Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 [Hakkin] Haupttor der Stadt

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BeitragThema: [Hakkin] Haupttor der Stadt   [Hakkin] Haupttor der Stadt Icon_minitimeMi Nov 09, 2016 7:46 pm

~ Das Stadttor von Hakkin ist ein gewaltiges Bauwerk aus Eichenholz und Stahl, massiv wie ein Berg - und ebenso schwer von der Stelle zu bewegen, wie es scheint.
Bereits die Torflügel zu manövrieren ist ein Akt, der das Öffnen und Schließen des Tores zu einer zeitkostenden Aufgabe macht. Um den stetigen Verkehr zu meistern, verfügt das Tor daher in sich selbst über kleinere Türen, welche etwas leichter zu bedienen sind, im Bedarfsfalle aber fest im Haupttor verankert und versiegelt werden können. Durch den kleinsten Eingang passen bereits einzelne Eselskarren.

Generell gilt: Je wichtiger die Persönlichkeit, die das Tor durchschreitet, umso größer wird das Tor sein, das sich öffnet.

Auf dem geräumigen Vorplatz des Tores herrscht bereits reges Treiben; hier finden sich häufig spontan Reisegruppen zusammen, um die Gefahren des Weges gemeinsam zu meistern. Samurai und Shinobi auf Arbeitssuche bieten ihre Dienste als Eskorte an, und manche Händler machen ihre ersten Geschäfte bereits hier vor Ort, wenn sie Proviant verkaufen, ehe sie von den wachhabenden Samurai weitergescheucht werden. ~
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BeitragThema: Re: [Hakkin] Haupttor der Stadt   [Hakkin] Haupttor der Stadt Icon_minitimeDo Nov 10, 2016 3:39 pm

cf: Ame no kuni

Im Schatten des Haupttores wartend, kontrollierte Epona ihre Ausrüstung. Sie hockte nahe des Wachhäuschens und prüfte sorgsam, dass sämtliche Schriftrollen sicher verpackt und alle Thermoskannen ordentlich verschlossen waren. In den Hintern würde sie sich beißen, sollten irgendwelche wichtigen Unterlagen hier im Doshin-Hauptquartier zurückbleiben - oder schlimmer, ein Bad in Tee oder Kaffee nehmen.
Ihre letzte Unternehmung hatte kein allzu gutes Ende genommen. Sie hatte Senju Itsuki zwar aufgespürt, ehe irgendein Kollege ihr zuvorkommen konnte, doch hatte sie den Nuke-Nin nicht überreden können, die Idee von der Rebellion ins Wasser zu werfen. Nein, stattdessen habe ich ihm einen Molch ins Gesicht gespuckt. Nicht ganz der traumhafte Erfolg, den sie sich gewünscht hatte. Niedergeschlagen und verdrossen war sie heimgekehrt und hatte sich dem nächsten Projekt gewidmet.
Überwachung. Itsuki, der liebe Itsuki... Er war bekloppt. Heldenhaft, aber bekloppt. Er würde garantiert wiederkommen und irgendwas... Heroisches versuchen. Ein Attentat oder sonstwas. Dabei, das stand für Epona fest, würde er sterben, wenn nicht gerade sie es war, der er in die Finger sprang. Wenn ich ihn vor seiner eigenen Dummheit retten will, muss ich ihn zuallererst vor den anderen Shugonin Juunishi retten. Was wiederum heißt, ich muss ihn zuerst aufspüren, wenn er hier eindringt.
Die blonde Kunoichi erwartete das Schlimmste von ihrem ehemaligen Liebhaber. Er war einfach zu direkt und geradeaus. Sie hatte ihm befohlen, nach Mizu no kuni zu gehen, wo das Kaiserreich keinen Einfluss hatte, doch das tat er garantiert nicht. Nein, stattdessen zwang er Epona ganz sicher dazu, ihn immer wieder aufs Neue zu packen und vor die Tür zu setzen wie eine Katze, die zum Badezimmerfenster reinkam, obwohl sie gefälligst draußen zu bleiben hatte!
Die Yamanaka waren der Schlüssel. Epona wußte, sie würde keinen guten Stand mit diesem Clan haben, doch sie waren die Experten, die sie brauchte. Um ein besseres Überwachungsjutsu zu entwickeln.
Und dazu muss ich nach Konohagakure. Die Erlaubnis zu bekommen, war nicht schwer gewesen. Ihr Vorgesetzter hatte keine Ahnung, warum sie so grelle darauf war, die Sicherheitsmaßnahmen der Stadt zu verbessern, doch es war ihm auch nur recht. Daher wartete Epona nun hier, in einen erdbraunen Umhang gehüllt. Sie verschloss den Rucksack wieder und betrachtete die Menschen, welche die Stadt betraten oder verließen. Einer von ihnen war ihr Reiseführer.
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BeitragThema: Re: [Hakkin] Haupttor der Stadt   [Hakkin] Haupttor der Stadt Icon_minitimeDo Nov 10, 2016 10:13 pm

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Die gewissenhafte Kunoichi hatte an diesem Tage ihren Auftrag erledigt und den reisenden Händler gemeinsam mit ihrem Team bis zum Stadttor eskortiert. Nachdem der freundliche, ältere Mann sich mit einer höflichen Verbeugung von der kleinen Gruppe tüchtiger Shinobi verabschiedet hatte, versammelte sich diese unter einer großen, bunten Eiche um eine abschließende Besprechung zu halten. An diesem warmen Herbsttag segelten die farbigen Blätter verspielt in der Luft zu Boden und die gemischte Gruppe aus Genin und Chuunin sprach aufgeregt miteinander, während die Schwarzhaarige mehr schweigend als rege dem Gespräch lauschte und sich dennoch ab und an zu Wort meldete. Mit einem knappen Handgruß, einem kurzen Lächeln und knappen Worten verabschiedete sie sich schließlich von der Gruppe.
Ihren Weg setzte die Schwarzhaarige alleine im gemütlichen Tempo fort, der sie in Richtung des eigentümlichen Stadttores führte, dass nicht unweit von dem Versammlungsort stand. Dort blieb sie eine Weile lang unschlüssig stehen, betrachtete das seltsame Konstrukt und schaute dabei zu, wie die Händler mit ihren Warenlieferungen verschiedene Kontrollpunkte passierten. Sie entließ schließlich einen Atemzug, den sie bis eben unbewusst inne behalten hatte und warf einen kritischen Blick auf ihre Missionspapiere, diese sie derzeit in ihren Händen hielt. Einen Auftrag konnte sie als erledigt betrachten, doch wusste sie, dass sie einen weitere Aufgabe zu erledigen hatte. Dieser Auftrag würde eine Private Eskorte sein.
Amaya runzelte mit der Stirn, als sie ruhig die Missionsbeschreibung lass. Scheinbar wollte der Auftraggeber nicht so viel Aufmerksamkeit auf seine Person lenken und in den Schatten reisen. Das war etwas, was die flinke Taijutsuka bewerkstelligen konnte und deshalb wurde sie wohl für diesen Auftrag auserwählt. Schlussendlich nickte sie mit dem Kopf. Sie fragte sich, für einen Augenblick, ob ihre Auftraggeberin eine wichtige Person war und auf welche Hindernisse sie sich aus diesem Grunde einstellen musste.
Eilig rollte sie ihre Schriftrolle wieder zusammen und verstaute sie in ihrem Rucksack, ehe sie sich mit offenen Augen auf die Suche nach ihrer nächsten Kontaktperson machte. Aus der Entfernung erblickte sie eine Person, die zunächst der gegebenen, groben Beschreibung einer blond-haarigen Frau auf dem Missionspapier entsprach. Sie nickte und trat vor die Person, um sich vorzustellen. Sie hob die Hand kurz zum Gruße.
Yamanaka Epona nehme ich an? Wenn ich mich kurz vorstellen darf, mein Name ist Kurotsuya Amaya. Ich werde ihr Geleit nach Konohagakure sein.“ stellte die junge Frau sich frei und munter vor.
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BeitragThema: Re: [Hakkin] Haupttor der Stadt   [Hakkin] Haupttor der Stadt Icon_minitimeSa Nov 12, 2016 12:20 pm

Mit ihrem echten, vollen Namen angesprochen zu werden, empfand Epona noch immer als gewöhnungsbedürftig. Unter engen Freunden und Verbündeten überraschte es sie nicht, doch dass völlig Fremde sie unvermittelt so ansprachen, verursachte bei ihr noch immer eine herzschlagkurze Verwirrung. So war ihr allererster Blick in Richtung der unbekannten Kunoichi denn auch kritisch, ehe sich ihre Gesichtszüge entspannten. Lächelnd wandte sie sich der jungen Dame zu, faltete die Hände vor sich und verbeugte sich so tief, wie es unter Gleichrangigen üblich war. Theroetisch hätte sie nicht so tief gehen müssen, doch sie hatte längst beschlossen, die Sache mit Konoha nicht von oben herab anzugehen.
Sobald ich dem Yamanaka-Clan gegenübertrete, werde ich hart genug auf Ränge und Dienstgrade pochen müssen. Mit ihrem Geleitschutz wollte sie dagegen auf gutem Fuße reisen. Wobei sie doch ein wenig enttäuscht war, dass kein Mitglied eines berühmten Clans erschienen war. Zumindest ließ der Name Kurotsuya keine Glöckchen bei ihr klingeln... oder?
Irgendwas sagt er mir. Wenn auch nicht  hinsichtlich Konoha.
Da seid Ihr bei mir richtig, ergriff sie das Wort und lächelte offen. Ich grüße Euch, Kurotsuya-san. Epona legte eine ordentliche Schippe Förmlichkeit an den Tag. Willkommen in Hakkin, der Heimatstadt unseres erhabenen Kaisers und mächtigsten Festung des Eisenreichs. Sie sprach mit jener Art von einstudierter Euphorie, die man den Fremdenführern der Stadt eintrichterte. Erstarret in Ehrfucht vor protzigen Bauten, verneigt Euch bis zum Boden vor jedem Kerl, der ein Schwertpaar am Gürtel trägt und lasst Euer Blut im Tempel des Jashin, aufdass die Macht unseres Herrschers ewig währe unter göttlichem Schutze.
Epona klang in der Tat ganz wie eine gehirngewaschene Dienerin, die ihre Schauspielerei tadellos beherrschte. Zumindest von der Stimmlage her, und was ihr starres, maskenhaftes Lächeln anging. Aber die Wortwahl? Unvermittelt trat sie einen Schritt auf Amaya zu, beugte sich vertraulich vor, grinste schief und brach damit ihre maskenhaften Züge auf. Bringt mich bitte ganz schnell ganz weit fort, ja? Fürs Erste hab ich es ziemlich satt mit dieser Pracht.
Sie richtete sich wieder auf. Ihr Lächeln war herzlich und, im Vergleich zu der Fremdenführer-Gesichtsmaske von gerade, offenbar ehrlich gemeint.
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BeitragThema: Re: [Hakkin] Haupttor der Stadt   [Hakkin] Haupttor der Stadt Icon_minitimeSa Nov 12, 2016 8:14 pm

Amaya schaute ihren künftigen Schützling regunglos an. Haben wir echt Spass daran wie eine kaisertreue Marionette von der Pracht des Reiches zu schwärmen? Das abgerichtete Verhalten löste nicht unbedingt einen Sturm der Begeisterung bei ihr aus, doch sie ließ diese Lobpreisungen gleichmütig über sich ergehen. Sie nickte verstandesgemäß mit dem Kopf, ohne das sich eine Regung auf ihrem weißen Gesicht abzeichnete. Sie entschied sich der Frau zunächst mit einem beharrlichen Schweigen zu begegnen. Was bedeutet schon die schönste Lobeshymne, wenn die Mission ansteht? Sie blickte nachdenklich in die Ferne, als dieser Gedanke durch ihren Kopf ging.
Die Schwarzhaarige verschränkte nachdenklich die Arme vor ihrer Brust, drehte ihren Kopf und ließ ihre Blicke schließlich zu den bunten Häuserreihen schweifen, die hinter der großen Stadtmauer hervorlugten. Von der ganzen Pracht, die sich dort darbot, konnte sie sich nichts kaufen. Sie entschied sich die Frau einfach ausreden zu lassen und dann zur üblichen Tagesordnung überzugehen.
Doch die Chuunin kniff ein Auge zusammen, als die Frau ihr unmittelbar nahe trat und in vertraulicher Weise zu ihr sprach. Sie starrte sie mit festem Blick an. Jetzt wusste sie nicht so Recht was hier gespielt worden war. Aber das war bei vielen Shinobi an der Tagesordnung. Sie runzelte mit der Stirn und fasste die Blondhaarige wieder ins Visier. War die Frau eine Marionette und spielte beherzt oder war sie beherzt und spielte die Marionette? Amaya lächelte einfach und kniff dabei etwas die Augen zusammen. Manchmal ließ sich der Unterschied nur mit der Zeit und dem richtigen Gefühl erkennen. Amaya konnte von sich sagen, dass das Verhalten der Frau bei ihr leichtes Unbehagen ausgelöst hatte und sie wusste, dass sie es mit jemanden zu tun hatte, der die Kunst der Schauspielerei perfekt beherrschte. Sicherlich war sie eine Kunoichi? Der Name Yamanaka ließ darauf schließen.
"Wenn sie es nicht erwarten können, Yamanaka-san, dann machen wir uns doch sogleich auf den Weg." Die Frau trat einen Schritt zurück und deutete mit einer ausladenden Handbewegung auf den hellen Waldpfad, der vor ihnen lag.
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BeitragThema: Re: [Hakkin] Haupttor der Stadt   [Hakkin] Haupttor der Stadt Icon_minitimeSo Nov 13, 2016 9:00 am

Mach einen kleinen Witz als Eisbrecher, sagen sie. Schockier ruhig ein bisschen, sagen sie. Na, das mit dem Schockieren schaffe ich wohl. Epona war sich ob des schrägen Starrens ihrer Reiseführerin allerdings ziemlich sicher, es leicht übertrieben zu haben. Zu exzentrisch? Möglich wärs. Das Problem hatte sie oft. Die Konoha-Nin schien nun vor allem auf der Hut, weil sie ausloten musste, was geschauspielert war und was nicht. Immerhin habe ich ihre ungeteilte Aufmerksamkeit...
Die Yoriki verbuchte im Geiste, in Konohagakure selbst nicht derartig aufzutreten. Ihr Lächeln blieb, während ihr Gegenüber sich entschied, die seltsame Begrüßung nicht weiter zu kommentieren. Stattdessen ging sie auf den Wunsch ein, umgehend aufzubrechen.
Fein. Epona schulterte ihren Rucksack und setzte sich sogleich in Bewegung, in die von Amaya angewiesene Richtung. Während dieser Handlung öffnete sich der erdbraune Umhang ein Stück weit - für einen kurzen Moment wurde für die Konoha-Nin ein Shinobi-Stirnband sichtbar, welches sich Epona wie einen Gürtel um die Hüfte geschlungen hatte. Das Wappen, welches auf dem Metallplättchen eingraviert war, zeigte das Schriftzeichen für die Zahl Zwölf. Das Symbol für die Shugonin Yuunishi, die neu gegründete Shinobi-Truppe, die dem Kaiserhof direkt angehörte.
Epona schritt zwar an Amaya vorbei, passte sich einen Moment später aber schon der Marschgeschwindigkeit ihrer Reiseführerin an und wandte ihr den Blick zu. Kurotsuya-san, darf ich das Du anbieten? Eine kleine Weile werden wir ja doch unterwegs sein, da empfände ich es als bequemer, wenn wir uns von Anfang an mit Vornamen ansprechen würden. Sie durchlief die verkürzte Begrüßungsroutine, indem sie einfach nur den Kopf in Richtung der Chuunin senkte. Nennt mich Epona. Aufmerksam wartete sie darauf, ob die andere Kunoichi ebenfalls ihren Vornamen nennen oder auf förmliche Distanz bestehen würde.


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Out: Machen wir noch eine Postrunde hier; für die nächste Runde richte ich spätestens morgen ein Topic in freiem Gelände ein ^^
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BeitragThema: Re: [Hakkin] Haupttor der Stadt   [Hakkin] Haupttor der Stadt Icon_minitimeSo Nov 13, 2016 5:02 pm

Die Kunoichi staunte nicht schlecht, als unter dem dunklen Umhang ihrer Klientin das Stirnband von Konoha verdächtig aufblitzte, als die sie nach ihrer freundlichen Aufforderung an ihr vorbei ging.
Na also, ich wusste doch, dass sie zum Dorf gehört. Ich kann dazu nur sagen, dass die Yamanaka mir noch nie Geheuer waren.
Amaya kratzte sich am Kopf und hob beide Augenbrauen um ihrer derzeitigen Ratlosigkeit Ausdruck zu verleihen. Mit der Zahl, die auf dem Stirnschutz stand, konnte sie nicht viel anfangen. In ihren jungen Jahren war die Neugier in ihrem Herzen stark, sodass sie um eine Frage nicht verlegen war.
"Wie ich sehe, stammen Wir aus Konoha? Darf ich fragen, ob sie einen besonderen Dienstgrad tragen?" Sie streckte ihren Finger nach dem Stirnband aus, dass sie entdeckt hatte. "Es wäre schön, wenn sie offen sprechen würden und ich weis, mit was ich es zu tun habe. Wir wollen schließlich beide unser Ziel sicher erreichen, mh?"
In ihrer Position war das Detailwissen, dass sie über solche Dinge erlangen konnte schlichtweg begrenzt. Die strenge Informationspolitik und ihre Möglichkeiten als Chuunin gestaltenen einen eher überschaubaren Informationshorizont. Sie wusste, dass sie eventuell keine Antwort bekommen würde und das sie sich in Angelegenheiten einmischte, die sie eigentlich nichts angehen sollten. Aber einen Versuch wollte die beherzte Frau dennoch wagen. Somit wusste sie zu diesem Zeitpunkt keineswegs, dass sie es mit einem hochrangigen Mitglied einer Organisation zu tun hatte, die im Grunde genommen zu ihren Gegnern gezählt werden konnte - wenn alle Dinge angesprochen und ausgesprochen sein würden. Eine Sache, die wahrlich selten der Fall unter Shinobi war.
Im Augenblick konnte die Chuunin das missmutige Gefühl nicht loswerden, dass sie in der Gegenwart der Blondhaarigen verspürte und sie fragte sich, ob sie die Ursache für ihre unguten Gefühle in der zwiespältigen Art des Auftrages finden konnte. Sie verspürte zu diesem Zeitpunkt einen regelrechten Aufruhr in ihrem Inneren. Ich sollte meine Aufmerksamkeit wieder nach innen richten. Die Schwarzhaarige ballte eine Hand zu Faust und legte sie auf das Zentrum ihres Brustkorbes, nur um sie daraufhin wieder locker zu lassen. Die Wogen glätteten sich langsam wieder. Sie gedachte sich auf ihren Auftrag zu konzentieren und persönliche Gefühle außen vor zu lassen. Es würde bestimmt nicht gut ausgehen, wenn ich jetzt anfange würde mich so offenkundig gegen eine Auftraggeberin zu stellen. Sie setzte sich mit einem Ruck in Bewegung und ließ der Frau bedächtig den Vortritt. Die Chuunin gedachte das Areal, dass sich vor ihnen befand im Auge zu behalten, während sie die Rückenseite absichern würde.
Das du anbieten? Sie schenkte ihrer Klientin ihre Aufmerksamkeit und überlegte kurz. Ich frage mich, warum die Klientin diesen Wunsch hegt. Naja, eigentlich ist es mir persönlich egal, wie förmlich wir kommunizieren, ob es ein 'Du' oder ein 'Sie' ist. Was sie darüber denkt, dass steht auf einem anderen Stern ... ich finde Frau irgendwie ... seltsam. Sie zuckte mit den Schultern. "Naja ... wenn es sonst nichts weiter ist, Epona ... ."
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BeitragThema: Re: [Hakkin] Haupttor der Stadt   [Hakkin] Haupttor der Stadt Icon_minitimeMo Nov 14, 2016 11:40 am

Hm? Epona gab einen Laut der Überraschung von sich, als Amaya sie mit ""Wie ich sehe, stammen Wir aus Konoha?" ansprach. Als die Jüngere aber auf das Stirnband der Blonden zeigte, verstand sie. Ach, deswegen.
"Es wäre schön, wenn sie offen sprechen würden und ich weis, mit was ich es zu tun habe. Wir wollen schließlich beide unser Ziel sicher erreichen, mh?"
Epona lächelte liebenswürdig. Die Wortwahl hatte ja fast schon etwas von einer sehr subtilen Drohung. Sicherlich, entgegnete sie. Keine Sorge. Ich habe nichts zu verbergen. Jetzt jedenfalls nicht mehr. Was sie tat, lag seit der Markierung nicht mehr in ihrer eigenen Verantwortung, wenn man so wollte, und so stand es ihr auch frei, all die zahlreichen Lügen und Täuschungen abzuschälen, Zwiebelschicht um Zwiebelschicht. Ihr irrt allerdings. Hier, schaut. Sie knotete das Stirnband auf, zog es unter dem Mantel hervor und reichte es der Chuunin, sodass sie es genauer betrachten konnte.
Ich bin nicht aus Konoha. Trotz Stirnband und Namen. Sie tippte auf das Metallplättchen. Hast du bereits von der Shugonin Juunishi gehört? Quasi die hauseigene Spezialtruppe des Kaisers. Auch sie nutzt diese Stirnbänder, wie die Shinobi aus Konohagakure, Takigakure und wie sie alle heißen. Sie deutete mit dem Daumen auf sich. Ich gehöre dieser Truppe an und bin eine Yoriki. Quasi eine Chuunin, wenn man so will. Sie strahlte weiterhin zuversichtliche Zufriedenheit aus.
Amaya mochte von der frisch gegründeten Shugonin Juunishi wohl schon gehört haben. Immerhin hatte die Gruppe bei ihrer Aufstellung auch in Konohagakure vielversprechende Shinobi abzuwerben versucht. Bei manchen ehrgeizigen oder vielleicht auch leicht zu blendenden Konohas hatte dies auch funktioniert.
Was meinen Namen angeht, so habt Ihr zwar nicht gefragt, doch habt Ihr um Offenheit gebeten. Ich sage dazu knapp: Der Clan Yamanaka ist nicht gut auf mich zu sprechen, dass ich ihn trage. Sie grinste vergnügt, als freue sie sich darauf, den Clan-Oberen der Yamanaka Auge in Auge zu begegnen. Gleichzeitig blickte sie dabei auch in die Ferne; ja, es würde noch lustig werden. Ihre Herkunft war schließlich... kompliziert.
In gewisser Weise erfüllte es Epona mit trotzigem Stolz. Darum hob sie, aus der Laune heraus, auch die Nase etwas höher, während sie sich das Treffen vorstellte.
Wenn Ihr mögt, fragt ruhig, sprach sie dann zu der Konoha-Nin. Ich werde kooperativ sein. Sie lachte kurz auf. Und vielleicht mehr und mehr Fragen in Eurem Kopf schüren. Dann wird die Reise immerhin nicht langweilig.
Auf Eponas eigene Bitte des Duzens ging Amaya zwar nicht allzu euphorisch ein, andererseits schien es ihr aber nichts auszumachen.
Epona gebrauchte erneut die Kurzform einer Verbeugung, indem sie den Kopf in Richtung der Kunoichi senkte. Danke. Ich dachte mir, dir als... doch sehr junge Dame würde es auch besser gefallen, wenn wir locker miteinander umgehen. Eigentlich wirkten die beiden Frauen altersmäßig gar nicht so weit auseinander.

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tbc: Bergwälder
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BeitragThema: Re: [Hakkin] Haupttor der Stadt   [Hakkin] Haupttor der Stadt Icon_minitimeFr Mai 12, 2017 4:03 pm

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Die Hauptstadt war auch heute so schön wie eh und je. Für Azusa auf jeden Fall, der sich die Kapuze über den Kopf zog und aus der Tür seines Hauses trat. Es war ein bescheidenes Haus, kein riesiges Anwesen wie das der Ariwara-Nobelfamilie und trotzdem fühlte er sich hier wohler als davor. Was bei anbetracht der Umstände nicht sonderlich überraschend war, trotzdem wäre diese Erkenntnis für die Meisten sehr verblüffend. Wer würde nicht gerne in eine Villa ziehen? Niemand, wenn alles was einem überreicht wird, eine enge Abstellkammer als Schlafzimmer ist. Mit einem kaum merkbaren Kopfschütteln vertrieb Azusa seine Gedanken und konzenrierte sich stattdessen auf die kalte Luft, die ihm ins Gesicht geflogen war. Für einen Moment blieb er wie angewurzelt stehen und betrachtete die Rauchschwaden, die sich durch seinen Atem bildeten. Winter war wahrlich seine liebste Saison. Alles war besser als der heiße Somme und seine stechende Sonne. Diese blieb ihm auch heute nicht verschwohnt, allerdings empfand der Taira sie in der Taubheit des Winters eher angenehm, als alles andere. Er setzte sich, so wie jeden Tag, ein leichtes Lächeln auf die Lippen und begann sich seinen Weg zur Innenstadt zu machen. Dicke Schneeschichten ebneten ihm dabei den Weg - nur dort unterbrochen, wo Leute bereits geschaufelt hatten. Das Klackern der Okobo begleiteten dabei jeden seiner Schritte, außer auf dem Schnee natürlich, der leise unter seinem Gewicht knarrte. Ein seichter Wind pfiff durch die Straßen und Azusa hätte gezittert, wäre ihm die Kälte nicht so angenehm. Er fühlte sich wach - bereit, für was auch immer der Tag bringen mochte. Anders als im Sommer, der ihm regelrecht die Energie aussaugte, sobald er nur den kleinen Finger hob. Leicht übertrieben ausgedrückt, aber nicht minder wahr. Der Weißhaarige schlenderte durch die rege Menschenmasse, schob sich an ein paar unbeteiligten Individuen vorbei ohne Körperkontakt zu machen und führte seinen Weg bis zum riesigen Haupttor Hakkins fort. Eine ansehnliche Menschensammlung hatte sich dort bereits zusammen getan – eine handvoll Samurai die ihre Dienste anbieten wollten, einige Reisende und auch ein Händler, der bereits vom Platz gescheucht wurde. Diese Arbeit hatte sich eigentlich Azusa vornehmen wollen – hier nach dem Rechten zu sehen war seine Pflicht, jedoch schien alles so weit unter Kontrolle zu sein. Die Hauptstadt war eben sehr sicher und die Samurai als auch Shinobi, die hier beherbergt wurden, waren ein großer Teil davon. Azusa machte aber nicht kehrt. Stattdessen verweilte er auf dem Vorplatz, den Blick nur kurz aufs Tor gerichtet, bevor er durch die Menge wanderte. Andere zu beobachten war eines seiner Hobbys und wenn es soweit nichts zu tun gab, würde er diesem auch nachgehen. Wobei er mit so einem Hobby früher oder später etwas zu tun finden würde.
Jeder hatte sich warm eingepackt in dicke Mäntel und Wollmützen. Sogar Azusa hatte heute morgen nach einem schwarzen Schal gegriffen und sich den um den Hals geschlungen. Gerade spielte er mit dem dicken Stoff und versteckte die untere Gesichtshälfte in der wärmenden Wolle. Es verschluckte des Lächeln, welches sich immer noch auf seinen Lippen befand. So verbrachte er einige Minuten, bis etwas seine Aufmerksamkeit erregte. Jemand, was das bessere Wort dafür und er beobachtete die Person einige Momente lang, bevor er zu einem Entschluss kam. Ein gewöhnlicher Mann, egal wie man es betrachtete, der ein dickes Buch unter dem Arm trug und einen dicken Rucksack auf dem Rücken. Er wäre ihm nicht aufgefallen – würde er nicht unangenehm von einem Bein aus andere treten und sich merkwürdig umschauen. Azusa hob beide Augenbrauen und drückte sich den Schal vom Gesicht. Das war eindeutig das Antlitz eines Mannes, der etwas zu verbergen hatte. Ob es nun daran lag, dass er fremd gegangen war oder eine Revolte plante – er war ihm aufgefallen und nun war er neugierig. Obwohl Azusa normalerweise wirklich nicht die Art Typ war, sich in Sachen einzumischen – jeder hatte seine Privatsphäre verdient – die alleinige Tatsache, dass dieser Mann vor dem Haupttor so nervös war und mehrmals mit dem Blick die hier positionierten Samurai abcheckte, war viel zu verdächtig. Mit leisen Schritten lief Azusa auf ihn zu und tippte dem Mann vorsichtig auf die Schulter. Dieser zuckte augenblicklich zusammen und fuhr so schnell herum, das der Weißhaarige tatsächlich einen Schritt nach hinten machen musste. Ein erschrockenes Gesicht starrte in ein Ruhiges und Azusa war wenig beeindruckt vom Versuch des Fremden, seinen Gesichtsausdruck zu kontrollieren. Das funktionierte nämlich kein bisschen und er sah immer noch so nervös aus, wie davor.
„Und wer bist du, wenn ich fragen darf?“ Fragte der Mann und sah auf Azusa hinab. Er versuchte es auf jeden Fall, denn Azusa war nicht klein und es fehlten nur wenige Zentimeter um den Spieß umzudrehen.
Der Taira antwortete mit dem Lächeln, das ihn nie verließ und einem leichten tippen in Richtung seines Gürtels. Dort hatte er sich nämlich das Stirnband der Shugonin Juunishi umgebunden und das sollte genug Erklärung sein.
Es ist nicht meine Absicht zu stören. Ich möchte lediglich ein paar Fragen stellen.
Der Mann schluckte, nickte aber trotzdem und Azusa entschied mit etwas beiläufigem anzufangen.
Was ist das denn für ein Buch?
Okay. Vielleicht doch nicht so beiläufig, denn der Fremde schluckte erneut und schob sich das Ding wenig diskret in Richtung Rucksack. Natürlich wurde er davon abgehalten, denn Azusa stibitze es ihm flink aus den Händen und schlug es auf einer beliebigen Seite auf. Er überflog ein paar Seiten und runzelte die Stirn – immer noch lächelnd.
Gift, huh. Sind Sie Mediziner? Oder einfach daran interessiert? Da stehen ganz schön interessante Sachen drinnen und sie haben den alten Wälzer sicher von hier erworben. Was wollen sie denn damit anstellen?
Viele Fragen auf einmal und im Grunde nur Spekulation. Der Mann widersprach ihm aber nicht, sondern starrte nur angespannt vor sich hin und es war wirklich nicht übertrieben zu sagen, dass ihm sein Verhalten hier kein Bisschen weiter half.
Das Kaiserreich ist wahrlich ein Segen für die Welt – finden Sie nicht auch?
Azusas Lächeln war inzwischen verschwunden und seine gelben Augen bohrten nach einer Antwort. Eine unschuldige Frage – denkt keiner – denn ein falsches Wort und es gab weniger spaßige Folgen. Womöglich war es auch deshalb, dass der Mann nur ein nervöses Lachen von sich gab und sich hilfesuchend umsah. Von wo er Hilfe erwartete, war Azusa ein Rätsel. Alles was er zu tun hatte, war ihm Antworten zu geben. Hatte er wirklich etwas Unmoralisches mit dem Wissen des Buches vor, oder war er einfach nur schlecht im Umgang mit Menschen? Ein Rätsel. Den Taira beschlich der leise Verdacht, hier noch eine ganze Weile verbringen zu müssen.
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Kuroreiki Masao

Kuroreiki Masao

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BeitragThema: Re: [Hakkin] Haupttor der Stadt   [Hakkin] Haupttor der Stadt Icon_minitimeFr Mai 12, 2017 4:40 pm

Es war wieder einer dieser kuriosen Funde gewesen, von welchen man an manchen Ecken gesprochen hatte. Damals, vor längerer Zeit. Ein altes Buch, aufgetaucht und sofort restauriert. Einer der größten „Künstler“, was Gifte betraf – nun, es hatte seine Wenigkeit ja noch nicht gegeben – hatte es handschriftlich verfasst und darin praktisch all sein Wissen zusammengetragen. Er war kein Shinobi gewesen, der damit agierte oder ein Samurai, der sich nicht ganz so auf seine Ehre berief. Es war auch keine eifersüchtige Medusa gewesen, nein. Kurzum: Es war ein stinknormaler Zivilist, der davon fasziniert war und mit Giften seinen Handel betrieb. Ja, er verkaufte seine Mixturen überall und ja, er schrieb immer wieder neue Notizen in dieses Manifest seines Wissens. Bedauerlicherweise starb er. Tod durch Vergiftung. Sehr ironisch, aber wohl nicht mehr zu ändern. Masao selbst hatte über eine längere Zeit hinweg Nachforschungen über das Buch angestellt, würde eine Abschrift doch optimal seine Sammlung ergänzen. Ihn wirklich verbessern, konnte es ja eigentlich nicht. Ja, eigentlich kannte er sich selbst schon beängstigend gut mit der ganzen Materie aus – was will man auch weniger erwarten. Allerdings könnten hier und da ein paar Anmerkungen sein, die sich doch ganz gerne in seinem Geiste niederlassen würden. So führten ihn die Nachforschungen, getrieben von seinem Ehrgeiz, also schließlich zu dieser kleinen Bibliothek. In der Hauptstadt. Masao hatte die Augen gerollt und einen Bunsenbrenner nach seinem Assistenten Gänseblümchen geworfen (Gänseblümchen, da auf dessen Kopf so etwas Ähnliches wuchs, bedingt durch ein vergangenes Experiment, welches an dieser Stelle nicht genauer erläutert werden sollte). »Ausgerechnet in dieser vermaledeiten Schlammschlacht von Möchtegernintellektuellen!« Ja, das war der Ausruf des Herrn und Meisters gewesen und Assistenten hatten gebibbert. Nicht wenige hatten Angst davor, vom nächsten Bunsenbrenner erfasst zu werden.
Masao jedenfalls beschloss daraufhin, zwei seiner Assistenten zu entsenden. Einer sollte eine Abschrift der wichtigsten Punkte anfertigen, der andere – Gänseblümchen (der auch als einziger zumindest ansatzweise namentlich seinem Meister bekannt war) – sollte sich unauffällig in der Hauptstadt aufhalten und nachsehen, was er sonst noch so erfuhr. Außerdem war er der Plan B, insofern die Inkompetenz seiner Dienerschaft mal wieder zuschlug. Masao selbst beschloss, sich anderer Forschung zu widmen, hatte er doch eigentlich nicht viel für das Kaiserreich übrig. Im Grunde genommen waren sie ihm egal, so lange sie ihn in Ruhe ließen und das taten sie ja. Einigermaßen. Obgleich seine Forschungen und auch seine Informationsgeschäfte schon einmal besser gelaufen waren. Als es noch keine dieser bescheidenen Kontrollen von Möchtegern-Aufpassern gab.
Mit diesen Gedanken war Masao also auch wenige Tage später in seinem Büro anzutreffen, über den neusten Laborbericht gebeugt und damit die neuesten Auswertungen lesend. Es klopfte einmal zögerlich, sehr zögerlich, an der großen Tür, dann trat jemand noch zögerlicher ein. Masao hob seinen Kopf nicht. »Was, war das einzige, was der Ankömmling zu hören bekam. Eben dieser nahm das Käppchen hinunter und das eigenartige Ding, das sich als Gänseblümchen deuten lassen konnte, sprang in die Höhe. »Ä… Ähm, s-sie haben ihn.« Mehr kam nicht aus dem Mann heraus, ehe er sich eine Sekunde später duckte und somit dem Bunsenbrenner auswich. »Was?!« Masao ließ die Handgelenke knacken und schüttelte den Kopf. »Absolut alles muss man selber machen! Müsst ihr denn absolut immer inkompetent sein?! Geh mir aus den Augen und ertränke dich mit den anderen an der Pfütze deines Verstandes! Mehr als Sirup ist da ja nicht drin.«

In der Kurzfassung machte sich also ein gewisser Forscher auf, um gewisse Situationen glatt zu bügeln. In der Hauptstadt jedoch – einige Stunden zuvor – hatte der zweite Assistent vor seinem Albtraum Halt machen müssen. Zunächst hatte er versucht, das Buch noch irgendwie zu verstecken. Irgendwo hatte er auch überlegt, ob er nicht einfach so tun könnte, als hätte er ihn nicht gehört. Nur war er zusammengezuckt und demnach hatte er wohl schlecht zu tun können. Aber wenn er nochmal gezuckt hätte und dann nochmal, vielleicht wäre es ja als Störung oder dergleichen durchgegangen! Oh, beim Herrn und Meister, nein! Das durfte nicht passieren. Okay, immer mit der Ruhe. Erst einmal dumm stellen. Er hatte ja in dem Buch nur die gefährlichsten G—falscher Ansatz. Er hatte in dem Buch ja nur irgendein Kauderwelsch, was er sowieso nur abgeschrieben hatte und nicht verstand, stehen. Vielleicht war sein Gegenüber—ach herrje. Kaum hatte er gefragt, sah er auch schon das Symbol. Den Ausweis. Ah, ja. Den Ausweis. Verflucht, wieso passierte ihm das? Der Meister würde arg böse sein. Das war eine sehr garstige Situation. Warum passierte immer ihm das?! Hoffentlich sah Gänseblümchen, was ihm mal wieder geschah und holte Hilfe. Oder würde die Hilfe schlimmer sein?
»Ich weiß nicht, was in diesen Giften drin steht.« Oh, er sollte nicht mal wissen, dass es Gifte sind. Übergehen, vielleicht hatte er es nicht gehört. »Ich wollte mich für den Unterricht äh, fortbilden. Ich meine, ich bin in Ausbildung und äh, das Zeug ist einfach meine Schwäche.« Er versuchte entschuldigend zu lächeln – und die Tatsache zu vergessen, dass er über vierzig Jahre alt war und eine Ausbildung in der Hinsicht vielleicht nicht unmöglich, aber dennoch selten war. »Das Kaiserreich ist wahrlich ein Segen für die Welt – finden Sie nicht auch?« Hoffnung. Hoffnung würde ihm sicher weiterhelfen. Einfach hoffen, dass alles in Ordnung wäre. Jaja. Einfach mitspielen. »Das ist ein altes Notiz—Oh.« Es sollte neu sein, oder? Wenn er gerade erst die Ausbildung machte und absolut nichts von Giften verstand. Verzweiflung. Das traf ziemlich gut, was er gerade empfand. »Jaja, es ist sehr gift—ich meine, es ist ein Segen für die wunderbare Welt! Vor allem wir Mediziner finden es ganz toll! Wirklich, wir hatten noch nie so viele… Möglichkeiten! Gifte können auch heilen!« Hatte er dabei wirklich den Zeigefinger gehoben? Hatte er nicht… doch, hatte er. Verdammnis. Wieso musste er Abschriften machen! Wieso konnte es nicht Gänseblümchen sein?! Er klang hier schon wie ein Verschwörungstheoretiker mit seinen Pseudotheorien. Der Assistent seufzte ergeben. »Finden Sie nicht auch… dass heute ein wunderschöner… Tag ist…. Hm?« Er versuchte sich an einem brüchigen Lächeln. Herrje… hier konnte ihn vermutlich nur noch der Chef rausholen. Was hieß, dass hier zu bleiben, vielleicht sogar noch schöner wäre… oder gesünder.


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BeitragThema: Re: [Hakkin] Haupttor der Stadt   [Hakkin] Haupttor der Stadt Icon_minitimeFr Mai 12, 2017 6:04 pm

Azusa hob eine fragende Augenbraue, die den sehr fragenden  Blick unterstrich, der sich in seine Züge gekämpft hatte. Mal davon abgesehen, dass der Mann vor ihm sichtlich einen Nervenzusammenbruch erlitt, stellte er sich wirklich unglaublich blöd an. Oder seltsam. Wohl eher beides. Er konnte schwören zu sehen, wie sich bereits Schweiß auf seiner Stirn bildete. So wie die Dinge im Moment standen, war es durchaus denkbar, dass er in nächster Zeit darin ertrinken konnte. Im Schweiß. Aber Fantasie beiseite – es gab wichtigere Sachen, über die nachzudenken war. Zum Beispiel die Worte des Mannes, von denen Azusa jede Silbe mitbekam und es sich auch nicht nahm, ungläubig den Mund zu verziehen. So subtil es auch zum Vorschein kam. Es hätte ja sein können – unwahrscheinlich aber möglich – das er sich geirrt hatte. Auch hätte es sein können – inzwischen mehr als nur unwahrscheinlich – das dieser Mann hier vor ihm wirklich nur ein Reisender war. Ein nervöser Reisender eben. Vielleicht ging es ihm nicht gut, er hatte sich den Magen verdorben, oder trat einfach nur von einem Bein aufs andere weil er nötig aus Klo musste. Hätte sein können. Dann würde Azusa nun nicht hier stehen, dickes Buch in Händen und mit dem Anzeichen eines Seufzen in seinem Inneren brodelnd. Er wäre wieder seinen eigenen Tätigkeiten nachgegangen, hätte trainiert oder herum gefragt, wer noch alles Hilfe benötigte. Es brachte aber nichts in Hypothesen zu denken, denn das war nicht der Fall. Die Realität präsentierte sich in Form eines schlechten Lügners, mit schlechteren Schauspielfähigkeiten und einem miesen Talent dafür, die Stimmung nicht lesen zu können. Hatte er wirklich geglaubt, hier unkontrolliert raus spazieren zu können? Azusa sah sich knapp um. Tatsächlich war er der Einzige, dem das merkwürdige Verhalten aufgefallen war. Entweder das, oder man hatte den Mann einfach als ungefährlich eingestuft. Das hatte Azusa inzwischen auch. Was auch immer er mit solch starken Giften anfangen wollte, oder dachte anfangen zu können – der Weißhaarige nahm des Wissen des Buches durchaus ernst. Nur den Besitzer nicht so sehr. Obwohl das so auch nicht richtig war, wies er sich in Gedanken zurecht. Nur weil er gewöhnlich aussah und nicht lügen konnte musste das noch lange nicht heißen, er wäre zu nichts im Stande. In die Enge getriebene Tiere waren immerhin nicht zu unterschätzen.
»Jaja, es ist sehr gift—ich meine, es ist ein Segen für die wunderbare Welt! Vor allem wir Mediziner finden es ganz toll! Wirklich, wir hatten noch nie so viele… Möglichkeiten! Gifte können auch heilen!«  Stotterte der Mann plötzlich und Azusa nahm es zwar wahr, war aber deutlich beschäftigter damit durch die Seiten des Buches zu blättern. Er überflog die Buchstaben mit beeindruckender Geschwindigkeit – das Wesentliche erübrigte sich auch, ohne volle Sätze zu lesen – und hatte es nach einer Weile wieder zugeschlagen. Für einen Moment starrte er auf den abgenutzten Umschlag, als könne dieser ihm ein Geheimnis verraten. Warum sich der Mann so seltsam benahm, wäre ganz nett zu wissen. Aber das würde er auch ohne Hilfe herausfinden. Azusa sah auf und seine gelben Augen, trafen die des Fremden.
»Finden Sie nicht auch… dass heute ein wunderschöner… Tag ist…. Hm?«
Das Lächeln, welches ihm folglich an den Kopf geworfen wurde, war schmerzhaft mitanzusehen. Allerdings hatte Azusa kein Mitleid – nicht im geringsten. Er könnte es sich so viel einfacher machen, würde er einfach mit der Wahrheit rausrücken. Aber das taten die Wenigsten. Die Augen des Taira schienen folglich fast schon im Umfang zu wachsen, so weit riss er sie auf. Er spielte mit dem Gedanken, das Tengan zu aktivieren. Aber was wollte er damit anstellen? Emotionen erforschen, die sich ihm auch so ergaben? Immerhin konnte der Mann, wie gesagt, nicht lügen – er konnte ja kaum einen Satz formen ohne dabei ins stocken zu geraten. Azusa ließ das Seufzen frei, das sich schon seit einer Weile aufgebaut hatte und fing in gleichem Zug wieder an zu lächeln. Weder freundlich, noch feindlich. Einfach nur neutral. Seine Augen hingegen hatten eine unleugbare Intensität angenommen, die sich in den nächsten Minuten kaum entschärfte.
Eine Ausbildung? Fragte Azusa, als nehme er die kürzlich gesprochenen Worte ernst. Wo, als was und unter wem, es handelt sich hierbei um einen ziemlich ausführlichen Stoff, sofern ich das beurteilen kann und für den normalen Apotheker ist es viel zu hoch. Wie ein Arzt sehen Sie auch nicht aus, aber ich kann mich irren, wenn ich auch nicht der Meinung bin, dass ich das allzu oft tue. Ich würde außerdem gerne einen Ausweis sehen, wobei ich sagen muss, dass die „Möglichkeiten“ für euch Mediziner sich nicht verbessert haben, eher das Gegenteil – da muss man nicht schmeicheln, aber danach habe ich auch nicht gefragt. Azusa hielt in seinem Redeschwall inne, nur um die nächste Frage zu stellen. Wie alt sind Sie überhaupt? Es klang nicht beleidigend, sondern schlicht und ergreifend neugierig. Das war er nämlich wirklich. Das Buch behielt er weiterhin in festem Griff bei sich. Er sah darauf hinab und ihm wurde plötzlich bewusst, dass er eine wichtige Frage vergessen hatte. Oder, weniger vergessen, denn diese Erkenntnis kam ihm erst jetzt in den Sinn.
Das Buch ist nicht wirklich Ihres, oder? Wer soll es bekommen?
Das der Mann mit dem Buch nicht viel anstellen konnte, war Azusa inzwischen bewusst. Die Frage war, wer es konnte und was derjenige damit tun wollte.
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Kuroreiki Masao

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BeitragThema: Re: [Hakkin] Haupttor der Stadt   [Hakkin] Haupttor der Stadt Icon_minitimeFr Mai 12, 2017 9:46 pm

Beinahe hätte der Assistent sich die Lippe durchgebissen, so nervös war er. Er wusste, er hatte es vermasselt und er wusste, er hätte andere Saiten aufziehen können. Andere Saiten aufziehen müssen! Sie alle wussten, was sie in solchen Situationen zu sagen hatten, nur er konnte es einfach nicht. Viel zu sehr schüchterte ihn seine Umgebung ein. Viel zu sehr wollte er sich doch eigentlich nur beweisen. Eigentlich war er doch auch unauffällig, aber er wusste, dass in seiner Familie Shinobi waren und diese Shinobi waren hier unter Umständen schlecht gelitten und das bedeutete, dass sie ihn vielleicht… in seinem Kopf drehte sich alles. Gar entfuhr ihm ein erbarmungswürdiges Piepsen, als sein Gegenüber eine fragende Augenbraue hob. Man glaubte ihm nicht. Natürlich glaubte man ihm nicht. Er musste sich etwas ausdenken und zwar schnell! Hoffnung, Verzweiflung, Verdammnis – alles mögliche möge ihm beistehen, wenn er nicht hier heraus kam. Aber was sollte er sagen? Mit fiebrigem Blick sah er dem Weißhaarigen, der nur wenige Zentimeter kleiner als er selbst war, dabei zu, wie er in einer geübten Eile das Buch durchblätterte und die Seiten überflog. Seiten, auf welchen sein gesammeltes Wissen stand. Seine ganze Arbeit. Feinsäuberlich hatte er Buchstaben für Buchstaben übertragen. Hatte jeden Tag seinen Platz in der Akademie gefunden! Herrje, er war doch wirklich nichts Illegalem nachgegangen! Er war doch einer der Lieben! Ein guter Junge! Oder war es doch illegal? Die Unsicherheit darüber machte ihn nur noch unsicherer, denn er hatte bezüglich der Ereignisse im Nahmen der letzten Monate und Jahre generell nie viel mitbekommen. Für ihn gab es das Labor. Für ihn gab es seinen Herrn und Meister. Für ihn gab es seine Arbeit. Mehr war da nicht wirklich und mehr sollte doch als guter Diener da auch nicht sein. Oder etwa doch? Was machte er falsch? Himmel, er wollte hier raus. Nein, musste hier raus. Fassen. Stopp. Halt. Nein. Er musste sich fassen.
Beim Seufzen wars um ihn geschehen. Demütig senkte er sein Haupt und wünschte, er könnte sich das Buch einfach greifen, es umklammern – und mit ihm Hals über Kopf davonrennen. Über alle Berge verschwinden. Er wusste, Gänseblümchen würde Hilfe holen, aber er wollte nicht wissen, was wirklich schlimmer war. Hilfe oder hierbleiben. Mit Sicherheit drohte ihm eine Bestrafung. Geknickt hob er den Kopf. Es war eine Geste, die seltsam fehl am Platze wirkte, war er doch der deutlich ältere. Und der größere. Es wirkte wie die Geste eines kleinen Kindes, das man beim Klau von Süßigkeiten erwischt und auf die Finger gehauen hatte. »G-G… Toxikologe…«, begann er kleinlaut zu antworten. »H-Habe… gerade erst angefangen…« Genau genommen entsprach das zumindest halb der Wahrheit, war ersteres doch wirklich immer sein Traum gewesen. Vielleicht sollte er einfach so weiterdenken und Zeit schinden? Damit Gänseblümchen weg kam? Okay. Ruhig atmen. Ruhig. Keine Chance. Das neutrale Lächeln machte ihn fertig. Da war diese Frostigkeit. Sie war nicht sichtbar, aber er wusste es genau. Jeder sah ihn immer frostig an. Schon seid frühester Kindheit und – wieso steigerte er sich nun hinein? Es war zum Haare raufen! Beinahe wäre er nun in Tränen ausgebrochen, doch zumindest konnte er es auf einen Schluchzer bei der Weiterführung seiner Antwort reduzieren. »I-Ich… ha-habe mal eine Anstellung bei einem Giftmi—einem Archiv gehabt. Also nein. Äh. Es war eine Abteilung in einem Archiv… die gleichzeitig einer Kriminalbehörde der… Shinobi...? unterstellt war? Ja? Äh, ich meine ja, das ist so. Und da habe ich Kontakte geknüpft und…« Oh je… Er hätte dort immer noch sein sollen! Er hätte nicht einmal dort gewesen sein sollen! Das hätte sein Rettungsweg werden können.
Der Schweiß tropfte dem armen Mann sichtlich von der Stirn. Er klappte mehrmals den Mund auf und zu, wusste jedoch nichts zu sagen. Und dann kam sie auch schon. Die Frage, welche ihn wie ein Pfeil mitten in die Brust traf und ihn durchbohrte: »Das Buch ist nicht wirklich Ihres, oder? Wer soll es bekommen?« Bumm. Das wars. Aus und vorbei. Der Kerl war darauf gekommen. Er hätte es verneinen sollen, doch stattdessen wimmerte er nur und schlug die Hände vor sein Gesicht. Versagt hatte er. Dumm war er, denn er sollte sich nicht so anstellen. Vielleicht konnte er behaupten, er sei nahe am Wasser gebaut, doch auch das würde ihn nicht mehr retten. Sein Chef würde informiert werden und dann… dann würde er vermutlich alles ausbügeln müssen und ganz garstiger Laune sein! Das war schrecklich! Das wäre die Hölle. Er wollte nicht unter die Bunsenbrenner gehen!
Als der Mann seine Hände wieder entfernte, standen Panik und Tränen in seinen Augen. »Dooooch, es war meines. D-Das sind meine Aufzeichnungen! Ich habe… ich habe sie angefertigt!« Verzweiflung. Panik. Alles war dabei, gemixt in einem bösen Gefühlscocktail, der gerade die Oberhand im Assistenten gewann. Sie schon längst inne gehabt hatte. »F-Führen sie mich nun ab…? I-Ich meine… sie haben kein Recht, mich abzuführen… D-Das ist mein Buch… u-u-und …- D-Das ist mein Buch und es ist n-n-nicht illegal, sich Notizen zu machen! Mein Herr und Meister m—ich meine, mein Ausbilder hat mich angewiesen… m-m-mich fortzubilden…!« Heroisch darauf beharren. Das Opfer bringen. Versuchen, das Beste heraus zu holen. Irgendwie zumindest. »U-U-Und ich bin... 43 Jahre...!«
Und während alldem, hatte Gänseblümchen wohl schon das Dorf verlassen und leitete jene Schritte eines jenen Forschers in die Wege.
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BeitragThema: Re: [Hakkin] Haupttor der Stadt   [Hakkin] Haupttor der Stadt Icon_minitimeFr Mai 12, 2017 11:41 pm

Hm. Das war ja wirklich ein kurioser Anblick. Wenn Azusa auch mit vielem rechnete – das Verhalten des Mannes war ihm ein Rätsel. Er war schlicht und ergreifend nicht einzuschätzen. Nervös und in Panik, ja, das konnte man ihm auch in gewisser Weise nachvollziehen. Aber in diesem Maße? Er hatte erbarmungswürdig das Haupt gesenkt und machte mit jeder Faser seines Körpers den Anschein eines geschlagenen Mannes. Die derzeitige Situation setzte ihm anscheinend mehr zu, als Azusa anfangs geglaubt hatte. Das wiederum ließ ihn nur noch Verdächtiger aussehen. Ein Jemand, der nichts zu verbergen hat, würde doch unmöglich so aufgeregt sein. Es war natürlich auch möglich, dass dieser Mann es einfach nicht so mit zwischenmenschlichen Begegnungen hatte. Von dieser Theorie mochte sich Azusa inzwischen aber lösen – sie war zwar nicht unwahrscheinlich, aber auch nicht am wahrscheinlichsten. Nein, am wahrscheinlichsten war, dass er etwas plante. Noch wahrscheinlicher war, dass er bloß ein Teil eines größeren Plans war, welcher  von jemand anderem ausgeklügelt wurde. Und in diese Theorie biss sich Azusa fest. Er hatte genug gesehen, um sich eine Meinung zu bilden. Da ging eindeutig etwas seltsames vor sich. Gefährlich genug um dem Kaiserreich zu missfallen? Vielleicht nicht. Vielleicht aber auch doch und diese Ungewissheit war genug um weiter nachzuhaken. Man mochte es dem Taira nicht ansehen, aber er war stur. Inzwischen war er zu so ziemlich allem bereit, auch wenn es bedeuten würde, dem Mann in sein Gasthauszimmer zu folgen, denn aus der Stadt würde er ihn erst nal nur ungerne lassen. Nicht so merkwürdig, wie er sich benahm. Ein Recht ihn wegen eigenem Verdacht festzunehmen hatte Azusa allerdings nicht. Das ginge gegen die Menschenrechte. Und das wäre nicht nett. Wobei Azusa nicht daran interessiert war nett zu sein. Auch nicht daran gemein zu sein, er ging hier nur seiner Arbeit nach. Und diese verlangte nach Antworten. Antworten, die der Mann ihm offensichtlich nicht geben wollte. Keine wahrheitsgetreuen auf jeden Fall – andere Worte flossen aus seinem Mund wie Wasser. Oder wie Schweiß. Davon hatte er inzwischen sehr viel produziert, es tropfte ihm nur so die Stirn hinunter.
»I-Ich… ha-habe mal eine Anstellung bei einem Giftmi—einem Archiv gehabt. Also nein. Äh. Es war eine Abteilung in einem Archiv… die gleichzeitig einer Kriminalbehörde der… Shinobi...? unterstellt war? Ja? Äh, ich meine ja, das ist so. Und da habe ich Kontakte geknüpft und…«
Azusa hatte anhand seiner Worte genickt. Nicht weil er ihm glaubte, nein, der Zug war abgefahren. Eher, damit er nicht noch weiter in Panik geriet. Eins musste man dem Mann lassen – er gab hier ohne aufzugeben sein bestes und das obwohl er einen Kampf führte, der nicht länger gewonnen werden konnte. Das hatte er zu einer anderen Zeit durchaus werden können. Am Anfang des Gespräches, wäre er nicht sofort in Nervosität ausgebrochen und den Fragen aus dem Weg gegangen. Azusa ging die Informationen in Gedanken noch einmal durch. Toxikologe, Angestellter einer Abteilung in einem Archiv, eine Kriminalbehörde die Shinobi unterstellt war. Unterstellt. Die Abteilung musste demnach auf Anweisungen gearbeitet haben. Shinobi. Den Shinobi unterstellt. Azusa ignorierte den Drang, das Gesicht zu verziehen. Davon bekam man sichtlich nichts mit, nur schnalzte er laut mit der Zunge, all jenes während er weiterhin ein banales Lächeln aufrecht erhielt. An seinem Gesichtsausdruck ließ sich überhaupt nichts erkennen, ganz allein seine Taten sprachen lauter als jede Worte. Es war nicht, dass er die Ruhe verlor – auch wenn man ihm das nicht übel nehmen könnte. Frustriert traf es eher. Dabei war er auf täglicher Basis doch eigentlich immer ein wenig frustriert. Dieses Mal aber nicht mit sich selbst. Nicht ganz. Shinobi waren ja gerne oft als Risikofaktor angesehen. Dieses denken hatte Onkel Kensuke Azusa ebenfalls mitgegeben. Es hatte sich auch durch seine Loyalität zum Kaiser eingenistet. In Anbetracht aller Dinge überraschte es ihn also wenig, dass dieser Mann einmal Shinobi unterstellt war und es womöglich immer noch ist. Was der Mann nicht verstand und auch unmöglich hätte wissen können, war das seine Worte ihn nur noch tiefer ins Problem ritten. Es war jetzt ohnehin schon zu spät. Was gesagt war, war gesagt. Alles aber noch lange nicht getan. Als der Mann sich nach Azusas Worten plötzlich die Hände ins Gesicht schlug, bekam der Weißhaarige tatsächlich einen Schreck. Er konnte sogar ein Wimmern vernehmen. Und dann, als der Mann die Hände wieder senkte, fanden sich Tränen in dessen Augen. Azusas Lächeln, so hartnäckig es auch war, verschwand und mit einem mal wurde er still. Nicht wörtlich, er hatte gerade ja eh nichts gesagt, aber körperlich. Sein Leib war wie erstarrt, die Arme steif um das Buch gekrallt und seine Augen weit. Damit hatte er nun wirklich nicht gerechnet. Es war auch überhaupt nicht seine Absicht gewesen, denn armen Mann so zu erschrecken. Arm, weil Azusa seine vorherigen Worte zurück nahm - Inzwischen tat er ihm doch leid. Hieß natürlich nicht, er würde seine Arbeit nicht machen, deshalb räusperte er sich einmal kurz, fand das seichte Lächeln wieder und entspannte die Muskeln.
Mister Toxikologe, der 43 Jahre alt ist. Begann Azusa in seinem üblich neutralen Ton. Sie waren also Angestellter in diesem Archiv und Shinobi unterstellt. Und Ihr "Herr und Meister?" Er konnte es sich wenig vorstellen einen Meister zu sehen, der würdiger des Titels war als der Kaiser. Aber davon einmal abgesehen. Ist der auch ein Shinobi?
Es war nicht zu weit hergeholt anzunehmen, dass jemand der einmal Shinobi unterstellt war, es auch noch in Zukunft sein würde. Und so ein Shinobi, je nach Sparte, könnte mit diesen Giftnotizen auch einiges anfangen. Stellte Azusa sich auf jeden Fall vor – er selbst verstand nicht viel von dem ganzen Zeug. Innerlich legte er sich das Vorhaben, sich nach diesem ganzen Fall ein wenig durchzulesen, in den Hinterkopf. Die Einwände des Mannes, Azusa wäre nicht berechtigt ihn abzuführen, wurden wenig beeindruckt ignoriert. Das hatte er sowieso nicht vor. Noch nicht.
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BeitragThema: Re: [Hakkin] Haupttor der Stadt   [Hakkin] Haupttor der Stadt Icon_minitimeSa Mai 13, 2017 12:07 am

Er schmorte und schmorte auf dieser Straße weiterhin im Bereich der Tore. Es hat nicht sollen sein. Er hat seinen Job nicht vollenden sollen, dabei hätte er sich dieses Mal wirklich gerne angestrengt. Beziehungsweise hätte es dieses Mal gerne geschafft, denn eigentlich stellte er sich immer an. Seit er klein war, war es wirklich sein Traum gewesen, Toxikologe zu werden – dumm nur, dass manche Träume irgendwann in Häme und Uneigennützigkeit verloren gingen. Spät hatte er seinen Meister kennengelernt und wurde schlichtweg mitgeschleppt, in eine Schar von Diener geschubst, das man „das Pulk“ mal hier oder „die Idioten“ mal da und so weiter nannte. Es war keine schöne Arbeit im Hinblick auf wortreiche Tiraden. Es war nicht nett, dass einem immer etwas befohlen wurde. Allerdings war ihm schon bald aufgefallen, dass viele der Assistenten es ohne große Widerworte oder negative Gedanken und Empfindungen wahrnahmen. Ihre Behandlung, ihre Aufgaben. Es schien ihnen egal zu sein und abgesehen von der hier und da plötzlich eintretenden panischen Angst ging es ihnen auch ganz gut. Es war ihm suspekt, doch mit der Zeit hatte er sich eingegliedert und mit dieser Eingliederung kam auch das Verlangen, seinem Meister etwas zu präsentieren, an dem er nichts auszusetzen hatte. Allein deshalb hatte er auch das Buch in den Händen seines Kontrolleurs so sauber und fein beschriftet, wie er nur konnte. Es sollte alles in Reih und Glied sein. Alles an seinem Platz und… sauber. Das Buch war nicht mehr sauber, würde es in irgendeinem Aktenschrank landen. Eine Akte, auf welcher sein Foto prangte und dann vielleicht noch im schlimmsten Fall ein rotes Kreuz. Oder man ließe die Akten ganz verschwinden.
Das Schnalzen der Zunge klang wie eine Ochsenpeitsche in seinen Ohren. Unweigerlich zuckte der Assistent zusammen und verschränkte die Arme so direkt und stark vor seinem Körper, dass sich seine Fingernägel fast schier durch den Stoff hindurch krallten – dabei war ohnehin nicht viel an ihm dran. Schmächtiger Degen. Er wünschte wirklich, er würde hier nicht alleine stehen und wüsste einen Ausweg. »J-Ja. Mister Toxikologe… D-Das ist mein Name…«, bestätigte er eindringlich, nickend. Nervös nickend. Was sollte er tun? Etwas weiteres sagen? Oh nein, sein Gegenüber war bestimmt nicht begeistert wegen der Shinobi! Natürlich nicht! Er befand sich hier in der Hauptstadt. Des Kaisers Stadt, welcher nie wirklich viel für Shinobi übrig hatte und auf die Macht der Jashinisten zurückgriff, welche ach so geläutert taten… Er hatte gelernt niemandem zu vertrauen. Und wenn er das schon gelernt hatte, dann sein Gegenüber sicherlich auch. Oder? Aber halt, er hätte vorhin wirklich Samurai oder Zivilisten oder sonstiges sagen sollen! Die Gedanken überschlugen sich immer mehr und er spürte regelrecht, wie ihm schwindelig im Kopf wurde. Immer weiter spulte sich das Rad seiner Gedanken und seiner Hoffnungen ab, wie ein Film vor seinem inneren Auge. Nur dann, plötzlich, kam es zum Stillstand und sein Verstand hüllte sich in Schweigen.
Verdutzt blickte er den Weißhaarigen an, der ihm gerade eine der merkwürdigsten Fragen überhaupt gestellt hatte: »Und ihr „Herr und Meister“? Ist der auch Shinobi?« Er könnte ihn einfach verraten und dann würde er vermutlich seine Haut retten. In vielerlei Hinsicht wäre es für einen Einzelgänger logisch, darauf zu antworten, aber genauso sehr rebellierte er innerlich dagegen. Man wurde mal hier mal da wegen dem Chef befragt, gleich zu Anfang hatte man es ihm erklärt. Mal hier, mal da. Er wusste, was ihm blühte, wenn er ihn verriet. Oder war es eine harmlose Frage? Ohje, in seinem Kopf kreiste es. Ihm wurde schummrig und ihm wurde übel. Nun fühlte er sich wirklich ertappt!
Erschöpft fasste sich der arme Kerl an den Kopf und biss sich abermals auf die trockene Unterlippe, die unter dem Druck gar leicht aufriss und Blut hervorbrachte. Der Assistent schmeckte die Flüssigkeit. Eisen. Warm. Rot. Blut. Tod. Würde er hier sterben?! Er wimmerte erneut und schüttelte den Kopf. »J-Ja, ich war Angestellter. Dann habe ich eine Pause gemacht… und und dann… dann haben sie mich wieder eingestellt… i-i-ich war gut in meinem… ich… i-ich meine, ich bin gut in meinem Job… auch, wenn ich nicht so aussehe… Hehe…« Kleiner Witz am Rande. Kam nicht als Witz rüber, viel zu unsicher. Seine Schultern lehnten sich leicht nach vorn, sodass es den Anschein erweckte, dass er gerade psychisch als auch physisch in sich zusammen klappte. »M-Mein… Chef… ist…« Ein Sadist. Ein Schänder, der allerobersten Güte. Ein Bunsenbrenner-Fanatiker mit Maske, der seine Knochen komisch knacken lassen kann. Jemand, der mit krächzend-wütender Stimme das ganze Labor erschüttert. Jemand, der… »…sehr speziell ist. E-Er… mag es nicht, wenn andere über ihn reden… e-er ist…« Das könnte nun im Nachhinein sehr weh tun. Aber er fand keine andere Lösung. »W-W-Wie ich… er kann nicht so gut… m-mit Menschen… i-in d-d-d-ummen… dummen Situationen… womit ich nicht sagen möchte, dass ich das hier alles dumm finde… n-n-nein… sehr nett haben Sie es hier… W-Wirklich…« Schlucken. Mut fassen. Frage stellen. »K-K-Kann ich jetzt gehen?«
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BeitragThema: Re: [Hakkin] Haupttor der Stadt   [Hakkin] Haupttor der Stadt Icon_minitimeSa Mai 13, 2017 11:57 am

Der Mann fasste sich plötzlich an den Kopf, Erschöpfung deutlich in seinem Gesicht zu erkennen und Azusa fühlte sich in seiner Annahme bestätigt. Er hätte immerhin alles machen können, von einem „wie kommen sie denn bitte darauf“ bis hin zu einem spöttischen Grinsen, weil er der Wahrheit nicht ferner liegen könnte. An der Wahrheit musste er aber nah dran sein, denn nichts dergleichen geschah – außer einer sehr ertappten Körperhaltung. Azusa fragte sich, ob er schon immer so gut im raten war, denn das war größtenteils was er hier tat. Auf gut Glück Thesen stellen und beobachten ob sie sich als wahr oder falsch herausstellten. Bis jetzt hatte er damit ein ziemliches Glück, oder vielleicht war er auch intelligenter, als er sich selbst eingestanden hatte. Was auch immer der Grund – die Befragung verlief in seinen Gunsten. Wenn er auch nicht sonderlich erpicht darauf war, mit Rebellen umzugehen. War dieser Mann das? Ein Rebell? So hartnäckig, wie er an seiner brüchigen Geschichte festhielt, konnte man das durchaus meinen. Aber auch wenn nicht – Azusa hielt weder viel von Rebellen, noch von anderweitigen Personen, die dem Kaiserreich Steine in den Weg legen wollten. Und war das nicht, was dieser Mann hier tat? Gut, es könnte eine übertriebene Reaktion seinerseits sein. Das könnte es wirklich. Aber der Mann weigerte sich hier in der Hauptstadt einem Shugonin Juunishi die Wahrheit zu sagen. Hieß das nicht, er würde mithilfe dieses Buches tatsächlich planen, dem Kaiserreich zu schaden? Vielleicht sollte er diesen Mann wirklich einfach fest nehmen. Ohne Beweise lag dies jedoch näher an einem Traum als an der Realität. Azusas Augen waren keine Sekunde vom Fremden gewichen. Sogar zu Blinzeln hatte er auf das Mindeste reduziert. Umso einschüchternder wirkten seine Augen, weit offen und voller Konzentration. Eine Eigenschaft die immer dann zum Vorschein kam, wenn er tief in den Gedanken war. Ohne das Geschehen vor sich auszublenden, verstand sich. Das war auch der Grund, weshalb er den genauen Moment mitbekam, indem die Lippe des Mannes einen Riss zog. Vor Nervosität kaute er schon seit einer ganzen Weile auf dieser herum. Jetzt aber hatte er damit ein neues Level erreicht und die rote Flüssigkeit blitzte dem Taira frech entgegen. Er tat einen tiefen Atemzug durch die Nase und der Blick fiel wie von selbst auf die verletzte Stelle. Das Rot, welches er erspähte, war ein Schönes. Dunkel, so wie Azusa es am liebsten hatte. Der Riss war nicht groß und dennoch blubberte eine beträchtliche Menge davon an die Oberfläche. Wie fest hatte der Toxikologe sich gebissen? Vor allem musste er es deutlich schmecken können. Er wimmerte und schüttelte den Kopf. Auf jeden Fall glaubte Azusa das nebenbei mitzukriegen, denn seine Aufmerksamkeit war inzwischen vollkommen woanders. Sie heftete an der Art, wie sich die Lippen des Mannes bewegten und wie dabei Blut an der Oberlippe kleben blieb. Warte. Redete er gerade mit ihm? Azusa begann, nach was wie eine Ewigkeit schien, endlich wieder zu blinzeln und bekam gerade noch so die letzten paar Worte des Satzes mit, der an ihn gerichtet worden war. Ein kläglicher Versuch eines Witzes, der Azusa auch nicht amüsieren würde, wenn er zugehört hätte. Er räusperte sich und runzelte unzufrieden die Stirn, während er seinen Blick von dem Riss auf der Lippe löste und seinem Gegenüber zurück in die Augen blickte. War er da gerade wirklich in eine Starre gerutscht? Nun, gerutscht konnte man es nicht nennen, denn er hatte es sich ja selbst erlaubt mit den Augen länger zu verweilen. Auch wenn er das weiß Gott nicht sollte. Zwar hatte er entschieden, das der weinerliche Mann keine große Bedrohung darstellte – trotzdem war es unprofessionell gewesen, sich so gehen zu lassen. Sich immer noch so gehen zu lassen, denn wäre dieser Mann ein Feind, dann würde er ihm ohne schlechtes Gewissen einen Finger in die Wunde bohren um noch mehr von der schönen Flüssigkeit ans Licht zu rufen. Aber als Feind konnte man ihn noch lange nicht identifizieren – wobei Azusa der festen Meinung war, er hing einfach mit den falschen Leuten ab und war dadurch in dieses Schlamassel geraten. Der Weißhaarige schnaufte einmal temperamentvoll und schluckte schwer den Klos herunter, der sich in seinem Hals gebildet hatte. Damit verbannte er auch die Unprofessionalität seiner schrägen Faszination und widmete sich erneut den Problemen an Ort und Stelle. Die Augen trainierte er sicherheitshalber aber etwas höher, auf die Stirn des Mannes – nur um sicherzugehen. Dieser war förmlich in sich zusammen gefallen und mit den Nerven wohl auch völlig am ende.
»M-Mein… Chef… ist…«  Begann er zögerlich und Azusa hob erwartungsvoll die Brauen. War er endlich dazu bereit ihm Antworten zu geben? Falls ja, dann wäre Azusa fast schon ein wenig stolz gestimmt – hatte das Gespräch doch einen recht hoffnungslosen Anschein gemacht. Er wurde allerdings enttäuscht. Statt dem, was er hatte hören wollen, bekam er eine gestotterte Erklärung die den Charakter des Chefs erläuterte. Ein spezieller Mann, der es nicht mochte, wenn über ihn geredet wurde. Jemand der genauso schlecht im Umgang mit Menschen war, wie dieser Toxikologe. Azusa stellte sich an dieser Stelle einen etwas größeren Mann vor, der, wenn er angesprochen wurde, blass wurde wie eine Leiche, in Schweiß schwamm und den einen Stotterer nach dem Nächsten erlitt. Dann schüttelte er wenig diskret den Kopf. Das schien zu weit hergeholt. Vor allem, wenn dieser Chef das wahre Genie hinter einem bösen Plan darstellen sollte. Dann kam die Frage, die den Weißhaarigen ungläubig stimmte.
»K-K-Kann ich jetzt gehen?«
Azusas Lächeln wuchs zu einem amüsierten Grinsen, welches flink hinter gehobener Handfläche versteckt wurde. Gehen wollte er? Eine solche Chance hatte er sich schon längst vermasselt. Die Naivität des Mannes war beeindruckend. Nein, gehen durfte er noch lange nicht. Azusa war jedoch wenigstens in einem Punkt mit ihm durch – er würden nicht langer so tun, als habe der Mann wirklich ein Fünkchen Gefahr in sich drinnen. Schuld sprach er ihm auch keine zu.
Nein, das können Sie nicht. Nicht bevor ich mit diesem Chef geredet habe. Das wäre übrigens Ihre nächste Aufgabe: Irgendeine Möglichkeit, dass sie ihn her bestellen könnten?
Azusas Griff um das Buch wurde fester – so fest das man hätte sehen können, wie seine Knöchel weiß wurden, würde er keine Handschuhe tragen. Sein Grinsen wich dem üblichen Lächeln, jedoch legte er den Kopf ein wenig schief und seine Augen zogen sich zu fiesen Schlitzen zusammen.
Er hat einen guten Grund zu erklären, weshalb sein Angestellter handschriftlich ein Buch voller seltener Gifte kopiert – was übrigens gegen das Urheberrecht verstößt, sollte mein Verdacht sich als richtig herausstellen.
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Kuroreiki Masao

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BeitragThema: Re: [Hakkin] Haupttor der Stadt   [Hakkin] Haupttor der Stadt Icon_minitimeSa Mai 13, 2017 3:50 pm

Diese Augen machten ihm Angst. Er hatte unter schweren Wimpern zu dem jungen Mann geblickt, während er sich mit der Zunge über die Lippe gefahren war, versucht hatte, die Blutung zu stillen. Es war wirklich jämmerlich, hatte er sich gedacht. Er wimmerte so viel, dass er sich am Ende selbst verletzte und vermutlich kam er nicht wirklich als kompetent rüber. Das tat er genau genommen nie – vermutlich hatte er auch deshalb nie einen anderen Job finden können. Letzterer Job, welchen er gerade inne hatte, hatte ihn eigentlich an goldgelbe Augen gewöhnt. Augen, die stechend waren. Augen, die wütend sein konnten. Augen, die kalt und berechnend auf Assistenten hinunterblickten – aber ab und an auch amüsiert funkelten, obgleich ihr Besitzer es niemals zugeben würde. Eigentlich sollte er also einen solchen Blick gewohnt sein… aber diese Augen machten ihm dennoch Angst. Er wusste, worauf der Mann geblickt hatte, hatte sich sogar anderweitig Gedanken gemacht, ob ein bestimmtes Interesse hier vorläge… Es dauerte eine kleine Weile, nach welcher sein Kontrolleur sich wieder zu fassen schien. Nach welcher er wieder damit begann, sich auf seine Fragestellungen und dergleichen zu konzentrieren – nicht mit dem Ziel, ihn selbst freizulassen. So stellte es sich heraus und sogleich flog ein imaginärer Hammer vom Himmel, welcher die Hoffnungen des Assistenten erdrückte. Eigentlich war es ohnehin schon eine miese Hoffnung gewesen, aber was sollte er auch tun? Eben, er konnte gar nichts tun. Nicht mehr.
Auf seine Frage hin hatte er ernüchterndes Amüsement geerntet. Etwas, was den armen Tropf seiner selbst nur noch mehr verunsicherte und so etwas wie Sozialkompetenz in die Ferne lenkte. Dennoch jaulte er wie ein geschlagenes Tier kurz auf, als das Wort erneut auf seinen Chef zu sprechen kam. Den Chef, den er nicht verraten würde, aber der unbedingt befragt werden musste. Es sei seine nächste Aufgabe. Ob er eine Möglichkeit habe, ihn her zu bestellen. Ihm graute alleine vor dem finsteren Gedanken, dass sein Chef sowieso unter Umständen auf dem Weg sein könnte und umso mehr davor, wenn er ihn angeblich hierher bestellen müsste. Das würde ein Donnerwetter geben – die Bunsenbrenner würden auf ihn fliegen und ihn grüßen und nichts würde ihn mehr retten! Unweigerlich wurde der Assistent noch kleiner, die angespannten Muskeln wurden schlaff. Mit einem Mal wirkte er vermutlich wahrlich wie ein älterer Herr. Er wusste nicht mehr viel zu sagen, was jenes Buch betraf, welches sein Gegenüber immer fester umklammerte. Nun, das stimmte nicht ganz, aber die Worte verließen nicht gerade voll inbrünstiger Überzeugung seine Lippen. »N-Nein… d-d-das ist eine Privatkopie… f-für private Zwecke… ich darf Abschriften tätigen… s-sie sind ja für niemand anderen… als für m-mich«, stotterte er. Wieder leugnete er, sie für jemand anderen getätigt zu haben – dabei wäre das Ganze doch wirklich einfach gewesen. Aber Moment, war es überhaupt richtig, seinen Kontrolleur zu berichtigen? Würde ihn das nicht nur noch… schlimmer machen? Oder vielmehr: Würde es die Situation für ihn selbst nicht nur noch schlimmer machen? Der Assistent wäre fast in die Knie gegangen. »U-U-Und v-v-vielleicht kenne ich mich ja mit G-Giften aus…« Hatte er nicht das Gegenteil behauptet? Egal, vielleicht hatte der junge Mann es schon vergessen – bei der Jugend heutzutage wusste man ja nie. Jaja, es sich schönreden half immer. Das machte ihn selbstbewusster. Seine nächsten Worte waren somit gar kein Wispern. »…V-Vielleicht kenne ich ja… einige Gifte… äh… vielleicht f-f-fallen sie mir ja wieder ein und… und dann bringt mir d-das Buch gar nicht so v-v-… oh man… v-viel.« Hoffnungsvoll sah er nun sein Gegenüber erneut an. Herrje. Vermutlich würde man ihn gleich abführen. In ein dreckiges Loch… und Gänseblümchen würde ihn dann finden und nur noch zum Friseur gehen und sein Haarblümchen auf sein Grab setzen können. Eine böse Vorstellung, wie er fand.

Im selben Moment, in welchem der liebe Assistent erneut zu Stottern gedachte, hatte Masao sich gerade den weißen Haori übergeworfen – mit Missmut im Gesicht. Immer und immer wieder musste er solche garstigen Angelegenheiten ausbügeln, welche die Inkompetenz seiner Assistenten täglich ans Ufer spülte. Vielleicht sollte er sich einfach andere anschaffen. Einfach andere, die nicht so bescheiden in ihrem Kopf waren und deren Hirn nicht aus Schwamm bestand. Apropos Hirnschwämme. Masao wandte sich um. »Zuletzt hast du ihn am Tor gesehen, hast du gesagt. Wer war bei ihm? Wer hat ihn ausgefragt? Zähl es nochmal auf – nun los, ich habe nicht ewig Zeit. Es reicht, dass ich sie mit meiner Präsenz in der Hauptstadt verschwenden muss!« Ja, es regte ihn wirklich auf – obgleich er eine waschechte Lizenz besaß. Demnach konnte er sich an diversen Orten aufhalten und seinen Geschäften nachgehen, was eine Ermangelung einer Lizenz sichtlich beeinträchtigt hätte. Allerdings bedeutete das Ganze nicht, dass Masao sich gerne unter diesen Idioten aufhielt, die ohne große Umschweife mit alles und wahrlich jedem einen Pakt eingingen, nur um eine bestimmte Bevölkerungsgruppe in Mitleidenschaft zu ziehen. Oder zu unterdrücken – beziehungsweise: in effizienter Weise umzugestalten, wie manche es ausdrückten. Man sollte es nicht falsch verstehen, Masao war jene Bevölkerungsgruppe egal, doch fand er es höchst befremdlich und einfach strunzdumm, mit irgendwem Partnerschaften einzugehen, nur um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Eine Unterstützung – pah! Sie waren alle so minderbemittelt, wenn sie sich nicht einen eigenen Plan zurechtstutzen konnten, um ihre Gegner aus dem Weg zu räumen. Noch heute könnte er den Kopf darüber schütteln – ganz zu schweigen davon, dass es seine Geschäfte eingeschränkt hatte. Markierungen, Jagden. So etwas – »J-Ja, am Tor… und einer der Shugonin Juunish—Argh!« Er wich einem Stein aus, den Masao nach hinten gekickt hatte. Der Forscher hatte derweil die Augen zu Schlitzen verengt. Er war kein großer Fan dieser Bezeichnung. Diese Leute waren nichts mehr als Marionetten. Puppen des Kaisers, mit welchen er spielen konnte. Dumme Menschen. Sie ließen dergleichen mit sich machen – er konnte es noch nie wirklich verstehen, sich jemandem unterzuordnen. Abgesehen davon hielt Masao sowieso alle für dümmer als ihn selbst – zumindest in gewisser Hinsicht. Er selbst war lieber sein eigener Herr, was auch einer der Gründe war, weshalb er vor mehreren Jahren seine „Anstellung“ aufgegeben hatte und unter die freien Shinobi gegangen war. So konnte er sich selbst aufbauen und sein Wissen weiter verfeinern und Neues schmieden. »Immer dasselbe mit euch. Gibt man euch einen Auftrag, kommt so etwas dabei raus.« So ging es die nächsten paar Minuten noch weiter. Gezeter und Ausfragungen hier, Ausweichmanöver und dergleichen auf der anderen Seite. Masao stapfte missmutig vor sich hin und bereitete sich schon auf das Auseinandersetzen mit jener garstigen Einheit vor.
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BeitragThema: Re: [Hakkin] Haupttor der Stadt   [Hakkin] Haupttor der Stadt Icon_minitimeSa Mai 13, 2017 5:59 pm

Die Hoffnung, dass diese Situation hier mit simplen Mittel aufgeklärt werden konnte, war inzwischen verflogen. Der Mann widersprach sich immer mehr – mal wusste er nichts von Giften und ein anderes Mal doch. Ein trauriger Versuch das Gespräch doch noch zu seinen Gunsten zu wenden. Dabei musste er doch wissen, dass das nichts brachte. Es war zu spät. Ans aufhören dachte er scheinbar aber nicht. Wie viel Leid wollte er sich selbst noch zufügen? Er jaulte ja schon wie ein geschlagener Hund und nun hatte er den Körper sogar noch kleiner gebückt. Es hatte ja fast schon den Anschein, als wäre Azusa der Älteste der Beiden. Wenn er auch durch seinen Rang mehr Einfluss zu haben schien, der Anblick musste für Zuschauer äußert komisch aussehen. Azusa war keinesfalls wütend, aber er hatte entschieden genug von der ganzen „ich weiche allen Fragen aus“ Sache. Und normalerweise hielte er sich im Zaum – stattdessen ließ er der Irritation freien Platz sich in seinem Gesicht erkenntlich zu machen. Ihm fiel aber auch auf, wie fertig der Mann war. Er hatte sich die letzten Minuten über selbst ausgelaugt und es war ein Wunder, dass dessen Beine noch nicht nachgegeben hatten. Azusa legte sich die Hand an die Hüfte und sah sich spähend um. Dann packte er sein Gegenüber wortlos am dürren Arm um zerrte ihn in Richtung einer Sitzbank. Davon gab es hier noch eine handvoll mehr, für erschöpfte Reisende, die vor kurzem erst zurück gekehrt waren. Vor so einer Sitzbank blieb er stehen, ließ den Arm des Mannes los und deutete ihm mit einer knappen Handbewegung sich zu setzten. Genau das tat Azusa nämlich auch – er nahm auf der Bank Platz und legte sich das Buch auf die Schenkel. Dort klappte er es erneut auf und begann ab der ersten Seite zu lesen. Dieses Mal aber richtig, ohne zu überfliegen. Eine säuberliche Handschrift lächelte ihm entgegen, die Buchstaben waren vorsichtig und mit viel Herzblut ordentlich auf die Seiten gebracht worden. Man sah also, dass sich hierbei viel Mühe gegeben wurde. Sicher hatte sich der Mann einen besseren Tag vorstellen können. Azusa auch, aber ihm was so ziemlich alles recht, wenn es mit seiner Arbeit zu tun hatte. Alles für Kaiser Maeda Gou. Mit einem entschärften Blick sah er zum Toxikologen. Auf jeden Fall hoffte Azusa, dass sein Blick entschärft und nicht mehr so bedrohlich wirkte, denn hatte er eins verstanden – Nervös und in Panik konnte er dem Mann überhaupt gar nichts entnehmen. Außerdem hatte sich der Taira an seine Wurzeln erinnert und er wollte ja immer mehr gutes tun, als schlechtes. Wenn so eine Definition, was gut und schlecht ist, von jedem anders gezogen werden kann, aber im Moment hatte er entschieden, dass es definitiv nicht mehr in Ordnung war, den Mann in so einem Zustand zu lassen. Auch wenn er ihn zunehmend irritierte, mit seiner Sturheit. Azusa war zugegeben aber ähnlich stur, weswegen er selbst nicht ans aufgeben dachte.
Ich stelle Ihnen nun einige Fragen. Sie haben das Recht mich zu unterbrechen, wenn es vonnöten ist um ihren Chef zu kontaktieren. Auch dürfen sie dazu anderswo hingehen, sofern es in der Hauptstadt ist. Ich werde ihnen dabei selbstverständlich nicht von der Seite weichen. Wie schon gesagt – solange ich nicht mit Ihrem Chef gesprochen habe, lasse ich Sie nicht aus den Augen... Mister Toxikologe.
Hm, da viel ihm ein, dass er seinen Namen noch gar nicht kannte. Obwohl er höchstwahrscheinlich eh bei Mister Toxikologe bleiben würde, es brachte ja nichts mit einem Verdächtigen auf gutem Verhältnis zu sein. Das erinnerte ihn...
Ach und den Ausweis hab ich ja auch noch gar nicht gesehen.
Azusa öffnete wartend die Handfläche und blätterte mit der Anderen eine Seite weiter. Er hatte sich nämlich wieder dem Buch gewidmet und durch wachsendes Interesse verzog sich sein Mund zu einem kleinen Schmunzeln. Der Wissensdurst in ihm kam mal wieder zum Vorschein und er konnte sich einfach nicht zurückhalten. Etwas zu lesen, von dem er keine Ahnung hatte, war jedes Mal aufs neue wieder eine befriedigende Erfahrung. Ginge es nach ihm, dann würde er sich all das Wissen der Welt aneignen. Aber er war ja noch jung – was nicht war, konnte noch werden.
Je länger Sie das hier hinauszögern, desto schlimmer kann es letztendlich enden. Machen wir also mit der Befragung einfach weiter. Wie ist denn Ihr Verhältnis zu Ihrem Chef – behandelt er Sie gut? Falls Sie erpresst und gezwungen werden Dinge zu tun, dann bin ich gerne behilflich und biete Schutz. Dafür müssen Sie jedoch ehrlich zu mir sein. Ja?
Azusa drehte nicht den Kopf, doch seine Augen schielten in Richtung des Toxikologen. Es muss recht merkwürdig ausgesehen haben – mit gebückten Kopf den Blick nach seitlich nach oben gerichtet. Die Haare fielen ihm dabei teilweise über die Augen, doch davon ließ er sich nicht stören.
Obwohl... Sagte er dann und legte nachdenklich den Kopf in den Nacken. So fertig wie der Mann war, sollte er ihm wohl doch lieber eine kleine Pause gönnen, bevor er mit der Befragung fortfuhr. Und ein Szenenwechsel, irgendwo, wo es mehr privat war, wäre auch nicht schlecht. Azusa unterdrückte ein Seufzen und stand auf. Wie wäre es, wenn wir erst Mal eine kleine Pause machen. Es war keine Frage, denn er griff bereits wieder den Arm des Mannes und zog ihn hinter sich her. Folgen Sie mir, ich kenne ein gemütliches Gasthaus.

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