Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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BeitragThema: [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf   [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf - Seite 2 Icon_minitimeDo Mai 26, 2016 10:11 am

das Eingangsposting lautete :

~ Ein Trainingsplatz für den Häuserkampf: Auf diesem Übungsgelände wurde ein kleines Manöverdorf aus Holzhütten erbaut. Es umfasst rund 50 Gebäude, welche kreisförmig angeordnet sind; in den äußeren Bereichen finden sich einstöckige Häuser und Hütten mit Strohdächern. Je näher man dem Zentrum kommt, umso hübscher und höher werden jedoch die Häuschen; in der Mitte des Manöverdorfs befindet sich gar ein schmucker Pagodenturm, der sich mit seinen sieben Stockwerken über die Häuser erhebt.
Umgeben ist der Bereich mit einer fünf Meter hohen Palisade aus hölzernen Pfeilern.
Drumherum erstreckt sich Wald.
Der Platz ist besonders beliebt bei Taktikern und Kundschaftern. Hier werden häufig Situationen trainiert, bei denen es darum geht, unnötige Zerstörung zu vermeiden und heimlich vorzugehen.

Die Chunin, welche hier Dienst tun, sorgen bei Bedarf für Fallen in einigen Gebäuden oder stellen sich als Gegner zur Verfügung.
Gleichsam führen sie ein Punktespiel hinsichtlich Zerstörung. Pro zerstörtem Gebäude erhält ein Teilnehmer Strafpunkte; höhere Gebäude sind natürlich mehr wert als Hüttchen. Wer am Ende die meisten Strafpunkte ansammelte, muss eine Runde ausgeben. ~
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BeitragThema: Re: [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf   [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf - Seite 2 Icon_minitimeSa Aug 06, 2016 1:27 pm

Hätte Haru ihrer Verwirrung mehr Ausdruck verliehen, hätte Ringo recht trocken erklärt, wie man ihrer Erfahrung nach bequem mit Gefangenen umgehen konnte: Indem man sie, einmal ordentlich im Griff, vernünftig behandelte und ihnen etwas Armfreiheit ließ. Zumindest, wenn die Umstände es erlaubten... und dieses Manöver bot ohne Zweifel die passenden Umstände. Sie kannte Inotachi natürlich - der Yamanaka war seit einer ganzen Weile oft genug auf dem Clan-Celände unterwegs. In aller Regel im Schlepptau Ashitakas, der wiederum für Ringo als Jinchuuriki zuständig war, so dann und wann. Jedenfalls wußte sie, was im Rahmen des Ganzen von Inotachi zu erwarten war. Im Feldeinsatz hätte der Gegner zuvor wohl starkes Ehrgefühl beweisen müssen. In der jüngeren Vergangenheit hatte Ringo gelernt, dass dies häufiger vorkam, als man dachte. Es brachte sie dazu, ihr eigenes Handeln zu überdenken.
Dass Inotachi sie mit einem Shintenshin erwischt hatte, wußte sie dafür übrigens nicht.
Haru war jedenfalls der gleichen Meinung; also war es abgemacht. Ashitaka sprang zu Boden und trat zu ihnen, während Haru eine Frage stellte. "Läuft das nur jetzt so? Oder kriegen wir für jeden Gegner jemanden dazu?"
Eine Frage, auf die nur Ausprobieren eine Antwort geben kann, entgegnete Ashitaka trocken. Er bückte sich, ergriff Inotachis Oberarm und half ihm auf. Der Chuunin hinkte leicht, blickte in Richtung seiner festgezurrten Waffe. Holen wir meine Sichel?
Ashitaka schaute prüfend in Richtung des Knotens, den Haru rennenderweise gefertigt hatte. Aufwand zu groß, Waffenstillstand zu kurz. Wir haben Ersatz.
Passt auch.
Derweil flüsterte Haru Ringo etwas zu. Ringo schaute sie mit großen Augen an. Inotachi was sagen?, fragte sie und wunderte sich über Harus bedauernde Miene. Denn natürlich hatte sie herzlich wenig, anders gesagt nichts, mitbekommen von dem, was sich während ihrer Besessenheit abgespielt hatte. Ihr Geist war einfach ausgeknockt.
Ashitaka mischte sich wieder ein, ehe Haru Erleuchtung spenden konnte. Hier. Bestätige Übergabe. Er reichte eine Schriftrolle.
Ringo nahm die Rolle. Bestätige Empfang. Sie wußte ja, wie man mit Ashitaka reden musste. Bis später also?
Jep, bis später, entgegnete Inotachi. Wenn ich wieder geflickt bin.
Ringo lächelte schmal. Soviel Zeit würden sie wohl nicht lassen.
Ashitaka empfahl sich ebenfalls, und so machten sich die beiden Gegner der Kunoichi davon.

Wieder in Zweisamkeit, wog Ringo die Schriftrolle nachdenklich in der Hand. Gemächlich machte sie sich daran, den Fingernagel unter die oberste Lage zu schieben.
Inotachi was sagen?, wiederholte sie unvermittelt.

-----

Inhalt der Schriftrolle: Ein Einweg-Kuchiyose-Siegel, welches offenbar einen Menschen beschwört und sich von selbst aktiviert. So wie Siehe Spoiler.

Spoiler:
 
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BeitragThema: Re: [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf   [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf - Seite 2 Icon_minitimeSa Aug 06, 2016 4:08 pm

Haru konnte noch gerade Luft holen, um die Frage zu beantworten, dann grätschte Ashitaka dazwischen und zauberte ein Röllchen hervor. In seiner typischen einsilbigen Art übergab er sie an Ringo und beantwortete auch nicht wirklich Harus eigene Frage. Wahrscheinlich durfte sie mit voller Hoffnung realisieren, dass das der einzige Moment war, in dem sie solch ein gütiges Angebot bekamen. Hätten sie es nicht angenommen, wären sie sicher später gearscht gewesen. Dann gab es so dämliche Deals wie: Grabe dich irgendwo durch, wobei man sich die Hände schmutzig machte und die Nägel abbrachen. Am anderen Ende sollte einen dann etwas tolles erwarten, aber es war nur ein Zettel, auf dem Herzlichen Glückwunsch stand. Das war sehr wahrscheinlich alles ein Test der Geduld und Motivation!
So wie Inotachi klang, würde er auch später wieder am Kampf teilnehmen. Oder vielmehr an diesem Training. Was auch immer. Na das war ja eine gute Aussicht. Jeder, den sie hier besiegten, wurde von einem außenstehenden Leiter eingesammelt, aufgepeppt und wieder in den Ring geschmissen? Und die zwei hier durften Chakra verballern, bis sie auf dem Zahnfleisch krochen? Das war doch unfair! Haru seufzte, als Inotachi mitsamt Ashitaka von der Bildfläche verschwand. Diese Stille wurde dann aber von Ringo zerbrochen, als sie ihre Frage von vorhin wiederholte. Nun, wo die Kerle weg waren, fühlte sie sich irgendwie ertappt. Sie hätte anders vorgehen sollen. Den Yamanaka nicht ausziehen, um nach Waffen zu suchen. Ringo war wahrscheinlich nun sauer. Und irgendwie eifersüchtig, weil sie beide Inotachi so gesehen hatten. Wohl hatte Haru Ringo sogar den Moment des ersten Anblicks ruiniert. Oh je! Sie war so ein Holzklotz, was Beziehungen anging. Vielleicht hatten die beiden sich noch nicht getraut. Das musste es sein. Eigentlich konnte Haru nur mutmaßen wie weit das Verhältnis voran geschritten war, doch sie war definitiv davon überzeugt, dass Ringo etwas an Inotachi fand. Ihre Reaktionen machten bis dato Sinn. Sie hatte Haru von dem Körper abbringen wollen und hatte sich sichtlich immer so verhalten, als ginge es ihr gegen den Strich, dass Haru Inotachi nah gewesen war. Wenn auch rein strategisch.
Die 17-Jährige kaute auf der Lippe und drückte sich um eine Antwort. Sie kratzte sich beschämt am Hinterkopf, wurde etwas rot und stotterte ungewohnt. "Äh. Also ich- Das war nicht böse gemeint, also, falls du ihn... Falls wir das..." Plötzlich schoss Haru herum, hatte Angriffsstellung eingenommen und sah in Richtung des Hauses von vorhin. Sie blickte hin und her und sagte gespannt: "Hast du das gehört?" Sie hatte Ringo erfolgreich den Rücken zugekehrt. Nun konnte die wenigstens nicht sehen, dass Haru sich aus der Schlinge gezogen hatte. Gerade spielte sie das Ganze. Da war nichts, gehört hatte sie auch nichts. Sie wollte nur den Verdacht erwecken, um vom eigentlichen Thema abzulenken. Sie hoffte einfach, dass es ein ewiges Geheimnis blieb, dass Haru nun von Ringo und Inotachi wusste. Sie wollte das Wissen mit ins Grab nehmen, wenn es den beiden nichts wurde! So verharrte sie pseudo kampfbereit ein paar Meter neben Ringo. Wahrscheinlich verdrehte die bereits die Augen.

Out: Denke, als nächstes kann Setsuna dann kommen ^^
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BeitragThema: Re: [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf   [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf - Seite 2 Icon_minitimeSo Aug 07, 2016 10:05 am

Für gewöhnlich stellte Ringos Antlitz ein Ebenbild von unaufdringlicher Seriösität dar. Ihr Gesicht war wie geschaffen dafür, direkt aus einer Menge zu lugen und niemandem wirklich aufzufallen. In diesem Moment aber verströmte ihre Präsenz eine Art von... Interesse.
Besser gesagt, die hellblauen Seelenteiche ihrer Augen schienen zu vibrieren wie Wasseroberflächen unter dem unaufhaltsamen Anrücken eines Monsters.
Falls ich ihn was?
Ob sie was gehört hatte. Ringo starrte, die Schriftrolle in der Hand, Harus frisch zugekehrten Rücken an. Waren ihre Blicke wohl spürbar? Manche Leute behaupteten dies gern, und es gab zahllose Geschichten über Gefühlsstimmungen, welche sich von einem Menschen auf den andern übertrugen. Sakki etwa, die Tötungsabsicht, die angeblich den dafür Empfänglichen verriet, wann jemand zum ernst gemeinten Todesstoß ansetzte. Ringo hatte auf ihren Reisen davon gehört, auf einem Marktplatz.
Weißt du, warum diese Tauben nicht wegfliegen, obwohl wir sooo knapp an ihnen vorübergehen? Weil sie so empfänglich für Sakki sind! Wenn wir ihnen etwas Böses wollten, dann würden sie dies merk- Oh, da fliegt sie aber schnell weg. Du hast sie angestarrt und - war das dein knurrender Magen? Siehst du, es ist bewiesen!
Ringo schaute Haru an wie eine Taube auf dem Marktplatz, auch ohne Hunger.
Wenn wer da ist, säuselte sie, und sie säuselte so gut wie nie, sag ihm, dass wir uns nicht vom Fleck rührten und der Waffenstillstand noch gilt, bis der Mädelsplausch vorbei ist. Ihre Augenbrauen wanderten aufwärts. Was tut dir-...
In diesem Moment, dessen unbewusst, hatte Ringo die Lasche der Schriftrolle etwas geöffnet, und plötzlich zischte Rauch aus dem Pergament hervor. Vor Schreck ließ die Sarutobi die Rolle fallen und sprang rückwärts, knuffte unabsichtlich Rücken an Rücken mit Haru und schaute erschrocken auf das Schauspiel. Nun war Haru vorerst vom Haken. Bis... Inotachi wieder auftauchen würde? Wer wußte das schon...

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Out: Genau, jetzt kann er ^^
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BeitragThema: Re: [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf   [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf - Seite 2 Icon_minitimeSo Aug 07, 2016 10:50 am

Eine Rauchentwicklung in einem Raum wäre unerwünscht gewesen. Eigentlich geradezu nervend, denn das hieße, dass er nicht so leicht entweichen konnte. Gleichsam würde es auch Aktionen behindern – folglich sollte es vermieden werden. Nun, was die freie Luft betraf, so würde er wesentlich schneller verziehen, aber immerhin barg er ein entsprechendes Überraschungsmoment, das man einfach für ein Manöver nutzen konnte. Oder dergleichen. Allerdings glaubte er nicht, dass es nach dem bisherigen Verlauf so ausgenutzt werden würde. Vielmehr glaubte er überhaupt, dass er entweder hier sehr verschwendet oder sehr benötigt war. Sehr verschwendet, weil es ohnehin nichts brachte, da praktisch Hopfen und Malz verloren war. Oder benötigt, falls man wirklich darauf eingehen würde.
Kurzum: Setsuna hatte die Arme vor dem Oberkörper verschränkt und wusste, worauf er sich hier eingelassen hatte – während der Rauch langsam verzog. Vermutlich würden sie die Brillengläser kurz aufblitzen sehen. Sozusagen als ersten Hinweis. Er wusste nicht genau, wen er vor sich haben würde, aber er wusste sehr wohl, dass er sich für dergleichen auf Bereitschaft hatte halten sollen. Und wenn er denn schon beschworen wurde, hieße es… Der Jôcho rümpfte die Nase und rückte seine Brille zurecht. Erst dann öffnete er die Augen – und hielt inne. Hielt sehr lange inne.
Seine Augen verengten sich zu Schlitzen; er nahm die blonden Haare wahr.
Er biss sich auf die Unterlippen; er sah den blauen Schopf.
»Haru… und… Rauchschwade.« Kein Hallo. Kein Mein Name ist oder eine sonstige Begrüßung. Mehr oder weniger war das alles. Missmutig sah er auf seine nunmaligen Teammitglieder und hätte ihnen vermutlich am liebsten den Rücken zugewandt. Die eine war impulsiv, die andere war… nun, sie war nicht schwach und man konnte mit ihr arbeiten, aber dennoch blickte er auf das letzte Treffen nicht in allzu großes Wohlwollen zurück. Allerdings wenn er über letzte Treffen nachdachte, so müsste er sich bei Haru wohl soweit korrigieren, dass sie immerhin recht lernwillig war und man die beiden durchaus… lenken konnte. Obgleich… Setsuna seufzte schwer, als ob er sich seinem Schicksal ergeben würde. Allerdings verlor er gleichsam keine Zeit und breitete die Arme aus, als ob er sich wahrlich gegenüber jenen ergeben würde.
»Gut. Ich versuche nun so zu tun, als ob mich die derzeitige Situation erfreuen und nicht nerven würde – obgleich ich dazu neige, eher letzteres zu behaupten, insofern ich den offenkundigen, bisherigen Verlauf in meine Meinung miteinbeziehen würde.« Der Dunkelhaarige gab sich sichtlich einen Ruck und sah sich kurz um. Zwischen zwei Häusern. Noch um einiges entfernt. Andere Richtung. Überreste von Rauchschwaden, wie es hier roch. Hatten sie doch tatsächlich in diesem Bereich bereits Fallen ausgelöst? Setsuna musste ein angestrengtes Seufzen unterdrücken. »Zuerst sollten wir uns in sichere Gefilde begeben, zumindest an der abgewandten Dachseite Schutz suchen, anstatt hier im Freien herumzustehen. Euch scheint es vielleicht nicht wichtig zu sein, aber das hätte ich auch nicht erwartet…. Sobald das getan ist… B.e.r.i.c.h.t.«
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BeitragThema: Re: [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf   [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf - Seite 2 Icon_minitimeSo Aug 07, 2016 11:43 am

Die Spannung in Harus ermogelter Angriffsstellung ließ nach. Sie ließ die Arme sinken und stellte sich wieder normal hin, während sie bemerkt hatte, dass Ringo irgendwie die Schriftrolle geöffnet hatte. Leicht zog sie die Augenbrauen hoch, während sie sich umdrehte, an der Blonden vorbei linste und aus dem Rauch ein Schlaukopf heraus trat. Sie blinzelte. Einerseits, weil es sich tatsächlich um Setsuna handelte, andererseits, weil er Ringo gerade Rauchschwade genannt hatte. Hoffentlich war letzteres kein Codewort für irgendeine Formation, die sie dann nun verpassen würde. Nein, statt dessen hagelte es Korrekturen und Empfehlungen. Scheinbar hatte sich da gerade jemand die Position eines Teamleiters unter den Nagel gerissen ohne überhaupt zu fragen. Haru musste ein wenig seufzen. Sie legte ihre Hand auf Ringos Schulter und murmelte ihr zu: "Vielleicht hätten wir Inotachi nicht eintauschen sollen." Es war nicht so, dass Haru an den Fähigkeiten von Setsuna zweifelte. Vielmehr war sie skeptisch, ob sie mithalten konnte, wenn ein Superhirn wie er den Ton angab. Zu zweit hätten sie dann wohl weniger Kommunikationsschwierigkeiten gehabt. Wenn auch nur eine von ihnen Setsunas Art persönlich nahm, war die Stimmung schon im Eimer.
Anschließend trat sie neben Ringo und forderte beide auf ihr zu folgen. "Dann bleib dran, furu gitsune." Setsuna bezeichnete sie ganz bewusst als Schlauberger. Einen Moment später sprang Haru aus dem Stand an den Rand des Daches des Hauses, an dem Inotachi gelehnt hatte. Sie hielt sich daran fest und machte dann quasi einen Handstand, den sie soweit ausdehnte, bis ihre Füße wieder auf dem Dach aufkamen. Sie hatte sich dann quasi einmal komplett um sich selbst gedreht, um dort oben zu sein. Dort wartete sie, bis die anderen beiden da wären, verschränkte die Arme und kam Setsunas Wunsch nach einen Bericht zu erstatten. "Du bist hier, weil Ringos Freu-... Feind und meiner besiegt ist. Wir durften ihn gegen dich eintauschen, haben gerade Waffenstillstand, soweit ich weiß. Ansonsten ist nicht viel passiert. Oder hab ich was vergessen, Ringo-chan?"
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BeitragThema: Re: [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf   [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf - Seite 2 Icon_minitimeDi Aug 09, 2016 10:49 am

»Haru… und… Rauchschwade.«
Ringo machte ein schnalzendes Geräusch mit der Zunge. Der Buntspecht. Sie hatte auch einen Spitznamen für ihn, oh ja. Sie betrachtete in milder Neutralität das Spielzeug, das aus dem Überraschungs-Ei gekommen war. Eins zum Zusammenbauen, wenn man so wollte. Mit denen konnte nicht jeder was anfangen. Haru zumindest drückte gemurmelte Enttäuschung aus, während sie Ringo die Hand auf die Schulter legte. Die Blonde schaute kurz zu ihrer Kameradin und murmelte im gleichen Tonfall: Beim nächsten Feindkontakt können wir ja fragen, ob wir einen Zurücktausch machen können. Dies sagte sie allerdings mehr aus Kollegialität zu Haru; eigentlich empfand sie die Sache gar nicht so schlecht. In ihrer Erinnerung hatte Setsuna zumindest Zugriff auf ein paar praktische Ninjutsu, zu denen keine der Kunoichi fähig war. Doton sprang ihr insbesondere ins Gedächtnis. Wir haben Wind, Rauch und Wasser; nichts davon unpraktisch, aber alles nicht gerade für handfeste Verteidigung bekannt. Natürlich konnte man mit jedem Element Abwehr-Taktiken schaffen, doch manche Naturen waren eben besser als andere, und Doton war mit das Langlebigste auf dem Markt.
Mit der Persönlichkeit musste man freilich klarkommen. Haru war deswegen zwar besorgt, zuindest hinsichtlich Ringo aber grundlos. Die Sarutobi blickte über das hochnäsige Getue hinweg; bei ihrer ersten Begegnung auf dem Trainingsplatz hatte er auch ständig gemotzt. Was hatte Ringo ihm hinsichtlich drastischer Maßnahmen damals gesagt?
Manchmal muss man die Dinge schütteln. Dies hätte sie auch erneut gesagt, hätte der Buntspecht - woher kam ihr nur dieser Name? - sich wegen des dezenten Rauchgeruchs geäußert. Stattdessen wünschte er nur Vorstoß nach hinten und Schadensbegrenzung.
Haru war die Erste. Sprang direkt zum Vorsprung des Daches, hob sich aus dem Hängen in den Handstand und kippte für die Untenstehenden außer Sicht.
Ringo lächelte schmallippig, ging an Setsuna vorbei und hüpfte zunächst auf eine Fensterbank, drehte sich um und sprang ebenfalls zur Kante. Dort schnappte sie zu, als wäre die Kante eine Stange am Reck, holte mit den Beinen Schwung und wippte über die Kante hinweg aufs Dach. Man musste ja Vielfalt beweisen, wenn schon Ashitaka-senpai zuschaute. Von wo auch immer.
Nachdem auch Setsuna das Dach erklommen hatte, ergriff Haru das Wort. Rasselte ihre Gedanken so schnell herunter, dass sie zunächst Inotachi als `Freund´ betiteln wollte... Sie klang generell etwas hektisch. "Oder hab ich was vergessen, Ringo-chan?"
Solang wir dem Turm, sie deutete auf das mehrstöckige Pagoden-Gebäude, nicht näher kommen, haben wir noch... dreizehn Minuten Waffenstillstand, plus minus eine Minute, ja. Danach geht das Manöver definitiv weiter. Sie zeigte auf die äußerste Straße, welche entlang der Dorf-Palisade verlief. Der Feind hat Geländesicherung betrieben, indem er tönerne Minen verbuddelt hat, die eine große Rauchwolke erzeugen, wenn man sie zerbricht. Kurzum, wenn man drauftritt. Sie machte eine kreisende Bewegung mit dem Zeigefinger. Wir glauben, dass sie diese Minen wenigstens im äußersten Straßenrund platziert haben. Stellen wir uns das Straßennetz als Rad vor, also entlang des Reifens. Was die Speichen angeht, also die nach innen führenden Straßen, glauben wirs nicht. Um Inotachi zu fangen, sind wir in einer dieser Speichen-Straßen herumgetobt, und es ist nichts explodiert. Sie hielt sinnend inne. Was noch. Inotachi, ach ja. Ein Yamanaka. Inzwischen wieder beim Feind. Diese Info hielt sie für legitim... Es war nicht klar, ob man den Gegner als völlig unbeschriebenes Blatt ansehen sollte, und zumindest für Ringo hatte es den Anschein, als habe Inotachi seine Tenshin-Fähigkeiten bislang nicht eingesetzt. Doch sie kannte den Gegner nunmal, es war quasi ihr Erfahrungsschatz. Warum also nicht diese Info einbeziehen?
Generell weißt du ja Bescheid, Manöverspiel und Geiselbefreiung und Kram?, schob sie schließlich noch nach, rein zur Sicherheit. Setsuna machte nicht den Eindruck, als der Freizeit gerissen worden zu sein. Ob das passieren konnte? Ringo wußte es nicht, hielt es aber für ziemlich möglich.
"Versetzt euch mal in die Lage eurer Kuchiyose! Grade noch in seiner natürlichen Umgebung, reißt ihr es grob mitten in eine Explosion oder sonstwas!" Das hatte ein Tierfreund in Yokuchi zu ihr gesagt.
Egal. Ringo schaute gespannt auf Setsunas Denk-Apparat. Ungefähr so, als hätte sie gerade ewiglang Münzen hervorgekramt und in einen Automaten geworfen. Nun wollte sie sehen, was rauskam.
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BeitragThema: Re: [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf   [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf - Seite 2 Icon_minitimeDi Aug 09, 2016 7:10 pm

Ein Pluspunkt. Es war ein Pluspunkt, dass sie offenbar überhaupt auf ihn hörten – zwar, wäre das logisch betrachtet selbstverständlich, aber Setsuna hatte sich schon oft in Situationen mit gewissen Individuen wiedergefunden, die das nicht so einfach praktiziert hatten. Allerdings ließ sich seine Mimik diesen Pluspunkt wohl kaum anmerken. Auf die Spitznamen, die man für ihn zurechtgelegt hatte, reagierte er ebenso wenig. Nicht, dass er es als gut ansah oder dergleichen, nein… Sie waren mitten auf einem Übungsfeld im Kampf – wenn man so wollte – und daher wäre es alles andere als logisch oder klug, nun wertvolle Zeit damit zu verschwenden. Nur eine seiner Augenbrauen verirrte sich daher also fast bis an seinen Haaransatz, während Ringo fast theatralisch einen sichereren Ort aufsuchte und es Haru damit gleichtat. Nun, dieser Ort war nicht perfekt, aber deutlich dem direkten Blick vom Turm vorzuziehen. Der Dunkelhaarige sah sich kurz um, rückte seine Brille zurecht und verhielt sich im Vergleich wohl eher wie eine Schnecke, als er ebenfalls die Seiten wechselte.
Man hätte einen weiten Pluspunkt veranschlagen können, dass Haru nicht groß herum redete und ein paar Einzelheiten aufzählte – lückenbehaftet. Natürlich entging ihm der Versprecher nicht – ein Seitenblick zu Ringo folgte -, wobei er sich allerdings eher darauf konzentrierte, aus dem Geplapper auch etwas… nunja. Informatives herauszugewinnen. Es war, als ob man erst nach dem Gold sieben musste, aber immerhin war der Klumpen des Waffenstillstandes von vornherein groß genug gewesen. Setsuna besann sich darauf, dass Haru schlichtweg einfach andere Stärken hatten und verkniff sich eines dieser Kommentare, welches vielleicht Monate zuvor noch gefolgt wäre. Haru hatte das Wort an Ringo übergeben. Er wandte sich an Ringo, die Miene nichts preisgebend – außer vielleicht einem leichten Stirnrunzeln, welches in etwa einen Hauch Missfallen verriet.
Dreizehn Minuten. Folglich rund eine Minute weniger, das war korrekt. Manöver geht weiter. Geländesicherung – vollkommen natürlich, wenn man sich das Gebiet hier bedachte. »Ich hoffe, ihr habt es herausgefunden, in dem ihr euren Kopf angestrengt habt und nicht, als ihr darauf getreten seid…« Mehr oder minder murmelte er das leise in sich hinein, stieß dann jedoch einen leise klagenden Laut aus, als ob ihn jemand am Hinterkopf erwischt hätte. Er sollte nicht so viel erwarten. Sie waren herumgetobt und …. Es wurde Licht. Setsuna verschränkte demonstrativ die Arme vor der Brust. »Gut. Das ist zumindest besser als nichts – und ich bin darüber im Bilde. Ja.« Positiv denken. »Folglich sollten wir versuchen, den Boden zu vermeiden, um unseren Aufenthaltsort zu verschleiern. Aus eben diesem Grund wird sich der Feind höchstwahrscheinlich bemühen, anderweitige Fallen zu stellen, die uns weiter behindern. Die Speichen sind verräterische Lücken im Netz, folglich würde ich sie an ihrer Stelle entsprechend anderweitig ausnutzen.« Sein Blick senkte sich auf die Dachrinnen, welche ihnen als Untergrund dienten. Man konnte sehen, wie es in seinem Kopf arbeitete. Schließlich biss er sich ohne große Umschweife in den Daumen. Der Waffenstillstand währte noch dreizehn Minuten. Niemand würde etwas davor unternehmen. Sie sollten ihn nutzen.
Setsuna beschwor Aiko, die kurz darauf aus einer Rauchwolke erschien. Sie war ein kleiner schwarzer Maulwurf, der eine fast liebliche Blüte auf dem Kopf hatte. Gleichsam war sie von Natur aus gerade heraus gesagt… einfach zu gut für die Welt. »Oh, Hallo – es freut mich, dich wiederzusehen… Genau genommen euch alle, wobei ich dich noch nicht kenne.« Die Maulwürfin drehte ihren Kopf in Harus Richtung und ein Lächeln klang aus ihrer Stimme. »Das ist Aiko. Aiko, das ist Haru – ich möchte es kurz halten. Du müsstest für mich mal wieder Augen und Ohren sein.« Erstaunlicherweise klang es sogar verhältnismäßig sozial, obgleich die Vorstellung sehr knapp ausgefallen war. Aiko drehte sich zu ihm und nickte, woraufhin Setsuna sich ein kleines Lächeln gestattete. »Aiko wird sich im Untergrund bewegen – als Maulwurf ist sie gut für die Aufgabe geeignet. Auch, da sie mit einer Sensorik arbeitet. Sie wird Mienen auslösen und damit den Feind ablenken. Gleichsam sollte sie allerdings jemand begleiten, um den Anschein zu erwecken, wir hätten uns aufgeteilt. Er könnte folglich aus dem Hintergrund angreifen. Ich werde ein Fuin auf dem Freiwilligen platzieren, sodass ich ein Notsignal von euch empfangen kann, insofern ihr Chakra in es leitet. Aiko benutzt Doton und kann für eure Verteidigung sorgen – allerdings kann sie nicht in den Nahkampf gehen. Ich werde ebenfalls ein Fuin auf Aiko platzieren. Mit ihrer Sensorik kann sie mein Chakra in etwa orten. Wir sind also nicht voneinander abgeschnitten, womit wir zum zweiten Teil kämen… bis hierher noch Fragen?«
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BeitragThema: Re: [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf   [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf - Seite 2 Icon_minitimeSa Aug 13, 2016 11:34 am

Überaus taktische Überlegungen. Cool. Ich seh' schon, wer wieder Hilfe braucht, weil sie wieder eine Miene ausgelöst hat oder den ersten Feindkontakt hat. Haru hatte für einen Augenblick skeptisch die Arme verschränkt und hörte erst Ringo zu, dann Setsuna, hielt sich mit ihren Zweifeln allerdings gemächlich zurück. Es war von Anfang sicher vorprogrammiert, dass irgendein Inuzuka aus dem Gebüsch geballert kam, sie mit Gatsuga angriff und sie mit dem Federstil nichts dagegen tun konnte. Dann hatte sie fix einen Hund am Bein hängen, der ihr eine Fleischwunde bescherte, und die Mission war gelaufen. Bis auf Haru war hier nämlich jeder aus irgendeinem Clan. Selbst Setsuna hatte Abstammungen in die Nara-Richtung, aber Haru war Haru, und alles passieren konnte, war, dass man bei ihrem kompletten Vornamen an den Kazekage dachte.
Was Setsuna von sich gab, war ihr schon wieder zu kompliziert. Erst als er sein Kuchiyose rief, wurde es halbwegs interessant. Ihre Augen wurden etwas größer, sie beugte sich leicht hinunter, um das Tierchen näher zu betrachten, aber legte dann verwirrt den Kopf schief. Ein Maulwurf? Der sprach sie dann sogleich an, mit einer auffallend melodischen Stimme. Haru glubschte Aiko an. Die Blume war irgendwie witzig, aber warum man einen Maulwurf als Kuchiyose aussuchte, wollte ihr nicht in den Kopf gehen. Wäre das für irgendwelche Bauarbeiter oder Farmer nicht logischer gewesen? Ein Maulwurf, der beim Graben oder bei der Feldarbeit half? Haru kannte sich nicht so mit Doton aus. Sie hoffte schlichtweg, dass das Tier mehr konnte als sich nur zu verbuddeln. "Freut mich", erwiderte sie höflich mit einem Lächeln, bevor sie sich wieder aufrichtete und Setsuna anguckte, der Aiko quasi vorstellte. Sensorik klang auf jeden Fall ganz nett. Netter als blind umher zu rennen. War das vielleicht sogar sicherer als mit den anderen beiden unterwegs zu sein? Einerseits hatte Haru Lust mit Aiko mitzugehen, andererseits hatte sie Schiss vor diversen Gegnern, die sie alleine nicht bewältigen konnte. Sie mochte schnell sein, aber hätte sicherlich alleine schon gegen zwei Gegner auf Chûnin-Stärke keine Chance mehr. Das endete sicher in einer Blamage, doch wenn sie es nicht probierte, hatte sie ja schon aufgegeben. Im eifrigen Stolz ihres Großvaters schoss die Hand in die Luft. "Ich gehe gern mit Aiko!" Dann ließ sie sie wieder langsam sinken, nachdem sie das laut in die Runde geworfen hatte. Harus Gesichtsausdruck wirkte etwas gequetscht. Sie wollte selbstbewusst wirken, aber strengte sich an so konzentriert drein zu starren, dass sie wahrscheinlich eher unsicher wirkte als natürlich. Hoffentlich sprach sie darauf niemand an, und sie konnte mit Aiko schnell von dannen ziehen. Dann wäre die Sache mit Ringo und Inotachi vom Tisch. Und sie stünde neben Setsuna nicht blöd da.
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BeitragThema: Re: [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf   [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf - Seite 2 Icon_minitimeSa Aug 13, 2016 6:42 pm

»Ich hoffe, ihr habt es herausgefunden, in dem ihr euren Kopf angestrengt habt und nicht, als ihr darauf getreten seid…«
Ringo machte große Augen und schüttelte demonstrativ den Kopf. Das konnte man werten, wie man wollte.
Irgendwie war es ja spaßig, dem Knaben beim Denken zuzuschauen. Ringo fand es ohnehin witzig, ihm Dinge zu sagen und zu schauen, wie er darauf reagierte. Meist mit Grimassen, die zu neunzig Prozent aus Stirnrunzeln bestanden. Oh, wie belebend es rückblickend gewesen war, ihm beim Kampf gegen Tenzou immer wieder zuzurufen: Hier passiert etwas, was du nicht verstehen kannst! Es reicht, wenn ich weiß, was los ist! Das hatte er, so dachte Ringo, irgendwie nicht gemocht. Die blonde Kunoichi hielt sich selbst nicht für bösartig. Sie war seit einiger Zeit auch viel weniger grausam als früher noch. Wäre Setsuna ihrem früheren Ich begegnet, sie hätte ihn wahrscheinlich längst zu fressen versucht. Schon allein dafür, dass er den Strategen-Posten übernommen hatte wie einen alten Hut, der sowieso ihm gehört hatte. Ein Hut mit Karo-Muster und Ohrenklappen.
Jedenfalls fand sie das Ganze recht unterhaltsam.

Ein siegreicher General stellt im Geiste viele Berechnungen an. Der General, der unterliegen wird, stellt im Geiste kaum Berechnungen an. So führen viele Berechnungen zum Sieg und wenige Berechnungen zur Niederlage - überhaupt keine erst recht.

Ringos Kopf zuckte ein klein wenig zur Seite, als lausche sie auf etwas. Dann wurde ihr klar, woher dieses Sprüchlein gekommen war, und sie nickte bloß knapp und schaute zu, wie ein Maulwürfchen auf der Bildfläche erschien. Verwundert bückte sie sich, ebenso wie Haru, zu dem Tier hinunter, welches sie selbst begrüßte wie jemand, dem es schon begegnet war. Auch Setsuna stellte einzig Haru vor. Ringo ging ein kleines Lichtlein auf. Ach...
Setsuna erläuterte nun, was er sich für sein Kuchiyose gedacht hatte. Die Minen durch Erdbewegung auslösend und dadurch das Warnsystem verwirrend. Jemand sollte den Maulwurf begleiten, um eine bessere Fassade für den Plan zu erzeugen.
»[...], womit wir zum zweiten Teil kämen… bis hierher noch Fragen?«
Haru hatte nicht direkt eine Frage, auch wenn ihre Hand hoch ging. "Ich gehe gern mit Aiko!"
Ringo schaute etwas verwundert wegen des Enthusiasmus ihrer Teamkameradin, dachte jedoch nicht allzu tief hinein. Möchtest wohl noch etwas rennen?, fragte sie rhetorisch und nickte dann Setsuna zu. Sie ist ohnehin unser Geschwindigkeitsmonster. Ich lasse ihr gern den Platz des Läufers. Bei Bedarf ist sie am schnellsten wieder da. Auf den zweiten Teil war sie gespannt. So sehr, dass sie versuchte, den zweiten Teil zu erraten. Umfasst der zweite Teil, dass wir den Turm angreifen und schauen, was passiert?
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BeitragThema: Re: [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf   [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf - Seite 2 Icon_minitimeSo Aug 14, 2016 11:10 am

Nun, offensichtlich hielten die Fragen sich in Grenzen, wobei Setsuna fast schon mehrere erwartet hatte. Vielleicht dachte er aber auch nur zu pessimistisch über die ganzen Dinge, wobei das gar nicht einmal so schlecht war. Immerhin waren Pessimisten darauf ausgelegt, immer das schlimmste zu erwarten und folglich auf alles vorbereitet. Er selbst war eigentlich keine Ausnahme, nur schwang er in mancherlei Hinsicht eher in die Sparte der Realisten. Für ihn war es nämlich in der Tat realistisch, möglicher Gegenwehr von Anfang an aus dem Weg zu gehen, in dem er eine Situation bestmöglich analysierte und überlegte, wie der Feind am ehesten vorgehen würde. Nämlich würde ein gesunder Verstand an dem plötzlichen Auslösen so vieler Mienen unter Umständen Zweifel ziehen und Setsuna glaubte kaum, dass man nicht wusste, er hätte dieses Spielfeld betreten. Folglich wäre es nur logisch, dass man sich zweifelhaft zeigte und den Turm weiter bewachte… was hieß… Die Rädchen ratterten weiter, als sich eine Hand hob und Haru sich lautstark freiwillig meldete.
Setsunas Augenbrauen schossen in die Höhe und er blinzelte ein paarmal. Nicht, weil es ihm zu laut wurde. Nicht, weil Haru so enthusiastisch war. Nein, es war die Tatsache, dass er sich gerade wie in einer Lehrstunde auf der Akademie vorkam und ihre Mimik sich zumindest… nicht allzu sicher anfühlte. Es war eher wie eine Maus, die vor einer Falle stand und erst jetzt realisierte, dass sie nochmals die Zähne fletschen musste. Wie jedes Tier es tat, wenn man es in die Enge trieb. Oder nicht? Vielleicht war sie auch einfach nur nervös. Setsuna verzog jedenfalls einen Mundwinkel. »Es geht nicht darum, ob du gerne gehst, sondern ob du dich auch selbst als fähig genug betrachtest. Es nützt auf einer Mission nicht, enthusiastisch zu sein, wenn man die zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.« Nein, er war nicht so diplomatisch wie Ringo über diverse Gesichtsausdrücke zu schweigen. Er trat gerne in soziale Fettnäpfchen, wenn es um diese Art von Dingen ging. Allerdings schien Ringo es zumindest für eine gute Idee zu halten. »Geschwindigkeit ist gut und wichtig bei dem, was wir vorhaben.« Einen Moment dachte er nun nach und machte dann etwas, was er womöglich vor ein paar Monaten noch nicht getan hätte. Er entschied sich dazu, einfach einmal zu vertrauen, dass Haru das auch wirklich schaffte. Zwar hatte er Zweifel und er hasste es, sich darauf einzulassen… aber ihm blieb ohnehin kaum eine Wahl. Andererseits würden sie auch nicht das tun, was Ringo als nächstes ansprach. »Gut. Haru geht mit Aiko. Aiko, du wirst auf sie Acht geben und sie unterstützen. Haru ist eine fähige Taijutsuka… So etwas dürftest du ja auch kennen.« Kurz zeichnete sich ein Lächeln ab. Aiko nickte erfreut und gesellte sich sogleich zu Haru, als ob es das Natürlichste auf der Welt wäre, mit einer ihr eigentlich Fremden zusammenzuarbeiten. Setsuna räusperte sich indessen und fuhr fort. »Gut. Sie werden erwarten, dass es eine Finte ist, denn es ist zu offensichtlich, so viele Mienen auf einmal aufzulösen. Jedenfalls normalerweise. Ich sagte bereits, wir erwecken den Anschein. Unsere Finte ist keine Finte, sondern ein Angriffsmanöver. Es wäre zu offensichtlich den Turm anzugreifen. Wir stellen ihnen eine Falle und setzen den Gegner fest. Du erinnerst dich vielleicht daran, wie wir es mit Tenzou gemacht haben, Ringo.« Aka Erdwälle, die zusammenstürzen und einen Feind wohl mehr oder weniger begraben würden. Festsetzen statt Gefangennahme. Man musste einen Feind nicht unbedingt besiegen. »Aiko, wir brauchen dazu noch Treibsand, sodass er nicht einfach entkommen kann. Heißt, Ringo und ich werden in der Nähe bleiben und dann aus eben dieser Richtung angreifen und den Gegner in schnellen Schritten umgehen. Haru hat sich folglich als Lockvogel bereit erklärt. Wir kennen die Fallen des Gebiets nicht, demnach wäre es unlogisch unbedacht den Turm anzugreifen. Die Gegner werden nicht wissen, wo Ringo und ich sind. Wir werden nicht dort auftauchen, wo sie es gegebenenfalls erwarten.« Kurz dachte er nochmals nach, ehe er Ringo zunickte. »Du kannst gerne in Richtung Turm eine Miene auslösen. Dann müssten wir uns nur beeilen, Aufzuschließen. Ich gehe davon aus, dass jeder verstanden hat?«
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BeitragThema: Re: [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf   [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf - Seite 2 Icon_minitimeSo Aug 14, 2016 1:16 pm

Na das konnte ja spitze werden. Während Ringo sich beinahe schon schmeichelnd anhörte und Haru ihr gern für das Zugeständnis gedankt hätte, überschüttete Setsuna sie mit Salz, wo er nur konnte. Ihr unsicheres Lächeln gefror, ihr Mundwinkel zuckte skeptisch, wieso sie sich überhaupt gemeldet hatte. Sie hatte nur ein Wort benutzt, an dem er gleich wieder Kritik zu finden wusste. Gern. Hätte sie heraus posaunen sollen, dass sie die Beste wäre für diesen Job? So etwas machte man nicht! Das war unhöflich und verdammt arrogant oben drein. Haru war niemand, der die eigenen Fähigkeiten herausstellte, da sie genau wusste, dass sie auf einem relativ durchschnittlichen Level war. Manchmal wollte sie sogar behaupten, vom Durchschnitt nur untere Klasse zu haben, weil ihr Ninjutsu nicht so viel her gab wie sie es manchmal gern gehabt hätte. Es war nicht minder arrogant andere dahingehend zu kritisieren, wenn man eigentlich genauso alt war. Haru fand das unfair, aber sie hielt ihren Mund. Sie war nie jemand gewesen, der auf Konfrontation aus war, sondern schluckte schlechte Erfahrungen herunter und versuchte sie zu vergessen. Setsuna bestätigte dann zwar nochmal, was Ringo gesagt hatte, doch mit seiner Stimme klang das, als hätte er gerade ihre Shinobi-Lizenz vorgelesen. Es stand da halt. Mehr nicht.
Dann wendete er sich irgendwie mit diffusen Plänen an Ringo, wobei Haru gar nicht zuhörte. Erstens ging das ja gar nicht an sie, zweitens ließ sie ihr Köpfchen hängen, sodass ihr langer Pony ihre depressive Fratze verbarg. Über ihrer Stirn hing augenscheinlich ein schwarze Wolke, die gerade traurig regnete. Wäre ich nur so stark wie Mai, wenn ich Katon beherrschen könnte, hätte ich einen Clan so wie Ringo, so viel Hirn wie Setsuna, dann wäre ich nicht immer die Schlussleuchte. Setsuna sprach und sprach. Haru seufzte einfach nur schwer. Dann richtete sie ihren Kopf auf, als es wohl um ihren Part ging und zog die Augenbrauen zusammen. Es wirkte irgendwie müde, aber auch begriffsstutzig. Hoffentlich merkte Aiko sich, was Setsuna alles gesagt hatte. Den Plan, den er für sich und Ringo ausgearbeitet hatte, hatte Haru nämlich schon wieder vergessen. Beziehungsweise nicht ganz verstanden, weil sie nicht zugehört hatte. Auf die Frage hin, ob alle verstanden hätten, zuckte sie mehr oder minder gleichgültig die Schultern und nickte kurz mit dem Kopf dazu. Das hieß so viel wie: Ja, wahrscheinlich. Vielleicht. Auch nicht.
Dass sie nicht viel an Worten dazu beitrug, zeigte ihre Scham sich vor anderen zu blamieren. In diesem Sinne entsprach sie fast Ringo. Sie war irgendwie neidisch auf die Fähigkeiten anderer, wenn sie deutlich besser waren, doch in ihrem Fall versuchte sie das Ganze dann eher mit sich selbst auszumachen, es nicht zu zeigen, und wollte andere nicht eifrig übertreffen.
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BeitragThema: Re: [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf   [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf - Seite 2 Icon_minitimeFr Aug 19, 2016 4:31 pm

Da mochte jemand offenbar keine Enthusiasten. Ringo konnte Setsunas Harschheit nachvollziehen. Sie mochte solche Leute auch nicht. Speziell die Sorte von Kamerad, die lauthals tönte, eines Tages Hokage zu werden. Allerdings... in diesem Moment war Haru keineswegs bloß übermütig, sondern wirklich genau die Richtige, um ein Köder zu sein. Zumindest wenn man Ringo fragte. Weshalb sie auch für ihre Kollegin eintrat und deren Einwurf unterstützte.
Setsuna schien umso missgünstiger und zweifelnder zu sein, je lebhafter der Vorschläger war. Zumindest nahm er Harus Wunsch an, mit einer Art innerlichem Zähneknirschen. Hätte er es auch getan, wäre Ringo ebenfalls fröhlich-laut gewesen? Wahrscheinlich hätte er noch mehr gezögert. Jemand, der sich nur schwer in Schwung bringen lässt, und selbst wenn er mal rennen sollte, kann er es nicht recht laufen lassen. Ein Denker und Grübler, die Kehrseite der überhitzten Taijutsu-Chaoten. Ringo hielt sich für ein Mittelmaß: Sie mochte Pläne, doch lief die Sache, gefiel es ihr auch, wenn man in den Stromschnellen des Flusses herumtobte.
Ein Seitenblick auf Haru, die das Köpfchen hängen ließ. Ihr Haar verdeckte die säuerliche Regenwetter-Miene... zumindest vor Setsuna, doch gegen jemanden, der satte zehn Zentimeter kleiner war, stellte das Pony einen schlechten Sichtschutz dar. Die Sarutobi schwieg dazu, vorerst. Vor einer Weile noch hätte dieser niedergeschlagene Gesichtsausdruck förmlich den Beiß-Reflex in ihr geweckt. Sich selbst erhöhen, indem man andere erniedrigte eben. Inzwischen aber... naja.
Setsuna legte weiter seinen Plan aus. Eine Art Doppel-Finte wollte er einsetzen und dem Feind einen Köder zuwerfen. Um ihn zum Schnappen zu verleiten und das Schnapp-Maul dann selbst zu packen?
"Du erinnerst dich vielleicht daran, wie wir es mit Tenzou gemacht haben, Ringo."
Nicken. Kein Zweifel. Du kannst auch hochklassige Gegner festsetzen. Ringo kannte Hokusai Tenzou gut genug; sie hatte sich ihm in einem Einzelduell gestellt und zwar irgendwie den Spaß ihres Lebens gehabt, aber auch letztlich eindeutig verloren und eine Gehirnerschütterung davongetragen. Zusammen mit Setsuna dagegen war es erheblich besser ausgegangen. Ringo wußte um den Unterschied, den Jôcho Setsuna ausmachen konnte.
Sie wußte allerdings auch Haru zu schätzen.
"Du kannst gerne in Richtung Turm eine Miene auslösen. Dann müssten wir uns nur beeilen, Aufzuschließen. Ich gehe davon aus, dass jeder verstanden hat?"
Haru zuckte fast scheu mit den Schultern. Als fürchte sie noch mehr verbale Knüppelei, wenn sie den Mund aufmachte.
Ringos Achselzucken war erheblich entspannter. Wenn du es so sagst, möchte ich eher nicht. Sag, dass es absolut nötig für deine Strategie wäre, und ich tue es sofort, doch wenn es nicht unbedingt nötig ist und uns nur Hektik an Harus Front beschert, passe ich. Damit gab sie Haru einen Klaps auf den Oberarm. Freue dich doch, Haru-chan. Du bist unser Renner und Turner. Du gehst Zeh an Zeh mit dem Gegner, der die Finger nach dem Köder ausstreckt. Du kriegst förmlich... das Kuchenstück mit besonders viel Sahne. Nicht überdrehen. Anders gesagt: Wofür hast du trainiert? Hierfür. Also, Feuer. Sie knuffte Haru nochmals. Du und der Maulwurf, ihr geht, und der Buntspecht und ich, wir kommen nach.

Nachdem Haru und Aiko aufgebrochen waren, blickte Ringo ihnen kurz nach, ehe sie sich direkt an Setsuna wandte. Man hat es knacken gehört, nicht? Harus Genick, meine ich. Sie machte eine nüchterne Miene und verschränkte die Arme vor der Brust. Sie fragte nicht nach, ob Setsuna wußte, was sie meinte. Wir folgen deinen Ideen, denn du hast Bessere als wir. Doch gerade mag ich deine Art nicht, darum übernehme ich diesen Teil des Teams. Du sagst, was wie getan werden soll, aber ich werde sagen, wer es tut. Sie beugte sich etwas vor; wäre sie größer als Setsuna, könnte man diese Bewegung leicht als unterschwellige Drohgeste auslegen. Funktionierte es auch, wenn der Akteur einen Kopf kleiner war? Du darfst Befehle geben. Aber du stellst nicht infrage, ob Haru in der Lage ist, etwas zu tun. Wenn, tue ich das. Ja? Ringo legte den Kopf schief, wie neugierig auf Setsunas Reaktion.

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Out: Zweiter Teil findet natürlich nur statt, wenn Haru und Aiko in der kommenden Postrunde wirklich aufbrechen. Falls dies noch nicht passiert, kommt der Teil später.
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BeitragThema: Re: [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf   [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf - Seite 2 Icon_minitimeSa Aug 20, 2016 6:00 pm

Es hatte den Anschein, dass keiner seiner beiden neuen Kameraden einen Problem mit seinem Plan hatte. Zumindest wurden keine gegnerischen Argumente ausgeteilt oder gegenteilige Aktionen hervorgebracht, welche den Anschein von Rebellion erweckt hätten. Nicht, dass Setsuna sich um eine Rebellion ernsthafte Gedanken gemacht hätte. Nein, er hielt seine beiden Kameradinnen für selbstbewusst genug, das durchzustehen - obgleich er den Eindruck hatte, dass Haru aus dem Augenwinkel... wie sagte man? 'geknickt' aussah. Wäre Setsuna mehr auf das Wohl seiner Mitmenschen bedacht gewesen und deren Gefühle, wäre er vermutlich darauf eingegangen. Oder hätte er mehr Zeit gehabt, um die Dinge klarzustellen. Immerhin wusste er auch, dass Motivation ein wichtiger Faktor auf einer Mission darstellte, der einen bedeutenden Unterschied machen konnte. Da sie allerdings wenig Zeit hatten und diese bald verstrichen war, begnügte er sich damit, das leichte Zucken wahrzunehmen und Ringos Erklärung lauschte. Derweilen machte sich Aiko daran, ein Stück näher an Haru zu rücken und ihr Knie mit der Maulwurfnase anzustupfen - so, dass hoffentlich niemand es bemerkte. Setsuna tat es jedenfalls nicht, denn er lauschte der blonden Teamkameradin. Aiko war schon immer diejenige gewesen, die gut mit Menschen konnte. »Ich denke nicht, dass es nötig sein wird. Nur gegebenenfalls offensichtlich. Wir können genauso gut auch hier eine Miene auslösen, es wird ohnehin einen ähnlichen Zweck erfüllen.« Als das gesagt war, richtete er sich bereits auf und klopfte nicht vorhandenen Staub von den Kleidern. Nun, es würde bald losgehen und sie würden den Plan in die Tat umsetzen. Setsuna ging zu Haru und bedeutete ihr, dass er ihr Handgelenk bräuchte. Wäre das getan, hätte Haru ein Siegel auf ihrem Unterarm, welches Notsignale aussenden würde - sicher war immerhin sicher. »Es sorgt lediglich dafür, dass ich dich nicht aus den Augen verliere, sollte etwas geschehen. Gleichsam kannst auch du ein Notsignal an uns senken. Aiko weiß ebenfalls Bescheid.« Das Fuin des Freundes nannte man es. Setsuna war kein Freund von Risiken. »Ihr solltet euch auf den Weg machen. Wir folgen euch in kleinem Abstand.«

Als die beiden aufgebrochen waren, wandte sich Ringo nochmals an ihn, wobei er skeptisch den Kopf schief legte. Kurz blinzelte Setsuna auch, da er diese Art von Anrede nicht gewohnt war.
Generell hatte es zwar gewisse Individuen gegeben, die sich gegen ihn aufgelehnt hatten, doch meist waren seine Befehle doch im Grunde genommen einfach befolgt worden. Gegen Kritik an sich hatte er zudem nichts einzuwenden. Meistens. In diesem Fall jedoch, war er eine derartige Situation nicht gewohnt und außerdem hatte er sich früher stets in sozialere Rollen wie in einem Schauspiel geflüchtet. Verlangte eine Mission, dass er den Kavallier spielte oder dergleichen, so würde er sich entsprechend verstellen. Das war nicht das Problem. Das Problem bestand seit jeher eher darin, dass er nicht auf die Gefühle seiner Kameraden achtete und genau das war es wohl, was Ringo ansprach.
Fragend hob der Dunkelhaarige eine Augenbraue, wollte etwas sagen, schwieg jedoch. Man hätte meinen können, dass es nun ein Zerwürfnis gab und er etwas abwehrte, doch stattdessen machte er sich wirklich Gedanken darüber. »Mir geht es um den Erfolg einer Mission. Nicht darum, ob sich jemand auf den Schlipps getreten fühlt. Das sind unterschiedliche Empfindungen, die nichts gemeinsam auf einem Auftrag verloren haben«, sprach er nach einiger Zeit, obgleich er eher noch monoton als ärgerlich klang. »Du hast sie, wie mir scheint, jedoch bereits besser kennengelernt als ich und kannst sie besser einschätzen. Ich mag keine Risiken, daher fällt die Verantwortung dir zu. Von mir aus kannst du mir Ratschläge geben... so lange Befehle befolgt werden. Ich weiß, dass ich mit dir gut arbeiten kann, also erhältst du einen Vertrauensvorschuss, mehr nicht. Stellt sich deine Einschätzung als fehlerhaft heraus, wird es rückgängig gemacht.« Auf die Drohgebärde ihrerseits ging er nicht weiter ein, wollte es auch nicht. Ohnehin wäre die Zeit vermutlich schon abgelaufen, hätte er auch nur angefangen, sie über seine Ansichten hierüber in Kenntnis zu setzen.
Jutsu:
 
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BeitragThema: Re: [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf   [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf - Seite 2 Icon_minitimeSo Aug 28, 2016 12:20 pm

Im Grunde ließ Haru die Prozedur schlicht über sich ergehen. Sie drehte ungefähr wie bei einer Blutentnahme die Innenseite ihres Arms nach oben, machte eine lockere Faust und beobachtete wie Setsuna ihr das Siegel verpasste. Es leuchtete kurz auf und dann schien sie es auf ihrer Haut zu haben. Von Fûin hatte Haru nicht wirklich eine Ahnung. Natürlich war ihr klar, dass sie damit ihr Ningu versiegelte, doch die größeren Kenntnisse blieben aus. Wie genau dieses Fûin nun funktionierte, war für sie dann auch ein Rätsel. Sie hoffte einfach, dass Aiko dann wusste, was es damit auf sich hatte, weil Haru nicht so ganz klar war, wie sie denn genau Notsignale senden sollte. Sie war ja kein Sensor-Shinobi. Zumindest wusste sie davon nichts. Daher nickte sie einfach nur wieder, dieses Mal aber nicht ganz so unsicher wie zuvor. Zumindest hatte sie verstanden, dass sie nun ein Lockvogel war, Ringo dies befürwortete und im Notfall die anderen zwei in der Nähe waren. Sie wollte auch gar nicht darüber nachdenken, ob das eventuell eine total verquere Art von Test war, um sie nun in Sicherheit zu wiegen, und wenn es darauf ankam, wollte man sehen, wie sie alleine zurechtkam.
Dann sprang sie auch schon davon. Gemäß der Ratschläge über die Dächer, und nicht direkt am Boden, um weitere Fallen zu vermeiden. Haru brachte einige hundert Meter zwischen sich und die andere Partei, bevor sie kurz stoppte, um mit Aiko zu sprechen. Sie ging extra in die Hocke, ließ die Arme ungeniert über die Knie baumeln und fragte: "Sag mal, wie hältst du das mit dem aus?" Haru seufzte schwer und verdrehte vom Schicksal gebeutelt die Augen. "Ich weiß, ich nehme es wohl zu persönlich oder so, aber was soll das denn in puncto Kameradschaft mir vorzuhalten, was man braucht, was nicht und so weiter? Ich erzähle ihm auch nicht, dass wir ihn im Nahkampf nicht gebrauchen können, weil er, glaube ich, kein Taijutsu beherrscht. Man ey." Für einen Moment grummelte Haru noch vor sich hin, bevor sie sich aufrichtete und sich umsah. Dächer, Schornsteine, ein paar Fenster durch mehr Etagen als andere Komplexe sie hatten. Wirklich aufregend war es hier nicht. Wie sollte sie da für Ablenkung sorgen? Sie konnte eigentlich nichts anderes machen als weiterzulaufen und zu hoffen, dass sie attackiert wurde. Das Kage Bunshin no Jutsu, was sie nun gern benutzt hätte, beherrschte sie nämlich nicht. Aiko musste wohl einen entscheidenden Teil beitragen, obwohl sie eigentlich nur zum Überwachen da sein sollte. "Hm, so wirklich kreativ bin ich heute nicht. Aiko, könntest du schauen, ob du hier irgendwas findest, was du auslösen kannst? Ich würde auf den Dächern bleiben und die Situation von oben observieren. Du kannst ja vielleicht in gewissem Abstand das Köpfchen aus der Erde gucken lassen, wenn du davon wanderst, damit ich weiß, wohin. Ist aber nur ein Vorschlag."
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BeitragThema: Re: [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf   [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf - Seite 2 Icon_minitimeFr Sep 02, 2016 6:40 pm

Als Setsuna seine Antwort damit eröffnete, dass es ihm um den Erfolg einer Mission ging, und nicht darum, ob sich jemand "auf den Schlips getreten" fühlte, imitierte Ringo seine Mimik mit der hochgezogenen Augenbraue. Ihr lag auf der Zunge, dass er dennoch trampelte und seine Gedanken freundlicher äußern konnte. Hätte er etwas mehr... Emotion gezeigt, wäre sie vielleicht auch darauf angesprungen. Nur ein kleines Fünkchen Streitlust hätte ein fröhliches Feuerchen entfacht, doch dieser Kerl war einfach nur kühl. Oder? Nein. Nichtmals kalt. Er hatte keine Temperatur.
»Ich weiß, dass ich mit dir gut arbeiten kann, also erhältst du einen Vertrauensvorschuss, mehr nicht. Stellt sich deine Einschätzung als fehlerhaft heraus, wird es rückgängig gemacht.«
Die zweite Augenbraue rutschte ebenfalls hoch. Ringo richtete sich wieder auf. Sie starrte Setsuna an, als könne sie an seinem Gesicht ablesen, ob er gerade ein Lob ausgesprochen hatte oder nicht. Doch da schien wenig. Ringo hatte von Kindesbeinen an lobende Worte gejagt. Sie wußte, wie ein Lob aussah. Und irgendwie saß sie nun vor diesen Worten wie ein Hund vor einem Stück Fleisch, das absolut richtig schien... doch einfach nach gar nichts roch. Oder schmeckte. Sah essbar aus. Wars auch. Aber hatte irgendwie keinen Geschmack.
Abgemacht, entgegnete sie schließlich langsam, die Unsicherheit beiseite schiebend, Wenn ich es verbocke, bekommst du umso mehr Entscheidungskraft. Bis du es wiederum verbockst. Das klingt nur fair, nicht wahr?
Ein seltsames Gefühl beschlich sie.
Das Bedürfnis, diesem Kerl ein besseres Lob abzuzwingen.

Gut mit mir arbeiten kann er, murmelte Ringo im Seelenversteck, Einen Vertrauensvorschuss gibt er mir. Klingt ja toll, aber irgendwie wirkt es, als schiebt er mir einen Keks mit einem Stock zu.
Hinter den massigen Gitterstäben entfaltete sich einmal mehr das Panorama der riesenhaften Höhle mit der Quellen-Landschaft. Yonbi lag dort, lang hingestreckt, auf einem Felsen, der aus einem  Wasser-Basin ragte wie ein Bett. Im Hintergrund fiel Wasser aus dem schwarzen Nichts heraus, bildete einen Vorhang aus spritzenden Tropfen und aufsprühendem Nebel. Dampf lag in der Luft, heißer Dampf, der dem Becken entstieg. In diesem Moment hatte der Bijuu weniger von einem Affen und mehr etwas von einer Raubkatze, die in der Mittagssonne ruhte. Der ganze, muskulöse Körper lag entspannt, alle Glieder abgespreizt und an den Seiten des Felsens herunterhängend, als wolle das Wesen soviel Platz wie möglich einnehmen. Vier Schweifspitzen pendelten im Wasser. Die Augen öffneten sich nur einen laternengelb schimmernden Spalt weit.
Und das, grollte die gutturale Stimme, nagt? Yonbi drehte den Kopf ein wenig. Seine voluminöse Mähne schabte auf dem Stein. Er hob die Lefzen, entblößte die Zähne wie zu einem Grinsen. Natürlich. Es muss. Andernfalls käme dieser Gedanke nicht bis hierher.
Ringo trat zögernd zwischen den Gitterstäben hindurch bin an den äußersten Rand der heißen Quelle. Jederzeit bereit, wieder in den Schutz des Siegels zurück zu fliehen. Sie betrachtete das Biest in ihr, den Pelz von der Farbe eines pulsierenden Lavastroms.
Täte es bei dir nicht?, gab sie zurück. Zuckte zusammen, als der Yonbi die Muskeln im rechten Hinterbein anspannte, doch er schnellte nicht hoch, sondern kratzte sich nur mit der Hinterpfote am Rücken.
Vielleicht. Er schnaubte, ließ das Bein wieder hängen. Schwefel quoll zwischen seinen Zähnen hervor. Stachelt er dich an?
Er nervt mich. Was wir beim letzten Mal geleistet... was ich beim letzten Mal gemacht habe, das ist ihm nur ein `gut´ wert?
Das der Jinchuuriki zugewandte Auge öffnete sich ganz. Muskelbewegungen erzeugten Wellen unter dem Pelz und sorgten für ein Zittern der Wasserfläche. Du nervst auch, lautete die träge Antwort. Willst du, dass ich dich endlich zerquetsche?
Ringo ließ den Blick an dem Ungeheuer entlang gleiten. Ein wahres Abbild des Jagd-Instinktes, wahrlich. Du siehst aus wie eine Katze, die eine Maus nur fangen könnte, wenn sie ihr ins Maul springt.
Hah. Ein Schweif schnellte hoch. Zischte nieder wie eine Peitsche und drosch einen Schwall heißen Wassers durch die Luft. Ringo warf sich erschrocken zur Seite, sprang auf und hechtete alarmiert zwischen die Gitterstäbe. Dort drehte sie sich um, nur um zu festzustellen, dass Yonbi sich nach dem Schwanzhieb kein Stück gerührt hatte. Der Schweif pendelte schon wieder zwischen den andern.
Hinfort, Zecke. Sterbliche Laus. Der Große Weise, dem Himmel gleich, jagt nur, wenn ihm danach ist. Er gähnte ausgiebig, seine mächtigen Säbelzähne in Richtung der deckenlosen Höhle streckend. Der Herrscher der Eisenzeit ist heute der Kaiser der Freizeit, der Shogun der Badezeit. Störe weiter meiner Kreise, und heute Nacht fresse ich deine Träume.
Ringo verschwand. Yonbi blieb allein zurück, in der Hitze seiner Sauna-Landschaft. Die Augen halb geschlossen, dämmerte er dahin und starrte durch die Wände seines Gefängnisses hindurch in eine andere Zeit.
Manche Anführer werden loben, begeistern, Hoffnung und Mut verbreiten. Andere? Grantelig, missgelaunt. Widerwillig diese Worte sprechend: `Gut gemacht´. Son Goku lächelte. Iro Katsura. Was tat ich für ein `Gut gemacht´ von dir.


Anderswo, im Turm, knotete Inotachi die Bandage an seinem verletzten Oberschenkel fest und schaute Ashitaka mit einem Fernglas nach draußen. Sehen kann ich sie nicht, aber... ich glaube nicht, dass sie den Waffenstillstand bis ganz zum Schluss aussitzen wollen.
Daizen spannte wortlos den Bogen und legte einen Pfeil auf die Sehne.


------

Out: Sobald bei Haru die Ablenkung beginnt, werden Pfeile aus dem Turm kommen. Diese Pfeile fliegen nicht direkt auf ein Ziel zu, sondern fallen in einer Kurve vom Himmel, um senkrecht im Boden einzuschlagen. Die Pfeilspitzen haben eine eigenwillige Form, siehe Spoiler.

Spoiler:
 
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BeitragThema: Re: [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf   [Haru & Ringo vs. Daizen] Manöverdorf - Seite 2 Icon_minitimeSa Sep 03, 2016 9:02 am

Was Aiko betraf, so kannte sie die schlechten Tage von Setsuna bereits zu Genüge, obgleich sie selbst fand, dass alle Beteiligten einen relativ guten Tag erwischt hatten. Es hatte schon andere gegeben. Weitaus schlimmere, wenn man so wollte. Dennoch schien es das Mädchen neben ihr mitzunehmen, während sie sich an sie klammerte, so gut es ging. Als Maulwurf konnte sie natürlich überirdisch nicht mit der Geschwindigkeit mithalten und die Spuren, sollte sie sich unter der Erde bewegen, wären vielleicht bisher ein wenig zu groß. Erst, als sie am ‚Ziel‘ waren tapste Aiko ein wenig zur Seite – sich fragend, ob das Mädchen Mitleid brauchte oder ob es alles nur noch schlimmer machen würde. Das war immer so eine Sache. Setsuna beispielsweise hasste Mitleid. Aber Haru-Chan war praktisch das genaue Gegenteil und Aiko wollte ihr helfen. Ja, sie tat ihr Leid und die Maulwurfdame fand, dass sie die Behandlung nicht verdient hatte. Obgleich jene Behandlung nicht böse gemeint war. Selbst wenn, hätte Aiko vermutlich eine Entschuldigung gefunden, denn sie glaubte seit jeher stets an das Gute in einem Menschen. War voller Güte und Aufopferungsbereitschaft. »Oh, er hat einen riesen Respekt vor Nahkämpfern«, erwiderte die Dame. »Hm, er kann nicht gut mit Menschen, aber das hat seine Gründe. Er meint es nicht böse, Haru-Chan. Auch, wenn er das so sagt und auf Missionen der gängigen Ansicht nach wohl… naja… unausstehlich sein kann. Das trifft es gut, oder? Aber mach dir keinen Kopf, Haru-Chan. Ich weiß, dass du einiges auf dem Kasten hast und ich bin gerne mit dir unterwegs.« Hätte ein Maulwurf nach außen hin lieb lächeln können, hätte Aiko das getan. Stattdessen nickte sie bereitwillig nach Harus Einwurf und tapste zum nächsten Regenrohr, an dem sie sich nach unten bewegen würde. Jedenfalls glaubte sie, dass dort ein Regenrohr war. Es hörte sich hohl an. »Das ist ein wundervoller Vorschlag.« Mit diesen Worten begab sich die Maulwurfdame auf den Boden, betrat das feindliche Gebiet und grub sich unter der Erde ein. Sie tat es nahe an der Hauswand, damit es nicht allzu groß auffiel – höchstens, wenn man zielgerecht danach suchte. Immerhin gab es hier und da auch in manchen Dörfern Erdhäuflein. Einige Meter legte Aiko zurück, ehe sie kurz inne hielt, einmal ihr Köpfchen – aka der Blüte – in die Höhe hielt und dann wieder untertauchte. Kurz darauf, stieß eine der Fallen ihren Rauch in die Luft aus. Aiko bewegte sich ein wenig davon weg zu einer Hauswand. Dem Haus, wo sie glaubte, Haru sei. Dann wartete sie ab. Da sie allerdings von ihrem Standpunkt keine allzu gute ‚Sicht‘ hatte, hoffte sie, dass Haru ihr zurief. Unter der Dachkante erschien ihr ein sehr gutes Versteck zu sein. Obgleich vermutlich sehr vorausschaubar…

Anderenorts legte Setsuna demonstrativ den Kopf schief und hob eine Augenbraue. Es konnte durchweg einfach ein Starrduell werden – oder ein Augenbrauen-Hochziehen-Duell. Je nachdem, wie man es betrachten wollte. Andererseits wäre es alles andere als effektiv, es gerade jetzt zu tun. Jederzeit berichtigte Setsuna andere gerne über Annahmen, Strategien und anderem – nur nicht, wenn man gerade auf einer Mission war. Oder bei einer Manöverübung. Daher atmete er seufzend aus und nickte Ringo zu. »Einverstanden. Sollte ich irgendeinen Fehler begehen oder in ein gesellschaftlich-soziales Fettnäpfchen stolpern, so wird dein nächster Rat mehr berücksichtigt, beziehungsweise kannst du eine Entscheidung treffen. Wobei ich die Berücksichtigung eher auf das… Fettnäpfchen beziehen würde. Immerhin steht das meiner Ansicht nach auf einer Mission etwas hinter dem tatsächlichen Handeln.« Hierüber kursierten wohl viele unterschiedliche Meinungen. Sicherlich könnten viele jene vertreten, dass auch emotional einiges auf einer Mission schief laufen könnte. Aber immerhin hatte der Jôcho soweit eingelenkt, dass er sich nun einem guten Gewissen nach von der Blonden abwenden konnte. Gutes Gewissen. Manche würden fragen: Seit wann hat der Kerl ein Gewissen? Hat man es ihm zum Frühstück serviert? Oh ja, bestimmt hat er das eines anderen armen kleinen Menschen verspeist.
»Brechen wir also auf.« Noch genau wusste er, wie sehr er früher Kämpfe verabscheut hatte. Beziehungsweise, selbst in einen Kampf eingreifen zu müssen. Er war lieber der denkende Apparat als der physische an der Front. Dennoch hatte er in den letzten Wochen und Monaten etwas mehr Erfahrung sammeln können, wenn man so wollte. Sicherlich, er mochte es immer noch nicht, wenn er sich dazu abkommandieren musste, aber manchmal konnte man eben einfach nichts dagegen tun. »Die Feinde werden nicht schlafen.« Fast lächelte er, doch sobald er sich abgewandt hatte, machte er sich mit Bedacht auf den Weg.
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