Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 Wohnung von Selvaria

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BeitragThema: Wohnung von Selvaria   Mi Jun 11, 2014 1:01 pm



Selvarias Wohnung befindet sich in einem durchschnittlichen Apartmentkomplex für Einzelstehende, maximal Pärchen, wo sich insgesamt 12 Wohnungen befinden. Sie besitzen alle über ein Bad, eine kleine Küchenecke, ein Esszimmer, das gleichzeitig als Wohnzimmer genutzt wird, und einen abgetrennten Schlafraum. Der Komplex befindet sich zwischen vielen anderen in einem dicht bebauten Viertel.
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BeitragThema: Re: Wohnung von Selvaria   Mi Jun 11, 2014 3:26 pm

cf: Straßen von Konohagakure

Als die Tür hinter ihr in Schloss und Riegel fiel, atmete Selvaria erst einmal durch. Ihre Füße trugen sie zügig durch den Flur ins Schlafzimmer, wo sie sich auf das Bett setzte und den Kopf gekrümmt in die Hände bettete, indem sie die Ellbogen auf den Schenkeln abstützte. Das war alles nicht nur verwirrend, sondern auch beängstigend. "Was mach' ich nur?", entwich es ihr und sie ließ sich nach hinten fallen, wobei sie mit ihrem rechten Unterarm ihre Augen bedeckte. Die Stadt sah auf sie wie auf ein deplatziertes Objekt in einer Kunstgalerie. Anbus misstrauten ihr sowieso, weil es deren Aufgabe war. Ruhe fand sie keine. Nun war auch noch irgendjemand hier, den sie nicht kannte, der sie aber behandelte, als würde er sie kennen. Und sie bekam eine Erinnerung an eine Frau zurück, die sie nicht zuordnen konnte. Wenn sie eines tun würde, dann vielleicht etwas kochen, um sich abzulenken. Anschließend definitiv einen Tee. Dann so etwas wei Schlaf. Damit sie wenigstens die Aufregung los wurde. So brachte die 33-Jährige dann auch schweigend und alleine ihren Abend zu. Sie bereitete mit mehr Mühe als gewollt für sich eine Runde Onigiri, machte sich einen Früchtetee und legte sich anschließend zum Sonnenuntergang ins Bett, um zu schlafen. Der Tag danach würde wahrscheinlich nicht weniger angespannt laufen, aber sie wusste, dass sie schon einmal nicht in den Park gehen würde. Eventuell fing sie einige Shinobi-Kollegen ab von denen sie sicher war, dass sie sie ein wenig kannte und auch mochte. Viele waren es nicht, vor allem keine Jônin, aber sie brachte andere Kontakte als solche wie Ryusai. Dessen Rang sie nicht einmal wusste. Nur, dass er sich als Shinobi klassifizierte.
"Hast du heute nicht Schichtdienst?" Am nächsten geriet Selvaria mit einem ihrer Nachbarn ins Gespräch, als sie draußen vor der Tür die Fußmatte rein holen wollte. Der Chuunin war zudem ein Kollege von ihr, der die Wohnung links von der ihren bewohnte. Er bejahte ihre Frage mit einem Lächeln und hielt sie für einige Minuten auf wieder hineinzugehen. "Ich muss aber später los, weil wir momentan erhöhtes Personalaufkommen auf meiner Ebene haben. Mehr Wachenwechsel, dafür kürzere Schichten. Wie sieht's mit Missionen bei dir aus?" "Ach, momentan steht noch keine an. Auch wenn ich es bedauere, dass ich noch nicht so viele absolvieren konnte. Aber mir geht so viel durch den Kopf, dass ich gerade ganz froh über meine Freizeit bin. Darf ich fragen, warum ihr erhöhtes Personaufkommen habt?" "Es sind ein paar neue Insassen angekommen, die besser bewacht werden wollen als außer Acht gelassen. Du warst noch nie im Gefängnis oder? Vielleicht teilen sie dich auch mal zur Schicht ein. Lass mich dir das Gebäude zeigen, Selvaria-san. Dann kennst du es schon mal." Zunächst war die Chuunin etwas stutzig, aber wenn das wirklich eine Aufgabe war, die sie hätte ausführen müssen an irgendeinem Tag, dann sagte sie nicht Nein. Mit einem verlegenen Lächeln nickte sie dem brünetten Mann alias Akisame zu und machte sich schnell fertig, um mit ihm einen Ausflug zum Gefängnis zu unternehmen.

tbc: Gefängnis von Konoha
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BeitragThema: Re: Wohnung von Selvaria   Sa Jun 28, 2014 3:45 pm

cf: Gefängnis Trakt A

Nachdem der Tag auch hier geendet hatte mit weiteren kleinen Erkenntnissen, hundert neuen Fragen und tausend neuen Gefühlen, schlief Selvaria besser als die vergangene Nacht. Nachdem man sie verfolgt und die ganze Zeit auf ihr echtes Dasein angesprochen hatte. Irgend so ein Jônin, der seine Nase in fremde Angelegenheiten stecken musste. Sich ein eigenes Bild machen, natürlich. Dann eine Frau mit Mantel, die ihr mit einem einzigen Grinsen einen Geistesblitz bescherte, dass sie einander kannten und diejenige nicht die war, die sie zu zeigen gelobte. Heute war es aber anders gewesen. Selvaria hatte jemanden getroffen, der trotz Schweigsamkeit etwas übrig hatte, das ihr weiterhalf. Doch trotz dieses behüteten Bauchgefühls gegenüber der Erwähnung ihres Meisters ahnte sie nicht, was ihr heute Nacht wiederfahren sollte. Eigentlich lag sie nur in ihrem Futon auf den Tatami ihres Zimmers, träumte nicht einmal etwas Schlechtes oder hatte seit ihrer Zeit in Konoha etwas Übles verbrochen. Doch ohne dass sie es hörte, knackte kurz nach Mitternacht der Verschluss ihres Balkonfensters. Die Silberhaarige schlief zwar tief, doch dieses Geräusch ließ sie die Augenbrauen unbewusst zusammenziehen sowie ein bisschen gestört murren, weil da etwas war, was ihre Ruhe beeinträchtigte. Das nahezu stumme Aufschieben der Fenstertür im Nachhinein hörte sie wiederum nicht, weswegen sie weiterschlief. Ein Schatten drang in ihr Zimmer, während dieser das Fenster gleichermaßen wieder schloss. Er huschte umher, bis er direkt über ihr erwuchs, ihr Gesicht bedeckte und so klar war, dass sie das Ziel dieser Person war. Ein oder zwei Minuten verharrte der Schatten als würde er sein Zielobjekt lediglich beobachten oder feststellen, ob es die richtige Person sei. Dabei drehte Selvaria sich von der Seite auf den Rücken und merkte immer noch nichts.
Schließlich ging alles ganz schnell. Der Schatten riss die Handgelenke der 33-Jährigen nach oben, drückte sie aneinander gepresst auf den Boden und hatte die andere Hand übrig, um den Mund zuzudrücken, damit keine Schreie erklangen. Das weckte Selvaria umgehend. Erst flackerten ihre Augenlider verwirrt, weil sie brutal aus ihrem Tiefschlaf gerissen wurde, danach fokussierten ihre gelben Augen den Fremden direkt über ihr. Sie realisierte erst nicht, wer er war, begann wild zu zappeln und gegen die Hand zu schreien, die die Stimme allerdings mehr als dämpfte. Ihr einziger Gedanke war, dass sie jetzt jemand töten wollte, weil sie mehr oder weniger den Ruf einer Fremden hatte. Für manche sogar eines Eindringlings. Unterhalb ihrer Bettdecke konnte die junge Frau nicht einmal vernünftig die Beine heben, um dem - nach der Silhouette zu urteilen - Mann ein Knie in die Lenden zu rammen. Er kettete sie mehr oder weniger an den Boden und verhinderte sowohl Gegenwehr als auch Hilferuf. Dann sprach er plötzlich. Die Stimme war tief, von Flehen erfüllt und klang gleichzeitig sehr besorgt. "Schhhh, Selvaria. Bitte beruhige dich. Ich tue dir nichts, wenn du aufhörst dich zu wehren." Kurz nachdem der Mann gesprochen hatte, blinzelte die Sakiyurai erneut. Ihr wehrhaftes Verhalten kam zum Erliegen. Mehr oder minder ergab sie sich, während sie mit weit aufgerissenen Augen in die ihres Gegenübers blickte. Dieser zögerte noch ehe er sicher war, dass sein Ziel tat, was er sagte. Dann ließ er sie los, sowohl den Mund als auch die Hände, sodass Selvaria zurück und von ihm weg aus dem Futon kriechen konnte. Sie winkelte die Beine an und schien dennoch Angst zu haben. Der Fremde stand über ihrer Decke und ihrem Kissen, sein Antlitz war im Schatten verborgen, während Selvaria nur die Beine sehen konnte. Dann kniete er sich vor sie mit einem Knie auf den Boden. Auf dem anderen Bein stützte er sich ab, wobei das Mondlicht und restliche Straßenlicht sein Gesicht erhellte. Die braunen Augen, die der Silberhaarigen entgegen funkelten, das bläuliche Haar, das weniger gepflegt sondern eher zerzaust auf diesem Kopf saß, fiel ihr sofort auf. Die ganze Person löste spontan etwas in ihr aus. "Du bist es", flüsterte sie fassungslos und hatte einen offenen Mund vor Überraschung. Ihre Abwehrhaltung entspannte sich, sodass sie nun etwas offener vor dem Fremden auf dem Boden saß. Dieser fragte mit einem glücklichen Lächeln: "Ja, ich habe es endlich geschafft dich zu finden." "D-Dann ... bist du dieser M? Hast du mir den Brief geschrieben?" Diese Frage ließ den Blauhaarigen eine Miene der Verwirrung ziehen. Er musterte Selvaria genau, aber wurde aus ihr nicht schlau. "Ja, bin ich, aber- erkennst du mich nicht?" Es ist M. Die Erkenntnis schlug auf die Chuunin ein wie ein Vorschlaghammer auf eine bröselige Mauer. Nach so vielen Monaten, Geschehnissen und Versuchen dem Tod zu entkommen, so sie glaubte in Konoha endlich etwas wie Frieden finden zu können, kam er ausgerechnet jetzt. Mitten in der Nacht. Sie hatte es eigentlich schon aufgegeben. "E-Es tut mir leid. Bestimmt kennen wir uns aber ... seit ich in Kangetsu no Kuni erwacht bin vor so langer Zeit, leide ich an einer Amnesie." "Ach du Scheiße." M ließ sich nach hinten auf das Bett fallen, setzte sich entspannt hin und seufzte angestrengt. Er hatte sich auf einiges gefasst gemacht, aber nicht auf so etwas. Seine Selvaria war hier vor ihm, aber sie wusste kaum mehr etwas über ihre Vergangenheit. "Das ist alles andere als gut, Selvaria. Bitte. Können wir uns irgendwo setzen? Ich möchte dir einiges erklären." Sie nickte. Sie wusste dank ihrer Intuition, dass sie diesem Mann bedingungslos vertrauen konnte. M war nur wegen ihr hier. Und er war der einzige, der sie mit einem Bild von sich in ihren Erinnerungen seit Anfang an begleitet hatte, obwohl ihr ihre Erinnerungen fehlten.In ein weißes Nachthemd gekleidet stand Selvaria auf, deutete mit einem Finger Richtung Küche, wo ein Tisch mit drei Stühlen stand, und bewegte sich mit M dorthin. Dieser fragte im Gehen: "Hast du vielleicht eine Kerze? Dann ist es weniger auffällig, wenn wir Licht machen. Nicht dass hier mitten in der Nacht die ganzen Lampen brennen." "Ja, Augenblick." Leise öffnete Selvaria ihre Küchenschränke, holte ein billiges Teelicht hervor, das sie in ein Glas tat und zündete es mit einem Raiton-Funken aus der Fingerspitze an. Es flackerte sanft und erinnerte sie für einen Moment an ein Mädchen vor etlichen Monaten, als sie in der Prärie unterwegs gewesen war. Zu einem Mann namens Senzo. Dort hatte sie auch in ein Feuer gesehen und sich plötzlich an etwas erinnert. Schnell stellte sie das Glas mit dem Licht auf den Tisch, bevor noch etwas passierte. "Soll ich uns einen Tee machen?", fragte sie leise, sichtlich nervös. Erst als sie sich zu M drehte, während sie am nahe des Tisches stand, bemerkte sie seinen musternden Blick, der gerade von unten wieder nach oben glitt. Skeptisch beäugte sie ihn, doch dann lächelte er nur warm. "Bitte. Es tut bestimmt uns beiden gut." So setzte sie das Wasser dafür auf, suchte sich Beutel mit Fruchtgeschmack her und stellte Tassen wie Löffel zum Rühren bereit. Dann setzte sie sich direkt vor M an den kleinen Tisch, wartete auf das Wasser, während das Teelicht sie beide von der Mitte heraus anstrahlte. Die Konturen der Gesichter wurden durch die tänzelnden Schatten leicht verzerrt, doch insgesamt war die Atmosphäre entspannt und irgendwie vertraut. M sah Selvaria für einen Augenblick lediglich in die Augen, behielt sein Lächeln bei, dann schloss er kurz die Augen und begann zu sprechen. Dabei hatte er die Unterarme auf den Tisch gestützt und die Hände ineinander gefaltet.
"Du weißt nicht, was es mit M auf sich hat oder? Warum der Brief so unterschrieben war, warum du ihn niemandem zeigen solltest, warum ich überhaupt nicht mehr da war, als du aufgewacht bist. Es ist doch so oder?" Selvaria nickte betrübt. Irgendwie hatte sie Angst, dass sie nun Dinge erfuhr, die sie lieber nicht erfahren wollte. Ihr Leben hatte sie nacht etwas mehr als acht Monaten doch eingeholt. In Form des Mannes, auf den sie so lange gewartet hatte. Sie hatte Angst, dass sie ein schlechter Mensch war. Andererseits wollte sie nicht länger in so einer scheinheiligen Welt leben, in der sie nie wusste, was Sache war, weil Leute sie kannten, sie aber sich selbst nicht. Also biss sie die Zähne zusammen und schluckte schwer. "Ich weiß nur die Dinge, seit ich in Tsukigakure gelandet bin und dort versorgt wurde. Dort habe ich deinen Brief gelesen und meine erste Erinnerung erhalten. Ein Bild von deinem Gesicht blitzte auf. Ich habe es nicht vergessen, auch wenn es so schnell war." M beugte sich neugierig vor und fragte: "Bevor ich dir alles erkläre, kannst du mir erzählen, was seit deiner Amnesie passiert ist? Und an was du dich erinnerst? Ich hoffe, dass du wenigstens noch weißt, dass du mir alles anvertrauen kannst, Sel-chan." Als er ihren Namen verniedlichte, errötete die Silberhaarige und blinzelte ihn überrascht an. Was hatten die beiden für ein Verhältnis gehabt? Ihr Bruder war er keinesfalls. Ein älterer Cousin vielleicht? Sie wollte zumindest nicht gleich das Extrem hier sitzen haben, dass das vielleicht ihr Ehemann war. Doch dieses warmherzige Lächeln war ehrlich und liebevoll. Sie entspannte sich und glaubte ihm einfach. Nach einem Seufzer begann sie ihre Geschichte zusammenzufassen. "Von meinem Erwachen in Tsukigakure weißt du nun. Ich wurde dort versorgt trotz diverser Aufstände irgendwelcher Rebellen. Eigentlich war ich nur eine Leiche unter vielen, aber noch nicht ganz tot. Ich war dort erst im Lazarett, dann im Krankenhaus unter falschem Namen einer verstorbenen Dorf-Kunoichi. Doch ich habe, nachdem ich deinen Brief gelesen habe, niemandem vertraut. Mir war klar, dass ich dort weg musste. Also habe ich mich davon gestohlen und es in meinem Zustand sogar geschafft. Dann bin ich auf einen Shinobi gestoßen, der mich nach für eine Zeit lang bei sich aufnahm ehe er selbst überfallen wurde. Es war ein grimmiger, riesiger Kerl mit braunen Haaren und Bart, der uns überwältigte. Ich kannte ihn nicht ..."
Irgendwann kochte das Wasser und Selvaria stand kurz auf, um sich der Theke zuzuwenden. Sie nahm die Plastikkanne, in der es brodelte und schüttete in zwei hohe Tassen das Wasser, in denen die Beutel hing. Dann stellte sie alles wieder ab, tat die Löffel hinein und ebenso bei jedem ein Stückchen Zucker. Dabei erzählte sie ruhig weiter und weiter, wie sie nach dem Überfall versuchte sich durchzuschlagen. Immer wieder sprang sie dem Tod von der Schippe ohne Wissen, was sie eigentlich verbrochen hatte. Sie begegnete einer jungen Frau namens Ringo, die ihr half gegen die Wachen eines Senzo vorzugehen. Eine weitere Zeit, in der sie aneinander begleiteten, ehe sich die Wege trennten und Selvaria schließlich in Konoha Asyl bekam und seit zwei Monaten hier lebte und arbeitete. In der Hoffnung, dass ihr niemand was Böses wollte, weil sie selbst nicht wusste, ob sie einmal böse gewesen war. Letztlich hatte sie die Geschehnisse bis zur Gegenwart erzählt, entfernte beide Teebeutel aus den Wassern und tat sie auf eine Schale an der Seite. Beide tranken einen Schluck, ehe nach etlichen Minuten wieder M das Wort hatte. "Das klingt schrecklich. Es tut mir leid, dass du so lange alleine warst." Selvaria sah das Bedauern in seinem Gesicht und auch ein hohes Maß an Schuldgefühl. Sie verzog die Miene einfühlsam und entgegnete: "Aber ich habe es ja geschafft. Bitte gib dir keine Schuld daran." Mit einem traurigen Lächeln umfasste M seine Teetasse und schüttelte den Kopf. "Ich bin aber schuld. Ich habe dir versprochen, dich zu finden. Aber ich habe elendig lange gebraucht und war nicht bei dir. Das ist eine Schande." Er trank von dem nach Erdbeere und Kirsche duftenden Getränk, ehe er es nach vorne schob und wieder die Hände ineinander faltete wie zuvor. Erst senkte er das Gesicht, da er nach den richtigen Worten suchte, dann sah er Selvaria direkt und mitleidig an. "Diese Besorgnis kenne ich gar nicht von dir. Die Amnesie hat dich verändert, meine Liebe. Aber nicht zum Schlechten will ich meinen." Bedrückt blickte Sel in ihren Tee. Ja, sie war früher anders gewesen. Das wusste sie selbst auch. Sie hatte Menschen wehgetan, bewusst, ohne Zögern und ohne Mitgefühl. Sie musste eine Egomanin gewesen sein, eine Sadistin. Doch sie konnte sich all das nicht vorstellen. Heute war sie sensibel, auf Höflichkeit und Ruhe bedacht, auch wenn ihre alte Ader bei Konfrontation und Druck ans Tageslicht trat. "Lass mich ... mit meiner Reise beginnen, seit unsere Wege uns getrennt haben. Danach erkläre ich dir alles andere." M drückte sich vom Tisch weg, stand auf und ging einige Schritte durch die Küche. Er lehnte sich an den Türbogen, der ins Wohnzimmer führte, wo Selvaria geschlafen hatte. Sein Blick glitt melancholisch durch den Raum aus dem Fenster in die Nacht. Er wirkte einerseits verträumt, andererseits besorgt. "Wir waren zusammen unterwegs, Selvaria. Nach Kangetsu no Kuni. Es gab dort einen Kampf mit einer Frau und ihren Wachen, sie hatten uns allerdings überwältigt. Du bist von einem Doton-Jutsu getroffen worden. Ein riesiger Fels direkt an deinem Kopf. Ich bin rasend geworden vor Wut, weil es in meinen Augen nur noch so aussah als wärst du zermalmt worden." Man merkte wie M bei diesen Erinnerungen die Fassung wahren musste. Er schluckte merklich, ballte kurz die Faust, atmete dann aus und sah über die Schulter zur Sel, wobei er weiter am Bogen lehnte. Dann sah er wieder milder drein. Offenbar froh, dass es ihr doch gut ging. "Ich habe wie ein Besessener gekämpft. Drei Leute konnte ich töten, auch den, der die deine Kopfverletzung beschert hat. Doch dann war mein Chakra fast aufgebraucht und ich hatte ihnen nichts mehr entgegenzusetzen. Die Frau, sie heißt Honoka, hat mich gestellt und mir einen Handel angeboten. Wenn ich sie begleitete, dann würde sie dich liegen lassen in der Hoffnung, dass dich jemand finden würde. Hätte ich nicht eingewilligt, hätten sie dich eigenhändig getötet und du wärst gar nicht mehr erwacht. Also willigte ich ein, ging mit und du bliebst zurück." Nun stieß der Blauhaarige sich erneut ab, ließ sich von den Füßen Richtung Küchentheke tragen und lehnte sich dagegen, während er die Arme verschränkte. Selvaria hörte bereitwillig zu. Sie war wirklich neugierig, was mit ihm passiert war. Und ruhig, solange es nicht direkt um die Zeit vor ihrer Amnesie ging. Ms Lächeln schwand für einen Augenblick deutlich, als er zu Boden sah. Eine Spur von Wut zog sich in sein Antlitz. "Sie haben mich gefesselt und bewusstlos geschlagen. Irgendwann bin ich mitten auf der Reise aufgewacht. Sie waren mit Pferden unterwegs. Ich lag auf Honokas Pferd, konnte mich nicht rühren, wehren oder gar sprechen. Irgendwann bin ich wieder ohnmächtig geworden. Wahrscheinlich weil ich zu wenig Sauerstoff durch die Fesseln bekam. Aufgewacht bin ich dann wieder in einem Gefängnis. Sie hatten mich in ein Inselgefängnis in Mizu no Kuni gebracht. Ich war noch nie so weit weg vom Festland." Es ertönte ein Seufzen. M legte den Kopf in den Nacken und schloss die Augen. Er sagte für einige Sekunden nichts, während Selvaria ihn dabei eingehender betrachtete. Er hatte ein dunkelblaues, ärmelloses Shirt mit Kragen an, das sich über seine Brust spannte. Eine schwarze Jeans und dazu Ninja-Stiefel. Die graue Tragetasche an seinem Rücken hatte sie noch gar nicht bemerkt. Er war also in irgendeiner Weise ausgerüstet. Kein Wunder, er musste ja auch hier rein gekommen sein ohne bemerkt zu werden. Dann musste er auch ein Shinobi gewesen sein.
"Ich habe zwei verdammte Monate gebraucht, um mich mit diesem Knast vertraut zu machen, Unterstützung zu finden und Lücken ausfindig zu machen, um ausbrechen zu können. Mit roher Gewalt kommt man allerdings nicht sehr weit. Auch wenn ich es mehr als einmal gerne versucht hätte." "Was ist denn aus Honoka geworden? Hat sie dich bewacht?" "Nein, sie ja eine freie Kunoichi. Sie war nicht im Wachdienst für das Wasserreich, doch hat mich an dieses Reich verkauft. Sie sperrten mich weg mit einer Strafe von mindestens zehn Jahren. Ich sollte da verrotten, während Honoka weiter durch die Lande streifte, um anderen das Leben schwer zu machen. Doch ich hatte dir ein Versprechen gegeben. Daran habe ich mich gehalten." Nun bewegte er sich in seinem Dreieck von Tür und Theke wieder zum Stuhl, um sich dort mit dem Rücken an die Wand seitlich rauf zu setzen. Offenbar fühlte er sich wie Zuhause und störte sich nicht an Manieren. Einen Arm legte M auf die Lehne, die andere auf den Tisch, während er den Kopf an die Wand drückte und die Augen schloss. "Ich konnte ausbrechen, wie du siehst. Eine Frau und zwei Männer haben mir geholfen. Alle drei sind geschnappt worden, als sie für Ablenkung gesorgt und die Wachen aufgehalten haben. Ich bin am Tag eines Freigangs abgehauen. Mit gemeinsamen Kräften haben wir zwei hochrangige Element-Jutsus auf die Kekkai-Mauern geschossen. Sie hielt zunächst stand, doch dann ist einer von ihnen soweit gegangen, dass er sich selbst in die Barriere geworfen hat, um sie zu unterbrechen. Sie bekam ein Loch in der Mitte. Kaum zwei Meter Durchmesser. Dort haben sie mich hindurch gelassen, auch wenn nichts vor mir war außer Meer. So viel verdammtes Wasser. Aber ich wollte nicht aufgeben. Mit Chakra unter den Füßen bin ich über die Oberfläche davon gerannt. In Richtung Sonne, da ich wusste, dass das Festland Richtung Westen lag und sie gerade unterging. Die Wachen wollten mir nach, aber der Vorfall löste wohl auch Gegenwehr von unbeteiligten Häftlingen aus, sodass mir niemand mehr folgte. Es dauerte lange, bis ich endlich ein Ufer fand. Ich dachte schon, dass ich auf offener See verdursten würde. Man kann ja schlecht Salzwasser trinken. Das Ufer war allerdings auch nur irgendeine kleine Sandbank. Mit ein paar Seehunden und kreischenden Möwen." Ein nostalgisches Lächeln trat auf seine Lippen. Es schien, als würde er sich an eine Idylle erinnern, die ihn für einen Moment alles vergessen ließ. Die Schmerzen, Sorgen und Hoffnunglosigkeit die Chuunin zu erreichen, die ihm gerade gebannt zuhörte. "Wie bist du dann dort weg gekommen?" "Ob du es glaubst oder nicht, aber es kamen Fischer vorbei. Zwei ärmliche Gestalten in einem kleinen Bot. Ich rief um Hilfe, was ich sonst nie tue. Doch sie luden mich ein und brachten mich zu sich nach Hause ohne zu wissen, dass ich im Wasserreich nun ein gesuchter Häftling war. Sie waren zum Glück nicht von dort. Sie kamen aus Yu no Kuni, was mich schneller wieder nach Kangetsu brachte, als ich glauben wollte. Sie versorgten mich für zwei Nächte, gaben mir Kleider, doch ich wollte nicht länger dort bleiben als nötig. Ich ging am dritten Tag in eine größere Stadt, sah mich dort um und wollte mich ausrüsten, doch ich hatte keinerlei Ryo dabei. Also habe ich mir ... ein bisschen was geborgt. Dasselbe habe ich noch in zwei anderen Städten gemacht, bis ich ansatzweise eine Ausrüstung hatte, mit der es sich lohnte weiter nach dir zu suchen."
M begann zu schmunzeln, als er über seine diebischen Aktionen sprach. Er drehte das Gesicht zu Selvaria und fragte ein bisschen keck über das Teelicht hinweg: "Kannst du dir das vorstellen? Ich als Flüchtling, der mit kaum mehr als Kunai und Shuriken bewaffnet durch die Grenzen der Kleinreiche streunert?" Sel legte den Kopf schief und hatte ein kleines Lächeln für den Mann vor sich übrig. Ihr Tee war mittlerweile fast leer und erkaltet, doch sie hielt die Tasse immer noch fest, da sie bei irgendwas Halt benötigte. "Nicht so ganz. Du wirkst eher stattlich." Das ließ M so stehen, eher wieder etwas gedankenverlorener in ihre Richtung sah und erzählte. "Ich war ungefähr nach drei Wochen wieder dort, wo Honoka mich mitgenommen und dich liegen gelassen hat, doch du warst natürlich schon längst weg. Ich fand nur verwesende Körper, zerstörte Landschaft und Reste von Kämpfen. Also zerstörte Waffen und Spuren von Jutsus. Du warst nicht da. Einerseits stimmte mich das zufrieden, da ich wusste, dass du hier nicht verendet warst. Andererseits wuchs meine Motivation dich zu finden ins Unermessliche. Mein Weg führte mich nach Tsuki, wo mich keiner kannte. Also war es kein Problem, meine Ausrüstung für einen kleinen Besuch abzulegen und mich im Dorf nach dir umzuhören. Kaum einer wusste etwas über dich, doch als ich an eine Krankenschwester geriet, die mit deinen Akten vertraut war, hatte ich endlich eine Spur. Sie wollte ihre Schweigepflicht um jeden Preis einhalten, was ich ihr letztlich gönnte, doch sie sagte mir wenigstens, dass es dir besser ginge und du verschwunden warst." Auf einmal wurde Selvaria wehmütig. Als sie hörte, dass M drei Monate nach ihr in Tsuki gewesen war, um sie zu suchen, schalt sie sich innerlich, dass sie nicht dort geblieben war. Er war ihr näher gewesen, als sie die ganze Zeit glauben wollte. Er jagte ihr unerbitterlich nach, während sie verzweifelte und glaubte, dass er nicht mehr käme. Sie entwickelte Sorgen, als sie bei diesem Punkt angekommen waren. Wie hatte er weitergemacht, nachdem er das von ihr erfahren hatte? Sie war verschwunden und keiner konnte ahnen wohin. Das musste aussichtslos für ihn gewesen sein. "Wie hast du dann weitergemacht? Ich war nicht da und in Tsuki wusste keiner, wo ich hin geflohen war." "Ich bin gegangen. So wie du. Ich riet einfach, dass du nach Süden gegangen wärst. Aus Kangetsu führt auch kaum eine andere Himmelsrichtung heraus. Im Feuerreich war die Spur kalt. Deswegen ging ich das Wagnis ein und begab mich bis an die Grenzgebiete zwischen dem Windreich und Hi no Kuni. Dort schnappte ich dann endlich Gerüchte auf, dass man eine merkwürdige mit dunkler Haut und silbernem Haar aus Kaze no Kuni hat fliehen sehen. Alleine, aufgelöst und hilflos. Das muss einige Wochen nach dem Überfall auf dich gewesen sein. Ich war schon wieder nur einige Zeit zu spät. Dann wäre ich da gewesen."
Anschließend erzählte M davon, wie er wieder nach Norden gezogen war, da die Gerüchte verlauten ließen, dass Selvaria nicht mehr in Kaze no Kuni gewesen sein konnte. Es war für ihn ein quälender Monat auf der Suche nach seinem Ziel. Er erreichten ihn einerseits nur Gerüchte und keine handfesten Dinge, andererseits waren es auch kaum neue Gerüchte, die es zu prüfen galt. Er verschwendete nicht einmal Gedanken an die Kiri-Nin, die ihn vielleicht verfolgen könnten oder gar Honoka, die vielleicht plötzlich auftauchen konnte. Er war auf Selvaria fokussiert und war schließlich vor sechs Wochen nach einer Reise durch zwei Kleinreiche wieder im Feuerreich gewesen, wo dann plötzlich Mundpropaganda entflammte, die ihn in einem Schritt zu seinem Ziel schleuderte. Selvaria war an dem Zeitpunkt schon zwei Wochen in Konoha gewesen, arbeitete frisch als Chuunin und hatte die Hoffnung aufgegeben, dass noch irgendwas passieren würde. Sie war hier, ihre kleine Wohnung, einige wohlwollende, aber auch viele skeptische Seelen um sie herum.
"Ich traf in einer Kneipe in einem kleinen Dorf schließlich eine Gruppe von Chuunin, die von einer Mission zurückkehrten und sich eine Runde Bier gönnten. Einen von ihnen sprach ich an, als er auf die Toilette gegangen war, um zu erfahren, was in Konoha vor sich ging. Er war angeheitert und deswegen etwas offener mit Informationen. Er sagte beschrieb mir recht abfällig, dass da irgend so ein Eindringling in seiner Heimat sei, der zwar seine Dienste für die Akzeptanz seines Bleibens anbot, aber nur verschwinden solle. Auf meine drängende Nachfrage des Namens sagte er auch schließlich deinen Vornamen und ich wusste, dass ich dich nun endlich finden würde. Weil du wenigstens in Sicherheit warst, auch wenn es mir Rätsel aufwarf, warum du nach Konoha gegangen bist." M seufzte schwer, drehte sich auf seinem Stuhl wieder zu Selvaria und legte die Unterarme aneinander, während er bis zur Gegenwart erklärte, was er getan hatte, um nun hier mit ihr reden zu können. "Ich habe mir zwei Wochen Zeit genommen, um mich zu vergewissern, dass du hier bist, einzubrechen und herauszufinden, wie ich dich am besten erreiche ohne, dass davon jemand erfährt. Insgesamt habe ich es am Tag drei Mal geschafft in Händlergruppen getarnt ins Dorf zu kommen, habe dann auf Schlaf verzichtet und die Nacht über nach Spuren gesucht. Ich fand die Orte, an denen du dich oft aufgehalten hast, Häuser von deinen Kollegen und schließlich deine Adresse. Es war risikoreich, doch ich habe es letzte Nacht geschafft noch einmal ungesehen einzudringen, um dich heute zu finden. Endlich." Der Blauhaarige bewegte seine Arme über den Tisch und umfasste plötzlich eine von Selvarias Händen mit den seinen. Sein Lächeln war glücklich, fürsorglich und zart, als er über ihre Fingerrücken streichelte. Sie sah etwas verwirrt darauf, dann in sein Gesicht. "Ich bin so froh, dass ich dich endlich gefunden habe. Du bist nicht mehr länger allein und ... ich kann dir deine Erinnerungen zurückgeben. Ich weiß, wer du bist." Selvaria entzog ihm ihre Hand nicht, doch sah etwas traurig auf das Knäuel von Händen ehe sie leise sagte: "I-Ich weiß aber nicht, ob ich ... wissen will, wer ich bin. Ich habe Erinnerungen, dass ich Menschen gequält habe. Und es gab seit meiner Flucht so viel Gewalt. Eigentlich mag ich den Frieden hier. Deswegen bin ich ein Konoha-Shinobi geworden. Damit mir niemand mehr wehtut." "Ich spüre deine Angst, aber bitte vertraue mir. Du musst erfahren, wer du bist. Es geht nicht nur um dich. Es ... Bitte lass mich erklären, was es mit uns auf sich hat." Ein Moment des Schweigens und vielsagender Blick trat ein. M ließ Selvarias Hände los und verschränkte die Arme wieder, während sie in ihrem Stuhl zusammensackte und einfach schwer nickte. "Na gut. Erzähl es mir."
"Lass mich zuerst zu meinem Brief kommen. Ich habe ihn mit M unterzeichnet, weil wir das schon immer so mit Botschaften gemacht haben. Wenn wer einen Zettel für einen von uns zurücklegen ließ, hatten wir unsere Namenskürzel. M steht für meinen Nachnamen und du hast deine Mitteilungen immer mit einem S unterschrieben, welches einem gespiegelten S gegenüber stand. Dein voller Name ist Sakiyurai Selvaria. Meiner lautet Matsuoka Hiroaki." Ohne Stimme formten Selvarias Lippen den Namen nach. Es war wie ein Leuchtfeuer. Diesen Mann zu sehen, die Erinnerung an sein Gesicht, den Klang seiner Stimme, dazu der Versuch einer Vorstellung ihrer Unterschrift mit zwei S, die wovon eines gespiegelt war. Die Kopfschmerzen machten sich breit. Es kam etwas zurück. Selvarias kniff schmerzlich murrend die Augen zusammen, stand vom Tisch auf und stützte sich gegen die Theke ihrer Küchenzeile. Hiroaki, der er offenbar war, fragte besorgt, als er aufstand: "Hey, alles in Ordnung?" Die Silberhaarige ging vor der Theke in die Knie, stützte sich auf den Boden und stöhnte kurz auf, während ihr Besuch zu ihr ging und sie an den Schultern umfasste, um sie zu halten. Bilder schossen durch Selvarias Kopf. Wie sie irgendeinen Brief mit diesen zwei S unterschrieb. Wie sie diesen Brief dann in einer Art Hotelzimmer von Hiroaki gezeigt bekam, wobei er etwas sagte, was sie nicht verstand. Dann sah sie sich selbst, wie sie neben ihm stand. Beide hatten eine strenge Uniform an. Selvaria hatte einen hohen Pferdeschwanz mit Pony, einen langen Mantel, Stiefel, ein enges Outfit, ihr Gesicht strahlte Disziplin, Kälte und Egoismus aus. Ihr Kollege hat genau denselben Blick, nur etwas arroganter. Sie verneigten sich synchron vor jemandem. Dann erinnerte sie sich an etwas, das ihr die Röte ins Gesicht trieb. Sie mit Hiroaki in einer Nacht in einem prunkvollen Zimmer, welches, wie sie vermutete, sogar ihr eigenes war. Sie schliefen miteinander. Die ehemalige Kumo-Kunoichi riss die Augen auf und atmete hastig. Sie musste sich erst wieder beruhigen, bevor sie sich konzentrieren konnte. "Ganz ruhig, ganz ruhig. Das sind deine wahren Erinnerungen. Nichts Böses." Hiroaki half ihr auf, während Selvaria zitterte. Sie gingen vom Tisch weg und begaben sich wieder ins Wohnzimmer. Dort ließ Sel sich auf ihr Sofa sinken, zog die Knie bis zum Kinn an und umarmte ihre Beine. Ihr Gast ging nochmal zurück, stellte das Teelicht auf ein Tischchen neben dem Sofa und setzte sich dann neben sie auf es, schräg zugewandt und wartete, bis sie sich halbwegs eingekriegt hatte. "Ich habe es gerade gesehen. Meine Art zu unterschreiben und wir beide in so etwas wie einer Uniform. Und ... wir waren- Waren wir einmal ein Paar?" Die Frage kostete sie Überwindung. Sie wusste nicht, ob sie vielleicht Hiroakis Gefühle verletzen könnte, indem sie ihn abwies, oder ob sie sich selbst schützte, weil sie vielleicht gar nicht mehr zusammen waren. Warum hatten sie miteinander geschlafen? War er ihr Partner? Exfreund? Liebhaber? Der Blick des Blauhaarigen wurde schwermütig. Er sah vor sich auf den Boden und schluckte. Für ihn war es wohl auch alles andere als einfach. "N-Nein. Wir waren nie zusammen. Es gab ... vor einigen Jahren einen Ausrutscher. Du hast es damals selbst so genannt. Und wolltest nie wieder darüber reden. Es lenkte dich angeblich zu sehr ab. Und du wolltest unserem Meister keine Schande bereiten." Ihr Meister. Da war das Stichwort wieder. Derjenige, der sie wie eine Tochter fühlen ließ. In diesem Moment konnte Selvaria aber auch nicht glauben, dass sie damals so gehandelt hatte. Wenn sie nun hörte wie Hiroaki ihr nachgejagt war, dann hätte sie nicht geglaubt, dass sie ihn abgewiesen hätte. Nicht so wie sie jetzt war. "Das ... tut mir leid. Ich kann nicht nachvollziehen, warum ich das getan haben soll. Du scheinst mehr für mich geopfert zu haben, als jeder, der mir bisher geholfen hat."
Danach trat betretenes Schweigen ein. Hiroaki beschäftigte das Thema offenbar, allerdings wollte er Wichtigeres mit Sel besprechen als alte Patzer und Gefühle, die in diesem Moment vielleicht passten, im nächsten aber nicht mehr, weil seine einstige Partnerin sich mehr und mehr erinnerte. Und wieder so wurde, wie sie einmal gewesen war.
Dann erhob er schweren Herzens doch das Wort, sah Selvaria aber nicht an. "Wir waren Partner, Selvaria. Viele Jahre haben wir als Team zusammen gearbeitet und unserem Meister gedient. Für dich war er, je mehr Zeit verging, sogar mehr als für mich. Wir waren so etwas wie eine Familie, weißt du? Eine Familie, die Honoka auseinander gerissen hat." Die 33-Jährige blickte traurig drein und hörte auf ihre Beine zu umklammern. Sie ließ sie zu Boden sinken und setzte sich aufrechter hin, während sie auch nach vorne starrte, als liefe in ihrem Kopf ein Kino der Erinnerungen. Nur mit großer Verzögerung. Sie versuchte sich vorzustellen, was Hiroaki sagte. "Ich habe gestern jemanden im Gefängnis von Konoha getroffen. Er hatte dieselbe Hautfarbe wie ich und scheint meine Herkunft zu teilen. Er kannte mich und erzählte mir von unserem Meister. Ich habe kein Gesicht vor mir, aber ich fühle mich ... als wäre er mein Vater. Ist er es?" Es folgte lediglich ein Kopfschütteln. "Nein, Shoraku-sama ist nicht dein Vater. Doch er hat dich wie seine Tochter behandelt und eine Beziehung zu dir aufgebaut, als wärst du wirklich sein Kind. Du hast ihn mit größter Loyalität unterstützt und beschützt. Und in deinem Herzen hat er seinen Platz eingenommen als dein Ziehvater. Als Mentor. Oder wie du es aus nennen willst. Er hat dir Jutsus beigebracht, damit du ihn vor Angreifern schützt. Er hat uns zusammen trainieren lassen und als Team bei sich behalten, da wir seine Leibwachen waren. Aber wir haben auch Aufträge für ihn erledigt, wenn er etwas brauchte. Erinnerst du dich irgendwie an diese Zeit?" "Nein, eigentlich nicht. Ich habe mich nur einmal daran erinnert wie ich ... Menschen weh getan habe. Ich habe sie mit Raiton gefoltert. War das Teil ... meiner Aufgaben?" "Ja, war es. Normalerweise hatten wir noch einen Kollegen, Senzo Usami. Er hat sich an deiner Stelle darum gekümmert, doch manchmal wollte Shoraku auch direkt von dir, dass du den Leibeigenen Strafen erteilst. Diese besaß er nämlich. Über ein Dutzend. Und wer nicht gehorchte, der bekam es mit Senzo oder mit dir zu tun." Erschrocken sah Selvaria zu Hiroaki. Sie hatte einem Sklaventreiber gedient? Und ihn als Vater erachtet? Was für ein Leben war das gewesen? Auf einmal war sie von sich selbst angeekelt. Noch mehr als bei der bloßen Erinnerung an die Folter. "Aber- warum haben wir so etwas gemacht? Ich kann mir das nicht vorstellen!" "Weil es unsere Pflicht war. Du weißt es nicht mehr, aber genau genommen waren wir genauso Shorakus Leibeigene wie der Rest der Bagage, die die Drecksarbeit erledigte. Wir hatten nur eine weitaus höhere Position, weil wir bessere Fähigkeiten hatten. Meine Eltern haben mich an ihn verkauft, und du wurdest vor etlichen Jahren in Kumogakure durch gefälschte Papiere rekrutiert. Wir sind beide freiwillig gegangen, weil wir keinen Grund hatten den Ort Heimat zu nennen, der uns gegeben war. So hatten wir bei Shoraku endlich ein Zuhause. Für mich war er etwas wie ein Onkel. Für dich wie ein Vater. Wir dankten ihm alles, egal wie er war oder was er tat oder sagte. Höchste Loyalität und Schutz für ihn um jeden Preis. Dafür durften wir in seiner Villa leben. Es ging uns gut, auch wenn die Leibeigenen weniger zu lachen hatten. Aber die waren uns egal. Sie sind es mir auch jetzt noch."
Sie hatten also keine Heimat? Hatte Selvaria so wenig Perspektiven gesehen, dass sie einerseits so selbstsüchtig und kalt war, andererseits sich so sehr auf einen Mann fixierte und alles ihn für tat oder aufgab? Sie schloss die Augen und fühlte das Gefühl einer Tochter Shoraku gegenüber. Es war echt. Auch wenn da die Gewissensbisse gegenüberstanden, dass sie Dinge getan hatte, die moralisch fragwürdig waren. Tiefe Reue kam allerdings nicht auf, je mehr sie darüber nachgrübelte. Ihr Blick wurde trübselig. Nicht als würde sie die Zeiten vermissen. Sie hätte es sich nur anders gewünscht. Vielleicht einfach nur ohne solche Leibeigenen. "Noch schäme ich mich irgendwie dafür, dass ich einmal so etwas getan habe. Aber andererseits ... weiß ich, dass du die Wahrheit sagst. Was kannst du mir über meine Herkunft sagen? Warum ... hatte ich keine Heimat?" "Du wurdest in Kumogakure geboren, wie man es dir ansehen kann. Du hattest zwei Schwestern, deinen Vater und eine Rabenmutter. Ihr seid in den Drecksvierteln der Stadt groß geworden. Du und deine ältere Schwester ließen sich zwar zu Shinobi ausbilden, aber eine schöne Kindheit hätte anders ausgesehen. Deine Schwester verließ euch früh, dein Vater war überfordert, deine kleine Schwester wohl verzweifelt. Du gingst auch irgendwann. Ich bin mir nicht sicher, wann was passierte, aber du erzähltest eines Abends, dass deine Mutter, die euch sowieso verlassen hatte, deinen Vater getötet hätte. Ihr ward alle zerstritten, auf euch selbst konzentriert und niemand für den anderen da. Es hat sich keiner um euch gekümmert, deswegen haben eure Wege sich getrennt. Was aus deiner Familie geworden ist, weiß ich nicht. Sie streunen angeblich durch die Reiche als Verbrecher. Du hast wiederum deinen Halt gefunden, als du bei mir und Shoraku gelandet bist. Dort hattest du Menschen, die sich um dich gekümmert haben. Und du dich um sie."
Sie war also ihr gesamtes Leben, wenn sie von der Zeit bei Shoraku absah, so alleine gewesen wie in den letzten Monaten? Als kleines Kind musste das noch viel schlimmer gewesen sein. Vor allem, wenn man eigentlich Familie hatte, die allerdings nicht für einen da war. Schwestern, die sich voneinander entfernten. Ein Vater, der nichts unternehmen konnte oder wollte. Eine Mutter, die gar nicht da war und den einzigen Versorger umbrachte. Wieso hatte sie ihre Mädchen überhaupt zur Welt gebracht? In Selvaria keimte etwas wie Hass auf, wenn sie an das Wort Mutter dachte. Sie ballte die Fäuste und biss die Zähne zusammen. "Ich fühle es. Was sie getan hat." "Ich kann es verstehen. Meine Eltern bedeuten mir auch nichts. Sie wollten mich zu einem schicken Sohn erziehen, doch sie mochten es nicht, dass ich das Kämpfen liebte. Da kam ihnen der Deal nur gelegen, mich abzugeben. Selvaria, wichtiger ist aber, dass wir uns jetzt endlich gefunden haben." Hiroaki drehte sich auf dem Sofa zu ihr, zog seinen Rucksack vom Rücken und stellte ihn zwischen sich und sie. Er öffnete ihn und präsentierte Sel den Inhalt. "Ich habe einiges dabei, damit wir versorgt sind, wenn wir Konoha verlassen. Du kannst dir nehmen, was dir wichtig erscheint. Persönliche Gegenstände sind es leider nicht. Aber ich gehe davon aus, dass du auch einiges hier hast. Wenn du als Ninja arbeitest." Irritiert sah Selvaria in die Tasche und rieb sich kurz den restlichen Schlaf aus den Augen. Er ging tatsächlich davon aus, dass sie verschwinden würden. Gemeinsam. Wieder in die Freiheit? Oder in diese Todessümpfe dort draußen? "Ich soll Konoha den Rücken kehren? Ich ... bin doch gerade einmal zwei Monate hier. Und ... es geht mir gut." Hiroaki schüttelte dieses Mal ohne Verständnis den Kopf, blickte ernst drein und sagte mit Nachdruck: "Du kannst nicht bleiben. Und auch nicht zurückkommen, wenn wir gegangen sind. Ich bin froh, dass du hier gut aufgehoben warst, bis ich dich gefunden habe. Aber niemand weiß, wo Honoka sich aufhält und ob sie dich vielleicht sucht und deine Identität enthüllt. Wenn sie das tut, dann ergeht es dir noch schlechter, als wenn ich dich damals hätte sterben lassen. Du gehörst hier nicht hin. Du gehörst zu mir und zu Shoraku, Selvaria." Das war mehr oder weniger wie ein Schlag ins Gesicht. Die Dorfbewohner ließen sie spüren, dass sie eine andere war. Auch wenn einige nett waren, so hatte sie hier doch keinen Platz. Und bisher hatte Hiroaki mit allem Recht gehabt. Schließlich fragte sie sich, was sie wollte. Menschen, die sie liebten und bei denen sie Zuhause sein konnte, selbst wenn sie reisten, oder ein Dorf, wo niemand sie ganz akzeptierte, auch wenn sie sicher war, doch niemals wieder sie selbst sein würde? Ihre Augen wurden feucht, auch wenn sie früher nie so emotional gewesen war. "Okay, ich gehe mit dir. Aber ... ich werde in meiner Wohnung einen Brief hinterlassen. Damit er dem Kage gebracht wird. Ich schulde diesem Dorf, dass ich es verlasse ohne jemandem zu schaden." Hiroaki lächelte nun wieder und holte ein Tuch aus seiner Hosentasche, das er seine Partnerin reichte. Sie wischte sich damit über die Wangen, die gerötet waren, und die Augen halbwegs trocken. "Mach' das. Immerhin hast du durch alles hinweg deinen Sinn für Loyalität behalten. Wenn du fertig bist, zieh dich um. Wie für eine Mission. Packe deine Sachen. Du hast sicherlich einige leere Schriftrollen. Darf ich derweil das Bad kurz benutzen?" Selvaria nickte, verstaute das Tuch und sah dann Hiroaki dabei zu wie er aufstand und in einem separaten Raum verschwand, der Dusche, Klo und Waschbecken aufwies.
Anschließend schniefte sie kurz, begann aber dann in der Tasche ihres alten Freundes zu graben. Es war Proviant drin, so etwas wie ein medizinisches Set, Handtücher, Schriftrollen, Notizen, Kästen mit klapperndem Inhalt. Nichts, was spontan Interesse auslöste oder ansatzweise persönlich und einzigartig wirkte. So ließ sie die Tasche erst einmal zurück, stieg vom Sofa auf, ging zu ihrem Kleiderschrank in der Ecke und öffnete ihn, um sich Sachen anzuziehen, die sie sonst auf Missionen trug. Es war eine solide schwarze Stoffhose, Ninja-Stiefel, ein grauer Pullover und einige Accessoires zum Verstauen von Kunai, Shuriken und Schriftrollen, die sie sich umband. Ihr Haar bürstete sie durch, doch hatte den Kram für Zöpfe und dergleichen im gerade besetzten Bad. So machte sie sich mit einer leeren Schriftrolle daran wichtige Dinge einzusacken und zu versiegeln. Etwas wie persönliche Unterlagen, Klamotten, das Essen aus dem Kühlschrank. Schließlich hatte sie alles zu Hiroakis Tasche auf dem Sofa gelegt und sich Zettel und Stift geholt, um einen Brief an den Hokage zu verfassen. Die Worte fielen ihr zunächst schwer und sie wollte nicht zwei Seiten schreiben, doch nach dem ersten Satz ging es besser. Diese Szene ließ ein nostalgisches Gefühl zu. Des Abschiedes. Des Endes. Der Zeit in Konoha. Sie legte den Stift zur Seite und das Pergament wiederum auf die Theke beim Tisch. Man würde es so oder so finden, wenn man sie suchen würde. Dann kam Hiroaki aus dem Bad, die Haare frisch gewaschen und zurechtgemacht. Als sie sich erblickten, lächelten sie sich gegenseitig an. "Hast du geduscht?" "Nein, ich hab' die Haare nur unter dem Wasserhahn vom Waschbecken durchgespült. Du siehst aber aus, als könntest du noch einen Zopf für unterwegs vertragen. Soll ich dir das eben machen?" Diese Geste wirkte ungemein liebevoll, weswegen Selvaria einfach nickte und sich auf den Stuhl bei der Essecke in der Küche setzte. Sie wartete, bis Hiroaki mit Bürste und Band zurückkam und ihr langes silbernes Haar nach hinten zog, um daraus die Frisur zu machen, die sie früher als strenge Leibwächterin getragen hatte. Dabei sagte er in vertrautem Ton: "Ich habe dich vermisst, weißt du?" Sel spürte das angenenhme Ziehen an ihrem Kopf, sah gedankenverloren auf den Tisch und faltete die Hände im Schoß. "Es freut mich, dass du hier bist. Der erste Mensch, der mich vollständig kennt und mir hilft." "Ich hätte das Weiterleben nicht verdient, wenn ich dich aufgegeben hätte. Dann hätte ich auch im Kampf mit Honoka bis zum Tod kämpfen können. Wir waren Partner. Perfekt aufeinander abgestimmt. Das wird immer so bleiben. Der andere hat ohne den anderen keinen Sinn." "Danke, Hiroaki. Mit dir verschwindet die Einsamkeit." Der Zopf war an dem Punkt fertig, Selvaria betastete ihren Pony, der lang an ihrer Schläfe vorbei führte und stand dann auf. Sie drehte sich langsam zu ihrem Frisurenmacher um, lächelte dankbar, nickte und wollte dann zu ihrem Sofa gehen, doch bemerkte, dass Hiroakis Blick bohrend war. Er wollte etwas. So zögerte sie im Gehen, sah fragend zu ihm und wurde dann überrascht.
Er packte ihr Handgelenk, zog sie heran, drückte mit der anderen Hand an ihrem unteren Rücken ihren Körper an sich und küsste sie. Selvaria war zunächst erschrocken, hatte die Augen aufgerissen, aber wurde dann von der Sehnsucht eingehüllt, die sie im Kuss von diesem Mann spürte. Die Erinnerungen an die Nacht in der Villa flammten auf sowie das Gefühl der Vertrautheit. Die Dankbarkeit, dass er sie gesucht hatte, tat ihr Übriges. Die Dunkelhäutige erwiderte den Kuss, umarmte den Matsuoka und verbrachte so schweigend einige Sekunden mit ihm im Stehen. Irgendwann ließ er benommen von ihr ab und senkte beschämt das Gesicht. "Gomenasai. Es ... ist falsch von mir deine Situation so auszunutzen. Du ... weißt nicht, was du denken sollst." Sel seufzte schwer und schloss die Augen. Irgendwo hatte Hiroaki recht. Doch andererseits hatte sich mit der Amnesie ein anderer Mensch in ihr aufgetan. Es war ihre Persönlichkeit, wie sie rein gewaschen gewesen wäre. Unschuldig, gewissenhaft, hoffnungsvoll romantisch und höflich. Sie ahnte, dass sie kaltherziger war, doch sie wollte die letzten acht Monate nicht ausradieren. Es war doch möglich, dass sich alld das vermengte. Das Ergebnis war sie dann, vollständig mit neuen Puzzle-Teilen eines fremden Gebietes, aber doch mit dem Rest vereint. "Ich weiß, dass ich dir dankbar bin. Ich vertraue dir blind und du bist ein sehr wichtiger Mensch. Mir fehlt das Verständnis, warum ... ich so abweisend war, aber ich möchte es irgendwann nochmal überdenken. Entschuldige dich nicht. Wir konzentrieren uns nun darauf von hier zu verschwinden. Alles andere ... klären wir danach. Ja?" Hiroaki holte tief Luft, nickte und entfernte sich dann von Selvaria. Sie holten gemeinsam ihr Gepäck, schulterten es und gingen zur Wohnungstür. Hiroaki öffnete diese bereits, während Sel noch die Kerze ausblies, die leuchtete. Ein letztes Mal ließ sie den Blick wandern. Hier hatte sie zwei Monate Schutz gefunden in einer Gemeinschaft, die sie zu Teilen geschätzt hatte. Das war der Abschied. Ein heimlicher in der Nacht, doch wichtig, weil die Vergangenheit langsam wieder zur Gegenwart wurde. "Sayonara." So verließen das wiedervereinte Team aus Matsuoka und Sakiyurai die Wohnung, gingen ein Stockwerk hinab und zogen sich Mäntel über die Köpfe. Ihr Gang beschleunigte sich. Sie waren leichtfüßig unterwegs, verschmolzen mit der Nacht und den Dächern und hatten einfach die Mauer als Ziel, um dort drüber hinweg zu entkommen. Selbst wenn man sie bemerken würde, was teilweise der Zweck war, damit der Hokage Anlass sah Selvarias Wohnung zu durchsuchen, würde sie wohl kaum einer aufhalten. Dafür war sie dann doch zu wenig eine Bürgerin Konohas.

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