Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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BeitragThema: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeSa Nov 23, 2013 2:51 pm

~ Die Dach-Terrasse der Hokage-Residenz. Diese Plattform ist groß genug, um mehrere Shinobi-Einheiten zugleich darauf aufmarschieren zu lassen. Eine als Bodenfließe getarnte Falltür führt von hier oben aus direkt ins Kagebüro; ansonsten existieren keine Zugänge wie etwa Treppen oder Leitern. Wer hinauf will, nutzt die Wege, die nur Shinobi zur Verfügung stehen. ~


[Kage-Residenz] Dach-Terrasse 20120730011746!Konohagakure1
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeDi Nov 26, 2013 9:07 pm

cf: Kagebüro

Un. Ob. Un. Ob. Un. Ob. Worte hallten über die Dächer Konohagakures. Un. Ob. Un. Ob. Un. Ob. Un. Bruchstücke von Worten. Brocken von Worten, grob behauen. Blaffendes, abgehacktes Bellen. Begleitet vom charakteristischen Aufeinanderknallen von Fleisch. Ein monotones Stakkato, im Takt mit den rauhen Kläffern, die ebenso gut Atemübungen hätten sein können. Die Atemübungen eines Bären, frisch aus dem Winterschlaf gerissen. Ob. Un. Ob. Un. Wechsel.
Un. Daizen setzte zu einem tiefen Schlag gegen den Solarplexus seines Duell-Partners an; dieser blockte den Hieb zur Seite ab. Ob. Der zweite Schlag ging gegen den Kehlkopf des andern; erneute Abwehr. Un. Ob. Un. Ob.
Weit gekommen, Dai. Weit gekommen.
Danke dir, Sensei. Un!
Trotzdem - nah! - bist du immer noch schlapp! Wechsel. Un - Ob - Un - Ob - Un!
Danke dir, Sensei. Oww! Letzteres war kein Kommando, sondern ein unterdrücktes Keuchen; die Faust des anderen, massigen Taijutsuka hatte den Bauch des Hokage zumindest gestreift, ehe Daizen sie blocken konnte.
Auf dem Dach des Kage-Gebäudes standen sich zwei Muskelprotze gegenüber, droschen mit schwingenden Fäusten aufeinander ein. Sie waren beiderseits nackt bis auf die Beinkleider; Sturzbäche von Schweiß bildeten Pfützen zu ihren Füßen. Hätten sich die beiden riesenhaften Taijutsuka auch nur um einen Schritt bewegt, sie hinterließen einen knochentrockenen Abdruck auf den Fließen. Als passionierte Verfechter des "Aalfischer"-Kampfstils hatten sie nämlich genau das seit vier Stunden nicht getan. Die Anhänger des Unagi Ryoshi verwendeten niemals Tritte; es sprachen allein die Fäuste.
Un - Ob - Un - Ob - Un - Ob - Re!
Ouf! Ein schmerzhafter Treffer in der Seite.
Li! Re - Li - Re - Li - Flexibel werden, UN-Dai! Schreib-OB!-Tisch-UN!-Arbeit tut - OB! - dir offenbar nicht gut! RE-LI-RE-LI-RE-LI! Wechsel!
In Kato Daizens flintgrauen Augen lebte der Funke auf. Du weißt ja gar nicht, mit was ich es hier zu tun habe, du grauer Eremit!
Von mir aus, von mir aus! Der muskulöse Koloss wippte ein ganz klein wenig mit dem Oberkörper, die Hände zur abfangenden Parade erhoben. Er winkte. Dann gibs!
UN! Daizens Faust schoss abwärts, traf klatschend auf eine geöffnete Handfläche. OB! Aufwärts schnellte die andere Faust, schlangenschnell. Flink wie eine Adlerklaue kam die Abwehr. Re! Li! Schattenhaft zuckten die Fäuste gegen die Flanken; der Taijutsuka in der Rolle des Verteidigers stieß die Hiebe beiseite. Un-Ob-Un-Ob-Un-Ob-Ob-Ob-Ob-Ob-Ob! Ein hämmerndes Trommelfeuer auf das Schlüsselbein, mit der gleichen Faust durchgeführt - der Verteidiger griff plötzlich zu. Eisenhart. Stahlhart. Grinsend. Negative Energie. Zuviel.
Daizen knurrte. Wags nicht.
Breiteres Grinsen. Raus damit. Eine Stimme, friedvoll wie der Frühlingswind. Dann flog der Hokage höchstselbst, als dessen Gegner ihn mit einer abrupten, unvermittelten, aus dem Blauen schießenden Bewegung über die Schulter warf, sekundenkurz in der Luft schweben ließ. Und dann auf die Steinfließen herabdonnerte. Einige Steinfließen zersplitterten; andere wurden pulverisiert.
Und nochmal. Hoch.


Zuletzt von Kato Daizen am So Dez 01, 2013 9:38 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeMi Nov 27, 2013 9:37 pm

[First Post after Timeskip]

Ein halbes Jahr war mittlerweile vergangen. Kein kurzer Zeitraum und zudem einer, in welchem so viel vorgefallen war, dass es Setsuna im Nachhinein fast gar ein wenig den Kopf verdrehte. Nicht nur auf Grund der Erinnerungen an die kurzen Momente seines Schocks auf der Jashinistenmission oder der Entschuldigung Mayura gegenüber, mit welcher er nun öfter redete, sodass man sie fast über die Ebene einer Bekanntschaft heben konnte. Nein, auch im Hinblick auf ein paar Freundschaften. Manche blieben, manche gingen und manche hatten sich noch vertieft. Letzteres konnte er fast bei Madoka zusagen, wenn man ihn fragen würde. Weil sie ihm erzählt hatte, dass jene Box nun offen war. Natürlich hatte er ihr keine Hoffnungen gemacht und ihr auch keine Antwort gegeben, doch für sie schien es genug gewesen zu sein, dass er an diesem Abend für sie da gewesen war. An dem Jahrestag des Todes einer gewissen Person. Was sich allerdings nicht geändert hatte, war seine familiäre Situation. Noch immer meinte sein Bruder, ihn schikanieren zu müssen. Noch immer versuchte sein Vater ihn treudoof zum Lachen zu bringen, was ebenfalls noch immer wohl nur Shiranami schaffte, zu welchem er das einzig normale familiäre Verhältnis pflegte. Oder zu pflegen schien. In gewisser Hinsicht hatten sich also Dinge geändert, der Großteil war jedoch in eine üblichen Trott verfallen. Und zu jenen Dingen, welche sich geändert hatten, gehörte auch die neue "Beziehung" zu seinem Vorgesetzten, dem Hokage - bezüglich wessen Postens es in der Vergangenheit auch zu Ungereimtheiten gekommen war.
Langsam war Setsuna also in den letzten Momenten mit einem Register in der Hand die Treppen zur Dachterrasse der Kageresidenz hoch geschritten. Direkt vom Archiv in dessen Keller kommend, welches er einmal geordnet hatte. Eine Aufgabe, welche ihm sogar einigermaßen Spaß gemacht hatte, wenn er denn so etwas wie Spaß kennen würde - letzteres tat er in den Augen vieler mit Sicherheit nicht. Dennoch ließ sein Onkel verlauten, dass er in den letzten Monaten immerhin ein klein-wenig aufgetaut war, was unter Umständen wohl an diversen neuen Bekanntschaften lag, was Setsuna aber stets verneinte. Etwas, was auch andere Personen verneinen würden, würden sie ihn nun sehen. Immer noch mit der Brille, äußerlich kaum verändert und diesem desinteressierten Blick, der immer noch auf seinem Gesicht festzukleben schien, als er die Kampfszenerie vor sich beobachtete. Just in dem Moment, als sein Vorgesetzter deutlich abhob und auf dem Boden krachte, dessen Vibration im Boden er gar bis zu seinen Füßen spüren konnte. Deutlich. Nur kurz hatte sich bei diesem Anblick eine seiner Augenbrauen gehoben, ehe er sich mit der registerfreien Hand seine Brille wieder zurecht rückte. Es war kein seltener Anblick einen körperstarken Koloss in dieser Art und Weise trainieren zu sehen. Im Endeffekt war es nur logisch und wahrscheinlich hätte Setsuna es bei anderen Shinobi wohl als Kampf der Bauern bezeichnet - eine gewisse Arroganz war ebenfalls noch vorhanden -, würde er nicht besser über diesen Mann am Anfang der Vierziger Bescheid wissen. Er wusste, eigentlich sollte er vielleicht sagen, dass er da war. Doch stattdessen blieb er einfach an Ort und Stelle stehen. Sollte man ihn anblicken, so würde er die Hand mit dem Register heben. Immer noch den Blick hinter den Brillengläsern.
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeSa Nov 30, 2013 3:30 pm

Timeskip - First Post

Irgendwie waren die letzten Monate die eigenartigsten ihres bisherigen Lebens gewesen. Sie hatte Geburtstag gehabt, aber hatte nichts daran feiern können. Ihre Schwester war in die Akademie eingetreten, aber sie hatte sich danach frühzeitig von ihrer Familie verabschiedet, um ihre Erinnerungen einmal mehr Zuhause zu ertränken. Haniko war nun in ihrem Abschlussjahrgang, wäre recht bald ein Genin, eine Art Hoffnung für die Familie. Sie konnte sowohl Geld verdienen als auch ihrer Mutter zeigen, dass sie stark war. Im Gegensatz zu ihrer Cousine, die nur daran dachte, wie sie ihre eigene Mutter in ihrer Akademiezeit verloren hatte. Manami war nun auf dem Weg zu einem Shinobi, ganz am Anfang, jedoch nur mit Tante, Schwester, Vater und Cousine. Als Madoka soweit gewesen war, hatte sie eine Person mehr an ihrer Seite gehabt, die sie nun umso schrecklicher vermisster, wenn es denn noch schlimmer ging. So ging es Madoka in den letzten Wochen miserabel. Sie hatte einerseits einer gewissen Person etwas gesagt, was das gesamte Verhältnis verändert hatte, andererseits ließ ihre Gesundheit sie wieder im Stich aus unerklärlichen Gründen. An manchen Abenden war ihr schwindelig, sie hatte schrecklichen Durst, obwohl sie mehr als nötig trank, und zu Anfang dieser Woche hatte sie sogar drei Tage lang Fieber gehabt. Gegen irgendwas kämpfte sie an, aber sie wusste nicht, gegen was. Rinoka hatte zwar öfter wegen ihrer Kopfverletzung nach ihr gesehen, aber die war abgeheilt. Sie trug keinen Verband mehr um den Kopf, der ihr ohnehin kurzes Haar an den Schädel drückte, damit nichts an die Wunde kommen konnte. Aber auch daran lag es nicht. Sie hatte weder eine Grippe noch sonst irgendwas, was ihr bekannt war. Wenigstens hatte sie beim Training mit dem Hokage keine Rückfälle erlitten. Madoka hatte nach ihrer Kopfverletzung wieder trainieren wollen, besser werden wollen, wofür sie Daizen persönlich gefragt hatte. Neue Techniken mussten dabei nicht herausspringen, nur ein gewisser Fortschritt und kein Rückschritt. So kaschierte sie eigentlich bei jeder Gelegenheit, wie es ihr ging, sowohl psychisch als auch physisch. Die Geschichte mit Setsuna fraß sie auf, nun litt sie auch noch an etwas Unbekanntem, dessen Ursprung sie nicht kannte. Um sich heute Ablenkung zu verschaffen, war sie einfach durch das Dorf marschiert, wie üblich alleine, auf der Suche nach gar nichts. Nach etlichen Kreuzungen und Gassen hatte ihr Weg sie zum Kagegebäude geführt, wo reges Treiben herrschte. Einige ältere Shinobi, die ihre Berichte abgaben, andere, die über den gemeinsamen Beruf plärrten. Mit einem müden Lächeln winkte Madoka einem Sensei aus der Akademie zu, ehe sie an ihm vorbei schritt, Chakra sammelte und die Spitze des Gebäudes erklomm. Ganz oben waren bereits bekannte Stimmen und anderweitige Geräusche zu hören, die auf massive Beschäftigung hindeuteten. Madoka blieb an einem der metallenen Pfeiler stehen, die silbern, gekrümmt und breit genug in den Himmel ragten. Dahinter stand sie, angelehnt, geschlossene Augen und lauschte einfach, was so passierte. Dass ihr Kage da gerade trainierte, war deutlich genug, aber die Kampfgeräusche waren etwas Besonderes. Es erinnerte sie an die Tage mit ihrem Sensei, wo sie frisch gelernt hatte. Es war ähnlich laut gewesen, Fortschritte mäßig. Aber auch das waren Tage gewesen, an denen sie ohne ihre Mutter leben musste. Sie hoffte, dass sie hier nun einfach eine Weile bleiben konnte ohne gleich bemerkt zu werden, auch wenn das unmöglich war, wenn sich Chakra-Sensoren in der Nähe tummelten. Wenigstens merkten sie nicht, dass sie krank war. Beziehungsweise hoffte die Sunohara dies.
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeSo Dez 01, 2013 10:52 am

Daizen Kato kam wieder auf die Füße. Erhob sich nicht gerade mit der Anmut oder Gewandtheit eines Panthers, dafür aber mit der schwerfälligen Bedrohlichkeit, mit der ein riesiger Felsbrocken auf den Gipfel eines Berges gerollt wird, um anschließend als Gerölllawine auf ein unschuldiges Dörfchen im Tal herabzudonnern.
Zerzauster Dünenkauz, deine Federn gehören gerupft. Ich stutze dir die Flügel und falte dich auf DinA4, lasse dich von meinem Sekretär erneut falten und per Überland-Express in das Loch zurückschicken, das du ein Dojo nennst.
Der Sparring-Partner hob die wuchtigen Arme, als hole er mit Vorschlaghämmern aus, zwei Paar pro Hand. Du hast die Zunge und die Galle. Jetzt zeig deine Fäuste!
Energien flossen. Geistiges Yinton, körperliches Yangton. Sie verwoben sich in den massiven Brustkästen zweier Muskelberge, schmiedeten sich zu Chakra zusammen und luden die Atmosphäre mit ihrer Kampfeswut wie ein aufziehender Gewittersturm, am Horizont aufziehende Ambosswolken, mit hämmerndem Donner und sengenden Blitzen...
Und dann wandte sich Daizen abrupt herum. Setsuna sprach er aufgeräumt und heiter, Zurück aus dem Bauch der Bestie, wie ich sehe. Ausgezeichnet.
Galle und Fäuste, Dai... kam es lauernd von hinten.
Später. Der Hokage lenkte seine Schritte in Richtung des jüngeren Shinobi. Von seinem Rücken fielen winzige Splitter zertrümmerter Fließen. Keine Probleme, will ich hoffen? Das Archiv ist so eine leidige Geschichte. Unsere vorige Hokage ließ es ein wenig schleifen dort. Hatte nicht soviel Verwendung für diese Dokumente, sind ja ein paar ziemlich empfindliche Werke darunter. Einige Schriftrollen und Buchbände waren in der Tat schon alt; Hitze tat diesen Prachtstücken im Besonderen nicht gut. Mai war entsprechend nicht fähig gewesen, sie in der Heimeligkeit ihres wüstentagwarmen Büros zu lesen. Es gab schon Gerüchte, dort unten hätte sich etwas eingenistet... , sinnierte Daizen weiter.
Der Drache, Dai... Erwecke den Drachen in der klaffenden Kluft oder stürze ins Dunkel...
Reiche mir doch bitte das Register. Für den nächsten Punkt auf meiner Agenda brauche ich nicht nur einen fähigen Siegelwirker, sondern auch ein paar dicke Nachschlage-Wälzer...
Daizen streckte die Schinkenpranke aus, um das Gewünschte entgegen zu nehmen und mit fokussiert verengten Augen nach der Lektüre zu suchen. Madoka hatte er übrigens noch nicht wahrgenommen; trotz seines Talentes, was den Spürsinn in Zusammenspiel mit seiner Tätigkeit als Artillerie anging, war er de fakto keine Besonderheit oder Genialität, welche anschleichende Subjekte selbst beim Kopfrechnen mit siebenstelligen Zahlen bemerkte. Daizen verfügte in diesem Sinne nicht über intuitives Gespür, sondern musste es wirklich "wollen", könnte man sagen. Im Augenblick war er nicht in der Stimmung, zu wollen. Entsprechend bemerkte er weder Madoka. Noch seinen ehrenwerten Sensei. Das Register sollte es nicht in die Hand des Kage schaffen, denn der silberhaarige Taijutsuka flankte ihn plötzlich, mit glimmenden Kohlenaugen und der gefürchtetesten Geste: Dem zum Schnippen bereiten Finger! Seine Stimme triefte vor Dunkelheit. Shindan.
Vollkontakttreffer. Eine schiere Explosion von Energie, schräg aufwärts gerichtet, und Daizen Kato flog himmelwärts. Ihm nach schlierte eine Fahne aus leuchtend blauem Chakra, welche die Form eines sich in Spiralen windenden Drachenleibes bildete. Der Kage war nicht zum Segeln geschaffen, so trudelte er vom Dach und verschwand aus dem Blickfeld Setsunas, um kurz in dem von von Madoka aufzutauchen, ehe er auf Bodenlevel durchs Dach eines Brunnens krachte und in dessen Wasser landete. Hoch auf spritzte die Fontäne.
Na, immerhin war er nun wieder sauber. Obgleich Daizen seine Schutztechnik noch hochgefahren hatte - und der Sensei ihn natürlich nur mit einer Spar-Version des Shindan attackiert hatte - würde sich ein ziemlich böser Bluterguss in der Größe eines Fingernagels bilden.
Oben auf dem Dach richtete sich der Taijutsuka hoch auf, verschränkte die Arme vor der Brust und schaute auf Setsuna herab. In der Bewegung aufgewirbelter Schweiß bildetete eine Regenbogen-Aura um seinen Kopf herum. Die Kraft eines wahren Taijutsuka. Sei ehrlich, Junge. Du willst es auch, ne? In der Chakra-Aura des Eremiten mischte sich just noch eine dritte, flüchtige und vage Zutat. Etwas wie Schokostreusel?

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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeSo Dez 01, 2013 6:28 pm

Bestie? Das Archiv? Der Jôcho hob eine Augenbraue, umklammerte das Register ein wenig fester, während seine damit besetzte Hand wieder von der Höhe hinunter vor den Oberkörper glitt. Das Klemmbrett nun leicht schief gehalten wurde, während der Gesichtsausdruck den kräftigen Mann ein wenig verwirrt anblickte. Man könnte meinen es war der Ausdruck alleine, welchen ihn nun zusätzlich die Stirn runzeln ließ, aber nein: Man konnte es auch durchaus dem anderen Mann - aka Daizens Sensei - zuschreiben, dass seine Mimik sich auf diese nicht gerade oft vorkommende Art und Weise entfaltete. Jedenfalls nicht oft, wenn man ihn nicht tot redete oder dergleichen. Bezüglich letzterem war er froh, dass Daizen es nicht vor hatte. Oder doch? Seine Augen verengten sich hinter den Brillengläsern zu Schlitzen. "Es gab in der Tat sehr viele dunkle und staubige Ecken, Daizen-Sama. Aber diese gehören nun der Vergangenheit an. Alles, was sich dort unten einnistete, war die Vernachlässigung von schriftlich wunderbaren Werken, auf welche man mehr Acht geben sollte", erklärte er kurz darauf mit einer kühlen Stimme, bei welcher es ihm wohl die wenigsten verdenken konnten, wenn sie wussten, was für eine Leseratte der Jôcho war. Wie sehr er Rätsel liebte. Wie gern er in die Bibliothek ging. Wie gut er gestimmt war, fand er neue interessante Dinge oder Werke, welche es sich zu lesen lohnten. Auf Grund dessen war nämlich das Archiv, aus welchem er soeben gekommen war eine wahre Goldgrube gewesen. Schon alleine der etwas ältere Geruch des leicht vergilbten Papieres der älteren Werke, war für ihn ein Erlebnis für sich. Genauso wie die mit Hand beschrifteten Einbände der Ältesten. Da machte ihm das bisschen Staub, welches sich an der ein oder anderen Haarsträhne gesammelt hatte, wahrlich wenig aus. Die Brille würde er dennoch ein wenig putzen müssen, um wieder die beste Sichtmöglichkeit in Anspruch nehmen zu können.
Nur tat Setsuna gut daran, im nächsten Moment überrascht die Augen aufzureißen und einen Schritt nach hinten zu tätigen. Denn kaum hatte Daizen eine weitere kurze Ansprache gehalten und das Register nehmen wollen... flog er auch schon. Ein Schnippen. Und weg war er. Es blieb nur der Blick nach oben, wie der kräftige Hokage in einem hohen Bogen den Himmel durchquerte und letzten Endes mit einem wenig später eintretenden Krachen gegebenenfalls die Sternchen zählte, welche man bei diesem Tageslicht wohl nur schlecht ausmachen konnte. Trotz dessen blickte Setsuna aber deutlich perplex rein, blinzelte ein paarmal und konnte nicht umhin, kurz zu schlucken. Sich merklich vor dem ihn nun Ansprechenden versteifend und damit seine Abneigung zu unterdrückend versuchend, wandte Setsuna seinen Blick ab. Vielleicht ein wenig zu abfällig, vielleicht auch einfach nur weil er diese Leute gar nicht erst verstehen wollte - und auch, weil er eine Chakraquelle wahrnahm, welche er schon kannte, seit er ein kleiner Junge war. Aus diesem Grund ging es gerade nicht anders, als dass der Dunkelhaarige ein wenig überrascht aufblickte und dann wieder ernster wurde. "Ich denke, dass eine gut eingesetzte Körperkraft durchaus sehr effektiv sein kann. Nur wird sie oftmals nicht plausibel und logisch eingesetzt, was nur zu unnötigen Varianten des Kampfes im Sinne der Zerstörung beiträgt. Allerdings muss ich sagen, dass Sie und Daizen-Sama zu jenen Leuten gehören, welche sie wohl sehr gut einsetzen können. Nur ist dieser Stil nichts für mich." Etwas, was man schon an seinem Körperbau sehen konnte. Und nein, er war auch nicht wirklich scharf darauf. Stattdessen klemmte er sich das Register unter den Arm und ging in jene Richtung, in welcher wohl Madoka war und auch Daizen. Wie viel Schaden hatte das nun angerichtet? Irgendwie fühlte er sich fast wie ein Buchhalter. "Soll ich so tun, als ob ich dich nicht bemerkt hätte, weil du dich nicht gezeigt hast?", fragte er fast beiläufig, als er sich sicher war, die Grünhaarige würde ihn hören können. Sein Blick allerdings blieb nun auf den Boden zu Fußen der Residenz gerichtet, als er das Register wieder hob und mit monotoner Mimik seinem Vorgesetzten winkte. "Soll ich es Ihnen hinunterbringen?" Durchaus. So monoton die Mimik, so desinteressiert auch seine Stimme.
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeSo Dez 01, 2013 9:23 pm

Während Madoka in ihren Gefühlen grub und ein paar Windströme umher wehten, die ihre kurze Frisur in Bewegung versetzten, erreichte ein Objekt innerhalb weniger Sekunden Schallgeschwindigkeit. Sie zuckte nicht zusammen, da sie ja bereits gehört hatte, dass Daizen hier mit irgendwem trainierte, aber als dann sein Partner irgendwelche Jutsu-Namen sprach und anschließend der Kato von der Plattform des Daches segelte, verfolgten die zweifarbigen Mädchenaugen den Koloss auf seiner Reise nach unten. Blinzelnd, mit hochgezogenen Augenbrauen, wortlos. Wenn er meinte, dass das das Training war, was er brauchte, dann sollte er dies tun. Sie würde ihn nicht davon abhalten, sofern er nicht beabsichtigte, sie mit diesem Training zu überraschen. Klar, sie richtete sich nach dem Gôken aus, aber so stark wie diese beiden Monster war sie nicht. Sie war nur Madoka, eine Taijutsuka, die früher als zu unweiblich gegolten hatte, da sie den Körperkampf bevorzugte. Wenn sie so darüber nachdachte, kannte sie leider kaum jemanden, kaum Frauen, die sich demselben Stil verschrieben hatten. Ihre Gedanken wurden letztlich dadurch unterbrochen, dass Setsuna, mit welchem Daizen und sein Partner gesprochen hatten, in ihre Nähe stiefelte, nach dem Koloss auf Höhenflug sehend, sie ansprechend. Eigentlich hätte ihr klar sein können, dass sie sich hier kaum verstecken konnte. Die paar Minuten einsames Herumstehen und Lehnen an der silbernen Metallvorrichtung des Daches waren wirklich nur begrenzt gewesen. Die müden Augen starrten ziellos auf den Körper des Hokage, während Madoka die Frage des Jôcho vernahm. Am liebsten hätte sie gesagt: Ja, bitte tu so. Denn ich tue nichts anderes. Sie ging den Leuten aus dem Weg, allerdings. Nicht nur unabsichtlich vor einigen Monaten, weil sie beurlaubt worden war durch ihre Kopfverletzung, sondern mittlerweile auch absichtlich, weil irgendwas ihrem physischen Zustand schadete, sie es nicht wusste, aber es ihr schwer im Magen lag, dass das vielleicht an dem jahrelangen Alkoholkonsum liegen konnte. Wenn es das war, stand sie kurz vor ihrem Ende, denn sie war bereits süchtig genug, um zu verzweifeln, wenn sie nicht mehr trinken könnte ohne sich zu gefährden. Es war auch ihr einziges Betäubungsmittel, das sie besaß, um sich selbst aus dem Weg zu gehen. In diesem Moment schloss die Sunohara kurz die Augen, da sich wieder der allbewehrte Kloß in ihrem Hals bildete. Alle um sie herum waren so unbekümmert, sogar Setsuna schien sich nach diversen Dingen wieder gefangen zu haben, alles vergessend. Ein wenig gesalzenes Wasser bildete sich heraus, funkelte zwischen ihren Wimpern und fiel ganz leise auf ihre fahle Wange. Kurz darauf wischte Madoka sie fest entschlossen Weg, sich mit beiden Händen über die Augen und sog die Luft zitternd ein. Irgendwas ging in ihr vor, und sie wusste nicht was. Sie wollte es einerseits niemandem sagen, hatte andererseits Angst. Dass sie mittlerweile von dem Virus infiziert war, der ihre Mutter getötet hatte, war ihr nicht klar. Aber ihr Verderben würde es sein, dass sie die Symptome für sich behielt. Ein amüsantes Verderben, das so fühl bewirken, aber auch nehmen konnte. "Schenk dir die Frage", sagte Madoka leise, mit einem verbissenen, aber zitternden Unterton. "Ob ich da bin oder nicht, spielt für niemanden eine Rolle." Kurz danach stieß Madoak sich von dem metallenen Gestänge ab und sprang vom Gebäude hinunter, in einem weitaus galanteren Flug als Daizen. Sie kam auf fast einem Knie auf, stützte sich mit beiden Händen ab, und richtete sich dann auf. Einige Meter neben sich erkannte sie dann den großen Boss des Dorfes. Madoka beugte sich ein wenig vor, lächelte schwach und angestrengt und fragte mit gekünsteltem Humor: "Wolltet Ihr die Höhe des Gebäudes nach eigenem Leib bemessen, Hokage-sama?"
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeMo Dez 02, 2013 4:02 pm

Welch trockene Lakaien das Schicksal ihm doch zugespielt hatte. Nun ja, zumindest trockener als der Brunnenschacht, aus dem sich der ehrenwerte Hokage emporarbeitete. Seine bare Brust brannte vor innerem Feuer, so kams ihm vor; dafür musste ein gewisser Jemand noch büßen. Wenn er doch bloß wüßte, wie er das anstellen sollte. In solchen Momenten bereute Kato Daizen immens, den Schönschreibkurs fürs Fuuin, den Bogenschieß-Workshop und die Ninjutsu-Nachhilfe neben seinem Taijutsu-Training in den Tagesplan aufgenommen zu haben... mal flapsig ausgedrückt. Der von Rangtitel her mächtigste Shinobi des Großreiches Hi no kuni begann, sich Stück für Stück den Schacht empor zu hieven.

Oben wurde derweil des Eremiten faszinationauslösende Aura gekontert mit buchhalterischer Präzision. Der silberhaarige Muskelberg hatte mit etwas weniger Worten gerechnet und blinzelte einige Male während Setsunas Redeschwall. Ah machte er dann, Nichts für dich? Na, sag das nicht. Als ich Sieben war, sah ich auch so aus wie du. Hah! Lasse dich unterrichten von mir, Gomamura Teritenshi, dem Eremiten aus dem Dünenmeer, und du schleuderst alsbald Ziegelpaletten wie ich deinen Vorgesetzten! Er nahm eine heldenhafte Pose ein. Da diese erforderte, den stechenden Blick himmelwärts zu richten, bemerkte er nicht, dass sich Setsuna pflichtschuldigst wichtigerem zuwandte. Ehe du von mir in der körperstählenden Kunst des Tai unterwiesen werden kannst, musst du natürlich diverse Tests durchlaufen! Du musst den heißen Zorn der Wüste überleben, unter den blutunterlaufenen Augen der Gila-Krustenechsen das große Sandmeer durchqueren, in den zerklüfteten Hügeln der Klippschliefer - nicht zu verwechseln mit den Kangetsu no kunier Klippschleifern - deinen Wegezoll zahlen oder dich mit dem Stärksten von ihnen im Ringkampf messen, außerdem -
Und es gab doch wirklich Typen, die all das schon gemacht hatten.

Taro! Hoch motiviert kam der junge Daizen wieder auf die Füße, ließ die Fingerknöchel knacken und donnerte vorwärts. Packen wirs zusammen!!!
Mit dem Willen des Feuers! erwiderte Tarotachi Penpachi, Beichtbruder und Wegbegleiter zu einer Zeit, da es noch kein Tsukigakure gab, voller brennender Leidenschaft. Flamme tief in mir! HAAA!
Teritenchi Gomamura schlug die Fäuste zusammen, dass es krachte wie ein Donnerhall, derweil sich seine beiden Gegner von zwei entgegengesetzten Seiten näherten wir rollende Felsbrocken. Gutes Material. Gutes Material! Asl sie stürmten, trat er hinterhältig zurück, ergriff beide jungen Männer am jeweiligen Kragen und donnerte sie mit den Dichschädeln aneinander.
Ja, nicht? entgegnete eine weibliche Stimme aus dem Hintergrund. Epona hockte, die Hände um eine Tasse Tee gelegt, außer Reichweite fliegender Körper auf dem Höhlenboden vor dem einzigen Möbel, einem steinernen Tisch. Bezahl mich später.
Willst nicht auch ne Runde?
Zeig nur mit dem Finger auf mich, und du siehst mich nie wieder.


Auf Erdgeschoss-Level hievte Daizen seinen Oberkörper endlich über den Brunnenrand, als der Ruf Setsunas ihn ereilte. Bleib, wo du bist kommandierte er, Der Prophet hat sich mit den Steintafeln des Wissens die Treppe hinaufgeplagt, also bleib auch da oben. Der Berg kommt.
Und wer kam da angezockelt? Madoka blickte lächelnd auf ihn hernieder und ratschte ein Sprüchlein. Daizen lächelte, doch es hätte auch ein zähnefletschendes Knurren sein können. Genau das hatte ich vor entgegnete er schnippisch, Und in Angesicht meiner Laune befinde ich, dass das Ding um glatte zwei Etagen eingeebnet werden darf. Jetzt und sofort. Er hob sich komplett aus dem Brunnenschacht, klopfte sich ab, was nicht sonderlich viel bewirkte, und atmete tief ein. Offenbar besserte dies seine Laune. Er richtete seinen Blick wieder auf Madoka, wobei ihm - vielleicht aufgrund seiner Sehschwäche - diverse Feinheiten leider im ersten Moment entgingen. Siehe, es ist Madoka-kun. Komm mit aufs Dach; einer meiner Lehrmeister ist auf eine Tasse Tee vorbeigekommen. Der wäre was für dich, möchte ich meinen! Er unterstrich seine Einladung mit einer saloppen Geste und setzte sich bereits wieder in Bewegung.
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeMi Dez 04, 2013 8:17 pm

Ein wenig verwirrt blickte Setsuna Madoka hinterher, welche einfach einmal so vom Dach gesprungen war. Hinunter zum Hokagen, während er sich mit der Hand an die Stirn fuhr, als der Wind ihm Strähnen ins Gesicht wirrte. Hinter sich hörte er noch das Geschwafel des Alten, der ihn offenbar vom Taijutsu überzeugen wollte, doch mitten in dessen Sätzen war er ja gegangen. Da er letzteres getan hatte, hielt er es auch nicht für nötig, ihm nun zu antworten - wenngleich es vielleicht ein wenig unfreundlich war. Nur machte er sich darüber nun wirklich keine Gedanken. Viel eher schien er in eben solche vertieft zu sein, während er zusah, wie der Hokage sich aus dem Brunnen hervorkämpfte. Die Mundwinkel des eigentlichen Nara verzogen sich zu einem schiefen Strich, während er von oben aus Madokas Rücken musterte und sich fragte, ob er gerade etwas Falsches gesagt hatte. Sogar ihm war klar, dass das Verhältnis sich ein wenig geändert hatte, doch rein theoretisch hatte er nichts bekümmerndes oder dergleichen gesagt. Stattdessen hatte er sie doch nur darauf angesprochen, dass sie offenbar alleine sein wollte. Mehr nicht. Was hatte es damit zu tun, ob die Leute sie sehen wollten oder nicht? Natürlich spielte es eine Rolle, wenn sie da war. Wenn jemand vorhanden war, nahm er aktiv am gesellschaftlichen Leben teil. Selbst, wenn nicht körperlich, so ohnehin seelisch, wenn man über ihn sprach. Nein, er verstand diese Aussage nicht. Aber eigentlich spielte es eine Rolle, dass sie da war. Für Daizen, der sich nun aus dem Brunnen hievte. Für ihn, der nun über sie Rat schlug. Und für andere, welche das ganze Szenario beobachtet hatten. Einen Seufzer ausstöhnend schüttelte er seinen intelligenten Kopf und verschränkte dann mit dem Register in der Hand die Arme vor der Brust, als er die Antwort seines Vorgesetzten hörte. "Eigentlich, Daizen-Sama, ging Moses laut dem christlichen Glauben ohne diese "Schriftstücke" auf den Berg. Sie wurden erst dort von "Gott" eingebrannt.", korrigierte Setsuna, wusste jedoch auch, dass es wohl zwecklos war. Nicht, dass er Daizen nicht scherzte... aber irgendwie hatte er schon oft genug in die Leere hineingeredet und niemanden hatte Wahrheit interessiert. Die größte Sünde, wenn man von Sünden sprechen mochte. Die Augen vor der Wahrheit verschließen. Unweigerlich musste er auf Madoka blicken. Hatte sie in den wenigen Sekunden nicht ein wenig fertig ausgesehen? Selbst wenn, was sollte er tun? Sie würde ohnehin nicht auf ihn hören, wenn er ihr sagen würde, sie sollte sich schonen. Eine Erkältung konnte immerhin zu einer Lungenentzündung werden. Während eben jene mit Daizen redete, klemmte sich der Brillenträger das Brettchen mit dem Register nun einfach unter den Arm und tat ebenfalls sein Bestes mit Chakra in den Füßen erst ein paar Schritte senkrecht nach unten zu gehen und letzten Endes vor den beiden mit einem Satz auf dem Boden aufzukommen. "Der Prophet ist vom Berg herunter gestiegen und erleuchtet Sie mit seinem Wissen über die Gebote des Archivs.", entgegnete Setsuna mit trockenem Humor.
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeMi Dez 04, 2013 9:06 pm

Ein wenig musste Madoka die Augenbrauen hochziehen, als Daizen von den architektonischen Veränderungen des Kage-Gebäudes sprach. Sonderbar war in erster Linie die Erwähnung seiner Laune. Hatte er sich nicht relativ munter mit Setsuna unterhalten? Lag es nur am Flug, dass er nun ein wenig grottig drauf war, als hätte er sieben Tage Salzwasser getrunken? Madoka richtete sie wieder auf, ließ die Arme am Unterrücken verschränkt und beobachtete den Hünen, wie er aufstand und dann von seinem Lehrmeister sprach. Plötzlich hob ihr Blick sich um gefühlte fünf Meter, da sie selbst nicht einmal bis zur Schulter des Kagen reichte. Bestimmt konnte er mit seiner Kraft das ganze Stadttor hoch heben - auf einem Daumen wohlgemerkt. Er wäre also was für sie - ausgerechnet für sie? Mitunter schaffte sie es ja schon, dass die Leute so flogen wie Daizen, aber dafür brauchte es einen guten Tritt oder einen Brustkorbschlag. Das war nicht so einfach getan mit einem Schnippen des Zeigefingers. Die Gedanken an ein Zusammentreffen mit diesem ehemaligen Meister drifteten jedoch in Richtung Brunnen ab und ertränkten sich dort, da Setsuna sich auf den Weg zu Daizen gemacht hatte. Madoka dachte erst gar nicht daran, dass sie für irgendwen hier ein Ziel war. Kurz darauf trat sie wortlos einige Schritte zurück, sodass eine Distanz entstand, die sowohl zum Vorgesetzten als auch Kollegen relativ makaber groß war. Als wolle sie nicht stören, wäre nur ein Lüftchen in den Baumkronen, das verging. Als der Schwarzhaarige gesprochen hatte, sah die Sunohara ihn kurz an, aber wendete den Blick dann wieder ab, in Richtung Boden. Ungeachtet der Umstände schlich sich dann ein Reiz in ihren Hals, den sie nicht wegschlucken konnte. Madoka drehte sich um, ging einige Schritte weiter weg, hob die rechte Hand an den Mund, hustete und kniff dabei die Augen zusammen. Es war kein lautes Husten, aber auch kein kleines Räuspern. Ihr Körper schüttelte sich merklich, ehe das Kratzen nachließ und sie die Hände aus dem Gesicht nehmen konnte. Mit sich öffnenden Augen sah sie in die Innenflächen, wo auf einmal rote Tröpfchen im Licht der Mittagssonne funkelten. Es war kein Fleck, der durch ihre Hautfurchen schwamm, aber einige Blutkügelchen waren vorhanden, die ein unregelmäßiges Muster bildeten. Hastig zog die Grünhaarige an dem Ende ihrer hellblauen Bluse, drehte es um und wischte daran die Hand ab. So sah man die Innenseite nicht und konnte auch die rote Farbe nicht erkennen. Nochmals räuspernd wischte sie sich über die Lippen mit einer Hand und sah dann über die Schulter. Ihr Blick war fast peinlich berührt. Beobachteten Setsuna und Daizen sie nun, wären sie so nah daran zu sehen, dass irgendwas nicht mit ihr stimmte. Also zwang sie sich einfach ein Lächeln auf, winkte und ging auf die Wand des Kage-Gebäudes zu. "Ich bin sofort bei Eurem alten Freund, Daizen-sama." Mit Chakra in den Stiefeln hüpfte sie die kurvige Wand hoch, sprang oben über die Brüstung und sah den Kerl an, der dort fast alleine zurückgelassen worden war. Schwere Tätowierungen zierten den Körper, aber dennoch zwang Madoka sich weiter ihr Lächeln auf. "Ohayô. Daizen meinte, dass Ihr ähm ... durchaus etwas für mich wärt. Aber ich bin lange keine so-" Sie betrachtete zögernd die Muskeln und schüttelte dann den Kopf. "Ich bin einfach noch ein Chûnin."
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeSa Dez 07, 2013 2:44 pm

Er ging ohne Steintafeln rauf? Dann machte er es sich verdammt leicht erwiderte Daizen postwendend, derweil Setsuna ihn über die Religion einer ihm recht unbekannten Religion aufklärte - was Daizen Kato kannte, waren vor allem Allerweltssprüche, und er bediente sich gern aus diesem reichhaltigen Fundus, um seine Untergebenen verbal anzutreiben. Und zurzeit war er in recht gelöster Stimmung - gut genug, um ein paar Schlagabtäusche zu machen, ob nun mit Worten oder Fäusten. Er war schließlich von Untergebenen umgeben; wer wäre da nicht locker drauf? Keine Krise stand unmittelbar bevor, die Wunden der letzten Eskalation verheilten ausgezeichnet, harte Arbeit spülte gutes Geld in die Dorfkasse. Liefs? Es lief. Die Welt war schön. Ohne große Brandherde. Ein Zustand, der sich rasch ändern konnte - Daizen war als Kage noch relativ frisch, doch erfahren genug in der Position eines Kommandaten. Er kannte aus erster Hand die Neigung des Schicksalhaften Teekessels, erst zu pfeifen, wenn der Deckel kurz vorm Fliegen stand. Wie sagte ein anderer seiner Untergebenen, Ashitaka Sarutobi, so verdrossen? Schitt ist immer kurz davor, die Fahne zu treffen. Und dann braucht es mehr als ein paar Küchenrollen.
Also besser die Stille genießen. In dieser grausamen Welt war jede Minute des Friedens nur die erwartungsvolle Ruhe vor dem Sturm.
Daizen gab der schweigsamen Madoka durch eine lockere Handbewegung das Signal zum Stehenbleiben; Setsuna kam ihnen schließlich bereits entgegen. Dank dir für die Erleuchtung. Dann lass uns mal sehen... Er nahm das Register entgegen, hob es aufgrund seiner Kurzsichtigkeit ein wenig höher. Dabei nahm er nur aus dem Augenwinkel wahr, wie sich Madoka etwas entfernte. Akkurate Handschrift. Sehr schön... Klassifizierungsnummer 14 darf sich auf meinem Schreibtisch bereitmachen... Die 23 kriegt gleichfalls meine Zimmernummer...
Im Hintergrunde machte Madoka ein schwer zu identifizerendes Geräusch; der Hokage blickte vom Register auf, musterte das Mädchen aufmerksam. Als sie sich umdrehte, lächelte und dann verkündete, den Gast zu begrüßen, erwiderte Daizen das Lächeln und nickte. Tu das. Und lass dich nicht abschrecken.
Derweil sich die weibliche Chuu-Nin nach oben begab, wandte Daizen sich wieder dem Register zu. Hm hm hm hm. Setsuna-kun, was hältst du eigentlich von Vollplatte? Rüstungen, meine ich. Ganz spontan gesagt.

Oben wandte sich der Eremit Madoka zu. Was Dai empfiehlt, ist selten ein "Nur" entgegnete er. Offenbar hatte sich der Taijutsuka ziemlich schnell davon erholt, dass Setsuna seine epische Verkündigung ignorierte. "Chuu-Nin" bedeutet ohnehin nichts für mich. In eurem Dienstgrad-System bin ich nichts weiter als ein Zivilist. Er drehte sich seitlich, hob die Hände. Stampfte mit den Füßen. Erst mit dem einen, dann mit dem andern. Als verankere er sie im Boden. Ohayô, Chuu-Nin. Zeig mir zuerst deine Fäuste. Greif mich an. Ein einziges Manöver.
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeSo Dez 08, 2013 7:18 pm

Ein wenig skeptisch blickte Setsuna den Hokagen an auf Grund der Erwiderung, dass Moses es sich offenbar sehr leicht gemacht hatte. Naja, eigentlich nicht. Der Mann war mit Sicherheit nicht der jüngste gewesen, als er den Berg emporgestiegen war, also musste es ihm mit ziemlich großer Sicherheit zugesetzt haben. Darausfolgend dürfte es wohl mehr als nur beschwerlich gewesen sein - vor allem dann auch bergab mit den Steintafeln. Aber wer war er, nun darüber nachzudenken? Ohnehin heuchelten seiner Ansicht nach diese Schriftstücke, die von anderen nur so gepriesen und wortwörtlich in den Himmel gehoben wurden - so wie Daizen es in diesem Moment mit dem Register tat -, nur der Wahrheit. Der angeblichen Wahrheit, welche keinesfalls existierte, denn sie zogen jedes Gesetz der Physik in den Dreck. Ein Meer, dass sich teilte? Eine Feuersäule? Oder ein Stock, der zur Schlange wurde? Kopfschüttelnd lehnte der Jôcho diesen Gedanken ab, während sein Kopf sich nun Richtung Madoka drehte, die sich entfernt hatte. Um zu Husten, was ihr offenbar gar ein wenig peinlich war und sie die kleine Gruppe nicht anstecken wollte - deutete er das richtig? Er wusste es nicht, denn zwischenmenschliche Beziehungen waren noch nie sein Fall gewesen. Wissen tat er, dass es ihr mit Sicherheit nicht so gut ging wie noch vor einem Jahr, aber schließlich hatte jeder einmal seine schlechte Zeit. "Wenn du erkältet bist, solltest du dir einen Schal anziehen oder zumindest etwas gegen den Husten nehmen.", kommentierte er trocken und monoton, obgleich er es eigentlich nur gut meinte. Wie so oft würde es aber wahrscheinlich alles andere als gut gemeint rüber kommen. Wohl eher arrogant. Sich an seinen Vorgesetzten wendend, nickte der Brillenträger nun, während die Grünhaarige sich an die Hauswand machte. "Okay, soll ich sie gleich auf Ihr Zimmer bringen?", fragte er, musterte dann das Mienenspiel seines Gegenübers. Letzteres vor allem dann, als er sich gerade schon wieder abwenden und auf den Weg ins Archiv machen wollte. Nun aber hielt er inne, noch bevor er seine Drehung vollzogen hatte - die Stirn runzelnd. War er gerade gefragt worden, was für eine Rüstung er für gut befände? Beziehungsweise, was er von Platte hielt? Was sollte das sein? Ein Scherz? Nein, der Mimik nach zu urteilen nicht. Also eine ehrliche Frage? Eine Überlegung? Nun, er war kein Berater, kannte sich nicht allzu sehr mit der Schmiedekunst aus - obgleich natürlich ein gewisses Grundwissen als Allgemeinbildung vorhanden war. Dennoch.... es dauerte eine Weile, bis Setsuna antwortete, in welcher er den Älteren verwirrt und ein wenig perplex anblickte. Nicht wissend, ob diese Frage nun ernst gemeint war. Demnach klangen wohl die ersten Worte seines Satzes auch entsprechend unsicher. "Ich denke... ich verstehe den... Sinn der Frage nicht wirklich, Daizen-Sama. Wenn sie eine Auskunft über Rüstungsmaterial haben möchten, sollten sie zu einer Fachkraft gehen, denn hierauf verstehe ich mich nicht." Die Augenbrauen des Dunkelhaarigen kräuselten sich ein wenig, dann legte er den Kopf schief. So, wie er es immer tat, wenn er nachdachte. "Nun... da sie gefragt haben: Ich für meinen Teil befinde eine Plattenrüstung nicht gerade als effektiv. Sie hält zwar vielem Stand, aber das Material ist schwer und schränkt die Bewegung ein. Zumal sie bei einer Vollplatte nicht sehr gelenkig sind. Ich würde gegebenfalls empfindsame Bereiche - wie beispielhaft die Brust - mit Platte schützen, aber Gelenke und dergleichen frei halten. Als Taijutsuka sind Gelenkigkeit und Geschwindigkeit ein sehr wichtiges Attribut.... weshalb ich für meinen Teil von einer Vollkörperausrüstung dieses Materials abraten würde." Ein wenig nachdenklich blickte er noch zur Seite, wodurch man deutlich sah, dass es hinter der Stirn noch arbeitete. Dass der Verstand Pro und Contra abwog. "Es kommt ganz auf Ihren angestrebten Kampfstil und Effekt an."
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeMo Dez 09, 2013 1:38 pm

Zunächst stand Madoka nur da und blinzelte den groß gebauten Typen an. Es war bedeutungslos, dass sie Chûnin war? So etwas hatte sie ja noch nie gehört. Das schien wie eine Fremdsprache auf sie zu wirken. Großes Blinzeln des grünen und des blauen Auges. Als der Trainingspartner des Kage sie dann bat in einem Manöver anzugreifen, legte sie mit hochgezogener Augenbraue den Kopf schief. Manöver? So etwas besaß sie gar nicht! Sie agierte immer nach Laune und Zielbedarf. Und wenn sie trainierte, meist alleine oder mit irgendwelchen Bunshin-Aktionen. Irgendwie ... ließ das Wort Manöver den Verdacht in ihr aufkeimen, dass ihr ein bestimmtes Attribut als Taijutsuka fehlte. Nämlich das strategische Einsetzen der eigenen Gliedmaßen. Klar konnte sie anderen Nase oder Kehlkopf zielgerichtet brechen, aber meistens ging sie dann doch davon aus, dass ihr Gegner nicht besonders bewandert in der Gegenwehr war. Ein wenig ratterte es in dem zerlaugten Kopf der 18-Jährigen. Etwas sarkastisch sprach sie im Innern: Normalerweise sagt man doch Zeig mir mal deine Brüste. Zumindest, wenn dieser Eremit alt und pervers wäre. Viele Männer sind alt und pervers. Bäh. Kurz schüttelte sie den Kopf, um diese Umdeutung des Satzes loszuwerden. Anschließend ballte Madoka wie gewohnt beim Training die Fäuste, belastete ein Bein stärker, während das andere nach vorne zeigte. Gôken-Kraft, war das, auf was sie setzen sollte? Bei einem Typen, der soeben Daizen mit 'nem Schnippen hatte segeln lassen wie Team Rocket beim Schuss in den Ofen? Moment, das hat hier nichts zu suchen. Jedenfalls war sie skeptisch, was das hier für einen Sinn haben sollte. War er netter zu ihr, wenn sie sich im Gegensatz zu Daizen dem Kerl widmete? Er hatte ja mit Setsuna gequatscht und demnach nicht mitbekommen, was sein Partner vorgehabt hatte. Hoffentlich sah er ein, dass erst 'erst' 18 und 'erst' ein Chûnin war. Sie wollte nicht so herum fliegen oder irgendwo gegen gestoßen werden. Wenn sie sich an ihre Kopfverletzung und das Blut von eben erinnerte, wäre das alles andere als wohltuend. "Schnippt mich aber nicht weg, okay?", rief Madoka dem Übungsgegner entgegen, wobei ihre Gesichtszüge nun etwas fester wurden. Anschließend verlagerte sie sich so, dass sie in ihren behackten Stiefeln über das Dach des Gehäuses lief, wobei ein modisches Klackern in hohem Tempo ertönte. Dabei wurde jeder Schritt lauter und robuster. Der letzte, direkt vor dem Körper des Gegners, war so stark, dass das Dach zu einem gewissen Teil einbrach. Nicht durch, aber es war eine angebrochene Stelle zu sehen, in die Madokas Fuß perfekt passte, während Risse und aufgeplatzte Flecken sich in den Mini-Krater hinein zogen. Auf dem entsprechenden Fuß stehend hob die Grünhaarige ihren anderen an, drehte sich nach links weg und hatte die Arme angewinkelt. Mit Schnelligkeit und vor allem Durchschlagskraft wollte sie dem werten Herren nun das Knie in die Seite rammen. Aber wahrscheinlich käme ihr der zentnerschwere Arm in die Quere, wenn sie da so die Muskeln aus dem Augenwinkel beobachtete.
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeMi Dez 11, 2013 11:16 am

Daizen schaute erst ein wenig verdutzt, Setsuna in einen derartigen Denkprozess geschubst zu haben - war ja gar nicht seine Absicht gewesen. Seine Frage, mit dem Zusatz "Ganz spontan gesagt", hatte eher einen Haken bilden sollen, ihn langsam in ein lockeres Gespräch zu ziehen. Der Kage nickte gutmütig, derweil Setsuna das Ganze auf einer deutlich faktischeren Ebene analysierte, als er selbst verlangt hatte. Auf einer langen Schiene kam immerhin heraus: Rüstung für Taijutsuka eher mäh. Und die Argumente waren immerhin auch unwiderlegbar - Setsuna debattierte wie üblich auf sicherem Boden.
Stimme dir zu, stimme dir zu. Der Kage machte nicht den Eindruck, als wolle er Setsuna schon wieder ins Archiv entlassen. Stattdessen gab er ihm durch eine knappe Handbewegung zu verstehen, zu folgen. Daizen trat an die Hauswand heran, setzte seinen Fuß dagegen, leitete Chakra ein, zurrte sich dadurch fest. Holte den zweiten Fuß nach, kippte in die Horizontale. Und marschierte stoisch aufwärts. Für einen Ninjutsu-Unkundigen sicherlich eine schöne Vorstellung, für jeden Ge-Nin aber bereits das Normalste der Welt. Aber gehen wir das Gedankenspiel weiter, Setsuna-kun. Nehmen wir an, ich trüge eine Rüstung. Nach deiner Vorstellung, ja. Mit Armfreiheit, aber schwer und bewegungseinschränkend. Was wäre mein größtes Risiko, womit müsste ich mich wohl am stärksten auseinandersetzen? Die Arme vor der Brust verschränkt, stapfte er die Wand hoch. Stelle dich mir als dein Gegner vor. In Rüstung. Wie würde dein bevorzugtes Angriffsmanöver aussehen? So du magst, erweitere den Pool an Optionen auch auf Techniken, die du selbst gerade nicht beherrschst.
Daizen wußte bereits, wie er eine Rüstung zu einem effektiveren Einsatz führen konnte. Er mochte es jedoch, mit Kameraden darüber zu reden - möglicherweise eröffneten deren Ansichten ihm weitere Punkte, die er noch nicht bedacht hatte.

Teritenshi machte sich derweil bereit, einzustecken. Madokas Schritte klapperten auf dem Dach, und er atmete ein. Tief, tief in sich hinein, sodass er noch ein kleines Stück in die Höhe zu wachsen schien - zumindest kam es ihm selbst stets so vor. Frischen Atem sog er in sich hinein, und irgendwo dort in seinen Eingeweiden setzte sich die Schmiede des Chakra in Gang.
Aus dem Klappern wurde festes Klacken.
Geistige Energie entfleuchte seinem Platz im Kopfe, durchspülte die Keirakukei des Rückgrates und flutete in die Bauchhöhle, traf auf körperliche Kraft. Yinton und Yangton. Der Wille des Eremiten, instinktiv arbeitend wie Atemholen, schlug beides mit Wucht zusammen, aufdass himmelblaue Funken sprühten.
Aus Klacken wurde Knallen.
Ausatmen. Bewusst ausatmen. Der hochgewachsene Taijutsuka schrumpfte wieder etwas zusammen. Kompakter. Fester. Dichter.
Aus Knallen wurde Krachen. Der Fuß der Jung-Kunoichi hinterließ einen Eindruck, der bis zur nächsten Renovierung bleiben würde. Erdenschwerer Standpunkt, wehender Tritt. Teritenchi leitete seine Energien im letzten Moment dorthin, wo der steinharte Treffer erfolgen würde. Muskeln spannten, die Gänge des Chakra selbst, eingewoben in den Körperzellen, erstarkten unter dem Fluss der Kräfte.
Aufschlag. Teritenchi nahm den Tritt völlig. Haut und Muskeln zuckten und zitterten unter dem Impakt. Sein Körper bewegte sich um einige Millimeter zur Seite.
Gut sprach er in ruhiger Gelassenheit. Jetzt habe ich einen Eindruck von dir. Und damit verfiel er plötzlich in Bewegung; er sprang rückwärts, landete auf den Fußballen, tänzelnd und plötzlich höchst agil wirkend im Gegensatz zur kompakten Haltung gerade eben. Selbst seine Art zu sprechen klang mit einem Male schneller, wacher. Goken ist der Stil, aye? Dann gib jetzt acht! Ich komme mit einem Fußfeger; händle das wie du magst und greife mich erneut an. Triff meine Seite noch einmal an gleicher Stelle, und es ist dein Punkt!
Der riesige Kerl tänzelte noch etwas auf der Stelle, legte Kraft in seine Zehenballen, stieß sich ab. Grätschte in einer schneidigen Bewegung übers Dach, auf Madoka zu.
Er hatte natürlich nicht vor, ein ewiglanges Sparring zu zelebrieren; lediglich einige Bewegungsabläufe mochte er sehen, praktisch wie eine kleine Visitenkarte.

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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeDi Dez 17, 2013 8:27 pm

Der verdutzte Blick seines Vorgesetzten entging Setsuna, der sich derweil nämlich zur Seite gedreht und sein Nasenfahrrad vom Gesicht genommen hatte. Mit geübten Fingern nahm er mit einem einfachen Schwung ein Tuch aus seiner Jackentasche, um das säuberliche Glas zu polieren, auf dass die Sicht wieder besser wurde. Oben auf der Terrasse hatte es doch ein wenig staubig ausgesehen. Außerdem förderte es die Konzentration, wenn er sich nebenbei noch bewegte. Eine Eigenart, die manch anderes Genie an sich hatte. Das er eines wahr? Nun ja, der Jôcho war in dieser Hinsicht nicht wirklich Bescheiden und diverse Dinge und Erfahrungen stärkten ihm eindeutig den Rücken. Mit verzogenen Mundwinkeln folgten seine angestrengten Augen aber schließlich der Handbewegung, welche Daizen vollzog, ehe er sich daran machte, die Wand wieder zu erklimmen. Es gab keine weiteren Interpretationswege, als dass er ihm folgen sollte. Demnach setzte Setsuna sich die Brille wieder auf und tat eben dies - offenbar war er in diesem Moment zu etwas anderem als dem Archiv bestimmt. Obgleich er mit einem Unwohlsein in der Magengegend bereits wusste, dass nicht jeder seine peinlich genaue Ordnung halten würde. Dabei würde sich nun sogar der größte Idiot - den es offenkundig in diesem Dorf auch gab und dessen Name dem Dunkelhaarigen ebenfalls schon bekannt war - sich dort unten zurecht finden. Nun allerdings, wurde er mit einem Szenario konfrontiert, bei welchem sich zunächst nur seine Augenbrauen kräuselten. Stetig und sicher taten es seine Füße derweil denen des Hokage gleich, erklommen gleichsam die horizontale Wand des Gebäudes.
"Wenn sie eine Rüstung tragen würden, würden Sie zunächst einmal das zusätzliche Gewicht bei solch Aktivitäten wie der soeben ausgeführten verspüren. Was Sie daher zusätzliche Kraft kosten würde.", bemerkte er vorerst, wobei er seine Brille nun wieder aufsetzte. Der Blick in die Ferne wurde wieder scharf. Von der Terrasse des Gebäudes vernahm man Kampfgeräusche - Madoka? Mit Sicherheit. Ein kleines Kämpfchen mit dem Muskelprotz vielleicht, während er sich selbst in taktischen Übungen verstricken musste, wie es ihm schien. Ob es ein Test war, wusste er nicht, doch war es wahrscheinlich. Oder spielte der Hokage wirklich mit dem Gedanken sich eine solche Plattenrüstung anzueignen? Ein wenig perplex verzogen sich bei diesem Gedanken die Gesichtszüge seinerseits. "Ich würde einen Angriff von Hinten in Anspruch nehmen, gegebenenfalls mit Raiton versetzt, da das Material eben dieses gut leiten wird. Oder die Wärme von Katon in sich aufsaugt. Von hinten deshalb, weil man nicht sehr wendig ist. Man ist nicht in der Lage sich zu drehen. Eine weitere Möglichkeit wäre es, den Gegner zu Fall zu bringen und von den Beinen zu holen. Das bereits angedeutete Gewicht könnte hier zu Problemen führen. Vielleicht kommt man auch. Vielleicht ist man schnell. Dennoch wird der Gegner beweglicher und Schneller sein. Der tote Winkel erscheint mir hier die beste Lösung. Allerdings kommt es auch hier wieder auf das Gelände an. Eine weitere Alternative ist außerdem die Möglichkeit einer Täuschung von hinten, das Umdrehen des Gegners - was dieser vermutlich tun wird - und dann von vorn zu attackieren. In diesem Feld erstrecken sich meiner Ansicht nach genug Möglichkeiten." Mit einem entschiedenen Punkt endend, blickte Setsuna kurzzeitig nach unten an den Fuß des Gebäudes, wo sie zuvor noch gestanden hatten. Hätte Daizen eine Rüstung an und würde er nun die Kontraktion von Fuß und Mauer unterbrechen, wäre es ein schwerer Fall, welcher auf Grund des zusätzlichen Gewichts noch deutlich gefährlicher sein würde. Deutlich impulsiver. Ausgeschlagene oder verbogene Rüstungsteile waren außerdem auch noch für den Träger eine Gefahr. "Fakt ist, dass Sie gegen einen bedachten und flinken Gegner im Nachteil wären.", endete er schließlich nochmals - wobei er hierbei mehr nachdenklich sprach, was auch daran lag, dass er es mehr zu sich selbst gesagt hatte, als zu seinem Vorgesetzten. Letzten Endes würden sie wohl auch gleich auf dem Dach selbst ankommen. Was sich dann dort offenbaren würde an Kampfesszenen? Bei dem Gedanken an das mögliche Match hob sich Setsunas Augenbraue skeptisch.
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeMi Dez 18, 2013 12:51 pm

Gut, in einem Kampf wäre es sehr wohl etwas anderes gewesen. Da verriet der Feind seine Strategien nicht, außer er war redselig, hatte keine andere Chance, um mit seinem Team richtig zu agieren oder fand Spaß daran etwas falsches zu erzählen, auf dass sein Gegner drauf herein fiele, bis er so agiert, wie vorgesehen. Dennoch benickte Madoka das, was der große Kerl ihr gesagt hatte. Sie würde es versuchen, es lenkte wenigstens davon ab, dass ein Arzt wohl gesagt hätte, dass sie nicht trainieren sollte, da es ihrer miesen Gesundheit nicht gut tun würde. Aber die war ihr momentan sowieso egal, sie hatte egal zu sein. Die Kopfverletzung von vor einiger Zeit hatte sie genug ans Bett gefesselt, da wollte sie jetzt nicht schon wieder hin, selbst wenn es ihr auf gut deutsch/japanisch psychisch scheiße ging. Da kam dann auch schon das Bein, auf das sie reagieren sollte. Mit leicht zusammengekniffenen Augen peilte Madoka, was passierte, spürte schon den Windzug herannahen und beugte sich anschließend, um mit zusätzlicher Spannung im Körper zu springen. Die Stiefel stießen sich vom Dach ab, sie bewegte sich absichtlich auf den Mann zu. Beide Hände an dessen eine Schulter, um sich abzustützen und den eigenen Körper nach oben zu hieven, während sie so dem Bein entging, das sie angriff. In einer Art Luftrad segelte sie über seinen Oberkörper, kam hinter ihm auf und richtete sich auf, um anschließend ein Bein zu heben und anzuwinkeln, dass kurz darauf in einer Vierteldrehung ausgestreckt und gegen dieselbe Stelle geschlagen wurde, die getroffen werden sollte. So stand Madoka hinter ihm und trat ihm mit der Unterseite ihrer Wade, die sich spannte, gegen fast denselben Punkt wie vorhin, zumindest wollte sie das so. Als sie die Zähne dabei aufeinander presste, zuckten kurz ihre Augen. In dieser Haltung sah sie zwar tüchtig und kampfbereit aus, aber die Augen verengten sich auf einmal, während die gehaltene Körperspannung zu gewissen Teilen zu einem Zittern wurde. Doch sie versuchte es zu unterdrücken. Diese jämmerlichen Symptome für irgendwas, an dem sie litt, waren nicht der Rede und Aufmerksamkeit wert. Nach diesem Trainingsakt blieb jedoch nicht wirklich die Zeit für Gespräche über Techniken, Stärke oder die anderen Beteiligten. Madoka wurde kurz wieder schwindelig, weswegen sie zu der Brüstung ging und sich mit dem Rücken daran lehnte, beide Ellbogen auf dem oberen Rand abstützend. Sie merkte dabei nicht wirklich, dass ihr ein Blutstropfen über die Unterlippe huschte, welcher sich sogleich seine signalträchtige Bahn bis zum Kinn suchte und dort verweilte. Erst als es ein wenig kitzelte, rieb die Sunohara sich mit dem rechten Handrücken am Kinn entlang und sah den Streifen dann auf ihrer Haut. Mit skeptischem Gesichtsausdruck blieb sie stehen, wo sie war, beobachtete allerdings die Hand und murmelte: "Was zum Teufel?"
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeSa Dez 21, 2013 5:21 pm

Grandiose Analyse sprach Daizen heiter, Sehr schön erläutert und fundamentiert. Ja, es lohnt sich doch immer, dir ein paar zwanglose Fragen her zu schieben. Er lächelte schwach über die Schulter hinweg. Aber gut... lass uns hören, was ein Taijutsuka von der Sache hält. Damit meinte er natürlich nicht Meister Teritenshi, sondern Madoka. Daizen Kato hatte Spaß daran, seinen Untergebenen Meinungen und Antworten zu entlocken.

Teritenshi wurde derweil ausgetanzt; Madoka sprang elegant über ihn hinweg wie ein Akrobat bei den Stierkampfspielen. Ihr Angriff, der sich direkt aus dieser Ausweich-Bewegung entwickelte, wurde diesmal nicht stoisch hingenommen, sondern durch den massigen Arm des Taijutsuka geblockt. Fein sprach er, Du hast wieder auf dieselbe Stelle gezielt. In einer gleitenden Bewegung kam er wieder auf die Füße, nahm für einen Moment klassische Kampfhaltung ein - und drehte Madoka gerade den Rücken zu, als deren Körperzittern einsetzte. Schlägst dich gut. Wer dich ausbildete, hat seinen Schweiß nicht umsonst vergossen. Apropos. Ich brauche ein Bad. Er drehte sich der jungen Kunoichi nur halb zu; darum registrierte er ihre Körpersprache nicht. Wo Dai gerade eben aufschlug, spritzte doch was hoch, nicht? Wasser, gut genug für einen Kage, ist auch gut genug für Teritenshi. HUNGH! Kurzentschlossen sprang er. Aus dem Stand. Seine Flugkurve folgte der von Daizen ziemlich genau. Der riesige Mann segelte weit hinauf, verschwand aus dem Sichtfeld und platschte irgendwo unten im Hof in den Brunnen.

Nachdem der eine Hüne die Bühne verlassen hatte, erklomm der andere schon das Dach. Daizen schwang sich über das Geländer. Links von ihm hing ein Handtuch von Ausmaßen, die so mancher Picknickdecke Ehre getan hätten. Er verwendete es zum Abtrocknen. So, wieder da rief der Hokage aus, Schätze, für heute ist es genug Körperertüchtigung. Ich sah meinen werten Meister gerade nach Abkühlung suchen; etwas Freizeit wäre wohl wirklich kein schlechter Gedanke. Er hängte sich das Handtuch über die Schultern und stapfte entspannt auf Madoka zu. Wie sieht es aus? Ich lade euch ein, meine Untergebenen, zu einer tüchtigen Ladung Bratkartoffeln.
Er war nun nahe genug, um Madokas Gesicht genauer zu sehen; etwas Rotes darin erregte seine Aufmerksamkeit und ließ das entspannte Lächeln einem konzentrierteren Gesichtsausdruck weichen. Nanu? Es scheint, als hättest du da was... Er zeigte bei sich selbst auf die Stelle zwischen Kinn und Unterlippe. Hier. Hat dich Teritenshi etwa erwischt? Ich habe gehört, dass ihr zwei wohl ein kleines Sparring hattet...
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeSo Dez 22, 2013 2:43 pm

Natürlich war seine Analyse grandios - das waren ihresgleichen immer, auch wenn das wohl niemand außer der Kage manchmal zu schätzen schien. Sein ehemaliger Sensei, der ein gutes Wort eingelegt hatte, damit Setsuna überhaupt Chûnin werden konnte, war die einzige Ausnahme. Wahrscheinlich spürte deshalb einen gewissen Stolz auf sich selbst in seiner Magengrube, welcher ihn fast mit so etwas wie Freude erfüllte. Eine Freude, welche sich vielleicht kurz in einem kleinen Lächeln zeigte, doch dieses verschwand genauso schnell, wie es gekommen war. Er war einfach niemand, der viel von sich selbst nach außen hin zeigte. Und eben dies schien der Kage auch zu wissen, denn er hatte eine Art, bei welcher sich der Jôcho fast schon wohl fühlte. Umso überraschter war er daher, als er kurze Zeit später eine Flugbahn am Himmel entdeckte, welche der Daizens ähnelte und ihn mehr oder minder aus diesem unschuldigen Gefühl ist. Während der Größere der beiden allerdings unbeirrt weiter ging und über das Geländer stieg, bleib der Brillenträger perplex stehen und sah zu, wie man sich eine kalte Erfrischung gönnte. Die Augenbrauen zuckten leicht, wobei er den Kopf schief legte und die Arme vor der Brust verschränkte. Manche Menschen musste man nicht verstehen. Für solche Unternehmungen war dieser Brunnen eindeutig nicht gedacht gewesen. Doch dafür waren die Kampflaute auf dem Dach selbst verhallt, weshalb es wohl nun auch wieder für Taijutsu-Unkundige ein wenig sicherer wäre. Außerdem würde er wohl auch kein Brillentuch mehr brauchen, wenn er sich dort länger aufhielt. Das dachte er jedenfalls, konnte ja nicht wissen, dass er eine Szenerie mit etwas komplexerer Atmosphäre vorfinden würde.
Als er nämlich ebenfalls mit seinem gewohnt desinteressierten Blick schließlich über das Geländer stieg, sah er gerade, wie Daizen auf die Stelle seines Kinns zeigte. Eine Stelle, um welche Madoka sich sogleich kümmerte - aber dabei alles andere als gesund aussah. Wie vorher schon. Nur noch deutlich mitgenommener. Die Frage, ob sie erwischt worden wäre, war daher umso gerechtfertigter. Nur glaubte der Jôcho nicht, dass man nach einem Treffer von diesem Mann - der den Vorgesetzten immerhin so einfach von den Socken geholt hatte - noch so gut aussah. Letzteres tat Madoka in ihrer gegenwärtigen Lage zwar auch nicht, doch es wäre in Anbetracht jener Umstände deutlich schlimmer zu erwarten. Demnach setzte er sich also in Bewegung, blieb wenige Zentimeter hinter Daizen stehen. Er wusste, dass es sich um die Flüssigkeit des Lebens handelte - um was auch sonst -, weshalb seine Augen sie zunächst von oben bis unten musterten, mit einem Mal von Interesse gesäumt. Interesse an dem Wissen, dass sie keine äußeren Wunden oder dergleichen aufzuweißen hatte. Vielleicht hatte sie sich auch nur auf die Lippen gebissen? Vorheriger Husten. Eine Erkältung. Nicht aufpassen. Auf die Lippen beißen. Der Gedanke war zumindest nicht abwegig. "Hier." Mit einer kurzen Bewegung nahm er sein Brillentuch in die Hand, welches zwar eigentlich zum Putzen selbiger diente, aber nun eine andere Aufgabe zugewiesen bekam. Ein wenig erinnerte sich sein Unterbewusstsein an die erste Begegnung, nach welcher sie Freunde geworden waren, da er ihr auch dort ein Tuch hingehalten hatte. Wenn es auch nass gewesen war - allerdings zum gleichen Zweck. "Du solltest vielleicht ein wenig aus der Sonne.", fügte er noch hinzu. Ob sie das Tuch genommen hatte oder nicht, lag ganz bei ihr - doch sah Setsuna im nächsten Moment zu Daizen. "Das ist sehr freundlich von Ihnen Daizen-Sama und bedanke mich für die Einladung, die ich gerne annehmen werde."
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeSo Dez 22, 2013 8:30 pm

Eigenartig. Es hatte den einen oder anderen Moment gegeben, wo Madoka plötzlich Nasenbluten bekommen hatte, aber das schob sie einerseits auf schwache Schleimhäute andererseits darauf, dass sie es etliche Jahre im Gegensatz zu anderen Leuten nicht gehabt hatte. Aber dass das Blut nun auch schon über die Lippen kam, beunruhigte sie. Es war verdächtig, aber die Anzeichen klopften immer stärker an die geschlossene Tür zu ihrem Verstand, dass es schwer wurde es zu ignorieren und als harmlos zu verkleiden. Teritenshi hatte sich entfernt, nachdem er einen grazilen Sprung gewagt hatte, den Madoka ihm nicht so ganz zugetraut hätte, dann kam sein Kilo-Abbild schon gleich wieder aufs Dach und in ihre Nähe, während sie noch das abgewischte Blut vom Kinn auf ihrem Handrücken hatte. Immer im unpassendsten Moment. Da kam er, zeigte ihr, dass sie da wohl eine Blutspur hatte, und fragte, ob es ihr kurzzeitiger Trainingspartner gewesen war. Die zweifarbigen Augen blickten etwas unsicher nach oben in das Gesicht des über zwei Meter großen Mannes. "Er ..." Sie wusste nicht so ganz, welche Ausrede sie dem Kage auftischen sollte. Mit der Gefahr, dass er es vielleicht heraus hörte. Derweil kam aber schon Setsuna um den Schatten des Kagen und wurde Teil der Szene. Er reichte Madoka ein Tuch, welches sie mit zusammengezogenen Augenbrauen musterte. Wie damals. Nach einem kleinen Zögern nahm sie es jedoch entgegen, wischte sich damit über den Handrücken, danach über Kinn und Unterlippe. Anschließend behielt sie es einfach in den Händen und sah unsicher zwischen den Jungs - dem Großen und dem Kleinen - umher. "Erwischt hat er mich nicht. Es ist alles in Ordnung." Ziemlich dreist und schwach ausgesprochen entgegen der Wahrheit, die in ihrem Körper keimte - beinahe wie ein Tumor. Kurz tastete Madoka mit der Zunge ihren Mundraum ab, bemerkte den metallischen Geschmack, aber keine Wunde, die schmerzte oder zu erfühlen war. Danach richtete sie sich auf und verschränkte entspannt die Arme, hoffend, dass man sie nicht mehr auf das von eben oder auf ihre Gesundheit ansprach. "Klingt angenehm mit dem Essen. Meinetwegen."
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeDo Dez 26, 2013 12:08 pm

Daizen verharrte noch einen Moment mit schmaleren Augen und rätselnden Stirnfalten, ehe er sich mit einem Schulterzucken aus dieser Starre befreite und sich ein letztes Mal mit dem Handtuch abtrocknete. Nachdenklich hatte er Madoka gemustert, die das Taschentüchlein von Setsuna annahm und sich damit die Bluttröpfchen abtupfte, ehe sie es als Nichts abtat. Hm. Nun gut... Wer war er, sich zu etwas Blut im Munde zu äußern. Ihm gingen ähnliche Gedanken durch den Kopf wie dem Jôcho: Vielleicht auf die Zunge oder in die Innenseite der Wange gebissen, möglicherweise hatte sich Madoka schon seit Längerem die Zähne nicht mehr geputzt oder etwas in dieser Art... es gab viele Erklärungen, und die Mehrzahl davon musste nichtmals sonderlich beunruhigend sein. Der Hokage war weder pessimistisch, noch ein Fachmann für Medizin und innere Blutungen. Er war auch nicht sonderlich grüblerisch, und so vertraute er auf Madokas Wort, dass alles in Ordnung war.
Wenn alles in Ordnung ist, ist wohl alles in Ordnung... murmelte er, bückte sich nach seinen Kleidern, die in halbwegs ordentlichem Haufen auf den sonnenerwärmten Fließen lagen. Er zog sich seine lockere Oberbekleidung über, zum Abschluss die schwarze Weste mit den orange-gelben Flammenmustern. Gemächlich rupfte und zupfte er die Klamotte in Form. Wir sprachen eben über Rüstungen begann er dann, Setsuna-kun. Ehe wir uns zum Essen begeben, rapportiere doch bitte für Madoka-kun in knapp, was wir soeben besprachen - und insbesondere deine faktisch-rationelle Ansicht, die ich so sehr schätze.
Kleines Patt-Patt für die jungen Untergebenen. Eins für dich... und eins für dich.
Dann, Madoka-kun, lasse doch bitte deine Meinung dazu hören. Er wedelte mit lockerer Handbewegung, um anzudeuten, dass er ihr im übertragenen Sinne das Wort gab. Anschließend suchten seine Augen den Boden ab. Als Hokage sollte ich in der Öffentlichkeit Schuhe tragen. Wo hab ich sie gelassen? Diese letzten Worte gingen eher an ihn selbst, weniger an die beiden Jüngeren.
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeSa Jan 04, 2014 1:53 pm

Gekräuselte Augenbrauen. Blaue Iriden hinter Brillengläsern, die ungläubig die Szenerie musterten, während ein paar der nervigen Haarsträhnen wieder in sein Gesicht fielen. Setsuna war nicht wirklich überzeugt davon, dass Madoka die Wahrheit sagte, was man seinem Blick ihr gegenüber wohl entnehmen konnte. Doch sagte er nichts. Wenn der Hokage derweil etwas bemerkte, so zeigte er es auch nicht, vertraute ihr sogar noch und meinte, wenn sie sagte, dass alles in Ordnung sei, dann war es eben so. Ob das nun gut oder schlecht war, wollte der Jôcho in diesem Moment gar nicht beurteilen. Kurz darauf war Madoka schließlich auch nicht mehr das Ziel seines Blickes, sondern vielmehr nichts bestimmtes. Etwas, was daran lag, dass sich seine Augen weiteten, seine Mimik leicht verärgert wirkte. Nein, gepattet werden. Das mochte er gar nicht. Obgleich er vielleicht noch vor einen halben Jahr anders reagiert hätte, als nur genervt – vielleicht ein wenig erschrocken – biss er sich nun auf die Zähne und blickte den Vorgesetzten aus den Augenwinkeln heraus an. Ihm war deutlich anzusehen, dass er es nicht gemocht hatte und auch nie mögen würde. Immerhin war er alles andere als ein kleines Kind – fragte sich nur, warum manche das nicht sehen wollten. Insofern diese Aktion gerade so gemeint war. Theoretisch wäre es auch als Lob möglich, aber selbst dann sah Setsuna nicht wirklich, weshalb man seine Mannen auf diese Art und Weise loben sollte. Schulterklopfen ja, wenn es sein musste.
Der Dunkelhaarige fuhr sich über die Stirn und strich sich dabei Haarsträhnen nach hinten, als ob er damit die Berührung hinfort waschen konnte. Ihm machte es vielleicht nicht so viel aus – nicht mehr jedenfalls - , aber das hieße noch lange nicht, dass er es mochte. Während Daizen sich kurz darauf also daran machte, seine Sachen zusammen zu klauben und sich nach seinen Schuhen umzuziehen, wandte er sich wieder an Madoka. Rüstungen. Richtig. Er räusperte sich. “Wir sprachen über eine Rüstung aus Vollplatte. Um es kurz zusammenzufassen, wies ich darauf hin, dass eine solche die Bewegungsfreiheit stark einschränken würde, obgleich das Material eine gute Verteidigungsbasis offeriert. Geschwindigkeit und Gelenkigkeit sind für Taijutsuka sehr wichtig, weshalb ich schließlich dazu riet, nur einen Teil der Rüstung – Armschienen, Brustkorb, wie man möchte – zu berücksichtigen. Gegen einen flinken Feind hat man sonst große Probleme. Zumal eben dieser in jeder Rüstung ein Fleckchen finden wird, bei welchem das Katana durchdringen kann.“ Kurz und knapp? Für manche wohl eher nicht. Dafür dachte er nun jedenfalls, dass er alles gesagt hatte und verschränkte die Arme vor seiner Brust, während der Blick sich von Madoka wieder auf Daizen richtete. “Entweder, Sie haben die Schuhe in der schnellen Beschleunigung verloren und sie liegen noch irgendwo auf dieser Terrasse, oder sie befinden sich ein paar Meter weit unterhalb von uns in der Nähe des Brunnens – oder in diesem.“
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeMo Jan 06, 2014 7:21 pm

Rüstungen? Während Daizen sich abwendete, stand Madoka mit ihren verschränkten Armen so da, musste sich von Setsuna anhören, worüber sich die Herren unterhalten hatten, und brachte nicht wirklich Verständnis für das Ganze auf. Wer beschwerte sich denn gern unnötig? Gänzliche Panzerung? Wenn sie den Trainingspartner von gerade betrachtete und der Kage ihn wirklich so gut kannte, dann brauchte er doch gar keine Panzerung. Nur diesen coolen Stil, bei dem ein Schnippen reichte, um Berge bersten zu lassen. Ob sie das auch eines Tages irgendwann konnte? Es reichte ja schon ein Gouken-Schlag, um Mauern zu zertrümmern, aber eine Mauer war kein Berg. Aber daraus wollte sie nun auch kein Ziel machen. Naiv wäre sie, so einem Müll nachzulaufen. Ohne große Mimikspiele oder Kommentare nickte Madoka anschließend, als Setsuna geendigt hatte. Sie ging an ihm vorbei zu dem Geländer, wo Daizen rüber gesegelt war, lehnte sich vorgebeugt mit den Armen darauf und betrachtete, wie Teritenshi sich im Wasser des Brunnens aalte - oder vielmehr rein zwängte. Wenn er es denn so exzessiv tat. Während sie ihn beobachtete, entgegnete sie dem Kage: "Ich weiß nicht, was sie mit einer Rüstung wollen. Für meine Verhältnisse wäre sie nur hinderlich. Ich muss mich ungezwungen bewegen können, sodass alle Verbiegungen des Körpers möglich bleiben, um auszuweichen. Es bringt doch nichts, wenn man einen Angriff zwar durch eine Panzerung absorbieren kann, aber gleichzeitig deswegen durch die Luft segelt oder stehen bleibt. Da wird man zur Zielscheibe. Und pflegen muss man so einen Kram. Habt Ihr dafür die Geduld und das Geld? Ansonsten überlasst es Eurer Mutter. Die dankt es vielleicht mit einem Nudelholz." Mami macht die Rüstung sauber. Kurz zuckten Madokas Mundwinkel nach oben, aber dann drehte sie sich um und beobachtete den Kage. Ihre zweifarbigen Augen waren nicht mehr ganz so matt wie vorher. "Ihr seid natürlich jemand ... Spezielles. Wie man sieht, ist es egal, ob Ihr getroffen werdet und durch die Luft fliegt." Kurz darauf richtete Madoka sich auf, streckte die Arme über den Kopf, den Rücken etwas nach vorne durch und schloss mit einem kleinen Gähnen die Augen. "Ouah, entschuldigt."
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeMo Jan 13, 2014 8:59 pm

Ah, hab sie.
Derweil Setsuna pflichtschuldigst Rapport erstattete - hatte Daizen seinen Gefolgsmann wirklich gepattet? Das Patt-Patt war doch eher als ein Metaphorisches, Verbales gedacht gewesen, doch offenbar hatte seine Motorik da eine andere Meinung. Nun gut. Als Hokage durfte man das wohl noch machen. Gerade so. Daizen Kato nahm sich vor, in Gegenwart jugendlichen Gefolges fortan mehr mit dem Geiste bei seinen Händen zu sein, um sie nicht in Verlegenheit zu bringen - fand der Hüne seine Schuhe. Irgendwie waren sie in den kleinen Krater geraten, wo er Momente zuvor noch aufgeschlagen war. Einige Fließenscherben hatten sie recht effizient vor flüchtigen Blicken verborgen. Daizen fischte die hinterhältigen Dinger auf und zog sie über die Füße, richtete noch einmal seine Garderobe und marschierte dann in aller Würde seines Amtes zu seinen Untergebenen zurück. Dabei verschränkte er seine überlangen Arme wie stets vor der Brust - es gefiel ihm nicht, wenn sie zu seinen Seiten schwangen und ihm dabei einen Hauch Gorilla verliehen.
Er nahm Madokas Hinweis auf seine Mutter gelassen. Meine Mutter sprach er heiter, verwendet ungern Holz. Von Metall lässt sich Blut weitaus besser entfernen. Der große Mann griente vergnügt, offenbar gedanklich bei seligen Kindheitserinnerungen. Oder nicht ganz so Seligen?
Eure Einwände sind gut. Und vernünftig. Wie üblich erfüllt es mich mit Freude, solche jungen Leute vor mir zu sehen. Das Lächeln wurde noch etwas schräger. Gerade konstruktive Kritik bekomme ich in letzter Zeit selten vorgesetzt... zumindest, wenn es darum geht, mir etwas auszureden. Mit einem Seitenblick auf Madoka kniff er ein wenig die Augen zusammen und begutachtete, wie ihre Mandeln ihm beim Gähnen des jungen Mädchens zuwinkten. Nun auch noch müde? Wirklich nicht auf der Höhe heut, scheint mir. Folget mir, beide. Er gab den zwei jüngeren Shinobi noch einen Wink, dann trat er zur Falltür und stieg ins Kage-Büro hinunter. Ich zeige euch noch etwas.

Sein ehrenwerter Sensei und Sparring-Partner planschte übrigens wirklich im Brunnen. Er passte offenbar ziemlich gut hinein.

tbc: Kagebüro
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeSa Jan 18, 2014 5:40 pm

Lange hörte Setsuna Madoka zu, ohne dass er seinen Blick von ihr wandte. Erst gegen Ende, als sie über ihre Mutter sprach - oder vielmehr über diese "Personen" an sich -, senkte er sein Haupt und schien sich nicht mehr für das Gesagte zu interessieren. Dem war auch so, denn immerhin hatte sie ihre Hauptargumente vorgetragen und sobald dieser Verwandtschaftsgrad fiel, legte sich eher ein Eisklotz um sein ohnehin schon kühles Herz, als dass die Sonne in diesem voller Wärme aufging. Zwar war letzteres wohl ohnehin fast unmöglich, aber sogar eine tiefgekühlte Pizza hatte teilweise doch echt schon gute Hoffnungen aufgebacken zu werden. Leider war der Jôcho aber keine Pizza und verzog das Gesicht, als Daizen schließlich seine Schuhe gefunden hatte und Madoka gähnte. Sie war an ihm vorbei gegangen, doch hatte ihn das nicht interessiert. Eher fasste er sich gerade ein wenig abwesend mit seiner Rechten an das linke Handgelenk, drückte ein wenig und rieb, als ob es unter dem kaminroten Schutz jucken würde. Obwohl er wusste, dass es nicht sein konnte, schienen ihn seine Narben fast ein wenig auszulachen und Setsuna hasste es, ausgelacht zu werden. Dennoch schob er diese Gedanken einfach beiseite, als Madoka gähnte und Daizen schließlich auch geendet hatte. "Ich vertrete die Meinung, dass man seine Dinge selbst sauber halten sollte. Andererseits resultiert daraus eine Abhängigkeit." Schroff gab er diese Worte wider, blickte dabei keinen der beiden an und legte schließlich den Kopf schief, wirkte wieder so, als ob er überlegte. Vielleicht ein wenig arrogant, seine natürliche Haltung. "In der Tat ist es jedoch konstruktive Kritik, welche einen Shinobi im Leben weiterschreiten lässt." Auf Madokas Gähnen ging er nicht, kehrte ihr den Rücken zu und drehte sich auch nicht um, als er Daizen nach ging. Sah sie ebenfalls nicht ein. Vielleicht, weil er ihr unbewusst wegen dem Verweis auf eine Mutter böse war, obgleich er es als lächerlich bezeichnen wollte. Aber auch deshalb, weil sie gegebenenfalls leugnete, dass etwas mit ihr nicht stimmte und er nicht in gewisser Hinsicht nicht derjenige sein wollte, der noch mehr erfuhr, es aber nicht in ihren Dickschädel bekommen könnte.

tbc: Kagebüro
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BeitragThema: Re: [Kage-Residenz] Dach-Terrasse   [Kage-Residenz] Dach-Terrasse Icon_minitimeMo Jan 20, 2014 2:44 pm

War das so etwas wie ein Lob? Als Madoka nach ihrem kurzen Gähnen hörte, sie hätte etwas Konstruktives von sich gegeben, blinzelte sie kurz mit kleinen Tagestränchen in den Augenwinkeln. Normalerweise wurde sie eines kleinen Intellekts bezichtigt, vor allem im Kontrast zu bestimmten anwesenden Personen. Und gegenüber ihrer Cousine war sie auch nicht unbedingt die Hellste. Bei Shogi oder diversen anderen Dingen unterläge sie ihr gnadenlos. Allein schon, dass sie einige Jahre älter war, aber es trotzdem nicht hinkriegen würde, war betrübend. So richtig wahrnehmen tat Madoka die Aussage deswegen nicht. Es kam mehr so an, als würde irgendwo ein Schmerzensschrei ertönen, aber man sah niemanden, der humpelte oder Ähnliches. Man sah sich um, aber fand nichts. Dann wollte der werte Kage ihnen etwas zeigen. Während Setsuna noch kurz Senf zu Majo nachschmiss, beobachtete die Grünhaarige einfach nur das Geschehen. Es waren irgendwie belanglose Trivialitäten. Das Geschwätz um strategische Prävention erregte geringe Aufmerksamkeit, der Pol der Anwesenheit lag ohnehin auf Daizen und was mit Teritenshi war, schien wie Butter unter den Tisch gefallen zu sein. Gelangweilt schob die 18-Jährige ihre Hände in ihre dunkle Hotpants und stöckelte in ihren Stiefeln als Letzte hinterher. Mal sehen, was für weltbewegende Dinge nun auf sie und Setsuna warteten. Vielleicht pinke Bratkartoffeln?

tbc: Kagebüro
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