit ein und auf den ersten Blick sah diese Entdeckung noch recht vielversprechend aus. Akari hatte eine Art Batterie-Effekt beobachtet, befanden sich zwei Fuuin Shōsen in unmittelbarer Nähe und wurden über die bekannten Bedingungen aktiviert, begann das Medic-Chakra zwischen den Papieren zu zirkulieren, messbar dadurch das die Ladezustände innerhalb der Siegelpapier sich änderten. Die Fuuin Shōsen schienen fast die Fähigkeit zu besitzen geringe Abnutzung auszugleichen indem sie die Energie eines anderen Siegelpapiers ansaugten, allerdings freuten sich nur ihre Messinstrumente über diese Entdeckung, denn am Ende des Versuches waren beide Siegel leer, allerdings ließe sich dieser Effekt später am Patienten sicher irgendwie nutzen. Akari war bisher guter Dinge. Diese Erweiterung ihrer Technik schien bisher nur bürokratische Hürden zu haben. Akari beschloss in kaum einer Woche ihre erste Testphase abzuschließen. Ihre Technik heilte alle Wunden, welche die Kriterien des original Fuuin Shōsen erfüllten und damit war sie vorerst tatsächlich zufrieden und jede Kommission unter Garantie auch.  

Wörter = 1441 - Kekkai: Fuuin Shōsen Teil 2/x
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Fudo Akari
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BeitragThema: Re: Akari's Jutsus   Sa Apr 05, 2014 10:52 pm

Akari machte einen gelangweilten Eindruck, denn sie lass in ihrer Freizeit demonstrativ Zeitung und dies auf einer Bank sitzend, ein Zeichen der Langeweile, da sie sich nicht so sehr für das aktuelle Tagesgeschehen interessierte. Mit den Selbstexperimenten und den experimentellen Studien war sie durch und ihre Technik soweit wie möglich komplett, der Feinschliff wäre nur noch über Studien am Patienten möglich und hierfür musste die zuvor benannte Ethikkommission erst ihre Zustimmung erteilen. Hierbei ging es im Kern lediglich darum abzuwägen ob Akri’s Studie am Menschen durchführbar wäre betrachtet aus wirtschaftlichen, menschlichen und medizinischen Blickwinkeln, wirtschaftlich im Sinne des Sponsors, menschlich im Sinne der Patienten und medizinisch im Sinne der Machbarkeit. Akari selbst konnte nicht sehr viel zur Entscheidungsfindung beitragen, sie hatte lediglich auf den Entschluss zu warten, alle benötigten Materialien lagen den Entscheidungsträgern vor. Kurzum, ihr war zu Recht langweilig. Zwar experimentierte sie zwischendurch noch mit dem entdecken Speichereffekt, allerdings brachte sie dies nicht sehr viel weiter ohne eine Möglichkeit der Anwendung. Die Überlegung einen Kollegen um die Anwendung des Shōsen, zur Aktivierung, zu bitten verschob sie stets auf einen späteren Zeitpunkt, denn selbstverständlich wollte sie ihre Entwicklungsarbeit alleine umsetzen, ein bisschen Eitel war sie dann wohl doch. Also hieß es wohl nur Warten. Nicht gerade ihre Lieblingsbeschäftigung, sie konnte ruhig sein, in hektischen Situationen den Kopf bewahren, doch einfach die Zeit verstreichen lassen? Genervt faltete sie ihre Zeitung zusammen und beschloss wieder aktiv zu werden. Ihr Weg führte zurück ins Krankenhaus wo sie, kaum durch die Tür, auch schon abgefangen und direkt zum Fuuin-Saal umgeleitet wurde, welch bessere Möglichkeit die Zeit totzuschlagen als bei einer anstrengenden Partie Chikatsu Saisei? Heute wurde das Spiel zu fünft gespielt, fünf Iryônin gegen einen Patienten sozusagen. Er sah ziemlich durchstochen aus und ihm war anzusehen, dass er selbst unter Bluttransfusion dabei war stetig auszulaufen. Der vermeintliche Zeitvertreib würde sich wohl ziemlich bald zum Kampf gegen die Zeit verwandeln. Sie stellte sich zu einem der Ersatzspieler “Wie steht’s denn so?“ stellte sie die obligatorische Frage. Nicht viele betrachteten diese ernste Disziplin als Spiel, doch jeder Arzt hatte seine eigenen Methoden mit einem aussichtslosen Kampf umzugehen und der blutige Boden um den Patienten herum sah nicht gerade vielversprechend aus. “6:0 Wir wechseln gleich wieder aus, wollen Sie einwechseln? Eine neue Sichtweise wäre ganz praktisch und Kaffee sicherlich auch.“ Huch, sechs Runden waren nicht gerade wenig, wer lag denn dort in der Mitte? Akari nickte lediglich und nahm die Warteposition ihres Vorgängers ein, dabei das Siegel betrachtend, es wirkte leicht verändert, als gäbe es nicht nur eine führende Position. Nach kaum zehn Minuten erhielt sie das Zeichen zum Wechsel und betrat konzentriert und ruhig ihre Ecke des Großraumsiegels. Ein Symbol links von ihr leuchtete grünlich auf und den Anweisungen folgend formte sie ein paar Seals um ihren Chakrafluss entsprechend anzupassen, dass Schlusszeichen haltend fühlte sie mit ihren Sinnen bereits den Patienten und begann langsam zu ahnen, dass das Spiel fast verloren war. “Akari-san, willkommen zu diesem Trauerspiel. Kaum ist eine Wunde verheilt öffnet sich zufälligerweise woanders diese Wunde erneut, manchmal kommen neue Wunden dazu, es ist nicht einfach. Irgendeinen verwegenen Vorschlag der Jugend beizusteuern?“ Einer ihrer Mentoren hatte gesprochen, er war dafür bekannt schwere Fälle nicht einfach kampflos aufzugeben und vermutlich war er auch der Grund für die hohe Anzahl an Spielrunden und sorgte gleichzeitig dafür, dass der Patient weiterhin am Leben blieb, um selbiges aus sich herauslaufen zu lassen. In dieser Beziehung war er etwas stur und manchmal war es Akari, welche ihn darauf hinweisen musste es gut sein zu lassen und jetzt erkannte sie auch den Grund wieso sie hier her geschickt wurden war, nicht etwa um bei der Reparatur zu helfen sondern diese endlich abzubrechen. Irgendwie wieder typisch, hätte sie lieber angeboten Kaffee zu holen. Sie wusste ganz genau was ihre Kollegen von ihr erwarteten und normalerweise war sie keine Spielverderberin, doch ihr war eine weitere Hilfsmaßnahme bekannt, selbst wenn sie diese theoretisch nicht einmal vorschlagen dürfte, musste sie eben im Nachhinein sagen es wäre ein Notfall gewesen. “Derzeit befindet sich eine Technik in der Entwicklung, welche über eine unabhängige Methode verfügt, verglichen zum Chikatsu Saisei, verschiedene kleinere Wunden zu heilen. Ich denke es wäre ein Versuch der zumindest nicht schaden sollte, allerdings ist diese Technik noch nicht zugelassen und dies wäre mein Erstversuch am lebenden Objekt.“ Huch, war das aber diskriminierten herübergekommen, sollte sie zur Rettung des Patienten beitragen müsste sie sich wohl entschuldigen ihn als Objekt bezeichnet zu haben. Als Antwort erfolgte lediglich zustimmendes Gemurmel, offenbar wollte keiner den ersten Schritt machen die Behandlung abzubrechen und somit hatte Akari ohne es zu wissen ihre Kollegen in eine Falle gelockt, richtig hinterhältig. Sie erklärte mindestens vier Fuuin Shōsen zu benötigen und wollte vor Freude laut in die Hände geklatscht, als ein Kollege sich meldete ihr diese zu beschaffen, als wäre es ein Wunde das noch jemand dieses Fuuin erlernt hätte. Nach einer Weile fand sie sich neben dem Patienten kniend wieder, dass Chikatsu Saisei wurde weiterhin aufrecht erhalten, die Reserve stand jedoch nicht hinter den jeweiligen Ärzten sondern direkt um den Patienten herum, als wären sie Medizinstudenten und Akari würde ihnen gleich zeigen wo die Milz säße. Ein wenig surreal war die Sache ja schon, sie wollte nicht soviel Publikum sollte ihre Technik scheitern und gleichzeitig erhofften sich doch irgendwie alle zumindest einen Punktausgleich von ihr, niemand schlug eine neue Technik vor die nicht den Hauch einer Chance verspräche. Ach egal, übersprang sie eben ein paar Phasen der Klinischen Studie, wer sich den Sake eingoss musste ihn auch runterkippen. Sie platzierte die Fuuin an allen Extremitäten, legte eines auf die Stirn, eines auf Brust und Bauch und vor lauter Unsicherheit wäre es ihr fast lieb gewesen ihn mit einer Decke Siegelpapier zu bedecken oder gar zu umwickeln. Sie fürchtete einfach es wäre nicht genug und gleichzeitig konnte es zuviel sein. Unsicherheit und kindliches Verhalten waren hier fehl am Platz, sie hatte sich eine grobe Struktur überlegt und dabei würde sie auch verbleiben und ein Zurück gab es einfach nicht. Entweder sie war von ihrer Technik überzeugt oder sie beließ es jetzt dabei, gab einen Fehler zu und brach ab, denn dies wäre eher im Sinne des Patienten als ihn unnötig leiden zu lassen, sahen diese Wunden doch schmerzhaft aus.

Die so bekannten Seals waren schnell geformt und die Fuuin Shōsen aktivierten sich zeitgleich. Der Patient schien plötzlich nur noch grünes Licht zu sein, angestrahlt vom Siegel unter ihm, beleuchtet von den Siegelpapieren auf ihm, ohnehin schon intensiv, nun noch ausgeprägter. Das Shōsen glühte praktisch in ihrer Hand als beanspruche es für sich die stärkste Lichtquelle und es half ihr gleichzeitig sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Plötzlich waren die Zuschauer unwichtig, fast aus ihrer Wahrnehmung entfernt. Die Grenzen des Raumes waren unwichtig, das Telefon an der Wand spielte keine Rolle, selbst ihr Pieper würde sie nicht aus ihrer Konzentration erwecken denn dies war wichtig und vor allem ihre Chance. Natürlich hatte sie sich im Verlaufe ihrer Studien gefragt wie es wohl wäre ihre Technik am Patienten anzuwenden, doch sie wäre nie drauf gekommen das es so einfach war oder lag es an der Kombination mit dem Chikatsu Saisei, denn optimale Versuchsbedingungen waren dies hier nicht, die Techniken beeinflussten sich garantiert gegenseitig. Sie musste einfach davon ausgehen derzeit die stärkste Version ihrer Technik zu beobachten, denn andernfalls käme ihre Erfindung eher einem Wunder gleich, wo auch immer ihre Hände den Körper abfuhren schlossen sich die Wunden und blieben nach einem besonders hellen Glühen verschlossen. Selbstverständlich dauerte der Heilungsprozess immer noch ziemlich lange und sie bemerkte bei tieferen Wunden, welche die ursprüngliche Technik nicht zu heilen vermochte, über das Shōsen Jutsu einen Angriffspunkt zu haben. Obgleich sie hochkonzentriert fast 15 Minuten lang an einer tiefen Schnittwunde arbeitete fühlte sie sich fast schon berauscht, als besäße sie eine göttliche Taschenlampe und wo ihr Licht hinfiele heilten alle Wunden und trotzdem war sie zu langsam. Ein Freiwilliger aus dem Publikum bat darum zu helfen und fügte der Behandlung ein weiteres Shōsen Jutsu hinzu, einerseits schienen sie schneller arbeiten zu können, andererseits irritierte es ungemein. Diesen Aspekt musste sie auf jeden Fall noch untersuchen, denn das sich bietende Konzept, die Behandlung tatsächlich aufteilen zu können, passte gerade nicht in ihren konzentrierten Geist. In diesem Speziellen Moment war es allerdings auch egal, es zählte alles zu versuchen um hier ein Leben zu retten und nicht experimentelle Standards festzulegen oder anzuwenden und für Analysen war später immer noch Zeit. Beide Techniken waren verbrauchsintensiv, doch während beim Chikatsu Saisen die Ärzte ausgetaucht wurden, benötigte das Kekkai: Fuuin Shōsen lediglich neu aufgeladene Fuuin und es begeisterte Akari ungemein so genau über den Ladezustand ihrer Shōsen-Siegel informiert zu sein und an passender Stelle neue anfordern zu können, allerdings konnte diese Fähigkeit auch ihrem Chakraspürsinn geschuldet sein, letztendlich lag noch mehr Forschungsarbeit vor ihr als gedacht und dies ließ ihre Freude nur weiterhin wachsen. Sie war inzwischen von ihrem eigenen Erfolg berauscht und heilte einfach alles was sie finden konnte und was machbar schien, oberflächliche Wunden, tiefere Stichwunden und selbst hin zur Organebene schien ihre Macht zu reichen und trotzdem blieb es primär Muskulatur und Weichgewebe, welche sie zu behandeln in der Lage war. “Lässt sich hier jemand als Notizblock missbrauchen? Schreiben Sie: Muskel- und Weichteilgewebe ist vom Kekkai: Fuuin Shōs behandelbar, um Nerven- und Knochengebwebe zu behandeln braucht es entsprechende Zusatztechniken wie beispielsweise das Chikatsu Saisei.“ Dann verstummte sie einfach und arbeitete weiter.

Obwohl der Patient augenscheinlich geheilt schien verbrachte er dennoch die Nacht auf der Intensivstation, Akari war seinem Krankenbett einfach gefolgt und teilte inzwischen das Zimmer des Unbekannten, denn sie wollte über alle Fortschritte und Rückschläge sofort informiert sein und sie selbst noch vor einer Schwester in Erfahrung bringen, sie betrachtete seine Gesundheit sozusagen als ihr Projekt. Nebelhaft hafteten ihr die Glückwünsche ihrer Kollegen in Erinnerung und irgendwer hatte ihr ein Diktiergerät in die Hand gedrückt. Selbiges hörte sie derzeit ab und es war eine Menge Müll draufgesprochen, flüsternde Worte von staunenden Kollegen, aber auch Anmerkungen von ihr selbst, an welche sie sich gar nicht erinnern konnte. Sie schnappte sich einen Laptop und begann ihre Publikation weiter zu schreiben, am heutigen Tag waren so einige neue Punkte hinzugekommen.
Gegen 03:00 Uhr früh begann der Patient etwas Blut zu husten und geriet in einen unruhigen Schlaf, kurzum eine leichte Verschlechterung. Akari führte eine Diagnose durch und bemerkte das einige der Wunden erneut existierten, sie markierte die Stellen und nahm zwei geladene Siegel, ihre neue Technik erneut anwendend. Zwei Stunden später tauchten neue Wunden auf, darunter ungefähr 1/3 derjenigen welche sie zuletzt behandelt hatte. Die Nacht verlief weniger ruhig als gedacht und zur Visite war ihr Patient schon wieder zu geschwächt um eine Blutbildungspille zu verarbeiten und er hing erneut an Blutkonserven. Was war passiert? Gab es ein nicht nachweisbares Gift, welches dieses Wundverhalten provozierte oder beinhaltete ihre Technik gravierende Fehler? Der letzte Gedanke war unglaublich erschreckend, genau damit sie diese Entdeckung nicht erst am Patienten machte gab es doch das Prinzip der Klinischen Studien und ein entsprechendes Überwachungsorgan, welches ihre Arbeit aufgrund solcher Risiken einstellen oder in der Entwicklungsarbeit herunterstufen konnte. Dies durfte doch nicht ihr Fehler sein! Sie war doch kein Scharlatan der Wundermittelchen verkaufte und über die Konsequenzen lediglich kopfschüttelnd die Münzen einsteckte! Das Vertrauen in ihre Arbeit würde darunter leiden und ihr Selbstbewusstsein würde selbstverständlich einen Knacks davontragen, doch sie hatte ohnehin unter Übermut gelitten. Nach der Visite wandte sie nur noch bekannte Methoden zur Behandlung an und bangte wie jede gute Ärztin um das Leben ihres Schützlings. Forschung, Projekt und eigene Bedürfnisse hinten einfach hintenangestellt. Am Ende blieb lediglich die Hoffung und wie das Sprichwort so sagte starb diese zuletzt und mit ihr auch der Patient. Obgleich der toxikologische Befund die Arbeitshypothese Gift bestätigte beschloss Akari ihre Entwicklung dennoch mit einem Malus zu versehen, denn sie konnte nicht ignorieren das sie möglicherweise gefährlich war, zumindest sollte das Kekkai: Fuuin Shōsen nicht mit einer Wunderheilung verwechselt werden. Für die Akutmedizin war es eine schnelle und verhältnismäßig kostengünstige Variante, doch war es keinesfalls unfehlbar, eine pingelige Nachsorge wäre stets erforderlich und, selbst wenn es ein Einzelfall bliebe, mussten Rückfälle auf normalem Wege behandelt werden. Natürlich waren diese Punkte für ihre Forschung negativ und konnten ein Ende bedeuten, doch so war es nun einmal, es gab immer zwei Seiten einer Medaille und es war immer gut beide zu kennen.  

Rückschlag. Unvermeidbar und dennoch musste Akari schon wieder vor einer dieser Kommissionen Rede und Antwort stehen. Sie sollte sich erklären ob ihre neue Technik zur Verschlechterung des Zustandes beigetragen hätte, demzufolge bedeutete dies mit das wohl schlimmste Szenario, ihre Mitschuld am Tod eines Menschen. Dies konnte und wollte sie freilich nicht auf sich sitzen lassen und sollte sich ihr Verschulden bestätigen würde sie ohne Widerworte ihre Approbation selbstverständlich zurückgeben – aus der Traum von einem erfüllten Leben, doch mehr als gerechtfertigt. Ihre Laufbahn wäre mit 20 schon beendet, sicher sie konnte noch innerhalb der Shinobi-Welt einen Namen machen, allerdings war sie hierfür wohl schon zu alt und hatte zu viele Gelegenheiten verstreichen lassen. Forschung bedeutete immer auch ein hohes Risiko und Akari wäre eine Närrin sich dessen nicht vollständig bewusst zu sein. Es gab unzähligen Missbrauch und Morde im Namen der Wissenschaft und ihre ehemalige Hokage war ein Opfer dieses Forscherdrangs gewesen, unabhängig davon das Mai das Beste aus ihrem Leben herausgeholt hatte. Dieses lebensnahe Beispiel war sehr viel näher als die alten Geschichten und Erzählungen um Orochimaru und vermutlich gab es noch sehr viel mehr Leid und Unheil oder auch Segen und Leben hervorgegangen aus jenen Entdeckungen und tatsächlich war dies hier nicht ihre Letzte.

Wörter = 2253 - Kekkai: Fuuin Shōsen Teil 3/3
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BeitragThema: Re: Akari's Jutsus   So Feb 11, 2018 1:48 pm

Fûton: Kokyû no Jutsu [Windfreisetzung: Technik der Atmung]
Rang: E
Typ: Ninjutsu l Grundjutsu l Unterstützung
Chakrakosten: gering
Reichweite: am Körper
Beschreibung: Der Anwender lässt Chakra in seine Lungen fließen und erzeugt dort Fûton Chakra, welches natürlich Sauerstoff enthält. So muss er weniger atmen, beziehungsweise kann eine Weile ohne die Atmungsfunktion auskommen. Dieses Jutsu kann bis zu 3 Posts erhalten bleiben.

Wörter: ca. 5.000/1.500

-------Teil 1 -------

Quelle = Mini: https://tamashii-no-utsuri.forumieren.com/t3812-akari-ai-ringo-lerneinheit

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Die Tür öffnete sich und sie erkannte denjenigen der auch öfters ihr Sensei gewesen war, tatsächlich war sie ihm bisher öfter im Klassenzimmer begegnet, denn außerhalb. Die letzte Zeit auf der Akademie noch frisch in Erinnerung, wandte sie sich ihm schnell zu, verbeugte sich und grüßte zurück. “Ashitaka-sensei!“ Dann sollte sie ihm auch schon folgen. Wohin würde es gehen in ein Klassenzimmer, in einen Trainingsraum? Sie kannte ihn natürlich nicht nur als lehrenden Dozenten sondern erinnerte sich auch noch gut an praktische Fächer, nicht zuletzt weil die Praxis ihr nie so recht gelingen wollte. Natürlich war sie in der Wiederholungszeit, nach Ai, Klassenbeste gewesen in den angewandten Grundlagen, aber darauf konnte sie sich kaum etwas einbilden, außer vielleicht sie wäre schlechter gewesen als die angehenden Genin, aber dies hatte sie vermeiden können. Jetzt gab es also Einzelunterricht und sie hatte ihn sich auch noch selbst gewünscht, sie konnte es sich immer noch schwer vorstellen das sie selbst darum gebeten hatte. Nicht nur Ninjutsu-Traiing, gar ein Element und dann noch eines das sie ursprünglich nie besessen hatte! Anderseits war es jetzt ein wenig zu spät um zu kneifen, zumal Kyo bereits vom Stuhl herunter war und sich anschickte hinter Ashitaka her zu dackeln. Genauer gesagt war Kyo recht schnell dabei, wäre er nicht durch seine Größe gebremst, wäre er vielleicht mit ihrem neuen Sensei dichtauf. Akari wandte sich also ebenfalls der Tür zu und folgte, ihrerseits gefolgt von Ai.
Die Trainingshalle sah auf den ersten Blick aus als müsste man sie per Wind bedienen, überall Seidentücher die nur darauf warteten von einem Hauch berührt zu werden. Dies war es auch woran Akari dachte als ihr Sensei von einer Demonstration sprach, aber vielleicht wollte er auch quer durch den Raum schweben oder die Tücher mit einer Attacke zerfetzen? Davon abgesehen konnten sie auch lediglich Deko sein, aber wieso hingen sie dann so tief herab? Wie gut das sie nicht nach dem Sinn der Seidentücher gefragt wurde, denn dazu hätte sie am Ende noch etwas sagen können, wenn auch nicht sehr viel, dann trotzdem mehr als zu der tatsächlich gestellten Frage. Fuuton war für sie lediglich ein Ninjutsu-Element mit welchem sie nicht viel mehr Vorstellung verband als mit ihrem ungenutzten Katon, mit dem Unterschied das es in Konoha so viele Katnon-Nutzer gab, dass es an praktischen Beispielen kaum mangelte. Nur konnte sie dies einem Fuuton-Nutzer sagen? Sie wollte ja nicht in den ersten zwei Minuten schon ihren Sensei beleidigen, doch ihr vielen keine Beispiele ein, außer vielleicht das Element mit dem echten Wind zu vergleichen. Vermutlich wäre auch dies kaum mehr als ein Schuss ins Blaue, welcher Katon-Nutzer verglich schon das Feuerelement mit einer brennenden Fackel oder einem Lagerfeuer? Die Lehrbuchantwort war ebenfalls nicht verlangt, dann bleib wohl das wenige was sie sich darunter vorstellen konnte übrig. “Fuuton ist ein Ninjutsu-Element und ich könnte mir vorstellen sich damit die Kraft und Funktion des Windes nutzbar zu machen, wie zum Beispiel die Kraft eines Wirbelsturms oder der Herbstwind, der mit zunehmend kälteren Luftströmungen den Wechsle zwischen Sommer und Winter aktiv begleitet.  Eine Funktion fällt mir allerdings nicht ein, außer auf einem Luftkissen zu schweben oder so. Aber vermutlich hat das nicht viel mit Fuuton zu tun oder?“ Vermutlich hatte sie ohnehin zu viel geantwortet, denn sie hätte mir ihren Worten auch einfach die Stille weiter füllen können, denn so viel mehr war bei ihr wohl auch nicht herausgekommen. Nur wie sollte sie auf eine akzeptable Antwort kommen? Sie wusste ja nicht einmal inwieweit sich Ninjtusu ähnelten. Ihr Medic-Ninjutsu hatte für sie beispielsweise eine feste Bedeutung, aber ohne jemals von Medizin gehört zu haben war es schwer eine Idee zu entwickeln und so ging es ihr mit allen Elementen, egal ob sie diese nun besaß oder nicht. Sie besaß beispielsweise von Geburt an das Katon, konnte sich aber nach all den Jahren selbst darunter kaum etwas vorstellen, da sie sich nie damit befasst hatte. So gesehen hätte sie 10 wunderbaren Jahre Vorbereitungszeit haben könne um wenigstens einen Hauch von einer Idee zu entwickeln, jetzt wo sie es gebrauchen könnte. Fast schien ihr daher das missbilligende Geräusch, als könnte es ihr gelten, auch wenn dem nicht so war. Es schien eher so als hätten sie noch mehr Zaungäste. “Ich stelle mir darunter nicht wirklich etwas vor. Man schmiedet sein Chakra auf eine bestimmte Art und kann es dann im Sinne von Fuuton benutzen, was auch immer die Anwendungsgebiete sind. So behandele ich mein Medizinisches Chakra, nur das ich da weiß wieso und wozu ich es benutzen und auch wie es entsteht.“ So langsam kam sie sich ein wenig dumm vor. Die Hauptelemente waren Affinitäten die ein Shinobi besaß, sie mussten nicht erst kreiert werden oder doch? Woher wusste ein Element-Nutzer wie sein Element funktionierte?

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Die letzte Demonstration traf hingegen wieder mehr ihr Interesse. Defensive war gut. Sie wollte sich eh nie ins Getümmel stürzen, wenn überhaupt wollte sie Verletzte bergen und sie so lange schützen, bis ein Abtransport möglich war. Die Wirbelwindmauer war harmlos und effektiv zugleich. Dies gefiel ihr weitaus besser. Sie konnte ihr Potential sicher gut zu Verteidigungszwecken einsetzen, niemand hatte je gesagt das ein Jinchuuriki ein Rammbock sein musste. Akari hatte praktisch schon entschieden wofür sie sich mehr interessierte, doch war dies auch ihr innerster Wunsch? Sie wollte nicht eine Richtung lernen die sich später als Fehler herausstellte. Die Idee war irgendwie mit Shukaku etwas gemeinsam zu entwickeln, wodurch die Wahrscheinlichkeit erhöht wurde diesen gemeinsamen Weg im Notfall, nun, gemeinsam zu gehen. Gemeinsamkeit mit dem Sanddämonen war nicht ihr liebstes Thema, doch am Ende war es bedauerlicherweise übrig geblieben. Sie konnte nicht gegen Shukaku kämpfen und ihn ignorieren ging ebenfalls nicht lange gut. Doch bevor sie ihr Wahlthema bekannt gab, verneigte sie sich kurz dankend vor ihrem Sensei. “Sehr beeindruckend. Zum Glück habe ich früher noch nicht gewusst das ich schweben könnte. Ich frage mal den kleinen Hilfssheriff, ob ich mich auch für das Richtige interessiere.“ Den letzten Teil sprach sie mehr in Richtung Zuschauertribüne und Kyo zeigt zur Antwort die Käfig-Pantomime und hüpfte auch noch auf und ab. Es sah nicht nur witzig aus, er zeigte auch  auf seine freundlich verspielte Art das sie wohl einer Meinung waren oder auch nur das sie mit ihrer Wahl an dieser Stelle ohnehin nicht schief liegen konnte. “Also auf jeden Fall Defensive und Hilfstechniken, ebenfalls Richtung Defensive. Ist der Wind denn wirklich so flexibel, dass man beispielsweise einen Sturm als Schutzmauer verwenden könnte, also man im Auge des Sturmes geschützt ist? Oder könnte man einen schweren Gegenstand neben sich herschweben lassen? Also ich denke jetzt konkret an Patiententransport, eine Art Luft-Tragebare wäre ungemein praktisch. Und dann natürlich noch die Frage, was ist mit dem Wind der ohnehin gerade vorhanden ist? Ist es einfacher einen Sturm entstehen zu lassen, wenn es ohnehin stürmisch ist oder komplizierter?“ Natürlich wusste sie nichts über den Chakra-Verbrauch, aber davon würde sie vermutlich ohnehin reichlich besitzen oder zumindest ging sie einfach mal davon aus.

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“Praktisch? Ähm. Praktisch gar nicht. Also ich habe Erfahrung in Bezug auf Siegel die Medic-Ninjutsu speichern und abgeben könnten und vielleicht ist der Schritt in Richtung Fuuton-Transport dann nicht so furchtbar weit.“ Die Frage machte sie erstaunlich verlegen. Er hatte zuvor keine großen Kenntnisse erwartet, aber jetzt? Womöglich dachte ihr Sensei das sie unbewusst schon alles nötige mitbrachte oder das sie nur noch nicht wusste was sie schon alles konnte? Oder meinte er ob sie bereits woanders Unterricht genommen hatte? Sie wusste immer noch nicht genau inwiefern ihre Abwesenheit aus dem Dorf dokumentiert worden war oder ein weißer Fleck auf der Karte blieb, denn irgendwie hatte Ai sie ja ganz offensichtlich überwacht. Sie zuckte kurz mit den Schultern. “Ich habe es erfolgreich ignoriert. In letzter Zeit bestand aber vermehrt die Notwendigkeit, mich mit dem was ich bin zu beschäftigen und im Zuge dessen ist mir sprichwörtlich wieder aufgefallen das ich das Fuuton-Element besitze und ich lernen könnte es zu nutzen.“ Es klang fast noch belangloser als die Erkenntnis an sich gewesen war, aber es steckte auch nicht so viel mehr dahinter. Wenn sie etwas lernte das Shukaku bekannt war, dann besaßen sie eine gemeinsame Basis mit der es sich vielleicht leichter leben ließ.

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Dies brachte gleich noch mehr Glanz in ihre Augen und weckte ihren Wissensdrang, denn die Vorstellung das lästige Element-Chakra einfach in ein Siegel zu verfrachten, es mit einem Zeichen zur Anwendung zu versehen und anschließend erfolgreich so getan zu haben als würde sie Fuuton beherrschen, hörte sich einfach genug an und klang zunehmend praktisch. Sicherlich gab es daran einen Haken, nicht zuletzt da sie drei Elemente besaß und sozusagen das richtige Chakra absondern musste, aber bis dahin konnte sie sich ja ohnehin nur erst einmal anschauen was sie erwartete. Einerseits freute es sie, dass Ashitaka-sensei auch auf diese Idee einging, doch andererseits machte es sie auch ein wenig verlegen, immerhin stieß sie in ein Gebiet vor welches er nicht zu beherrschen schien, aber ganz der Lehrer verwies er einfach nur auf einen externen Experten. Akari überlegte schon wie sie sich entschuldigen sollte, für den Fall das er sich doch ein wenig in seiner Ehre verletzt fühlen könnte, doch dann kam die Überraschung das der Sarutobi den externen Berater auch gleich holen lassen wollte. War da eben die Rede vom Dienst gewesen? Sicherlich ließe sich doch auch bestimmt ein Treffen vereinbaren, ohne dass da jemand wegen ihr womöglich wichtigere Arbeit verschieben musste. Sie blickte Inotachi noch beim Verlassen des Raumes kurz hinterher und setzten dann ihre kurze Erzählung über ihre Neuentdeckung des eigenen Elementes fort, die zugegeben tatsächlich kurz ausfiel und auch irgendwo nichtssagend war, ungefähr genauso wie ihre eigene Meinung zum Thema Elemente. Sie war froh das Ashitaka es ihr so einfach machte und ihr ihren eigenen Weg ließ sich dem Wind anzunähern und so gesehen fand sie ein Chakra-Element, welches im Patiententransport verwendet werden konnte auch gar nicht mehr so schlimm. “Huch. Ich versammle hier noch unfreiwillig eine Fuuton-Expertenrunde, ich entschuldige mich dennoch für die Umstände mir gerade das Beispiel raus gegriffen zu haben.“ Natürlich ging es darum, dass Akari an etwas lernte, was sie gut nachvollziehen konnte, aber dennoch hätte sie sich im Nachhinein wohl auch das Luftwandern aussuchen können, nur dass ihr dafür keine Anwendung eingefallen war und es auch recht kompliziert ausgesehen hatte, irgendwie wie eine Mischung aus Chakralaufen der ebenen, unebenen und Wind-Jutus-Flächen und vermutlich hätte sie das Jutsu komplizierter gemacht als es in Wirklichkeit war. Solche Demonstrationen betrafen sicherlich einfache Techniken, etwas was sie mit etwas Übung auch hinbekommen müsste, aber gerade darum auch etwas wo sie sich nicht blamieren wollte, indem sie es nicht kapierte oder am Ende noch irgendwelche Bijuu-Kräfte heraufbeschwor, was noch schlimmer als alles andere sein konnte. Bei den Worten 'erste Übung' zeigte sie ein scheues Lächeln. “Übung? Okey. Da bin ich ja mal gespannt.“ Sie nahm sich jetzt schon vor nicht an der Übung herum zu meckern, auch wenn ihr dies sicher nicht schwer fallen würde, aber der einfache Teil ging wohl langsam aber sicher einem Ende entgegen, naja wenigstens gab es noch eine weitere Demonstration. “Von dem Transport-Projekt bin ich jetzt schon begeistert.“

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Sie streckte ihre Hand aus und spürte das Blatt wie eine Feder ihre Haut berühren. Sie wusste das ein Blatt aus Zellen bestand, die anders aber ähnlich zu menschlichen Hautzellen waren, doch dieses Wissen genügte hier ganz offenbar nicht. Vermutlich musste sie in einen Park gehen und darauf achten welche Gesten und Geräusche der Wind machte, wobei der Wind hier noch den Vorteil besaß, dass er in der Natur ohnehin zumeist vorhanden war. Sie betrachtete das Blatt auf ihrer Hand, welches ruhig dalag und sich entweder bewegen würde weil Akari Fuuton hineinlenkte oder ihre Hand aktiv bewegte. Akari nickte zunächst, als sie die Worte zum Thema Schneiden vernahm, ja selbst sie hatte schon davon gehört, allerdings hatte sie die Information vermutlich in einem anderen Zusammenhang hochinteressant gefunden, so nach dem Motto: Shinobi mit Schnittverletzungen haben vielleicht nur Fuuton geübt oder so. Woraufhin sich ihr die Frage stellte ob man wirklich jemanden mit dem Wind schneiden konnte. Nun sollte sie das Blatt aber gar nicht schneiden sondern es gleich zum Schweben bringen und da er ihr dies im selben Atemzug wie die Grundlagen mit dem Schneiden erklärte, hieße dies ja wohl das auch das Schweben nicht zu kompliziert war oder war es gar einfacher? Es hörte sich einfacher an sich etwas zum Thema Schweben und Wind vorzustellen, denn mit Wind etwas zu schneiden und dennoch war Schneiden die Grundlagenübung. Ihre Gedanken führten mal wieder nur dahin dem eigentlichem Thema auszuweichen, andererseits konnte sie die Hausaufgabe zuhause bearbeiten, ihre Fragen jedoch nur hier stellen. Sie hob ihren Blick von ihrer Hand und wieder ihrem Sensei entgegen. “Ist es ein mentales Bild für alle Fuuton-Anwendungen oder kann man sich beim Schweben lassen auch vorstellen wie das Blatt vom Wind getragen wird und beim Schneiden wie schneidend sich ein kalter Wind anfühlt? Und wie lebhaft muss man sich das vorstellen? Hängt das von der Schwierigkeit der Aufgabe ab? Also das ich mir vorstelle ich schneide ein Blatt mit Wind oder füge jemanden eine Verletzung zu?“ Natürlich konnte sie sich vorstellen wie das Blatt im Wind umhergetragen wurde, aber sie wollte daraus auch keine intensive Meditationsübung machen. Sie war froh das im Seelenversteckt bisher noch kein Wind Einzug gehalten hatte, auf dieser Ebene der 'Meditation' gab es bisher nur Sand, sollte sie jetzt den Wind dorthin bringen? “Also. Naja. Es gibt schon eine Ebene in meiner Vorstellungskraft die ich nicht allein kontrolliere und ich wüsste nicht inwiefern eine Vorstellung von Fuuton dort überhaupt herauskommt.“ Oder wäre die passende Frage in welcher Intensität? Bisher hatte sie immer das Gefühl gehabt in ihrem Seelenversteck gefangen zu sein, sie hatte es nie für irgendwas benutzt. Natürlich war nicht gesagt das sie es benutzen musste, nur weil sie sich ein schwebendes Blatt vorstellen wollte, aber sie hatte es ja auch noch nie ausprobiert.

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Natürlich freute es sie zunächst zu hören, dass sie sich nicht unbedingt vorstellen bräuchte ein Ziel mit Windklingen zu zerschnipseln, weil sie eben ähnliches vorhätte, dies bedeutete gleichsam das sie geistig auch keine Luftkissentragen zaubern müsste – es genügte ein mentales Bild, dies musste aber derart passen, dass es wortwörtlich für alles genügte. Das perfekte mentale Bild des Windes, universell einsetzbar. Da es ja auch nur um die Methode zu gehen schien Chakra zu schmieden, machte es auch wieder Sinn, immerhin gab es ja auch noch Fingerzeichen und den Energieverbrauch, den höhere Techniken erfordern würden. Es war wohl nur ihr Gefühl gewesen, doch wäre es nicht auch herausfordernd sich einen entsprechend großen Sturm erst vorzustellen, bevor man ihn beschwor? “Hm ok. Individuell macht wohl Sinn, immerhin ist das Chakrasystem jedes Lebewesens anders und man muss herausfinden was für einen selbst funktioniert. Also weiß ich welches mentale Bild für mich wirkt, wenn das Buchenblatt schwebt? Klingt gleichzeitig einfach und komplex.“ Sollte sie es gleich einmal versuchen?

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Gratulation. Nun hatte sie verstanden das Fuuton kompliziert zu lernen war, aber nicht unmöglich und was sich alles damit machen ließ, wenn man sich getraute die Hürden entlang zu hangeln. Natürlich war elementares Ninjutsu kein Hexenwerk, aber der Anfang war bekanntermaßen immer schwer, egal worum es sich handelte. Sie würde schon noch herausfinden was es brauchte um den Wind zu kontrollieren. Sie wusste immerhin nun, dass es ein mentales Bild brauchte, eines das sie persönlich mit dem Wind verband. Soweit so gut. Die Theorie und Anwendungsbeispiele schienen geklärt zu sein. Übrig blieb ein Eichenblatt und die Demonstration einer Siegeltechnik die mit Fuuton beladen wurde. Bisher sah der Tag nicht schlecht aus und es gab sogar eine Möglichkeit zu trainieren, selbst wenn sie dafür eine mentale Übung durchführen müsste, welches sie zu einem Ort brächte an den sie nicht ihre Übungseinheiten verbringen wollte. Dies war für Akari gleichzeitig der Siegelraum und das Seelenversteck. Kyo hingegen freute sich sichtlich die Erlaubnis zu bekommen mitzukommen und zappelte leicht in ihrem Griff, na Hauptsache er wollte Ashitaka nicht vor Freude umarmen. Sie verstaute schließlich ihren Chibi fachgerecht und nahm anschließend das Eichenblatt von Ai entgegen. Akari hatte es natürlich unachtsam fallen lassen, als sie Kyo in den Arm genommen hatte oder war es schon wieder eine unbewusste Geste gewesen aufzugeben? Ai gab es ihr zurück und Akari nahm es entgegen und behielt es den Weg zum Hokagemassiv in der Hand. Zwischendurch hielt Akari nach Anzeichen von Wind Ausschau, fand aber spontan nichts was sie inspirierte, aber mit den Gedanken war sie auch irgendwie schon halb im Siegelraum oder zumindest dem Ort an welchem sie damals gewesen war. Ob sie sich mental zu damals überhaupt ein Stück weiter bewegt hatte? Sie wollte es gerne glauben und bezweifelte es gleichzeitig. Einerseits wusste sie das Siegelraum und Siegelmeister dafür sorgen konnten, dass sie in Ruhe üben könnte, selbst wenn sie mental mal wieder mit Shukaku aneinander geriete, aber andererseits wollte sie auch nicht bei jedem Versuch von Schutzsiegeln umgeben sein. Dies war so ziemlich das schlimmste Szenario welches ihr in den Sinn käme, dass sie nur an ihr Fuuton-Chakra käme indem sie sich jedes mal mit Shukaku auseinandersetzen müsste, dem entgegen stand natürlich die Leichtigkeit mit welcher sie ihren Chibi beschwören und bannen konnte.

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Bei der Erwähnung der neuen Technik errötete Akari sogar ein wenig, klang ja schon fast so als ob sie Pläne für die perfekte Verteidigung von Konoha aufzubieten hätte, allein weil Ashitaka-sama schon fast begeistert klang oder vielmehr Amaiko? “Ähm ja. Ich wollte wissen ob die Schwebe-Eigenschaft des Fuuton in einem Siegel verwendet werden kann um beispielsweise eine mobile Tragebare daraus zu basteln. Man klebe ein, zwei Siegel mit Fuuton-Chakra auf einen Patienten und er schwebt neben dem Arzt daher, also im Sinne der Massenabfertigung. Opfer eines Anschlages oder von einem Kampffeld. Allerdings bleibt es bei mir eher eine Überlegung. Ich kann noch nicht einmal Fuuton-Chakra schmieden, habe aber ein wenig Erfahrung was Siegel und Medi-Chakra betrifft, daher die Idee.“ Das Grollen im Hintergrund entging ihr dabei, da Akari sich auf ihre Aussage konzentrierte und gleichzeitig immer noch überlegte, ob sie mit solch einer Idee ankommen sollte und noch nicht einmal die Grundlagen konnte. Es war ja ganz nett in der Theorie so viel zu wissen, aber was wenn sie es nie anwenden könnte oder eher schlimmer, was wenn Shukaku auf die Idee kam ihre Ideen eines schönen Nachts umzusetzen? Akari war zwar einerseits neugierig, empfand aber Unwissenheit auch zeitweise als Segen.

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Hier war der Ort wo Leute wie sie einfach mal üben konnten ohne gleich zu fürchten sich oder andere zu verletzten. “Ach halt den Mund. Schön. Habe ich eben Angst, dass ich Fuuton lerne und eines Tages nicht ich sondern du es kontrollierst und mich schlecht dastehen lässt. Es ist ja auch dein Element. Wie soll ich das lernen? Leute durch die Luft schleudern, krank dabei lachen und das Wort Fuuton als Kampfschrei ausstoßen?!“ Hinter ihr Grinste es und kicherte ein wenig. “Klingt doch nach Spaß! Aber es geht auch darum durch den Wind zu fühlen, ihn zu bewegen. Der Wind bewegt den Sand. Der Wind entfacht das Feuer. Im Gegenwind läuft es sich schwieriger und mit Rückenwind scheint es schneller zu gehen. Der Wind enthält die Luft und überträgt Geräusche. Möchtest du das nicht kennenlernen? Ein mächtiges Wesen setzt Fuuton nun einmal etwas andres ein, aber du kannst es immer noch auf eurer kleines Shinobi-Niveau reduzieren oder vielleicht schaffst du auch nie mehr als einen Papierflieger abheben zu lassen? Also?“ Akari drehte sich um und schaute dem ehemaligen 'Ding' in die Augen und seufzte dabei leicht theatralisch. “Na schön. Eine Demonstration und das war's. Und wo du es gerade ansprichst. Es wäre lieb wenn ich danach noch reden oder atmen könnte und es wird absolut nichts zerstört! Wenn du mit Fuuton irgendwas gewaltsames anstellst, dann lerne ich es nicht weiter.“ Daraufhin machte Shukaku ein Gesicht als wäre er der dümmsten Person der Welt begegnet. “Hey! Ich zeige dir nicht nur etwas Fuuton, sondern auch Macht!“ Plötzlich musste Akari breit Grinsen und kicherte ihrerseits sogar. “Und ich sperre sie in ein Siegel und nutze sie zum Krankentransport. Ist es nicht schön in Fudo Akari zu wohnen?“ Shukaku grummelte daraufhin irgendwas davon das sie nur nervte oder etwas nicht verstünde. Dann verging die Zeit. Sie warteten ungefähr 10 Minuten das irgendwas passierte, aber sie standen nur da. “Also gut. Bewegung ja? Wie?“ Das Sandmonster schrumpfe vor ihrem inneren Auge und nahm die Form vom Kyuubi-Bunshin an, jedoch besaß er weiterhin sandige Haut und ein Siegelmuster auf Selbiger und wohl auch gelbe Augen. Er griff sie an den Händen und bevor Akari es richtig wusste tanzten sie. Zunächst langsam und dann schneller werdend.

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In der Realität drehte sich Akari ebenfalls, jedoch ohne sichtbare Partner, dafür aber mit sichtbaren Rotationsmoment. Um ihren Körper bildetet sich zunächst eine Luftsäule, die sich zunächst im gleichem Tempo drehte und dann schneller wurde, bis sie annähernd Windgeschwindigkeiten eines kompakten Sturms von Akari-größe erreichte. Im Inneren tanzte Akari noch mit ein paar Schritt Freiraum um sich herum, drehte aber lediglich Pirouetten und nutze ihn nie aus um mit einem Körperteil in den Windstrom zu geraten. Der Sturm bewegte sich jedoch nicht nur recht schnell, sondern vielmehr geräuscharm, sodass man ihre veränderte Stimme daraus durchaus hören konnte, wobei sie durch den Luftstrom eher wie ein Trichter nach oben gerichtet war. “Liebste Zuschauer, Liebste Ai. Es folgt ein kleines feines Schauspiel, welches keiner größeren Unterbrechung bedarf. Lehnen Sie ihre Siegel zurück. Es folgt: Der Trichter im Trichter.“ Shukaku endete seine Aussage und es passierte zunächst nichts, Akari befand sich immer noch in ihrem Strudel und drehte sich, doch nach einer Weile blieb sie stehen und schaute sich langsam um, dabei ging ihr Blick die sich drehenden Wände hoch und wieder runter.
Etwas weiter entfernt, hob Kyo wie zum Abschied die Klaue und winkte Ringo und dem Yonbi-Chibi zu, bevor er sich umdrehte und wortwörtlich im Mini-Sturm verschwand, denn er löste sich beim Betreten auf und sein Sand wirbelte kurz darauf im Strudel umher. Im Inneren von Akari erfolgte eine Erklärung und die Windbewegung wurde langsamer, bis Akari glaubte die Sandkörner genau sehen zu können, was tatsächlich daran lag, dass der Sand angestrahlt wurde oder von innen zu glühen schien. In jedem Sandkorn steckte ein Hauch Katon, welches es erhitzte und somit besser sichtbar machte. Das interessante daran war aber, dass Akari den Sand gar nicht sehen brauchte, dies war eher ein Effekt für die Zuschauer, sie konnte ihn viel mehr spüren. Sie wusste exakt an welcher Stelle im Windstrom sich welches Korn aufhielt und wie es durch das Feuer verändert wurde. Sie glaubte sogar so genau nicht einmal mit ihrer Sensor-Technik irgendwas erspüren zu können. Es fühlte sich auf seine Art mächtig an. Nicht zerstörerisch, nicht Energiegeladen, sondern einfach nur schön, als wäre es Kunst, ein 3D-Bild und Akari hatte genug Zeit sich die glühenden Sandkörner anzusehen. Dann setzte sie sich hin und schaute nach oben, wo ein paar vereinzelte Flämmchen am Rande des Trichters entlang wanderten, als wären sie lediglich die Flammen auf einer Kerze, welche wiederum der Fuuton-Strudel zu sein schien.

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Akari wurde im Geiste von dem Strudel erfasst und wirbelte herum, bis sie im Geiste das Bewusstsein verlor und in der Realität auf dem Rücken liegend aufwachte. Sie wollte sich instinktiv mit der Hand an den Kopf fassen, doch diese klebte am Boden fest. Sie blickte nach oben und sah wie die Flammen erloschen und gleichzeitig die Säule mit Sandmuster im Nichts verschwand. Übrig blieben ein paar Sandkrümel die sich auf den Weg zum Boden machten, aber deren Existenz spürte Akari diesmal nicht. Gerade kam ihr alles wie ein Genjutsu vor, bis auf die Tatsache, dass das Siegel sie am Boden hielt. Sie wusste, dass das Siegel nur Ai gehören konnte. Sie sollte sich wohl bald zu Wort melden, aber irgendwie war sie in ihren Überlegungen noch beim Mini-Sturm. Zählte dies nun als Erfolg oder als Niederlage und wie viel von der Technik würde sie eines Tages selbst beherrschen und was war nur Show-Effekt? Die Überlegung würde ihr wohl zu viel Zeit kosten, also beschloss sie erst einmal Ai zu beruhigen. “Ai? Ähm danke für die Hilfe.“

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Derweil runzelte Akari verwirrt die Stirn, ob des prächtigen Anblickes. Sie wusste das der Sturm von Innen beeindruckend gewesen war, aber den Blick von Außen hatte sie natürlich nicht gehabt. Amiko gab eine hilfreiche Erklärung und Akari errötete schließlich doch noch vor Verlegenheit. Ach, dies Sache mit dem Katon! Genau. Ihr Element! Das eine Element das Akari gehörte und Shukaku hatte es offenbar benutzt und irgendwie erklärte dies auch wieso die Sandkörner von Innen zu glühen schienen. Ihr musste dringend ein besseres Schimpfwort mit 'Sand' einfallen. “Ich wollte etwas über meine mentale Komponente vom Fuuton erfahren und Er hat es mal wieder übertrieben!“ Genau. Jetzt, in Sicherheit, konnte sie sich über ihn ärgern, aber wehe er bekam dies mit, dann war sie wieder ganz klein mit Hut. Sie zeigte in die Richtung in der Ai wohl stand und zuckte leicht mit den Schultern. “Mit Spielraum ist da nicht viel. Bisher habe ich einen An- und einen Ausschalter.“ Dann machte sie sich daran aufzustehen und lauschte der Idee von Ringo. Der Vorschlag klang gleichzeitig gut und katastrophal zugleich. Jetzt wo sie die mentale Komponente raus hatte, konnte sie es mit Rauch sicher versuchen, was im Sinne einer Übung durchaus gut klang, andererseits war ihre letzte Begegnung mit einer Jinchuuriki, die gleichzeitig ihre Adoptivschwester war, nicht sehr flüssig verlaufen und ihre Beziehung zu Ringo war derzeit die von Trainingspartnern? Wie waren sie so weit gekommen? Ai stimmte der Idee zu und Akari war gewillt sich zu fügen, einfach weil Ai nicht dagegen war. Ai würde einfach wieder einschreiten, wenn etwas schief ging, weil Ai nun einmal so war und Ringo half Akari beim Elementtraining, weil Ringo nun einmal so war. Akari hatte sie beide verraten und fühlte sich noch immer so als ob sie ihre Freunde nur ausnutzte, eben weil es sich damals nicht so angefühlt hatte. Sie schaffte es schließlich mit etwas Hilfe gerade zu stehen, war aber etwas schwankend auf die Beine gekommen und blickte Ashtaka noch immer an. “Das klingt wie das Beispiel mit dem Papierflieger?“ Dann schaute sie zu Ringo und dem Affen-Chibi. “Bin dabei, ich denke jetzt habe ich eine gute Vorstellung von Fuuton und bin gespannt wie es aussieht wenn ich es tatsächlich anwende.“ Sie hatte überlegt den letzten Teil zu sich selbst zu grummeln, um zu Zeigen das sie mit dem Verhalten von Shukaku nicht einverstanden war, aber vermutlich würde es ihn ohnehin nicht kümmern, also sah sie davon ab Selbstgespräche zu führen.

Außerhalb der Plays:
Das Training mit Ringo verlief ausgesprochen gut. Fast schien es so als ob der Rauch sich durch ihr Zutun teilte, aber irgendwann beschlossen sie den Tag zu beenden und Akari würde ihr Training mit Taira Eri fortsetzen.




-------Teil 2 ------
Quelle = Ingame: https://tamashii-no-utsuri.forumieren.com/t2725p75-trainingsplatz-ii
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Gegenüber Eri musste es ihr nicht peinlich sein, noch nicht viel über ihr neues Element zu wissen, aber auch wenig zu wissen war immer noch besser als totale Unwissenheit und diesen Wissensvorsprung hatte sie Ashitaka-sensei zu verdanken. Er hatte aus ihrer Fuuton-Vorführung eine richtige Lehreinheit gemacht und darum konnte Akari nun zurecht bestätigen das sie sich mit dem Gebiet bereits vertraut gemacht hatte, ein gutes Gefühl. Zur Antwort nickte sie daher zuerst. “Ja. Ich hatte schon eine Demonstrations-Stunde. Sarutobi Ashitaka zeigte mir ein paar Formen des Fuuton und wir konnten uns sogar schon auf eiin Übungsprojekt festlegen. Er hat mir die mentale Komponente des Chakraschmiedens erklärt und daran habe ich auch zuletzt geübt, bin aber glaube nicht sonderlich begabt. Oder ich bin es nicht gewohnt mir mental ein Bild des Windes vorzustellen. Naja. Ich habe mich nie für ein Element interessiert, auch nicht für mein Geburts-Element, das Katon. Gibt es noch andere Möglichkeiten das Fuuton-Chakra zu schmieden? Oder eben ein Gefühl dafür zu einwickeln?“

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Die Worte weckten Bilder vom Lungenkreislauf in ihr und sie konnte sich sogar im gewissen Sinne vorstellen, wie die Lungenbläschen mit der Atemluft den Gasaustausch vornahmen. Akari nickte ganz langsam. Luft, welche sich in der Lunge bewegte, wie schön wenn dies als mentales Bild genügen würde. Natürlich sprach nichts dagegen es auszuprobieren, vielleicht gab es wirklich ein medizinisches Bild der Luft, welches genau das ihrige war? Luft in der Lunge, in der Nase, im Bauch oder auch die Elemente der Luft im Blutkreislauf? Sauerstoff, wurde durch Luft transportiert. “Ja. Das klingt gut. Ich kann mir etwas darunter vorstellen, wie die Luft sich im Menschen bewegt.“ Aber Luft war nicht nur ein paar Atome im Körper, man konnte sie sehen, abhören und selbst spüren. Es traf sie schon fast wie der Schlag als ihr auffiel, dass man sich beim Meditieren unter anderem auf seinen Atem konzentrierte und damit auch auf Luft. Es war schon fast genial wie gut sich die Erklärung und ihr Vorwissen verbinden lassen konnten. Nachdem sie zuerst ein wenig irritiert gewesen war, dass ihre neue Sensei sich wortwörtlich die Hände schmutzig machte, beobachtete sie im nächsten Moment mit wachsender Begeisterung wie sie, einem Miniatur-Laubbläser gleich, sich schon wieder säuberte. “Genial. Das sieht ja wirklich so aus als wäre das Chakra in Ihrem Inneren und müsste nur heraus.“ Ein wenig war sie dann doch um ihre Aussage verlegen, als wäre sie fünf Jahre jung und würde nicht verstehen, dass Chakra aus dem Inneren entstünde. Sie sammelte sich kurz, ging dann ebenfalls in die Knie um sich die Hand schmutzig zu machen und betrachtete sie einen Moment leicht kritisch. Natürlich war der Schmutz sandig, aber davon konnte sie sich nicht ablenken lassen, es ging darum ihren inneren Laubbläser arbeiten zu lassen. “Dann starten wir mal die Testreihe.“ Ihr persönlicher Witz, hatte sie doch zumeist ihre eigenen Techniken immer in Form eines wissenschaftlichen Experimentes entwickelt und im gewissen Sinne war es ja ähnlich, sie amte nicht nur einfach nach, sie musste ihren eigenen Weg finden. Also atmete sie tief ein und blies auf ihre ausgestreckte Hand. Es strömte normal Atemluft hinaus, die sich als leichter Dampf in der kühleren Umgebungsluft abzeichnete. Kein Problem. Niederlagen waren manchmal wichtiger als schnelle Erfolge. Sie holte erneut Luft und stellte sich dabei vor, wie sie durch ihre Lunge strömte. Anschließend pustet sie fast ihr komplettes Volumen heraus, als wollte sie einen Ballon in schnellen Stößen aufblasen. Die Luft enthielt ein wenig Fuuton-Chakra, was allerdings nicht darauf hinauslief, dass sie ihre Hand mit einem Atemstoß sauber blies, vielmehr verharrte die Luft auf ihrer Handfläche und begann sich langsam zu drehen, dabei nur den Sand aufwirbelnd. Für einen extrem kurzen Moment wirkte es so als wollten sich Luft und Sand spiralförmig erheben, vielleicht im Bestreben einen mini Sand-Sturm nachzubilden, doch am Ende hob der Wind den Sand nur kurz an und ließ ihn anschließend wieder auf die Handfläche sinken. Der größte Unterschied womöglich, dass der Schmutz der nun auf ihrer Hand lag nicht mehr daran klebte, aber auch nicht hinfort gepustet wurden war.

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Inzwischen wusste Akari, dass es nur soweit kam, wenn sie es ausarten ließ. Sie konnte nicht sagen Shukaku besaß das Fuuton und den Wind überließ sie einfach ihm und Akari war nur zufällig der Körper der das Chakra durch sich hindurch fließen ließ, dies ging definitiv nicht. Sie musste das Chakra also spüren, wie es ihre neue Sensei ausdrückte und in Akari's Sprache übersetzt hieß dies auch, es als zu sich zugehörig akzeptieren. Einen Teil zur Akzeptanz hatte sie bereits vollzogen, nun folgte der zweite Akt. “Spüren? Ich ziehe es vor, wenn es von selbst kommt, ohne das ich es spüre. Also es ist so. Ich besitze das Fuuton, aber irgendwie auch nicht. Es wurde mir gegeben, hinzugefügt und ich habe vielleicht auch etwas zu viel Respekt davor es als mein Element zu begreifen.“ So. Nun war es raus. Jetzt konnte sie durchatmen und dies auch gleich mit der Übung verbinden, welche Eri soeben angesprochen hatte. “Aber erst mal sehen ob ich die Luft spüren kann.“ Akari nahm eine neue Hand klebrigen Drecks auf und stellte sie wieder hin. Sie schloss gehorsam die Augen und atmete langsam ein und dann atmete sie wieder aus. Sie versuchte sich zwei Atemzüge später auf den Luftstrom zu konzentrieren und hatte nun das Gefühl nachvollziehen zu können wie er sich in ihrer Lunge bewegte. Bewegung. Ja. Das war es gewesen. Jetzt erinnerte sie sich wieder. Ihr inneres Bild bezüglich des Windes hatte etwas mit Bewegung zu tun. Ob sie die Bewegung der Luft in ihr spüren konnte? Sie war ein Sensor und eine begabte Medic-Nin, da musst es doch möglich sein etwas zu spüren was in ihr selbst vor sich ging, nicht zuletzt etwas mit Charka? Nein. Sie wollte nur die Luft spüren, wie sie ihren Weg nahm, bei jedem Atemzug. Nach einer Weile holte sie noch einmal tiefer Luft und ließ sie anschließend über ihre Hand streifen. Ihre Augen waren immer noch geschlossen, aber sie konnte den Luftzug spüren. Sie spürte wie ihre ausgeatmete Atemluft ihren Mund verließ und scheinbar mühelos dahin glitt und sich anschließend auflöste. Akari öffnete die Augen und sah das ihre Hand sauber war, als hätte sie diese vor ein Luftgebläse gehalten. Dann erlaubte sie sich ein zögerliches Lächeln. “Scheint funktioniert zu haben oder? Hand ist sauber.“ Sie hielt sie wie zur Inspektion Eri entgegen. Was Akari nicht gesehen hatte, war das tatsächliche Resultat. Ähnlich wie sie es gespürt hatte, war ihr Luftstrom über ihre Hand geglitten und hatte diese blank geputzt, dabei war die Energie groß genug gewesen, dass sogar ein größerer Stein davon gepurzelt wäre ohne für sie einen spürbaren Widerstand zu erzeugen.

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Außerhalb der Plays:

Es vergingen noch einige Tage die fast an Wochen grenzend, doch Akari wurde immer besser darin ihre Fuuton-Energie gezielt einzusetzen und würde mit dieser Kraft nicht nur gut Pusten können, sondern auch die Luft sprichwörtlich anzuhalten war nun ein Ding der Möglichkeit.
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