Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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BeitragThema: Ringo & Selvaria [Timeskip-Play]   Ringo & Selvaria [Timeskip-Play] - Seite 2 Icon_minitimeDo Okt 31, 2013 10:04 pm

das Eingangsposting lautete :

Dieses namenlose kleine Dorf, es war eher eine 50-Seelen-Siedlung. Hier wohnte Selvaria seit etwa einem Monat. Es hätte auch jeden anderen Ort treffen können, der offen für Leute war, die ungefährlich erschienen und aus lauter Verzweiflung eine Bleibe brauchten. Sie war mehreren Menschen begegnet, denen sie lieber nicht begegnet wäre. Sie war aus Tsuki geflohen, nachdem man ihr da unter einem gewissen Schatten der Tarnung geholfen hatte, aber nur auf die Beine zu kommen. Skepsis war trotzdem die ganze Zeit über da gewesen, und als sie den Brief von M gelesen hatte, war ihr intuitiv klar, dass sie aus diesen Mauern entkommen musste. Durch gewisse Menschen war ihr das auch gelungen, mit denen sie dann etwas Zeit verbracht hatte, aber selbst dort war sie nicht in Sicherheit gewesen. Es ging weiter mit jeglichem Stress und Vorfällen, die sie sich als gedächtnislose Frau nur ausmalen konnte. Letztlich war sie dann hier gelandet, nachdem sie ziellos und bedrückt umher gewandert war. Die ehemalige Jônin hatte immer noch kaum etwas von ihrem alten Ich zurück. Sie hatte nur den einen oder anderen rätselhaften Traum gehabt und erinnerte sich an das Gesicht, das aufgeblitzt war, als sie Ms Mitteilung gelesen hatte. Diesen Mann vergaß sie nicht. Aber begegnet war sie ihm bis dato nicht. Und er hatte sie auch nicht gefunden. Wann kam sie sich selbst nur ein Stück näher? Jemals? Es war zwar angenehm für Selvaria im Schutze dieser kleinen Bauernsiedlung zu leben, ohne einen einzigen Shinobi, aber dafür war das größere Dorf in der Nähe umso eigenartiger. Dort sollten Leute leben, die einst Shinobi gewesen waren, sich aber dorthin zurückgezogen hatten, weil sie zwielichtige Vergangenheiten hatten. Glücklicherweise war Sel hier geblieben. Sie wohnte bei einer älteren Frau, der sie beim Haushalt half, während beide sich quasi gegenseitig das Leben mit Arbeit erleichterten. Es beruhigte einerseits endlich von Ninjas entfernt zu sein, andererseits saß Sel die Frage im Nacken, wie es mit ihrer Identitätslosigkeit weitergehen sollte, ob noch etwas geschah. Von ihren Wunden und alten Verletzungen hatte sie sich tadellos erholt. Da konnte sie Lobe aussprechen, wenigstens einmal. Da fiel ihr aber ein, dass sie eine Narbe an der Schulter hatte, welche sie mitunter doch auffallend einschränkte. Sie musste schon deutlich älter sein als die frischen Verletzungen. Es war eine Art Indiz für ihre Vergangenheit, aber ihr war nicht klar, woher die Narbe stammte. So berührte die dunkelhäutige Frau sich an jener Schulter, drückte sanft zu und sinnierte weiter darüber nach. Solange, bis die ältere Dame auf die Terrasse zu ihr trat. Es regnete, die Sonne brach kaum durch die Wolken, und die Felder, die sich vor Selvaria erstreckten, wirkten in diesem Moment eher überwässert als hübsch und herbstlich. Die Silberhaarige sah zur Seite mit einem seichten Lächeln, während die Frau dies erwiderte. Sie sprachen kurzzeitig über das missratene Wetter ehe Sel hinein gebeten wurde. Es gab Essen. Nichts Besonderes, aber ausreichend, um satt zu werden. Eine halbe Stunde später zog die 33-Jährige sich einen Mantel über, zog die Kapuze über den Kopf und ging mit einem Leinenkorb am Arm aus dem Haus. Der Schlamm der Straßen matschte recht laut unter ihren Schuhen, wodurch sie das Wasser auch relativ schnell ihren Füßen annäherte. Viel Dichte konnte man davon nicht erwarten, aber sie war der alten Frau dankbar, überhaupt Kleider bekommen zu haben. Sie waren etwas altmodisch, aber ließen Sel dafür umso unschuldiger aussehen. Wie eine Tochter der Alten. Heimlich lächelnd marschierte sie weiter, bis sie endlich in dem anderen Dorf angekommen war, in dem einige Menschen wohnten, denen man lieber aus dem Weg ging. Hier sagte man sogar Rollstuhlfahrern und Blinden nach wahre Kampfmaschinen zu sein. Gruselig. "Hm, Rüben, Karotten und eine Apfelkiste", wiederholte Selvaria das, was sie einkaufen musste. Vielleicht fand sie noch das eine oder andere. Jedenfalls ging sie durch den Regen hindurch, während ihre silbernen Haare trocken blieben unter der beigen Kapuze. Sie blieb an einem überdachten Stand stehen, ein durchschnittliches Käufer-Kunden-Gespräch, dann hatte sie schon ihre Karotten. Nachdem sie woanders auch noch die Rüben geholt hatte, setzte sie sich erst einmal bei einer Kreuzung auf eine Bank, wobei sie aufgrund des nun Nieselregens endlich die Kapuze abziehen konnte. Den Korb stellte sie neben sich und putzte sich mit einem Taschentuch kurz die Nase. Kaltes Wetter war nicht gut für zarte Gemüter. Ihre auffälligen gelben Augen sahen auf ihre Hände, die einen Zettel hielten. Es war der der Brief von M. Melancholisch las sie die Zeilen nochmals wie sie es jede Woche mindestens zweimal tat mit der Hoffnung einen Geistesblitz zu bekommen.
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BeitragThema: Re: Ringo & Selvaria [Timeskip-Play]   Ringo & Selvaria [Timeskip-Play] - Seite 2 Icon_minitimeDi Dez 10, 2013 10:46 am

Intuitiv suchte Ringo den Schatten.
Dieses Dunkle, das in den meisten Großen steckte. Nicht nur in den körperlich Großen. Auch in den kleineren Großen. In den Abgebrühten, Effektiven, Gnadenlosen und in den Raubtieren. Sie suchte nach dem Etwas, das Krallen und Fänge hatte. Die Aura von Bedrohlichkeit, die aus jedem Menschen triefen konnte, der sein Geld mit Kampf verdiente. Auch - und insbesondere - aus Solchen, die Blitze aus ihren Händen schossen und Regenwasser in Geschosse verwandelten.
Da war kein Schatten. Oder? Da war dieses weiche Gesicht, dieser fast schon greifbare Dunst der Unsicherheit. Ringo Sarutobi suchte mit den Augen eines Shinobi nach der Ausstrahlung eines Gleichen. Ganz gleich, woher ein Shinobi kommen mochte, irgendwo am Grunde des Gefäßes setzte sich doch der gleiche Dreck ab. Die gleiche Basis. Mochten sich Shinobi aus den großen Machtzentren der Welt oder den freien Clans oder dem Untergrund noch so sehr hassen, es gab letztlich ein identisches Fundament. In der Sonne warf doch alles den gleichen Schatten.
Hier war keine Sonne. Starke Bewölkung. Eisengrau, bleischwer die Wolkendecke. Vielleicht deshalb kein Schatten. Die blonde Kunoichi kam zum Schluss, Selvaria lang genug angestarrt zu haben. Blinzelte, ohne ihre todernste Miene zu verlieren, und stapfte Kabibak entgegen.
Du denkst zuviel und weißt zuwenig. Diese Worte kamen so knochentrocken hervor wie ein Stück Töpferware aus dem Brennofen. Geht vermutlich jedem Amnesisten so. Angst vor dir selbst. Vielleicht? Nicht vielleicht, das ist ganz sicher so. Ringo war sich völlig bewusst, dass sie gerade auf dem ohnehin angeknacksten Gemüt Selvarias herumhüpfte. Mit Zentner-Gewichten im Rucksack möglicherweise. Und sie dachte an ihren Clan zurück, an ihren Vater.
Willst du eine Festung bauen, dann ebne den Boden.
Bleib. Das Kommando ging an Kabibak. Sie klopfte ihm auf die Nase, nestelte dann an den Satteltaschen herum und holte eine kleine, handliche Schriftrolle hervor.
In nächster Nähe rappelte sich gerade noch ein Bandit auf; offenkundig war er aus einer kurzen Ohnmacht erwacht, starrte panisch um sich und suchte sofort das Weite.
Ringo beachtete den Flüchtigen nicht weiter; es hätte genauso gut irgendwo ein Spatz auffliegen oder ein Hase daherhoppeln können. Selvaria. Schau. Die Schriftrolle wurde ein kleines Stück weit geöffnet und ein Siegel freigelegt; heraus sprang ein Tonkrug. Ein hübsches Stück, in dessen Oberfläche zahlreiche Verzierungen graviert waren. Ein besonders häufig auftauchendes Motiv war der Uzumaki-Wirbel Konohagakures. Ringo legte die Rolle in Kabibaks Satteltasche zurück. Hielt einen Moment inne, konzentrierte sich. Warf den Topf in die Höhe, schloss Fingerzeichen, fing den Topf wieder auf. Spuckte eine tüchtige Ladung tintenschwarzer Flüssigkeit hinein. Pfäh... Mit angewiderter Miene spuckte sie seitlich aus. Ließ den Topf nochmals hüpfen, schloss Fingerzeichen.
Im Fluge schwappte die schwarze Flüssigkeit kurz hoch, fiel jedoch komplett wieder in den Krug hinein, der einhändig aufgefangen wurde. In der freien Hand der jungen Frau glimmte ein Fünkchen.
Ringo suchte durchdringend Augenkontakt. Ninjutsu verletzen und töten, nicht? Ohne hinzusehen, ließ sie das Flämmchen in den Topf fallen. Der Inhalt fauchte, ließ eine Stichflamme hochgehen und begann dann, vor sich hin zu brennen.
Ringo trat auf Selvaria zu, den Krug in ihre Richtung streckend. Halten befahl sie. Und verfiel in Schweigen. Schaute erwartungsvoll auf Selvarias Gesichtszüge, derweil sich der Krug in den Händen der dunkelhäutigen Frau erwärmte. Irgendwann würde es wohl auch zu heiß werden, doch für eine Weile gab der Feuertopf sicherlich einen guten Handwärmer ab. Insbesondere, wenn man mit durchnässten Kleidern auf der Wiese steht, nicht?

Zugegeben. Genauso gut hätte Ringo Selvaria ein Tischmesser reichen und fragen können, ob dieses Ding auch den Zweck des Tötens erfüllte. Doch letztlich ging es hier ja um Ninjutsu... und um eine kleine Geschicklichkeitsübung wollte sich die Sarutobi nicht bringen lassen.

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BeitragThema: Re: Ringo & Selvaria [Timeskip-Play]   Ringo & Selvaria [Timeskip-Play] - Seite 2 Icon_minitimeDo Dez 12, 2013 3:48 pm

Irgendwie war Ringo ein komisches Mädchen. Man sah, dass sie jünger war, deutlich jünger, aber sie sprach kurz angebunden und tat Dinge, die kaum einer verstehen konnte. Selvarias gelbe Augen glubschten wie die eines verwunderten Kindes, als die Blonde mit einem Krug und Öl sowie Flammen herumspielte. Sie schmiss es hoch, fing, spuckte rein, schmiss hoch, zündete an, reichte herüber. Skeptisch hielt die Dunkelhäutige das Gefäß fest. Fast war ihr ein Äh... über die Lippen gekommen, aber sie wollte ihrer Verwunderung nicht auch noch akustischen Ausdruck verleihen. Was das sollte, war ihr allerdings ein großes Rätsel. Der Topf brannte von innen brav, erwärmte nach und nach die Hände, Selvaria sah in die Flammen, manchmal darüber hinweg, um Ringo verdutzt anzusehen. Immer noch das große Mädchenblinzeln. Mehr als Es wärmt und Es brennt ging gerade nicht in den Kopf der 33-Jährigen. Sie konnte keinerlei Bezug zu dem aufbauen, was sie gerade eben gesagt hatte. Schließlich beschloss Sel, einfach auf das zu schauen, was da so loderte, also die Flammen. Im Kern schienen sie immer gelblicher, heller und heißer zu werden. Weißes Feuer war es nicht, welches bekanntlich am heißesten war, aber die Hand sollte man nicht hinein halten. Aber diese schönen Formen, die sie da flackernd vor sich sah, hatten dennoch etwas Lockendes. Die Augenlider sackten ein Stück weit nach unten, Selvarias Mimik versickerte in einer Art Ausdruckslosigkeit, während sie tagzuträumen schien. Wer eine fragile Psyche hatte, auch wenn nur wegen Amnesie, war für diverse Auslöser stets zu haben. In diesem Fall: Für Feuer. Plötzlich quiekte die Sakiyurai förmlich. Sie hielt den Krug zwar fest, aber riss die Auge auf, die Augenbrauen hoch und bekam leicht gerötete Wangen. Ein kleines Bild war vor ihrem geistigen Auge aufgeblitzt. So viele insgesamt wie seit Monaten insgesamt - an nur einem Tag. Ringo war eine gute Quelle für Erinnerungen. Nur peinlich, dass Selvaria sich gerade selbst gesehen hatte, dezent unbekleidet, in den Armen eines Kerls, der generell ihre erste Erinnerung ausmachte. Dessen Gesicht sie kurzzeitig, zu kurz, in Tsuki gesehen hatte. Der M war. Und ihre verschüttete Vergangenheit hatte ihr nun entgegen geschmissen, dass sie einmal etwas mit ihm gehabt hatte. Ihre Intuition sagte ihr automatisch, dass es vorbei war, aber es war einmal da gewesen. Völlig unangenehm berührt blinzelte Selvaria Ringo an. "Hast du mit dem Feuer gerade ein Genjutsu bewirkt? Das ist unmöglich, was ich gerade gesehen habe." Betreten stellte sie den Krug ab und zog den Mantel enger an ihren Körper. Was für eine Erinnerung - dass sie mit diesem M einmal das Bett auf eine besondere Art und Weise geteilt hatte.
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BeitragThema: Re: Ringo & Selvaria [Timeskip-Play]   Ringo & Selvaria [Timeskip-Play] - Seite 2 Icon_minitimeMi Dez 18, 2013 1:26 pm

Ringo kniff einmal mehr die Äuglein zusammen. Wartete zusehends ungeduldiger werdend auf die Erleuchtung, die auf ihre großartige Perfomance zu folgen hatte. Aber irgendwie kam da nichts. Kein verstehender Ausdruck auf dem Gesicht, gefolgt von tiefster Dankbarkeit für die überbrachte Lehre. Na ey, ihre Worte hatten vor Weisheit doch nur so getrieft! Auch wenn es insgesamt bloß ne Handvoll Silben waren.
Doch da. Erleuchtung? Nein, Selvaria machte nach einem kleinen Quietscher bloß ein sehr leeres Gesicht. Ringos linkes Auge wurde noch ein kleines bisschen schmaler, denn ihr fiel auf, dass Selvarias Gesicht selbst leer und dumpf noch recht hübsch aussah. Eine kleine, feine Stimme in ihrem blonden Köpfchen stimmte dafür, ihr die Haut abzuziehen und zu einer ... ne. Der Gedanke verlief - dem Feuerwillen sei dank - im Nirgendwo.
Stattdessen überlegte Ringo, ob sie gerade ein neues Katon-Jutsu entwickelt hatte. Eins mit Hypnose-Wirkung. Wär das nicht geil? Diesen Gedanken sollte sie gut verpacken und demnächst weiterverfolgen. Doch zuerst musste sie natürlich überlegen, wie sie Selvaria aus der Hypnose holen konnte. Mit Fingerschnippen vielleicht? Gerade wollte sies tun - da erwachte die Silberhaarige von selbst, schaute seltsam drein, als wäre ihr ein unangenehmer Geruch in die Nase gekrochen. War da sowas wie... Ekel?
"Hast du mit dem Feuer gerade ein Genjutsu bewirkt? Das ist unmöglich, was ich gerade gesehen habe."
Ja, das ist ziemlich unmöglich bestätigte die Sarutobi nach kurzem Schweigen und nahm den Krug zurück. Derweil sich die Ältere ein wenig in nebulösen Gedanken vergangener Zwischenmenschlichkeiten erging, betrachtete die Jüngere eingehend das Flämmchen. Komm komm, ich will auch.
War nix. Passierte nix. Langweilig. Schulterzuckend kippte sie das brennende Öl ins Gras, verstaute seelenruhig den Krug in der Schriftrolle. Schloss das Fingerzeichen "Widder". Sho. Das Feuerchen verwandelte sich in nichts als heiße Luft. Ach, naja. Komm, aufsteigen. Du bist nass und offenkundig durcheinander. Wir machen noch ein Stück Weg und sehen dann zu, dass wir ein Fleckchen zum Lagern finden. Sie sprang in den Sattel von Kabibak, natürlich wieder aus dem Stand. Derweil sich der Spießbock in Reiserichtung drehte, schaute Ringo mit offenkundiger Neugierde über die Schulter zu Selvaria.
Aber... was hast du denn gesehn?

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BeitragThema: Re: Ringo & Selvaria [Timeskip-Play]   Ringo & Selvaria [Timeskip-Play] - Seite 2 Icon_minitimeDo Dez 19, 2013 4:24 pm

Glücklicherweise musste Selvaria sich nicht länger mit dieser Zauberei auseinanderetzen. Ringo nahm Krug und Feuer wieder an sich, versiegelte das eine und löschte das andere. Sie wollten weiter, weg von hier, damit sie dort ankamen, wo die drei Personen warteten, die diese Mission in Auftrag gegeben hatten. Kurz darauf saß die 21-Jährige auch schon im Sattel ihrer Antilopenziege. Mit dezentem Rotschimmer auf den Wangen folgte Sel diesen Bewegungen und begab sich auf das andere Kuchiyose, woraufhin dann aber wieder eine Frage kam, die sie fast aus'm Sattel geschossen hätte. Die gelben Augen glubschten erneut in Richtung Blondine. Was sie gesehen hatte? Uff. Sollte sie sagen: Mich, stöhnend, vorgebeugt? Warum mussten die Menschen so neugierig sein? Herr je, aber sie antwortete lieber stammelnd, als Ringo anzulügen. "I-Ich ... schien einmal eine A-Affäre ge-h-habt zu haben." Dann musste sie sich räuspern, senkte den Kopf und blickte auf den Rücken des Bocks. "Ich habe einen Mann gesehen."
__________

Jenen Mann sollten sie nach etlichen Kilometern, Stunden und dem hereinkommenden Nachmittag allerdings nicht antreffen. Das Dorf, welches sie fanden, sagte Selvaria gar nichts, doch hier wohnte jemand, der stärker mit ihr verknüpft war, als alle bisher dagewesenen Kontakte. Es war wahrlich nur ein Dorf, doch manche Häuser waren erstaunlich solide und deuteten auf Besitzer mit festem Einkommen hin. Die beiden Frauen kamen an einer Kreuzung an, die mit einem Weg direkt in den Ort hinein führte. Auf einem nett dekorierten Schild mit Moos bedeckten Holzbrettern stand ein Name, dem schenkte die Sakiyurai aber keine Beachtung. Sie stieg vorsichtig von ihrer Antilope, strich ihr kurz tätschelnd über den Hals und machte dann einige Schritte nach vorne, wobei die Wolken über ihr merkwürdig begannen zu schimmern. Sie flackerten immer an unterschiedlichen Stellen auf, bis man sanftes Grollen hören kann. Missmutig zog Sel ihre Mantelkapuze nach oben. Sie warf einen Blick über die Schulter zu Ringo. "Hoffentlich regnet es gleich nicht allzu heftig." Ein Blick zur Erde, welche an dieser Stelle nicht so feucht war wie die ganzen Wiesen. Aber das hielt wohl nicht lange an. Die Silberhaarige drehte sich wieder dem Dorf zu, in dessen Straßen kaum Menschen zu sehen waren. Es gähnte ein bisschen vor Einsamkeit - oder Geheimniskrämerei. Hier ein älterer Mann, der mit einem Blick zur Seite schneller ging, dort eine junge Frau, die sich ebenso eine Kapuze ins Gesicht zog und im nächsten Gebäude Schutz suchte - vor dem Regen oder vor den Fremden. Vielsagend kamen in dem Moment auch noch Feldraben auf das Dach eines Hauses geflogen, gaben ihre Grabesstimmen von sich und untermalten die Verschlossenheit der wenigen Einwohner. "Und hier soll die Mission sein?"

Out: Wenn du magst, kannst du Epona irgendwo aus dem Schatten treten lassen, falls das angebracht ist.
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BeitragThema: Re: Ringo & Selvaria [Timeskip-Play]   Ringo & Selvaria [Timeskip-Play] - Seite 2 Icon_minitimeSa Dez 21, 2013 11:30 am

Wow. Eine Affäreee... Ringo betonte die Worte ironisch, zog die Silben in die Länge. Auch noch mit einem Mann. Mein kleines, reines Herz ist nun verdorben. Sie konterte Selvarias zögerliches Antworten mit der härtesten Ernsthaftigkeit, die sie mit ihrem kindlichen Gesicht aufbringen konnte. Wer hätte daaas gedacht? Verbarg sich unter der Schnippigkeit schon wieder Neid? Meh, meh, meh. Jetzt weiß ich, woran du denkst, wenn du in ein Lagerfeuer schaust...
Ob das eine Form von Humor war? Dieses dezent säuerliche Kabbeln? Ja, es war ungefähr das Witzigste, zu dem Ringo Sarutobi imstande war.

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Nach strammem Ritt erreichten sie den Treffpunkt.
Ringo schaute sich ganz ähnlich interessiert um wie Selvaria, allerdings wußte sie im Gegensatz zu der Gedächtnisverlustigen recht genau, was sie suchte. Die blonde Kunoichi musterte die wenigen Passanten nur oberflächlich; falls sich der Auftraggeber in Verkleidung herumtrieb, würde er sie schon ansprechen.
Als Selvaria sie wieder ansprach und gerade die Kapuze aufsetzte, wendete sich Ringo ihrer Begleiterin wieder zu. Wenns regnet, wirds halt nass entgegnete sie schlicht. Eigentlich hatte sie angesicht des fernen Wetterleuchtens und Wolkenbauchgrummelns ebenfalls den Impuls verspürt, die Kapuze überzuklappen. Nun aber ließ sie es demonstrativ bleiben, wandelte den Griff zur Kapuze um in ein Zurückstreichen ihrer Haare.
Hier ist zumindest der Treffpunkt war dann die etwas leisere Antwort. Ringo blieb im Sattel, schaute kühl um sich und kniff die Augen zu einem bohrenden Blick zusammen, wenn irgendwo ein Einheimischer sie etwas genauer musterte. Raben krächzten von den Dächern, als wollten sie das Gewitter ankündigen. Und welch ein herrliches Fleckchen es ist... Säuerlich verzog sie das Gesicht. Ihre meergrauen Augen gingen zu den großen Vögeln, ihre Hand zur Schleuder am Gürtel. Schöne Federn. Die möchte ich gern haben. Ein Rabe legte den Kopf schief, onyxfarbene Knopfäuglein glänzten und fixierten Ringos Hände. Außerdem nervt das Gekrächze... Ihre Hände wurden Schatten. Verschwammen in der Bewegung, flogen zur Waffe und zur Munitionstasche an der anderen Hüfte. Die Rabenschar flog auf; der Schleuderkiesel zischte wie an einer Schnurr gezogen übers Dach und zerpflückte einem der Vögel die Schwanzfedern, woraufhin ein empörtes Krächzen ertönte.
Ringo lenkte Kabibak mit Schenkeldruck dorthin, wo die Federn niederrieselten. Mit der Andeutung eines Lächelns fing sie ihre Trophäen auf.
Eine mutwillige Art ist das, auf Vögel zu schießen... Aus dem gähnenden schwarzen Loch eines offenen Scheunentors hervor trat Epona, in einen ockerfarbenen, schlichten Umhang gehüllt. Sie betrat kaum die Straße, sondern winkte von der Türschwelle aus. Kommt ins Trockene, ehe es zu Gießen anfängt. Wir haben es gemütlich hier drinnen. Die Frau mit dem blonden Pferdeschwanz wandte sich um. Ko, hol doch noch zwei Tassen her. Wir haben Besuch.
Kam es einem nur so vor, oder befand sich die Spitze des Pferdeschwanzes in leichter Unordnung? Als wäre sie durch irgendetwas zerzaust worden...

Im Inneren der Scheune hockte noch eine weitere Frau; hier drinnen hatten sich die beiden spartanisch, aber gemütlich eingerichtet. Sie hatten aus Heubündeln Möbel gebaut und diese - natürlich noch mit Sicherheitsabstand - um eine kleine Feuerstelle herum aufgestellt. Zwei Sofas, zwei Sessel. Über der Feuerstelle hing ein kleiner Suppentopf an einem Dreibein. Wie man dem Aroma entnehmen konnte, handelte es sich bei dem Inhalt allerdings nicht um Suppe. Sondern um Gewürzwein.
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BeitragThema: Re: Ringo & Selvaria [Timeskip-Play]   Ringo & Selvaria [Timeskip-Play] - Seite 2 Icon_minitimeSo Dez 29, 2013 1:17 pm

Es war eine recht triste Umgebung, mit schlechtem Wetter und einer Atmosphäre, die gähnte wie der Schlund eines Toten, den man gehängt und danach vergessen hatte. Selvaria war zusammengezuckt, als Ringo auf die Krähe gezielt und sie getroffen hatte, sah sogar etwas säuerlich zu der 21-Jährigen hinüber, während das Tier sich verabschiedete. Sie schoss es für seine Federn ab? Interessante Präferenzen, die sie da hegte. Kurz darauf meldete sich jemand anderes zu Wort, sodass Selvarias Aufmerksamkeit umgelenkt wurde und sie auf die Frau sah, die sich im Tore einer Scheune abzeichnete. Noch eine Gestalt, die nicht wirklich in dieses Dörflein passte. Zumindest erweckte sie sofort den Eindruck einer Reisenden - oder vielmehr den einer überschwänglichen Gastgeberin im Kontrast zu den huschenden Ratten des Ortes, die sich Bewohner schimpften. Komische Leute und komischer Ort. Ohne noch etwas zu sagen ging Selvaria voran, zu der Fremden und trat in die das Gebäude ein, wo noch jemand anderes saß. Mit einem kurzen Blick auf die Dame - oder vielmehr das Weibliche, was sie versuchte von Natur aus zu sein - musterte Sel ihre Umgebung. Intuition oder Gewohnheit? Irgendwie wollte sie sichergehen, um wen und was es sich hier handelte. Doch es waren nur gelagerte Waren und Heuballen hier. Fast schon langweilig gegenüber dem, was sie bisher erlebt hatte. Und an diesem Ort sollten sich drei Menschen befinden, die etwas von ihr wollten? Entweder litt das Schicksal unter Geschmacksverirrung oder der werte Herr Zufall wollte sie verarschen. Leicht zog sie die feinen Brauen zusammen, blieb nach kurzem Herumlaufen stehen und sah die Runde der Frauen an: Jene, die Ko genannt worden war, ihre Kameradin mit noch blonderem Haar als Ringo, die wohl die Jüngste im Bunde war und wirkte wie der Welpe zwischen den Doggen. Irgendetwas machte der Ort mit Selvaria, auch wenn sie es nicht definieren konnte. Je länger sie hier war, desto mehr verschwand ihre naive und zimperliche Art, die sie seit ihrem Unfall entwickelt hatte. Vielleicht ein starker Deut in die Richtung der eigenen Vergangenheit? Schweigend nahm sie in der Runde Platz und öffnete ihre Mantel, ließ ihn aber an, wobei sie sich vorbeugte und sich über die Stirn rieb. Irgendwie war es komisch, dass sie auf dem Weg hierhin verfolgt worden waren. Das alles wurde immer schleierhafter. "Also, um was geht es hier?", fragte die Silberhaarige. Ihre gelben, auffälligen Augen richteten sich auf Epona, als wären Ringo und die andere Frau auf einmal völlig bedeutungslos. "Es soll eine Mission geben, soweit ich weiß, wofür man mich unbedingt suchen musste. Allerdings kann ich nicht wirklich etwas mit den Namen der Personen anfangen, die mich erreicht haben. Und wer seid ihr bitte schön? Noch weitere Gestalten, die ich nie in meinem Leben getroffen habe?" Allmählich kam wohl ein wenig Frust auf. Nach so vielen Monaten hatte Selvaria es satt immer Menschen zu begegnen, die anscheinend etwas über sie wusste, während sie es selbst nicht gewusst hatte. Die weder einen M noch etwas anderes kannten, das ihr weiterhelfen konnte. Warum hatte sie auch nur ihre verdammten Erinnerungen verloren?
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BeitragThema: Re: Ringo & Selvaria [Timeskip-Play]   Ringo & Selvaria [Timeskip-Play] - Seite 2 Icon_minitimeDo Jan 02, 2014 3:20 pm

Ringo verzog ein wenig die Miene beim Anblick Eponas; sie schob die Federn in ihren Rucksack und brachte Kabibak mit einem Zungenschnalzen dazu, kehrt zu machen und der blonden Frau nachzutrotten. Die Sarutobi beugte sich auch ein wenig aus dem Sattel, fischte die Zügel von Selvarias Reittier zu sich heran und gab ihm durch leichten Zug zu verstehen, dass es ruhig mitdurfte.

Im Inneren der Scheune tat Ringo, was Selvaria auch tat: Die Umgebung mustern, als lauere irgendwo ein Feind im Schatten, und sich dann in eins der Heumöbel setzen. Die beiden Oryx-Antilopen zockelte ihr dabei nach. Sie platzierten sich hinter dem Strohsessel und begannen, Häppchen aus der Lehne zu rupfen.
Ringo musterte die beiden anderen Frauen ernst. Die Zusammenkunft mit Epona war nicht zu vermeiden gewesen; von Anfang an hatte sie gewußt, dass es darauf hinauslaufen musste. Doch es schmerzte nichtsdestotrotz, die Rolle der Anführerin abtreten zu müssen - ein Seitenblick auf Selvaria, die ihre jüngere Begleiterin mehr oder weniger ignorierte, gab ihr noch einen weiteren, kleinen Stich. Dies schlug sich auch auf ihren schmalen Gesichtszügen nieder; die Mimik der Sarutobi war nicht so gefasst und unbeweglich, wie sie es wohl gern hätte. Epona sah es, Ko sah es gleichfalls. Die Blonde ignorierte es, die Schwarzhaarige griente wie ein Wolf, ein struppiges Geschöpf mit glänzenden Zähnen. Auch einer ihrer Arme glänzte unnatürlich; es war nicht der Schein von menschlicher Haut im Lichte des Feuers, sondern der von poliertem Holz.
Ausgerechnet du säuselte Ko, ziehst den Fang an Land. Gratuliere, Kindchen. Dafür verdienst du dir auch mal etwas anderes als Saft... Im Halbdunkel glimmte etwas aus den Fingerspitzen der Frau; Chakrafäden. Mit der Armprothese langte Ko neben ihren Sessel und holte zwei Becher hervor. Im nächsten Moment verbanden sich die Fäden mit den Henkeln und ließen die Krüge in den Topf über dem Feuer eintauchen. Ein drittes Bündelchen von Fäden hantierte mit der Kelle. Nach dem Schöpfen ließ Ko den Glühwein zu Ringo und Selvaria schweben. Verschluck dich nicht dran. Und Vorsicht, heiß... Die Abschätzigkeit in der Stimme war deutlich hörbar. In der Tat, Ringo wirkte hier wie ein Welpe. Ein schmales Mädchen zwischen diesen drei Frauen, die allesamt hatten, was Ringos ewigen Neid anstachelte. Nicht bloß, was das Aussehen anging. Es war auch schlicht Macht, um die sie die drei anderen beneidete. Ko fabrizierte diese Dinge mit ihren Fäden, schüttelte sie buchstäblich aus dem Ärmel. Selvaria hatte von Tuten und Blasen keine Ahnung, fegte aber trotzdem ein Rudel Straßenräuber beiseite. Und Epona... keine Ahnung, was sie konnte oder besonders machte. In ihrem Falle liefen die Dinge einfach so, wie sie es wollte und vorhergesagt hatte. Das wußte sie und strahlte dieses Wissen auch aus.
Ringo senkte ihren Blick auf die Tasse.

Epona nahm derweil ihren Platz auf einem Heusofa wieder ein, halb liegend, halb sitzend. Mit dem Hauch eines Lächelns verfolgte sie Selvarias Tun. Den Blick, aus dem das Verlangen nach rascher Aufklärung sprach, erwiderte sie ungerührt. Eisblau musterte interessiert das auffällige Gelb, das ihr entgegenleuchtete.
So machte sie, eine feine Augenbraue hebend. Du weißt von nichts? Das ist allerdings verwirrend...
Gedächtnisschwund warf Ringo von der Seitenlinie ein. Ihr fehlts hier. Sie klopfte gegen ihre Schläfe. Hat keine Ahnung von irgendwas.
Epona blinzelte, ehrliche Überraschung zeigte sich. Es gab ja auch keinen Grund, diese Regung zu verbergen. Stirnrunzelnd wandte sie sich wieder Selvaria zu. Du kennst keinen von uns, ob mit deinem Gedächtnis oder ohne sprach sie nach kurzem Nachdenken und dem Entschluss, sich zuerst Selvarias Frage zu widmen. Zumindest soweit ich weiß. Und für gewöhnlich vergesse ich keine Gesichter. Aber egal. Du hast Amnesie? Ungünstig, doch dies soll uns nicht im Wege stehen.
Epona schwang sich in sitzende Position, beugte sich vor und verschränkte die Hände im Schoß. Ich bin ein gutes Seelchen, weißt du? Von Zeit zu Zeit, da wandere ich aus guter Tradition umher und gelange an interessante Orte. Manchmal finde ich dort Menschen, denen ich dann - weil sie so arme Schweine sind - einen Gefallen anbiete. Und genau dies hat dafür gesorgt, dass ich dich suchen ließ, Selvaria. Zuletzt waren es drei Leute, gefangen in einem Sklavenhort, denen ich einen Gefallen anbot. Und sie wollten dich. Genau dich. Eponas Zeigefinger deutete auf die Dunkelhäutige. Sie wollten Selvaria Sakiyurai. Und wer wäre ich, ihnen diesen Gefallen nicht zu tun? Lässiges Schulterzucken. Warum gerade dich? Wer weiß. Vielleicht, weil du am besten geeignet bist, sie aus ihrem Elend zu retten? Vielleicht, weil sie einfach niemand anders kennen als dich? Fragen über Fragen. Gletscherblaue Augen glimmten. Es ist ein Rätselgewirr. Deine... Unpässlichkeit lichtet dieses Chaos nicht gerade. Aber es macht die Sache doch spannend. Erwartungsvoll betrachtete Epona Selvaria. Du kannst nichts mit den Namen der Auftraggeber anfangen? Kein Problem. Nimm diese Mission an, und wir hier geben dir die Chance, sie von Angesicht zu Angesicht zu treffen.
Draußen plätscherte nunmehr der Regen vom Himmel. Schwere Tropfen. In der Ferne rollte noch zart und schwachbrüstig der Donner.
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BeitragThema: Re: Ringo & Selvaria [Timeskip-Play]   Ringo & Selvaria [Timeskip-Play] - Seite 2 Icon_minitimeMi Jan 08, 2014 12:25 pm

Normalerweise war Selvaria in ihrem derzeitigen Zustand ein zartes Seelchen. Sie beäugte die Menschen um sich herum, während sie nur ein unsichtbarer Teil der großen grauen Masse war. Doch hier ging es leider einmal mehr um sie, wie öfter in letzter Zeit, sodass auch ihr gereinigtes, sanftes Gemüt auf die Streckbank gespannt worden war. Der Frust keimte, während die Erinnerungen, wenn sie wieder da waren, nur noch mehr verwirrten, und keinen Aufschluss gaben. Sie wusste nur, dass sie starke Fähigkeiten gehabt haben musste, während sie eine Affäre mit einem Mann gehabt hatte, wobei sie noch einen zu kennen schien, der nach ihr suchen wollte. Weiterhin hatte sie nun ihren Namen in Erfahrung bringen können sowie die Tatsache, dass sie Mücken beschwören konnte, kühl genug gewesen war, um Menschen rücksichtslos zu verletzen und als exotische Schönheit galt, sobald sie sich nur mit ihrem Gesicht oder Dekolleté abwärts präsentierte. Ihr schwante ohnehin nichts Gutes bei ihrer Vergangenheit, aber musste das Schicksal es ihr unbedingt vor die Füße legen, dass auch sie schon Verbrechen begangen hatte? Wie diese Frau gequält, die den Namen trug, der zwischen den anderen Auftraggebern gestanden hatte? Nun sollten sie auch noch Sklaven gewesen sein. Sklaven? War Selvaria etwa jemand gewesen, der in solche Geschäfte verwickelt worden war? Waren das möglicherweise ihre Sklaven gewesen? Sie beschlich kurzzeitig der Gedanke, dass sie vielleicht Menschen als Eigentum beansprucht und auch bestraft hatte. Wie diese unbekannte Frau. Ihre Augenbrauen zogen sich merklich zusammen, als sie Epona zuhörte. Zunächst sah sie noch abwesend durch eines der wenigen Fenster hier, wo der Regen gegen schlug wie eine schwächelnde Faust. Danach allerdings lenkten ihre gelben Augen sich direkt auf die Blonde, die meinte, wenn sie alles akzeptiere, dann könne sie denjenigen antreffen, der etwas von ihr wollte. Auch wenn es sich um eine kleine Gruppe handelte. Irgendwie stieß ihre Intuition sie gerade von der Seite an, tippte ihr auf die Schulter und flüsterte ihr ein Bauchgefühl ein. Die Entscheidung lag nun bei ihr, allerdings gefiel ihr das gesamte Szenario nicht. Kurz seufzte sie angestrengt, sagte nichts und schloss einfach die Augen. Sie legte ihre linke Hand an die Stirn, sodass ihr Gesicht bedeckt wurde, beugte sich auf ihrem Heusitz vor und wirkte wie eine überarbeitete Alleinerziehende. Dann ließ sie ihre Extremitäten locker auf ihren Knien ruhen und sah in die Runde. „Sklaven? Sklaven wollen etwas von mir? Und brauchen eine Truppe reisender Frauen, um mich zu finden?“ Irgendwie wurde ihre Stimme plötzlich kräftiger, ein Stück lauter. So wirkte die Benennung der drei Fremden sogar recht abfällig, dass sie „nur“ drei reisende Frauen seien. Eventuell, dass man besseres Personal hätte engagieren können, um Sel zu finden, oder dass das Ganze einfach absurd war und die alle hier sie verarschen wollten. Die Intuition, die ihren Bauch gerade wie ein kleines Mädchen von hinten umklammerte, bäumte sich weiter auf, während die Sakiyurai nicht ahnte, was das für sie bedeuten würde. Sie stand auf einmal auf, legte die Hände an die Hüfte, wobei ihr feuchter Mantel sich weit öffnete und über ihre angewinkelten Arme hang. Sie schüttelte den Kopf, seufzte wieder genervt, blieb dann nach ein wenig Laufen stehen und sah Epona direkt an. „Was glauben die drei eigentlich, mich finden zu lassen? Wenn sie Sklaven waren, wird das seine Gründe gehabt haben. Was habe ich damit zu tun? Warum brauchen die jetzt meine Hilfe? Solche dreckigen Schaben, die eh nur Dreck zu fressen kriegen.“ Die Kiefer spannten sich an, Selvaria begann erneut auf und ab zu laufen, wobei ihr langsam das Blut in den Kopf schoss, da sie sich aufregte. Irgendwas in ihr war wütend über diese Männer und die Frau. Dass sie objektiv betrachtet sauer darüber war, dass die drei sich über den Status eines Sklaven erhoben, sie kontaktierten, um etwas baten ohne etwas bieten zu können, war gegen alles, was sie sonst mit ihnen verbunden hatte. Früher waren es nur sozusagen Angestellte ihres Ersatzvaters gewesen, nicht mehr, nicht weniger. Sie hatten weder den Status noch die Erlaubnis Selvaria um etwas zu bitten. Es waren Sklaven. Noch eigenartiger war für sie, dass die drei nicht in der Obhut Shorakus waren. Dieser Umstand kam unterschwellig durch, auch wenn Selvaria nicht wusste, was mit ihnen, Shoraku, ihr selbst und dem Haus in den letzten Monaten passiert war. Mitten in ihrem Verhalten eines eingeengten Tigers blieb Sel stehen, kniff die Augen zusammen und legte eine Hand an die Schläfe, weil sie wieder Kopfschmerzen bekam. Irgendwas klopfte schon wieder bei ihr an, wollte sich in Bildern vor ihrem inneren Auge zeige, aber gelangte nicht ganz hindurch. Wie ein Ertrinkender in einem geschlossenen Aquarium, der gegen schwarz getönte Scheiben klopfte, gehört wurde, aber nicht lokalisierbar war. „Ah“ , zischte die Silberhaarige, drehte sich weg und senkte das Gesicht, wobei sie jenes an der linken Seite rieb. Dabei rutschte ihr noch etwas heraus. „Mir ist egal, wer ihr alle seid. Ihr gehört nicht zu meiner Familie.“ Dann sah Selvaria mit verzerrtem Gesicht über die Schulter zu Epona. „Ich nehme die Mission an, aber ich werde tun, was ich für richtig halte und was mein Bauch mir sagt. Gedächtnis hin oder her, diese drei Personen stehen mit mir in Verbindung. Wir kennen uns nicht, richtig. Aber das sollte auch so bleiben.“
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BeitragThema: Re: Ringo & Selvaria [Timeskip-Play]   Ringo & Selvaria [Timeskip-Play] - Seite 2 Icon_minitimeSo Jan 12, 2014 10:53 am

Wurde es hier drin gerade ein wenig kälter? Ringo verspürte aus einem plötzlichen Impuls heraus das Verlangen, etwas weiter vor zu rutschen, dichter ans Feuer heran. Eine zweite Kraft jedoch stemmte sich gegen jede Bewegung per se. Angespannt betrachtete sie die deutlichen Zeichen von Kopfschmerz, die Selvaria derzeit offenbar heimsuchen mussten.
Epona hingegen blieb gelassen. Nippte am Wein. Zog nur eine fein gezupfte Augenbraue in die Höhe, als die erste Hebung der Stimme erfolgte. Ein gewisses Amusement zeichnete sich auf ihrem Gesicht ab. Da perlte ja eine ziemliche Hochmütigkeit hervor.
Für Ringo war dieses Hervorbrechen natürlich noch einen Hauch überraschender. Huh? machte sie unvermittelt, fasste sich jedoch schnell wieder. Schließlich erhob sich Selvaria nun, aufdass ihr Mantel einen hübschen Ausblick auf ihre Auslage präsentierte, und begann, umherzulaufen und weiter zu lamentieren. Offenbar hatte sie etwas gegen die unterste Liga der Hausangestellten.
Epona lächelte Selvaria nur unverblümt an, als sich die gelben Augen auf sie richteten, und zuckte mit den Schultern. Wie du sagst erwiderte ihre Körpersprache, Ich bin nur der Bote der Schaben.
Dann fing wieder das Gelaufe an. Ko lehnte sich angesichts dessen leicht zurück, nahm einen tiefen Zug Glühwein und murmelte: Habe das Gefühl, da könnte jemand einen guten Exorzismus gebrauchen. Dann begutachtete sie jedoch, wie sich das Feuer auf ihrer polierten Armprothese widerspiegelte, als ginge sie die Sache nichts weiter an.
Die professionelle Diebin im Raum kommentierte die Worte ihrer Kameradin mit einem kleinen Wink. Eine dieser nebensächlichen Bewegungen, die man machte, um zu signalisieren: Hab dich gehört, aber nimms nicht krumm, wenn ich erst später drüber lache. Immerhin wurde es nun spannend. Die Silberhaarige fühlte sich offenbar enorm unter Druck gesetzt; nun gut, das war wohl nicht falsch. Die schonendste Methode auch nicht, aber hey. Wer in diesem Raum hier war schon nett oder sonderlich schonend? Epona Yamanaka plünderte seit über einem halben Jahrhundert die Taschen von Zivilisten, spielte Domino im Untergrunde und hatte ihre Unschuld mit 17 an einen jungen Rebellenanführer verloren - zuerst die Körperliche, ganz romantisch und naiv, und wenig später die Moralische, als ihr ehrenwerter Meister ihr befahl: Genug die Rebellion unterstützt, die geplagte Regierung zahlt fürs Beiseitigen Derselben. Damals hatte Epona zum letzten Mal Rotz und Wasser geheult.
Die schwarzhaarige Dame ihr zur Seite war ähnlich gestrickt; Söldnerarbeit war ihr Geschäft, und wenn man ihr das Geld zuschob, half sie beim Konstruieren massiver Festungsartillerie, um am nächsten Tag besagte Festung in Stücke zu schießen.
Und was betraf Ringo, das kleine graue Wölkchen in dieser Gewitterfront? Die Sarutobi war im Prinzip nur gehorsam ihrem überehrgeizigen und schwer von seiner Tochter enttäuschten Vater gegenüber gewesen. Vollende diesen Dienst oder komm gar nicht erst wieder. Das Mädchen fühlte sich gerade unglaublich fehl am Platze. Das Heimweh quälte sie, der kleine Puffer an Selbstvertrauen durch Selvarias unterwürfiges Verhalten löste sich gerade zusehends in Brause auf. Kurz betrachtete sie die Flüssigkeit in ihrer Tasse, schrak dann aber sogar zusammen.
Epona erhob sich. Immer gut zu wissen sprach die Meisterdiebin fröhlich, wenn man zumindest weiß, wer nicht zur Familie gehört, ohne Frage. Gemächlich strich sie sich über ihren wohlgeformten Hintern und wedelte die Strohhälmchen daran fort. Du nimmst an? Schön. Und sei unbesorgt. Natürlich darfst du tun, was dein Bauch dir sagt. Um es noch einmal klar zu machen: Tehnisch gesehen sind wir hier nicht die Auftraggeber. Ihr Lächeln war warm und sonnig gegenüber dem frustig geröteten und verzerrten Gesicht der Silberhaarigen. Diese... Schaben sind es. Was wir tun, ist, das Treffen zu arrangieren. Was dann passiert, nun ja. Schulterzucken. Befreie sie. Töte sie. Verhöhne sie und lass sie stehen. Tue, was dir das hier, das hier oder auch das hier sagt. Sie legte ihre Hand erst auf den Bauch, dann die linke Brust - über dem Herzen, ihre Grapefruits sollte sie nicht befragen - und ihre Stirn. Fühl dich frei wie ein Vogel. Mal sehn, was sich ergibt, nicht wahr? Zwinkernd wandte sie sich Ringo zu. Und jetzt du, Herzchen.

Und jetzt du, Herzchen.
Ringo versteifte sich. Reagierte jedoch geschmeidig und reflexhaft genug, um den kleinen Münzbeutel aufzufangen, den Epona ihr zuwarf. Hier. Deine Ryo. Und du kennst ja das Spiel. Eine der Münzen solltest du nicht leichtfertig ausgeben. Denn eine dieser Münzen war eine Diebesmünze: Ihre Prägung zeigte auf den ersten Blick das unförmige Gesicht eines Adligen, bei genauerem Hinsehen jedoch offenbarte sich, dass es sich dabei um einen Geldbeutel handelte, der gerade von einem Messer aufgeschlitzt wurde. Wer eine solche Münze an rechter Stelle ausgab, durfte auch gleich einen Gefallen der Diebesgilde gegenüber gültig machen.
Ringo wog den Geldbeutel in der Hand. Warf Selvaria einen Seitenblick zu. Und überwand sich. So erlaubt... ich möchte um einen weiteren Auftrag erbitten.
So?
Ich will euch begleiten. Bei dem, was kommt.
Ah. Epona schien einen Moment lang zu rechnen. Nun, bislang lief das Spiel doch recht günstig. Unser Budget für dieses Projekt ist noch nicht ausgereizt. Und Gefolge kann man doch nie genug haben... üblicher Tarif?
Ringo nickte ernst.
Fein. Epona blickte warm und gütig lächelnd zu Selvaria. Lass uns noch austrinken und warten, bis das Wetter weniger grieselig wird, ja? Und dann ziehen wir los.
Irgendwo zuckte ein Blitz aus dem ambossgrauen Himmel. Kaltes Licht fegte durch den Raum.

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Out: So du magst, können wir nun zur Tat schreiten - wir könnten das Anwesen von einem benachbarten Pagodendach beobachten und du könntest die Beschreibung übernehmen.
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BeitragThema: Re: Ringo & Selvaria [Timeskip-Play]   Ringo & Selvaria [Timeskip-Play] - Seite 2 Icon_minitimeFr Jan 17, 2014 12:52 pm

Selvaria war not amused. Das hatten die Beteiligten wohl mitbekommen. Einerseits war ihre friedliche und schüchterne Fassade angeknackst, woraufhin sich ein Fragment ihres früheren Ichs entpuppt hatte, das aber selbst dort eigentlich versteckt geblieben war. Letztlich blieben die Kopfschmerzen nach diesem dezenten Ausbruch, Sel atmete deutlich hörbar und einige Gesichtspartien zuckten entweder wütend oder unkontrolliert. Als es um Ringo ging, ging sie einige Schritte weg, lehnte sich gegen die Wand nahe des Eingangs dieser Scheune und schloss die Augen. Kurze Zeit später folgte eine Art Einladung des Kaffeekränzchens, aber sie sah die Frau nur kurz an, um sich dann wortlos weiter die Schläfen zu massieren. Wie konnte man sie so gebrauchen? Geschweige denn, wie sollte sie so demonstrieren, in welcher Position sie war? Auch wenn es keine Erklärung dafür gab, wollte sie es doch darlegen. Für diese drei Mistkäfer, die aus ihrem Dreck gekrochen kamen. Schließlich wartete die Sakiyurai einfach ab, bis die Damen fertig mit ihren Sperenzchen waren. Von den grauen Wolken am Himmel blieb tatsächlich nach einer Viertelstunde nicht mehr übrig als ein paar Regentropfen, die nur noch auf Dächern hinab rollten und zu Boden flogen. Ansonsten war wenigstens die Luft normale Luft und kein voluminöser Schauplatz für um die Wette fliegende Wassertropfen.

Dann folgte der Aufbruch der weiblichen Gestalten, die manche Mannschaft wohl gern begleitet hätte. Selvaria hatte ihren Mantel wieder geschlossen und sich verhüllt. Einerseits fühlte sie sich unwohl, andererseits wollte sie nicht beobachtet werden. Das ganze tat sie sicher nicht, damit Ringo aufhörte Vergleiche zwischen sich und anderen zu ziehen. Auf keinen Fall. Die feuchten Füße trugen die kleine Gruppe durch die breiten, wenigen Straßen, bis sie zu einem Grundstück gekommen waren, das mit einer blickdichten Mauer umrahmt war. Dahinter folgten noch Bäume, die aber derzeit kein Laub hatten, wobei deren Kronen mit ihren verzweigten Ästen irgendwie tödlich aussahen. Wie mutierte Mistgabeln, die warteten, Feinde aufzuspießen. Mitten drin stand ein normales Haus im asiatischen Stil, das sowohl vorne als auch hinten Innenhöfe hatte. Einer zum Empfang, einer als eine Art Terrasse. Somit gab es ein Haupthaus und vier Nebenhäuser. Zwei davon rahmten jeweils immer einen Hof ein. Was man von hier nicht erahnen konnte, waren die Kellergewölbe. Es wirkte zunächst einfach nur wie ein gräuliches Pagodenhaus für eine Familie oder einen reichen Single. Von der Straße aus sah man allerdings noch weniger. Selvaria stachen nach einigen Sekunden jedoch zwei Männer ins Auge, die an der Grundstücksmauer standen und sich unterhielten. Sie trugen Sonnenbrillen, obwohl dies nicht wirklich notwendig war, und hatten legere schwarze bis dunkelblaue Kleider an. Einer war muskulöser als der andere, aufmerksam wirkten sie aber allemal. Zunächst war Selvaria deswegen misstrauisch, aber es dauerte nicht lange, bis sie sich entspannte und ein vertrautes Bauchgefühl wahrnahm. So etwas wie Heimat. Als wäre hier jemand, der einst etwas in ihrem Leben bedeutet hatte. Diese Emotion dirigierte sie auf einmal. Ohne auf ihre Kolleginnen zu achten, ging die Silberhaarige voran. Ihre Schritte machten leichte Matschgeräusche im feuchten Kies der Straße. Darauf wurde das Männerduo aufmerksam. Die Blicke kreuzten sich, wobei Selvaria ihre Kapuze nach hinten machte. Ausdruckslos waren alle drei Gesichter. "Was wollen Sie?", blaffte der Schmalere der beiden skeptisch. "Darf ich fragen, wer hier wohnt?" "Wenn Sie sagen, wer sie sind?" Eine Frage, die Sel kurz in Bedrängnis brachte. Sollte sie ihre Identität preisgeben? Nein, das war zu riskant. Deswegen log sie ohne rot zu werden. "Mein Name ist Ringo. Andere Trivalitäten möchte ich Ihnen ersparen." Wirklich abkaufen wollte der Wächter ihr das wohl nicht, aber da sie nur eine Frage gestellt hatte, konnte er auch schlecht anders reagieren als nun so. "Das ist das Anwensen von Herrn Usami. Sie verschwinden besser. Er empfängt keine Besucher." Usami. Senzo-san. Selvaria schoss mit einem Blinzeln ein Bild durch das Kopf. Ein alter Mann mit faltiger, fahler Haut, dessen Gesicht im Schatten einer schwarzen Mütze lag, die seinen Kopf bedeckte mitsamt den Ohren. Senzo Usami. Doch wer war er? Nach einem verdächtigen Zögern verneigte Selvaria sich und lächelte unbeholen. "Arigatou gozaimasu. Dann komme ich an einem anderen Tage wieder, wenn er momentan niemanden sehen möchte. Auf Wiedersehen." Hoffentlich fragte nun keiner nach ihren Beweggründen. Glücklicherweise. Sie bekam nur blöde Blicke von der Seite, als sie sich umdrehte und die Straße wieder zurückging. Zu den Damen, die sie gerade verlassen hatte. Einfach so. Und wovon eine mit ihrem Namen hatte herhalten müssen. Was tat man nicht alles für Partner? Selvarias Gesicht war wieder ernst, sie nickte Epona zu. "Senzo Usami wohnt hier. Das Haus ist voller engagierter Wächter, wobei das nicht überraschend ist. Er überlässt nichts dem Zufall." Was wohl ein Indiz für die anderen war, dass sie Senzo früher gut gekannt hatte. Und die Aussage implizierte auch den Verdacht, dass sie alle noch einiges erwarten würde, auch wenn die Kulisse so mittelgroß ausfiel und bisher unspektakulär erschien. "Was schlagt ihr Grazien vor? Mit nicht vorhandenen Reizen spielen oder auf wahnsinnigen Tieren durch die Mauern stoßen?"
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BeitragThema: Re: Ringo & Selvaria [Timeskip-Play]   Ringo & Selvaria [Timeskip-Play] - Seite 2 Icon_minitimeSa Jan 25, 2014 12:10 pm

Das Unwetter war weiter gezogen, nur die nasse Straße und das Tropfenspiel undichter Regenrinnen kündete noch von dem Wolkenbruch, der sich kurz zuvor ereignet hatte. Es braute sich bereits das nächste Gewitter zusammen. Allerdings nicht am Himmel. Denn es setzte sich in Bewegung, das muntere Damenquartett. Selvaria mit jedem Schritt forscher wirkend, Epona schlicht und ergreifend gelassen und freudig auf die Entwicklung des Ganzen blickend, Ko abschätzig dreinschauend und Ringo todernst in die Gegend starrend.
Das Grundstück kam in Sicht, und mit ihm ein Paar von sonnenbebrillten Wachen. Klassisch, einfach, effektiv. Und offenbar ein Ansporn für Selvaria, sich noch etwas schneller zu bewegen und ihre Gefährtinnen zurück zu lassen. Epona kam diesem unausgesprochenen Gesuch auch nach, hielt Ko und Ringo mit Schulterberührungen zurück. Glaube, sie möchte kurz allein vorgehen stellte sie gut gelaunt fest. Als treues Gefolge halten wir uns artig raus.
Ach. Sei ehrlich. Ko griente böswillig. Vorhin, da hast du ihr eindeutig zuviel Zucker gegeben. Hast sie mit zuviel Honig gefüttert, als du sie zur Bienenkönigin erklärtest. Hast ihr den Ring des Anführers ein Quäntchen zu tief in den Anus -
Na. Epona schnippte scharf. Jemand hier muss das nicht hören. Mütterlich tätschelte sie Ringos Rücken. Wobei du natürlich irgendwo recht hast... sie ist ziemlich selbstbewusst. Lächelnd zwickte sie der jüngeren Blondine in den Nacken. Starr nicht stur, ich rede auch mit dir. Du bist doch mit ihr im Schlepptau angezockelt.
Ringo verzog das Gesicht. Wandte sich fast widerwillig Epona zu. Da war sie auch erträglicher.
Huh? Erträglicher, so so. Epona dachte einen Augenblick lang nach, beobachtete Selvaria in einiger Entfernung, wie sie mit den zwei Torwachen quasselte. Dem Grundstück selbst schenkte sie keine Aufmerksamkeit; immerhin war sie höchstselbst schon einmal dort eingestiegen. Das Ding hatte sie angezogen mit seiner dunklen Ausstrahlung, und im Inneren des Komplexes hatte sie ja auch wirklich einige kleine Herausforderungen angetroffen. Inwiefern erträglicher? Folgsamer? Zurückhaltender?
... Verletzlicher.
Oh. Na, dass dir das gefällt, das leuchtet ein. Epona ließ Ringo los, als sich diese sträubend abwendete. Schnapp nicht, Herzchen, du bist nicht halb so undurchsichtig, wie du vorgibst. Schau dem ins Gesicht, nimms nicht krumm und zieh keine Schnute.
Davon wachsen deine kleinen sauren Äpfelchen nämlich auch nicht ließ sich Ko nun wieder vernehmen, Das Geheimnis ist -
In diesem Moment trat Selvaria wieder herbei. Sie sprach vom Zufall, der offenbar nicht auf der Lohnliste eine gewissen Senzo Usami vorkam, anschließend bat sie um Vorschläge und verteilte einen halben Teelöffel Salz in die offene Wunde von Ringos Minderwertigkeitskomplex. Die Sarutobi verengte sichtlich verärgert die Augen, offenbar hin- und hergerissen zwischen einer kindisch-verletzten Erwiderung und in ihrem Augen würderettendem Schweigen. Die Arme.
Epona griff das Wort auf und nahm der kurzgeratenen Kunoichi damit die Gelegenheit ab, zurückzubeißen. Klingt doch beides ganz hübsch flötete sie zur Antwort und öffnete ihren beigefarbenen Umhang, sodass ihr lilafarbenes, körperbetontes Obergewand ins Auge sprang. Der Schnitt des Stoffes ließ eine Schulter völlig entblößt und glänzte - überraschenderweise vermutlich - mit der Abwesenheit eines Ausschnittes. Irgendwie aber auch... zu klassisch, nicht? Sei ehrlich, die beiden Typen dahinten hoffen doch nur darauf, dass wirs auf die reizvolle Art versuchen. Recht achtlos ließ sie den Umhang zu Boden fallen. Das macht es witzlos. Lass es uns versuchen, wie Jungs es tun würden. Damit stieß sie Ringo auffordernd in die Seite. Zieh den Rotz hoch, fass dich orderte sie freundlich auf Ringos nach wie vor verkniffene Miene. Und lass es raus.
Die Sarutobi blinzelte kurz. Die Mundwinkel zuckten aufwärts. Sie schniefte wirklich, als sie hochzog, tief einatmete. Und nieste. Ha-tschi!
Und heraus kam eine Woge von Qualm, Rauch und Ascheflöckchen. Die schwarzgraue Wolke wallte in die Höhe, zog einen Sichtschirm hoch.

Gouryuuka no jutsu! Dann platzte der Drachenkopf daraus hervor, ein übermannshohes Geschoss aus Rauch, mit weit geöffneten Kiefern preschte es über die Straße und in Richtung der Wachen.
Ruuuuun-run-run-run-ruuuuuuuun!
Ihm nach fegte eine Stachelkugel, tuckernde und rumorende Geräusche von sich gebend wie eine Dampfmaschine mit mechanischem Herzinfarkt. Ihre Spikes schleuderten Kies, als sie einen Zahn zulegte und sich mit Höchstgeschwindigkeit auf die Wachen zu stürzen gedachte. Im Windschatten des Drachenkopfes natürlich.
Epona hatte den Umhang nicht abgeworfen, um irgendwem ihre Reize vorzuführen, sondern um sich frei bewegen und ihr Kuchiyose ausführen zu können.
Mal sehn, obs das tun wird stellte sie locker fest.

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BeitragThema: Re: Ringo & Selvaria [Timeskip-Play]   Ringo & Selvaria [Timeskip-Play] - Seite 2 Icon_minitimeSa Feb 01, 2014 10:40 am

Dass den Wachen nicht wohl bei dieser scheinheiligen Begegnung gewesen war, hatten sie aneinander mit verengten Augen merken lassen. Aki, der Schmächtigere, hatte einen Riecher für Lügen, sodass es ihm mehr als nur Griechisch vorkam, dass dieses Weib Ringo heißen sollte. Schön war sie durchaus gewesen, aber für dieses typische Abbild einer Frau aus dem hohen Norden hätte er einen anderen Klang erwartet. Rin selbst klang schon so mittelländisch, dann noch die Silbe eines Strategie-Spiels ließ das Ganze nach einem schlechten Witz aus dem Feuerreich klingen. Dass die Dame nicht aus dem Dorf stammte, war klar, dass sie anders hieß, nicht sicher, aber sehr wahrscheinlich. Als sie schließlich die Straße wieder hinab ging, legte Aki seinen Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand ans Ohr und sprach leise ins Funkgerät, das ihn mit seinen Kollegen auf dem gesamten Anwesen verband. "Verdächtige Aktivität am Grundstückseingang. Dunkelhäutige Frau mit silbernem Haar und gelben Augen hat nach unserem Klienten gefragt. Ich vermute, dass sie einen falschen Namen verwendet hat, als sie uns eben angesprochen hat. Formation einhalten." Danach nahm er seine Hand wieder weg, während sein Partner grummelig die Arme vor der breiten Brust verschränkte und das Gesicht verzog. Er, der auf den Namen Jôgo hörte, war kein Mann großer Worte, aber wenn Gefahren großen Gestank annahmen, dann begann auch er zu bellen. "Sag nicht, dass wir doch noch Arbeit kriegen. Das war doch nur Schokolade mit einem Paar dicken ..." Aki hob die Hand und zischte genervt. "Lass dich von so etwas nicht ablenken, Mann. Sieh lieber zu, dass- Achtung!" Mindestens auf der Höhe der Baumkronen an der Mauer türmte sich Rauch in Form eines Reptilienschädels auf. Während Aki ein Stück zurückwich und die Füße auseinander stellte, blieb Jôgo einfach unbeeindruckt stehen, sah über die Schulter und brummte in sich hinein. "Wenn das'n Weib ist, kompensiert die wohl Doppel-A mit Monstermaul. Erbärmlich." Der über zwei Meter große Hühne, der mehr oder minder seinen eleganten Wächteranzug aufdehnte, blieb an Ort und Stelle, während Aki sich mit seinen Fähigkeiten als Nin-Genjutsuka in seinem Schatten hielt. Kurz darauf kam die Aschewolke, welche wohl alle möglichen Körperöffnungen der Sarutobi verlassen haben musste, um dieses Areal einzudämpfen, das sie gerade umgab. Für das Grundstück und den Innenhof reichte es wahrlich nicht aus, da das Zentrum wohl eher auf der direkten Linie zwischen Aki und seinem Kollegen sowie den Damen lag. Von hinten sah jener es nicht, nur die standhafte Impression, die Jôgo bot, doch wenn die fiktive Kamera sich drehte, verzerrte jener gerade das Gesicht. Ein Auge zusammengekniffen, das andere irgendwo aufgerissen, während die Lider flackerten. Die Wangen blähten sich auf und der Bund wurde zu gepresst. Er hielt die Luft an, aber hatte offenbar keine Fähigkeit, dies lange auszuhalten. Die Sekunden, die sich anfühlten wie Minuten, schritten voran. Aki formte Fingerzeichen, während Jôgo mit aller Männlichkeit um seine Lunge kämpfte. Hinter ihm wurde irgendeine Beleidigung gezischt, während die Windrichtung plötzlich wechselte. Dies merkte man nur an der roten Krawatte Jôgos, die aus dem Hemdsausschnitt flatterte und nach vorn wehte. Haare hatte der werte Herr ja keine, dort setzte sich auf der eleganten Kopfhaut nur Ruß ab. Nun blähte sich auch Akis Mund auf, während zarte Windströme sichtbar wurden, die dem Rauch mit mindestens demselben Level entgegen hielten. Zunächst grub Aki somit eine bestimmte Menge an Raum wieder frei, sodass Jôgo Luft holen konnte, dann wälzte er die Rauchmassen um, damit sie in die Richtung des Anwenders zurück krochen. Der Drachenkopf wurde insofern aufgehalten, als würde sich vor ihm eine unsichtbare Mauer auftun. Gegen die steuerte er, aber kam wegen des Drucks nicht mehr voran. Nun wurde plötzlich diese Kugel sichtbar, die wohl irgendwas Lebendiges darstellen sollte. Ferner das Kuchiyose. Aki konnte seinem Kollegen nichts zurufen, allerdings reagierte dieser schon - männlicher als zuvor in der Vorderansicht -, indem er seinen stählernen Körper als massives Hindernis einsetzte. Er scheute kein Blut und keinen Schmerz. Er war der Höchste im Indianerdorf. Wenngleich es noch mindestens drei andere seiner Sorte gab, die mit einem Pseudo-Aki an ihrer Seite ein Wächter-Paar auf dem Grundstück bildeten. Für genug Geld bekam man genug zusammen. So tat er, wie er ein männlicher Mann war, spannte die Muskeln unter seiner Haut an, zog die Luft durch die Nüstern ins Innere seines massiven Rumpfes, beugte sich vor, stellte einen Fuß nach hinten, während das Knie des Standbeines einknickte, um ihn nach unten sinken zu lassen. Die Arme hob er an, die Unterarme voraus, sodass die Ellbogen zur Seite zeigten, ballte die Fäuste und wartete auf die Geschosskugel. Den Staub, den sie verursachte, kam nicht an diesen nervigen Rauch von eben heran, aber kurzzeitig sah man nicht, was passierte, nachdem ein lautes Geräusch durch den Aufprall von Mann und Tier zu hören war. Aki sah kurz zur Seite, aber die Furchen seiner Stirn wurden glatter. Jôgo stand mit stoischer Miene an Ort und Stelle, während einige der Stacheln den Bereich am Unterarm des Anzugs zerrissen hatten und gar ins Fleisch gedrungen waren, doch der Kerl hatte dank seiner Gouken-Erfahrung das Kuchiyose aufgehalten und nun direkt vor sich. In Akis Augen verwandelte jener sich gerade selbst in ein Tier, wie ein Berserker im Blutrausch. Ein Ochse mit roten Augen und qualmenden Nasenlöchern. Der Ring des Bullen, welcher gefährlich schaukelte. Während Aki sich wieder normalisierte und das Jutsu beendet war, holte Jôgo mit seinem Nicht-Standbein aus, nachdem er sich mit seinen Armen aus den Stacheln losgerissen hatte, und trat mit vollstem Schwung und aller Kraft gegen diesen Panzerklops vor sich. Unbedingt zielstark war er nicht, aber wo der Druck des Fuutons nachließ und den Drachen aufgehalten hatte, sollte nun ein Geschoss der Extraklasse fliegen. Fußballspieler war der Gouken-Kämpfer auch nicht, aber sein Fuß ereilte das Kuchiyose und behandelte es wie James aus Team Rocket (alle Rechte vorbehalten). Ein Schuss in den Ofen. Oder des Mauls der Rauchbestie, um dieses zum Verpuffen zu bewegen.

Selvaria wurde dieses Manöver schon vor der kreativen Gegenwehr der Mannschaft zu bunt. Oder zu grau. Sie hatte sich mit einigen Schritten rückwärts aus der Gruppe gestohlen und Ausschau nach einem Punkt gehalten, wo sie günstig über die Mauer kommen könnte. Innerlich hatte sie sich so verändert, dass sie wohl einen intuitiven Zugriff auf einige ihrer jemals erlernten Jutsus hatte, aber ob sie diese mit mehr Glück als Verstand nutzen würde, musste sich erst zeigen. Für etwas sehr einfaches nutzte sie nun allerdings Fingerzeichen, was mehr an Banalität als an Stärke erinnerte. Ein paar Zeichen, ein Puff und aus der Grapefruit-Frau wurde eine schwarze Katze mit gelben Augen. Sie setzte kurz darauf zum Sprung an. Die eleganten Beine streckten sich, die Vorderpfoten packten den oberen Rand der Mauer. Mehr aber auch nicht. Sie hing nun da. Sie war eine Katze, aber hatte ihr menschliches Gewicht. Kontraproduktivität ahoi. Da strampelten die Pfoten, ein miauendes Krächzen ertönte. Sel fuhr die Krallen aus, was aber nichts half. Letzte Lösung war der Schwanz. Mit einem Blick nach oben sah sie einen der Bäume, der die Sicht auf das Haus versperrten. Sie streckte das Schwänzchen, zum dünnsten aller Äste, kam nach etlichem Zittern heran und hielt sich fest. Bevor es brach schob sie Vorderpfoten weiter vor und konnte so die andere Seite umklammern. Dann puffte es auch schon wieder. Die 33-Jährige hing auf der Mauer wie vom Himmel geschossen und dort gelandet. Die Beine baumelten auf der einen Seite, während die Breite der Mauer reichte, um ihr Dekolleté sehr nach vorn hinaus zu drücken. Die Arme klammerten immer noch an der Mauer, aber zwischen den Ästen hindurch sah Selvaria kurz ein weiteres Wächterpaar stehen. Mit einem hörbaren "Hnnngh!" schwang sie ein Bein hoch, setzte sich endlich auf, sodass die Mauer zwischen ihren Beinen war und sie drauf saß. Eigentlich wie auf Ringos Böcken. Mit einem Keuchen erholte sie sich kurz von dem Manöver. Hätte sie geahnt, dass sie auch einfach Chakra in die Füße hätte leiten können, hätte sie das gemacht. Aber sie war Selvaria. Der Grund reichte schon. Sie stützte die Hände nun nach vorne ab, um Luft zu kriegen, da die Mauer sie ihr kurzzeitig wahrlich drückend genommen hatte. "Verdammt..." Mit einem weniger hechelnden Blick auf die andere Seite erhaschte sie dann wieder die beiden Männer, die dieselben Anzüge trugen, aber ein wenig anders aussahen. Die Staturen waren aber dieselben. Musste sie sich nun den annehmen? Wenn es noch mehr von dieser Art gab, war es wohl besser. "Dann wie vorhin." Auf der Mauer sitzend hinter dem sich in etliche Äste aufspreizenden Baum formte Selvaria die Fingerzeichen, die aus Versehen Angriff auf Ringo verursacht hatten. Sie rammte kurz darauf die Hand auf die Mauer, während ein Puff erschien sowie das Geräusch von Summen ertönte. Hohem Summen. Eine Schar von etwa 50 Mücken kreiste nun vor Selvaria. Ein wenig ratlos deutete sie dann auf die beiden Kerle. Ob diese sie schon gesehen hatten, wusste sie nicht. Aber sie hatte Glück. Die Mücken spalteten sich wie vorhin in zwei kleinere Kugeln und zischten urplötzlich zwischen dem Blattgrün hervor. Ziel waren die Köpfe der beiden Kerle. Um dort zu kreisen. Und ein Horrorkabinett zu eröffnen für alle Öffnungen im Gesicht, die der Hühne und der Schmale hatten.

Akis Jutsu:
 
Jutsus:
 
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BeitragThema: Re: Ringo & Selvaria [Timeskip-Play]   Ringo & Selvaria [Timeskip-Play] - Seite 2 Icon_minitimeMi Feb 05, 2014 3:10 pm

Epona nahm sich ausgiebig Zeit, Selvarias Kletterbemühungen zu betrachten. Ringo und Ko schauten gleichfalls eher konsterniert zu, wie umständlich die Dunkelhäutige sich hochkämpfte. Sag ich doch. Ringo schnupfte in aller Seelenruhe in ein Taschentuch. Der Stoff färbte sich gräulich vor Ascheresten. Sie ist... anders.
Ach, naja. Epona gab den zwei anderen Damen einen Wink und setzte ihren Fuß gegen die Mauer. Mittels simpler Chakrakontrolle erkletterte sie die Krone der Mauer, als würde sie durch eine Einkaufsstraße flanieren und dabei die Schaufenster anschauen. So kam sie stehend oben an, um auf Selvaria herunter zu schauen, wie sie um Atem rang. Elegant wie ein Babywal hätte sie fast gesagt, doch sie bezähmte sich rasch genug. Außergewöhnliche Taktik sprach sie stattdessen frohgemut.
Ringo erkletterte die Mauer auf allen Vieren; sie lagerte Chakra auch in den Händen ab und klimmte so hinauf. Skeptisch blinzelnd verfolgte sie Selvarias nächstes Jutsu. Und die Worte "Dann wie vorhin." Sehr ungern wie vorhin frotzelte sie und zog den Kopf ein, als das fiese Summen wieder aufkam. Zu ihrer hellsten Überraschung fielen diese schrecklichen Mücken diesmal nicht über Selvarias eigene Verbündete - und insbesondere Ringo selbst - her, sondern schienen wirklich zu tun, was verlangt wurde.
Das Schlachtfeld befand sich inzwischen in reger Unruhe; eine derbe Windböe hatte den Rauchdrachen gestoppt, und Ruun-Ruun war mittels Kniestoß direkt hineingeballert worden. Die Folge war zum Einen, dass nun überall Rauchschwaden umerhwaberten. Ruun-Ruun kachelte irgendwo anders in die Mauer und kreiselte mit halber Geschwindigkeit auf der Stelle.
Ah, allmählich wird sein furioser Berserkerrausch zu nichts weiter als schrulliger Verrücktheit bemerkte Epona ohne sonderliches Mitleid für ihr Kuchiyose. Putzig, aber ohne besonderen Biss, scheint mir... nun ja. Versuchen wirs anders. Mit elegantem Fingerzeig deutete sie voraus in den Hof. Ringo, nutz deine Fähigkeiten bitte und machs besser.
Ringo spitzte die Ohren; ihre Augen wurden ein klein wenig größer, wacher, interessierter. Jawoll! Mit einem enthusiastischen Hüpfer stürzte sie sich ins rauchige Gefecht.
Süß, wie sie sich freut. Epona bequemte sich nun, Selvaria aufzuhelfen. Im Prinzip könnten wir diese Aufregung nun nutzen und uns zu den werten Auftraggebern begeben. Aber solang wir nicht wissen, was diese Typen hier können, mag ich das Mädchen nicht allein lassen. Sie ist nur Handlangerin, aber ich bin daher ihre Chefin. Und als Solche habe ich Verantwortung für sie. Eine Sichtweise, die nicht unbedingt jeder verfolgte heutzutage. Es sollte sogar Leute geben, die ihre eigenen Diener abschlachteten, wenn gerade mal die üble Laune grassierte. Manche Verrücktheiten sind niedlich. Andere sind nur dämlich. Die Blonde wandte sich um, zu Ko, die noch immer unten an der Mauer stand. Du tust, wie dir beliebt?
Ich tue, wie mir beliebt.
Umso besser. Epona gab Selvaria nun einen Klaps gegen die Schulter. Gehen wir ein paar Ärsche treten. Mit diesen Worten sprang sie von der Mauer, vollführte eine akrobatische Schraube und schloss dabei Fingerzeichen. Doton: Dochuu Eigyou! Sie tauchte ins Erdreich, als handele es sich um Wasser.

Ringo fegte derweil durch die Rauchschwaden, drang mit einem Sprung sekundenkurz aus der trüben Sicht heraus und erblickte den Feind, der Ruun-Ruun effektiv beiseite getreten hatte. Er erblickte sie sicherlich auch, während sie wieder eintauchte.
Im nächsten Moment stürmte sie wieder in sein Sichtfeld, attackierte ihn direkt und mit einem wilden Sprung!
Es handelte sich dabei nur um einen Doppelgänger, geschaffen in dem Moment, da sie wieder in der grauen Wolke verschwunden war. Die wirkliche Ringo war nach links geschwenkt und platzte nun von schräg hinten aus der Deckung, um ihren abgelenkten Feind hinterhältig zu attackieren. Ihr Ziel war das Anbringen eines Schwitzkastens.

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BeitragThema: Re: Ringo & Selvaria [Timeskip-Play]   Ringo & Selvaria [Timeskip-Play] - Seite 2 Icon_minitimeMi Feb 12, 2014 12:58 pm

Was hätte sie Außergewöhnlicheres erbringen sollen? Nachdem sie die Mücken losgeschickt hatte, sah Selvaria über die Schulter zu Epona. Ihr Blick war leicht verkniffen. Das brave Mädchen namens Ringo hatte doch sicher damit geplärrt, wie wenig Sel über sich selbst wusste und somit auch in Bezug auf ihre Fähigkeiten. Sie konnte nur testen, welche Fingerzeichen was bewirkten. Dass diese geklappt hatten, aber nicht die optimalsten waren, war doch nicht ihre Schuld. Sondern die des ... Schicksals! Wenn man das personifizieren wollte, könnte man natürlich einige Persönlichkeit oder Orte heranziehen. Eventuell Tsukigakure, das hinterlistig wie ein heißer Schleicher in den Gassen eines Stadtviertels aus den Arschbacken der Welt entwich und immer größer wurde, bis die anderen Nationen es wegen seines Gestankes bemerkten. Zuneigung hatte sie auf keinem Fall zu diesem Ort, auch wenn dieser ihr Leben quasi gerettet hatte. Oder man ... der Blick huschte. Das brave Mädchen war ebenfalls auf die Mauer gekommen. Ringo. Ein Mensch, der unscheinbar und still daherzog, bis er wie einer dieser besonderen Pilze explodierte, wenn man auf sie trat. Es entwichen braune Wölkchen, die einen ungeahnt betäuben oder zurichten konnten. Während der Pilz doch ganz hübsch aussah, verbarg sich dahinter die Fratze eines Bakteriums. Vielmehr eines Virus’, der nur darauf wartete, andere zu infizieren. Ja, all das waren so schöne Beschreibungen, damit Selvaria ihren Frust gegenüber ihrer Amnesie abbauen konnte. Hoffentlich befand sich zwischen diesen Rauchschwaden nun kein heißer Schleicher, das wäre ekelhaft. Unter Anleitung ging das Ganze dann soweit, dass die körperfremde Zelle/der Virus/das brave Mädchen wieder angreifen sollte. Hatte Sel denn nicht gesagt, dass sie nach Bauchgefühl agieren und dabei nicht unterbrochen werden wollte? Selbst, wenn sie ein stolperndes Kind war, das versuchte zu laufen. Anders lernte man es nicht! Oder bekam wenigstens nicht das zurück, was man verloren hatte. Epona rechtfertigte sich dann, wohl aber schon für das Dirigieren von Ringo, was Sel nur skeptisch beäugte. Dann schwang der Fixpunkt der Aufmerksamkeit zu Ko, die, die mit dem Holz tanzt. Aber kaum hatte sie die letzte, mitunter vulgäre Gestalt betrachtet, bekam sie was gegen die Schulter. Intuitiv hätte die alte Sel wohl die Hand der Person festgehalten, zugedrückt und sie mit Raiton-Reizen zu Boden gezwungen, bis eine wimmernde Entschuldigung erklang – aber das hier war Selvaria 2.0. Oder eben ein Reboot. Oder eine krüppeliges Update. Da fehlte der Patch. Sie seufzte einfach nur, verdrehte die Augen und sah Epona zu, wie sie sich mit ihrem Doton auf den Weg machte. Wie lange war sie nun schon hier auf der Mauer? Lange genug. Was ihre Mücken machten, wusste sie nicht einmal. Einmal wegen des Rauches, einmal wegen des Baumes direkt vor sich. Tja, was tat die gute Dame nun? Säuerlich sah sie auf die Erde. Nicht ihre Sache. Nein. Nur Eponas. Sie war offensiver, nicht so feige. Entweder Suiton oder Raiton, direkt, massiv, paralysierend, stechend, brennend. Oh, wie sie das Wortspiel hätte weitertreiben können, aber sie musste von der Mauer. Wie das Kind von eben drehte sie sich um, hing sich mit den Händen an die Oberkante der anderen Seite, ließ die Beine runter rutschen, hing da und ließ dann sogar aufgrund eines leichten Schmerzintervalls los, sodass sie auf dem Boden aufkam. Stehend, aber mit einem stechendem Gefühl im Brustkorb. Ihre Oberweite war zur sehr an die Steine gedrückt wurden, das war alles andere als bequem oder wohltuend. Danach drehte sie sich um, blinzelte ein wenig wegen des Rauches, hielt sich aber hinter dem Baum. Sie ließ Epona mal machen, hier war sie immerhin sicher. Glaubte sie zumindest. Eventuell dachten die Typen im Innenhof ja, die Mücken gingen auf Eponas Konto. Warum nicht? Dann war sie nur die verdächtige Zivilistin. Mit zwei Elementen, irgendwo. Deswegen blieb sie aus dem Blickfeld – sowohl von ihrer kaum nennenswerten Kollegen als auch deren Chefin und ihren Gegnern.

Die Kraft eines Mannes reichte offensichtlich nicht nur, um zu imponieren, sondern auch, um Berge kleineren Formates zu versetzen, die voran rollten wie ein Akimichi in Kugelformation. Nun kam aber durch den Rauch hindurch etwas wesentlich Grazileres. Jôgôs Gedanken waren eindeutig, da seine Augen nicht bis zum Hals oder Kopf reichten. Da kommt das Doppel-A. Dass es ein Bunshin war, war ihm nicht klar, da er sich zuvor eher damit abkämpfen musste, nicht zu atmen und dieses Fluggeschoss wegzubefördern. Trotzdem ging der Kilo-Mann in die Knie, plusterte sich erneut auf und dehnte das Kreuz. Die sollte nur kommen. Vor Weibern nahm er keine Rücksicht, das Geld sprach genug Bände. Auf diesen hieß es: Unabhängig des Geschlechtes alles besiegen, was die Grenzen überschreitet. Er blieb stehen und sah den Bunshin an, bulliges und ernstes Gesicht. Er wusste irgendwo, dass er sich in diesem Moment auf Aki verlassen konnte. Sie waren nicht umsonst alle in Paare mit ergänzenden und stützenden Fähigkeiten aufgeteilt worden. Die Damen agierten ja sicherlich ähnlich. Eine frontal, die andere defensivere ... oder feiger, indem sie sich versteckte.
Aki stand einige Meter hinter Jôgô und beäugte, was passierte. Er hatte sich von dem Fuuton-Jutsu erholt, der Rauch war nicht so dicht, dass man gar nichts sehen konnte, aber verdächtig war die kurzzeitige Stille trotzdem. Wohl waren die drei anderen hinten rum und dann schon über die Mauer, während hier die kleine Gazelle herum hopsen durfte, um Stunk zu machen. Plötzlich waren es aber zwei Gazellen. Eine, die aus dem Rauch kam, mit der Jôgô sich offenbar anlegen wollte, dann noch eine einige Sekunden später, etwas weiter weg, von der Seite. Hinterlistig, aber gute Teamarbeit. So viel Anerkennung hatte der Ninja für das Weib übrig. Mit seinem Partner hätte er schließlich ähnlich agieren können beziehungsweise mit einem eigenen Bunshin. Was sein Ziel war, war mit hoher Wahrscheinlichkeit also das Original. Zumindest hoffte Aki das. Er verzog unsicher das Gesicht, formte Fingerzeichen und fokussierte sich mit einem Genjutsu auf die blonde Frau. In erster Linie würde wohl erst einmal nichts passieren, wenn er in der Illusion einfach zu Staub wurde. Die grauen Partikel flögen davon ohne von Belang zu sein. Dann allerdings würde er sich hinter Ringo stehlen und sie aufhalten, auf Jôgô zuzuhalten. Ein Baum, der aus der Erde stieß, und mit Ästen und Ranken diese Dame festhielt. Anschließend konnte er versuchen, sie anzugreifen. Zumindest solange ihre Kai-Fähigkeiten nicht so weit reichten, sich rechtzeitig loszubeißen.

Akis Jutsu:
 
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BeitragThema: Re: Ringo & Selvaria [Timeskip-Play]   Ringo & Selvaria [Timeskip-Play] - Seite 2 Icon_minitimeDo Feb 27, 2014 12:25 pm

Für Sekunden bestand Ringo aus nur wenig mehr als dem heißen Willen, sich zu beweisen, ewigem Neid auf die Stärke anderer und einem Stachel der Panik, hier zu versagen. Alles in allem eine fulminante Bombenmischung, die sie regelrecht explodieren ließ. Wie von der Feder geschnellt verwandelte sich die Sarutobi selbst in ein Geschoss, flog auf den Rücken des Bulligen zu - doch da schlug das Genjutsu ein, verstrickte sie im Sprunge in einen Wirbel von Ästen und Zweigen! Ihr Körper machte sich mit einem Male steif; die Flugbahn führte nun haarscharf an der Schulter des Großen vorbei, und schliddernd schlug Ringo auf der blanken Erde auf. Scheiß! Da durfte man ruhig mal ungeschönt sein. Das Genjutsu nahm sie in eine holzige Zange, in ihrem Rücken materialisierte sich nun gar ein Baumstamm, aus dessen Rinde die Äste wucherten. In der Realität zappelte und rollte Ringo wie unter Krämpfen umher, führte einen Ringkampf aus mit leerer Luft und tobte dabei einem Waschbären gleich, der sich in einen Spielzeugball verbissen hatte. Sie gab auch ganz ähnliche Laute von sich.

Der Bunshin indes traf mit seiner ganzen, fliegengewichtigen Wucht auf den Bullen, Mädchenfüße gegen Männerarme, und prallte wirkungslos ab, vollführte einen Purzelbaum und kam wieder auf die Füße. Unbeirrt, ganz Konzentration und originalgetreue Verbissenheit, setzte die Doppelgängerin ihren Angriff fort. Sie wirbelte heran und fintierte, indem sie einen wilden Sprungangriff antäuschte, aber nur einen winzigen Hüpfer vollführte und in den Handstand sprang! Einem Tanzakrobaten nicht unähnlich, wirbelte sie so herum und vollführte einen Fußfeger gegen das Schienbein des Großen.

Ringo befand sich in rechter Bedrängnis. Ihr Kai war keineswegs hoch genug, und der Feind, diesmal ein hagerer wirkender Kerl, setzte bereits zum Angriff auf sie an.
Rettung kam von unten.
Im einen Moment lag das Mädchen noch strampelnd und zappelnd am Boden, kämpfte gegen unsichtbare Fesseln. Im anderen Moment aber sprang es auf den Feind zu, glühendes Eis in den meergrauen Augen! Und dies, ohne wirklich aufzustehen - es war vielmehr so, als hebe sie etwas in die Höhe.
Epona war unter Ringo aus der Erde geschossen, mit den Füßen zuerst. Eben noch hatte sie das Geschehen beobachtet, den Kopf gerade bis zur Nasenspitze aus dem Boden gesteckt. Der Genjutsuka war für sie eine Gestalt im sich allmählich verflüchtenden Rauch, kein Staubgebilde. Und sie hatte Ringos Strampeln durchaus zu deuten gewusst. Sie prügelte ihr eigenes Kai durch die Stiefelsohlen hindurch in Ringos Rücken und stieß das Mädchen dadurch dem Genjutsuka direkt entgegen. Fass ihn!
Für den Genjutsuka mochte es aussehen, als würde er gerade mit einer Katze beworfen werden. Einer Katze, die man eben noch bis zu den Ohrspitzen in ein Schaumbad getunkt hatte.

Ko auf sicherer Mauerseite öffnete derweil eine Schriftrolle. Chakrafäden flossen hinein in das Tobidogou, welches sich darn verbarg, und dann explodierte eine Marionette daraus hervor. "Fetzendrache" war verkleidet wie eine prähistorische Flugechse, schwarz geschuppt erhob sich dieses Biest in die Höhe und schlug mit seinen Lederschwingen. Der drachenartige Schädel öffnete seine Kiefer, derweil Ko die Marionette über den Platz fliegen ließ, die Welt durch die Glasaugen ihrer Puppe betrachtend. Zwischen den nadelspitzen Reihen der eisernen Zähne bildete sich eine tennisballgroße Kugel aus Katon.
Die Marionette ging in Sturzflug, wo die Mücken tobten, und preschte in den Schwarm, feuerte das Katon ins Getümmel und fügte dem Tohuwabohu eine weitere Note an Schmerzensschreien hinzu.
Nach drei Katon-Schüssen strich "Fetzendrache" allerdings wieder ab, erspähte aus der Luft Selvaria und kreiste einmal um den Baum herum.
Schüchternes Mädchen, was? ließ Ko ihre Stimme aus dem Maul der Marionette erklingen, ehe sich "Fetzendrache" gekonnt um einen Ast wickelte wie eine Fledermaus und auf die dunkelhäutige Frau herabschaute. Geh voraus, ich gebe dir Rückendeckung.
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