Tamashii no Utsuri

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 [Clanviertel Sarutobi] Ringos Heim

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BeitragThema: [Clanviertel Sarutobi] Ringos Heim   Mi Nov 01, 2017 9:35 am

~ In guter Nachbarschaft zu den Nara, Yamanaka und Akimichi liegt das Clanviertel der Sarutobi. Auch der Fluss ist in nächster Nähe, und so haben die Architekten des Clans die Gelegenheit ergriffen, sich mit kleinen Kanälen und Brücken ordentlich auszutoben.
Zwar gibt es auch einige Reihenhäuser mit Wohnungen für Einzelpersonen, doch stolz ist man natürlich auf die Anwesen, die für zwei oder mehr Generationen zugleich gedacht sind. Die Gebäude sind nicht besonders hoch, verfügen jedoch auf ihren Grundstücken über viel Platz für Gärten, die nach Herzenslust gestaltet werden. ~


Um eine gewisse Vorstellung zu erlangen, bitte hier schauen:
Spoiler:
 
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BeitragThema: Re: [Clanviertel Sarutobi] Ringos Heim   Mi Nov 01, 2017 9:46 am

cf: Die Laubwälder Hi no kunis plus kurzer Jahreszeiten-Timeskip

Während ihrer Zeit in Kaze no kuni hatte Ringo einen ausgesprochen melodramatischen Reisefährten gehabt. Mitten in der Salzwüste war ihnen das Wasser ausgegangen, und er hatte gejammert und gewehklagt, als wäre es das Ende der Welt.
„Das Wichtigste“, so hatte er zu ihr gesagt, „ist jetzt, weiter zu gehen! Nicht rasten. Nicht hinsetzen. Weitergehen. Egal, wie schlimm es wird! Wenn wir uns hinsetzen... stehen wir nicht mehr auf!“
Sie hatte den Wasserschlauch genommen und Suiton hineingespuckt.
Ringo wünschte, es wäre nun so einfach. Sie saß auf der Schwelle der Tür, die zum Garten hinausführte, und schaute dem Frühlingsregen zu.
Donk. Die Rehscheuche machte Donk, als ihr hinteres Ende auf einen Stein dotzte. Die kleine Bambuswippe reckte sich wieder dem Himmel entgegen.
Drei Tage war die Beerdigung nun her. Ringo ergründete seitdem vergeblich, wie sie sich wegen ihres Vaters fühlen sollte. Sie blickte auf ihr Inneres wie durch eine Scheibe aus Milchglas.
Donk.
Sie hatte ihn enttäuscht, er sie nicht unterstützt. Sie war abtrünnig geworden. Er hatte sie aus dem Clan verbannt. Ein gesundes Vater-Tochter-Verhältnis war das nicht gewesen.
Am Grab hatte sie stumpf gestanden. Ihre Mutter übernahm das Weinen. Leute erklärten ihr Beileid. Sie hatte Hände genommen. Hände hatten ihre Hände genommen. Hände hatten sich auf ihre Schultern gelegt. Sie wußte nicht mehr, wessen Hände. Auch nicht, wie der Tag eigentlich zuende gegangen war.
Donk.
Ihre Mutter war nicht im Haus. Keiko kämpfte aktiver mit der Trauer, und als Ehefrau Tobuketsus führte sie die Clangeschäfte, bis ein neues Oberhaupt gewählt wurde. Sie war schon früh zum Ratssaal verschwunden.
Ringo saß seit dem Aufstehen hier, und ließ die Gedanken treiben. Sie hatte ihn beeindrucken können, ein wenig. Er hatte ihr Tun anerkannt, ein bisschen. Und den Blickbann aufgehoben. Sie waren auf dem Weg der Besserung gewesen.
Sie hatten hier gesessen, früher. Viel früher, vor all dem Dilemma, vor den Tränen und den Enttäuschungen. Bunte Vögel waren aus seiner Hand geflogen. Rote dicke Meisen, gelbe kleine Spatzen, weiß-blaue Nachtigallen, die sogar ein wenig pfeifen konnten. Im Herbst hatten sie das Laub verbrannt, das bunt und tot im Gras lag, auf dem Steinplattenweg, der Wasserfläche des Teiches, dem Dach der Wellblechhütte.
Donk.
In dieser Hütte hatten sie miteinander gekämpft, mit nackten Füßen, während unter der Hütte Feuer in Gang gehalten worden waren. Ringo mochte Taijutsu nicht, doch sie hatte es gut lernen und meistern können. Ihren Vater hatte dies erfreut. Also hatte sie diesen Weg eingeschlagen, ohne Freude am Taijutsu, nur für das Lob.
Lob und Anerkennung. Was tat sie nicht für Lob und Anerkennung? Weglaufen, ausreißen, abtrünnig werden. Das hatte sie nicht für Lob und Anerkennung getan, sondern für sich. Nur deswegen. Genau deswegen ja! Und es war der falsche Weg gewesen. Als man sie heimgeschleift hatte, da war es wieder besser geworden, mit echten Zielen und festen Wegen dahin. Und mit neuen und guten Kameraden. Sie hatte sich wieder nach oben gekämpft, im Ansehen und im Rang, im Dorf und im Clan.
Donk.
Sie hatte sich besser gefühlt denn je.
Nun saß sie hier, und konnte nicht aufstehen. Sie stellte sich Vögel vor, rote und gelbe, die im Garten umherflogen. In dieser Vorstellung schien die Sonne, und sie saß nicht allein hier, und es war Herbst, das Laub lag bunt und tot im Gras, auf dem Weg, im Teich, auf dem Blechdach.
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Sarutobi Jin

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BeitragThema: Re: [Clanviertel Sarutobi] Ringos Heim   Mi Nov 01, 2017 10:45 am

Das kleine Apartment lag ruhig da. Die Gardinen im Wohnzimmer, dass gleichzeitig auch das Schlafzimmer war, wehten leicht im Wind. Gespenstig als würde sich dort ein Mensch drunter verstecken. Eine kühle, frische Herbstbrise wehte in den Raum.
Sarutobi Jin schloss seine Augen, während der Wind seicht durch seine Haare glitt. Er saß auf einem Sessel, die Beine über die eine Lehne gelegt. Auf seinen Knien lag der kleine Panzergürtelschweif auf dem Rücken und sonnte sich dem Bauch. Er schnarchte leise. Ein Geräusch das wie ein niedlicher Schnupfen sich anhörte. Mit dem Zeigefinger streifte Jin immer wieder gedankenverloren über das Bäuchlein. Es herrschte eine merkwürdige Stimmung in den letzten Tagen. Tobuketsu lebte nicht mehr. Natürlich war sich jeder dem Umstand bewusst, dass ein Leben nicht ewig währte. Aber das hier war anders gewesen. Tobuketsu wurde umgebracht. Wenn jemand wegen Altersschwäche starb, dann konnte man sich noch etwas darauf vorbereiten. Man konnte sich irgendwie einreden, dass der Mensch ein langes Leben hatte und deswegen alles in Ordnung wäre. Tobuketsu lebte lange, aber dennoch zu kurz. Die Grausamkeit, die hinter dieser Tat steckte, entsetzte ein jeden. Es machte den Tod noch um einiges schlimmer. In diesem Augenblick kam ihm auch die Frage in den Sinn, wie es wohl Ringo erging. Bei den Gedanken an die Blonde kamen in ihm gemischte Gefühle auf. Tobuketsu war kein leichter Vater, genauso wie sein eigner neigte er dazu stets das beste von einem abzuverlangen. Jin wusste das sehr gut. Als Ringo verschwunden war, bat er seinen Onkel von ihm zu lernen. In der Zeit machte er deutliche Entwicklungssprünge. Es tat gut von ihm Respekt zu erhalten, so als wäre er der Hoffnungsträger des Clans gewesen. Doch kaum war Ringo wieder da, verblasste dieses Gefühl. Er war nur noch der Junge des Mannes der im Schatten von Tobuketsu stand. Ringo hingegen erarbeitete sich ein wenig Respekt wieder. Respekt den sie nicht verdiente. In seinen Augen war es ungerecht gewesen ihn einfach nicht mehr zu unterrichten. Er war immerhin durchgehend im Dorf gewesen und hatte einen schnellen Aufstieg hinter sich gebracht. Den Rang eines Jounin bekam er bereits mit 18 Jahren und hatte seither viele Missionen erledigt. Gebührte ihn nicht ein wenig Respekt dafür?
Nachdem Jin wusste das er kein Training mehr erhielt, entschloss er sich dazu außerhalb des Clanes zu wohnen. Es war eine Schmach für ihn, dass Tobuketsu ihn das Training verweigerte. Trotz der Tatsache, dass das Gespräch privat ablief, so wusste Jin, dass auch die anderen Clanmitglieder davon Bescheid wussten. Er redete sich förmlich ein, dass sie ihn mit abwertenden Blicken taxierten. Für ihn war es eine Schande.
Kimi schnappte nach seinem Finger. Jin blickte hinab auf den Panzergürtelschweif der an seiner Fingerkuppe nagte, weil er aufgehört hatte ihn zu kraulen. Ein Glück biss er nicht richtig zu, sonst wäre ein Stück seines Fingers komplett abgetrennt gewesen.
„Tut mir Leid“, murmelte Jin zu dem kleinen Tier und griff nach ihm. Er setzte ihn auf seine Schulter ab und erhob sich von seinem Platz. Das ewige rumsitzen trübte seine Stimmung. Kimi streckte sich und kletterte an seinem Pullover entlang bis zu der Seitentasche kam, wo er drinnen verschwand. Er hatte dort vor kurzen noch einen Schokoriegel gefunden. Es raschelte in der Tasche. Der Panzergürtelschweif hatte wohl den angefressenen Riegel gefunden. Jin störte sich nicht daran, sondern schritt nur durch den Raum. Im Augenwinkel nahm er dann eine Pinwand wahr mit dem Bild ihres alten Teams. Yasue, Ringo, er und ihr Sensei waren dort zu sehen. Jin griff nach dem Bild und pinnte es ab. Er hatte die Tage mit Yasue geredet gehabt. Sie war traurig gewesen, dass sie keinen Kontakt mehr zu Ringo besaßen. Jin betrachtete weiterhin das Bild. Waren Yasue und Ringo nicht sehr gute Freunde gewesen? Genervt stieß er die Luft aus den Lippen und verengte etwas die Augen. Wenn die zwei wieder zusammenhingen würde er doch nur wieder außenvorstehen? Dann würde Ringo ihm auch die Freundschaft zu Yasue rauben – oder nicht? Wenn er allerdings an die traurigen Augen von ihr dachte, wurde ihm etwas anders zumute. Vielleicht wusste es Yasue nicht, aber die Inuzuka war ihm sehr wichtig. Das war sie schon immer gewesen. Vielleicht war er in seiner Kindheit etwas verschossen in sie gewesen. Irgendwann wurde es natürlich weniger. Yasue war nicht ganz der Typ dafür gewesen jemand besonders nahe an sich heran zu lassen. Deswegen beschränkte sich Jin einfach nur darauf immer Mal für sie da zu sein und sie aufzumuntern. Der Sarutobi steckte das Bild in seine Tasche, zog sich seine Schuhe an und seine Jacke. Auf der Jacke war hinten das Clansymbol der Sarutobi zu sehen. Er versenkte seine Hände in den Seitentaschen und lief durch die Stadt. Normalerweise würde Jin an so einem Tag trainieren gehen, aber er wusste das sein Vater zu Hause hing und trauerte. Gestern hatte er ihn besucht und er sah aus als hätte er mehrere Tage nicht geschlafen. Jin machte einen Abstecher in sein Lieblingsrestraunt und ließ sich dort zweimal gebratene Nudeln machen. Dazu gab es ein paar Dangos – eigentlich gab es mehr Dangos als Hauptspeise. Mit einer Plastiktüte voller Essen führte sein Weg dann weiter in das Clanviertel der Sarutobi. Am Eingang grüßte er ein paar bekannte Gesichter. Viel war allerdings nicht los gewesen. Jin bewegte sich über das Gelände hinweg und wollte zum Haus seines Vaters als ihm im Augenwinkel ein Blondschopf auffiel. Er blieb langsam stehen, kannte er es doch inzwischen sehr gut. Seine Lippen pressten sich zusammen als er Ringo dort sitzen sah. Ein Stich zog durch sein Herz und er fühlte sich für Sekunden mulmig. Sie wirkte nach außen hin weit weg. Ihre Augen sahen dunkel aus und schienen nicht einmal ihn mitzubekommen. In einer Ecke seines Kopfes hörte er seine eigene Stimme sagen, dass sie es verdient hatte. Dann gab es dort noch die andere Stimme, die sagte, dass niemand so etwas verdiente zu erleben, wie der eigene Vater starb. Jin stieß leise die Luft hervor und änderte seine Richtung. Dann ließ er sich langsam neben Ringo fallen, ohne um Erlaubnis zu bitten.
„Meine Güte, wenn man dich hier so sieht, hat man ja fast das Gefühl sich selbst umbringen zu wollen“, stichelte er ein wenig herum und griff in seine Plastiktüte nach dem Nachtisch. Er stellte Ringo die Papiertüte mit Dangos vor die Nase.
„Da. Zucker macht glücklich.“

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BeitragThema: Re: [Clanviertel Sarutobi] Ringos Heim   Mi Nov 01, 2017 12:47 pm

Im ersten Moment nahm sie ihn nichtmals wahr. Ringos Augen schauten derartig ins Vergangene, dass sie es wohl nichtmals bemerkt hätte, wenn ein ausgewachsener Elefant durch ihr Blickfeld getrampelt wäre. Als Jin durch den Garten marschierte, direkt auf sie zu, flackerte die Wahrnehmung in ihrem Blick wie eine Kerze, die sich kurz vor dem Verlöschen noch einmal fing. Und wie sie ihn erst richtig erkannte, starrte sie ihren Cousin an wie etwas, was es gar nicht auf Erden geben durfte.
Jin. Mit ihm kamen Erinnerungen. Sie passten nicht zu den Träumereien von den Feuervögeln. Zumindest sehr schnell nicht mehr. Vielleicht hatte er die Feuervögel am Anfang auch gesehen. Vielleicht hatte er das eine oder andere Mal auch hier gesessen, mit ihnen. Möglicherweise waren sie mal zu dritt. Doch nun waren sie bloß zu zweit. Und Ringo wäre lieber allein.
Geh weg. Sein Spruch kam nicht an. Er erheiterte nicht. Und er provozierte auch nicht. Er prallte einfach ab, und sie igelte sich ein. Ringo zog die Beine an, umschlang sie mit den Armen und legte die Stirn gegen die Knie.
„Da. Zucker macht glücklich.“
Sie hatte nicht gefrühstückt. Hatte aber auch keinen Hunger. Jedenfalls war sie sich da ganz sicher. Sie zuckte nichtmals mit der Wimper, als Jin eine Tüte mit Essbarem neben ihr fallen ließ.
Ich hab zu tun. Ihr fiel kein guter Grund ein, warum Jin gehen sollte. Es passte alles so gut wie das andere. Warum kam er überhaupt, sicher hatte er seine Beileidsbekundung schon auf der Beerdigung geäußert. Überhaupt hatte er sie seit ihrer Wiederkehr gemieden, und sie hatte ihn genauso gemieden. Warum war er nun also überhaupt da. Keine Zeit für dich.
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Sarutobi Jin

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BeitragThema: Re: [Clanviertel Sarutobi] Ringos Heim   Mi Nov 01, 2017 9:30 pm

Wie selbstverständlich spazierte Jin durch den Garten seines Onkels und seiner Tante hindurch. Der Weg war eine Abkürzung gewesen. Ansonsten hätte er den großen Bogen machen müssen und hätte 15 Minuten länger gebraucht. Vielleicht war er aber auch bewusst durch den Garten gelaufen. Er hatte gehört, dass hier in der Nähe sein Onkel umgebracht wurde – obwohl es nur einer dieser dämlichen Gerüchte waren. Ein Blick auf das Haus verriet ihm, dass es jedoch immer noch so aussah wie früher. Wie früher fand er Ringo auch auf den Treppen sitzend. Eine Sache hatte sich jedoch zu früher verändert. Jin lief nicht weiter, sondern gesellte sich an die Seite der Blonden. Ihre Stimmung war derartig schlecht, dass sie nicht einmal auf seine Provokation einging, die ein jeden vermutlich in den Wahnsinn trieben. Der junge Sarutobi musterte die Frau von der Seite und runzelte angestrengt die Stirn. Offensichtlich dachte er darüber nach, was er tun konnte. Im Aufmuntern von Ringo war er nie wirklich gut gewesen. Yasue war da viel besser. Für Sekunden schwebte das Gesicht der Inuzuka vor seinen Augen. So traurig wie Ringo dreinblickte, sah auch sie vor kurzen drein als sie über sie sprachen. Vielleicht sollte er Ringo zu Yasue bringen? Jin stieß angestrengt die Luft aus den Lippen und kratzte sich dann unbehaglich am Hinterkopf. Wie zum Teufel sollte er Ringo dazu bekommen?
„Lust zu Yasue zu gehen?“, fragte er dann gerade heraus und ignorierte die Worte, dass er gehen sollte. Es wäre nicht das erste Mal, dass sie ihm das sagte, auch wenn sie die letzten Male wütender klang. Nebenbei packte er dabei die Dangos aus der Tüte aus. Er nahm sich ein Stäbchen und biss davon ab. Das andere Dango hielt er Ringo hin.
„Sicher das du kein Hunger hast? Früher hast du die Dinger geliebt.“ Was war schon früher? Früher hatten sie sich auch bis aufs Blut bekämpft. Noch weiter früher allerdings mochten sie sich. So sehr, dass es ein Foto gab, wo er Ringo einen Schmatzer auf die Wange drückte. Peinlich hoch 3! Wie konnte das damals nur passieren? Warum hatten seine Eltern das nicht verhindert gehabt?

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BeitragThema: Re: [Clanviertel Sarutobi] Ringos Heim   Sa Nov 04, 2017 12:33 pm

Sie hörte ihn nur vage, als wäre sie von einer gläsernen Schale umgeben. Gleichzeitig schien Jins Stimme viel zu laut. Ringo schloss die Augen, als leide sie Schmerzen, und atmete tief durch. Es klang rasselnd, denn sie erstickte im letzten Moment ein Schluchzen.
Keine Lust. Das Bild, welches der genannte Name beschwor, wurde direkt weggeschoben. Nicht schwer. Die Erinnerung an jenes Mädchen - an jene Person, die diesen Namen trug, war für Ringo wie ein Zahnschmerz, und seit mittlerweile mehr als zwei Jahren fürchtete sie den Gang zum Zahnarzt. Der Schmerz war pochend, aber aushaltbar. Ignorierbar. Vor allem jetzt, wo ihr andere Dinge im Kopf herumgingen.
Das Essen, das Jin nun auspackte, roch. Nein, es duftete.
„Sicher das du kein Hunger hast? Früher hast du die Dinger geliebt.“
Arsch. Er ließ sie nicht in Frieden. Stattdessen tat er, als höre er sie gar nicht. Feinfühlig wie ein Holzhammer. Ringos Augen öffneten sich einen Schlitz weit, und sie spähte auf den Dango, den er ihr hinhielt.
Ihre Hand war schnell. Sie öffnete die Umklammerung ihrer Beine - und klatschte das Dango weg, sodass es in die Höhe und gegen die Decke klatschte. Dann heftete sie ihren Blick kalt auf Jins Gesicht.
Du... Sie stockte, schluckte die Beleidigung wieder herunter und starrte ihr Gegenüber einfach nur zu Tode. Sie wollte ihn doch eigentlich ignorieren. Oder? Nein. Ich will ihm ins Gesicht gehen, mit den Ellenbogen und den Knieen. Ich will seinen Kopf durch die Wand hämmern. Ich will ihn treten und schlagen, ich will dass er geht, ich will mich an seiner Schulter ausheulen, ich will -
Es schüttelte sie sichtlich, an Armen und Beinen und Bauch und Brust und auch im Gesicht. Aus reinem Übersprung entriss die erhobene Hand Jin die Tüte, die nun ohnehin leer war. Ringo zerknüllte sie, zerrupfte sie, zerfledderte sie wortlos und erbittert, mit zusammengepressten Lippen, als müsse sie sich davon abhalten, die Tüte zusätzlich noch zu zerbeißen. Dann warf sie die Schnippsel Jin vor die Füße, und ihr Blick sagte: Mit dir mache ich das Gleiche.
Sie knäulte sich wieder ein.
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Sarutobi Jin

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BeitragThema: Re: [Clanviertel Sarutobi] Ringos Heim   Fr Nov 10, 2017 8:57 am

Der Blick von Jin war auf den Dango geheftet, der in seiner Hand ruhte, wie ein Friedensangebot nach vielen Jahren. Allerdings nahm ihn Ringo nicht an. Er hätte es auch wissen können, dass sie daran kein Interesse hatte. Der Dango wurde ihm aus der Hand geklatscht und segelte an die Decke. Aufgrund des Zuckers blieb er dort auch kleben. Jin hob kurz den Kopf und sah nach oben. Überrascht, dass ein Dango an der Decke kleben konnte. Es brachte einen zum Denken, ob diese Teile wirklich gesund waren. Sein Blick fiel auf die Tüte, die Ringo ihm aus der Hand riss. Er griff langsam nach der anderen Tüte und öffnete sie. Während die Blonde die Tüte zerrupfte, holte er noch ein Dango raus und schob ihn sich langsam in den Mund. Er zog eines davon ab und kaute rum. Ein böser Blick traf ihn, den er einfach nüchtern erwiederte. Solche Blicke waren nicht das erste Mal. Das Dango von der Decke kam hörbar wieder runter und landete auf dem Boden. Er griff danach, zupfte etwas staub ab und aß den Dango dann ebenfalls. Zusätzlich überlegtr er wie er Ringo aufmuntern konnte. Ihm lag auf der Zunge zu fragen, wie ihr Vater gestorben war. Er öffnete den Mund und schloss ihn wieder. Vielleicht sollte er fragen, wie es ihr ging? Wieder öffnete er den Mund und schloss ihn wieder. Dann rutschte er näher und legte einen Arm um sie.
"Und, bist du immernoch Single?" Kaum hatte er die Worte ausgesprochen, fragte er sich warum er ausgerechnete diese Frage stellte. In seinen Gedanken klang sie etwas besser als ausgesprochen.

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BeitragThema: Re: [Clanviertel Sarutobi] Ringos Heim   So Nov 12, 2017 5:30 pm

Wenn er doch nur ging. Doch er ging nicht. Jin schenkte ihr nur einen kurzen Moment der Ruhe, in dem sie glaubte, er ließe sie nun in Frieden. Stattdessen ging er auf Körperkontakt. Rutschte an sie heran und legte einen Arm um sie.
"Und, bist du immernoch Single?"
Ringo blitzte ihn an. Sag, sprach sie, Kommst du selbst drauf? Kommst du selbst drauf, warum wir uns als kleine Kinder so viel besser verstanden? Sie gab ihm nur eine Sekunde zum Überlegen. Dann blaffte sie ihm die Antwort ins Gesicht. Du konntest da noch nicht reden!
Nein, das war natürlich nicht der Grund, doch es war genau so sinnig wie Jins Frage.
Ringo machte sich los, sprang behände auf die Füße und war, solang er saß, zumindest höher als ihr Cousin. Mit Süßkram und Anbaggersprüchen kommst du an? Übst du für Yasue oder was. Sie hatte keine echte Ahnung, ob da was war, ob da jemals was gewesen war oder irgendwann sein würde. Es war auch egal.
Sie holte tief Luft. Ihr Atem rasselte, weil Tränen drückten.
Sag mir, bist du gerade ungeschickt? Oder ein Arsch?
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Sarutobi Jin

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BeitragThema: Re: [Clanviertel Sarutobi] Ringos Heim   So Nov 12, 2017 10:21 pm

Er war wirklich nicht der beste Kerl, um Ringo aufzumuntern. Yasue konnte er immer etwas einfacher aufmuntern, auch wenn sie oftmals Menschen auf Abstand hielt. Nach seiner Frage, ob sie noch Single war, fing sie wieder an zu sprechen. Auch wenn ihre Reaktion anders ausfiel als er dachte. Dann blaffte sie ihn an, dass sie sich als kleine Kinder besser verstanden, weil sie noch nicht reden konnten. So ganz stimmte das nicht. Ringo sprang nun auf und blickte mehr oder weniger auf ihn hinab.
„So ganz stimmt das nicht“, verbesserte er seine Cousine. „Ich glaube, dass wir durchaus uns verstanden haben – mit Worten. Es gibt ein Bild wo… .“ Er verstummte als er den Blick von Ringo sah, der eigentlich Bände sprach. Sie schien sauer zu sein, dass er sie gefragt hatte, ob sie Single war.
„Anbaggersprüche? Sind wir nicht Verwandt?“, eigentlich war es keine Frage, sondern eine Feststellung. Als dann noch die Frage kam, ob er ein Arsch oder Ungeschickt war, musste er nicht lange über die Antwort nachdenken. Generell versuchte er gegenüber Ringo nicht den Eindruck von Nettigkeit zu zeigen. Deswegen konnte er nicht anders als zu sagen: „Ich denke Arsch ist das richtige Wort.“ Er nickte leicht. „Aber hey, du redest mit mir. Ich mache Fortschritte.“ Jin sprang auf seine Füße.„Weißt du… eigentlich bin ich nicht hier, um dich aufzumuntern“, sagte er dann. „Wir waren Mal in einem Team und ich habe dich hier sitzen gesehen... ich bin nicht wirklich der Typ dafür dich aufzumuntern, weil du mich hasst.“ Er griff sich die Tüte mit den Essen und stellte sich an ihre Seite. "Ich dachte, dass Yasue dich vielleicht aufmuntern könnte. Sie redet sehr oft von Dir, weil sie dich vermisst... aber seit du da warst, hast du dich nicht einmal bei ihr gemeldet." Es war zwar ein Vorwurf, aber irgendwie auch ein berechtigter. "Das machen Teamkameraden nicht. Du musst nicht nett sein zu mir, aber Yasue hat es nicht verdient so behandelt zu werden. Und während du hier alleine sitzt, könnte sie bei Dir sein und dich aufmuntern. Weil das Freunde so machen." Mit dem Finger deutete er auf sich.

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BeitragThema: Re: [Clanviertel Sarutobi] Ringos Heim   Mo Nov 13, 2017 2:00 pm

Wars das jetzt wert gewesen? War das Anblaffen das Aufspringen wert gewesen? Plötzlich stand sie, und das Problem - also er - war noch immer da. Schlimmer, Jin hatte sich nun Ringos Aufmerksamkeit gesichert, denn was war blöder als der Gedanke, sich nun wieder hinzusetzen? Nichts war blöder, nichts wäre peinlicher.
„Anbaggersprüche? Sind wir nicht Verwandt?“
In ihren Augen blitzte es. L... Leider leider, wollte sie im ersten Moment sagen. Doch sie hielt sich noch rechtzeitig zurück. Biss sich auf die Zunge. Wie klänge das. Als würde sie es bedauern! Z... Zum Glück, wollte sie erklären. Doch presste noch rechtzeitig die Lippen aufeinander. Wie klänge das. Als wäre sie erleichtert, vor seinem Charm sicher zu sein? Sie sollte ihn einfach treten.
Sie trat ihn nicht. Denn Jin sprach bereits weiter, und sie beschloss, einfach so zu tun, als wäre eine Antwort auf die ohnehin eher rhetorische Frage unter ihrer Würde.
"Ich dachte, dass Yasue dich vielleicht aufmuntern könnte. Sie redet sehr oft von Dir, weil sie dich vermisst... aber seit du da warst, hast du dich nicht einmal bei ihr gemeldet."
Stirnrunzeln. Das Schlucken wurde ein klein wenig anstrengender. Ja, sie hatte sich bei ihren früheren Kameraden nicht wirklich bemerkbar gemacht... bei ihren Teamkameraden im Speziellen gar nicht. Es war Ringo peinlich gewesen, mit eingezogenem Schwanz fortzulaufen. Vier Jahre lang war sie fort gewesen, und als sie wiederkam, da musste sie neu beginnen. Und irgendwie hatte das ja auch geklappt, mit all den neuen Kameraden, die sie nicht von früher her kannten. Wie wohltuend es gewesen war, mit fremden Genin und Chuunin zu arbeiten. Ringo hatte erleben dürfen, wie sie ohne den Schatten des Vaters vorwärts kam. Und wie andere Shinobi auf sie reagierten.
Es war so erleichternd, ein unbeschriebenes Blatt zu sein. Doch bei den alten Kameraden ging das nicht. Jin war das beste Beispiel. Sie sah ihn nur an und fühlte sich wieder wie früher, angespannt und mit bitterem Geschmack im Mund.
Mit Leuten wie Tenzou war es leichter gewesen. Mit ihm war sie zusammengeknallt, war dabei irgendwie zusammen- und in neue Form geschlagen worden. Es hatte gepasst. Er war dabei gewesen, als das alte Gefäß gegen die Wand gegangen war.
Das war erleichternd gewesen, aber auch schmerzvoll. Einmal ein solches In-Form-Schlagen zu erleben, war ja rückblickend noch verkraftbar. Doch Ringo hatte nicht vorgehabt, das Gleiche nochmals zu durchlaufen. Der Mensch warf sich nunmal nicht gern in unangenehme Dinge, selbst wenn sie reinigend sein konnten. Die Beziehung dieses Teams war, zumindest auf Ringos Seite, ein schlecht verheilter Knochenbruch. Um dies zu richten, würde es ein erneutes Brechen brauchen.
"Weil das Freunde so machen."
Ringo starrte ihn einen weiteren Moment lang an. Zog scharf und zischend die Luft ein. Als stecke ihr Arm in einer Klammer, und ein Hammer schwebe unmittelbar darüber. Als würde der Knochenbrecher nur noch höflich auf ein Nicken von ihr warten.
Bereit?
Sie war es nicht. Die alte Ringo spürte schwitzige Handflächen und eine Beschämung, die ihr die Brust einschnürte. Sie wollte auch nicht. Sie wollte hier sitzen, sie wollte bloß sitzen -
Dann gehen wir halt. Es kam leise. So leise. Als hätten sich die Worte an ihrer Zunge vorbeischummeln müssen. Gehen wir halt zu ihr. Vielleicht bist du dann erträglicher.

In ihrem Geiste wurde die Alte Ringo von der Neuen Ringo mit dem Gesicht voran gegen die Wand gepresst.
Wir gehen da jetzt hin!, brüllte die Neue der Alten ins Ohr, Sonst lässt er uns nicht in Ruhe! Wir gehen hin, und dann lässt er uns in Ruhe! Für die Ruhe tun wirs, für die Ruhe!
"Selbsttäuschungs-Alarm!
, quietschte die Alte in den höchsten, furchtsamsten Tönen, Lüge! Lüge! Es wird wehtun, ganz doll!"
Schnauze.


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tbc: Ruhiger Weiher


Zuletzt von Sarutobi Ringo am Mo Nov 20, 2017 10:05 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Sarutobi Jin

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BeitragThema: Re: [Clanviertel Sarutobi] Ringos Heim   So Nov 19, 2017 8:15 pm

Die ganze Zeit über wartete der Sarutobi förmlich darauf, dass sie etwas sagte. Er erwartete Beschimpfungen oder Beleidigungen, ja sogar Gewalt. Sie setzte mehrmals zu Worten an, aber sie brachte keinen Ton hervor. Jin verschränkte seine Arme vor der Brust und musterte mit einem sehr kritischen Blick als sie so abfällig meinte, dass sie dann eben gehen würden. Es klang fast so als müsste er sie gerade dazu zwingen ihre ehemalige beste Freundin zu treffen.
Jin hob den Finger und drückte ihn gegen die Schulter von Ringo, damit sie nicht voreilig loslief.
„Moment“, sagte er mit einer gewissen schärfe in der Stimme. „Ich hoffe stark, dass du nicht so ein Gesicht aufziehst und so mit Yasue redest, wenn du auf sie triffst. Ansonsten kick ich dich im hohen Bogen weit weg. Du könntest eigentlich froh sein, dass sie eine Freundin von dir ist.“ Jin trug natürlich etwas dicker auf und fühlte sich derzeit ein wenig so auf als müsste er Yasue vor der nächsten Lebenskrise mit Ringo beschützen. Dann wandte er sich herum und stapfte los.
„Dann los! Ich glaube ich weiß, wo wir sie finden.“ Oder eben nicht. Er würde nämlich mit Ringo zuerst einmal nach Hause zu Yasue gehen, wo er sie nicht auffinden würde. Danach ging es dann weiter zu ihrem Lieblingsplatz. Dem Weiher.

TBC: [@Marc, du kannst ja dann beim Weiher den nächsten Post schreiben?^^]

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