Tamashii no Utsuri

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BeitragThema: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeDo Jan 31, 2013 1:06 pm

Umgebung: Gasthaus der Vier Ecken in Daichimura, Yokuchi

~ Lauschig, gastlich und gesittet geht es zu in "Den Vier Ecken", einem Gasthaus, wie es sich auch als Dorfschenke auf dem Lande ganz wunderbar machen würde. Hier fließen Gerstensaft und Selbstgebrannter, die Stubenküken hüpfen vor dem Servieren noch fröhlich auf dem Boden umher zur Belustigung der kleinsten Gäste, und sein Steak jagt man auf Wunsch selbst im Garten.
Trotzdem gehts hier zu wie in jeder anderen Kneipe. Nicht zu übersehen: Mehr oder minder schwer Betrunkene, die entweder jemanden zum groben Anfassen oder Fresse-Polieren suchen (klingt hart, is aber so).~
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BeitragThema: Re: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeDo Jan 31, 2013 1:06 pm



Der Auftrag hatte wunderbar einfach geklungen. "Erschrecke den Statthalter von Daichimura", so lautete er, "und mach ihm klar: Erhöht er die Steuern, ist er dran! Oder bring ihn gleich um!"
Bauern waren die Auftraggeber, da war sich Epona Yamanaka sicher. Schweinezüchter und Weizenmäher. Aber überraschenderweise mit genügend Barem gesegnet, um beachtet zu werden. Die Kunoichi war folglich gekommen, sich die Sache näher anzusehen. Keine Frage, Möglichkeiten zum Erschrecken gab es viele. Zu den fantasielosesten Einfällen der Freien zählte ein Zug durch den Palast und das Hinterlassen von Leichen unter der Wachmannschaft. Allerdings, und da lag das Problem, war diese Wachmannschaft zurzeit deutlich verstärkt, und wenn man den Quellen glauben mochte, verbarg sich hier und dort sogar ein angeheuerter Shinobi unter einem Helm.
Epona war nicht alt geworden, um nun unvorsichtig zu werden. So hatte sie sich in das Gasthaus verzogen und hielt nun, neben dem mittlerweile dritten Glas Hochprozentigem, Ausschau nach einem guten, blutrünstigen Kollegen. Im Auge hatte sie einen ziemlich großen, ziemlich muskepbepackten und ziemlich rotgesichtigen Kerl, der wirklich beeindruckende Präsenz ausstrahlte. Aber auch schwerst besoffen war.
Epona trug ihre üblichen Reiseklamotten. Unter dem erdfarbenen Umhang, den sie wegen seiner Unauffälligkeit noch nicht abgelegt hatte, verbarg sich Kledung, die in erster Linie lila trug. Ein ärmelloses Oberteil, dessen Schnitt einen guten Teil der rechten Schulter frei ließ. Ärmelstulpen, die ihre Hände bedeckten - und die Siegelbandagen darunter. Eine kurze Hose und schwarze Stiefel machten den Satz komplett.
Mit Spannung wartete Epona darauf, dass der muskelbepackte Kerl einen Streit mit irgendwem vom Zaun brach und ein wenig demonstrierte, was er konnte. Erfahrungsgemäß konnts nicht lang dauern.
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BeitragThema: Re: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeDo Jan 31, 2013 1:42 pm

Ja, in der Tat, die Augenbraue zuckte gefährlich. Die violetten Iriden waren hinter den Lidern verborgen, sodass sie nicht vor Zorn funkeln konnten. Als wäre ein Zahnrad kaputt, drehte Anjaly den Kopf über ihre linke Schulter und hatte mit kräftigem Griff die Flasche Wasser gepackt, mit der sie gerade das Getränk einfüllen wollte, was wohl am gesündesten in diesem Laden war. Reines Mineralwasser - wäre ja auch krank gewesen, befände sich in der Flasche reines Ethanol. Hier war sie unter dem Deckmantel ihres Yokuchi-Charakters Eriko. So schwangen die Seitenzöpfe ein wenig in der Luft herum, als der Kopf gedreht worden war und die violetten Bändchen, die als Zopfgummi dienten, bewegten sich zärtlich um die zusammengestauchten Strähnen. So schön dieses Bild nun auch klang, innerlich war Eriko alles andere als ausgeglichen oder in schwungvoller Stimmung. "Solche zärtlichen Damen wie du sollten sich hier nicht herum treiben", waren die ersten Worte des Fremden gewesen, der sich neben sie gesellt hatte. Wohl eher aus rohem Interesse, als aus Bewunderung. Gleich damit hatte er einen gewissen Zorn heraufbeschworen. "Beim Hintern der Hokage, sei einfach ruhig", hatte sie gestresst genuschelt, als der Weißhaarige um die 35 so tat, als gäbe es nur ihn als letzten Mann auf Erden. Nach inhaltslosem Gequatsche hatte er ihr plötzlich mehrere Ryo über den Tisch zugeschoben, sich zu ihr geneigt und geflüstert: "Verlasse lieber sofort diesen Ort, denn die Dinge hier gehen dich nichts an. Ich weiß schon, wer du bist. Eine Uchiyama erkennt man auf 2 Kilometern Entfernung. Was glaubst du eigentlich, was du dich traust, hier aufzukreuzen?" Ihre Miene blieb unbeeindruckt. Die rechte Augenbraue wurde fragend nach oben gezogen, während der Gesichtsausdruck so wirkte, als hätte man Eriko eine Matheformel erklären wollen, die sie selbst nach drei Wochen immer noch nicht kapierte. Oder als hätte man ihr das Hirn aus der Nase gezogen und nun war sie motorisch unfähig. "Kenne ich dich?", fragte sie mit einem leicht naiven Unterton, als würde sie den potenziellen Feind nicht ernst nehmen. "Nein, aber es reicht, dass ich dich kenne. Und nun nimm das Geld, du profitsüchtige Idiotin. Das hier ist kein Ort für Luschen wie dich." Ah, es lief also auf Beleidigungen hinaus. Wie gut, dass Eriko ein gesundes Selbstbewusstsein hatte, dass sie selbst unter Showeinlagen gern verteidigte. "Das mit dem Profit stimmt", bestätigte die Brünette ihn und stellte die Wasserflasche auf den Thresen, wobei sie vom Hocker rutschte und sich des Weißhaarigen durchtrainierter Gestalt annahm. "Aber ich bin weder ein Idiot noch eine Lusche. Du kannst es gern versuchen, dieselben Dinge nochmal meinen Händen zu sagen, wenn dein Blut von ihnen herunter tropft." Danach, als der liebe Kerl sich zu ihr drehen wollte, trat sie ihm schon mit vollster Kraft gegen das Knie. Es brach nicht, drehte sich aber in einen ungesunden Winkel und der Herr ging zu Boden. Er setzte sich auf, winkelte das Bein an und wollte nach ihr langen, wobei er "Sie ist hier!" rief. Ich bin schon seit dreißig Minuten hier, dachte Eriko mit einem Du-bist-so-ein-Blitzmerker-Unterton. Sie hob den Fuß, als die gegnerische Hand danach greifen wollte und stellte ihm ihren dunkelblauen Shinobi-Schuh auf den Bauch, als wäre er eine Treppenstufe. Der lange, schwarze Mantel mit Ärmel bis kurz über die Schultern wehte dabei ein wenig hoch und gab sein violettes Innenleben preis. Ansonsten trug Anjaly in Erikos Aussehen noch schwarze, fingerlose Handschuhe mit violettem Netzbereich. Weiße Beinstulpen mit lila Rand, eine dunkelblaue, darunter verschwindende Hose und ein violettes Oberteil, dessen Ausschnitt mit einem schwarzen Saum und Netzhemd darunter zu sehen war. Es passte alles schön zusammen und wenigstens Eriko war einer der Persönlichkeiten, die nicht vor weiblichen Rundungen zu explodieren drohten. War für Anjaly mitunter auch ganz befreiend. "Willst du nun kämpfen oder meine Zehen küssen?", grinste sie den Weißhaarigen von oben an, welcher boshaft mit den Zähnen knirschte. Ein scheinbarer Kumpane erhob sich von links. Er saß in einer dunklen Ecke an einem Tisch, hatte einen kahlrasierten Kopf, eine Narbe, die diagonal über das rechte Auge verlief und war noch muskulöser. War sie hier in einem Piratenkaff gelandet oder wie? Irgendwie schätzte sie sich als Einzige mit gepflegtem beziehungsweise unverletztem Aussehen ein. Leider nützte ihr das nicht fiel, als Eriko an einem ihrer Stirnzöpfe gepackt wurde. Den Mann hatte sie zu spät bemerkt, weil sie darauf bedacht gewesen war, dem unter sich auszuweichen. Es folgte aber weder eine Ansprache noch zog der Hühne sie zu sich, um ihr zu drohen. Er packte sie einfach am Haar und stieß sie mehrere Meter nach hinten von seinem Kumpel weg. Okay, der musste wenigstens Taijutsuka sein. Schlechte Karte. Instinktiv glitt Erikos Hand auf die Höhe ihres Steißbeins, wo sie ihre Schriftrollen befestigt hatte im Hosensaum. Wenn es sein müsste, würde sie den Herren betäuben. Oder beide. Oder den gesamten Laden. Moment, so viel Gift hatte sie nicht. "Verdammtes Bratenfett", grummelte sie eine kulinare Beleidigung, um die Körperumfänge dieser Kerle in den Dreck zu ziehen. Sie stützte sich mit den Armen nach hinten, kam hoch und hockte so mit dem Hintern auf dem Boden der Tatsachen. Gerade da kamen die beiden auf sie zu, der mit dem weißen Haarschopf, der wohl einige Ladys zum Schwärmen brachte, vorne an. "Einmal, ein letztes Mal. Ich hab's dir gesagt." Och, welch' süße drohenden Worte. "Ich hab's nicht so recht gehört, verzeih. Ich glaube, ich hab' 'ne Mittelohrentzündung von diesem ekligen Wetter in den letzten Tagen. Da hört man nicht so gut. Vor allem unwichtige Sachen gehen leicht verloren", spottete die Uchiyama und grinste dann engelsgleich. Was die Leute um sie herum dachten, war wohl entweder Furcht, Verachtung oder ähnlich Negatives.
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BeitragThema: Re: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeDo Jan 31, 2013 4:02 pm

Nun mach doch was ging es Epona durch den Kopf, derweil sie das Exemplar ihres Interesses betrachtete wie einen Hundewelpen in der Zoohandlung. Spiel doch mal ein wenig, lass mich sehen, ob du ein waches Kerlchen bist. Ihre himmelblauen Augen verengten sich, ihr Mund wurde schmal, als sich der Kerl wirklich anschickte etwas zu tun - leider bestand dieses Tun nur darin, einer Brünetten mit Zöpfchen auf die Pelle zu rücken. Oh, bitte. Du suchst dir ein Mädchen aus? Epona nahm eine etwas andere Sitzhaltung ein, um besser sehen zu können, was sich an anderer Stelle genau tat. Dabei warf sie einen prüfenden Blick auf das "Opfer". Glaubt mans. Ein Schuppen voller Kerle, köchelnde Aggressionen, ein paar Weiber zum Beeindrucken... und was tut er? Vergreift sich an einem Mädchen, das noch nichtmals besonders... naja. Übermäßig viel gabs jedenfalls nicht zu sehen.
Nicht einen Moment lang hatte die Blonde im Sinn, diese Konfrontation könnte zu so etwas wie einer spannenden Schlägerei werden. Paradox, nicht? Sie selbst war keine Expertin für Nahkampf - nicht den, bei dem man sich übermäßig bei wehtat - doch ihre Leibwächterin Maya verdrosch täglich irgendwen.
Maya Kurayami. Eine bildhübsche junge Dame. Zumindest, solang man sie nicht näher kannte. Eine pralle Oberweite und ein knackiger Hintern machten noch keine Traumfrau, solang diese "Wesenszüge" das einzig Frauliche an jemandem waren. Und Mayas Persönlichkeit ließ wirklich alles andere Feminine, was nicht mit Titten und Arsch zu tun hatte, vermissen!
Dank ihrer Freundschaft zu Maya hätte Epona also durchaus darauf vorbereitet sein können, dass hier gleich der Kerl selbst am Boden lag. Und Kunoichi, die gut zulangen konnten, gab es doch auch nicht wenig. Dennoch hielt sich dieses Klischee-Denken vom schwachen Mädel viel zu gut, selbst bei Top-Kandidatinnen für diesen Titel selbst!
Und dann ging der Kerl plötzlich nieder, als das Mädchen mit den Zöpfchen ihm hart das Knie wegtrat. Die Blonde zuckte förmlich zusammen, so ruckartig hatte sich dieser Angriff abgespielt. Hoppla murmelte sie, nippte noch einmal am Glas und stellte es weg.
Das Mädel, mit fiesen Sprüchen gut unterwegs, wurde derweil von einem zweiten Mann beiseite geschubst; höchst unfein gebrauchte er ihre Zöpfe als Haltepunkte.
Na na na. An den Haaren ziehen nur kleine Mädchen.
Epona beschloss für sich, dass sie ihren Wunschkandidaten gefunden hatte. Damit glitt sie vom Hocker, Fingerzeichen schließend. Nehan shoja.
Es rieselte Federn. Weiche Daunen segelten von der Decke des Gastraums, trudelten vor den Augen der zwei Männer herunter. Und diese Federchen waren nur für die Beiden sichtbar. Von einem Moment auf den andern wurden ihre Bewegungen deutlich unsicher, schwankend. Da schau her, die schlagen gut drauf an. Voller Freude schob Epona noch eine Chakraladung nach.
Was auch immer die beiden vorhatten. Sie sollten es sehr schnell tun. In den nächsten Momenten würden sie sich nämlich lang machen und selig schlafen. So einfach, so sanft, so unblutig. Und für jemanden, der Genjutsu zumindest vom Hören-Sagen kannte und Erfahrung als Shinobi hatte, offenbarte sich Epona dank ihrer überhaupt nicht verborgenen Fingerzeichen als Quelle des ganzen Unheils. Und sie grinste auch viel zu breit, um nichts damit zu tun zu haben.

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BeitragThema: Re: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeDo Jan 31, 2013 4:35 pm

Verstohlen überlegte die Frau mit den hellbraunen Haaren und violetten Augen, ob sie sich das Geld schnappen sollte, was der Kerl auf den Thresen zu ihr geschoben hatte. Es lag da noch so unschuldig und herrenlos herum, es wäre doch schade, wenn man diese ganzen Ryo verkommen ließe oder? Ihre Aufmerksamkeit wurde aber wieder auf den Hühnen und seinen weißhaarigen Kumpel gelenkt, als jene fast schon Rücken an Rücken mit jeweils einer fetten Schnarchblase gen Boden sanken. Die feinen Augenbrauen hoben sich fragend. Fast wäre Eriko schon beleidigt gewesen, wenn die Kerle einfach aus Langweile oder sonst was vor ihr eingepennt wären. Doch des Rätsels Lösung entpuppte sich als eine Grinselady mit blondem Haar. Hätte Anjaly nicht Hirona in ihrer Sammlung, würde sie fast schon überlegen, sich ein paar Weiber näher anzusehen, nur weil sie eine schöne Naturhaarfarbe hatten. Pink war zwar gefärbt, aber schönes Honigblond könnte man sich auch nochmal irgendwann holen. Braun gab es so oft. Mit einem kleinen Schwung innerhalb der Knie kam Eriko wieder auf die Beine, öffnete im Stand eines ihrer Haarbänder und winkelte es wieder um ihren Stirnzopf, um sich die angefasste Frisur zu richten. Und das nächste Mal zieh' mir doch gleich das Oberteil über den Kopf, um mich vor allen bloßzustellen. Das würde dich noch so viel furchteinflößender wirken lassen, überlegte die junge Frau gehässig und schüttelte dann ihr Haar auf, das über ihren Rücken fiel. Kurz blickte sie auf die Kumpanen hinab, rollte dann genervt mit den Augen und neigte sich nach vorne, um seitlich ins Blickfeld der Unbekannten hineinzugelangen. "Ich bin normalerweise die Kandidatin dafür, meine Probleme einfach von der Bildfläche verschwinden zu lassen und verabscheue das Schicksal dafür, wenn es mir zufälligerweise mal unter die Arme greift", fing sie mit einem neutralen Ton an und verschränkte die dominant bekleideten Arme. "Danke zu sagen ist nicht nötig dafür, dass es nicht nötig gewesen ist, die Jungs stillzulegen, aber sei's drum." Die Arme lockerten sich, eine Hand wurde in die Hüfte gestemmt, die andere hing an der Seite hinunter. Ein kleines Lächeln umspielte Erikos Gesicht schon, aber es war eher abschätzend als freundschaftlich. "Hab' ich's mit 'ner Stadtwache zu tun, die hier groß absahnen will, indem sie aufsässige Jungs im wahrsten Sinne des Wortes flachlegt oder eventuell doch eine Kunoichi, die sich für so großartig hält, weil sie aus irgend'nem behämmerten -gakure-Dorf kommt?" Ja, Eriko tat ihre Meinung über die Reiche kund. Yokuchi war ihre blutige Heimat, ebenso roh und unangemessen war ihre Wortwahl bei einer Begrüßung. Sie würde der Blonden vor sich nicht gleich an den Hals springen, aber die sollte doch froh sein, dass es nicht schon passiert war oder? Und da hinten lagen immer noch diese Ryo auf dem Thresen. Die klopften auch noch an und wollten geholt werden. Hoffentlich hielt die Frau Eriko nicht zu lange auf. Geld schnappen und abhauen war groß in Mode, stellte sie für sich fest.
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BeitragThema: Re: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeDo Jan 31, 2013 5:02 pm

Da fielen sie um. Gleichzeitig. Ein wunderbares Bild. Epona musste nichtmals schauspielern, dass sie ungemein stolz auf sich war, mochte der Trick auch noch so alt sein. Aufmerksam beobachtete sie, wie sich die andere Frau die Haare richtete. Anschließend begann die junge Dame, ihr sowohl körperlich als auch verbal die kalte Schulter zu zeigen: Hilfe hatte sie nicht nötig, ein Danke war sie nicht schuldig, und was war denn diese unangeforderte Hilfe nun wieder? Die Blonde war natürlich mehr als erfreut, eine breite Auswahl vorgesetzt zu bekommen, und pickte sich das Beste heraus.
Ich bin nicht die Stadtwache verkündete Epona gut gelaunt und hob einen Finger, aber ich will groß absahnen. Ich bin aus keinem Shinobi-Dorf, und mittlerweile hielt sie drei Finger in die Höhe, als zähle sie Hinweise für ein Rätselspiel auf. aber ja, ich bin ziemlich großartig.
Während der restliche Schankraum recht groß guckte, begann einer der beiden schlafend Niedergestreckten zu schnarchen. Rasch trat Epona über sie beide hinweg an die Seite der anderen Frau. Wie sieht es denn mit dir aus? Hast du nicht Lust, den Abend... gewinnbringender zu verbringen als in dieser Kneipe voller Idioten? Und was sie mit "gewinnbringender" meinte, legte sie sogleich noch etwas deutlicher da, indem sie Daumen und Zeigefinger gegeneinander rieb. Reibe-reibe, hm? Mäuse, Moneten, Kohle, Knöpfchen? Ich weiß, wer welches zu vergeben hat, wenn man nur ein paar nette Dinge für ihn tut.
Das Angebot war derartig offen gestellt, dass sich alles Mögliche dahinter verbergen konnte. Genau so war es natürlich auch von Epona gedacht; die ganze Belegschaft des Gasthauses hörte immerhin zu, auch wenn das Interesse so langsam wieder verflog. Anhand Eponas Worten konnte der Auftrag alles sein, vom Giftmord bis hin zum horizontalen Geschäftswesen.
Die Blonde schätzte die junge Frau mit den Zöpfen als abenteuerlich und draufgängerisch genug ein, um mitzuziehen. Von den kämpferischen Fähigkeiten war sie noch nicht überzeugt nach der Vorstellung mit den zwei Typen, doch die Geisteshaltung war, was Epona eben gefiel. Falls sich das Mädel letztlich als Rohrkrepierer erwies, dann ging sie eben drauf.
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BeitragThema: Re: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeDo Jan 31, 2013 5:39 pm

Kurz zuckten die violetten Augen auf die Geste, die diese Frau ihr vorführte. Also Geld. Eigentlich konnte sie jenes nehmen, das hinten auf dem Thresen lag. Das war einfacher, als sich hier mit irgendwem einzulassen. "Und ich weiß, wer wo welches liegen lässt", winkte sie ab, ging an der Blonden vorbei zu der Bar und zog sich mit einer flinken Bewegung die Scheinchen vom Tisch. Diese landeten in der linken Hosentasche ihrer dunkelblauen Hose. Die selbstbewusste Ansprache, die Fremde halte sich für großartig und wolle groß absahnen, ignorierte sie ohne große Reaktion. Mit den Händen in den Taschen stolzierte Eriko lässig hinter sie, prägte sich das Bild der Person von dieser Perspektive aus ein und legte den Kopf schief. "Ich weiß schon, was gemeint ist, du musst mich nicht für dumm ... verkaufen. Wobei ich bezweifle, dass dir der Geschäftssinn fehlt, wenn du so offen über Bezahlung sprichst. Professionell schreibst du anscheinend mit B und dreifach-s." Spott gehörte immer dazu, fand sie. Es war auch merkwürdig offensichtlich, dass es sich um schwarze Geschäfte handelte. Nichts, das man mit einem Lächeln über der Ladentheke klärte, sondern mit Handzeichen unterm Tisch. Mit einem Schritt Richtung Ausgang verdeutlichte die Uchiyama aber ihr Interesse. Man musste jede Gelegenheit nutzen, die man bekam, egal wie dilettantisch der Partner war. Am Ende konnte man ihn immer noch aus dem Weg räumen, wenn es drauf ankam. Die Braunhaarige lehnte sich gegen den Türrahmen, die Hände immer noch in der Hose und stellte ein Fuß über den anderen, um wartend und selbstbewusst zu wirken. "Dann lass uns das klären. Hoffentlich mit einem Ergebnis, das besser aussieht wie deine Erfahrung mit Klienten." Eriko und auch Anjaly hatten schon einiges erlebt, aber so eine offensive, gar unvorsichtige Art jemanden auf dunkle Machenschaften anzusprechen? Das war doch fast schon peinlich.
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BeitragThema: Re: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeDo Jan 31, 2013 6:05 pm

Man konnte es durchaus unvorsichtig und dilletantisch nennen. Epona jedoch sah es natürlich als etwas völlig anderes und wesentlich schmeichelhafteres: Als Steigerung des Reizes. Ob sie nun vor einem ganzen Schankraum andeutete, dass sie etwas Kriminelles plante oder nicht - wenn die Sache funktionierte, dann würde man sie auch nicht ertappen. Wirklich Gegenständliches war schließlich nicht gesagt. Und wenn man sie doch ertappte, was scherte es sie? Eine neue Identität war schnell geschaffen, innerhalb von Momenten. Von ihrer hoffentlichen partnerin in spe wußte die Blonde natürlich nicht, dass die es ebenso einfach hatte.
Ist doch egal, ob ichs falsch schreibe säuselte Epona sanft, Solang ichs nur richtig mache? In Yokuchi gab es kein Shinobi-Dorf. Jene mit Fähigkeiten und Begabungen für Ninjutsu waren allein dadurch stark im Vorteil, und auch darin lag der Kern für Eponas Übermut und Waghalsigkeit. Wer wollte ihr in Yokuchi schon ans Bein pissen? In einem der anderen Großreiche, da wäre sie wohl etwas samtpfötiger. Aber hier?
Derweil der Spott singend und plingend an Epona abprallte, folgte die Kunoichi der Braunhaarigen zum Türrahmen und nickte, als diese sie aufforderte, es "zu klären".
Okay. Epona lächelte schelmisch. Und schaute über die Schulter. So ziemlich das komplette Gasthaus schaute zurück. Wir machen jetzt was Verbotenes erklärte sie großspurig und marschierte hüftschwenkelnd durch die Tür und in die Abendluft hinaus. Habt Spaß beim Vorstellen!

Vor dem Gasthaus lehnte sich Epona sogleich gegen die Wand, die Arme vor der Brust verschränkt und einen Fuß über dem anderen. Eindeutig, sie imitierte die Haltung der anderen. Was hast du gemacht, dass dich der Typ da drinnen so fies angefasst hat? sprach die Blonde die andere Frau erst einmal mit einem abrupten Themawechsel an. Dass besagter Typ sie eine Uchiyama genannt hatte, war nicht bis an ihre Ohren gedrungen.
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BeitragThema: Re: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeDo Jan 31, 2013 6:34 pm

Verboten sicher, aber sie würden es besprechen. Sie würden nicht ... Es würde eine Kamitsuyo geben, würde Anjaly sich, egal in welcher Gestalt, dazu hinreißen lassen. Falls es jemals zu so einer Situation kommen sollte, die wirklich ernstgemeint war. Es konnte ja immer vorkommen, dass man einer armen Seele begegnete, die Homogenes bevorzugte und sich schwer und leidlich verknallte. Mit diesem Spruch, den die Fremde ins Gasthaus zurückwarf, blinzelte Eriko beinahe perplex. Sie hatte schon Einiges mitgemacht, aber so einen offensichtlichen Selfdiss noch nicht. Um sich abzulenken, stellte sie sich einfach einen großen, braungebrannten, schwarzhaarigen Mann mit leuchtend grünen Augen vor, der in Unterwäsche aus den Wellen eines Sees gelaufen kam. Kurz darauf wandelte sich dieses Bild in ihrem Kopf um. Der ansehnliche Körper hatte plötzlich einen aufrechten grauen Fischkopf. Ein Karpfen-Mann. Ja, DAS war Ablenkung. Ein Karpfen kann so sexy sein. Seufzend machte Eriko eine schwungvolle Drehung, sodass sie allein mit dieser Bewegung schon außerhalb der Spielunke war. Draußen schien ein bisschen die Sonne, aber schon einige Wolken hingen dick und grau mit vollster Positivität am Himmel. Vielleicht regnete es gleich Karpfen? Sie hatte den Kopf mit geschlossenen Augen gesenkt, bis die liebe Fremde sich entschieden hatte, die Wand mit ihrem Rücken zu putzen. Das linke Auge öffnete sich leicht neugierig und Eriko blieb so, dass sie der Frau die Rückseite zugedreht hatte. Machte eventuell einen "Ich bin die Geheimnisvolle"-Eindruck, aber das war eine kleine Angewohnheit. Man sollte nicht zu viel Mimik am Anfang preisgeben. Was auch immer das nützen sollte. "Ich habe nichts gemacht, falls du meinst, er hätte Lust gehabt, sich wegen irgendwas zu rächen", radierte die Braunhaarige jegliche Gedanken in diese Richtung aus. Sie ging langsamen Schrittes umher, hatte die Arme verschränkt und ließ ihren Mantel hin und her schwingen durch diese minimalen Spaziergänge. "Nennen wir es Reinigung. Ja, ich entferne des Öfteren einige Schmutzpartikel." Auf ihr Gesicht trat ein ziemlich fieses Grinsen, was verdeutlichte, dass ihr diese "Arbeit" mitunter Spaß machte. "Gesellschaftsdreck. Kopfgeldjäger, Nuke-Nin, die sich an irgendwem vergreifen, Konkurrenz einfach. Je weniger vorhanden, desto mehr Chancen auf - wie du es nennst - Moneten. Selbst wenn dieser Dreck jünger als 20 Jahre ist, ist mir das herzlich gleich. Ich bin Materialist und tue das, was mir Vorteile verschafft. Ein paar Leute kennen mich deswegen. Du ja anscheinend nicht. Der liebe Herr da drinnen wollte, dass ich das Dorf verlasse, weil er sicher geglaubt hat, dass es sonst bald irgendwelche Leichen zu bestatten gäbe. Ich kann nicht leugnen, dass ich soweit gegangen wäre, aber sei's drum. Sie schlafen ja wegen dir. Und wegen ein paar Ryo verlasse ich sicher keinen Ort, den ich gerade erst gefunden habe. Hier laufen sicher ein paar Männer und Frauen herum, die des Todes Stiefel lecken wollen." Eriko blieb stehen und zog ein Kunai aus ihrer Oberschenkeltasche dafür. Den Ring legte sie um den Zeigefinger, formte eine Faust, aber ließ denjenigen Finger ausgestreckt, um das Kunai darum zu drehen. "Und wer bist du? Großartig und an einem Ziel interessiert hast du ja schon zugegeben."
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BeitragThema: Re: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeSa Feb 02, 2013 12:07 pm

Da hatte Epona ja voll ins Schwarze getroffen. Eine "Putzfrau des Todes", wenn man ihre neue Bekanntschaft so nennen wollte. Da Maya derweil aus familiären Gründen - Maya und Familie schmeckte ein wenig wie die pelzige Unterseite eines Schwamms auf der Zunge - nicht greifbar war, würde sie einen guten Ersatz im Werkzeug-Set abgeben.
Uh, du bist also eine ganz Böse entgegnete die Blonde mit der hohen Stimme der Bewunderung. Und du entleibst sogar U20? Dann bin ja sogar ich in Gefahr... Der letzte Satz war hörbar ironisch. Und ein wenig selbstverliebt. Die Kunoichi gab sich höchst selbstsicher, und das war sie auch. Derartig gesegnet, war es ihr nichtmals peinlich, zuzugeben, dass sie nicht über den lokalen Tratsch im Bilde war. Nein, bedaure, dich kenne ich nicht. Vielleicht ja... weil ich nicht ganz in deinem Metier bin. Ihre Augen senkten sich auf das Kunai, das sich munter im Kreise drehte. Ihre Rechte tauchte aus dem Umhang auf, sie streckte den Zeigefinger aus. Die Bewegungen waren betont langsam und absolut nicht bedrohlich; immerhin wollte Epona nicht riskieren, dass ihre neue Bekanntschaft ihr im Affekt ins Gesicht sprang. Pass auf... Zack! Und auf "Zack" schnellte ihr Zeigefinger vor, schnappte in die Öse des Kunai und zuckte wieder zurück, nahm das Kunai dabei elegant mit und drehte es nun auf ihrem Zeigefinger weiter.
Epona war augenscheinlich ziemlich stolz auf diesen Trick. Ich stehle gern glänzende Dinge verriet sie in einem Tonfall, als würde sie ein unglaublich tolles Geheimnis verraten. Du darfst mich Keiko nennen. Eine hübsche Identität, kleine Erinnerung an Kyoki Keiko, Meisterin in allen Diebesdingen und als einzige von Eponas Mentoren klug genug gewesen, sich rechtzeitig aus dem Geschäft zurückzuziehen, um noch heute zu leben. Und nun, wenn du magst, komm mit. Ich erzähl dir, was ich vorhab. Mit einem Kopfnicken deutete sie an, dass sie direkt an der Tür des Gasthauses zwar gern ihr Langfinger-Hobby aufdeckte, aber nun doch nicht so blauäugig war, ihr neuestes Projekt potenzieller Konkurrenz zu verraten. Sie deutete an, ein Stück die Straße herunter und in einer schattigen Gasse ließ sich besser reden.
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BeitragThema: Re: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeSo Feb 03, 2013 11:50 am

Keiko? Wer's glaubte, wurde seliger als ein shintoistischer Priester. Eriko würde sie so nennen, aber sicher nicht glauben, dass das der echte Name dieser Person war. Es war ja viel zu offensichtlich, dass sie eventuell etwas derartiges vorhatte, dass keiner es wissen sollte. Beziehungsweise nicht näher erraten konnte. Die Uchihyama roch förmlich, wie falsch dieser Name war. So falsch wie ihr eigenes Aussehen. Mit einem genervten Gesichtsausdruck folgte sie der Bewegung der fremden Hand, welche ihr das Kunai klaute. Irgendwie hatte sie gerade verdammt Lust bekommen, es ihr in den Thoraxwirbel zu rammen, wenn sie sich umdrehte. Das war immerhin ihr Kunai und diese ach so unschuldige Elster-Art kratzte an einem seidenen Geduldsfaden. Schweigend hörte Eriko sich die Forderung an, mitzukommen. Mit einem verächtlichen Schnauben schob sie die Hände in die Hosentaschen, sodass der Saum ihres Mantel hinter ihren Handgelenken stoppte. Mit einem angespannten Kiefer setzte sie einen Fuß vor den anderen, um sich letztlich anzuhören, was geklärt werden sollte. Madame sollte nur nicht glauben, dass ein abgelegener Stadtstreifen sie schützen würde. Oder dass Eriko sich beeinträchtigen lassen würde. Im Notfall saßen am Gesäß einige Schriftrollen mit ihren Lieblingswaffen. Und im besten Falle zog sie aus ihrer Hosentasche einfach eine Phiole mit dem Gift ihrer Echsen, die sie gerade zärtlich mit den dünnen Fingern unter dem Stoff umspielte. Einmal ins Gesicht und das war's. Ein Mundwinkel zuckte verdächtig bei der Vorstellung. "Dann mal los. Was sind deine Pläne zum Kaffeetrinken? Kuchen backen vielleicht?" In dem kleinen Gässchen, in dem sie angekommen waren, stemmte Eriko nun einen Fuß gegen die Wand, die Hände immer noch in der Hose. Die Unterhaltung würde für sie nicht ohne Sarkasmus und Resignation verlaufen. Es sei denn, es wurde endlich mal etwas wirklich Interessantes angesprochen. Und sie würde ihr Kunai wiederkriegen, wenngleich sie sowieso noch welche hatte.
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BeitragThema: Re: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeSo Feb 03, 2013 12:21 pm

Hochgradig emphatisch veranlagt, erkannte Epona ihren dezenten Fettnäpfchen-Tritt, als die Mundwinkel ihres Gegenübers zu zucken begannen. Ihre Diebesspielerei mit dem Kunai brachte offenbar keine fröhliche Atmosphäre? Keine Entspannung in Sicht, so gar keine? Oh, oh... Die Blonde behielt ihre Maske der Gelassenheit weiterhin aufrecht. In der Gasse hielt sie die Drehung des Kunai dann auch wirklich an und reichte es, mit der Öse natürlich voran. Den Teufel würde sie tun, jetzt noch mit der Spitze einer Klinge auf ihre neue "Freundin" zu zeigen.
Bitte schön sprach sie mit ausgesuchter Freundlichkeit, um sich noch einmal suchend umzuschauen und anschließend auf den kleinen Dienst einzugehen. Also, es geht um die heimische Obrigkeit. Hier... Sie holte den Auftrag aus ihrer Hüfttasche und reichte ihn der anderen, sodass sie es schwarz auf weiß hatte. Zugleich teilte sie ihr aber auch mit, was darin stand. Es ist eigentlich ein ziemlicher Spielwiesen-Auftrag, wenn du mir den Ausdruck erlaubst. Er lautet "Angst verbreiten, Unruhe stiften". Ich schätze, da läuft eine Art Erpressung im Hintergrund, und wir - wenn wir beide es denn machen - An dieser Stelle lächelte Epona auf ihre kokettierende Art, sind im Klartext das Druckmittel. Das Messer an der Kehle, und wir sollen ein wenig... "schürfen", "kratzen", wenn man so will. Die Bezahlung war im Auftrag angegeben. Sie war nicht exorbitant großzügig, aber doch ordentlich. Zumal der Auftrag schlicht besagte, man solle in die Residenz des Statthalters eindringen und einfach Poltergeist spielen, was das Meucheln von Bediensteten und Wachen ebenso umfassen konnte wie das Stehlen von Familienerbstücken oder das Beschmieren der Wände mit Grafiti.
Epona zeigte auf die Belohnung. Ich teile natürlich mit dir, wenn du mitmachst. Wir dringen ein, schaun was wir so tun können, fertig. Fünfzig-Fünfzig. Wie klingt das?
Epona würde im Zweifelsfalle sogar einen größeren Anteil an die andere abtreten, sofern diese schachern wollte. Der Blonden ging es bei dem Spiel ja nichtmals um Geld - nicht in erster Linie. Dieser ganze Job war eher etwas für ihre untergebene Diebesgilde zuhause in Kurairoji. Nein, hier ging es mehr um das Abklappern von Talenten.
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BeitragThema: Re: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeMo Feb 04, 2013 5:45 pm

Skeptisch musterte Eriko das Papier, das ihr in die Hand gedrückt worden war. Es klang recht leicht, wenn man nicht mal jemanden zu töten brauchte. Leichen aus dem Weg zu räumen war immer so leidlich. Der Gesichtsausdruck ihrerseits war ein wenig verhärtet, weil sie sich konzentrierte, zu lesen, was da stand. Obwohl es nicht mehr war, was ihr geschildert wurde. Nach einem einfachen Reichen nach vorne gab Eriko Keiko das Papier zurück, legte die Hände hinterm Rücken an der Wand ab und wechselte das Bein, das sie an diese drückte. "Sollte nicht so schwer sein", sagte die junge Frau etwas resigniert. Eventuell darüber, dass es nicht gerade spannend war, vielleicht auch noch aus Wut über das geklaute Kunai. Die Hände wanderten sogleich wieder in die Hosentaschen, wo eine Phiole mit Gift ruhte, um dieses Behältnis sanft zu umspielen. Sie fühlte sich wohler, wenn sie das tat. "Ich bin zwar nicht sonderlich scharf drauf, dass irgendein Kerl mein Gesicht sieht und Attentäter auf mich ansetzt, weil wir ihn erpressen, aber wenn ich deswegen nein sage, hättest du mich sicher gar nicht erst angesprochen. Bin dabei, solange wir es diskret machen und nicht die Türen einbrechen. Bin kein Freund der Offensive." Das war ein schattiger Hinweis auf ihre Kampftechnik. Leise, schleichend, nicht bahnbrechend und brutal. Dies konnte sie zwar auf eine gewisse Weise auch sein, aber sie war kein muskelbepackter Kerl mit Riesenaxt. Sie schätzte auch Keiko so ein, dass sie eher die Schleichwege bevorzugte. "Wie ich gesehen habe, magst du wohl Genjutsus. Davon könnten uns welche dienen, um an ein paar lästigen Schaben vorbei zu kommen." Allzu abgeneigt war sie also nicht von dem Komplott. Ganz im Gegenteil, es war mal neu und erfrischend mit einem Komplizen Geld zu machen, von dem man nicht wusste, ob das, was als nächsten aus dem Mund kam, Wahrheit oder Lüge war. Ein riskantes, aber lustiges Spiel. Sodass Erikos Mund auch von einem kleinen Grinsen heimgesucht wurde, als würde sie sich schon auf das Abenteuer freuen.
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BeitragThema: Re: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeDi Feb 05, 2013 9:26 pm

Ein besonderes Frohnatürchen war ihr Gegenüber ja nicht gerade, doch nun gut, Epona stellte stets fest, dass ein Schuss Ernsthaftigkeit immer gut war; wenn es sein musste, konnte sie diesen Part ohne Schwierigkeiten übernehmen. Doch die strohblonde Naivität in Persona nahm man ihr sehr viel schneller ab. Lächelnd nahm sie den Schrieb zurück, ließ ihn in der Hüfttasche verschwinden. Natürlich versprach sie vollmundig, Diskretion, Heimlichkeit, wir werden Schatten unter Schatten sein. Krümelchen auf dem Kuchenteller, Seifenblasen im Badewasser. Sie vollführte eine beschwörende Bewegung, als stände sie auf einer Bühne und setze zu einem Zaubertrick an. Ein kleiner Schwarm von Kirschblüten folgte ihrer Hand. Du wirst sehen. Ich sagte doch, ich bin Diebin. Und ich bin großartig...
Auf das Lob hinsichtlich ihrer Illusionskünste lächelte Epona ehrlich geschmeichelt. Ihre Haltung wurde ein klein wenig entspannter, als auch ihr Gegenüber etwas wie ein Grinsen zeigte. Kanns kaum erwarten, dir auch meine anderen Qualitäten zu zeigen. Die Kunoichi betrachtete einen Moment lang die Erscheinung der anderen, die Kleidung und sichtbare Ausrüstung. Bist du denn bereit, in deinem Aufzug? Ich wär heiß drauf, direkt loszulegen, sobald es dunkel genug ist... und nebenbei, wie darf ich dich denn nennen?
Epona formulierte es direkt und deutlich: Sie fragte nicht nach dem Namen der andern, sondern "wie sie genannt werden durfte". Ihr war klar, dass hier nicht direkt wahre Identitäten präsentiert wurden...
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BeitragThema: Re: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeDo Feb 07, 2013 5:12 pm

Heißt drauf? Direkt? Dunkel? Yuri-Leserin. Ein Auge weitete sich kaum merklich bei dieser Wortwahl. Hatte Eriko es eventuell tatsächlich mit einer einseitig geschlechtlich interessierten Dame zu tun? Gnade ihr ihr eigenes Kampfpotenzial, dass sie das überlebte. Mit so einer zu arbeiten war wohl das größte Abenteuer seit einigen Jahren neben den Ermordungen an den Frauen, die ihre Identitäten ausmachten. "Uchiyama ... Eriko", antwortete sie etwas zögerlich, schloss dann die Lider und besann sich. Das konnte doch nicht wahr sein. Waren das doch keine Scherze gewesen, sondern amüsant formulierte Avancen? Innerlich schlug sie sich eine Bratpfanne ins Gesicht. Wie hatte sie glauben können, sie würde nie etwas noch Groteskerem begegnen wie sich selbst? Owned, eindeutig. Eriko nahm die Hände aus den Taschen, stellte beide Füße auf den Boden und ließ den Mantel sie wieder vollends umfassen wie vorher, da sie nun die Arme abwehrend verschränkte. "Natürlich bin ich bereit. Wer wäre ich denn, wenn ich es nicht wäre, solange ich mich durch die Reiche stehle?" Nach einem kleinen Grinsen öffnete die Lilaäugige ihre Augen und legte den Kopf leicht schief. "Und was für andere Qualitäten? Beherrschst du etwa noch solche Dinge wie Fuin-Jutsus? Ninjutsus sind manchmal langweilig, wäre schon lustig." In der Tat, so viele konnten so viele Ninjutsus. Andere Taktiken wurden beinahe vergessen oder lagen brach wie ein abgeschlachtetes Reh, das noch lebte und röchelte. Na gut, das war eine brutale Metapher. Verglich man es lieber mit einem trockenen Acker, der darauf wartete, bepflanzt zu werden. Wenngleich Eriko nicht bepflanzt werden sollte. Innerlich schüttelte sie den Kopf, da diese These sehr frei interpretierbar war. Keiko hatte eindeutig keinen guten Einfluss.
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BeitragThema: Re: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeDo Feb 07, 2013 5:49 pm

Die Wortwahl Eponas war in der Tat eher zufällig zweideutig. Dass sie sich verbalerweise in schmutzige Gefilde begab, registrierte sie nicht wirklich. Stattdessen dachte sie einen Moment lang über den Namen ihrer nunmehr offiziellen Partnerin nach. Nein, es klingelte nichts. Vielleicht nur ein Name aus ihrer Fantasie. Würd ich sie als unkreativ einstufen, könnt ich sie für eine Uchiha halten, die ihren Nachnamen auf die Streckbank geschnallt hat.
Eriko bekundete zunächst absolutes Bereitsein; anschließend zeigte sie sich recht neugierig an den von Epona so vollmundig versprochenen "anderen Qualitäten".
Fuin? wiederholte sie und legte den Kopf schief. Du möchtest gern Fuin sehen? Na, da hätte ich zwar Spektakuläreres im Angebot, aber ich zeig dir gern was. Mit diesen Worten schaute sie sich erneut um, trat ein wenig weiter in die Gasse. Dabei berührte sie Eriko leicht am Ellbogen. Hier, pass auf. Als hätte ich nichts zum Gucken, wenn du das so gern hast...
Zwischen zwei metallenen Müllcontainern machte sich Epona ans Werk und klebte zwei Siegel an, sodass sie einander gegenüber lagen. Hier haben wir... Kekkai Fuujin erklärte die Blonde ihrer Partnerin und schloss ein Fingerzeichen. Es geschah nichts sonderliches. Eponas souveränem Gesichtsausdruck nach aber war die Kunst dennoch erfolgreich verlaufen. Wenn du nun dazwischen fasst erklärte sie, stoppt es dich. Nicht besonders eindrucksvoll, hm? Lächelnd holte sie einen Kristall an einem Bändchen hervor, einen pinkfarbenen Rosenquarz. Sie hielt es auf Erikos Augenhöhe. Und dies hier ist besonders praktisch für mich. So! Sie ließ den Kristall schwingen, gegen die unsichtbare Barriere pendeln... und ein kleiner, cyanblauer Funke sprang über. Bäm. Falle gefunden. Und was für eine Falle? Mit der freien Hand holte Epona eine bleistiftdünne Schriftrolle hervor, öffnete sie mit einer lockeren Fächerbewegung. Verschiedene, kleine Texte waren darauf geschrieben, zudem einige Kästchen, beispielsweise für "Sprengladung", "Genjutsu-Falle" oder "Verschiedenes". Epona hielt den Edelstein nun über die Schriftrolle - und das Steinchen machte sich selbstständig, schwang wie magnetisch angezogen auf das Feld für "Barriere".
Das ist praktisch, was? frohlockte Epona. Grinsend wandte sie sich Eriko zu. Zeig mir was Besseres.
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BeitragThema: Re: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeDo Feb 07, 2013 8:45 pm

Die liebe Dame spielte also gern mit Glitzersteinchen? Das war ja süß. Den sie gerade gezeigt hatte, war sicher nicht ihr einziger. Ein Shinobi, der mit Kristallen spielte, das war goldig. Zwar verstand Eriko auf den ersten Blick nicht so recht, was dieses schaukelnde Ding vor ihren Augen nun mit einer Barriere zu tun haben sollte, aber fragte nicht näher nach. Dass sie von solchen Spezialjutsus eher weniger Ahnung und Interesse hatte, ließ sie mal unter den Tisch fallen. "Wirklich ganz toll, wenn du 'ne Katze damit fangen willst oder was weiß ich", war der einzige Kommentar. Immerhin war der Abstand der Siegel nicht sehr groß zwischen zwei Containern. Erst in größerem Ausmaße gäbe es vielleicht Bewunderung durch eine hochgezogene Augenbraue. Aber so nicht. Als dann Keikos Grinsen ertönte mit der Forderung, sie solle was zeigen, sah ihr Gesicht leicht überrascht, aber dennoch etwas gelangweilt aus. Eventuell nach dem Motto: Eine andere Bitte fällt dir nicht ein? Nach einen raschen Seufzen griff Eriko mit einer fließenden Handbewegungen in Richtung ihres unteren Rückens, wo sie durch ein Gürtel auf Steißbeinhöhe mehrere Schriftrollen befestigt hatte. Zwei davon zog sie auf den Maschen, hielt sie beide zwischen ihren Fingern hoch und lächelte leicht. "Damit arbeite ich, aber ich bin kein Ningu-Künstler. Ich werde dir nicht zeigen, was sich darin verbirgt. Bestimmt klaust du es mir sonst." Und damit sie das nicht auch noch mit den Schriftrollen tat, glitten jene beiden wieder zurück in ihren Schlaufen am Gürtel, versteckt vom Mantel. Die Arme wurden verschränkt. "Ich habe einige Waffen in der einen Rolle, aber das Einzige, was ich dir dazu sagen kann, ist, dass sie für den Distanzkampf gedacht sind. Offen kann ich damit jedenfalls nicht herum laufen. Und in der anderen ist Platz für 2 Leichen. Finde ich relativ praktisch, wenn man mal was entsorgen muss und nicht so schnell zu einem Fluss kommt. Objekt rein, zack zu, in den Gürtel, fliehen, Leiche wieder raus holen, liegen lassen, keiner schöpft Verdacht. Aber das ist auch nicht das einzige, was ich kann. Hauptsächlich Ninjutsus, aber keine Genjutsus oder besondere Taijutsus. Ich hau' zwar jemandem gern in die Fre... ins Antlitz wollte ich sagen~ Aber ich seh' nicht ein, daraus 'ne Kunst zu machen." Diese schwammige Umschreibung ihrer Fähigkeiten musste irgendwie reichen. Prüfend blickte Eriko Keiko an.
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BeitragThema: Re: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeDo Feb 07, 2013 10:02 pm

Epona blinzelte. Huh? Katzen fangen, sagst du zu mir? beschwerte sie sich in gespielter Empörung. Aber selbst zeigst du mir nur ein paar Schriftrollen. Besonderen Schauwert hast du nicht, du Geheimniskrämerin. Mit einem Fingerzeichen ließ sie die Barriere erlöschen und zog die Fuuin von den Müllbehältern, ließ das Kristallanhängsel verschwinden und klopfte auf ihre Hüfttasche. Ich für meinen Teil sprach sie in einem dezent hochmütigen Tonfall, hab natürlich noch ein paar schöne andere Sachen. Aber die führ ich dir vor, wenn wir im Einsatz sind. Werden schließlich Zeit haben. Sie lachte leise. Ich bin ehrlich zu dir: Dich angeheuert hab ich nicht wegen dem Schwierigkeitsgrad der Sache... sondern wegen dem Spaß, den man nur zu zweit haben kann.
Die Kunoichi ging an Eriko vorüber, gab ihr beiläufig einen Klaps auf den Hintern. Nun gut, komm. Schluss mit Schwanzvergleich, ich mag wieder raus aus der Gasse.
Zurück auf offener Straße überflutete sie wieder warmes Sonnenlicht. Epona schaute sich nach Eriko um. Schätze, wir trödeln lieber noch ein wenig, bis es etwas dunkler ist. Wie ist es, traust du dir zu, mit mir an einen Ort zu gehen, wo du deine süßen Schriftrollen nicht bei dir haben kannst? Lächelnd deutete sie auf ein Hinweisschild, welches den Weg zu den heißen Quellen des Ortes anzeigte. Wie wärs? Ich lade dich ein.
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BeitragThema: Re: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeFr Feb 08, 2013 4:33 pm

In diesem Moment wünschte Anjaly, nicht Eriko, sondern Anjaly sich wirklich, Raiton zu beherrschen, um eine züngelnde Blitzkugel in der Hand entstehen zu lassen und sie mit einem Schlag gegen den Kopf dieser Frau zu donnern, dass sie durch fünf Hauswände krachte. Wütend zuckte die Augenbraue von Eriko als diese seichte Geräusch von Finger auf Hintern ertönte. Mit ihr in die heißen Quellen? Mit der da? Perplex drehte sie den Kopf in Keikos Richtung, die aus der Gasse gegangen war und nun im abendlichen Sonnenschein stand. Aber sie wirkte dadurch nicht wesentlich unschuldiger, vergesst es. "Heiße Quellen? Willst du mich verarschen?", kam es klagend aus dem Mund der Lilaäugigen. Die verschränkten Arme lockerten sich und ein Finger tippte gegen ihre eigene Stirn: Du bist doch bescheuert. Eriko ging Keiko zwar hinter her, aber wo sie stand, sogar an ihr vorbei, um ihren Unmut kundzutun. "Klar, ich gehe mit dir in diese Quellen und lasse mich im Frauenbad von dir vor allen anderen vergewaltigen. Sonst noch Ideen, die den Abend noch dümmer machen würden die diese eklige Aktion von gerade eben?" Da kam auch ein Stück weit die echte Anjaly durch. Wenn eins sie aufregte, war es Belästigung, egal wie schamlos oder amüsant sie war. Außerdem war es eine Frau! Gott ey ... Ist die als Kind auf den Kopf gefallen oder hat ihr jemand ein Männerhirn eingepflanzt? Mit einem verzogenen Gesicht blieb Eriko gezielt auf Abstand. Niemals würde sie mit DER in die heißen Quellen gehen.
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BeitragThema: Re: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeFr Feb 08, 2013 5:09 pm

Man sah Epona... nur mäßig schockiert über den plötzlichen Ausbruch der anderen. Während eine kleine, aber feine Schimpftirade der Anklage über sie hinwegbrandete, schaute sie doch ein wenig schräg. Hm? Drama?
"Klar, ich gehe mit dir in diese Quellen und lasse mich im Frauenbad von dir vor allen anderen vergewaltigen. Sonst noch Ideen, die den Abend noch dümmer machen würden die diese eklige Aktion von gerade eben?"
Ich hätte ne Menge Ideen versetzte Epona trocken, die über einen Klaps auf den Hintern hinausgehen. Würd ich die jemals im Allgemeinen und jetzt gleich im Speziellen umsetzen wollen, hätt ich mir aber vermutlich nicht gerade ein Ziel gewählt, das im Moment des Erblickens einen ausgewachsenen Mann auf die Bretter schickt, ne? Ihre Mundwinkel verzogen sich zu einer durchaus amüsierten Mimik. Find ich ja süß und nett von dir, dass du mir zutraust, ich könnte auch nur irgendwas mit dir anstellen, was du nicht wolltest, aber... ney?
Und dann ging es nicht mehr anders. Sie lachte auf. Nein, doch, du hast recht. Ich bin absolut dafür geschaffen. Hast mich durchschaut, Punkt an dich. Gelassen setzte sich Epona wieder in Bewegung, wieder an Eriko vorüber. Das tue ich ständig. Das - aus Gründen der Info-Geheimhaltung wurde sie hier etwas leiser - Erwähnen deiner Leichen in den Schriftrollen, deine Kopfgeldleidenschaft, all das regte meinen Geist wirklich zum Rückschluss an: Jep, ein leichtes Opfer.
Ein Achselzucken, ein Blick über die Schulter, ein Zeigen der Zunge. Ich für meinen Teil gehe nun baden. Wenn du dich traust, komm auch. Wenn nicht, sehen wir uns später.
Wenn es dunkel war, wie Eriko sich denken konnte. An der Residenz des örtlichen Statthalters. Sofern sie noch wollte, wovon Epona ausging. Falls ein harmloser Klaps auf den Hintern bereits zum Abbrechen aller geschäftlichen Beziehungen führen würde, hätte es Eriko sicherlich nicht in einer größtenteils von Männern beherrschten Domäne zu etwas gebracht.
Ich sollte vielleicht mal wieder unter andere Frauen dachte Epona jedoch trotzdem. Maya allein ist wohl nicht der geeignete Umgang. Auch die Kurayami nahm Klapse auf gewisse Körperbereiche biestig auf, allerdings aus Prinzip und mit einer solchen Regelmäßigkeit, dass es für Epona fast vergleichbar war mit einem Schulterklopfen.
Die Kunoichi wanderte langsam die Straße hinauf.
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BeitragThema: Re: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeSa Feb 09, 2013 9:44 pm

Sie mochte die heißen Quellen, sie mochte sie wirklich und besuchte sie gern, aber dann meist alleine und ungestört. Sicher nicht mit einer ... halben Homosexuellen. Nicht, dass irgendeiner der Persönlichkeiten in diesem unbenannten Körper etwas gegen Andersgesinnte hatte, aber der Gedanke war schon komisch, in ein Bad zu gehen, während tatsächlich eine dort sitzende Person einen bespannte, weil sie auf dasselbe Geschlecht stand. Gerade dies sollte durch Trennung der Bäder verhindert werden. Aber nein, das konnte ja auch nicht garantiert werden. "Vielleicht", entgegnete Eriko grübelnd mit einer verwirrt gerunzelten Stirn, als Keiko die Straße hinauf ging. Die violetten Augen wanderten zum Schild, die die Quellen anzeigten und wohin man gehen musste. Aber das Vielleicht hatte eine Wahrscheinlich von 80 Prozent. Never würde sie in dieses Wasser steigen, sie wollte sicher nicht, dass diese verlogene Hand auch noch ihren Weg unter irgendwelcher Handtücher fand. Das durfte sie getrost bei anderen Weibern versuchen. Mit einem verächtlichen schnauben ging Eriko nach ein paar Minuten in dieselbe Richtung, aber lediglich, um an den Quellen vorbei zu gehen, in denen die Blonde wohl schon verschwunden war. Sie würde einfach in irgendeinen Laden gehen, sich Gerüchte anhören und eventuell irgendwas Schickes kaufen. Zwar Billigsouvenirs, aber die waren dann doch immerhin schick. Und so konnte sie sich die Zeit vertreiben bis es dunkel war. Und sie wäre sogar in der Nähe der Quellen, damit Keiko sie mühelos finden könnte.
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BeitragThema: Re: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeSa Feb 16, 2013 4:58 pm

Sie folgte also nicht. Auch gut, Epona würde sich davon nicht abhalten lassen, sich den Staub der Reise abzuspülen und die Wärme in ihre alten Knochen ziehen zu lassen. Später konnte sie das Mädel sicherlich in entspannterer Haltung antreffen.

Und genau so lief es auch. Derweil es dunkelte, verließ Epona die Heißen Quellen, tiefenentspannt und gut gelaunt und wohlriechend. Kurz klopfte sie ihre Taschen ab, überprüfte sie auf die Vollständigkeit ihrer Habe. Nach vollzogener Bestandsaufnahme schaute sie die Straße hinauf, dann hinunter, dann wieder hinauf. So. Wo ist meine treue Partnerin denn nun wohl? Hatte leider nichts angedeutet, wie sie sich die Zeit vertreiben würde. Achselzuckend spazierte die blonde Kunoichi aufs Geratewohl los, rein zufällig sogar in die richtige Richtung. Die Kopfgeldjägerin hatte es sich in einem Krämerlädchen "gemütlich gemacht" und durchschlenderte die geheiligten Hallen der Touristenfallen. Epona ging schnurstracks auf sie zu, an Regalen voller interessantem, nichtsnutzigem Kram vorbei. Zahlreiche T-Shirts, Federhalter, Trinkbecher trugen Schriftzüge wie "Ich *herz* Daichi" oder "Mein Freund war in Daichi und alles, was man mir schenkte, war..."
Die Stadt Daichimura hatte offenbar einen so umständlich zu vermarktenden Namen, dass man ihn fortwährend abkürzen musste.
Epona erreichte ihre Partnerin vor einem Regal, welches Plüschtiere einer undefinierbaren Pelztierspezies anbot. Zur Begrüßung griff die Diebin an der anderen Frau vorbei und drückte eins der Pelzmonster, woraufhin es laut und vernehmlich rülpste.
Hoi grüßte sie, Bereit? Oder musst du vorher noch was kaufen? Ich find ja die Murmeltiere hier super... oder sinds sitzende Hunde? Sie nahm das Pelztier aus dem Regal, brachte es nochmals zum Rülpsen. Hat was. Man könnte ihm eins von diesen T-Shirts dahinten anziehen...
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BeitragThema: Re: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeSa Feb 16, 2013 5:21 pm

Kleines Spielkind oder was? Eriko wollte eigentlich nur diesem peinlichen Regal vorbei gehen. Sie war stehen geblieben, weil sie gerätselt hatte, was das eine für komische Wesen gewesen waren. Die hatten sechs Füße und vier Augen. Sah wie ein Insektenmutant aus, der zudem auch noch scheußlich grün war. Dann war Madame vorbei gekommen. Und dachte nun wohl, dass es sich hier um einen Kuscheltier-Einkaufszug handelte. Dabei hingen zwei Meter weiter schöne Bilderrahmen mit billigen Verzierungen. Da wollte sie hin und gucken, ob sie eventuell ein Bild ihrer liebsten Persönlichkeit dort hinein tun könne. Aber nein, sie war aufgehalten worden. Skeptisch beäugte die Uchiyama Keiko bei ihrem Experiment mit dem Lautsprecher beschenkten Kuscheltier. Wer baute da so etwas ein? Normalerweise kamen da doch Sprüche wie Ich hab' dich lieb raus. Peinlich, aber Standard. Der Blick glitt erst nochmal zu dem fremdartigen Ding, dann in die Augen der Blonden. "Pack's einfach weg, deswegen war ich sicher nicht hier", dementierte Eriko die von ihr gedachte Vermutung, Keiko würde glauben, sie wäre an dem Kinderkram interessiert. Dementieren, dementieren, leugnen, das musste nun getan werden. Ansonsten wurde es peinlich und stressig, da sie so sicher keine blutrünstige Attentäterin abgab. Verdammte Kulisse.
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BeitragThema: Re: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeSa Feb 16, 2013 5:45 pm

Epona zog eine Flappe. Ooooooch... nicht? Sie hielt das Plüschding so, dass es mit seinen vier Kulleraugen die Kopfgeldjägerin anschaute. Schade. Dabei sind sie doch so... Sie schaute es näher an. Hob skeptisch eine Augenbraue. Dieses Ding hatte ja wirklich sechs Beine, war grün und... Hm, eben hielt ich es noch für knuffiger. Da kann selbst ein T-Shirt nichts mehr retten. Folgsam stellte sie das Tier daher zurück, hockte es so hin, dass es nicht umfiel. Was hieltest du denn von... Große Güte, eine Schneekugel. In Yokuchi schneit es vielleicht alle paar Jahre drei Zentimeter, und was steht hier rum? Und was ist das, ein Knallfrosch? Sie nahm ein ziggarrenförmiges Etwas aus einer Schachtel, auf dem "Knallt gut rein" stand, an den Seiten befanden sich die klassischen Bonbonrüschen. Sie zog probehalber und sachte daran... und stellte fest, dass es kein Stück nachgab. Verwirrt schüttelte sie es... und verstand. Oh. Halt. Nein, es ist nur Schnaps.
Achselzuckend wandte sich Epona nun wieder ihrer Kameradin zu, mit gedrückterer Lautstärke. Okay, es ist jedenfalls dunkel genug. Je früher wir anfangen, desto eher können wir in einem ganz bestimmten, anderen Souvenirladen Krempel anschauen. Wesentlich wertvolleren Krempel als das, was sich hier fand. Bedeutungsvoll nickte sie in Richtung des Ausgangs. Kauf, was du haben möchtest, oder schau morgen nochmal rein. Ich bin mir sicher, hier wird nichts ausverkauft...
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BeitragThema: Re: [Mini-Play] Assassinen-Treffen   [Mini-Play] Assassinen-Treffen Icon_minitimeDi März 05, 2013 11:47 am

Ein kleines Grinsen umschmeichelte das sonst so habgierige Gesicht von Eriko, als sie die Arme verschränkte und seufzen musste. So eine freudige Begegnung hatte sie, egal in welcher Persönlichkeit, schon lange nicht mehr getroffen und mehr als einen Gruß mit ihr getauscht. Aber die Welt war ja bekanntlich voll von eigenartigen Persönlichkeiten, jede wollte zudem etwas Besonderes sein und die Menschen aus den unteren Schichten waren diejenigen ohne große Individualität. Sie waren - psychologisch betrachtet - Nicht-Personen, nur auf ihre Funktion reduziert und kaum einer interessierte sich für mehr als nur ihre Namen, um sie nicht unhöflich ansprechen zu müssen mit "Hey Sie" oder so was. Eriko drehte den Kopf über die Schulter und betrachtete die Regale um sich herum. Wenn sie es sich recht überlegte, brauchte sie eigentlich hiervon nichts. Es war alles nur süß anzusehen und, wenn man wie Keiko wollte, auch schön anzufassen. Doch für etwas von hier würde sie keine Ryo verschwenden, dann schon eher für so etwas wie eine personenüberwachte Lieferung direkt aus der Heimat, falls einmal etwas Wichtiges anstand oder verloren gegangen war. Das war zwar bisher noch nie wirklich vorgekommen, aber mitunter könnte es doch passieren, dass plötzlich jemand mit falscher Identität aus Nishiyama aufkreuzte. "Wir können gerne gehen, ich war eher bummeln als mit der festen Absicht hier, irgendwas Billiges zu kaufen, was ich in einer Woche sowieso wieder uninteressant finde", kommentierte Eriko und schloss dabei betonend die Augen, als hätte sie ein Niveau, das der Laden niemals erreichen könne. Mit einem eiligen Schritt drehte sie sich zum Eingang und nickte Keiko zu, ihr zu folgen. "Wir können. Aber da du ja anscheinend die Ortkundigere bist, sei so etwas wie mein Guide, damit wir auch zum Ziel gelangen. Dieses Sightseeing wird bestimmt Spaß machen." Diese besondere Art von Sightseeing, die die beiden vorhatten, aber die kein anderer wohl gutheißen würde. Aber sie würden ja auch nicht mit irgendwelchen fremdartigen Fahrzeugen zum Ziel vorpreschen und mit Schwarzpulver eine Feier veranstalten. Allmählich kam zu viel Fantasie ins Spiel.
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