Tamashii no Utsuri

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 [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha

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Hokusai Tenzou
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BeitragThema: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   Mo Jul 04, 2016 10:56 am

Eine komplette Dachetage. Zwar nicht groß, aber sehr hell und offen. Sobald man eintritt, befindet man sich bereits im Wohnzimmer mit angrenzender Küche. Ein Flur führt zu den anderen Zimmern und Toiletten.

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Hokusai Tenzou
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BeitragThema: Re: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   Mo Jul 04, 2016 9:49 pm

Cf: Hokage-Felsen

Die Schritte des Mannes waren langsam und bedacht. Noch immer stützte er sich etwas auf den Körper der Frau ab, die unter seinem Arm irgendwie wahrlich klein wirkte. Sie konnte Mayura wirklich Konkurrenz machen.
Nicht ganz, fügte Tenzou gedanklich hinzu. Mai ist vergleichbar mit einem Kampfpudel. Einen gefährlichen Kampfpudel. Auf den Lippen des Mannes tauchte ein kleines Grinsen auf, dass irgendwie vermuten ließ das er gerade einen merkwürdigen Gedanken hatte. Er sprach ihn nicht aus, genoss den Augenblick der Belustigung und ließ sich gemächlich weiterhelfen. Von weiten konnte man bereits das Gebäude erkennen. Es war eines dieser Gebäude, dessen Treppen draußen waren und zu den jeweiligen Wohnungen über einen kleinen Balkon führten. Tenzous seine war ganz oben. Sie war nicht so groß wie sein Haus, war aber angemessen für einen Mann mit zwei Kindern. Später hätten die beiden Mädchen dort ihr eignes Zimmer. Er selbst unterhielt in einem Raum sogar einen Trainingsraum in dem Matten ausgelegt waren. Seine Töchter versuchte er hin und wieder zu animieren ihm dabei zuzusehen. Allerdings waren beide nicht so ganz begeistert davon. Sie standen eher auf Einhörner, Feen und Kleidchen. Sie liebten es zu malen und fanden es lustig sich auf seinen Rücken oder seine Schultern zu setzen. Tenzou beugte sich dieser Kindlichkeit. Jedes Mal wenn er die beiden ansah, fragte er sich was seine Frau getan hätte und vor allem was sie wollte. Entsprechend las er den zwei Abends eine Geschichte vor, kuschelte mit ihnen oder beschäftigte sich durchweg.
Sie erreichten die untersten Stufen. Tenzou wollte eigentlich nicht das Mai mit hochkam, aber sie schien ein schlechtes Gewissen zu haben und half ihm deswegen bis in den letzten Stock. Dort angekommen, ging er auf das Wohnzimmer zu und ebenso die Couch.
„Danke…“, presste er hervor ohne das er wirklich sich bedanken wollte. „Ich komme schon zurecht. Meine Mutter müsste auch gleich die Mädchen bringen… wenn ich sie nicht abhole… glaubt sie immer ich habe sie vergessen.“ Er schnaubte leise. Einmal vergaß man seine Töchter und schon taten alle so als würde es ständig passieren! Tenzou lehnte sich zurück und schloss sein Augen. Die Wohnung war bemerkenswert sauber gehalten. Alles hatte seinen Platz. Das Wohnzimmer selbst war von mächtigen Bücherregalen gefüllt, wobei die dunklen Einbände zeitweise von rosafarbenen Covern unterbrochen wurde. Kinderbücher! Auf einem kleinen Bücherstapel neben der Couch lag eines dieser Bücher. Das einzige was unordentlich wirkte, war der Couchtisch. Dort hatten sich zahlreiche Bilder verteilt. Stifte lagen verstreut. Auf einem weißen Blattpapier sah man einen „Mann“ und zwei Kinder auf den Armen. Es war so schlecht gezeichnet das es auch ein Baum hätte sein können. Der Himmel war allerdings aufgebessert worden. Man konnte sehen, dass Tenzou dazwischen gemalt hatte. Im Himmel sah man ein zartes Gesicht einer Frau und jeder Depp hätte erahnen können welche Frau das war. Aber auch nur, wenn dieser Depp wusste, was Mayura ihm bedeutete. Nachdem er nämlich sah das seine Töchter ein „Familienbild“ malten, hatte er nicht darauf verzichten wollen ihnen nahzulegen das sie ihre Mutter mit drauf zeichneten.
Tenzou schob die Bilder auf dem Tisch leicht zusammen, sammelte nebenbei die Stifte ein und musterte den Boden. Der Schwarze Filsstift lag direkt neben einem Bücherregal und an der freien Wand konnte man gekritzelt auf der Tapete sehen. Der Mann beugte sich leicht zu Seite, verengte die Augen und hob die Augenbraue. Dann seufzte er leise, warf die Stifte auf den Tisch und lehnte sich wieder zurück.
„Falls du was trinken willst, die Küche ist direkt nebenan. Ansonsten wie gesagt danke fürs nachhause bringen. Ich melde mich zwecks des Trainings noch einmal!“, sagte er ruhig und rieb sich über die Augen hinweg. Er war müde, hatte Schmerzen und irgendwie fühlte er sich verdammt dreckig. Das erste was er machen würde, wäre duschen!

Mai verlautete irgendwas von der Ferne. Tenzou drehte kurz seinen Kopf und blickte ihr hinterher. Sie schien nichts trinken zu wollen, verbeugte sich und verschwand verdächtig schnell. Der Mann hob die Augenbraue, seufzte und lehnte seinen Kopf in den Nacken.
"Sie bringt mich irgendwann wirklich noch einmal um... so oft, wie sie mich beim Trainingskampf verletzt", säuselte er leise vor sich hin und berührte mit den Fingerspitzen seine aufgeschürfte linke Gesichtsseite. Dann fuhr er mit den Fingern weiter und befühlte seinen Brustkorb vorsichtig. Als er an eine bestimmte Stelle kam, spürte er einen unangenehmen Schmerz und verzog erneut freudlos das Gesicht.
"Hokage wird von Frau verprügelt... wie peinlich", murmelte er zu sich selbst, musterte dabei die Decke über sich und stand dann auf. Er wusste nicht, dass Mai "Hilfe" holen ließ. Gerade als er darüber philosophierte, ob Mai ihn vielleicht um die Ecke bringen wollte, um selbst an die Macht zu kommen - was eigentlich kein ernstgemeinter Gedanke war - klingelte es an der Tür. Tenzou warf, tief versunken in seinem Kissen, ein Blick auf die Uhr. Kinderzeit!

Der Mann hatte sich nichts anmerken lassen, sondern nahm seine Kinder ohne zu Murren wieder an sich. Seine Mutter hauchte ihm einen Kuss auf die Wange, flüsterte ihm ins Ohr, dass er schrecklich aussah und ob er denn keine Duschen kannte, weil er alles vollstaubte. Tenzou sah sie daraufhin böse an. Zunächst wollte er aber die Kinder ins Bett bringen - was um die Uhrzeit gar nicht so einfach war. Erst nachdem er ihnen zwei Geschichten vorlas, waren sie endlich eingeschlafen. Er ließ wie immer die Tür zum Zimmer auf, trat ins Bad und zog sich dort vorsichtig sein T-Shirt aus. Seine Rippenseite hatte hässliche dunkle Stellen. Mit einem Tupfer und einem Desinfikationsmittel versuchte er dann zunächst die zahlreichen Abschürfungen zu behandeln, sowohl an Fäusten, Ellbogen und in seinem Gesicht. Die Abschürfung in seinem Gesicht brannte jedoch wie Feuer, was ihn die Tränen in die Augen trieb.

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Hatake Mayura
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BeitragThema: Re: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   Mi Jul 13, 2016 9:44 pm

cf: grosser Timeskip

Mit ihren grossen Augen starrte sie auf die Türe. Sie verharrte für einen Moment, fragte sich, wieso sie den Weg hierher überhaupt gegangen war. Es war eine Echse gewesen, die ihr die Nachricht überbracht hatte, wem dieses Tier gehörte, wusste sie allerdings nicht. Vermutlich aber demjenigen, der nun ihre Hilfe benötigte? Spielte im Grunde aber auch keine Rolle. Wichtig war, dass sie nun hier stand, vor Tenzous Wohnung. Er war wieder einmal verletzt und nun schien er sich partout zu weigern ins Krankenhaus zu gehen.
Die Beziehung zu ihm war schwierig. Sie hatte ihn das erste Mal im Krankenhaus getroffen, da hatte sie eine Wunde untersucht, die nicht richtig verheilen wollte, daraus hatte sich dann eine Freundschaft entwickelt. Sie konnte noch nicht einmal genau sagen, wieso diese entstanden war, aber irgendwie war Tenzou immer in ihrer Nähe gewesen, was Mayura seltsamerweise nie gross gestört hatte. Daraus hatte sich eben eine Freundschaft entwickelt. Mayura konnte nicht sagen, wie lange sie mit Tenzou befreundet war, inzwischen war diese Freundschaft jedoch wieder abgekühlt. Wie und vor allem wieso das genau passierte, wusste sie nicht. Sie hatte nur Vermutungen, die sich bisher aber grundsätzlich noch nichht bestätigten. Tenzou hatte sich eines Tages einfach nicht mehr gemeldet. Auffällig dabei war, dass er sie am Tag zuvor mit ihrem Freund auf der Strasse angetroffen hatte, mit dem sie erst vor Kurzem zusammengekommen war. Hisame war sein Name. Er war ein liebevoller Kerl, der sehr freundlich, charmant und einfühlsam war, im Grunde fast das genaue Gegenteil von Tenzou. Hisame war es auch, der sie eines Tages fragte, wie sich Mayura nur mit einem eiskalten Stein wie Tenzou hatte anfreunden können. Tatsächlich hatte die Weisshaarige darauf keine richtige Antwort. Sie wusste nur, dass er bei weitem nicht so eiskalt war, wie er vorzugeben versuchte.
Dennoch, Mayura konnte es sich einfach nicht erklären, warum sich Tenzou damals so plötzlich von ihr abgewandt hatte. Dadurch war ihre Freundschaft auch nicht lange erhalten geblieben ... Und kurz darauf war er auch zum Hokage ernannt worden, ganz zu Mayuras Überraschung. Sie schob es Anfangs darauf, doch mit der Zeit wurde ihr bewusst, dass es nicht allein daran liegen konnte. Natürlich, ein Hokage hatte verdammt viel Arbeit vor sich, dennoch war das irgendwo kein Grund, seine Freunde links liegen zu lassen ... Oder?
Hisame hatte Mayura erklärt, dass er es nicht wert war ihr Freund zu sein, wenn er sich noch nicht einmal meldete und erst recht nicht, wenn er sich nicht mal auf ihre Nachrichten meldete. Tenzou war ihr einfach komplett aus dem Weg gegangen, das hatte die Weisshaarige irgendwie verletzt. Mehr, als es wohl bei anderen der Fall gewesen wäre, was sie sich ebenfalls nicht richtig erklären konnte, es war einfach da, dieses Gefühl.

Und nun stand sie vor der Tür seiner Wohnung. Es fühlte sich wie eine halbe Ewigkeit an, seid sie das letzte Mal hier war. Damals war er noch kein Hokage gewesen. Es war ein schöner, sonniger Tag gewesen, als sie ihn Nachhause begleitet hatte um zu sehen, wo er wohnte. Er war relativ schweigsam gewesen, dafür hatte sie umso mehr gesprochen und ihn mit allen möglichen Dingen zugetextet. Ihm war mit Sicherheit nicht langweilig geworden an diesem Tag mit ihr ...
Und obwohl sie damals so viel zu erzählen hatte, blieben ihr nun bereits jetzt die Worte im Halse stecken, bevor sie ihn überhaupt zu Gesicht bekam.
Sie gab sich jedoch einen Ruck, hob die Hand und klopfte drei mal mit ihren Fingerknöcheln gegen die Türe. "Tenzou? Ich bin es, Mayura. Lässt du mich bitte rein? Ich weiss, dass du da bist. Ich habe die Nachricht erhalten.", sie stoppte kurz, "die, von der Echse. Die gehört doch dir, oder? Ist das dein neues Kuchiyose?", wenn er nicht ins Krankenhaus wollte, musste eben das Krankenhaus zu ihm. Er würde nicht drumherum kommen, so viel stand fest. Und auch wenn er ihr aus dem Weg ging ... Und auch wenn sie ihm in diesem Moment am liebsten aus dem Weg gegangen wäre, war es in diesem Fall wichtig, die persönlichen Dingen aussenvor zu lassen und sich um das zu kümmern, was Wichtig war: Die Verletzung.
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BeitragThema: Re: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   Mi Jul 13, 2016 11:15 pm

Mit tränenden Augen stand Tenzou vor dem Spiegel und verzog sein Gesicht zu einer Grimasse. Das Desinfikationsmittel tropfte langsam von seinem Kinn ins Waschbecken, während sein eines Auge seine abgeschürfte Gesichtseite näher betrachtete. Er fragte sich, ob er Mai noch einmal darauf ansprechen sollte, warum sie im Trainingskampf ein solches Gefahrenpotenzial darstellte. Langsam richteten sich sein Auge wieder nach oben und er blickte sich selbst entgegen. Kurz hüllte eine merkwürdige Stille das Bad ein und er ließ langsam den Tupfer ins Bad fallen. Noch einmal würde er sich so nicht zurichten lassen. Wenn Mai ihn besiegen konnte, gab es noch andere, die das konnten. Das wiederum bedeutete, dass er Konohagakure nicht genügend schützen konnte. Tenzou atmete tief durch. Seine Augenbrauen zogen sich tief nach unten, sodass ein fast wütender Ausdruck auf sein Gesicht trat. Und dann... .
Das Klopfen von der Tür drang bis ins Badezimmer. Er blinzelte sich selbst an. Grimmig sah er aus dem Bad hinaus und zuckte bei der Bewegung bereits zusammen. Sofort fragte er sich, was Mayura hier machte. Sie hatten sich doch schon Monate nicht mehr gesehen? Tenzou griff nach seinem verstaubten T-Shirt, sah auf die dunklen Blutflecken und warf es wieder zu Boden. Er konnte so nicht ihr gegenüber treten! Vorsichtig trat er an die Eingangstür und erkannte bereits den Schatten unter dem Türspalt. Seine Hand legte sich auf das Holz als wollte er die Anwesenheit der Frau dahinter erfühlen. Wieder fragte er sich, was sie hier hinverschlug und was sie mit dem Kuchiyose meinte. Er hatte immerhin keinen geschickt? Langsam aber sicher dämmerte es ihm, dass Mai dahinter steckte. Warum zum Teufel ließ sie ausgerechnet Mayura holen? Anfänglich stand Tenzou einfach vor der Tür und wollte sie zunächst nicht aufmachen. Vielleicht, weil er hoffte, dass sie dadurch ging!
Vor seinem inneren Auge tauchte das Gesicht von Mayura auf, wie sie traurig vor der Tür stand und diese anstarrte. Tenzou rollte genervt von sich selbst die Augen und öffnete dann die Tür einen Spalt. Seine linke Gesichtshälfte blieb verdeckt von der Tür. Zum einen weil er dort die hässliche Abschürfung hatte und zum anderen weil er derzeit keine Augenklappe trug. Diese verdeckte normalerweise sein Auge so sehr, dass man das Juin nicht erkennen konnte. Es verängstigte die meisten, weil sein linkes Auge tiefschwarz war. Sein nackter Oberkörper versteckte er ebenso hinter der Tür, sodass man eigentlich nur die eine Gesichthälfte von ihm sehen konnte.
"Echse?", fragte er dann und runzelte die Stirn. Auch wenn die Gesichtsmimik zur Hälfte abgehackt wurde. "Ich habe keine Echse als Kuchiyose", bemerkte er ruhig, auch wenn es irgendwie grimmig wirkte. "Bist du dir sicher, dass sie eine Nachricht von mir hatte?" Kurze Stille kehrte ein und er bemerkte, wie unhöflich er gerade war. Sein Blick schlug kurz nach unten. Sollte er die Tür aufmachen?
"Hum... aber Hey... schön dich wiederzusehen?", sagte er dann, wobei er gegen Ende des Satzes mit der Stimme leicht hoch ging, sodass es eher wie eine Frage klang als eine wirkliche Aussage. "Ich hoffe bei Dir läuft alles soweit... gut. Oder gibt es ein Problem? Kann ich Dir mit etwas weiterhelfen?" Er verhielt sich verdächtig gesprächig. Auch wenn es eher daran lag, dass er etwas neugierig war. Noch immer war dort diese dumpfe Hoffnung, die aufkeimte, wenn er sie sah. Die Hoffnung, dass ihr Freund den Löffel abgeben hatte. Natürlich hatte er sich über diesen informiert. Elendig charmant war er... . Tenzou seufzte bei dem Gedanken ungewollt und lehnte seine Stirn an die Türkante, abwartend das die weißhaarige Frau antwortete. Dabei wanderten sein grünes Auge automatisch hinab und musterten sie. Ob sie mit diesem anderen Typen eine neue Familie gründete? War sie schon verheiratetet? Waren sie schon im Bett...? Er erinnerte sich noch ziemlich gut daran, wie er auf Mayura getroffen war und er sah, dass sie mit diesem schmierigen Kerl Händchen hielt. Das war fast wie ein Schlag ins Gesicht... oder ein Tritt in seine Weichteile. Und er war verdammt eifersüchtig gewesen... so eifersüchtig, dass er ihn am liebesten hätte umbringen wollen. Der Gedanke, dass Mayura vielleicht mehr als nur Händchen hielt, verbesserte seine Laune gerade nicht wirklich. Er blickte sie wieder an - oder besser gesagt starrte er sie an. Etwas sehr böse vielleicht.

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BeitragThema: Re: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   So Jul 17, 2016 5:26 pm

Mayura hob die Augenbrauen, als Tenzou die Tür öffnete und nur die Hälfte seines Gesichts zu sehen war. Vor was versteckte er sich? Etwa vor ihr? War sie so furcheinflössend dass man sich hinter einer Tür verstecken musste? Gerade vor ihr ... Und gerade Tenzou. Sie musterte den kleinen Teil seines Gesichts den sie zu sehen bekam und wusste nicht, was sie von seiner Reaktion halten sollte. Auch seine Antwort wirkte etwas verwirrt. Eine Echse besass er also nicht als Kuchiyose ... Und wer hatte das kleine Ding dann geschickt?
"Jedenfalls war ein Echsenkuchiyose bei mir und brachte mir diese Nachricht hier.", erklärte sie und hob einen aufgefaltenen Zettel in die Höhe, so dass Tenzou ihn ebenfalls sehen und mit Sicherheit auch lesen konnte, "Darin hiess es, ich solle schnellstmöglich zu dir kommen weil du dich verletzt hast. Wiedereinmal.", den letzten Teil fügte sie nach einer kurzen Pause hinzu und rollte kurz mit den Augen. Es war typisch für Tenzou. Auch die Tatsache, dass er nun Hokage war, änderte nichts daran, dass er sich gerne bis aufs Blut während eines Trainingskampfes prügelte und sich dabei nette Verletzungen zuzog.
Als er erklärte, dass es schön war, sie wiederzusehen, klang es eher wie eine Frage als eine wirkliche Feststellung. Was um alles in der Welt war mit Tenzou los? Auch seine nachfolgenden Worte machten die Sache nicht besser. Er fragte, ob er mit etwas helfen konnte. Sie hatte doch bereits gesagt, weshalb sie hier war? Er hatte ihr doch immerhin diese Nachricht geschickt! Oder etwa nicht? Aber wenn er es nicht war, wer hatte sie dann geschickt?
"Nun, ich bin hier um deine Verletzungen zu behandeln.", erklärte sie dann freundlich und setzte nun ein Lächeln auf, "So wie ich dich kenne bringen dich keine zehn Pferde ins Krankenhaus, also muss das Krankenhaus zu dir kommen. Wenn du die Nachricht nicht selbst geschrieben hast, dann musste wohl Jemand wissen, dass du da niemals freiwillig hingehen würdest. Darf ich also reinkommen? Ich möchte mich nicht aufdrängen, aber Verletzungen sollte man nicht einfach auf die leichte Schulter nehmen, auch wenn sie im ersten Moment nicht fatal erscheinen.", sagte sie diplomatisch. Bei Tenzou musste man mit etwas Gespür an die Sache rangehen, ansonsten würde er blocken, wenns blöd kam und das wollte Mayura vermeiden. Immerhin lag ihr etwas an Tenzou, selbst wenn er sich in letzter Zeit so arg distanziert hatte.
"Und ja, bei mir ist alles in Ordnung. Wie sieht's bei dir aus? Ich meine ausser das du dich verletzt hast? Nun da du Hokage bist hast du bestimmt viele Verpflichtungen, hm? Oh ...", sie hob die Hand kurz vor den Mund da ihr ein Blitzgedanke kam, "müsste ich dich nun eigentlich irgendwie anders ... Ansprechen? Ich meine, du bist ja nun Hokage ...", sie blinzelte. Ja, sie wusste, das er diesen Posten hatte, aber erst eben wurde ihr erst wirklich bewusst, dass diese Position auch etwas mehr Respekt verdient hatte. Irgendwie kam es Mayura jedoch seltsam vor ihn nun anders zu behandeln, er war doch immerhin ein guter Freund von ihr ...
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Hokusai Tenzou
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BeitragThema: Re: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   So Jul 17, 2016 8:40 pm

Als Tenzous Gesicht in der Türspalte auftauchte, zeigte sich deutlich Skepsis auf dem Gesicht von Mayura. Er erinnerte sich sehr gut daran, dass sie oft so dreinsah, wenn sie wiedereinmal durchschaute, dass er gerade wieder besonders dickköpfig handelte. Manchmal hatte sie ein paar Worte dazu gemurmelt, wie unfassbar starrsinnig er wäre. Das hatte nur nie den Effekt, dass er sich dann von seinem Verhalten änderte. Tenzou besaß wirklich eine schrecklich dickköpfige Persönlichkeit. Ein Grund, warum sie beide hier standen. Mayura hielt ein Zettel in der Hand auf dem er eine feine Handschrift erkennen konnte. Er kniff leicht die Augen zusammen und versuchte so zu erkennen, was für eine Botschaft darauf stand. Von der Entfernung her konnte er es nur nicht erkennen. Was viele nicht wussten war, dass er kleine Schriften nicht lesen konnte und gerade auch auf Entfernungen es anstrengender wurde für ihn. Er konnte jedoch erahnen das Mai diese Botschaft geschrieben haben musste. Als Mayura dann erwähnte, was für eine Botschaft dort drinnen stand, bemerkte er ihr leichtes Augenrollen.
"Wiedereinmal?", brummte er in einem Anflug von schlechter Laune und setzte dazu an die Arme vor der Brust zu verschränken, aber ließ es dann doch bleiben. Tenzou bemerkte nicht einmal selbst, dass er bei Trainingskämpfen oft mehr einstecken musste. Selten bewegte er sich danach zu einem Arzt und ließ die Verletzung dann behandeln. Mayura schien das genau zu wissen.
"So oft ist das nicht der Fall", murmelte er leise vor sich hin, auch wenn er nicht sicher war, ob sie das überhaupt hörte. Tenzous Augen wanderten kurz zu Boden und musterten diesen eingehend.
Derweilen war es jedoch Mayura die weitersprach und mit einem freundlichen Tonfall erklärte, warum sie hier war. Wie immer schien sie unglaublich geduldig und diplomatisch zu sein. Tenzou stieß leise die Luft aus den Lungen. Wie konnte er bei solchen Worten sauer sein? Oder gar überhaupt verneinen? Unschlüssig rieb er sich über den Hinterkopf und sah sich kurz auf dem Gang um. Alles in ihm schrie danach, dass er die Tür zu machen sollte. Bereits jetzt spürte er, dass die frühere Eifersucht zurück in sein Herz kroch, obwohl er der festen Überzeugung war das sie nicht mehr exestierte. Als Tenzou zurück in die Augen von Mayura sah, fragte er sich, ob er sie noch immer liebte. War dort überhaupt noch ein Funken übrig geblieben? Nach den Worten von Mayura herrschte kurz Stille zwischen ihnen beiden. Auf keine der Fragen hatte er reagiert, sondern einfach nur sie angesehen. Erst nach einer gefühlten Ewigkeit rührte er sich.
"Nein", sagte er schlussendlich. Das hätte eine Antwort auf alles mögliche sein können. "Ich meine... nein, du brauchst mich nicht anders nennen." Tenzou trat langsam ein paar Schritte zurück und zog die Tür weiter auf.
"Komm rein", brummte er dann. Es klang aber irgendwie etwas wiederwillig. Das lag nicht daran, dass er Mayura nicht gerne um sich hatte. Es war gerade die Tatsache, dass er sie so gerne um sich hatte, dass es ihm schwerfiel zu wissen das sie ihm nah war, aber so weit entfernt schien.
"Am besten gehst du ins Wohnzimmer... sei nur leise die Mädchen schlafen bereits", wies er sie dann an und deutete den Gang entlang auf eine Schiebetür. Sie würde dabei unweigerlich am Zimmer der beiden Weißhaarigen Mädchen vorbei kommen. Die Tür stand wie immer offen, damit Tenzou hören konnte, wenn etwas nicht stimmte. Die zwei schliefen friedlich im Bett. Auf dem Teppichableger lag Diego und Irusan, die ebenso auf die beiden achteten.
"Im übrigen würde ich ins Krankenhaus gehen... wenn eine Wunde nicht mehr aufhört zu bluten zum Beispiel", bemerkte er vielsagend und wandte ihr dabei den Rücken zu. Er steuerte auf das Schlafzimmer zu, sah dabei kurz über die Schulter. Bevor er in das Schlafzimmer trat, zeigte er noch einmal ein knappes Lächeln.
"Und es geht mir gut. Es ist zwar mehr Arbeit, aber das ist nicht weniger anstrengend als die Arbeit davor", antwortete er nachträglich auf ihre Frage und verschwand dann im Schlafzimmer. Ohne T-Shirt fühlte er sich merkwürdig nackt.
In seinem Schlafzimmer angekommen, lehnte er sich kurz an den Schrank heran und atmete tief durch. Er wurde sich bewusst das Mayura hier war. In seiner Wohnung fand man zum Glück keine Fotos von ihnen beiden... nur in dem alten Schuhkarton in dem er auch Bilder von Shuichi aufbewahrte. Sie war schlussendlich auch zu den "vergessenen Erinnerungen" zu gezählt worden.
Tenzou zog sich das erste T-Shirt auf dem "Big Daddy" stand, aus dem Schrank. Als er versuchte es über zu ziehen, zuckte ein grässlicher Schmerz durch seinen Brustkorb. Er keuchte kurz, kniff die Augen zusammen und rieb sich über die Stelle.
Das wird Mai büßen, schoss es ihm unweigerlich durch den Kopf. Etwas langsamer und vorsichtiger zog er sein T-Shirt über. Dann verließ er das Schlafzimmer.
Als er auf den Gang trat erkannte er Mayura, die an der Tür der Mädchen zum stehen kam. Seine Augen weiteten sich kurz und er folgte ihr lautlos. Die Mädchen durften ihre Mutter nicht sehen, dass konnte sie möglicherweise beunruhigen.
Je näher er zu Mayura kam, umso mehr machte sich ein vertrautes Gefühl in seiner Brustgegend breit. Er glaubte eine Art Dejavu zu haben. Als er direkt hinter der Weißhaarigen zum stehen kam, hatte er das Bedürfnis seine Arme von hinten um sie zu schlingen. Seine Hände auf ihren Bauch zu legen und sie an sich zu ziehen.
Tenzous Gesichtzüge spannten sich an und er legte eine Hand auf den Rücken von Mayura um sie weiter zu schieben. Auch wenn seine Bewegungen schwerfällig wirkten. Im Raum der Mädchen hatte sich der Kopf von Irusan gehoben. Ihre großen gelben Augen sahen aufmerksam auf Mayura.
"Das hier ist nicht das Wohnzimmer", brummelte er leise und schob die kleine Frau dann nachdrücklich weiter. Nachdem Mayura von sich ausging, schob er sie dennoch bis zur Wohnzimmertür und betrat es dann langsam mit ihr. Auf dem kleinen Couchtisch lagen noch die Malsachen der Mädchen, die freudig darauf los gezeichneten hatten. An der Seite der Wand konnte man eine Zeichnung mit schwarzen Filzstiften sehen. Offensichtlich hatte sich eines der Mädchen an der Wand ausgelassen. Auch wenn es mehr "gekritzel" war als wirklich eine Zeichnung.
"Wie läuft es sonst privat bei dir? Alles in Ordnung? Schon verheiratet?", fragte er dann, während er auf die Couch zusteuerte. Die letzte Frage klang fast etwas zu bissig. Er hatte versucht diese Frage nicht zu stellen, aber sie kam ihn einfach so über die Lippen. So als wollte eine innere Stimme die Bestätigung dafür, dass sie glücklich war und er nicht gebraucht wurde. Tenzou blieb direkt an der Couch stehen, legte seine Hand auf die Lehne und starrte umher. "Tut mir Leid... für die etwas groben Fragen. Willst du vielleicht etwas trinken?" Seine Stimme klang etwas sanfter und reuemütiger.

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BeitragThema: Re: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   Sa Jul 23, 2016 2:03 pm

Es war seltsam, kaum erklären, aber irgendwie hatte Mayura das Gefühl, hinter ihrer eigenen Aussage, das er sich viel zu oft verletzte, steckte mehr, als sie sich ursprünglich dachte, als sie es ausgesprochen hatte. Das klang seltsam und machte selbst in Mayuras Augen nicht mal viel Sinn und doch war dieses durchaus seltsame aber vertraute Gefühl da ... Und wollte nicht wieder weichen.
Tenzou antwortete auf ihre Fragen und liess sie dann hinein. Erst jetzt bemerkte sie, dass er kein Oberteil trug und das einige Blessuren auf seinem Oberkörper zu sehen waren.
"Wenn du nicht mehr aufhörst zu bluten?", wiederholte sie seine Worte fast etwas ungläubig, "Wenn du erst dann ins Krankenhaus gehst, wirst du dort wegen Blutmangel sterben bevor irgendein Iryounin irgendwas tun kann. Du solltest vorher ins Krankenhaus. Oder zumindest mich aufsuchen. Ich weiss, dass du nicht viel davon hälst, aber irgendwann verschätzt du dich und ich will nich, dass du dann ...", sie machte eine kurze Pause, "jedenfalls solltest du etwas verantwortungsvoller sein. Gerade jetzt als Hokage."
Kurz darauf verschwand er in einem Zimmer und Mayura setzte an, ins Wohnzimmer zu gehen, als sie an einem anderen Raum vorbei kam, bei dem die Tür einen Spalt breit offen stand. Eigentlich hatte sie nicht stehen bleiben wollen, aber irgendwie war dies fast schon automatisch passiert. Sie blickte hinein und erkannte zwei schlafende sehr junge Mädchen. Mayura lächelte leicht. Sie verspürte ein warmes Kribbeln in ihrem Körper und am liebsten hätte sie die Zwei an sich genommen und gedrückt. Lag es einfach daran, weil sie so unglaublich süss waren oder hatte dies ein anderer Grund? Es war seltsam, aber in letzter Zeit hatte sie oft Träume, die sie nicht einordnen konnte und ab und an verspürte sie dann genau auch dieses Gefühl. Hatte dies in irgendeiner Weise einen Zusammenhang?

Doch Tenzou brachte sie aus ihren Überlegungen, als er eine Hand auf ihren Rüccken legte und sie dazu bewegte, ins Wohnzimmer zu gehen.
Mayura folgte der Bitte und gelangte mit Tenzou in besagten Raum. Sie setzte sich auf eine Couch und sah sich für einen Moment interessiert um. Auf sie wirkte die Einrichtung etwas karg, aber womöglich war das typisch für einen alleine lebenden Mann?
Als Tenzou sie dann etwas fragte, sah sie zu ihm und blinzelte verwirrt. Die Fragen klangen normal ... Bis auf die Letzte. Sowohl wie er es ausgesprochen hatte als auch der Inhalt waren irgendwie unpassend.
"Ehm ...", doch kurz darauf entschuldigte er sich auch schon bei ihr. Erklärte, dass er es nicht so grob rüberbringen wollte und Mayura lächelte sanft.
"Kein Problem. Du hast mit Sicherheit derzeit viel um die Ohren. Vermutlich zerstör' ich jetzt deinen ganzen Zeitplan, hm? Aber bei mir ist alles in Ordnung. Verheiratet bin ich nicht, nein.", sie seufzte leise, übertünkte dies jedoch mit einem Lächeln, "Wird wahrscheinlich auch nicht so schnell passieren. Hisame ist nett, aber irgendwie ...", sie zuckte mit den Schultern, so als wüsste sie nicht richtig, was sie darauf erwidern sollte, "Keine Ahnung. Einfach nicht der Richtige? Kann es nur schwer erklären, aber irgendwie stimmt einfach nicht alles zwischen uns. Ich vermute, er hat auch schon etwas das Interesse an mir verloren. Derzeit macht er lieber Dinge mit seinen Freunden und vertröstet mich oft auf einen anderen Tag. Aber das ist schon in Ordnung. Die Beziehung war wohl sowieso nicht so das Wahre.", wieso sie ihm das alles sagte? Weil Tenzou eigentlich ein guter Freund war und sie hoffte, dass er sich wieder etwas mehr für sie interessierte, wenn sie ihm etwas über ihr Leben erzählte. Sie hatten sich weit voneiannder entfernt, nach dem sie sich wirklich sehr eng angefreundet hatten. Das empfand Mayura als sehr schade.
Als er dann nach Getränken fragte, stand Mayura abrupt auf und wies auf das Sofa. "Setzt dich bitte. Ich mach uns was zu trinken, ja? Du bist verletzt, du solltest mich nicht auch noch bedienen.", die Tasche mit ihren Utensilien hatte sie neben der Couch abgestellt, welche sie jetzt etwas beiseite schob mit dem Fuss. Und bevor er irgendetwas erwidern konnte, eilte sie an ihm vorbei und steuerte in die Richtung, in der sie die Küche vermutete.
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BeitragThema: Re: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   Sa Jul 23, 2016 7:30 pm

Tenzou hatte sich bereits mit dem Rücken zu Mayura gedreht um in sein Schlafzimmer zu treten als sie ein paar Worte auf seine eignen erwiderte. Er blieb noch einmal stehen, lauschte dem Angebot das er zu ihr sollte, wenn etwas war und spürte kurz wie sich ein dicker Kloß in seinen Hals festsetzte. Tenzou hatte den Verlust von Mayura nie wirklich verarbeitet, sondern durchweg verdrängt. Natürlich war der Mann froh darüber das sie lebte, aber dort war noch etwas anderes in ihm. Ein Gefühl das seine Ehefrau an dem Tag an dem er sie das letzte Mal sah, gestorben wäre. Das er ihre Nähe nicht mehr suchte, lag daran das er gemerkt hatte, wie verletzlich er plötzlich wurde, wenn er sah das Mayura mit einem anderen Mann zusammen war. Die angestaute, nicht verarbeitete Trauer wandelte sich in Wut und diese Wut tauchte immer wieder auf, wenn es um das Thema Mayura ging. Wenn jemand fragte, wie er mit dem Verlust zurecht kam, schnauzte er diese Person an. Izumi, seine ehemalige Schülerin und für die er noch immer die Vormundschaft besaß, bekam es wohl am schlimmsten von allen ab. Nachdem sie es wagte Worte über Mayura zu verlieren und ihm sagte wie erbärmlich er wäre, dass sie sich nicht mehr an ihn erinnerte, verletzte er sie. Die stille Wut hatte sich bemerkbar gemacht und ihn dazu gereizt ihr eine Lektion zu erteilen, dieses Thema nicht mehr anzusprechen. Eine Reaktion die verhindern sollte, dass man ihn verletzen konnte. Nicht körperlich, sondern seelig. Niemand sollte in seiner Gegenwart über Mayura sprechen. Allein die Gegenwart von Mayura bewirkte wieder, dass er spürte das in ihm etwas brodelte. Er hätte am liebsten so viel zu Mayura gesagt, aber keine der Worte hätte sie verstanden. Es war nicht wie früher, wo Mayura nicht nur seine Ehefrau war, sondern auch eine seiner besten Freundinnen. Auch wenn es lange dauerte, so fing er irgendwann an auch über seine Sorgen oder Probleme mit ihr zu sprechen. Aber jetzt... selbst wenn Mayura wieder mit ihm befreundt sein würde, so hatte er nie die Möglichkeit wirklich offen über seine Gefühle sprechen zu können, weil dort immer etwas war, was sie nie erfahren durfte.
Stille. Nachdem die Worte von Mayura endeten und war dort einfach nur Stille. Erst sehr viel langsamer nickte er, sah über die Schulter und schenkte ihr ein merkwürdiges Lächeln. Es war nicht sehr ehrlich, weil es ihm schwer fiel zu Lächeln, wenn er die eigentliche Wahrheit ihr nicht gegenüber sagen konnte. Er hätte nämlich gerne gesagt, dass er normalerweise immer zuerst zu ihr gekommen wäre, aber das es schwer war, einfach weil er sie liebte.
"Danke für das Angebot. Ich komme sicher darauf zurück", sagte er mit rauer Stimme und verschwand dann schlussendlich in das Schlafzimmer. Fast etwas fluchtarig.
Nachdem sie dann beide ins Wohnzimmer traten, nahm Mayura auf der Couch platz. Tenzou hatte wirklich kein Händchen für Inneneinrichtungen. Es fehlten Bilder an den Wänden und Farben. Das einzige Bild was er hatte, war ein gemaltes von seiner Tochter, die direkt mit Filzstiften auf die Tapete zeichnete. Irgendein Gewirr aus Linien, dass vielleicht einen Menschen darstellte, der die Lippen nach unten zog. Es gab aber generell auch nicht viel das Tenzou hätte hier hinhängen wollen. All seine Bilder und Habseeligkeiten waren in seinem Haus in dem er zuletzt mit Mayura lebte. Er hatte es einfach nicht übers Herz bringen können alles raus zu räumen. Alles war unverändert - bis auf den Glastisch im Wohnzimmer, den Tenzou zerschlagen hatte. Das Haus selbst hatte er seitdem nicht mehr betreten. Nur seine Mutter sah zwischendurch dort rein, um zu sehen ob alles in Ordnung war. Sie hatte ihn bereits mehrmals darauf hingewiesen das eine dicke Staubschicht überall lag und das sie es auch aufräumen konnte. Aber das wollte Tenzou nicht. Irgendetwas in ihm sperrte sich dagegen, dass er sie die alten Erinnerungen verrücken durfte. Fast so als würde sie den letzten Rest Mayura aus seinem Leben damit ausradieren. Ein Rest der langsam aber sicher verblasste. Ein Rest der nicht mehr Liebe genannt werden konnte, sondern Schmerz. Ein Schmerz den er nicht mit Dates wegbekam - die meisten Dates liefen nie gut. Er hatte sich sogar einmal dazu gezwungen wieder mit einer Frau ins Bett zu gehen, aber es kam nie zum Sex. Das Problem war nicht die Frau, sondern er..... .
Tenzou hatte wieder einen Schwall von Gedanken und Worte, die er Mayura am liebsten hätte sagen wollen, aber er zwang sich dazu es nicht zu tun. Seine letzten Worte klangen auch so schon bissig, wodurch er sich entschuldigte. Wie immer nahm ihn Mayura das nicht übel. Stattdessen schob sie es auf viel Arbeit und seinen Zeitplan. Auch auf seine Hochzeitsfrage antwortete sie merkwürdig ehrlich. Tenzou wusste nicht warum, aber die Worte das der Kerl nicht der richtige war, machten ihn nicht unbedingt glücklicher. Sie war nach wie vor nicht greifbar gewesen für ihn.
Dennoch versuchte er geduldig zuzuhören - vielleicht konnte er wieder ein guter Freund von ihr werden? Vielleicht würde sich sein Gemüt irgendwann beruhigen. Er wusste es nicht, aber sie klang deutlich etwas betrübt über die Situation mit "Hisame". So hieß der Kerl also.
"Das tut mir Leid zu hören... das er offensichtlich nicht der richtige ist", drückte er dann sein Mitgefühl aus und das klang wirklich ehrlich. Anderen hätte er durchaus gesagt, dass es ihn nicht interessierte, aber Mayura blieb einfach immernoch etwas besonderes. Wenn sie traurig war, weinte die ganze Welt mit ihr. So ein herzensguter Mensch war sie und sie verdiente wirklich nur das Beste.
"Aber...", fügte er dann noch hinzu und er blickte sie dabei mit seinem sehenden grünen Auge an. Das linke "Juin"-Auge hielt er die ganze Zeit geschlossen. Vor allem um Mayura nicht zu verschrecken.
"Wenn er deine Nähe nicht zu schätzen weiß und eine so wunderbare Frau, wie dich einfach links liegen lässt, dann hat er es nicht verdient mit dir zusammen zu sein", erklärte er dann. "Er weiß gar nicht, was er mit Dir verliert. Auch wenn du nicht kochen kannst... du bist ein unglaublich herzensguter Mensch. Du verdienst nur das Beste." Tenzou verstummte. Für Sekunden fragte er sich, ob Mayura ihm einmal gebeichtet hatte, dass sie nicht kochen konnte. Er wusste es nicht mehr. Vielleicht hatte sie das nie erwähnt und er hatte es einfach vor sich daher geredet? Der Hokage rieb sich langsam über den Hinterkopf, schüttelte den Kopf und überdeckte seine Worte rasch mit dem Angebot Getränke zu holen. Bevor er noch mehr sentimentales Zeug von sich ließ!
Auf die Frage der Getränke reagierte Mayura mit einer abrupten Bewegung. Sie sprang vom Sofa auf und wollte offensichtlich nicht von ihm bedient werden. Er öffnete den Mund um zu Widersprechen, aber sie verschwand bereits zielstrebig Richtung Küche. In diesem Augenblick dachte er nicht daran, dass am Pinnbrett der Küche nicht nur information zu seinen Terminen waren, sondern auch an einer Kette ihre Eheringe mit Gravur hingen. Er hatte lange gebraucht bis er sie nicht mehr um den Hals trug. Auch weil dadurch immer wieder Fragen entstanden. Derweilen setzte sich Tenzou auf das Sofa wieder. Es wirkte schwerfällig und irgendwie ungewohnt langsam. Statt sich nur zu setzen, legte er sich direkt zurück auf den Rücken und stützte seinen Nacken auf die Armlehne der Couch. Sein Blick glitt nach oben an die Decke. Dann legte er beide Hände auf sein Gesicht um dort entlang zu reiben, aber ein kurzer signalisierender Schmerz sowohl in Rippe als auch Schürfwunde an der Kinnseite, ließen ihn verharren. Stattdessen legte er die eine Hand neben sich und die anderen Hand auf seine Brust. Nachdenklich sah er von dort aus zu der Tür der Küche.
"Findest du alles? Brauchst du Hilfe? Stör ich dich eigentlich gerade? Hattest du Dienst?", rief er von seiner Couchposition aus und fragte sich, ob er sie wirklich gestört hatte.
Inzwischen war in dem Wohnzimmer eine angenehme Stille eingekehrt, lediglich unterbrochen von den Geräuschen von Mayura, die in der Küche etwas suchte. Die Umgebung wurde von dem dämmrigen Licht des Sonnenuntergangs gefüllt und gab der Ambiente einem wunderbaren Anblick.

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BeitragThema: Re: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   Fr Jul 29, 2016 8:18 pm

Als Mayura in der Küche stand, blieb sie für einen Moment einfach nur stehen und dachte nach. Tenzou hatte liebenswürdige Worte bezüglich ihrer gehabt, aber er hatte auch ihre schlechten Kochkünste erwähnt. Sie war sich nicht sicher, ob sie es ihm jemals erzählt hatte oder ob er sie am eigenen Leib zu spüren bekommen hatte, aber seltsamerweise war das auch gar nicht unbedingt der Punkt, der sie gross störte. Irgendwie schien es, als ob sie wusste, das er wissen musste, dass sie schlecht kochen konnte. Dieses Gefühl hatte sie in letzter Zeit öfters und es kam von Tag zu Tag mehr und stärker. Aber was hatte es zu bedeuten? Auch die zwei schlafenden, süssen Kinder hatten in ihr ein seltsames Gefühl ausgelöst. Lag es womöglich an ihren Träumen, die sie in letzter Zeit hatte? Sie träumte viel und vor allem Dinge, die sie sich nicht erklären konnte. Dinge, die meist mit einer Person zu tun hatten ... Mit Tenzou. Aber was hatte das zu bedeuten? Sie mochte ihn wirklich sehr, aber sie hatte das Gefühl gehabt, dass er nicht weiter gehen wollte und es bei einer Freundschaft belassen sollte. Sie hatte dies akzeptiert und es weiterhin mit Hisame versucht, obwohl es zwischen ihnen schon länger nicht mehr gut lief. Und nun ... Nun dachte sie abermals darüber nach. Sie fühlte sich wohl in Tenzous Nähe. Vielleicht sollte sie ihn einfach Mal fragen, ob sie gemeinsam Abendessen gehen würden? Sie mochte ihn eigentlich wirklich, obwohl er ein so verdammt sturer und verbissener Kerl war. Aber war es womöglich nicht genau das, was ihr an ihm so gefiel? Mal abgesehen von seinem Aussehen.
Mayura lächelte leicht vor sich her, während sie die Tassen aus dem Schrank holte. Nicht sofort hatte sie den richtigen Schrank geöffnet, deshalb ging die Prozedur generell etwas länger bis sie die zwei Tees fertig hatte.
"Alles in Ordnung!", rief sie aus der Küche zurück ins Wohnzimmer und gerade als sie mit den zwei Tassen loslaufen wollte, streifen ihre Augen die zwei Ringe, die am Kühlschrank hingen. Ihr Lächeln vereiste, ihre Schritte erstarrten. Sie blickte die Ringe an, als ob sie ein böses Omen wären, die besagten, dass ihre Frage sowieso ins Nichts laufen würde. Aber wieso? Sie wusste wieso ... Tenzou hatte zwar erzählt, dass er einmal verheiratet gewesen war, aber wenn er die Ringe behielt, hing er offensichtlich noch an seiner ehemaligen Frau. Hatte sie dann überhaupt Chancen bei ihm? Mayura presste die Lippen aufeinander und wog ihre Chancen ab. Seine ehemalige Frau war weg, vielleicht sollte sie es einfach versuchen? Aber war das nicht rücksichtslos gegenüber Tenzous Gefühle? Vielleicht sollte sie die Lage aber auch einfach Mal auskundschaften und ihn direkt indirekt fragen, wie er einer neuen Beziehung stand.

Im Wohnzimmer angekommmen hatte sie bereits wieder ein Lächeln auf den Lippen. Sie stellte den Tee auf Tenzous Seite des Couchtisches und ihren eigenen vor sich, bevor sie sich dann setzte und für einen Moment einfach nur Tenzou beobachhtete. Da war wieder deses seltsame Gefühl, dass sie nicht einordnen konnte. Das musste einfache in Zeichen sein. Ein Zeichen dafür, dass sie ihn endlich fragen sollte.
"Tenzou?", hörte sie sich dann fragen obwohl sie sich noch nicht einmal gänzlich sicher war, ob sie nun fragen wollte, "Ich ehm ... Darf ich dich was fragen?", warum auch immer sie fragte, ob sie was fragen durfte! Das war dumm und trotzdem tat sie immer wieder solch dumme Dinge! Womöglich wollte er deswegen nichts von ihr, weil sie manchmal einfach nur dumm war?
"Ich hab' die Eheringe am Kühlschrank gesehen, gibt es dafür einen speziellen Grund weshalb du sie aufbewahrst?", sie machte eine Pause, legte ihre Finger um die warme Teetasse, "Vielleicht, weil du noch ... Gefühle für sie hast?", ihre Augen versuchten die Reaktion zu lesen, nach dem sie ihre Frage gestellt hatte. Sie traute sich nicht ihn nach einem Abendessen zu fragen, solange sie nicht wusste, ob er noch an seiner ehemaligen Frau hing oder nicht.
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BeitragThema: Re: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   Sa Jul 30, 2016 7:58 pm

Für Sekunden hatte Tenzou die Augen geschlossen. Er schwelgte in diesem Moment in dem Gefühl zu glauben, dass alles noch beim alten war. Die Vorstellung, wie er nach einem harten Arbeitstag nach Hause kam, sich auf die Couch legte und wusste das dort seine Ehefrau war, die mit skeptischer Mimik sich darüber beschwerte, dass er viel zu lange im Büro saß. Von weiten hörte er wie Mayura die Schränke in der Küche aufmachte, sagte aber kein Wort dazu. Durchaus wäre er in der Lage gewesen ihr zurufen zu können, wo sie alles fand, aber er genoss den Klang der Geräusche in seinen Ohren. Erst als sie die Küche wieder verließ und ihre Schritte sich näherten, öffnete er seine Augen wieder. Er drehte seinen Kopf und beobachtete, wie Mayura ihm den Tee hinstellte. Als er sah, dass sie ebenso ihren Tee auf dem Couchtisch abstellte, richtete er sich gemächlich auf. Vorsichtig schob er seine Füße von der Sitzfläche und machte der Weißhaarigen somit Platz. Er griff nach einem Löffel und fing an gemächlich durch die Tasse zu rühren.
„Danke für den Tee“, brummte er leise und beobachtete kurz die Flüssigkeit, die sich wie einen Strudel um den Löffel schmiegte. Die Vorstellung eines normalen Alltag und der Hoffnung das Mayura wieder zu ihrem Leben gehörte, war sofort verschwunden. Zurück blieb nur das nüchterne Gefühl, dass er sie für immer vermissen würde.
Schlussendlich war es Mayura, die die Stille unterbrach, sodass Tenzou langsam in ihre Richtung blickte.
„Hm?“, brummte er auf als die Weißhaarige ihn beim Namen nannte. Offensichtlich wollte sie ihm etwas sagen oder vielleicht sogar fragen. Noch immer hielt er das Juin-Auge geschlossen und musterte sie von der Seite. Als sie nachfragte, ob sie etwas fragen durfte, war seine erste Intuition zu fragen, ob sie trotzdem fragte, wenn er ‚nein‘ sagen würde. Statt seiner typisch sarkastischen Worte schwieg er jedoch und nickte. In der Position als Kage und vor allem als Vater hatte er gelernt, dass so etwas nicht sehr nett war und durchaus verletzend sein konnte. Bei ihrer Frage nach den Eheringen pressten sich seine Lippen zusammen. Er rührte durch den Tee und wandte seinen Blick ab. Etwas Schmerzhaftes war in seinen Gesichtszügen zu sehen. Wie sollte er darauf antworten? Dann spannte sich leicht sein Kiefer an so als zermahlte er die aufsteigenden Worte, die auf seiner Zunge lagen. Er wollte die Wahrheit sagen. Aber sie blieb ihm auf halben Wege im Mund stecken als er wieder in die Gesichtszüge von Mayura sah. Sie wirkte ernst und aufmerksam, fast so als beobachtete sie ihn.
„Ja“, war die Antwort auf ihre letzte Frage. Seine Worte klangen merkwürdig monoton. „Sie… .“ Er stockte.
„Sie hat mich inzwischen vermutlich schon vergessen… aber ich habe es nicht… .“ Tenzous Augen blieben auf Mayura hängen, so als wollte er ihr etwas sagen damit. War dort die stumme Hoffnung, dass sie erkannte, wen er damit meinte?
„Seitdem Moment als ich sie kennenlernte war sie ein Teil von mir und obwohl sie verblasst, wird sie immer ein Platz in meinem Herzen haben.“ Tenzou hätte Mayura gerne angelogen und ihr gesagt, dass er nichts mehr empfand für seine „Ehefrau“, aber irgendwie kam ihm das falsch vor. Mayura war alles für ihn gewesen.
Stille erfüllte den Raum und seine Augen lösten sich langsam von ihrem Gesicht. Er zog aus seiner Jogginghose seine Zigaretten hervor und holte sich eine heraus.
„Ich würde mir wünschen, dass sie sehen könnte, wie unsere Kinder aufwachsen. Wie sie laufen, sprechen und die Wand versauen.“ Er nickte beim letzten Wort Richtung Wand an dem sich eine der Mädchen vergriffen hatte. Dann schob er sich seine Zigarette in den Mundwinkel. „Aber… ich habe längst erkannt, dass es weiter geht und das es der Vergangenheit angehört daran festzuhalten was alles hätte sein können. Wir alle entwickeln uns weiter. Du mit Hisame… ich mit… .“ Tenzou dachte nach. Mit was entwickelte er sich weiter? Abgesehen von dem Hokage Posten war er familiär noch immer Single. Er kratzte sich ratlos am Kopf und wirkte kurz etwas grimmiger.
„Ich bin einfach nur… .“ Den Satz wollte er nicht zu Ende bringen. Statt direkt ans Fenster zu gehen, wie er es normalerweise tat, griff er nach dem Feuerzeug.
„… Irgendwie… alleine“, flüsterte er fast so leise, dass man es nicht hören konnte. Seine Worte waren nicht bewusst gewählt. Es war einfach ein plötzlicher Ausdruck seines inneren. Ein plötzlicher Gedanke der ihm raus rutschte. Diese zwei Worte verursachten ein plötzlich merkwürdiges Gefühl in ihm. Ausgesprochen klang es greifbarer. Tenzou blickte beiseite, weg von Mayura. Ihr Anblick hätte nur weitere Gefühle in ihm aufstauen lassen. Er schüttelte sie ab und ließ das Zippo aufklappen.
„Reden wir nicht drüber“, brummte er und steckte sich die Zigarette an. „Erzähl lieber etwas von diesem Hisame. Empfindest du etwas für ihn… das du dich noch nicht von ihm getrennt hast? Ich meine… irgendetwas muss ja an ihm sein? Ist er gut im Bett oder einfach nett?“ Tenzou war eigentlich wieder klischeehaft Tenzou. Es war eigentlich wirklich typisch für ihn, dass für ihn die „Bett“-Frage ganz weit oben stand. Aber generell hatte er sich viel zu oft das Bild ausgemalt, wie Mayura mit einem anderen im Bett war. Dieses Bild hatte sich so sehr in seinen Kopf gebrannt, dass er so gut wie gar nicht mehr an Sex denken wollte. Nicht Mal für sich alleine. Die Frage klang grob und irgendwie in seiner typisch offenen

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BeitragThema: Re: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   Mi Aug 03, 2016 9:59 pm

Mayura beobachtete ihn dabei, wie er reagierte, als sie ihn auf die Eheringe ansprach. Sie bemerkte, wie sich seine Gesichtszüge anspannten. Das konnte nichts Gutes bedeuten. Nein ... Das konnte nur irgendwas sehr Negatives bedeuten. Im besten Falle ist er über ihren Verlust einfach noch nicht hinweg, im besten Falle. Und ja, seine Antwort machte das Ganze nicht besser. Er erklärte, das seine Ehefrau immer einen Platz in seinem Herzen haben würde und das alles in so einem bitteren Tonfall, das Mayura sich sicher war, das Tenzou noch lange nicht über den Verlust hinweg war. Noch sehr lange nicht. Ihre Augen musterten den grossen Mann eingehend und schweigend. Sie wollte etwas sagen, wusste aber beim besten Willen nicht was. Sie hatte gehofft, er würde sagen, dass er über sie hinweg war, aber womöglich war das einfach zu viel verlangt. Er musste sie eben sehr geliebt haben.
Er sprach weiter, sprach die gemeinsamen Kinder an und holte dabei die seine Zigaretten raus. Diese ekligen Dinger, sie hasste es, wenn er rauchte, doch sie war so höflich und sagte nichts, immerhin war es seine Wohnung. Sie konnte es zwar nicht gutheissen, aber mit Sicherheit ging es Tenzou nicht besonders gut, da war eine Zigarette wohl genau das, was er benötigte.
Inzwischen hatte Mayura ihre Idee aufgegeben, ihn nach einem Date zu fragen. Erst recht, als er Hisame wieder mit ins Gespräch miteinbezog. Den gab es ja auch noch. Sie war noch immer mit ihm zusammen, aber eine wirkliche Beziehung konnte man das inzwischen nicht mehr nennen. Sie glaubte nicht, das Hisame noch grosses Interesse an ihr hatte und sie dachte schon seid einigen Wochen darüber nach, mit ihm schluss zu machen, was sie jedoch bisher Tenzou verschwieg.
Und prompt fragte er nach Hisame. Davor, in der kurzen Phase der Stille hatte Mayura jedoch bemerkt, dass es Tenzou nicht besonders gut ging, nicht nur körperliche betrachtet. Er war wohl alleine. Er hatte die Worte nur sehr leise ausgesprochen, aber Mayura hatte sie gehört. Für einen Moment hatte sie innegehalten und gerade als sie etwas dazu hatte sagen wollen, ergriff er das Wort. Er fragte nach Hisame und war diesbezüglich sogar ziemlich direkt. Mayura blinzelte etwas überrascht und sah auf ihren Tee. Mit dieser Frage war sie tatsächlich im ersten Moment etwas überfordert, vor allem aber, weil sie gerade eben noch daran dachte, Hisame bald in den Wind zu schiessen.
"Ehm ...", sagte sie dann und umfasste die Teetasse noch etwas fester mit ihren Händen. Ihre Augen waren nach wie vor auf die Flüssigkeit darin gerichtet, "ich weiss nicht. Vermutlich wollte ich ihm nur noch eine Chance einräumen ... Oder zwei. Aber ich glaube, dass aus Hisame und mir nicht mehr viel wird. Er distanziert sich immer weiter von mir und ich mich auch von ihm.", und ausserdem wollte sie noch hinzufügen, dass sie eigentlich ganz gerne mit Tenzou aus gehen würde, etwas Essen, aber sie brachte es nicht über die Lippen, traute sich nicht, danach zu fragen. Nicht nach dieser Antwort die er ihr eben gegeben hatte.

Sie seufzte innerlich leicht und sah dann wieder zu Tenzou, es war Zeit das Thema zu wechseln. "Tut mir leid wenn ich mit meiner Frage zu weit gegangen bin.", sagte sie dann ehrlich, "Ich denke, wir schieben das Thema jetzt auch besser beiseite, oder? Vielleicht sollten wir nun dazu übergehen weshalb ich hier bin? Mir wurde in dem Schreiben mitgeteilt, dass du verletzt wärst. Was ist den passiert? Magst du mir zeigen, wo die Verletzung ist?", sie hoffte inständig, dass sie ihn mit ihrer Frage nicht irgendwie verletzt hatte. Möglich wäre es ja, immerhin schien er mit dieser Sache noch nicht abgeschlossen zu haben und würde es vermutlich so bald auch nicht.
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BeitragThema: Re: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   Do Aug 04, 2016 7:17 pm

Die Reaktion von Mayura auf seine Frage war für Tenzou wie ein Schlag ins Gesicht, der ihn in diesem Moment wachrüttelte. Früher hatte er Probleme gehabt zu erkennen ob ihr etwas unangenehm war. Jetzt gerade sprang es ihm mitten ins Gesicht. Er hätte sie am liebsten in eine Umarmung gezogen um ihr zu sagen das es nicht so gemeint war. Es war vollkommen rücksichtslos gewesen! Tenzou blickte die Weißhaarige weiterhin an und wusste nicht warum es ihn etwas ärgerte das er nicht erfuhr, wie der Typ im Bett war. Er verdrängte diese aufsteigenden, Eifersuchtsgedanken und bewegte kurz seine Hand. Nicht viel aber eigentlich wollte er sie auf ihren Arm legen um ihr das Gefühl zu geben er würde ihr helfen. Dennoch tat er es nicht. So als glaubte er das was schief lief wenn er sie berührte. Irgendwie stimmte es ihn zufrieden, dass sie mit Hisame Schluss machen wollte, aber irgendwie auch nicht. Sie würde wieder Single sein und er konnte einfach nicht ihr Herz gewinnen. Er wusste nicht warum es diesmal so schwer war. Lag es daran das er sich verändert hatte? Oder das Mayura nicht das mit ihm erlebte was sie verband? Tenzou wusste es nicht und hätte gerne in den Kopf von ihr geguckt. Er liebte diese Frau derartig das er sogar alles für sie aufgeben würde, abgesehen von den Kindern, aber grundsätzlich würde er sich sogar charakterlich verändern nur um ihr gefallen zu können. Er wusste das er früher so etwas nie getan hatte aber Mayuras Abwesenheit war für ihn schrecklich quälend.
„Das mit Hisame tut mir Leid. Vielleicht ist er einfach nicht der richtige“, erklärte er mit plötzlich ruhiger Stimme. Er hatte kein Recht Mayura derart zu behandeln nur weil er selbst unglücklich war. Schlussendlich legte sich seine große Hand auf den zarten Arm von Mayura. Ihre Haut fühlte sich weich an. Die Gestik sollte ihr zeigen, dass er mit ihr empfand und es fiel ihm verdammt schwer seine Hand wieder zurück zu ziehen. Nachdem seine Finger etwas unbeholfen aber beruhigend ihren Arm tätschelten, zog er sie wieder zurück. Er griff zurück nach seinem Feuerzeug, setzte an sie sich endlich anzuzünden, sah dann aber rüber zu Mayura. Sehr wohl erinnerte er sich oft daran wie die Frau ihm sagte er solle nicht wegen den Kindern in der Wohnung rauchen. Schlussendlich stand er auf, langsamer und weniger hektisch, ging er Richtung Fenster und öffnete dieses. Sein Blick glitt nach draußen über die Dächer von Konohagakure. Derweilen entschuldigte sich Mayura für die Frage. Er schüttelte den Kopf, steckte sich seine Zigarette an und rieb sich langsam über die Seite hinweg als sie seine Verletzung ansprach.
„Deine Frage war in Ordnung… denke ich. Du bist die einzige die daraufhin eine Antwort bekommt die ehrlich ist“, erklärte er und nahm einen kräftigen Zug von der Zigarette. Dabei spürte er wieder den scharfen Schmerz in seiner Rippe und verharrte kurz. Er erinnerte sich wieder an Mai, die ihn derartig zu setzte. Er sah nach draußen sodass Mayura nur seinen Rücken anblicken konnte. Auf diesem sah man an der Schulter die eher schlecht verheilte Narbe des Pfeildurchschuss, der ihn damals getroffen hatte als er Mayura das letzte Mal sah. Er hustete leise bei dem Schmerz in der Brust und rieb sich über die dunkle verfärbte Stelle seiner Rippenseite. Mais Abdruck ihres arme konnte man deutlich anhand der leichten blauen Streifen erkennen, die sich wie eine Umarmung um seinen Körper schmiegen wollten. Sie hatte wirklich ordentlich zugedrückt. Ein wenig so als hätte sie ihn erdrücken wollen.
„Eigentlich muss ich mich entschuldigen… ich bin nicht gerade ungehalten wenn es um persönliche Fragen geht… es ist nur“, gestand er dann und wollte erklären das er eifersüchtig war aber er verstummte. Seine Augen starrten umher.
„Ich denke es ist normal sich von jemand zu distanzieren, wenn die Zuneigung die man eigentlich erwartet nicht erwidert wird. Das enttäuscht einen… aber generell bin ich der Meinung, dass er dich nicht verdient hat“, knurrte er und man konnte deutlich an seiner Stimme hören, dass er unzufrieden – nein sogar extrem wütend darüber war, wie Mayura behandelt wurde. Natürlich war ihn dieser Mann ein Dorn im Auge gewesen schon von Anfang an, aber er sollte wenn er schon seine Frau klaute, sie gefälligst besser behandeln! Tenzou erinnerte sich das er sich auch distanzierte nachdem er von Mayura nicht erwarten konnte eine Beziehung mit ihm einzugehen. Sie hatte jemand anderes gefunden. Auch wenn diese Erfahrung die bisweilen schmerzhafteste war, die er jemals hatte. Er erinnerte sich sehr gut an das Gefühl, wie sein Herz zerquetscht wurde und er das Gefühl nicht loswurde, dass er nie wieder eine Frau derartig nah an sich heran lassen wollte. Die Distanz zu Mayura hatte bewirkt das es mit der Zeit erträglich wurde. Inzwischen glaubte er nicht mehr daran das sie zusammen kamen. Allein sich dort wieder Hoffnungen zu machen, fühlte sich merkwürdig an. Vielleicht konnte er einfach der Freund sein den sie brauchte? Vielleicht.
Er zog noch einmal an der Zigarette und lauschte der Stimme von Mayura die etwas übers Thema wechseln sagte. Wieder sah er nach draußen.
„Ja natürlich. Ich will dich auch nicht groß aufhalten“, brummte er und drehte sich kurz zu ihr um, während er mit einer Hand die Zigarette aus dem Fenster hielt.
„Ich erweitere derzeit mein Taijutsu Bereich“, fing er dann zu erklären an. „Der erste Trainingskampf ging wohl nach hinten los… durch… falsch definierte… Voraussetzungen“, erklärte er und wurde gegen Ende etwas leiser. Er räusperte sich, verzog das Gesicht freudlos und überlegte dann. „Ich habe nur ein paar blaue Flecken, nichts das beunruhigt“, fügte er dann vorsichtig hinzu. Er war sich nicht sicher was ihm fehlte. Das Knacken in seiner Brust hatte ihn beunruhigt. „Du kannst gerne aber noch hier bleiben… auch wenn ich dich nicht aufhalten will. Du siehst ziemlich müde aus.“ Tenzou wusste nicht warum er das sagte aber es war ihm vorhin schon aufgefallen das sie in fahlen Licht sehr müde wirkte. Sie hatte immerhin auch schon einen ganzen Arbeitstag hinter sich und musste sich nun auch noch um ihn kümmern.

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BeitragThema: Re: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   So Aug 07, 2016 3:23 pm

Mayura war froh, das er schlussendlich doch aufstand, das Fenster öffnete und seine Zigarette dort rauchte. Sie mochte diesen Gestank nicht und konnte nicht nachvollziehen, wie man seinem Körper dieses eklige Zeug antun konnte, aber sie verurteilte niemaden. Es war nun Mal ein Suchtmittel und wer damit angefangen hatte, der war im Grunde ein armes Geschöpf. Sie würde mit Sicherheit auch nicht davon wegkommen, hätte sie aus unerfindlichen Gründen damit begonnen. Das musste im Endeffekt jeder für sich entscheiden. Dankbar war sie Tenzou dennoch das er nicht direkt neben ihr begann zu rauchen.
Tenzou erklärte, das ihre Frage nicht unangebracht war und er erklärte auch, das sie die Einzige war, die die Frage in diesem Umfang beantwortet bekommen hatte. Das erstaunte die Weisshaarige dann doch etwas, immerhin hatte er sich ziemlich von ihr entfernt, sie hatte eigentlich gedacht, er würde nicht mehr allzu viel von ihr halten. Sie blinzelte also leicht überrascht und legte den Kopf leicht schief, antwortete jedoch nichts darauf, sondern lächelte dann nur leicht. Es war zumindest schön zu hören, das er sie noch nicht ganz abgeschrieben hatte als Freundin.

Das Thema ging weiter und Tenzou kam erneut auf Hisame zu sprechen und das er sie nicht verdient hatte. Das war eine Aussage, die Mayura nicht so richtig unterstützen konnte. Wer entschied, wer wen verdient hatte? Mayura wusste das Hisame kein schlechter Mensch war, aber womöglich lagen seine Interessen nun einfach anders und er wollte es Mayura nur nicht sagen, weil er Angst hatte, sie zu verletzen? Genau so schätzte die Weisshaarige ihn zumindest ein. Hisame war kein Mensch, der von Grund auf irgendetwas Böses tat, vielmehr war er wahnsinnig charmant und freundlich und fürsorglich. Dennoch muss das keine Garantie sein, das die Beziehung mit solch einem Mann für immer hält ... Oder auch für lange. Irgendwas schien schief gegangen zu sein, Mayura wusste eben nur nicht was.
Sie zuckte also leicht die Schultern. "Keine Ahnung ob er mich vedient hat. Vielleicht habe auch ich ihn nicht verdient? Wir scheinen uns gegenseitig einfach nicht mehr wirklich glücklich zu machen. Er ist womöglich einfach nur zu gutmütig um es mir zu sagen, weil er Angst hat, mich zu verletzen.", erklärte sie dann nachdenklich und lehnte sich nach hinten. Für einen Moment sah sie Hisame vor sich, sein helles und freundliches Lächeln das sie sofort eingenommen hatte. Er sah gut aus, aber anscheinend sollte es zwischen ihnen einfach nicht klappen.
Und dann erklärte Tenzou was passiert war. Er wollte also nur seinen Taijutsubereich vergrössern? Anscheinend hat er sich dabei wohl zusammenschlagen lassen. Mayura kam nicht umhin etwas zu lächeln und schüttelte dabei leicht den Kopf. "Warst wohl etwas zu übermütig, hm? Lass mich die blauen Flecken trotzdem ansehen, dann hab' ich zumindest mein Gewissen beruhigt dass es dir wirklich mehr oder weniger gut geht. Und ja, ich bin etwas müde, war ein anstrengender Tag heute im Krankenhaus und übermorgen gehts wieder auf eine etwas längere Mission. Morgen habe ich deswegen glücklicherweise frei. Ist auch nötig, hab noch so das ein oder andere zu erledigen, bevor ich übermorgen für ein paar Tage weg bleibe.", sie hielt kurz inne und rollte mit den Augen, "aber wem erzähle ich das? Du bist ja der Hokage, du weisst ja sicher, das ich morgen auf Mission gehe! Vermutlich hast du mich da sogar eingeteilt.", tatsächlich war sie sich aber nicht sicher, ob der Hokage selbst alle Missionen den Shinobis selbst zuteilte oder ob er da einige Gehilfen dafür hatte. Irgendwie konnte sie sich aber nicht vorstellen, dass das ein einzelner Mann alles tun kann, das wäre ja Arbeit für einen ganzen Tag und noch viel mehr.
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BeitragThema: Re: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   Mo Aug 08, 2016 8:25 pm

Ein leichter Wind streifte das Gesicht von Tenzou, während in seinem Mundwinkel seine Zigarette glühte und sich langsam dem Ende neigte. Er ließ seine Augen über die Dächer von Konohagakure gleiten und lauschte dabei den Worten von Mayura, die über Hisame zu sprechen anfing. Sie erwähnte, dass es auch sein könnte das sie Hisame nicht verdiente und das dieser zu nett war mit ihr Schluss zu machen, um sie nicht zu verletzten. Tenzou schloss kurz bedächtig seine Augen, schluckte die aufsteigenden Worte herunter und wandte sich dann mit einer neutralen Mimik wieder herum. Seine Augen musterten Mayura kurz abschätzend.
„Findest du es besser, dass er einfach nichts sagt?“, hinterfragte er dann ihre verteidigenden Worte zu Hisame. „Es geht mich nichts an, aber du solltest mit ihm reden“, brummte er dann schlussendlich und lehnte sich mit seinem Gesäß rückwärts an das Fenster heran. Zugegeben – Tenzou wusste das er nicht besser war. Er hatte sich damals nicht mehr bei Mayura gemeldet und war von der Bildfläche regelrecht verschwunden gewesen. Aber es gab kein Wort auf dieser Welt, dass er hätte Mayura sagen können um diese Situation zu erklären. Nichts von all dem hätte sie nur ansatzweise verstanden.
Tenzou wirkte für Sekunden grimmiger über das Thema, dass einfach nicht zum Ende kam. Tatsache war, dass er nicht wusste, wie er mit Mayura umgehen sollte. Über diese Erkenntnis drückte er seine Zigarette auf dem Fenstersims aus und schnipste sie nach draußen, wo sie vermutlich irgendwo landen würde.
Gleich danach verschränkte er langsam seine Are vor der Brust, darauf bedacht nicht zu hektische Bewegungen zu machen. Seine Rippen schmerzten noch immer schrecklich. Er hatte zudem gehofft, dass Mayura nicht mehr nachfragen würde und vergaß, dass sie eigentlich nicht wegen eines netten Gesprächs hier war. Generell konnte sich Tenzou nicht selbst eine Verletzung eingestehen oder gar Schwäche.
„Am besten entscheidest du die Sache mit Hisame selbst. Vielleicht … wird wieder etwas aus Euch. Ich bin in der Beziehung nicht sehr hilfreich. Miaka kann Dir als Frau bessere Ratschläge sicher geben“, brummelte er weiter und rieb sich dabei über die Stoppeln an seinem Kinn. Wenn es nach ihm ginge, würde Tenzou immer sagen das Mayura sich trennen sollte. Allerdings hatte er aufgehört sich in dem Leben der weißhaarigen einmischen zu wollen. Er wollte ihr nicht mehr im Weg stehen, wenn es darum ging ihr Glück zu finden. Es wäre nicht gerecht gewesen sie zu manipulieren, nur weil er sich an all die schönen Momente erinnerte, die sie nicht mehr kannte.
Kurzweilige wirkte Tenzou nicht anwesend und sein eines Auge wanderte ziellos über den Boden hinweg. Erst als Mayura wieder etwas sagte, blickte er auf in ihre Richtung. Seine Augenbrauen waren leicht nach unten gezogen, was seinem Gesicht einen etwas bösen Touche gab, den er jedoch nicht bewusst ihr aufsetzte, sondern nur wenn er besonders nachdenklich war. Als sie fragte, ob er wieder zu übermütig gewesen wäre, schnaubte Tenzou leise.
„Es lag nicht an mir, sondern an der Trainingspartnerin…“, erwiderte er aus der Verärgerung heraus, verstummte aber und atmete durch. Mayura hatte keine schlechte Laune derzeit verdient. Er schenkte ihr ein leicht gezwungenes Lächeln. Ein Lächeln das er selten zeigte und das ihn irgendwie eine typisch grimmige Freundlichkeit eigen ließ.
„Ich glaube sie hatte vor mich zwischen ihren Brüsten zu ersticken. Aber… wer weiß das das schon“, witzelte er dann und nährte sich wieder der Couch. Er setzte sich zurück auf seinen Platz und ließ einen gewissen Abstand zwischen zu Mayura. Eigentlich hätte er sich dicht neben sie setzen wollen, aber er wusste das es ihn unnötig aus dem Konzept brachte. Nein, jetzt gerade würde es ihm sogar überfordern. Sie waren bei ihm zu Hause. Er hatte Monate lang keine attraktive Frau in seiner Nähe gehabt und er wusste nicht, wie er in Mayuras nähe wirklich reagieren würde. Im Krankenhaus war ihm das recht egal gewesen. Aber hier herrschte eine gewisse ruhige Stimmung. Keiner der störte. Tenzou umschloss mit beiden Händen seinen Tee, hatte er doch kurz Mal in Richtung Mayura geschielt um sie von der Seite zu mustern. Sie sah noch immer gut aus. Das war das schreckliche an Tenzous Sucht nach ihr. Wäre sie hässlicher geworden, dicker oder nicht mehr anziehend, so hätte er mit Sicherheit es nicht so schwer gehabt sie hinter sich zu lassen. Aber Mayura war nach wie vor, verdammt attraktiv. Er spürte das in ihm eine gewisse Nervosität aufstieg. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals. Was war nur los mit ihm? Er fühlte sich so als wäre er heimlich verliebt. Es war ihm wirklich unangenehm, dass er bei seinen Gedanken direkt nervös wurde. Unruhig rieb er sich über den Oberschenkel, dann über die aufgeschürfte Wange und schlussendlich stellte er den Tee wieder auf den Tisch.
Um seine Nervosität beiseite zu schieben, lehnte er sich leicht in die andere Richtung um Mayura nicht zu nahe zu kommen.
„Als Hokage weiß ich es tatsächlich, wer auf welche Mission geht. Ich teile meistens die Mission ein und schaue welche Profile zusammenpassen. Es kann sein das ich dich eingeteilt habe“, erklärte er und wirkte dabei leicht gleichgültig. Als wäre es ein Thema dem man keine besondere Aufmerksamkeit schenken musste. Tenzou wusste genau wann Mayura eine Mission hatte. Das wusste er immer. Wenn er ihren Namen irgendwo las, brannte es sich in sein Gedächtnis. Obwohl er normalerweise private Gefühle außen vor ließ, hatte er immer geschaut Mayura Missionen zuzuteilen bei dem das Gefahrenpotenzial nicht bei „Selbstmord Mission“ stand. Er ließ sich so gut wie immer darüber informieren ob sie heil wieder zu Hause ankam. Tenzou wurde nur erneut bewusst, dass er damit aufhören musste. Mayura war nicht mehr seine Frau, sie gehörte nicht mehr direkt zu seinem Leben hinzu und er würde sie nicht mehr beschützen können so wie früher.
„Pass auf der Mission auf dich auf… wir beide wissen, wie tollpatschig du manchmal bist“, sagte er schlussendlich etwas grimmig und stützte sein Kinn auf seine Faust. Seine Augen glitten auf das gezeichnete Bild seiner Tochter und musterten es kurz interessiert. Er wollte verbergen, dass er sich wirklich Sorgen machte.
„Du kannst ja nach deiner Mission nochmal vorbei schauen und kontrollieren ob ich noch Lebe. Dann brauchst du Dir jetzt nicht die Mühe zu machen“, schlug er dann leicht skeptisch vor und musterte ihre Gesichtszüge kurz. Sie sah wirklich unausgeschlafen aus. Er hätte es nicht gewollt, wenn sie wegen ihm einfach umkippte.

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BeitragThema: Re: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   Di Aug 16, 2016 7:21 pm

Mayura zuckte bloss mit den Schultern, als Tenzou meinte, dass sie vielleicht mit Hisame sprechen sollte. Womöglich hatte er recht, aber im Augenblick wollte sie das nicht. Vielleicht etwas später, wenn sie die richtigen Worte dafür gefunden hatte, doch derzeit wusste sie noch nicht einmal, ob sie richtig liegt mit ihrer Vermutung. Tatsächlich glaubte Mayura aber aber auch nicht, dass das mit ihr und Hisame noch lange halten würde. Sie vermutet, dass er sich von ihr schon bald trennen wird. Es war nicht so, dass sie es wusste, vielmehr war es eine schwache und kaum wahrnehmbare Ahnung. Einige andere würden es womöglich weibliche Intuition nennen.
Sie sass einfach nur schweigend da, den tatsächlich wusste sie auch nicht so richtig, was sie dazu sagen sollte. Wieso hatte sie es Tenzou eigentlich überhaupt gesagt? Sie wusste immerhin, das er in solchen Dingen noch nie besonders gut war, er hatte andere Stärken, aber irgendwie hatte sie gehofft, dass er sich darüber freuen würde, wenn sie ihm das erzählte. Aber irgendwie wirkte es nicht so, als ob er auch nur etwas erleichtert wäre, zu hören, das Hisame ihr nicht mehr viel bedeutet. Sie wusste auch, wieso sie so dachte, wollte es nur nicht so richtig wahrhaben, immerhin hatte sie vorhin rausgefunden, das Tenzou wohl noch nicht offen für eine neue Beziehung war und solange sie noch mit Hisame zusammen war, konnte da sowieso nichts laufen. Eine seltsame Situation in der sie steckte, womöglich war es also ein Glücksfall, das Tenzou noch nicht bereit für eine neue Beziehung war?

Sie liessen das Thema Hisame also mehr oder weniger fallen und sprachen über den Trainingspartner Tenzous. Oder eher gesagt, die Trainingspartnerin. Er erwähnte auch, dass diese ihn wohl zwischen ihren Brüste hatte ersticken wollen. "Eh, okay?", sagte Mayura dann nun doch etwas überrascht über diese Tatsache und hob die Augenbrauen, "Sie kämpft mit ... ihren Brüsten? Oder wolltest du damit andeuten das ihr auf dem Trainingsplatz ...", sie wollte den Gedanken lieber nicht weiterdenken. Das wäre zu seltsam, sich vorzustellen, was sie da eben halbwegs angedeutet hatte.
Er erwähnte auch, dass sie auf ihrer baldigen Mission aufpassen sollte und das sie ja danach noch einmal nach ihm sehen könnte.
"Nach der Mission? Fühlst du dich den nicht so schlimm wie es in dem Schreiben stand? Denn wen doch, könnte es nach der Mission bereits zu spät sein.", erklärte sie dann etwas mit Nachdruck in der Stimme. Ja, auch wenn Mayura meistens lieb und nett war, konnte auch sie ab und an etwas aufdrehen und ihren Standpunkt klar vertreten, vor allem dann, wenn es um ihr Fachgebiet ging, Iryounin. Sie wusste, Tenzou hatte diese Art an sich, alles spielendleicht auf die Schulter zu nehmen, ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein. Und manchmal fragte sie sich, ob ihm diese Eigenschaft nicht etwas im Weg stand, auch als Hokage. Es war nichts das nur negativ war, konnte ihm aber durchaus Probleme bereiten, da war sich Mayura sicher. Etwas zweifelnd blickte sie ihn also an, war sich unsicher, ob sie nun einfach darauf beharren sollte, ihn zu untersuchen oder doch gehen sollte. Den tatsächlich war sie müde und etwas Ruhe vor der Mission würde ihr gut tun, das stand ausser Frage.
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BeitragThema: Re: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   Mi Aug 17, 2016 7:27 pm

Für Tenzou war es nicht besonders einfach sein typisches Pokerface aufgesetzt zu lassen und sich nicht ansehen zu lassen, wie sehr es ihn immer wieder nahe ging, dass er nicht richtig auf Mayura eingehen konnte. Wenn es nach ihm ginge, hätte er sofort bestätigt, dass sie den Mann in den Wind schießen musste und das sie beide zusammen gehörten. Typisch für seine Art, konnte er der Frau ihm gegenüber auch nicht ansehen, welche Gedanken sie wirklich hegte. Er erkannte Müdigkeit, Verwirrung und Sorge, aber der Rest wurde ausgeblendet. Hauptsächlich auch aus Selbstschutz heraus. Es hatte extrem lange gedauert bis sein Herz sich von diesem großen Verlust erholt hatte. Noch heute waren die Krater tief, zerbrechlich und kaum richtig verheilt. Er hatte regelrecht Angst davor, dass Mayura ihn ihr ganzes Leben nur als Freund ansah. Auch wenn sein Geist anfing sich damit abzufinden, um wenigstens so noch den Kontakt zu ihr zu haben. Tenzou verdrängte all die negativen Gedanken wieder, miemte den geduldigen Zuhörer und gab ihr ihr einen typisch männlichen Tenzou-Rat. Sie musste mit Hisame reden oder wahlweise mit ihrer Schwester, die war immerhin ebenso eine Frau. Frauen verstanden sich untereinander sehr viel besser. Er selbst konnte nicht all diese Ratschläge geben, die man bei Beziehungen gab. Nicht weil er es nicht wusste, sondern weil er es vom Gefühl her nicht konnte. Es schmerzte in der Seele zu sagen, es würde schon alles wieder werden. Deswegen wirkte er auch ziemlich erleichtert als sie nicht mehr von ihrem Freund sprachen. Hätte er eine Sekunde länger so tun müssen als würde er Mayura die Hoffnung geben wollen, dass das mit Hisame wieder wurde, wäre er womöglich aus dem Fenster gesprungen oder hätte ihr sehr unfreundlich gesagt, dass sie sich trennen musste, weil sie einen Ehemann hatte der verdammt sehnsüchtig auf sie wartete und sie 100 Mal besser behandeln würde. Seine Gedanken erstarben. Wieder die Frage.
Habe ich sie besser behandelt?
Er dachte an all die Abenden, die er alleine gelassen hatte mit den Kindern.
An all die Momente, wo im Büro eingeschlafen war.
Und dann an den Moment, wo er sie dazu zwang, zu gehen.
Er hatte durch seine Art derartigen Schaden angerichtet, dass man dafür Sorge getragen hatte, dass sie sich nicht mehr an ihn erinnerte, weil es sie womöglich komplett zerstört hätte. Dieses wunderbare Wesen, dass er liebte, war durch ihn zu schaden gekommen.
Zumindest in seinen Augen. Vielleicht ging er auch etwas zu sehr ins Gericht mit sich selbst? Aber Tatsache war, dass er seine Chance vertan hatte. All das musste erst passieren, damit er mitbekam, dass neben seiner Arbeit auch seine Familie exestierte. Seither gab er sich die größte Mühe ihre Kinder nicht untergehen zu lassen.

Tenzou saß also auf der Couch. Ein kleiner Abstand klaffte zwischen den einstigen Eheleuten. Eine tiefe Spalte, die Ähnlichkeiten mit seinem Herzen hatte. Er witzelte etwas über die Brüste der Trainingspartnerin, die ihn halb zerquetschten. Einfach um auf ein paar andere Gedanken zu kommen. Allerdings war sein Witz wohl nicht besonders gut, denn Mayura wirkte extrem irritiert. Sie fragte nach den Brüsten und gleich daraufhin schien sie zu glauben das er auf dem Trainingsplatz… . Tenzou sah fragend drein, teilweise aber auch etwas entsetzt.
„Sie ist absolut nicht mein Typ“, sagte er rasch und etwas selbst irritiert von ihrem Gedanken. Es war ihm fast etwas unangenehm, dass Mayura wirklich glaubte er würde mit Mai auf dem Trainingsplatz… . Als Mayura immer noch merkwürdig drein sah, hatte er irgendwie das Bedürfnis sich noch mehr rechtfertigen zu müssen.
„Ich würde sowas nicht machen… zumindest nicht mit ihr. Nur mit der richtigen Person.“ Für Sekunden schwebte er in dem Gefühl das Mayura – die Ehefrau Mayura – vor ihm saß und zwinkerte ihr leicht zu. Was irgendwie nur bewirkte das sie vermutlich noch verwirrter war. Tenzou entschloss sich das er das Thema besser nicht vertiefen sollte, bevor er am Ende als Perversling vor ihr da stand. Er räusperte sich leise, wodurch man mitbekam, dass es ihm doch etwas unangenehm war.
Er lenkte deswegen auf ihre Müdigkeit um. Er erklärte, dass sie nach der Mission einfach vorbeischauen konnte, um sich zu vergewissern das er noch lebte. Vielleicht etwas zu voreilig gesprochen. Mayura blickte ihn zweifelnd an und erwähnte mit Nachdruck, fragend ob er sich nicht so schlimm, wie im Schreiben fühlte. Ihre Stimmenlage und der Gesichtsausdruck kam ihm bekannt vor. Nur erneut schoben sich Erinnerungen in sein Gedächtnis und er blickte schweigend in die Richtung der Weißhaarigen. Sein Körper wandte sich ihr leicht entgegen, sodass er sie mit dem einen sehenden Auge besser anblicken konnte. Irgendetwas an der Situation kam ihm bekannt vor. Irgendetwas an der Stimmenlage erinnerte ihn an etwas.
Das Bild ihres letzten Sehens schob sich in seinen Kopf. Ihre Stimme, wie sie fragte, ob es ihm gut ging. Ihr zweifelnder Gesichtsausdruck. Der Kampf der auch ihr schwer zu schaffen machte. Seine Augen glitten hinab, blieben auf der Stelle hängen, wo sie ebenso verletzt gewesen war. Dann sah er wieder hoch zu ihr. Es war seine unbedachte Art gewesen, die sie beide in diese Situation brachte. Mayura hatte alles vergessen und er war alleine. Vielleicht hätte er mehr Vertrauen in Mayura haben müssen und sie hätten gemeinsam den Feind niederringen können? Hieß Ehe nicht, gemeinsam stark sein und nicht nur einer? Mayura war stark, dass wusste er, aber ihn verfolgte ein ständiger Drang sie beschützen zu müssen. Vielleicht aus Angst, sie zu verlieren. Was paradoxerweise zu dem Verlust geführt hatte.
Er rutschte ein Stück näher. Die klaffende Leere zwischen ihn füllte sich dadurch etwas mehr. Dann rutschte er noch ein Stück zu ihr, was fast so wirkte als würde er Angst davor haben näher zu rutschen. Sein Gesicht zeigte einen merkwürdigen Touche von Sanftmut. Etwa so als würde ein Grizzlybär einen Hasen anlächeln wollen, damit dieser keine Angst vor ihm hatte. Dann griff er langsam nach ihrer rechten Hand, umschloss sie fest und legte sie dann auf seine Rippenseite. An der Seite, wo er vorhin ein Knacken gespürt hatte und ein Geräusch vernahm.
Kurz streiften seine Finger über den Handrücken von Mayura und dann blickte er ihr wieder entgegen.
„Ehrlich gesagt“, sagte Tenzou leise, wobei er spürte das seine Stimme unter der Hand von Mayura leicht vibrierte in seinem Brustkorb. „Ich habe Schmerzen. Ich wollte einfach nur nett sein… du siehst schrecklich müde aus. War wahrscheinlich ein ziemlich anstrengender Tag, hm?“ Tenzous Augen sahen hinab auf ihre Hand und er fragte sich nur noch einmal, warum er sie verloren hatte.
„Ich weiß ich wirke nicht gerade dankbar. Aber vielleicht kann ich meine Dankbarkeit, wann anders ausdrücken... falls du Mal Hilfe brauchst, sag bescheid. Egal was es ist... - also abgesehen von Frauenproblemen. Ich glaube dadrinnen bin ich nicht sehr gut.“
Woher sein plötzlicher Sinneswandel kam? Nur erneut wurde ihm bewusst, dass er sich ändern musste, um zu verhindern, dass er wieder alles kaputt machte. Nicht nur als Vater, sondern auch als Mensch.

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BeitragThema: Re: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   Mi Nov 29, 2017 9:27 pm

Cf: Krankenhaus
Es waren einige Tage vergangen bis er mit Mayura einen Termin vereinbarte. Inzwischen ging es seinem Knie ein wenig besser. Allerdings hatte er eine Operation hinter sich bei dem sie die Bänder wieder an die richtige Stelle befestigten hatten. Der Eingriff verlief relativ harmlos. Man kündigte ihm nur an, dass er nun auf seine Knie besser aufpassen musste und das am besten niemand mehr in dieses reinspringen sollte. Zu Hause trug er passend dafür eine Schiene, die sein Bein ein wenig stabilisierte. Auch wenn er dadurch nicht so schnell zu Fuß unterwegs war. Es dauerte sogar doppelt solange seine Kinder bei seinen Eltern abzugeben. Wobei das hauptsächlich auch daran lag, dass die beiden inzwischen schon ziemlich viel von der Umgebung mitbekamen. Sie waren allgemein stark dagegen, wenn er sie nur für wenige Stunden alleine lassen wollte. Tenzou nahm beide auf den Arm und drückte ihn einen Kuss auf die Wange. Dann flüsterte er ihnen zu, dass er ihnen dafür ein paar Geschichten mehr abends vorlesen würde und setzte sie wieder ab. Es war immer schwer für ihn, die beiden Mädchen einfach dort zu lassen. Vor allem dann, wenn er sich mit einer Frau traf. Das diese Frau nun ihre Mutter war, wussten sie natürlich nicht.
Nachdem Tenzou abgehetzt zu Hause ankam, kochte er für Mayura und sich. Diesmal gab er sich besonders viel Mühe. Er machte eine leichte Hühnersuppe als Vorspeise. Als Hauptspeise gab es dann Reis mit gebratenen Hähnchen, süß-saurer Soße und etwas Gemüse. Die Nachspeise bestand aus einem Eis. Aber nicht irgendeines. Es war das Lieblingseis von Mayura. Die Eisbecher hatte er extra sogar verziert. Tenzou wusste nicht, warum er sich so viel Mühe gab, aber tatsächlich wollte er nicht schlecht vor Mayura dastehen. Gerade als er mit allen fertig war und die Weißhaarige in 10 Minuten schon kommen sollte, klingelte sein Telefon und seine Eltern erklärten, dass Miyu ihren Teddybären vergessen hatte. Tenzou fuhr sich gestresst über die Augen. Ohne den Teddybären würde sie heute Nacht nicht schlafen. Er schnappte sich also den Bären und ging in feinem Anzug nach draußen. Für Mayura wollte er immerhin auch gut aussehen. Eine schwarze Hose, ein dunkles Hemd, dass am Kragen leicht geöffnet war und ein wenig Parfüm.

Tenzou schaffte es gerade so den Teddybären noch zu seiner Tochter zu bringen. Auf dem Rückweg war er allerdings schon leicht verspätet gewesen und hetzte sich humpelnd durch die Straßen zu seiner Wohnung zurück.

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BeitragThema: Re: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   Sa Dez 09, 2017 4:11 pm

cf: Krankenhaus von Konoha

Mayura hatte den Krankenhausaufenthalt zuletzt doch irgendwo genossen. Sie konnte sich die letzten Tage entspannen und sich richtig erholen. Dennoch war sie auch froh, als sie endlich aus eben jenem entlassen wurde. Vor allem aber freute sie sich auf die Verabredung am nächsten Tag. Schon seid über einem halben Jahr hatte sie dies hier gewollt, nur hatte sie bisher einfach nie den Mut aufgebracht, Tenzou zu fragen. Das er Hokage wurde, hatte das ganze nicht unbedingt einfacher gemacht.
Ironischerweise hatte sie erst dann den Mut gefunden, als sie immer noch halb verletzt im Krankenhaus lag und damit nicht unbedingt in der besten Verfassung war. Vielleicht hatte es aber auch genau daran gelegen? Was auch immer es gewesen war, was sie ihren Mut hatte finden lassen, Mayura war froh darüber gewesen.
Lächelnd ging sie die Strasse entlang. Es war bereits Abends und die Dämmerung hatte eingesetzt und obwohl es bereits Frühling war, war es um diese Zeit trotzdem immer noch recht kalt. In ihre flauschige, warme Jacke gehüllt spürte die Hatake jedoch kaum etwas von der beissenden Kälte.
Sie hatte eine Flasche Wein mitgebracht. Zwar hatte sie keine Ahnung, ob dieser Wein wirklich gut war, aber relativ teuer war, musste er zumindest mittelmässig sein. Immerhin wollte sie nicht einfach mit leeren Händen bei Tenzou erscheinen. Was er wohl für ein Abendessen machen würde? Seid sie heute Morgen aufgestanden war, hatte sie an kaum etwas anderes als an diese Verabredung heute Abend denken können. Die Zeit verging ab einem gewissen Punkt ewig langsam. Sie hatte das Gefühl, irgendjemand hatte sie ärgern wollen. Als es dann endlich sechs Uhr Abends war, hatte sie sich aus ihrem Haus gemacht.
Mayura bog gerade um die letzte Ecke und konnte bereits das Haus erkennen, in dem sich Tenzous Apartment befand. Ihre Schritte wurden etwas schneller, ihr Lächeln etwas breiter. Ihr Herz schlug ihr bis zu den Ohren. Sie freute sich darauf, ihn endlich wieder sehen zu können. Und das er dieser Verabredung zugestimmt hatte, musste immerhin bedeuten, dass er ebenfalls Interesse an ihr hatte ... Oder?
Vor der Tür hielt sie inne und strich sich ihre Haare noch einmal zurecht. Sie war aufgeregt, fragte sich, wie der Abend wohl laufen würde. Hoffentlich würde sie sich nicht zu dumm anstellen ... Immerhin ging sie mit dem Hokage aus!
Dann klingelte sie und wartete. Und wartete. Und wartete. Aber irgendwie machte ihr Niemand auf. Sie blinzelte etwas verwirrt. Hatte sie sich in der Zeit geirrt?
Mayura klingelte abermals, doch auch darauf reagierte Niemand. Als sie auf die Uhr schaute, bemerkte sie, dass sie fünf Minuten zu früh dran war. Macht er ihr deshalb nicht auf? Würde er sie jetzt fünf Minuten lang hier draussen stehen lassen ...? Das war aber irgendwie nicht wirklich Tenzous Art.
Mayura klingelte ein drittes Mal, doch es tat sich nichts. Sie fing bereits an, mit dem Gedanken zu spielen, einfach wieder zu gehen. Vielleicht war ihm ja was dazwischen gekommen?
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BeitragThema: Re: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   Sa Dez 16, 2017 3:11 pm

Ein Blick auf die Uhr verriet Tenzou, dass er inzwischen schon 5 Minuten zu spät war. Als er die Treppe nach oben humpelte, dachte er jedoch im nächsten Moment, dass Mayura eh ständig zu spät kam. Selbst in diesem Leben war sie immer wieder zu Missionsbesprechungen oder gar zum Missionsstart fast 20 Minuten zu spät. Tenzou entspannte sich etwas und erreichte die letzte Stufe der zweiten Etage, wo er wohnte. Kurz atmete er tief durch. Sein Knie schmerzte von der Belastung noch immer etwas. Mit den Fingern rieb er kurz dort rüber und richtete sich dann zu seiner vollen Größe auf. Er verharrte in seiner Position und erkannte die Weißhaarige Frau an der Tür stehen. Wie ein Gespenst. Tenzou blinzelte langsam und ging dann gemächlich in ihre Richtung.
„Oh, du bist schon hier“, stieß er hervor und bemerkte im nächsten Moment, dass es vielleicht etwas zu überrascht klang. „Ich meine natürlich… tut mir Leid, dass ich zu spät bin. Ich habe vergessen Miyus Teddybär einzupacken… wenn er nicht bei ihr ist, scheint ihre kleine Kinderwelt in eine Hölle aufzugehen“, erklärte er und machte eine passende Explosionshandbewegung mit den Händen. Dann blieb er an der Seite der Frau stehen und sah sie für einen Moment an. Sie sah wie immer gut aus. Seine Augen glitten kurz prüfend über sie hinweg und er dachte fieberhaft darüber nach, ob er sie umarmen sollte. Er kam sich blöd vor ihr einfach nur die Hand zu geben. Glücklicherweise hatte sie jedoch eine Weinflasche in den Händen, sodass die Umarmung vielleicht sogar deswegen untergehen könnte.
„Hum… ja, ich bin Mal so höflich und umarme dich nicht, während du eine Weinflasche in den Händen hältst und dich nicht wehren könntest“, witzelte er dann leicht nervös und trat dann zu seiner Wohnungstür. Er schloss sie auf und öffnete sie. Dann trat er nach drinnen und ließ sie hinein. Erst jetzt fiel ihm auf, dass er nichts zu ihrem Aussehen gesagt hatte. Ein Kompliment wäre sicher angebracht gewesen!
„Du siehst im übrigen wirklich…“, er verharrte, weil er ihm das falsche Adjektiv auf der Zunge brannte. Fast wäre ihm das Wort ‚heiß‘ über die Lippen gekommen. „… wunderbar aus.“ Am liebsten hätte er die Tür wieder zugemacht und von vorne angefangen. Er stieß ein leises Seufzen hervor. „Eigentlich… war es nicht das was ich sagen wollte“, murmelte er leise in sich hinein und ließ sie zunächst einmal eintreten und ankommen. Vielleicht sollte er erst einmal abwarten bevor er mit Komplimenten um sich warf.

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BeitragThema: Re: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   Do Dez 21, 2017 6:35 pm

Mayura lächelte, als Tenzou auf sie zugetreten kam. Lange hatte sie dann doch nicht mehr warten müssen. Anscheinend hatte er ihre Verarbredung auch nicht vergessen sondern war nur etwas zu spät gekommen. Unwillkürlich wurde ihr bewusst, dass sie heute tatsächlich ungewöhnlich früh für ihre Verhältnisse dran gewesen war. Ansonsten kam sie grundsätzlich immer zu spät. Heute hatte sie es anscheinend geschafft endlich einmal pünktlich zu sein ... Nein, sogar fünf Minuten zu früh. Diese Erkenntnis machte sie innerlich stolz. Sie versuchte schon sehr lange gegen diese dumme Macke anzukämpfen, den jeder hasste es, wenn man zu spät kam. Für Mayura war das nur unglaublich schwer, diese Macke niederzukämpfen. Schier unmöglich.
Als Tenzou nun endlich auf sie zugelaufen kam, strahlte Mayura. Je näher er ihr kam, desto bewusster wurde ihr, wie klein sie im Gegensatz zu ihm eigentlich war. Und irgendwie hatte sie das Gefühl, er würde sie gleich in den Arm nehmen. Sie wollte sich bereits etwas vorbeugen um ihn ebenfalls zu umarmen, als er sich anstatt zu ihr, an die Tür wandte und diese öffnete.
"Oh verstehe.", sagte sie bezüglich des Teddybären, "Das kleine Mädchen soll aufjedenfall beruhigt schlafen. Du bist ja ein sehr aufmerksamer und lieber Vater."
Sie bemerkte auch, wie er sich Mühe gab, Komplimente zu verteilen, doch irgendwie störte es sie, wie er erklärt hatte, dass er sie nicht umarmen würde nur weil sie eine Weinflasche in den Händen gehalten hatte. Die Weisshaarige starrte auf seinen Rücken während er die Tür öffnete.
"Danke.", sagte sie dann ungewollt tonlos, bevor sie bemerkte, dass sie nicht gleich negativ denken musste, der Abend war noch jung. Es konnte noch viel passieren. Vielmehr musste sie sich wohl um etwas anderes Gedanken machen. Nun wo sie ihre erste Verabredung mit ihm hatte, musste sie sich fragen, ob sie sich wirklich sicher war, sich auf einen Mann mit Kindern einzulassen. Sie würde mit Sicherheit nicht die Mutter ersetzen wollen, dennoch würde es gewisse Verantwortung mit sich bringen. Würde er sie überhaupt als würdig für seine Kinder ansehen ...?

Mayura trat in seine Wohnung. Für einen Moment sah sie sich um, bevor sie den Wein auf einen kleinen Tisch stellte und ihm zulächelte.
"Jetzt kann der Wein nicht mehr runterfallen.", erklärte sie dann und zögerte kurz. Sollte sie es wagen? Sollte sie den Schritt einfach tun? Eigentlich war es nicht ihre Art, aber es erschien ihr falsch, ihn nicht mit einer Umarmung zu begrüssen. Kaum war dieser Gedanken zu Ende, da trat sie den Schritt auf ihn zu und umarmte ihn kurz. Gerade so lange, dass es nicht anstössig war.
Dann räusperte sie sich leicht, nahm den Wein wieder in die Hände und hielt ihm ihn hin.
"Der ist im übrigen für dich."
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Hokusai Tenzou
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BeitragThema: Re: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   Sa Dez 23, 2017 2:46 pm

Es war eine wirklich seltsame Situation. Tenzou fühlte sich augenblicklich in seine Jugendzeit versetz bei dem er unbeholfen versuchte eine Frau für sich zu gewinnen. Derzeit fühlte es sich nicht minder schrecklich für ihn an. Das tonlose Danke von Mayura verbesserte das Gefühl nicht unbedingt. Er versuchte es jedoch nicht gleich schlecht zu sehen, sondern hoffte das er über den Abend hinweg ein wenig auftauen würde. Nachdem er die Tür hinter ihr geschlossen hatte, wandte er sich herum. Die Weißhaarige stellte den Wein auf dem Tisch ab und erklärte, dass er nun nicht mehr runterfallen konnte. Tenzou bemerkte, wie sehr er diese Art von Mayura vermisste. Er freute sich sogar darauf, dass er den Abend mit ihr alleine verbringen konnte. Für einen Moment war Tenzou in alten Gedanken gefangen gewesen und schien wie eine Statur dazu stehen als sie ihre Arme um ihn schlag, um ihn zu umarmen. Das Herz des großen Mannes setzte für einen Moment aus. Als sie fast wieder die Umarmung löste, legte nun er seinerseits die Arme um sie herum und schloss kurz die Augen. Er streifte ihr kurz über den Rücken, wodurch die Umarmung fast ein wenig inniger wirkte. Am liebsten hätte er den ganzen Abend so dagestanden, nur um sich einzureden, dass alles wieder beim alten war. Als er jedoch spürte, wie sich die Umarmung nun doch löste, ließ er es zu. Ein kleines Lächeln trat auf seine Lippen, dass der typischen Grimmigkeit von ihm beiwohnte. Für einen Moment sah er ihr einfach nur in die Augen, verlor sich in der Einzigartigkeit ihrer Farben und blickte wenig später einer Weinflasche entgegen. Er blinzelte und nahm sie in die Hände.
„Danke, dass wäre nicht nötig gewesen, Mayura“, sagte er und holte ihr ein paar Hausschuhe raus in die sie schlüpfen konnte. Er selbst schob seine Füße ebenso in seine eignen Hausschuhe und ging dann einen Gang entlang. Kurz vor dem Wohnzimmer gab es eine Tür, die in das Kinderzimmer der Mädchen führte. In diesem sah es wirklich ordentlich aus. Allerdings sah man an den Wänden gemalte Bilder – nicht auf Papier, sondern auf der Tapete. Tenzou hatte etwas damit zu kämpfen, dass die Mädchen Bilder gerne auf die Wand malten und nicht auf Papier. Er wusste nicht, wie oft er es ihnen schon versucht hatte zu erklären. Auch im Wohnzimmer gab es eine solche Wand. Vor dem Bild stand eine schmächtige Topfpflanze, die das Bild versuchte zu verdecken. Es zeigte nämlich drei Strichmännchen. Einen großen, der die strichhändchen der anderen hielt und zwei gezeichnete Fellknäuel, die wohl die Panther darstellen sollten. Über diesem Bild hatte Tenzou eine weitere Gestalt gemalt. Es war vermutlich die einer Frau, die sinnbildlich vermutlich für die Person dastand, die ‚Mama‘ bedeutete.
Das Bild an der Wand war allerdings nicht das eindrucksvollste in dem Raum. Eindrucksvoller war der Tisch, der bereits gedeckt war. Es war einer mit Sitzkissen. Auf diesem gab es bereits angerichtet eine Suppe, die von einem kleinen Teelicht warmgehalten wurde. Dazu große Keramikschüsseln, die verdeckt waren.
Tenzou blieb vor dem Tisch stehen und blickte zu Mayura rüber.
„Wenn du magst, können wir sofort etwas essen… ? Ich hoffe das Essen sagt Dir zu.“ Er verzog das Gesicht und rieb sich den Hinterkopf. Er sah sich nicht sicher gewesen, ob Mayura nicht inzwischen etwas anderes gerne mochte.


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Hatake Mayura
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BeitragThema: Re: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   Mi Dez 27, 2017 10:44 am

Höflich wie es sich gehörte erklärte Tenzou, dass es doch nicht nötig gewesen wäre, den Wein als Geschenk mit zu bringen. Mayura schüttelte den Kopf.
"Ach was, immerhin hast du die ganze Arbeit. Da ist eine Flasche Wein das Mindeste.", erklärte sie dann mit einem Lächeln auf dem Gesicht.
Nach dem er ihr ihre Hausschuhe hingestellt hatte, schlüpfte sie geschwind in diese hinein und bemerkte, dass sie wie angegossen passten. Tenzou musste ein gutes Auge haben, immerhin hatte sie ihm ihre Schuhgrösse bislang noch nicht verraten.
Er führte sie durch seine Wohnung, vorbei am Kinderzimmer, in das sie einen kurzen Blick riskierte. Es sah erstaunlich ordentlich aus dafür, dass Kinder darin wohnten. Wahrscheinlich hielt Tenzou es so. Nur die Wände waren angemalt. Aber als unordentlich würde sie es deswegen nicht bezeichnen und dass ihr Gastgeber mit seinen Kindern darum kämpfte, dass die Tapete eigentlich weiss bleiben sollte, war nicht ersichtlich. Vielmehr dachte Mayura, dass es womöglich gewollt war, dass die Kinder ihr Zimmer so gestalten durften, wie sie es eben gerne haben wollten ... Was Wandgemälde anging.
Sie folgte Tenzou dann ins Wohnzimmer. Das Bild hier erspähte sie nicht sofort, da eine Topfpflanze davor stand und der gedeckte Tisch sowieso sofort ihre volle Aufmerksamkeit in Beschlag nahm. Ihr Magen grummelte etwas. Sie legte ihre Hand darauf und wurde leicht rot.
"Ich glaube, sofort essen wäre gar keine so schlechte Idee.", erklärte sie dann und sah sich einen Moment im Raum um. Es wirkte alles ordentlich. Ganz im Gegensatz zu ihr. Bei ihr sah es meistens nur ansehlich aus, weil Miaka die Ordnung mehr oder weniger erhält, aber da Mayura einer der unordentlichsten Menschen der Welt war, hatte ihre Schwester einen schweren Kampf, was das anging.
Mayura setzte sich auf eines der weichen Sitzkissen und betrachtete den Tisch. Noch konnte sie nichts zum Essen sagen, immerhin war es noch verhüllt.
"Riechen tut es zumindest schon mal sehr gut.", erklärte sie, "Ich bin mir sicher, dass mir das Essen zusagt.", und selbst wenn sie es nicht mögen würde ... Solange sie es runter brächte, würde sie sich nicht beschweren. Immerhin hatte sich Tenzou offensichtlich grosse Mühe bereitet.
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BeitragThema: Re: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   Do Dez 28, 2017 11:16 pm

Das Phänomen trat erneut ein. In der Gegenwart von Mayura besaß Tenzou so etwas wie Manieren und Höflichkeit. Er hatte immerhin den Vorteil, dass er inzwischen wusste was die Weißhaarige zu schätzen wusste und was nicht. Sie mochte seine unhöfliche Art nicht und genau jene schien wie weggeblasen als die Frau durch die Türe trat. Wie ein wahrer Gentleman loste er sie in sein Wohnzimmer und blickte dabei kurz über seine Schulter hinweg als sie meinte, dass eine Flasche Wein das mindeste gewesen wäre.
„Dann sollten wir den Wein auch probieren“, erwiderte er und stellte den Wein auf dem Tisch ab. Er wandte sich zu ihr herum und erkundigte sich, ob sie bereits etwas essen wollte oder nicht. Ihr grummelnder Magen sprach Bände. Ein seichtes Lächeln zeichnete sich auf seinen Lippen ab.
„Dann setz dich schon einmal hin. Ich hole zwei Weingläser“, erklärte er und deutete dabei auf das Sitzkissen für sie. Tenzou verschwand in der Küche, die direkt mit dem Wohnzimmer verbunden war. Dort holte er einen Weinöffner und zwei Gläser für sie beide. Er stellte die beiden Gläser auf den Tisch und ließ sich dann gemächlich ihr gegenüber nieder. Allerdings sah es fast ein wenig mühselig auf. Aufgrund der Schiene konnte er sein Bein nicht richtig anwinkeln, sodass er es seitlich Wegstrecken musste.
„Tut mir Leid, dass ich so merkwürdig hier sitzen muss. Bänderprobleme im Knie dauern wohl etwas länger.“ Er tätschelte dabei sein Knie und ergriff dann die Weinflasche um sie zu öffnen. Kurz roch er an dem Korken und blickte dann rüber zu ihr.
„Du kennst dich mit Wein aus?“, fragte er dann und goß ihnen beiden etwas ein. Eigentlich glaubte er nicht, dass sie das wirklich tat, aber zumindest musste er die Fragen stellen, die man stellte, wenn man jemanden kennenlernen wollte. „Wenn ja, dann hast du wirklich ein sehr guten ausgewählt.“
Tenzou kannte sich mit den ganzen Sorten nicht wirklich gut aus. Er wusste nur, wie ein guter Wein schmecken musste. Nachdem die Gläser gefüllt waren, stellte er die Flasche beiseite und blickte über den Tisch hinweg. Langsam krempelte er sich die Ärmel seines schwarzen Hemdes nach oben und nahm dann die Deckel von dem Schälchen ab, dass auf ihrem Teller stand.
„Ich dachte mir, dass wir mit einer Hühnersuppe anfangen… danach gibt es Reis mit gebratenen Hähnchen mit süß-sauerer Soße und eine Nachspeise. Letzteres ist natürlich eine Überraschung.“ Er hatte sogar darauf geachtet, dass die Mengen des Menüs nicht zu groß waren. Frauen aßen ja bekanntlich nicht ganz so viel. Deswegen wollte er Mayura auch nicht damit überfordern.
„Falls Dir all das nicht zusagen sollte, können wir auch wahlweise…“, er nahm mehrere Flyer vom Tisch und fächerte sie auseinander, um ihr einige zu zeigen. „Die hiesigen Lieferantendienste in Anspruch nehmen.“ Es schien fast so als hätte er sich für alles irgendwie einen Plan zurecht gelegt für die worsecase Situation. Dann senkte er die Flyer und blickte in ihre Richtung. Seitdem Mayura ihr Gedächtnis verloren hatte, trug er nur noch seine Augenklappe, die ein Großteil seiner Augenpartie verdeckte und somit auch die unschönen Narben. Es waren einige seit damals dazu gekommen. In dem Kampf, in dem Mayura von Shuichi weggezerrt wurde, hatten die Feinde es auf das Dämonenauge abgezielt, dadurch wirkte seine linke Gesichtsseite fast ein wenig… entstellt. Er verdeckte es inzwischen. Früher hatte er das nie getan.
Allerdings war eine Sache gleichgeblieben. Sein rechtes Auge war nach wie vor dunkelgrün und genau jenes blickte sie gerade aufmerksam an.
„Sag mir bitte, wenn dir irgendetwas heute Abend nicht gefällt. Ich möchte, dass du einen wirklich schönen – unvergesslichen Abend hast.“ Tenzou sah kurz hinab auf das Essen und blickte dann wieder zu ihr. „Einen unvergesslichen Abend, für eine unvergessliche Frau.“ Hinter diesen Worten versteckte sich fast schon mehr. Für Tenzou war Mayura stets unvergesslich gewesen. Er zwinkerte in ihre Richtung und nahm dann den Suppenlöffel in die Hand. Gemächlich fing er an ein paar Happen zu essen.



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BeitragThema: Re: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   Mi Jan 03, 2018 5:34 pm

Mayura setzte sich auf das Kissen, das für sie geplant war und wartete brav ab, bis er mit dem Flaschenöffner und den zwei Gläsern wieder aus der Küche erschien. Auf die Frage hin, ob sie sich mit Wein auskannte, schüttelte sie ertappt den Kopf und sah kurz auf ihre Hände, welche sie in ihrem Schoss gefaltet hatte.
"N-Nein ...", sagte sie dann etwas kleinlaut, "nicht wirklich. Ich habe mich beraten lassen im Laden. Der Verkäufer versicherte mir, dass er sehr gut und preiswert sei.", ob das der Wirklichkeit entsprach, konnte sie natürlich nicht einschätzen. Wann trank sie den schonmal Wein? Vielleicht, wenn Miaka Mal mit einer Flasche Nachhause kam, weil sie irgendetwas zu feiern hatte, aber alleine hatte sie keinen Grund sich Wein zu kaufen.
Sie sah wieder zu Tenzou als dieser ihr erklärte, was er ihnen zu Essen gekocht hatte und als er dann mit Plan B aufführ, blinzelte sie überrascht.
"Oh Gott, nein.", sie nahm nun auch ihre Abdeckung über der Schüssel ab und zog den köstlichen Duft in ihre Nase, bevor sie ihr Gegenüber anlächelte.
"Das hier riecht köstlich. Du hast dir sicher sehr viel Mühe gegeben in der Küche. Das wäre ja alles völlig verschwendet, würden wir jetzt einfach etwas bestellen.", sie griff nach dem Löffel, "Ausserdem sagt mir das Essen ganz bestimmt zu.", sie kannte zwar noch nicht Tenzous Kochkunst aber das, was er ihr als Essen vorgestellt hatte, klang aufjedenfall lecker. Wenn er also nicht ein richtig mieserabler Koch war, würde sie es mögen.
Ein Löffel der Suppe bestätigte, liess jeden Zweifel zu Asche werden. Er würde ihr sicher nichts unappetitliches hier auftischen.
Als er dann erneut das Wort ergriff und sie aufforderte zu sagen, sollte ihr heute Abend etwas nicht passen, hielt sie in ihrer Bewegung inne und liess den Blick auf die Suppe gerichtet. Nur für einige kurze Momente. Sie lauschte seinen Worten und wusste tatsächlich nicht, wie sie darauf reagieren sollte. Sie befanden sich gerade noch in der Anfangsphase. Natürlich, sie waren schon etwas länger befreundet, doch das hier war ihre erste Verabredung und dennoch erklärte er ihr, dass sie eine unvergessliche Frau war. Auf der einen Seite schmeichelte er ihr damit, ganz klar, doch irgendwie setzte sie das auch etwas unter Druck. Und gleichzeitig war sie aber auch erleichtert. Sie hatte nun aufjedenfall die Gewissheit, dass er ihr gegenüber wohl auch mehr als nur blosse Freundschaft empfand.
Sie liess den Löffel samt Inhalt nun langsam sinken und sah ihn ein, ein scheues Lächeln auf den Lippen.
"Okay.", sagte sie dann und ihren Worten war eindeutig anzuhören, dass sie sich etwas unsicher war, "Aber du musst dir meinetwegen nicht so viele Umstädne machen, Tenzou. Wirklich nicht. Die Suppe ist im übrigen sehr lecker. Also keine Sorge ...", versuchte sie sein Gewissen etwas zu beruhigen.
Der weitere Verlauf des Abends würde ihr zeigen, ob das Gefühl, das sie für Tenzou im Moment empfand, nur eine flüchte Brise war oder doch etwas Ernsteres.
Sie löffelte weiter etwas Suppe, stillschweigend, bevor sie sich leise räusperte.
"Und wie ist es so als Oberhaupt des ganzen Dorfes die Geschicke zu leiten?", fragte sie dann nun ehrlich interessiert. Seid er zum Hokage aufgestiegen ist, hatte sie ihn nie wirklich dazu befragt. Ob er das nun ein passendes Thema für ihre erste Verabredung war? Vielleicht ... Vielleicht aber auch nicht. Aber im Grunde ging es ja bei der ersten Verabredung genau um das: Sich etwas besser kennenzulernen.
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BeitragThema: Re: [Wohnung] Dachetage mit Ausblick auf Konoha   Mi Jan 10, 2018 8:29 am

Irgendwie befürchtete Tenzou, dass Mayura sich verändert hatte und er die Art nicht mehr an ihr fand, die er einst an ihr liebte. Es war vielleicht seltsam, dass er dieses Gefühl auch empfand als sie über so etwas banales wie Wein sprachen. Immerhin machte Wein keinen anderen Menschen aus.
„Ich bin mir sicher, dass er schmecken wird“, versicherte er Mayura grimmig und schenkte ihr ein schiefes Lächeln. Ihm war es vor allem wichtig, dass sie heute einen guten Abend hatte. Dabei malte er sich gedanklich bereits mehrmals aus, wie der Abend enden könnte.
Zunächst ging es aber um seine Kochkünste. Er hatte keine Ahnung, ob Mayura nach wie vor vieles aß und ob seine Kochkünste nach dem Gedächtnisverlust noch immer positiv aufgenommen wurden. Sie schien zumindest nicht den Bestellservice in Anspruch nehmen zu wollen. Es wäre tatsächlich etwas verschwendet aber wenn es um Mayura ging, war ihm alles egal.
Tenzou fühlte sich für Sekunden an früher erinnert und schien dieses Gefühl auch nach außen zutragen. Am liebsten hätte er sich auf die Zunge gebissen. Die Stille nach seinem Kompliment und die Reaktion von Mayura wirkte.. anders als er dachte. Er räusperte sich leise.
„Mhm, aber ich nehme an, dass das hier ein Date ist“, erklärte er auf ihre Worte, dass er sich keine Umstände machen sollte, „Was wäre das für ein Date, wenn sich der Mann keine Mühe macht?“ Er unterließ es diese Worte weiter auszuführen. Tenzou war noch jemand der noch daran festhielt, dass ein Mann einer Frau imponieren musste. Er nahm den Suppenlöffel in die Hand und fing langsam an zu essen. Immer wieder huschte dabei sein eines Augen zu ihr um sie anzusehen. Es war seltsam im Moment. Tatsächlich ein wenig so, als würden sie sich gerade wirklich auf dem ersten Date befinden. Gedanklich verbesserte sich Tenzou. Es war eigentlich ihr erstes Date und zugegeben war er in so etwas nicht der beste. Er musste sich von seiner besten Seite zeigen und die waren bei all der Grimmigkeit schwer erkenntlich.
Sein Blick wanderte wieder zu Mayura als sie ihn eine Frage stellte. Er konnte sicher ein Monolog führen darüber, wie es war. Wüsste er das Mayura seine Ehefrau war, hätte er sich über die Probleme die sich anhäuften, unterhalten.
„Es ist schwer diese Ehre in einen Satz zu packen“, erklärte er bedacht. Sein Gesicht wirkte für einen Moment etwas ernster. „Aber… es ist mit Sicherheit anders als früher.“ Tenzou musterte seinen Suppelöffel. „Ich habe unter Kato gedient und ihn unterstützt als wir uns noch mit normalen Problemen herumschlagen mussten. Nachdem die Samurai auftauchten, bemerkte ich recht schnell, dass ich rein gar nichts darüber wusste, wie ich in dieser Situation am besten handele und was das Beste für Konohagakure ist.“ Er blickte zu Mayura und lächelte wieder schief. „Aber.. egal welcher Situation wir entgegen blicken. Ich werde alles für das Dorf tun.“ Er nickte leicht und nahm noch ein Löffel Suppe, die bald schon leer war. Tenzou erwähnte an der Stelle nicht, dass es Leute gab die Zweifel hatten, dass die Kooperation mit den Samurai richtig war. Aber all die Zweifler wussten nicht, dass er mit der Mizukage im Kontakt war und versuchte eine Lösung zu finden.
„Wie sieht es bei Dir aus? Hast du darüber nachgedacht die Jounin Karriere anzusteuern? Ringo hat es im übrigen endlich geschafft“, erklärte er lächelnd. In diesem Augenblick hörte man ein leises mauzen. Quietschend fast schon Herz zerreißend. Tenzou zuckte leicht zusammen und starrte die Wohnzimmertür an, die er extra geschlossen hatte. Hinter der Tür musste das kleine schwarze Kätzchen sitzen, dass er Ringo als Trost schenken wollte wegen des Verlustes mit ihrem Vater. Allerdings war sie noch nicht stubenrein, anhänglich und sprang gerne auf Tischen herum.
„Ignorier es einfach“, brummte er leise. Er wollte eigentlich keine Katzen bei ihrem Date haben, dass ständig auf seinem Schoß saß. Selbst Irusan schlief im Kinderzimmer still auf dem Bett der Mädchen. Zwischen den Plüschtieren war sie kaum erkenntlich.
Tenzou versuchte also das Mauzen zu ignorieren und Mayura seine Aufmerksamkeit schenken. Er griff nach den Tellern für den Hauptgang nachdem Mayura mit der Suppe fertig war. Dann wechselte er die Suppenschüssel mit den größeren Tellern. Auf Mayuras war eine Abdeckung, die er öffnete und wo drunter eine weiße Rose lag.
„Die ist für dich“, murmelte er grimmiger als gewollt. Die Verlegenheit über so ein Geschenk sah man ihm deutlich an.

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