Tamashii no Utsuri

Ein RPG in der Welt der Shinobi
 
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 [Itsuki x Auraya] Das neue Leben

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Senju Itsuki
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BeitragThema: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   Di Okt 31, 2017 5:22 pm

Das Dorf Kirigakure. Es war berühmt für seine guten Fischgerichte und dem ständig schlechten Wetter. Nebelschwaden und Regen. Genau an diesem Ort befand sich Senju Itsuki. Er war nicht alleine hier angekommen. Ashe, der kleine Junge, dessen Alter er nicht kannte, teilte sich mit ihm eine Unterkunft. Immer mehr bemerkte Itsuki dabei, wie sehr ihn ein normales Leben fehlte. Eines in dem er nicht ständig darüber nachdenken musste, ob er den morgigen Tag überlebte. Die letzten Wochen waren für ihn deswegen besonders stressig gewesen. Die Schergen des Kaiserreichs waren ihm auf der Spur gewesen. Im Stillen glaubte er sogar, dass Akane hinter all dem steckte. Die blonde Frau war bei ihrer letzten Begegnung eigenartig gewesen. Allerdings war es reine Spekulation.
Itsuki stieß leise die Luft aus den Lungen, während neben ihm sein Kuchiyose Wolf herging. Kokoro mochte das Wetter genauso wenig, wie er. Immer wieder sträubte sich sein Fell leicht.
„Schreckliches Wetter… schrecklich. Mein Fell ist ständig nass. Selbst, wenn es nicht regnet“, beklagte sich der Wolf mit schlechter Laune und schüttelte seinen pelzigen Kopf etwas. „Mein wunderschönes Fell… ich sehe aus wie ein nasser Hund… und riechen tue ich auch so.“
Der Senju rollte die Augen und tätschelte dem Wolf kurz den Kopf. Sie hatten gerade eine kleine Runde draußen gedreht und sich etwas umgesehen. Die Runde endete bei ihrer Unterkunft. Kokoro sprang bereits die Treppen langsam hoch und blieb oben abwartend sitzen. Dem Schwarzhaarigen war jedoch noch nicht nach der Unterkunft. Es war das eine mit einem Wolf und einem Jungen zusammen zu wohnen, aber das andere das er keinerlei Kontakt zu Erwachsenen derzeit besaß. Ein Gespräch mit jemand, der mit ihm wirklich eine Konservation führte, wäre wunderbar gewesen. Itsuki atmete tief durch und schloss die Tür für Kokoro auf. Dann lächelte er knapp in dessen Richtung.
„Ich werde eine Bar aufsuchen… oder irgendetwas in der Art. Mich ein wenig umhören. Bleib hier bei Ashe und pass auf ihn auf.“ Er zog die Tür zu noch bevor sich Kokoro beschweren konnte. Trotzdem hörte er die Stimme des Wolfes grummeln. Itsuki lächelte nur erneut und schritt dann los. Es würde ihm gut tun etwas unter die Menschen von Kirigakure zu kommen. Vielleicht sah er auch den einen oder anderen ehemaligen Tsukigakureshinobi? Rao hatte er hier auch getroffen, auch wenn er sie privat nicht wirklich kannte.
Der Weg des Senjus führte ihn durch die Innenstadt von Kirigakure. An vielen kleinen Läden vorbei, die beleuchtet waren. Er fühlte sich ein wenig fremd in der Stadt. Seine Kleidung passte nicht ganz in den Stil hinein und wirkte eher obsolet als modern. Vielleicht musste er sich die Tage neu einkleiden, um weniger aufzufallen. Es kam darauf an, wie lange er hierblieb. Im Moment blieb er wegen Ashe hier, aber irgendwann würde er wieder losziehen müssen. Oder?
Die Füße von Itsuki blieben stehen. Direkt vor einer Bar, die Ähnlichkeiten zu einer in Tsukigakure aufwies. Ob sie von dort hierhergezogen war? Diese Bar war eine von wenigen bei denen man erwarten konnte, dass angenehmes Volk anwesend war. Niemand der sich schlagen wollte. Umso teurer waren aber auch die Preise. Itsuki öffnete die Tür und trat langsam nach drinnen. Im inneren sah er sich kurz um. Für Sekunden fühlte er sich in die Vergangenheit zurückversetzt. Die Ambiente glich der, des Ladens von Tsukigakure. Es brachte etwas Heimat für ihn mit. Gemächlich blieb er an der Theke stehen und blickte an dieser entlang. Es gab nicht viele Menschen hier. Ein paar die sich freundlich miteinander unterhielten. Seine Augen wanderten zu dem Barkeeper und augenblicklich entlockte es ihm ein Lächeln als er das bekannte Gesicht sah. Er bestellte sich eine Sake, auch wenn er wusste, dass er eigentlich kein Alkohol vertrug. Dennoch wollte er vielleicht etwas lockerer werden, um mit ein paar Leuten zu sprechen.

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Yuki Auraya
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BeitragThema: Re: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   Di Okt 31, 2017 6:52 pm

Auraya bereute schon nach einigen wenigen Minuten, dass sie ihrer Schwester nachgegeben hatte. Irgendwie war sie immer wieder in Versuchung geführt den Illusionen ihrer Schwester nachzugeben. Wenn sie sich in der Arbeit vergrub und um Kinder ohne Eltern kümmerte, dann konnte sie niemanden kennen lernen, der sie glücklich machte. Früher war sie einfach nur ängstlich gewesen verletzt zu werden, später hatte sie dann Angst diese Person mit ihrer Familie zu überfordern und heute hatte sie die Hoffnung aufgegeben. Sie machte sich Sorgen das man sie politisch einspannen wollte, dachte über so viel nach und doch erschien ihr kein Plan wie sie ihr Glück finden würde. Also war sie mit Mai gekommen, wohl mehr um auf ihre kaum jüngere Schwester aufzupassen als das sie wirklich vor hatte jemanden kennen zu lernen. Zu diesem Zweck hatte sie sogar einmal ihre Augenbinde abgenommen. Nicht um ihre Schwester zu beobachten, sondern um den Gesprächen der Leute um sie herum zuzuhören. Andere würden die Fähigkeit von Lippen zu lesen wohl als spionieren bezeichnen, doch für Auraya war es zu einem Hobby geworden, wenn sie mit Mai unterwegs war. So hatte sie etwas zu tun, während ihre Schwester die Bekanntschaft eines Traummannes machte. Im Laufe der Zeit hatten sie viele Lokal ausprobiert, was die Möglichkeit auf neue Männer zwar immer verbesserte, aber Auraya konstant daran hinderte sich blind zu bewegen. Diese Lokale neigten alle immer wieder dazu ihre Tische umzustellen und so war es schier unmöglich sich blind hindurch zu bewegen.
Gelangweilt sah sie ein paar Männern dabei zu die Schulden beglichen, bevor sie zu einem Paar hinüber blickte und wehmütig wurde bei dem was sie von deren Lippen las. Sie werden heiraten, das scheint mir eine wirklich harmonische Beziehung. Auraya du solltest dich schämen sie alle so zu belauschen! Aber was habe ich für eine andere Wahl? Mai bei ihren Flirtversuchen zuzuhören? Ich glaube ich kenne all ihre Sprüche mittlerweile auswendig und irgendwie passen sie in jedes Klientel – es ist wirklich bedauerlich. Aber solange Mai damit glücklich ist. Ihr Blick schweifte durch den Raum und es fiel ihr schwer nicht bei jeder helleren Lichtquelle drei Mal zu blinzeln. Wie lange war sie nun schon nicht mehr ohne Binde aus dem Haus gegangen? Es war ungewohnt all die Menschen zu sehen und zu spüren, dass auch sie nur ein einfaches Wesen war das die Menschen zu bewerten schien. Um so trauriger war es, dass sie all die Männer ansah und für sich bewertete und um so trauriger erschien es ihr, dass Mai einen wirklich hübschen Mann gefunden hatte. Nicht hübsch war allerdings die Art und Weise wie die beiden bereits aneinander klebten. Ihre Schwester saß halb auf dem Schoß des Mannes und Auraya war mehr als peinlich berührt von dem Verhalten. Zum Glück entschlossen sich die beiden bald aufzubrechen. Er voran und Mai folgte ihm bereits mit einem deutlichen Schwanken bei jedem Schritt. Am liebsten hätte sie laut die Luft ausgestoßen, als sie an einigen Leuten hängen blieb. Zu Aurayas Glück, oder Unglück nur an einem Gast hängen. Von Glück konnte man wohl sprechen, dass es nur ein Gast war von Unglück, weil dieser noch nicht lange saß. Er war ihr aufgefallen. Zum einen weil er ihr vollkommen unbekannt erschien und zum anderen weil er von seiner Kleidung eher an ihre kimonoartige Gewandung heran kam, als jeder andere. Mai merkte jedoch nicht einmal, dass sie ihn angestoßen hatte und lief einfach ihrem Freund hinterher. Ob sie es irgendwann lernt? Sie würde ihre Schwester vor morgen nicht mehr sehen und sie fühlte sich schuldig, dass ihre Schwester sich nicht benehmen konnte. Auraya war gleichermaßen unwohl dabei sich für ihre Schwester zu als sie sich schon nicht wohl dabei fühlte ihn anzusprechen. Er war ihr unbekannte und sie spürte das ständige Misstrauen und die Mischung aus Angst, welche sie gerne einmal bei fremden empfand. Bitte verzeiht das Verhalten meiner Schwester. Ihr Augen huschten dem hellen Haar ihrer Schwester nach und dann wanderten ihre blassblauen Augen wieder zu ihm und ein sanftes Lächeln legte sich auf ihre Lippen. Darf ich vielleicht euer Getränk übernehmen, als Zeichen der Entschuldigung? In einigen Momenten würde sie sich wohl fragen, warum sie nicht anders konnte als in die Bresche zu springen, wenn ihre Familie Probleme hatte. Aber so war sie eben, einfach nur nett und etwas altmodisch.
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BeitragThema: Re: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   Di Okt 31, 2017 7:15 pm

Das Leben hatte Itsuki schon ein paar Mal übel mitgespielt. Den ersten Teil seines Lebens verbrachte er in Konohagakure bis ihm dort das Unglück seiner toten Frau ereilte. Danach verbrachte er fast 10 Jahre damit diesen Todesfall zu betrauern, während er in Tsukigakure eine neue Heimat aufbaute. Unter dem Dorf fand man ein großes Netzwerk an Mokutonranken, die eine Überwachung der Stadt ermöglichten. Es lief alles gut. Abgesehen von der Tatsache, dass die Einsamkeit seit jeher zu Hause herrschte. Nachdem er offener mit Frauen wieder wurde, erlebte er jedoch viele Enttäuschungen. Nachdem Tsukigakure vom Kaiser übernommen war, gab es für ihn nur wieder die Flucht. Eine Flucht, die ihn bis nach Kirigakure trieb. Das dritte große Shinobidorf in seiner Laufbahn. Er konnte wohl ab sofort behaupten, dass er alle Dörfer irgendwie kannte. Dennoch war sein Herz nirgendswo mehr richtig zu Hause. Das Vertrauen in Menschen war gebrochen. Zuletzt vertraute er Akane – die ihn regelrecht belog und ihr Leben in die Hände der Samurai gab. Zurück blieb nur Itsuki und der kleine Junge. Für Ashe wäre vermutlich ein Leben in einem Dorf besser als außerhalb mit einem gesuchten Nuke.
Itsuki hob das Sakeschälchen an seine Lippen, kam aber nicht mehr dazu ein Schluck zu nehmen. Irgendwer rempelte ihn an, wodurch das Schälchen überschwappte. Die Flüssigkeit ran über seine Finger hinweg und tropfte auf sein Gewand nieder. Ein leises Seufzen kam von ihm, er atmete durch und warf der Frau kurz einen Blick hinterher, die ihn anrempelte. Dennoch blieb er ruhig. Wahrlich ein tiefer Ruhepol schlecht hin. Er nahm eine Servierte und wischte sich die Hand trocken als eine Stimme ihn in seinem Tun unterbrach. Itsuki wandte seinen Kopf herum und blickte einer Frau entgegen, die sich für ihre Schwester entschuldigte. Ihre blassen, blauen Augen zogen seine Aufmerksamkeit auf sich und er konnte nicht anders als kurz etwas länger ihr entgegen zu sehen. Erst im nach hinein bemerkte er, wie unhöflich es war. Itsuki stand aus reiner Freundlichkeit auf und lächelte etwas. Es war kein aufgesetztes, sondern rühmte von Offenheit.
„Kein Problem. Es ist nichts passiert…“, erklärte der Mann und hob leicht die Hand, um abzuwinken.
„Sie müssen nicht mein Getränk übernehmen. Was für ein Mann wäre ich, wenn eine Frau meine Getränke übernehmen müsste?“ Es war rein rhetorisch gesprochen. Itsuki war eh von der alten Schule. In seinen Augen gehörte es sich nicht, dass ein Mann sich von einer Frau einladen ließ.
„Allerdings, wenn Sie wollen lade ich Sie zu einem Getränk ein. Falls Sie weiterhin ein schlechtes Gewissen haben, könnten Sie mir einfach so Gesellschaft leisten. Das ist vielmehr als ein Getränk.“ Mit der freien Hand deutete Itsuki auf den Stuhl neben sich. „Mein Name ist im übrigen…“, der Mann stoppte kurz in seiner Ansprache. Aus reiner Gewohnheit dachte er darüber nach, ob er seinen richtigen Namen nennen sollte. In Kirigakure wohl kein so großes Problem? „… Itsuki.“ Er entschloss sich für die Wahrheit. Wohl auch, weil er ein schlechter Lügner war.

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BeitragThema: Re: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   Di Okt 31, 2017 7:44 pm

Im Geiste stieß Auraya ein Gebet an den Gott der Yuki aus. Sie hatte Glück im Unglück, zum zweiten Mal an diesem Abend. Ihr Gegenüber gehörte nicht zu der rauen Sorte Mann, die sie scholten oder gar das Verhalten ihrer Schwester. Nicht das sie sich hätte schlagen lassen, aber sie hätte jedes böse Wort entgegen genommen, immerhin war der Fehler von ihrer Schwester gemacht worden. Doch er tat sie nicht mit einer lästigen Bewegung ab, wie es schon öfters vorgekommen war. Er erhob sich für sie und er tat das Fehlverhalten ab. Sie würde Mai also morgen nicht darüber in Kenntnis setzen, dass sie sich daneben benommen hatte und wenn dann nur um sie ein wenig zu belehren. Sie wollte ihm schon für seine Vergebung danken, als er auch ihr zweites Angebot ablehnte. Das Lächeln auf ihren Lippen wurde ein wenig breiter. Sie hatte nicht nur einen ruhigen Mann angetroffen, sondern einen der ihr vielleicht nicht unähnlich war. Sie erinnerte sich daran, wie ihre Mutter immer von den alten Sitten schwärmte mit denen ihr Vater sie umworben hatte und doch lief sie solchen Männern wirklich selten über den Weg. Vielleicht konnte dieser Abend doch noch ein wenig angenehmer werden als sie es gedacht hätte. Einen Moment lang blickte sie ihn genauer an. Er war beinahe das Gegenteil ihrer ganzen Familie. Dunkle Haar, ein gesunder Teint und dunkle Augen. Er wirkte nicht wie die beinahe blassen Yuki mit denen sie verwandt war, vielmehr als würde er sein Leben dort verbringen wo es deutlich mehr Sonne gab. Wenn dies euer Wunsch ist möchte ich ihn gerne erfüllen. Ich danke euch für eure Einladung.
Auraya überlegte einen kurzen Moment, wann sie das letzte mal etwas getrunken hatte. Doch ihr fiel kein Moment ein und so beschloss sie einfach nicht zu viel zu trinken. Zudem konnte sie nichts Schlechtes daran erkennen diesem Wunsch nachzukommen und sie wusste, dass sie nicht immer nur mit ihrer Familie sprechen konnte. Also setzte sie sich neben ihn und schenkte ihm ein weiteres Lächeln. Sie empfand spontane Sympathie für seine Ruhe und den Anstand, den er ihr entgegen brachte. Er kannte sie nicht und es gefiel ihr keine Rolle zu haben, der sie in diesem Moment entsprechen musste. Nun ich kann euch leider nicht versprechen, dass ich eine bessere Gesellschaft bin als ein Getränk, aber ich denke ich bin ein wenig gesprächiger, scherzte sie kaum, dass sie sich gesetzt hatte und strich ihre Ärmel und den Rock glatt. Mein Name ist Auraya, es freut mich eure Bekanntschaft zu machen. Einen Moment hielt sie inne, bevor sie noch immer lächelnd fort fuhr. Leider ist es nicht üblich das man meiner Schwester ihr unvorsichtiges Verhalten nach sieht. Um so angenehmer das ihr dem gelassener entgegen seht. Es war schade, dass dies der Wahrheit entsprach. Auch wenn man Auraya in diesem Dorf kannte, so war der erste blinde Impuls immer zu Wut, vor allem bei solchen Leuten ohne viel Kontrolle. Wie oft hatte sie die Menschen schon an ihren Rang erinnert, daran das sie mit ihren Reaktionen einen Bogen überspannten oder, dass sie an sich arbeiten mussten. Sie mochte es nicht immer die Person zu sein, die solche Dinge sagte. Aber wenn sie es nicht tat, dann tat es niemand. Es war wie mit Gruppenarbeiten in der Akademie. Wenn sie nicht die Kontrolle übernahm wurde aus dem Training nichts. Ebenso war es in ihrer Familie, wenn es um Ordnung ging. Wäre Auraya nicht so organisiert würde sie die Feiertage wohl jährlich in einem fragwürdigen Zustand verbringen. Da Mai jedoch fort war schien sie mit Itsuki so etwas wie einen freien Abend zu verbringen. Wie es wohl war ihre Schwester nicht betrunken nach Hause zu begleiten?
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BeitragThema: Re: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   Di Okt 31, 2017 8:32 pm

Heute Abend schien Kirigakure das erste Mal etwas angenehmer auf ihn zu wirken. Auch wenn die Frau wahrlich das Dorf mit seiner Frostigkeit gut wiederspiegelte. Ihr heller Teint und die blassblauen Augen strahlten im ersten Moment Kälte aus. Er hatte gehört, dass die Sonne nicht ganz so intensiv schien, wie es in Kumogakure der Fall war. Dennoch, kaum hatte die Frau ein paar Worte gesprochen, erfüllten ihn diesen mit viel Wärme. Sie war freundlich und bediente sich einem mindestens genauso höflichen Wortschatz, wie es Itsuki tat. Die Einladung zum einem Drink nahm sie mit einem Dank entgegen. Ein kleines Lächeln zeichnete sich auf seinen Lippen ab, nachdem sie sich zu ihm setzte. Erst dann ließ auch Itsuki sich wieder auf dem Stuhl nieder und wischte mit einer Servierte die letzten, verschütteten Tropfen seines Sakes auf.
Über ihren Witz lachte Itsuki. Es war kein lautes oder auffälliges Lachen, sondern eines das genauso ruhig wirkte, wie sein allgemeines Auftreten.
„Nun, zumindest scheinen Sie Humor zu haben. Das spricht schon einmal für Sie, statt für ein Getränk“, erwiderte er auf ihre scherzenden Worte und zwinkerte ihr freundlich zu. Er hob die Hand zum Barkeeper und versuchte somit auf sich aufmerksam zu machen.
„Nehmen Sie ruhig was Sie wollen.“
Itsuki wandte seinen Körper der Frau zu und lehnte einen seiner Arme über die Theke hinweg. Noch einmal betrachtete er sie etwas und musste feststellen, dass sie durchaus eine attraktive Frau war. Nicht, dass er Frauen auf ihr Äußeres reduziertes, aber er mochte es allgemein wen Frauen sich traditioneller kleideten.
„Es freut mich ebenfalls Ihre Bekanntschaft zu machen.“ Er füllte sein Sakeschälchen noch einmal auf und lauschte dabei den Worten von Auraya über ihre Schwester. Es schien ihr allgemein unangenehm gewesen, dass sie jemand anrempelte. Itsuki nahm einen kleinen Schluck von der Sake und stellte das Schälchen wieder auf dem Tresen ab.
„Es scheint wohl nicht üblich hier zu sein, dass jemand so gelassen reagiert?“, fragte er nach. Immerhin sah er es als selbstverständlich ein, dass man etwas Gelassenheit an den Tag legte. Wenn man sich wegen jedem Rempler aufregte, würde man vermutlich niemals die 60 Jahre überschreiten.
„Ich meine… selbst wenn sie mich umgerannt hätte, so wäre es kein Grund gewesen ausfallend zu werden“, er deutete kurz ein Kopfnicken Richtung Tür an. „Dort draußen gibt es genug andere Menschen, die sich bekämpfen. Warum also seine private Zeit damit verschwenden sich über solche Dinge aufzuregen?“ Itsuki konnte nicht einschätzen, wie die Leute in Kirigakure waren. Es gab Geschichten über die Vergangenheit des Dorfes, aber er war allgemein ein Mensch der sich gerne ein Bild über etwas machte, bevor er urteilte.
„Vermutlich ist es offensichtlich, aber… sind Sie heute Abend hier um auf ihre sie aufzupassen? Ich hoffe ich halte Sie nun nicht von Ihrer Pflicht als Schwester auf“, warf dann der Senju besorgt in den Raum. Er konnte Auraya nicht einschätzen und wollte sie ungerne aus reiner Höflichkeit zu diesem Gespräch nötigen, auch wenn er glaubte das sie eine sehr nette Gesprächspartnerin war.

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BeitragThema: Re: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   Di Okt 31, 2017 9:01 pm

Humor? Auraya blinzelte überrascht bei seiner Bemerkung. Mai fand sie immer zu Humorlos und Rian wollte ihr einreden, dass ihre Witze nicht lustig waren und ihre Eltern nun diese waren meist viel zu ernst als das sie einen Witze zwischen Gebeten und Schwertkampf als unterhaltsam empfanden. Doch ihr etwas lockeres Mundwerk schien hier nicht zu stören, es schien ihr außerhalb ihrer Familie Sympathie einzutragen. Konnte ihre Familie sich nicht ein wenig von ihm abschauen? Sie wollte sich nicht beschweren, doch hin und wieder brauchte sie wohl einfach von anderen Menschen so etwas wie Aufmerksamkeit. Nicht die Aufmerksamkeit eines Helden der das Dorf verteidigte noch die Aufmerksamkeit Krankenschwester für Rin zu spielen. Es ging hier einfach darum als Mensch angenommen zu werden und Auraya kam nicht darum herum sich hier menschlich zu fühlen und nicht wie in einer ihre vielen Rollen im Alltag.
Da scheine ich ja noch einmal Glück gehabt zu haben. Sie fühlte sich wohl, beinahe ein wenig heimisch wie sie so mit ihm da saß und einfach nur ein wenig plauderte ohne sich groß Gedanken zu machen. Einen Moment lang musste sie sich jedoch von ihm Abwenden und sich Gedanken über ihr Getränk machen. Sake war üblich und sie wusste, dass sie andere Getränke wohl noch weniger vertragen würde als einen Schluck Sake. Also bestellte sie lächelnd ebenso ein wenig Sake und musste ihr Getränk ein wenig erheitert beäugen. Sie war sportlich genug um so etwas wie Muskulatur zu besitzen und dennoch war sie immer noch zierlich. Da sie lange nichts mehr getrunken hatte musste sie davon ausgehen nicht viel zu vertragen. Diese Getränk würde sie also mit äußerster Vorsicht genießen müssen. Sacht folgte sie dem Beispiel ihres Gegenübers und füllt ihre Schälchen. Auf einen schönen Abend, sage sie noch leichthin bevor sie ihren ersten Schluck nahm. Der Alkohol rann ihren Hals beinahe brennend hinab und es dauerte nicht lange bis sie spürte wie wärme in ihr Aufstieg. Ein ungewohntes Gefühl, wenn sie daran dachte wie kalt und frostig es überall in Kirigakure war, vor allem in ihrem zu Hause. Konzertiert stellte sie das Schälchen zurück und schüttelte auf seine Frage hin traurig den Kopf. Versteht mich nicht falsch, die Leute in diesem Dorf sind keineswegs böse. Aber jene die Angetrunken sind vergessen leider zu gerne ihre Manieren. Das Geschlecht spielt zu später Stunde in diesem Punkt leider keine Rolle mehr. Mit einem leichten Schulterzucken tat sie diesen Umstand jedoch ab und lachte kurz auf, als er von ihren Pflichten sprach. Mai sah es nicht einmal gerne, wenn sie ihr folgte und sie zurück brachte. Natürlich genoss sie den Umstand, dass niemand ihr etwas antat, wenn Auraya in ihrer Nähe war, aber es hatte auch schon einige Menschen abgeschreckt. Ihr habt wohl recht, aber ich denke das vergessen die Leute immer zu gerne. Was sie nicht sehen beschäftigt sie oft nicht lange. Und macht euch wegen meiner Pflichten keine Sorgen. Man könnte sagen, dass ich mich in vielerlei Hinsicht besser fühlen, sie zurück zu bringen. Aber sie lässt mich gerne einmal wissen, dass sie ihre Bekanntschaften auch ohne meine Hilfe kennen lernt, wenn man es den so nennen mag. Ich denke das ist eine Bürde die ich als ältere Schwester nicht mehr los werde. Sie wollte nicht das er sich schlecht fühlte. Immerhin hielt er sie wirklich von nichts ab. Vielleicht davon in ihr Bett zu kommen um von Rin geweckt zu werden. Niemand wartete zu Hause auf sie. Natürlich war da ihre Familie und sie liebte diese Menschen, aber sie kehrte nie zu ihrer eigenen Familie nach Hause, nie zu einem Partner, einem Kind oder zu einem Haustier. Sie wusste nicht einmal ob sich dieser Umstand ändern würde. Aber zum ersten Mal seit langer Zeit war sie froh darum Mai begleitet zu haben.
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BeitragThema: Re: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   Di Okt 31, 2017 9:26 pm

Es war eine gute Idee gewesen zu dieser späten Stunde noch einmal eine Bar aufzusuchen. Itsuki vermisste den Kontakt mit Menschen und war erleichtert darüber, dass ein angenehmer Abend auf ihn wartete. Schon lange war er dort draußen umhergezogen. Stetig mit der Angst behaftet, dass man ihn kriegen könnte. Das erste Mal seit langen schlich sich so etwas wie… Entspannung dazwischen. Es tat ihm sichtlich gut ein nettes Gespräch zu führen, hatte sich doch schon so etwas wie Kälte in seine Seele gefressen. Eine Kälte, die man nicht äußerlich sah. Es war als würde dort etwas in ihm sterben. Itsuki hatte bisweilen noch nicht genau definieren können, welcher Teil seiner Seele durch die Scharaden verloren ging, aber er wusste das ihm irgendetwas verloren ging. In diesem Augenblick, wo er das nette Gespräche mit der Frau anfing, wurde ihm jedoch bewusst, welcher Teil seiner Seele verrottete. Es war der Glaube an die Menschlichkeit gewesen. Der Glaube, dass es Menschen gab, die sich nicht nur am Leid und Schmerz anderer labten.
Umso mehr zeichnete sich ein breites Lächeln auf seinen Lippen ab als sie auf einen schönen Abend anstießen.
„Auf einen schönen Abend“, wiederholte der Senju und prostete ihr mit dem kleinen Sakeschälchen leicht zu. Nachdem er das Schälchen wieder abstellte, sah er zurück in ihre Richtung. Er neigte schon immer dazu den bloßen Augenkontakt zu suchen. Für ihn waren Augen das Fenster zu Seele. Man konnte in ihnen so viel mehr lesen ohne nur ein Wort gesprochen zu haben. Auraya kannte er nicht, aber ihre Augen faszinierten ihn auf eine gewissen Weise. Trotz des kühlen blau, wirkten sie rein und ehrlich. Natürlich konnte sich Itsuki in der Beziehung auch täuschen. Er neigte allgemein dazu sehr leichtgläubig zu sein, wenn es um die gute Seite eines Menschen ging. Früher war diese Naivität etwas schlimmer als heute, aber zeitweise tauchte sie nach wie vor auf.
„Ah, das ist wohl kein Problem von Kirigakure, sondern wohl in jedem Ort so“, erwiderte er auf ihre Worte dazu, dass einige Menschen im angetrunkenen Zustand ihre Manieren vergaßen. Mit solchen Leuten machte er grundsätzlich kurzen Prozess. Bei ihm gab es nur gute oder schlechte Menschen. Es gab kein Mittelmaß von ‚fast gut‘ und ‚fast schlecht‘. Jeder entschloss sich irgendwie für eine Seite und wenn man das tat, musste man mit den Konsequenzen rechnen. So ruhig und freundlich er war, so hart konnte er sein Wort durchsetzen.
In diesem Moment war es aber nicht nötig, dass er hier irgendwelche unangenehmen Worte verlieren müsste. Dafür lief das Gespräch viel zu freundlich ab.
„Ich habe generell das Gefühl – auch wenn es klingt als wäre ich uralt – dass einige Leute sich zu sehr auf sich selbst konzentrieren und damit den Blick für die Gemeinschaft verlieren.“ Itsuki ließ für einen Augenblick seine Augen umher wandern und betrachtete die anwesenden Menschen. Wer waren sie? Konnte man ihnen vertrauen?
Seine dunkelbraunen Augen schwenkten zurück auf die Frau, die ihm gerade ein paar Worte über ihre Schwester erklärte.
„Wissen Sie… ihre Schwester kann sich glücklich schätzen Sie zu haben“, sagte der Senju nach einen Moment der Stille nachdem die Worte von Auraya endeten. „Nicht viele Geschwister interessieren sich für ihres gleichen. Umso lobenswerter ist es, dass sie es tun.“
Itsuki hob sein Sakeschälchen und protestete zu ihrem Wohl in ihre Richtung. Er trank noch einen Schluck und spürte das warme Gefühl, dass sich in seiner Brust ausbreitete. Das Glück von Geschwistern oder gar einer Familie besaß er nicht. Natürlich war dort sein Kuchiyose, der aber derzeit auch nur noch hier war, weil er jemand für Ashe benötigte. Ashe hatte er erst vor kurzen aufgenommen. Für ihn empfand er noch nicht etwas wie Familie. Es war nur ein weiteres Schäfchen bei dem Itsuki die Verpflichtung verspürte darauf aufzupassen. Aber Familie besaß er schon seit mehreren Jahren nicht.
„Gestatten Sie mir die Frage… besitzen Sie eine große Familie? Haben Sie viele Geschwister?“, erkundigte er sich dann etwas neugierig geworden. Er dachte an seine Mutter und seinen Vater zurück – allgemein an seinen Clan. Die Senjus waren seit jeher Stolz gewesen sich zu haben. Aber auch zu dieser Gemeinschaft konnte er sich derzeit nicht mehr zählen. Itsuki nahm noch einen Schluck des Sakes, diesmal etwas großzügiger. Der Gedanke war schon immer nicht angenehm gewesen für ihn.


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BeitragThema: Re: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   Di Okt 31, 2017 9:58 pm

Es fiel ihr viel zu leicht sich den Gedanken hinzugeben, dass es zwischen ihnen keinerlei Probleme geben würde. Sie waren sich unbekannt und doch musste Auraya sich eingestehen nicht so verschreckt zu sein, wie es sonst der Fall war. Nicht das sie dazu neigte sich Ängste ansehen zu lassen, aber bei Itsuki kam nur wenig Angst auf. Obwohl etwas in ihr darauf pochte nicht immer zu frei mit allem heraus zu rücken, so war es doch etwas das sie kaum zu verhindern vermochte. Sie konnte Dinge einfach nicht in sich hinein fressen oder um Dinge ein großes Geheimnis machen. Auraya war einfach ehrlich, beinahe so rein wie ihr Haar weiß waren. Natürlich behagte es nicht jedem etwas direkt zu hören, doch Itsuki schien ihre Sicht auf die Dinge noch nicht zu stören. Natürlich konnte all das noch kippen und sie war sich schmerzlich bewusst wie leicht so etwas passieren konnte. Bis zu diesem Punkt würde sie seien Gesellschaft jedoch genießen und sich nicht mit trüben Dingen ablenken. Was geschah konnte man ohnehin nur bedingt beeinflussen und abwenden noch seltener. Diese einfache Logik half ihr in so vielen Moment und auch in diesem war sie beruhigend. Sie konnte alleine nicht die ganze Welt verändern, aber sie alleine konnte entscheiden diesen Moment hier zu genießen.
Sie nickte zustimmend als er anführt, dass dieses Problem wohl nicht nur in Kiri existierte. Sie kannte die anderen Dörfer nicht, aber wenn sie an das Chaos in Konoha dachte erschienen ihr die Probleme auf der Insel sehr human. Hier war es kalt, ihnen fehlte immer einmal wieder die Sonne und der Nebel war ihr ständiger Begleiter, aber sie wurden nicht kontrolliert. Die Konflikte in diesem Reich waren allesamt lösbar und niemand musste sich darum fürchten zu sagen was er dachte. Zumindest kannte sie niemanden der ein solches Problem hatte. Sie selbst sagte zumindest immer wieder was sie dachte und war selten damit in große Probleme geraten. Nun ihre Schwester mochte es nicht, wenn sie sich in ihren Männergeschichten einmischte, aber das war nichts in einer Größenordnung die Krieg heraufbeschwor. Ihr Klingt nicht uralt, zumindest nicht in meinen Ohren, versicherte sie ihm ohne weiteres. Vielleicht war er ein wenig älter als sie, das vermochte sie nicht so recht einzuschätzen, aber uralt hielt sie doch für ein wenig übertrieben. Es schmeichelte ihr zu hören, dass man ihre Fürsorge zu schätzen wusste. Vielleicht sagte sich das einfacher, wenn man nicht betroffen war. Dennoch klang es aus Itsukis Mund wie ein aufrichtiges Kompliment, eines das Mai ihr nie wirklich zukommen lies. Zur Überraschung der Schwertmeisterin füllte er sein Schälchen wieder und prostete ihr zu. Trank er wirklich auf sie?
Auraya spürte das ihr das Kompliment nun doch ein wenig unangenehm wurde, nicht wirklich aber sie fühlte sich auf eine seltsame wiese für etwas gelobt das für sie schon immer zum guten Ton gehörte. Oh ich tue das gerne, versuchte sie das Kompliment ein wenig herunter zu spielen. Er brachte sie damit wirklich in Verlegenheit. Zwar nur so sehr, dass sie kurz errötete und doch mehr als die meisten anderen es immer taten. Lag es daran, dass sie ein wenig getrunken hatte? Wenn dem so war vertrug sie wirklich unglaublich wenig und sollte sich dafür eigentlich schämen. Dennoch nippte sie erneut an ihrem Sake und wieder stellte sich Wärme in ihrem Körper ein. Sie spürte bereits die leichte Wärme in ihrem Gesicht und musste sich fragen ob man ihr die leichte röte all zu deutlich ansah. Um so glücklicher war sie, dass er sie nach ihrer Familie fragte. Über ihre Familie konnte sie immer einiges erzählen und das ohne Problem. Natürlich ist die Frage gestattet, gab sie leichthin zurück und spürte wie sie ganz unwillkürlich lächelte. Es fiel ihr nie schwer zu lächeln und doch hatte sie in diesem Moment das Gefühl, dass sie es häufiger tat als sonst. Aber bedachte sie nicht jeden Menschen, den sie kennen lernte immer mit aufrichtigen Worten und Freundlichkeit? Einen Moment lang verfing sie sich in ihren Gedanken ehe sie wieder zu sprechen begann.Oh ja man kann durchaussagen das wir etwas größer sind. Meine Schwester habt ihr bereits kennen gelernt, aber ich habe noch einen jüngeren Bruder, meine Eltern und eine Nichte. Wären ihr all diese Informationen über die Lippen gegangen, wenn sie außerhalb von Kirigakure war, hätte sie sich dafür vielleicht selbst gerügt aber so? Er konnte noch nicht lange genug hier sein um zu wissen wer sie war und selbst wenn sie jemals in eine Situation kommen würde in der ihr etwas zum Verhängnis wurde schienen diese Dinge noch immer sehr unbedeutend. Wie steht es mit Eurer Familie, wenn ich fragen darf? Kaum hatte sie die Worte ausgesprochen bereute sie diese auch schon. Verzeiht mir - es scheint als würde der Sake meine Zunge lockern. Am besten vergesst Ihr einfach das ich gefragt habe. Das ist eigentlich nicht meine Art. Scham stieg in ihr auf. Sie hasste es Leute zu bedrängen, sie etwas zu fragen. Man sollte ihr Dinge anvertrauen, weil man es wollte, nicht aus zwang. Ob sie damit alles verspielt hatte?
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BeitragThema: Re: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   Di Okt 31, 2017 10:31 pm

Natürlich sah Itsuki nicht, wie ein uralter Mann aus. Allerdings mischten sich bereits die ersten Grübchen in sein Gesicht und ein zwei Haare wurden bereits etwas grau. Mit seinen 42 Jahren konnte er zumindest auch etwas Erfahrung bereits vorweisen.
„Nun, das freut mich, dass Sie das so sehen“, erwiderte Itsuki auf die Versicherung hin, dass er nicht uralt klang. Inzwischen glaubte der Senju das sie beide auf einer Augenhöhe kommunizierten. Sie waren höflich und respektvoll. Stets darauf bedacht bei dem anderen nicht in Fettnäpfchen zu treten. Eine Vorliebe von Itsuki, wenn er Mal wieder in seiner Offenheit ausbrach. Deswegen nährte er sich dem Thema Familie besonders langsam. Er konnte nicht einschätzen, wie nahe Auraya dieser stand. Aber zumindest schien sie keine negativen Gedanken mit ihrer Familie zu verbinden. Sie sprach zumindest mit viel Leidenschaft über sie. Als er erwähnte, dass ihre Schwester durchaus glücklich sein konnte eine solche Schwester zu haben, glaubte er sogar einen Hauch von Röte auf ihren Wangen zu sehen. Er konnte sich natürlich täuschen. Das dumpfe Licht in der Bar ließ die Farben einwenig verschwimmen. War er zu weit gegangen, dass ihr das Thema unangenehm schien? Itsuki blickte Auraya kurz in die Augen. In diesen spiegelte sich zumindest keine Unbehaglichkeit aus. Die Röte schien auch zu verblassen als er auf ihre Familie zu sprechen kam. Vielleicht lag es auch einfach an dem Kompliment, dass er ihr unterbreitete? Itsuki verdrängte den Gedanken einfach und hörte lieber der Erklärung über ihre Familie zu. Sie schien noch einen Bruder zu haben, ihre Eltern und eine Nichte. Ein Lächeln rang sich auf seine Lippen.
„Nun Ihre Schwester habe ich leider nur von hinten gesehen. Richtig kennenlernen würde ich das nicht nennen“, erwiderte er mit einem kleinen Grinsen auf den Lippen. Erneut hob er das Sakeschälchen an die Lippen und trank einen Schluck davon. Er spürte bereits das Gefühl von Leichtigkeit in seiner Brust. Das Gespräch lief flüssig ab und schien nicht ins Stocken zu kommen. Erst als sie auf seine Familie zu sprechen kam, dachte Itsuki zunächst darüber nach, was er ihr sagen sollte. Auraya entschuldigte sich daraufhin bereits, dass der Alkohol ihre Zunge lockern würde. Itsuki legte aus Reflex beschwichtigend seine Hand auf ihren Unterarm ab, damit sie ihre Entschuldigung nicht weiterführen musste, um so vielleicht noch weiter in Scham auszubrechen. Er schüttelte leicht den Kopf und lächelte. Obwohl die Frage für ihn unangenehm war, so gehörte er nicht zu den Menschen, die sich daraufhin völlig verschlossen.
„Die Frage ist in Ordnung. Ich habe immerhin auch nach Ihrer gefragt“, erwiderte er und nahm seine Hand wieder von ihrem Arm runter. Dann lehnte er sich seitlich an der Theke an.
„Ich habe keine Familie. Vor kurzen habe ich einen Jungen gefunden auf dem ich aufpasse, aber eine Familie besitze ich selbst nicht.“ Das traf die Erklärung ziemlich gut. Er hätte noch weit ausholen können, dass dort Verwandtschaft in Konoha existierte. Seine Eltern lebten vermutlich nur nicht mehr. Vielleicht noch seine Cousine Hana, die er stets positiv in Gedanken behielt, aber ansonsten gab es niemand.
„Es ist kein Umstand der mich lähmt, darüber nicht sprechen zu können. Falls Sie nun glauben, dass die Frage taktlos gewesen wäre“, sprach er dann noch weiter, um direkt die Fronten zu klären. „Ich bewundere große Familien und habe mir stets eine eigene gewünscht… aber manchmal läuft im Leben vieles nicht so, wie man es sich vorstellt.“ Die Worte waren von einer gewissen Traurigkeit durchtränkt, die Itsuki nicht so klingen wollte. Er griff nach seinem Sakeschälchen.
„So wie heute Abend. Ich hätte nicht erwartet ein nettes Gespräch mit einer so attraktiven Frau, wie Ihnen, zu führen.“ In seinen Augen blitzte kurz etwas auf, dass eindeutig sagte, dass er sie nun sehr bewusst in Verlegenheit bringen wollte, was ihm fast schon ein kleines Grinsen auf die Lippen zauberte.

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BeitragThema: Re: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   Di Okt 31, 2017 11:04 pm

Ob sie auch so mit ihm gesprochen hätte, wenn sie nicht mit Mai hier gewesen wäre, wenn ihre Schwester ihn nicht angerempelt hätte? War wirklich das der Start einer Kette gewesen die nun darin zu Enden schien, das Auraya Wärme in ihrer Brust verspürte und den Drang nichts Falsches zu sagen? Vielleicht lag es auch einfach an ihm, seiner netten Art und der Tatsache das er sie einfach nicht als diejenige sah, die sie war. Ob das alles zwischen ihnen zerreißen würde? Wohl kaum, immerhin hatte sie nicht vor ihm diese Dinge zu verheimlichen, sollten sie darauf zu sprechen kommen. Wieder machte sie sich eine Menge Gedanken zu Dingen die sie nicht mehr umkehren konnte und auch nicht umkehren wollte. Einen Moment lang begegnete sie seinem Blick und spürte das sie unwillkürlich lächelte, wenn sie ihn ansah. Ob er diesen Impuls auch auslösen würde, wenn sie weder etwas klarer war? Sie konnte es nur hoffen. Das er ihrem Blick begegnete ließ ihn nicht ängstlich wirken, nicht so als hatte er etwas zu verstecken. Zumindest sah Mai immer fort, wenn sie ein Geheimnis hatte - aber er war nicht Mai und ihre Gedanken wurden zu leicht abgelenkt.
Wenn Ihr sie kennen lernen würdet, währt Ihr wohl überrascht das wir die gleichen Eltern haben, gab sie ein wenig verschwörerisch zu. Als wäre ihre Schwester ein Mysterium, das sie selbst noch nicht erforscht hätte. Als ihr auffiel wie albern das klingen musste lächelte sie erneut, dieses Mal etwas schüchtern, bevor sie sich in ihre wirkliche Scham manövrierte. Die plötzliche Berührung lies ihre Augen kurz zu ihrem Arm huschen. Seine Hand fühlte sich seltsam fremd und doch warm an. Oder bildete er sich das nur ein? War sie schon so vernebelt, dass sie nicht mehr wahrnahm wie warm oder kalt eine Person war? Der Raum schien ihr dabei doch vollkommen in Ordnung. Vielleicht wäre sie wirklich in einen weiteren Redefluss verfallen in dem sie ihn noch einmal um Verzeihung gebeten hätte oder sie hätte einen Witz gemacht, dass sie doch nicht so gut wie ein Getränk als Gesellschaft herhielt. Doch diese Worte und Gedanken traten nicht zu tage, dafür war sie viel zu sehr von seiner Nähe abgelenkt.
Seine Geduld schien unendlich zu sein, nicht nur in Bezug auf ihre Schwester, sondern auch auf sie. Auraya war sich bewusst, dass sie nicht die unangenehmste Gesellschaft war und so störte sie sich wirklich mehr daran, dass sie sich selbst nicht treu geblieben war. Aber warum war ihr diese Nähe so fremd, weil sie nicht von ihr aus ging um eine Bindung zu implizieren? Ihr schwirrte der Kopf und so brachte sie nicht mehr als ein Verlegens Danke, hervor. Sogar ihr Wortschatz schien sich zusammen zu ziehen, wenn auch auf eine seltsame Art und Weise. Obwohl sie sich unbehaglich aufgrund ihrer Abweichung fühlte gab seine Ruhe ihr das Selbstbewusstsein weiterhin zu sein wie sie war. Es war ihr ohnehin kaum möglich jemand anders zu sein, aber vielleicht hätte sie es einen winzigen Moment ja dennoch versucht. Er tat ihr unwillkürlich leid, weil er keine Familie hatte und sie nicht recht wusste wie sehr ihn dieser Umstand mit Trauer erfüllte. In ihr stieg Mitgefühl für ihn auf ohne, dass sie etwas dagegen tun konnte. Jetzt klang er wirklich traurig und sie fühlte sich dennoch schuldig diesen Umstand herbei geführt zu haben. Sie wollte wieder eine Entschuldigung hervor beringen, als er sie abermals aus dem Konzept brachte und ihr erneut ein Kompliment machte.
Auraya spürte beinahe wie ihr die röte erneut in die Wangen schoss und einen Moment lang wand sie verlegen den Blick auf ihren Sake und trank einen Schluck um sich abzulenken. Oh Ihr dürft so etwas nicht sagen, Ihr bringt mich in Verlegenheit. Das sie so etwas aussprach machte es wahrscheinlich nicht besser, aber sie konnte nicht anders. Also schlug sie wieder einen Bogen zurück, während ihre Augen einen Moment lang auf ihren Finger verweilten die sie in ihren Schoß gelegt hatte. Es war verwunderlich das sie noch immer aufrecht saß, aber diese Haltung war ihr wohl einfach in Fleisch und Blut übergegangen. Wisst ihr ich wollte auch immer eine eigene Familie. Das Glück meiner Eltern erscheint mir sehr kostbar und erstrebenswert. Aber leider trifft man den Partner für ein langes Leben nicht einfach so in einer Bar. Eigentlich wollte sie einfach nur einen Scherz machen, aber als sie aufblickte und wieder seinem Blick begegnete erschien ihr diese Aussage nicht mehr so leicht und unbelastet. Einen Moment lang dämmerte ihr dieser Fehltritt, doch da hatte sie die Worte bereits ausgesprochen und konnte nicht mehr tun als verlegen zu lächeln und erneut zu hoffen das er sie nicht all zu ernst nahm. Ihr fielen auch keine Worte ein um das gesagte zu revidieren – ihr Verstand war einen Moment lang einfach wie leergefegt und was blieb war das glühen ihrer Wangen.
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BeitragThema: Re: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   Di Okt 31, 2017 11:32 pm

Die Erklärung zu der Schwester war wohl nicht ganz untypisch für Geschwister. Man versuchte sich von den anderen abzuheben. Vielleicht war sie aber auch wirklich komplett anders als Auraya. Itsuki erwischte sich, dass er sich augenblicklich wirklich diese Frage stellte. Wie war wohl die Schwester von Auraya? Er stellte sich vor, wie eine jüngere Version von ihr vor ihm sitzen würde, aber so ganz konnte er sich kein klares Bild über sie machen.
„Es wäre schrecklich, wenn jeder Bruder oder jede Schwester genauso wäre, wie man selbst“, bemerkte Itsuki freundlich und lächelte in ihre Richtung. „Auch wenn ich das wahrlich nicht beurteilen kann.“ Vermutlich wäre er jedoch ein guter Bruder gewesen. Einer der genauso wie es Auraya tat, auf sein Geschwisterchen aufpasste. Genauso, wie er derzeit auf Ashe aufpasste, der ihn ständig als großen Bruder betitelte. Für Sekunden dachte er an den Jungen und lächelte unweigerlich. War es nicht genau das, was ihm daran gefiel? Als großer Bruder betitelt zu werden? Jemanden Schutz zu spenden und zu spüren, dass man gebraucht wurde? Eine Familie für ihn? Auch wenn das Thema wirklich schwer für ihn war, so wollte er nicht, dass sich andere deswegen schlecht fühlten ihn eine solche Frage zu stellen. Er versuchte die Situation zu retten in dem er Auraya deutlich machte, dass es nicht schlimm war. Allerdings wirkte sie auf ihn etwas verhaltener als davor. Um die Situation in eine andere Richtung zu lenken, folgte ein Kompliment. Eines das er durchaus ehrlich meinte und welches ihm schon die ganze Zeit im Kopf herum spukte. Auraya war eine wirklich attraktive Frau. Dafür das er so lange nicht mehr mit einer Frau zu tun hatte, schlug er sich für seine Verhältnisse gut. Vermutlich machte das auch der Alkohol aus. Seine Stimmung war gelockert. Sein Kompliment brachte nur erneut die röte zurück auf die Wangen der Frau. Ein Bild, dass ihm in den Kopf gebrannt wurde. Es besaß auf eine gewissenweise eine derartige Menschlichkeit, dass ihm die Frau sympathisch war.
„Oh, wer sagt, dass ich Sie nicht gerne in Verlegenheit bringe?“, erwiderte er mit einem leichten Zwinkern. „Sagen Sie mir nicht, dass ich der erste Mann bin der das zu Ihnen sagt?“ Er warf einen Seitenblick zu ihr und trank erneut einen Schluck von seiner Sake. In dem Augenblick wurde ihm viel mehr bewusst, dass er nicht wusste ob Auraya einen Gefährten besaß. Vielleicht lehnte er sich derzeit auch zu sehr vor?
Die Gedanken nahmen ein Ende als sie erwähnte, dass sie eine eigene Familie wollte. Itsuki wirkte für Sekunden überrascht auf ihre Worte hin und blickte dann auf das Schälchen der Sake zurück. Wieder wandte sich der Körper des Senju der Frau zu. Seine Haltung wirkte offen. Die Narben in seinem Gesicht, die man vermutlich wegen des Lichtes vorher nicht sah, kamen nun deutlicher zur Geltung. Unterhalb seines rechten Auges zog sich eine Narbe entlang, die von einem tiefen Schnitt geziert wurde.
„Wer sagt Ihnen, dass Sie ihren Traummann nicht in einer Bar treffen? Oder beim Einkaufen? Wenn Sie mit so einer Einstellung an die Sache rangehen, werden Sie niemals wissen, ob der richtige vor ihnen sitzt oder nicht.“ Itsuki meinte damit nicht einmal sich selbst. Seine dunklen Augen lagen bei seinen Worten unentwegt auf ihren. Vielleicht war es der Alkohol, der ihn dazu trieb ihr diesen langen Blick zu schenken oder das Gefühl das er einen Menschen getroffen hatte, der ihn gerade verstand. Die röte auf ihren Wangen verschwand nicht. Vermutlich war es eine Nebenwirkung des Sake, der auch ihn bereits ordentlich einheizte. Der Senju trank den letzten Schluck und lächelte dann Auraya kurz an.
„Was halten Sie von einem Spaziergang, Auraya? Kirigakure bei Nacht muss vermutlich umwerfend aussehen.“ Itsuki wusste nicht, ob sie dazu bereit war, aber in diesem Augenblick erschien es ihm als nette Abwechselung. „Sollte es zu kalt sein, könnten wir uns dann ein Restaurant suchen um etwas zu essen?“

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BeitragThema: Re: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   Mi Nov 01, 2017 12:11 am

Wie oft sie ihm noch zustimmen würde. Es hatte bestimmt auch seine Vorteile, wenn man sich sehr ähnlich war. Es wäre ein leichtes Leute über Dinge hinweg zu täuschen. Mai hatte versucht Auraya für ihre Zwecke einzuspannen. Gute Noten im Austausch für eigentlich nichts. Aber diese Zeiten waren lange her und Auraya hatte immer darauf beharrt das sie nicht schuld daran sein wollte, wenn diese Wissenslücken Mai jemals gefährden sollten. Irgendwann hatte ihre Schwester das auch eingesehen, doch es hatte unglaublich lange gedauert. Sie musste sich fragen ob Mai in diesem Moment wohl souveräner gewesen wäre als sie. Die Antwort war ein deutliches ja, aber Mai konnte nicht immer an ihre Stelle treten und sie sollte es auch gar nicht. Auch wenn sie zwischen Komplimenten, Alkohol und dem ständigen Gefühl von Wärme nicht so recht wusste wo ihr der Kopf stand musste sie sich doch eingestehen, dass sie sich wohl fühlte. Ungewohnt frei und leicht als hätte man sie aus einem seltsamem Käfig gelassen. War der Preis für dieses Gefühl wirklich nur ein wenig Kontrolle abzugeben?
Wenn es Euer Ziel ist mich in Verlegenheit zu bringen schlagt Ihr euch erstaunlich gut, gestand sie ihm. Ein Eingeständnis das ihr erstaunlich leicht fiel, was wohl daran lag, dass sie sich nicht für sich selbst schämte und wusste wer sie war und sein konnte. Man könnte sagen es ist lange her, dass ich in eine Situation gekommen bin, die so etwas ermöglicht. Meine Schwester ist um einiges häufiger das Ziel von Schmeicheln, ich bin nur ihr Aufpasser- wie sie es nennen würde. Ihr Verstand versuchte die letzten Flirtversuche mit einem Mann hervor zu bringen, ebenso wie sie nach dem letzten Mal Alkohol gesucht hatte. Ihre letzte Beziehung – wie lange lang sie zurück? Seitdem Rin bei ihnen wohnte hatte sie versucht Bindungen aufzubauen, aber die Versuche waren kläglich gewesen und eine lange Beziehung war nicht entstanden. Sie schätzt das es mindestens fünf Jahre sein mussten aber auch dies konnte sie nicht mit Bestimmtheit sagen. Es hatten in den Jahren Dinge gegeben, die einfach wichtiger gewesen waren.
Unglücklicherweise äußerte sich der Alkohol nicht nur darin, dass sie sehr gesprächig wurde. Zu ihrem Leidwesen wurde ihr Blick unstetig. Die gewohnte Augenbinde verhinderte dies meist, doch jetzt sah sie alles und sie nahm es auf in der Hoffnung nicht wieder zu lange einen Blick in die dunklen Irden ihres Gegenübers zu werfen. Ihre Neugier ihm gegenüber war jedoch stärker und bei ihrem nächsten Blick fiel ihr die Narbe in seinem Gesicht auf. Ein Impuls die Wunde zu berühren kam in ihr auf, doch sie drängte ihn bei Seite und starrte einfach nur einen Moment, bevor sie sich an ihren Manieren erinnerte. Wie weit war sie mittlerweile von gutem Benehmen entfernt? Wenn er sie nicht ebenso lange angesehen hätte wie sie ihn bei seinen Worten anblickt, dann wäre die Vermutung wohl auf ein sehr weit entfernt gefallen. Doch so saßen sie einen Moment da und betrachten das Gesicht des Anderen. So unterschiedlich sie optisch im ersten Moment auch waren, so ähnlich waren sie sich in ihrem Denken über die Welt. Ich sollte wohl ein wenig offener für meinen Traummann sein, erwiderte sie mit einer Mischung aus Erheiterung und der ständig wiederkehrenden Verlegenheit die seine Gegenwart mit sich brachte.
Auraya zwang sich den Blick wieder auf ihr Trinken zu richten und es ihm gleich zu tun. Also trank sie den letzten Schluck und musste feststellen, dass sie mehr übrig gelassen hatte, als es ihr lieb gewesen war. Die Hitze in ihrem Körper wollte nicht mehr abklingen und es fühlte sich ein wenig an, als hätte sie Fieber. Ein Spaziergang hat durchaus seinen Reiz. Ihr müsst unbedingt den Mond betrachten, ich habe niemals einen Ort gesehen an dem er schöner wirkt. Etwas schwärmerisches trat in ihren Ausdruck, bevor sie sich wieder fing. Lasst uns heraus finden ob die Nacht bereits ihre Eisfinger ausgestreckt hat. Einen Moment blieb sie noch sitzen und rutschte so, dass sie keinerlei Problem beim Aufstehen haben sollten. Als sie stand wurde ihr jedoch schnell klar, dass sie in diesem Zustand nicht mehr versuchen sollte Kaikai zu führen. Ob ihr Schwert wohl auch etwas gegen diesen Zustand tun konnte? Sie würde es heute nicht herausfinden und machte sich mit sorgfältigen Schritten daran das Lokal zu verlassen, nachdem Itsuki für die bezahlt hatte. Wann hatte man sie zuletzt eingeladen? Der Gedanke wurde vertrieben, als sie auf die Straßen der Stadt trat und Kälte ihr entgegenschlug. Auch der Nebel hatte bereits begonnen sich in den Straßen auszubreiten und auch der Mond war dabei sich in voller Pracht zu zeigen. Einen Moment lang blieb sie vor dem Lokal stehen und blickte hinauf.
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BeitragThema: Re: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   Mi Nov 01, 2017 1:23 pm

Es war natürlich nicht das Ziel von Itsuki einen anderen Menschen ständig in Verlegenheit zu bringen, aber es war auf einer gewissenweise auch amüsant. Die stetige Röte auf ihren Wangen stand ihr ziemlich gut. Es vertrieb die blasse Kirigakurebräune ein wenig.
„Nun, dann haben Sie eindeutig etwas verpasst, wenn Sie so selten in den Geschmack kamen“, erwiderte er freundlich, auch wenn er nicht beurteilen konnte, ob Verlegenheit nicht zu einer Eigenschaft gehörte, die sie lieber nicht erfahren wollte.
„Aber hey – mit mir holen Sie das mit Sicherheit sehr schnell auf, sodass Sie die nächsten Jahre davon nichts mehr hören wollen.“ Wie so oft versuchte Itsuki positiv zu klingen und den Menschen in seiner Umgebung etwas Gutes zu tun. Natürlich war Verlegenheit nicht immer angenehm. Dennoch klang es auch ein wenig so als hätte sie lange keinen Kontakt mehr zu Männern gehabt, die ihr Komplimente machen konnten. Natürlich warf er nicht mit Komplimenten einfach so um sich herum. Normalerweise gehörte er auch nicht zu den Typen, die Frauen einfach aufrissen, um mit ihnen in der Kiste zu landen. Itsukis charmante Art kam nur bei Personen zu Tage, die es verdienten und bei denen er sich etwas wohler fühlte. Vielleicht lag es auch an dem Alkohol, dass seine Stimmung sich lockerte? Wer wusste das schon. Es war eigentlich egal. Hauptsache, sie verstanden sich an diesem Abend gut miteinander.
„Sie müssen nicht jeden gleich als ihren Traummann ansehen, aber etwas Offenheit… ja, das wäre sicher gut.“ Diesmal galt sein Zwinkern wirklich der Situation. Unbewusst, dass er damit etwas unterstrich, was sie vor ein paar Sätzen revidierte.

Die Wärme, die in dem Raum herrschte, ließ Itsuki sich jedoch dazu entschließen, dass ein Spaziergang vielleicht für beide angenehmer war. Die Röte von den Wangen von Auraya wollte nicht weichen und auch Itsuki merkte, dass ihm wirklich warm in dem Laden war. Er erhob sich von seinem Platz und bezahlte, wie versprochen, beide Drinks für sie. Gemeinsam mit Auraya schritt er dann zur Tür weiter und hielt ihr diese auf, wie es sich für einen Mann gehörte. Die Kälte schlug ihnen sofort entgegen. Nachdem Itsuki seinen Atem sehen konnte, zeigte sich eine kurze Falte auf seiner Stirn. Es war Kälter als gedacht. Er öffnete sein Gewand – ein langer, dunkler Mantel – und legte ihn um die Schultern von Auraya. Auch wenn sie vielleicht bereits etwas mehr trug für diese Jahreszeit, erschien ihm die Kleidung von ihr fast ein wenig dürftig. Glücklicherweise war das Gewand auch frisch gewaschen und ersparte ihm die Schmach, dass es schlecht roch. Er selbst trug nun nur noch weite schwarze Hosen und ein Oberteil. Um seinen Bauch war ein schwarzer Gürtel gewickelt, der dunkel daran erinnerte, dass er dort sein Katana trug. Sein Oberteil – ebenso lang und weit, verschwand mit unter dem Gürtel.

Kaum hatte Itsuki der Frau sein Gewand rumgehangen, gesellte er sich wieder an seine Seite. Seine Augen wanderten hinauf in den Himmel, wo er kurz den Mond erblickte. Sie hatte recht, dass man ihn hier sehr gut sah.
„Ich kenne mich in Kirigakure nicht aus… aber vielleicht können Sie mir ein paar nette Orte zeigen? Es sei denn es wird ihnen hier zu kalt?“ Obwohl Itsuki davon sprach, dass sie ihm etwas zeigen konnte, setzte er sich selbst bereits leicht in Bewegung. Er wollte nicht einfach so Leuten im Weg stehen. Vermutlich sah man erst jetzt, dass er größer als sie war. Seine Körperhaltung war aufrecht und selbstbewusst, auch wenn er sich etwas anders bewegte. Anders in dem Sinne, dass er eine Verletzung mit nach Kirigakure brachte, die ihn noch etwas Probleme bereitete.

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BeitragThema: Re: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   Mi Nov 01, 2017 2:09 pm

Auraya konnte schon lange nicht mehr einschätzen ob er von sich als ihrem Traummann sprach, ob sie das tat oder ob sie sich beide nicht sicher waren, was sie hier eigentlich von sich gaben. Hochgradige Verwirrung machte sich diesbezüglich in ihr breit. Sollte sie ihm gegenüber noch offener sein oder sollte sie anderen gegenüber offener sein? Ihr Ziel war es nicht jemanden zu finden, mit dem sie einmal nach Hause ging und diese Person dann nie wieder sah. Da sie jedoch nicht wusste ob sie dabei waren Komplimente auszutauschen, oder ob sie einfach beide nicht wussten was sie mit dem meinten, was sie sagten, konnte Auraya ihn nicht mehr einschätzen. Wollte er sie nun in Verlegenheit bringen oder war er einfach nett und meinte die Dinge so, wie er sie sagte? Vielleicht fand er sie wirklich attraktiv? Es fiel ihr schwer dies alles zu beurteilen, denn jetzt da sie angetrunken war und er neben ihr stand fühlte sie sich klein. Er war bestimmt zehn Zentimeter größer als sie und das machten ihre Absätze bei weitem nicht wett. Draußen fehlte zudem das Licht. Anders als drinnen hatten sie hier nur den Mond und ein paar Lampen an den Häusern der Straßen. Sie konnte also noch weniger von seiner Mine erkennen und im Lesen von Gesichtern war sie nicht besonders gut, da sie meist blind durch die Welt ging.
Als wäre es selbstverständlich hatte er ihr die Tür aufgehalten und Auraya freute sich offensichtlich über diesen netten Umgang. Er war zuvorkommend und ihr Lächeln war beinahe nicht mehr aus ihrem Gesicht zu wischen. Mit zwei Schritten war sie direkt von der Tür fortgetreten um die Leute nicht noch weiter zu behindern und hatte sich kurz darauf in dem Mantel von Itsuki wieder gefunden. Er hatte sie nicht einmal danach gefragt, er war einfach höfflich zu ihr gewesen. Also war sie hinein geschlüpft und hatte sich in den wärmenden Stoff gehüllt. Es war ein wunderbares Gefühl. Obwohl sie wusste, dass sie diesen Mantel nicht brauchen würde. Selbst wenn hier zehn Zentimeter Schnee liegen würden hätte sie kein Problem damit. Es wäre wohl auch ein seltsamer Umstand eine Yuki erfrieren zu sehen. Mit dem Mantel über den Schultern und Itsuki an ihrer Seite fühlte sie sich seit langen einmal wieder verletzlich. Als wäre sie es, die es zu beschützen galt, wie sie sonst immer andere beschützte. Es kostete sie einiges an Kraft ihre Gedanken zu ordnen, denn der letzte Schluck Sake hatte einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dennoch hielt sie sich recht gut, wenn auch das leichte wanken nicht in ihre übliche aufrechte Haltung gehörte.
Mir fallen durchaus ein paar Orte ein die um diese Zeit wunderbar sind. Wir müssten allerdings ein wenig laufen. Das Bild vom See war ihr sofort in den Sinn gekommen. Der Mond spiegelte sich dort im Wasser und der Nebel hing meist mysteriös im Wald. Bitte macht Euch keine Sorgen um mein Befinden. Ich erinnere mich nicht daran jemals gefroren zu haben. Auch wenn ich zugeben muss – euer Mantel ist um einiges wärmer als meine Gewänder. Mit einem Ziel vor Augen schien es ihr leichter sich vernünftig in Bewegung zu setzten. Ihre Gedanken fokussierten sich darauf einen Fuß vernünftig vor den anderen zu setzen, während sie den Blick wieder zu Itsuki wandern lies. Ich hoffe ihr habt noch keinen Hunger, der Ort der mir vorschwebt besitzt um diese Uhrzeit leider kein geöffnetes Lokal. Aber wir können gerne eines aufsuchen, bevor wir unser Ziel ansteuern. Einen Moment schwieg sie bevor sie wieder begann zu sprechen.Wisst Ihr ich bin euch sehr dankbar für eure Güte. Es ist eine angenehme Abwechslung einmal einen Abend lang nicht nur der Aufpasser zu sein. Ich könnte Gefallen daran finden, wenn ich nicht wüsste das meine Schwester ohne mich lange nach Hause bräuchte. Aber was rede ich da, ich kann euch schlecht bitten mit mir den Abend zu verbringen, nachdem meine Schwester wohlbehalten zu Hause ist. Immerhin habt ihr auch jemanden, auf den ihr aufpassen müsst. Ein leises seufzen entfuhr ihr. Das sie wieder sehr persönlich geworden war überdachte sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ihre Dankbarkeit für einen schönen Abend war einfach größer als die Sorgen, dass sie damit vielleicht eine unangebrachte Bitte formuliert hatte. Auf ihre Art und Weise hatte sie nicht einmal um etwas gebeten, nur wieder einmal mehr von hypothetischen Probleme und Wünschen gesprochen.
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BeitragThema: Re: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   Mi Nov 01, 2017 2:35 pm

Dem Senju war durchaus bewusst, dass die Dame nicht darum bat seinen Mantel zu bekommen. Aber war es nicht so, dass ein Mann diese Aufmerksamkeit schon von Anfang an hervorbringen sollte? Es war die gleiche Frage, warum ein Gentleman ein Tuch in der Tasche trug. Er hatte es nicht für seine eigene Nase – nein ein Gentleman trug ein Taschentuch mit sich, weil er es für die Frau bereithalten wollte. Waren es doch Frauen, die viel sentimentaler waren als Männer.
Nachdem sie den Laden verlassen hatten, ließ Itsuki seinen Blick zunächst einmal umherwandern. Ein paar Gestalten drängten sich an ihnen vorbei. Für Sekunden verfolgte er sie mit den Blicken, bevor er zurück zu Auraya sah, die gerade von einem Ort sprach den sie sich ansehen könnten. Er nickte ein wenig und setzte sich mit ihr langsam in Bewegung. Es entrang ihm zusätzlich ein Lächeln als Auraya erklärte, dass sie noch nie gefroren hatte und er sich deswegen keine Sorgen, um ihr Befinden machen sollte.
„Nun das ist wohl etwas, dass ich nicht ablegen kann. Ich Sorge mich immer um meine Mitmenschen“, erklärte er und betrachtete die Frau in dem dicken Mantel kurz näher. Er war etwas zu groß, aber auf einer gewissenweise stand ihr der Mantel auch. „Also ertragt meine Führsorge einfach ein wenig. Ich verspreche, dass es nicht überhandnehmen wird.“ Versprechen konnte er es eigentlich nicht. Itsuki neigte dazu stets jedem zu helfen. Manchmal trug er sogar den Einkauf anderer nach Hause, selbst wenn er die Person nicht kannte. Es gehörte wohl zu seiner Menschlichkeit dazu. Diagnostiziertes Helfersyndrom.
Während der Mann neben der Frau herging, bemerkte er immer wieder, wie ihre Schritte etwas unsicher wirkten. Er achtete darauf, dass er im rechten Moment nach ihr greifen konnte, falls sie nicht mehr ganz so standhaft war. Vielleicht war eine ganze Sakekaraffe etwas zu viel des Guten gewesen?
„Ich muss nicht sofort etwas Essen. Ich werde nicht sofort verhungern“, erwiderte er auf die Worte hin, ob er noch Hunger hatte. Sein Magen brannte eh noch etwas von der Sake. Auraya nächsten Sätze ließen ihn dann langsam zum stehen kommen. Er wandte sich herum zu ihr und blickte wieder in ihre Augen.
„Machen Sie sich Sorgen um ihre Schwester? Sollten wir Sie suchen?“, erkundigte sich Itsuki ein klein wenig selbstlos. „Ich habe nichts dagegen Ihre Schwester vielleicht zuerst zu Hause abzusetzen, wenn Sie das beunruhigt.“ Itsuki trat ein kleinen Schritt auf Auraya näher und schloss einen Knopf seines Gewandtes und lächelte dann. „Außerdem genieße ich ihre Gegenwart. Ich bin heute Abend raus gegangen, um ein klein wenig unter Menschen zu kommen. Mein Wolf passt auf den Jungen auf.“ Es klang ein wenig merkwürdig, wenn er es so aussprach. „Also… keine Sorge, der Wolf ist mein Kuchiyose. Er kennt sich mit Kindern besser aus als ich.“

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Yuki Auraya
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BeitragThema: Re: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   Mi Nov 01, 2017 3:20 pm

Von ertragen konnte wohl keine Rede sein. Niemand hatte sich seit langem so um sie gekümmert oder gar um sie gesorgt. Ob sie krank war, im Stress oder einfach nur müde, sie musst mit all diesen Dingen meist alleine fertig werden. Also lachte sie kurz auf seine Aussage hin. Von ertragen kann man wohl nicht sprechen. Ich genieße Sie Itsuki. Sonst bin ich immer diejenige die sich um alles kümmert. Es tut gut einmal zur Ruhe zu kommen. erklärte sie ihm. Macht euch nur einfach nicht zu viele Sorgen um mich, meinte sie zwinkernd und hielt einen Moment inne, bevor sie weiter ging. Interessanter weise blieb er nun stehen und Auraya wog einen Schritt vor und zurück, bevor auch sie es schaffte stehen zu bleiben. Sie sollte nicht trinken, nicht so viel und nicht so schnell vor allem. Ob sie nach Mai sehen mussten, weil sie in Sorge war? Nein – ich meine ja. Ein nervöses Lachen entfloh ihr, als Itsuki näher zu ihr trat und sich an ihrem – seinen Mantel zu schaffen machte. Einen Moment lang wusste sie nicht was sie sagen sollte. Seine plötzliche Nähe machte sie verlegen und ihr Blick huschte hinunter zu seinen Händen. Der Mann der bei meiner Schwester war wird sie Heim bringen, erklärte sie ihre uneindeutige Aussage. Eine Falte trat zwischen ihre Augen. Sie ärgerte sich ein wenig, dass ihr Verstand so damit beschäftigt war sich ablenken zu lassen. Warum war er auch auf einmal so nahe bei ihr gewesen. Immerhin musste er sich keine Sorgen um den Jungen machen, er wurde bewacht. Ebenso wie Mai sicher nach Hause fand, wenn sie mit einem Mann fort ging.Ein Kuchiyose? Oh ihr seid ein Shinobi - wie passend. Sie hätte darauf kommen müssen, sie wusste nicht wie, aber es hätte ihr klar sein sollen. Auraya wusste nicht, ob sie sich darüber freuen sollte oder ob sie Angst haben musste, dass es dadurch zu Probleme kommen würde. Für ihren Plan über den See zu laufen passte dies aber wunderbar. Also schob sie die Gedanken an etwaige Konflikte herbei. Ein Shinobi von außerhalb. Vielleicht war er eine Bedrohung auf der anderen Seite des Wassers, aber hier kannte man ihn nicht und er kannte sie nicht.
Zudem mochte sie ihn, fand ihn sympathisch und nett. Seine Art war wunderbar und zuvorkommend und hinzu kam, dass sie ihn attraktiv fand. Zu allem Überfluss stand er noch immer vor ihr und sie zwang sich dazu ihn anzublicken und wieder zu lächeln. Wir sind uns in einigen Punkten wirklich sehr ähnlich, gestand sie ihm. Warum mochte sie seine Nähe so? Ich hoffe ihr mögt die Natur genau so wie ich. Damit zwang sie sich einen Schritt zurück zu machen. Das Bedürfnis ihm nahe zu sein warf Angst in ihr auf, Angst und Misstrauen, jetzt da sie wusste, dass er ein Shinobi war. Ob er versuchen würde sie zu benutzen? Sie wusste es nicht und sie konnte es auch nicht erahnen. Selbstsicher setzte sie sich wieder in Bewegung, schritt die Straße entlang und bog bald an einer Kreuzung ab. Sie brauchten keinen Umweg gehen, er hatte keinen Hunger und Auraya war sich sicher, dass auch nichts Essen wollte, das würde ihren Magen nur aufwühlen. Erst einmal freute sie sich darauf ihm den See zu zeigen. Die Bewegung tat ihr zudem gut. Die frische Luft klärte ihren Geist ein wenig und sie war sich sicher, dass sie am See beinahe wieder Herrin über ihre Sinne sein würde. Natürlich konnte sie es nur hoffen, ebenso wie sie hoffte ihn nach heute noch einmal zu treffen.
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BeitragThema: Re: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   Mi Nov 01, 2017 9:22 pm

Die Augen des Senjus starrten für einen Moment einfach nur die Frau an, die ihm gerade sagte, dass sie seine Anwesenheit wirklich genoss. Es waren nicht die Worte, die ihn verharren ließen, sondern die Tatsache, dass ihre Offenheit ihn überraschte. Es gab nicht viele Menschen, die aussprachen was sie dachten oder empfanden. Aus den Gedanken rissen, war es nun Itsuki der leicht Verlegen lächelte und sich über den Hinterkopf rieb. Die trübe Laune von vor wenigen Stunden schien wie weggeblasen zu sein. Vielleicht vergaß er ebenso die Tatsache, dass er ein gesuchter Verbrecher war?
Itsuki lief neben Auraya einfach her und genoss die frische Luft von Kirigakure. Erst als sie auf ihre Schwester zu sprechen kam, wurde der Senju langsamer und blieb schlussendlich stehen. Er wollte nicht derjenige sein, der Auraya daran hinderte auf ihre Schwester aufzupassen. Seine Frage wurde zunächst mit Nein und dann mit Ja beantwortet, wodurch er mehr als verwirrt in ihre Richtung blickte. Mehr aus Reflex als bewusst knöpfte er dabei den Knopf der Jacke zu und bemerkte dann, wie ihr Blick verlegen hinabging. Er trat rasch einen kleinen Schritt zurück und ließ ihr ein kleinwenig Freiraum.
„Ich war Shinobi. Ich bin es nicht mehr“, erwähnte Itsuki als sie das Thema ihrer Schwester beiseiteschoben und über seinen Wolf sprachen. „Wieso ist es passend?“ Seine Augen erforschten erneut ihre Gesichtsmimik. Aufgrund der Dunkelheit konnte er nicht sagen, ob sie sich wohl fühlte oder nicht. Sie trat noch einen Schritt zurück. Vielleicht sollte er weniger... er selbst sein. Ein klein wenig weniger Führsorge würde sie vielleicht nicht weiter verschrecken? Er nahm sich also vor in aller Ruhe einfach neben ihr her zu laufen. Keine sorgenvollen Blicke und keine dummen Fragen.
„Ich liebe die Natur. Schon immer. Man könnte fast behaupten, dass sie ein Teil von mir ist.“ Im übertragenen Sinne war sie das auch. Er war als Senju-Mitglied ein fähiger Mokutonnutzer, auch wenn vielleicht nicht mehr im Clan angesehen oder gar noch bekannt.
Den ganzen Weg über blieb Itsuki an der Seite der Frau. Hin und wieder ließ er seinen Blick umher wandern. Er war wirklich an der Umgebung interessiert. Es überraschte ihn sogar, wie viel Grün dennoch hier zu finden war. Stets ging er davon aus, dass Kirigakure nur Wasser zu bieten hatte und sonst nichts. Vielleicht konnte er sich hier wirklich wohlfühlen? Wer wusste das schon?
„Was halten Sie davon… wenn wir uns duzen? Ich komme mir albern vor… Sie… dich“, verbesserte er sich automatisch. „Mit dem Vornamen anzusprechen und dann zu Siezen.“ Eine Falte tauchte auf seiner Stirn auf, leicht sorgenvoll. „Auraya ist doch dein Vorname oder?“ Inzwischen waren sie eine Zeit schon gelaufen und die Stelle, die Auraya ihm zeigen wollte, kam bald schon näher. Itsuki wusste es noch nicht, aber sie lag geradewegs nur noch 10 Schritte von ihnen entfernt.

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BeitragThema: Re: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   Mi Nov 01, 2017 9:50 pm

Das er kein Shinobi mehr war lies sie zu zweierlei Schlüssen kommen. Entweder er log sie an, oder er war wirklich nicht mehr im Dienst. Sie konnte es nicht wissen und sie würde sich wohl über ihn informieren müssen, irgendwie zumindest. Sagen wir einfach, dass mein Ort als Shinobi ein wenig schöner ist. Besser zu begutachten. Es ist nicht mehr all zu weit. Sie konnte nur hoffen, dass der Mond noch immer gut zu sehen war, wenn sie dort ankamen, wo sie gedachte ihn hinzuführen. Bis jetzt schien er auch nicht dazu zu neigen Angst in der Dunkelheit zu haben und so sah sie dem Unterfangen schon wieder ein wenig positiver entgegen. Ein inaktiver Shinobi war noch immer gefährlicher als ein Zivilist, aber jemand hatte ihn herein gelassen und sie traute den Leuten in diesem Dorf, wenn es um so etwas ging. Immerhin hatten sie mit ihren neuen Findelkindern auch keine großen Probleme gehabt.
Auraya schmunzelte bei der Aussage das die Natur ein Teil von ihm war. Sie selbst würde so wohl ihre Bindung zu Eis, Schnee und Kälte beschreiben. Bei seiner Aussage dachte sie jedoch vielmehr an ein Meer aus Blumen das in einem wohnte und zu Tage treten konnte. Das klingt als würde ein Meer aus Blumen in euch wohnen, vielleicht auch ein ganzer Wald. Als wärt ihr dazu fähig jeden Ort mit Pflanzen zu bevölkern. Das kling beneidenswert, kommentierte sie etwas kindlich und dachte daran wie viel Freude Rin bereits mit Schneeflocken hatte. Sie sollte jemanden finde, der ihrer Nichte Blumen zaubern konnte, die Kleine würde sich freuen. Auraya würde sich über einen Strauß Blumen zwar auch freuen, aber sie wusste nicht, warum Itsuki ihr ein solches Geschenk machen sollte, oder jemand anders. Ihr fiel auf, dass er sich ein wenig umsah, nicht unüblich, wenn man davon ausging, dass er sich hier nicht auskannte. Sie selbst kannte diesen Weg bei Tag und Nacht am besten wenn sie die Augen verbunden hatte. Die Häuser kamen ihr fast schon ein wenig fremd vor, auch wenn sie den Weg sicher ablief ohne große Probleme zu haben. Nun zumindest nur die winzigen Probleme vom Alkohol, die nur langsam dabei waren abzuklingen.
Ja du hast recht. Ein wenig albern klingt es wohl. Meine Schüler haben immer zu das gleiche Problem. Aber verrat ihnen nicht, dass du mich Auraya nennen darfst ohne eine extra Runde einlegen zu müssen. Ein schelmisches Grinsen stahl sich auf ihre Lippen, bevor sie einige schnelle Schritte machte und ihn um eine Ecke von Bäumen führte. Hinter ihr breitete sich der See in seiner vollen Pracht aus und wie sie gehofft hatte stand der Mond noch immer so schön, dass er sich im See spiegelte. Der See von Kirigakure hoffentlich auch mit Vornamen Itsuki, gab sie bekannt und deutete auf die dunkel glänzende Oberfläche. Mit einigen wenigen weiteren Schritten war sie auch schon am Rand des See angekommen und setzte zielstrebig einen Fuß auf die Oberfläche um langsam in die Mitte des Sees zu gehen. Ihren neuen Freund lies sie dabei nicht aus den Augen, sodass sie langsam rückwärts ging und ihn heran winkte. Hier habe ich viel gelernt, als ich jung war. Ich mochte den Mond als Kind bereits sehr gerne. Ich hoffe es gefällt dir ein wenig. Auf der Mitte des Sees blieb sie stehen. Am liebsten hatte sie sich um sich selbst gedreht, doch das Risiko zu fallen erschien ihr ein wenig zu hoch. Außerdem kam ihr dieses alberne Verhalten falsch vor. Der Nebel zu ihren Füßen kräuselte sich kurz, bevor er von den beiden davon stob und nun zu lies, dass sie im Zentrum des Sees standen und der Mond sich vollkommen neben ihnen im Wasser spiegelte.
Sie konnte sich gut daran erinnern, wie oft sie sich früher gewünscht hatte das dieser Ort jemandem so viel bedeutete wie ihr. Doch ihre Illusionen waren oft zerschlagen worden weswegen sie einige ihrer jugendhaften Ideen aufgegeben hatte. Einen Kuss im Schnee hat sie nur einmal arrangiert und diese gestellte Situation war ihr damals sehr unangenehm gewesen. Ebenso hatte sie sich mit zwanzig davon verabschiedet jemanden zu finden der diesen See so liebte wie sie und darin mehr sah. Immer wenn sie hierher kam stiegen die alten Wünsche in ihr auf, die mädchenhaften Träume unter dem Vollmond geküsst zu werden und dies einmal in jeder Jahreszeit. Immerhin war sie erwachsen genug um diese alten Träume nicht auch noch mit Itsuki zu teilen, sonst wären sie wohl nur wieder in eine seltsame Situation gekommen. Vielleicht sind wir irgendwann einmal wieder hier und kennen uns ein wenig besser. Immerhin soll ich ja die Augen aufhalten und mich meinem Traummann nicht verschließen. Sie lächelte über ihren Gedanken und wartete auf die Reaktion ihres Gefährten.
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BeitragThema: Re: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   Do Nov 02, 2017 7:24 pm

Das Leben war ein merkwürdiges Konstrukt aus verzweigten Wegen mit anderen Menschen. Itsuki fragte sich in diesem Augenblick, ob es Zufall war oder Vorbestimmung, dass er auf diese Frau traf. Jedes ihrer Worte klang so vertraut als würde er sie schon Ewigkeiten kennen. Natürlich konnte es gut möglich sein, dass der Alkohol der Grund für dieses Empfinden war. Schon lange hatte er kein Sake mehr getrunken und reagierte generell sehr empfindlich auf Alkohol. Allerdings glaubte Itsuki, dass er nicht ganz so betrunken sein konnte, wie er es sich gerade einredete. Denn stetig blickte er sich in seiner Umgebung um und nahm alle Details auf. Ein betrunkener wäre zumindest desorientiert, wenn nicht sogar völlig überfordert mit der Situation.
Die nächsten Minuten entschloss sich Itsuki nicht zu reden, auch wenn Auraya ein paar Worte dazu verlor, dass es so klang als würde ein Meer aus Blumen in ihm wohnen. Ein wenig klang diese Metapher merkwürdig, aber sie hatte nicht ganz unrecht. Das Mokuton war in ihm, wie ein großer Blumenhaufen – nur aus Holz.
Erst als ihm auffiel, dass er sie noch immer Siezte, obwohl er ihren Vornamen nur kannte, sprach er sie auf diesen Umstand an. Ihm lag auf der Zunge zusagen, dass er auch gerne eine extra Runde für sie einlegte. Allerdings klangen die Worte, aus dem Mund eines erwachsenen, falsch. Zumindest schien es im Kopf von Itsuki nicht in Ordnung zu sein so etwas zu sagen.
„Dann kann ich ja froh sein, dass du mir erlaubst dich Auraya zu nennen“, erwiderte er freundlich auf ihre Worte. Er wurde langsamer als er um die Ecke der Bäume kam und einen prachtvollen See zu Gesicht bekam. Der Mond spiegelte sich wunderschön in dem Wasser wieder. Ein laues Lüftchen zog kleine Wellen umher.
Auraya steuerte direkt auf den See zu und überraschte ihn damit, dass sie über die Oberfläche hinweggehen konnte. Sie machte ein paar Schritte rückwärts über das Wasser hinweg und blickte in seine Richtung. Itsukis Augen wurden von dem Mondlicht erhellt und erst jetzt konnte man sehen, dass das dunkle Braun seiner Irden gar nicht so dunkel war. Er folgte Auraya ohne Probleme. Jeden Schritt den er tat, ließ das Wasser kräuseln, während auch er den Blick noch nicht von ihr abwandte. Erst als der Nebel sich verzog, blickte er sich langsam um.
„Ein schöner Ort – für eine schöne Frau“, erklärte er ohne Scham davor zu zeigen, dass er schon wieder ein Kompliment sprach, dass sie in Verlegenheit bringen würde. Er beugte sich kurz runter und ließ langsam seine Finger durch das Wasser gleiten. Was sie dabei allerdings nicht sehen konnte, war das Mokuton das in seine Hand strömte. Nachdem er sich wieder aufrichtete und sich erhob, befand er sich näher vor ihr, aber dennoch weit genug Weg um ihr Abstand zu lassen. Er schenkte ihr ein Lächeln und deutete eine übertriebene, altmodische Verbeugung an. In dieser Verbeugung reichte er ihr einen kleinen Rosenkopf aus Holz. Nachdem sie ihn an sich nahm, richtete er sich wieder auf.
„Als kleine Erinnerung. Du hast recht, dass in mir ein Blumenmeer lebt. Auch wenn man eher von Holz sprechen könnte.“ Er konnte nicht beurteilen, ob sie einordnen konnte aus welchem Clan er kam, aber zumindest wollte er von Anfang an ehrlich sein.

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BeitragThema: Re: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   Do Nov 02, 2017 8:03 pm

Vielleicht konnte er wirklich froh sein, aber vielleicht sollte sie froh sein, das ihre Schwester ihn angestoßen hatte. Mit zunehmender frischer Luft und der anhaltenden Kälte des Abends lichteten sich die Nebel in ihren Gedanken. Nicht vollkommen, aber gerade genug um zu realisieren, dass dieser Abend auch ohne Alkohol im Blut wunderbar war. Der Mond beschien den See so wunderbar das es sich anfühlte als wäre es hier noch nie so wunderbar gewesen. Itsuki war ihr ohne Fragen auf das Wasser gefolgt und sie sprachen einen zeit lang nicht. Die Yuki nahm die Umgebung in sich auch, blickte hinüber zu dem dunklen Wald und irgendwann auch zu Itsuki. Es war wunderschön, beinahe einzigartig und es berührte sie in diesem Moment hier zu sein. Ein seltsames Gefühl, dass sie schon lange nicht mehr empfunden hatte. Erneut wurde ihr ein wenig warm, als ein weiteres Kompliment über seine Lippen kam. Jetzt kann ich die Röte nicht einmal mehr darauf schieben, das es in der Bar so warm war. Ich danke dir für dein Kompliment. beinahe ein wenig schüchtern wand sie den blick kurz ab, schaffte es nicht ihn direkt anzusehen. Mit einem tiefen Atemzug gelang es ihr jedoch sich wieder ein wenig zu beherrschen und erneut zu ihm zu blicken.
Itsuki schien ihre kurze Verlegenheit jedoch kaum bemerkt zu haben, den seine Hand verweilte im Wasser. Einen Moment lang frage sie sich, was er zu tun dachte und dann kamen auch schon unglaublich alberne Gedanken in ihr auf. Mit Mühe schob sie diese alle bei Seite und wartete, was er nun genau tat. Als er sich erhob und ein wenig näher an sie heran trat, verharrte er jedoch beinahe sofort in einer Verbeugung und streckte ihr etwas entgegen. Gespannt besah sie sich seine Hände und entdeckte ein Stück Holz. Hatte er das aus dem Wasser gefischt? Nein das konnte nicht sein. Vorsichtig griff sie danach und besah es sich im Schein des Mondes. Es war nicht einfach nur Holz, sondern eine geformte Rose. Aber wie hatte er das geschafft? Während sie noch die Blume betrachtete erklärte er ohne umschweifen das nicht etwa ein Meer aus Blumen in ihm lebte, sondern vielmehr Holz. Holz? Einmal mehr blickte sie auf die schöne Blüte in ihren Fingern, bevor sie ihn anblickte und langsam der Schleier gelichtet wurde. Sie hatte von solchen Menschen gehört. Shinobi vom Festland die Wasser und Erde zu Holz bündelten, ebenso wie sie es mit Wasser und Luft tat. Die Entdeckung verzückte sie genau so, wie sie Ehrfurcht davor empfand. Die Blüte ist wunderschön, ich danke dir. Ich werde sie verwahren und sie wird mich immer an die erinnern. Ich würde dir gerne auch etwas geben. Vorsichtig schob sie die Blüte in die Innenseite des Mantels und dort in eine Tasche ihres Gewandes. Als dies getan war griff sie nach seiner Hand und drehte seine Handinnenfläche sacht nach oben. Ihre Hände bildeten sodann eine Kuppel über seiner und sie begann Chakra zu schmieden. Die Kälte unter ihren Fingern würde er wohl deutlicher spüren als sie. Als sie ihre Hände von seinen fort nahm lag dort eine Schneeflocke in ähnlicher Größe wie die seiner Rose. Wieder musste sie lächeln. Sie beide hatten so viele seltsame Gemeinsamkeiten und sie fragte sich ob sie an einen Punkt geraten würden, da diese unheimlich wurden. Ob im guten oder schlechten, dazu wollte sie sich noch keine Gedanken machen.
Sie hoffte, dass er diese Fähigkeit genau so gut aufnahm wie sie es tat, dass er es ebenso als eine Verbindung zwischen ihnen ansah und das dieses Geschenk ihn ebenso mit Freude erfüllte. Die Schneeflocke würde leider nicht so lange halten, wie ihre Holzblüte, sie würde bei zu viel Wärme schmelzen und verschwinden. Der Moment an dem dies passieren würde, wäre hoffentlich nicht der Moment an dem sie sich zum letzten Mal sahen. Oder war es für den heutigen Abend schon an der Zeit abschied voneinander zu nehmen und darauf zu hoffen, dass sie sich bald wieder sahen?
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BeitragThema: Re: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   Sa Nov 04, 2017 12:26 pm

Die Schneeflocke in seiner Hand blieb im Gegensatz zu der Holzblüte nicht erhalten. Itsuki hatte sie dennoch mit großer Freude entgegengenommen. Im stillen wusste er, dass sie eine Yuki sein musste. Obwohl er nicht viel mit anderen Clans zu tun hatte, wusste er doch um die Fähigkeiten, die es hier und da zu finden gab. Gerade in Tsukigakure traf man oft auf verschiedene Gestalten. Nachdem Auraya und Itsuki sich den Abend auf den See noch etwas mit Gesprächen versüßten, trennten sich ihre Wege bald schon wieder. Itsuki war so freundlich gewesen Auraya nach Hause zu bringen. Allerdings gab es dort keine wirkliche Absprachen, ob sie sich noch einmal sehen würden. Vielleicht war ihnen beiden erst einmal bewusst gewesen, dass sie so etwas dem Zufall überlassen sollten. Und dennoch… konnte man von Zufall sprechen, dass Itsuki erst recht deswegen die Bar besuchte in dem er auf die Yuki getroffen war und das auch Auraya dort aufkreuzte? Immer wieder trafen sie sich dort und wenn der andere nicht dort war, schien es fast wie eine dumpfe Enttäuschung. Itsuki hatte Auraya in einigen Gesprächen auch ein wenig von sich erzählt. Die Kleinigkeit das er Senju war und seine Familie in Konohagakure lebte. Allerdings behielt er zunächst einmal für sich, dass er Nukenin war. Eine Tatsache, die sie vielleicht verschrecken konnte? Die Regelmäßigkeit der Treffen nahm nach zwei Wochen ab. Itsuki hatte für ein paar Tage Kirigakure verlassen müssen. Allerdings bereute er es maßlos. Denn die 7-Tage Trip stellte sich nur erneut als Verfolgungsjagd heraus. Am Ende war er einigermaßen Heil in Kirigakure wieder angekommen. Unterhalb seines Auges zog sich ein Schnitt entlang. Der Angriff eines der Kopfgeldjäger. Glücklicherweise entspannte sich sein Gemüt in dem Dorf wieder ein wenig und so lief er eines Tages einem 10-Jährigen Mädchen entgegen. Sie wirkte aufgelöst… ein wenig verwirrt. Offensichtlich hatte sie ihre Eltern bei einem Einkaufsbummel verloren. Itsuki beruhigte das Mädchen, was er nur schaffte, weil er ihr ein Eis kaufte. Gemeinsam mit ihr ging er dann auf die Suche nach ihren Eltern. Leider fanden sie niemanden, sodass er sie nach Hause bringen wollte. Es dauerte über eine Stunde bis er schlussendlich vor der Tür zum Stehen kam und vorsichtig klingelte.
„Sicher das du hier wohnst?“ Die Orientierung des Mädchens war wirklich schrecklich gewesen. Zusätzlich kannte sich der Senju in der Gegend nicht aus. Eine perfekte Kombination umher zu irren.


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BeitragThema: Re: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   Sa Nov 04, 2017 4:55 pm

Sie hätte nicht gedacht, dass es so anstrengend sein konnte jemanden besser kennen zu lernen. Itsuki und sie hatte keine Absprachen getroffen und doch hatten sie sich immer wieder in der Bar getroffen und sich unterhalten. Jedes mal ohne das sie wussten wie lange der andere dort schon wartete und ohne zu wissen wie viele Abende man vergeblich gewartete hatte. Durch die Verantwortung mit ihrer Familie hatte sie es nicht sehr oft geschafft sich mit Itsuki zu treffen, aber die wenigen male waren ebenso angenehm gewesen wie ihr erstes treffen. Die Yuki hatte bei den letzten malen jedoch das Trinken unterlassen. Diese neblige Gefühl in ihrem verstand war ihr nicht willkommen, auch wenn es sie hin und wieder entspannte. Sie konnte verstehen warum viele Leute zu trinken begannen schloss dies jedoch aus um sich selbst zu entspannen. Dafür bevorzugte sie noch immer einen Schwertkampf oder ein wenig Meditation. Das er ein Senju und sie eine Yuki war hatte sich recht schnell geklärt und sie hatte sich gefragt warum er hier war. Sie hatte es darauf geschoben, dass es Probleme in Konoha gab jedoch nicht weiter nach gebohrt. Das sie Schwertmeisterin in diesem Dorf war hatte sie ihm jedoch noch nicht erzählt. Meist trug sie Kaikai auch nicht, wenn sie in die Bar ging und Tagsüber hatten sie sich kaum gesehen. Diese Treffen lagen jetzt schon wieder eine Woche her und danach hatten sie sich nicht mehr gesehen. Obwohl Auraya mit Sehnsucht in die Bar zurück gekehrt war hatte sie ihn nicht angetroffen und sich dazu gebracht sich diverse Gründe dafür zurecht zu legen. Im laufe der Woche war sie dann immer mehr damit zurecht gekommen. Letzten Endes war sie wieder in eine Routine gerutscht und an jenem Tag war sie einkaufen gewesen und hatte Rin mitgenommen.
Eigentlich hätte Rian sie mitnehmen sollen, doch ihr Bruder war krank und Mai nicht aufzufinden. Wahrscheinlich hatte sie vergessen von einer Mission zu erzählen. Zu allem Überfluss hatte Rin sich nicht nur aus dem Staub gemacht, sondern war bis zu diesem Zeitpunkt nicht wieder aufgetaucht. Gemerkt hatte sie dies leider viel zu spät. Mit dem tragen beschäftigt war sie an diesem Tag einfach nicht aufmerksam genug gewesen. Gerade wollte sie sich wieder in die Innenstadt auf machen, als es an der Tür ihres Hauses klingelte. Zunächst war verwirrt von diesem Umstand doch als sie nach der Signatur griff konnte sie spüren, das ihr Herz einen Hüpfer machte. Ituski war da und er hatte Rin bei sich. Es dauerte nicht lange bis die Schwertmeisterin an der Tür und diese nach innen aufzog. Kaum war dies geschehen sprang ihr auch schon eine verweinte Rin an das Bein und murmelte unverständliche Worte. Jetzt ist alles gut Rin, versprach sie der kleinen und strich ihr über das ebenfalls weißblonde Haar. Ob Itsuki Rin als ihre nicht erkannt hatte? Du warst auf einmal weg und dann waren da so viele Leute und ich war doch noch nicht oft in diesem Markt und und ich dachte ich. Geräuschvoll zog sie die Nase hoch und lies sich von ihrer Tante durch das Haar streicheln. Es dauerte einen Moment bis die kleine sich gefangen hatte und in dieser Zeit blickte Auraya zu Itsuki. hallo Itsuki. Danke das du meine Nicht nach Hause gebracht hast. Es sieht aus als wäre ich dir wieder etwas schuldig. Sie lächelte ihn offen an. Es war wirklich amüsant, dass gerade er die kleine gefunden hatte, bevor sie sich hatte auf machen können das Mädchen zu suchen. Während Rin nicht aufhörte zu weinen trat sie mit dem Mädchen einen Schritt nach hinten. Wenn du möchtest lade ich dich auf ein wenig Tee und Kuchen ein. Als Dankeschön. Was hältst du davon? Kuchen? Auch für dich, wenn du mir hilfst die restlichen Einkäufe einzuräumen ist das kein Problem. Mit einem freudigen Quicken zog sie die Schuhe aus und huschte über den Flur davon und verschwand in einem der vielen Räume. Dann waren die beiden wieder alleine. Es fühlte sich seltsam an, dass sie sich nun bei ihr trafen, nicht in der Bar und vor allem waren sie nüchtern. Etwas verlegen blieb sie im Eingangsbereich stehen, hoffend das er ihr Angebot annehmen würde.
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BeitragThema: Re: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   Fr Nov 10, 2017 8:42 am

Der Mann tätschelte die Schulter des Kindes, während er an der Tür wartete. Noch ahnte er nicht, dass er hier aif Auraya treffen würde.
"Keine Sorge, gleich bist du wieder zu Hause", versprach er und hoffte, dass irgendjemand zu Hause war. Ansonsten hätte er warten müssen.
In dem Augenblick öffnete sich bereits die Tür und eine ihm bekannte Gestalt kam zum vorschein. Das Mädchen stürmte nach drinnen und warf sich der Frau am die Beine. Für einen Moment fragte sich Itsuki, ob Auraya erwähnt hatte, ob sie Kinder hatte. Er wartete zunächst ab, dass die Kleine sich beruhigen konnte. Ein kleines Lächeln zeigte sich auf seinen Lippen. Solche Momente erfreuten seine Seele schon immer. Dann begrüßte Auraya auch Itsuki und er rieb sich verlegen über den Hinterkopf. "Hey... du bist mir nichts schuldig", erklärte er und ließ unendweg sein Lächeln auf den Lippen. Die Frage ob er rein wollte, bedachte er kurz mit einer nachdenklichen Mimik.
"Du bist mir nichts schuldig.. allerdings habe ich wirklich Hunger vom rumlaufen. Deine To... äh... ja die Kleine besitzt keinen guten Orientierungssinn." Sie hatte vorhin erwähnt, dass sie ihre Nichte war, daran erinnerte er sich noch während seines Satzes. Er trat nach drinnen. In diesem Augenblick wusste er nicht, ob er Auraya einfach die Handgeben sollte. Zum Schluss entschloss er sich dazu, dass das er sie zur Begrüßung umarmen sollte. Das tat er daraufhin auch. Kurz drückte er sie an sich. Nicht lange genug, dass es unangenehm wurde. Nachdem er sich von ihr löste, lehnte er sich leicht zurück. Seine Hände lagen auf ihren Oberarmen. Er blickte ihr in die Augen. Es schien fast so als würde für Sekunden alles andere egal sein. Itsuki hatte das merkwürdige Bedürfnis sie noch einmal zu umarmen, wenn nicht sogar... . Die Nichte von Auraya holte ihn aus den Gedanken. Sie stand in der Nähe und wollte offensichtlich Kuchen haben.
"Ich glaube da hat noch jemand hunger." Er löste seine Hände langsam von ihr und trat zurück.

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BeitragThema: Re: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   Fr Nov 17, 2017 7:05 am

Itsuki schien ein wenig mehr davon verwirrt zu sein, dass er hier auf Auraya traf. Rin sah ihr zwar recht ähnlich, aber scheinbar, war ihm dies nicht sofort aufgefallen. Verdenken konnte sie es ihm nicht, immerhin war Rin gerne einmal etwas schwer zu bändigen, wenn sie aufgelöst war. Es war ihr ein Rätsel, wie dieses Kind an ihren Orientierungssinn gekommen war. Wahrscheinlich lag das an ihrer Mutter, die Freundin von Rian war immer ein wenig seltsam gewesen. All dies waren jedoch keine Probleme für die ohnehin sehr tolerante Auraya. Sie liebte Rin und es schien ihr öfters, als wäre sie ihre Tochter. Auraya schmunzelte über seine Aussage. Ja sie ist nicht die Beste, wenn es darum geht den Weg zu finden, gab sie ohne weiteres zu, Dafür ist sie um so eifriger, wenn es darum geht mit mir zu üben oder Kuchen zu essen.
Sie war erfreut darüber, dass Itsuki eintrat und sie machte ihm genug Platz. Der Eingangsbereich war gefliest und rechts am Rand stand ein Schrank mit Haus und Straßenschuhen. Eine schmale Kante trennte Eingang von Wohnung und damit den Bereich von Schuhen und Hausschuhen. Es war ein wenig seltsam ihm nüchtern bereits wieder so nahe zu sein. In einer Bar nebeneinander sitzen war eine Sache, aber in ihrem Haus einen Moment lang eng umschlungen beieinander zu stehen, war etwas ganz anderes. Sie spürte die Wärme seines Körpers, nahm seinen ganz eigenen Geruch war. Eine Nähe die so ganz anders war, als die Umklammerung die immer von Rin ausging, das zaghafte Gefühl, wenn ihre Mutter sie umarmte oder wenn ihre Schwester versuchte sie halb zu erdrücken. Die Nähe von Ituski war auf eine ganz andere Weise behaglich und familiär. Am liebsten hätte sie diese Nähe noch ein wenig länger genossen, doch Rin brachte sie aufeinander und Auraya reagierte mit einem gelassenen Lächeln. Ich glaube sie hat immer Hunger. mit einem Nicken deutet sie auf die Hausschuhe. Nimm dir ruhig ein Paar, ich glaube in diesem Haus ist es eher kalt.
Mit einem verschwörerischen Zwinkern wechselte sie vom Eingangsbereich in den Flur. Rin war bereits vorgegangen und man hörte das eifrige Geräusch, wenn jemand Schubladen öffnete und schloss. Die beiden gingen einen kurzen Gang entlang, bevor sie rechts abbiegen und Auraya kurz darauf durch eine Tür zu ihrer Rechten trat. Ein Blick in die Küche bestätigte was man bereits gehört hatte. In der Mitte der Küche wirbelte Rin über den Boden, rutschte von einem Schrank zum nächsten und riss immer wieder Schränke auf um auch ja jedes Lebensmittel einzeln unter zu bringen. Auraya steckte den Kopf jedoch nur kurz in die Küche, bevor sie Ituski weiterführte und ihn wenige Schritte später durch eine Tür zur Linken in ein Wohnzimmer führte. Der Raum war zum Großteil mit einfachen Kommoden ausstaffiert. Auraya umrundete einen langen Tisch, bevor sie auf eine weitere Tür am anderen Ende der Wand zu steuerte. Hinter dieser fand sich ein kleinerer Raum. Auffällig hieran, der eher altmodische Stil. Ein Flacher Tisch stand vor einer gewaltigen Glasfront. Sitzkissen lagen am Boden und hinter dem Glas lag ein weitläufiger Innenhof, in welchem ein Schneebedeckter Garten lag. Normalen Menschen würde die Kälte wohl bis in Mark gehen, doch ihre ganze Familie spürte davon nichts.
Auraya führte ihren Gast zu dem flachen Tisch und bedeutete ihm sich hin zu setzten. Möchtest du einen Tee Itsuki? Sie wartete seine Antwort ab ehe sie auf den Garten blickte und wieder zu sprechen begann. Dieser Garten ist meist auch im Sommer mit Schnee bedeckt. Nenn es Verschwendung, aber meine Familie findet ihn sehr schön. Außerdem macht uns die Kälte nichts aus. Sollte dir kalt werden, sag mir bitte Bescheid – wir haben leider kein Thermometer um die Temperatur für unsere Gäste abzuschätzen. Ein entschuldigendes Lächeln bildete sich auf ihren Lippen, bevor man durch die halb geschlossene Tür ein dumpfen Schlag hörte. Einen Moment lang wand Auraya sich um ehe sie sich entschuldigend verneigte. Ich bin sofort wieder bei dir, mach es dir so lange bequem. Damit hüpfte sie aus dem Raum und zu Rin in die Küche.
Beim Umsehen in dem Zimmer würde Itsuki eine Wand mit Familienbildern vorfinden. Eine kurze Wand gegenüber der Tür durch die sie gekommen waren hing voll davon, zeigte diesen Zweig der Yuki zum Neujahr, im Sommer, bei Geburtstagen und vor einem Feuerwerk. Von links nach rechts konnte man sehen wie die drei Geschwister gewachsen waren und irgendwann auch Rin auf den Bildern auftauchte. Die anderen beiden Wände waren in blassem blau gestrichen und der Boden war mit dunklen Matten ausgelegt. In den Ecken fanden sich jeweils zwei grüne Zimmerpflanzen, weder besonders selten in ihrem Bild noch besonders vernachlässigt, einfach ein wenig grün in dem sonst fast leerem Raum. Gegenüber der Glaswand befand sich zudem eine schmale Anhöhe, etwa eine halben Meter hoch, auf welchem einzelne Fotos gerammt waren. Alle in schwarzweiß, der Rahmen weiß und jedes von ihnen mit einem Räucherstäbchen an der Seite. All diese Stäbchen waren leicht am Glimmen und verströmten einen beruhigenden Geruch.
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Senju Itsuki
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BeitragThema: Re: [Itsuki x Auraya] Das neue Leben   So Nov 26, 2017 3:36 pm

Es war eine Erleichterung zu hören, dass die Kleine nicht die Tochter von Auraya war. In diesem Augenblick konnte Itsuki das Gefühl der Erleichterung jedoch nicht zu ordnen. War es vielleicht, weil er sie mochte und die Enttäuschung groß gewesen wäre zu hören, dass dort doch ein Mann in ihrem Leben schien? Obwohl sie ihm erklärte, dass sie niemanden an ihrer Seite besaß, war es doch eine Überlegung, die man immer hatte, wenn man auf einen Menschen traf.
Der Senju verdrängte die Gedanken ein wenig und konzentrierte sich lieber auf die derzeitige angenehme Situation. Es war eine Freude das Haus von Auraya zu sehen und sie hier besuchen zu dürfen. Aus reiner Freundlichkeit heraus nahm er die Frau ebenso zur Begrüßung in den Arm. Es war ein merkwürdiges Gefühl, hatte er sie doch sonst nur mit Worten begrüßt gehabt. Für einen Moment strich er ihr über den Rücken hinweg, bemerkte aber dann das es möglicherweise eine Nähe war, die sie gar nicht wollte. In dem Augenblick tauchte auch Rin auf, die wohl voller Ungeduld war endlich etwas zu Essen zu bekommen. Itsuki löste die Umarmung und bemühte sich nun erst einmal seine Schuhe auszuziehen. Sorgfältig stellte er sie beiseite und griff ein paar der Hausschuhe. Bereits als er in das Haus innere getreten war, fiel ihm auf, dass es deutlich kühler war als außerhalb.
Er folgte Auraya tiefer in das Haus hinein. Sie bogen in einen Gang hinein und kamen bei der Küche vorbei. Auch er warf kurz einen Blick in die Küche, entschloss sich aber das es unhöflich wäre, wenn er dort länger hineinsah. Dann folgte Auraya weiter und erreichte mit ihr wohl das Wohnzimmer. Der eigenwillige Stil des Yuki-Clans gefiel ihm. Es hatte etwas rustikales und altmodisches.
Gemächlich trat er in den nächsten Raum hinein und ließ seine Augen langsam umher gleiten. Er erkannte etwas Schnee und spürte einen kleinen kalten Schauer über seinen Rücken laufen. Allerdings war er auch nicht so kälte empfindlich, dass er direkt fror.
„Ein Tee wäre sehr nett.“ Itsuki lauschte noch kurz ihrer Erklärung und sah ihr im nächsten Moment bereits hinterher. Sein Blick lief wieder durch den Raum und blieb auf der Wand mit den Familienbildern hängen. Kurz warf er einen Blick zu der Tür aus der Auraya verschwunden war, bevor er sich der Wand etwas nährte. Flüchtig sah er über die Bilder hinweg und zeigte ein winziges Lächeln. Im Gegensatz zu Auraya besaß Itsuki keine Familie mehr. Er hatte inzwischen Ashe, aber auch er war nur ein Findelkind. Es war nur eine Frage der Zeit bis er vielleicht irgendwann nicht mehr bei ihm war. Itsuki betrachtete die Bilder der Geschwister und bald sah er auch Rin auf diesen. Der Name Rin war im ersten Moment fast ein Schock für ihn gewesen. Seine verstorbene Frau hieß so. Ihr Tod lag inzwischen 12 Jahre zurück, wenn nicht sogar mehr. Der Senju konnte sich schon fast nicht mehr daran erinnern. Sein Blick fiel nur noch flüchtig auf die nächsten Bilder und die Rauchstäbchen, die der Umgebung einen beruhigenden Ton gaben.
Itsuki wandte sich herum. Er wollte nicht den Eindruck erwecken, dass er anfing hier herum zu schnüffeln. Dann bewegte er sich auf die Sitzkissen zu und ließ sich dort langsam im Schneidersitz nieder. Ein wenig verloren kam er sich derzeit schon vor. Es war etwas vollkommen anderes bei jemand zu Besuch zu sein als in einer Bar zu sitzen. Itsuki atmete einmal tief durch und beruhigte sich ein kleinwenig. Der angenehme Duft der im Raum schwebte um ihn herum und schien ihn tatsächlich zu beruhigen. Für einen Moment dachte er daran, wie es wohl wäre, wenn er Konohagakure nie verlassen hätte. Sein Blick lief abwartend auf die Tür. Eine Sache konnte er sagen: Er hätte dann niemals Auraya getroffen. Vielleicht hatte es auch etwas gutes?

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