Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel

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BeitragThema: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   Mi Apr 08, 2015 7:31 am

Ein lauschiger Park fügt sich in die traditionellen Bauten des Hyuugaclans und schafft so eine ruhige, spirituelle Atmosphäre.
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BeitragThema: Re: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   Mi Apr 08, 2015 11:57 am

rauer war etwas, dass den Menschen stets sehr absorbierte. Ganz gleich welchen Ursprungs, die Intensität negativer Gefühle war immer überwältigend, sie waren stark und nur die stärksten Seelen vermochten sich diesen Auswirkungen völlig entgegenzusetzen. Junji war selbst von einem solchen Gefühl besessen, doch die Kraft seines Geistes hatte es nicht geschafft ihn vor den Auswirkungen zu bewahren. Einsamkeit ewar es, die von ihm Besitz ergriffen hatte. Eine Emotion, die wie Gift durch die Venen floss und jede einzelne Zelle mit Unbehagen verseuchte. Es war unerträglich und doch gab es keine Kur, keine Medizin, welche eine schnelle Linderung versprach. Stattdessen lernte man damit zu leben, ganz nach der menschlichen Natur seine Gewohnheiten umzustellen und letztendlich zu vergessen. Ablenkung hatte es für Junji nicht gegen, er war stets ein Mann gewesen, der sich seinem eigenen Selbst stellte und mit sich erörterte in Form einer Meditation. Viele Male nun hatte der ANBU nun schon damit verbracht und zum ersten Mal türmte sich die Last seiner eigenen Emotionswelt unüberwindbar vor ihm auf. Allein das Bild seiner toten, grässlich verstümmelten Schwester reichte aus, sein Herz in tiefste Abgründe zu werfen. Es zerriss ihn innerlich, raubte ihm den Schlaf, verwüstete seine Träume und Vorstellungen. Angst hatte er, Angst vor einer neuerlichen Bindung, welche ihm auf jene Art und Weise wieder genommen werden konnte und so hatte sich der Jounin beinahe gänzlich zurückgezogen. Die Anwesenheit anderer Menschen half dabei wenig und das wusste man wohl. Schon immer hatte der junge Mann damit Probleme gehabt sein Innerstes nach aussen zu kehren und sich anderen auf diese Art und Weise zu öffnen. Dass es ihm diesmal zu einem gewissen Verhängnis wurde, konnte er somit nicht wissen. Das Dilemma, so traurig es auch klingen mochte, war perfekt.

Orte wie dieser aber, Refugien der Ruhe, der Harmonie, der Ästhetik, Orte wie dieser Park, sie vermochten es dennoch, Junji zumindest zeitweise sein inneres Gleichgewicht zu wahren. All das, wonach er in besseren, vergangenen Tagen gestrebt hatte war so nahe, dass es ihn schwelgen ließ.
Entspannung lag auf dem ernsten Gesicht des jungen Mannes, der im Schatten einer dichten Linde in einem üppigen Lotussitz verharrte. Seine Lider waren geschlossen, der Körper gehüllt in eine traditionelle, schwarze Robe, deren weitgeschnittene Ärmel Hande und Arme des Hyuuga vollständig bedeckten. Gleichwohl pechern waren die schwarzen Haare, die sich in einer gewaltigen Mähne den Kräften des Windes hingaben und dennoch ungezwungen über den grünen Boden streiften. Tief war Junji in eine Meditation versunken und bekam nur wenig vintdem mit, was um ihn herum geschah. Gleichmäßig ging sein Atem, reglos, statuengleich mutete der Rest seines Körpers an, beinahe als eiferte er dem Baum nach, der sich wie ein Vater schützend über ihn gesellte. Nichts deutete auf den Schmerz hin, der nun schon so lange an dem Jounin nagte, doch wer um sein Schicksal wusste, der wusste auch was unter dieser Fassade verborgen lag.
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BeitragThema: Re: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   Mi Apr 08, 2015 5:10 pm

cf: letzter Inplay-Post in Ichirakus Ramenimperium

Es war ein wunderschöner Tag und ich hatte die Gelegenheit ergriffen mit meinen beiden Zwillingsnichten Sunako und Isago spazieren zu gehen.
Nachdem die beiden auf dem Marktplatz von Konohagakure meine Brieftasche förmlich geplündert hatten, befanden wir uns nun auf dem Rückweg und kamen dabei durch den park m Hyuuga-Viertel, ein Ort den beide Dreijährigen Mädchen ziemlich mochten, nicht nur alleine der kleinen und großen Blumenbeete am Parkrand wegen.
"Ouhhh. Guck mal, Tante Dai. Blumen!" rief Sunako schon begeistert aus und ließ meine Hand los, um gleich zu ihnen hinzurennen und sich mit dem begeisterten Ausdruck eines Kleinkindes hinzuknien und jede einzelne aufgeblühte Blüte mit den Fingerspitzen zu streifen.
Isago, die zwar genauso wild war, wie Sunako, diese innere Wildheit jedoch meistens erst zum Vorschein brachte, wenn sie wusste, dass sie nichts falsches tun würde, sah mich kurz fragend an und ich ließ sie mit einem Nicken los.
Sofort rannte auch sie zu den Blumen.
Ich lachte leicht und strich mir durch die Haare, ehe ich mich kurz im Park umsah.
Tatsächlich waren wir gar nicht so alleine hier, wie ich durch die Ruhe anfangs gedacht hatte.
Ein junger Mann saß unter einer Linde und der schräg verlaufenden Narbe auf seinem Gesicht geschuldet, erkannte ich sofort um welchen Hyuuga es sich handelte, auch, wenn ich nicht noch nicht mit ihm gesprochen hatte.
Mit einem offenen und freundlichem Lächeln ging ich auf ihn zu, meine Hände hinter meinem Rücken verschränkt, wobei ich darauf achtete, einen höflichen Abstand zu bewahren.
"Guten Tag." grüßte ich den Jungen lächelnd und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht, mein Blick kurz zu Isago und Sunako schweifen lassend, nur um wieder zu dem anderen Hyuuga zu sehen.
"Ich hoffe, ich störe nicht?" fragte ich.
"Sie sahen bloß ein wenig alleine aus, deswegen dachte ich, Ihnen Gesellschaft zu leisten, wäre nichts Verkehrtes." Ich sprach den jungen Mann automatisch mit Sie an. Es war einfach höflich und respektvoller, als einfach auf ihn zuzugehen und sofort per Du anzusprechen.
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BeitragThema: Re: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   Mi Apr 08, 2015 7:33 pm

So tief war Junji in Gedanken, dass die Welt um ihn herum beinahe völlig ausgeblendet wurde. Die Laute der Stadt, welche auch an diesem Ort mehr als nur vernehmbar waren, verblassteb schon nach wenigen Minuten der Konzentration. Nur das wellengleiche Rauschen der Äste und Blätter über ihm schwelgten bis hinein in seinen Geist. Dort stellte sich der junge Mann, wie so oft schon zuvor, seinen inneren Dämonen, darauf bedacht ihren Ursprung zu finden und zu vernichten. Wie so oft schon jedoch zuvor scheiterte der Jounin an der tief in ihm wohnenden Verzweiflung. Oft schon hatte er darüber nachgedacht einfach einmal diesen Gefühlen Luft zu lassen und zu weinen, doch das hatte er nie getan. Zu groß war die Angst gewesen, all dem nicht gewachsen zu sein.

So bemerkte Junji auch nicht, dass weitere Personen den Park betraten, zumindest nicht für den Moment. Es war schon schwer die Präsenz zweier tobender Kleinkinder in solch einer Atmosphäre auszublenden, selbst bei vollster Konzentration. Nichtsdestotrotz aber, ließ sich der ANBU nichts anmerken, zuckte nicht einmal mit einem Muskel und fuhr fort. Eine Präsenz, die er nicht hatte ausmachen können, verfolgte allerdings einen anderen Plan und richtete, auf eine für den jungen Mann unerwartete Weise das Wort an ihn.
Es war eine weibliche, helle Stimme, die an sein Ohr drang und gleichwohl keine wirklich Unbekannte. Wie ein Sog wirkte die Berührung mit der Realität auf seinen Geist, der wieder in das Hier und Jetzt gezogen wurde. So dauerte es auch einige Sekunden, ehe sich die Lider des Jounin emporhoben und die milchig weissen Iriden seines Byakugan zum Vorschein kamen. Müde, starr war sein Blick nach vorn gerichtet und man sah ihm an, dass Schlaf nicht gerade eine Ware war, die diesem Menschen viel zu Teil wurde. Dann, wie ein Ruck durchzog es den Körper des ANBU und der Kopf hob sich schräg nach oben. Ein freundliches Gesicht erwiderte seinen Blick, sanfte Züge formten ein bekanntes Antlitz, wenngleich sich die Bekanntschaft über wenig mehr als Äußerlichkeiten erstreckte. Junji kannte den Namen seines Gegenübers, er war Dai und er wusste ebenso, dass es sich um einen Jounin seines, ihres Dorfes handelte. Viel mehr aber war es nicht, was der junge Mann über sie wusste.
Dann begann er leicht den Kopf auf ihre Frage hin zu schütteln, was von einem leisen, krächzenden: "Nein" begleitet wurde. Und tatsächlich störte Dai ihn wirklich nicht, irgendwie sogar kam ihm Gesellschaft sogar in diesem Moment recht gelegen, was sich Junji so recht nicht erklären konnte. Doch wenn man alles pragmatisch betrachtete, so hielt sie ihn auch nur von einer weiteren erfolglosen Meditation ab, welche er am Abend selbst als Zeitverschwendung deklariert hätte.
"Ihr stört nicht.", legte der Jounin noch einmal nahe, wobei sich der dämonische Klang seiner Stimme etwas mit seinem aufhellenden Gesicht biss, "Euer Name lautet Dai, nicht wahr? Der Meine ist Junji, doch ich nehme an, das wisst ihr bereits."
Einen kurzen Moment schwieg Junji wieder, um seine Worte erst einmal wirken zu lassen, was bei dem Klang seiner lädierten Stimme sicherlich nicht das Verkehrteste war. Wie er, würde sie auch über ihn sporadisch Informationen aufgeschnappt haben, weshalb man sich im Rahmen einer derartigen Großfamilie wohl kannte, ohne jemals ein Wort miteinander gewechselt zu haben.
"Soweit ich mich erinnern kann, hatten wir noch nicht die Ehre.", fuhr der Weissäugige schließlich auf die gleiche kratzige Art und Weise fort, die er wohl auch für den Rest seines Lebens haben würde, "Freut mich euch einmal persönlich kennenzulernen. Darf ich fragen, was euch herführt?"
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BeitragThema: Re: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   Do Apr 09, 2015 6:02 pm

Es dauerte eine kurze Weile bis Junji mich bemerkte, dann jedoch zu mir schaute.
Er sah müde aus innerlich dachte ich mir, dass ich das ziemlich gut nachvollziehen konnte. Ich hatte als Anbu auch regelrecht an Schlafmangel zu leiden, auch, wenn sich mein Körper mittlerweile daran gewöhnt hatte.
Wie es bei dem Hyuuga mir gegenüber aussah, wusste ich nicht. Er war Jou-Nin und kurz fragte ich mich, ob er als solcher wirklich so viele anspruchsvolle Aufträge hatte. Ich wünschte es ihm nicht. Missionen waren immer anstrengend und sie nahmen einem so viel von der Lebenszeit weg.
Mein Lächeln vertiefte sich, als er sagte, ich störe nicht und mit einer einfachen Geste deutete ich auf das Stück Wiese neben ihm.
"Ein Glück. Darf ich mich zu Ihnen setzen?" fragte ich dann. Ich wollte mich ihm nicht aufdringen, keinesfalls und hoffte, dass es auch nicht so wirkte.
"Ja. Bin ich. Hätte nicht erwartet, dass man meinen Namen so kennt." meinte ich ich fröhlich und schüttelte den Kopf.
"Nein. Hatten wir noch nicht. Freut mich ebenfalls. Man kann nie genug Leute kennenlernen." Ich lächelte freundlich und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
Kurz sah ich zu den beiden Mädchen, die mittlerweile genug von den Blumen hatten und voller Elan imPark Fangen spielten und sich gegenseitig mit Beleidigungen aufzogen, die man nur schwr als solche bezeichnen konnte.
"Du doofer...Fuchs! Du hast geschummelt." rief zum Beispiel Sunako durch die Gegend, als Isago sie beim Fangen spielen abgehängt hatte und ich schüttelte belustigt den Kopf.
Ich konnte wirklich froh sein, dass die Beiden sich keine schlechten Wörter von anderen abschauten.
Bei Junjis Frage, was mich hierhergeführt hatte, deutete ich schmunzelnd auf die beiden Wirbelwinde.
"Meine beiden Nichten. Sie lieben den Park hier und wollen immer hier lang, wenn wir spazieren gehen." antwortete ich ihm und lachte leise.
"Und? Was führt Sie hierher?" gab ich die Frage dann zurück und runzelte leicht die Stirn.
"Darf ich Ihnen übrigens das "Du" anbieten?"
Natürlich fand ich Höflichkeit sehr wichtig, doch jetzt fühlte sich diese Unterhaltung nun doch sehr steif an und ich fand etwas Gemütlichkeit und ein eher familiäres Verhalten miteinzubringen, wäre nicht schlecht. Auch, wenn wir uns beide nicht kannten, gehörten wir doch zum selben Clan und da war es doch sicher angemessen.
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BeitragThema: Re: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   Do Apr 09, 2015 6:49 pm

"Ähm... natürlich! ", raunte Junji stimmlos und etwas verlegen. Erst jetz fiel ihm auf, wie stoffelig er herüberkommen musste. Einfach saß er da und blickte zu einer Frau empor, die sich mit gebührender Höflichkeit vorstellte. Natürlich konnte sie sich zu ihm sitzen, doch ehe sie das tat hätte er sich erheben können, was der junge Mann aber nun versäumt hatte. Unglücklich über seinen schlechten Umgang biss er sich kaum merklich auf die Lippe und hoffte, dass es nicht zu sehr auffiel. Vermutlich war Junji einfach zu lange für sich selbst ohne nennenswerte Kontaktaufnahme gewesen, weshalb seine sozialen Fähigkeiten etwas eingerostet waren. Dies änderte jedoch nichts daran, dass der ANBU viel Wert darauf legte Respekt zu zeigen und überhaupt problemlos umgänglich zu sein, was mittlerweile schwerer geworden war, als man es wohl gedacht hätte.
"Da habt ihr sicher recht.", antwortete der junge Mann mit seiner lädierten Stimme und bemerkte erst nach einigen Sekunden, wie recht sein Gegenüber doch hatte; Kontakte waren tatsächlich das Bindeglied eines Individuums und der Gesellschaft, welche es umgab. Daher wares auch so erschreckend, in ein solches Gespräch zu geraten, wenn man sich wie Junji der Isolation hingegeben hatte. Weiter lauschte er den Worten Dais und schweifte mit seinem Blick schwermütig über die tollenden Kinder, welche sich als Nichten seiner Gesprächspartnerin entpuppten. Wieder kam der Jounin nicht umhin negative Gedanken zu hegen, als er jene Mädchen mit seiner Schwester verband, die zwar noch immer um einiges älter gewesen war, doch für ihn immer jener Sonnenschein bleiben sollte, der nun noch in seiner Erinnerung existierte.
"Ich kann eure Nichten verstehen...", hauchte der ANBU, was sich aber glücklicherweise nicht sonderlich von seiner normalen Stimme unterschied, "Auch in meinen Kindestagen habe ich diesen Ort geliebt."
Ein müdes Lächeln bildete sich auf Junjis Zügen und er wandte den leeren Blick ab, richtete ihn irgendwo in die verschwommene Ferne.
"Mich führt die Meditation hier her. Manchmal versuche ich hier für einige Stunden dem Trubel des Tages zu entgehen und vielleicht sogar zu vergessen."
Sein vernarbtes Gesicht drehte sich zurück zu Dai.
"Schon mein Vater kam hier her und irgendwie habe ich es von ihm übernommen. Darüber hinaus können wir gerne in ein 'Du' übergehen."
Junji nahm einen tiefen Atemzug und schloss dabei die Augen, was auch den letzten verträumten Rest aus ihm fegte, ihn völlig im Hier und Jetzt ankommen ließ.
"Und? Wissen die Kinder schon, ob sie eines Tages den Weg eines Shinobi einschlagen werden? Heutzutage ist ja sogar in unserem Clan beinahe alles möglich."
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BeitragThema: Re: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   Fr Apr 10, 2015 6:31 pm

"Vielen Dank." sagte ich zwinkernd und setzte mich auf den Platz neben Junji. Kurz schloss ich lächelnd meine Augen, dann sah ich wieder zu den beiden Mädchen.
Die Süßen waren wirklich herzallerliebst und wenn ich sie so herumtollen sah, fühlte ich mich immer an meine Kindheit erinnert, die ich mit meinem Zwilling ganz ähnlich verbracht hatte.
Vielleicht war auch das ein Grund, weshalb ich das Zwillingsgen in unserer Familie so sehr mochte. Die Kinder waren nie alleine und hatten immer einen guten Freund oder eine Freundin bei sich.
Ich lachte leicht, als Junji sagte, dass ich wohl recht hatte und fuhr mir durch die Haare.
Bei seinen nächsten Worten wandte ich mich wieder ihm zu.
"Jetzt wohl nicht mehr?" fragte ich ihn und in meiner Stimme lag ein hauch freundliche Neugier. Es war eine gut gemeinte Frage, die nicht allzu wissbegierig oder aufdringlich klingen sollte.
So müde, wie Junji kurz darauf wirkte, schien er einen wirklich abgehärteten Charakter entwickelt zu haben. In seiner Mimik wirkte er innerlich alt und abgekämpft.
Irgendwie tat es mir Leid.
"Eine schöne Tradition." sagte ich und nickte bedächtig und warf dann einen Blick zu meinen Nichten.
"Leider ist Meditation und Ruhe etwas, dass meiner kleinen Familie ein wenig abgeht." Ich kicherte leicht und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Ruhe konnte man bei uns vergeblich suchen, doch es war auch das, was uns ein wenig ausmacht.
Wobei es auch ein wenig merkwürdig für eine Hyuuga-Familie so laut und lebhaft zu sein. Und alles begonnen, hatte das mit meinem Bruder. Ich war früher auch lebhaft gewesen, aber er war es bis jetzt geblieben und sein Elan war auch jetzt noch nicht zu stoppen. Seine Töchter haben das anscheinend von ihm geerbt.
Jetzt blieb bloß die Frage, woher Kaname das hatte? Von unseren Eltern wohl nicht, die waren beide sehr ruhig gewesen.
Ich schob den Gedanken in meinem Kopf zu dem großen Haufen anderer unbeendeter Überlegungen, die sich in einer imaginären Ecke meines Gedankenschlosses türmten und konzentrierte mich wieder vollkommen auf meinen Gesprächspartner neben mir.
Bei seiner Frage hob ich belustigt eine Augenbraue und deutete mit einem Kopfnicken auf die beiden Wirbelwinde.
"Ich glaube auf eine andere Art und Weise als Shinobi-Tum kriegen die beiden ihren überschüssigen Energievorrat nie geregelt." scherzte ich leicht und kicherte.
"Aber wenn ich ernst sein müsste...Die beiden fangen an das Juuken so voller Elan und Motivation zu lernen. Sie freuen sich schon auf das Leben als Shinobi in Konohagakure. Etwas anderes können die beiden sich auch sicher nicht vorstellen."
Natürlich könnte es auch möglich sein, dass sie mit dem Alter ihre Meinung noch ändern würden, doch ein wenig bezweifelte ich das dann doch.

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BeitragThema: Re: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   Sa Apr 11, 2015 3:23 am

"Doch, doch!", entgegnete Junji mit einem Lächeln auf den Lippen, "Sonst würde ich vermutlich auch nicht so oft hier her kommen."
Tatsächlich hatte dieser Park für ihn eine große Bedeutung. Wenn man den jungen Mann fragen würde, was ihm wohl an erster Stelle in den Sinn käme in Bezug auf die schönsten Plätze in Konoha, so wäre dieser Ort wohl mit diesem sehr persönlichen Titel bedacht worden und das nicht nur aufgrund der Tradition seiner Meditation. Wie auch er selbst, schien Dai es ähnlich zu empfinden, was ihm ein Nicken abrang.
"Ach.", begann er und erwiderte den Blick seines Gegenübers, "ich denke, man sucht Spiritualität, wenn einem danach ist. Nur weil man es nicht Tag für Tag praktiziert, heißt es nicht, dass es fehlt. Oder man hat einfach einen anderen Zugang dazu."
Leicht räusperte sich der junge Mann, der seit der Verletzung seiner Stimme einen konstanten Druck in seiner Kehle verspürte, welcher sich allerdings nicht durch diese Reflexreaktion lindern ließ

"Das kann ich mir auch nicht vorstellen.", bestätigte Junji grinsend. Sein Ersteindruck von den beiden Mädchen deckte sich durchaus mit Dais Worten, wenngleich sie sicherlich etwas scherzhaftes in sich trugen.
"Ich bin mir sicher, sie werden unserem Clan alle Ehre machen."
Der Jounin hob seinen rechten Arm und schlug mit einer eleganten Bewegung den schwarzen Stoff seines weiten Ärmels zurück, der zuvor seine Hand gänzlich verdeckt hatte. Dort hielt er eine kleine Schriftrolle, die er sogleich vor sich auf dem saftig grünen Grasboden ausbreitete. Ein einfaches Siegel prangte dort auf dem Papier und der ANBU formte in aller Ruhe ein einhändiges Tora. Kurz darauf ploppte es leise und aus einer kleinen Staubwolke entpuppten sich die Konturen einer hölzernen, leicht antik anmutenden Teekanne und einer Tasse.
"Auch wenn ich lediglich eine Tasse habe, darf ich dich zu einem kleinen Tee einladen?", fragte Junji schließlich mit einem freundlichen Blick auf die neben ihm sitzende Frau, "Es würde mich freuen, ihn nicht allein zu trinken."
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BeitragThema: Re: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   So Apr 12, 2015 6:16 pm

Ich lachte leicht und nickte.
"Verstehe. Aber der Park ist aber auch schön." Und vor allem ruhig, im Vergleich zu den Parks im Stadtinneren.
Das war dann doch das Schöne an solchen Clanvierteln, in denen man leben konnte. Man war unter sich. Manche öffneten kleine Geschäfte hier.
Es war ruhig und friedlich und wurde nie von irgendwelchen Massen erdrückt.
Ich liebte diese Tatsache. Vor allem für jemanden, der gerade dabei ist, seine, durch ein Kindheitstrauma verursachte Klaustrophobie zu überwinden.
"Hm...Ein guter Einwand. Wahrscheinlich hast du Recht. Man denkt wahrscheinlich bloß nie so richtig darüber nach." sagte ich und rutschte ein wenig nach hinten, um mich direkt an den Baumstamm anlehnen zu können.
Bei Junjis Worten zu meinen Nichten lachte ich leicht.
"Ich glaube, das kann wirklich niemand. Wenn ich mir vorstellen müsste, dass sie in später Zukunft ruhig sein könnten...Nein. Das geht einfach nicht." sagte ich und sah wieder zu meinen Nichten. Sie beide saßen in ihren Kleidchen direkt auf der Wiese und schienen sich vom aufregenden Fanger Spielen zu erholen.
Während Sunako einfach dasaß und die vorbeiziehenden Wolken verträumt beobachtete, versuchte Isago Gänseblümchen zu pflücken und in ihrer kleinen Hand zu einem Strauß zu sammeln.
Junji beschwor währenddessen eine Teekanne und eine Tasse Tee herauf.
"Natürlich, gerne. Vielen Dank." sagte ich aufrichtig und setzte mich nun in einen lockeren Seiza*, meine Hände einfach auf meinen Oberschenkel abgelegt. Ich musste sagen, dass ich diese Idee mit der kleinen Schriftrolle und dem Tee wirklich gut fand. Für mich würde es sich nicht lohnen, doch im ganzen fand ich sie wirklich praktisch.
Isago schien nun fertig zu sein mit dem Strauß und kurz fragte ich mich, was sie nun damit vorhatte. Kleinkinder zu beobachten, war manchmal doch wirklich interessant.
Tatsächlich kam sie kurz darauf zu uns und hielt Junji etwas schüchtern den leicht zerrupft wirkenden Miniatur-Blumenstrauß entgegen. "Für Dich." sagte sie und zupfte an ihrem Kleidchen.
Ich biss mir auf die Lippe, um ein Lachen zu verkneifen und strich ihr über den Kopf.
"Das ist ein hübscher kleiner Blumenstrauß." sagte ich ihr schmunzelnd und Isago sah breit lächelnd zu mir. "Hm-Mhm." sagte sie bloß stolz und verschwand wieder zu ihrer Zwillingsschwester, nachdem Junji den Strauß angenommen hatte.
"Oh...ich glaube, das hatte mit der Lektion von gestern abend zu tun." meinte ich dann schmunzelnd und kicherte leicht. "Gestern hat mein Bruder den Beiden gesagt, es sei wichtig, anderen ab und zu eine Freude zu machen, auch, wenn man die Leute nicht kennt." erklärte ich Isagos Beweggründe und schmunzelte.
Diese beiden Mädchen waren richtige Papakinder. Es war wirklich süß mitanzusehen, wie die zwei Dreijährigen ihren Vater förmlich anhimmelten und alles taten, um ihn zu beeindrucken.

~*~

[Ooc: *Sorry. Very Happy Ich hatte keine andere Idee, wie ich Dais Haltung beschreiben sollte. Aber hier nur mal schnell ein Bild vom Seiza (---> Link)
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BeitragThema: Re: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   Mi Apr 15, 2015 12:52 pm

"Das ist er in der Tat.", bestätigte Junji leise und wenn er dazu imstande gewesen wäre, so hätte er seiner Stimme gerne einen melancholischen Ton gegeben, doch dies war nicht mehr möglich. Es freute ihn aber, dass sich Dai davon so unbeeindruckt zeigte, was, im Zuge seiner Erfahrungen, keine Selbstverständlichkeit war. Nicht selten hatte er Verwunderung geerntet, Abneigung, von Jüngeren bisweilen sogar abfällige Bemerkungen, da war es immer wieder schön zu sehen, dass es auch Menschen gab, die ihren Fokus trotz aller Absonderlichkeiten auf etwas anderes legten.
"Wenn man einmal anfängt über so etwas nachzudenken, dann hört man schwerlich wieder auf. Es hat sicherlich seinen Reiz, aber schneller als man denkt, kommt man sich selbst wie ein alter Mann oder eine alte Frau vor..."
Schief grinste Junji, der seine Worte sicherlich in einer scherzhaften Weise gewählt hatte, ohne ihnen jedoch einen Hauch von Wahrheit zu verwehren. Tatsächlich kam sich der Jounin weit älter vor als er war und das kam auch anderen bisweilen so vor, was nicht unbedingt schlecht war. Er hatte es nie darauf angelegt und auch in diesem Moment kümmerte es ihn wenig, was Dai im Speziellen über ihn dachte, alles kam wie es kam, meist machte es ohnehin wenig Sinn gegen etwas zu stemmen. Es war eine Kunst den Lauf der Dinge eine eigene Richtung zu geben, eine Richtung, welche man selbst begünstigte und es gehörte weit mehr als geschulte Weitsicht dazu. Man musste lernen zu verstehen und das konnte man nur mit einem ausreichenden Fokus. Junji hatte diesen begonnen in der Spiritualität zu suchen und auch ein gewisses Etwas gefunden, ein gewisses Etwas wie Erfüllung. Es war jedoch eine gewaltige Arbeit mit steigender Erfahrung, dieses Gefühl zu erhalten und zu pflegen und man fand sich nicht selten vor Hindernissen wieder.
Dai rutschte zurück und lehnte sich an den Stamm der Linde, die ihrem Gespräch ein angenehmes Rauschen schenkte, dass die kühle Brise auch akustisch unterlegte. Die Unterhaltung schwenkte von der Essenz geistiger Präzision hinüber zu einem weniger anstrengenden Thema für Junji, nämlich den beiden Nichten ihres Gegenübers. Es war schön ihnen dabei zuzusehen, wie sie so unbeschwert herumtollten und ihren Spaß völlig ungeniert auslebten. Der junge Mann bot Dai einen Tee an, den sie dankend annahm und den beide schließlich für einen Moment schweigend genossen. Unterbrochen wurde die Stille auf keine sehr unangenehme Weise, eines der Mädchen nämlich gluckste ein wenig schüchtern vor dem Jounin herum und überreichte ihm kurz darauf einen kleinen Strauß aus Wiesenblümchen, die sie aus dem Park gepflückt hatte.  So recht wusste er nicht, was er auf dieses kindliche, doch so liebenswürdige Angebot sagen sollte und so war der ANBU froh, dass seine Kollegin ihm dabei ein wenig unter die Arme griff. Etwas verlegen, was der ganzen Situation eine merkwürdige Anmut gab, nahm Junji ihn an und lächelte etwas hilflos, aber ganz und gar nicht gestellt. Innig hoffte er, dass die junge Dame sein Schweigen nicht als falsch interpretierte, doch sie schien glücklich zu sein, als sie zu ihrer Schwester verschwand, ohne ein Anzeichen von Enttäuschung, was dem jungen Mann, so lächerlich es auch klingen mochte, einen Stein vom Herzen fallen ließ. Wieder einmal merkte er, wie sehr eingerostet sein Umgang war, wenn so eine einfache Geste, entsprungen aus infantiler Herzlichkeit, es vermochte ihm die Sprache zu stehlen. Fast schon kam man sich in solchen Momenten selbst vor wie ein kleines Kind, das zum ersten Mal vor eine neue Situation geführt wurde.
Dai erhob wieder ihre klangvolle Stimme und begann zu erklären, was es damit auf sich hatte, von einer Lektion ihres Bruders gegenüber seinen Töchtern.
"Eine schöne Geste.", stimmte er zu und wandte den Blick von ihr ab, in Richtung der Kinder, "So macht man sich zumindest keine Feinde."
Behutsam bettete der Hyuuga den Strauß neben der leeren, hölzernen Teekanne auf der ausgebreiteten Schriftrolle.
"Und was steht heute noch auf eurer Liste? Irgendwelche besonderen Pläne?"
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BeitragThema: Re: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   Di Apr 21, 2015 8:29 pm

Ich lächelte und schloss kurz meine Augen, um alleine mit meinen anderen vier Sinnen den Park wahrzunehmen. Okay.Das klang nun merkwürdiger, als es in Wirklichkeit war, denn eigentlich wollte ich bloß das Gras etwas intensiver riechen und den angenehmen Wind auf meiner Haut besser spüren und die Augen waren ja bekanntlich das Sinnesorgan, dass alle anderen etwas sinnloser machte.
Bei Junjis nächsten Worten öffnete ich meine Augen wieder und schmunzelte amüsiert.
"Spiritualität ist eine Art kleines Fenster zur Weisheit. Doch Weisheit wird immer verkannt mit Alter. Vermutlich wirkt man dadurch älter, als man ist, wenn man seinen Draht zu ebenjener Spiritualität findet." meinte ich, leicht nachdenklich, auch wenn ich wohl bemerkt hatte, dass leichter Scherz in Junjis hauchender Stimme mitschwang.
Ich selber jedoch, dachte daran, dass der junge Mann neben mir auch älter wirkte, als er eigentlich war.
Vermutlich weil er so oft meditierte, einfach seine innere Balance gefunden hatte, die so manch anderer jahrelang vergeblich suchte.
Auf jeden Fall war es für mich wirklich bewundernswert.
Ich nahm die Teetasse an und schmunzelte leicht über Junjis Reaktion zu Isagos Blumenstrauß. Er wirkte kurzzeitig ein wenig überfordert mit der Situation.
"Ja. So kann man es sagen. Mein Bruder gibt sich die größte Mühe der Welt, seinen Töchtern nicht nur das Kämpfen, sondern auch Menschlichkeit beizubringen." Natürlich wurde man später häufig auf die Probe gestellt, was eben jene Menschlichkeit betraf, doch ich war mir sicher, dass die Mädchen nicht nur zu fähigen Shinobi wurden, was ihre Kampfkunst anging, sondern auch was das Treffen von Entscheidungen betraf.
Wieder fiel mir Junjis leicht holpriger Umgang mit Isago ein und mit einem freundlichen Blick sah ich zu ihm.
"Sag...Du bist den Umgang mit Kindern wohl nicht sehr gewohnt, oder?" fragte ich und nippte etwas an dem köstlichen Tee, als mir auffiel, was ich da gerade gesagt hatte.
Ich runzelte meine Stirn sofort und biss mir auf die Lippen.
Ich hatte definitiv nicht vorgehabt, schlechte Erinnerungen nun hervorzurufen. Mit einem Seitenblick zu Junji versuchte ich herauszufinden, ob ich nun irgendetwas falsches gesagt hatte.
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BeitragThema: Re: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   Mi Apr 22, 2015 4:09 pm

"Naja...", setzte Junji dagegen und schmunzelte ein wenig, wobei er aber nur einen Mundwinkel nach oben zog, "Hauptsache die Alterung findet nur im Geiste statt, nicht wahr?"
Kurz schloss der junge Mann die Augen und atmete mal tief durch. Eigentlich war er gar nicht so sehr der Scherzkeks, doch hin und wieder fand sich der Hyuuga in den Gefilden des Zynismus wieder, wobei dieser Satz nicht sonderlich scharf gewesen war. Aber vielleicht führte Junji auch einfach zu wenige Gespräche, um dort eine Festlegung treffen zu können. Schließlich änderte sich der Mensch von Zeit zu Zeit und auch wenn all das vielleicht früher einmal zugetroffen hatte, so musste es das jetzt nicht mehr. Dass dieses vermeidlich geistige Alter, welches man schon zu seiner Akademiezeit als beachtlich empfunden hatte, nicht gegen alles gefeit war, erkannte man leicht an der plumpen Art, mit der ihn der einfach Strauß Blumen von Dais Nichte in Verlegenheit brachte. Der Jounin brachte keinen Ton heraus, wollte, aber musste sich dann seiner fehlenden Kontrolle geschlagen geben. Trotz eines gewissen Anflugs von Humor in seinen zuvor gesprochenen Worten war spürbar, dass ihm die Lockerheit fehlte, mit der beispielsweise Dai auftrumpfen konnte. Ob sie dies nun selber merkte oder nicht, war nicht wichtig, wichtig war lediglich, dass sie mit ihren Worten die Situation entschärfte und auch ihre Nichte nicht beleidigt aussah, als sie wieder von Dannen zog. Im Gegenteil sogar, sie schien sich zu freuen, einem zumindest halbwegs Fremden eine Freude bereitet zu haben, was sie ja auch letztendlich getan hatte. Junji war nur nicht wirklich imstande gewesen dies und darüber hinaus seine Dankbarkeit zu zeigen. Als sein Gegenüber jedoch weiterfuhr, traf sie einen wunden Punkt bei ihm.
Der Umgang mit Kindern fiel dem jungen Mann in der Tat nicht leicht, was allerdings auch einen einfachen Grund hatte, denn er hatte ein Trauma nicht losbekommen. Das Trauma des Verlustes seiner Familie, insbesondere jenen seiner kleinen Schwester. Wenn der Hyuuga seinen Blick auf andere Kinder warf, so schmerzte es in seiner Seele, insbesondere, wenn nichts anderes seiner Aufmerksamkeit bedurfte, so wie auch in diesem Augenblick. Anmerken ließ er sich dies aber nicht, sondern versuchte sein vernarbtes Gesicht so ausdruckslos wie möglich zu halten, was es wohl ein wenig steif wirken ließ. Ein melancholischer Typ war Junji ganz sicher nicht, gerade nicht wenn es darum ging, diese Gefühle auch nach außen zu bringen, weshalb er auch eine so große Selbstbeherrschung hatte.
"Findest du?", krächzte der ANBU in seiner gewohnt lädierten Stimme, unterließ es aber dabei mit den Schultern zu zucken, schließlich wollte er nicht den Eindruck erwecken, als ob es ihm einerlei wäre, "Aber du hast vermutlich recht... So oft habe ich auch nicht zu ihnen Kontakt... Genauer gesagt, fast gar nicht."
Kurz schwieg der Jounin und hob seinerseits die Tasse an den Mund. Heißer Tee rann seine Kehle hinab und gab ihm, wenngleich nur kurzzeitig, wieder das Gefühl eines gesunden Stimmapparates.
"Du scheinst viel Zeit mit deinen Nichten zu verbringen?", versuchte Junji von sich abzulenken, denn er wollte die aufkeimenden Erinnerungen an seine Schwester im Keim ersticken, denn wenn er so recht darüber nachdachte, dann war es nur zu seinem Schutz den Kontakt mit Kindern so gering wie möglich zu halten. Weglaufen würde er aber nicht, vielleicht konnte man sich ja Schritt für Schritt dieser Problematik stellen.
"Was macht dein Bruder eigentlich beruflich? Ist er auch Shinobi des Dorfes?"
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BeitragThema: Re: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   So Apr 26, 2015 9:57 pm

Ich lachte hell auf. "Ja. Hauptsache das." stimmte ich ihn zu und schmunzelte über diese Worte.
Ich hatte nicht erwartet, dass Junji auch so locker sein konnte. Als ich gehört hatte, was mit seinen umittelbaren Angehörigen geschehen war, hatte ich mir immer das Bild eines verkrampften, traumatisierten jungen Mannes vorgestellt.
Ich war froh, dass der wahre Junji dieses Erwartungsbild doch nicht denkte.
Die kurzzeitige Verlegenheit des Jungen gegenüber der Geste meiner Nichte jedoch, wunderte mich nicht. Wenn es sich hierbei nicht um meine eigene Nichte handeln würde, hätte ich vielleicht sogar ähnlich reagiert.
Wenn ich an Yasuo dachte...Bei ihm brachte mich jede so liebgemeinte Geste komplett aus dem Konzept.
Gut. Vielleicht konnte man das dann doch nicht vergleichen. Ich schloss lächelnd meine Augen während die altbekannte rosa Färbung meinen Hals entlang zu meinen Wangen kroch.
Ich trank noch einen Schluck Tee und biss mir dann auf die Lippe, als ich das Ungehörigste sagte, was man in eienr derartigen Situation bloß von sich geben konnte.
Das ich damit einen Punkt in Junji getroffen hatte, den ich definitiv nicht aufreißen wollte, war mir sofort klar, als ich seine versucht beherrschte Mimik sah.
Er versteifte sich sofort und als jemand, der selber Mutter und Mann verloren hatte, erkannte ich sofort, weshalb.
Ich selber hatte eine ganze zeitlang ebenso reagiert.
"Es tut mir Leid. Ich wollte keine alten Wunden aufreißen!" sagte ich leise und ehrlich und meine Miene wurde leicht verzweifelt über meine eigene, anscheinend nicht nur physische sondern auch verbale Ungeschicklichkeit. Es tat mir wirklich Leid und still hörte ich Junjis knapper Erklärung dazu zu. Auch, wenn mir ein paar Fragen auf der Zunge lagen, war ich mir bewusst, dass ich es bloß schlimmer machen würde und so bohrte ich nicht tiefer nach, sondern ging sofort auf seine nächste, von sich ablenkende Frage ein.
"Ja, das tue ich. Ihre Mutter hat sie und meinen Bruder verlassen, weil sie mit der...Auffassung der Hyuugas nicht zurechtkam und seither bin ich ein wenig die fehlende Mutterrolle. Außerdem wohnen wir alle in einem Haus, da sieht man sich immer." antwortete ich und erklärte ausführlicher, als ich es sonst getan hätte, die ganze Sache.
"Ja. Er ist Jou-Nin. Aber derzeitig kümmert er sich hauptsächlich um die Zwei und nimmt nur Aufträge an, wenn ich oder mein Vater Urlaub haben." sagte ich lächelnd. Im Grunde waren wirklich mein Vater und ich diejenigen, die Geld in die Familie brachten, jetzt, wo er dank des Verschwindens der Mutter seiner Kinder, sich alleine um die Kinder kümmern musste.
Aber keinem von uns zweien machte es etwas aus. Wir wohnten eh alle in einem großen Haus und sorgten sowieso immer füreinander.
"Du bist übrigens gerne eingeladen uns mal besuchen zu kommen. Wir haben selten Kontakt mit anderen aus dem Clan." fügte ich dann noch hinzu udn lächelte Junji offen an.
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BeitragThema: Re: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   Mo Apr 27, 2015 2:52 pm

"Du reißt keine Wunden auf.", entgegnete Junji und versuchte dies auch mit Gestik zu unterlegen, was ihm eigentlich auch recht gut gelang. Freundlich zauberte er ein Lächeln auf seine Lippen, was hoffentlich beschwichtigend wirkte, doch daran hegte der junge Mann keine Zweifel. Natürlich log er und Dai wusste das auch, doch der junge Mann war nicht die Art Mensch, die anderen etwas vorheulte. Natürlich wollte man einerseits nicht schwach wirken, doch gleichermaßen empfand er es selbst als unangenehm, wenn er mit Leidensgeschichten überhäuft wurde. Das wollte er keinesfalls und so lebte er diese ganze Geschichte auch nur für sich aus.
"Es ist alles in Ordnung."
Glücklicherweise bekam der Jounin die Möglichkeit schnell wieder von sich abzulenken und die Frau von sich erzählen zu lassen. Junji mochte es, ihr zuzuhören, er mochte es überhaupt Menschen einfach nur zuzuhören und in ihr Leben, ihr Empfinden, ihr Denken einzutauchen. Niemals würde er von sich zwar behaupten, er wäre ein Menschenkenner, dafür verstand er sich selbst sogar zu wenig, doch der ANBU hatte durchaus Erfahrung darin fremde Erlebnisse und deren Einflüsse auf seine Mitmenschen zu evaluieren. Er empfand es als unheimlich interessant, wenn man so etwas, selbst wenn es nur Alltag war, mit ihm teilte und in Momenten wie diesen bemerkte der Hyuuga erst, wie sehr im so etwas fehlte. Wer sollte auch etwas mit ihm teilen, wenn man kaum Kontakt suchte und da war so eine Situation wie ein kleiner Schein am Himmel, der die triste Dunkelheit ein wenig aufklärte. Gleichzeitig aber war es gleichbedeutend damit, dass genau das, was er bei sich zu vermeiden versucht hatte, bei Dai, wenn auch etwas entfernter gleichsam tat. Doch er war sich sicher, dass es sie auch mitgenommen hatte, als ihre Schwägerin ihren Bruder und zwei junge Mädchen verließ. Was in den Köpfen solcher Menschen vorging, die einfach alles zurückließen, konnte Junji nicht verstehen, auch wenn es um so etwas strenges ging, wie die Strukturen ihres Clans. Er selbst trug das Siegel auf seiner Stirn, dass eine Manifestation dessen war, was man wohl als strenge Auffassung betiteln konnte.
"Und wie kommen die Kleinen damit klar?", fragte der junge Mann schließlich doch weiter, denn Dai ging doch recht locker und offen mit dem Schicksal um, was ihm das Gefühl gab, damit nicht zu weit zu gehen. Es war schon bewundernswert, wie tief die Geschwisterliebe bei solchen Dingen ging, vor allem da er unsicher war, dass er selbiges für seine Schwestern getan hätte, wenn sie noch unter den Lebenden weilen würden. Das allerdings war eine reine Projektion seines Geistes, denn eigentlich war das Verhältnis zwischen Junji und seinen Geschwistern wunderbar gewesen. Lediglich die noch längst nicht überwundene Trauer um ihren Verlust füllte ihn mit Zweifel, die er tief in sich begrub.
Wieder schenkte der junge Mann seinem Gegenüber ein Lächeln, denn Dai war ihm sehr schnell sehr sympathisch geworden und einer Einladung ihrerseits folgte er gerne.
"Das ist wirklich nett von dir und kann es nur zurückgeben. Auch ihr seid gerne bei mir willkommen, ein wenig mehr Nähe untereinander täte unserem Clan sicherlich sehr gut.", sprach der Jounin nickend und wusste gar nicht so recht, was er da sagte. Eigentlich war es gar nicht seine Art Einladungen auf diese Weise auszusprechen, wenn man es genau nahm Einladungen sogar überhaupt auszusprechen, doch vielleicht war es einfach nur eine Sehnsucht seines Herzens, die aus ihm sprach und der er sich nicht hatte in diesem Augenblick entziehen können. Schnell nahm er einen Schluck aus der Teetasse und bot diese erneut Dai an.
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BeitragThema: Re: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   Mo Mai 11, 2015 9:02 pm

"Na, ein Glück." meinte ich lächelnd und lehnte mich nun wieder gegen den Baumstamm.
Junjis Haltung wirkte beschwichtigend, doch ich glaubte trotzdem etwas an seinem Blick zu sehen, das davon zeugte, dass das Gegenteil der Fall war.
Ich hatte ihn damit getroffen. Doch vermutlich gehörte er auch zu den Personen, die lieber abwunken, um andere nicht mit ihren Problemen zu belasten.
Ich verstand derartiges Verhalten sehr gut und dachte mir so nichts weiter dabei, sondern sprach einfach weiter, um die kurzzeitig unangenehme Stimmung wieder zu verflüchtigen.
"Die Kinder nehmen es eigentlich wirklich locker. Zumindest vermute ich es. Genau kann man nie sagen, was in den Köpfen kleiner Kinder vorgeht, doch sie waren schon immer sehr Papa-abhängig. Ich denke, für die beiden wäre es schlimmer gewesen, wenn mein Bruder gegangen wäre." sprach ich meine Mutmaßungen aus und seufzte leise.
Ich konnte die Frau von Kaname einfach nicht verstehen. Ich wusste, dass sie selbst aus einem Clan gekommen war, einen unbekannteren, doch sie hatte früher oft davon erzählt, dass es in ihrer Familie großgeschrieben wurde, den Kindern das Clan-Kenjutsu beizubringen.
Doch Isago und Sunako waren nunmal Hyuugas. Das sah man ihnen nicht nur am dunklem Haar, sondern auch an ihren weißen Augen an, die so hell um die Wette strahlten.
Sie waren dafür bestimmt, dass Juuken zu lernen und ich konnte Kaname in seiner Entscheidung, den Willen seiner Frau doch irgendwie verstehen. Andererseits waren mir auch die Ansichtend er Frau verständlich...Nur war es mir unerklärlich, dass sie ihre Familie letzten Endes verlassen hatte.
Im Grunde fand ich das sogar ziemlich ungehörig.
"Das stimmt. Aber unser Clan ist mittlerweile so groß ist, dass es schwer ist, viele Kontakte zu pflegen. Auf jeden Fall vielen Dank dir."
meinte ich freundlich und mit einem leichten Lächeln auf den Lippen nahm ich wieder die Teetasse und trank einen Schluck daraus.
Die Kinder saßen beide mittlerweile wieder im Gras und schienen schon beinahe etwas erschöpft zu sein, vom ganzen herumspielen auf der Wiese.
Ich reichte die Tasse wieder Junji und schmunzelte leicht vor mich hin.
Konnte es denn wirklich sein, dass den beiden Wirbelwinden da die Luft allmählich ausging?
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BeitragThema: Re: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   Mi Mai 13, 2015 11:11 am

Junji nickte. Zwar wusste er nichts über die Umstände der Familientrennung, doch wenn es so war, wie Dai es sagte, dann hatten die Kinder wirklich Glück im Unglück gehabt. Zumeist war es nämlich so, dass die Kinder an der Mutter hingen und der Verlust des Vaters, ganz gleich in welcher Hinsicht, besser weggesteckt wurde als anders herum. Vielleicht war es aber auch nur eine Anpassung an die Situation, die man nur zu gut nachvollziehen konnte, wenn man in der Haut der Kinder stecken würde. Zwar interessierte es den jungen Mann schon, was zu dem Bruch geführt hatte, doch es war in seinen Augen nicht angebracht dort weiter nachzubohren. Vielleicht war Dai auch nicht die Richtige für das Thema, viel eher wäre es angebracht ihren Bruder um Auskunft zu bitten, doch dazu musste man erst einmal eine Bekanntschaft aufbauen. Der Jounin seufzte.
"Am besten ist es immer, wenn erst gar nicht vor solche Probleme gestellt wird.", raunte er leise. Es war die trockene Wahrheit, eine Wahrheit, mit der er auch selbst zu kämpfen hatte und die ihm ordentlich zusetzte.
"Aber so ist das Leben nun einmal. Manchmal kann man sich nicht aussuchen, welchen Weg es einschlägt... Man muss das beste daraus machen."
Schief schmunzelte Junji auf seinem, durch eine große Narbe gezeichnetes Gesicht und richtete den Blick wieder auf die tollenden Kinder, während er Dais Worten lauschte. Sie hatte recht. Der Hyuugaclan war mittlerweile zu einer sehr sehr großen Familie geworden, dass es schon fast an die alten, längst vergangenen Zeiten erinnerte. Damals war ein Clan eine eigene kleine Streitmacht und erst diese fortwährenden Auseinandersetzungen hatten zu der Gründung der Shinobidörfer geführt. Neben dem Uchihaclan, waren sie wohl die Größten und es war schon ein Zufall, dass ihre Dojutsu ihnen so eine gefürchtete Macht verliehen, die so über alle Grenzen hinaus bekannt, sie allerdings auch zum Ziel machte.
"Da hast du wohl recht.", antwortete der Jounin und drehte den Kopf wieder zu seiner Gesprächspartnerin, "Ich habe auch zu danken."
Eine kurze Pause.
"Es sieht ganz so aus, als würde den kleinen Rabauken etwas die Luft ausgehen. Wohin führt euch euer weiterer Weg?"
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BeitragThema: Re: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   Mo Mai 18, 2015 9:54 pm

Ich lachte leicht trocken auf, bei Junjis Worten.
Es klang etwas zu bitter, um von mir zu kommen, doch in diesem Moment konnte ich nicht anders. Es war dieser Gedanke daran, dass es viel zu viele Verluste im Leben eines Shinobis, im Leben eines ANBUs gab, um damit auf Dauer zurechtzukommen. Der Gedanke daran, dass man seine Liebsten nicht immer beschützen kann oder das selbst sämtlicher Schutz sinnlos ist. Meine Mutter, mein Mann, meine Schwägerin. Sie alle waren ein Teil unserer kleinen Familie gewesen und sie alle waren gegangen. Meine Mutter, gestorben an ihrer Krankheit, mein Mann, getötet auf Mission und meine Schwägerin, abgehauen, weil sie ihre Arroganz und ihren falschen Stolz nicht hatte herunterschlucken können. Es war alles dabei.
Meine Miene, die kurzzeitig den bitteren Zug einer Frau aufgewiesen hatte, die definitiv zu viel Leid erfahren hatte, entspannte sich wieder und mein altes Lächeln kam wieder zurück.
"Es wird schwierig, den Kindern später zu erklären, wo ihre Mutter abgeblieben ist. Sie werden es später nicht nachvollziehen können. Jetzt denken sie nicht an ihre Mutter, doch später, wenn sie selber erwachsene Entscheidungen treffen müssen, werden sie sie dafür verachten, ihre eigenen Kinder im Stich gelassen zu haben. Doch im Grunde ist es nicht mein Belang...Und wie du schon sagtest. Manchmal ist das Leben so." Ich seufzte leise und schloss kurz meine Augen, ließ den Wind um meine Nasenspitze spielen und lauschte kurz nur dem Rauschen der Blätter im Baum über uns.
Es hatte etwas entspannendes, nur zu riechen, nur zu hören und mal nicht zu sehen.
Für einen Allessehenden gab es nichts besseres, als für ein paar ausgewählte Sekunden einfach nichts zu sehen und sich bloß auf seine anderen Sinne zu verlassen.
Zumindest war es bei mir so.
Ich öffnete meine Augen wieder und sah lächeldn zu Junji.
"Nachhause. Wir waren eigentlich nur kurz spazieren auf dem Markt. Beziehungsweise war ich spazieren. Die Mädchen waren bloß hinter jedem Süßigkeitenstand her, den sie finden konnten." Ich kicherte leicht und reckte kurz meinen Hals, um besseren Blick auf die Mädchen haben zu können.
Sie lagen beide im Gras, doch Sunako stand schon auf und kam zu mir.
"Daaai O-ba-San...Wir wollen nachhause." sage Sunako, als sie bei uns ankam und gähnte sogar leicht, während ich leicht über irhe quengelige Stimme lachte.
"Jetzt schon? Wir waren doch gar nicht so lange hier." entgegnete ich sanft und drückte das müde Mädchen kurz an mich.
"Ich will aber und Isago Nee-Chan will auch." Sunako zog ihre Silben extra in die Länge und ich seufzte leicht, mit entschuldigendem Blick zu Junji.
"Ich glaube, wir sollten langsam los. Magst du uns begleiten oder hast du einen anderen Weg zu gehen?" fragte ich ihn und strich der kleinen schwarzhaarigen über ihre dunklen Haare und hauchte sanft einen Kuss auf ihr Köpfchen.
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BeitragThema: Re: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   Do Mai 21, 2015 2:19 pm

"Es ist immer schwierig Kindern zu erklären wo etwas ist, das scheinbar normal im Leben ihrer Mitmenschen zu sein scheint, in ihrem aber nicht enthalten ist. Verlust ist etwas, dass den Geist eines Menschen am meisten verzehrt und ich sehne mich an eine Zeit zurück, an der ich ihn nicht verstanden habe.", raunte Junji und legte dabei den Blick auf die müden Kinder. Schmutz überzog ihre Gesichter und Kleider, ließen wahrhaft wirken, als hätten sie eine ganze Zeit lang herumgeturnt, was ihm ein sanftes Lächeln auf die Lippen zauberte. Die Ausgelassenheit würde mit dem Ernst des Lebens noch früh genug den Platz tauschen und umso besser war es, diese Gefühle jetzt zur Genüge auszuleben. Der junge Mann erkundigte sich nach dem weiteren Vorgehen und Dai erklärte ihm, dass sie wohl mit ihren Nichten den Heimweg antreten würde. Kaum hatte er diese Frage gestellt war auch schon eines der Mädchen bei ihnen und beklagte die Müdigkeit, sowie den Wunsch nach Hause zurückzukehren. Das Grinsen auf dem Gesicht des Jounin wurde breiter, als er dem Gespräch lauschte. Besonders, als er den Blick Dais auffing, der sich entschuldigend auf ihn legte. Es dauerte allerdings eine Weile, ehe Junji zu einer Antwort auf ihre Frage ansetzte, da er selbst noch ein wenig rätselte, wohin ihn sein Weg nun führen sollte. Pflichten hatte er an diesem Tag keine mehr und einen Wunsch hegte er genauso wenig. Seine Züge wurden nachdenklich, bis er schließlich nickte.
"Ich werde euch begleiten. Unser Clanviertel ist nicht zu groß, es wird wohl etwa auf dem Weg liegen."
Auch das zweite Kind kam herbeigeeilt, da die Aufbruchsstimmung wohl zu ihr durchgedrungen war. Der ANBU jedenfalls stand noch nicht auf, sondern platzierte zuerst die leere Teekanne auf der Schriftrolle gemeinsam mit der Tasse und mit einem kurzen, einhändigen Tora, verpuffte sie, verschwand in dem Papier. Sorgfältig rollte Junji die Rolle zusammen und verstaute sie in seinem weiten, langen Ärmel. Dann stand er langsam auf, richtete sich die Kleidung und gab mit einem Nicken bekannt, dass er bereit war aufzubrechen. Vom langen Sitzen waren seine Beine etwas steif und knackten herzhaft, als sie durchgestreckt wurden.
"Ich werde euch noch begleiten, dann werde ich wohl meinerseits noch einmal auf den Markt gehen.", sagte der Jounin und unterdrückte ein Gähnen, "Mal sehen, was es dort zu essen gibt."
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BeitragThema: Re: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   Di Mai 26, 2015 9:31 pm

"Du sehnst dich zurück...Ich glaube, auch, wenn ich sehr an meiner Vergangenheit hänge,ich...." Kurz stockte ich. Mein Gedanke war komplett abgebrochen und kurz war ich selber leicht durcheinander, ehe ich meinen Faden wieder aufgreifen konnte.
"Die Zukunft birgt mehr, als die Vergangenheit und solange wir uns der Vergangenheit entgegen sehnen, verschlafen wir die Gegenwart und vergessen die Zukunft." Wuah. Das klang sogar poetisch. Ein wenig zu melodramatisch, aus meinem Munde und ein Hauch weniger Theatralik wäre vielleicht auch besser gewesen.
Doch im Grunde drückte es aus, was ich wirklich dachte. Ich vermisste die guten alten Zeiten schließlich auch. Ich war mir bloß sicher, dass die Zukunft noch viel besseres bringen würde.
Ich fühlte mich naiv, während dieser Gedanke in meinem Kopf herumspukte und ich seufzte leise auf.
Ich stand nun auf und hob die total erledigte Sunako hoch. Sofort legte sie ihr Köpfchen auf die Kuhle zwischen Hals und Schulter bei mir ab und schloss ihre Augen.
Ich fand es wirklich zu niedlich und küsste die Kleine erneut auf die Wange. Man hätte sicher glauben können, dass ich die Mutter der Kleinen war, denn schließlich ähnelten mein Bruder und ich uns ziemlich stark und die Mädchen hatten größtenteils seine Züge geerbt, die dominanteren Hyuuga-Züge, die typisch für unseren Clan waren.
Isago schloss nun auch zu uns auf, doch sie wirkte, anders als Sunako, noch in der Lage, alleine zu gehen. Sie lächelte schüchtern in Richtung Junji und zum ersten Mal wurde mir bewusst, dass Isago eine viel ruhigere Persönlichkeit war, als Sunako.
Junji selbst packte seine Tee-Utensilien wieder in die Schriftrolle ein und stand dann ebenfalls auf.
"Vielen Dank. Das ist wirklich sehr freundlich von dir." sagte ich lächelnd zu ihm und als er fertig mit allem war, gingen wir so allmählich los.
"Wie ist es eigentlich mit Missionen bei dir? Unternimmst du viele Missionen außerhalb Konohagakures?" fragte ich den jungen Mann, während wir durch die schön ruhigen und friedlichen Gassen des Hyuuga-Clanviertels gingen.
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BeitragThema: Re: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   Mo Jun 01, 2015 11:40 am

(sorry dass es so gedauert hat, wird nicht mehr vorkommen!)

"Da kann ich nur schwer widersprechen.", war die kurze Antwort Junjis, der tatsächlich hoffte, dass Dai recht behalten sollte. Die Zukunft musste mehr bringen, denn wenn sie es nicht tat, dann wäre all das Leid der Vergangenheit die stärkste Erinnerung in seinem Leben... das sollte, konnte, durfte nicht sein. Mit diesem Gedanken tat sich der junge Mann auch schwer etwas anderes auf seinem Antlitz zu zeigen als Nachdenklichkeit. Wortlos beobachtete er, wie sein Gegenüber eine der kleinen auf den Arm nahm, die dort auch sogleich in einen schlafähnlichen Zustand verfiel. Nun konnte der Jounin nicht anders, als zumindest den Anflug eines Lächelns zu zeigen, denn das Bild war wirklich herzallerliebst. Ihre Zwillingsschwester dagegen wies wohl eine etwas zähere Konstitution auf und zeigte sich noch stark genug dem Heimweg ohne fremde Hilfe anzutreten. Isago, so meinte sich Junji an ihren Namen zu erinnern lächelte ihn an in einer Art und Weise, die ihn rätseln ließ. Sollte er sie nun auch tragen? Traute sie sich nur nicht, ihn zu fragen? Es war gut, dass er damit beschäftigt war, die Teeutensilien einzupacken, denn sonst wäre er vermutlich rot geworden, so aber verschaffte sich der Hyuuga genug Zeit, um noch einige Gedanken zu hegen, ehe er darauf einging oder eben nicht. Ähnlich schüchtern war sein Lächeln in ihre Richtung, doch er entschied sich vorerst nicht zu fragen.
Dai riss das kleine Grüppchen aus dem Schweigen, während sie durch die traditionellen Gebäude ihres Clanviertels wanderten. Nicht sofort antwortete der junge Mann darauf, sondern dachte erst einen Moment darüber nach. Schließlich war er ein ANBU und selbst vor seinen Angehörigen und Kollegen war es schwer eine Linie zu ziehen, was gesagt werden durfte und was nicht. Schließlich nickte er einfach langsam.
"Ja, ich bin eigentlich größtenteils außerhalb des Dorfes und auch außerhalb des Landes unterwegs.", sprach er in seinem dämonischen Ton, "Meist auch für längere Zeit. Umso schöner ist es auch, wenn man mal ein bisschen Zeit für sich hat und einfach nur einen Park besuchen kann, oder mit seinen, eigentlich kaum bekannten Verwanden redet. Und bei dir? Ich nehme an, du hast nicht viel weniger zu tun. Noch dazu die Familie deines Bruders?"
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BeitragThema: Re: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   Mo Jun 08, 2015 10:40 pm

[OoC: Du brauchst dich nicht entschuldigen. Eher ich >.< Es tut mir ausgesprochen leid!]

~*~

Ich lächelte sanft bei Junjis Worten und konzentrierte mich wieder auf den Weg vor mir. Sunako schien tatsächlich eingenickt zu sein und ich seufzte leise.
Wie konnte man so schnell einschlafen? Ich verstand es ja, dass Kinder in der Lage waren überall zu schlafen, wenn sie müde genug waren, doch die Tatsache, dass das ständige Gewackel, mit dem sie hier in meinen Armen lag, sie nicht im Geringsten zu stören schien, verwunderte mich ungemein.
Aber was konnte man schon tun?
Als ich das Thema auf seinen, Junjis, Beruf lenkte, stellte sich ein kurzes Schweigen ein, dass ich sehr wohl als ein Schweigen des Nachdenkens verstand und so wartete ich geduldig, bis er seine Worte gewählt hatte.
"Verstehe. So ähnlich geht es mir auch. Ich bin selten mal länger als einen halben Tag zuhause." sagte ich wahrheitsgemäß, ohne jedoch meinen Beruf als ANBU zu erwähnen. Es war schließlich eine Notwendigkeit seine Identität als ANBU geheimzuhalten. Nicht umsonst trug man Masken und Decknamen in diesem gefährlichen Job.
"Was die Familie meines Bruders angeht...Nun...Dadurch, dass ich so viele Missionen erledige, ist er meistens zuhause und kümmert sich um die zwei. Und wenn er mal nicht da ist, erledigt das unser Vater, auch, wenn er nicht immer begeistert darüber ist." Ich lachte leise, um Sunako nicht zu wecken und blickte zu Isago, die die gesamte zeit über Junji interessiert ansah.
"Ahm..Darf ich dich mal was fragen?" begann sie leicht und sah kurz nervös zu mir, als ob sie Angst hätte, etwas falsches zu sagen. Ich nickte ihr aufmunternd zu, mich selber fragend, was jetzt wohl kommen mochte.
"Warum redest du immer so leise?" Isagos Blick schien interessiert, doch genauso schüchtern zu sein, trotzdem...
Diese Frage hatte ich nicht erwartet und so biss ich mir auf die Lippe, einen entschuldigenden Blick zu Junji werfend.
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BeitragThema: Re: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   Mo Jun 22, 2015 6:35 pm

Junji war sich sicher, dass man auch als Jounin sehr viel zu tun hatte, denn für genau das hielt er Dai. Er wusste nichts von ihrer Anstellung als ANBU und genauso wusste er wenig über das normale Leben eines Jounin. Er selbst war jung und recht schnell in die Reihen der Spezialeinheiten eingegliedert worden, sodass es selten vorkam, dass er ohne seine Maske unterwegs war. Dementsprechend war es nur verständlich, dass die Erziehung der Kinder für die etwas zermürbte Familie eine Hürde darstellte, aber allem Anschein auch eine Hürde, die man gerne in Angriff nahm. Kinder gaben doch immer sehr viel an ihre Eltern oder zumindest jene zurück, mit denen sie viel Zeit in Liebe verbrachten und genau so schätzte er Dais Situation auch ein. Der junge Mann nickte deshalb auch verständnisvoll, wobei es ihm nicht entging, dass die junge Dame, welche schweigend an ihrer Seite lief seine Person sehr genau beobachtete. Junji ging darauf gar nicht so sehr ein, wartete bis sie die Stimme erhob, was letztendlich auch geschah. Verwundert blickte er die Kleine an, dann wanderte sein Blick zu Dai, während seine Lippen ein seichtes Lächeln zierte. Es wäre leicht gewesen, auf diese Frage zu antworten, doch die Frage ob es angemessen war, Isago plump zu sagen, dass ihm in einem Moment der Unachtsamkeit die Kehle durchtrennt worden war. So verstrichen einige Sekunden, ehe der ANBU eine Antwort gab.
"Nun, ich habe in einer Mission für das Dorf einmal nicht genug aufgepasst und habe mich am Hals verletzt.", sprach er und deutete dabei auf die Narbe an entsprechender Stelle, die über seinem Adamsapfel gut zur Geltung kam. Das Mädchen schluckte etwas erschrocken, doch sie würde bald noch sehr schnell merken, dass das Leben als Shinobi nicht nur aus Spaß bestand. Es tat Junji irgendwie sogar Leid, dass er so ehrlich war, doch das war er lieber, als dass er sich irgend eine doofe Geschichte ausdachte. Aufmunternd schenkte er ihr ein Lächeln.
"Aber es war gar nicht schlimm.", log der junge Mann schließlich doch und verschwieg dabei, dass er dem Tod nur im letzten Moment von der Schippe gesprungen war, "Nur ist es ein bisschen unglücklich gelaufen und jetzt muss ich damit leben."
Isago nickte unsicher und sah zu Dai herauf.
"Hast du dich auch schon mal in einer Mission für das Dorf verletzt?"
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BeitragThema: Re: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   Mo Jun 29, 2015 9:54 pm

Während Junji noch über eine mögliche Antwort nachzudenken schien, wirkte Isago so, als würde sie allmählich in sich hineinschrumpfen. Ihr Blick wurde immer schüchterner und ihre kleinen Augenbrauen zogen sich zusammen, als würde sie erwarten nun für ihre Frage ausgeschimpft zu werden.
Doch nichts dergleichen geschah und Junji antwortete ihr auch schon, auf eine sanfte Art und Weise, die mich ein wenig erleichterte. Schließlich hätte der jüngere Jou-Nin, auch, wenn ich es nicht geglaubt hatte, genauso unverblümt sagen können, was ganz genau geschehen war.
Isago reagierte sofort ein wenig erschrocken und ich kicherte leise in mich hinein.
Das die Mädchen das wahre Ausmaß des Shinobi-Tums noch nicht begriffen haben, war ein Fakt und es würde viele Jahre dauern, bis sie feststellen würden, dass der Nindo kein einfacher Weg zu bestreiten war.
Junji schien ebenfalls zu bemerken, dass er die Kleine ein wenig verschreckt hatte, denn kurz nachdem er ihr erklärt hatte, was geschehen war, fügte er noch schnell hinzu, dass es kaum schlimm gewesen war.
Ich lächelte dem Jungen aufmunternd zu und dankte ihm im Stillen dafür, dass er Isagos Beunruhigung beinahe sofort zerstreut hatte.
Jetzt jedoch legte sich die Aufmerksamkeit der Kleinen auf mich und ich runzelte leicht die Stirn. Ich konnte ja nun schlecht sagen, dass die meisten B-Rang Missionen oder Missionen darüber meistens mit mindestens kleinen Verletzungen ausgingen. Es kam mir grausam vor, ihre kleinen Träume und Hoffnungen vom stolzen Leben einer Kunoichi so anzukratzen.
"Ja, das habe ich." begann ich langsam und sah kurz die Sorge in den klaren Augen meiner Nichte aufleuchten.
"Aber das war nie schlimm, Isago. Also mach dir keine Gedanken." sprach ich daher sanft weiter und befreite meine Hand aus ihrem Griff und legte sie auf ihr kleines Köpflein.
"Das heißt, du wirst nicht irgendwann nicht mehr nachhause kommen, weil du so doll verletzt bist?" fragte sie sofort weiter und ich lachte leicht.
"Natürlich nicht. Irgendjemand muss ja für euch kochen. Stell dir vor euer Vater muss kochen...oder Opa."
Isago verzog sofort das Gesicht und ich musste lachen, was auch das Mädchen wieder zum Lächeln brachte.
"Dann ist ja gut. Aber ihr müsst jetzt beide versprechen, dass ihr immer wieder zurückkommt." meinte sie nun wieder quietschfidel und sah abwartend zwischen mir und Junji hin und her.
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BeitragThema: Re: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   Di Jun 30, 2015 3:48 pm

Dai bestätigte die Nachfrage des Kindes und Junji hatte auch nichts anderes erwartet. Auch sie war ein Jounin und man bekam diesen Rang nicht, ohne dass man nicht auch Opfer dafür erbrachte. Im Leben eines Shinobi hatte man genügend Gelegenheiten diese auch tatsächlich zu erbieten... ob nun willentlich oder nicht. Die Missionen wurden schwerer, gefährlicher, tödlicher und ab einem gewissen Grad war es einfach nur unwahrscheinlich, dass man stets unversehrt nach Hause zurückkehrte. Dass die Verletzungen nicht bleibend waren, war reine Glücks - oder eben Unglückssache. Es war schon ein wenig niedlich, wie Isago in ihrer kindlichen Art sofort ein Versprechen von ihnen forderte, dass sie stets von Missionen heil zurückkehrten, denn was blieb ihnen so anderes übrig als zuzustimmen? Junji lächelte schwach, als sein Blick den des Mädchen traf, dann hob er den Kopf zu Dai.
"Selbstverständlich kommen wir immer zurück. Wir können das Dorf doch nicht allein lassen! Immerhin braucht es uns!"
Das war zwar etwas sehr überspitzt, doch der junge Mann sprach hier auch nicht zu einem erwachsenen Gegenüber, sondern zu einem Kind und vielleicht gaben ihm eben diese Aussagen ein wenig mehr Sicherheit.
"Genau, wie es euch irgendwann auch brauchen wird. Da könnt ihr auch nicht einfach nicht mehr zurückkommen!"
Ein wenig düster im Blick wandte Junji den Kopf wieder auf den Weg, ab von der kleinen behelfsmäßigen Familie. Es schmerzte ihn doch, dieses Bild zu lange anzusehen, nicht, weil er ihnen ihr Glück nicht gönnte, viel eher, weil es nicht schaffte, ihn von seinem eigenen Leid abzulenken, dass er am liebsten einfach aus seiner Gefühlswelt gestrichen hätte. So leicht aber war es nun einmal nicht und das merkte der Hyuuga jeden Tag aufs neue.
Ein wenig schlenderte die kleine Gruppe schweigend den Weg entlang, bis sie an den zentralen Platz des eigenen Viertels ankamen. Er hielt inne und drehte sich wieder in Dais Richtung.
"Ich nehme an, ihr müsst in eine andere Richtung, wenn ich noch einmal zum Markt gehen will. Es war jedenfalls sehr schön, dich einmal kennengelernt zu haben, dich und deine Nichten.", raunte er schwach und schenkte beim sprechen den Kleinen ein warmes Lächeln, "Vielleicht trifft man sich ja noch einmal, wovon ich ja mal stark ausgehe."
Verlegen kratzte sich Junji am Hinterkopf, da er nicht so recht wusste was er sagen sollte. So wartete er einfach auf eine Antwort, während er in Gedanken schon bei der Planung seines kleinen Einkaufs war.
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BeitragThema: Re: Kleiner Park im Hyuuga Clanviertel   Mi Jul 08, 2015 6:05 pm

Ich lächelte und sah kurz zu Junji, der schwach lächelnd zu meiner Nichte sah, als diese uns beiden ein Versprechen abverlangte, dass sicherlich keiner von uns mit vollkommener Sicherheit geben kann.
Irgendwann könnte immer etwas schiefgehen und man würde es nicht schaffen nachhause zu kommen.
Doch ich versprach ihr, immer wieder nachhause zu kommen. Denn was anderes konnte man ohne schlechtem Gewissen wohl kaum einer Dreijährigen ins Gesicht sagen.
Dafür kannten die Mädchen das Wort Schmerz noch zu wenig.
Als auch Junji sein Versprechen gegeben hat, schien Isago sofort beruhigt zu sein und hob warnend ihren Finger, um unser Versprechen noch einmal zu vertiefen.
Bei ihren Worten lächelte ich und seufzte leicht auf.
Ich arbeitete Tag für Tag als ANBU für das Dorf, doch das Konohagakure je von mir abhängig gewesen wäre, konnte ich nicht behaupten.
Konoha brauchte die Shinobi als Ganzes, auf Einzelne konnte notfalls jedoch immer verzichtet werden. Und das wurde es ja auch, vor allem bei den ANBU.
Wurde eine Lücke in einen Trupp gerissen, wurde es gestopft.
Behelfsmäßige Ersatze geschaffen und keine Gedanken mehr an den Verloren gegangenen verschwendet.
Diese Gedanken schleuderten in meinem Kopf herum, bis wir am zentralen Platz des Viertels ankamen.
"Ja. Wir müssen uns nun links halten." sagte ich freundlich und lächelte Junji breit an.
"Die Freude ist ganz auf meiner Seite und vielen Dank für die Begleitung bis hierhin." fügte ich hinzu und sah zu Isago, die Junji zuwinkte.
"Wir werden uns sicher nochmal sehen, doch bis dahin noch eine schöne Zeit. Und viel Erfolg bei deinen Missionen." sagte ich dann zum Abschied und verlagerte Sunkaos Gewicht auf meinen Armen etwas, um Junji meine rechte Hand reichen zu können.
Nach der Verabschiedung ging ich dann mit meinen Nichten nachhause und mein Bruder schaffte die Beiden ins Bett.

tbc: off
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